Nr. 19. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Berjammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Serafprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: ..Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 23. Januar 1895. Expedition: SW. 19, 33enth- Straße 3. es Das Zentrum als Lotteriespieler. 3 ſeit 1849 gebracht haben, weil jetzt von solcher Seite ein derbtesten Verwaltung der bankrotten Staatsweisheit läuft " im Antrag wieder auftaucht, den die gottesfürchtige Frankfurter jetzt auch im Reichstage das Zentrum mit aufgehobener Eine seltsame Laune der Zeitgeschichte hat es gefügt, Nationalversammlung damals, in ihrer Sigung vom 9. Januar Hand her, um eine milde Gabe für ihre Bewilligung daß das Zentrum beinahe in demselben Augenblick, in 1849, mit Entrüstung von sich gewiesen hätte, als sie ihre be- heischend. Und damit man die sozialpolitische Erkenntniß, welchem es sich im Reichstag auf das Lotteriespiel mit der rühmten Beschlüsse gegen alle Spielbanken und Staatslotterien trot welcher das Zentrum dieses Lotteriespiel treibt, in Umsturzvorlage in der bekannten Weise einließ, in einem faßte und als Vischer von Tübingen ausrief: ,, Seien wir einmal ihrer ganzen Reinheit vor Augen habe; damit männiglich Kleineren deutschen Parlamente dem wirklichen Lotteriespiel einig in einer Frage der politischen Moral und greifen wir einsehe, daß die Zentrumsleute die Noth und die Be mit charakteristischem Eifer das Wort redete. Ein paar rasch durch: schlagen und treten wir diese Schandbanken schwerden des Volkes genau kennen, die Noth und die Bea Worte über den ideellen Zusammenhang dieser beiden Er- alle mit einem Schlage zusammen." Aber es hätte auch schwerden, die Millionen zum Ümstürzler" machen scheinungen weiter unten. Zunächst wird man neugierig nichts geholfen. Das Zentrum in der hessischen Kammer deshalb spricht es der Zentrums- Abgeordnete Niemand tann fein, zu hören, wo das sittenstrenge Zentrum als eifriger fühlte sich einmal als Lotteriespieler. Eine Staatslotterie hessischen Landtag ganz offen aus: Vorkämpfer der Lotterie aufgetreten ist. wirke anregend auf den Sparsini, so sagte wortwörtlich der heute im Schweiße seines Angesichts mehr verdienen, Im hessischen Landtage, der seit kurzem wieder tagt Abg. Pennrich. Und wie alles sich heute auf die soziale als sein täglich Brot!" Wer sich zum Wohlals dritter im Bunde neben Reichstag und preußischem Ab- Frage zuspißt, so spielte auch hier das Zentrum als höchste stand emporschwingen will", muß andere ausbeuten können" geordnetenhause, haben die Sentrums- Abgeordneten Pennrich Trümpfe seine sozialpolitischen aus. Der Abg. Wafferburg- oder Geld heirathen zur höheren Ehre der bürgerlichen und Genossen den Antrag eingebracht, zu beschließen:" An Mainz meinte:" Es heiße zwar, im Schweiße des Angesichts Sittlichkeit. Der hessische Zentrumsredner bestätigt in dem großh. Staatsregierung das Ersuchen zu richten, den Ständen sollen wir unser Brot erwerben", und der Bericht der Augenblick, in welchem die nothwendige Reaktion gegen diese eine Gesegesvorlage, betreffend Einführung einer hessischen Ausschußminorität verdamme jeden mühelosen Erwerb; aber unwürdigen Zustände unter ein Ausnahmegesetz gestellt Staats- Klassenlotterie zugehen zu lassen." Sie sind im wer fönne behaupten, daß man im Schweiße seines Angesichts werden soll, die Berechtigung unserer ganzen Bewegung, er Jahre 1890 schon einmal mit diesem Antrage durchgefallen, mehr verdiene als sein täglich Brot? Darum, wenn man legt die Hauptwurzeln derselben klar, und trotzdem sind aber mit der ihnen eigenen Zähigkeit heuer wieder auf den sich zum Wohlstand emporschwingen wolle, so brauche man seine eigenen Parteigenossen im Reichstag bereit, Knebel selben zurückgekommen. Der Ausschuß, dem die Sache zu- genügend Intelligenz, um andere ausbeuten zu können, oder und Knute, Spieße und Stangen denjenigen zu reichen, die gewiesen wurde, beantragte in seiner Mehrheit, deni Ver- man brauche Glück. Und dem Glück solle jezt Thür und sich einbilden, die Unzufriedenheit mit brutaler Gewalt todtSo spielt man allerdings Hazard, langen zu willfahren, in seiner Minderheit demselben keine Thor geöffnet werden, damit auch der kleine Mann einen schlagen zu können. Folge zu geben. Am 12. und 15. d. M. fanden die Haupt- Weg finde, der ihn zu befferen Verhältnissen führe.. so spottet man aller Vernunft und aller Ueberlegung, debatten über diese Frage in der zweiten hessischen Stände- alle diejenigen, die in Wohlstand gelangt seien oder über so fordert man das letzte große Gericht mit auf sein tammer statt. Die Regierung gab wie im Jahre 1890 die ein gewisses Vermögen verfügten, hätten alle entweder gut Haupt heraus. Man reicht dem Glück", den Machtkategorische Erklärung ab:„ sie halte die Lage geheirathet oder geerbt, also gewiß auch mühelos erworben." habern die Hand, um in dem großen Pott, in dem es siedet nicht so verzweifelt, daß sie zu so einem verwerflichen Auf die Geständnisse einer schönen Zentrumsseele hin, die und braust und zischt, noch einen Happen zu erwischen. Mittel greifen müßte, den Steuerzahlern das Geld aus der es sicher wissen muß und auf die wir gleich zurückfommen, Nach uns die Sintfluth! Heute der Lotteriegewinn beim Tasche zu nehmen. Das sei ein unrechtmäßiges Mittel, wurde dann auch richtig der Antrag Penurich mit einer gewagten Spiele! fich Einnahmen zu verschaffen und sie bleibe deshalb dabei: Mehrheit von 30 Stimmen angenommen. Eine deutsche Sollte noch mancher in den Reihen des Zentrums Wir wollen solches Geld nicht, es riecht."" So wörtlich Boltsvertretung wünscht im im Jahre des Heils 1895 stuzzig werden vor solchem Beginnen, das enden muß, wie neuen Staatslotterie der hessische Finanzminister. Unsere Genossen und einige die Einführung einer zu den alle auf dem Hazard aufgebauten Existenzen enden müssen, Nationalliberale sprachen und stimmten gegen den Zentrums- bereits vorhandenen fünf in Preußen, Mecklenburg, Hannover, so könnte er sich und seine Sache darum beglückwünschen. antrag, die Freifinnigen mit den Zentrumsleuten für den Braunschweig und Sachsen, und sie wünscht es gegen den Wir haben wenig Hoffnung darauf. Die Zeiten, in denen felben. Es half nichts, daß die öffentliche Moral und große Willen der bundesstaatlichen Regierung! Auch ein Zeichen auf der Seite des Zentrums geistreiche Leute standen, scheinen wirthschaftliche Bedenken ins Feld geführt wurden. Der der Zeit. vorüber zu sein. Wie schrieb doch der Bischof Ketteler von Abg. Wolfskehl vermißt mit Recht den nöthigen Ernst" Aber das Zentrum als Lotteriespieler! Noch selten Mainz vor dreißig Jahren? Gott hat dem Menschen die bei den Befürwortern der Lotterie, die im Jahre 1832, hat die Zeitgeschichte so feine Symbolik getrieben. Lotterie- Herrschaft über die Natur und die Herrschaft über die Thiere gezur selben Zeit wie in Frankreich und sechs Jahre nach spiel im Kleinstaate, da, wo man sich vor allzu neugierigen geben, er hat dir aber nicht die gleiche Herrschaft über deine MitEngland, in Hessen aufgehoben wurde. Der Alters Blicken ein wenig gedeckt glaubt, aber auch Lotteriespiel im menschen gegeben, du stehst als Mensch ihm gleich gegenpräsident des Hauses, Abg. Pfannstiel, erinnerte daran, daß, Reichstage, wo man alle seine früheren Ideale" zum über". Und Geheimer Rath Wagener meinte 1885 in wie er sich ans seiner Jugendzeit recht gut entsinne, durch Teufel jagt, um beim Kuhhandel über die Ümsturzvorlage seinen„ Mängeln der christlich- sozialen Bewegung":„ Eine die frühere hessische Staatslotterie ganze Bauerngüter zu ein großes Loos zu gewinnen. Dort der geringe Ernst" Versehung in die zweite Klasse des Bürgerrechts wird grunde gerichtet worden seien"; er schilderte das Elend, bei moralischen Fragen, über den zum Zentrum ein schwerlich jemals die Wirkung haben, daß die Masse der das durch die Kollekteure herbeigeführt würde, die nament nationalliberaler Redner klagen muß, und hier eben gar Bevölkerung diejenigen, von denen eine solche ausgeht, als lich das platte Land überschwemmen und die Bauern mit teine politische Moral mehr, Gröber'sche Eiertänze, plumper ihre Wohlthäter betrachtet oder ihrerseits von besonderer allen möglichen Redensarten beschwindeln". Unsere Genossen und gröber, als sie je Windthorst verbrochen hat, einfacher Liebe zu derartigen Institutionen durchdrungen wird." hoben den Charakter der indirekten Steuer hervor, welchen Verrath an aller Volkspolitik, die das Zentrum zu Und heute würfeln die Zentrumsleute richtig mit den die Lotterie trage und geißelten die bürgerliche Mioral, die treiben vorgiebt. Als ein Zeichen verderbter Administration" Kriegsknechten um ein paar Fetzen des Mantels, mit dem sich hier so leicht mit dem Spielteufel abfinde. Sie brandmarkte 1849 im deutschen Parlament ein Redner die sie ihre Sünden decken möchten. Lotteriespiel und Lotteriehätten auch daran erinnern können, wie herrlich weit wir Staatslotterien, und hinter einer Vorlage der ver- spieler! Der Katzenjammer folgt von selbst nach. Feuilleton. Am Exil. Sie beide müssen wissen, wer diese Zeilen ges schrieben hat. Der Ton, in dem er dies sprach, tlang beinahe Vielleicht, antwortete Darcy mit einem Phlegma, das René noch mehr erbittern mußte. [ Nachdruck verboten.] drohend. 58 Roman von Georges Renard. Autorifirte Uebersetzung von Marie Kunert. Sage lieber ein lächerlicher Mensch, antwortete Darcy. Für drei Tage wird er ein großer Mann sein, dann wird er mit seinem Eichenkranz auf dem Pflaster liegen. Was soll ein Direktor nur mit einem solchen Charakter beginnen? René wartete ungeduldig auf das Erscheinen des„ Unparteiischen". Er stürzte sich auf die Nummer, so bald sie ihm gebracht wurde. Nun, so werden Sie ihn mir nennen. Nicht so higig, mein Kleiner! erwiderte Valentin in spöttischem Tone. Du bist sehr liebenswürdig, aber Achtung vor dem Redaktionsgeheimniß! René war nicht in der Stimmung, Spaß zu verstehen, und ließ nunmehr seinem alten Groll gegen diese Art, eine Sache ins Lächerliche zu ziehen, freien Lauf. Hast Du die Notiz im heutigen Unparteiischen" über die Diskontobank geschrieben? Wer hat Dir das gesagt?... fragte Cayrolaz überrascht und fassungslos, Das ist gleichgiltig. Warst Du es? Mein Gott, ja! Bernheim hat mir die Gedanken gesagt und ich habe die Feder gehalten. Weißt Du, daß dieser Artikel eine Gemeinheit*) ist? Messant! Messant! rief Verdier, der ihn zurückzuhalten suchte. Zu spät! Das Wort war gefallen. Jetzt glich es der Kugel, die, nachdem sie das Gewehr verlassen, ihrem tödtlichen Ziele zufliegt und die keine menschliche Macht mehr aufhalten kann. • Ach ja! rief er. Immer diese blödsinnigen Wize. Ein bequemes Mittel, um sich eine Antwort auf eine peinliche Cayrolaz war bleich geworden. Er war verblüfft und Frage zu ersparen. Aber hören Sie mich an. Da Sie wüthend zugleich und hatte die Empfindung eines Mannes, eine Ohrfeige in dem Moment Eine Kanaille, dieser Bernheim! rief er. Er hat wiffen, wer der Verfasser des Artikels ist, so können der empfängt, meinen Brief nicht veröffentlicht. Sie ihm von mir sagen, daß er ein Lügner, ein Feig wo er auf einen alten Bekannten zugeht, um ihm guten An stelle deffen erklärte der„ Uparteiische" sich in einer ling ift. Tag zu sagen. Vielleicht hätte er sich, wenn er mit René furzen anonymen Notiz nicht einverstanden mit dem Dabei warf er seinen beiden Kameraden so zornsprühende allein gewesen wäre, darauf beschränkt, ihm eine AufAllein hier starrten ihn zwanzig dreisten Angriff" gegen die Diskontobant, bedauerte es, Blicke zu, als hätte er jeden von ihnen im Verdacht. Einen tlärung zu geben. fich zum Echo ungerechtfertigter Anklagen hergegeben zu Augenblick fühlten die beiden sich sehr unbehaglich. Sie Augenpaare neugierig an. So war er genöthigt, Stand zu haben, die zweifellos von irgend einem Börsenjobber, der wurden der Zielpunkt einer allgemeinen, nichts weniger als halten. auf Roften eines über jeden Verdacht erhabenen Etablisse- angenehmen Aufmerksamkeit. Die Thür wurde geöffnet Du wirst das Wort zurücknehmen, sagte er mit einem ments auf die Baisse spekuliren wollte, inspirirt worden Cayrolaz trat ein. legten Versuch einzulenten. feien. Meiner Treu! rief Darcy, wenn man vom Wolf René, der ganz außer sich war, antwortete nur durch Welche Gemeinheit! rief René. Will man den Glauben spricht ein verächtliches Lächeln. erwecken, daß ich dafür bezahlt worden bin, daß ich die Habt Ihr Zucker auf meinem Kopf zerbrochen? sagte Es ist gut. Ich weiß, was ich zu thun habe, sagte Diskontobant angegriffen habe? Wenn man so unver- Cayrolaz lachend. Ich behalte mir die Rache vor. Was Cayrolaz. schämte Behauptungen niederschreibt, unterzeichnet man sie habt Ihr über mich gesagt? Und sich an Valentin und Darcy wendend, fügte er doch wenigstens. hinzu: Sie werden wohl die Güte haben, mir als Zeuge zu dienen, nicht wahr, und sich mit den Zeugen dieses Herrn in Verbindung setzen. Da ist einer, der Entrüstung zu verkaufen hat! zischelte Darcy. Bitte Messant, daß er es wiederholt, erwiderte Darcy. Halt! Messant ist da? Und Cayrolaz ging mit ausgestreckter Hand, das Gesicht einer Grimasse, die Beileid ausdrücken sollte, verzogen, auf René zu. In seinem Alter! fügte Valentin grinsend hinzu. zu René hörte die Worte nicht, ahnte aber, daß man über ihn spottete, heftig erregt rief er deshalb den beiden Journalisten zu: Doch René schaute ihm gerade in die Augen und sagte mit schneidender Stimme: *) lacheté, Feigheit, Gemeinheit, die höchste Beleidigung in Frankreich, die nach dem Romment ein Duell unvermeidlich macht. Der Fall Biethen, bellroth, circumscript, scharf umgränzt, und faßen fest im Gewebe| Wenn nun Biethen unschuldig an dem gewaltsamen Tobe der Manschette; letzteres ist bei Blutsprigen auf dem glatten seiner Frau ist, so müssen nach meinem Dafürhalten die Uebers der vorigen Sonnabend von Grillenberger in der Debatte Gewebe einer Manschette nicht möglich. Blutspritzen liegen mehr führungsstücke gefälscht gewesen sein. über die Reform" der Gerichtsverfassung erwähnt ward, ist noch auf und lassen sich von der Oberfläche mehr oder weniger abDer Königl. Kreisphysikus. viel frasser, als der Redner es andeutete. Nicht um eine fragen, wonach sie dann noch einen mattrothen Fleck im Gewebe ( gez.) Dr. Berger. Stunde, sondern nur um 5 Minuten fünf hinterlassen. Sprizen von Rothwein konnten es auch nicht sein, Minuten Zeitdifferenz zwischen der Elberfelder Post- denn diefelben find mehr bläulichroth, und wären nicht so scharf und der Elberfelder Eisenbahn uhr handelt es sich. Diese umgränzt gewesen. Ich mußte diese rothen Flecken für Sprigen Dolitische Ueberlicht. " Differenz, deren Fest stellung die Möglichkeit der oder Punkte von rother Tinte halten. Doch glaubte ich damals, Berlin, den 22. Januar. Schuld des zu lebenslänglichem Buchthaus sie wären durch irgend einen 3ufall nach meiner Berurtheilten absolut ausschließt, ist im allersten Besichtigung der Manschette an diefelbe gerathen. Der Quebracho- Holzzoll stand nicht auf der Tagesordnung, Jm Reichstage wurde heute die Bollnovelle berathen. gemeinen, d. h. als eine dauernde nachgewiesen Das Verdikt der Geschworenen überraschte mich, da ich unter worden. Die Wiederaufnahme des Verfahrens wurde vom den gegebenen Verhältnissen den Biethen wohl des Todtschlages aber desto mehr wurde von ihm geredet. Die Regierung Ober- Landesgericht deshalb abgelehnt, weil die die Zeit für schuldig hätte halten tönnen, aber nicht bes Mordes. Doch fand Beifall bei den Agrariern und Nationalliberalen, weil differenz speziell für die Nacht des Verbrechens, ich dachte: hier ist Volkes Stimme Gottes Stimme. ihnen jede Erhöhung der Zölle erwünscht ist. Herr Den 25. Oftober 1883, nicht nachgewiefen fei. Als späterhin immer mehr gewichtige Bedenken gegen die v. Stumm sprach das große Wort gelassen aus, daß heute Diesen Beweis zu erbringen, ist 3weck des Aufrufs, den wir Echuld des Biethen auftauchten, dachte ich auch daran, daß für die Verminderung des 5 Mart Boll auf Getreide keine in Nr. 12 des Vorwärts" veröffentlichten. Biethen, wenn er seine Frau erschlagen haben sollte, nachdem er Majorität im Reichstage zu finden wäre. Wie sehr er von Göln zurückgekehrt war, unmöglich noch Zeit haben fonnte, auch den Hammer abzuwaschen und den damit den Reichstag beleidigt, und wie er sich dabei beblutigen Stiel mit seinem Messer abzuschälen. Woher rührte schimpft, fühlt er nicht. Woher rührte schimpft, fühlt er nicht. Unseren Standpunkt den Zolldann das blutige Holzspähnchen am Meffer des Ziethen? erhöhungen gegenüber vertrat in treffender, Weise Genosse Ich selbst war von der Wachtstube aus, gerufen worden, als Wur m. Biethen auf derselben verhaftet eingebracht worden war; und Noch eine Reichstage- Nachwahl muß stattfinden als die Boten, welche mich gerufen hatten, eben fortgegangen waren, schlug es auf der alten lutherischen Kirche 12 Uhr. Diese und zwar in Eisenach- Dermbach infolge der MandatsUhr ging damals und geht auch noch, wie die meisten städtischen niederlegung des freisinnigen Abgeordneten Casselmann. Uhren, 4 bis 5 Minuten vor der Bahnhofsuhr. Als Ziethen Bei der letzten Hauptwahl erhielt der nationalantam, was es in der Stact 11 Uhr 12 over 18 Minuten. Alife jcmit 1623, ber Bentrumskandidat 809 und mit dem Zuge 11 Uhr 8 Minuten abends auf dem Bahnhofe iberale Kandidat 5328, der Freifinnige 3806, der Antider mußte Biethen, von dem Bahnhofe nach Hause geeilt, dort mit sozialdemokratische Mandatswerber 2409. Es feiner Frau in Streit gerathen sein, dieselbe erschlagen, die mar somit eine Stichwahl erforderlich, bei der der freisinnige Reinigung am Hammer vorgenommen, die Leute im Hause zu Casselmann mit 7570 Stimmen über seinen nationalliberalen Hilfe gerufen haben, dann zu Dr. Hermanne, und dann zu feinem Echwager Härtel in der Wilhelmstraße, jedesmal mit Gegner fiegte, auf den 7560 Stimmen gefallen waren. einem entsprechenden Aufenthalte, und darauf nach Hause zurück. Bei Anspannung aller Kräfte dürfte es nicht ausgeschlossen gelehrt sein, wo er verhaftet und nach der Polizeiwachtstube ab- sein, daß in der nun erforderlichen Nachwahl der Kandidat geführt wurde. Dann bin ich gerufen worden das alles inner- unserer Partei in die Stichwahl kommt. halb 47 bis 48 Minuten! Ueberhaupt liegen die Dinge in diesem Prozesse so, und ist der Indizienbeweis so schwach, daß sich die öffentliche Meinung wiederholt mit dem Prozesse beschäftigt hat, und daß ziemlich in allen Kreisen, wo dies geschehen ist, nicht blos Zweifel an der Schuld Ziethen's aufgetaucht sind, sondern die positive Ueberzeugung von dessen Unschuld sich herausgebildet hat. Wir haben bereits eine ganze Literatur über diesen Prozeß; und jedem, der sich informiren will, empfehlen wir die bezügliche Schrift Paul Lindau's, der hier einmal in dem Dienst einer guten Sache steht. ficht no timber fen Abbrud wir alle für Nachfolgendes amtliche Artenstück, das noch nicht veröffent die Angelegenheit sich intereffirenden Blätter ersuchen, wirit grelles Licht auf diese Justiztragödie. Elberjeld, den 7. April 1890. An Herrn Staatsanwalt Binoff Hochwohlgeboren hier. Auf Ihre geehrte Zuschrift vom 1. d. M. die Straffache gegen den Barbier Ziethen und mein darauf bezügliches Echreiben an den Rechtsanwalt Dr. Friedmann in Berlin vom 26. Mai v. J. betreffend, mit dem Ersuchen, mich eingehend über meine etwaige Wissenschaft zur Sache zur äußern, verfehle ich nicht nachfolgendes zu berichten. " Zur Umsturzvorlage beantragt der Abg. Dr. Barth, Ein oder zwei Jahre nach dem Prozeß habe ich eines Abends spät, bei trockenem Wetter, vom Perron des Bahnhofes aus die die Kommission möge beschließen, in§ 111a, burch welchen Als ich mich am 25. Oftober nachts in meiner Eigenschaft Fußtour des Ziethen, welche er an jenem verhängnißvollen bestraft werden soll, wer diverse, im Paragraphen besonders als Kreiswundarzt, auf Requisition der Polizei, zu der er- Abende zurückgelegt hatte, möglichst getreu nachzuahmen gesucht aufgeführte strafbare Handlungen anpreist oder erlaubt schlagenen Frau Biethen begeben hatte, ordnete ich deren Ueber mit dem entsprechenden Aufenthalte an den verschiedenen Häusern, darstellt", die§§ 124( Landfriedensbruch) und 253( Ers führung in das städtische Krankenhaus an und begab mich als mit Ausnahme an feinem Haufe, bis zur Polizeiwachtstube und pressung) zu streichen, dagegen die§§ 201, 202 und 205 dann sofort zur Polizeiwachtmeisterstube, um die dazu erforder- dann den Weg nach meinem Hause. Die Minutenzahl, welche fiche amtliche Bescheinigung auszustellen. Da ich dort den ver- ich dazu gebraucht habe, ist mir nicht mehr erinnerlich: aber es( Herausforderung zum Zweikampf) in den Paragraphen aufhafteten Ziethen antraf, so forderte ich ihn auf, fich von mir blieb dem Biethen dann so wenig Zeit übrig für fein Verbleiben zunehmen. Weiter beantragt Dr. Barth in den§ 111a die Worte wegen Blutspuren untersuchen zu lassen. Mehrere Polizeibeamte in seinem Hause, daß ich sagen mußte: Biethen hatte ganz aufzunehmen: in der Absicht anpreist oder als erlaubt darstanden daneben und nahmen an der Besichtigung theil. Die recht, wenn er immer und immer wieder sich auf die Uhr als stellt, dadurch zur Begehung der bezeichneten strafbaren Beleuchtung war eine sehr gute. Biethen war mit einem feinen feine beste Schutzengin berief; am allerwenigsten fonnte man Handlungen anzureizen". schwarzen Anzuge bekleidet und hatte eine untadelhaft reine weiße ihm, wenn er die That begangen haben sollte, noch Zeit zur Wäsche an, soweit ich dieselbe zu Gesichte bekam. Mein Augen Reinigung des Hammers zugestehen. mert war zunächst auf Aermel und Manschetten gerichtet; ich fand aber an den sämmtlichen Kleidungsstücken feine einzi Blutspur, und nur an einem Stiefel eine erbsengroße, breiige, grauröthlid e Maffe, welche wie Gehirnsubstanz aussah. Hätte fich an einer Manschette irgend etwas Berdächtiges vorgefunden, so würde dieselbe von den Polizeibeamten sofort beschlagnahmut und zu den übrigen Sachen gelegt worden sein, welche Biethen abgenommen worden waren und neben mir auf dem Tische Tagen. Späterhin hat Polizeikommissar Gottschalt eine Untersuchung des Biethen vorgenommen und darauf eine feiner Manschetten tonfiszirt, auf welcher sich diverse rothe, wie man annabm, Blutsprigen befanden. Dieselben waren nicht vorhanden, als ich in Gegenwart ber Bolizeibeamten die Untersuchung vorna hm; übersehen konnte ich sie nicht, weil ich na ch Blutfleden fuchte. Dazu sehe ich in der Nähe zu schari; mein bloßes Auge ist einer Loupe gleich. Bon diesem Befunde des Polizeikommissars Gottschalt hatte ich übrigens nichts gefehen noch erfahren, wie auch von den anderen Neberführungsstücken an dem Meffer des Biethen, welches letztere ich übrigens auf der Wachtstube nur oberflächlich betrachtet hatte, bis erst am Echwurgerichte selbst, gegen Ende der Zeugen vernehmung. Den Zeugenverhandlungen, soweit sie sich auf die Ueberführungsstücfe bezogen, hatte ich auch nicht beigewohnt, da ich selbst als Zeuge vernommen werden sollte. Als ich dann als Sachverständiger über die Ueberführungsstücke befragt wurde, war ich vollständig unvorbereitet, worüber ich mich auch bei dem Vorsitzenden beschwerte. Zu meinem größten Erstaunen sah ich nun die hellrotben Flecken auf der leinenen Manschette, welche zwar nur die Größe eines Stecknadelkopfes und darunter hatten, fich aber grell von der weißen Fläche abhoben. Es waren ihrer etwa 4 bis 5 an einem Ende der Manschette, auf einem Felde von etwa 3 cm. Ausdehnung. Erst während des Plädoyers tonnte ich dieselben mit Ruhe und Muße betrachten; sie waren René bestimmte sofort Verdier fund Beyrade. In wenigen Minuten war die Angelegenheit geregelt. Am nächsten Morgen um acht Uhr sollte das Duell auf Degen stattfinden. Zufällig besaß ein Freund Darcy's in Nogentfur Marne eine kleine Befizung, auf der er für derartige Bergnügungsausflüge ein hübsches Plätzchen eingerichtet hatte. Herr Dr. Barth folgt mit seinen Anträgen den Vorschlägen, wie sie Herr L. von Bar in einem Artikel der Nation" gemacht hat. hat. Für die Praxis würde die von Barth beantragte Einschränkung freilich nur Dem Richter ist es in geringe Bedeutung haben. das freie Befinden geftent zu entscheiden, in welcher Absicht der Angeklagte gehandelt hat, und daß unsere Richter in neunzig Fällen von hunderten annehmen werden, der Sozialdemokrat habe in der Absicht", zur Nachahmung anzureizen" gehandelt, ist ebenso felbstverständlich, wie die Richter bei den Angehörigen anderer Parteien eine solche Absicht für ausgeschlossen halten werden. Solche Kautschukparagraphen gehören einfach ab gelehnt nicht amendirt. Vor etwa 6 Wochen erfuhr ich von Herrn Rechtsanwalt Flucht, daß der Vertheidiger des freigesprochenen Mitbeschuldigten Wilhelm, Herr Rechtsanwalt Dahmen, gegen ihn oder andere feiner Kollegen geäußert habe, Wilhelm habe damals ihm, feinem Bertheidiger, gestanden, daß nicht Biethen, sondern er selbst, dic Frau Ziethen erschlagen habe. Daffelbe foll Wilhelm späterhin auch anderen Personen gegenüber zugestanden haben. Wenn Wilhelm nun die Frau Ziethen erschlagen hat, cu welchem Grunde weiß ich nicht, so blieb immer noch übrig an zunehmen, derfelbe habe das im Auftrage von Bicthen gethan, und legterer habe dann noch das übrige im Hause besorgt. Wenn bei Ziethen auch dafür die Zeit noch zu inapp er scheint, so fommen aber auch noch andere Gründe in betracht, welche es höchft unwahrscheinlich erscheinen lassen, daß 8. sich für diesen Zweck dieses dummen 17jährigen Jungen bedient haben Die Russifizirung unseres Vereins- und Verfoute; dafür konnte er bessere Leute haben, umso mehr als sog. fammlungs- Gesetzes soll von der preußischen Regierung Louis in einem feparaten Bimmer feiner Wirthschaft viel ver bestimmt in Aussicht genommen worden sein. Mit der fehrt haben sollen. Zudem verfuhr er so strenge mit dem Vorlage will sie, wie wir gleich nach Bekanntwerden der Jungen und mißhandelte ihn so häufig, daß er ihm einen solchen Thronrede vermutheten und wie jetzt von mehreren Seiten Auftrag unmöglich ertheilen fonnte. bestätigt wird, erst hervortreten, wenn das Schicksal der Die Umsturzvorlage im Reichstage entschieden ist. Germania" bemerkt hierzu im Anschlusse an eine Aus lassung der Bolts- Zeitung": " " " Biethen war, abgesehen von seiner Robbeit und maßlosen Heftigkeit, ein fluger und wohlberechnender Mann, der seinen Vortheil gut zu wahren verstand. Seine Frau war ihm eine gute Hausfrau und gute Mutter für die Kinder, und dazu war fie so wenig eifersüchtig, daß fie ihn in seinen geschlechtlichen Vielleicht können die Kommissarien der preußischen Regierung Ausschweifungen ruhig gewähren ließ. Wenn er eine zweite, in der Umsturzfommission" des Reichstags schon jest bejimmten eine dritte Frau betam, so tonnte er nicht erwarten, daß dieselbe Aufschluß über das Bestehen eines solchen Planes und event. über ebenso günstig für ihn aus fiel, besonders aber in bezug auf den Inhalt der geplanten Vorlage freiwillig geben oder zu geben Eifersucht. Denn dieser 3. würde sich auch fernerhin nicht mit veranlagt werden. Jedenfalls wird es für die Beurtheilung der einer einzigen Frau begnügt haben. Eher hatte 3. Grund zu Umfturz- und Oppositionsvorlage, die für das ganze Reich bes befürchten, seine Frau frühzeitig zu verlieren; denn sie litt, wie messen ist, von wesentlichem Werthe sein, schon jetzt authentisch die Obduktion erwies, an Gallensteinen; dieselben führen zeit- festzustellen, welche weiteren Echritte zur Bekämpfung des Um weise zu heftigen Roliten und können auch den Tod herbeifturges" parallel mit der Reichsgesetzgebung einzelne Landesgeseh führen. gebungen zu thun beabsichtigen; noch viel wünschenswerther Johannes Wedde." Gin Gebentblatt von M. Wittich. Johannes Wedde war ein ganzer Mensch, und wenn Leben heißt ein Kämpfer fein, so bat er feines Wunsches Erfüllung gehabt; rund und ganz liegt fein Lebensgang vor uns, ein neu zeitliches Heldenlied! Er hatte ein sonnenhaftes Wesen, in seiner Nähe wurde es einem hell und warm!- Eo charakterisirte einst ein Freund Dargestellt hat schwesterliche Liebe den Gang dieses Lebens, unferen unvergessenen und unvergeßlichen Genossen Wedde, der auf deren Lebensbild wir verweisen.3) Nur in flüchtigen Umriffen am 12. Januar 1890 dahingegangen ist. Es gehört mit zu den geben wir eine Stizze diejes Lebens, das eitel Arbeit und Kampf Dingen, die mir unendlich web thun, daß der Zufall mir teine gewesen ist. Schon bei der Geburt am 13. Januar 1843 ist Wedde René verließ fast augenblicklich am Arme Verdier's persönliche Begegnung mit diesem bedeutenden und guten das Lokal. Er bebte noch am ganzen Körper. Menschen vergönnt hat. Und jedesmal, wenn ich mit einem zu Uelzen geboren gab ihm ein mißliches Geschick einen Verstehst Du Dich darauf, den Degen zu führen? ihm persönlich Befreundeten von ihm spreche, höre ich so schwachen Körper mit, gegen dessen Verkrümmung und Entviel Schönes und Edles, daß dieses Bedauern von neuem schmerz stellung alle ärztliche Hilfe vergeblich war; die tief religiös gefragte sein Gefährte. Gar nicht. Aber was macht das? Ein gut gezielter lich rege wird. So muß man sich eben an das Bleibende seines stimmte Mutter hatte viel Sorgen und Mühen mit dem Degenstoß würde mir einen großen Dienst erweisen. so noch unsere Hamburger und andere Freunde, die mit ihm Großvater, mit dem die elterliche Familie zusammenbauste; mit Wenn Du wüßteft, wie überdrüßig ich des Lebens, des Seite an Seite leben, schaffen und tämpfen durften. Taufende Ehren, wenn auch mit schweren Verluften, mußte deffen Geschäft fruchtlosen Kampfes bin, wie sich mir das Herz zusammen werden sich heute mit Freude und Wehmuth diefes Glückes er- liquidiren und der alte Herr und die Seinen siedelten nach trampft, wenn ich sehe, wie Gemeinheit und Falschheit fast innern, vorab unsere Hamburger Freunde, die ihn vor fünf Hannover über, 1851 nach Hamburg, wo leider dem Söhnchen unerläßliche Mittel zum Erfolge find! Jahren so ehrenvoll das Geleite gaben zur legten Rubestatt, jahrelang bie sonst fast ausschließlich ihm gewidmete ehrenvoll für ihn und sie zugleich! Ginem Sieger gleich tehrte zarteste, forgfamfte Pflege und Obhut der Mutter fehlte, der Ausgewiesene nach Hamburg wieder heim, dessen dritter die rustig mit Hand anlegen mußte im Geschäfte ihres Wahlkreis ihn zu seinem Volksvertreter auserforen hatte. Gatten, bis beffere materielle Verhältnisse der Familie sie So willst Du also sterben? sagte Verdier. Wozu bin ich denn noch nüße in der Welt? Und Deine Mutter, Unglücklicher? René antwortete nicht, aber Verdier fühlte an einem Bittern des jungen Mannes, daß er das Richtige gegetroffen hattte. Er fuhr fort: Und unsere Sache! Glaubst Du, daß es zu viele opfer muthige Kämpfer giebt? Du hast es besonders hart er fahren, daß Ungerechtigkeit, Lüge, Käuflichkeit ihre unverschämte Herrschaft in der Welt ausüben. Kamerab, wer wird sie denn bekämpfen, wenn die Tapferen mitten in der Schlacht die Flinte ins Korn werfen? Aber, René schwieg noch immer. Diese leidenschaftlich vorgetragenen Argumente machten Eindruck auf ihn. Hatte er nicht so manches Mal mitgeholfen, vorübergehende Anwandlungen von Wuthlosigkeit zu verscheuchen? Verdier sprach wie ein zweites Gewissen zu ihm. Höre, sagte er noch. Ich sah gestern in Belleville eine Familie, wie es tausende giebt. Fünf Kinder, von denen das älteste zehn Jahre alt war. Die Mutter, eine Der Wäscherin, war abgeradert in Arbeit und Noth. Bater, ein Metalldreher, der, ein Opfer seines Berufes, von Krankheit gebrochen war, war ein Greis von fünf nddrueißig Jahren, ein lebendig Todter. ( Fortsetzung folgt.) Mit stolzer Freude erinnern wir uns heute feiner und rufen wieder frei werden ließen für den geliebten Sohn. aus: Er war unser! Er ist unser! Saben wir doch seines Gewiß tief schmerzlich empfunden wurde von dem feinfühligen Tentens und Dichtens Ergebnisse in seinen Echriften, die Freundes- Knaben die Entfremdung seines Vaters vom Hause durch den trene in einer schönen Gesammtausgabe der deutschen Lefewelt Drang der Geschäfte und anderes, sein vereinzelt hartes Aufs darbietet. In Hermann Grüning's Berlag find bis jetzt zwei treten, die Grblindung des geliebten Großvaters, die abs Bände davon im Laufe des vorigen Jahres in vorzüglicher Ausnehmende Kraft der Mutter. Borbei war nun die schullose Freiheit von ehedem, der Besuch der Carsten'schen Knabenschule ftattung erschienen. Die Gedankengänge Wedde's nachzuwandeln, ist eine Luft, in Altona, dann Privatstunden zur Vorbereitung einer Lateinauch für den, der andere Wege zu gehen für richtiger bält. schule waren für den zarten schwächlichen Knaben schwerer, wie Schon Wer möchte einem jener so gewiffen Idealisten, wie Wedde einer fie es für tausend andere Kinder zu ſein pflegen. war, nicht das Recht, es selbst zu sein, freudigen Herzens ein- als Schüler des Johanneums vertiefte fich der räumen? Knabe liebevoll und mit innigem Behagen in Gea Nie fann einer, der an sich selbst arbeitet, höheres wollen, schichte und Dichtung der deutschen Vorzeit, er fühlte ich als das, was Webde in die Worte fleibet: Ich will mit starkem Triebe Ein ganzer Mensch nur sein, Was menschlich, fühlend schauen Und ohne Lücke bauen In einem reinen Garten Der Wunsch ist einzig mein. 1) Der Gedenktag an den Zob Johannes Wedde's war schon am 12. Januar. Leider können wir aber das nachfolgende Gedentblatt erft heute veröffentlichen, ba wir des fortwährenden starken Stoffandranges wegen bisher nicht Raum dafür schaffen konnten. Hoffentlich werden es die Genossen auch heute noch mit Interesse lesen. auch frühe zu dichterischer Nachbildung des Herrlichen angetrieben, das sich ihm da erschloß. Wann wird einmal allen deutschen Kindern das Heil zu theil werden, sachgemäß und verständig in die Pracht der Geschichte deutschen Voltsthums eingeführt zu werden? ( Schluß folgt.) Johannes Wedde. Gebentblätter von feiner Schwester Theodora Wedde. Mit zwei Lichtdruckbildern, Hamburg, Berlag von Hermann Grüning, wäre es, wenn bei derfelben Gelegenheit zugleich feftgestellt| In folchen Fällen in eben nur auf disziplinarem Wege eine Krieges gegen bie Stlavenbarone, wo fie fönnte, in welcher Weise besonders seitens der Ahndung möglich." preußischen Regierung eine positive Ausführung des kaiserlichen Aufrufs zum Kampfe für Neligion, für Sitte und Ordnung ins Auge gefaßt worden ist. unferem ceterum censeo: da mit der Sozialdemokratie doch um " Ein Jurist. " Der Präsident der Republik hat die Initiative der Gesetze gleich den Mitgliedern der Kammern; er verkündigt die Geseze, sobald sie von beiden Kammern votirt sind, er überwacht und sichert ihre Ausführung. Er hat das Recht der Begnadigung; Amnestien können aber nur durch ein Gesetz verfügt werden. Er verfügt über die bewaffnete Gewalt. Er besetzt alle bürgerlichen und militärischen Aemter. Er führt bei den nationalen Feierlichkeiten den Vorsiß; die Botschafter und Gesandten der fremden Mächte sind bei ihm beglaubigt. Jeder Aft des Prästbenten muß von einem Minister gegengezeichnet sein." tapfer auf feiten der Freien Staaten und für die Freiheit fämpften. Das war eine Kulturthat des deutschen Unser juristischer Mitarbeiter schreibt uns dazu: Was Boltselements. Wer aber fann eine Kulturthat des der" Jurist" der„ National Zeitung" über die Recht Deutschen Reich 3 nennen, vor der das gebildete Ausland Dem Herzog von Lauenburg erscheint die Um- fprechung des Reichsgerichts anführt, ist zwar nicht ganz, Respekt haben könnte? fturzvorlage nicht ausreichend. Die Hamburger Nach aber theilweise richtig, indessen trifft es garnicht den StadtDie Schwierigkeiten der Lage, in der sich der neue richten", das Drgan des Er- Reichskanzler, schreibt nämlich: hagen'schen Fall, der dem" Juristen" offenbar nicht bekannt Daß die jetzige Umsturzvorlage ausreicht, glauben wir nicht. ift. Allerdings kann die Vereinbarung eines freiwillig französische Präsident befindet, treten schon jetzt Es müssen Maßregeln ergriffen werden, welche verhindern, daß gezahlten Extrahonorars, wenn es eben als solche 3 deutlich zu tage. Bourgeois, der Radikale, an den er sich die Sozialdemokratie fo start werden kann, als sie beabsichtigt, gefordert war, nie nach§ 352 des St.-G.-B. bestraft werden, zuerst wegen Bildung des neuen Ministeriums wandte, hat um die Staatsgewalt auf dem Wege des Parlamentarismus oder weil es Erforderniß dieses Gesetzes ist, daß eine Ge- fein Kabinet zusammengebracht; und jezt muß Faure ſich der Revolution an sich zu reißen. Dies Ziel ist nur durch direkte bühr als angeblich gefeßlich zu stehende gefordert war, an einen anderen wenden. Das Problem ist, die Schaffung Bekämpfung der Bewegung zu erreichen. Wir verharren bei die in Wahrheit nicht entstanden war. Wer sich aber eines Ministeriums, das eine Majorität in der Kammer die Macht im Staate gefochten werden muß, gebietet die Klug. über den Stadthagen'schen Fall unterrichtet hat, weiß, vertritt; und da liegt der Haken. Eine feste Majorität heit, den Kampf so zeitig als möglich aufzunehmen, weil sich die daß der Genoffe St. es gerade abgelehnt hatte, mit besteht nicht in der Kammer. Mit Ausnahme der beiden Aussichten auf Sieg immer mehr verschlechtern, wenn man die seinem Auftraggeber ein nichttarifmäßiges Honorar Extreme: der Sozialisten einer und der konsequenten Sozialdemokratie gewähren läßt und nicht wagt, ihr nachdrücklich zu vereinbaren, wozu ihn diefer wiederholt hatte veranlassen Handlanger des Kapitals andererseits ist nirgends eine zu Leibe zu gehen. Es ist möglich, daß der Erlaß wollen, und daß er eine Liquidation nach dem Tarife scharfausgeprägte Parteibildung, und jeden Augenblick entschiedener Gefeße gegen sie zu neuen aus aufgestellt und übersendet hatte. Freilich hatte er diese finden Verschiebungen statt, wie bei Flugfand. brüchen des sozialistischen Fanatismus führen Liquidation nur annäherungsweise aufstellen können, weil Der Präsident hat sich nun noch einmal an Bourgeois wird, aber je schneller biefe eintreten, desto sich sein Auftraggeber ohne sein Wissen in den Besitz eines wegen Bildung eines Rabinets gewandt. Ob dasselbe zu besser, desto wirkungsvoller wird sich die Ne pression derselben erweisen. Wir betrachten nach Theils der Schriftstücke gesetzt hatte, auf grund deren allein stande kommen wird, steht dahin. Jedenfalls ist es nicht wie vor denjenigen als den wahren Wohlthäter der Menschheit, eine genaue Liquidation möglich gewesen wäre, und wahrscheinlich, daß das neue Kabinet von langer Dauer der das sozialistische Geschwür, das immer weiter um fich greift, weil der Auftraggeber sich weigerte, Stadthagen diese sein wird. mit einem fräftigen Schnitte zur Blutung und Heilung brächte Papiere zur Verfügung zu stellen. Diese ungenauig In jedem Fall kann es aber als sicher gelten, daß an und dadurch einer allmäligen Vergiftung des gesammten Staats- feit der Liquidation hatte Stadthagen aber selbst in den beiden Bedingungen: Amnestie und progressive organismus rechtzeitig vorbeugte." seinem Begleitschreiben zu der Rechnung hervorgehoben, und Einkommensteuer festgehalten wird. Betreffend der Kürzer und klarer ausgedrückt heißt dies, gegen die er hatte sich erboten, nach Aushändigung der Unterlagen Amnestie haben wir einen gestern von uns gebrauchten Sozialdemokratie hilft nur noch die Flinte, die schießt, fofort eine genaue Rechnung auszustellen. Und wegen Ausdruck zu berichtigen: Wir sprachen von der Amnestie der Säbel, der haut. Die Blut- und Eisenpolitik war dieser Liquidation hat der Ehrengerichtshof dem Genossen als der ersten Maßregel des neuen Präsidenten. Junker Bismarc's Anfang, sie ist auch sein Ende. Daß Stadthagen den Vorwurf gemacht, die durch§ 98 der Tas ist aber so zu verstehen, daß der Präsident die Amnestie aber derartige Aeußerungen beifällig von einem Theil der Gewerbe- Ordnung gestedte Grenze be als erste Maßregel vorschlägt. Presse abgedruckt werden, beweist nichts anderes, als daß wußt überschritten zu haben". Also kein Wort Der Präsident hat in Frankreich wohl das Recht ber die bürgerliche Gesellschaft dem Sozialismus gegenüber am von einem freiwillig vereinbarten aber unangemessen hohen Begnadigung; allein eine Amnestie, die kein Ende ihres Lateins ist. So lange man Gründe gegen einen Extrahonorar, sondern ausdrücklich die Behauptung, den Gnadenakt ist, sondern die gesetzliche Auslöschung irgend die Gewalt nicht anwendenden Gegner hat, spricht man Tarif überschritten zu haben. Auch der Oberstaatsanwalt einer Handlung und der gefeßlichen Folgen derselben, fann nicht von Gewalt. Erst, wenn man am Ende seines Lateins der Stadthagen's Antrag auf Strafverfolgung ablehnte, nur durch einen Akt der Gesezgebung erfolgen. ist, hebt man die Faust zum Schlage. hat nicht daran gedacht, etwa die juristische Der Artikel III der französischen Verfassung vom Uns kann übrigens nichts erwünschter sein, als die Möglichkeit der Strafverfolgung zu bezweifeln. Hätte 24. Februar 1875, der die Befugnisse des Präsidenten Thatsache, daß unsere Gegner so offen ihre Karten liegen er bie rechtlichen Gründe des Juristen der normirt, lautet wie folgt: laffen. Wissen wir, was der Herzenswunsch unserer Gegner National Zeitung" anführen können, so hätte er es ist, so haben wir auch den klaren Weg vorgezeichnet, ficher gethau. Statt dessen beruft er sich lediglich darauf, nämlich das zu lassen, was sie ans Biel führen könnte. daß das Beweismaterial an Stadthagen's früheren Auftrag Enthüllungen über die Beziehungen des General geber ausgehändigt und von diesem verbrannt worden sei, Boulanger zur deutschen Sozialdemokratie jo betitelt also auf einen rein auf dem Gebiete des Thatsächlichen fich eine Leitartikelferie der Magdeburgischen Zeitung", liegenden Grund, dessen Hinfälligkeit Stadthagen schon deren Anfang heute Morgen publizirt wurde. Der Ver- nachgewiesen hat. fasser derselben, Herr Hans Blum, hat durch sein Buch Das alles kann jeder wissen, der sich, bevor er über Die Lügen der deutschen Sozialdemokratie", und durch die Sache schreibt, die im Vorwärts" Nr. 306 von 1892 die letzten Gerichtsverhandlungen gegen den Vorwärts", und 240 von 1894 abgedruckten Dokumente zum Stadt- Zur Krise in Frankreich wird uns aus Paris über die unser Blatt ausführlich berichtet hat, seine bagen'schen Falle durchlieft. Der Gewährsmann der unterm 21. Januar geschrieben: Wenn der neue Präsident Wahrheitsliebe bewiesen. Wir wollen die Fortsetzung der Artikel National Beitung" scheint das aber nicht für nöthig ge- der Republik, wie dies wenigstens vorläufig den Anschein abwarten und uns dann überlegen, ob wir diese Arbeit halten zu haben und deshalb bringt er seine Rechts- hat, fich eng in den Grenzen der Neutralität halten will, einer Antwort würdigen sollen. Was von den neuesten fenntnisse an einer Stelle an, wo sie durchaus unange- die ihm die Konstitution auferlegt, dann wird die PräsidentStilübungen des Haus Blum zu halten ist, weiß ja selbst bracht sind. schaft seines Vorgangers und mit ihr die Krise, die se jeder Gegner der Sozialdemokratie, der nicht ganz auf den Die Marine Offiziöfen verbreiten die falsche Be- hervorgerufen, bald nur noch wie ein böser Traum in der Kopf gefallen ist. Wäre nur etwas an den Enthüllungen hauptung, daß zu feiner Beit weniger zu Schiffsneubauten Erinnerung leben. Damit, daß er Herrn Léon Bourgeois, des Hans Blum, so wären schon längst die Sozialdemo- für die deutsche Kriegsmarine verwendet worden ist, als in den radikalen Abgeordneten des Warnedepartements, mit fraten, welche in Frage kommen könnten, wegen Landes- dem laufenden Jahre. Eine gerade jetzt im Januarheft der Bildung des neuen Ministeriums betraut hat, scheint verraths verurtheilt. Es ist aber noch nie in Deutschland der amtlichen Wiarine- Rundschau" veröffentliche Zusammen- er eben diese Neutralität einhalten zu wollen und zu zeigen, ein Parteigenosse wegen dieses Verbrechens in Untersuchung stellung, ergiebt, wie die" Freisinnige Beitung" berichtet, daß ihm nichts ferner liege, als ein Kampfpräsident zu sein. baß seit 1878/79 in allen Jahren, mit Ausnahme der Ist dies sein Ernst, dann fällt für uns Sozialisten natürUeber Ehren- Reuß wird uns noch das folgende mit Jahre 1890-94 geringere Summen für Schiffsneubauten lich auch aller Grund weg, den gegen Perier begonnenen Kampf verwandt worden sind, als in dem Jahre 1894/95. Die gegen Faure fortzusehen, wie dies auch Genosse Millerand getheilt: " Der ehemalige Leiter des Klubs Autonomie erfreut sich höheren Summen für die Jahre 1890-94 erklären sich in einem Ans Elisée" betitelten furzen Artikel der Betite Der ehemalige Leiter des Klubs Autonomie erfreut sich nicht blos im Reichskanzler- Amte, im Reichsamte des Innern wesentlich aus dem gleichzeitigen Bau von 4 großen Banzer République" gestern auseinandersetzte. Da dieser Artikel von der gegnerischen Presse sehr bemerkt wurde und zum und im preußischen Ministerium des Innern weitgehenden schiffen, die bekanntlich seitdem vollendet find. theil dahin gedentet wurde, als wollten die Sozialisten Entgegenkommens, er ist auch beim Botschafter der Vers Eine Novelle zum Gabunditäis uers überhaupt abrüften, sei derselbe hier vollständig wiedergegeben. einigten Staaten hoch angesehen. Er übernimmt es auch versicherungs- Gesek arbeuet die tonservatio. Bartei, Wenn was uns eine nahe Zukunft sagen wirdregelmäßig, im Auftrage des Botschafters den zum Besuche wie Frhr. v. Manteuffel in einer Versammlung des Char- es nicht aus Berechnung, um den gerechten Argwohn herüber kommenden steinreichen Amerikanern Berlin zu lottenburger Bürgervereins mittheilte, aus. zu entwaffnen, geschehen ist, sondern aus Pflichtgefühl, um zeigen. Auffallend ist seine Anwesenheit bei den Manövern. Ein Biermonopol für das wire to cinem die Befugnisse seines Amtes torrekt zu erfüllen, daß Herr Ob er militärische Geheimnisse Deutschlands an die Ameri- obskuren nationalliberaien Blättchen, dem Silvesheimer Felix Faure Herrn Léon Bourgeois mit der Kabinetsbildung kaner bei den auffallenden Reisen verräth, wissen wir nicht." Kourier" von einem Herri. Vibrans in Wendhausen ge- betraut hat, dann werden wir nicht die letzten sein, uns zu Herr Reuß war heute nicht auf der Journaliſtentribüne fordert. Blos als charakteristisches Zeichen der Zeit und gratuliren, daß der neue Präsident der Republik des Reichstages zu sehen. Wenn man in journalistischen als Beispiel für das, was sich heute noch Nationaliberal ſeine Freunde in ihren Erwartungen Kreisen annimmt, daß ein Mittel fehlt, Herrn Reuß zu nennt, sei der Fall mitgetheilt. Du heiliger Lasker!- Gegner in ihren Befürchtungen getäuscht hat. Wir entfernen, so spricht das nicht für die Journalisten. Man haben gegen Herrn Casimir Perier nicht aus stelle einfach die Berichterstattung so lange ein, bis man Die Monopolifen all oce event. Nachdem die Vergnügen, nicht muthwillig während sechs Monaten den nicht mehr in Gemeinsamkeit mit einem Polizeispion Pläne des Grafen Kanit den Getreidehandel zu verstaat- mit seiner Demission endigenden heftigen Feldzug geführt. arbeiten muß. Was die Journalisten in Wien und lichen heute bessere Aussichten haben denn je, wird nun die sich eben entrollten Ereignisse haben die vielfachen MißBudapest, in Rom und Paris können, sollte doch in Berlin in der Kreuz- Zeitung" das Getreide- und Brotmonopol stände der Präsidentschaft der Republit, die nur aufhört, noch möglich sein.empfohlen. Wir befämpfen diese Pläne, weil wir die ein findischer Zierrath zu sein, um eine furchtbare KriegsMachtfülle des heutigen Staates nicht vermehren, die Groß- maschine zu werden, allen klar vor Augen geführt. Wer grundbefizer nicht noch mehr bereichern, die Abhängigkeit der auch immer der Bewohner des Elysée sei, wir verlangen Bandarbeiter nicht vergrößern wollen. Würden aber biese weit nicht seine Witwirkung von ihm. Wir haben aber bas ausschauenden Pläne derAgrarier verwirklicht werden, so würden Recht, Neutralität zu fordern, und wir haben gezeigt, daß wir uns damit abfinden und in denselben eine Bertürzung des wir im stande sind, sie aufzuzwingen. Wir werden sehr Akkumulationsprozeffes, eine Beschleunigung der Entwickelung erfreut sein, wenn man uns nicht nöthigt, die Probe zu er in die sozialistische Gesellschaft sehen. Die Kämpfer für neuern und in einer Kampagne gegen das Elysée Beit und Religion, Ordnung und Sitte werden für die Konsequenzen Kräfte zu verschwenden, die viel nüßlicher angewendet werden Das neue bürgerliche Gesetzbuch. Auf einem Fest ihrer Bestrebungen blind, sobald ihr Profit in Frage können." mahl, daß die nationalliberale Partei am Sonntag ver- tommt. Wer darin eine Abrüstung sieht, will eben nichts anstaltet hatte, um nachträglich den 70. Geburtstag ihrer Nationalliberale Lügenpeter. Der nationalliberal- Anderes sehen. Und unsere Gegner thun dies mit der AbMitglieder v. Hobrecht und Günther zu begehen, theilte konservativ- antisemitische Bicichstagsvertreter der vereinigten sicht, den Schein zu wecken, als habe der neue Präsident Geheimrath Planck, Mitglied der Kommission für Aus- Leipziger Ordnungsparteien, Profeffor Safie, behauptete der Republit, indem er Herrn Bourgeois mit der Kabinetsarbeitung des Bürgerlichen Gesetzbuches, mit, daß die neulich in einer schwulstigen Chauvinistenrede über den bildung betraut hat, den Sozialisten eine Konzession ges Kommission in diesem Jahre ihre Arbeit Schuß der Deutschen im Auslande: erst seit 1866 und 1870, macht, während er damit nichts anderes als seine Pflicht beendigen werde, So daß das Wert b. h. feit der Einigung" durch Bismarck erfreuten die gethan. Aber was fragen die Herren danach, sobald diese im nächsten Jahre dem Reichstag zugeben Deutschen sich irgend welchen Ansehens im Ausland. Es Pflicht nicht ihnen zu gute kommt? Herr Felix Faure ist das eine alte Lüge, die dadurch nicht zur Wahrheit hätte gewiß lieber Herrn Dupuy oder einen ihm Gleich Da gezogen worden. Nach Jhring- Mahlow Herr Baare. Der Jhring: Mahlom erhielt bekanntlich durch Vermittelung Buttkamer's das allgemeine Ehrenzeichen, und der Kommerzienrath, Steuerhinterzieher 2c. 2c. Baare wurde beim legten Ordens feste mit dem rothen Adlerorden dritter Klasse dekorirt. Unter den sonstigen Rittern dieses Ordens soll große Freude über den neuen Kameraden herrschen. tönne. H $ " und beren Zum Stadthagen'schen Falle bringt die National- wird, daß ein Chamäleon sie wiederholt. Genau das Gegen gesinnten an der Spitze des Ministeriums gesehen. Beitung" folgende Buschrift: theil ist der Fall. Die Deutschenverfolgung im dieser aber in der Minorität blieb und darum zurücktreten In diesen Tagen geht durch verschiedene Beitungen zum Ausland hat mit dem Bismarck'schen Bruderkrieg und der mußte, konnte Herr Faure rechtlich nur einen Abgeordneten Fall Stadthagen" ein Artikel, der die öffentliche Meinung irre Amputation Desterreichs begonnen. Von 1866 der Majorität, die das Ministerium Dupuy zu Falle ges zu führen geeignet ist, indem darin als schon für einen Juristen, datirt die gewaltsame Unterdrückung des Deutschthums in Un- bracht, mit der Bildung des neuen Kabinets betrauen. gefchweige für den gesunden Menschenverstand unbegreiflich er- garn, die Bevorzugung der Czechen, der Gegner der Deutschen, Und da ihm Léon Bourgeois als der hierfür geeignetste flärt wird, daß, obwohl der frühere Rechtsanwalt Stadthagen in Böhmen und Mähren. Durch die Bismarck'sche Abgeordnete dieser Majorität bezeichnet wurde, konnte wegen bewußter Gebühren überhebung disziplinarisch Politit wurde ferner die Deutschenverfolgung in er eben nur diesen damit betranen. Aber aus dem Rechtsanwaltsstande ausgestoßen ist, dennoch die Staats. Stußland erst erzeugt. Und was Und was die Achtung ein Kabinet Bourgeois, das schreit den Herren anwaltschaft unter Billigung des Justisministers die Erhebung der Straftlage wegen dieses nach§ 352 des Str.-G.-B. auch der Deutschen im Auslande" betrifft, so ist dieselbe in Eng- zum Himmel. Noch ist es nicht vollständig, und schon ruft ftrafrechtlich zu ahndenden Bergehens wegen nicht ausreichenden land und den Bereinigten Staaten von Amerika Herr Yves Guyot: Fast alle Mitglieder dieses Ministeriums Verdachtes abgelehnt habe. Dem gegenüber ist, von gegenwärtig unzweifelhaft geringer als vor der Aera Bismarck. haben durch ihre früheren Abstimmungen bewiesen, daß sie anderen Möglichkeiten abgesehen, nur darauf hinzuweisen, daß Insbesondere für die Vereinigten Staaten von Nordamerita, zu allen Ronzessionen an die Sozialisten bereit sind; und der§ 352 St.-G.-B., wie auch das Reichsgericht in tonsequenter auf die unsere Chauvinisten sich mit Vorliebe beziehen, ist in Wirklichkeit kann man sagen, daß, obwohl es keine Judikatur festhält, nur Anwendung findet, wenn es sich um es eine feststehende Thatsache, über die deutsch- amerikanische Sozialisten unter seinen Mitgliedern zählt, die einzige tarifmäßig firirte Gebührenfäße handelt. Daß aber auch bei den Blätter oft genug bitter flagen, daß der amtliche und Konzentration, die es repräsentirt, die sozialistische KonzenGebühren, welche durch Vertrag festgesetzt sind, und Gebühren für eine Thätigkeit, die im Tarif nicht vorgesehen ist, in einer obligatorische Unterricht in der deutschen Sprache heute bei tration iſt."- Nun, das fann in der Folge noch recht Weise, welche mit der Berufsehre eines Anwalts unvereinbar ist, weitem nicht die Ausdehnung hat, wie vor dem luftig werden. liquidirt werden können, liegt auf der Sand und hat zum theil in Sieg der Bismarc'schen Blut und Eisenpolitik. Am § 93 der Gebührenordnung auch gefeßlichen Ausdrud gefunden. I geachtetsten waren in Amerika die Deutschen während des Studenten- Unruhen anscheinend nichtpolitischen Charakters haben in Neapel und Bologna stattgefunden. Die Ausschreibung der Neuwahlen für das dies verboten hatte, beglückte nun die Vorftandsmitglieder mit je daß die Bombe beim Bürgermeister nicht geplakt sei, weil die italienische Parlament sollen bevorstehen und zwar gilt 20 Mart Geldstrafe, gegen welche sie zunächst Klage beim Materialien nichts getaugt haben. Einige Tage später der 28. April als Wahltag, der 5. Mai als Stichwahltag. Bezirksausschuß erhoben. Der Bezirksausschuß zu Düsseldorf er- sei er zu Schlebach gegangen, um Dynamit zu holen, Die Entscheidung über das Schicksal des Systems Crispi begründend ausführte: Die Verfügung des Ober- Bürgermeisters, Er habe oft davon gesprochen, den Klub der Adligen, die tannte am 28. Juli 1894 auf Abweisung der Klage, indem er welches er in der Kirche St. Balbourga verborgen hatte. ist damit wieder um ein Vierteljahr verschoben. über welche die Kläger sich beschweren, sei nicht eine polizeiliche Theater, die Cafés 2c. in die Luft zu sprengen. Niederlage der Italiener in der afrikanischen im Sinne des§ 132 Land. Verw.- Ges, sondern sie sei von dem Sidonie tann sich nicht entsinnen, daß der Russe irgend Kolonie. Während aus Rom ununterbrochen Siege über felben in seiner Eigenschaft als Gemeindebehörde und als welchen Haß gegen Dr. Renson geäußert habe. Schluß 22 Uhr. den jeden Tag vernichteten Feind gemeldet werden, wird Aufsichtsbehörde über die Krantenfasse erlassen worden. heute aus Paris telegraphirt: Gegen solche in Ausübung des Aufsichtsrechts erlassene VerDie Politique coloniale" bringt heute eine telegraphische überhaupt nicht statt. Auf die Berufung der Kläger wurde fügungen finde aber eine Klage im Verwaltungsstreitverfahren Meldung aus Kairo, der zufolge eine Abtheilung eingeborener dieses Urtheil von dem dritten Senat des Ober- Ver Truppen unter dem Befehl italienischer Offiziere in der Nähe wla Itungsgericht 3 am 17. Januar cr. aus gleichen von Raffala durch eine Macht von 10 000 Derwischen angegriffen Gründen bestätigt. wurde. Vielfach tritt das Gerücht auf, die Italiener hätten eine vollständige Niederlage erlitten. Das Journal des Débats" publisirte vor einigen Tagen eine Buschrift, in welcher der Anficht Ausdruck gegeben wurde, daß eine Niederlage der Italiener bei Rassal bestimmt vorauszusehen sei. " Königskrise in Belgien. Aus Antwerpen wird telegraphirt: * Soziale Uebersicht. Koalitionsfreiheit der Arbeiter mehr und mehr einzuengen. In Die Koalitionsfreiheit. Es mehren sich die Versuche, die Riel hatten mehrere Gewerkschaften, so die der Schmiede, der Brenn- und Brauereiarbeiter, polizeiliche Strafmandate erhalten in den Bahnhöfen verkauft werden. So will es Herr Banden richterliche Entscheidung beantragt. Das Schöffengericht sprach Sozialistische Zeitungen dürfen in Belgien nicht mehr wegen Nichteinreichens der Mitgliederverzeichnisse. Es wurde peerebom, der belgische Eisenbahnminister. In Deutschland die Schmiede frei; der Amtsanwalt hatte aber Berufung einwissen wir es nicht anders. Und doch geht es mächtig voran, gelegt. In der Berufungsinstanz wurden sie verurtheilt. Ebenso dort und hier. ging es der Organisation der Brauer. Es wurde geltend gemacht, daß verschiedene Stellen aus dem Statut des Brenn- und Todtenliste der Partei. In Flensburg starb der Partei- Brauereiarbeiter Vereins als Erzielung befferer Lohn- und genoffe Former Hansen im Alter von 38 Jahren an der Arbeitsbedingungen, Abschaffung der Sonn- und Feiertagsarbeit, Proletarierkrankheit. Die zahlreiche Betheiligung an seinem Be- allseitige Vertretung der Interessen der Mitglieder u. f. w. als gräbniß legte Zeugniß ab für die Achtung, die der Verstorbene eine Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten anzusehen seien. bei den Genossen sich erworben. Wie das Volk seine Todten ehrt, das fonnte die Ferner nahm das Gericht an, daß diese gesteckten Biele und nur durch Einwirkung auf die Gesetzgebung erreicht werden Alter verstorbenen Parteigenoffen Lingg das Geleite zu Vereinsgefehes von 1850 falle. sehen. Mindestens 1500 Personen gaben dem im frühen könnten und demzufolge der Verein unter die§§ 2 und 13 des Gegen dieses Urtheil wird seiner legten Ruhestätte. So waren es die sozialdemokratische wiederum Revision beantragt worden, weil es von der organiPartei Ludwigshafen, sämmtliche Gewerkschaften, die Arbeiter firten Arbeiterschaft nicht geduldet werden kann, daß die in dem der Sulzer'schen Fabrik, die Fabrikleitung selbst, die Former§ 152 der Reichs- Gewerbe- Ordnung garantirte RoalitionsMannheims 2c., die alle den Todten durch Kranzniederlegung freiheit durch Polizeimaßregeln oder Gerichtsurtheile beschränkt mit entsprechenden Widmungsworten ehrten. In Dessau starb der Parteigenosse Baalt. An seiner wird, was bei dem bischen Freiheit, welches die Arbeiterschaft Die Anzahl der Wahlversammlungen nimmt jeden Tag 3 Beerdigung nahm eine großer Anzahl der dortigen Parteigen offen überhaupt noch besißt, einer Vernichtung gleichkommt. und fast täglich hört man von neuen Kandidaten. Die theil; außerdem waren Deputationen erschienen aus Stötteriz Arbeitsnachweis. Die Stadtverordneten in Dessau Sozialdemokraten haben ihren Feldzugsplan bei Leipzig, Bernburg u. s. w.- Ein ehrendes Annahmen die Vorlage des Magistrats, Errichtung eines unentgeltschon vollständig ausgearbeitet, und ihre benten wird ihm gewahrt bleiben. lichen städtischen Arbeitsnachweises zum 1. Februar betreffend, große Wahlmaschinerie ist bereits in Ordnung. einstimmig an. Es wird auch als ganz sicher betrachtet, daß die Zahl ihrer Vertreter im Folkething bedeutend vermehrt Nach einer Meldung des Handelsblad van Antwerpen" beabsichtigt König Leopold, wenn die Annektion des Kongostaates durch Belgien nicht perfekt wird, abzudanken. Dasselbe Blatt schreibt weiter, für diesen Fall werde der König den Grafen von Flandern, der sich stets von allen den Kongostaat bezw. die Annektion betreffenden Fragen ferngehalten hat, zu seinem Nach Bevölkerung von Ludwigshafen am letzten Sonntag Aufgaben des Vereins, wie sie aus dem Statut hervorgingen, folger auf dem Thron ernennen. Die Belgier werden diese Drohung ganz ruhig aufnehmen. Allgemeine Wahlen stehen auch in Dänemark bevor. Einer Korrespondenz des" Hamb. Korr." aus Kopenhagen entnehmen wir über die Wahlvorbereitungen das folgende: * Polizeiliches, Gerichtliches 26. werden wird. Wendet man sich jedoch zu den anderen Bar- Schriften an Militärpersonen hatte sich kürzlich ein Wegen Verbreitung sozialdemokratischer teien, so ist das Bild noch sehr unklar. junger Mann in Gotha vor der dortigen Straffammer zu Blutige Parteikämpfe in Bulgarien. Aus Sophia wird verantworten. Der Angeklagte hatte im Juli v. J. feinen bei telegraphirt: In Tirnowa tam es zwischen Anhängern Stam- der dortigen Garnison dienenden Verwandten besucht, der sich bulow's und Regierungsfreunden zu blutigen Zusammenstößen. frankheitshalber im Lazareth befand. Bei dieser Gelegenheit Der Bürgermeister von Zirnowa trug mit vielen anderen Personen überlieferte der Besuchende dem franken Infanteristen einige Verwundungen davon. Exemplare vom„ Gothaischen Volksblatt". Da gerade in einer dieser Zeitungen sich ein Artikel über militärische Vorkommnisse befand, so nahm der Infanterist dieses Exemplar nach seiner Genesung mit in die Raserne, wo es gelegentlich einer Schrank revision gefunden wurde. Der Vetter des Soldaten kam nun unter Auflage. Der Staatsanwalt hielt die Strafthat für eine derart schwere, daß er eine dreimonatliche Gefängnißstrafe be= antragte. Das Gerichtsurtheil reduzirte das Strafmaß um zwei Monate, indem nur auf vier Wochen Gefängniß erkannt wurde. als strafmildernd galt, daß der Angeklagte die Blätter erst auf Aufforderung gebracht habe. Man ficht, unsere„ Brüder in Waffen" find auch ohne Umsturzgesetz nicht schutzlos" den bösen Einflüssen der Sozialdemokraten gegenüber. Das griechische Kabinet ist infolge der allgemeinen Erregung wegen der neuen Steuern zurückgetreten. Aus Athen kommt auch eine Nachricht von einer Studentendemonstration. Die Erregung in Griechenland soll sehr groß sein, die Nuhe ist nirgends gestört worden. Ein etwas freieres Preßgesetz soll in Rußland demnächst publizirt werden. Rußland scheint sich ein klein wenig europäiſiren, wir aber mit Gewalt ruffifiziren zu wollen. Auch Argentinien hat seine Präsidentschaftskrisis. Nach in Baris vorliegenden Nachrichten aus Buenos- Ayres soll der Rück tritt des Präsidenten Saenz Pena mit Sicherheit für morgen zu erwarten sein. Parteinachrichten. " Militärboykott. Jn 2ieg niß find vier Lokale für das Militär gesperrt worden. Eine Arbeitslosenversammlung in Elberfeld nahm den Bericht der Deputation entgegen, die in der letzten Berfammlung gewählt worden war und die unterdessen beim Bürgermeister vorstellig gewesen war, Arbeit für die Arbeitslosen zu erhalten. Die Antwort war die gewöhnliche, es sei feine Arbeit vorhanden, er könne nichts thun, man solle sich an die Arm en verwaltung wenden. Der Bericht, namentlich der Verweis an die Armenverwaltung, wurde von der Versammlung mit entschiedener Mißbilligung entgegen genommen. Vom geistigen Proletariat. In Elmshorn waren eine Lehrerstelle und zwei Lehrerinnenstellen zu befeßen. Es meldeten sich für die erstere 64, für die zwei letteren 40 Bewerber bez. Bewerberinnen. Entbehrungslohu. Die Dortmunder Union Brauerei, Attiengesellschaft, macht bekannt, daß sie ihren Aktionären für das Geschäftsjahr 1893/94 die Kleinigkeit von 18 pCt. Dividende zahlt. Das läßt sich hören! Abermalige Beschränkung der Produktion hat das Die sozialdemokratischen Störenfriede Rheinisch- Westfälische Kohlensyndikat beschlossen. Für die Monate verderben in Deutschland jedes Vergnügen. Am 17. d. M. Januar, Februar und März soll sie 10 pCt., April, Mai, Juni, standen in Wilster( Schleswig) vor dem Schöffengericht zehn Juli 15 pet. und August bis Dezember wieder 10 pt. betragen. Attentäter auf das Tanzvergnügen; sie hatten durch Toben, Die Folge ist die Entlassung und Kündigung vieler Bergleute. Heulen und Schreien" und nach der Aussage des Polizei- So sind schon am 15. Januar auf Zeche Neu Iserlohn fergeanten durch Absingen sozialistischer Lieder" ihren Tanz- 50 Mann gekündigt worden. streit“ ins Werk gesetzt. Fünf von den zehn Angeklagten wurden In Neuk( Rheinproving) soll mit dem 1. Februar eine richtet werden. Gegen die Umsturzvorlage sprach am letzten Sonntag der freigesprochen, bei den übrigen wurde das polizeiliche Straf- Arbeitsnachweisstelle in Verbindung mit der Drtstrankenkasse er = " mandat von 10 M. bestätigt. Lütticher Anarchisten- Proze. ( Sigung vom Montag Morgen.) Arbeiterrisiko. Auf der Zeche Westfalia( Dortmund) stürzte der Obersteiger Stern, als er aus dem Hauptförderschacht ausfahren wollte, durch den Boden des beschäftigten Förder. forbes in den Sumpf und blieb sofort todt. Er stand im Anfang der dreißiger Jahre. Die Arbeitslosen von Montreal( Nordamerika) vers sammelten sich, etwa 8000 an der Bahl, am 16. Januar auf dem Marsfelde. Es wurden verschiedene Reden gehalten. Darauf begab sich eine Deputation zu dem Bürgermeister der Stadt, ihn um baldige Abstellung der herrschenden Nothlage ersuchend. Der Bürgermeister versprach, Arbeit zu verschaffen. Depeschen. Reichstags Abgeordnete Schmidt Magdeburg in Graß' Garten" vor etwa 500 Personen. Mit sichtbarem Interesse folgten die Anwesenden dem zweistündigen Vortrage und gaben durch reichen Beifall den Ausführungen Schmidt's ihre Zustim mung. Am gleichen Tage fand in Gotha nach Vereinbarung mit der dortigen freifinnigen Volkspartei eine gemeinschaftliche Die Vernehmung des Untersuchungsrichters Seny, die SonnVolksversammlung statt. Dieselbe war sehr stark besucht. Von abend Abend abgebrochen wurde, wird wieder aufgenommen. unserer Partei sprach Genosse Bock, von seiten der freifinnigen Die Vernehmung hat wenig Interesse, weil sie nur aus früheren Volkspartei der Redakteur Himmelein. Zum Schluß wurde Tagen bekanntes ergiebt. einstimmig eine Resolution angenommen, in welcher flammender Die Rechtsanwälte, die den Untersuchungsrichter in ein Protest gegen die Umsturzvorlage erhoben wurde. Die frei- Kreuzverhör nehmen wollen, werden vom Präsidenten sinnige Bereinigung hatte die Einladung abgelehnt. daran gehindert, zur Ordnung gerufen, einem sogar das Wort In Gera sprach ebenfalls am letzten Sonntage der Reichstags- entzogen. Abgeordnete Wurm vor etwa 900-1000 Personen. In Die allgemeine Interesselosigkeit des Verhörs vertreibt das Schwelm sprachen die Genossen Deinhardt Köln und ganze Publikum aus dem Saal. Dr. Lütgenau über das geplante Umsturzgesetz. Eine Protest- Auf der Geschworenenbank wird darüber berathen, ob man Wolff's Telegraphen- Bureau. resolution fand einstimmig Annahme. Am Sonntag, den die Mittwoch- Sigung nicht ausfallen lassen sollte, da mehrere München, 22. Januar. In der heutigen Sigung des 20. Januar, fand in Bockenheim bei Frankfurt für die Orte Geschworene dringend auf der Brüsseler Börse Hauptausschusses des bayerischen Brauers Rödelheim, Dossenheim und Umgegend eine Volfsversammlung zu thun haben. bundes wurde die Gründung eines Landesver. statt, die Versammlung mußte in Bockenheim stattfinden, da die Der russische Konsul in Amsterdam, welcher zwei Be- bandes zum Schuge gegen Berrufserklärungen Genossen in Rödelheim keinen Saal zu Versammlungen suche des Barons empfangen hat und erklärt hatte, daß Stern- beschlossen. Alle Anwesenden traten dem Verbande bekommen; die Versammlung war von dreihundert Personen, berg zwei verschiedene Pässe besitze, will sich der Aussage sofort bei. unter denen fich eine ganze Anzahl Frauen befand, besucht. enthalten. Reichstags- Abgeordneter Genosse Fr. Brühne sprach unter Aus dem Verhör Seny's ist mitzutheilen, daß Müller und lebhaftem Beifall über die Umsturzvorlage; eine Resolution, in der Russe am 3. Mai von Maastricht nach Lüttich mit der Bombe welcher sich die Anwesenden mit den Ausführungen des gekommen sind und daß sie nach der Friedenstraße gegangen Referenten einverstanden erklärten, fand einstimmige Annahme. find, um dort das Geschoß niederzulegen. Müller habe sich geDie Versammlung wurde von einem Frankfurter Polizeikommiffar weigert, die Lunte anzuzünden. überwacht. Mindestens 2500 Personen hatten sich am Sonntag im„ Saalbau" zu Mannheim eingefunden, um Protest einzulegen gegen das geplante Knebelgesetz. Reichstags in dieser Sache beschuldigt. Abgeordneter Io3 Stuttgart hatte das Referat übernommen. Seine Rede wurde mit großem Beifall aufgenommen und die vorgeschlagene Resolution fand gegen eine Stimme Annahme. * Die Sozialdemokraten Auhalts werden bei den nächsten anhaltischen Landtagswahlen in eine energische Agitation eintreten und selbständige Kandidaten aufstellen. * Die Aufhebung des Boykotts über die Dessauer Waldschlößchen- Brauerei ist von den dortigen Parteigenoffen in einer Bersammlung beschlossen worden. Seny beharrt bei seinem Glauben, daß die Bombe durch Müller von Maastricht gebracht worden sei, obgleich dieser Westkamp Troß verschiedener Verfuche habe der Untersuchungsrichter nichts heraus bringen können, wer der geheimnißvolle Leonhard sei, an den der Russe nach Paris geschrieben hat. Man scheint im Recht zu sein, zu glauben, daß der famose Korrespondent überhaupt nicht existirt. Nachmittagssigung. Bern, 22. Januar. Gestern wurden zwei Frauen und ein junger Mann aus dem Dorfe Pontirone( Bezirk Biasca, Lessin) auf einem benachbarten Berge von einer Lawine überrascht und getödtet. Lausanne, 22. Januar. Der Philosoph Charles Secrétan, Professor an der hiesigen Universität, ist gestern Abend gestorben. Mailand, 22. Jan. Heute Vormittag wurde in der Bighi Straße, wo sich die Bank Pozzi Soler befindet, auf einem Fenster eine Bombe gefunden, die aber nicht explodirte. Die Bombe wurde auf das Polizeibureau gebracht. Eine andere Bombe explodirte heute Vormittag in einer Straße in der Nähe der Ges fängnisse, richtete aber keinen Schaden an. wurde Athen, 22. Januar. Man glaubt, es werde ein politisch farbloses Kabinet gebildet werden, um die Kammer aufzulösen. Konstantinopel, 22. Januar. Am Sonnabend wurde ein Die Thür, von der früher als Versteck der Patronen und Briefträger des englischen Postamtes mit 12 aus Smyrna und Zünder die Rede war, wird in den Gerichtssaal gebracht. Klein- Asien angekommenen Briefen bei der nach Stambul Ein Sachverständiger erklärt, wie Westkamp die Zünder in führenden Brücke wegen angeblich in falschem Gelde bezahlten einem geheimen Fach in der Thür verbergen konnte. Westkamp Brückenzolles angehalten und auf die Wache geschleppt. Gin bestreitet auch jest, die Thür in dieser Weise benützt zu haben. Bassant benachrichtigte hiervon den Postdirektor Cobb, welcher sich Der Untersuchungsrichter erklärt, daß die Anwesenheit des mit einem türkisch sprechenden Beamten auf die Wache begab. Vom badischen Parteizwift. In Friedrichsfeld Joris bei dem Attentat von St. Jaques nicht festgestellt werden Der Briefträger war inzwischen visitirt worden, die Briefe fand am letzten Sonntag eine Delegirtenkonferenz der sozial- konnte. waren ihm abgenommen und ihm Handschellen angelegt demokratischen Organisation des 11. badischen Reichstags- Der Untersuchungsrichter erinnert an die Verhaftung des worden, während er selbst selbst von einem Baptieh( Pos Wahlkreises statt, an der 29 stimmberechtigte Delegirte aus Anarchisten Auber in Amsterdam. Man glaubte, daß Auber der lizisten) mit dem Säbel verwundet wurde. Das Ver 15 Ortschaften theil nahmen. Es handelte sich um die fernere Ruffe fei, verhaftete ihn, und als man den Irrthum entdeckte, langen des Poftdirektors Cobb, den Konsul zu benachrichtigen, Stellungnahme der sozialdemokratischen Vereine dem Dr. Rüdt war der Russe über alle Berge. abgelehnt. Als Cobb sich anfchickte, aus gegenüber. Ohne irgend wie Stellung zu nehmen, geben wir Der Präsident theilt mit, daß das Protokoll über ein neues dem Fenster um Hilfe zu rufen, wurden die Fensters nachstehend die gefaßten Beschlüsse wieder: Nach einer vier- Verhör des Barons eingelaufen sei. Ein Vertheidiger verlangt läben geschlossen. Cobb versuchte hierauf, die auf dem stündigen, zum theil etwas erregten Debatte wurde ein Antrag die Verlesung. Er wird auf später vertröstet. Tische liegenden Briefe an sich zu nehmen; dieselben des sozialdemokratischen Vereins Ladenburg, Dr. Rüdt auf Hierauf wird Sidonie Maréchal, die Maitresse des wurden ihm jedoch entrissen, er selbst wurde auf das gröblichste zufordern, wieder in die Partei einzutreten, mit 21 gegen 7 Stimmen Ruffen, vernommen. Sie ist sehr erregt und muß sich insultirt. Augenscheinlich lag die Absicht vor, die Briefe, welche abgelehnt und folgender Antrag mit 21 gegen 7 Stimmen sehen. Sie giebt lange Ausführungen über ihre Be man aus Armenien tommend wähnte, zu lesen. Ein am Fenster angenommen: Die heutige Konferenz des 11. bad. Reichstags- ziehungen mit dem Ruffen, zum theil intimster Art, nur durch vorübergehender Passant benachrichtigte den Konsul, welcher sich Wahlkreises hält es mit dem Interesse der Partei für unvereinbar, aus nicht anarchistisch. Sidonie erklärt, schon vor der Explosion mit dem Dragoman und einem Kawas nach der Hauptstation den aus der Partei ausgetretenen Dr. Rübt noch fernerhin als Schlebach, deffen Frau und Joris erkannt zu haben. Am Abend begab, wo die Freilaffung des Briefträgers erfolgte. Der englische Redner sprechen zu lassen und betrachtet denjenigen Verein, der des 21. April habe der Ruffe ihr gestanden, daß er eben eine Botschafter Currie erhob wegen dieses Vorkommnisses sofort Er war Herrn Dr. Rüdt als Referenten tommen läßt, als nicht mehr Bombe beim Theater niedergelegt habe. be Vorstellungen. der sozialdemokratischen Organisation des 11. badischen Wahl- trunken. Um 112 Uhr habe sie ihm ein zweites Mal ( Depeschen- Bureau Herold.) treises angehörig." bei Schlebach begegnet, und da habe er sein Geständniß Triest, 22. Januar. Nach einer Blättermeldung genehmigte wiederholt. Den folgenden Sonntag habe sie der Zusammen- das Kommunikations Ministerium den Ausbau der Bahulinie funft der Angeklagten bei Schlebach beigewohnt. Man habe von San Giorgio bis zur österreichischen Grenze, so daß nun dort einen Artikel der Zeitung Expreß" über die Explosion be- mehr die kürzeste Verbindung zwischen Triest und Venedig hersprochen. Am nächsten Tage habe der Ruffe Sidonie erklärt, gestellt ist. Die Maifeier war von der Allgemeinen Orts Krankenkasse zu Barmen dadurch begangen worden, daß das Kaffenlotal gefchloffen blieb. Der Ober- Bürgermeister, der Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 19. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. " Mittwoch, den 23. Januar 1895. 12. Jahrg. J es ist mir bekannt, daß die Regierung ein neues Margarine- wesentlich gestiegen sein. Sollte der deutsche Schälwald den gesetz ausarbeitet( Hört! links.), und der Erörterung Bedarf decken, so müßte er seine Produktion vervierfachen. Ist desselben möchte ich nicht vorgreifen. Die fraudulose er hierzu nicht im stande, wer deckt den übrigen Bedarf? Seit Konkurrenz der Margarine ist allerdings eine ganz enorme. 1879 ist der Import von Eichenlohe zunächst zurückgegangen, um 20. Sigung vom 22. Januar 1895, 1 Uhr. Ich wünsche dringend, daß der Naturbutter ein demnächst wieder zu steigen. Würde man nun das QuebrachoAm Bundesrathstische: v. Marschall, Graf Posa- angemessener Echutz gewährt wird. Wir wollen die Margarine holz durch den Schutzzoll von 10 M. auszuschließen bowsty. nicht verdrängen. vorläufig.( Hört, links.) Es maugelt suchen, so würden die Produktionskosten um 20 m. pro Zum Vorsitzenden der Bibliothekkommission ist Abg. Lieber gänzlich eine Kontrolle der Margarine an der Grenze bei der 100 Kilo steigen. Das würde nicht der deutschen Sohlledergewählt worden. Ein- und Ausfuhr. Dadurch wird die Einfuhr fünftlicher Butter gerberei, sondern dem ausländischen Lederimport zu gute Bur ersten Berathung steht der Gefeßentwurf, betreffend die stark befördert. Das schlimmste aber ist der Mangel der kommen, da durch den belgischen Handelsvertrag der Lederzoll Abänderung des Bolltarifs. Kontrolle bei der Ausfuhr. Der ansländische Abnehmer weiß von 36 auf 30 M. ermäßigt ist. Eventuell würden an die Stelle Staatssekretär Graf v. Posadowsky: Die Nummer 1 nicht, ob er Kunst- oder Naturbutter erhält, und dadurch des Quebrachoholzes die zollfrei eingehenden österreichischen Der Vorlage sieht eine Erhöhung des Bolles auf Aether vor. wird das heimische Naturprodukt diskreditirt. Frank Rinden und Lohen treten, also der Schuß des deutschen Schäl Das inländische Aetherprodukt unterliegt einer Branntwein reich hat längst gesetzlich Fürsorge getroffen, ebenso waldes nicht erreicht werden. Die Sache ist verwickelt und Steuer von 81,70 M. Wahrscheinlich ist aber die Be- England für den Import, Dänemark für die Aus- bedarf eingehender Prüfung. Die verbündeten Regierungen lastung noch höher. Es muß ein Ausgleich geschaffen fuhr. Die Kunstbutter- Ausfuhr nach England ift in werden zunächst abwarten, wie die Mehrheit dieses Hauses sich werden zwischen dem Mittelbetrag des Steuerbetrages von den letzten Jahren sehr zurückgegangen. Der Export dänischer stellen wird. inländischer Steuer und der Zollbelastung des von auswärts Naturbutter dorthin hat in demselben Maße zugenommen. Im Abg. Wurm( Soz.): Diese Vorlage enthält eine eingehenden Produkts. Die Vorlage will ferner Bau- und Nuß- neuen amtlichen Waarenverzeichniß von 1892 steht allerdings die Tendenz zu gunsten der Großindustrie und holz im Grenzverkehr für den häuslichen oder handwerksmäßigen Margarine auch drin; aber daneben steht:" Siehe Butter". zu ungunsten der fleinen Leuten, insbesondere Bedarf, sofern es in Traglasten eingeführt oder mit Zugthieren( Heiterkeit.) Das kommt mir beinahe wie ein schlechter Wig vor. der deutschen Industriearbeiter. Die Erhöhung gefahren wird, vorbehaltlich der im Falle eines Mißbrauches Ginen entsprechenden Antrag werde ich bei der zweiten Lesung des Aetherzolles ist eine Konsequenz der Spiritusbesteuerung, aber örtlich herbeizuführenden Aufhebung dieser Begünstigung, zollfrei einbringen. Das Quebrachoholz ist von ganz inferiorer Qualität; eine solche Erhöhung, wie sie vorgeschlagen ist, entspricht nicht laffen. Der Reichstag hat eine weitere Fassung der Erhebungs- das damit gegerbte Leder ist billiger und macht dem Lohleder dem Prozentsaß, um welchen die Spiritussteuer gestiegen ist. bestimmungen dem Bundesrath seinerzeit zur Berücksichtigung eine unerträgliche Konkurrenz. Wenn unsere exportirten Leder: Die Tarifirung ist viel zu hoch genommen. Unsere heimische empfohlen. Die Verwendung zollfrei einzuführenden Holzes soll be waaren von Quebracholeder hergestellt sind, dann werden wir chemische Industrie hat einen Schutzoll absolut nicht nöthig und schränkt werden auf den häuslichen und handwerksmäßigen Betrieb. davon, aber nicht von einem Quebrachozoll eine nachtheilige die Spiritus- und Zuckerindustrie ist durch den Schutzzoll schon Die Sägemühlen sollen ausgeschlossen bleiben. Die Verzollung un- Wirkung auf unsere Exportindustrie zu befürchten haben. zu grunde gerichtet worden. Die Erhöhung des Honigzolles edler Metallmaaren weist im bisherigen Zolltarif eine Ungleich Bewahren Sie uns vor diesem Gerbstoff zweiten Ranges. schädigt die ärmere Bevölkerung. Was man als Honig beheit auf, welcher die Novelle abhelfen soll. Kakaoöl soll mit Staatssekretär des auswärtigen Amtes v. Marschall: Was zeichnet und in Wahrheit nur ein Honig Surrogat 45 M. für 100 Kilo verzollt werden. Der Kakaozoll wird bei Rohbaumwollengarn betrifft, so haben wir damals einen er- ist, ist amerikanischer Honig, und der tann dem der Ausfuhr einheimischer Chokolade erstattet und ist heblichen Export nach Rußland gehabt. Und dieser heimischen Honig keinen Schaden zufügen Der sogenannte viermal so hoch als der Zoll auf Kakaobutter. In diesem Export ist hauptsächlich dadurch geschädigt worden, daß Waldhonig ist schon sehr viel versetzt mit Syrup und Verhältniß liegt eine wesentliche Gefahr. Im Auslande wird die russische Regierung einen Differentialzoll einführte, anderen Zuckersubstanzen. Erst macht man den Zucker dem Kakaobutter bei der Chokoladenfabrikation in großem Maße nämlich daß daß sie die Rohbaumwolle an der Landes- deutschen Arbeiter theurer als dem englischen Arbeiter und dann gewonnen und tann zu dem geringeren 3ollsat eingeführt grenze höher verzollte als an der See. Wir haben in will man ihm auch noch andere Zuckerarten wie den Honig verwerden, wodurch die inländische Produktion in ihrem Export erster Reihe bei unserem Handelsvertrage mit Rußland theuern. Auch die Erhöhung des Bolles auf Kakaoöl trifft erheblich benachtheiligt wird. Auch die Verzollung flüssigen unser eftreben darauf gerichtet, daß die russische Re- wiederum fast nur die Produkte, die zu billigen Preisen Honigs soll verändert werden. Künstlicher Honig läßt sich von gierung diesen Differentialzoll abschaffte. Es ist uns abgegeben, also auch nur von armen Leuten gekauft werden. Naturhonig nicht unterscheiden und daraus folgt die Noth- dies auch gelungen. Die russische Regierung hat uns Alle diese Zollerhöhungen find aber verschwindend wendigkeit, den natürlichen ausgelassenen Honig ebenso die Gleichstellung des Zolls an der Grenze und an der See auf gering gegen den versteckten Angriff auf den behandeln wie künstlichen. Es wird daher der der die Dauer von 10 Jahren bewilligt. Es ist für den deutschen Geldbeutel Zoll auf auf letteren auf 36 Mart zu erhöhen sein. Export von Rohbaumwolle gleichgiltig, welcher Zoll dort erhoben durch eine Erhöhung des Zolles auf Baumwollensamen- Del Besonders wichtig ist die Position Baumwollensamen- Del". Der wird, wenn wir nur mit anderen Staaten unter gleichen Be gleichzeitig die Margarine versteuert. Leider ist unsere BeZoll soll von 4 auf 10 M. erhöht werden. Auch hier sind dingungen konkurriren können. Der Vorredner wird sich aus völferung schon so arm, daß sie mit Margarine vorlieb nehmen agrarische Interessen etwa bei Rücksicht auf die Margarine nicht diesen Darlegungen überzeugen, daß wir beim Handels- muß, und nun will man sie noch extra bestrafen zu gunsten der maßgebend gewesen. In Deutschland beschäftigen sich zur Zeit vertrag mit Rußland in dieser Beziehung nichts versäumt haben. jenigen, die Butter produziren. Das ist eine Sozialpolitik, die 6 Fabriken mit der Herstellung fünftlichen Speisefetts mittels Abg. Brökmann( 3., Daun- Brüm) tritt den Ausführungen uns vom agitatorischen Standpunkte aus nur angenehm sein Baumwollenfamen- Dels. Bei der Margarine wird ein so erheb- der Abgg. v. Stumm und Graf Kaniz hinsichtlich der Eichen- fönnte. Der arme Mann kann sich keine Butter mehr licher Theil des Baumwollensamen- Dels nicht zugesetzt, daß schälwald- Kultur bei und wirft dem Abg. Buddeberg weg- leisten, auch nicht gutes Fett, und selbst der Bauer ſeßt durch die Zollerhöhung eine Bertheuerung der Margarine zu werfende Behandlung der Lebensinteressen eines schwer noth sich, feinen Knechten und Mägden Margarine vor und bringt befürchten ist. leidenden Theiles der deutschen Bevölkerung vor. Redner schildert die Butter auf den Markt. Jeyt soll die Margarine noch ver die Lage der betreffenden Gemeinden als eine ganz verzweifelte. theuert werden. Leinöl wird nicht, wie der Staatssekretär Abg. Möller( natl.): Die Vorlage bringt für manche lang meinte, lediglich als Schmieröl verwendet, sondern auch, besonders empfundenen Mängel Korrekturen und ist deshalb mit Freuden in Norddeutschland, von der Landbevölkerung als Speise Del in zu begrüßen. Redner kommt hiernach auf den Quebrachozoll zu großen Maffen.( Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Allersprechen. Die modernen Gerbereien hätten ganz neue technische dings ist unser Export an Butter zurückgegangen, das liegt aber Berfahren zur äußersten Ausnußung des Gerbstoffes in Anwen- an der riesenhaften amerikanischen Konkurrenz. Wir können dung gebracht. Das Quebrachoholz habe gerade diesen Ueber unmöglich mit den enormen natürlichen Hilfsmitteln Amerika's gang zu einem rationellen Gerbereiverfahren ermöglicht. Die große tonkirriren. Unsere Butterproduzenten werden aber nicht Abg. v. Stumm( Rp.) beantragt für die Vorlage eine Kom- Maffe des Volkes im Inlande wie im Auslande will billige Pro- im geringsten geschüßt, wenn man den kleinen Leuten die Marmission einzusehen. Diese fönne sich aber nicht darauf beschränken, dukte taufen und fragt nicht nach der Qualität. garine vertheuert. Denn der arme Mann wird auch die vernur die Vorschläge der Vorlage zu prüfen, fie müsse weitergehen Gegen diesen Strom zu schwimmen wäre unmöglich. Die Eichen- theuerte Margarine kaufen müssen. Man klagt über die be und zusehen, ob nicht noch anderweit durch Zollerhöhung der schälwälder, einen zurückgebliebenen Betriebszweig, wolle man trügerische Konkurrenz, welche der Butter durch die Margarine Nothstand der Landwirthschaft gehoben werden könne. Eine im Widerspruch mit dem Zuge der Zeit und der erwächst und daß diese über Gebühr bezahlt würde, weil ja das Erhöhung der Getreidezölle tomme leider nicht in Frage wegen Entwickelung der Verhältnisse erhalten. Dasselbe Siegerland, Publikum die Margarine als Butter faufe. Es wäre in der That des Entgegenstehens der Handelsverträge, sonst würde sich die das früher das Monopol in der Stahlerzeugung hatte, sei durch bringend zu wünschen, daß das Reichs- Gesundheitsamt eine Methode Mehrheit gewiß ohne weiteres zu einer Erhöhung entschließen. Die Werte im Saargebiet, die sich alle Vervollkommnungen in ausfindig machte, durch welche man Margarine von Butter Ausgeschlossen sei aber nicht, daß sich noch Punkte finden, technischer Beziehung, wie im Thomasverfahren u. s. w. zu nutze unterscheiden könne. Die Gerichtschemiter kommen heute zu ganz welchen die Handelsverträge nicht entgegenstehen, dahin gemacht hätten, auf das schwerste geschädigt worden, und dar: entgegengesetzten Resultaten und Mischungen von Butter und gehöre die Einführung eines Bolles auf ausländische über verliere niemand ein Wort. Die Zollerhöhung auf Margarine find außerordentlich schwer als Surrogat zu erkennen. Die Gerbstoffe, namentlich auf Quebrachoholz, der nothwendig sei, tünstlichen Honig bittet Redner abzulehnen. Leb Das Beispiel des landwirthschaftlichen Zentralvereins in der zu " Die Zollerhebung für Parfümerien rechtfertigt sich dadurch, daß die inländische Fabritation mit versteuertem, die ausländische mit unversteuertem Branntwein arbeitet, zumal dadurch ein ziemlich einfaches Verfahren der in den ausländischen Parfümerien enthaltene Branntwein genußfähig gemacht werden kann. Der inländische Branntwein ist mit 86 m. pro 100 Kilo 100 pCt. Alkohols belastet; die inländischen Parfümerien müssen also geschützt werden. = fleinen Leute, indem man um den deutschen Eichenschälwald zu erhalten. In Deutschland und Honigtuchen Fabrikation sollte man nicht durch er- Provinz Sachsen verdient Nachahmung darin, daß er Kontrollfeien noch 433 Hettar Schälwald vorhanden; im Kreise Siegen höhten Zoll auf künstlichen ausländischen Honig vertheuern. stationen eingerichtet und Butterchemiker angestellt hat. Es ist bilde er noch 70 pet. des gesammten Areals. Am Schälwald Dagegen tritt Redner für die Erhöhung des Zolles auf Kakao- ein offenes Geheimniß, daß große Sendungen von Margarine feien meistens ganze Gemeinden betheiligt. In vielen der butter ein. Die Zollerhöhung auf Baumwollensamen- Del werde nicht blos nach den städtischen Buttergeschäften wandern felben sei die Schälwaldwirthschaft das einzige Mittel, den ausschließlich auf die Schultern unserer Speisefett- Fabrikanten sondern auch auf die Landgüter und die Molkereien, wo sie unter Niedergang der Landwirthschaft aufzuhalten. Jetzt erdrüde gelegt; jedenfalls bedürfe diese Frage der allergründlichsten Er- die gute Butter gemanscht und gepantscht und wo möglich mit die auswärtige Konkurrenz diese Schälwaldwirthschaft und örterung in der Kommission. Gegen die Thatsache, daß die dem Stempel einer mit einer Adelskrone geschmückten Firma die daran interessirten Kreise der Bevölkerung vollständig. Margarine und die anderen Speisefette unentbehrliche( Aha! rechts) auf den Markt geworfen wird. Es liegt im Trotzdem Redner vom Präsidenten zur Sache gerufen wurde, Nahrungsmittel für weite Boltstreise geworden Interesse der Butterproduzenten eine Kontrolle selber einzuführen spricht er in breitester Weise über den Quebrachoholzzoll weiter. find, lasse sich nicht aufkommen. Die Begründung der Zoll- und ihre Produkte mit einem Stempel zu versehen, der nachweist, Abg. Buddeberg( frs. Vp.): Sehr erfreulich ist die Ver- erhöhung für Parfümerien sei vernünftig und zureichend. daß die Butter auch echte Butter ist. Wir haben auch wieder ficherung, daß ein agrarisches Interesse bei der Vorlage nicht Thatsächlich würden unter dem Namen Parfümerien vom Aus- hören müssen, daß es die Interessen der kleinen Leute seien, die obgewaltet hat. In der Begründung sind überall die Interessen land große Mengen Schnaps eingeführt, denen gegenüber auch hier geschützt werden müßten durch die Einführung eines Zolles der Industrie in den Vordergrund gestellt, die fistalischen gehen der allgemeine Schnapszoll playgreifen müsse, Redner beantragt auf Quebrachoholz, und zwar war es derjenige, der immer die nur nebenher; dennoch sind die Erhöhungen der Zollsäge so stark, daß eine Kommission von 21 Mitgliedern. Schüßerrolle der kleinen, armen und schwachen Leute übernimmt, der Effekt doch ein fiskalischer sein wird. In manchen Fällen scheint Staatssekretär Graf Posadowsky: die Absicht dieser Novelle der diesen vorschlägt. Allerdings umfaßt die Eichenschälwalddie Remedur schlimmer als das zu beseitigende Uebel. Mit demselben ist teine finanzielle, sondern sie soll lediglich erlassen werden im Wirthschaft einen kleinen Theil ärmerer Besizer; der größere Maß, mit dem wir messen, werden wir gemessen werden; das Interesse der betheiligten Industrie. Die Regelung des Ver- Theil der Besitzer beschäftigt aber tausende von Arbeitern. Im Ausland wird uns seine Thüre schließen, wie wir ihm die unseren. hältnisses der Katoabutter zunr Kakaozoll tönnte ja auch Jahre 1891 gab es 65 Betriebe mit 1773 Arbeitern, 1893 bes In der Beschränkung, wie die Regierungen die Bollfreiheit des in der Weise erfolgen, daß der Kakaozoll ermäßigt wird; schäftigten sie schon 3000 Arbeiter, und verarbeiteten etwa Bau- und Nugholzes im Grenzverkehr vorschlagen, ist sie absolut aber solche einfachen Rathschläge haben für uns keinen Werth. drei Millionen Rilo Quebrachohols. Der neue Zollzuschlag werthlos, da sie die Sägemühlen ausschließt; aber auch der kleine Kann ich die Millionen aus der Erde stampfen, die aus würde gerade so viel betragen, als der jährliche Lohn, so daß Stellmacher hat davon keinen Nußen, denn er ist meist auf den Zöllen wegfallen würden bei solcher Ermäßigung? die Industrie dabei vollständig zu grunde gehen würde. Qualitätshölzer angewiefen, die er in dem nächsten Holz- Die Kontrolle über das zollfrei eingeführte Holz ist thatsächlich sympathisch es uns auch ist, wenn die Interessen fleiner Leute schlag jenseit der Grenze gar nicht erhalten kann. Grade eine sehr unvollkommene; es wird nur der Nachweis verlangt, in Schutz genommen werden, so sehr müssen wir doch auch darauf die Existenz der Sägemühlenbesitzer sollte nach dem betreffen- daß der Importirende im Grenzbezirk wohnt. Die Einwendung Rücksicht nehmen, daß die Industrie nicht gewaltsam zu grunde den Beschlusse des Reichstages eine Erleichterung erfahren. des Abg. Möller gegen die höhere Berzollung des künstlichen gerichtet wird und die Arbeiter einfach auf die Straße geworfen Gegen die Erhöhung des Bolles auf Baumwollensamen- Del ver- ausgelaffenen Honigs tann ich als berechtigt nicht anerkennen. werden. Allerdings wird hierauf in Regierungstreisen teine halten wir uns prinzipiell ablehnend. Die Industrie, welche Der ausgelassene Honig kann von Kunsthonig nicht unter Rücksicht genommen, wie sich bei der Tabaksteuer zeigt. Graf durch Verarbeitung des Baumwollensamen Dels der ärmeren schieden werden. Das Verlangen niedrigerer Tarifirung Caprivi hat jede Maßregel auf ihre Wirkung gegen die Sozial Bevölkerung ein billiges Speifefett in frischem der Reisstärke würde der Weizenstärke Nachtheil zufügen, demokratie geprüft, wir prüfen jede auf ihre Wirkung gegen die Zustande liefert, wird mit der Werdreifachung des Bolles völlig und auch die Zustimmung der Landwirthschaft nicht finden. arbeitende Klasse. Bekanntlich gehört zu einem guten Leder lahm gelegt. Wir bitten das Haus, diesen Theil der Vorlage Die Frage des Quebrachoholzes ist auch von den verbündeten sowohl ein richtiger Gerbstoff, als auch das geeignete Stück Haut; abzulehnen. Regierungen schon erwogen worden. Das Quebrachoholz kommt daher beweisen die auf den Tisch des Hauses niedergelegten Abg. Graf Kanit( dk.): Ich bin zu meiner Freude mit in Blöcken, in zerkleinertem Zustande und als Extrakt zu uns. Proben garnichts. Alle anderen Rücksichten, wie die der Zweckallen Vorschlägen der Vorlage einverstanden( Burufe links) und Die Handelsverträge kommen dabei in betracht; das Holz kommt mäßigkeit und der Güte des Fabrikats werden garnicht in betracht bedaure nur, daß sie nicht umfangreicher ausgefallen ist. Unser aus dem meistbegünstigten Argentinien, dann aus Paraguay und gezogen. Das Ausland gerbt mit den billigen ausländischen Es tommen auch Gerbstoffen, weil diese ein schnelleres Verfahren und einen Zolltarif tann und darf ja nicht ein fester und unabänderlicher Uruguay, auch wohl aus Peru und Chile. sein, sondern muß sich den wechselnden Schußbedürfnissen der die Länder in betracht, durch deren Vermittelung uns das Holz schnelleren Umsatz des Kapitals ermöglichten. 1891 wurden für heimischen Arbeit anpassen. Ich freue mich, daß die ver- zugeht. Der Reichstag fann ja einen solchen Zoll beschließen; es 981 000 m. Häute verarbeitet und jetzt schon für 1900 000 m. bündeten Regierungen diesen Gesichtspunkten Rechnung tragen. würde dadurch unser autonomer Zolltarif abgeändert. Welche Be- Wenn es den Eichenschälwald- Besitzern schlecht geht, so ist die Bei den Handelsvertrags- Berathungen habe ich schon darauf deutung aber dieser Beschluß für unsere internationalen Be Ursache, daß sie zu wenig Kenntnisse für ihren Betrieb haben, hingewiesen, daß die russische Regierung uns in diesem Punkte ziehungen haben würde, das steht auf einem anderen Blatte. und auch mancher der großen Herren, die über landwirthschafts auch nur einen Titel nachgeben würde; ich habe recht behalten, Die verbündeten Regierungen könnten ja Unterhandlungen mit lichen Nothstand flagen, tönnte aus seinem Gut mehr heraus Es ist aber auch die wirthschaft- bekommen, wenn er sich mehr um landwirthschaftliche Chemie jetzt ist jeder Transport nach Rußland in Baumwollengarn und den Vertragsstaaten einleiten. von = Rohbaumwolle ausgeschlossen. Der Zoll ist von 120 auf liche Seite der Frage in betracht zu ziehen. Die Fläche als um Vergnügungen fümmerte.( Sehr richtig! links.) Bei den 210 Kopeken erhöht und das ist prohibitiv. Es handelt sich des Eichenschälwaldes hat sich um 2 pGt. vermehrt; in Eichenschälwäldern könnte der dreifache Ertrag herausgeholt werden, für die russische Regierung auch gar nicht um finanzielle Baden und Oldenburg ist die Vermehrung eine noch viel wenn die Besitzer sich nicht zu sehr an ein gemüthliches Leben gewöhnt Bortheile, sondern um den Schutz Der aufblühenden stärkere, während Hannover und Eisaß Lothringen einen hätten, ein Urtheil, welches bei 99 pCt. aller Landwirthe zutrifft, 11/2 und 24 pet. aufzuweisen haben. bei den kleinen, weil man ihnen von Staatswegen weder die heimischen Industrie. Die Margarinefabrikanten sprechen in ihren Rückgang Betitionen gegen den Boll auf Baumwollensamen Del die Be Die Antragsteller wollen doch dem Schälwald helfen, die Nach Schule, noch die Ausbildung giebt, um sachverständig arbeiten fürchtung aus, daß Nordamerika zu Repressalien greifen tönnte. frage nach deutscher Eichenrinde heben. Schon 1879 ist statistisch zu können, und bei den großen, weil sie es nicht nöthig haben, Ich nehme das nicht an, um so weniger, als Nordamerika das ermittelt worden, daß die Produktion 920-950 000 Doppel- denn sie brauchen nur die Hand auszustrecken, so hilft ihnen der Del selbst zum Lande hinausdrängt, indem dort die Fabrikation sentner beträgt. Aber es wurde damals auch schon festgestellt, Staat. Wenn die deutsche Schälwald- Industrie sich nicht anders von Kunstbutter erschwert und die Einfuhr fremder verboten ist. Daß der Bedarf 334 Millionen beträgt, eine andere Schäßung helfen kann, als dadurch, daß eine neu emporblühende Industrie, Seitdem dürfte der Bedarf deren Wachsthum nicht abzusehen ist, ruinirt wird, so ist ihr Ueber Margarine möchte ich heute nicht weiter sprechen; giebt sogar 44 Millionen an. Parlamentarifdies. " Eventuell. Die Heiligkeit des Eides wurde von einem am So oder so; in Arbeiterkreisen werden derartige Paftorens befuche feinen großen Erfolg haben. Der Arbeiter weiß, daß feine pastorenfreie Liebesehe tausendfach sittlicher ist, als die von vorgeblichen Staats- und Religionsflügen gefchloffenen Geldheirathen, zu denen die orthodoxe Kirche ihren Segen giebt. Und wer ein geistig selbständiger Arbeiter ist, der handelt in Die Eigenthümer jener überhaupt nicht zu helfen. Die Eichenschälwald- Befizer müssen einmal auf das Thema der Heirathsvermittelung anrüczukommen| Schaffner zu den Vorortzügen kommandirt. Diese Beamten, die sich eben an die neue Beit gewöhnen. Wir haben seinerzeit den und dazu liefern diese 49 Annoncen aufs neue einen überaus er von morgens bis um 4 Uhr nachmittags bezw. von diesem Postillonen und Rollkutschern auch keine Entschädigung ge- baulichen Beitrag. Wiederum ist es fast nur die gute oder feine, legteren Zeitpunkt bis nachts gegen 1/2 Uhr fahren, beziehen geben. Jetzt wollen alle, die bei der Verbesserung der Ver- fehr gute oder sehr feine Gesellschaft, aus der sich die inserirenden für den Sonderdienst nur die Kilometergelder von je 0,4 fg. tehrswege und der Verbesserung der Produktionsweise mit Heirathelustigen rekrutiren. Kaufleute, Fabrifbeiter, Groß- Die Eisenbahn- Behörde hat dadurch für jeden Zug an Conn Der modernen Produktion nicht Schritt halten können, industrielle, Rittergutsbesitzer, höhere Staatsbeamte u. f. 1. tagen etwa 80 Pf. Mehrkosten, als sonst, da jeder der beiden Entschädigung haben. Dafür sind wir doch nicht verantwortlich. bieten sich an oder werden von heirathsfähigen Töchtern Schaffner etwa hundert Kilometer fährt, mithin etwa 40 Pfg. Wir meinen, daß die ganze Vorlage nicht erst eingehender Be- aus denselben Kreisen verlangt. Und der Entreim heißt fast verdient. sprechung bedarf. überall: Thu' Geld in deinen Beutel, wenn du mich haben Die geplante Erhöhung des Zolls auf Baumwollensamen willst, und zwar möglichst viel. Sie haben ganz recht, die ehrenDel und damit die Vertheuerung der Margarine ist für uns werthen Damen und Herren; auch wenn man sich wegwirft, Amtsgericht II amtirenden Gerichtsassessor kürzlich einem vornicht erst einer Diskussion fäbig. Da kann der Reichstag ein muß man sich immer noch standesgemäß benehmen und sich geladenen Zeugen mit folgenden Worten zu Gemüthe geführt: fach sagen: Quod non! Das giebt's nicht. Das Volk ist hoch wenigstens nicht für ein Trinkgeld wegwerfen. Einer ist" Ich brauche Ihnen wohl nicht erst zu sagen, daß sie nur die genug belastet, und Sie brauchen ihm nicht noch seine Surrogate darunter, ein intelligenter, hübscher, junger Herr", den ver- reine Wahrheit sagen dürfen. Wer falsch schwört, kommt ins vertheuern. Wir sind also gegen die Kommissionsberathung und langt's nach der Befanntschaft einer sehr reichen" Dame, Buchthaus und eventuell in die Hölle. lehnen die Vorlage ab.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) zwecks Heirath"." Alter oder Fehler berücksichtigt", fügt er Der Standesbeamte soll hinfort mit dem Pastor eine Abg. Kröber( Vp.) tritt für den zollireien Bezug von Bau- hinzu. Das fann doch, falls es nicht etwa für un berücksichtigt" trächtlich zusammenwirken so will es der Oberpräsident und Nugholz für die Eägemühlen im Grenzverkehr ein. Werde verdruckt ist, nur heißen: wenn fich z. B. eine alte Jungfrau meldet, Staatsminister v. Achenbach. Bekanntlich werden junge Che den Grenzsägemühlen der Zoll auferlegt, so sei es ihnen unmög- welche schielt oder lahmt, so fann sie nur dann auf paare gar oft mit dem Besuch von Pastoren behelligt, welche fie lich, ihn auf die Bretter abzuwälzen; tönnen sie ihn nicht tragen, Erfolg rechnen, wenn sie diesen Schönheitsfehler durch eine extra- zur firchlichen Trauung animiren wollen. Nun hatte sich der so müffen sie aufhören. Damit würde der Kreis der Unzufrie- große Mitgift wett zu machen in der Lage ist. Vorurtheilslofer Standesbeamte des vereinigten Standesamts I/ II geweigert, den benen abermals erweitert. Es ließe sich ja vielleicht nach dem find jene Trefflichen, welche, ohne Ansehen der Person, un- firchlichen Organen die gemeinschaftliche Wohnung der EheVorschlage des Abg. Buddeberg das Qnantum tontingentiren befümmert um Fehler oder Vorzüge der oder des Zufünftigen, fchließenden bekannt zu geben, worauf der Gemeinde- Kirchenrath und die Begünstigung auf die vorhandenen Anlagen beschränken. nur in ein Geschäft einzuheirathen" bezw., wenn man so sagen der Jerufalemskirche beim Konfistorium den Antrag stellte, ſeinerDarauf wird die Fortsetzung der Berathung vertagt. darf, eingeheirathet" zu werden wünschen. Eine Ausnahme, seits die geeigneten Schritte zu thun. Das ist geschehen, und der Schluß nach 52 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 1 Uhr wenn auch nur eine fleine, macht diesmal eine Dame, die einen Oberpräsident Staatsminister Achenbach hat nunmehr die Standes ( Anträge aus dem Hause). jüdischen, gebildeten Herrn" fucht. Wer sie will, tann in ein beamten angewiesen, dem Gemeinde Kirchenrath die gewünschten fleines, flottes Geschäft en gros einheirathen", muß aber wenig Mittheilungen zu machen. ftens ein gutes Exterieur" haben.( Sollte der Inhaber des Geschäfts übrigens eine Art Laban sein, der gleich mehrere Töchter an einen Schwiegersohn verheirathen will?) Da Budgetkommission. Im Laufe der Berathungen bringen find jene jungen Tamen oder Wittwen doch bescheidener, die die Abag. v. Podbielsky und Hug Beschwerden vor über die trotz ihrer angenehmen Erscheinung" u. f. w. durchaus nur die Flurentschädigungen, die feitens der Militärbehörden gezahlt Bekanntschaft älterer Herren wünschen, nota bene: wenn werden nach stattgehabten militärischen Uebungen. Hug beschwert diese daneben auch reich sind. Bescheidener aber als bescheiden diesem Bewußtsein. sich nementlich über die zu niedrigen Entschädigungen; Prins ist der streng christlich gesinnte Mann", dem ein Mädchen mit Ueber die Menschlichkeit hat wieder einmal die schmierigste Arenberg über die späte Auszahlung derselben. Graf größerem Vermögen" erwünscht wäre; er scheint nicht einmal zu Bosabowsky meint, man wolle hier Wehrausgaben, verlangen, daß seine vermögende Lebensgefährtin gleidh fade Selbstfucht den Sieg davongetragen. Die Absicht des Magistrats, aber sei nicht geneigt, Mehreinnahmen zu bewilligen. streng christliche Gesinnung besitzt, wenigstens sagt er es nicht ein zweites Asyl für Obdachlose in der Müllerstraße zu ers Geh. Rath Koch: Die Entschädigungen gingen deshalb so spät ausdrücklich. Ja, es ist ein erbauliches Sittenbild, dieser richten, ist nämlich aufgegeben worden. ab, weil es an Expeditionsbeamten fehle.( Heiter. Heirathe markt, auf dem sich die Frommen und' Gottes. Straße haben in gemeinschaftlichen Petitionen gegen die Gr keit.) Der Kriegsminister erklärt, man werde nach fürchtigen zusammen mit Halbwelt- Damer( die bekanntlich richtung des Asyls Front gemacht und infolge dessen hat der Kräften den angeregten Wünschen entgegenzukommen fuchen. ebenfalls zu der vornehmen" Gesellschaft gehören), an den Meist Magistrat den Betenten die Mittheilung zugehen lassen, daß die Richter: Er habe keine Mehrausgaben bis jetzt bewilligt. bietenden verkaufen! Um dieses Gittenbild jedoch völlig würdigen Stadt von der Bebauung eines zweiten Asyls im Norden Abstand Wolle man aber an einer anderen Seite sparen, z. B. bei den zu können, muß man auch die sich direkt an die Heiraths annoncen nehmen wolle! Liebesgaben für Zucker und Branntwein, so sei er bereit auch anschließenden Annoncen lesen, in denen Hebeammen bekannt Die Bureaus der städtischen Einkommensteuer- VerMehrausgaben zu bewilligen. Die geforderten Summen werden machen, daß„ Damen befferer Stände" bei ihnen liebevolle Auf- waltung sollen nach einer Vorlage des Magistrats an die bewilligt. nahme zur Niederkunst oder sonst Rath und sichere Hilfe in Stadtverordneten- Versammlung am 1. April aus dem Rathhause Bei Kapitel 34: Reisekosten und Tagegelder frägt Schädler diskreten Angelegenheiten finden. Strengste Verschwiegenheit wird nach dem Hause Spandauerstr. 16-17 verlegt werden. an, was auf grund der im vorigen Jahr beschlossenen Resolution des natürlich zugesichert. Eine verspricht sogar liebevolle Aufnahme, Reichstage zur Ordnung der Sache geschehen sei. Staatssekretär von wo aus nichts nach der Heimathbehörde gemeldet wird". Solarbeiter sind für die Ausgesperrten eingegangen: Ueberschuß von Bei der Kommission der Brauer und Brauerei- Hilfs Graf Posadow 31y: Die Frage tönne nicht einseitig durchs heißen: wenn die Tochter ausbesserer Familie" reingefallen ist, geht der am 26. Dezember v. 3. veranstalteten Matinée des GesangReich gelöst werden, sondern muß namentlich im Einverständniß mit fie nach Berlin, wartet hier ihre Niederkunft ab, läßt das Kind vereins Nordwacht( einschließlich 11,70 M. für Stocaution) Preußen erfolgen. Die Sachlage zu ändern sei allgemeines Gin hier anmelten, giebt's auf Nimmer wiedersehen und hoffentlich vereins Nordwacht( einschließlich 11,70 M. für Stockaution) verständniß vorhanden, nur über den Weg jei man noch nicht baldiges Sterben an eine Ziehmutter und lehrt als nach wie durch E. Jahrow 95 M. Die Kommiſſion. einig, aber geändert müßte werden schon aus ethischen vor sittsames Jungfräulein in die Baterstadt zurück, um hier Ueber Behring's Diphtherieserum fällt eine hervors Gründen. Man habe angeregt, die Frage zu lösen mit einer vielleicht in einem Verein zur Befferung gefallener Mädchen überragende Autorität auf dem Gebiete der Kinderheilkunde, Prof. einheitlichen Gestaltung der Eisenbahn- Personentarise. Der Sinn die Unfittlichkeit von Arbeiterinnen zu erröthen, die ihr in Jammer Kassowig in Wien ein äußerst abfälliges Urtheil. In der Ges der Rede ist, daß eine baldige Aenderung nicht zu erwarten ist. und Noth zur Welt gebrachtes uneheliches Kind, der Schande sellschaft der Aerzte fagte Herr Kassowiz nach der„ Magdeburger Richter ist von der gegebenen Antwort nicht befriedigt, weist trohend, bei fi.) behalten, um es unter harter Arbeit und bitteren Beitung" am 18. Januar: Kaum jemals sei von einem Manne auf die Ausführungen Miquel's bin, der im preußischen Ab- Enibehrungen fümmerlich aufzupäppeln. Das ist die Sittlich der Wissenschaft ein so schwerwiegendes Versprechen mit ges geordnetenhause eine Lösung der Reisekostenfrage mit der Gehalts- feit" der bürgerlichen Gesellschaft! ringerer Berechtigung ausgesprochen worden, als von Behring. erhöhung der Beamten in Verbindung bringen wolle. Jm weiteren Ueber die neue Leseyale Ler Gesellschaft är ethische Der Jmmunifirunge werth des Heilserums sei gleich Null. Der macht er Vorschläge, nach denen nach seiner Meinung verfahren Kultur wird uns geschrieben: Die am 1. Januar d. J. von der Krankheitsverlauf werde dadurch nicht gebeffert, und die wirk werden müsse. Dr. Schädler wünscht baldige Lösung, die Angelegenheit sei dringend, es gehe nicht, daß zum Bei- ftraße 13 errichtete öffentliche Lesehalle ist der erste Versuch, In- Heilserums nicht geringer geworden. Trotzdem fordert Kaffowitz Deutse en Gesellschaft für ethische Kultur, Neue Schönhauser- liche Sterblichkeit an Diphtherie sei seit der Anwendung des spiel ein tommandirender General volle Tageskosten Entschädigung( 30 M.) erhalte, auch wenn er an demselben stitute und Einrichtungen, wie sie seit längeren Zeiten in Eng zu ausgedehnten Fortsetzungen der bisherigen Versuche auf, damit land und Amerika bestehen, in Berlin einzuführen. Schon oft ist die Wahrheit klar an den Tag komme. Lage noch zurüdfehre. Bring v. Arenberg verlangt, das von namhaften Gelehrten und Schriftstellern darauf hingewiesen Vorsicht beim Einkauf von Kartoffeln. Man hat einen Reich jolle auf eigene Faust vorangehen, Preußen müsse dann werden, welchen großen Einfluß auf die Erweiterung der Kenntnisse Tria entdeckt, durch den es ermöglicht wird, minderwerthigen folgen. Bebel erinnert daran, daß der Reichstag schon in en die Erweckung intellektueller und firtlicher Kräfte die großen Lese- Kartoffeln das Aussehen von guten zu verleihen.. Das soll durch beschlossen habe, man habe also Zeit genug gehabt. Der Staats- hallen und die leicht zugänglichen Freibibliotheken der englischen eine Behandlung mit Bottasche erzielt werden. Wie verlautet, und amerikanische Städte ausgeübt haben. Warum erfolge aber nichts? Sei ernsthaft der Wille vorhanden, sich bereus in von 14 Tagen, in dene die Lesehalle besteht, sekretär habe die Sache mit dem richtigen Namen bezeichnet. benifuges Gesellschaft für ethijd, Kultur gemachte Versuch hat find in einigen Markthallen schon solche präparirte Kartoffeln hätte sich längst auch ein Weg gefunden. Auf die Regelung bewährt und hat bewiesen, daß ein Bedürfniß für diese Ein- 5. Januar auf 1724 493 Seelen, sie hat sich also in der Zeit Die Einwohnerzahl der Stadt Berlin bezifferte sich am der Eisenbahn- Personentarife oder die Beamten Gehaltserhöhung richtungen in Berlin vorhanden ist. Die Lefeballe, welche in den 5. Januar auf 1724 493 Seelen, sie hat sich also in der Zeit au warten, heiße die Frage ins unendliche hinausschieben. Die Wochentagen voi 6 bis 10 Uhr abends, Sonntags von 9½ bis vom 1. bis zum 5. Januar um 51 Eeelen vermindert. In dems Ungerechtigkeit fei nicht blos bei den Tagegeldern, sondern auch 1 Uhr vormittags und von 5 bis 10 Uhr nachmittags geöffnet ist, felben Zeitraum wurden 187 Ghen geschlossen und 655 Kinder bei den Fahrgeldern nachzuweisen. Er habe den Eindruck, der wurde un Wochentagen von ca. 200 Personen, cn Sonntagen von über geboren, Bur amtlichen Meldung gelangten 411 Todesfälle, von Wille zur Aenderung fehle. v. Kardorff regt eine Bau- 300 Personen besucht. Die starte Entleihung der Bücher, zirka denen 204 auf männliche und 207 auf weibliche Personen schalirung der Reiselosten für gewisse Beamtenkategorien an. 50 St., obwohl vorläufig lediglich die Benußung in der Lese- entfallen. Hierunter find 9 Todesfälle durch Selbstmord herbei Die Position wird bewilligt. Im Laufe der weiteren Berathung macht Müller. Fulba blättern von Beitungen eine Stunde hinzubringen, fondern bus halle möglich ist, geigt, daß nicht etwa die Lust, beim Durchgeführt. Zu der Explosion am Petroleum- Lagerhof wird uns darauf aufmerksam, daß bei der Forderung von über 19 Millionen Berlangen nach gediegener Lektüre die Besucher in die Lefeballe nachträglich mitgetheilt, daß die Darstellung, als ob die vers für Anfertigung und Erhaltung der Munition 2c. sehr hohe Rest treibt. Bei den noch geringen Mitteln, welche die deutsche Gesell- unglückte Arbeiter zum wesentlichen selber Schuld an dem bestände von früheren Bewilligungen vorhanden seien. Da sei schaft für ethische Kultur zu dem Unternehmen bisher zusammen- furchtbaren Borfall tragen, auf Richtigkeit feinen Anspruch eine Kürzung der Fonds wohl in Erwägung zu nehmen. An der gebracht hat, konnte zunächst nur eine Lokalität gemiethet werden, machen kann. Die Arbeiter hatten im Auftrage ihres Vor Debatte betheiligen sich außer dem Fragesteller der Abg. Richter welche für 75 Personen Sitzplätze bietet. Dennoch haben sich oft mannes in dem leeren, nur mit Alkoholgasen angefüllten Raum und eine Anzahl Kommissare. Schließlich beruhigt sich stundenlang zu gleicher Beit über 100 Personen in der Lesehalle Tonnen hinab zu befördern und in Unkenntniß über die GeMüller- Fulda auf grund der gegebenen Auskünfte. Die Sigung aufgehalten, unter diesen Umständen eng gedrängt und zum fährlichkeit dieser Gase haben sie dann in dem dunkeln Raum, wird bei Kapitel 40 vertagt. theil gezwungen, in stehender Haltung zu verharren. Ter ber nur mit einer Deffnung versehen war, höchstwahrscheinlich Eifer, mit welchem felbft in diefer wenig angenehmen Situation ihre Aetherlampe anzünden wollen. Damit derartigen Unglücks Dem Abgeordnetenhause ist die Uebersicht der von der bie Lektüre betrieben wurde, beweist am deutlichsten, wie sehr fällen für die Zukunft vorgebeugt werde, wird es für nothwendig Staatsregierung gefaßten Entschließungen auf An ein Bedürfniß für die Errichtung von öffentlichen Lesehallen in gehalten, daß die Bassins mit elektrischem Licht versehen werden träge und Resolutionen des Hauses aus der Berlin vorhanden ist. Es gilt, diesen ersten Versuch zu einer und daß man an ihnen zum leichteren Abzug der Gase mehr Tagung 1894 zugegangen. Danach ist der Antrag auf Vorlegung ständigen Einrichtung zu machen, das Bestehen der einen Lese- Deffnungen anbringt. statistischer Mittheilungen über die Ergebnisse balle auf die Dauer zu sichern und die Möglichkeit zu schaffen, Wahrscheinlich ein Afrikaforscher", der seine Auss des Wahlverfahrens bezüglich der Wahlen zum Abgeordnetenhaufe und der Gemeindewahlen berücksichtigt worden. daß in allen Stadtgegenden derartige Juftitute errichtet werden. rüftung fomplettiren wollte, hat am Sonnabend Abend aus der Die gewünschte Statistik wird im statistischen Bureau her Die Sittlichkeitsheuchelei wird nächstens im te ichs Bibliothek der Lefeballe am Spittelmarkt den Band Afrika" gestellt und dem Landtage vorgelegt werden. Aus Anlaß tagsbaufe eine Orgie feiern. Es wird nämlich gemeldet, von Sievers Allg. Weltkunde" mitgehen heißen. Mit einer einer Resolution über die Umzugskosten der Staats: daß in der letzten Sigung der Reichstagsbau- Kommission die Beharrlichkeit, die in Erstaunen setzt, werden bort fortgesetzt Diebs beamten in dem neuen Ge- fähle au Büchern und Zeitungen verübt, ohne daß es gelingt, wird mitgetheilt: zwischen den betheiligten vielfach aufdringlichen Nuditäten" Ressorts ist eine Verständigung darüber herbeigeführt, daß den bäude zur Sprache gekommen sind und daß beschlossen wurde, die häter abzufaffen, troßdem eine Belohnung" bis zu 20. jenigen Regierungsbaumeistern, die zur Deckung des dauernden die schlimmste" derselben, die Justitia auf dem Stuhl des für jeden einzelnen Fall dafür in Aussicht gestellt ist. Bedarfs an Anwärtern für den höheren technischen Dienst er- Präsidenten furzerhand entfernen zu laffen. Wahrscheinlich Eine Schießprügelei, in der der Revolver zwar nur die forderlich sind, Umzugskosten in demselben Umfange wie den wird die Göttin der Gerechtigkeit in ihrer nackten Größe der Rolle eines Knallbonbons spielte, fand am Montag zwischen den Assessoren zu gewähren sein werden. Ein entsprechender Gesez- rechten Seite des Hauses böses Mißbehagen verursachen; peinlich Edelsten und Besten Rittmeister a. D. v. Roße, einem Vetter des entwurf wird vorbereitet. Auf eine Resolution, die Pensions- genug mag der Anblick der hehren Gestalt auf dem Pra- Mannes vom Fall Koße und einem Zeremonienmeister und Kammers und Reliktenverhältnisse der an öffentlichen nichtstaatlichen höheren i dentenstuhl den Fünfzehngrosden- Patrioten sein, die herrn Freiherrn von Schrader Fließtori" statt. Als geladene Lehranstalten angestellten Lehrkräfte einheitlich zu regeln, wird durch ihre infamen Rüpeleien in legter Zeit ungestraft die Buschauer bei der Revolver- Hüpelei( sog. Sekundanten) fungirten erwidert: Die Sache wird im Auge behalten. Ob und wann Würde des Hauses herabzusehen gesucht haben. Also nieder mit ein Herr von Brandenstein und Herr von und weßu Hammerstein von der Streuz- Zeitung". Wie früher schon, so hat auch in die gewünschte einheitliche Regelung im vollen Umfange wird der Juftitia und nieder mit der nackten Wahrheit! durchzuführen sein, läßt sich zur Zeit noch nicht übersehen. Für den Umfturzrummel scheint ein gewiffer Theil der dieser neuen Wendung der Affäre das Kleine Journal" cifrig Weiter wird mitgetheilt, daß daß der Erlaß eines Gesetzes Studirenden unserer hiesigen Universität geschäftig zu sein. Im für entsprechende Verbreitung des anfet einend immer noch faftig ober reglementarischer Bestimmungen zur Bekämpfung des Ge: Kastanienwäldchen hinter der Universität befindet sich, wie be- ausströmenden Mißduftes gesorgt. Es versteht sich, daß wir heimmittelunwesens für das Deutsche Reich vom Reichetangler tannt, die akademische Lesehalle, ein Institut, in welchem fere Leser in Rüdsicht auf die gute Sitte nicht reiter mit dem erwogen wird. Eine Anzahl von Petitionen waren der Regie: Beitungen und Beitschriften der verschiedenen Parten ausliegen. eklen Schmutz des" Folles Roze" belästigen, in dem die Kammer rung zur Berücksichtigung überwiesen worden, daß die Vertreter eit ungefährt drei Wochen ist nun regelmäßig die ausliegende fuechte jetzt wieder mit Behagen herumwühlen. Preußens im Bundesrath Anträge auf Erhöhung des Eingangs Nummer des Cozialdemokrat", des Sozialist" und der„ Neuen Bewußtlos und blutübersti ömt wurde am Montag Abend zolls auf ausländisches Gerbmaterial, insbesondere auf Quebracho Welt", furz nach ihrem Erscheinen von der Stange des Beitungs- zwischen 6 und 7 Uhr der Tischler Thiede aus der Prinz Hands holz, ftellen. Die Antwort der Regierung geht dahin, daß die balters bis auf den letzten Fezen muthwillig abgerissen worden. jeryfiraße 13 zu Rigdorf von zwei Schußmännern des 39. Polizeis von den betheiligten Refforts eingeleiteten Grörterungen noch Sollten die betreffenden Herren, die dies zu thun für nüßlich be- Reviers nach der Unfallstation I in der Wilhelmstraße gebracht. nicht zum Abschluß gelangt sind. Gine Petition um ander- finden, etwa glauben, dadurch die sozialdemokratischen Be Thiede war aus einer Droschte herausgefallen und meitige Regelung ber Pensionsverhältnisse der Relikten der worden. Wie die Regierung mittheilt, ist die Erörterung der gehen als geeignet erschienen sein, für den 30 000 Mark- Fonds Elementarlehrer war der Regierung zur Erwägung überwiesen ebungen, welche in einigen Köpfen junger Akademiter Wurzel hatte sich eine schwere Kopfverlegung zugezogen. gefaßt haben, bekämpfen zu können? Oder sollte dieses VorFrage noch nicht abgeschlossen. zur diesjährigen Bismarckfeier Propaganda zu machen? Tokales. Aus dem Reiche des Herrn Thielen. Die Sparsamkeit der Eisenbahn Behörde hat in dem Vorortverkehr zwischen Berlin ( Anhalter Bahnhof) und Groß Lichterfelde einen beredten Aus 49 Heirathsannoncen paradiren wieder in der letzten bruck gefunden. Die Sonntagszüge find wegen ihrer zahlreichen Sonntagsnummer der„ Boff. 3tg." In einer Zeit, wo die bürger- Wagen und wegen des größeren Verkehrs von dem für die Wochenliche Klasse bemüht ist, ihre Anschauungen von Ehe, Familie tags Züge zur Begleitung bestimmten Zugführer nicht zu über und Sittlichkeit gegen jebe Kritik von sozialdemokratischer Seite fehen. Daher werden aus der Zahl derjenigen Beamten, die durch das Gesetz schüßen zu lassen, da lohnt es sich wirklich, noch fonft mit Güterzügen fahren, aber ihren freien Zag haben, W V aufgetaucht. " schüler wird noch gemeldet: Die Gefangenen, welche degradirt Ueber die in Spandau internirten Oberfenerwerker sind und somit in die Reihen der Gemeinen zurücktreten, haben während ihrer Strafzeit eine besondere Kleidung zu tragen und werden mit militärischen Arbeiten an den Festungswerken und dergleichen beschäftigt; bei Arbeiten auße chalb der Festung stehen dieselben unter besonderer Bewachung. Die dagegen nicht degradirten Unteroffiziere behalten ihre bisherige Kleidung auch während der Feftungshaft und werden mit schriftlichen Arbeiten innerhalb des Gefängnisses beschäftigt; eine Beschäftigung außerhalb beffelben ist jedoch unzulässig. Die Ber decken hat. nachdem er aber urtheilten waren ferner weist Rapitulanten. Da nun dem Wie ber§ 124b der Gewerbe Ordnung aus wenn er fte demselben geftoblen hätte. Dagegen wurde eine Truppentheil das Recht zusteht, bei jeder Bestrafung eines gelegt werden tann. Dieser Paragraph giebt bekanntlich Fundunterschlagung für vorliegend erachtet und dieserhalb der Kapitulanten über sechs Wochen die Kapitulation wieder rück- u. a. Arbeitern, die rechtswidrig ohne vorherige Kündigung ent- Angeklagte zu 3 Mark Geldstrafe, event. 1 Tag Gefängniß ver gängig zu machen und im vorliegenden Falle die geringste Strafe laffen wurden, das Recht, als Entschädigung für den Tag des urtheilt. sechs Wochen und einen Tag beträgt, so werden die Ober- Feuer- Vertragsbruchs und für jeden folgenden Tag der vertragsmäßigen weiferschüler nach Verbübung ihrer Strafen einfach entlassen und oder gefeßlichen Arbeitszeit, höchstens aber für eine Woche, den vor der zweiten Straffammer des hiesigen Landgerichts I unter Der bekannte Gummifchlauch- Prozeß, der im Mai v. J. müssen dann einen neuen Lebenslauf wählen. Der Fall aber, Betrag des ortsüblichen Tagelohnes fordern zu dürfen, ohne an daß einer oder der andere aktive Lienstzeit nachzudienen hätte, den Nachweis eines Schadens gebunden zu sein. Der Zimmerer R. Leitung des Landgerichtsdirektors Brausewetter verhandelt wurde, dürfte kaum vorliegen, da zur Ober- Feuerwerkerschule be- war rechtswidrig entlassen worden und hatte eine Entschädigung Verhandlung über die von den Angeklagten eingelegte Revision tanntlich stets nur ältere Unteroffiziere tommandirt werden. für sechs Tage verlangt, indem er sich auf den zitirten Paragraph ist nunmehr Termin vor dem Reichsgericht auf den 26. Februar Ein Diebstahl, durch welchen der davon Betroffene einen fügte; dabei hatte er aber erklärt, nur vier Tage arbeitslos ge- b. J. anberaumt worden. Es wird gegen alle Redakteure, mit empfindlichen Verluft, der Dieb jedoch keinen Nutzen hat, ist auf wesen zu sein. Die Kammer III fprach dem Kläger unter folgen: Ausnahme des durch seine Immunität geschützten Reichstags. einem Pferdebahnwagen der Linie Schönhauser Allee- Rirdori der Begründung eine Entschädigung für nur vier Tage zu. Den Abgeordneten Schmidt, verhandelt werden. verübt worden. Am Sonntag wurde einem Schaffner dieser Nachweis eines Schadens hätte R. nach§ 124b der GewerbeGleiches Recht für alle! Der Oberschlesische Anzeiger" Strecke ein Fahrschein- Block enthaltend 160 Fahrscheine à 20 Bf. Ordnung bezüglich seiner Forderung allerdings nicht er( grüne Farbe) entwendet. Der jezige Inhaber des Blods, bringen brauchen; zugegeben habe, bringt aus Ratibor folgenden bemerkenswerthen Gerichts fall. vier Tage arbeitslos welcher die Scheine absolut nicht verwenden fann, wird gebeten, gewesen au fein, hätte ihm Graf Otto N. in Bladen, Kreis Leobschütz, ist AmtsvorsteherStellvertreter und amtirt als solcher auf seinem Schloffe Bladen. dieselben an die Verwaltung des Pferdebahnhofes Rixdorf einzu- nur für diese Zeit ein Schadenersatz zugebilligt werden können. senden, da sonst dem Schaffner der Werthinhalt der Scheine mit Auf jeden Fall ist das Urtheil lehrreich. Am 11. Mai v. J. wurde ihm die Anzeige gemacht, daß die 32 M. bei der menschenfreundlichen Pferdebahn- Gesellschaft zu Bartwich in Arbeit getreten, nach einigen Stunden aber wieder Weinhold daraufhin vorladen, doch sie erschien nicht, worauf er Der Steinträger B. war auf einem Bau des Maurermeisters Häuslerfrau Weinhold Gerste abgesichelt habe. Er ließ Frau entlassen worden. Da er mit dem Polier, welcher Hartwich sie selbst nach seiner Amtsstube brachte. Dort angekommen, verSelbstmord hat in einer Bade- Anstalt ein in den mittleren vertrat, feine Vereinbarung auf Ausschluß der Kündigung geweigerte Frau Weinhold, die, wie erwiesen wurde, unschuldig Jahren stehender Mann verübt. Im Dianabade" erschien am Montag Nachmittag ein vornehm aussehender Herr, dem die troffen hatte, flagte er beim Gewerbegericht. Er beanspruchte war, jede weitere Auskunft unter der Angabe, daß fie die Gerste die übliche Entschädigung für 14 Tage. Einen Einwand des nicht abgesichelt habe, Graf N., der fie firre machen" und Zelle 1( Wannenbad) angewiesen wurde. Als er nicht wieder Beklagten beantwortete der Kläger damit, daß er allerdings beim zu einem Geständniß bringen wollte, sperrte sie darauf zum Vorschein kam, und ein Wärter sich nach seinem Gast um- Antritt der Arbeit der Meinung gewesen sei, nur für eine in die Kohlenkammer des Schlosses ein, Wo fte von fehen wollte, fand er den Fremden, der sich in der Zelle auf: Woche etwa Beschäftigung zu haben, da der Bau soweit vor- 12 Uhr mittags bis 4 Uhr nachmittags gefangen getnüpft hatte, als Leiche vor. Die Persönlichkeit hat sich nicht geschritten war. Daraufhin und unter Berücksichtigung der Aus- gehalten wurde Als die Köchin der Gräfin der Frau gleich feststellen lassen. Aus der äußeren Erscheinung glaubt fage des Poliers, daß die Steinträger ungefähr noch eine Woche durch das Fenster der Kohlenkammer etwas Brot reichen wollte, man, auf einen dem Kaufmannsstande angehörenden Mann nach des Klägers Abgang zu thun gehabt hätten, wurde B. der verbot ihr dieß der Graf unter dem Hinweise, daß er die Frau schließen zu dürfen. ihm entgangene Verdienst dieser einen Woche zuerkannt und seine bald entlassen würde. Um 41/4 Uhr wurde Frau Weinhold nach Mehrforderung zurückgewiesen. einer nochmaligen Vernehmung entlaffen. Graf N. hatte sich infolge dessen am 17. Januar vor dem Landgericht in Ratibor wegen Freiheitsberaubung zu verantworten. Der geschilderte Sachverhalt wurde durch die Beweisaufnahme erwiesen, auch gab Graf N. in der Verhandlung ausdrücklich zu, daß ihm der $ 118 der Strafprozeßordnung, der von der vorläufigen Fest nahme handelt, bekannt sei. Die Handlungsweise stellte sich als ein Vergehen im Amte nach§ 341 des Strafgesetzbuchs dar und war nach§ 239 mit mindestens drei Monaten Gefängniß zu be ftrafen, welche vom Staatsanwalt auch beantragt wurde. Der Gerichtshof erkannte jedoch auf Freisprechung, da nach der Angabe des Angeklagten, der sich hierzu berechtigt glaubte, der strafs rechtliche Dolus fehlte. Der Bericht des Oberschlesischen Anzeigers" läßt nichts darüber verlauten, ob die Ratiborer Staatsanwaltschaft gegen das freisprechende Urtheil das Rechtss mittel der Revision einlegen werde. Erhängt hat sich aus unbekannten Motiven der Fuhrherr Gollnow in der Bartelstraße. Auf dem Güterbahnhof der Berlin- Lehrter Eisenbahn entstand in der gestrigen Nacht ein Brand, durch welchen eine Wächterbude zum größten Theil vernichtet wurde. Es brannte beim Eintreffen der Feuerwehr auch bereits ein Theil des angrenzenden Holzplages; doch wurde das Feuer bald mittels eines Rohres zum Stehen gebracht. In der Straffache gegen einen unbekannten Droschkentutscher ist am Montag die Leiche des Arbeiters Rudolf Silfe aus der Potsdamerstraße 77 a beschlagnahmt worden. Silfe ift angeblich am 18. d. M. in der Leipzigerstraße überfahren worden und an den Folgen am Sonntag in seiner Wohnung gestorben. Durch seinen eigenen Wagen überfahren und schwer verlegt wurde gestern Morgen der Kutscher Hermann Kindel in der Yorkstraße. In bewußtlosem Zustande wurde er von Passanten nach der neu begründeten Unfallstation in der Yorkstraße 44 gebracht. Daselbst wurde festgestellt, daß er einen schweren Bruch des Oberschenkels erlitten habe. Da der Zustand als sehr bedenklich erachtet wurde, wurde der Verunglückte mittels Krantenwagens nach dem städtischen Krankenhause Am Urban übergeführt. Aus gekränktem Ehrgefühl erfchoffen hat sich gestern Nachmittag gegen 5 Uhr, wie aus Spandau gemeldet wird, der Arbeiter Köhler aus der Jagowstraße 11 in seiner Wohnung. Er stand in dem Verdachte, einen Diebstahl begangen zu haben und sah die ihm bevorstehenden Berwickelungen mit der Polizei voraus. Aus diesem Grunde griff er zum Revolver und entzog fich den Weiterungen durch einen wohlgezielten Schuß. Zu dem Sturz aus dem Fenster, von dem wir gestern berichteten, wird uns von Herrn Tischlermeister Zimmermann, Oderbergerstr. 20, mitgetheilt, daß er nicht mit dem von uns in dieser Angelegenheit genannten Tischler gleichen Namens identisch sei. Arbeiterrifiko. Auf dem Bau Weidenweg 19 ist am Dienstag Vormittag 91/2 Uhr der Klempner Hermann Utendorfer vom Dach fünf Stock boch herabgefallen. Der Verunglückte wurde in schwer verletztem Zustande nach seiner Münchebergerfiraße 1 belegenen Wohnung gebracht. Wie in den meisten derartigen Fällen, so wird auch dies Unglück dem Mangel genügender Schußvorrichtungen zugeschrieben. Polizeibericht. Am 21. d. M. wurden mittags ein Fuhrherr in seiner Wohnung in der Bartelstraße, und nachmittags ein unbekannter Mann in der Belle einer Badeanstalt erhängt vorgefunden. Am Rottbuser Ufer wurde nachmittags die Leiche einer Frau im Landwehrkanal angeschwemmt. Abends wurde vor dem Zirkus Schumann ein Arbeitsbursche von einem anderen Burschen, welcher mit einer Teschingpistole spielte, durch einen Streifschuß am Halse verlegt. Witterungsübersicht vom 22. Januar 1895. Stationen. Swinemünde Hamburg Berlin Wiesbaden. München Wien Barometer stand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke MNM MSM 751 754 754 NW 758 M 753 750 S . 746 N 756 . NNM NW M Haparanda Betersburg Cort. Aberdin. Paris 766 761 (-1) 3432542 1432 etter heiter wolkenlos wolkig wolkenlos Schnee bedeckt wolkenlos halb bedeckt wolkig wolfenlos Temperatur ( nach Gelfing Auch eine Handlung, die gegen die Gefeße verstößt." Gegen eine Lohnentschädigungsflage des Hausdieners R. wandte der Gastwirth Kolb ein, R. babe sich in seiner Abwesenheit von dem Hausdiener M. zwei Zigarren aus seinen, des Beklagten, Vorräthen geben lassen, ohne sie zu bezahlen. Be: flagter hält das für einen Betrug, welcher ibn zur Entlassung des Klägers berechtigte. Dieser hingegen beftritt energisch, die Absicht gehabt zu haben, die Zigarren nicht zu bezahlen, er hätte fich dieselben von seinem Kollegen nur leibweise geben laffen. Die Entlassung sei der Ausführung seines Vorhabens, die Bigarren am anderen Tage zu bezahlen, zuvorgekommen. Die Stammer VI unter dem Vorsitz des Assessors Leo wies R. mit seiner Forderung ab, weil er seinen Mitarbeiter zu einer Handlung verleitet habe, die gegen die Gesetze verstoße. Der Hausdiener M. habe sich eben dadurch eine Unterschlagung zu schulden fommen lassen, daß er dem Kläger Zigarren des Beklagten leihweise überließ, wenigstens liege darin objektiv eine Unterschlagung. Gine solche verstoße aber gegen die Geseze, und nach § 123 Nummer 7 könnten Arbeiter ohne vorherige Auffündigung entlassen werden, wenn sie u. a. ihre Mitarbeiter zu Handlu gen verleiten oder zu verleiten suchen, welche wider die Gefeße d guten Sitten verstoßen. " Das Reichsgericht verwarf am Dienstag die Revision des Maurers Thiede, welcher am 8. Dezember 1894 vom Schwurgericht zu Berlin wegen Sittlichkeitsverbrechens zu acht Jahren Buchthaus und zehn Jahren Ehrverlust verurtheilt worden war. Soziale Ueberlicht. ber: Ein Staatsanwalt ton bente. Gegen den Schlägers meister Löhmann wurden drei Wochen Gefängniß beBürgerliche Freiheit. Die Vereinigung antragt, weil er bei einer Reisi... der Si..dtbah ige abgefaßt roßindustriellen hat unter Herrn v. Stumm's Leitung wurde, mit einer veralteten Fahrtante weiter Klaffe diese folgenden Beschluß gefaßt:" Naumann's Blatt" Die Hilfe" ist Wagenklasse bent au babe: Löhman: hatte eine Fahrkarte nach ihren beiden Probenummern als ein sozialdemokratisches dritter Klaffe gelöst und wollte auch in die richtige Wagenklaffe Blait anzusehen, und es haben gegen dasselbe die Bestimmungen, einsteigen. In demselben Augenblicke riefen ihm zwei Kollegen, die 1876 gegen die Sozialdemokratie vereinbart worden sind, in welche zweiter Klaffe fuhren, zu, schnell bei ihnen Platz zu kraft zu treten, wenn eine größere Verbreitung des Blattes nachs nehmen, sie hätten für ihn eine richtige Fahrkarte. Diese hatte gewiefen wird, d. h. es werden alle Arbeiter entlassen, die„ Die der Echlächtermeister Belling vor acht Tagen benutzt und in der Hilfe" lesen, oder eine Wirthschaft besuchen, wo sie aufliegt." Tasche behalten, da sie ihm nicht abgefordert war. Bei der Re: Das gebt selbst dem konservativen Volt" zu weit, es bemerkt vision zeigte nun Meister Löhmann die geliehene Fahrkarte, aber bazu, daß es in Rußland auch nicht schlimmer sein könne. der Bugrevisor bemerkte sofort, daß diefelbe schon eine Woche Und damit dürfte„ Das Volt" recht haben. früher durchlocht war. Die 188. Abtheilung Amtsgericht I nahm versuchten Betrug an und ließ es bei 10 M. Straje bewenden. Immerhin eine unverhältnißmäßige Strafe für ein garnicht beabsichtigtes Vergehen. Ein sozialwissenschaftlicher Kongreß soll Mitte April in Halle a. G. abgehalten werden. Für die Vortragskurse ist folgendes Programm aufgestellt: 1. Die Theorie des modernen Sozialismus( Prof. Dr. Stammler). 2. Die Arbeiterschutz- GesetzBom Wirken der Sittenpolizet. Wegen verlermierischer gebung( Geb. R. Prof. Dr. Löning). 3. Die Handwerkerfrage Beleidigung von Polizeibeamten hatte sich gestern der Restaurateur( Geh. R. Prof. Dr. Conrad). 4. Die sozialen Aufgaben in der August a ger vor der 181. Abtheilung des Schöffengerichts zu Arbeiterfrage( Prof. Dr. Diehl). 5. Beobachtungen und Ers verantworten. Er war Jubaber des Café Anhalt, einem Lokal fabrungen aus dem Arbeiterleben( mehrere Industrielle haben sich mit Damenbedienung, Seit Einführung der neuen Verordnung dazu bereit erklärt, darunter Dr. v. Lippmann und Dr. Mohs). mit bezug auf derartige Lokale ist Hager vielfach wegen Ueber- 6. Armenpflege( Prof. Dr. Loofs). 7. Arbeiterorganisationen tretungen derselben bestraft worden. Er ist der Ansicht,( Pastor Dr. Lorenz). = daß cie Polizei es besonders darauf abgesehen habe, eine Hand- Es giebt keinen Nothstand. Nach dem Nachweise des habe zu finden, um gegen ihn vorzugehen und ihm die Konzession Wiener Asyls für Obdachlose wurden im Jahre 1894 nicht zu entziehen. Dieser Ansicht verlieh er auch Ausdruck in einer weniger als 97 994 Personen beherbergt. Fast hunderttausend. Rechtfertigungsschrift, die er beim Ober Verwaltungs- Menschen also hatten im palastreichen Wien teinen Unterstand. gericht einreichte, als das Verfahren wegen Konzessions. Davon waren 76 766 Männer, 16 894 Frauen und 4384 Kinder, entziehung gegen ihn schwebte. Er behauptete darin, Alles nur, weil die Sozialdemokratie die Familie zerstört. daß das Polizeipräsidium zu verwerflichen Mitteln Ein Streik von Grundbesitzern. In Odense in Däne gegriffen habe, um bie in seinem Lokale bedienenden Sellnerinnen zu Uebertretungen au veranlassen, indem Beamte beauftragt worden seien, bei ihm als Gäste zu erscheinen und die Kellnerinnen zu verleiten, an ihrem Tische Platz zu nehmen. Der Staatsanwalt -8 hielt den angetretenen Wahrheitsbeweis für mißlungen, er bean tragte gegen den Angeklagten eine Gefängnißstrafe von vier Wochen. Der Gerichtshof hielt nicht für erwiesen, daß der An-2 geflagte wider besseres Wissen die Behauptungen aufgestellt hatte, sondern verurtheilte ihn nur wegen ein5 facher Beleidigung zu 100 m. Geldstrafe. 490564 50.40 R.) <-16 212 Eine eigenthümliche Diebstahlssache beschäftigte dieser 2 Tage das Rixdorfer Schöffengericht. Angeflagt war der Schrift: fegerlehrling Karl Gustav Schmidt, eine Damen- Uhrkette im Werthe von 9 Mark entwendet zu haben. Der Angeflagte vers tehrte häufig bei einem Uhrmacher Pasewald. Eines Tages war dem legteren nun eine Uhrfette abhanden gekommen, die ihm von einer Frau Webermeister Dietrich zur Reparatur übergeben war. Bald darauf trug Schmidt eine Kette, die nach der Ansicht des Pasewald der versa wundenen merkwürdig ähnelte. Einige Tage später traf der Sohn der Frau Dietrich mit dem Angeklagten zu sammen, fab die Kette und bezeichnete dieselbe sofort als Gigen ihum seiner Mutter. Infolge Drohung mit der Polizei gab Echmidt die Kette heraus mit dem Bemerken, Frau Dietrich Wetter- Prognose für Mittwoch, 23. Jaunar 1895. Biemlich faltes, zeitweise heiteres, vorherrschend wolliges Better mit leichten Schneefällen und mäßigen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Bettung. Aber mak haben die Gutsbesitzer und die Bauern, welche Zuckerrüben bauen, einen Verband gegründet, der ihre Interessen gegenüber der Attiengesellschaft Länische Zuckerfabriken" wahr nehmen soll. Dieser Verein hat der Aktiengesellschaft ein ultimatum gestellt; wenn dasselbe nicht angenommen wird, würden sie aufhören, Zuckerrüben zu bauen, d. b. also, die Zuckerrübenbauer wollen streiken. Auch auf den Inseln Lolland- Falster und Moen herrscht lebhafte Bewegung in diesem Kulturzweig. Die Zuckerfabriken ihrerseits drohen dagegen mit einer Einstellung des Betriebes, wenn ihre neuen Kontraktsbedingungen nicht angenommen werden. Es war vor 20 Jahren, als der Zuckerrübenbau in Dänemark Eingang fand, überall entstanden riesige Fabriken, die mit den umwohnenden Landwirthen fefte Kontrakte abschlossen, daß sie unter Kontrolle der Fabriken so und so viel von ihrem Lande mit Zuckerrüben bebauen müßten, daß sie bestimmte Sorten an zubauen hätten. Der freie Privatbetrieb, das Grundprinzip der fapitalistischen Produktion, war damit eigentlich schon damals aufgegeben, aber anfänglich war die materielle Ausbeute eine so bedeutende, daß man gern darauf verzichtete. In den ersten zehn Jahren ging es glänzend, die Fabriken wie die Landwirthe waren zufrieden und nach den ausgebeuteten Arbeitern fragte niemand. Dann vermehrte sich die Konkurrenz, die Zuckerpreise sanken- und die Streitigkeiten über die alten Verträge begannen. Die Gewerbegericht. Geschäftsführer in Reftaumöge diefelbe in Ruhe prüfen. Frau D. Aktiengesellschaften wollten neue günstigere Verträge erreichen und bie rationsbetrieben, welche die Funktionen eines die Auf- erkannte in der Kette ihre verschwundene und so wurde Landwirthe erklärten, darauf nicht eingehen zu können. Sie Schmidt ficht führenden Oberfeliners ausüben, achtet die Kammer VI allgemein angenommen, habe dieselbe dem bildeten sofort Organisationen zur Wahrnehmung ihrer Inter Betriebsbeamten, Weifmeistern, Technifern und ähnlichen An- Pafewald entwendet. Dies wurde von dem Angeklagten in der essen und so entstand die jetzige Lage. Auf einer am legten gefiellten gleich, auf welche die SS 188 a bis 188e der Gewerbes Vorunterfud ung sowohl, wie in der Hauptverhandlung ents Sonntag stattgefundenen Vereinbarungs Versammlung des Auss Did: ung Anwendung fint en. Ein derartiger Geschäftsführer, schieden in Abrede gestellt. Die Kette babe er in folgender Weise schusses haben aber die Fabriken in den Hauptsachen ihre Benamens Müller, beanspruchte von dem Restaurateur Hildebrandt erlangt: Er habe sich in einem Geschäft am Kottbuser Damm dingungen durchgefeßt, weil die Vertreter der Tyener Zuckers sein Gehalt für einen Monat, welche Forderung der Beklagte zu einen Arzug gefauit, der jedoch einiger Aenderungen bedurfte rübenbauer nicht fest genug zusammenbielten. Um derartiges in erfüllen ablebute, weil der Kläger frant gewesen und schon zu und zu diesem Zweck von dem Verkäufer einem Echneidermeiner Zukunft zu verhindern, soll nun ein gesammter Fachverein der Beginn des Monats entlassen worden sei. Ter Vertreter des Garbe in der Forsterstraße zu Berlin übergeben wurde. Als Rübenbauer begründet werden. Ob übrigens die Rübenbauer Klägers bestritt, taß dieser überhaupt entlassen wurde, das Gericht Ed, midt von legtgenanntem den Anzug erhielt, habe er die frag die Vereinbarungen des Ausschusses anerkennen werden, bleibt nahm aber die Entlassung auf grund der Beweiserhebung als liche Kette in der Westentasche gefunden. Er habe die Kette für noch abzuwarten. erwiesen an. Nach§ 133c Nr. 4 der Gewerbe- Ordnung fönnen werthlos gehalten und geglaubt, daß dieselbe eine Zugabe bilden nur Wertmeister, Betriebsbeamte 2c. entlassen werden, wenn fie iolle, obwohl der Karabiner zerbrochen war. In der anhaltende Krankheit durch eine all der Berrichtung That befuntete nun der als Zeuge vernommene Schneider, daß eine fremde Kette werden; bleibt aber Gewerkschaftliches. ihrer Dientech in die vertragsmäßigen Leiflungen bes bate, die aus einem der zu reparirenden Anzüge herausgefallen Die Kollegen aus den Malereien vorbezeichneter Branchen werben Arbeitgebers für die Dauer von sechs Wochen, wenn die Ver- fein mußte. Er babe die Kette in den ersten besten Anzug ge- hiermit aufgefordert, in die Donnerstag, den 24. Januar bei hinderung die Folge unverschuldeten Unglüds war. Diese ficcft, wie sich später herausstellte, in den des Schmidt. Er Streit, Naunynstraße 86, stattfindende Kommissionsfißung Ver Boraussetzungen waren im Falle Müller wider Hildebrandt er glaube, daß die vorgelegte Kette mit der von ihm gefundenen trauensmänner zu entfenden. Dieselben haben auch die in letter füllt, weshalb denn auch der Anspruch des ersteren gerichtlich identisch fei, damals nur blind gewesen und ihm daher werthlos Beit ausgegebenen statistischen Fragebogen mitzubringen. Anfang anerkannt wurde. Es wurden ihm 63,50 M. zugebilligt, da von erschienen fei. Somit mußte die Sache nicht für aufgeklärt ers präzise 9 Uhr. Um möglichst pünktliches Erscheinen von seiten 120 M., dem Monatsgehalt, eine Abschlagszahlung von 25 M. achtet und Schmidt bezüglich bes Diebstahls freigesprochen der Kommissionsmitglieder sowie der Vertrauensmänner wird und außerdem 31,50 M. in Abzug zu bringen waren, welche werden. Namentlich konnte der Gerichtshof sich nicht denken, gebeten. Summe die Strantentasje während des fraglichen Monats dem daß der Angeklagte die Steckheit beseffen haben würde, die Kette F. d. Ortsverein d. Porzellan- und verw. Arbeiter. Karl Hubl, Kläger gezahlt hatte. bei den ferneren Besuchen bei Basewald frei und offen zu tragen, 2010s Staligerfte, 125 v. IV, D, Die streifenden Schneider der Werkstätte von Weber in Magdeburg versuchten mit dem Arbeitgeber zu unterhandeln, wurden von diesem aber kurz abgewiesen. Achtung, Seiler! In der Hänfnerei von Gebrüder Haas in Straßburg i. E. ist wegen einer Lohntürzung von 30 pCt. ein Streit ausgebrochen. In Speyer find mehrere Verbandsmitglieder der Verwaltungsstelle des Verbandes der Seiler und Reepschläger gemaßregelt worden. Der Vorstand des Seilerverbandes ersucht dringend, den Zuzug nach den genannten Orten fernzuhalten. Das Schiffsunglück auf dem Mississippi. Aus Louisville wird depeschirt: Auf dem gescheiterten Dampfer" State of Missouri" find nur 6 Personen ertrunken. Die Differenzen in der Belozipedfabrik von Hillmann, was sie zur Haussuchung veranlaßt, worauf der Polizei- und setzte dann die Jagd fort. Ob die Angeschoffene am Leben Herbert u. Langer in Muggenhof- Nürnberg sind am tommiffarius Stadie erklärte, er suche nach Schriften( ob bleiben wird, weiß man nicht. Sonntag beglichen worden. Die Direktion erklärte sich bereit, nach politischen, wurde mir nicht gesagt). Auf meine Das Sigen in den Schulen ist längft als gesundheitsdie Fabrikordnung in 14 Tagen im Verein mit der Arbeiter weitere Frage, wer die Haussuchung veranlaßt habe, wurde mir schädlich erkannt worden; wie denn überhaupt die sigende Kommission zu ändern, wenn am Montag die Arbeit um 7 Uhr nicht gleich, aber allmälig die Antwort, daß der Polizeichef Lebensweise" notorisch die Ursache vieler Krankheiten ist. morgens pünktlich wieder aufgenommen wird. Die Direktion Witsch el den Auftrag dazu ertheilt habe. Noch vor meinem Bis zu einem gewissen Grade läßt sich dem Uebel sehr leicht ficherte außerdem zu, daß keinerlei Maßregelung stattfindet. Die Erscheinen in der Wohnung hatte einer der Polizisten ein Kästchen, dadurch abhelfen, daß die sitzende Stellung in eine ste hende Streifenden erklärten sich mit dieser Abmachung mit allen gegen welches eine Korallentette, eine Uhr zc. enthielt, meiner Frau verwandelt wird. Ein Leipziger Lehrer schlägt vor, daß drei Stimmen einverstanden. zurüdgereicht. Ein Quittungsbuch, in welchem über bezahlte in den Schulen zwischen sigender und stehender Miethe quittirt war, hielt meine Frau gleichzeitig mit dem vorher Stellung abgewechselt werde. Und wir fügen diesem ver erwähnten Kästchen in der Hand und wollte beide Sachen, also nünftigen Rath den weiteren hinzu: möge jeder, der nicht auch das Quittungsbuch, als nichts bedeutend beiseite legen, förperlich daran gehindert ist, sich zum Schreiben ein Steb. fragte aber vorher:" Das kann ich wohl auch weglegen", pult anschaffen. Tausend Leiden wird dadurch vorgebeugt worauf der Polizeikommissarius Stadie, wahrscheinlich ver- werden. muthend, daß meine Frau etwas Verdächtiges beseitigen wolle, unter anderem sagte, er habe das Recht, sie tiebeln zu lassen.( Wie soll man dieses Wort in bezug auf die Haussuchung einer Frau gegenüber auffassen oder welche Bedeutung demselben beilegen?)- Die wohl länger als eine Stunde dauernde gründliche Haussuchung ergab nun selbstverständlich nichts, was mich in Verlegenheit hätte bringen fönnen, weil ich mich noch niemals als politischer Agitatorum einen solchen sollte es sich vermuthlich hier handeln gerirte, wohl aber, wo die Gelegenheit geboten war, freisinnige, tonservative und zuweilen auch sozialistische Versammlungen be fucht habe. Daß ich das letztere verbrochen habe, mag mir wohl die heutige Haussuchung eingebracht haben. Ob ich ein artellträger sei, das war die letzte Frage des Polizeikommissarius Stadie, die er an mich richtete und unter Mitnahme eines harmlosen Flugblattes, eines ebensolchen die Politik gar nicht berührenden Zirkulars, sowie eines gedruckten Buches wissenschaftlichen Inhalts Latte die Haussuchung ihr Ende erpfändet werden. reicht. Getränkt, wie ich mich durch den Vorfall fühlte, begab ich mich sofort auf die Staatsanwaltschaft, um zu erfahren, ob gegen mich Denunziationen vorliegen und ob dieselbe die Haussuchung bei mir verfügt hätte. Dieses war nicht der Fall, und wurde ich seitens des Herrn Staatsanwalts an Herrn ber- Bürgermeister Thesing ver wiesen; letterer erklärte mir auch in liebenswürdiger Weise, daß er von einer gegen mich vorliegenden Untersuchung, sowie von einer Verfügung, auf welche sich eine Haussuchung bei mir stüßt, nichts wiffe. Ob hier eine Verlegung des§ 339 des Straf gesetzbuches," Mißbrauch der Amtsgewalt", und des§ 98 V der Strafprozeßordnung vorliegt, wird die meinerseits beantragte Untersuchung ergeben." Die Lage in Brooklyn wird immer ernster. Die streifenben Straßenbahnbeamten, so meldet der offiziöse Telegraph, zer trümmerten einige Wagen und es tam mehrfach zu Zusammen. stößen zwischen ihnen und der bewaffneten Macht. Dabei wurden eine große Zahl Männer, Frauen und Kinder zu Boden gerissen, einige wurden durch Bajonettstiche verwundet, auch mehrere Soldaten erlitten Verlegungen. Vor den Zugängen zu den Stallungen wurden Kanonen aufgefahren. Die Bevölkerung begünstigt die Streifenden und liefert ihnen Geld und Lebensmittel. Gegen Abend wandte sich die Menge wiederum gegen einen Wagen; eine Truppenabtheilung gab Feuer; die Zahl der Todten und Verwundeten ist noch nicht bekannt. Dermischtes. Eines gar gestrengen Polizeichefs hat sich die ostpreußische Stadt Tilsit zu erfreuen. Dieser Herr muß eine wunderliche Meinung von dem Umfang seiner Amtsbefugnisse haben oder glauben, daß das Umsturzgesetz bereits vom Reichstag und Bundesrath angenommen sei. Wir geben unseren Lesern ein Pröbchen von der Wirksamkeit dieses pflichttreuen Beamten, indem wir einem Tilsiter Bürger das Wort ertheilen, der übrigens, wie wir bemerken wollen, nicht Sozialdemokrat und noch viel weniger Anarchist, Dynamitard u. s. w. ist. Der betreffende Mann, Maschinenmeister Ernst Metz, schildert sein Erlebniß folgendermaßen: " Heute am 17. Januar 1895- früh, etwa um 84 Uhr, wurde mir durch meine Frau die Nachricht, daß 4 Polizisten ( Schreibe vier Polizisten) in meine Wohnung gekommen wären, um daselbst Haussuchung zu halten. Sofort begab ich mich aus dem Geschäft in meine Wohnung und fand hier die 4 Polizisten in der eifrigsten Arbeit beim Durchsuchen meiner Sachen. Meine Frau weinte, und händeringend empfing mich dieselbe mit den Worten: Was hast Du verbrochen?" Ich selbst stand erst eine Weile sprachlos vor Ueberraschung, fragte später die Polizisten, Für den Juhalt der Juferate übermimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 23. Januar. Opernhaus. Symphonie der Königlichen Kapelle. Schauspielhaus. Halali. Die stille Wache. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Böse Zungen. Leffing- Theater. Die wilde Jagd. Neues Theater. Demi- Monde. Residenz- Theater. Fernand's GheTontraft. Theater Unter den Linden. Der Brobekuß. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Fledermaus. Schiller- Theater. Hagar's Sohn. Bellealliance- Theater. Mein junger Mann. Central- Theater. O! diese Berliner. Adolph Ernst- Theater. Ein fideles Korps. Alexanderplatz Theater. Das Privatlogis. Die Direktrice. National- Theater. Die Braut von Messina. Reichshallentheater. SpezialitätenBorstellung. American- Theater. SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Spezialitätens Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Mittwody, 23. Januar, abends 8 Uhr: Sagar's Sohn. Sind das auch Kämpfer für Ordnung, Religion und Sitte? Aus Ernstrade, einem Gut in est preußen, wird uns folgender Vorfall gemeldet: Bei einer am 19. Januar abgehaltenen Jagd hat der Hauptmann Bedelsdorf ein Mädchen angeschossen. Die Unglückliche lag den ganzen Tag über mit zwei Echrotkörnern im Kopf besinnungslos danieder; ein Arzt fonnte erst für den nächsten Tag zur Stelle geschafft werden. Auch wurden in der Jagdgesellschaft Stimmen laut, daß es mit der Unglücklichen wohl nicht so schlimm stehe. Man drückte ihr schließlich die Geldsumme von 1,50 M. in die Hand National- Theater. = Große Frankfurterstraße 132. Bolts Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. V Gastspiel der fgl. Hofschauspielerin Julia Behre, des Hrn. Carl Wesselsky vom Stadt Theater in Hamburg und des Herrn Ernst Eppstein vom StadtTheater in Würzburg: Die Braut von Messina. Trauerspiel in 5 Atten von Friedrich von Schiller. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 62 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Donnerstag und Freitag, auf vielfeitigen Wunsch: Undine, die Fürstin der Wellen. Sonnabend: Volts Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen: Maria Stuart. Adolph Ernst- Theater Auftreten der Grotesktänzerin Miss Rose Batchelor vom Prince of Wales- Theater in London. Zum 29. Male: Ein fideles Corps. Große Gesangspoffe mit Tanz. Nach dem englischen A Gaiety Girl" von Jonas Sidney, frei bearbeitet von Eduard Jacobson und Jean Kren. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Infolge des großen AnDrangs bleibt die Kaffe von Vormittags 10 Uhr ununterbrochen geöffnet. Feen- Valaft Burgstr. 22, neben der Börse. Täglich Donnerstag, den 24. Januar, abends Gr. Spezialität.- Vorstellung 8 Uhr: Hagar's Sohn. Freitag, 25. Januar, abends 8 Uhr: Zum ersten Male: Der zerbrochene Krug, Lustspiel in 1 Att von Hein rich Kleist. Frauenkampf, Lustspiel in 3 Atten von Scribe. Sonnabend den 26. Januar, abends 8 Uhr: Der zerbrochene Krug. Franenkampf. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Der Veilchenfreer. Abends 8 Uhr: Bring Friedrich von Homburg. Central- Theater Alte Jakobstraße Nr. 30. Emil Thomas a. G. Josefine Dora. Anna Bäckers. Zum 142. Male: O, diese Berliner! Große Posse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Julius Freund. Musfit von Julius Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen: O, diese Berliner! Auftreten von 20 Künstlern allerersten Ranges. Entree 30 Pf. Anfang Wochen. Bi.tags 71,2 Uhr. Concert 6 Uhr, Sonntags: Borstellung 7 ühr. Der ca. 5000 Personen fassende Saal steht den pp. Vereinen und Gewerkschaften zu Festlichkeiten zur Verfügung. Auch können an allen Tagen bis 3 Uhr nachmittags Versammlungen gehalten werden. ab= Die Direction. Unter den Linden 21. Ben en- Jeden Sonntag Nachmittag Orientalische Ali- zu halb. Preisen. Zauber und Bey's Täglich Wunder. Anfang 18 Uhr. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Passage- Panopticum. Neu! Neu! I. Prof. Frdr. Schwinge's Wandernde Lichtbilder. II. Das Lied von der Glocke in 15 lebenden Bildern mit transparentem Hintergrund. Musik von Romberg. Der Meister: Rob. Biberti vom Kgl. Opernhaus in Berlin. Parodie- Theater Oranien- Straße 52( am Morigpl.). S Die Weber. Borher: Im Fluge durch die Welt. Tannhäuser. Anfang 1/28 Uhr. Briefkasten der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Barn anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. A. 1. Machen Sie einen schriftlichen Vertrag und lassen Sie ihn stempeln. C. F. 10. Ja. Ech. J. 124. Kommen Sie in unsere Sprechstunde. 72 R. G. Ihre Fragen sind nicht verständlich ausgedrückt. 21. R. 18. Ja. 2. K. Kommen Sie in unsere Sprechstunde. M. B. 87. Die nothwendigsten Sachen dürfen nicht ges W. B. Um was für einen Verein handelt es sich? E. G. Kommen Sie in unsere Sprechstunde. A. N. 1000. Nein. Alter Abonnent dort. Wenden Sie sich an die InvaliditätsAnstalt, Klosterstr. 41. G. G. 100. Ja. G. K. Eine derartige Wette ist rechtlich unverbindlich. N. 51. Kommen Sie in unsere Sprechstunde. R. S. 79. 1. Machen Sie sofort den Eigenthümern Mits theilung von der Pfändung. Zu 2 und 3 ist der Sachverhalt genau anzugeben. Abonnement, Fürbringerstraße. Wenn es sich um ein eheliches Kind handelt, nein. M. W. Die Herrschaft ist zur Fürsorge für franke Dienstboten nur verpflichtet, wenn dieselben keine Verwandten in der Nähe haben, die sich ihrer anzunehmen vermögend und nach den Gesetzen schuldig sind. stunde. 2. p. 100, 2. E. 100. Kommen Sie in unsere Sprech A. B. 40. Der Antrag ist an den Justizminister zu richten. 3. T. 82. Machen Sie Ansprüche auf Bewilligung der Unfallrente. Thüringen 75. Legen Sie den Sachverhalt noch einmal dar. Castan's Panoptikum. Danksagung. Allen denen, die meinem lieben Mann Noch nie dagewesen! die letzte Ehre erwiesen, sage ich meinen innigsten Dant. 23086 Die Riesen des dunkeln Erdtheils: Die trauernde Wwe.Jonas nebstKindern. Die Dinka, 40 Männer, Frauen u. Kinder. Sargmagazin u. Beer: digungstomtoir, Das scheckige Mädchen Marietta. Schuhmacher, Swinemünderstr. 140. Weihnachts- Ausstellung Achtung! Achtung! Kaufmann's Variété. Große öffentliche Volksversammlung am Donnerstag, d. 24. Jan., Abends 8 Uhr, bei Gründel, Brunnenstr. 188. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zu dem von der Zentrumsfraktion eingebrachten GesezNaucke ist da! utwurf betreffs Ginschränkung, bes deshalb täglich ausverkauft. Keine Reklame, Thatsache! Haben Sie Nauche als Pauline vom Ballet gesehen? Nein! Da haben Sie überhaupt noch nichts gesehen, denn es ist die unbeA befchreiblich komischfte Nummer, die ich je gefehen habe! M Haufir- und Wandergewerbes. Referent Reichstags Abgeordneter Robert Schmidt. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 22906 NB. Sämmtliche Händler, Hausirer, Marktreisende, Straßen- und Lokalhändler sind zu dieser Versammlung der wichtigen Tagesordnung wegen eingeladen. Genossen, Kollegen und Kolleginnen, erscheint Mann für Mann. Der Vertrauensmann der Händler R. Sas, Hirtenstr. 20. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Vorkost Geschäft verkaufe wegen Uebernahme andern Unternehmens sof. Marfiliusstr. Circus Renz Außerdem 16 Glanz- Men. Waridusher. 11. Carlstrasse. Danksagung! Mittwoch, den 23. Januar, abends 71/2 Uhr: Große brill. Vorstellung. Tjo Ni En.( Beim Jahreswechsel in Pefing.) Neue Musik- Einlagen. der Beerdigung meines unvergeßlichen Für die so reiche Betheiligung bei Außerdem: Agat, arab. Vollblut Friedrich Hahn " 23076 Wittive Sophie Hahn, Jahnstr. 3. Schimmelhengst, als Feuerpferd dreff. Mannes, des Schantwirths u. vorgeführt vom Direktor Fr. Renz. Concurrenz- Schule, ger. v. d. Damen sage allen lieben Verwandten und Frl. Wally Renz u. Frau Renz- Stark Freunden, auch dem Verein Gemein in Husaren- Uniform, m. d. Schulpferden fchaft", insbesondere Herrn Prediger Cromwell u. Maestoso u. den Steigern Beierhoffer für die Trostesworte am Alep u. Solon. Auftreten der Herren Sarge des Entschlafenen, hiermit meinen Vasilesku u. Banola am 3fachen Rect. aufrichtigsten Dant. Doppel- Voltige der Herrn Fassio und Gustav. Grand Pas de deux serieux zu Pferde v. Miß Rose u. Mr. Frankoni. Auftreten des Herrn Gustav Hüttemann( als Gast) mit seinem Schulpferde Cincinatus. Die excentrischen Klowns Gebr. Villard 2c. 2c. Morgen, Donnerstag: Tjo Ni En. Herr G. Hüttemann( als Gaft). Fr. Renz, Rommissionsrath. Nur noch kurze Beit! Circus G. Schumann. Friedrich Karl- Ufer. Texas Jack's American Prairie Life- Show. Täglich abends 7 Uhr: Große Vorstellung. Ringkampf 2305b KinderWagen, Krankenwagen Korbwaaren, Holzwaaren, größtes Lager Berlins, Theilzahlung gestattet, Musteroucher gratis, empfiehlt A. W. Schulz, Brunnenstr. 145 Ede Rheinsbergerstr.), Hauptgeschäft Brunnenstrasse 95, vis- à- vis Humboldthain. Teleph.- A. 3. Nr. 1767. Gr. Volksversammlung zum Besten der Arbeiter- Bildungsschule am Mittwoch, den 23. Januar, abends 82 Uhr, in Keller's großem Festsaal, Koppenstr. 29( an der Frankfurterstraße). Zages Ordnung: = 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Wilh. Liebknecht über: Die Freiheit der Wissenschaft. 2. Discussion. Zutritt hat jedermann. Um starke Betheiligung aller Genossen und Freunde der freien Wissenschaft wird ersucht. Der Einberufer. zwischen dem Meisterschaftsringer der 561 Welt Herrn Ernest Roeber und dem Raufm. O: Laue, hier. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 19. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. Mittwoch, den 23. Januar 1895. 12. Jahrg. durch ein mich ehrendes Mißtrauensvotum beider Kammern be- die Sozialdemokraten den Gegenantrag auf Verstaatlichung der seitigt worden. Ich bin solchen Gerüchten gegenüber sehr fühl, Landwirthschaft einbringen. Ist es recht durch solche unerfüllund möchte Ihnen nur wünschen, daß Sie meinem Beispiele baren Hoffnungen das Land aufzuregen? Damit fördern folgen und diese Krisennachrichten an sich ablaufen ließen, wie Sie nur die Sozialdemokratie. Graf Caprivi 4. Sigung vom 22. Januar, 11 Uhr. Regentropfen am Regenmantel. Die Sache hat aber ihre ernste aing, er fiel dem Ansturm der Agrarier zum Am Ministertische: Fürst Hohenlohe, v. Marschall, und bedauerliche Seite. Der Zeitungsleser hat nicht den Gleich- Opfer, trotzdem er die Mehrheit seiner Kollegen hinter sich Bosse, Miquel, Thieleu, von Hammerstein, muth, der mir eigen ist, sondern er glaubt den Gerüchten, und hatte. Die Minister müssen solchen Dingen gegenüber Stellung von Köller, Schönstedt. daraus entsteht nun Unzufriedenheit, Unruhe und Pessimismus. nehmen.( Widerspruch rechts.) Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der ersten Be- Lassen Sie mich mit der Hoffnung und dem Wunsche schließen, Finanzminister Miquel: Wenn der Antrag Kanit eingebracht rathung des Staatsbaushalts- Gtats für 1895-96. daß diese Gerüchte endlich ihr Ende finden, und daß es uns ver- werden sollte, dann wird die Reichsregierung dazu Stellung nehmen. Abg. Bachem( 3.): Eine große allgemeine Verbesserung gönnt sei, unsere Arbeit ruhig und ohne Störung zu vollenden, Die Frage der Konvertirung habe ich absichtlich nicht erörtert, unserer Steuerverhältnisse ist eingetreten, eine gerechtere Ver- zum Wohle des Vaterlandes.( Beifall rechts.) weil nichts dabei herauskommt. Die Frage, ob der jetzige Bins theilung hat stattgefunden, aber nicht eine Steuererleichterung, Abg. v. Schalicha( 3.): Die Steuerreform ist allerdings fuß dauernd ist oder auf vorübergehenden Ursachen beruht, ist nicht eine Entlastung des ganzen Voltes, ein Schritt zur Besserung, aber nicht überall wird sie mit Genug noch nicht zu überstehen. Allerdings meine ich, daß sondern nur eine Entlastung einer Anthuung begrüßt, namentlich die Vermögenssteuer, deren Ein- eine Konversion selbst auf 3 pCt. unter gewissen Vorzahl einzelner bat stattgefunden. Aufgeschäßung manche Unbequemlichkeiten mit sich bringt, so daß man aussetzungen in diefem Augenblick gelingen würde, aber fallen ist mir in der Rede des Finanzministers, daß er beinahe sagen fann, es wirkt wie Brandschatzung.( Heiterkeit.) diese Frage ist nicht eine rein fistalische.( Zustimmung.) wiederum stark betont hat, daß die Gemeinden ihre Bedürfnisse Man sollte bei der Einschätzung Rücksicht nehmen auf die Objekte, Also die Staatsregierung hat zu dieser Frage noch keine hauptsächlich aus Realsteuern decken sollen. Unsere An- welche sich in ihrem Werthe vermindern: die Eisenwerke, deren Stellung genommen, also auch ich nicht.( Heiterkeit.) ficht ist das nicht gewesen. Unsere Ansicht ging dahin, Hochöfen infolge des russischen Handelsvertrages nach und nach Es wird von der fünftigen Entwickelung abhängen, was wir den städtischen und ländlichen Grundbesitz möglichst zu ausgeblasen worden, die Baumwollenspinnereien, die im Ver- demnächst thun werden.( Heiterkeit.) Herr Rickert und Herr entlasten.( Zustimmung im Zentrum.) Redner verweist scheiden sind, und die Landgüter, deren Erträge von Tag zu Tag Bachem halten jede Anspannung der direkten Steuern für gerecht, namentlich auf den Westen; bei 200 pet. Einkommensteuer sinken, so daß bei den Domänen die Pachtgelder sich ständig ver- jede Erhöhung der indirekten Steuern für ungerecht. Ich und 50 pCt. Kirchensteuer stellt sich die Besteuerung von 10000 m. mindern. Wenn man die 31 Millionen Hektar land- und forst- bedauere, daß Herr Bachem, der in dieser Beziehung, wenn Einkommen beim Beamten auf 6,5 pet., beim Privatmann auf wirthschaftlich benutten Landes auf 600 M. für den Hektar schätzt auch nicht mehr Autorität, so doch mehr Gewicht hat als Herr 10,5 pet., beim Gewerbetreibenden auf 14,7 pCt., beim schulden- und den Rückgang des Ertrages nur auf die Hälfte anschlägt, so Rickert( Heiterkeit), diese alte Theorie vertritt. 97 pet. Der freien Grundbesitz auf 21,3 pct.( Hört! im Zentrum.) Bei dem hat eine Entwerthung um 9 Milliarden stattgefunden. Als ich im Steuerzahler haben ein Einkommen unter 6000 Mart, also bis zur Hälfte verschuldeten Grundbesitz auf 30,9 pCt. des Eine vorigen Jahre den Verlust des Nationalvermögens auf 15-20 pet. gerade den Mittelstand würden neue direkte Steuern am meisten tommens. Dieses Verhältniß zeigt, daß eine Alenderung er- fchäßte, bezeichnete Herr von Zedlik das als zu pessimistisch. treffen. Beim Tabak haben wir jetzt die ungerechteste Steuerfolgen muß. Vielleicht ist er jetzt anderer Meinung. Ich glaube, der Verlust form nach Gewicht bei einer Differenz von 1000 Bigarren für Für die Steuerreform war übrigens für uns beträgt jetzt schon 25 pCt.( 3uruf Rickert's: Woher wissen Sie 50 M. und 1000 Bigarren für 1000 M. Wir müssen den kleinen die Vorbedingung eine Wahlreform. Graf Eulen- das?) Ich sehe mit offenen Augen in die Bücher und behalte Tabakbauern Luft machen und Beschäftigung geben.( Buftimmung burg hat dieselbe zugesagt, und das Versprechen ist nunmehr die Augen auch offen, wenn ich nicht mehr in die Bücher sehe. rechts.) Herr Rickert meint, das Reich werde auch in Zukunft auf den Herrn v. Köller übergegangen. Er sollte schleunigst das Andere Leute aber schließen die Augen, wenn sie aus den seine Finanzen selbst balanciren können. Ich will abwarten, feierliche Versprechen erfüllen und uns möglichst bald die statistische Büchern heraussehen, oder betrachten alles durch die Gold- wie weit die Zukunft geht und wie lange noch die fünft Erhebung über diese Frage vorlegen, die das Haus verlangt hat. währungs- Brille. Man hat gesagt, es handelt sich nicht um liche Erhöhung der Einnahmen im Reichsetat gelingen wird. ( Zustimmung im Zentrum.) einen Verlust an Werthen, sondern nur um eine Verschiebung. Herr Graf Limburg beschwert sich über die Einschätzung zur ErDem Appell des Finanzministers an das Haus in Wenn einem das Fell über die Ohren gezogen wird, so ist gänzungssteuer. Nach den Instruktionen muß jedes Gut im bezug auf die Reichs- Steuerreform werden wir das auch eine Verschiebung( Große Heiterkeit); aber fein Mensch ganzen und nicht in seinen einzelnen Theilen geschätzt werden. nicht folgen. Wir halten es nicht für richtig, wird sich damit trösten. Die 3proz. Konsols haben bald den Pari- Wir werden das Gesetz loyal anwenden, ich bin der letzte, der hier einen Druck auf den Reichstag auszuüben. turs erreicht, so daß man an eine Konversion denken muß. es übertrieben gegen die Landwirthschaft anwenden möchte. Warten wir doch ab, ob nicht auch unsere Budgetkommission das Gegen die Nothlage der Landwirthschaft kann nur Die Mehrheit des Hauses wird sich überzeugen, daß der jetzige Kunststück fertig bringt, das Defizit weg zu bringen. Das wäre der Getreide zoll helfen, wenn die Landwirthe die schwere Finanzzustand nicht dauern darf, sonst wird die Heilung sehr wünschenswerth; denn jede weitere Steuerbelastung ist im Beit bis 1904 noch durchleben. Drückend ist nicht blos das immer schwieriger. Nach den Mehrausgaben im Reich muß gegenwärtigen Augenblicke eine große Ungerechtigkeit. Begrei lich Sinken der Preise, sondern auch die sozialpolitische Belastung dieses die neue indirekte Lurussteuer für den Tabak einif das Defizit für die preußischen Verhältniffe jedenfalls nicht her and with müffen, ist das Defizit für die preußischen Verhältnisse jedenfalls nicht. der Landwirthe, die für die Wittwen und führen. Die Einzelstaaten haben auf die Mehrüberweisungen Wir tilgen von unseren Eisenbahn- Schulden einen erheblichen Waisen der Arbeiter sorgen müssen, ihre verzichtet, weil wir aus der Noth eine Tugend machen mußten. Betrag und außerdem sind für die Beschaffungen neuer Betriebs- leigenen Wittwen und Waisen aber Waisen aber nicht allerdings sind wir entschlossen, wenn im Reich nichts gebeffert mittel 9 Millionen Mark in das Ordinarium eingestellt, was versorgen tönnen. Die Erhöhung der Beamtengehälter wird, mit eigener Kraft in Preußen Wandel zu schaffen. Dann unseren Wünschen und einem Beschlusse des Hauses entspricht. war ein Ausfluß der Milliardenzeit; heute ist ist nicht ist das schwere Uebel der Stockung des Finanzwesens im Reich Auch andere Posten sind noch im Etat vorhanden, welche eine die Zeit zu solchen Dingen. Es ist die unterwerthige zwar für uns überwunden, aber es bleibt ein schwerer Schaden Vermögensverbesserung darstellen. Deshalb ist das Defizit un- Valuta, welche ein Sinten der Preise mit sich bringt. für das gesammte Reich, und unter diesem Schaden werden wir bedenklich. Zur Deckung deffelben will Herr v. Zedlig die Ein- Schnell helfen fann nur der Antrag Raniz( Aha! links), doch mit leiden müssen.( Beifall rechts.) tommen unter 900 m. wieder besteuern. Dagegen müssen wir um den fünülichen Druck, der auf der Landwirthschaft lastet, zu Abg. v. Erffa( t.): Erfreulich ist, daß man die Viehzucht entschiedenen Widerspruch erheben.( Bustimmung im Zentrum.) beseitigen. Dieser Druck hat angefangen mit Währung und seinen schüßen will gegen die ausländischen Seuchen; man sollte aber Herr v. Zedlih wollte auch wohl nur auf die Stimmung des Reichstags Kulminationspunkt in der Aera Caprivi erreicht. Es handelt auch im Innern die Viehprodukte schützen, z. B. die Butter gegen einwirken; aber derartige Mittel sind nicht geeignet, Eindruck zu sich nicht um einen Bruch des Handelsvertrages, nicht um ein die Margarine. Zu den Abhilfemitteln gegen die Noth der Landmachen. Dem Vorschlage, die Einkommen unter 900 M. heranzuziehen, politisch bedenkliches Monopol wie das Tabatsmonopol. Die wirthschaft gehört auch die Börsenreform in dem Sinne, daß der fönnte leicht der andere Vorschlag entgegengestellt werden, die Handelsverträge gestatten auch die Einführung eines solchen Terminhandel in fiftiven Waaren verhindert wird. Das BörsenEinkommen über 10 000 M. au belaften. Ich will diesen Bor- Monopols und wenn wir den Russen, Rumänen und Defter- register findet auffallend starken Widerstand; die beiden Männer, schlag heute nicht machen, aber wenn der andere Vorschlag reichern sagen, daß wir unsern Getreidebedarf nur bei ihnen die den Muth hatten dafür einzutreten, sind aus dem häufiger wiederholt wird, dann wird der Vorschlag kommen. decken werden, werden sie sehr froh sein. Redner wendet sich vorstande der Börse herausballotirt worden.( Heiterkeit.) Ein anderer Weg zur Deckung des Defizits wäre die Konvertirung an die Minister und fordert sie zu energischem Eingreifen auf Ferner muß der Zuckerindustrie geholfen werden durch Prämien, der 4 pet. Konsols. Die Regierung fürchtet wahrscheinlich die Er schließt mit den Worten: Minister werden ist eine große da die anderen Staaten ihre Prämien nicht beseitigt haben. Beunrubigung des Kapitals, das allerdings einer solchen Maß- Ehre, Minister bleiben machmal nicht.( Heiterfeit.) Daher und infolge des Aufgebens der Materialsteuer rühren die regel den größten Widerstand entgegensezen wird. Die 3 pt. Abg. Rickert( dfr. Vgg.): Ich halte es nicht für patriotisch abnorm niedrigen Rübenpreise. Die Prämien müssen nicht allein Konsols werden jetzt sehr bevorzugt und es wird jetzt bald der unser Land als ein verarmendes darzustellen. Wir stehen jeder verlängert, sondern auch erhöht werden; außerdem sollte man Zeitpunkt kommen, wo sie auf pari stehen. Wenn wir fonvertiren, Regierung gleich gegenüber. Wie wir den Grafen Caprivi auf die Zuckerfabrikation kontingentiren, zu der sich jetzt bei der würden wir volle 40 Millionen sparen und zwar würden das heftigste bekämpften wegen des Volksschulgesetzes und ihn schlechten Rentabilität der anderen landwirthschaftlichen Branchen durch die Konversion hauptsächlich die stärkeren Schultern auf das eifrigfte unterstützten in seiner Handelsvertragspolitik, so alles drängt. Aber schnell muß etwas geschehen, ehe es zu spät getroffen. Denn die Konversionen sind meist in den Händen werden wir auch mit seinem Nachfolger verfahren. Wir werden wird. Wenn man in Amerika unseren Zucker schlecht behandelt, so wohlhabender Leute, freilich auch vielfach in den Händen von In- jeden Ministerpräsidenten bekämpfen, der das Schulgeset wieder sollte man mit Repraffalien vorgehen, denn Amerika braucht stituten, Stiftungen u. f. w., welche im Interesse der armen Leute ausleben ließe. Hoffentlich liegt das noch sehr fern. uns mehr als wir es gebrauchen. In bezug auf den Antrag arbeiten. Redner spricht seine Befriedigung aus über die Neuregelung Der Etat stellt sich etwas besser dar als der frühere, weil im Ranih stehe ich auf dem Standpunkt meiner Freunde.( Rufe: der Gerichtskosten für die freiwillige Gerichtsbarkeit; dieselbe bringe Reiche die Einnahmen vom Reichstage erhöht find. Die Zoll- Jetzt.) Sozialistisches findet sich in dem Antrag nicht; die Sozial eine erhebliche Befferung, aber fie genüge noch nicht, die Justiz einnahmen werden wahrscheinlich den höchsten Stand von 1892 demofraten stimmen dagegen wie gegen jedes Monopol. Ein verwaltung sollte hierbei noch etwas weitergehen; namentlich diesmal überholen. Die Mitverantwortlichkeit der Boltsvertretung Staatsmonopol ist mir lieber als das private Börsenmonopol, fönnten die großen Objekte noch etwas mehr belastet werden, für die Beschaffung der Steuern erkennen wir an, aber welches der Freisiun allerdings schützt.( Beifall rechts.) Selbst wenn als vorgeschlagen: Bei 1000 M. betrug die Gebühr 5 pCt., wir wollen feine indirekten Steuern bewilligen, nach ein Tropfen sozialistischen Dels an dem Monopol tleben sollte, so bet 100 000. 0,40,00, bei 1 000 000. 0,130/ 00. Das dem seit 1879 über 400 Millionen bewilligt find. wäre das nicht schlimm. Wenn die Reichsmaschine den Dienst ifted feine Gerechtigkeit. Redner empfiehlt ferner der Früher haben die Einzelstaaten ohne Murren an das Reich ge- versagt, dann wäre es Aufgabe der Reichsregierung, die Zustände Budgetkommission, eine genaue Untersuchung anzustellen, zahlt, jezt verlangt man leberweisungen. Ich hätte es von zu beseitigen, welche hinderlich sind. In dem Bestreben, einen ob die verfügbar werdenden Rentmeister und Eisenbahn Herrn Miquel, meinem ehemaligen Fraktionsgenossen, niemals solchen Weg zu finden und zu suchen, werden die Konservativen beamten auch gerecht behandelt seien. Das Zentrum sei erwartet, daß er sich dem Reichstage gegenüber auf einen Einzel- jeder Zeit hinter der Reichsregierung stehen.( Ruf links: Soll nicht geneigt, den Ausgaben für die Landwirthschaft zu wider: landtag stüßen würde. Bezüglich der Kommunalsteuer- Reform das der Staatsstreich sein? Beifall rechts.) sprechen. Es seien allerdings in diesem Etat einige Mehr fann es nicht so schnell vorwärts gehen, denn der Wandel ist zu Nach persönlichen Bemerkungen der Abgg. von Zedlik ausgaben enthalten, aber sie entsprechen immer noch nicht dem, stark, daß die Gemeinden ihre Bedürfnisse auf Realsteuern basiren und B a chem wird nach 4 Uhr die weitere Debatte bis mitt. was für Handel und Industrie ausgegeben worden ist.( Beifall sollen. Der städtische Grundbesitz verdient dieselbe Rücksicht wie woch 11 Uhr vertagt. rechts.) Hoffentlich ändert sich jetzt das Verhältniß, da für der ländliche. Die Unterstützung des Baues von Kleinbahnen die Landwirthschaft mehr ausgegeben wird, ist Eache des Staates, der bisher die Entwickelung der als für die Industrie. Den Ausführungen über die selben gehindert hat. Ich bedauere aber, daß die Unterstüßung von Kleinbahnen könnte ich zustimmen, wenn Tarijreform stockt, daß der Finanzminister nicht immer von den östlichen Provinzen allein gesprochen hindert. Man muß allerdings mit einem gewissen Berichtigung. In dem in Nr. 18, zweite Beilage, er Haben denn die östlichen Provinzen Muth hineingehen in eine solche Reform. Für Futter- und allein einen Anspruch auf die Gelder des Düngemittel follten die Tarife jedenfalls ermäßigt werden. Schienenen Referat über meinen in der Arbeiter- Bildungsschule ganzen Landes? Wir haben im Westen auch Bedauerlich ist es, daß in dieser Zeit die Schule Preußens mit gehaltenen Vortrag: Die Frau in der Gegenwart" heißt es: leiden unter Der Nothlage Landwirthschaft. so erbärmlichen Summen abgespeist wird. Wir konnten nach dem Verlangen der Diskussionsredner, die sozialdemokratische Für die Katholiken sind nur 6800 M. mehr, für die Evangelischen den Reden des Kultusministers für diese Session auf ein Lehrer Frauenbewegung zu unterstüßen, da jeder Sozialdemokrat eo ipso aber 302 000 M. mehr als früher in dem Etat enthalten, im Dotationsgesetz rechnen; es soll noch nicht kommen. Wenn für Vertheidiger der Frauenrechte sei, wolle sie( die Rednerin) nach Extraordinarium für fatholische Zwecke 199 000 m. mehr, für die Schule 20 Millionen gebraucht werden, ich bin bereit, einen verständniß. Ich babe in meinem Schlußworte vielmehr gesagt, Kräften nachkommen". Dieser Sah beruht auf einem Mißevangelische Zwecke 2 139 000 m.( Hört! im Zentrum). Müffen Buschlag zur Einkommensteuer zu bewilligen.( Seiterkeit.) Denn verständniß. Ich babe in meinem Schlußworte vielmehr gesagt, solche Dinge nicht die Verbitterung der Katholiken wachrufen? Preußen hat seine Stelle an der Spitze der Schulentwickelung daß ich nach Kräften dafür wirken wolle, daß die Vertreterinnen Die Zahl der protestantischen Beamten ist sehr groß; die der verloren, feine Schulen sind überfüllt, die Lehrer zu niedrig beder bürgerlichen Frauenbewegung die sozialdemokratische Frauenfatholischen sehr gering. Ist es da nicht begreiflich, daß wir zu foldet. Ich genire mich auch nicht, die Konvertirung der bewegung kennen und ohne Vorurtheil beurtheilen lernen. turz fommen? Daher ergiebt sich immer wieder die Nothwendig Konsols zu empfehlen, denn bei dem Rückgang des Binsfußes feit, eine fatholische Abtheilung zu schaffen.( Hört, hört! bei ten fann man den Kapitalisten nicht eine Liebesgabe von 35 Millionen Der Frauen und Mädchen- Bildungsverein( Filiale Nationalliberalen.) Wenn seine Majestät an seine schenken. Nord) hielt am 16. Januar eine Wanderversammlung in Katholiken appelliren muß, was Gott noch recht Die Schwierigkeiten, in denen viele Landwirthe sich befinden, Schneider's Salon, Belforterstraße ab. Das Referat hatte Gelange fernhalten möge, so wird dieser Appell nicht erkenne ich an; aber daß die Landwirthschaft dem Tode verfallen noffe Baumann übernommen, der in recht interessanter Weise ungehört verhallen, wie er 1848 nicht verhallt sei, ist nicht wahr. Was soll man im Auslande denken über über: Die Frau des Proletariats und die Damen der Bour tft.( Zustimmung im Zentrum.) das Sturmlaufen gegen die Verträge durch den Antrag Kanik. geoisie" sprach. In der Diskussion gaben die Ausführungen Ministerpräsident Fürst Hohenlohe: Der Abg. Richter hat Wie stellen sich denn die Minister zu dem Antrage? Er eines Herrn Bernstein, der sich berufen fühlte, die Frauen den Mangel an Solidarität im Ministerium bedauert. Der Herr blicken sie darin eine Verlegung der Handelsverträge? Bringt der Bourgeoisie gegen die Angriffe des Referenten in Schuh zu Vizepräsident des Staatsministeriums hat bereits gestern darauf denn das keine Gefahr mit sich bezüglich Rußlands, wenn tag- nehmen, zu einer lebhaften Auseinandersehung Anlaß. Nach der geantwortet. Ich habe darauf nur zu antworten, daß seiner täglich die größte Partei des Abgeordnetenhauses den Antrag Aufnahme neuer Mitglieder erfolgte der Schluß der Ver Zeit bei den Besprechungen innerhalb des Ministeriums feine Kanig fordert, der zweifellos ein Bruch des Handelsvertrages sammlung. Meinungsverschiedenheiten bestanden und auch seitdem glaube ist? Können wir uns wundern, wenn die Russen ihrerseits In einer Versammlung derselben Vereinigung, die am ich nicht, daß die Regierung Anlaß zu der Annahme gegeben den Vertrag so auslegen, so auslegen, daß unsere Erwerbsfreise ge: 17. Januar bei Krause, Wilmersdorferstraße tagte, referirte Frau hat, daß Meinungsverschiedenheiten in ihrem Schooße bestehen. Schädigt werden? Es liegt im Staatsinteresse, daß die Regierung Scholz über das Thema:" Die Bedeutung der Frau in der Allerdings können ja in einem Kollegium nicht alle Mitglieder der im Reich und in Preußen schnell zu dem Antrag eine flare heutigen Gesellschaft". Der Vortrag fand in der Versammlung felben Ansicht sein, aber ich bin bemüht, in den Berathungen des Stellung einnimmt. Sind denn die Konservativen im Reichstag allseitige Buitimmung. Staatsministeriums die Meinungsverschiedenheiten auszugleichen für den Antrag eingetreten?( Graf Limburg: Gewiß sind Eine weitere Versammlung der Filiale Moabit tagte am und wenn wir mit Beschlüssen an die Oeffentlichkeit treten, so wir eingetreten! Ja, Sie sind über allen Zweifel erhaben, Sie 13. Januar. Auf der Tagesordnung fand ein Referat der Frau sind wir einig. find aber nicht die Konservativen. 45 haben für den Antrag Kanit Scholz über das Thema„ Die Kinder des Volkes". Die Der Reichskanzler erörtert das Entstehen der Gerüchte über geftimmt, davon waren 35 Konservative, 26 haben aber treffende Schilderung der Vortragenden über die Ausbeutung der Ministertrifen und fährt dann fort: Mir stehen auf diesem Ge- gefehlt. Aber im Lande machen Sie Stimmung für den Kinderarbeit, fanden einen lebhaften Beifall in der Versammlung. biete zahlreiche Erfahrungen zu Gebote; zunächst in meiner Antrag durch die Agitation des Bundes der Landwirthe. An der Diskussion betheiligten sich mehrere Redner im Sinne Eigenschaft als bayerischer Ministerpräsident. Ich bin damals| Wenn der Antrag Raniß im Reichstage wiederkehrt, dann werden des Referats. würde. zu fie ver: Versammlungen. Lily von Gizydki. = Ritterfraße 123. parterre. 1 1 Gefelliger Schafstopftlub Spar Agnes, Krautfir. 36 bei Infinger. Charlottenburg. Eine öffentliche Versammlung, welche der Unterrichtsfächern werden neue Theilheilnehmer, Tamen und Herren, jeder Verein Alpenrose, Brigerstraße 22 bei Graf. Privattheater- Gesellschaft Wahlverein Teltow- Beeskow am 21. Januar in Trisetau's Beit aufgenommen. Sele- und Diskutirklubs. Mittwody. Johann Jacoby, bei Frig omelia, Pücklerstr. 2 bet Müller.( Außerdem alle 14 Tage SonnSalon, Sophie- Charlottenstr. 94, abhielt, war, wohl infolge des Liette, Echwedterfiraße 38. Gesundbrunnen, Abends 8% Uhr, bei tags.) Bergnügungsverein Amor 2, Prinzen- Allee 10 bei Bergemann. Gleichheit, Abends 8% Uhr bei Stramm, Geselliger Verein Freundschaft, Bimmerftr. 89 bet Engel. überaus schlechten Wetters an jenem Abend, nur mäßig besucht. Saferland, Bellermannſtr. 87. -Seine, Rirdorf Abends 8% Uhr, Prinz- Handjeryfir. 60, Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch. ArbeiterNach dem beifällig entgegengenommenen Vortrage des Genossen Einigkeit, Abends 8½ Uhr bei Zeige, Triftstr. 1.- Theater Gesang- Verein Hoffnung, Friedrichsberg. Uebungsstunde Abends Privat- Theater= Joh. Sassenbach- Berlin über„ Die Inquisition", an den und Leseklub Morgenroth, Abends 9 Uhr, im Restaur. Diete, Lothringer: 9 Uhr, Restaurant D. Schulze, Friedrich Kariftraße 34. gesellschaft e imathiuft, 9 Uhr Sigung t. Vereinslot. b. Lange, Stromftr. 28 fich eine Debatte nicht anschloß, gelangte der Protest gegen die Straße 67. Wahl unseres Genossen Görte im zweiten Kommunal- Wahl- Neumann, Basewalterstr. 3. Alle Menderungen im Vereinstalender sind zu Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsitzender Adolf Privat- Theater- Gesellschaft Philharmonie, Sigung mit Damen, Abends 9 Uhr, Zeughofftraße 8 bei Behlendorf. Aufnahme neuer Mitglieder. bezirk zur Erörterung. Wie der Vorsitzende Scharrnberg richten an Fried. Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Mittwody. Uebungs Theaterverein unitum, jeden Mittwoch Abends 9 Uhr bei Ruppin, Stedesfreiheit 1, Blumenstraße Nr. 49: Sigung mit Damen. Berliner Zurn= mittheilte, stützte sich der Protest einiger Anhänger bürgerlicher funde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Norddeutsche Schleife, Schönleinstr. 6 genossenschaft. Die 3. Männer Abtheilung turnt jeden Mittwoch Andreasstr. 26, bei Wilte. Touristenverein Parteien dem übrigens die Charlottenburger Gemeindebehörden bei Karb. Unverzagt 1, Manteuffelsiraße 9 bei Nowack. Freya I, und Sonnabend Abend von 9-11 Uhr, Chorinerstr. 74. sofort stattgaben und die Wahl annullirten auf folgende( Gemischter Chor), Rosenthalerstr. 57 bei Wernau. Lorbeertranz 1, Freiheit Mittwoch, Abends sx Uhr, Bersammlung bei Wuttke, Blumenftr. 54. Unter uns, bet Geselliger Verein Sigung 8 Uhr Fischer, drei Punkte: 1. habe sich die Wahlhandlung bis 9 Uhr Lichtenbergersirake 21 bei Seife.-ilaritas, Hochstr. 32.- Deutfche Musikdilettanten- Verein Preciosa Abends 8% Uhr bet 2. sollen ausgedehnt; nach 8 Uhr noch Eiche 1, Gr. Frankfurterstr. 133 bei Gold.- Echo 1, Pantow, Wollant Beuffelstr. 66. Personen straße 113 bei Lehmann. Gesangverein Arion III, Rirdorf, Herrmann Geisler, Fenn- und Tegeleritraßen- Ece, nebungsstunde, Aufnahmen. Jeden Mittwoch bei Zutritt zum Wahllokal gefunden haben; und 3. weil und Herrfurthstraßen- Ecke, bei Weiß. Freundesireue( gemisch. Chor), Mufit- Dilettanten- Berein Nordische klänge. Die Wahl in einem Lokal( Bismarckshöhe) stattgefunden Gr. Frankfurterstr. 138 bei Gold. Einigkeit 1( Hutmacher), Neue euter, Swinemünderstraße 45, Uebungsstunde von 8 bis 11 Uhr. hat, welches den Sozialdemokraten zu ihren Versammlungen zur Friedrichfir, 44 bei Röllig.- Allegro, Wrangelstr. 141 bei W. Schmidt. Schwimmverein Nord. Jeden Mittwoch Abend 7 Uhr Admiralgartenbad, Freiheit 1, Bülowstraße 65 bei Nichter. Steinnelte, Pase- Friedrichstraße, Uebungsstunde.- Geselliger Verein Anna Marie, Abends Stattlub Die Verfügung steht.(!!) So wenig stichhaltig diese Gründe" er- walterstraße s bei A. Neumann. Süd- Ost, Falckensteinstr. 7 bei Trittel- 9 Uhr, im Restaurant Roll, Adalbertstraße 21, Sigung. State Freier Lustige 8wölf, im Restaurant Ruhl- Andree, Chortnerstr. 53. Kraftscheinen, so genügten sie doch der liberalen" Stadtverwaltung. wig.iedes lust, Fürstenwalde an der Spree, Schloßtelleret. Männerchor Nord- West( früher Klempner) Moabit, Emdener und flub 50 jeden Mittwoch 8% Uhr Sigung bei Fechner, Wienerftr. 50.Genoffe Goerde berührte all die Machinationen, welche die Sicmensstraßen- Ecke 14.- Kupferschmiede, Weinstraße 11 bei Feind. und Artistenklub„ Eiche". Mittwochs von 9-11 und Sonntags von 11 bis Gegner am Wahltage anwandten, um durchaus den Sieg an ihre Rothe Melte 1, Schöneberg, Golzstr. 43 bei laufe. Appolonia, 1 Uhr, im Restaurant E. Wolter, Schwedterstr. 17. Freiheitsgruß, Gremmenerstr. 1 bei Rauchfluh Grüne Quaste, Mittwoch Abends 9 Uhr, bei Gorn, Kleine Fahne zu hesten. Noch in letzter Stunde vertheilte ein liberales Rosenthalerstr. 57 bei Wernau. Schneeglöckchen 1, Rirdorf, Hermann- und Karlsgarten- Martustr. 10. Rauchklub Granate, Forsterftr. 40 bei Zuguntfe. Mathies. Reichen Romitee" autographirte Schreiben, die vor den Männern des Abends 8 Uhr bet Herrn Brand, ftraßen- Ecke bei Hilpert. Schneeglöck chen 2, Potsdam, Brandenburger Rauchklub Arfona, Orientalischer Rauchtlub, Abends 9 Uhr, Reichen Umsturzes" warnten; troß aller Mühen erlagen sie dennoch einer Kommunikation 16 bei Glaser. Matengruß 3, Friedrichshagen, Rund- bergerstr. 122. Rauchtlub Frisch gewagt, Abends 9 Uhr Majorität von nur 26 Stimmen. Da es den Gegnern faum theil, beigerche.- Unverdrossen, Lindowerstr. 26 beiSachs. Feldblume, bergerstraße 24 bet Tauschte. Bofenerstraße 5. Rauchklub Roochloch, Vorwärts" 7, Admiralstr. 33 im Restaurant Abends 9 Uhr. Rauchklub Messa möglich sein dürfte, bei der am 28. Januar erfolgenden Neu- Lübbenerftr. 30 bei Meyer. Felfenburg, Krautstr. 6 bei Rudolph.- Rütli, bei F. Rockendorf, Friedenau im Kurhaus, Ring- und Rheinstraßen- Ecke. Stat- Klub Treff= wahl mehr Wähler an den Wahltisch zu schleppen, wie am ersten Rummelsburg, Göthe- und Kantstraße Ecke bei Greinert Hoff lina, jeden Mittwoch bei H. Wuttke, Graudenzerstr. 2. Rauchklub Ohne 8wang, WeinFrankfurter- Allee 90 bei D. Babel. Wahltage, und zumal auch die Antisemitisch Konservativen nung 3, Brandenburg a. H., Kontordia", Wilhelmsdorferstraße. " Bum eichenen Stabe" bei straße 28 bei Späth. Rauchklub Die Dampfenden, Langestr. 24 bei diesmal einen eigenen Kandidaten aufstellen, so ist freiheitstlänge 1, Staffschreiberstr. 29, Rauchflub Virginia. Jeden Mittwoch Abend 9 Uhr bet Echöning. Arbeitergesangverein von Briz in Briz, Bürgerftr. 4 Jeratsch. Rauchklub Humoristische Pfeifen der Sieg der Sozialdemokratie bei einiger Kraftanstrengung bei Dorn. Seeger'scher Männerchor, Landsberger Allee 156 bet Schnieber, Admiralstraße 21. Rauchtlub Kottbuser Harmonie, Forsterstr. 22 bei Tilgner.- Glüh: brüder, Mittwoch Abends 9 Uhr bei Salzwedel, Klosterfir. 83. der Genossen so gut wie sicher. Redner ersuchte, die paar Tage Göbel. licht( gent. Chor) Perlebergerstraße 28 bei Hermerschmidt. Maiengruß 2, Sumatra Süd- Ost Abends 8% Uhr bei Müller, Liegnigerstr. 18. noch zur intensivsten Agitation zu benützen. Flugblätter sind bei Charlottenburg, Pestalozzijir. 83 bet A. Gaffe.- Dämmerlicht, Borndorfer Roller'icher Stenographen- Verein" Pionto", Suffitenstr. 9, Restaurant dem Genossen Wernicke, Schankwirth, Krummestraße, zu fraße 17 bei Hoffmann. Edelweiß 2, Potsdam, Brandenburger Stom- Nansch, Abends 8 Uhr, Unterricht und Fortbildung. Heimathtlänge, Stepenick, Rosenstr. 101 haben. Am Sonntag, nachmittags 2 Uhr, findet in Bismarcks- nunifation 16 bei Glaser. bei Troppens. Männer- Gesangverein Geduld, Gesundbrunnen, ButtHöhe" eine öffentliche Wählerversammlung statt, zu der ein her- mannsnaße 17 bei Mohes. Gesangverein Freiheitstlänge II, vorragender Berliner Stadtverordneter bereits das Referat Chorinerfir. 55 bei Hobed. Männer- Gefangverein Pa Ime, Belten in der Männer Gesangverein Georginia, Wiener zugefagt hat. Myrthe, Alte Jakobstr. 68 bet Diefenbach. " Die Wahl erfolgt diesmal in der Turnhalle, Schloßstraße, und im Lokal von Ullbrich, Wilmersdorferstraße, in der Zeit von früh 10 bis abends 8 Uhr. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, ben 23. Januar 1895, abends 8% hr, Zusammenkunft der Schleswig- Holsteiner im Restaurant des Landsmanns Saß, Martgrafenftr. 102. Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 7-8% Uhr: Settüre. 8%-10% Uhr; Nordschule, Müllerstr. 179 a, Nationalökonomie. Süd ost Schule, Waldemarstr. 14: Geschichte( neueste seit 1848). Bei allen Mart, bei Zemlin. Straße 18 bei Liebsch. weiße Rose, Reinidendorf, Residenzftr. 101 bet Malchin. Männer Gesangverein iederlust, Admiralstraße 38 bei Tugauer. Sanges= blüthen, Etralauer Play 10-11 bet Poppe. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( u Mittwoch: fchriften find zu richten an P. Gent, Adalbertstraße 95. Ge Sumoristischer Rauchtlub, Görligerstraße 42 bei Picht. selliger Verein Brüderlich teit Georgentirchstraße Nr. 65 bet Spät. Berein Rhetorit, Naunynfir. 86 bei Zubeil Abends 8½ Uhr. Geselliger Verein Hoffnung, Lebuserstraße Nr. 5 bei Nemig( alle vierzehn Tage). Theaterverein Proletariat, Naunynftr. 83 bei Köhn. Nur 3 Tage! Mittwoch, Donnerstag u. Freitag, den 23.- 25. Januar: Nur 3 Tage! Corsets Stück 90 Pf., 1,25, 2,00-5,00 Mark. Stickerei Battist u. Madapolam. Mtr. 10 Pf., 20 Pf., 40 Pf. bis 2,00 Mark. Stickerei- Röcke Stück 1,50, 2,50, 3,50 bis 5,00 Mk. AusnahmePreise! Achtung! 31 Die Extra- Preise gelten nur für diese 3 Tage. A. Wronkow Oranienstr. 162 zwisch. Moritz- u. Oranienplatz. Filiale: Skalitzerst. 62. 1 91 " Uncle Sam Club" 9 o'clock p. m. Frieboes Restaurant, Münzfir. 17. Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Bwei Buchstaben oder eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Thüringen 75. Versuchen Sie es jedenfalls mit der Be rufung, wenn dieselbe auch keineswegs sicheren Erfolg verspricht, und berufen Sie sich auf Zeugen dafür, daß die Sache so liegt, wie Sie in Ihrem Schreiben angeben. H. K. 30. Legen Sie Beschwerde ein, die Erfolg hat, wenn Sie nachweisen können, daß Sie irgend einen Verlust ers litten haben. Grösste Masken- Garderobe ungen f. 72 Thlr. des Ostens. 1. Gesch.: Gr. Frankfurter straße 20, I, Ecke Koppenstr. 2. Gesch.: Gr. Frankfurter straße 40, Laden. Bereine20pCt. Preisermäß. Bettfedern, v. 50 Bfg. a, Grüner reine Gänsefedern á Pfd. Weg 41, 1 Tr. Frau Glaser. Monatl. 10 M. liefert Charlottenburg, Goethestr. 68. Empfehle den Genossen schöne Woh 2041b Schöneberg, Gustav Freytagst.1. Schöne Wohnungen, 2 Stub., Balkon, reicht. Zubehör, Badebenußung. Eckladen zur Destillation, sofortig. Zuziehen gestattet. 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