Nr.585 39.Jahrgang Ausgabe A nr. 289 Bezugspreis: Für den Monat Dezember 750. voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet sowie Desterreich und Luremburg 900 M., für das übrige Ausland 1280 M., Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, England, Estland, Finnland, Frant. reich, Holland, Lettland, Luxemburg, Defterreich, Schweden, Schweiz, Tschechoslowafei und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntags. beilage, Bolt und Reit", der Unter haltungsbeilage..Heimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten erscheint wochentäglich zweimal ,. Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Abreffe: ,, Sozialdemokrat Berlin' Morgen- Ansgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 25 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezetle toftet 250 M. Reklamezeile 1250 M. ..Kleine Anzeigen" das fettgedrudte Wort 75 W.( zulässig zwei fettgedruckte Worte). jedes meitere Wort 50 M. Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Wor: 40 M., jedes weitere Wort 30 W. 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Die| Nach Ablehnung des deutschen Vorschlages in Condon bleibt wurde hier folgendes Communique ausgegeben: Alliierten müßten nach diesem englischen Gegenvorschlag fordern, übrig festzustellen: Zum deutschen Angebot ist die Industrie nicht befragt Die alliierten Premierminister haben sorgfältig den angen- daß vor allen Dingen die deutsche Industrie eine so= blicklichen Stand des Reparationsproblems und auch die fortige Zahlung von 500 millionen Goldmart worden. Sie ist um nichts gebeten; sie ist auch nicht inferdamit zufammenhängende Frage der inferalliierten europä- leiste, um ihre Absicht kundzugeben, an dem Plane ihrer Re- miert worden. Wir halten den nach London gerichteten Borschlag ischen Schulden untersucht. Ein plan für eine Juterims- gierung mitzuarbeiten. Die Alliierten ihrerseits würden der deut des kabinetts für nicht zwedmäßig und wirtschaftlich nicht vereinbarung bezüglich der Reparationen, der von dem schen Regierung eine Frist von drei Monaten bewilligen, für fragbar, weil er feine Endlösung bringt. Wäre er von der deutschen kanzler unterbreitet wurde, ist auch er- um die von der deutschen Regierung angekündigten Reformen durch. Gegenfeite angenommen, so würden die wirtschaftlichen Kreise, auch wogen worden, er wurde jedoch einstimmig für un- zuführen. Wenn diese Frist verstrichen sei, würden alsdann neue die Industrie, dennoch versucht haben, mittel und Wege zu finden, Entschlüsse gefaßt werden. Dieser etwas improvisierte Gegenvor- um aus den kommenden Verhandlungen das unerläglich notwendige befriedigend erachtet. Definitivum herauszuarbeiten. Dafür hätte die Mitwirkung fchlag fei aber nicht angenommen worden. auch der Industrie zweifellos zur Verfügung gestanden. Es ist den aliiierten Premierministern in der ihnen zur Verfügung stehenden Zeit nicht möglich gewesen, 3 u endgültigen Beschlüssen in den in Betracht fomDie anonyme Gesellschaft, die sich selber als„ die Inmenden bedeutsamen Fragen zu gelangen. Unter diesen UmIm Reichstagssaal vereinigten sich gestern abend die Ver- dustrie" bezeichnet, fällt mit dieser Kundgebung der deutschen ständen ist beschloffen worden, die Unterredungen zwischen treter der deutschen Gewerkschaften zu einem Protest gegen Regierung in einer Weise in den Rücken, daß man hier den alliierten Premierministern in Paris am 2. Januar den Frieden von Versailles. Aber besser noch als ihre besten wohl zutreffend von einem„ Dolchstoß von hinten" sprechen nächsten Jahres fortzusehen, um der Vollkonferenz zu Reden zeigen die Londoner Verhandlungen, von fönnte. Für das Ausland war die neue deutsche Regierung ermöglichen, unmittelbar darauf zufammenzutreten, um welcher Art der Frieden ist, den jenes verhängnisvolle Doku- bisher die Regierung der Industrie" schlechthin. Auch im vor dem 15. Januar zu endgültigen Entscheidungen in den ment über die Beit verhängt hat. Zu der Ratiosigkeit der Inland gab man sich in weiten Kreisen der Hoffnung hin, nun gejamten in London erörterten Fragen zu gelangen. Besiegten, wie sie die durch jenen Frieden geschaffene Lage sei die Regierung mit der diskontfähigen Unterschrift" ge" London, 11. Dezember.( EE.) Heute vormittag fanden lediglich meistern fönnen, gefellt sich die gleiche Ratlosigkeit auch bei schaffen, die von einer gewissen Seite so stürmisch gefordert Privatbesprechungen Poincarés und de Laftenries mit den Siegern. Man hat sich nach dreitägiger Be- worden war. Nun erfährt man, daß auch die Regierung Theunis und Jasper statt. Darauf unterhielt sich Poincaré ratung vertagt, weil man nicht ein und aus weiß, und der Volkspartei, die Regierung Cuno- Becker- Hessen, mit dem italienischen Delegierten in der Reparationsfommission man läßt Europa in fieberhafter Unruhe zurück. Auch diese nach der Meinung eben jener Seite noch keine„ diskontfähige Salgio Raggi. Der englische Ministerrat versammelte sich um 3erfahrenheit, die Verwirrung der Londoner Konferenz, in Unterschrift" besißt, daß auch sie sich von der„ Industrie" 11,50 1hr vormittags. Wegen der heutigen Tagung des Unter der sich der ganze verzweifelte Weltzustand ausdrückt, ist eine öffentlich wie ein Schuljunge abtanzeln lassen muß. Also, auf hauses ersuchte Bonar Ban die alliierten Ministerpräsidenten, die Frucht von Bersailles. Jedoch, man soll auch den Vertrag men stützt sich diese Regierung eigentlich, der zugleich auch Beratungen erst um 4,15 Uhr nachmitags wieder aufzunehmen. von Versailles nicht schlechter machen, als er ist. Was den vom Zentrum in der Germania" wegen der ungeschickten Sollte sich dabei zeigen, daß ein kompromiß zwischen der franzö- Gegenstand der Londoner Beratungen bildete, das läßt selbst publizistischen Vorbereitung ihres Vorschlages einige nicht fifchen und der englischen Auffaffung nicht erreichbar wäre, so ist der Vertrag von Versailles nicht zu. Es ist merkwürdig, daß ganz unberechtigte Unfreundlichkeiten gesagt werden? Natürlich aber bleibt diese Kritik noch harmlos gegenüber mit dem Ende der Konferenz zu rechnen. Iman in London über die Frage der Ruhrbefegung diskutiert hat, anscheinend ohne im mindesten die völkerrechtliche Cuno„ von der Industrie" gefallen lassen muß. Welche Ueberder geradezu hohnvollen Behandlung, die sich die Regierung Seite dieser Angelegenheit zu erörtern. Hätte man das getan, so wäre man sich bald flar darüber geworden, daß der An- hebung liegt schon in den Worten:" Sie ist um nichts ge= spruch der französischen Regierung auf Besetzung des Ruhr- beten worden." Die Industrie thront in einsamer Größe, reviers einen Bruch des Versailler Bertrags Ob dieses Reich von Sozialdemokraten oder von Volksparteidas arme Reich hat sich ihr nur noch bittend zu nahen. und einen völkerrechtlichen Nonsens darstellt. Bereits gestern abend hatten Bonar Law und Poincaré die Unterbrechung der Berhandlungen ins Auge gefaßt. Bonar Law wünscht besonders, eine Besprechung mit Lord Curzon herbeizuführen, der aus Lausanne nach London berufen werden soll. Zuziehung der Fleinen Entente. ausführte: Herr HelffeUnd doch hätte dieser Gedanke der Konferenz schon durch lern repräsentiert wird, bleibt völlig gleich. Erst stürzt man Und doch hätte dieser Gedanke der Konferenz schon durch die Regierung Wirth, dann fällt man der Regierung Cuno in Paris, 11. Dezember.( WTB.) Havas meldet aus London, daß, wenn nach Wiederaufnahme der Konferenz am 2. Januar eine einen Borstoß- Mussolinis nabegebracht werden Berständigung erfolgt, unmittelbar darauf eine umfassende Konferenz müssen. Herr Mussolini hat in seiner Presse, und wahrschein- den Rücken, getreu dem alten Scharfmacherrezept aus der stattfinden soll, bei der die kleine Entente vertreten fein würde. lich auch auf der Konferenz, angekündigt, daß Italien Kom- Kaiserzeit:„ Wir werden einen nach dem anderen stürzen, bis penfationen verlangen müsse, falls dem französischen einer kommt, der uns paßt." Rededuell Poincaré- Bonar Law. Aber wer ist es eigentlich, der paßt? Das ist die Frage, Berlangen nach der Besetzung des Ruhrreviers Rechnung ge- über die sich auch die Industrie" noch nicht ganz flar geParis, 11. Dezember.( WTB.) Havas meldet aus London: tragen würde. Damit ist ganz richtig zum Ausdruck gebracht, worden zu sein scheint. Daß es sich hier um nichts anderes als Im durch eine derartige der franzöfifchen macht bewies besser als minister führte Boincaré aus, daß Deutschland allein sphäre das Problem der territorialen Ordnung Europas, das für die finanzielle Lage verantwortlich fei. Seit zwei Jahren der Bersailler Vertrag doch regeln wollte, neu aufgerollt miro. rich, indem er vorgestern in einer Rede in Halle folgendes feien Deutschland ohne Wirkung auf die Reparationszahlungen Er. Ist es mit dem bestehenden Friedens- und Vertragszustand Diese Schwierigkeit ist dadurch noch gesteigert worden, daß von leichterungen gewährt worden. Man müsse also jetzt die Me- vereinbar, daß von Westen her militärische Vorstöße auf unbesetztes deutsches Gebiet unternommen werden, dann unverantwortlichen und unbefugten Stellen bei thode ändern und dürfe teine neuen Verschleppune gibt es fein Argument gegen den Standpunkt, daß solche Vor- den Reparationsgläubigern Erwartungen großgezüchtet worden gen mehr dulden, ohne dafür Pfänder zu erhalten, nämlich die ftöße auch von Often, Norden und Süden her unternommen sind, deren Erfüllung heute noch weniger möglich ist, als vor Kontrolle der Bergwerte und die Beschlagnahme Der Zölle. 3ur Unterstützung dieses Standpunttes fügte Boin- werden können. Dann ist Deutschland nur noch ein geographi 1% Jahren die Erfüllung des Londoner Ultimatums es war. Die caré hinzu, die deutschen Vorschläge von gestern feien fo fcher Begriff, aber es gibt dann fein Deutschland im völkers in den Bariser Kammerreden der Herren Reynaud und werden müßte, damit endlich die deutsche Regierung und die deutschen gebiet, über das man sich vorläufig noch nicht einig ge- deutsches, von der deutschen Industrie zu garantierendes Angebot Großindustriellen empfänden, daß die Geduld der Alliierten jetzt worden ist. Man tut sogar dem Frieden von Versailles uns von 40 milliarden Goldmart hinauskommen, die außerdem die erichöpft fei. Boinacré sejte bann in großen Linien auseinander, recht, wenn man meint, es ſei ſein Zweck gewesen, einen unterstellung des Rheinlandes unter den Schus und die Ueberwachung des Völkerbundes" ein= wie er sich die Kontrolle bente, bie teine Berstärkung der folchen aberwißigen Zustand zu schaffen. Die Bertagung oder, richtiger gesagt, bas ratio fe fchloffen, gehen leider zum Teil auf Besprechungen einflußreicher alliierten Truppen erfordern würde,(?) Benar 2 aw zeigte fich äußerst zurückhaltend. Ohne Kritik auseinandergehen der Londoner Konferenz ist er französischer Herren mit solchen unverantwortlichen und unbejuglen üben zu wollen, brachte er gegen das franzöfifero Regierung einstimmig für unbefriedigend erklärt hatte. dort sehr willkommenen Eindruck erweckt haben, als ob sie im Einfolgt, nachdem man ben Borschlag der deutschen deutschen Persönlichkeiten zurück, die offenbar auf der Gegenfeite den jeft positive Einwendungen vor, die sich folgendermaßen zu Da aber Herr Cuno selbst in seinem Brief an Bonar Law verständnis mit der deutschen Industrie handelten. fammenfassen lassen: Die englische öffentliche Meinung ist fich einig diesen Vorschlag als einen vorläufigen bezeichnet, So wird das Geheimnis der Industrie immer geheimnisin dem Gedanken, daß Zwangsmaßnahmen kein Geld einbringen bleibt bis zum 2. Januar Gelegenheit genug, ihn befriedigen voller. Und es muß eine der wichtigsten Aufgaben einer der" zu gestalten. Dazu aber ist eine Fühlungnahme zwischen jeden deutschen Regierung sein, zu zeigen, daß sie sich eine Die belgische Delegation stimmte im Brinzip dem fran- der deutschen Regierung und ihren Vertragsgegnern vor dem Neben- oder, richtiger gesagt, Oberregierung eines konfuien zösischen Blane zu, während Mussolini erklärte, daß ihn vor 2. Januar durchaus wünschennswert. Die Konferenz von und intriganten Kapitalistentlüngels nicht gefallen lassen wird. allem die Streichung der interalliierten Schulben beschäftige. An- London stellt gegenüber den Besprechungen von Cannes Die Herstellung des richtigen Berhältnisses zwischen Staat und gesichts der Entschlossenheit Boincarés erklärte der englische Premier- und Genua infofern einen schweren Rückschlag dar, als Kapital, die Herstellung der Staatsautorität gegenminifter, er müsse zuvor seine Ministerkollegen befragen. man dort wieder nach dem Grundsatz zu handeln versuchte, über einer größenwahnsinnig gewordenen Klique von KriegsBeschlüsse ohne direkte und offizielle Anhörung des Haupt- gewinnern ist die notwendige Boraussetzung auch für die beteiligten zu faffen. Es wird das Ziel der deutschen Regie ösung des Reparationsproblems. Barls, 11. Dezember.( TB.) Ueber den Stand der Berung sein müffen, diesen Kordon, den die Entente neuerdings Die Regierung Cuno hat also bis zum 2. Januar 1923, ratungen in Londen berichtet der Sonderberichterstatter des petit um sich gezogen hat, zu zerreißen und zu direkten Ver- dem Tag, der vielleicht endgültig über unser Schicksal entParisien" in London, trok des von Bonar Law und Poincaré handlungen zu gelangen. scheiden wird, viel zu tun. llnd viel hängt davon ab, ob sich gezeigten guten Willens habe man sich über die Frage der Be Allerdings wird ihre Stellung dem Auslande gegenüber die Aktivität, deren sie sich selber rühmt, in diesem kritischen fegung des Ruhrgebiets nicht einigen fönnen. Dies fei in verhängnisvoller Weise erschwert, wenn nicht vollständig Weihnachtsmonat bewähren wird! die Tatsache, die den gestrigen Tag beherrsche und die den fünftigen zerstört durch eine Kriegserklärung, die die deutsche Erfolg des ersten Schrittes, den man gestern in der Frage der Industrie soeben an ihre Adresse gerichtet hat. Diefe interalliierten Schulden unternommen habe, vermindere. Zunächst Kriegserklärung ist erfolgt durch eine Notiz, die das Blatt des habe man gestern nachmittag die deutschen Borschläge unterbreitet, Herrn Stinnes, die Deutsche Allgemeine Zeitung", an die scharf fritisiert worden seien. Diesen Vorschlägen, die etwa an der Spike der gestrigen Ausgabe veröffentlichte und die folgendie Vorschläge Dr. Simons' erinnerten, wollte Bonar Law den Wortlaut hat: würden. Ein Plan Bonar Laws. * Die Kriegserklärung der Industrie wird von der Rea gierung mit folgender WTB.- Notiz beantwortet: Die deutsche Industrie hat befantlich wiederholt zum Ausdruck gebracht, daß sie eine endgültige Regelung des Reparationsproblems fondere Anleiheform darstellen fellen, wäre noch mit Rüdficht auf die praktischen Möglichkeiten der Unterbringung dieser Anweisungen zu prüfen. nis den einzig möglichen Ausweg aus der jegt unerträglichen Lage| leistungen für die nächsten Jahre zu gelangen, um auf diese Weise anfieht. Es verbient hervorgehoben zu werden, daß eine Grundlage für die Wiebertehr politischer Ruhe zu schaffen, die Industrie froh prinzipiellen Festhaltens an ihrem Standpunkt ohne die eine befriedigende, endgültige Lösung nicht möglich ist. Die folgenden Vorschläge für eine vorläufige Regelung mögen Die deuffche Regierung beantragt Befreiung von allen fällig ausdrüdli ihre Bereitwilligkeit festgestellt hat, für daher als Mittel betrachtet werden, um den Weg für eine schnelle werdenden Barzahlungen aus dem Vertrage von Versailles für zwei den Fall ber Annahme des in London zur Erörterung gestellten und endgültige Reparationsregelung zu ebnen Jahre, sowie von den Sachleistungen, die nicht aus dem deutschen deutschen Borschlags auch bei seiner Durchführung und Ausgestaltung 1. Stabilisierung der Mart gemäß der Note an die Repara- Haushalt bezahlt werden könnten. Die Tatsache, daß ein Teil der mitzuwirken. flonstommiffion vom 14. November 1922: Die Mart muß under inneren Anleihe dem deutschen Haushalt zufließen foll, würde Roch nie ist auf eine stärkere Dhrfeige mit einer tieferen üglich stabilisiert werden, um die deutschen Finanzen wieder in Deutschlands Fähigkeit zu Sachlieferungen erhöhen. Die deutsche Berbeugung geantwortet worden. Ordnung zu bringen und dadurch Deutschland in den Stand zu Regierung würde außerdem beantragen, daß für jede an die Repo fegen, Reparationen zu leisten, wobei nach wie vor die Hilfe rationsfommission aus dem Ertrag der inneren Anleihe gezahlte bes Auslandes in Form eines erheblichen internationalen Milliarde Goldmart für ein weiteres Jahr feine weiteren Bantenfrebites als mirffamftes Mittel betrachtet wird, um einen Zahlungen aus dem Bertrag von Deutschland verlangt werden. vollen Erfolg der Stabilisierung zu sichern. Die deutsche Regierung Die ganze Regelung hätte fich auf nicht mehr als vier ist entschloffen, den Versuch zu dieser Stabilisierung mit ihren oder fünf Jahre zu erstreden. eigenen Hilfsmitteln zu unternehmen, falls fich die Ge winnung fremder Kredithilfe für den Augenblid als unmöglich er weisen follte; fie geht dabei von der Hoffnung aus, daß ihr der ausländische Kredit zu Hilfe fommen wird, sobald einmal bie Martftabilifierung in Angriff genommen ist. Eunos Brief an Bonar Law. Bie BTB. meldet und wie auch in der englischen Preffe befanntgegeben wird, ist der zu Beginn der Konferenz der alliierten Ministerpräsidenten von der deutschen Regierung in London unternommene Schritt in der Weise erfolgt, daß an ben englischen Ministerpräsidenten Bonar Law Sonntag mitteg folgenber eigenhändige Brief des deut fchen Reichstanzlers überreicht wurde: Berlin, den 9. Dezember 1922. Herr Premierminister! Die Die oben erwähnten Goldschazanweisungen fönnen durch die deutschen Zolleinnahmen sichergestellt werden. Sie müßten die Priorität vor allen anderen Zahlungsverpflichtungen Deutschlands aus dem Bertrage von Bersailles haben. Sozialdemokratie und Steuerfrage. Ein neuer Sparminister. Diese Stabilisierungsaktion fann natürlich nur bann unter. nommen werden, wenn entsprechend dem Antrage in der deutschen Note vom 14. november die deutschen Leistungsver Die sozialdemokratische Reichstagsfratiion be Ich habe den Entschluß, sie Leitung der deutschen Politit zu pflichtungen für die nächsten Jahre so geregelt werden, daß übernehmen, nur zu faffen vermocht, roeil ich als mann des ihre Durchführung möglich ist, und wenn Deutschland in seinen schäfigte sich in ihrer Sizung am Montagabend mit den Bes prettifen Wirtschaftslebens tief von der Ueberzeugung andelsbeziehungen zu fremden, Mächten die schlüssen des Steuerausschusses über die Abänderung der Einfommensteuer. Es herrschte völlige lebereinstim burchtungen bin, daß nur eine flare und entschloffene Gleichberechtigung eingeräumt wird. 2. Reparationen: Deutschland schlägt vor, daß für die nächsten mung, daß die von den bürgerlichen Parteien gegen den hefAussprache über die schwebenden wirtschaftlichen und finan- Jahre seine laufenden Berpflichtungen aus dem Bertrage von Ber- tigen Widerstand der Sozialdemokraten beschlossene wesent ziellen Brobleme Deutschland und Europa aus der gegenwärtigen failles durch eine in Deutschland und im Ausland aufliche Milderung der Einkommensteuer für die Veranlagungssirischaftlichen Berwirrung retten fann. Von einer schnellen, die zulegende Goldanleihe ersetzt werden. Es ist beabsichtigt, unanInteressen aller Beteiligten ausgleichenden Lösung der Reparations für den im Inland aufzunehmenden Teil der Anleihe weit pflichtigen aus außen- und innenpolitischen Gründen un anfrage hängt das Schlafal Europas ab. Die jetzige Reichsregierung gehende Steuerbefreiuung zu gewähren, um der An- nehmbar sei und daß Maßnahmen gefordert werden Der Betrag der müssen, durch die die Wirkung der Geldentwertung als steuerhat daher vom ersten Tage ihrer Geschäftsführung ab ihre wichtigste leihe einen möglich großen Erfolg zu sichern. Aufgabe darin gesehen, für die endgültige Regelung der Re- äußeren Anleihe foll ganz, die innere Anleihe mindestens zur Hälfte licher Vorteil für die Besitzenden sofort ausgeschaltet wird. zur Abbedung der deutschen Berpflichtungen zur Verfügung gestellt parationsfrage eine Lösung zu finden, von der Ueberzeugung ge: werden. Der Rest der inneren Anleihe müßte Deutschlands eigenen icitet, daß die Gefährdung der wirtschaftlichen und fozialen Drd Bedürfnissen dienen, insbesondere der Stabilisierungsaktion. nung Deutschlands und Europas zu meit fortgeschritten ist, als daß Auflegung der inneren Anleihe hätte sofort nach Beschlußfassung Das Kabinett Cuno hat dem Staatsminister a. D. Saemisch ihr mit halben Maßnahmen noch wirffam begegnet werden über den vorläufigen Plan zu erfolgen. die Haushaltsprüfung der einzelnen Reichsministerien übertragen, fönnte. Die Reichsregierung ist entschlossen, ganze Arbeit zu leisten. 3. Die deutfche Regierung ist bereit, mit den um bestimmte Vorschläge für eine Verbilligung und Ver. Bei der Katze der Zeit seit Uebernahme der Geschäfte ist es Alliierten sofort in Verhandlungen einzutreten, einfachung der Berwaltung, befonders für eine Verjedech nicht möglich gemeien, diese Arbeiten für die endgültige um biefen Borschlägen ein praktisches Ergebnis zu minderung des Personals und eine Aufhebung entbehrlich werdenfichern. Lösung zum Abschluß zu bringen. Da die durch die Entscheidungen der Reparationsfommission vom Hinsichtlich der Einzelheiten des Plans werden folgende Bor- der Behörden auszuarbeiten. Herr Saemisch hat das Recht, zur Erledigung feiner Aufgabe einen oder mehrere Beamte hinzuzuschläge zur Erwägung gestellt: 21. März und 81. Mai 1922 für das Ralenderjahr 1022 geziehen. troffene Regelung in Kürze abläuft und die weiteren Berpflichtungen Die in Deutschland aufzulegende Goldanleihe Deutschlands aus dem Bertrag von Berfailles alsbalb geregelt mer foil mit höchstens 4 Proz. verzinst und mit ½ Proz. amortifiert werden müssen, erscheint es der Reichsregierung notwendig, zunächst den. Ihre Zeichner follen fernerhin Don den deutschen die in der Note der Reichsregierung vom 14. November an die Re- Steuern, insbesondere von der Erbschafts- und der parationsfommiffion gestellten Anträge zur Entscheidung zu bringen. Rapitalertrags steuer befreit werden; überdies wird Ich beehre mich, men, Herr Bremierminister, als Borfizenden ihnen eine mneftie hinsichtlich etwaiger Berstöße gegen die der gegenwärtig in London ingenden Zusammenkunft, in der An. deutschen Kapitalfluchtgefeße zugesichert. Auf diese Weise hofft man, das im Ausland verborgene deutsche Kapital zur Rüdfehr nach lage einen Vorschlag zu unterbreiten, auf deffen Deutschland und zur Beteiligung an dieser Reparationsanleihe zu Grundlage nach Anficht der Reichsregierung die in der Note der veranlassen. Reichsreglerung vom 14. Nesember der Reparationstommiffion unterbreiteten Borfchläge praktisch durchgeführt werden fönnen. Dieser Borschlag ist dazu bestimmt, der endgültigen Lösung der Reparationsfrage die Wege zu ebnen. Der Heberbringer dtefes Schreibens ist ermächtigt, auf Wunsch weitere mündliche Erläuter. ungen zu dem Borschlag zu geben. Jch 3 spreche dabei die zuversichiliche Hoffnung aus, das Eie, Herr Bremierminister, mit den in London vertretenen Mächten diesen Borschlag als geeignete Grundlage für weitere Besprechun gen mit der Reichsregierung erachien werden. Genehmigen Sie, Herr Premierminister, den Ausdrud meiner Borzüglichen Hochachturg. Die deutschen Vorschläge. gez. Cuno. Die deutsche Regierung ist feit davon überzeugt, daß eine endauftige Löfung des Reparationsproblems für die Wieder herstellung nermeler Berhältnisse in Europa dringend und von lebenswichtiger Bedeutung ist. Sie ist daher mit aller Kraft bemüht, but aftive Mitarbeit zu einer solchen Lösung bei zufragen. Angesichts der Schwierigkeiten ber gegenwärtigen Bage ift die deutsche Regierung jebody der Meinung, daß es netmenbig ift, die Stabilisierung der Mart in Angriff zu nehmen und zu einer Berständigung über die Finanzierung ber ReparationsHunger. Bon Erich Grifar. Wie mit einem nedfifchen Mädchen ist eine erste Begegnung mit ihm. Du nimmst ihn nicht ernst. Tändelft mit ihm, läsfest dich haschen, entfliehst und fäffest dich haschen. Alle Zahlungen auf die Anleihe jollen in fremder Bah. rung unter Bugrundelegung des täglichen Dollarturfes erfolgen. Einzahlungen auf die Anleihe fönnen auf den internationalen Blägen angenommen werden, z. B. in Amsterdam, London, New Yort, Zürich, wo die Anleihe zum offiziellen Börsenverkehr zugelassen und hinfichtlich der Zinsen und Rüdzahlung zahlbar zu machen wäre. gendermaßen verwandt werden: Das Ergebnis der in Deutschland aufzulegenden Anleihe foll folDeutschnationale Hoffnungen. Halle, 11. Dezember.( Eigener Drahtbericht.) Auf dem gegen wärtig in Halle ftattfindenden Landesparteitag der Deutschnationalen Bolispartei hat der Borfizenbe der Deutschnationalen, ergt, eine große politische Rede gehalten, in deren Berlauf er folgendes ausführte: „ Es war ein Triumph für uns, daß die große Roali. tion zufammenbrach, aber noch ist fie in Preußen. Nicht viel will ich über die Sozialdemokratie reden, aber das sei gefagt, eine Partei der Autorität fann die Sozialdemokratie nicht werden. Man muß Herr der Maffe fein, darf nicht ihr Sflave fein, wie es die Sozialdemokratie ist. Wenn wir in diesem Winter, was ich nicht hoffen will, zu neuen Unruhen fommen, dann wird das deutsche Bolt dafür zu büßen haben, daß man die Sozialdemokratie nicht hinauswarf. Noch ift es nicht gelungen, aber es ist unser Ziel, auch in Preußen muß die Veränderung fommen." Die Hälfte foll an die Reparationsfommission abgeführt werden, die andere Hälfte, bis zu einem Betrage von beispielsweife In diesem Zusammenhange erfährt das sozialdemokratische 1½ Milliarden Goldmart foll für Deutschlands eigene Be bürfnisse zur Berfügung bleiben, insbesondere für die Stabilisierung Boltsblatt m Halle, baß anläßlich des Deutschnationalen der Mart und für den Ausgleich des Reichshaushalts. Ein etwaiger Parteitages auch die Gründung der programmatisch bereits ange Ueberschuß der zweiten Anleihehälfte über 1½ Milliarden Gold fündigten Frontfämpfergruppe stattfand. Für die Gesetz mart wäre ebenfalls an die Reparationsfonimiffion abzuführen. mäßigkeit diefer neuesten Bildung Sprachen die Ausführungen des Gleichzeitig mit der Auflegung der inneren Anleihe würde die Hauptmanns Werner, der u. a. den Sah prägte:" In dem deutfche Regierung der Reparationstommiffion beispielsweife fommenden Winter gehört der alte Frontjoldat wieder an die Front." 3 Milliarden in deutschen Goldschazanweisungen Deutlicher können die deutschnationalen Absichten nicht enthüllt wer übergehen, die im Auslande unterzubringen wären und deren geben. Man hofft, die Sozialdemokratie im Winter der Erefutive in famer Erlös an die Reparationsfommission zu zahlen wäre. Preußen zu berauben, um unter der erwünschten Boraussetzung Binsen und Tilgung auf diese Schaganweisungen wären fofort zu Preußen zu berauben, um unter der erwünschten Boraussetzung bezahlen. Db die der Reparationstommission auszuhändigenden von Hungerrevolten die bewaffnete Staatsmacht unter reaftionärer Goldshaganweisungen den gleichen Enp haben sollen, wie die in Leitung mit Hilfe bewaffneter deutschnationaler FrontfämpferDeutschland aufzuerlegenden Goldanleihe oder ob sie eine be gruppen gegen die Arbeiterschaft mobil machen zu können. Warum das Deutsche Theater die Schauspieler bekämpffe. Ein Wo iff Kolumbus geboren? Der alte Streit um den Geburts. Schauspieler des Deutschen Theaters fchreibt im ,, Tage- Buch" einen ort des Chriftoph Kolumbus ist wieder aufgelebt, und zwar handelt offerren Brief an Felig Holländer, den Direktor des Deutschen es sich um die Ansprüche, die die Korfen erheben, um den Entdecker Theaters: Amerifas als ihren Landsmann zu erklären. In der Revue de la Felig Holländer hätte, wenn er feiner Natur folgen dürfte, die Corse hat Henry Bignaud die ganze Frage noch einmal gründlich Forderungen der Schauspieler sofort bewilligt. Er ist fein Mann untersucht und tommt zu dem Ergebnis, daß Korfila nicht die Geburtsder Selbstsucht, fiebt bie Schauspieler, er liebt uns wie ein verständstätte des Kolumbus ist, sondern daß er nach wie vor als Genuese misvoller Kamerad, er hat feinen gierigen Erwerbsfinn wie all die bezeichnet werden muß. Interessant ist aber die Ursache, durch die Hin und her geht das Spiel, ehe du merfft, daß es bidh band. Saltenburge, die jetzt die Majorität der Berliner Direktoren aus die ganze Streitfrage überhaupt entstehen fonnte. Kolumbus felbst Die geringfte Bewegung und du bist wieder frei. Doch daran machen. Wenn irgend jemand eines Anwaltes bedürftig ist, bann hat bei seinen Lebzeiten seine Herkunft mit Dunkel umgeben. Als liegt dir nicht viel. Du gönnft ihm die feine Ede in beinem Felig Holländer, auf dem Papier Direftor breier Berliner Theater, ein einfacher Weber, der feine Seeerfahrungen besaß, mußte er Hause, die er sich erobert, und lächelft. Bergißt ihn wohl auch, in Wahrheit Opfer der schweigenden Spinne Comund Reinhardt, fürchten, nicht ernst genommen zu werden, als er mit feinem großen her fich Tage und Wochen nicht sehen läßt bei bir, bis er eines die im Dunkel feines Bureaus in ber Schumannstraße bleibt und Plan einer Expedition hervortrat, und so erklärte er sich denn selbst zum Seemann, behauptete aus einer Familie von Seeleuten zu Tages die Hände ausstreckt nach dir. Fester, fiegesgewiffer. stammen, die Admirale unter ihren Mitgliedern zählte. Er verbarg Da beginnst du zu ringen mit ihm. Ein Dugendmal wirft daher, daß er zu Genua im Jahre 1451 geboren wurde, und so ou ihn nieder und fühlst dish sicher bis zu dem Augenblick, da er tauchten denn nach seinem Tode alle möglichen Vermutungen über dish herumwirft und goingt. feine Heimat auf. Die italienischen Mitglieder der Familie Colombo, die in die Erbfolge eintreten wollten, suchten nachzuweisen, daß der Admiral aus der Gegend herstamme, von der sie selbst temen, näm lich aus Cuccaro oder Cogoletto in der Nähe von Genua. Später machten dann bie Forscher verschiedene andere Städte namhaft, in denen er geboren sein sollte. Bignaud lehnt aber alle diese Bermutungen ab, indem er die zahlreichen zeitgenössischen Zeugnisse aufzählt, in denen Rolumbus inimer wieder ausdrücklich als Genuese bezeichnet wird. Er selbst hat in einem Aftenstück, burd) das er ein Majorat für feine Nachkommen begründete, ausbrüdlich am 24. ve bruar 1498 erflärt: Ich bin in Genua geboren", und diefes Attenftüd wurde 1607 in feiner Richtigkeit bestätigt. Auch sein Sohn fchreibt in einem Briefe, daß sein Bater in Lissabon Genueser Landsleute traf, und erflärt in feinem Testament, er fei der Sohn des hervorragenden Christoph Kolumbus, des Genuefen. Dasselbe bezeugen verschiedene andere Zeitgenossen, und der älteste Chronist feiner Entdedung Petrus Martyr betont, daß Rolumbus ein Ligurer gewesen sei. Diese Feststellung erledigt die Behauptung, daß Kolum. der eigentliche Herr der brei Theater ist. Als ich den Auffay Holländers gegen die Forderungen der Schauspieler las, da nahm ich mir vor, ben Direktor des Deutschen Theaters öffentlich zu fragen: Ist es wahr, Felir Holländer, daß Sie einen so fürchterlichen Ber: trag mit Reinhardt haben? Ist es richtig, daß Sie Abend für Abend Mit aufgerissenen Angen starrst du ihn an, der deinem Blid ein Drittel Ihrer Brutto- Einnahme an die Spinne im Borderhaus abführen müssen? Wenn dieser halszuschnürende Vertrag mit ReinTauernb begegnet. Eine legte Anstrengung. Frei glaubst du zu sein und bist es barbt besteht, und wenn Sie außerdem ein Drittel Ihrer Gesamt doch, der müde zurückfinkt. Aus deinem Gesicht ist bas Lächeln einnahmen an die Stadt abzuliefern haben, dann bleibt Ihnen fiets nur ein Drittel Ihrer Einnahme zur Befriedigung der Schauspieler, beschwunden. Strallen entbetft du an wütenben Tagen. Drohenb. Arbeiter, Dichter, Musiker usw. Bir Schauspieler, die Sie feit Jahren Furchthoni wendet dein Blick sich ab, Freunde um Hilfe zu bitten. kennen, find Ihnen nicht gram, wir wissen, daß Sie das Opfer einer Da schreist du das erstemal auf. Hilflos siehst du sie am Boden Vasallentreue find, die nicht Ihresgleichen hat. Reinhardt, der große liegen. Ohnmächtige, soweit du blickst. Bebedt und umfrallt von Stünstler, aber liebearme Menfch, hat Ihnen einen Bertrag um den einem wütenden Vampir, der sich herumwirft wie ein Stranfer als gehängt, der Ihnen auch bei glänzendem Geschäftsgang feine im Fieber. Gejaigt und verflucht von der unheimlich wachsenden öfonomische Möglichkeit des Bestandes gibt. Sie treten gegen die Schar Ausgefogener, denen er Kleidungsstück um Rieidungsstüd Genossenschaft auf? Sie, Felix Holländer, Opfer der großen Spinne, vem Leibe reißt, seine Stant zu bededen. Doch es gelingt ihm follten mit Ihrem Bertrag und Ihren Büchern zu uns fommen! Und wir alle stünden auf Ihrer Seite gegen die schweigende Spinne. Ein Kunstabend des Bezirksamtes Kreuzberg. Gymna ftit Drohend und unverhüllt wälzt er sich vorwärts. Langsam. und rhythmische Tänze waren der Inhalt der Spielfolge Sicher. Von Straße zu Straße, von Stadtteil zu Stadtteil. Ein Rud durchläuft diesen graufigen Zug, der Opfer un Opfer des ersten Rumftabends des Bezirksamtes Kreuzberg am Freitag in den Kammerfälen". Die einleitenden gymnastischen Vorführungen: bus in Korfifa geboren fei. zurfictieß als Spur feines Beges. der Schule Elsa Gindler Berlin( Gehen, Laufen, Springen, Die Verteilung der Nobelpreise durch den König von Schweden Spannungs- und Atemübungen) bewiesen deutlich, was zu tun fand Sonntag in Stodholm ftatt. Es erhielten den Physiker. ist, um dem„ modernen" steifgewordenen Körper feine Natürlich preis für 1921 Professor Einstein, den Phyfiferpreis für 1922 ber feit wiederzugeben. Die im zweiten Teil folgenden Länge, aus Däne Bohr, den Chemiepreis für 1921 der Engländer Soddy, den nahmslos mit großem Beifall aufgenommen, zeigten das Schöpfen Chemiepreis für 1922 der Engländer Afton, den Literaturpreis der fünstlerischer Formen aus dem Erlebnis der Mufit. Erstaunlich in spanische Dichter Jacintes Benavente. ber Natürlichkeit des Ausdrucs waren die Tänze von Herta Boigt und eine getanzte Gapotte von Mozart mit Hilde Risow und Sophie Budwig. niat. Die Spike macht hait. Bor drohenden Gittern zieht wütend das grause Gespenst die Tagen zurüd. Machtios. Aus galbenen Fenstern ein höhnisches Lächeln. Es raft durch das ganze Gefolge ein Schrei: Der Hunger be fiegt. Matlos muß er fich buden vor Toren des Reichtums. Hoffnung fewellt in den Seelen. Noch finten fraftlos die Arme. Noch wächst unendlich die Zahl der Berendenden. Zu Bergen häufen fie fish vor goldenen Loren. Theaterchronit. Die Bremiere im Schloßbarttheater bon Mann des Schidsals" und Blanco Bosnets Ermedung" Im bewußten Gegensah dazu standen die Kunsttänze von ie ein Blig ein Gebante. Und über die graufige Brücke raft Rlein Erna Sacje, bie, sehr brav wiedergegeben, nicht dar muß verschoben werden. Am 16. d. wird im Kleinen Hause, neu einstudiert, über hinwegtäuschen tonnten, baß bie alten" Ballettformen von Iten die für Strindbergs Schauspiel önigin Christine Liebe" von Baul Apel aufgeführt. Im Leifing beater be veradrts der Sug und wenbet. Kuf der Flucht der Vampir; denn Wohlstand, verteilt unter ber Entwicklung zum natürlichen Tanz überholt find. Gingerahintaelöften Gintrittskarten für die am Donnerstag, ftattfindende Giftauf von dem Trio Frau v. Geczizki( Klavier), Frl. v. Sittmann( Bio- führung Gültigkeit. Die Uraufführung von Laulnars Schrei aus ollen, Deftente den Feind der Geschlechter. Wann tommt diejer Eng? lnb läßt er uns Kraft, ihn zu line), Herr Hef( Bioloncello)" bot das Ganze einen fünftlerischen der trage in Tb. 1. b. Sommandantenstrasse findet ant Genuß, wie er fonft für 30 Mt. Eintrittspreis den Minderbemittelten Freitag 7%, lbr stait. In der Großen Bollsoper wird am Sonn Ber fragt? Bir nüffen fie halten, die Refte der Kraft, und unzugänglich bleibt. Der sehr gute Besuch bewies, daß das Bezirks. abend Der Barbier von Sevilla zum erstenmal gegeben. Otto Ernst Heffe& Komödie„ Der Bigamist, die vor einigen Monaten im Schauspielhaus Düsseldorf uraufgeführt wurde, befindet sich in Bentraltheater in Borbereitung. erleben? fie fteigen unendlich burd Willen zum Steg. Und wir werben ihr sehen, diesen Tag! ami den richtigen Weg beschritten hat, wie ja überhaupt die Beranstaltungen der Bezirke Mittel sind, den„ kapitalistischen Kunstoer anstaltungen" entgegenzuwirken. a, k, Gietenfache Preise für Umlagegetreide? Bürgerliche Einheitsfront für Brotverteuerung! Der in dem Umlagegesek vorgesehene Zwanziger- Ausschuß zur Der große Saal des Reichstages sah gestern abend die führen heute schon neue wiffenfchaftliche Werte nur noch im handschriftlichen Begutachtung der Preise für das Umlagegetreide be= riet am Montag unter dem Borsiz des neuen Reichsernährungs- den Bertreter der deutschen organisierten Arbeiter und Angestellten Manuskript den Studenten zur Verfügung gestellt, weil sie nicht ministers Dr. Luther die Preisfestsegung für das dritte Sechstel der aller gewerkschaftlichen Richtungen zur gemeinsamen Rundgebung mehr gedruckt werden können. Mit der politischen Zwecklüge der Umlage. Die Annahme, daß die Regierung dem Ausschuß positive der deutschen Spizengewerkschaften gegen das Friedens. deutschen Alleinschuld am Kriege steht und fällt nach dem öffentlichen Eingeständnis Lloyd Georges das ganze Friedensdiktat. Wann Borschläge unterbreiten würde, erwies sich als irrig. Statt deffen bittat von Bersailles versammelt. Nach jenem ergreifenden Adagio, durch das Beethoven in seinem öffnet die Entente ihre Archive?( Großer Beifall.) perlangte der Abgeordnete Schiele( Dnatl.), unterstützt von dem Als Referent über Abgeordneten Cuno( D. Bpt.) und den übrigen Vertretern der vierten Trio ein italienisches Volkslied unsterblich gemacht hat, vom Weltwirtschaft und Friedensdiftat noffe Wissell, die Versammlung: Gewerkschaftskundgebung gegen Versailles. Landwirtschaft, eine Preisfestseßung gemäß den freien Grünflb Trio meisterhaft gespielt, eröffnete der Borsigende, Ges führte Genosse Süß vom Allgemeinen Freien Angestelltenbund aus: Marktpreisen. Er errechnete einen Preis von 301 690 m. Die Not wächst riefengroß empor, Storbut und Hungerwasser. Krifen in allen Ländern, furchtbarer als je zuvor, sind die Folge die Tonne, gegenüber einem Preis von bisher 28 300 mt. Diese fucht sind keine seltenen Gäste mehr in Deutschland, die Tuberkulose davon, daß man an die Stelle der weltwirtschaftlichen Berflechtung ungeheuerlichen Ansprüche veranlaßten den Vertreter des Städte fordert ungeheure Opfer, verschärft durch die Kälte, die durch die aller Länder die Isolierung Deutschlands fehen zu fönnen glaubte. tages, Profeffor Landsberg( Magdeburg) zu der Bemerkung, Sohlennot doppelt erschreckend gemacht wird. Der Tagesverdienst Das Friedensdiktat ist das vollkommene Gegenteil der vierzehn daß dann ja die Abgabepreise und die Umlage somit jeden Sinn derjenigen, die noch arbeiten fönnen, reicht gerade für ein Pfund Punkte Wilfons. Deutschland wird gezwungen, Schmußkonkurrenz und Zwed verlieren müssen. Auf Befragen bestätigte der Vertreter Margarine. Das sind die Folgen des Versailler Diftates, das den zu treiben, und die Staaten schüßen sich dagegen durch Gefeße und der Reichsgetreidestelle die Richtigkeit dieser Annahme und fügte uns gemachten Versprechungen beim Waffenstillstand nicht entsprach. Ausfuhrprämien oder, wie Nordamerita, durch Hochschutzzölle, die hinzu, daß die notwendige Folge der Festsetzung eines solchen Als Referent über„ Die Wirkung des Friedensper: die Lebenshaltung rasch verteuern. Die deutsche Reparationstohle Breffes ein weiteres Steigen des freien Marktpreises für Getreide trages auf die deutsche Wirtschaft führte Genosse verdrängt die Kohle anderer Länder von ihren alten Absatzplätzen, Knoll aus: Diefer Frieden ist die Fortsegung des Krieges während wir zu phantastischen Breisen englische Rohle laufen sein müsse. Der Vertreter des UDGB., Genosse Knoll, sowie mit anderen Mitteln, aber mit dem gleichen 3wed, der müssen. Nach dem Kriege sind 40 Proz. der Welttonnage ſtillgelegt der Genosse Herz und der sächsische Wirtschaftsminister Genosse Bernichtung des Gegners. Nicht wir Deutsche allein urteilen so, worden, dazu tam noch die Ablieferung der deutschen Handelsslotte Fellisch wiesen in eindringlichen Worten auf die Gefahr der fondern objektive Menschen in allen Ländern, wie Keynes und den Austausch von Schiffsraum zwischen den einzelnen Ländern, troz allebem verhindert heute die Verschiedenheit der Baluta Bretpreiserhöhung im gegenwärtigen Augenblick hin. Die Vor- andere. Die deutsche Wirtschaftsüberlegenheit, aufgebaut auf Kohle, und jedes Land baut weiter Schiffe, obwohl Riefenmengen brach schläge der Agrarier feien ungeheuerlich und überträfen an Maß- Gifen und Verkehrsmitteln sollte vernichtet werden. Aus einem 1 figkeit alles, was bisher von dieser Seite verlangt worden wäre. menfchenerportierenden Agrariande war Deutschland zu einem In- liegen. Die Weltwirtschaft sieht heute so aus, als ob Menschengeist Eine Erfüllung der agrarischen Wünsche bedeute eine neue Erhöhung duftriestaat geworden, für den die Auswanderung aufgehört hatte, und Menschenkönnen die Probleme überhaupt nicht zu meistern im des Brotpreises um das 2½- bis 3fache. Sie gefährde den mit der ein Problem zu sein; ja, es hat über einer Million Ausländer Brot stande seien und als ob die Menschheit auf frühere Entwidlungsstufen zurüdfehren Umlage verbundenen 3wed und stürze das Wirtschaftsleben und und Existenz gegeben. Heute liegt diefe Million ausländischer die großen Massen der Verbraucher in eine Unruhe, die von den Arbeiter erwerbslos braußen. Die passive deutsche Handelsbilanz sollte. Nicht einmal der Konjum fann befriedigt werden. Hunger die großen Massen der Verbraucher in eine Unruhe, die von den wurde ausgeglichen durch das deutsche Verkehrswesen. Aber die herrscht in Deutschland, aber in Südamerika sind Lebensmittel größten Gefahren begleitet sein müffe. In einer Erwiderung er Ablieferung von 80 Broz. unserer Tonnage und von vielen Taufenden verbrannt worden, weil ihre Heizkraft billiger war als die flärte Reichsminister Dr. Luther, daß er und das Kabinett unserer besten Lokomotiven hat uns diese Funktion entzogen. Die Heranschaffung von Kohle. Nur die gemeinwirtschaftliche großen Wert auf einen einmütigen Beschluß lege, der sowohl Beschlagnahme unserer Auslandsguthaben hat unseren Außenhandel Berteilung der Rohstoffe unter Kontrolle der Völker fann die WeltDen Interessen der Berbraucher als auch denen der Erzeuger Rech ruiniert, man hat uns die Rolonien als Rohstoffquellen ge- wirtschaft wieder in Ordnung bringen. Die Arbeiterschaft der ganzen nommen. Schon um diese Schäden auszugleichen, hätte es jahr Welt leidet in erster Linie unter diesen Folgen des Krieges, die nung trage. Aber man hat uns auch landwirt nur durch follettive Arbeit aller Völker überwunden werden kann. zehntelanger Arbeit bedurft. fchaftliche Ueberschußgebiete weggenommen und unsere Ernährungs.( Stürmischer Beifall.) basis verkleinert, obwohl die Bevölkerungsdichte zugenommen hat. wir haben 75 Broz. unserer Eisenerzlager verloren und nahezu 40 Broz. unserer Steinkohle. Der Abgeordnete Dr. Schiele legte sodann einen Antrag vor, der keinerlei Zahlen über die Preise vorsah. Es heißt in ihm jedoch, 1. daß die Preise auf der Grundlage des landwirtschaftlichen Broduktionsindeg festgesetzt werden sollen, 2. daß der Ernteausfall zu berücksichtigen ist und 3. der angebliche Minderpreis(!) für das Umlagegetreide aus dem erften Drittel erjet werden muß. tommen. Die deutsche Wirtschaft tann sich unter den Wirkungen diefes Friedensdiftates nicht erholen. Der erste Teil wurde mit 12 Stimmen gegen 8 Stimmen an. Die heutige Friedenspolitik entspricht dem angeblich in Bersailles genommen, der zweite Teil bei Stimmengleichheit abge gefallenen Wort:„ Es find 20 Millionen Deutsche zu viel auf der ichnt und der dritte Teil mit 11 gegen 9 Stimmen angefehen, ein übervölfertes Band, es tann aus der eigenen Produktion Belt."( Entrüstungsrufe.) Deutschland ist heute, ökonomisch genur 40 Millionen Menschen ernähren, während es 60 Millionen Einwohner hat. Heute müssen sich in Deutschland drei Menschen mit der Nahrungsmittelmenge begnügien, die vorher zwei Menschen zur Verfügung gestanden hat. Das Wort Dr. Wirths:„ Erst Brot, bann Reparationen!" hat auch heute noch seine volle Berechtigung. ( Bustimmung.) Um zu verhindern, daß der mit Abficht unbestimmt gehaltene Antrag ber Agrarier glatt zur Annahme gelangte, und um für cinen weniger weitgehenden Antrag die Stimmen der Reichsrats vertreter zu gewinnen, stellte der Verbraucher- Bertreter Bäst í einHamburg den Antrag, den Preis entsprechend dem durchschnittlichen Martipreise in den letzten drei Monaten abzüglich 25 Proz. auf 102605 Mart festzusehen. Dieser Antrag fand jedoch feine Mehrheit, sondern wurde mit 8 gegen 12 Stimmen abgelehnt. ür diesen Antrag stimmten außer Bäftlein die Vertreter der Sozialdemokratischen Partei, Genosse Herh imd Genoffin Ryned, der Bertreter des ADGB., Genosse Knoll, der sächsische Wirtschaftsminister Genosse Fellisch. Professor Landsberg und die Bertreter von Hamburg und Mecklenburg. Brüft man den Antrag der Agrarier auf feine materielle Birtung, so verlangt er einen Breis von mindestens 200000 mart die Tonne. Das entspricht einer Erhöhung von etwa dem fieben fachen des bisherigen Getreidepreises. Für diesen Beschluß haben alle Bertreter der bürgerlichen Barteien, die landwirtschaftlichen Interessenten und die Bertreter von Preußen und Bayern gestimmt. Entspricht die Reichsregierung diefem Beschluß, jo fann eine weitere und starte Erhöhung des Brotpreises in aller türzester Frist nicht vermieden werden. Die Entscheidung, ob das cintritt oder nicht, liegt bei der Regierung, die an den Befchluß des Ausschusses nicht gebunden ist. Herr Dr. Luther und mit ihm die Reichsregierung werden nun zu zeigen haben, ob es ihnen mit der Sicherung der Ernährung und dem Schuße der großen Maffen der Verbraucher ernst ist. Bor 14 Tagen hat die gefamie bürgerliche Breffe beim Antritt der Regierung Cuno die baldigste Besserung der Ernährungslage und der Preisverhältnisse in Aussicht gestellt. Entspricht die Regierung dem Beschluß des Ausschusses, so wird das Gegenteil geschehen. halten. Troh unserem ehrlichen Erfüllungswillen läßt man uns gar nicht erfüllen, weil man sonst die Friedensziele nicht erreichen fönnte. Im Namen der Menschlichkeit, unter Berufung auf das feierliche Bersprechen beim Waffenstillstand fordern wir die Revision des Berfailler Diktats.( Lebhafter Beifall.) Mögen die Arbeiter im Aus lande daran denken, wie unfozial früher schon die Industriearbeit non einigen Laufend Strafgefangenen gewirkt hat, und mögen fie bebenten, welche Folgen es haben muß, wenn ein Sechzigmillionen pol zur furchtbarsten Buchthausarbeit verurteilt ist: Das muß den materiellen Stand und die Kultur von ganz Europa, vernichten. mögen insbesondere diejenigen Nationen, die sich als die Erben der antifen Kultur fühlen, eingedent fein, de die antife Kultur unter gegangen ist, weil sie nur eine Herrenkultur mar. Die Eflaven von heute haben gelernt, fich zu zählen, Hütet Euch, daß es nicht zu Sklavenaufständen fommt, die weit blutiger fein und meit mehr Opfer foften würden als im Altertuni!( Anhaltender stürmischer Beifall und Händellatschen.) Ueber die In einem furzen eindringlichen Schlußwort wendet sich Bor sitzender Wiffell noch einmal gegen die Lüge von der Alleinschuld Deutschlands oder gar des deutschen Bottes am Kriege. Er schildert das furchtbare Elend der Gegenwart, das bereits an den Kohl rübenwinter im Kriege erinnert, und hebt hervor, daß alle Sant tionen und dergleichen Deutschlands Wirtschaftskraft und Möglich feit zum Wiederaufbau weiter herabgedrückt haben und daß alle Blage und Not des deutschen Arbeitsvolles nicht zum Nutzen der gung der ausländischen Arbeiterschaft beitrage. Wissell schließt: Welt, sondern dank der Versailler Politik nur wieder zur Schädi Wir grüßen die Deutschen, die zum Hohn auf das Selbstbestim. mungsrechts von uns losgeriffen und ferngehalten sind, wir grüßen die Brüder am Rhein, die jetzt in neuer Sorge leben, und wir grüßen die Männer und Frauen, die jetzt im Haag versammelt find, um für die Völkerversöhnung zu arbeiten." Darauf wird folgende " angenommen: Entschließung Die am 11. Dezember 1922 im Deutschen Reichstagsgebäude verfammelten Vertreter der gesammten deutschen Gewerkschaften erflären einmütig, daß sie den tiefsten Grund des immer mehr um sich greifenden deutschen Elends in dem auf der Alleinschuld Deutschlands im Weltfriege aufgebauten Versailler Diftate erbliden. Sie rufen das ganze deutsche Volf zum einmütigen Profeft gegen diefes Diffaf auf und sie werden nicht ablassen, der ganzen Welt gegenüber immer wieder das Recht das deutschen Boltes auf ein menfchenwürdiges Dasein zu vertreten. Sie fordern, daß der Vertrag von Versailles mit seinen unerfüll baren Forderungen und feinen die Existenz des ganzen deutschen Voltes bedrohenden Caffen einer Revision unter ogen wird, durch die Deutschland die Lebensmöglichkeiten wiedergegeben werden. Insbesondere verlangen fie eine Berminderung der Reparationslaften auf ein erträgliches Maß, wie sie sich andererseits nach wie vor bereit erflären, am Wiederaufbau Europas nad Kräften mitzuwirken. Sie wenden sich mit Entschiedenheit gegen die unhaltbare Lage von der deutschen Urheberschaft am Kriege und erwarten, daß die Geheimarchive aller am Kriege beteiligt gewefenen Staaten ebenso der Welt geöffnet werden, wie die Aften des deutschen Auswärtigen Amtes. Wirkungen des Friedensbiffates auf die Sozialpolifit sprach Schneider vom Deutschen Gewerkschaftsring. Er schilderte den drohenden Zusammenbruch der schwer erfämpften Sozialfürsorge und sprach auch von der Gefährdung des Achtstundentages. Auch Von der deutschen Regierung erwarten die Gewerkschaften, daß om fozialpolitischen Standpunkt muß im Interesse der ganzen Welt sie im Interesse des Bolles ihre Politik ganz in der vorgezeichneten die Revision der Friedensbestimmungen gefordert werden. Die Wirkungen auf die wissenschaftlichen, fulturellen und Wohlfahrtseinrichtungen Deutschlands Richtung orientiert. Den Bollegenoffen im befehlen Rhein- und abgeschnürten Saargebiet, die unter fremder Bedrückung schmachten, geben die gesamten deutschen Gewerkschaften die Bersicherung unverbrüchlicher Elebe und Treue ab. Der Antrag der preußischen Regierung, einen Teil des Umlage behandelte Baltrusch vom Deutschen Gewerkschaftsbund. Seine Auf. Umlage- zählung der fürchterlichen Schädigungen, die die Versailler Be preises mit Chilefalpeter zu bezahlen, um so die Produktion( timmungen der deutschen Wissenschaft, der Volksgesundheit, der schaften noch folgende Verbände: Allgemeiner Deutscher BeamtenHinter der Entschließung stehen außer den vier Spizengewert zu steigern und gleichzeitig den Umlagepreis mehr der Gelbent Rranten- und Wöchnerinnenpflege, der Lehre und Forschung schlagen, bund, Deutscher Beamtenbund, Reichsdeutscher Beamtenring, Reichs wertung anzupassen, wurde im Reichsrat abgelehnt. Die Länder war ergreifend und erbitternd. Mit vollem Recht hob er hervor, vereinigung ehemaliger Kriegsgefangener, Bund erblindeter Krieger, baben damit dokumentiert, daß sie eine Förderung der Landwirt daß die ganze Welt darunter leiden müsse, wenn die deutsche In Deutscher Offiziersbund, Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegs schaft durch Zuweifung von Stidstoffoünger für überflüffig duftrie mit der Zeit durch den Ruin unserer Hochschulen um ihre teilnehmer und-hinterbliebenen, Reichsverband deutscher Kriegswissenschaftliche Führung gebracht werde, wie auch die ganze Welt zu den Leibtragenden gehören werde, wenn die Not der deut, beschädigter und Hinterbliebener, Zentralverband deutscher KriegsTeuerungsverhandlungen mit den Beamten. hen Wissenschaft noch tiefer greifen sollte. Werden doch beschädigter und Hinterbliebener. Jm Reichswirtschaftsministerium haben gestern die Berhand- das Beste sei. Schließlich habe er aber versucht, auch hier die Dinge Lungen mit den Spigenorganisationen der Beamten und zu meistern. Weil die Schwierigteiten größer waren, habe es ba Staatsarbeiter über die Erhöhung der Teuerungszuschläge länger gedauert. Die Borgänge in der Marineschule bedauerte auch begonnen. Zu einem Abschluß ist es bei den Berhandlungen noch er. Es fei bort sicher nicht so, wie es fein folle und wie er es haben hänger Ehrhardts aus München über Salzburg und nicht gekommen. Es wurde vereinbart, daß die Zuschläge mit rück- molle. Gr hoffe aber, daß die in nächster Zeit bevorstehende Wien nach Budapest geflüchtet sind. Die österreichische Paßa wirkender Straft ab 1. Dezember gewährt werden und daß diefe morganisation Abhilfe bringt und eine gefunde staatsbürger- ftelle in Salzburg wurde angewiesen, bei der Revision alle Ins liche Erziehung auch in der Marine ermöglicht. Den vorgekommenen Erhöhungen noch vor dem 1. Januar zur Auszahlung ge- Berfehlungen gegenüber fet er mit Bestrafungen entgegengetreten. dividuen, die ungenügende Baßvisa haben, aufzuhalten. langen follen. Ueber den Satz der Erhöhungen felbft ist noch keine Bon ben ehemaligen Decoffizieren feien von 37 nicht weniger als Die Angaben der Wiener Blätter sind zwar noch nicht be Einigung erzielt worden. Bekanntlich beanspruchen die Bertreter 30, von den Ingenieuren von 24 insgesamt 22 und bei den Offiziers- tätigt, do find sie durchaus glaubhaft. Man sollte auch die Be Der Spigenorganisationen eine solche von 100 Prcz. anwärtern von 50 fogar 45 Offizier geworden und durch die Marine- günstiger des Hochverräters in Haft genommen haben, um reinen Schule gegangen. Tisch zu machen. Marine und Republik. Besprechung im Untersuchungsausschuß des Reichstage. Am Montag vormittag beschäftigte sich der Untersuchungsaus chuß des Reichstags zunächst furz mit dem Fall Paderborn. Es wurde beschlossen, den verantwortlichen Behrfreistommandeur General v. Loßberg wegen Entlassung von Mannschaften aus den Reichswehr- Infanterie- Regiment Nr. 18 zu vernehmen. Im Laufe der stundenlangen Aussprache äußern sich die Abag. Mareszty( D. Vp.), Erfing( 3.). D. Gallwig( Dnat.) und Beterſen ( Dem.) von den Ausführungen des Ministers befriedigt, während die Abgg. Künstler( Soz.) und Thomas( Komm.) große Bedenken erhoben. Da während der Situng eine Reihe neuer Einzelfälle aus Mür wit eingegangen find, auf deren Nachprüfung Bert gelegt wird, wird der Ausschuß erst in der nächsten Sigung in dieser Frage zum Abfchluß fommen fönnen. Schönaich vernommen werden. Auch soil der Generalmajor a. D. von Der Hausschatz der Hohenzollern. Ehrhardts Anhänger auf der Flucht. Die Dena meldet aus Wiener Blättern, daß zahlreiche An Verfahren gegen Roßbach? Gegen den bekannten Freiforpsführer Oberleutnant Noßbad, von dem in der legten Zeit wieder biel die Rede ist, wird vom Staatsgerichtshof voraussichtlich fahren wegen Geheimbündelei und Waffenverheimlichung er ein Ermittlungsber öffnet werden, gleichzeitig auch gegen den Major, v. Massow Hauptmann 23 eber, Staufmann Kupfer aus Hamburg und die Herren Köpfe, Fride und Saisen. Die Untersuchung wird Untersuchungsrichter Dr. Richter führen. Verteidiger Roßbachs ist Rechtsanwalt B. Bloch- Berlin. Der Arbeitsplan des Landtags. Dann wandte sich der Ausschuß dem Bericht des Abg. Hünlich ( Soz.) über die Verhältnisse in ber Marinefqule Murwit au. Aus diesem Bericht ergibt sich, daß die Marineschule offenbar fehr großen Wert auf Aeußerlichkeiten legt und die heranzubildenden Seeoffiziere in einem Geifte beeinflußt werden, der ernſteftes Mißtrauen verbient. Auch erfahren die aus dem Mannschaftsstande Der preußische Etat für 1923 wird, wie verlautet, eine Fordé. tommenden Schüler eine Behandlung, die bedenklich ist. Schließlich rung in Höhe von 300 Millionen Mart als Zuschuß zu hat der Flensburger Prozeß auch ergeben, daß in der Marinefchule den Stoften des Beschlagnahmten Hohenzollernicien Gigentums ent Der Welteftentat des Breußischen Landtages hielt wiederholt staatsfeindliche Lieder gesungen worden halten, insbesondere zu den Kosten der Unterhaltung der Montag eine Eißung über die Geschäftslage ab. Bezüglich der sind. Die Feiern in den Tagen des Rathenau- Mordes waren eben Ioffer und Parks. In Wahrheit wird man mit dieser Beratung der Verwaltungsreform machte er sich dahin falls eine grobe Tattlosigkeit; wenn sich ergeben hat, daß fie Summe nicht entfernt auskommen, der erforderliche Zuschuß wird schlüssig, den Minister zu bitten, die Entwürfe zur Verwaltungsnicht, wie zuerst behauptet wurde, wegen Ermordung Rathenaus in die Milliarden jetzigen Geldes geken. abgehalten wurden. Danach fann man sich reform erst nach den Weihnachtsferien im Landtag einzu Der Reichswehrminifter Dr. Geßler entgegnete, daß er in der ungefähr vorstellen, was für ein Geschäft der preußische Staat vertagen. Für heute ist die zweite Lesung des Grundsteuergesetzes bringen. Am Mittwoch will sich das Haus bis zum 10. Januar Marine vor viel schwierigeren Berhältnissen gestanden habe als beim machen würde, wenn er in einen Vergleich willigte, der den Hohen- in Aussicht genommen. Heere. Durch die frühere Uebernahme der Freiforps habe er vor zollernt alles werbende Eigentum überließe, insbesondere die großen dieses Gejeges auf die Tagesordnung gesezt werden und außerdem Am 11. Januar soll die dritte Lesung fertigen Tatfachen gestanden. Er habe sich die erste Zeit manchinal Landgüter, Forsten und städtischen Häuser, dem Staate hingegen die erfte Beratung der neuen Entwürfe aur Städte und Landüberlegt, ob nicht ein polttommener Abbau der Marine allen fressenden Besitz aufhalfte. gemeindeordnung. Gewerkschaftsbewegung bemgegenüber feftauftellen, baß burch die großzügig angelegten Betteleien der Blindenorganisationen die Gesamtheit der Blinden moralisch start herabgedrüdt wird. Gemeindes und Staatsarbeiter! Die Ortsverwaltung der Berliner Filiale ersucht ihre Mit glieder um Hilfe für die arbeitslosen Kollegen. Die Zahl der arbeitslosen Mitglieder ist in den letzten Tagen Diefe Ausführungen stüßen sich auf Erfahrungen, die jeder Blüten im Anilinstreik in Ludwigshafen a. Rh. Blinde, der die Tätigkeit der Blindenorganisationen eingehend ver plöglich von weniger als 100 auf über 1000 gestiegen! ArbeitsBekanntlich ist der Streit unter Bruch der Verbands- folgte, selbst hat machen können. Für die in den freien Gewerk- losigkeit in der Zeit der Teuerung bedeutet Hunger und Not. lazungen der Organisationen, ohne Befragung und Hinzu- haften organisierten Blinden ist es aber geradezu ein Wider- Die gezahlten Unterstüßungen reichen nicht aus. Die erweiterte ziehung der Gewerkschaftsvertreter unternommen worden, gegen spruch, wenn sie auf der einen Seite Hand in Hand mit ihren Verwaltung hat deshalb beschlossen, den Arbeitslosen zum BeihDie Organisation. Die Gewertschaften sollen jedoch zahlen. fehenden Kollegen ihre berechtigten Lobnforderungen fämpfend nachtsfest einen größeren Betrag auszuzahlen. In Rücksicht auf die weiter beschlossen, Das verbieten sowohl die Berbandsfagungen wie auch die neuen burchiezen und auf der anderen Seite sich Blindenvereinen und Rassenverhältnisse der Organisation wurde Richtlinien des DGB. Deshalb wird den Gewerkschaftsführern-verbänden angeschlossen haben, deren Dasein nur von dem guten Sammlungen zum Zweck der Weihnachts unterstüßung Willen der begüterten Klaffe abhängt. Besonders wünschenswert vorzunehmen. Die Sammellisten müssen bis zum 20. Dezember wie der kommunistische Berichterstatter der' ,, Roten Fahne" meldet in den Entschließungen gemeiner Berrat vorgeworfen und wäre es dagegen, wenn sich unsere Leidensgefährten dem Zentral 1922 im Ortsbureau, Zimmer 15 oder bei den Kassen ihnen die Berachtung der Streifenden ausgesprochen. verbande der Invaliden Deutschlands anschließen wollten, weil boten abgerechnet werden. Die gesamte Kollegenschaft wird Möglich, daß solche Komplimente in der Provinz noch verfangen. hier die Möglichkeit gegeben ist, im Vereine mit der gefunden ersucht, sich an den Sammlungen rege zu beteiligen. Wer schnell Hier in Berlin sind wir damit derart überhäuft worden, daß fie Arbeiterschaft das für alle körperlich Leidenden zu erreichen, was gibt, gibt doppelt. absolut wirkungslos geworden sind. Wissen wir doch, aus welcher von einer Sondergruppe nie erreicht werden kann. Quelle das tommt. Die Gewerkschaftsvertreter haben mit der Direktion der Badifchen Anilin- und Sodafabrik verhandelt, um den übers Knie gebrochenen Streit, der sich um teinerlei wirtschaftliche Forderungen drehte, sondern lediglich um drei Delegierte zu dem kommunistischen Betriebsrätefongreß, zu einem guten Ende zu führen. Daraufhin wird von den Funktionären des wilden Streits beschlossen: ,, Die Verhandlungen der Ge wertschaftsführer mit den Industriellen waren ohne Auftrag der Streitleitung(!) geführt, wozu die Gewerkschaftsführer feinerlei Berechtigung haben. Alle Abmachungen und Entscheidungen dieser Verhandlungen erklären die Streifenden( d. h. das autonome Streits fomitee) für null und nichtig und erkennen sie in feiner Weise an. Berhandlungen über den Streit fönnen nur unter Hinzuziehung oder unter Zustimmung der Streifleitung geführt werden." Wäre es den Bemühungen der Gewerkschaftsführer gelungen, eine zufriedenstellende Beilegung des Konflifts zu erreichen, bann spielte diese Entschuldigung" natürlich feine Rolle mehr. Doch erfieht man aus diesem Beispiel, wie gegen die Gewerkschaften gearbeitet wird. Die ,, Rote Fahne" berichtet weiter, daß am Sonnabend die Vertreter der Hauptvorstände des Fabritarbeiter- und des Metallarbeiterverbandes beschlossen hätten, ihren Mitgliedern Arbeitsgemeinschaft der im Zentralverband der Invaliden Deutichlands organisierten Blinden. Frizz Küster, Vorfigender, Leipzig, Sebastian- Bach- Str. 35. Unfere werten Inferenten machen wir darauf aufmerkfam, daß die jeweiligen Anzeigenpreife regelmäßig am Kopf des Vorwärts" angezeigt find Befondere Benachrichtigung bei Preisänderungen erfolgt nicht VORWÄRTS- VERLAG G.m.b. H. Einheitsfront der Angestellten. Lohnverhandlungen in der Herrenmaßbranche. Das Ergebnis der zentralen Lohnterhandlungen in Stuttgart ist für Berlin folgendes: Bom 3. bis 9. Dezember pro Stunde 250 M. 10. 30. 19 31. Dez. bis 13. Jan. 280" 310 Die Staffelung der Löhne, der Qualitäts- und Heimarbeiter. Buichlag bleiben wie bisher. Dieses Ergebnis unterliegt der Urabstimmung. Die Herrenmaßschneider Berlins( Deutscher Bekleidungsarbeiterverband) nahmen am Donnerstag, 6% 11hr, im Gewerkschaftsbaus, dazu Stellung. Die Funktionäre treffen sich dort um 5% Uhr. Amerikanische Ingenieure für den Achtstundentag. Die Koften Der Verband amerikanischer Ingenieure veröffentlichte vor furzem einen Bericht über den Achtstundentag. Die Schlußfolgerung des Berichtes ist, daß in der Stahlindustrie eine achtstündige Tagesarbeit vollkommen genügen wird. Die Profite türden sich durch Arbeitslofenunterstügung zu zahlen. Das Elend, das lofe Lage nicht zulegt ihrer gelvertschaftlichen Zersplitterung. Bei im Bericht. Die Rechtsanwaltsangestellten verdanken ihre bisherige troft die Einführung des Achtstundentages nicht vermindern, so heißt es Die Mehrzahl der Direktoren und Angestellten, mit mit diesem verbrecherischerweise angezettelten Streit über zehne vielen von ihnen hat die Erkenntnis schwer Eingang gefunden, denen das Problem erörtert wurde, find der Meinung, daß die tausende Familien heraufbeschworen wurde, ist inzwischen so groß ge- daß eine Arbeitnehmergruppe sich nur dann behaupten kann, wenn Industrie von einem Verzicht auf zehnstündige Arbeit einen größeren woren, daß die bornierten, perfnöcherten Bureau traten, die heute noch feinen Streit anerkennen", ihren mit fie ihren Arbeitgebern eine starke und geschlossene Organisation Vorteil bätte, als wenn sie die Löhne erhöhen würde. gliedern helfen müssen. Bahlten sie feinerlei Unterstüßung, würde gegenüberzustellen vermag. Diese Erkenntnis hat sich aber nun der Arbeit vertreten bei der Roheisenerzeugung 4,8 bis 8 Proz. Wenn die zehnstündige Arbeit mit die Hege gegen die Gewerkschaften in noch größerem Maßstabe be- doch Bahn gebrochen. Die Verschmelzung des Verbandes der fämtlicher Produktionskosten. Diese Era soweit das noch möglich ist. Da sie jedoch ohne Rücksicht Rechtsanwalts- und Notariatsangestellten( Siz Leipzig) mit dem gleichbleibenden Löhnen durch eine achtständige ersetzt würde, würden Am fich die Produktionstoften um 3 bis 15 Proz. erhöhen. auf die Verbandsfagungen die nun einmal gebrochen sind, mit 8entralberband der Angestellten steht bebor. Geldmitteln eingreifen was ihnen„ bie Funt: 17. Dezember findet der außerordentliche Verbandstag des Leipziger höhung ist jedoch nicht beträchtlich. Andere Umstände, wie die Ertionäre noch nicht verboten haben, wird dieses Einlenten Verbandes statt, der die im ganzen Reich mit Freuden begrüßte sparnisse bei der Materialbeschaffung, die Unterschiede der Leistungen der Zentralvorstände als ein nicht zu unterschäßender Er. Einigung bringen foll. Mit dieser Verschmelzung ist dann die des technischen Personals und der Direttoren oder durch den WettDie Einführung folg der Drahtzieher ausgegeben; es ist der Schiffbruch der Ge- gewertfchaftliche Einheitsfront der Anwaltsbewerb berurfachten Steigerungen der allgemeinen Unkosten bilden Es dürfte dann wohl feinen ein- biel wesentlichere Posten in der Kostenrechnung. werffchaftsdiftatur". Aber, fagen die Moskauer Diftaturanbeter, angestellten bergestellt. des Achtstundentages muß jedoch, um den Produktionsausfall aus. „ ben Gewerkschaftsführern müssen auch die leßten bureau. fchtigen Anwaltsangestellten mehr geben, der sich seiner Pflicht zur zugleichen, durch die Vervollkommnung der Werkzeuge und Einführung fratischen intelzüge vereitelt werden, mächtiger als bisher freigewerkschaftlichen Organisation entsteht. neuer Produktionsmethoden unterstigt werden. muß fich überall der Ruf erheben: Bolle rückhaltlose Unterstügung ber Streifenden!" trieben Diefe Proben zeigen, daß der Ludwigshafener Streit, deffen weitere Ausdehnung als Generalstreit eifrig betrieben wurde, recht lehrreich ist. Die Gewerkschaften werden aus diefen Lehren die Nuganwendung ziehen müffen. So geht es wirklich nicht mehr. Die Organisationen der Blinden. Die Tatsache, daß es der Arbeiterschaft nur mit Hilfe ihrer gewertschaftlichen und volitischen Organisationen möglich war, foziale und wirtschaftliche Forderungen durchzusehen, hat auch bei ben Blinden die Hoffnung erweckt, durch Zusammenschluß ähnliche Resultate zu erreichen. So entstanden im Laufe der Jahre viele Blindenvereine, mehrere Provinzial und Kleinstaatenver bände und endlich der Reichsdeutiche Blinden- Verband. Die Zeit hat jedo gelehrt, daß alle diese Organisationen nichts erreichen lönnen, was für die Gesamtheit der Blinden von ausschlaggebender Bebeutung fein fann. Die Gründe liegen flar: 1. Die Organisationen der Blinden können nicht die Mittel in die Wagschale werfen, die den Eehenden zu Gebote stehen, d. h., fie fönnen weder wirtschaftlich durch Verweigerung ihrer Arbeitsfraft, noch politisch durch ihre Maffe eineu Drud ausüben. Neuwahlen im Buchbinder- Verband. Die Berliner Ortsverwaltung der Buchbinder galt feit jeber als eine der Hochburgen der Kommunisten. Tatsache ist jedoch, daß die Kommunisten seit langem nicht mehr die Führung in der Drtsverwaltung haben. Wenn es möglich ist, daß die Kommunisten noch gelegentliche Zufalls mehrbeiten für sich buchen können, fo liegt das in der Hauptsache an unseren Anhängern, die oft nach mehrstündiger Tagung sich aus den Versammlungen entfernen und ben Kommunisten das Feld überlassen. So war es auch in der borlegten Generalversammlung bei der Wahl der Anstellungsprüfungsfommiffion. Es muß daber in Zufunft allen Delegierten zur Pflicht gemacht werden, bis zum Schluß auszubarren, da die Abstimmungen gewöhnlich erit aulegt vorgenommen werden. Nach den Beschlüssen des letzten Verbandstages werden auf Antrag der Generalversammlung die Angestellten nach jedem Ver. bandetag, das ist alle drei Jabre, neugewählt. Mit dem Inkrafttreten des neuen Statuts findet laut Beschluß der Generalversamm lung die Neuwahl der Angestellten am 16. d. M. steht. Es steht au erwarten, daß die Kommunisten alles daran segen werden, um nach mancher Echlappe, die sie fich in letzter Zeit geholt haben, wieder einmal einen Sieg in die Welt posaunen zu fönnen. Hat doch die kommunistische Bartei einen ihrer Barteiagitatoren als Kandidaten zur Verfügung gestellt. Daß es den Kommunisten bei ber Neuwahl nur um die Stärkung ihres Parteieinflusses geht. beweift, daß fie ohne Rücksicht auf die Befähigung für alle Stellen 3. Die Organisationen der Blinden können die Geldmittel, die Gegentandidaten aufgeftellt baben. Selbst für den Bosten fie zur Erreichung ihrer Ziele brauchen, nicht durch die finanzielle des Raffierers, gegen deffen Tätigkeit nichts einzuwenden war und Sraft ihrer Mitglieder aufbringen. Sie find vielmehr auf bie ber infolge der öfteren Beitragserhöhungen besondere Sachtenntnis Unterstügung durch Gönner, d. 5. der befizenden Klaffe, angewiefen. erfordert, ftellen die Kommunisten einen Kandidaten auf, der wohl Die Blindenorganisationen waren infolgedessen gezwungen, fich ein guter Parteimann sein mag, sonst aber mit Kaffengeschäften giele zu fteden, die der Auffaffung ihrer Förderer entsprachen. So bisher nichts au tun batte. Es gilt darum, unfere Anhänger über wurden Erholungsbeime, Wanderausstellungen von Arbeiten Blinder die Bedeutung der fommenden Wahl aufzuklären. Dies foll ge und bergleichen geichaffen, Einrichtungen, die nur Einzelnen oder ichehen in einer Mitgliederversammlung der VSPD.- Anhänger am Hleinen Gruppen Blinder vorübergehend geringe Vorteile brachten. Donnerstag, nachm. 4, Uhr, in der Schulaula, Stallschreiber Wenn aber die Blinden den bitteren Geschmad von Wohltätigkeit, ftrage 54, 4. Eing. Mitgliedsbuch und Parteiausweis legitimiert. der all diefen Dingen anbaftet, nicht empfinden, so fommt das ba. Sympathifierende tönnen eingeführt werden. her, daß fie au ohltätigteits objetten erzogen wurden. Wenn man oft mit Zufriedenheit betont, die Zeit sei vorbei, wo Zur Weihnachtsausstellung der Gewerkschaften im Gewerkschafts. die Blinden als Bettler an den Straßeneden figen mußten. so isti baus ist am Eingang das Verbandsbud borzuzeigen. 2. Die Blinden bilden nur eine Gruppe der förperlich Leidenden. Als folche fehlt ihnen aber jede logische Rechtfertigung, Forderungen für die Blinden allein zu erheben, die eigentlich alle mit förperlichen Gebrechen Behafteten stellen müßten. Achtung! Metellarbeiter des 5. unb 7. Bezirks( Süben). Betriebs, rate, Bertrauensleute und Delegierte zur Generalversammlung, Nichtung Amsterdam, treffen sich zu einer wichtigen Besprechung Donners tag 4% Uhr.- 5. Bezirt im Reichenberger Hof, Reichenberger Str. 147. 7. Bezirk bei Blenkle, Boppstr. 1. Das Erscheinen aller Funktionäre ist bringend erforderlich. Jeber Betrieb muß bertreten fein. Parteiund Gewerkschaftsausweis legitimiert. Der Fraktionsvorstand. Musikinstrumentenarbeiter! Mittwoch Sof, 5 Uhr im Reichenberger treten fein muß. Bericht von der Lohnverhandlung. Die Branchenleitung. Reichenberger Str. 147, Funktionärbersammlung, in der feber Betrieb verAchtung, Tapezierer! Dienstag 7 Uhr in der Königsbant, Große Frankfurter Str. 117, Branchenverfammlung. Zentralverband der Schuhmacher. Mittwoch 5. Uhr Jugendbersammlung im Gewerffchaftshans, Saal 5, Engelüfer 24. Donnerstag 7 1hr Vers fammlung der Zaubstummen bei Baranowsti, Grüner Beg 9. Aus der Partei. of daar Dietz- Gesellschaft. Am 6. Dezember fand die fonftituierende Sigung der Diez- Gesellschaft statt. Es wurde beschlossen, daß die Genossen Kautsky, Adolf Braun und Jakubowicz den Geschäftsführenden Ausschuß bilden sollen. Entscheidungen über die Bublikationen der Gesellschaft bleiben dem Gesamtkuratorium vorbehalten. Eine prinzipielle Erörterung veranlaßte der Vorschlag, der Gesellschaft den Charakter einer Propagandagesellschaft zu geben, doch erklärte sich die Mehrheit des Kuratoriums dafür, die Aufgabe der Gesellschaft auf die Förderung von Publikationen zu beschränken, die für die Bertiefung wissenschaftlich- marristischer Forschung von besonderer Bedeutung sind und ohne das Eingreifen der Gesellschaft voraussichtlich nicht erscheinen fönnen. Es wurde beschloffen, ein Statut der Gesellschaft auszuarbeiten und ein Zirkular über ihre Aufgaben herauszubringen. Wetter bis Mittwoch mittag. Etwas milder, zeitweilig aufflarend, jedoch überwiegend bewölkt und etwas neblig mit geringen Schnee- und Regenfällen bei mäßigen nordwestlichen Binden. Berantwortlich für den redaft. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: h. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin, Lindenstr. 3 Sieran 1 Geilage. Argument Auserlesene Tabake des Orients Germania" Rinder Speisetalg Prima La peiselalg garantiert reine Ware La Klasse sorgfältige Mischung hochwertige Arbeit Allein diese Vorzüge begründen den hervorragenden Ruf der Suggeftion Manoli Zigaretten OSPFUND PRIMA SPEISETALG BEREINER DAMPETALGSCHMELZE Berlin Wilhelmsberg „ Dreistern" Kunstschmalz ( Kompound Lard) weißu.gelb Berliner Dampf- Talgschmelze vereinigter Großschlachter Pfortke, Hergt& C: G.m.b.lt. Berlin- Wilhelmsberg, Weißenseer Weg 42/43. Vertreter en allen Platzen gesucht. Altmetalle zahlt hohe Breife Brillanten Berlén, Edelmetall- Bruch tauft Senbelstraße 32 Oberberger Str. 1. A. Fuss, as Spittelm geöffn, 8-1 und 2-5% Uhr Nr. SSS ♦ ZH.�ahrgoug Heilage öes vorwärts Vieastag, 12. Vezembn1922 wie Max KSattte wurde. Nus dem ersten Verhandlungstag. Da, Landgericht III hatte gestern einen großen Tag. Alles, was einmal auf Klant« geschworen und womöglich noch auf ihn schwört, war herbeigeeilt. Die Vernehmung des Hauptangeklagten Klcmte zog sich bis In die Nachmittagsstunden hin. Alante, der einen ziemlich erschöpften Eindruck macht, saß entweder auf einem Stuhl vor dem Richtertisch oder stützt« sich, wenn er lebhafter sprach, auf einen Stoß ovn 25 Kasiabüchern, die auf dem Zeugentisch aufgestapelt lagen, und sprach lebhaft und mit den Gesten eines Volksredners. Er scheint sich, trotzdem er vor Gericht steht, recht bedeutend vorzukommen und schiebt den Zusammenbruch seines Wettkonzerns einzig auf das Em- greifen der Finanzämter. Auf Defraqen des Vorsitzenden, Landgerichtsdirektor Siegert, erzählt er zuerst weitschweifig über sein eigenes Unternehmen, dos er mit einem Betriebskapital von 6000 M. im April 1920 anfing. Er hatte langsam Verbindungen mit Trainern und Jockeis bekommen und erhielt Winke. So wurde ihm geraten, auf das Pferd Fe« zu setzen. Damit gewann er große Beträge und kmstte dann das Pferd selbst. Das war der Anfang seines Renn- ftalles. Dann hatte er«inen Glückstag. Er hatte auf alle Pferde des Stalles Lindenstedt gewettet, hotte aus allen drei Rennen hohe Gewinn« erzielt und tonnte auch ein Pferd kaufen. Der Vorsitzende fragt« nun: Wie kamen Sie nun auf den Gedanken, die G. m. b. ch. z u g r ü n d e n? Klonte: Der Gedanke einer G. m. b. S). tauchte im Gespräch mit Friebe aus. Hätte ich gewußt, was mit der G. m. b. H. verknüpft ist, dann wäre ich nie auf diesen(Bedank-n eingegangen. Ich hatte von der G. m. b. f). keine Ahnung. 1920 hatte ich 300 000 M. verdient und hätte es gor nicht nöttg gehabt. fremd« Gelder aufzunehmen. Ich gründete nun mit Friebe. der mir schon bisher geholfen hatte, die G. m. b. H. mit 500 000 M. Aktten- tapital. 125 000 M. wurden bar eingezahlt, davon sollte Friebe 10 000 M. zahlen, und ich gab noch meine drei Pferde hinein für 375 000 M. Das Kontor mit dem Scherenfernrohr. Dann berichtet Klante sehr eingehend darüber, wie er sich sein Bureau eingerichtet habe. Er hatte von dem Inhaber des Kabaretts Rheingold in der Großen Frankfurter Straße das Lokal für 140 000 M. gekaust und die Räum« für fein Bureau hergerichtet. Do» Bureau bestand aus einer juristischen sowie aus Sport-, Finanz-, Propaganda-, Buchhaltungs-, Kassen- und Vertteterabtei- lungen und einer Geheimabteilung. In der letzteren, von Klante selber geleitet, befand sich, wie der Angeklagte zugab, tatsächlich ein Scherenfernrohr, mit dem er sein Personal beobachtet«. Zuletzt hotte er 42 Angestellt« und 40 Vertreter; die letzteren erhielten 5 bis S Proz. Provision. Die Arbeit im Bureau sei eine so nroße gewesen, erklärte er, daß sein Bruder schon um 3 Uhr Kasten- lchluß machen mußte, und daß trotzdem bis spät w die Nacht hinein gearbeitet wurde. Auf den Einwurf des Vorsitzenden, daß demnach also auch in Bersin starte Einzahlungen geleistet worden seien, be- merkte Klante: Jawohl, gerade infolge der Zeitunqsangriffe, denn jeder wollte eben reich werden. A. B. hotte mein Der- treter in Dresden als Kunden ganze Logen Brauerei- direttoren, Stadträte und Landgerichtsräte, deren Namen ich nicht kenne, weil sie alle nicht genannt sein� wollten. Der Angeklagt« fährt dann in seiner Darstellung der Vorgänge fort und kommt auf die großen Konkurrenzunternehmen Köhn, Müller usw. zu sprechen: Ich war damals in Dresden und erlebte es selbst mit, daß im Laufe eine» Vormittags mehrere Millionen von Wettern ihr Geld abge- hoben hatten. Ich telephoniert« mit Berlin und erfuhr, daß aus Hamburg ein« gleiche Nachricht vorliege. Diese Wetterflucht gab ich natürlich nicht zu, denn wir hätten unter solchen Umständen über- Haupt kein Kapital mehr behalten. Da die K o n k u r r« n z t o n- zerne 100 Proz., wir aber nur noch 50 Proz. Divi- den de gaben, sagten wir ebenfall, 100 Proz. Dividende zu. im Vertrauen darauf, daß die Konkurrenz nichi lang« bestehen würde. Die 100 Proz. wurden rückwirkend am 1. Mai gezahlt. Das war unser großer Fehler. Als uns die Konkurrenz immer weiter überbot, gaben wir einen Prospekt heraus: Wer will, kann sein Geld abheben, wir geben aber nur die Zinsen, das Kapital bleibt stehen und muß ordnungsmäßig gekündigt werden. Die Vernehmung kommt dann auf die S t e u e r h i n t e r- Ziehungen. Klante hat sehr erregte Auseinandersetzungen mit den Finanzämtern gehabt, die damals 4 Millionen Mark von ihm haben wollten. Es wurden dann aber doch 12 Millionen Mark beschlagnahmt. Wenn ich schlau gewesen wäre, sagte Klante, hätte ich am 1. August Konkurs angemeldet, dann hätte man mir keinen Vorwurf machen können. Die Leute hätten mir aber die Bude eingeschlagen. Vors.: Das war also einer der Gründe des Zusammenbruchs.— Angell.: Das war der Hauptgrund. Das Geheimnis des.Systems klante". Nunmehr kommt die Verhandlung zu dem.berühmten" System Klantes. Vors.: Welches war denn Ihr System? Angekl.: Es gibt viele Systeme. Ich behaupte nicht, daß mein System allein gut ist. Es kann auch ein anderes System sich bewähren, wenn man ge- nügend Einsatztapital besitzt. Gewinnen kann man nur, wenn man ein bis zwei Pferde wettet, wenn man Klastenpferde wettet und Kapital hat, um eine Staffel durchzuhalten. Mein französisches System, bei dem ich keine Verbindungen hatte, war nur aus die Form der Pferde ausgebaut, die Gewichterlaubnis, den Jockei und anderes, das alles muß man beachten. Ein totes, sogenanntes starres System ist es, wenn man sich versteift auf die Tips der Zeitungen oder darauf, daß der Reiter gut ist und nun all« diese Pferde ttppt. Es gibt gute Reiter in Deutschland und auch in Frankreich. welche zwanzigmal hintereinander„ferner" gehen. Mein 11. Dezember. Als wir Sonntag morgen aufgestanden waren, hat es tüchtig geschneit. Von unserer drei Treppen hochgelengen Wohnung sieht es wunderschön aus. Wenn nur nicht diese Kälte wäre. Wir leiden darunter ganz besonders, weil über uns die Waschküche und der Trockenboden liegt. Zu Mittag gab es gestern für uns fünf ein Pfund Rindfleisch zu 595 M.. 5 Pfd. Kartoffeln, dazu Fett und Feuerung, so daß das ganze Esten etwa 800 M. kam. Ins- gesamt habe ich am Sonntag ausgegeben: '/, Liter Milch..... 90,— M. 1 Pfund Rindfleisch... 595,—. 2. Salz..... 124,—. 1, Margarine... 1000,—, 2. Aepfel.... 50,—, zusammen 1 85«.— M. Die Kinder gingen nach dem Esten ins Jugendheim und ver- trieben sich dort die Zeit auf ihre Art. Mein Marin und ich wären gern in» Theater gegangen, wir rechneten und rechneten, aber es ließ sich nicht machen. Früher waren wir Mitglieder der Volks- bühn«, mußten dann aber, wie so. vieles, auch dieses aufgeben. Am Montag hott« ich mir viel vorgenommen. Weihnachten rückt näher, es gibt jetzt viel zu tun. Ich muß mit dem Reinemachen ansangen. Schah«, daß der Tag so kurz ist. Als ich heute mit meinem Kleinsten einholen ging, war der Junge gar nicht fortzu- kriegen von den Scbaufenstern. Pfefferkuchen und Weihnacht?- männer und was sonst noch alles sind ja wieder genug da. Ich weiß nur nicht, wo die Leute das Geld zum Kaufen hernehmen. Da hört man nun:.Mutter, kauf mir dies und, Mutter, kauf mir das." Gar zu gern hätte ich ihm etwas gekauft. Ich nahm also meinen Jungen bei der Hand, ging weiter und verttö stete ihn auf Weil)- nachten, und nun kann er's kaum noch erwarten. Dabei muß ich aber an die anderen beiden Jungen auch noch denken. Am Montag habe ich ausgegeben: «/« Liter Milch..... 142,60 M. 1 Brot........ 238,—, 1 Paket Streickchölzer.. 120,—, 5 Pfund Sepfel..... 125.—. zusammen 673,50 M. Zum Mittagbrot gab es heute Quetschkartoffeln, dazu eine Hafermehlsuppe. Das ganz« Estm hat etwa 300 M. gekostet. deutsches System beruhte auf Verbindungen und auf dem Höchstgewicht. Das kann ich ja fetzt ruhig öffentlich erklären. Wenn man sagt, die Klassepferde bringen kein Geld, so ist das ein Irrtum. Ich habe in Magdeburg auf„König Midas" hun- dert für zehn erhalten. Ich halte 100 000 M. darauf, also eine M i l l i o n g e w o n n« n. Es ist unwahr, daß ich unlautere Machi- Nationen mit Jockeis und Trainern gemacht habe. Das Hobe ich nicht nötig gehabt. Auf Wunsch des Gerichts erklärte dann der Angeklagte den Rickstern eingehend die Errechnuna der Toto-Ouote und die Bedeutung des sogenannten„Spitzen- geldes", doch gehen allen Ausführungen, die der Angeklagte über fein„System" macht, lange Unterhaltungen zwischen dem Vorsitzen- den und Klont« voraus, da Klante immer sehr geheimnisvoll tut und sich lange zureden läßt, ehe er mit seiner„Wistenschaft" her- ausrückt. Aus seiner Darstellung ist soviel zu entnehmen, daß er sich nach den Wettberichten ein Pferd heraussuchte, das in dem be- treffenden Rennen Zweiter geworden ist, und daß er dieses Pferd in späteren Rennen wettet. Das Pferd darf ober nur ein Gewicht haben, das von keinem der anderen Pferde erreicht wird. Auf dieses Pferd will er dann durch sämtliche Rennen, in denen es läuft, ltofselweise bis zum sechsten Rennen Wetten einzahlen. Klante be- hauptete zum Schluß, daß, wenn er dieses System 1921 bis zum Schluß hätte durchhalten können, fein Gewinn bei einem Einsatz von anfänglich 10 000 M. 32 Millionen be- tragen hätte. Vors.: Nun müssen wir doch olle reiche Leute werden, denn wir wissen doch fetzt, wie es zu machen ist. lGroße Heiterkeit.) Daraus wurde die Verhandlung aus heute Dienstag früh 914 Uhr vertagt._ Günstiges Ergebnis des JO-Miuk-TurifeS. Die mittlere tägliche Einnahme der Straßenbahn beim 30-Mark-Tarif betrug 26 Millionen Mark und stieg während de» Hochbahnerstreiks auf 81 Millionen. Durch die Erhöhung deS Fahr- Preises von 30 M. auf 50 M ist die mittlere tägliche Einnahme der Straßenbahn von 26 auf 38 Millionen Mark ge- st i e g e n; am letzten Sonnabend betrug sie sogar fast vierzig Millionen Mark. Der Verkehr, der in der ersten Zeit einer jeden Tariferhöhung nachläßt, ist jetzt wieder in steter sichtlich günstigerer Zunahme begriffen�_ tdi« HUfSaktion für de» Zo». Der BeichSpraRdenl hat im Inlcrcss« der guten Sache zugelaot. ausnahmsweise nicht nur dem kiinsllcrischcn, sondern auch dem gesellschaftlichen Teil der heute(Dienstag) 7'/, Uhr zu- gunltcn des Zoo im Marmorsaal stallsindenden ersten Veranstaltung (Konzert- und GescllschastSabend) beizuwohnen. Den von Ludwig Fulda gedichteten Prolog loricht an Stelle von Frau ScrvaeS, die im letzten klugen- blick absagte, Carl de Vogt.__ Groß- berliner Partei-Nachrichten der verelnigtea Sozialdemokratischen Partei. I.enbeiin._ 74. Abt. gehlendorf. HS Uhr im Kaiserhof, tzehlendorf-Mitt«, Potsdamer Straß«, Mitgliederversanimlung. Vortrag des Genossen Rechtsanwalts Dr. Levi-Franlfurt a. M.:„Deutschlands Not nnd die Aufgaben des Pai- letariats". Di« Genossen werden dringend ersucht, zu diesem Vortrag voll- zäblig zu erscheinen. SS. Ati. Reulilln. 7l4 Uhr FunMonZrsitznng Im Lehrerzimmer der Schule Marlen dorser Weg. 112. Abt. Rahnsdarf. 7 Uhr Barssandsfitzung im Rest. Sturm, Wilhelmshagen. Achtung. Inngsozialistea! Gruppe Lichtenberg: Heute abend'A Uhr beginnt di« Arbeitsgemeinschaft mit dem Genossen Fclgentreu über..Rechtsfragen'. Interessierte Mitglieder der Archeiterjugend und der Parteigenossen sind dazu eingeladen. Mitgliederversammlungen am Miliwoch. den 13. Dezember: 1. Abt. VA Uhr in der Schulaula Auguststr. SS. Thema:„Der Kampf um die wirtschaftlich« und politisch« Nlacht*. Referent Genosse Littke. Gngelufer 22, Bortrag des Genossen SchSnherr Uber„Die wirtschaftliche Log« und Weg« zur Besserung�..._ 4.«bt. 74 Uhr IM Slisabeth.Gartrn(Inh. Schul,).«Iisabethstr. w. Thema: „Napitalistische, oder soziolistisches Strofrechft. Referent Gen. Dr. Weinberg. ». Abt. VA Uhr in der Schulaula Schweb, er Str. ZZ3-2S4. Thema:„Di- weltliche Schule". Referent Genosse Pfarrer Blrier. 37Z Die Welk ohne Sünde. Der Roman einer Minute von Dicki Baum. Drinnen kochte Lärm und Dunst über vielen Menschen. 2Zas Anselmns sah, war wie«in Stück aus der vergangenen Welt herausgerissen und hierher geschleudert, in die Dunkel» heit. an den Rand des Moors. Er hörte die vergessenen Stimmen der verbotenen, vergessenen Ding«. Die Weiber stießen ihre kleinen gekitzelten Schreie hervor. Die Gläser klangen, flimmerten im elektrischen Licht, verbotene Getränke slossen über die Tisch«. Ein Orchestrwn tobt« rasend und un- beseelt seinen Maschinentanz hervor. Es gab auch schon De- trunken«, die heiser sangen und ihre Hände zwischen das Fleisch der Mädchen tauchten. Weiter sah Anselmus Fremde. Männer in den Modeanzügen d?r Nachbarländer. Hotelgäste, die Bern- ward aus der Stadt hergeschleppt hatte. Sie saßen da, als mären sie im Theater, mitleidig und verwundert lächelnd, daß S&«mSio. uns L°-°!»<'»»«'--i- zündete. Di« Mädchen sahen aus. wie d.e Blumen im Um- kreis des Bergwerks aussahen, bunt und denlwch welk. S,e lagerten überall auf den roten Samtdivans. die sich um die Wände zogen man sah ihr« langen schwarzen Se.denstrumpfe. Später wurde alles zum Gewog«. zur Wirrnis von Trun- kenheit und Körpern. Münzen. Ketten. Glasern, verging im Taumel, ertrank im Dunst. Als Anselm sich wiederfand auf den beschmutzten Samt- banten, kam schon ein wenig Moraengrau daher. Erwachend war es ihm noch,«ls krähten im Dorf die Hähne, als wiche etwas Süßes, ganz Lindes. Lergessene, von chm fort in Traumesferne. Da wurde er vollends wach, iah den ver- wüsteten Raum und spürte seinen dumpfen, großen Kopf. Die Kameraden tasteten sich in der Frühgrau« zusammen und tappten davon; ffm zog Lorenz hinter sich her. draußen fiel Regen und Regen au» den tiefen Wolken. Als Letzter kam der Halbe aus dem Haus, die Haare hingen ihm übel um das Gesicht, er war noch mcht nüchtern geworden. Anselm selbst ging wi« über ttmsend kleine Maulwursshügel. Langsam kroch das Luvt in den Tag. Der Prahm lag geleert und an einen kleinen Dampfer vertaut. Sie sprangen schweigsam und post� h��lrhn�n sich«m di« schwarzen Wände nnd trehen sich stromauf schleppen. Anselm ließ seine Hand ins Wasser hängen und gab sich dumpfen Gedanken hin. „Doch ein verteufelt geschickter Kerl, der Bern ward!" sagte nach einer Weile Lorenz. „Ja", erwiderte Anselm zögernd. „Immer voran. Versteht sein Geschäft zu machen. Da baut er nun seine kleinen Hotels überall hin, wo Mannsvolk zusammenkommt. Man schleppt ihm zu, was er will, und er ist noch der Wohltäter. Er macht es geschickt! Es war ja ein lustiger Abend, nicht? Woran denkst du?" Anselm gab keine Antwort; er schauerte leicht im warmen Regenrieseln, das Boot schaukelte sacht, die Ufer hobest sich aus den Nebeln und glitten immergleich daher. Anselmus sagte verloren:„Es ist genau wie damals, als ich zum ersten- mal von Mädels kam. Man träumt das später noch oft. Es ist nicht schön—" „Nun, das kennt jeder," sagt« Lorenz und spuckte ein wenig über Bord.„Warum lachst du?" fragte er nachher. Anselmus lächelt« sonderbar, es war sein neues Lächeln aus Bitterkeit und Weichheit. Später sagte er:„Wenn wir heim- kommen, hat Michael vielleicht das grüne Hau» aus Granit fertig..." „Und dann?" „Der Freude steht über dem Tor." „Was gibt es da. in dem grünen Haus?" „Ich weiß es nicht. Gärten, einen Saal, Bilder und Musik, und Frauen— sie werden dort tanzen, nur in Schleiern—" „Nun ja," sagte Lorenz nach einer Paus«.„Von Schleiern werden sie auch nicht anders. Immer dasselbe. Nein, weißt du— eigentlich ist alles wie es immer war. Man schindet sich in der Woche, und Sonntag geht man in solche Häuser, und Moniag tut einem der Kopf weh. Das war eigentlich immer so—" „Eigentlich." sagte Anselmus und brachte sein« nasse Hand an den heißen Kopf. Es war nun schon hell geworden, das Land schälte sich aus dem Regen und dampfte. Im Boot! schliefen sie. Lorenz legte die Hände über die Augen und be- sah die User.„Das sieht aus, wie mein Hosenboden: so ge- flickt." sagt« er. Und wirklich lagen lauter winzige Felder aneinander gestückeki mit Gelb und Braun und Grün und Flachsblau. Kleine Hütten wuchsen bi« an den Fluß heran. „Dein Land wird zu klein. Anselm," sagte er.„Wieviele Menschen haben wir? Und jeder soll sein Haus haben und fein Feld und sein eigenes Stück Erde? Schau das Gedränge an. Schau diese Fetzchen Erde, und da sollen sie noch dem Staat vom Ertrag abgeben? Paß ans, daß der Hosenboden nicht platzt!" Er lachte fein lautes gutmütiges Lachen in den Morgen. Aber Anselm gab keine Anwort mehr. Der Regen wurde schmutzig, der Nebel dunkelte. Umrisse stiegen schwarz hervor; das Werk tauchte auf mit seinen Gebäuden, Türmen. Hütten, Baracken und Schlackenhalden. Schweigend machten sie den Prahm fest, krochen die nasse Böschung hinauf und trabten heim, ihr Anfahrtzeug zu holen. Die Sirene begann schon zu heulen. Sie erreichten naß und voll Schweiß ihr Zimmer, das leer war. Lorenz stand verwundert einen Augenblick vor Francis' Bett und fragte Lust und Wände, wo, zum Donner- wetter, der kranke Bursche sei mit seinem Fieber. Im Lazarett, beschied er sich nachher selbst und trottete mit langen Schritten davon. Anselmus konnte die dumpse Bedrücktheit nicht los werden. Im Förderkorb flog lein Herz eine Uebelkeit umfing ihn und eine Angst. Die Fahrt bis zur Sohle ging end- los. Der Stollen war sehr schweigsam, sie wanderten mit langen Schritten bis an fein Ende und hängten die Gruben- lampen ins Gebälk. Da fanden sie Francis. Er lag ganz still im schlammigen Grund und lachte mit einem halben Mund, als sie ihn aufhoben. Die andere Gesichts- Hälfte war verzogen, wie im Schlag gelähmt. Die Schäd'eldecks war ihm eingeschagen. Aus den Haaren troff Schlamm und Blut in dunklem Rinnsaol. Sonderbar schien es. daß keine Augen sorgsam geschlossen waren. Anselmus schaute auf diese dünnen geschlosiensu Lider, da konnte er den Mörder sehen, wie er hingekniet war und dem Toten die Augen geschlossen hatte. Er"sah alles, den jahrealten, stummen Kampf in der Erda und den plötzlichen Ausbruch, der den Namenlos getrieben hatte, noch einmal seine Tat zu'tun. Lorenz lud sich den toten Knaben auf. pfiff mit der Trillerpseisc Kameraden zur Hilfe her; sie kamen schwarz und gebückt wie Schatten, zog?« wie Schatten wieder fort mit ihrer Last durch den dunklen Gong. Ihre nackten Sohlen verursachten kein Geräusch im Schlamm des Grundes. Anselmus blieb allein im Stollen zurück und suchte mit der Lampe alle Schatten und Winkel ab. (Fortsetzung folgt.', 7. 2bt. 7 Uhr in Röhlers Festfälen, Tiedstr. 24. Thema: Religion und CoziaHsmus". Referent Genoffe Pfarrer Piefchofsti. 8. t. 7% Uhr in der Schulaula Pallasstr. 15, Neuwahl des Vorstandes. 10. bt. Püntilich 7½ Uhr in der Gemeindeschule Alt- Moabit 23, Neuwahl des Abteilungsvorstandes. 11. 26. 7% Uhr im Botal Berger, Levegowftr. 21, Vortrag der Genoffin Toni Sender, M. b. R., über Bolitische und wirtschaftliche Reaktion, unter Berüchichtigung der Kämpfe um den Achtstundentag( Arbeitszeitgefeg)". Soumahl der Abteilungsleitung. 12. 51. 76 Uhr in der Gemeindeschule Rostoder Str. 32. Thema: ,, Mieter. ciend und Mieterschus". Referent Genoffe Albrecht. Lage". Referent Otto Meyer- Berlin, M. d. 2. politi". Referent Dr. Bohmann. torstandes. GL Arbeiter- Sport a Wandern im Winter. Schriftarten unterliegen feiner Vorschrift. 4. Es wird nur bie Beit gewertet. 5. Disqualifitation triff ein bei unfairer Behinderung anderer Läufer; bei Nicheinhaltung ber markierten Rennstrede. 6. Die Startnummern müssen sichtbar getragen werden. 8. Die brei Ersten in einem Lauf für Anfänger können nicht mehr in einem Anfängerlaufen ftarten. B. Wertungslaufen: a) männliche, b) weibliche Teilnehmer. Gefordert wird: Langlauf, Anstieg, Abfahrt, Wenden am Sang. Sprung zur Fahrt. 2. Es wird nicht die geit, sondern nur die Ausführung gewertet. 3. Diplome und Preise werden in feiner Form gegeben. Startgeld: Mitglieder der A.- W.- 3. 25 Mart, fonft 50 Mart für jeben Wettbewerb. Meldungen mit Startgeld bis 10. Januar an Franz Stirfch, Berlin SD. 16, Köpenider Str. 108. Lehrer und Arbeitersportler. Als vor drei Jahrzehnten das Fahrrad auftam, prophezeite man 13. 261.7% in den Arminius- Festfälen, Bremer Str. 73. Thema: Die innere dem Pferd und dem Fußgänger den Untergang. Mit dem Pferd 14. t. 7 Uhr in der Schulaule Demminer Str. 27. Thema: Die Not. hat es wohl seine Richtigkeit, mit dem Fußgänger aber hat die mendigkeit der Justizreform für die Arbeiterklasse". Referent Dr. S. Rofenfeld. Prophezeiung weit daneben gehauen. Was in einer Zeit der Auto15, Abt. 7½ Uhr in der Schulaula Bernauer Str. 89-90. Thema: Koalitions- mobile, D- 3üge, Bergbahnen, Fahr- und Autoräder niemand für 16, t. 7½ ligt in der Schulaula Wiesen-, Ede Grenzstraße. Tagesordnung: möglich gehalten, das hat sich mit einer geradezu ursprünglich anNeuwahl des Abteilungsleiters und der einzelnen Kommissionen. Bermutenden Kraft durchgesezt: das Fußwandern. Während aber der fchiedenes. Pünktliches Erscheinen Bflicht. 17. b. Bunlich 7 Uhr in der Schulaula Tegeler Str. 20. Thema: Die Tourist" alten Schlages mit einem spizbäbischen Lächeln fast immer Arife und die Aufgaben der Partei". Referent Genosse A. Stein. Fahnen- irgendein ihm fiebenswert erscheinendes Wirtshaus als Ziel hatte, Die Freie Lehretgewertschaft und die Funktionäre des Kartellübergabe burch den Genossen Pattloch. Mitwirtung des Meinedschen Männerchors. Die Aula wird um 17 Uhr geöffnet Beginn 7 Uhr. war es die Jugend und speziell die Arbeiterjugend, die ihr Wandern verbandes für Sport und Körperpflege fanden sich fürzlich in der 18. t. 7½ Uhr in der Schulaula Wiesen, Ede Pantstraße. Thema: Die im besten Sinne ziellos betrieb, ganz um des Wanderns willen. Sophienschule zu einer Borbesprechung zusammen. Genosse Dehlwirtschaftliche Lage und die Stabilisierung der Mart". Referent Genosse Nie zeigt sich der Vorteil unserer ernsten deutschen Fichten schläger eröffnete die Sigung und verwies auf die Notwendigkeit, Erwin Barth. 19. 6. 7% Uhr in der Aula der Grauen Schule, Gothenburger Straße. und Kiefernwälder, die uns mit ihrem Immergrün die freundliche mit den Lehrern gemeinsam ein Aktionsprogramm aufzustellen. An Jllusion einer frischen belebten Natur vortäuschen, mehr als in der der Diskussion beteiligten sich die Genossen Schöne, Zepmeisel, Kirsch, trübften, unfreundlichsten Zeit des Jahres. Ueben die Berge nicht Hübner, Koch, Barthelmann und Zobel. Die Redner waren einauch in dieser Jahreszeit ihren ewigen unnennbaren Zauber erregend stimmig der Meinung, es sei die höchste Zeit, daß die Arbeiterund versprechend aus? Und wer fennt das Meer, zur Herbst- und sportler und Turner mit den Lehrern zusammengehen. Winterwende, das ewiggroße Meer, das von Oft bis West hundert jugend in den Verbänden, insbesondere in den Turn- und SportEs ist Gefahr im Verzuge für die gesamte ArbeiterMeilen lang an einfame Ufer rollt? Wie tief fönnen, müssen da verbänden. Das Provinzialschulfollegium hat mit seiner Verfügung die Lungen almen! Kälte regt zur Bewegung an! In der Schwüle über die Entpolitisierung der Jugend den Anfang gedes Sommers ruht man. Jeft treiben die Beine sich selber vor- macht zur Unterdrückung der Propagierung des sozialistischen Ge wärts. Die Brust dehnt sich, die Sehnen und Gelente strecken sich, dantens unter der Jugend. Wir müssen Jchnell handeln, ehe die der Magen fann sich wohlig weiten. Das Blut füllt sich mit Eauer. neue Pflanze Wurzel schlagen kann. Zu diesem Zwede ist es notoff, dem einzigen und dabei besten Nährstoff, der fostenlos und wendig, noch einmal in fürzester Zeit eine gemeinsame Versammsteuerfrei zu haben ist. Warum also daheim bleiben? Nur feine lung der Funktionäre des Kartellverbandes für Sport und Körperpflege und der sozialistischen Lehrer einzuberufen. Die geplante 30. st. 7½ Uhr in ber Shufaula Pappelaffee 40-41. Thema:„ Mieterrecht". Flaufen! Ich kann nicht mehr gehen wegen meines Herzens, gemeinsame Sigung findet am Donnerstag, den 14. Dezember, Nur abends 7 Uhr, im Gesangsfaal des Sophieningeums, Weinmeister31. bt. 7½ Uhr in der Schulaula Schönfließer Str. 7. Thema: ,, Gegenwarts- wegen meiner Lunge, meiner Niere, meines Blinddarms!" aufgaben der Partei". Referent Genoffe Franken- Solingen, M. d. 2. erst einmal heraus aus dem Zimmer, hinaus ins Freie, um einmal straße 16, statt. 33. Abt. 7 Uhr in der Schule Hohenlohestraße. Thema: Die Stabilisierung das alltägliche Leben zu vergessen, um ein anderer Mensch zu der Mart". Referent Genosse Dr. Mierendorf. Wahl des Abteilungsvor standes. misen einlaben. 20. Abt. 7 Uhr in der Schulaula Chriftianiaftr. 36-39. Wahl des Abteilungs21. Abt. 7½ Uhr Sahlabend in den bekannten Lokalen. Die Bezirksführer 22. 25. Büntlich 7 Uhr in der Schulaula Lütticher Str. 47-48. Thema: sus fürlicher und perfifcher Literatur". Referentin Gen. Erna Büsing. 23. Wbt. 7 Uhr in der Schulaula Müllerstr. 48. Thema:„ Gegenwartsforde rungen der Sozialdemokratie". Referent Genosse Richard Krille. 24. Abt. 7% Uhr in der Schulaula Chriftburger Str. 14. Thema: RegierungsBildung, Koalition und BGPD." Referent Genosse Bictor Schiff. 25. Wut. 7½ Uhr in der Schulaula Basteurftr. 5, Bortrag des Genoffen Stadt. 26. st. 7½ Uhr bei Bichmann, Beißenburger Str. 1. Thema:„ Die innere 27. st. Pünktlich 7½ Uhr in der Schulaula Sonnenburger Str. 20. Tages ordnung: 1. Die Getreideumlage. 2. Bahl der Kreisdelegierten. 29. Abt. Achtung, Lokaländerung! 7½ Uhr in der Schulaula Danziger Str. 23. rat Bogom. und äußere Not Deutschlands". Referent Genosse Robert Breuer. Neuwahl des Borstandes. Berschiedenes. Referent Genosse Karl Bauer. 34. 25t. 7 Uhr in der Schulaula Litauer Str. 18. Tagesordnung: 1. ,, Bor wärts". und Beitragsfrage. 2. Neuwahl der Abteilungsleitung. Mitglieds buch legitimiert. 35. Abt. 7 Uhr in folgenden Zotalen: Bez. 354, 356, 361 und 371 bei Schulze, Gamariterftr. 38; Bez. 357, 367 und 368 bei Bombe, Boigtstr. 25; Bez. 358 und 360 bei Borkowski, Schreinerstr. 32; Bez. 359 und 372 bei Beters, Rigaer Str. 46; Bea. 362 und 370 bei Töpper, Rigaer Str. 85; Bez. 365, 366 und 369 bei Spizer, Mirbachstr. 21; Bez. 373 bei Drelse, Schreinerstr. 18. Bichtige Tagesordnung. Erscheinen Pflicht. 36. Abi. 7½ Uhr in der Schule Petersburger Str. 4. Thema: Kommunal37. Abt. 7 Uhr in der Schulaula Sausburgstr. 20. Neuwahl der Abteilungs 38. bt. 7½ Uhr in Schmidts Gesellschaftshaus, Fruchtstr. 36a. Thema:„ Das Reichsmietengesez und feine Auswirkung auf die Wohnungswirtschaft". 39. b. 7½ Uhr im Jugendheim Lindenstr. 3. Thema:„ Das Finanz- und politt". leitung. Die Sahlabende fallen aus. Referent Genoffe Rofin. Währungsproblem". Referent Genofie Paul Rosie. 40. 6. 7% Uhr im Pagenhofer Ausfdyant, Belle- Alliance- Str. 47. Referent Genone Uthner- Frankfurt, M. b. 2. 41. bt. 7% Uhr Bahlabenbe in folgenden Lokalen: 134.- 135. Bez. bei Schmidt, Teltower Str. 18; 167.- 168. Bea. bei Simon, Belle- Alliance- Ste. 30; 163.- 172. Bez. Fibicinftr.$ 8; 173.- 174. Bes. bei Schuster, Willibald- Alegis Straße 17; 175.- 179. Bez. bei Luge, Bergmannstr. 93; 187.- 190. Bez. bei Anfchti, Roftiaftr. 12; 191-193. Bea bei Mende, Gneisenauftr. 6; 194. bis 136. Bez. bei Kramer, Fürbringer Str. 36. 42. Sibt. T½ Uhr in der Aula der neuen Säule, Bergmannstr. 60-66. Thema: Die politische Situation". Steferent Genoffe David Stetter. 43. bt. 7 Uhr bei Rabe, Fichteftr. 29. Thema: Positive Wirtschaftspolitie". Referent Genoffe Nörpel. 44. Abi 7 Uhr Rahlabende in folgenden Lokalen. Stadtbez. 79, 80 und 87 bei Bogel, Briger Str. 46; Stadtbez. 88 unb 89 bei Wagner, Rottbuser Straße 19; Stadthes. 84 bei Lenz, Naunynftr. 69; Stadtbez. 853 bei Eifert, Oranienstr. 196; Stadtbes. 81 und 86 bei impe, Naunynstr. 60; Stabtbes. 90 bei Großkopf, Reidenberger Str. 162; Stadtbes. 91 und 92 bei Lafer, Laufiger Str. 25. Wichtige Tagesordnung. Beiträge tönnen bezahlt werden. 45. Abt. Pünktlich 7 Uhr in der Schulaula Forster, Ede Reichenberger Straße. Thema: Die politische Lage". Referentin Gen. Alara Bohm- Schuch, M. d. 9. 46. Mot. 6 Uhr in der Schulaula Görliger Str. 59. Tagesordnung wird in der Bersammlung bekanntgegeben. 47. Abt. Pünktlich 7 Uhr in der Schulaula Waldemarstr. 76. Thema: Gozia lismus, Demokratie und Republik". Referent Genoffe Dr. Herring. BeEanntmachungen über die Weihnachtsbefcherung. 48. 6. 7 Uhr bei Gliefing, Baffertorftr. 68. Thema: ,, Die politische Lage". Referentin Liesbeth Riedger. 49. Abt.( Edwerhörigengruppe). 7 Uhr bei Reimer, Rommandantenfte. 46, Bortrag der Genoffin Dr. Wegscheider- 8iegler, M. d. 2. Parteiangelegen. Heiten. Charlottenburg. 51. Abt. 7% Uhr Gruppenzahlabende: 1. Gruppe bei Schell. bach, Rönigin- Elifabeth- Str. 6. Thema: Justiafragen und Arbeiterschaft". Referent Genoffe Felgentreu. 2. Gruppe bei Barabasch, Friedrich- Karl. Play 3. Thema:„ Der Kampf um die wirtschaftliche und politische Macht". Referent Genosse Kreuziger. 3. Gruppe bei Fiebig, Nehringstr. 25. Rein Bierzwang. 52. b. 7% Uhr bei Büttner, Raiferin- Augusta- Alfee 81. Thema: Kulturaufgaben der Sozialdemokratie". Referent Genoffe Richard Weimann. 53. Mbt. 7 Uhr im Zeichenfoal der 29. Gemeindeschule, Wiebeftraße, Cingang Raiferin- Augusta- Alfee. Thema: Die Stabilisierung der Mart". Referent Genosse Göring. 54. Abt. 7% Uhr im Lokal Bum Birnbaum", Galvanifit. 13. Thema: Die politische Lage". Referent Genoffe Jürgensen, Schleswig- Holstein, M. d. B. 55. Abt. 7½ Uhr bei Reimer, Wilmersdorfer Str. 21. Thema: Deutschlands Not und die neue Regierung". Referent Genoffe Woldt. 56. bt. 7% Uhr in der Schulaula Bestalossifte. 40. Thema: Regierungskrise und Sozialdemo Yeatie". Referent Genoffe Dr. Deiters. 57. bt. 7 Uhr Zahlabende: 1. Gruppe bei Arndt, Rantstr. 51. Thema: Technik und soziale Ethit". Referent Genoffe Engelhardt. 2. Gruppe bei Thunad, Wielandstr. 4. Thema: Kommunismus und Sozialismus". Referent Genoffe Weide. 58. bt. 7 Uhr in der Schulaula Joachimsthaler Str. 31, Eingang MädchenIchule. Thema: Die außenpolitische Lage und die Sozialdemokratie". Referent Genoffe Dr. Rostin. 59. bt. Spanbau. 7% Uhr im Türkischen Belt, Bismard, Ede Moltkestraße. Thema: Die politische Lage". Referent Genoffe Dr. Tichauer. 68. Abt. Baienfee. 7% Uhr außerordentliche Mitgliederversammlung bei Sand. mann, Westfälische Str. 42. Tagesordnung: Neuwahl des Gesamtvor standes und Befprechung wichtiger tommunaler Angelegenheiten. Wilmersdorf. 69. Abt. 7% Uhr bei Umfang, Glefeler, Ede Wegenerstraße. Thema: Warum halten uns bie Ententemächte für zahlungsfähig?" Refe rent Genosse Pfarrer Frande. 70. t. 7% Uhr Bahlabend bei Pieper, Holsteinische Str. 60. Thema: Die fozialen Baubetriebe". Referent Genasse Sermann Lüdemann, M. d. L. 72. Abt. 7% Uhr bei Kollath, Seidelberger Plas 1. Distuffion über den Bortrag des Genossen Geiple. Bahl des Abteilungsvorstandes. 999 73. abt. Shmargendorf. 7% Uhr in der Aula der Gemeindeschule. Neumah! bes Borstandes. Schöneberg. 78. Abt. 7% Uhr gemeinsamer Bablabend in ber Schulaula Feurigstr. 57. Neuwahl des Vorstanbes. Die Mitgliedsbilder milffen am Gaalcingang abgegeben werden. 79. 5. 7 Uhr in der Schule Linden, hof. Thema: Das Wefen des Pazifismus". Referent Genoffe Friedrich Genffert. 81. abt. Friebenen. 7 Uhr Bezirks- und Bablabende: 1. Beg, bei Rlabe, Sandfernftr. 61. Referent Genoffe Schlüter. 2. unb 3. Bes. bei Unbrich, Sandjernftr. 86. Referent Genoffe Ramrowski. 4. und 5. Bez. bei Schula. Biesbadener, Ede Laubacher Straße. Referent Genosse Doms, 6. Bez. bei Gundlach, Obenwalbftr. 10. Meferent Genoffe Paulus. Tagesordnung in allen Bezirken: Politische Tagesfragen". werden! Irgendwo siehst du einen Hügel, der dich emporlodt zum Blid in die Ferne! Irgendwo fiehst du einen fröhlichen Menschen, der dich mit hellen Augen anlacht! Irgendwo findest du eine wohligmarme Stube, in der es auf ein Stündchen gut sein ist! Sechs Tage lang hat das Leben dich, am siebenten sollst du das Leben haben. Versuch's! Geh' zu und wandere gen den Winter. Wenn dann aber der Schnee fällt und liegen bleibt, so nimm die Stier und feftige sie an deinen Schuhen, rausch' auf und ab durch alle Berge und Hügel und höre in der Einsamkeit der Natur, wie dein Blut brausend springt. Dann werden dir sechs Tage Arbeit nichts weiter sein als ein Sprung von einem Wandertag zum anderen. Ein Arbeiter- Wintersportfeft. Die Arbeiter- Wintersport- Interessengemeinschaft Groß- Berlin hält am Sonntag, den 28. Januar oder, falls an diesem Tage die Schneeverhältnisse ungünstig sind, an dem darauffolgenden Sonntag mit gutem Schnee das 1. Wintersportfest in den Ravensbergen bei Potsdam ab. Schneeschuh-, Rodel- und Schlittschuhbewerbe, Schaulaufen usw. versprechen ein umfangreiches Programm, so daß alle Freunde des Wintersports auf ihre Rechnung fommen werden. Die Wettbewerbe find offen für alle Mitglieder des Kartellverbandes Groß- Berlin für Sport und Körperpflege. Ueber Melbungen zum Start und alle weiteren Bedingungen Auskunft im Sporthaus Fichte", Berlin SD. 16, Röpenider Str. 108. Die Ausschreibung fieht u. a. vor: Schneeschuhlaufen. A. Gefändetäufe: a) Borgeschrittene Läufer, 5 Stilo meter; b) Anfänger, 3 Kilometer; c) Grauen, 1,5 Kilometer; d) Jugendliche, 3 Kilometer. Sanfordnung: 1. Startberechtigt find alle Mitglieder des Kartellberbandes Groß- Berlin für Sport und hörperpflege. 2. Die Start folge( eventuell Vorläufe) wird durch das Los festgestellt. 3. Gang und 82. Abt. Steglig. 8 Uhr Fahlabende in ben Bezirkslokalen. Die Lofe für den Bezirksbildungsausschuß sind bis Donnerstag beim Genoffen Gehrmann abzurechnen. Nicht abgerechnete Lofe gelten als verkauft und müssen bezahlt werden. 83. Abt. Lichterfelde. 7% Uhr in der Oberrealschule, Ringstr. 2-3. Thema: ,, Deutschlands Not die neute Regierung die Aufgaben des Proletariats". Referent Genosse Löffler, M. d. 2. 84. Abt. Zankwig. 8 Uhr im Zeichenfael der 2. Gemeindeschule, Seydligstraße. 85. Ab. Tempelhof. Die Mitgliederversammlung findet nicht Mittwoch, sondern erst Donnerstag in der Werderschule statt. 86. Abt. Mariendorf. 7% Uhr gemeinschaftlicher Zahlabend in der Aula der 1. Gemeindeschule, Friedenstraße. Pünktliches Erscheinen Pflicht. Neuwahl des Vorstandes und der Ausschüsse. 88. Abt. Lichtenrade. 7 Uhr in der Schule Roonste. 2. Thema: Kulturauf. gaben der Sozialdemokratie". Referent Genoffe Sädide. Neukölln. 89. Abt. 7% Uhr in den Hohenstaufen- Sälen, Rottbufer Damm 76. Thema: Die politische Lage". Referent Genoffe Franz Künstler, M. d. t. Borstandswahl. 90. 6. 7% hr Bezirksversammlungen in folgenden Lokalen: 18., 17. und 24. Bea., fowie 16. und 25. in der 32. GemeindeSchule, Ritlistraße; 15., 26., 34. und 48. Bez. im Realgymnasium, Raiser. Friedrich- Str. 208; 22., 23. und 36. Bez., fomie 35. Bez. in der Knabenmittelschule, Donauftr. 120. 3n allen Bersammlungen finden Borträge ftatt. 91. Abt. 7% Uhr Bezirksabende: 20. Bez. im Restaurant Endrijat, Bißmannftr..12; 21. Bez. bei Köster, Wigmann, Ede Rarlsgartenstraße; 37. Bez. bei Berndt, Reuterstr. 80; 38. Bez. bei Ramin, Mainger Str. 12; 39. Bez. bei Bühl, Biebrichfit. 14; 40. Bez. bet Bübbede, Karlsgarten-, Ede Fontanestraße: 41. Bez. bei Mäußler, Münchener Str. 23; 42. Bes. bei Stahmann, Münchener, Ede Reuterstraße; 48. Bez. bei Mischte, Boddin Straße 48; 49. Bez. bei Gievert, Mainger Str. 24. 93. bt. Goweit nicht anders eingeladen, finden die Bahlabende in den bekannten Botalen statt. Die Bezirte 58, 81, 84 unb 85 haben gemeinsamen 8ahlabend im Lehrer zimmer 1 ber 35. Gemeindeschule, Richardstraße, abends 7 Uhr.-94. Abt. 71 Uhr Sahlabende: 51. Bes. im Lotal March, Schillerpromenade 39; 52. Bez. bei Guder, Weifeftr. 60; 64. Bez. bei Nitish, Biethenftr. 40; 65./66. Bez. bet Wilhelm, Hersfurthplay 6; 67. Bes. bei Schuhmacher, Steinmegftr. 56; 76./78. Bez. bei Ball, Allerstr. 7. 68./77. Bes. bei Taubel, Weifefte 23. 95. t. 7 Uhr Bahlabende: 47., 53., 54. und 60. Bez. bet Arlt, Leffingstt. 19; 62. und 70. Bez. bei Sürpler, Brinz- Sandjery. Straße 84: 61. und 71. Bez. bei Lämve, Leffingftr. 16; 69., 74. und 75. Bea. bei Gohlfe, Hermannstr. 199. 98. Abt. Uhr bel 8illmer, Nogaiftr. 57. Referat des Genossen Wuzky. 97. Abt. 7% Uhr Bahlabende: 79. Bez. bei Rugli, Leineftr. 1; 89. Bez. bei Kran, Hermannstr. 178; 90./91. Bez. bel Bark, Barthestr. 14; 92./104. Bez. bei Schulz, Emser Str. 102. Thema: Rommunalpolitit". Referent Genoffe Großmann. 98. Abt. 7% Uhr im Beichenfeal der Schule Mariendorfer Weg. Thema: Die politische Lage". Referent Genoffe Dr. Löwenstein, M. b. N. 21 101. bt. Sreptom. 7½ Uhr im Reichenfaal der Schule Wildenbruchstraße. Thema: Die Maßnahmen der Regierung gegen Bucher und Zeuerung". Referentin Genoffin Burm, M. d. R. Beiträge werden vor Beginn der Berfammlung toffiert. Gäfte willkommen. Die Vorsitzenden ber Bezirksfartelle werden aufgefordert, sich sofort mit der Geschäftsstelle, Köpenider Str. 108, in Verbindung zu sehen wegen Ein berufung von Kartellversammlungen mit der Tagesordnung Der neueste Er laß des Provinzial- Schulkollegiums oder das alte Preußen feiert seine Auferstehung". Brandenburgisches Provinzial- Sportlartell. Die Preußische Landesstelle bee 8entraltommission für Sport und Rörperpflege, Neukölln, Hermannstr. 178, schreibt uns: Auf die von der Preußischen Landesstelle der 8... ergangene Aufforderung zur Angabe ber in Brandenburg bestehenden Ortstartelle sind so wenig Antworten eingelaufen, daß sich mit dem Vorhandenen nichts anfangen lägt. Das Provinzialtartell muß aber umgehend ins Leben treten damit die Intereffen der Brandenburger Arbeitersportler energisch vertreten werden können. Preußen hat fürzlich einen Landesbeirat für Jugendpflege und Jugendbewegung( einschließlich Leibesübungen) im Wohlfahrtsministerium und eine Abteilung für Leibesilbungen und lörperliche Erziehung im Unterrichtsministerium ins Leben gerufen, bie sogenannte„ Entpolitisierung der Schuljugend", das Verhalten des Provinzial- Schultollegiums hierzu und andere schwebende Sachen bedingen Informationen der Preußischen Landesstelle der 8.-R., die fie aber nicht von den Ortstartellen einzeln einholen tann, sondern bie ihr durch eine Zentralfielle zugehen müssen. Es wird deshalb nochmals um umgehende Mitteilung der Anschriften in Brandenburg bestehender Arbeiter- Sportkartelle und beren Zusammenfegung ersucht. Abresse genau be achten, da einige Sufchriften, die vorgreifend an bas Provinzialfartell gerichtet waren, von der Bost nicht bestellt werden konnten. Die Freie Turnerschaft Renköln- Brij veranstaltet am 16. bzw. 17. Dezember für seine 21 Rinderabteilungen Weihnachtsaufführungen im Ber. güngungspalast Groß- Berlin, Hafenheide. Beginn derselben am Sonnabend Uhr, am Sonntag 4 Uhr. Eintritt: Kinder 5 M., Erwachsene 24,50 m. inkl. Stener. Freie Zurnerschaft Charlottenburg. Unfer Jugendausschuß veranstaltet am Mittwoch, den 18. b. W., abends 8 Uhr, in der Aula der Sophie- Charlotten. Goule, Scharrenftr. 28, einen Elternabend, unter Mitwirtung aller abteilungen. Turnzeiten der Männer- Abteilung Freitags 8-10 Uhr Wil. mersdorfer Straße: Frauen- Abteilung Freitag 8-10 Uhr Oranienstraße; Jugend- Abteilung Dienstags Wilmersdorfer Straße, Freitags Scharrenstraße Jungmäbchen Abteilung Montags 8-10 Uhr Wiglebenstraße. Außerdem in allen Stadtteilen Knaben- und Mädchen- Abteilungen. Die Schülerin- Abteilung der Freien Turnerschaft Bilmersdorf hält am 17. Dezember in der Turnhalle der 1. Gemeindeschule, Gieselerstraße, einen Elternabend ab, wozu die Eltern eingeladen werden. Anfang 4 Uhr. Näheres in der Turnhalle der 1. Gemeindeschule Donnerstag von 8-10 Uhr. 103. 6t. Oberschöneweibe. 7 Uhr im Zeichen faal des Realgymnasiums, Reppelinstraße. Thema:„ Der Kampf um die wirtschaftliche und politische Macht" Referent Genosse Bernhard Krüger. 104. Abt. Niederschöneweibe. 7 Uhr im Beidhenfaal der Schule Rudower Straße. Thema: Die wirtschaftliche Lage Berlins". Referent Genosse Dr. Witte. 105. Abt. Adlershof. 7% Uhr im Seichen faal der Schule Radideftr. 11. Thema: ,, Mieterelend und Mieterschuß". Referent Georg Schulz. 108. bt. Küpenid. 7 Uhr Bahlabende in folgenden Lokalen: Dammvorstadt bei Schulz, Bahnhofftr. 34; Röllnische, Rieger und Altstadt im Musikfaal der 2. Gemeindeschule, Alter Markt. 100. bt. Friebrichshagen. 7 Uhr im Lokal Echols, Friedrichstr. 81. Thema: Deutschlands Rot die neue Regierung die Aufgaben des Broletariats". Referent Genoffe Rurt Richmann. 113. bt. Schmödwig. 7% Uhr im Lotal Baronsti, Berliner Str. 19, 8ahlabend. 114. Abt. Lichtenberg. Die Bersammlung fällt wegen der Areismitgliederverfammlung aus,( Giche Kreisveranstaltungen.) 122. Abt. Biesborf. 7% Uhr bei Borath, Marzahner Str. 31. Thema: Die Reichsverfassung". Referent Genoffe Rogge. Die diesjährige Beihnachts. befcherung findet am 23. b. M. im obengenannten Lokal ftatt. 123. Abt. Kaulsdorf. 7% Uhr im Reichensaal der Schule Adolfstr. 26. Thema: Die wirtschaftliche und politifoje Lage". Referent Genosse Emil Lehmann. 124. Abt. Mahlsborf. 8 Uhr bei Anders, Bahnhofstraße. Thema: Die Ent stehung des Kapitalismus". Referent Dr. Schutte. 125. Abt. Weißensee. Die Bezirksveranstaltungen fallen aus, Heinersdorf. 7 Uhr im Lotal Lude, Raifer Wilhelm, Ede Blankenburger Straße, Vortrag des Genossen Adolf Loesner. 129.- 130. 26t. Pankow. 7 Uhr Rahbabend im Jugendheim Breite Straße. Thema: Das Wesen des Bolschewismus". Referent Genosse Lehrer Schröter. 131. Abt. Niederschönhaufen. 7% Uhr im Gefangfaal ber Schule Buchholzer Straße. Thema: Rultur und Sozialismus". Referent Genoffe Erwin Marquardt. Die Bezirksführer werden ersucht, hierzu einzulaben. 133. Abt. Buchholz. 8 Uhr Bahlabend bei Raehne, Berliner Str. 89. 134. Abt. Buch. 8 Uhr Rahlabend bei Bodung, 8ur Tanne". 136. bt. Reinidenborf- Oft. 7% Uhr in der Jugendhalle( Seebab), Refibenz ftraße 49, gemeinsamer Bezirisabend aller Bezirke. Bortrag des Genossen Sente: Die Stabilisierung der Mart". 137. 139. st., Reinidendorf- West. 7% Uhr 8ahlabend im Boltshaus. Vortrag: " Abt. Regel. 7% Uhr im Beichenfaal bet 2. Mädchenschule, Trescoſtpage Bericht aus der Ernährungsbeputation". Tagesordnung: Neuwahl ber Abteilungsleitung und Stellungnahme zur Beitragserhöhung. wahl des Borstandes. 140. Abt. Borfigwalbe. 7 Uhr im Beichen faal der Schule Conradstraße. Neu143. bt. Waidmannsluft. 7 Uhr Bet Arlt am Bahnhof Sahlabend. Röntgenthal Repernid. 7 Uhr in der Schule in Röntgenthal Bahlabenb. Das Erscheinen aller Mitglieder ist notwendig, da wichtige Besprechung. 17. Areis Bichtenberg( 114.- 119. 26.) Die Frauenabenbe fallen im Monat Dezember aus. SUNLICHT SEIFF wäscht alles, reinigt schnell und gründlich AK Die Zustände in der Reichswehr. foll bet voller Wahrung der Selbständigkeit der einzelnen Ressorts] Angesichts diefer Tatsache ist es allerdings verständlich, daß die eine engere Fühlungnahme derfelben untereinander, besonders mit bürgerliche Presse die skandalöse Behandlung der Novelle zum Eindem Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung herbei- fommensteuergesetz im Steuerausschuß des Reichstags totschweigt. In der gestrigen Sitzung des Reichstags wurde der Ent- geführt werden. Auf Grund eines Entschließungsantrages der Trotzdem heute schon 71 Proz. der Einkommensteuer nach den amiwurf eines Gefeßes zur Renderung der Gebührenordnung für Regierungsparteien ersucht das Haus das Staatsministerium, zur lichen Zahlen durch die Lohn- und Gehaltsempfänger gezahlt werden, Gerichtsvollzieher in zweiter und dritter Lesung verabschiedet, ebenso Aufbefferung der wissenschaftlichen Institute und Sammlungen der ist die Einkommensteuer für die Beranlagungspflichtigen der Entwurf eines Gefeßes über die Erhaltung der Kriegergräber höheren Lehranstalten genügende Mittel bereitzustellen. noch ermäßigt worden. Die darauf abzielenden Anträge der aus dem Weltkrieg. Bei der Beratung der Beschlüsse des Bildungs- Der Antrag des Zentrums auf eine Steuermäßigung bürgerlichen Parteien wurden im Steuerausschuß des Reichstags, ausschusses über die Not der Studienassessoren und Junglehrer wird für finderreiche Beamte wird abgelehnt. Das Staats- ohne Begründung durch die Antragsteller, ohne gründliche Beraeine Entschließung des Ausschusses angenommen, in der die Reichs- ministerium wird ersucht, für die Erhaltung des Goethe- Haufes eine tung der fomplizierten Aenderungen im Tarif- und Abzugswesen regierung ersucht wird, stellenlose Studienassessoren ansreichende jährliche Beihilfe zu gewähren und dahin zu wirken, en bloc gegen den Widerspruch der Sozialdemokratie durchgepeitscht. und Junglehrer im Reichsdienst zu verwenden oder in daß auch das Reich sich mit dem gleichen Betrage beteiligt. Die bürgerlichen Parteien haben diese Beschlüffe bewußt gegen die anderen geeigneten Berufen unterzubringen. Nächste Sigung Dienstag 12 Uhr: Kleine Vorlagen, Grund- stärkste Fraktion des Reichstags gefaßt. Das ist der erste bewußte In der beim Etat des Reichswirtschaftsministeriums fortgesetzten steuergesetz. Versuch der bürgerlichen Parteien, die Sozialdemokratie bei der zweiten Beratung eines Gefeges über die Feststellung des siebenten Regelung der wichtigsten Fragen vollständig auszuschalten, um unNachtrags zum Reichshaushaltsplan erkennt Reichswirtschaftsgestört die Interessen der Leistungsfähigen, die gar nicht opferminister Dr. Beder die schwere wirtschaftliche, politische und bereit sind, über die Interessen der Allgemeinheit fulturelle Gefahr an, die in der Not der deutschen Bresse liegt und zu stellen. erflärt, daß er, wie sein Amtsvorgänger, entschlossen sei, mit allen möglichen Mitteln Abhilfe zu schaffen. Die Holz abgabe merbe verdreifacht werden. Darauf wird der Etat angenommen Es folgt dann der Nachtragsetat des Reichswehr ministerium s. Abg. Künstler( Soz.): Die Reichswehr der Republik lebt immer noch in den UeberStadt- und Bezirksverordnete Magistrats- sowie Bezirksamtsmitglieder Zusammenkunft Freitag, den 15. Dezember, abends 6 Uhr, im Berliner Rathaus( Plenarsizungsfaal), Eingang Königstr. Tagesordnung: lieferungen und dem Geist der kaiserlichen Armee. Die monarchisti- 1.Die neue Städte- und Landgemeindeordnung.- 2. Disfuffion. schen Elemente drücken ihr den Stempel auf. Schon vor dem Referent: Landtagsabgeordneter Genosse Paul Hirsch. Kriege bestand das Offiziertorps zu 22 Proz. aus Adeligen. Das Wirtschaft Wer zahlt Einkommensteuer? Ein Reichsbund des Getreide- und Fuffermiffeihandels. Der Bund Deutscher Getreides, Mehl, Saaten, Futter- und Düngemittelhändler e. V., Berlin 28, sowie der Verein Deutscher Großhändler in Getreide-, Dünge und Kraftfuttermittel e. V., Berlin NW 7, haben sich am 7. Dezember 1922 in einer in Berlin abgehaltenen Versammlung zum Reichsbund bes Deutschen sandels mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Bedarfsstoffen vereinigt, so daß es für Cingelfirmen dieser Handelssteige nur noch eine Spizenorganisation gibt. Vorfizender des Reichsbundes ist Reichstagsabgeordneter Hermann Cuno. = viel fleinere Offizierforps der Reichswehr ist aber in weit höherem Wir ersuchen, vollzählig anwesend zu sein. Auch die Mitglieder des Maße eine Domäne des Adels, der 21,3 Proz. der Offiziere stellt. Bezirksvorstandes find hierzu eingeladen. Ebenso haben auch zuEs gibt feinen bürgerlichen General in der Reichswehr. Dieses tritt die Gemeindevertreter in der Umgegend von Groß- Berlin. Krupps Umstellung auf Friedensproduktion. In dem GeschäftsOffiziertorps ist die Reimzelle aller antirepublikanischen BestreDer Bezirksvorstand. bericht für das lehte Jahr, für das eine Dividende von 10 Broz. vorbungen. Es ist wiederholt gesagt worden, der Reichstag möge sich geschlagen wird, machte die Friedrich Krupp A.-G. in Essen weniger um den Geist als z. B. um die Wohngelegenheiten der u. a. folgende Mitteilungen über die weitere Umstellung der früheSoldaten fümmern. In diesem Hause besteht lebereinstimmung ren Rüstungsbetriebe auf Friedensfabritation: Im Kraftwagendarüber, daß die Soldaten in guten Wohnungen untergebracht bau betrug die Erzeugung gegenüber dem Vorjahr das 4% fache, in werden. Leider wird aber durch einen Teil der Vorgesetzten die Erntemaschinen und Milcentrahmern das 2% fache, Erfüllung dieses Wunsches unmöglich gemacht. Es gibt Garnisonen, in Tertilmaschinen das 4fache und in Apparaten und fleiin denen die Offiziere für ihre weit größeren Wohnungen nicht nur neren Maschinen das 2½fache. Gewinne wurden aus diesen umverhältnismäßig, sondern auch tatsächlich eine geringere Miete zahlen gestellten Betrieben indes noch nicht erzielt. Neu aufgenommen als die Soldaten der untersten Besoldungsschichten. Der Redner Je rascher die Geldentwertung vorwärtsschreitet, um so stärker wurde der Bau von Gittermasten, Schmalspurlokomotiven mit Verfordert endlich die Beseitigung des Leutnants der Re- wird der Anteil der Lohnsteuer am Gesamtaufkommen der Ein. brennungsmotor, von 50- Tonnen- Reffelwagen und 50- Tonnenferve und einen Ausgleich zwischen den Benfionen der Beteranen tommensteuer. Die hohen Eingänge an Einkommensteuer bei den Großgüterwagen mit Selbstentladeeinrichtung. Der intervon 1870 und 1871, denen man heute noch 12 M. im Monat an- Finanzämtern in den letzten Monaten sind im wesentlichen nur Effener Werte fort. Vom Gesamtbestand der Gukstahlfabrik an alliierte Ueberwachungsausschus fegte feine Tätigkeit auf dem bietet, und den ungeheuren Bezügen der penfionierten Generale, pon den Arbeitern und Beamten bezahlt worden. Diese Arbeitsmaschinen wurden 43 Proz. zerstört oder zwangsweise zerDie 2 Millionen Mart pro Kopf im Jahre beziehen. Reichswehrminister Dr. Geßler antwortet auf Angriffe des Tatsache ist der bürgerlichen Breffe unbequem. Sie schweigt fie ent- ftreut. Kommunisten Thomas: Ich warne Gie, treiben Sie mit den Sol- weder tot oder streitet sie ab. Das wurde ihr bisher durch die Deutsche und ruffische Genossenschaften. Die in Petersburg weidaten tein übles Spiel. Es ist das Recht des Reichswehrminifters, Methode der Veröffentlichung der Eingänge der Einkommensteuer tenden deutschen Genossenschaftler haben mit der Betersburger Konden Soldaten Zeitungen zu verbieten, deren Leftüre die Disziplin wesentlich erleichtert. Diese Methode ist so irreführend, daß selbst fumgenossenschaft( ,, Pepo"), welche die verschiedenen örtlichen Kongefährdet. Ich habe das bisher nur bei dem Miesbacher An- die sonst auf objektive Darstellung bedachte rantfurter 3eis fumgenossenschaften zusammenfaßt, einen Bertrag abgefchloffen, zeiger" getan, der rohe Ton der kommunistischen Presse schredt die tung" in der ersten Morgenausgabe vom 9. Dezember zu folgender wonach die Bepo" 80 000 Bud Knochenmehl nach Hamburg Leute ganz von selbst. Schlußfolgerung fam: liefert. Die erste Partie von 35 980 Bud wurde bereits abgefandi. Nach einer kurzen Erwiderung des Abg. Thomas wird der Haushalt bewilligt und eine Beratung der übrigen Nachtragsetats auf Dienstag 3 Uhr vertagt. Schluß 6 Uhr. Kleine Vorlagen im Landtag. Der Preußische Landtag nahm am Montag seine Arbeit in den Bollfizungen wieder auf. Die Notverordnung des Staatsminifteriums vom 8. November 1922 über Erhöhung der Ausgleichszuschläge wird genehmigt. Die Deutsche Bolfspartei hat zum Hebammengeset einen Antrag auf Abänderung eingebracht. Ein Vertreter des Wohlfahrtsministeriums teilt mit, daß eine Novelle zum Gefeß demnächst den Landtag beschäftigen wird. Nach kurzer Erörterung beschließt das Haus in zweiter Lesung die von der Deutschen Boltspartei beantragte Abänderung. ,, Unter den fortdauernden Eteuern brachten diesmal gegen den Oftober 1921 die Einkommensteuer 20 104 Millionen mehr wobei erstmals die aus dem Berkauf von Einkommensteuermarfen eingegangenen Beträge gesondert vermerkt wurden. Es handelt sich dabei im Oktober um 7567, in den ersten 7 Monaten bei einem Gesamteingang aus Einkommensteuer von 69 222 Millionen um 21 910 Millionen Mart. Da Einkommensteuer im Lohn- und Gehaltsatzugsverfahren auch noch auf anderem Wege als dem der Entrichtung in Steuermarten einkommt, so stellen die obengenannten Beträge zwar feinesfalls die Gesamtsumme der von Lohn- und Gehaltsempfängern aufgebrachten Steuerbeträge dar, aber die nunmehr vorgenommene Scheidung läßt doch bei aller Anerkennung der Mängel, die dem jeßigen Steuereinzug( Abzug an der Quelle und Veranlagung) in mehr als einer Beziehung anhaften, das eine flar erkennen: daß die noch vielfach gebrauchte agitatorische Behauptung, Einkommensteuer werde im wesentlichen nur von Arbeitern und Beamten bezahlt, mindestens eine starte Uebertreibung ist." " Devisenkurse. Unserer gestrigen Sturstafel find noch folgende amtlichen Notierungen nachzutragen: 1 finnische Mart 212,95 Geld, 214,04 Brief; 1 japanischer Den 4049,85 Geld, 4070,15 Brief; 1 brafilianischer Milreis 1017,45 Gelb, 1022,55 Brief; 1 Schweizer Frank 1604,97 Geld, 1614,03 Brief; 1 spanischer Peseta( berichtigt) 1311,71 Geld, 1318,29 Brief; 100 österr. Kronen abgeft. 11,67 Geld, 11,73 Brief; 1 tschech. Krone 266,33 Geld, 267,67 Brief; 1 ungarische Krone 3,49 Geld, 3,51 Brief; 1 bulgarischer Lewa 65,08 Geld, 65,42 Brief; 1 jugoslawischer Dinar 104,23 Gefd, 104,77 Brief. 100 p nische Mart galten im freien Berkehr etwa 48 m. Jugendveranstaltungen. Verein Sozialistische Arbeiterjugend Groß- Berlin. Achtung, Abteilungsvorsitzende! Wir bitten in den 2bteilungen bekannt. Die Borstellung findet am Sonntag, den 14. Januar 1923, ftatt. Ferner zugeben, daß die Theatervorstellung am Sonntag, den 17. Dezember, ausfällt. bitten wir, auf unsere Weihnachtsausstellung im Jugendheim, Lindenstr. 3, In zweiter und dritter Lesung nimmt dann das Haus die vom Beamtenausschuß infolge der Geldentwertung vorgeschlagene Ber hinzuweisen. Die von der Frankfurter Zeitung" wiedergegebenen Zahlen fechsfachung der Reisekosten der Staatsbeamten an. Eine find irreführend und ihre Schlußfolgerung ist falsch. Auf das Entschließung verlangt eine analoge Regelung der Reisekosten für Drängen der sozialdemokratischen Mitglieder des Steuerausschusses Bolts, Mittel und Berufsschullehrer. In zweiter und dritter Lesung wird der Gesetzentwurf über hat das Reichsfinanzministerium genauere 3ahlen zur Verfügung gestellt, die auch die durch leterweisung gezahlte phosphorhaltige Mineralien und Gesteine und ebenso der Gesetz- Lohnsteuer erkennen lassen. Die Zahlen sind in folgender Tabelle entwurf über die Bereitstellung der Mittel zur Ausgestaltung zufammengefaßt: der Grenzfommissariate angenommen. Es folgt dann die zweite Beratung des Gefeßentwurfes zur Abänderung der Verordnung betreffend die einstweilige Versehung der unmittelbaren Staatsbeamten in den Ruhestand. 1922 April- Juli. Auguft September Dktober O Auffommen durch Steuerabzug Auffommen auf Grund der Beranlagung 18 224 Mill.. 10 320 mill. M. Anteil des Eteuerabzugs am Gesamtaufkommen 56,17 Pro3. 5 675 4258 . B 57,13 " " P 8 079 15 757 5778 " " 6127 " " " 58,83 71,97 Ablershof. Jugendheim Bismardfir. 12. Vortrag: 8wed und Biele der fozialistischen Arbeiterjugend." Göpenid. Jugendheim Grünauer Str. 5. Jugendbeim Gemeindeschule Butbufer Str. 5. Vortrag: Die Todesstrafe." Distufftonsabend: Die Gemeindeverwaltung von Groß- Berlin."-Norben. Prenzlauer Borstabt. Jugendheim Gemeindeschule Danziger Str. 23. Maddhenabend. Bortrag: Mutterschaft." Meinidendorf- Cft. Jugendheim Gee bad, Resibenaftraße. Bortrag: Die Stellung des Sosialisten aum ChriftenSchöneberg II. Jugendheim Gemeindefchule Granfenftr. 10. Vortrag: ..Schulreform." Etegli. Jugendheim brechtstr. 46. Bortrag: Warum feiern wir Weihnachten?" Südwesten. Jugendheim Lindenstr. 3. Disfussionsabend: Die bürgerliche Jugendbewegung." Tegel. Jugendheim Bahnhofstr. 15. Vortrag: Religion und Sozialismus." Wedding. Jugendheim Gemeindeschule Münler, Ede Triftstraße. Bortrag: Etstehung, der Berfaflung." tum." Briefkasten der Redaktion. E. 5. 3 u. 2. N. m. 22. Sehen Sie im Abreßbuch für den Deutschen zudem fehlt die Abonnements quittung. Es handelt sich um den bekannten Entwurf zur Ausführung der Schutzgesetze für die Republit. Nach Ausführungen der Abgg. Dallmer( Dnatl.), v. Eynern( D. Bp.), Dr. Berndt( Dem.), Loenark In den Zahlen, die der Franff. 3tg." zur Verfügung standen, ( 3.) und Scholich( Soz.) wird die Vorlage gegen die Stimmen der war der Lohnabzug im Oktober statt mit 15 757 Millionen Mart Buchhandel nach; bie Beantwortung im Brieftaften erfordert zuviel Naum; Deutschnationalen angenommen und auch in britter Beratung sofort nur mit 7567 Millionen, alfo noch nicht mit der Hälfte leingesetzt. endgültig genehmigt. Die jetzt vorliegenden Zahlen zeigen dagegen, daß der Saz, nach Das Haus fordert dann vom Staatsministerium, baldigst eine dem die Einkommensteuer im wesentlichen nur von Arbeitern und Denkschrift über die Möglichkeiten der Unterstellung des ge- Beamten gezahlt werde, nicht eine agitatorische Behauptung, son samten Bildungs- und Schulwesens unter eine dern eine der wichtigsten 1ozialen Tatsachen unSentralbehörde vorzulegen. Bis zur Entscheidung darüber serer Zeit ist. 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Die Beerdigung findet am Dienstag, ben 12. d M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Kreisirantenhauses in Bernau aus ftatt. Ein Geist 136/16 licher geht mit. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin N 54, Linienstraße 83/85. Geschäftszeit vorm.9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. Telephon: Der gute Kapitänen: Amt Norden 833, 834, 835, 836. geschäften erhältlich. Kautabak ist in den meisten Zigarren C. Röcker, Berlin, Lichtenberger Straße abos. 7 Uhr, im Gewerkschaftshaus ( Gaal 4), Engelufer 24/25: Morgen, Mittwoch, den 13. Dezember, Kst. 3861. A Versammlung aller in den Spritgußbetrieben Beschäftigten. !! Weihnachtsgeschenk!! Tagesordnung: Buchhandlung Vorwärts Reutergeld Berlin SW, Lindenstr.2 geschloss. Serie der 70 mecklenb. Gemeinden:: 210 Künstlerscheine nur 600Papiermark, portofr.b.Voraushez. Generalvertr. Jul. Anger, Schwerin i.M. Postsch. Hamburg 58 371 Billige Spielwaren! Der Dackelwagen 1. Bericht, der Rommission und Neuwahl derselben. 2. Wie können wir unsere Lohn- und Arbeitsbedingungen besser gestalten als bisher? 136/15 Erscheinen aller unbedingte Pflicht. Die Ortsverwaltune, Allgemeine Ortstrantentaffe für Berlin- Steglig Betanntmachung Der vom Ausschuß beschlossene XI. Gagungsnachtrag ist vom Oberversiche Geändert rungsamt genehmigt worden. Menderung der$§ 20 und 29 ist am 1. Ot werden die§§ 20, 26, 30 und 36 a. Die tober 1922 und bie Aenderung der§§ 30 und 36a ami 29. September 1922 in Krait aus massiv. starkem Holz. 42 cm lang. Decel ist zu öffnen, unverwüftliches Epielzeug, fein gebeizi u gebrannt, Stück 200 m Der fleine Tierschniger, Solatiere felbft herzustellen 100 M. Gesellschaftsspiele von 20 M. an, große Auswahl. Spiel: Der Günfedieb 150 M. Spiel: Blindekah 120 M. Mär chenspiele, 3 Aufbaumärchen, auf. 100 Wt. Anffteispiele 15 M. Laubfägespiele, Puzzle( Geduld-) Spiele felbft augetreten. 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Abs. 1 Nr. 6 und Abs. 2 bezeichneten Personen von 204 000 m. auf 720 000 M2. regelmäßigen Arbeitsverdienstes vom 11 Dezember 1922 ab ausgedehnt worben. Die durch diese Verordnung der Bersicherungspflicht neu unterstellten Berfonen müssen bis zum 30. Dezember 1922 ber Raffe mittelft Formular gemeldet werden. Gleichzeitig werden die Bertreter ber Arbeitgeber und Bersicherten im Ausschuß hiermit zu der am Dienstag, 19. Dezember 1922, abbs. 8 Uhr, im Gymnafium in der Seeseftr. hierselbst stattfindenden ordentlichen Ausschußßßung eingeladen. Tagesordnung: 1. Beschlußfassung über Aufstellung des Voranschlages für das Jahr 1923. 2. Wahl des Rechnungsaus schuffes für die Prüfung der Jahresrech nung 1922. 3. Sagungsänderung. 4. Be fchlußfaffung über Zusammenlegung von Ortstrantenfassen. 5. Berschiedenes. Der Borstand. Biehr, Borsigender. Neu eröffnet! 174 10 Neu eröffnet! 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