Nr.55139.Jahrgang Ausgabe B Nr. 268 Bezugspreis: Für den Monat November 400,-M., voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet sowie Desterreich und Luxemburg 550,- M., für das übrige Ausland 930,- M., Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, England, Estland, Finnland, Frank reich, Holland, Lettland, Luxemburg, Desterreich, Schweden, Schweiz, Tschechoslowakei und Ungarn. Der ,, Borwärts" mit der Sonntags. beilage ,, Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage ,, Heimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: L ,, Sozialdemokrat Berlin" Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 8 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareil egette Loftet 120,-. Reklamezeile 600,-. ,, Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Bort 30, M.( zulässig zwei fettgebrudte Worte), jedes weitere Worl 24, M. Stellengesuche und Schlaf. 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Herr Cuno ist mit der Bildung seines Geschäfts- zu einer starten Mehrheitsregierung, zu einer Regierung der großen ministeriums" beschäftigt, über dessen Zusammensetzung noch Koalition, zu der, wenn sie auch gestern noch nicht durchzusehen nichts Bestimmtes verlautet. Alle Namen, die genannt wer- war, vielleicht in einigen Monaten der Weg frei und gangbar sein den, werden sofort wieder bestritten; nur von Hermes, Brauns und Geßler heißt es, daß sie sicherlich auch dem neuen Kabinett angehören würden. Solange die Zusammenfegung des Kabinetts nicht feststeht, ist natürlich ein Urteil darüber nicht möglich, andererseits ist selbstverständlich, daß das bürgerliche Kabinett, das hier im Werden ist, von den Arbeitermassen mit Unruhe und Mißbehagen aufgenommen wird. In den Aeußerungen der heutigen Morgenpreffe spiegelt sich die ganze Unsicherheit der Situation des kommenden Kabinetts Cuno wider. Daß es sich nicht um ein eigentliches Geschäftsmini fterium, sondern mehr um ein Rabinett der Arbeitsgemeinschaft" handelt, wird fast überall betont. Das„ Ber liner Tageblatt" meift sehr scharf auf den starten volts parteilichen Einschlag hin. Es schreibt: ,, Ueberblickt man das Ganze, fo fann man sich eines starten Unbehagens nicht erwehren. Das volksparteiliche Element überwiegt, felbst wenn der eine oder andere Ministerposten am Ende anders besetzt werden sollte. Das Reichswirtschaftsministerium würde völlig in die hand von Männern gegeben werden, die ein seitig großindustriell eingestellt sind. Alle politisch und wirtschaft lich ausschlaggebenden Ministerien wären danach in den Händen der Deutschen Boltspartei. Das ist eine derartig einseitige Einstellung des neuen Kabinetts, daß die Demokratische Partei sie baum wird auf die Dauer ertragen fönnen, und wir erheben unsere warnende Stimme, noch ehe es zu spät ist." Allgemein wird betont, daß die parlamentarische Situation des neuen Kabinetts mehr wie unsicher ist. So schreibt die Bossische 3eitung": ,, Aber das schafft bie Tatsache nicht aus der Welt, daß seine Regierung parlamentarisch eine sehr schmale Bafis hat, die nicht verbreiterungsfähig ist, und daß selbst diese schmale Basis nicht sehr fest ist, weil einzelne Parteien der Arbeitsgemeinschaft anscheinend nicht mit ganzem Herzen dabei sind." Die Deutsche Allgemeine 3eitung" spricht von ,, einem Banfrott, wenn nicht des Parlamentarismus, so doch des gegenwärtigen deutschen Parteiwefens". Die" Boffische 3ei. tung" ist der Meinung, daß ohne Mitwirkung der Sozialdemokratie auch dieses Geschäftsministerium" die Geschäfte auf die Dauer nicht wird führen können und meint weiter: Welchen Charakter der neue Reichskanzler seinem Kabinett auch beilegen mag, es wird doch nur den llebergang bilden können " Das„ Berliner Tageblatt" aber hegt die Befürchtung, daß eine solche Unterstützung der Sozialdemokratie nicht zu haben sein wird: Sollte sich das Kabinett aber so zufammenfeßen, wie oben angedeutet, so ist die Haltung der Sozialdemokratie mehr als zweifelhaft." Ist so die Presse der bürgerlichen Mitte( das Zentrumsblatt, die „ Germania" erscheint des Morgens nicht) steptisch und zurückhaltend, so klingt es aus dem deutschnationalen Lager aber anders. Der ,, Lokal- Anzeiger" schreibt: wohlwollende Neutralität bewahren. Man geht sogar noch weiter Die Deutschnationalen dürften dem neuen Rabinett gegenüber und glaubt, daß sie unter Umständen dem Bertrauensvotum zu stimmen werden. Innerhalb der deutschnationalen Fraktion ist eine ftorte Strömung dafür vorhanden, das Kabinett Cuno in weit gehendstem Maße zu unterstützen." Und der Tag" liefert zu dieser Unterstügung" die Begleitmusik. Er findet, daß eine solche Lösung von vornherein die gegebene" sei und erwartet, daß nun auf die verantwortlichen Boften" Männer gesetzt werden, die eine engere Fühlung mit der Rechten herstellen könnten. Der„ Tag" würde es deshalb auch bedauerlich finden, ,, wenn aus der Deutschen Boltspartei nur Angehörige ihres linden Flügels in das Ministerium einziehen würden". Auch die„ Deutsche Tageszeitung" fehlt nicht in diesem Chor. Auch sie präsentiert den bürgerlichen Parteien den deutsch nationalen Wechsel: ,, Somit ist die Stellung des Rabinetts schwankend, bevor es seine Tätigkeit begonnen hat. Diese Tatsache braucht den neuen Reichskanzler jedoch nicht abzuschreden. Geht er feinen Weg mit Energie und läßt er die nationalen Notwendigkeiten des deutschen Volkes in feiner Regierungstätigkeit nie außer acht, dann wird sich schon im Parlament eine Mehrheit für ihn finden." Alles in allem fann man einem demokratischen Mittagsblatt nicht unrecht geben, das nach diesen Pressestimmen von einer Rartenhaus- Regierung" spricht und von Herrn Cuno sagt, er habe nach dem alten Bolkslied gehandelt:„ Ich hab mein Sach' auf nichts gestellt!" Im übrigen find alle Namen noch vorläufig. Die fozialbemo fratische Reichstagsfraktion wird am Donnerstag zum neuen Kabinett und zu seinem Programm endgültig Stellung nehmen. Clynes führt die Opposition. Italien nicht diejenigen Vorteile zu, die es hätte erwarten dürfen; London, 21. November.( WIB.) Im Unterhause begann Unterhändler zum mindesten teilweise die Schuld hieran, fo fei 3. B. zweifellos trügen nach seiner Auffassung die damaligen italienischen nach der Wahl des Sprechers die Vereidigung der Mitglieder. Sehr Frankreich das Mandat über Syrien übertragen worden, Engbemerkt wurde dabei, daß der Arbeiterführer Clynes die Füh- land dasjenige über Balästina. Zum Ausgleich dafür möchte Mussorung der Opposition übernommen hat. Als Bonar Cam lini, daß Italien wirtschaftliche Borteile erhalte; sie sollen die fich an die Spitze der herkömmlichen Prozession zum Unterhaus italienische Einflußzone in Kleinafien ersehen, die im ursprüngfette, ersuchte Asquith den Arbeiterführer Clynes, neben dem Pre- ägäischen Meeres anlange, die auf Grund eines interalliierten Bes lichen Vertrag von Sèvres festgesetzt war. Was die Inseln des mierminister als Führer der Opposition herzugehen. Somit hat schluffes der Türkei nicht zurückerstattet werden sollen, so scheine der Asquith für die liberale Partei auf den Anspruch, die Führung der italienische Ministerpräsident fie für Italien verlangen zu wollen. Opposition zu haben, zugunsten der Arbeiterpartei verzichtet. Kein neues Diktat! Lloyd George erschien heute nicht im Unterhaus. Paris, 21. November. Zur Lösung der Wohnungsfrage. Bon Dr. M. Engler, badischer Arbeitsminister. Vor dem Krieg benötigten wir, um den Bevölkerungszuwachs unterzubringen, jährlich etwa 200 000 neue Wohnungen. Durch den Umstand, daß während des Krieges fast gar keine Wohnungen und nach dem Krieg bedeutend weniger als früher gebaut wurden, fehlen uns gegenwärtig etwa 1,3 Millionen Wohnungen. Wenn wir in 3ufunft für eine Wohnung 1,8 Millionen Mark aufwenden müssen, so werden die Mieter der neuen Wohnungen etwa das Sechzigfache der Friedensmiete zu leisten haben, denn dafür, daß die neuen Wohnungen von Wohnabgabe und Steuern befreit sind, müssen ihre Mieter oder Eigentümer ein entsprechend höheres Kapital verzinsen. Insgesamt wird beim heutigen gung von 350 000 m. übernehmen müssen, dazu fämen dann Stand des Geldwertes der Mieter die Verzinsung und Lilnoch Gebäudeunterhaltung und Versicherungen, so daß sich der gesamte Wohnungsaufwand für eine fleine Dreizimmerwohnung auf etwa 30'000 m. jährlich belaufen wird. Aus öffentlichen Mitteln sind dann für jede Wohnung noch 1,55 Millionen Mart aufzubringen. nungen mit Zuschuß bedenken können, leuchtet ohne weiteres Daß wir unter diesen Umständen nicht 200 000 ohein. Etma 30 000 Wohnungen fönnen gebaut werden mit hilfe von Arbeitgeberzuschüssen, aus Mitteln der Kohlenabgabe und von Privaten, die wenig oder gar feinen Zuschuß erhalten. Weitere 20 000 Wohnungen werden auf private Bauherren entfallen, die mit der Hälfte des errechneten Zuschusses auskommen. Wenn wir also im ganzen auf 150 000 neue Wohnungen fommen wollen, dann müssen für 100 000 3ohnungen die Zuschüsse beschafft werden. Eine Zusammenstellung ergibt als erforderlichen Gesamtbetrag der Baukostenzuschüsse für Länder und Gemeinden zusammen: N 25 000 " " " " für 100 000 Wohnungen( je 1 550 000 m.)= 155 Milliarden M. 775 000 rund 20 Summa 175 Milliarden, W. Diese Summe auf die bestehenden Wohnungen umgelegt, würde allein das 36fache der Friedens miete be tragen. Legen wir den weiteren Berechnungen die Annahme zugrunde, daß es möglich und notwendig wäre, die Wohnabgabe in dieser Höhe zu erheben, wie würde sich dann der Aufwand für die Inhaber der alten Wohnungen stellen? Eine Wohnung, die jetzt einen Bauaufwand von 1 800 000 m. erfordert, fostete vor dem Krieg etwa 7000 m. Dafür wurden im Durchschnitt 420 m. Miete bezahlt. Wir müssen damit Steuern zu bezahlen sind als bis jetzt, daß noch mehr als jetzt rechnen, daß in Zukunft noch höhere Gemeinde- und Staatsfchon festgefeßt ist, für Wohnungsunterhaltung geleistet werden muß und kann sich deshalb folgende Berechnung ergeben: Grundmiete( nach den gefeßlichen Abzügen) 400 M. Gebäudeunterhaltung 800 Broz. Steuern und andere Abgaben 1000 Proz Wohnabgabe 36 X 420. • 3 200 4000" 15 100" 22 700 M. Damit wäre der Wohnungsaufwand auf den 50fachen ( EP.) Abg. Clynes erklärte dem Bertreter von Havas erflärt, wir messen den in der Presse er geffen werden, daß die Preise für alle anderen Dinge viel mehr Paris, 21. November.( WTB.) Ismet Pascha hat einem Betrag der Vorkriegszeit gestiegen. Es darf aber nicht verLondoner Matin"-korrespondenten, der glühendste Wunsch der schienenen Nachrichten über die Dispositionen der Allierten uns gestiegen sind, der Preis für einen Herrenanzug ist in diesem Arbeiterpartei sei, den Weltfrieden aufrechtzuerhalten. Europas gegenüber feinerlei Glaubwürdigkeit bei, namentlich auch nicht den Jahr um einen höheren Betrag gestiegen, als er für den ganzen wichtigste Nationen sowie Amerika tönnten in einer allgemeinen Nachrichten über das sogenannte Memorandum Lord Curzons, fo- Wohnungsaufwand erforderlich ist. Es muß auch immer Organisation, ähnlich dem Bölkerbunde, zufammenarbeiten. Clynes lange wir den authentischen Tegt nicht vor Augen haben. Wir fönnen wieder betont werden, daß kein anderer Weg bleibt: ent glaubt, daß nur geringe Aussicht bestehe, von Deutschland Repara- nicht glauben, daß die Türkei über ihren Kopf hinweg abgeschloffenen weder Wohnabgabe oder freie Wirtschaft. fionen zu erhalten, wenn man sich nicht entschließe, eine Grundlage Uebereinkommen gegenübergestellt werden soll. Wir sind nicht zur für ein Einvernehmen zu finden. Die genaue Reparationsjumme Konferenz von Lausanne gekommen, um hier abgeurteilt zu martte wäre, zeigt uns die Beantwortung der Frage, wie hoch Wie gefährlich aber die Freiheit auf dem Wohnungs. müſſe mit Zustimmung Deutschlands festgefeht werden, forbern um in aller Freiheit am Friedensvertrag mitzu- die Mieten bei freier Wirtschaft würden. Wenn die heutigen arbeiten. Es ist geschrieben worden, unfere Ansprüche feien in den werden, sonst würden die Kosten der Rheinbefehung ins Ungeheure letzten Tagen gewachsen, das ist nicht richtig. Wir halten uns an autosten vom Mieter auch nur mit 6 Proz. verzinst werden steigen müssen. unseren Nationalpatt, nicht mehr und nicht weniger, allerdings aber sollten, so müßte für eine kleine Wohnung schon ir burdings einetleine Die Arbeitslosen und Bonar Law. mit der Ausnahme, daß unser Baft zeitlich vor den legten Schrecken 110 000 m. Miete bezahlt werden. Heute ist aber Paris, 21, November.( Tul.) Der Vorsitzende der englischen des Krieges liegt, und daß wir deshalb die gerechte wieder fein Geld zu einem Binsfuß von 5 Broz. erhältlich aus 1 Broz. Landesbewegung der Arbeitslosen hat gestern an Bonar am ein und unserem Eigentum zugefügt worden sind, wir werden infolge den, und schon aus diesem Grunde würde die Miete noch viel herstellung der Schäden verlangen, die unserer Bevölkerung können auch Steuern und Unterhaltung nicht bestritten per Schreiben gerichtet, in dem er die eigerung des Premier- von miniſters, die Arbeitslosen zu empfangen, zurückweift und den Bor- defen en Griechenland die Zahlung einer Kriegsentschädigung ver- höher sein. Derartige Mietsteigerungen würden aber notschlag, daß diese sich an den Minister für Arbeit wenden mögen, als unannehmbar bezeichnet; zahlreiche Mitglieder der Abordnung wendigerweise weitere Lohnerhöhungen und weitere Preiserhöhungen bedingen, das Rad der Geldentwertung würde steigerungen nach sich ziehen und würden wiederum Mietsich immer rascher umdrehen; dabei ist aber als wichtigster Bunft zu beachten, daß wir bei freier Wirtschaft die riesigen teine einzige Wohnung würde damit gebaut werden, denn Summen nur in die Taschen der Hausbesizer bezahlen, und Der neue Kalif. hätten Hunderte von Meilen zurückgelegt, um dem Leiter der Remal Pascha hat dem neugemählten Kalifen diese Wahl in Regierung ihre Beschwerden vorzutragen. Die Arbeitslosen ver- einem Telegramm mitgeteilt, das die Ablegung Mohammeds VI. langen, daß man ihnen entweder Arbeit verschafft oder für ihre Be. mit seiner Flucht unter ausländischem Schutz begründet und die Digiffe vollkommen aufkommt. Die Abordnung wird, wie das Machtfülle der Nationalversammlung scharf betont. Echreiben fagt, am 22. November beim Premierminister vor. Der Kalif ist nur geistliches Oberhaupt der Mohammedaner, sprechen und sie erwartet, daß man sie empfangen wird. aber aller, nicht nur der türkischen. Dollar mittags 6400. Mussolinis Ansprüche in Lausanne. Die Börse verharrt weiter in ihrer optimistischen BeParis, 21. November.( BTB.) Der in Lausanne weilende urteilung der innerpolitischen Lage. Am heutigen Börsenruhetage diplomatische Redakteur der Agentur Havas glaubt folgende An- fand nur offizieller Devisenverkehr statt. Man handelte den Dollar gaben machen zu können: Bekanntlich war zwischen Poincaré und Lord Curzon eine Verständigung über die Tragweite ihrer 26- gegen Mittag mit 6400. Es scheint einiges Angebot aus den machungen in Paris am Sonnabend erzielt worden. Der italienische Kreisen der Hamsterer herauszukommen. Hierzu dürfte neben den Ministerpräsident hat Wert darauf gelegt, fich in aller Freiheit politischen Ereignissen auch die sehr verschärfte Geldmartt hierzu auszusprechen. Nach ihm erkennt der Vertrag von Sèvres lage beitragen. Für Effekten ist die Börse günstig gestimmt. bauen wollen die Herren Spekulanten bei den unsicheren Verhältnissen nicht. Die Herren verlangen auch nicht freien Wohtionshandel mit den Häusern zu treiben. nungsmarkt, um zu bauen, sondern um wilden Spefula auf mindestens ein Fünftel des Arbeitslohnes Unsere Hausbefizer sind der Meinung, daß sie Anspruch haben. Wir aber sagen: der Hausbesiger soll nicht mehr an Kapitalrente haben, als was er seinen Hypothekengläubigern felber zahlt. Er soll außer dem Kapitalzins das erhalten, was er an wirklichen Aufwendungen für das Haus hat; an den im Reichsmietengesetz festgelegten Grundsägen muß feftgehal- folche Wohnungsinhaber, die eine zu große Wohnung haben, zu bilden, am 14. November mit 10 Bedingungen geantwortet. Diefe ten werden, dann wird der Arbeiter in Zukunft troh hoher in eine fleinere einzuweisen. Es ist auch zu überlegen, Bedingungen decken fich zum Teil mit den Forderungen unserer Wohnabgabe einen geringeren Prozentsaz seines Lohnes als ob die wirklich reichen Leute nicht zum Bau Partei, deren Durchführung teils schon erfolgt oder in Angriff geWohnungsaufwand bezahlen müssen als früher. Das schafft einer Wohnung gezwungen werden sollen. nommen worden ist. Ein anderer Teil Ihrer Forderungen gehört ihm allerdings erst einen fleinen Ausgleich für die Preissteige- In verschiedenen Baugenossenschaften greifen die Mitglieder zur Kompetenz des Reiches und ist in Sachsen allein nicht durchrungen auf anderen Gebieten, die weit über das Steigen der zur tätigen Mitarbeit. Sie treten nach Schluß ihrer Berufs- führbar. Wir erkennen sie trotzdem für fachlich berechtigt an und Löhne hinausgehen. arbeit zusammen, um an ihrem zukünftigen Heim zu arbeiten. find bereit, mit allen Mitteln von Sachsen aus in Ihrem Sinne auf Gehen wir bei den Berechnungen wieder von der Woh Gewiß ist es eine Ueberschreitung der achtstündigen Arbeits- das Reich einzuwirken. Einige Forderungen aber und das gilt mung mit 420 M. Friedensmiete aus und legen auf der anderen zeit, aber niemand wird es denjenigen, die wohnungslos sind, besonders für das Verlangen, alle das Proletariat berührenden GeSeite den Lohn eines gelernten Arbeiters einer größeren Stadt verwehren wollen, alle Mittel aufzubieten, um zu einer Woh sehe der Vollversammlung der Betriebsräte und dem Betriebsrätezugrunde, so fommen wir zu folgendem Ergebnis: nung zu fommen. Es wird dadurch auch niemand Arbeit weg- fongreß vorzulegen-lehnen wir ab, weil diese Forderung eine solche genommen, da durch diese genossenschaftliche des Gesamtproletariats nicht ist, die Betriebsräte vielmehr nur ein Selbsthilfe die Möglichkeit gegeben ist, mit den gleichen Organ der Gewerkschaftsbewegung sind und die Gewerkschaften selbst Geldmitteln mehr Wohnungen zu erstellen. schon immer in allen wirtschaftlichen Fragen von der Regierung z Mit fozialistischem Gruß Gelernie Arbeiter verdienten in den größeren Städten im Jahre 1914 durchschnittlich etwa 65 Pf. in der Stunde. Das machte bei zehnstündiger Arbeit und 290 Arbeitstagen ein Jahreseintommen von rund 1900 M. Es zahlte also dieser Mit dieser praktischen Selbsthilfe ist auch der Rate gezogen werden. Da Sie in Ihrer Presse selbst anerkannt Arbeiter von seinem Einkommen 22 Proz. für die Wohnung. Weg gezeigt, der aus dem Wohnungselend hinausführt. Die haben, daß die Verfassung solange refpeftiert werden muß, bis die Er mußte für die Wohnung 65 Tage im Jahr arbeiten. Lösung der Wohnungsfrage hängt nicht nur von der Geld- Arbeiterklasse die Macht und den Willen hat, sie abzuändern, halten Die Arbeiterkategorien, die vor dem Krieg 65 Pf. beschaffung, sondern noch viel mehr von der Produktion ab. wir eine Berständigung auf der in unserem ersten Schreiben vorgeStundenlohn hatten, haben heute 85 M.( Diese Vergleichs: Die Behebung der Wohnungsnot beginnt in den Kohlen- schlagenen Gurndlage durchaus für möglich. Wenn Sie das ernstlich giffer, wie alle übrigen, ist schon wieder überholt! gruben. Haben wir genügend Kohlen, dann können alle wollen, bitten wir um eine flare Antwort. Dann erst können die Red. d.„ B.".) Er verdient also in 290 Tagen bei achtstündiger Bementfabriken und Ziegeleien arbeiten, dann gibt es auch beiden Barteien in mündlichen Verhandlungen gemeinsam ein ReArbeitszeit 197 200 m. und würde bei einem Wohnungs- wieder Konkurrenz auf dem Baustoffmarkt. Wenn genügend gierungsprogramm aufstellen, das sich im Interesse der Arbeiterſchaft aufwand von 22 700 m. 8,7 Proz. von seinem Einkommen Baustoffe vorhanden sind, muß auf den Bauplähen die Arbeit auswirkt. zahlen, statt wie früher 22 Broz., oder den Arbeitsertrag von so organisiert werden, daß eine möglichst große Zahl von Woh34 Tagen aufwenden statt von 65 Tagen in der Vorfriegs- nungen fertiggestellt wird. Wenn notwendig, muß der Mangel zeit. Bei geringeren Löhnen wurden gewöhnlich auch ge- an gelernten Arbeitern vorübergehend durch Berlängerung der ringere Mieten bezahlt und dürfte sich im allgemeinen das Arbeitszeit ausgeglichen werden. Gemeinden und große Baugleiche prozentuale Berhältnis ergeben. genossenschaften sollten sich für die Baustoffgewinnung zuGegenwärtig wird in den Städten als Wohnabgabe etwa fammenschließen, um dieselben möglichst billig zu gewinnen. Die Sicherung des Brotes. der dreifache Betrag der Friedensmiete er- Auf dem Gebiete des Wohnungswesens fann ein gewal Autrag Sachsens zur Brotversorgung. hoben. Es würde sich in dem erwähnten Beispiel alfo um eine tiges Stüd Sozialisierungsarbeit geleistet Erhöhung von 13 900 m. handeln. Dafür wäre eine Erhöhung werden, die ersten Schritte sind gemacht. Schreiten wir weiter Staatsregierung hat beim Reichsrat beantragt, daß Dresden, 21. November.( Eigener Drahtbericht.) Die fächsische des Stundenlohnes von 6,85 m. notwendig. Eine Lohn- und sorgen wir dafür, daß die Wohnungen in Zukunft nicht Staatsregierung hat beim Reichsrat beantragt, daß erhöhung, die sicherlich von unserer Industrie noch getragen mehr Ausbeutungsmittel in der Hand der Kapitalisten find. 1. die Reichsgetreidestelle angewiesen wird, von der ihr nach werden könnte, und wenn es den Gewerkschaften gelingt, für Entschließen wir uns aber auch zu den Lei:§ 22 des Reichsgetreidegesetzes zustehenden Befugnis, Enteignung alle anderen Preissteigerungen den Ausgleich einigermaßen zu stungen, die im Interesse der Allgemeinheit bes nicht rechtzeitig gelieferten Brotgetreides von den Kommunalcrfämpfen, so muß es auch gelingen, für die Wohnungsfrage notwendig sind! verbänden zu verlangen, alsbald Gebrauch macht, das Notwendige herauszuholen. Ein neues Gutachten über das Friedmann- Verfahren. Der Landesarbeitsausschuß der Vereinigten Sozialdemokratie. gez. Eggert." 2. eine mindestens zehnprozentige Streckung des Brotes mit Kartoffelmehl oder Kartoffelwalzmehl angeordnet wird, 3. den Brauereien die Verwendung von inländischem Brotgetreide und inländischer Gerste zur Bierbereitung und Verwendung jeglichen Getreides zur Herstellung von Startbier untersagt wird. Die Wiedererstandenen. Die verbotenen Nationalsozialisten als„ Großdeutsche Arbeiterpartei". Nun ist es vielleicht nicht möglich und auch nicht notwen Der Kampf gegen die Tuberkulose. big, sofort eine Wohnabgabe in dieser Höhe zu erheben. Aber fehr viel geringer darf sie nicht sein, wenn nicht unsere ganze Wohnungswirtschaft zusammenbrechen soll. Ein DaniederDer auf Beschluß der Preußischen Landesversammlung vom liegen des Baugewerbes würde auch sofort in den ver Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung berufene Ausschiedensten Gewerben Arbeitslosigkeit nach sich ziehen, und schuß von 24 ärztlichen Mitgliedern zur Prüfung des Friedmannschen für diese Arbeitslosen mußte die Allgemeinheit doch wieder Schutz- und Heilmittels der Tuberkulose hat seine Arbeiten mit einem aufkommen. Es besteht die Gefahr, daß mancher sagt, wenn ausführlichen Bericht beendet, der von einer Zweidrittelmajorität des unter der Zwangswirtschaft schon so hohe Beträge gefordert Ausschusses unterzeichnet wurde. Wie die PPN. hören, herrscht nunmerden, dann lieber die freie Wirtschaft. An entsprechender mehr Uebereinstimmung darüber, daß dieses Mittel unschädlich Am Sonntag meldeten wir, daß der preußische Agitation der Hausbesitzer wird es nicht fehlen. Demgegen ist. Bei der Lungentuberkulose stehen den Untersuchern, die in zahl- Innenminister die Nationalsozialistische Arbeiterpartei" für über gilt es, immer darauf hinzuweisen, daß es doch ein ge- reichen Fällen bei jahrelangen Beobachtungen über günstige Ergeb- Preußen verboten hat. Ihr antisemitisches, ausgesprochen waltiger Erfolg der Gemeinwirtschaft ist, wenn wir den Woh nisse berichten, andere gegenüber, die Erfolge nicht zugeben. Bei der reaktionäres Programm hatten wir besprochen. Heute nungsaufwand auf einem Biertel dessen halten, was er bei Tuberkulose der Knochen und Gelenke, des Harn- und Geschlechts- meldet die Tü. die Bildung einer Großdeutschen Arbeiterfreier Wirtschaft betragen würde, und uns dabei noch die apparates, manchen Formen von Augen- und Haut-, Lymphdrüsen- partei". Die deutschen Fascisten wittern Morgenluft. Sie Mittel beschaffen für den Bau von Wohnungen, während bei Tuberkulose sowie frischer Reinfektion nach Grippe und dergleichen hoffen unter der neuen Regierung, die sich bald auf die Rechte freier Wirtschaft nichts gebaut würde. Bei einem weiteren und vor allem bei findlicher Tuberkulose find, wie der Bericht fest fügen muß, ihre Pläne anders vorbereiten zu können. Die Ginfen des Geldwertes wird natürlich auch der Wohnungs- ftellt, auch von sehr vorsichtig urteilenden und steptischen Beobachtern Meldung lautet: aufwand steigen, wenn wir aber an der Gemeinwirtschaft fest überraschende Erfolge beobachtet worden. Als besonderer Berlin, 20. November.( TU.) In Berlin ist gestern eine fommens ausmachen gegen 20 bis 25 Broz. vor dem Krieg. auf sehr einfache und billige Weise mit ein oder zwei Einspritzungen akung hervorgeht, will die Partei, deren Siz Berlin ist, eine halten, so wird der Betrag nie mehr als 10 Proz. des Ein- Vorteil des Mittels wird angegeben, daß die erreichbaren Erfolge Großdeutsche Arbeiterpartei" gegründet worden. Zum Borsigenden wurde Herr Paul Hocke, Potsdam, gewählt. Wie aus der Die Last der Wohnungsabgabe fann für das arbeitende erzielt werden fönnen. Der Ausschuß stellt zum Schluß feft, daß vöttische Partei jein. Mitglied fann jeder fiich einwandfreie Bolt durch verschiedene Maßnahmen erleichtert werden. Die Tatsachen vorliegen, die das Mittel als im Kampf gegen die Deutschstämmige" werden. Die Bartei fordert den Zusammenflus 2bgabe muß abgestuft werden nach der Größe der Woh Tuberkulose wertoolt erscheinen lassen. Ueber die An- aller Deutschen auf Grund des Gelbstbestimmungsrechtes der Völker nungen und der Zahl der Personen, die eine Wohnung bewohnen. Die Wohnungslurussteuer muß noch viel weiter aus- wendungsbreite des Mittels wird noch Sammlung von Erfahrungen zu einem Großdeutschland, fordert Aufhebung der Friedensverträge in den weitesten ärztlichen Kreisen verlangt. gebaut werden. Unsere Industrie fann ebenfalls zu bevon Versailles und Saint Germain sowie Land und Boden( Kolonien) zur Ernährung unseres Bolles. Inner und wirtschaftspolitisch deutenden Leistungen herangezogen werden. Das Gerechteste fordert die Partei Befämpfung der ,, torrumpierenden Barimentswäre, wenn nicht nur eine Gebäudesteuer, sondern eine Grundwirtschaft", Abschaffing des Arbeitslosen- Einkommens, Gewinn Steuer auch vom landwirtschaftlich genutzten Boden für diesen Swed erhoben würde. Die Grundsteuer müßte natürlich nach Landesarbeitsausschuß der Vereinigten Sozialdemokratie Bottsheeres, Gassung einer deutschen" Brefie, Freiheit aller reli Dresden, 21. November.( Eigener Drahtbericht.) Der beteiligung an Großbetrieben, Schaffung eines gefunden Mittelflandes, Todesstrafe gegen Bucherer und Schieber, Bildung eines der Größe des Besizes abgestuft sein, dann würden auch die Sachsens richtete unter dem 20. November folgendes Schrei- giösen Bekenntnisse und Bekämpfung des jüdisch- materialistischen Mittel flüffig für eine richtige Siedlungspolitik. Länder ben an die Parteileitung der sächsischen KPD.: und Gemeinden müssen auch aus allgemeinen Steuererträgen Mittel zur Verfügung stellen. Auch die Wohnungsrationierung muß weitergeführt. ,, Sie haben auf unsere Aufforderung vom 11. d. M., unter Anwerden. Den Gemeinden muß das Recht gegeben werden, erkennung der Reichs- und Landesverfassung mit uns die Regierung Hindenburg. Was Kinder von Großen erhorcht haben, setzen sie hier in Taten um. Das Kind und sein Spielzeug. Die fächsische Regierungsbildung. Werte Genossen! Das Kind hat Sehnsucht nach dem Fernliegenden, unerreichKinder von heute nennt Egon. Straßbaren, wie es auch unendlich gern in Gedanken und Spiel im burger seine soeben in Kentaur- Verlag zu Berlin erscheinenden Märchen- und Schlaraffenland wohnt. Plaudereien, von denen wir hier eine beim Herannahen der Weihnachtszeit besonders zeitgemäge wiedergeben. Das weniger phantasiebegabte Kind wählt im Spiel die nächste Wirklichkeit. Bauernfinder spielen stundenlang mit einem harm Das Kind hat vom Erwachsenen die Sehnsucht, sich zu verlosen Holz und freuen sich eines Lötkolbens draußen auf dem Felde. gnügen bis zum Schlafengehen. Das Kind hat meistens überschüssiges Temperament; dies zuftrahlen ist feine erste Eigenschaft. Kinder faffen derb zu, auch wenn sie ihre Sachen sehr lieb haben; erst wenn etwas in Stücke gegangen ist, erkennen und durchfühlen sie die Schmerzlichkeit des Berluftes. Bauernfinder lieben in ihrem Spiel nicht so brennend die Abwechslung wie das Stadtkind, das oft mit nervösem Hirn zur Welt gekommen ist. Geiftes. Genosse Eduard Bernstein hat den gestrigen Unfall, der ihm übrigens erst nach seinem Vortrag zustieß, gut überstanden und ist heute wieder wohlauf. den Besitz geheim. Daher stammt auch wohl der Irrtum, daß die heutigen Befiher vielfach das an sie vererbte Falsimile für das Driginal halten und in den betr. Familien die irrtümmliche Auffassung vorherrscht, daß sie das nie an seine Adresse gelangte Original be= fäßen, auch in dem Falle, da Dr. Desterreicher ein solches gezeigt stellte an Hand des bekannten Buches Robert Blum" von Hans wurde. Auch ich sah dies Exemplar vor mehr als einem Jahre und Blum, in dem sich das gleiche Faffimile befindet, fest, daß es nicht das Driginal fein fonnte Es ist auch möglich, daß erst bei der Her stellung des Buches Abzüge vom Stein für Liebhaber hergestellt wurden. Drahtlos gelentte Flugbomben. Eine neue furchtbare Waffe im Luftmag nie das rechte Werkzeug für Kinder fein. Das allzu moderne Spielzeug mit expressionistischem Stempel frieg ift durch die Versuche der Franzosen und Amerikaner mit drahtlos gelenften Flugbomben heraufbeschworen. Wie aus den VercinigDes Kindes Spiel ist sonnig und verbreitet herzerquidende ten Staaten gemeldet wird, gipfelte dort eine lange Reihe von offi Spielzeuge sind mit dem Herzen verwachsen, sie werden oft mit Freude, aber man darf die Sonne nicht beim Scheinen stören. Allzu ziellen Bersuchen in einem 150 Kilometer weiten Flug, der von einem felbfterfundenen Namen bedacht, und des Kindes Wille gibt dem eifrige Mütter und allzu pflichtvolle Bonnen nehmen bei der Ent- eine Flugbombe" darstellte. Diese Maschinen sind richtige Bomben brahtlos gelenkter Flugzeug ohne Führer zurüdgelegt wurde, das Spiel lebendigen Obem. Das Kind hat hier feine Originalwert widlung des Kindes den Glanz und den Bauber von vornherein mit Flügeln, denn der Mittelteil des Apparates, der die Explosiv stätte, denn wo in aller Welt gibt ein Mensch Eigeneres als das schon weg, wenn sie nicht gar den ganzen Selbstaufbau ins Wanten bombe enthält, wird durch Propeller zu einem Flugzeug gemacht. Kind es tut, wenn es aus neuen Gedanken neutönende Worte fügt? bringen. Dieses wird drahtlos gelenkt und ist so eingerichtet, daß es an einer Die fleinen Mädchen lieben die Puppen, bevor sie. Mama sagen" Ungezogen" ist das Ergebnis von„ Buvielerzogen". Darum, bestimmten Stelle niedergehen und zur Erplosion gelangen fann. So fönnen; es schlummert im winzigen Kinde die Mutter. Rührenderes, als wenn das Kind dem Büppchen Liebe und Herz- haltung auf. Kinderspiele sind der Grundstein zum Leben. Nichts ihr treusorgenden Erzieher und Erzieherinnen, legt euch zurück- fandten die Sachverständigen des amerikanischen Luftdienstes eine Flugbombe quer über New York und ließen sie auf einem großen lichkeit spendet! Gelbst wenn das Büppchen Schelte bekommt, hat unbewohnten Feld explodieren, ein Vorgang, der in der ganzen Umbas zarte Kinderstimmchen den Hauch von Güte und Wehmut; und gegend das gewaltigste Erstaunen hervorrief. Besonders wirksam gleich ist die Puppenmama wieder verföhnt. Die Puppe darf nicht haben, so daß fie dadurch eine Waffe besigen, die bei einem kommenfollen die Franzosen diese drahtlos gelenften Flugbomben ausgebildet meinen. Beileibe nicht. den Krieg die entsetzlichsten Verheerungen hervorrufen kann. ( Berlin 2. 8, Unter den Linden 4) hielt seine diesjährige Mit Der Ausschuß der deutschen Volfsbildungsvereinigungen gliederversammlung am 11. und 12. November in Weimar ab. Der Daß eine Puppe ein faltes, lebloses Wesen ist, empfindet das Ausschuß, der 1916 in Weimar als Zusammenfassung der großen Mädchen nicht. Die Puppe lebt.. fie mill nur nicht immer Bolfsbildungsorganisationen gegründet wurde, hat bisher als sprechen. Liegt die Puppe im Wagen, so schläft sie genau wie der 3weckverband feine Mitglieder zur tatkräftigen Mitarbeit nicht in Hund oder die Kahe. genügendem Maße gewinnen fönnen. Dazu fam, daß das deutsche Die größte Vertiefung hat das Kindergehirn beim Studieren Bolfsbildungswesen in den letzten Jahren eine Entwicklung gevon Bilderbüchern. Während wir Großen bei allen möglichen Be- nommen hat, die neben den alten Organisationen der freien Bolksschäftigungen Ablenkungen verspüren, einen sich hier die Sinne auf Gemeinde, in weitem Maße zu Trägern, der Arbeit gemacht hat. bildung zahlreiche andere Kräfte, besonders auch Reich, Staat und Bild und Wort. Das Bilderbuch ist für das Kind ein Spielzeug; Da bei der gegenwärtigen Form des Ausschusses diese neuen Kräfte es empfindet die bunten Figuren als vor ihm stehende Wesen, die in ihm nicht zur Auswirkung fommen fonnten, hielt die diesjährige ihm, wenn nicht mit Händen, doch mit Augen greifbar sind. Ein Mitgliederversammlung in Beimar einstimmig eine Umbildung des gutes Bilderbuch fesselt die Phantasie, verbreitet, vertieft, ver Ausschusses für dringend geboten. Sie beschloß, sich mit einem Schönt sie. Gejuch an die Reichsregierung zu wenden, wonach sie diese Umbildung im Benehmen mit den Ländern, Gemeinden und Voltsbildungsorganisationen betreiben möge. Die meisten anderen Spiele find eine bequeme Ausspannung. Das Spielen mit Drachen, mit Murmeln, mit Schiffen im Wassersie alle find fast mechanische Vergnügungen. Das Kind bleibt in einem Spielen. Es empfindet die Mahlzeit, das Gewaschenwerden und das Insbettgehen als unangenehme Störung. Mit den einfachsten Mitteln wie Robinson verstehen es praktisch geartete fleine Erdenbürger, Spiele zu schaffen. Erinnert euch der Eisenbahnen aus Bänken und Stühlen, denkt an Rinder equipagen ohne Pferde; an die großen Schlachten ohne Moltke und Nochmals der Abschiedsbrief Robert Blums. Genoffe August Freudenthal- Münster schreibt uns: Das Faffimile des Briefes scheint in Deutschland weit verbreitet zu sein. Es handelt sich um eine täuschend ähnliche Nachahmung des Briefes mit Adresse, anscheinerd lithographisch vervielfältigt, und nur daran ist dies zu erkennen, daß die Schriftzüge nicht vergilbt sind, wie das bei Tinte stets der Fall ist. Es scheint sich um Andenken an die vielen Freunde Robert Blums zu handeln, die nach dem Originale hergestellt und aus politischen Gründen unter der Hand verteilt wurden. Die ersten Inhaber hiellen 300- Jahr- Feier der Graphologie. Die aus primitiven Anfängen entstandene, jekt craft bunchgearbeitete wissenschaftliche Graphologie feiert in diesem Sabre ihr 300jähriges Bestehen. Die Deutsche Graphologische Studiengesellschaft" wird den Gedenktag am 22. November, abends 8 Ular, durch eine Reihe von furzen Vorträgen im Meistersaal( Grüner Saal), Köthener Straße 38, begeben. Bereinigung einen Caesar laishlen Abend am Buytag, abends Im Lessing Museum, Brüderitr. 13, veranstaltet die Typographische 7 Uhr. Konzerte. Am Bugtag werden im Admirals. Palait zwei Konzerte veranstaltet. Mittags 12 Uhr spielt das Dichester des Deutschen Opeinbauses unter Eduard Mörike. Am Abend findet ein Solistenfonzert ftatt. T Eine Notgemeinschaft der deutschen Kunst. Bei der gestrigen Restaufführung des Gerbert Hauptmann'schen Films„ Bhantom" im UfaPalast am 300 zu Gunsten notleidender Schriftsteller teilte ein Vertreter ber Reichsregierung die Gründung der Notgemeinschaft der deutschen Kunst mit, die in gleicher Weise organisiert ist und wirken soll wie die Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft". Lenin als deutscher Redner. Bei seiner großen Ansprache an den vierten Stongieß der Internationale hat sich Lenin der deutschen Sprache faal des Kreml zu Wostau beiwohnte, berichtet, daß er schmaler aussieht bedient. Ein Augenzeuge, der der Eröffnung des Kongresses im Andreas als im vergangenen Jahr, aber frisch und lebendig ist. Er hielt feine Nede in fließendem Deutsch, als der Sprache, die von den meisten der Anwesenden am besten verstanden wird. Gelegentlich fehlte ihm ein Wort, und dann half ihn sofort Troyli aus. 17 Die Ursachen des Fechenbach- Prozesses. In der letzten Sigung der Liga Junge Republik" berichteten die Redakteure Kämpfer und Winter aus München über die Lage in Bayern. Die Situation sei noch niemals so ernst gewesen wie jetzt. Der Fechenbach- Prozeß könne nur als eine Episode in der Machtbefestigung der Reaktion gelten. In Bayern stehe der Staatsapparat durchaus zur Verfügung der Monarchisten und werde von ihnen rücksichtslos zum Kampf gegen Die Republifaner benutzt. Die Boltsgerichte bezeichneten die Redner als die Krone des reaktionären Machtapparats. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, den Gegner auf juristischem Wege zu erledigen. Die Volksgerichte sind der juristische Ausdruck der tatsächlich in Bayern bestehenden politischen Machtverhältnisse, die ihre Wurzel haben in der reaktionären bayerischen Berwaltung und der Unzahl von Geheimorganisationen", die sich an diese Verwaltung gliedern. Diese offen als Kampftruppen gegen die deutsche Republik auftretenden Organisationen, D. C., Oria, Nationalsozialisten usw. sind mit der bayerischen Staatsverwaltung aufs engste verwachsen. Eine ihrer organisatorischen Zentralen befindet sich im Münchener Poli zeipräsidium und wird von dem Polizeisekretär Glaser geleitet, woraus in München fein Mensch ein Geheimnis macht. Der Feststellung der Münchener Post", daß die grüne Polizei mit der fascistischen Geheimorganisation verbunden ist, hat man in Bayern niemals widersprochen. Die bayerischen Nationalsozialisten find offen bewaffnete Rampftruppen der Gegenrevolution. zu ihren Mitgliedern zählen nachgewiesenermaßen viele Landespolizisten und vor allem der Leiter der Münchener politischen Polizei Assessor Bernreuther, der die Haussuchung in der Münchener Bost" angeordnet hat. Dieje Kreise seheri in jedem, der die Deffentlichkeit über ihr Treiben unterrichtet, einen Verräter, der so oder so erledigt werden muß. Als Instrument dazu dient ihnen auch das Volksgericht. Das an fich rein journalistische Material gegen Fechenbach sollte nur den Vorwand bilden, den verhaßten Mann möglichst lange einzusperren und den Journalisten Münchens die Lust zu nehmen, überhaupt noch etwas über die Machenschaften der Monarchisten zu berichten. Fechenbachs schlimmstes Verbrechen wurde nämlich darin gesehen, daß er als Korrespondent der Berliner Freiheit" die Deffentlichkeit in Norddeutschland auf die monarchistische Mobilmachung gegen das Reich aufmerksam gemacht hat. Fechenbach- Prozeß. Der wirkliche Zustand in Bayern ist der, daß die Verwaltung sich als Organ einer Monarchie unter dem Kronprinzen Rupprecht betrachtet. Die enge Berbindung der beamteten Monarchisten mit den Münchener Neuesten Nachrichten" zeigte sich besonders in dem Verhalten des Boltsgerichts im Fechenbach- Prozeß. Die bayerischen Republikaner fcien am schlimmsten entmutigt worden durch die passive Haltung der Reichsregierung nach dem Die Redner schilderten dann das Wesen der nationalsozialistischen Fascisten und warnten dringend davor, die Gefahr zu unterschäzen, die der Republik von dieser Kampftruppe droht. Mag der Demagoge Hitler auch als halber Trottel hingestellt werden, hinter ihm steht Ludendorff; und ehemalige faiserliche Offiziere haben die fascistische Kampftruppe außerordentlich geschickt organisiert. Ihr Machtbereich beschränkt sich nicht auf Bayern. Die leitende strategische Idee ist die, daß man eine zuverläfige monarchistische Kampftruppe von rund 500 000 Mann hineinbaut in die Reichswehr, die Polizei und die Berwaltung im ganzen Reiche. So wäre im Augenblick des Losschlagens im ganzen Reiche eine schlagfertige Kampftruppe für die Militärdiktatur vorhanden. Der Antisemitismus ist den Leuten das Mittel, die Wut der hungernden Massen auf ein Ziel zu lenten, das im Sinne der fascistischen Bewegung liegt. Die raditalen Rechtsbolschewisten drängen auf Losschlagen, während Escherich als 3auderer bei ihnen unbeliebt geworden ist. Weitere Teuerungsunruhen in Dresden. Dresden, 21. November.( Eigener Drahtbericht.) Wie wir fchon meldeten, begannen am Sonnabend auch in Dresden wie in vielen anderen Drfen Deutschlands Teuerungsunruhen. Es wurde in vielen Geschäften, trobem diese gefchloffen hatten und ihre Schaufenster mit Eisengittern versehen waren, geplündert, und zwar an verschiedenen Stellen der Stadt. Trotz des scharfen Eingreifens der Polizei, dauerten die Unruhen bis in die späten Abendstunden. Dem Einfreiten der Polizei fehten die Tumulfanten vielfach bewaffneten Widerstand entgegen, jedoch sind schwere Verwundungen nicht vorgekommen. Die Vorgänge find zweifellos zum Zeil tommunistische Mache, zum anderen Teil aber find sie der hier herrschenden ungeheuren Teucrung entsprungen. Der Sonntag verlief vollkommen ruhig. Am Montag jammelten sich bereits am Vormittag in verschiedenen Stadtteilen wieder große Trupps, meist junge Leute, die in die Nähe des Hauptbahnhofs zogen und dort wieder ein Lebensmittelgeschäft plünderten. Deshalb schlossen im Innern der Stadt wieder fämtliche Geschäfte und Lokale. Die Ansammlungen nahmen Nachmittags zu. Gegen 5 Uhr abends hatten sich wieder große Massen in den Hauptstraßen und Plähen angesammelt. Sturm auf die Kohlenpläge. Anzahl Personen meldeten, denen er, ohne daß fie von ihrer gegenseitigen Eristenz Kenntnis hatten, Beträge bis zu 50 000 t. abnahm. Am Sonnabend ging es auf allen Kohlenplätzen und selbst bei Hierbei spielte auch die falsche Bilanz eine Rolle. Schließlich den kleinen Kohlenhändlern recht lebendig zu. Die Nachricht der brach der ganze auf betrügerische Befis aufgebaute Geschäftsbetrieb Erhöhung des Rohlenpreises auf 950 m. für den Zentner, womit die ousammen, und die Folge war die jeßige Anklage wegen betrügeBertausendfachung des Friedenspreises weit über- rischen Banterotts. Vor Gericht machte der Angeklagte geltend, daß er infolge Rohstoffmangel gezwungen gewesen sei, Geldgeber stiegen ist und die einzelne Breßkohle den ungeheuerlichen Preis von in Anspruch zu nehmen, die von ihm wucherische Zinsen verlangten. zehn Mark erreicht hat, führte Zehntausende nach den Kohlenplägen, Die Geschworenen verneinten auch bezüglich der Ehefrau des Angeum den so notwendigen Ofenbrand noch für den alten, um mehr als flagten die Schuldfragen, so daß sie freigesprochen wurde. die Hälfte billigeren Preis zu erhalten. Das machte für die doppelte Gegen den Angeklagten Lewes erfannte das Gericht dem Wahrspruch Ration von mindestens zwei Zentnern einschließlich des Abzuges für der Geschworenen gemäß auf 2 Jahre und 3 Monate GeSelbstabholung eine Ersparnis von fast 800 m. aus, wofür fängnis unter Anrechnung von 8 Monaten der erlittenen Unteres sieben Brote gibt. In strömendem Regen fuhren auf den Kohlenfuchungshaft. pläßen, die bald dicht von Menschen gefüllt waren, ganze KleinwagenAm Bußtag müssen die Darbietungen in Theatern und burgen auf. Größere Firmen hatten noch Borräte zum alten Preis, Lichtspielhäusern ein diesem firchlichen Feiertag entsprechenaber angeblich nicht genügend. Wenn die erregte Frauenmenge bes ernstes Gepräge haben. Lichtspielhäuser dürfen nur Bilder eine bedrohliche Haltung annahm, waren etwas sehr plöglich noch religiösen Inhalts, Konzertfäle ernste( nicht rein geistliche) Musik Rohlen da. Aber nicht entfernt alle Eingetragenen fonnten berüd- bringen. In Lokalen mit Schantbetrieb, gleichgültig, fichtigt werden. Viele Kohlenhändler ließen die Kohlen am Sonn- ob es sich um Cafés, Konzert oder ähnliche Lokale handelt, sind abend noch nicht vom Bahnhof anfahren, um Unruhen zu vermeiden, mufitalische Darbietungen jeder Art, also auch ernste Musit, grundfäßlich verboten. und wiesen nach, daß sie die noch rollenden oder auf dem Bahnhof lagernden Kohlen berits mit dem neuen Preise bezahlen müssen. Alles in allem: wieder große Zerfahrenheit und Ungerechtigkeit! Die einen erhielten die„ billigen" Kohlen, die anderen nicht. Am schlimmsten ergeht es jetzt Gozialrentnern und ähnlichen Unbemittelten. Den meisten ist es einfach unmöglich, für zwei Zentner Breßfohlen 1900 m. zu zahlen. Wer aber Geld hat, fann sich ohne große Schwierigkeit Schieberkohlen beschaffen. Ganz offen werden zwanzig Bentner und mehr angeboten. Der doppelsinnige Abschiedsgruß. Weihnachtliche Krüppelarbeiten. Der Bund zur Förderung der Sebsthilfe der förperlich Behinderten( Otto- Perl- Bund) veranstaltet im Kaufhause A. Wertheim, Leipziger Plazz, eine Donnerstag, den 23. November, nachmittags 5 Uhr, durch eine Weihnachtsmesse von Krüppelarbeiten. Die Ausstellung wird. am fleine Feier eröffnet. Junglehrerfündigungen. Der Bericht über die Lichtenberger stellenden Drudfebler. Der richtige Wortlaut ist: In manchen Schulen würde( nicht: wurde) durch die Entlassung der gekündigten Lehrkräfte das Kollegium vollständig auseinandergerissen." Ge fündigt ist zum 1. Januar 1923, Entlaffungen können also noch nicht jetzt erfolgen, falls es überhaupt zu solchen kommt. Itern versammlung( in Nr. 549) enthält einen finnentArbeiter Elternbund Weißensee. An dem morgen, Mittwoch, abends 7 Uhr im Realgymnasium, Böldpromenade stattfindenden Konzerte, Lieder und Rezitationsabend wirken mit: Das Frauen- Terzett Diga Fleck, Mary hahn, Gertrud Peiper, Traute Reumann vom Sprechchor, Sturt Niemer ( Cello), A. Seidlig am Flügel. Trid eines ganz still" arbeitenden falschen Detektivs. Ein geriffener falscher Detektiv wurde gestern von der Kriminalpolizei unschädlich gemacht. Viele Geschäftsleute in Berlin und Umgegend wurden feit geraumer Zeit durch eine etwas geheimnisvolle telephonische Mitteilung beunruhigt, daß in ihren Betrieben fortgefeht gestohlen werde. Ein Mann, der sich für einen Detektiv ausgab und bald diesen, bald Zu seiner 14. Gründungsfeier hatte der Touristenverein Die jenen Namen führte, erzählte ihnen allerlei von seinen geheimen Be- naturfreunde seine Mitglieder und Anhänger im Großen Schauspielobachtungen über die angeblichen Diebstähle. Nach einiger Zeit sprach hause am Sonntag zusammengerufen. Drchester- Borjpiel leitete die Feier dann in den Betrieben ein gewiffer Ropig vor, der sich als Leiter der ein. Dann brachte der aus Mitgliedern des Touristenvereins bestehende Internationalen Detektiv- Bentrale Kopig und Schulz" vorstellte und Sprechchor die moralische Walpurgisnacht von M. E. bello Grazie wirkungsa nach etwaigen Aufträgen fragte. Der Mann legitimierte fichießen brachte die Bläserserenade C- moll von Mozart gut zu Gehör. voll zum Vortrag. Das Tießensche Blasorchester unter Leitung Heinz einem Ausweis, der seine Photographie und einen Stempel trug, tegitationen sowie Männer chore verschönten mit ihren Darder ein Dienststempel des Polizeipräsidiums sein sollte. Er trat ge- bietungen die Feier. Nachdem der gemeinsame Schlußgefang„ Die Interwandt und sicher auf und die Geschäftsleute waren auf Grund der nationale" verklungen war, zogen die Teilnehmer geichlossen zum Friedhof früheren Mitteilungen eines unbekannten Mannes nicht abgeneigt, der Märzgefallenen, um dort eine furze Gebentjeler abzuhalten. ihn mit der Untersuchung der Hausdiebstähle zu betrauen. Kopit ließ sich gleich Borschüffe von 2000-10 000 m. geben und empfahl Wetter für morgen.. sich mit dem, wie sich leider zu spät herausstellte, fehr doppelsinnigen Bemerken:" Sie werden in nächster Zeit nichts mehr pon mir hören." Die Geschäftsleute glaubten, das solle heißen, der Detektiv wolle ganz im stillen arbeiten. Kopik hielt auch Wort. Er verstand aber die Erklärung nur etwas anders. Er ließ in der Lat gar nichts mehr von sich hören, arbeitete aber auch nicht. Einige Firmen machten endlich Anzeige bei der Kriminalpolizei und diese nahm den Schwindler fest. Biele andere warten wohl immer noch darauf, daß der Detektiv endlich doch etwas von sich werde hören lassen. Diese werden ersucht, sich bei Kriminalfommissar Werner im Zimmer 127, Hausanruf 405, zu melden. Raubüberfall durch einen Nervenkranken. Berlin und Umgegend. Zeitweise heiter, jedoch überwiegend bewölkt bei ziemlich frischen, westlichen Binden, etwas wärmere Nacht und wenig veränderte Tagestemperatur, geringe Niederschläge. Groß- Berliner Partei- Nachrichten der Vereinigten Sozialdemokratischen Partel. Achtung, Kaffierer! Wie bereits mitgeteilt, hat die Vorständefonferenz vom 12. November beschlossen, daß alle Rassierer in jedem Monat eine Abschlagszahlung auf ihre Abrechnung zu leisten haben. -Die Raffierer werden gebeten, diesem Beschluß unverzüglich nachzukommen. Heute, Dienstag, den 21. November: 53. 56. findet heute nachmittags 5 Uhr im Krematorium Gerichtste. statt. Um rege Be teiligung bittet die Abteilung. Morgen, Mittwoch, den 22. November: Abt. Charlottenburg. Früh 9 Uhr Rahlabende: 1. Begir! bet Schweitert, Erasmusstr. 3. 2. Bezirk bei Bug, Ufnaustr. 1. 8. Bezirk bei Hammer, Gidingenftraße 55. Abt. Charlottenburg. 2. Gruppe: 7 Uhr bei Schneider, Holtendorfstraße 14. Bahlabend. Uebermorgen, Donnerstag, den 23. November: Ein ungewöhnlicher Ueberfall während der Eisenbahnfahrt rief gestern nachmittag in dem Küstrin- Berliner Zuge große Aufregung 21. Abt. Unser Genosse Otto Gesche, Abolfftr. 21, ist gestorben. Die Einäscherung hervor. In einem Abteil zweiter Klasse faß bis Strausberg allein ber 46 Jahre alte Händler Wilhelm Bache aus Rötchenthal. Dann stieg noch ein Mann ein. Blößlich fiel dieser, nachdem er zunächst ruhig Plaz genommen hatte, furz hinter der Station Strausberg über Bache her, packte ihn und drückte ihn auf das Bolster der Bank. Der Ueberfallene rief um Hilfe und die Reifenden in dem Neben abteil, die einen Raubüberfall vermuteten, zogen die Notbremse und meintliche Räuber in Gewahrsam genommen und bei der Ankunft 36. Abt. 7 Uhr im Konferenzzimmer der Gemeindeschule, Petersburger Straße 3. hielten den Angreifer feft, bis der Zug stand. Jetzt wurde der der= in Berlin der Polizei übergeben. Die Kriminalpolizei stellte ihn fest als einen Eisenbahnfartendrucker Otto Schulz, einen hochgradig nervösen Mann. Schulz behauptet, er habe das Abteil zweiter Klasse lediglich bestiegen, weil in der dritten Klasse fein Blah mehr gewesen sei, und durchaus nicht die Absicht gehabt, Bache zu be rauben, sondern nur in nervöser leberreizung gehandelt. Er sei soeben von einem Landurlaub zurückgekehrt, den er seiner Strankheit wegen erhalten habe. Hindenburg in der AEG. Funktionärsizung. Schönerlinder Straße 5. 16. Kreis Copenid. 7 Uhr Kreisvorstandsfigung in Cöpenick bei Albert Stippekohl, 92. e Abt. Neukölln. Freitag, den 24. november: 7 Uhr Abteilungsver fammlung in der Schulaula, Kaiser- Friedrichstr. 208/209. Geneffe Groger spricht über: Politik und Wirtschaft". Die Funktionäre werden ersucht, alle Parteigenoffen einzuladen. Bollzähliges Erscheinen Pflicht. Gewerkschaftsbewegung Und zwar nicht in eigener Berson, sondern in Buchform Polizeimannschaften in Caffautos, zu Pferde und zu Fuß, die von herumgetragen von einem Reisenden, der im Auftrage nationalNeue Urabstimmung bei der Hochbahn. gesinnter Männer innerhalb der Bureaus der Turbinenfabrik der Menge beschossen wurden, suchten die Tumultanten mit blant ge- fein Unwesen treibt und zwar mit Genehmigung des Herrn Bermittlungsvorschlag des Reichsarbeitsministeriums. 30gener Waffe und mit Gummifnüppeln zu zerstreuen, was ihnen Direktors Lasche in Begleitung eines von der Direktion gestellten Im Berlauf der Berhandlungen, die zur Beilegung des Konflikts aber nur mühsam gelang. Zeitweilig bot fich ein recht friegerisches Dieners. Es ist rührend, zu beobachten, welch reges Interesse die im Reichsarbeitsministerium stattfanden, wurde vom Ministerium Bild. Die Hauptstraßen wurden mehrfach abgesperrt, die Polizei Direktion an der Verbreitung dieses Buches hat und wie ihr die ein Vermittlungsvorschlag gemacht, der 3 ulagen von 500 bis blieb aber Herr der Lage. Im ganzen wurden 56 Verhaffungen vor- Beit nicht zu kostbar ist, die die Angestellten mit Anhören des Vor- 1500 M. auf die Novemberlöhne des Hochbahnpersonals vorsieht. genommen. Unter den Verhafteten befinden sich die bekanntesten trages sowie Besichtigung der Bilder vertrödeln. Anderseits wird Die Funktionärsigung der Hochbahner war der Auffassung, daß sie kommunistischen Führer. Bei den Aufläufen find eine ganze Anzahl mit großer Energie darauf gehalten, daß die Angestellten auch nicht die Verantwortung für eine Annahme dieser Vereinbarung nicht Menschen verleht worden, 4 wurden ins Krankenhaus geschafft. fünf Minuten ihrer Zeit für eine Privatangelegenheit verbrauchen. tragen fönne und die Belegschaft felbst zu entscheiden habe.. Es Plünderungen fonnten am Montag abend verhindert werden. Auch Die auf dem Boden der Republik stehenden Angestellten sollten sich erfolgt deshalb eine neue Urabstimmung bei der Hochbahn, die über der Straßenbahnverkehr konnte aufrechterhalten bleiben. Die Deutsch- diefes Borkommnis für die Zukunft merken, wenn es sich um die Annahme oder Ablehnung dieses Bermittlungsvorschlages entscheiden wird. Findet sich eine Zweidrittelmajorität für Ablehnung, dann nationalen geben der Regierung und der Polizei- Dresden hat einen Wie war es doch ist nicht Rathenau, der in mancherlei Be tritt ohne weiteres der noch aufrechterhaltene Streitbeschluß fozialdemokratischen Polizeipräsidenten die Schuld an den Un- ziehungen zur AEG. stand, von nationalen Propagandisten er in Kraft. ruhen, weil sie die Versammlungen und die Demonstrationszüge nicht mordet worden? von vornherein verbot und nicht rechtzeitig gegen die Unruhen aufgetreten fei. Eine deutschnafionale Anfrage wird also die Ursache der Befprechung dieser Borgänge im Landtage sein. Devisenkurse. 1 holländischer Gulden 1 argentinischer Papier- Befo 1 belgischer Frank 1 norwegische Krone 1 dänische Krone. 1 schwedische Krone 1 finnische Mark 1 japanischer Jen 1 italienische Lire 1 Bfund Sterling 1 Dollar ... 1 französischer Frank 1 Schweizer Frant. 21. November Käufer Berkäufer ( Geld-)( Brief-) Kurs Kurs 2418.93 2431.07 2234.40 2245.60 20. November Räufer Berläufer ( Geld-)( Brief-) Kurs Verbreitung ihrer Jbeen handelt. Betrügerischer Bankrott. Die falsche Bilanz. Neuregelung der Staatsarbeiterlöhne. Durchschnittliche Stundenlohnerhöhung von 50 M. Die gestrigen Verhandlungen im Reichsfinanzministerium für Eine in der neueren Zeit sehr selten gewordene Antiage die Neuregelung der Staatsarbeiterföhne führten zu folgender Berwegen betrügerischen Banterotts beschäftigte in drei- einbarung zwischen der Regierung und den Spißenorganisationen: Ab 15. November erfahren die Stundenlöhne eine durchschnitttägiger Berhandlung das Schwurgericht des Landgerichts I. Angeflagt war der Fabrikant Wilhelm Tewes als Schuldner, über liche Erhöhung von 50 m., so daß sich der Gesamtlohn eines männdessen Vermögen das Ronfursverfahren eröffnet worden ist, in der lichen Arbeitnehmers in Ortstlaffe A Lohngruppe I auf 179 m. Abficht, feine Gläubiger zu benachteiligen, Vermögenswerte beiseite stellt, Lohngruppe II 174,50 m., Gruppe III 170 m., Gruppe IV 165 M., Gruppe V 163 m., Gruppe VI 161 M., Gruppe VII geschafft und Handelsbücher so unordentlich geführt zu haben, 159 m. pro Stunde. Die Spannen zwischen den Ortsklassen A, B, Aurs daß sie keine Uebersicht über die Vermögenslage gestatteten. Gleich C, D, E betragen 3,50 m. pro Stunde. Die Kinderzulage murde 2643.37 2656.63 3eitig lautete die Anflage gegen Temes auch auf fortgelegten von 8 Mm. auf 15 M., die Frauenzulage von 5 M. auf 10 M. erhöht. 2418.93 2431 07 Betrug, durch den er sich im Jahre 1918 die damals außerordent Weibliche Arbeitnehmer erhalten 70 Broz. der oben angeführten 441.39 443.61 lich hohe Summe von etwa 1½ millionen Marf verschafft Sätze, die Ortsklassenspannen betragen bei ihnen 2,50 M. 1236.90 1243.10 haben sollte. Mitangeklagt megen Beihilfe war seine Ehefrau Bei weiterem Fortschreiten der Teuerung bleibt der Zeitpunkt 1356.60 1363.40 2nna Lewes aus Königsberg. einer neuen Teuerungsattion vorbehalten. Die Verhandlungen über 1795.50 1804.50 Die Verhandlung, die im gewissen Ginne einen Gegensatz die Neuregelung der Beamtengehälter beginnen heute mittag. 172.06 172.94 zu dem Fall Kupfer bildete, nahm einen Riefenumfang an, 3241.87 3258.13 da nicht weniger als 60 3eugen und zahlreiche Sachverständige Der Schiedsspruch in der Berliner Metallindustrie. 291.76 293.24 308.22 309.78 zu nernehmen waren. Der Angeklagte hatte im Jahre 1907 das Eine Versammlung aller Funktionäre aus den Betrieben, die 27531.- 27669.- 30024 25 30175.25 Bandagengeschäft von Paalzom fäuflich erworben und, troßdem es dem Verband Berliner Metallindustriellen angeschlossen und Mit6159.56 6190.44 6758 06 6791.94 sich um einen Großbetrieb handelte, feinerlei faufmännische Bücher glieder einer zum Metallfartell gehörenden Organisation find, nahm 461.34 463.66 473.81 476.19 geführt. Erst später richtete er eine Art Buchführung ein, die aber am Montagabend in der Bößow- Brauerei Stellung zu dem Ergeb768.07 771.93 842.88 847.12 feine Uebersicht über die Vermögenslage gestattete. Wie die Antlage nis der Lohnverhandlungen. Urich berichtete, baß zunächst eine Zu 1152.11 1157.89 1239.39 1245.61 behauptet, soll bereits im ersten Geschäftsjahr eine erhebliche Unter- direkte Verständigung mit den Arbeitgebern versucht wurde. 1024.93 1030.07 bilanz entstanden sein, welche T zwang, verschiedene Darlehen auf dieser Verhandlung waren auch mehrere Kollegen aus den Be9.32 9.38 zunehmen. Er verschwieg feinen Lieferanten die Tatsache der betrieben erschienen. Die Arbeitgeber erklärten daraufhin, daß sie 210.72 211.78 reits vorhandenen Ueberschuldung und fälschte im darauf folgenden nur mit der Lohnfommission verhandeln würden. Auch das ErJahre die Bilanz in der Weise, daß sie mit einem Geminn abschloß. fuchen der Lohnfommission, im Beisein der aus den Betrieben er48.37 48.63 Der Angeklagte begann nunmehr durch Zeitungsinserate Teilnehmer fchienenen Arbeitervertreter zu verhandeln, wurde abgelehnt, und 104.78 105.27 für sein Geschäft zu suchen und erreichte damit, daß sich eine große I die Sigung turzerhand abgebrochen. 428.92 431.08 1122.18 1127.82 1226.92 1233.08 1615.95 1624.05 154.61 155.39 2967.56 2982.44 1 brasilianischer Milreis 1 spanischer Peseta 942.63 100 österr. Stronen( abgest.) 1 tschechische Krone 1 ungarische Strone 1 bulgarischer Lewa 1 jugoslawischer Dinar 947.37 Aus Postbeamtenfreisen wird uns geschrieben: Urich bemerkte hierzu, daß die Lohnfommission von dem Eine Versammlungsidylle bei den Tugendwächterinnen. Wunsch der betreffenden Kollegen, an der Verhandlung teilzunehmen, nichts gewußt und deshalb das Empfinden gehabt habe, als ob gegen ihre Lätigkeit Mißtrauen vorliege. bereits mitgeteilten Spruch führte. Der Bezirksverein Berlin des sattsam bekannten„ Verbandes teuscher Post- und Telegraphenbeamtinnen" hielt am Donnerstag wählen war. Das Endergebnis war, daß die Wahlen ungültig sind und eine neue Versammlung sich das einmal gehabte wundervolle Bergnügen noch einmal gestatten wird. Für die gut organisierte Arbeiter, Angestellten- und Beamten Neichsarbeitsministerium angerufen worden, was zu dem von uns feine Generalversammlung ab, auf der u. a. auch der Vorstand zu heitstanten, die zu 90 Proz. aus den„ befferen" Kreisen stammen, fich Nachdem die bisherige 1. Vorsitzende Koch den Geschäftsbericht benehmen, wenn sie unter sich sind. Herzlichen Glückwunsch! Hoffent gegeben hatte, wurde zur Wahl geschritten. Eine Aussprache, zu lich trägt der Vorfall dazu bei, daß die Bernünftigen unter den der verschiedene Wortmeldungen vorlagen, wurde mit dem Hinweis, Beamtinnen dem Verband recht bald den Rücken fehren und sich daß man ja ebenso gut nach der Wahl debattieren könne, von dem dort organisieren, wo derartige Auftritte unmöglich sind. Mitglied des Verbandsvorstandes Thieme abgewürgt. Diese Die neuen Löhne betragen für Arbeiter über 21 Jahre ab 20. November bis 3. Dezember in den Klassen 1 bis 5: 200, 195, 190, 185 und 180 M.( Einstellungslohn 3 m. weniger.) Für Arbeiter von 18 bis 21 Jahre: 170, 166, 162, 157 und 153 M. 69 und 67 M. Frauen erhalten 70 Broz. der männlichen Löhne. Die Attordbasis beträgt in den Klassen 1 bis 5: 117, 114, 111, 108 und 105 M. Die festen Stundenzuschläge betragen: 75, 73, 71, In der anschließenden Aussprache erflärte Rrüger, es habe den Kollegen, die ohne Borwissen der Berhandlungskommiffion au der Verhandlung mit den Arbeitgebern erschienen waren, durchaus ferngelegen, der Lohnbommission ein Mißtrauen zu befunden. Sie wollten nur den Unternehmern die Not und das Elend der Arbeiterschaft darlegen. Er beantrage, der Kommission volles Vertrauen auszusprechen. Heimann bemerkte zu dieser Sache, daß er erft furz vorher von den Betriebsräten aufgefordert worden sei, an der Berhandlung teilzunehmen. Deshalb habe die Lohnkommiffion nicht davon in Kenntnis gesetzt werden können. Bon einem anderen Diskussionsredner wurde hervorgehoben, daß die Lohntommission ebenso gut Not und Elend der Arbeiterschaft fenne und sicher auch nicht verfäumt haben würde, ein ernstes Wort darüber mit den Arbeitgebern zu sprechen. Bei der Abstimmung wurde der Schiedsspruch gegen einzelne Stimmen angenommen. Ebenso auch ein Antrag, der bas volle Vertrauen zur Lohnkommiffion ausspricht. Allgemeine Ortsfrankenfaffe für den Verwaltungsbezirt XI der Stadt Berlin( Schöneberg- Friedenau). Am Mittmodj, ben 29. Rovember 1922, abends 7 Uhr, findet i Beichensaal der Comenius Schule, Berlin- Schöneberg, Frantenstr. 10-12, eine Ordentliche Ausschußzsizung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Berlesung des Protokolls. 2. Beschluß faffung betc. Boranschlag 1925. 3. Wahl der Rechnungsprüfer. 4. Gagungsänderungen. 5. Raffenangelegenheiten. Der Borstand. A. Schuldt, Borfißenber. Alle Gebisse auch zerbrochene, Zako 600, 800 bis 20 000 M. Gold-, Doublé, Silberbruch, Uhren, machte auch, da man im Vorstand merkte, daß gegen Frl. Koch 3m nordwestlichen Braunkohlenrevier in Böhmen sind die megen ihres blamablen Verhaltens in der Frage der unehelichen Berhandlungen im Arbeitsministerium ergebnislos verlaufen und Mutterschaft eine starte Opposition vorhanden war, den Vorschlag, infolgedessen ein vertragsloser Zustand eingetreten. Man befürchtet daß diejenigen, welche Frl. Koch nicht wählen wollten, weiße den Ausbruch des allgemeinen Streit s. Auf den Gruben des Bettel abgeben mögen. Brig Dur- Komotauer Reviers wird bereits bis auf Die erste Auszählung der dann eingesammelten Bettel ergab zwei Schächte gefeiert. 34 000 Arbeiter haben die Arbeit nieder192 Stimmen für Koch und 183 für die Gegenkandidatin Richter. gelegt. Die Vertreter der Belegschaften erklärten, der Streik würde, Die Berkündung dieses Resultats steigerte den Tumult ganz erheb- wenn nicht innerhalb von 10 Tagen eine Einigung erzielt fei, auf lich. Dem Vorstand wurde der Vorwurf der Schiebung gemacht, sämtliche Reviere der Republik ausgedehnt werden. Die Unterund richtig stellte es sich auch heraus, daß man eine ganze Anzahl nehmer erklären ihrerseits, sie feien außerstande, weitere ZugeStimmzettel einfach unberücksichtigt gelassen hatte. ständnisse zu machen. Nach der zweiten Auszählung, die 209 Stimmen für Koch und 206 Stimmen für Richter ergab, hatte man schnell Frl. Koch in den Die Zeifungsbruder in Zürich haben gestern abend beschlossen, Saal gerufen, damit sie durch ihr Erscheinen die Gemüter beruhigen in den Streit zu treten. Heute wird auch in Basel und Bern follte. Cine der Tugendwächterinnen, die es besonders eilig hatte, der Ausstand in den Zeitungsdrudereien erwartet. stürzte vor, um ihr einen Strauß Alpenveilchen in tie Hand zu drücken. Dies war das Signal zu einem allgemeinen Sturm auf Zentralverband der Angestellten, Seltion Eisen und Stahl. Donnerstag die Bühne, wo der Vorstand saß. Was nun folgte, entzieht sich abend 8 Uhr in den Mufitersälen, Kaiſer- Wilhelm- Str. 35. Zahlreicher Besuch notim einzelnen der Beschreibung. Man schrie im Chor, stieß, riß und schlug sich. Die Blumenfpenderin mitsamt dem Strauß und der Vorsigenden gingen im Gewühl unter. Sie sahen geradezu bejammerns- Berantwortlich für den redatt. Teil: Victor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Vorwärts- Verlag G. m. b. H., Berlin. Druck: mert aus, als sie wieder zum Vorschein kamen. Borwärts- Buchdruckerci u. Berlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin, Lindenstr. 3 Zahngebisse Zahle ( auch zerbrochene) pro Zahn For 500, 700 bis 15000 VOR Gold- Silber- Platinbruch, Gegenstände, Ketten, Ringe anerkannt höchstza lend und reell. Isenthal, Dentist, Gneisenaustr.4 kein Laden, nur vora lli Tr. Bei Ankauf wird Fahrgeld verg. Gold Silber Platin Brillanten -Bruch kauft reell zu höchsten Tageskursen C. 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