Nr.584 39.Jahrgang Ausgabe Bfir. 284 Bezugspreis: an Für den Monat Dezember 750,- 9., Doraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet sowie Oesterreich und Luxemburg 900,- M., für das übrige Ausland 1280,- M., Postbestellungen nehmen Belgien, Dänemart, England, Estland, Finnland, Frank. reich, Holland, Lettland, Luxemburg, Desterreich, Schweden, Schweiz. Tschechoslowalei und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntags. beilage ,, Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage ,, Heimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. " Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 15 Mark Angenpreis: Die einspaltige Nonpareillezetle toftet 160,--. Reflamezeile 800,-. ,, Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 45, M.( zulässig zwei feitgedruckte Worte), jedes weitere Bort 35, M. 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Der erste Teil handelt von der Stabilisierung der Mart, und die deutsche Regierung schlägt vor, diese Stabilisierung selber in die Hand zu nehmen gegen Bewilligung Die zwei ersten Tage der Londoner Konferenz haben in-| h ört werden wird. Aber selbst wenn das englische Rabifofern feine Ueberraschung gebracht, als der von den einzelnen nett sich dahin entscheiden sollte, daß die deutschen Vorschläge Berhandlungen der Alliierten eine brauchbare Grundlage zu beteiligten Ministerpräsidenten vertretene Standpunkt so ziemlich dem entspricht, was man nach ihren Erklärungen der letzten Zeit erwarten mußte. Zu einer Klärung ist es bisher noch nicht gekommen, vielmehr stehen sich nach wie vor in der entsheidenden Frage- Besetzung des Ruhrgebietsdie Ansichten Frankreichs und England's noch ziemlich schroff gegenüber, während Italien und Belgien sich bemühen, ein Kompromiß herbeizuführen, wobei Mussolini mehr dem Standpunkt Poincarés und Theunis mehr dem Standpunkt Bonar Laws Zuneigen. Ueber einen Punkt sind sich die vier Staatsmänner von Anfang an einig gewefen, nämlich darüber, daß Deutschland gegenwärtig nicht in der Lage sei, die ihm auferlegten 3ahlungsverpflichtungen zu erfüllen und daß ihm daher ein Zahlungsaufschub von zwei Jahren eine annehmbare Diskussionsbasis bilden fönnten, so ist es in Anbetracht ihrer ungünstigen Aufnahme durch die anderen Beteiligten leider sehr unwahrscheinlich, daß sie auf der Londoner Konferenz noch eine wesentliche Rolle spielen. Es ist vielmehr zu erwarten, daß sich die weitere Diskussion nur noch um die Forderungen Boincarés, bzw. um einen von Mussolini unterbreiteten Plan drehen wird. Dieser Plan, über den nur wenig Positives bisher befannt geworden ist, scheint sich der französischen Auffassung zu nähern, ohne jedoch eine sofortige Besetzung der Ruhr vorzusehen. Dafür unterstüßt er die Forderung nach Ausbeutung der staatlichen Gruben und Forsten. 1. eines Moratoriums von mehreren Jahren, 2. gegen Anerkennung Deutschlands durch die Alliierten als einer meistbegünstigten Macht im Handelsverkehr. Der zweite Teil der Note Reparationsfrage schlägt vor, eine auswärtige und eine innere Anleihe aufzunehmen, und zwar die letztere sofort. Ein Anhang enthält drei Vorschläge: 1. innere Anleihe von drei Milliarden Goldmart mit Indessen soll nach den neuesten Meldungen Poincaré wieder mit besonderem Nachdruck die Kuhrbesetzung vier Prozent Zinsen und einem halben Prozent Tilgung. fordern. Am Sonnabend und am Sonntag schien er zunächst 2. Gutscheine etwa in der Höhe von drei Milliarden Goldmart darauf verzichten zu wollen. Ein offiziöses Reuter- Commu- follen der Reparationsfommission übergeben werden, damit diese sie niqué war auffallend optimistisch, und auch ein Telegramm im Auslande finanziert. Zinsen und Tilgungszinsen wären sofort des Sonderberichterstatters des Petit Parifien" deutete auf einen einstweiligen Rückzug Frankreichs in der Ruhrfrage hin. Neuerdings wird aber übereinstimmend berichtet, daß sich die Lage zugespitzt 17 habe unter welchen Einwirkungen ist noch nicht flar zu er sehen, wahrscheinlich läuft die Pariser Nationalistenpresse Sturm gegen jedes Zurückweichen. welcher Entschiedenheit und Einmütigkeit die englische Es ist jedenfalls in dieser Hinsicht bemerkenswert, mit Preffe gegen eine Ruhrbesehung Stellung nimmt. Während früher, zu Lloyd Georges Zeiten, die„ Times" mit dieser französischen Forderung sympatisierten, erklären sie jetzt, daß es fich hier um eine Frage nicht nur zwischen den beiden Regierungen, sondern zwischen den beiden Bölkern zahlbar. 3. Als Gegenleistung verlangt die deutsche Regierung ein Moratorium von zwei Jahren für alle Zahlungen, die sie schuldet, außer für die Sachlieferungen, deren Betrag aus den Aktiven des Ueberdies verlangt die deutsche Regierung für jede weitere Milliarde, die sie über die deutschen Budgets entnommen würde. geplanten Zahlungen hinaus der Reparationstommiffion zur Verfügung stellen würde, ein weiteres Moratorium von einem Jahr. tragen. Schließlich regt die deutsche Regierung an, daß das Er 3m ganzen würde de: Bahlungsaufschub bis zu fünf Jahren be gebnis der deutschen Zölle als Sicherheit für die auswärtige Anleihe benutzt werden soll. wenigstens für seine Bar leistungen gewährt werden müsse. Hier hört aber das Einvernehmen zwischen den Alliierten auf, denn die Meinungsverschiedenheiten fangen schon bei der Frage an, unter welchen Bedingungen dieses zweijährige Mora torium gewährt werden könne. Poincaré erhebt nicht nur die Forderung nach firengen Maßnahmen der Finanzkontrolle, nicht nur die Forderung nach Ausbeutung der staatlichen Gru ben und Forsten im besetzten Gebiete, sondern er verlangt auch die Belegung eines Teiles des Ruhrgebietes, der Essen und Bochum erfaßt.( Damit wird nun offiziell die Richtigkeit der bekannten Havasnote über den Kriegsrat im Elysée vollständig bestätigt, die man sich in Paris beeilt hatte, als start über trieben" hinzustellen.) Bonar Law dagegen erklärt, ebenso wie feinerzeit Lloyd George, dieser Befegung auf teinen Fall zustimmen zu wollen. Indessen scheint er in der Frage ministern sind deutsche Vorschläge überreicht worden, die bejagen, London, 11. Dezember.( Reuter.) Den verbündeten Premierder Ausbeutung der staatlichen Bergwerke und Domänen nachzugeben, während Lloyd George bei der letzten die deutsche Regierung beabsichtige, den Vorschlägen, die in ihrer Konferenz diefer Forderung mit Erfolg entgegengetreten war. Note an die Reparationsfommiffion vom 14. November enthalten Schon an dieser Tatsache läßt sich erfennen, wie sich die poli- handle. Die britische öffentliche Meinung widersete sich na ch- feien, dadurch Folge zu geben, daß sie es unternehme, wenn es für tische Konstellation seit dem Herbst durch den Sturz Lloyd drücklich und einstimmig einer unverzüglichen Be- nöfig befunden werde, jogleich an eine Stabilisierung der Mart herGeorges und durch den Sieg des Fafcismus für Deutschland sezung des Ruhrbeckens, die sie als zmedlos und geanzugehen unter Heranziehung der eigenen Hilfsquellen Deutschlands verschlechtert hat. Als Garantien schlägt Bonar Law fährlich ansehe. Bei der Weigerung, diefer Maßnahme zu- und durch Ausgabe auswärtiger und innerer Anleihen, mit dem Vordie Erhebung von 25 Broz der deutschen Ausfuhr und der zustimmen, würe die britische Regierung die Unterstützung behalte, daß ein Teil der inneren Anleihe für die eigenen deutschen deutschen Zolleinnahmen vor. Der gesamten öffentlichen Meinung England s Interessen verwendet werden müßte. Die Anleihen sollten unmittelbar aufgelegt werden und ein festzusetzender Anteil der äußeren Anleihe folle der Reparationstommiffion überwiesen werden. Die damit angeregte Vereinbarung würde eine Ordnung der Reparationsangelegenheit für wenigstens zwei Jahre bedeuten, allerdings aber nur um den Preis einer europäischen Katastrophe ihre Wirksamkeit über fünf Jahre hinaus nicht erstreden. Die annehmen können, aber es sei für England ebenso un- deutsche Regierung schließt mit einem eindringlichen Appell an die möglich, mit Frankreich zu brechen, und es müsse Verbündeten, das Reparationsproblem zu lösen; nach ihrer Meinung würden neue Vorschläge den Weg zu einer endlichen Regelung erdaher ein Kompromiß gefunden werden. öffnen. Es ist nun in die Debatte ein neues Moment hinein- hinter fich haben. Es sei wünschenswert, daß die Franzosen gebracht worden, das jedoch auch feine Ueberraschung bedeutet, die britische Haltung in diesem Puntte flar erkennen. Auch da es allgemein erwartet wurde: es wurde nämlich am Sonn- der Observer" erklärt, Bonar Law hätte die Vorschläge tag vormittag durch den nach London gereisten Staatsfefre- Poincarés tär a. D. Bergmann ein neuer deutscher Borschlag " Der deutsche Vorschlag. lautet: Deutsche Sühne- Note. Sachverhalt offiziell der Konferenz überreicht, über dessen Inhalt wir an anderer Stelle berichten. Hier wollen wir jedoch nur seine Aufnahme in London zur Sprache bringen. Wenn man geSo wie die Dinge liegen, hat es leider nicht den Anschein, wissen Meldungen, z. B. Havas, Glauben schenkt, so müßte man als ob ein Rompromiß, falls es überhaupt gefunden wird, annehmen, daß der am Sonntag überreichte deutsche Vorschlag für Deutschlands wirtschaftliche und politische Lage eine Eram heutigen Montag bereits durch die Tatsache überholt, leichterung bedeuten wird. sei, daß ihn die alliierten Ministerpräsidenten glatt ab Die am Sonntag in Paris überreichte Antwort der Reichsgelehnt hätten. Einzelnen Meldungen zufolge wäre diese Ablehnung fogar einstimmig erfolgt. Dies dürfte jedoch nicht WEB. meldet: Entsprechend ihrer Absicht, in der Re- regierung auf die Note der Botschafterfonferenz vom 30. November ganz zutreffen. Es steht zwar fest, daß Poincaré das parationsfrage eine Politik der Aktivität, der Aufrichtigkeit In Erwiderung auf die Note der Botschafterfonferenz vom deutsche Angebot in den schärfsten Ausdrücken zurückgewiesen und der geschäftlichen Klarheit zu führen, hat die deutsche Re- 30. November, betreffend die Zwischenfälle in Stettin, Passau und habe( es sei einer Erörterung nicht wert"). Bon Musso- gierung zu Beginn der Konferenz der alliierten Minister- Ingolstadt legt die deutsche Regierung Wert darauf, zunächst den lini heißt es in einem Gigungsbericht der Times", er habe präsidenten einen Schritt in Condon unternommen. Sie hat durch eingehende Untersuchungen ermittelten zunächst geschwiegen, aber in einer Unterredung mit Breffe- die Dringlichkeit einer endgültigen Lösung der Reparationsvertretern erklärte er ebenfalls, die deutschen Vorschläge feien frage erneut nachdrücklich befont und, um eine folche Lösung festzustellen. Das Gesamtergebnis der Ermittelungen ist aus der unannehmbar und könnten bereits als abgelehnt gelten. Bel- durch zweckmäßige Vorschläge anzubahnen, in Ausführung der Anlage ersichtlich. In Kürze zusammengefaßt, ergibt sich folgendes gischerseits wird offiziös erklärt, die deutschen Vorschläge Note vom 14. November ein System von inneren und Bild: gingen ficher über alles Bisherige hinaus und äußeren Anleihen zur Erörterung gestellt. Das dafür 1. Am 17. Juli d. J. wurde das Polizeidienstgebäude in hätten bei einer anderen Formulierung und falls fie vor zu gewährende Moratorium foll, je nach der Höhe des 3eich- Stettin von einer interalliierten Kontrollabteilung besichtigt. drei Monaten übergeben worden wären, vielleicht aus- nungsergebnisses, bis zu fünf Jahren befragen, außerdem Dabei entstand zwischen ihr und dem deutschen Bolizeibeamten gereicht, foll Deutschland im Sinne der Note vom 14. november für die Streit über die Deffnung eines permauerten heute sei es jedoch zu spät. Dauer des Moratoriums von allen sonstigen Caffen Raumes. Im Verlauf des Streites forderte der Polizeibeamte Bonar Law felbst hat sich zu dem deutschen Angebot des Vertrages von Bersailles befreit und seine wirtschafts- die Kontrollabteilung auf, fich aus dem Dienstaebäude zu ent fernen. Die Kontrollabteilung folgte dieser Aufforderung, tam in der Konferenz noch nicht geäußert, sondern eine Sigung des politische Gleichberechtigung wiederhergestellt werden. aber nach einiger Zeit zurück und wurde dann durch Polizeiunterenglischen Ministerrates au Montag vormittag einbe- Der Ertrag der Auslandsanleihe foll ganz, der Ertrag der In- beamte am Betreten des Gebäudes verhindert. rufen, um dazu Stellung zu nehmen. Für die englische Auf- landsanleihe zur Hälfte der Reparationsfommiffion zur Ber- 2. 2m 24. Oktober d. I. wurde die Reichswehrtaserne in faffung ist eine Aeußerung der„ Times" sehr beachtenswert, fügung stehen. Die andere Hälfte der Inlandsanleihe foll der Bafiau durch zwei Kontrolloffiziere besichtigt. Bei ihrem Einwonach die deutschen Vorschläge" mehr verdienten als Stabilisierung der Mark und dem Ausgleich des Reichshaus- treffen im Kraftwagen vor der Kaserne wurden die Offiziere von etwa zwanzig 3ivilpersonen beschimpft. In der Kaserne befand eine einfache fummarische Ablehnung. Es sei das erste mal, halts dienen. daß eine deutsche Regierung ein einigermaßen vernünfti Condon, 11. Dezember.( TU.) Ueber den Inhalt der deutschen sich an der Wand eine beleidigende Aufschrift und beim Berlassen ber Kaserne wurde der Kraftwagen von der Boltsmenge mit ges Angebot gemacht habe und sich bereit geige, prat Note wird u. a. folgendes bekannt: Die Note ist von einem Brief Steinen und Stöden beworfen. Die Fenster des Kraftfisch mit den Alliierten zusammenzuwirken. Dieser Geist des Reichskanzlers Dr. Cuno begleitet, in dem es heißt, daß Staats- wagens wurden zertrümmert und einer der Offiziere leicht an ber müsse ermutigt werden. Berschiedene Meldungen besagen, daß sekretär Bergmann, der zufällig in London anwesend sei, der Nase verletzt. Die herbeigerufene Polizei bemühte sich, die Offiziere Bergmann von den alliierten Ministerpräsidenten noch ge- Ronferenz alle wünschenswerten Erflärungen mündlich geben könnte zu schüßen, fonnte sich aber nicht durchsetzen. 3. Am 22. November sollte die Munitionsanstalt bei Ingolstadt durch zwei Kontrolloffiziere besichtigt werden. Bei ihrer Ankunft vor der Munitionsanstalt wurden die Offiziere von 20 bis 30 Zivilpersonen beschimpft, ihr Kraftwagen wurde schwer beschädigt und einer der Offiziere murde leicht an der Nase verlegt. Die Offiziere mußten sich schließlich unverrichteter Sache zu rückziehen. Polizei war nicht zur Stelle. Bölkerrecht fennt in Friedenszeiten eine solche Bestrafung von Gemeinden nicht, und zu dem verursachten Schaden steht die Höhe der geforderten Summe in feinem Verhältnis. In dieser Hinsicht genügt ein Hinweis auf die Geringfügigkeit der Entschädigungen, die im befeiten Gebiet für viel schwerere Verfehlungen gegen Reichs angehörige zugebilligt zu werden pflegen. Uebrigens würden die In allen drei Fällen befanden sich hiernach die interalliierten beiden Städte weder die Mittel noch den Kredit haben, um Summen Offiziere in Ausübung einer Tätigkeit, zu der sie gegenüber den von je einer Milliarde Papiermart aufzubringen. Um jedoch die deutschen Behörden berechtigt und ihren eigenen Regierungen deutschen Volksgenossen in der Pfalz und in den Rheinlanden vor gegenüber verpflichtet waren In Verkennung dieser Sachlage den angedrohten unverschuldeten Zwangsmaßnahmen zu schützen, haben sich die an den Zwischenfällen beteiligten Bersonen teils zu stellt die deutsche Regierung von sich aus den geforderten Ungehörigkeiten, teils zu Verunglimpfungen der Offiziere hinreißen Betrag von 1 Million hiermit zur Verfügung. laffen. Sie standen dabei unter der Einwirkung des Empfin= dens weiter Voltstreise, die ihre seelische und wirtschaftIn den drei Anlagen werden die Vorgänge in Stettin, Passau und liche Nöte auch auf die über Deutschland verhängte Kontrolle zurückführen und in ihrer Erbitterung die zahlreichen interalliierten Ingolstadt auf Grund der amtlichen Feststellungen noch eingehender Offiziere als Organe der Kontrolle verantwortlich machen. Dieser als in der Note selbst geschildert. Umstand kann jedoch den Mangel an Selbstbeherrschung nicht rechtfertigen. Die deutsche Regierung hat aus allen diesen Erwägungen nicht gezögert, von vornherein anzuerkennen, daß den Offizieren ein Unrecht geschehen # Der Weltfriedenskongreß. Haag, 11. Dezember.( WTB.) Der von dem Internatio nalen Gewerkschaftsbund einberufene Weltfriedenskongreß ist und daß ihren Regierungen ein Anspruch auf Genugtuung zu- murde Sonntag eröffnet. Der Präsident J. H. Thomas brachte steht. Sie hat der Interalliierten Kontrollkommission in Berlin in in seiner Eröffnungsrede dem gastfreundlichen Holland seinen Gruß zwei amtlichen Schreiben ihre schärfste Mißbilligung und ihr leb- dar und verwies auf das große Ziel, dessentwegen Abordnungen aus haftes Bedauern über die drei Borkommnisse ausgesprochen. Außer der ganzen Welt sich im Haag versammelt hätten. Der Vorsitzende dem find deutscherseits folgende Maßnahmen getroffen worden: des niederländischen Gewerkschaftsverbandes Stenhuis hieß die 1. Im Fall Stettin hat der Polizeipräsident dem Vorsitzenden Teilnehmer im Namen der niederländischen Gewerkschaften willkom des Interalliierten Distriktfomitees daselbst mündlich und schriftlich men. Der Führer der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Hollands, feine Entschuldigungen ausgesprochen. Ferner ist der verantwort- Troelstra, gab seiner Freude darüber Ausduck, daß die Niederliche Beamte des Polizeipräsidiums in Stettin aus seiner Stellung lande zum Sitz des Kongresses gewählt worden seien. Holland, das entfernt worden; er wird vorläufig feine anderweitige dienst von den Schrecken des Krieges verschont geblieben sei, müsse es als liche Berwendung finden. Die an dem Vorfall beteiligten Polizei- feine Pflicht betrachten, den beamten sind disziplinarisch bestraft, die beiden bei der Kontrollhandlung anwesenden Verbindung soffiziere ihrer Stellung enthoben worden. 2. Im Fall Bassau ist der diensttuende Bataillonsführer seiner Stellung enthoben worden. Ferner hat der Bürgermeister von Bassau, der zugleich Polizeichef ist, der Interalliierten Distriktsfommission in München mündlich und schriftlich feine Entschuldigungen ausgesprochen. Gegen die Demonstranten ist ein Strafperfahren eingeleitet, das unnachfichtlich und mit größter Beschleuni gung durchgeführt werden wird. Kampf gegen den Krieg pflichte, mit allen Mitteln auf die Einberufung eines Roue gresses, sei es durch den Völkerbund, sei es durch einen Staat oder eine Gruppe von Staaten hinzuwirken. Die Resolution wird von Organisationen mit etwa 20 Millionen Mitgliedern perireten. fonferenz in Brüssel darauf hingewiefen, daß das beste Mittel zur Regelung der internationalen Schwierigkeiten die sofortige An= nullierung der Reparationsforderungen und der interalliierten Schulden bilden würde, während der Wiederaufbau der zerstörten Gebiete zu einer internationalen Angelegenheit erklärt werden sollte. Weitere Beschlüsse beziehen sich auf die zu unternehmenden Propagandafeldzüge. In der zweiten Resolution wird die bevorstehende Reparations Internationale Wiedervereinigung. Brüssel 11. Dezember.( WTB.) Journal du Peuple" be richtet aus dem Haag, daß die Bollzugsausschüsse der beiden sozialistischen Internationalen von London und Wien unter dem Borsitz von Henderson nach langer Erörterung eine Entschließung annahmen, in der der feste Wille bekundet wird, auf die 3 usammenlegung der sozialistischen Aktion und Organisation hinzuarbeiten. Dementsprechend beschlossen die Vertreter der Bollzugsausschüsse von Condon und Wien, ein allgemeines Attionstomitee von acht Mitgliedern zu bilden, dessen Hauptaufgabe die Borbereitung der baldmöglichsten Einberufung einer internationalen fozialiftischen Konferenz ist. Der Kampf gegen den Wucher. so energisch wie nur möglich zu unterstützen. Holland sei nicht in der Lage, sich im Kriegsfalle wirksam zu verteidigen. Geine Hoff nungen richteten sich daher auf die Anstrengungen der organisierten Arbeiter aller Länder gegen den Krieg. Das einzige Bündnis, das man annehmen fönne, fei das Bündnis mit dem Proletariat aller Länder. Gemerschaften begrüßt hatte, stellte Bräsident Thomas die An- regierungen mit seiner Zustimmung für ihr Gebiet oder Teile Nachdem Abg. Albarda den Kongreß im Namen der Haager wesenheit von geworden, daß durch das Gebahren gewisser Händler, die in Aus verschiedenen Teilen des Reiches find Klagen darüber laut eigener Berson Butter oder Käse erzeugen, bei Molkereien, Genne reien, Räsereien oder anderen Milchverarbeitungsbetrieben zum Wiederverkauf auftaufen, die Butter und Käsepreise in die Höhe getrieben werden und die Frischmilchverfor. die Höhe getrieben werden und die Frischmilchverfor. gung der Städte beeinträchtigt wird. Um den Landeszentralbehörden eine rechtliche Handhabe zum Einschreiten gegen derartige Mißstände zu geben, hat der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft eine Verordnung erlassen, nach der die Landes3. Im Fall Ingolstadt hat der Leiter der Munitionsanstalt ihres Gebietes bestimmen können, daß diese Auftäufer einer be= seinen Abschied genommen. Gegen die Demonstranten ist ein 600 Delegierten, die 24 Nationen und 14 millionen Menschen sonderen Erlaubnis bedürfen. Die Landeszentralbehörden Strafverfahren eingeleitet worden. Der Bürgermeister von Ingolstadt, der zugleich das höchste für die Ordnung verantwortliche vertreten, feft, und erinnerte an die früher im Haag abgehaltenen fönnen danach insbesondere bestimmen, daß die Erlaubnis versagt Polizeiorgan ist, hat der zuständigen Interalliierten Kommission Friedenstonferenzen von 1899 und 1907. Auf beide seien große werden fann, wenn der Antragsteller nicht als hinreichend fachver. Polizeiorgan ist, hat der zuständigen Interalliierten Kommission Kriege gefolgt, aber dadurch werde man sich nicht zum Bessimismus ständig anzusehen ist oder sonstige Gründe vorliegen, die seine Unzuseine Entschuldigungen ausgesprochen. Die deutsche Regierung ist der Ansicht, daß die hiermit geleistete verleiten lassen, denn diese früheren Konferenzen feien von Re- verlässigkeit in bezug auf die Geschäftsführung annehmen laffen, Genugtuung vorbehaltlich einer angemessenen Bergütung für gierungen einberufen worden und die Delegierten seien Diplo sowie endlich, wenn Bedenken volkswirtschaftlicher Art gegen die den geringen tatsächlichen Schaden, eine dem internationalen maten gewesen, während die gegenwärtige Versammlung die Erlaubniserteilung bestehen. arbeitende Bevölkerung der ganzen Welt vertrete, die sich um wirtschaftliche Streitigteiten nicht fümmere und fein Interesse am Krieg habe. Die Bilanz des Weltkrieges 1914-1918 weise den Tod von 35% Millionen Menschen Herkommen entsprechende, ausreichende Sühne darstellt. Die Botschafter konferenz hat sich jedoch veranlaßt gesehen, in ihrer Note vom 30. November noch weitergehende Forderungen zu stellen. Was zunächst die Bemängelung der von der deutschen Regierung abgegebenen Erklärungen anlangt, fo lag nach deutscher Auffassung und Absicht in den Worten der Mißbilligung und des Bedauerns nicht nur die Anerkennung eines völkerrechtlichen Unrechts, sondern auch eine förmliche Entschuldigung. Um aber jeden Streit hierüber zu vermeiden, stellt die deutsche Regierung in aller Form fest, daß ihre hiermit erneuerten Erklärungen den Ausdruck der Entschuldigung umfassen und mit enthalten. Nach der Reichsverfassung liegt die Vertretung Deutschlands und der Länder nach außen lediglich dem Reiche ob. Da die Erklärungen der Reichsregierung in Ausübung dieser Dbliegenheit abgegeben sind, bleibt für Erklärungen der beteiligten einzelstaatlichen Regierungen tein Raum mehr. Das weitere Verlangen nach Entlassung der Bürgermeister von Passau und Ingolstadt geht von einer unzutreffenden Vorausjehung aus. Diese Bürgermeister sind keine Staatsbeamte, sondern freigewählte Organe der Selbstverwaltung und können daher auch in ihrer Eigenschaft als Polizeichefs weder von der bayerischen noch von der Reichsregierung ihrer Stellung enthoben werden. Endlich will die Note der Botschafterkonferenz den Städten Bassau und Ingolstadt eine Buße von je 500 000 Goldmart auf erlegen. Die deutsche Regierung vermag diese Forderung nicht als berechtig anzuerkennen: das Gewerkschaftsversammlung. immer leichtsinnig. Bon Bruno Frei. " und eine ungeheure Vermehrung der Staatsschulden auf. Diese Schulden müßten von den Arbeitern bezahlt werden. Die Regierungen hätten sich um die Lehren des Weltkrieges nicht gefümmert, und so sei es denn Sache des Proletariats, sich der großen Aufgabe, der Rettung der Zivilisation, zuzuwenden. Der Vorsitzende schloß mit den Worten: Trennen wir uns nicht in einzelne Mächte und Klossen, errichten wir auf den Ruinen der Gegen wart eine sichere, gesunde und wahrhafte Basis. Die Augen von Millionen Menschen sind auf diesen Kongreß gerichtet, denn die Berwirklichung der heiligen Sache des Friedens bedeutet die Verbrüderung der ganzen Menschheit, der ganzen Welt.( Großer Beifall.) * Die Spizenorganisationen der Gewerkschaften werden am Dienstag vom Reichsernährungsminister zu einer Besprechung empfangen. Keine Auslieferung Ghezzis. Die Reichsregierung hat die Auslieferung des an dem Mailänder Bombenattentat beteiligten Italieners Ghezzi, die von der italienischen Regierung beantragt war, abgelehnt. Die Ablehnung erfolgte nach vorheriger Stellungnahme des Rechtsausschusses des Preußischen Landtages, der die Auffassung vertrat, daß die von der italienischen Regierung im Eröffnungsverfahren angeführten Delitte gegen Ghezzi nicht unter den deutsch- italienischen Auslieferungsvertrag fallen. Ghezzi wird deshalb wahrscheinlich noch im Laufe des Tages aus der Auslieferungshaft entlassen werden. Die Börse unsicher. Haag, 11. Dezember.( WTB.) Auf der Internationalen Frauenfonferenz für einen neuen Frieden gelangten gestern zwei Rosolutionen zur Annahme. In der ersten heißt es, die gegenwärtige Lage Europas und der ganzen Welt sei nicht nur auf den Krieg, sondern zum großen Teil auf die Friedensverträge zurüdBei Wochenbeginn zeigte sich am hiesigen Devisenmarkte eine zuführen, die sich mit den Waffenstillstandsbedingungen( Wilsons sehr unsichere Tendenz, zumal über die Aufnahme der deut14 Punkte) nicht deckten und dem Geist des Völkerbundes nicht ent- fchen Reparationsvorschläge durch die Alliierten noch feine Klarheit sprächen. Sie hätten den wirtschaftlichen Wiederaufbau verhindert, besteht. Der Dollar wurde gegen mittag mit 8525 bis 8550 geFeindschaft und Mißtrauen hervorgerufen und gestärkt, wodurch die Abrüstung unmöglich geworden sei. Sie hätten die handelt. Die Umfäße sind vorläufig gering. An der Effektenbörse Bildung eines allgemeinen demokratischen Völkerbundes verzögert. war die Stimmung ebenfalls nicht ganz einheitlich. Der feste GrundDaher fordert die Konferenz einen Frieden, der sich auf neue ton herrscht jedoch vor. Ganz besonderes Geschäft entwickelte sich in internationale Abkommen gründen müsse und die Teilnehmer ver- türkischen Werten, Schiffahrisaktien und Montanpapieren. Die Erregung wird größer. Leidenschaft aus Leiden geboren les immer und überall: die Geschickten, Aalglatten jauchzen und weicht verzweifelter Ratlosigkeit. Annehmen: Hunger ablehnen: johlen vorbei, die Ungeschickten stoppeln, straucheln und sehen fern Hunger. Hat denn der arbeitende Mensch nur die im Schnee ihr Ziel versinken. Wahl zwischen Hunger und Hunger? Und ich dachte an den Marquis von Keith, den Wedekind zu Zweitausend Arbeiter, Vertrauensmänner Berliner Betriebe, Die Bühne verschwimmt in dem undurchdringlichen Rauch, der der Endbetrachtung kommen läßt: Das Leben ist eine Rutschbahn! Otto Friedrich Bartels. füllen dicht gedrängt den großen Saal. Müde von der Arbeit, über dem Saale schwebt. müde vom weiten Weg hocken sie auf den Seffeln, die gefurchten Ich sehe irgendwo hinter den Kulissen, getragen von den Rauch-„ Die Walküre" in der Staatsoper. Es war wie eine Parade Gefichter zur Bühne gewandt. Bekannte grüßen, erzählen von wolten, einen ledergepolsterten Raum. Bornehme Herren in der besten Stimmen. Es war ein Sturm und ein großes Spiel einem Betriebsunfall die linke Hand ist weg.." Er war schwarzen Anzügen, mit weißfunkelnden Hemdbrüsten beugen fich temperament, es war ein Aufruf der Oper zu hinreißender Tat und „ Sag' nichts von Leichtsinn! Sorgen an fiförbedeckten Tischchen über edelsteinblihende Damenhände. letzten Endes die Neug burt eines schon sterbenden Werkes. In hatte er und da kann man nicht so aufpassen. Verhandlungen -Sorgen Hatten heute einen schweren Tag es wird einer bis aufs Kleinste studierten Aufführung war ein Ensemble haben wir alle!" " So, der Dollar von Spiel und Kultur zu hören, und ob ihm Wagners Tradition feufzt es von irgendwoher. Der Seufzer pflanzt immer unverschämter, was diese Leute fordern." sich durch die Reihen. Was wird heute werden? wieder gestiegen? Gut, daß wir heute den Tarifvertrag abge- als Grundflang vernehmbar blieb, ein neuer, im persönlichen Ausdruck freier unabhängiger Künstler sich fundgebender Wille zum Die Bühne wird angefüllt mit Menschen, die sich, in wüstem schlossen haben. Uebrigens Gnädigste.... Durcheinander auf Tische und Leitersprossen setzen. Der RampenWieder die metallene Stimme des Referenten: Wir allein Drama blieb haften. Nach lebendigen Gesetzen der Natur befreien fich Augen, Stimme und Bewegung von allen Fesseln, untertan rand ist von Arbeitern besetzt, deren Beine über die Köpfe der in fönnen nichts machen, wir allein können das System nicht ändern. allein einer schwungvollen Musik, die Blech wie tein zweiter der ersten Reihe Sitzenden baumeln. Ganz vorne ist ein Tisch frei, ir tönnen den Eilzug zu Fuß nicht einholen. deutscher Kapellmeister im Griff hat. Als Brünhilde ist Helene mit drei Sesseln. Dort wird ein Gehirn das schlummernde Leben Wir können nur Vorteil und Nachteil abwägen. Ich mache daher wildbrunn berühmt. Im Gleichmaß ihrer sicher beherrschten dieser Masse entfachen. Schicksalsschwere Entscheidung wird fallen. den Vermittlungsvorschlag.... Etimme, in der Ruhe ihrer Schritte, in der Janigkeit ihrer Mimit Vermehrter oder verminderter Hunger, Ergebung in das Unver- Er wird angenommen. ein Vorbild. Karl Braun fang den Wotan zunächst mit einem meidliche oder Kampf. Zweitausend Arbeiter, Vertreter von Vierzigtausend, gehen etwas gewagten Stich ins Komische, um dann im Monolog des Dumpf schweigt das Meer der Masse, von der Schwere der müde und zermürbt heimwärts. Schlafen und morgen weiter zweiten Attes um so großartiger zu wirken. Heilgers poltert Müdigkeit und der Eorge bedrückt und doch von dem leichten Winde schaffen. Und darben und sorgen, Mann, Frau und Kind, Tag um ein wenig, er schreit seinen Gast höchst ungaftlich an, doch hat er einen Baß und eine Gewalt der Sprache, die imponieren muß. der Spannung bewegt. Rauch qualmt aus Pfeifen und Zigaretten, Tag. Dem Gilzug nachlaufen. Hoffnungslos und denn Die Branzell( Frida) wußte ihren pompösen Allt und ihre klare reizt die Augen, trocknet die Schleimhäute aus. Die schmußigen noch. Aussprache sehr gut mit einem überlegen herrischen, doch immer Relieffiguren griechischer Göttinnen, die als Wandtäfelung den weiblichen Wesen zu vereinen. Das Geschwisterpaar der Wälsungen, Saal schmücken, verschwimmen nach und nach in Dunst und dicken Friz Soot und Barbara Kemp. Seit Ernst Krauß hat man in Rauch. Noch sind die Unterhändler von der Sigung nicht zurück. Mein Sonntagsspaziergang führte mich an den Kreuzberg. Berlin einen so vortrefflichen Siegmund nicht gehört. Obgleich sich Zweitausend Arbeiter, durch ein Leid und eine Sorge zu einem Frau Holle hatte es gut gemeint mit der Jugend und das weite diefer biegsame Tenor feinen Augenblic schonte, hielt die Stimme Land in eine weiche weiße Decke gehüllt. So war es recht, und die schlank und schön und ohne Mühe durch. Sein Spiel ist von bester Stück geschweißt, warten weiter. Berliner Jugend dankte ihr jauchzend. Taufende Schlitten fausten Bayreuther Form. Es entgeht ihm fein Sufammentlang von Da sind sie! Bewegung. Eine schrille Stimme: Ich eröffne die unaufhörlich oben vom Denkmalplay herab in schwungvollem Bogen Einzelbewegung und musikalischem Leitmotiv. Nach dieser spontan Versammlung.... Nüchtern und fachlich hämmern die Ziffern die Lichterfelder Straße hinunter. Ein Jauchzen und Johlen! Die bejubelten Leistung Soof's darf der für Berlin neue Mann als ein des Referenten auf die Masse. Unförmige Bleistifte, sonst zum jungen, geröteten Gefichter strahlten Fröhlichkeit. Auch mir, dem Künstler von bestem Rang angesprochen werden. Seine Partnerin, Merken der Bretter verwendet, halten schicksalsschwere Zahlen fest. stillen Zuschauer, ward fröhlich zu Mut beim Anblick der jauchzend Barbara Kemp, übernahm mit der Sieglinde eine Bartie, die ihr In der Woche vom 29. Oftober bis zum 4. November Stundenlohn vorbeifligenden Jugend. Und manchmal mußte ich herzlich lachen. nach Wesenheit, Slimmlage, Temperament gar nicht zu liegen schien, 157 M., vom 5. bis 11. November 175 M., vom 12. bis 31. No- Denn obgleich es immer dasselbe Herabrodeln war, so war es doch Die beherrschte Zurückhaltung der an attive Rollen, an Borwärtss Dember 186 M. Keine Nachzahlung. Mehr war nicht zu erreichen. jedesmal etwas anderes. Der eine meistert die Bahn mit seltener drang, an aufpeitschende Situationen gewöhnten Frau war bewun Die Unternehmer unerbittlich. Es heißt, den Schiedsspruch an- Eleganz, nimmt schneidig den Bogen und gelangt weit übers Ziel dernswert. Liebe wurde Demut, grimmiges Leid in Milde, Kraft hinaus. Der andere stoppelt herunter, als sei sein Poder noch nicht der Erkenntnis in weichste Hingabe gewandelt. Dies alles unter nehmen oder ablehnen. Ihr habt zu entscheiden! mürbe genug, stoppelt und stoppelt weiter, gerät quer, stürzt und Zurücdämmung der in ihrer Natur lagernden Explosionsfräfte. Murren der Entrüstung. Die Masse wogt und brandet. Einer strampelt mit möglichst dicen Beinen in der Luft. Wieder anderen Heute fühlt man diese gewollte, nicht- automatische Ruhe noch; mor springt auf. Spricht erregt und überfreischt sich. Kollegen! Wie fehlt der Schwung, fie bieten ein trauriges Bild. Langsam geht's gen wird der Intellekt dieser auserwählten Frau auch diese Klippe sollen wir damit auskommen? Die Teuerung der Dollar und nicht einmal ficher; denn schon im nächsten Augenblid gibt's mühelos umfegeln und ihrer Stimme die Tragfähigkeit mittlerer was hatten wir früher- die Unternehmer verdienen- wir arbeiten von hinten her einen gewaltigen Puff, was zwar die Fahrt be- Töne abgetroht haben. Der Totaleindruck der Aufführung war der, schleunigt, doch zielsicher geht's gegen den Kantstein. Sie fentern daß man auf dem Wege solcher Gesangsleistungen wieder den Weg Eine ruhige Stimme: Lehnen wir ab, so heißt das Streit und stehen als Schneemänner da. So geht es immer und überall: zu dem Wagner des Niebelungenring zurückfindet und daß die Rann lange dauern. Wenn wir nach Wochen der Entbehrung mehr bem fputet, wird von Beweglicheren überrannt und aus Staatsoper wieder lebensfähig geworden ist Wege geschafft. Und wieder andere tommen johlend sicher erreichen, so ist der Erfolg von der Entwertung längst überholt. heran, geraten plöglich quer, drohen zu stürzen, doch erheben fie fich, Der Friedenspreis der Nobelstiftung in Frithjof Nansen Und der Stand der Streiftasse.. meiden haarscharf die Klippe und enden heil im Ziel. Ja, so geht zugesprochen worden. fönnen nicht weiter! Die Rutschbahn. R. 6 Die inneren Feinde. Eine Versammlung der Bereinigten Baterländischen Verbände Bayerns" beschloß, die unbedingte Freilassung des Rapitäns Ehrhardt, aus den Händen seiner jüdischen Henter" zu verlangen. Hauptredner der Veranstaltung war der deutschnationale Landtagsabgeordnete und Justiz minister der Regierung Kahr, Dr. Roth, der unter stürmischem Jubel der Versammlung den tapferen Kapitän" feierte, während er von Fechenbach sagte, er gehöre nicht ins Zuchthaus, sondern an den Galgen. Durch dieses Auftreten Roths wird nachträglich alles bestätigt, was die sozialdemokratische Presse über Bayern als den Schlupfwinkel der Putsch ist en geschrieben hatte. Man kann sich vorstellen, was Ehrhardt und seine Leute unter der Justiz ministerschaft eines Mannes zu fürchten hatten, der jetzt offen als Propagandaredner für sie auftritt. Dieser Dr. Roth ist auch heute noch Mitglied einer Regierungspartei, denn das sind die Deutschnationalen in Bayern. In der„ Deutschen Zeitung" schreibt ein Oberlandesgerichtsrat a. D. aus Kassel, namens Wurzer, über den Haager Friedenstongreß: Dieser Kongreß ist ein Narren= mert und ein gegen das deutsche Wolf gerich tetes Verbrechen." Denn wenn dieser Kongreß Deutschland verbiete, in Zukunft wieder Krieg zu führen, so sei das nur im Interesse der Feinde, auf deren Seite sich auch die deutschen Sozialdemokraten schlügen, wenn sie einem solchen Beschluß zustimmten. In der Kreuzzeitung" schreibt deren Chefredakteur G. Foertsch am Ende eines längeren Artikels: Der neue Kanzler wird nur dann auf uns zählen können, wenn er sich mit Entschlossenheit unserer äußeren und inneren Feinde erwehrt. Der innere Feind" ist ein alttonfervatives Patent. Nur als Birth den Spieß umdrehte und sagte, der Feind stehe rechts, wurde er belehrt, es gehöre sich nicht, von Volksgenossen als von Feinden zu sprechen. Jetzt predigt die Kreuzzeitung" wieder vergnügt den Kampf gegen die inneren Feinde und lädt den neuen Reichstanzler zur Beteiligung ein. Wie man sieht, fann man sich für den Fall, daß die Deutschnationalen auch. im Reich wie in Bayern wieder Regierungspartei werden, den angenehmsten Erwartungen hingeben; für das Glüd Deutschlands wird dann in jeder Beziehung gesorgt sein! nicht übel. Aus Wilhelms guten Tagen. Der Kaiser zensiert die Gerichte. Durch seine Reden ist Wilhelm II. während seiner Regierungszeit in der ganzen Welt berühmt geworden. Nach seinem Sturz haben auch seine Randgloffen in den Akten der hohen Politit feinen Ruhm vermehrt. Eine sehr luftige Sammlung würde sich ergeben, wenn man alle feine Depeschen zusammenstellte, die er im Laufe seiner dreißigjährigen Amtszeit verschickt hat; die Summe der dem Reich durch sie erwachsenen Kosten zu erfahren, wäre auch In der W. a. M." veröffentlicht Helmuth v. Gerlach zwei bisher unbekannte Depeschen des geliebten Kriegsherrn von ehemals. Sie haben ein allzeit aftuelles Interesse, denn beide sind an das preußische Oberverwaltungsgericht gesandt als fönigliche Bensur" für Richtersprüche. In einem Falle hatte das Oberverwaltungsgericht eine Berfügung des Breslauer Polizeipräfidenten aufgehoben, der die Aufführung von Gerhart Hauptmanns Webern" am Breslauer Theater verboten hatte. Wilhelm hatte kaum von dieser Entscheidung des obersten preußischen Verwaltungsgerichts erfahren, als er fofort ein offenes Telegramm an dessen Präsidenten richtete: " Ein Fernbrief 25 Mark. genehmes Nachspiel haben, da er die Bäume für 400 Mart pro Stüd gekauft hatte und für jeden Baum 1000 Mart verlangte. Wie es heißt, soll auch auf anderen Stellen den Weihnachtsbaumhändlern übel mitgespielt sein, als die Käufer die hohen Preise für die Bäume erfuhren. Billige Weihnachtssonderzüge nach Ostpreußen. Der Tod des Lehrlings. Die wesentlichsten Gebühren, die vom 15. Dezember an im Boft, Bostiched- und Telegraphenverfehr innerhalb Deutschlands gelten, sind folgende: Für Postkarten im Ortsverkehr 5 M., Fernver fehr 15 M.; für Briefe im Ortsverkehr bis 20 Gramm 10 M., über 20 bis 100 Gramm 15 M., über 100 bis 250 Gramm 25 M.; für Briefe im Fernverfehr bis 20 Gramm 25 m., über 20 bis 100 Um wirtschaftlich schwachen Kreifen der Bevölkerung zu WeihGramm 35 M. Für nicht oder unzureichend freigemachte Post- nachten Reifen nach dem Reichsinnern und zurüd zu ermöglichen, farten und Briefe wird das Doppelte des Fehlbetrages, mindestens läßt der Verkehrsverband für das füdliche Ostpreußen Sonderaber ein Betrag von 50 Pf. nacherhoben. Für Drucksachen züge am 22. und 23. Dezember 1922 und am 2. und 3. Januar bis 25 Gramm 5 M., über 25 bis 50 Gramm 10 M., über 50 bis 1923 zwischen Allenstein und Berlin verkehren. Der Fahr100 Gramm 15 m., über 100 bis 250 Gram'n 25 M. usw. Für preis ist um ein Drittel ermäßigt. Fahrtarten und Ansichtskarten, auf deren Vorderseite Grüße oder ähnliche Höflich- Amerika- Linie, Unter den Linden 8. Voranmeldung ist notwendig. Auskunftsstelle für Berlin ist das Reisebureau der Hamburgfeitsformeln mit höchstens fünf Worten niedergeschrieben sind, 5 M. Für Geschäftspapiere und Mischsendungen bis 250 Gramm 25 M., über 250 bis 500 Gramm 35 m., über 500 Gramm bis 1 Kilogramm 45 M.; für Warenproben bis 250 Gramm 25 M. Für Die geheimnisvolle Kohlenhändlerin. Bädchen bis 1 Kilogramm 50 M., für Pakete bis 5 Kilogramm Der geheimnisvolle Tod des Lehrlings May Mann, über den Nahzone 125 M., Fernzone 250 M. Für Poftanweisungen wir am Freitag voriger Woche berichteten, ist immer noch nicht bis 100 m. 12 m., über 100 bis 200 m. 20 m., über 200 bis 500 m. aufgetlärt. Der Verdacht, daß der 16 Jahre alte Schuh30 M., über 500 bis 1000 m. 40 M., über 1000 bis 2000 m. 50 M., macherlehrling Mag mann, der nachts bei Wittenau tot auf dem über 2000 bis 5000 m. 60 m. Für Rohrpostsendungen: Eisenbahngleis aufgefunden wurde, einem Berbrechen zum Opfer gedie Rohrpostkarte 40 M., den Rohrpostbrief 50 m. Die Einschreibe. fallen sei, verstärkt fich immer mehr. Die Frau, die der Lehrgebühr ist auf 20 M., die Vorzeigegebühr für Nahnahmen und Bost- ling begleitete, nachdem sie seinem Meister Brechardt in der TieckStraße Kohlen angeboten hatte, ist noch nicht ermittelt. Alle Nachaufträge auf 12 M. festgefeßt. Für bar eingezahlte Zahlkarten bis forschungen nach ihr sind bisher erfolglos geblieben. Nach dem Er100 m. einschl. 6 M., über 100 bis 200 M. 10 M., über 200 bis gebnis der Ermittelungen der Kriminalpolizei hat sie auch anderen 500 M. 15 M., über 500 bis 1000 m. 20 m., über 1000 bis 2000 m. kleinen Geschäftsleuten in jener Gegend Kohlen versprochen, aber 25 M., über 2000 bis 5000 m. 30 M. Im Telegraphenvernicht geliefert. Einige Zeugen befunden, daß fie früher dort eintehr sind die wichtigsten Gebühren für Ferntelegramme: Grund- mal gewohnt habe und befannt sei. Andere haben sie aber auch in gebühr 40 m. und außerdem für jedes Wort 20 M.; für Ortstele- Neukölln oder auf dem Wege dorthin auf der Bahn gesehen. Allem gramme: Grundgebühr 20 M. und außerdem für jedes Wort 10 M. Anschein nach handelt es sich um eine Schwindlerin. Die Auslandsgebühren betragen vom 15. Dezember ab: für teilungen über sie und ihren Aufenthalt nimmt Kriminalfommiſſar Ba13e w im Polizeipräsidium entgegen. Die verdächtige Frau Postkarten 50 M., jedoch nach Ungarn und Tschechoslowakei 40 m.; ist etwa 31 bis 32 Jahre alt, mittelstart und besonders fenntlich, an für Briefe bis 20 Gramm 80 M., jedoch nach Ungarn und Tschecho- einer Narbe auf der Oberlippe, die nach der Naje zu läuft. Slowakei bis 20 Gramm 60 M. Der Prozeß Klante. Gegen das Friedensdiktat von Versailles. Eine Kundgebung der deutschen Spigengewert schaften gegen das Friedensdiktat von Versailles findet heute abend um 7% Uhr im Plenarsizungsfaal des Reichstages statt. Die Versammlung wird vom Genossen Wiffelt geleitet. Gen. Knoll vom ADGB. wird über die Wirkung des Friedensvertrages auf die deutsche Wirtschaft sprechen. Gen. Süß vom AfA- Bund wird die Wirkung des Friedensvertrages auf die Weltwirtschaft behandeln. Schneider vom deutschen Gewerkschaftsring bespricht den drohenden Zusammenbruch der deutschen Sozialpolitik, während Baltrusch vom Deutschen Gewerkschaftsbund über den„ Untergang der deutschen Kultur" reden wird. Das bekannte Trio von Professor Grünfeld wird am Anfang und Schluß der Kundgebung mitwirken. Lösche mit Streichhölzern. Englische Streichhölzer, die den Namen„ Fisher Matches" führen, werden auf den Berliner Straßen feilgeboten. Eine uns vorgelegte Schachtel enthielt 7- fage und schreibe sieben- Hölzer, die Feuer gaben; die übrigen lehnten ab. Es handelt sich also um Sicherheits"-Bündhölzer in des Wortes strengster Bedeutung. Wir warnen vor Ankauf und empfehlen den Händlern, dieses Produkt in " Anlehnung an ein bekanntes Muster mit dem Reklamevers anzubieten: Feuer breitet sich nicht aus, Hast du Fisher- Matches" im Haus. Bom Unterstützungsempfänger zum Millionär. In einem Schwurgerichtssaal der 2. Straftammer des Landgerichts III nahm heute vormittag das Verfahren gegen Mag Klante feinen Anfang. Klante war, wie erinnerlich, der Schöpfer einer wenn auch nicht gerade neuen. so doch einträglichen Methode, Geld zu verdienen. Das System Klante, das zahllose Nachahmer im verfloffenen Jahr gefunden hat, die zum Teil schon abgeurteilt find, hat Behntausende von Angestellten, fleinen Kaufleuten und Arbeitern empfindlich geschädigt. Fast 180 Millionen hatten die Gutgläubigen dem ehemaligen fliegenden Photographen" anvertraut und fast 50 millionen sind verschwunden, ohne daß sich feststellen fäßt, wohin diese Riesensummen gewandert sind. Mit Atlante ist sein Bruder, der Gastwirt Gerhart Klante, sein Neffe Willy herningt, sein Vertreter Otto Jensch aus Dresden, der Kaufmann Hugo Epstein und der Weinhändler Cuno Dethleffen angeklagt. Die Anflage vertritt Staatsanwalt Horn. Klante wird von den Rechtsanwälten Dr. Al s berg und Dr. Welt verteidigt, während den übrigen Angeklagten die Rechtsanwälte Bahn, Dr. Puppe, van Deuren und Blumenfeld zur Seite stehen. vorgeführt. Er ist ein unscheinbarer schmächtiger Mann mit üppigen Kurz nach 10 Uhr wurde klante aus der Untersuchungshaft Haarwuchs. Von seiner früheren selbstbewußten Haltung ist heute nichts mehr zu verspüren. Beim Zeugenaufruf meldeten sich zirka 50 Beugen. Eine große Zahl von Zeugen fehlte. Zu seinen Ber Bei einem Brande ums Leben gekommen ist ein dreijähriger fonalien gibt Mag Klante an, daß er 1881 in Steinach a. d. D. ge- Knabe in einer Wohnung in der Muladſtr. 33. Dort fam um boren fei. Er ist 1912 megen Bergehens gegen das Totalisator- Mitternacht Feuer aus, das den Fußboden, die Balteniage, Wäsche, gefeß zu 60 m. und 1920 wegen Aufforderung zum Wetten zu Rörbe usw. ergriff. Als Hausbewohner die Gefahr bemerkten und 500 m. verurteilt worden. Er befindet sich seit September 1921 in die per qualmte Wohnung eindrangen, war der Knabe ununterbrochen in Haft. Nach Berl fung des Eröffnungsbeschlusses schon erftidt. Man brachte ihn nach der nächsten Rettungsstelle, begann dann die eigentliche Bernehmung Mag Miantes, Tie Feuerwehr löschte die Flammen. der zunächst eine eingehende Schilderung feines Lebenslaufes gab. Bon flein auf bei seinem Großontel erzogen, mußte er schon gungslazarett Tempelhof untergebrachten SchwerstteDas Weihnachtsfest der Kriegsopfer. Für die im Bersor. als achtjähriges schwächliches Kind in dessen Bürstenfabrik mithelfen, schädigten, die nun schon vier, fünf, sechs und mehr Jahre auf die er später, als sein Pflegevater starb, als 17jähriger übernahm. Linderung ihrer Leiden hoffen, ist eine Weihnachtsbescherung geBald darauf heiratete er ein armes Mädchen, mußte dann aber die plant. Es handelt sich um eine Beranstaltung nicht der LazarettFabritation aufgeben, da er, wie er erflärte, unter Konkurrenz der Direktion, sondern von Kriegsbeschädigten selber. Geldspenden werBuchthäuser und Gefängnisse start zu leiden hatte. Im Jahre 1911 den entgegengenommen bei der Deutschen Bank, Depositentasse HJ, og er nach Breslau, wo er ein Zeitungsgeschäft aufmachte. Abend Belle- Alliance- Straße 21, auf Konto Mar Kurz, Ein Lazarettausfür Abend radelte er mit den Berliner Zeitungen von Café zu Café schuß, dem vier Kriegsbeschädigte angehören, will die Berteilung und holte sich dabei ein Lungenleiden, so daß er ins Krankenüberwachen. haus mußte. In dieser Zeit bezog seine Frau Armen unterftügung. Nach seiner Genesung war fein Geschäft ruiniert und Bon ganzem Herzen wünsche ich den Herren vom er gründete dann ein Photographengeschäft, in dem er bis zum Gericht Glück zu dem mannhaften und richtigen Ur- Jahre 1916 tätig war, bis man ihn zu den Fliegern nach Brieg einteil in der Kolberger Sache. Möge der flare Spruch auch jeden 30g. 1918 wurde er dann als lungenfrant und 50 Prozent erwerbsSchatten eines Zweifels bei meinen Untertanen beseitigen helfen, fähig mit einer fleinen Rente entlassen. Während seiner Militärwie sie sich der alles regierenden und alles umstürzen wollenden, dienstzeit erhielt seine Frau von der Stadt Breslau Unterstützungen. daher außerhalb der Geseze stehenden gewiffenlosen Rotte gegen- Sehr entschieden verwahrte fich Mante gegen den mehrfach erhobenen über zu verhalten haben, die noch eben den hehren Namen des Vorwurf, daß er überhaupt nur von Unterstützungen gelebt und nie deutschen Volkes im Ausland mit Rot besudeln halfen und deren gearbeitet habe. Weiter befundete er, daß er nach dem Kriege, als Einfluß nur folange mährt, als bis der Deutsche fich wie ein das Photographengeschäft nicht mehr ging, Geschäftsführer einer Mann zu ihrer Vernichtung zusammenfchart. Breslauer Firma geworden sei, daß er diesen Posten aber infolge der Demobilmachungsbestimmungen wieder habe aufgeben müssen. Einige Wochen lang habe er dann Arbeitslosenunterstützung in Breslau bezogen. Berstehe das Erkenntnis nicht. Spreche Ihnen meine In zufriedenheit aus. Und beim nächsten Ordensfeste gingen fämtliche Mitglieder des Gerichts leer aus Ein andermal stand der Bürgermeister von Rolberg vor dem Gericht als Angeklagter in einem Disziplinarverfahren. Der Bürgermeister hatte es gewagt, einen städtischen Saal allen Parteien, also auch den Sozialdemokraten, zur Verfügung zu stellen. Darauf wurde er prompt in die höchste Disziplinarstrafe genommen und das Oberverwaltungsgericht bestätigte sie. Alsbald traf beim Präsidenten diese gute Zensur" ein: ,, Wilhelmshöhe, Schloß, den 2. August 189610 Uhr 49 Minuten. Wilhelm I. R." Das war noch Wilhelm in Reintultur! Die sogenannte Unabhängigkeit der deutschen Richter stand nur auf dem Papier. Prak tisch waren die berufsmäßigen Rechtsprecher immer von den Launen des„ hohen Herrn" abhängig. Der ließ sich zwar nicht jedesmal direkt, aber doch sehr oft durch seine ministeriellen Mittelsmänner bei den Richtern in Erinnerung bringen. Und jahrzehntelang haben sie getreulich dem gekrönten Sozialistenjäger die Opfer apportiert. Es waren Wilhelms befte Lage. Gleichzeitig waren es die Tage der tiefsten Schande für das deutsche Bolk! Devisenkurse. 1 argentinischer Papier- Beso 1 holländischer Gulden 1 belgischer Frank. 1 norwegische Krone 1 dänische Krone. 1 schwedische Krone 1 finnische Mart 1 japanischer en 1 italienische Lire 1 Pfund Sterling 1 Dollar 1 französischer Frank 1 brasilianischer Milreis 1 Schweizer Frank. 1 tschechische Strone 1 spanischer Peseta 100 österr. Stronen( abgeft.) 1 ungarische Krone 1 jugoslawischer Dinar 1 bulgarischer Lewa. 11. Dezember Käufer Verkäufer ( Geld-)( Brief-) Kurs Kurs 3391.50 3408.50 3157.08 3172.92 546.13 548.87 1610 96 1619.04 1748.11 1756.89 2269.31 2280.69 Die „ Das Brot wird schon wieder feuerer." Zu der Notiz mit dieser Ueberschrift, die wir kürzlich auf Grund des Berichts eines Korrefpondenzbureaus brachten, wird uns mitgeteilt, daß sie nicht richtig ift. Obermeister Grüßer habe in der Versammlung der Berliner Bädermeister mitgeteilt, daß der Mehlpreis in den nächsten sechs Wochen konstant bleiben, dann aber eine Erhöhung um etwa 10 000 m., von 15 000 auf 25 000 m. erfahren werde, und zwar infolge der erhöhten Frachtsätze und den höheren Sähen der Getreideumlage. Wetter für morgen. Berlin und Umgegend. Zeitweise ausklarend, jedoch überwiegend Winden. Temperatur bei Null. trübe und neblig mit leichten Schneefällen und mäßigen nordwestlichen 31. 108. Groß- Berliner Partei- Nachrichten Kreisbildungsausschusses bei Reim, Urbanstraße. Grunde" der Bereinigten Sozialdemokratischen Partei. Streis. Kreuzberg. Dienstag, den 12., abends 8 Uhr, wichtige Sigung des t. Die Sunttionärſigung findet heute Swinemünder Str. 64,, Jm Kühlen Abt. Die Teilnehmer an der Einäscherung des Genossen Josef Tillig treffen fich Dienstag 5 Uhr im Lokal von Goldschmidt, Stolpische Str. 36. bt. Stöpeni. Dienstag, den 12. Dezember, 7% Uhr, Frauenabend in der Dorotheenschule, Freiheit. Ref. Gen. Ella Fegger: Die Frau in der Gefeggebung". reis. Weißenfee. Die Einlaßkarten für die Urania am Donnerstag, den 14. d. M.: Der Film im Dienste des modernen Erziehungswesens" gu 20 M. und für die am Sonnabend, den 16. Dezember, in der Weißen feer Gemeindehalle stattfindenden Aufführung„ Das Gefeßz" zu 50 M. find umgehend beim Genossen Heinl, Gäblerstr. 7, abzuholen. Das neue Heim des Reichswirtschaftsrats. Führung durch das neuausgebaute Haus für die Vertreter der Presse. Der Vorläufige Reichswirtschaftsrat veranstaltete heute eine Es bedürfte eines umfangreichen Umbaues, um dieses Unterrichts- 6. gebäude für parlamentarische Zwecke geeignet zu machen. Reichsverwaltung hat sich dieser Aufgabe mit gutem Erfolg unter- 14. zogen. Der Plenarsizungsfaal, dessen Fenster die neuen heraldischen Wappen der republikanischen Frei staaten und des Reiches zeigen, ist von gediegener Ausstattung und leuchtet ebenso wie die übrigen Räume in lebhaften Farben. Industrie und Handwerk haben, teilweise durch Spenden, teilweise 18. 9. Dezember auch durch verbilligte Lieferungen wesentlich zu der Ausschmüdung der gediegen ausgestatteten Räume beigetragen. Mit seiner UeberKäufer Verkäufer siedlung wird der Vorläufige Reichswirtschaftsrat unabhängig von ( Geld-)( Brief-) den Hemmungen, denen er dadurch ausgesetzt war, daß er bisher' Kurs Kurs als Gast in den unzulänglich ausgebauten Räumen des Herren3331.65 3348.35 hauses tagen mußte. In dem neuen Hause sind eigene Arbeits3117.18 3132.82 räume für die Mitglieder des Reichswirtschaftsrates, für die Vertreter der Regierung und der Presse eingerichtet. Ebenso sind Archiv und Bibliothet vom Plenar- Sigungsfaal aus leicht Die Radrennen im Sportpalast fanden vor ausverkauftem Hause 1735.65 1744.35 zugänglich. Am Dienstag, den 12. Dezember, mittags 12 Uhr, findet ftatt. Wieder war der Holländer, van Kempen, der Held des Abends. cine Bollsihung des Reichswirtschaftsrates statt, der eine Ern einem 200- Runden Bunttefahren mit zehn Wertungen passierte van Kempen sechsmal als Erster und zweimal als Zweiter das 211.03 öffnungsfeier des neuen Dienstgebäudes vorausgeht. An 4049.85 4070.15 Dieser Feier nehmen u. a. teil der Reichspräsident, der zeigte bei jeder Wertung Angriffsluft. Dagegen verhielt sich Hahn aufBand. Adolf Huschte hielt sich, wie immer, recht mader und auch Saldow Reichstanzler und die meisten Ministerien sowie auch die fallend reserviert; er griff überhaupt nur zweimal in den Kampf mit ein. Präsidenten der Parlamente und der Länder. 543.63 546.37 1596.- 1604.2254.35 2265.65 209.97 426.47 428.53 419.44 421.56 38902.50 39097.50 38154.37 38345,63 8448.82 8491.18 8329.12 8370.88 541.51 547.49 591.01 593 99 1017.45 1022.55 1581.03 1588.97 1291.76 1298.24 11.47 11.53 262.84 264.16 1005.97 1614.03 42. Abt. Die Mitgliederversammlung findet in der neuen Schule, Bergmannstraße 60-66, statt. Die Bezirksführer werden gebeten, hierzu einzuladen. Sport. Zu den lebhaftesten Kämpfen fam es jedoch im Stundenrennen. Andauernde Versuche, das Fünfzehnerfeld zu sprengen, hielten die Buschauer Der tenere Weihnachtsbaum. in Spannung. Endlich gelang es auch nach aufregender Jagd, dem brillant jahrenden Italiener Rizetto im Verein mit Wanthey das Feld zu Gestern mittag um 12 Uhr wurde der Wache des 175. Polizei- überrunden, was beiden 15 Punkte einirug. Ein Mal- und ein Aus reviers mitgeteilt, daß sich an der Ede der General- Pape- und Drei- scheidungsjahren umrahmten das Programm. bundstraße mehrere 100 Personen angesammelt und einen Weih- 3. Müller, 4. Kaleta, 5. Meyer( gestürzt). Ergebnisse. Malfabren, 10 Runden: 1. Conntag, 2. Tezlaff, 200 Runden Puntte. nachtsbaum stand geplündert hätten. Als die Wache dort fahren: 1. van Kempen 56: 31%,( 33), 2. Adolf Suschte( 20), 3. Saldow 3.61 eintraf, zerstreute sich die Menge, doch vermißt der Händler etwa( 16), 4. Bauer( 11), 5. Hahn( 7 Punkte). Ausscheidungsfahren: 63 91 100 eihnachsbäume, die die Plünderer weggeschleppt stilometer( 26), 2. Schrefeld( 17), 3. Manthey( 16), 4. Behrendt( 15), 1. Fatschild 5: 17, 2. Hiltmann.- Stundenrennen: 1. Rizetto 40,700 107.73 108.27 hatten. Die Angelegenheit dürfte für den Händler noch ein unan- 15. Schröder( 13 Punkte). 3.59 63.59 3 Gewerkschaftsbewegung Ende. Die Rücksicht auf die Reichsfinanzen. Uus Beamtenfreifen wird uns geschrieben: ,, Sie laffen jede Rücksicht auf die Finanzen des Reiches vermiffen." Mit diesen Worten, gesprchen von Herrn Ministerial direktor v. Schlieben, fand die November- Teuerungsaftion ihr Gehen wir doch der Sache einmal etwas näher auf den Grund. Rafend steigen seit Monaten die Preise für Lebensmittel und Bedarfsgegenstände. Nur langsam hält die Aufbesserung der Löhne und Gehälter mit diesen Schritt, wenn es überhaupt dazu fommt. Heute muß nun die traurige Tatsache verzeichnet werden, daß der Reichsinder von November weit über 100 Broz. gestiegen ist. Und nun zurück zu den Beamtengehältern. Daß die Grund gehälter je nach Leistung, Vorbildung usw. gestaffelt sind, dürfte wohl jeder sozialdenkende Mensch als gerecht empfinden; nicht aber, daß die Teuerungszulagen gleichmäßig, prezentual be messen werden. Die Auswirkung dieses Systems ist so unfozial, daß der weitaus größte Teil der höheren Beamten allein mehr an Teuerungszulagen bezieht, als die Beamten der unteren Besoldungsgruppen an Grundgehalt, Ortszuschlag, Frauenzuschlag und Leuerungszulage zusammen. Bäre es richtig, daß die Badische Anilin- und Sodafabrit ver- fich faum vermeiden lassen. Die Kartoffelarbeiter erklären, daß ite suchte, den Zehnstundentag zur Einführung zu bringen, so ist es in der fommenden Woche die Arbeit niederlegen höchft verwunderlich, daß in den in Betracht kommenden Gemert- wollen, wenn sie nicht höhere Löhne erhalten, und fchaftsleitungen nichts davon befanntgegeben worden ist. Rein kom die Großhändler machen wiederum ihre Zugeständnisse davon abmunistisches Gewertschaftsmitglied hat es für richtig befunden, eine hängig, daß die zuständigen Stellen ihre Unkosten und Verdienstsolche ihm bekannte Absicht der Verlängerung der Arbeitszeit der spannen erhöhen." Deffentlichkeit zu unterbreiten. Der Tag" verschweigt, daß die Großhändler in der Zeit Rachbem ber Streit bereits eingelegt hatte, entdeckte man, daß der starten Zufuhr an Kartoffeln teine Verlustgeschäfte, sondern Streifziele" aufgestellt werden müßten, und so heißt es nun: Für sehr hohe Profite bei äußerst niedrigen Arbeiterben Achtstundentag! Für ausreichende Löhne! usw. Bei legterer löhnen eingeheimst haben. Tatsache ist, daß Magistrat und PreisForderung wird verschwiegen, daß für Sonnabend, den 2. Dezember, prüfungsstellen den Großhändlern eine Berdienstspanne von bereits Rohnverhandlungen in Karlsruhe ange- 80 Mart zugebilligt haben, aber diese Spanne nugen die segt waren. Daß nicht nur die Löhne der pfälzischen Arbeiter Unternehmer nicht einmal aus und unterbieten einander schaft unzureichend sind, sondern die aller Arbeitnehmer, wird nie in den Preisen. mand bestreiben. Durch Attionen wie in der Pfalz werden sie jedoch sicher nicht ausreichend. Dirett aus den Fingern gesogen ist aber die Behauptung, daß die Kartoffelarbeiter in den Streit treten wollen. Mit feiner Doch das ist auch nicht der Zwed der fommunistischen Einheizer. Silbe ist in den Bersammlungen der Kartoffelarbeiter bisher davon Für sie ist der Pfalz- Streit, wie es in einem fommunistischen Flug- gesprochen worden. Daß die Unternehmer die berechtigte Forderung blatt heißt, der Beginn großer gewaltiger Auseinandersetzungen der Kartoffelarbeiter, entsprechend der augenblicklichen enormen aller Ausgebeuteten gegen die Ausbeuter", d. h. die pfälzischen Ar- Teuerung, zahlen können, wird ihnen an anderer Stelle nachbeiter sollen dazu mißbraucht werden, den fommunistischen gewiesen werden. Drahtziehern die Steigbügel zu halten. Da die Gewerkschaften dieses Spiel durchschauen und den Streif als das anseher, was er ist, als eine fommunistische Machtprobe, wie fie schon mehrfach versucht worden ist, beshalb richten sich die Anwürfe diefer Elemente gegen die letzteren und versuchen durch Lügen und Phrasengeflingel bei gewerkschaftlich ungeschulten Arbeitern Glauben zu finden. ,, Streifneigungen der Kartoffelarbeiter." Seit Monaten fämpfen nun die Organisationen der unteren und mittleren Beamten um die Beseitigung dieses Uebelstandes in der Beamtenbesoldung. Immer aber scheiterte dieser Kampf an dem Widerstand, welchen die Organisationen der höheren Beamten und diese als Regierungsvertreter entgegensehen. Noch nies Bon Deutschen Transportarbeiterverband wird uns geschrieben: mais aber habe Herr v. Schlieben und seine Anhänger erklärt, daß Unter dieser Ueberschrift brachte Der Tag" in feiner Ausgabe fie auch mit weniger zufrieden wären, Herr v. Schlieben ist der eifrigste Berfechter der prozentualen Leuerungszulage. Um pom 1. Dezember einen Artikel, welcher sich mit der Lohnbewegung aber die Aufmerksamkeit von sich abzulenten, tut er wie jener ver- der Kutscher und Arbeiter im Kartoffelgroßhandel beschäftigt und folgte Dieb, der da schreit: haltet den Dieb". Herr v. Schlieben durchaus irreführend ist. Wenn der Artikelschreiber sagt, daß wir fagt:„ Die Beamtenschaft läßt jede Rücksicht auf die Finanzen des in diesem Jahre eine gute Kartoffelernte zu verzeichnen haben, so Reiches vermissen". Der obige Hinweis auf die verschiedenartige ftimmt dies; wenn er aber weiter behauptet, daß feit geraumer Seit Busammensetzung der Beamtengehälter dürfte jedoch genügen, daß eine fühlbare Snappheit an Kartoffeln besteht und in den Markt bamit nicht die unteren und mittleren Beamten gemeint hallen sich dieselben häßlichen Auftritte abspielen wie im vorigen fein fönnen. Gerade der prozentuale Teuerungszu- Winter, so ist das nicht wahr. " Der Tag" sagt weiter:„ Das Abrollen eines Zentners Kartoffeln Ichlag ist es, der sich bisher so ungünstig auf die Finanzen des Reiches ausgewirkt hat. Darum, Herr v. Schlieben: fort mit vom Bahnhof zum Speicher fostet heute bereits 100 M., Arbeitslohn für Ausschippen der Kartoffeln in die Fuhrmerke pro Zentner 10." dem prozentualen Teuerungszuschlag! Das stimmt nicht. Die Kartoffelgroßhändler haben ihre Betriebe direkt auf den Bahnhöfen und verkaufen auch dort ihre Ware; mithin fommen die 100 m. pro Zentner in Fortfall. Auch mit den 10 m. stimmt es nicht. Danach würden zwei Arbeiter, die zum Ausschippen in Frage fommen, bei 600 Zentnern, jeder pro Tag 3000 m verdienen. In der Tat haben die Arbeiter aber bisher nur pro Tag 1416,70 m. verdient und fordern jetzt 2000 m. pro Tag. In Rücksicht auf die Teuerung jedenfalls nicht unbescheiden. Zum Streit in der Rheinpfalz wird uns geschrieben: Der Streit in der bayerischen Pfalz, der seinen Anfang in der Badischen Anilin- und Sodafabrik nahm, gibt der tommunistischen Presse bzw. der Zentrale des KPD. willkommenen Anlaß, durch bombastische Schlagworte und durch Schimpfen auf die Gewerkschaftsführer dem kommunistischen Herzen ordentlich Luft zu machen. Nach Leninschem Rezept wird versucht, den Streit als eine Abwehr bewegung wegen Einführung des Zehnstundentages und als einen Kampf um ausreichende Löhne hinzustellen. Die Maßregelung der drei kommunistischen Betriebsratsmitglieder habe nur den Funken ins Bulverfaß geworfen. Der Blaue Vogel Goltzstraße 9 Gold Nollendorf 1613 Silber Allabendlich 8 Uhr: Das neue dritte Programm. Vorverkauf bei Platin) Wertheim, an all. Theaterk. u. an der Kasse d.Th. v 11-2 u. ab 6 Uhr abends ADMIRALS- PALAST • WELT am Bahnhof Rauchen gestattet 7.30 CARIETE Friedrichstr. Restauration auf allen Plätzen 7.30 Das unübertr. neue Varieté- Programm Sonntags 312 Uhr: Vorstellung zu kleinen Preisen Allgemeine Ortstrantentaffe Berlin- Weißensee. Am Dienstag, den 19: Dezember 1922 nachmittags 5 Uhr, findet im Kaffenlotal, Bifforiusftr. 17, I, eine Außerordentliche Ausschuß- Sihung Brillanten -Bruch kauft reell zu höchsten Tageskursen C. Käferle Uhrmacher-Juwelier Frankfurler Ailee 278 Höchst preise Bruchgold, für -Silber, platin, Doublé ſowie Edelsteine zahlt statt mit folgender Tagesordnung: Carl Hamann 1. Beschlußfaffung über Aenderung der S$ 19, 20, Abf. 1;§§ 29 und 9, Abf. 8, der Kaffen agung. 2. Raffenangelegenheiten. Anfragen, beren Beantwortung in der Bersammlung gewünscht wird, bitten wir 3 Tage vorher beim Kaffenvorstand einzureichen. Zum Eintritt berechtigt find nur die mit einer Legitimation versehenen Ausschußmitglieder. 174/8 Der Borstand. Brühmüller, Borsigender. Münzfr. 17 Gegründet 1880 Möbel kaufen Sie sehr vorteilhaft bei Ortstrantentaffe der Klempner G. Camnitzer, zu Berlin. Montag ben 18. Dezember 1922, abends 7 Uhr, findet im Raffenlotal Wallstraße 68 eine Ausschußigung statt. Tagesordnung: Aenderung ber Grundlöhne und Neueinteilung der Lohnstufen auf Grund der Berordnung vom 1. Dezember 1922, NGBI. Nr. 79. Der Vorstand. Schönh. Allee 82, Ecke Wichertst. Hochb. Nordr. Auf Wunsch Zahlungser leichterung 174/ Juwelen, Hermann 8iegler, Vorsitzender. Wert 500 Mark in bar beim Einkauf gegen Vorzeigung dieses Inserats! Die Löhne in den Privatelettrizitätswerten für Heizer und Maschinisten betragen für die Zeit vom 6. bis 19. Dezember in Gruppe I bis VI 310, 301, 296, 270, 222 und 200 m. Bom 20. Dezember bis 2. Januar 1923 360, 350, 345, 312, 259 und 235 M. Die Frauenzulage wird auf 384 M., die Kinderzulage auf 768 M. pro Woche erhöht. Obige Säße gelten nur für Arbeiter über 21 Jahre. Angelernte und ungelernte Arbeiter von 18 bis 21 Jahren und Handwerfer unter 20 Jahren erhalten 10 Proz. weniger. Wenn die Metallindustrie für die Zeit ab 19. Dezember 1922 eine Nach bewilligung gewährt, werden auch hier die Parteien zu neuen Verhandlungen zusammentreten. Der Saroffi- Streit wurde in einer Sonntagsversammlung bei gelegt. Die Stundenlohnsäge für die gesamte Berliner Schokoladen- und Zuckermarenindustrie betragen: ab 7. Dezember für Facharbeiter 249,80 m., für Hilfsarbeiter 224,90 m., für Arbeiterinnen 150,05 M.; ab 13. Dezember: für Facharbeiter 287,30 M., für Hilfsarbeiter 258,60 m., für Arbeiterinnen 172,55 m. Zu den neuen Löhnen der Metallarbeiter ist eine Berichtigung nachzutragen. Es muß heißen: Klasse 1 bis 5 270, 263, 257, 250, 243 M. Ab 18. Dezember stellen sich die Säge auf 825, 317, 308, 300 und 292 m. Die ausführlichen Zahlen sind im Bureau erhältlich. Zentralverband der Hotel, Restaurant- und Café- Angestellten. Dienstag: Bier große allgemeine Mitglieder- Versammlungen. Nachmittags 5 Uhr, Sophien- Gale, Sophienftr. 17-18. Nachts 1 Uhr: Augusta- Bittoria- Säle. Lutherstraße 31-32. Residenz- Feftiäle, Landsberger Friedrichshof, Friedrichstr. 41, Ede Rochstraße Tagesordnung in allen Bersammlungen: Stellungnahme zu den Straße 31. Dezember- Löhnen. Berband der Bäder und Konditoren. Dienstag abend 7 Uhr, Funktionär versammlung der Schokoladen- und Suckerwaren Industrie in der Schulaula, „ Der Tag" sagt meiter:„ Schließlich fommen noch die Steige- Anne ftraße 20. Sutritt mit Funitionatausweis des Verbandes der Bäcker und rungen für Arbeiterlöhne hinzu, und so will der Handel derartige Konditoren. Verluftgeschäfte nicht mehr tätigen. Auf der anderen Seite weigern Berantwortlich für den rebatt. Teil: Bietor Schiff, Berlin; für Anzeigen: sich Magistrat und Preisprüfungsstellen, die den Händlern zuges. Glade, Berlin. Berlag Vorwärts- Berlag 6. m. b. S..' Berlin. Drud: billigten Preisspannen zu erhöhen. Damit dürfte der Kartoffelkrieg Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanfialt Baul Ginger u. Co.. Berlin. Lindenstr. 3 Man staunt wie billig Eilen Sie ch's zu spät wird! Noch verkaufen wir, soweit Vorrat reicht! Anzüge/ / Schlüpfer Winterpaletots Gummimäntel/ Hosen noch sehr billig! weit unter heutigem Gestehungspreis Kauferleichterung durch Anzahlung Hugo Simon Spezialhaus für erstklassige Herrenkleidung CHARLOTTENBURG Wilmersdorfer Str. 133 133 Gleichzeitig machen wir darauf auf. Gold- und merksam, daß durch die gleiche Berordnung die Versicherungsgrenzen Silber- Bruch gestellte auf 720 000 9. mit Wirkung vom 11. Dezember 1922 erhöht worden sauft zum höchsten ift. Die durch diese Erhöhung der VerTagespreis ficherungspflicht neu, bzw. wieder un- Leihhaus Zehden, terstellten Personen müssen bis zum 30. Dezember der Raffe gemeldet werden. Karlstr. 24. Max Busse Neu eröffnet! Gegründet 1878. Ankaufsabiellung 1ür Neu eröffnet! 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