Nr.597 39.Jahrgang Ausgabe A nr. 295 Bezugspreis: Für den Monat Dezember 750 M. voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet sowie Desterreich und Luxemburg 1250 M., für das übrige Ausland 1750 M. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, England, Estland, Finnland, Frank. reich, Holland, Lettland, Luxemburg, Desterreich, Schweden, Schweiz. Tschechoslowakei und Ungarn. Der ,, Borwärts" mit der Sonntags. beilage Bolt und Reit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Morgen- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 30 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezetle toftet 250 M. Reklamezeile 1250?. ,, Kleine Anzeigen" das fettgedrudte Wort 75 07.( zulässig zwei fettgebrudte Worte), jedes weitere Wort 50 M. Stellengesuche und SchlefStellenanzeigen das erste Wort 40 W., jedes weitere Wort 30 M. Worte über 15 Buchstaben zahian für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Zeile 80 M. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 4½ Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW.68, Lindenftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Dönhoff 292–295 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Dienstag, den 19. Dezember 1922 Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Posticheckkonto: Berlin 375 36 Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depositenkasse Lindenstraße 3 Frankreich gegen Einmischung? " nicht unter 1½ Milliarden Dollar betragen. Bermöge dieses Kredits Krach und Krise. Politisches und Wirtschaftliches aus der Tschechoslowakei. Bon Rudolf Illovy. Paris, 18. Dezember.( EE.) In einem offensichtlich inspirier- 1 Auf die Unterzeichnung der neuen Abkommen hin würden drei ten Leitartikel schreibt der Lemps", daß man zwar die Absicht der Gruppen amerikanischer Banfiers einen auswärtigen Kredit Prag, Mitte Dezember 1922. amerikanischen Regierung, in die Reparationsfrage einzugreifen, re- für Deutschland unterzeichnen, der unter England, Frankreich, Es ist eine beklagenswerte Tatsache, daß seit der Spaltung spektieren müsse, sugleich aber auch bedauern müsse, daß, unverant, Belgien und Deutschland verteilt werden soll. Dieser Kredit werde der tschechischen Sozialdemokratie der Kapitalismus in der wortliche Informatoren offensichtlich den Namen der amerikanischen werde Deutschland dann instand gesezt sein, Lebensmittel oder Tschechoslowakei immer mehr an Macht gewonnen hat. Der Regierung mißbraucht hätten. Der Temps" hofft deshalb, daß von andere Rohstoffe in jedem Lande zu laufen. Die amerikanische Re- Grund liegt außer in dieser Spaltung auch in den wirtschafteiner großen Konferenz feine Rede sein werde, weil die Alliierten gierung werde diesen Banfiersfredit garantieren und dafür eine lichen Verhältnissen, die sich in diesen zwei Jahren stets unnicht zulassen würden, daß auf einer solchen das Reparationsproblemer te hypothet auf die gesamten Hilfsquellen Deutschlands günstiger für die Arbeiter entwickelt haben. Die Wirtschaftserörtert werde. Der Temps" führt eingehend aus, welche Unzu- fordern. Diese Hypothet werde jämtliche Zölle, Ein- und Ausfuhr- trife mit ihren Betriebsschließungen und Einschränkungen hat träglichkeiten eine solche Teilnahme der amerikanischen Regierung abgaben und die deutsche Einkommensteuer umfassen. Sie werde die Unternehmer unabhängig von den Arbeitern gemacht und an eine großen Reparationskonferenz haben würde und fährt fort: alle anderen deutschen Verpflichtungen einschließlich der Reparationen diese ihres stärksten Kampfmittels, des Streifs, beGenug der Konferenzen! Das französische Bolt ist ihrer müde! ersehen. Da der gesamte Vorschlag gegründet sein werde auf eine raubt. Es erwies sich in vielen Fällen, daß Streits den weitgehende Herabfegung der Reparationen und eine Wenn man heute die bevorstehende Pariser Konferenz durch Hin gründliche und endgültige lebereinfunft auf feiten der Alfiierten, so Unternehmern, die infolge der Abfazkrise nur auf Lager arzuziehung anderer Völker erweitern wolle, so werde Frankreich werde Amerika durch eine Methode, die noch nicht entschieden sei, beiteten, fogar willkommen waren. Noch ärger als alle biswünschen, daß überhaupt feine Ronferenz stattfände, so die jedoch von Elihu Root untersucht werde, die schnelle Zahlung herigen Teilstreiks müßte bei den jetzigen Berhältnissen der von lange Frankreich nicht gehandelt hätte. jeder vereinbarten Reparationsforderung durch Deutschland garan- den Kommunisten immer von neuem propagierte Generalstreif zufammenbrechen. Die amerikanische Regierung möge in die Reparationsdebatte lieber nicht eingreifen. Benn Amerika oder amerikanische Vertreter an Deutschland einen Teil der Kapitalien fiefern wollten, die Deutschland zur Zahlung der Reparationen brauche, dann sollten sie diesbezügliche Abmachungen mit der deutschen Regierung treffen. Diese werde einen Blan über ihre Verwendung den Alliierten zu unterbreiten haben. Denn die Alliierten hätten nur mit der Reichsregierung zu verhandeln. Dritte Personen fämen für sie nicht in Frage, namentlich dann nicht, wenn diese Personen fich das Amt eines Schiedsrichters„ anmaßen" wellien. tieren. Außer diesem Kredit, der in Deutschland und England, Frantreich, Belgien und Amerita untergebracht und von der amerifanischen Regierung garantiert werden solle, würden die Banfiergruppen eine beträchtliche private Anleihe an die deutsche Regierung geben, die, dem Bernehmen nach, etwa 750 Millionen Dollar betragen werde und als Sicherheit in der üblichen Weise industrielle und städtische erfte Hypotheken nehmen. Die amerikanische Regierung werde auch verlangen, daß Frant reich seine Absichten auf das Ruhrgebiet oder auf einen anderen Schritt gegen Deutschland aufgebe, der geeignet fei, das industrielle Gleichgewicht zu stören. Die Garantien in diefer Rich tung würden verlangt werden in dem Abkommen, das zwischen den Bereinigten Staaten und den Alliierten unterzeichnet werden solle, bas mit diesen Carantien alle Garantien des Versailler Vertrages ersetzen würde. Das international organisierte Finanztapital hält feine Hand am Räderwerk der Staatsmaschine und bemüht lich, die Abhängigkeit der Demokratie von der Plutokratie zu festigen. Das nicht minder internationale Industrietapital greift überall dort fräftig ein, wo soziale Bestrebun gen ihm irgendwelche Lasten aufzubürden drohen. Das Agrarfapital, das gegenwärtig noch in nationale Gruppen zerfällt, ist alles andere als arbeiter- und fortschritts= freundlich. Während also die Arbeiterparteien sich in den Haaren liegen, benützt eine jede der drei kapitalistischen Gruppen die Gelegenheit dazu, für sich die größten Borteile zu erzielen. Die feit der Spaltung der Sozialdemokratie wach fende Reaktion, unterstüßt von dem Zug nach rechts in den anderen Staaten, wird in erster Reihe den Arbeitern fühlbar. ,, Kein Zaubermittel für die alte Welt". Die allgemeine politische Ermüdung des Bolfes führte einerCondon, 18. Dezember.( WTB.) Blättermeldungen zufolge feits zu einem Indifferentismus der Massen, andererwird in Washington von maßgebender Seite erklärt, daß die ame feits war sie der Grund des Emporkommens verschiedener konfanische Regierung gezwungen gewesen sei, die europäischen Reservativen Strömungen, zu denen neben den Klerikalen die gierungen vor der Annahme zu warnen, daß die Vereinigten feineswegs zu unterschäzende Gewerbepartei gehört. Staaten ein Zaubermittel für alle Uebel der alten Welt schaffen Die Not des Bolles, die große Arbeitslosigkeit und der fönnen. Keinerlei in diesem Einne gehaltene Mitteilung der amerifanischen Regierung fei bisher im hiesigen Auswärtigen Amt eingetroffen. Präsident Harding habe allerdings zu verstehen gegeben, Nach der Meinung der franzöfifchen Regierung haben die Ame- daß die Haltung der Vereinigten Staaten nicht richtig beurteilt Sobald die Reichsregierung mit auswärtigen Bankiers ein Abfom men getroffen haben würde, um die Reparationszahlungen durch eine Kreditoperation zu bewerkstelligen, und sobald sie dies Projekt den alliierten Regierungen vorgelegt habe, würden diese prüfen, ob es nicht beffer fei, Deutschland 3ahlungsfrist en einzuräumen und teilweisen Zahlungsnachlaß zu gewähren. Derartige Verhandlungen fönnen übrigens nicht beeinflußt werden, menn eine oder mehrere Regierungen bis dahin im gemeinsamen Intereffe Pfänder auf deutschem Gebiet ergriffen hätten. Immer wieder müsse gesagt werden, daß diese Pfänder nur einen 3wed hätten, nämlich die Zahlungen zu sichern. * rifaner das Ihre getan, indem sie den Franzosen Geld zum Kriegführen borgten und ihnen ihre Schlachten gewannen. Das war eine sehr erwünschte Einmischung". Weitere werden jedoch nicht beliebt. Amerikas Bedingungen. Condon, 18. Dezember.( DA.) Einer der beftinformierten Journalisten Amerikas, David Lawrenco, telegraphiert dem„ Daily Telegraph" aus Washington: worden sei. Beratungen und Erwägungen. Ansturm der Reaktion mußten gewiß den Wunsch in der Arbeiterschaft weden, die frühere einheitlihe foziali stische Kampffront wieder herzustellen. Durch ein einheitliches Vorgehen der Arbeitervertreter fönnte auch jezt noch so manches in politischer und sozialer Hinsicht ge= bessert werden, natürlich insoweit fich wirtschaftliche Momente nicht stärker als der gemeinsame Wille erweisen würden. Leider liegen die Verhältnisse in der Tschechoslowakei derart, Die Besprechungen des Reichsfinanzministers mit den daß an ein Zusammengehen sämtlicher Arbeiterparteien in Bertretern der Banken unter Beteiligung einiger Industrieller absehbarer Zeit nicht gedacht werden fann. Die Schuld daran find am Sonntag abend vorläufig beendet worden und sollen liegt bei den Kommunisten, die nach wie vor gegen die Sozialem Donnerstag fortgesetzt werden. Bisher führten die Be- demokratie mit den gemeinsten Mittein, mit Lügen und Bersprechungen zu feinem positiven Ergebnis. Das Gerücht, die leumdungen, vorgehen, und es sich zum Ziel gesetzt haben, „ Es wird keine Regelung der Reparationsfrage in Europa von Industriellen hätten der Regierung ein Angebot von 20 bis die Arbeiterschaft gegen die sozialistischen Führer und gegen den Bereinigten Staaten anerkannt werden, die die Schulden Eu- 30 Milliarden Mark gemacht, entbehrt, wie die PPN. er das Staatswesen aufzuhezen. Nun sind es auffallenderweise ropas in Amerifa nicht in Rechnung zieht. Präsident Harding ist rungsfreifen erklärt, daß die Besprechungen lediglich ben 3wed die Kommunisten selbst, die den Ruf nach einer„ einheitlichen fahren, jeder Grundlage.. Es wird denn auch aus Regie in diesen Grenzen bereit, seinen Einfluß geltend zu machen; aber er proletarischen Front" laut erschallen lassen. Ihr Plan, Berhat rund heraus erklärt, daß die Frage der deutschen Repa- gehabt hätten, Aufklärung über die Lage der deutschen Wirt würfnisse in allen sozialistischen Parteien zu fäen und dann Repachaft zu geben. Wir glauben nicht, daß diese Erklärung zu selbst über die anderen zu dominieren, wurde aber erkannt rationen nicht mit den Schulben der Alliierten an Amerifa verquidt werben dürfe. Einen solchen Weg würde die treffend ist. jetzige Regierung ebensowenig gehen, als die Wilsons. Am Donnerstag sollen die Sachverständigen über die und zunichte gemacht. Amerita Der Ruf nach einer proletarischen Einheitsfront wird von Möglichkeit einer endgültigen Lösung befragt werden. Bis werde vielleicht eines Tages geneigt sein, die allierten Schulden dahin wird die Regierung einen entsprechenden Blan aus dem rechten( offiziellen) Flügel der Kommunisten mit der zu annullieren oder zu verringern; aber die erste Bedingung dafür arbeiten. Es verlautet, daß in diesem Plan eine feste Summe Propaganda einer„ Arbeiterregierung" begleitet. Der radikale sei die, daß die Alliierten sich über sich felbft flar würden, und daß nicht genannt werden soll. Dadurch würde wieder das Pro- Flügel der Kommunisten wirft daher dem opportunistischen vor allen Dingen die genaue Summe festgefeßt würde, die blem in den Bordergrund treten, auf welche Weise Deutschland" Ministerialismus“ vor, und beide Strömungen stehen sich Deutschland zu zahlen in der Lage ist. Wenn Amerika in der Re- in Anpassung an seine wirtschaftslage gleitende Jahreszah trop bes in Moskau diktierten Versöhnungsprozesses weiter legende Frage zu regeln. Wenn festgestellt worden ist, was Deutsch früheren Berhandlungen mt der Entente angeregt worden sind. ob es zu einer Annäherung zwischen der tschechischen und parationsfrage jemals einen Schritt tut, dann nur, um diese grund- lungen zu leisten vermag, wie sie seit langem und schon bei feindlich gegenüber. Eine andere Frage, die jetzt gestellt werden könnte, ist, land zahlen kann, wird Amerika die europäische Lage in einem neuen Bon offensichtlich interessierter Seite wird die Nachricht Licht sehen und seinen ganzen Einfluß aufwenden, um die wirt verbreitet, man fei auf Grund der stattgehabten Besprechungen deutschen Sozialdemokrati e fommen könnte. Diele schaftlichen Laften der europäischen Staaten zu erleichtern. Der Ge- zu der Annahme berechtigt, daß die deutsche Industrie Frage ist unbedingt zu bejahen, und es wird früher oder Danfe eines Fünf- oder Sechs- Mächte- Abkommens fich bereit finden lassen werde, die Pläne der Reichsregierung später zu einem Zusammenarbeiten dieser beiden Parteien zur Garantierung des europäischen Friedens ist eine notwendige bei Lösung des Reparationsproblems aktiv zu unterſtügen. fommen müssen. Je mehr wirtschaftliche und soziale Fragen Folge jeder Regelung der gesamteuropäischen Situation, und der Das alte Spiel beginnt also von neuem, daß die Industrie" die nationalen Streitigkeiten in den Hintergrund drängen Präfident der Vereinigten Staaten hat die Absicht, einen derartigen fich als neue Großmacht ausspielt und gnädigst ihre wohl- werden, desto mehr werden beide Barteien einander näherPlan dem amerikanischen Senat zu unterbreiten, da als sicher an- wollende Stellung zu den Plänen der Reichsregierung be- rüden. Es scheint überhaupt, daß die Annäherung zwischen genommen wird, daß durch einen solchen neuen Bertrag einige der funden läßt. Daß die Regierung durch ihre Haltung dieses den Tschechen und Deutschen durch den Zerfall des bürgerlichen gegenwärtigen Ursachen der Unstabilität beseitigt werden können." Spiel fördert, braucht wohl nicht näher nachgewiesen zu" Deutschen parlamentarischen Verbandes" beschleunigt wurde. taht to Gegenüber der Radaupolitik eines Lodgman oder London, 18. Dezember.( BTB.) Der Sonderberichterstatter des werden. Daily Stetch" will aus maßgebender Quelle erfahren haben, daß Im übrigen ist es von Intereffe, daß sich die Reichsregie- Baeran, die den Hochverrat als nationale Pflicht propaPräsident Harding durch den amerikanischen Botschafter dem rung bei ihren Beratungen und Erwägungen bisher nur an gieren, stellten sich andere deutsche Bolitiker, wie z. B. 3= nächst zwei internationale Abkommen vorschlagen Arbeitgeber- und internehmerfreise gewandt leger und Spina auf den Standpunkt des Positivismus. werde. Für das eine von ihnen werde er die Unterschrift jeder hat. Scheinen die Auffassungen der Arbeiter freise der Sie erklärten die Tschechoslowakische Republik für den Boden, alliierten Macht, für das andere die Unterschrift jeder Nation for Regierung Cuno nicht wichtig genug, als daß auch die Mei- auf dem sie ihre nationalen Forderungen verfechten wollen, dern, und zwar sowohl der am Striege beteiligten alliierten wie auch nungen der Vertreter der politischen und gewerkschaftlichen für ein Staatsgebilde, mit dessen Bestande sie rechnen müßten, der Bentralmächte. Diese neuen Uebereinkommen würden in ihrer und betonten die Notwendigkeit des Zusammengehens der Wirkung einen großen Teil des Versailler Vertrages zum Zwed der Organisationen gehört zu werden brauchen? Sicherung des Weltfriedens und des Wiederaufbaues der hauptDeutschen mit den Tschechen. Diese Neuorientierung innerhalb fächlich in Betracht kommenden Nationen ersetzen. Es sei davon zu Der Reichspräsident überwies der anhaltischen Staatsregierung der deutschen bürgerlichen Parteien führten zum Berfall des erhoffen, daß die Industrie in England wieder in Gang kommen, als Beitrag zur Heilung der schweren gesundheitlichen Schäden der Deutschen parlamentarischen Verbandes. Wenn also deutsche daß Frankreich beruhigt werde und die Wohlfahrt wieder erhalte, anhaltischen Jugend eine halbe Million Mart zur Unterstützung der Landwirte mit tschechischen Agrariern, deutsche Christlichsoziale die es so dringend benötige, und daß Deutschland wieder einer der Kinderheilstätte Oranienbaum und des Kindererholungsheims Groß- mit tschechischen Klerifalen, deutsche Gewerbetreibende mit auffräftigsten Märkte der Welt werde. tschechischen Gewerbetreibenden zusammengehen wollen, erKühnau. Agrarischer Lieferstreik. 3ielsehung und Methode der politischen Arbeit die Schei wächst nicht daraus eine rein proletarische Pflicht für die dung nötig machen. Da Zielsetzung und Arbeitsmethode das Wesen tschechischen und deutschen Sozialdemokraten, auf eine ge= Die Entlaffung zweier ostpreußischer Landräte hat die einer Partei ausmachen, trennt also fortan Deutschvölkische und meinsame sozialdemokratische Front hinzuarbeiten? Und dies um so mehr, da ja auch die tschechischen reaktionären Kreife offenbar an einer empfindlichen Stelle ge- Deutschnationale eine unüberbrückbare Kluft. Es ist deshalb ein und deutschen Finanz- und Industriekapitalisten sich bereits troffen. Die Deutsche Tageszeitung" wendet sich in einem emas billiger Trost, wenn die Deutsche Tageszeitung" erklärt, die geeinigt haben. Es war der deutschagrarische Senator 3uleger, fangen Artikel gegen die Deutsche Bolkspartei, der sie vor- große Maffe der Deutschvöltischen bleibe trotzdem in der Deutschder in seiner ihm von den Deutschnationalen so verargien Rede wirst, daß fie gegen die Entlassung nicht ein„ fategorisches nationalen Bartei. Die Deutsche Zeitung" ist offener. Sie verbirgt den ausführte:„ Wir wollen auch nochmals den Canoffagang zu Veto" eingelegt habe. Deutlicher werden die Herrschaften in Kummer nicht, den ihr die Parteigründung antut. Sie ist mit Herrn den Tschechen machen und uns insbesondere an unsere tschechi- Ostpreußen. Die Königsberger Volkszeitung" meldet: schen Berufsgenossen wenden, an die tschechische Bauernschaft„ Die 97. Delegiertenversammlung des Landwirtschaftlichen von Weftarp darin einer Meinung, daß eine Absplitterung und an die tschechischen Gewerbetreibenden; wir wollen ver- Zentralvereins Rönigsberg beauftragte in der Angelegenheit der von der parlamentaris- nationalen Front auf fuchen, durch eine vernünftige Aussprache, die nicht den Haß Amtsenthebung oftpreußischer Landräte ihren Hauptvorsteher, sich alle Fälle hätte vermieden werden müssen. Es wäre ein verschärfen soll, jene für uns zu gewinnen, die gegenwärtig die mit den Hauptvorstehern der übrigen drei Landwirtschaftlichen 3en- Jammer," so heißt es da, wenn das uralte deutsche Erbübel auch hier Macht haben, die Zustände zu ändern." tralvereine der Provinz unverzüglich in Verbindung zu setzen und zur Auswirkung fäme und Nächstverwandte sich zur Freude der Sie beschwört die gemeinsam den Oberpräsidenten darauf hinzuweisen, daß, falls die gemeinsamen Gegner befämpfen würden." beabsichtigte Amtsenthebung der feit langen Jahren mit größtem Deutschoöllische Freitspartei", den Gegner nicht in der nächsten Erfolge in ihren Kreifen tätigen Landräte, die fich das vollste Ver- Nachbarschaft, bei der Deutschynationalen Boltspartei, zu suchen. Es trauen der Kreiseingesessenen erworben haben, durchgeführt werden heißt also bei den Deutschnationalen vorläufig noch nicht:„ Der follte, die Getreideumlage von der ostpreußischen Landwirtschaft Feind steh rechts!", um so größer ist aber die Furcht vor den Freunden" auf der Rechten. Im übrigen beruht unsere gestrige nicht erfüllt werden würde." Meldung vom Beitritt eines„ Kreuzzeitung"-Redakteurs zur neuen Partei auf Irrtum. Die tschechischen Bolitiker verhalten sich zur Situation, wie fie fich nach der Sprengung des Deutschen parlamentarischen Verbandes für die deutschen Parteien entwickelt hat. abwartend. Die tschechische Sozialdemokratie machte in ihrem Bentralorgan die tschechische Deffentlichkeit darauf aufmerksam, daß nach diesem Vorfall das Verhältnis zu den deutschen Barteien von neuem erwogen werden muß. Es kann aber gleichzeitig nicht geleugnet werden, daß der Chauvinismus infolge der unsinnigen Brovokationen der Deutschnationalen auch im tschechischen bürgerlichen Lager Fortschritte gemacht hat. Gemisse Herren propagieren eifrig die Gründung einer fafcistischen nationalen Bemegung", die nach italienischem Muster gegen Deutsche, Juden, Bolschewisten und Sozialisten" gerichtet sein foll. Trotzdem vieles, was diese Wirtshauspolitiker predigen, nur Bierschwafel ist, darf auch diese Bewegung nicht unterschätzt werden, da sie unter den leicht erregbaren indifferenten Massen schnell Boden gewinnen und durch organisierte oder spontane Gewalttätigkeiten sehr viel Unheil stiften kann. Aber auch unter den Deutschen ist eine europas. Diese Drohung fennzeichnet die Gesinnung der großagrarischen Kreise zur Genüge. Dieselben Herren schreien mit Borliebe über die Nebenregierung" und scheuen sich nicht, zu ihrer verstedten Sabotage auch noch offen den Boykott der Getreideablieferung anzufündigen. In gleichem Atemzuge aber plädieren sie für Selbstschuß gegen Bettlerbanden. Diesen Junkerkreisen gegenüber gilt es, endlich den Staat als einen rocher de bronze" zu ftabilisieren. Deutschnationale Ansprüche. 11 Regierungskrise in Hessen. Rücktritt des hessischen Finanzministers Hennrich. * Darmstadt, 18. Dezember.( Mtb.) Der hessische Finanzminister Hennrich ift am Sonnabend zurüdgetreten. Wie wir erfahren, hat der hessische Staatspräsident aus Anlaß des Rücktritts des Finanzministers die Führer der politischen Parteien Heffens und den Landtagspräsidenten Adelung zu einer Besprechung einberufen. Versuche des Staatspräsidenten, den Finanzminister Hennrich zum Berbleiben Der Kampf gegen die Schutzgesetze. in seinem Amte zu bewegen, waren ergebnislos. In der Besprechung Seitdem die Regierung Cuno ihr Amt angetreten hat, foll vor allem die Frage geflärt werden, ob die Demokraten, die den Rücktritt des Finanzministers gebilligt haben, damit zugleich aus ähnliche fascistische nationale Bewegung, wie es schöpfen die Deutschnationalen wieder Hoffnung. Sie hoffen, der Roalition ausscheiden wollen. Wäre das der Fall, so würde die sich bei dem Universitätsstreit gezeigt hat, wo deutschvölkische ihre Unterstüßung entsprechend teuer verkaufen zu können. Kein Frage geprüft werden, ob das gesamte Kabinett zurücktreten oder Studenten gegen die erfolgte Wahl des jüdischen Professors 3weifel, daß das„ Gesez zum Schutz der Republik" das erste ob eine Berbreiterung der bisherigen Koalition durch die Deutsche Dr. Steinherz zum Rettor der Prager deutschen Universität Opfer sein soll, das man ihnen bringen soll. Schon Strese Bolkspartei herbeigeführt werden soll. Im letzteren Falle würden demonstrierten und die Abhaltung der Vorlesungen verhinder- mann erhob in seiner letzten Reichstagsrede diese Forderung, die Demofraten ebenfalls in der Regierung bleiben. Die sozialdemoten. Diese jungen Hafenfreugler, deren Streit mit einer um so mehr die deutschnationale Breffe. Die„ Kreuzzeitung" fratische Fraktion des Landtages wird in den nächsten Tagen zu Niederlage endete, erwiesen sich als gelehrige Schüler eines appelliert an die„ grundsäglichen Anhänger der Demokratie", der Krise Stellung nehmen. Ehrhardt oder Escherich und lenkten fo die Aufmerksamkeit die die Beschränkung der Opposition, die im parlamentarischen selbst der deutschen Kreise auf die Gefahr eines bayerisch- öfter System ihre verfassungsmäßigen Funktionen" habe, nicht Der zurüdgetretene Finanzminister Hennrich hat seinen Rüdreichisch- magyarischen Fascismus für die Demokratien Mittel- dulden dürften. Sie selbst freilich, offenbar weil sie das par- tritt damit begründet, daß verschiedene Abstimmungen im Plenum lamentarische Syftem nicht anerkennt, fordert die Aufhebung des Landtages während der letzten Tage in scharfem Gegensatz zu Der Lohnabba u ist bereits in den meisten Betrieben der Schußgefehe nur der Stellung der Parteien im Ausschuß erfolgten. Dadurch sei ihm durchgeführt und die Einnahmen der noch beschäftigten Ar deshalb, weil wir nicht länger als Bürger zweiter Klasse be- der Beweis erbracht, daß er bei den anderen Roalitionsparteien beiterschaft bewegen sich schon unter dem Lebensminimum. handelt werden wollen, weil wir die Grund- und Freiheitsrechte Bertrauen befize, das zur erfolgreichen Durchführung einer auf der ( Hennrich ist Demofrat) nicht mehr das Maß von Unterstützung und Die Unternehmer verlangen jedoch noch weitere Lohnfürzungen, wiederhaben wollen, die vor der Revolution ohne große Worte ge bestehenden Koalition aufgebauten Regierungspolitik erforderlich sei. um durch Ermäßigung der Produktionstoften fonkurrenzfähig währt wurden und jetzt hochtönend verkündet und verweigert zu werden. Die Arbeiterschaft ist jedoch, wie erwähnt, leider werden". nicht imftande, sich zur Wehr zu sehen. Der Preisabbau hält Die„ Kreuzzeitung" hat ein sehr kurzes Gedächtnis. Sonst nicht gleichen Schritt mit dem Lohnabbau. Obzwar die Preise müßte sie wissen, daß die große Masse des Volkes vor der der Lebensmittel und mancher Waren gesunken find, hält die Revolution zur Zeit des wilhelminischen Systems nicht als Teuerung im allgemeinen noch immer an. Jeht kommt Bürger zweiter, sondern dritter Klasse behandelt wurde es zu einer Neuregulierung der Staatsbeamtengehälter, und und daß von irgendwelchen Freiheiten überhaupt nicht die auch der Staat selbst wird nicht mehr lange mit dem Abbau Rede war. Bielleicht lieft die„ Kreuzzeitung" einmal in ihren verschiedener Tarife, Abgaben und vielleicht auch Steuern früheren Jahrgängen nach, wie sie für das Sozialisten zögern fönnen. Die unzähligen Insolvenzen und Konturje, Gesinnungen mit Bertreiben von Haus und Hof bedrohte. gefeß eingetreten ist, das nicht Handlungen, sondern die eine Folge der Wirtschaftskrise in der Tschechoslowakei sind, Der Ausgang des Harden- Prozesses dürfte wohl zur Gewurden übertrumpft durch den Zusammenbruch der nüge gezeigt haben, mie notwendig es war und noch ist, Mährisch Schlesischen Bant, deren Passiva über menigstens eine Stelle in der Republik zu schaffen, wo 140 Millionen tschechischer Kronen betragen. Obzwar dieser Recht zu ihrem Schuhe und nicht zu ihrem Schaden geKrach, an dem insbesondere die schlechte Leitung der Bant sprochen wird. und Devisenspekulationen schuld hat, keinen Einfluß auf das tschechische Geldwesen ausüben wird, ist er doch ein großes Memento für die tschechoslowakische Bourgeoisie und Finanzaristokratie. Völkische Beklemmungen. Der Personalabbau bei der Post. Bei der Beratung des Bosthaushaltsentwurfs im Reichsratsaus schuß führte der Reichspoftminister über den Personalabbau u. a. folgendes aus: Die Grundlagen für seine planmäßige Durch führung find geschaffen durch Feststellung der dauernd erforderlichen Dienstposten im Gegensatz zu den nur vorübergehenden. Diesem zählungen. 3wede dient das neuerdings eingeführte Berfahren der LeistungsDer Aufsichts- und Bureaudienst soll eingeschränkt werden. Im laufenden Jahre find bis jetzt 12 000 ständige Dienstposten eingezogen worden. Etwa die gleiche Zahl wird in den nächsten Monaten wegfallen. An andere Verwaltungen find bis jetzt 3000 planmäßige Beamte abgegeben. Die Abgabe wird weiter durchgeführt. Entbehrliche Hilfskräfte müssen abgestoßen werden. Die Begnadigung der legten fünf Toulongefangenen ist von der Während die„ Kreuzzeitung" die Gründung der„ Deutschvölti franzöfifchen Regierung mitgeteilt und ihre baldige Heimschaffung Aussicht gestellt werden. Die Namen der Begnadigten sind: Marly zum fiebenten Male gewählt. In Lyon ist der kommu. schen Freiheitspartei" ohne Kommentar meldet, ist die Begleitmufit Heinrich Fait aus Landenhausen( Hessen), Ernst Garzte aus nistische Kandidat Marin, der wegen Meuterei in der französischen der Deutschen Tageszeitung und der Deutschen Zeitung" auf Moll Brilow( Kreis Brandenburg), Oito Raffin aus Gelsenkirchen, Otto Schwarzmeerflotte verurteilt worden ist, mit 2726 gegen 1045 geftimmt. Die Deutsche Tageszeitung" muß zugeben, Reuter aus Ehrenfriedersdorf( Sachsen) und Erwin Schmidt aus Stimmen in den Arrondissementsrat gewählt worden. daß Meinungsverschiedenheiten tiefgehender Art über praktische Schleenhain( Sachsen). Demaskierung! Bon Bruno Manuel. Die Bewohner der transvalutarischen Groß- und Kleinstaaten beider Hemisphären geben auf der deutschen Schau- und Radaubühne ungebetene Gastrollen. Die kapitalistische Wirtschaftspsychose sorgt dafür, daß ihre Bedürfnisse an feine petuniären Schranken geknüpft werden. Möge der plutokratische Wahnsinn sich austoben. Schlimmer ist dies: fie tragen Eindrücke des undeutschesten Deutsch land heim. Jenes Deutschlands nämlich, das es erft gibt. seit es fie gibt. Die modernen Fremdenlegionäre schöpfen in unferer Rolonie für alle ihre Lofalfenntnisse aus Streifzügen durch feudale Hotel paläfte, durch Lugustneipen und Schlemmerdielen. Sie ahnen nicht, daß unsere Welt über den knappen Horizont von Licht- und Farben fülle, vom Schein des sorglofen und grenzenlosen Wohllebens hinwegreicht. Daß sie überhaupt erst dahinter anfängt. dies sei auch der Heimat ins Stammbuch geschrieben auf die schiefe Ebene ab. 3wingt ihn zu Krampfeinfünften, deren Quelle trübe ist. Werden eines Tages Denter und Dichter zu Betrügern aus Not, dann werden sie es aus reiner Seele und mit einem Fluch auf die Zeit, die sie aus der Bahn geschleudert hat. Belcher mutige Boet wird als erfter die Ode auf den Einbruch singen? Amüfier- Berlin vertreibt mit Mummenschanz die Nächte. In der Fremdenzentrale rascheln die Banknoten der Balutabestien; zur Gaubi steden manche ihre Havannas mit Taufendmarkscheinen an. Brüllen fönnte man: Bettler Deutschlands, geht geschlossen vor die Fronten der Hotelpaläfie! Entlarvt das wahre Deutschland! Wir haben eine Sipo, die das deutsche Volt nicht vor seiner. Verbrechern schützt, die aber das Ausländertum vor der Demastierung des deutschen Elends schüßt. Die Bettler betteln in den Straßen der Armut; aus den Straßen des Reichtums werden sie vertrieben. Was soll das Ueberschminken unserer Leichenblässe vor den Valutagästen? Warum die Komödie? Demastierung auf der ganzen Linie muß Parole werden! Karl Marx und Minna Kautsky, 1. Oftober 1881. 41 Maitland Park Road London NW. ,, Am legten Abend habe ich in London ein außerordentlich günftiges Urteil über den Stephan"( vom Grillenhof) von einer Seite gehört, die mit Anerkennung sehr sparsam zu fein pflegt.. Es war die Familie Marg, die erst jeht Ihren Stephan" in der Separatausgabe tennengelernt( hat) und buchstäblich Ihres Lobes voll war. " 1 Frau Marg stellte Ihre Schilderungen neben die Macaulays, Charakterschilderung und Stil hatten sie an(? unleserlich) erinnert. arg rühmte namentlich die Lendenz, die in der besten Art, durch Betonung des Kampfmoments namentlich gewahrt sei und damit sowohl eine Lücke ausgefüllt habe, als es auch bah brechend wirken müsse für diese neue, höchft zeitgemäße Literatur. " Meine Mitteilungen über Sie nahm man mit größtem Intereffe entgegen und werden die Damen sich jetzt auch mit dem Proletarierfinde" und Ihren andern Schriften bekannt machen." Leider schwebten bereits die Schatten des Todes über der Familie Marg. Frau Marg starb schon am 2. Dezember 1881, bald, am 11, Januar 1883, folgte ihr ihre Tochter Jenny, was Marg den Todesstoß gat. Wir verloren ihn bekanntlich am 14. März 1883. Nur zu den beiden länger lebenden Töchtern Eleanor und Louise fonnte Minna Kautsky noch in nähere Beziehungen treten. Auf den Rundreiseomnibuffen lassen sich die Fremden den Senf bezahlter Sprechmaschinen portuten. Sie bekommen den berühm ten" Reichstag zu fehen; die berühmte" Paffage; das„, berühmte" Schloß. Bon den berühmten Quartieren des Hungers verspüren sie Am 20. Dezember werben es zehn Jahre, daß Minna " Dostojewsti und die Gegenwart hieß das Bortragsthema, nicht einen Hauch. Sie bleiben fern davon wie ein Monarch von Rautsty starb, deren Hauptmerke im Heldenzeitalter der Sozial- über das der Schrif fteller Otto Raus in der Ewer- Buchhandlung den Sozialdemokraten. Es ist deutsche Schuld, wenn sie mit ver- demokratie, turz vor dem Sozialistengesez und während seiner sprach. Seine tiefen, gebantenreichen Ausführungen, für einen tehrten Anschauungen Abschied nehmen. Man zwinge Käse, seine Dauer erschienen. Welcher Wertschägung sie sich damals erfreute, fieinen Kreis berechnet, wirkten auf diesen außerordentlich stark. Benzintarowanen ftatt nach dem Kurfürstendamm nach dem Stott bezeuge beabsichtigte im Herbst 1881 nach Baris zu fahren und Ideen, der fünstlerischen Wahrheit und dem Zusammenhang zwi ein Brief, den Karl Marg an Minna Kautsky fandte. Der Redner sprach von dem Steigen und Sinten der Aktualität der bufer Damen zu steuern. Man verweise die Globetrotter glücklicherer Nationen aus Barlamenten und Museen in Krankenhäuser und Marg älteste Tochter, Jenny Longuet, bie bort in Argentueil lebte, fchen Runft und Geschichte. Ohne dabei eine Regel für unfere Zeit zu besuchen. Durch Bermittlung ihres Sohnes Karl wendete fie aufzustellen, tam er mit der begründeten Behauptung: Dostojewstis Säuglingsheime, damit fie das zweite" deutsche Gesicht zu sehen sich an Marg mit der Bitte, um eine Empfehlung an seine Tochter. Epoche ist unsere Epoche. Dostojewski ist ein Europäer. Der Leser bekommen, das doch das einzig wahre ist. Das Geficht mit tiefDarauf erhielt sie folgende Antwort: von heute betrachtet das Leben als Kreuzigung und Dostojewski ist fiegenden Augen, mit hohlen Wangen und spitzen Knochen. Mit nicht der Befreuzigte, der bich erlöst, er ist ein Ragel deiner Kreuzi dem Ausdruck von Erschöpfung und Nervenfrise. Das Geficht mit gung. Eingeführt in die Zeitgemäßheit seiner Werte, erlebte man den Flammenzeichen von Rachitis und Zuberkulose auf der Stirn. an Bruchstücken aus ihnen die bebende Unsicherheit von 1861, dem Man drucke den ausländischen Hotelgästen von Staatswegen Jahre der Bauernbefreiung, sah, wie die Szenerie des bestimmten Einzelfalles zur Szenerie einer Epoche wird, und erkannte die orientierende Blätter in allen Sprachen der Welt. Den Text diefer historische Basis seiner Kunst. Bei Dostojewsti liest man für ge. Elendspropaganda mögen die Sprachengewandten Referenten der wöhnlich so viel zwischen den Zeiten, daß man verlernt hat, das Breffestelle entwerfen. Er müßte enthalten: die Selbstmordskala Ich würbe mir erlaubt haben, Sie zu einem Aufenthalt in zu lesen, was auf den Bellen steht. Aus seinen Werken spricht der der Woche; die Raubüberfälle aus Berzweiflung; man verschweige meinem Hause in London einzuladen- und Ihr Sohn wird Sie Geift des Kapitalismus, das eurorifierte Rusland, er selbst ist ein nicht, daß deutsche Aerzte nächtlich Dielenfellner aus Brotnot spielen; unterrichtet haben, wie sehr die ganze Familie Ihre Berte be- Bluizeuge der bürgerlichen Revolution. Er ist ein Gefühlsmensch, das Rechtsanwälte den Federfiel mit Hammer oder Bandsäge verwenn nicht eine fredliche, und ich fürchte, fatale ein Kind seiner Zeit, das mit dem Berstand seine Zeit noch nicht tauschen mußten. Daß Vertreter des Schrifttums, um nicht an Krankheit meiner Frau sozusagen unfern Berkehr mit der Außen- ganz durchbringen fann In feine Beit fiel die Entstehung des welt unterbrochen. Rapitalismus. Dieser ist das Schicksal, das Europa ergriff, ein deutschen Redaktionstischen zu verhungern, Rettungsanfer in die ZeiMit den aufrichtigsten Wünschen für Ihr Wohlergehn Ihr Land nach dem andern und ein Bolt nach dem andern. Der tote tungshäufer des Auslands warfen und daß die internationale VerMan er Karl Marg. ergebenster Dostojewsti ist für schaffende Menschen, nicht für Deserteure unferer legerwelt die Schreie Notleidender schlimm ausbeutet. daß Der Margiche Brief wird ergänzt durch einen anderen, den Zeit. Der Kapitalismus selbst schafft den Auftaft zu seiner lleberwähne um bei dem übelsten aller Berufe zu bleiben Schriftsteller, deren Namen weit über die Landesgrenzen hinweg 2ouis Biered schon im Januar 1881 an Minna Kautsky von winbung. Dostojewski ist der Mensch, der zwischen Rapitalismus Echo wecken und deren publizistische Produkte in vielen Organen Southampton aus richtete. Er war im Begriffe, mit Fritsche nach und Sozialismus hauft. Wir verstehen ihn aus seinem Alltag herAmerika zu reisen, um das Interesse der amerikanischen Genossen aus, der noch immer unser Alltag ist und sich bekundet in einer ihren Niederschlag finden, Monatseinkünfte zusammentragen, wofür für die durch das Sezialistengefeh in ihrer Griftenz bedrohte deutsche Welt von Propheten, einer Welt von hungernden Bestien und noch gerade ein Paar Stiefel zu haben find. Journalisten werden Sozialdemokratie zu tatkräftiger Unterstüßung anzuregen. Er hatte blutenden Seelen. Im Anschluß an den Vortrag sprach Alfred nach jahrelanger Aufopferung im Dienste eines Berlegers mitleids- fich auf der Reise nach Southampton in London aufgehalten und Beierle den Traum eines lächerlichen Menschen. Das wurde zu einem Erlebnis, Los der Straße überantwortet. Man brüdt den deutschen Geist Marg besucht. Er schrieb darüber unter anderem: Hochverehrte Frau! Ich sende Ihnen einliegend einige Zeilen für meine Tochter. Argentueil ist ganz nahe bei Paris, ungefähr 20 minutes Reise von der Gare St. Lazare. wundert -2. b. Staatssekretär v. Malgan. Die Ernennung des bisherigen Ministerialdirektors im Auswärtigen Amt, Frhr. v. Malzan zum Staatssekretär gemein gebilligten Programmerklärung Eunos, daß die deutsche Politik weder„ ,, westlich" noch„ öftlich orientiert" fein tann. fennt. Es wäre nicht uninteressant, näheres über die Affäre zu erfahren. 零 # Lausanne. Die Kommissionsarbeiten der Lausanner Konferenz dauern fort. In Beuthen wurde am 10. Dezember von Ortsfremden Während die Russen einen Gegenvorschlag über die Regelung der steht unmittelbar bevor. Herr v. Malizan tritt damit an die eine Ortsgruppe der Großdeutschen Arbeiterpartei" eerengenfrage unterbreiteten, überreichten die Türken Stelle Herrn v. Haniels, der als Vertreter des Reichs nach gegründet. In Bleiwit fand am Sonntag unter dem Zeichen einen Bertragsentwurf über die Rechte der Minderheiten. München geht. Bulegt war der jegt 45jährige nach einer von Hafenfreuzfahnen eine Nachtversammlung der Großdeutschen Aus dem russischen Vorschlag ist hervorzuheben, daß die Bildung diplomatischen Laufbahn, die ihn nach Rio de Janeiro, Arbeiterpartei" statt, in der Hochrufe auf den bayerischen National- einer Internationalen Rommission zur Regelung der Kristiania, Peking, Petersburg und dem Haag führte, Leiter sozialisten itler ausgebracht wurden. Man hat Grund zu der treter der Ufer staaten des Schwarzen Meeres und aus je einem Handelsschiffahrt vorgeschlagen wird, bestehend aus je einem Bera der Abteilung Ost im Außenministerium. Als solcher hat er Annahme, daß die„ Großdeutsche Arbeiterpartei" ein Deckname für Bertreter Deutsch ands, der Vereinigten Staaten, Frankreichs, mit zäher Energie an dem Abschluß von Wirtschaftsverträgen die in Preußen aufgelöfte Nationalsozialistische Mit den Oststaaten gearbeitet, unter denen der Vertrag von Partei" ist. Der Baltikumer Roßbach hat bekanntlich auf der der Lausanner Konferenz das Wort Deutschland in die Debatte geEnglands, Italiens und Japans. Es ist wohl das erstemal, daß auf Rapallo das größte Aufsehen erregte. Jeßt, da ihm das Feld vierten Gründungsfeier seiner Sturmabteilung angekündigt, man weiter gestellt ist, wird er seine diplomatische Befähigung durch werde aus dem schwärzesten Teil Oberschlesiens ein fleines Bayern worfen wird. Schaffung eines richtigen Ausgleichs zwischen östlichen und machen. Man wird diesem Herrn zeigen müssen, daß Preußen fein Der türkische Entwurf zur Minderheitenfrage entspricht durchwestlichen Interessen zu beweisen haben, entsprechend der all Bayern ist und daß uns vor allem unsere Grenzlande für national. aus, femeit fich aus den dazu gemeldeten furzen Inhaltsangaben erkennen läßt, den Grundfäßen der internationalen Moral und Gcfozialistische Experimente zu schade find. rechtigkeit: freie Religionsausübung, Bolfsschulunterricht in der In der Montagssigung des württembergischen Land. Muttersprache unter der Voraussetzung, daß die türkische Sprache tages erklärte der Justizminister in Beantwortung einer sozialisti- obligatorisch bleibe. All dies soll auf Gegenseitigteit beruhen, Ministerkonferenz über die Ernährung. schen Anfrage wegen der Uebergriffe der nationalsozialistischen ländern zugute fommen. Die Türkei ist damit einverstanden, d. h. auch den mohammedanischen Minderheiten in den BalkanDie Ernährungs- und Landwirtschaftsminister Arbeiterpartei in Württemberg, es fehle der württembergischen daß diese Bestimmungen der Garantie des Völkerbundes der Länder traten gestern zu einer Konferenz zusammen. Der Regierung weder an Macht noch am guten Willen, durchzugreifen, Vorsitzende, Reichsminister Dr. Luther, führte in seiner Begrüßungs- sobald diese Bewegung in eme Revolution gegen den Staat unterstellt werden. Für ihre Aenderung ist die Zustimmung der Mehrheit des Bölferbundsrates notwendig, jedoch sollen Eng= ansprache aus, er habe seine Amtsführung in der Weise begonnen, ausarte. Durch die ganze Art der nationalistischen Bewegung sei land, Frankreich, Italien und Japan sich bereits daß er sich sofort in Verbindung gesezt habe mit. den Organen der die öffentliche Ruhe und Ordnung in Württemberg erheblich geftört jekt verpflichten, feiner Abänderung ihre zuErzeuger und Verbraucher, sowie den politischen Parteien. Er be- worden, das ergangene Regierungsverbot werde deshalb grüße es besonders, jetzt auch gleich mit den Reffortministern der aufrechterhalten. Es bestehe kein Zweifel darüber, daß das bes Rates einverstanden ist. Meinungsverschiedenheiten Stimmung zu verweigern, sobald die Mehrheit Länder eine eingehende Aussprache über die dringendsten Fragen Endziel der Bewegung revolutionär sei und daß sie den neuen Staat zwischen der Türkei und einer der Mächte sowie einer anderen Mitder Gegenwart und der fominenden Entwicklung zu haben, die er beseitigen wolle, sobald die Zeit dafür gekommen sei. Die Regierung zwischen der Türkei und einer der Mächte sowie einer anderen Mitangesichts der allgemeinen Not als besonders wichtig ansehe. In werde den Fortbestand einer derartigen Organisation nicht dulden gliedsmacht des Rates über das Minderheitenstatut sind dem stän digen internationalen Gerichtshof zu unterbreiten. ausgedehnter fachlicher Aussprache. wurde dann die Frage der und sie mit allen Mitteln unterdrücken. Brot und Milchpersorgung behandelt. Sehr ausführlich wurde danach die Frage der 3uderversorgung besprochen. Die Erörterungen über die Möglichkeiten einer Produktionsförderung soll in einer in Kürze einzuberufenden Konferenz in Merseburg behandelt werden. Miesbacher Schwindel. Der„ Miesbacher Anzeiger" verbreitet den Wortlaut eines Flugblattes, das angeblich im letzten Kriegsjahr unter den kämpfenden Truppen verbreitet worden sein soll. Daß dieses Flugblatt wirklich existiert, halten wir für möglich, ja sogar für wahrscheinlich, da es nach Ton und Inhalt aus der bekannten Ententezentrale zu stammen scheint, die von Flugzeugen aus die deutschen Schüßen. gräben überschüttete. Wenn aber der„ Miesbacher Anzeiger" schreibt: Liebe Landsleute und Bayern! Der Artikel ist nicht von uns. Er ist der Abdruck eines Flugblattes, das im Jahre 1918 die Eozialdemokratie an der Westfront an bayerische Truppenteile zur 3ermürbung der Front geheim verteilen ließ, so fann man darauf nur antworten:„ Liebe Landsleute und Bayern, Das ist ein ganz blödsinniger Schwindel, auf den nur ein Trottel her= einfallen tann!" Nationalsozialistische Paraden. 1 Hitlers Generalappell. Der rollende Dollar? Der Nationalheros der bayerischen Fafciften, Hitler, ist mit feinem ersten Generalappell aller bayerischen Sturmtrupps, der am Sonntag in München stattfinden sollte und über den wir schon im gestrigen Abendblatt berichteten, fräftig hereingefallen. Knapp 900 Mann fonnte die nationalfozia listische Armee" aufbringen. Im übrigen erregt in München eine Rachricht lebhaftes Aufsehen, nach der der amerikanische Milliardär Henry Ford, dessen Deutschfreundlichkeit nicht gerade in hohem Ansehen steht, den Nationalsozialisten ein mehr als platonisches Intereffe entgegenbringt. Die bayerischen National Sozialisten als 3öglinge eines deutschfeindlichen amerikanischen Großdas klingt nicht gerade unwahrscheinlich, wenn man Ludendorffs Beziehungen zu der Presse des Feindbundes" fapitalisten Zwischen Deutschland und Polen ist ein Uebereinkommen zur Regelung der Angelegenheit der Kriegsnoien zustande gekommen. Ein zweites Abkommen behandelt den Schutz gegen die Verbreitung epidemischer Krantheiten. Wirtschaft Rüdgang der amerikanischen Lebensmittelausfuhr nach Europa. Die Gärung in Polen. Pilsudskis neue Präsidentschaftskandidatur. Warschau, 18. Dezember.( DE.) In Warschau. wo der Be lagerungszustand verhängt worden ist und starte militärische und Polizeiaufgebote die Straßen durchziehen, herrscht bei der allergrößten Spannung äußerliche Ruhe. Die neue Regierung ließ gestern nacht mehrere Führer nationalistischer Jugendbünde sowie drei Adjutanten des Generals Halter verhaften, und es verlautet gerüchtweise, daß weitere Verhaftungen unter dem höheren Offiziertorps bevorstehen. Der Mörder des Präsidenten beharrt auf der Behauptung, er habe ohne Mitwisser gehandelt. Er gültigen Regelung der Reparationsschuld nicht nur aus Gründen Daß die jetzt angekündigte Teinchme Amerikas an der endwird noch im Laufe dieser Woche vor ein Standgericht gestellt der christlichen Nächstenliebe erfolgt, sondern daß vielmehr für die werden. Wie es sich erweist, hatte der Präfident vor dem Attentat Aenderung der Haltung in Washington hauptsächlich öfono. zahlreiche Drohbriefe erhalten; auch sind mehreren Abgeordneten mische Gründe maßgebend sind, liegt auf der Hand. Dor anonyme Todesurteile" zugeschickt worden. wichtigste Grund ist wohl der Rüdgang des amerikanischen Exportes, insbesondere der Lebensmittelausfuhr nach dem Kontinent. D. P. Austin, der Statistiker der National City Bank in New York, macht über diesen im FPS. folgende Angaben: Die Nationalversammlung tritt am Mittwoch zur Neuwahl des Präsidenten zusammen. Ein im Seniorentonvent aufgestellter Borschlag, die Wahl nicht in Borschau, welches von Berhegung zerfressen sei, sondern in Krakau durchzuführen, ist schließlich abgelehnt worden. Die diesjährigen Mißernten der verschiedenen europäischen Die Rüdmirkung der Ermordung des Bräsidenten auf die öffent- Länder kommen einstweilen in den Ausfuhrziffern für amerikanische liche Meinung hat sich zunächst darin geäußert, daß die National- Nahrungsmittel noch nicht zum Ausdruck. So ging die Ausfuhr demokraten, die als moralisch verantwortlich für die Tat bezeichnet von Fleisch aus den Bereinigten Staaten nach Europa in den werden, erheblich an Autorität verloren haben. Dagegen hat der neun Monaten Januar bis September 1922 mengenmäßig um von ihnen diffamierte Bilfubfti neue Popularität gewonnen 20 Pro 3. hinter die der entsprechenden Monate des Vorjahres und wird zurzeit als der aussichtsreichste Randidat bei zurück und blieb im Monat September fogat um 10 Proz. unter der kommenden Präsidentschaftswahl betrachtet. Er hat zunächst bie der Menge vom September 1921. Die Gesamtgetreideausfuhr ber Leitung des Generalstabes übernommen und ist der ausgesprochene erfien drei Quartale 1922 weist gegenüber dem entsprechenden ZeitInspirator der neuen Regierung; der neue Ministerpräsident, General 25 Bro3. auf; der Rückgang für Weizen und Mehl allein beträgt raum des Jahres 1921 einen mengenmäßigen Rüdgang Sikorski, sowie der Kriegsminister Sosnkowski find ehemalige rund 50 Proz., d. h. für Weizen 100 Bushels. Nur die Maisausfuhr Legionenführer Pilsudskis und gelten als seine Vertrauensleute. nach Europa war in den drei Quartalen dieses Jahres um 45 Millionen Bushels größer. Verhaftung von Mittätern. um Diefer Rückgang in der amerikanischen Ausfuhr von Fleisch, Warschau, 18. Dezember.( DA.) Die Polizei hat zwei Personen,| Weizen und Mehl erstreckt sich auf fast sämtliche europäische Staaten; deren Namen noch geheim gehalten werden, als Mitschuldige des auffällig ist vor allem der Rückgang im Falle Deutschlands. Mörders Niewiadomski verhaftet. Niewiadomski erklärte bei seiner So belief sich die Weizenausfuhr nach Deutschland in der Zeit von ersten Bernehmung pathetisch,„ daß die Wahl dieses Präsidenten Januar bis September einschließlich auf rund 10 Millionen Bushels eine Schande gewesen set, die nur mit Blut getilgt werden konnte." gegen 35 Millionen Bushels in der gleichen Zeit des Vorjahres; Nach dem Attentat richtete der Mörder die Waffe gegen fich felbst, Mehles nach Deutschland. Demgegenüber stieg die Menge des von nahezu gleich start war der Rückgang in der Ausfuhr amerikanischen wurde jedoch von den Anwesenden am Selbstmord gehindert. Deutschland eingeführten Maises im gleichen Zeitraum von 11 Millionen auf 27 Millionen Bushels. Eine entsprechende Steilanden und Großbritannien. Zusammenstöße in Krakau. gerung erfuhr gleichzeitig die Maisausfuhr auch nach den NiederRattowiger Grenzzeitung" erklärten die jüdischen Abgeordneten, an Kattowih, 18. Dezember.( WTB.) Nach einer Meldung der der Nationalversammlung nicht teilnehmen zu können, wenn von der land weisen starte Veränderungen gegenüber dem Borjahr auf. Den Die Ausfuhrmengen der sonstigen Nahrungsmittel nach Deutschpolnischen Mehrheit der Grundsatz aufgestellt werde, daß der Prä- stärksten mengenmäßigen Rüdgang erfuhr außer der Ausfuhr von fident der Republik mit polnischer Mehrheit gewählt werden müsse. Weizen die von fondensierter Milch und von Früchten; Im Verlaufe des geftrigen Tages wurden 30 Berhaftungen von Militärpersonen vorgenommen. Die Generale Latinit und Reszewski erhielten ihren Abschied. Ebenso wurde ein Wechsel an leitenden Stellen des öffentlichen Sicherheitsdienstes vorgenommen. Kratan tam es zu Demonstrationen, wobei das Militär von der Waffe Gebrauch machte. In Der bellende Frosch. Die Amerikaner scheuen nicht davor zurück, die Methoden ihrer Reflamepropaganda auch auf das wissenschaftliche Gebiet zu übertragen. Es vergeht tein Monat, ohne daß die Blätter der Bereinigten Staaten die Abreise einer wissenschaftlichen Expedition zur Entdeckung eines angeblich noch existierenden Erem plars der vorsintflutlichen Fauna oder anderer sensationeller Wunderbinge ankündigen. An Mäzenen fehlt es dabei nicht. Bevor noch die Expedition abreift, werden von der Bresse die möglichen Ergebnisse ihrer Tätigkeit eingehend erörtert; als wenn es sich schon um endgültige Tatsachen handelte. Man braucht sich deshalb nicht zu wun dern, wenn die schließliche Bekanntgabe der Ergebnisse eine Unterbilang ergibt. Eine Ausnahme von der Regel bildet jedoch die Expedition, die vom amerikanischen Naturwissenschaftlichen Museum nach San Domingo entfandt worden ist, um den ,, bellenden Frosch" zu fangen. Sie ist jetzt nach New York zurückgekehrt und hat wirf lich die foftbare Beute mit nach Hause gebracht. Der bellende Frosch ist ein riesenhaftes und gefährliches Glied feiner Gattung, der, wenn, im„ Dziennit Ustaw" ein Beschluß des Ministerrats veröffentlicht, Warschau, 18. Dezember.( TU.) Am heutigen Montag wird man ihn angreift, eine äßende, milchartige Flüssigkeit ausfprißt, die durch den mit Genehmigung des Präsidenten der Republik über das für Augen und Schleimhäute gefährlich ist. Das Tier lebt unter Gebiet der Hauptstadt Warschau der Ausnahmezustand derzeit Januar bis September gesandten Menge amerikanischer Stauben und legt Eier, denen aber nicht Quappen, sondern ausge wachsene Frösche entschlüpfen. Das Wunderfler wird demnächst hängt wird. öffentlich ausgestellt werden, und es ist begreiflich, daß der bellende Frosch das Ereignis der Saison ist. Ausnahmezustand in Warschau. Der Innenminister hat den Regierungskommiffar der Stabt Warschau, Barzecki, beurlaubt und Franciszek Anusz mit der LeiBriefmarken für Schokolade. Bie der„ Internationale Brief- tung des Kommissariats betraut. Ferner wurden der Departements marten- Courier" der Brager Bresse" entnimmt, erhielt bas ruffifche direttor für öffentliche Sicherheit im Innenminifterium, Urban Bolkskommissariat für Außenhandel von der Auslandsorganisation Owicz, Abteilumgschef Krynftt und der Chef der Presseabteilung Nansens das Anerbieten, 300 000 Tafeln Schokolade der Schweizer Mantowsti ihres Poftens enthoben. Firma Tobler gegen die gleiche Anzahl von gestempelten Marfenferien verschiedener Werte zu je 6 Stück umzutauschen. Nach Realifierung der ersten Bartie soll ein weiterer Austausch erfolgen. Die Hilfskommiffion für die Hungergebiete fordert in den smestija" alle Bürger der Sowjetrepublit, fowie Studenten und Kinder auf, gestempelte Rollettionen zum Austausch gegen Schokolade und an dere Produfte für die Hungernden einzusenden. Entvölkerung Frankreichs. Die Geburtenziffer nimmt in Frant reich ständig ab, wie die neueste Statistik für das erste Halbjahr 1922 ergibt, beträgt die Zahl der Geburten in diesem Zeitraum nur 396 726, 24 500 weniger als 1921 und 28 000 weniner als 1920. Die Bahl der Todesfälle ist auf 387 681 gestiegen, 39 000 mehr als im bergangenen Jahre. Der Ueberschuß der Geburten über die Todesfälle betränt also nur 9045. In 31 Departements ist die Zahl der Toten größer als die der Geborenen. Man erwartet, daß Frankreich im ganzen Jahre 1922 50 000 Geburten weniger haben wird als 1921. Die Bahl der Eheschließungen ist im ersten Halbjahr 1922 um 15 000 gerir.ger gewesen als im gleichen Zeitraum des Borjahres. Im Renaifance Theater beginnt bas Gaftspiel der Mitglieder des Moskauer Künstler- Theaters erft Sonnabend. Aur Aufführung gelangt Tagores Ronig ber bunteln Rammer". Dr. Erwin Rosenthal zeigt in seinen Räumen Bendler str. 17 bom 16. ab eine Auswahl Alter rabbit: Rolorierte Dolgi hnitte bes 15. Jabrbunderts, Blätter von Schongauer, Dürer, Medenem, Altdorfer, Lehden und eine Sammlung niederländischer und italienischer Radierungen des 17. und 18. Jahrhunderts, darunter Rembrandt, Ditade, Ruisdael, Canaletto, Tiepolo. Arbeiterwahlfieg in Australien. London, 18. Dezember.( BTB.) Die bisher vorliegenden Ergebnisse der australischen Parlamentswahlen scheinen zu bestätigen, daß Ministerpräsident Hughes seine Mehrheit verloren hat. Die Arbeiterpartei ist jetzt beinahe ebenso start, wie die nationalistische Partei, die im vorigen Parlament Regie rungspartei war. Nach einer Blättermeldung ist bisher der Stand der Parteien wie folgt: Nationalisten 31, Liberale 3, Bauernbund 11, 2rbeiterpartet 29, Unabhängige 1. Die Wahlbeteiligung scheint sehr gering gemefen zu sein. Die Nationalisten hoffen indessen, daß sie infolge des Systems der Vorzugsabstimmung schließlich doch noch eine Mehrheit erhalten werden. relativ gering war hier der Rückgang der Fleischerporte. Auffällig ist demgegenüber die Zunahme der Ausfuhr von riffiniertem 3uder nach Deutschland, die in den Monaten Januar bis September sich auf 106 000 000 englische Pfund( lbs) belief gegen Ueberhaupt war die Zuckerausfuhr nach fast sämtlichen europäischen noch nicht 4 000 000 lbs in der gleichen Zeit des Borjahres. Ländern in diesem Jahr erheblich größer als 1921; so gingen in den drei ersten Quartalen dieses Jahres nach Frankreich 336 000 000 lbs ( Januar bis September 1921: 86 000 000 lbs), nach Belgien 598 000 000 lbs( gegen 337 000 000 lbs). 52 000 000 lbs( gegen 1 000 000 lbs) und nach England Die Menge der nach den europäischen Staaten in der Berichts Baumwolle war verglichen mit der gleichen Zeit des Vorjahres um etwas größer; im September ist jedoch verglichen mit Sepland gingen in der Berichtszei jedoch nur 451 000 000 lbs gegen tember 1921 ein Rüdgang um 20 Bros. erfolgt. Nach Deutsch= 558 000 000 lbs in den entsprechenden Monaten des Vorjahres, nach Frankreich 244 000 000 lbs( gegen 210 000 000 lbs) und nach Großbritannien 596 000 000 lbs( gegen 489 000 000 lbs). Frankreich hat als einziges von den wichtigeren europäischen Staaten seine Einfuhr aus den Bereinigten Staaten in der Berichtszeit nennenswert gesteigert. Nach den amerikanischen Ausfuhrstatistiken führte Frankreich amerikanische Erzeugnisse im Werte von 180 000 000 Dollar ein gegen 163 000 000 Dollar in der entsprechenden Zeit des Vorjahres. Außerdem hat nur noch das europäische Rußland seine Eirfuhr aus den Vereinigten Staaten gesteigert, und zwar gegenüber den entsprechenden Monaten des tannien ging demgegenüber ihrem Wert nach um über 100 Millionen Borjahres um 3 000 000 Dollar. Die Ausfuhr nach GroßbriDollar, die nach Deutschland um 65 Millionen Dollar, die nach Italien und nach den Niederlanden um je 70 Millionen zurüd. Der Gesamtwert der amerikanischen Ausfuhr nach den europäischen Staaten in der Zeit von Januar bis September 1922 belief fich auf 1 474 812 000 Dollar gegen 1859 812 000 Dollar in den Bei den Senatswahlen hatte die Arbeiterpartei gleichen Monaten des Borjahres; im September dieses Jahres hatte überall die Führung. fie einen Wert von 165 000 000 Dollar gegen 197 000 000 Dollar im September 1921. Australien hat schon in früheren Jahren eine Arbeitermehrheit bzw. eine Arbeiterregierung gehabt, doch machte sich auch dort der reaktionäre Einfluß des Krieges und des Sieges lange Zeit bemertbar. Die deutsche Arbeiterschaft hätte um so mehr Anlaß, sich eines Sieges der australischen Genoffen zu freuen, als der Ministerpräfiden Hughes ein fanatischer Chauvinist war, der bei der Ausarbeitung der Bedingungen des Versailler Dittates eine beson ders unheilvolle scharfmacherische Rolle gespielt hat, Deviienkurse. Unserer gestrigen Rurstafel find noch folgende amtlichen Rotierungen nachzutragen: 1 japanischer Den 8007 46 Brief: 100 öfterr. Stronen 8,87 Geld, 8.98 Brief; 1 tschechische Strone Geld, 3022.64 Brief: 1 brasilianischer Milreis 728 18 Gelb, 720,82 172,58 Geld, 173,44 Brief: 1 ungarische trone 259 Geld, 2,01 Brief; 1 bulgarischer Leiva 47,63 Geld, 47,87 Brief; 1 jugoslawischer Dinar 01,84 Geld, 62.16 Brief. 100 polnische Mark galten im freien Berlehr etwa 83 M. Gewerkschaftsbewegung Neue Teuerungsaktion. Die in der letzten Woche erfolgte Neuregelung der Dezemberbezüge der Beamten und Staatsarbeiter hat besonders bei den Arbeitern Unzufriedenheit hervorgerufen. Die Spikenorganisationen der Arbeiter und Beamten, mit Ausnahme des Deutschen Beamtenbundes, haben sich mit der Situation beschäftigt und beschlossen, im Reichsfinanzministerium vorstellig zu werden, um in neuen Verhandlungen eine Verbesserung des Resultats der letzten Gehalts- und Lohnerhöhung zu erzielen. Der Besuch im Reichsfinanzministerium erfolgte am Montag. Da der Minister jedoch durch andere bringliche Amtsgeschäfte verhindert war, die Vertreter der Spikenorgani fationen zu empfangen, ist in den nächsten Tagen mit einer Unterredung zu rechnen. Im Anschluß hieran und infolge verschiedener Anfragen wegen der Höhe der neuen Beamtenbezüge verweisen wir auf die von uns im Abendblatt vom 14. Dezember in der Notiz„ Die Dezemberbezüge der Beamten" veröffentlichten Tabelle. Die im Morgenblatt des felben Tages auf Grund einer Wolff- Meldung angegebene Zahl ist ungenau und die TU.- Meldung vom Sonnabend früh falsch. ,, Unproduktive Belastung". fchließung angenommen, in der gegen die minimalen Zugeständnisse Protest erhoben, baldige Auszahlung der sich aus der Neuregelung ergebenden Lohnbeträge und ferner die Vermeidung jeder Erweiterung der Spannung zwischen den Lohngruppen verlangt wird. Bon den Spitzenorganisationen wird die Einleitung neuer Berhandlungen gefordert, um Bezüge zu erreichen, die der Teuerung angepaẞt sind. Ferner gelangte noch eine von fommunistischer Seite eingebrachte Entschließung zur Annahme, die für alle Lohnempfänger einen Vorschuß von 50 000 m. fordert. Die gelbe Gefahr. 60prozentige und für die zweite Dezemberhälfte eine 40prozenfige Bulage gefordert. Obwohl das Geschäft in der Flaschenindustrie auch heute noch sehr lebhaft ist, so daß nirgends auf Lager gearbeitet wird, lehnten es die Industriellen ab, die sich im Rahmen des Möglidhen bewegenden Forderungen der Arbeiter voll zu bewilligen. Sie boten für die erste Dezemberhälfte eine 40prozentige und für die zweite Dezemberhälfte eine weitere 20prozentige Erhöhung des Nopemberlohnes. Dieses Angebot wurde von den Arbeitern abge= le hnt; die Unternehmer ihrerseits lehnten einen Vermittlungsversuch der Arbeiterschaft, der für die erste Dezemberhälfte 50 und für die zweite 25 Proz. vorsah, ab. Damit waren die Verhandlungen gescheitert. Wenn man berücksichtigt, daß der DurchschnittsEin für die Verschiebung in den Kräfteverhältnissen zwischen lohn der in Akkord arbeitenden Flaschenmacher pro Woche 10 471 Unternehmern und Arbeitnehmern beachtenswerter Vorgang hat Mark beträgt, dann wird man die Berechtigung ihres Kampfes um sich in den legten Tagen abgespielt. Eine Gruppe von Angestellten die Existenz nicht absprechen können und die Hartnäckigkeit der Unternehmer um so mehr verurteilen. hat sich nämlich in der Frage der geseglichen Regelung der Arbeitszeit offen auf die Seite der Unternehmer gestellt. Es find dies die Mitglieder des Reichsverbandes Deuticher Eine Erhebung über die Arbeitslosigkeit. Bergbauangestellten, einer Organisation, die es stets ab= Der Bericht über die vom Internationalen Arbeitsamt verans gelehnt hat, sich einer der drei Spizenverbände anzuschließen und staltete Erhebung über die Arbeitslosigkeit*) liegt nunmehr auch in die daher schon immer als gelb bezeichnet wurde, eine Fest- deutscher Sprache vor. Der Bericht gibt eine chronologische Ueberstellung, gegen die sich der NdB. allerdings stets gewehrt hat. Kürzlich sollte in einer Verhandlung im Reichsarbeitsministerium licht der Arbeitslosigkeit seit dem Kriege, verglichen mit der durchschnittlichen Arbeitszeit der Vortriegsperiode. Er umfaßt nicht nur von den beteiligten Verbänden zu der Frage Stellung genommen die meisten europäischen Länder sowie die Vereinigten Staaten, werden, ob die Arbeitszeit der Untertageange- jondern er enthält auch Angaben über die Arbeitslosigkeit in den Die Spalten der Unternehmerpresse sind mehr denn je mit stellten durch ein Gesez geregelt werden solle. Die Arbeit. wichtigsten Industrien. Die Untersuchung, die teilweise bis Juli Klagen über die unprobuftive Belastung der Betriebe durch die geber lehnten in der Besprechung diese Regelung ab, was ja auf 1922 geht, enthält gleichfalls Angaben über die Arbeitslosenversozialpolitische Gesetzgebung gefüllt. Einen charakteristischen Bei- Grund ihrer gesamten Einstellung zur Regelung der Arbeitszeit ficherung in den verschiedenen Ländern, vergleichende Untersuchungen trag zu diesem Thema bildet ein Streitfall, der jüngst vom Berg- nicht anders zu erwarten war. Die Spizenorganisationen über die Abhilfemasnahmen, die Ursachen der Arbeitslosigkeit ver revierbeamten Essen entschieden werden mußte. Der Mii HI- der Angestellten forderten demgegenüber eine tegelung. Und und nach dem Kriege uim. Ohne uns mit allen Darlegungen zu heimer Bergwerfsverein verweigerte dem auf Grund nun geichah das Seltiame: Der RdV. lehnte ebenso wie identifizieren, verweisen wir auf das immerhin erhebliche Material, des Aufsichtsratsgeieges in feinen Aufsichtsrat entsandten Mit die Unternehmer eine gejegliche Regelung der das in dem Bericht gesammelt ist. glied des Betriebsrats die Kenntnis des Gesellschafts- Arbeitszeit der Untertage angestellten ab! Diese vertrages der Aktiengesellschaft und der Namen der Vorstands- und offene Stellungnahme für die Unternehmer zeigt, daß die gelbe Für die Ofenfeher und deren Hilfsarbeiter in Groß- Berlist von Bewegung Morgenluft wittert. Diese Gefahr ist nicht so gering wurden durch erhandlungen die Löhne für die zweite Hälfte des Aufsichtsratsmitglieder. Wir fragen, ob diese Weigerung der Rechtslage ganz abgesehen nicht die reinste Schikane dar- zu bewerten, weil es dem RdB., der sich stets selbst als Gewert Dezember für Ofenseger und Träger auf 375 M. festgelegt. Bei stellt. Wohl noch nie hat ein Zweifel darüber bestanden, daß die schaft bezeichnet, im 3 widauer Revier im Gegensatz zu den Attordarbeiten erfolgt ein Tenerungszuschlag von 37400 Proz. auf Aufsichtsratsmitglieder den Gesellschaftsvertrag und die anderen Bergbaurevieren gelungen ist, nicht nur die Angestellten den Berliner Lohntarif von 1914. Die Hilfearbeiterlöhne sind nach genannten Namen erfahren; erst der Mühlheimer Gesellschaft blieb ziemlich geschlossen bei sich zu organisieren, sondern diese seine dem Alter gestaffelt. Sie betragen 25, 381, 45, 55 Proz. des es vorbehalten, hieraus eine Rechtsfrage zu machen und Mitglieder in Versammlungen dahin gebracht hat, daß sie sich Gesellenlohnes. In der Provinz Brandenburg werden staffelweise einen Beamten um die Entscheidung zu bemühen, die selbstver- den Standpunkt ihrer Verbandeleitung in der Frage der Arbeitszeit 5, 8 und 15 Broz. weniger gezahlt. Die Stundenlöhne betragen demgemäß: 356,25 345 318,75 M. Die Teuerungszuschläge ständlich im Sinne des beschwerdeführenden Betriebsratsmitgliedes auch zu eigen machen. Dieses Verhalten des RdB. ist ein Verbrechen an der Arbeit bei Affordarbeiten 35 525 34 400 31 775 P10. Die Vereir erfolgt ist. Sicherlich haben mit der Angelegenheit der Betriebsrat, der Syndikus der Gesellschaft und der Bergrevierbeamte eine Menge nehmerschaft, denn was es zu bedeuten hat, wenn im gegenwärtigen barung für die Provinz gilt vom 21. Dezember bis 5. Januar 1923. Zeit verloren, Papier ist verbraucht und Porto verwendet worden. Augenblid, in dem der Kampf um die gesegliche Regelung der Das nennt man dann aber unproduktive Belastung" Arbeitszeit im Gange ist, den Unternehmern eine Gruppe von Anals Folge der Sozialpolitik und wundert sich, wenn die Argestellten Helfersdienste leistet, das fann, jeder Einsichtige selbst er= beiter bei irgend einer Gelegenheit die Wut wegen folcher messen. Ganz besonders beschämend an diesem Vorgang ist aber, bornierter Schifane padt und sie sich zu unüberlegten daß die Zwickauer Bergwertsangestellten auf Gruben tätig sind, die sich in ihrer übergroßen Mehrheit in Kommunalbefiz befinden. Handlungen fortreißen lassen. " Die Dezemberbezüge der Eisenbahner. Funktionärkonferenz der Metallarbeiter. Das Ergebnis der Verhandlungen über die Dezemberbezüge für Am Sonntag tagte im Eaalbau Friedrichshain eine fombinierte die Lohnempfänger in den Reichs- und Staatsbetrieben bildete den Konferenz der erweiterten Ortsverwaltung, der Delegierten der Hauptpunkt der Tagesordnung einer Versammlung des Deutschen Generalversammlung und der Vorsitzenden der Betriebsräle des Eisenbahnerverbandes am Sonntag in der Brauerei Metallarbeiterverbandes, in welcher Urich über die neue Fest Rönigstadt. Referent war Dressel. Der Regierung waren fol- fegung der Beiträge ab 1. Januar 1923 durch den Beirat des Vergende Forderungen unterbreitet: Für die erste Dezemberhälfte eine Erhöhung der Stundenlöhne um 75 M., für die folgende Zeit weitere bandes, worüber wir bereits berichtet haben, und die Vorschläge der Bezirkskommission des Berliner Bezirks referierte. Der Redner 60 M. Zulage auf den Lohn des Stichmanns.( Lohngruppe 5, Orts drückte sein Bedauern darüber aus, daß es nicht möglich war, zur flasse A.) Die Regierungsvertreter wollten nur je 25 M. für die Regelung der ganzen Materie einen außerordentlichen Berbandstag erste und für die zweite Hälfte Dezember bewilligen. Am zweiten einzuberufen. Der Beirat beschloß, daß jedes Mitglied als Wochen Verhandlungstage kam eine Einigung zustande, nach der der beitrag einen durchschnittlichen Stundenverdienst zu entrichten hat. Stichmann für die erste Dezemberhälfte 40 m. und für die zweite Die Unterstüßungssäge werden bei allen Unterstügungsarten ent Hälfte weitere 40 M. Zulage erhalten soll. Hiernach stellen sich die sprechend erhöht. Entsprechend dieser Regelung wurden auch die neuen Stundenlöhne in den Gruppen 1 bis 7 für die erste Hälfte Beitrittsgelder neu festgesetzt, und zwar ohne Unterschied des Gedes Dezember auf 223, 217,50, 212, 206,50, 203, 201 und 199 M.; schlechts auf 100, 50 und 10 m. Die Beitragsleistung soll in acht für die zweite Hälfte des Monats auf 267, 260,50, 254, 247,50, 243, laffen unterschiedlich abgestuft werden, und zwar nach Uebereinfunft der von der Ortsverwaltung eingesetzten Kommission in Klasse I bei Berdiensten über 16 000 m. 350 m., von über 14 090 Eis 16 000 m. 300 m., 11 000 bis 14 000. 250 m., 9000 bis 11 000 m. 200 m., 7000 bis 9000 m. 170 m., 3000 bis 7000 m. 100 m., 1000 bis 3000 m. 20 m., und unter 1000 m. und Invaliden 2 M. pro Woche. 240,50 und 238 m. Für die weiblichen Lohnempfänger( Lohngruppe 8) fommen 70 Proz. der Löhne den Lohngruppe 7 in Frage, was Stundenlohnfäge für die über 24 Jahre alten Mitglieder in Ortstiaffe A von 139 m. in der ersten Dezemberhälfte und 167 M. in der zweiten ausmacht. Zu den angeführten Lohnjähen kommen dann noch in den mit Ortslohnzulagen bedachten Orten die festgesetzten Prozente( Berlin 15 Proz.). Die zuerst angeführten Lohnfäße verringern sich von Ortsflasse zu Ortsklasse um je 4,40 m. in der ersten Hälfte und je 5,20 M. in der zweiten Hälfte des Monats Dezember. Bei den weiblichen Mitgliedern beträgt die Ortstlaffenspannung für die erste Dezemberhälfte je 3,10 und für die zweite je 3,60 m. Die sozialen Zulagen sind für die Frau von 10 auf 15 M. und für das Kind von 15 auf 20 m. die Stunde ab, 1. Dezember erhöht worden. Auf eine Berringerung der Spannungsfäße einzugehen lehnte die Regierung beharrlich ab. Am Schlusse der Verhandlungen wiesen die Bertreter der Organifationen darauf hin, daß, falls die Lebensmittelteuerung es erforder= lich machen sollte, sie eine Nachtragsforderung stellen würden. Redner erklärte, daß das Ergebnis nicht als befriedigend an gesehen werden tönne, darüber sei die Regierung nicht im Zweifel gelaffen worden. Mehr sei jedoch nicht zu erlangen gewefen. " Der Nahrungsspielraum Deutschlands. Die Geburtenzahl ist im Ansteigen, so daß das verkleinerte Deutschland balb bichtet bevölkert sein wird als chedem. Nr. 12 der„ Betriebsrätezeitung" befchäftigt sich mit diesem höchst wichtigen Problem. Das Fabrikproblem erfordert das größte Intereffe aller derer, die an der sozialen Frage arbeiten. Ein Auffaß über erstattaussiedlung" wird daher des Spannendste Interesse aller derer finden, die über die Tagesprobleme hinausbliden. Zwei Arbeiten über Statisti" von Dr. S d) Io B und Dr. Helie führen in dieses Gebiet, während der bekannte Facharzt Dr. Ed. BäumerBerlin das Thema„ Betriebsräte und gewerbliche Sauterkrankungen" behandelt. reichen und wertvollen Inhalt der Zeitung beigesteuert. Die Zeitschrift erscheint Dr. Flatow hat einen Beitrag Arbeitsrechtliche Streitfragen" zu dem monatlich und ist bei jedem Boftamt zu abonnieren. Deutscher Hutarbeiterverband. Die Auszahlung der Weihnachtsunterſtügung 20. d. M., in der Zeit von 9-1 Uhr. an Erwerbslose, Aranke und invalide Mitglieder erfolgt ab Mittwoch, ben *) Sonderbericht über die Erhebung über Arbeitslosigkeit, Internationales Arbeitsamt, Gent 1922. Bu beziehen durch die Buchhandlung Vorwärts. 58 S., Preis 100 m. Unterernährte Kinder brauchen Powerts als Kraftkost Nahrhaft u. wohlfeil Zum Weihnachtsfest Nach längerer Debatte, in der zum Ausdrud kam, daß es tech. Scharlachberg Meisterbrand nisch unmöglich war, einen außerordentlichen Verbandstag einzuberufen und der nächste ordentliche Verbandstag im nächsten halben Jahr fällig ist, wurde obigen Borschlägen zuge jtimmt. Zum Schluß nahm die Konferenz noch folgende Resolution Wegmann an:„ Die heutige Konferenz fieht in der Entwicklung des Rampfes in der Pfalz einen Machtkampf des Anilinfapitals. Ohne nach den Ursachen des Kampfes jetzt zu fragen, appelliert sie an die gesamte Arbeiterschaft, nunmehr in altbewährter Solidarität für die fämpfenden Anilinarbeiter zu forgen." Lohnkampf in der Flaschenindustrie. In der Flaschenindustrie droht zurzeit ein recht gefährlicher Kampf. Schon seit September d. J. muß die Tariffommission um jede Lohnerhöhung geradezu kämpfen. Die Flaschenmacher und die zu ihnen gehörenden Feuerarbeiter sind mit ihren Löhnen fortgesetzt im Rückstand geblieben. In den Verhandlungen, die am 11. De Nach Schluß der sehr ausgedehnten Diskussion wurde eine Ent-| zember stattfanden, wurde für die Zeit vom 1. bis 15. Dezember eine Argument Klasse Auserlesene Tabake des Orients sorgfältige Mischung hochwertige Arbeit Allein diese Vorzüge begründen den hervorragenden Ruf der Suggeftion Manoli Zigaretten in Geschenkpackung Stoffe Ind für Herren- u.Damen- Bekleidung beste Fabrikate, große Auswahl, Verkauf metervelse G. m. b. H. Koch& Seeland H Gertraudtenstraße 20-21 Mich Smörenl das beste und sparsamere BOHNER WACHS Erhältlich in allen besseren Geschäften MARGRAF& Juweliere ဝဝဝ ဝဝဝ CO. 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Würde der Wert auch nur der seinen in der Handwerkskammerverwaltung in leitender Stellung be= heit der Verpachtung der städtischen Häfen beschäftigen, nimmt Gen. technischen Anlagen des Osthafens in Papiermark umgerechnet, Stadtrat Schüning in den folgenden Ausführungen Stellung: so würde aus dem Plus ein Minus. Die Gesellschaft hat bei einer chäftigt gewesenen Sohn Erich Rahardt und eine Reihe anderer Die fachlichen Gründe für eine Verpachtung sind im wesent. Milliarde Entschädigung jährlich 55 Millionen Mark für Berzinsung Angeklagten haben wir die Strafanträge der Staatsanwaltschaft lichen darin zu suchen, daß eine Rentabilität der Häfen nur durch und Tilgung und zirka 300 Millionen für die Erhaltung und Er- bereits in der gestrigen Abendausgabe mitgeteilt. eine erhöhte Güterzufuhr zu erreichen ist. Ich habe neuerung der technischen Anlagen aufzubringen. Diese Lasten hätte Deshalb seit Jahresfrist den Standpunkt vertreten, daß die Inter- naturgemäß auch die Stadt Berlin zu tragen. Es dürfte flar sein, essen der Berliner Häfen mit denen der Spedition, See- und daß nur eine Gesellschaft, die einen starken Einfluß auf den in: Binnenschiffahrt verbunden werden müssen, und daß Berlin ein und ausländischen Güterverkehr befigt, in der Lage ist, solche BerUmschlags- und Stapelplatz auch des Transitverkehrs werden pflichtungen zu übernehmen. Die Stadt Berlin hingegen ist nicht muß. Daß dies einer städtischen Hafenverwaltung nicht möglich nur eine Sorge los, fondern hat auch eine Organisation geschaffen, ist, mögen persönlich interessierte Kreise bestreiten, jeder Sach- welche das mirisachfiliche Leben Berlins start befruchten wird, fundige wird jedoch zugeben, daß hierzu eine Organisation notEs wäre zu wünschen, daß die persönlich interessierten Kreise wendig ist, die eine ständige Fühlung bis nach Uebersee, mit Gee- ihre persönlichen Interessen der Allgemeinheit unterordnen würden." und Binnenschiffahrtslinien und Importeuren hat. Die Berliner Lokal Spediteure haben bisher nichts getan, um die Berliner Häfen zu fördern; im Gegenteil, fie haben meine Geschäfts. führung start bekämpft. Anläßlich einer Besprechung vertraten fie die Auffassung, daß die Häfen sich nur mit Lagerei und Umfchlaggeschäften zu befassen hätten. Die Stellungnahme der Spediteure läßt die Auffassung zu, als hätten Verhandlungen mit ihnen gar nicht stattgefunden. Dies ist irrig. Ich habe mit großen Berliner Speditionsfirmen verhandelt, sie sind aber von den Berhandlungen zurückgetreten, da sie die Rentabilität der Häfen verneinten. Ganz besonders hat sich Herr Adolf Koch, Berlin, mit der Angelegenheit beschäftigt, der zuerst mit amerikanischem und dann mit holländischem Gelde die Häfen übernehmen wollte. Die Bedingungen waren jedoch un annehmbar. Der Magistrat fordert, daß der Der Sonntag war für mich ein richtiger Arbeitstag. Am BorCharakter des Hafens. und Lagereibetriebes unter allen Umständen mittag war ich einholen. Ich kaufte: gewahrt werden muß, und fann nicht zugeben, daß durch Aufnahme anderer Geschäftszweige der Hafenbetrieb beeinträchtigt wird. Die Forderung, daß die Gesellschaft alle Reichs-, Landes- und Gemeindefteuern, Gebühren und Abgaben zu zahlen habe, wurde abgelehnt. Die Gemeinde sollte auf alle Einnahmen verzichten. Auch die Interhaltungspflicht sollte nicht in vollem Umfange anerkannt wer den. Die Bedingungen, welche das Heimfallsrecht betreffen, wurden zurückgewiesen. Diese Darlegung ist notwendig, um den in der Deffentlichkeit hervorgerufenen Eindrud zu verwischen, als ob die Berliner Spediteure bisher feine Gelegenheit hatten, sich zu der Angelegenheit zu äußern. Insgesamt wurde bisher mit sechs Gruppen verhandelt. Das angebliche Monopol. Das Hauptargument, das gegen die Bildung der Hafengesell fchaft angewandt wird, ist, daß damit ein Monopol geschaffen werde, welches die Interessen der Allgemeinheit gefährde. Mit den Interessen der Allgemeinheit sind jedoch die Interessen der interessierten Kreise nicht identisch. Die Berliner Bevölkerung hat ein Interesse daran, daß die Berliner Häfen ihrer Bestimmung entgegengeführt werden, daß also erheblich mehr Güter als bisher nach Berlin kommen, sie hat ferner ein Interesse daran, daß der Güterverkehr möglichst planmäßig und billig vor sich geht. Der Magistrat denft nicht daran, einem Vertrage zuzustimmen, der den Er ist sich Interessen der Berliner Bevölkerung nicht entspricht. ober auch darüber klar, daß dies nur durch eine straffe zentrale Organisation möglich ist. Es wäre dringend zu wünschen, daß diefe wichtigen Gefichtspunkte etwas mehr in den Bordergrund gestellt würden. Auch die Berliner Handelstammer hat am 30. Oftober d. I. zu der Angelegenheit Stellung genommen und äußert sich über die Monopolisierung wie folgt: Das naheliegende Bedenken, daß ein privater Unternehmer dem Berkehr übermäßig hohe Gebühren auferlegen würde, glauben wir in diesem Falle nicht zu hoch veranschlagen zu sollen, da hier und in anderen Orten für absehbare Zeit genügender Wettbewerb belteht, um Monopolisierungsbestrebungen nicht auftommen zu laffen." Die Entschädigungsfrage. Bon anderer Seite wird das Projekt bekämpft mit der Begründung, daß die Entschädigung von ein er milli orde zu gering sei, und betont, daß die Rentabilität auch in städtischer Regie möglich ist, da ja der Osthafen bereits rentabel fei. Die Rentabilität trifft insofern zu, als das Goldanlagefapital 43] Die Welt ohne Sünde. Das Yagubing einer Haubfrau Kamillentee Saure Gurfe 1 Hering 1 Brot 3 Liter Milch 1 Pid. Honig. 1, Bfd. Sirup 3/ Pid. Fleisch 18. Dezember. 20,- M. 25, " 80, W 286. 142,50 240, " " 1118 120,-" 502,50 Zuſammen 1446,-. " Der Die Rede des Oberstaatsanwalts Lüdorf betonte, daß Rahardt sen. das Vaterland in einer Zeit, wo es von schwersten Sorgen bedrückt war, geradezu verraten habe. Er sei überführt des Betruges gegen den Militärfiskus, der in der Kriegszeit die Handwerkskammerfäle benutzt hatte, nach Kriegsschluß die Kosten der Wiederherstellungsarbeiten tragen mußte, und durch einen viel zu hohen Kostenanschlag übervorteilt murde. Für die Handwerkskammer feien bei dieser Gelegenheit auch eine Reihe Ausbesserungsarbeiten vorgenommen worden, mit deren Kosten der Militärfiskus überhaupt nicht belastet werden durfte. Er mußte 376 000 Mark zu viel zahlen, was für die damalige Zeit einen ansehnlichen Betrag darstellte. Ueberführt ist Karl Rahardt nach Ansicht der Staatsanwalschaft auch der Veruntreuung von 79 000 Mart zum Schaden der Handwerkskammer. Erwiesen sei ferner Beste chung eines mit Aufstellung eines Kostenanschlages betrauten Sachverständigen. Der Handwerksfammersekretär Hoffmann und einige andere Angeklagte seien der Beteiligung bzw. der Beihilfe schuldig. Zu der Anklage wegen eines Kriegsanleihe und Mullgeschäftes, bei dem besonders Erich Rahardt eine Rolle gespielt hat, führte Staatsanwaltschaftsassessor Kußmann aus, dah wegen dieses Geschäftes dem Erich Rahardt und seinem Vater Karl Rahardt ein großer Teil der Handwerkerschaft grobe Schiebungen vorwirft. Mit Recht sehe das Bolt in dem Schieber, der die Preise verteuert, seinen Feind. Erich Rahardt habe die in der Kriegszeit gefchaffene Sauptstelle für Deren gemeinschaftliche Handwerkslieferungen, Geschäftsführer der Handwerkskammerpräsident Karl Rahardt wurde, für seine persönlichen Geschäfte mißbraucht. Unter Hinweis auf das durch den Krieg geschwächte notleidende Handwert habe er bein Kriegsverwertungsamt erreicht, daß man ihm entgegenfam. Bor den Plädoyers der Verteidiger trat eine Pause ein. Rahardt sen. ging in das Untersuchungsgefängnis zurück und meldete sich frant. Darauf wurde die Berhandlung auf heute nertagt. Nötigenfalls will der Borsigende sie im Untersuchungsgefängnis fortsetzen. Unterm Weihnachtsbaum. anZu Mittag gab es Roulade. Es war ja nicht viel Fleisch, aber dafür gab es denn mehr Kartoffeln. Trotzdem ist das Essen auf etwa 800 M. gekommen. Nachdem Mittag vorbei mar, ging mein Für die Alten und Gebrechlichen. Mann und die Kinder zu einer Weihnachtsfeier. Ich hatte die Zeit inzwischen ausgenützt und tüchtig gescheuert. Am Abend erzählten In der Ortsgruppe Berlin des Zentralverbandes der Indie Kinder von den Aufführungen, die sie gesehen hatten. fleine Werner berichtete von dem Weihnachtsmann mit dem großen paliden und Witwen Deutschlands veranstaltete am Sad voller Alepfel und Nüsse und dem langen Bart. Eine Rute Sonntag der Bezirk Norden eine Bihnachtsbescherung für die Beund eine Belzmüße hätte er auch gehabt. Die beiden jüngeren waren dürftigsten. Bedürftig sind die Mitglieder des Verbandes ja alle, aber ganz begeistert. Nur der Hermann stand da, als ob ihm alle Felle die durch Spenden zusammengebrachten Mittel reichten nur aus, weggeschwommen wären. Ich forschte nach, warum er solch betrübtes den Allerärmsten eine kleine Freude zu bereiten. Die Schulaula in Gesicht mache. Da erzählte er, daß er seine Handschuhe verloren der Danziger Straße mar gefüllt mit den weißhaarigen Greisen und hätte. Ich mar ja gerade nicht sehr erbaut davon und machte ihm Greifinnen, den an Stöcken oder auf Krüden gehenden Invaliden, Verwürfe. Er meinte sehr und versprach mir dann auch, in Zu den Witmen und in ihrer Begleitung erschienenen Kindern, die im funft besser aufzupassen. Es ist ja schließlich auch keine Kleinigkeit, Glanz des Weihnachtsbaumes fich versammelten. Auch Vertreter denn so ein Paar wollene Kinderhandschuh kosten heute 400 bis des Reichsarbeitsministeriums und des Bezirksamtes waren wesend. Gesang des Schubert- Chores, der unaufgefordert seine Mits 500 m. Vorläufig fann ia) abe: feine faufen. Am Montag habe ich wieder über 1000 m. ausgegeben und wirkung angeboten hatte, eröffnete die Feier, Geigen- und Klaviervorträge, Sologefang und Rezitationen schloffen sich an. Alle Mitdavon gekauft: wirkenden gaben unentgeltlich, was sie zu geben hatten. Die Fest rede unseres Genossen Subfe wirs hin auf Chriftus, der Nächstenliebe gepredigt hat, auf den Krieg von 1914, der den Haß auflodern ließ und so viele Greise, Frauen und Kinder ihrer Ernährer beraubte. Als Subfe mitteilte, daß vom 1. Januar 1923 ab die Sazialrente auf ganze 3600 M. pro Monat erhöht wird, ging eine Bewegung durch die Versammelten. Vom Verband erhielten als Weihnachtsspende 91 Personen je 200 m., eine winzige Beihilfe 3um Mittagessen gab es Nudeln mit Zucker und Zimmt. Es gegenüber den bis zu wahnwißiger Höhe gesteigerten Lebensmitteldürfte etwa 600 m. gekostet haben. Eine Nachbarin regte sich preifen, eine Beihilfe aber, von der Subte sagte, daß Armut der Das sei Armut gern gibt. 77 Beschenkte waren selber gekommen, zum Teil darüber auf, daß ich jeden Tag% Liter Milch kaufe. Lurus, sagte sie. Ich antwortete ihr, daß ich viel mehr Milch kaufen geführt von ihren Angehörigen. 14 find bettingerig, so daß ihnen möchte, schon weil der Arzt es dem Aelteften wegen seines Lungen- die Spende ins Haus gebracht werden muß. Ueber der ans Herz leidens verordnet hatte. Bei uns armen Leuten ist es immer so, greifenden Feier lagen die Schatten der Sorge, die auch dem Lichte des Weihnachtsbaumes nicht meicht. daß alles Lurus ist, was der andere hat. 3 Liter Milch 1 Bfd. Backpflaumen 1 Bfd. Nudeln 1 Stüd Seife. 3 Pädchen Badpulver. 142,50 M. 350, 280, 225, 135, Zusammen 1132,50 M. hin, und fand sich zum Haus. Drinnen waren neue Stimmen| Haus der Freude ein Bordell machte. Anselmus fand feine und neues Gelächter. Anselmus riß einen Vorhang zur Seite Hand wie einen fremden Gegenstand in einen Vorhang verund stand in der Säulenhalle.. frampft. Ihm gegenüber stand Bernward mit vorgestemmtem Kopf. Die Kette der bunten Lichter war wie zerrissen, da und dort hing ein Lampion tot und ausgebrannt; über den Räucherbecken schwamm hellerer Schein, doch ihr Duft mischte sich mit Scharfem, Gewöhnlichem. Bigarrengeruch hing um die Gesichter und machte alles trüb. Da Anfelmus noch stand und den Menschenkreis anstarrte, ohne sich zu finden, strich die Mohnblüte an ihm vorbei, sah ihn nicht an. Die leppige in den gelben Schleiern lief die Stufen vom Garten herauf, nickte ihm wiffend zu, war vorüber. Dann lachte Isabell irgendwo ihr dunkles, girrendes Lachen. Der Roman einer minute von Bidi Baum. Alle Mädchen in Schleiern, alle Männer in hellen dünnen Kitteln und manche, die wissen, daß sie schön sind, tragen Kränze. Die Säulen tragen Kränze, die niederen Tische, auf denen Früchte stehen und eisgefühlte Getränke, duftend, in bohen tönernen Amphoren. Musik in der Ferne und wieder näherfommend und wieder entschwindend. Wunderbare Dinge trägt die Welt. Eine Schale, voll Fruchtsaft, dunkelrot, auf tom meißer Schnee schwimmt. Ein Lager von Rosenblättern, auf dem ein nacktes Mädchen liegt, reglos, untadelig in ihrer Schönheit. Sie stehen im Streis herum, begehren sie nicht, Da erkannte Anfelmus den, der sie auf seinem Schoß flüstern nur entzückt vor so viel Vollkommenheit. Und Stufen Er schrie laut: Bernward! und stieß sich mit geballten unter Säulen, drunten Wiesen, feucht und ganz überblüht von Narzissen. O junger Duft des Sommers, vom Seeufer auf äuften durch eine Wolfe von tanzendem Rot. Jemand fteigend, o tiefe Sterne über der Welt. Noch nicht," flüftert freischte auf, Bernwards Geficht wurde deutlicher und deutFrau, die Anfelm führt. Er zittert leife. Er folgt der licher mit allen Fältchen, mit jedem fpottvollen Rucken; es hing Musik, da findet er den Saal, der dunkel ist für die, welche vor Anselmus Augen, wie abgetrennt von allem Uebrigen, vertieft lauschen wollen. Die Musit dringt aus unsichtbaren das ewige Gesicht des Widersachers. Isabell rührte sich nicht, Höhen hervor. Horch, Menschenstimmen, Herzglocken, Troft fie saß auf Bernwards Schoß, er hatte eine Hand mit einer und Frohsein. Anselm erwacht und ist allein im ver tummten dunklen Saal. Er tastet davon, draußen ist das Jubeln wilder geworden und das Schweigen heißer. Auf den Wiesen tanzen fie und auch in der Säulenhalle. " hielt. spielerischen und prahlenden Bewegung auf ihren Schenkel gefpreizt, die andere umfaßte ihren Nacken, sonderbar, als wäre es der Hals einer Laute. Hund" ,, Laß sie los!" brüllte Anfelmus tierisch.„ Sie gehört mir, ,, Nur ruhig, Väterchen," sagte Bernward, sein Gesicht tanzte bald weit, bald dicht vor Anselmus Aug en. Sie gehört dir? Du meinst, sie hat dir gehört! Wann? Vor einem Jahr? Bor einer Stunde? Vor fünf Minuten? Jezt gehört sie mir. Sie gehört, wem sie will.. " ,, Höre," fagte Bernward leise. Hier drinnen ist Isabells Zimmer. Du wirst mich zu ihr lassen. Du wirst feinen Standal schlagen. Sie hat dich gewollt, ich frage nicht, wa... Jetzt will sie mich. Hand weg. Weg frei." Nur Traum dachte Anselmus, ein Krampf hielt seine Glieder fest. Er lächelte feltsam, wie ein Ohnmächtiger. Nur Traum sagte Linde weit von ihm. Er riß den Vorhang zur Seite. Er fah, und wohin er sah, starrte ihm das Schwarze des Revolvers entgegen. Der Raum war eine Grotte ohne Ende. Ein Lager schautelte an goldenen Ketten von der Höhe her gehalten. Anselmus wußte, daß Isabell hier lag, aber er fah sie nicht. Johannes sah er, seine Hand war es, die Isabell liebkoste. Er schloß die Augen, schlug sie ankämpfend wieder auf und sah den Revolver näher an seinem Blid. Grotte und Lager war ertrunken, eine Lampe brannte hinter zerschliffenem roten Schirm über armselige, abgesessene Möbel hin. Am Bettrand saß Isabell, halbentblößt und wartend. Jm Dunkel eines Winkels entkleidete sich Johannes der Knabe mit zitternden Händen. Es war die dumpfe Vision einer Sefunde. Dann war nur mehr Bernward da, der seine Arme ausstreckte. Anselmus tat einen Schritt und hieb mit der Faust einmal über Bernwards Schädel. Bernward fiel unter dem Hieb zusammen, eine weiche getötete Maffe. 3wei Frauen wirbeln heron, werfen sich zu ihm, seine geEs schrie mit hundert Stimmen, es wallte in Kreisen, breiteten Arme schließen sich. Alles ist nur mehr Rausch, die Luft bebt, die Dinge glühen. Der Hain ist schwarz und dunkel, dumpf und rot um Anfelmus, Stimmen, Gefichter, Arme, ein wunderbares Bett von Moos und Blumen umfängt ihr Hände. Isabell war nicht da. Er hob noch einmal den verSinten und Umarmen. Noch tropft Mufit von weitem, dann frampften Arm, da hatte er selbst Bernwards Revolver in der Hand. Er watete ein paar Schritte durch Formloses, das fällt Nichtmehrmiffen wie ein Tuch über die Vereinigten. In der Stille ist wieder das Surren da, das seltsame Anselmus fah, alles sant um ihn, freiselte, verschob sich. seine Knie umfangen hielt. Da lebte Bernward wieder, da Fiebern und Bibrieren. Wieder Stille, dann Lautentlang. Da war Isabell, schön in ihrem brennend blauen Schleier. hing wieder sein Geficht nah vor Anfelmus Augen. Er zielte Horch," flüfterte Anfelmus aufgerichtet; im Licht, das Sie nahm mit ihren leichten Fingern die 3igarette aus Bern- finnlos, drüdte ab. Der Schuß blizzte, ohne einen Laut zu hunt durch den Hain taumelte, fah er unter feinem Gesicht wards Mund, fog mit einem schillernden, lasziven Ausdrud geben. Sie schrien, auch Isabell schrie irgendwo, grell und Mabells offene, trinkende Augen und ihren ungefättigten daran. Gleich darauf war es nicht Isabell, war ein Mädchen legend, wie getroffen. Jemand stürzte. rollte am Boden hin, Mund. Seine Arme, über fie ins Moos geftüßt, begannen im brennend blaven Rattuntleid, das wie eine Flamme durch aucte noch. Anselmus bückte fich, ariff wie durch Schleier, ftärfer zu beben, das Lied war nicht mehr. Aber vom Hause hen verrauchten Raum hintanzte mit leife verwelttem Geficht. fand warmes Blut flebrig an feinen Fingerspitzen. Johannes her brach Lärm in die Nacht und rik Isabell empor. Ueber Die Kränze welften um Säufen und Stirnen. Die Schleierflüsterte er entfekt, und seine Lippen waren sehr fühl und die Narzissenwiele taumelte ein bacchantischer Zug vorbei. hingen schlaff von schlaffen Gliedern, Graves fchlich unter den steif geworden. Er sah die kleine Wunde auf der linken Bruſt, Einen Augenblid lang war fabells Bunge wie eine füße bunten Lichtern, die verlofchen. Die Mädchen michen weit er sehnte fich in der zusammenbrechenden Wirrnis nach Trälebendige Frucht in Anfelmus Mund, dann waren feine em- zurück, schmanden schattenhaft in Wände und Wintel, ein nen und fand feine. Auch fabell ist tot," murmelten die porgeworfenen Arme leer. Allein und verirrt starrte er in reis von Kälte stand auf. Sehr wirklich waren noch die ver- Mädchen, in Winkel geduct. Das letzte der Lichter war erdas Dunkel des Haines. Zwischen Hingefunkenen fand er ständnislosen Gefichter von fremden Männern über modischen loschen, im Finstern stiegen die Stimmen: Mörder, Mörder. ( Fortsetzung folgt.) den Weg, am Seerand hin, über die Wiesen hin, die Stufen Krawatten, sehr flar jagte einer etwas 3otiges, das aus dem Keine Preissenkung. GL Arbeiter- Sport Eishockey. In der Zentralmarkthalle herrschte am gestrigen Abend ein ziemlich reges Leben. Viele glaubten billig" faufen zu können. Ein Berliner Mittagsblatt wußte am Montag von einer Preissenfung auf dem Lebensmittelmarkt zu melden, die angeblich infolge der Dollarschwankungen eingetreten waren. Die Käufer aber zogen für Leibesübungen, außerdem diverse Jugendämter in den Bezirken, aber sie haben nig to feggen". Unsere Stadtväter ignorieren alle ziemlich enttäuscht von Stand zu Stand, denn von einer PreissenTrügen die Wetterzeichen nicht, so fönnen wir bald wieder den guten Ratschläge der Turner und Sportler, denen man ihre fung war faum etwas zu spüren. Nur die Fettwaren, die am Frost begrüßen. Dann beginnt die Zeit für den Schlittschuh. Die ehrenamtliche Tätigkeit im Interesse der Volksgesundheit ganz heftigsten den Dollarschwankungen ausgefeßt sind, standen im Preise Eisbahn, oder die dazu brauchbaren Geen find bald Tummelplätze unnötig erschwert. Den Rektoren und Schulwarten wird eine Unetwas niedriger als am Sonnabend. Schweineschmalz, das der mehr oder weniger gewandten Schlittschuhläufer. Aber es ist menge bureaukratischer Arbeit aufgebürdet, worunter wieder die noch am Sonnabend 1240 Mark foftete, wurde gestern mit 1040 m. nicht jedermanns Sache, ziel- und planlos auf dem Eise herumzu- allgemeine Wohltätigkeit zu leiden hat. Die Schulwarte werden gehandelt. Naturbutter, Margarine sowie Fleischlaufen, und hier sind es die Eisspiele, besonders das Eishockey, das finanziell geschädigt, ohne daß die Stadt davon einen Vorteil hat. waren waren an der Preissenfung" fast gar nicht beteiligt. Da- eine dankbare Abwechslung bietet. Schlechte Läufer sollten aller- Wir glauben, daß diese Verständnislosigkeit der Stadtväter sofort dings dem Spiel fernbleiben, denn es gehört eine große Gewandt- verschwinden würde, wenn Oberbürgermeister Böß mit den Berliner nach scheint die Meldung von einer allgemeinen Preissenfung wohl heit dazu, den Ball zu verfolgen und beim Abweichen von der ge- Stadträten dem Rürnberger Beispiel folgen und regelmäßige Turnetwas verfrüht zu sein, zumal in Händlerkreisen die Meinung vor: raden Linie durch kurze Wendungen sofort wieder mit ihm in den stunden einrichten wollte. Der Ruf: Jugend in Not! ertönt immer herrscht, daß die bei einigen Artikeln eingetretene Preissenfung nicht Bereich der Schläger zu fommen. dringender. Wir müssen deshalb wünschen, daß diefer Ruf endlich lange andauern werde. auch von der Berliner Stadtverwaltung gehört wird. Noch billige Kinderbücher! Die Buchhandlung Vorwärts" teilt uns mit, daß sie noch größere Boiten zurückgesezter Jugendschriften zum Verkauf stellt. Es bandelt sich um nur durchaus einwandfreie, gute Bücher, die für dreiviertel, ja teilweise die Hälfte des tatsächlichen Preises zu faufen sind. Damit ist Gelegenheit gegeben, sich noch furz vor dem Weihnachtsfest mit dem besten, was einem Kinde auf den Weihnachtstisch gelegt werden kann, zu versehen, ohne den knappen Geldbeutel allzu sehr anzustrengen. Der Ermordete als Hundefutter. Vor kurzem wurde ein belgischer Kaufmann, der sich mit dem Ankauf von Brillanten befaßte, von einem Kölner Kaufmann unter dem Vorwand, ein Duisburger Bekannter wolle einen Brillanten kaufen, dorthin gelodt. In Duisburg wurde der Belgier von dem Bekannten des Kölner Staufmanns, einem Schweinezüchter, mit einem Hammer erschlagen. Die Leiche wurde in den Keller geschafft und beraubt. Später will der Schweinezüchter die Leiche zerstüdelt, in einem Biehlefsel gefocht und als Hundefutter verwandt haben. Die Kölner Kriminalpolizei nahm jezt die beiden Täter fest, die unter dem Druck des gesammelten Beweismaterials geständig sind. Filmschau. Die Filme der Woche. fam Alemannia Adler 12 Minerva Fußballrefultate vom Sonntag. Abt. A. 8 71 31: 5 15: 1 Teutonia 8 6 1 1 19; 7 13: 3 Nordiska 86- 2 16:12 12: 4 Germania 2 17: S 11: 5] Belten 8 5 1 85 3 33:18 10: 6 Union- Em. 8 2 2 4 14:23 6:10 Fußballring 82- 6 17:18 4:12 Faltenhagen Abt. C. 7 6 1 31: 7 13: 1 7 4 2 1 81:13 10: S 7 42 1 20:10 10: 3 7 4 1 2 20:16 9: 5 6 1 3 2 10:13 5: 7 Der Grundgebante beim Eishoden ist der gleiche wie beim Fußballspiel. Es kommt also darauf an, den Ball durch das Tor der Gegenpartei zu treiben. Als Spielfeld dient ein Rechted, dessen Größe die sonstigen Forderungen überschreiten fann, oder beffer Boruffia Adler 08 1: 0; Fichte Gef.- Adler 12 7: 0; 2. Mannschaften überschreiten muß, denn durch das schnelle Laufen auf den Schlitt 4: 0; Fichte- Gef.- Alemannia 3 0: 6. Beitere Resultate fehlen. schuhen verkleinern sich die Dimensionen bedeutend. Die Male stellt man in den Mitten der Schmalseiten auf. Ihre Höhe beträgt Stand der Serienspiele nach der 1. Runde im Bezirk Norden. 2 und die Breite 3 Meter. Nun etwas über die Aufstellung der Spieler. Am Tor steht der Torwächter, dann folgen zwei Mal- abler 08 männer, drei Marfmänner und endlich vier Stürmer. Die gleich Fichte- Ges. benannten Spieler stehen in einer Stirnlinie. Genau wie beim Boruffia Fußballspiel haben auch hier die Torwächter die Aufgabe, den Ball nicht durch ihr Tor zu lassen. Diesen Platz dürfen sie nicht sanfa verlassen, auch wenn der Spieleifer den Torwächter gern dorthin Nord- Orbg. treiben möchte. Der Plaz des Parteileiters ist in der Mitte der Bittor.- Ebsw. 8-- 8 3:33 0:16 B. C. Moabit martmänner. Er hat dafür zu sorgen, daß die Ordnung in der Aufstellung möglichst so bleibt, wie beim Beginn des Spiels. Wird Bernau der Ball nach vorn getrieben, so bewegt sich die ganze Spielabtei Bader lung vorwärts, ist das Tor aber vom Ball bedroht, dann weicht Charl. sie zum Tor zurück. Der Hauptgegenstand beim Hocken ist bekannt- Weißenfee lich der Schläger. Beim Schlagen muß der Schläger, wie das auch Tegel beim Spiel auf festem Boden der Fall ist, mit beiden Händen ge- Eifensp. faßt werden, ein anderes Schlagen ist nicht erlaubt. Berfolgt der Spieler den Ball, so ist es während des Berfolgens gestattet, den Schläger in einer Hand zu tragen. Im allgemeinen find beim Eishocken dieselben Spielregeln wie beim Hocken auf festem Boden. Die Malständer sind so hergerichtet, daß sie auf dem Eife stehen können; dies wird dadurch erreicht, daß am untersten Ende ein Kreuzholz befestigt ist. Die Seitengrenzen werden mit kleinen Fähnchen, die in gleicher Weise wie die Malständer mit einem Kreuzholz versehen sind, gekennzeichnet. Turnende Stadtväter. Arminia Hertha 8 1 1 6 13:42 3:13 Elsthal Abt. B. 761 20:12 12: 2 IV. Pkw. 7 5 2 17:11 10: 4 Pantom 08 7 4 1 2 17:10 9: 5 Borw.- Hgd. 7 4 1 2 14: 9: 5 Selvetia 7 3 2 2 12:19 8: 6 Spandau 7 1 1 5 20:18 3:11 7- 3 4 10:20 3:11 7-16 6:57 1:13 Abt. D. 7 6 1 28:13 13: 1 7 2 4 1 21:16 8: 6 6 3 12 22:13 7: 5 6 3 1 2 22:13 7: 5 6 3 1 2 11: 9 7: 5 6 2 1 3 27:10 5: 7 7 1 1 5 12:23 3:11 Reinickendorf 7- 2 5 20:23 2:12 Rathenow 7 2 1 4 12: 5 5: 9 7- 2 5 10:18 2:12 Gtemenstadt 7 4: 5 9:14 Wafferballfertenspiele des Arbeiter- Turn- und Sport- Bundes( Rreis I, Begirt VI) im Januar 1923. Rlaffe A: 9. Januar Stadtbad Friedrichshain, Borwärts- Lichtenberg- Reptun- Lichtenberg; 16. Januar Stadtbad Kreuzberg, UnionFreiheit; 14. Januar Stadtbad Friedrichshain, Welle- Borwärts- Norbost; 10. Januar Stadtbad Friedrichshain, Neukölln- Neptun- Lichtenberg; 26. Januar Stadtbad Kreuzberg, Freiheit- elle. Alaffe B: 17. Januar Stadtbad Wed. richehagen II- Charlottenburg; 23. Januar Stadtbad Wedding, Fr. S. Norben-bing, Borwärts- Norden- Union; 18. Januar Stadtbad Charlottenburg, FriedUnion; 18. Januar Stabibab Prenzlauer Tor, Vorwärts- Lichtenberg I- Neukölln. Jugend: 10. Januar Stadtbad Neukölln, Borwärts- Süden- Union; 19. Ja nuar Stadtbab Kreuzberg, Borwärts- Lichtenberg- Neptun- Lichtenberg; 26. Januar Stadtbad Prenzlauer Tor, Charlottenburg- Borwärts- Norden; 9. Januar Stadtbad Neukölln, Neukölln- Borwärts- Süden; 18. Januar Stadtbad Brenzlauer Tor, Welle I- Köpenid. Das Große Schauspielhaus hat seine Filmmöglichkeit er wiesen. Tie Pause im Berliner Bühnenleben ließ das Kino ein. Die Tradition des Hauses fröstelt, der Theatertodfeind das Lichtspiel zu Gast. Es kam mit einem würdigen und anständigen Repräsentanten, mit dem Film ,, Bigamie", der nach Tolstoi sehr nach Tolstoi gefertigt ist. Man muß zugeben, geschickt und filmmäßig gefertigt; auf Wahrung der psychologischen Linie bedacht, in Bildern gedacht, dramatisch richtig gebaut. Aus Arbeitersporttreifen wird uns geschrieben: Der Oberbürger- Ringen. 4. Rlaffe bis 95 Bfund. 1. Erich Sielenbinder( Berolina- Neukölln). Resultate com Jugendwettstreit im Ringen und Seben in Friedrichsfelde. Das Motiv vom Trinker, der hemmungslos vor seiner Leidenschaft fort- meister Luppe aus Nürnberg hat die berufsmäßigen und ehren 2. Frig Gilles( Sp.-B. Lichtenberg). 3. Willi Sappelt( Berolina- Neukölln), geschwemmt wird, kaum errungenes Glück im Heim von sich stößt, und, amtlichen Stadträte eingeladen, im großen historischen Brunf- 3. klasse bis 110 fund: 1. Alfred Karos( Zurich 02). 2. Billi Gornik( Adler. totgefagt, irgendwo untertaucht. Als die verlassene Gattin zur neuen Ehe saal des Nürnberger Rathauses Leibesübungen unter der Magdeburg). 3. Mar Remsch( Friedrichsfelde 2110 2. Klasse bis 125 Pfund: schreitet, rauscht das hochdramatische Enoch- Arden- Thema auf der ber= Leitung des Direttors Stein vom Stadtamt für Leibesübungen zu föln). 3. Herbert Müller( Jugendkraft Köpenic). 1. Willi Hentschel( Berolina- Neukölln). 2. Friedrich Schröder( Berolina- Neulorene Säufer wirft sein Leben fort und gibt der Frau den Weg frei. Das treiben als Ausgleich für die Folgen der hohen beruflichen Inan. 1. Wilhelm Liebke( Freiheit- Wittenberge). 2. Gerhard Bursche( ref Brei1. Klaffe über 125 Pfund: wird alles in flarer abgewogener Dekonomie, in schönster Bildhaftigkeit geeigt; man verzichtet auf tnallige Aeußerlichkeit und erzielt so gerade feinste spruchnahme. Dieses Borgehen des Nürnberger Stadtoberhauptes heit- Wittenberge). 2. Rudolf Sommerfelb( Norben 98). ben). Heben im Zweifampf. 3. Alaffe bis 110 Pfund: 1. Arthur Gabel Wirkung. Alfred Abel fest in Spiel und Maste echt und ergreifend verdient auch in Berlin Nachahmung, denn es stützt sich auf die Pfund: 1. Serbert Müller( Jugendkraft- Röpenid). 2. Willi Rohlus( Sport2. Alaffe bis 125 höchste Stunft ein, und Rudolf Dworsky. Reinhardts technischer Hexen ärztliche Erfahrung, daß besonders bei nervenanspannender geistiger union Neuköün). meister, gibt in der Regieoberleitung dem Film Ton und Stimmung seiner Arbeit Turnen und Sport ein unentbehrliches Heilmittel sind. Außer Dresden). 1. Alaffe über 125 Bfund: 1. Gerhard Bursche( Herakles. alles fünstlerisch durchspürenden Versönlichkeit. Athletik- Sport- Club, c. B. Sallentraining Donnerstag Mühlenste. 50. Män Zeitungsleben, Macht der Presse, große Intrige, politische Winkel- dem werden aber auch solche Stadtväter, die selbst Leibesübungen ner und Jugend von 18 Uhr, grauen von 8-10 he. Anschließend Bezüge, Herzensnöte und Liebesbrand geben dem Film„ Der Kampf ums Jch", betreiben, dem Gebiet der Jugendpflege ein ganz anderes Ber- sprechung bei Linfener, Mühlenie. 38. Weihnachtsfeier 25. Dezember( 1. Feier den man im Marmorhaus fah, sein Gepräge." Das ist alles burchaus ständnis entgegenbringen, und dies wäre besonders auch für taa) in ben Residenz- Feftfälen, Landsberger Str. 31. Beginn 4 Uhr. Geschäfts nicht etwa schief gesehen, aber doch ganz auf bunten und starten Handlungs die Stadt Berlin sehr zu wünschen. Wir haben ein Stabtamt 7% Uhr im Restaurant Linsener, Mühlenstr. 58. stelle: E. Heinah, Neuköln, Weisestr. 9. Jahresversammlung om 4. Januar reiz gestellt. Milly a as, ciner der gescheitesten Köpfe im Filmreich, gab die dee. Sie ist bewußtes Zusammenklingenlaffen von starken Akzenten. Arthur Rosen und der Regisseur Heinrich Brandt fertigten danach das logisch saubere Manuskript, dem die Regie Tempofülle des bildhaften Ausdrucks und innere Gebundenheit der Vorgänge gab. Den unbeirrbaren Kämpfer um das wahre Ich zeichnet Ernst Deutsch mit fanatischer Eindringlichkeit; Schillerpathos in Bewegung gelöst. Alle übrigen Mitwirkenden sind mit außerordentlichem Spieleifer ant bankbaren Werk. Der falsche Dimitry. p- s. 9 Arbeit geliefert, bei mancher Szene hütete man sich eben gar zu ängstlich, 38. Abt. 7 Uhr in den Residenz- Festfälen, Landsberger Str. 81, Weihnachts. die Sache noch mal zu drehen. Maria Zelenta gibt sich redliche Mühe, feier. Zur Befcherung tommen nur Rinder, die bis 17. Dezember gemeldet aus ihrer Rolle etwas zu machen. Die Bühnenschau ist recht unterhaltsam. find. Sie bringt ein hübsches Singspiel Pan und Daphnis" mit Anny Darofa und Rudolf Sulzer, während außerdem Bia Manen, eine angenehme Sängerin, herzlichen Beifall erntet. e. b. 57. Abt. Charlottenburg. 7½ Uhr Abteilungsversammlung bei Thunack, Wie. 82. Abt. Steglis. 8 Uhr Mitgliederversammlung im Gymnafium Heesestraße. Thema: Die Stabilisierung der Mark". Ref. Gen. Robert Breuer. 86. Abt. Mariendorf. 7½ Uhr engere Borstandssigung mit den Bezirksführern 116. Abt. Lichtenberg. 8 Uhr Lokal Boit, Neue Bahnhofstr. 1. 8ufammenim Polizei- Dienstgebäude, Rathausstr. 69, 8immer 10. Jungsozialisten. Areis Charlottenburg. Jugendheim, Rofinenstr.,& Bortrag kunft der Parteifunktionäre und Betriebsvertrauensleute. des Genoffen Kurt Wegner ,, Die Aufgaben der Jungfozialisten". Gäste will tommen. Tandstraße 4. Borttag der Gen. Marie Juchacz. " Am Rande der Großstadt", ein Reg- Film der Ufa, ist mit vielem Ernst gearbeitet und löste bei seiner Uraufführung im 1. 2. am Kur für stendamm eine nachhaltige Wirkung aus. Er handelt von Menschen, die an der Peripherie der Großstadt wohnen, in faulen, unwirtlichen Häusern, wo die Stadt ohne jebe Traulichkeit ist. Allohol, Dirnengier und die Verlodung des Geldes verstriden das Tun und Empfinden der handelnden Personen. So reibt sich ein Elendsbild an das andere. Man legte den größten Wert auf Wirklichkeitstreue und schuf tatsächliche Berte. Jungsozialisten. Arbeitsausschußigung Donnerstag 6 Uhr im Landtag, PrinzRegie und Photographie warten mit unendlich seinen Beobachtungen auf. Der Tegt ist auf ein Mindeitmaß beschränkt. Borzüglich sind die Traumerscheinungen herausgearbeitet. Robe als Regiffeur, holdt als Photograph und Grete Dierts, Evi Eva, Friz Kortner und Salob Tiedtke als Darsteller, boten allesamt Leistungen, die Anerkennung verdienen. Jm Beiprogramm wird man mit der Herstellung von Porzellan ver traut gemacht. 11. a. fieht man die Tassendreherei, das Formen der Zeller, das Gießen und Aneinandersehen der einzelnen Teile großer Porzellangruppen und alle möglichen Herrlichkeiten, wenn sie frisch aus dem Brennofen fommen. Ferner läuft noch ein bedenklich fader Chaplin Film. e. b. Immer wieder sputt die Demetrius- Historie durch alle Arten dramatischer Gestaltung. In der Oper und nun auch im Film ist sie heimisch. Schillers Fragment mag den Autoren des Gloria Films, Der felfie Dimitry" vorgeschmebt haben. Sie tuppelten den Stoff mit der reichen Fülle von Ereignissen, die sich an die Gestalt des Usurpators Boris Godunov knüpfen, und gaben eine mit theatralischen Atem geladene Filmhandlung. Auf der in schwerem, flawischem Prunt mit Stilgefühl gehaltenen Folie des 15. Jahrhunderts ersteht mehr als tote Geschichte; es wächst aus ihr startes menschliches, allzeit gültiges Schiajal. Das vor allem holten die Autoren Baul Bayer und Hans Steinhoff aus dem Stoff. Und in einer Eene, da fie des findhaften, reingläubigen Demetrius Mutter und berlaffene Geliebte an seiner in den Schmuß gestoßenen 3arenleiche vereinen, erholen fie fich zu einer Wucht der Situation, die im Film noch nicht oft gezeigt wurde. Die Aufmachung, die Stellung der bewegten Masse ist voll Leben, fommt aber oft nicht über das Opernpathos hinaus. In ein paar primitiv stilisierten Szenen weht neuer Filmwind. Wozu der Unheilskomet, der des grausamen Jwan Tod fündet, in Ansichtskartendeutlichkeit gezeigt werden mußte, bleibt unverständlich. Jedenfalls hat die Regie Hervor ragendes, bisweilen Vorbildliches geleistet; vor allem hat sie den historischen Hintergrund beseelt, und das ist Steinhoffs Verdienst. Helmar ersti, der Photograph, hat mit ihm in seltsam schön angedunkelten Bildern Hand in Hand gearbeitet. Prächtig manches in der Darstellung, die allererste Namen vereint. Abel, in der seinem Wesen fremden Rolle vans, von 81. Abt. Friedenau. 7½ Uhr Sigung des erweiterten Borstandes, des Bil zwingender, im Ausdruck sparsamer Tämonie. Klöpfer als Doris Godunov prachtvoll asiatisches Halbtier, Hartmann, der Demetrius, von einer etwas deutschen, ergriffenen Selbstgläubigkeit. Agnes Straub, die Barin, flug, aber starr; Gina Relly störend puppenhaft leer. Die Aufführung fand im ufa Bala ft am 300 statt zugunsten der Unterstützungslaffen des Reichsverbandes der deutschen Presse. p- 8. Groß- Berliner Parteinachrichten. Heute, Dienstag, den 19. Dezember: dungsausschuffes und der Beitungskommission bei Ulbrich, Handjernstr. 86. Jungfozialisten. Gruppe Lichtenberg. 7% Uhr Arbeitsgemeinschaft Rechtswesen". Ref. Gen. Felgentreu. Gruppe Norden. 8 Uhr Putbuser Str. 6, Schule, Vortrag. Morgen, Mittwoch, den 20. Dezember: 1. Abt. 7% Uhr bei Dietrich, Linienftr. 122, 8ufammenkunft der Bezirksleiter. „ Lebensroulette", ein Film ohne Existenzbedingungen und berechti ( Abrechnung der Beitragsmarten.) Abteilung Geftwistsgehilfen. 5 Uhr gungen, wird in der Schauburg vorgeführt. Dffenbar wollte man für Mitgliederversammlung im Restaurant Feiler, Friedrichstr. 131a. Bortrag Maria Belenia, bie toieberholt ein Mädchenschicksal berart geftaltete, daß 6. abt. 7 Uhr gemeinsamer Bablabend in der Schulaula Schwedter Straße. des Gen. Frans Künstler, M. d. R. dem braven Spießbürger die Tränen tamen, eine Bombenrolle schaffen. 21, Abt. 7 Uhr Mitgliederversammlung Schulaula Plantagenstr. 15-17. Themta: Jane Beß griff aber arg daneben. Das Manuskript ist unmöglich, die Regie vermochte nicht straff zusammenzufassen, und irgendeinen Einfall von 26. bt. 7 Uhr Weihnachtsbefcherung bei Büttner, Schwedter Straße. Die politische Sage". Ref. Gen. M. Stein. Wahl des Abteilungsvorstandes. Belang hatte sie ganz bestimmt nicht. Alles ist matt, fein Bebante, der 36. ibt. 7% Uhr Bahlabende: Bezirk 691-696 bei Bufd), Tilfter Str. 27, Bot nicht schon einmal irgendws verwandt wurde, fein Einfall, der nicht trag des Stadtverordneten Tefchte: Die politische Lage"; Begizle 601-611 schon mal irgendwe verfilmt wäre. Der Regisseur hält den Roulette bei Liebermann, 8orndorfer Str. 9; Bezirke 612-615, 024-627 bet Böfenspielenden Alten sichtlich für die Hauptattraktion, doch selbst bei berg, Petersburger Str. 73; Bezitte 616-619 bei Wittfchug, Petersburger dieser kann man vor Langerweile einschlafen. Es wurde feine saubere Straße 5; Bezitte 620-623 bei Pflanz, Frankfurter Allee 239. In allen Bezirken Bericht von ber Borständefonferenz. Albrecht- Straße, Zimmer 26. Jugendveranstaltungen. " Verein Sozialistische Arbeiterjugend Groß- Berlin. Heute, Dienstag, den 19. Dezember: am 8. Januar im Gymnafium Lichtenberg, Marktstr. 23, ftatt. Stralauer Biertel. Die Einführung in die Oper Tannhäufer" findet erst Ablershof. Jugendheim Bismardstr. 12, Leseabend: Friz Reuter". Köpenid. Jugend heim Grünauer Str. 5, Leseabend: Bom Beier zum Rämpfer". Norden. Jugendheim Gemeindeschule Putbuser Str. 3-5, Bortag: Die Entstehung der Erde nach Sage und Wissenschaf". Steglig. Jugendheim Albrechtstr. 46, Leseabend: Theodor Storm". Brenzlauer Berg. Gesangsübungsabend des Chors für die Jahreswendfeier findet von 8-10 Uhr in der Schule Greifswalder Str. 23, statt. Südwesten. Jugendheim Alte Jakobstraße, Schule, heim Baugewerkschule, Kurfürstenstr. 141, Vortrag: Die konfessionele Jugend. Bortrag: Utopischer und wissenschaftlicher Sozialismus". Besten, Jugendbewegung. Vorträge. Vereine und Versammlungen. Freireligiöse Gemeinde. Bezirksversammlung Dienstag abend 7 Uhr Schule Weinmeifterstraße 16-17, 8immer 25. Referent A. Hoffmann. Gäste willkommen. Männerchor Friedrichshain. Mittwoch, den 20. d. M., 7 Uhr, ResidenzFestfäle, Landsberger Str. 31, Weihnachtsfeier der 38. Abteilung. 22. Dezember, abends 7% Uhr, im Lokal Göriz, Levegowftr. 196. Deutscher Arbeiter- Manbolinen- Bund. Bundesvorstandsfigung Freitag, ben Mandolinen Derein Milano 1905". Uebungsabend feben Dienstag im 2otal Rigaer Str. 54 Freitag in der Gerichtstlaufe", Gerichtstr. 71. ( am Bahnhof Frankfurter Allee). Mandolinenvereinigung Norben". Jeben Mandolinentiub Stern 1910". Jeben Freitag Restaurant Mägdefran, Quigowftr. 108( am Butligbahnhof). Better bis Mittwoch mittag. Etwas warmer, meist bewölft, mit Regenfällen, bei auffrischenden südlichen, später südwestlichen Winden. INLICHT SUNE SEIFET ist das schönste Weihnachtsgeschenk SUNLICHT SEIFE UNLICHT- SEIFE Theater, Lichtspiele usw. Geschenk Artikel HALPAUS RARITAT Opernhans Volksbühne Außer Abonnement 7%, Uhr: Uraufführung Mein Leopold 6½ Uhr: Fredigundis Lessing- Th. Schauspielhaus Heute u. morg 7: Königin Christine 72 Ur Hidalla Donnerst. 7: Faust Deutsch. Theat. Deut. Künstler- Th. 742 U.: Der lebende Heute u. more 7 Leichnam ( Alexander Moissi) Käthe Dorsch in: Mittw 7 U. z. 1. Male Liebelei. Die Lore Trommeln in der Nacht Do. 7 Uhr z. 1. Male: Großmama Ab Kammerspiele A Freit, allabendl. 8 Uhr: Timotheus in flagranti Mittw. 8. Das Glas Wasser Gr.Schauspielh. ( Karlstraße) 7 Uhr: Großmama Residenz- Th. Heute 7 Uhr Premiere Ibsen- Zyklus Kaffee- u. Teemaschinen Bowlen und Weinkühler Raffee- Service vernickelt, in größter Auswahl versilbert, P. Raddats& Co. Berlin W, Leipziger Str. 122/23. Verkauf von Losen für die Preuß. Staats- Lotterie. Luther Hedda Gabler Theater des Ostens ( die Nachtigall v. Wittenberg) Mittw 7 Luther Tilla Durieux ( die Nachtigall v. Kleines Th. Wittenberg) Montag, 25 12,212: Das Schwarzwaldmädel Theater i. d. Königgrätz. Str. Bis Freitag ge Tägl. 8 Uhr: Die Unmoralischen auch Weihnachten. ( Rose Theater) 73/4 Uhr: Menschen von heute SCALA Apollo- Theater LöwenRingkampf Internation. schlossen wegen Trianon- Th. Varieté Vorbereitungen Täglich 48 Uhr: zu der Sonn- Sissi Casino- Theater abendpremiere DON die Kokotte Der nene Schlager! 8 Uhr auch Weihnachten. Savonarola Pers.unter 18 Jahren Mollers Prinzeßchen haben keinen Zutritt Komödienhaus Walhalla- Theat. Tägl. Urania Die tolle Lola Theater 8 Uhr: Vesuv u. Pompeji 8: Der prachtvolle Musik von H. Hirsch K. Saal 5%, u 8 U. Hahnrei Maria Orska Otto Gebühr Berliner Th. 7.15: Madame Molly Wessely Paul Heidemann Von den Hauptnahrungsmitteln Der BlaueVogel Goltzstraße 9 Nollendorf 1613 Allabendlich 8% Uhr: Das Pompadour driite Programm. Vorverkauf bei Fritzi Massary a. G. Wertheim, an all. Theaterk. u. an der Roberts, Wirl, Haskei Kasse d.Th. v. 11-2 u. ab 6 Uhr abends. Deutsch. Opernhaus Der Troubadour Große Volksoper Im Theat.d. Westens 7% Der Freischütz Intimes Theater 8 Uhr: Die Leiter ADMIRALS- PALAST WELT am Bahnhof Rauchen gestattet 730 ARIETE Friedrichstr. Restauration auf allen Plätzen 730 Die Peitsche und...? Das unübertr. neue Varieté- Programm 8 Lustspielhaus Sonntags 31 Uhr: Der Mustergatte Vorstellung zu kleinen Preisen Metropol- Theater 737 NewYork- Berlin Neues Operett.- Th. 74: Die schwarze Rose Neues Th. am Zoo 7 Uhr: Dorine und der Zufall Operette v. Gilbert An beid Weihn.- Tag. 34 Derine und der Zufall Neues Volkstheater Komische Oper ( 7) Dir.: James Klein( 7%) allabendlich d. große infern.Revue Uhr Sardanapal Europa spricht davon Renaissance- Th. Hardenbergstr. 6. 71/2: Drei Strindberg- Einakter Schiller- Th. Charl. 8 Uhr: Die Ehre 7 Thalia- Theater UF. Prinz Don Juan Th. a. Nollendorfpl. 74U.Dein Mand... An beid. Weihn.- Tag. 32 Uhr: Vetter a. Dingsda Theater in d.Kommandant. Str 7 U. Der Schrei aus der Straße Wallner- Theater 8 U.: Die kleine Sünderin Operette v. Gilbert m. Guido Thielscher in Originalbesetzung Margit Suchy, Rose Feisegg, Balzer Lichtenstein, Max Landa, Bruno Kastner, Arnold Rieck, Alb. Kutzner, Mizzi Metelka, Else Reval, Spira, Bartels, Walters. 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Kesselschmiede: Abends 7 Uhr, im Lokal von Barleben. Burgsdorfstraße Ecke Wildenowftraße. Das Erscheinen aller Rollegen aus den Klempner: Rachin. 5 Uhr, im GeLadengeschäften ist Pflicht. Donnerstag, 21. Dezbr., nachmittags 42 Uhr, in den Mufiterfälen, RaiserWilhelm- Straße 31: Branchenversammlung der Zigaretten Maschinenführer und Betriebshandwerker. Tagesordnung: 1. Bericht der Branchenkommission und Neumahl berselben. 2. Branchenangelegenheiten 8. Berschiedenes Das Erscheinen aller Kollegen ist Picht. wertschaftshaus, Engelufer 24. Maschinenschlosser: Abbs. 7 Uhr, im Rosenthaler Hof. RosenthalerStr.11/ 12. Mechaniker, Uhrmacher, Optiker, Elcher und Bicherinnen: Nachm. 5 Uhr, im Gewertschaftshaus, Engelufer 24( Saal 1). Metalldrücker: Rachmittags 5 Uhr, im Metallformer und Berufsgenossen: Gewerkschaftshaus, Engelufer 24. Nachm 4%, Uhr, im Lofal von Müller, Schönleinfir. 6. Metall, Revolverdreher und-dreherinnen: Nachm. 5 Uhr, bet Reinte, Grünauer Straße 17. 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