Nr.523+ 39.Jahrgang Ausgabe B Nr. 254 Bezugspreis: Für den Monat November 400,-90., voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet sowie Desterreich und Luxemburg 496, M., für das übrige Ausland 665, M. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Estland, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Lugemburg, Desterreich, Schweden, Schweiz, Tschechoslowatei und Ungarn. Der ,, Borwärts" mit der Sonntags. beilage ,, Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage ,, Heimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adreffe: Sozialdemokrat Berlin" Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 7 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezeile to ftet 80,-. Reflamezeile 400,-. ,, Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 20, M.( zulässig zwei fettgebrudte Worte), jedes weitere Wort 16, M. Stellengesuche und SchlafStellenanzeigen das erste Wort 10, M., jedes weitere Wort 8,-M. Worte über 15 Buchstaben zähten für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Zeile 25,- M. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 4% Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW.68, Lindenstraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Dönhoff 292–295 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Sonnabend, den 4. November 1922 Die Außenpolitik der Labour Party. Ein Vortrag Arthur Hendersons. London, 4. November.( BIB.) Der Sekretär der Gesellschaft Anleihe oder mehrere ausgegeben, und durch Annuitäten, die sich der Fabier verlas gestern einen Vortrag des im Wahlfeldzug be- Deutschland zu zahlen verpflichten müßte, würde garantiert werden griffenen Arbeiterführers Henderson über Arbeiterpartei und müssen. Die auswärtige Angelegenheiten". Es heißt darin, es stehe den Staatsinferalliierten Kriegsschulden müßten gestrichen Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Postscheckkonto: Berlin 375 36- Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depositenkaffe Lindenstraße 3 Was muß geschehen? Bon Dr. Alfred Strieme r. männern, deren Schöpfungen in den verschiedenen Friedensverträgen werden, um den allgemeinen Plan für die Neuregelung Europas fowie in der internationalen Lage zutage treten, schlecht an. die und zur Wiederherstellung des Handels durchführen zu können. Fähigkeit der Arbeiterpartei zum regieren anzuzweifeln. Die Arbeiterpartei sei in ihren Auffassungen und Interessen im wesentlichen Rußland müsse voll anerkannt und ebenso wie Deutschland in erst auf sechs oder zehn Arbeiter eine solche Person tommt, ist international. Die Friedensverträge feien ein Miß erfolg. Das Problem von morgen sei die Abänderung dieser Berträge und die Anwendung polifischer und wirtschaftlicher Gerechtigkeit. Der Bersailler Vertrag gründe sich auf die irrtümliche An nahme, daß trok der wirtschaftlichen Abhängigkeit der Nationen von einander das wirtschaftliche Leben einiger Länder zerstört werden fönne, ohne daß dadurch andere Länder in Mitleidenschaft gezogen würden. Durch die wirtschaftlichen Bestimmungen des Bertrages sei das Wirtschaftssystem Deutschlands erschüttert worden. England und andere Länder hätten dadurch einen wert. vellen Abnehmer verloren. Zugleich sei jedoch Deutschland eine Riesenentschädigung auferlegt worden, die angesichts der Lage, in die Deutschland durch den Versailler Bertrag gebracht wurde, seine Leistungsfähigkeit übersteige. Der Vertrag von Sevres fel das Gegenftüd des Berjailler Vertrages. Die alliierte Politik im nahen Osten habe zu einem fast unbegreiflichen Chaos geführt. Das Verhältnis zu Rußland biete ein weiteres Beispiel dafür, wie politische Vorurteile die Augen der alliierten Staatsmänner gegen wirtschaftliche Tatsachen geblendet hätten. Henderson erklärt, daß, bevor nicht die Irrtümer und Torheiten der Friedensverträge weggefegt feien, teine Hoffnung für Europa bestehe. Es müffe daher ein Apparat für die Revision der durch den Frieden getroffenen territorialen Aenderungen, wo eine solche Revision notwendig sei, geschaffen werden. Deutschland müffe von dem Diftat der Alliierten in seinen nationalen Angelegenheiten befreit werden. Die Reparationsforderungen müßten auf den zur Wiederherstellung der zerstörten Gebiete notwendigen Betrag herabge feßt und die Wiederherstellung. soweit möglich, durch deutsches Material und deutsche Arbeiter geschehen, wofür eine internationale Die Wirkung der deutschen Denkschrift. Neberraschung und Nervosität? Ueber den Stand der Verhandlungen verbreitet die " Deta" einen Bericht, aus dem wir nachstehende Einzelheiten entnehmen, für deren Richtigkeit jedoch allein die genannte Agentur die Berantwortung trägt: wertzeug für die Lösung der Weltprobleme werden müßte. Lloyd Georges Pläne. Der Leistungsfaktor der deutschen Wirtschaft ist gesunken dadurch, daß das Berhältnis der an der Güterhervor= bringung beteiligten Volksgenossen zu der Zahl der an der Verteilung beteiligten und der in die Verwal tungsarbeit übergegangenen sich erheblich verändert hat. Ob drei Arbeiter, die lebenswichtige Güter hervorArbeitsertrag verteilt und alle in ihrem persönlichen und im bringen, einen vierten Mann miterhalten müssen, der ihren allgemeinen Interesse notwendigen Arbeiten ausführt, oder ob Hauptein außerordentlich großer Unterschied, denn leben tun wir, alle doch von der Erzeugung der zum Lebensunterhalt geeigneten Güter. Die Zahl der Händler, Vermittler und London, 4. Nopember.( EP.) Pall Mall" teilt folgende Schreiber hat sich in völlig ungesundem Verhältnis verAeußerung Lloyd Georges mit: Wir können als Partei mehrt. Beachten wir allein die Zunahme der in der Steuernicht die Mehrheit im neuen Unterhaus erlangen, aber wir verwaltung Beschäftigten, beachten wir die Riesenzahl von sind ebenso gewiß, daß Bonar Law nur eine schwache Menschen, die Zahlungsmittel herstellen und sie in Banken, Mehrheit erlangen wird. Im gegebenen Moment wird es uns Börsen und Kassen bewegen, beachten wir die Menschen, denen daher leicht sein, das neue Kabinett zu stürzen und dieser Mo- wir täglich begegnen und fragen wir uns, wieviele ment wird eintreten, bevor noch die Arbeiterpartei 3eit ge von ihnen wirklich an der Hervorbringung dessen arbeiten, habt haben wird, ihre Finanzen zu ordnen, die gegenwärtig was wir zum Lebensunterhalt benötigen. Dann werden wir in traurigem Zustand find. Das bedeutet, daß die Arbeiterpartei im höchsten Maße erstaunt sein über das ungünstige Verhält feine Aussicht hat, innerhalb sechs Monaten eine zweite Wahl- Menge Güter, die wir uns beschaffen können, immer geringer nis, das heute besteht, dann werden wir begreifen, warum die kampagne mit Erfolg durchzuführen. Aber in dieser Zeit wird es uns möglich sein, eine nationale Partei aufzustellen, die für uns das beste Mittel ist, wieder zur Regierung zu gelangen. " London, 4. November.( WIB.) Daily News" melden, beide Flügel der liberalen Partei in Manchester hätten beschlossen, bei den Neuwahlen als eine Bartei zu kämpfen. Das Blatt erwartet von dieser Bereinigung der Liberalen von Man chester eine große Förderung des liberalen Gedankens( Partei Lloyd Georges. Red.) im Lande. wird. Wir begehen den Fehler, daß wir uns immer an die Wertzahlen halten, an die in Mark ausgedrückten Preise, und nicht an die Gütermengen. Von dem, was wir erzeugen, haben wir aber auch noch erhebliche Mengen direkt oder umgewandelt in Goldwert zur Wiedergutmachung auf Grund des Friedensvertrages an das Ausland abzugeben. Der Notstand, der sich aus diesen Verschiebungen ergibt, Wie gemeldet wird, haben die Nationalliberalen be- Arbeiter müssen mehr leisten, sie sind zu faul! Und diese anist deutlich sichtbar geworden. Was tut man? Man ruft: Die schlossen, weitere 15 bis 20 Kandidaten in Bezirken auf- dauernden Rufe verbittern die, die mit voller Kraft ihre Pflicht zustellen, die im letzten Parlament durch Konservative vertreten tun. Man macht es sich leicht und verlangt nur von der Arsaren. Daily Telegraph" bedauert in einem Leitartikel diesen beiterseite Opfer, man geht aber an der Frage vorbei, was Beschluß Lloyd Georges und seiner Parteigänger, da er angesichts nun all die anderen Berufsschichten und die Berufslofen des gemeinsamen Feindes( der Arbeiterpartei. Red.) eine tun, um auch ihrerseits dazu beizutragen, daß der Leistungssehr gefährliche Kräfte zersplitterung bedeute. faktor der deutschen Gesamtwirtschaft erhöht wird. ,, Manchester Guardian" meldet, daß in Widnes die AsquithLiberalen beschlossen haben, den bisherigen Abgeordneten des Kreises, Arthur Henderson, Sekretär der Arbeiterpartei und Borsitzender der Zweiten Internationale, zu unterstützen. gelangen. Einer der alliierten Delegierten erklärte gestern abend dem Korrespondenten, er fei optimistisch und er glaube beſtimmt daran, daß die Stabilisierung der Mart möglich sei. Rom, 4. November.( Stefani.) Ministerpräsident Mussolini empfing den italienischen Delegierten bei der Reparationskommiffion Salvago Raggi, mit dem er die gegenwärtig in Berlin zur Erörterung stehenden Probleme prüfte. Salvago Raggi verließ sodann In den Kreisen der Reparationskommission hat die Dentschrift Rom, um sich nach Berlin zu begeben.( Vielleicht bringt er auch eine gewiffe Nervosität hervorgerufen, die Unterbrechung einen Plan" Mussolinis mit? Red.) der Verhandlungen hat einigermaßen überrascht. Reichsfierungsvorschläge usw. erst Sonntag vormittag um 10 Uhr eine eingehende Aufstellung überreichen fönne und ist mit dem Ka17 finanzminister Dr. Hermes hat erklärt, daß er über die Etati 1. November- türkischer Nationalfeiertag. Paris, 4. November.( WTB.) Nach einer Meldung der Chibinett der Meinung, daß die derzeitigen Verhandlungen von so weit- cago Tribune" aus Konstantinopel wird der 1. November der tragender Wichtigkeit sind, daß jede Uebereilung von vornherein Tag, an dem die Nationalversammlung von Angora den Beschluß, ausgeschloffen sein muß. Wenngleich die Reparationskommission den Sultan abzufeßen, zum Nationalfeiertag erklärt. diese Ansicht teilt, so ist doch die Berzögerung der Berhandlungen und das Ausfallen des heutigen Sonnabends als Berhandlungstag einigermaßen überraschend gekommen. Unsere Wirtschaft ist in einem sonderbaren Zustand, sie ist freie Marttwirtschaft" und gleichzeitig in her vorragendem Maße private Monopolwirtschaft", einerseits infolge der Wareninappheit, andererseits infolge der monopolistischen Zusammenschlüsse der Produzenten und Händier. Zehntausend solcher Monopolorganisationen sind mindestens vorhanden. Ihre Bedeutung liegt nicht darin, daß sie die Gütererzeugung steigern, sondern darin, daß sie sich Monopol gewinne sichern. Unsere Wirtschaft befindet sich in dem Zustand einer schweren Störung. Die Einkommen der geistig und körperlich Arbeitenden find als Reale infommen, gemessen an den Gütern, die mit ihnen beschafft werden können, überaus start gesunken, die Einkommen aus Monopolgewinnen, aus der Warenknappheit überaus start gewachsen. seitigen, die Wirtschaft leistungsfähig zu machen, Berhältnisse zu schaffen, die den Forderungen an eine foziale Gerechtigkeit entsprechen? Den Arbeitern oder den Wirtschaftsführern, denen, die die Verfügungsgemalt über die Produktionsmittel befizen? Zweifellos den letzteren. Und wenn sie sich dieser Pflicht entziehen, oder sie außerstande sind, sie zu erfüllen, dann werden die Arbeiter versuchen müssen, Ordnung Wem liegt nun die Aufgabe ob, diese Störung zu be Abreise der Türken nach Lausanne. Paris, 4. November.( WIB.) Nach einer Meldung der„, Chischen Journalisten durch Herrn Barthou, der einer gewissen Murid Ben mit 31 Sachverständigen nach der Schweiz abgeleicht. Sie fordern alles von den Arbeitern, die nicht genügend Diese Nervosität zeigte sich auch bei dem Empfang der franzöfi- cago Tribune" aus Konstantinopal sind Ismed Pascha und zu schaffen, so gut oder so schlecht, wie sie es eben vermögen. Unzufriedenheit über den Gang der Berhandlungen Aus- reist. brud gab. Auch auf englischer Seite wird unumwunden erklärt, Die Konferenz von Lausanne ist infolge der italienischen fassung, die wirtschaftliche Planlosigkeit zu bessern. Die daß die plötzliche Berzögerung in der Ueberreichung des Vorschlages Krise um 7 Tage auf den 20. November verschoben worden. überrascht hat. Man glaubt in den Kreisen der Reparationstommission allerdings, daß innerhalb des Reichstabinetts gewiffe Differenzen bestehen, die erst geklärt werden müßten, ehe die Verhandlungen weitergehen könnten. Dazu wird der Deta Wie die bürgerliche Presse mitteilt, beabsichtigt die Berliner aus zuständiger Quelle mitgeteilt, daß alle Kombinationen Universität, ihren im Weltkriege gefallenen Angehörgen ein über Differenzen innerhalb der Regierung falsch feien und daß lediglich die Wichtigkeit und die Bedeutsamkeit der neuen Borschläge es haben notwendig erscheinen lassen, daß das Kabinett darüber noch einmal zu einer Beratung zusammentritt, die wahrscheinlich heute nachmittag stattfinden wird. Man hofft dann, bis morgen früh um 10 Uhr alle noch vorhandenen Untlarheiten zu beseitigen. Lauter Pläne.. Die„ Sieger der Zukunft". Denkmal zu sehen. Und zwar foll im hinteren Universitätsgarten ein Granitfindling aufgestellt. werden, der die Inschrift trägt: Invictis victi victuri 1914-1918"( auf deutsch:" Den Unbesiegten die besiegten Sieger der Zukunft"). Am Totensonntag wird die Einweihung des Stein stattfinden. Wie es heißt, war ursprünglich ein größeres Denkmal in Aussicht genommen. auf das man aber verzichlet hat, weil es 10 Millionen kosten sollte. Die Inschrift erinnert an den Admiral des Atlantischen Ozeans" Paris, 4. Rovember.( WTB.) Der Berliner Berichterstatter und andere Wilhelminische Großmäuligteiten. Diese sind Deutsch bes„ Echo de Baris" meldet, der englische Delegierte Bradburn land verdammt teuer zu stehen gekommen und wir können von Glück habe, wie es scheine, feit seiner Anwesenheit in Berlin einen neuen jagen, wenn uns die„ Sieger der Zukunft" nicht mehr fosten werden Stabilisierungsplan für die Mart ausgearbeitet. Der als 10 Millionen. Gibt es feine Behörde, die derartige gemeingebelgische Delegierte Delacroir bemühe sich, feinen sehr pofifährliche Geschmadlosigkeiten verhindern kann? tinen Plan zur Geltung zu bringen. Es gelte, nech einige Meinungsverschiedenheiten zu beseitigen, man hoffe aber, heute nachmittag zu einem vollkommenen Einverständnis zul Dollar über 6000. leisten sollen, ohne selbst daran zu gehen, die Wirtschaftsver Steigerung der Produktion erfordert technische und organisatorische Maßnahmen bedeutenden Umfanges, die Vereinfachung und Verbilligung der Güterverteilung ebenfalls. Sollen die Arbeiter diese Aufgaben in die Hand nehmen? Diese haben bereits ihr reiches Quantum Arbeit in ihrer gewerkschaftlichen Organisationsarbeit, in der Ertüchtigung der Arbeitskräfte, in der Entwicklung ihres Verantwortlichkeitsgefühls, mit der Schulung der Arbeiter und Betriebsräte, damit sie die Zusammenhänge, die in der Wirtschaft bestehen, begreifen und zur Besserung der Wirtschaftslage auch ihrerfeits das Beste leisten können. So richten sich mit Recht die Vorwürfe der Arbeiter gegen die Besiger der Produktionsmittel und Handelswaren, die die Unsicherheit der proletarischen Existenzen verschulden durch die Erhaltung eines Wirtschaftszustandes, bei dem jeder nur an sich selbst und an die leichteste Art, reich zu werden, zu denken braucht, in der eine Verantwortung der Allgemeinheit gegenüber nicht vorhanden ist. Dieser Zustand muß unabwendbar zu schweren sozialen Erschütterungen führen, wenn nicht sehr bald die Produktionsmittelbefizer zur Einsicht kommen und die Wirtschaft burch planmäßige Wirtschaftsführung in Ordnung bringen und es nicht bald begreifen, daß fie der Arbeiterschafteinentum ihn zugunsten der Geber zu beeinfluffen und ob der Minister in betont, daß vor der Veröffentlichung der Artikel bei der Zentrums Einfluß auf die Wirtschaftsführung einzuräumen haben, der diesem Bewußtsein dienstliche und wirtschaftliche Beziehungen mit partei der allerdings erfolglofe Verfuch gemacht worden sei, eine sie aus der Lage als„ Objekte" der Produktionsmittelbefizer einander verknüpft hat. Aber auch hier ist das Gericht der Auf- Erklärung herbeizuführen. Seine Partei sei in ähnlichen Fällen fassung, daß dem Angeklagten die Führung des Wahrheits- anders vorgegangen, sie habe den früheren braunschweigischen Mibefreit. beweises nicht geglückt ist. Es handelt sich nicht um die nisterpräsidenten Gepp Derter ohne weiteres fallen lassen. Ist dieses Ziel erreichbar, wenn die Unternehmer planlos Behauptung rein äußerlicher Tatsachen, an denen an sich nicht zu Gegen Hermes hätten vorher bereits andere Vorwürfe vorgelegen, gegeneinander arbeiten wenn der Handel durch immer neue zweifeln war, sondern um die Auslegung, die der Handlungsweise wie die Anschaffungen aus der Stickstoffdüngemittel- Ausgleichstaffe, Elemente überfüllt werden kann? Gewiß nicht. Die Steige- des Ministers gegeben wurde. Boraussetzung für den Wahrheits- die Beförderung Augustins und die eigenartige Wohnungsbe rung der Gülererzeugung für den lebensnotwendigen Bedarf, beweis war der Nachweis, daß auf seiten des Winzerverbandes das schaffung für den Minister. Im Interesse der Republik, deren die Beschaffung von Kapital, technischen Hilfsmitteln und die Bewußtsein bestand, daß die Gabe für einen amtlichen Aft oder in Gegner als Hauptargument immer die Bestechlichkeit zu Felde Umschichtung der Arbeitskräfte ist ohne planmäßige Birt- Beziehung dazu gewährt wurde. führten, hätte diese Angelegenheit ihre gerichtliche Klärung erfahren müssen. Ein Journalist, der derartige Geschente annehme, würde schaftsführung nicht zu erreichen, man mag sich drehen und in feinen Kreisen mit Mißachtung gestraft und nicht mehr zu den wenden, wie man will. Unternehmer und Arbeitnehmer anständigen Vertretern der Presse gerechnet werden. müssen gleichberechtigt zusammenarbeiten, um unsere WirtReichsfinanzminister Dr. Hermes war zu der Urteilsver* schaft organisch aufzubauen und zu gliedern zur Erzielung fündung nicht erschienen. höchster Leistungen. Statt ständig auf die Arbeiterschaft zu schimpfen, ist Hinsichtlich der Aussage Fausts ist zu betonen, daß diese Art und Weise der Propaganda für das Beamtentum eine nicht zu unterschäßende Gefahr bedeutet. Eine Entscheidung in diefer Frage hatte das Gericht aber nicht zu treffen, weil der Angeflagte nicht bewiesen hat, daß der Nebenkläger von diesem Vorhaben des Winzerverbandes Kenntnis der sozialistische Wahlerfolg in der Schweiz. hatte. Rein äußerlich könnten die Umstände allerdings zu Bedenken Die vorliegenden genauen Daten über die schweizerischen NaAnlaß geben, aber vor der eidlichen Zeugenoussage des Ministers hat das Gericht halt gemacht, wie vor allen Zeugenaussagen, ob sie tionalratswahlen vom 29. Oktober gestatten nun ein Gesamturteil nun von einem Minister oder von einem Arbeiter gemacht werden. über das politische Kräfteverhältnis in der Schweiz. Wenn auch im Das Gericht hat auch von Dr. Hermes nicht den Eindruck gewonnen, allgemeinen feine wesentliche Verschiebung im Stärkeverhältnis der daß er, wie es in den Artikeln der Freiheit" heißt, ein Mann fei, Parteien eingetreten ist und die Geschicke des Landes nach wie vor Aus der bayerischen Küche.ber fich in feiner Dreiſtigkeit herausschwindele, sessſt unter Nicht von den Greifinnigen und den Bauern geleitet werden, fo zeigen achtung der Eidespflicht. Es hat es endlich an der Zeit, ich glaube, bereits die legte Stunde, daß die Unternehmerschaft felbft zur Tat schreitet und einmal den fefien Willen befundet, um endlich Ordnung in die Wirtschaft zu bringen, ehe es zu spät ist. München, 4. November.( WTB.) Die gestrigen Beratungen daß teine Schwierigteiten gemacht werden. der eidlichen Aussage des Ministers geglaubt, der Bayerischen Volkspartci über die Nachfolgerschaft des zumal feine Darlegungen durch eine Reihe von Tatsachen unter Grafen 2erchenfeld waren streng vertraulich. Die Partei ftützt werden. Zu berücksichtigen war insbesondere, daß er diese einigte fich auf einen Kandidaten, den sie heute vor- Weinlieferung in seinem Bureau mit größter Offenheit vermittag den onderen Koalitionspartelen vorschlagen will. Der Name handelt und wegen des Preises beim Winzerverband wiederholt wird bis dahin geheim gehalten, da man sich erst vergewissern will, nachgefragt hat. Man kann auch nicht behaupten, daß die paar tausend Mark Vorteil für einen Beamten in der Stellung und materiellen Lage wie des Ministers so groß waren, daß er, nur um den Wein zu erhalten, fich der naheliegenden Gefahren entziehen würde. Der Angeklagte hat demnach den Wahrheitsbeweis nicht erbracht, wobei zu berücksichtigen ist, daß ein etwaiger guter Glaube eine Straflosigkeit nicht begründet. Die Beleidigung des Ministers und der Beamten des Reichsernährungsministeriums ist in fortgefegter Handlung begangen. Das Gericht hat die Ueberzeugung, daß es sich dabei um einen wohlvorbereiteten Pressefeldzug handele. Die Frage, ob dem Angeklagten die & Herme Das Urteil im Prozeß Hermes. 10 000 Mark Geldstrafe. Im Beleidigungsprozeß des Ministers Dr. Hermes gegen den früheren verantwortlichen Redakteur der Freiheit", Robert Hensel, verkündete Landgerichtsdirektor Rehn um 11 Uhr vormittags folgendes Urteil: " „ Der Angeklagte wird wegen Beleidigung des Reichsministers Dr. Hermes in Lateinheit mit übler Nachrede zu einer Geld strafe von 10000 Mart und zur Eragung der Kosten des Berfahrens verurteilt. Im Nichtbetreibungsfalle treten an Stelle Don je 100 Mart Geldstrafe 1 Lag Gefängnis. Minister Dr. Hermes und den beleidigten Beamten des Reichsernährungsminifteriums wird die Befugnis zugesprochen, das Urteil binnen einem Monat nach erlangter Rechtskraft im Borwärts", in der Germania" und der Kölnischen Boltszeitung" auf Kosten des Angeklagten veröffentlichen zu lassen. Die Erem plare der Freiheit", in denen die beleidigenden Artikel enthalten sind, werden eingezogen, die dazu benutzten Platten vernichtet." In der Urteilsbegründung heißt es: Bei der Beurteilung der inkriminierten Artikel fönne nicht die Rede davon sein, daß in ihnen der Vorwurf der Bestechlichkeit gegen den Minister nicht erhoben worden sei. Vielmehr sei darin behauptet worden, daß Dr. Hermes fich in seinen Handlungen eine Verlegung seiner Amtspflicht habe zufchulden tommen laffen. Die Frage, ob der Angeklagte für diese Behauptungen den Beweis der Wahrheit erbracht habe, habe das Gericht unbedingt verneinen müssen. Die Hauptverhandlung, fo heißt es in der Begründung, hat ergeben, daß der Miniſter dem Weinbau ein besonderes fachliches Interesse entgegengebracht hat, bevor überhaupt noch von Weinlieferungen die Rede war. Es ist ferner festgestellt, daß hinsichtlich der Buderzuweifung fich fein Moment dafür ergeben hat, das die Entscheidung des Ministers Wahrnehmung berechtigter Interessen zuzubilligen sei, hat das Gericht verneint, denn nach dem Stand punkt, den das Reichsgericht hierin eingenommen hat, ist es nicht nötig, daß unter der neuen Verfassung dem§ 193 StGB. eine andere Auslegung gegeben wird als bisher. Es mußte demnach eine Verurteilung nach§§ 185, 186 und 200 StrGB. und§ 20 bes Preffegefezes erfolgen. Strafverschärfend fam dabei in Be fracht die Schwere der Vorwürfe, die Hartnädigkeit, mit der sie erber zum Teil recht häßliche Ton in den beleidigenden Artikeln. Das hoben wurden, die hohe Stellung des Beleidigten und Gericht steht allerdings auf dem Standpunkt, daß durch Gefängnisstrafen dieser häßliche Ton nicht gebessert wird, sondern daß hierzu andere Wege beschritten werden müssen. diese Wahlen doch, daß die Sozialdemokratie den toten Punil übera wunden hat und wieder im Aufsteigen begriffen ist. Von den insgesamt 198 Mandaten entfallen 43 auf die Sozialdemokratie, 2 auf die Kommunisten und 3 auf die Grütfaner. Unsere Partei hat insgesamt 5 neue Mandate gewonnen, während die Kommunisten 1 und tie Grütlioner 3 Mandate verloren haben. Diese beiden Gruppen sind nun im Nationalrat zur völligen Bedeutungslosigkeit herabgefunken, und der einzige„ Erfolg", den sie zu buchen haben, ift der, daß fie bei den Wahlen der Sozialdemokratie Knüppel zwischen die Beine warfen und wertvolle Kräfte der Partei, die sonst zum Kampf gegen die Bürgerlichen hätten eingesetzt werden können, auf sich ablenften. Die Zunahme der Sozialdemokratie und die Abkehr der Arbeiter von den unklaren Sozialreformisten und überradikalen Kommunisten zeigt mit aller Deutlichkeit, daß das schweizerische Proletariat die innere Zerflüftung und Epaltung fatt hat und fich in seiner übergroßen Mehrheit auf dem Boden der margistischen Klassentampftaktik der Sozialdemokratischen Partei zusammengefunden hat. Die Energie, mit der die Bartei ihren Kampf gegen das Zuchthausgesetz Häberlins und für die Aufrechterhaltung des Achtstundentages führte, hat ihr sicherlich die Sympathien weiter Kreise der Bevölkerung zuge führt und das Bertrauen der Arbeiterklaffe in ihre Schlagkraft und Rampffähigkeit gestärkt. Kleine Anfrage. die Meldung, daß das Eretut okomitee der Kommunistischen Inters Seit einiger Zeit verbreiten verschiedene Korrespondenzbureaus nationale fich anläßlich der Zusammenstöße am 3irtus Strafmildernd kam in Betracht die Uebescholtenheit des Busch am 15. Ditober mit einem besonderen Aufruf an die angeklagten, sein fachliches, ruhiges Auftreten in der Hauptverhand- deutschen Arbeiter gewandt habe. In diesem Aufruf wird lung und vor allem der Umstand, daß die Tatsachen, die ihm zuge- erklärt, daß die Einigung der beiden sozialistischen Parteien in tragen worden waren, ihn an der Richtigkeit seiner Behauptungen Deutschland die Vorbereitung zu einem Bogrom gegen die Kommuglauben lassen konnten, ferner, daß er von dem Interesse des Re- nistische Barter bedeute und daß die Zusammenstöße am Zirkus Busch batteurs an der öffentlichen Erörterung von Mißständen, die als solche mit Recht erkannt waren, überzeugt war. Rein objektiv von den Sozialdemokraten inszeniert werden seien, um den Anschein betrachtet sind nämlich die Beziehungen des Nebentlägers zu den eines kommunistischen Butsches zu erwecken. Der Aufruf schließt mit inzern nicht vereinbar mit der Beinlichkeit, mit der der Beamte der Aufforderung zum schärfften Kampfe gegen die SozialdemoDas Gericht steht nicht auf dem Standpunkt, daß der Beamte bei feine Integrität wahren und selbst den Anschein vermeiden muß. einen vielen Beziehungen zu Industrie, Handel und Wirtschaft jede erwiesene Liebenswürdigkeit gleich schroff zurückweifen muß. hat seinem Tattgefühl zu folgen. Auf jeden Fall aber hätte Er tratische Partei. Fahne sich zu den erwähnten meldungen, die bere'ts Ging Wir haben vergebens darauf gewartet, daß die Rote Fahne" fich zu den erwähnten meldungen, die bere'ts Eingang in der bürgerlichen Presse gefunden haben, äusert oder den Te des Aufrufs veröffentlicht. Wenn wir nicht irren, ist die Rote Fahne laut den 21 Punkten fogar verpflichtet, die Aufrufe der Mos davon abgehalten unfachlich erscheinen ließ. Das gleiche gilt für die Geldzuweisung müffen, als er von den geringen Preifen Kenntnis crhielt, feinesfalls fauer Eretutive im Borilaut zu bringen. Sollte ein Rest von an den Winzerverband und für die Ausschaltung der Länder. Das Gericht steht damit aber noch nicht auf dem Standpunkt, daß nun die Führung des Wahrheitsbeweises überhaupt zu ungunsten des Angeklagten verlaufen ist, denn nach der Recht sprechung des Reichsgerichts gilt der Wahrheitsbeweis als geführt, wenn eine wesentliche Behauptung als wahr erwiesen worden ist. Es war deshalb auch der Vorwurf zu prüfen, ob Dr. Hermes von dem Winzerverband Geschenke oder ähnliche Zuweisungen allen diefen Gründen fam für die Verurteilung des Angeklagten Lesern zur Kenntnis zu bringen? hätte er diese Beziehungen von neuem aufnehmen dürfen. Aus haben, das reueste Machwert der Sinowjew, Radek usw. ihrer feine Gefängnis-, sondern eine Geldstrafe in Frage. Zur Höhe der lekteren betonte der Vorsitzende, daß die Strafe im ersten Augenblid wohl etwas hoch erscheine, daß sie aber unter dem GesichtsPunft der allgemeinen Geldentwertung zu betrachten sei. Vor der Urteilsverfündung, der eine halbstündige Beratung des Gerichtshofs voranging, hatte der Angeflagte, Redakteur Hensel, angenommen hat, trotzdem er wußte, daß sie nur gemacht wurden, noch von dem Recht des Schlußworts Gebrauch gemacht und Kotau vor Herrn Oberschieber. Die franzöfifche„ Ciga für Menschenrechte" hat angesichts der Tatsache, daß Fälschungen und Unterlassungen bei der Veröffent lichung des franzöfifchen Gelbbuches über die Kriegsurfachen festgestellt wurden, beantragt, daß eine unparteiische Rom mission nach deutschem Muster mit der Sammlung und Herausgabe der französischen diplomatischen Urfunden beauftragt werde. Die Wahl des Stüdes war, wie gesagt, ein sehr guter Griff. Elend der Großstadtschüler. Um einen Einblick in die LebensWenn aber auch die Neuinszenierung eine Ehrung des Dichters verhältnisse der heutigen Großstadtschuljugend zu gewinnen, hat fein sollte, so hat sie ihren 3wed vollständig verfehlt. Der Regiffeur Dr. Rurcharsti von 1367 Kindern, 24 Prozent aller Gemeindeschui Hauptmanns Biberpel3" im Lessing- Theater. Emil Lind und die Darsteller verneigten sich in Ehrfurcht nicht finder in Bantom, ausführliche Fragebogen ausfüllen laffen. vor Gerhart Hauptmann, sondern vor dem eigenartigen Bublifum, Er berichtet über seine Ergebnisse in der Zeitschrift für Bevölke Zur 60. Geburtstagsfeier von Gerhart Hauptmann hätte man das heutzutage die Berliner Theater und die Berliner Theaterfaffen rungspolitik und Säuglingsfürsorge". Die Bankower Kinder wurfein passenderes Stück wählen können als den„ Biberpelz", der zwar füllt. Valutageruch schwebt über dem Parkett und Schieberperlen ben ausgewählt, weil sie vorwiegend aus proletarischen Kreisen feine unsterbliche Dichtung, aber jedenfalls heute wieder erschreckend leuchten in den Logen. Diesen Göttern wurden Dichter und Dich stammen; es wurde nach den Eltern geforscht, nach dem Haushalt, aktuell und noch ebenso lebendig ist, wie vor einem Menschenalter, tung als Opfer huldigend dargebracht. Es war eine in ihrer Art in dem das Kind lebt, nach den gesundheitlichen Verhältnissen und als er mitten aus dem Leben der Zeit geschöpft wurde. Aeltere Berliner erinnern sich vielleicht noch des Amtsvorstehers Hauptmanns und seines Biberpelz" fein Hauch zu spüren. Hanji vor, daß sich nur 8 Prozent der Kinder in gutem Gr v. Busse, dessen Warnungen“ und„ Betanntmachungen" dem Aus- Niese als Mutter Wolffen von schauspielerisch sehr wirksamer nährungszustande befanden; 21 Prozent waren start flügler im Gebiet der Oberspree vor 20, 30 Jahren allenthalben ins Komil, überladen mit blendenden, effektvollen Nüancen, jedes Wort, unter ernährt. Geistig sind, nach den Schulleistungen berechAuge fielen. Nur wenige aber werden wissen, daß dieser gestrenge jede Bewegung, jede Grimasse eine Pointe. Man erwartete jeben net, 16 Prozent hinter dem Durchschnitt zurü Herr, dem jungen Gerhart Hauptmann, der damals in jenem Amts- lugenblick eine wienerische Coupleteinlage. Emil Jannings, ein geblieben. Es zeigte sich, daß ungünstige soziale Verhältnisse, bezirk haufte, das Modell zu seinem Wehrhahn geliefert hat. Zum Wehrhahn nicht aus dem Biberpelz, auch nicht aus dem Simpliciffi- wie übervölkerte Wohnung, Erwerbslosigkeit des Boters, mangelnde Typus des junkerlichen Bureaukraten, der jahrzehntelang das deutsche mus, sondern aus älteren Jahrgängen der Fliegenden Blätter: Obhut der arbeitenden Mutter, eine schädigende Wirkung auf die Volt mißregieren durfte. Daß das gebildette, intelligentefte, fleißigste grobe, grelle Raritatur. Einige Nebenrollen- Ridelt als Rentier geistige Entwicklung der Schultinder ausüben. und tapferste Volk sich diesen Typus als herrschende Kaste so lange Krüger, Julius E. Herrmann als Julius Wolff, Elzer als Die ruffische Kunstausstellung, Unter den Linden 21, ist noch gefallen ließ, war seine weltgeschichtliche Schuld, die es gegenwärtig Schiffer Bultom in fünstlerisch vornehmerem Stil gehalten, an- bis zum 10. November, jeweils bis abends 6 Uhr, geöffnet. Der mit Zinsen und Zinseszinsen abtragen muß. Ausgestorben ist die dere Marianne Bengel( Leontine), Blandine Ebin Eintrittspreis für Einzelpersonen beträgt 25 m., jedoch fönnen auch Sorte Wehrhahn noch lange nicht; in den Kreisen nationalistischer ger( Adelheid), Hubert Heinrich( Glafenapp) treuberzige, Gruppen von Genossen, 3. B. eine ganze Abteilung oder Mitglieder Butschiften und Meuchelmörder treibt sie noch heute ihr Wesen. harm- und hilflose Provinz. Bei diesem Gesamtcharakter der Auf- besonderer proletarischer Berbände, die Ausstellung be Aber als Obrigkeit drückt sie uns nicht mehr, und so fönnte man führung fiel es faum noch ins Gewicht, daß man sich nicht immer suchen. Diesen Gruppen ist es gestattet, bis gegen 7 oder 8 Uhr Hauptmanns Komödie faft als eine historische Satire mit uninter- an den Text der Dichtung hielt und namentlich Hauptmanns Att- abends die Ausstellung zu besichtigen. Ein Führer wird dazu, effiertem Wohlgefallen genießen wenn die Mutter Wolffen nicht schlüsse durch eigene Zutaten wirksamer zu gestalten unternahm. Das zur Verfügung gestellt. Teilnehmer an solchen Gruppenbesichtigunwäre. Die Mutter Wolffen, die heute, wo alles schiebt und mogelt, Bublifum siehe oben brachte diesen Bestrebungen Verständnis gen werden zugelassen für ein Eintrittsgeld von 5 bis 10 m., jedoch aktueller ist als je zuvor. Wenn sie auf einen Raubzug ausgeht, hält entgegen und lohnte mit stürmischer Heiterfeit und rauschendem ist es notwendig, daß folche geplanten Gruppenbesichtigungen minihr die Obrigkeit die Laterne nicht im Bewußtsein, eine Freveltat Beifall. Einige aber erinnerten sich jener Zeit, da es in Berlin destens einen halben Tag vorher beim Verlag Internationale Ar zu unterstüßen, o nein, nur aus Stupidität und naiver Ahnungs- eine Hauptmann- Bühne gab und Oskar Sauer, Elfe Lehmann, beiterhilfe", Berlin, Kirchstr. 24c( Hansa, 1776), angemeldet werden losigkeit. Die Figur und ihre Erlebnisse sind niederschmetternd Baula Eberty unter Brahms Leitung eine Kunst der Menschendar- und der Name des Gruppenführers angegeben wird. aktuell. Wie Wehrhahn die Berkörperung der früheren, ist sie das ftellung boten, die heute ausgestorben ist, und bei diesem Publikum Symbol der heute in Deutschland herrschenden Klasse. Daß sie nicht auch taum Berständnis finden würde. John Schitosti. in Devisenhamsterei und Lebensmittelschiebung engros macht, sondern sich als bescheidene Detailliftin mit Holz- und Belzdiebstahl begnügen muß, ändert nichts an der Tatsache. Die Zeiten entbehrten damals noch des großen und heroischen Zuges, und das Stahlbad des Krieges hatte die Bahn noch nicht den Tüchtigen geebnet. Dabei ist die Mutter Wolffen feine ordinäre Dugendgaunerin, sondern in ihrer Art ein ganzer Kerl, der sich durch Klugheit, Tatkraft, Courage und ausgeglichene Selbstsicherheit gegenüber seiner schwächlichen und jämmerlichen Umgebung zu fast monumentaler Größe erhebt.. Sie ist der einzige imponierende Kerl, den Gerhart Hauptmann geschaffen hat, und es ist vielleicht kennzeichnend für Hauptmanns Kunst, daß diefer Kerl eine Waschfrau ist. Dabei erscheint sie, wie alle Figuren der wundervollen Komödie, durchaus naturwahr, in feinem Zuge irgendwie farifiert. Es würde mir nicht auffallen, wenn ich die Mutter Wolffen, wie Hauptmann fie gezeichnet hat, statt auf der Bühne im Parkett des Lessing- Theaters neben mir sigend fähe; sie brauchte, den heutigen glücklicheren Zeitumständen entsprechend, nur Seidenjuraper und Smaragdbrosche anzulegen. Und ebenso fönnte jedes Wort, das Wehrhahn in dem Stück spricht, in den Gesammelten Reden Wilhelmas II. erscheinen, ohne als stillos oder unwahrscheinlich aufzufallen. An MEIN Volk! Ich hab Diamanten und Perlen, Ich hab eine Braut nach Begehr, Und freie fie- trog dreiundsechzig, Sag Deutschland, was willst du noch mehr? Aus den Diamanten und Perlen, Da hab ich ein Brautdiadem Hermineken herstellen lassen, Sag Deutschland, was willst du troßdem? Ich hab dich zugrunde gerichtet? Wieso denn ich blieb Milliardär! Du kannst mich Das Bett ist gerichtet, Mein Deutschland, du kommst hinterher. Mich. von Lindenheden. Erstaufführungen der Woche. Dienst. Renaissance Theater: Das Band", Erste Barnung". Mittw. Großes Schauspielhaus: 2uther." Der Tee wird teurer. In der ganzen Welt nämlich, für Deutschland braucht es nicht eigens hervorgehoben zu werden, da sich dieser Prozeß ja hier täglich an allen Bedarfsartikeln vollzieht. Aber vielleicht ist es ein Trost zu hören, daß die ganze teetrintende Mensch heit höhere Preise zahlen muß. Die Steigerung des Preises ist auf die schlechte Lee Ernte zurückzuführen, die in Indien, zumal unter dem Einfluß des Wetters und des Insektenschadens, eine ausgesprochene Mißernte geworden ist Das bedeutet für die Eng länder eine unangenehme Ueberraschung. Bleibt doch die diesjährige Tee- Ernte um 70 Millionen Pfund hinter dem Weltverbrauch zu rück. An diesem ist England mit einem besonders starten Prozent sag beteiligt, denn es entfallen auf den Kopf eines jeden Bewohners des britischen Reiches 8 Pfund Tee im Jahr, was im Monat einen Bedarf von etwa 35 Millionen Pfund ausmacht. Bei dieser Ge legenheit mag erwähnt werden, daß der Teeverbrauch der Engländer seit dem Kriege eine Steigerung um 2 Pfund für Kopf und Jahr erfahren hat, eine Bermehrung, die woht darauf zurückzuführen ist, daß der Tee bisher noch immer das wohlfeilste Getränk gewefen ist. Die Galerie Goldschmidt- Wallerstein, Schöneberger Ufer 36a, zeigt in ihrer Novemberausstellung neue Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen von Bela zobel, Berlin, sowie Aquarelle und Zeichnungen von Dtto 2ange, Dresden. Darbende Krankenhäuser. Gewerkschaftsbewegung Die Eisenbahner zur gegenwärtigen Situation. Im Rahmen seines großzügig angelegten Vortrages streifte der Redner zunächst den Kampf zwischen den feialdemokratischen Barteien in den fiebziger Jahren, der mit ebenso großer Schärfe geführt Großfeuer in Spandau. Der Ruf Großfeuer" alarmierte in und unabhängigen Sozialdemokraten. Die Tätigkeit des reactioworben fei wie der nun glücklich beendete zwischen Sozialdemokraten der letzten Nacht die Spandauer Feuerwehr. Es brannte in a ten- nären Staatsanwalts Tessendorf habe damals die Einigung geför felde bei Spandau das Haus Streitftraße 36. Schon von dert. Auch während der legten Spaltung habe sich endlich die Ermeitem war der Brand sichtbor. Als die Spandauer Wehr an der tenninis durchgesetzt, daß die Arbeiterschaft sich den„ Lugus" der Brandstelle ankam, loderten die Flammen aus dem Dache empor. gegenseitigen Bekämpfung nicht leisten könne. mit mehreren Schlauchleitungen wurde von Motorsprizen von 10 bis 1½ Uhr nachts tüchtig gelöscht und dadurch eine weitere Ausdehnung verhütet. Der Schaden ist bedeutend. Die Entstehung des Brandes konnte noch nicht aufgeklärt werden.. Auf die derzeitigen wirtschaftlichen Zustände in Deutschland fizet nicht sehr angenehm. Eine derselben bot einem Chauffeur eine größere Summe Geldes an, damit er ihr zum Entweichen verDie Bolkswirtschaftliche Bedeutung der Berliner Krantenanstalten helfe oder fie als ihre Braut ausgebe. Sie hatte aber damit kein erhellt eine gründliche Arbeit aus der Feder des Berliner Stadt- Glück und mußte, ebenso wie die anderen, das Polizeiauta besteigen. medizinalrats Dr. Rabnow, die in der demnächst erscheinenden Vermißt. Seit Dienstag nachm. 4½ Uhr ist die 15jährige Eva Ueber Die Bedeutung der Einigung der Arbeiterklasse" sprach Sondernummer der Kommunalen Praxis" über Kommunali- Brandenburg, Wasserthorstr. 42, von einem Geschäftsgang von Reichstagsabgeordneter Genosse Aufhäuser in einer gut be fierungsfragen veröffentlicht wird. Danach verfügt Berlin in den der Leipziger Straße nicht mehr zurüdgefehrt. Das Mädchen war fuchten Eisenbahnerversammlung, die am Donnerstag abend in dem Städtischen allgemeinen Krankenhäusern, Irrenanstalten, Hospitälern mit dunkelblauem Tuchmantel, schwarzer Rappe, dunkelblauem" Sophierfälen" stattfand. und Spezialanstalten über 22 400 Betten, die 7 200 000 Verpflegungs- Kleid und schwarzen Schnürstiefeln befleidet. Es ist etwa 1,20 Meter tage gewähren. Dazu kommen 4000 Betten in Anstalten der Pro- groß und gut entwickelt. Etwaige Meldungen über den Verbleib vinz Brandenburg, über welche die Stadt Berlin ein Berfügungsrecht erbitten die Eltern. hat. Den Erstellungswert eines Krantenbettes be= 3iffert Rabnom auf mindestens eine Million, der gesamten städtischen Anstaltsbetten auf 22 bis 23 Millarden Mart. In den 11 000 Betten der allgemeinen Krantenhäuser werden jährlich fast 130 000 Menschen verpflegt. Die Selbstfoften eines Verpflegungstages merden auf 420 M. im Durchschnitt beziffert; was bedeutet, daß die Krankenverpflegung in den städtischen Anstalten der Stadt Berlin täglich 10 Millionen Mark der Stadtgemeinde toftet. Unter Zugrundelegung einer Gesamtzahl von 3 300 000 Berpflegungstagen in den allgemeinen Krankenhäusern Groß- Berlins und bei den gegenwärtigen Selbstkosten beträgt der Zuschuß der Stadt aile'n für die allgemeinen Krankenhäuser 1 600 000 000, für alle Anstalten Ensgesamt weit über zwei Milliarden Mark. Während die AufJm Berliner Aquarium find jezt einige nordamerita mendungen für Löhne und Gehälter von 1913-1921 in den pier großen Alt- Berliner Krankenhäusern um das 36% fache gestiegen und 26 ausgestellt. Die gewöhnliche Form ist schwärzlich mit feiner nische Königsschlangen in den fleinen Terrarien 24, 25 find, beträgt die Kostensteigerung für die Berpflegung im gelber Beichnung, mährend die sehr auffallenden sogenannten Boyles gleichen Zeitraume nur das Zehnfache. Rabnom gibt zu, daß die Königsfchlangen prächtig schwarz und hellgelb breit quergeringelt Berpflegung hinsichtlich der Quantität mandjes zu wünschen übrig find. Alle haben die Eigentümlichkeit, daß fie auch bei Erregung Laffe, meist jedoch darauf hin, daß die Ernährungsverhältnisse für den Kopf stets am Boden halten. Ihre Beute, die namentlich aus einen großen Teil des deutschen Boltes fich allgemein verschlechtert anderen, auch giftigen, Schlangen, gegen deren Gift fie völlig gehaben. Rabnow schreibt: Der Zuschuß der Kämmereifaffe ist kaum feit sind, aber auch aus Eidechlen, Mäusen und kleinen Vögeln beGegen den Menschen noch steigerungsfähig. Die Folge ist, daß angefangene not- fteht, erdrücken sie vor dem Verschlingen. wendige Neubauten haben eingestellt werden find fie völlig harmlos, beißen auch nicht, wenn man sie in die müssen. Die einst mit Recht weltberühmten Berliner Krantenhäuser zeigen bereits Merkmale des Verfalls. Im Reiche sind die Berhältnisse nicht beffer. Die fommunalen Anstalten befinden sich in einer ernsten wirtschaftlichen Krise, die privaten, zum großen Teil gemeinnügigen, teilweise in einer verzweifelten Lage. Für die Bollsgesundheit bedeutet eine Minderung der Leiftungsfähigkeit der Krantenanstalten eine ungeheure Gefahr, besonders bei den jammer: vollen Wohnungsverhältnissen. Nur in selbständiger Verantwort lich beit tönnen wir hoffen, die Schwierigkeiten zu überwinden. Nordsüdbahn im Januar. Beginn der Probefahrten in wenigen Wochen. Die Güterböden bleiben morgen geöffnet. Die Eisenbahndire. ion Berlin ersucht uns mitzuteilen. daß die Güterböden am morgigen Sonntag vormittags geöffnet bleiben, damit die als Stüdgut eintreffenden Kartoffeln abgeholt werden fönnen. Hand nimmt. Der Berliner Volkschor veranstaltet am Sonntag, 5. November, 8 Uhr, in der Aula Koppenstr. 76 einen Vortrag des Herrn Brof. Bilh. Daegen, Direktor der Lautabteilung an der Staatsbibliothel, über Etimmen der Völker in Liedern mit grammophonischen Demonstrationen und Licht bildern. Gäste willkommen. Der Reichsbund der Kriegsbeschädigten. Kriegsteilnehmer und Hinterbliebenen, Ortsgruppe Charlottenburg, veranstaltete mit auserlesenem Brogramm ein Wohltätiate its feft im Marmorical am 300. Ticies eit war zum Beiten einer Weihnachtsbescherung der Baisen und Kinder der Kriegsbeschädigten gedacht und da man zu diesem 3med recht viel Geld gebraucht, hatte man den äußeren glänzenden Rahmen gewählt. Doch das Publikum, das fich fonft in ibm bemeat, war der Veranstaltung gefliffentlich fern geblichen. Mitglieder und folche Bäfte, die mit dem Herzen bei der Eache sind, aber mit dem( Seldbeutel nicht so dabei sein fönnen, waren gelommen. Mit dankbarem Beifall nahmen sie die Dar bietungen der Künftler, Mitglieder des Deutschen Opernhauses, entgegen. Groß- Berliner Partei- Nachrichten der Bereinigten Sozialdemokratischen Partei. 74. Att., Zehlendorf. Die Bezirtsführer erhalten heute abend durch den Genoffen Rönig die Eintrittskarten für die Novemberfeier und werden bringend gebeten, sich am morgigen Eonntag um den Bertrieb der Karten zu bemühen. 114. Abt., Lichtenberg. Sonntag früh 10 Uhr bei Schwarzer, Gabriel- Mag- Str. 17, Fun.tionärfizung. Theater der Woche. Vom 5. bis 13. November. übergehend, führte der Bortagende etwa folgendes aus: Was geschieht und was muß geschehen, um die drohende polls ständige Berelendung der Arbeiterschaft zu verhindern? Wir wissen, daß es mit der Lohnbewegung allein nicht so weitergehen kann, Die Ursachen der Vereiendung müssen befümpft werden. Sie find auf außenpolitischem und innerpolitischem Gebiet zu suchen. Es wird über Regierung und Gefeßgebung reichlich gefchimpft, die Ursachen des Zusammenbruchs scheint man in weiten Kreisen ganz vergessen zu haben. Daß aber nach dem furchtbaren Kriege der uns, abgesehen von allem anderen, die Reparationslaften gebracht; Zusammenbruch fommen mußte, ist vorausgefagt worden. innenpolitisch eine Einstellung der fapitalistischen Unternehmer auf Ausnutzung der Not und des Elends der Boltsmassen Er hat Den Krieg haben wir dem Wettrennen der Kapitalisten um die besten Abfagmärkte zu danken und nach dem Krieg wird das Syftem fcrtgefeht nicht bloß der deutsche, sondern der ganze internationale Stapitalismus drängt nach Quellen, die ausgeschöpft werden können. Das deutsche Kapital fragt nicht danach, was für den Bedarf der deutschen Bevölkerung produziert werden muß, ihm liegt nur daran, auf Balutagewinne mit Erfolg zu spekulieren. Aus dem Sturz der Mark und der damit fortschreitenden Berelendung der Massen erwachsen ihm enorme Gewinne, die sicher im Ausland untergebracht werden. Nichts ist bisher geschehen, um die steigende Berelendung zu hindern. Der Kapitalismus lehnt die Erfassung der Sachwerte und die Beteiligung des Reiches an den gewinnbringenden Industrieunternehmungen einfach ab. Die Zahlung der Besitzsteuern wird verzögert oder sabotiert. Auf der anderen Seite werden als Reparationsfoften unmögliche Summen von uns gefordert. Dabei herrschen auch in den Siegerländern Arbeitslosigkeit, Not und Elend, felbst in denen, die sich einer starken Baluta erfreuen. Hier wie dort herrscht die Macht des Kapitals, das fich international zusammen. findet. Inpisch hierfür ist der Vertrag Stinnes- Luberjac. Der Kapitalismus ist unfähig, den Wiederaufbau der Welt. wirtschaft vorzunehmen, gleichviel, ob unter hoher oder niedriger Baluta. In allen Ländern gibt es eine Sieger- und eine besiegte Klasse. Eine endgültige Lösung des Problems fann nur inter national erfolgen. Auf diese Erkenntnis muß sich die Arbeiter. schaft einstellen. Was in Deutschland zunächst geschehen muß, ist ein weiteres Abgleiten der Mart zu verhüten. Das muß underzüglich geschehen, denn es ist bereits fünf Minuten vor Zwölf. Wenn die Mark weiter abwärts gleitet, nügen auch die radikalsten Reden nichts. Unser Programm verlangt: 1. Verschärfung der Devisenverordnung bis zur Beschlagnahme. 2. Schaffung wertbeständiger Anlagepapiere. Die Nordfüdbahn wird, wenn feine unvorhergesehenen Zwi- Der Beinzwang aber erfreute viele der Erschienenen gerade nicht. schenfälle eintreten, bestimmt im Januar, vielleicht am 1. Januar Ibren Betrieb eröffnen tönnen. Gegenwärtig wird an der Fertigstellung der letzten Strecenteile und dem Ausbau der Bahnhöfe gearbeitet. Im Dezember werden die ersten Probefahrten vorgenommen werden. Auch in rechtlicher Hinsicht sind jetzt die letzten Schritte getan worden. Gestern hat der Nordsüdbahnausschuß der Stadtverordnetenversammlung zu den endgültigen Vertragsabschlüssen mit der Hochbahngesellschaft Stellung genommen. Aus steuerlichen Gründen hatte der Magistrat empfohlen, mit der Hochbahngesellschaft statt eines Betriebsver. 3. Schaffung eines Devisenfonds bei der Reichsbank, der zentroges einen Gesellschaftsvertrag abzuschließen; auf diese Weise tral zu bewirtschaften ist. Abgabe von Devisen nur nach wirklichem würde die Hochbahngesellschaft Gesellschafterin mit der Stadt zuBedarf. jammen geworden sein. Aus grundsäglichen Erwägungen lehnte Auch vor den Banten darf nicht haltgemacht werden. Nörig der Ausschuß auf Grund eines Berichts des Unterausschusses diesen Bollsbilhue: 5., 8., 10. und 12. Die Lilge. 6. Ueber die Kraft, 2. Teil. ist die Erfassung der Sachwerte als Sicherheit für die wertbeständineuen Gesellschaftsvertrag ab und beschloß, es bei dem bereits 7., 9. und 13. Der Verschwender. 1. Ueber die Kraft, 1. Teil.- Opernhaus: gen Anlagepapiere. Das ganze Programm muß verwirklicht wer 6. Carmen. 7. Meistersinger. 8. Mona Lisa. 9. Diastenball. 10. Sinfonie den. Ferner muß die Befigsteuer sofort gezahlt und evil. die Geld genehmigten Betriebsvertrag mit der Hochbahntonzert. 11. Oberon. 12, Sannhäuser. 18. Bertaufte Beaut. Schauspielhaus: gesellschaft zu belaffen. Dagegen soll der Stromlieferungs- 6. und 9. Beer Gynt. 7. Napoleon. 8. und 13. George Dandin. Arst wider entwertung nachgezahlt werden. Geschieht das nicht, so erscheinen verirag eine Aenderung infofern erfahren, als für die Städtischen 5., 9., 10. und 12. Der lebende Leichnam. 6. Simfon oder Scham und Eifer. Entschlossenheit und schleuniges Handeln bei der Durchführung dieses Willen. 10. und 12. Macbeth. 11. Maria Stuart. Deutsches Theater: mir alle anderen Maßregeln als eine Utopie. Die Bartei fordert Cleftrizitätswerte, die den Strom für die Nordfüdbahn liefern, der fucht. 7. Clavigo. 8. und 11. Gespenster. Rammerspiele: 5., 6., 9., 10. und Zuschlag zu ihren Selbstfosten von 5 auf 15 12. Timotheus in flagranti. 7., 8., 11. und 13. Das Glas Waffer. Leffing Programms.( Lebhafter Beifall.) rozent erhöht wird. Hiervon erstattet aber die Direktion in der Königgräger Straße: 6., 8., 9. und 13. Die wunderlichen Geschichten des der Tagesordnung: Vorgänge in der Organisation, über, bei dem Theater: 5., 6., 8., 9., 10. bis 12. Der Biberpelz. 7. und 13. Fauft. Theater Nach einer furzen Aussprache ging man zum zweiten Punkt Der Stadt einen Teilbetrag von 10 Broz. in halbjährlichen Abrech Rapellmeisters Streisler. 5., 7., 10. und 12. Die Jüdin von Toledo. Dent nungen der Nordsüdbahn- Aktiengesellschaft zurüd. Ferner hat der des Opernhaus: 5. und 12. Aiba. 6. Figaros Hochzeit. 7. Feftaufführung zum fich eine kurze, aber instruttive Debatte entwickelte. Ausschuß auch dem Bertrag zwischen der Stadt und der Nordsüd. 10jährigen Bestehen: Fidelio. 8. Oberon. 9. Die Meistersinger von Nürnberg. 10. Tristan und folde. 11. Die Boheme. 13. Die Fledermaus. Schiller. bahn- Attiengesellschaft zugestimmt. Endlich empfiehlt er den baldi heater: 5., 7., 11. und 13. Rofenmontag. 6. Göß von Berlichingen. 10. Die nen Ankauf der für den Betrieb der Nordfüdbahn noch erforder. Braut von Messina. 12. Die fünf Frankfurter. Großes Schauspielhaus: 5. bis 7. Der Widerspenstigen Zähmung. Ab 8. Luther. lichen, der Stadt gehörenden Grundstüde feitens der Nortfüdbahn- heater: 5., 6., 9., 10., 12. und 18. Middel Stramer. 7. und 8. Der Engländer. Aktiengesellschaft. Dis würde den Betrieb sehr erleichtern, nament Satyros. Renaissance Theater: 5. und 6. Miß Sara Sampson. Ab 7. Das lich tezüglich des Betriebsbahnhofs in der Seestraße Eine Kilowattstunde= 35 mittlere Brennstunden. Es ist wenig bekannt, in wieviel Brennstunden die einzelnen Birnen eine Kilowattstunde erreichen. Es sei deshalb darauf hingewiesen, daß eine Rilowattstunde Lichtstrom verbraucht wird von einer Metalldrahtlampe von 50 Kerzen in 18 Brennstunden. Eine 32ferzige Lampe braucht 28 Brennstunden, um eine Kilowattstunde zu verzehren, eine 25ferzige 35 Stunden, eine 16. ferzige 55 Stunden, eine 10ferzige 80 Stunden und eine Sterzige 140 Stunden. Wenn also in einem Haushalt von abends 6 bis 10 Uhr eine 25terzige Lampe, die zum Lesen vollkommen genügt, gebraucht wird, so bedeutet das monatlich 120 Brennstunden gleich rund 3,4 Kilowattstunden und nach dem heutigen Preis 272 m. Ausländer in Lasterhöhlen. 1000 Personen bei einer nächtlichen Razzia aufgegriffen. In der vergangenen Nacht veranstaltete die Kriminalpolizei vom Polizeipräsidium Berlin eine ausgedehnte Razzia in einer Reihe von Kaschemmen, Dielen, Kuppelquartieren und Zuhälterlokalen im Westen, Südwesten und Zentrum Berlins, wobei etwa 1000 Männer und Frauen zur Feststellung ihrer Personalien dem Bolizeipräsibium am Alexanderplaß zugeführt werden mußten. 1 Neues Bolts. Theater Bal Lohnkampf der Holzarbeiter. Der Deutsche Holzarbeiterverband hatte zum Freitagabend eine Versammlung aller Betriebsräte und Bertrauensmänner der dem Reichsmantelvertrag unterstehenden Betriebe nach der Brauerei Königstadt" einberufen, um eine Beschlußfaffung über Annahme oder Ablehnung des Ergebnisses der Lohnverhandlungen im Reichsarbeitsministerium herbeizuführen. Schon lange vor der festgesetzten Zeit waren Saal und Galerien in allen Teilen überfüllt, so daß die Späterkommenden Mühe hatten, noch ein Stehplätzchen zu finden. Referent war Böse von der Ortsverwaltung. Nach seinem Bericht wurden die Berhandlungen im Reichs. arbeitsministerium vom Regierungsrat Cäsar geleitet, der sehr bemüht gewesen sei, eine Einigung zustande zu bringen, und schließ lich folgenden Vergleichsvorschlag gemacht habe: Band. Erste Warnung. Die Tribüne: Der Teufelsschüller. Deutsches Künstler Theater: 5. bis 12. Liebelei. Die Lore. 13. Madame Gans- Gene. Komödienhaus: Die Geschlagenen. Berliner Theater: Madame Pompadour. Trianon Theater: Liffi, die Rofotte. Refibenz- Theater: Der Schlafwagenfontrolleur. Bentral- Theater: 5., 7. bis 9., 11. und 12, Steinbürger.. ntb Theater in der Rommandantenstraße: Der Ge. 10. Rabale und Liebe. schlagene. Romische Opez: Europa spricht davon! Lustspielhaus: Nestel. knüpferin. Metropol Theater: New York- Berlin. Renes Operetten Theater: Die schwarze Rofe. Thalia- Theater: Bring Don Juan. am Rollendorfplay: Dein Mund Große Bollsoper( Theater bes Bestens): 5. und 11. Lohengrin. 6. und 13. Camion und Dalila. 7. und 10. Don Pasquale. 8. Fidelio. 9. Freischig. 12. Tristan und folde. Aleines Wallner Theater: Die fleine Sünderin. Theater: Agnes Jorban halla- Theater: Die tolle Bola. ber Lady Tembroke. Theater bes Oftens( Rofe- Theater): Der Tod Rafino Theater: Müllers Prinzeßchen. Neues Theater An Lohnzuschlägen sind zu gewähren für die Zeit vom 29. Of. am 800: Dorine und der Zufall. Schloßpart Theater Steglig: Großes tober bis 4. November 45, vom 5. bis 11. November 50, vom 12. Kleines Saus: Daisy. Crainquebille. Saus: Der Frechdachs. Leiter. Frau Abas G. m. b. S. Seute nicht. Aein Folies Caprice: Eine Liebesnacht. Die Späne. Intimes Theater: Die bis 18. November 60 und vom 19. bis 25. November 70 Broz. Theater Die Auswirkung auf die Stundenlöhne würde folgende Säße am Kurfürstendamm: Der Wauwau. 11: Die Schießbude. Rachmittagsvorstellungen: Wolfsbühne: 5. Ueber die Rraft, ergeben: 169,-, 174,85, 186,50 und 198,50 m. 1. Teil. 11. Der Berschwender. 12. Ueber die Kraft, 2. Teil. Dentsches ( Nach dem Schiedsspruch des Schlichtungsausschusses GroßTheater: 5. Die Büchse der Pandora. 12. Das Glas Wasser. Rammerspiele: Berlin, der von der Arbeiterschaft abgelehnt worden ist, sollten in der 5. und 12. Der Raub der Sabinerinnen, Leffing- Theater: 5. Man fann nie miffen. Deutsches Opernhaus: 5. 11 Uhr: 2. Sinfoniekonzert. 2% Uhr: mi ersten Novemberwoche 35, in der zweiten 50 und in der dritten und gnon. 11. und 12. Mignon. Theater in der Königgräger Straße: 5. und 12. vierten 60 Proz. Zuschlag bezahlt werden.) Die wunderlichen Geschichten des Rapelimeifters Areisler. Schiller- Theater: Böse machte anschließend davon Mitteilung, daß nach einem 5. Die fünf grankfurter 8. Wilhelm Tell.- Großes Schauspielhaus: 5. Orpheus vorliegenden Schreiben die Annahme des Bergleichsvorschlages von in der Untermelt. Neues Bolls Theater: 5. und 12. Der Engländer. Gainros. Den Arbeitgebern abgelehnt werde. Sie bieten für die Zeit vom Deutsches Künstler- Theater: 5. Wenn wir Toten erwachen. Romödienhaus: Berliner Theater: 5. und 12. Der Troubadour. 29. Oktober bis 4. November 40, vom 5. bis 11. November 50 und 5. und 12. Bringeffin Dlala. Bentral- Theater: 5. Rosmersholm. 12. Familie Sannemann. Metropol Dom 12. bis 25. Nopember 60 Proz. Das würde Lohnfäße von Theater: 5. Die Bajadere. Neues Operetten- Theater: 5. und 12. Ein Bracht. mädel. Thalia Theater: 5. O schöne Reit, felige 8cit. Wallner- Theater: 163,- bzw. 175,- und 186,50 m. ergeben. 1 5. Die Karlsfchiller. 8., 11. und 12. Emilia Galotti. endlich! Walhalla- Theater: 12. Der fliegende Solländer. Theater bes Dftens: 5., 11. und 12. Frau Solle. Rasino- Theater: 5. Peggy und Teddy. Neues Theater am 800: 5. Gnges und fein Ring. Intimes Theater: 5. Die Peitsche und...? ufw. m28011 Devisenkurse. Es gelang bei der groß angelegten Streife eine ganze Reihe von stedbrieflich gesuchten Personen festzunehmen. U. a. wurde in der Flottwellstraße ein Lofal ausgehoben, in welchem vorzugsweise Homosexuelle und deren Anhang zu ver fehren pflegen. Gleichzeitig ist dieses Lokal als Hauptsammel. punft der Rotainschluder anzusprechen, denn die beim Eindringen der Kriminalpolizei fortgeworfenen fleinen Bapierdütchen und Schachteln, welche mit Kotain gefüllt waren, ergaben, wie hier unter dem zum Teil sehr elegant gefleideten Publikum in geradezu erschreckendem Maße dem entnervenden Laster des Kofainfchludens gefrönt wird. Unter den hier betroffenen 150 Personen, welche den Weg mit dem Lastkraftwagen zum Polizeipräfibium antreten mußten, befanden sich auch eine große Anzahl 1 holländischer Gulden Don Ausländern aller Nationen, die hier bei Gett 1 argentinischer Papier- Bejo. und Musik die Nacht äußerst angeregt verbrachten. 1 belgischer Frant 14 von ihnen waren ohne rechtsgültige Bässe und 1 norwegische Krone Einreiseerlaubnis und mußten, trohdem sie als Aus- 1 dänische Krone. länder einen Spezialfraftwagen für sich beanspruchten, auch auf den 1 schwedische Strone Laftwagen der Kriminalpolizei Blah nehmen. Sie wurden der Ab- 1 finnische Mart. teilung IA des Polizeipräsidiums eingeliefert. In der Nähe des 1 japanischer Hen Alexanderplates wurde noch in aller Geschwindigkeit eine Ra- 1 italienische Lire fchemme mit Nachtbetrieb entbedt und ebenfalls schnell 1 Pfund Sterling ausgehoben. Ergiebige Beute brachte ein befanntes 3uhälter- 1 Dollar... Total in der Jäg.rstraße, wo sich allmorgendlich diejenigen Kreise 1 französischer Frank zu treffen pflegen, die abends und nachts ihrem mehr oder minder 1 brasilianischer Milreis anrüchigem Gewerbe nachgehen. Die hier zwangsweise gestellten 1 Siveizer Frank. 150 Personen bestanden zur Hälfte aus solchen Damen", die sich 1 spanischer Beseta lange der fittenpolizeilichen Kontrolle entzogen 100 österr. Stronen( abgeft.) hatten, sowie teilweise steckbrieflich gesuchten Herrschaften, darunter 1 tschechische Krone verfolgten Verbrecher. 1 ungarische Strone einem wegen schweren Raubüberfalles Mancher der„ Damen" war dieses Zusammentreffen mit der Bo- i bulgarischer Zewa 4. November 3. November Räufer Verkäufer Käufer Berläufer ( Geld-)( Brief-)( Gelb-)( Brief) Kurs Kurs Kurs Kurs 2387 2401.2187.50 2200.30 884.08 885.97 1097.26 1102.75 1197.- 1203.1596.- 1604.170.57 171.45 2907.71 2922.29 252.86 253.64 27181.87 27118.13 6009,98 6840.07 413.96 416.04 678.30 681.70 1102.28 1107.77 917.70 922.30 8.02 8.08 198.00 2.43 48.11 193.01 2.41 42,89 Dieses Angebot wurde von der Bersammlung einstimmig abgelehnt Dagegen wurde der Vergleichsvorschlag gegen ver. einzelte Stimmen angenommen. Der Bergleichsvorschlag foll den Arbeitgebern in allen Betrieben unverzüglich unterbreitet und eine Erflärung über Annahme oder Ablehnung von ihnen gefordert werden. Bevor Arbeitseinstellungen erfolgen, ist hiervon, wie bekanntgemacht wurde, dem Verbandsbureau Mitteilung zu machen. Das Elend der Photographen. Der Berband der Lithographen und Steindruder, Abtei. Tung Photographen, hatte zum 2. November eine öffentliche 2408.96 2121.04 Bersammlung einberufen. Auf der Tagesordnung stand der Bortrag 2214.45 2225.55 Die Berufsverhältnisse in der Photographie und wie kann der Not 399.- 401. der Gehilfenschaft gesteuert werden?" Der Referent, Kollege Lande, 1147.12 1152.88 führte aus: Bon den 1500 Gehilfen und Gehilfinnen der Innungs. 1236.90 1248.10 ateliers vor dem Kriege find laut Krankenkassenbericht nur noch 1635.90 1644.10 150 Gehilfen tätig. Alle anderen mußten abwandern und in anderen 167.08 167.92 Berufen Unterkunft suchen, um nicht mit den Familien zu verhungern. 2992 50 3007.50 Die große Masse kann sich nicht mehr photographieren lassen; es 261.84 262.66 florieren nur noch einige Ateliers im Westen der Stadt. Nicht nur 27481.25 27568.75 bie Jnnungsbetriebe sind zurückgegangen in der Produktion, auch die Die Ge 6159.56 6190.44 Runstbrudphotographie ist von der Krise erfaßt worden. 428.92 431.08 hilfen und Gehilfinnen werden sehr schlecht bezahlt. Ein erster 703.28 706.77 Operateur, Geschäftsführer, der sehr gut gefleidet gehen muß, be 1127.17 1182.88 tommt ab 1. November 1922 den fürstlichen Lohn von 2800 M 947.62 952.88 pro Woche! Es ist das Höchstgehalt im Berufe. Dann gehen dir 8.02 Löhne stufenweis abwärts. Gehisfinnen erhalten auf diese Löhni 199.50 200.50 noch 10 Proz. weniger. Die Gehilfen versuchen nun durch Neben 2.44 arbeit mehr zu verdienen, um sich und ihre Familien einigermaßer 42.89 48.11 vor dem Berhungern schüßen zu können. Dadurch werden aber 7.98 2.42 wieder andere Gehilfen brotlos gemacht. Als Gegenfah hierzu stehen| lung und Erweiterung der Heimarbeitsmöglichkeit. Die Lohnvernicht gearbeitet wird. Dies entspricht auch dem Beschluß unserer die hohen Bilderpreise der Ateliers. Der Referent ermahnt die Ge- handlungen selbst führten zu dem Resultat, daß der bisherige Min- legten Generalversammlung und ist es Pflicht eines jeden Kollegen, hilfen, sich fest an ihre Organisation zu schließen. Auf persönliche destlohn von 100,30 m. auf 150 M. erhöht wurde. Hilfsarbeiter diesen Beschluß durchzuführen. Bersprechungen des Unternehmers dürfen sie sich nicht verlassen; fie bekommen über 23 Jahre 136 M., perfekte Stepperinnen 102 m. müssen immer daran denken, daß der Arbeitgeber ihr wirtschaftlicher Die Regelung der Lehrlingsbezüge murde ebenfalls vorgenommen Feind ist. Je schlechter die Löhne, desto höher der Profit des Unter- und bekommen dieselben im 1. Jahr 660 m., im 2. Jahr 880 m., nehmers. Zusammenschließen müssen sich die Gehilfen und kämpfen: im 5. Halbjahr 199 m. und im 6. Halbjahr 1100 M. Das Abkommen einer für alle, alle für einen. gilt vom 27./28. Oftober bis 16./17 November 1922. Portefeuiller und Reiseartikel- Sattler. Um die Betriebsvertretung los zu werden, wurde in der Möbel fabrik Baseler kurze Zeit bis auf einen Tag herunter verkürzt gearbeitet und darauf die gesamte Belegschaft entlaffen. Der Ar beitgeber stellte darauf neue Leute ein und läßt voll arbeiten. Aus diesem Grunde ist der Betrieb Baseler Möbelfabrit, Berlin, Friedrichsberger Str. 23, für organisierte Holzarbeiter gesperrt. Filmindustrie. 3. Quartals- Generalversammlung Sonntag 10 Uhr vorm., im Alten Astanier, Anhaltſtraße 11. In der Diskussion tam zum Ausdruck, daß die Verhandlungsfommission Verschlechterungen bei den nächsten ManteltarifverhandIn einer sehr stark besuchten Versammlung der Reiseartikel- lungen strifte abzulehnen habe. Die neuen Löhne wurden und Portefeuillerbranche in der„ Königsbant" berichtete Kollege den Teuerungsverhältnissen entsprechend als viel zu niedrig beBlume über die letzten Manteltarif- und Lohnverhandlungen. zeichnet. Ersteren ist zu entnehmen, daß die Unternehmer verschiedene Ber- Bezüglich des 9. November wurde befantgegeben, daß nach dem sh. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag 6. m. b. H., Berlin. Drud: schlechterungen einführen wollten, so Wegfall der Feiertagsbezah- Beschluß der Berliner Gewerkschaftskommission an diesem Tage Borwärts- Buchdruderci u. Berlagsanstalt Paul Ginger u. Co., Berlin, Lindenstr. 3 Überragende 5 Leistungsfähigkeit Reinwollenes Cheviotkleid m.reidherStickerei. offen u. geschlossen zu fragen 3800: Strickjacken reine Wolle, 3950.- 295000 Kostümröcke hübsche Streifen 2975.B Eleg. Trikotkleider eine in modernen Farben 1850ºº Wolle, 675000 .... 8750, Qualität. Astrachan- Mänt. gute Mohair 895000 Morgenröcke.....3950.- 2750ºº Kammgarn- Cheviot 130 cm breit, mit Nadelstreifen Meter 2275.197500 Schotten doppeltbreit, in schönen Dessins.. Mir. 495.Kostümware in allen Mir. 1975.Farben • 42500 1650º Cheviot Wäschebatist 130 cm breit, Mir. 62500 Oberhemden Perkal, schöne weichen Kragen Muster m. einem Perka!, mit zwei 195000 350000 Oberhemden Kragen.... 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Preuß.) Klassen- Lotterie 22. Biehungstag 8. Klaff 3. November 1921 Auf jede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne getallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II Ohne Gewähr. Nachdrud verboten. In der 1. Ziehung wurden Gewinne über 1500 Mart gezogen: 2 zu 15000 M 320074 2 zu 10000 M 183249 22 zu 5000 M 35522 51465 121104 174368 234569 259994 272912 307566 353809 366262 371356 160 zu 3000 M 4834 19451 25890 29657 30196 32003 34081 56309 65790 74846 78965 80005 80387 82396 86566 90651 91510 91722 91755 94622 105339 110969 112301 113629 119497 119692 120217 136675 139354 140826 150983 155866 1F4172 173371 181824 182334 186813 189033 194064 195191 1966 6 198995 206447 211779 212322 213413 220641 223292 228158 238523 242231 243794 243927 246605 248445 248550 248909 259306 26 068 260508 266388 272563 289074 290218 293601 303645 313320 332953 334393 335109 342320 345180 347898 348084 361400 366955 367113 371307 371448 372293 In der 2. 8ichung wurden Gewinne fiber 1500 Mart gezogen: 2 zu 15000 M 26344 6 zu 10000 M 221866 249771 269259 30 zu 5000 M 38567 57622 118855 183824 199101 213916 280598 286389 294093 299866 120 zu.000 M 2713 6558 15854 16183 16641 18542 21140 23783 25731 26667 27849 34724 42585 56138 62829 70464 77878 79342 92346 94388 99382 101817 104749 112102 113568 115429 115756 123415 14: 493 142093 156435 180406 161706 169317 175472 179301 194574 199798 216855 218023 227055 227801 231478 231794 242563 266196 276384 277896 281787 287557 303884 306493 313285 322985 323262 331239 332531 347015 352980 358158 In der 3. Ziehung wurden Gewinne über 1500 Mart gezogen 2 zu 15000 M 225596 6 zu 10000 M 186631 188364 334240 14 zu 5000 M 25247 41833 64308 97824 185840 216133 251721 120 zu 3000 M 14609 18166 21014 23310 28565 29546 49579 51310 64657 66150 69359 70601 72:20 77319 78646 86298 86417 99602 100656 106433 108301 114418 117836 123320 151359 159993 165615 167860 182121 18 607 183467 185915 196648 200086 202127 206330 213806 214393 234722 241618 250845 256441 26: 216 265547 275817 276621 287584 295399 298234 302627 303499 306847 319497 320793 325025 346441 34 029 367289 372654 373240 Die in dem vorstehenden Gewinn- Auszug nicht enthaltenen niedrigeren Gewinne find aus den Listen zu ersehen, die bei den staatlichen Lotterie Einnehmern zur unentgeltlichen Einsicht ausliegen. Dir haben noch Qualitätsware zuvorteilhaften Preisen Mollige Flausch- Ulster Reinwollene MR. 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