Nr. 553 39.Jahrgang Ausgabe A nr. 273 Bezugspreis: Für den Monat November 400,-., voraus zahlbar. Unter Areuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet sowie Desterreich und Luxemburg 550,- M., für das übrige Ausland 930,- M., Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, England, Estland, Finnland, Frant reich, Holland, Lettland, Luxemburg, Desterreich, Schweden, Schweiz, Tschechoslowakei und Ungarn. Der ,, Borwärts" mit der Sonntags. beilage ,, Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage ,, Heimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Conntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Morgen- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 15 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezetle toftet 120,-. Reklamezeile 600,-- M. ... Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 30, M.( zulässig zwei- fettgedruckte Morte), jedes weitere Wort 24, M. 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Inzwischen hat der Landeshauptmann der Pro- Dein sachlicher Rat, Deine reiche wirtschaftliche Erfahrung und Dein vinz Sachsen und frühere preußische Berkehrsminister politisches Verständnis sind mir und der Reichsregierung immer Dr. Defer das ihm angebotene Innenministerium an- von besonderem Werte gewesen. Es ist mir ein Bedürfnis, Dir für genommen. Deser, der noch bei jeder Regierungsbildung im Deine Mitarbeit meinen tief empfundenen Dank zu fagen; ich ver: Reich und in Preußen als Minister genannt wurde, ist ein binde damit den aufrichtigen Wunsch, daß Du auch in Zukunft ehrlicher Republikaner. Ob er es verstehen wird, die Inter- mit Rat und Tat weiter erfolgreich mitwirken mögest an der effen der Republik gegenüber den überwiegend rechtsorien Neugestaltung und Besserung unserer politischen und wirtschaft tierten neuen Rabinettsmitgliedern wahrzunehmen, oder ob lichen Verhältnisse. er es vorziehen wird, schon bald die vorläufig aufgegebene Stellung des Landeshauptmanns der Provinz Sachsen wieder anzutreten, bleibt abzuwarten. Mit herzlichen Grüßen in alter Freundschaft Dein dankbarer Ebert. Auch den übrigen anläßlich der Umgestaltung der Reichsregierung zurückgetretenen Reichsministern hat der Reichs präsident in persönlichen Schreiben seinen Dank für die dem Reiche geleisteten Dienste ausgesprochen. " Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Posticheckkonto: Berlin 375 36- Bankkonto: Direftion der Diskonto- Gesellschaft, Depositenkasse Lindenstraße 3 An der Wende. Die Wirtschaftspolitik der Bußtagsregierung. Das Geschäftsministerium ist fertig und wird am Freitag dem Reichstag und der deutschen Deffentlichkeit sein Programm Dorlegen. So wenig die Sozialdemokratie daran denkt, sich von unsachlichen Gründen in der Opposition, in die sie von den Bürgerlichen gedrängt worden ist, leiten zu lassen, so lehr fordert schon Art und Zusammensetzung des Kabinetts Blick auf die Ministerliste zeigt, daß das Kabinett durchaus zu größtem Bedenken heraus. Schon ein flüchtiger rechts gerichtet ist, und das tritt noch schärfer hervor, wenn waren, die das alte Kabinett gesprengt haben, und daß für man im Auge behält, daß es letzten Endes Wirtschaftsfragen die nächste Zukunft die Wirtschafts- und Finanzpolitik des Reiches entscheidend für das Wohl und Wehe des ganzen Boltes sein wird. In den beiden wichtigsten Ressorts aber, dem Wirtschafts- und dem Ernährungsministerium, sind jetzt Leute eingezogen, die eine grundsätzliche Abkehr von der bisherigen Grundrichtung der Wirtschaftspolitik befürchten laffen. Für das Außenministerium ist zurzeit der deutsche Bot schafter in Kopenhagen und frühere Botschafter in Wien, D. Rosenberg, in Aussicht genommen. Er ist gestern abend um 9 Uhr in Berlin eingetroffen, um mit dem Reichspräsidenten und dem Reichskanzler über die Besetzung des Nur ein Uebergangsministerium". Im Bordergrund der politischen Forderungen unserer ihm angetragenen Amtes zu handeln. Er wird sich über Partei steht die Stabilisierung der Mart. DaDie Ministerliste Cunos findet in der Preffe, soweit eine durch, daß die Reichsregierung moralisch und außenpolitisch Annahme oder Ablehnung erst im Laufe des Donnerstag ent- Stellungnahme bereits erfolgt ist, eine sehr fühle Aufnahme. an die Durchführung der letzten Note an die Reparations scheiden. Rosenberg gilt als Anhänger der Erfüllungspolitik. Das Berliner Tageblatt" sieht in dem Kabinett tommission gebunden ist, ist die Sache noch längst nicht erDie Preffeabteilung der Reichsregierung Cuno lediglich ein Uebergangsministerium für ledigt. Denn auf den Willen zur Durchführung fommt es an. wird ebenfalls neu besetzt werden. Ihr bisheriger Chef, Mini- die Zeit, bis sich die parteipolitischen Verhältnisse geflärt Eine Stügung der Mark ist auch dann eine Lebensfrage für fterialdirektor Oskar Müller, hat dem neuen Reichskanzler haben. Inzwischen fönne die Deutsche Bolkspartei, positiv das deutsche Bolt, wenn wider alles Erwarten außenpolitische fofort fein Amt zur Verfügung gestellt und um Enthebung ge- mitarbeitend, zeigen, wie weit sie ihre Versprechungen, die Hemmungen wirksame Aktionen zunächst verzögern follten. beten. Ostar Müller war eifriger Verfechter der Politik des deutsche Wirtschaft wieder aufzurichten, zu erfüllen vermöge. Diesen Willen zur Durchführung fann man aber nicht von Ranglers Dr. Wirth, mit dem er auch persönlich gute Ber- Insbesondere gelte das von Dr. Becker- Heffen, dem lautesten Männern erwarten, die innerlich bei der Schwerindustrie bindungen pflegte. Es ist deshalb verständlich, wenn er sein Rufer in dem Streit um die brennenden Wirtschaftsfragen. stehen. Es war fein Zufall, daß Genoffe Schmidt als WirtAmt zur Verfügung stellte. Ein Nachfolger ist für ihn vor- Wörtlich heißt es dann weiter: schaftsminister in seiner legten Amtszeit mit dem Finanzläufig noch nicht in Aussicht genommen. schäftsministeriums hin. Aber zweierlei erwarten wir von ihm: und Finanzen erforderten gleichermaßen die Stabilisierung Wir geben uns feinen Illufionen über die Politit des Ge- minister Hermes gut zusammenarbeiten fonnte. Wirtschaft Einmal eine flare Außenpolitit, die sich aufbaut auf der letzten Note der Mart. Wenn aber jetzt Herr Hermes als Partner diesen an die Alliierten über die Stabilisierung der Mart. Herrn Becker erhält, so ist es durchaus fraglich, ob ihm die 3weitens eine Politik, die den späteren Wiedereintritt Unterstügung, die er bisher in der grundlegenden Frage nom der Sozialbemotraten in das Rabinett nicht unmöglich Wirtschaftsministerium her erfuhr, auch zuteil werden wird macht. Je stärker das Rabinett in diesen beiden Dingen einen von einem Mann, dessen gegebener finanzpolitischer Partner politischen Willen entwickelt, um so eher wird es die Stepsis, der es im Kabinett eigentlich doch Herr Helfferich wäre! heute begegnet, überwinden und sich Bertrauen erwerben." Aber nehmen wir selbst den günstigsten Fall an. Das neue Rabinett hat bereits am Mittwoch 5 Uhr nach mittags in einer gemeinsamen Sigung mit der alten Regie rung die Geschäfte übernommen. Reichskanzler Dr. Birth erinnerte in dieser Sigung daran, daß seine Mitarbeiter die Geschäfte in einer äußerst schwierigen Eituation übernahmen und dankte ihnen deshalb besonders für ihre treue Pflicht erfüllung. Seit Anbeginn seiner Regierungstätigkeit fei das Biel seiner Politik die Erhaltung der Nation gewesen. Dit aber immer vergeblich, habe er versucht, durch Wirtschaftler non Ruf seine Regierung zu ergänzen. Zum Schluß wünschte Dr. Wirth der neuen Regierung einen vollen Erfolg. Dr. Cuno dankte seinem Vorgänger und erklärte, daß seine Bolitik dort anknüpfen werde, wo die der alten Regierung aufgehört habe.( Mit Becker- Hessen und Herrn MüllerBonn?) Sodann trat die neue Regierung zu ihrer ersten Sikung zusammen, in der das Regierungsprogramm vorbereitet wurde. Die Programmerklärung wird nicht, wie vorgesehen, am Donnerstag vor dem Reichstag erfolgen, sondern er am Freitag nachmittag um 2 Uhr zur Verlefung tommen. Am Donnerstag wird der Reichstag die Beratung der Geschäftsordnungsdebatte fortsetzen. Zuvor hält die Sozialdemokratische Fraktion eine Sigung ab. Stellung der Sozialdemokratie zu diesem Kabinett er ,, Es ist nicht anzunehmen, so heißt es weiter, daß dadurch die leichtert werden wird. Es ist besonders auffällig, daß, nachdem ein Mann von der wirtschaftlichen Stellung des jezigen Reichskanzlers sich bereit gefunden hat, das Amt des führenden Bolitikers zu übernehmen, es nicht möglich war, andere führende wirtschaftliche Bersönlichkeiten für dieses Rabinett zu gewinnen. der volksparteiliche Führer Dr. Becker Hessen in das Kabi- Boden des in der Reparationsnote vorgezeichneten ProDie Bossische Zeitung" findet es auffällig, daß Gesetzt, das Geschäftsministerium stelle sich tatkräftig auf den nett eintritt. Dadurch komme noch deutlicher als bisher zum gramms. Dann aber werden erst eine Reihe von Fragen der Ausdruck, daß das Kabinett Cuno statt eines unpersönlichen Wirtschaftspolitik auftauchen, die in den acht Jahren feit Geschäftsministeriums oder eines Kabinetts der Persönlichkeiten schwunden sind. Jeder Versuch einer Besserung der Währung Kriegsbeginn fast vollständig aus dem Gesichtskreis entein ausgesprochen politisches Kabinett der Arbeitsgemeinschaft, und Flügels der in der Arbeitsgemeinschaft vertretenen Bar- nächst die Arbeiterschaft durch Beschäftigungsmangel betroffen zwar des rechten muß zu Störungen am Warenmarkt führen, von denen zu teien fei. wird. Wir müssen durch diese Krise hindurch, wenn überhaupt bewußt darauf hinarbeiten, die sozialen Schäden, die tische Streitfragen in Hülle und Fülle. Wird das Kabinett die deutsche Wirtschaft genesen foll. Dann aber entstehen poli eine solche Krise im Gefolge hat, zu mildern, oder wird es die Last der Währungssanierung auf dieselbe Arbeiterschaft es die Last der Währungssanierung auf dieselbe Arbeiterschaft lose Opfer und Entbehrungen gebracht hat? Welche Produkabzuwälzen suchen, der die ungeheure Geldentwertung maßdaß diejenigen Industrien, die ihre Preise rücksichtslos an die tionspolitik ist dann einzuschlagen? Es liegt durchaus nahe, Weltmarktpreise herangebracht und diese sogar überschritten haben, dann nach alter schwerindustrieller Methode wieder nach Schutzöllen rufen werden. Die Landwirtschaft hat ein derartiges Vorgehen seit langem angekündigt. Will man dann die industriellen Weiterverarbeiter, die heute das Rückgrat der deutschen Produktion bilden, oder die Verbraucher mit derartigen Zöllen belasten, oder will man ernsthaft ver fuchen, die Intereffen der großen Maffe mit denen des Kapitals auszugleichen? Dankschreiben an Wirth und Bauer. Einem Artikel des Führers der Deutschen Volkspartei, Reichspräsident Ebert hat an den Reichskanzler Dr. Birth bei seinem Ausscheiden aus dem Reichskanzler- Dr. Stresemann, in der Zeit", räumt die Bossische zei Dr. Wirth bei seinem Ausscheiden aus dem Reichskanzler- tung" einen besonders breiten Raum ein und bemerkt dazu: amt folgendes Schreiben gerichtet: Sehr verehrter Herr Reichskanzler! Die politische Lage hat Die Dbjektivität, mit der der Führer der Deutschen Bolfspartei Sie veranlaßt, die Enthebung von Ihren Aemtern nachzusuchen. in diesem Artikel die Gründe würdigt, die die Sozialdemokra Benn ich Ihrem Wunsche mit dem beigefügten Erlasse entspreche, tie veranlaßt haben, jezt die Teilnahme an der großen Koalition so tue ich es im Gefühle aufrichtigen Bebauerns über 3 weigern, ist sehr beachtenswert und entspringt sicherlich der UeberThr Scheiden und dankbarer Anerkennung Ihrer Berdienste um das beugung, daß das legte Wort über die große Roali Reich. Sie haben, in parlamentarischer Tätigkeit und als Finanz- tion noch nicht gesprochen worden ist, und daß das Kabinett Cuno die Uebergangsbrücke zu ihr sein wird." minifter unseres gemeinsamen Heimatlandes bewährt, in schwerer Cuno die Uebergangsbrüde zu ihr sein wird." Zeit als Reichsminister der Finanzen und dann als Reichstanzler Der Ruf nach der Sozialdemokratie steht also im Mittel- Wichtige grundsägliche Fragen treten hier auf. Der Wirtdem Vaterlande große Dienste geleistet und an der Spitze der punkt der Betrachtungen, mit denen die demokratische Bresse schaftsminister, der fie lösen soll, fann nur ein Mann sein, Regierung in schwerer Zeit zielbewußt und tatkräftig die innere das Kabinett Cuno empfängt. Es ist bemerkenswert, daß auch der für diese Fragen auch unter dem Gefichtspunkt der Pround äußere Bolitit des Reiches geleitet. Ernste Stunden, die an das offizielle Organ der Deutschen Volkspartei und einer ihrer duktion und des Verbrauches, nicht nur unter dem Ihre Entschloffenheit und umsicht die höchsten Anforderungen stellten, Führer die Stellungnahme der Sozialdemokratie in den des Kapitalprofites Berständnis hat. Der neue Mann, find Ihnen nicht erspart geblieben. Das deutsche Volk wird Ihnen Vordergrund rückt. Um so eigenartiger muß es allerdings der in diesen Fragen die Führung haben soll, aber hat sich bisfür das, was Sie ihm in diefen Jahren mühsamen und entfagens- wirken, wenn die Deutsche Boltspartei einen so scharfen Geg- her als Interessenvertreter des Kapitals in einer Weise herreichen Wiederaufbaues gewesen sind, Dant wissen. Ich gebe der ner der Sozialdemokratie, wie Dr. Beder Hessen, als Nach vorgetan, die von seiner fünftigen Tätigkeit nichts Gutes für zuversichtlichen Hoffnung Ausdrud. daß Ihre Arbeitsfreudigkeit und folger Robert Schmidts in das Reichswirtschaftsministerium das Gesamtpolt erhoffen läßt. politische Gaben auch weiterhin ein reiches Feld der Betätigung fchickt. Sollten innerhalb der Boltspartei Unstimmigkeiten Dr. Beder Hessen war während des Krieges hessischer finden mögen, und bin über den Weg bestehen, der zu beschreiten ist, nachdem den Finanzminister und wurde durch die Revolution beseitigt. ,, Tüchtigen" die freie Bahn eröffnet wurde? Er ist Generaldirektor der Rheinischen Stahlwerte und Der deutschnationale Lokal- Anzeiger" fieht in dem Kabi- hessischer Großgrundbesizer. Politisch ist er als Führer des Dem aus dem Amte scheidenden Reichsschahminister und nett Cuno ein Wagnis und meint, es werbe schwer sein, rechten Flügels der Deutschen Volkspartei aufgetreten. Stellvertreter des Reichskanaler Bauer dankte der Reich se die zahllosen Klippen zu überwinden, die feiner harren. Im Reichstag hat er sich besonders mit Steuer- und präsident in folgendem Brief: Das Unbehagen im bürgerlichen Lager ist demnach all- Wirtschaftsfragen beschäftigt. Aus seiner rein tapitalistischen gemein. Wie oft hat man die Politik der Sozialdemokratie Gesinnung hat er nie irgendeinen Hehl gemacht. Er ist angegriffen und behindert, wie oft hat man vor allem im gleichermaßen eingetreten für die Schwerindustrie wie für Lager der Deutschen Volkspartei gesagt, die Sozialdemokratie die Ansprüche der Agrarier. Seine Haltung bei den zahlverstehe nichts von Wirtschaft und Politit! Es scheint, daß reichen Steuervorlagen der letzten Jahre, an deren Gestaltung man jeßt sein eigenes Wort ungesprochen machen möchte, und er stets sehr attiv mitgewirft hat, mar geleitet von der Abwesentlich fleinlauter ist, wo es gilt, an die Stelle der Kritit ficht der weitestgehenden Schonung des Besitzes und der die positive Leistung zu fezen. Spekulation auf die weitere Martentwertung. Becker ist nich mit der Versicherung ausgezeichnetfter Hochachtung Ihr sehr ergebener( gez.) Ebert. Lieber Freund! Auf Dein Gesuch um Enthebung vom Amte des Reichsschah ministers übersende ich Dir anbei den von mir vollzogenen Abschied. Mit aufrichtigem Bedauern sehe ich Dich auch diesmal aus dem Reichsdienste scheiden. In Deiner Tätigteit als Stellvertreter des Reichstanzlers und als Reichsschahminister haft Du in raftlofer Arbeit H nur ein Gegner aller direkten Besißsteuern, was er im Frühjahr dieses Jahres in zahlreichen Vorträgen offen aussprach, fondern auch ein Inflationist desselben Grades wie Stinnes. Er ist überhaupt der politische Führer der schwerindustriellen Gruppe in der Deutschen Volkspartei, die außer ihm aus Stinnes, Dr. Sorge, Vögler und Quaaz besteht. Bei der Zwangsanleihe hat er den bekannten Artikel im ,, Tag" geschrieben, mit dem er sich rühmte, durch die 3wangsanleihe die geringste Belastung des Besizes heraus geschlagen zu haben. Er betonte dabei sein enges 3u fammengehen mit den Deutschnationalen. Bei der späteren Beratung des Gesetzes über die Zwangsanleihe ist er der Hauptkämpfer für die Festsetzung der Zwangsanleihe in Papier statt in Gold gewesen, weil bei weiterer Geldentwertung damit der Betrag der Zwangsanleihe fortdauernd fintt. Jezt beträgt die Zwangsanleihe nur noch etwa 60 Goldmillionen statt einer Goldmilliarde. Er hat damals auch höhere Binsen für die Zwangsanleihe durchgesetzt, als es die Regierungsvorlage vorfah. Er hat ferner für die Hinausschiebung des Zeichnungstermines der Zwangsanleihe gesorgt, wodurch anstatt der erwarteten 40 Milliarden bisher nur der lächerlich geringe Betrag von 2,5 milliarden Papiermarf eingegangen ist! Auf seinen Vorschlag wurde die Verwendung des Ertrages der Zwangsanleihe nur für Sach leistungen beschlossen. So entwertete er nicht nur die 3wangsanleihe, sondern schränkte auch die Möglichkeit von Sachleistungen ein. Mit der Milderung der Zwangsanleihe verband er zugleich die Forderung nach Milderung der Erbschafts- und der Einkommensteuer und setzte eine gewaltige Ermäßigung des Einkommensteuertarifes durch unter der Drohung, sonst die Zwangsanleihe zu Fall zu bringen. Die Völkischen als Sprengpulver. Jetzt soll der DHV. gespalten werden. Ruf erfchallen laffe: Es lebe der Rönig!( Lachen fints, Beifalt rechts und in der Mitte.) Abg. Link( Dem.) führte aus, Dr. Schwener habe nur als reiner Parteiminister gesprochen und sich in seiner VerDie Deutsche Handelswacht", Zeitschrift des Deutsch- teidigung der Nationalsozialisten versucht. Die Nationalsozialisten nationalen Handlungsgehilfenverbandes, lebten allein von Gewalt und Heze. Es sei nicht am Blaze, daß die fordert ihre Mitglieder auf, die ,, Deutsche Zeitung" als DHB.- Regierung gegen jene Volksgenossen Borwürfe erhebe, welche die Gea feindlich abzubestellen, weil das Blatt Maurenbrechers sich fahr abzuwehren suchen. Der Minister habe geradezu eine Verteidi zum eifrigsten Anwalt der unter neuem Namen gung der Nationalsozialisten versucht. Die Art, wie sich die nationale wieder auflebenden gelben" Verbände macht. Die Gesinnung der Hitler- Leute fundgebe, sei alles weniger als Deutsche Zeitung" antwortete darauf: vaterländisch. ,, Daß dieser plumpe Versuch, einen politischen Gegner geschäft- Abg. Engelsberger( Bauernbund) sagte, das Treiben der Reaf lich zu schädigen, weder christlich noch national und tionäre sei ein Verbrechen am Boltsganzen. Die nationalsozialistische am allermenigsten deutsch ist, braucht wohl feines weiteren Bewegung finde mächtige Freunde und Förderer bis weit in die Beweises." Kreise der Regierung hinein. So mancher führende Beamte lege es Die Mitglieder des DHB." werden das mit einigem darauf an, die Maschinerie in Unordnung zu bringen, um den EinErstaunen gelesen haben. Ob sie sich bisher besonders als drud zu erweden, daß das Rad der Zeit wieder auf den Stand von Christen fühlten, bleibe dahinge tellt. Aber daß sie auch 1913 zurückgebracht werden müsse. Es gebe höhere Beamte, die national" und deutsch" nicht mehr sein sollen, mutet tomisch gegen die Regierung hetzen und den letzten Rest der Staatsautorität an. Man versteht deshalb, wenn auch die Brandenburger untergraben. Das Treiben der Nationalsozialisten führe lehten Endes Wacht", das Bezirksorgan des DHB., jetzt mit der gelb- zum Bürgerkrieg. freundlichen Deutschen Zeitung" ins Gericht geht und ihren Abg. Alenderl( Romm.) meinte, die Nationalsozialisten lebten Mitgliedern zuruft: " von den Millionen der Schwerindustrie und von bei ,, Wir erfüllen also ein Gebot nationaler Pflicht im vornehmsten spielloser Judenheze. Sinne des Wortes und auch ein Gebot der Selbstachtung, wenn wir Presseerzeugnisse von der Art der„ Deutschen Zeitung" Bort. Hierauf ergriff der Minister des Innern Dr. Schweyer das nicht länger in unseren Behausungen dulden. Wir erwarten, daß tionalsozialisten in München feine Handgranaten zutage gefördert Er erklärte, daß Haussuchungen bei einer Reihe von Naalle unsere Freunde, die es betrifft, die erforderliche verbandsbrüderliche und gewerkschaftliche Disziplin aufbringen, Bost" und das sozialdemokratische Gewertschaftshaus zu stürmen, hätten. Die Absicht, das Betriebsgebäude der Münchener um die Abbestellung der Deutschen Zeitung" unverzügfei von Hitler aus freien Stüden ehrenwörtlich mit dem Be lich zu bewirken. Wenn das unter furzer Mitteilung der Gründe merken in Abrede gestellt worden, daß ihm so etwas niemals in den an den Berlag bewerkstelligt wird, kann man sich davon unter Sinn kommen würde. Die Regierung habe erlaubt, daß innerhalb Umständen noch eine fleine erzieherische Wirkung versprechen." des Hauses ein Eigentumsfelbstschutz eingerichtet werde. Außerdem Wirtschaftspolitisch ist Becker der eifrigste Verfechter der bewußten„ Deutschen Zeitung" doch einigermaßen ängstlich zu des nach dem Rathenau- Morde angeklebten Blatats, in Angesichts so energischer Töne wird der so baltisch- selbst sei auch ein polizeiliches Schutzaufgebot abbestellt worden. Wegen freien Wirtschaft. Die Zwangswirtschaft will er nicht Sinn. Sie weiß sich nicht anders zu helfen, als ihre völkischen dem auf die Ermordung Wirths und Eberts angespielt war, habe nur auf dem Gebiet der Ernährung, sondern auch bei Kohle, Sturmtrupps aufzurufen, im DHB. Kehraus zu halten. Wört die Staatsanwaltschaft das Berfahren eingestellt, weil die Täter Eisen und den Baustoffen beseitigen. Er ist außerdem einer lich sagt sie: der Väter des Feldzuges zur Begünstigung der Steuernicht ermittelt werden tonnten. Bon einer Pflichtverletzung defraudanten für die Wiedereinführung des Bankgeheimnisses famte Berbandsleitung hinter diesem unwürdigen Treiben steht. waltung im legten Augenblid verweigerten Sonderzug Vorläufig fönnen wir nicht annehmen, daß tatsächlich die ge- der Polizei fönne teine Rede sein. Was den von der Bahnverund die Aufhebung des Depotzwanges. Berfechter der freien Wirtschaft ist auch der neue Reichs- Sollte das aber doch der Fall sein, dann wäre es wohl hohe 3eit, nach Regensburg angehe, fo sei es eine bebentliche Tatsache, Berfechter der freien Wirtschaft ist auch der neue Reichs- daß die völkischen Handlungsgehilfen an eine gründliche Säuberung daß die Betriebsräte ihrerseits mit Sabotage und Streit gedroht ernährungsminister Müller- Bonn. Nun ist die Frage ihres Verbandes gingen. Wenn die Führer aber wirklich dieses hätten. Sie erklärten, daß der 3ug auf feinen Fall nach Regens freie" oder zwangsmäßige Wirtschaft in dem Augenblick, wo die Mark wirklich stabilisiert wird, von untergeordneter Be- undeutsche und erbärmliche Vorgehen ihrer Verbandszeitungen gut burg kommen werde, denn sie hätten Nachrichten, daß noch vor heißen sollten, dann muß Abhilfe geschaffen werden. Die Kreise, Regensburg die Schienen aufgerissen werden und daß es vielleicht deutung. Man hat dann durch die Außenhandelspolitik die die hinter der„ D. 3." stehen, find schon ihrem Umfange nach von auch zu einem Blutbade kommen fönne. Die Betriebsräte hatten Möglichkeit, die Preise einigermaßen zu regulieren. Aber ein unvergleichlich viel größerer Bedeutung als jeder noch so starte Anteil an den Berwaltungsbefugnissen bekommen. mal hatten und haben wir bis heute feine stabile Mark, und Verband. Wer diesen Kreisen Fehde ansagt, hat es sich selbst wies entschieden den Vorwurf zurüd, daß die Regierung gegenüber in dieser Zeit ist die Parole freie Wirtschaft" ein Dienst am zuzuschreiben, wenn die Entwicklung über ihn hinwegschreitet. Ein den Ausschreitungen der Nationalsozialisten ihre Pflicht versäumt Industries, Handels- und Agrarkapital, an denselben Leuten also, die unter freier Wirtschaft nur die monopolherr gegen die Bölkisch en heßender„ Deutschnationaler Handlungs- habe und sprach im Gegenteil der Polizei den Dank für ihre Tätig gehilfenverband" spricht sich selbst das Todesurteil... schaft über den Markt verstehen, solange die Preise steigen, imd die um Staatshilfe rufen, wenn einmal die Weltmarkt- So, nun wissen es alle, die es angeht: die Bölkischen Abg. Auer wandte sich hierauf in einer persönlichen Bemerkung preise niedriger als die Inlandspreise sind. Daß Herr Becker Sprengen nicht nur republikanische Versammlungen, nicht nur gegen die Aeußerung des Ministers, daß er es abgelehnt habe, der und Herr Müller- Bonn eine andere Haltung einnehmen wer- die„ völkisch eingestellte" Partei Hergts, fie friegen es auch Bolizei seine Gewährmänner zu nennen. wer- fertig, dem von jeher antisemitischen Deutschnationalen Handden, ist nicht zu erwarten. Wir haben also alle Veranlassung, eine Schwentung möchten nur einmal die Unterhaltung hören, die die beiden lungsgehilfen- Verband das„ Todesurteil" zu sprechen. Wir der Wirtschaftspolitik zu befürchten. Wir warnen davor. Die unerträgliche Teuerung hat die Geduld Abgeordneten Thiel und Geisler über diese Frage haben. der Massen auf die schwerste Probe gestellt; den Preisen Halt Thiel ist Macher vom DHB., Geisler Präses der gel ben zu gebieten und alle Mittel in Bewegung zu setzen, um wieder Verbände und Schützling der Deutschen Zeitung". Beide zu stabilen Verhältnisssen zu kommen, muß Auf- aber sind Fraktionsgenossen der Herren Stinnes, Strefes gabe jeder verantwortlichen Regierung sein, oder sie wird an mann und Becker Hessen, also Deutsche Boltsparteiler! den Widerstand der Arbeiterschaft scheitern. Der neue Staatssekretär im Reichswirtschaftsrat Dr. Brandt zeichnet als Demokrat. Dieser sonderbare Demokrat hat sich aber jüngst im Reichswirtschaftsrat gegen die verfassungsrechtlich festgelegte Parität von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in den Handelskammern heftig gewehrt und eine Verständigung hierüber, ber die meisten Arbeitgeber zugeneigt waren, zum Scheitern gebracht. Außerdem war er Syndikus des Industrie- und Handelstages, dessen Beschluß zur Martstabilisierung neulich hier gekenn zeichnet wurde. Herr Brandt ist der Staatssekretär, wie Herr Beder ihn braucht. Schrei, Sang und Buße. Ronzertumschau von Kurt Singer. " Bayerns Schande. ,, Es lebe der König!"- Die bayerische Regierung nationalsozialistisch verseucht. München, 22. November.( TU.) Im Landtag sette man heute in recht lebhafter Sigung die Debatte über die Nationalsozialisten fort. Abg. Brofius( Mpt.) erklärte, im Zeichen des Hakenkreuzes sei manches Unschöne geschehen. Aber niemals brauche man sich dieses Kreuzes zu schämen. Der Sozialismus habe ausgespielt. Die Republitgefeß gebung habe die nationalsozialistische Bewegung groß gemacht. Hof fentlich sei die Zeit nicht mehr fern, wo die bayerische Mehrheit den feit aus. Der Minister Neue Plünderungen in Braunschweig. Braunschweig, 22. November.( WEB.) Am Mittwoch tam es in Braunschweig wieder zu Unruhen. In den späten Nachmittagsstunden 30gen größere Trupps durch die Stadt, ohne daß es zunächst zu Ausschreitungen getommen wäre. Um die sechste Abendstunde kam es auf dem Steinweg zur Plünderung der Schaufensterauslagen eines Geschäftes. Bedrohlich wurde auch die Lage auf dem Hagenmarkt. Wie die„ Braunschweigische Landeszeitung" meldet, mußte auch an diesem Tage die Schuhabteilung teilweise wieder mit blanter Waffe gegen die Menge vorgehen. Ein Beamter der Schutzabteilung und mehrere Zivilisten erlitten Berlegungen. der türkischen Regierung gestern offiziell den alliierten Oberkommis faren und ben Bertretern der übrigen Regierungen die Absetzung des Sultans Mehemed VI. und die Wahl Abd- ul- Medschids zum Ralifen mitgeteilt. Offizielle Abfehung des Sulfans. Refet Pascha hat im Namen " M. Sch. Während der Bußtag heranrückte, sammelte Ochs feinen Chor| halten hatten, waren in deffen Umgebung versammelt und hörten in der Hochschule zu feiertäglicher Andacht. Das Brahmssche Re- die Reden einer Anzahl bekannter Borfämpfer von vier Tribünen quiem zieht seine immer noch ehrfurchtgebietenden Kreise um unsere an. Am 25. November verhandelte der Kongres das aktuelle Thema Sinne und wir schwelgen in der Schönheit eines herrlich gesungenen Die internationale Lage und die einheitliche Aktion der Sozialdemo Der Schrei ist sicher der unmelodischste Ausdrud von Gefühlen. Werts. Wird es ein ewiges fein? Solange Ochs Menschen mitreißt fratie gegen die Kriegsgefahren". Jaurès erstattete das einleitende Wenn aber die Ohren taub sind, so muß selbst der Mufiter feine und Chöre führt, folange feine warmherzige Ausdeutung über alle Referat. Vittor Adler verlas das Manifest der Internationale für Stimme schon fräftig erheben, um sich Gehör zu verschaffen. Die Süßheiten und Weichlichkeiten hinweghebt, sicher. Die Soloftimmen den Völkerfrieden. Weiterhin sprachen u. a. Haase, Troelstra, Klara Chöre darben seit langem( und verenden leise mit einem Schwanen- der Frau Kempfert und Niffens fügen fich melodisch und beherzt Bettin, Baillant und unser alter August Bebel, der mit besonderem gefang), die Gänger und Spieler des Soloprogramms refignieren den Thorstimmen ein, die Ochs im Abgefang schon zarter ausklingen Jubel begrüßt wurde. Alle stimmten in schönster harmonie in der und hoffen auf billigere Zeit. Die Stars wandern ab nach Spanien, ließ. Und am gleichen Tag feiert die Internationale Ge. Verdammung des Krieges und der Begeisterung für den Weltfrieden vom überein. Mit dem Rufe: Krieg dem Kriege!" schloß denn auch Schweden, Holland, Amerika. Und daheim hallt immer wieder ein fellschaft für Musit" ihre Geburt, geschaffen, um Schrei der neidvoll Sterbenden. Es ist Zeit, daß die Notgemein- Gestern zum Morgen zu führen. Deutscher Musik im Ausland, aus. Greulich den Kongreß, auf dessen nachhaltige Wirkung wir damals schaft der Musiker, von der jüngst mit nachfühlenden Worten der ländischer Musit in Deutschland Boden zu gewinnen, ist das Ziel. die größten Hoffnungen festen, um nach wenigen Jahren durch den Staatssetretär Schulz im Reichstage sprach, Wirklichkeit werde. Ein Ohne Engherzigkeit, unter folidarischer Leberwindung von Unmög. Weltkrieg die bitterste Enttäuschung zu erleben. organisiertes Hilferufen ist erträglicher als der Einzelschrei. Nach lichkeiten, frei von der Sucht, einen Stil, eine Richtung zu züchten, den Philharmonikern tamen die Blüthner- Herren, und schon meldet ohne politische Zwecke, aber auch ohne sich von politischen Eigendie Fama die Agonie ftrebfamer Bereinigungen. Herzen auf brötlern hineinpfuschen zu laffen. Wir atmen andere Luft, wir es muß ja einmal Frühling werden! Das beste Mittel, dem Notruf fühlen uns zeitgebunden zugleich und gelöst von allem, was ala Nachhall zu verschaffen, ist die künstlerische Tat. In diesem Sinne demisch und einstig und tonservativ und sogar modern" war. Mit zeigte sich das unter Zimmer achtvolfft aufstrebende Aerzte weit geöffnetem Ohr, ohne jede kritische Scheuflappe, ohne die Bor or cheft er wieder in gutem Lichte. Die Philharmonifer aber wahrten eingenommenheit lassen wir Roussel, Busoni, Debussy, Strawinsky ihren hohen Ruf, als sie die dilettantisch verängstete Schreierin in uns Aufnahme finden. Auch nach zweimaligem Hören ist weder Reichl. Renèe begleiteten. Es war ein bitterer Jammer, und der Franzose mit seinem naturseligen Impreffionismus, noch das bie Endworte der Mozartschen Gräfin- Arie Lindere meinen eigenartig, organisch blühende, frühlinghafte Bläserstück des Ruffen Schmerz" entflossen dem Herzen des indignierten Bublifums. Ob unser Besiz geworden. Aber Busonis Violinkonzert, melodisch an Schillings, der mitwirkte, die Dame je in einer Probe gehört hat und Brahms und Beethoven angelehnt, gewinnt unter Szigelis Meister fich dann als Zugkraft ausnuten ließ? Heinrich Knapstein sette finger schon den virtuosen Glanz einer großartig geformten ImproBrudner„ aus technischen Gründen vom Programm. Was heißt pisation. Hier laßt uns Wurzel fassen, hier den Notschrei in neuem das? Er hat uns die IX. Bruckners einmal eindringlich gedeutet, Sang und Klang ein Paroli bieten! -gw er hätte die IV. ausreichend beherrscht. In Beethovens VII. SinEine Keltenburg in Thüringen. Prof. Alfred Goetze vom Ber finer Museum für Völkerfunde untersucht seit vielen Jahren eine ber bedeutendsten Befestigungen des Keltischen Altertums auf deutschem Boden, die Steinsburg auf dem Basalttegel des Kleinen Gleichberges bei Römbild. Es ist, wie Goeße im neuen Hefte der Bra historischen Zeitschrift" darlegt, der ergiebigfte Zeuge für den Kampf zwischen Germanen- und Keltentum um den Besitz Thüringens. Noch heute bestimmen ihre Trümmer das Landschaftsbild, obwohl jahrzehntelang diese mächtige Bolfsburg als Steinbruch gedient hat. Das Bilb, das die Steinsburg mit ihren formlosen Wällen und Halben früher darbot, fonnte den alten Deutschen nicht als das einer Burg erscheinen. Später haben sie dann den Botan auf der Steinsburg verehrt. Ueber die feftifdhe Burgenhaufunst und auch über ihren Getreidebau haben die dortigen Funde den genauesten Aufschluß gebracht. Die planmäßigen Ausgrabungen sollen fortgesetzt werden. Kinderehen in Indien. Nach dem in Bombay foeben erschienenen fonie verharrte er in Technizismen, ließ das Orchester viel zu laut„ Krieg dem Kriege!" lautete der Wahlspruch des Interamtlichen Bericht der Bevölkerungsaufnahme für das Jahr 1922 aufbegehren und verdarb sich durch überflüssig- genaue Zeichen den nationalen Sozialistentongresses, der im Novemwurden 18 Chriften in Bombay, die das Alter von 5 Jahren noch felbstgewollten Stil. Eine sehr gute Dirigiertechnik wurde hier ber 1912 in Basel tagte und deffen Andenten uns jetzt, nach nicht erreicht hatten, verheiratet. Bon diesen waren 8 Knaben und unnük vertan, und die Grobschlechtigkeiten überwogen die Fein- zehn Jahren, nahetritt. Als damals durch den Balkankrieg, die Ma- 10 Mädchen. Ein Mädchen trat schon im Alter von einem Jahr und heiten. Umgekehrt Waghalter Er wußte die zarten Saiten rottoaffäre und andere Berwicklungen die Gefahr eines Weltbrandes zwei im Alter von ein bis zwei Jahren in den ehelichen Stand. der Tschaikowskischen Romeo"-Partitur so fanft anzufaffen, daß der zunahm, protestierte das internationale Proletariat dagegen durch zwei Knaben und zwei Mädchen heirateten im Alter von zwei bis Schlußgefang und die stretta- artige Höhe in großem, logischen Auf- Beschichung die es Kongreffes, zu dem weit über 500 Delegierte aus brei, drei Knaben und vier Mädchen im Alter von drei bis vier und bau ein Genuß wurde. den verschiedensten Ländern eintrafen. Ihre Begrüßung durch die je zwei Knaben und Mädchen im Alter von vier bis fünf Jahren. Georg Bertram ist in feinem pianistischen Rönnen immer Bafeler Genossen fand am Abend des 23. November im Bären" Der Bericht te ft nicht mit, was für chriftliche Chen hier gemeint mehr gewachsen, ohme an der Intensität und noblen Ausdrucksfähig statt, wo euch die notwendigsten Borarbeiten erledigt wurden. Am sind. Sofern Ratholiten in Betrnest fommen, so besteht hier die feit etwas zu verlieren. Ein Romantifer mit vollem Herzen mu nächsten Bormittag trat der Konoreß in der Burgoogteihalle zu Borschrift, daß feiner unter dem Alter von 14 Jahren ohne befiziert. Und er begleitet die anmutige Sopranistin Schäffer- ammen. Der Sännerbund Borwärts" ließ die Hymne an bie fondere Erlaubnis verheiratet werden fann. Nach dem Bericht Rutniky auf ihrer Winterreife. Ein sehr mutiges Wagnis, Freiheit erschaffen. Anseele aus Belgien eröffnete den Rongreß. wurden aber 71 Bersonen im Alter von 7 bis 10 Jahren und 219 24 Lieder Schuberts im zyklischen Nacheinander vorzutragen. Die Wullschleger, Regierungsrat von Basel, hielt eine Ansprache. Bum Don 12 bis 15 Jahren verheiratet. Unter den Anhängern Zoroasters Behmut, das Trouernde, das Einsamkeitsgefühl und das Ueber- der- Präsidenten wurde Hermann Greulich aus Zürich, zu einem der befinden sich 7 Berheiratete unter 5 Jahren und 34 im Alter von Belt- Stehen zeichnet eine zarte, flangschöne, weiche Stimme in Bizepräsidenten der Deutche Genosse Huco Hagle gewählt. 2m 5 bis 10 Jahren. Bon Mohammedanern wurden 72 Ehen in einem vielen Variationen des Gefühls mit bemerkenswerter, instinktiver Nachmittag erfolgte ein Riefenzug vom Safernenhof zum Münster, After unter 5 Jahren geschlossen. Bei 298 Chen betrug hier das Sicherheit. Doch erstarrt das Schmerzhafte bald, und die wenigen wo ein Maffenmeeting abgehalten wurde. Nach einem Orgelvortrage Alter der verheirateten Kinder 5 bis 10 Jahre. Dur- Stücke fünden dann nicht mehr Frühling und Sonne genug. hielten der Ba'eter Regierungspräsident Blocher, Haase, Keir Hardie Gerhart Hauptmann als Vorleser. Gerhart Hauptmann wird Bertrams ruffischer Kollege Borowity ist ein in sich gefestigter aus England, Greulich, Safafoff aus Rumänien, Viktor Adler aus am 24. November in der Philharmonie aus eigenen Werfen lesen. großer Künstler, ein Musiker von starkem Willen und absoluter Desterreich und Jean Jaurès Ansprachen, die den Bölkerfrieden zum Edwin Fisher wird als Dirigent und am Stlavier mit dem BlüthnerTreffsicherheit. In seinem Bach- Spiel wirft fich Kraft und Klarheit Thema hatten. Dazu paßie in schönster Weise der Schlußgefang Orchester die Egmont Dubertüre und das Es- Dur- Konsert von Beethoven des Werks fraftvoll und flar aus. Er wird sich zu der russischen Die Völker wollen Frieden, Frieden jedes Menschenherz!". Die zur Darstellung bringen. Der Ertrag ist für die Gerhart- Hauptmann auch bald eine deutsche Gemeinde erspielt haben. vielen Tausende, welche teinen Eintritt in das Münster mehr er. Stiftung bestimmt. Völkische Heerschau in München. gelang, nach der Hauptverkehrsstelle des Polizeipräsidiums in Charlottenburg, wo er die zuviel erhobenen 20 m. deponierte Da sich bisher der betreffende Herr nicht gemeldet hat, sind die 20 m. der Polizeihauptkasse überwiesen worden, die das Geld für einen wohltätigen 3wed verwenden wird. Der Name des Führers der Droschte Nr. 1842 ist Wilheln Piontta. Die neuen Stadtbahnfahrpreise. Gewerkschaftsbewegung Außerordentliche Rüstungen der Arbeitgeber. Gründung eines großzvölkischen Bundes. München, 22. November.( TU.) Auf Veranlassung des Obersten v. Xylander fand gestern abend eine Versammlung statt, in der die deutsch- völtischen Führer, Reichstagsabgeordneter Bom Zentralverband der Angestellten wird uns geschrieben: v. Graefe, Wulle und Graf Reventlow sprachen. Oberst Sollen die Gewerkschaften ihre Aufgaben in der gegenwärtigen r. Xylander erklärte, daß er und seine Freunde seit dem letzten Sonnschweren Zeit restlos erfüllen, so müssen ihnen von den Mitgliedern abend der Bayerischen Mittelpartei nicht mehr angehören, sondern liner Stadt, Ring- und Vorortverkehr erhöht. Sie if um fo notwendiger, als auch die Arbeitgeber darauf bedacht sind, Zum 1. Dezember werden bekanntlich die Fahrpreise im Ber- die vier erforderlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Das einer Bewegung, die in Zusammenhang mit dem Norden auch in betragen für die erste Breisstufe 30 m. in der 2. Klasse, fich zur Wahrnehmung ihrer Intereffen einen reichlichen Fends zu München starten Fuß fassen soll. Offenbar handle es sich um die Bil 20 M. in der 3. Klaffe. Für jede weitere Preisstufe werden schaffen. Hiervon legt folgendes außerordentlich wichtige Runddung eines großoöltischen Bundes auch im Süden. Buschläge von je 6 m. in der 2. Klasse und 4 m. in der 3. Klasse schreiben der Vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände Reichstagsabg. v. Graefe erklärte, es müsse die Bildung einer großen berechnet. Monatstarten foften in der ersten Preisstufe Beugnis ab: Rechten in Deutschland erfolgen. Die nationalsozialistische 720 m. in der 2. Klasse und 480 m. in der 3. Klasse. Für jede Rundschreiben Nr. 259. Bewegung begrüßte Graefe mit besonderer Wärme. Er erklärte und 80 m. für die 3. Klasse berechnet. weitere Preisstufe werden Zuschläge von 120 M. für die 2. Klasse aber, daß man auf den Parlamentarismus doch nicht ganz verzichten könne, vielmehr ins Parlament müsse, um dort Die Zukunft der Berliner Häfen. die gegnerischen Kräfte schachmatt zu stellen. Die tonftituierende Bersammlung der neuen Partei Xylanders findet am nächsten Mon- haben jeht, wie eine Korrespondenz erfährt, insofern ein Ergebnis Die Berhandlungen wegen der Zukunft der Berliner Häfen aufzuweisen, als das Angebot eines Ronsortiums vor Mussolini- Hitler. liegt, das die Bildung einer großen Berliner Hafen. München, 22. November.( TU.) Der Führer der bayerischen Aktiengesellschaft unter Beteiligung der Stadt vor Nationalsozialisten, Hitler, hielt gestern zwei öffentliche Massen- sieht. Es wird geplant, daß die Stadt ihre Häfen, Speicher und Ladestraßen der Aktiengesellschaft auf Grund des Erbbaurechts versammlungen ab. Er verlas als Antwort auf die sozialdemokrati- auf 50 Jahre zur Bewirtschaftung überläßt. Gegenleistungen sollen schen Interpellationen im Landtag eine Strafliste des interpellieren- eine einmalige nennenswerte Abfindung durch die Aktiengesellschaft den Abgeordneten und erklärte, der Parlamentarismus habe und eine angemessene Gewinnbeteiligung der Stadt sein. abgewirtschaftet. Die politischen Parteien bestünden heute nur noch um ihrer selbst willen. Alle ihre Programme hätten sie nicht durchführen fönnen, und nur die Nationalsozialisten würden trog aller Berbote imftande sein, den Nationalstaat mit einem freien, felbftbewußten Bolle herzustellen. tag statt. 120 Mark das Markenbrot. Brot) und die vom Schlichtungsausschuß festgesetzte Erhöhung der Die erhebliche Steigerung der Kohlenpreise( rund 5,60 m. je Arbeitslöhne in den Bäckereien zwingen, wie das Ernährungsamt der Stadt Berlin mitteilt, zu einer Herauffehung des Preises für Martenbrot auf 120 m., der Martenschrippen auf 4,50 m. Dom 27. November ab. Umtausch der Germaniamarken. Igb. Nr. 1/45 184. Berlin, den 31. Oktober 1922. Wir haben unseren Mitgliedern durch Rundschreiben Nr. 252 vom 18. Oftober 1922 Kenntnis gegeben von dem Beschlusse der Mitgliederversammlung betr. Nacherhebung für das Kalenderjahr der im März festgesetzte und bereits gezahlte Jahresbeitrag für 1922 1922 in Höhe des diesjährigen doppelten Jahresbeitrages, d. h. es ist das Ersuchen um umgehende Einsendung des Betrages und benoch einmal in doppelter Höhe nachzuzahlen. Wir wiederholen merten erläuternd: Mittel zur Deckung der ordentlichen Ausgaben nicht mehr ausreichen, Die Nachtragserhebung ist deshalb notwendig, weil die laufenden so daß bereits ein größeres verzinsliches Darlehn aufgenommen daß der Vereinigung die erforderlichen Mittel zur Durchführung der werden mußte. Der Große Ausschuß war einstimmig der Meinung, ihr überwiesenen Aufgaben unbedingt von den Mitglieden zur Ber fügung gestellt werden müßten. Auf seinen Vorschlag hin hat deshalb die Mitgliederversammlung einstimmig die oben erwähnte Nacherhebung beschlossen. Wir müssen darauf dringen, daß diesem Beschluß umgehend entsprochen wird, da in der Tat sonst die Arbeiten der Bereinigung leiden müssen. Wir ersuchen deshalb um Einsendung des fälligen Betrages an unser Banttonto: Distonto- Gesellschaft, Berlin W. 8, Der Schatzmeister: Der Geschäftsführer: gez. Schulze- Rhonhof. gez. Dr. Länzler. Unter den Linden 35. Die Finanzkontrolle über Gesterreich. Die Sozialdemokraten lehnen die Verantwortung ab. Wien, 22. November.( Eigener Drahtbericht.) Der Parteirat Das Reichspostministerium gibt bekannt, daß die Germania- Die Bereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände verlangt der deutsch- österreichischen Sozialdemokratie, der heute tagt, hat be- marten, die mit Ablauf des Monats Oktober ungültig geworden also einen dreifachen Jahresbeitrag von ihren Mitgliedern, den die schlossen, daß die sozialdemokratischen Abgeordneten im Nationalrat find, noch bis Ende Dezember gegen andere Wert- Unternehmer gern zahlen werden. Sie wissen, daß damit nur ihren gegen den Genfer Bertrag und gegen das Bieder- zeichen umgetauscht werden dürfen. Boftfarten, Karten- Interessen gedient wird. Den Mitgliedern der freien Gewerkschaften aufbaugesetz stimmen follen, aber für das Berfassungs- briefe, Boftanweisungen, Briefumschläge und Streifbänder mit ein- erwächst die Pflicht, alles zu tun, um einmal die heute mehr als gesez über den außerordentlichen Kabinettsrat. In der Begrün- gedrudtem Germania wertstempel ohne nachgeklebte Ger- notwendige Kampftraft der Gewerkschaften zu erhalten, um aber auch dung wird ausgeführt, daß es der Arbeiterschaft nicht gelungen ist, maniamarten fönnen aufgebraucht werden. Wenn aber auf gegen alle Eventualitäten der kommenden Zeit gewappnet zu sein. infolge des Verrats der bürgerlichen Parteien die Unterwerfung ihnen Germaniamarten nachgeklebt find, müssen sie ebenfalls bis Deutsch- Desterreichs unter die internationale Finanzkontrolle zu ver- Ende Dezember umgetauscht werden. Der Aufbrauch der Bordrucke Ein Notschrei der Verwaltungsbeamten. hindern, daß aber die Sozialdemokratie die mitverantwor- mit Germaniawertstempel ist zugelaffen worden, um nicht das Ba tung für diess Berbrechen ablehnt und die weitere Berant. pier der Bordrucke nuglos werden zu lassen. wortung der Bourgeoisie überläßt. Der Barteirat begrüßt es als wichtigen Erfolg, daß es gelungen ist, die Ausschaltung des Barlaments und die Finanzdiktatur der Regierung durch ein Gesetz über den außerordentlichen Kabinettsrat zu verhindern. Fabrikbrand bei Potsdam. Ein großes Schadenfeuer hat die Märkischen In duftriemerte in Golm bei Potsdam heimgesucht. Aus noch Wien, 22. November.( BTB.) Der vom Nationalrat eingefeßte nicht aufgeklärter Ursache brannte bort ein Teil des umfangreichen Sonderausschuß hat in seiner gestrigen Gigung das dritte Genfer Unternehmens, hauptsächlich die Holzbearbeitung, bis auf den Sonderausschuß hat in seiner gestrigen Sigung das dritte Genfer Grund nieder. Sämtliche Holzverarbeitungsmaschinen sind ein Protokoll gegen die Stimmen der Sozialdemokraten zum Be- Raub der Flammen geworden. Dem Vernehmen nach soll alles schluß erhoben. getan werden, um eine Stillegung des Betriebes zu vera hüten. Der Schaden ist durch Versicherung zum Teil gebedt. Das Feuer brach in wenigen Minuten aus und es war nicht mehr viel zu retten. Ueber die Ursache steht noch nichts Genaues feft. Auch ein Feiertag. # Beim Fußballspielen auf dem Egerzierplag zwischen der Ein Fund von Menschenknochen beschäftigt die Kriminalpolizei. Gendlig und der Kruppstraße stießen Schüler auf Knochen, die zum Teil ganz an der Oberfläche und zum Teil leicht verscharrt unter ihr lagen. Es waren zwei Bein- und Arm nochen. Drei weitere Knochen wurden dann noch in der Gegend des früheren Munitionshauses gefunden. Das Institut für Staatsarzneifunde in der Hannoverschen Straße stellte feft, daß alles Menschentnochen sind. Wie sie an den Fundort gelangt find, bedarf noch der Aufklärung. Genehmigung der erhöhten Wohnungsbauabgabe. Der Oberpräsident hat die von den Berliner städtischen Körperschaften befchloffene Erhöhung der gemeindlichen Wohnungsbauabaabe von 25 auf 75 Pro3. genehmigt. Die Erhöhung wird mit Wirkung vom 1. Oftober 1922 an erhoben. Der Reichsbund der Verwaltungsbeamten sendet uns folgende Entschließung: Die geradezu wahnsinnigen Preissteigerungen, die troh Sinkens des Dollars unablässig anhalten, treiben die Beamten insbesondere fast regelmäßig unzulänglichen Aufbesserungen gelangen zudem fo der Besoldungsgruppen 1 bis 3 geradezu zur Verzweiflung. Alle spät zur Auszahlung, daß die erbärmlich geringen Beträge bereits wieder etwa um ein Drittel ihres Wertes gesunken sind, wenn sie wirklich zur Auszahlung gelangen. Der Reichsverband der Ber waltungsbeamten stellt fest, daß z. B. bei der Universität Königsberg am 28. Oftober noch die Gehaltslisten nach dem Stand der Besoldung für September aufgestellt worden sind. Selbſt in Berlin find die am 7. November vom Reichstag bewilligten Nach. zahlungen bei vielen Behörden bis zum 21. November noch nicht ausgezahlt worden. Zum Beispiel bei der Charité, den Staatstheatern, der Universität, den Museen, der Staatsbibliothet, der ordentliche Notlage der geringstbefoldeten Beamten wenden wir uns Akademie der Wissenschaft u. a. m. Mit Rücksicht auf die außer an die Deffentlichkeit, in der Erwartung, daß den Bedürftigen die ihnen zustehenden Beträge sofort gezahlt werden, ohne daß crst erhebliche Balutaverlufte eintreten. Feiner, unaufhörlicher Regen, Schmutz auf allen Wegen, kurz dicke Luft. Mitten hinein in diese alle Jahre fast regelmäßig wieder fehrende Stimmung legt die evangelische Kirche den Feiertag, den fie Bußtag nennt, und den nach ihrem Willen die in Sünden verfintenden Menschen dazu benuhen sollen, um einmal zur Selbft besinnung zu tommen, Einkehr bei sich selbst zu halten, ihr Gewissen zu prüfen und alles Böse, was sie getan haben, zu bereuen. Un Zur Notlage der Handelshifsarbeiter. in der Tat, wie an jedem dieser Tage haben auch diesmal wieder die Kirchenglocken nach Kräften gebrummt und gedröhnt, gebimmelt Großhandels befinden sich in verzweifelter Lage. Tausende Handelshilfsarbeiter des Einzelhandels und des Ein verund geflappert, um die fündige Menschheit zu mahnen. Und von heirateter Arbeiter mit Kind erhält im günstigsten Falle nach ben Ranzeln hat es in allen Tonarten auf die armen Schächer da Abzug der Steuern und der gesetzlichen Beiträge im Einzel unten im Kirchenschiff herabgewettert. Aber wenn die Kirche aus handel, den Kauf- und Warenhäusern wöchentlich 4200 m., im und man wieder draußen war, dann riß der Tag die Menschen Großhandel im Durchschnitt höchstens 5400 m.; ein großer Teil von wieder in seinen Bereich. Man sprach vom Fleisch und Schmalz, Familienvätern noch weniger. Nach gewissenhaftester Berechnung die man nicht hat, und vom Dollar, den man erst recht nicht hat. betrug das Eristenzminimum einer dreiföpfigen Familie in der Man sprach von den Breßfohlen, von denen eine einzige schon Polizeischuh in der Broffommission. Am 6. Oftober wurde in Woche vom 30. Oftober bis 5. November 1922 9930 m. Inzwischen so viel foftet wie früher zehn Zentner. Und man fragt sich dann Charlottenburg im Gemeindeschulhaus der Joachims find die Preise noch weiter gestiegen. Wenn die Arbeitgeber des wohl: Wer soll denn nun eigentlich Buße tun und wofür? thaler Straße von der Brotkommission ein Schupobeamter her lo müßten sie fofort dem dringenden Verlangen nach einem gerechten Joachimshandelsgewerbes noch ein Fünfchen soziales Empfinden befäßen, beigerufen, um dem Andrang zu wehren. Dabei fam es zu einer Sollten nicht die an ihre Brust schlagen und Buße tun, die in un- Auseinandersetzung zwischen dem Schupobeamten und einem Mann, Ausgleich, den die schlechtbezahlten Handelshilfsarbeiter aller Grupermeßlichem Egoismus dem Bolt alle diese Dinge: Teuerung, der das Vorgehen mit blanfer affe als unnötig bezeich- pen bestimmt erwarten, Gehör schenken, troß der vereinbarten LohnBucher, Hunger und Not beschert haben, die großen Sünder? Man nete. Der Mann, dem jetzt Strafverfolgung wegen angeblichen merkt, man sieht nichts davon. Sie sind übermütiger und selbst Widerstandes angefündigt worden ist, bittet alle 3eugen des Vorgerechter denn je. Für das schaffende und für Lage und Stunden- falles, ihre Adreffen zu senden an Gustav Beyer, Charlottenburg, Lohn arbeitende Bolt ist der Bußtag aber ein Einbußetag, denn die Bismarckstr. 27. Auch die Zeugen, die ihm schon damals ihre Adressen christlichen Fabritherren denten nicht daran, für den Bußtag Lohn gaben, werden gebeten, das zu wiederholen, weil er die Notizen ver: zu zahlen, und so müssen die Arbeiter einen ganzen Tagelohn ein- loren hat. Alle Porto- und sonstigen Auslagen will er zurückbüßen. Inzwischen aber rüsten sich die Massen in dieser Riefen erstatten. stadt, um am tommenden Totensonntag auf ihre Art der Toten zu gedenken, jener Toten, die im Fron des Alltages dahinstarben und der zehn Millionen Toten des Weltkrieges. Aufklärung einer Millionenunterschlagung. Diebe, die fparfam gewirtschaftet haben. verträge. An die Arbeitgeber verbände wird man allerdings vergeblich appellieren. Wenn nun aber wirklich einmal ein Arbeit. geber angesichts der Notlage der Arbeiterschaft feines Betriebes außerstrafe bis zu einer Million Mart rüdsichtslos auferlegt. ordentliche Zulagen gewährt, wird ihm eine Konventional. Die Durchführung der Anweisungen der Arbeitgeberorganisationen durch die Arbeitgeber wird so durch Zwang noch besonders gesichert. Davon follten alle Arbeitnehmer Ternen. Nur durch Protestversammlung Fechenbach. Die vom Schugverband einmütiges Zusammenhallen im Deutschen Trans. Deutscher Schriftsteller( Ortsgruppe Berlin) anberaumte portarbeiter Berband fann die Arbeiterschaft des Han Bersammlung findet nunmehr Donnerstag den 23. November, belsgewerbes ihre Noltage lindern, annehmbare Lohnver18 Uhr im großen Sißungssaal des Herrenhauses, Leipziger hältnisse erzielen. Straße 3, statt. Das Referat hat der Verteidiger Fechenbachs, Justizrat Dr. Bernstein, München, übernommen. Karten ( unentgeltlich) werden im Bureau des Schutzverbandes, Schöneberger Ufer 25, von 10 bis 2 Uhr ausgegeben. Sport. Mit ausländischen Devisen im damaligen erte von über zwölf Millionen Mart durchgebrannt war, wie wir feinerzeit berichteten, Mitte September d. J. der bei den Banthaus Löwenherz in der Universitätsstraße angestellt gewesene Rassenbote Werner. Wie die Ermittlungen der Kriminalpolizei Rennen zu Mariendorf am Mittwoch, den 22. November. ergaben, hatte der ungetreue Bote die Untersch'agung von langer 1. Rennen. 1. Pontresina( Lichtenfeld), 2. Soffnung I( Przyrembl.), hand vorbereitet und mit seinem Bruder die Flucht er. 3. Dividende( Feifer). Toto: 35:10. Tlak: 13, 29, 13 de gener Tiefen: griffen. Den Kriminalfommissaren Dr. Götsch und Riese, die mit Maria( 4.) teine Wetten, Lumpi, Erich I, Manila I, Quaeder( bisqu.). 2. Rennen. 1. Sylvester( Raupper ir.), 2. Prekufa( Weidmüller). der Fahndung auf die Flüchtigen betraut waren, gelang es fest 3. Seidemann( Alb. Freund). Toto: 60:10. Blag: 24, 49, 23:10. Ferner zustellen, daß sich die Defraudanten nach Bad Wildungen lefen: Mars III( 4.), Nanette 1, Mariechen S., Bajazzo II, Turbinelius, Clär gewandt hatten. Auf ihre Benachrichtigung hin wurden dort beide en M., Biene III, Liese E., Abd. Silver, Glüdsdirndl, Marschall Hindenburg, Brüder gestern festgenommen und nach Berlin transportiert. In ihrem Besiz wurden noch einige Millionen Mart. Seiderofe B.( Lichtenfeld). Toto: 20:10. Blag: 13, 12:10. Ferner liefen: aus dem veruntreuten Gelde gefunden. Den recht erheblichen Rest aber hatten sie auf die hohe Kante" gelegt. Wie festgestellt wurde, hatten sie nämlich den größten Teil in einem Vorort von Berlin vergraben. Die Beamten sind nun mit den Berhafteten dorthin unterwegs, um den Schatz zu heben. Ein gewiffenhafter Droschkentutscher. Favorita 8. 3. Rennen. 1. Agi( Serm. Soleusner), 2. Sartstein( M. Ringius), Fridolin III( 4.), Tello, Suschabell. 4. Rennen. 1. Beta Girl( Großmann), 2.Manteuffel( Weidmüller), 3. Bessie Borin( ölemann). Toto: 35:10. Blag: 11, 10, 12:10. Ferner liefen: Brocade( 4.) disqu., Albatros, Jung Bergfried, Oroszlan( bisqu.). 8. Belfish( Fr. Teschte). Toto: 56:10. Blag: 17, 25, 27:10. Ferner liefen: 5. Rennen. 1. Baffander( D. Kleinau), 2. Deborah W.( D. Jürgens), Willkür( 4.), Firn, Brünhilde, Anton( als 8weiter disqu., 80 Proz. der Playmetten zurüd). 6. Rennen. 1. Stachtfalter( W. Lemzer), 2. Pr. Magowan( M. Ringius), 3. Ballontönig( Schröder). Toto: 15: 10. Blag: 14, 19, 98: 10. Ferner liefen: Johannisfeuer( 4.), Margot 1, Minz, Paula Bingen, Polly, Mattonig I, Baron Er verdient es in der Tat, der Mit- und Nachwelt erhalten worin. au bleiben der Name des moderen und ehrlichen Führers der 3. Peter I( M. Ringius). Toto: 103: 10. Blag: 21, 13, 16:10. Ferner liefen: 7. Sennen. 1. Baron Watts( E. Treuhers), 2. Gerard A.( F. Schmidt), Pferdebroschte Nr. 1842. Ein Herr mit einigem Gepäd ließ sich Ottomar( 4.) teine Betten, Picque( bisqu.), Rebzweig, Gudrun II, Flora nach dem Potsdamer Bahnhof fahren in der Pferdebroschke Bingen, Marschall Sindenburg, Allenstein, Fafner Woodli. Mr. 1842. Hier bezahlte er dem Kutscher die durch den Fahrpreis- s. Long Carl( E. Treuhers). Toto: 76: 10. 8. Rennen. 1. Gregor I( Raupper it.), 2. Wilhelmina( Alb. Freund), Blag: 19, 31, 14:10. Ferner anzeiger angezeigte Summe, multiplizierte mit 300 und die von dem tiefen: Falter( 4.), Weddigen, Frante I, 8eitgeist, Schlips, Amorette, Evelyne. Roffelenter verlangte Gebühr für das beförderte Gepäd. Dann entfernte er fich, um einen noch recht günstigen Play in seinem Buge zu erwischen, und ein Dienstmann schleppte das Gepäd ab. Als der Dienstmann bald banach zurüdfehrte, erfuhr der Führer ber Droschke Nr. 1842 von dem Dienstmann, daß er das Gewicht der Bereinigten Sozialdemokratischen Partei. des Bepäds überschäßt hatte. Er versuchte nun mit allen im Jugendheim Clfenftt. 8. Borinag von Dr. Berger: Die Berfaffung von Sungsozialisten, Gruppe Treptow. Heute Donnerstag, abends 7 Uhr, Mitteln den Fahrgast zu finden, und begab sich, als ihm das nicht Beimar. Groß- Berliner Partei- Nachrichten Es muß geschimpft werden. Wir berichteten furz über die Pariser Konferenz der Bau arbeiterorganisationen. Die Konferenz wurde auf Wunsch der französischen Bauarbeiterorganisation einberufen, um die Mittel und Wege zu finden, eine Ueberflutung Frankreichs durch fremde, von den französischen Unternehmern angeworbene Arbeiter zu ver hüten. Zu diesem Zweck beschloß die Konferenz ein internationales Ueberwachungsbureau für Ein- und Auswanderung zu errichten. erzählt ihren bedauernswerten Lefern, daß die Amsterdamer damit Die Rote Fahne" macht nun das Gegenteil daraus. Sie ben berüchtigten Plan Le Troques durchführen, deutsche Arbeitsfräfte in Frankreich unter Militärbewachung und für Markentlohnung im Intereffe der deutsch- französischen Wirtschaftsvereinigung der Stinnes und Konforten zu verwenden. Die deutschen Gewerf. Schaftsinstanzen, die vorgeben, die Stinnes- Politit im Innern zu befämpfen, find aktive Helfer, fie international durchzusetzen. Stinnes- Politit, Stinnes- Regierung und Amsterdam find Früchte derfelben Arbeitsgemeinschaft, die die erbittertste Feindin der Klaffenkampfpolitit und damit der Betriebsräte ist." So betreibt die Rote Fahne" die Aufkläärung der Arbeiter! Bom Verband sozialer Baubetriebe wird uns dazu noch mitgeteilt, daß sich seit Abschluß des Vertrages zwischen ihm und dem Arbeiter, Raufleute und Technifer bei ihm um Arbeit in NordAttionsfomitee für die zerstörten Gebiete Nordfrankreichs zahlreiche frankreich beworben haben. Der Verband sozialer Baubetriebe bittet uns, mitzuteilen, daß die Verhältnisse bis jetzt noch nicht bis zur Inangriffnahme praktischer Aufbauarbeiten gediehen find, da über die Durchführung des Bertrages im einzelnen zwischen dem Berband sozialer Baubetriebe und dem Aktionskomitee für die zerstörten Gebiete Nordfrankreichs noch Berhandlungen stattfinden. Sobald Arbeitskräfte für den Wiederaufbau felbft benötigt werden, wird dies der Verband sozialer Baubetriebe durch die Presse bekannt gewarnt werden. In jedem Falle wende man sich vorher an den geben. Auch vor Annahme von Arbeit für Nordfrankreich mus Deutschen Bauarbeiterverband um Auskunft. Das Elend der Hausgehilfen. Auf den Artikel, dem wir unter vorstehendem Titel Raum gegeben haben, find uns verschiedene Zuschriften von Hausfrauen zugegangen, die sich mehr oder minder scharf gegen einzelne Behaup tungen der veröffentlichten Zuschrift wenden. Allgemein wird beftritten, daß die Entlohnung eine so niedrige sei, wie in dem Artikel angegeben ist. Der Lohn eines Mädchens für alles betrage 1000 bis 1500 m. monatlich; nur Anfängerinnen hätten weniger. Die Einsenderinnen mögen in diesem Punkte recht haben. Sie ü ersehen dabei jedoch, daß auch dieser Lohn nicht zur Wiederbeschaf. fung der Kleider ausreicht, geschweige denn zur Rücklage von Er. [ parniffen, sei es auch nur in Anschaffung von Wäsche für die Ausfteuer. In einer Zuschrift, der wir gern teilweise Raum geben, heißt es u. a.: Das beste wäre es, einen Ausschuß von Hausfrauen und auch Hausgehilfen zu bildin und dann in Sizungen, die vielleicht alle tonat einmal stattfinden müßten, alle Fragen ruhig und fachlich zu besprechen ohne gegenseitige Kräntungen. Dem ReBel Nieren-, Blasenund Frauenlelden, Harnsäure, Eiweiß, Zucker. 1921- 15000 Badegäste Theater, Lichtspiele usw. 6pernhaus 7 Uhr: Oberon Volksbühne 112 Uhr Die Lüge Schauspielhaus Lessing- Th. Peer Gynt Heute bis Sonnt. 7 7 Uhr Der Biberpelz 7: fultat dieser Besprechungen müßten sich natürlich Gehilfen wie| im Gegenteil ihre Refolutionen abgelehnt und gegenteilig lautende Hausfrauen unterstellen. Nur wenn beide Teile ohne Gehäffig- Entschließungen angenommen wurden, gingen die Kommunisten im feiten miteinander arbeiten, wird auch diese Hausgehilfenfrage Betrieb mit Liſten hausieren, die folgendes besagten: endlich mal zur Zufriedenheit geregelt werden. Solange gegeneinander gearbeitet wird und jede Bartei nur die schlechten Seiten Reichsbetriebsrätetongreß zusammentreten. Ihm fällt die Aufgabe Am 23. November soll der vom 15er Ausschuß einberufene der anderen sieht, wird fein Frieden werden. Die Zeiten find fo zu, Mittel und Wege zu finden, die das Los der Arbeiterschaft erschwer, daß es ein Unrecht ist, zu heben. leichtern. Diese Aufgabe fann aber nur gelöst werden, wenn die gesamte Arbeiterschaft des Reiches hinter diesem Kongreß steht. Die Betriebsräte der Apparatefabrif, die die Notwendigkeit der Einfehlen Euch als Delegierte( folgten die Namen). Bekundet durch berufung eines Reichsbetriebsrätetongreffes eingesehen haben, emp Einzeichnung in diese Liste Eure Zustimmung für diese Kollegen. So wurde gewählt". In Wirklichkeit ist der angebliche Be triebsrätefongreß nur ein Rongreß der KPD. Es ist zweifellos bei unserer rasenden Geldentwertung das mindeste, daß allmonatlich eine Neuregelung der Löhne stattfindet. In Gewerbe, Handel und Industrie findet immer mehr bereits alle 14 Tage eine Neuregelung der Löhne statt. Nicht wir, die unerträglich gewordenen Zustände wirten verhehend. Ein Beispiel von vielen. Man schreibt uns: Wie die Delegierten nach dem Reichsbetriebsrätekongreß gewählt werden, dafür hier ein fleines Beispiel. Nachdem in zwei stattgefundenen Betriebsversammlungen der sh. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Berantwortlich für den redatt. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: NEGAf. II, Gerichtstraße, die KPD. nicht auf ihre Rechnung tamen, Borwärts- Buchdruderei u. Berlagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin, Lindenstr. 3 Wildunger Helenenquelle URANIA Taubenstr., 8 Uhr 81.4. deutschen BalErnstes u.Heiteres lade. KI. aal, 52 Uhr: Stahlgl. u. Bronzesiatuen. Invalidenstr., 8 Uhr Die MarkBrandenburg.- Ki Saal 8 Uhr: Reiher, Storch, Nestflücht. Folies Caprice Uhr Deutsch. Theat. Montag 7. Faust Meyersteins Beat. Künstler- Th. Liebesnacht Ta Uhr: König Richard II. ( Alexander Moissi) Heute b. sonnt. 7 Kammerspiele 8 Uhr: Timotheus in flagranti usw. mit Käthe Dorsch in Siegfr. Berisch Liebelei. Die Lore Montag 7% Uhr Theat.a.Rottbus.Tor Madame Sans- Gene Moritzplatz 16077 jeden Abend 72 U. und Sonntag nachm 3 Uhr Gr.Schauspielh. Theater i. d. The Uhr Luther Königgrätz. Str. ( Karlstraße) ( die Nachtigail v. Wittenberg) Central- Theater 7% Uhr: Die Zeit wird kommen Deutsch. Opernhaus U.: Jüdin V.Toledo Fr.: Wand. Gesch. Kreisler Sonnab. z. 1. Male: Der prachtvolle Hahnrei Tragische Posse von Crommelynck U: Parsifal Maria Orska, Otto Gebühr. 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