Nr.571 39.Jahrgang Ausgabe A nr. 282 Bezugspreis: Für den Monat Dezember 750,- 2., noraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Gaar- und Memelgebiet fowie Desterreich und Luremburg 900,- M., für das übrige Ausland 1280,-., Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Estland, Finnland, Frant reich, Holland, Lettland, Luxemburg, Defterreich, Schweden, Schweiz, Tschechoslowatei und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntags. beilage Bolt und 8eit", der Unterhaltungsbeilage..Heimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin" Sonntags- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 30 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillegeile toftet 160,-. Reklamezeile 800,-. ,, Aleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 45, M.( zulässig amet fettgedruckte Morte), jedes weitere Work 35, M. Stellengesuche und SchlafStellenanzeigen das erste Wort 25, M., jedes weitere Wort 20,-. Worte ber 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten 8eile 50,- M. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 4% Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW.68, Lindenstraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr frith bis 5 Uhr nachm, Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutfchlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Dönhoff 292–295 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Sonntag, den 3. Dezember 1922 Der Streit um Deutschlands Leistungen Amtliche Antwort an Havas. der Post und bei anderen Reichsverwaltungen. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., GW 68, Lindenstr. 3 Postichedkonto: Berlin 375 36- Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depofitenkasse Lindenstraße 3 Das teure Brot. Berliner Markenbrot 286 Mark! Ferner ist in der von der Reparationstommiffion genannten Kraft. Gleichzeitig mit ihr findet eine erhebliche Erhöhung zahl von 6,9 Milliarden Goldmart das im Ausland Mit dem morgigen Tage tritt die gewaltige Erhöhung des Brotpreises auf 286 Mt. für ein Markenbrot in Berlin in BTB. fchreibt: 3u der Ermiberung der Agence Havas vom der Abgabepreise der Reichsgetreidestelle 27. Nov. auf die Richtigstellung vom 19. Nov. erfahren wir von zu für das von ihr zur Markenbrotversorgung gelieferte Getreide ftändiger Seite folgendes: Die Richtigstellung hatte nicht bestritten, daß liquidierte deutsche Privateigentum vollständig unberücksichtigt. die Zahl der Reichsbeamten nach dem Kriege gegenüber 1913 aus ver. Dieser Wert beträgt 11,7 Milliarden Goldmart, und zwar nach und Mehl statt. Diese Abgabepreise, auf denen sich der Brotfchiedenen Gründen zugenomemn hat. Es kommt aber darauf an, baß in der Zwischenzeit eine starte Berringerung stattgefunden Abzug der Schulden. Im übrigen sind die bisherigen deutschen preis aufbaut, werden auf das dreifache erhöht, so daß hat. Das läßt Havas unbeachtet. So find z. B. allein bei der Zahlungen im Clearing- Berfahren von über 500 millionen Gold- die Tonne Roggen, der von den Gemeinden gekauft wird, auf Reichsbahn die Beamten und Angestellten von 1121 745 im Jahre mark in den 41 Milliarden Goldmark noch nicht mit enthalten. 90 000 m., der Doppelzentner Roggenmehl 13 000 m. tosten 1919 auf gegenwärtig 1032 166 zurückgegangen, und sie werden auch andere große Posten, wie das Reichs- und Staatseigentum wird. Daß die Brotpreiserhöhung notwendig werden würde, 1923 auf 972 015 herabgefeht werden. Das ist also eine Berringe- in den abgetretenen Gebieten, die abgetretenen Ansprüche rung um 149 730 allein bei der Reichsbahn, obwohl die Ver- an die ehemaligen Berbündeten Deutschlands, die Saar haben wir bereits befont, als der Reichstag sich anschickte, gegen fehrsleistung zugenommen hat. Aehnlich liegen die Verhältnisse bei gruben, die Rücklaßgüter, der Eisenbahnfahrzeugparf in ben den Willen der Sozialdemokratie die inzwischen erfolgte Erabgetretenen Gebieten usw. sind überhaupt nicht oder zum Teil höhung des Preises für Umlagegetreide auf das Die Havas- Ausführungen über die Bermehrung der preußi. gutgebracht worden. Die Zahlen über die geringe Rentabilität der deut Bierfache zu beschließen. Inzwischen hat sich die Lage noch fchen Beamten ändern an der Tatsache nichts, daß die Vermehrung Die verschärft. Mit dem Sturz der Mart hatte sich das der Reichs beamten wesentlich durch die Webernahme der Landes- schen Industrie hat Havas mißverständlich verwertet. beamten aus der Eisenbahn- und Finanzverwaltung der Länder Durchschnittsdividende für die an der Berliner Börse notierten Auslandsgetreide und das freie Getreide am Inlandmarkt bebeamten aus der Eisenbahn- und Finanzverwaltung der Länder Affienwerte war nach Ende August d. 3. mit 20,38 Proz. in deutend verteuert. Die Folge dieser Umstände, die noch durch bewirkt worden ist. Die Bern ehrung der preußischen Beamten gegenüber dem 1. April 1914, die von Havas auf rund 80 275 be- Papiermart, die Durchschnittsrente des in diesen Aktienwerten an- den Lieferstreit der Agrarier wesentlich verschlimmert wurde, ziffert wird, beruht zum entscheidenden Teil auf den 61 574 Schuß gelegten Rapitals mit 1,85 Pro3. genannt worden. Diese 1,85 Pro3. ist jetzt die Berteuerung des Brotes. Sie fällt in eine Zeit polizeibeamten, die vor dem Kriege hier nicht eingerechnet stellen also nicht die Dividende in Goldmart bar, sondern nur allgemeiner industrieller Preiserhöhungen, deren Wirkungen polizeibeamten, die vor dem Kriege hier nicht eingerechnet die Papiermark- Berzinsung des Attienkapitals, gemeffen an sich in einer katastrophalen Lähmung der Kaufkraft des geBezüge Die erhöhten laufenden dem derzeitgen Kurswert, während die 20,38 Proz. sich auf den Einnahmen gebedt und aud alle durch die Leuerung Nennwert des Aktienkapitals beziehen. In Goldmart aus- famten Volkes zeigen. famten Boltes zeigen. Es ist daher begreiflich, wenn das start vermehrten Sach ausgaben der allgemeinen Reichsverwaltung. gebrüdt, ist die Dividende natürlich viel niedriger. Die 20,38 Proz. Reichs ernährungsministerium selbst den EntDer Steuerabzug erfaßt auch einen erheblichen Prozentsatz von in Papiermart entsprechen nach dem Stande der Wechselkurse Ende schluß des Reichskabinetts zur Erhöhung der Abgabepreise für höheren und höchsten Einkommen. August d. J. einer Dividende von nur 5 Goldpfennig, d. h. Getreide und Mehl eingehend begründet. In diesen Erläuteauf 100 Mart eingezahltes Kapital wurden zu diesem Zeitpunkt rungen heißt es: nur 5 Goldpfennig Dividende erzielt. Bei der inzwischen weiter fortgeschritenen Entwertung der Mort ergeben die entsprechenden Ziffern für Ende Oktober d. 3. nur noch eine Dividende von 2,1 Gold pfennig für 100 Mart Aftientapital, waren. Der große Unterschied, der bei der werden aus 3 Bewertung der bisherigen deutschen Ceistungen zwischen den Aufstellungen der Reparationskommiffion und den heutschen Aufstellungen besteht, ist z. T. darauf zurückzuführen, daß Leistungen, die Deutschland unbestreitbar gemacht hat, überhaupt nicht auf Reparationstonto gutgeschrieben werden; 3. T. darauf, daß die Reparationskommission mit der Gutschrift von Leistungen Was man der Reparation entzieht. im Rückstande ist; z. T. darauf, daß sie Wertberechnungen zu grunde gelegt hat, die viel zu niedrig sind und die Deutschland nicht als richtig anerfennt. Die Reparationstommiffion hat auch in der Einleitung zu der offiziellen Broschüre, der Havas die Zahl von 6 957 567 000 Goldmart entnimmt, zugegeben, daß ein großer Teil der Zahlen noch durchaus provisorisch sei und daß die Reparationsfommiffion felbft ihnen teinen anderen Wert als den einer einfachen Schäzung beilegt". Demgegenüber liegen den deutschen Weriberechnungen genaue Bewertungsmethoden zugrunde. Go beträgt 3. B. der Wert der abgelieferten Handelsflotte das Bielfache der gutgeschriebenen 659 867 000 Goldmart. Dieser Betrag ist anscheinend nur deshalb festgesetzt worden, weil bei der Bersteigerung der Schiffe nicht mehr erzielt worden ist. Deutschland hat aus seinem Boltspermögen tatsächlich das Bielfache der Schähungen der Reparationsfommiffion geleiftet. Benn infolge einer ungünstigen Berwertung und Konjunktur bie Gläubigerländer nur einen Bruchieil des wirklichen Bertes erlangt haben, so fann dieser Berlust nicht Deutschland zur Last fallen. Bayern und die Strafnote. Jeder Arbeit ihren Lohn! Die Ende Oktober eingetretene Iezte Erhöhung der Abgabepreise der Reichsgetreidestelle hatte die beabsichtigte finanzielle Erleichterung der Reichsgetreideftelle nicht gebracht, weil die fort schreitende Martverschlechterung, die auch im November anhielt, außerordentlich hohe Aufwendungen für das zum Martenbrot benötigte Getreide verursachte. Bei Beibehaltung der augenblidDie Botschafterkonferenz der Ententemächte in Paris bat be- lichen Abgabepreise würde sich deshalb am Ende des Wirtschaftsschloffen, mit Rückwirkung auf den 1. Oktober die von Deutsch- jahres ein sehr großer Berlust der Reichsgetreidestelle land zu zahlenden Bezüge des Personals der Ententemilitär- ergeben haben. Die Gestehungskosten des von der Reichsgetreidetontrolle zu verdreifachen. Es erhalten somit seit 1. Oftober, stelle abgegebenen Getreides und Mehls setzten sich etwa zur Hälfte neben ihren Heimatgehältern in Ententevaluta, in Mart monatlich: aus den Kosten für Auslandsgetreide und denen für Umlagegetreide 1. der vorsitzende General 2. sonstige Generäle in der Stellung eines Abteilungscheis 3. sonstige Obersten und Oberstleutnants, sowie Majore in der Stellung eines Abteilungschefs. 4. sonstige Majore 5. Hauptleute und Leutnants 6. Unteroffiziere. 7. Gemeine zusammen. Während die durchschnittlichen Preise für Auslandsgetreide im September zur Zeit der Vorbereitung der Ende 678 275 Oftober eingetretenen Herauffeßung der Abgabepreise noch rund 53 000 M. für Roggen, 68 000 M. für Weizen betrugen, waren sie 491 625 im Ottober auf 122 000 und 156 000 m. gestiegen und beliefen sich 442 575 im Durchschnitt der ersten 3% Wochen des November auf 224 000 417 825 Mart für Roggen und 305 000. für Weizen. Für Weizen 227 250 mußte im November zeitweilig über 400 000 m. bezahlt werden. Neben diefer außerordentlichen Steigerung spielt die Erhöhung des Preises für das Umlagegetreide, die Ende Oktober festgesetzt worden ist, eine nebensächliche Rolfe. Die bisherigen Abgabepreise der Reichsgetreidestelle fonnten daher nicht aufrechterhalten werden; es mußte vielmehr eine Berdreifachung zu Anfang Dezember vorgenommen werden, die vom Reichskabinett in der Sigung vom 9. November beschlossen worden ist. 187 700 auch in Diese Zahlen sind geradezu aufreizend. Sie werden den Arbeiterquartieren verstanden werden, wo von nationalistischer Verhegung feine Rede ist. Die Londoner Konferenz. Ein zutreffendes Bild über das Ausmaß der erfolgten Preiserhöhung gewinnt man nur, wenn man die dadurch bedingte Steigerung mit der Preisbildung bei anderen Produkten und mit der Steigerung wichtiger Inderzahlen, insbesondere mit der des Großhandelsinder vergleicht. Gegen die Borkriegs. zeit stellen die neuen Abgabepreise der Reichsgetreidestelle eine Erhöhung beim Weizen um das 483fache, beim Roggen um das behörden sogleich eingehend untersucht. Dabei wurde festgestellt, Condon, 2. Dezember.( EB.) Die Ankunft Poincarés in 548fache dar. Demgegenüber sind im November die Getreidepreise baß den Polizeibehörden teinerlei Schuld beizu- London dürfte am nächsten Freitag erfolgen. Für England wird am freien Inlandsmartt auf das 1247fache bei Weizen, messen ist; schon deswegen nicht, weil sie über das Eintreffen der Schahminister Baldwin an der Besprechung teilnahmen. Laut das 1364fache bei Roggen gestiegen. Für Auslandsweizen beträgt verbandsstaatlichen Kommission nicht orientiert waren und daher Daily Telegraph" werden wahrscheinlich außer Poincarés Bor- die Steigerung fogar das 1824fache, für Auslandsroggen das rechtzeitig polizeiliche Maßnahmen nicht treffen konnten. Die staats- schlägen ein belgisches Projekt über eine internationale Anleihe 2209fache. Gegenüber der Erhöhung der Abgabepreise der Reichsanwaltliche Untersuchung gegen die Täter ist noch im Gange. und ein italienischer Vorschlag über eine Revision der in Spa feft- getreidestelle beläuft sich die der Preise für Inlandsgetreide auf Die Städte Passau und Ingolstadt richteten an die hiesige Kon- gesetzten Berteilung der Reparationszahlungen vorgebracht mehr als das Doppelte, des Auslandsgetreides auf weit mehr als bas Dreifache. Der Großhandelsinder stand schon im Oktober auf trollkommission wegen der Vorkommnisse besondere Entschul- werden. digungsschreiben. Darüber hinaus war es der Regierung 56 600, also höher als der erst zu Anfang Dezember eintretende auf Grund der Sachlage jedoch nicht möglich, die von der InterSteigerungssatz für die Abgabepreise der Reichsgetreidestelle. Für alliierten Militärfontrollfommission noch weiterhin verlangten Straf den November liegen die endgültigen Zahlen für den Großhandelsinder naturgemäß noch nicht vor. Nach den fortlaufenden Ermaßnahmen( Bersetzung der verantwortlichen Polizeichefs) vorzu1. Die englische Regierung ist der Ansicht, daß Deutschland Re- mittelungen an Stichtagen erreichte der Großhandelsinder bereits parationen zahlen muß und wird nicht auf ihren Teil verzichten. in den ersten Tagen des November fast das 1000fache der BerTrotzdem machen nun die Verbandsstaaten die örtlichen Polizei. 2. Die englische Regierung will nicht auf ihre Forderungen an die friegszeit und betrug Mitte November fast das 1000fache der Borbehörden feierlich verantwortlich, verlangen von ihnen sowie von anderen Alliierten verzichten, folange sie verpflichtet ist, mehr als das Doppeite der zu Anfang Dezember eintretenden Er( außerordentlich hohe Geldbußen und Strafrersegungen) und stellen Diefe Bolitit, so meinte der" Temps", ist nicht allzu verschieden von höhung der Abgabepreise der Reichsgetreidestelle. Die Steigerungsbei Nichterfüllung bis zum 10. Dezember scharffte Sanktionen in der Belitit, die in der Note Balfours ausgedrückt ist; aber vielleicht fähe der Abgabepreise sind daher als sehr mäßig zu bezeichnen. wird fie auf verföhnliche Weise durchgeführt werden. Der Temps" Gleichwohl schließt die Erhöhung eine sehr erhebliche MehrAussicht. ertiärt, Frankreich verstehe die Haltung des Rabinetts Bonar Law. belastung der Verbraucherschaft in sich. Doch ist zu Das Verhalten der Bevölkerung, ihre zunehmende Ent- Wenn sich bei den Verhandlungen in London die Lage ändere, würde berücksichtigen, daß das Martenbrot nur einen verhältnismäßig gerüstung über die bauernde bemütigende Kontrolle die Aussprache der Alliierten bescheidenere aber realere ringen Anteil an der Lebenshaltung ausmacht. In Berlin entfielen ist für jeden national empfindenden Deutschen verständlich; dennoch Ziele haben müssen. Deutschland werde den Verfallstag am im Oftober auf das Markenbrot nur 4,6 Proz. der Kosten der verlangt das Gebot der Stunde fluge zurückhaltung und Beherr- 15. Januar nicht einhalten. Die Alliierten werden infolgedessen Lebenshaltung. Das kann als Durchschnitt betrachtet werden. fchung der inneren Gefühle. Es muß den Werbertsstaaten auch Deutschland ein provisorisches Moretorium gewähren müssen. Schließlich darf man nicht außer acht laffen, daß auch der erhöhte Frankreich finne biefem Moratorium nur zustimmen, wenn 05 München, 2. Dezember.( WTB.) Zu den Borkommnissen in Condon, 2. Dezember.( WTB.) Der englische Botschafter in Bassau und Ingolstadt wird amtlich gemeldet: Gelegentlich von Berlin, Lord d'a bernen, ist heute hier eingetroffen. Er suchte Rontrollen der hiesigen verbandsstaatlichen Distriktstommiffion find sofort das Auswärtige Amt auf, wo, wie verlautet, die Lage der am 24. Oftober in Passau und am 22. Movember in Ingolstadt, Reparationsfrage durchgesprochen wurde. Mitglieder dieser Kommission von Teilen der Bevölkerung schwer Mussolini wird, laut Tribuna", am 6. Dezember nach beleidigt und teilweise auch mit Steinen beworfen London abreisen und in Mailand und Paris turzen Aufenthalt worden. Diese Bortommnisse wurden von den zuständigen Staats- nehmen. nehmen. Paris, 2. Dezember.( Eca.) Die hiesige Presse nimmt die Erflärungen Bonar Laws im Unterhaus mit großer 3ufrieden. heit auf. Der Temps" zieht im Leitartikel aus den Erklärungen Bonar Laws nachstehende Folgerungen: der Schein eines Rechts genommen werben, uns immer wieder fänder in die Hand bekommt. Frankreich werde verziehen, daß Brotpreis immer noch eine wesentliche Berbilligung gegen den Wegen der Fälle in Passau und Ingolstadt ist die bayerische Regierung mit der Reichsregierung in Verbindung getreten. diese Pfänder von den Alltierten gemeinsam ergriffen und aus- Preis für das freie Brot. in fich schließt. Der Preis für das 1900gebeutet werden. Es handelt sich darum, diese gemeinsame Attion Gramm- Brot wird auch nach seiner Erhöhung Anfang Dezember porzubereiten und zu organisieren. i noch geringer fein, als der jeßige Preis für nur 1000 Gramm freies Brot. Ungerechnet der von den Bäckern bereits angekündigten Er-| Kundgebungen der letzten Zeit, mit dieser Regierung ihre Schüffe abgefeuert habe, weiß ich nicht mehr. Einen Fluchtversuch höhung des Preises für das freie Brot wird also das Markenbrot Forderungen leichter durchsetzen zu fönnen als mit einem aber hat auch koppjiefer nicht unternommen." Es folgt dann die übliche Geschichte über die Aufsetzung um weit mehr als die Hälfte im Preise niedriger Ministerium, in dem Sozialdemokraten vertreten waren. Die stehen als das freie Brot. Die Steigerung der Preise für Regierung wird beweisen müssen, daß sie diesen Einflüssen eines fingierten Protokolls, wonach die beiden Arbeiter das Markenbrot, so fühlbar sie an sich auch für die Bevölkerung nicht erliegt, oder sie wird trotz aller Beschwichtigungsversuche auf der Fluch t" erschossen worden seien. Dieses Protokoll hat ist, ist eine unvermeidliche Folge der allgemeinen Berschärfung der die Arbeiterschaft zwingen, ihr den schärfsten Kampf der Angeflagte am nächsten Tage unterschrieben. Teuerung, also der Markentwertung, und ist in den möglichen anzusagen. niedrigen Grenzen gehalten worden. = Sparsamkeit im Parlament. Der Angeklagte Hoppe leugnet, daß er den Befehl zum Er schießen gegeben habe, die Bevölkerung sei sehr erregt gewesen und habe sie ,, Noste" und ,, Bluthunde" geschimpft. Ein Bataillonsadjutant, Diese Darstellung mag im allgemeinen zutreffen. Nur der als Zeuge vernommen wird ,,, weiß von nichts". Der Gemeindeist es auffallend, mit welcher Vorsicht man über die Tatsache Der Staatsminister a. D. und M. d. L. Dominicus vorsteher Ulrich aus Wörmlig hat auf Befehl des Leutnants die hinweggeht, daß die außerordentlich schlechte Abliefe verbreitet sich unter dieser Ueberschrift in der„ Frankfurter Wohnungen zeigen müffen. Die beiden Erschossenen ſeien äußerst rung des Brotgetreides eine erhöhte Einfuhr von Auslandsgetreide und bedeutend vermehrter Antäufe von In- Zeitung" über mögliche und notwendige Ersparnisse in den ruhige Leute gewesen. Hoppe habe ausgesehen, als ob er alles habe landsgetreide gemacht hat. Die Behutsamkeit, mit der hier deutschen Einzellandtagen im allgemeinen und im Preußischen niederschießen wollen. Die Mutter des einen erschossenen Arbeiters die Agrarier angefaßt werden, paßt ausgezeichnet zu dem Landtag im befonderen. Dominicus schlägt vor, die Zahl der befundet: ,, Als sie dann mit ihrem Mann dem Leutnant Hoppe auf den sonstigen Auftreten des für diese Frage verantwortlichen Abgeordneten im Preußischen Landtag auf die Hälfte zu redu= Staatssekretärs Heinrici, der eher der Regierung die zieren. Ein Vorschlag, über den sich durchaus reden ließe. Kinien beteuert habe, ihr Sohn fei unschuldig, er habe mehrere Tage Schuld an dem Versagen der Umlage in die Schuhe schiebt, als Wir möchten nur Herrn Dominicus um eines fragen. Warum frant im Beit gelegen, habe Hoppe ihr erneut das Gewehr auf die daß er es wagt, den Agrariern die Wahrheit zu sagen. Durch greift er nicht zum nächsten und fordert die Beseitigung des Bruff gesetzt und geichrien:" Halten Sie Ihre Schnauze!" Ihren daß er es wagt, den Agrariern die Wahrheit zu sagen. Durch Staatsrats. Der Staatsrat dient nach dem Ausspruch Sohn habe er dann immer angeschrien:„ Sagen Sie ja, daß Sie die Erhöhung der Abgabepreise der Reichsgetreidestelle wird des früheren Ministerpräsidenten Stegerwald mur dazu, Der Bater des Ermordeten sagt aus, daß Hoppe zweimal in die Spanne zwischen dem Umlagepreis und dem Abgabepreis die Geschäfte in Preußen zu stören und hinzuschlep: seiner Wohnung gewesen ist. Das erftemal um 6 Uhr, um nach wieder außerordentlich groß. Das Umlagegetreide kostet nur rund 30 000 M. die Tonne, während der Abgabepreis der RG. pen. Wenn Dominicus insbesondere darauf hinweist, daß Waffen zu suchen und das zweitemal gegen 7 Uhr, wo er mit seinen das Dreifache und mehr beträgt. Es ist mit Bestimmtheit anzu- der Preußische Landtag im November seine 3 eit mit herzlich beiden Söhnen verhaftet worden sei. Wie ein wilder Indianer habe belanglosen Interpellationen, Anfragen und Anträgen verfich Hoppe auf sie gestürzt. nehmen, daß die Agrarier nach ihrer bekannten Methode tröbelt, so vergißt er zu erwähnen, daß die wichtigſten Ein Teil der folgenden Zeugen bestätigt diese Vorgänge und die sich diesen Breisunterschied zunuze machen werden, um jetzt Gefeßentwürfe, wir erinnern nur an die neue Gemeinde Mißhandlungen an den Berhafteten und sagt übereinstimmend aus, auch bedeutende Erhöhung des limlagegetreides zu fordern, ordnung, nicht zur Beratung und Berabschiedung im daß die Wörmliger Bevölkerung die Soldaten nicht bedroht und die nun wieder zu weiteren Erhöhungen des Brotpreises Preußischen Landtag kommen können, weil der Staatsrat sich beschimpft hätte. Kameraden des Gefreiten Pohl sagen übereinstimmend aus, führen. Das ist um so mehr zu erwarten, als bereits in den monatelang mit ihnen beschäftigt. nächsten Tagen Besprechungen über die neue Festsetzung daß Pohl ihnen furz nach den Mordtaten mitgeteilt habe, daß er des Umlagepreises stattfinden. die beiden Erschießungen auf Befehl von Leutnant Hoppe ausge führt habe. Ehrhardts Gesellen. Arbeiter als Opfer der Kapptage. = Im übrigen wird niemand leugnen können, daß eine Einschränkung des parlamentarischen Betriebes dem An Das Furchtbare an dieser Neufestsetzung des Brotpreises fehen des Barlamentarismus nurförderlich sein würde. ist ja nicht die Tatsache, daß nun das Brot den 500fachen Daß die zahllosen Einzellandtage nicht haben beseitigt werden Friedenspreis übersteigt. Wir haben oft genug darauf hin- fönnen, ist ja freilich die Folge der allgemeinen politischen gewiesen, daß man nicht die Preise einzelner Nahrungs- Entwicklung, die die Bildung eines großzügig aufgebauten mittel dauernd fünstlich niedrig halten kann, wenn alle übrigen Einheitsstaates nicht hat zustande fommen lassen. Trotz allePreise steigen. Viel niederschmetternder aber ist, daß diese dem kann man mit Fug und Recht von manchen Parlamenten neuerliche Brotpreiserhöhung ja nur die bisherige fagen: Etwas weniger wäre manchmal mehr. Steigerung der Getreidepreise und zwar sowohl des Umlagegetreides wie des am freien Markt im Ausland gekauften Brotgetreides ausgleicht und daß tatsächlich die Teuerung weiter unaufhaltsam fortschreitet. Die heute festgesetzten Bor dem Halleschen Schwurgericht findet gegenwärtig die BerPreise werden bereits morgen, wenn die Berteuerung des Brotes zu einer Verteuerung der meisten übrigen Waren ge- handlung wegen der Ermordung der beiden Maurer Otto Gölice führt hat, wieder überholt sein. Und so überschlägt sich die und Otto Koppsieter, die während des Kapp- Butsches am Teuerungswelle fortgesetzt, ohne daß die Löhne auch nur an- 24. März 1920 frühmorgens auf Grund von Denunziationen aus nähernd mit ihr Schritt halten fönnen, nachdem alle die- den Betten geholt und erschossen wurden. jenigen, die ihr Einkommen auch nicht annähernd der Geldentwertung anpassen fonnten, also Kleinrentner, Invaliden und selbst ehemalige Papiermartmillionäre, die sich am Tanz um die Baluta nicht beteiligt haben, bereits ins Elend gesunken sind. Um so mehr wird man verhindern müssen, daß neuerliche Herauffegungen des Breifes für Umlagegetreide er folgen, ehe die Lieferpflicht für das erste Drittel erfüllt ist. In keinem Falle geht es an, der fortschreitenden Teuerung tatenlos zuzusehen. Man muß eine Stabilisierung der Preise in dem engen Rahmen des Möglichen um so mehr anstreben, als man ja doch auch in der jetzigen Regierung mit der Möglichkeit einer Stügungsaktion für die Mart früher oder später rechnet. Dann aber muß man unter allen Umständen verhüten, daß sämtliche Preise sich den Weltmarktpreisen an: passen. Je mehr das erfolgt, um so schärfer wird die Krise sein, die mit der Stabilisierung der Mark am gesamten Warenmarkt, auch für die Landwirtschaft zu erwarten ist. Deshalb muß auch die Landwirtschaft jetzt ihren Teil dazu beitragen, die weitere Verteuerung des Brotes anzuhalten, zumal sie den größten Teil ihres Getreides auf dem freien Markt zu Weltmarktpreisen verwerten fann. Von dem gegenwärtigen Kabinett der Fachminister ist Trellich auf diesem Gebiete nicht viel zu erwarten. Bis jetzt teht es der rasenden Teuerung abwartend gegenüber. In dustrie, Landwirtschaft und Handel glauben das zeigen die Die Sache mit der Braut. Bon Tobias Pemberlein. Lieber Erich Käse! Sei mir nicht böse, daß ich die Sache mit deiner Braut hier erzähle; sie gehört doch nun mal zu all dem, was wir gemeinsam erlebt haben. Und da du schon sowieso der Nachwelt angehörst imd wir dieser Nachwelt gegenüber die Verpflichtung der Offenheit haben, können wir ihr die Sache mit der Braut nicht vor: enthalten. Du brauchst dich ja deines edlen männlichen Herzens nicht zu schämen, und was deine Phantasie anlangt, hast du eben eine doppelte Portion mit auf den Weg bekommen, was immer noch besser ist als ein Holzbein. Außerdem bin ich doch an der ganzen Geschichte schuld und du warst nur das Opfer; sammle also glühenden Hausbrand auf meine Glaze und tröste dich damit, daß dir ja schließlich nichts anderes übrig bleibt. Der Tat befchuldigt sind der Gefreite Pohl und der Zeitfrei willige Leutnant Hoppe aus Merseburg. Die Bernehmung des Angeklagten Pohl und einer Reihe von Zeugen am ersten Verhandlungstage gibt ein graufiges Bild von der Roh beit, mit der die beiden Arbeiter ermordet worden sind. Der Angeflagte Bohl befundet: ,, Am Morgan des 24. März bin ich plößlich zum Leutnant Hoppe gerufen worden, der mir den nur mit Hoje und Hemd bekleideten Maurer Gölide mit der Weifung übergab, diefen Mann sofort zu erschießen, da er sich schwer vergangen habe. Durch eine Armbewegung und durch Blide hat der Leutnant gleichzeitig die Richtung angegeben, wohin ich mit Gölide gehen follte. Der Beutnant Hoppe hat dann noch dem Reichswehrsoldat Piller den Befehl gegeben, mit mir zu gehen. Wir sind dann durch die Saalestraße nach dem Ausgang des Dorfes gegangen. Etwa 100 meter hinter dem Dorfe habe ich den mit hochgehobenon Händen vor uns hergehenden Gölide mit meinem Karabiner von hinten niedergeschossen. Einen Fluchtverfuch hat Gölide nicht unternommen. Ich habe ihn erfchoffen, weil ich den Befehl von Leutnant Hoppe bekommen habe." Der Angeklagte schildert dann weiter, wie auch der Arbeiter Koppsieker vom Leutnant Hoppe ihm zur Erschießung übergeben worden sei: geschossen haben!" Der Wahnsinn der Teuerung. Verdoppelung des Existenzminimums im November. Ueber die Teuerung im November 1922 wird mitgeteilt: Nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamts ist die Reichsindegziffer für die Lebenshaltungskosten( Ernährung, Heizung, Beleuchtung, Wohnung und Bekleidung) von 22 066 im Oftober auf 44 610 im Durchschnitt des Monats, mithin um 102,2 v. H. geffiegen. Die Inderziffer ohne die Bekleidungsausgaben, die im Oftober 19 504 betrug, hat sich auf 40 047 erhöht; die Steigerung beträgt 105,3 v. 5. Die Inderziffer für die Bekleidungskosten allein ift um 91,8 D. 5. auf 74 162, die für die Ernährungsausgaben um 106,5 v. 5. auf 54 982 geftiegen. Also Verdoppelung der Preise auf der ganzen Linie! Und trotzdem ist das Ausmaß der Teuerung bedeutend größer, als die amtlichen Ziffern anzeigen. Seit dem Abschluß der Berechnungen des Statistischen Reichsamts sind die Kohlenpreise erneut erhöht worden, was die verarbeitende Industrie zum Anlaß neuer Herauffezungen ihrer Preise nahm; mit dem morgigen Tage tritt die gewaltige Berteuerung des Markenbrotes ein. Selbstverständlich halten die Löhne mit dieser sprunghaften Preisbewegung nicht Schritt, die Kauftraft der Bevölferung finft immer tiefer; einzelne Industrien spüren das bereits in einem Rückgang des Absatzes. Es ist höchste Zeit. daß sich die Behörden zu einer wirksamen Bekämpfung der Teuerung auffchwingen, deren erste Borausseßung eine Aftion zur Stabilisierung der Mark ist. Denn wieder zeigt der Dollar, deffen letzte Kurserhöhung sich noch nicht einmal in den Kleinhandelspreisen voll ausgewirkt hat, bedrohlich nach oben! Die Trierische Landeszeilung" ist durch Verfügung der Interallierten Rheinlandskommission auf die Dauer von drei Tagen verboten worden. Als Grund des Verbotes wird der Artikel ,, Wir find dann gemeinsam nach dem Ausgang des Dorfes ge- Poincaré fämpft um die Macht" angegeben. Auch der„ Volksgangen. In der Nähe der Bahn habe ich dann auch den Koppfieter freund" in Trier verfiel dem Verbot aus demselben Grunde, daß von hinten erschossen, der ebenfalls mit hocherhobenen Händen und er die neueste Drohung des französischen Ministerpräsidenten gegen nofdürftig bekleidet vor uns herging. Ob ich nur ein oder zwei Deutschland fritisierte. ,, Alsbann!" sage ich, woher hast du sie denn? Ist sie hübsch?| verdienen. Die Merikaner, die sich hauptsächlich dem Beruf des Liebst du fle?" Ich kenne sie noch nicht, doch ich fühle, daß ich sie liebe Inwieso? Wenn du sie nicht fennft?" N " Sieh dir doch diesen Brief an! Sie ist wesentlich!!!" Wenn Jchon! Aber.. " -4 „ Ach was aber... Das das verstehst du nicht!" ,, Erledigt. Sie ist ja schließlich deine Braut und nicht meine. Neugierig bin ich aber doch.. 4 " " .?" Erich lenkt ein. Faßt mich bei der Hand:„ Tobias, wir wollen Wir fie aufsuchen... Ich bitte dich darum! Sieh. 3ft gut; ich weiß übrigens: schüchtern" steht dir sehr gut Und wir gehen in die Stralauer Straße 11 bei( ober 3u"?) Klops. Die Klopfin öffnet selbst. Fräulein Eleonore zu sprechen?" Wir dürfen eintreten. Im Korridor haft mich Erich beim Aermel. Es ist ein offenes Geheimnis, daß Erich gern und laut singt." Sprich zuerst allein mit ihr..."„ Ist gut!" Ich flopfe an die Er hat es beim Militär gelernt und so klingt es auch. Merkwürdig bezeichnete Tür und trete ein. Da steht sie. Ich bin kein Jude aber Gott soll mer schizen! ist nur seine Idee, wonach er glaubt, mit dieser Stimme Mädchen Sie ist wesentlich und hat eine Blumenkohlnase. Schielen schielt sie herzen erobern zu können, eine offensichtliche Verkennung dessen, mein Name ist Pemberlein." Oh!" Ispelt worauf es ankommt. Wenn also Erich plöglich irgendwo, in der auch" Verzeihung Straßenbahn oder in einem Warenhaus, zu fingen anfängt, weiß sie züchtig," Sie haben mich angeregt. Nach all dem, was Sie über Herrn Käse geschrieben haben, ist er der einich sofort, daß sein Eros in Funktion geraten ist, und mir bleibt nur noch übrig, festzustellen, welcher Dulcinea der Stimmbänderaffett ige Mann, der mich glücklich machen tann und darf..." zugedacht ist. Damit fämen wir zu dem Thema von Erichs Geschmad, doch gebietet mir der gute Ton, über dieses Kapitel den Regenmantel der Freundschaft zu breiten.. Ich komme also eines Nachmittags zu Erich und er singt, teils hoch, teils tief, wegen der Abwechslung. leber seinen Augen liegt ein seltsamer Glanz, wie von Sidol, manchmal macht er Tremolo, indem er seinen Adamsapfel hin und her schüttelt mir traten postwendend die Tränen in die Augen. Natürlich habe ich sofort heraus, daß mit Erich etwas los ist. Er drückt mir tiefempfunden die Hand, geht ans Fenster, sagt zweimal hintereinander nichts, und beginnt dann mit einem Tonfall, den ich irgendwann schon einmal bei Moissi gehört habe: Freund! Blau ist der Tag und schwarz die Nacht. Zephyr winde kommen über die Ebenen von Reinickendorf und die Füße jestbefoldeter Hindumädchen träumen im Schein der Gestirne weißt du...!" „ Erich habe ich dir nicht gleich gesagt, daß Rabindranath Icgore keine Lektüre für dich ist? Lies Kautsky und rede vernünftig. Ist's die Liebe geh' ins Freibad!" „ Erich tomm rein!" 17 Erich kommt rein. Erich fällt um. Erich bekommt einen Schnaps. Erich bekommt einen zweiten Schnaps. Wird munter, atmet schwer und stöhnt: Stell' se weg!!" Eleonore wird weggestellt. In der frischen Straßenluft erholt Erich sich zusehends. und am Stadtbahnhof Jannowihbrücke singt er schon wieder: ,, Wenn du einmal eine Braut hast, die du vorher nicht beschaut hast Vorsicht! Gönn' fie lieber andern. Laß' se wandern! Laß' se wandern!" = Beim Schlangenfönig. Als der Schlangentönig ist ein Mann Brownsville nahe der merikanischen Grenze ein Klapper namens Ring in ganz Teras bekannt, der dort in dem Städtchen schlangen Pensionat unterhält. Von dieser merkwürdigen Farm, die etwa 50 000 Klapperschlangen, Riesenschlangen, Bytons, Boas und andere giftige Kriechtiere enthält, wird in einem Aufsaß Don ,, lleber Land und Meer" erzählt. Der Schlangenfönig betreibt fein Pensionat" schon seit mehr als 20 Jahren und hat bereits eine halbe Million giftiger Schlangen buchstäblich durch seine Hand gehen lassen. Die Infassen seiner Farm fommen zum größten Teil aus den" dichten Dschungeln am Rio Grande. Er zahlt für das Kilo Lebendgewicht einen halben Dollar, und da eine große Klapper Stralauer schlange zwischen 4 und 9 Kilo wiegt, so fann sich ein Sammler, der ein größeres Schlangennest aushebt, schon ein anftändiges Sümmchen „ Mitnichten," antwortet Erich, hast du mich verstanden., Lies bitte diesen Brief und antworte mir als die maßgebende Perfönlichkeit, die zu sein du dich anheischig machst." Der Brief ist furz: Erich! Nur bu! Komm! Eleonore. Straße 11, nts, bei Ropst 17 " Schlangenfängers widmen, sind darin sehr geschickt; fie ziehen die Aufmerksamkeit der Tiere durch ein Stück buntes Zeug, das sie vor ihnen schwenken, auf sich während die Schlange nur darauf achtet, packt der Fänger von hinten mit feftem Griff den Hals des Reptils und macht es so wehrlos. Werden lebende Schlangen bestellt, so vers abreicht ihnen der Schlangenfönig eine ausgiebige Fütterung, damit fie die lange Reise überstehen. Die Schlange wird aus ihrem dunklen Käfig in den Speisejaal" gebracht, wo sie Ring hinter dem Kopf pact und sie mit der freien Hand hindert, sich um Arm oder Körper zu ringeln. Der wütenden Natter wird dann das Maul mit einem Spatel geöffnet, und aus einer Fleischmühle wird ihr mit Hilfe eines Ansatzrohres das Futter eingeflößt. Gewöhnlich genügt eine Wurft von 1 Fuß Länge für eine lange Reise. Besonders riesige Tiere, die bis zu 3 Meter lang sind, bekommen auch 2 Fuß Wurst.„ Der Umgang mit Klapperschlangen ist ganz einfach", erzählt der Schlangenfönig.„ Sieht die Schlange einen Menschen, so ist sie meist erschrockener als der Mensch selbst. Man muß die Schlange stets etwa in der Mitte des Körpers faffen, so daß die vordere Hälfte durch ihr eigenes Gewicht herabhängt; dann fann sie nicht beißen. Uebrigens beißt die Schlange nie einen Gegenstand, der sich nicht bewegt." Trob dieser Einfachheit des Verkehrs ist King aber schon öfters von Klapperschlangen gebiffen worden. In folchen Fällen schneidet er fofort rings um die Wunde sich tief ins Fleisch und sucht das Gift zu entfernen. Einmal biß ihn ein solches Reptil ins Geficht, und im nächsten Augenblid hatte er sich auch schon mit seinem scharfen Messer heilte. freuz und quer in die Wange geschnitten, so daß die Wunde glücklich Raffereine Bänte. Im neuesten Heft der„ Glocke" schreibt Bigil: Warum ein alter Sprachgebrauch den Bastard„ von der Bank gefallen"( Bankert) nennt, ist jetzt flar geworden: Die Jenenfer Kliniferschaft verlangt, daß in allen medizinischen Borlesungen die find. Famose Idee- und ausbaufähig! Wir malen uns einen vordersten vier Bänke rassereinen German en freizuhalten medizinischen Hörsaal des zwoundzwanzigsten Jahrhunderts aus; Bank 1-4 nur für rassereine Germanen, Bank 5-8 für Mischblut mit mindestens 75 Prez. germanischem Einschlag, Bant 9-12 für. schwächere Mischungen, Bant 13-16 für Couleurhunde, Bank 17 bis 20 für Fremdstämmige, Stehplähe( vor der Tür) für Juden. Berlin: Nichtbeteiligung der Studentenschaft an der Hauptmannehrung, Jena: vier raffereine Bänte der geistige Anstieg der akademischen Jugend vollzieht sich im Geschwindtempo. Und das Ausland fagt:„ Wenn so die geistige Elite eines Boltes aussieht bis zum Beweis des Gegenteils zu den Mindergebildeten zählt? Wollen wir nicht gefeßlich festlegen, daß der Student in Deutschland " von den ersten Schauspielern Berlins, finden heute nachm. 3 baw. abends Zwei Sonderaufführungen von„ Kabale und Liebe", dargestellt 28 Uhr in der Bow Brauerei statt. Der Ertrag ist für die Streiftafje der Schauspieler bestimmt. Der größte Pier der Welt. Das Schiffahrtsamt der Bereinigten Staaten bat bestimmt, daß gegenüber von Neto- Port- City in Hoboken dez größte Dampferpier der Welt erbaut werden soll. Die Arbeiten sollen früßestens im nächsten Jahre begonnen werden. Die Stoften werden auf 4-8 Millionen Dollar geschäzt. Ferner sollen große Lagerhäuser und Räume zur Aufnahme der Passagiere erbaut werden = Minister Müller- Bonn. Der Aufstieg des Sondlerbündlers. Der Vertreter der Staatsregierung bemühte sich vergeblich, die Feststellungen über die Gewissenlosigkeit mancher Apotheker zu entfräften. Der Redner des Zentrums brachte neues amtlich beglaubigtes Material bei, das die Zuverlässigkeit der Apotheker in ein fehr bedenkliches Licht fette. Der Ausschuß beschloß schließlich einstimmig, von der Staatsregierung sei mit Beschleunigung eine neue Verordnung vorzulegen. Radeks Kritik. Die Arbeitslosigkeit in der Tschechoslowakei. Die tschechische Senat hat einen Nachtragskredit von 100 Millionen tschechischen Kronen zur Unterstützung der Arbeitslosen und zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit angenommen. Der deutsch- sozialdemokratische Se nator Lüd bezifferte die Zahl der Arbeitslosen mit 300 000, weshalb dieser neue Kredit nur für etwa 11 Wochen reichen würde. Wirtschaft bei einer Einschränkung des Dispenfierrechts besteht die Gefahr, daß| Heilmann möge seinen Antrag nach dem Borschlag Blebtnechts er. dem Kurpfuschertum Vorschub geleistet wird. Man fönne ja die Prü- gänzen. Wenn im übrigen aber der Abg. Kaz mit den ewigen fung der Aerzte strenger gestalten. Zu bedenken sei auch die wieder- Beleidigungen des Präsidenten nicht aufhöre, dann müsse dem Nachdem der Eintagsminister für Ernährung, Dr. Karl bolt in erheblichem Umfange festgestellte Unzuverlässigkeit Aelteftenrat die Frage unterbreitet werden, ob nicht gegen den Abg. Müller Bonn, angesichts der sozialdemokratischen Ent- vieler allopathischer Apotheker bei der Anfertigung homöopathischer Katz wegen seiner fortgesetzten Beschimpfungen einzuschreiten sei. hüllungen schleunigst wieder von der Bildfläche verschwinden Arzneien. Krante könnten so erheblich geschädigt werden. Die Re-( Lebhafter Beifall im ganzen Hause.) Abg. Katz erklärt, es werde mußte, untersucht in der Zeitungskorrespondenz„ Das Rhein- gierung habe sich mit dem Entwurf in den Dienst der eigen ihn freuen, wenn man mit Gewalt gegen ihn vorgehe. nügigen Interessen der Apotheker gestellt. Eine land deren Herausgeber Dr. Albert Bass die sonderbünd- reichs gefeßliche Regelung der Frage fei zu fordern. Endlich wird nach langem Hin und Her diese gräßliche Debatte gefchloffen. Nach leberweisung eines kommunistischen Antrags betr. lerische Tätigkeit dieses Herrn des näheren. Er schreibt diesem das Patetverbot für die Gefangenen und nach Erledigung einer merkwürdigen„ Reichsminister" das Folgende ins Stamm langen Reihe von Eingabenberichten vertagt sich der Landtag auf buch: Montag, den 11. Dezember, 12 Uhr. Die Feststellung der Bielleicht erinnert Herr Dr. Dorten Herrn Dr. Karl Müller Tagesordnung ist dem Präsidenten vorbehalten. daran, daß er sich in seinem Wiesbadener Hause in der Hildastraße 14 recht wohl gefühlt habe, daß ihm auch der Dortensche Wein wohl bekommen ist und Herr Dr. Karl Müller von der Unterredung mit General Mangin in den ersten Septembertagen 1919 befriedigt war, weil er sich Die Kommunistische Partei ein Parteikonventikel. überzeugt hatte, daß dieser die Pläne Dr. Dortens unterstützte. Herr Dr. Dorten wird Herrn Dr. Karl Müller auch daran Von allen Führern der kommunistischen Internationale erinnern fönnen, daß es bei dieser einen Besprechung fennt Karl Radek ohne Zweifel die europäischen Verhältnicht geblieben ist. Weiß Herr Dr. Karl Müller nicht mehr, nisse am besten. Aus all seinen zahllosen Artikeln spürt man, mic oft er in dem Auto des Herrn Dr. Dorten fuhr, das die hoch daß er genau weiß, daß eine andere Politik als eine sozialverräterischen Zeichen RR1( Rheinische Republik 1) auch noch temokratische in Europa für die Arbeiterbewegung überhaupt nach dem 11. August 1919 trug? Und wenn Herr Dr. Karl unmöglich ist. Er fennt auch zur Genüge die vollkommen u nBegen die Abschaffung der Ausfuhrabgabe. Müller in seinen Atten sucht, findet er vielleicht noch das eine politische, sterile und abstrakte Einstellung der Das Unternehmertum entfaltet eine rührige Propaganda cder andere Exemplar der von ihm als Vorsitzenden des Aktions- kommunistischen Agenten, die mit Moskauer Geld die russischen die Beseitigung der Ausfuhrabgabe. Daß diese Werbetätigkeit beausschusses herausgegebenen Korrespondenz Freies Filialen in Europa unterhalten. Auf dem Weltkongreß der reits Erfolge gehabt hat, geht aus der Tatsache hervor, daß in letzter Rheinland". Ja, noch mehr! Wenn Herr Dr. Karl Müller fein Ge- fommunistischen Internationale fand er sehr bezeichnende 3eit für eine ganze Reihe von Waren Ermäßigungen der dächtnis anstrengt, dann entfinnt er sich ganz genau, wie man in der Worte zur Charakteristik der europäischen kommunistischen Ausfuhrabgabensäge erfolgt sind. Besonders ist die Textil. Unterredung mit General Mangin diefem feine Pläne über die Er- Barteien. Er schreibt ihnen folgendes ins Stammbuch: industrie am Werke, um die ihr verhaßte Erfassung der Export richtung eines rheinischen Parlaments auseinandersetzte, und dann „ Es ist bezeichnend für den Stand der Arbeiterbewegung, daß gewinne zu beseitigen. Um so bemerkenswerter ist eine Resolution, fällt ihm auch plötzlich ein, daß jener Aktionsausschuß sich auch sogar unsere kommunistische Agitation in den Ländern, wo wir die die der Beirat des Lertilarbeiterverbandes in dieser wegen der Errichtung eines rheinischen Parlamentes an den besten Parteien haben, noch einen abstratten Charatter Frag gefaßt hat. Die Textilarbeiter sind es ja, die in erster Linie Völkerbund gewandt hatte. Und diese Eingabe trug auch eine Bölkerbund gewandt hatte. Und diese Eingabe trug auch eine trägt, daß sie nicht von der Leidenschaft von Menschen ge- darunter zu leiden hätten, wenn durch die Ausfuhrabgabe der Unterschrift. Herr Dr. Karl Müller entfinnen Sie sich? tragen wird, die überzeugt sind, daß sie wirklich um er- Warenabsatz derart bedroht würde, wie die Unternehmer behaupten. Und ob Herr Dr. Karl Müller sich entsinnt. Ihm fällt ein, daß reich bare Ziele fämpfen. Alles macht noch den Eindruck einer Sie erklären jedoch in dieser Entschließung, daß sie nicht gewillt find, er ganz genau gewußt hatte, daß Herr Dr. Dorten der Put- Agitation, und wenn wir nicht wollen, daß alle unsere De- von der Exportabgabe abzugehen, obwohl sie darin keine ideale schist vom 1. Juni 1919 war, der versucht hatte, die Rheinische Re- batten an Blutmangel sterben, daß alle unsere Debatten oder besonders zweckmäßige Form der Besteuerung erblicken. Nachpublik auszurufen. Herr Dr. Karl Müller entsinnt sich, daß er die Bedeutung eines Parteifonventikels haben, dem man die steuerlichen Forderungen des Proletariats nicht bewußte, daß die Zentrumspartei bereits Ende Mai 1919 in denen man nur die Möglichkeiten diskutiert, so müssen achtet und die Erfassung der Sachwerte abgelehnt habe, müsse man die Abgeordneten zur preußischen Landesversammlung, Oberpfarrer Raftert und Studienrat Dr. Kuchoff, zur Mandatsnieder- unsere Parteien in der Tat praktisch eine ganz andere Politit darauf bestehen, dem Staat auch durch die Belastung des Exportes legung veranlaßte, weil sie mit General Mangin, ebenfalls durch die treiben. Wir müssen bei uns die Aenderung vornehmen, Mittel zu beschaffen. Die Entschließung fährt fort: " Der Beirat des Deutschen Textilarbeiterverbandes lehnt desBermittlung von Herrn Dr. Dorten, über die Errichtung einer bevor wir sie bei den Massen durchführen können." Es ist ja bekannt, daß Radeks lose Zunge fich in der ab- Textilindustrie erhobene Forderung nach Aufhebung der Ausfuhrhalb zurzeit ab, die von allen Unternehmerorganisationen der Rheinischen Republit verhandelt hatten. Aber was fümmerte es ihn, als Zentrumsmitglied, daß seine Bartei längst von sprechendsten Weise auch über die deutschen Kommunisten oft abgaben zu unterstützen. In dem Bersuch mancher IntereffentenHerrn Dr. Dorten, der ihr gar nicht angehörte, abgerüdt war. So- genug geäußert hat. Wenn er freilich in der beneidenswerten gruppen, die bestehende Ausfuhrabgabe als Ursache des Rüd.. lange man nichts von seinen Berhandlungen mit ihm erfuhr, galt Lage wäre, gelegentlich Herrn Iwan Ka z oder auch Herrn ganges der Beschäftigung in der Textilindustrie zu bezeich für ihn das elfte Gebot: Laß dich nicht erwischen!" Werner Scholem im Preußischen Landtag toben zu hören, nen, dabei aber die zu hohe Breisstellung im Innenmartt Die Korrespondenz macht weiter darauf aufmerksam, daß vielleicht wären dann seine vorsichtig formulierten frifischen und das damit zusammenhängende Schwinden der Rauf. Müller- Bonn noch Mitte Februar 1920 Gelder der Dorten Ermahnungen noch etwas schärfer ausgefallen. Der Kra- fraft der heimischen Bevölkerung zu ignorieren, erblidt der Beischen Rheinischen Volksvereinigung" in Bejiz hatte, die am feel, der dort und an anderen Stellen von diesen Herrrat eine bewußte Täuschung und Irreführung der 22. Januar 1920, also ein halbes Jahr nach Infrafttreten fchaften aufgeführt wird, berechtigt vollkommen zu der Bemer- Deffentlichteit. Es ist das um so mehr der Fall, als die Unternehmer es verstanden. die seinerzeit beschlossene Erhöhung der der Reichsverfassung, als Nachfolgerin seines„ Aktionsaus- fung, daß alle Debatten, die die KPD. inszeniert, nur die Ausfuhrabgaben durch Einholung sehr zahlreicher Ausfuhrgenehmischusses" gegründet war. Von diesem Aktionsausschuß ist Bedeutung eines Parteifonventikels" haben, auf den felbst gungen- bis zum heutigen Tag zu 97 Prozent der gesamten AusMüller auch in die Kölner Stadtverordnetenversammlung ge- die Beteiligten faum noch hören, da sie sich selbst fuhr- unwirksam zu madjen. schoben worden, in der er immer noch die Zentrumsfraktion nicht mehr ernst nehmen. ziert. Die rheinische Korrespondenz schließt ihre Betrachtungen: Der Fall Müller zeigt, daß Geschäftstüchtigkeit nicht zum Führer eines Voltes genügen. Bedauerlich ist nur, daß in Standal im Landtag. diesem Augenblick, wo es notwendig, alle Kräfte im Volte zusammen- Hatten die Deutschnationalen im Preußischen Landtag den Anzufaffen, sich ein Mann von seinem rücksichtslosen Ehrgeiz hat treiben lassen, ein Amt anzunehmen, das er nach seiner Bernangenheit nicht bekleiden fonnte. Unverständlich ist, warum er, der jeht so auf seine Vaterlandsliebe und deutsche Gesinnung pocht, nicht vor der Reichstagsfizung zurüdtrat, um dem deutschen Volte dieses Schauspiel zu ersparen. Er versuchte den Ministern bzw. Staatssekretären im Kabinett, die gewarnt waren, die Sache harmlos darzustellen. Diejenigen aber, die ihn beriefen und die Warnung auch noch in letter Stunde nicht weitergeben es handelt sich in diesem Falle um fein Kabinettsmit glied- tragen mit die Schuld an diejen Vorgängen. Und bei dem Abgeordneten Busch fann sich herr Reichsminister Dr. Hermes, der übrigens orientiert hätte sein müssen, bedanken für die Empfehlung. wollten Der Beirat des Deutschen Tegtilarbeiterverbandes fann nad alledem in der derzeitigen Lage der textilen Exportindustrie einen Grund zur Aufhebung der Ausfuhrabgaben nicht erblicken und fordert von allen Vertretern des Verbandes in den Außenhandelsstellen, das diesbezügliche Verlangen der Unternehmer abzulehnen. Dabei wird ausdrücklich zu bemerken sein, daß die von den Unterfang dieser Woche für sich mit Beschlag belegt, so gehörte der Rest nehmern vorgelegten Raltulationen für die Arbeiterschaft den Kommunisten. Da braucht man sich dann nicht zu wundern, erst dann Beweistraft haben, wenn die Möglichkeit der wenn das Bolt am Barlamentarismus irre wird. Deutschnationale nachprüfung aller Unterlagen durch fachmännisch vorgebildete Große Anfrage, fommunistische Große Anfrage tommunistischer Bertreter des Verbandes gegeben ist." Urantrag, deutschnationaler Úrantrag. So ging es in lieblichem Die Forderung, die Behauptungen der Unternehmer durd Wechsel bie ganze Woche. Und was für Gegenstände waren es, nachprüfbare Raftulationsgrundlagen auf ihre Richtigkeit hin mit denen sich das Haus befassen mußte? Zeitungsverbote, Jugend. fontrollieren zu können, ist um so begründeter, als die Arbeitgeber Kommunisten ihr parlamentarisches Theater, ihre Großen Anfragen Wären fie im Recht, wie sie vorgeben, so brauchten sie diese Anbünde und andere ähnliche olle Kamellen. Wie hoch die Herren diese in der Regel nur vertraulichen Gigungen mitteilen. selbst einschätzen, zeigt die Tatsache, daß am Sonnabend sage und gaben der Deffentlichkeit nicht vorzuenthalten und sich auf das beschreibe vier Kommunister da waren, als darüber abgestimmt wurde, drohte Geschäftsgeheimnis zu berufen. ob die kommunistische Anfrage über die Zeitungsverbote besprochen werden solle. Nachdem dann die Deutsche Volkspartei mit ihrem Antrag, die Deutschlands Außenhandel im Oktober. Rathäuser der Großstädte zu befrieden, abgeblikt Die deutsche Handelsstatistit weist für den Monat Oftober der war, ging der fommunistische Krach von neuem an. Der Beschluß Menge nach eine Einfuhr von 55 Proz. und eine Ausfuhr des Verfassungsausschusses, die Staatsregierung möge den Mord pon 15,4 Millionen Doppelzentner nach. Dem Werte nach stellte an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg weiter fich die Einfuhr auf Grund der Berechnungen des Statistischen perfolgen und endlich einmal aufflären, genügte den Kom Reichsamtes auf annähernd 531,7 Millionen Goldmart, die Aus munisten nicht. Sie verlangen schärfsten Tadel" für die preu fuhr auf Grund der Deklarationen auf 289,9 Millionen' Goldmark. Bische Regierung, weil sie bis jetzt nichts getan habe. Auch die neue Die Einfuhr weist gegenüber dem Vormonat eine Zundhme um Verordnung, wonach der Waffengebrauch von feiten der 7,2 Millionen Doppelzentner bzw. 109,9 Millionen Goldmark auf. Echutzpolizei mit möglichster Schonung erfolgen soll, ge- Die Ausfuhr ist dagegen um 0,5 Millionen Doppelzeniner bzw. nügte den Herren Kommunisten nicht. Im Fordern sind sie groß. 1 Million Goldmark zurückgegangen. Zugenommen hat vor allem die Einfuhr von Steinfohlen Erhöhung der Wohnungsbauabgabe. Berlangten sie doch sogar Uebernahme der Bestattungskosten für den Kommunisten Sylt auf die Staatskaffe. Nachdem das abgelehnt(+3,3 Millionen Doppelzentner). Auch Eisenrohstoffe HalbUmbildung der Mietsteuer( Wohnungsbauabgabe) in eine Ge- war, provozierten sie bei der Beratung ihres Antrags auf Ver- fabrikate und Fabrikate find in erheblich vermehrter Menge einmeindesteuer, schlägt Genosse Bruno Asch( Oberbürgermeister in weigerung der Auslieferung Gezzi- Witezfis an die italienische Re- geführt worden. Die Einfuhr von Textilrohstoffen und Höchst) in der soeben erschienenen Sondernummer der Kom- gierung die widerlichsten Szenen. Weil ein Teil des Hauses die fabrikaten ist dagegen zum Teil weiter zurüdgegangen. Bemunalen Pragis" für Siedlungs- und Wohnungswesen vor. Den Begründung des Kommunisten Charpenter nicht lautlos mit an- fonders erwähnenswert find Baumwolle und Baumwollaewebe. Eine Gemeinden soll die Berechtigung gegeben werden, Mietsteuern von hörte, tobten Schulz- Neukölln, Kaz und Scholem wie besessen stärkere Mengenzunahme weisen noch folgende Waren auf: Reis, Raffee, Rataobohnen, SuperBersonen zu erheben, die in Häusern wohnen, die vor 1919 gebaut vor der Rednertribüne. Die Folge war, daß kein Mensch etwas Roggen, find. Für diese Gemeindesteuer könnte der Reichstag bindende von der Begründung verstand. Alle Versuche des Präsidenten phosphate, Mineralöle u. a. m. Leinert, dem kommunistischen Gefreische und Geschimpfe ein Ende Normen erlassen, in der Art, daß die Gemeinden eine nach dem Ein- zu machen, waren umsonst. Der Präsident betonte deshalb, daß kommen abgestufte, das jeweilige nicht zu niedrig bemessene Existenz- er sich dieses Benehmen der Kommunisten auf die Dauer nicht geminimum vollständig freilaffende Steuer einheben, die von den Be- fallen laffe. Die Wirkung dieser Warnung war gleich Null. fizzenden oder über große Einkommen verfügenden Personen einen Unfer Genosse Heilmann bemerkte dann zur Auslieferungsan. großen Teil der Differenz einzieht, die sich aus der von ihnen be- gelegenheit, daß das Material dem Landtag nicht zur Verfügung zahlten Miete und den sich bei freier Wirtschaft ergebenden Miet- stehe, infolgedesen tönne er heute auch keine Entscheidung fällen. Eine überſtürzte Entscheidung sei auch sehr unangebracht. Die ganze fäßen errechnen läßt. Frage müsse gründlich überlegt werden, da man sich mit einer leicht Uns scheint, daß jetzt sowohl Hermes, als der Zentrumsabgeordnete Busch, als auch die Zentrums frattion Ursache hätten, sich darüber zu äußern, wieso in das Kabinett der bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft der rheinische Sonderbündler hineingebracht werden konnte. Welche Interessen haben da mitgespielt? Zur Lösung der Wohnungsfrage. Die Ausfuhr hat nur bei einzelnen Fabrikaten zugenommen, u. a. bei Baumwollgeweben, Farben, Farbwaren, Chemikalien, Spielzeug, Maschinen. Fast alle übrigen Erzeugnisse sind dagegen zurückgegangen, in besonders starter Menge Salz, Bier, Bau- und Nuhholz, Kalifalze, Möbel usw. Infolge der starken Zunahme der Einfuhr und des, wenn auch geringen Rüdganges der Ausfuhr hat sich der Einfuhrüberschuß sehr vergrößert: von etwa 131 Millionen Goldmart im September auf Es ist bemerkenswert, wenn der bis Nürnberg der USP. anfertigen Behandlung der Angelegenheit sehr leicht die Auslieferung raum Januar/ Oktober kann man mit einer Bassivität von unge über 240 Millionen Goldmark im Oktober. Für den Zeitgehörige Genosse, eindringlich davor warnt, uns etwa durch die gewisser Elemente an Deutschland verbauen tönne. In italienischer fähr 1 Milliarden Goldmark rechnen. Unbeliebtheit der Wohnungsabgabe inmitten eines grauenvollen haft befinde fich z. B. ein Mann, der unter der Anklage der Teil Bohnungselends zu einem Stillstand der Bautätigkeit verurteilen nahme am Erzberger- Mord stehe und dessen Auslieferung von deut. Die infonfequente Industrie. Macht die Reichsbahn ein Defizit. zu lassen", schreibt:„ Darüber, daß ein Erfolg nur möglich ist, wenn scher Seite verlangt sei. In österreichischer Haft befinde sich der fo wird sie von der Industrie mit Vorwürfen überschüttet. Versucht gleichzeitig die produktionstechnische Seite der Angelegenheit im Fabritant Küchenmeister, einer der Beteiligten am Rathenau- Mord. Sie, den Fehlbetrag zu beseitigen, so wird sie erst recht von der InSinne einer Wirtschaftsregelung und Preisüberwachung aufgerollt Lie Sache müsse gründlich überlegt werden und er fordere deshalb, duftrie angegriffen. Das war nicht nur immer dann der Fall, wenn die Reichsbahn ihr Defizit durch Tariferhöhungen auszugleichen wird, dürfte nach den Erfahrungen der letzten Jahre in unseren den Antrag dem Rechtsausschuß zu überweisen. Der Kommunist kah protestierte dagegen, daß man die suchte, auch jetzt fündigt eine Korrespondenz eine Protestaktion der Kreifen wohl fein Zweifel mehr bestehen. Dringend notwendig ist Rathenau- Mörder mit Gezzi auf eine Stufe stelle. Seit 7 Monaten Industrie an, weil die Reichsbahn fich erlaubt, die mit privaten es aber auch, daß wir es wagen, der Arbeiterschaft in dieser Frage habe die italienische Regierung kein Material gegen Gezzi aufge- Baggons zu fündigen, um die Reparaturen in einem eigenen Firmen abgeschloffenen Verträge über die Reparatur schadhafter die volle Wahrheit zu sagen und daß wir endlich den Finger auf bracht. Ein Regierungsvertreter erklärte, die Entscheidung werde Betriebe, der von der Reichstreuhand- A.- G. gegründeten A.-G. die Wunde legen, die eine Fortsetzung der bisherigen Wohnungs- Mitte nächster Woche fallen. Solange habe die Reichsregierung der in Leipzig, einem gemischtwirtschaftlichen Unternehmen, billiger aus politik der deutschen Bolkswirtschaft zu schlagen droht." italienischen Regierung Frist gegeben, ihre unzureichenden Angaben führen zu laffen. Die Industriellen haben die Entdeckung gemacht, zu ergänzen. daß es noch sehr viel Wagen gibt, die repariert werden könnten Genoffe Heilmann betonte dem Rommunisten Rah gegenüber, und möchten natürlich die Aufträge dazu erhalten. Um zu ihrem von einem Urteil über Gezzi sei keine Rede, da ja das Material dem Ziele zu gelangen, schüßen fie auch foziale Gründe vor, indem Der Kernpuntt des Gefeßentwurfs über das Dispenfierrecht Landtag nicht vorliege. Nachdem dann noch Abg. Liebknecht sie erklären, daß sonst eine Arbeitslosigkeit drohe. Nun tritt bekanntlic homöopathischer Aerzte und das Halten ärztlicher aus.( u. Soz.) zur Ergänzung des Antrags des Genoffen Heilmann emp, die Industrie auch für die Abschaffung des Achtstundentages ein, die Hausapotheten ist, daß fünftig die fünftig die Erlaubnis zur Abgabe fohlen hatte, von der Regierung zu verlangen, daß fie erst nach ganz automatisch die Freifegung vieler tausend Arbeiter zur Folge von Arzneien durch Aerzte nur im Falle eines wirk- Beschlußfassung des Landtags eine Entscheidung treffe, wird haben muß. Das ist aber unerheblich, weil sie damit einen Druct lichen Bedürfnisses" erteilt werden soll. In der Sigung der Antrag des Genossen Heilmann auf Ueberweisung an den Rechts- auf die ohnehin unerträglich niedrigen Löhne ausüben fann. Nur des Bevölkerungspolitischen Ausschusses im Breußischen Land- cusschuß angenommen. wenn der Staat Aufträge, die ihm von der Privatindustrie zu tage wandte Genoffe Dr. Weyl sich scharf gegen diesen EntGegenüber dem Kommunisten kah, der dem Präsidenten vor: tener ausgeführt werden, im Eigenbetrieb ausführen läßt, iſt man un muri, weil er nicht nur einen fchweren Anoriff auf die homöopathi nari, er habe den Antrag des Abg. Liebknecht einfach übergangen, das Ros der Arbeiterimaft besorgt. Diese Infonfequenz der Infchen Aerzie, sondern auch gegen die Teile der Bevölkerung bedeute, crflärte nun der Präsident Leinert, Liebknecht habe ja ger dustrie verdient niedriger gehängt zu werden, um das Unmahrhaftige die sich nach homöopathischen Grundsäßen behandein lajjen. Schon feinen Antrag gestellt, sondern den Wunsch geäußert, der Abg. der angekündigten Protefte zu kennzeichnen. Das Apothekenmonopol. - Gewerkschaftsbewegung Der Stand des Schauspielerstreiks. Neue Bermifflungsaktion. Der frühere Kultusminister ha en isch hat eine neue Bermitt. lungsaftion zur Anbahnung unverbindlicher Borbesprechungen eingeleitet, die noch nicht abgeschlossen ist. Rücksicht auf die Organisation und ihre Sagungen. Die Organi-| Kommunisten den politischen Absichten der französischen Befagungs fationsleitung hat für ihre Mitglieder und nur für diese zu organe nicht nur indirekt in die Hände arbeiten. In Lambrecht, Montag früh 10 Uhr nochmals eine Bersammlung einberufen. Zu- Neustadt und Pirmasens erfolgten Verhaftungen von Generalftreiflaß haben nur die sich durch Mitgliedsbuch oder die Karte machern wegen Landfriedensbruch. des Berbandes ausweisenden Mitglieder. Es liegt im Interesse der Berbandsmitglieder, fich an ihre Organisation zu halten, falls ihnen durch den Streit nicht weit größere wirtschaftliche Nachteile erwachsen als Vorteile. Die Angestellten der übrigen Firmen der Branche werden einem Rampf bei Sarotti nicht gleichgültig zusehen. 11 Auch die Angestellten in der Schokoladenindustrie stehen vor dem Die vom Bräsidenten Ridelt in der letzten Bollversammlung Rampf. Seit Jahren werden sie unter den einseitigen Richtlinien' der Berliner Schauspieler getanen Aeußerungen über zwei Bühnen- des Arbeitgeberverbandes entlohnt, mit dem Erfolg, daß ihre Ge leiter waren eine Stellungnahme zu einer gewissen Art von Theater- hälter meit hinter den Tarifen Berlins zurüdbleiben. Der Versuch unternehmungen, fönnen also nicht als Beleidigung von bes 352. mit einzelnen Firmen Haustarife abzuschließen, scheiterte Berfonen aufgefaßt werden. Wenn dies dennoch geschicht und sogar daran, daß der Arbeitgeberverband teine Einzelverhandlungen zuin den Bordergrund geschoben wird, so kann dies nur als tattisches läßt. Nun wurden gegen die Firmen Sarotti, Cyliar und Der Demo- Kommissar Mittel aufgefaßt werden, den Verhandlungsunmillen des Bühnen. Faßbender Schiedssprüche erwirtt. vereins zu verdeden. Während es sich hier um Charakteri. lehnte es jedoch ab, jie für verbindlich zu erklären, da erhebliche Unfierung eines Prinzips handelt, haben im Gegensah dazu zuträglichkeiten aus der Bezahlung nach den Richtlinien nicht nacheinige Direttoren während der Streifbewegung einzelne gewiesen feien. Die Angestellten bei Sarotti haben nun durch Funktionäre der Genossenschaft schwer beleidigt. Urabstimmung fich für den Kampf entschlossen, falls die Firma Wir gehen darüber hinweg, weil beim Kampf um große Probleme die ihr gestellte Frist ungenügt läßt. die fleinliche Behandlung persönlicher Momente unterbleiben muß. Die Solidarität aller mit dem Theater in Verbindung stehenden Organisationen ist jetzt durch bindende Erklärungen fichergestellt. Es werden gemeinsam Maßnahmen gegen die Aus= fperrung des technischen Personals beraten. Das technische Personal tann im Notfalle auf Unterstützung durch die GeDie Staatstheater haben die Forderungen bewilligt, die Streifleitung behält sich jedoch die Verhängung des Sympathieftreils vor. Im Fall der Komischen Oper ist die Entscheidung ver. tagt. Aus Dänemart ist eine große Sympathiefundgebung der Schauspieler eingegangen, in der erklärt wird, daß die dänischen Kollegen im Verein mit den schwedischen und norwegischen eine finanzielle Hilfsaktion vorbereiten. Ausländische Bressevertreter( Rußland, England, Schweiz, Amerita usw.) befunden ihre Befriedigung über den Berlauf des Streifs und sehen einen Weg zur Schaffung eines Kartells geistiger nossenschaft rechnen. Arbeiter. Herr Ostar Kanehl von den Rotter- Bühnen vertreibt ein Flug blatt, in dem er den Streit als Machenschaft der Schwerverdiener unter den Schauspielern und der Gewerkschaftsbonzen der Genoffen schaft hinstellt. Seine Quertreiberei in dieser Situation richtet sich von selbst. Angestelltenabkommen in der Metallindustrie. Bereinigte Sozialdemokratische Partei. Funktionäre des Gemeinde- uab Staatsarbeiterverbandes. Montag 6 Uhr wichtige Versammlung in den Musiker- Sälen, Raiser- WilhelmStraße 31. Bortrag des Genoffen Nichard Krille. Gewerkschafts- und Parteiausweis legitimiert. Buchbinder. Dienstag 4% Uhr wichtige Sigung des Attionsaus. fchuffes im Konferenzzimmer der Gemeindeschule Stallschreiberstr. 54, erfter Eingang. Bollzähliges Erscheinen erwartet der Frattionsvorstand. Arbeiter und Angestellte des Siemens- Elmo- Berts. Dienstag 5 Uhr wichtige Besprechung bei Springer, Siemens-, Ede Herzstraße. Parteiausweis mitbringen. im Gewerkschaftshaus. Zentralverbanb der Glaser. Sonntag 4 Uhr 30. Stiftungsfest Der 2ohn für Glaser beträgt ab 1. Dezember 282 M. pro Stunde. Silfsarbeiter. Montag 7 Uhr bei Lehmann Gettionsversammung. Zentralverband der Schumacher. Montag 5½ Uhr Versammlung der Ma schinenarbeiter und Fertigmacherinnen, Stöpenider Str. 127a. Bezirksver sammlungen der Maß- und Reparaturschuhmacher Groß- Berlins Montag 7½ Uhr in folgenden Lokalen: Charlottenburg: Gantte, Schillerstr. 34; Wilmersdorf: Gasteiner Str. 6; Steglig: Behnke, Heejeftr. 1; Westen: Wiemers, Bülowstr. 58; NeutölIn: Ahlburg, Biethenstr. 58; Güdost: Görlich, Adalbertstr. 84; Ost Lichtenberg: Hoffmann, Gubener Str. 5; Nord: Lokal Usedomstr. 22; Moabit: Marg, Oldenburger Str. 10. Arbeiter der chemischen Industrie. Montag 6 Uhr im Bereinslokal Königsfind vorzuzeigen. Fabritarbeiterverband. Die Gruppenleitung. Berband der Buchbinder and Papierverarbeiter. Die Bersammlung ber in schilderte Flat au vom Afa- Bund die Situation in ber Metall- bant", Große Frankfurter Sir. 117, Funktionärtonferenz der chemischen InIn einer überfüllten Bersammlung im großen„ Sophien- Saal" Bersammlung der Schäftemacher: Dienstag 6 Uhr Köpenider Str. 127a. industrie. Bom Bertreter des Reichsarbeitsministeriums fei noch dustrie. Bericht über die Lohnverhandlungen. Butritt haben alle freigemertmals versucht worden, eine Einigung herbeizuführen. Unter Würdi- fchaftlich organisierten Funktionäre. Legitimationskarten und Mitgliedsbuch Einwirkungen hätten sich die Bertreter des AfA- Bundes schließlich bereit erklärt, eine widerrufliche Vereinbarung zu treffen. Diese Bereinbarung bringt in einer besonderen Formulierung eine Erhöhung der Oktober Einkommen der Angestellten um 70 Broz. In derselben Weise werden die bisherigen sogenannten Sozialzulagen" erhöht. Dieses Ergebnis set zwar nicht vollauf befriedigend, aus den selben Gründen aber, die die Berhändler im Reichsarbeitsministerium zur vorläufigen Annahme dieser Vereinbarung gebracht hätten, zur Annahme zu empfehlen. Ablehnung der Vereinbarung und den Beginn des Kampfes ein. In der sehr heftigen Distuffion trat ein Teil der Redner für die Auch wurden nochmalige Verhandlungen mit den Unternehmern verlangt. Nach einem Schlußwort des Referenten wurde schließlich gegen eine starke Minderheit die Bereinbarung angenommen, die, sofern vom Arbeitgeberverband fein Widerruf erfolgt, für den Monat November Gültigkeit erlangt. An Spenden sind eingegangen: Bom dänischen Konjul 100 000 M., durch eine Sammlung von Frau Serda- Junkermann 20 000 M., die Kollegen am Theater Botpourri" spenben 100 000 M., die Direktion des Potpourri" ftellt die Diens tag- Einnahme aur Berfügung. An dieser Borstellung wirken erfte Berliner ftreifende Sinfiler mit. Direttor Gabriel von der Alhambra", Hauptstraße, seichnete 5000 M. und stellt sein Lokal zu Nachtvorstellungen zur Berfügung. Die Rollegen aus der Proving fenden finanzielle Unterstügungen, u. a. Neues Schauspielhaus Königsberg 10.000 m., der Besitzer der Westend- Apotheke zeich- ben nete 5000 2. * Die Metallangestellten für die ftreifenden Schauspieler! In der AfA- Funktionärversammlung der Metallindustrie am Freitag wurde ohne Discussion einstimmig folgende von latau eingebrachte Entfchließung angenommen: Die AfA- Funktionäre der Metallindustrie, die felbft unter schwersten wirtschaftlichen Verhältniffen leiden, fprechen den Streifenden Schauspielern ihre volle Sympathie aus. Sie find bereit, alle notwendig werdenden Hilfsaftioren zur erfolgreichen Beendigung dieses Kampfes zu unterstützen. Sie erkennen, daß es sich hier um mehr handelt als um wirtschaftliche Forderungen, nämlich um die Feftigung freier und wirklicher Kunstbetätigung." Streit in der Schokoladenfabrik von Sarotti. Zum Schluß wurde eine Sympathieerklärung für die streifenSchauspieler angenommen. Für die Ofenfeher und deren Hilfsarbeiter in Groß- Berlin wurden für die erste Hälfte des Dezember durch Verhandlungen die Stundenlöhne für Ofenfeger und Träger auf 310 M. festgesetzt. Bei Affordarbeiten erfolgt ein Zeuerungszuschlag von 30 900 Broz. auf den Berliner Tarif von 1914. Die Hilfsarbeiterlöhne sind nach dem Alter geftaffelt. Sie betragen 25, 33%, 45 und 55 Broz des Ge fellenstundenlohnes. In der Provinz Brandenburg werben staffelmeise 5, 8 und 15 Broz. weniger gezahlt; die Stundenlöhne betragen dem gemäß 296,50, 285,20 und 263,50 M., die Leuerungszuschläge bei Affordarbeiten 29 550, 28 420, 26 250 Broz Chirurgische Branche! In der gestrigen Lohnverhandlung wurden folgende Lohnvereinbarungen getroffen: Die Attord- und Lohnbasen sämtlicher Arbeiter und Arbeiterinnen über 18 Jahre erhalten eine Erhöhung um 50 Broz, der feste Stundenzuschlag 18 Jahre erhalten eine Erhöhung ihrer sämtlichen Löhne um 40 Proz Drtsperwaltung des Metallarbeiterverbandes. Der Streit wurde gestern vormittag in einer Betriebsversammum 50 Broz. Die jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen unter fung mit 1160 gegen 162 Stimmen bet 60 ungültigen Stimmen beschlossen. Es wäre möglich gewesen, auch ohne Streit eine Einigung zu erzielen, doch sind hier Kräfte mit am Werte, denen die Be roegung alles, das Biel nichts" ist. Dies zeigte sich in der von der zuständigen Organisation, dem Zentralverbande der Bäder und Konditoren zu mittags 1 Uhr nach der Boabrauerei einberufenen Mitgliederversammlung, in die fich die Richtmitglieder mit einbrängten. Der Gauleiter des Berbandes, Genosse et fchofb, erstattete ben Situationsbericht. Von der Lirektion der Garotti-.- G. lag ein Angebot, die Löhne um mindestens 10 Broz, aufzubeffern, vor. Doch fowohl die Ausführungen des Referenten wie das Angebot wurden von den radifalifierten Wortführern der Streifenden zurüdgewiesen. Es wurde beschlossen, an den Forderungen festzuhalten und den Streif fortzusehen und eine besondere Streilleitung gewählt, ohne RUDOLPH HERTZOG BERLIN BREITESTRASSE BRUDERSTRASSE reinen Buchbindereien und Briefumschlagfabriken Beschäftigten findet am Montag nachmittag 5 Uhr im Deutschen Sof, Lucauer Str. 15, ftatt. Auf einem Teil der Einladungskarten ist irrtümlicherweise Dienstag statt ftraße 32, Branchenverfammlung aller in Buchbrudereien beschäftigten Kolle ginnen und Kollegen. Bericht von den Lohnverhandlungen.- Die Branchen. lung im Gewerkschaftshaus. Tagesordnung: Bericht über die Verhandlungen Buchdruderei Sendel u. Co. Montag vormittag 9% Uhr Betriebsversammvor dem Tarifamt. Montag angegeben. Dienstag 5 Uhr in den Bentral- Feftfälen, Alte JakobTeitung. Angestellte in Bagen und Karoseriefabriken. Dienstag 7 Uhr im Gartenfaal von Saverlands Festfälen, Berlin C. 2, Neue Friedrichstr. 36, öffentliche ( Nähe Meganderplak), Zimmer 4, nächste Lehrlingsversammlung. Es ist AufBersammlung zum Zwecke der Information in Sachen November- Gehälter ufw. Achtung, Zimmerer! Mittwoch 6½ ihr bei Bahl, Neue Friedrichstr. 35 gabe fämtlicher Flag- und Baubelegierten, dafür zu sorgen, daß fämtliche Lehrlinge des Hoch-, Beton- und Tiefbaugewerbes zu dieser Bersammlung erfcheinen. Donnerstag 3 Uhr im Gewerkschaftshaus, Gaal 5, Bersamm lung sämtlicher Blaz- und Baudelegierten des Soch, Beton und Tiefbaugewerbes, fowie fämtlicher Fabrifbetriebe. Da es sich um eine äußerst wichtige Tagesordnung handelt, ist es unbedingt notwendig, daß jebe Arbeitsfione batch ihren Bertrauensmann vertreten ift." meis legitimieren. Betriebsratans. Achtung, Saint- und Gelbenwaren- Großhandel. Wichtige Gigung der Funktionäre und Betriebsräte Montag 7% Uhr im Zweigbureau ds 3dA., Romman dantenstr. 63-64. Berantwortlich für den rebaft. Tell: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Th. Glode, Berlin. Verlag Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Vorwärts- Buchdruderci u. Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co.. Berlin, Lindenstr. 3 Hierzu 2 Beilagen und Die Bücherschau". Jogal hervorragend bewährt bei: Grippe Berenschuß Nervenschmerzen. Sicht Rheuma 3schias og al filt die Schmerzen und scheidet die Harnsäure aus. Ausgezeichnet bei Schlaflosigkeit. In allen Apothelen erhältlich. Best. 64.3% Acid. acet. salic.. 0406%. Chinin. 12.6%, Lithium, ad 100 Amylum. Dich Smäinl das beste und sparsamere BOHNER WACHS Erhältlich in allen besseren Geschäften Die Kommunisten in der Rheinpfalz find eifrig bemüht, den Streit, den sie in der Badischen Anilin- und Sodafabrit angezettelt haben, zum Generalftreit in der ganzen Pfalz auszubreiten. Den Gemertsaaften, denen sie den Streit in Ludwigshafen- Oppau einbrodten, und die sie in der üblichen Weise herunterreißen, haben sie die Rolle zugedacht, die nötigen Streifgelber zu den wilden Streits zu liefern. Die Gewerkschaften müssen jedoch diese Einladung entschieben ablehnen. Wenn schon Moskauer Aftionen unternommen werden, müssen sie auch mit Mostauer Geldern finanziert werden. Die tommunistische Preffe verdächtigt die pfälzischen Behörden der Urheberschaft der Maßnahmen der franzöfifchen Militärbehörden in einer Weise, die den starken Berdacht aufkommen läßt, daß die MAX FLUSS, Rosenthaler Straße 58 Erstklassige Herrenbekleidung Anzüge, Paletots, Schlüpfer, prima Stoffe Vollwertiger Ersaiz für Maß:: Zivile Preise Vorteilhafte Angebote für Weihnachtsgeschenke Wollstoffe für Kleider, Kostüme und Röcke Gestreifte und karierte Stoffe in geschmackvollen Farbenstellungen Breite 85-130 cm Kostümstoffe im Herrenstoffgeschmack Melangen, verschwommene Streifen und Karos ... Breite 130-140 cm Einfarbige und schwarze Stoffe in neuzeitigen Webarten Blusenstoffe Breite 85-140 cm in einfarbig, gestreift und kariert.. Breite 70-95 cm Mantelstoffe Wollsarte, Flausche und cheviotartige Stoffe in einfarbig, meliert und mit Noppen Breite 130-150 cm Morgenrockstoffe 9 Flausche, Eiderdaunenstoffe, halbseidene Matelasses in einfarbig und gemustert Breite 65-130 cm Bedruckte Wollmusseline in neuzeitigen Mustern Herrenstoffe .. Breite 75 cm für Anzüge, Überzieher u. Schlüpfer Breite 140-150 cm Seidenstoffe in neuesten Licht- und Tagesfarben Gekreppte Seidenstoffe Krepp- Marocain, Chinakrepp, Krepp- Georgette, KreppGeorgette- Kaschmir usw.. Breite 98-100 cm Einfarbige glatte Seidenstoffe Seiden- Kaschmir, Seiden- Atlas, SeidenTaft usw.. .. Breite 90--98 cm Schwarze u, elfenbeinf.Seidenstoffe in glatt u. gekreppt, beste Färbungen, Breite 84-100 cm Gemusterte Seidenstoffe gewebt und bedruckt, in erstklassigen Fabrikaten. ... Breite 85-100 cm Brokate und Damaste für Gesellschaftskleider u. Futterzwecke in wirkungsvollen Farbenstellungen. 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Bezirksarzt Dr. Roeder spricht über Die Berhütung törperlicher Gebrechen". 4. Reis Prenzlauer Berg. Montag, ben 4. Dezember, 7 Uhr, ElternverfammIung in der Schulaula Greifenhagener Str. 58-59. Thema: Die Arbeitsfchule". Referent Genoffe Saebide. 5. Kreis Friedrichshain. Elternbeiräte: Montag, den 4. b. M., 7 Uhr, Bollversammlung aller Elternbeiräte der vereinigten Sozialdemokratie in der Schule Petersburger Str. 4. Neuwahl eines Obmannes und Stellvertreters. Jede Schule muß vertreten sein. 6. Reis Kreuzberg. Montag, den 4. d. M., 7% Uhr, bei Blum, Planufer 75-76, Sigung der Elternbeiratscbleute und des Vorstandes der Freien Schul gemeinde. Da wichtige Materialausgabe, muß jede Abteilung vertreten fein. scheinen. 9. Kreis Wilmersdorf. Montag, den 4. d. M., 7% Uhr, bei Rollath, Heidel. berger Blat 1, erweiterte Kreisvorstandssitung. 11. Kreis Schöneberg. Montag, den 4. d. M., 7 Uhr, Gigung der Elternbeiräte in der Schule Feurigstr. 57, 8immer 12. Alle Elternbeiräte der höheren und Gemeindeschulen Gohönebergs und Friedenaus müssen erscheinen. 12. Streis Eteglig. Montag, den 4. t. M., 8 Uhr, Kreisvorstandssitung an bekannter Stelle. Erscheinen Pflicht. 12. Berwaltungsbezirk: Montag, ben 4. d. M., 8 Uhr, Fraktionssitung. Alle Bürgerdeputierte müssen er20. Kreis Reinidendorf. Montag, den 4. b. M., 7% Uhr, im Lehrerzimmer ber 4. Gemeindeschule in Reinidendorf- Oft, Sausoiterplay, Nähe Bahnhof Schönholz, Bollversammlung der vereinigten fozialdemokratischen Elternbeiräte. Bericht aus der Schuldeputation und Neuwahl eines Bitrgerbeputierten. 1. Kreis Mitte. Dienstag, den 5. Dezember, 7½ Uhr, Kreisvorstandssigung im Bürgerheim, Alte Schönhauser Str. 23-24. Aus besonderen Gründen muß die Sigung pünktlich beginnen. 11. Kreis. Dienstag, den 5. Dezember, 7 Uhr, Gigung der Zeitungskommiffion in der Vorwärts"-Spedition, Belziger Straße. Morgen, Montag, den 4. Dezember: 34. bt. 7 Uhr bei Koblenz, Boghagener Str. 17, Gigung der AbteilungsLeitung, Bezirksführer, Betriebsvertrauensleute und Elternbeiräte. Stellungnahme zur Neuwahl der Abteilungsleitung. Abrechnung der Berlosungsfarten und Ausgabe der Beitragsmarken. 59. Abt. Die angefeßte Funktionärkonferens fällt aus und findes Montag, ben 11., statt. Korge Kleid a. kunstseidenem Trikot 35000.44. Abt. Pünktlich 7 Uhr in der Oberklaffe der Schule Reichenberger Str. 44-45, Sigung sämtlicher Funktionäre. 86. Abt. Mariendorf. 7½ Uhr Funktionärsizung mit den Bezirksführern im Rathaus, Bimmer 26. 103. Abt. Oberschöneweide. 7% Uhr Vorstandssigung mit den Funktionären im Ronferenszimmer ber Rottmtener- Schule. Bünktlicher Anfang. demokratischen Elternbeiräte und deren Erfazvertreter. Vortrag des Genoffen Brinkmann. Sozialistischer Studentenbund. 8 Uhr spricht Genosse Dr. Magnus Sirschfeld im Institut für Serialwissenschaft, Beethovenstr. 3, über„ Segualreform auf Tegualwissenschaftlicher Grundlage". 108. Abt. Köpenick. 7 Uhr in der Dorotheen- Schule Freiheit Sigung der fozial. " Frauenveranstaltungen am Montag, den 4. Dezember: 15. Kreis. 7 Uhr Gigung aller Funktionärinnen in der Schule Niederschöne weide, Berliner Straße. 20. Kreis Neinickendorf, Rosenthal, Tegel, Hermsdorf. 7% Uhr im Gigungsfaal des Reinidendorfer Rathauses, Vortrag des Genossen Stadtarzt Dr. Sodam über ,, Erziehungsfragen". Jeder Ort muß vertreten fein. 7. Abt. 7½ Uhr bei Dahms, Schlegelstr. 9. Thema: Pflege des Kindes bis zum fajulpflichtigen Alter". Referent Genosse Dr. Feilchenfeld. 31. Abt. 7% Uhr bei Goldschmidt, Stolpische Str. 36. Thema: Unsere Kulturaufgaben". Referentin Genoffin Luise Kähler, M. d. 2. 46. Abt. 7½ Uhr bei Geißler, Staliger Str. 59. Thema: Das Reichsjugendwohlfahrtsgefeg". Referentin Genossin Hedwig Wachenheim. 81. Abt. Friebenen. 7½ Uhr in der Luisen- Schule, Goßlerstr. 13-14. Tema: Die feruelle Aufklärung der Jugend". Referentin Frau Dr. Foth. 84. Abt. Lankwig. 7% Uhr Handarbeitsabend in der 1. Gemeindeschule, Schulftraße. Uebermorgen, Dienstag, den 5. Dezember: 11. 82. bt. 7% Uhr bei Berger, Levezowftr. 21, wichtige Funktionärsigung. Er fcheinen aller Funktionäre erforderlich. Jeder Bezirksführer muß unbedingt anwesend sein. Abt. Steglig. 7% Uhr Sigung des erweiterten Abteilungsvorstandes bei Thiel, Albrechtftr. 87. Mittwoch, den 6. b. M., öffentliche Versammlung in der Realschule, Floraftr. 13. Bantangestellte! Alle sozialdemokratischen Bankangestellten treffen sich um 7 Uhr im Brandenburger Keller, Mittelstr. 29. Referent Genosse Dr. Schütte. Frauenveranstaltungen am Dienstag, den 5. Dezember: Charlottenburg. 51. Abt. 7½ Uhr bei Barabasch, Friedrich- Karl- Platz 5. Refe. rentin Genoffin Martha Steinig über Neue Schulen neue Menschen". Gäste willkommen. 56. Abt. 7 Uhr bei Schneider, Holzendorffftr. 14. Thema: Unfere wirtschaftliche Lage". Referentin Genossin Herz. 108. Abt. Röpenid. 7 Uhr in der Dorotheen- Schule Freiheit. Jugendveranstaltungen. Morgen, Montag, ben 4. Dezember, findet im Jugendheim, Lindenstr. 3, eine Mädchenkonferenz statt. Vortrag: Die Frau im Altertum". Alle Abteilungen müssen vertreten fein. Sonntag, 3. Dezember 1922 Aus der Partei. Ein sozialistisches Studentenheim in Wien. Die Wiener sozialdemokratische Studentenvereinigung eröffnet am 1. Januar 1923 ein Studentenheim, das sozialistischen Hochschülern Unterkunft und volle Verpflegung gewähren wird. Genossen, die in Wien studieren wolfen, tönnen sich bei dem Obmann der Vereinigung, Genossen Eduard Start, Wien 1, Ebendorfer Str. 7, unter Nachweis der Parteimitgliedschaft anmelden. Gleichzeitig wird eine sozialistische Studentenmenfa eröffnet, die Mahlzeiten billig bieten kann. Die soziali stischen Hochschulausschüsse werden ersucht, ihre Mitglieder auf diese Wiener Einrichtungen aufmerksam zu madjen. Vorträge, Vereine und Versammlungen. Bereinigung der Freunde von Religion und Böllerfrieden. Genosse Pfarrer Bleier hält feine nächste religiöse Feierstunde am heutigen Sonntag, abends 6 Uhr, in der Trinitatis- Kirche, Charlottenburg, Karl- August- Plaz, ab. Thema: Das Reich der Zukunft". Dienstag, 7½ Uhr, öffentlicher Vortragsabend in ber Kaiser- Friedrich- Schule, Charlottenburg, Knesebeckstr. 24( am Bahnhof Pfarrer Bieler spricht über ,, Die neue Religion". Die Orts Gavignnplah). gruppe Steglit obiger Bereinigung veranstaltet am Sonntag, den 10. Dezember, abends 7 Uhr, in der Mittelschule I, Stegliz, Sachsenwaldstraße, eine Geierftunde. Pfarrer Bleier spricht über ,, Weihnachtsgedanken". Durch Musik- und Gesangsvorträge wird die Feier stimmungsvoll umrahmt. Internationaler Bund der Kriegsopfer, Ortsgruppe Schöneberg. Montag, den 4. Dezember, 7 Uhr, im Lindenpart, Sauptstr. 13, öffentliche BersammlungThema: Gegen das Glend der Kriegsopfer und Arbeitsinvaliden". Die Sozialdemokratischer Männerchor Hallesches Tor". findet wegen Verhinderung des Dirigenten schon morgen, Montag, abend statt. Geschäftliche Mitteilungen. Uebungsstunde In der heutigen Nummer unseres Blattes finden unsere Lefer ein Inferat der Firma Franz Borowicz, Berlin, Waldemarstr. 27. Der Berlag des Groß- Berliner B. 2. B."( Branchen- Telephon- Abreßbuch) gibt für die neuen Interessenten noch eine gebundene Extra- Ausgabe heraus; Diese ist, folange Borrat reicht, unmittelbar beim Berlage für Handel und Industrie, Wilhelmftr. 118, erhältlich.( Preis nur 2000.) Stoffe Nusrael GEOR. 1815 BERLIN C KÖNIGSTR.* SPANDAUERSTR. Damenkleidung Bluse aus gestreiftem Flanell, halsfrei oder hochgeschlossen 1650.Jumper aus vorzügl. reinwoll.. 12500.Morgenrock as molligem 7500.Trikotstoff mit Stickerei... Trikotstoff... Kleid aus vorzügl. reinwoll. 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Zeltung MURNAU UFA- PALAST AM ZOO Beginn: VarietéProgramm 1/45, 127 u. 9 Uhr AM ZOO Vorverkaut: 11-1 Uhr Etablissement Café ielka Besitzer u. Leiter Robert Zielka Varieté, Kabarett, Billards, Restaur., Konditorei Friedrichstr.59/ 60 Ecke LeipzigerSt. Heitere Spiele Margaretensaal 734 U abds. 73 U. Neues großes Dezember Programm Gastspiel Josefine Dora Paul Rochelli mit sein. Littboy Richard Schwarz Stegreifdichter Stolzenfels Quartett Leitung Fritz Wilhelms- Frenkel Erna Mader in ihrer parodistisch. Szene: ,, Frl. Sonnenschein" Gesch. Leonard Xyloph- Künstl. Luise Webner Soubrette Alice Spiezer Tänzerin Renate Ravenstein Sängerin 2 Balletts 2 m. d. Solistinnen Erna Gageike Elsa Reiche Marg. Reinhardt 2 UR 68ASS CAFKAHLBAUM AKT- GES BERLIN SEIT 1818 Kahlbaum Liköre& Weine Täglich! KAMMERLICHTSPIELE IN UFAHAUS POTSDAMERPLATZ Ein Filmwerk in sieben Teilen bearbeitet und aufgenommen von Prof. Dr. F. 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Unsere Kommanditisten werden hierdurch auf Mittwoch, den 20, Dezember 1922, nachmittags 3 Uhr, zu einer außerordentlichen Generalversammlung nach unserem hiesigen Geschäftshause, BehrenLiebesagenteuer straße 42, II, eingeladen. Atlantide ihre Einziehbarkeit. Verhandlungsgegenstände: 1. Erhöhung des Kommanditkapitals von 610 000 000 Mark um 290 000 000 Mark auf 900 000 000 Mark durch Ausgabe von 290000 auf den Inhaber lautenden, vom 1. Januar 1923 Theater u. Kotth, Tor ab dividendenberechtigten Kommanditanteilen zu je 1000 Mark. Beschlussfassung über die Begebung Tagl. 7/2 und dieser Anteile unter Ausschließung des gesetzlichen Bezugsrechts der Kommanditisten sowie über Sonnt.nadim. 30. EliteII. Beschlußfassung über Aenderungen des Statuts, insbesondere der Art. 5( Richtigstellung Sänger Neues Progr.! der Zifferneinteilung des Kommanditkapitals, Einziehbarkeit der neuen Anteile), 6 Absatz 2( Streichung Z. Schloß: Seln der Worte innerhalb der nächsten vier Monate"), 7 d( Dividendenzahlung nach Maßgabe der Einschönstes Weih- zahlungen), 10( Streichung des Abs. 3), 13 Abs. 1 und Art. 15 Abs. 3( Erweiterung der Befugnisse des Aufsichtsrats wegen der Bezüge der Geschäftsinhaber, Neufassung des Satz 1 und des letzten Satzes in Art. 13 mit einem Zusatz betreffend Kündigung der Geschäftsinhaber), 17 Abs. 2( Streichun der Worte des Hauptkassierers"), 21 Abs. 1( Hinzufügung der Worte und höchstens zweiundversammlung gewählten", Aenderung des Satz 3). nachtsfest Primu + BREMEN vierzig". Streichung des Abs 2), 29 Abs. 1( in Satz 1 Hinzufügung der Worte„ von der Generalund seine Vertretungen Auskünfte, Drucksachen und Platzbelegung durch; In Berlin: Norddeutscher Lloyd, Kajütenbureau, Unter den Linden 1 ( Hotel Adlon), Lloydreisebureau F. Montanus, Invalidenstraße 93, Transatl. Reise- und Verkehrsbureau, Budapester Straße 5, Weltreisebureau, Union', G.m.b.H., Unter den Linden 22. Potsdamer Str. 19. Ecke Margaretenstr. Uraufführung des Goldwyn- Films Wenn der Sturm Zerbraust... Außerdem: Die deutschen Kampfspiele 1922 Vorstellung. 7 u.9, Sonnt. Beg. 4% U Bettwäsche Großer Weihnachtsverkauf! Günstigste Angebote! Infolge unserer Riesen- Umsätze sind wir in der angenehmen Lage, unsere Artikel äußerst niedrig zu kalkulieren; außerdem legen wir ganz besonderen Wert auf gute haltbare Qualitäten. Bitte, lassen Sie sich daher die Vorteile eines baldigen Einkaufs bei uns nicht entgehen. Unser gutes Renommee bürgt für beste Bedienung! Nachfolgend bringen wir einige Belspiele unserer Angebote: aus und Dechbettbezüge besten Stoffen 2800.- 3800.- 4800.- 6800.Kissenbezüge dazu passend a.haltb.Stoff., Dowlas- HausBettlaken tuch, Halbleinen, i. all.Größ. 1450.- 1950.- 2900.- 3800.Ober- und Unterbetten aus Staut sowie 4800.- 7400.- 10500.inlette Bunte Bezüge, nur prima Qualitäten, In großer Auswahl bestem federdichten und farbechten Köper Besonderes Angebot! Mengenabgabe vorbehalten! 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Zur Teilnahme an der Generalversammlung ist jeder Kommanditist, zur Stimmenabgabe bei den zu fassenden Beschlüssen sind nur diejenigen Kommanditisten berechtigt, deren Anteile mindestens acht Tage vor Berufung der Generalversammlung im Aktienbuche der Gesellschaft auf ihren Namen eingetragen sind, und welche ihre Anleile oder Depotscheine der Reichsbank oder der Bank des Berliner Kassenvereins spätestens einen Tag vor der Generalversammlung entweder bei einem Notar oder bei der Direktion der Disconto- Gesellschaft in Berlin, der Norddeutschen Bank in Hamburg oder dem A. Schaafhausenschen Bankverein A.-G. in Köln, oder bei einer Filiale oder Zweigstelle der vorgenannten Banken an anderen Plätzen, oder in Augsburg bei der Bayerischen Disconto- und Wechsel- Bank A.-G., 90 " " 10 19 " 90 " " " Barmen bei dem Barmer Bank- Verein Hinsberg, Fischer& Comp. , Breslau, außer bei der Direktion der Disconto- Gesellschaft, Fillale Breslau bei dem Bankhause E. Heimann Dresden bei der Allgemeinen Deutschen Credit- Anstalt, Abtellung Dresden. bei dem Bankhause Philipp Elimeyer, Frankfurt a. M., außer bei der Direktion der Disconte- Gesellschaft Filiale Frankfurt a. M. bei der Deutschen Effecten- und Wechsel- Bank, bei dem Bankhause E. Ladenburg, Hamburg, außer bei der Norddeutschen Bank in Hamburg, bei der Vereinsbank in Hamburg, Karlsruhe i. B. bei der Süddeutschen Disconto- Gesellschaft A.-G., bei dem Bankhause Veit L. Homburger, 99 9 Straus& Co., » Köin, außer bei dem A. Schaaffhausenschen Bankverein A.-G. bei dem Bankhause A. Levy, 99 " Sal. Oppenheim jr.& Cle., Leipzig bei der Allgemeinen Deutschen Credit- Anstalt und bei deren Abteilung Becker& Co., » Magdeburg außer bei der Direktion der Disconto- Gesellschaft Filiale Magdeburg, bel dem Bankhause F. A. Neubauer, 99 " Mannheim bei der Süddeutschen Disconto- Gesellschaft A.-G. 99 " Meiningen bei der Bank für Thüringen vormals B. M. Strupp A.-G. 99 München, außer bei der Direction der Disconto- Gesellschaft Filiale München, bei der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel- Bank, " . Bayerischen Vereinsbank, „ Nürnberg bei der Bayerischen Disconto- u. Wechsel- Bank A.-G., bei dem Bankhause Anton Kohn gegen Bescheinigung bis zur Beendigung der Generalversammlung hinterlegen. Berlin, den 29. November 1922. Direktion der Disconto- Gesellschaft Dr. Salomonsohn. Die Geschäftsinhaber: Dr. Russell. Urbig. Dr. Solmssen. Schlieper. Frank. Dr. Boner. Ständiges Lager Don ilb. 150 Standuhren i.all.Holz- u. Stilart. Schriftliche Garantie 14 Karat Gold- Armband- Uhren fomie Herren- Uhren, Gold, Trauringe. Jawelen, Silber kästen nach Gewicht. Alpaka- Bestecke Alte Juwelen, Gold- u. Silberwaren werden zu höchsten Tagespreisen angekauft. Kari Wutke Uhrmachermeister Juvalldenftr.16 Ede Gartenstraße ( Stett. Bht.) Gegründet 1900. 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Fröstelnd hetzen müde Menschen vorüber; im Zockeltrab stolpern arme, abge- magert« Droschkengäule mit ihrer Leiberfracht vorbei; Autos bremsen hupend um die Ecke; Elektrische bimmeln und kreischen in den Gleisen, und dazwischen schieben und schlängeln sich Krümperwogen und die Karren der fliegenden Händler. Die Normaluhr drüben leuchtet wie eine lebendige Scheibe durch den Abendnebel; noch fünf Minuten und ich werde mit einem ortskundigen Kriminalisten vom guten Stamm, der in den armen Geschöpfen, über die er zu wachen hat, nicht Hetzoieh, fondern arme Verunglückte sieht, einige Stunden durch die Kaschemmen und Pennen des Viertels streifen. Srutstätten üer Not. Es ist cm trauriges Wissen, das man auf den Gängen durch die Verbrecherasyle sich sammelt, die das Dunkel, um das kein« Weltstadt herum kann, in manchmal grauenhafter Weise aufhellen. Milieu der Hintertreppenbelletristik und modernen Kriminalfllme, kennt der Laie ihre Spelunken nur in der romantischen Ausmachung, die— mit Versenkungen, Geheimtüren, verborgenen Gängen, tech- nischen Signaleinrichtungen, als Mörderhöhlen von überhitzter Phantasie erzeugt— es in Wirklichkeil kaum gibt. Dem Kundigen zeigen sie sich anders: als Sammelstellen sozialen Jammers, Orte letzter Verzweiflung, Schlupfwinkel armer durch psychische Grenzzuständ« getriebener Individuen, Wolsshöhlen gerissener Ler- brechcr aus freiem Willen, Brutstätten grauenhafter Laster, schwerer Vergehen gegen die Gesellschaft meist auf Grund eines geistigen Defektzustandes, einer meist angeborenen Minderwertigkeit, die dem Verbrecher allen Zusammenhang mit und olle Verpslich- tungen gegenüber der Gesellschaft raubt, ihn antisozial werden läßt, und letzten Endes als Brutstätten körperlicher und geistiger Krank-- hellen. Es ist ja in den A f y l- K a s ch e m m e n meist der zweit- klassige, minderwertige Durchschnitt, der sozial bedauernswerte, der sichtbar ist. Ihre erstklassigen Kollegen, gewissermaßen Genies unter ihnen, die in einem bürgerlichen Leben unter anderen Umständen sehr wohl„etwas Großes" hätten werden können und die selbst als Geldschrankknacker, Juwelen-, Gold- und Warenhausdiebe, Hoch- stapler, Betrüger und Taschendiebe die Bewunderung ihrer Fach- genossen erregen, meiden oft die Kaschemmen, in denen sie nament- lich in unserer Razzienperiode die Aufsicht der Polente und den Ver- rat der Achtgroschenjungs, der Vigilanten, zu befürchten haben. 3m Cafe Dalles Eines der Berliner Hauptasyle ist das Cafe Dalles, zu dem wir in die Neue Schönhauser Strauße, wo wir unsere letzte Wanderung bei der Pfandkammer abgebrochen hatten, einbiegen. In Dalles haust, was kein« Bleibe, keine Braut, keine Hoffnung mehr hat; in Dalles landet, was ohne Zaster aus dem Zettchcn kommt. Hier werden die noch zachen Neulinge keß oder mürbe, die Halbwüchsigen haltlos. Das Bild, das einen drinnen angrinst, ist erschütternd. Zwei Tische lassen einen schmalen Eingang in das langgestreckte Lokal; hier löst man die Einlaßkarte für fünf Mark, die später auf das Nerzehrte angerechnet werden. Da aber die Kunden von Dalles meist der Dalles selbst schon verzehrt, haben sie dazu nichts und Nathan Vulkan, der Kaschemmenbesitzer, mutz auf feine Kosten kommen. Drinnen drängen und stoßen sie sich; an 500 werden es wohl sein. In der Mille derselben langen Wand, an der Schilder künden, daß der Wirt sich Singen und Ruhestörung, sowie den Eintritt der Jugendlichen verbittet, ein uralter Klimperkasten, auf dessen Klaviatur ein Musiker einen Gassenhauer hämmert, trotz der grauenhasten„Verstimmung" des blechern klirrenden Jnstru- mentes nicht ohne Talent, beinahe genial. Drei— Typ Boden- und Äellerdiel)stahl— sausen vorüber. Ich höre noch:„Mensch! Dct is n Tipp! Iibt'ne dicke Marie!" Hinter mir sitzt oder vielmehr liegt einer bei Bohnen mit Spitzbein.„Seine" neben ihm starrt ihm gierig auf den Teller und die Bissen, die„er" verschlingt. Zag- hast greift sie sich aus seinem Teller ein Spitzbein, während er auf- knurrt, knabbert den Knochen ab m?d kramt aus ihrer Tasche die letzten Scheine, mit denen sie sein Essen bezahlt, von dem sie einen Knochen hatte abnagen dürfen. Ich gehe rückwärts; da verschachert ein alter Kunde seine Schuhe am Leibe. Die Hyänen aus der Dra- gonerstraße bieten: er lacht, schlägt sie dann für S00 los, zieht sie aus, lacht halb betrunken, halb idiotisch und bestellt sich barfuß ein Bier und ein Essen. In der Ecke, wo sie mit glitzernden Dingen handeln, werden sie nicht handelseinig; es gibt Krawall. Die Schweren. Man trifft sie, die schweren Jungs, selten in den Kaschemmen. Sie haben schon ihre ganz bestimmten Lokale und feinere Passionen, darunter besonders die S p j e l l e i d e n s ch a f t. Sie aufzuspüren, heißt Glück haben. Ob wir es haben._..? Wir bununeln dem Scheunenviertel zu. In der Alten v ch ü tz e n st r a h e ist ein Cafe, wo die gerissenen Jungs— Geldschrankknacker und bessere Zuhälter— öfters anzutreffen sein sollen. Wir pirschen uns lang- fam an. Aha, vor der Tür lauert der Spanner, cm bekannter, alter, schwerer Junge, Geldschrankknacker von Berus. Er spinkst um die Ecke, an uns vorbei; rin in die Kartoffeln! Vorne im Lokal ein paar, die futtern, und Stammgäste beim Bier. Nanu...?!? Dafür stellt man doch keinen so gewiegten Spanner aus?!? Oder sollte da hinten...?!? Nun durch die Küche und— vor uns sehen wir die Garde, die wir suchten, alle schwer, schwerer, am schwersten, mitten beim Spiel, beim lieben, gemütlichen Spielchen. Sie merken nichts, so sind sie dabei. Zirka 50, so sitzen und stehen sie da dicht gedrängt um den improvisierten Bac-Trog— paar aneinandergereihte Tische primitivster Art, aus denen nur eines nicht primitiv ist— nämlich die Summen, die oben liegen, schöne, nied- liche, neue Tausender, und Hunderter. Päckchen. Sie merken immer noch nichts, aber auch gar nichts. Sie spielen ruhig weiter. Der Bänker, ein wie aus Zoppot hergezauberter Croupier- typ, will wohl gerade auszahlen; er hält seine Hondbank zwischen den Fingern, gut 50 Mille, vielleicht auch mehr, da reißt der Spanner die Tür auf, stürzt hinein:„Psssst! Die Krimi—" und siebt Brumme und„das Wort erstarb ihm im Munde"! Man sieht uns scheu von der Seit« an: wir sehen auf den Tisch und tuen so, als wüßten wir von nichts. Die Spieler stutzen:„Lampen? Polente? Kriminal? Die da...?" Einer lacht; ein anderer ruft „Weiterspielen!" Da tritt der Spanner näher; wir grinsen und tuen wie Waisenkinder: da begrüßt uns der Spanner, der in dem Krimi- nalbsamten einen alten„Freund" erkannt hat:„N' Abend, Herr Kommissar! Auch wieder mal auf Tur? N' bißchen Razzia...?" Jetzt wissen sie Bescheid, die schweren Jungs, und langsam— meine Tante, deine Tante! Dreh dich nicht rum, der Plumpsack Aeht um!— verschwinden die Scheine, schöne weiße, braune, karierte, Qubere, dreckige, aber alles Geld. Geld. Geld, dos sie auf chre Bahn gebracht hat und das sie auch noch weiter, tiefer bergab bringen wird. Da verschwinden auch wir. Jetzt ist hier doch nichts mehr los. Das Geschäft haben wir ihnen vermasselt-, und während wir, scheu beäugt, das Lokal verlassen, verkrümelt sich einer nach dem anderen: Bank gesprengt!_ Die Küche in öer Keithftraße. Das 4aus K e i t h st r a ß e 11 beansprucht fest Tagen ein be- sonderes Interesse. Hier sind die Bureaus der Bühnenge- n o s f e n f ch a f t. hier sitzt Tag und Nacht das Präsidium und die Streikleitung, hier in den vielen Zimmern und auf den ein wenig engen und dunklen Fluren drängen und drücken sich Schauspieler und Schauspielerinnen. Hier ist das Große Hauptquartier des Schauspielerftreiks. In schönem SvlidarstSisgefühl und mit einer Einmütigkeit, die etwas Ideales hat, halten alle zusammen, tritt einer für den anderen ein, und aus diesem Zusammengehörigkeitsgefühl heraus hat man nun auch eine gemeinschaftliche Küche eingerichtet. Es ist eine beiondere Küche, weil besondere Köchinnen, die sonst auf der Bühne stehen und alle möglichen Rollen tragieren, vor dem Koch- Herd an Töpfen und Tiegeln geschäftig sind. Frau Neville, Frau List und viele andere haben sich in den Dienst der guten Sache ge- stellt und sorgen tatkräftig dafür, daß auch der Magen der Männer, die für die Genossen in ermüdender Arbeit und angestrengtester Tätigkeit sinnen und sorgen und die kaum Zeit finden, ein Nestau- rant aufzusuchen, auf seine Rechnung kommt. Keiner wird seine Sympathie den tapferen Frauen der Streikenden versagen. Diese gemeinschaftliche Küche steht unter der Leitung der kleinen, munteren Lotte Fließ, die mit Umsicht und Energie ihres Amtes waltet. Und die Schauspielsrinnen, die jetzt Köchinnen sind, haben es wahrlich nicht leicht. Gekocht wird in der nur kleinen Küche des Portiers im Souterrain. Zur Ergänzung und Vervollständigung gewisser- maßen des Kochherdes haben Kollegen des Deutschen Theaters einen Grude-Ofen und einen Gaskocher gestiftet. Ein anderer, der ungenannt bleiben will, hat Töpfe, Teller, Tassen und Bestecks ge- liefert. Kohlen müssen besorgt, Lebensmittel eingekauft, Kartoffeln und Gemüse geputzt werden. Alle Arbeiten werden freudig aus- geführt, denn jede weiß, daß auch sie an ihrem Teil im sozialen Interesse tätig ist Letzthin lieferte die Küche zum erstenmal Essen: Wirsingkohl mit Rindfleisch. Und keiner fand an dem Menü etwas auszusetzen. Für die Männer der Streikleitung mit ihrer nervenzersetzenden Arbeit wird außerdem stärkende Bouillon gekocht. Für das Mittagessen nimmt man nur hundert Mark, während die baren Auslagen auf mindestens 175 M. für die Portion veranschlagt werden müssen. Vorläufig wird nur für fünfzig Personen gekocht, die in der Küche und in der guten Stube des Portiers speisen. Man hofft ober bald eine bedeutend größere Anzahl beköstigen zu können. Jedenfalls ge- btthrt den Schauspielerinnen aller Dank dafür, daß sie mit rascher Energie„umgelernt" hoben, Köchinnen geworden sind und dafür sorgen, daß die Männer, in deren Händen ihr soziales Schicksal liegt, nicht hungern. Tie neuen Kohlenpreise ab Montag. Da? Kohlenaint teilt mit: Auf Grund der bereits am 1. d. M. erfolten Heranssetzung der Produktionspreise und der ISOprozentigen Erhöhung der Babnfrachten ist eine entsprechende Heraufsetzung der Klcinvertanfspreise für Briketts und Kohlen erforderlich geworden. und zwar gelten diese neuen Preise mit Wirkung vom 4. Dezember: Küchen- und Ofenbrand VrikeitS je Zentner 1492 M. ab Lager. lböO M. frei Keller, GaSkokS 2099 M. ab Lager, 2770 M. frei Keller, bei subrenweiser Lieferung Briketts 1692 M. ab Lager, 1545 M. frei Keller, GaSkokS 2099 M. ab Lager, 2701 M. frei Keller.____. vom Offizier zum Hochstapler. „Hochgradig geistig minderwertig". Ein ehemaliger Fliegeroberleutncmt Max E n g e l s ch a l l hatte sich wegen mehrerer in Deutschösterreich begangener Straf- taten vor dem Strafrichter zu oerantworten. Das deutsche Reichs» strasgesetzbuch enthält einen ebenso unbekannten wie auch fetten angewandten Paragraphen, nach dem ein Deutscher wegen Straf, taten, die er i m Auslande begangen hat, auch in Deutschland bestraft werden' kann, wenn die fraglichen Delikte auch nach dem deutschen Strafgesetzbuch strafbar sind. E. machte schon einmal von sich reden, als er bei einer Konsul- tation des Rechtsanwatts Dr. Frey dessen goldenes Ziga- r e t t e n e t u i entwendete. E. war im Kriege Offizier und wurde in Frankreich abgeschossen. Er erlitt dadurch«ine schwere G e- Hirnerschütterung. Nach seiner Entlassung begann er. da sein« Familie sich von ihm lossagte, ein Abenteurer- und H o ch st a p l e r l e b e n, das ihn auch wiederhott mit dem Straf- gcsetzbuch in Konflikt brachte. Im Februar d. I. war E. wegen ver- schiedener in Berlin begangener Straftaten nach Tirol gegangen. Hier fand er im Hause eines Hauplmaims a. D. häusige Aufnahme. Er dankte dies damit, daß er seinen Gastgeber erst um 3909 M. be- schwindelte und auf dessen Namen überall Schulden machte. Ferner entwendete der Angeklagte einem dortigen Hotelbesitzer 5 2 000 Kronen und goldene Schmuckgegenstände im Werte von zwei Millionen Kronen. Aehnliche Straftaten verübte E. auch in anderen Städten. Der Staatsanwalt beantragte ein Jahr drei Monate Gefängnis. Das Gericht sah die Sache milder an. da der Angeklagte nach dem Gutachten des vernommenen Sachverstän- digen ein hochgradig gel st ig minderwertiger Mensch sei. Das Urteil lautet unter Einbeziehung einer schon vorher er- kannten Gefängnisstrafe auf 10 Monate Gefängnis. Sem Umzug der Arbeltcrabstioenlen. Die Polizei muckt dar- auf aufmerksam, daß der für heute geplante Umzug der Arbeiter- abstinenten durch Schöneberg nicht zugelassen werden kann. Bor einiger Zeit wurde ein generelles Verbot gegen Umzüge und Demonstrationen unter freiem Himmel erlassen, da« beule noch fortbesteht. Die Polizei sieht, wie wir hören, keine Möglickleit, bei der Veranstaltung der Abstinenzler eine Ausnahme zuzulassen. 301 Die Welk ohne Sünde. Der Roman einer Rlinule von ViSi Baum. Die Baracken find von Gärten umgeben und die Gärten von hohen Mauern. Das Tor ist versperrt. Zwei Pförtner wechseln in der Wache ab. Die Frauenbaracke liegt eine Stunde Wegs von der Männerbaracke entfernt. In der Männerstation smd keine Säuglinge, aber sie ist überfüllt. Die Betten stehen dichtgedrängt, einer lebt im Dunstkreis des andern, einer haßt den andern auch hier. Es ist wenigst Weinen in diesen Sälen. aber mehr Geschrei, Empörung, Streit. Ein Land, in dem die Mörder frei herumlaufen, und die Buben, wenn sie ihre Kinderkrankheiten durchmachen, gefangen gehalten werden! Fäuste auf Tischplatten geschmettert: Lärm. Sie haben hier alte, häßliche Schwestern, denen dennoch jeder Blick die Kleider abreißt. Zwei Bäume von Wärtern sorgen handgreiflich für Ordnung. Dazwischen stille, schlaffe Menschen, die stumm herumsitzen in den Gärten oder über Büchern, die beflissen ein- nehmen, salben, impfen und gesund werden wollen. Schuster Egge ist unter den Stillen. Manchmal trüben sich seine Augen ganz plötzlich, das ist, wenn er an Dorine denkt. An einem Abend, da Egge im Garten die Beete goß, hörte er aus der Welt jenseits der hohen Mauer ein Lied, dos er kannte. Er schwang sich auf die Mauer, da stand Dorine unten. Dorine mit dünnem Haar, erloschen und den- noch brcimend, und flüsterte ein paar Worte. Dann kam ein Wärter und holte Egge von der Mauer herunter; es war im Grurch verboten, hinaufzuklelleru. Egge ging still zu Bett und lag die ganze Nacht wach. Dorine also war ausgebrochen, war dem höllischen Krankensoal bei Nacht entwichen, war geduckt wie ein Tier heimgelaufen zu ihrer Hütte, hatte die Barackenkleidung gegen die eigene farbenfrohe vertauscht, war von morgens bis abends unter der Mauer gestanden, und hatte manchmal ihr kleines Lied vernehmen lassen. Sie war gesund. Dorine, so sagte sie. Sie wollte zu ihrem Mann. Es war nicht viel Denken in ihr. nur Wollen. Am nächsten Tag stand sie wieder unter der Mauer und rief. Diesmal fing man sie und brachte sie zurück in die Baracke. Sie biß um sich. Egge, der«inge- sperrt war und es nicht sehen konnte, wußte es: sie biß wie ein Tier. Gisttge Wunden biß sie Schwestern, Wärtern und Doktoren, die sie in die Hölle zurückschleppten. Wenn Egge an sie dachte, konnte er nicht atmen. Und zugleich raste es böse und wild über ihn weg. Wenn er die Augen schloß, sah er Weib und Weib. Vielleicht schlug man sie. Gewiß schlug man sie. Immer knurrten in den Baracken Gerüchte von Schlägen. Mißhandlungen, Vergiftungen mit Serum, schreck- lichen und scheußlichen Experimenten an Kranken. Egge brach seine Stummheit entzwei, und als er zu reden begann, peitschte er wilder als die andern. Sie schliefen kein« Nacht mehr in seinem Saal und tags duckten sie sich zusammen und raunten. Es wurden oierundzwanzig völlig Geheilte entlassen in dieser Woche. Leonhard lieferte«ine Statistik ab; er hoffte bei strenger Durchführung der Jnternierung, Anzeigepflicht, Impfung und Behandlung in zehn Jahren die Seuche im Staat völlig zum Erlöschen zu bringen.... Im Morgengrauen tat Egge einen langgezogenen Schrei. Der Wärter kam, beugte sich über ihn, da warfen sich von hinten her Arme um seinen Hals, ein Kissen knebelte ihn. Sie warfen ihn auf ein Bett, schnürten ihn fest. Der Saal brüllte, Egge riß eine Eisenstange vom Fenster a5 unb raste den Männern vorauf. Schrei und Empörung warfen sie durch alle Räume, aufgerissen taumelte Saal auf Saal hoch. Die Eisen- stange schmetterte über den anderen Wärter hin, Blut stürzte ihm aus dem Mund. Hinter der Türe blieb er liegen. Kampf. Dann Sieg. Zwei schlaffe Menschenbündel mit hängenden Glied- maßen in den Garten geschleppt, auf die Mistbeets geworfen. Laß sie wieder aufstehen, wenn sie können oder laß sie ver- faulen, die Zuchthäusler. Zuchthaus nennt das Volk die Va- rocken. Das Tor ist versperrt, der Schlüssel fehlt, die eisernen Ketten liegen quer vor den Tordalken. Suchen, Fluchen, Streit. Die ohnmächtigen Wärter werden nach den Schlüs- seln abgetaster, im Pförtnerhaus suchen«die zerfetzten Aus- brecherfäuste alle Winkel ab. Dann heiseres Geschrei. Einer hat mit Ellenbogen an den Kontakt gestoßen, der die Ketten schloß, sie springen rasselnd zu Boden. Egge ist es, der das Tor zuerst aufreißt und dann atmet, als wären die Monate nur ein Kampf mit dem Ersticken gewesen. Morgensonne über der Stadt. Ohne ein Wort der Verständigung ziehe« sie ihren Weg zur Frauenstation. Wer eine Frau hat oder eine Geliebte, der weiß sie in der Baracke, zur Behandlung oder zur Untersuchung. Die Frauenstation war in Fieber. Seit Dörmens Ausbrechen und Wiederkommen schlich eine stumme Raserei in den Sälen herum, unterirdisch und in nichts zu beschwichti- gen. Ueberreizte Nerven ahnten Befreiung. Ein Wort glitt aus, unflätig und voll Haß, oder eine Hand, aufgehoben gegen das sanfte Gesicht der verbindenden Schwester. Stummsein in den Nächten und dann wieder plötzliches Aufschreien. Leonhard selbst schlief in der Baracke, war immer zur Hand, bei solchen, die litten und solchen, die simulierten. Es starb eins von den Kindern, ein süßes kleines Mädchen, das zur Impfung da war. Es erkrankte an Bräune, wurde iso- liert, starb. Im Morgen kamen verworren viele Männerstimmen da- her und stießen an die Mauer, rückwärts, wo Stadt und Ba- racke in wüstes Vorland verliefen. Die Frauen lagen wach in den Betten und stellten sich schlafend. Sie hörten wohl, was da kam, Gebrüll oder Gesang, sie verstanden den rauhen Chor und warteten wie Katzen. Als die Männer über die Mauer kamen, einer auf den Schultern des anderen, brach Schrei aus allen Sälen. Sie stürzten auf, vorwärts, überrannten Hindernisse: Betten, Türen, Schwestern, Aerzte. Im Garten fanden sich Männer und Weiber; Leonhard ward in den Knäuel ihrer Umarmungen gerissen, sie traten ihn beiseite, schlugen ihn, brüllten ihm Schnmtz und Fluch in die Ohren. Taumelten zum Tor, warfen die Pförwer mit den Köpfen an die Mauer, öffneten den Kontakt, diese verfluchte Erfindung des Gift- Mischers Börries. Da war ein Name und eine Rache.„Zur Fabrik!" brüllte es,„Börries soll sein Serum saufen!" Voraus dem Zug taumelten die luetischen Gespenster, die der Tag der Empörung aus ihren Winkeln gerissen hatte. Die Fabrik war abgesperrt. Um das Geviert ihres Kam- plexes lag das Gitter mit Elektrizität gefüllt, jeden tötend, der es berührte, jedem bekannt, seit es die staatlichen Maga- zine schützte. Sie wichen zurück, schrien in einem einzigen heiseren und wutvollen Schrei aus. standen unschlüssig, dann sanken da und dort Paare hinter Mauerresten zueinander hin. (Fortsetzung folgt' ORIENT WENESTI RUND Mittwoch, den 6. Dezember: Deffentliche Boltsversammlungen " Eine 98- Millionen- Weihnachtsspende. Gegen diesen Borschlag wandte sich mit aller Schärfe der Intendant dem Potsdamer Bahnhof plöglich von einem Unwohlfein befallen feinen herzlichsten Dant übermitteln lassen. und verstarb in einem Krantenwagen des wendung der Spende hat er den Reichsarbeitsminister gebeten, zu übertragen. Um das Deutsche Opernhaus. bildeten Kindergärtnerin und einer Hausmutter für den WirtschaftsNachdem in der letzten Generalversammlung, wie berichtet, die betrieb. Die Kinder sollen hier möglichst von morgens 8 Uhr bis Die New Yorfer Staatszeitung" hat zur Linderung non der Verwaltung gemachten Vorschläge zur Rettung des Deutschen nachmittags 4 oder 5 Uhr zusammengehalten werden und werden Opernhauses in Charlottenburg durch den die Aktienmehrheit ver- daher auch mit zweitem Frühstück, Mittagessen und Besperbrot be- der Not in Deutschland eine Weihnachtssammlung tretenden Opernverein zu Fall gebracht waren und Baurat föftigt, wofür im ganzen 150 M. pro Woche zu zahlen find. Ange- eingeleitet, der sich die mit ihr verbundenen Blätter angeschlossen Ahrens den Vorsiz im Aufsichtsrat und sein Aufsichtsratsmandat gliedert ist dem Kindergarten eine Hortabteilung. Die schulpflichtigen haben. Der Reichspräsident hat sich auf Wunsch der„ Staatsniedergelegt hatte, war zu gestern abend eine neue General- Kindern am Nachmittag eine Unterkunft bietet. Freunde der Kinder zeitung", die sich mit eintausend Dollar an die Spitze der versammlung einberufen worden, die sich mit den neuen Vor- fönnen es dem Kindergarten durch Zuwendungen erleichtern, Sammlung gestellt hat, gern bereit erklärt, den Ertrag der Spende schlägen des Deutschen Opernvereins zur finanziellen Sanierung seine einstweilen noch bescheidene Sammlung von Beschäftigungs- entgegenzunehmen und für zwed mäßige Verteilung Sorge mitteln zu erweitern. zu tragen. Als vorläufiges Ergebnis der Sammlung hat des Unternehmens zu beschäftigen hatte. Die Versammlung, die dieser Tage der Berliner Vertreter der Staatszeitung", Schmit, sehr stürmisch verlief, wurde vom Geh. Baurat Ahrens geleitet. Der Der bekannte Berliner Pathologe Professor Oestreich, der Leiter dem Reichspräsidenten den Betrag von 12000 Dollar( ca. Antrag des Deutschen Opernvereins geht dahin, Obligationen des Augusta- Hospitals, ist am Sonnabend plötzlich verstorben. 98 Millionen Mart) überreicht. Der Reichspräsident hat der„ New in Höhe von 50 millionen Mart auszugeben. Dia näheren Bedingunger. der Ausgabe soll der Aufsichtsrat feststellen. Er wurde, als er eine Reise nach Magdeburg antreten wollte, auf Yorker Staatszeitung" und allen Ependern für die tatkräftige Hilfe Wegen Ver Hartmann. Seine Darlegungen gipfelten darin, daß derartige Rettungsamtes, der ihn in das Augusta- Hospital bringen schnellstens einen Blan vorzulegen. Die danach festgelegte VerBeschlüsse nur geeignet feien, dem Deutschen Opernhause das Wohlwollen der Stadt, auf die das Unternehmen angewiesen sei, zu ver- und hat sein befanntes Lehrbuch Sektionstechnik ge= follte. Prof. Destreich war Assistent des Prof. Birchowteilung beabsichtigt der Reichspräsident dem Reichsarbeitsministerium scherzen. Er teilte mit, daß dank der Kasseneinnahmen aus den ersten sieben Aida- Borstellungen mit ca. 9 Millionen Mart es mög- schrieben. Er hat im Kriege zwei Söhne verloren. lich sei, die völlige Auftreibung der Ausstattungsbeschaffung dorzunehmen, außerdem sei das Deutsche Opernhaus dadurch in die Lage verfekt, fich den Grundstock für die Ausstattung der Bauberflöte zu beschaffen. Für die auszugebenden Obligationen sollte der Fundus des Deutschen Opernhauses als Pfand dienen. Dieser ist aber schon der Stadt, der Eigentümerin des Grundstüces und der Gebäude des Deutschen Opernhauses verpfändet, und der Vertreter der Stadt erklärte, daß die Stadt feineswegs auf ihr Pfandrecht verzichte. Es blieb also nichts anderes übrig, als einen anderen Weg zur Sanierung einzuschlogen. Es wurde dann auch be schlossen, das Aktienkapital um 4 Millionen Mark zu erhöhen. Hiervon zeichnet Baurat Ahrens 2 Millionen, eine Million wird bis zum 31. Dezember den bisherigen Aktionären zum Bezuge angeboten, 1 Million bleibt zur freien Verfügung der Berwaltung. Gegen den Protest einer Minderheit setzte der Deutsche Opernverein auch die Abberufung des bisherigen und die Wahl eines neuen Aufsichtsrats durch. Die Minderheit begründet ihren Protest damit, daß in dem neuen Aufsichtsrat unter Borsiz von Baurat Ahrens die Stadt nicht vertreten ist. Das Yagubug einer Hausfrau 2. Dezember. Der Tag hat schlecht angefangen. Heute früh, nachdem ich Feuer angemacht hatte, höre ich so ein merkwürdiges Zischen. Zu meinem Schreden entdecke ich, daß der Kochtopf läuft. Die teure Milch rinnt ins Feuer, es fängt an brenzlich in der Küche zu riechen. Bon drei Viertel Liter Milch ist fast ein Viertel ins Feuer gelaufen, den Rest habe ich in einen anderen Topf geschüttet. Der Topf ist fchon so oft gelötet worden. Ich besorgte dann die beiden Aelteren, Mar und Hermann, die zur Schule mußten und ging zum Klempner. Der schüttelte den Kopf und sagte, daß der Topf nicht mehr zu reparieren sei. Der hätte ausgedient, ich müßte einen neuen spendieren. Ein neuer Kindergarten für Berlin- Ost. Ich lief von einem Geschäft zum anderen und habe dann doch noch Kindergärten und Kinderhorte gibt es in Berlin in immer noch 2500 m. für einen Topf bezahlen müssen. Das ist eine ganz unzureichender Zahl. Die Arbeit auf diesem Gebiete ist bisher Ratastrophe jetzt im Weihnachtsmonat. Und wenn mein Mann nach von Vereinen geleistet worden, bei allmählich zunehmender Unter- Hause kommt, wird er gerade nicht sehr erfreut fein. Was hat man stützung durch die Gemeinde. Bürgerliche Kreise waren es, die das nicht früher für 2500 M. bekommen! Meine ganze Wirtschaft hat Kindergarten- und Kinderhortwesen beherrschen durften, weil die ia nicht mehr gefoftet. Nun heißt es wieder sich mehr einschränken. Arbeiterklaffe es ihnen überließ. Einen Versuch, das preisgegebene Bum Mittagbrot gab es heute Badpflaumen, die 190 m. Terrain zurückzuerobern, macht die Arbeitsgemeinschaft fosteten, dazu noch ein Pfund Mehl für 210 M., wenn man dann der Kinderfreunde. In Berlin- Oft hat sie auf dem Schul- noch Kartoffeln und Feuerung rechnet, jo tommt dieses grundstück BI um en str. 77 einen Kindergarten eingerichtet, der jetzt einfache Mittagessen für 5 Personen auf etwa 550 M. Die Geeröffnet worden ist. Räume, die bereits früher einen Kindergarten famtausgaben für heute betragen: beherbergten( er ist unter den Nöten dieser Zeit eingegangen), find/ Liter Milch 127,50 M. Uebertrag von den Bezirksämtern Mitte und Friedrichshain zur Verfügung 5 Bfd. Zuder geftellt worden. Die Neuausstattung ist zum Teil durch Genossen 1 Bfd. Reis der Arbeitsgemeinschaft beschafft worden, die selber Hand ans Wert 1 Bfb. Mehl. legten und die Räume einfach, aber freundlich und anheimelnd her Uebertrag. richteten. Auch ein Stüd Gartenland mit Bäumen ist da, so daß in der wärmeren Jahreszeit für den Aufenthalt im Freien die besten Bedingungen gegeben sind. Der Kindergarten, der mit zunächst 21 Kindern von Arbeitern, fleinen Gewerbetreibenden und fleinen Beamten eröffnet wurde, steht unter Leitung einer fachlich ausge• Der Ankauf von Gold für das Reich durch die Reichsbank und Poft erfolgt in der Woche vom 4. bis 10. Dezember unver ändert zum Preise von 20000 Mart für ein 20- Martftüd, 10 000 Mart für ein 10- Marfstüd. Für ausländische Goldmünzen werden entsprechende Preise gezahlt. Der Ankauf von Reichssilbermünzen durch die Reichsbant und Bost erfolgt ebenfalls unverändert bis auf weiteres zum 450fachen Betrag des Nennwertes. Für den notleidenden Zoo. Durch eine Folge fünstlerischer und gesellschaftlicher Veranstaltungen soll im Laufe des Winters versucht werden, einen Teil der zur Erbaltung unseres" 300" nötigen Mittel aufzubringen. An die Spike des Ehrenausschusses, der dem Unternehmen zur Seite steht, it Reichspräsident Ebert getreten. Als erite der geplanten Beranstaltungen findet am 12. Dezember 8 Uhr abends im Marmorinal und in den gefamten anderen Festräumen des Zoologischen Gartens ein Konzert- und Gesellschaftsabend statt. Eine Reibe der ersten Berliner Künstler und Stünftlerinnen werden mitwirken. Ludwig Julda hat für den Abend einen Brolog gedichtet. Der Reichspräsident hat sein Erscheinen bestimmt zugejagt. Der ganze Ertrag sämtlicher Veranstaltungen fließt dem Zoolo gischen Garten zu. Karten bei Bote u. Bod, Wertheim und an der Kasse des Marmorjaals( 300). Lebensmittelpreise der Woche. Zufuhr: Fleisch ausreichend. Geschäft mäßig.. Fische ziemlich ausreichend, Geschäft lebhaft. Obst und Gemüse reichlich, Geschäft rege. In der Woche vom 24. November bis 2. Dezember galten in der Zentralmarkthalle folgende Kleinhandelspreise: Rindfleisch 350-500 M., ohne Knochen 400-500 M. Schweinefleisch 500-700 M. Kalbfleisch 400-600 M. Hammelfleisch 400-500 M. Geräucherter Schinken 1000 M. und Speck 850-950 M. Puten 550 bis 2.600 M. Hühner 500-600 M. Gänse 600-900 M. Schellfisch 180 bis 260 M. Kabeljau 120-240 M. Schollen 300-350 M. Rotzungen 200 bis 300 M. In Eis: Hechte 350 M. Barsche 320 M. Plötzen 150 bis 250 M. Zander 450 M. Lebende Hechte 400 M. Bleie 300 M. Karpfen 400-450 M. Schleie 400 M. Eler 70-71 M. das Stück. Naturbutter 1440-1500 M. Schweineschmalz 1430 M. Erbsen 180-280 M. Weiße Bohnen 270 M. Linsen 350 M. Backobst: Birnen 150 M., Pflaumen 150-200 M., Gemischtes 200-400 M. Kartoffeln 78 M. Weißkohl 18 bis 20 M. Wirsingkohl 22-24 M. Rosenkohl 150-160 M. Spinat 70 M. Mohrrüben 14-16 M. Kohlrabi 25-50 M. die Mandel. Kürbis 6-10 M. Kochäpfel 20-22 M. Zitronen 40-50 M. das Stück. • 460, 220, 210, 1017,50 9. " 1 Bfd. Backpflaumen 1 Bfd. Malzkaffee. 1 Prd. Margarine. 1 Rochtopf Summa 1017,50 190, 19 216, 980, 2500, 4903,50 M. Man bleibt in einem Geldausgeben. Zwei Tage nach dem Ersten habe ich nur noch 12 787,10 M. übrig. Ich möchte nur wissen, wie weit ich damit reichen soll. WENESTI RUND ORANGE ORANGE ORIENT LUXUS ZIGARETTENRAUCHER! DAS ZIGARETTENKARTELL WILL IM VERBAND MIT EINIGEN HÄNDLERN DURCH EIN REVERS- SYSTEM DER AUSSERHALB DES KARTELLS STEHENDEN INDUSTRIE SEINE PREIS POLITIK AUFZWINGEN IN DER ABSICHT DIE PREISE UNSERER MARKEN AUCH WEITERHIN IM FREIEN WETTBEWERB DER KAUFKRAFT DES RAUCHER PUBLIKUMS ANZUPASSEN, HABEN WIR UNS ZUM WIDERSTAND ENTSCHLOSSEN UND ERFREUEN UNS DER ZUSTIMMUNG WEITER KREISE DES HANDELS UND DER CONSUMENTEN. ZIGARETTENRAUCHER, UNTERSTÜTZT UNSERE BESTREBUNGEN! FORDERT UND RAUCHT UNSERE MARKEN, SIE SIND VORZÜGLICH UND PREISWERT. ZUM WENESTI ZIGARETTENFABRIK A. // G. BERLIN SW. SW 68 ORANGE ORIENT LUXUS ORIENT WENESTI RUND A.M.CAY BELUN SCHIO. WENESTI RUND ORANGE Paschiffch Sohn Berliner Hausbesiker? Die christlichsoziale| b. Geczitky( Klavier), v. Siffmann( Bioline), Herr Hopf( Cello). Eintrittskarten Reichspost" in Wien gibt die Meldung eines serbischen Blattes wie- à 50 M. zu haben im Bureau des Bezirtsbildungsausschusses. Donners der, nach der der Sohn des Belgrader Ministerpräsidenten Pa- tag, den 14. Dezember nachmittags 5 Uhr, in der Urania, Taubenstr. 48, Der Film im Dienste des modernen Erziehungslebens". solits in Berlin nicht weniger als 23 große Säufer für starten à 20 M. in Burcan des Bezirtsbildungsausschusses. insgesamt 200 Millionen Marf getauft haben soll. Im ganzen follen sich 600 Berliner Häuser in jerbischen Händen befinden. Bezirksbildungsausschuß Groß- Berlin. Die für heute geplante Gianführung" Anatol" von Schnitzler im Neuen Theater am 300 fann infolge des Streits der Schauspieler nicht stattfinden. Die Starten behalten ihre Gültigkeit für später. Wann die ausgefallene Bor stellung nachgebolt wird, werden wir rechtzeitig im Vorwärts" bekanntgeben. Zur Weihnachtsverlofung ist die Ziehung auf Freitag, ben 15. Dezember verlegt worden. Lose sind noch zu haben im Bureau des Bezirksbildungsausschusses Lindenstraße 3, 2. Hof, 2 Trerpen, Bimmer 8 und bei den Bildungsausschußmitgliedern der Abteilungen. Die Gewinne liegen im Bureau zur Ansicht aus. Donnerstag, den 7. Dez., abos. 7%, Uhr, Kunstabend" in den Kammerfälen, Teltower Str. 1/4. Frau VobachSchnitt- und Handarbeitsmuster Crtsausschuß für Jugendpflege Neukölln. Montag, den 4. Dez., 7% hr: Kinoabend in der Schule Boddinstraße, Bunder des SchneeSchuhs", 1. Teil und Beiprogramm. Eintrittsfarten für Jugendliche 15 M. für Erwachsene 30 M. an der Abendkaffe. Elternversammlung. 21. und 219. Gemeindeschule, Danziger Str. ( Baradenschule), Montag, den 4. Dez., abends 7%, Uhr, in der Turnballe der Schule. Einziger Berhandlungspunkt: Die Sparmaßnahmen des Magistrats und die Eltern und Lehrer. Genosse Pfarrer Bleier spricht heute, Sonnlag abend, 6 Uhr in der Trinitatis tirche, Charlottenburg( mit Untergrundbahn bis Bismardstraße) über: Das Reich der Zukunft". Am Dienstag, den 5. Dez.. 7 Uhr, in der Kaiser- Friedrich- Schule, Knesebecstraße( am Savignyplaz) über:„ Die neue Religion". Diese Cebertranspende aus Norwegen. Der Deutsche 3entralausschuß für die Auslandshilfe erhielt fürzlich von einem norwegischen Hilfs= fomitee aus Bergen 100 Faß Lebertran zur weiteren Berteilung an Kinderhofpitäler und Tuberkulosejürsorgestellen. Spende murde angesichts der starten Luber? losegefähr= dung unserer Jugend mit besonderer Dankbarkeit auch seitens der Aerzte und Sachverständigen begrüt. Wetter bis Montag mittag. Zunächst mild und überwiegend trübe mit wiederholten, besonders im Norden ergiebigen Niederschlägen, haupisächlich Regen, bei frischen nordwestlichen Winden. Später nach vorübergehender Ausheiterung und Abkühlung wieder Trübung und neue Erwärmung, Bei Kopfschmerz Hof apotheker Otto's frovanille Frankfurt/ MS. bevorzugt Migräne. 7 ahnschmerz Rheuma me HEINRICH JORDAN Berlin SW 68, Markgrafenstraße, Ecke Lindenstraße Korsetts Herren- Wäsche Schürzen Damen- und Kinderwäsche Korsett grau Drell, m. Langetten- 8750 iße Oberhemden 4000 bis 6500 Weiße Bedienungsschürze aus Renforcé mit 165000 Taghemd Stickerei- Ans...... Beinkleid Kniform, Renforcé 1475 Langettenbesatz Untertaille breit. Stickerel 77500 aus stoff Mädchenhemd Lange.. nur in 50 cm 4975 garnierung Drell garnierung mit farbigem Besatz V von von Wiener Form, aus kräftig. WäscheWiener Form, aus gestreiften Gingham 1150ºº Korsett fange Form, weiß Taghemden... 2950 bis 3250 tuch mit Stickerei. Korsett rosa oder hellblau, geBlusenschürze bitimt. Drell, m. Spitzen- 145000 Nachthemden.. 3900 bis 4200 Taschentücher Damentuch Batist, m. 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Deutsche Teppiche verschiedener Qualitäten und Größen, Vorleger, Tisch- und Diwandecken, Gardinen Für die herzlichen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei der Berbrennung unseres lieben Baters, des Instrumentenmachers Robert Wagemann sagen wir allen Freunden und Bekannten nochmals unseren herzlichen Dank [ 49/14 Die Hinterbliebenen Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin H 54, Linienstraße 83/85. Geschäftszeit vorm.9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. Telephon: Amt Rorben 833, 834,835, 836. Achtung! Funktionäre. Achtung! Morgen, Montag, den 4. Dezember, nachm. 5 Uhr. in der SchultheißBazenhofer- Brauerei, Fidicinftr. 2/3: Versammlunge aller Funktionäre aus den Betrieben, welche dem Verband Berliner Metallindustrieller angeschlossen und Mitglied einer zum Metallfartell gehörenden Organisation find. Tagesordnung: Bericht über die Berhandlungen mit dem Berband Berliner Metallindustrieller. MS Butritt haben nur Rolleginnen und Rollegen, welche sich durch ihr Mitgliedsbuch und der mit dem Stempel BBMJ. Derfehenen Funktionärkarte ausweisen fönnen. Das Metallfartell. J. A.: Deutscher Metallarbeiter.Berband. Achtung! Junttionare. Achtung! Morgen, Montag, den 4. Dezember, nachm. 5 Uhr, in der Schulaula, Weinmeisterstr. 16/17: Gemeinsame Versammlung der Funktionäre, die nicht in den Betrieben des Verbandes Berliner Metallindustrieller be schäftigt find. Tagesordnung: Berichterstattung über die Verhandlungen mit dem Berband Berliner Metallindustrieller. Zutritt nur gegen Borzeigung ber Funktionärfarte und des Mitglitebsbuches. Dienstag, den 5. Dezember, abends 7 Uhr, im Verbandshaus( 8immer 10), Linienftr. 83-85: Kommissionsfihung der Etfendreher. Das Erscheinen aller Kollegen ist Bflicht Die Ortsverwaltung. 136/5 Decken Sie Ihren Betonn machung der Ortstrantentaffe der Gürtler Bekanntmachung Der 11. Nachtrag zu unserer Sagung in Ausbau der anderen, daß für kleinere unb größere Kinderfürsorge genehmigt. Dieser Nachtrag bestimmt unter zu Berlin Die 12. Abänderung der Sagung, be- Heilmittel der Betrag von 1000. und treffend die$$ 2, 4, 9, 17, 18, 23, 27, 30, fiir Silfsmittel gegen Berunstaltung und 30a, 45, 59, 60, 61, 62, 72, 79 und 90, ist Beritüppelung, die nach beendigtem Seil unter dem 23. 11. 22 vom Oberversicherungs- perfahren nötig sind, gemäß§ 20 Abs. 1, amt Berlin genehmigt worden. Die Aen- Ziffer 1, der Betrag von 1500 m. als 8uberung ist bereits am 1. 10. 22 in Kraft fchuß gewährt werden kann. getreten. Druderemplare find vom 11 12. 22 ab im Raffenlotal unentgeltlich zu haben. Berlin, den 3. Dezember 1922. Der Vorstand 173/18 Rarl Röder Ostar Runtiate Vorsitzender Schriftführer fōr Kommandit- Gesellschaft Bürgerliche WohnengsEinrichtungen Elsasser Strasse 1-2 am Rosenthaler Platz m Hause der Commerzbank Ständig. 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