Nr.57639.Jahrgang Ausgabe B Nr. 280 Bezugspreis: Für den Monat Dezember 750,-., Boraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet sowie Desterreich und Luxemburg 900,-M., für das übrige Ausland 1280,-M., Boftbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, England, Estland, Finnland, Frank. reich, Holland, Lettland, Luxemburg, Desterreich, Schweden, Schweiz, Tschechoslowakei und Ungarn. Der ,, Borwärts" mit der Sonntags. beilage ,, Bolt und Beit", ber Unter haltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten erscheint mochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal Telegramm- Adresse: » Sozialdemokrat Berlin Abend- Ausgabe Horwärts Berliner Dolksblatt 15 Mark Anzeigenpreis: Die einfpaltige Nonpareillegeile to ftet 160,-. Reklamezeile 800,-. ,, Kleine Anzeigen" das fettgebrudte Wort 45, M.( zulässig zwei fett. gebrudte Borte), jedes weitere Wort 35, M. Stellengesuche und Schlaferste ftellenanzeigen das Wort 25,-M., jedes weitere Bort 20,-. Worte über 15 Buchstaben zähten für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten 8eile 50,- M. Anzeigen für die nächste Nummer müffen bis 4% Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW.68, Lindenstraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr frith bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Dönhoff 292–295 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Mittwoch, den 6. Dezember 1922 Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Pofticheckkonto: Berlin 375 36 Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depofitenkaffe Lindenstraße 3 Das Urteil im Attentatsprozeß. Dehlschläger 10 Jahre 1 Monat, Hustert 10 Jahre Zuchthaus. B. S. Leipzig, 6. Dezember.( Eigener Drahtbericht.) Die Angeklagten nahmen das Urteil anscheinend teilnahmslos 3m Prozeß gegen die Scheidemann- Attentäter entgegen. Die Urteilsverfündung vollzog sich unter den üblichen verkündete heute mittag 12 Uhr der Vorsitzende des Staats- polizeilichen Schutzmaßnahmen. Zu Kundgebungen oder Zwischengerichtshofes, Senatspräsident Dr. Schmidt, folgendes Urteil: fällen ist es nicht gekommen. Der Prozeß, der heute mittag vor dem Staatsgerichtshof Der Angeklagte Dehlschläger wird wegen M ord. in Leipzig seinen Abschluß fand, bildet nur ein Glied in einer verfuches und wegen Bergehens gegen die Berordnung Rette gerichtlicher Berfahren, so wie das Verbrechen selbst, dem fiber den Waffenbesitz zu einer 3uchthausstrafe von die Verhandlung galt, nur ein Glied bildet in einer langen 10 Jahren 1 Monat, der Angeklagte Huffert wegen Kette von Verbrechen, deren Schlußstüd noch unsicht Mordverfuches zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt. bar ist. Man kann über die Zusammenhänge zwischen den Beiden Angeklagten werden die bürgerlichen Ehren- politischen Meuchelmorden und Meuchelmordverfuchen der rechte auf die Dauer von 10 Jahren aberkannt und die legten Zeit verschiedene Mutmaßungen hegen: unmöglich ist Kosten des Verfahrens auferlegt. Die zu der Taf benutzte nur eine Annahme, nämlich die, daß zwischen den geplanten Sprite wird eingezogen. und ausgeführten Verbrechen überhaupt fein Zusammenhang besteht. In der Allerdings wird sich diese Hoffnung nur bann erfüllen, wenn die Gesetze zum Schuß der Republit nicht abgebaut, sondern mit aller Energie angewendet werden. Die derzeit im Reich regierende Deutsche Boltspartei läuft gegen diese Geseze Sturm. Sie tut das aus naheliegenden parteitattischen Gründen, aber fie unternimmt damit etwas, was mit dem Eid, den ihre Minister auf die Republit geschworen haben, unter den gegenwärtigen Umständen nicht vereinbar ist. Die Republit darf sich die Verteidigungswaffe, die sie im Kampfe gegen ihre heimtüdischen mörderischen Feinde braucht, nicht aus der Hand winden laffen. Es handelt sich hier nicht um Geseze, an die der Maßstab normaler Zustände angelegt werden kann, sondern um Kriegsmaßnahmen, die zu treffen ein Gebot staatlicher Selbsterhaltung war. Nicht eher wird man auf fie verzichten können, als bis die Best der Mordverschwörung und der putschistischen Geheimbündelei in Deutschland ausgerottet sein wird. bei der Bürdigung der Beweisaufnahme zu denselben Ergebniſſen junge Leute auf den Gedanken gekommen wären, führende Cunos Kampf um das Vertrauen. Urfellsbegründung Betonte Senatspräsident Dr. Schmidt, daß der Staatsgerichtshof wie der Oberreichsanwalt gekommen fei. Nach dem eigenen Ein geständnis der Angeklagten und den Zeugenausfagen steht fest, daß beide Oberbürgermeister Scheidemann ftrafer wollten aus Rache für seine frühere Tätigkeit, nicht um feine weitere Tätigkeit zu verhindern. Beide hatten den festen Entschluß gefaßt, ihn zu töten, und an diesem Entschluß haben sie auch beide von Anfang bis zu Ende festgehalten. Beide mollten die Tat gemeinschaftlich begehen ㄓ und sich in den Ruhm dieser Tat teilen. Der Entschluß ist zur Ausführung gelangt, allerdings nicht mit dem erstrebten Erfolg, fei es durch Zufall, sei es durch höhere Gewalt. In Kassel haben die Angeklagten wochen lang alle Borbereitungen getroffen. Daß irgendein bestimmtes Moment fie von der Tat abgehalten hat, ist nicht anzunehmen. Bielleicht warteten sie in Raffel auf andere Waffen oder auf andere Anweisungen ihrer Führer und Anstifter. Möglicherweise erwarteten sie auch das Eintreffen von Gelb oder auch die Ankunft weiterer Teilnehmer. Für die Beurteilung der Tat find aber alle diefe Möglichkeiten gleichgültig, denn es steht feft, baß fie ihren Entschluß unter allen Umständen durchsetzen mollten. Das zur Tat verwandte Gift war zur Tötung des Opfers zweifellos geeignet, auch noch am Tage der Tat, wie ja der Erfolg beweist und zweifellos find sich beide Angeklagten dieser Tatsache auch bewußt gewesen. Bollständig gleichgültig ist es zu entscheiden, ob der eine oder andere Angeflagte vorübergehend in seinem Entschluß mantelmütig geworden ist. Denn am Tage der Tat felbft haben beide fich in dem feften Entschluß befunden, die Tat auszuführen. Die Ausrede der Angeklagten, daß sie an diesem Tage den Gummiball verbrennen wollten, hat das Gericht als nicht glaubhaft erachtet. Zu der Frage, ob der Angeklagte Hustert die Tat mit Ueberlegung ausgeführt habe, ist das Gericht zu der Ueberzeugung gekommen, daß Hustert teineswegs im Affett, fondern voll überlegt und umfichtig gehandelt habe. Ilm so mehr, als er ja schon mehrere Tage vorher sich in der gleichen Lage befand und bereit war, die Rolle des Täters zu übernehmen. Auch Dehlschläger wird nicht dadurch entlastet, daß er sich im legten Moment weigerte, die Tat auszuführen. Denn er hat ja nicht die Tat in dem Sinne aufgeben wollen, daß er sie verhindern wollte, fondern er hat das Unternehmen in völliger Billigung durch einen anderen fortfehen lassen. Infolgedessen sind beide Angeklagte N Die Breffe der äußersten Rechten, deren Spezialität der deutschvölkische Mörderschuß ist, sucht es noch immer so darzuftellen, als ob da und dort unabhängig voneinander fanatische Persönlichkeiten der Republit aus dem Wege zu räumen. Inamischen ist längst nachgewiesen, daß alle diese Attentäter und Selbst die eifrigften Befürworter der großen Koalition ihre Gehilfen denselben Geheimbünden angehören, innerhalb der bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft, also auch dieund daß die Gruppen, die verschiedene Mordkomplotte aus jenigen Bolititer im Zentrum und in der Demokratischen Barführten, untereinander in Berbindung standen. Die Spur tei, die, als sie vor der Alternative standen, mit der Deutschen der Scheidemann- Attentäter war schon verloren gegangen, bei Bolkspartei oder mit der Sozialdemokratie zusammen zu reder Suche nach den Rathenau Mördern wurde fie gieren, sich für die erste Lösung entschlossen haben, dürften wiedergefunden. Aehnliche Fäden führen zu dem Anschlag auf aus der bisherigen Entwicklung der Ereignisse erkannt haben, Harden hinüber. Der Name Titlesjen schafft eine Ber- daß sich die außenpolitische Situation Deutschlands infolge fonalunion zwischen den Attentaten auf Erzberger, Rathenau diefes von ihnen herbeigeführten Ronstellationswechsels nicht und Scheidemann. Das Verfahren, das bei allen Anschlägen gebessert hat. Die Tage, in denen auch die regierungsfreundangewandt wurde, weist verwandte Züge auf, die darauf liche französische Presse, angelockt durch die geheimnisvollen schließen lassen, daß sie alle nach dem gleichen Reglement aus Versprechungen deutscher Industrie- und Finanzmagnaten, geführt wurden. Ueberall wird mit einem 3 weimänner einen solchen Kurswechsel zu wünschen schien, sind vorbei: Die ystem gearbeitet, um den Erfolg zu sichern: wenn einer von gleichen Pariser Blätter, die fich für die Hinzuziehung der beiden schlapp wird, ist es die Aufgabe des anderen, ihn wieder Deutschen Volkspartei ins Zeug gelegt hatten, führen jetzt hochzureißen. Dem Opfer wird nach sorgfältigster strategischer gegen das neue Kabinett eine noch feindseligere Sprache als Ausarbeitung des Planes im Freien aufgelauert, auf Möglich gegen das alte. Auf der anderen Seite aber find jene lintsfeiten zur Flucht wird von vornherein Bedacht genommen, gerichteten Organe, die sich in den letzten anderthalb Jahren und die Flucht wird gemeinsam angetreten. Zwischen Hustert aufrichtig und feineswegs erfolglos bemüht hatten, eine symund Dehlschläger bestand ein tiefes Zerwürfnis, da Hustert dem pathische Strömung zugunsten der republikanischen Dehlschläger vorwarf, er habe im letzten Augenblick verjagt und Regierung Wirth zu erzeugen, sehen sich in ihren Bemühunihn vorgeschoben. Trotzdem bleiben die beiden beieinander, gen, Verständnis für die Lage Deutschlands zu erwecken, enthalten wie die Kletten zusammen und werden schließlich ge- täuscht und neigen instinktiv dazu, das Kabinett Cuno, in dem meinsam verhaftet. Ein Befehl muß fie zusammengehalten die Bolkspartei den Platz der Sozialdemokratie eingenommen haben, genau wie ein Befehl auch Tilleffen und Schulz, Fischer hat, als reaktionär zu betrachten und zu bezeichnen. Chaund Kern zusammenhielt. rakteristisch für diese Auffassung ist folgende Stelle eines Auffazes der start lints gerichteten und einflußreichen Zeitschrift Brogrès Civique", der sich übrigens auf das schärffte gegen die Ruhrpläne Poincarés wendet; " Ein Befehl ist es vor allem auch, der allen Angeklagten dieser Mordprozesse den Mund verfchließt. Den Studenten Günther trifft wegen seiner Gesprächigkeit die Feme selbst im Gefängnis. Alle benehmen sich etwa so, wie Wir werden heute ohne weiteres zugeben müssen, daß, wenn fich Kriegsgefangene bei der Vernehmung durch den Feind es auch wahr ist, daß Frankreich sich geduldig, duldfam und versöhn. vorschriftsmäßig benehmen müssen. Die Disziplin des Mili- lich gegenüber dem de motratischen Deutschland zeigen muß, tarismus feiert Triumphe, und die Strammheit des äußeren es nicht den geringsten Grund hat, eine ähnliche Haltung gegenüber Auftretens steht in direktem Zusammenhang mit der Ber- dem anderen Deutschland, dem Deutschland der Junker und der blödung der Gehirne. Kein Zweifel: dies alles find Lebens- Schwerindustrie, einzunehmen, das der neue Kangler in einem allzu äußerungen einer militärisch aufgezogenen Geheimorgani hohen Maße vertritt. organisation, die gegen die Republit Guerillafrieg führt. Die Bis zu feinem Sturze zeigte Herr Wirth wenigstens in seinen Schulz, Tillefsen, Fischer, Kern, Hustert, Dehlschläger usw., das Worten einen weitgehenden guten Willen. Sein Nachfolger, Herr sind die organisierten Hedenschüßen des Bürger- Cuno, gibt uns nicht einmal diese platonische Genugtuung. Er ist trieges. Nur mit dem Unterschied, daß diefe Heckenschüßenbeinahe offender Mann des Widerstandes. des gemeinschaftlichen Mordverfuches überführt. Beim Strafmaß war zu berücksichtigen, daß die Angeklagten in der Berhandlung, obwohl ihnen dazu die Gelegenheit weit gebenb gegeben war, feine Spur von Einsicht oder die man militärisch sonst so sehr verachtet, wenn fie auf der Wir sind überzeugt, daß dieses summarische Urteil nicht Reue gezeigt haben, sondern daß fie in dem Troh verharrien, den fie anderen Seite stehen nicht auf feindliche Formationen mur fehr o berflächlich, sondern auch ziemlich unge aus ihrem Milieu mitgebracht haben, deffen Tendenz darin besteht, schießen, sondern unbewaffneten ahnungslosen Bolfsgenossen recht ist. Indessen darf man sich darüber nicht allzu sehr alle rüdfichtslos zu strafen und zu vernichten, die ihnen als Geguer auflauern, und mit dem weiteren Unterschied, daß sich die wundern, nachdem z. B. Dr. Beder Heffen als ausgeerfcheinen, ob mit Recht oder Unrecht mag bahingestellt bleiben. Rechtspresse ihnen gegenüber nicht zu dem Grundfah bekennt: sprochener Vertreter des rechten Flügels der Deutschen BoltsDenn es handelt sich hier nicht darum, die politische Tätigkeit Scheibe" Hedenschügen gehören an die Wand!", sondern partei Reichswirtschaftsminister wurde, und nachdem übermanns zu beurteilen oder in Schuh zu nehmen. Ob die Angeklagten von britter Geite angeftiftet worden vielmehr sie als„ verirrte Idealisten" unter ihre schüßenden haupt der größte Teil der reaktionären Presse die neue Regierung mit beinahe offiziösen Allüren begrüßt hat und find, ist nicht mit Bestimmtheit erwiesen worden. Es ist aber höchst Fittiche nimmt. wahrscheinlich, daß fie im Banne fremder Meinungen ftanden und Für uns ist die Frage, ob die Angeklagten einer dieser unterstützt. Jedenfalls bedeutet diese Beurteilung der Regierung von dritter Seite darin bestärkt wurden. Das beweist doch gerade Prozeffe ein paar Jahre Zuchthaus mehr oder weniger erdas Verhalten der Angeklagten in der Untersuchung. Für das Urteil halten haben, nicht entscheidend. Entscheidend ist, ob es ge- Cuno einen schweren Nachteil nicht nur für sie selbst, sondern selbst war diese Frage nicht von Bedeutung. Zur Frage des Berlingt, den Kopf der Verschwörung zu entdecken und vor allem für ganz Deutschland. Der Reichskanzler, den wir, luftes der bürgerlichen Ehrenrechte ist das Gericht von die Hauptschuldigen zu treffen, die sich bisher immer im wenigstens nach seinen bisherigen Aeußerungen, feinen An bem Standpunkt ausgegangen, daß bei politischen Deliften grund- Hintergrund gehalten haben. Nach dieser Richtung hat der laß haben, als einen ausgesprochenen Vertreter der Reaktion fätzlich nach Lage des einzelnen Falles eine Lat ehrlos fein fann, Brozeß gegen die Scheidemann- Attentäter neue Fingerzeige zu bezeichnen, ist sichtlich bemüht, die Vorurteile des felbft menn fie aus politischen Motiven entsprungen ist. Man fann geboten, er hat das Material, das sich in den Händen der Be- Auslandes gegenüber seinen außenpolitischen Absichten zu fich Fälle denken, in denen die Motive nicht ehrlos find. In diesem hörden ansammelt, um wertvolle Stücke vermehrt. So darf besiegen und diesem Zwecke diente insbesondere feine jüngste Fall aber, wo aus dem Hinterhalt ein friedlich gefinnter Bürger überfallen ist, wo ein Mensch in Gegenwart seiner Tochter man hoffen, daß man eines Tages vor den Schranken des Rede vor dem Verein Berliner Preffe. Wir glauben fogar, und Enfelin überfallen wurde, handelt es sich unter allen Umständen Staatsgerichtshofes auch die Kapitäne des Meuchel- baß es feine Absicht ist, diese Vorurteile nicht nur durch aum ein ehrloses Verbrechen und es mußte deshalb auf Berluft mords erblicken wird, für die es feine Entschuldigung gibt Reden, sondern auch durch positive Schritte zu überber bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden, und die feine Schonung verdienen, minden. Das ist um so notwendiger, als im Auslande die Amerika gegen Poincaré. London, 6. Dezember.( TU.) Staatssekretär Hughes hat, Note vom 13. November instinktiv ganz anders beurteilt| Bermögenssteuer und der Erbschaftssteuer soll dem Gesezentwurf wird, wenn sie von der Regierung Wirth mit den Sozial- vorbehalten bleiben, der im allgemeinen die Auswirkungen der demokraten oder von der Regierung Cuno mit der Deut- Geldentwertung bei der Steuergesetzgebung berücksichtigt, und den schen Volkspartei als die Grundlage der deutschen Außen- ich Ihnen, wie bereits erwähnt, so bald wie möglich vorzulegen wie in politischen Kreisen verlautet, durch den englischen Botschafter. hoffe. Was die Bewertungsvorschriften anlangt, so wird eine in Amerifa der englischen Regierung mitteilen lassen, daß Amerifa politik bezeichnet mind. anderweite Regelung der Borschriften des§ 59a des Einkommen zu der bevorstehenden Brüffeler Konferenz sich zurückhaltend Nun fragt es sich, wie die beiden Rechtsparteien, fteuergefeßzes, der die fogenannten Ueberteuerungsrüd stellen müsse, angesichts des peinlichen Eindruces, den die die bisher dem neuen Kabineti mehr als wohlwollend gegen lagen behandelt, in Aussicht genommen werden müffen. Außer bisher befannt gewordenen französischen Pläne auf die überstanden, sich zu diesen positiven Schritten stellen werden, dem wird zu erwägen fein, in welcher Weise die sogenannten amerikanische Regierung gemacht haben. Amerika würde England die die Reichsregierung zweifellos vorbereitet. Herr Cuno cifernen Bestände beim Betriebsvermögen steuerwird sicherlich dem Ausland beweisen wollen( und müssen), lidh zu bewerten sind. Bei der Erbschaftssteuer wird für die Wert bei der Lösung der Reparationsfrage nur dann unterstützen können, daß er feineswegs der Mann des Widerstandes" ist. Er papiere eine ähnliche Bewertung einzutreten haben, wie ich fie für wenn diese nach friedlichen wirtschaftlichen Gesichtspunkten erdie Zwangsanleihe angedeutet habe. Eine der wichtigsten Fragen, folge. In politischen Kreisen glaubt man, daß die Reije des engwird im Gegenteil der Mann der fortaefegten Boli die es zu regeln gibt, ist das 3ahlungsproblem. Es wird lischen Botschafters in Berlin nach London im Zusammenhang mit tit der versuchten Erfüllung" sein, zu der er sich in weiten Kreifen als ungerecht empfunden, daß Lohn- und Ge- der amerikanischen Mitteilung steht. ja ohnedies in seiner Programmrede durch die rückhaltlose haitsempfänger den Lohnabzug und damit ihre Einkommensteuer Anerkennung der Note vom. 13. November bereits bekannt ganz oder zu wesentlichen Teilen unmittelbar und mit dem gleichen hat. Uns soll es nur freuen, wenn er dabei sein Ministerium Gelde bezahlen, indem sie Lohn und Gehalt empfangen, während geschlossen hinter, sich hat, wenn z. B. Dr. Becker- Hessen die übrigen Steuerpflichtigen ihrer als Minister für eine Politik verantwortlich zeichnet, die Steuerpflicht mit schlechterem Gelde er als Parteiführer bis zum Sturz Wirths so entfchie- genügen fönnen. Ich halte es für notwendig, daß auch den bekämpft hatte. Wir würden es jogar begrüßen, wenn die Einkommensteuer sobald wie möglich entrichtet selbst die Deutschnationalen, durch die Befehrung wird. Diese Möglichkeit besteht im Zeitpunkt der Abgabe des rechten Flügels der Deutschen Volkspartei angesteckt, ber Steuererklärung. Ich beabsichtige deshalb, eine gefeß ebenfalls Erfüllungspolitik zu treiben beginnen und deren liche Regelung dahin vorzuschlagen, daß jeder Steuerpflichtige. Notwendigkeit vor ihren Wählern begründen wollten. Damit wäre wenigstens der elenden Demagogie, mit er die Politik der Sozialdemokratie bisher befämpft wurde, ein Ende gemacht. Auf alle Fälle befindet sich Deutschland jetzt in einem interessanten Experimentierstadium, und wir tönnen im Intereffe unferes Volkes nur dringend wünschen, daß die Retorte nicht gerspringt. Hermes' Steuerprogramm. Abänderung des Zwangsanleihegesezes. Beschleunigung der Stenererhebung. gleichzeitig mit der Steuererklärung den Betrag einzuzahlen hat, den er nach seiner eigenen Eteuererklä. rung an Einkommensteuer schuldet, soweit er nicht durch Voraus zahlung oder einen etwaigen Lohnabzug gedeckt ist. Um dieser Borschrift den gebotenen Nachdruck zu verleihen, soll, wenn die Ent richtung der Steuer nicht zu dem vorgeschriebenen Zeitpunkt erfolgt, für jeden Monat ein Zuschlag von 10 Proz. zu zahlen sein. Auch für die rechtzeitige Einzahlung der Vorauszahlungen sowie der Körperschaftssteuer, der Vermögenssteuer und der Erbschaftssteuer wird für verspätete Zahlungen ein Zuschlag von 10 Broz. für jeden Monat erhoben. Die Maßnahmen erfordern, wie sich aus der Natur der Dinge ergibt, ein rajches Handeln; ich werde mich deshalb bemühen, die Gesezentwürfe, soweit sie nicht bereits vorliegen, Ihnen möglichst rasch zuzuleiten, und ich darf mir nur die Bitte gestatten, die Beratung der Entwürfe so rasch durch zuführen, daß sie noch vor Beginn der Veranlagung im Jahre 1923 Besegestraft erlangen fönnen. Völkischer Attentats- Humor. Die Schweiz gegen Versailles. Bern, 5. Dezember.( WTB.) In der heutigen Sigung des Nationalrats stand die Rheinfrage zur Erörterung. Die Ausschußmehrheit stellte folgenden Antrag: Die Bundesversammlung nimmt in zustimmendem Sinne Renntnis von den vom Bundesrat in der Rheinfrage, insbesondere in bezug auf die Teilnahme der Schweiz an der Rhein- Zentralfommission, besprochenen Maßnahmen. Die Kommiffion ffellt fest, daß die Rechte des Rheines im Bersailler Bertrag vergewaltigt worden feien. Daran fei nichts mehr zu ändern. Ein sozialdemokratischer Antrag will feststellen, daß durch die den Rhein betreffenden Bersailler Bestimmungen lebenswichtige Interessen der Schweiz auf das schwerste verlegt und die in der Schlußafte des Biener Rongresses von 1815 der Schweiz zugebilligten Rechte vergewaltigt worden sind. Bundesrat Motta verteidigte die Haltung des Bundesrats und erklärte, der Versailler Vertrag proflamiere den Grundfah der Rheinschiffahrt und gebe den an der Schiffahrt interessierten Staaten eine Art Priorität, wobei Frankreich das Recht gewährt werde, sich die Wasserfraft des Rheines dienstbar zu machen. Es wäre erwünscht gewesen, in Straßburg in der Frage der Regelung endgültige Zusicherungen bezüglich der Verteilung der Ausgaben zu erhalten. Hier bestehe eine bedauernswerte Lüde, die aber nicht dem Bundesrat zur Last gelegt werden könne, der die schweize rischen Interessen nach Möglichkeit zu wahren suche. In der Abstimmung wurde der sozialdemokratische Minderheitsantrag mit 87 gegen 49 Stimmen abgelehnt, der Antrag der Ausschußmehrheit angenommen. Auch die Resolutionen der Ausschußmehrheit wurden gutgeheißen. Lloyd George und die Arbeitslosenfrage. " Im Steuerausschuß des Reichstags führte heute der Reichsfinanzminister Dr. Hermes folgendes aus: Das Ihnen zurzeit vorliegende Gesez wegen Aenderung des Einkommensteuergesetzes ist, wie seine verschiedenen Borgänger, eine Folge der leider sich immer stärker geltend machenden Geldentwertung. Diese Geldentwertung muß aber nicht nur auf dem heute zur Beratung fiehenden Sondergebiete, fondern auch auf eine Reihe von anderen Steuern sich auswirken, und zwar hauptsächlich hinsichtlich des Tarifs der Bewertungsvor= fchriften und der Maßnahmen für eine beschleunigte Einzahlung der Steuern. Ich beabsichtige, diese Fragen in einem London, 6. Dezember.( EP.) Lloyd George ergriff gestern besonderen Gesetze zu regeln, das dem Reichsrat und dem Reichstag sobald wie möglich vorgelegt werden soll. Allerdings wird eine Die Deutsche Zeitung" hält es für taftvoll, fich darüber zum ersten Male im neuen Unterhause das Wort, um über die Einzelfrage vorher schon behandelt werden müssen, nämlich die 2 b. luftig zu machen, daß die Behörden im Fall eines angeblich Arbeitslosigkeit zu reden. Er wurde aber nach drei Minuten durch änderung des Gejeges über die 3mangsanleihe. geplanten Attentats auf Wirth eine falsche Spur ver- zahlreiche Zwischenrufe der Arbeitervertreter unterbrochen, die iha Die Bemessung des Wertes der Wertpapiere nach dem durchschnitt folgt hatten. Sie begleitet die gestrige deutschnationale An- längere Zeit nicht zu Worte tommen ließen. Lloyd George entlichen Stande am Ende der ersten Hälfte der Jahre 1920, 1921 und frage im Reichstag u. a. mit folgenden Glossen: warf ein fehr pessimistisches Bild von der englischen Arbeitslofig1922 läßt sich heute nicht mehr aufrechterhalten. Der Gesezentwurf, Also: Da tam zur Bahnhofswache in Hagen der Mann, der feif und ersuchte die Regierung, unverzüglich Maßnahmen dagegen wie er zurzeit im Reicherat vorliegt, fieht außerdem neben einer Ber doppelung der Freigrenzen die Streichung der Borschrift in§ 27 Desich als Schulze vorsiellte, und versicherte, es bestehe eine Ver- zu ergreifen. Ein Abgeordneter der Arbeiterpartei rief ihm ironisch Bwangsanleihegejeges vor die eine Begrenzung des durch die schwörung gegen das Leben des Reichskanzlers Birth. Berschwörer: zu: Warum haben Sie damals, als Sie Ministerpräsident waren, Zwangsanleihegefeßes vor, die eine Begrenzung des durch die Ein Rittmeister... oder vielmehr, damit gegen die Rangordnung die Maßnahmen nicht durchgeführt, die Sie jetzt fordern?" 3wangsanleihe aufzubringenden Betrages enthielt. nicht verstoßen werde: Ein Major, ein Rittmeister, ein Student und Im übrigen scheint Lloyd George, wie aus weiteren Melbungeni Heute bei der fo außerordentlich vorgefchrittenen Geldentwertung Herr Schulze selber. Die Namen der anderen wollte Herr Schulze über seine Rede hervorgeht, feinen bisherigen Standpunkt in der scheint die nicht nennen der Mann hatte eben Anstand im Leibe- und Ges Frage der Bekämpfung der Weltwirtschaftsfrise und im besonderen Jefflegung eines bestimmten Betrages unmöglich. naueres über Wie und Wann fonnte er nicht sagen, aber fagt die der englischen, Arbeitslosigkeit radikal geändert zu haben. Er erEs wird vielmehr die Lösung dieser Frage in einer entsprechenden Regierung heute man zweifelte zunächst nicht daran, daß er die flärte, er Jei der Meinung, daß fogar die Wiederherstelling der Bemessung der Bewertungsvorschriften gesucht werden müssen, Wahrheit fagte, hielt Herrn Schulze fest und suchte nach dem normalen Handelsbedingungen nicht dazu führen würde, eine Beim Tarifproblem tommt vor allem die Frage des Gold Major, dem Rittmeister und dem Studenten. Was größere Sahl der gegenwärtig Beschäftigungslösen zu absorbieren. tarifs oder eines sonstigen in fefter Werteinheit aufzustellenden eine leidlich schwierige Aufgabe gewesen sein mag und den Erfolg Die einzige Lösung des Problems der Arbeitslosigkeit sei eine einWerttarifs in Frage. hatte, daß weder der Major noch der Rittmeister noch gehende Behandlung des landwirtschaftlichen Pro der Student gefunden wurde. blems. Während die großen Kriegsschulden der Konkurrenz Englands auf dem Kontinent infolge der Inflation zurückgegangen feien, habe auf der anderen Seite Großbritannien allein eine Schuld, die unvermindert geblieben sei und sich sogar vermehrt habe. Hier George in den Borgerdrund gerückt, um die Forderungen, die er wird also der Rüdgang der äußeren Schuld Deutschlands von Lloyd in Cannes und Genua mit aller Energie verfocht, vergessen zu machen. Doch mit Recht fonnte ihm Bonar Lam entgegenhalten, eine innere Schuld sei eine sehr ernste Sache, jedoch nicht an. nähernd so ernst wie eine auswärtige Schuld. Die überwiegende Mehrheit einer zur Berufung dieser Frage eingesetzten Rommission hat die Festsetzung eines sogenannten Goldtarifs für undurchführbar und volkswirtschaftlich schädlich erklärt, insbesondere deshalb, weil genaue Indizes für alle Gintommenarten nicht gefunden werden fönnen, und weil die steuerliche Verwendung eines Inder für die fönnen, und weil die steuerliche Verwendung eines Inder für die ganze Boltswirtschaft die Ausschaltung der Papiermart bedeuten würde. Es bleibt daher nur übrig, die Tarife von Fall zu Fall der Geldentwertung einigermaßen anzugleichen. Die neuer liche Anpaffung der Einkommensteuer soll in dem Ihnen vorliegenden Gesezentwurf geschehen, die Anpassung der Wer ist Deutscher? Zu den Zeiten unserer Bäter zerbrach man fid) den Kopf über bie echte Weiblichkeit. Heut weiß man, daß außer Strümpfestopfen ( einer zwar sehr notwendigen Sache), züchtiger Beschränktheit, reizender Unwiffenheit noch einige andere Ausdrucksformen echter Weiblichkeit möglich find. Rant, der Verfasser des Traftats vom ewigen Frieden, ist in den Augen der echten Deutschen( DRP. 1914) ein schlapper Pazifift. Herder, der die Lieder aller Völker gesammelt und den Grundstein zu einer Weltliteratur gelegt hat, ist international. Goethe, der gleichgültige Zeuge der Freiheitsfämpfe, de: Berehrer Napoleons und alles Bedeutenden im Erdengetriebe, ein unnationaler Flaumaher, ein Weltbürger! - Eine solche Art, über angebliche Attentate zu spotten, wäre verständlid), wenn es in Deutschland feine Mordverschwörungen gäbe und ihnen nie ein deutscher Minister zum Attentate häufen, ist es ganz unvermeidlich, daß auch einmal Opfer gefallen wäre. In einer Zeit aber, in der sich die eine falsche Spur verfolgt wird und ein blinder Alarm entsteht. Wenn sich die Deutsche Zeitung" darüber in blöden Wizeleien ergeht, so zeigt sie damit nicht zum erstenmal auf welcher Seite ihr Herz steht. vom heiligen Gral. In allen Winkeln, wo das Nachtalbenvolk niftet, in der Schule, der Kirche. hinterm Stammtisch, schmiedet man Pläne, den Geist zu morden. Man will den deutschen Geist durch die deutsche Roheit erschlagen. Wir werden es nicht zulassen. Deutsch sein, heißt geistig sein." B. G. älteren Friedrich Preller den naturgemäßen Auftakt boten. Den Charakter der Sammlung bestimmen jetzt hervorragende Meister, die durch ihr Wirken mit Weimar verknüpft find, nämlich Breller, Lenbach, Buchholz, Theodor Hagen und Christian Rohlfs. Bon den lebenden Weimarer Meistern tritt besonders Otto Fröhlich hervor. Eingesprengt sind einige auswärtige Gruppen. Den Anschluß an die Gegenwart sollen die Wechselausstellungen vermitteln, die fortlaufend veranstaltet werden. Minna von Barnhelm" mar die zweite Aufführung der streifenden Schauspieler. Leider war die Wahl des Saales( Schmechten- Saal in der Lüßomstraße) ungünstig oder die Die rajenden Chauffeure vor den Leichen ihrer Opfer. Die Seit den Anfängen des deutschen Niedergangs taucht die Frage Ankündigung zu spät erfolgt und der Besuch daher nicht so gut wie beängstigend wachsende Zahl der Unfälle, die in den großen amerinach dem echten Deutschen auf. Eine zubringliche Gesellschaft ver in der Böhow- Brauerei. Die aber gekommen waren, hatten einen kanischen Städten durch überschnelles Fahren der Automobile vermeintlich echter Germaner. pflanzt ihr Ebenbild als Symbol wahrer erlefenen Kunstgenuß. Die Schwierigkeiten der Inszenierung ursacht werden, führte fürzlich in Detroit zu einer ungewöhnlichen Männlichkeit an alle Straßeneden. Daß die Cohn und Levi, die wurden überwunden, und das ganze Interesse fonnte sich dem Szene. Auf Befehl des Richters Bartlett wurden zehn Chauffeure, Trier, Worms, Speier, mögen sie seit dem frühen Mittelalter in Dichter und der Darstellung zuwenden. Das" Deutsche Theater" die des Berstoßes gegen die Fahrordnung für schuldig befunden Deutschland fizzen, nicht zu den echten Deutschen gehören, gilt als war in die Lüßowstraße verlegt, seine besten Schauspieler: worden waren, in das städtische Leichenschauhaus geführt, um dort selbstverständlich. Eine Ausnahme mit den zahlreichen Kuhlom und Winterstein( Major Tellheim), Diegelmann( Just), a worden waren, gegenübergestellt zu werden. Der Richter ging dabei den Leichen von sieben Berfonen, die von Automobilen überfahren den Leichen von sieben Bersonen, die von Automobilen überfahren Rublice, Lügow, Bredow, Reventlow, den Franzkowiak und Franz( Minna) und Johanna Ierwin( Franziska) in der oft erprobten von der Anschauung aus, daß es einen heilsamen Eindruck auf die mann( Birt), Rühne( Riccaut) wetteiferten mit Else Heims towsk:, den Keiluweit, Butgereit, Stepentat zu machen, zögert man hingabe an das Wert. Aber alles war noch blutvoller als sonst, Automobilfahrer machen würde, wenn ihnen die verhängnisvollen cinstweilen noch. Das Deutschtum würde auf zu wenig Bolfsgenossen offenbarte inneres Feuer und leidenschaftliche Freude am Spiel, die Folgen des wahnsinnigen Schnellfahrens, das in Amerita jahraus beschränkt Bleiben. Da hält man sich denn an die Gesinnung. auf der fleinen Bühne manchmal in einem zu starten ungeftüm jahrein 50 000 Unfälle zur Folge hat, vor Augen geführt würden. Wie steht es damit? Waren unsere großen Geister, jene Männer, hervortrat. Mochten vom Standpunkte der ausgleichenden Regie aus Die Chauffeure wurden in das Leichenschauhaus, wo Leichen von die uns den Ehrenruf eines Bolts der Dichter und Denker eingebracht 3. B. Waßmanns ablenkende Uebertreibungen eine Eindämmung fünf Männer, einer Frau und einem Rinder ausgeftellt waren, hatten, echte Deutsche? vertragen fönnen, so war doch Zufamemnspiel und Einzelleistung geführt und gezwungen, mit dem Htte in der Hand die Augen auf von höchster Lebendigkeit und Frische. Die Zuschauerschaft erfreute die Toten zu richten. Richter Bartlett befahl ihnen dann, ihre rechte fich denn auch fichtlich an diesem Talheim, der ein ganzer Mann Hand zu erheben und angesichts der Leichen zu schwören, daß fie in war, und an der prachtvollen Treuherzigkeit Diegelmanns, nicht der Folge die Bestimmungen der Fahrordnung beachten und im minder an der flugen und schlemischen Heims. Ein kleines Meister gleichen Sinne auch auf ihre Freunde einwirken wollten. ftüd war auch Frl. Santans Dame in Trauer. Millionenpreise für Briefmarken. Unsere Geldentwertung Die weiteren Aufführungen müssen bis zum letzten Platz ausmacht sich auch in den Briefmarkenpreisen deutlich bemerkbar. Wie verfauft sein, die Künstler, die hier opferbereit der guten Sache in der Deutschen Briefmarkenzeitung" ausgeführt wird, waren dienen, haben einen Anspruch darauf, und mancher, der nie ins Breise von mehr als 100 000 m. für einzelne Marten auf den letzten Deutschen Theater fam, fann fo deffen Kräfte spielen sehen.-r. Aftionen ganz gewöhnlich, und in einer großen Anzahl von Fällen Das neue Candesmuseum in Weimar. Die Eröffnung des hob fich der Preis auf eine Million Mart und mehr. So erreichten Bandesmuseums in Weimar, die vor kurzem stattfand, bedeutet den 3. B. die Million die Marke von Neufundland zu 1 Schilling ziegelrot ersten Schritt in dem vollständigen Neubau der Weimarer Kunst- und ebenso die rote Dreierfachsen. Der zinnoberrote Merkur von fammlungen. Diese Umgestaltung ist in Weimar später erfolgt als Defterreich brachte 1 200 000 m. Der höchste Breis wurde für eine in anderen Ländern, weil die Auseinandersetzung mit dem früheren ungebrauchte Doppelgenf gezahlt, die 2½ Millionen Mart erzielte. Bandesherrn sehr lange Zeit in Anspruch nahm. Wie Schent zu Seitdem find noch höhere Preise erreicht worden, wie es mit dem Schweinsberg in einem Bericht der Seemannschen Kunstchronit" Fortschreiten der Geldentwertung natürlich ist. hervorhebt, ist das neue Landesmuseum gewissermaßen nur ein Nebenergebnis des Gesamtplanes. Hier sind die Gemälde des Spielplanänderung. In der Volksober wird am Sonnabend nicht späteren 19. Jahrhunderts vereinigt, die sich früher in verschiedenen Der Barbier von Sevilla, sondern Lohengrin gespielt. Sammlungen und Depots verstreut befanden. Nunmehr ist die ganze Vorträge. Bugunsten des Stipendienfonds des Berbandes der Kupferstich- und Handzeichnungsammlung, find die Bestände der Studierenden der Kunstgeschichte sprechen am Freitag, den 8, Profeffor Galerie und des Kunstgewerbes vom Mittelalter bis zur Romantitiegand über die Ausgrabungen in Milet und Didyma" und am Fassen wir darum folgende Resolution: Bir anständigen Deut einschließlich in das ehemalige Residenzschloß übergeführt worden. 15. Dea. Prof. Sarre über„ Camarra, eine Kalifenresidenz des 9. Jahrh." im Hörsaal I, Behrenstraße 45. Moskauer Journalisten Hochschule. Der erste Jahrgang der Zög schen aller Stände wehren uns gegen die Befudlung des deutschen Damit wurde das Gebäude des Museums für Kunst und Kunstgewerbe frei, das jest für staatliche Verwaltungszwede beansprucht linge des Mosfauer Infituts für kournalihi! iſt ſoeben Namens. Der mit allen Mitteln geführte Kampf der Renommier wird, und die ältere Malerei tam aus dem Landesmuseum heraus. entlassen worden. Von den 30 Absolventen gehören 17 der Kommunisti chen deutschen ist in Wahrheit ein Kampf gegen den Geist, gegen die Sitt- In dem völlig neu renovierten und neugeordneten Museum hat nun Partei an, die übrigen 13 find parteilos. Die Journaliſten ſollen in Unlichkeit, gegen den Charakter. Es ist der Kampf der Kaferne gegen die Malerei aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ihren Platz betracht des Liesstandes der Provinzpzesse vorwiegend den größeren Proving Goethe, der Spelunte gegen Rant, der Landsknechte gegen die Ritter erhalten, wobei die mit der Wand verbundenen Odyssee- Bilder des blättern augeteilt werben Wagner ein roter Republikaner. Schopenhauer, der Berächter eines engherzigen BairiotisRiesche, der gesagt hat, alles was eng ist, ist deutsch, ein mus, fast schon ein Jude. Hochverräter. Ihre Definition von Deutschtum ist Brahlerei." Deutsch sein, heißt wahrhaftig sein." Auch ein Chinese, ein Tungiese, ein Hindu, der etwas auf fich hält, nennt fich wahrhaftig. Sind fie darum Deutsche? Scheidemann war fein Deutscher, so meinte der Strolch, der ihm nach dem Leben trachtete. Er, der Hantierer mit der Giftfprize hingegen, nennt sich einen echten Deutschen. " # Neuwahlen in deutfthösterreich? s Das sogenannte Sanierungswerk, der Verkauf der Selb- i ständigkeit Deutschösterreichs gegen 650 MMionen Goldkronen, 1 ist im Parlament beschlossen. Die Christlichsozialen und ökojjbeutschcn jubeln und der Bundespräsident Dr. Michael Hainisch hat an den Bundeskanzler Dr. Seipel einen geradezu begeisterten Lobeshymnus geschrieben. Die„Ar- beiter-Zeitung" erblickt in diesem Schritt ein Heraustreten des Bundespräsidenten aus seiner bisher beobachteten Zurückhal- tung, ja seine Eingliederung in die Einheitsfront der Bürger- lichen gegen die Sozialdemokraten. Bezeichnend für die Situation ist auch, daß die Bürger- lichen die Zeit gekommen glauben, um in Neuwahlen die Sozialdemokratie niederzuringen. Sie stützen ihre Hoffnun- gen wohl auf den beginnenden Preisabbau, der dem Lohn- abbau folgt. Dieser ist durch die Herabsetzung des Index her- vorgerufen-, es soll ja auch die Notenpresse stillgelegt sein. Bevor aber Neuwahlen stattfinden können, dürste der Sa- nierungs-Abbau unzählige Existenzen vernichtet haben und so könnten sich die Bürgerlichen leicht täuschen. Vorläufig hoffen diese Natumalen, daß das Volk gegen d i e Partei stimmen wird, die die Ehre des Landes, seine Freiheit vertrat und an seine Selbsthilfe durch eingreifende Besitzbesteuerung appellierte.'_ Ententekompromiß in der Meerengenfrage. Slm Montag wollten die alliierten Delegierten in Lausanne unter sich einig werden über ihre Stellungnahme zu den Erklärungey T s ch i t s ch e r i n s in der Meerengenfrage. Dabei ereignete sich aber ein Zwischenfall, der zunächst starkes Auf- sehen erregte: Nachdem ein Kompromiß zwischen C u r z o n und B a r r e r« verhältnismäßig leicht zustande gekommen war, wurde der Vertreter Italiens Garroni hinzugezogen, der im letzten Augenblick erklärte, neue Instruktionen bei seinem Minister- Präsidenten telegraphisch einholen zu muffen. Da sich Garroni be- reits bei früheren Gelegenheiten hinter Mussolini verschanzt hatte. zeigte man sich in englischen und französischen Kreisen etwas b e- u n r u h i g t, zumal dies« Haltung des italienischen Delegierten mit Verhandlungen in Verbindung gebracht wurden, die in den letzten Tagen in Rom zwischen Mussolini und Krassin stattgefunden haben. Indessen scheint dieser Zwischenfall bereits beigelegt zu fein, denn nach den neuesten Nachrichten hat Garroni seine Z u st i m m u n g zu. dem von England und Frank- reich ausgearbeiteten Text gegeben, in dem die Stellung der Alliierten zu den russisch-türkischen Forderungen in der Meerengen- frage niedergelegt ist. Ueber den Inhalt dieser Antwort verlautet, daß die Eng- länder vorläufig daran feschalten, daß Kriegsschiffe die Meer- engen jederzeit durchfahren können, während die Franzosen den Türken das Zugeständnis machen wollen, daß die Einfahrt von Kriegsschiffen in das Schwarze Meer von gewissen einschränkenden Vorbedingungen abhängig gemacht werden soll. Eine endgültige Klärung dieser Meinungsverschiedenheit wird allerdings in den be- vorstehenden Kommissionsberatungen erwartet. Eng- land steht auf seinem Standpunkt insofern nicht allein, als es die Unterstützung der Vereinigten Staaten findet, di« in Lau- sänne durch einen„Beobachter', den amerikanischen Botschafter in Rom Ehild vertreten sind. Des weiteren halten die Alliierten, anscheinend in geschloffener Front und im Gegensatz zu Rußland und der Türkei, an der Eni- Militarisierung d« r K ü st e fest. Was die Verwaltung der Meerengen betrifft, so ist eine internationale Kom- Mission in Aussicht genommen, in der die alliierten Mächte, die Türkei, Rußland und die Uferstaoten vertreten wären und in der eventuell ein Türke den Vorsitz führen würde. Außerdem faßt man eine vertragsmäßige Garantie für den Schutz Konstantinopcls gegen militärische Angriffe ins Auge. vie NieteZahlung. Einige praktische Winke. Bekanntlich haben die Mieter in einfachen Häusern vom l. De- zember ab auher der Grundmiete äStz Proz. Zuschlag zu zahlen, wovon 1l> Proz. für die Zinssteigerung, 30l) Proz. für laufend« Inftandsctzungsarbeiten und 150 Proz. für die Vcrwaltungskosten bestimmt sind. Hierbei ist zu beachten, daß der Vermieter aus den Verwaltungskostcn auch den Portier zu bezahlen und das Reini- gungsmatcrial zu beschaffen hat. Diese Kosten dürfen also nicht aus die Mieter umgelegt werden. Ter höhere Verwaliuitgskostenzuschlag von 200 Proz.(im Oktober und November 63 Proz.) für Häuser mit„besonderen Einrichtungen" ist nur dann zu zalffen, wenn diese Einrichtungen(Warmwasserversorgung, Sammelheizung, Fahrstuhl und dergleichen) auch in dem betreffenden Gebäudeteil(Vorderhaus, Hinterhaus) vorhanden und tatsächlich im Betrieb sind. Die Mieter haben, wie schon öfter erwähnt, außer den im voraus fälligen festen Zuschlägen auch noch die Betriebs- kosten des Hauses anteilig zu zahlen, und zwar monatlich nachher auf Grund der Beleg«, die der Vermieter den Mietern oder der Mietervertrehmg(wo eine solche besteht) vorzulegen hat. An der Umlegung der Betriebskosten sind alle Grundmieten des Hauses zu beteiligen, also auch die Grundmieten für die Wohnung des Vermieters, des Verwalters, des Portiers usw., sowie die Grundmieten für Garagen, Lagerschuppen und dergl. Erinnert sei daran, daß nur solche Beträge umgelegt werden, di« seit dem 1. Oktober entstanden sind. Vorschüsse auf die Umlage hat der Mieter nicht zu zahlen; er läuft sogar Gefahr, doppelt zahlen zu müssen, wenn das Haus vor dem Fälligwerden der Umlage in an- Sie mm WMWMM! Außer den bereits in der heutigen ZNorgenuummer bekanntgegebenen Versammlungen wird noch eine Versammlung in Weitzeusee Realgymnasium, wölckpromenade 36. stattfinden. Leginn 71/0 Ahr. Die Versammlung in Friedenau findet nicht heute, sondern am Freitag, den S. Dezember, statt. die meisten Kofonisten. ihre Winserwohnung im Miethaus« beziehen. Mit allzu großer Sorglosigkeit werden dann noch zahlreiche Wert- gegenstände in der Laube gelassen. Selbst das Kleinvieh bleibt häusiger noch längere Zeit zurück und wird eine leichte Beute der Laubendiebs. Auch der eiserne Kanonenofen muß in einer Zeit, in der kein Metall vor Langfingern sicher ist, entfernt werden. Die S ch utzpolizei kann aus ihren Patrouillengängsn nicht in das Laubcngclände hinein, weil im Herbst und Winter die Haupteingänge überall verschlaffen sind. Sie kann also nur eingreifen, wenn sie geholt wird oder selbst tnerkt, daß Laubendiebe an der Arbeit sind." Irotzki gegen kommunistische Freimaurer. In Anbetracht der wachsenden Beteiligung von Mitgliedern der Kommunistischen Partei Frankreich? an den Freimaurerlogen schreibt Trotzki in der Moskauer„Jswestija", es fei eine Schande, daß sich unter den Kommunisten Leute fänden, welche den Gedanken der Diktatur des Proletariats durch die Idee der Brüderlichkeit mit Sozialisten, Dissidenten, Advokaten, käuflichen Journalisten und Bankiers zu ergänzen trachten. Dos Freimaurertum fei eine Pestbeul« auf dem Körper des stanzösifchen Kommunismus, die mit giiibentem Eisen ausgebrannt werden muffe. Dollar 8400. Während in New Port feit ungefähr einer Woche die deutsche Mark fast unverändert auf einem Kurs- Niveau beharrt, das ungefähr einer Dollarparität von 8000 M. entspricht, zeigen sich am hiesigen Devisenmarkt« heftiger« Schwankungen. Heute" machte sich eine lebhaftere Nochfrage nach Devisen bemerkbar. Der Dollar stellte sich g�gen Mittag auf 8400 bis 8450. An der Effektenbörse war zwar die Grund- stimmunz fest, es scheint aber, als ob di« Berufsspekulation und auch ein Teil des spekulierenden Publikums bereits einen Abbau der Engagements vornehmen. Zweifellos trägt hierzu die scharfe Anspannung des Geldmarktes bei. Auch das herannahende Weih- nachtsfest und die Rücksicht auf die bevorstehend« Notwendigkeit der Steuererklärung läßt eine Reduzierung der Bankguthaben der Spekulanten wünschenswert erscheinen. Da» Ausland kauft allerdings unentwegt weiter. Devisenkurse. 1 holländiiK«r Gulden.... 1 argentinischer Papier-Peso. 1 belg, icher Frank....... 1 norwegische Krone..... 1 dänische Krone. 1 schwedische Krone 1 finnische Mark.." 1 japanischer Den t italienisch« Lire..... 1 Pfund Sterling.....)" 1 Dollar...........' 1 französischer Frank..... 1 brasilianischer Milreis.!' 1 Schweizer Frank....... 1 spanischer Peseta...... 100 österk. Kronen(abgest.).. 1 tschechische Krone...... 1 ungoriiche Krone...... 1 bulgarischer Lewa....... 1 jugoslawischer Dinar... deren Besitz übergeht. Bei der Treppen- und Flurbeleuch- tung werden nur di« Kosten des Brennstoffverbrauchs(Gas, Elektrizität, nicht aber Strümpfe und Glühbirnen) umgelegt. Die Umlegunz erfolgt für Oktober bis zur Höchstgrenz« von 35 Proz., für November bis zur Höchstgrenze von 100 Proz., für Dezember in voller Höhe der nachgewiesenen Ausgaben. Hat der Vermieter im Oktober den Höchstsatz überschritten, so darf er den Fehlbetrag nicht im Novmber umlegen, sondern muß ihn aus eigenem zu- schießen. Dasselbe gilt für Dezember, wenn die Novembersätze nicht ausreichen. Es sind stets nur die Kosten, die auf de< betreffenden Monat entfallen, umzulegen. Dasselbe gilt für Kosten der pri- vaten Müllabsuhr, die im Ottober nur bis zu 50 Proz. (nicht 100!), für November bis zu 400 Proz. und für Dezember bis zu 500 Proz. der Grundmiete umzulegen sind. Nach derselben Methode ist auch bei den übrigen durch Höchstsätze begrenzten Betriebskosten, die sämtlich für Dezember erhöht worden sind, zu verfahren. Die Mieter(oder die Mieteroertretung) hoben darauf zu achten, daß der Vermieter die Betriebskosten auch tatsächlich zahlt; sonst laufen sie Gefahr, daß die Gaswerke das Gas oder die Wasserwerte das Wasser abschneiden usw., was bereits wiederholt vorgekommen ist und zu den größten Unzuträglichkeiten führt. Ge- gebenenfalls(auch wenn di« Treppen oder Flure nicht beleuchtet werden) wende man sich sofort an das zuständige Polizeirevier. Der Vermieter hat alle erforderlichen Arbeiten mit Ausnahme der sogenannten Schönheitsvorrichtungen in den Wohnungen(Streichen der Decken, Türen, Fenster von der Innenseite, Fußböden, Streichen oder Tapezieren der Wände) selbst vornehmen zu lassen: namentlich fallen ihm all« bereits vor dem 1. Oktober notwendig gewesenen Reparaturen zur Last. Der Mieter hat nur für Arbeiten und Kosten nach dem 1. Oktober aufzukommen(mit Ausnahme der wenigen Fälle, in denen der Vermieter bereits zum 1. August rechtsgültig die gesetzliche Miete erklärt hat). Der Ver- Mieter hat die Arbeiten aus den festen Zuschlägen oder aus dem Einzclzuschlag für große Instandsetzungsorbeiten, den das Miel- emigungsamt festsetzt, ausführen zu lassen. Führt er n atmen- dige Arbeiten nicht aus, so hat sich der Mieter(die Mietervertre- tung) bei laufenden Jnstandsetzungsarbeiten an die Schlichtungs- stelle des Mieteinigungsamts, bei großen Instandsetzungsarbeiten an das Wohnungsamt zu wenden. In Zweifelsfällen wende man sich zunächst an das Wohnungsamt, weil das Mieteinigungsamt bei unnötiger Anrufung Kosten erhebt. Auskunft erteilen die dem Gau Berlin im Bund Deut- scher Mietervereine angeschlossenen Mieterorganisationen. Abbruch des Streiks an der 100. Gemeindeschule. Eine gutbesucht« Elternversammlung der streikenden Kinder (Fall Kaeker-Splinter) nahm am Dienstag in der Aula dos Er- gebnis der geführten Verhandlungen entgegen. Es wurde berichtet, daß ein neues Verfahren zur Klärung der ganzen Angelegen- heit schon im Gange sei. Der preußische Ministerpräsi- d e n t hob« die Akten Kaeker-Splinter eingefordert, während der Landtag im' Januar ein« Große Anfrage der Sozial- demokraten und Kommunisten darüber entgegennehmen wird. Da dieses Ergebnis her Verhandlungen ein beachtenswerter Erfolg ist, ersucht der Elternbeirat den Streik vorläufig abzu- brechen. Sollte ober bei dem neuen Untersuchungsversahren ein die Eltern nicht befriedigendes Resultat herauskommen, so wird die Elternschaft zu neuem Kampf aufgefordert werden. In der Diskussion wurden zwar hier und da wegen des Streikabbruchs Be- denken laut, doch erklärten sich schließlich sämtliche Redner mit dem Vorschlag des Elternbeirats einverstanden. Die oersammelte Elternschaft nahm darauf einstimmig«ine Entschließung an, in der gesagt wird, daß man des bisherigen Erfolges wegen den Streik vorläufig nicht weiterführt, ihn sofort aber wieder auf- nehmen wird, wenn die Verhandlungen nicht dos bringen, was die Eltern fordern, nämlich die Rückversetzung des Lehrers Splinter an die 10V. Gemeindeschule. Straßenhandel vor Weihnachten. Für die Zeit vom 4. Dezember bis 31. Dezember einschließlich ist der Straßenhan bei auf allen Straßen und Plätzen gestattet, so- weit nicht hierdurch besondere verkehrspolizeiliche Schwierigkeiten entstehen. Alle sonstigen Einschränkungen werden für diese Zeit aufgehoben. Für Sonntag, den 17. Dezember, und Sonntag, den 24. Dezember, ist, entsprechend der allgemeinen Berkaufszeit, der Straßenhandel einschließlich des Verkaufs von Zeitungen und Zeit schriften von 1—5 Uhr nachmittags freigegeben. WeShalb so viele Laubeneinbrüche? Sie finden noch täglich zahlreich statt. Die Werte der gestohlenen Gegenstände sind oft recht beträchtlich. Die Ursache so vieler Lauben- einbräche liegt zum erheblichen Teil an zu wenig Selbstschutz I der Laubenkolonisten. Bis zum Ende des Sommers ist dieser Selbst- l schütz vielfach auch zur Nachtzeit gut organisiert. Er hört auf, sobald keine �ntcominunalisiecung. Zu der in der Presse und auch in Arbeiterversammlunzen in der letzten Zeit häufiger erörterten Frage der versuchten Eni- kommunalisierung städtischer Betriebe übersendet uns die sozialdemokratische Rathausfraktion folgende Er- klärung: Mit Rücksicht auf die immer erneuten Versuche, die von privat- kapitalistischer Seite und von feiten bürgerlicher Parteien gemacht werden, die städtischen Wirtschaftsbetriebe zu entkommunalisieren, erklärt die sozialdemokratische Fraktion der Berliner Stadtverord- netenoersommlung: Die Fraktion wird, wie sie das bisher stets getan Hai, alle solche Versuche mit allen Mitteln auf das energischste bekämpfen. Sie wird genau wie bei den städtischen Gütern dafür eintreten, daß die Städtischen Werke und Betriebe nicht cnttommunalisiert, son- dern im städtischen Besitz erhalten bleiben. Sie wird nur dafür eintreten, daß durch eine geeignete Organisalion der Betriebe eine möglichst rentable Wirlschastsführung im Interesse der Bevölkerung ermöglicht wird. Sie behält sich ihre Stellungnahme zu dem in Aussicht stehenden Entwurf über die Umwandlung der städlischcn Betriebe in eine G. m. b. H. in den Einzelheiten vor. so lange der Entwurf noch nicht endgültig vorliegt. Die Frage, ob die städtischen Häsen einem privaten Konsortium für eine begrenzte Zeitspanne zur Bewirtschastung zu übergeben sind, eine Frage, die bei den Häfen grundsätzlich anders liegt als bei den übrigen stödlischen Werken, wird die Fraktion entscheiden, wenn der Bertragsentwurs vorliegt. Bei sämtlichen Entscheidungen wird die Fraktion dafür ein- treten, daß die Arbeitsbedingungen der in den städtischen Betrieben beschäftigten Arbeiter und Angestellten nicht verschlechtert werden. Der Herr Generalbevollmächtigte. Immer neue Einfälle der Gaunerzunfi. Auf welche raffinierte Weife die Angehörigen der Gauner-, Schwindler- und Betrügerzunst verstehen, durch immer neue und dabei verhältnismäßig einfach« Tricks die Leute einzuseifen, beweist der Fall eines Gauners, der sich Bernhard Mertens nennt und jetzt von der Kriminalpolizei gesucht wird. Vor einigen Tagen mietete ein Mann, der sehr fein austrat und sich Bernhard Mertens nannte, ein möbliertes Zimmer in der Kleist- ftroß« 13. für das ein Monatspreis von 6000 M. vereinbart wurb-. Der Mieter erzählte der Wirtin, er fei Generaldirektor des Reichsverbandes Deutscher Kinderheilstätten, der jetzt dabei sei, in Berlin ein Zentralbureau einzurichten. Bis das fertig fei, müsse' er sich vorläufig mit dem Zimmer begnügen. Für den Fernsprechverkehr bot er die Wirtin, ihm ihren Anschluß zur Verfügung zu stellen. Noch Abschluß dieser Vorbereitungen ließ sich der angebliche Mertens Geschäftsbriefe mit dem Vordruck Reichs- oerband Deutscher Kinderheifftätten, c. V., Generalbevollmächtigter B. Mertens, herstellen. Mit diesen Briefen trat er mit hiesigen großen Geschäften in Verbindung u-nd bestellte Waren aller Art, die er durch«inen eigenen Kraftwagen abholen lassen wollte. Es kam dann auch«in Kraftwagen vorgefahren, der Führer erhielt die Ware und händigte einen Scheck aus. Zu ihrem Leid- wesen ober erfuhren die Geschäftsleute, als sie ihn zu Geld machen wollten, daß für den Scheck keine Deckung vorhanden war. Auch der persönlich« Besuch, den der..Generalbevoll- mächtigte" angekündigt hatte, blieb aus. Als sich nun die Ge- schöftsleute in seiner Wohnung nach ihm umsachen, war er ner> ichwunden. Die Wirtin wußte nicht, wo er geblieben war. Auch sie erfuhr erst jetzt, daß sie es mit einem Schwindler zu tun gehabt hatte, der ihr auch die Miete schuldig blieb. Der Kraftwagen- sührer ist um 40 000 M. Fahrgeld betrogen worden. Der Preis für die Einkäufe des Schwindlers betrug in den meisten Geschäften 1 Million Mark.„Mertens' hat olles sofort wieder ver- kauft und versandt, und ist dann mit dem Erlös spurlos verschwunden. Zur Ausdeckung der Schwindeleien der„Deutschen künstlerhilZe" erfahren wir noch, daß der in Blankenburg am Harz verhaftete und nach Berlin gebrachte Maler Max Rothe-Maro von der Kriminal- polizei dem Untersuchungsrichter vorgeführt wurde. Der Dcrhoftete gab in seinem Geständnis an, daß er von mehreren Leuten, u. a. einem gewissen H. K. aus Blankenburg, gedrängt worden sei, ihnen Bilder zum Bertrieb zu übergeben. In seiner Notlage sei er darauf zu den Fälschungen gekommen. Als die Abnehmer erkannt hätten, daß sie Fälschungen erhalten hatten, hätten sie mit dem Staats- anmalt gedroht, obwohl sie mit seinen Bildern gute Geschäfte gemacht hätten. So habe einer ein Bild, das er mit 400 M. von ihm gekauft habe, sofort für 20 000 M. weiterverkauft. Die Flucht aus dem Gefängnis. Dem sogenannten Gentleman- einbreche? B e r n 0 t a t, dessen zahlreich« Einbrüche in.Hotels und Pensionen großes Aufsehen erregt hatten, war es seinerzeit gclun- gen, aus dem Untersuchungsgefängnis zu enffliehen. Er ist dann später wieder ergriffen worden, als er bei einem Fluchtversuch aus einem Hotetfenster in Wiesbaden einen Beinbruch erlitten hatte. Er befindet sich jetzt im Lazarett des Polizeigefängniffes. Nunmehr ist auch sein Kumpan, der Kaufmann Kaminski, aus dem Polizeigesängnis am Alexanderplatz entwischt. Er war. als er zum gemeinsamen Spaziergang auf den Hof hinuntcrgesührt wurde, m einem Türeingang stehengeblieben und hatte sich ent- fernt, nachdem die anderen Gefangenen vorbeigekommen waren. Kaininski hat sich dann aber wieder auf den Rat seiner Berteidigung freiwillig der Kriminalpolizei gestellt. Er gibt an, daß er mit seinem„Ausflug" nur bezweckt habe, einige Punkte zu seiner Wer- teidigung festzustellen, die ihm auf der Kriminalpolizei nicht ge- glaubt worden waren. Hei der Gemeindewahl in Herzfeld« wurden folgende Stimmen abgegeben: Für Sozialdemokraten 493(4 Sitze), Komm,:- nisten 362(3 Sitze), bürgerliche Einheitsliste 522(5 Sitze). Wohl- beteiligung: 70 Prozent. Sprech-Ehor für Proletarische Feierstunden, Doimerztgg. abends 7 Uhr pünktlich, Uebun gestund« in der Aula der Sophienlchule, Weinmelltcr. ftrahe 16/17, Auch die Mitglieder der Zkindergruppe müsse» kommen. Wetter für morgen. Berlin und Nmgegend. Kühler, zeitweise heiter, jedoch sehr rnt- beständig mit wiederholten Regen-, Schnee- und Graupelschauern, bei zu« nächst starken, später nachlassenden nordwestlichen Winde». Groß-öerliner Partei-Nachrichten der Bereinigten Sozialdemokratischen Partei. Morgen, Donnerstag, den 7. Dezember: «rb-itsg-meinsch-st. Progranwaursu». sBohm-Schu». T-denhag-n) Abend« T, Uhr. Juristische Sprechstunde, Lindensir. 3, 1. Hot pari. i tZt.»bt., Narisl orit. Frauenadend 7 Uhr bei Behlau. RSdelslraKe. Thema: Da» Untersiii!>u.i3sw!fk-r. Ziesereni Genosse Weiß. - l??. Abt. Frlcdricheha-ien. Nachmittags 2�,, Uhr Singstunde der Kinder bei Lehrcr.'dondtte in der.«nadenichuie. Kirchstraße. Alle älteren Kinder tnüsse» j sich beteiiigrn. t", Uhr llebungsstunde bei.Frl. Reil. Arbeiter und Angestellte. auf Stoften ber Steuerzahler und ber Gläubiger des Deutschese Gewerkschaftsbewegungen liftung von Goethes Die Genossenschaft Deutscher Bühnenangehörigen veranstaltet Reichsbauernd einen großen Teil der Arbeit, die sie dem Publikum Die mißachtete Achtstundentag- Verordnung. Berurteilung einer Bank. 19 geben. Material und Arbeit sich günstig oder ungünstig zur Leistung verhält. In dieser Beziehung brauchen die Reichsbahnen, gerade meil fie staatliche Unternehmungen sind, den Bergleich mit Privat5. K. bahnen feineswegs zu scheuen, Ruffische Goldbanknoten. Der Drud der„ Goldbanknoten" der russischen Staatsbant, welche durch einen besonderen Gold- und Balutafonds der Bant garantiert sind, ist beendet. Der Emiffionsrat der Staatsbant hat mit der Ausgabe der Banknoten begonnen, die vom 27. November ab zum Handel an der Moskauer Sentrafen Barenbörse zugelassen sind. morgen, Donnerstag, eine Aufführung von Goethes Faust" in leisten. Das ändert aber nichts daran, daß, wenn man den Geld erfttlasfiger Besetzung, am Freitag Grillparzers Die Judin Schleier zerreißt und die sachliche Leistung betrachtet, die deutschen Don Toledo" für die streitenden Schauspieler in der Eisenbahnen vergleichsweise sehr günstig abschneiden. Und schließNeuen Welt", Neukölln, Hasenheide 108/14, zu populären lich fommt es in einer Boltswirtschaft doch immer erst in zweiter Wenn in all den Fällen, in denen der Achtstundentag absichtlich Breifen von 350 bis 1000 m. Besucht die erstklassigen Bor. Linie darauf an, wie die Dinge fich im Spiegel des Geldes auss amgangen und überschritten wird, eine Berurteilung erfolgte, fei ftellungen! Ihr merbet wohl felten Gelegenheit haben, zu jo nehmen. Das Geld ist ein Begierspiegel, der die wirklichen Dinge es auch nur zu angemessenen Geldstrafen, dann hätten die Gerichts- billigen Preisen Aufführungen dieser Qualität zu sehen. Außerdem oft genug in grotester Berzerrung wiedergibt nämlich allemal bann, wenn der Spiegel selbst verbogen ist. faffen eine glänzende Einnahmequelle. Allein der Schutz dieser tut ihr mit dem Besuch ein gutes Wert, da ihr ja die streifenden In erster Linie wichtig ist die Frage, ob der Aufwand an Verordnung ist so mangelhaft, die Gerichtspragis derart milde, Kollegen unterstützt. Beide Aufführungen werden von den ersten daß die Unternehmer in den fleineren und Kleinbetrieben, es un Mitgliedern des Leffing- Theaters und des Deutschen Theaters gegeniert darauf ankommen lassen. Selbst wenn es einmal zur strafrechtlichen Verfolgung kommt, fällt das Urteil derart gelinde Auch Sinowjew macht Konzeffionen. aus, daß es eher zu weiteren Uebertretungen anreizt, als davor abschredt. 3war nicht den deutschen, aber doch den französischen Ge So hat neuerdings das Schöffengericht Tübingen die mertschaftskommunisten, die die Abhängigkeit von der tommunistidortige Gewerbebank zu einer Geldstrafe von 6000 M. und schen Partei entschieden ablehnen. Aus Mostau wird gemeldet: Tragung der Soften wegen Durchbrechung des Achtstundentages Der Bertreter des französischen Syndikalismus auf dem Kongreß verurteilt. Der Staatsanwalt hatte 12 000 m. Geldstrafe beantragt. der Roten Gewerkschaftsinternationale, Monmousseau, hat Die Verurteilung fam zustande, obgleich der Verteidiger der sich, wie die russische Telegraphenagentur meldet, gegen die organis angellagten Firma zur Entlastung der Firma bie belannte reichssche Verbindung der Roten Gemertschaftsinternationale mit der gerichtliche Entscheidung vom 15. Juni d. J. in Sachen der Diskonto- fommunistischen Internationale ausgesprochen. Im Namen der gesellschaft, Bremen, zitierte und die von der Bank eingeladenen letzteren erflärte Sinomjem, daß die dritte Internationale im im Intereffe bes Zusammenschlussfes des revolutionären Sachverständigen( Bankiers) die Arbeit im Bankgewerbe als öffentlichen Interefie" liegend bezeichneten. Die Klage Proletariats bereit sei, auch den Vorurteilen der revolutionären selbst war von der Gewerbeinfpettion Stuttgart gegen fyndikalistischen Arbeiter Frankreichs in der Frage jenes Paradie Firma angestrengt worden, da eine von der Gewerbeinspettion graphen des Statuts, welcher die Verbindung mit der Kommunistiborgenommene Kontrolle gezeigt hatte, daß die Bant den Zehn- fchen Internationale behandelt, Konzessionen zu machen. Nach der stundentag praktiziert. einstimmigen Annahme einer Resolution im Sinne der Ausführungen Das Urteil des Tübinger Schöffengerichts ist insofern wichtig, Sinojews erflärte Monmousseau, daß die Confederation generale als es eine Handhabe bietet, um gegen all die Banten, die du travail unitaire von diesem Augenblide an offiziell der Roten sich über den Achtstundentag hinwegfeßen, strafrechtlich vorzugehen. Gewerkschaftsinternationale angehöre. Die Bantangestellten werden ersucht, alle Fälle, die ihnen in dieser Hinsicht bekannt werden, dem zuständigen Gewerbeaufsichtsamt mitzuteilen, das, wenn die Verlegung des Gesetzes durch die betreffende Bank erwiesen ist, strafrechtlich gegen fie borzugehen hat. " Neue Löhne der Berliner Metallarbeiter. Die Funktionäre aus den Betrieben des Berbandes Berliner Metallindustriellen befaßten sich in einer Bersammlung am Montag in der Bockbrauerei mit dem Resultat der letzten Lohnverhandlungen. Nach dem Bericht von Ulrich wurde direkt mit den Bertretern der Arbeitgeber verhandelt, die folgende Zugeständnisse machten: Mit Wirkung ab 4. bis 17. Dezember sollen an Stundenlohn er halten: Arbeiter über 21 Jahre in den Klassen 1 bis 5: 270, 263, 257, 250 und 243 m.( Einstellungslohn 3 m weniger.) Atfordbasis und fester Stundenzuschlag bis 50 Broz. über Affordbasis: 117+ 150, 114+ 146, 111+ 142, 108+138 und 105+ 134 M. Arbeiter von 18 bis 21 Jahren in den Klaffen 1 bis 5 Stundenlohn: 230, 224, 218, 212 und 206 m.( Einstellungslohn 3 M. weniger.) Attorbbasis und fester Stundenzuschlag wie bei den über 21 Jahre alten Arbeitern. Jugendliche Arbeiter unter 18 Jahren im Alter von 14-15: 75., 15-16: 85 m., 16-17: 100 m. und 17-18: 120 m. Arbeiterinnen über 21 Jahre an Stundenlohn 183,50 bis 185 M. Affordbasis und fester Stundenzuschlag 81+102 m. lleber 50 Proz. 89 M. Arbeiterinnen von 18 bis 21 Jahren: Stundenlohn 155,50 bis 157 M., Affordbafis und Stundenzuschlag wie bei den über 21 Jahre alten. Arbeiterinnen in der Glühlampeninduffrie über 21 Jahre Stundenlohn in Klassen 1 und 2: 183,50 bis 185 M., Affordbasis und fester Stundenzuschlag bis 50 Proz. 83+ 104 in der 1. Klasse, 81+ 102 m. in der 2. Klasse. Ueber 50 Prog. 91 bzw. 89 m. Arbeiterinnen von 18 bis 21 Jahren in der 1. wie auch der 2. Klaffe: Stundenlohn 155 bis 157 M., Attordbasis und Stundenzuschlag wie bei den älteren Arbeiterinnen. Jugendliche Arbeiterinnen unter 18 Jahren im Alter von 14 bis 15, 15 bis 16, 16 bis 17 und 17 bis 18 Jahren: 70, 78, 92 und 110 M.( Einstellungslohn 1 m. weniger.) Familienzulage ab 4. Dezember: Ehefrau 8, für jedes Rind unter 14 Jahren 16 M. pro Stunde, Attordarbeiter von 18 Jahren ab, die über 50 Brozent über die Afforde verdienen, erhalten in den Klaſſen 1 bis 5: 130, 126, 122, 119 und 117 m. Der Zentralverband der Maschinisten und Heizer, der jüngst auf fein 30jähriges Bestehen zurücbliden tonnte, hatte im britten Quartal 1922 eine 3 unahme feiner Mitgliederzahl um 6524, Don 96 373 auf 102897 Mitglieder zu verzeichnen. Aus der Partei. Rationierung der Preffe. Nicht nur die Tagespresse, auch die periodisch erscheinende wissenschaftliche und gewerkschaftliche Fachpresse unserer Partei ist von der Schwindfucht gepackt und droht fortschreitender Berteuerung zu ihrer Herstellung erforderlicher Materialien und Arbeitskräfte zu erliegen, während das geldgefättigte privatfapitalistische Unternehmertum die seinen Interessen dienende Bresse durch dirette und indirette Zuwendungen gesund erhält. Ihre Inferatenteile strogen wie Snofpen im Frühling. Durch unterirdische Stromleitungen zu Behörden wird der Wirkung von Inseraten nachgeholfen. So wird den Mühlen unserer Parteipreffe das Waffer abgegraben. Man Stridmantel-, Stridjadenarbeiterinnen und Bügler! Dem Be. fpricht von politischen Tendenzen der Papierindustrie, deren Ziel sei, fleidungsarbeiterverband, Filiale Berlin, Sebastianstr. 37/38, wird durch Breissteigerung unseren Organen den Atem ganz zu nehmen. Die sozialistische Presse tämpft verzweifelt um ihr Dasein.„ Der mitgeteilt, daß für diese Arbeiten feine tariflichen Löhne gezahlt werden. Nach einer tariffchiedsgerichtlichen Entscheidung, freie Lehrer", Organ der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer die einstimmig erfolgte, fallen Damen-, Kindermäntel, Baletots Lehrer und Lehrerinnen Deutschlands, und Arbeiterbildung", die und Rostüme aus Stridstoff genau wie gemebte Bare unter vom Zentralbildungsausschuß der SPD. herausgegebene Monats Da diefer Tarif schrift für Arbeiterbildungsausschüsse, Blätter, die unseren Lehrern den Tarif für diese Art der Konfettion. rechtsverbindlich ist, tommen auch die gesamten tariflichen und unserer schulentlassenen Jugend Führer und treue Gefährten Bestimmungen für das Nähen und Bügeln der aus Stridstoff ge vor allem auch im Kampf gegen sittlich verwüstende Spätwirkungen fertigten Bekleidungsgegenstände der oben genannten Arten voll des" großen" Krieges waren, sind eingegangen; andere Organe, so zur Anwendung. Nähere Auskunft erteilt der Bekleidungsarbeiter- 3. B. auch die„ Kommunale Pragis", mußten Umfang und Erscheinen auf das Minimum des Möglichen einschränken. Derband. Zum wilden Streif in Ludwigshafen a. Rh., der nur deshalb noch nicht beendet ist, weil die Badische Anilin- und Sodafabrit ihre Tore noch geschlossen hält, wird berichtet, daß auf Veranlassung der pfälzischen Kreisregierung, in Spener zwischen den Gewerkschaften und der Direttion über die Wiedereröffnung der Betriebe ver Da mit dem Behnerausschuß" nicht verhandelt handelt wurde. wird, der zur Wahrung der wirtschaftlichen Intereffen der Streifenden nichts getan hat und pofitio nichts tun tann, suchen die Kommu nisten diefe Berhandlungen zu verdächtigen und erneut gegen die Gewerkschaften zu heben. Wirtschaft Berschwendung. Das Board of Trade Journal", das amtliche Blatt des eng lischen staatlichen Arbeitsamts, stellt fest, daß in England 1360 000 Güterwagen auf den Eisenbahnen im Jahre eine Leistung Don 32 Milliarden Tonnenfilometern fertigbringen, während in Deutschland 700 000 Güterwagen 60,8 Milliarden Tonnenfilo meter leiften. Es ergeben sich also in England auf einen Wagen 24 000 Tonnentilometer für das Jahr als Leistung, in Deutschland dagegen 87 000 Tonnenfilometer pro Jahr. Die deutschen Reichsbahnen leisten nach dieser Statistik alfo mit ihrem Güterwagen material ungefähr das 3½ fa che von dem, was die englischen Eisen. bahnen damit leiften. Das englische Blatt sieht die Ursache für diefen erstaunlichen Unterschied in der Tatsache, daß die deutschen Eisenbahnen durch die Verstaatlichung zu einem einheitlichen Betriebe zusammengeschmiedet find, während die englischen Eisen bahnen, die Privatbetriebe find, ganz ungenügend miteinander zu fammenarbeiten und infolgedessen zahllose leerlaufende Güterwagen 26 18. Dezember erhalten: Arbeiter über 21 Jahre in den Klassen 1 bis 5: 325, 317, 309, 301 und 293 m. Stundenlohn.( Einstellungslohn 3 m. weniger.) Arbeiter von 18 bis 21 Jahren in den Klassen 1 bis 5: 277, 269, 262, 255 und 248 M.( Einstellungslohn 3 m, weniger.) Jugendliche Arbeiter unter 18 Jahren von 14 bis 15 Jahren: 90 m., 15 bis 16 Jahren: 100 m., 16 bis 17 Jahren: 120 m. und von 17 bis 18 Jahren: 150 m.; jugendliche Arbeständig auf den Schienen haben. beiterinnen: 85 m., 92 m., 110 m. und 138 m. Da steht nun die Sozialdemokratie, mächtige Silhouette gegen rötlichen Himmel, über den Ader gebeugt, der nach Arbeit schreit; aber die geistige Pflügeschar ist zerbrochen, notgeschwächten Händen entwunden. Des Gämanns Schürze ist leer. Aus flaffender Furche schießt wildes Unkraut, spärliche gute Reime überwuchernd und erftidend. Ein Phantom noch erst, düsteres Zukunftsbild, aus Wolfen hängenden Himmels geformt, die frischer Wind zerstieben kann. Wacht auf Genossen, erkennt, worum es geht beim Abbau unserer Breffe, wohin Berfümmerung unseres Schrifttums führt, und fämpft, es euch zu erhalten; opfert! Not macht unsere physische Baffe, Arbeitsverweigerung, ftumpf; haltet das Pflugeisen des Geiftes blant und scharf! Stüßt eure führenden Köpfe; denn sie vor Grimmb fie guerft, ja, fie allein allen und fie guerft, ja, fie allein fönnen befreien und Sozialismus bringen. Was ist aber zunächst prattisch zu tun? Konzentration aller Kräfte und Mittel: Organe zusammenlegen, die verwandte oder gleiche Aufgaben haben. Damit erspart man mehrfachen Betrieb und verbreitert gleichzeitig die wirtschaftliche. Basis des von mehreren Organen allein weiterbestehenden Organs. aber Not Das gute Schlagmort feuert an; gebrauchen wir also Swed heiligt Mittel das Wort: Stinnesierung unserer Presse. Aber seien wir unser eigener Stinnes. Rationieren wir à la Stinnes unfere Presse selbst. Bermeiden wir verschwenderische Duplizität geistiger Produktion. Mannigfaltigkeit ist so wünschens wert wie Uniformität," Normierung" unsympathisch zwingt dazu. Als das Reichsmietengeset publiziert wurde, zeigte sich, daß eine ganze Anzahl hervorragender Fachmänner gleichzeitig, ohne voneinander zu wiffen, Kommentare dazu geschrieben. Ter Buchhandel warf sofort deren mehr als ein halbes Dußend auf den Markt, die taum wesentlich voneinander abwichen. Häufungen dieser Art erlebt man bei den verschiedensten Gelegenheiten. Könnte Die Tatsache ist interessant, weil sie zeigt, daß die in der man fie fich in normalen Zeiten vielleicht aus mancherlei Gründen Arbeiterinnen über 21 Jahre: 220,50 bis 222 m., von 18 Rapitalistenwalt sehr beliebten Vorwürfe, wie schlecht der Staat noch gefallen lassen, so nicht in der harten Not unserer Jahre; heute bis 21 Jahren 187,50 bis 189 m. Affordbasis resp. fefter Zuschlag als Unternehmer arbeite, jedenfalls für das deutsche Staatsunter dünft sie einen strafwürdige Verschwendung von Arbeit und ab 18. Dezember wird burch besondere Bereinbarung noch festgelegt. nehmen nicht zutreffen. Im Gegenteil: gerade hier leistet der Staats- Material. Die Buchverleger find organisiert; sollte es nicht möglich In der anschließenden Aussprache, in der mehrere Redner bie betrieb bei gleichem Materialaufwand das Bielfache von dem, sein, überflüssige Duplizität von Berlagsobjekten durch selbstverwal Zugeſtändnisse als unzureichend bezeichneten, wurden von Ulrich was in England der Brivatbetrieb zu teilens mird von tapitaliſtiſcher tungsmäßige Rationierung der geistigen Arbeit zu vermeiden? Für Die Untauglichkeit unseres Staatsbetriebs Seite immer bewiesen" mit dem Hinweis auf das Geldbefizit bie Sozialdemokratie lebenswichtiges Problem! Man sollte nicht Victor Noad. des Betriebes. Dieses Defizit hat seine wichtigste Ursache ficherlich zögern. in der einfachen Tatsache, daß die Säge, die die Eisenbahnen für Berantwortlich für ben rebatt. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: ihre Leistungen berechnen, mit der Geldentwertung nicht im gering. Th. Slade, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag 6. m. b. S., Berlin. Drud: sten Schritt gehalten haben. Die Staatsbahnen verfchenten Borwärts Budbruderei u. Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin, Lindenstr. 3 noch eine Reihe von Fragen beantwortet, um Einzelheiten der Abmachung flarzustellen. In seinem Schlußwort forderte Ulrich zu einer recht regen Unterstützung der Arbeiterpreffe auf. Bei der Abstimmung wurden die Zugeständnisse gegen eine er hebliche Minderheit angenommen. Rorbmöbel Geltungspapier Metallbetten Achtung! kaufen Sie am vorteilhaftesten dir. b. Hersteller gebünd., kg 120, Hans. Bein lumpen flaschen Sohe Breife Befer A. Lesdau Heukölln Werkstätten für fein.Korbmöbel Fernsprecher. Neukölln 1759. 178 Blaggefch.Reingaben Fernfpr.: Neut. 281. Ausstell. und Verkauf nur Altmetalle Neukölln, Anzenzahlt hohe Breise. Geschäftszeit 8-1, 3-7 gruberstraße 20. Oberberger Str. 1. Stahlmatratz., Kinderbetten dir. an Priv. Kat.30A frei. Eisenmöbelfabr. Suhl Thür. trumpfwaren S tauft man jest noch sehr preiswert und billig im trumpfhaus ,, Werba" Bln., Kottbuser Damm 72, Ecke Lenaust. vermag. Achtung! Hosen in allen Größen und Qualitäten äußerst preiswert Münch.- Gladbacher Hosen- Zentrale Berlin, Rügener Str. 25 Fabrlinien: 5,8, 35, 36, 37, 40, 41, 42,99, 1, 27.140 Fahrgeldvergütung! ( blauer Lad.), nahe Bhf. Gesundbr. Ginfauf von Brillanten, Pfandscheine, Damen- u. Herren- Stoffe Berlen, Smaragde, Platin, Gold- und u. Stinge Schapiro, Neue Rönigstr. 19a, im Baben. Gilberbruch, fomie ühren, Reften a Gold-, Silber-, Zahngebisse Platin- Bruch auch zerbrochene, höchste Preise. Reelle, sachm. Bedienung kauft höchstzahlend Zahnlaboratorium Linienstr. 199 Holzmarktstr. 5. Ecke Joachimstr. a. Rosenth. PL. Kein Laden, vorn III. Passage. aller Art in großer Auswahl. Kleider- u. Futter- Seiden schwarz und farbig. Gelegenheitskäufe in mod. Mänteln, Kostümen, Kleidern u. Röden. 1-3 geschloff. Paul Karle O. 34, Warschauer Straße 79. ,, Vorwärts"-Ausgabestellen u. Inseraten- Annahme Sauptexpedition: Berlin, Lindenstr. 3, Laden. Zentrum: Aderftr. 174, am Roppenplag. Weften: Stegliger Str. 87, Ede Magdeburger Straße. Güden: Bärwaldstr. 47, an der Gneisenaustraße. ftraße 31, Sof rechts parterre. Often: Markusfir. 36. Südosten: Laufiger Plag 14/15. Nordosten: Immanueltirchstr. 24. Pringen Petersburger Plat 4. Moabit: Wilhelmshavener Str. 48. Mining. Erasmusftr. 4. Webbing: Müllerstr. 34a, Ede Utrechter Straße. Rofenthaler und Oranienburger Borstadt: Battstr. 9. Gesundbrunnen: Bastianstr. Schönhauser Vorstadt: Greifenhagener Str. 22. Adlershof, Alt- Glienicke: Frl. Walter, Ablershof, noffenfchoftsftr. 6. varterre. Ge Cichlamp: Mendelssohn, Rönigsweg 4. Crtner: Emil 3mang, Scharnweberstr. 11. Fichtenan: Rraeßte, Bismarditr. 1. Faltenberg: Salamann, Faltenberg, Gartenftabilir. 10. Fredersdorf- Betershagen: Otto Bilinski. Frebersdorf, Arndtstraße. Lichterfelbe- Dft, Bantwig: 5. Benzel, Santwig, Bietben-[ Staaten: Bältel. Efchenwinkel 16. ftraße 15. Sichterfelbe- Weft: Bernbt. Stegliker Str. 19. Mahlsborf: Wilhelm Ruta, Sönower Str. 177. Marienbort: Auauft Sets Chauffeefir. 29. Marienfelde: Greulich, Berliner Str. 148. Neuenhagen Benate Riegelftr. A. Friedenau: Rheinftr. 27. Ede Rönnebergstraße. Friedrichshagen: Soffmann, Friedrichshagen, Kurze Reuföllu 1: Redarftr. 2. Straße 1. Grünau: figner, Röpenider Str. 105. Salenfee, Grunewald: Frau Road, Riost Henriettenplag. Brinatwohnung: Ratharinenftr. 4. Seinersdorf: Frau Goldbach, Rieberfchönhausen, Schloß. allee 45. Hennigsborf: Frau Rotbaltafti, Mathenauftr. 3. Baumschnlenweg: Frau Röple, Riefholaftr. 180, gaben. Sohen neuendorf: Stegerts, Bismardstraße. Bernau, Röntgental, Revernid. Schönbrüd, Karow und Buch: Soppegarten: Rauf. Soppegarten Birkenstein, Barzelle Seinrich Brofe Bernan. Mühlenftr. 5. Biesborf: Danneberg Bittoriaftr. 11. Nr. 119. Bohnsdorf: Sorlemann, Genossenschaftshaus Barables. Jobannisthal. Alpin Gammisch Bismardftr. 8. Buchhols, Blankenburg: Waaner. Blantenburg, Burgwall. Karlshort: Reinhold Berndt, Balbowallee 4. Neukölln II: Siegfriebftr. 28/29. Rentöllu III: Wintler, Sobrechtstr. 40, D. I. Reukölln- Brig: Mittag. Brig, Chauffeeftr. 82. Nieberschöneweibe: Shinblet, fennftr. 23. Rowames: Rari Rrobnberg Etfenbabnitz. 10. Oranienburg: Setnr. 2oenhardt, Stralfunder Str. 6. Oberschöneweibe: Robert Baul Mathildenftr. 5. Bantow: Rikmann Mühlenftr. 70. Rahnsbort: Teideri, Forfftr. 7. Botsdam: Frau 2 ad, Rurfürstenstr. 11. Reinidenborf- Oft. Schönhola: Albert Bable. Broving Brake 56( gaben). Reinidendorf- Rosenthal: Seinrich Gorsti. SauptStraße 28. Schmargendorf: Rehab, Breite Str. 8. Söneberg: Belziger Str. 27. Raulstorf: Bogt. Brebered itraße 19. ftraße 63. Königsmusterhausen: E. Meyer. Botsdamer Str. 9. Charlottenburg 1: Gefenheimer Str. 1. Rovenia, Sirishgarten: Schlag. Rieger Str. 6( Laden). Charlottenburg II: Tauroggener Str. 11. Senzin, Mittenwalde, Schenkenbort, Rieberlehme, Reue Charlottenburg III: Joachimi, Raiferdamm 102, Garth. I. Lihtenberg 1: Lichtenberg. Wartenbergstr. 1. Mühle, Bernsdorf, Cablom: ziedem alb, Gengis, Charlottenburg IV: Bufeniat. Augsburger Str. 47, Lichtenberg II, Summeisburg, Stralan: Lichtenberg, Bog, hagener Str. 62. Chauffeeftr. 54. Bortier. Lichtenberg L, Friedrichsfelbe: Frankfurter lee 185, Saben! Siemensftabt: Bielsch), Reißstr. 22, s. II. Gonersborj: Säubert, Sandsberger Ste, 10. Halsteftr. 86. Steglig: to ft. Düppelstr. 35. Slibende: Ludwia Zegel, Borfigwalbe, Reinidendorf- West, Tegefort, Joers. felbe, Conradshöhe, Wittenau, Waidmannsluft, Herms borf. Sohennenendorf, Birkenwerder: Paul Kienast. Borsigwalde, Saufchitr 10, Teltow: Säfel, Ritterftr. 29. Tempelhof: Raifer- Wilhelm- Str. 13. Tempelhof: Randler, Suhenzollerntorfo, 5. Erebbin: Göring. Bahnhofftr. 62. Treptow: Beis, Riefholaftr. 18b. Weißenice: reunte, Berliner Allee 54. Gillmann, Carmen- Shiba- Straße 67. Wilban- Hoherlehme: Rud. 2ettow. Bilhelmshagen, Seffenwinkel: Schulze, Wilhelmshagen, Wilhelmstr. 31. Wilhelmsaue 27.Bilmersdorf: Frau Shubert, Tübinger Str. 2a. Woltersdorf: Smurbaum. Eichendamm 22. Zehlendorf, Schlachtenfee, Ritolassee: Rehlendorf, Teltower Straße 3. Beuthen, Miersdorf: A. Behling. Bahnhofstr. 2. Boffen: Biti. Bahnhofftr. 25. Sämtliche Literatur sowie alle wiffenfchaftlichen Werte werden geliefert. Gonntags End die Geschäftsstellen geschloffen.