Abendausgabe Nr. 33 40. Jahrgang Ausgabe B Nr. 17 Preis 25 Mark Sonnabend 20. Januar 1923 = Vorwärts= Bezugsbedingungen und Anzeigenpreise sind in der Morgenausgabe angegeben Redaktion: Sm. 68, Cindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-295 Zel- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Volksblatt Berlag und Anzeigenabteilung: Geschäftszeit 9-5 Uhr Berleger: Borwärts- Berlag Gmbh. Berlin S. 68, Lindenstraße 3 Feeusprecher: Dönhoff 2506-250% Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Die Zechenbesitzer verhaftet. Streifftimmung. Eine neue Erschießung. Arbeiter und Ruhrbesetzung. Als die Vorstände der Sozialdemokratischen Partei und der großen gewerkschaftlichen Verbände gestern vormittag thre gemeinsame Beratung hielten, um für das Verhalten der beutschen Arbeiterbewegung gegenüber dem Gewaltstreich der fehlte ihnen noch die Kenntnis jener neuesten Vorgänge, über die in der heutigen Morgenausgabe unseres Blattes berichtet Proteststreit der Zeche Sterkrade. wird. Spontan sind als Antwort auf die Verhaftung einiger Düffeldorf, 20. Januar.( TU.) Wie wir erfahren, befindet sich höherer Beamten der staatlichen Gruben Protest= die Belegschaft der Zeche Stertrade im Ausstand, weil eine ftreits ausgebrochen, der Gesamtbetriebsrat hat die Fordebelgische Besatzungstruppe einen Wagenpart auf dem Zechenplatz rung nach Freilassung der widerrechtlich Verschleppten, nach aufgestellt hat. Die Belegschaft erklärte, unter belgischen Bajonetten Entfernung der Soldatesta von den Zechen, nach Aufhebung nicht arbeiten zu wollen. 800 Mann von der Mittagsschicht sind nicht der vorgenommenen Beschlagnahmen gestellt und sich für den eingefahren. Auch die Nachtschicht von 250 Mann will nicht ein Fall der Nichterfüllung ernste weitere Schritte" vorbehalten. fahren. Die Zechenverwaltung hat bereits mit der belgischen Be- Diefe Borgänge zeigen, daß die gestrige Borständekonfe fazung Berhandlungen angeknüpft. Die Belgier haben sich aber renz die notwendige Entwicklung der Dinge im Ruhrrevier geweigert, den Sechenplatz zu verlassen. Wie verlautet, wird die flar vorausgesehen hat. Die von ihr aufgestellten Richtlinien Truppe in dieser Nacht noch weiterziehen. erweisen sich als durch die Tatsachen selbst vorgezeichnet. Ueber die neuesten Zwischenfälle im Ruhrgebiet mel- Eingriff in die Betriebsleitung machen oder einen Beamten oder französischen Regierung tiare Richtlinien aufzustellen, deu die PPN.: Die 3echenvertreter, die vom General Four- Arbeiter verhaften und das Werk besehen würden. nier auf heute morgen 10 Uhr nach Bredenay geladen worden waren, find daselbst verhaftet worden. Es handelt sich um Frih Thyssen, Generaldirektor Tengelmann von der Effener Steinfohlen- 2.- G., Bergaffeffor Olze von der Gelsenkirchener Steinfohlen- 2.- G., Generaldirektor eft en von der Zeche Dalburg. Generaldirektor Wüstenhöfer von der König- Wilhelm- Grube, Ceneraldirektor Spindler von der Zeche Vittoria Matthias. Die Verhafteten find, soweit man hört, nach Düffeldorf gebracht worden. Gestern abend um 9.30 Uhr ist vor dem Landgericht in Cangendreer abermals ein Deutscher, der Krankenträger Kowals ty, erfossen worden. Der französische Posten vor dem Amtsgericht rief Kowalsky, der allein des Weges tam, an, worauf der Posten fofort schoß, obgleich in unmittelbarer Nähe eine Caterne war. Der Bürgermeister von Cangendreer ist noch gestern Nacht beim Oberst vorstellig geworden, hat auf die Tat hingewiefen und darauf, daß hier ein einzelner erschossen worden sei. Der Oberst erklärte jedoch, daß der Soldat nach seiner Jnftruttion gehandelt habe. Der Bürgermeister erwiderte, daß diese Instruktion vielleicht für den Arieg angebracht fein möge, nicht aber für den Einmarsch ins Ruhrgebiet. 32 Kohlenfähne beschlagnahmt. Duisburg- Ruhrort, 20. Januar.( Tul.) In den Ruhrorter Häfen wurden gestern wiederum Kohlenschiffe durch die französische Kon trollkommission beschlagnahmt. Insgesamt sind bisher 32 Rähne mit Kohlen beschlagnahmt worden. Wir nehmen an, daß es fich bei den vorgenommenen Ber haftungen um Beamte gehandelt hat, die mit der Arbeiterfchaft in gutem Einverständnis standen. Aber wäre das nicht der Fall gewesen, so hätten die Arbeiter eben auch nicht anders handeln fönnen. Man stelle sich vor, die Verhafteten wären ganz üble Scharfmacher gewesen und die Arbeiter hätten gerade im schärfften Konflikt mit ihnen gestanden, Paris, 20. Januar.( Ec.) Nach einer Düsseldorfer Meldung der als ihre widerrechtliche Festnahme erfolgte. Auch dann hätten Auch in der Nacht und heute morgen find neue Truppen havas- Agentur wird die belgische Ottupationszone im die Arbeiter gar nicht anders handeln fönnen, als sie gehandelt und Ingenieure ins Ruhrgebiet zugezogen. Die Truppen Ruhrgebiet vergrößert. Die Belgier werden die Franzosen in der haben. Ob es Staatsbergmerte oder Privatbergwerke sind, fcheinen besonders für den nördlichen Teil, wo die staatlichen Gruben Gegend der Lippe ablösen und diese etwa 40 Rilometer weit be gegen die fich die Gewalttaten des französischliegen, bestimmt zu sein. Auch Ingenieure für den Eisenbahnver- feßen. Das belgische Generalquartier wird nach Redlinghausen belgischen Militärs richten, ob die verübten Brandfehr find inzwischen eingetroffen. Die Truppeningenieure find indes verlegt werden. Weitere Verstärkungen an belgischer Infanterie und schahungen das Geld der Armen oder der Reichen treffen, ob noch zu feiner Entfaltung einer produffiven Tätigkeit gekommen. belgischen Radfahrerabteilungen werden für die nächsten Tage er- die Mäner, die wegen ihres Widerstandes gegen unrechtmäßige Die Erlasse der Reichsregierung und des Berkehrsministers haben wartet. Gewalt ins Gefängnis geschleppt werden, fich als Freunde oder den Widerstand der Bergarbeiter und Eisenbahner entschieden als Gegner der Arbeiterbewegung betätigt haben gleichpiel! gestärkt. Die Eisenbahner haben beschlossen, fich streng an die Der Sinn der Arbeiter für Recht und MenschenAnweisungen aus Berlin zu halten. Tatsächlich ist es den Franzosen mürde erkennt instinktiv, daß all diese Fragen in diefem bisher noch nicht gelungen, auch nur einen Waggon aus dem Augenblid nicht von entscheidender Bedeutung sind. Des Ruhrgebiet zu erhalten, alle dahin zielenden Versuche sind an dem wegen muß doch Recht Recht bleiben! Widerstand der Beamten und Arbeiter gescheitert. Auf dem Möller- und Rheinbaben- Schacht wird heute wieder geactritet, auf dem Schacht Sterkrade ist die Arbeit noch eingeftellt. Die Franzosen fuchen Berladezettel zu bekommen. Auf Bergmannsglüd wurde die Kofferet und der Versand besetzt. In Essen sind wegen der Eingriffe der Franzosen jämtliche Banten geschlossen. In Sinjen, im nördlichen Ruhrgebiet, wurde das Stellwert mit einem Maschinengewehr befeht, worauf das Personal seinen Dienst einstellte Der franzöfifche Propagandadienst ist vom befeßten Rheinland ins Ruhrrevier übersiedelt, wo er eine lebhafte Tätigkeit zu entfalten versucht. Doch sind bisher alle Verfuche, Keile in die Bevölkerung zu treiben, mißglüdt. Die Arbeiter, Angestellten und Beamten der staatlichen Zechen werden voraussichtlich am Montag in den Streit treten. Auch Postdirektoren verhaftet. Erzwungene Berichtigung. Düsseldorf, 20. Januar.( WTB.) Der Regierungspräfident ist zu einer Berichtigung seines Protefibriefes an den Ortsdele. gierten General Denvignes gezwungen worden, die er mit folgender Bemerkung veröffentlicht: Wir würden beinahe wünschen, es hätte sich bei den BerIch bemerke zu dieser Berichtigung", daß sie weder mich noch hafteten, für die die Arbeiter fo mutig eingesprungen find, irgendeinen Kenner der Verhältnisse davon überzeugt, daß meine wirklich um offene Gegner der Arbeiterbewegung gehandelt, Sachdarstellung im obengenannten Schreiben das Gefühl der pflicht- die Haltung der Arbeiter würde dann nur in einem desto gemäß objektiven Berichterstattung verlassen hat." helleren Licht erscheinen und ihr Ansehen bei Freund und Feind fönnte dadurch nur wachsen. Sie Der Regierungspräsident hat im Aafchluß an diese Berichtigung an den Ortsdelegierten Denvignes folgendes Schreiben gerichtet: Die Urheber des Anschlags auf das Ruhrrevier hatten Auf den Befehl vom 18. Januar 1923 übermittle ich Ihnen in gehofft, die Arbeiter für sich gewinnen zu können. Abschrift das Schreiben, durch das ich mein Pressebureau angewiesen glaubten, ihnen einreben zu fönnen, fie fämen als ihre habe, sofort die von Ihnen traft militärischen Zwanges angeordnete Freunde, ja fie glaubten, die Arbeiter würden nicht nur mit Berichtigung in die gesamte Presse gelangen zu lassen. Sie wird Teilnahmslosigkeit, sondern sogar mit einer gewissen Schadenin den Nacht- und Morgenausgaben vom 20. Januar erscheinen. freude zusehen, wie das Zechenkapital durch den militärischen Ich erblide in der mir aufgenötigten Berichtigung" einen Verstoß Einbruch in Bedrängnis gerate. Sie haben sich getäuscht. gegen das Reichspreffegesetz vom 7. Mai 1874, also eines der deuf- Herr Poincaré hat für seine schamlose Tat Verbündete im fchen Reichsgefehe, die nach einem Bericht der Düsseldorfer Bolts- Ruhrrevier gesucht, er hat nur entschlossene Gegner zeitung" vom 17. Januar 1923 der General Simon in der am gefunden. 15. Januar 1923 abgehaltenen Besprechung mit den Bezirksvorstän- Wir zweifeln gar nicht daran, daß die geradezu prachtden der Eisenbahnerverbände beachten zu wollen erklärt hat. Außer- volle Haltung unserer Kameraden im Ruhrdem muß ich Ihren Borwurf, eine schwere Unkorrektheit durch Ber- revier vom gesamten internationalen Proletariat und Effen, 20. Januar.( Eig. Drahtbericht.) Heute nachmittag öffentlichung dieses Schreibens begangen zu haben, scharf zurüd- darüber hinaus von allen rechtlich denkenden Menschen der 1 Uhr wurden des weiteren der Telegraphendirefior 3 ehner vom weisen. Nach deutschem Recht steht es mir zu, die Bevölkerung in Welt mit den stärksten Sympathien begrüßt werden wird. Telegraphenbauamt Effen sowie Oberpofidirektor Jünger vom wichtigen Fällen über den Inhalt der Aften weitgehend zu unter- Aber Sympathien allein genügen nicht, die proletarischen Telegraphenamt Effen verhaftet. richten. Kämpfer für Recht und Weltfrieden bedürfen werftätiger Unterstügung. Ob diese Unterstügung in Form eines französischbelgischen Solidaritätsstreifs erfolgen fann, London, 20. Januar. Der Parijer Berichterstatter der wollen wir dahingestellt fein laffen. Wir verfennen nicht die badeten. Erst nach Burüdnahme des Befehls durch den fran- Times" meldet aus Paris: Dort sei teinerlei Widerstand gegen organisatorisch- technischen Schwierigkeiten und die psychologi zöfifchen Kommandanten fuhren die Bergleute gegen 9 Uhr vor weitere Erörterungen vorhanden. Sollte Deutschland Auf- fchen Hemmungen, die sich einem solchen Beginnen in den mittags ein. richtigkeit an den Tag legen und ernstliche Vorschläge machen, Weg stellen. Aber der Kampf ums Recht wird Opfer fosten, Heute morgen fuhr die Belegschaft der Seche Heinrich des Neu- Essener Bergwerkvereins, etwa 900 Mann, nicht ein, weil sie nicht duldeten, daß die Franzosen in dem Baderaum der Zeche Französischer Verhandlungsfühler? Effen, 20. Januar.( WTB.) Auf den staatlichen Möller- fo würde die franzöfifche Regierung zwar weiterhin die Pfänder und das Weltgewissen wird sich nicht dabei beruhigen fönnen, und Rheinbahnenfchächten find die ausftändig gewordenen Beleg- behalten, jedoch bereit sein, die Bedingungen zu erör- daß das arme Reich, wie selbstverständlich, seine Pflicht gegentschaften heute wieder angefahren. Die gestern festgenommenen vier tern. Der Berichterstatter will den tiaren Eindrud haben, daß über diesen Opfern erfüllen wird. Es geht hier nicht bloß um Beamten der Versandsabteilung sind wieder freigelaffen wor- Frankreich einleitende diplomatische. Schritte begrüßen würde, daß die materielle Frage, jedes Scherflein, das aus der Ferne den. Die Befahungstruppen haben die Zeche Stertrade( Gute- es fie jedoch jebst nicht suchen tönne. Es sei möglich, daß uner- kommt, wirkt wie ein Rettungsball in Seenot, wie Tat zur Hoffnungshütte") in Oberhausen befeht. Die gesamte Belegschaft der wartete Ereigniffe einireten, wenn die Reparationskommiffion fich rechten Zeit, als moralische Ermutigung. gefirigen Mittags- und heutigen Frühschicht ist infolgedeffen nicht an die Erwägung des Planes eines garantierten Moratoriums" eingefahren. Es werden nur die dringendsten Notstandsarbeiten mache. Inzwischen werde in amtlichen Kreifen mit größtem Nach- ichen Arbeiter in dem noch unbesetzten Gebiet gegen: Nicht minder groß ist aber die Pflicht der deutausgeführt. drud darauf gedrungen, daß feltens Frankreichs feinerlei Ueber- über ihren fämpfenden Kameraden. Ihre Bedrängnis ist die Effen, 20. Januar.( WTB.), 3m Gebäude der Reichsbant gabe oder Zurüdziehung erfolgen könne. Es werde vielleicht eine gleiche, ja vielleicht werden sie die wirtschaftlichen Ausbefindet sich franzöfifches Militär. Die Reichsbantbeamten unangenehme Periode geben, aber die Entschloffenheit dürfe nicht wirkungen der von Frankreich geplanten Roblensperre haben infolgedesjen erklärt, daß fie, folange eine Bewachung inner- nachlaffen. Ein oder zwei Monate würden als die Zeit angesehen, noch schärfer zu spüren bekommen als die Kameraden im halb des Gebäudes stattfindet, nicht arbeiten würden. Die während der Deutschland in feiner widerspenstigen Haltung ver- Ruhrrevier, die zur Verzweiflung zu treiben man sich vielleicht Effener Privatbanten haben fidh mit der Reichsbank folidarisch harren fönne. In Frankreich werde erkannt, daß es ein Kampf auf doch hüten wird, nachdem sie nun einmal die Zähne gezeigt erklärt und ihre Kassen und übrigen Geschäftsräume gefchloffen. Die Leben oder Tod sei. Stadtverwaltung wird an die Bejahungsbehörde wegen des Vorgehens gegen die Reichsbank ein Protestschreiben gelangen lassen. Einspruch der Betriebsräte. England laviert. haben. Für uns alle, nicht nur für die Ruhrbergleute, ist es Zeit, sich der Worte zu erinnern, die August Bebel auf dem Parteitag in Jena im Jahre 1905 gesprochen hat: London, 20. Januar.( WTB.) Die Beschlagnahme deutscher Und schließlich gibt es auch einen Punkt, wo man nicht mehr Effen, 20. Januar.( TU.) Die Beamten- und Be- Staatsbergwerfe durch Frankreich und Banken und die Verhaftung nach dem Schaden fragen darf. Schiller sagt:„ Nichtswürdig ist die triebsräte fämtlicher Zechen im Bezirk Caftrop, Raugel, Kirch- deutscher Beamten erregt in der Presse großes Aufsehen. Die Bar- Nation, die nicht ihr alles seht an ihre Ehre." 3a, nichtswürdig. linde, Mengende, Bodelschwingh, Gerthe, Holthausen, Börnig und nung Italiens gegen extreme Maßnahmen wird viel beachtet und er bärmlich ist aber auch die Arbeiterklasse, die sich Solingen erhoben in einer Entschließung schärfsten Einspruch als Zeichen dafür angesehen, daß Italien den Ernst der Lage er wie Hundsfötter behandeln ließe, die ihren Begegen die Befehung des Ruhrgebietes und erklärten der Bejahungs- tennt." Times" berichten, es bestehe Grund zu der Annahme, daß drängern nicht die Spike zu bieten wagte. behörde einmüfig, daß jede Maßregelung eines Beamten oder die italienische Regierung jetzt bestrebt fei, einen mäßigenben Einfluß Wir wollen auch in diesem Augenblid nicht vergessen, Arteifers aus betrieblichen Gründen die Arbeitsnieder im Zusammenhang mit den augenblicklichen Beziehungen zwischen daß sich Bebels Worte damals gegen jene deutsche Herrenlegung fämtlicher Arbeiter und Beamten aller Zechen zur Folge Frankreich und Deutschland auszuüben, und daß sie den Wunsch hat, taste wandten, die den Arbeitern ihre Staatsbürgerrechte verhätte. ihre Ansicht der britischen und der französischen Regierung nach weigerte. Wir wollen nicht die Augen vor der Tatsache verBochum, 19. Januar.( TU) Der gesamte Betriebsrat drücklichst tlarzumachen. Es verlaute, daß der italienische Botschaf- schließen, daß heute in Deutschland viele nach dem Recht rufen, des Bochummer Bergwertsvereins hat erklärt, daß die Arbeiterschaft ter, der soeben aus Rom zurückgekehrt ist, heute bei Bonar Law die sich nach Gewalt die Rehlen heiser schrien, als sie noc) fofort in den 21 us ft and treten würde, sobald die Franzosen einen vorsprechen werde. glaubten, das Spiel der Gewalt werde zu ihren Gunsten aus fallen. Nein, das wollen wir nicht vergessen, aber was folgt Frauen, besucht, deren fämtliche Namen und Adressen von der Polizei baraus? Daß nicht sie, sondern mir dazu berufen sind, festgestellt wurden. Gegen alle Versammlungsteilnehmer wird ein biesen Kampf ums Recht zu führen und daß mir ber- Strafverfahren auf Grund des Gesezes zum Schuße der langen müssen, bei der Wahi der Methoden in diesem not- Republik eingeleitet. wendigen und gerechten Kampf gehört zu werden. Daher die als Ergebnis der geftrigen Konferenz heute hier ausgesprochene Forderung, daß die Regierung schon im Borbe reitungsstadium über alle Maßnahmen die Meinung der Arbeitervertreter sowohl aus den zentralen Körper schaften mie insbesondere aus dem Ruhrrevier einholt". Bebels Borte gelten auch gegen fremde Bedränger, die mit bewaffneter Gewalt in friedliches Land eindringen, wehr lose Menschen töten oder ihrer Freiheit berauben, Breffe freiheit, Bersammlungsfreiheit, Rolitions recht vernichten und den Arbeitern zumuten, unter den Bajonetten unwürdige Sklavenarbeit zu verrichten. Darum gilt es jetzt, alles zu tun, um die Abwehr des gewalttätigen französisch- belgischen Einmarsches durch zweckdienliche Maßnahmen zu unterstützen und alles zu unterlassen, was geeignet ist, die Abwehr zu stören und die Pläne des französischen Imperialismus zum Erfolg zu führen". Die Vorständefonferenz, an der die Spigen der politischen und der gewerkschaftlichen Arbeiter- und Angestelltenverbände teilnahmen, fordert in der gegenwärtigen gefahrdrohenden Lage ein geschlossenes Zusammengehen der gesamten Arbeiterbewegung". Wir wollen nicht, wir brauchen nicht den„ Burgfrieden" mit der Reaktion, der im Gegenteil die Fortsetzung des schärfsten Kampfes angefündigt wird, aber wir brauchen die brüderliche Verständigung, die Wahrung der taktischen Geschlossenheit in der Ar beiterbewegung, den Burgfrieden unter Prole. tariern! Wahren wir ihn und tun wir unsere Pflicht gegen den fremden Unterdrüder, desto stärker werden wir fein, wenn es den Kampf um das Recht und die soziale Stellung der Arbeiterklasse im Innern zu führen gilt! Die deutsche Arbeiterbewegung steht vor einer weltgeschichtlichen Brobe ihrer politischen Reife. Sie wird fie, des find wir gewiß, in Ehren bestehen! Die Harmlosen. Die Nationalsozialisten, denen durch die Abschüttelung Hitlers in München ihre offenbaren Butschabsichten etwas gestört sind, versuchen auf jede Weise auf der nationalen Welle fortzukommen. Sie verkleiden sich als harmlose. Die Großdeutsche Arbeiterpartei" protestiert gegen die Entrechtung von Hunderttausenden"(!), die in dem Berbot diefer Gruppe durch Severing zum Ausdruck komme, ,, obwohl die Großdeutsche Arbeiterpartei auf ihrem programmmäßigen Standpunkte steht, daß die Republit als augenblick= liche Staatsform nicht nur zu erhalten, sondern national auszubauen ist". Auch Herr Roßbach, der Baltitumer und Ehr hardt Genoffe, frägt mit Unschuldsmiene in der Deutschen Zeitung", was man von ihm will". Die Ehrhardt- Mannen, in welcher Verkleidung sie auch auftreten mögen, erwarten ja wohl selbst im Ernste kaum eine Antwort auf ihre heuchlerische Frage. Die Republik würde fich selbst aufgeben, wenn sie duldete, daß die Banden, die nach Hitler mit den Novemberverbrechern abrech nen" sollen, ungeniert ihre Butsche organisieren können. Bei Redaktionsschluß geht uns die folgende Meldung des Polizeipräsidiums zu: S Die Berliner politische Polizei verhinderte am Freitagabend die Abhaltung einer im geheimen nach dem Kaiferin- Augusta. Gymnasium in Charlottenburg einberufenen Bersammlung, in mel cher der ehemalige Freikorpsführer Roßbach und der deutschvölkische Reichstagsabgeordnete Mulle das Wort ergreifen sollten. Die Einladung zur Versammlung ging von der deutschen Auskunft aus, einem Roßbachschen Unternehmen, dessen Firma lediglich als Decmantel für die vom preußischen Minifter des Innern verbotene nationalsozialistische deutsche Arbeiter. partei bzw. der großdeutschen Arbeiterpartei diente. Die Versamm lung war von mehreren hundert Personen, darunter auch einigen Das Buch für die furchtsamen Seelen. Bon Mag Hochdorf. Lloyd George gegen die Ruhr- Invasion. wenden wird, Fascismus ober Bolschewismus. In der Tat besteht diese Gefahr und die französische Gewalttat an der Ruhr macht es den Parteien, die die Weimarer Verfassung geschaffen haben, immer schwerer, die Massen des Bolkes davon zu überzeugen, daß die extremen Lösungen Deutschland nur noch tiefer ins Verderben stürzen würden. Indessen gibt es noch eine Rettung von diesem Chaos: Das ist die Macht des britischen Weltreiches. Die englische Demofratie hat es in der Hand, dem Wahnsinn Schluß zu gebieten. as tut England, Mr. Lloyd George? # Die„ Deutsche Allgemeine Zeitung" veröffentlicht heute morgen einen weiteren Artikel von Lloyd George, der sich mit der In vasion des Ruhrgebietes befaßt. Dieser Aufsatz fönnte ebensogut von Keynes, von Ritti oder von Wirth stammen. Bon der ersten bis zur letzten Zeile spricht er nur die Sprache des gefunden Menschenverstandes und des guten Europäers. Man hat fogar die Emp. Die Städte- und Landgemeindeordnung. findung, daß der frühere britische Ministerpräsident von Woche zu Der Preußische Landtag setzte heute vormittag die Aussprache Woche in der Erkenntnis der tatsächlichen Bage Deutschlands und über die neue Städte und Landgemeinde ordnung der Fehler des Versailler Friedensvertrages immer größere Fort- fort. Echolich Breslau beschränkte sich nach den ausführlichen fchritte macht. Darlegungen der Genossen Haas und Hirsch auf die LandgeLloyd George vergleicht die französische Attion mit einem Fuß meindeordnung. Neuwahlen, so betonte Genosse Scholich, tritt, den man einem hilflosen Riesen versetzt, und be find notwendig, weil neues frisches Blut in die Urzellen des Staates, zeichnet dies als einen dürftigen Genuß, der nur einer in die Gemeinden fommen muß, wenn der neuen Zeit Rechnung niedrigen, sportlich gerechten Sinnes baren Denkweise Befriedi- getragen werden soll. Wir verstehen diese Zufriedenheit der Herren gung gewähren" mag. Vor allem aber jetzt er die 3 wedlofig waren ja früher die Nuznießer des Dreiflaffenwahlrechts. Wir aber Leidig und v. Ennern, denn die Parteifreunde dieser Herren feit des ganzen Unternehmens gerade vom Standpunkte der fran wollen neue Ordnung und Aufbau von Grund auf. Leider bedeutet zösischen Bedürfnisse flar auseinander. Er polemisiert gegen die der vorliegende Entwurf in wichtigen Dingen einen Rüdschritt, so nuglose Besagungspolitit, die nur Geld in ungeheuren z. B. in der knüpfung des Wahlrechts an eine halbjährige Wohn Mengen verschlingt, zum Schaden der zerstörten Gebiete Nordfrank( izdauer. Die Reichsverfassung spricht nur von einer Aufent reichs, die mit diesen Summen schon zum großen Teile hätten wieder haltsdauer, der Entwurf aber von einer Wohnfigdauer. Der Staatsaufgebaut werden können. Er wendet sich gegen das in Frankreich rat hat fogar verlangt, daß die Gewählten ein Jahr am Orte vor und offenbar auch anderswo weitverbreitete Borurteil, als hätte her wohnen sollen. Das alles sind nur Erschwerungen des Wahlman es mit einem widerspenstigen Lande zu tun, das absichtlich die jedes Ausnahmegesetz und weisen deshalb diese Erschwerungen zurüd. rechts der Arbeiter, besonders der Landarbeiter. Wir sind gegen Anerkennung der Verpflichtungen des von ihm unterzeichneten Ber. Der Staatsrat will feinen Rommunalbeamten die Wähl trages verweigere. barkeit nehmen, ebenso will er das Gelbstverwaltungs. Lloyd George sieht einen Sturz der deutschen Mart in den Ab- recht der Provinziallandtage beschneiden; denn er vergrund voraus, in den die österreichische Krone bereits rettungslos langt, daß Landbürgermeistereien nur dort gebildet werden sollen, versunken ist. An eine Stabilisierung der Mart sei nicht wo die Provinziallandlage mit 3weidrittelmehrheit beschließen. Dr. zu denten, solange man„ Reparationsfohle mit Bajonetten ausgraben D. Kries von den Deutschnationalen meint, die Einführung der und Reparationsholz mit dem Säbel fällen" wolle. Der einzige Weg der Bragis liegen aber die Dinge so, daß die Amtsbezirke in LandLandbürgermeistereien würde Hunderte von Millionen fosten. In wäre gewesen, Deutschland eine angemessene Frist für die bürgermeistereien umgewandelt werden fönnen. Das ist auch die Ordnung seiner Finanzen zu gewähren und ihm die Möglichkeit einer Auffaffung des Staatsrats. Interessant ist, daß im Staatsrat feft Stabilisierung feiner Währung durch Aufbringung einer Anleihe gestellt wurde, die Landbürgermeistereien hätten sich gut bewährt und zu geben, die sodann auch den Franzosen zugute gelommen wäre: baß bei dieser Feststellung aus den Reihen des Zentrums ein„ Sehr " Französische Staatsmänner haben bewußt diese Möglich richtig!" tam. Wenn man die Butsbezirte nur auflösen will, feit preisgegeben. Dies mußte auf die französische Baluta falls die Gutsbefizer weniger als vier Fünftel des Grund und eine ernste Wirkung ausüben, und die Franzosen werden für diesen Bodens befigen, dann werden wohl nicht viele Gutsbezirte aufgelöft Schritt turzsichtiger und rachsichtiger Staats- werden. Die restlose Aufhebung der Gutsbezirke ist eine Notwendig. tunst durch Berteuerung ihrer Lebenshaltung zu zahlen haben. teit. Schließlich fordern wir, daß die vielen alten Reservat Wenn man an die Folgen denkt, fragt man fich, ob franzöfifche rechte der besißenden Klassen in den Gemeinden verschwinden. Politiker wirklich Reparationen wünschen, oder ob fie nicht viel Es geht nicht, daß die politische Gemeinde die Lasten trägt und gemehr andere 3wede verfolgen, die mit der Erlangung von 3ah- wisse privilegierte Kreise die Vorteile einstecken. lungen gemäß dem Vertrage unvereinbar sind." Lloyd George ist überzeugt, daß die finanziellen und wirtschaft. lichen Folgen der Ruhrinvasion sich nicht auf Deutschland und Frant. reich beschränken, sondern auf die ganze Welt erstrecken werden. Die politischen Konsequenzen find aber nach seiner Meinung noch verhängnisvoller. Er glaubt, daß Frankreichs Plan die Zerstörung der Einheit des deutschen Reiches ist: Ich weiß, daß man dies erhofft. Die Franzosen fehnen fich noch immer nach den Zeiten zurück, da Sachsen, Bayern und Württemberger Berbündete, ja selbst Basallen Frankreichs gegen Preußen waren. Diese Hoffnung hat den driften Napoleon in den Untergang gelodt. Noch einmal lodt fie Frankreich in das sichere Berhängnis." tionen berauben, benn es werde tein Deutschland mehr geben, Bugleich werde dies Frankreich jeder Hoffnung auf Repara. das zahlen könne. Und von„ Erhöhung ber franzöfifchen Sicherheit werde erst recht feine Rebe mehr fein: Frankreich wird feine Reparationen verloren haben und ba für den 5 a ß eines unversöhnlichen Feindes eintauschen, der furchtbarer geworden ist, als zuvor. Herr Kaz von den Kommunisten hat gestern hier große Borte über die Kommunalreform geredet. Er hat nur vergessen, daß nach dem Zeugnis der Kommunisten selbst, das Ziel der Kommunisten gar nicht darin besteht, praktische Arbeit zu leisten. Sie wollen ja heit nicht für bloßes revolutionäres Gerede zu haben sind, sondern nur revolutionieren. Wir wissen, daß die Arbeiter in ihrer Mehrauch praktischen Erfolg sehen wollen. Und eben beshalb tönnen wir über das tommunistische Gerede, wir hätten Angst vor den Neuwahlen in den Gemeinden, nur lächeln.( Beifall bei den So3.) Der Preußische Landtag wird sich vom Sonnabenb, ben 27. Januar, bis einschließlich 19. Februar vertagen. In der Pause wird ein Ausschuß aus 35 Mitgliedern für die neue Städte und wird den Haushalt burcharbeiten. Heute, Sonnabend, soll die Bandgemeindeordnung sich mit der Durchberatung des ersten Teiles der Verwaltungsreform beschäftigen. Der Hauptausschuß erste Lesung der Städte und Landgemeindeordnung im Plenum beendet werden. Die dritte Lesung des Grundsteuerge. fetes will der Landtag am Mittwoch vornehmen. Von Donners tag bis Sonnabend werden die Sigungen durch die erste Lesung des Haushaltes ausgefüllt. Keine Mobilmachung in Polen. Niemand weiß, was geschehen wird, wenn ein tapferes Bolt von 60 millionen sich der völligen Bernich tung gegenüber sieht. Rein Bolt, das an nationale Unabhängigkeit gewöhnt war, hat jemals lange fremdes Joch geduldet." Warschau, 20. Januar.( WTB.) Bon autorisierter Seite wird Lloyd George prophezeit schließlich, daß sich das deutsche Bolt ber Polnischen Telegr.- Agentur mitgeteilt, daß die Gerüchte von in dieser verzweifelten Lage von den demokratischen Frei einer angeblichen Mobilmachung in Bolen falsch find. Es ist in helten abwenden und einer der beiden extrem en Richtungen zu- Polen tein Mobilmachungsbefehl erlassen worden. So wurde sein Buch von den Seelentrantheiten zu einem Troft-| Blatt Papier, so sieht es aus, als habe man einen Strich mit tiefbuch. Wir leben auch 1923 noch in der besten der Welten. Candide, schwarzer Tusche gezogen. Besonders deutlich tritt die Erscheinung der Optimist, d. h. der aus dem Lebensverfall immer wieder au in der Schläfengegend hervor, gelegentlich auch an den Augenrettende, brave und normale Mensch, des wizigen Bernünftlers brauen, findet sich aber nicht bei den Haaren des Körpers, die dem gestorben. Und sind wir auch im Elend, hängt der Brotforb auch zurückzuführen ist, daß rotes Haar schon ein frankhaftes Pigment Boltaire witzigster Gedanfenträger, er ist auch heute noch nicht aus merkwürdigerweise nur bei Rothaarigen, was vielleicht darauf Tageslicht nicht ausgefeßt find. Diese schwarze Pigmentierung fehlte fehr hoch, ist der Kohlenkasten auch mächtig leer, ist der Geldkaften barstellt. Mit dieser eigentlimlichen Bigmentierung der Haare bei gar hundeleer, so brauchen wir doch nicht zu fürchten, daß wir den Krebstranten scheint auch eine solche der Haut, des Gesichtes und Berstand verlieren. Der Mensch verliert seine Haare und Zähne der Hände verbunden zu sein. Schridde fonnte bei der Obduktion viel leichter als den Verstand. Der Verstand hält länger als die von Leichen aus dieser Bigmentierung der Haare und der Haut bichsten Schuhfohlen und Hosenböden. Der Mensch und der Deutsche sind doch unsterblich, wenn ihm auch die Baluta mit breitem und hartem Finger an der Gurgel sigt. Dr. Franks Buch erschien bet Grethlein u. Co. in Leipzig. jedesmal feststellen, ob es sich um einen Krebsfall handelt, und irrte ich dabei niemals. Diese Beobachtungen bieten nicht nur wichtiges wechsels, sondern dürften sich auch für die rasche und sichere Er Material für die frankhaften Erscheinungen des Pigmentstofftennung des Krebses in manchen Fällen von großer Bedeutung ermeisen. In der Schweiz sind die Aerzte und die übrigen Menschen bes sonders darauf erpicht, das Seelenleben ihres Nebenmenschen in Einklang mit den dreckigsten Lebensschwierigkeiten zu bringen. Man erinnere sich, daß die großen Pädagogen Bestalozzi und Rousseau Eidgenossen waren, und Lavater und Basedow grübelten nicht nur über das Alltagsglück der feinen Brut, sie wollten den Erwachsenen schon ein Stück Himmel auf der Erde verschaffen. Uebrigens ist für den Geographen des geistigen Weltlebens die Feststellung fehr ver ständig, daß die meisten Seelentrostmethoden moderner Genies auf helvetischem Boden ausgesonnen wurden, mochten sie nun ausgehen von dem unfrommen Gottesfreund Strindberg, dem christlichen Rinderfreund Tolstoi oder dem hellenischen Heldenfreund Friedrich Günden hat das Centraltheater, bas sich nicht nach dem Ge- das in ter Tendenz mit ber unserer Berliner Boltsbühne schon seit Die Macht der Finsternis. Die Tolstoische Tragödie ber Eine Wiener Jugend- Boltsbühne. Bon einem Unternehmen, Nießsche. Auf dem Genfer See oder auf den Firnen des Engadins fchmad eines fnobistisch eingestellten Publikums richten will, zu längerer Zeit angegliederten Jugend- Boltsbühne übereinstimmt, fam all diesen Genies die Erleuchtung. Ja, die Erleuchtung fam einer mit vielem Fleiß inszenierten Neueinstudierung gereizt. Das berichtet die Wiener Arbeiter- Zeitung". Danach wird der Kreis fogar einer in eingeweihten Kreisen vielbekannten, amerikanischen foll dem rührigen Erwin Piscator angerechnet werden, wenn 23 ien des Verbandes Freie Schule Kinderfreunde Milliardärin am Züricher See. Schließlich fand auch Gerhart Haupt es ihm auch nicht bis aufs legte gelang, bas schwierige Bert in fünftighin jeden Sonntag vormittag in einem großen Theatersaal manns Heiliger, der Vorfahr des schlesischen Emanuel Quint, am feiner primitiven Realistit ganz zu beherrschen. Bielleicht fehlte es gute Jugendvorstellungen veranstalten. Die Vorführungen Züricher See sein Aposteltum, wovon die Jugendgeschichte des ihm, besonders in den hier sehr wichtigen fleinen Rollen, an den ge- werden abwechselnd in den einzelnen Wiener Bezirken veranstaltet. Dichters einschmeichelndes Zeugnis gibt. eigneten Leuten, um durchgängig das Derbe und das gleichzeitig in Das Programm wirt von der sozialdemokratischen Kunststelle im Der Züricher Arzt Ludwig Frant ist von der Familie dieser II and gab den Nikita sehr beachtenswert im Inp des russischen des Vereins zufammengestellt. Es sind Lichtbildervorträge, den Gefühlen Schwimmende der ruffischen Seele festzuhalten. Franz Einvernehmen mit fozialdemokratischen Lehrern und Funktionären fleißigen Seelendeuter, obwohl er nicht ihrer Inbrunst und ihrem Soldaten; es fiel dabei einiges unter den Tisch, was man im lleber m är chenvorlesungen, Mufit und Tanzbarbietun Schmung huldigt, sondern der allerhöchsten Nüchternheit, Wissen gehen zu den weichen Stimmungen nicht gern vermißt. Am besten gen geplant. schaftlichkeit und Humanität nur folgt. Er spricht in einem Buch war er, als ihn in der Kindesmordszene die Furcht vor den drän über„ Seelenleben und Rechtsprechung" zu Schweizer genden Frauen padt. Rose Liechtenstein brachte für die Aniẞja Erstaufführungen der Woche. Dienst. Schloßparl- Theater( f. Aerzten. Und erinnert man sich, daß in der helvetischen Republik alles mit: Figur und Temperament, besonders gut in den Momenten, Freit. Schiller- Theater: Jugend". Mittw. Rammerspiele: Der Kreis". Der Schöpfer. Theater am RollendorfRichter nicht nur Akademiker, sondern in hundert Fällen nach altem wo sie im Fortschreiten des Verhängnisses die Herrschaft über den plat: Königin der Straße". Brauch und Berfassungsritus gewählte Männer des Bolles find, rohen und schwachen Mann wiedergewinnt. Gustav Roos war ein Urania Vorträge. Connt: Cleinow: Wanderungen in dann ist Franks Wert über das Persönlichste des Menschen, seine prachtvoller Bater Atim. Ebenfalls gut und ganz russisch Tilli Sowjet. Ruslan b. Mont., Freit: In nordischen Ländern aus der jahrelangen Erfahrung stammende Schilderung des ver Hilde York dürfen nicht in russischen Stüden fpielen; sie zerreißen, Klotow in der Kleinen Rolle der Anjutta. Else Heller und im ilm." Dienst., Sonnab.: Bassionsspiele." Mittw ,: dunkelten Seelenlebens, eigentlich ein sehr demokratisches Buch. was die anderen mühselig aufgebaut haben. Mit bescheidenen Mit bescheidenen Es zeigt, wo in dem Liebesleben des Mannes und der Frau Mitteln hatte man würdige Szenenbilder geschaffen. bas Krante, das Halbe, das Unzulängliche liegt. Es zeigt das Rrante, damit das Gesunde fich desto besser beleuchtet. Es wird zum am Dortmunder Forschungsinstitut für Gewerbe und UnfallKrebshaare. Eine aufsehenerregende Tatsache hat der Anatom Troftbuche, weil auf Erziehung und auf vernünftige ärztliche Me- frankheiten, Hermann Schridde, durch die Untersuchung von Haaren thoden der ernstefte Wert gelegt wird. Mein, des Menschen Krebstranter festgestellt. Wie er in der Münchener Medizinischen Schwächen, die Zerstörer des Chelebens, die Totengräber der Wochenschrift" mitteilt, hat er tie bereits von Rlinifern gelegentlich Manneswillenstraft im Daseinstampf, die abftumpfenden Mächte bemerkte eigentümliche Haarfärbung bei Magenkrebstranten zum Gegenstand systematischer Untersuchungen gemacht. Er fonstatierte der Frauenzärtlichkeit, all diese Abarten des Gewöhnlichen und Rü lichen, all diefe Entartungen des sozial und aufbauend Kostbaren, als ganz regelmäßige Erscheinung, daß bei diesen Kranten ein Teil sie sind im Grunde nur Erniedrigungen und Ertranfungen für furze ber Kopf- und Gefichtshaare eine rein tiefschwarze Färbung auf. weist, und zwar erscheint das einzelne haar nicht glänzend wie Zeit. All diese Krankheiten sind zu heilen. Sie find wenigstens normales schwarzes Haar, sondern vollkommen glanzlos. Die häufiger zu heilen, als daß sie unheilbar wären. Das ist Zuspruch„ Krebshaare" find außerdem starrer und straffer als die gewöhnlichen und Ausspruch des Arztes, der feinen Sah wohl erprobt hat, und wohl auch dider. Legt man ein solches Haar auf ein weißes k. Haus): " Wunder des Schneeschuhs." Donnerst.: Mit Sang und lang durch Schwarzwald und Alb. Die Voltsbühne bereitet als nächste Aufführung nach dem Wintermärchen" golbergs" Der Mann, der leine Beit hat und Gustav Biebs Abrechnung" bor. Im Künstler Theater fann die heutige Erftaufführung von Thomas Magdalena nicht stattfinden, stattdessen gebt Hans Müllers Broßmama", ab Sonntag täglich Hans Müllers Flamme mit Käte Dorfch in der weiblichen Hauptrolle in Szene. Eine zweite amerikanische Spende für die deutsche Künstler. Staatszeitung dem Reichswirtschaftsverband bildender Künfile: Deutschfchaft. Der Reichspräsident hat aus der Sammlung ber New Yorker lands einen Betrag von 1 Millionen Mark als Restzablung überwiesen. Die Summe ist zum größten Teil an die verschiedenen wirtschaftlichen Berbände im Reiche weitergeleitet worden. geschichtlicher Monographien und Generalfefretår der Gesellschaft für deutsche Der Schriftsteller Heinrich Stümde, Berfaffer zahlreicher theaterTheatergeschichte", ist im Alter von 50 Jahren gestorben Internationale sozialistische Konferenz. Sigung der Vorstände am 26. Januar. Amsterdam, 20. Januar.( WTB.) Im Zusammenhang mit der durch die Besetzung des Ruhrgebietes geschaffenen ernften Lage hat das Bureau des Internationalen Gewerkschaftsbundes die Vorstände der zweiten Internationale und der Wiener Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Parteien für Freitag, den 26, Januar, zu einer gemeinsamen Sigung eingeladen, um zu erwägen, was in den verschiedenen Ländern zur Unterffügung und Förderung der vom Internationalen Gewerkschaftsbund eingeleiteten Bewegung unternommen werden kann. Polizeistunde und Verkehr. 26 Montag um zwei Stunden verkürzter Abendverkehr. fchen Lefern dargelegt worden ist. Er betont weiterhin, daß dem. gegenüber die infolge der Inflation in ihrem Goldwert zusammengeschmolzene deutsche Staatsschulb in Frankreich ebenso beunruhigen Die Herabsetzung der Polizeiftunde auf 11 Uhr abends beligenden Klassen in Deutschland. Wie dem auch sei, mögen müsse, wie das mangelhafte Steuerauftommen der wirft auch auf den Berliner Berkehr sehr einschneidend. Während selbst die Reparationsleistungen nicht die Grenzen des Möglichen bisher vom Stadtinnern die letzten Straßenbahn- und Hochbahn erfüllt haben, und daraus der deutschen Sozialdemokratie die Aufzüge um 42 Uhr nachts abgingen, wird jetzt, da nach 11 Uhr die gabe schärferen Vorgehens als früher gegenüber der Steuerschuld der Berkehrsfrequenz auf ein Minimum zurückgehen dürfte, der Ver- befizenden Klassen erwachsen, alles das mag ein Vorgehen Frantfehrsschluß in Berlin bereits gegen% 12 Uhr nachts einfegen. reichs allenfalls erklären, niemals rechtfertigen. Unsere Aufgabe Für die Berkehrsunternehmungen bedeutet diese Maßnahme eine sei es weiterhin, auch unsere Bolitit so zu führen, daß wahrem Ersparnis an Löhnen und Materialkosten, und fo wird sich der Aus. Berständigungswillen der Gegenseite nicht durch ein durch das Ruhr. fall nach Ansicht der Verkehrsleiter finanziell nicht allzu fühlbar abenteuer erwedten Chauvinismus die Tore verschlossen werden, machen. Für das Publikum ist die Verkehrsbeschränkung weniger ohne daß darin ein Nachlassen unseres Proteftes gegenüber dem angenehm, doch will die Straßenbahn ebenso wie die Hochbahn- finnlosen Rechtsbruch und der militaristischen Handlungsweise Frank. und die Omnibusgesellschaft auf gewisse Notwendigkeiten Rüdsicht reichs Machthaber erblidt werden darf. In der nun einsehenden Unabhängige Arbeiterpartei gegen englische Außenpolitik. nehmen. So foll ein, wenn auch spärlicher, Spätverkehr von überaus regen Diskussion versuchten mehrere Redner anfangs, andere den Bahnhöfen nach den einzelnen Stadtteilen eingerichtet werden, Gesichtspunkt geltend zu machen. In seinem Schlußwort hielt GeCondon, 20. Januar.( WEB.) Die Unabhängige Arbeiter- und weiter wird auf den Berufsverkehr größte Rücksicht genommen noffe Ströbel die vorher gemachten Ausführungen gegenüber der partei veröffentlicht eine Erklärung, in der es heißt, die fran- werden. Die Fabriten, in denen Spätarbeit geleistet wird, die Erwiderung der Debatte aufrecht und erweiterte fie in manchen 3ösisch- deutsche Differenz müsse, wenn fie andauern großen Zeitungsdruckereien usw. erhalten für das bis nach Mitter Punkten. Der Einbrud seiner Borte ergänzte dadurch den Gesamtfollie, eine ernste& riegsgefahr hervorrufen. Die brifische nacht beschäftigte Personal besondere Berkehrsgelegen eindrud des Abends, der dahin ging, daß hier bei allen Gegensägen Regierung müsse viel mehr von der franzöfifchen Polifit abrüden. heit, um nicht die Betriebe zu einer teilweise faft undurchführ der Temperamente und vielleicht auch mancher Grundanschauungen Das britische Geschehenlaffen gegenüber der franzöfifchen Polifit im baren Arbeitseinschränkung zu zwingen. der Wille einmütig war, ebenso in der schroffen Ablehnung der Ruhrgebiet sei auf den Wunsch zurückzuführen, auf der Konferenz französischen Gewaltpolitit, wie in dem Willen, die Vernunft walten zu lassen und nicht das Gefühl. Protestaktion der englischen Arbeiter. Condon, 20. Januar.( Reuter.) In einer Rede in Glasgow sagte Ramsay Macdonald, die französische Regierung fuche eine militärische Politik zu verwirklichen, die sie bei Abschluß des Waffenstillstandes mit Widerstreben aufgegeben habe. Frankreichs Bolitit ziele auf eine Zerstückelung Deutschlands auf Kosten der Wohlfahrt des übrigen Teiles von Europa ab. Es würde beffer fein, mit Frankreich zu brechen, als gemeinsam der Bernichtung entgegenzugehen. Italien bremst. London, 20. Januar.( WIB.) Reuter erfährt, daß bie italie nische Regierung Schritte unternommen habe, um der britischen und ber französischen Regierung darzulegen, daß Italien die Bage an der Ruhr als eine höchst gefährliche ansehe. Obwohl Italien nicht die Rolle eines Vermittlers übernommen habe, so habe es doch aus drücklich vorgeschlagen, daß irgendwelche weiteren Zwangsmaß nahmen nur nach reiflicher Ueberlegung ergriffen werden sollten. * " von Caufannne die Unterstüßung Frankreichs zu erhalten. Die Der Polizeipräsident von Berlin hat folgende Berordnung Partei verlangt Einberufung einer Welttonferenz, für Groß- Berlin erlassen: um von neuem über alle Probleme zu beraten, die der Versailler bel gewerbsmäßiger Beranstaltung einer Erlaubnis aus§ 221, aus § 1. Für Theatervorstellungen und alle Darbietungen, welche Die Kirche kennt die Ihren nicht. Vertrag ungelöft gelaffen habe. Die Partel habe an 800 Unter-§ 33a der Reichsgewerbeordnung bedürfen, für LichtspielvorführunAffade auf den Geldbeutel der Konfessionslosen. abteilungen das Ersuchen gerichtet, öffentliche Versammlungen am gen sowie für alle ähnlichen Schauftellungen wird die Polizei- Die im Vorwärts" oft gerügten Belästigungen längst fonSonnabend und Sonntag zu veranstalten, um die allgemeine Auf- it unde auf 11 Uhr abends feftgejekt.§ 2. Für Gast-, Speise- und feffionslos gewordener Berfonen durch unberechtigte in. merksamkeit auf die Lage zu lenten. Ramsay Macdonald Schantwirtschaften sowie für Cafes wird die Polizeistunde auf forderung von Kirchensteuer fönnten nicht immer Jer werde unter den Rednern sein. 11 Uhr abends festgefeht. Betriebe der genannten Art dürfen nicht vorkommen, wenn die Kirche pflichtgemäß sich hinreichende Gewißvor 6 Uhr morgens für das Publikum geöffnet sein. Ausnahmen heit darüber verfchaffte, wer noch zu ihr hält und wer nicht. Klagen hiervon fönnen bei dringendem Bedürfnis durch Verfügung des über solche unbegründeten Ansprüche der gefdbedürftigen Kirche an Bolizeipräsidenten unter Borbehali jederzeitigen widerrufes be- das Portemonnaie der Ungläubigen gingen uns fonft nur aus den willigt werden.§ 3. Für Bergnügungsparks, fogenannte Rummel- zum Bezirk Berlin gehörenden Kirchengemeinden zu, in letzter Zeit pläge, wird die Polizeistunde auf 10 Uhr festgefeht.§ 4. Oeffentliche aber haben wir auch aus Neukölln ein paar Mitteilungen erAnkündigung privater Tanzluftbarkeiten in Gaff, Speise- und fäftigt wurden. Einer, der schon am 5. Dezember 1912 in vor. Tanzluftbarkeiten find verboten. Die Veranstaltung und öffentliche halten, daß Konfeffionslose noch mit Kirchensteuerforderungen be Schankwirtschaften sowie Cafés oder mit folchen in Verbindung fchriftsmäßiger Form feinen Austritt aus der evangelischen Kirche ftehenden Räumen find untersagt.§ 5. In einzelnen besonders gearteten erflärt hatte, erhielt noch nach aehn Jahren, Ende November Fällen fönnen Ausnahmen von den Borschriften der§§ 1-4 durch 1922, einen Kirchensteuerbescheid" für 1922. Bor neun Jahren, Verfügung des Polizeipräsidenten bewilligt werden.§ 6. Der Aus- am 22. Dezember 1913, hatte auch seine Frau ihren Austritt erflärt, fchant von alkoholischen Getränken jeder Art an Jugendliche unter es fann fich also hier nicht um eine der Frau auferlegte Kirchen16 Jahren ist verboten.§ 7. Unternehmer, Wirte, deren Stellver- fteuer handeln, für die ja selbst ein längst fonfeffionslos gewordener treter oder private Veranstalter, welche die Vorschriften dieser Ber- Ehemann noch auftommen muß, wenn die Frau noch der Kirche anordnung übertreten oder eine Uebertretung durch ihre Stellvertreter gehört. In einem anderen uns dieser Tage aus Neukölln bekanntoder Angestellten dulden, werden mit Gelbftafe bis zu 300 M. oder gewordenen Fall wurde ein gleichfalls schon vor zehn Jahren, mit entsprechender Haft bestraft. 88. Erweist sich der Unternehmer am 2. Dezember 1912, aus der evangelischen Kirche ausgetretener oder der Wirt eines der in den§§ 1-3 bezeichneten Betriebe in der Mann noch Anfang Januar 1923 von einem Bollziehungsbeamten Ausübung feines Gewerbes als unzuverlässig oder ergeben sich aus heimgesucht, der 44 M. Kirchensteuer von ihm eintreiben wollte. Da feiner Geschäftsführung, insbesondere durch Nichtbeachtung der fofort die amtliche Bescheinigung über die Austritts. Poliziffunde oder der Verbote der§§ 4 und 6 dieser Verordnung Un- erklärung vorgewiefen werden konnte( man fieht, wie gut es zuträglichkeiten für die öffentliche Ruhe, Sicherheit und Ordnung, fo ist, derartige Belege forgfältig aufzubewahren und bereitzuhalten), fann die Polizeistunde für seinen Betrieb durch Verfügung des fo mußte der Beamte unverrichteter Sache abziehen. Demselben Polizeipräsidenten herabgefeht werden. Unberührt hiervon bleiben Konfessionslofen ist es in Neukölln schon im vorigen Jahre passiert, die Borschriften, nach denen bei Unzuverlässigkeit schärfere Maß- daß ihm wegen angeblich rüdständiger Kirchensteuer eine fän nahmen erfolgen tönnen.§ 9. Die Bestimmungen in Polizeiver- dungsandrohung zuging, aber die Kirche scheint von dem da ordnungen, welche die Ausübung des Gast- und Schankwirtschafts- maligen Mißerfolg teine Notiz genommen zu haben. gewerbes mit weiblicher Bedienung regeln, werden durch die Bor- dieser Konfessionslose bei den Bersonenstandsaufnahmen, fchriften dieser Polizeiverordnung nicht berührt.§ 10. Die Polizei- die alljährlich zu Besteuerungszweden erfolgen, schon seit einer Reihe verordnung betreffend Polizeisfunde vom 27. August 1921 wird bis von Jahren stets die Vorsicht gebraucht, gewissenhaft seine onauf weiteres außer Kraft gefeht.§ 11. Diese Verordnung fritt am feffionsfofigteit anzugeben. Mit berechtigter Entrüftung weift er darauf hin, daß die aus Gemeindemitteln bezahlten Montag, den 22. Januar, in Kraft. Beamten bei der Jagd nach Kirchensteuern, die nicht mal zu Recht eingefordert werden, Zeit und Kraft vergeuden inüffen. In Nr. 540 des Vorwärts" vom 15. November 1922 hatten wir einen Fall unerhörter Bummelei der privaten Kirchenbe. hör den mitgeteilt, bei dem es sich um die Einziehung ber stir chen steuer von einem bereits vor elf Jahren aus der Kirche Ausgeschiedenen handelt. Der Betreffende war aufgefordert worden, ſeine Austrittserklärung persönlich auf dem Bureau in der Neuen Friedrichstraße vorzuzeigen und die Reklamation zu erledigen. Er hatte erklärt, nur bei Erfaß des Fahrgeldes und Entschädigung für Zeitverfuft diefer Aufforderung nachzukommen, da er unter feinen Der Kampf um die Quote. Gegensätze in der Schwerindustrie. Effen, 20. Januar.( Eca.) Durch französische Bermittler ist nach der Befehung des Ruhrgebiets seitens des Comité de Forges versucht worden, mit einem befannten Großfonzern der rheinisch- westfälischen Schwerindustrie zweds Erlangung eines privatwirtschaft. lichen Abkommens mit der franzöfifchen Schwerindustrie in Berhandlungen zu treten. Von seiten des deutschen Großtongerns ist jegliche Berhandlung abgelehnt worden, solange das Ruhrge. Die Gelbftrafe" von 300 m., die auf Grund einer alten Berbiet widerrechtlich von franzöfifchen Truppen in Oftupation genom ordnung festgefeßt werden mußte, wird auf alle Leute, die nichts men ist. Bekanntlich ist früher schon an deutsche Vertreter der von rechtlichen Maßnahmen verstehen, sondern lediglich den gefunden Schwerindustrie das Anfinnen eines Zusammenarbeitens mit fran. Menschenverstand anerkennen, geradezu lächerlich wirken. zöfifcher Schwerindustrie gestellt worden. Die französischen Ber- rasenden Tempo der Geldentwertung vermag die Gefeßgebungs fuche liefen aber immer darauf hinaus, bei einer derartigen Ber- maschine nicht zu folgen und so fommt es, daß eine solche Strafe", bindung 60 Broz der Beteiligung in die Hand zu be- wie sie hier festgesetzt ist, sicherlich als Anreiz zum Uebertreten der kommen und den Deutschen 40 Broz zuzubilligen. Da damit die Berordnung dienen wird. Hier wäre die Schaffung eines Not deutsche Schwerindustrie unter französische Bevormundung gebracht geleges, bas die Festsetzung derartiger Strafen der Geldent worden wäre, ist auch früher schon regelmäßig von deutscher Seite mertung auf Grund eines Index bestimmte, fehr am Blake. Die eine nähere Bindung mit französischen Interessen abgelehnt worben.epublik follte alles vermeiden, was ihre ausführenden Organe lächerlich machen könnte. Deutsche Kohlenabschlüsse in England. Condon, 20. Januar.( EE.) ,, Daily Mail" schreibt, Frankreich erteilte Auftrag auf starte Rohlenmengen. Was die Aufträge aus Deutschland auf englische Rohle anbelangt, so wünschen die eng lischen Verkäufer Garantien für deren Bezahlung. Ein englischer Kohlenfachverständiger erklärte einem Berichterstatter der Daily Mail", die Deutschen hätten diese Garantien nunmehr gegeben und mit den englischen Banken befriedigende Abmachungen getroffen. Hotelboykott gegen französische Gäste. Dem Ein gestriger Beschluß des Vereins Berliner Hotel befiber, von heute ab deine französischen und beigi: fchen Gäste mehr aufzunehmen und ebenso den Ausschant französischer Weine und Spirituofen einzustellen, foll, wie es heißt, den Auftatt zu einer großzügigen Bontottbewegung gegen Frank. reich und Belgien bilden. Dem Verein Berliner Hotelbefizer ge hören fast ausnahmslos nicht nur die größten Berliner Hotels, fon. dern auch die bekanntesten Weinrestaurants an. Auch das Hobel Adlon, das bem Berein Berliner Hotelbefizer nicht mehr angehört, wird die gestern gefaßten Beschlüsse respektieren. Man fann diese Maßnahme verstehen, wenngleich man sich nicht der Illusion hingeben darf, daß irgendetwas für die Zukunft Deutschlands Förderliches badurch erreicht wird. Die militärischen Macht haber repräsentieren nicht das französische und belgische Bolt und es bleibt faum mehr als eine Protestaktion übrig, bie einer Verständigung, die doch einmal fommen muß, weitere Hindernisse in den Weg Großfener auf einem Holzplatz. Dabei hat Umständen für die Bummelei anderer Leute leiden fönne. Der Betreffende, ein Dreher B. aus der Scheringstraße, teilt uns nun. mehr mit, daß die Kirche bei ihm am 4. Januar zur Pfändung geschritten ist. Wann werden wir es erleben, daß diesem Unfug ein Ende gemacht wird? Welches Gefchrei erhoben die Anhänger bie Kirche, wenn bei ihnen z. B. die Freireligiöse Gemeinde ver. sehentlich einen Mitgliedsbeitrag eintaffieren wollte! Fechenbach- Versammlung. Die deutsche Liga für Menschenrechte veranstaltet am Montag, 22. Januar, 8 Uhr, in den Kammerfälen, Teltower Straße 1/4( Hallesches Tor) unter dem Vorsitz. v. Gerlach eine große Demonstrationsversammlung zum Fall eden bad, bie gleichBeitig ein Proteft gegen die herontommende Fafciftengefahr aus Bayern werden soll. Rebner: Dr. Zoewenield München, Landtagsabg. Ruschke. Berlin, Rechtsanwalt Bebhardt rentfurt a. D., Stammergerichtsrat Frey. muth, der authentische Mitteilungen über das Ritter. Telegramm machen wird. In der Diskussion wird voraussichtlich auch Dr. Fr. Thimme sprechen. Explosionsunglüd auf einem franzöfifchen Truppenübungsplatz. Donnerstag morgen hat sich auf einem Truppenübungsplatz bei einer Artillerieübung in der Nähe von Chalon ein schwerer Unfall er. eignet. Ein Pferd trat auf ein herumliegendes Artilleriege. schoß, das explodierte. Bier Kanoniere und 3 Pferde murben getötet, drei Ranoniere verletzt. Völkerbund und Ruhrbesetzung. Condon, 20. Januar.( WTB.) Westminster Gazette" berichtet, daß die Lage, die durch die Besetzung entstanden sei, wahrscheinlich vor den Bölkerbundsrat, der in einigen Lagen zufammentritt, gebracht werden wird. Es werde für möglich gehalten, daß Frant reich, nachdem es sich und Europa in cine schwierige Lage gebracht fegt. hat, bereit sein könnte, dem Bölkerbund die Probleme ber Reparationen und der interalliierten Schulden zu unterbreiten. Die brifische Regierung würde tein Hindernis in den Weg legen. In dem Holzlager der Firma Levy in ter Riefholz. Ein Flugzeugunglüd in Marotto. Ein Militärflugzeug ist in Stocholm, 19. Januar.( WTB.) Wie„ Tidningarnas Tele. ftraße in Treptow brach gestern abend Feuer aus. Die grammbyran" erfährt, dürfte die auf den 25. Januar angefeßte Flammen griffen mit großer Schnelligkeit um sich, so daß beim Marotto in der Gegend von Rabat brennend abgestürzt. Die Tagung des Völkerbundsrats in Genf entweder verschoben oder nach Erscheinen der Berliner Feuerwehr bereits der größte Teil des beiden Militärflieger, barunter ein Major, wurden auf der Stelle Baris verlegt werden. Der Vertreter Schwedens im Völkerbunds- einschließlich der Neuköllner Wehren, im ganzen acht Züge, griffen Lagers in Brand stand. Die vereinigten Wehren Groß- Berlins getötet. Erdbeben auf Malta. Gestern wurde auf Malta ein ziemlich rat, Ministerpräsident Branting, hat sich gegen die Verlegung fofort ein und dämmten den Brand unter Leitung des Brand- heftiges Erdbeben verspürt. Die Bewohner flüchteten aus ihren der Tagung nach Paris ausgesprochen, da nach seiner Meinung direktors Bolzcich auf den Hauptherd ein. Nach mehrstündiger Häusern. Nähere Einzelheiten fehlen noch. der Rat an einem neutralen Ort zusammentreten sollte, es scheint Arbeit gelang es dann auch, über die Flammen Herr zu werden aber, als ob die Tagung doch nach Paris verlegt wird. Wetter für morgen. Berlin und Umgegend. Etwas tälter, zeitweise heiter, jedoch sehr unbeständig mit wiederholten Schneefällen und ziemlich starken nordwestlichen Binden. 1 argentinische Papier- Beso und ungefähr die Hälfte des Lagers zu retten. Troytem find sehr große Borräte an wertvollen Maha goni, Riefer- und anderen Kunsthölzern per 19. Januar brannt. Der Schaden ist daher sehr bedeutend. Die Ursache des Käufer Berläufer Brandes ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, daß aus einem ( Geld-)( Brief) Ofen in einem Lagerfchuppen Kohlen herausfielen und diesen zu Aurs nächst in Brand feßten. Die Wehren wahren bis spät am Abend mit den Lösch und Aufräumungsarbeiten beschäftigt, und man 6832.87 6867.13 7231.87 7268,13 tonnte den Feuerschein noch bis in die Nacht hinein in Berlin 1127.17 1182.88 1187.02 1192.98 beobachten. 20. Januar Räufer Berkäufer ( Gelb-)( Brief-) Kurs Kurs 7306.68 7343.82 Kurs 7755.56 7794.44 8481.27 8498.73 8740.62 8759.88 8466.81 3483.69 8815.43 3834.57 468.82 471.18 9052.31 9097.69 amient 1 holländischer Gulden 1 belgischer Frant. 1 norwegische Krone 1 dänische Krone. 1 schwedische Serone 1 finnische Mart. 1 japanischer Jen 1 italienische Lire 1 Pfund Sterling 1 Dollar. 1 französischer Frant 1 brasilianischer Milreis 1 Schweizer Frank.. 1 spanische Beseta 2952.66 2967.40 100 österr. Stronen( abgeft.) 26.98 1 tschechische Krone 538.65 1 ungarische Strone 1 bulgarische Lewa 1 jugoslawischer Dinar 27.07 541.85 7.28 7.82 120.69 121.81 187.65 138.85 Jungfozialisten und Nuhrbesetzung. 4887.87 4862.13 5261.81 5288.19 In einer überfüllten Versammlung der Berliner Jungsozialisten 947.62 952.38 Sprach gestern abend Genosse Heinrich Ströbel über Ruhr 9177.- 9223.- befeßung und Reparation". Er ging davon aus, daß durch 897.75 902.25 den Rechtsbruch Frankreichs, den alle juristischen Ausbeutungsversuche 85785.- 86215.- 91021.8791478.18 teinesfalls zu rechtfertigen vermögen, wiederum eine Situation 18703 12 18796 88 19700.62 19799.38 Priegerischen Geistes und nationalistischer Erhizung auf beiden Seiten 1231.91 1288.09 1316.70 1323.30 geschaffen worden sei, die allem Trachten nach vernunftmäßiger und 2124.67 2185.33 2204.97 2215.58 persönlicher Regelung des Zusammenlebens der Bölker aufs neue 3566.06 3583.94 8690.75 8709,25 Gefahren schwerster Art bringt. Während wir uns dieser Gefahren 3077.28 3027.72 bewußt feien, fei es um so mehr unsere Aufgabe, die Dinge zu sehen 26.22 26.22 wie fie find. Der Redner legte darauf furz die Wirtschafts- und 545.86 7.12 110.28 545.86 Finanglage Deutschlands und Frankreichs dar. Er wies auf die Groß- Berliner Parteinachrichten. Achtung, affierer! Bon einer Anzahl Abfeilungen sind froh mehrfacher Aufforderung die Einigungsmarten noch immer nicht vollständig abgerechnet worden. Das muß aber unbedingt in den nächsten Tagen geschehen, weil diese Marken so schnell als möglich mit dem Parteivorstand abgerechnet werden müffen. Wir bitten deshalb nochmals dringend um diese Albrechnung, und machen gleichzeitig darauf aufmerksam, daß die faumigen Abteilungen in der nächsten Woche an dieser Stelle ver3. A.: Alex Pagels. öffentlicht werden. Sungsozialisten, Ortsgruppe Baumschulenweg. Heute 7%, Uhr im Ingendheim, Ernitstr. 16, Bortrag. 14. Strets, Reukölln. Gonntag, ben 21. Januar, vormittags 9%, Uhr, engere Bor standsfigung im Sekretariat. 128. Abteilung, Pantow. Sonntag früh 11 Uhr Abteilungsversammlung in der Schule Kaiser- Friedrich- Straße. Tagesordnung: Kreisbelegiertenwahl. Vorträge. Vereine und Versammlungen. Arbeiter- Abstinenten.Bund. Gründungsversammlung der Gruppe Mitte im Heim der Landfahrer Steinstraße 85 heute Sonnabend, den 7.12 h were Schulbenlast Frankreichs hin, wie sie in deut 110.20 Ticher Absicht zu gegenseitiger Berständigung erst fürzlich von dem 120.80 120.88 befannten französischen Nationalötonomen Charles Gide den deut. 120. Januar, abends 7, Uhr. Interessenten und Mitglieder sind eingeladen. Jeinstimmige Annahme, während der zweite Absah, ber| Betriebsräten liegt es mm, in Ausübung ihrer Rechte nach§ 78 richtet, mit Mehrheit abgelehnt wurde. Gewerkschaftsbewegung fich gegen den Hauptvorst and wegen des Ausschlusses Abs. 1 und 2 des BRG. diesen Schiedsspruch durchzuführen, die Teuerungsaktionen der Gewerkschaften. Zur Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. Die Epitenorganisationen der Gewerkschaften werden in der Mit dem Gelegentwurf zur Neuregelung der Sonntagsruhe ommenden Woche zusammentreten, um sich über neu einzureichende im Handelsgewerbe beschäftigte sich der Ausschuß des Kaufmanne Gehalts- und Lohnforderungen für die Beamten und gerichts au Berlin in feiner legten Eizung. Die Gehilfenbeisiger Angestellten bzw. Arbeiter schlüssig zu werden. Anlaß hierzu gab der Afa"-Liste hatten folgenden Antrag eingereicht: die in den letzten Tagen besonders start fortgeschrittene Leuerung. Handelsangestellte dürfen an Am Dienstag beginnen im Ruhrgebiet Berhandlungen zur Neuregelung der Löhne der Ruhrbergleute. Am Mittwoch werden die Berhandlungen für die anderen Reviere in Berlin beginnen. Am Freitag fand in Berlin eine Besprechung der Gewerkschaften über die Maßnahmen der Regierung zur Einschränkung der Luftbarkeit und Schlemmerei statt. Die Gemperfschaften sind teine Gegner der Borverlegung der Polizeistunde und ebenso find sie für Schließung der Nachtlotale und ausgesprochenen Schlem. merstätten. Sie glauben aber der völligen Stillegung des Bergnügungsgewerbes taum zustimmen zu können, weil Angestellte und Arbeiter davon zu hart betroffen werden. In Berlin handelt es sich um fast hunderttausend, die durch die Einschräntung arbeitslos würden. Diese schwerwiegende Tatsache ist unseres Wissens auch von den in Frage kommenden Regierungsstellen nicht ganz außer acht gelaffen worden, und es ist daher zu hoffen, daß zwischen den Absichten der Regierung und der Haltung der Gewerkschaften ein Ausgleich zustande kommt. Funktionärkonferenz des Verkehrsbundes. Sonn und e fitagen nicht beschäftigt werden. Diese Bestimmung findet eine Anwendung: 1. auf Arbeiten, welche in Notfällen oder im öffentlichen Interesse unverzüglich vorgenommen werden müssen; 2. auf die Bewachung der Betriebsanlagen, auf Arbeiten zur Reinigung und Instandhaltung, durch welche der regelmäßige Fort gang des eigenen oder eines fiemten Betriebes bedingt ist, sowie auf Arbeiten, von welchen die Wiederaufnahme des vollen, werf tätigen Betriebes abhängig ist, sofern nicht diese Arbeiten an Ber! tagen vorgenommen werden können; 8. auf Arbeiten, welche zur Verhütung des Verderbens bon Rohstoffen oder des Miglingens von Arbeitserzeugnissen erforderlich find, sofern nicht diese Arbeiten an Werktagen vorgenommen werden tönnen; Unterstügung durch den Verband ist gesichert. Arbeitsgemeinschaft. In der Betriebsrätezeitung" Nr. 1 zeigt der Schriftleiter Dr. Striemer bie Struttur unserer Wirtschaft in ihren 4 Giufen, er zeigt die Machtzentren, die bestehen, und tommt in seiner Untersuchung zu bem Ergebnis, daß eine andere Lösung als eine Arbeitsgemeinschaft mit den Unternehmerorganisationen nicht in Frage tommen fann. Eine hochinteressante Untersuchung veröffentlicht der betannte Rationalötonom Prof. Dr. R. Liefmann Freiburg über die Festsegung der Preise nach den Wiederbeschaffungstoften, die lebhaft besprochen werden dürfte. der Sachwerte" bechäftigt sich ein weiterer Artikel. 8wei Auffäze„ BertBroblem Mensch", die Arbeit des einzelnen an fich selber.„ Die wirtschaftliche tattausfieblung" und Menschen untereinander" behandem das Bedeutung der Schuhindustrie" zeigt ein Beitrag von Dr. Mainzer, während Profeffor S. Bohn über Sudamerita und feinen Anteil am Welthandel wieder eine interessante Darstellung gibt. ,, Die organisatorischen Grundprobleme ber deutschen Biehwirtschaft untersucht Dr. Joſeph& u hn. Reg.- Rat Dr. Flatow referiert über„ Berfiöße gegen Pflichten aus dem Arbeitsvertrag und gegen Betriebsratspflichten". Ueber die Wahlbeteiligung schreibt Cl. Nörpel. Schiedssprüche von befonderer Bedeutung sowie eine gründlich bearbeitete Bücherschau vervollstän bigen den Inhalt neben anderen Beiträgen. So beginnt denn die Betriebs. rätezeitung" den 4. Jahrgang wiederum mit einem Seft, das wertvolles Material zur Bereicherung des Wissens bietet. Bestellungen bei jedem Bostami over zu halben Preisen bei den Berbänden. mit den Borschlägen des Berliner Stadtbaurais A. Sorten zu der„ Erfaijung nur einer Arbeitnehme Arbeiter der Musikinstrumentenindustrie. Laut Beschluß der 4. auf die Beaufsichtigung des Betriebes, soweit er nach Biffer Mitgliederversammlung haben alle Kollegen und Kolleginnen zur 1-3 an Sonn- und Festtagen stattfindet. Unterstützung der Ausgesperrten einen Stundenlohn abzuführen. Wir bitten um stritte Einhaltung des Beschlusses. Die Branchenleitung. Wirtschaft Arbeitgeber, welche folche Arbeiten verrichten lassen, sind verpflichtet, ein Verzeichnis anzulegen, in welchem für jeden einzelnen Sonn- und Festtag die 8abl der beschäftigten Angestellten, die Dauer ibrer Beichäftigung sowie die Art der vor. genommenen Arbeiten einzutragen sind. Das Verzeichnis ist auf Erfordern der Ortspolizeibehörde sowie den in§ 139b der GD. bezeichneten Beamten jederzeit zur Einsicht vorzulegen." Ausfuhrprämien für die russische Ausfuhr. Die Sowjetregierung Die Kaufleutebeifißer betämpften den Antrag und stimmten geht mehr und mehr zu den alten Methoden der kapitalistischen Wirt dagegen; er wurde jedoch mit sämtlichen Stimmen der Gehilfen- chaftspolitik auch bei der Außenhandelsförderung über. Jezt hat beisiger sowie der des Vorsitzenden angenommen. fie Bergünstigungen zur Förderung der russischen Ausfuhr Ein zweiter Antrag verlangt die Streichung des§ 68 des eingeführt. Bei der Ausfuhr von Waren, die im Inlande mit Handelsgefeßbuches, da die in diesem Paragraphen enthaltene Verbrauchssteuern belastet sind oder zu deren Herstellung mit ebaltsiumme bei der dauernden Geldentwertung eine Berbrauchssteuern belastete Rohstoffe verwandt werden, sind diese ständige Gefahr für die Angestellten bedeutet und die übrigen Be- Steuern zurüdzuerstatten. Gezahlte Einfuhrzölle für Maftimmungen des§ 68 vollständig veraltet sind. Auch dieser An- terialien und Produktionsmittel, die zur Herstellung von Export. trag gelangte gegen einzelne Stimmen der Arbeitgeberbeifizer zur waren dienen, werden zurückerstattet. Für die Ausfuhr von Naphtha In einer außerordentlich gut besuchten Konferenz nahmen die Funktionäre des Deutschen Berkehrsbundes, Bezirk Groß- Berlin, ain 16. Januar im Gewert, chaftshaus zu dem Thema Stellung: Die Gestaltung der wirtschaftlichen Kämpfe und die Abwehrstellung gegenüber dem vereinigten Unternehmer. tum". Der Bezirksleiter Ortmann wies in einem längeren Referat nach, daß sich die Kämpfe zwischen Kapital und Arbeit auch im Handels, Transport- und Berkehrsgewerbe immer schwieriger gestalten. Das Unternehmertum dieser Berufe hat sich ebenfalls in starten Berbänden zusammengeschlossen und Anschluß an die Annahme. großen Arbeitgeberverbände gesucht. In der Ausnüßung ihrer Macht, die sie dadurch erlangt haben, sind die Unternehmer bestrebt, der Arbeiterschaft bei jeder Gelegenheit ihre Ueberlegenheit fühlen zu lassen. Die Lohnverhandlungen für Dezember 1922 haben sich bereits äußerst schwierig gestaltet, und verschiedene Berhandlungen über den Dezemberlohn find bis heute noch nicht zum Abschluß gefommen. Besonders hartnädigen Widerstand leisten die Arbeit geberverbände im Berliner Handel und Großhandel. Die hier in Erscheinung tretenden Widerstände laffen darauf schließen, daß sich die Ursachen für einen größeren Kampf vorbereiten, dem wahrscheinlich nicht mehr lange ausgewichen werden kann. Es wird versucht, die Spigenlöhne im Kohlenhandel, im Transport. und Speditionsgewerbe abzubauen. Die Unternehmer er. Plären, taß die hier gezahlten Lohnsätze zu hoch feien, weil sie über den Lohn der Facharbeiter hinausragen. Ferner sei darauf hinzuweisen, daß neben der Beseitigung des Achtstunden tages auch die sozialen Bestimmungen in den Tarifverträgen in Gefahr sind. Der§ 616 des Bürgerlichen Gefehbuches foll einfach ausgeschaltet werden. Es sind bereits Anträge nach diefer Richtung hin gestellt. Ortmann stellt die Frage, ob sich tie Kollegenschaft des Han. dels, Transport- und Berkehrsgewerbes solche Zumutungen gefallen laffen will. Die Verwaltung sei sich darin einig und glaube hierzu auch die Zustimmung der Funktionäre zu erhalten, daß einem berartigen Ansinnen der Unternehmer entgegenzu. treten sei. Allen Angriffen folcher Art sei der energischste Wider stand entgegenzusetzen. Daraus ergibt sich für die Funktionäre und die Mitgliedschaft des Verbandes die Aufgabe, die Drganisation weiter auszubauen, fie finanziell zu stärken und alle träfte rechtzeitig zu mobilisieren, damit der Kampf gegen jede Verschlechterung Berliner Lehrlingslöhne. B Bom Deutschen Holzarbeiterverband wird uns geichrieben: Ein Vorgang in puncto Lebrlingsentlohnung spielte sich am Mittwoch vor dem Schlichtungsausschuß Groß- Verlin in einer au diesem 3wed angefetten Sonderkammer ab. Die bielen vergeblichen Be mübungen des Holzarbeiterverbandes, eine einigermaßen menichenwürdige Entlohnung für die Lehrlinge bei beizuführen, haben wir aur Genüne in der Presse besprochen. Endlich, an siebenter Stelle, ist es gelungen, einen Schiedsspruch zu erhalten, der eine wefentliche Aufbefferung für die Holzarbeiter Lebrlinge bringt. Die bisherige Entlohnung ab November war: Jm 1. Lebrjahre 60., im 2. Lehrjahre 100 m, im 3. Lehrjahre 150 M., im 4. Lebrjabre 250 M. für die ganze Woche. In der Nr. 1 der Fachzeitung der Tischlermeister und Holzindustriellen" wurde ein Beschluß der Innung veröffentlicht, wonach ab 20. 12. 1922 Zebrlingslöhne im 1. bis 4. Jabre in folgender Böbe gezahlt werden sollten: 150, 250, 400 бam. 600 m. pro Woche. Daß dieie Säge nur Bettelpfennige im Verhältnis zu dem Verbrauch an Lebensmitteln und sonstigem Bedarf find, braucht nicht besonders betont zu werden; deshalb hielten wir auch den schon vorher eingereichten Antrag an den Schlichtungsausschuß aufrecht. Nach eingehender Schilderung der standalösen Zustände im mit der größten Geschlossenheit aufgenommen werden kann. Be Lehrlingswefen der Berliner Holzindustrie durch den Verbands. fonders nachteilig und schädlich sei das immer wiederkehrende Miß- bertreter Horn und nachdem auch in ausgiebiger Weise die Rechtstrauen gegen leitende Funktionäre des Verbandes, tas ein für lage erörtert und geflärt war, fällte der Schlichtungsausschuß allemal verschwinden müsse. Notwendig fei rückhaltloses Bertrauen, folgenden Spruch, der die Mitglieder der Tischlerinnung ber. so daß zwischen Mitglied und Leitung eine Harmonie des Handelns pflichtet, im 1. bis 4. Lehrjahr 630 M., 934 M., 1575 M. und und des Bollens auftommen tann. Der Vertrauensmännerapparat 2745. zu zahlen. müsse sich umfassender und elastischer gestalten. Bei den Funktionären Diese Säße entsprechen dem geftelten Antrage und sind genau müsse vermehrte gewerkschaftliche Kenntnis und Zieltlarheit ob. in gleicher Höhe wie die tarifliche Vereinbarung in der Berliner Daß nicht in allen Fällen, wo es walten. Wird der Berband in diesem Sinne seiner weiteren Ber- Mufitinstrumenten- Industrie. Dollkommnung entgegengeführt, dann darf sicher damit gerechnet sich um Entschädigung der Lehrlinge handelt, die Meister einen werden, daß der Verband allen Widerwärtigteiten zum Troß auch derartig fraz ablehnenden Standpunkt einnehmen, beweisen die fünftighin feine Aufgaben im Interesse der Mitglieder vollauf er Abschlüsse, die die Herren mit den Iaufmännischen Lehrlingen füllen wird. treffen. Nur der Handwerkslehrling soll für alle Beiten als Paria behandelt werden. Die Ausführungen Drtmanns fanden in der Diskussion bei allen Rednern volle Anerkennung und Unterstüßung. Eine rege Propaganda für den Verband und seine Stärkung wurde allseitig zugefagt. Bon einem Diskussionsredner wurde fritisiert, daß der Hauptvorstand das Mitglied Grothe ausgeschloffen habe. Bei solchen Ausschlüssen müsse der Verbandsvorstand vorsichtiger zu Werte gehen und dürfe nur dann einem Ausschlußantrag zustimmen, wenn wirklich schwere Verstöße gegen die Organisation vorlägen. Eine in diesem Sinne gehaltene Resolution fand in ihrem ersten Absatz, der den billigsten Preisen Stoffe Karl Lohse, Ritterstr. 29, pt. Achtung Billige Bezugsquelle für Trikotagen, Strumpfund Wollwaren Strumpfhaus Werba, Berlin Kot: buser Damm 72, Ecke Lenaustr. 97 Achtung Erzeugnissen, Spiritus, Wein und Salz sind außer der Rückerstat tung der Steuer dirette Ausfuhrprämien vorgesehen, und zwar in der Form, daß gewisse Mengen dieser Waren, die 3 bis 6 Prozent der ausgeführten Mengen betragen, von den Exporteuren im Inlande ohne Besteuerung durch Verbrauchssteuern verwertet werden dürfen. Theater der Woche. Bom 21. bis 29. Januar. Bollsbühne: 21., 23., 25. und 28. Das Wintermärchen. 22., 26. mub 20. Opernhaus: 21. Aida. Schauspielhaus: 21., 23. 27. Mastenball. 28. Meistersinger. 29. Rigoletto. Mein Leopold. 24. Der Berschwender. 27. Die Lüge. 22. Liefland. 23. Die Jüdin. 24. Mona Lisa. 25. Sylvia. Bajazzo. 26. Tosca. und 28. Bolterabend. Das Fest der Handwetter. 22. and 26. Sydalla 24. Macbeth. 25. Beer Gynt. 27. Torquato Saijo. 29. Sanneles Himmelfahrt. Samlet. 25. Ballettabend der Künstler vom ruffifchen Ballett in Petersburg. 29. Der Kreis. Deutsches Theater: 21., 22., 24., 27. und 29. Raiser Rarls Geisel. 23. und 28. 26. Rabale und Liebe. Kammerspiele: 21. Timotheus in Flagranti. 22. bis Leffing- Theater: 21., 23., 24., 26. bis 28. Geschäft ist Geschäft. Theater in der Königgräger Straße: Deutsches Opernhaus: 21. Tosca. 22. Carmen. 23. Eugen Savonarola. 22. und 29. Der Biberpelz. 25. Fauft. Onegin. 24. Die Fledermaus. 25. Tiefland. 26. Tristan und Isolde. 27. Die luftigen Weiber von Windsor. 28. Aiba. 29. Die Jüdin. Schiller- Theater: 22. Rofenmontag. 21., 24., 27. und 28. Die Großstadtluft. 23. und 25. Rofe Bernd. 26. und 28. Der Gd öpfer. frau. liebten. Der Neffe als Ontel. 22. und 26. Gardanapal. 23. und 28. Michael Großes Schauspielhaus: Die törichte JungNeues Volls- Theater: 21., 24., 25., 27. und 29. Die Laune des Ber Kramer. Große Boltsoper im Theater bes Westens: 21. Lohengrin. 22. Der 26. und 29. Tanzphantafien Lucie Riefelhausen. 27. Der Barbier von Sevilla. Troubadour. 23. und 24. Die lustigen Beiber von Windsor. 25. Don Bascale. Renaiffance Theater: Die Juden. Die Tribüne: 28. Gamson und Dalila. Der Teufelsfchiller. Deutsches Künstler- Theater: Magdalena. Romödien Von der Berliner Tischlerinnung war der Ehrenobermeister, Serr Neumann, erichienen und versuchte den Gang der Verhandlung durch Ueberreichung eines Schriftfoßes aufzuhalten. Aus Baus: 21., 28, 25, 27. bis 28. Rameraden, 22, 24. und 26. Grbgeift. Berliner diesem Schreiben war zu entnehmen, daß die Tischlerinnung wieder Sheater:" Madame Bompadour. Trianon Theater: Liffi, bie Rofotie. tam, daß teine Instanz imstande wäre, die Innung zur Zahlung in ber Sommandantenstraße: 21. und 28. Der Schrei auf der Straße. 22. bis den altbewährten Trid anwenden wollte, weil darin zum Ausdrud Residenz- Theater: Es lebe das Leben. Bentral- Theater: 21. Der Bigamist. 22. bis 25. und 29. Die Macht der Finsternis. 26. bis 28. Othello. Theater anständiger Lehrlingslöbne verpflichten zu können. 27. Legende eines Lebens. Intimes Theater: Allein Endlich! Bubi will nicht. Die Leiter. Frau Abas G. m. b. S. Komische Oper: Europa( pricht davon! Luftspielhaus: Der Mustergatte. Metropol Theater: New YorkBerlin-R. Operetten- Sh.: Heirate deine Frau- Thalia Th. Ein Jahr ohne Liebe. Theater a. Nollendorfplat: Dein Mund.. Ab 26: Die Rönigin von der Strafe Kleines Theater: Die UnNeues Theater am 800: Dorine und der Zufall. moralischen. Wallner- Theater: Der fühne Schwimmer. Walhalla- Theater: Die schwarze Roſe. Theater bes Dftens( Nose- Theater): Florians Hochzeit. Rafino- Theater: Müllers Brinzeßchen. Theater am Kurfürstendamm: Die Mary. Schloßpark- Theater Steglig, Rleines Saus: 22. Nach Bagdad. Ab 23. Jugend. Großes Haus: Geschlossen. Rachmittagsvorstellungen. Bollsbühne: 21. und 28. Die Ratten. 27. Jugendvolksbühne: Mein Zeopold. Schauspielhans: 28 NapoDentsches Theater: 21. Gespenster. 28. Die Büchse der Bandora. Lessing- Theater: Rammerspiele: 21. und 28. Die deutschen Alsinstädter. 21. und 28. Man tann nie wiffen. Theater in der Königgräger Straße: 21. und 28. Die wunderlichen Geschichten des Rapellmeisters Kreisler. fches Opernhaus: 21. Martha. Schiller- Theater: 21. Die Großstadtluft. 28. Die fünf Frankfurter. Großes Schauspielhaus: 21. und 28. Das Schwarzwaldmädel. Neues Volks- Theater: 21. Michael Aramer. 28. Der Engländer. Satyros. Deutsches Künstler- Theater: 21. und 28. Wenn wir Toten er. Der weitere Antrag, eine Kommission einzulegen, die von machen. Romöbienhaus: 21. und 28. Brinzessin Olala. Berliner Theater: heater: 21. Lauf boch nicht immer nadt berum. Die Beitsche und 21. und 28. Mignon. Bentral- Theater: 21. Der geftiefelte Rater. Intimes leider nicht berücksichtigt, doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Gustave, es blitt. Metropol- Theater: 21. und 28. Die Bajabere. Theater Diefer erste gelungene Borstok auf diesem Gebiet in Groß- am Rollendorfplak: 21. Der Better aus Dingsda. Renes Theater am 800: Berlin wird auch für andere Gewerbe von größter Bedeutung sein. Barnhe Wallner Theater: 21. Renaissance. 27. und 28. Minna von Walhalla Theater: 21. und 28. Carmen. Theater des Ostens Wir werden nicht raften und nicht ruhen, von den morschen menschen-( Rose- Theater): 21., 27. und 28. Sänfel und Gretel. entwürdigenden Innungsrechten einen Stein nach dem anderen abzutragen, bis auch für die bisher rechilofen Lehrlinge vernünftige h. Olode, Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag, G. m. b. S., Berlin. Drud: Berantwortlich für den rebatt. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Arbeitsbedingungen und zeitgemäße Löhne erreicht sind. Un den Borwärts- Buchdruderei u. Berlagsanstalt Paul Ginger u. Co., Berlin, Lindenstr. 3. Monat au Monat die Löhne der Lebrlinge neu festießt, wurde leon. Hosen Strickjacken Zahngebisse Hosen! Hosen! 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Friebenan: Rheinftt. 27, Ede Rönnebergstraße. Lichterfelbe.Oft, Lankwiz:$. engel. Sanfmig. Sietben.| Steglih: Frost. Düppelstr. 35. Straße 15. Lichterfelde- Weft: Berndt Stegliter Str. 19. Mahlsdorf: Wilhelm kurz, Sönower Str. 177. Mariendorf: Auouft eto Chauffreftr. 29 Marienfelbe: Greulich, Berliner Str. 143. Renenhagen Wenate Riegelftz. 71. Neukölln I: Nedarftr. 2. Moabit: Bilhelmshavener Str. 48. Milling, Crasmusftr. 4. Friedrichshagen: Soffmann. Friedrichshagen, Aurze Reutölln II: Siegfriedftr. 28/29. Webbing: Müllerstr. 34a. Ede Utrechter Straße. Stofenthaler und Oranienburger Borstadt: Wattstr. 9. Gesundbrunnen: Bastian str. 7. Schönhauser Borftabt: Greifenhagener Str. 22. Straße L. Grünan: Bfügner, Röpenider Str. 105. Salenfee, Grunewald: Frau Road, Riost Senriettenplag. Privatwohnung: Ratharinenftr. 4. Adlershof, Alt- Glienice: Gad, Friedrichstr. 46 III: Gräu- Seinersdorf: Frau Goldbach. Niederfchönhausen. Schloßlein alter, Ablershof, Genossenschaftsstr. 6, part. allee 45. Baumschulenweg: Frau Rope Stiefholaftr. 180. Laben. Sennigsdorf: Frau Rorbalinftt. Rathenauftr. 8. Bernan. Röntgental Revernid Schönbrüd Rarow und Buch Soppegarten: Rauf Soppegarten- Birkenstein, Barzelle Seinrich Brofe Bernau Mühlenftr 5. Biesbort: Dannebera Biktoriaftr. 11. ftrak 63. Nr. 119. Bismardftr. 8. Südende udmio Balsteftr 386 ? Tegel, Borfigwalbe, Reinidendorf- West, Tegelort, Joers. felbe, Conradshöhe, Wittenau, Waidmannsluft, Herms. borf, Oohenneuendorf, Birkenwerder: Paul Atena ft, Borsigwalde, Stäufftr 10. Teltow: 5äfel Ritterstr. 29. Tempelhof: Raiser Wilhelm- Str. 13. Tempelhof: Randler. Suhenzollerntorfo 5. Erebbin: Göring. Bahnhofstr. 62. Treptow: Weiß Riefholzftr. 18b. Weißensee: Greunte Berliner Allee 54. Reutölin III: Winter, Sobrechtstr. 40, v. I. Reukölln- Briß: Mittag Briß. Chauffeeftr. 82. ieberschöneweide: Schindler. Fennstr. 23. Nowawes: Rati Rrohnbera Eisenbahnftr. 10. Oranienburg: Seint. Poenhardt. Stralfunder Str. 6. Bilbau- Boherlenme: Rub. Leftow. Oberschöneweibe: Robert Paul Mathildenste. 5. Bantow Rikmann Mithlenftr 70. Rahnsdorf: Teichert. Forftstr. 7. Reinickendorf- Oft emhönbola: Ibert Bable Brovina rake 56 Pahen) Reinidendorf- Rofenthal: Seintio Gorsti, ftraße 28. Schmargendorf: Rehab Breite Str. 3. Echöneberg: Belziger Str. 27. Gillmann Carmen- Sylva- Straße 67. Wilhelmshagen, Seffenwinkel: Gchulae Wilhelmshagen. Wilhelmftt. 81. Wilmersdorf: Frau Schubert, Wilhelmsaue 27. Tübinger Str. 2a. Woltersbort: Schurban m Eimendamm 22. Saupt- Behlendorf, Schlachtenfee, Ritolassee. Rehlendorf. Teltower Straße 3. Bohnsdort: Sorlemann Genossenschaftshaus Baradtes. Jobannisthal win Gammitd Buchholz, Blantenburg: Waaner. Blantenburg, Burgwall. Rarlshorft: Reinhold Berndt, Balbomallee 4. Raulsborf: Bogt. Breberedftraße 19. Charlottenburg 1: Gefenheimer Str. 1. Rönigswusterhaufen: E. Meyer Botsdamer Gtr. 9. Charlottenburg II: Tauroggener Str 11 Ropenid, Sirichgarten: Ech leg Rieker Str. 6( Laden). Senaia, Mittenwalde, Schenkendorf, Niederlehme, Neue Charlottenburg II, Cichtamp: Jo a chi mi, Raiserdamm 102, Sichtenberg I: Lichtenberg, Wartenbergstr. L Mühle, Rernsdorf, Cablow: Friebema Id, Senzig, Gartenhaus 1 St. Sichtenberg II, Rummelsburg, Stralau: Lichtenberg, Bor- Chauffeefte. 54. hagener Str. 62. Siemensstadt: Tielich, Reißfte. 22, v. 2 t. Sichtenberg IL, Griebrichsfelbe: Frankfurter Allee 185, Laden. Staaten: Boltel, Eichenwinkel 16. Charlottenburg IV: Bufeniat, Augsburger Str. 47, Bortier. Beuthen, Miersdorf: A. Behling. Bahnhofstr. 2. Roffen: Bitt. Bahnhofftr. 25. Sämtliche Literatur fowie alle wiffenfchaftlichen Berke werden geliefert. Conntags Rub bie Gefchäftsstellen gefchlofen.