Nr. 552 39.Jahrgang Ausgabe A nr. 272 Bezugspreis: Für den Monat November 400, voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet sowie Oesterreich und Luxemburg 550, M., für das übrige Ausland 930,- M., Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, England, Estland, Finnland, Frank reich, Holland, Lettland, Luxemburg, Desterreich, Edweben, Schweiz, Tschechoslowatet und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntags. beilage ,, Bolt und Zeit", der Unter haltungsbeilage..Scimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten erfcheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Abreffe: Sozialdemokrat Berlin" Morgen- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 15 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezeile Loftet 120,-M. Reklamezeile 600,-. ..Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 30,- M.( zulässig zwei fettgedrudte Borte), jedes weitere Wort 24, M. Stellengesuche und SchlafStellenanzeigen das erfte Bort 15, M., jedes weitere Wort 12,-. Worte über 15 Buchstaben zähten für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Zeile 35,-. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 4½ Uhr nachmittags int Hauptgeschäft, Berlin GW.68, Lindenstraße 3, abgegeben werden. Geöffnet Don 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: verlag: Dönhoff 2506-2507 Redaktion: Dönhoff 292–295 Mittwoch, den 22. November 1922 Cuno zum Kanzler ernannt. Die endgültige Ministerliste. Der Reichspräsident hat gestern in später Abendstunde die wird der volksparteiliche Abgeordnete Beder: Heffen. Das Ernennung des Geheimrats Cuno zum Reichskanzler voll ist das stärkste Stück der neuen Ministerliste, denn Herr zogen. Die Ministerliste des Kabinetts, das nunmehr troß Beder- Helfen an diesem Blak bedeutet die Auslieferung des aller großen Schwierigkeiten zustande gekommen ist, sieht so ungeheuer wichtigen Amtes an reinkapitalistische Einflüsse. folgendermaßen aus: Es ist vorauszusehen, daß der Kampf zwischen der neuen Regierung und der Sozialdemokratie im Reichswirtschaftsamt und seiner Führung durch Herrn Beder- Hessen seinen Brenn punkt finden wird. Ist doch Herr Becker- Heffen der Mann, der seinerzeit offen erklärte, bei der Schaffung der 3 wangs anleihe nur zu dem Zweck mitgewirkt zu haben, die tapi talistischen Interessen wahrzunehmen. Reichskanzler: Dr. Cuno. Inneres: unbestimmt. Aeußeres: unbestimmt. Justiz: Dr. Heinze( D. Bp.). Wirtschaft: Beder- Seifen( D. Bp.). Reichsschah: Staatssekretär a. D. Albert. Arbeit: Dr. Brauns( 3.). Reichswehr: Dr. Gehler( Dem.). Eisenbahn: Gröner. Boff: Stingle. Finanzen: Dr. Hermes. Ernährung: Dr. Müller- Bonn. Chef der Reichskanzlei: Ha mm. Begen der Uebernahme des Innenminifteriums wird mit dem Demokraten Defer verhandelt. Das Außenministerium ist einem im Ausland befindlichen Diplomaten zugedacht, dessen Antwort noch aussteht. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Posticheckkonto: Berlin 375 36- Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depositentasse Lindenstraße 3 Ludendorff. Bon Dr. Ludwig Herz, Geschäftsführer des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses. Der Gegensatz zwischen politischer und militärischer Leiworden, daß man fast vergessen hat, daß sich nicht zwei abtung ist im Krieg und nach dem Kriege so viel besprochen strafte Begriffe gegenüberstanden, sondern daß Menschen von Fleisch und Blut, Personen oder, wenn man will, Bersönlich feiten um das entscheidende liebergewicht rangen. Bethmann, auf dessen Vorschlag in fritischer Stunde Politische Leitung, das bedeutet drei Reichskanzler: Hindenburg und Ludendorff an die Spitze der Kriegführung berufen wurden, weil der Klang ihres Namens neue Hoffnung geben sollte, und der dann als zu schlapp von der gleichert Obersten Heeresleitung beseitigt wurde. Auch von dem neuen Ernährungsminister Dr. Müller- der Bonn, bisherigen Direktor der Rheinischen Bauernfammer, ist nichts als eine rein agrarische Einstellung zu erwarten. Für die Beurteilung des Gesamtkabinetts ist natürlich die noch ausstehende Besetzung des Innen- und Außenministeriums von großer Wichtigkeit. Immerhin ist seine gedankliche Kon ftruttion schon einigermaßen erkennbar. Ein Teil der neu alten Minister soll die Aufgabe haben, die Verbindung nach links hin nicht ganz abreißen zu laffen, ein anderer Teil foll dem Anspruch des Großkapitals auf maßgebenden Einfluß in der Regierung entgegenkommen. Boraussichtlich wird sich die In dem neuen Kabinett befinden sich fünf Minister, die Belastung auf der Rechten, durch Herrn Beder schon zur Zeit der alten Koalition hervorragende Aemter Hessen, bald ais so stark erweisen, daß die Berbindung nach bekleideten, nämlich Brauns, Hermes, Graner, links zerreißen wird. Gehler und Albert. Der legtere war Chef der Reichs- Natürlich wird die Sozialdemokratie die neue Regierung tanzlei bis zum Regierungsantritt des Reichskanzlers Dr. nach ihren Taten beurteilen. Sie wird keine blinde Bos: Birth. Der neue Justizminister Dr. Heinze hat schon zur Zeit der Fehrenbach- Regierung das Reichsjuftizamt verwaltet. Er ist ein persönlich rechtschaffener Mann von angenehmen umgangsformen, in juristischen Dingen aber ziemlich rückschritt lich gesinnt. Das große Justizreformwert Radbruchs wird bei diesem Ziehvater schlecht aufgehoben fein. Nachfolger Robert Schmidts im Reichswirtschaftsamt Ende der Ueberschichten im Bergbau? Der Antrag auf Kündigung des Ueberschichtenabkommens im Bergbau ist vom Christlichen Bergarbeiterverband und vom Hirsch- Dunckerschen Gewerkverein ausgegangen. Beim freigewerkschaftlichen Bergarbeiterverband beffeht lebiglich die Absicht, vom 15. Dezember an die lleberschichten bis auf weiteres auszufezen; an eine Kündigung der Abkommens selbst wird nicht gedacht. Von einer Bosheitspolitif, wie es manche Blätter gerne hinstellen möchten, fann feine Rede fein. Die neuen Beamtenbezüge. heitspolitik treiben, meil sie nicht mehr in der Regierung fikt, sondern fachliche Opposition treiben, wo dies notwendig ist. Es läßt fich aber jetzt schon vorauslagen, daß die Ernährungspolitif des Herrn Müller- Bonn, die Justizpolitik des Herrn Heinze, nor allem aber die Wirtschaftspolitit des Herrn Beder Helfen der Sozialdemokratie bald wins genden Anlas bieten wird, ihre fachliche Opposition zur vollen Kraft zu entfalten. her der Reichsgetreideftelle zugegengen ist, erheblich geringer als im vergangenen Jahre. Bis Ende Oktober waren im ver: gangenen Jahre 1140 000 Tonnen Getreide abgeliefert, in diesem Jahre jedoch nur 400 000 Tonnen; bis zum 17. November betrug Die Ablieferung an Umlagegetreide durch die deutsche Landwirtschaft im vergangenen Jahre 1235 000 Tonnen, in diesem Jahre jedoch nur 513 281 Tonnen. doch Michaelis, der Mann der Obersten Heeresleitung, in seinen Grundanschauungen, namentlich auch in der Frage der Kriegsziele, mit ihr übereinstimmte und den der Unmille des Boltes von einem Blag wegfegte, den er bei einiger Selbstertenntnis niemals hätte einnehmen dürfen. der mit großem taktischen Geschick ein schiedlich- friedliches VerGraf Hertling, der gewiegte alte Zentrumspolitiker, hältnis zwischen den beiden Instanzen anbahnte, der Bolitik, wenigstens auf dem Papier, den ihr zukommenden entscheidenden Blaz gab und von der Obersten Heeresleitung in Ruhe gelassen wurde, weil sie nach Ludendorffs Zeugnis nichts pon ihm erwartete. Dazu tritt der vielfach überschlaue Staatssekretär des Aeußern, u. Kühlmann, der mehr oder minder harmonisch mit den Reichskanzlern arbeitet. der nach der ersten Marneschlacht in die Wüste geschickt wird, Die Oberste Heeresleitung ist nach der Episode Molite, Falkenhayn, der es im allgemeinen vermeidet, in die Bolitif einzugreifen, auch faum Gelegenheit dazu hat, da zu feiner Zeit der Krieg im wesentlichen in der Berteidigung feiner Zeit der Krieg im wesentlichen in der Verteidigung bestand; endlich Hindenburg. Neben Hindenburg steht Legende will diese Zwei als Dioskuren malen. Wie sie Ludendorff als Erster Generalquartiermeifter. Die innerlich zueinander standen, fann unerörtert bleiben. Sehr baid jedoch wurde von den„ Eingeweihten" geraunt, daß Ludendorff der eigentliche Kopf fei, daß ihm der Riihin des Sieges von Tannenberg gebühre. Andere Eingereihte" muntelien allerdings, daß der eigentliche Eieger der General Hoffmann gewesen sei. Was von diesen Gerüchten zutrifft, ist natürlich schwer nachzuprüfen, ebenso schmer, wie zu finden, von wo eigentlich alle diese Gerüchte ausgingen. Richtig ist zweifellos, daß die Jahre und der ungeheure Druck der Berantwortung an Hindenburg nicht fpurlos porübergingen, und wer Ludendorff bei seiner Bernehmung vor dem 2. Unterausschuß beobachtet hat, muß den Eindruck gewinnen, daß er die Mitvernehmung Hindenburgs erzwungen hatte, um zu zeigen, daß er die eigentliche Betenz in der Obersten Heeresleitung war. " Als Gründe für die bisherige außerordentlich geringe Abliefe rung des ersten Drittels der Getreideumlage werden an zuständiger Stelle angegeben die späte Ernte infolge der schlechten Witte rung und die Erschwerung der Ernte infolge der Feuchtigkeit; ferner der geringe Ausfall der Getreideernte in diesem Jahre und Auch Schwertfeger*) trennt die Persönlichkeit Ludendorffs schließlich das 8usammenfallen der Getreideernte mit der von der Hindenburgs. Noch schärfer tut es Delbrück. Er Die Berhandlungen der Regierung mit den Spizenper: brusch des Getreides sehr nerzögerte. Es steht jedoch zu erwarten, Ersten Generalquartiermeisters stand und sich von diesem sogar Ernte an Kartoffeln und Hadfrüchten, was den Aus. fchreibt, daß der Feldmarschall durchaus im Banne seines bänden der Beamten des Reiches, der Länder und Gemeinden daß, wie bereits in den letzten acht Tagen, die Ablieferung in zu Taten habe bestimmen lassen, die seiner innerften Natur führten am Dienstag zu einer Berständigung auf folgender nächster Zeit start zunimmt. zuwider waren. Aus sich heraus hätte der Feldmarschall Grundlage: Der prozentuale Teuerungszuschlag zum Der eigentliche Ablieferungstermin für das erste Drittel des Hindenburg sich gewiß niemals entschlossen, seinen Obersten Grundgehalt, Driszuschlag und den Kinderzuschlägen wird ab Umlagegetreides ift bereits am 31. Oftober abgelaufen, aber von Kriegsherrit zu vergewaltigen und ihn zur Entlassung des 16 November von 49 auf 120 Brozent erhöht. Der der im Gesez porgesehenen Verlängerungsmöglichkeit Reichskanzlers und des Kabinettsrats zu zwingen, dem er verFrauenzuschlag von 1000 m. wird verdoppelf von vier Wochen, also bis Ende Movember, ist aus den oben an traute. Ebenso ist das Abschiedsgesuch, das die beiden Heer Weitergehende Anträge auf Erhöhung des Kopfzuschlags wour geführten Gründen in weitestgehendftem Maße Gebrauch gemacht führer einreichten, als die Verhandlungen in Brest- liomff den abgelehnt. Dagegen soll die Frage der blösungszumorten. Da zur glatten Durchführung der Versorgung der Bewegen des polnischen Schuhstreifens nicht nach ihrem Wunsche schläge für besonders teure Orte einer Rachprüfung unter Dölterung die Reichsgetreideftelle das Getreide sechs Wochen vorber geführt wurden, wie Schroerifeger in einem schlüffigen zogen werden. Die Auszahlung der Mehrbeträge fall be in der Hand haben muß, so muß ven jetzt ab die Ablieferung durch Indizienbemeis nachweist, auf Ludendorff zurückzuführen. schleunigt durchgeführt werden. die Landwirtschaft unbedingt stärfer werden und es müssen die Fristen eingehalten werden, wie sie das Gefeß porsieht. Reparation und Reichsbahndefizit. Auch die öffentliche Meinung 30g awischen den beiden Heerführern einen scharfen Trennungsstrich; so jympathisch sie dem Generalfeldmarschall gegenüberstand, so sehr lehnte fie sich instinktiv gegen Ludendorff auf. Daß in weiten Kreifen Infolge der ungeheuren Kohlenlieferungen an die Entente ist Wir und Deutsch österreich. der Bevölkerung so wenig zur sogenannten„ Ludendorffdie Zuweisung inländischer Kohle an die Reichsbahn völlig ungenügend und reicht feineswegs, um den Betrieb mit Sicherheit auf- Beratung der Genfer protokolle betonten bei Beratung des ersten flären. Wer im Aufklärungsdienste tätig war, hat die häufig Wien, 21. November.( WTB.). 3m Sonderausschuß zur Spende" gezeichnet wurde, ist aus diefer Stimmung zu errechterhalten zu können. Aus diesem Grunde fah fich bekanntlich die protokolls, das die Garantie der Unabhängigteil Desterreichs in Haß ausartende Abneigung nicht nur in den Städten und Reichsbahnverwaltung im Sommer gezwungen, engille& oble enthält, die jozialdemokratischen Abgeordneten Dr. Ellenbogen in Arbeitertreisen, sondern auch in der Landbevölkerung bein größerem Umfange zu beziehen. Dadurch soll der Reichsbahn für und auferli, daß um 529 millionen kredil der große Gedante obachten können. das laufende Rechnungsjahr ein Mehraufwand von 58 Milliarden der Einheit der deutschen nailon preisgegeben werde. Mart gegenüber dem Preis inländischer Sohle entstehen. Der Gedanke, den Anschluß an Deutschland durch Megellige, Deutschlands Brotgetreideverforgung. Man sah in Ludendorff den Vater der Hinder die allmähliche wirtschaftliche und finanzielle Angleichung vorzu- ife gegen jede politische Fortentwicklung. Die von ihm bereiten, werde Defterreich in dem Protokoll über den Bereich des felbft in feinem Urfunden- Bande veröffentlichten Briefe in der Frierenspertrages bins gepompen. preußischen Wahlrechtsfrage zeigen, daß das Mißtrauen beDie Bestände an in- und ausländischem Brotgetreide, die sich der 1848 das deutiche Barlament tagie, veranstaltete heute der Frankfurt a. M., 21. Movember. In der Baulskirche in rechtigt mar. Offiziell lehnte er zwar jede Einmischung ab, in ber Hand der Reichsgetreidestelle befinden, ftellen Defterreichisch- deutsche Wolfsbund eine Kundgebung für den Anschluß die deutsche Brotoerforgung bis Anfang Februar Defterreichs an die deutsche Republik und das Selbstbestimmungs ficher. Bon ben 4½ millionen Tonnen Brotgetreide, die recht der Böller. Der Borsigende Deutschland benötigt, follen bekanntlich durch das Gefeß über die Getreideumlage 2 Millionen Tonnen durch die innerdeutsche Umlageerfassung und 2 Millionen Tonnen durch den Kauf im Ausland führte aus, daß die Siegermächte vorgeben, für das Selbstbestimaufgebracht werden. Seit Beginn diefes Wirtschaftsjahres, dem recht bericfen wir uns und dickes Recht würden wir uns auch nicht Seit Beginn dieses Wirtschaftsjahres, dem mungsrecht der Bälter einzutreten. Auf diefes Selbstbestimmungs15. August, hat die Reichsgetreidestelle bereits mehr Getreide im nehmen laffen. Solange aber politisch die Einheit nicht verwirklicht Ausland gekauft als vergangenes Jahr; auch der greifbare Bestand werden könnte, sollten wir uns die Pflege fultureller und wirtschaft ist größer. Andererseits ist die Menge an Umlagegetreibe, die bis- licher Beziehungen zu Defterreich angelegen sein laſſen. Reichstagspräsident Löbe die Urfachen des Sufammenbruchs,( 4. Unterausschuß des Parla*) Drei Weißbücher des Untersuchungsausschusses über mentarifdyen Unterfuchungsaussouffes). Heft 1: Gutachten des Obersten a. D. Schwertfeger:" Die Frage der politisch- mili tärischen Verantwortlichkeit", 1. Teil bis zum Beginn der Offenfive 1918( 21. März 1918); Seit 2: Gutachten des Genereis der Offensive im Jahre 1018"; Heft 3: Gutachten des Geheimrats Brof. Infanterie D. Kuhl:„ Die militärischen Grundlagen der deulichen Hans Delbrüd: 1. Die Offensive im Jahre 1918, 2. Ausführungen im Anschluß an das Gutachten des Herrn Oberst Schwertfeger. ( Norddeutsche Buchdruckerei und Verlagsanstalt, Berlin SW. 48.) macht aber in Privatbriefen gegen Barlamentarisierung und diesem Zwed unter anderem einen Auszug aus dem Protokoll Teuerungsunruhen auch in Braunschweig. Demokratisierung scharf. lind mer die Ursache der Unpopu- über die Sigungen des 2. Unterausschusses des Parlamentari" nichts wußten, denen sie aber nachträglich ihre Billigung Iarität in der Truppe finden will, der vergleiche, was Pierre- schen Untersuchungsausschusses vom 2. und 3. März 1922 bei, Braunschweig, 21. November.( WTB.) Auch heute abend feu, der Verfasser der französischen Heeresberichte, in seinem aus denen sich nach dem Zeugnis des Obersten v. Halfern tam es in der ganzen inneren Stadt zu erheblichen Buche Le G. Q. G."(= Das Große Hauptquartier) über die ergibt, daß Ludendorff einer öffentlichen Erklärung über Bel- Ruhest örungen. In verschiedenen Straßen wurden Geschäfte Methode schreibt, nach der Pétain nach den Meutereien gien nicht widersprochen haben würde, wenn sie allein von der geplündert. Die Polizei ging teilweise mit der blanken Waffe vor ( 1917) den Beschwerden der Mannschaften abzuhelfen fucht, Reichsleitung ausgegangen wäre. Er wollte bloß die Ber- und frieb die Menge auseinander. Mit Gewehren bewaffnete Schußmit der kühlen Art, mit der Ludendorff über die Klagen antwortung dafür nicht übernehmen. Dieses Abschieben der polizei nimmt Absperrungen vor. Autos mit Polizei durchfahren der Mannschaften hinweggeht. Der Offizier müsse besser leben Verantwortung auf andere findet sich ja auch in allen seinen die Straßen nach den gefährdeten Punkten. als der Mann; die Familien der Offiziere hätten am meisten Schriften, besonders auch in den drei Heften, die er gegen die Braunschweig, 21. November.( WTB.) Zu den heutigen in der Heimat gelitten usw. " Deutschen Dokumente zum Waffenstillstand" bei Scherl ver- Teuerungsfrawallen ist noch zu melden, daß nachmittags auf dem " In einer so vielföpfigen und mit einem so ungeheuren öffentlicht hat. Delbrück spricht mit dürren Worten aus, daß Hagenmarkt eine Demonstrationsversammlung stattgefunden hatte, Arbeitsgebiet belasteten Behörde, wie die Oberste Heeres- feineswegs das reine Motiv der Vaterlandsliebe, sondern ein deren Teilnehmer in Trupps nach verschiedenen Stadtteilen 30gen, leitung", so schreibt Schwertfeger, fonnte es nicht ausbleiben, ungezügelter Ehrgeiz sehr wesentlich das Handeln wo alsbald die Tu multe und Plünderungen begannen. In daß nachgeordnete Persönlichkeiten zu großem fachlichen und des Generals Ludendorff im Feldzuge 1918 mitbestimmt hat. einem großen Wollwarengeschäft an der Höhe wurden mehrere Schaupersönlichen Einfluß gelangten." Manche Anordnungen fensterscheiben eingeschlagen und die Auslagen zum Teil geraubt. feien daher von nachgeordneten Persönlichkeiten ge Auch gegen Fleischer- und Bäderläden und sonstige Lebensmitteltroffen worden, von denen die verantwortlichen Generale Spritschieber und Rheinlandkommision. geschäfte ging die Menge vor und schlug zum Teil die Fensterscheiben Unter der Ueberschrift Ungeheuerlich und beschämend" brachten ein. Das Eingreifen der Polizei, die dabei vielfach mit blanker gaben. Schwertfeger nennt namentlich den Obersten Bauer, wir vor einigen Tagen ein scharfes Urteil der„ Franks. 3tg." über Waffe vorging, verhinderte jedoch in mehreren Fällen die beabsichtigte der seinen politischen Einfluß in einer Art zu gebrauchen ge- die Tatsache zum Abdruck, daß die Verteidiger in einem Kölner Plünderung. Bei einem Zusammenstoß in der Güldengasse ist aus wußt habe, die sich zweifellos über die ihm durch seinen da- Spritschieber prozeß die Interalliierte Rheinlandkommission der Menge ein Schuß gefallen, durch den eine unbeteimaligen Wirkungsfreis gezogenen Schranken erhob. Bauer angerufen hätten, um die Sache den deutschen Gerichten zu ent- ligte Frau schwer verlegt worden sein soll. Die Unruhen, hat ſelbſt nie in Abrede gestellt, daß er die Haupttriebfeder ziehen. Zu diesen Verteidigern gehört auch Rechtsanwalt A1s in deren Verlauf einige personen Verlegungen erlitter, zu Bethmanns Sturz gewesen sei. Der Einfluß des Obersten berg in Berlin, der bekannte Verteidiger Helfferichs erstreckten sich auf alle Teile der inneren Stadt und währten bis in Bauer auf Ludendorff ging sehr weit; namentlich in den in seinem Prozeß wegen Erzberger- Beleidigung und Vertreter die späten Abendstunden. Mehrere Personen wurden feſtFragen der inneren Politit brachte ihm Ludendorff ein, wie von Hermes im Prozeß gegen die Freiheit". Rechtsanwalt ter Oberstleutnant Niemann schreibt, unbegrenztes Vertrauen Alsberg sendet uns nun zu unserer Notiz eine Berichtigung, die entgegen. Bauers Vertrauen selbst in Ludendorff war nicht wir wiedergeben, um auch den anderen zu Worte fommen zu so unbegrenzt; er vermißte bei ihm häufig die erforderliche lassen. Es heißt in der Zuschrift: Energie. Wenig günstig urteilt Schwertfeger auch über das Kriegs- Berteidiger die Rheinlandtommiffion angerufen 1. Es ist unrichtig, daß ich oder einer der Kölner presseamt. Nicht erwähnt Schwertfeger die politische Ab- oder bei dieser Anrufung mitgewirkt hätten. Die teilung der Obersten Heeresleitung unter General Barten- Anrufung ist durch die Angeklagten selbst unter Assistenz eines im werffer. Es wäre interessant, einmal festzustellen, wer ihr vorliegenden Prozeß nicht beschäftigten Sachwalters erfolgt. Das angehörte und woher die dort beschäftigten attiven erklärt sich daraus, daß das vorliegende Verfahren nach der AnOffiziere die Berechtigung zu Urteilen über die außen- flageerhebung von einem anderen Verfahren abgetrennt ist und daß politische Lage herleiteten. von den an diesem Verfahren Beteiligten die Initiative zur Anleber Ludendorffs militärische Bedeutung zu urteilen, rufung der Rheinlandkommission ausgegangen ist. steht dem Laien nicht an. Delbrüd beurteilt sie sehr ungünstig. der vorliegende, hat nichts mit der Anrufung der Rheinlandtom 2. Die Anrufung der Rheinlandfommission in einem Fall, wie Daß Ludendorff als Politifer verheerend gewirkt mission im Fall Smeets zu tun. Sie führt zurück auf ein deutscher hat, darüber besteht kaum eine Meinungsverschiedenheit. feits als Gesetz anerkanntes btommen, das sogenannte Seine geistige Einstellung war rein militärisch, politischer Rheinlandabkommen, und die für die Uebergangszeit geschaffenen Kunst also wesensfremd. Wie wesensfremd zeigt deutlich der Ordonnanzen. Ordonnanz 70 hat die Anrufung einer aus Juristen beFriedensschluß von Brest- Litowst, von dem Schwertfeger sagt, stehenden Kommission für den Fall vorgesehen, daß die Anwendung daß er den Behauptungen von der deutschen Annexionsluft ber, Uebergangsvorschriften betreffenden, Ordonnanzen für den fon daß er den Behauptungen von der deutschen Annexionslust freten Fall bestritten ist. Zu diesem Zweck ist die Anrufung der neue Nahrung gegeben habe. Es ist auch bezeichnend, daß er Rheinlandkommission wiederholt, und zwar unter Assistenz neue Nahrung gegeben habe. Es ist auch bezeichnend, daß er nach dem Sturze Bethmanns feinen Kanzler präsentieren namhafter rheinischer Anwälte erfolgt. fonnte, vielmehr nur Bülow oder Tirpiz, die beiden gleich 3. Die Verteidigung im vorliegenden Prozeß hat auf den undenkbaren Gegenpole, in Bereitschaft hatte. Wenn er selbst Wunsch der Angeklagten diese Rechtsgrundlage der Anrufnug in der die Kanzlerschaft nicht übernahm, so tat er das nach seinem Verhandlung erörtert, um gerade einem Vergleich mit dem Fall eigenen Zeugnis nicht etwa, weil er sich dafür nicht geeignet Smeets vorzubeugen. hielt, sondern weil er sich außerstande fühlte, diesen Posten neben dem des Generalquartiermeisters zu bewältigen. " Ein neues Kapitalfluchtgefeh. Gesezes zur Ergänzung und Abänderung des Gesetzes Die Reichsregierung hat dem Reichstag den Entwurf eines gegen die Kapitalflucht vorgelegt. Am 28. Mai d. I. hat sich die Regierung in der Note an die Reparationskommission bereit erklärt, über Einzelheiten einer Bekämpfung der Kapitalflucht mit erklärt, über Einzelheiten einer Bekämpfung der Kapitalflucht mit die geeignet erscheinen, die Kapitalflucht zu bekämpfen. Das Kapitaldem Garantiekomitee zu beraten und die Maßnahmen zu ergreifen, fluchtgesetz enthält bis jetzt kein Berbot der Kapitalausfuhr, sondern pital ins Ausland gebracht wird, den Steuerbehörden mitzuteilen. beschränkt sich darauf, die Vorgänge, durch welche bewegliches Ras Nach dem neuen Entwurf bedarf die Kapitalausfuhr nach dem Ausland der Genehmigung des Finanzamtes. Dieser Genehmigungszwang ermöglicht es, neben der steuerlichen ueberwachung die allgemeinen Interessen der deutschen Wirtschaft zu stügen. Der legitime Außenhandel soll im Zahlungsverkehr mit dem Ausland nicht eingeengt werden. Darum sind von dem Genehmigungszwange folche Zahlungen nach dem Auslande ausgenommen, die von Personen oder von Personenvereinigungen geleistet werden, deren Gewerbebetrieb laut Bescheinigung der Handelskammern regelmäßig Geschäfte mit sich bringt, zu deren Abwicklung Zahlungen nach dem Ausland notwendig sind. Die BeDr. Alsberg versichert zum Schluß, daß die Anrufung der freiungsvorschrift erstreckt sich selbstverständlich nur auf Zahlungen Rheinlandkommission von angesehenen rheinischen Kollegen schon Bescheinigungen Mißbrauch getrieben wird, fann die oberste Landesinnerhalb des regelmäßigen Geschäftsverkehrs. Wenn mit diesen Die Stellung. Ludendorffs in der Frage der Kriegsziele häufiger erfolgt sei und für völlig unbedenklich gehalten wurde. mar feineswegs einheitlich; sie schwankte mit den Kriegs- Bir registieren also: Die Anrufung der Interalliierten Rhein- behörde sie einziehen. Der Bant, die den Auftrag auszuführen Wir registieren also: Die Anrufung der Interalliierten Rhein hat, ist diese Bescheinigung der Handelskammer in Urschrift oder erfolgen. Wie wenig er aber die Seele des Volkes und der landkommission, also der Behörde des" Feindbundes", wie in einer von einem Finanzamt, einem Gericht oder einem Rotar Truppe fannte, ergibt sich daraus, daß er große Kriegsziele man ja wohl in Helfferichs Kreisen zu sagen pflegt, ist nicht beglaubigten Abschrift vorzulegen. Der Entwurf erhöht die Freifür nötig hielt, um die Begeisterung im Heer und in der durch die gegenwärtigen Berteidiger, also auch nicht durch Dr. Als beglaubigten Abschrift vorzulegen. Der Entwurf erhöht die Frei. Heimat aufrechtzuerhalten! Schwertfeger und noch mehr Del- berg erfolgt. Aber diese Verteidiger, auch Dr. Alsberg, haben mitteln nach dem Ausland im Reiseverkehr auf 200 000 M. Voraus grenze für die persönliche Mitnahme von Zahlungsbrück halten diese Einstellung für psychologisch falsch, ein Urteil, nicht die Berteidigung der Spritschieber nieder fegung für die Durchführung des vorliegenden Entwurfs ist die Verdem sich jeder Kenner der Verhältnisse im Kriege anschließen gelegt, nachdem sie von der Anrufung Kenntnis erhalten haben. längerung der Geltungsdauer des Kapitalfluchgesetzes bis zum Eie halten es also mit deutschem Empfinden durchaus verträglich, 31. Dezember 1924, an dem auch das Gefeß gegen die Steuerflucht Schwertfeger kommt zu dem Ergebnis, daß Ludendorff im Intereffe der Millionenschieber den Spruch der Rheinland- vom 26. Juli 1918 außer Kraft tritt. Außerdem find Geldstrafen fein großer Mann gewesen sei. Delbrück urteilt schärfer. Wer kommission oder der ihr beigeordneten Juristen einzuholen. Danach vorgesehen. eine Stellung freiwillig ergreife und sich ihr dann nicht ge- mag der Leser urteilen, ob die von uns wiedergegebene Meinungswachsen zeige, müsse sich gefallen lassen, daß man an ihn den äußerung der Frankf. 3tg." zu scharf war oder nicht. Maßstab eines großen Mannes anlege und ihn nach dem Grade des Unheils verdamme, das er vermöge seiner ungenügenden Fähigkeiten angerichtet habe. Delbrück gibt aber auch Beweise dafür, daß es Ludendorff an dem vollen sittlichen Verantwortlichkeitsgefühl gemangelt habe. Er bringt zu wird. Die neuen Armen. Bon Schwester Lydia Ruehland. Fünf Uhr morgens noch lagert dichtes Dunkel über und in den Straßen. Aber schon wird es lebendig. Scharen von Menschen beiderlei Geschlechts gehen, laufen und je meiter die Zeit vorrüdt, rennen sie alle zu einem gemeinsamen Ziel: dem Bahnhof. Eine riesenhafte lebendige Masse, dennoch stumm, verschlafen, verdrießlich so fahren täglich viele Tausende des Morgens vor Tau und Tag zur Fron in überfüllten, schlechtgeheizten Zügen. Eine Station nach der anderen zieht vorüber. Immer neue Massen strömen zu. Endlich am Ziel. Aber noch nicht am Arbeitsplay, obgleich bereits erhebliche Energien verbraucht wurden. Echnell einen Becher heißen Kaffee in der Kantine• das erlaubt die Betriebsleitung dann in Haft und Eile ans Werk. Noch ist nichts getan und man ist schon so matt und müde, als. hätte man Berge gewälzt. Nun hinein in die Dunkelfammer o, daß man doch wenig stens am Licht schaffen könnte! Freilich, die Arbeit wird gut be zahlt, selbst für die heutige Zeit aber es werden dafür auch Leistungen verlangt! Leistungen, die langsam, aber totficher dem Menschen das Mark aus den Knochen jaugen, die dem Körper jede Elastizität rauben, so daß auch schon der Jugendliche den schweren Tritt des Alters annimmt. Wie die Füße brennen und schmerzen vom Stehen von früh bis spät. Morgen wird man sich weiche Schlappen mitbringen. Um freilich ein paar Tage später zu fonstatieren, daß dann die Sehnen der Füße und alle Beinmuskeln noch stärker schmerzen. Ergebnis: Resignation! Kein Auflehnen hilft, feine Tränen. Denn dann brennen die Augen, die stundenlang lichtentwöhnten Sonnensucher, nur noch heftiger Darum Ihr Anderen wundert euch, warum diese Menschen nach Schluß der Arbeit oft so überlaut toben und lärmen, wie von der Kette losgelassene Tiere- sie sind ja tagsüber so gut, wie stumm, dürfen nur das Nötigste reden, müssen schweigen der Lärm, der Ueberschwang eines tünstlich zurückgehaltenen, gefnebelten Menschentums. Einmal am Tage müssen sie doch dartun, daß ihnen ein Gott die Sprache gab, geschaffen, ihre Gefühle auszudrücken.-In dieser erbarmungslosen Fron sind zurzeit Tausende Kein Frauenstimmrecht in Frankreich! Der französische Senat hat es mit 155 gegen 134 Stimmen abgelehnt, in die Disfussion des von der Kammer angenommenen Gesetzes, das den Frauen das Stimmrecht gewährt, einzutreten. die Schönheit des Lebens höchstens aus Büchern, aus Groschen heften und aus Kinoschilderungen fennen lernte, nie aus eigenem Erleben. Diesem neuen Proletariat wird die Sehnsucht nach dem verlorenen Sonnenglüd heißer in der Seele brennen wie jenen in Armut und Dürftigkeit auf des Lebens Schattenseite Geborenen. Ihr auf höherer Kultur aufgebautes und eingerichtetes Heim entbehrt der pflegenden Hand, ihr Herdfeuer ist erloschen, und wenn sie nach vollendeter Fron heimkehren, sind sie müde, erschöpft, total ausgegeben. Stärker als der Mann empfindet die schaffende Frau die Züce in ihrem Heim, dieſem fehlt durch ihre ſtändige Abwesenheit die Ordnung, die Wärme, die Seele. das Diese Seele vermag Moloch Kapital nicht zu ersetzen und wenn er die Arbeitskraft der Frau mit Gold aufwöge an Stelle des elenden Papiergeldes! letariats! Mögen sie aber eins nicht vergessen: daß sie heute nicht Sie haben es schwer, die Frauen und Mädchen des neuen Promehr schaffen müssen von früh bis in die sinkende Nacht hinein nur für das Kapital, nur für fremde Interessen, daß ihre Körperfräfte vor zu frühzeitigem Verfall geschützt werden durch die Gesetzestraft des Achtstundentages und das Verbot der Sonntagsarbeit verdanken sie der Masse des Proletariats, welche schon war, ehe fie hinabstiegen. Dieser Masse, welche sich zusammenschloß, die Gefahr erkennend, zu gewerkschaftlichen und politischen Organisationen, zäh die sich um das glutrote Banner des Sozialismus fcharte und erbittert um ihre heiligsten Menschenrechte fämpfte, dieser Masse, verdanten sie, daß ihnen ihr Los, schywer genug, nicht noch härter ward! Daß es aber besser werde, dazu bedarf es nun ihrer Mitwir dem es nun am gleichen Strange zieht, die Hand reicht, wenn es fung. Nur wenn das neue Proletariat dem alten Proletariat, mit die Erhaltung des Errungenen und um die Besserstellung der Zualle Borurteile überwindet und Seite an Seite mit ihm fämpft für funft, nur dann wird ihrem Leben wieder höherer Inhalt werden, nur so tann sich ihre soziale Lage im Kampfe um bessere Bedingun gen der ihnen durch die Not aufgezwungenen außerhäuslichen Erwerbsarbeit heben. ihr tal eine fittlichere Auffassung des gesamten Produktionsprozesses Diese neue höhere Gesellschaftsordnung, die dem Moloch Rapiaufzwingt, fie hat ihre Grundlage, ihr Streben, ihr Endziel im Sozialismus! von Frauen und Mädchen gebunden, die sich diesen Abstieg nimmer hätten träumen lassen ein neues Proletariat! Aus einer Die Bedeutung Afritas für die Weltherrschaft, eine zweifellos anderen Menschenschicht kommend, oft alte Familienkultur und.-tra- für die jetzige und die nächste Zeit sehr wichtige Frage, behandelt tition hinter sich laffend, suchen sie sich tapfer in die ihnen so un- Dr. Ernst Schulze in der Zeitschrift„ Der neue Orient. In furzen, gewohnten Verhältnisse zu finden ob ihnen das leicht anschaulichen Zügen charakterisiert er die Afrikapolitik der Kulturwird?! Sie wenden das Geficht für einen Moment ab, um die nationen seit dem Altertum und betont, daß es dort vor dem Welt schnell aufsteigenden Tränen zu verbergen, die nachts um so unge- friege drei Mächte von weltbestimmender Kraft gab: Frankreich, hemmter fließen, und bejahen die Frage: es muß gehen! England und Deutschland. Frankreich wünschte die Herrschaft über Ja, es muß gehen! Hunger tut weh! Und die Arbeit, sie wird ganz Nordwest- und Mittelafrika zu vereinigen, doch ging aus dem ja bezahlt. Moloch Kapital fann es sich leisten, eine vieltausend Kriege England als Gewinner hervor. Indessen ist Frankreich noch föpfige Menschheit in seine Arme zu nehmen und an sein tönernes sehr mächtig in Afrika, so durch seine ungleich geschicktere EinHerz, er fann fie alle fatt füttern, aber eins fann er doch nicht geborenenpolitit, namentlich den Negern gegenüber. Es ist nicht er läkt die Seelen darben, sie fann er nicht speisen unmöglich, daß Afrika der Prüfftein für die englische und die angeUnd die Seelen des neuen Proleterials sie werden quälen strebte französische Weltherrschaft werden wird. Die britische Herrder hungern und dürsten als die des bisherigen Proletariats, das schaftsgewalt hat eine böse Einbuße erlitten durch die Unabhängig Die Lausanner Konferenz lehnte in vertraulicher Sigung den türkischen Anspruch auf Teilnahme am Borsiz und Zulassung der türkischen Sprache ab. Man fegte drei Kommiffionen ein. Poincaré reist nach Paris zurüd, nachdem er mit Curzon und Mussolini ver einbart hatte, die Eröffnung der Brüsseler Reparationsfonferenz auf den 15. Dezember vorzuschlagen. | feitserklärung Aegyptens, deren Eindruck auf die mohammedanische Welt gewaltig war. Als bedeutsame Erscheinung wird daneben gestellt, daß Italien der 1911 annettierten Ryrenaika die Selbstver waltung wiedergegeben hat. Dr. Schulze betont, daß es auch vom theoretischen Befize Tripolitaniens feinen Gewinn haben wird, und weist in den Schlußbetrachtungen darauf hin, wie sehr es im Orient gärt, und daß diese Bewegung zum Ziele hat das Selbstbestim mungsrecht der Völker, ein Punkt, der auch gerade uns in Europa vial zu denken gibt. stammt aus China. Sie wurde in einem der ersten Regierungsjahre Die älteste Banknote. Die älteste Bantnote, die noch egistiert, des 14. Jahrhunderts, und ist also älter als alle europäischen Bant des ersten Herrschers der Ming- Dynastie ausgegeben, um die Mitte noten, denn die erste wirkliche Bank in Europa wurde 1401 in Barce chinesischen Banknoten sind also wenigstens 300 Jahre älter als die Umlauf brachte, war die 1668 gegründete Bank von Stockholm. Die lona errichtet; aber die erste europäische Bank, die Papiernoten in europäischen. Die Note hat zu oberst eine Aufschrift, die in der Uebersetzung lautet:„ Ein allgemein gültiger Wertschein der Taiming Dynastie." In der Mitte steht mit großen Buchstaben:„ Ein Kwan." 80 Pf.) abgebildet, der Wert des Papiergeldes also deutlich veranUnter„ Ein Kwan" find 10 Münzschnüre mit je 100 Momme( gleid) schaulicht. Darunter lieft man:" Auf Grund einer Borstellung Unseres Finanzministers wird der Drud und die Prägung von Wertscheinen der Taiming- Dynastie gestattet, die überall neben den Kupfermendet, foll enthauptet werden, und wer Fälscher angibt und ergreift, münzen gelten sollen. Wer falsche Scheine herstellt oder solche ver liche Eigentum des Verbrechers erhalten. Am. soll eine Belohnung von 250 Silbertael sowie das feste und bewegsind so verblaßt, daß sie nicht zu lesen sind. Die Hungwu- Periode Tag im... Monat des... Jahres der Hungwu- Periode." Die Ziffern des Datums gab aber schon früher in China Papiergeld, von dem im 12. Jahrentspricht den Jahren 1368-1399 der christlichen Zeitrechnung. Es hundert der Weltreisende Marco Polo erzählt. Unser Roman:„ Die Welt ohne Sünde" hat, wie wir zu unserer Freude tonstatieren fönnen, auch außerhalb der Grenzen Deutsch Holländische übersetzt werden und in unserem Rotterdamer lands Beachtung und Beifall gefunden. So soll er demnächst ins Barteiblatt Boorwaarts" zum Abdrud gelangen. Auf zahlreiche Anfragen teilen wir zugleich mit, daß der Roman bisher in Buch form noch nicht erschienen ist. " Volksbühne, Theater am Bülowplat. Am 24. Rob. gelangt Raimunds- Der Berschwender" zum 50. Male zur Aufführung. Großstädters Heimat. Die Ortsgruppe Groß- Berlin des Verbandes der weiblichen Handels- und Bureauangestellten e. B. veranstaltet unter der Leitung von Dr. Franz Lederer am 23. November, 74, Uhr, Ohmftr. 2, Bruno Kofubed, Emil Schwarzkopf, Käte Winkler. Vollstänze unter Leitung Klubhaus, einen Berliner Heimatabend. Mitwirkende: Irma Pommer, von Elfriede Cario. fürstendamm 44: Soziale Gedichte von Star! Fries. Starten 50 und 20 M. Fränze Roloff lieft am 24., abends 8 Uhr, im Salon Heller, Kurbei Bote u. Bod, Wertheim und Abendlasse. Die entstaatlichte Jinborn. Auf Beringung des Bolfskommiats für Bildungswesen ist die weitere staatlice Berforgung der Tanzschule der Isadora Duncan in ostau eingestellt worden. Fascisten- Interpellation in Bayern. Mac Donald Führer der Labour Party. mum Couben, 21. Necember.( WTB) Ramjay Mac Donald Wirtschaft eintreten würde München, 21. November.( Eigener Drahtbericht.) Der Bay erische Landtag besprach am Dienstag eine Interpellation unse- wurde mit 61 gegen 56 Stimmen zum Führer der Arbeiterpartei rer Genossen über die Agitation der Nationalsozialisten. gewählt, nachdem zuvor in einer lebhaften und langen Debatte auch Die Konjunkturforgen der Industrie. Genoffe Klingler- Roburg begründete die Interpellation und wies mehrere andere kandidaten empfohlen worden waren. Der bis- Die Rede des Großindustriellen Peter Klöckner auf der Gentdabei auf die Vorgänge hin, die fich am 14. Oftober gelegentlich herige Frationsführer Clynes wurde zum stellvertretenden Bor- ralversammlung der Maschinenbauanstalt Humboldt in Köln- Stalt eines Besuchs der Nationalsozialisten in Koburg abgespielt haben. jizenden, Artur Henderson zum Haupteinpeitscher, Stephan enthielt neben interessanten Aufschlüssen über das Geschäftsgebaren Arbeiter wurden mißhandelt, Schüler zu antisemitischen Rundgebun- walsh und Oberst Wedgewood zu Vizevorsitzenden der Par- der Schwerindustrie auch wesentliche Hinweise darauf, wie man sich gen aufgeputscht, und die Polizei erklärte, fie tönne aus technischen lamentarischen Arbeiterpartei gewählt. in diesen Kreisen den ferneren Verlauf der industrielSchwierigkeiten nicht eingreifen. Blutig geschlagene Arbeiter wurden auf das Quartier der Nationalsozialisten geschleppt, wo die gewicht der politischen, sozialistischen und internationalen Rich- beitslosigkeit, obgleich gewisse Anzeichen darauf hindeuten, daß AbDie Wahl Mac Donalds zum Fraktionsführer zeigt das Ueber- en Konjunktur vorstellt. Vorläufig befürchtet man keine ArFreunde des Herrn Hitler auf die Frage, ob es denn teine Polizei tung über die Gewerkschaftsvertreter in der neuen Fraktion. Ihr faßschwierigkeiten größten Umfanges über Nacht hereinbredjen gebe, erklärten, die Nationalsozialisten feien selbst gehören auch eine Anzahl Genossen an, die im Krieg als Dienst- tönnten. Wenn aber plöglich eine starke Alenderung der Währung Polizei. pflichtverweigerer eingeferfert waren, auch solche, die bei den Hurraund das würde wohl schon bei einer StabilisieDer Minister des Innern Dr. Schweŋer hält die Behauptung wahlen von 1918 wegen ihrer Kriegsgegnerschaft durchgefallen rung der Mark der Fall sein, dann rechnet man mit unabsehbaren der Interpellation in seiner Beantwortung für übertrieben, gibt maren. Genosse Henderson ist bekanntlich bei der Wahl unteraber zu, daß die nationalsozialistische Bewegung bisher zu wenig legen, er soll bei nächster Gelegenheit wieder aufgestellt werden. Woher können diese kommen? Zunächst besteht für die Inteachtet worden sei. Mit einer Reihe von ihren Programmfordedustrie die Gefahr, daß die gestapelten Rohstoffe, die in der Hoffrungen könne jeder deutsche Mann einverstanden sein. Sie seien ein nung auf weitere Preissteigerungen getauft worden sind, plöglich Teil des Ringens der deutschen Seele gegen den Versailler Vertrag. Ob Zusammenhänge mit den ungarischen Fascisten vorhan landsinseln wurde bei den Parlamentswahlen der Lloyd- George- dustrieunternehmungen, die oft gegen Kredit erworben worden sind, London, 21. November.( WTB.) Auf den Orkney- und Shett- voraus angetauft hat, und für solche Beteiligungen an anderen Inentwertet werden. Das gleiche gilt für Devisenbestände, die man im den sind, könne nicht festgestellt werden. Jedenfalls erachte die Liberale General Smith von dem Asquith- Liberalen Hamilton ge- ohne daß die angekauften Unternehmungen sich organisch in den bayerische Regierung die Anwendung der Republik- Schutzgesetze schlagen.- Nunmehr liegen alle Wahlergebnisse vor. gegen die Nationalsozialisten für nicht gegeben, trotzdem ihre Orga- Unterhaus seht sich zusammen aus 345 Konservativen, 142 Ar- heute, solange sich die Mart im Stadium fortgesetzter Entwertung Das neue Großkonzern einreihen lassen. Alle diese Formen des Besizes stellen nisationen in Norddeutschland aufgelöst find. Wenn bedauerlicher beiterparteilern, 58 Asquith- Liberalen, 57 Lloyd- George- befindet, ausgezeichnete und leicht flüssig zu machende Kapitolweise Ausschreitungen vorgekommen sind, so find sie auf propofa- Literalen und 12 Unabhängigen. torisches Auftreten der sozialdemokratischen Arbeiter(!) zurückzuführen. So sei ihm mitgeteilt, daß in der Versammlung in Marktbreit, wo der Abg. Loehlein verletzt worden ist, der sozialdemoDas Gesamtwahlergebnis. Verlusten. Deutschland soll Frankreich Kanäle bauen. Inlands plößlich nachlassen. Das bedingt schon ein starkes Stoden Paris, 21. November.( WTB. anlagen dar. Die Preise und Kurse steigen ja weiter, eine Gefahr für den Besizer besteht nicht. Wird aber die Mark stobilisiert, so ist damit zu rechnen, daß die vielen Vorrats- und Angstfäufe des fratische Landtagsabgeordnete Neumann durch Werfen eines Maßder Nachfrage gerade für solche Industrien, die vorher ihre Preise fruges das Signal zur Schlägerei gegeben habe.( Großer Lärm Rammer.) In der Be- übermäßig heraufgesezt haben. Dadurch, werden die Aktien der links.) Der Minister kündigte eine Verordnung an, durch die die ratung über das Budget des Ministers der öffentlichen Arbeiten Unternehmungen, die von der Absazkrise betroffen werden, entBewaffnung zweds Gelbsthilfe verboten und unter og minister Le Trocquer einen Vergleich mit den Verhältnissen wertet. Aber auch die Devisen bieten, sobald die Mark stabilisiert Strafe gestellt werden soll. Dieses Vorgehen richtet sich natürlich einem Kapital von 300 Millionen Mark eine Gesellschaft für den tragen. Warenvorräte schließlich sind in einer Zeit rückläufiger KonStrafe gestellt werden soll. Dieses Vorgehen richtet sich natürlich in Deutschland, wobei er u. a. erklärte, in Stuttgart sei mit ist, eine schlechte Kapitalanlage, da sie nicht oder ungenügend Zinsen gegen die Sozialisten, die durch das Versagen der Staatsorgane ge- Bau eines Kanals für Fahrzeuge bis 1200 Tonnen gegründet wor- bei sinkenden Preisen aus Sorge vor weiteren Verluften zu ent3wungen waren, ihren Selbstschutz gegen die schwerbewaffneten den. Weitere Kanäle seien vorgesehen, darunter vom Main zur ziehen versucht. Es ist ja eben ein Kennzeichen der anarchischen junktur für den Besizer eine schwere Belastung, deren sich jeder Hakenkreuzler zu organisieren. Wo die geistigen Urheber dieser Verordnung figen, wies nach 18 deutsche Projekte, die 2750 Kilometer Binnenweg und 512 000 verteilungsprozeß gewöhnlich überhaftet reagiert und nun genau so Wo die geistigen Urheber dieser Verordnung fitzen, wies nach Donau, dieser für 500 Millionen Goldmark. Der Minister nannte tapitalistischen Marktwirtschaft, daß sie auf Störungen im Bareneiner provokatorischen Rede des flerifalen Abgeordneten Echäffer PS. Wasserkraft und 4 Milliarden Goldmark Ausgaben umfaffen. stumpfsinnig und ohne Dispositionen für die Zukunft von der Ware der Abg. Genosse Auer nach, der einen Geheimbericht des Bersihen- Die gleiche Leistung bringe Deutschland für die Eisenbahnen und die in das Geld flüchtet, wie sie bei steigenden Preisen hinter der Ware den der Bereinigung vaterländischer Verbände, Prof. Dr. Bauer, zur Kenntnis brachte, nach dem die Nationalsozialisten dieser ange- Handelsmarine auf. Die französische Regierung sei dieser Lage herjagt. hören und Angriffe auf sie als solche auf die Vereinigung zu be- gegenüber der Ansicht gewesen, daß sie berechtigt sei, von Deutsch Gebieten machen. Damals war der Breisrückgang ein sehr plöhDerartige Beobachtungen ließen sich im Jahre 1920 auf vielen trachten sind. In dem Bericht heißt es weiter, die Beantwortung land die Ausführung derselben Arbeiten in Frankreich zu for licher. Arbeitseinschränkungen und Stillegungen der sozialdemokratischen Interpellation durch die Regierung werde dern, die es in seinem eigenen Lande auszuführen beabsichtige, und waren an der Tagesordnung und konnten in ihren sozialen Auswir zeigen, daß die Regierung erschreckend bearbeitet worden sei. Ge- zu verlangen, daß es Material und Arbeitskräfte stelle. Gegen einen fungen nur durch die produktive Erwerbslosenfürsorge einigermaßen nosse Auer konnte feststellen, daß eine Schwenkung der Re- derartigen Plan könne es in Frankreich keinerlei Oppofition geben. gemildert werden. So ergab sich die Tatsache, daß ein Bolt, welches gierung seit den Debatten der vorigen Woche zu verzeichnen ist. Die französische Industrie stehe ihm freundlich gegenüber. mit Bahlungen von Hunderten von Goldmilliarden an die Entente In einer Besprechung zwischen dem Minister Schweyer und dem Das Programm sei nicht unvereinbar mit der Deutschland aufer- damals noch zu rechnen hatte, Millionen, wenn nicht Milliarden Borstand der sozialdemokratischen Landtagsfraktion, die im Bölki- legten Verpflichtungen zu Sachlieferungen für die befreiten Gebiete. Arbeitsstunden einfach vergeudete, weil infolge der Abschen Beobachter" von dem Abg. Schäffer trotz ihrer Vertraulichkeit Die Reparationsfommission habe es einstimmig gebilligt, die deutsche fatstockung der Markt in Unordnung geraten war. in die Deffentlichkeit gebracht worden ist, habe der Minister eine Regierung habe im Prinzip nichts einzuwenden gehabt. ganz andere Stellung eingenommen wie heute, wo er den ftarten Mann gegen die Sozialdemokratie zu spielen versucht. Die Sozialdemokratie nehme den Fehdehandschuh auf, sie sei auch start " genug zur Notwehr gegen die Hatenkreuzler. Die Fülle von Material, die Auer gegen den gemeingefährlichen Unfug der Nationalsozialisten sodann vorirug, erregte stürmische Zurufe der Nationalsozialisten sodann vortrug, erregte stürmische Zurufe und trieb schließlich den Abg. Schäffer in die Flucht, während der Minister, immer von Auer apostrophiert, mit Mühe standhielt. Die Besprechung wird am Mittwoch fortgesetzt. Zusammentritt des Landtags. 9 Fremde Bauarbeiter in Frankreich. Die farbige Besatzung. Wenn jetzt die Industrie damit rechnet, daß über furz oder lang bei der Stabilisierung der Mart ein ähnlicher Zustand eintreten fann, so wird es Aufgabe einer voraussehenden Wirtschaftspoliti sein, dagegen Vorsorge zu treffen, daß nicht wieder monatelang ArParis, 21. November.( WTB.) Auf dem hier zusammen- beitstraft ungenutt liegen muß, während an die Entente noch Bargetretenen Internationalen Bauarbeiterkongreß führte Bae plow leistungen und Sachlieferungen vorgenommen werden sollen. Dar( Deutschland), als Vorsitzender der Bauarbeiterinternationale, den aus ergibt sich die Notwendigkeit, daß mit der Stabilisierung der Borsiz. Gewerkschaftssekretär Dumoulin( Frankreich) erklärte, Mart ein umfassendes Produktionsprogramm vorliegt, das der Kongreß solle die durch den 3ustrom von Arbeitern nach geeignet ist, die Störungen am Warenmarkt auf ein Mindestmoz zerstörten Gebieten Frankreichs geschaffene Lage erörtern; die einzuschränken. Die Krisis am Warenmarkt droht deshalb scharfe fremden Arbeiter sollten zum Anschluß an die Gemertschaftsverbände Formen anzunehmen, weil in den acht fetten Jahren, die die Inveranlaßt werden. Der Kongreß hat sich grundsäglich einer Ent- dustrie seit Kriegsbeginn durchgemacht hat, das Berbandswesen schließung des französischen Bauarbeiterverbandes angeschlossen, der außerordentlich gestärkt worden ist und in der Industrie ungefunde fich hierbei auf den belgischen Verband stützte. Diese Entschließung Raltulationsmethoden eingerissen sind, die bei Einschal Der Preußische Landtag trat am Dienstag wieder zufammen. bureaus in Frankreich vor, das die gewerkschaftliche Organisation prämie für den Export zusammenfallen müssen. So hat schon die fieht die Bildung eines Internationalen Arbeitstung der Konkurrenz des Auslandes und beim Wegfall der BalutaNur zwei Bunfte der Tagesordnung wurden erledigt. Bunächst aller ausländischen Arbeitskräfte, deren Frankreich bedarf, in die legte geringe Ermäßigung des Marffurfes bewirkt, daß auf vielen stand ein Urantrag der Deutschen Volkspartei über die besondere Wege leiten soll. Dabei sollen alle Vorkehrungen getroffen werden, Gebieten die Inlandspreise über die WeltmarktBelastung der Stettiner Schiffahrt mit Schiffahrtsab- um den Arbeitern das Höchstmaß an Garantien und Sicherheit hin- preise hinausgehen, ohne daß die Produzenten Miene machen, gaben zur Beratung. Alle Abgeordneten waren darin einig, daß sichtlich der Löhne, der Verhütung von Arbeitsunfällen, der Hygiene die Preise jetzt der Baluta ebenso schnell anzupassen, wie sie es vorfür Stettin etwas getan werten muß; denn Polen warte nur auf usw. zu gewährleisten. den Augenblick, um den Verkehr Stettins über Danzig an sich zu her bei steigendem Dollar getan haben. reißen. Der Antrag geht an den Ausschuß für Handel und Verkehr. Die Ueberwachung der Preisbewegung und ein Vorgehen gegen ungefunde Kaltulationsmethoden wird gerade im Hinblick auf die Gefahr einer Abfahtrise besonders notwendig sein, weil das hat Koblenz, 21. Nov.( Mtb.) Zu den Vorfällen in Soffenheim, bei man im Jahre 1920 zuletzt erlebt denen sechs marokkanische Soldaten gegen die Wirtschaft des Gast- man zu einer Produktion unter Anpassung an das gesenkte Preisman eher Betriebe stillegt, ehe wirts Kuhlemann, der ihnen bestimmungsgemäß Wein verweigert niveau übergeht. Einen solchen Leerlauf der Wirtschaft aber fann hatte, ein zweieinhalbstündiges Gewehrfeuer unter- fich ein verarmtes Volk nicht leisten. Auch die Außenhandelspolitik hielten und dabei einen deutschen Arbeiter erschossen, sowie die Toch wird darauf gerichtet sein müssen, die Einfuhr solcher Waren zu erter des Gastwirts schwer verwundeten, nimmt ein offizieller leichtern, deren Preise im Ausland niedriger sind als im Inland. Bericht der amerikanischen Besagungsbehörde folgendermaßen Stellung: Die deutsche Bevölkerung und die haben aber Reich, Staat und Gemeinden durch ihre Eigenschaft als Noch weitergehenden Einfluß auf die industrielle Konjunktur deutsche Regierung haben unermüdlich dagegen protestiert, daß far- Berbraucher und Auftraggeber für die Industrie sowie durch bige Soldaten zur Kontrolle einer zivilisierten weißen Nation ver- ihren Besitz an eigenen industriellen Anlagen. Diese sind heute noch wendet werden. Im vorliegenden Falle handelt es sich nun um von den Lieferanten willenlos abhängig. Es sollte angestrebt mereine Wachabteilung marottanischer Soldaten, die an der Grenze den, die Vergebung der öffentlichen Aufträge fo zu zwischen dem besetzten und unbefehten Gebiet zu dem Zweck statio- organisieren, daß man bei einer Abfahstockung an diejenigen niert ist, die deutsche Bevölkerung zu beaufsichtigen und eine industriellen Werke, die sich zur Ermäßigung der Preise bereit erKontrolle über den Grenzverkehr auszuüben. Eines schönen Tages flären, inzwischen zurückgestellte Aufträge in großem Umfange perzwei Stunden gegen eine harmlose und unbewaffnete einer umfassenden Organisation, die durch die Bildung von Kommumeutert diese Truppe und unterhält ein Gewehrfeuer von ungefähr gibt und ihnen Beschäftigungsmöglichkeit bietet. Dazu bedarf es Bevölkerung! Und solche unerhörten Dinge passieren mitten im nalverbänden und Verbänden der Gemeindeunternehmungen bereits Frieden und trotz der Tatsache, daß französische Behörden schwere bis zu einem gewissen Grade vorbereitet ist, die aber noch ausgebaut Urteile gegen farbige Truppen wegen Bergehen dieser Art aus- werden müßte. Dazu wird es aber auch einer Neuorganisation des gesprochen haben! Der vorliegende Fall ist ein flarer Beweis, daß öffentlichen Kredites bedürfen. Neben derartigen Maßnahmen froß allen disziplinarischen Borgehens die französischen Befehls- wird die produktive Erwerbslosenfürsorge nicht zu entbehren sein, haber nicht in der Lage sind, diese unerhörten Ausschreitungen ebensowenig wie die Notstandsarbeiten dadurch überflüssig werd dern; er beweist ferner, unter welchen unerhörten Verhältniffen und ihrer farbigen Truppen gegen die deutsche Bevölkerung zu verhin- würden. Gefahren die Deutschen im besetzten Gebiet leben, solange sie der Rontrolle farbiger Truppen unterworfen sind." Es folgt nun die Beratung eines volksparteilichen Antrags über die Erhaltung und Unterstüßung des Goethe- Hauses in Frankfurt a. M. Frau Abg. Ege( Soz.) verlangt, daß der Staat zur Erhaltung des Goethe- Hauses einen genügenden Zuschuß Iciste. Die Stadt Frankfurt habe bisher für die Erhaltung des Goethe- Hauses alles getan, was in ihren Kräften liegt. Das GoetheHaus sei selbstverständlich von der städtischen Bergnügenssteuer befreit worden. Kultusminister Dr. Boelig sei bereit, für die Erhaltung des Goethe- Museusns und seiner Sammlung helfend einzugreifen, sobald die Notwendigkeit nachgewiesen sei. Die Staatsregierung wird sich mit dem Reich wegen Beteiligung an der Beihilfe ins Benehmen setzen. Der Antrag wird an den Hauptausschuß verwiesen, und das Haus vertagt sich auf Donnerstag, 12 Uhr. Tagesordnung: Kleine Borlagen. Schluß nach 5 Uhr. Die verbotenen Vereinigungen. Der Amtliche Preußische Pressedient schreibt: Es häufen sich die Fälle, daß Abzeichen von Vereinigungen, die auf Grund des Gesetzes zum Schuße der Republik vom 21. Juli 1922 auf gelöst find, öffentlich meitergetragen werden. Bersonen, die mit derartigen Abzeichen betroffen werden, sind, wie der preußische Minister des Innern im Einvernehmen mit dem Justizminister in einer Verfügung betont,„ dem Verdacht ausgesetzt, daß fie Mitglieder einer troß der Auflösung noch fortbestehenden Bereinigung sind. Es ist daher gegen sie in allen Fällen ein Er mittlungsverfahren wegen Zuwiderhandlung gegen§ 19 Abs. 2 a. a. D. einzuleiten und zu diesem Zwecke ihre alsbaldige polizeiliche Bernehmung zu veranlassen". Berufsumstellung für Lehrkräfte. = # Pretoria, 21, Nov.( Mib.) Die burische Oppositionspartei des füdafrikanischen Parlaments hat auf ihrem Jahresfongreß in Bretoria einstimmig eine Resolution angenommen, in der Abscheu und Empörung über die fortgesetzte Berwendung farbiger Beim Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Boltsbildung Truppen am Rhein ausgesprochen wurde. Des weiteren drückte die ist angeregt worden, eine Bermittlungsstelle einzurichten, Versammlung ihre Sympathie mit der deutschen Nation, speziell den die den männlichen und weiblichen Studienassessoren und deutschen Frauen, aus und erklärte, daß nicht nur die französische, -referendaren zu Beschäftigungsmöglichkeiten in anderen Be- fondern alle allierten Nationen sich schwerer Verbrechen gegen die rufen verhelfen soll. Der Minister hat die staatliche AuskunftsZivilisation schuldig gemacht hätten. stelle für Schulwefen beauftragt, alles Material über Uebergangsturumschwunges vorbereitet werden in der Zeit, wo man die GeJedenfalls müssen alle Maßnahmen für den Fall des Konjunkfahr voraussieht, also sie eingetreten ist. Hinter den Ereignissen herzuhinken, bedeutet Berlust an Produktionskraft. Deshalb wäre es bringend erwünscht, wenn die zuständigen Organe rechtzeitig die Richtlinien für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit Im Falle einer Krise ausarbeiten würden. Die Gesamtkartoffelernte. Die deutsche Kartoffelernte ist noch bedeutend besser ausgefallen, als man ursprünglich angenommen hatte. Die ersten amtlichen Schäzungen rechneten mit 34 und später mit 38 Millionen Tonnen. Nach den amtlichen abschließena den Ernteschäzungen beträgt jedoch die Kartoffelernte 39 249 976 Tonnen; das bedeutet eine Durchschnittsernte von 144,3 Doppel. zentner pro Heftar. Die diesjährige Ernte an Kartoffeln übersteigt danach die vorjährige von 26 Millionen Tonnen um 13 Millionen Tonnen, d. h. um die Hälfte. Zu irgendwelchen Besorgnissen wegen der Kartoffelversorgung ist für das laufende Wirtschaftsjahr tein Grund. Bis Mitte November sind mit der Bahn bereits vier Millionen Tonnen Kartoffeln dem Handel und den Ber gebrauchern zugeführt worden. Berechnet man die Kars toffelmengen, die als Stückgut und auf der Achse befördert wurden, mit einer Million Tonnen, so ergibt sich, daß von den 7 Millionen Tonnen Kartoffeln, die für die Ernährung der Bevölkerung im Jahre benötigt werden, bereits 5 Millionen Tonnen zugeführt sind, die Bevölkerung mit dem Wintervorrat also eingedeckt ist. Devisenkurse. Unserer gestrigen Kurstafel sind noch folgende amtlichen Notierungen nachzutragen: 100 österr. Kronen abgeft. 8,97 Geld, 9,03 Brief; 1 tschechische Krone 195,01 Geld, 195,99 Brief; 1 ungarische Krone 2,56 Geid, 2.58 Brief; 1 bulgarischer Lema 43,89 Geld, 41.11 Brief: 1 fugaslamischer Dinar 97,75 Gelb, 98,25 Brief. 1-100 Belenmart galten im freien Verkehr etwa 40,50 M. möglichkeiten für Studienassessoren usw. zu sammeln und zu er Gewalttätige Gewerkschaftssprenger. mitteln. Die Provinzialschulkollegien werden diejenigen Studien- Madrid, 21. November.( Havas.) Heute fand im Boltshause referendare und-assessoren, die in andere Berufe überzugehen bereit ein Kongreß des Gewerkschaftsbundes statt, dem Jouhaug und find, auffordern, ihre Anschrift mit furzem Lebenslauf unter An- ein holländischer Abgeordneter als Vertreter der Amsterdamer gabe ihrer besonderen Wünsche an diese Stelle gelangen zu lassen. Internationale beiwohnten. Als letzterer das Wort ergreifen wollte, entstand ein Tumult. Es tam zu einem Handgemenge, wobei Zur Spaltung der bayerischen Mittelpartei. Die München- mehrere Schüsse gewechselt wurden, durch die eine Berfon Augsburger Abendzeitung" stellt gegenüber den Nachrichten über tötet und mehrere verwundet wurden, alles Spanier. die Spaltung der bayerischen Mittelpartei fest, die beiden Richtungen seien übereingekommen, eine paritätische Einis Haftentlassung Ghezzis beantragt. Der Verteidiger des feit gungstommission einzulegen, welche die Grundlage der sieben Monaten in Auslieferungshaft befindlichen italienischen Einigung in einem einstimmig gefaßten Protokolí niederlegt, das Anarchisten Ghezzi hat die Haftentlassung feines Klienten die einstimmige Annahme des Parteitags gefunden habe. Gegen beantragt. Sollte übrigens Ghezzi von den deutschen Behörden das Vertrauensvotum für die Parteileitung sei nur eine Stimme ausgeliefert werden, so würde er in die Hände eines Mannes abgegeben worden. Die Tatsache, daß der Anhang Xylanders fallen, der heute der Führer feiner schärfsten politischen Gegner ist, außerhalb der Partei eine denti völlische Sezefiion mit dem G5ezzi aber vor nicht allzu langer Zeit einmal in einem gründen will, ist in der München- Augsburger Abendzeitung" zwar italienischen Gefängnis zusammengesessen hat, nämlich in die Hände nicht erwähnt, aber auch nicht bestritten worden. Mussolinis. Gewerkschaftsbewegung An alle Organisationen! Der„ Borwärts" muß über das gewerkschaftliche Leben um fassend berichten. Das fann er bei den heutigen Papierpreisen und Raumverhältnissen nur, wenn ihm alle Mitteilungen in fnappster Fassung zugehen. Lange Erklärungen nehmen den Raum weg, auf den andere Anspruch haben. Darum bitten wir dringend, uns mit dem nötigen Material zu versehen, in der Raumbeanspruchung aber möglichst weitgehende Selbstbeschränfung zu üben. Redaktion des„ Borwärts". Gewerkschaffer, Bofititer, Genossenschafter und Boltswirtschaftler 7630. erhöht werben. Dieser Schiedsspruch wird, nachdem der die Angelegenheit besprochen werden. Die früheren grauenhaften Zu- November bald vorüber ist, von den Arbeitgebern in unverantwort stände im Bädergewerbe follen und dürfen im Intereffe der Bolts- lichster Weise einmütig abgelehnt. Ausgerechnet der Möbelhandel gesundheit nicht wiederkehren. mit seinen wahnsinnig hohen Preisen treibt Schindluder mit seinen Arbeitskräften. Die Arbeiterschaft ist jedoch nicht willens, bei dem ihm umgebenden Lurus zu hungern und die Familien zugrunde gehen zu lassen. Das Eristenzminimum beträgt zirka 12 000 m. Die Organisation, der Deutsche Transportarbeiterverband, tann es den Arbeitern nicht zumuten, mit diesen Löhnen zu arbeiten; fie lehnt die Verantwortung für die Folgen des unverständlichen Standpunktes der Unternehmer ab, nachdem alle Bemühungen nach einer friedlichen Erledigung gescheitert sind. An den Demonstrationsstreit dürfen keine Forderungen geknüpft werden. Die Vorarbeiten für die ordnungsmäßige Fortsetzung des Betriebes werden ausgeführt. Am Freitag wird der Betrieb einmütig und pünktlich wieder aufgenommen. Nachschrift der Redaktion: Wir behalten uns vor, auf die Angelegenheit eingehend zurückzukommen. Wir möchten jedoch heute bereits bemerken, daß die grauenhaften Zustände", von denen die Buschrift spricht, in den Konsumbädereien nicht bestanden haben. Heute findet eine Versammlung fämilicher im Möbelhandel beschäftigten Arbeitnehmer bei Kraah, Adalbertstr. 21, statt( siehe Anzeige), welche zu der Ablehnung der Arbeitgeber endgültig Stellung nehmen wird. Tariffragen im Chemischen Großhandel. Die Löhne der Schuhmacher der Reparaturbranche. Die Angestellten im Chemischen Großhandel kämpfen schon Die Berhandlungen mit dem Verband der selbständigen Schuh- lange vergeblich um ein tarifliches Verhältnis mit den Arbeitgebern. macher des Stadtkreises Berlin vor dem Schlichtungsausschuß Groß- Wie in einer start besuchten öffentlichen Bersammlung der Ange- befanntgegebene Schiedsspruch vom 2. und 3. November, durch Aus dem Versicherungsgewerbe. Der an dieser Stelle bereits Berlin haben zu folgendem Ergebnis geführt, das in Form einer stellten am Montag abend in der Neuen Philharmonie mitgeteilt melchen die Oktoberbezüge der Versicherungsangestellten festgesetzt Vereinbarung zustandegekommen ist: Die im einheitlichen Minimal- wurde, weigern sich die Arbeitgeber, einen Tarifvertrag abzu- wurden, ist nunmehr vom Reichsarbeitsministerium für verbindlohntarif der Schuhmacher des Stadtkreises Berlin vom 4. Sep- schließen. Jungblut teilte mit, daß der 3A. nunmehr um eine fich erklärt worden. Zur Festsetzung der Novemberbezüge tritt tember 1922 festgesetzten Zeit- und Stücklöhne werden für die Zeit Entscheidung des Demo nachgesucht habe und alle Instanzen an- am vom 20. November bis 26. November 1922 auf 200 Prozent erhöht. gehen werde, um endlich eine den heutigen Verhältnissen ent- Schlichtungsausschuß zusammen. 24. November im Reichsarbeitsministerium wiederum ein Die Mindeſtſtundenlöhne betragen hiernach: für männliche Arbeiter fprechende tarifliche Lohnregelung zu erreichen. Die Stimmung in mechanischen Betrieben 129 m., für weibliche 114 M.; für männ- unter den Angestellten sei erregt, und eine Abstimmung in den beliche Arbeiter in handwerksmäßigen Betrieben 120 M., für weibliche deutendsten Betrieben habe ergeben, daß die Kollegenschaft bereit 105 M. Für die Zeit vom 27. November bis 3. Dezember 1922, fei, den Kampf um ihr gutes Recht, wenn erforderlich, mit dem auf 220 Prozent erhöht, betragen die Mindestſtundenlöhne hiernach: stärksten gewerkschaftlichen Mittel, zu führen. Redner perlas ein für männliche Arbeiter in mechanischen Betrieben 137,50 m., für vertrauliches Schreiben, in dem Ratschläge für eine mirisame Be weibliche 121,60 M.; für männliche Arbeiter in handwerksmäßigen fämpfung der Arbeiterschaft angeboten werden. Schließlich appelBetrieben 128 M., für weibliche 112 M. lierte er an die Kollegen, mit vollem Eifer für die Verstärkung der Organisation zu wirfen, damit sie im gegebenen Augenblid schlag. fertig dastehe. Das neue Abkommen fann im Verbandsbureau, Engelufer 24, abgeholt werden. Zum Streit im Berliner Kohlenhandel. Im Rohrenamt Berlin und in der Reichskohlenstelle fanden im Laufe des gestrigen Tages in Gegenwart eines Bertreters des Bolizeipräsidiums Besprechungen mit den streitenden Kohlenarbeitern statt, die sich mit der Durchführung der von der Streitleitung zugesagten Notstandsarbeiten befaßten. Es wurde vereinbart, daß die Notstandsbelieferung mit Kohlen durch die nicht bestreifte Berliner Brennstoffzentrale erfolgen soll und daß das Kohlenamt oder die Bezirkstohlenstellen hierfür die notwendigen Umschreibungen vornehmen werden. Im übrigen ist die Streiflage unverändert. Augenblicklich besteht die Gefahr, daß insofern eine Verschärfung eintritt, als auch diejenigen Kohlenarbeiter, die jetzt noch im Affordlohn für die Kleinhändler auf den Güterbahnhöfen tätig sind, sich dem Streit anschließen wollen, falls die von ihnen geforderte Erhöhung des Affordlohnes nicht bewilligt wird. Achtung, Buchdrucker! Der Verein der Buchdrucker und Schriftgießer teilt mit: Die Firma A. Seydel u. Cie., die ihr Bersonal infolge Arbeitszeitdifferenzen ausgesperrt hat, versucht ihre laufenden Arbeiten in anderen Betrieben unterzubringen. Bisher ist diesem Borhaben von den Vertrauensleuten die erfreulichste Aufmerksamfeit entgegengebracht worden; zur Erleichterung der letzteren geben wir hiermit die in Frage kommenden Arbeiten bekannt und ersuchen die Bertrauensleute, beim Auftauchen dieser Arbeiten den Gauvor stand sofort in Kenntnis zu sehen. Die wichtigsten Arbeiten sind folgende: Die Werkzeug- Maschine, Das Programm, Der Wiederaufbau, Broszenium, Die Graphische Welt, Deutsche Konfektion, Uhrmacherzeitung, Binnenschiffahrt, Jüdisches Gemeindeblatt( 3nferatenteil), Das Kunstblatt, Handels- Adreßbuch, Romanzeitung, Film- Kurier. Demonstrationsstreik in den Konsumbäckereien. Der Verband der Bäcker und Konditoren teilt mit: Am Donnerstag, den 23. November, dem Geburtstage der Verordnung über das Nachtbackverbot in Bäckereien und Konditoreien, wird laut Beschluß der Verbandsinstanzen und der Konsumbäderfonferenz in Halle ein einfägiger Demonstrationsstreit in allen Konsumbäckereien Deutschlands mit 12 und mehr Bäckern durchgeführt. Es darf an diesem Tage nur in denjenigen in Frage fommenden Bäckereien gearbeitet werden, wo die Verwaltungen fchriftlich erklären, daß sie an der Wiedereinführung der Nachtarbeit für die Bäckergesellen nicht mitwirken wollen. An der Aussprache beteiligten sich auch Gölizer vom DHV. und Meier vom GdA. Nachstehender Beschluß wurde einstimmig angenommen: Die Bersammlung erteilt der Organisation volle Handlungsfreiheit für alle im weiteren Verlauf der Tarifbewegung erforder= lichen Schritte. Abbruch der Tarifverhandlungen. In der Damenwäsche- und Schürzenbranche. Die Verhandlungen über die Gehälter für den Monat Oftober haben zu einem Schiedsspruch geführt, der den Angestellten dieser Branche eine prozentuale Aufbesserung von 65 Broz. brachte. Die Arbeitgeber haben den Schiedsspruch abgelehnt und ihrerseits nur 40 bzw. 50 Proz. zur Auszahlung gebracht. Der endgültige Abschluß dieser Bewegung steht demnach noch aus. Am 20. November haben nun, auf Beranlassung der Arbeitgeber, über den Monat November Verhandlungen stattgefunden. Die Vertreter des Zentralverbandes der Angestellten forderten 150 Proz. auf die minimalen Säge, die von den Arbeitgebern im Monat Oktober ausgezahlt wurden. Das hätte ein Durchschnittsgehalt von 53 000 m. für den Monat November ergeben, wobei zu berücksichtigen ist, daß der größere Teil der Angestellten unter diesem Durchschnitt geblieben wäre. Die Arbeitgeber erklärten, die Forderungen seien so hoch, daß sie es ablehnen müßten, ein Angebot zu machen. Alle Versuche der Bertreter des Zentralverbandes der Angestellten, die Höhe des Angebots der Arbeitgeber zu ermitteln, scheiterten an der beharrlichen Weigerung der Arbeitgeber. Die Branche hat außerordentlich hohe Gewinne erzielt. Ein vorübergehendes Abflauen des Geschäfts soll nicht geleugnet werden, aber es ist ein Ding der Unmöglichkeit, das Rifilo einzig und allein auf die Angestellten abzuwälzen, mährend man auch in Zeiten guter Ronjunttur es an dem nötigen Entgegenkommen hat fehlen lassen. Wenn die Arbeitgeber nicht den Willen zum Einlenten und zu wesentlichen Konzeffionen haben sollten, dann stehen wir vor schweren Erschütterungen in der Branche. Streit der Transportarbeiter im Möbelhandel? Die Pacher, Transportarbeiter usw. im Möbelhandel beziehen zurzeit noch Löhne von höchstens 4125 m. pro Woche. Bei den Verhandlungen, die mit den Arbeitgebern wegen der Neuregelung dieser Hungerlöhne stattfanden, stellten fie fich auf den Standpunkt, nicht mehr wie 40 bis 50 Proz. für den Monat November zahlen zu können. Dieses wurde einstimmig abgelehnt. Laut Schiedspruch In einer Demonstrationsversammlung im Lehrer- sollen die Löhne nach einjähriger Beschäftigung für die erste Hälfte vereinshaus foll am gleichen Tage in Gegenwart der eingeladenen des Monats November auf 6600 m., für die zweite Hälfte auf Verkaufe nur bei Maulhardt schnel Er zahlt sehr gut und ist reell!!! Anläßlich meiner Geschäftseröffnung zahle ich Riesenpreise für Gold-, Silber-, PlatinBruch u. Gegenstände Brillanten Zähne und ganze Gebisse die Sie nie so erzielen werden, als beim Fachmann C. MAULHARDT Berlin- Schöneberg, Akazienstr. 3 Neu eröffnet! Suchen dringend von Privaten zu Börsenpreisen Gold-, Silber-, Platin- Bruch Zahngebisse, Juwelen Goldwarenfabrik H. 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Die Generalversammlungsdelegierten unserer Partei treten eine Stunde vor Beginn der Generalversammlung( am Freitag 5% Uhr) im Gewerkschaftshause, Gaal 1, zu einer Borbesprechung zu fammen. Der Werbeausschuß für die Holzindustrie. Deutscher Transportarbeiterverband. Packer, Transportarbeiter ufm. im Möbelhandel. Heute vormittag 10 Uhr bei Kraak, Adalbertstr. 21, Bersammlung. Tagesordnung: Stellungnahme zur Ablehnung des Schiedsspruches burch die Arbeitgeber". Bollzähliges Erscheinen Pflicht. Achtung, Reiseartitel und Portefeuillerbranche! Donnerstag abend 7 Uhr bei Bocker, Weberstr. 17, Branchenversammlung. Pünktliches Erscheinen aller Kollegen ist Pflicht. Zentralverband der Angestellten. Eisen- u. Stahl- Großhandel: Deffentliche Berfammlung Donnerstag 8 Uhr in den Muster- Sälen, Kaifer- Wilhelm- Str. 31. Damenwäsche, Schürzen, Konfektionierte Weißwaren: Deffentliche Versammlung Donnerstag 5% Uhr in den Musiker- Sälen, Kaifer- Wilhelm- Str. 31. Verband der Buchbinder und Papierverarbeiter. Album-, Mappen- und Galanteriebranche, Donnerstag 7 Uhr Branchenversammlung bei Boeker, Weberstraße 17. Tagesordnung: Bericht von den Tarif- und LohnverhandIungen. Die Branchenleitung. pelhof, Mariendorf, Marienfelde, Lichtenrade. Berband der Gemeinde- und Staatsarbeiter. 13. Berwaltungsbezirt, TemFreitag 7 Uhr im Feldfchlöschen", Mariendorf, Kurfürstenstraße, Bezirksversammlung. Berantwortlich für den rebaft. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: ab. Glade Berlin. Berlag Vorwäris- Berlag G. 11. b. 9. Berlin. Deud Bormärts- Buchdruckerei n. Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co.. Berlin, Lindenfit. 3 Hierzu eine Beilage und Unterhaltungsbeilage Heimwelt". Bei " 25% weniger Gas verbrauchen Sie durch Spar- Glühkörper DEGEA AUERLICHT GESELLSCHAFT M.B.H. BERLIN O- 17 Korpulenz- Fettleibigkeit sind ein vollkommen unschädliches und erfolgreiches Mittel ohne Einhalten Dr. Hoffbauer's ges. gesch. Entfettungs- Tabl. einer Diät. Keine Schilddrüse. 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Die Hauptlaft des Mieters find die Betriebskosten, das find die Kosten dafür, daß das Haus in Betrieb gehalten, d. h. daß es rein gehalten und entwässert wird, daß Wasser fließt, der Schornstein gefegt wird, das Müll abgefahren, Treppe und Flur beleuchtet und das Haus versichert wird. Während im Frieden diese Leistungen mit 20 Broz. der Gesamtmiete zu bezahlen waren, werden im Dezember dazu etwa 1600 Broz. nötig sein, d. 5. 80 mal soviel. Im Verhältnis zur heutigen Gesamtmiete werden die Be triebskosten etwa 80 Proz. ausmachen, also nicht mehr ½ der Bruttomiete wie 1914, sondern%. Als wir im September( Nr. 442 bom 19. Sept. d. J.) eine Tabelle über die erste gesegliche Miete brachten, fonnten wir noch mit einem Saz für Betriebskosten in Höhe von rund 650 Broz. Grundmiete( g) oder 520 Proz. Friedensmiete( f) rechnen. Für Dezember wird etwa der dreifache Betrag in Frage kommen, d. h. rund 2000 Broz. g oder 1600 Pro3. f. Die Umlage der Betriebskosten. Uebertrag 5 400 M. " c) Wassergeld bei 30 m. pro cbm( 600 Broz. g), also etwa 18 000 d) Schornsteinfegergeld in 55facher Höhe der Friedenstage( 42 Broz. g), also etwa e) Müllabfuhr( etwa 400 Broz. g), etwa f) Treppen und Flurbeleuchtung beim Gaspreis von 41 m. pro cbm und 80 m. pro Kilowattstunde ( 220 Broz. g). etwa . g) feuerversicherung bei 0,4 pro 1000 bom 300fachen Herstellungspreis( 200 Proz. g) h) Sonstige Versicherung( Glas, Wasserleitung, Haftpflicht) ( 125 Broz. g), etwa i) Hausreinigung, sächliche und persönliche Kosten ( 120 Prog. g), etta. . • • 1 250 " . 12 000 6 600 6.000 3750 " " 3 600 Summa 56 600 W. Jm Verhältnis zur Gesamtgrundmiete pro Quartal, d. i. au 3000 M. ist die Summe der Betriebskosten, also das 19 fache und befrägt mithin 1900 Pro3. g. Mithin hätte jeder Mieter an BetriebsBei einer derartigen Höhe der Betriebskosten interessiert im 1900 Proz. g tommen etwa 10 Broz.( statt bisher 5 Proz.) für die fosten 1900 Proz. seiner Grundmiete zu entrichten. Zu den besonderen Maße, wie bei der Umlegung dieser Kosten zu ber- Steigerung der Hypothekenzinsen, ferner je 150 Broz. g für laufende fahren ist. Die preußische Ausführungsverordnung bestimmt: „ Der Bermieter kann die Zahlung der Betriebskosten oder Neben Sinne 125 Broz. g, die fich als 5 Broz.( 20) der um das 20 fache und große Reparaturen, sowie für Verwaltungskosten im engeren leistungen erst verlangen, nachdem er die diesbezüglichen Belege den Mietern oder der Mietervertretung vorgelegt und gemeinschaftlich mit den erhöhten Friedensmiete errechnen, also die Höhe der Friedensmiete Mietern oder bei Vorhandensein mit der Mietervertretung die Gesamt- erreichen( die sich bekanntlich zur Grundmiete wie 4: 5 verhält). summe der umzulegenden Betriebskosten in einen Hundertjah der Gesamt- Sinzu kommen also zu 1900 Broz. g 435 Proz. g., so daß sich ein grundmiete umgerechnet hat. Dieser Hundertsaz ist als Buschlag zu jeder Gesamtzuschlag von 2385 Proz. ergibt, das sind 1870 f. Mithin einzelnen Grundmiete des Hauses hinzuzurechnen." würde die Gesamtmiete unter zurechnung der Zahl 80 als Grundmiete 1950 m. gegenüber 100 m. Friedensmiete betragen. Das ergibt das 20 fache der Friedensmiete. Bon den Betriebskosten öffentlicher Natur( Steuern. Gebühren) jagt die BD., daß der Bermieter die Belege über sie( Steuerzettel und sonstige Rechnungen) spätestens acht Tage nach Zustellung den Mietern oder der Mietervertretung vorzulegen hat. Bon allen Betriebsfosten( z. B. auch Beleuchtungs-, Versicherungsfosten) bestimmt die Bekanntmachung unseres Magistrats, daß der Bermieter die fraglichen Belege spätestens an jedem Monatslegten den Wietern oder der Mietervertretung vorzulegen hat. Vorgelegt sollen nur solche Belege werden, die fällig gewordene Beträge betreffen, und diese Beträge fönnen im Umlaufverfahren vom dritten Werktag nächsten Monats ab von der Mieterschaft eingefordert werden. Bu beachten ist also, daß der Vermieter nicht Quittungen vorzulegen braucht, sondern Rechnungen genügen; es ist nicht die Sorge der Mieterfchaft, ob der Bermieter ihre Gelder auch beflimmungsgemäß für den Betrieb verwendet, jedenfalls läuft fie teine Gefahr, fie doppelt bezahlen zu müssen. der Vermieter auch Kosten für solche Betriebslasten umlegen fann, Bur Frage, ob die vor Wirksamwerden der gejeglichen Miete entstanden, aber erst nachher fällig geworden sind, ist folgendes zu bemerken: Umlegbar sind nur Teile der gesetzlichen Miete. Die gefeßliche Miete ist die Bergütung für die Raumnußung seit dem Zeitpunkt, zu dem die Wahl der gesetzlichen Miete wirksam geworden ist. Nur solche Betriebskosten tönnen also umgelegt werden, die den Betrieb seit Wirtfamkeit der gefehlichen Miete betreffen. Es geht also nicht an, Rechnungen z. B. für früher abgefahrenes Müll oder früher abge fahrene Schladen, auch wenn sie ber Vermieter jetzt erst zugestellt bekommt, noch zum Umlageverfahren heranzuziehen; diese Kosten fonnten nur mit derjenigen Miete abgegolten werden, die für die Zeit der Müll- bzw. Schladenabfuhr usw. zu zahlen war. Ein Beispiel. An einem sablenmäßigen Beispiel, das auf die voraussicht lichen Verhältnisse zu Anfang Dezember zugeschnitten ist, fet das Umlageberfahren verdeutlicht: Ein Normalmietengrundstück mit einem gemeinen Wert von 210 000 m., mit einer Friedensmiete bon 15 000 M. und dementsprechend einer Grundmiete von 12 000 Mark würde, nach einem Zeitraum von 4 Jahr gerechnet, ungefähr folgende Betriebskosten aufweisen: Grundmiete pro Jahr 3000 m. a) Grund- und Gebäudesteuer( 2.5 Proz. vom gemeinen Wert, wovon 0,25 Proz. bis Oktober erhoben sind, so daß noch für die zweite Hälfte des Rechnungsjahres 2,25 Proz. d. H. 4725 M. zu erheben sind, also pro Quartal) Mittwoch, 22. November 1922 Iungen( Umzüge, Ansammlungen und jede Art von Beranstal tungen) unter freiem Himmel, da sie zurzeit eine unmittel bare Gefahr für die öffentliche Sicherheit bedeuten." Wer verteuert die Milch? Die Landwirte wollen unschuldig" sein. Das Ernährungsamt der Stadt Berlin gibt in ausführlicher Darstellung bekannt, wie der neue Milchpreis, der nun be= reits die unerhörte Höhe von 170 Mart pro Liter erreicht hat, zustande gekommen ist. Betont wird, daß Berlin vollkommen freien Produzenten gegenübersteht, die eine möglichst ergiebige Ausnuzung ihrer Produktion zu erreichen suchen. Das Ernährungsamt fagt: ,, Der Landwirt, insbesondere der, welcher Frischmilch nach Berlin liefert, verlangt und rein privatwirtschaftlich betrachtet nicht ohne Grund, daß er die Frischmilch zu dem gleichen Preise verwerten tann, wie er auch die Produkte verwertet, nämlich Butter und Käse. Aus diesem Grunde heraus ist fast in allen deutschen Milchbedarfsgebieten das System durchgeführt worden, daß der Milchpreis in eine Beziehung zum Butterpreise gefegt mird." Durch das von der Stadt Berlin mit der Landwirtschaft geMilch bis 30. September dieses Jahres auf ein Zehntel der in einem troffene Abkommen wurde der Preis der nach Berlin zu liefernden bestimmten Zeitraum notierten Butterpreise bemessen, aber vom Butterpreise, und erst nach schweren Kämpfen erklärten sie sich ein1. Oftober ab verlangten die Landwirte für Milch ein Neuntel der verstanden, daß der neue Preis„ nur“ zwei Neunzehntel( etwa die Mitte zwischen einem Zehntel und einem Neuntel) betragen soll. Da die Butterpreise durch wucherische machinationen bis zu wahnsinniger Höhe hinaufgetrieben worden sind, so hat der Milchpreis die Steigerung mitmachen müssen. Bom 20. November ab werden berechnet pro Da an der Bemessung des Mietzinses, tvie sie nach dem Ver- Liter: Preis der Milch frei Berlin 123,50 M., meiereimäßige Betrage vereinbart ist, nichts geändert ist, ebensowenig an der Abrede handlung in der Provinz 1,90 M., Bächterspanne 4,55 M., Fuhrüber Bezahlung im voraus oder nachher, so fann der einzelne spanne 7,10 m., meiereimäßige Behandlung in Berlin 13 M., KleinMieter event. feine Bablung auf einen Bruchteil der Umlage be- handelsverdiensispanne 8,65 M., Kannengestellung innerhalb Berschränken, also etwa bei nachträglicher monatlicher Zahlung am lins 1 M., Verwaltungsfoften 1,25 M., Umsatzsteuerrisifofpanne 4. Dezember( 3. Werffag) auf zwei Drittel der fürs Bierteljahr 11,05 M. Das sind zusammen 172 M. pro Liter. Davon werden belegten Betriebskosten beschränken. Was von den Betriebskosten gesagt ist, gilt auch von den Reparaturen. Soweit solche vor der 2 m. aus Mitteln der Versorgungsverwaltung getragen, so daß der Geltungszeit der gefeglichen Miete gemacht sind, können die Kosten Kleinverkaufspreis sich auf 170 M. pro Liter stellt. dafür in die gefeßliche Miete nicht eingerechnet werden. Hat also Das Ernährungsamt hebt hervor, daß die Behauptung, durch der Vermieter im Juli einen Mietraum tapezieren lassen und hatte die Tätigkeit des Milchamtes werde die Milch verteuert, unberechtigt er nach dem damals gültigen Vertrage die Kosten dafür zu tragen, ist. Wenn die Verwaltungsfosten pro Liter 1,25 m. betragen, so etwa auf den betr. Mieter nachträglich umlegen. fo fann er, wenn die Rechnung kommt, den Rechnungsbetrag nicht ist das etwa% Pfennig auf jede Mart des Kleinverkaufs= preises von 170 m. Bon dem Berliner Kleinverkaufspreis entfielen schon in der Zeit vor dem Kriege zwei Drittel auf den Wiederholt sei darauf hingewiesen, daß die außerordentlichen Produzentenpreis und ein Drittel auf Untoften und BerAnforderungen, die das Reichsmietengeset in verwaltungstechnischer dienst des. Händlers. Zurzeit ist der dem Produzenten gezahlte Beziehung sowohl an Vermieter wie an Mieter stellt, die Bildung Preis( 123,50 m. von 172 m.) sogar höher als zwei eines zur praktischen Arbeit willigen und befähigten Drittel. Die viel Kosten verursachende meiereimäßige BehandMieterausschusses für äußerst angezeigt erscheinen lassen. lung in Berlin ist leider nötig, weil die Beschaffenheit der hier anDer Mieterausschuß ist ber vom Gesetzgeber gedachte Mitberwalter fommenden Milch hygienisch nicht einwandfrei ist. Die Il magdes Hauses im öffentlichen Interesse. Wenn er auch auf teine fte uerrifitospanne ist eine Rücklage für etwa nachträglich gebesondere Vergütung Anspruch erheben darf und fich nur feine forderte Zahlung von Umfahsteuer. Berschiedene Finanzämter find Auslagen( wie jeder Beauftragte) von der Mieterschaft ersetzen ber sonderbaren Ansicht, daß jede einzelne der am Berliner Milchlaffen kann, so darf nicht übersehen werden, daß der Preis solcher verfehr beteiligten Stellen( Einführung durch den Bächter, Abliefe gemeinnügigen Arbeit den Ausschluß jeglichen Unternehmergewinns rung an die Meierei, Ablieferung von dort an den Kleinhändler) auf der Vermieterseite zum Gegenstück hat. Von einem solchen umsatzsteuerpflichtig ist. Die Belastung jedes Liters Milch mit Gewinnausschluß tann natürlich nur gesprochen werden, sofern und 11 M. ist allerdings unerträglich. Es ist hehe Zeit, daß diese solange Gemeindebehörde, Mietseinigungsamt und Mieterausschuß Streitfrage von den zuständigen Reichsbehörden schleunigst erledigt als ehrliche Bollzieher des gesetzgeberischen Willens auftreten. Stadtrat Brumby. * wird. 300- Millionen- Darlehen für Berlin. Ein dänisches Konfortium als Geldgeber. Versammlungen im Freien verboten. Zur Fertigstellung verschiede..or werbender Anlagen hat der Das Polizeipräsidium teilt mit: ,, Mehrfach haben in den letzten Magistrat Berlin mit einem dänischen Konsortium einen Tagen Ansammlungen und Umzüge in den Straßen Groß- Berlins Bertrag über ein Darlehn von 300 millionen Mark vorzu Plünderungen von Geschäftsfäden geführt. Nach den Er- behaltlich der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung ab. 2 400 m. mittlungen der Polizei ist während der nächsten Zeit eine plan. Jahren gegeben. Besonders ist hervorzuheben, daß die Rückzahgeschlossen. Dar Darlehn selbst wird auf die Dauer von 50 mäßige Steigerung der Plünderungsaftionen zu besorgen. Der lung nach der Wahl der Stadt in Mart oder dänischen Kronen er Polizeipräsident verbietet deshalb auf Grund des§ 123, bsag 2 folgen fann, in jedem Fall erhalten aber die Gläubiger nur einen Uebertrag 5 400 M. der Reichsverfassung bis auf weiteres alle Versamm- solchen Betrag zurück, der dem Kronenwert der 300 Millionen Mark b) Entwässerungsgebühr 100 Broz. des( der Grundmiete gleichen) Nutzungstperts, also. 21] Die Welt ohne Sünde. B 000 " Der Roman einer Minute von Bidi Baum. Den Fluß herab tamen Salzschiffe geschwommen. Beim Entladen der Schiffe floß zuerst wieder Blut. Eine Rette von Helfern war angestellt, die Säcke vom Fluß herauf bis zu der Kirche zu bringen, hinter der die Magazine der staatlichen Lebensmittel lagen. Es waren Berge von Salz aus der Welt draußen gekommen. Salz genug und übergenug für alle. Es gab Kinder, die noch niemals Gesalzenes gegessen hatten, man fannte sie an ihrem schlaffen und verbogenen Gang und der seltsamen Gesichtsfarbe. Die Nachricht von der Salzladung zog wie ein Fieber im Land hin. Sie tamen auf allen Wegen durch den lockeren, dunklen Staub gewandert und wollten die Schiffe sehen und die Säcke und die Lagerräume. Irgendwie war das Gerücht entstanden, die Helfer beim Ausladen bekämen doppelte Salzration; die Luft murmelte dumpf und unwillig um die Freiwilligen her, die paarweise die Wagen und Karren durch die Straßen zogen, die Gäce abluden, fie in Reihen lagerten. Ihre Hände schmeckten falzig, sie leckten manchmal daran während der Arbeit, und ihre Schultern überzogen fich unter den Lasten mit einer dünngligernden weißen Salzschicht. Cornel stand am Eingang des Lagers, zählte die Säcke und wiederholte tausendmal auf taufenbmal Gefragtes: Es ist Salz genug für das ganze Land. Ihr könnt alle Suppen verfalzen, Kinder, ein ganzes Jahr lang. Jeder bekommt die gleiche Ration, ganz gewiß! Nein, die Helfer bekommen nicht mehr, nein, gewiß nicht. Morgen beginnt die Verteilung. Seid ruhig und freut euch doch! aus und zog aus der Menschenmauer ein Kind zu sich heran, I wissen. Auch der Kniende hatte einen sonderbar bewußtlofen ein fleines, etwa fünfjähriges Mädchen mit seltsamer Gesichts-| Blick, und Hand und Messer hing ihm ohnmächtig hinab. Die farbe und weichen Knochen. Menschenmauer schwieg, zerrann in eine Weite. Der Kniende hob die Augen zu Anfelmus auf und erblaßte. " Да tofte, wie es schmeckt" sagte er und hielt dem Rind eine Handfläche voll Salz hin, das er von seiner Schulter streifte. Das Kind nahm es scheu an, ruckte den Kopf hin und her wie ein fleiner Bogel und holte sich dann mit seiner kleinen zaghaften Zungenspiße ein wenig von dem Weißen. Es schluckte, zog ein so maßlos verwundertes und erschrecktes Gesicht, als es den salzigen Geschmack spürte, es schüttelte sich ein wenig und spuckte dann, prustete und nieste, als wäre es ins Wasser gefallen. Egidius begann lautlos und innig zu lachen, und die um ihn herum lachten auch, das Lachen ging weiter, die Straße hinauf und löfte minutenlang Gesichter und Hände. Komm Bruder," sagte Anselmus. Und zu dem Knaben: Laß ihn fortgehen Bruder. Dir wird Linde helfen." Er nahm den, der gemordet hatte, bei der Hand und führte ihn; aber sein Herz war angefüllt mit einer mutlosen Berzweiflung. Unter einem plößlich dunkelnden Winterhimmel neigt sich Linde über den Toten und schließt seine Augen. Egidius ist da und hebt ihn auf, trägt ihn in seinen großen Händen, fanft wie ein Kind. Linde legt dem Bruder zart den Arm um die Schulter und fagt:" Komm. Wir müssen zu beiner Mutter gehn." Sie gehen, voran Anselmus mit dem Mörder, dann Egidius, der den Toten trägt, dann Linde, die den haben führt. Es sind keine Menschen mehr auf der Straße, die Welt sieht so verhängt aus. Der Knabe löst mühsam die Lippen voneinander und flüstert: Was geschieht ihm? Wird er gerichtet?" " " Ja," sagt Linde." Nach dem Gefeß: er muß von heute an doppelt arbeiten. Für sich und für den Toten. Seine Frau und seine Kinder dürfen ihn verlassen. Seine Mutter muß bei ihm bleiben Da aber geschah es. Ein Karren, auf dem vier Säcke lagen, blieb steden, er wurde von zwei mageren Knaben gezogen, die schon sehr müde waren. Sie gaben sich einen verzweifelten Ruck, um das Hindernis in der verwüsteten und ausgebuckelten Straße zu nehmen. Der Karren fnirschte, furz, fant mit gebrochenem Rad hintenüber. Die Säcke glitten, langsam erst, schneller, schneller dann herab; es streckte fich noch, in einer plötzlichen und seltsamen Stille, ein Arm aus der Menschenmauer, um zu helfen, da zerriß, dumpf knallend, ein Sad und weiß quoll es in die Straße. Dann geschah etwas, das nur Minuten währte. Etwas Wildes und Häß- Anselmus hält die Mörderhand in seiner Hand, er spürt liches, ein Stürzen, ein Knäuel von Arm und Leib und Faust sie ganz, und geht nur immer weiter und weiter in die über den berstenden Säcken, Schrei und feuchender Atem, ein Dunkelheit, die vom Himmel sinkt und alles stumm und Berg aus Mensch und Kampf und Haß, der die Straße ver- traumhaft macht. Die Hand wird schwer in der seinen, lastend, sperrte. Anselmus, von dem Kirchentor aus Verwirrung er- groß wie ein Gebirge. Jemand schluchat in Dual. pähend, jagte die Treppen hinunter, seine Knie wurden" Was hast du getan?" spricht Egidius' Stimme:„ Die schwer von Schrecken und zogen ihn stürzend vorwärts, bis Stimme deines Bruders Blut schreiet zu mir von der Erde. Aber sie freuten sich nicht oder sie taten es auf eine wilde er mitten in dem Geschehenen stand. Seine eiserne Führer- Wenn du den Acker bauen wirst, soll er bir hinfort sein Verund unrichtige Weise. Das Murmeln endete nicht, vom freien stimme schrie, während noch fauchende Münder und bestia- mögen nicht geben. Unftet und flüchtig sollst du sein auf Land her schoben immer mehr Menschen sich heran, und bald lische Fäuste auf ihn eindrangen:„ Seid ihr wahnsinnig? Erden. Kain aber sprach zu dem Herrn: Meine Sünde ist drängten die Karren und Wagen sich zwischen zwei Mauern Was tut ihr? Seid ihr Brüder? Raubt ihr, was euch selbst größer, denn daß sie mir vergeben werden möge. Siehe, du von Menschen hin, die verbissene oder berauschte Gesichter gehört? Irrfinn! Irrsinn!" Sie löften sich voneinander, fie treibest mich heute aus dem Lande, und muß mich vor deinem hatten, und fnurrten wie Tiere, und manchmal eine Fauft hatten Zähne und Augen wie Tiere. Die Salzfäde lagen Angesicht verbergen, und muß unftet und flüchtig fein auf ausstreckten. Einen Augenblick zwar lockerte sich die Span- schlaff und leer. Salz war grau in die Straße getreten. In Erden. So wird mir's gehen, daß mich totschlage, wer mich nung; das war, als Egidius, der, vor einen Wagen gespannt, dem zurückweichenden Kreis lag einer der beiden mageren findet. Aber der Herr sprach zu ihm: Nein; sondern wer Stain zu den Helfern gehörte, ausruhend stehen blieb, mit dem Arm Knaben; er war tot. Aus seiner durchstochenen Schlagader totschlägt, das soll siebenfältig gerochen werden. Und der den Schweiß abwischte, der ihm über die Augen lief, und den rann dunkel und gleich Blut auf den Weg. Der andere Knabe, Herr machte ein Zeichen an Kain, daß ihn niemand erschlüge, Umstehenden freundlich in die trampshaften Mienen fah. Er sein Bruder, stand mit ganz verlöschtem Gesicht da und hielt wer ihn fände. Also ging Kain von dem Angesicht des blickte von einem zum anderen, streďte dann seine große Hand einen fnienden Menschen fest, aber er schien nichts davon zu Herrn... ( Fortfegung folgt.) zur Zeit der Hingabe entspricht. Der Stadtverordnetenversammlung[ rote Karten.( Einzelfarten a 35 M. find am Eingang des Saales zu haben.) wird eine entsprechende Vorlage zugehen. Die Kreise werden gebeten, die Theater- und Opernkarten für Dezember abzuholen. Erst eine Zigarette! Humoristischer Zwischenfall im Gerichtssaal. Die 2. Straffammer des Lar dgerichts III hatte eine Antiage gegen den bekannten Fälscher politischer Dokumente, die er später an die Ententekommission verkauft hatte, den angeblichen Schriftsteller Erich Anspach zu verhandeln. Der Angeklagte, der sich auch den Doftortitel beigelegt hatte, war beschuldigt, in Gemeinschaft mit einem gewissen Rohde Pfandscheine, die er fich in einer Druderei in der Oranienstraße hatte anfertigen lassen, gefälscht und dann in den Schiebercafés weiter verkauft zu haben. Die Kinderschuhkommission der früheren USPD.( Martha Demmning) lädt zu Freitag, den 24. November, 6 Uhr, zu einer wichtigen Sigung im Stadthaus( Eingang Klosterstraße, Zimmer 339) ein. Alle vertretung ist Pflicht. Vortrag des Genossen Stadtrat Friedländer. Ausschußmitglieder bon Groß- Berlin müssen anwesend sein. ErsatzSprech- Chor für die proletarischen Feierstunden, Donnerstag abend 7 Uhr, pünktlich, Uebungsstunde in der Sophienschule, Weinmeisterstr. 16/17. Arbeiterschachspieler! Heute nachmittag 2, Uhr findet in den Germania- Sälen( Nähe Wilhelinsplah) Charlottenburg. Spreestr. 13, ein Nord- Südspiel sämtlicher Abteilungen des Berliner Arbeiter- Schachtlubs statt. Spielgelegenheit für Gäste genügend vorhanden. Anschließend gejelliges Beisammensein. Eintritt frei. Gäste herzlich willkommen. Groß- Berliner Partei- Nachrichten der Bereinigten Sozialdemokratischen Partei. Die nächste Sigung des Bezirksvorstandes findet Sonnabend, den 25. November, abends 6 Uhr, im Jugendheim, Lindenstraße 3, statt. Bezirkssekretariat. * 136. Abt. Reinidendorf- Off. 7% Uhr Funktionärsihung tu ber Jugendball Jungsozialisten. Gruppe Friedrichshain. 7½ Uhr in der Gemeindeschule Straß Geebad, Residenzstr. 49. mannstraße 6-7, Vortrag des Gen. Karl Hoffmann: Die Alkoholfrage. Gruppe Baumschulenweg. 7½ Uhr im Jugendheim Ernststraße, Vortrag: ,, Gerhart Hauptmann". Gesamtveranstaltung am Donnerstag, den 30. Frau Oberschulrätin Dr. Wegscheider spricht über: 8ur Geschichte der Segualethit Gruppenveranstaltungen fallen an diesem Tage aus. Gruppe Brig. 7½ Uhr im Jugendheim Chauffeeftr. 48, Bortrag des Ge noffen Otto Lamm: ,, Arbeitsrecht". Uebermorgen, Freitag, den 24. november: Bentralarbeitsausschuß der sozialdemokratischen Elternbeiräte Berlins. 6 Uh 12. Abt. 7½ Uhr Bahlabende: Schule Rostocker Str. 32; Schmidt, Wicleffstr. 17; Sigung Lindenstr. 3. Jeder Kreis muß vertreten fein. Schröder, Wicleffstr. 24. 85. Abt. Tempelhof. 7½ Uhr Rahlabend. 1. Bezirk bei Hansen, Neue, Ede Borussiastraße. Erscheinen Pflicht. 86. Abt. Mariendorf. 7½ Uhr Mitgliederversammlung in der Aula der 4. Gea meindeschule, Kurfürstenstr. 53-54. Thema: Die politische Lage". Die Genossen werden ersucht, bei den jeht zu zahlenden hohen Kosten für die Aula, pünktlich zu erscheinen. Neukölln. 91. Abt. 7% Uhr Sigung sämtlicher Funktionäre und Betriebsver trauensleute bei Köster, Karlsgarten-, Ece Wissmannstraße. 95. Abt. 7½ Uhr bei Köhler, Ziethenstr. 64, Konferenz des Abteilungsvorstandes und der Bezirksführer. Sehr wichtige Tagesordnung. Erscheinen der Funktionäre Pflicht. Jungsozialisten- Gruppe Schöneberg. 8 Uhr, Jugendhort, Feurigstr. 35, Disfussionsabend über: Religiösen Sozialismus". Die Bereinigte Sozialdemokratische Stadtverordnetenfraffion wird daran erinnert, daß in der Stadtverordnetenfihung vom Don. 7. nerstag wichtige Abstimmungen auf der Tagesordnung stehen und daß daher die Mitglieder vollzählig und pünktlich zur Stelle fein müssen. Der Fraffionsvorstand. Arbeitsgemeinschaft. Programmkursus Donnerstag, den 23. November, abends 2. Anspach bestritt vor Gericht. sich strafbar gemacht zu haben. Der aus dem Gefängnis vorgeführte Belastungszeuge Rohde, der beim Bertrieb der Pfandscheine abgefaßt war, hielt seine belastenden Aussagen nicht aufrecht. Der Staatsanwalt beantragte die Labung eines Schreibsachverständigen, im andern Falle müßte er die Freisprechung beantragen. Das Gericht tam zu einer Berta= gung und beschloß, zur nächsten Berhandlung den Schreibfachverständigen Drogolin zu laden. Der Haftbefehl gegen Anspach in dieser Sache wurde aufgehoben. In der Verhandlung fam es zu einem spaßhaften Intermezzo. Der aus der Haft vorgeführte Flugzeugmonteur Rohde erflärte: herr Borsigen der, wenn Sie mir feine 3igarette geben, fage ich fein Wort. Ich size schon ein paar Monate in Plötzensee. Als ich in die Zelle geführt wurde, roch es so lieblich nach Bigaretten und alles mar blau. Ich habe einen Kippen" gefunden. Menn Sie mir nicht gestatten, daß ich ihn erst rauche, dann sage ich nichts." Der Staatsanwalt nahm die Sache von der humoristischen Seite und suchte den Zeugen zu einer Antwort zu bewegen. Dieser ober bleibt dabei, er müsse er st eine 3igarette rauchen. Es blieb schließlich nichts anderes übrig, als wie den widerspenstigen Rengen durch den Sanitätsrat Dr. Leppmann untersuchen zu laffen. Der Sachverständige beseitigte diefen eigenartigen Konflift durch ein„ falomonisches" Gutachten. Er teilte dem Gericht mit, daß hier totfächlich ein Fall nervöser Erscheinungen norliege, die durch eine Bigarette beseitigt merden können. Der Vorfhende erklärte darauf dem Zeugen:„ Der Herr Sanitätsrat hat hnen eine Rigarette verordnet, also gehen Sie erst in Shre Relle." Der Beune erhielt eine Rigarette, mit der er freudeStrahlend in die Belle ging, um noch einigen Minuten fauend zurückufommen. Auf die Frage des Vorfigenden, mas er denn da faue, 47. erflärte der Zenge, über das ganze Geficht grinlend:„ Na den Rometen!" Berfihender: Was heißt das?" Beuge:" Na den Glummel. den nehme ich als Briem!" Hiermit war dieser Bwischenfall erledigt und die Verhandlung konnte fortgesetzt werden, 98. da der Zeuge nunmehr tatsächlich beruhigt war und eine ganz sachgemäße Aussage machte. " Notbelieferung mit Kohlen. Der Strei? der Transportarbeiter in den Berliner Rohlen Großhandlungen gilt natürlich nicht den Berbrauchern. Die Streifenden sind daher auch bereit, die Motstandsarbeiten zu verrichten und tragen mit dazu bei, daß die Pohlenbelieferung für die Einwohner im Notfalle erfolgt, wie auch für die gemeinnötigen gewerblichen Betriebe, wie z. B. Bäcke= reien, Canatorien, Krantenanstalten und Badeanstalten. Einwohner, die feine Hausbrandtohle haben und solche von ihrem Kleinhändler nicht beziehen können, müssen sich an ihr zuständiges Bezirksfchlenamf menden. Sie erhalten dort einen Rotschein, worauf sie 1 bis 2 Zentner Kohlen an einem der nachstehenden Plätze der Berliner Brennstoff- 3entrale G. m. b. H.,. 9., Lintstr. 25, befommen. Die Inhaber nemeinnöliner gewerblicher Betriebe, wie die Leitun= gen gemeinnütiger Anstalten wenden sich mit Anträgen auf Liefe= rung eines bestimmten Quantums an die Brennstoff- Zentrale direkt. Die Streifenden, denen die Anerkennung eines einftimmigen Schiebsforudes unter Mitwirfung von drei Vertretern des Kohlengroßhandels von den Kohlengroßhändlern verweigert wird, wollen nicht, daß infolge ihres Streits jemand frieren muß oder kein Brot befommen fann. Sie achten darauf, daß weder der Begriff der Motstandsarbeiten so weit ausgedehnt wird, um den Streit unwirt fam zu machen, noch lassen sie eine Sabotage ihrer Notstandsarbeit zu. Kohlenplätze der Brennstoff- 3entrale sind: Snipetion Bentrum: Plat 1, D., Stralauer Blak 35-38, Plaz 2, No., Greifswalder Straße 176, Blog 3. N., Sellerstr. 27-28, Plag 4, G., Urbanhofen( Ladeinsel). Inspektion Nord: Plaz 1, Reinidendorf- Weft, Aug.- Bitforia- lee, Blag la, Tegel, Beithstr. 5, Plaz 2, Reinidendorf- Ost, Granaten. Straße 31, Blag 3, Neinidendorf- Oft, Kopenhagener Str. 82, Plag 4, Niederfchönhausen, Raiser- Wilhelm- Str. 25, Plah 5, Pantom, Wilhelm- Kur- Straße. Inspektion Ost: Plaz 1, Nummelsburg, Sauptstr. 4, Plaz 2, Karlshorst, Dönheffstraße 30, Plaz 3, Friedrichsfelde, Wilhelmstr. 9. Inspektion Südost: Rag 1, Adlershof, abidestr. 35, Plak 2, Niederschöneweide, Grünauer Str. 12, Biak 3, Oberschöneweide, Luisenstr. 33, Blag 4, Friedrichshagen, FriedrichStraße 96-97. Inspektion Süb: Blaz 1, Neutöln- Oberhafen, Röllnische Allee, Tlag la, Reukölln- Oberhafen, Kölnische Allee, Play 2, Tempelhof, RaiferWilhelm- Str. 15, Ede Werderstraße, Plak 3, Mariendorf, Rathausftr. 69-72, Blag 4, Brik, Chausseestr. 50. Inspektion Weft: Plat 1, Schmargendorf, Berl. Fallensteiner Straße, am Bahnhof, Plak 2, Charlottenburg, Spreestr. 60, an der Caprivibrüde. Inspektion Nordwest: Plat 1, Spandau, Südhafen, an der Schulenburgbrüde. Bezirksbildungsausschuß Groß- Berlin. Heute, nachmittags 3 Uhr, im Konzertsaal Friedrichshain, Am Königstor: Zweites Festkonzert, 2. Serie, Ankauf Fahrgeldvergl. Zahugebiffe sowie Gold-, Silber-, Platin- Bruch zerbroch. Gegenstände genau denselben Wert kauft und zahlt höchste Tagespreise Barheine Edelmetallverwertung Invalidenstr.2.v.I rechts, kein Laden Eingang Elisabethkirchstraße Kopenhagener Str. 9( Laden) 2 Min. v. Bahnh. Schönhauser Allee Fugenlose rauringe billiger Dukat.- Gold 800 gest. von 4000, M. an 333-585 in reicher Auswahl. Ausbau der Kinderfürsorge durch die Gemeinde von Dr. Selma SchöferAuweck Eine notwendige Schrift für Behörden und Ausschüsse, Lehrer und Erzieher, wie überhaupt für alle, die sich in der Wohlfahrtspflege betätigen. Preis 31,50 Mk. Buchhandlung Vorwärts Berlin SW, Lindenstr.2 Namen und Etuis umsonst Zigaretten Apparate, moderne Ehringe Saus Neuerburg, Trauringfabr.Alb.Thal& Co. Fabian, Reemtima, Maffary u. and. führ. 1. Geschäft: C. 19, Seydelstraße 5( Spittelmarkt) Marten äuß. vorteil 2. Geschäft; Charlottenburg, Bismarckstraße 76 haft an Wiederverk ( Untergrundbahn Sophie- Charlotte- Platz) Zähne 200 in nur erstkl oon an Ausiühr., Teilzahl. Spez. 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Donnerstag, ben 23. b. 10, 616 he, Gigung bes engeren, erweiterten Kreisvorstandes im Rathaus, Rimmer 1. 11. 14. 55. Kreis. Echöneberg. Donnerstag, den 23. d. M., pünktlich 8 Uhr, Sigung der Elternbeiräte der BSPD. in der Schule Feurigstr. 57. Alle als Elternbeirat tätigen Genossen der höheren und Gemeindeschulen von Schöneberg und Friedenau müssen erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. Kreis. Neukölln. Freitag, den 24. November, abends 7½ Uhr, im Nathaus, 8immer 276, Gigung der Bildungskommission. Heute, Mittwoch, den 22. November: Abt.( Berichtigung.) 100. bis 105. Stadtbezirt. 7 Uhr gemeinsame Berfammlung bei Flug, Mustauer Str. 1. Bortrag des Gen. Scholz über: Das Gozialistenacfeg". bt. Charlottenburg. 7 Uhr Bahlabende. 8. und 9. Gruppe bei Reimer, Wilmersdorfer Str. 21; 10. Gruppe bei Bohne, Schloßstr. 45. bt. Reutölln. 10 Uhr Funktionärsitung im Lehrerzimmer der 5. Gemeindeschule, Mariendorfer Weg. Die Bezirksführer müssen die Mitgliederlisten mitbringen. 4. Frauenveranstaltungen am Freitag, den 24. november: Kreis. Charlottenburg. 7½ Uhr im Rathaus, Simmer 3, Sigung aller Funktionärinnen. Frauen, die als Helferinnen in der Vereinigung der Kinderfreunde tätig sein wollen, find ganz besonders eingeladen. Die Abteilungsleiterinnen müssen restlos erscheinen. Kreis. Prenzlauer Berg. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde. Gonn abend, den 25. d. M., 7% Uhr, Konzert( zum Besten der Weihnachts. bescherung) Lauten Chor Lieder zur Laute. Gen. Dr. Reiter. Darbietungen des 8ithervereins Allgäuflingel. Billetts zu 15 M. find zu haben bei Hoomann, Sonnenburger Str. 4, und an der Abendkasse. * 15. und 21. Abt. Der Bahlabend findet erst Mittwoch, den 29. November statt. Die Gammelstelle für Spielsachen zur Weihnachtsbescherung für bedürftige Rinder ist Kroll, Utrechter Str. 21. Jugendveranstaltungen. Verein Sozialistische Arbeiterjugend Groß- Berlin. Das Jugendfekretariat bleibt heute geschloffen. * Die Abteilungsvorsigenden müssen die Lose zur Weihnachtsverlosung unbedingt abholen. Der Ortsausschuß für Jugendpflege veranstaltet morgen, Donnerstag, ben 23., in der Aula der Schule Boddinstraße eine Filmvorführung. 8ur Borfüh rung gelangt ein Vortrag des Afritaforschers Hans Schomburgt über: Erlebniffe im Sudan". Eintrittstarten zum Preise von 10 M. für Jugendliche und 20 m. für Erwachsene find an der Tageskaffe zu haben. Anfang 28 Uhr. Frühere Sozialistische Proletarierjugend Berlin. Donnerstag, den 23. Nogruppenvertreter, auch die Minderheiten, haben zu erscheinen. vember, 7 Uhr, Schule Weinmeisterstraße, Zentralvorstandssigung. Alle Orts Südost, Köpenider Viertel. Die Veranstaltungen finden von jest ab immer Freitags im Jugendheim, Manteuffelstr. 7, statt. Jungfozialisten. Gruppe Tempelhof- Marienberf. Die Beranstaltung findet be. Vorträge, Vereine und Versammlungen. reits heute, Bußtag, im Jugendheim, Lyzeum Tempelhof, Germaniastr. 4-6, ftatt. Erscheinen aller Mitglieder unbedingt notwendig. Renkölln. 96. Berkaufsstelle der Konsumgenossenschaft, Weserstr. 26, abends 6 Uhr Mitgliederversammlung( Genossenschaftswahl) im Lokal Sängermitte, Pannierstr. 9a, Ede Weserstraße. Erscheinen alle: Genossenschafter Pflicht. Frauenveranstaltung am Mittwoch, den 22. November: 32. bt. Die für den 22. November angefeßte Frauenversammlung wird auf Freitag, den 1. Dezember, abends 7 Uhr, Berufsschule Langestr. 31, Simmer 55, verschoben. Ref. Genossin Bohm- Schud, M. d. R.:,,Die Frau und der Sozialismus". 10. 18. Morgen, Donnerstag, den 23. November: 5. Abt. 7½ Uhr bei Lorbeer, Gormannstr. 2, Versammlung der Parteifuntst. Beltenviertel. tionäre und Betriebsvertrauensleute. 7% Uhr Diskussions- und Zahlabend bei Schaefer, Sindersinstr. 1. Der Abteilungsvorstand muß anwesend sein. und 21. Abt. 7 Uhr öffentliche Elteinversammlung in der Aula der 77. Gemeindeschule, Schulstraße 99-100. Tagesordnung: Schulnot und Rinder elend". Bericht über die Lage im Kampfe um die weltliche Schule am Wedding. Abt. Pünktlich 7 Uhr Sigung sämtlicher Funktionäre in der Schule Schön6t. Achtung! Die Bezirksführer werden hierdurch auf Anordnung des 23. 32. 33. 43. 70. hauser Allee 166a. Bezirksverbandes gebeten, zweds Feststellung des Mitgliederbestandes die Mitgliederlisten bis zum 28. d. M. beim Genossen Wartmann, P. 34, Königs. bt. 7 Uhr Funktionärsgung bei Rienis, Giman- Dach- Str. 24. Sämtliche berger Straße 37, parterre, einzureichen. Funktionäre und Bezirksführer müssen bestimmt erscheinen, da Abrechnung. t. 7½ Uhr bei Deferhardt, Boppstr. 4, Bezirksführersitzung. Die Beaintsführer haben die Mitgliederlisten sowie die Kartothektarten der fr. USPD. mitzubringen. Abt. Wilmersdorf. Die Beerdigung unseres verstorbenen Genossen Fris Guckert findet Donnerstag nachmittag 3 Uhr auf dem neuen Zwölf- ApostelPaulus- Kirchhof, Tempelhofer Weg( Bahnhof Ebertstraße), statt. Rege Beteiligung wird erwartet. 81. Abt. Friedenau. 82. bt. Steglis. 7½ Uhr außerordentliche Gigung des erweiterten Abteijernstraße 86. Tungsvorstandes bei Thiel, Albrechtstr. 87. Tagesordnung: Polizei und Arbeiterjugend". 8 Uhr erweiterbe Borstandssigung bei Ulbrich, Hand93. " 1 85. Abt. Tempelhof. 7% Uhr Bahlabend in folgenden Lokalen: 2. und 3. Besirk Werder- Schule, 1. Treppe; 4. Bezirk bei Radzuweit, Werderstr. 14; 5. Bezirk Werder- Schule, parterre; 6. Bezirk bei Lange, Ringbahnftr. 4; Abt. Reuton. Pünktlich 6% Uhr Funktionärversammlung. 7½ Uhr Ab7. Bezirk bei Wanzlid, Oberlandstr. 1. teilungsversammlung im Gambrinus, Raiser- Friedrich-, Ede Treptower Ref. Gen. Franz Künstler, M. d. R. Thema:„ Die politische 107. Abt. Alt- Glienice- Falkenberg. 8 Uhr in der Wohnung des Gen. Often Funktionärßigung. Tagesordnung: Unsere Winterarbeit". Straße. Lage". 108. Abt. Röpenid. Unser alter Genoffe Gallan, Glienicker Straße, ist am 19. d. m. verstorben. Die Beerdigung findet Donnerstag 3% Uhr auf dem hiesigen Kirchhof statt. Ankauf Erich Meyerfeld Grundstücksmakler E Berlin W8 Bebrenftraße 53/54 Zentrum 1958, Steinplatz 11740 in der bekannten Goldankaufstelle von den 24. November. Kreuzberger Harmonie. Uebungsstunden und Genevalprobe am Freitag, moch nachmittag 3 Uhr für den gemischten Chor, 6 Uhr für den Männerchor Voltschor Südoften. Die Uebungsstunde zum Totenfonntag findet Mittim Bereinshaus zur Poft, Niederschöneweide, statt. Genosse Pastor Sans Frande spricht über das Thema: Gerhart Haupt Berliner Frauenklub, Genthiner Str. 13, um 7% Uhr am 23. November. manns Verbrecherdramen": Biberpela, Rose Berndt, Ratten, Rote Hahn im Briefkasten der Redaktion. schadensersagpflichtig. 3. Mit einem Drittel. 4. Suchen Sie eine gütliche BerB. B. 7. Jn Nr. 546 unter B. J. 7" beantwortet. 1. Nein. 2. Ste find ständigung herbeizuführen. 5. Ja. D. G. 54. Die Zahl teilt man, indem man die Grundmiete durch die Gesamtmiete dividiert; also 300: 20 010 Mart. torn. In Nr. 524( Sonntag, den 5. November) des ,, Vorwärts" bereits schon einmal beantwortet. 1. 49,50 Mart. Die Miete tönnen Sie unter Abzug des Portos durch Postanweisung übersenden. Für das Verhalten des Berwalters find Gie aber beweispflichtig. Können Sie den Beweis nicht erbringen, jo find Sie zum Abzuge des Portos nicht berechtigt. 2. Für die Schulzeit besteht tein Das von Ihnen angegebene Verfahren ist das zweckmäßigste. Lohnanspruch; die Frage ist jedenfalls äußerst ftrittig. . 52. Mieterbund Groß- Berlin, W. 35, Potsdamer Str. 56 II. G. 2. 100. D. P. 33. Die Nummern bekommen Sie im Verlag Freiheit", Kron prinzen- Ufer 27. Wetter bis Donnerstag mittag. Kühl und zeitweise aufflarend, jedoch überwiegend bewölkt und etwas nebelig und im Norden verschiedentlich leichte Niederschläge. 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Charl. 8 Uhr: Die Braut von Messina Thalia- Theater 72U: 0 schöne Zelt, sel. Zeit Th. a. Nollendorfpl. Nur einmal. Aufith. 7% Uhr. Jugend Theodor Loos Gree Reinwald Fritz Schulz Theater in d.Kommandant. Str TU.: Schlemihl Abds. 102: Pfarrhauskomödie Wallner- Theater 8U.: Emilia Galotti Residenz- Th. Heute Bußtag 8 Uhr Der Dieb Morg. u. foig. T.8 U Gastspiel Rich. Alexander als Schlafwagenkontroleur Trianon- Th. Heute Bußtag 8 Uhr Lady Windermeres Fächer Morg. u. folg. T. 8 U. Erika Glässner in Lissi, die Kokotte Kleines Th. Heute Bußtag 8 Uhr Die Freundin Morg. u. fol. T. 8 U. Die Unmoralischen Carola Toele, Olga Limburg, Falkenstein, Kaiser- Titz SCALA Tägl. 8 Uhr Internat. Varieté Bußtag geschlossen ស ADMIRALS PALAST Bahnhof Friedrichstrasse Mittwoch, 22. November, 2 Buẞtag- Konzerte Mittags 12 Uhr: 1.Orchester- Konzert der Kapelle des Deutschen Opernhauses. Leitung: Kapellmeister Eduard Mörike Symphonie Eroica". Beethoven Parsifal, Vorspiel, Karfreitagszauber, Trauerklänge, Götterdämmerung. ADMIRALS- PALAST WELT am Bahnhof Rauchen gestattet 730 ARIZTE Friedrichstr. Restauration auf allen Plätzen 730 Komische Oper Dir. James Klein Bußtag, abends 7, Uhr: Meister- Aufführung Der gute Ruf Schauspiel in 4 Akten von Herm. Sudermann GastspielIda Wüst, Lia Eibenschütz, Toni Tetzlaff, G. Kasteer, H. Flink, F. Schönfeld Ab morgen ,, Eurepo spricht davon" Vorverkauf an der Theaterkasse ununterbrochen Spielplan für Busstag 2 Vorstellungen 6 und 8 Uhr UFAPALAST AM ZOO Die Schöpfang U. T. KURFÜRSTEND AMM KAMMERLICHTSPIELE Judith and Holofernes Eine historisch. Legende in 5Akt. TAUENTZIENPALAST U. T. ALEXANDERPLATZ U. T. HASENHEIDE DECLALICHTSP. SPANDAU Joseph Filmwerk in 5 Akten MOZARTSAAL U. T. FRIEDRICHSTRASSE U. T. WEINBERGSWEG EDENPALAST NEUKÖLLN DECLALICHTSP.WEISSENSEE Christus Bildgedicht in 6 Kapiteln U. T. NOLLENDORFPLATZ Die Pockenimplung mit ärztlichem Begleitvortrag U. T. SCHÖNEBERG Die Geseblechtskrankhelten und Ihre Folgen mit ärztl. Begleitvortrag DECLALICHTSPIELE REINICKENDORFER STR. Dle Hungerblockade Vortragsfilm DECLALICHTSP. ROLLKRUG NEUKOLLN HUMBOLDT- THEAT. BADST. Die weiße Senche mit ärztl Begleitvortrag BALLSCHMIEDER- LICHTSPIELHAUS, BADSTRASSE Unterwelt des Seelenlebens Vortragsfilm A Abends 8 Uhr: Kammersänger Prof. Carl Clewing Kammersängerin Elisabeth van Endert Margarete Arndt- Ober Prof. Heinrich Grünfeld Dr. Hans Lüdtke Karten an der Theaterkasse nod bei A, Wertheim. AM Der BlaueVogel Goltzstraße 9 Nollendorf 1613 Allabendlich 8% Uhr: Das neue Walhalla Theat. NO Heute Bußtag geschlossen. Morgen Donnerstag Die tolle Lola Uhr: dritte Programm. Vorverkauf bei Theat.a.Kottbus.Tor Wertheim, an all. Theaterk. u. an der Kasse d.Th. v. 11-2 u. ab 6 Uhr abends. Trabrennen Mariendorf Moritzplatz 16077 Jeden Abend 72 U. und Sonntag nachm. 3 Uhr GermaniaPrachtsäle E. Richter H 4, Chausseestr. 110 Morgen Donnerstag den 23. Nov. 22: Gr.Walzer- Abend bei gutbesetzt. Orchester Anfang 8 Uhr Jeden Donnerst. Konzert mit anschl. Famillenkränzchen Jeden Sonntag Norddeutsche Sänger Nachdem Ball Etablissement Cafe elka Varieté, Kabarett Billards Friedrichstraße 59/50 Ecke Leipziger Straße Heitere Spiele und Margaretensaal Geöffnet FELITE- ab 12 U Uhr Mittwoch, den 22. Nov. Sänger Gr. Konzert vormittags 112 Uhr 8 Rennen Volkspreise! Gesamtpreise 750 000 Mk. Vorvkf. 11-12u. 4-6 Man verlange die Bedingungen! DISH 6HASS CAFKAHLBAUM AKT- GES BERLIN SEIX 1818 Kahlbaum Liköre Weine Theater des Osters Casino- Theater Taubenstr.& Uhr: Deutscher Metallarbeiter- Verband ( Rose Theater) Der neue Schlager! 8 Uhr. 73, U.: Der Tod der Müllers Prinzeßchen Lady Pembroke ETE Man verlange die Bedingungen! Teilzahlung Was sagen die Angestellten d. Kauf- u.Warenhäuser? Wie von allen Festbesoldeten, denen größere Ausgaben auf einmal unerschwinglich sind, wird von den Angestellten der Berliner Geschäfte viel von uns gekauft. 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