Nr. 600+ 39.Jahrgang Ausgabe B Nr. 292 Bezugspreis: Für den Monat Dezember 750 M. voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Gaar. und Memelgebiet sowie Desterreich und Luxemburg 1250 M., für das übrige Ausland 1750 M. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, England, Estland, Finnland, Frant reich, Holland, Lettland, Lugemburg, Defterreich, Echweden, Schweiz, Tschechoslowakei und Ungarn. Der ,, Borwärts" mit der Gonntags. beilage ,, Bolt und Reit", der Unter. haltungsbeilage Seimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten erfcheint mochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin" Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 15 Mark Anzeigenpreis: Die einfpaltige Nonpareillezetle toftet 250 M. Reklamegeile 1250 W. Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 75 M.( zulässig zwei fett gebrudte Worte), jedes weitere Wort 50 M. Stellengesuche und Schlaf. Stellenanzeigen das erste Wor 40 M., jedes weitere Wort 30 M Worte über 15 Buchstaben zähic für zwet Worte. Familien- Anzeige für Abonnenten Beile 80 M. Anzeigen file bie nächste Numme müssen bis 4½ Uhr nachmittags in Hauptgeschäft, Berlin SB.68, Linden ftraße 3, abgegeben werden. Geöffne von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nach Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Doubojj 292–295 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Mittwoch, den 20. Dezember 1922 Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Posticheckkonto: Berlin 375 36 Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depofitentaffe Lindenstraße 3 Die neue Getreidepreiserhöhung. Förderung des Wohnungsbaues. Erhöhung des Brotpreises um mindestens zwei Drittel. Die Reichsregierung hat gemäß§ 50 des Getreideumlage-| Darüber hat die Reichsregierung mit Bertretern des Wirtschafts. gefehes beschloffen, den Preis des dritten Sechstels der Ge- lebens bereits Fühlung genommen. Weiter sollen neben den Maßfreideumlage auf 165 000 m.( bisher 28 600) für nahmen für die Beamten und sonstigen öffentlichen Bediensteten Roggen, mit den entsprechenden Abstufungen für die anderen auch Borkehrungen getroffen werden, um den Sozialrentnern Getreidearten festzusehen. Gleichzeitig ist befchloffen worden, und anderen aus sozialen Gründen zu Betreuenden die Wirkungen eine Vorlage einzubringen, wonach der Endtermin für der Getreidepreiserhöhung zu erleichtern. die Ablieferung des Umlagegetreides vom 15. April auf den 15. März 3urüdverlegt wird. Reichsernährungsminister Dr. Luther begründete den Be schluß der Reichsregierung folgendermaßen: Der jezige freie Marktpreis für Roggen beträgt rund 270 000 m. und für das erste Umlagedrittel nur 28600 Mart. Der 20er- Ausschuß hat vom 13. Dezember beschlossen, daß die Grundlage der Preisberechnung aus der sogenannten landwirtschaftlichen Indegzahl für den 1. De zember, d. h. für den mittleren Tag der Ablieferungspflicht des britten Sechsteis entnommen werden foll; diese Inderzahl ergibt 167 096 M. Dazu soll nach dem Ausschußbeschluß ein Ausgleich für die infolge irriger Schäßung zukünftiger 3ahlen entstandene geringere Bezahlung des ersten Drittels gewährt werden, der sich auf 18 246 m. berechnen würde. In Zahlen ausgedrückt lag mithin ein Mehrheitsbeschluß auf 185 000 m. vor, während die beiden sich hauptsächlich gegenüberstehenden Gruppen Preise auf der einen Geite von etwas über 100 000 m. und auf der anderen Seite von mehr als 200 000 m. wünschten. Bon A. Ellinger. Die Wohnungs- und Bauwirtschaft zerfällt in drei Teilgebiete, die eng miteinander zusammenhängen und auf denen gleichzeitig vorgegangen werden muß, wenn die bestehende Wohnungsnot in einer für alle Bevölkerungsschichten erträglichen Weise in möglichst kurzer Zeit beseitigt werden soll, nämlich: 1. die Bewirtschaftung der vorhandener Wohnungen, 2. die Erbauung neuer Wohnungen, 3. die Baustofferzeugung beschaffung. und BaustoffAuf dem ersten der drei Teilgebiete herrscht heute noch die gebundene Wirtschaft. Es ist das einzige Wirtschaftsgebiet, auf dem die freie Wirtschaft noch nicht zugelassen ist. Die Folge dieser gebundenen Wirtschaft ist, daß die Mieten bis jetzt im Reichsdurchschnitt nur um etwa das Fünf bis Behnfache gestiegen sind, während sich die Preise aller Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände, die der freien Bewirt schaftung unterliegen und zwar auch derjenigen, die im Inland mit inländischen Rohstoffen erzeugt werden um das Fünfhundert, ja sogar teilweise um über das Tausendfache erhöht haben. An dieser ausführlichen Begründung der neuen Getreidepreiserhöhung ist richtig, daß sich auch die Verbraucher der Notwendigkeit einer Steigerung des Umlagepreises nicht entzogen haben. Aber auch die komplizierteste Rechnung wird nicht belegen fönnen, daß eine Herauffezung der Umlagepreife auf das Sechsfa che des für das erste Drittel bereits nachträglich erhöhten Preises erforderlich geworden ist. Die Landwirtschaft erzielt aus dem freien Verkauf eines wefent lichen Teiles ihrer Ernte Gewinne, die weit über ihre Broduktionskosten hinausgehen; sie hat daher die Pflicht, die Not, die auf der minderbemittelten Bevölkerung laftet, durch die Abgabe eines Teiles threr Ernte zu ermäßigtem Preise zu lindern. Das Reichsernährungsministerium hat einen Ausgleich versucht, indem es aus den Forderungen der ProduDiese Sachlage ist ganz ungewöhnlich günstig für die zenten und den Zugeständnissen der Berbraucher ziemlich mieter, die, gemessen am realen Wert der Häuser, thre genau die Mitte nahm. Es hat sich aber nicht vergegenwärtigt, Wohnungen zu einem Bruchteil ihres tatsächlichen Wertes be= Daß die von den Verbrauchern genannten Preise von rund kommen. Sie ist aber sehr ungünstig für die Wohnungs102 000 m. pro Tonne tatsächlich die äußerste Grenze losen, für die infolge der Unwirtschaftlichkeit des HäuferDie Gründe für die Stellungnahme der Reichsregierung dessen darstellten, was nach Kenntnis der Lebensbedingungen baues auf privatwirtschaftlichem Wege feine Wohnungen mehr find folgende: ber breiten Masse getragen werden fann und im Notfalle, be- gebaut werden fönnen und für die, infolge Mangels an MitDie durch die gesetzliche Lage für die Reichsregierung gebotene fonders aber im Hinblick auf die Steigerung der landwirt feln, auch der gemeinnüßige und gemeinwirtschaftliche WohBerücksichtigung des Beschlusses des 20er- Ausschusses hat die Reichs schaftlichen Produktion auch getragen werden müßte. Ebenso nungsbau immer unmöglicher wird. regierung veranlaßt, als Ausgargspunkt für ihre Stellungnahme irrt sich das Reichsernährungsministerium über die Wirkun den hauptsächlichsten Ausschußbeschluß zu wählen, wonach die land- gen der Getreidepreiserhöhung, wenn es darauf hinweist, 11, Millionen Wohnungen. Da aus den vorhanBurzeit fehlen in Deutschland schäzungsweise 114 bis wirtschaftliche Inderzahl des mittleren Tages der Ablieferungs- daß dadurch das Brot durch den neuen Preis nur um etwa denen Wohnungsbeständen- durch Aufteilung großer Wohperiobe zugrunde gelegt werden soll. Die Reichsregierung hat an 66 Broz. verteuert werden würde. Noch immer sind mit einer nungen in Kleinwohnungen, den Ausbau von Dachgeschossen, ihrem alten Standpunkt festgehalten, daß das Inderverfahren grund- Berteuerung des Brotes auch die übrigen Produktionskosten den Einbau von Wohnungen in öffentliche Gebäude usw. fäglich geeignet ist, um den Landwirten im großen Durchschnitt des gestiegen, und ein für die Ernährung verantwortliches nach dem Urteil aller Sachverständigen feine nennenswerts bereits Aufgewandten und noch Aufzuwendenden die finanziellen Ministerium müßte längst einen einigermaßen einwandfreien 3ahl von Wohnungen mehr zu gewinnen ist, so bleibt zur Voraussetzungen für die Weiterführung der Brotgeteideerzeugung Schlüssel für die Berechnung des Brotes gefunden haben. Beseitigung der Wohnungsnot nur der Bau neuer Wohnun. zu geben. Daneben ist zum Vergleich der freie Marktpreis nach unserer Rechnung ist eine Berdoppelung des Brotfür den November berüdsichtigt worden. Bon dem so errechneten preises bis Mitte Jamuar unvermeidlich. gen übrig. Zum Bau neuer Wohnungen in größerem Umfang gibt freien Marktpreis wurde gemäß den Grundabsichten des GetreideBugegeben felbst, daß das Ernährungsministerium richtig es heute theoretisch zwei Möglichkeiten, nämlich entweder die umlagegesetzes ein Abschlag von 35 Proz. angenommen, in der daran tut, die Produktionsinteressen der Landwirtschaft im Anpassung der Mieten an die Baukosten durch BeMeinung, daß mit diefer Prozentzahl der Bereinigungs Hinblick auf die Ernährung des nächsten Jahres feitigung der Mieterschutzgeseße und Freigabe der Mieten. punkt zwischen den volkswirtschaftlichen Not stärker zu fördern. Aber es ist ein verhängnisvoller Irrtum, oder die tatkräftige Fortführung des gewendigkeiten der Getreideerzeugung und den Preis zu glauben, daß die Landwirtschaft wirksam gefördert wird, meinnügigen und gemeinwirtschaftlichen intereffen der Berbraucher gefunden ist. wenn man den überspannten Forderungen der Wohnungsbaues. Würde der erste Weg beschritten, fo Zahlenmäßig ist danach das Ergebnis folgendes: Auf der einen Landbündler zu weit entgegentommt. Diese Tat reiht sich bedeutete dies, wie Genoffe Dr. Engler in der Abendausgabe Seite steht die Mittefinderzahl mit 167096 M., auf der anderen eben würdig den übrigen Taten des Bürgerkabinetts Cuno bes Borwärts" vom 21. November sehr anschaulich dargelegt Seite stehen 233 520 m., vermindert um 35 Broz., gleich 151 768. an, das feine höchste Aufgabe in der Förderung des Unter- hat," eine wahnsinnige Bereicherung der Hausbefizer Demnach dürfte, so führte der Minister aus, eine Zahl von rund nehmertums sieht. 160 000 m. das Richtige treffen. Die Regierung hat weiter dem Beschluß des Ausschusses, wonach eine Bergütung für die nachträglich als zu niedrig erwiesene Schätzung bei der Berechnung des Umlagegetreidepreises für das er ste Drittel gewährt werden soll. Rechnung getragen. Es erschien aber nicht richtig, mit dem Ausgleich, der 18 246 m. je Tenne be. tragen würde, allein das dritte- Sechstel zu belasten. Vielmehr fonnte nur eine Berteilung auf die noch ausstehenden vier Sechstel in Aussicht genommen werden, so daß bei dritten Sechstel 4561 m. hinzugefügt sind. Aus der Hinzufügung dieser 4561 m. zu den oben begründeten 160,000 m. ergibt sich unter angemessener Ab. rundung der Umlagegetreidepreis für das dritte Sechstel von 165000 Mart. Hohe polnische Offiziere verhaftet. Warschau, 20. Dezember.( DA.) Zwei Adjutanten des Generals Haller, und zwar Oberst Modelfti und Hauptmann Malinowski, sowie der Generalftabsoberst Dowvojno Sollogub wurden verhaftet. Die Korpskommandanten von Kratau, Czifiel, und von Przemysl, Catinit, wurden ihrer Stellung enthoben. Schließlich ist gegen einige höhere Offiziere der Armee, darunter gegen einen Schwager des Führers der Chriftlichnationalen Voltspartei, Dubanovic, eine Untersuchung im Gange. Bei einer Haussuchung in der Wohnung des Mörders Niewiadomski wurden ein Bruder des Mörders und einige weitere Personen verhaftet. Kuryer Politi" bringt Einzelheiten der Untersuchung, die ergab, daß die Umgebung des dahingefchiedenen Präsidenten ihm den Besuch der Ausstellung abgerafen und ihn gewarnt hat. Der Präsident erklärte jedoch kategorisch, daß er feine Luft habe, ein Gefangener zu sein, und fagte, er habe Bertrauen zu seinen Bolfsgenossen.. Der Mörder befindet sich im Motofower Gefängnis. Er verhält sich vollkommen ruhig. Die Atten der abgeschlossenen Unterfuchung find bereits einem Standgericht überwiesen. Die Nationalverfammlung trift heute mittag zur Neuwahl des Die Regierung erwartet, daß der Landwirt aus diefer fehr erheblichen Steigerung gegenüber den bisherigen Breis. festsetzungen erkennt, daß sie entschloffen ist, ihm die wirtschaftliche Grundlage zu einer vollen Anspannung seiner Kräfte auch für die tommende Ernte zu gewähren Der möglichst baldigen Ueberführung der diesjährigen Ernte in die öffentliche Hand soll die beabfichtigte Rüdverlegung des Umlagetermins dienen. Die Regierung geht auch von der Erwartung aus, daß die Berbraucher, deren eigenstes Interesse die. Ablieferung der nächstjährigen Ernte ja ist, der Notwendigkeit einer Preisfestsetzung Verständnis Staatspräfifidenten zusammen. entgegenbringen, die den Landwirt allgemein in bie Lage verfekt, feine volkswirtschaftlichen Aufgaben zu erfüllen. Die Regierung hat auch Schritte getan, um den Druck der für Mitte Januar zu erwartenden Brotpreiserhöhung unter Berücksichtigung der gesamten dann obwaltenden Geldwertverhältnisse tunlichst zu erleichtern. Der neue Abgabepreis der Reichsgetreidestelle fann aber noch nicht angegeben werden, ba dabei mancherlei noch unbekannte Umstände mitsprechen. Dollar 6700. und eine außerordentliche Belastung der Mieter. Da die Er bauung einer Dreizimmerwohnung heute ungefähr 2½ Millionen Mark tostet, so müßte, um das Bauen privatwirtschaftlich rentabel zu gestalten, die Miete für eine solche Wohnung( Berzinjung, Tilgung, Verwaltung, Steuern usw.) nahezu 200 000 Mark jährlich betragen. Bei einer weiteren Verteuerung des Bauens wäre voraussichtlich bald mit einer Jahresmiete von 250 000 bis 300 000 Mart zu rechnen. Es bedarf feines Be= weises, daß die Erhebung solcher Mieten zu gewaltigen Lohntämpfen, einer riesigen Zunahme der Inflation und der Geldentwertung und damit zu einer weiteren Zerrüttung unserer Wirtschaft, wahrscheinlich aber infolge der weiteren Berelen dung der arbeitenden Massen und der Vertiefung des Klaffengegensatzes auch zu neuen Aufständen und Butschen führen würde. Die Beschreitung dieses Weges ist somit aus volts. wirtschaftlichen und politischen Gründen nicht möglich. Den zweiten Weg ist man durch das Reichsmietengesetz und das Gesetz über die Erhebung einer Abgabe zur Förderung des Wohnungsbaues bereits ein Stückchen gegangen. Er besteht darin, daß man das ganze deutsche Bolf zu einer Wohngemeinschaft zusammenfaßt, die auf der einen Seite die Mieter der vorhandenen und billig erbauten Wohnungen vor tapitalistischer Auswucherung schüßt, die aber gleichzeitig dafür zu sorgen hat, daß die Wohnungslosen ebenfalls zu erschwinglichen Preisen Wohnungen erhalten. Wenn irgendwo, dann muß hier das Sprichwort geften: Einer für alle, alle für einen! Die erneute Rurssteigerung der Mart an der gestrigen New Vorter Börse führte heute in Berlin im Zusammenhange mit fon Die Solidarität derjenigen, die Wohnungen haben, mit treteren Nachrichten über die Absichten Ameritas zu einer Ab- denjenigen, die feine Wohnungen haben, ist bis jetzt geübt schwächung der Devisenkurse. Der Dolar ging zeitweise bis worden durch eine geringe Wohnungsbauabgabe. auf 6700 zurüd. Gegen Mittag wurde er an der Börse mit 6800 Diese Abgabe hat der fortschreitenden Geldentwertung nicht gehandelt. Die Bewegung scheint jegt in ruhigere Bahnen einzu im entferntesten entsprochen. Ihre Niedrigkeit und feste BeDie Getreidepeiserhöhung für sich allein wird nur etwa eine lenten. Diese Befestigung der Stimmung fommt auch in der Kurs grenzung hat zusammen mit dem Baustoffwucher dazu geSteigerung des Brotpreises um zwei Drittel des bisherigen bewegung am Effettenmarkte deutlich zum Ausdruck. Heute wurde führt, daß nur ein geringer Teil der im vorigen Jahre in Brotpreises nach sich ziehen, da sich dieser Preis auch nach dem von der Mehrzahl der Papiere der vorgeftrige Kursverluft zu einem Aussicht genommenen Wohnungen gebaut werden konnte, Breise des zu erheblichem Teil bereits erworbenen Auslandsgetreides erheblichen Teile wieder gutgemacht. Naturgemäß bleibt das und daß wir heute vor der Einstellung der gesamten Wohund den Frachten, sonstigen Beförderungs-, Mahltoften usw. richtet. Geschäft im Hinblick auf die bevorstehende Weihnachtspause ver- nungsbautätigkeit und vor dem Zusammenbruch der deutschen Es ist selbstverständlich, daß die Gestaltung der Bezüge im hältnismäßig ruhig. Auch die Geldsorgen wirken drückend. Be- Bauwirtschaft stehen. Wenn der völlige Zusammenbruch der Rahmen der allgemeinen Bedingungen den durch die Brotpreis- fonders gesucht waren heute Schiffahrtswerte und Balutapapiere. gemeinnüßigen Wohnungsbautätigkeit vermieden werden soll, erhöhung geschaffenen Berhältnissen Rechnung tragen wird. Die Stimmung fann als fest bezeichnet werden. so ist es notwendig, die Wohnungsbauabgabe entsprechend dem schwankenden Geldwert und den schwankenden Bautoften be weglich zu gestalten und sie so zu erhöhen, daß aus ihren Erträgen zusammen mit den Erträgen aus der Kohlen abgabe usm. jährlich die Baukosten für ein Bauprogramm gedeckt werden können, das die allmähliche Ueberwindung der Wohnungsnot möglich macht. Nach den heutigen BauCosten wäre dazu die Erhöhung der Wohnungsbauabgabe auf mindestens den 15- bis 20fachen Betrag der Vorkriegsmieten nötig. Die Durchführung dieses Vorschlages bringt für die Mie er zweifellos eine große Belastung, die durch die Erhöhung Der Löhne, Gehälter und Renten wieder ausgeglichen werden muß. Sie schüßt sie aber gleichzeitig vor der Wiederkehr der freien Wirtschaft im Wohnungswesen und damit vor einer um das Bielfache größeren Belastung. Sie ist der einzige Weg, um den völligen Zusammenbruch der Wohnungsbautätigkeit zu verhindern, von den Arbeitern des Baugewer bes, der Baunebengewerbe und der Baustoffindustrien eine riesige und bei der jezigen Teuerung sehr gefährliche Arbeitslosigkeit fernzuhalten und der völligen Berrüttung der deutschen Volkswirtschaft vorzubeugen. Nichts wäre für die deutschen Arbeiter unerträglicher, als wenn durch die Stillegung des Baugewerbes, diefer Nährmutter so vieler anderer In dustrien und Gewerbe, eine Arbeitslosigkeit großen Stils über sie hereinbrechen würde. unft wilhe element liebe Arm in Arm mit den Deutschnationalen marschiert, mit diesen Ideen sympathisiere: in Zukunft nicht ebenfalls wieder zum guten Teil in die Taschen der Baustoffwucherer fließen sollen, dann ist es not Wenn also Deutschnationale und Bolksparteiler geschlossen die wendig, die Baustoffindustrie in die Gemein= wirtschaft überzuführen, mindestens aber schleunigst einen staatsrechtliche Lostrennung von Preußen betreiben sollten, so würde Zustand herbeizuführen ,, der zunächst eine wirksame on der Erfolg eines Bolksentscheids wohl weniger zweifelhaft sein als in Hannover. trolle der gesamten Baustoffindustrie durch die öffentlichen Die Bewegung zum eigenen Bundesstaat hin ist auf dem Körperschaften und die Verbraucher sowie eine starke Herab- Marsche. Mit dieser Taifache muß man rechnen, wie man sich auch sentung der Preise, später aber die allmähliche Ueberleitung zu ihr stellen will. Die nationalpolitischen Gefahren, die einem der Baustoffindustrie in die Gemeinwirtschaft gewährleistet. innerftaallich autonomen Ostpreußen aus seiner Lage inmitten pol Von den Gewerkschaften aller Richtungen, wie von den Ver- nisch- litauisch- lettischer Nachbarn erwachsen, soll man nicht vertretern der Mieter sind der Reichsregierung und dem Reichs- tennen. Sollte sich aber der Wille zur Autonomie als stärker ertag wiederholt ins einzelne gehende Vorschläge zur Bekämp- weisen, denn alle anderen Rüdfichten, so würden die Schuldigen in fung des Baustoffwuchers gemacht worden. Das deutsche Volk den Berliner Zentralftellen zu suchen sein. Im oftpreußischen Bronationalen gegen die Autonomie aussprachen, wird die Sache wohl bis weit in die rechtsstehenden Kreise hinein wartet in dieser vinziallandtag, in dem sich vor einiger Zeit sogar noch die Deutschdemnächst eingehend behandelt werden. Und die Haltung der ausBeziehung auf Taten! schlaggebenden Parteien dürfte nun eine andere sein, wenn night inzwischen die preußische Regierung nachgeben sollte und das Prinzip der Bevormundung inzwischen aufgeben würde. Ostpreußens Bolt ist loyal und reichstreu bis auf die Knochen, aber es will feine nationalen und landsmannschaftlichen Einrichtungen und Gesinnungen geschont wissen." Moralische Eroberungen. Koburger Volksabstimmung gegen Bayern? Das„ Roburger Boltsblatt" berichtet am 18. Dezember: " Die ungeheure Erbitterung des weitaus größten Teiles der Koburger Bevölkerung über die reaftionären Machenschaften in der bayerischen Ordnungszelle", des Unmuts weitester foburgischer Kreise über die, man möchte beinahe sagen, passive Resistenz bei der Durchführung des Anschluß- Staatsvertrages haben zu einer fichtbarsten und von allen Rennern dieses Stimmungsumschwungs vor ausgeahnten Mißtrauenstundgebung gegen die bayerische Regierung geführt: Das alles heißt auf gut deutsch, daß die Herrschaften„ loyal und deutschtreu bis auf die Knochen" nur so lange find, als sie unge, hindert tun können was sie wollen. Und der König abfolut, wenn er uns den Willen tut", nach diesem alten Spruch wollen sich die Junter offenbar auch heute noch richten. Sie werden aber die Rech nung ohne den Wirt machen. Ausschreitungen gegen Ausländer. Wenn freilich das deutsche Volf gemeinsam die Mittel aufbringen soll, um die erforderlichen Wohnungen für die Wohnungslosen bauen zu können, dann muß es die Gewiß- Am geftrigen Sonntag fand im Roburger Bezir? eine Unterheit haben, daß die Mittel auf das sparsamste verwendet und schriftensammlung zweds Zulassung der Abstimmung über die Los Der Berliner Bertreter des Corriere d'Italia", Luigi Morandi, nicht zur Bereicherung für Bucherer und Spetulanten benutt lösung des Koburger Gebietes von Bayern statt, die, soweit wir bis teilt in einer Zuschrift an das„ Berliner Tageblatt" mit, daß er am werden. Eine Verbilligung der Bauausfühickt in Erfahrung bringen fonnten, trotz der Unvollständigkeit der letzten Sonnabend im Schalterraum des Postamts in der Linkſtraße rung ist heute wenigstens dadurch erreicht, daß soziale Durchführung die erforderliche Unterschriftenzahl rasch und mühelos von einem Manne aus dem Bublifum angepöbelt und mit Baubetriebe in den kapitalistischen Baumarkt einge erbrachte. schaltet worden sind. Den Erfolg dieser Betriebe erkennt Die Riefenblamage für die bayerische Staatsregierung und Brügel bedroht worden sei. Auf seinen Wunsch sei der Betreffende festgestellt worden als ein Straßenverfäufer aus der man nicht nur daran, daß sie bei den im letzten Geschäftsjahr bürgerliche bayerische Regierungskunst, die in diesem elementaren Schöneberger Straße. Während der Polizeibeamte den Namen übernommenen Bauaufträgen um durchschnittlich 9 Pro3. Ausbruch eines enttäuschten Boltsteiles liegt, hätte leicht vermieden billiger waren als die jeweils billigsten Privatunternehmer, werden können, wenn man auch hier mehr auf die sozialdemokra- notierte, hätten Umstehende auf die Ausländer geschimpft und verfondern auch daran, daß trotz des riesigen Baustoffwuchers tischen Barnungen und Vorschläge gehört hätte. So hat man aber langt, daß man sie„ verhaue und rausschmeiße", wenn nicht gar totdas Bauen heute, in Goldmark gerechnet, immer noch nahezu ganz im Stile altpreußischer Kolonisierungspolitik, siehe früheres schlage. Das angesammelte Publikum hätte ihn und seine Begleite rin mit Beleidigungen überhäuft und mit den Fäusten bedroht. um ein Drittel billiger ist als in der Vorkriegszeit. Durch die Reichsland, den neugewonnenen Landesteil„ verwaltet", hat Gitua- rin mit Beleidigungen überhäuft und mit den Fäusten bedroht. Morandi schließt: Schaffung neuer und die finanzielle Stärkung der vorhan- tionen heraufbeschworen, wie den 3. September 1921( BlutſonnIch glaube, hier meinem journalistischen Berufe auf ehrliche denen sozialen Baubetriebe, ferner durch eine größere Ratio- abend) und Ueberfall der Hitler- Gardisten am heurigen" Deutschen Weise nachzugehen und betrachte es als meine Mission, in Italien nalisierung der Bauwirtschaft, durch Einführung der wissen Tag", und der Rest ist daß 2½ Jahre dieser Regierungskunst bekannt zu machen, was Deutschland denkt, schafft und schaftlichen Betriebsführung im Baugewerbe, durch die Ver- einen zukunftsfreudigen, anschlußbegeisterten Boltsteil ins Gegen- leidet. Aber ein anständiger Mensch sollte ein Anrecht darauf teilung der Bauaufträge auf das ganze Jahr, die rechtzeitige feil zu befehren vermochten. Das ist das Fazit, das aus der gestrigen haben, vor Beleidigungen und Drohungen geschützt zu werden, auch wenn er Ausländer ist. Ich begreife durchaus den Bereitstellung der Mittel für den Wohnungsbau, die rascheste Lostrennungsaktion gezogen werden muß." Durchführung bes einmal aufgestellten Bauprogramms, die Die Fränkische Tagespost" berichtet dazu, daß 14 000 beutichen Stolz und bewundere ihn; aber jedes HaßAnwendung erprobter und billiger Ersatzbauweisen usw. ist unterschriften gesammelt wurden, womit die erforderliche An- gefühl muß zum Schaden Deutschlands ausschlagen, das doch eine weitere Berbilligung des Bauens herbeizuführen. zahl weit überschritten wäre. Auch dieser Vorgang ist nur so sehr Freunde nötig hat und Vertrauen im Auslande, um sich Wir können uns dieser Meinung des Herrn Morandi durchaus mungsbautätigkeit beeinträchtigt durch den ins Gigantische fuche, so etwas wie einen Fascismus zu entfachen, in Deutsch- anschließen. Sinnlose Exzesse gegen einzelne Ausländer Am schärften wird aber heute die gemeinnügige Woh- ein erneuter Beweis dafür, daß die nationalsozialistischen Ver- aus dem Elend und der Berzweiflung herauszuarbeiten." gestiegenen Bucher mit Baustoffen. Zur Bekämp- land überall scheitern. bessern weder die Lage Deutchlands im allge= fung dieses Wuchers ist bis jetzt so gut wie nichts geschehen. meinen, noch die der einzelnen Bevölkerungsschichten. Unsere Infolgedeffen ist ein sehr großer Teil der von der AllgemeinBartcigenossen sind auch so politisch geschult, daß sie diese nationaheit aufgebrachten Wohnungsabgabe dem Wohnungsbau ent- Wir wiefen neulich darauf hin, wie ein ostpreußisches deutsch liftische Hehe nicht mitmachen. Das hindert sie indessen nicht, bei zogen worden und in die Taschen der Baustofferzeuger und nationales Blott durch seine offene Forderung einer weitgehen aller Rüdsichtnahme auf einzelne Persönlichkeiten, doch die lleberBaustoffhändler geflossen Die Riesengewinne, die diese Un- den Autonomie für Ostpreußen den Polen in die Hände arbeitet. fchwemmung Deutschlands durch ausländische Schieber ternehmungen im letzten Jahr gehabt haben, sind dafür der Dieses Blatt wird nun nicht etwa in der deutschnationalen Presse mit sehr großer Sorge zu betrachten. Sie würden es sicher für richbeste Beweis. Einen nicht minder guten Beweis bietet ein abgeschüttelt. Im Gegenteil. Der Tag" veröffentlicht heute tig haiten, wenn durch die deutschen Gesandtschaften im Auslande Vergleich zwischen der Steigerung der Baustoffpreise und der eine lange Zuschrift, die diese Forderungen unterstreicht und eine strengere Kontrolle nach der Richtung vorgenommen Steigerung der Arbeitslöhne. Während am 1. November der sich zu eigen macht. Es heißt dort nach längeren Klagen über würde, daß die Einreifeerlaubnis nur solchen Personen gewährt wird, Lohn der Bauarbeiter im Reichsdurchschnitt um das 236fache den Berliner Kurs" über die Entlassung reaktionärer Land- die einen wirklich wichtigen 3wed ihrer Reise nach Deutschgegenüber der Vortriegszeit gestiegen war, betrugen die räte weiter: land nachweisen können. " Altpreußische Separatisten. Preise der Baustoffe im Durchschnitt bereits das 766fache." In einflußreichen deutschnationalen Kreisen wird für eine Vom 1. Juli 1914 bis 1. September 1922 war der Lohn Lockerung der staatsrechtlichen Bindungen an Preußen lebhaft geanteil für eine Wohnung von 70 Quadratmetern Wohn- worben. Man schickte zunächst ein fleineres oftpreußisches Blatt, das„ Oberländer Boltsblatt", mit einem Tendenzartikel dieses fläche von 61,8 Proz auf 33% Proz. zurückgegangen, während in der gleichen Zeit der Anteil der Baustoff- Sinnes vor. Darin wurde nicht nur eine Berwaltung gefordert, bie Bertrauen der örtlichen Majarität genießt, sondern auch die fosten von 38,2 Broz. auf 66% Pro3. gestiegen war. Frage aufgeworfen, ob Ostpreußen nicht lieber eine Kolonie nach Treffender fann der ungeheure Schaden der freien Mono- englischem Muster mit self- government oder ein eigener Bundespolwirtschaft in der Baustoffindustrie und im Baustoffhandel staat werden foll." nicht dargetan werden. Wenn die Mittel, die das deutsche Bolt für den gemeinnüßigen Kleinwohnungsbau aufbringt, " Fredigundis" von Franz Schmidt. Premiere der Staatsoper. Eine neue Tageszeitung. Die Ledebour- Gruppe bringt ab 1. Januar eine neue Tageszeitung„ Der Wedruf" heraus. Kommunistische Blutjustiz. Der Prozeß gegen die Sozialrevo lutionäre in Petersburg ist zu Ende. 11 Angeklagte wurden zum Tode verurteilt. Die Universität Gent foll nun doch flämisch werden. Die Rammer hat es mit 89 gegen 85 Stimmen bei 6 Enthaltungen beschlossen. Der Streit wurde so lebhaft, daß der Kolonialminister Frand den Erminister Paul Hymans wegen Beleidigung zum Zweifampf herausforderte. Es wird weiter behauptet, daß auch die Deutsche Bolts partei, die ja tatsächlich bei den Wahlen in Ostpreußen mit BorWerkes prägen sich dennoch ein als wirkliche Musikbekenntnisse. besonders gegen die Anstalten der römisch- katholischen Gemeinden; Stredenweise aber gleitet die Musik in eigenem. nur noch fachlich den Anstoß zu der Maßnahme haben die Freimaurer schottischer wertvollem Arbeitsstrom dahin, unbrauchbar für das Theater. Zwie- Observanz gegeben, die den Standpunkt vertreten, es sei nationale spältiges Verlangen eines eigenartigen Rönners brachte Schmidt Pflicht, den Staat für die Erziehung aller Kinder verantwortlich zu Es geschah also im Zeitalter der Merominger, daß Fredigundis, dahin, auf der einen Seite die fleinen Formen zu liebtosen, auf der machen, damit fie gute amerikanische Bürger werden und alle UnMagd, Here, Weibteufel, Elfe und Besessene in einem, den anderen Seite impressionistisch zu malen und redselig den eigent- terschiede des Besizes, der Klasse und der religiösen Zugehörigkeit Herzogsfohn Landerich liebt, ven feinem Bater verstoßen, vom lich dramatischen Atem zu verlieren. In die Partitur geſentt, ver- ausgetilgt werden könnten. Als die Bill eingebracht war, erfuhr sie Rönig Chilterich zu feinem Weib erhoben ward. Ihr Machttraum loren Kopf und Ohr die Distanz zum Wort, zum Gefang. Das lln- auch die lebhafteste Unterstützung des Ku- Klux- Klan, der ja seine ist damit erfüllt, doch stieg sie so hoch nur durch Mord an der jungen melodische hysterischer Perversion, als Reizmittel des Auges inter- Angriffe ebenfalls besonders gegen die Katholiken richtet. Indes Königin. Ihre Schuld rächt sich am Kinde, das dahinfiecht. Ber- effant, hat in der Ausfüllung des ganzen Werkes eine schöne Barti- wird das Gesetz nicht vor 1926 tatsächlich wirksam werden; bis dahin gebens fleht die Königinmutter den Bischof, der just wieder Lande- tur zu nur furzem Leben befähigt. Am Stoff, der nach Musik- werden die Gerichtshöfe es auch auf seine Verfassungsmäßigkeit zu rich heißt, an, das Kind durch Gebet zu retten. Landerich, der zur effetten lechzte, an gar zu bewußter Technit, an der Vornehmheit, prüfen haben. Keine Beamteneigenschaft der Schauspieler. Die Mitteilung, Buße einst ins Kloster geschickt war, verlangt von ihr Entsagung die eine Moritat in Mufit veredeln sollte, an seiner Welteinsamkeit, der Königsmacht, Buße und Reue. Sie verspricht es, mischt einen die ihm jeder geriffene Bühnenpraktiver hätte umwandeln können, daß die Schauspieler der Staatstheater als Beamte mit Pension, Witwengeld usw. angestellt werden sollen und ihrerGifttrant, während der Priester beim Kinde fniet, büßt aber ihre ist Schmidt diesmal gescheitert. Die Berlodungen für den Dirigenten waren groß. Stiedry feits endgültig auf das Streifrecht Berzicht leisten, teuflische List mit dem Tode des Geliebten, der just den falschen Botal an den Mund gesetzt hat. Auch das Kind stirbt, auch Fredi- überwand die Kompliziertheiten eines Zusammengehens von Spiel wird der Telegraphen- Union an zuständiger Stelle als unzuund Musik großartig. Fräulein Klepner fei für die Treue, die treffend bezeichnet. Tatsache ist nur, daß die Schauspieler einer gundis stirbt an der Bahre des Königs in des Bischofs Armen. Das ist eine Moritat von A bis 3, Dolch, Gift, Krankheit, fie dem Wert hielt, gepriesen. Gern überhört man Unebenheiten entsprechenden Gehaltsklasse den Beamten gleichgestellt werden und Klofter und Balaft, Wiege und Grab, Unschuld und Teufelei, Christen- und Müdigkeiten eines Organs, wenn die innerliche Anteilnahme automatisch fünftig mit dieser entsprechenden Beamtenflaffe im Das Gewissen des Gehalt steigen. Von der Verleihung der Beamteneigenschaft betreffs tum und Heidentum: da habt ihr das Rezept der Herren Warden zu grenzenlos ehrlich zur Schau gestellt ist. und Welleminsti, die vor den gräßlichsten Unmöglichkeiten Komponisten hatte in ihrem Herzen einen Widerhall. Alle ihre Pension usw. fann aber feine Rede sein. nicht auswichen, weil sie glaubten, in Märchen und Symbolen alles männlichen Opfer waren fich eines hohen, wenn auch vielleicht unBerwegene und Rezerische mischen zu können. Streifte das Buch dankbaren Dienstes voll bewußt. mit seinen Zufallsfituationen nicht gelegentlich die Komit, man würde Stoff und Mache als würdelos empfinden. Die Idee wäre so schlecht nicht, und im Roman Felix Dahns dringt sie ethisch eben noch etwas durch. Mit der Komprimierung des Stofflichen, im harten Nebeneinander aber fiegt das Kino, während der Kampf Landerichs zwischen Liebe und Sohnespflicht gleichgültig wird. Dr. Kurt Singer. Der Kanaltunnel in Sicht. Wie aus den neuesten Berichten der Ranaltunnel- Gesellschaft hervorgeht, tritt die Ausführung des so viel besprochenen Tunnels unter dem Kanal, der Frankreich und England durch eine Eisenbahnlinie verbinden soll, nummehr in das Bereich der Möglichkeiten. Die französische Handelskammer hat ein sehr gün ftiges Urteil abgegeben, demzufolge die Kosten eine Milliarde nicht übersteigen sollen und die Dauer der Ausführung auf sieben Jahre angegeben wird. Die Aufbringung der Mittel bietet keine Schwierig. beiben, ebensowenig die Verschiedenheit der Schienenwege auf beiden Seiten des Kanals, die sich durch Umänderungen verhältnismäßig leicht befeitigen läkt. Die Great Northern Railway hat sich bereit erklärt, die Bahnhöfe ihres Netzes für den internationalen Eisenbahnverkehr durch den Tunnel umzugestalten. Hedda Gabler im Residenz- Theater. Ob bei der Wahl dieses absen das dreiedige Verhältnis eine Rolle gespielt hat? Doch wohl nicht, denn es wird ja nicht realisiert. Nein, Tilla Durieux follte ihr Startum an diesem Problemſtüd erweisen, das sonst wohl faum aufgefrischt worden wäre. Jbsens allzu raffinierte Berechnung läßt Was macht Franz Schmidt mit diesem Tegt? Statt ihm das einen Eiseshauch von dem einst bewunderten Drama ausgehen. Frau Furioso und die Glut einer Musik zu geben, die knallige Effekte Durieur prägte, unterstrich, übertrieb diesen Zug. Ihre Hedda fnallig aufplaken läßt, gibt er sich als Interpret von dramatischen ist kaum noch die Schöpfung Ibsens, sondern ihre eigene. Sie gibt Bewegtheiten, die doch nicht da sind. Statt das Rot des Blutes der Generalstechter, die auch ein ästhetisches Nervenwesen mit romanund der bösen Leidenschaft, die wenigstens in Fredigundis gewollt tischen Allüren ist, refolut den Charakter der Kanaille, die wie die ist, zum Grundton der Partitur zu machen, haftet er nur an der Spinne ihre Opfer belauert und aussaugt. Alles ist Berechnung, Didflüffigkeit des Stoffes und bläft fie mit gelben Trompetenstößen Ueberlegung. Wie sie ihre Augen erlöschen läßt und meist mit gezu einer lauten Rundgebung höchst begabter Epigonenarbeit auf. fchloffenen Lidern spielt, wie sie höhnisch den Mundwinkel aufzucken Zwischen Waaner und Schrefer pendelt unschlüssig der Herzschlag läßt und eigenwillig das Kinn vorstrect, das ist alles echteste Durieur. der Mufit. Schmidt kann Bartituren schreiben, ja, fie tönnen im Gie fasziniert, aber sie ist ein viel zu bedrückter Willensmensch, um Detail der Arbeit geradezu Bewunderung erregen, aber er filtriert die Broblematit dieses Menschen voll zu erschließen. Ein furchtfie nicht, er ſtuft und ordnet den Klang nicht nach dem Wort, nicht bares Raubtier! Um fo mehr fehrte Hans Marr die Güte und die Dort oben ist Theater, und unten schreibt ein tölpische Spießigkeit in seinem Teßmann hervor. Theodor B eder Symphoniker fein Herz oh, mit unerhörter Fertigkeit des Kontra- war Lövborg, ganz unnordisch, ein Berliner Bohèmien. Sehr Mug, punktierens, der themotischen Beriation, des belebten Spieles der sehr fühl und gepflegt der Rat Brad von Keller.Nebri, ein Instrumente. Seine Motive haben Charakter, aber feine latente fleines Stabinetistück die alte Tante von Helene Rie z. Die Kunststelle der Sozialdemokratie Wiens veranstaltete im Spannuna, teine fortzeugende eigene Kraft, feinen mufitalischen Die Einheitsschule in Amerika. Als die einschneidenste Maß- letzten Gefchäftsjahr 337 Teatervorstellungen, die von 368 115 Personen Klang. Mes nüßt da die geiftvollste Umkehrung und vollendetfte Die Kunstitelle ift daran, auch gute Filme vorzuführen. harmonische Bravour, wenn das Originalbild uns nicht an die Seele regel in der Entwicklung des Schulwesens in der amerikanischen Begen die Benachteiligung der Arbeiterflasse durch die Zeitung der Staatspackt. Zudem verschlingen die äußeren Erregungen der Bühne schon Union wird ein Gesez bezeichnet, das jetzt im Staate Oregon erlassen theater beschloß die Parteifonferenz einen scharfen Broteit. Ein dänischer Friedenspreis. alles Interesse, und selbst der Mutige hat Mühe, im taum abges worden ist und das alle Kinder zwischen 8 und 16 Jahren zum BeEin Kopenhagener Berlagsbuchdämpften Klang des dicken Orchesters immer Ablenkungsreize zu suche der staatlichen Schulen verpflichtet. Die innerhalb des Staates händler hat dem Nobelpreis- Komitee mitgeteilt, daß er in Bewunderung finden. Ein paar Lyrismen, Heine Liebeslieder, visionäre Mono- von religiösen Körperschaften oder von Brivaten gegründeten Schulen der Arbeit Fritjof Nansens einen dem Friedenspreis entsprechenden Betrag loge, ein Tanz, das Borfpiel zum 2. Aft und der Austlang des verlieren dadurch ihre Daseinsberechtigung. Der Schlag richtet sich zur Verfügung gestellt habe, der Nansen zugeteilt werden soll. nach der Szene. ―r. Deutsches Künstler Theater. Die für Donnerstag argesette Urauf führung von Hans Müllers Luftspiel„ Grohmama" ist auf Freitag, den 22. perlegt worden. Am Donnerstag bleibt das Theater gefchloffen. Die für diesen Tag gelösten Eintrittsfarten behalten für Freitag ihre Gültigkeit. Der französische Dichter Henri Guilbeaug veranstaltet in Gemeinschaft mit Alfred Beierle am 21., abends 8 Uhr, im KlindworthScharwenka- Saal, Lukowsir. 76, einen Vortragsabend: Der Geift des neuen Ruß and und die fommende eltliteratur". Alfred Beierle wird von russischen, französischen, deutschen und holländischen Autoren lefen. besucht waren. Die Ausschaltung der Gewerkschaften. Der Müllskandal. Buch der„ Gewerkschaftsring" ist nicht gehört worden. Die Müllberge, die sich infolge der viereinhalbwöchentlichen Be11 = Diefer fategorische Sah enthält nichts weniger als eine bösartige Irreführung. Daß der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund nicht gehört worden ist, haben wir bereits im Morgenblatt ausdrücklich festgestellt. Heute wird uns nun vom „ Gewerkschaftsring", der Hirsch- Dunderschen Spikenorganisation, mitgeteilt, daß auch die ihm angeschlosse: nen Organisationen bei den Verhandlungen weder gehört wurden roch beteiligt waren. Wie man sagt, hat lediglich Herr Baltrusch von den Christlichen Gewerkschaften Gelegenheit gehabt, sich zu äußern, da die Vorsitzenden des ADGB. zur Friet enskonferenz nach dem Hoag gefahren waren. Zur Stadtverordnetenvorsteherwahl. Genoffe Diffmann als Kandidat nominiert. " Erhöhung der Hebammengebühren. Unsere Mitteilung, daß bei den neuerlichen Berhand- triebsschließung durch die Wirtschaftsgenossenschaft auf den Höfen Bei der letzten Wahl zum Stadtverordnetenvorsteher haben, wie lungen der Regierung Cuno mit den Industriellen und den angesammelt haben, sind zum großen Teil noch nicht beseitigt und erinnerlich, die bürgerlichen Parteien wohl unter dem frischen EinBantjachverständigen feine Arbeitervertreter ge= schon wieder droht die gänzliche Einstellung der Müllabfuhr. Be- druck ihres Wahisieges" geglaubt, alien parlamentarischen Gehört worden sind, daß besonders der Allgemeine Deutsche Ge- reits seit dem 12. Dezember hat die jezige Berliner Müllabfuhr pflogenheiten zum Troß der Sozialdemokratie das Anrecht auf den werkschaftsbund weder eine Einladung zu solchen Berhand still gelegt. Sie läßt von den 120 Gespannen, die bei vollem zu fönnen. Ob sie damit und mit ihrem Kandidaten Dr. Caspary Aktiengesellschaft die Hälfte ihres Betriebes Posten des Stadtverordnetenvorstehers streitig machen lungen erhalten habe, noch um Stellungnahme ersucht worden Betrieb täglich fuhren, nur 60 arbeiten. Die Arbeitnehmer müssen die besten Erfahrungen gemacht haben, das zu entscheiden überlassen ist, wird von Unternehmerblättern augenscheinlich auf einheit in der Woche drei Tage aussehen. Daß unter diesen Umständen wir ihnen selbst. Die Sozialdemokratie, die jetzt nach der Verschmelliche Weisung bestritten. So bringt der Berliner Lokal- das Müll von den Höfen nicht verschwindet, sondern sich immer zung mit ihren 87 Stimmen beinahe die Hälfte aller Sige inne hat, Anzeiger" noch heute morgen die Mitteilung, unsere mehr ansammelt, ist erklärlich. In Unkenntnis dieser Sachlage erhebt jedenfalls erneut als stärkste Fraktion den Anspruch auf den Behauptung entspreche nicht der Wahrheit". werden aus Berärgerung, weil das Müll nicht beseitigt wird, die ihr mit Recht zustehenden Posten des Vorstehers. Die Fraktion hat Mülltutscher von einem Teil der Vermieter, der Portiers und auch dementsprechend in ihrer gestrigen Gigung den Genossen Ditt der Mieterräte bei Abholung der Käften als" faule Hunde" usw. mann als Kandidaten fir die in der ersten Januarfizung stattfinbeschimpft. Die Mülltutscher, die auch nicht aus dem feinsten Holz dende Neuwahl aufgestellt. Wir glauben Grund zu der Annahme die Antwort nicht schuldig und so ergeben sich sehr unliebsame Auf der Sozialdemokratie ihr Recht abstreiten werden. geschnitzt, an dem Uebelstand aber vollkommen schuldlos find, bleiben zu haben, daß wenigstens die Mittelparteien diesmal nicht wieder tritte, die vermieden werden sollten. Das größte Interesse an der Beseitigung des Mülls hat der Müllfutscher selbst, da, wenn die Touren sauber sind, die Arbeit nur halb so schwer ist. Auch dürfte es einleuchtend sein, daß kein Arbeiter aus Bergnügen verkürzt Der Polizeipräsident hat mit Zustimmung des Magistrats von arbeitet und drei Tage Lohn in der Woche einbüßt, wenn er nicht Berlin für den Umfang der Stadtgemeinde Berlin eine neue Ge die Gesellschaft zur Einstellung der Hälfte der Müllabfuhr genötigt nehmen ist. Für den Beistand bei einer regelmäßigen und auch bei dazu gezwungen wird. Wie Direktor Lettow erklärte, hat sich bührenordnung für Hebammen festgesetzt, aus der folgendes zu entgesehen, weil Herr Ladendorff, der Vorsitzende des Bundes der einer frühzeitigen Geburt für die Dauer bis zu 12 Stunden werden Grundbefizer, im Organ„ Das Grundeigentum" die Hausbe- 1000 bis 6400 m. erhoben, für jede folgende Stunde 40 bis 200 m. Der amerikanische Konferenzplan. figer aufgefordert hat, feine Müllabfuhrge Jeder angeschriebene Wochenbesuch einschließlich der dabei erfolgenbühren zu bezahlen. Infolge dieses Aufrufs führt ein großer den Untersuchungen und Verrichtungen, wie Spülungen, Baden und Washington, 20. Dezember.( TU.) Aus sicherer Quelle Teil der Hausbesiger die von der Mietern eingezogenen Gelder für Wickeln des Kindes, foftet für jede angefangene Stunde bei Tage erfährt man, daß die Regierung der Bereinigten Staaten die Absicht die Müllabfuhr nicht an die Gesellschaft ab. Es fehlen somit die 60 bis 240 m. bei Nacht das Doppelte Raterteilung und Unterhat, die europäischen Großmächte zu Beginn des neuen Jahres ein- Mittel, um den Betrieb voll laufen zu lassen. Benötigt würden bei fuchung in der Wohnung der Hebamme kostet bei Tage 48 bis 200 m., zuberufen, um einen lehten Verfuch zu machen, einen endgülti- vollem Betrieb täglich zirka 4 Millionen Mark, um die Unkosten, bei Nacht das Doppelte, ein schriftliches Zeugnis außer der Gebühr gen Reparationsplan aufzustellen. Die französische Regie- die fich allein für Fracht bei 60 Eisenbahnwaggons, die verladen für die Untersuchung oder den Besuch 48 m. werden, auf 2 100 000 m. belaufen, decken zu können. Wenn die rung ist hierzu unter drei Bedingungen bereit: Einnahmen, die jetzt durchschnittlich töglich 1½ Millionen betragen, 1. Es jolle eine offizielle Untersuchungsfom- nicht bald besser werden, wird der Betrieb ganz eingestellt. mission damit beauftragt werden, genau festzustellen, unter welchen Daß die Gesellschaft mit finanziellen Schwierigkeiten zu fämpfen Bedingungen und bis zu welchen Grenzen Deutschland Reparationen habe, beweise schon, daß sie nicht einmal den Lohn für die drei zu zahlen imftande ist. Tage, die die Arbeitnehmer in der Woche arbeiten, auf ein 2. Wenn cin den Bedürfnissen Deutschlands entsprechender Re- mal, sondern nur fontenweise auszahlen fann. Wir wollen in dem Streit der Hausbesitzer mit der Gesellschaft parationsplan aufgestellt ist und die europäischen Regierungen fich darauf geeinigt haben, dann können die Vereinigten Staaten von im Augenblick nicht den Schiedsrichter spielen, halten es aber im Amerika die Versicherung abgeben, daß die amerikanischen Bankiers Interesse der Bevölkerung, die nicht im Müll ersticken will, für bereit sind, eine Anleihe aufzulegen, und zwar zugunsten Deutsch- dringend geboten, daß die Behörden— Geſundheitsamt, Polizei lands, damit dieses seine Schulden an die Alliierten bezahlen kann. und Demobilmachungskommissar, denen diese Zustände bekannt 3. Außerdem würde die Regierung der Vereinigten Staaten be- find schleunigst einmal nach dem Rechten sehen. Als im Frühteit fein, in eine Erwägung über eine Neuregelung der al- jahr die Müllkutscher wegen Verschlechterung ihres Tarifvertrages liierten Schulden Amerika gegenüber einzufreien, d. h. daß im Abwehrstreif standen, hat man die Nothilfe eingesetzt, weil Gedie Vereinigten Staaten bereit sein würden, den einzelnen Schuldnern fundheitsgefahren für die Bevölkerung durch die Müllberge besonderer von ihnen vorzunehmender Prüfungen in den einzelnen tieren, ist die behördliche Fürsorge plöblich erlahmt. Dem Magistrat, Handelsblad" meldet, daß der deutsche Kreuzer Berlin", besondere Erleichterungen zu gewähren, je nach dem Ergebnis be- fürchtet wurden; jeht aber, wo die Hausbefizer die Müllabfuhr faboist, wäre besonders Ländern. Nicht Jutervention, sondern Vermittlung. Paris, 20. Dezember.( WTB.) Das„ Echo de Paris" veröffentEcht folgende Mitteilung: Wie wir schon gesagt haben, hat die Regierung der Vereinigten Staaten in feiner ihrer offiziellen Mitteilungen irgendwelche unmittelbare Interventionspläne in der Reparationsfrage entwickelt, die ihr von einem Teil der Breffe zugeschrieben werden. Aber im Berlaufe verschiedener Unterhaltungen habe Staatssekretär Hughes Gelegenheit gehabt, ohne seinen GeDanten eine sehr flare Form zu geben, seine Ansicht über das Verfahren auszusprechen, das am vorteilhaftesten angewandt werden fönnte, um der augenblicklichen Schwierigkeiten Herr zu werden, Go habé er von einer Wirtschafts- und Finanzfonferenz gesprochen, an der nicht nur die ehemals friegführenden Staaten, sondern auch die neutralen Staaten teilnehmen sollten. Die Konferenz fönnte einen unparteiischen Gerichtshof einsehen, dessen Aufgabe es wäre, objektiv und wissenschaftlich die Zahlungsfähigkeit Deutschlands festzustellen. Das sei der Rahmen, in dem sich nicht eine Intervention, sondern eine Vermittlung der Vereinigten Staaten abspiele. empfehlen, alsbald in seinem Betriebe Ordnung zu schaffen. 310 Mark das Markenbrot. Ab 25. Dezember. Mit einem wenig willkommenen Weihnachtsgeschenk wartet der Berliner Magistrat auf. Wie das Städtische Nachrichtenamt mit teilt, haben die Erhöhung der Gesellenlöhne sowie die Steigerung einiger zur Herstellung des Gebäcks benötigter Rohstoffe, insbesondere der Kohlen, den Magistrat gezwungen, den Preis für das Martenbrot auf 310 Mart und für die Martenschrippe auf 10 Mart vom 25. d. M. ab festzusehen. Festnahme einer Geldfälscher- Bande. Straßenmädchen als Vermittler für Raubüberfälle. Eine nicht unbeträchtliche Anzahl aller Meldungen von räuberischen leberfällen stammt aus dem Südosten der Reichshauptstadt, ein Beweis für die Unsicherheit jener Gegend. So ist in der vergangenen Nacht wieder ein Mann aus der Ritterstraße, der sich in der mädchen eingelassen hat, von dessen Freunden" überfallen und Gegend des Görliger Bahnhofs mit einem Straßenfeiner Brieftasche mit 12 000 m. Inhalt beraubt worden. Die Dirnen arbeiten dort Hand in Hand mit ihrem Anhang und haben eigens die Aufgate, den Männern die Opfer zuzuführen. Verschiedene Streifen haben zeitweilig das Unwesen wohl etwas eingedämmt, es macht sich aber immer von neuem wieder breit. Die Humboldt Hochschule gibt soeben ihr neues Vorlesungs verzeichnis Januar- März 1923 heraus. Programme( unentgeltlich) und Starten im Hauptbureau, C 2, Neue Friedrichstr. 58:56 II. Deutschlands Dank für die holländische Kinderhilfe.„ Algemeen für Liebeswert des niederländischen Boltes an den deutschen Kindern einen viertägigen Besuch abstattete, gestern wieder die Heimreise nach Kiel angetreten hat. Bankraub in Amerika. Nach einer Meldung aus New York gelang es fieben Räubern in Denver( Colorado) beim Verladen von Bargeld, das für die dortige Bank bestimmt war, eine Summe von 2600 000 Franten zu erbeuten. Zwei Wächter wurden verwundet. Trotz der sofort aufgenommenen Verfolgung gelang es den Räubern zu entkommen. Wetter für morgen. Berlin und Umgegend. Ziemlich mild, zeilweise heiter, jedoch überwiegend bewölkt, mit geringen Niederschlägen und anfangs starten, später nachlaffenden füdlichen bis südwestlichen Winden. Groß- Berliner Parteinachrichten. Stadtverordnetenfraktion. Der Fraktionsvorstand. Eine Falschgeldfabrik wurde vor einiger Zeit in der BürgerStraße 45 zu Briz ausgehoben. Ihr festgenommener Inhaber war weiteren Ermittlungen führten jetzt zur Berhaftung von weiteren der Eigentümer des Grundstücks, ein gewisser Güfinger. Die acht Mann. An ihrer Spike stand als Leiter des ganzen Treibens ein gewisser Frizz Rasch, der auch einmal in der Kommuni stischen Partei eine Rolle spielte und öfter als Delegierter graffionsfigung im Bürgerfaale des Rathauses statt. Alle FratDonerstag nachmittag 4 Uhr findet eine besonders dringende nach Mostau entfandt wurde. Später aber wurde er Die Ansicht der amerikanischen Regierung. wegen Unzuverlässigkeit aus der Kommunistischen Partei ausge- fionsmitglieder müssen unbedingt anwesend sein. London, 20. Dezember.( TU.) Der Korrespondent der„ Central schlossen. Es wurde ihm sehr verübelt, daß er einen großen News" in Washington berichtet, daß die von Morgan dem deutschen Aufwand trieb und sich unter anderem auch ein Motor- 5. Kreis, Friedrichshain. Mittwoch, den 20. Dezember, 7 Uhr, Markusftr. 49, Botschafter gemachten Erklärungen, wonach Amerika die Möglichkeit Spickerhof kennen, der im Rheinland wegen Herstellung von falschen 109. Abt., Friedrichshagen. Hauptprobe für die Weihnachtsfeier Donnerstag boot hielt. Im vergangenen Jahre lernte Rasch einen gewissen Bimmer 34, Sigung der Kinderschußkommission und Arbeiterwohlfahrt. einer Anleihe erst ins Auge fassen könne, wenn die Reparationsfrage Fünfzigmarkscheinen zu mehrjähriger Freiheitsstrafe verurteilt worgeregelt. sei, durchaus der Ansicht der amerikanischen Regierung den, aber aus der Anstalt entflohen war, wobei es ihm gelang, Sungfozialisten, reis Charlottenburg Die angefinite Bramming bet entspricht. Falschgeldplatten nach Berlin mitzunehmen. Zusammen mit Rasch nahm er die Falschgeldfabrikation in Briz auf. Da er aber auch in Leipzig eine Filiale" aufgetan hatte, arbeitete sein Berliner Rompagnon" Rasch allein und setzte auch erhebliche Mengen Falfchgeld um, bis jetzt die Reichst ant- Falschgeldstelle das Nest entdeckte und aushob und die Fälscherbande festnahm. Der Fascistenstaat. Rom, 20. Dezember.( Eca.) Der Tribuna" zufolge hat Mussolini einer fafcifti chen Delegation aus Siena erklärt, daß der fascistische Staat start und entschlossen sei, sich um jeden Preis mit fühler und unerbittlicher Energie zu verteidigen. Ich bin, so erflärte Mussolini, Beschüßer der besten italienischen Tugenden, Beschüher der Leiden Tausender und aber Tausender von Toten, Beschützer von Ideen und von der Kraft, die in der jungen italienischen Generation feimt. Darum habe ich gewaltige Aufgaben zu erfüllen und ich werde fie erfüllen. Tschechische Fascisten. 0088 Das nationalfozialistische Prager Ceste Slovo"( Tschechisches Wort) teilt mit, daß in Reichenberg sich eine tschechische Fafciften organisation gebildet hat, die Militär und Gendarmerie überwacht. Deutsch- litauische Verhandlungen. In Dresden ist eine litauische Delegation unter Führung des Gesandten Schaulis eingetroffen, um mit Deutschland über den Abschluß eines direkten Abkommens zu verhandeln. 1 holländischer Gulden 1 argentinische Papier- Peso 1 belgischer Frant 1 norwegische Krone 1 dänische Krone. 1 schwedische Strone 1 finnische Mart 1 japanischer. Jen 1 italienische Lire 1 Pfund Sterling 1 Dollar 1 französischer Frank 1 spanische Beseta 1 brasilianischer Milreis 1 Saweizer Frant. 100 österr. Stronen( abgest.) 1 tschechische Krone 1 ungarische Krone 1 bulgarischer Lewa 1 jugoslawischer Dinar 20. Dezember 19. Dezember Käufer- Berkäufer Käufer Berläufer ( Geld-)( Brief-)( Geld-)( Brief-) Kurs Kurs Kurs Kurs 2648.86 2661.64 2518.68 2531.32 456.35 458.65 1266.82 1273.18 1346.62 1353.38 1777.56 1779.44 165 58 166.46 3266.81 3283.19 Klante verhandlungsunfähig. 6 Uhr im Brauerei- Ausschant Donnerstag, fondern abend statt Jahreswendfeier findet am Sonnabend, 30. Dezember, statt, nicht am 31. Dez. Gewerkschaftsbewegung Was ist Verrat? " Die„ Rote Fahne", die ja bereits rechtzeitig auf die Gefahr In der heutigen Verhandlung im Klante- Prozeß ist der Haupt- einer baldigen Beendigung des Streits in der Badischen Anilinangeflagte mag Klante nicht erschienen. Der Gefängnis- und Sodafabrik in Ludwigshafen a. Rh. hingewiesen hatte, ist jetzt arzt Dr. Bürger, der gestern eine tägliche Verhandlung von nur in der angenehmen Lage, über den Berrat der Gemert einigen Stunden angeregt hatte, erklärte ihn heute für schaftsführer" zu fchwadronieren, der darin bestehen soll, daß verhandlungsunfähig. Die Berteidigung stellte daraufhin die Gewerkschaften ihre Mitalieder zur Wiederaufnahme der Arbeit den Antrag, Klante aus der Haft zu entlassen, damit er sich in der auffordern. Die Gewerkschaftsburaufratie läßt alle Minen Freiheit mehr Sträfte zien en tout dolge nur jeben springen, um die streifenden Ludwigshafenet Arbeiter in die Ber widersprach der Haftenflaffung Klantes energisch und stellte den es als Berrat angefreidet, daß er die edle kommunistische Absicht, dritten Tag zu verhandeln. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft triebe zu zwingen." Dem Metallarbeiterverband insbesondere wird Ausführungen des Verteidigers, der darauf hingewiefen hatte, daß die Abstimmung über die Wiederaufnahme der Arbeit bis Donners Atlante ein Todeskandidat sei, der auch bei einer Berurteilung feine Strafe niemals würde verbüßen fönnen, die Meinung entgegen, daß Klante gerade jetzt, da der Prozeß in für ihn un günstigem Sinne auszulaufen droht, sehr wohl Fluchtgedanken hegen fönne. Die Auseinandersetzung über Klante, in der schon vorher das Gericht die Vorführung des Angeklagten beschlossen hatte, dauert an. tag zu verschieben, damit ja vor den Feiertagen kein Handschlag mehr getan, feine einzige Papiermart mehr verdient werden kann, durchkreuzt hat, indem er bereits gestern innerhalb zwei Stunden" eine eigene Urabstimmung unter feinen Mitgliedern festsetzte und den Streit nachdem als beendet erklärte. Was ist Berrat? Ist es fein Berrat megen eines drei Personen berührenden Streitfalles, der wohl vom Gewerbegericht, und rein formal mit Recht, zuungunsten der drei entschieden war, ohne weiteres etwa 30 000 Arbeiter in den Streit zu treiben? I st das fein Verrat, daß dieser Streitfall jedweder Bermittlungsattion der beteiligten Gewerkschaften gefliffentlich entzogen und der Streit unternommen wurde, ohne die Belegschaft durch Abstimmung darüber entscheiden zu lassen? „ Rittmeister von Szesler auf Szesczeflyel." Mit einer dunklen Person beschäftigt sich die hiesige Kriminalpolizei. Seit 1½ Jahren war bei der Postüberwachungsstelle ein Mann beschäftigt, der sich Rittmeister a. D. Freiherr Marzell v. 2922.67 2937.33 Szesler nannte und jetzt verschwunden ist. Der 32 Jahre alte an- Den Anilinkönigen hat ihr brutaler Vorstoß viele Milliarden 2763.07 2776.93 gebliche Freiherr fam nach dem Kriege nach allerlei bisher un- gefoftet," triumphiert die Rote Fahne". Mag sein, allein die 496.25 498.75 fontrollierbaren Irrfahrten und Abenteuern frank nach Berlin und Anilinkönige müssen deshalb noch lange nicht hungern. Die Strei1386.52 1383.48 fand Aufnahme in einem hiesigen Krankenhaus. Hier verliebte er fenden haben zwar feine Milliarden an Lohnausfall zu verzeichnen, 1521.18 1528.82 fich, wohl nur zum Echeine, in eine Schwester, die seine Neigung aber doch rund mindestens 600 Millionen Bapiermart, die sie sonst 1955.10 1964 90 erwiderte. Nachdem er ihr die Ehe versprochen hatte, hielt sie ihn zur Fristung ihrer Eristenz gebrauchten. Sie mußten mit Frau 182.54 183.46 durch Hergabe verschiedener Sachen, die er zu Geld machte, bis er und Kindern hungern, denn die mit so großer Reklame verzeich bei der oft überwachungsstelle anfam, die dem Finanz- neten Unterstügungen machen im günstigsten Falle etwa den dreißig339,15 340.85 374.06 375.94 amt zur Berhinderung der Kapitalsflucht ins Ausland zur Verfügung sten Teil dessen aus, was die Anilinarbeiter direkt eingebüßt haben. 80423.75 30576.25 33915.- 34085.- steht. Der mittellofe Mann fiel nun in der letzten Zeit durch größere Was sie indirekt verloren haben, steht noch dahin. Sie können 6670.78 6704.22 7294.21 7330.79 Geldausgaben auf, und jetzt entstand der Verdacht, daß er bei ihren Verlust nicht mehr ausgleichen und gebrauchen Monate, um 498.75 501.25 538.65 541.35 Briefbiebstählen seine Hand im Spiele habe. Er wurde ihn zu verschmerzen, während die Anilinkönige" ihren Berlust 788.02 791.98 877.80 882.20 daraufhin beobachtet, merkte aber wohl, was ihm bevorstand und wieder wettmachen. Ist es Verrat, dafür zu sorgen. daß die 1269.31 1275,69 1394.1401. verschwand. Die Ermittlungen ergaben nun, daß er bei einer Arbeiter nun wenigstens noch drei Lohntage vor den Feiertagen 1157.10 1162.90 hiesigen Bant bereits ein größeres Rapital an haben, oder ist es Berrat, sie trotz des offenbaren Zusammen10.47 10.53 gelegt hatte und daß er Mitbesizer eines ungarischen bruches des Streifs noch länger an der Nase herumzuführen und 208.47 209.53 Restaurants war. Mit Hilfe der hiesigen ungarischen Gesandt ihre Familien auch noch um den allerletzten Rest der Feiertage 3.18 fchaft wurde festgestellt, daß es einen Rittmeister Freiherr Marzell zu prellen, nach einer finn- und nußlosen Hungerfur von drei 55.14 von Szesler auf Szesczestyel nicht gibt. Es handelt sich augenschein Wochen? Wer die Arbeiter verraten hat, das sind ihre Ratgeber 80.71 lich um einen Abenteurer. zum Streit, die Kommunisten. 1047.87 1052.63 3.11 54.86 80.29 Menzel. Wahlausfall im Buchbinderverband. häfen auf 50 Jahre unter den bisher befannt gewordenen Be Anschluß an den Zentralverband. Auf dem am Sonntag in Die Wahlen der Angestellten für die Zahlstelle Berlin hatten bingungen. Die Bachtsumme von einer Milliarde für die städtischen Leipzig abgehaltenen Verbandstag der Rechtsanwalts- und Rotariats folgendes Ergebnis: Abgegeben wurden 7481 gültige Stimmen, un- Hafenanlagen erscheine viel zu niedrig, wenn man bedente, daß die angestellten wurde mit 36 gegen 23 Stimmen der Anschluß an den gültig waren 174 Stimmen. Gewählt wurden als Bevollmächtigte Stadt dafür auch noch den Westhafen auf ihre Kosten ausbauen Bentralverband der Angestellten( Afa) beschlossen. Kaspar und Gäbel, als 1. Raffierer Bytomffi, als 2. Becher, für die folle. Dieser Ausbau dürfte schon die ganze Bachtfumme ver- Die Weihnachtsausstellung der Berliner Gewertschaftskommission Buchbinderbranche als Leiter Czerny, als Gefretär Klabunde, Rar- fchlingen. Die Benutzung der städtischen Häfen und Speicher inter- wird am Sonnabend, den 23. Dezember, abends 7 Uhr, geschloffen. tonbranche Briemer, Luruspapierbranche Lübide, zu Berwaltungs- effiere weite Kreise, die gewiß bereit sein würden, der Stadt unter Die Berliner Arbeiterschaft tut gut, ihrei Bedarf an guben Büchern, teamten Töpfer, Emilie Wöllner, Beit und als Hifstraft Helene günstigen Bedingungen die erforderlichen Mittel zu bewilligen, jo Jugendschriften, Spielen, Keramiten rechtzeitig in der Ausstellung Die Kommunisten verzeichnen einen Erfolg. Alle schon daß die Stadt unbeschränkte Eigentümerin verbleiben könne. Und im Borjahr innegehabten Boften sind gehalten und dazu der Boften aus den städtischen Werten ergebe sich jetzt schon ein großer zu beden. Bunte Tonwaren sind noch eingetroffen. Verbandsbuch ist vorzuzeigen, cines Borsigenden gewonnen worden." Ueberschuß, der bei den Elektrizitätsmerten auf 300, bei den Gaswerfen. auf 140 und bei den Wasserwerfen auf 30 Millionen Mart jährlich veranschlagt worden sei. Die Betriebe bedürften wohl Mittel zur Erneuerung, aber besonderer Mittel nicht. Die Bewirtschaftung durch private Gesellschaften würde voraussichtlich auf Kosten der Ansprüche geschehen, die notwendiger weise von der Arbeiterschaft erhoben werden müssen. Behrreiche Erfahrungen habe man bei den Güterverpachtungen machen müssen. Der Bächter von Tasdorf habe für sich nur einen fleinen Fleck behalten, alles andere aber wieder verpachtet. Das hätte die Stadt auch tun fönnen, wenn sie eine rüdsichtslose Ausnügung erzielen wollte. Gemeinde und Staatsarbeiter. Eine Bersammlung der Funktionäre des Verbandes der Gein inde und Staatsarbeiter am Dienstag in den Andreas Festfälen beschäftigte sich zunächst mit der Beitragsfrage und nahm dann Stellung zur Entkommunalisierung der städtischen Betriebe. Nach dem Polenske die Regelung der Beiträge entsprechend dem Be schluß der Erweiterten Berwaltung als dringend erforderlich begründet hatte, fegte eine rege Aussprache ein, mit dem Ergebnis, daß die Berjammlung. fast einstimmig die Erhöhung der Beiträge billigte. Es werden nun ab 18. Dezember in den Klassen 1 bis 5 folgende Beiträge erhoben: 130 m., 90 m., 70 m., 40 m. und 20 M. ( Bisher: 80, 60, 40, 20 und 12 M.) Der neue Lehrplan der Betriebsräteschule tann von allen Ortsverwaltungen der Berliner Gewerkschaften bezogen werden. Ebenfalls find dort Söretkarten( zum Preise von 50 m., für Arbeits lofe unentgeltlich) zu entnehmen. Hörerkarten werden auch in der Betriebsräteschule, Engelufer 24-25, 2. Sof, 1 St., ausgegeben. Montags und Freitags von 4-7 Uhr finden daselbst auch ehrberatungsSprechstunden statt. Die Kurse der Betriebsräteschule find nicht nur für Betriebs. und Angestellten. Auch für unsere Kolleginnen, bie, im Wirtschaftstäte bestimmt, fondern für alle freigewerkschaftlich organisierten Arbeiter tampfe Geite an Geite mit ihren Kollegen stehend, fich in gleicher Weise wie diese schulen müssen. Der Lehrplan enthält einen Aurfus Die Frau im irifchaftsleben", auf den wir unsere Kolleginnen hiermit hinweisen. Freigewerkschaftliche Betriebsrätezentrale. Bon einer Distuffion wurde Abstand genommen. Doch gelangte noch eine Dentschrift zur Berlesung, die sich entschieden geçen die Entkommunalisierung der städtischen Betriebe wendet. Diese Denkschrift ist dem Magistrat bereits überreicht worden. Unter der Bertrauensleute bei Bald, Pflugstr. 5. Achtung, Mobelltischler der Privatbetriebe! Donnerstag 7 Uhr Bersammlung Die Branchenleitung. zeichnet ist sie vom Tariffartell der freien Gewerkschaften der Arbeits nehmer beim Manistrat Berlin, non der Freien Arbeitsgemeinschaft Redner nehmer beim Manistrat Berlin, von der Freien Arbeitsgemeinschaft Berantwortlich für den rebaft. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: fommunaler Arbeitnehmerverbände und der Reichsgewerkschaft deuth. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: fcher Kommunalbeamten. Borwärts- Budbruderci u. Berlagsanftalt Baul Ginger u. Co., Berlin, Lindenstr. 3 Ueber die Frage der Entfommunalisierung der städtischen Betriebe referierte Lagodzinsti. Redner sprach sich entschieden gegen den Uebergang städtischer Betriebe in den Privatbefig aus, insbesondere auch gegen die Berpachtung der VSPD. 126. Abt. Verw.- Bez. 1 Hohenschönhausen. Am 15. 12. ver starb der Bezirte perordnete Karl Hörnig Einäfcherung Donnerstag um 3 Uhr Gerichtfte Um rege Be teiligung erfucht Die Abt. Leita. 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