Nr.537 39.Jahrgang Ausgabe B Nr. 261 Bezugspreis: Für den Monat November 400,- 20., Doraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar. und Memelgebiet sowie Oesterreich und Euremburg 496,-M., für das übrige Ausland 665,-M. Bostbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, England, Estland, Finnland, Franf reich, Holland, Lettland, Luxemburg. Desterreich, Schweden, Schweiz. Tschechoslowatei und Ungarn. Der Borwärts" mit der Sonntags. beilage ,, Bolt und Beit", der Unter. haltungsbeilage ,, Heimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 7 Mark Anzeigenpreis: Die einfpaltige Nonpareillezeile to ftet 80,-. Reflamezeile 400,-. ,, Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 20, M.( zulässig zwei fettgedruckte Borte), jedes weitere Bort 16, M. Stellengesuche und Schlafftellenanzeigen das erste Wort 10, M., jebes weitere Wort 8,-. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familien Anzeigen für Abonnenten Zeile 25.-M. Anzeigen für die nächste Nummer milfen bis 4½ Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SB.68, Linden ftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr frith bis 5 Uhr nach. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Dönhoff 292–295 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Montag, den 13. November 1922 Forderungen der Beamten. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Posticheckkonto: Berlin 375 36 Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depofitenkaffe Lindenstraße S Beamte und Wirtschaftspolitik. Bon Albert Faltenberg. Auch ohne Hinzuziehung von Sachverständigen wächst in Auch in den Kreisen der Beamtenschaft, die auf wirtschaftlichem fächlichen steuerpflichtigen Einkommen von mehr als 20 Broz. feft. Arbeitnehmerkreisen die Erkenntnis, daß Lohn- und Gehaltsdurchgreifenden Maßnahmen der Abhilfe dringend erhoben. Soeben der Fälligkeit vorhandenen Goldwertes der Steuer, mindestens jedoch 3erfall zu bewahren. Daher die Bestrebungen der Gewerk Gebiet bisher sehr zurüdhaltend gewesen find, wird der Ruf nach gestellt, so ist für die Differenz die Steuer im Gegenmert des zurzeit bewegungen nicht ausreichen, um die Einzelwirtschaft vor dem hat der Allgemeine Deutsche Beamtenbund Borstellungen beim Reichstanzler in dieser Angelegenheit erhoben. In dem Schreiben wird die allgemein bekannte fatastrophale Entwicklung, wie sie sich für Festbefoldete in den letzten Monaten gestaltet hat, geschildert. Es wird auf die zahlreichen Pläne zur wirfsamen Abhilfe hingewiesen. Dann heißt es weiter: Große Teile des Bolles haben den Eindruck, daß die Möglich teiten, die Deutschland im Rahmen der gegebenen außenpolitischen Bedingungen zur Selbsthilfe noch geblieben sind, wegen des Widerstandesgewisser von der Geldentwertung nicht so stark getroffenen Wirtschaftsgruppen bisher nicht ausgenutzt worden find. Noch lebt die Hoffnung, daß es endlich gelingt, aus den vielen Diskussionen und Erwägungen heraus die dringendsten Maßnahmen zu treffen, um wenigstens die Verschlechterung der herrschen. den Zustände zu verhindern. Wir erwarten insbesondere die befchleunigte Durchführung nachstehender Maßnahmen: * Flucht aus der Mart". Währungsreform unter Heranziehung der vorhandenen Sachwerte und verfügbaren Goldbestände als Garantiebasis. Unterbindung der wilden Spekulation( Schaf fung eines goldwertbeständigen Anlagepapiers). Unterbindung der Kapitalflucht und der sogenannten Gintreibng sämtlicher ausstehenden Steuern, monatliche Erhebung der vorläufigen Einkommensteuer von 1922 von den nicht unter das Lohnabzugsverfahren fallenden Steuerpflichtigen nach dem auf Grund von Selbsteinschätzung festgestellten legimonat lichen Einkommen. Wird bei der endgültigen Beranlagung ein Zurückbleiben des selbst eingeschätzten Einkommens hinter dem tat Die Regierungsfrage.. Bertagung der Kanzlerrede.- Instruktionen nach Paris. In der Frage der Regierungsumbildung hat auch der gestrige Sonntag und der heutige Vormittag eine Klärung noch nicht gebracht. Man nimmt daher an, daß die große Aussprache im Reichstag, die am Dienstag beginnen follte, per schoben werden wird. Große Bedeutung wird der heute abend stattfindenden Fraktionsfigung des Zentrums beigemessen, in der die vorhandenen fachlichen Gegenfäße über die Richtlinien der Reparationspolitik und die Einbeziehung der Deutschen Volkspartei in die Regierungsfoalition zum Austrag gebracht werden sollen. In diesem Zusammenhang sind die Bemühungen des Reichsfinanzministers Dr. Hermes bemerfenswert, die Reichsbanf zu einer aktiven Währungspolitik zu befehren. im doppelten Betrage, zu entrichten. sondere der Nahrungsmittel zur Versorgung der Bevölfe Sicherstellung der Produkte inländischer Herkunft, insberung unter rüdsichtsloser Unterbindung aller ungerechtfertigten wucherischen Preistreibereien. Wenn von gewiffer Seite immer wieder und in letzter Zeit in erhöhtem Maße der Hinweis gemacht wird, daß eine Behebung unserer wirtschaftlichen Notstände nur durch Erhöhung der normalen Arbeitsdauer erreicht werden fönnte, so wird demgegenüber auch von uns einer solchen Berbindung der Frage der Arbeitszeit mit der Lösung dieser Finanz- und Wirtschaftsfragen entschieden widersprochen. Es geht nicht an, daß Sanie. rungsversuche lediglich auf Kosten der Arbeitskraft des werftätigen Bolkes, zu dem auch die Beamten gehören, gemacht werden, wobei legten Endes wiederum die arbeitnehmenden Schichten um den Ertrag diefer geforderten Mehrarbeit gebracht würden, ohne daß da durch die Gewähr für eine wirkliche Verbesserung der Lage gegeben werde." zu erreichen. Was längst Gemeingut der Arbeiter- und Angefchaften, eine stärkere Beeinflussung der allgemeinen Wirtschaft stelltengewerkschaften war, findet unter dem Druck der uner= träglich werdenden Wirtschaftsnot auch in den Beamtenorganisationen Anerkennung, die Tatsache nämlich, daß man Gehaltserhöhungen in der Zeit tatastrophaler Wirtschaftsentwicklung zwar als ein Mittel zur Verlangsamung des Berelendungsprozesses gelten lassen muß, daß sie aber feineswegs als Erfaz einer vom Gewerkschaftsstandpunkt zu treibenden Wirtschaftspolitik angesprochen werden fönnen. Solange die Beamten nicht erkannten, daß sie als Ber fäufer ihrer Arbeitstraft in die Reihen der übrigen Arbeitnehmer gehören, blieben alle Versuche, sie für die wirt. schaftspolitische Braris zu gewinnen, erfolglos. Erst die steigende Not hat hier Wandel geschaffen. Und dennoch nicht in Der Allgemeine Deutsche Beamtenbund betont dann, daß er die amten immer noch vor den Konsequenzen zurückschrecken, die dem erforderlichen Ausmaße, weil weite Schichten der Beoben aufgeführten Forderungen im Namen von Hunderttausenden der Wirtschaftskampf von allen fordert, die ihn als Notwendig. Don Beamten vortrage, und daß die von ihm vertretene Beamten teit begriffen haben. Immer noch wird vielfach im Beamtenschaft bereit fei, fich mit allen ihr zur Verfügung stehenden lager die Aufstellung zielmäßiger Wirtschaftsforderungen ummaßnahmen einzusehen, daß fie ferner zur Unterstützung durch sein eigenes Wirtschaftsprogramm zu diskreditieren. Kräften für die Durchführung solcher Sanierungsgangen, weil man befürchtet, die gewerkschaftliche Neutralität aller, die solche Maßnahmen zu ergreifen gewillt find, bereit sei, und daß er in letzter Stunde hofft, es möge bald etwas geschehen, was Mittel zur Abhilfe der unhaltbar gewordenen Zustände und tatastrophal werdenden Entwicklung bietet. Polizei feien in Gefahr, aneinander zu geraten. Wäre es nicht beffer, da Ronstantinopel den Nationaltürfen feierlich ft versprochen worden sei, fie allein die Berantwortung für die Aufrechterhaltung genüber einer tief beunruhigten Boltsmenge nicht vorzuziehen? Alle der Ordnung übernehmen zu lassen? Sei eine einzige Autorität ge biefe Berzögerungen seien verhängnisvoll. Die Ziele und Wünsche der Türfen gingen dahin, herzliche und enge Beziehungen zu Frant reich zu haben, aber Frankreich habe ein freies Bolf und feine Kolonie Man scheut sich, in Wirtschaftsfragen Farbe zu bekennen und verstedt fich hinter dem Einwande, daß in Zeiten anormaler Birtschaftsentwicklung Grundfakpolitik unmöglich fei. vor sich, Gleichberechtigte und feine Basallen. Lausanne eingetroffen. Bern, 13. November.( WTB.) Die türkische Delegation ist in im wesentlichen über jenen Zustand der Erwägungen nicht Die Differenzen. Paris, 13. November.( BTB.) Aus London meldet der Betit Parifien", daß die englische Regierung immer noch entschlossen sei, sich in Lausanne nur dann vertreten zu lassen, wenn die drei aliiierten Das von den Parteiführern eingesetzte Komitee zur Be- Großmächte vorher die Einheitsfront wiederhergestellt hätten, ratung eines Währungsprogramms hat seine Ar- die nach den Zwischenfällen von Tschanak die Situation gerettet beiten am Sonntag beendet. Sämtliche im Ausschuß vertretene habe. Dieser Beschluß des Kabinetts Bonar Law sei unwiderruflich. Parteien, darunter auch die Deutsche und die Bayerische Voiks: Es würde nichts nüßen, wenn man sich verheimlichen wollte, daß partei, haben gewissen Formulierungen, denen man aber keine zwischen London und Paris in diesem Augenblick eine starke Spannung bestehe, und daß die besondere Bedeutung zusprechen fann, unter der Voraussetzung Entente eine der ernstesten Krisen zugestimmt, daß sich die Fraktionen dem anschließen. Das durchmache. Beinlich überrascht fei man in englischen amtlichen Brogramm follte eigentlich dem Kabinett als Unterlage für die Kreisen davon, daß der französische Oberkommissar in Ronstantinopel, anläßlich des heutigen Zusammentrittes der Re- General Bellet, vom Quai d'Orsay nicht ermächtigt worden sei, fich parationsfommission an den Vertreter der deutschen den beiden anderen Oberkommissaren hinsichtlich der etwaigen Ber Kriegslastentommiffion in Paris zu richtenden Instruktionen hängung des Belagerungszustandes anzuschließen. Die dienen. Es ist aber anzunehmen, daß die Regierung über die englische Regierung habe ihren Botschafter in Paris beauftragt, sich Rompromißformulierungen der Parteien hinausgeht und heute bei Boincaré zu erfundigen, ob er geneigt wäre, zu Berhandlungen noch weitergehende Instruttionen nach Paris mit Lord Curzon felbst nach London zu kommen. gibt. Irgendeine Rückwirkung der Formulierungen auf die Paris, 13. November.( EP.) Aus Konstantinopel ist die Mel. jezt erstrebte Aenderung des Regierungsverhältnisses ist nicht dung eingegangen, das General Pellet nun doch die Ermächti. gung von der franzöfifchen Regierung erhalten hat, fich der Proflamierung des Belagerungszustandes anzuschließen, aber nur dann, wenn festgestellt fei, daß es zu einem Rampf mit den zu erwarten. Verschiebung der Orientkonferenz. Die französische Regierung hat im letzten Augenblick nachgegeben und die von England geforderte Verschiebung der Lausanner Konferenz bis zum 20. November angenommen. Havas verbreitet darüber folgende Note: Türfen fommen werde. Einig sind die Alliierten trotz aller Proteste Tschitscherins darin, daß Sowjetrußland nur an der Berhandlung über di: Meerengen teilzunehmen habe. Die Zustände in Konstantinopel. Ferid Ben, der Vertreter der Angoraregierung, ist vom Ministerium des Aeußern offiziell von der Bertagung der Lausanner Konstantinopel, 13. November.( Havas.) Am 9. November Ronferenz bis zum 20. November verständigt worden. Ferid Ben sind acht wegen Hochverrats angeklagte Berfonen hingerichtet hat sofort die notwendigen Schritte unternommen, den Führer der worden. Ob von Alt. oder Angoratürfen oder( wahrscheinlicher) türkischen Abordnung, Ismet Bascha, der am 9. November Kon Dom Entente tommando, sagt Havas nicht. tantinopel verlassen hat, um sich nach Lausanne zu begeben, davon Weiter sollen die Alliierten beschloffen haben, die Zenfur abzuu unterrichten. Wahrscheinlich wird Ismet Bascha, wenn ihn die schaffen, der die türkische Nachrichtenverbindung mit Angora unter Nachricht rechtzeitig erreicht, nicht in Lausanne bleiben, sondern die worfen war. Die Lebensmittelfrage sei ernst. Infolge des hohen Reise fofort nach Paris fortfeken. femalistischen Zolltarifes feien große Mengen Mehl, die aus dem Paris, 13. November.( BTB.) Ismet Bascha erklärte dem Ber- Auslande angelangt waren, wieder in die Schiffe verladen. Es eter des Matin", die Verantwortung der Regierungen, die fehle an Brot Friedenstonferenz vertagt hätten, sei ernst. Die Verschiebung gefährlich, weil man nicht leicht ein ganzes Volk und ein ganzes r in der Ungewißheit des Waffenstillstandes erhalten könne. gäbe feine normalen Verbindungen zwischen den Mächten und Lürfen, aber ein ganzes Volk sei in nervöfer, unduldsamer Spannung, ett, das nichts anderes verlange, als ben Frieden. Auch in antinopel fei die Lage unlösbar vermirrt Nachdem Dollar 8200-8400! Dabei wird übersehen, daß auch in der Wirtschaft Gegenwarts- und Zukunftspolitik innere Zusammenhänge aufweisen. 3ft nicht die Profitfuchtmeiter Kreise in handel, Industrie und Landwirtschaft mit ausschlaggebend für die Wirtschaftsnot der breiten Massen? Bären jene Kreise überhaupt in der Lage, ihre Vormachtstellung zum Schaden der Waffen auszunügen, wenn ihr Egoismus nicht die sicherste Stüße im Brofitwirtschafts system fände? Haben also die Ausgebeuteten und zu ihnen zählen nicht zuletzt die Beamten als Arbeitnehmer und Verbraucher ein Interesse daran, dieses System zu schützen? Immer noch aber sind sie hinausgekommen, den sie so oft bei den maßgebenden Stellen zu fritisieren Gelegenheit finden. Und doch liegt eine stärkere Anteilnahme breiter Arbeitnehmerschichten an der positiven Wirtschaftspolitik durchaus nicht nur in ihrem eigenen Intereffe, sondern ebensosehr im Interesse der Gesamtheit, denn nur dann, wenn jene politischen Kräfte und Persönlichkeiten in den maßgebenden Instanzen des Staates, die eine den Arbeitnehmerinteressen dienliche Politik selbst gegen Widerstände durchzusehen sich bemühen, von den Massen eine über die Landesgrenzen hinaus sichtbare Unterstützung erfahren, fann es gelingen, ihren Borschlägen und Maßnahmen den erforderlichen Nachdrud zu verleihen. in einer Eingabe an den Reichskanzler gestellten Forderungen, Die von den Gewerkschaften der Arbeiter und Angestellten deren Erfüllung geeignet märe, dem weiteren Verfall unserer Währung zu steuern und die Boltsernährung mit inländischen Produkten sicherzustellen, find in einer Zuschrift des Allge. meinen Deutschen Beamtenbundes an den Reichstanzler anerkannt bzw. ergänzt worden. Der in dieser Eingabe enthaltene Hinweis auf die Höhe der Kauftraft der Oktobergehälter liefert den bündigen Beweis für die allgemeine Herabjegung der Lebenshaltung. Im frassen Gegensatz zu dieser Tatsache steht das Ergebnis der bisherigen Steuerpolitif. Während von Arbeitern, Angestellten und Beamten feit 1920 der zehnprozentige Lohn- und Gehaltsabzug gefordert wird, genießen die nicht unter das Lohnabzugsverfahren fallenden Steuerpflichtigen immer noch den Vorzug, von der Steuereintreibung weitestgehend befreit zu sein. Die Forderung des Allgemeinen Deutschen Beamtenbundes betr. sofortiger Eintreibung sämtlicher außenstehender Steuern sowie die monatliche Erhebung der vorläufigen Einkommensteuer von 1922 von den nicht unter das Lohnabzugsverfahren fallenden Steuerpflichti gen nach dem auf Grund von Selbsteinschäßung festgestellten lettmonatlichen Einkommen ist daher ebenso berechtigt wie das Verlangen, daß bei Feststellung eines zurückbleibens des selbsteingeschätzten Einkommens hinter dem tatsächlichen steuerpflichtigen Einkommen von mehr als 20 Proz. bei der endgültigen Beranlagung für die Differenz die Steuer im Gegenmert des zurzeit der Fälligkeit vorhandenen Goldwertes der Steuer, mindestens jedoch im doppelten Betrage zu ents richten sei. Unter dem Eindrud der unklaren innerpolitischen Verhältnisse war die Tendenz des Devisenmarktes heute sehr fest. Der Dollar fucht, sich in einem gewissen Abstand von den brennenden Wirt3u ihrem eigenen Schaden haben die Beamten bisher verfchwantte zwischen 8200 und 8400. Diz Umfäße sind allerdings fchaftsfragen zu halten, in der Meinung, daß ihr besonderes nicht bedeutend, da der starken Nachfrage nur ein verschwindend Verhältnis zum Staat sie vor der Hineinziehung in den allfleines Angebot gegenübersteht. gemeinen Wirtschaftskampf bewahren fönnte. Gerade in diesen Tagen hat ja diese Auffassung eine besondere Blüte getrieben: die Trennung der Verhandlungen über Lohn- und Gehaltsfragen. Schlagend hat das Ergebnis der hier verwirklichten bas peejönliche Sultanat abgeschafft habe, seien die National- Der Wechselzinsfag der Reichsbant ist heute von n an die Stelle der türkischen Behörden alten Regimes getreten. 8 auf 10 Broz. und der Lombardzinssatz von 9 auf 11 Broz tönnten Konflikte entstehen. Die Alliierten und die türkische erhöht worden. Bestrebungen bewiesen, daß die Regierung, auch wenn sie gern wollte, der Wechselwirkung zwischen Beamtengehältern und Arbeiterlöhnen gar nicht ausweichen kann. Schon die eine Wahrheit, daß zwei Bcrufsschichknv deren Arbeitskraft in den- selben Produktionsprozeß als Werrfaktor eingestellt werden muß. in ihrer Entlohnung innere Zusammenhänge aufweisen müssen, sollte auch den Beamten zeigen, daß sie mit einer häufig nur auf sozialer Rückständigkeit beruhenden Auffassung volkswirtschaftlich nicht mehr bestehen können. Auch die unter Ablehnung gemeinsamer Verhandlungen in der Lohn- und Gehaltsfrage erhobene Forderung der Aufrechterhaltung des Berufsbeamtentums wird zum agitatorischen Schlagwort, wenn man mit ihr die notwendige geistige Umstellung des Be- omtentums abwehren will. Gewiß ist es eine Tragik, daß die Gewerkschaften infolge Deutschlands wirtschaftlicher Lage die ihnen durch die Staatsumwälzung überkommene Möglichkeit, an der Regelung des Wirtschaftslebens unmittelbar mitzuwir- ken, augenblicklich nicht ausnützen können und auf die laufende Erhöhung des Nominallohns angewiesen sind. Diese Tatsache darf aber nicht hindern, nun erst recht alles Interesse für die währungspolitischen Maßnahmen aufzubringen, damit � ihre auf gnindsätzliche Neuordnung des Wirtschaftslebens abzielen- den Bestrebungen aus der Theorie in die Praxis übergeführt werden können. Ohne daß ihrerseits ein bestimmtes Wirtschaftssystem pro- pagiert zu werden braucht, müssen auch die Beamten er- kennen, daß sie um die praktische Mitwirkung an dem Abbau des geltenden Profitwirtschaftssystems nicht herumkommen» und daß sie wahrhaftig alle Ursache haben, die zurzeit von gewisser Seite mit Hochdruck einsetzenden Bestrebungen auf Beseitigung des Achtstundentages nachdrücklichst zu bekämpfen. Was Herr Stinnes soeben im Reichswirtschaftsrat in rück- sichtsloser Form verkündete, ist die Meinung aller jener Kreise, die hoffen, durch Hemmung der Stabilisierungsbestrebungen ihre Hochkonjunktur zu verlängern und damit die Vormacht- stellung des Kapitals zu erhalten. Wenn sie dieses Ziel erst einmal erreicht haben, werden sie als kluge Taktiker schon ver- stehen, die Massen der Arbeitnehmer und Verbraucher unter Druck zu halten. In richtiger Erkenntnis dieser Tatsache lehnt die erwähnte Eingabe des Allgemeinen Deutschen Beamten- bundes ab,„daß Sanierungsversuche lediglich auf Kosten der Arbeitskraft des werktätigen Volkes, zu dem auch die Beamten gehören, gemacht werden, wobei letzten Endes wiederum die arbeitenden Schichten um den Ertrag dieser geforderten Mehrarbeit gebracht werden, ohne daß dadurch die� Gewähr für eine wirkliche Verbesserung der Lage gegeben wäre". Der in Verbindung mit der Bekämpfung des Wähnings- Programms der Regierung von den Vertretern des Groß- kapitals entfachte Sturm gegen den Achtstundentag sollte den Beamten zu der Erkenntnis verhelfen, daß jener Seite alle Mittel recht sind� die Gewinnchancen, die ihr die Profitwirt- schaft bietet, nicht nur austechtzuerhalten, sondern nach Mög- lichkeit zu erweitern. Läßt sich dieses Ziel nicht mit der Privatisierung der Reichsbetriebe erreichen, so meinen jene Herrenmenschen, dann ohne sie, aber erreicht werden muß es, soll nicht die ganze Herrlichkeit des Herrenmenschentums in Scherben gehen. Die Entscheidung rückt näher, auch die Beamten kommen nicht an ihr vorbei. Auch für sie wird die Gesundung unserer Währung zu dem Auftakt einer neuen Wirtschaftspolitik, die weder mit Schlagworten noch durch schöne Entschließungen in Szene gesetzt werden kann. Hier kann es nur eins geben: den zielbewußten Zusammenschluß aller Arbeitnehmer und Verbraucher einschließlich der Beamten, um über den Weg genossenschaftlicher Praxis zu einer neuen Wirtschaftsordnung zu gelangen. An die Verwirklichung dieses Zieles kann aber nur gedacht werden, wenn es gelingt, die drohende Wirtschafts- katastrophe zu überwinden. Sie ist nicht zu überwinden allein durch die Gesundung unserer Währung. Dem Sinken der Mark Einhalt zu gebieten, ist der Ausgangspunkt des Ge- sundungsprozesses. Der Weg bis ans Ziel ist weit. Das Ziel bleibt unerreichbar, wenn man den Weg nicht will. Das muß sich auch die Beamtenschaft vor Augen halten, die gewerkschaft- lich organisiert ist. proletaristhe Jeierftunöen. Daß dos Große Schauspielhaus doch manchmal eine Aufgabe erfüllen kann, zeigte am Sonntag die von der„Arbeiterbildungs- schul« Berlin" veranstaltete Proletarische Feierstunde. Das hau» vermag mit einer Masse zu verwachsen, so daß wirklich Feierlichkeit aufkommt. Ein schöner, ein restlos schöner Sonntagoormilläg dies- mal, angefüllt mit Weihe, Kraft und Schicksal. Orgel und Violine — Walter D r w e n s k i und Alfred Wittenberg— mit Händel und Bach schenkten die musikalische Basis, auf der die Feier sich aufbaute, der Berliner Schubert-Chor mit zwei Chören von Scherchen und Schulken den Schwung, der mitriß. Im Mittel- punkt standen die Sprechchör«, die unter Albert F l o r a t h s Lei- tung mehr als Gewöhnliches leisteten. Lothar Müthel, der auch Derse au» Gerhart Hauptmanns„Festspiel" sprach, Gerda Müller, Heinrich Witte. Harry Werner und Loni Lehmann als Einzelsprecher an seiner Spitze, brachte der Sprechchor zunächst Alfons P e tz o l d s Aufruf„Volk in Not" und dann das große Chorsprechwert„Großstadt" von Bruno Schönlank. Leben und Leiden des Proletariers in der Großstadt und durch die Groß- stadt, Knechtschaft, Krieg und Revolution klingen in diesem rhyth- musstarken Chorwerk zu einer großen und wilden Symphonie zu- sommen. lieber Blut und Unterdrückung hebt sich die Freude am Schaffen, das„hohe Lied der Arbeit". Der Mann fragt:„Fühlt ihr nicht mit stets ergriffenen Herzen Wunder eurer Hirne, eurer tfiände?" Und die Frau fragt nach dem Stolze: „Daß deine Hand sich kaum bewegt und frisches Wasier klingt? Daß deine Hand sich kaum geregt und jäh dir Licht aufspringt? Daß dein« Füßen gehen nicht, und daß du dennoch eilst? Und daß dein Mund mit Fernen spricht und du doch hier verweilst?" Aber das arbeitende Volk leidet zu sehr, um Stolz und Freude �»r Arbeit zu fühlen; „Wir fühlen und fühlen doch nicht. Das Herz ist stumpf und sorgenschwer, und was der helle Tag uns spricht, kaum wissen wir's am Abend mehr." Und so rückt der Zeiger vorwärts, über den Tanz ums goldene Kalb hinweg, über das Devisendelirium hin, zur Mitternacht einer neuen Revolution. Staunenswert, mit welcher künstlerischen Diszi- plin und welcher mitreißenden Hingabe dieser Sprechchor arbeitet. Von diesen„Dilettanten" könnten viele Institute lernen, die unter der Fahne der fachmännischen Kunst segeln. Wie überhaupt die Disziplin der ganzen Veranstaltung, bis in die Zuhörerschaft hinein, Unter Monarchen. Wilhelm U. und Alexander III. In seinen jüngst erschienenen„Denkwürdigkeiten"(Stutt- gart, Deutsche Verlagsanstalt) erzählt W a l d e r s e e, wie er am 15. März 1890 in einem Gespräch mit Wilhelm II. gegen Bismarck loszog, der russenfreundlich sei und den Herrscher über die wahren Gesinnungen Rußlands täusche. Dann heißt es wörtlich weiter: Der Kaiser erwidere:„Eigentümlich, gestern abend hat mir Herr v. H e l l d o r f genau dasselbe auseinandergesetzt... Mit Ruh- land steht es jetzt ganz schlecht: sie hetzen dort gewaltig gegen mich, und Kaiser Alexander spricht in wegwerfenden Ausdrücken von mir, er sagt unter anderem, ich sei verrückt". In den„Ereignissen und Gestallen" Wilhelms liest man dagegen: Im Jahre 1890? bei den Manövern in Narwa, mußte ich dem Zaren die Geschichte des Abganges des Fürsten Bismarck genau schildern. Der Zar hörte mir aufmerksam zu. Als ich geendigt hott«, ergriff der sonst sehr kühle und zurückhallend« Herrscher, der selten über Politik sprach, ganz spontan meine Hand, dankte mir für den Beweis meines Vertrauens, bedauert«, daß ich in solche Lage gebracht worden sei, und fügte wörtlich hinzu: „Ich verstehe vollkommen deine Handlungsweise. Der Fürst war trotz all seiner Größe schließlich doch nichts atidms, als dein Beamter oder Beauftragter. In dem Augenblick, wo er stch wei- gerte, nach deinen Befehlen zu handeln, mußt« er entlasten werden. Ich meinerseits habe immer Mißtrauen gegen ihn gehegt und ihm niemals ein Wort von dem, was er mich wisten ließ oder selbst mir sagt«, geglaubt, denn ich wußte genau, daß er mich immer anführt«. Für die Beziehungen zwischen uns beiden, mein lieber Mlhelm, wird der Sturz des Fürsten die besten Folgen haben. Das Mißtrauen wird schwinden. Ich Hab« Vertrauen zu dir. Du kannst dich auf mich verlassen." Alexander III. war also nicht nur ein Menschenkenner, sondern auch ein Diplomat._ das Wirtschastsprogramm der Demokraten. Temokratifchc Kritik. Die Forderung des demokratischen Wirtschastsprogramms, „ausländische Zahlungsmittel in ausreichendem Umfang zuzu- lasten", bietet für Georg B e r n h a r d in der„Boss. Ztg." den Ausgangspunkt für folgende Betrachtungen: Auch diese Sätze sind mindestens mißverständlich. Es sollte uns nicht wundern, wenn sie dahin verstanden werden, daß die demo- kratische Fraktion, um dem Handel und der Industrie die Rechnung in Devisen zu ermöglichen, jene Freiheit de» Devisen- Handels weiter bestehen lassen will, die das Hinauftreiben des Dollars verschuldet hat. Denn es ist schwer anzunehmen, daß die Fraktion einer d e m o k r a» tischen Partei nur bestimmte Teile der Bevölkerung in Ihrem Vermögen schützen, andere aber von Gesetzes wegen zur Verarmung zwingen lasten will. So oder so werden weit« Teile der demokratischen Partei ein Programm mit der- artigen Punkten ablehnen. Es kann keinem Kabinett als Stütze und Richtschnur und es kann leider auch nicht der Partei zur Mehrung ihrer Anhängerschaft dienen. Unsere Boraussage, daß das rein kapitalistische Wirt- schaftsprogramm der Demokraten auch in demokratischen Krei- scn selbst starkes Kopfschütteln hervorrufen würde, beginnt sich damit zu erfüllen.- Der internationale Kapitalismus Hilst... Eine Rede Strefemanus. Elberfeld, 13. November.(TU.) Anläßlich des Parteitage» der Deutschen Voltspartei sprach gestern im Thalia-Theater Dr. Strese. mann über die innere und äußere Politik. Au» dem oerzweiselt- traurigen Zustande könne nur ein internationaler Weg zu einer glücklichen Zukunft führen. Aber weder die Aufnahme Deuischlands in den Völkerbund könne nach der Entscheidung diese» Bundes über Oberfchlzsien dieser Weg sein, noch sei etwas vom internationalen Sozialismus zu erhoffen. Wohl könne dagegen ein unter der nur wenig« waren, die dieser Feierstund« durch Beifall die Würde nehmen wollten, das beste Zeugnis für die, auch von Gustav Eckhardt in seiner klaren Ansprache geforderten geistigen Selbstzucht war. Ein Proletariat, da» solche seelisch« Kraft auf- bringt und ihrer künstlerischen Auswirkung so andächtig und er- griffen lauscht, hat Kultur und wird weiterhin Kultur zeugen. Deutscher Granit und deutscher Marmor. Mit einleuchtenden Gründen macht in der„Bauwell" der Baurat a. D. Hosak Pro- pagando für deutsche Baustoffe, die bisher vernachlässigt worden sind. Während man ungezählte Gelder für Granit au» Schweden und für Marmor aus Italien, Belgien und Griechenland opferte, ruhen die vorzüglichsten Granit» und Marmorarten ungenutzt in unserem deutschen Boden. Nur selten weiß ein Baumeister, daß Deutschland vorzügliche Granite von der größten Witterungs- beständigkeit, von ausgezeichneter Tragfähigkeit und schönster Fär- bung besitzt. Hasak rühmt besonders den schwarzen Syenit oder Granit im Fichtclgcbirge, in der sächsischen Lausitz und im Oden- wald, den roten Granit von Meißen, den gelben des Schnecbergs im Fichtelgebirge, den rofenfarbenen von Fischbach im Riesen- gebirge, den roeißschwarzen von Strehlen in Schlesien, den blauen von Bayreuth und den fleischfarbenen aus den Brüchen von Büchl- berg bei Pastau. Sämtliche Farben sind also in Deutschland zu finden. Roch viel überraschender sind die SeWtze an den schönsten deut- schon Marmorarten, die ebenfalls fast völlig unbekannt sind. Wir besitzen an der Lahn, in Balduinstein und Weilburg tiefschwarz ge- färbten Marmor In größter Ausdehnung. An der Lahn gibt es ebenso prächtigen roten Marmor. Auch In Schlesien, bei Linde- wiese, findet sich schwarzer Marmor, nicbt so tiefschwarz wie der Nastaucr, dafür ober durchscheinender. In Schlesien gibt es bei Scitenberg in der Grafschaft G'atz sehr harten hellgrauen Marmor, der zum Ersatz des Carroromarmors für Tischplatten in Schlächter- läden und Konditoreien und für Waschtische vortrefflich geeignet ist. Auch bei Regensburg harren sthr schöne gelbe Marmore der Erschließung, und selbst Westfalen Ist in der leMen Zeit mit großartig gefärbten Marmoren aus dem Markt erschienen. Auch Deutsch-Oesterre'ch verfügt über herrliche Marmore im Salzburgischen, fleischfarbig und rot. die im baverischen Kiefers- feldon bearbeitet werden. Sie sind von größter Tragfähigkeit und eignen sich wegen ihrer Helle und Zähigkeit vorzüglich zu Fußboden- platten. Seil wann kennen wir Milliarde und Million? Wir sprechen heute von einer Milliarde wie von»twas Alltäglichem, während unsere Großväter noch kaum gewußt haben, was überhaupt eine Milliarde Ist. Wie stark sich der Begriff für große Zahlen er- wettert hat, ergibt sich, wenn man die Eeschicyte der einzelnen großen Zahlworte verfolgt. Nach einem Aufsatz in„Reclams Uni- versum" war der Zahlbegriff Million dem Altertum und dem frühen Mittelalter noch ganz fremd. Es ist bezeichnend, daß derjenige, der das Wort..milione", d. h. Großtausend, geprägt hat. ein Reisender war, der Benetianer Marco Polo, der auf seinen Fahrten um die internationaler Kapitalismus Europa und Deutsch- land aus dem unglücklichen verelendeten Zustande herausführen. Der im internationalen Handel sich jetzt arg bemerkbar machend« Ausfall von deutschen, russischen und österreichischen Käufern ängstige di: großen Produktionsstaaten, und nur um diese Abgang« in Zukunft zu sichern, hätten sie ein Intereste an unserem Wieder- erstarken. Zur Innenpolitik ubergehend hob Dr. Sttesemann di« Notwendigkeit der Mehrerzeugung hervor, da wir zugrunde gehen müßten, wenn wir weniger produzieren als verzehrten und meinte, daß man hinsichtlich des Achtstundenlages die Ansicht ver- treten könne, daß der Lchtftunventag fallen könne, wenn ein« Bm» einbarung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat zustand« käme, ohne daß der Staat darnach das Recht habe, sich in diese Ang-Iegen» heit einzumischen. In Fällen wirtschaftlicher Nottage müßt« der Reichskanzler zum mindesten berechtigt sein, Mehrarbeit zwangsweise anzuordnen._ Die Festnahme Roßbachs. In der Sonntagnummer haben wir von der Festnahme und Wiederfreilossung des Freischavenführer» Roßbach Mitteilung gemocht. Der amtliche preußische Pressedienst hatte der Presse von der Verhaftung Roßbachs und ihrer Begründung Kennt- nis gegeben. Er wird beschuldigt, im preußischen Staatsgebiet in den letzten Wochen eine sehr reg« Tätigkett in der Begründung und Propagierung von Geheimorganifattonen entfaltet zu haben. Nachdem diese längst erforderliche Festsetzung erfolgt war, wurde Roßbach, wie wir ebenfalls bereits mitteilten, von dem Er- mittlungsrichter des Staatgerichtshofes, der b«> sonders von Leipzig nach Berlin gekommen war, wieder auf freien Fuß gesetzt. Roßbach selbst hat darauf ougenschein- lich die schwerindustriell« Telegraphenunion, di« für die Geheim- organisationen immer eine besondere Vorliebe zeigt, informiert und die Telegraphenunion setzte sofort di« Nachricht in die Well, der amtliche Preußische Pvestedlenst Hab« eine„Falschmeldung" verbreitet. Roßbach sei gar nicht ver hast et, sondern nur auf dem Polizeipräsidium vernommen wordenl Diele Darstellung der„Telegraphenunion" ist eine grobe Irreführung der Oeffentlichkeit. Der Jurist mag unterscheiden zwischen Verhaftung und Festnahme. Im Sprach- gebrauch des Volkes aber ist derjenige verhaftet, der in der Absicht der Festhaltung von den Behörden in seiner Freiheit beschränkt wird. Das lag hier ganz zweifellos vor. Die Abteilung I» des Berliner Polizeipräsidiums hatte Roßbach vorläufig festgesetzt, nach» dem sie ihn auf dem Lehrter Bahnhof in Empfang genommen hatte. Der Ermittlungsrichter hatte den Erlaß eines Hastbefehls abgelehnt, weil nach seiner Meinung ein Fluchtverdacht nicht vorliegt, weil Roßbach einen festen Wohnsitz in Wannsee hat und er ihm außerdem ehrenwörtlich versprochen hat, jedem Ruf der Polizei binnen 12 Stunden Folge zu leisten. Ob diese Freilassung richtig war oder nicht, bleibe dahingestellt. Tatfache ist, daß das Verfahren gegen den Freischärler weitergeht und daß die Beschuldigungen aufrechterhalten wer- den. Wir wollen nur hoffen, daß in dem entscheidenden Lugenblick der Ehrenwort-Roßbach nicht spurlos verschwunden sein wird. llebensmittelunruhen im Rheinland. Köln. 13. November.(Mtb.) Am letzten Freitag kam es in dem Industrievorort KLin-Kalt zu Plünderungen der Lebensmittelgeschäfte. In mehreren Großhäusern wurden die Fensterscheiben zertrümmert und mit dem Ausräumen der Läden begonnen. Die Hauptverkehrsstraßen wurden von Tausenden von Menfchen durchzogen, die durch«in starkes Aufgebot berittmer Polizei auseinandergesprengt wurden. Köln, 13. November.(MTB.) Die Ausschreitungen, die am Freitag in dem Vorort Kalt begonnen hatten, sind am Sonn- abend fortgesetzt worden und haben im Laufe des Tages auch auf der Vororte Mülheim und C h r e n f e l d übergegriffen. In einzelnen Geschäften wurden Fensterscheiben zertrümmert. Einzelne Beamte, die eingeschritten waren, wurden mit Steinen beworfen, so daß sie stch mit der blanken Waffe wehren mußten. In Ehren- seid gab u. o. ein Polizeiwachtmeifter, den di« Menge vom Pferd« reißen wollte, in der Notwehr einen Schuß ab. Schließlich wurde die Menge zerstreut. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. .i.'� i- L---U-...------ 1 � 1-U*' Welt seinen Gesichtskreis und ebenso seinen Begriff für Zahlen ge- wältig erweiterte. Er wendet in seiner 1293 geschriebenen Reise- beschreibung das Wort„mi'.ione" an, um die ungeheure Menge der in China lebenden Menschen zu bezeichnen. Eine derartige De- völkerungsfülle, die in dem damaligen Europa ganz unbekannt war, bedurfte eines neuen Worte». Aber bei Marco Polo ist der Begriff Million nur eine ungefähre Massenangabe: als Zahlwort erscheint es erst gegen Ende des 1ö. Jahrhunderts. Daß aber nun ein Mensch eine Million von Werteinheiten sein eigen nennen könnte, das ist erst viel später so geläufig geworden, daß man für sie ein beson- deres Wort prägte. Die Bezeichnung Millionär, die erst durch Roth- schild populär wurde und noch unseren Vätern so gewaltigen Respekt einflößte, ist zuerst von Jean Paul in Umlauf gebracht worden. Heute�Ist die Benennung eines reichen Mannes als Millionär bereits veraltet. Wir hören nur noch von Milliarden: ober dies Wort war dem Deutschen vor 1870 ganz fremd. Es wurde zuerst nach dem Frankfurter Frieden als Bezeichnung von 1000 Millionen jje- läufiger, da die Franzosen damals die Milliardenentschädigung zanl- ten.' Die romanischen Völker haben übrigens für den Zahlenbegriff von 1000 Millionen das Wort Dillion, das wir Deutsche anwenden, um die„astronomische Zahl" eine Million Millionen auszudrücken. Einführung des metrischen Systems ln Rußland. Ter Rat der Volkskommissare hat einen neuen Plan der Einführung des meiri- fchen Systems in Rußland, die schon verschiedentlich, aber erfolglos in Angriff genommen war, bestätigt. Danach müsien die metrischen Gewichts-, Längen und Hohlmaße in den Kcmmisiariatcn für Außen- Handel, Post und Telegraphen und Gestindheitswefen zum 1. Januar 1923 eingeführt fein. Dom 1. Januar 1924 bis zum 1. Januar 1927 müssen die einzelnen Maße zu verschiedenen Terminen in allen Volkskemmissariaten, dem Obersten Volkswirtschaft»�!, dem Groß. und Kleinhandel durchgehend eingeführt werden. Alle Behörden sowie staatlichen und privaten Unternehmunaen sind angewiesen worden, unverzüglich nach diesem Plane zur Einführung des metrischen Systems zu schreiten und ihre Angestellten damit vertraut zu machen._ Ter Ktt-ist-PreiS 1022. Ter DerlranenSmann der ttlellt-Stislimg- fordert Ib-ring, bat den Kle st-Pre!« biete» Iobres Bertbold Brecht sitr(eine die! Taameir.Trommeln in der Nacht*..Baal*»nd.Im Dickicht* zuerkannt Er bat ferner drei ebrende Ermähnungen auSaelpiochen»nd zwar iiir Girrft B a r I a ch iDrarnen: Der arme Better*..Die echten Sed eirrundö*»nd.De» tole Tag*), serncr Einst Weih»Drama:.OiYv'Pia*» und Uli K li nr I ch für sc n Trauerspiel.Der Toten Heimkeb:*. Jap.inikche Htlfe für die deutsche Wissenschaft. Sin japanischer Mrosninlernchiner Hajimi Hoibi bat auf drei Jahre einige bunde�r Millro» nen Marl sür die deutsche Wissenschalt, rnSbeiondere für die chcm.lchen Jnstilute in Dahlem gestrstet. Sine Statistik der ainerikanischen Etgeubetme. In einer ossr- zielleu Statistik de» amerikanischen Handelsministeriums, die tn der .Um'chau* wiedergegeben wird, wird die Zahl der Bewohner der Städte von über IM 090 Einwohner, die in einem eigenen Hause leben, graphisch dargektellt. Die aeringlre Zahl von Sigenheimbeiiser» gab ti 1910 in New Aort: 12,7 Broz. der t 278 Atl vlebäude waren von einer Iamili« bewohnt. Die größte Zahl chon Eigen Häusern gibt e« in DeS Maine« in Jova. wo von den öl 644 Häusern 31,1 Proz. den darin Wohnenden gehörten. Wahlfolgen in Amerika. Großfeuer bei Siemens- Schuckert. " Landeskirche und Weltkrieg lautet das Thema, worüber Genosse Sachsenwaldstraße, spricht. Dr. Jaichte beute Montag abend 7, Uhr in der Mittelschule I, Stegliz, Erdbebenkatastrophe in Chile. haftung Ghezzis und seine Unterbringung im Polizeigefängnis protestierten. Die Versammlungsteilnehmer, die zu etwa einem Drittel Washington, 11. November.( TU.) In verschiedenen Staaten Das Kabeiwert feilweise abgebrannt, ein Feuerwehrmann fof. aus Angehörigen des Afyls für Obdachlose bestanden, zogen dann Ler Union haben sich Komitees zur Vorbereitung der Gründung einer Am Sonntag, nachmittags 4,40 Uhr, ist im Kabelwert die Auslieferung Ghezzis protestiert und die Haftentlassung von Hölz mit zahlreichen schwarzen Bannern und Plakaten, in denen gegen neuen amerikanischen Boltspartei gebildet. Die neue Gartenfeld der Firma Siemens u. Halste ein Groß- und anderen Revolutionären gefordert wurde, vor das PolizeiPartie soll unter der Parole des Kampfes gegen die hohen Steuern, feuer ausgebrochen. Der Brandherd soll in einem Raume neben präfidium, wo sich nach einer weiteren Ansprache die Demonstration gegen unnötige Staatsausgaben und des Eintretens für die ar- der Klöppelei gelegen haben. Es ist dies die Oftfeite des Wertes, in Ruhe auflöfte. beitenden Stände aller Richtungen(?) im Frühjahr 1924 in den und da Ostwind wehte, hat sich das Feuer mit rasender Geschwin Wahlkampf eintreten. Bekannte Senatoren und Abgeordnete sollen bigkeit über die Backerei, Spinnerei ufm. verbreitet. Bald stand das den 14. November, 7 Uhr abends, in der Stadthalle, Klosterstraße, Eine öffentliche Wynefenfundgebung findet statt am Dienstag, fich zur Arbeit zur Verfügung gestellt haben, Senator Borah erklärte ganze Gebäude, das 28 000 Quadratmeter Fläche bedeckt, in Ede Stralauer Straße. Es sprechen: Pfarrer Bleier, Rechtsanwalt sich bereit, für die neue Richtung im ganzen Lande zu werben. Bei der Belanglosigkeit von bürgerlichen Parteiprogrammen in Flammen. Trotz der ungeheuren Schwierigkeiten und der durch die Grünspach, Prof. Deftreich, Erich Weiser. Bersammlungsleitung: Wolf Amerika wird man dieser Neugründung zunächst steptisch gegenüber. Leervorräte verursachten Hize gelang es der vereinigten Spandauer, Bardach. stehen. Der Verdacht, daß nur eine neue Firmentafel aufgehängt Charlottenburger und Berliner Wehren somie der Siemens- Feuer werden soll, um wieder Kundschaft anzuloden, wird verstärkt durch wehr, de n Brand zu lotalisieren. Durch das Bersagen der die Washingtoner Meldung des Bariser New Dort Herald", wonach Telephonverbindung fam die Berliner Feuerwehr erst um 6 Uhr dort Gerüchte über eine Erschütterung der republikanischen Partei auf der Brandstätte an, deren Feuerzeichen weithin sichtbar waren. umgehen, die den Zusammenbruch ihrer bisherigen Organi Eine ungeheure Menge umlagerte das brennende Fabrikgebäude. sation befürchten laffe. Eine Reihe angefehener Führer werde auf mit mehr als 50 Rohren wurde der Brandherd um 6 Uhr nach- Der von uns in der Sonntagsausgabe wiedergegebenen Melgefordert werden, zurückzutreten und ihre Stellungen jüngeren Partei mittags angegriffen. Das Gebäude war inzwischen schon teilweise dung über die Registrierung ungemein heftiger Fernbeben auf der mitgliedern einzuräumen. Dabei würden die republikanischen Dabei würden die republikanischen Parteigrundsäge eine weitergehende Auslegung erfahren und das zusammengestürzt. Bei den Löscharbeiten zogen sich die Feuerwehr- Sternwarte Königsstuhl folgen jetzt die Meldungen aus ben fortschrittliche Element innerhalb der Partei, insbesondere im Senat, leute Theodor Weigt und Heinrich Vogt schwere Rauch ver- betroffenen südamerikanischen Staaten auf dem Fuße. Die Beben ausschlaggebend werden. So würde der Parteivorsitzende Adams giftungen zu, fo baß sie durch Autos in das Krankenhaus haben insbesondere Chile auf das furchtbarste heimgesucht. Der und der Fraktionsführer im Senat Lodge zurücktreten. Damit werd: Spandau überführt werden mußten. Weigt, der der Siemens- Umfang der Katastrophe läßt sich im Augenblid noch nicht übersehen, auch die Bildung eines neuen geschäftsführenden Ausschusses und Feuerwehr angehört, ist auf dem Transport dorthin verstorben. da die Telegraphenlinien teilweise zerstört sind. Wir erhalten fol eine völlige Reorganisation in der Führung der Partei nötig werden. Auch noch andere Bergiftete wurden bewußtlos in das Krantenhaus gende Meldungen: Die radikale Gruppe innerhalb der Partei, u. a. die Senatoren geschafft. Den vereinten Bemühungen der Feuerwehren gelang es, Borah, La Follette, Johnson und Norris, werde voraussichtlich jeder den Brand zu lokalisieren. Die gesamte Kabel- und GummiGesetzgebung Widerstand leisten, die zu einer Erleichterung fabritation, fomie der gesamte Betrieb des Metallwertes sind in der Lage der ausländischen Schuldner Ameritas führen tönnte, unversehrt. Ein Teil der Arbeiten der vernichteten Säle tann und jede Initiative auf gefeßgeberischem Gebiet bekämpfen, aus der in ber ben Siemens- Schuckert- Werfen gehörenden Leitungsfabrik den Bereinigten Staaten außenpolitische Bermidlungen erwachsen leber die Ent. fönnten. Die Gruppe merde ferner gegen jede Aenderung des Boll. in Blauen in Sachfen ausgeführt werden. tarifs fein, falls nicht die Wechselkurse durch eine Besserung der stehung surfache des Feuers sind noch feine Anhaltspunkte gefremden Währungen von selbst einen Schuh wall gegen fremde geben. Nach Aussage der Wächter sind die Räume zum letztenmal landwirtschaftliche Erzeugnisse schüfen. Die raditale Gruppe vertrete um 3,30 Uhr tontrolliert worden, wobei nichts Auffälliges bemerkt die größten landwirtschaftlichen Gebiete und stelle das wurde. Gegen 8 Uhr abends war die größte Gefahr beseitigt, und Interesse der Farmer über dasjenige des Landes. gegen 3 Uhr nachts tonnte die Feuerwehr mit Ausnahme einiger Abteilungen, die bie Aufräumungsarbeiten erledigten und die hin und wieder auflodernden Flammen löschten, abrüden. Der entftandene Schaden geht in die Milliarden. Es muß noch hervor. gehoben werden, daß sich die Leitung der Feuerwehr über den fehr schlechten Zustand der Straßen beschwerte, durch den die Löscharbeiten verzögert wurden. So gestaltete sich die Anfahrt der Berliner Feuerwehr außerordentlich schwierig. Die Wagen blieben mehrmals im morrast steden, und nur mit großer Mühe gelang es, an die Brandstelle heranzukommen. Clemenceau tritt, ungeachtet seiner 83 Jahre, eine Bortrags. reise durch die Bereinigten Staaten an; er will auf englisch den Amerikanern sein höchsteigenes Versailler Meisterwerf Loben. Da das Werk den Meister nicht lobt, muß er es selber tun. Glückliche Reise! Galizische Wahlkaffierung in Sicht. Warschau, 13. November. Wie die Blätter melden, hat die Regierung in das öfiliche Grenzgebiet cine besondere Rommission entsandt, um die Uebergriffe zu unterfuchen, die unterlaufen sein sollen. Eine Reihe von Agitatoren der nationalen Minderheiten seien verhaftet. Wie bekannt, wurden im östlichen Grenzgebiete fast alle Etimmen für den Blod der nationalen Minderheiten abgegeben. Die vermauerte Gesandtschaft. An der Schwelle der Exterritorialität. Das Bureau der rumänischen Gesandtschaft in dem Hause Matthäikirchstraße 27 ist von dem Hauseigentümer, Regierungsrat Lemberg, 13. November.( WTB.) Die Delegation des jübi. Dr. Schön v. Bildenegg zugemauert worden, um den rumäni fchen Nationalrates für Oftgalizien stellt im Einvernehmen mit fchen Beamten das Betreten der Wohnung, für die seit dem 1. Juli den zionistischen Instanzen fest, daß deren Wahlbeteiligung feines. Dieses Jahres teine miete mehr gezahlt worden ist, unmöglich wegs ein Aufgeben der von den Juden im November 1918 einge zu machen. nommenen neutralen Haltung im ukrainisch- polnischen Streite bedeute. Inzwischen hat sich der rumänische Botschafter an das Dziennit Lugown"( Boltstagblatt) meldt: Bel Zaleszczyci Auswärtige Amt gewandt und um Intervention in dieser für die rumänische Bertretung überaus peinlichen Angelegenheit gebeten. ist eine neue utrainische Aufständischen Abteilung auf Die Schwierigkeiten sind jedoch nicht ohne weiteres aus der Welt zu getaucht, die polnische Gutshöfe und Kolonistenwirtschaften in Brand schaffen. In dem vorliegenden Falle hatte sich die interessante Diffe ftedt. Bei Horodento fam es zwischen einer Aufständischen- Abtei lung und dem polnischen Militär zu einem Gefecht, bei dem sreng ergeben, daß feine zuständige Behörde sich für befugt erachtete, bei dem rumänischen Gesandten zu intervenieren, geschweige denn auf beiden Seiten Tote und Verwundete gab.( Kurier mowski" irgendein Rechtsmittel dem Gesandten gegenüber geltend zu machen. ( Bemberger Kurier") meldet, daß in Sichow bei Lemberg Besonders anfechtbar dürfte in dem Etreit die Haltung des Woh 2bteilung zusammengestoken ist, wobei es zu einem regelrechten nungsamtes fein. Das Wohnungsamt hatte der Gesandtschaft die von ihr innegehabten Räume zugebilligt und den Rumänen gleich Gefechte tam, ebenso im Bezirte Bobrta. In der Nacht auf den 5. b. Mts. wurden die Utrainer Bach. zeitig ben Schuh ber eigentlich nur für deutsche Reichsangehörige ge matiut und Bychulat, die für ben polnischen Sejm tandibier fich zugunsten ber ausländischen Gesandtschaft eingesetzt hatte, erflärte bochten Mieterschußverordnung zugefagt. Obwohl das Wohnungsamt ten, pon unbefannten Tätern erschossen. es fich später für unzuständig, als der Hauswirt die Kündigungs erlaubnis gegenüber seinem Mieter verlangte. Da auch das Auss märtige Amt ein Eingreifen ablehnte, griff der Bermieter zu dem allerdings etwas ungewöhnlichen Mittel, den Wohnungsein. gang bermauern zu laffen. Er tat bas, nachdem die Bost es abgelehnt hatte, eine Zahlungsaufforderung zu erlebigen, da nach Auskunft der Reichspoft ihre Befugnis an der Schwelle egterritorialer Räumlichkeiten aufhört. Der Hauswirt hat dem Wohlfahrtsminister die von ihm gesperrte Wohnung zur Verfügung gestellt, und 3mar mit dem ausdrücklichen Bermert, daß er die von den Rumänen bisher innegehabten Bimmer einer notleidenden deutschen Familie abzutreten bereit sei. " Englische Wahlprognose. London, 13. November.( EP.) Der diplomatische Mitarbeiter her Sunday Times" schreibt, in Regierungsfreisen erwartet man cine Mehrheit der Ronfervativen von 20 bis 30 Sigen gegenüber den anderen Parteien. Die voraussichtliche Zusammen fegung des neuen Barlaments werde folgende sein: Konservative 325, Arbeiterpartei 135, Unabhängige Liberale 100, Nationale Liberale 55, andere Barteien 5. Nach der Berliner Reise. Paris, 13. November.( EP.) Barthou erstattete am Sonntag nachmittag einen Bericht über die Tätigkeit der Reparations. tommission in Berlin. Die Meldung, wonach die Reparations fommission der Umbildung des beutigen Rabinetts augestimmt(?!) habe, wird bementiert. Man weift darauf hin, baß die Reparationstommission fein politischer Organismus sei und deshalb politischen Fragen weder zustimmen noch diese mißbilligen fönne. Die Welfen werden aktiv. Trennung Hannovers von Preußen. Hannover, 13. Rovember.( WIB.) Die aus dem ganzen hannoverschen Lande zahlreich besuchte Generalversammlung der Deutschhannoverigen Partei bejchloh am Sonntag die fofortige Einreichung des Antrages auf eine Abstimmung zum Zwede der Trennung Hannovers von Preußen. 1 holländischer Gulden Devisenkurse. 1 argentinischer Papier- Peso 1 belgischer Frant 1 norwegische Krone 1 dänische Krone. 1 schwedische Krone 1 finnische Mart. 1 japanischer Jen 1 italienische Lire 1 Bfund Sterling 1 Dollar 1 französischer Frank 1 Schweizer Frant. 1 brasilianischer Milreis 1 spanischer Beseta 100 österr. Stronen( abgeſt.) 1 tschechische Krone 1 ungarische Strone 1 bulgarischer Lewa. 1 jugoslawischer Dinar 478.80 481.20 1526.17 1533.88 11. November Der Verfassungstaler. Ein Taler ist heute eine sehr Meine Münze, etwa brei Sehntel Golbpfennige, und wer feinen Lohn gar in lauter harten Talern nach Haufe tragen sollte, dürfte, frogbem fie aus Leichtmetall be. stehen, barüber jehr wenig erbaut fein. Trotzdem hat die staatliche Münze angeblich Millionen von Talern geprägt, bie bas Datum des Berfassungstages, des 11. August 1922, tragen. Jebe Boche sollen nicht weniger als 4, ja fogar 7 millionen von diesem neuen Hartgeld hergestellt werden, so daß alsbalb jeber Deutsche mit einem Taler gefegnet sein könnte. Leser unseres Blattes, die sich für dieses Geld intereffieren, fragen nun an, wo es eigent lich zu finden sei, denn nirgends hätten sie es entdecken tönnen. Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, daß dieses praktisch so völlig ungenügende Zahlungsmittel von eifrigen Sammlern als Kurio: fum betrachtet und von ihnen irgendwo verborgen aufbewahrt wird. Wahrscheinlich würden sich diese glücklichen Talerbefizer genau fo beschweren, wenn diese Münze noch nicht ihre Sammlung zierte, wie jene, bie fich vergeblich nach dem Berbleib des neuen Talers er fundigen. Es bleibt schließlich noch die Frage übrig, ob es sich bei der steigenden Geldentwertung überhaupt noch lohnt, eine Münze zu prägen, deren Wert in Bruchteilen von Goopfennigen ausgedrückt, uns täglich mit der Welt des unendlich Kleinen vertrauter machen müßte. 13. November Ein schwerer Raubüberfall wurde am 16. September am GartenKäufer Berkäufer Räufer Berläufer plat 7 an einer Frau Ostermann, die durch Hosensteppen für ( Geld-)( Brief-)( Belb-)( Brief) 3wischenmeister ihren Lebensunterhalt erwarb, verübt. Sie wurde Rurs Kurs Kurs Kurs gefeffelt und gefnebelt und ihrer Geld und Silbersachen, der Uhr 8192.- 3208.- 8192.- 8208. ufm. beraubt. Der Räuber deckte die Ueberfallene mit einem Bett 2982.65 2947.85 2932.65 2947.85 zu und nahm dann auch noch die Hosen, die sie zur Berarbeitung 478.80 481.20 erhalten hatte, mit. Sie war dem Tode nahe, als man sie auf1828.17 1538.88 fand: Die eingehenden Ermittelungen der Kriminalpolizei ergaben, 1645.87 1651.18 1645.87 1654.18 daß der Täter einer ihrer Schlafburfchen war, ein 25 Jahre 2194.50 2203.50 after Baul Egeld. Diefer war, als man ihn festnehmen wollte, 2194.50 2205.50 201.49 202.51 199.50 200.50 verschwunden. Jezt ist es gelungen, ihn in Hamborn in Westfalen zu ermitteln. Von dort wurde er bereits nach Berlin zurückgebracht. 8898.23 3917.77 867.08 365.92 856.60 858.40 Es ergab sich, daß er in seiner Heimat Gladis Frau und Kinder 36408.75 36591.25 36408.75 36591.25 im Stich gelassen, nachdem er die ganze Wohnungseinrichtung 8104.68 8145.82 8179.50 8220.50 pertauft hatte. Die Beute aus dem Raubüberfall, die 50 000 Marb 516.20 518.80 518.70 521.80 mert war, hatte er in der Münzstraße für 3000 mart vertauft. 987.52 992,78 942.68 947.87 Den Erlös hatte er bald mit leichtsinnigen Mädchen durchgebracht. 1476.30 1483.70 1486.27 1493.78 Syndikalistische Kundgebung vor dem Polizeipräsidium. Die 1226.92 1238.08 1216.95 1223 05 Synditaliften hatten am gestrigen Sonntag in den Sophienfälen 10.58 eine start besuchte Bersammlung einberufen, um gegen die Inhoftie. 254.86 255.64 258.85 259.65 rung des italienischen Revolutionärs Ghezzi zu protestieren, der 8.36 pon der Antlagebehörde in Mailand wegen Geheimbündelei gesucht 58 15 wird. In der Versammlung sprachen der italienische Syndikalist 188.66 184.84 Sueci und Berihold Cohn, die beide in scharfer Weise gegen die Ber. 10.47 8,84 57.85 New Yort, 12. November. Wie aus Sanfiago gemeldet wird, wurde an der ganzen chilenischen Küste ein heftiges Erdbeben verspürt. Man zählt 200 Zote und 400 Berlegte. Mehr als 500 Häuser wurden zerstört, hauptsächlich durch das Eindringen der Flut, die ftellenweise bis eine Viertelmeile fich ins Cand ergoß. Das Zentrum der Erschütterung lag zwischen Coquimbo und La Serena. In diefen Städten waren die Erschütterungen am größten. Die Telephon- und Telegraphenverbindungen mit Argenfinien find unterbrochen. Mehrere Kabel wurden zerstört, Wie Reuter aus Santiago de Chile meldet, sind bei dem Erdbeben in Coquimbo fünfhundert, in Copiapo und anderen Orten fchähungsweise zweihundert Menschen ums Leben gekommen. Bierhundert Personen wurden verlegt. Buenos Aires, 12. november. Die Berbindungen mit Chile find wieder hergestellt, fo daß es möglich geworden ist, über das Erdbeben nähere Einzelheiten zu erfahren. Es scheint aus den letzten Meldungen hervorzugehen, daß die Zahl der Toten weit größer it, als anfangs angenommen wurde, Eine beitimmte Zahl fann jedoch nicht angegeben werden. In Santiago zählt man allein 100 Tote. Jm Norden des Landes find mehrere Städte durch haushohe Sturzwellen überflutet worden, so daß die Menschen im Wasser ertranten. Es erfolgten im ganzen zwei Erdstöße, von denen der zweite der heffigere war. Weiter wird aus Santiago gemeldet, daß das Erdbeben auf der Strede von 1500 Meilen zwischen Uquique und Baldivia verspürt wurde. Die Stadt Coquimbo ist vollständig zerftört. 3m ganzen Lande beläuft sich die Zahl der eingestürzten Häufer auf mehrere Taufend. Das letzte Beben, das Amerita bedrohte, ereignete sich in Merito im Juni 1911. Die Erdbebentatastrophe von San Franzisto verheerte im Jahre 1906 diefe Stadt fast vollständig. Auch die Stadt Salvador wurde im Jahre 1917 durch ein Erdbeben fast ziemlich zerstört. Das Giftaffentat auf den Condoner Polizeipräsidenten. Es hat sich heraus estellt, daß das Paket Schokolade wodurch der Londoner herausneftellt, Bolizeipräsident vergiftet wurde, von einer Frau der Boft aufgegeben wurde. Man vermutet, daß die Urheber des Attentats Sinnfeiner sind und erinnert daran, daß der Polizeipräsident früher Rommandant in Irland war und feit der Hinrichtung der Mörder des Marshalls Wilson zahlreiche Drohbriefe erhalten habe. Wetter für morgen. Berlin und Umgegend. Ein wenig wärmer, zeitweise aufflarend, jeboch überwiegend nebelia oder bewölft, bei mäßigen füdlichen Winden. Steine wesentlichen Niederschläge. Groß- Berliner Partei- Nachrichten der Bereinigten Sozialdemokratischen Partei. Dienstag 8 Uhr in der Schule Butbufer Jungfozialisten, Ortsgruppe Norden Straße 3-6 Mitgliederversammlung 109. Abt. Friebrichshagen. Versammlung der Scuffinder unserer Mitglieder am Dienstag, den 14.. nachmittags 5 Uhr in ber Turnhalle ber Anabensdule. Wichtige Borbesprechung unserer Weihnachtsfeier und Berteilung der Rollen. Sport. Preis von Tannenberg in Mariendorf. Ein über die englische Meile führendes Stichfahren, dotiert mit 300 000 Mart und genannt der Preis von Tannenberg, kam am Sonntag in Mariendorf zum Austrag. Beter Duffy trug das meiſte Bertrauen des Publikums, er tam nicht fehlerfrei über die Bahn, lief aber doch ein sehr gutes Rennen, obwohl Constantine the Great zwei Stechen gewann. 1. Rennen 1. Longobarde( Grube). 2. Kogenluft. 3. Dinibenbe Toto: 14: 10. Blat: 11, 18, 81:10. Feiner liefen: Marita( als 1. bis. qualifiziert, 80 Prog. Sieg und Plazweiten zurüd). Rumpi, Waffenschmied, pfilanti, Lenz I. Netti, Soffnung II, Bring Kudud. 3. 2. Rennen. 1. Florentiner( Herm. Schleusener), 2. Barth W., Fenelon. Toto: 24: 10. Plas: 14, 26. 29:10. Ferner liefen: Baron Arworthy, Fafner S., Stella Sarf, Bring Ubbell. 8. Sennen. 1. Dualle W.( Feiser), 2. Hariftein. 3. Fridolin III. Toto: 30: 10. Plat: 17, 19, 19:10. Ferner liefen: Qudmill I, Simpel, Frühauf, Seidemann, Seiderose B., Galchubell, Agt. 2. 4. Rennen. 1. Ebonit( Feller), 2. Jung Bergfried, 8. Bärbel. Toto: 11: 10. Blab: 12, 17:10. Ferner liefen: Durchbruch, Schlips, Reitgeist. 5. Rennen. I teden. 1. Constantine the Great( Großmann), effie Wortbh. 3. Duga. Toto: 31: 10. Plas: 16, 15, 36: 10. Ferner liefen: Beter Duffy( 4.), Peter I( 5.). Baron Watts, Allenstein. Gudrun II, II. Steen. 1. Conftantine the Great, 2. Duza, 3. Peter Duffy. Toto: 26: 10. Flat 18, 24, 12: 10. Ferner liefen: Bessie Worthy( 4.), Beter I( 5.), Baron Batts. Gudrun II. 1. Pechnelle( Bef.). 2. Mädel, 3. Sartenfels. Toto: 142: 10. Plat: 25, 44, 18: 10. Ferner liefen: Alpenfeg, Balfisch, Topinambour, Langouste, Seewind, Clara I. 7. Rennen. 1. Francisco( Naymer), 2. Gregor I, 8. Bontrefina. Toto: 16: 10. Blak: 12, 18, 16: 10. Ferner lesen: Carino, Friedensware, Gradisca, Sigurd, Chbina. 6. Rennen. Mabrennen im Sportpalast. Auch gestern hatten die Radsportheunde fich wieder vollzäblig eingefunden, um den Stämpfen auf der interbahn beizutobnen. Cingeleitet wurde der Abend durch sechs Bor läufe zu einen Borgabefahren über 6 Runden. Den Endlauf gewann dann schließlich der Exemateur chrefeld mit 25 Meter Vorgabe vor dula 75. Linfener 100, Maher 125, Betri 50 und Kolles( Holland) o Meter Borgabe. In einem Dreiermannimhaftstreffen ftar teten als Mannschaft 1: Rütt, Hoffmann, Delar Ziet gegen Mannschaft 2: Hahn, Caldow, Ad. Ouschte. 1. Treffen, Malfahren über 5 Runden, Gesamtresultat: Sieg der Mannschaft 2 mit 4 Bunfte sor Mannschaft 1 mit 5 Buniten. 2. Treffen, Berfolgungsrennen: Eieg der Manns idhaft 2 mit 8: 6 uniten nach 10 Runden in 2 Min. 3 Eef. 3. Treffen, Bunttejahren über 80 Runden mit 6 Bertungen. Gesamtresultat: Sieg der Mannschaft 2 mit 56: 70 Buntten in 7 Min. 22%, Set. Gesamt Saldow, Ad. Huschte mit 63 Bunften vor Rült, Cstar Tieb, Hoffmann mit resultat der Bunttwertungen: Gieg der Mannschaft Hahn, 81 Punkten. Ein langes Prämienfahren über 200 Munden entfeffelte wieder die übliche wilde Sagb, wobei es Stolz gelang. dem ganzen Felde eine Runde abzunehmen; er gewann bas lange Rennen in 52 Min. 48 Set, vor Behrend, Zechmer, Manthey, Bawle und Schrefeld, Gewerkschaftsbewegung Der Weg des Verderbens. Bir haben seinerzeit den Verrat der Kommunisten Tschechoslowakei festgenagelt, die mitten im gefährlichen Ab Cortampfe der Arbeiterschaft gegen die Lohnreduktion die Beiragssperre in den Gewerkschaften proflamierten. Unter der Barole der„ Einheitsfront" wurde ganz offen und unverhüllt die Spaltung der Gewerkschaften betrieben. Diese Spaltung ift inzwischen eine vollzogene Tatsache geworden. Vom 27. bis 29. Oftober fand in Prag ein fommunistischer Gewerkschaftstongreß statt, der die Gründung eines fommunistischen Ge wertschaftsbundes bornahm. Freilich hat der mit großem Tamtam einberufene Kongreg auf Reflame verstehen sich die Stommunisten mit einem recht bescheidenen Rejultat geendigt. Nach Mitteilung des Pravo Lidu" waren 261 Delegierte ge tommen, die 324 000 Miglieder vertraten. Als der Kongreß zu Ende ging, waren nur mehr 65 Delegierte anwesend. Die anderen hatten angesichts der heillosen Konfusion, die von den kommu nistischen Führern angerührt wurde, die Flucht ergriffen. " barüber gefordert wurde, daß Ausschlüsse aus dem Berbande der] Während auf der einen Seite der Holzpreis auf das 500fache des Metallarbeiter infolge politischer Tätigkeit nicht mehr stattfinden Friedensstandes gestiegen ist, beträgt das Bareinkommen eines werden", hat der Borstand des Deutschen Metallarbeiterverbondes Privatförsters nach den Richtlinien", die der Walbefizerverband ge geantwortet, ruht, mi dem ,, anständigen" Teil der Förster abzuschließen, etwa das „ daß wegen politischer Tätigkeit" Berbandsmitglieder nicht 15fache. Dabei zahlen, wie der Waldbefizerverband selbst zugeben. ausgeschloffen worden sind, soweit sie nicht gegen das Ver muß, ein großer Teil der Waldbefizer( nach unseren Feststellungen bandsstatut verstoßen und nicht verbandsschädigend 80 Broz.) noch unter diesen schäbigen Richtlinien. Kein Wunder, gewirkt haben. Dieser Grundjag bleibt auch für daß die Herren, die, wie man sieht, die ,, Anständigkeit" in Erbpacht bie Butunft maßgebend. Welcher politischen Partei der genommen haben, sich mit allen Mitteln gegen den Abschluß eines einzelne Kollege angehört, ist seine Sache. Für jedes Mitglied Tarifvertrages wehren und unsere Organisation„ ab töten" wolgilt das gleiche Recht. len. Bolle vier Monate verstanden sie es, den Abschluß eines Tarifvertrages für Brandenburg hinauszuzögern. Bei den Berhandlungen vor dem Schlichtungsausschuß bzw. dem Demobilmachungskommisjar erklärten die Besizer des Waldbefizerverbandes wiederholt mit zyni scher Offenheit, daß fie Verhandlungen mit unserer Organisation überhaupt ablehnen. Die Mitglieder haben durch die nach ihrem Willen zusammengefeßte Gmeralversammlung das für unseren Verband geltenbe Statut geschaffen. Das Statut gibt jedem Mitglied Rechte und Pflichten. Statut und Generalversammlungsbeschlüsse gelten für den Borstand wie für jedes einzelne Mitglied. Und dementsprechend wollen wir handeln. 44 Diese Antwort ist ebenso flar, wie sie voraussichtlich die Kommunisten, die die Gemertschaften als Vorspann der Politik Sowjetrußlands benutzen wollen, nicht befriedigen wird. Abtöten! Bom Berband fand und forstwirtschaftlicher Angestellter wird * Streng vertraulich! Wir sind überzeugt, daß wir, gestützt auf die Opferwilligkeit unserer Kollegenschaft, den Ansturm der Waldbefizer, die sich durch die hohen Holzpreise und durch die niedrige Bezahlung ihrer Förster die Taschen füllen, abwehren werden. Wir sind ferner davon überzeugt, daß wir in diefem Rampfe auf die einmütige Solidarität und tatträftige Unterstüßung der gesamten freigewerkschaftlichen Arbeitnehmerschaft rechnen können. Wirtschaft Glänzende Kartoffelernte. Die für den Hacfruchtbau günstige Witterung dieses Jahres hat zu glänzenden Ernteergebnissen geführt. Di: 3uderrüben. ernte ist nach den amtlichen Schäßungen, die im Reichsanzeiger" veröffentlicht worden sind, etwa 40 Pro3. größer als im Vorjahre, die Futterrüben haben ungefähr 50 Broz. Mehrertrag gebracht und die Kartoffelernte hat ebenfalls rund 50 Prozent Mehrertrag zu verzeichnen als im Vorjahr. Es wurden an Kartoffeln geerntet: Im Jahre 1913: 44,6 millionen Tonnen, " 1921: 26,1 1922: 39,2 " " Die Mostauer hatten nämlich die Herstellung der Einbeitsfront" in ganz radikaler Weise vorzunehmen beichlossen. Statt uns geschrieben: Berufs oder Industrieverbände verlangten sie die Gründung eines Bom Berband der Waldbefizer bzw. deffen Beauftragten wird Ginheitsverbandes, dem alle Angestellten, Arbeiter und folgendes Rundschreiben versandt. Die Unterzeichner desselben find Beamten ohne Unterschied des Berufs anzugehören haben. Dagegen Borstandsmitglieder des Baldbesikerverbandes und Mitglieder des opponierten die meisten Delegierten, insbesondere die Deutschen. mit staatlichen Mitteln unterhaltenen Reichsforstwirtschaftsrates, der Zwei der deutschen Referenten lehnten es ab, die übernommenen u. a. die Aufgabe hat, der Regierung sachverständige Gutachten über Referate zu balten und verließen mit den übrigen deutschen Dele alle Fragen, die die Forstwirtschaft betreffen, zu erteilen. Bon gierten den Kongreß. Der Führer der tichechischen Kommunisten welcher Art diese Gutachten find, ganz besonders soweit es sich um rief schließlich aus: Genossen, ermannt euch, sonst wird aus der soziale Fragen handelt, darüber dürften wohl nach diefer fleinen Zagung ein fertiges Jrrenhaus!" Roftprobe Zweifel nicht bestehen. Ist der Erfolg der Kommunisten also nur flein, so ist das Berlin, den 10. Oftober 1922. angerichtete Unheil desto größer. Die aus den Gewerkschaften herausgedrängten oder hinausgeefelten. Mitglieder gehen war nur An die Herren Waldbefizer Deutschlands! zum geringen Teil zu den kommunistischen Gewertschaften, fie tehren Die Ergebnisse, welche die sozialistische Organisation der Forst. aber auch in ihrer Mehrheit nicht zu den Gewerkschaften zurüd. beamten( Busch, Deutscher Privatforstbeamtender in, früher NeuSie üben die ihnen von den Kommunisten angeratene Beitrags- deutscher) in den Schlichtungsverfahren im Rheinland, Freistaat sperre praktisch in dem Sinne, daß sie überhaupt feine Sachsen, Westfalen, und neuerdings Brandenburg erzielt hat und Beiträge mehr bezahlen. Sie sind für den Kampf verloren die Gefahren, welche sich daraus ergeben, daß die Privatforstbeund stärken damit die Machtposition der Unternehmer. amtenschaft völlig raditalisiert wird, lassen es als unumgänglich zu diesen Zahlen ist zu bemerken, daß die Ernte von 1913 für Auch in Deutichland gehen die Kommunisten seit einiger Beit notwendig erscheinen, daß diesen und anderen Organisationen( ge- das ganze damalige Reichsgebiet, bei der Ernte von 1921 find mit ähnlichen Mitteln haufieren. Besonders im Bauarbetterverband meint ist unser Verband), welche auf gewerkschaftlicher Grundlage nur die Gebiete berücksichtigt, die damals noch nicht unter fremder wird die Beitragsiperre als„ revolutionäres Stampfmittel" ftehen und damit sich auf das Klaffenfampfprogramm verpflichten, Herrschaft standen,( also das gegenwärtige Reichsgebiet einschließlich empfohlen. Es ist tein Geheimnis mehr, daß der mit soviel Retlame mit allen Mitteln entgegengearbeitet wird. Hierzu kommt, daß die Oberschlesiens). Die Angaben von 1922 beziehen sich auf das gleiche borbereitete Betriebsrätetongres in Wirklichkeit als Regierung jeder mirtschaftsfriedlichen Organisation die Anerkennung Gebiet. Unter Berücksichtigung dieses Umstandes muß gesagt werSpaltungsfongreß der Gewerkschaften gedacht ist, wenn- perfagt, folange eine lintseerichtete Organisation besteht. Als gün- den, daß die diesjährige Kartoffelernte relativ noch beffer die Kommunisten genügend naive Gemüter einfangen tönnen, um ftiges Moment wirkt, daß bei der augenblicklichen Gelbentmer gewesen ist wie im Jahre 1913; auch wenn man sie auf die Bdas Wagnis zu ristieren. Ihre Waffenbrüderschaft mit der Union tung alle Berbände in finanzielle Schwieriteiten völkerungszahl umrechnet, ist das Verhältnis noch immer günstig. der Hand- und Kopfarbeiter, deren Anhänger die praktischen Ston- geraten; dies trifft besonders bei den Verbänden zu, welche bisher Auf den Kopf der Bevölkerung betrug die Kartoffelernte von 1913 Jeguenzen aus den Spaltungslehren der Mostowiter gezogen hatten, von anderen Organisationen Zuschuß erhielten, wie die rote Forst- nicht ganz 640 Kilo, in diesem Jahre aber rund 600 Kilo. ebe diese den Zeitpunkt für gekommen hielten, zeigt mit aller nur beamtenorganisation. Es ist infolgedeffen jegt der günstigste Es ist möglicherweise mit einem immerhin bemerklichen Abgang wünschenswerten Deutlichkeit, wohin die Reise geht. Die Kommu- Augenblid zum Eingriff. Ein besonderer Fall hat ge- von Kartoffeln zu rechnen. In den Gebieten mit schweren Böden, niften operieren in Deutschland genau so, wie sie in der Tschecho- zeigt, daß durch intensive Arbeit die Herausziehung der Forst- die jedoch nicht die Hauptkartoffelgebiete sind, hat die starke Feuchslowakei und in Frankreich operiert haben. Auch dort beruchten beamten aus den gewerkschaftlichen Verbänden bestimmt möglich ist. tigkeit dieses Sommers ungünstig auf die Gesundheit der Kartoffeln fie unter dem Dedmantel der Einbeitsfront" die Spaltung der Damit ist den gewerkschaftlichen Verbänden und der Regierung der gewirkt. Gewerkschaften. Auch dort schritten sie zu dem Kapitalverbrechen Boden zur Bekämpfung einer wirtschaftsfriedlichen Richtung und der Spaltung in dem Augenblid, als die Not der Ereignisse ein einer anständigen Gesinnung der Beamten ihren Arbeitgebern Saroffi A.-G., Tempelhof. Der Aufsichtsrat beschloß, der Ges feftes Zusammenstehen der Arbeiter, eine mamtvolle Organisation gegenüber entzogen. neralversammlung die Berteilung einer Dividende von 20 Prozent erforderte. Es ist deshalb unbedingt erforderlich, für diesen 3wed einen vorzuschlagen und zu beantragen, daß das Grundfapita! um Wir stehen in Deutschland infolge der katastrophalen Geld ausreichenden Fonds zu schaffen, der die Bekämpfung der 100 Millionen auf 200 Millionen erhöht wird mit der Maßgabe, entwertung in einer schweren Krife. Der Augenblid des offenen Gewerkschaften in jeder Form ermöglicht. Wir sind der Ansicht, hiervon 50 Millionen den Aktionären zum Bezuge im Verhältnis Berrats ist also für die Kommunisten gekommen. Die Ausbeutung daß es mit diesem Fonds möglich ist, in absehbarer Zeit jede von 2: 1 anzubieten und die weiteren 50 Millionen einem Konsor der berechtigten unzufriedenheit der Arbeiter hat feinen anderen gewertschaftliche Richtung der Forstbeamten ab- tium zu überlassen, welches sie an ein Syndikat verkauft mit der Sinn und Zwed. Die Bildung von Kontrollausschüssen", die 3utöten und damit allen weiteren Komplitationen mit den Ge- Verpflichtung, in Höhe des ihm aus der Verwertung zufließenden Einberufung eines Betriebsrätefongreffes, bie propa wertschaften und vor allem der Regierung aus dem Wege zu gehen. Gewinnes die Fertigstellung der Bauten der Gesellschaft zu begierte Beitragssperre, die Aufforderungen, über die ge- Unterzeichnete fchlagen daher vor, und nehmen, nachdem auch streiten. Der Ausgabeturs wird von der Generalversammlung festwählten Gewerkschaftsinstanzen hinweg zur fogenannten Selbst eine Anzahl anderer Waldbefizer ihr Einverständnis damit erklärt gesetzt. Die Gesellschaft fieht sich zu der Kapitalerhöhung infolge hilfe zu schreiten, die täglichen fübelweisen Werleumbungen, haben, an, daß alle Waldbefizer eine einmalige der fortschreitenden Geldentwertung und der damit gesteigerten erLügen und Verbätigungen gegen die Gewerkschaften Summe dazu bewilligen. Da durch die Entwertung der Mark höhten Ausgaben für Baukosten und Rohmaterialien veranlaßt. und ihre Führer, alle diese Dinge bilden eine logische Kette, die eine gewaltige Erhöhung aller Gegenstände eintritt, glauben wir, zum offenen Berrat, zur Wehrlosmachung der Arbeiterschaft führt. daß die Summe von Mt. 1, je Morgen Waldbefizes für diesen Die Frage ist nur, ob es den Kommunisten gelingen wird, eine o außerordentlich wichtigen 3wed nicht zu hoch ist. Wir bitten genügend große Zahl von Arbeitern einzufangen, um ihre Ver- diese Summe baldigft, mindestens 50 Pro3. sofort, ten Rest nach brechen mit dem Scheine der revolutionären Erhebung verhüllen dem Stande der Holzverkäufe auf das Konto Ludwig und Richter" zu können. Unsere Genossen in der Werkstatt und im Bureau, auf bei der Kur- und Neumärkischen Ritterschaftlichen Darlehenskasse zu dem Bauplatz und im Felde müssen auf der Wacht stehen. Sie Berlin, Wilhelmsplay 6, einzusenden. Wegen der Dringlichkeit der müssen ihren irregeleiteten, mit Recht unzufriedenen Kollegen Angelegenheit und wegen der großen politischen Tragweite hoffen flar machen, daß der Weg der Kommunisten zur Spaltung und das wir, daß niemand fich von dieser Sammlung ausschließt. mit zum Verderben der Arbeiterschaft führt. Wollen Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß diese wir der Ausplünderung der Arbeiterschaft Herr werden, dann helfen Angelegenheit mit der Organisation der Waldbefizer, also mit den feine Kontrollausichüsse und Betriebsrätefongresie, fondern nur Waldbefizer- Berbänden nichts zu tun hat, sondern als eine perfön. starte, bifaiplinierte Gewertidaftsorganisa- liche anzusehen ist. tionen. Kupferschmiede und Metallarbeiter. " Hochachtungsvoll ergebenft! In der Urschrift gezeichnet: Graf von der Asseburg- Falkenstein, von Flemming- Basenthin, von Schwarzkopf, Schloß Ratibor, Don Keudell- Hohenlübbichow. NB. Dieses Schreiben bitten wir nach Kenntnisnahme und Ausfüllung des anliegenden Scheines zu vernichten. In der Zeit vom 11. bis 15. November entscheiden die Kupferschmiede durch Urabstimmung über die Verschmelzung ihres Berbandes mit dem Deutschen Metallarbeiterverband. Da in einem Falls eine Rüdfrage erforderlich sein sollte, ist diese an Herrn Artikel des Rupferschmied" von den Kommunisten eine Erklärung von Ludwiger Klitschdorf( Bunzlau) zu richten. Gegen die Not der Preffe. Die Handelskammer Goslar ver öffentlicht einen Aufruf an Handel, Industrie und Gewerbe zur Unterstübung der deutschen Preise, in dem es u. a. heißt: Die deutsche Presse befindet sich in Not. Manche verdienstvolle Zeitung hat ihr Erscheinen einstellen müssen. Unter der Notlage leider nicht nur das kulturelle und geistige Leben des Volkes, sondern insbesondere auch die ganze deutsche Wirtschaft, die auf eine leistungsfähige Preffe unbedingt angewiesen ist. Die deutsche Wirtschaft muß der deutschen Presse beim Kampf ums Dafein Hilfe leisten, aber auch die Regieung muß die deutsche Presse als Einrichtung des öffentlichen Lebens in jeder geeigneten Weise unterſtügen und Sorge tragen für die Be schaffung billiger Holzftoffe und für Ermäßigung bzw. Befeitigung der Anzeigensteuer. Berantwortlich für den redakt. Teil: Bietor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Drud: Th. Glode, Berlin. Berlag Vorwärts- Berlag G. m. b. H., Berlin. Borwärts- Buchdruderci u. Berlagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin, Lindenftr. 3 Redner und Sänger, furz alle, die ihre Stimmbänder ftart anstrengen Sie find angenehm von Geschmack und grei en ben Magen nicht an. müffen, schützen fich vor Reizungen der Schleimhäute durch Panflavin Pastillen. Bon ersten Forschern warm empfohlen. Erhältlich in Apotheken und Drogerien. Auf zur Tat! Wer seine Weiterbildung betreibt und ihr gewissenhaft obliegt, übernimmt ein ernstes Werk. Wenn man aber ficht, wie die Menschen immer mehr nach Reichtum als nach Kenntniffen ftreben, fo tönnte man zu der Ansicht tommen, daß der Reichtum den Renntnissen vor Deutſches Bolt, rüftet Euch mit den Waffen des Geiſtes! 47 zuziehen fet heute ist Wiffen Macht." Und mit dem Wiffen die Baffen des Geiftes Ein Universal- Bilbungswert ersten Ranges, für Kriegsbefchädigte, Ranflente, Beamte und für die ganzen handwerklichen Berufsarten ist nur Die Hand- Bibliothek des allgemeinen u. praktischen Wissens von Em. Müller- Baden. 2 große. Brachtbände à Mart 2250 mur 1125 M. mit Zahlungserleichterung von monatlich Die Lieferung des Bertes erfolgt ohne Anzahlung, siehe Beſtellschein Bezirksverb. Berlin VSPD. 43.Abt. 6.Kreis. Unfer Genoffe, ber Rotationsarbeiter PATENTE Dr. Bogdahn, Geschäftst d Treuh.- Verein berat. Ing. SW 61, Gitschin. Str. 3.* Gold Max Howotnick Silber Kottbuser Damm 39 ift verstorben. Einäfcherung Dienstag nachm. 34, Uhr Krematorium Baum fchulenweg, Riefholaftraße 17/4 Platin Brillanten = Bruch kauft reell zu höchsten Tageskursen C. Käferle Uhrmacher- Juwelier Bettwäiche Frankfurter Allee 278 u Fabritpreisen Dam Semb. Sand Perser- Teppiche tüch., Tischt, Schürz. Musichneiden! Klaviere, Flügel HasenAllabendlich Der BlaueVogel Goltzstraße 9 Nollendorf 1613 Uhr: Das neue dritte Programm. Vorverkauf an allen Theaterkassen und an der Kasse d. Theaters v 11-2 u. ab 6 Uhr abends. erwerben wir Reichtum, Glüd und Macht Rein Feind fein Sak und Neid kann uns diesen Reichtum Inhalt: 1 unser Wilfen- rauben. Ueber 2700 Tegtieiten, über 700 Abbildungen mit zahlreichen Uebungsvorlagen und bunten Tafeln, einem franzöRichen u. englischen Sprachtur us- Anor anische Chemie Maschinenanlage und Maschinenbau über Dampf, Berbrennungs-, Wafferkrafte, Wind- und Arbeitsmaschinen Phyfit( die Lehre von der Barme, Optif, Magnetis mus, Elettrizität und Elettrotechnit) Lackschrift Schönschreiben und Rundschrift. Deutsche Sprache( Richtig Deutsch sprechen und schreiben) Stenographie( System Gabelsberger und Stolze- Schren)- Buchführung( einfac), doppelt amerikanisch) farbigen Abbildungen über alle Bollstypen der Erde, über Mineralien, Pilze, Nadel- und Saubbaume, Getreidearten, Obstbäume, Räfer, Schmetterlinge fowie die wichtigften Tiere ber ganzen Erde Kultur und Literaturgeschichte Simmelskunde. Geographie Ethnographie Geologie( mit einem Grundriß der Gesteinfunde oder Mineralogie) Geometrie: Planimetrie, Trigonometrie Stereometrie Brieffteller Musterformulare zu Schriftstücken aller Art im Berkehr mit Gerichten und Behörden usw. Die Hand- Bibliothet bringt Aufklärung auf allen den Gebieten, in denen heutzutage jeder bewandert sein muß Buchhandlung. M. Feller, Hermsdorf bei Berlin. Boftsched- Ronto Nr 28524 Berlin NW 7. arbenigen berechnen( mit Mech elrechnen und Algebra), Lohn- und Attfordrechnung- Erb- und Böl erhunde mit Lombardware. und und Q V In off. Brief: Bestellschein vorwärts umschl.f.200 Bf. An die Buchhandlung A.M.Feller, Hermsdorfh.Berlin Bestelle hiermit die Sand- Bibliothel, 2 gr. Brachtbände à 2250 Mt. mit Zahlungserleichte rung v. mtl. nur 1125 M. Erfüllungsort Berlin Name: Stand: Ort:. Nägel, Holzschrauben kauft Elsholz, Ge.dverker Maftertrawatten fpottbillig. Ballas. Kreuzfüchte, Belzwaren fpottbillig. Säde tauft Beyer, Gollnowftr. 9.. ftraße 4. Leihhaus, Reinickendorferstraße 105( Ret Klaviere, Flügel, Perferteppiche sucht Friedrichsgracht 1. Leihhaus Friedrichstraße 2( Ballefches telbedplay). dringend Serer. Ballasftr. 9( Anruf: Tor) bertauft spottbillig elegante An- Getragene Friedensanzüge. große Aus- Kurfürst 9104). ailge, Schlüpfer, Baletots. Gelegenheits- wahl, zum Teil auf Seide, fehr illig. Läufe: Sportpelge, Gehselze. Rageniaden, iede Figur paffend, auf Lager. Frad höchftzahlend Reichte, Reutölln, RaiferBerfer und deutsche Teppiche tauft Sofort Gelb, Ratenrückzahlung. BügBelzmäntel, Füchse aller Art. Reine Smofinganzüge. Schnurmacher, Staliger Friedrich- Straße 5. Tel. Neukölln 9123. ner, Große Frankfurterstr. 141. Straße 108 Laden. Sochbahn Oranien tr. Sofort Geld, Ratenrüdzahlung. Mi Fahrradantauf, Linienstraße 19.[ 149 ton. Mogitraße 12. Möbel Bis 150 000 für alte Zahngebisse, Sofort Geld auf jeden Sachwert, MöChaiselongues, Sofas, Auflage. Goldfachen, Silbersachen, Schmud fachen bel stehen bleibend. Krampis, LinienWalter, Patentmatragen. Platinbruch, Rinnmetalle Quecksilber, Stargarderstraße achtzehn. höchstzahlend. 39, Röpenickerstraße 39 ftraße. 88( Rosenthaler Tor). ( fchrägliber MetailAdalbertstraße). Versuch macht flug! Leibhaus" Brun- ftraße. Chaiselongues 1800.-, Metallbetten schmelze Christionat. nenstraße 5. Firma achten! Täglich Patentmatragen, Polsterauf großer Verkauf magmäßig hergestellter verkauft( pottbillig eritilaffige Anzüge. Straße 32a Quergebäude. Leibbans Spiegel, Chauffeestraße 7. lagen, Rinderdrahthett. Meide. Auguft. Anzilge. Baletots, Schlüpfer, Cutaways, Schlüpfer. Riefen- Auswahl. Hosen. Ragenjaden, Sportpelze, Belzwaren: Gehpelge. Füchse aller Art. Reine Lom Gebpelze, Sportpelze, Ragenjaden, bardware. Raninjaden, Gealmäntel, Kreuzfilchie Verkäufe Anzüge, Winterpaletots, Winter jchlüpfer, Cutaways, Gehrockanzilge, Gummimantel. Sosen enorm bil lige Breife. Friedensstoffe. Retne matragen, Bombardware. Lethhaus Rosenthaler. tor, Linienftr. 203/204. Ede Nosenthaler2000.-. Musikinstrumente Geschäftsankäufe Flüchtlinge suchen dringend Eristenz. gefchäfte, Grundstilde. Degen. Chauffee. Bianes preiswert. Klaviermacher Straße 116, Botsdamerstraße 68. Anufw. zu horrend billigen Preisen. Keeuaffe, Robelfllchfe, Silberfilchfe. Lint, Brunnenstraße 35. rufen: Norden 62, Kurfürst 3686. Blauwölfe. Täglicher Riefenverkauf zu Anzüge, Schlüpfer, Baletots( pott- Senfations- Sommerpreifen.( Reine Ber Pfanbleihhaus Schönhauser billig. Leihhaus. Reinidendorferstraße 105 aware.) ( ettelbeplat). Reine Lombardware.ee 115( Ringbahnhof Reine Lombardware. Areuzfüchie, Alastafüchse, fämtliche hon. Hochbahn. Kaufgesuche Schauplatten Bergma traße 15. Belzarten, spottbillige Sommerpreife. Teppiche, herrliche Berfermufter, Di Felbstecher, Photoapparate tauft BertReine Lombardware. Leihhaus Rosen- vanbeden. Brüden, billige Gelegenheit. sentrale, Oranienstraße 138, 1. Efage. höchfte Tagesor.zahlt thalertor, Linienstraße 203/204, Raifer- Friedrich Rähmaschinentaaf, auch schadhafte, 181/17 Bubow. Morigplas 10 174. Eckebrecht, heide 93 Hellasstr. 9, Karl. 9104 Rosenthalerſtraße. Ede Refchle, Reutöln, I ftrage 5 m. Botenfrauen und Männer stellt sofort ein Werkzeuge u. Maschinen ölz, Immanuelkirchstr. 24 Fischer, Bastianstr. 7 Nägel, Schrauben, Schmirgelleinen Lindenstr. 3, Laden, tauft Bobtte. Amsterdamerstr. 24.+ 62* Rugellager, Rugeln, Magnete, Ber- Mariendorf, Chauffecftr. 29 gafer, Ründkerzen tauft höchftzahlend Neukölln, Neckarstr. 2 Bila, nur Reinickendorferstraße 93, Saf parterre. Hauptexpedition Vorwärts.