Nr. 23. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. proQuartal. Unter Kreuzs band: Deutschland u. OesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs: Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Mummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Mozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beutb- Straße 2. Wie Haus Blum şitirt. " n Sonntag, den 27. Januar 1895. Welchen Werth diese amtlichen Zeugnisse" des Herrn Blum haben, wollen wir im nachstehenden zeigen, indem wir neben den Blum'schen Zitaten die wirklichen Aeuße rungen, wie sie in den stenographischen Berichten enthalten find, wiedergeben. Herr Blum führt als ersten Zeugen für seine Anschuldigung unseren Genossen Grillenberger an, von dem er schreibt: Wir haben in unserer gestrigen Nummer bereits nachgewiesen, daß die entscheidenden Stellen, welche Hans Blum dem französischen Politischen Jahrbuch" entnommen hat und durch welche er den Beweis dafür geliefert zu haben behauptet, daß General Boulanger mit deutschen Sozialdemokraten Beziehungen angeknüpft habe zu dem Zwecke, damit sie, wenn Frankreich den Krieg an Deutschland er- Als zu Ausgang des Jahres 1886 die Kriegsgefahr tlärt hätte, im Hintergrunde der deutschen Heere die Revo- aufs höchste gestiegen war, schloß Herr Grillenberger im Intion entfesselten, und so die Wehrkraft unserer gegen Reichstag am 4. Dezember eine Donnerrede gegen die deutschen Frankreich kämpfenden Brüder schwächten und sie zwischen Heeresbedürfnisse mit den Worten: zwei Feuer brächten," theils gefälscht wiedergegeben sind, theils dadurch jeder Beweiskraft entbehren, daß diese Angaben, durch andere, aber von Blum unterschlagene Stellen deffelben Buches widerlegt werden. " Jeder derartigen Forderung der Regierung gegenüber haben wir nur ein Wort, das entschiedene, unabänderliche non possumus! Eine Kommissionsberathung halten wir eigentlich für überflüssig, aber wir werden uns daran betheiligen, um zu hö.en, und um diese Aufschlüsse beim Volfe zu verwerthen."( Stenogr. was für Aufschlüsse vom Kriegsminister gegeben werden sollen, Bericht. S. 102.) Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Obwohl Blum nur amtliche Zeugnisse beis bringen will und er die vorstehende Aeußerung des Kriegsministers, wie alle seine übrigen Zitate, in Gänsebeinchen giebt, was doch den Anschein erwecken soll, als zitire er wörtlich, so ist das doch keineswegs der Fall. Herr Blum giebt auch die Rede des Kriegsministers in gefälschtem Texte wieder, in Wirklichkeit lautete dieselbe:( Ste. B. S. 108). Ich muß gerade zunächst auf denjenigen Herrn näher eingehen, welcher der Vorlage ein feftes non possumus entgegen gefegt hat, welcher gleichwohl die Bereitschaft seiner Fraktion ers flärt hat, an den Verhandlungen in der Kommission theilzunehmen, nicht um daran mitzuarbeiten im Interesse einer Verständigung, sondern, wie er sagte, um Kenntniß zu erhalten von dem, was dort gesprochen wird, um es im Interesse des Volkes zu verwerthen. Mit Rücksicht auf diese Aeußerung möchte ich doch hier die flärungen, die ich da in vollster Offenheit zu geben bereit bin, & rage aufwerfen, wie denn der Herr Abgeordnete und event. andere Herren seiner Fraktion zu der Pflicht stehen, die Ers vertraulich zu behandeln.( Sehr richtig! hört, hört!) Daß die Angaben, auf welche sich Hans Blum stüßt und durch welche er die deutsche Sozialdemokratie moralisch vernichtet" zu haben glaubt, von General Boulanger her Die vorstehend angeführte Aeußerung Grillen rühren, und daß dieser die Schrift, aus welcher Blum zitirt, berger's lautet im amtlichen Stenogramm: Ich kenne die politischen Gesinnungen und politischen Grundzum Zwecke der eigenen Bertheidigung gegen die schwerste Eine Kommissionsberathung hielten wir eigentlich für voll- darauf eine Antwort zu geben; aber das erkläre ich schon jetzt: sätze dieser Partei nicht hinlänglich, um mir selbst im Augenblick Auflage, welche gegen einen Staatsbürger und Soldaten ge- kommen überflüssig, aber wir werden uns troßdem betheiligen, wenn der Herr Abgeordnete seine Theilnahme an der Koms richtet werden kann, geschrieben hat, das müßte für jeden um zu hören, was eigentlich für Aufschlüsse seitens des Herrn mission nur dazu benüßen will, um dasjenige, was hier im anftändigen Mann schon genügen, Angaben aus solcher Kriegsministers gegeben werden sollen, und um diese Aufschlüsse Interesse des Deutschen Reiches im Plenum nicht vers Quelle mit größter Vorsicht zu begegnen. Seit wann beim Volke dann zu verwerthen.( Buruf.) Im übrigen, m. H., handelt wird, sondern in der Kommission vertraulich be= gelten Angaben eines Angeklagten, die dieser zum Zwecke haben wir gegenüber jeder derartigen Vorlage nur sprochen wird, an die Deffentlichkeit zu bringen, so würden mir feiner Bertheidigung vorbringt, als zweifelfreie Thatsachen, einen Standpunkt, nur eine Antwort, und das ist ein recht unangenehme, mir persönlich recht unangenehme Schranken die einer Nachprüfung nicht bedürfen? entschiedenes, unabänderliches non possumus." in bezug auf die Tarlegung der Verhältnisse da auferlegt worden." Herr Haus Blum hat aber nicht nur diese Nachprüfung Herrn Blum, wie wir noch weiter zeigen werden, zur unser Genosse in Gestalt einer persönlichen Bemerkung in Die Echeu vor jedem ehrlichen Zitiren, welche bei Auf diese Ausführungen des Herrn Kriegsministers gab unterlassen, er hat sogar, wie wir nachgewiesen haben, Stellen, wahren Manie ausgeartet ist, hat ihn dazu gebracht, die derfelben Sigung sofort nachfolgende Erklärung ab( St. B. die das Gegentheil von seinen Echlußfolgerungen beweisen, von Grillenberger ausgesprochenen Säße einfach umzukehren S. 114/15): unterschlagen. Dieses Verfahren nach Gebühr zu und den Anfang an das Ende und dieses an die Spitze zu würdigen, fönnen wir ruhig den anständigen Angehörigen setzen. Indeß fommt dieser Punkt kaum in betracht gegen- fagte, hat den Anstrich gehabt, als ob wir gewissermaßen landes. Die Art und Weise, wie der Herr Kriegsminister das aller Parteien überlassen. Im nachstehenden wollen wir nun zeigen, wie Herr über den sonstigen Leistungen, die wir noch aufzudecken haben. verrätherische Abfichten hätten bei etwaigen solchen Aufschlüffen. Blum die deutsch en Quellen behandelt hat, aus welchen Blum fährt, nachdem er die Aeußerung Grillenberger's Ich muß darauf erklären: Der Herr Kriegsminister hat gestern. er die Beweise beibringen will, daß:„ die deutsche Sozial- Bitirt hat, fort wie folgt: als er davon sprach, daß in der Kommission Aufschlüsse gegeben demokratie( tereit war) zu der kritischen Zeit, von der schon tags zuvor, am 3. Dezember, erklärt( Sten. Bericht Aufschlüsse sein würden. Wenn in der Kommission solche ver " Der Kriegsminister Bronsart v. Echellendorf hatte werden würden, nichts davon erwähnt, daß das vertrauliche Boulanger spricht, daß wir dem Kriege niemals näher G. 70), daß er in der Kommission diese Aufschlüsse nur minister ja sagen: Das ist etwas, was ich als vertraulich traulichen Aufschlüsse tommen, dann kann der Herr Kriegswaren", d. h. zu Anfang 1887 und beim Schnäbele Fall geben fönne mit Rücksicht auf die Verschwiegenheit der aufzusaffen bitte. Wenn mir das nicht paßt, kann ich sagen: ( 20. April 1887) zur Ausführung der feinen Dienste, Kommission. Herr Grillenberger aber wollte in dieser Das akzeptire ich nicht; dann kann der Herr Minister seine Aufdie Boulanger von seinen Soldknechten im Lager Kommission, obwohl er und seine Genossen der Militär- fchlüsse für sich behalten.( Lebhafter Widerspruch.) der deutschen Sozialdemokratie erwartete." Parteien. Die Dienste, von denen in dem vorstehenden Bitat die forderung doch nur ein unabänderliches non possumus" Ich führe das nur als Möglichkeit an, erkläre aber zut Rede ist, sollten nach Blum darin bestehen, daß die durch Kriegsministers beim Volted. h. natürlich auch beim Gegentheil, wenn der Herr Kriegsminister mit solchen vers Rede ist, sollten nach Blum darin bestehen, daß die durch gegenüberstellten, nur erscheinen, um die Aufschlüsse des gleicher Zeit, daß uns das gar nicht einfällt; in Boulanger getauften Führer der deutschen Sozialdemokratie französischen Volte zu verwerthen". Kriegsministers beim Volke vom„ Vorabend des Kriegsausbruches" an das revolutionäre Kriegsminister nagelte den fränkischen Cicero sofort auf diesem genau so refpettiren, wie die Herren von den anderen zu verwerthen". Der traulichen Aufschlüssen kommt, dann werden wir dieselben, wenn sie uns als solche bezeichnet werden, und vaterlandslose Programm ihrer Partei in Thaten um Geständniß fest( Sten. Bericht S. 108) mit den Worten: setzten und damit die Widerstandskraft der deutschen Heere gegen Frankreich brachen, mindestens erheblich abschwächten." " Der Herr hat die Bereitschaft seiner Partei erklärt, an den Was ich mit der Verwerthung sagen wollte, bezog sich 2aß auf Seite der Führer unserer Partei die Bereitwillig- Verhandlungen der Kommission theil zu nehmen, nicht um daran darauf, daß wir den Geist, der sich in den Kommissionskeit zu diesem Vaterlands- Verrath verhanden war, das will dort gesprochen wird, um dasjenige, was im Interesse des schildern werden, mitzuarbeiten, sondern um Kenntniß von dem zu erhalten, was verhandlungen widerspiegelt, selbstverständlich unseren Wählern und wir Herr Blum durch eine Reihe a mtlicher Zeugnisse, Deutschen Reich es nicht im Plenum verhandelt, sondern in der sein müssen, unsere politische Stellung nach diesen Verhandselbstredend auch berechtigt die die Führer der deutschen Sozialdemokratie selbst auszu- Kommission vertraulich besprochen wird, an die Oeffentlichkeit zu lungen zu richten. Etwas anderes wollte ich damit nicht ausstellen die Freundlichkeit hatten", beweisen. bringen." Feuilleton. Am Exil. von Marie Runert. [ Nachdruck verbo ten.] 62 trächtigkeit begangen halen, wenn ich nicht gefürchtet hätte, nicht nur mir, sondern auch den Meinigen den Lebensunterhalt abzuschneiden. Glaubst Du mir, Messant? Armer Bursche! sagte René mitleidig. drücken." einige Aufsätze und Skizzen zu veröffentlichen. Eine schwache Bewegung der Sympathie schien sich für ihn geltend zu machen, seit man wußte, daß er verwundet war, und die letzten Monate waren einträglich genug gevesen, um ihm zu gestatten, daß er seine Genesung geduldig abwartete. O ja, armer Bursche! erwiderte Cayrolaz. Ein armer Bursche, der das Gewand eines bezahlten Spaßmachers Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersehung jetzt fest auf dem Gesicht. Schließlich bin ich wirklich so Herzensbruder, ihm nur ein lakonisches Billet geschickt, bas trägt! Da ich sie so lange getragen, klebt die Maste Allein, warum hatte sein Freund Henri Roveran, sein geworden, wie ich sein wollte. Ich habe schließlich mit sich unter der Fülle der übrigen Bezeugungen der TheilCayrolaz schwieg einige Augenblicke. Er schien vor der Ehre und dem Leben von Menschen gespielt, die hundert nahme und der Wünsche fast verlor? Hené wußte, daß er einem Geständniß, das ihm schwer wurde, zu zögern. Endlich mal besser waren, als ich, und ich weiß wirklich nicht sich nach ihm erkundigt hatte, als seine Thür noch vor begann er mit der plöglichen Entschlossenheit eines mehr, ob ich noch im stande bin, wieder in die Haut des anderen verschlossen gehalten wurde. Aber seitdem waren Wiannes, der sich in das Wasser stürzt, mit leiser Stimme: braven Burschen, der seinen Freunden, wenn nicht gar nur diese wenigen Zeilen gekommen. Zweifellos war Henri Du mußt alles erfahren. Ich fürchtete meine Stellung feinen Jocen treu bleibt, zurückzukriechen. Doch habe ich für die Osterferien nach der Schweiz gegangen. Und denn beim Unparteiischen" zu verlieren, weil ich Geld es versucht. Am Tage nach unserem Tuell habe ich den noch verwunderte und betrübte dieses Schweigen den brauchte, viel Geld. Du fragst, warum? Nun, ich über- Unparteiischen" laufen lassen. Es war mir, als müßte Rekonvaleszenten. liefere Dir mein Geheimniß. Ich habe eine Frau und vier ich dort fortan in Dein Blut getauchtes Brot essen. Ich Endlich erkannte er den Poststempel Vevey auf einem Kinder. Eine Frau, die ich nicht heirathen kann, weil sie weiß wohl, daß dadurch nichts besser wird, leider. Willst schwarzumränderten Briefe, den er in fieberhafter Haft nicht verheirathet ist, eine Französin, die mich dort drüben in Tu mir trotzdem verzeihen, Messant, und mir die Hand ohne eine Vorahnung öffnete. Das Schreiben lautete Amerika geliebt, die mir alles geopfert hat, die mir nach reichen? Paris gefolgt ist und der ich, das wirst Du zugeben, ein Stück Brot und auch ein wenig Komfort schuldig bin. Für sie und unsere Kleinen habe ich soviel zusammengeschrieben, den Rücken gebeugt, bin ich eine Schreibmaschine geworden, ein Mädchen für alles. Wir wollten eben leben. Cayralaz las auf René's Antlig ein nur schlecht verhülltes Staunen. Er fuhr traurig fort: René reichte ihm schweigend die Hand. In diesem Augenblick erschien Frau Messant, die durch die lange Tauer der Unterhaltung, die den Kranken ermüden mußte, beunruhigt war. Ihr Sohn wies auf Cayrolaz, der gedemüthigt und traurig mit gesenktem Kopfe fortging. Mutter, sagte er, gieb ihm auch die Hand. Er ist unglücklicher als ich. XVIII. folgendermaßen: Mein lieber Lehrer und Freund, Nein, wir haben Sie hier nicht vergessen, wir haben in der letzten Zeit viel an Sie gedacht. Doch waren wir selbst durch sehr ernste Ereignisse in Anspruch genommen. Meine Schwester ist seit drei Wochen Wittwe René unterdrückte einen Schrei. Annette, Wittwe! Annette frei! Wollte das Glück ihm wirklich noch einmal leuchten? Mit der mitleidlosen Grausamkeit der LeidenIch verstehe, Du erkennst Cayrolaz nicht wieder, der Und wieder verging ein Tag nach dem andern. René schaft gegen alles, was sich ihr in den Weg stellt, sah er in immer fagte: Jch pfeife auf alles. Siebst Tu, ich will begann aufzustehen und umherzugehen. Aber als er zum dem Tode des Mannes, der ihn von der jungen Frau mich nicht besser machen, als ich bin. Ich bin der Ver- ersten Male die Treppe hinabsteigen wollte, war seine Wunde trennte, nur das Verschwinden eines Hindernisses. suchung gegenüber schwach. Ich liebe ein behagliches Leben, aufgebrochen, und er war von neuem zur Ruhe verurtheilt. Er wollte weiterlesen. Aber der Brief zitterte ihm ich mache es mir zum Vorwurf. Ich habe nicht, wie Verdier Tennoch litt er weniger, als er gefürchtet hatte, unter in der Hand, die Buchstaben tanzten ihm vor den Augen. und Du, den Muth, arm zu sein. Aber, glaube mir, ich dieser gezwungenen Muße. Er konnte lesen, schreiben, und Er mußte einige Minuten warten, um die Fortsetzung lesen würde niemals einen Freund verrathen, eine Nieder- es war ihm sogar durch Cayrolaz' Vermittelung gelungen, zu können. Diese Erklärung Grillenberger's, welche jeben Zweifel| Reichstags vom 10. Januar 1886( Sten. Ber. S. 392) und zur deutschen Gewerbezählung Mit keinem Worte nimmt er Notiz von derselben, das gegen schreibt er: Was würde in Frankreich damals einem Abgeordneten geschehen sein, der offen in der Kammer eingeftanden hätte, er wolle fein Abgeordneten- Mandat nur dazu mißbrauchen, um die vertraulichen Mittheilungen des Kriegsministers in der Heeres Budgetkommission der Oeffentlichkeit zu verrathen?" Als zweites amtliches Zeugniß führt Herr Blum, eine Rede unseres verstorbenen Genossen Hasenclever an.. Blum schreibt da: Am 8. Januar 1887, furz vor der Auflösung des Reichs. ta gs wegen Verweigerung des Septennats und der Wehr vorlage, sagte Herr Hasenclever: " = " vom 14. Juni 1895. über das Verhalten unserer Abgeordneten gegenüber even- dem Abgeordneten Dr. Göz in der Reichstagssigung vom tuellen vertraulichen Mittheilungen ausschloß, unter 5. Mai 1887( Sten. Ber. S. 445). schlägt Hans Blum seinen Lesern. Die bei den Arbeiten des Herrn Blum übliche In Nr. 299 des Vorwärts" hatten wir die neue deutsche Schlamperei zeigt sich zunächst wieder darin, daß Herr von Berufsstatistit einer Besprechung unterzogen und nur nebenbei Friesen im Jahre 1886 gar nicht Abgeordneter zum den Gewerbebogen mit ein paar Worten gestreift. Bei der großen Reichstag war, sondern erst im Februar gelegentlich der Wichtigkeit dieses Gegenstandes- werden doch die Ergebnisse sogenannten Faschingswahlen gewählt wurde. Daß die dieser Erhebung nicht nur wissenschaftlich von hohem Werthe Enthüllung also nicht am 10. Januar 1886 im Reichstage fein, insbesondere nach der Richtung des zahlenmäßigen Nachgemacht sein fonnte, ist klar. weises der Fortschritte in der Aufsaugung der Klein betriebe durch die Großbetriebe, sondern auch auch einer Allerdings hat Herr von Friesen im Reichstag einmal Reihe gesetzgeberischer Maßnahmen für lange Jahre als zahlenin Enthüllungen über die Sozialdemokratie" gemacht, das mäßige Grundlage bienen verlohnt es sich wohl, der Gewerbewar aber am 10. Januar 1889 und das Nähere darüber zählung ein paar besondere Betrachtungen zu widmen. Ueber den landwirthschaftlichen Fragebogen, die sogenannte ist auf Seite 372. f. im Sten. Ber. nachzulesen. Herr von Friesen führte in der betreffenden Landwirthschaftskarte fönnen wir uns furz faffen. Um einem Sigung aus: der wichtigsten statistischen Prinzipien, der Vergleichbarkeit mit Wir haben Beweise in die Hände bekommen, die ein früheren Erhebungen gerecht zu werden, lehnt sie sich zweckmäßig Licht darauf werfen, warum unsere Wähler den Herren Sozial- an das 1882er Formular an, nur sind einzelne Fragen präziſer demokraten ihre Stimmen nicht gegeben haben. Sie baben auf gefaßt oder genauer ausgeführt. Während z. B. 1882 nach der dem Tage in St. Gallen am 8. und 4. Oftober 1887 einen Größe der zur Haushaltung gehörigen Fläche gefragt und Bericht erstattet über ihre Kassenverhältnisse; in diesem Berichte erst in den Erläuterungen hinzugefügt wurde, daß hierunter haben sie angegeben, daß sie 52 907 M. aus Frankreich zu den Wirthschaftseinheit, also nicht rechtliche zu verstehen sei, iſt Wahlen bekommen haben.( hört! hört!) Daß das fächsische diesmal gleich nach der Größe der von der Haushaltung aus Bolt teine Luft hat, Herren zu wählen, die aus Frankreich zu so überaus wichtigen Besitzverhältnisses war 1882 nur die Pachtung bewirthschafteten Gesammtfläche gefragt worden. Hinsichtlich des den Wablen unterstützt werden, das ist wohl sehr erklärlich." Auf diese Anzapfung antwortete unser Genosse Bebel erfragt worden, 1895 ift eine weitgehendere Detaillirung eingetreten, in derselben Sigung in Gestalt einer persönlichen Bemerkung manch neuen Aufschluß geben und somit die Beurtheilung der die, wenn fie gut ausgearbeitet wird, über die Befihvertheilung 2c. eftalt eine fofort wie folgt: sozialen und ökonomischen Verhältnisse in der Landwirthschaft Der Abgeordnete Frhr. v. Friesen hat bezug genommen auf wesentlich fördern wird. So wird gefragt nach der Größe des den Kassenbericht, der auf dem St. Gallener Kongreß erstattet auf Halbscheid oder gegen einen anderen Ertragsantheil be= wurde, und der Berichterstatter war ich, und hat behauptet, daß wirthschafteten Landes", nach dem„ Antheil am Gemeindeland 50 000 m. aus Frankreich an den Wahl-( Almend, Gemeindelose, Bürgerſtück) zur zeitweiligen Benutzung“, fonds sozialdemokratischen Partei geleistet worden nach der Größe des" Deputatlandes"( d. i. Kartoffelland, LeinDiese ganze Behauptung ist total falsch land und dergl. als Theil des Lohnes). Leider ist hier seien. und ich fordere Herrn von Friesen und unwahr, der feine Frage nach gar Güte des Bodens gestellt. auf, mir den offiziellen Bericht zu zeigen, in dem diese An- 63 wäre ja auch sonst Gefahr vorhanden, daß den gabe steht. Agrariern höchst unangenehme Thatsachen weiter bekannt würden, Meine Herren, die Sache ist so, die ganze Summe, die die auf ihre so überaus väterliche Arbeiterfürsorge doch ein beaufgeführt ist, bezieht sich auf das Ausland überhaupt, und denkliches Streiflicht werfen würden, zum Beispiel wenn sich so darunter sind weit über 40 000 m. aus den Vereinigten herausstellte, daß das dem Arbeiter als Theil des Lohnes eine Staaten von Amerita. Die übrigen Summen sind aus geräumte Deputatland zum großen Theil auf minderwerthigem der Schweiz, aus England u. f. w. und aus Frankreich Sandboden liegt u. f. w. sind im ganzen vielleicht leider nur 300 Frants eingegangen." Wenn Sie das Bolt(!) durch das Sozialistengeset so arg quälen, dann können Sie auch in Zeiten der Gefahr auf das Bolt sich nicht verlassen( Lachen). Und am 12. Januar( Sten. Bericht S. 362) ſette er hinzu:„ Ein Krieg( gegen Frankreich) erscheint dem arbeitenden Volk als gar keine Gefahr." Ferner S. 364: Wir werden uns der Abstimmung enthalten( ab) wie 1870! Wir wollen diesen häuslichen Krieg(!)- Senn weiter ist es doch nichts nicht stören." Für die Schlamperei, mit der Herr Blum seine Artikel zusammen stolpert, ist es bezeichnend, daß Hasenclever am 8. Januar 1887 überhaupt nicht gesprochen hat. Die am 12. Janaur gehaltene Rede unseres Genossen, aus der Herr Blum einzelne Säße heraus geriffen hat, um dadurch ein total entstelltes und gefälschtes Bild zu geben, lautet wie folgt( St. B. S. 362): " M. S.! Es ist ganz etwas anderes, wenn Sie im Lande felbst das Bolt zur Bertheidigung seiner Interessen aufrufen fönnen. Wenn Sie das Volt so stellen, daß es dem Vaterlande treu sein will, wenn Sie solche Einrichtungen treffen, dann wird feine Kriegsgefahr vorhanden sein. Aber wenn Sie das Bolt durch das Sozialistengesetz, durch Polizeimaßregeln, durch die sogenannte Buttfamerei fo arg quälen, dann können Sie auch in Zeiten der Gefahr auf das Volt sich nicht verlassen.( Lachen.) Wenn Fürst Bismard erklärt hat, daß die Männer, welche Unglück durch ihr Verhalten über das Vaterland herauf beschwören, eigentlich zur Verantwortung gezogen werden müßten, so will ich dem nicht widersprechen. Aber ich erkläre, wenn er alle Leute, die schon Unglück über das Vaterland heraufbeschworen haben, zur Rechenschaft dereinst einmal ziehen will, so fann er sich in seiner Nachbarschaft umsehen, von wo aus so viel Unglück gegenwärtig über das Vaterland heraufbeschworen, daß ein Krieg unter Umständen dem arbeitenden Volkt als gar feine Gefahr erscheint. So steht die Sache! tlärte Hasenclever: " Die Bemerkung wegen dem häuslichen Krieg", welche Blum in einer Form bringt, als ob Hasenclever einen eventuellen Krieg in Frankreich damit habe bezeichnen wollen, befindet sich auf Seite 366 der der Stenographischen Berichte und bezieht sich auf Anträge der liberalen Parteien, die Präsenzziffer nur auf drei statt, wie die Regierung verlangte, auf sieben Jahre zu bewilligen, Jn bezug auf diesen nebensächlichen Punkt er „ Wir werden nun bei der Abstimmung, ob sie heute, ob sie morgen fommt, bei allen diesen Amendements, auch beim Amendement Payer, uns der Abstimmung enthalten.( Ausruf: Ah!) Wir wollen diesen häuslichen Krieg denn weiter ist er doch nichts nicht stören; für uns ist es teine Prinzipienfrage, ob drei Jahre, ob sieben Jahre." Herr Blum behauptet weiter in seinem Artikel, daß die sozialdemokratische Partei 1887 als Großpensionärin Frankreichs in den Wahlkampf gezogen sei. Und zwar soll dies ganz in " denselben Gesinnungen und Absichten gefchehen sein, welche jene unbekannten fozialdemokratischen Pensionäre Boulangers bis zum Borabend des Striegsausbruchs" in ihres Herzens Schrein verschlossen. Denn das amtliche Parteiblatt, der Sozialdemokrat", brachte im Januar 1887 an feiner Spize die Quittungen über die aus Frankreich an die deutsche Sozialdemokratie für Reichstagswahlen eingelaufenen sehr bedeutenden Bei träge. Und unmittelbar darunter, als Gegenleistung, franzöfifchen Spendern die vaterlandslose Gesinnung der einen Leitartikel zu den Reichstagswahlen", welcher den deutschen Sozialdemokratie zur weitestgehenden Verfügung stellte. Denn da heißt es: Die Reichstags- Wahlen bedeuten nichts anderes, als einen Protest gegen alles, was im Reiche besteht, gegen das Reich felbst, gegen die taiferliche Regierung, gegen die Gesellschafts. ordnung, gegen die Heeresmacht des Reiches, gegen die Produktionsweise, furz gegen alles." Enthüllt sollen nach Blum alle diese Dinge sein durch die Abgeordneten v. Friesen in der Sitzung des Sie wollen wissen, wie sich dies zugetragen hat? Habe ich Ihnen gesagt, daß Herr de Marnand( der Vater) vor acht Monaten gestorben ist? Sein Sohn war kaum Herr des Vermögens, als er sich daran machte, es mit einem höllischen Durst zu vertrinken. Was mein Schwager in diesem Winter an Yvorne fließen, an Champagner schäumen ließ! Wie oft hat der Unglückliche seine Vernunft im Glase gelassen! über der Statt die von Bebel geforderten Beweise für seine Behauptung beizubringen, quittirte der sächsische Junker über die ihm applizirte Ohrfeige wie folgt: Auch hinsichtlich der Benuhung landwirthschaftlicher Maschinen ist eine bemerkenswerthe Erweiterung des Fragebogens eingetreten. 1882 begnügte man sich noch damit, fünf Arbeitsmaschinen zu erfragen, 1895 ist diese Bahl auf 10, also das Doppelte gestiegen, auch ein Zeichen dafür, daß unsere Landwirthschaft aus dem Der Herr Abgeordnete Bebel hat mich aufgefordert, ihm alten kleinbäuerlichen Betrieb, wo der Bauer mit eigener Hand den Machweis darüber zu bringen, daß in dem Rechenschafts- und den althergebrachten Geräthen. den ererbten Acker bestellt, bericht die 50 000 M. aus Frankreich gestammt hätten. Ich fich immer mehr in moderne großkapitalistische Unternehmungen gebe zu, daß ich mich darin irren fann, daß sie nicht umwandelt, daß auch hier mehr und mehr an stelle der Hand- die allein aus Frankreich, sondern auch aus Amerika und anderen Maschinenarbeit tritt. Außer den Fragen nach dem Viehstand folgen schließlich Staaten eingegangen find. Sie sind aber sicher vom Auslande eingegangen, und Herr Bebel hätte die 50 000 art noch ein paar Fragen über die landwirthschaftlichen Nebenauch genommen, wenn sie aus Frankreich gegewerbe. Ueber die landwirthschaftlichen Arbeiter, tommen wären, denn er hat gesagt: leider haben wir aus die doch gewiß mit in erster Linie zum Landwirthschaftsbetriebe gehören, über ihre Bahl, ihre Stellung, als Tagelöhner, als InftFrankreich nur 300 W. bekommen. Daß Herr Blum diese schmähliche Retirade seines mann, als Hofgänger, als Knecht oder Magd, über ihr Ges Landsmannes und Kartellbruders verschweigt und ebenso schlecht, über ihren Zivilstand( ob verheirathet) u. s. w., darüber verlautet nicht das mindeste. Auch nach der Verwendung jugenddie Richtigstellung unseres Genossen Bebel, ist selbst- licher Arbeiter wird natürlich nicht gefragt. Es wäre boch auch verständlich. ärgerlich, wenn zahlenmäßig festgestellt würde, wieviel arme Was die weiteren Angaben Blum's betrifft, wonach Kinder 3. B. die Schule versäumen müssen, damit die für OrdDr. Göz enthüllt haben soll, daß der Sozialdemokrat" im nung, Sitte und Profit fämpfenden Zuckerbarone ihre Rüben Dies gänzliche Ignoriren Januar 1887 an seiner Spize die Quittungen über die aus billig verziehen lassen tönnen. Frankreich an die deutsche Sozialdemokratie für Reichstags- der Verhältnisse der Landarbeiter ist in der That auffallend, als schon private private Vereinigungen, wahlen eingelaufenen sehr bedeutenden Beiträge" enthalten um fo auffallender, habe, und daß als Gegenleistung" dafür unmittelbar wie der Verein für Sozialpolitit, sich bemüht haben, diese darunter" ein Artikel gestanden habe, welcher den fran- empfindliche Lücke durch private Erhebungen auszufüllen. zösischen Spendern die vaterlandslose Gesinnung der deutschen Sozialdemokratie zur weitestgehendsten Verfügung stellte", so wissen wir nicht, ob Blum seinen Parteigenoffen auch falsch oder ob er ihn ehrlich zitirt. durch amtliche Zeugnisse à la Blum Was wir aber wissen und jeden Moment zwar nicht - aber durch die be durch amtliche Zeugnisse à la Blum treffenden Nummern des genannten Blattes beweisen können, ist, daß die Angaben des Blum'schen Artikels auch in diesem den fünf Nummern des Sozialdemokrat", welche im Monat Punkte von A- 3 erfunden und erlogen sind. Weber in Januar 1887 erschienen find, befindet sich ein Artikel, in dem das von Blum enthüllte" Zitat enthalten ist, noch hat jemals ein solcher Satz überhaupt in dem genannten Blatte gestanden. Das Bitat ist eine aus den Fingern gefogene Lüge. Was aus Frankreich überhaupt an Geld tam zu den 87 er Wahlen, darüber hat Bebel vorstehend klaren Wein eingeschenkt. So also sehen die ,, amtlichen Zeugnisse" des Herrn Blum aus. scheint in der That, als ob die amtliche Statistit, ebenso wie der Bund der Landwirthe, die Nothlage der Landwirthschaft nur darin erblickt, daß die fallende Grundrente die ewig leere Tasche die Agrarier nicht mehr ausreichend füllt, aber die Nothlage der Landarbeiter ja Bauer, das ist ganz was anderes. Die neue deutsche Statistik hat höhere Aufgaben, als daß sie sich hierum fümmern fönnte. Weit höheres Interesse bietet uns der Gewerbebogen, aus deffen Ergebnissen nachher ein genaues Gesammtbild der deutschen ber Fragen aus( 14 zum theil sehr ausführliche und detaillirte gewerblichen Thätigkeit hervorgehen soll. Er zeichnet sich schon Fragen und zwei Anhänge). Während vor der Gewerbefreiheit die einzelnen Zweige ges werblicher Thätigkeit scharf von einander abgegrenzt und daher statistisch leicht erfaßbar war, änderte sich dies nacher vollkommen. Die fiarren Grenzen wurden fließend und die Statistik sah sich Was es aber mit den„ bedeutenden Beiträgen" auf sich plötzlich Etablissements gegenüber, die verschiedenartige Gewerbe hat, welche angeblich aus Frankreich geflossen und im in fich vereinigten, die sich daher in die Rubriken, in welche die Statistit die gesammte gewerbliche Thätigkeit zerlegt, nirgends Januar 1887 an der Spitze des Sozialdemokrat" quittirt einreihen fonnten. Man greift daher auch diesmal wieder zu sein sollen, so konstatiren wir, daß während des ganzen dem Mittel, diese Unternehmungen, die mehrere Gewerbe in sich Monats nur in der Nr. 5 ein Beitrag aus Frankreich vereinigen, in soviel selbständige Betriebe zu zerlegen, als sie Bequittirt ist und zwar lautet diese Quittung: P. H. Lyon triebe enthalten, ganz unbekümmert darum, daß hierdurch ein 5 Frks. ganz falsches Bild von unserer gewerblichen Thätigkeit entsteht, daß so zahlen entstehen, die nur fittiv gemacht sind, denen nichts Thatsächliches entspricht. Die Zahl der einzelnen Eisenbahnzüge macht nicht den Werth der Eisenbahnen aus, sondern ihr Jneinanderarbeiten, das einheitliche planmäßige Gefüge diefer gewaltigen Organisation. Was sagt mir das, wenn ich weiß, in einer Stadt besteht ein Kohlen- und Eisen- Bergipert, ein Hochofen, Unsere Leser werden jetzt begreifen, warum das eine Eisengießerei, gegenüber der volkswirthschaftlich so eminent Ich würde Ihnen von dieser unangenehmen Seite feines Lebens nichts erzählen, wenn sie nicht die Ursache seines Leipziger Tageblatt" trotz der Blum'schen Beweise" nach wichtigen Thatsache, daß diese vier Etablissements einer einheit Todes gewesen wäre. Am Abend des 28. März hatte mein Quittungen über die ausgezahlten Bestechungssummen lichen Produktion von Eisenwaaren dienen? Und was nüht dieser Auflösung eines Betriebes in feine einzelnen Theile Echwager nach einem sehr reichlichen Souper mit Kameraden schreit, wie der Hirsch nach frischem Waffer. die Joee, eine Rahnfahrt bei Mondschein zu machen. Das Tageblatt fennt den Werth der Blum'schen Bes bei den detaillirten Fragen gegenüber nachher eine färglidhje außerdem wird durch diese widernatürliche Trennung noch Wahrscheinlich waren die Herren weder im Kopf noch in weise", es weiß, daß es sich dabei nicht nur um Fälschungen, Nennung des Gesammtbetriebes, wie sie Frage 14 fordert? Und den Füßen mehr fest. Der Kahn schlug um, man eilte sondern auch um dumme und plumpe Lügen handelt, hinter das erreicht, daß die Kleinbetriebe weit zahlreicher erschienen benen gar nichts steckt und die nur Beugniß ablegen für als sie in Wahrheit sind, während die weitgehende Affumulation sofort herbei, um die Unvorsichtigen zu retten. Herr der Industrie im Dunkel bleibt. de Marnand, der am längsten im Wasser gewesen war, die blinde und ohnmächtige Wuth unserer Gegner. Herr Blum erzählt im Eingange seines Artikels, daß In der Berufsstatistik ist die Einheit, auf welche die Er wurde bewußtlos in das Haus getragen. Eine Stunde in dem Prozeß, den er gegen uns angestrengt hat, das hebung zurückgeht, das einzelne Individuum, deſſen Beruf sie erspäter war alles zu Ende. Eine Kongestion, sagte uns Gericht zur Annahme kam, daß er zwar die Behaup fragt; in der Gewerbestatifit iſt es der einzelne Betrieb; ſein der Arzt. Sie können sich denken, welche Unruhe dieser Unglücks- tungen in seinem Werke gutgläubig aufgestellt habe, daß Besitzer, die Art und Dauer des Betriebes, die in ihm beschäftigten Arbeiter, die in ihm benutten Maschinen, das sind fall mit sich brachte. Aber dies allein hinderte mich nicht, fie aber nicht erwiesen seien." Mit dem Besigverhältniß beschäftigen fich 6 Fragen. Ihnen zu schreiben. Wir wollten nicht, daß Sie durch eine In dem betreffenden Prozeß gegen uns hatte sich Herr die Momente, worauf der Gewerbebogen sein Augenmerk richtet. der üblichen Traueranzeigen in Ihrem Krantenbette über- Hans Blum geweigert, sein Beweismaterial vorzuführen, Frage nach Name und Firma, 2 nach der Wohnung des Besitzers, rascht werden sollten und haben einige Zeit gewartet in der dasselbe konnte also vor Gericht nicht auf seinen Werth ges 6 nach den Kompagnons, 7 ob eine Gesellschaft oder Storporation Hoffnung, daß dieser Brief Sie wieder wohlauf finden prüft werden. Jetzt kennen wir dies Material und wir. f. w. Besitzerin ist, 8 ob Bächter, Administrator u. f. w., und haben nachgewiesen, daß es Sa z für Gaz gefälscht 9 ob das Gewerbe den Hauptberuf oder nur eine Nebenbeschäftigung des Besizers ausmacht? Wie ersichtlich, wird das Schreiben Sie uns bald, und glauben Sie sowie Ihre ist, oder aus frei erfundenen Lügen besteht. In Zukunft wird kein Richter mehr Gutgläubigkeit hin ausreichend erfragt, was ja in einem Klassenstaate, wo der Besitzverhältniß mit aller Sorgfalt und nach allen Richtungen Mutter an unsere herzliche Zuneigung. annehmen können, sondern es wird nur mehr die Thatsache Besitz das Maßgebende ift, weiter nicht Wunder nehmen kann. Ihr ergebener zu konstatiren bleiben, daß mit einer Frivolität ohne gleichen Hinsichtlich des Gewerbebetriebes selbst wird in Frage 3 René las den Brief noch einmal, wie wenn er fürchtete, gegen die größte politische Partei Deutschlands die Ver nach dem Eig, in Frage 4 nach der genauen Art respettive der Spielball einer Einbildung zu sein. Er erwog alle leumdung in die Welt geschleudert wurde, ihre Führer Spezialität gefragt, während Frage 5 die Dauer des Betriebes Säge aufs genaueste und suchte in die Gedanken des haben gegen Bestechung die Hand zum Landesverrath im Jahre, also die Saisonarbeit, berührt. Hier lag noch eine Frage nabe, die für die Produktion eines Gewerbebetriebes von Echreibers einzubringen, er glaubte zwischen den Zeilen geboten. Der Verleumber ist entlarvt sein Urtheil brauchen größter Wichtigkeit ist, die Frage, ob die betreffende UnterAnnette zu sehen, die nicht untröstlich war, und als er daran Doch hat man es offenbar vorgezogen, über diesen figlichen dachte, was von nun an Möglichkeit war, wurde er ganz wir nicht niederzuschreiben, jeder anständig Denkende wird nehmung einem Kartell, Ringe oder bergleichen angehört. es selber finden. Punkt den Mantel des Schweigens zu decken. Gine Sache, bleich und seine Augen flammten. womit sich nicht nur der Parteitag der Sozialdemokratie, ( Fortfezung folgt.) würde. Henri Roveray." 1 fondern auch der altmodische Verein für Sozialpolitit beschäftigte, I zum Bollkriege mit Spanien liefern sollte. Die nächste| Hoffentlich wird eine möglichst klare Darstellung des Falles ist denn doch zu modern, als daß sie für amtliche Statistiker Sigung findet erst Dienstag statt. das Ergebniß des Prozesses sein. Interesse haben könnte. Petroleum, Benzin, Aether, Aether, Heißluft, Druckluft, GletElek fräfte, $ " Den breitesten Haum, wenn auch nicht der Bahl, sondern Der Schutz der Flößerknechte. Der Abgeordnete Bum Stadthagen'schen Falle. In unfree Erwiderung an der Ausführlichkeit, der Fragestellung nach, nehmen die Fragen BI a de hat heute im Reichstag behauptet, daß wir in die National- Beitung" in Nr. 19 des Vorwärts" hatte sich ein nach den Maschinen und dem Arbeiterpersonal ein. Und mit unserem Leitartikel vom 28. Dezember" Der Schutz der ſinnentstellender Fehler eingeschlichen. Es mußte dort statt Recht, sind sie doch die beiden wesentlichsten Faktoren unserer Flößerknechte" bewußt die Unwahrheit gefagt hätten, als 89 der Gewerbe- Ordnung heißen:§ 89 der Ge modernen Induſtrie. Frage 11 bezieht sich auf die Art der be wir behauptet haben, daß durch den Gesezentwurf über die bühren- Ordnung für Rechtsanwälte. nugten Kraftmaschinen, ob Wind, Waffer, Dampf, as, lößerei die betheiligten Arbeiter in die Klasse der Die gefälschte Emser Depesche. In unserer Nummer trizität u. f. w., Frage 12 auf die Anzahl der Pferde. Dienstboten hinabgedrückt werden. Das ist keine bevom 13. d. M. wandten wir uns gegen eine von vielen welchen diese Kraft oder Umtriebs Maschinen mußte unwahrheit, sondern es ist die Wahrheit, reaktionären Blättern veröffentlichte Notiz, die unter Bezugentsprechen. In Frage 13 wird die Zahl und Art der Arbeits- und wir halten diese Aeußerung aufrecht. Die Flößernahme auf ein Bitat aus einem Briefe des Berliner Korres maschinen in betracht gezogen. In einem angehängten Verknechte werden nicht ausdrücklich der Gesinde- Ordnung unter- spondenten der Neuen Zeit" die Fälschung der Emser zeichniß sind für 6 Gewerbe( Industrie der Steine und Erden, stellt, das haben wir nicht gesagt; sie unterstehen sogar in Depesche bestritt. Wir sagten auf grund dieses Bitats Nahrungsmittel Industrie, Holzindustrie, Textilindustrie, Metall gewiffen, ausdrücklich genannten Punkten der Gewerbe von dem Verfasser des Briefes, dem das Zitat entund Maschinenindustrie und Papier- und typographische In Ordnung. Aber das ausschlaggebende ist, daß die nommen, er sei mit den Thatsachen nicht vertraut". Wir dustrie), die in ihnen besonders zur Verwendung kommenden Arbeitsmaschinen, Apparate, Defen u. f. w." aufgestellt, wobei wesentlichen, die Verhältnisse der Flößerknechte regelnden Be- hatten damals aber die z. B. bei der Gewerbezählung von 1875 gegebene Voll- stimmungen des Gesezentwurfs die Flößerknechte eben in die ständigkeit bei weitem nicht erreicht wird. Klasse der Dienstboten hinabdrücken. Es heißt da z. B. in§ 18: a) thätige Inhaber, Mitinhaber, Pächter, Geschäftsleiter b) Verwaltungs, Komptoirs und Bureaupersonal( Proku riften, Disponenten, Buchhalter, Rechnungsführer, Schreiber, Lehrlinge 2c., auch Handlungsreisende), darunter Lehrlinge:... männl., weibl. beamte), Gin Floßmann, welcher dem Antritt oder der Fort fehung des Dienstes sich rechtswidrig entzieht, fann durch die Polizeibehörde zwangsweise zur Erfüllung seiner Pflicht angehalten werden." Und in§19: „ Er darf das Floß ohne Erlaubniß des Floßiührers nicht verlassen." Bundesrath. Entwürfen Don damals den Brief selbst nicht gelesen, und jetzt, nachdem wir dies gethan, und nachdem der Verfasser Dr. Franz Mehring in der letzten Nummer der " Neuen Zeit" sich über die Sache ausgesprochen, stehen wir nicht an, zu erklären, daß der betreffende Brief nicht die von uns vermuthete polemische Spitze des aus dem Zu fammenhang gerissenen Zitats hatte, und daß unsere Notiz auf falschen Voraussetzungen beruhte. Dr. Franz Mehring ist weder direkt noch indirekt für„ die patriotische Legende" eingetreten, wie es von der Depesche von Bismarck gefälscht war, wird von Dr. Franz reaktionären Presse behauptet wurde. Daß die Emfer Depesche von Bismarck gefälscht war, wird von Dr. Franz Strieg ohne diese Fälschung ausgebrochen wäre, wollen Mehring nicht bestritten. Und über die Frage, ob der wir hier nicht streiten. Es genügt uns, daß die sogenannte Emser Depesche" gefälscht war und zwar nach dem Geständniß des Fälschers selbst und seiner Gehilfen: in der Absicht, den Krieg unvermeidlich zu machen und unmittelbar herbeizuführen. Es bleibt nun noch die Erhebung hinsichtlich des Arbeitspersonals übrig, womit sich die sehr ausführliche Frage 10 und 8b beschäftigt. Die Hausindustriellen, um dies gleich vorweg zu nehmen, werden auch diesmal wieder zum theil doppelt erfaßt werden, einmal wird der Unternehmer unter 10Ba die Hausindustriellen angeben, die in deren eigener Wohnung für ihn arbeiten, und dann werden sie selbst, soweit sie mit Gehilfen oder ihren Familienmitgliedern in ihrer eigenen Wohnung für ein fremdes Geschäft arbeiten", sich in Frage, 8b eintragen. Das sind Bestimmungen, genau wie sie in der Gesinde. Leider ist bei den mitarbeitenden Familienangehörigen der ordnung den Dienst boten auferlegt sind, während die Sausindustriellen garnicht nach dem Alter gefragt, während der Gewerbeordnung unterstehenden freien" Arbeiter bei doch gerade deren Kinder schon im gartesten Alter für Zwiftigkeiten mit dem Arbeitgeber nicht polizeilich zur den Geldsack des Unternehmers der Arbeit harte Qual auf Verrichtung der Arbeit gezwungen werden können und sich nehmen müssen. Ob bei dieser Fragestellung das sogenannte sweating System, die Zwischenmeister und ähnliche Blutsauger gesetzlich nicht gehindert sind, die Fabrik zc. in jedem erfaßt werden, was doch so bitter nöthig wäre, erscheint uns Augenblick zu verlassen. Der industrielle Arbeiter 2c. ist zum mindesten sehr zweifelhaft. Von den außerhalb der eben persönlich frei" und der Floßmann ist, wie der DienstBetriebsstätten thätigen Arbeitern werden außer den er bote, persönlich unfrei. wähnten Hausindustriellen, Heimarbeitern u. s. w. noch die Bei dieser Eachlage dürfen wir jeden Ehrlichen die Polizeimaßregeln gegen Korrespondenten auss Saufirer nnd die in Straf- und Befferungsanstalten für ein Beantwortung der Frage überlassen, ob wir in dem zitirten fändischer Zeitungen. Jemand, der nachweislich in HofGeschäft thätigen Berfonen erfragt, und zwar für alle drei Arten Artikel bewußt die Unwahrheit gesagt haben, wenn es da und Regierungs- Angelegenheiten durch langjährige Berdie Zahl der am 14. Juni thätigen, und die Zahl der im Durch hieß, daß die Flößerknechte in die Klasse bindungen gut unterrichtet ist, theilt uns heute mit, daß schnitt des Jahres oder der Betriebszeit in der Regel thätigen, ber Dienstboten hinabgedrückt werden, Herr v. Köller neben anderen Ueberraschungen auch die beide nach Geschlechtern geschieden. Die innerhalb der Betriebsstätten beschäftigten Arbeiter oder ob wir die Wahrheit gesprochen. Wiederauflebung der berüchtigten Abschiebungs- Systems werden in 4 Gruppen getheilt, während 1882 b und c noch verDem Entwurf eines Zabatsteuer. solcher auswärtiger Zeitungsforrespondenten plant, welche einigt waren: Gesezes, dem Entwurf eines Gesetzes, betreffend die ander sich durch ihre Berichte über deutsche Angelegenheiten etwa dem Entwurf des Etatsgesetzes für Elsaß- Lothringen auf das falls der Reichstag keinen Strich durch die reaktionäre weite Ordnung des Finanzwesens des Reichs, läftig gemacht haben. Also auch in dieser Richtung wird, Etatsjahr 1895/96, der Borlage wegen Behandlung der ab- Rechnung macht, der ehemalige Krüger'sche Polizeikurs gestempelten Schuldverschreibungen der russischen ersten Staats- wieder vollständig zu seinem Rechte gelangen. Besonders Prämienanleihe von 1864, c) technisches Aufsichtspersonal und höhere Techniker( Insowie den Ausschußanträgen aber soll, wie wir hören, solchen Berichterstattern das den ชิน genieure, Chemifer, Wertführer und sonstige Betriebs- treffend Ausnahmen von dem Verbot der fonen allerlei Wittheilungen erlauben, welche deren HandBestimmungen be Handwerk gelegt werden, die sich über, hochgestellte PerSonntagsarbeit in gewerblichen Anlagen, d) anderes Personal( Gehilfen), mit Einschluß der gewerbs und zu dem Entwurf einer Verordnung wegen lungen, Worte ze. angehen. Man ist gerade in bezug auf mäßig und regelmäßig als Gehilfen, Gefellen, Lehrlinge de 3 völligen Inkrafttretens der auf die Sonn- diesen Punkt an bestimmten Stellen in letzter Zeit überaus im Betriebe beschäftigten Familienangehörigen. Die unter d zusammengefaßten Arbeiter werden dann wiederum werbe- Ordnung 3- Novelle vom 1. Juni 1891 wurde von den verfluchten Preßbeugeln" ist an gewissen Orten tagsrube bezüglichen Bestimmungen der Gesempfindlich geworden, und das betanute Epitheton ornans nach ihrer thatsächlichen Beschäftigung und in gelernte und uns die Zustimmung ertheilt. Den zuständigen Ausschüssen wurden seit einigen Wochen öfter als je vernommen worden. gelernte( gelernte Arbeiter sind solche, die in der nebenbezeichneten überwiesen der Reichstagsbeschluß zu der Denkschrift, betreffend Allerlei Schnurrbart und andere kleine höfische Räuber Beschäftigung eine Lehrzeit durchgemacht haben") Arbeiter unterschieden; ein wesentlicher Fortschritt gegen früher, da nun z. B. ein die Ausführung der seit dem Jahre 1875 erlaffenen Anleihegesetze, geschichten sollen dabei wesentlich mitgewirkt haben. Was Stiftenmacher in einer Klavierfabrit nicht mehr unter den Klavier der Reichstagsbeschluß, betr. die Einführung des Befähigungs- werden dazu nun gewisse Berichterstatter der englischen arbeitern, wie bisher figuriren wird, sondern unter den Tischlern zc. nachweises für das Handwerk, die Einrichtung von Handwerker: Blätter sagen, die freilich bis jetzt theilweis noch immer in fammern und die Einschränkung der Beschäftigung der StrafFerner soll für das unter d aufgeführte Personal noch angegeben werden, wie viel in der Regel im Jahresburchschnitt beschäftigt gefangenen, der Entwurf eines Gesetzes über die Ausführung der Wilhelmstraße wie zu Hause aus- und eingehen, und werden, wie viel in der Regel im Jahresdurchschnitt beschäftigt des mit Desterreich- Ungarn abgeschlossenen Bollkartells, so von denen ein Theil durch allerlei Zuwendungen von werden, ob und wie viel verheirathete Frauen und Kinder unter wie der Entwurf eines Gesetzes wegen Abänderung des fleinen Gefälligkeiten bereits zahm gemacht worden ist? 16 Jahren beschäftigt werden, die Zahl der Lehrlinge und die jenigen, welche im Hause des Betriebsunternehmers wohnen. 1. Mai 1879. Von der Nachweisung über die den einzelnen Gesetzes über die Erwerbs- und Wirthschaftsgenossenschaften vom Herr Theodor Reuß sendet uns eine Berichtigingt Lettere Frage hätte auf das gesammte Personal ausgedehnt werden müssen, wenn sie brauchbare Resultate zu tage fördern Bundesstaaten bis Ende Dezember 1894 überwiesenen Beträge an in der er so ziemlich alles, was wir von ihm behaupte sollte. So wohnen die meisten Bäckergesellen im Hause des Reichs- Silber, Nickel- und Kupfermünzen wurde Kenntniß ge- haben, bestreitet und mittheilt, daß er bei der StaatsanwaltMeisters, so wohnt z. B. in der Schultheiß- Brauerei ein großer nommen. Endlich wurde über die Wiederbesehung einer Stelle schaft gegen uns und die Freisinnige Zeitung" den gericht, Theil der Arbeiter in dem Etablissement u. f. w. Doch das sind Theil der Arbeiter in dem Etablissement u. f. w. Doch das sind im Reichs- Versicherungsamt, über die dem Kaiser zu unterlichen Klageweg beschritten hat. Herr Reuß weiß genau nur fleine Ausstellungen. Was wir an diesem Punkte vor allem breitenden Vorschläge wegen Wiederbefeßung von vier Raths: so gut wie wir, daß der Staatsanwalt in diesem Falle im auszusehen haben, ist, daß eine Reihe wichtiger Fragen gänglich ſtellen beim Reichsgericht, sowie über einige Eingaben Beschluß öffentlichen Interesse keine Klage gegen uns erheben kann. fehlt, die zur Erkenntniß unserer sozialen Bustände und für gefaßt, und über einen Arbeitsplatz bei der zoologischen Station Im übrigen sehen wir mit größter Ruhe einem Prozesse unsere reichsdeutsche Sozialgefeßgebung von größtem Werthe in Rovigno Verfügung getroffen. sein müssen. So fehlt jede Frage nach der Arbeitszeit, Steuerwesen und für Handel und Verkehr hielten heute eine Die vereinigten Ausschüsse des Bundesraths für Zoll- und Sieuß contra ,, Vorwärts" entgegen. nach der Ueberstundenarbeit, nach der Sonntagsarbeit, fo Sigung.fehlt jede Frage, ob die nöthigen Sicherheitsvorrichtungen vorhanden, die Schutzmaßregeln getroffen sind, so fehlt Die Tabaksteuervorlage hat heute den Bundesrath auch jede Frage, ob Arbeiterausschüsse vorhanden find passirt und ist in später Abendstunde dem Reichstage zu u. f. w. u. f. 1. Doch wir haben hier nicht auszuführen, was eine wirkliche Gewerbeftatistit in unserem Sinne erfragen vor, doch verschieben wir die Besprechung, die heute auf was eine wirkliche Gewerbestatistik in unserem Sinne erfragen gegangen. Eine Reihe Mittheilungen über dieselbe liegen Betrachtet man den neuen Fragebogen mit dem der 1882er Grundlage des amtlichen Textes des Gesezentwurfes in Bählung, so ergiebt sich, daß er in vielen Punkten sorgfältiger gründlicher Weise unmöglich ist. ausgeführt, detaillirter und umfassender gestaltet ist, daß er aber an wirklich neuen Gesichtspunkten eigentlich garnichts hinzu gefügt hat. müßte. Dolitische Uebersicht. Berlin, ben 26. Januar. so Die Kämpfer für Religion, Ordnung und Sitte unter sich. Die„ Post", der Moniteur des Freiherrn von also in der Nummer, Stumm, bringt heute Abend datirt Sonntag den 27. Januar, an der Spize ihres redat tionellen Textes durch feierlichen Sperrdruck hervorgehoben, folgende Notiz: V Die Schwierigkeiten, mit welchen die Bildung des neuen französischen Kabinets verbunden ist, liegen nicht in politischen, sondern in wirthschaftlichen Fragen und zwar in den zwei Fragen der progressiven Einkommeneiner progressiven Einkommensteuer vor die Kammer steuer und der Zollpolitik. Bourgeois wollte mit dem Plan es ift ferner von ihm bekannt, daß treten, und er sowohl, als der als der Präsident Faure ein Gegner ein großer Theil der Abgeordneten kopfscheu gemacht und der Versuch mißlang, Männer, hinter denen eine zur der jetzt herrschenden Schutzzollpolitik ist. Hierdurch wurde Bildung einer Majorität genügende Zahl von Abgeordneten hatte bisher in der französischen Kammer die Mehrsteht, in das Ministerium zu ziehen. Die Schußzollpartei heit und fie sie fühlt fühlt sich in diesem Augenblick. start, daß fie sogar an eine Erhöhung Freiherr von Stumm Halberg hat den Professor Der Reichstag hat heute schnell gearbeitet. Die Ge- Wagner auffordern lassen, entweder die in seiner durch dabes Weizenzolls denkt. Und wie stark die Abneigung der Dom Bolt" veröffentlichten Erklärung 24. Januar entfete über die Binnenschifffahrt und Flößerei, Gesetz über" altenen beleidigenden Aeußerungen zurückzunehmen oder die kapitalistischen Interessenten gegen die progressive Gindie Berufszählung und Verordnung wegen des Bollzuschlags unter Ehrenmännern übliche Genugthuung zu gewähren. Nachkommensteuer ist, das wissen unsere Leser aus den Briefen gegenüber Spanien wurden in erster Lesung erledigt. In dem Profeffor Wagner beides unter nichtigen Vorwänden ab unseres Gallus Korrespondenten. Und wir sehen es ja Der Fortsetzung der Debatte über die privatrechtlichen Ber- gelehnt hat, überlaffen wir das Urtheil über die Person und das auch in Deutschland, wo die Verhältnisse ganz ähn hältnisse der Binnenschifffahrt sprachen noch der Antisemit Berhalten des Professor Wagner allen anständig Denkenden. liche sind. Zimmermann, der Zentrumsmann Wellstein und der wilde Das Gesetz verbietet das Duell. Und das Gesetz ist In der Einkommensteuerfrage wird es wahrschein Bismarckschwärmer Dr. Hahn. Nach diesen Reben, die das Fundament der Ordnung und Sitte. Die te lich, da die zerrüttete Finanzlage die Einführung nichts Neues boten, wurde die Vorlage einer 21gliedrigen ligion verbietet das Blutvergießen, und das Blut des einer Einkommensteuer zwingend erheischt, erheischt, zu einem Kommission überwiesen. Der gleichen Kommission wurde nach Nächsten zu vergießen, ist der Zweck des Duells. Unsere Kompromiß kommen. In der Zollpolitik dürfte aber furzer Debatte, in der Gerisch in präziser Weise den Genoffen in der Umfturgkommission werden nicht verfehlen, zunächst keine Veränderung bevorstehen. Unter den Standpunkt der Partei darlegte, der Geseßentwurf über die seltsame Art, wie der Vater des Umsturzgesetzes für Abgeordneten, die jetzt als Ministerkandidaten genannt die privatrechtlichen Verhältnisse der Flößerei überwiesen. Religion, Sitte und Ordnung" kämpft, gebührend zu be- werden, befinden sich meist Anhänger des status quo, und Der nationalliberale Abgeordnete Place nahm bei der Verleuchten. es tann als ziemlich gewiß gelten, daß das nächste Minihandlung über diesen Gesezentwurf Anlaß, ebenso uns richtige wie unanständige Vorwürfe gegen unser Blatt vorDer Kaiser und die sozialdemokratische Jugend- fterium ein möglichst neutrales Geschäftsministerium sein zubringen, die wir in einer besonderen Notiz( Der Schuh literatur. Wir erfahren, daß der Kaiser, im Laufe des wird, daß aus den verschiedenen Gruppen der Majorität ber Flößerknechte) gebührend zurückweisen. Eine etwas gestrigen Tages mit Leftüre beschäftigt, dabei auch auf genommen ist. Serbisches. Die Köln. 3tg." meldet aus Belgrad, die längere Debatte rief der Geschentwurf über die einen Aussat über sozialdemokratische JugendBerufs und Gewerbezählung hervor. Die Debatte Literatur gestoßen sei. Er habe diesen aufmerksam Führer der Liberalen und Radikalen haben bereits ein genteinbegann mit einer längeren Rebe des Abgeordneten ucanus geäußert, ob sich gegen diese sozial welchen die Parteien, je nach den Verhältnissen in den einzelnen begann mit einer längeren Rebe des Abgeordneten gelesen und dann zu dem anwesenden Herrn von fames Vorgehen bei den Wahlen nach dem Blane vereinbart, nach Schoenlant und wurde von dieser beherrscht. demokratische Jugendliteratur nicht etwas thun ließe, Wahlbezirken, einander gegen die Regierungskandidaten unterWir verweisen in bezug auf dieselbe unsere Leser auf die ausführliche Wiedergabe in unserem Reichstagsbericht. Dem worauf der besagte Herr v. Lucanus, der ja auch sonst stüßen follen. Es heißt, die Regierung wolle die Wahlen aber mals verschieben. Sie fürchtet jedenfalls, taß nach den Wahlen Unterstaatssekretär v. Rottenburg waren die Ausführungen neuerdings zu großer Berühmtheit gelangt ist, versprochen ihr unverantwortliches Spiel mit dem Wolfe, ihr hinwegsehen des sozialistischen Redners recht unbequem, er konnte ihnen habe, sich darüber mit dem Juſtizminister ins Einvernehmen über die Verfassung und ihre skandalöse Geldgebarung unmöglich aber nur Verlegenheitsphrasen und Geistreicheleien entgegensein wird. feher. Einzig interessant an seinen Ausführungen war die literatur an den Kragen geht, muß abgewartet werden. Ob es nun wirklich den Herausgebern unserer Jugend- Sämmtliche im Cabinac- Prozesse verurtheilten Personen haben Berufung eingelegt. Mittheilung, daß in diesem Jahre außer der Berufsstatistik auch eine Volkszählung vorgenommen werden soll. Zur Fuchsmühler Affäre ist, wie die Amberger Der Nationalliberale Hasse und der Zentrumsredner Size Volkszeitung" meldet, in Fuchsmühl die Anklageschrift des brachten nichts Neues über den Gegenstand vor. Die Staatsanwalts eingetroffen." 146 Personen werden wegen Borlage ging an einen Ausschuß von 24 Personen. Eine Landfriedensbruchs vor das Langericht Weiden verwiesen, tleine Bolldebatte schloß sich hierauf an. Den Anlaß dazu ferner werden 13 Personen wegen Mißbrauchs der elter- Die Verbindung des atlantischen und stillen Ocean3 gab die Vorlage, welche der Reichsregierung die Waffen lichen Gewalt und der Dienstgewalt unter Anklage gestellt. dürfte nun doch trotz des schmählichen Zusammenbruchs des zu setzen. Griechenland. Das amtliche Blatt veröffentlicht ein Defret, durch welches die Rammer auf 40 Tage vertagt wird. Die Aufs lösung wird wahrscheinlich vor Ablauf dieses Zeitraumes angeordnet werden. meldet hierüber: Todtenlifte der Partet. Ein tragisches Geschick hat am vergangenen Sonntag einen braven Genossen in Quedlin burg ereilt. Der Schuhmachermeister Genosse Müller wurde, als er auf dem Nachhausewege von einem Vergnügen des ArbeiterBildungsvereins der von einem Raufbold überfallenen Frau durch einen Stich ins Herz tödlich getroffen. Der Thäter, eines anderen Genossen helfend beispringen wollte, von diesem Projekts, die Landenge von Panama zu durchstechen, ver- bekunden übereinstimmend, daß zwei Männer, die ihnen ver-[ Lokalbefizern, deren Säle der Partei bisher verweigert waren, in wirtlicht werden. Eine Gewähr des Erfolges liegt darin, dächtig vorgekommen seien, sich in der Nähe des Hauses auf- Unterhandlung zu treten. daß die Vereinigten Stdaten eine Garantie für das Unter- gehalten hätten und kurz vor der Explosion verschwunden seien. nehmen übernehmen wollen. Eine Depesche aus Washington Giner der Zeugen will froß des Regens und der Dunkelheit, die an jenem Maiabend herrschte, gesehen haben, daß die beiden Das gestern vom Senate angenommene Gefeß vermögen sie aber niemanden zu refognosziren. Männer rothe Taschentücher hatten. Unter den Angeklagten betreffend den Nicaragua- Kanal verfügt die Ausgabe von 70 Millionen Dollars Bonds unter Garantie Ter nächste Zeuge, Rechtsanwalt Didier, ist das Opfer eines Kapitals und der Zinsen seitens der VerBraut, die nicht weit von Dr. Renson wohnt, hörte die Explosion des übereifrigen Polizisten geworden. Er fam aus dem Hause seiner einigten Staaten; 30 Millionen Dollars Bonds werden und lief zurück, um seine Verlobte über sein Schicksal zu be: ein wegen Messerstecherei schon mehrfach vorbestrafter Arbeiter, ohne Garantie der Vereinigten Staaten emittirt. Die Aufruhigen. Er kam aber nicht dazu; ein Polizist packte ihn als wurde noch am Abend verhaftet. sicht über den Bau des Kanals steht dem Schaden Attentäter am Kragen und verhaftete ihn. Er war das sekretärzu; der Präsident bezeichnet von fünf einzige verdächtige Individuum, das überhaupt verhaftet wurde. burg( Taunus) bis jetzt noch nie dagewiesen ist, fand dort Eine Beerdigung, wie sie in ihrer Art wohl in Hom zehn zu ernennenden Direktoren zehn, welche Seine Haft war nicht von langer Dauer. Einen der Angeklagten am letzten Sonntag statt. Die unmittelbare Leitung des Baues über hat der Zeuge nicht in der Nähe des Renson'schen Hauses demokratischen Partei, der Genosse Hill, wurde zur letzten Ruhe Der Vertrauensmann der sozialnehmen. Die Vereinigten Staaten erhalten 70 Millionen Dollars in Attien als Garantie. gefehen. Dagegen ist die Aussage des folgenden Zeugen, des Faheim, Frankfurt us. w. strömten die Genossen herbei, dem gebracht und von allen Seiten, aus Höchst, Nied, SossenVom chinesisch- japanischen Kriegsschauplage liegen die brikanten Tauvans, sebr belastend für den Angeklagten Westfamp. Todten die letzte Ehre zu erweisen. Da der katholische Geistliche folgenden Depeschen vor: Der Zeuge wohnt in einer Nebenstraße der Rue de la paix. Die Begleitung ablehnte, so wurde auf Wunsch der Ehefrau des Zotio, 26. Januar.( Meldung des Renter'schen Bureaus.) Unmittelbar nach der Explosion eilte er zu feinem Freunde Genossen Hill der Verblichene auf dem lutherischen Friedhof beGeneral Nodzu berichtet aus Huntfai: Etwa 8000 Mann Halbart und klingelte an der Hausthür. In diesem Augenblick erdigt, und der lutherische Stadtpfarrer begleitete die Leiche ohne Chinesen unter General Sung stehen in der Nähe von Yingkow. kam ein Mann das Trottoir entlang gelaufen und stieß an ihn Ornat. Nach Beendigung der geistlichen Handlung sang der General Hsii hält Niutschwang besetzt. Der Feind erneuerte an. Er packte den Verdächtigen am Arm. Der wollte sich los Gesangverein„ Amicitia" ein sehr eindrucksvolles Grablied. Als gestern bei Haitcheng seinen Angriff, wurde aber zurückgeworfen. reißen; als Dauvans aber drohte, er werde um Hilfe schreien, dann legte Genosse Leyendeder von Höchst einen Kranz mit Hiroshima, 26. Januar.( Telegramm des Reuter'schen gab er sich zufrieden und antwortete auf alle an ihn gestellten rother Schleife nieder mit den Worten, der Verstorbene sei ein Bureaus.) Admiral to telegraphirt, die chinesischen Kriegs- Fragen so rubig und sicher, daß der Benge seine ursprüngliche Mittämpfer für unsere Sache, ein Kämpfer für Freiheit, Recht schiffe befänden sich noch im Hafen von Weihaiwei. Am 21. d. M. Abficht, den Unbekannten zum Polizeibureau zu bringen aufgab und Brüderlichkeit im Leben gewesen. Dann legten Kränze mit hätten die Kanonen der Forts und die feindlichen Torpedos und den Mann seiner Wege gehen ließ. das Feuer auf die japanischen Schiffe eröffnet, jedoch ohne Vors.: Erkennen Sie diesen Mann unter den Angeklagten Soffenheim, der Tachdecker- Verband von Homburg, der Dachentsprechenden Widmungsworten nieder, der Genosse Klein von Erfolg. decker Zentralvorstand von Frankfurt a. M., die Genossen von Friedrichsdorf, der Wahlverein von Homburg, der Gesangverein Eintracht" von Homburg. hatten eine große Zuschauermenge angezogen, die dem Leichenzug Die Kränze mit rothen Schleifen nach dem Friedhof folgte. Auch die Polizei war zahlreich erschienen. = wieder? Yotohama, 26. Januar.( Meldung des Renter'schen Benge: Ja, es ist dieser da. Westkamp. Ich kann Bureaus.) Vom General Nodzu ist telegraphischer Bericht über mich gar nicht irren. Als ich mit ihm konfrontirt wurde, die Einzelheiten der Schlacht bei Haitscheng am 22. Januar erkannte ich ihn sofort an seiner charakteristischen Sprache eingegangen. Die Chinesen tamen aus der Richtung von wieder. Lian- jang und rückten bis auf 600 Meter Entfernung gegen Vorsitzender: Was sagen Sie dazu, Westkamp? die Japaner vor. Um 1 Uhr griff ein Theil der 5. In- Angekt. We st kamp: Was ich schon tausendmal gesagt fanterie Brigade und ein Bataillon des 19. Regiments sowie habe. Es ist nicht wahr, daß ich in der Nähe der Renson'schen die Artillerie den linken Flügel der Chinesen an. Diefe, Wohnung gewesen bin. durch den Angriff überrascht, ergriffen die Flucht. Nach Der Zeuge bleibt bei seiner Aussage. Er theilt folgenden Angaben von Gefangenen waren sie 20 000 Mann start. Die anonymen Drobbrief mit, den er erhalten hat:„ Es ist ein Japaner hatten 1 Todten und 26 Verwundete. Gebot der einfachsten Klugheit für Sie, zu schweigen. Nehmen Nach amtlicher Meldung aus Jung tschen ten war die Sie sich sonst in Acht!" Die Polizei hat den Urheber des Landung der japanischen Truppen am Mittag des 22. Januar Briefes nicht entdeckt. beendet: die Chinesen hatten nur geringen Widerstand geleistet, Am Nachmittag des 21. wurde Kanonendonner aus der Richtung liberaler Atacordneter, ist viel unbeſtimmter in seinen Aussagen. Der nächste Zeuge, Fabrikant Halbart, ein früherer Er vermag Westlamp nicht sicher wieder zu erkennen. Um 1/2 Uhr tritt die Mittagspause ein. # 4 von Wei- hai- wei vernommen und während der Nacht von Vorposten das Aufblitzen elektrischer Lichter aus derselben Gegend gemeldet. Die Genietruppen begannen die Wege in stand zu setzen, um die Bewegungen der Artillerie zu erleichtern. Lütticher Anarchistenprozeß. ( Original Bericht.) Lüttich, den 25. Januar. Parteinachrichten. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. In der Berufungsinstanz wurden am Sonnabend unsere Parteigenoffen Löwenstein und Kelle zu je 15 M. Geldfirafe und in die Kosten verurtheilt, weil sie unterlassen haben sollten, eine von ihnen geleitete Beriammlung anzumelden. In erster Instanz vor dem Schöffengericht waren die Angeklagten am 13. November Boltsbote", leurde von der Unflage, verschiedene Bevölkerungss freigesprochen worden. Nathusius, Redakteur des Stettiner flaffen gegen einander aufgereizt zu baben, freigesprochen. Der Staatsanwalt hatte vier Wochen beantragt. " In Marktleeburg bei Leipzig wurde vom Gemeindes vorsteher eine Versammlung verboten mit dem Hinweis, daß die Aufsichtsbehörde dringende Gefahr für die öffentliche Ruhe, Sicherheit und Ordnung erblickt". In der betreffenden Verfamm lung sollte über Werth und Nugen der Gemeindevereine und Gründung eines Vereins verhandelt werden. Wie die ängstliche Behörde hier eine Gefahr für die Ordnung tonftruiren will, das Charlottenburg. Parteigenoffen! Morgen, Montag, den 28. d. Mts. findet bekanntlich die Stadverordneten- Nachwahl für den 2. Bezirk fiatt, die durch den sonderbaren Protest gegen die Der Andrang zur heutigen Sigung ist noch stärker, als er mehr des Hinweises, daß ein jeder von uns, der in dem be- erscheint Wahl des Genossen Görke nöthig wurde. Es bedarf wohl nicht es zur gefirigen war. Heute sind es beinahe ausschließlich treffenden Bezirk wahlberechtigt ist, sein Wahlrecht unbedingt schwerde gegen äthselhaft; hoffentlich hat der Einberufer BeBourgeois mit ihren Tamen, die dicht zusammengedrängt im auszuüben hat. Jedoch wollen wir nicht unterlassen, den für Strafe muß sein. Der Genosse Wenzel in Kamenz Zuhörerraum stehen. Sie wollen offenbar das Gruseln lernen, den Kampi in betracht kommenden Umstand zu erwähnen, daß sollte auf acht Tage ins Gefängniß wandern, weil er„ Sachsoll doch heute der Arzt Dr. Renson vernommen werden, der die Gegner, wie sie schreiben, alle staatserhaltenden Männer" beschädigung" getrieben hatte. Er hatte während des Waldbei dem Attentat in der Rue de la pair schwer verwundet zur„ Niederwerfung des Umsturzmannes" aufgefordert haben, schlößchen- Boykotts ein Plakat dieser Brauerei in einer Kneipe worden ist. Zu den Zuhörern gehört auch der Gouverneur der rechtzeitig wählen zu gehen, um uns schon bei Zeiten den Wind von der Wand genommen. Weiter nichts. Dem Amtsanwalt war Provinz, der hinter dem Gerichtshof Plaz genommen hat. aus den Segeln zu nehmen. Indem das liberale Komitee" mit die Strafe zu gering, unserem Genossen zu hoch. Beide legten Um 9/2 wird die Sitzung eröffnet. Unmittelbar darauf ihren Mischmasch- Kandidaten wenig Aussicht auf Erfolg hatte, Berufung ein. Das Landgericht hob das Urtheil auf, weil feine wird Dr. Renson als Zeuge aufgerufen. Er betritt, auf den ruft die konservativ- antisemitische Partei iuren Mannen zu, nuns Sachbeschädigung vorliege. Aber es erkannte auf eine Woche Arm eines Freundes gefügt und an einem dicken Stocke gehend, mehr dem eigenen Kandidaten ihre Stimmen zu geben, so daß Haft wegen groben Unfugs". in gebückter Haltung den Saal. Er trägt eine Brille mit auf wir zwei in der Qualität gleich weithige„ Ordnungsbrüder" gegen fällig dicken Gläsern. Seine Gesichtsfarbe aber ist frisch und uns haben. Dies muß nun einen jeden von uns veranlassen, die feine Stimme klar und fest. Er setzt sich auf den Stuhl, der Kräfte aufs höchste anzuspannen, um diesen Kampf siegreich für vor dem Tische mit den Beweisstücken dem Vorsitzenden gegen unsere Partei zu beenden. übersteht und giebt seine Aussage sitzend und sich auf diesen Tisch stützend ab. Soziale Ileberlicht. Der Bezirk ist diesmal in zwei Unterabtheilungen getheilt, Risiko der Arbeit. Die Neue freie Preffe" meldet aus deren jede eine Anzahl Straßen umfaßt, wie dies auf unserem Anina( Süd- Ungarn): Gestern Nacht erfolgte durch Eindringen zur Ausgabe gelangten Flugblatt zu ersehen ist. Die Wahllokale von Luft in ein altes Brandfeld eine Explosion schlagender befinden sich: für die Unterabtheilung I: Turnhalle der Realschule, Wetter in einem Schachte der Staatsbahngesellschaft. Ein Ars Schloßstr. 27; das der Unterabtheilung II: Restaurant Ulbrich, beiter wurde tödtlich verlegt, sechs andere erlitten Ber Wilmersdorferstr. 56. brennungen. Vorsitzender: Was wissen Sie von dem Attentat, dessen Opfer Sie waren? Beuge Dr. Renfon: Am Abend des 3. Mai gingen meine Frau, mein Freund Dr. Bodard und ich von einem Restaurant, wo wir zu Abend gespeist hatten, nach Hause. Als wir kurz Heute Eonntag, nachmittags 2 Uhr, findet auf„ Bismardsvor der Thür waren, fiel mir ein brenzliger Geruch auf, der von höhe eine Volksversammlung statt, in der das nähere noch as Statut der städtischen Arbeitsvermittelungsstelle dort her zu kommen schien; es roch wie nach verbrannten Lumpen. mitgetheilt wird. Alle Parteigenossen, die gewillt sind am Wahl- der Stadt Frankfurt a. M., das, wie wir vor kurzem mitNun sah ich im linken Thürwinkel einen Gegenstand mit tage behilflich zu sein, werden ersucht, sich vormittags von 9 Uhr theilten, von den Kreis- und Provinzialbehörden in seiner einem glühenden Bunfte darüber. Ich stieß mit dem Etocke ab bei dem Genossen Heinr. Krause, Bismarcjir. 74, einzu- ursprünglichen Form nicht genehmigt worden ist, wird nun in danach. In demfelben Augenblick schrie meine Frau, die feit finden. seiner neuen Fassung veröffentlicht. Danach hat der ftrittige dem Tynamitattentat bei meinem Olel, dem Gerichtsrath Renson, Das Wahllomitee. Paragraph, der Streifparagraph, folgende zweideutige Fassung große Furcht vor Attentaten hat: Marcel, Marcel, lauf fort, es erhalten: Den städtischen Behörden bleibt es jederzeit vorist eine Bombe! Ich ging aber noch näher heran, bückte mich, und nun erfolgte die Explosion. Sie war so heftig, daß ich alle Parteiliteratur. Von der Broschüre Umfturz und behalten, die Arbeitspermittelungsstelle wieder aufzuheben.meine Knochen im Leibe krachen zu hören glaubte. Ich dachte, Sozialdemokratie" ist auch das zweite Heft bereits ver Die Arbeiter Frankfurts werden am Montag in einer Verich müsse jetzt sterben. Ich hörte Stimmen wie aus weiter griffen. Doch ist die infolge der über Erwarten großen Be- fammlung darüber entscheiden, ob sie den Arbeitsnachweis auch Ferne, dann wurde ich ich ohnmächtig. Ich lag auf dem ſtellungen nöthig gewordene Neu- Auflage bereits so weit vor jegt noch anerkennen bezw. unterstüßen wollen. Trottoir, Nachbarn tamen herbeigelaufen und hoben mich geschritten, daß vom 1. Heft am Montag, vom 2. Heft am auf. Sie faßten nicht gerade sanft an, denn der Schmerz wedte Dienstag die Nachfendungen in der Reihenfolge der mich wieder auf: ich hatte ein Bein gebrochen. 213 ich auf Bestellungseingänge mein Zimmer gebracht wurde, verlor ich wieder mein Bewußtsein. So blieb ich bis zum nächsten Morgen. Erster Staatsanwalt Demarteau: Waren Sie lange trant? . beginnen können. Depeschen. Wolff's Telegraphen- Bureau. Bern, 26. Januar. Infolge der heftigen Schneestürme if nunmehr auch der Eisenbahnverkehr über den Jura beinahe volltommen eingestellt. Die Bergpässe sind unpaffirt ar. Protestversammlungen gegen die Umsturzvorlage haben ferner stattgefunden in Nauen, wo Genosse WernauBerlin referirte. In Landshut i. Schl. sprach Genosse Keller Görlitz. Beuge: Monatelang. Noch jetzt schmerzen mich die Wunden, In Arnstadt sprach Genosse Raub und ich soll noch möglichst das Zimmer hüten. aus Leipzig. Genosse Rauh wurde hier auch zugleich als Rom, 26. Januar. Der„ Agenzia Stefani" wird aus Tri Erster Staatsanwalt: Welche Größe hatte die Bombe? Meidstags Kandidat aufgestellt. In Limbach und polis gemeldet: Das englische Kriegsschiff„ Dolphin" traf am 3euge: Sie war gerade so groß wie die Weißblech büchse Mittweida hielt Genosse Schmidt aus Magdeburg 18. d. vor Tokra ein. Der Kommandant und mehrere Difiziere, Versammlungen ab. Genosse hier auf dem Tische.( Tie runde, weißladirte und blaubemalte Gect aus Offen welche gelandet waren, mußten wieder an Bord gehen, weil die Büchse ist 15-20 Zentimeter hoch und hat einen Turchmesser burg sprach in Versammlungen in Lörrach und Brom türkische Garnison eine feindselige Haltung gegen sie einnahm. von 8-10 Zentimeter. Sie ist mit einem flachen, oben mit bach. In Mundenheim( Pfalz) sprach Genosse Nach Benghasi zurückgekehrt, fezte der Echijjskommandant es durch, einem Knopfe versehenen Deckel Deckel verschloffen Ehrhardt Ludwigshafen. verschloffen und sieht In Kiel hielt der Genosse daß der Gouverneur Weisungen ergeben ließ, dem Anlaufen wie eine Thees oder Kaffeebüchse aus. Müller hat fie egien eine Bersammlung ab. Alle diese Versammlungen waren Tokra's durch den Dolphin" fein weiteres Hinderniß in den in Maastricht gekauft; nach seiner Angabe soll sie mit der bei sut, zum theil außerordentlich gut besucht; Protestrefolutionen Weg zu legen. Gleichzeitig wurde der Ober- Befehlshaber der Renson verwendeten Büchse völlig übereinstimmen.) Es kommt fanden überall einstimmig Annahme. türkischen Truppenabtheilung in Zofra beauftragt, sein Verhalten mir aber vor, als wenn der Gegenstand, der im Winkel meiner zu entschuldigen. Hausthür lag, weißer ausgesehen hätte. Vielleicht war die Büchse in Papier eingepackt. Borsigender: Kennen Sie einen der Angeklagten? Zeuge: Ja, Vossem; ich habe ihn behandelt, als er in der Rohlengrube arbeitete. Erster Staatsanwalt: Haben Sie vor dem Attentat feine Verdächtigen in der Straße gesehen? Beuge: Nein; ich hatte ja keine Ahnung von der Gefahr, Damit ist die Vernehmung beendet. Der Zeuge wird wieder hinausgeführt. die mich bedrohte. Wir achteten auf niemanden. Dr. Bodard, der nächste Zeuge, bestätigt die Erzählung seines Freundes. Nach der Explosion überließ ich Frau Renson sich selber; ihre gellenden Schreie bewieſen mir ja, daß ihr nichts pasirt sein tönne.( Heiterfeit.) Jch half Renson aufheben. Dann verließen mich aber die Kräfte, ich fonnte mich gerade noch bis in ein Zimmer des ersten Stockes schleppen, dort blieb ich liegen. Ich war wie gelähmt, ich fonnte fein Glied rühren. Ich mußte 21/2 Monat lang das Bett hüten und auch jetzt bin ich noch nicht ganz wieder hergestellt. Parteigenossen die Mahnung, angesichts der drohenden ReichstagsDas Agitationefomitee der Pfalz richtet an die Pfälzer auflösung schon jetzt die Kräfte anzuspannen, die Organisation zu stärken, für die Parteipreffe zu agitiren, die Kandidatenirage zu regeln, furz alles zu thun, um auf alle Eventualitäten vor bereitet zu sein. Diese Mahnung scheint uns um so mehr am Blaze, als durch die Erklärung des Regierungsvertreters in der msturzvorlage zu, die Auflösung des jetzigen Reichstags an Umfturzfommission, die Regierung lasse feine Abmilderung der Wahrscheinlichkeit gewinnt. 6 Die nächste Vertrauensmänner Sihung der Sozial demokratischen Partei des Groß- Herzogthums Hessen findet Sonntag, den 17. Februar, in Heidenbergen statt. Der fozialdemokratische Wahlverein in Langen bielau, welcher in seiner jeßigen Form erft ein Vierteljahr besteht, hat in dieser Zeit 5 Versammlungen abgelalten, sämmt lich mit Vorträgen, er hat ferner die Broschüre Sur Landagitation" gratis an die Mitglieder vertbeilt, wie er auch die Die folgenden Zeugen find die Aerzte, die Dr. Renson und Broschüre über die Umsturzdebatte feinen Mitgliedern verabsolgen Dr. Bodard behandelt haben. Sie geben sehr eingehende Schilde- wird. Der Mitgliederhand betrug am 31. Dezember 105, der rungen von dem Zustande, in dem sich ihre Patienten befunden Rassenbestand 25,50. Der Verein ist in erfreulichem Wachsen haben. Dr. Renson ist Wionate lang schwer frant gewesen; ein begriffen. Auge ist erblindet. " Kapstadt vom 9. d. M. gemeldet wird, sind die Mörder des Eng London, 26. Januar. Wie dem„ Reuter'schen Bureau" aus länders Percy Chrinie in Damaraland von den deutschen Behörden nach dreitägigem Prozeß bestraft worden; einer wurde erschossen, die anderen wurden mit Gefängnißitrafen belegt. Das prompte Verfahren der deutschen Behörden findet allgemeinen Beifall. ständigen verlieren aber augenscheinlich an Terrain; es fahren Brooklyn, 25. Januar. Die Unruhen dauern fort, die Ausschon mehr Wagen. ( Depeschen- Bureau Herold.) Krenzuach, 26. Januar. Tie gestrigen Schneeſtürme haben auf dem Hundsrück große Verkehrsstörungen verursacht. Brüssel, 26. Januar. In einer gestern Abend stattgehabten Fraktionssizung haben die Brüffeler Abgeordneten beschlossen, fich für das allgemeine Wahlsystem auszusprechen, das sich aus dem Pluralvotum und der proportionellen Vertretung zu sammensetzt. Brüffel, 26. Januar. Im Juftigminifterium brach heute Mittag Feuer aus. Der Brand konnte noch rechtzeitig gelöscht werden, ohne daß größerer Schaden entstanden wäre. London, 26. Januar. Minister Ripon sprach gestern in Glasgow in längerer Rede über die Homerule, die noch immer auf dem Programm der Liberalen stehe. Doch müsse zuerst die Lori fammer reformirt werden, da dieselbe doch stets gegen die Einführung der Homerule fei. Die Regierung werde das Land befragen, ob das Gemeindehaus oder die Lordkammer die Ges feße zu machen habe, und sich der Entscheidung des Landes unterEs folgt nun eine Gruppe von Zeugen, die vor und nach Zur Lokalfrage beschloß eine Leipziger Parteider Explosion verdächtige Gestalten in der Näbe des Thatortes versammlung die Tonhalle, bisher das größte der den Arbeitern gesehen haben; es sind Kutscher, Stallknechte, Stubenmädchen und zur Verfügung stehenden Lokale, von der Lokallifte zu streichen. Köchinnen, die in den Nachbarhäusern im Dienste waren. Siel Dabingegen wurde die Lokalkommission beauftragt, sich mit allen werfen. Berantwortlicher Redakteur: J. Tierl( Emil Roland) in Berlin. Trud und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu drei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 23. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 24. Sigung vom 26. Januar 1895. 2 Uhr. Am Tische des Bundesraths: Mehrere Kommissarien. Eingegangen ist der Gefeßentwurf betreffend die anderweitige Ordnung des Finanzwesens des Reiches und der Entwurf eines Zabatsteuer Gesetzes. In der Fortsetzung der ersten Berathung des Gefeßentwurfes betreffend die privatrechtlichen Verhältnisse der Binnenschifffahrt erhält das Wort der $ Sonntag, den 27. Januar 1895. Darauf wird die Vorlage an eine Kommission von 21 Mits gliedern überwiesen. Es folgt die erste Berathung des Gesezentwurfs, betreffend die privatrechtlichen Verhältnisse der Flößerei. 12. Jahrg. lament nöthigte die Regierung dazu, endlich einmal Ernst zu machen mit der Wiederholung der Berufs- und Gewerbezählung. Diese Statistik ist aber von vornherein schlecht angelegt, weil man den rechten Augenblick versäumt hat, um ein internationales Schema für diese Statistik aufzustellen. Es ist Abg. Placke: Gegen den vorliegenden Entwurf find Ein- fein internationaler statistischer Rongreß vergangen, ohne daß man wendungen in der Deffentlichkeit so gut wie gar nicht gemacht Vorschläge machte, solche internationalen Schemata aufzustellen, worden. Nur der Vorwärts" hat den Entwurf hart angegriffen die es möglich machten, die Statistik der verschiedenen Länder und gemeint, daß durch denselben die Floßmannschaften in die zu vergleichen. Auch auf dem Petersburger Kongreß war ein Kategorie der Dienstboten herabgedrückt würden. Das ist ein Entwurf vorgelegt worden. Der damalige Direktor unseres bewußter Irrthum. Aus dem Gesetzentwurfe selbst und aus den Statistischen Bureaus, den Fürst Bismarck fortgerommelt hat, Motiven geht flar hervor, daß die Floßmannschaften als gewerb Dr. Engel, hat einen vortrefflichen Entwurf einer internationalen liche Arbeiter den Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung unterliegen Statistit aufgestellt, aber man wollte teine internationalen und hinsichtlich ihres Verhältnisses zu ihren Arbeitgebern der Zuständig statistischen Vergleiche anstellen. Man hat aber auch alles gefeit der Gewerbegerichte unterworfen sind. Der Schreiber jenes than, um die Ergebnisse der heimischen Statistik unklar und un Artikels ist weder mit den Verhältnissen der Schiffe noch den brauchbar zu machen. Schon die Aufschrift der Vorlage gefällt jenigen der Floßmannschaften vertraut. Diese werden sich für mir nicht. Das Wort Gewerbezählung ist unglücklich so ungebetene Anwälte bedanken. Ich beantrage die Vorlage der gewählt. Darunter versteht man nicht nur industrielle vorbin niedergesetzten Kommission für die Binnenschifffahrt zu Gewerbe, sondern auch Landwirthschaft, Verkehr und überweisen. Tort wird sich über einige wenige der Abänderung Handel. 3 wäre angebracht, Berufs- und Betriebs bedürftigen Paragraphen(§§ 16, 22 und 28) leicht eine Ver- erhebungen" zu fagen. Es handelt sich um Erhebung der Bes ständigung erzielen lassen. triebe der Landwirthschaft, Handel und Industrie. Die Regierung hat uns nicht nur 13 Jahre auf eine neue Berufsstatistik warten lassen, sondern hat es auch zu verhüten gesucht, daß die Kritit, Presse und Abgeordnete auf diese Vorlage vorbereitet sind. Mit sonderbarer Geheimnißträmerei hat man die Formulare für die Gewerbezählung geheim gehalten, und nur durch einen glücklichen Zufall, dadurch daß ein sozialdemokratisches Blatt sich als freiwilliges Amtsblatt aufthat und die Formulare veröffentlichte, ist es möglich geworden, daß Prof. Haffe eine sehr eingehende Kritik verfassen konnte. Was ist denn geheimnißvolles an den Formularen, daß man sie verheimlichte wie eine Jungfrau den ersten Liebes. brief, den sie bekommt? Ueber die Formulare läßt sich doch reden, und man muß darüber reden. Hier ist eine Kommiffiones berathung unbedingt nöthig. Abg. Rickert schließt sich diesem Antrage an. Abg. Weber( Bayern, 3.) wünscht namentlich eine ander weitige Regelung des Pfandrechtes an den Flößen. Abg. Zimmermann( Reformpartei): Es ist fraglich, ob die Vorlage die Absicht, eine gesicherte Rechtslage für die Schiffer zu schaffen, erreichen oder ob sie nicht vielleicht die entgegengesezte Wirkung haben wird. Der Regierung müßte vor allem daran gelegen sein, den Schiffern die Rechte zu sichern, welche ihnen eine volle Ausnuzung ihres Berufes ermöglichen. Bei der Besprechung der Verlage sind nur Kaufleute, Vertreter des Handels und der Schifffahrts Gesellschaften gehört worden, aber nicht die praftischen selbst fahrenden Schiffer. Die Erwartungen der legteren sind durch die Vorlage sehr enttäuscht, denn ihre Klagen find nicht ungerechtfertigt gewesen. Die fertige Vorlage ist allerdings veröffentlicht worden, als Sachverständige sind aber nur Vertreter des Großfapitals gehört worden, welche das Echiffergewerbe aufs äußerste zu drücken in der Lage sind. Diese Sach- Abg. Gerisch( Soz.): Auch ich schlage namens meiner verständigen nehmen ja einen besonderen Standpunkt ein, insofern Freunde vor, den Entwurf derselben Kommission, die das Binnen fie die Schifffahrt nur kaufmännisch betreiben. Unter den schifffahrts- Gesetz zu berathen hat, zu überweisen. Der Regietaufenden von Schiffern hätten sich wohl geeignete Sach- rung wäre hier eine sehr dankbare Gelegenheit gegeben gewesen, verständige befunden. Der Vorwurf ist nicht widerlegt, daß der die Grundsäge der kaiserlichen Botschaft von 1890, wonach es Minister von Schelling dem Zentralverein Zentralverein der Strom- Aufgabe der Staatsgewalt sein sollte, die Dauer und Art der und Binnenschiffer die Veröffentlichung der Vorlage Arbeit so zu regeln, damit die Gesundheit gewahrt werde, zu mit der Motivinung abgelehnt abgelehnt habe: habe: Er beabsichtige verwerthen. Leider ist in dem vorliegenden Gesezentwurf feinem die Beschlüffe des Bundesraths zu veröffentlichen. ter berechtigten Wünsche der Flößer Rechnung getragen worden. Die allgemeine Unzufriedenheit hat ihre Hauptursache in der rück- Mit der Bestimmung, daß der Floßführer vor Antritt der Reise fichtslosen Behandlung der Bürgerschaft. Die Brutstätte der dafürzu sorgen hat, daß das Floß fest und dauernd verbunden, gehörig Die Formulare umfassen Haushaltungslisten, LandwirthSozialdemokratie liegt nicht so sehr bei den Agitatoren, als viel- ausgerüstet und hinreichend bemannt ist, ist den Flößern allein nicht schaftslisten und Gewerbelisten. Ich will hier nur in großen mehr gerade in den oberen Kreisen. Selbst gutgesinnte Kreise gedient. Der Staatssekretär hat gestern, um die Nothwendigkeit eines Bügen feststellen, was an den Formularen gut und was ver treibt man allmälig in die Opposition, die Vorlage läßt die Drts- polizeilichen Zwanges darzuthun, auf den großen Schaden verbesserungsbedürftig ist. Die Vorlage bietet nichts weiter, als gebräuche unberührt. Diese werden aber von den Spediteuren wiesen, welcher durch ungenügend bemannte Flöße angerichtet was Profeffer Mischler, ein amtlicher Statistiker, richtig genannt durch besondere Schlußscheine völlig außer Acht gelassen. werden könne. Derartige Fälle fommen außerordentlich selten hat: eine Schale ohne Kern, einen Rahmen ohne Bild. In der Besonders bedenklich ist die Anlehnung der Vorlage an das vor. Biel häufiger sind die Fälle, wo durch ungenügende Aus- Vorlage steht nichts als: lieber Reichstag, du haft zu bestimmen, daß Seerecht, denn sie enthält danach eine erhebliche Verschärfung rüstung der Flöße Schäden entstehen. Zu den nothwendigen ein Gesetz gemacht werden soll; aber was da hinein tommen soll, der bisherigen Haftgrundsäße. Das ist eine ungerechte Belastung Ausrüftungsgegenständen würde auch ein Rettungstahn gehören. hat der Bundesrath zu bestimmen. Es ist staatsrechtlich der Schiffer zu gunsten der Großfapitalisten ind der großen Der Abg. Place hat erklärt, daß die Flößer sich für unberufene un möglich, daß ein Faktor der Gefeßgebung Gesellschaften. Namentlich in bezug auf die Kohlenverfrachtung Anwälte, die sie auf die Stufe der Tienstboten stellen, wie dies über den Inhalt eines Gesezes nichts erfährt. macht sich der kapitalistische Einfluß geltend. Daß dem Schiffer durch einen Artikel im Vorwärts" und gestern durch meine Aus: Worauf es ankommt, der statistisch- methodische Kern, steht nicht sein Pfandrecht am Gut gefürzt werden soll, ist auch kein führungen geschehen sei, bestens bedanken würden. Ich habe in dem Gesetz, es müßte wenigstens ein Resumee hineinkommen Fortschritt. Aus den Kreisen der Schiffer heraus ist dem gegenüber zu erklären, daß nicht durch uns, sondern durch von dem, was wir fordern, die Quintessenz der Formulare für Der Wunsch nach Einführung einer bestimmten den vorliegenden Gesetzentwurf die Flößer wie auch die Echiffs die verschiedenen Gebiete; oder es muß mindestens festgestellt Arbeitszeit Laut geworden.& 3 war vorgeschlagen mannschait mit den Dienstboten auf eine Stufe gestellt werden, werden, daß die Gemeinden und die Einzelstaaten den sozialworden, diese festzusehen für die Zeit von 5 Uhr und daß wir uns gerade gegen tie Bestimmung, welche der Polizei das politischen Anforderungen genügen. In der Haushaltungsliste morgens bis 8 Uhr abends, wenn sich das Schiff auf der Recht giebt, den Flößer mit Gewalt auf das Floß zurückzuführen, ist ja sehr zu begrüßen, daß die Jugend, die erwerbsunfähigen Fahrt befindet, und von 7 Uhr morgens bis 6 Uhr abends, wenn auf das entschiedenste ausgesprochen haben. Kinder unter 14 Jahren, nicht mehr summarisch aufgezählt gelöscht wird. Nachdem selbst der sozialdemokratische Abgeordnete Wir sind es gewesen, die Protest erhoben haben gegen die werden wie 1882, sondern die ganze Bevölkerung mit Namen Gerisch erklärt hat, daß den Leuten Zeit gegeben werden müsse, Stellung der Flößer unter die Polizei. Der Flößer darf nach aufgeführt werden soll. Bei der letzten Zählung vor 13 Jahren um Sonntags in die Kirche gehen zu können, wird hoffentlich dem vorliegenden Gesetzentn urf das Floß ohne Erlaubniß des wurden 400 000 Personen, d. h. 1 pet. gar nicht gezählt; in auch das Zentrum sich nicht dieser Forderung gegenüber ab- Floßführers nicht verlessen. Tann hätten sich aber auch die Ver- Berlin wurden 12 840 Kinder gar nicht gezählt, trotz des damaligen lehnend verhalten. Eine Agitation gegen diesen Gesezentwuri faffer des Gesetzes die Frage vorlegen sollen, wo der Floßmann folossalen Apparats. Eine technische Werbefferung ist es auch, hat sich bis jetzt erst sehr wenig geltend gemacht und wenn es über Nacht bleibt. Ich bin feit überzeugt, daß wenn einer der daß man nicht mehr die vage verschwommene Altersfrage stellt, Der sozial gefchehen ist, fo tamen die Klagen aus den betheiligten Kreisen Herren Geheimräthe oder einer der Begutachter, die an dem sondern die Frage nach dem Geburtsdatum. der Schiffer, von Leuten, die nicht begreifen konnten, Gesetz nichts auszusehen wußten, gezwungen worden wären, nur politische Schwerpunkt der Aushaltungsliste liegt in den§§ 8-14 daß die Regierung, welche sozialreformatorische Bestrebungen eine Nacht in einer solch elenden Hütte zuzubringen, in der die und 15-17. Ich habe Ihnen einen Sonderabdruck der Leipziger verfolgt, das Großkapital einseitig begünstigt. Die Re- Floßmannschaft kampiren muß, daß wir dann sofort entsprechende Volkszeitung" vorgelegt, damit Sie über die Formulare orientirt sind. gierung baut Kanäle und verbessert Wasserstraßen, aber Schußbestimmungen in dem Gesezentwurf vorgefunden hätten. In den Fragen 8-14 wird der Beruf und Nebenberuf ermittelt. nicht zum Nußen des schaffenden Volkes, sondern um wenigen Für die Sicherung der Gesundheit der Flößer muß mehr wie Wir haben einzuwenden, daß bei der Erhebung der Nebenberufe Bevorzugten die Taschen zu füllen. Wenn das allgemeine bürger- bisher Sorge getragen werden. Die Leute sind allen Unbilden nicht ermittelt wird, wie lange die in Nebenberufen thätigen und wie viel sie für diese liche Gesetzbuch ebenso ausfällt wie diese Vorlage, so haben wir der Witterung ausgefeßt, es faulen ihnen oft die Stiefel von den Kinder beschäftigt werden etwas Nettes zu erwarten! In der gegenwärtigen Gestalt ist Füßen, und da soll der Floßführer das Recht haben, den Floß- Beschäftigung erhalten. Es ist eine sozialpolitisch festder Entwurf nicht annehmbar. Er würde einen bedeutsamen mann unter allen Umständen auf dem Floße festzuhalten. stehende Thatsache, daß nicht Zehntausende, sondern Zweig des Erwerbslebens auf eine ganz unverantwortliche Weise Ebenso nöthig ist, daß festgestellt wird, wie lange im hunderttausende von Kindern in der schmähNeben Berufen Weise in solchen schädigen. Pflicht des Reichstages ist, in der einseitigen Be- äußersten Falle die Arbeitszeit dauern darf. Der Beruf der lich sten günstigung des Großkapitals Wandel zu schaffen. Flößer ist außerordentlich gefahrvoll und er wird es doppelt, ausgebeutet werden, beim Zeitungsaustragen, Regelaufstellen, Abg. Wellstein( 3.): Die Haftpflicht für die fleineren und wenn, wie es gegenwärtig üblich ist, die Arbeit noch in den Gepäckaustragen, Kinderwarten, alles noch außerhalb der Schulmittleren Schiffer ist in dem Entwurf viel zu scharf gefaßt. Nachtſtunden fortgesezt wird. Es muß durch das Gesetz be- zeit. So fand ich 12 Uhr nachts einmal einen Schlofferlehrling. Die Bestimmungen über die Arbeitszeit, wie fie der stimmt werden, daß die Arbeitszeit nur von Sonnenaufgang bis Auf meine Frage sagte er, er fäme vom Regelaufstellen und sein Vorredner vorgeschlagen, gehörten taum in dieses Gesetz zu Sonnenuntergang dauern darf. In gleicher Weise, wie ich Bruder mache es ebenso. Das entgeht dem Auge des Fabrikhinein. Diesbezügliche Wünsche wären besser an die Kommission dies gestern bei Berathung des Schiffergesetzes gethan habe, muß inspektors. Ebenso mache ich auf den schmählichen Blumen für Arbeiterstatistit zu richten. Die Beschuldigung, die gegen die ich auch in dem vorliegenden Entwurf die Bestimmung be- handel aufmerksam, zu dem man zarte Wesen in verruchte Lokale Zentrumsfraktion erhoben worden ist, daß sie sich dieser Vorlage anstanden, daß bei einem gerichtlichen Termin, der nicht vom schickt. Sie fragen nicht, wie lange diese Wesen arbeiten müssen, gegenüber paffiv verhalten habe, muß ich entschieden zurück Empfänger beantragt ist, der Flößer die Kosten zu tragen hat. weisen. Ist schon das Schiffergesetz so ausgefallen, daß mehr Tadel als Abg. Hahn( wild): Die Einzelheiten der Vorlage behandeln Lob über dasselbe ausgesprochen wurde, so ist dies bei dem wir am besten in der Kommission. Die Schiffer im Gebiete der Flößergesetz noch mehr der Zall.( Bravo!) Unterelbe hatten zu Weihnachten von dem Entwurf noch nicht einmal die geringste Kenntniß; ich mußte erst Versammlungen einberufen, um den Leuten in großen Zügen die Grundgedanken Es folgt die erie Berathung des Gesehentwurfs bearbeiter zählen aber nach hunderttausenden und es ist nöthig, der Vorlage auseinander zu sehen und ich werde als Anwalt treffend die Vornahme einer Berufs- und Ge dieser fleinen Echiffer in der Kommission deren Wünsche vor- werbezählung. tragen. Die Verhältnisse des Schiffereigewerbes miffen ver- Abg. Schoenlaut( Eoz.): Der neueste Rurs at es für schieden behandelt werden, denn die Verhältnisse der Rhein- nöthig gehalten, in einem Punkt die außerordentliche Scheu vor Die Sozialdemokratie hat nach der Aussage des schifffahrt sind z. B. ganz andere als die der Schifffahrt auf den einer gründlichen Erfassung der sozialen Zustände auf dem Wege in die Ostsee mündenden Flüssen. Die Seemannsordnung der Statistik abzulegen. Es hat sehr viel Zeit gekostet, ehe sich Fürsten Bismarck die Sozialreform in Deutschland erst in Schwung von 1872 ist ebenfalls durchaus reformbedürftig. Die Lage der die Regierung dazu bequemte, nachdemi 1882 die erste Berufs gebracht und sie ist auch nicht ohne Einfluß auf die Seeschiffs Mannschaft ist auch immer schwieriger geworden, und zählung veranstaltet war, eine neue ins Leben zu rufen. Drei neueste Berufszählung gewesen, denn man versucht wir müssen diese für ihr ganzes Leben abhängigen Menschen, die zehn Jahre sind verflossen, Jahre einer außerordentlichen wirth hier zum ersten Male, in einer amtlichen Statistik die Arbeit 3. niemals selbständig werden können, mehr schützen. Ein anderer fchaftlichen Entwickelung, eine Periode der ökonomischen lofenfrage statistisch zu figiren; aber durch diese Art der wunder Punkt ist das Heuerbaaswesen. Ter Heuerbaas benutzt Revolution, wie sie bisher noch nicht da war. Das wird ja in Arbeitslosenstatistik wird diese unheilbar diskreditirt es ist einfach unmöglich, ein so vielfach eine Funktionen, um diese Matrosen und namentlich der Begründung ausdrüdlich hervorgehoben. Für statistische Er- tompromittirt werden; die Schiffsjungen, die noch nicht fähig sind, über ihr bischen Geld hebungen über die sozialen Zustände hat man sehr wenig Geld komplizirtes und schwieriges Programm auf diese Weise zu lösen. zu verfügen, geradezu auszubeuten. Ich mache die Regierung auf und Lust; der Militarismus erfordert so viele hunderte von Es ist sonderbar, das Datum der Berufszählung, die ja in diefes Unwesen aufmerksam und bitte um baldige Abhilfe. Millionen, daß die lumpigen zwei Millionen, die hier verlangt Wirklichkeit eine Volkszählung ist, ist in die schönste Jahreszeit, Man sollte in dieser Vorlage die kleinen Schiffer schüßen, anstatt werden, in den Augen der leitenden Kreise als ein großes Opfer auf den 14. Juni iestgefeßt, wo die Arbeitslosigkeit sie noch mit größerer Haftung zu belasten; man muß ihnen die erscheinen. Aber es ist nicht allein die Echeu vor den Kosten, auf ein Minimum reduzirt ist, und da will man eine Winglichkeit geben, sich im wirthschaftlichen Kampf zu halten. es ist ein anderes sehr wichtiges Moment, welches die herrschen- Arbeitslosenstatinit machen. Man hat feine Luft, die erschütterns Der sozialdemokratische Redner hätte sich seinen Ausfall gegen den Klaffen davon abhält, gründlich die Resultate dieser ökonomi- den Zahlen der Arbeitslosen festzustellen. Wenn man die a m 14. Dezember 1895 ober a m Das Kapital sparen können; denn die fleinen Schiffer leiden ichen Umwälzungen festzustellen: die Furcht vor der 3ählung man vor 14. Januar 1896 machte, betäme ganz nicht nur durch das Großkapital, sondern auch unter der Kon- ötonomischen Entwickelung, die Furcht kurrenz der Küstenschifffahrt, namentlich der holländischen Küsten- der Feststellung, daß der Großbetrieb auf dem andere Zahlen. Auch die Berufs- und Gewerbeftatistit schiffe. Die Regierung hätte die Meliorationsfanäle gleich platten Lande wie in den Städten, in der von 1882, hat auch eine ganz bestimmte Tendenz gehabt. Damals einer Zeit gemacht, wo schiffbar einrichten müssen, z. B. den Kanal von der Weser in Landwirthschaft wie in Industrie und Handel wurde die Zählung auch zu das Budjadingerland. Die holländischen Küstenschiffe brauchen einerseits, das Massenelend, die Massen die meisten Arbeiter in der Landwirthschaft beschäftigt waren. weniger Besatzung und fahren daher viel billiger als unsere armuth andererseits gewachsen sind, die Furcht Will man eine Arbeitslosenstatistit, so muß man ein ganz anderes, Binnenschiffer. Ich bitte die Regierung beim Ablauf des holländischen vor dem Eingeständniß, daß der Sozialismus recht hat und die ein eigenes Formular aufstellen. Es fehlt jezt in dem Formular eine Frage nach dem Schifffahrts- Vertrages dahin zu wirken, daß die Küsten- Schiff- herrschende tapitalistische Gesellschaft unrecht.( Busin.mung und fahrt der Holländer in deutichen Flüssen eingeschränkt wird, Lachen.) Woher kommt es denn, daß die ganze fest Geburtsort. Bei der Berufszählung von 1882 find 12 000 damit unsere Echiffer sich wieder die Arbeitsgelegenheit erobern, ländische Statistik, die sonst ausgezeichnet ist, in bezug Lippe'sche Ziegler von der Statistit nicht erfaßt worden. Das die ihnen mehr und mehr verloren gegangen ist. Die Schiffer auf soziale Verhältnisse miserabel ausfällt? felbe gilt von den Erd- und Kanalarbeitern. Diese Frage ist so auf der oberen Elbe leiden auch unter der Wirkung des deutsch Deutschland hat nichts gethan, um der Sozialitatifit feste Fundamente wichtig, daß es wünschenswerth gewesen wäre, daß die Regierung österreichischen Handelsvertrages Bei der Sturmfluth im Dezember zu schaffen. Man hat ja eine Baumwollen, Eisen, Tabat, ja viel früher als geschehen, diese Formulare der Deffentlichkeit zu vorigen Jahres ist eine Reihe von Hochseesischdampfern von der auch den Agrariern zu Liebe eine höchst überflüssige Gilber übergeben. Die Landwirthschaftstarte fragt blos nach den Wesermündung zu grunde gegangen und über 200 Hinterbliebene enquete und schließlich eine Börsenenquete gemacht, wo überall der Mannschaften bedürfen der Unterstüßung. Da bisher das nichts heraustam, was man nicht schon vorher mußte, bis auf verschiedenen Volksklaffen der landwirthschaftlichen Betriebe. Unfallversicherungs- Gesetz auf das Hochseefischerei- Gewerbe noch das lumpige Börsenregister. Aber für die Arbeiter und deren Sozialpolitisch wäre es aber vom Interesse einmal eine etwas nicht ausgedehnt ist, fehlt jede Möglichkeit, die Hinterbliebenen wirthschaftliche Verhältnisse hat man feine Zeit; man hat den befiere Er quete zu bekommen, eine wirklich ausgiebige Agrarzu unterstüßen. Ich bitte die Regierung, überlegen zu wollen, Sommer 1892, ein Dezennium seit der Zählung von 1882, ver- statistit über die Vertheilung des Besizes, über den Antheil ob für diese armen Hinterbliebenen etwas aus öffentlichen Mitteln streichen lassen, und erst das sehr energiche Trängen der Preffe, der verschiedenen Gruppen, der verschiedenen Eigenthümer im namentlich der Arbeiterpresse und der Arbeitervertreter im Bars Grundbefiz. In verschiedenen Industriezweigen sind Enqueten geschehen tann. Tarauf wird die Vorlage der Kommission überwiesen, welcher das vorige Gesetz überwiesen war. = # und wie sie bezahlt werden. Ein ganz bedeutsamer Moment ist es, daß in der Haushaltungsliste Nr. 12 zwar aufgeführt werden die Hausirer, die Hausindustriellen und Heimarbeiter, aber nicht die sogenannten Störarbeiter, d. h. die Näherinnen, die bei den Kunden im Hause arbeiten. Diese sogenannten Störer werden nicht in Nr. 12 mit aufgezählt. Die Störs diese Gruppe zu firiren. Ich würde deshalb vorschlagen, in Spalte 12, wo es heißt: Jm eigenen Hause auf fremde Rech nung" die Frage hinzuzufügen:" Im Hause der Kunden gegen Lohn". und Tokales. 92190 10 veranlaßt worden, aber die Landwirthschaft schreit über Noth Abg. Site( 3.) bedauert, daß die Vorlage ohne er- Staatssekretärs aus, Singer dagegen. Auf die wiederholten und veranlaßt keine Enquete, um endlich einmal die Wahrheit bebliche Begründung vorgelegt worden ist; man hätte Ansuchen fönne man nicht wie der Staatssekretär leicht darüber über ihre Lage amtlich offen festzustellen. Ich bin überzeugt, daß lieber dieselbe noch etwas zurückhalten sollen, bis das nöthige hinweggehen. Das Militär habe im Sommer doch auch Drillichdie Zahl der Großbetriebe der Landwirthschaft in Material vorhanden war. Vielleicht hätte man auch die anzüge und dem bürgerlichen Publikum falle es auch nicht ein, den letzten 13 Jahren erheblich zugenommen hat und Kommission für Arbeiterstatistik mit dieser Frage im Sommer dieselbe Kleidung zu tragen. Seitens der Postdaß die Zersplitterung des Grund und Bodens beschäftigen tönnen. Die Haupterörterungen paffen wohl weniger verwaltung erklärt der Staatssekretär, Erleichterungen einimmer weiter um sich greift. Die Landwirthschaft wird ja in für dieses Haus, als für die Kommission, für welche aber treten zu lajjen, soweit solche möglich seien, aber der neuesten Zeit wieder außerordentlich passirt. Die Zeit der wohl die Zahl von 14 Mitgliedern ausreichen würde. die Postverwaltung müsse auch über die Gesundheit Rebellion des Grafen Kanig ist vorüber. Um den Antrag des Abg. Haffe( natl.) legt kein Gewicht auf die Zahl von der Beamten wachen. Werner spricht sich ebenfalls Grafen Kanis zu beseitigen, brauchen wir allerdings 21 Mitgliedern. für Erleichterungen aus, vielfach strügen die Direktoren teine neue landwirthschaftliche Statistit, aber wir Die Vorlage wird einer Kommission von der Oberpostämter noch dazu bei, durch Anordnungen den müssen die Klagen der Landwirthschaft auf ihre 14 Mitgliedern überwiesen. Beamten das Leben zu erschweren. Bebel erachtet die gesachliche Bedeutung zu prüfen in der Lage sein. Es folgt die erste Berathung der allerhöchsten Verordnung, machten Einwendungen der Postleitung für unzutreffend, die Das dritte Formular, die Berufs- und Gewerbe betreffend die Erhebung eines 3011zuschlages für aus Erfahrung in anderen Ländern zeige, daß es auch anders gehe. zählung ist noch viel angriffsfähiger als die Haus- Spanien und spanischen Kolonien kommende Man folle es mit der Wollblouse versuchen, die auch bei den haltungsliste und die Landwirthschaftskarte. Ueber Umfang, a aren vom 25. Mai 1894. Eisenbahnschaffnern eingeführt sei, die sei zweckmäßig und billig. Zahl und rechtliche Besitzverhältnisse der Betriebe will man sich Abg. von Salisch( dk.): Wir befinden uns mit Spanien Weitere Erörterungen ruft Kapitel 4, einmalige Ausgaben, informiren, es fehlt aber eine Erhebung über die Lohnzustande, in einem Bollfriege, trotzdem wir gerade diesem Lande durch hervor, insofern es sich hier um Bewilligungen für Bauten über die Zahlungsverhältnisse, über die mittleren Löhne. Man mehrere verlängerte Provisorien sehr weit entgegengekommen handelt. Die Verhandlung wird vertagt, weil ein Theil der hätte sehr gut eine ohustatistit machen können; sind. Ich habe bei den Handelsvertrags- Verhandlungen den Antrag Kommission erklärt, die nöthigen Vorbesprechungen noch nicht statt dessen finden Sie in der Sie in der Haushaltungsliste nur gestellt, die Regierungen mit ausreichenden Befugnissen für einen habe vornehmen zu können. die Frage, ob Die Arbeiter über 16 Jahren Baar solchen Zollkrieg zu versehen. Aber mein Antrag ist damals in bezahlung erhalten. Vom Truck system ist in dem Formular der Kommiffion stecken geblieben, wohl aus unberechtigtem keine Rede, ebenso wenig auch davon, wie es mit der Bezahlung Optimismus. Jezt befinden wir uns im Zollkrieg mit Spanien, der Arbeiter unter 16 Jahren steht. Gerade die jugendlichen wir erfahren Chikane von Nordamerika. Die kaiserliche VerArbeiter werden mit ganz erbärmlichen Löhnen abgespeist. Sie ordnung genügt nach der Lage der Sache nicht. Wir haben eine Den Parteigenossen des sechsten Wahlkreises, die ver erhalten vielleicht ein bischen Essen, Kleider u. s. w. Resolution vorbereitet, welche bei der zweiten Lesung eingebracht säumt haben, den Vorwärts" zum 1. Januar bei ihrem Spedi Troß alledem find wir gern bereit, für die Vorwerden wird. teur abzubestellen und die Besorgung des Blattes der ParteiTage au stimmen. Wir wollen aber, daß die Statistik einen Abg. Graf v. Kanik( dk.): Von Spanien werden solche spedition zu übertragen, sei in Erinnerung gebracht, daß sie zum wirklichen Nuzen für die Volkswirthschaft ergiebt. Soll das Dinge zu uns ausgeführt, welche gar keinem Bolle unterliegen 1. Februar baldmöglichst diefe Abbestellung zu veranlassen haben. geschehen, so muß die Vorlage in eine Kommission ver und deshalb auch keinem Zollzuschlage. Dazu gehören die Bestellungen auf den Vorwärts" für die Parteispedition nehmen wiesen werden, in welcher die Formulare sorgfältig ausgearbeitet spanischen Eisenerze, an denen Deutschland ein großes entgegen: Für Moabit: Spediteur Hempel, Lübeckerstr. 16; füz werden und muß endlich mit dem Belieben der Regierung Intereffe hat. Die Einfuhr derselben hat auch zugenommen. Wedding: Spediteur Stolzenberg, Wiesenstr. 14; für Oranienin dieser Frage ein Ende gemacht werden. So gut wie Defter Auch die Einfuhr von Kortstopfen aus Spanien hat zugenommen. burger Borstadt: Spediteur Weise, Tegelerstr. 27; für Geſundreich sein Volkszählungs- Gesetz hat, so müssen wir auch ein ähn Wir wollen die Situation Spanien gegenüber nicht noch weiter brunnen: Spediteur Gaßmann, Grünthalerstr. 67; für Rosenliches Volkszählungs- und Berufszählungs- Gesetz für Deutschland verschlechtern laffen. Deshalb hat mein Freund die Resolution thaler Borstadt: Spediteur Rosenthal, Swinemünderstr. 79; für schaffen. Die Bornahme der Bolts- und Berufszählungen darf vorbereitet, daß die Regierung auf zollfreie Artikel angemessene Schönhauser Borstadt: Spediteur Mars, Kastanien- Alce. nicht in das Belieben der Regierung gestellt, sondern der Termin 3ölle legen kann. Es handelt sich um eine Ergänzung der Zoll- Der Vertrauensmann. muß dauernd bestimmt festgelegt werden. Das Gefeß muß die gesetzgebung. nöthigen Angaben enthalten über das Was, Wie und Wann der Abg. Hammacher( ntl.): Bei der Berathung des russischen Erhebung. Geht es so fort, so findet die nächste Erhebung nicht Handelsvertrages habe ich den Antrag des Herrn v. Salisch be- soll, wie uns mitgetheilt wird, heute, Sonntag, in einer Extra in dreizehn, sondern in sechsundzwanzig Jahren statt. In fämpft, ich habe mich aber überzeugt, daß wir demselben zu Ausgabe erscheinen, die dem Berliner Publikum die folgenden Ihrem eigenen Interesse müssen Sie Wandel schaffen und sich stimmen fönnen, damit wir Die Regierung in Den Neuigkeiten verkünden wird: tlar werden über das, was vorgeht in der deutschen Stand sehen, die Nechte Deutschlands den anderen Staaten Erstens die wohl nur höhere" Kreise interessirende NachBolte wirthschaft, über die gewaltigen Umwälzungen innerhalb gegenüber energisch zu wahren. Es wird untersucht werden richt, daß der Kaiser verschiedene Personen mit Orden be der Produktion und Konsumtion. Die Früchte dieser Erhebungen müssen, ob ein Zollzuschlag von 50 pCt. ausreicht, ob nicht ein scheuft, so zum Beispiel dem neuen Minister des Junern, Herrn stehen freilich auf einem anderen Blatt. Für Sie wäre eine erheblicherer Zuschlag gemacht werden müßte. Ich möchte v. Köller; solche Statistit eine Generalbeichte, in der Sie Ihre partie deshalb bitten, heute die zweite Lesung der Verordnung nicht zweitens die Mittheilung, daß der Kaiser, wie ja wohl früher honteuse( bas, wessen Sie sich schämen müffen) enthüllen, für vorzunehmen. Gine das deutsche Wirtschaftsleben schädigende auch schon geschehen, einen neuen Kunstpreis von zweitausend uns wäre sie eine Vogelschau, welche erkennen läßt, daß die Anwendung einer solchen Befugniß seitens des Bundesraths dürfte Mart stiften wird; fozialistische Gesellschaft immer mehr heran- faum vorkommen; so viel Vertrauen fönne man wohl zu den wäch st. Auf anderen Gebieten find Sie nicht so ängstlich. 1879 verbündeten Regierungen haben. ist ein vorzügliches Gesetz über die Statistit des Waarenverkehrs gemacht worden. Damals handelte es fich aber auch um das großtapitalistische Interesse, nicht um eine fozialpolitische Frage. Wir ftimmen in eiter Linie für Kommissionsberathung.( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Damit schließt die erste Berathung; die zweite Berathung wird von der Tagesordnung abgesetzt. Schluß 54 Uhr. Nächste Sigung Dienstag 1 Uhr. ( Bweite Berathung der heute berathenen faiserlichen Verordnung und erste Berathung der Novelle zur Gewerbe- Ordnung. Am Mittwoch soll ein Schwerinstag stattfinden; dann sollen Wahlprüfungen erledigt werden und darauf soll die zweite Berathung des Etats beginnen.) Parlamentarisches. Den lieben Berlinern. Der Reich 3- Anzeiger" " drittens soll der Reichs- Anzeiger" berichten, daß der Kaiser den Berlinern die Standbilder sämmtlicher Hohenzoller'schen & ürsten bis auf den Heldengreis schenken will. Die Standbilder sollen in der Sieges- Allee" aufgestellt werden, jeder der aufgestellten Fürsten soll von seinen Staatsmännern und Ministern umgeben sein. Dies Geschenk soll der Kaiser aus seiner Privatschatulle stiften wollen. Amnestie gemuntelt. Endlich wird etwas von einer getragen, weil sie manchen unserer Leser so merkwürdig erDie letzte Meldung zu bringen, haben wir anfangs Bedenken scheinen wird, daß darob die Richtigkeit dieser ganzen Neuigkeiten in Zweifel gezogen werden könnten. Wer sollte in der Aera der Umsturzparagraphen amnestirt werden? " Unterstaatssekretär v. Rottenburg: Ich glaube nicht, daß es nöthig sein wird, auf die Monita im Plenum einzugehen; das wird Sache der Kommission sein; ich will aber in Abwesenheit meines Chefs, der leider im preußischen Staatsministerium beschäftigt ist, auf einige Bemerkungen prinzigieller Natur einzugehen. Der Vorredner hat Zur Gesundheitspflege in den Berliner Gemeinde. monirt, daß wir die Erhebungsformulare sekretirt hätten Budgetkommission: Abg. Lingens regt die Einstellung fehnlen. Die vom Berliner Lehrerverein" herausgegebene ( geheimgehalten haben). Das wundert mich um so mehr, als des Packetverkehrs am Sonntag an, mit Ausnahme der Sonn- Pädagogische Zeitung" bespricht die unseren Lesern bereits gerade der Vorredner seit langem in ihrem Besiz ist und sie in tage für den Weihnachtsverkehr, und bezieht sich dabei auf die im bekannte Verfügung der städtischen Schuldeputation in Sachen der Presse kritisirt werden. Es besteht die Gepflogenheit und Reichstag angenommene Resolution. Staatssekretär v. Stephan der Gesundheitspflege in den Gemeindeschulen und verzeichnet diese hat ihre guten Gründe- daß Vorlagen, die an den sucht nachzuweisen, daß die Einschränkung dieses Verkehrsaus als erste That eine, wie es scheint, damit in Zusammenhang Bundesrath gelangen, nicht eher publizirt werden, bevor sie in religiösen, ethischen und sittlichen Gründen" unmöglich sei, der stehende andere Verfügung, nach welcher es den Rektoren nur den Händen der Bundesraths- Mitglieder sind. Es ist noch Zeit Schaden würde gar nicht zu übersehen sein. Abgeordneter mit Genehmigung der Schuldeputation gestattet sein soll, Hühner genug, daß sowohl der Reichstag als auch die öffentliche Meinung Lingens widerspricht diesem und weist auf England und und dergleichen im Schulhause zu halten. Das Lehrerblatt fich über die Erhebungsformulare schlüssig machen können. Sie die Bereinigten Staaten hin. Bebei macht darauf aufmerksam, schließt in sichtlichem Spott seine Mittheilung über den plöglich werden heute Abend im Reichs- Anzeiger" erscheinen. Auch dagegen daß der Staatssekretär die Aufhebung des Packetverkehrs mit rege gewordenen Reinlichkeitseifer der Schuldeputation mit den muß ich mich wenden, daß der Bundesrath aus Furcht vor der denselben Gründen. bekämpfe, mit welchen man ihn von vielfagenden Worten: Hoffentlich werden die Berliner Schulen Sozialdemokratie mit diesem Gesez zu spät hervorgetreten sei. anderer Seite fordere. Die ganzen Einwendungen feien hinfällig. nun ein Muster der Reinlichkeit!" Dieser Anfang sieht in der Aus den Ausführungen des Vorrebners geht von selbst hervor, Der Packetverkehr am Sonntag werde sofort sehr be That ganz danach aus, als ob man sich nach wie vor nur mit daß es sehr wohl begründet war, wenn der Bundesrath mit der deutend nachlaffen, sobald bekannt werde, daß derselbe eingestellt Kleinigkeiten abgeben und sich nur zu solchen Maßregeln bequemen Vorlage so lange wartete, daß er nicht Erhebungen macht, die sei. Der Gilpacketverkehr genüge dem Bedürfniß. Geh. Rath will, die, wie die Ausweisung der Rektor- Hühner, nichts fosten. einen ganz vorübergehenden Werth haben. Ich habe anf das Fischer sucht die Ginwendungen des Vorredners zu widerlegen. Entschiedenste Protest dagegen einzulegen, daß der Bundesrath Gin Siebentel der Menschheit sei an Sonntagen geboren; für durch ein Furchtgefühl bestimmt worden sei, mit dieser Vorlage diese sei ebenfalls in Rücksicht auf ihre Geschenke der Verkehr zu warten. Wenn sich die ökonomische Entwickelung jedermann am Sonntag nothwendig. Die Abgg. Möller und Bürklin erdarstellt. Dann brauchten wir gar feine statistischen Erhebungen. flären sich gegen den Antrag Lingens. Letzterer meint, man sei Der Bundesrath thut und unterläßt nichts aus Furcht. in bezug auf den Sonntagsverkehr durch die Gesetzgebung schon A13 der Vorredner von den parties hontenses sprach, zu weit gegangen und werde eine Reaktion eintreten. Bieber fiel mir ein, wie Kant zu sagen pflegte, nachdem er erklärt sich gegen diese Auffassung, der Fehler liege in der erzählt aatte, daß Pythagoras nach der Erfindung seines Lehr- Art der Anwendung der Gesetze. E3 mache den Eindruck, Im Interesse der durch diese Anordnung in Unkosten gefazes eine Hekatombe geopfert hätte: seitdem zittern alle Ochsen, als werde hier und da das Gesetz so gehandhabt, um stürzten Schulvorsteher hat der Magistrat gegen die Verfügung wenn ein neuer Saz erfunden ist.( Heiterkeit.) Der Bundesrath es zu diskreditiren. Bebel: Auch er sei der entgegen- su protestiren beschlossen. Das Berliner Tageblatt", dem wir atzeptirt den Kant'schen Standpunkt durchaus. Der Bundes gesezten Ansicht wie Bürklin und werde sich im Plenum die Nachricht entnehmen, lobt diesen magistratlichen Mannesrath zittert nicht und wird niemals zittern hierüber aussprechen. Die Einwendungen des Geh. Nath Fischer muth, da durch die Regierungsverfügung die Interessen der vor der Sozialdemokratie, einmal, weil er gegen feine Ausführungen halte er für hinfällig. v. Frege gesammten Bürgerschaft geschädigt seien. Nach dem freinicht zu dem schlappfüßigen Sornvieh gehört, erklärt, daß sie( Konservative) in bezug auf die vorliegende Frage innigen Organ scheint die Grenze des Begriffs der Bürgerund dann, weil er in der Sozialdemokratie ihren alten Standpunkt einnehmen und dem entsprechend für die schaft also bei den Leuten zu liegen, die sich in ihrem privaten teine neue Wahrheit, und überhaupt teine Resolution Lingens stimmten. Diese wird mit großer Mehrheit Beruf nicht im stande fühlen, junge Mädchen zu höheren Wahrheit siebt. Töchtern" zu verkrüppeln. Auch eine Ansicht. angenommen. Für die höheren Privat- Töchterschulen hat die Regierung angeordnet, daß sie bis zum 1. April mit geräumigen Höfen und Schulgärten versehen sein müssen und daß in feine ihrer Klassen mehr als vierzig Schülerinnen untergebracht werden sollen. Wann wird für die Volksschulen eine gleich weise Ver fügung bezüglich der Zahl der zu unterrichtenden Schüler erlassen werden? Albg. Saffe( ntl.) empfiehlt ebenfalls die Ueberweisung der Bei Titel 2 der Ausgaben wird das Gehalt für einen UnterRückwärts, rückwärts! Wer noch daran zweifelt, daß Vorlage an eine Kommission von 21 Mitgliedern; 1882 wurde staatssekretär( 20 000 M.) wieder gefordert, das voriges Jahr der neueste, der Umsturzkurs, sich mit Herz und Hand den ebenso verfahren. Eine eingehende Behandlung ist auch dringend abgelehnt worden war. Die beiden Referenten befürworten die nöthig. In der dürftigen Begründung ist verschwiegen, ob wir neben der Bewilligung. Bei der Abstimmung wird die Forderung mit 13| Arbeiterfeinden ergeben soll, der möge sich aus der nachstehenden Meldung der Neuesten Nachr." Belehrung holen. Das Bismarc Berufszählung eine Volkszählung zu erwarten haben. Das ist von gegen 11 Stimmen abgelehnt. blatt berichtet: Wichtigkeit für die ganze Statistik; denn es erwachsen dadurch Auf Anregung des Staatssekretärs des Reichsschaamts wird Seitens der Regierung werden gegenwärtig Erhebungen nicht blos Kosten für das Reich, sondern auch für die Gemeinden. beschlossen, die Grörterung über die Dienstalterszulagen auszu darüber angestellt, ob an den für die einzelnen Gewerbe Bedauerlich ist, daß die aufgestellten Formulare nicht wenigstens setzen und geht man zu den sächlichen Ausgaben über. Bei zur Kenntniß der Mitglieder dieses Hauses gebracht worden sind. Kapitel 3 Titel 5 fragt Singer, wie es mit der Abschließung aufgestellten Normen für die Sonntagsruhe im GewerbeRedner tabelt das Formular der Haushaltungs- und der landwirth von Verträgen bei der Lieferung von Papier 2c. gehalten werde, betriebe Aenderungen oder Ausnahmen gewünscht werden. unzufrieden find namentlich die Bäcker und Konditoren, schaftlichen Zählfarten und die Ünübersichtlichkeit der Fragebogen, und ob sich die Postverwaltung kontraktlich auch für den Fall die denn auch einen wahren Petitionssturm in Bewegung setzen die über das Thatsächliche hinausgehen und dadurch leicht zu falschen billiger Papierpreise sichere. Geheimer Rath Fischer wollen. Ergebnissen führen. Solche Dinge fönnen aber gründlich nur in erklärt, daß diese Verträge ftets auf drei Jahre Die Bäcker und Konditoren, die hier bei den Haaren herbei. der Kommission erledigt werden. Ob es nothwendig ist, die abgeschlossen würden und die veränderten Konjunkturen Zählungen durch Gesetz oder durch Verordnungen festzulegen, ist an den Verträgen nichts änderten. Singer erklärt sich gegen gezerrt sind, genießen in Berlin bekanntlich jetzt schon die Vergünstigung, daß fie am Sonntag ihr Geschäft eine Stunde länger eine Frage, die besonders erörtert werden muß. solche Abmachungen angesichts der schwankenden Papierpreise und als andere Leute geöffnet haben dürften, und sie sind überhaupt Unterstaatssekretär v. Rottenburg: Die Anfrage des Bor bei der Größe der Beträge, die in Frage kämen. Müller- nicht an eine Gonntagsruhe gebunden, wenn sie in ihrem Laden redners wegen der Boltszählung beantworte ich dahin, daß Glogau stimmt Singer zu, es fiele ihm nie ein, einen Vertrag ein paar Stühle stehen haben, auf denen das Publikum die verder Bundesrath noch keinen Beschluß gefaßt hat. Ich glaube abzuschließen, ohne sich den Vortheil billigerer Preise zu sichern. kauften Waaren verzehrt. Möglichste Begünstigung der Profit aber, daß er sich für eine Volkszählung im Dezember In den letzten sechs Jahren seien die Preise gewisser Papiere von entscheiden wird; denn die größten Einzelstaaten haben sich dafür 30 auf 20 Pfennig per kilo gefallen. Geheimer Rath Fischer wuth soll aber die Parole lauten und da nagt wie ein Bands wurm eine jede Viertelstunde den Unternehmern am Herzen, in ausgesprochen. Mit dieser Boltszählung würde sich fagt zu, die gegebenen Anregungen zu berücksichtigen. dann auch eine Statistit der Arbeitslosigkeit ver. Ginger bemängelt, daß die Postverwaltung Bauten in der der Arbeiter am Sonntag Nachmittag frische Luft schöpft. binden lassen. Dadurch würden sich auch einige Bedenken Angriss nehme, ohne die Genehmigung des Reichstags dazu zu Der Neberschuß von 105 M. 70 Pf. ist der Kommission des Vorredners erledigen. haben, was den letteren in eine Zwangslage seye. Von seiten der Brauer und Brauerei- Hilssarbeiter von den Veranstaltern Abg. Schoenlauk( Soz.): Der Herr Unterstaatssekretär und der Postverwaltung und des Sekretärs für das Reichsschahamt der zum 25. November v. J. angesetzten Matinee im Elysium das Reichsamt des Innern sind nicht Schuld daran, daß ich in sucht man dieses Handeln mit vorhandener Zwangslage zu recht überwiesen worden. Dies Resultat ist um so erfreulicher, als den Besitz der Fragebogen gekommen bin; die Formulare find fertigen. das Vergnügen, wie noch erinnerlich sein dürfte, polizeilicher Beverheimlicht worden, sie sind nicht rechtzeitig zur Diskussion Müller Glogau regt an, den Postbeamten eine leichtere denken wegen garnicht hat stattfinden dürfen. gestellt; denn in einigen Monaten findet die Zählung statt, und Sie Sommerbekleidung zu schaffen. v. Frege schließt sich dem an. haben heute gehört, welche Bedenken geltend gemacht worden find. Staatssekretär v. Stephan: Versuche seien gemacht worden, Die Omnibusangestellten. Ein Feind des Beitungslesen?, Ich glaube auch nicht, daß der Bundesrath sich hätten sich aber nicht bewährt. Bebel bestreitet, daß dies in so schreibt die Berliner Zeitung", scheint die Berliner Omnibusfürchtet, obgleich man es eigentlich annehmen genügender Weise geschehen sei. Es bestünden sehr rigorose Bor- Gesellschaft zu sein. Den Schaffnern der Gesellschaft ist es streng sollte, da doch die Umsturavorlage eingebracht schriften für die Uniformirung, die im Sommer zu beobachten untersagt, während der Dienstzeit, die früh am Morgen beginnt ist( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten). Die bürgerliche Ge- febr läftig sei. Vor 1867 hatten die fächsischen Boftbeamten im und in der tiefen Nacht endigt, ein Beitungsblatt in die Hand sellschaft fürchtet sich, die ökonomischen Verhältnisse aufgedeckt zu Sommer Drillichröcke gehabt, auch sei ihnen das Deffnen des zu nehmen. Selbst an den Endstationen der Linien, während der fehen. Wenn man die Revolution erst abwarten will, dann brauchen Tuchrocks gestattet worden. In der Schweiz gingen sämmtliche kleinen Ruhepause, die den Schaffnern vergönnt ist, sollen diese wir Ihre Statistik und Ihre Formulare nicht mehr Herr Postbeamte im in leichter Kleidung, besorgten eine Zeitung nicht lesen. Was die Gesellschaft damit bezweckt, Dienst gut und v. Rottenburg! Herr v. Scheel, der Direktor des statistischen ihren Würde vergäben der der ist absolut unerfindlich. Soll das Personal nicht hinter Dinge Ants des Reiches, ist der Ansicht, daß man die Berufszählung Postverwaltung" nichts; warum das bei uns anders fei? fommen, die doch aller Welt bekannt sind? Jedenfalls verdient in September machen sollte. Lingens und Jazdzewsky sprechen sich im Sinne des das Verfahren schärfte Verurtheilung. Sommer " 130 von Bei dieser Gelegenheit sei noch der uns nachträglich mit- fich feit vorigem Sonntag in hoffnungslosem Zustande in der vernommen. Diese Zeugen erzählten, daß bis 1000 Zifien für cet eilten Thatsache erwähnt, daß die in 16 bis 18stündiger Irrenanstalt Herzberge. anarchistische Zwecke in Umlauf wären, die numerirt seien und Arbeitszeit ausgebeuteten Angestellten der Berliner OmnibusDer Gesellschaft auch ein Weihnachtsgeschent von ihrer Direktion er Der Bruch eines Wasserrohres hat an der Ecke der ganz Deutschland, sogar das Ausland überschwemmen". Autonomie" in London führte nach der anarchistische Klub halten haben. Jeder Kutscher und Schaffner bekam baare zehn Jerufalemer und Leipzigerstraße eine Verkehrsstörung hervor. Aussage dieser als" Beugen fungirenden preußischen Polizeis Mart, wenn ja, wenn ihm der Zufall das Glück beschieden trichterförmiges Loch im Durchmesser von etwa 75 Zentimetern, Am Sonnabend Morgen entstand daselbst ein beamten Art zuerst diese hatte, daß im ganzen verflossenen Jahr feine einzige Disziplinar: Anarchisten Geldsammlung ein, ftrafe über ihn verhängt war. Wer sich nicht dieses Glückes das auf den Bruch eines Rohres zurückgeführt wird. Ob dostum dadurch die Familien verhafteter oder verurtheilter strafe über ihn verhängt war. Wer sich nicht dieses Glückes oder eine andere Einwirkung die Ursache bildet, ist noch nicht leiteten, so offenbarten die Beamten weiter, auch vor Noth schützen zu tönnen. Später rühmen konnte, ging leer aus. in zu entscheiden gewesen. Das Erdreich ist nach und nach zusammen Berlin im Schnee. Radbrüche an Droschten zc. sind jetzt gesunken, bis die es bedeckende Asphaltschicht hohlgelegt wurde ein, indem sie zur Unterstützung derselben im anarchistischen Berlin verschiedene Anarchisten derartige Sammlungen feine Seltenheit, denn das Schneewetter hat viele Straßen und infolge der durch den Wagenverkehr bedingten Erschütterung Blatte„ Der Sozialist" Aufrufe erließen. In einem dieser AufBerlins in allerliebste Gebirgslandschaften verwandelt und so ist endlich auch durchbrach. Wassermengen sind nicht ausgetreten. rufe hieß es, daß infolge des Hochverrathsprozesses Camin und es kein Wunder, daß Defekte selbst an leichten Gefährten vor- Der Betrieb für Pferdeeisenbahn und leichtes Fuhrwert hat vor- rufe hieß es, daß infolge des Hochverrathsprozesses Camin und tommen. Höchst interessant sieht es aus, wenn eine Kutsche mit läufig feine Störung erlitten, dagegen wird der Lastwagenverkehr unterstützen müßte, in einer anderen wurde verlangt, die von Genoffen viele Familien in Noth gerathen wären," die man Genoffen viele Familien in Noth gerathen wären," die man drei Rädern melancholisch durch die Straßen sieht. Kutscher von der Polizei an der Südseite des Dönhoffplatzes berum der fapitalistischen Gesellschaft geschlagenen Wunden durch und Pferd harmoniren mit dem Wagen sie sind betrübt. An geleitet. Weitere Absperrungen stehen jedenfalls in Aussicht. Geldbeiträge zu heilen" und so weiter. Einzelnen Personen stelle des gebrochenen vierten Rades tritt eine Art, Nothverband", bestehend aus einer starken Holzstange, die quer unter der Achse Ein Eisenbahn- Zusammenstoß auf der Stadtbahn, welcher wurden bis zu 50 solcher Listen gegeben. Der Staatsbefestigt wird und den Zweck hat, die Achse so zu steifen, daß glücklicherweise noch glimpflich von statten ging, hat sich am anwalt Benedig war auch diesmal natürlich der Ansicht, deren Tieferliegen verhindert wird. Als ein sehr großer Uebel Freitag ereignet. Gin von Westen kommender Stadtbahnzug daß die Unterschlagung des Angeklagten streng geahnbet stand wird ferner in Droschfenfutscher- Kreisen beklagt, daß bei fuhr bei der Einfahrt in den Schlesischen Bahnhof auf die Spiße werden müsse, weil sie auf anarchistischem Boden itarkem Schneefall der Schnee von den Bürgersteigen zu beiden eines daselbst haltenden Trains, doch bremste der Zugführer noch stände. Die Listen seien nur dazu da, um Mittel für anarchistische Seiten des Fahrdammes mindestens meterbreit aufgethürmt wird. rechtzeitig, so daß größeres Unglück vermieden wurde. Die Zwecke zu sammeln. Durch diese Unterstützung sollen die So zeigt der schmale Fahrdamm der Potsdamerstraße, der mit Passagiere tamen mit dem Schrecken und theilweise recht fühl- anarchistischen Gesetzesverleger" von der Sorge für die breiten, promenadenartigen Bürgersteigen durchzogenen Bülow- baren Kontusionen davon. Als Ursache der Kollusion wird falsche 3hrigen befreit und dazu angespornt werden, einen Straße noch immer hohe Schneeberge länge des schneefreien Weichenstellung vermuthet. A obtem Konflikt mit dem Gesetze nicht zu scheuen. Er beantrage die Bürgersteiges. Hierunter leidet num naturgemäß der Fahr- Wie der Obdachlose stirbt Am Sonnabend Morgen Aufhebung des ersten Urtheils und höhere Bestrafung des Anverkehr. Gine Straße, wie die Lützowstraße, die ebenfalls breite gegen 6 Uhr erschien in dem Lofale von Ellenbach am Alexander- geklagten. Der Gerichtshof schloß sich verständigerweise nicht den Bürgersteige hat, ist gut um ein Drittel ihres Fahrdammes Ufer 1 ein Mann, der sichtlich ermattet war und anscheinend im Berwerfung der Berufung. Der Vorsitzende hob hervor, daß Ausführungen des Staatsanwaltes an und erkannte auf beschnitten. Die Pferdebahn hat freie Geleise, aber der Freien genächtigt hatte. Kaum hatte er sich an einem Tische das Faktum, daß der Angeklagte Anarchist sei was überOmnibus hat ein sehr schwieriges Fahren, Er fann oftmals niedergelassen, als er todt zusammenbrach. Man will in ihm haupt noch nicht bewiesen wäre nicht in betracht gar nicht halten. Die Droschten hingegen sind, wenn Omnibus den obdachlosen Arbeiter Gustav Schilling wiedererkennen. tommen fonnte! und Pferdebahn neben einander laufen, gezwungen, ganz langsam zu fahren und laufen Gefahr, zu faramboliren. Nach Ein großer Gelddiebstahl ist der hiesigen Kriminalpolizei Meinung der Allg. D. Kutscher- Zeitung" tönnte die Gemeinde aus Nürnberg gemeldet worden. Den Dieben sind 100 000 M. Schöneberg hier als Muster dienen. Dort sieht man auf beiden in Hundertmarknoten der Reichsbank und 30 000 M. in Hundert Eeiten der Bürgersteige den Schnee angehäuſt, während der markscheinen der bayerischen Nationalbank in die Hände gefallen. Bürgersteig genügend und der Fahrdamm völlig frei ist. Die Außerdem werden viele andere Papiere vermißt. Abfuhr der Schneemasse geht in Berlin äußerst langsam vor sich, trotzdem 3000 bis 3500 Fuhren täglich hinausgefahren werden. Abgesehen von einigen mageren Schlittenfahrten in die Um gebung Berlins ist dies aber auch der einzige Verdienst der Fuhrleute, da das Baugeschäft vollständig ruht. Ein Unternehmer in der Triftstraße, welcher vom Magistrat die Schneeabfuhr gepachtet hat, zahlt den Fuhrleuten pro kleine Fuhre 2-2,25 m., für die große Fubre 4-4,50 m., während er selbst pro Fuhre 2,75 M. und 5 M. erhält. Somit hat derselbe einen pro Fuhre 2,75 M. und 5 M. erhält. Somit hat derfelbe einen täglichen Ueberschuß bis zu 1500.! In der gegenwärtigen Schneezeit dürfte die Mahnung an die Schulbehörden am Blaze sein, darauf zu achten, daß teine Schulkinder zum Schneeschippen auf den Schulhöfen Verwendung finden, wie es beispielsweise bei dem starken Schneefall zu Anfang dieses Monats in einer Gemeindeschule in der Markusstraße der Fall war. Wen damals in den Morgenstunden von 8-10 Uhr fein Weg in die Iffland- und Markusstraße führte, dem bot sich ein eigenthümliches, durch seine Gegenfäße peinlich berührendes Bild dar. In dem Hofe der höheren Töchterschule in Bur Lage der Posthilfeboten. Der Posthilfebote Adolf Gramm wurde gestern wegen Amtsvergehen der ersten Straffammer des Landgerichts I aus der Untersuchungshaft vorgeführt. Am 23. Dezember v. J. war der Angeklagte mit dem Abstempeln von Briefen beschäftigt. Er fand darunter einen, dessen GummiVom Tode jäh ereilt wurde eine unbekannte Frau im verschluß sich geöffnet hatte. Unglücklicherweise enthielt derselbe Alter von 45 Jahren in der Echeringstraße am Freitag eine Spitzenarbeit und darin eingewickelt einen Thaler. Der Nachmittag. Nach einem von ber erlag ihr mitgeführten Hand- Angeklagte er Versuchung unterschlug den forb zu schließen, hat sie Speisen nach einer Arbeitsstelle ge- Brief, anstatt ihn zu bestellen. Als er von seinem Bestellbracht. Die Leiche ist nach dem Schauhause gebracht worden. gange zurückkam, wurde er untersucht, da ein Kollege bemerkt hatte, daß er den Brief in seine Rocktasche geschoben Der Selbstmord eines zehnjährigen Knaben wird aus hatte. Brief und Spißen wurden hier noch gefunden, auch den dem benachbarten Wilhelmsberg gemeldet. Der 10 jährige Sohn Thaler holte er aus seinem Portemonnaie wieder hervor, sodaß eines in der Greifswalderstraße beschäftigten verwittweten ein Schaden nicht entstanden ist. Der Gerichtshof verurtheilte Arbeiters taun gestern zur gewöhnlichen Zeit aus der Schule den Angeklagten, der sich in Noth befunden hatte, zu der zulässig und hat dann seine Geschwister, tha ins Schlafzimmer ingebrigten Strafe drei Monaten Gefängniß und wurde schließen, da er noch Schularbeiten zu machen habe. Dies hiervon ein Monat durch die erlittene Untersuchungshaft in Abthaten die Kinder auch, als aber der Vater am Abend von der rechnung gebracht. Arbeit zurückkehrte, fand er den kleinen schwer erkrankt und bewußtlos im Bette liegend vor. Ein sofort von Friedrichsberg herbeigeholter Art fonstatirte Vergiftung, ehe jedoch Gegenmittel angewendet werden konnten, verstarb das Kind. Es liegt unzweifelhaft Selbstmord vor, wiewohl das Motiv zur That gänzlich unbekannt ist. Gewerkschaftliches. An die Arbeiter Deutschlands! Durch verschiedene An. fragen der Gewerkschaftskartelle sehen wir uns veranlaßt, den jezigen Stand der ausgesperrten Schuhmacher Burg's zur Kenntniß zu bringen. Die legten, zirka 30 am Orte verbliebene Unbeliebten" haben durch eigene Mittel, sowie durch Unterstützung anderer Genossen eine Schuhfabrit auf solidarischer Grundlage errichtet. Das Absatzgebiet ist Burg, Magdeburg und Halber stadt. Es wäre wünschenswerth, daß auch andere Städte uns Durch Abnahme von Schuhwaaren unterstüßten; denn die Herren Fabrikanten scheuen sich nicht, diejenigen Arbeiter, welche uns materiell unterstützt haben, zu entlassen; sie sagen einfach: wer au der Genossenschaft betheiligt ist, darf bei uns nicht arbeiten. Hieraus tönnen die Arbeiter ersehen, daß es noch unbedingt nothwendig ist, den Boykott über die Burger Ringfabrikanten hoch zu halten. Den Genossen in Hamburg, Braunschweig, Rostock 2c. diene hiermit gleichzeitig zur Nachricht, daß wir noch vor Ostern eine neue Boykotiliste der Verkaufsstellen von Burger Schuh waaren veröffentlichen. Folgende Firmen gehören zum Ringe: Conrad Tack u. Cie., Gleiche nt. Grabow, Dedermann u. Hömen, Krojanker und Hömen u. Comp. Nicht zum Ringe gehören: 2. Schüße, wwe. Wolter, Fügmann u. Comp. Die ausgesperrten Schuhburg, Blumenstraße. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck macher Burgs. Briefe und Anfragen sind zu senden an W. Vogt oder Emil Pießka, Genossenschafts- Schuhfabrik Burg bei Magdegebeten. Einen recht guten Kanf hat ein hiesiger Naturforscher" der Ifflandstraße wurden die gewaltigen Schneemassen gemacht. Er erschien in der Wohnung eines Rentners und fragte von erwachsenen Arbeitern, welche aus städtischen nach altem Beitungspapier. Die Gattin des Gefragten verkaufte Sädel bezahlt wurden, beiseite geschafft. In der Markusstraße dem Händler mehrere Packete. Als der Rentner nach Hause dagegen, im Hofe der Gemeindeschule, fonnte man fleine Jungen, tam und von dem Verkauf hörte, gestand er seiner Frau, daß er Schüler der ersten Klassen, während der Schulzeit mit ohne ihr Wissen zwei Aktien des Zentralhotels über je 1500 M. derselben Arbeit beschäftigt sehen. Bum theil mit nicht wasser in dem alten Papier aufbewahrt hatte. Da sich der Händler bis dichten Stiefeln, ohne warmen Shawl, ohne Handschuhe, mühten jetzt nicht gemeldet hat, sei mitgetheilt, daß die Papiere die sich die Burschen ab, die gewaltigen Schueemassen su be- Nummern 4628 und 4629 tragen. feitigen. Dafür wurde ihnen aus dem städtischen Säckel kein warmes Mittagessen, oder sonst eine Vergütung gewährt, Im Thiergarten wurde vorgestern die Leiche des 34jährigen sondern nach zweistündiger Arbeit mußten sie die folgenden Goldarbeiters 2. aufgefunden. In einer Rocktasche des Todten beiden Stunden von 10-12 am Unterricht theilnehmen. Man fann fand sich ein Zettel, der die Worte enthielt:„ Ich habe den sich denken, mit welchem Erfolge. Was sollen solche Kinder wohl Meinigen nur Schande bereitet, deshalb bitte ich, den Verwandten lernen, wenn sie die Hälfte des Unterrichts versäumen, und meinen Tod vevheimlichen zu wollen." Der Mann entstammt während der anderen Hälfte förperlich abgearbeitet und müde einer im Wedding- Stadttheil wohnenden Familie. Er hatte sich find! Es ist ganz unbegreiflich, wie der Rektor zu einer solchen vor mehreren Jahren gegen den Willen seiner Eltern verheirathet Ausnutung der ihm anvertrauten Schüler seine Einwilligung und sich deshalb mit den Seinigen überworfen. 2. wurde dann hat geben können. Es ist hohe Zeit, daß die vorgesetzte Behörde beschäftigungslos, seine Frau verschwand dann eines Tages unter mannes an der betreffenden Schule schon in mehreren Wintern belegenen Wohnung. 2. nahm nun Stellung als Hausdiener an diesen groben Unfug, der nach der Versicherung unseres Gewährs- Mitnahme der meisten Möbel aus der in der Linienstraße verübt wurde, ein Ende macht. Die Stadt wird wohl nicht und beging in dieser, durch einen Freund dazu verBantrott machen, wenn in den Volksschulen für die Beiseite- leitet, einen Vertrauensbruch groben feinem an schaffung des Schnees ebenso bezahlt wird, wie in den höheren Prinzipal, daß er zu einem Jahre Gefängniß verurtheim verflossenen Jahre sind wir unausgesezt bestrebt gewesen, Achtung, Luguspapierbrauche! Kollegen und Kolleginnen! wurde. Vor vier Wochen wurde 2. aus der Haft entaufzusuchen, arbeits- und obdachlos. lassen und war, da er sich schämte, die Eltern und Verwandten die Agitation unter den Luruspapier- Arbeitern und Arbeiterinnen Am Leben verzagt, er- nach Kräften zu fördern. Sind auch die Erfolge nicht so behängte er sich deshalb am Donnerstag Abend im Thiergarten. deutende, so können wir immerhin mit Genugthuung auf das von uns Erreichte zurückblicken. Nicht nur, daß die Mißstände beiter in der Wohnung seiner Mutter, in der Frankfurter Allee, wurden und so auch der maßgebenden Behörde Beranlaffung Polizeibericht. Am 25. d. M. vormittags machte ein Ar- in den einzelnen Fabriken von uns an die Deffentlichkeit gerückt den Versuch, sich durch Deffnen der Pulsadern zu tödten. Nach zum Einschreiten gegeben wurde, ist es auch gelungen eine Anlegung eines Verbandes wurde er in das Krankenhaus ge- beträchtliche Anzahl Kollegen und Kolleginnen zum Anschluß an bracht. An der Ede der Jerusalemer- und Kochstraße fiel ein die Drganisation zu bewegen. Freilich sieht noch der größte Theil Mann in Krämpfen zu Boden und erlitt dabei eine schwere Ver- der Indifferenten und theilnahmslos gegenüber. Hier muß vor allem legung am Hinterkopfe. Abends wurde in der Antonstraße ein wieder der Hebel angesetzt werden und der gemeinsamen, un Tischler bei einem Streit von seinem Gegner durch einen Weffer- ermüdlichen Agitation wird es auch gelingen, die uns noch Fernstich im Gesicht leicht verlegt. Im Laufe des Tages fanden stehenden aufzurütteln, damit auch sie in unsere Reihen treten und vier Brände statt. mitstreiten für unsere gute Sache. Witterungsübersicht vom 26. Januar 1895. Schulen, und an Arbeitern fehlt es doch heute wahrlich nicht. In Sachen der Serumbehandlung richtet das Polizeipräsidium an die Aerzte das Ersuchen, ihm über ihre praktischen Erfahrungen Bericht zu erstatten, damit sich die Medizinal- Berwaltung bald ein sicheres Urtheil über den Werth des Behring schen Mittels bilden könne. In der Urania wird heute, Montag, Dienstag und Mitt woch ber dekorative Ausstattungsvortrag Durch alle Welten" gegeben, während am Donnerstag, Freitag und Sonnabend Herr 4. Spies seinen Experimentalvortrag, Tesla's Licht der Zukunft" wiederholt. Dem Besucher des Berliner Aquariums bietet sich jetzt ein Lebewesen zur Beobachtung dar, das in diesen Tagen des rauhen Winterwetters noch zarter erscheint, als es ohnehin schon ist. In einem besonderen, sehr geräumigen, vor dem großen Seesternbassin aufgestellten Glase hat man eine Bewohnerin des Mittelmeeres, die durch die Station Rovigno hergesandt worden ist, untergebracht. Es ist eine Wurzelmundqualle Stationen. ( Pilema oder Rhizostoma), die sich durch die zahlreichen Saugmündchen an acht langen, wurgelförmigen Mundarmen von den weitmundigen und uns von Besuchen der Ost- und Nordsee her bekannten Ohren- oder Echeibenquallen unterscheidet. Obwohl es kaum angeht, die eine oder die andere Art der Schirmquallen als die schönste zu bezeichnen, so stellt doch gerade die jetzt im Hamburg Aquarium angekommene Meduse infolge ihrer Größe und ihren Farbenabstufungen in bläulichweiß, violett und roth eine der reizvollsten Geschöpfe dar. Fast beständig führt der Schirm seine Bewegungen aus, indem er sich zusammenzieht und wieder ausbreitet, und nur dann unterbricht er sie auf turze Zeit, wenn die Qualle in regungsloser Haltung im Wasser nach oben bis unmittelbar unter die Oberfläche steigt. Die städtische Park- Deputation hat bei Gelegenheit einer Lokalbesichtigung des Viktoriapartes den Eindruck gewonnen, daß der Wassersturz daselbst infolge der spärlichen Wassermenge mit den übrigen Anlagen nicht harmonirt. Die Deputation hat daher in ihrer legten, unter dem Borsiz des Stadtraths Kochhann abgehaltenen Sigung beschlossen, einstweilen den untersten Theil des Wassersturzes durch Zuführung einer größeren Menge Wassers zu verstärken. Die Betriebskosten werden durch diese Maßnahme voraussichtlich sich nicht vergrößern. Berlin Wiesbaden. München Wien fo reduzirt auf Barometer stand in mm, d. Meeressp. Windrichtung N គ គ គ Windstärke WwAACP( Stala 1-12) Wetter wollig Temperatur 11111( nach Celfins 50.40 R.) Schnee bedeckt bedeckt Schnee -2 Swinemünde 746 750 N 746 750 NM 750 SW 749 Still Haparanda Petersburg Cort. Aberdin. Paris 746 Still 749 Still Schnee 762 NW 4 Schnee 734 WNW 3 755 24 3 wolfig woltig . . . Schnee bedeckt Am Dienstag, den 29. d. Mts., wird in unserer, bei Gründel, Brunnenstr. 188, stattfindenden Branchenversammlung der Vertrauensmann eingehend Bericht über seine bisherige Thätigkeit erstatten, und soll allen Kollegen und Kolleginnen Gelegenheit gegeben werden, eventuell praktische Vorschläge, die Agitation betreffend, zu machen. Es ist deshalb Pflicht aller in unserer Branche Beschäftigten, vollzählig in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vertrauens in a 11 11. Charlottenburg. Die geplante Versammlung der Zentrals Krankenkasse der Maurer findet wegen der Verbreitung der Flugblätter zur Kommunalwahl erst am Sonntag, den 3. Februar, statt. Internationale Solidarität. Die Vergolder und Goldleiften- Arbeiter von Köln a. Rh. haben den streifenden Ver-24 goldern in Paris 100 Franks übersandt. Wetter- Prognose für Sonntag, 27. Januar 1895. Theils heiteres, theils woltiges Frostwetter mit leichten Schneefällen und schwachen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. Dermischtes. Das Erdbeben in Persien. Wie die„ Times" aus Teheran von gestern melden, zerstörte die erste Erschütterung bei dem Erdbeben vom 17. d. Mts. mittags die Stadt Kuchan innerhalb 3 Minuten und begrub 600 Personen in einer Moschee und etwa ebenso viele in verschiedenen öffentlichen Anstalten und Bädern. Drei Tage hindurch fehlte es an Wasser und Lebensmitteln. Die Leiden der Ueberlebenden sind schrecklich und steigern sich infolge der Entbehrungen und der sich täglich wieder blenden Grſtöße. Seit dem 17. b. Mts. berrscht starte Stälte. Aus Astabad kommen russische Aerzte zu Hilfe. „ Eventuell in die Hölle," jene Androhung für einen Meineid, über welche wir dieser Tage berichteten, ist nicht ohne ein min- jugendliche Arbeiter Graß vor dem hiesigen Schöffengericht, Staatsanwalt Benedig. Vor einiger Zeit stand der noch destens ebenso hübsches Seitenstück. Der ehemalige Chef der Briefhaffen der Redaktion. britten Straffammer am Landgericht I, Landgerichtsdirektor um sich wegen Unterschlagung zu verantworten. Er hatte für Bethge ermahnte einmal in der Hize des Gefechts die Beugen in nothleidende Anarchisten Geld gesammelt, dasselbe aber nur zum Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Bwet Buchstaben oder eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. folgender Weise:„ Sagen Sie die volle Wahrheit und bedenken theil abgeliefert und einen Betrag von 13,30. für seine BeVeritas. Wir bitten Sie freundlichst, uns in der Nach. Sie, daß auf den Weineid schwere Buchthausstrafe steht; im dürfnisse ausgegeben. Der Staatsanwalt Dr. Benedig be Himmel sowohl als auch auf Erden!" Diese im Himmel zu voll- antragte damals gegen den Angeklagten eine Gefängnißstrafe von mittags- oder Abendstunde zu besuchen, oder einem von uns Ge Streckende Buchthausstrafe bewirkte allerdings zunächst auf Erden, Jahre, weil er neben der Unterschlagung auch anarchistische legenheit zu geben, Sie zu treffen. der erwiefen erachtete, daß einige Richter das Antlik und ihre Heiterkeit hinter einem erkannte jedoch nur auf eine breiwöchentliche Gefängniß- 22. Januar beantwortet. B. P. Ihre Anfrage ist schon in der Nummer vom vorgehaltenen Aftenstück zu verbergen fuchten. strafe. Gegen dieses Urtheil legte Dr. Benedig Berufung ein R. Soldi. Schippel, Das moderne Elend, ist vergriffen. und in der gestrigen Verhandlung wurden auf Beranlassung des H. S. T. Wenn die Ehefrau in der Mark Erbe werden Staatsanwaltes 2 Beamte der politischen Polizei will, fo muß fie ihr eigenes Vermögen einwerfen und erhält dann als 3eugen eingehend über das anarchistische Sammelwesen die Hälfte der gemeinschaftlichen Masse. Einem traurigen Schicksal ist unser braver Genosse Auguft Infinger, der Mitbegründer der Berliner Lokalfommiffion, anheim. gefallen. Er wurde vor kurzem plößlich irrfinnig und befinde Umtriebe" als Gerichtshof Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 27. Januar. Freie Volksbühne( National: Theater). VI. Serie. 2. Abtheilung, nachmittags 22 Uhr: Kein Hüfung. Opernhaus. Montag: Hänsel und Grethel. Prometheus. Schauspielhaus. Wie die Alten fungen. Montag: Halali. Die stille Wache. Deutsches Theater. Weh' dem, der lügt. Montag: Die Weber. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. 24316 Danksagung! 2418b Allen Genossen und organisirten Für die rege Betheiligung bei der Kollegen bei meiner Abreise ein herzBeerdigung meines lieben Mannes, be- liches Lebewohl. sonders dem 6. Wahlverein und den Filzschuharbeitern der Fabrik von Christ sage hierdurch meinen besten Achtung! Sonntag, 27. Jan., nachm 3 Uhr: Der Veilchenfresser. Abends 8 Uhr: Dant. Pring Friedrich von Homburg. Bum eriten Wale: Der erb Krua, Lustspiel in 1 Att von Hein: rich Kleist. Frauenkampf, Lustspiel in 3 Akten von Scribe. Dienstag, 29. Januar, abends 8 Uhr: Der zerbrochene Krng. Frauenkompf. Mittwoch, 30. Januar, abends 8 Uhr: Hagar's Sohn. Donnerstag, 31. Januar, abends 8 Uhr: Der zerbrochene Krug. Frauenkampf. Am 25. d. M. starb meine liebe Frau Hedwig Trinkaus geb. Weber. Haus Dietrich, Steinmez. Achtung! Den 29. b. M., nachm. 2 Uhr, von der Die Beerdigung findet am Dienstag, Ww. Bandelow. Sozialdemokratischer Wahl- Leichenhalle des Golgatha- Kirchhofes, Castan's Panoptikum. verein für den 6. Berliner Müllerstraße, aus, ftatt. Noch nie dagewesen! Die Riefen des dunkeln Erdiheils: Die Dinka, 40 Männer, Frauen u. Kinder. Das scheckige Mädchen Marietta. Weihnachts- Ausstellung Urania Berliner Theater. Böse Zungen. Adolph Ernst- Theater Anstalt für volksthümliche Montag: Der Pfarrer von Kirchfeld. Leffing Theater. Die wilde Jagd. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues Theater. Deutscher Frauenfinn. Das liebe Gelb. Montag: Das liebe Geld. Residenz- Theater. Fernand's Ghefontraft. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Der Probekuß. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller Theater. Prinz Friedrich von Homburg. Montag: Der zerbrochene Krug. Frauenkampf. Bellealliance- Theater. Mein junger Mann. Montag: Dieselbe Borstellung. Friedrich- Wilbe mstädt. Theater. Der Bettelstudent. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. D! diese Berliner. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Ein fideles Korps. Montag: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Marie Stuart. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderpla wunde Punkt. Theater. Montag: Dieselbe Vorstellung. er Reichshallentheater. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. SpezialitätenSanfmann's Variété. Spezialitäten Voritellung. Central- Theater Alte Jakobstraße Nr. 30. Emil Thomas als Gast. Anna Bäckers. Josefine Dora. Bum 147. Male: O, diese Berliner! Große Posse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Julius Freund. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen: O, diese Berliner! Auftreten der Grotesktänzerin Miss Rose Batchelor vom Prince of Wales- Theater in London. Zum 33. Male: Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Ein fideles Corps. Ein fideles Corps. Täglich Vorstellung im wissenschaftGroße Gesangsposse mit Tanz. Nach dem englischen ,, A Gaiety Girl" von Jonas Sidney, frei bearbeitet von Eduard Jacobson und Jean Kren. Aniang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Infolge des großen Andrangs bleibt die Kaffe von Vormittags 10 Uhr ununterbrochen geöffnet. Kaufmanns Variété. פ Nauce ift da! deshalb täglich ausverkauft. 1 Keine Reklame, Thatsache! Haben Sie Naude als Pauline vom Ballet gesehen? Nein! Da haben Sie überhaupt noch nichts gesehen, denn es ist die nubebeschreiblich komischste Nummer, die ich je cesehen habe! Außerdem 16 Glanz- Nra. Parodie- Theater Oranien- Straße 52( am Morigpl.). Die Die Weber. Vorher: Im Fluge durch die Welt. Tannhäuser. Anfang 7 Uhr. National- Theater. Passage- Panopticum. Große Frankfurterйtraße 132. Gastspiel des Frl. Marie Brandt vom Stadt- Theater in Hamburg, des Herrn Carl Wesselsky vom StadtTheater in Hamburg und des Herrn Ernst Eppstein vom Stadt- Theater in Würzburg: Die Jungfrau von Erleans. Trauerspiel in 5 Aften von Friedrich v. Schiller. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 5 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Montag: Volkevorstellung. Neu! Neu! I. Prof. Frdr. Schwinge's Wandernde Lichtbilder. II. Das Lied von der Glocke in 15 lebenden Bildern mit transparentem Hintergrund. Musik von Romberg. Gaitipiel der fgl. Sofichauspielerin Der Meister: Rob. Biberti Julia Pehre, des Hrn. Carl Wesselsky vom Stadt- Theater in Hamburg und des Hrn. Ernst Eppstein vom StadtTheater in Würzburg: Die Braut von Messina. Feen- Palast Burgstr. 22, neben der Börse. Täglich Gr. Spezialität.- Vorstellung Auftreten von 20 Künstlern allerersten Ranges. Entree 30 Pf.tags 71.2 Uhr. Anfang WochenConcert 6 Uhr, Sonntags:{ Vorstellung 7 Uhr. Der ca. 5000 Personen faffende Saal steht den pp. Vereinen und Gewerkschaften zu Festlichkeiten zur Verfügung. Auch können an allen Tagen bis 3 Uhr nachmittags Versammlungen gehalten werden. ab= Die Direction. Berliner Aquarium. Unter den Linden 68a Schadowstr. vom Kgl. Opernhaus in Berlin. Circus Renz Carlstrasse. Sonntag, den 27. Januar 1895: Zwei Vorstellungen. Um 4 Uhr nachmittags: Grosse Komiker- Vorstellung mit besonders zur Beluftigung der Jugend gewähltem Programm. Croisance électr.que. Ermäßigte Preise. Siehe Plakate und Austragezettel. Abends 71/2 Uhr: Parade- Vorstellung lichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Unter den Linden 21. Ben en- Jeden Sonntag Nachmittag zu Preisen. Orientalische Al- Familienvorstillg. Zauber und Bey's Täglich Anfang 18 Uhr. Wunder. ,, Sanssouci" Kottbuserkraße 4a. Jeden Sonntag u. Donnerstag: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Eber us, Steidl, Röhl und Schrader.) Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pig. Gr. urfom. Programm. Dienstag: Böhmisch. Brauhaus. MEN- BRAVERE ACTIE FRIEDRICHSHAIN Reichstags- Wahlkreis. Das Mitglied 2391b Georg Trinkaus. Paul Schröder Allen Freunden und Bekannten die Brauer wird heute, Sonntag, nachmittage 31/2 Uhr, vom Trauerhause, Borsigstraße 24, nach dem freireligiösen Friedhofe beerdigt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Den Mitgliedern des Verbandes deutscher Brauer hiermit zur Kenntniß, daß unser Kolleae Paul Schröder am Freitag gestorben ist. Die Beerdigung findet heute, Sonntag, nachmittags 3/2 Uhr, von dem Trauerhause, Borsigstraße 24, statt. Der Vorstand. traurige Nachricht, daß unser langs jähriges Mitglied A. Franke am 25. d. M. verstorben ist.[ 24006 Verein: Humoristische Pfeiffenbrüder. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 27., nachm. 3 Uhr vom Trauerhause, Langestr. 10, nach Wilhelmsberg, statt. Für die liebevolle Theilnahme und die prachtvollen Kranzspenden, welche uns bei dem Ableben meiner lieben Tochter, unserer Schwefter, meiner Braut Martha Jeutsch entgegen= gebracht, sagen wir allen, besonders Herrn Wiede nebst Kollegen und Kolleginnen unsern innigsten Dant. Die tiefbetrübte Mutter, Bräutigam und Geschwister. Zahn- Klinik• Preise event. Theilzahl. Frau Olga Jacobson, Invalidenstr. 145. vorzügl. u. Garantie, schmerzl., Zahnschmerz beseitigt, schmerz Künstl. Zähne, loses Babnzieben. Theilzahlung. Goldstein, Oranienite 125. Allgemeiner Arbeiter- und Arbeiterinnen- Verein Berlins und Umgegend. Dienstag, 29. Januar, abends 8½½ Uhr, bei Wike, Andreasfr. 26: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes, Kassenbericht vom legten Quartal, sowie Bericht der Rechtsschutz- Kommission. 2. Wahl des gesammten Vorstandes und der Rechtsschutz- Kommission. 3. Antrag Schumann aus der letzten Versammlung betr. Aenderung des§ 9( Wahl des Vorstandes). 4. Annahme von Beiträgen und Vereinssachen. Wir ersuchen unsere Mitglieder im Intereffe des Vereins, zahlreich in der Versammlung zu erscheinen. Ebenso sind die Kollegen der Firma Hochstein und Weinberg sowie Herr Weigelt hierzu besonders eingeladen. Die Restanten über 3 Monat werden ersucht, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Mitgliedsbuch legitimirt. NB. Die 3entralftelle befindet sich bei Pintzer, Friedrichsgracht Nr. 16, daselbst jederzeit Annahme von Beiträgen und Aufnahme neuer Mit. glieder; die Bibliothek ist hier jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. im Monat von abends 81/ 2-101/ 2 Uhr geöffnet. Zablstelle bei A. Ende, Rott buserstraße 6, jederzeit geöffnet. 3ablstellen Wassertborstr. 51 bei Weise; Wollinerstr. 46 bei Stutz; Gerichtsnr. 39 bei Schulz, jeden Sonnabend nach dem 1. im Monat, abends von 8-10 Uhr, geöffnet. Filiale Adlershof: Sonnabend nach dem 1. im Monat, nachmittags von 3 Uhr ab im Lokale von Schubert. Filiale Alt Glienide: Sonntag nach dem 15. im Monat, nachmittags 4 Uhr, im Lokale von Harsdorf: Mitglieder Versammlung. Fili le Charlottenburg: Sonntag nach dem 1. im Monat, vormittags von 8 bis 10 Uhr, Spandauerstr. 26. Die Filialen Köpenid und Schenkendorf folgen Actienbrauerei nächstens. Friedrichshain Königsthor. Heute Sonntag: Großes Fest- Konzert unt. Mitwirfung der großen Orgel. Alle Gesuche und Fragen find nach der Zentralstelle zu richten. Achtung! Schuhmacher. Achtung! Grosser Wiener Maskenball Aniang 4½ lbr am Sonntag, den 10. Februar cr., in Keller's Festsälen, Eintritt 30 Pf. Kinder frei. Progr. unentgeltl. W. Noack's Konzert- und Gesellschafts- Säle Brunnenstr. 16. Jeden Sonntag: Grosser 23926 BALL. Empf. meine bocheleg. Säle für VerVereine, Privatfestlichfemmungen, tant, einige zu toulant. Bedingungen. E. Remontoir- Uhr mit dem Zeichen J. B. ging verl. in der Ritterstraße von der Alten Jakobstraße bis Brandenburgstraße. Der ehrliche Finder wird geb., dieselbe abzug. bei Bruhn, Pringen straße 94, Hof 4 Tr. 2429b Schönes Vereinszimmer f. 30 Bers. zu vergeben b. Jaeger, Rathenowerstr. 71. Vereinszimmer zu vergeben bei Wildenhayn, Stephanstr. 25.[ 22786* Zu kaufen gesucht: 24336* arrangirt vom Verein deutscher Schuhmacher. Um 11 Uhr: Demaskirung. Um 12 Uhr: Kaffeepause. Nach dera selben eine Rheinfahrt. Neu: große Polonaise mit sensationeller Ueberraschung für unsere Damen. Billets à 50 f. Anfang 6 Uhr. Ende?? Die werthen Gäste werden darauf aurmerksam gemacht, da an der Raffe teine Billets verkauft werden, sich dieselben im voraus besorgen zu wollen. Billets sind in allen mit Plakaten versehenen Handlungen und bei folgenden Kollegen zu haben: G. Schrul, Langeſtr. 95, 3. Grusert, Danzigerstr. 88, Rehberg, Friedrichstr. 16, Hof recht 4 Tr. Um zahlreichen Bejuch bittet Das Komitee. 225/2 Achtung. Bügler, Mäntelnäherinnen.Achtung. Zwei große öffentl. Versammlungen Montag, den 28. Januar 1895, abends 8 1hr, in Reichert's Festsälen, Müllerstr. 7. Dienstag, den 29. Januar 1895, abends 8½ 1hr, in Fiebig's Ballsalon, Gr. Frankfurterstr. 28. Tagesordnung: 1. Vortrag. Referent: Reichstags- Abgeordneter Reißhaus aus Erfurt. 2. Die Durchführung unserer Forderungen auf Lohnerhöhungen und die Beschlüsse der Konferenz. 3. Der Arbeitsnachweis der Bügler und Mäntelnäherinnen. Um regen Besuch ersucht Der Einberufer. 1893er und 1894er Jahrgang des Achtung! " Schäftebranche. Achtung! Am Sonnabend, den 2. März, findet in den Arminhallen, Roms bei festlich dekorirtem und erleuchtetem anarchistischen Organs Der Sozialist". Circus, arrangirt und inscenirt vom Offerten u. Nr. 1000 Exp. d.„ Vorio." mandantenstr. 20, ein Direktor Fr. Renz, unter Mitwirkung des gesammten Personals. Zum Schluß Betten, schöner Stand, fof., 22 M., Piano, 40m, v. Steinke, Rostockerstr.53. Maskenball der Borstellung: Auf auf zur fröhlichen Reichenbergerstr. 6, v. I. Przybilski. statt, arrangirt vom„ Verein der Schäftebranche". Jagd! Morgen Montag: Wiederholung der Parade- Vorstellung. Auf auf zur fröhlichen Jagd! Fr. Renz, Rommissionsrath. Nur noch kurze Zeit! Koblankstr. 12, v. 2 Tr. bei Wittwe Scholzisteiner Schlafstelle für 6 M. Circus G. Schumann, Frol. Schlafft. f. H. Andreasſtr. 26, H. II. Friedrich Karl- Ufer. Texas Jack's American Prairie Life- Show. 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Jahrg. minderung der Erwerbsfähigkeit eingehend Beweis und wies die möglich mache, fomme noch in betracht, daß einen so leidenben Klägerin ab, weil sie in nicht genügender Weise darzu- Menschen doch überhaupt niemand einstelle, und es sei doch wohl thun vermochte, sich thatsächlich im Dienste jener versicherten etwas allzu optimistisch von unseren Arbeitsverhältnissen gedacht, Wer sich damit einverstanden erklärt, die Hutfabrik die betreffende Fingerverletzung zugezogen zu haben. wenn der Gutachter ernstlich glauben wolle, daß ein so leidender Arbeit auszusehen", bat nach der Praxis des Gewerbe- Die Frage, ob Klägerin während ihrer Nachtarbeit Hausindustrielle Mensch noch jetzt mit Leichtigkeit 900 Mart jährlich verdienen gerichts feinen Anspruch auf Lohn für die Tage, an denen er oder Arbeiterin im Betriebe ihres Auftraggebers gewesen, ließ tönne. Das Reichs- Versicherungsamt schloß sich diesen Ausführungen aussett". Bei vielen einschlägigen Entscheidungen spielte das das Schiedsgericht außer betracht. an und sprach dem Kläger wenigstens eine Rente von 75 pet. fogenannte stillschweigende" Einverständniß Aus demselben Grunde, wie das Echiedsgericht ihre Berufung, und Vertretungsgebühr zu. Es wurde besonders hervorgehoben, eine große Nolle, demzufolge tamen natürlich andererseits die ver- wies das Reichs- Versicherungsamt den Rekurs der Frau Baumert daß es seltsam sei, wie selbst bei den Autoritäten der medizinischen schiedenen Arten des Protestes hervorragend in Frage. zurück, wobei es jedoch und das ist hier das wesentlichste Wissenschaft über rein wissenschaftliche Fragen so verschiedene In letterer Hinsicht ist ein Prozeß interessant, der am ausdrücklich aussprach, dieselbe sei während ihrer Arbeit in der Ansichten herrschen könnten. 22. Januar von der Kammer III entschieden wurde. Der Stein- eigenen Behausung nicht Hausindustrielle, sondern träger R. verlangte negen unberechtigter Entlaffung eine Lohn- Arbeiterin des Hutfabrikanten gewesen. Mit anderen Worten: der Halberstädter Sonntagszeitung", Friedrich Hurlemann träger R. verlangte wegen unberechtigter Entlassung eine Lohn Der Nachweis ihrer Behauptungen hätte ihr zu einer Rente ver- in halberstadt, sollte durch einen von ihm in seinem Blatte Der Boykott vor dem Reichsgericht. Der Redakteur entschädigung. Ter Beklagte, Bauunternehmer D., suchte durch das Zeugniß eines Kolonnenfübrers" zu beweisen, daß der holfen. veröffentlichten Artikel die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Kläger nicht entlassen, sondern nur aufgefordert worden sei, ausDie Familienkatastrophe Lengling wird in einiger Zeit Halberstadt beleidigt haben. Die Staatsanwaltschaft stellte zusehen. Der Zeuge sagte nun folgen des aus: Er habe einige die Geschworenen am Landgericht 11 beschäftigen. Es handelt Strafantrag, aber das Landgericht erkannte am 5. SepSteinträger, darunter den Kläger, am 15. Dez. zum Aussehen auf sich, wie erinnerlich, um die Frau, welche in ihrer Nothlage und tember v. J. auf Freisprechung des Angeklagten gefordert und denselben mit dem Bemerken Buch und Karte gegeben, Verzweiflung dazu getrieben wurde, ihre Kinder im Tegeler See Hurlemann. In einer früheren Nummer des genannten sie sollten sehen, wo anders Arbeit zu bekommen, denn diesmal zu ertränken; sie selbst hatte sich dann auch in gleicher Weise Blattes hatte eine Aufforderung zur Theilnahme an dem Boykott werde es wohl etwas lange dauern. Hinzugesezt habe er noch, den Tod geben wollen, wurde aber lebend dem Wasser entrissen. der Braunschweiger Bierbrauereien und der Schuhfabrik finde jemand Arbeit, so sei es gut; wem dies nicht gelinge, der Frau Luise Lengling befindet sich in Untersuchungshaft und hat von Konrad Zack u. Ko. in Burg bei Magdeburg gestanden. möge wiederkommen. Darauf habe der Kläger erklärt, daß er den Rechtsanwalt Wronker zu ihrem Vertheidiger gewählt. Da Diese Nummer war von der Polizei auf Veranlassung der Staatsnicht wiederkomme, und dann die Klage angestrengt. Gerade die That mit ihren Motiven ziemlich flar liegt, so ist die Unter: anwaltschaft beschlagnahmt worden, da die lettere in der Aufinfolge dieser Aussage, auf welche auf welche der Beklagte seinen suchung rasch vorwärts geschritten, und es wird in nächster Zeit forderung zum Boykott einen groben Unfug erblickte. In der Einwand gegen die Klage stüßte, wurde derselbe vers gegen die unglückliche Mutter die Anklage wegen Mordes von nächsten Nummer seines Blattes veröffentlichte nun der Angeurtheilt. Der Vorsitzende Assessor Lohmeyer führte zur Begründung der Staatsanwaltschaft erhoben werden. flagte einen Artikel, der den Anlaß zu der gegens aus, mit der Aeußerung, er fomme unter den obwaltenden Um In bedenklicher Weise macht sich oft bei den Aerzten das wärtigen Anklage gab. Die Tendenz desselben ergiebt ständen nicht wieder, habe der Kläger zu erkennen gegeben, daß Bestreben geltend, Gebrechen, welche Arbeitern durch Betriebs- sich daraus, daß Hurlemann auf den Umstand er mit dem Aussetzen wegen der voraussichtlichen langen Dauer unfälle entstanden sind, als möglichst geringfügig zu begutachten, binmjes, die Staatsanwaltschaft sei nicht eingeschritten, als die nicht einverstanden gewesen sei. Jener Protest habe ihn gerade so daß die Kassen und Genossenschaften eine kleinere Rente, als Antisemiten ein Flugblatt verbreiteten, in welchem jedermann vor dem Verlust eines Entschädigungsanspruches Kündigung die, welche der Verletzte für sich zu verlangen berechtigt erachtet, aufgefordert wurde, nicht bei Juden zu kaufen, also alle jüdischen war nicht ausgeschlossen. bewahrt. zu zahlen haben. Merkwürdig ist dabei, daß selbst von den Geschäftsleute boykottirt worden seien. Das Landgericht hielt Vom Reichs- Versicherungsamt. Durch sein fchuld- medizinischen Kapazitäten Gutachten erstattet werden, welche den Vorwurf, die Staatsanwaltschaft sei gegen die Antisemiten haftes Verhalten" follte nach Ansicht der Knappschafts- denen ihrer gleich berühmten Kollegen widersprechen, und es muß nicht eingeschritten, nicht für eine Beleidigung, denn die StaatsBerufsgenossenschaft der Arbeiter Brand eine beträchtliche Ver- das unter allen Umständen den Eindruck hervorrufen, als stände anwaltschaft habe ja triftige Gründe haben können, weshalb sie schlin merung seines Bruchleidens möglich gemacht haben; die die medizinische Wissenschaft heutigen Tages noch auf recht un- nicht einschritt, nämlich, daß sie in der Verbreitung des Flugselbe legte deshalb beim Reichs Versicherungsamt den Rekurs sicheren Füßen. Der Bergmann Adolf Meyer hatte im vorigen Jahre das blattes feine strafbare Handlung erblickte. Der Angeklagte habe gegen ein fchiedsgerichtliches Erkenntniß ein, welches dem Brand Unglück gehabt, im Schacht abzustürzen. Der Fall schien zunächst aber umsomehr ebenfalls dieser Ansicht sein können, als eine ganze 20 pCt. der Vollrente zugesprochen hatte. Das schuldhafte günstig verlaufen zu wollen, denn äußere Verlegungen waren nicht Anzahl von Gerichten, wie er auch in dem Artikel erwähnt, die Berhalten" fah die Berufsgenossenschaft darin, daß der Kläger erheblich festzustellen, dagegen stellte sich ein nervöses Leiden ein, Aufforderung zum Boykott nicht für strafbar erklärt haben und Refursteklagte troh seines Bruches fein Bruchband trug, welches recht erhebliche Dimensionen annahm und dem Kranken zu einer Beschimpfung der Staatsanwaltschaft würde die bes als er den Unfall erlitt. Brandt war nämlich im Betriebe seines nicht nur das Leben gründlich verbitterte, sondern ihn auch un- hauptete Thatsache erst dann werden, wenn der Staatsanwalts Arbeitgebers zu Falle gekommen, wodurch nach ärztlichem Gut fähig zur Arbeit machte. Dr. Löbker stellte eine traumatische schaft unlautere Motive vorgeworfen wären, was aber nicht geachten feine Arbeitsfähigkeit um 20 pCt. vermindert wurde. Das Neurose fest und gab zu, daß durch diese Krankheit Meyer etwa schehen sei. Daß der Schlußsatz des inkriminirten Artikels, wie Reichs Versicherungsamt unter dem Vorsitz des Geh. 50 pet. seiner Arbeitsfähigkeit eingebüßt habe. Meyer war an die Staatsanwaltschaft meine, höhnisch sei, könne nicht anRegierungsrathes Dr. Graf wies den Refurs der Knappschafts- derer Ansicht, denn er fühlte, daß er überhaupt nicht fähig zur genommen werden. Jedenfalls habe aber der Angeklagte in Berufsgenossenschaft zurück. Grund: Ter Umstand, daß angestrengten Arbeit sei. In dem Verfahren vor dem Schieds- Wahrnehmung berechtigter Interessen berechtigter Interessen gehandelt und die Brand aus der Beleidigung gehe weder fein Bruchband getragen, schließe den Anspruch gericht gegen den Beschluß der Knappschaft hatte Meyer Berufung Absicht der Form, nicht aus. Daraus sei nicht ersichtlich, daß derselbe den eingelegt trat als Sachverständiger der Kreisphyfifus in noch aus den Umständen hervor. Der Angeflagte habe Unfall vorsäglich herbeiführen wollte. Nach§ 5 des Unfall- Gelsenkirchen, Professor Dr. Limper, auf. Dieser die war fragliche Thatsache mittheilen dürfen, da er ste wahr gehalten habe. Die Staatsanwaltschaft Versicherungsgefeßes von 1884 steht dem Verletzten oder seinen der Ansicht, daß bei der traumatischen Neurose Meyer für Hinterbliebenen fein Anspruch zu, wenn der Betriebsunfall vor- nicht nur zu 50 pt., sondern vollkommen arbeitsunfähig hatte gegen das freisprechende Erkenntniß Revision eingelegt fäglich herbeigeführt wurde. jei. Der Sachverständige sprach gleichzeitig die Absicht aus, daß und Verlegung des Strafrechtes gerügt. Sie legte den Artifel Von nicht zu unterschäßender Bedeutung es sich vielleicht empfehle, den Kranken zunächst noch einige Zeit, so aus, als ob der Angeklagte gesagt habe, die Staatsanwaltdürfte eine Entscheidung sein, die ebenfalls unter dem Vorfit vielleicht auf 12 Tage, im St. Vincene Krankenhause zu ob- fchaft sei nicht gegen das antisemitische Flugblatt eingeschritten, des Geh. Regierungsrathes Gräf am 17. Januar gefaßt wurde. serviren. Dies geschah, und nun hatte auch Professor Steiner wohl aber gegen den Boykottartikel der Sonntagszeitung, weil Lie Näherin Baumert mar des Tags über in einer Dresdener den Zustand des Kranten zu begutachten. Dieser stellte ebenfalls es sich hier um Sozialdemokraten handle. Die von der ReichsFilz- und Strohhutfabrik thätig, nahm sich aber in der Saison traumatische Neurose und Mustelatrophie fest, meinte aber anwaltschaft nicht vertretene Revision wurde gestern vom Reichsdes Abends, wie andere Arbeiterinnen auch, noch Arbeit mit nach gleichu ohl, daß Meyer fimulire, wenn er so thue, als tönne er nicht gerichte verworfen, da sie nur in unzulälänglicher Weise gegen Hause, die eilig fertig werden sollte. Auf einen Nadelstich, den arbeiten, denn mindestens die Hälfte seiner früheren Erwerbsfähigkeit die thatsächlichen Feststellungen ankämpfe. fie bei dieser Thätigkeit im eigenen Heim fich versehentlich zu sei noch vorhanden. Tem Kranten wurde deshalb nur 50 pCt. Rente gefügt zu haben behauptete, führte Frau Baumert eine Beschränkung zugesprochen, und als Jahresdurchschnitt wurde 1800 M. ange ihrer Erwerbsfähigkeit zurück, und beanspruchte von der Bekleidungenommen. Meyer legte hiergegen Refurs ein, und vor dem Reichsindustrie- Beri se genoffenschaft eine Unfallrente. Tie Genossense aft Versicherungsamte bestritt Redakteur Fränkel als Vertreter des wies sie mit der Motivirung zurück, daß sie während Klägers, daß das letzte Gutachten das Richtige getroffen haben ihrer Thätigteit in der eigenen Wohnung nicht fönne. Es verstehe sich wohl von selbst, daß ein Mensch, der Arbeiterin in einem versicherungspflichtigen fortlaufend durch die traumatische Neurose gereinigt sei, nicht Betriebe gewesen sei, sondern eine Haus als arbeitsfähig gelten tönne, zumal auch noch eine Mustel. industrielle. Das dann von Frau Baumert angerufene atrophie vorhanden sei. Ganz abgesehen davon, daß Echiedsgericht erbob über den Ursprung der fraglichen Ver- der Zustand des Kranken ein regelmäßiges Arbeiten M % 1111= Gewerkschaftliches. Der dritte Band des„ Kapitalsmittein, anlegen und einen großen in variablem, in Lohnarbeit, als daß die Produktivität der Arbeit gestiegen ist. ( Fortsetzung.) In den ersten zwei Bänden wurde angenommen, daß der Austausch der Waaren fich thatsächlich nach dem Werthe voll zieht, also auch der Werth des Geldes, das gezahlt wird, mit dem Werthe der Waare übereinstimmt. Produktion." Ueber die Pläne der Generalfommission wurde vor kurzem durch Genossen Sperka im Fachorgan der Handschuhmacher Andeutungen gemacht, die zu recht sonderbaren Vermuthungen über die Absichten dieser Kommission führen konnten. Wir haben uns deshalb selbst veranlaßt gesehen, um Aufklärung in dieser Sache zu ersuchen, mit dem ausdrücklichen Bemerfen: ,, Uns ist von Vorgängen, wie sie Sperka andeutet, nichts bekannt, fleinen Theil in konstantem Kapital, in Produktions- größeres konstantes Kapital in Bewegung setzen? Nichts anderes, also diejenigen, welche mit dem geringsten Kapital die größte Die progressive Tendenz der allgemeinen Profitrate zum Bahl von Lohnarbeitern ausbeuten. Nun ist dem thatsächlich Sinten ist also nur ein der kapitalistischen Produktionsweise nicht so. Jedes Kapital bringt durchschnittlichen Profit, gleich eigenthümlicher Ausdruck für die fortschreitende Entwickelung der viel, wie es zusammengefeßt ist, aus tonstantem und variablem gesellschaftlichen Produktivität der Arbeit." Theile. Diese Ausgleichung cben bringt die Konkurrenz zu ſande. Es zeigt sich also, daß mit der Entwickelung des kapitaWie aber alle ökononomischen Gesetze, ist dies nur ein Denn, liefert ein Produktionszweig einen überdurchschnittlichen liftischen Systems ein stets größerer Theil des Kapitals in ,, tendenzielles" Gesetz, d. h. die Preiſe tendiren nur dahin, mit Profit, so strömen diesem neige neue Kapitale zu; ge- tonstantem Kapital, ein stets fleinerer Theil in Arbeitslohn angelegt dem Werthe übereinzustimmen. Im einzelnen ist das nicht der schieht dies, so werden mehr Waaren hergestellt, als zur Deckung werden muß. Damit ist aber nicht gesagt, daß die Masse des Fall; im Gegentheil, da die Preise auf dem Markte durch die der Nachfrage nothwendig. Ein Theil der Waaren würde dann Mehrwerthes sinft, im Gegentheil. Die Anzahl der vom Kapital Konkurrenz hin und her gezerrt werden, so wird eine Waare im gewissermaßen vergeudete Arbeit repräsentiren. Und da auf angewandten Arbeiter, also die absolute Masse der von ihm in Einzelfalle bald unter, bald über dem Werthe verkauft werden. Dem Markte jedes Stück gleich gilt, würde der Werth der ein- Bewegung gesetzten Arbeit, daher die absolute Maffe der von Es scheint also das Werthgeseh überhaupt nur ein Hirngespinsi zelnen Waare niedriger sein, und thatsächlich wären dann auch ihm aufgesaugten Mehrarbeit, daher die Masse des von ihm prozu sein; und doch wird von Mary nachgewiesen, wie gerade die Kapitalisten genöthigt, sie billiger loszuschlagen; der Preis duzirten Mehrwerthes, daher die absolute Masse des von ihm dieser Widerspruch eine Konsequenz des Gesetzes selbst ist. würde sinken, mit ihm der Profit, und so würde produzirten Profits, fann also wachsen, und progressiv wachsen, Die Preise werden auf dem Markte bestimmt, wobei jeder das Gleichgewicht wieder hergestellt. Allerdings nicht ohne tros des progressiven Falles der Profitrate. Dies kann nicht nur Diesen ich were Verluste Kapitalist sucht, möglich viel Profit einzuheimſen. für einige Rapitalisten, die dabei der Fall sein. Es muß der Fall sein vorübergehende Profit berechnet er natürlich nach seinem Gesammtkapital, Baut und Haare laffen können, und nicht ohne Arbeits- Schwankungen abgerechnet- auf Basis der kapitalistischen welches in der Produktion seiner Waare angewandt wurde. In stockungen, welche die Arbeiter brotlos machen. So sehen der That nun fann der Profit nichts anderes sein, als Mehrwerth, wir, daß der Preis nur selten genau dem Werthe entsprechen dieser ober entsteht nicht aus dem Gesammtfapital, sondern, da wird; denn dazu ist nothwendig, daß erstens das Kapital in er aus Mehrarbeit besteht, fann er nur im Verhältniß sieben zu einem gewissen Durchschnittsverhältniß in fonftantes und variables dem Theile des Kapitals, welches zum Kauf der Arbeitskraft, zerjällt, und zweitens daß Angebot und Nachfrage sich das also als Lohn, angewendet wurde. Es muß also ein Unterschied Gleichgewicht halten, was eben nur ausnahmsweise der Fall sein existiren zwischen der Rate des Profits, d. h. dem Verhältniß fann. Im allgemeinen müssen eben auf grund des Werthgesetzes des Mehrwerthes zum Gesammtkapital, und der Mehrwerths Schwankungen eintreten. rate, dem Verhältniß des Mehrwerths zum variablen Kapital. Während so der einzelne Kapitalist bemüht sein muß, den Mary untersucht nun, wie die Mehrwerthsrate fich zur Preis seiner Waare möglichst über den Werth hinaufzutreiben, Profitrate verhält, wobei er nachweist, daß mit Aenderung der möglichst viel von dem ganzen Mehrwerth, welcher durch die Produktivität der Arbeit in einem Produtionszweige nicht nur Gesammitarbeit hergestellt ist, in seine Tasche zu lenfen, und im das Verhältniß von bezahlter zu unbezahlter Arbeit, also des Kampf auf Leben und Tod mit allen anderen Kapitalisten steht, Mehrwerths zum variablen Kapital, sich ändert, sondern daß in ergiebt sich ein ganz anderes Bild, wenn wir Kapitalisten und diesem Falle auch das Verhältniß vom fonftanten und variablen Arbeiter als Klassen einander gegenüberstellen. Hier kommt es Theil sich ändern muß. Daß weiter die Umschlagzeit, in welcher nur darauf an, wie viel mehrwerth überhaupt erzeugt das Kapital Mehrwerth nicht nur schaffen, sondern auch realisiren, wird; denn aus diesem allein fann Profit ent in Geld unfeßen fann, von größter Bedeutung für die Profitrate nommen werden. Deshalb ist jeder Kapitalist direkt ist; endlich wie die Profitrate gesteigert werden kann, indem Er- intereffirt an dem Exploitationsgrad der Arbeit, also daran, daß sparnisse am fonstanten Kapital gemacht werden. Und zwar das Verhältniß von unbezahlter zu bezahlter Arbeit möglichst hoch 2. Darin, daß die Aneignung unbezahlter Arbeit, und das werden diese auf mehreren Wegen gemacht. Erstens auf Kosten der sei. Man hat also hier den mathematisch exakten Beweis, Verhältniß dieser unbezahlten Arbeit zur vergegenständlichten Arbeiter, indem man so viel, wie irgend möglich, fpart" bei warum die Kapitalisten, so sehr sie in ihrer Konkurrenz unter Arbeit überhaupt, oder kapitalistisch ausgedrückt, daß der Profit, Schußvorrichtungen, Ventilation u. f. w. Zweitens durch An- einander sich als falsche Brüder bewähren, doch einen wahren und das Verhältniß zum angewandten Kapital, also eine gewiffe wendung der Ergebnisse der Wissenschaft, indem man die Kraft- Freimaurerbund bilden gegenüber der Gesammtheit der Arbeiter Höhe der Profitrate über Ausdehnung oder Beschränkung der erzeugung besser ausnutt, bei der Kraftübertragung möglichst flaffe." Produktion entscheidet statt des Verhältnisses der Pros Berluste vermeidet, und indem man die Nebenprodukte möglichst Eine weitere höchst wichtige Frage ist diese: Die Durch duktion zu den gesellschaftlichen Bedürfnissen, zu den Bedürf verwerthet. schnitts- Profitrate ist teine konstante Größe; sie hat die nissen gesellschaftlich entwickelter Menschen. Es treten daher Nachdem Mary weiter die Wirkungen der Preisschwankungen Tendenz zu fallen. Warum? Die Profitmasse wird be- Schranken für sie ein schon auf dem Ausdehnungsgrad der Proder Rohstoffe, welche Veränderungen in der Größe des zirkulirenden meffen nach dem Verhältniß des Profits zum Gesammt- Kapital. duktion, der umgekehrt unter der anderen Voraussetzung weitaus Ropitals verursachen, auf die Profitrate geschildert und als Bei- Bum Beispiel wenn in einer Fabrit 100 M. an Lohn gezahlt ungenügend erschiene. Sie kommt zum Stillstand, nicht, wo die spiel die große Baumwollfrise von 1861-65 beschrieben hat, geht werden, während die Maschinen, Material und so weiter 50 M. Befriedigung der Bedürfnisse, sondern wo die Produktion und er über zur Untersuchung, wie auf grund der Konkurrenz eine tosten und der Profit 100 beträgt, io ist die Profitrate 100/150; Realisirung von Profit diesen Stillstand gebietet." Durchschnitts- Profitrate entstehen muß. Die Frage, die hier zu menn jezt dieselbe Arbeiterzahl bei gleichem Lohn, Maschinen und teontworten war, ist die: Würden sich die Waarenpreise thatfäch. Rohmaterial im Werthe von 400 in Bewegung fett und der lich nach dem Werth reguliren, so würden diejenigen Kopita Profit gleich bleibt, so ist die Profitrate 100/500, also ist sie listen das beste Geschäft machen, welche einen verhältniß gefallen. Was bedeutet aber, daß dieselben Arbeiter ein viermal tragende Kapital. " 1 Dieses Fallen der Profitrate würde sogar viel rapider sein, wenn nicht verschiedene Umstände dem entgegen arbeiteten. Zu diesen gehört: 1. daß der einzelne Arbeiter in stets höherem Maße exploitirt wird; 2. daß der Arbeitslohn unter seinen Werth heruntergedrückt wird; 3. Verwohlfeilerung der Elemente des fonstanten Kapitals; 4. die relative Ueberbevölkerung, welche dahin wirkt, daß die Verwandlung von Handarbeit in Maschinenarbeit nicht so schnell vor sich geht, als dies sonst eintreten würde; 5. der auswärtige Handel, weil Kapitale nach weniger entwickelten Ländern geworfen werden, wo der Profit höher ist. " Aus dem Fall der Profitrate zieht Mary die Konsequenz, daß die kapitalistische Produktionsweise sich selbst eine Schranke setzt. Die Schranke der kapitalistischen Produktionsweise tritt hervor: 1. Darin, daß die Entwickelung der Produktionskraft der Arbeit im Fall der Profitrate ein Gesetz erzeugt, das ihrer eigenen Entwickelung auf einem gewissen Punkt feindlich gegenübertritt und daher beständig durch Krisen überwunden werden muß. Damit sind die Erscheinungen des industriellen Kapitals era schöpft. Es giebt aber noch zwei weitere Kapitalformen, die untersucht werden müssen: das kaufmännische und das zins( Schluß folgt.) " -und wir wollen vorläufig noch annehmen, daß er viel zu schwarz, zu sprechen, und wies die alberne Behauptung der Bourgeois- Der Fachverein der Holz- und Bretterträger beschäftigte fieht." Diese unsere Vermuthung hat sich bestätigt, nachdem die presse zurück, als habe seine Liebknecht's- Frau über die Ehe fich in seiner Sigung am 20. Januar mit der Besprechung ver Antwort der Generalfommission erfolgte, die wir gleichfalls eine andere Meinung geäußert als Bebel, dem die Unwissenheit schiedener Vereinsangelegenheiten. Zunächst erfolgte die Abunseren Lesern unterbreitet haben. In der letzten Nummer" Der und Bosheit der Gegner blos Dinge in den Mund gelegt habe, rechnung vom letzten Quartal. An Einnahmen mit einem vorHandschuhmacher" legt nun der Genoffe Sperfa in einer Antwort die er nie gesagt. Nur freie Liebe" ist wahre Liebe und kann handenen Bestand weift der Bericht 521,64 M. auf; an Aus an die Generalkommission dar, weshalb er in der Thätigkeit der eine sittliche Ehe begründen." gaben sind 124,35 M. zu verzeichnen, bleibt mithin ein Bestand Generalfommission eine Gefahr für die Zentralorganisation erblickt. Der Vortragende schloß unter stürmischem, anhaltendem von 397,29 M. Bei der Ersahwahl des Vorstandes wurden die Da die Angelegenheit nun auch von einigen anderen Gewert- Beifall seine Rede mit dem Rufe: Nieder mit der Umsturz- Mitglieder Kühn und Sehkorn zu Vorsitzenden gewählt. schaftsblättern behandelt wird, wollen auch wir mit unserem vorlage! Hoch die Freiheit der Wissenschaft! Urtheil nicht mehr zurückhalten. Sperta scheint uns die Gefahr Auf eine Anfrage eines Herrn Schulze, der sich als Ans batte am 20. Januar eine Mitgliederversammlung einberufen, in Der Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer für die Gewerkschaftsorganisationen, die er in der Ginberufung hänger des Herrn v. Egidy vorstellte, bemerkte der Referent u. a., Der Genoffe Saffenbach in einem recht beifällig aufgenommenen bes Rongreffes mit der von der Generalfommission empfohlenen daß nach Annahme der Umsturzvorlage Herr von Egidy, den er Bortrag über: das Freimaurerthum sprach. In der Diskussion Tagesordnung erblickt, zu überschäßen. Unbedingt hatte mancher hoch achte, wegen seiner Ansichten über staatlich anerkannten Vortrag über: das Freimaurerthum sprach. In der Diskussion und auch wir hinter dieser geheimnißvollen Andeutung mehr er- Religionsgemeinschaften auch in den Maschen des Umsturzgesetzes gaben einige Redner in humorvoller Weisel ihre Erfahrungen zum besten, die sie gelegentlich der Renovirung einiger Logen gemacht haben. An stelle des zurücktretenden Schriftführers wurde fobann die Arbeitsverhältnisse auf einem Bau in der Mitterstraße bas Mitglied Dienert gewählt. das Mitglied Dienert gewählt. Zur Besprechung gelangten und bei Kroll. Die lange Arbeitszeit auf diesen Bauten wurde allgemein verurtheilt. wartet, als das, was zur Aufklärung geboten wurde. Die taktischen Gründe gegen die Einberufung des Kongresses erscheinen uns dagegen der Berücksichtigung werth. Auch wir sind mit dem Genossen Sperla darin einig, daß die Besprechung der Vereinsgefeßgebung und der Arbeiter Schuß- und Verficherungsgesehe auf einem besonderen Gewerkschaftskongreß zu Mißverständnissen führen könnte. wurde. hängen bleiben tönnte.( Sehr richtig.) Der Vorsitzende, Uhrmacher Wagner, richtete das Er suchen an die Anwesenden, die Schule durch möglichst zahl reichen Beitritt zu unterstützen. Ca. 70 Zeitungen wären jetzt zur Benutzung in den beiden Schullofalen ausgelegt. Die Zeitungsfrage beschäftigte am 23. d. M. eine für die Schönhauser Vorstadt einberufene Voltsversammlung. Ver Der Verein der Zimmerer hielt am 20. Januar feine Es wären damit zwei Instanzen geschaffen, die der Partei anlassung zur Einberufung derselben gab hauptsächlich der Generalversammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung eine Direktive geben. Ein Bedürfniß ist gewiß nicht vorhanden. Existenzkampf des Zeitungsspediteurs Genoffen Ahlers gegen ehrte die Versammlung das Andenken des verstorbenen Kameraden Sollte aber ein solcher Schritt unternommen werden, so hätte die Zeitungskommiffion. August in betonte, daß der Kommission Hermann Schmidt in der üblichen Weise. Hierauf verlas auch die Gesammitpartei ihr Wort mitzureden. jede persönlichen Motive fern gelegen haben, daß dieselbe viel- der Kassirer die Abrechnung vom 4. Quartal 1894. Die Ein Die Partei hat in ihren Parteitagen eine Instanz geschaffen, mehr nur im Partei- Interesse gehandelt habe. Von Ahlers sind nahme betrug 1677,13 M., die Ausgabe 923,26 M., mithin von denen für ihre prinzipielle sowie taktische Stellung die mehrere Flugblätter verbreitet worden, gegen welche Auguſtin bleibt ein Bestand von 753,87 M. Von den Revisoren wird die Richtschnur gegeben wird. Dabei wollen wir noch bemerken, daß polemisirte. Ahlers habe bei der Parteispedition feine Anstellung Richtigkeit der Abrechnung bestätigt, und dem Kassirer hierauf es uns fraglich erscheint, ob im Verhältniß zu den aufgewendeten erhalten, weil die Kommission fein Vertrauen zu ihm hatte. Entlastung ertheilt. Gleichzeitig wird das Vergnügungs Roften, die Einberufung eines besonderen Kongresses zur Be Demselben sei eine Entschädigung von 200 m. geboten worden, Romitee entlastet. Bei der Statutenberathung wird der§ 12 rathung dieser Fragen von so hohem Nußen wäre. auch sollten seine Frau und Tochter wie er selbst mit durch einen Busay ergänzt. Da die Wahl eines zweiten Schrifts Es liegt uns fern, etwa behaupten zu wollen, daß diese Beitungaustragen beschäftigt werden. Diese Vorschläge seien führers und eines Kontrolleurs nothwendig geworden war, so Fragen nicht von weitgehendem Intereffe wären, die Partei hat von Ahlers zurückgewiesen worden. Die Flugblätter enthalten wurde Kaiser zum Schriftführer und Jentsch zum Kontrolleur aber zu dieser Art der Gesetzgebung einen prinzipiell fefiftehenden scharfe Angriffe auf die Kommission und die Person des gewählt. Der Vorsitzende verurtheilt hierauf die Handlungs Standpunkt eingenommen, der bisher von ihr nicht verlassen Genossen Augustin. Dieser erklärte, sein Amt als Vertrauens- meise des Bimmerpoliers Ferdinand Wagner; derselbe hat noch mann sofort niederzulegen, sofern die Versammlung diefe halt: 10 Listen von den ausgesperrten Brauerei Arbeitern in Händen. Wir haben um so uneingeschränkter unser Urtheil aussprechen fosen Angriffe gutheißen würde. Die Vertheidigung des Genossen Auf Anfrage erklärte der Herr, sämmtliche Listen seinen Gesellen fönnen, als ja gegenwärtig die Ginberufung des Kongresses ab- D. Ahlers übernahm zunächst dessen Bruder G. Uhlers. Der gegeben zu haben, die sie zu etwas Anderem benußt hätten. gelehnt ist, mithin wir uns nicht dem Verdacht aussehen, durch felbe betonte, daß in erster Linie die beiden vorhandenen Partei- Thamm forderte als Thema für die nächste Versammlung: Die unser Urtheil die Gewerkschaften zu beeinflußen. Hätten die Ge- spediteure im Schönhauser Biertel, Ahlers und Rosenthal, von Lage der Berliner Zimmerer und was gedenken wir in diesem werkschaften den Vorschlägen der Generalfommission zugestimmt, der Kommission hätten berücksichtigt werden müssen; nicht aber Jahre zu thun? so find wir überzeugt, es wäre bis zur Verwirklichung des Bor durften Genoffen als Speditionsleiter angestellt werden, die einhabens eine Verständigung mit den leitenden Personen der Partei mal bislang mit der Spedition nichts zu thun hatten, anderer- Stellmacher tagte am 20. Januar. Die Abrechnung vom Eine Generalversammlung des Fachvereins der herbeigeführt worden. Wahrscheinlich wäre die ganze Rontroverse feits aber eine Exiftens hatten. Redner stand auf dem Boden legten Quartal ergab eine Ginnahme von 76,98 M., und eine unterblieben, wenn die Generalfommission ihre Absicht von vorne der Regieſpedition, jedoch ohne Schädigung der eigenen Partei Ausgabe von 16,17 M.; bleibt mithin ein Raffenbestand von herein fund gethan und sie nicht in ein ganz überflüssiges Dunkel genossen. An die beiden Referate inüpfte sich eine langwierige, 60,81 M. Unter" Verschiedenem" wurden einige Mißstände zur gehüllt hätte. start persönliche Debatte, in welcher Lieste namens der Kom- Sprache gebracht, und sodann den Brauerei Arbeitern und den Orts- Krankenkassen- Wahlen. Bei den Wahlen der Ver- mission richtig stellte, daß Ahlers kein Entschädigungsangebot streifenden Musikinstrumenten Arbeitern je 10 M. bewilligt. treter der Arbeitnehmer zur Orts- Krankenkasse in Oldenburg, gemacht worden sei. Auch betonte derselbe, daß die Zeitungs- Die nächste Bereinsversammlung findet am 17. Februar bei Brüß, die, wie die„ Norddeutsche Volkszeitung" schreibt, der überaus fommission nicht mehr im Amte sei. Nach mehrstündiger Debatte, Lothringerstr.. 41, statt. starken Betheiligung nach mehr einer Reichstags- Wahl glichen, in welcher auch D. Ahlers das Wort nahm und die Eine Versammlung des Verbandes deutscher Korbsiegten die Gegner der Klassenbewußten Arbeiter mit 201 Stimmen gegentheiligsten Ansichten zum Ausdruck kamen, wurde ein wiedergegen 187 Stimmen; letztere fielen auf die Kandidaten der Gewerk- holt gestellter Antrag auf Vertagung der Versammlung und Gin- macher, die zahlreich besucht war, tagte am 20. b. M. in den schaftskommission. Die Wahl ist von letzterer Seite angefochten. berufung einer neuen Versammlung, abgelehnt. Eine Resolution, Arminhallen. Genoffe Schöpflin hielt einen mit Beifall aufdie gegen die frühere Zeitungskommission gerichtet war, fand nur genommenen Vortrag über das Thema:" Gott Mammon und sein die Zustimmung einer unzureichenden Minderheit. Eine fernere Paradies." Resolution gleicher Tendenz erwies sich als hinfällig, Ueber eine dritte Resolution, die ein Vertrauensvotum für die Zeitungsfommission darstellte, ging die Versammlung, als unnöthig, zur Tagesordnung über, da die Kommission bereits entlastet worden jei. Mit einem fräftigen Appel an die Genossen, ihre Kräfte in thatkräftiger Mitarbeit im Interesse der Partei zu bethätigen, Derlammlungen. leber die Schwebebahn nach dem Langen'schen Eine zweite Versammlung derfelben Vereinigung tagte am 21. Januar. Zur Erledigung gelangte zunächst der Kaffenbericht. Die Freiheit der Wissenschaft. In einer Bersammlung, Derfelbe weift eine Einnahme von 72,45 M. und eine Ausgabe von die im interesse der Bildungsschule einberufen war, sprach vor 27,25 M, auf. Der Ueberschuß ist der Hauptkasse überwiesen. mehreren Tausenden, die den Saal in all seinen Theilen füllten, Hierauf begründete Kollege Brückner in längeren Darlegungen die der Reichstags- Abgeordnete 2iebknecht über das obige Thema Einführung der Arbeitslosen- Unterstügung. Zur Prüfung und Rege= am 23. Januar im Lokal des Herrn Keller, Roppenstraße. schloß Augustin nach Mitternacht die Versammlung. lung dieser Angelegenheit wählte die Versammlung eine Kommiffion, Nachdem er sich, durch ein ihm ausgebrachtes Hoch veranlaßt, die in der nächsten Sigung Bericht erstatten soll. Im Verschiedenen" fich scharf gegen den Personenfultus ausgesprochen, trat er in feinen anderthalbstündigen Vortrag ein. Daß ein solcher Vortrag System und ihre Einführung in Berlin referirte der Stadt- brachte der Vorstand einen Situationsbericht aus verschiedenen gehalten werden muß, bemerkte der Redner, daß wir die Freiheit verordnete Vogt herr am Montag Abend in einer von dem Werkstätten zur Kenntniß. Nach den eingegangenen Ermittelungen der Wissenschaft zu fordern gezwungen sind, beweist an sich schon, Vertrauensmann nach dem Reichert'schen Eaale in der Müller- betrug der niedrigste Verdienst 7-9 M. und der höchste 26 M. bei zehn- und zwölfftündiger Arbeitszeit. Kollege Reller gab Mit Buhilfenahme von dann der Versammlung bekannt, daß in Berlin die Firma richtig) Der Vortragende entwickelte diesen Gedanken weiter und Beichnungen und photographischen Aufnahmen schilderte der Stemptes eine Lieferung von ca. 40 000 Geschüßtransportförbe in welcher rückläufigen Bewegung wir uns jetzt befinden.( Sehr Straße einberufenen Versammlung. die Vorzüge der folgerte, daß eine wirkliche Wissenschaft voraussetze die Freiheit Vortragende Echwebebahn gegenüber abgeschloffen hat, die für 35 Pf. das Stück angefertigt werden den Niveaubahnen und sonstigen Sonstigen Verkehrsmitteln der der Kritit. Sei es möglich, sei es denkbar, daß die Wissenschaft sollen. Verschiedene Redner vertraten mit Recht die Ansicht, daß Nachdem das Projekt der Untergrundbahn bie Kollegen durch ihr übermäßiges Arbeiten dies selbst verüberhaupt bestehen könne ohne die ungefesselte Kritif? Ganz Großstadt. man die Schwebebahn als das gewiß nicht. Die Freiheit muß aber absolut sein; jede Beschränkung gescheitert sei, dürfe schuldet haben. in ökonomischer ist Willkür. Heute nun, am Ende des 19. Jahrhunderts, in der Beziehung vortheilhafteste Unternehmen Gebiete des Verkehrslebens betrachten. 3 Der Vertrauensmann der chirurgischen Branche hatte Aera des absterbenden Kapitalismus wage man es trotzdem, der auf dem Wissenschaft diese Feffeln anzulegen! Man greife wie immer erübrigen sich hierbei große tostspielige Terrainankäufe, außerdem zum 20. b. Mts. eine öffentliche Versammlung einberufen behufs in der Geschichte feien genug Beispiele vorhanden zur erfordere der Betrieb bedeutend weniger Untoften. Die größere Besprechung von Maßregelungen und Mißständen in der Fabrit Gewalt, weil man die Herrschaft über die Geister verloren Bequemlichkeit und größtmöglichste Sicherheit gegen Unglücks- von Dewitt u. Herz. Laut eines vom Fachverein gefaßten Behabe. So viel Thaten der Kapitalismus vollbracht fälle spreche für ihre Einführung, außerdem komme in betracht, schlusses foll Ueberfeierabend- Arbeit nicht unter 20 pCt. Lohnhabe, so viel Verbrechen habe er auf dem Gewissen. baß sie durch den 10- Pfg. Ginheitstarif als billiges Verkehrsauschlag geleistet werden. Diese Forderung ist von Herrn Dewitt mittel in erster Linie stehe. Aus all den angeführten nicht anerkannt worden und ist es derentwegen wiederholt zu Wer hat die Arbeitslosigkeit geschaffen, wer vernichtet Gründen empfehle sich das Projekt für das Projekt für die Berliner Differenzen gekommen. 8wei fofortige Entlaffungen haben auf den Mittelstand, wer ist für das ganze grauenhafte Glend ver Polizeibehörde wieder grund folgender Vorkommnisse stattgefunden: Wille arbeitete in antwortlich, wer trägt die Schuld an der herrschenden Korruption? Bevölkerung- trotzdem habe die fragt der Redner. Der Kapitalismus fürchte die Kritik unserer Schwierigkeiten gemacht. Der Redner wies nun eingehend Wochenlohn( 24 M.) Derselbe betrachtete diesen Lohn als un Partei, die feine Todfeindin ist: die Quittung der Furcht nach, wie unzulänglich die Einwände find, welche von diefer zureichend, wünschte in Attord zu arbeiten, da er dabei besser ist die Umsturzvorlage. Wie schlimm müsse es mit dem Seite ins Feld geführt werden; durch die Weigerung, den Be- wegkomme; oder eine Lohnzulage. Dieser Wunsch wurde ihm Rapitalismus bestellt sein, wenn er gegen die Sozialbe matrieb in verkehrsreichen Straßen zu gestatten, werde die Sache abgeschlagen und Trapp aufgefordert, die Arbeit des Wilke su fratie, die Partei der Wissenschaft und der organischen Ent- wesentlich erschwert, vielleicht ganz illusorisch. Die sozialdemo- machen. Dieser wies dieses Anfinnen zurück. Beide Arbeiter wurden wicklung, die rohe Gewalt, d. h. den letzten Trumpf aus fratische Fraktion der Stadtverordneten Versammlung, betonte entlaffen. Gine Werkstattfonferenz betrachtete die stattgehabten Ent spiele. Wer könne eine Garantie übernehmen, daß die Wiffen der Vortragende zum Schluß, werde, soweit ihre Kräfte reichen laffungen als Maßregelungen und legte Herrn Dewitt, der früher wie sie das schon bei der Pferdebahn wünsche dafür ein- selbst Arbeiter gewesen sein soll, folgende Forderungen vor: schaft durch die neuen Paragraphen nicht getroffen würde, wenn Der erste Justizbeamte des Staates, der Minister, selber zugebe, treten, daß den Betrieb der Schwebebahn die Stadt übernimmt. 1. Wiedereinstellung der Gemaßregelten; 2. Berzichtleistung auf fünftige Maßregelungen; 3. Beseitigung der Kündigungsfrist. daß das Vertrauen in die Rechtsprechung erschüttert sei, wo es Gine Diskussion über den Vortrag fand nicht statt. dem Nichter überlassen bleibe, zu unterscheiden zwischen sogenannt Der Verein der Lithographen, Steindrucker und Herr Dewitt bestritt die Maßregelungen. Er beabsichtige, fein berechtigter und sogenannt unberechtigter Kritif. Wo sei über Berufsgenossen beschäftigte sich am 17. Januar mit der Be- Personal zu verringern. Wilfe habe er deshalb entlassen, weil haupt die Grenzlinie? Wer da suche nach einer Grenze der Kritit, fprechung einiger Vereinsangelegenheiten. Schöpfe erstattete er ein guter Arbeiter sei, der leichter wieder Beschäftigung fände, begehe schon ein Attentat gegen die Freiheit der Wissenschaft Bericht über die an die arbeitslosen Mitglieder der Filiale aus: als ein minder guter. Trapp fei wegen Arbeitsverweigerung entlassen. Mit der Aufhebung der Kündigungsfrist erklärte er und der Kritik. Getroffen von dem Gesez würden zunächst Mary gezahlte Weihnachts Unterstützung. Danach gelangte an ins- entlassen. Mit der Aufhebung der Kündigungsfrist erklärte er und Darwin, deren Werke ganz gewiß tausendmal mehr zum gesammt 21 Kollegen mit 18 Kindern die Summe von 259 M. fich einverstanden. Die obigen drei Forderungen waren von gefährlich bezeichne. Wissenschaftliche Werke, sage man, sollten tag, den 12. Mai, vormittags, eine Separat- Borstellung ftatt- andere auffällige Entlassungen stattgefunden. Gegenüber alledem Umsturz" beigetragen hätten als die Literatur, welche man als zur Bertheilung. Des weiteren wird mitgetheilt, daß am Sonn- allen Kollegen unterschrieben worden, aus welchem Umstande sich wiederum mancherlei Differenzen ergaben. Auch haben noch frei sein; darunter versteht man dicke Bücher; also wenn finden werde. Die Abrechnung von dem am 24. Novbr. v. I: wurde ein energisches Vorgehen für nothwendig erachtet. Als das„ Kapital" in Broschürenform herausgegeben werde, stattgehabten Kommers ergab ein Defizit von 60 Pf. Hierauf falle es dem Staatsanwalt in die Hände, sonst nicht. Dabei erfolgte seitens des Kollegen Friedewald der Bericht und die Ab- Bertreter der Firma wohnte Herr Werkführer Wilfe der Ver ftecke Mary heute bereits in der ganzen Nationalökonomie, ja in rechnung der Unterstützungs- Kommission. Danach betrugen die fammlung bei. Ueber die oben furs sfizzirten Borkommnisse fand der ganzen Literatur und Presse! Der Umstura" liegt Ginnahmen vom 22. Juni 1894 bis 17. Januar 1895 incl. Be- eine eingehende Aussprache statt, in welcher die ganzen Werkstattsschon in jeder Kritit. Geologen, hiftorifer, jeder wer stand 698,12 M., die Ausgaben 418,27 M., so daß ein perhältnisse zur Sprache tamen. Mit großer Majorität wurde schließ lich folgender Beschluß gefaßt: Die Versammlung erklärt nach einbestätigt, daß nicht der Wille eines persönlichen Gottes, sondern Bestand von 279,85 Mart vorhanden ift. Die per bestimmte Gesetze im Weltall herrschen, müsse logischer Weise Attlamation vorgenommene Neuwahl ergab die vollständige gehender Berathung, duß sie die Entlassung von Kollegen in der Werkstatt von Dewitt u. Hers als Maßregelung betrachtet und nach dem Umsturzgesetz zu Zuchthausstrafe verdammt werden. Wiedereinsehung der bisherigen Kommission, jedoch an stelle des biefe ganz entschieden verurtheilt. Sollten in Zukunft dergleichen Werkstatt von Dewitt u. Hers als Maßregelung betrachtet und Die Wissenschaft, wie überhaupt die Kultur, ist nicht abgereiften Kollegen Neugebauer als Erfagmann die einstimmige Fälle zu verzeichnen sein, so find die Kollegen der betreffenden das Werk weniger übermenschlicher Individuen, nicht er Wahl des Kollegen Storch. Mit größtem Interesse und leberkstatt verpflichtet, ganz energisch vorzugehen. Gleichzeitig zeugt durch einzelne Sätularmenschen, sondern das Er haftem Beifall nahm hierauf die Versammlung den Vortrag des gebniß der Erfahrungen, Forschungen aller, furz es ist Referenten Dr. Pinn über das Thema: Die Pharifäer einst wird gewarnt, in der Werkstatt von Dewitt u. Herz in Arbeit Rollettivarbeit, Massenarbeit. Ohne die sogenannten großen und jetzt!" entgegen. Nach einer furzen, sich hieran anschließen- 8 treten." Ersucht wurde noch um schleunigte Ablieferung be Selden des Schlachtfeldes, die Säkularmenschen, würde sich die den Diskussion wird vom Kollegen Leischner darauf aufmerksam ausstehender Sammellisten an Brückner. Entwickelung der Menschheit ebensogut, und gewiß mit weniger gemacht, daß es bringend nothwendig sei, die noch ausstehenden Die Gärtner hielten am 22. Januar eine öffentliche Vere Blutvergießen vollzogen haben.( Lebhafter Beifall.) Mehring Abrechnungen vom Weihnachtsfest so bald als möglich einzusenden. Sammlung ab, in der über die Gründung einer Bahlstelle Berlinhabe in seiner Lessing Legende mit den Märchen aus Rollege Echöpfe erwähnte, daß von 888 Mitgliedern erst 480 auf est des Zentralvereins berathen wurde. Leider waren die Friedericianischer Zeit in trefflicher Weise aufgeräumt. den Ürabstimmungslisten zu finden wären; er hoffe bestimmt auf fozialdemokratischen Gärtner so schwach vertreten, daß die zahlIn Zukunft wolle das verhindern; es solle nur regere Betheiligung. reich erschienenen Anhänger der Hirsch Duncker'schen Richtung bei der Bureauwahl die Majorität hatten. Obwohl dieser Umnoch gelobt werden, was in den oberen Regionen geschehe. Das deutsche Volk habe die Werpflichtung, diesen Versuch, die händler beschloß in der Sizung am 18. Januar den Namen fammlung dennoch nach den Referat des Kollegen Büchner und Die Freie Vereinigung der Lokal- und Straßenstand dem Vorhaben nicht günstig war, so beschloß die Verund Redner begründete des näheren folgende Säße: die Wissen fortan in Freie Vereinigung der Händler und Händlerinnen" einer äußerst regen Debatte, die Konstituirung einer Verwaltungs Die weiteren Verhandlungen betrafen einige ftelle. In der hierauf folgenden Wahl eines Vorstandes wurden schaft muß für alle fein Gemeingut bes Bolte 3. interne Angelegenheiten. Zum Echluß wird darauf hingewiesen, bie Kollegen Büchner, Born, Binger und Vorläufer gewählt, die Die Wissenschaft als Monopol einer 3 unft, Rafte oder daß sich die Mitglieder in öffentlichen Angelegenheiten an den weiteren Wahlen ergaben Ratsch als Beisiger und Kunz, Klasse ist verfälschte Wissenschaft und Mitte Vertrauensmann Saß, Hirtenstraße 20, wenden mögen. In Abromeit und Niedrig als Revisoren. Nach Erledigung ver Der Unterdrückung. Die Freiheit ist die Lebens- Bereinsangelegenheiten giebt der Vorsitzende Schröder, Skalitzer- schiedener anderer öffentlicher Angelegenheiten erfolgte die Wahl Iuft der Wissenschaft. Und die Wissenschaft soll sein so wenig ftraße 130, Auskunft. das Monopol eines Geschlecht 3 wie einer Zunft oder eines Delegirten zur Gewerkschafts Rommission und wurde fajt In einer Versammlung der Arbeiter Bildungsschule einstimmig Rollege Büchner gewählt. Hierauf theilte Kollege Klasse. Also der Zugang zur Wissenschaft für die Frauen ebenso wie für die Männer. Der Redner tam im Laufe feines( SO.) sprach am 20. Januar Herr Schriftsteller Schulz über Abromeit der Versammlung mit, daß die Zahlstelle Berlin, eft Vortrages, als er entwickelte, daß die Ehe ebenso wie die Religion, das die häusliche Erziehung". In der Diskussion über den inter- ihre erste Versammlung am Dienstag, den 5. Februar, im Eigenthum und die anderen Einrichtungen", von denen die Kritit effanten Vortrag nahmen die Mitglieder Rösner und Jbscher Restaurant Pinzer, Nollendorfftr. 16, abhalten würde. Es wäre jetzt fern gehalten werden soll, historische Erscheinungen und als das Wort, um sich im zustimmenden Sinne zu dem Referat zu wünschenswerth, daß die Gärtner der gewerkschaftlichen Bewegung solche dem Wechsel unterworfen sind, auch auf die freie Liebe" läußern. mehr Unterstüßung angedeihen ließen. man 11 B Das Resultat unferer soeben beendeten Inventur kann Waaren- Haus M. Löwinsohn, Juj. N. L. Jacob, Grüner Weg 30, Ede Andreasplak. Kleiderstoffe, Leinen- Waaren, fertige Wäsche zu billigsten Fabrikpreisen. 15341 Wegen Abriß des alten Eckhauses verlege mein seit 18 Jahren von mir betriebenes Gold-, Silber- u. Alfenidewaaren- Geschäft nebst Trauring- Fabrik u. Reparaturwerkstatt zum 1. April 1895 nach Rosenthalertv. 20/21 nahe der Gipsstr. Bis dahin großer Ansverkauf im alten Eckhause bedeutend unter dem Auszeichnungspreis!! Bedienung, wie seit 18 Jahren, streng veel. E Carl Lützow, Juwelier und Goldschmiedemstr. Brunnenstrasse 198 am Rosenthaler- Thor. 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Sonntag, den 27. Januar im Lokale von Zubeil, Lindenstraße 106: Abend- Unterhaltung. Vorher: Vortrag des Genossen Wagner über:„ Die Bekämpfung der Sozialdemokratie durch die Volksschule." * Mittwoch, d. 30. Jannar, i. d. Ariinhallen, Kommandantenste. 20: Außerordentl. Generalversammlung. 277/17 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 29. Januar 1895, abends 8 im ,, Märkischen Hof", Admiralstr. 18c: Große Versammlung. Tages- Ordnung: Uhr, 1. Vortrag des Reichstag- Abgeordneten Möller( Bergmann) über den Standpunkt der Bergarbeiter- Bewegung zur Sozialdemokratie. 2. Diskussion. 3. Bereinsangelegenheiten. 278/20 Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsschule Versammlung Um wissentlich falsch verbreiteten Nachrichten früherer Mitglieder entgegenzutreten, erflären wir, daß der Gesangverein" Acacie"( gem. Chor) nach wie vor besteht, und feine lebungsstunden jeden Dienstag, abends 9 Uhr, bei Behlendorf, Zenghofstraße 8, stattfinden. Gäste jederzeit willkommen. 2405b C. Frank, Vorsitzender. Orts- Krankenkasse Achtung, Bildhaner! Dienstag, den 29. Januar 1895, abends 8½ Uhr, im Restaurant Schneider, Annenstr. 16: Oeffentliche Versammlung. B Zages Drdnung: 1. Der Mittel- Europäische Kongreß." Referent Rollege Dupont. 2. Rechenschaftsbericht des Kassirers und der Kommission. 3. Bericht des Delegirten zur Gewerkschaftskommission. 4. Neuwahl der Kommission und Die Kommission. Zahlreichen Besuch erwartet der Bildhauer, Stuckateure eines Delegirten zur Gewerkschaftskommiſſion. 5. Verſchiedenes. und verw. Gewerbe. Allgemeine Versammlung der Herren Arbeitgeber, welche Beiträge zur Kasse aus eigenen Mitteln zahlen, und der großjährigen MitEthische Gesellschaft. Zwei grosse Versammlungen 72/4 lieber, Arbeitnehmer, 21 Jahre alt. am Sonntag, den 27. Januar, abends 6½ Uhr, in den Diefelbe findet statt: a) Arbeitgeber Tienstag, den 5. Februar, abends 81/2 Uhr, Kommandantenstr. 50( hinterer Saal); b) Arbeitnehmer Freitag, den 8. Februar, abends 81/2 Uhr, Annenstraße 16 bei Ehrenberg. Tagesordnung: Wahl der Vertreter zur General Versammlung. Die Mitglieder a wählen 59 VerArminhallen, Kommandantenstraße 20: Bortrag des Herrn Waldeck Manasse über: Der Glaube und die Frauen. Ferner abends 6 Uhr bei Buske( fr. Seefeldt): Vortrag des Herrn A. Hoffmann über:" Die Bildungsstätte des Volkes." Nachdem geselliges Beisammensein und Tanz.- Gäste, Damen und Herren, haben Zutritt. 114| 17 Verband der Möbelpoliver Berlins und Umgegend. treter und 6 Erfahmänner. Die Montag, den 28. 5. W., abends 8 Uhr, Waldemarstr. 75: Mitglieder b wählen 119 Vertreter und 12 Ersahmänner. Zur Aufstellung einer Kandidatenliste ist erforderlich, daß diejenigen, Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über den Umsturz auf wirthschaftlichem Gebiet. 2. Diss welche gewillt sind, Vorschläge bis zum tussion. 3. Bericht des Bevollmächtigten. 4. Verschiedenes. 31. Januar zu machen, mit Angabe 2017 am Sonntag, den 27. Januar 1895, abends 7 Uhr, im Lokale des der Kandidaten auch die Arbeitsstellen Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Osten Berlins. Herrn Gründel, Brunnenstraße Nr. 188. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Schriftsteller Albert Witz. Thema: Die Prostitution. 2. Diskussion. Nachher: Familienkränzchen.- Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste, Herren und Damen, können durch Mitglieder eingeführt werden. 06/12 Arbeiter- Bildungsschule Sonntag, den 27. Jannar, abends 7 Uhr, in den ,, Oranienhallen, Oranienstr. 51( am Moritzplatz): Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. A. Bernstein über: Erziehung und Unterricht." 2. Diskussion. Entree 10 Pfennige. Gäste willkommen. Mitglieder werden aufgenommen. 2351b Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein mit Tanz, arrangirt von den Schülern. Achtung! Franen- und Mädchen- Bildungsverein für Berlin und Umgegend. Große Wander- Versammlung am Montag, den 28. Jannar, abends 8 Uhr, in Keller's Fensälen, Koppenstraße 29( großer Saal). Tages Ordnung: = = 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten Genoffen Hermann Förster über: Die Lebensstellung der Frau in der bürgerlichen Gesellschaft. 2. Dis fussion. 3. Verschiedenes und Aufnahme neuer Mitglieder. 125/2 Um recht zahlreichen Besuch besonders der Frauen ersucht Der Vorstand. derselben angeben und an die Adresse des Herrn Söfner, Fürstenstr. 16, geSonntag, den 27. Januar, abends 62 Uhr, langen lassen. Die Stimmenabgabe im Lokale des Herrn Albrecht, Memelerstraße Nr. 67: geschieht am Wahltage von 9-10 hr. Das Quittungsbuch ist nothwendig als Legitimation. Berlin, den 26. Januar 1895, Der Vorstand. 72/5 J. A.: J. Söfner, Vorsitzender. Achtung! Achtung! Kürschmer. Montag, den 28. Januar ds. Js., abends 8/2 Uhr, bei Buske, Grenadierft r. 33, Gr. öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Delegirtenbericht der GeweckschaftsKommiſſion und Neuwahl beffelben 2. Abrechnung der Vertrauensleute und Neuwahl derselben. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bitten 24026] Die Vertrauensleute. Eine größere Gewerkschaft sucht per 1. April d. J. ein Verkehrslokal 2389b Große öffentliche Bersammlung für Frauen u. Männer. S Tages Ordnung: " 1. Vortrag des Genossen Dr. Joel über: Die Frau im Spiegel der Geschichte und Wissenschaft. 2. Diskussion. Entree 10 Pf. 169/7 Nach der Versammlung: Gemüthliches Beifammensein und Tonz. Achtung! Achtung! Dienstag, den 29. Jannar, abends 8 Uhr, in Nieft's Festfälen, Weberstraße Nr. 17: Oeffentl. Brauereiarbeiter- Versammlung. 91/18 Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Agitationskommission, Adlershof u. Umgegend. nebst sep. Bureau für Arbeits- Montag, den 28. Januar, abends 8 Uhr, in Wöllstein's Luttgarten nachweis im Bentr. od. nahe der Friedrichstraße. Offert. f. zu richten u. A. A. 100 Exped. d. Zeitung. Große öffentl. Volks- Versammlung für Männer und Frauen. Tages Ordnung: ostras: Die Umur 1. Vortrag: Die Umsturzvorlage". Referent: Reichstags- Abgeordneter Rich. Fischer. 2. Diskussion. Agtung! Musikinstrumenten- Arbeiter! Agtung! Sentral- Kranken- u. Sterbefasech Sonntag, den 27. d. M., vormittags 10 Uhr, im Vereinshaus Eing. Hilfek. Nr. 3 zu Hamburg der Tischler u. s. w. Oeffentliche Versammlung. Montag, den 28. Jan. 1895, Abends Süd- Ost, Waldemarstr. 75: Dertliche Verwaltung Berlin G. Zages- Ordnung: 1. Die Situation des Streiks bei 81/2 Uhr, Görs& Ballmann. 2. Diskussion. 198/20 Mitgliederversammlung Kollegen, erscheint zahlreich, es gilt einen wichtigen Beschluß zu fallen. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. bei Bolzmann, Lichtenbergerstr. 16. Tagesordnung: 1. Rassenbericht vom 4. Quartal 1894. 2. Wahl eines Revisors. 3. Vortrag des Herrn Dr. Weyl. 4. Verschiedenes. Die Damen der Mitglieder als Gäfte 237/11 Die Ortsverwaltung. Dienstag, den 29. Januar, abends 8% Uhr, in den Arminhallen, willkommen. Kommandantenstraße 20: 258/13 Zur Deckung der Unkosten wird ein Eintrittsgeld von 10 Pf. erhoben Der Vertrauensmann. Max Pönitz, Weiß- und Bairisch- Bier- Lokal, 97, Ritterstraße 97, nahe der Brandenburgstraße. Pikfeine Weisse, exquisites Lager- Bier, fowie kalte und warme Speisen und Getränke zu jeder Tageszeit. Zahlstelle des Verbandes der Schlächter und der im Handelsgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter. Volkskaffee- u. Speisehaus [( 14292* Gr. Frankfurterstr. 73, an der Kaiserstraße. Bill. Mittags- u. Abendtisch. Größte Auswahl äußerst schmackhaft bereiteter Speisen: täglich 8-10 verschied. Gerichte von 10-30 Pf. Bier 4/10 10 Pf., 2/10 5 Pf. a. d. Brauerei Reichenkron. General- Dersammlung. Bentral- Kranken- u. Sterbetane Märkischer Hof", Admiralstr. 18. # Zages Ordnung: 2. Bericht der Ortsverwaltung, 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1894. der Beisitzer, der Werkstatt- Kontrollkommission und des Arbeitsvermittlers. 3. Ersahwahlen zur Ortsverwaltung. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedsbuch ist vorzuzeigen. ersucht der Tischler u. s. w. Dertliche Verwaltung Berlin H. 202/2 Mitgliederversammlung Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Um zahlreichen Besuch am Montag, den 28. Januar 1895, Lese- Klub ,, Karl Marx", Die Ortsverwaltung. 1 Große öffentliche Versammlung für Männer u. Frauen am Sonntag, den 27. d. M., abends 6 Uhr, bei Specht, Markgrafenstraße Nr. 83: Vortrag des Genoffen Dr. Heymann über:" Hat der Sozialdemokrat Religion?"- 2. Diskussion. 169 8 Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Tolksdorf, Görligerstr. 58. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1894. 2. Arztfrage. 3. Verschiedene wichtige Rassenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, pünktlich zu erscheinen. 237/12 Jeden Sonntag im prachtvollen Spiegel- Saal: Grosser Festball. Anfang 4 Uhr. Ende 2 Uhr. Die große Ballmusik wird abwechselnd mit Horn- und Streichmufit ausgeführt. Die beiden Spiegelsäle sind zu Festlichkeiten und Versammlungen zu vergeben. Die Restaurations- Räume eben den geehrten Familien Sonntags zur Verfügung. Bereinszimmer. Der untere Saal ist am Palmsonntag, der obere noch an mehreren Sonntagen an Verrine zu vergeben. Viktoria- Säle, Rixdorf, ( zirka 1500 Personen fassend), Hermann- Strasse 45. 1434 Jeden Sonntag von 4 Uhr ab: Grosser Ball. Die Ortsverwaltung. Oswald Grauer's Nach der Versammlung: Gemüthliches Beiſammensein mit Tanz. Genossenschafts- Buchdruckerei Luxuspapier- Branche. Dienstag, den 29. Januar, abends 8 Uhr: Grosse Versammlung aller in der Luxus- und Spizenpapier- Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen im Lokal von Gründel, Brunnenstraße 188. Zages Ordnung: 1. Bericht des Vertrauensmannes. 2. Allgemeine Aussprache. 3. Neu wahl. 4. Werkstuben- Angelegenheiten. 75/20 Zu dieser Versammlung sind die im Norden wohnenden Kollegen und Kolleginnen ganz besonders eingeladen. Der Vertrauensmann. Roh- Tabak Rd. Siffert, Berlin Reichenbergerstrasse 171. Der wichtigen Tagesordnung wegen Empfehle meine Säle und Vereinszimmer zu Versammlungen u. Festlichkeiten. Ausschank des Münchener Brauhauses und ff. Weissbier. Restaurant Oranienstrasse 121 ( zw. Alte Jakob- u. Alexandrinenftr.) Angenehmer Familien- Aufenthalt. Vorzügliche Speisen und Getränke. Restaurationsräume mit französischem Billard. Kegelbahn. Zimmer für Vereine, Hochzeiten und Fentlichkeiten von 30-120 Personen. ( Eingetragene Genossenschaft mit be. schränkter Haftpflicht) in Solingen. Ordentliche General- Versammlung mittags 3 Uhr, im Lokale v. C. Ern, Sonntag, den 10. März, nachWehrwolf, Solingen. Tages Ordnung: 1. Geschäftsbericht. 2. Beschlußfassung über die Verwen dung des Ueberschusses. 3. Verschiedenes. 134/1 Auf§ 22, Abs. 8 wird besonders aufmertjam gemacht. Nähmaschinen- ReparaturWerkstatt f. Systeme. 43/29 Prinzip reell, bill. u. schnell. Empf. mich Freunden und Genossen. W. Maaske, N., Schwedterstr. 31. Kein Laden. Louis Keller's Riesen- Festsäle. Grösstes Pracht- Etablissement der Residenz, Koppenstr. 29. Sonntag, den 27. Januar 1895: Grosses Konzert des Berliner Konzert- Orchesters Direktion: G. Grass, und Gr. humoristische Soirée der Leipziger Sänger. Herren Stobbe, Achterberg, Marks, Erfurt, Schich, Stenzel, Müller. Großartiges Programm. Senfations- Nummern. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Familien- Billets 20 Stück 3 M. Hierauf: Gr. Ball his Nachts 2 Uhr. 2 startbesetzte Orchester. NB. Von jetzt ab jeden Sonntag und Mittwoch: Grosse Soirée der Leipziger Sänger. Louis Keller. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. 3. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Hr. 23. Soziale Leberlicht. : Sonntag, den 27. Januar 1895. " 12. Jahrg. annehmen, da uns nur das Ziel vor Augen schwebt, dem Unfuge 27 pet. in der Textilindustrie, 11,7 pct. in der Industrie der einzelner Etörenfriede ein Ende zu bereiten." Das ist echt Steine und Erden, 11,4 pet. in der Metallindustrie beschäftigt. Aus dem Reichs- Versicherungsamte. Die Zahl der feit tapitalistisch und brutal, aber wenigstens offen und Erwachsene Arbeiterinnen waren im Jahre 1893 in Fabriken dem Inkrafttreten des Invaliditäts- und Alters= Versicherungs- dem Eyſtem der geheimen„ schwarzen Liſten" fast vor zu ziehen beschäftigt 616 620. Davon hatten 249 209 oder 40,7 pt. ein gesetzes erhobenen Ansprüche auf Bewilligung von Altersrente Die Echauermär felbst von den„ Professions- Streit- Arrangeuren, Alter von 16-21 Jahren, 367 411 oder 59,6 pt. waren über bei den 31 Versicherungsanfialten und den 9 vorhandenen Kassen- die das Handwerk meist in Amerika erlernt haben" wirft in 21 Jahre alt. einrichtungen betrug 304 840. Von diesen wurden 241 864 ihrer dummen frechen Gemeinheit allein schon zu gut, als daß Das städtische Arbeitsamt in Stuttgart, welches am Rentenansprüche anerkannt und 50 972 zurückgewiesen, 5268 wir ihr noch etwas beifügen sollten. 1. April in Thätigkeit tritt, hat am legten Donnerstag in öffents blieben unerledigt, während die übrigen 6736 Anträge auf andere Der Zentral- Ausschuß der vereinigten Innungs- licher Gemeinderaths- Sigung seine aus acht Paragraphen beWeise ihre Erledigung gefunden haben. Von den erhebenen verbände Deutschlands hat mit dem Beginn des laufen: stehende Arbeitsordnung erhalten. Die Geschäftszeit ist mittags Ansprüchen entfallen auf Echlesien 36 590, Dipreußen 26 335, den Quartals der hier erscheinenden Deutschen Handwerker- bis 1 Uhr ausgedehnt, um auch den in Arbeit stehenden PerBrandenburg 22 908, Rheinproving 19 965, Sachsen- Anhalt 3eitung", einem sehr verbreiteten Jnnungsorgan, die Erlaubniß" fonen Gelegenheit zu mündlicher Auskunft zu geben. Die Vera 17 444, Hannover 17 067. Posen 15 453, Echleswig Holstein entzogen, sich als Publikationsblatt der vorgenannten Körperschaft mittelung geschieht, wie schon berichtet, unentgeltlich. Ein Be 11 458, Westfalen 11 855, Westpreußen 11 131, Bom: zu bezeichnen. In der Motivirung heißt es, daß nur ein solches schwerdebuch über die Geschäftsführung oder über die Beamten mern 9900, Hessen Nassau 6596, = Berlin 3524. Auf Blatt auf diese hohe Ehre Anspruch machen dürfe,... wenn ist im Lotale aufgelegt. Die männliche und weibliche Abtheilung die acht Verfid, erungsanstalten des Königreichs Bayern die betreffende Zeitung in bezug auf ihren Inhalt sich gänzlich wird getrennt gehalten. tommen 30 210 Rentenansprüche, auf das Königreich unseren( des Ausschusses) Bestimmungen unterordnet". Sachfen 16 782, auf Württemberg 6601, Baden 5679, Groß as die hochmögenden sechs Berliner Obermeister, die sich hier Arbeiterrifiko. Die Unfälle in der Zuckerindustrie haben herzogthum Hessen 4645, beide Mecklenburg 6285, die thüringischen als die Zensoren aufspielen, zu ihrem Verhalten bestimmt, er eine nicht unbedeutende Steigerung erfahren. Die Gesammtzahl Staaten 6484, Older burg 1090, Braunschweig 2119, Hansestädte örtert die" Handwerker Zeitung"- die das Anfinnen mit Ent, der bei der Zucker- Berufsgenossenschaft im Jahre 1894 gemeldeten 2243, Elsaß- Lothringen 8465 und auf die neun zugelassenen rüstung zurüdweist- in einem Artikel, woraus ersichtlich ist, Unfälle beträgt 2654 gegen 2270 im Vorjahre, die Gesammtzahl Kaſſeneinrichtungen insgesammt 4511. Die Zahl der während daß eine etwas vorurtheilslose Auffassung der Frage der Ver: der Schadenfälle 534 gegen 455 im Vorjahre. Im allgemeinen desselben Zeitraums erhobenen Ansprüche auf Invalidenrente be- fürzung der Arbeitszeit im Bäckergewerbe den Herren vom Aus- ist eine steigende Tendenz der Zahl der Unfälle zu beobachten. trug bei den 31 Versicherungsanstalten und den 9 Kaffeneinrich schuß gewaltig in die Krone gefahren ist, indem das Blatt die So betrug die Gesammtzahl der bei den im Jahre 1894 be tungen insgesammt 145 385. Von diesen wurden 101 603 Renten- Ansicht vertrat, daß irgend eine Begrenzung der stehenden 112 Berufsgenossenschaften zur Anmeldung gelangten ansprüche anerkannt und 29 686 zurückgewiesen, 7399 blieben un rbeitszeit auch für das Bäcker Gewerbe selbst Unfälle 264 130 gegen 236 265 im Vorjahre. erledigt, während die übrigen 6697 Anträge auf andere Weise von Nuzen sei.„ Es gehört, sagt das die Inter- Die höchsten Einkommen in Preußen. Nach den amts ihre Erledigung gefunden haben. Von den geltend gemachten An essen der Meister verfechtende Organ zu seiner lichen Quellen haben ein jährliches Einkommen von über sprüchen entfallen auf Schlesien 20 271, Rheinproving 11 724, Rechtfertigung, doch wahrlich fein Vergrößerungsglas dazu, 200 000 m. im Steuerjahr 1894/95 453, 1893/94 488 Perfonen Ostpreußen 10 169, Brandenburg 8093, Hannover 7309, Sachsen- um die Beichen der Zeit zu erkennen und zu vermuthen, gehabt; die Zahl hat also im letzten Steuerjahr um 35 abge. Anhalt 6659, Posen 5685, Westfalen 5492, Pommern 5171, West- auch der jetzige günstiger wird er auf absehbare Zeit für das nommen. Bei 359( im Vorjahr 390) Bensiten( gezählt sind hier preußen 5056, Hessen- Nassau 3414, Berlin 2436 und Schleswig- Handwerk nicht- Reichstag fönnte der Meinung sein, wenn nur die physischen Personen im Gegensatz zu den juristischen Holstein 2418. Auf die 8 Versicherungsanstalten des Königreichs alle Gewerbe mit einer höchfiens zehnstündigen Arbeitszeit aus Personen, Attiengesellschaften u. f. w.) betrug das Einkommen über Bayern lommen 16 333 Ansprüche, auf das Königreich Sachsen fommen, so müßten sich die Bäcker auf die eine oder andere 200 000 bis 500 000 m.; bei 69( 71) Personen über 500000 bis 5805, auf Württemberg 3783, Baden 3967, Großherzogthum Weise mit einer zwölffiündigen einrichten können!"-Auf die eine Million Mark, bei 25 Personen hat das Einkommen im Hessen 1864, beide Mecklenburg 1600, die thüringischen Staaten herausfordernde Anfrage des Obermeisters Bernard, des Jahre 1894/95 mehr als 1 Million betragen. Seit dem 2710, Oldenburg 408, Braunschweig 1005, Hansestädte 1032, Führers der für unbeschränkte Ausbeutung ihrer Arbeitskräfte Vorjahre ist die Zahl dieser Einkommen- Millionäre um Elsaß- Lothringen 2677 und auf die 9 Kasseneinrichtungen ins schwärmenden Bäckermeister, doch solche Bäckereien namhaft zu 2 zurückgegangen. 7( im Vorjahre nur 4) von ihnen hatten gesammt 10 304. Unter den Personen, die in den Genuß der machen, wo 16-20ftündige Arbeitszeit herrsche, antwortet die ein Einkommen von über 2 Millionen, nämlich 1 Zenjit im Invalidenrente traten, befanden sich 2178, die bereits vorher eine Handwerfer- Zeitung" deutlich und derb wie folgt:„ Herr Ber- Regierungsbezirk Trier 2000 000 bis 2005 000 M.( im Vors Altersrente bezogen. nard ist als verständiger Herr bekannt, aber das Anfinnen jahre nur 1940 000 bis 1945 000.,) 1 im Regierungsbezirk Schulhygiene. Der Magistrat von Wiesbaden hat im scheint er sich nicht überlegt zu haben. Sollte es wirklich so Breslau 2120 000 bis 2125 000 m.( im Vorjahre nur Einverständniß mit den Stadtverordneten beschlossen, sämmtliche fd wer sein, Bäckereien zu finden, wo 16 und mehr Stunden ge- 1915 000 bis 1920 000 M.), 1 im Stadtkreis Raffel 2 295 000 Schulkinder auf ihren Gesundheitszustand bin ärztlich unter arbeitet wird?! Herr Obermeister Bernard, wären wir ein sozialdemo- bis 2 300 000 m.( im Vorjahre nur 1925 000 bis 1930 000 M.), suchen zu lassen. Grund zu dieser Maßnahme giebt feineswegs fratisches Blatt, wir könnten Ihnen aufwarten, aber wir würden es 1 in Berlin 2410 000 bis 2415 000 M., im Vorjahre ebenso etwa ter schlechte Gesundheitszustand der Schüler bezw. Schüle- ungehörig finden, wenn eine Handwerker- Zeitung Handwerker viel), 1 im Regierungsbezirk Oppeln( v. Tiele- Winckler?) rinnen. Die Untersuchung soll vielmehr die Grundlage dafür denunzirte und deshalb lehnen wir Ihr Ansinnen mit aller Ent- 2 950 000 bis 2 955 000 M.( im Vorjahre war derselbe Zenſit zu bilden, ob nicht die Anstellung ständiger Schulärzte sich empfehle. schiedenheit ab." An eine sozialdemokratische Zeitung würde 4 120 000 bis 4 125 000 m., also um über 1 Million höher eins sich der wißbegierige Obermeister mit einer solchen vorlauten geschäßt), 1 in der Stadt Frankfurt a. M.( v. Rothschild?) Die Arbeiter- Entlaffungen werden nachgerade zu einer Frage wahrscheinlich nicht heranwagen. Zu der ersten Angelegen 5840 000 bis 5 845 000 M.( ebenso viel wie im Vorjahre), und stehenden Rubrik. Immer aufs neue werden Schaaren von heit noch viele Worte zu machen, ist überflüssig. Als ein Zeichen, 1 im Regierungsbezirk Düsseldorf( Krupp in Essen) 6583 000 Arbeitern hinausgestoßen ins Elend der Arbeitslosigkeit. Daneben wie weit der Fanatismus und der vor nichts zurückschreckende bis 6 590 000 M.( im Vorjahre mit 7 190 000 m. bis 7 193 000 blühen Lohnreduktionen und Feierschichten. So wird unserm Egoismus der Vertreter des frommen, deutschen Handwerks geht, Mark eingeschätzt.) Wir enthalten uns für heute jeden weiDortmunder Parteiorgan aus Steele gemeldet: Auf teren Kommentars, werden aber demnächst darauf zurückkommen. Zeche Johann- Deimelsberg" wurden 23 Arbeiter gekündigt, aus seien diese beiden Fälle der Deffentlichkeit übergeben. Joachim" 9 Arbeiter. Den Arbeitern der Zeche„ Eiberg" wurde eine mit dem 1. Februar in Giltigkeit tretende Lohnreduktion angekündigt. Ebenfalls mußte die Nachmittagsschicht letterer Zeche zum zweiten Male feiern, wie es heißt, wegen Neparatur Bornahme. -O Versammlungen: Arbeitslosen- Versammlungen. In Görlitz fand am 23. d. M. eine Arbeitslosenversammlung statt, die von etwa 1000 Personen besucht war. Nach dem Referat des Parteigenoffen Reller wurde eine Deputation von drei Mann ge- Der Verband der in Buchbindereien, der Papier. wählt, die beim Magistrat um Arbeit vorstellig werden soll. und Ledergalanterie waaren Industrie beschäf= Streifführer. Unter dieser Spitmarke finden wir im In Breslau tagte am 24. d. M. abermals eine stark besuchte tigten Arbeiter und Arbeiterinnen hielt am 21. d. W. „ Holzmarkt". Organ der Holzhändler und sonstiger Solz-( über 1000 Personen) Versammlung der Arbeitslosen, unter denen ihre Generalversammlung ab. Der Vorsitzende, Kollege Sailer, intereffenten, folgenden charakteristischen Aufruf, der einem gleich Angehörige aller Berufe. erstattete den Quartals- und Jahresbericht. Die raftlose Thätigartigen ungarischen Unternehmerorgan entnommen ist: An Jugendliche Arbeiter in Deutschland. Nach einer im feit der Vertrauenspersonen insbesondere hat abermals einen bea sämmtliche Hartholz- Produzenten! Es mehren sich 4. Hefte des Jahrgangs 1894 der Vierteljahrshefte zur Statistik deutenden Fortschritt gebracht; die Zahl der männlichen Mits die Fälle, daß einzelne Particführer oder Vorarbeiter der des Deutschen Reichs" enthaltenen, auf grund der Gewerbe- glieder stieg im 4. Quartal von 634 auf 816, die der weiblichen Ed wellen- und Dauben- Arbeiter ihre Leute- zumeist ohne Inspektionsberichte für das Jahr 1893 angefertigten Uebersicht von 135 auf 283. Auch die Steuerkraft der Mitglieder hat sich triftigen Grund zum Streit aufreizen und hierdurch den der jugendlichen Fabritarbeiter und Fabritarbeiterinnen im gehoben; im ersten Quartal entfiel auf ein Mitglied eine durchs ruhigen, anständigen Arbeitern Verluste, dem Arbeitgeber aber Deutschen Reich wurden im Jahre 1893 in Fabriken und solchen schnittliche Einnahme von 2,87 M., gegen 3,69 M. im 4. Quartal. Berdrießlichkeiten verursachen. Es sind dies zumeist sogenannte gleichstehenden Anlagen, die den Gewerbe Aufsichtsbeamten Im ganzen Jahr war die durchschnittliche Leistung 13,92 M. Bere Professions- Streifarrangeure, die das Handwerk im Auslande,( Fabrikinspektoren) unterstellt sind, 219 871 jugendliche Arbeiter einnahmt wurden( exkl. der Bibliothekkaffe) insgesammt 9324,86 m. meistens in Amerifa erlernt haben und nun hier fortsetzen wollen. im Alter von unter 16 Jahren( gegen 220 174 im Jahre 1892) Die hauptsächlichsten Ausgabeposten waren die Unterstützungen Es liegt also im Interesse eines jeden Produzenten, daß derartige beschäftigt, und zwar im Alter von unter 14 Jahren 3730 Knaben für Streifende mit 12/2 pet. der Einnahme( sämmtlich an Professions- Unruheftifter von der Arbeit ausgeschlossen werden.( 1892 7426) und 2181 Mädchen( 1892 3813); im Alter von 14 Nicht Berufsgenossen) und an Arbeitslose, in Noth gerathene zc. Wir glauben, dieses Ziel dadurch zu erreichen, wenn wir die bis 16 Jahren 140 695 Arbeiter( 1892 139 513) und 73 265 Ar- mit 11 pCt. An die Zentralkasse wurden 5606,37 M. abgeführt; Namen solcher Störenfriede von Fall zu Fall in unserem Blatte beiterinnen( 1892 69 322) Die Fabritarbeit von Kindern ist nach der Bestand der Lokaltasse stieg von 292,87 auf 730,85 M. Im veröffentlichen und es auf diese Weise den Arbeitgebern er- diefen Angaben seit 1892 wohl infolge der neueren gefeßlichen letzten Quartal wurden wieder mehrfach Lohnausbesserungen erzielt, möglichen, die Nomen solcher Streif- Arrangeure in Gvidenz zu Bestimmungen über die Beschäftigung von Kindern zurück im ganzen Vereinsjahr war aber wesentlich die Thätigkeit der Orgahalten und diese Elemente von den anständigen Arbeitern fern gegangen. Von der Gesammtzahl der in Fabriken be- nisation mit Erfolg darauf gerichtet, die Unternehmer zur Innehaltung zu halten. Wir ersuchen hiermit alle Herren Produzenten, uns ichäftigten Kinder finden 28 pet. in der Textilindustrie, 20,9 pCt. des gesetzlichen Arbeiterschutzes zu zwingen. Man möge weiter auf der Vor- und Zunamen, und den Wohnort derartiger Arbeiter in der Industrie der Eteine und Erden und 12,4 pct. in der betretenen Bahn schreiten, troß der Anfeindungen, die nie ausbekannt zu geben und werden wir dieselben in unserer nächfien Industrie der Nahrungs- und Genußmittel Verwendung. Die bleiben. Die eigentichen Organisationsgeschäfte im Jahre wurden Nummer veröffentlichen. Wir bemerken ausdrücklich, daß wir Bahl der Arbeiter zwischen 14 und 16 Jahren hat seit dem in 24 Versammlungen und 53 Vorstandssitzungen erledigt. Den diesbezügliche Mittheilungen auch von Nichtabonnenten gerne Jahre 1892 um 2,5 pet. zugenommen. Von diesen waren Rassenbericht per 4. Quartal gab Kollege Christian. Die Eine Sonntagsplauderet. So spricht man, Karl Egon Frohme, wenn man die keit. So sehr schlägt es allen normalen, menschlichen Ehre hat, mit hochmögenden Herren zu verkehren. Das ist Empfindungen ins Gesicht. Oft genug hat sich in der menschlichen ein Leichtes, widerborstig dabei zu verharren: Jch bleibe Geschichte das uralte Thema von Vätern und Söhnen wieder. Karl Egon Frohme, wie bist Du doch beklagenswerth! bei dem, was ich absolut objektiv und wahrheitsgetreu nieder- holt. Nenen Idealen wurden die Söhne reif und sie Noch nicht hast Du Talleyrand's Finesse begriffen, daß die geschrieben habe. Viel schwerer ist es, als eigene Last sich auf- wandten sich troßig und unmuthig von dem ab, wofür ihre Sprache dazu da fei, uni unsere Gedanken zu verbergen. zubürden, was in einem unvorsichtigen Augenblick ein heiterer Väter geftritten hatten. Oder fie fanden erfüllt, was ihre Noch immer hältst Du in zäher Verblendung an dem jovialer Minister zuviel ausgeplaudert hat, und Herr Väter vielleicht in anderen Formen erstrebt hatten; und sie Spruche fest: Deine Rede sei ja, ja, oder nein, nein! Noch Hüpeden hat das Kreuz auf sich genommen. Er thats in wurden phlegmatisch und zufrieden, freuten sich des immer hat Dich ein Hüpeden nicht belehrt, welcher dem Bewußtsein, wenn er dem Herrn Minister in de- Errungenen und spotteten der Alten, die da jammerten, Feinheiten unsere Muttersprache fähig ist, wenn sie müthiger Ergebenheit zugestände, das Opfer eines Miß weil nicht alle ihre Blüthenträume reiften". Aber was im Verkehr mit Exzellenzen angewandt wird. Da polterft verständnisses zu sein, auch für sein Theil eine ersprießliche hat den Hans Blum in seinen Fanatismus hineinDu heraus, geradezu wie irgend ein unwirscher Michel: That für Ordnung und Sitte gethan zu haben. Wozu der gehetzt? Wie konnte das natürliche Band, das Väter " Herr Minister, theuerster Herr Minister, Sie haben vor- Welt offen bekennen, daß Menschen, die auf den Höhen der und Söhne umschlingt, so widernatürlich entzweis gestern ganz anders gesprochen als heute. Hier ist das Gesellschaft wandeln, leider im Gtaats Interesse" reißen? Wenn Robert Blum, der Blutzeuge von 1848, Protokoll, ich habe es deutlich aufgezeichnet." Welche genöthigt sind, mit solchem Abhub sich einzulassen, wie heute auferstehen könnte; wenn er sein Deutschland vor undelikate Ehrlichkeit! Wenn Du schon nicht wie der selige Herr Theodor Reuß ihn darstellt? Wozu eingestehen, sich fähe, wie es heute dasteht: unbeliebt unter den Völkern, Polonius auf des Prinzen Hamlet Wunsch ein Wolken- daß die großmüthigen Staatslenter zur Abwehr in Waffen starrend, bedroht von Reaktionsgelüften, jeder gebilde, jetzt ein Wiesel und rasch darauf ein des Umsturzes" sich solcher Hintertreppen- Weisheit be- individuelle freie Ausdruck in Gefahr, gefnebelt zu werden; Kameel nennen fannst, warum nimmst Du Dir dienen, wie sie ein Theodor Reuß gegen flingende Münze er würde erschauernd sein Haupt verhüllen und ausrufen: nicht wenigstens ein Beispiel an Herrn Hüpeden, oder profitable Nachrichten zu verzapfen hat? Wozu den Nicht das haben wir gewollt, das nicht. Nichts ist gereift dem Konservativen. Auch Herr Hüpeden zeichnete braven Leuten, die in der Menge sich verlieren, den tröst von den Jdealen, um derentwillen Robert Blum einst den in seinem Protokoll ganz ähnliches auf, wie Du. Aber mit lichen Glauben rauben, daß über ihnen gleichsam Wesen Tod erlitten. Und heute steht sein Sohn Hans an der staatsmännischem Sinnen erkannte er sofort, daß seine höherer Art wachen, die die Welt im großen überschauen Spitze der Vorreiter, die dem Volke dumpfen Druck und Exzellenz, während sie im schneidigen Plauderton sich über und im großen Stil ihres Regierungsamtes walten und modrige Vergangenheit brächten. Ja, wie ein Don Herrn Theodor Reuß ausließ, vom alten Temperament be- feiner Helfershelfer bedürfen vom Schlage eines Theodor Quixote unadligen Schlages sprengt er, wie ein Tobender einher, und in jeder Windmühle meint er eine Burg zwungen, mehr aussprach, als ihr nachher lieb war. In Reuß, des Spitzel- Journalisten? " = folchen Fällen bringt man gern ein Opfer seines Intelleftes Armer Journalismus! Welche Mitstreiter muß er sich der Sozialdemokratie erobert zu haben. Und doch war und Herr Hüpeden starrte in seine Niederschrift, schüttelte heutzutage überhaupt gefallen lassen! Er, den Lassalle einst es das Proletariat, das das Andenken seines Vaters ehrte bedenklich sein Haupt, lächelte fein diplomatisch, vers des Volkes rührigen Lehrer und raftlosen Mahner genannt und hochhielt, als die Wurzeln, aus denen die Freiheit neigte sich dann demüthig vor Herrn von Köller und hatte. Selbst Hänschen Blum hat sich ihm ergeben und feimt, im Bürgerthum längst zu faulen begonnen hatten! sagte: Wunderlich, wunderlich. Wie doch die Sinne meinte: er werde die Welt erschüttern, wenn er nur recht wie entsteht solches widerspruchsvolle Phänomen? eines Menschen so leicht jeglicher Täuschung unterliegen. aufgeblasen thäte. Und es ging ihm, wie dem Frosch in Es muß der Sohn gewiß nicht das geistige Ebenbild Da steht sie, meine thörichte Niederschrift! Hätte ich doch der Fabel: Er blähte sich auf und blähte sich auf und seines Vaters werden. Aber man sollte doch meinen, daß fest behaupten mögen, Eure Excellenz hätten gesprochen, wie dachte, er werde nun einem stattlichen Stiere gleich. Er lebhafter als irgend Einer gerade Hans Blum einen Hauch ich es hier verfaßt habe. Allein, verlasse sich wer auf seine blieb aber dennoch nur ein armselig Fröschlein und quatte von seines Vaters Geiste verspüren mußte. Den Tod des eigenen Ohren! Sinnestäuschung, vielleicht eine böse Hal- im Sumpfe. Wie gerade in diesem Manne die Verfolgungs- Märtyrers war Robert Blum gestorben. lucination, eine äffende! Jedenfalls verzeihen Exzellenz, ich manie und Denunziationswuth gegen die Sozialdemokratie Kindergemüth seines Sohnes Hans nie im Grimm gegen bin dos Opfer eines Mißverständnisses." entstehen konnte, das ist eine psychologische Merkwürdigs die Mörder des Vaters, die zugleich das„ edle Wild Sollte das Vermischtes. nahme der Zentralfaffe betrug 2707,60 m., die Ausgabe In diese Kommission wurden Nikolai, Mausolf, fallenden Betrages bedarf, sind zu diesem Zwecke 5000 M. al 646,66 M., nach Stuttgart abgefchicft 2060,94 m. Die Lokal Fiedler, Hübner und Schütz bestimmt. Ein weiterer Antrag, erste Rate in den Etat eingestellt worden. tasse verzeichnete 1157,11 M. Ginnahme, 426,26 M. Ausgabe, statt des Vertrauensmannes eine Agitationskommission zu ernennen, bleibt 730,85 M. Bestand. Ueber die Tätigkeit des Arbeits- wurde abgelehnt, und der Kollege Pint zum Vertrauensmann nachweises berichtete Kollege Wunscheck. Es meldeten sich arbeits- wieder ernannt; als Revisoren wählte man die Kollegen: Ios 413 Kollegen und 158 Kolleginnen. Vakante Stellen liefen Gräz, Nikolai und Scholl. Da das Bauarbeiter- Kartell ein 282 p. 181, von denen 194 resp. 86 besetzt wurden. Außer sich zu gunsten der Gewerkschaftskommission ausgelöst hat, wurde dem wurden 113 männliche Arbeiter zur Aushilfe verlangt und es in anbetracht der bevorstehenden Kämpfe im Malergewerbe Meggermeister traf, daß er Wurst in Exemplare des Vorwärts" Auserlesenes Wurftpapier. Der Unfall, der einen wurden von diesen Stellen 106 besetzt. Kollege Bette erstattete für zweckmäßig erachtet, einen Delegirten in die Gewerkschafts- eingewickelt hatte und letzterer dadurch in eine Haferne gerieth, den Bericht über die Bibliothek. Dieselbe besteht aus fommission zu entsenden, doch mit der ausdrücklichen Betonung, bat verschiedene Megger und Viktualienhändler veranlaßt, ihren 262 Bänden und batte 232 Benugungen zu verzeichnen. Die feinerlei Beitrag für die Erhaltung des Gewerkschaftsbureaus Makulaturbestand einer genauen Sichtung zu unterziehen und Rechtsschuh- Kommission hatte nur einen Fall zu erledigen. Es zu zahlen, mit der Begründung, daß das Bureau ſeinen alles zu ertrahiren, was nicht ganz fonservativ und zweifelsohne. betraf eine Unfallsache, die endgiltig von dem Reichs- Versicherungs- eigentlichen Zwed nicht erfülle. Ebenfalls wurde Amt zu gunsten der betreffenden Arbeiter entschieden wurde. der Versammlung Der Demnach werden jetzt nur noch die beftgefinntesten Blätter den zuerst in Aussicht gestellte Auf Antrag Wittrisch wurde dann beschlossen, daß die Vertrauens- Beitrag von 50 M. zu den Kosten für die Gewerbegerichtswahlen Vorzug genießen, zum Einwickeln von Wurst, Käse und ähnlichen personen und Vorstandsmitglieder berechtigt sein sollen für außer- abgelehnt, unter dem Hinweis, daß die drei von den Malern Konsumartikeln verwendet zu werden. ordentliche Sigungen( der Werkstuben resp. Branchen) 50 Pf. zu aufgestellten Kandidaten seinerzeit nicht als vollzählige Kandidaten Den Beruf eines politischen Redakteurs finden wir in liquidiren; desgleichen auf Antrag Brückner eine Erhöhung der anerkannt werden sollten, aus diesem Grunde lehnten die Maler der N. Fr. Pr." in folgender zutreffenden Weise besprochen: vierteljährlichen Entschädigung für die Verwaltung von 30 auf derzeit auch den Vorschlag ab, als Erfazkandidaten zu figuriren. Es giebt faum eine grausamere, aufreibendere Thätigkeit, als 50 M. Für die Bibliothek wurden 100. bewilligt. Um im Falle eines Streits der Form genügt zu haben, sandte die eines leitenden, politischen Redakteurs in unsern Tagen. Was Bergmann referirte dann noch kurz über die Thätigkeit, die Versammlung den Kollegen Mat als Delegirten in die Ge- wußte die„ gute, alte Beit" davon mit ihren dreimal in welche die Vertrauenspersonen der Branchen entfaltet haben. werkschajte tommission. der Woche erscheinenden Blättchen! Wie ruhig fegelten Die Neuwahlen zum Vorstand hatten folgendes Ergebnis: Aler Diese bei steter Windstille auf glattem Spiegel davin, Sailer, Raupachstr. 7, Seitenfl. 2 Tr. L., erster Vorsitzender; Moabit) hielt am 27. Januar eine Wanderversammlung ab. und Allerlei. Heute ist der Leiter einer Zeitung wie ein ga Der Frauen und Mädchen Bildungsverein( Filiale ohne Leitartikel, ohne Telegramme, mit Anekdoten Conrad, zweiter Borsigender; Otto Christian, erster Kassirer; Auf der Tagesordnung stand ein Referat des Genossen Tha hegtes Wild, ein Stlave, der keine Stunde lang fich selbst und W. Brilfe, zweiter Kassirer; Schiefer, erster Schriftführer über Religion und Wissenschaft". Die Ausführungen des feiner Familie angehört, ein Mann, dem immer der opf brummt, Fr. Belfin, zweiter Schriftführer; Frau Grauer, Ueberwasser Redners wurden mit lebhaftem Interesse verfolgt und von einer und der doch immer hellen Geistes jede Minute produktiv und und Bech als Beisiger. Revisoren sind die Kollegen Michelers, Diskussion Abstand genommen. Echlopper und Beck. Der Arbeitsnachweis wird von den Kollegen Diskussion Abstand genommen. jeder Ueberraschung gewärtig sein muß. Selbst ein vielbeschäftigter Julius Krause und Wulff, sowie Kollegin Hönz verwaltet; die Arzt, deffen aufreibende Thätigkeit der des Redakteurs am nächsten Bibliothek von Frl. Ehlers und Frl. Wienecte, und den Kollegen kommt, unterliegt nicht einem so furchtbar raschen VerbrennungsBette und Dunker; desgl. wurden Hilfskaffirer gewählt. Ein prozeß des Gehirns und der Nerven. Je länger die Zeitungen Antrag Wilhelm, die Sperre des Arbeitsnachweises gegenüber geworden sind, desto kürzer das Leben ihrer Schöpfer." der Bading'schen Buchbinderei aufzuheben, wurde nach kurzer Debatte abgelehnt. # Johannisthal. Der hiesige Arbeiter Bildungsverein tagte am 19. Januar. Auf der Tagesordnung stand der Bericht des Vorstandes und des Kassirers. Ueber die Vereinsthätigkeit giebt dieser Bericht bekannt, daß im letzten Quartal sechs Versamm lungen stattgefunden haben. Der Kassenabschluß gestaltet sich folgendermaßen: Einnahme 97,20 M., Ausgabe 77 M., mithin Bestand 20,20 M. Zum Schluß weist der Vorfißende auf die nächste Versammlung hin, die am 16. Februar stattfindet. 1 bei Ad. Neumann. = # Die Dummen werden nicht alle. Am heiligen bend fam zu dem Hausbesizer Johann Lubos in Roslowagora, Kreis Eine öffentliche Schneider und Schneiderinnen- VerTarnowig, eine unbekannte Persönlichkeit und gab an, alle fammlung tagte am 21. Januar im Louisenstädtischen KonzertMenschen, selbst die von den Aeraten aufgegebenen heilen au haus, Alte Jakobstr, 37. Zum ersten Punkt der Tagesordnug dem In Rigdorf hielt am 20. Januar im Lofal von Kummer fönnen. Die Mähr von Wunderboktor" ver gab der Kollege Timm unter Hinweis auf die Berichte in der der Holzarbeiter Verband feine Generalversammlung ab. Der breitete sich schnell im ganzen Dorfe. E3 tamen viele mit Fach- und Parteipreffe noch einmal einen furzen Ueberblick über Vorsitzende berichtete über die bisherige Thätigkeit im vergangenen wirklichen und eingebildeten Krankheiten zu dem Wundermanne, die Verhandlungen der am 13. Januar stattgehabten Konferenz Jahre, ebenso der Kassirer. Im 4. Quartal betrugen die Ein- um sich furiren zu lassen. Jeder Patient mußte 9 Thaler 9 Silberder Konfektionsarbeiter und Arbeiterinnen, und unterbreitete nahmen: a) der Verbandskaffe 293,48 W., die Ausgaben 219,67 M. groschen und 9 Pfennige als Vorschuß entrichten. Ganz den Versammelten die dortselbst gefaßten Beschlüsse. Das Ver- Bestand 73,81 M.; b) der Lokaltasse 118,32 M., Ausgaben besonders wurde der Hausbesiger Thomas Hansel geschädigt, halten der Versammlung zu diesen Beschlüssen war eine Gr 73,25 M. Bestand 45,07 M. Die Mitgliederzahl ist von 103 dem der Schwindler gegen 90 M. abgenommen hat. Außerdem flärung des Einverständnisses mit denselben und man schritt im im ersten, auf 176 im 4. Quartal gestiegen. Dem Gesammt- Vor- beftahl er denselben. Das Heilwert betrieb der Schwindler bei Anschluß hieran zur Wahl der durch Konferenzbeschluß bestande wird einstimmig Decharge ertheilt. Bei der Neuwahl Hansel auf folgende Weise: Die tranke Frau reichte dem stimmten Fünferkommission, der die Arbeiten in der Bewegung wurde der bisherige Vorstand wiedergewählt, in die aus sieben Schwindler die Hände. Aus dem Verlauf der Linien schloß er Der Konfektionsbranche obliegen. Gewählt wurden die Kollegen: Personen bestehende Arbeitsvermittelungs Rommission wurden auf den Charakter der Krankheit. Die Frau des Hansel Zimm, 3 ander Brandt, Frau Reimann und Frau 6 Kollegen nengewählt, sowie 3 Kollegen zur Durchberathung der mußte mitten im Zimmer hinknieen, dann fing der WunderNoat. Den furzen Bericht über die Thätigkeit der Agitations Statuten mit dem Vorstande. Das Stiftungsfest findet am mann an, die Geister im Hause zu beschwören. Nachdem er die fommission im verflossenen Jahre gab gleichfalls Rollege 2. März bei Wirsing, Knesebeckstraße, statt. 9 Thaler 9 Silbergroschen 9 Pfennige auf Medizin erhalten, Timm; danach fanden 24 öffentliche Versammlungen, ging er mit einem Mädchen nach Tarnowig, um Medizin zu ebensoviel Gewerkschafts- und Sterbekasse von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- Ahtien- holen. Der Schwindler kam gegen Abend mit einem vollen Geschäftsdelegirten- Sigungen, gesellschaft. Heute Babltag: Acterfir. 123 bet Stümte und Stallschreiberstr. 58 ferner faft allwöchentlich eine Agitationsfigung statt. bei Witte. Korbe Medizin zurück. Am anderen Tage ging die Beschwörung Hiernach unterbreitete der Kollege 3 ander der Versammlung Vergnügungsverein Fritillaria. Sigung 5 Uhr bei Herrn Dreßler, von neuem Ios. Die Frau mußte wieder mitten in Barnimstr. 16. die Jahresabrechnung, welche einen Gesammtüberschuß von Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, 10-12 Uhr: Nord- Schule, der Stube fnieen. Sie durfte sich nicht umsehen. Vorher mußte 829,20 m. ergab, den Ueberschuß vom Herbstvergnügen in den Müllerstr. 179a und Südost- Schule, Waldemarfir. 14: Leftüre( unentgeltlich) sie zu Füßen in ihr Bett Geld für 20 Messen legen. Während Arminhallen miteingerechnet, welcher 32,80 M. betrug. Nunmehr Montag, abends 7-8% Uhr: Leftüre. 8%-10% Ubr: Nord- Schule, der Beschwörung hat der Schwindler das Geld aus dem Bette Müllerstraße 179a: Naturertenntniß. Südost Schule, Waldemarstr. 14: erfolgte die Wah! der Agitationskommission, in welche die Boltsthümliche Medizin.- Bet allen Unterrichtsfächern werden neue Theil fortgenommen. Natürlich betheuerte er den Reuten, wenn sein Kollegen Timm, 3ander, Danzig, Haase, Stoppe, nehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Heilwert irgend welchen Erfolg haben solle, so dürfe niemano Wilt, Böldt, Brandt, Beyer, 3izmann, Adam, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Borsigender: feine Anwesenheit verrathen, niemand dürfe ibm nachschauen, Frl. Schuppe und Frl. Noschta gewählt wurden. Die find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstraße 49, Ad. Neumann, Pafewalterstr. 8. Alle Aenderungen im Vereinstalender staleber auch im Bett, wo das Geld für die heiligen Messen liegen sollte, Beitung des Bureaus wurde wieder den Kollegen 3ander Montag, Abents 9-11, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Dürfe niemand vor neun Monaten nachsehen. Ünter 9 Thalers 6, bei Ehrenberg. übertragen, während man für den Posten des Beziris- Vertrauens- iebertafel der Maler, Annenstraße -ließ er sich auf kein Heilverfahren ein. mannes den Kollegen Timm einstimmig berief. Zum Schluß wiederhall, Köpenickerfir 191 bei Foge. Deutscher Männerfang, Belforterstr. 15, Schneiders Gesellschaftshaus.. 8utunft I, Stegliz, Ahorn erfolgte die Bekanntgabe der nächsten Verbandsversammlung am firaße 15a, Schelhose's Gambrinus. Bruderherz, Strautstr. 6, bet Rudolf. 4. Februar und des am 11. Februar in Schmiedel's Festsälen Arbeiter- Gesangverein Vorwärts III, Lichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzen- Briefkaffen der Redaktion. stattfindenden Maskenballs. Allee 6 bei Karl Echulz. Sieberzweig, Waidmannslust Berlinerstraße bet Berbe. Liebesfreiheit II, Strausberg, Wrießenerstraße bei mir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchfiaben oder eine 8a1) Loot, Bürgergarten. Glodenrein( gemischter Chor) Schönhauser allee 46 bei Höhne. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Rosalia, Lebuferstraße 5, bet A. Nemiz. Syrene, Schönhauser Allee 28 bei Relle. Guben, A. B. Norddeutsche Holz Berufsgenossenschaft, Arbeiter Gesang verein Wacht auf II, Woltersdorf bet Ertner, Restaurant Gillmann Bureau Kesselstr. 37, in Berlin. fitaße 49. Wilhelmshöhe".- Arbeiter- Gesangverein der Enterbten, Swinemünder A. 2. M. Derartige Institute giebt es so mannigfache, daß Hoffnung II, Deutsch- Wilmersdorf, Günzelftr. 39. Ten= blüthe, Gifenbahnstr. 20 bei Siegemund. Gefangverein 2iberte: fich eine Antwort im Brieffaften schwer geben läßt. Vielleicht rangelfir. 84 bei Diedanz. Männerchor Sanges lufi II, Bafewalterftr. s giebt Ihnen Herr Stadtrath Kochhan, Berlin, Auskunft. Suffitenstraße Elysium". Gesangverein Freiheit 3, gemischter Chor, Bernau C. O. 4. Wenden Sie sich am Tage vor der Sigung an armonie 2", Wetnstr. 11, Restaurant das Bureau des Reichstages. Die Zahl der Karten, die der Feindr. Freie Feldblum e", Admiralftr. 38 bei Tuzauer. Gesangverein Silaria, Blumenfir. 46 bet Tomatscheck. lingmüller'iches Fraktion für die Tribüne zur Verfügung stehen, ist so gering, Süd- Ost 11", Faltensteinstr. 7 bet Trittelwig. Doppelquartett, Neu- Wetßensee, Langhansstraße bei Ww. Busch. daß man nie bestimmt einen dahingehenden Wunsch der Genossen Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklube. Mar Kayser, erfüllen kann. jeden Sonntag Vormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimstr. 16. Treichel. 2 Jahr von dem Ablauf desjenigen Duartals, ( Alle zuschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. in dem der Tod erfolgt ist. richten an B. Gent, Adalbertstraße 95.) Sonntag: Bergnügungsverein Dringend Nr. 35. 3 u 1 und 2: Was ist über die Dauer Krautstraße 6 bet Rudolf von 5-6 Uhr. Selgoland II", Langeftr. 65 bei Tempel. Bergnügungsflub Oftend, des Vertrages respektive über die Zeit der Miethszahlung verstrautstraße 6 bet Rudolf. Bergnügungsverein Seerofe, einbart worden. 3 u 3; 20 und 16 Jahre. Th. S. 50. Kommt Bergnügungsverein Glü cft ern 2, Fennstr. 2, bet Wiesner.- Montag: Pfeifentub elfen fest, Andreasfiraße 26 bei auf den Ort an, wo das Kind sich aufhält, und dessen Alter.Bergnügungsverein Felsenfeft, Rirdorf, Hermannstraße 21 bei J. S. Oranienburg. Legen Sie den Sachverhalt genau dar. Spezialitätenverein Normannia, Frankfurterfir. 133 bet Golds.- Mund- Klage vor dem Gewerbegericht? Beträgt derselbe unter hundert Kartentlub 2u stige Brüder, Krautiraße 48 bei Rattte. A. K. Wiesbaden. Wie hoch war der Gegenstand der harmonikaverein Vorwärts, Bellealliancestr. 74 bet Riging. Mart, so läßt sich dagegen tein Rechtsmittel einlegen. 12. Kommt ganz auf die Sachlage des Falls an; vermuthlich aber nicht. K. 29. Läßt sich ohne Vorlegung der Liquidation nicht entscheiden. A. K. Friedrichsfelde. In einem der= artigen Falle giebt es überhaupt keine Bewilligung des Armenrechts. Naturheilkunde.§ 29 der Gewerbe- Ordnung bezieht sich auf jedermann. Die dort genannten Titel also dürfen nur von approbirten Aerzten geführt werden. 5. K. 150. Wenn Sie verurtheilt sind, ist die Pfändung wegen der Gerichtskosten in das Ihnen gehörige Vermögen zulässig. 3. B. 88. Ver suchen Sie es, ob der Richter darauf eingeht und machen Sie ein Gesuch, wie Sie es in Ihrem Brief angegeben haben. Forsterstr. 9. Sie werden die 50 Pf. vermuthlich bezahlen müssen. Einen definitiven Bescheid tönnen wir Ihnen nicht geben, da wir nicht wissen, wofür die Kosten gefordert werden. S. 100. Die Ihnen gegebene Antwort bezog sich nur auf die W. 68. Das Arbeitsverhältniß 3wangsversteigerung. zwischen Gesellen oder Gehilfen und ihren Arbeitgebern kann, wenn nichts anderes verabredet ist, nur durch eine 14 Tage vorher erklärte Auffündigung gelöst werden. Ob es sich aber farge Wit der Philister konnte höhnisch ausrufen: Welcher Die königliche" Bibliothek in Berlin ist mit einem weit um einen Gefellen oder Gehilfen handelt, läßt sich blöde Schwärmer, dieser Robert Blum. Vielleicht ist auch ausschauenden Plane beschäftigt, für welchen jetzt eine erfte Rate aus Ihrer Frage nicht ersehen.- Briv. 26. 78. Nein. diese Philistermoral ans Ohr von Hans Blum gedrungen. von 15 000 M. in den Etat für 1895/96 eingestellt ist. Dieses G. G. 100. Ihre Frage ist unverständlich. Man kann sich aber diesen Hans noch so kleinlich vorstellen, Unternehmen, das etwa zwanzig Jahre dauern und 300 000... 135. Kommen Sie in unsere Sprechstunde. es ist doch nicht zu glauben, daß solche Spießbürgerweisheit foften wird, geht dahin, nach dem Vorgange des British Museum.. 3. Bu 1: Dagegen wird sich kaum mit Erfolg etwas ihn gänzlich umsponnen hätte. Am Ende thut cs dem zu London und der Bibliothèque nationale zu Paris ein ge- thun laffen. Bu 3: Steht ganz im Ermessen des Gerichts. feigsten Philifter wohl, sich den Sohn eines unerschrockenen Bibliothek und der preußischen Universitäts- Bibliotheken unter 00. Wenden Sie sich wieder an uns, nach dem das Kind drucktes Gesammtverzeichniß von den Beständen der Peter Pump. S. 100. Kommen Sie in unsere Sprechstunde. Helden nennen zu dürfen. Was bleibt also übrig, um das Phänomen Hans Blum Hinzunahme einiger wissenschaftlicher Spezial- Bibliotheken in 4 Jahre alt geworden ist. Spar- Verein. Kommen Sie in Dadurch soll eine erweiterte Benutzung unsere Sprechstunde. 2. N. 4. Richten Sie einen neuen Wilte. Hornburg. In einer gut befuchten öffentlichen Versammlung der Maler und verwandten Berufsgenossen, die am 22. Januar im großen Saale der Arminhallen tagte, referirte ReichstagsAbgeordneter, Genosse R. Schmidt über:„ Das Umsturzgeseh, eine Gefahr für die Gewerkschaftsbewegung." Nach einer furzen Debatte, in der Genosse Retzerau das Wort nahm, gelangte der Kassenbericht des Vertrauensmannes Link zur Verlesung. In dem Bericht über seine Thätigkeit bemerkt Redner, daß im Laufe des Jahres 13 öffentliche und eine Arbeitslosen- VersammIung, 45 Werfstellen- Besprechungen und drei Sigungen mit dem Bauarbeiter Kartell stattfanden. Die Jahresabrechnung ergab eine Gesammteinnahme von 1747,01 M., demgegenüber stand eine Ausgabe von 725,12 M., so daß ein Ueberschuß von 1021,89 M. zu verzeichnen bleibt. Auf Antrag der Revisoren wurde dem Vertrauensmann Decharge ertheilt. Bezüglich seiner Thätigkeit bei der Gründung der Filiale der Spezialisten, welche eine rege Debatte hervorrief, wurde einem Antrage zugestimmt, der die Einsetzung einer Fünfer- Kommission verlangt, zur Untersuchung der aus diesem Anlaß gegen den Vertrauensmann erhobenen Beschuldigungen. der Freiheit" zu Tode zu helfen bemüht waren, sich empört haben? Die Jugend neigt zur Schwärmerei; jeder Empfindung steht ihr Herz weit offen. Ihre Erlebnisse, ihre Erfahrungen beeinflussen und durchdringen weit hinein das männliche Leben. Wurde das Blut des Knaben Hans nicht rebellisch, wenn ihm das Gedächtniß an seinen hingemordeten Vater Robert durch das Hirn schoß? Warum ist er so absonderlich gerathen, wo Tausende mit freudigem Muth bekennen würden: Ich bin der Sohn meines Baters!" Sonft, wenn Söhne ihrer Väter uneingedenk find, mag sie überstrenge väterliche Zucht, geistige Noth im Elternhause gequält und verbittert haben; oder im Leben Das Handbuch der Physiologischen Optik" von des Vaters gab es wunde und unreine Stellen, die dem Helmholt soll im Laufe dieses Jahres vollendet vorliegen. Bur Sohne herbe Leiden schufen. Aber unzweideutig ist das Beit ist die achte Lieferung ausgegeben. Nach den Bestimmungen Leben Robert Blum's; in voller Reinheit durfte man des todten Forschers führt Prof. Arthur König, der ihm bei der sein Angedenken in der Familie pflegen. Auch die Gegner Bearbeitung dieser Auflage von Anfang an zur Seite gestanden nannten seinen Namen am Ende mit Respekt. Nur der hat, das Werk zu Ende. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag: Turnverein Fichte"( Mitglied des deutschen Arbeiter- Turnerbundes). Die IV. Männer: Abtheilung turnt jeden Montag und Donnerstag von 8-10 Uhr in der Gemeindeschul- Turnhalle Stephanjir. 3( Moabit). Privat- Theatergesellschaft Satur Abends 49 1hr, Sigung bei Specht, Martgrafenftr. 83. Privat Theatergesellschaft Immer 2uftig jeden Sonntag Übends 5 Uhr, bet tub Andree, Chorinei str. 53: Sigung mit Damen. Hauchklub Brüderlichte it" jeden Montag 9-11 Uhr bet Bauts, Schlesischestraße 38.- Gefang verein Einigteti Montag, Abends 9 Uhr, Sigung bei Ebert in Sangwiß Berlinerstraße. Theater- und Vergnügungsverein Waldemar. Jeden Sonntag Etaliger ftr. 54 bet Gente. Anfang 6% Uhr. Arbeiter- Stenographte Berrein Eintracht", Unterricht und Uebungssunde Montag abends 8% Uhr bei Nothes, Buttmannstraße 17. Kunst und Wissenschaft. zu erklären? Eine überhitte Großmannssucht wohl. Der des Bücherbefizes ermöglicht und zufolge des bestehenden Aus Antrag an die Berufsgenossenschaft.- Ruoblauch Goslar. Traum eines männischen Heroenthums mag Hans Blum be- tausch- Verhältnisses die Bestände der einen Bibliothek zugleich Es dürfte gerathen sein, Sie laffen sich durch einen Rechtsnebelt haben. Nach der Blutepoche von 1870 rühmte man für alle übrigen leichter zugänglich gemacht werden. Ein nicht anwalt vertreten. M. G. 5. Ja. R. 3. 3u 1: die männische Natur, die ehernen Charaktere, die mit eisernem minder langwieriges Unternehmen auf bibliographischem Gebiete ist Ja. Jft richtig. 3u 3: Können wir nicht entRehrbesen alle unnüze Sentimentalität aus der deutschen latinitatis), das jetzt in Angriff genommen werden soll. Wie da Ihr Brief uns nicht zugegangen ist. Rehrbesen alle unnüze Sentimentalität aus der deutschen die Herstellung eines großen lateinischen Wörterbuchs( Thesaurus scheiden.- P. P. 100. Wiederholen Sie den Sachverhalt, Volksfeele wegfegen sollten. Zu solchem männischen Helden wir seinerzeit mehrfach berichteten, haben sich die Akademien der wenn die Ehe wegen des Ehebruchs geschieden ist.-O. 6. 153. A. F. 95. Ja, thum suchte der fleine Hans fich gleichfalls aufzu Wissenschaften zu Berlin, München und Wien, sowie die Gesell- Es fommt ganz darauf an, was in dem abbanden gekommenen blähen; und es schrie in ihm:" fort mit der schaften der Wissenschaften zu Göttingen und Leipzig zur Bear Rontratt gestanden hat.- E. R. 62. Bu 1: Nein. Zu 2: lächerlichen Pietät, fort mit der Sentimentalität beitung eines großen, dem heutigen Stand der Wissenschaften Wie alt sind die Kinder?- K. F. 10. Wenden Sie sich an die einem fortwährend das Bild des Vaters, des Ver- entsprechenden lateinischen Wörterbuches verbunden. Die Kosten die Invaliditätsanstalt Klosterstraße 41. V. E. 13. treters einer so wenig realpolitischen Periode vorgaukelt." werden nach Schäßung Sachverständiger 650 000 m. betragen, Gie fönnten höchstens Schadensersatzansprüche gegen den Auch Hänschen fühlte ein Stück vom Uebermenschen, der wovon etwa 150 000 M. dem Verleger aufgelegt werden können, Verwalter erheben, wenn Sie wirklich Schaden gehabt haben. sich über die Masse und das allgemeine Humane rücksichts- bauer von zwanzig Jahren der Betrag von 5000 m. jährlich dies feinen Einfluß. D. S. Die Klage ist da zu erheben, wo so daß jeder der betheiligten Körperschaften bei einer Arbeits- Paukow, Fr. A. Auf die Dauer des Miethsvertrages übt Tos hinwegsehen zu dürfen glaubt, in sich; und so wurde zur Laft fällt. Das Unternehmen ist außerhalb Preußens bereits Sie Ihren Wohnfiß haben. Beantragen Sie Bewilligung des Hänschen unfreiwillig die Karrikatur des wüßesten Heroen- fichergestellt. Die beiden preußischen Anstalten haben jährlich Armenrechts. Dann wird Ihnen ein Rechtsanwalt beigeordnet. fultus; er vernarrte sich zum Schluß ins Bild seiner eigenen, 10 000 m. zu tragen. Da die Göttinger Gesellschaft nach Lage Rieger 5000. Diese Verpflichtung liegt den Erben gemein eingebildeten Heldenhaftigkeit. Alpha. ihrer Mittel eines Buschusses in voller Höhe des auf sie ent- schaftlich ob. Gründung 1867. Freie Zusendung aller Aufträge im Betrage von 20 M. an. Ferdinand Neumann Berlin SW., Leipzigerstrasse 51, Ecke Dönhoffplatz. Ausnahme- Preise, soweit der Vorrath reicht! Herren- Glaçé- Handschuhe mit warmem Futter Damen- Glaçé- Handschuhe mit warmem Futter 1,25 M. 1.45 M. Reinwollene Trikot- Damen- Handschuhe 35 Bi. schwarz, 4 Knopf lang, Josephinen- Schnitt Imit. 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Meyer. und ihre Wirkungen. 2. Abrechnung vom 4. Quartal. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Sämmtliche Metallarbeiter und Arbeiterinnen sind hierzu eingeladen. Die Verwaltung. 179/10 Fachverein der Tapezirer Berlins und Umgegend. Dienstag, den 29. Januar cr., abends 81 Uhr, im Koftaurant Freigang, Schühenstr. 18-19: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Timm über: Klaffenkämpfe im Mittelalter. 2. Diskussion. 3. Vierteljahrs- Abrechnung. 4. VereinsangelegenGäste willkommen. heiten. 23219 Der Vorstand. Lederarbeiter. Fachverein der in der Lederwaaren- Industrie besch. Arbeiter Berlins und Umgegend. Große Versammlung E. Genosse findet Schlafstelle, 7. Möbl. Schlafft. Reichenbergerstr. 31, monatl., Invalidenstr. 163, 8 Tr. I. v. 3 Tr., b. Pape. 2388b 5 Min. vom Charlottenb. Bahnhof, Melchiorstr. 5 Stube, Kammer, Süche Leibnizftr. 62/63, Hofwohn. 2 Stuben, 285 M., Stube u. Küche 240 M., Stall, Küche, Korridor; 1 2c. tube, Küche 36. 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