Abendausgabe fir. 3940. Jahrgang Ausgabe Br. 20 Bezugsbedingungen und Anzeigenpreise find in der Morgenausgabe angegeben Rebaltion: Sm. 68, Cindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-295 Tel- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Vorwärts Berliner Volksblatt Dreis 30 Mark Mittwoch 24. Januar 1923 Berlag und Anzeigenabteilung: Geschäftszeit 9-5 Uhr Berleger: Vorwärts- Berlag Gmb. Berlin S. 68, Lindenstoße& Fernsprecher: Dönhoff 2506-2507 Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Einsturzkatastrophe im Zeitungsviertel Lohnpolitik der Unternehmer. Die Ursachen des Unglücks. Ueber die Ursache des Unglüdes werden zurzeit von der Feuer Ein folgenschweres Unglück, dessen Umfang fich bis zur Mittags- unter Leitung des Oberbranddirektors Bahrdi- Charlottenburg, der ffunde noch nicht übersehen läßt, hat sich heute vormittag auf dem den in den Ruhestand zurückgetretenen Oberbranddirektor Reichel 21mbau des Berliner Sageblatts", Ede Jeru- vertritt. Die Polizei hat umfangreiche Absperrungen getroffen. falemer und Schübenstraße, ereignet. Die oberste Dede der Aufstockung, auf der zahlreiche Aies mengen lagerten und auf der auch Loren. und Feldbahnengleife für den Transport der Kies- und Sandmengen vom Kran zue Baustelle aufgestellt waren, mehr und von der Baupolizei Untersuchungen vorgenommen, die hatte die schwere Belastung anscheinend nicht ausgehalten, war selbstverständlich noch nicht abgeschlossen sind. Nach den Schilde eingestürzt und die herabstürzenden Steine und Sandmengen rungen der Bauarbeiter muß fich die Katastrophe im Turmgedurchschlugen alle Gefcoile. Die Schutimaffen fürzten cho B abgespielt haben. Dort war die Dede seit einigen Tagen bis in den auf ebener Erde befindlichen Ausgang in der Schühen- fertiggestellt und sollte zunächst austrodnen. Die Bauleitung hatte firage. Man rednet zurzeit damit, daß etwa 30 Arbeiter strenge Anweisung gegeben, daß auf dem noch nicht völlig troden und Angestellte des Hauses Moffe, die fich in den von dem gewordenen Fußboden feine größeren Mengen Baumaterial gelagert Einsturz betroffenen Räumen befanden, unter dem Schuft werden dürften, um jeden Unfall auszuschließen. Dieses Verbot ist begraben liegen. Bis um 11 Uhr vormittags waren im offenbar nicht genügend beachtet worden, denn man hatte 3ement, ganzen 21 Berfonen, darunter mehrere Tote, von der Mauersteine usw. aufgeschichtet, deren Gewicht noch Feuerwehr aus den verschiedenen Stodwerken herausgeholt worden, der Ansicht der Baufachleute zu groß gewesen ist. Der Einsturz der Doch ist leider, wie gejagt, mit Sicherheit anzunehmen, daß noch obersten Dede tonnte von der barunter liegenden des Turmbaues cine größere Anzahl Toter in den verwüsteten Räumen unter den nicht aufgehalten werden und so setzte sich mit verstärkter Bucht Schufthaufen liegen. der Zusammenfturz fort. Kurze Zeit nach dem Einsturz der Decken erschienen die ersten Löschzüge von der Hauptwache der Feuerwehr, im ganzen sieben auf den Alarm Menschenleben in Gefahr" an der Unfallstätte, Der Betrieb des Zeitungsunternehmens wird, wie mir erfahren, feine Unterbrechung erleiden. ( Weitere Nachrichten über die Katastrophe auf der 3. Seite.) Die Zechenvertreter vor dem Kriegsgericht. Mainz, 24. Januar.( WTB). Die auf heute vormittag anbe raumte friegsgerichtliche Verhandlung gegen die Industriellen und die Zechenvertreter aus dem Ruhrrevier findet im geräumigen Schwurgerichtssaal des Justizpalastes statt. Der Bresseraum fann die Menge der Zeitungsvertreter auch aus dem Auslande nicht fassen, so daß sich viele niit Stehplätzen begnügen müssen. Schon von acht Uhr ab haben sich zahlreiche Zuhörer eingefunden, und in wenigen Sefunden war der Zuhörerraum überflutet. Kurz nach acht Uhr zog eine Abteilung franzöfifcher Infanterie mit aufge přianztem Bajonett vor dem Jufiizgebäude auf. = ist. Ob die Truppenverschiebungen, die im Verlauf des heutigen Tages vorgenommen werden sollen, mit ben„ neuen Maßnahmen im Zusammenhang stehen, bleibt vorläufig abzuwarten. Wenn es in der vorigen Woche nicht zu einem großen metallarbeiterstreit in Berlin gekommen ist, dann danken wir das einzig der besonnenen Taktik der Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbeiterverbandes. Auf„ höhere" Beifung hatten die Unternehmer beschlossen, für Januar jede Anpassung an die Teuerung denn von einer Lohnzulage fann in Wirklichkeit längst nicht mehr gesprochen werden abzulehnen. Es bedurfte der zähen Widerstandskraft der Unterhändler der Metallarbeiter und des wiederholten Eingreifens des Reichsarbeitsministers, um die Unternehmer von diesem herausfordernden Standpunkt überhaupt abzubringen. Aehnlich wie in der Metallindustrie liegen die Berhältnisse auch in den anderen Induſtrien und Handelszweigen. So firäuben sich die Unternehmer im Einzelhandel, die es doch sonst sehr wohl verstehen, sich dem Dollarkurs anzupassen, mindestens wenn er sich nach aufwärts bewegt, die Löhne der Hilfsarbeiter der Teuerung entsprechend zu erhöhen, obgleich diese Löhne noch in der dritten Januarwoche nur 10 000 Marf und darunter die Woche betrugen. Selbst in Industrien, wo das Außenhandelsgeschäft Riesengewinne abwirft, wie in der Musikinstrumentenindustrie, sind Arbeitsein stellungen mit Inapper Not vermieden worden. Die Bertreter der Gewerkschaften müssen ihre Kräfte in endlosen, immer wieder neu beginnenden Verhandlungen mit den Unternehmern und vor den Schlichtungsinstanzen erschöpfen und sind dann oft noch genötigt, das unzulängliche Resultat diefer Verhandlungen vor ihren Mitgliedern zu verteidigen, um Wirtschaftskämpfe zu vermeiden, die allen Teilen Wunden schlagen. Die furzsichtige Politik der Unternehmer hat aber schon zu einer aufs äußerste gespannten Situation geführt, die über furz oder lang unweigerlich zu Entladungen großen Um fanges, zu Riefenfämpfen führen muß. Das Ergebnis der Verhandlung des Kriegsgerichts in Mainz gegen die verhafteten Zechendirettoren wird für die weitere EntUnter dem Scheine der Lohnzulagen haben die wicklung der Lage im Ruhrgebiet von besonderer Bedeutung sein. Unternehmer im zweiten Halbjahr 1922 den Sturz der Mark Ein scharfes Urteil, wie jede Verurteilung überhaupt, vermag den benutzt, um einen unsichtbaren Lohnabbau durchzu Abwehrwillen der Arbeiter- und Beamtenschaft nur zu stärken. führen. Die Zahlen darüber haben wir veröffentlicht. Der Bis jet liefen immer wieder neue Meldungen ein, die von einer neue, tatastrophale Marksturz bietet den Unternehmern die Steigerung des attiven Biberstandes gegen die Möglichkeit Steigerung des attinen Widerstandes gegen die Möglichkeit und sie wird weidlich ausgenüßt diesen Der Gerichtshof, deffen Borsitzender Oberstleutnant De peugny Gewalt zeugen. Heute vormittag find 3. B. die Beamten, An Lohnabbau fortzusehen. Eine derartige Lohnpolitik, die ist, setzt sich zusammen aus einem Major, einem Hauptmann und gestellten und Arbeiter des Hauptbahnhofes in Effen zufammen- die Produktion auf die Hungerlöhne und den Marksturz eineinem Leutnant. Anflagevertreter ist Militärstaatsanwalt Babin. getreten, um Forderungen an die Besazungsbehörde zu formulieren. ftellt, führt in eine Sadgaffe, wie besonders die steigenden Berteidiger sind die Rechtsanwälte Grimm Essen, Dr. Neu Wie in Duisburg, Mülheim und Oberhausen, will man auch in Effen 21rbeitslosen zahlen aufzeigen. mann Mainz und eclère- Nancy. Kurz nach neun Uhr cröffnete der Borsigende die Sitzung. Er warnt vor jeder Kund- die Zurückziehung der Franzosen von dem Betriebsgelände und Zu- Eine falsche Rechnung matht die deutsche Schwer gebung, die zur sofortigen Räumung des Saales führen würde. ficherungen verlangen, daß in Zukunft feine Eingriffe in den Be- industrie, und die deutsche Fertigindustrie macht sie nach, Demonftranten würden außerdem verhaftet und vor ein trieb mehr vorgenommen werden. Wird diesen Forderungen nicht wenn sie das Außengeschäft auf Barialöhne der deutschen Kriegsgericht gestellt merden. Schweigen herrscht im Folge geleistet, dann ist auch auf dem Hauptbahnhof Effen ein Aus- Arbeiter aufzubauen versucht. Denn auch diese Rechnung will Saal, als stand zu erwarten. das Außengeschäft auf Kosten des Inlandsdie Angeklagten unter militärischer Bededung In Bochum treten heute nachmittag die Bezirtsleiter des Berg verbrauchs forcieren, d. h. der Inlandsverbraucher erscheinen. Erhobenen Hauptes nehmen fie auf der Antlagebant arbeiterverbandes aus dem Ruhrgebiet zusammen, um sich erneut foll vom Ausland erheblich weniger faufen, als der deutsche Blaz und geben mit fefter Stimme Antwort auf die Fragen nach mit der Situation zu beschäftigen. Unter anderem geben auch die Außenhandel an das Ausland verkauft. Die Folge dieser fomthren persönlichen Berhältnissen. Affeffor Olfe verbessert den schlecht wahnsinnigen Gerüchte von Neueinstellungen in binierten falschen Einstellung ist das ständige Zurüd übersehenden Dolmetscher. Nachdem die von der Berteidigung ge= labenen Zeugen, darunter Dr. Begner vom Effener Steintohlen. Die Reichswehr zu dieser Konferenz Anlaß Fortgefeßt er gehen des deutschen Außenhandels, wobei die bergbau und Quebſen vom Kohlensyndikat den Goal verlassen scheinen bei den Bezirks- und Ortsleitungen des Bergarbeiterver vorübergehenden furzfristigen Steigerungen, die nach jedem haben, plädiert Rechtsanwalt Grimm auf Unzuständigkeit bandes junge Leute, die ihr Arbeitsverhältnis gelöft haben, um in Martsturz eintreten, diefen Rückgang nicht mehr verschleiern des Gerichtshofs aus formal- juristischen Gründen. Demgegenüber die Reichswehr einzutreten. Sie legen Führungszeugniffe vor, die fönnen. 0 hält der Militärstaatsanwalt das Militärgericht für zuständig auf von einzelnen Polizeibehörden zum Zwed der Einstellung in die Mit dieser furzsichtigen und selbstmörderischen Politik muß Grund des Bersailler Vertrags, speziell des Teils über absichtliche Reichswehr ausgestellt wurden. Zwar ist die Polizei verpflich endlich einmal aufgeräumt werden. Unsere Unternehmer Berfehlungen Deutschlands. Dadurch sei internationales Rest geschaffen worden, zu bessen Durchführung die Offuet, Führungszeugnisse auszustellen, aber es erscheint unbedingt müssen begreifen lernen, daß sie auf die Dauer nur dann konpationsmächte polizeifiche Maßnahmen ergriffen hätten. Es han- notwendig, daß für das neu befeßte Gebiet die Aushändigung von furrenzfähig gegenüber dem Auslande bleiben werden, wenn bele fich gar nicht, wie die Verteidigung annehme, um eine occu- Führungszeugnissen von bestimmten Unterlagen, die den 3wed fie ihre Produktionsmethoden auf wirkliche Friedensmethoden ration de fait", fondern um eine„ occupation de droit". Daraus befunden, abhängig macht. Im übrigen aber der Polizei strenge einstellen. Die Kriegswirtschaft, die nun seit schon gehe hervor, daß bie Anordnungen der Offupationsmächte als Anweisung gegeben wird, den Unfug dieser Neueinstellungen in die vier Jahren des Scheinfriedens fortgesetzt wird, bringt unsere fegitim, die entgegenstehenden Anordnungen der deutschen Re- Reichswehr flarzustellen. Die Organisationsvertreter, die an den gierung dagegen als imter Bruch des internationalen Rechts er: heute in Berlin stattfindenden Berhandlungen teilnehmen, tun den folgt und deshalb als illegitim zu betrachten seien. Nach einer Be- Kollegen im Ruhrgebiet nur einen Gefallen, wenn sie in diesem ratung von genau acht Minuten erklärte der Gerichtshof fich für zuständig. Angesichts der durch die Reparationskommission festgestellten , abfichtlichen Berfehlung" Deutschlands, die den refpeftiven Regierungen völlig freie Hand zur Ergreifung jeglicher Maßnahmen gebe, sei nach dem Bölkerrecht die Belegung des Ruhrrepiers legitim, die Anordnungen der Befehungsbehörden also gleich falls legitim. Für lebertretungen solcher Anordnungen sei alfo das Kriegstericht zuständig. Darauf beginnt das Berhör der Angeklagten, zunächst Frizz Thyssens. Sinne auf die Regierung einwirken. Industrie immer mehr ins Hintertreffen. Sie macht nicht nur den Innenmarkt immer weniger aufnahmefähig, auch den Außenmarkt verlieren wir Stüd um Stüd. Aber wir verhehlen uns durchaus nicht, daß die BorAuf dem Rhein werden nur noch geringe Kohlentransporte be- aus fegung einer derartigen Umstellung der Produktionsfördert, fein Kofs mehr. Die Lothringischen Defen sind daher methoden die in nere Umstellung" der Unternehmer ist, zum Teil schon gedämpft. Der Berkehr im Hafen von Wanne ist von der der Reichswirtschaftsminister Dr. Beder im Reichs fast ftillgelegt. Nur ein Kahn wurde nach Holland verfrachtet. Die wirtschaftsrat gesprochen hat. Vielleicht hat der Reichswirtoft wird beschlagnahmt, um zensiert zu werden. Im Tele- fchaftsminister dabei nicht gerade an die Unternehmer gedacht, phonamt ist eine franzöfifche Zentrale eingerichtet. Von auswärts als er von der Notwendigkeit der inneren Umstellung sprach. tommende Gespräche der Besatzungsbehörden werden durch die Be- Ja, wir glauben annehmen zu dürfen, daß der Minister erst in amten nicht vermittelt. Die Franzosen drohen infolgedessen mit der letter Linie an die Unternehmer gedacht hat. Diese innere Geldstrafe beantragt. Ersetzung der Beamten durch Genietruppen. Dem franzöfifchen Umstellung bedeutet, daß die Unternehmer endlich einmal beMain3, 24. Januar, mittags% 2 Uhr.( Eig Drahtbericht.) Der Rommandeur find folgende Forderungen unterbreitet worden: greifen lernen, daß es mit der Rückkehr zum alten ObrigkeitsMainz, 24. Januar, mittags 2 Uhr.( Eig Drahtbericht.) Der 1. Freies Verfügungsrecht der Amtsvorstände über den Betrieb, itaat und zu dem alten Verhältnis des unbeschränkten„ Herrn Anklagevertreter hat gegen die Angeklagten Geldstrafen be- 2. Einziehung der Boften, 8. Eingriffe in den Betrieb dürfen nicht im Hause" im Betriebe für immer vorbei ist. Heute ist antragt. Das Urteil wird nachmittags 4 Uhr verkündet. eine intensive Produktion nur denkbar mit der freudigen Die Anklagebegründung war äußerst schwach. und freiwilligen Mitarbeit der Arbeiter und der Angestellten. Denn auch die Angestellten haben heute begriffen, daß sie Proletarier sind und daß ihre Interessen fonform gehen mit denen der Arbeiter. Wenn die Unternehmer ihre Betriebe wieder auf die Höhe bringen wollen, wenn sie wieder mit den modernsten Betrieben in Amerika und England auch ohne Martentwertung und Hungerföhne fonfurrenzfähig werben wollen, dann müssen sie sich der Mitarbeit ihrer Angestellten und Arbeiter versichern. erfolgen. Die Arbeiter und Angestellten von Mainz schließen sich einHamborn, 23. Januar.( WIB.) Die Belegschaft der Thyssen- mütig der Protest- und Abwehraftion der Ruhrarbeiter an. Werte het einmütig den Beschluß gefaßt, morgen früh 6 Uhr die Arbeit so geschlossen wieder aufzunehmen, wie sie sie heute morgen 8 Uhr niedergelegt hat. Sie fordert nach wie vor Freilaffung der Verhafteten und ist weiterhin bereit, für Deutschland auch mit den äußersten Rampfmitteln einzutreten. Die Streiks dauern an. Dollar 21500. Die Meldungen über die angeblichen Bedingungen Frankreichs wirken an der Berliner Börse start enttäuschend. Man hatte fich gestern der Hoffnung hingegeben, daß bei hinreichender Unterftüßung Englands eine Berständigung mit Frankreich möglich jei. Essen, 24. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Die Lage ist im Der Dollar stellte sich heute mittag auf 21 500 bei weiter stel- Wir stehen jezt am Anfang eines Krieges, der allgemeinen unverändert. Auf den Bahnhöfen und Eisenbahn- genber Tendenz. zwar nicht mit Stanonen und Tanks ausgefochten wird, der betriebsmerfftätten in Duisburg, Mülheim und Ober- Am Effettenmarkt fette das Geschäft ruhig, aber feft aber nichtsdeftoweniger schmere Opfer tosten wird. Die hausen wird der gestern begonnene us stand fortgelegt. etn. Im weiteren Berlaufe entwidelte fid) eine lebhafte beutsche Industrie wird unter erschwerten Verhältniffen arbei. Auch die Bergarbeiter der Sechen, deren Direktoren verhaftet 5auffe in den meisten Montanwerten. Man beobachtete hier ten müffen, wenn die poincaristische Politit bis zum Ende fonwurden, befinden sich weiter im Streit oder üben paffive Resistenz große Räufe für ausländische, u. a. auch franzöfifche fequent burchgeführt wird. Die Industrie und das deutsche Von einer Entschloffenheit der franzöfifchen Regierung zu„ neuen Rechnung. Besonders gesucht waren alle Stinneswerte Bolt in feiner Gesamtheit wird den französischen Militaris Zwangsmaßnahinen", um den Versailler Vertrag durchzuführen, ver- und fämtliche oberschlesischen Bapiere. Die lebhafte Nachfrage nach mus auf friedlichem Wege nur dann fájlagen fönnen, spürt man verläufig noch nichts. Insbesondere zeigt Generaldirektor deutscher Kriegsanleihe dauert an. Auch die Attien der meisten wenn die Arbeiter und Angestellten widerstands. Coste alles andere als„ Entschlossenheit". Englische Journalisten be- weiterverarbeitenden Industrien bleiben weiter lebhaft begehrt bei fähig bleiben. Die bisher verfolgte furzsichtige Politik der stätigen, daß bei ihn und seiner Umgebung der Kazenjammer groß steigenden Kursen. Unternehmer, insbesondere der Unternehmer der Schwer= industrie lauft fedoch darauf hinaus, das deutsche Friedens- Heer der Arbeit auf schnellstem Wege kampfunfähig zu machen. Während z. B. die Löhne der Berliner Maurer im Juli 1914 um 45 Proz. höher waren als das Existenzminimum, im Jahre 1921 und noch in der 1. Hälfte des Jahres 1922 um 4—10 Proz. über dem Existenzminimum lagen, sind die Löhne seitdem derart gesunken, daß sie im Dezember nach den Berechnungen von Kuczynski um 40 Proz. unter dem Existenzminimum lagen. Diese Entwicklung der Löhne kann man allgemein beobachten. Auf diesem Wege kommen wir zu einer wirtschaftlichen Katastrophe. Die Macht üer Valuta. Der„Vorwärts" hatte in einem eigenen Bericht auf die Bsstechungsverfuche der Franzosen hingewiesen, deren 8anze Taktik darauf eingestellt ist, die Arbeiter gegen die nternehmer auszuspielen. Die ganze Welt weiß, daß bei den sozialdemokratisch geschulten Arbeitermassen diese Versuche vergebliche Liebesmüh sind. Das hindert die „Deutsche Tageszeitung" nicht, folgende Gemeinheit in ihrem Blatt zu drucken: „Es ist sehr interessant festzustellen, daß Frankreich als letzte» Rettungsmittel auf den so oft bewährten Gegensatz zwischen Sozialdemokratie und Jndusttiellen spekuliert und dabei sogar auf die Macht der Valuta hofft. Die Oefsentlichkeit mag erkennen, welche Rolle die parteiegoistische Einstellung der SPD. in den Berechnungen unserer Feinde spielt. Gleichzeitig aber können wir mit Genugtuung feststellen, daß aller Parteitoktrin zum Trotz da» Vaterlandsgefühl auch in dem auf Klassenkampfidee eingestellten Teil der Arbeiterschaft den Sieg davongetragen hat." Wahrscheinlich will das edle Junkerblatt mit dieser Stil- Übung der„Einheitsfront" dienen. Wir möchten nicht versäumen, darauf aufmerksam zu machen, w i e die Franzosen auf die Idee kommen können, daß ihr Kampf zurzeit sich nicht gegen die deutschen Arbeiter, sondern gegen die Unternehmer richte. Jeder kennt die unendlichen Schwierigkeiten, mit denen die Regierung W i r t h in ihrer Reparationspolitik zu kämpfen hatte. Die Unter- nehmerpresse war es, die immer wieder erklärte, daß die Regierung W i r t h ohne Vertretung der Industrie nicht „d i s k o n t o f ä h i g? sei. Bei der Anwesenheit der Repara- tionskommisston wurde dies Spiel mit allen Mitteln fortgesetzt. Wenn also die Franzosen schließlich auf den Glauben kommen, daß Deutschland nur aus den Jnd ustri e m a g n a te n be- stehe, und daß man nur diese Herren auf die Knie zu zwingen brauche, dann ist das sicher sehr kurzsichtig— das zeigen die Vorgänge im Ruhrgebiet— ober schuld an diesem Irrglauben ist ganz gewiß nicht die Arbeiterschaft. Die Schuld sollte man bei anderen und nicht bei der Sozialdemokratie suchen. Die Netter üer Nation. In letzter Stunde sind uns Retter erstanden. Unerwartet. unerhofst, aber deshalb nicht weniger wlllkommen. Die K o m- m u n i st e n wollen die Nation retten. Die„Rote Fahne" schreibt heute morgen: „In Deutschland stürzt der Markkurs, taumeln die Preise unaufhaltsam weiter. Das Brot schwindet, die Kohl« schrumpft zu- sammen. Die Schale des Elends neigt sich immer tiefer. Die deutsche Ration wird in den Abgrund gestoßen, wenn das Proletariat sie nicht rettet. Die Nation wird von den deutschen Kapitalisten verkauft und vernichtet, wenn sich die Ar- bcllerklasse nicht dazwischen wirft. Entweder oerhungern und zerfällt die deutsche Nation unter der Diktatur der fran- zösischcn Bajonette, oder sie wird durch die Diktatur des Proleta- riats gerettet". Wir wollen nicht mit der„Roten Fahne" darüber rechten, ob ihre Rezepte, heute angewandt, statt die Nation zu retten, sie nicht nur noch tiefer in den Abgrund stürzen und nur noch wehrloser-fremdem Imperialismus zur Beute werden ließen. Wir wollen uns mit der Freude darüber begnügen, daß auch die Kommunisten jetzt zugeben, daß die Erhaltung der Nation keine belanglose und gleichgültige Angelegenheit ist. Die verwirrten. Von Hans Bauer. Unzählige Male haben deutsche Sozialdemokraten in ausländi- schen Versammlungen gesprochen, unzählige Male ausländische in deutschen. Die Sozialdemokraten streben die Versöhnung der Völker an. Dieser sozialdemokratische Programmpunkt kann durch inter- nationalen Gedankenaustausch gefördert werden. Aber da erfährt man nun, daß in einer Münchener Hiller-Der- sammlung ein Engländer in englischer Sprache gesprochen hat. Dieser Engländer hat die Hiüer-Bewegung begrüßt und versprochen, in England eine ähnliche Bewegung ins Leben zu rufen. Die national- sozialistischen Zuhörer haben Bravo geschrien und in die Hände geklatscht. Stellen wir uns vor: Die Nationalsozialisten ordnen— in der Theorie wenigsten»— dem nationalen Standpunkt alles unter. Ihr Land hat immer recht. Auch wenn es unrecht hat. Die National. sozialisten sind Chauvinisten. Ausländer sind vor ihren Augen nicht vollwertig. Der Engländer wird nun hingehen und in London den englischen Rationalismus ins Krankhafte zu steigern suchen. Nicht kühle, ver- söhnliche Erwägung, so wird er predigen: sondern äußerste» National. bewußtsein, äußerste Abschließung gegen Ausländer, äußerste» Miß- trauen gegen sie. Die englischen und die deutschen Nationalsozialisten werden sich einig sein. Aber nur in der Fremdheit zueinander. Nur in dem Bestreben, diese Fremdheit zu steigern. Sie werden sich einig fein In dem Willen, unsolidarisch zu denken. Die englischen und die deut- schen Nationalsozialisten werden gemeinsam fühlen. Aber bitte: nur darin, nicht gemeinsam fühlen zu wollen. Um dies von Hitler zu lernen, ist der Engländer nach München gekommen. Um von Hitler zu lernen, wie man Nationalegoismus gegen die anderen Völker der Well, einschließlich der Engländer, üben soll. Und um von dem Engländer zu hören, wie er Nationalegoismus gegen alle Nichtengländer, einschließlich der Deutschen, predigen wird, haben sich die deutschen Nationalsozialisten hingesetzt und Beifall ge- klatscht. Wenn der Russe kommt und den internationalen Dosschewismus lehrt, so ist da» kein Widerspruch an sich. Wenn Nationalsozialisten sich international betätigen, so ist die Groteske fertig. Und mit der Groteske der Beweis von der Sinnverwirrthell der Hitler-Depps. Ich weiß nicht, ob es Frankreich zu Nationalsozialisten gebracht hat. Gäbe es sie, gälte ihnen Poineare sicher als friedensduseligcr Wofchlappen. Wie ist das nun: Wenn die Nationalsozialisten die Wahl hätten. einen von diesen oder Leon Blum totzuschlagen, der gegen die Ruhr- Srigaöe Ehrharöt sammelt sich... Vremea, 24. Januar.(Eigener Drahtb richt.) Unserem Partei- blatt, der„Bremer Bolksze tung", weht ein günstiger Wind folgende» Plakat auf den Tisch:„Freikorps Bremen(Brigade Ehrhardt) sammelt stck).. Da» Plakat ist erst dieser Tage her» gestellt und soll zweifellos bei der Mobilmachung dcr Dvemer Ehrhardt-Gesellen als Anschlag dienen. Daß sich die Putschisten in Bremen solche Frechheiten herausnehmen können, ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, daß Bremen von einem rein bürget» liehen Senat reziert wirb, der den nationalistische«, gegen die Gesetze verstoßenden Geheimorganisationen weitgehende» Entgegen- kommen zeigt. « Auch in Hamburg rühren sich die Foscisten. Im Mittag»- blatt des Hamburger„Correspondent" erschien am 1Z. Januar folgende Anzeige: Aufruf! Das deutsche Vaterland ist in Gefahr! Deutsche aller Stände, ohne Unterschied der Parteien, Offiziere, Mannschaften aller Truppengattungen, Ingenieur«, meldet«uch sofort zum Deutschen Dundl Parole: Für da» deutsch« Polkl Mit der Regierung! Gegen den Feind! Meldungen vorläufig mit genauer Adressen- eventuell Telephonangabe unter L. 131 an die Exp. d. Bl. Dieser„Deutsch« Bund" ist natürlich nicht» andere» als eine Verkleidung der Ehrhardt-Banden. Die Geheimverbände glauben, daß ihr« Stunde gekommen ist. Die Herrschasten werden freilich keinen Erfolg zu verzeichnen haben. Kunögebung in Kiel. Kiek. 24. Januar.(Eigener Drahtberlcht.) Eine gewaltige Kundgebung des arbeitenden Volke» fand am Dien»- tag nachmittag nach Arbeitsschluß auf dem Exerzierplatz in Kiel statt. Die Kieler Arbeiterschaft war zusammengekommen, um gegen die gewoltjäm« Aktion de» französischen Militari»mu», gegen die Luswucherung des Volke» und vor allem gegen da» Krtegstrelben der Rationalisten zu protestieren. Graf Westarp hatte am Sonntag in einer in Kiel abgehaltenen Ver- sammlung ausgeführt, jetzt fei zum erstenmal ein entschiedenes Rein gesprochen, e, gälte nun der Regierung den Rücken zu stärken, den lutor teutonicus neu zu entfachen. Das deutsche Volk bedürfe einer lebendigen Persönlichkeit, die in unserem Volke die Volksgemeinschaft verkörpere und unabhöngig von der Strömung des Tages aus eigener historischer Ueberliefcrung die Führung in die Hand nehme. Die Werbearbeit für den monarchistischen Gedanken dürfe nicht aufgegeben werden, bi» wieder das Lied von der„Wacht am Rhein" gesungen werden könne. Von allen Rednern wurde auf das Unsinnige dieses Treibens hingewiesen und für die Derständi- gung über einen friedlichen Aufbau der Weltwirtschaft eingetreten. Nach Schluß der Versammlung formierten sich die Massen zu einem Zug« durch die innere Stadt, der vor dem Rathau» endet«. Spenüen für üas Ruhrgebiet. Der verband deutscher Post, und Telegraphenbe- amten hat dem Reichspostminister Sttngl den vorläufigen Betrag von einer Million Mark als Hilfsspende für die Angehörigen der Reichspost, und Telegraphenverwallung de» Ruhrgebiets zur Ler- fügung gestellt. Der Reichspräsident hat den Angehörigen de» ermor» deten Krankenträgers Kowalski als erst« Hilf« den Betrag von 190 llM Mark überwiesen. Frankfurt a. M., 24. Januar.(WTB.) Heute nachmittag fand im Sitzungssaal der Börse eine Besprechung von Vertretern von Handel, Industrie, Handwerk, Gewerbe, der Beamten, Arbeiter und Angestellten statt, in der beschlossen wurde, eine große Unter- stützungsaktion zugunsten der Ruhrbevölterung einzuleiten. Es konnten bereits größere Summen zur Verfügung gestellt werden. besetzung gesprochen hat: zögen sie den nationalsozlasistischen Ge- sinnungsfreund dem Juden und Sozialisten vor, der für Deutsch- land eingetreten ist? Wer kennt ssch hier noch au»? halbe,„Zugend" lm Slegllher Schlotzpark-Ihealer. Der Ge- samtemdruck war stark dank d«r Aufführung. Da» etwa» verstaubt« Gymnastastendrama, dessen dramatischer Schluß durch einen eptlo- dischen und idiotischen Büchsenschuß erzwungen wird, hätte un» oel einer minder guten Aufführung wächrscheinlich ziemlich kalt gelassen. Käthe Hack all Annchen ist an erster Stelle zu nennen. Ihr Irisches, natürliche» Spiel litt etwa» durch da» ungleiche Spiel ihre» Partner» Walter Rilla als Han». Auch der Pfarrer Hoppe von Rudolf Klix war menschlich gesehen und mit Ratürlichkeit gespielt. Mit zuviel Natürlichkeit. Ein katholischer Priester, auch wenn er einmal Korpsstudent gewesen ist, verliert nie das falbungs- volle Gehaben. Robert Forsch, der auch die Regie hatte, traf diesen Ton erheblich besser. Wir hätten ihn un» in der Ma»k« etwa» jünger gewünscht. Do, gleich« gilt von dem Amandus de, Herrn G o t t o o t. Sonst aber war da» Spiel der beiden ein« brave Leistung. Sehr zu loben ist da» Zusammenspiel. I. S. I. »Sonnenaufgang in der Medizin." Die Hellkraft der Sonn« ist in der letzten Zeit in der Medizin immer deutlicher erkannt und immer eingehender erforscht worden. Besonder» in England wird der Kampf um, Sonnenlicht von einsichtigen Aerzten eifrig geführt, denn da, rauchgeschwärzte London und die englischen Fabritstädte, deren Luft durch Ruß verunreinigt ist. sind gleichsam mit einem dichten Mantel bedeckt, der di, heilbringende Kraft de» Lichte» nicht durchläßt. Einer der Hauptvortämpfer für den„Sonnenaufgang in der Medizin" Dr. C. W. Soleeby hat in New Pork die Verwendung der Sonn« gegen Tuberkulose und Rochiti» studiert und macht über die neuesten Forschungen der Amerikaner auf diesem Gebiet Mitteilung Durch energische Maßnahmen ist die New Porter Luft von den Unreinlgkeiten befreit worden, nach. dem, hauptsächlich auch durch deutsche Forscher, erkannt worden war, daß Tuberkulose und Rachitis zu den sogenannten„Krank- h«iten der Dunkelheit" gehären. In den Laboratorien der Columbia-Unlversität zu New Port untersucht Dr. H«ß seit einigen Vahren die Heilwirkung de» Sonnenlichte, und«endet seine Erfahrungen in dem großartig ausgestatteten Jüdischen Kinderheim In New Port an. Die Ergebnisse seiner Forschungen, dl« bereit» vielfach nachgeprüft worden sind, lassen sich dahin zusammenfassen, daß Rachitis vermieden und geheilt werden kann durch Einwirkung des Sonnenlichtes. Tiere und Kinder werden nicht von dieser Krankheit ergriffen, wenn sie sehr viel in der Sonn« sind, selbst wenn die mangelhafte Nahrung sonst unbedingt die Krankheit her- vorrufen würde. Die Zunahm« der Erkrankungen an Rachiti» steht in New Park nach genauesten Stattstiken im umgekehrten Verhältnis zu der Zunahme der Sonnenwirkung im Lauf« des Jahres: je mehr Sonnenlicht, desto weniger„englische Krankheit" und umgekehrt. Aber nicht nur die monatliche Kurve der Rachitiserkrankungen, sondern auch die des Phvsphorgehaltes im Blut bei kleine» Kindern internationale Soliöarltät. Amsterdam, 24. Zanuar.(WTB.) Am Montag und Dien»- tag haben hier die Vorstände des Znternatioualen Transportarbeiter- bunde» Versammlungen abgehalten. E, wurde n. a. beschlossen, daß in allen Ländern energische Propaganda gegen die poUUt gejährt werden soll, die ihr« Aeußerung in der Vefehung des Ruhrgebicle» findet. Hessin gborg, 24. Januar.(Eigener Drahtbericht.) Große Ar- betterkundgebungen in M a l m ö und Helsingborg(Schweden) haben gegen die Besetzung de» Ruhrgebietes protestiert und betont, daß die berechtigten Forderunzen Frankreichs auf Wiederaufbau der im Kriege zerstörten Gebiete nur erfüllt werden können durch internattonal« Zusammenarbeit. Di« schwedische sozialdemokratische Zettung„Ekaanska Sozialdemokraten" fordert in ihrer heutigen Nummer die Landesorganisatian Schwedens auf, alles zu tun, um moralisch und ökonomisch den Kampf der Ruhrarbelder gegen die französische Gewalt zu unterstützen. Zrantreichs weitere Rbsi�ten. Paris, 24. Januar.(WTB.) Wie„Petit Paristen" mitteilt, setzt sich in Regterungskreisen immer mehr der Gedanke durch, im Ruhrgebiet einen Oberkommissar.der zugleich militärische und zivile Befugnisse erhalten soll, zu schaffen. Es werde an Fochs Gc- ncralstabschef General W e y g a n d gedacht.„Echo de Paris" schreibt: Solang« der Generalstreik möglich war oder drohte, war der Plan dcr vollkommenen Isolierung de» Ruhrgebiets als«ine Antwort auf die gegen Frankreich ergriffene Off-nsiv« zu betrachten. Seitdem die Gefahr des Generalstreiks beseitigt ist und seitdem wir daraus verzichtet haben, kohlenzüge und kohlen- schisse nach Frankreich zu transporlicren. seitdem wir auch aus die Beschlagnahme der Staatsoruben verzichtet haben, ist der Plan des Ruhrgebict» nunmehr ein Mittel geworden, um zum Ziele zu ge- langen, um di« Früchte de» Unternehmens, in dos wir uns ein- ließen, zu ernten, mtt anderen Worten: um die deutschen Arbeiter zu zwingen, Reparaiionen zu leisten. Vorerst bereiten wir uns noch vor, die Truppen«erden umgruppiert, die Ernährung wird organisiert, di« Schaffung eines örtlichen Geldes, das all- mählich zu einer gesunden Währung ausgebaut werden soll, ist in Vorbereitung. In wenigen Tagen wird da» geschehen sein.— Stach dem gleichen Blatt glaubt man in französischen Rcgierungskreisen, man hätte noch ungefähr drei Wochen nötig, um den deutschen Widerstand zu brechen. Die ZNililarisicrung der Eiscubahueu sei jetzt in» Auge gesaßt. Hunderle von Rollen französischer Eiseubahn- arbeilcr würden zusammen gestellt und demnächst nach Essen ob- gehen. Auch Maßnahmen militärischer Art würden vorbereitet und gestatteten sogar(!?) die Verstärkung der Truppen, die dann der Jngenieurkommilsion, wenn nötig. Hilf« leisten könnten. Da»„Oeuvre" berichtet von der Ivsammenzlehung größerer Kontingente von Eisenbahnbeamten in Lille zum Abtransport ins Ruhrgebiet. Gleich« Meldungen logen aus anderen Städten wie Lortent und St. Etienne vor. das englistbe Rechtsgutachten. London, 24. Januar.(WTB.) Der Berichterstatter des„Daily Telegraph" schreibt, die juristischen Beamten der Krone seien von der britischen Regierung um ihre Ansicht über die gesetzliche Sctte der französisch«: Besetzung des Ruhrgebiet» ersucht worden. Es er- gebe sich die Frage, ob dieser Schritt seitens der französischen Re- gierung innerhalb der Grenzen des vertrage» von Versailles stehe, und Bonar Law habe seine juristischen Berater um«ine endgültige ErNärung über diese Frage ersucht. Der Berichterstoller betont, es fei zu hoffen, daß diese rein theoretischen Untersuchungen in Deutsch- land nicht als»in Wunsch auf fetten Englands gedeutet werden, zu- gunsten Deutschlands zu intervenieren. Di« Haltung der englischen Regierung in dieser Frage sei jetzt genügend klar gemacht worden. Auslritte au» der Sommunistijcheu Partei, vi« beiden Sekretäre der Lrbeiterkammer Zürich Kopp und Wyß sowie der Sekretär de» schweizerischen HolzarbeiterverSandes Reichmann sind aus der Kam- munlstischen Partei ausgetreten. entspricht vollkommen den monatlichen Veränderungen in der Stärke de» Sonnenlichte». E» gibt im Blut der Kinder ein«„Winter- ebbe" und«in«„Sommerslut" an Phosphaten. Damit ist der enge Zusammenhang zwischen Sonnenlicht und Bluibildung in der Kindheit erwiesen,«in Zusammenhang, der bei den Erwachsenen nicht in demselben Maße zu bestehen scheint. Es muß in der Haut, wie ja auch deutsch« gorscher bereit» zu zeigen suchten, unter dem Einfluß des Sonnenlichtes ein Stoff sich bilden, der in das Blut tritt und es befähigt, die wertvollen Salze der Ernährung fcstzu- halten, wie«, sonst nicht der Fall ist. Man hat diese Heilwirkung de? Sonnenlichtes durch verschieden« Arten künstlichen Lichtes, durch da, elektrische Bogenlicht und die Quarzlampe ersetzt, nachdem man erkannt hatte, welch« Teil« de» Sonnenspektrum, von besonderer Heilwirkung sind. Der Kohlenstaub in der Luft wirkt deshalb so ungünstig, weil er gerade diejenigen Strahlen zurückhält, die für die Gesundheit am wichtigsten sind. In den Laboratorien der Eolumbia-Universität sind auch dar- über Untersuchungen angestellt worden, welch« G e w« b« den Wert der Lichtstrahlen am wenigsten schädigen, und man hat gefunden, daß weiß« Stoffe besser sind al» schwarze. Man ist daher dazu übergegangen, ein« besondere„Tuberkulosen- Kleidung" herzustellen, di« den Lungenleidenden am wenigsten die heilkräftigen Strahlen der Sonne fernhält. Kohlenpnub, schlecht« Wohnung», Verhältnisse, unser« bisherige Kleidung, da» gewöhnliche Fensterglas, da» di« heilkräftigen Strahlen nicht durchläßt— das sind nach Sa- leebys Anschauung gefährlich« Feinde unserer Gesundheit, die wir bekämpfen müssen, um da» große Geschenk der Sonne mehr für uns auszunutzen. Tbealer-Hochsalson In Moskau. Wie au- Moskau berichtet wird, bietet die dortig« Theatcrsaison in diesem Winter ein reichere» und künstlerisch hochstehenderes Programm als je. Unter den neuen Sternen, die am russischen Lühnenhimmel ausgetaucht sind, wird am meisten gefeiert«ine lljährige Tänzerin, di« Avramova, die im Bolschoi-Theater auftritt und kürzlich vor den führenden Vosiche- wisten«ine Sepamoontellung gab. Oper, Schauspiel, Ballett, Konzerte werden mindesten» so zahlreich und so gut geboten wie vor dem Kriege, und da» Publikum ist nicht minder zahlreich. Besonders di- Orchesterkonzerie blühen in diesem Winter wieder aus. Eigentlich sollten ja unter der gegenwärtigen Regierung die Theater nicht al» Geschäftsbetrieb geführt werden. Aber dos �Zimin-Theatcr" ist«in rein kapitalistisches Unternehmen und macht glänzend« Geschäfte mit seinem Programm, aus dem sich„Die Hugenotten".„Carmen". „Tosca",„Russalka",„Faust" und Lermentcevs„Dämon" finden. Der berühmte Tänzer N o r d k i n tritt nach langen Gastspielreisen im Ausland mtt feiner Truppe wieder auf und erntet Triumphe. In dem„Kleinen Künstler-Theater" wird«in Stück von Aristo phane» vorbereitet, während im„Großen Theater" ein« Reih« von Orchesterkonzert« angekündigt Ist. die zunächst Werbe von Skrjabin und dann von Wogner bringen sollen. 9tt 8. ilrno-Holz-Abend findet Freltaa, den SS., abend« S Uhr Im Eänftlerbao», Sellevueltr Z, flalt. S l f e B e y« r lieft neue, noch unveröffenllicht« Etilcke au» dem. P h a n t a I u»'. Russische» Romantische» Theater. Die heutig» ErstaussUhrung beginnt bereit« um Tj, Uhr. Jes 081815 Muffolini über die Haltung Italiens. Der Einsturz im Mosse- Haus. Rom, 23. Januar.( WTB.) vor dem Minister. rat über die Lage im Ruhrrevier erwähnte Mussolini, daß Italienische Ingenieure allein zu bem 3wed ins Ruhrgebiet entsandt worden seien, um an ben wirtschaftlichen Kontrollmaßnahmen teilzunehmen. Sie hätten den Befehl erhalten, ihre Mitarbeit auf Maßnahmen tech nischen Charakters zu beschränken und sich der Teilnahme an Be fchluffen zu enthalten, die 3wangsmaßnahmen po litischen Charakters einschlössen. Mussolini erffärte weiter, Forsten angeschlossen, weil diese sich unter den von der bie italienische Regierung habe sich der Kontrolle über 3ölle unb italienischen Dentfchrift als Pfand für die Gewährung eines Mora toriums vorgesehenen Maßnahmen befand. Die italienische Re. gierung habe aber bei Frankreich wegen der Biele und der Be deutung seines Borgehens angefragt. Frankreich habe geantwortet, daß die Besetzung des Ruhrgebietes feinen militärischen Charakter habe, sondern nur dem Schuße der ins Ruhrgebiet entfandten fehr zahlreichen franzöfifche Ingenieure diene. olin Zu den Nachrichten über eine italienische Vermittlung, Mehrere Tote. Viele Schwerverletzte. lemer Straße gebildet wird, steht, wenn man vom Dönhoff- hängen zum Teil wie durch ein Wunder an schwachem Halt in du In dem Winkel, der von der Schuhen und Jerusa- 13immer des Hauses trugen, find wie dünne Streichhölzer gefuid. plab fommt, rechter Hand das große Zeitungshaus von Tiefe hinab. Die Fußböden der einzelnen Clagen sind zersplitter. moffe, dessen Front bei ben Straßenfämpfen nach dem 9. No- und doch wiederum jo glatt abgeschlagen, daß man beim ersten Antigen Bau, auf dessen vier Stockwerken, dem Zuge der modernen muß. Reste von Pateten. unendliche Stöße von Aften und Papier bember arg zerschossen war. Hohe Gerüfte umgeben ben gewal- blick das Gefühl hat, daß eine ungeheure stürzende Masse die starken Bohlen wie dünne Breitchen durchschlagen und abgeschnitten haben Beit folgend, noch ein fünftes Stodmert aufgetürmt wurde. liegen durcheinander oder hängen in den Abgrund hinab. Die in Die Arbeiten standen furz vor dem Abschluß, aber noch manden den einzelnen Etagen umgeworfenen Stühle und Tische zeigen noch, die Krane unermüdlich Steine und anderes Material empor und in welch panifartiger Flucht die Infassen der Zimmer, die von der legten fie im obersten Stodmert nieber. Und während Katastrophe berührt wurden, bas Gebäude geräumt haben müssen. diese Arbeiten ausgeführt wurden, schafften in den übrigen Räumen In allen Etagen stehen Feuerwehrieute unter Führung von OffiSunderte und aber Hunderte von Menschen ohne Unterlaß tagein, gieren und sind bemüht, die mächtigen Eisenträger, die schweren aus tagaus. Ihnen allen war das Bauen um sie herum, das Werken dem Berband gerissenen Bohlen mit bicken Tauen zu halten und zu der Maurer und Zimmerleute etwas ganz alltägliches geworden. sichern, damit die nachstürzenden Trümmer nicht noch weiteres Unheil die zu einer direkten italienisch englischen Intervention in Berlin So waren sie auch heute morgen wieder pünktlich an der Arbeits- anzurichten vermögen. Die Arbeit ist mehr als lebensgefährlich, und Baris hätte führen können, erklärte Muffolini, daß ein regel ftätte erschienen, um ihr Tagewert zu erledigen. Und auch draußen rung beim Einsturz nicht die angrenzenden Bände gelitten haben denn noch ist es teineswegs sicher, ob durch die gewaltige Erschütterechtes Bermittlungsangebot nicht bestehe und auch arbeiteten die Krane wie gewöhnlich. Aber das Bauwert selbst und ihrerseits nachgeben werden. Aus diesem Grunde hat auch die nicht hätte gemacht werden fönnen, ohne im voraus die Sicher mar müde geworden. Ahnungslos wurden dem Kran, der in der Baupolizei bie Räumung aller an die Unfallstelle angrenzenden Zimheit zu haben, daß das Angebot günftig aufgenommen werde. Schüßenstraße arbeitete, neue Laften aufgezwungen, bie er, wie er mer veranlaßt, um weiteren unglücklichen Möglichkeiten vorzuItalien molle jich feinem Migerfolg ausiegen. es täglich tat, in bie luftigen Höhen emporhob und an einer be- beugen. Am furchtbarsten ist das Bild der Berwüstung auf dem Talfache sei jedoch, daß die italienische Regierung es niemals unter- ftimmten Stelle niederlegte. Blöglich, gegen 10 Uhr vormittags, fleinen Hof im Erdgeschoß, der an die Rotationsmaschinen grenzt. laffen habe, die deutsche Regierung auf die Gefährlichkeit der Gadgaffe aufmerksam zu machen, in die fie geraten fei. gab es ein entfehliches Getöse, und unter donnerartigem Getöse 5 bis 6 Meter hoch liegt bort der Schutt, liegen Eisenträger, große Auf der anderen Seite habe sie italienische Regierung in freund. gab die oberste Dede nach, und lawinenartig stürzten die Maffen Augenblicke brödelt von oben her noch Bauschutt nach, so daß die Stide Mauerwerf, Schreibtische, Stühle, Bücher und Papiere. Alle fchaftlicher Weise die französische Regierung auf die Berwid.bes obersten Stodwertes auf die darunterliegenden, und verstärkt fieberhaft an der Aufräumung arbeitenden Feuerwehrleute nur mit fungen politischer, fozialer und wirtschaftlicher durch diese durchschlugen fie nun gemeinsam bas Einfag des eigenen Lebens vordringen fönnen. Man fucht den Art hingewiesen, die die Ruhrbefeßung mit sich bringen-fönne. ganze Haus bis zum untersten Stodwert, unter Schutthügel abzutragen, denn leider besteht die Annahme, daß unter Unter diesen Umständen fönne die italienische Regierung zurzeit Schutt und Trümmern bie bort arbeitenben men diefen Riesentrümmern noch Menschen vergraben liegen. Es wird ihre Haltung nicht ändern, da irgendeine Gefle taliens feinen den begrabenb, Maschinen und Geldschränke, Tische und jedoch stundenlanger, angestrengtester Arbeit bedürfen, um sich darWechsel in der allgemeinen Cage bringen und die italienische Regie Möbel mit sich reißend. rung auch feinen entscheidenden Einfluß auf den Entschluß der am über Gewißheit zu verfchaffen, ob diejenigen, die man jetzt noch ver meisten interessierten Regierungen haben würde. Nach der AufNervenerschütterung das Haus verlassen haben. Es ist leider an mißt, das Opfer des Unglüds geworden sind, oder ob sie in ihrer faffung der italienischen Regierung sei die Lage im Ruhrgebiet zunehmen, baß noch eine Anzahl Leichen geborgen werden müffen, denn die vom Turmgeschoß durchschlagenden Maffen haben die Bureaus des Reichsadrehbuches, die Cohnabteilung und die Buchhalterel durchschlagen, wo zurzeit der Ratastrophe eine ganze Anzahl Angestellte gewesen sein müssen. Genaueres läßt sich jedoch im Augenblid noch nicht übersehen. fönnen. + noch nicht auf dem foten Punkt angekommen, in welchem Fall allein sich eine Lösung notwendig machen würde. In diesem Falle werde vielleicht die Arbeit der italienischen Regierung einen Einfluß auf die Lösung ausüben Das von Poincaré vorgeschlagene Moratorium, so führte Muffolini weiter aus, würde einige grundlegende Bunfte des italienijhen, in London vorgelegten Memorandums übernehmen, d. h. ein Moratorium von zwei Jahren und eine deutsche innere Anleihe vorsehen. Der Ministerpräsident hob ferner hervor, daß Amerita nach dem Rückzug feiner Truppen feine abwartende und desinter effierte Haltung nicht aufgegeben habe. Man verstehe übrigens wohl, daß die Ereignisse an der Ruhr in ganz Europa und besonders auch in den Ländern der fleinen Entente allgemeines Mißbehagen verursacht haben. Die Gerüchte, die von Mobilisationen und Truppen zufammenziehungen an einigen Grenzen wissen wollten, hätten sich als grundlos und übertrieben herausgestellt. Der französische Moratoriumsplan. Bleiches Entsetzen padte die vom Unglüd nicht Betroffenen, und einen Augenblid herrschte Ratlosigkeit. Aber nur einen Augen blid. Denn bald war die Feuerwehr in mehreren Bügen zur Stelle. Durch ein größeres Schupoaufgebot wurde die Schüßen und Jerufalemer Straße für den Berfehr gesperrt, denn selbstver ständlich hattte das Unglüd in tiefem belebten Teile der Geschäftsstadt gewaltige Menschenmassen versammelt, die aufgeregt den Borfall besprachen. Im Gebäude selbst wurde sofort mit der Ber gung ber Berunglüdten, die zum Teil entfeßlich zugerichtet find, und dem Begräumen des Schuttes begonnen. Hier stehen Beute und sammeln Papiere der Raffe, dort werden Maschinenteile, Möbelstücke beiseite getragen, es herrscht ein emfiges, fieberhaftes Arbeiten, denn es gilt so schnell wie möglich bie unter den Trüm. mern Begrabenen zu befreien und niemand weiß zur Stunde, wie piele es sind und wie viele von ihnen lebend davonkommen werden. Der eine spricht von 20 oder 30 Verletzten oder Toten, der andere meint, es feien mehr als 100. Genaue Nachrichten werden erst die nächsten Stunden bringen. Aeußerlich ist von dem großen Unglüd am Gebäude selbst nichts zu bemerken. Uebrigens ereignete fich von einigen Jahren ein ähnliches Un glüd bei der Anorr- Bremse in Lichtenberg. Die Verwüstungen. Die Front des Hauses ist unbeschädigt geblieben. Aber in der Schüßenstraße, an ber die Unfallstee liegt, fieht man durch die Fenster des neu aufgefeßten obersten Stodwertes bas Blau des Himmels. Ein gähnender Abgrund, der mehrere Meter breit flafft, reicht durch das ganze Gebäude bis in das Erdgeschoß hinab. Weggeriffen wurden Teile der Telephonzentrale, aus der die dort beschäftigten Damen sich mit frapper Not zu retten vermochten. Schwer beschädigt ist die Buchhalterei und die Haupttaffe. Das Zimmer des Chefredakteurs Theodor Wolff ist vollständig in den Abgrund mit hinabgerissen worden. Die übrigen Räume der Redaktion sind im wesentlichen unversehrt geblieben. Bon den Mitgliedern der Redaktion ist niemand zu Schaden gekommen. Die Toten und Schwerverletzten. Die Aufräumung des Schutthügels im Erdgeschoß Paris, 24. Januar.( Eca.) Eine eingehende Darstellung des Soweit bekannt ist, beträgt die Zahl der zur- dem engen Raum nur 5 bis 6 Männer arbeiten können. Aus dem bereitet der Feuerwehr noch immer ungeheure Schwierigteiten, da in franzöfifchen Moratoriumsplanes, der jet offiziell der Reparations- selt geborgenen Toten vier, die der Schwerver Trümmerbaufen wurden Kleidungsstücke, Garderobenschränke, tommiffion zugegangen ist, bringi Pelit Parifien". Der franzöfifche lebten 12 bis 14. Das Rettungsamt Berlin hatte fofort zahllose Bücher der Hauptkasse geborgen. Da auch die lettere in Plan sicht für Deutschland ein Moratorium von 2 Jahren einen Verbandsplak unter der Leitung des ärztlichen Leiters vor. Deutschland hat eine innere Anleihe von 3 milliarden Gold- errichtet. Die Toten find in das Schauhaus befördert worden, träge unter dem Schutt und die Feuerwehr schleppte das Mitleidenschaft gezogen war, lagen sehr erhebliche Geldbe. mart aufzunehmen, von denen 500 Millionen zur Stabilisierung der während die Berlehten in verschiedenen kranten- Papiergeld buchstäblich in Bapiertörben heraus. Wenn Mark und 2½ Milliarden für Reparationszwede dienen sollen. Die häufern untergebracht wurden. Es werden noch etwa Zahlungen zerfallen in zweimalige Jahresraten von 500 Millionen Reffungs- und Bergungsarbeiten abgewartet werden, bevor sich über Tiefe gestürzt sind, dürften die weiteren Arbeiten verhältnismäßig 20 Berfonen vermißt, doch muß erst der Abschluß der es erst gelungen sein wird, die Eisenträger zu entfernen, die in die und fährliche Sachlieferungen von 730 Millionen. Die 3 Milliarden ihr Schiajal etwas Genaues fagen läßt. Diese Nachforschungen find Ihnell vonstatten gehen und man wird dann erst volle Gewißheit follen aufgebracht werden durch Gewährung einer Anleihe an das äußerst schwierig, da viele Angestellte in der ersten Aufregung das über den Verbleib einer Anzahl Angestellter haben. Reich durch die Industrie, die bis zur Höhe dieser Summe die De Haus fluchtarfig verließen. Dod ist mit der Wahrscheinlichkeit zu visen, die sie in ausländischen Banken befiht, der deutschen Regierung rechnen, daß sich noch ein Teil unter den Trümmern Die städtische Baupolizei zur Verfügung zu stellen hat. befindet. teilt mit: Der Neubau des Berlages Rudolf Moffe, Jerufalemer Die Zahl der Leicht verlegten ist allerdings ganz erheblich Straße, wurde heute vormittag die Stätte eines schweren Unglüds. größer, denn viele Angestellte und junge Mädchen, die von den um. Auf dem Dache, das zugleich die Decke bildet, waren Ries. herfliegenden Trümmern leichter verlegt worden waren, fanden im vorräte zum Herstellen von Zementestrich gelagert in Höhe von haufe felbit die erste Hilfe unt fonnten nach Anlegung von Notver etwa 35 Zentimetern. Die an und für sich vermutlich schon recht bänden in ihre Wohnungen gebracht werden. Die Banit in dem starke Belastung ist anscheinend noch durch aufgehaltenes men war ungeheuer groß. Eine Anzahl leichtverletter Mädchen stückspause brach ein Dedenfeld ein. Die Trümmer und neben dem durch das Unglüd entstandenen Schacht gelegenen Räu Regenwaffer gesteigert worden Kurz nach der Früh fletterten burch die Fenster auf das an der Baufront ange. brachte Gerüft und wurden von den Bauarbeitern in Sicherheit geber Kies schlugen Geschoß auf Geschoß nacheinander durch, Einbracht. Biele Angestellte, die leichtere Verlegungen erlitten hatten, stürzten auf die Straße und wurden von Passanten zu Berzien ge bracht, wo sie erste Hilfe fanden. Die Pfänder, die für die Dauer des Moratoriums verlangt werden, umfassen im beschien Gebiet die Abgaben auf die Ein- und Ausfuhr sowie die Kohlensteuer, ferner die Kontrolle der Ausfuhrerlaubnis und die Erhebung von 25 Proz. auf die Ausfuhr in Devisen. Der Ertrag der Pfänder würde dem Garanfletomitee zur Verfügung gestellt werden, das sie zurüdbehält, wenn Deutschland feinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Im Innern des Hauses. Ferner ist eine Anzahl von Reformen der deutschen Finanzwirtschaft vorgefchen fowie ans früheren französischen plänen her bekannte Maßnahmen, und zwar: 1. Einführung von 2Monopolen für Tabat, Streichhölzer, Alkohol, Petroleum und Petroleum- Derivate, Juder und Salz. 2. Diese Monopole sollen unier privater Berwaltung stehen. 3. Uebernahme der staatlichen Industrie durch die Privatindustrie. 4. Berwaltung der Eisenbahnen Die furchtbare Größe des Unglücks, das zweifellos eines der durch Privatgesellschaften. größten in der Chronik der Berliner Bauunfälle sein dürfte, läßt sich Hand in Hand damit soll die Stabilisierung der Mark erit an der Unfallstelle selbst überblicken. Etwa 20 meter von der durchgeführt werden, um eine neue Währung zu schaffen. Ueber de Jerufalemer Straße erblidt man in dem Gebäude in der die Durchführung dieser Reformen und Maßnahmen hat das Ga- Schüßenstraße einen vieredigen riefenhaften Schacht in der Größe die Durchführung dieser Reformen und Maßnahmen hat das Gavon etwa 5 zu 7 Metern, der durch alle Etagen des Hauses bis in rantietomitee zu wachen. Insbesondere würde ihm die Aufgabe zu- das Erdgeschoß führt. Die mächtigen eisernen Träger, welche von fallen, bestimmte Einnahmen zur Sicherftellung eventueller weiterer Grundmauer zu Grundmauer gelegen hatten und die einzelnen Anleihen zu verwerten. Die deutsche Regierung foll vor dem 15. Februar thre Zustimmung zur Gesamtheit diejes Planes geben. Bis zum gleichen Tage hätte die deutsche 3ndustrie zu erflären, ob sie bereit ift, die 3 Milliarden vorzuschießen. 1 holländischer Gulden Devisenkurse. 24. Januar 28. Januar Räufer Berkäufer Ränfer Berläufer ( Geld.)( Brief-)( Geld-)( Brief) Aurs Kurs Kurs Sturs 8428.87 8471.18 7980.- 8020.7905.18 7944,82 7451.81 1281.91 1238.01 1147.12 8965.06 8984.94 8820 42 4164.56 4185,44 3830.40 5710.68 5739.34 5476 27 493.76 9775.50 richtungsftüde und Schränke mitreißend, und begruben die in den betreffenden Simmern arbeitenden Angestellten unter sich. Die städtische Baupolizei ist noch mit der Feststellung über die Ursache des Unglücks befaßt. Die städtischen Behörden haben dem Berlage Rudolf Mosse den Ausspruch ihres Beileibs zu dem schweren Ungiüd übermittelt, das ben Verlag Rudolf Moffe, zahlreiche seiner Angestellten und ihre Angehörigen in so tiefe Trauer verfeßt. Der Reichspräsident hat den Oberbürgermeister der Stadt Berlin gebeten, ben Hinterbliebenen der beim Bauunglück in der Schüßenstraße Getöteten und den Berlegten seine herzliche Teilnahme auszusprechen und hat ihm als erste Hilfe für die Opfer den Betrag von 1 million Mart überwiesen. Die Neuregelung des Spätverkehrs.ergriff die klucht. Die Beamten verfolgten den Mann, gaben auch Am Mittwoch, den 24. Januar, tommt infolge polizeilicher Fest heit aus den Augen, so daß er entfommen fonnte. In dem Sack mehrere Schüsse ab, verloren ibn aber infolge der herrschenden Dunkel fegung des allgemeinen Lokalschluffes auf 11 Uhr nachts auf der fand man ca. 50 kilogramm Bleirohre. Berliner Straßenbahn ein neuer Spätfahrplan zur Ein. führung. Hiernach verfehren die lehten Wagen im allgemeinen gegen 12 Uhr aus dem Stadtinnern nach den Außenbezirken. Auf einigen Linien, die besonders für ben werttätigen Spätverkehr und den Verkehr von und nach den Fernbahnhöfen in Frage kommen, fahren die letzten Bagen zum Teil bis 1 Uhr nachts vom Stadtinnern aus. Ausplünderung der Wohnhäuser. Die Metallbiebstäble in den Häusern nehmen in erfähredender 7493.69 Weise au. Gestern gelang es der Polizei, mehrere Täter zu über 1152.88 raiden und festzunehmen. 3839 58 Sie beantragen! In der Bezirkevei jammlung des Kreises 7 ( Charlottenburg) hatten die Kommunisten einen Dringlichkeitsantrag eingebracht, der für jeden unverheirateten Erwerbslosen eine sofort auszuzahlende Unterstüßung von 5000 m., für jeden verheirateten Erwerbslosen 8000 und für jedes Stind 1000 m. verlangte, auberdem Lieferung von Brennmaterial au ermäßigten Breisen, in be ionderen Notfällen unentgeltlich. Die dazu erforderlichen Mittel sollten vom Bezirksamt aufgebracht werden Unsere Fraktion lehnte die Unterstüßung des Antrages ab mit der Begründung, daß der Bezirk teine Mittel besigt und daß es awedmäßiger sei, die bereits vor einigen Wochen unternommene Aktion der Gewert Der 29 Jahre alte Arbeiter Wilhelm Gottschalt aus der Scharnhaften aur Unterfügung der Erwerbslosen von seiten des Reiches tatkräftig zu fördern. 3849.60 weberstr. 54 wurde gestern nachmittag dabei beobachtet, als er auf Stommunisten auf diese Weise nicht die gefchäfte ordnungsmäßig Da der Dringlichkeitsantrag der 5508.78 dem Hauie Mittelstr. 23 8intbleche abmontierte. Ein Be 496.46 amter der Schußvolizei, der fich auf einem Streifeange befand. Einige auf der Tribüne anwesende Anhänger der Kommunistischen ausreichende Unterstützung fand, fonnte er nicht verhandelt werden. 9824.50 rief den Dachtletterer an und gab, ale bieier au flüchten veriute, Bartei entfernten sich darauf unter wüsten Beschimpfungen 1027.42 1032.58 942.08 947.87 brei Schüile auf ihn ab. Diese gingen zwar febl. alarmierten 99001,87 99498,18 98765. 94285,- aber andere Bolizeibeamte, die fofort auf das Each stiegen und der Mitglieder der Bezirksversammlung. 21745,50 21854.50 19950.- 20050.- 6. feftnahmen. Man fand bei ihm einen Ead mit 4 Kilogramm Die Not der Möblierten. Wir werden mit bezug auf die 1891.51 1898.49 1286.77 1298.28 Bintblechen. Abend wurde der 18jährige Elektromonteur Walter Ausführungen im gestrigen Morgenblatt barauf bingewiesen. daß 2294.25 2305.75.. ber bei feinen Eltern in der neiebedstraße in Neukölln wohnt. Die 8uiclagssäge feit dem 1. Dez. nicht mehr 200, 800 und 8740.62 8759.38 fiitiert, weil er die M effinggriffe von den Stuben und 600, fondern nur nodi 150, 250 und 500 Proz. betragen( Magistrats8132.15 3147.65 orribortüren des genannten Hauses abgeichraubt hatte, um Bekanntmachung vom 30. Nov. 1922). 27.53 27.67 fie u verkaufen. 1 argentinische Papier- Beso 1 belgischer Frank 1 norwegische Strone 1 dänische Krone. 1 schwedische Strone 1 finnische Mork. 1 javanischer gen 1 italienische Lire 1 Bfund Sterling 1 Dollar. 1 französischer Frank 1 brasilianischer Milreis 1 Schweizer Frant. 4009.95 4030.05 1 spanische Beseta 100 österr. Kronen( abgeft.) 1 tschechische Krone 1 ungarische Krone 1 bulgarische Rewa 1 jugoslawischer Dinar 552.61 555.39 Nachts gegen 1 Uhr bemerkten zwei Beamte der Schußpolizei, 7.52 bie fich auf einem Patrouillengange befanden, in der Buggenhagener 7.48 121.69 Wetter für morgen. Berlin und Umgegend. Zunächst ziemlich mild, überwiegend trübe 122.81 Straße einen Mann, der einen schweren Sad schleppte. Als der mit geringen Niederschlägen und frischen westlichen Binden, nachher zeit 158.60 159.60 Mann die beiden Bolizisten fab, warf er sogleich den Sad weg und weise heiter und etwas milder. Eine auffällige Haftentlassung. Schwere Beschuldigungen gegen Kriminalbeamten. Gewerkschaftsbewegung Die kommunistische Gewerkschaftsfrage. Proteft der Gastwirtsgehilfen. Bom Zentralverband der Hotel-, Restaurant- und Café- Ange stellten erhalten wir folgende Protestresolution: zur Stabilisierung der Mark aufgestellt, die mit den jezigen Verordnungen nichts zu tun haben, da diese eine solche Stabilisierung der Marf gar nicht zum Ziel haben. Insbesondere menden sich die Bersammelten gegen das völlige Lanzverbot und gegen die Festlegung der Polizeiffunde auf 11 Uhr in Städten wie Berlin. Dadurch wird dem Gastwirts gewerbe zu einem nicht unbeträchtlichen Teil die Existenz untergraben und zwar dem Teil, der den Arbeitnehmern Arbeitsmöglichkeit bietet. Der Er folg dieser Anordnungen wird erfahrungsgemäß der sein, daß die Parasiten im Gastwirtsaewerbe, die Winfelbetriebe, an denen die Arbeitnehmer fein Interesse haben, wieder aufblühen Es muß deswegen eine Verlängerung der Polizeiſtunde für Berlin auf mindestens 12 Uhr für alle Mittel- und Grosbetriebe verlangt werden. Die Bersammelten erworten deswegen, daß den berechtigten Forderungen der Arbeitnehmer in Uebereinstimmung mit dem Zentralverband der Hotel-, Restaurant- und Café- Angestellten Rechnung getragen wird. Unter höchst merkwürdigen Umständen erfolgte gestern die Haftentlassung des Untersuchungsgefangenen Bruno Bernau. Wie Die am 23. Januar 1923 tagende Generalversammlung des Zweigvereins Berlin des Zentralverbandes der Hotel-, Restauranterinnerlich, war der Borarbeiter Bruno Bernau unter dem Verdacht Der fommunistische Bezirksparteitag Berlin- Brandenburg vom und Café- Angestellten erhebt Cinspruch dagegen, daß seitens der verhaftet worden, an einem Einbruch in das Sonderlager der Boſt- 20. und 21. Januar 1923 faßte eine längliche Entschließung zur Ge- Reichsregierung Anordnungen aus rein psychologischen behörde beteiligt gewesen zu sein, bei welchem mehrere Kilo werffdaftsfrage. und politischen Gründen erlassen werden, die viele LauPlatin im Berte von über 100 Millionen Mart des 4. Weltkongresses der Komintern wie der RG3. zur GewerkTeil 1 lautet wörtlich: Der Parteitag billigt die Beschlüsse sende von Arbeitnehmern im Gastwirtsgewerbe wenn nicht brofios gestohlen worden waren. Die Arbeitnehmer fchaftsfrage. Diese Beschlüsse besagen, daß jedes Mitglied der APD. machen, so doch auf das schwerste schädigen. Bernau war bei der Boft als Vorarbeiter tätig und hatte einen verpflichtet ist, at.io in den freien Gewerkschaften zu arbeiten, bis wenden sich nicht gegen eine Eindämmung der Auswüchse in beBertrauensposten inne, welcher darin bestand, daß er die Blatin- die Gewerkschaften erobert sind oder der Betreffende infolge seiner zug auf Schlemmerei im Geftwirtsgewerbe. Sie bringen der Lage bestände für die Fernsprechanlagen in seiner Berwaltung hatte. Am revolutionären Tätigkeit und Haltung von den Amsterdamer Bureau- der großen Mehrheit des deutschen Boltes volles Berständ 22. Auguft v. 3. hatte er den Auftrag erhalten, 2 Kisten mit Platin- traten ausgeschlossen ist nis entgegen. Um so verbitternder ist aber die Wirkung dieser Streifen nach dem Sonderlager der Posibehörde in der Holzmartt Verordnungen, die nach fachmännischer Beurteilung teinerlet Ber je Gelegenheit hatte, die„ revolutionäre" Tätigkeit, die für prattischen Erfolg haben fönnen, es sei denn den Erfolg, straße zu bringen. Er lieferte bas foftbare material jebe Stänferei und Quertreiberei, wie für alle sonstigen fommunistischen baß Tausende von Arbeitnehmern dem Glend preisgegeben auch dort ordnungsmäßig ab. Am nächsten Tage fand er 2ftionen den Deckmantel bieten soll, zu beobach'en, der weiß, wie die werden. Deswegen wenden sich die versammelten Vertreter der in seinem Dienstrod 60 Platinstreifen. Nach seiner Be- Eroberung" der Gewerkschaften betrieben wird. Entweder die Berliner Gastwirtsangestellten mit aller Entschiedenheit gegen die hauptung habe er zuerst an einen heimtüdischen Angriff eines ihm Amsterdamer Burcaufraten" feindselig gesinnten Kollegen gedacht, der ihn in den Berdacht des" Burcaufraten", trotz ihrer Anstellungen bei der Kommunistischen behandelt wurden. Es muß als ein unerhörter Borgang bezeichnet die Moskauer sind natürlich feine Art, wie die Arbeitnehmerorganisationen durch Regierungsorgane Diebstahls bringen wollte. Tatsächlich meldete Bernau fich sofort am Partei, sondern revolutionäre" Engel nächsten Morgen bei seinem Borsteher und lieferte das gestohlene verschämte Treiben der Zellenbauer ruhig gefallen, bis die„ Er sprache vor vollendete Tatsachen stellte. Es kann nicht einge lassen sich das ganze un- werden, daß man die Arbeitnehmer ohne vorherige Aus Blatin ab. Zu seinem Erstaunen hörte er, daß furz vor ihm ein oberung" aller Boften durch die Kommunisten erreicht ist, oder sie wendet werden, daß die Spikengewerkschaften diese Verordnungen anderer Arbeiter. dem es ebenso gegangen war, eine gleiche Anzeige mehren sich pflichtgemäß gegen die Eroberer, dann müssen sie den erstattet hatte. Es tam nicht zu einer Einleitung eines Strafver einen oder anderen der allzu„ revolutionären" Rämpen ausschließen, veranlaßt hätten. Die Gewerkschaften haben seinerzeit Forderungen fahrens. Bald darauf wurde jedoch in dem Loger der Bost ein Ein- die dann als Märtyrer Organisationen der Ausgeschlossenen bilden. bruch verübt, bei dem mehrere Millionen Platin gestohlen wurden. Die Kommunistische Partei befd ließt, darüber, was ihre MitglieDa inzwischen in der Familie des Bernau Streiti feiten aus der als Gewertschaftsmitglieder in den Gewerk gebrochen waren, welche gewisse Anschuldigungen zur Folne gehabt fchaften zu tun haben. Treten sie etwa zu reformistisch", d. h. hatten, wurde Bernau verhaftet und gab vor. der Bolizei vernünftig auf, dann vermeiden sie zwar den Ausschluß aus ihrer au, an dem Diebstahl beteiligt zu sein. Die Sache Gewerksd aft, müssen dafür aber den Ausschluß aus ihrer Allerbefam jedoch schon am nächsten Tage ein anderes Bild durch eine weftspartei in Kauf nehmen. von dem Voter des Bernau, einem Maniftratsbeamten. an die" Eine der wichtigsten Aufgaben der APD. ist nach Staatsanwaltschaft gerichtete Anzeine, in welcher er zwei Krimi Biffer II der Resolution die Eroberung der in den freien Gewerf nalbeamten des Mißbrauchs der Amtsgemalt, id aften organisierten Arbeiterinnen, denen man der Einfachheit der Mötigung und der Körperverlegung gegen und Bequemlichkeit halber die Eroberung" der Unorganisier über feinem Sohne beschuldigte. In dieser Anzeige ten gnädigst überläßt. Eroberung der Gewerkschaften bedeutet: wurde behauptet, daß die bei en Beamten mit Rücksicht auf die von Mobilisierung ber in den Gewertschaften organisierten Arbeiter der Postbehörde ausgefekte Belohnung das angebliche Gemaffen zum Abwehrfampf und Ueberleitung der Arbeiterfront zum ständnis feines Sohnes unter Schlägen erpreßt Gegenangriff. Die Abwehr und Angriffskämpfe der Amsterhatten. Sein Sohn wäre unter fortgesetten Dro- damer" find nämlich allesamt reformistisch". Deshalb müssen die hungen schmer mishandelt worden, man habe Mitglieder der Kommunistischen Partei„ revolutionäre" Rämpfe, ihm foaar 3ähne ausgeschlagen, die er zum Beweise wie beispielsweise in Ludwigshafen unternehmen. Dorlenen fönne. Ferner habe man ihn gezwungen anzuneben, daß 3m 3. Abschnitt wird gefant, daß bort, wo man in den Geer das Platin in der Metallschmelze von Hoffmann verkauft habe. merfschaften noch zu schwach ist, sich zunächst auf Broteste Eine Gegenüberstellung ergab jedoch, dok die betreffenden Bersonen beschränken müsse( nach den Mustern der Resolutionszer trale); hier einander gar nicht fannten. Durch die fortaefekten Mißhandlungen, müsse dann eine unermüdliche, planmäßige und intensive Prova melche zum Teil von Beugen beobachtet worden seien, wäre fein ganda- und Organisationsarbeit( Stärfung der Fraktionen. ZuSohn fchließlich in Berzweiflung geraten und fammenschluß der Opposition und der Ausgefchloffenen) zur Revohätte erffärt, er wolle alles unterschreiben, was man von ihm ver lutionierung geleistet werden. Wo im Verlauf dieser Kämpfe lange. Unter Hinmeis auf diefe eigenartigen Borgänge ist nunmehr vor ihrer Einleitung Kommunisten ausgeschlossen werden, sind diese neralversammlung für das 4. Quartal am Dienstag im Gemertder Kommunisten gegen die Gewerkschaften! oder selbst noch von Rechtsonmolt Dr. H. Treitel unter Anbietung einer Kaution unter der Losung: Nieber mit den Zersplitterern( das heißt denen, schaftshaus ab. Bor Eintritt in die Tagesordnung wies der Bervon 150.000 Mart ein Haftentlassungsantrag für Bernau aestellt morden, dem das Gericht gestern stattgegeben hat. Diese Anklagen die fich der kommunistischen Herfrlitterer erwehren. D. Red.), es sammlungsleiter Müller auf die Borgänge im Ruhrgebiet hin und gegen zwei Kriminalbeamte wirken so verblüffend und ungeheuer o man aber start genug ist, seien die Massen in die Kämpfe zu fahrt beteiligten Berbandskollegen beschlossen habe, die Stillegung Irbe die Einheit der Gewerkschaftsbewegung" zusammenzufassen. hob hervor, daß eine Funktionärfonferenz der an der Rheinschifflich und für die Bevölkerung beunruhigend, daß hier sofortige führen, in denen die Kommunistische Partei die Führung überneh- der Kohlenschiffahrt zu bewerkstelligen. Es dürfte feinem Zweifel weitestgehende Aufklärung am Blaze ift. men wird. Die Dittatur der Partei über die Gewerkschaf unterliegen, daß der Beschluß mit Erfolg durchgeführt werde. Den ten und gegen sie wird hier als ganz selbstverständlich aufgefaßt. Kollegen fönne nicht zugemutet werden, unter dem Drud der franFür die Kommunistische Partei dreht es sich um die Frage zösischen Bajonette zu arbeiten. Auch den deutschen Imperialisten der Revolution" - nicht etwa um die Lösung der ge- follte das eine Warnung sein. Hierauf erstattete Reinefeld den wertschaftlichen Aufgaben. Deshalb befaat der 4. b Geschäftsbericht für das Jahr 1922. In seinen Ausführungen gab schnitt, daß alle Versuche, das Problem der Gewerkschaftstatit mit er einen Ueberblick über die Lohnsteigerungen und die Steigerungen nur organisatorischen Mitteln zu lösen( und andere kennen die Ge- der Lebensmittelpreise im verfloffenen Jahre und hob vergleichend werffchaften nicht. D. Red.) auf das energischste zurüdzuweisen hervor, daß die Löhne um das 38fache, die Lebensmittelpreise ober feien. um das 42- bis 43fache gestiegen sind. Die gleitende Lohnstala dürfte nach den Erfahrungen, die man in Brandenburg gemacht habe, nicht zu empfeh'en sein. Auch die oft verlangte Zahlung der Löhne in Goldwähruna würde schwerlich zu einem Erfolg für die Arbeiterfchaft führen. Mehr fönne durch die Stabilisie. rung der Mart erreicht werden. Weiter streifte der Redner die Streits, an denen die Organisation im verflossenen Jahre beteiligt wor, und die Beschlüsse des Gewerkschaftskongresses. hierbei zu dem Schluß fommend, dak es unter den obwaltenden Verhältnissen füt die Organisation ratfam erscheine, eine Umformung abzulehnen. Die Mitaliedschaft habe eine erfreuliche Runahme erfahren. Redner appellierte schließlich an die Kollegen, für eine weitere Kräftigung Ein Fünfundachtzigjähriger exmittiert. Das Mieteinigungsamt Treptow genehmigte auf Antrag des Bermieters die Räumungsflage genen ein hochbetagtes, schon mit cinem Fuße im Grabe st hendes Ehepaar, das von seiner Sozialrente nicht die Miete zahlen tann, ohne zu verhungern. Der Mann ist 85 Jahre alt, die Frau steht hoch in den Siebzigern! Ohne den geringsten Bersuch einer von fozialem Mitempfinden diftierten Vermittlung wurde es gutgeheißen, die alten Leute zu vertreiben, als ob es sich um die Entfernung einer Rifte oder eines Ballens handele. Solch fast graufam zu nennenden Räumungsbeschlüsse, die sich nur am Buchstaben des Gefeßes feftflammern, find beim Mieteinigungsamt Treptow an der Tagesordnung. Da darf man sich also über den„ Sturm" auf diese Spruchfammer, von dem wir fürzlich berichteten, nicht wundern. Dem Sturm war der Räumungsbeschluß gegen das hochbetagte Chepaar unmittelbar Doraufgegangen. " Wie es mit der Einheitsfront" bei der Kommunistischen Partei bestellt ist, wird ganz unvertlümt zum Ausdrud gebracht durch folgende Säße:" Der Parteitag wendet sich aber auch gegen den schweren Organisationsfetischismus und die Lofung: Einheit um den Preis Auch die Mitglieder der Union der Hand- und Kopf arbeiter sind der Parteitontrolle unterworfen, indem sie an die Beschlüsse der Profitern und jedes ihrer kommunistischen Mitglieder an die der Komintern gebunden sind. Gegenüber den Drohungen der Arbeitgeber mit fristloser Entlassung der von den Verordnungen betroffenen Betriebe werden die Arbeitnehmer mit Hilfe ihrer Draanisetion ganz entschieden Front machen. Auf jeden Fall müssen die Arbeitnehmer ihre Rechte sofort vor den Gerichten geltend machen. Generalversammlung der Maschinisten und Heizer. Der Zentralverband der Meschinisten und Heizer hielt seine Ge der Organisation einzutreten. Quartal schließt in Einnahme und Ausgabe mit 4 499 693 Mart Ueber die Kaffenlage wurde von Holz berichtet: Das vierte Die Aussprache über die Berichte gestaltete sich zu einer sehr regen Bur Leitung der gemeinsamen Gemertfchaftsarbeit der Kommunisten in den freien Gewerkschaften wie auch Bezirksbildungsausschuh. Am Donnerstag, den 25. b. m., abends ber Organisation der Ausgeschlossenen und der Union find der Ars 7%, Uhr, in Tegel, Aula der Humboldtschule. Graf- Rödern- Storio, 2 u stige beitsausschuß und die örtlichen Arbeitsausschüsse berufen" vom Mulit Die Operette von Offenbach bis Rebar. Mitwirkende: Dr. Einit Parteitag der KPD. Da bie französischen Gewertschaf Roll( Einleitende und verbindende Worte und Klavier), Frau Bertud Bolf ten es durchgefeht haben, daß sie nicht der Parteidiktatur unter ( Gefang). Prof. Beiler( Bioline), Heimann Hoof( Cello). Eintrittstarten stehen, wie man sie den deutschen Gemertschaften aufzwingen will, aum Preise von 90 M bro Stüd in den Bablitellen und am Eingang des weist die Entschließung auf die„ Gefahr" hin, die aus dieser für und nahm den größten Teil des Abends in Anspruch. Caales. Am Dienstag, den 20. Januar, abends 7, Ubr, Biederholung in Reinidendorf, Aula des Realgymnasiums, Berner Straße. Das heutige Alt- Berlin in funitvollen Naturfarbenaufnahmen, burch ältere Boltstypen und Erinnerungsbilder wechielvoll belebt, das Berlin von 1650 und das fübeite Berlin in prächtigen Aquarellen bargeftelt wird Dstar Bolle am Sonntag, den 28. Januar, abends 7, Uhr, im Saale des Kunstgewerbemuseums, BrinzAlbrecht- Straße 7/8, filbern. Karten, Verzeichnisse bei Wertheim, Bote u. Bod usw. und an der Abendkasse. Alt.Berlin einst und heute. Groß- Berliner Parteinachrichten. Frankreich anerkannten„ Trennung von Profitern und Komintern" erwachsen fönne, durch die Möglichkeit erneuter Angriffe aus den eigenen Reihen auf die Rote Gewerkschaftsinternationale und die damit entstehende Gefahr einer Liquidation. Der Parteitag will, baß die den französischen Gewerkschaften zugestandene Unabhängig teit wieder beseitigt wird. Tarafabschluß im Einzelhandel. Der Tarif für die Ange. stellten im Monat Januar ist bereits gebrudt erschienen und ab Mittwoch, den 24. Januar, im Berbandsbureau des Zentralverbandes der Angestellten, Belle- Alliance- Str. 7/10, erhältlich. Im Grunde genommen ist das alles nichts Neues, doch ist es Der Steffiner Hafenarbeiterstreit bauert immer noch an nicht ganz überflüssig, an Hand der Beschlüsse der tommu Gestern fand eine Sigung des Schlichtungsausschusses statt, der einen nistischen Parteitage zu zeigen, wie die Einheits. Spruch fällte, wonach auf die Januarlöhne ein Zuschlag vor front" der Gewerkschaften von den Rommunisten besorgt wird, 30 Prozent und für Anfang Februar ein solcher von 50 Prozen die Gewerkschaften zum Spielball der Weltrevolutionsmacher mis- tommen soll. Die Beteiligten werden heute dazu Stellung nehmen braucht werden. Wollen die Gewerkschaften sie dazu nicht herBerantwortlich für den rebaft. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Ginger u. Cs.. Berlin. Lindenfit. 11. Abt. Moabit. Die zu heute abend feftgelegten Zahlabende finden infolge der geben, müssen sie sich wohl oder übel gegen ihre Eroberer" 3ur h. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. n. b. 5.. Berlin. Drud: Mehr sehen. Funktionärtonferenz erft am 31 Januar ftatt. Achtung Hosen Groge Posten Metallbetten Achtung! alte Ware Achtung Zigarren Zigaretten ieder Art in allen Größen und Qualitäten kau en Sie am besten uni billigsten in der Münch.- Gladbacher Hosen- Zentrale Berlin, Rügener Str. 25 ( Bauer Lad), nahe Bhf. Gesundbr. Fahrlinien: 5, 8, 35, 36, 37, 40, 41, 42,99, 1, 27,140 Fahrgeldvergütung! 99 von 10 000 Mark an Steuerlager Heiko, Wiener Str.& Vorzeigung Fahrtvergütung. PATENTE Stahlmatratz., Kinderbetten dir an Priv Schlager in Riegel Kat. 30A frei. Eisenmöbelfabr. Suhl Thür. feifen eingetroffen Billige Bezugsquelle für Trikotagen, Strumpfund Wollwaren prima harte Ware Ia Jaßleife 1 kg 500,- Seifenpulver, Soba billigst Büttner, Gr.Frant. furter Straße 130. Frauenhaare Dr Bogdahn, Gasdäffs Strumpfhaus Werba, Berlin auft zu höchſt. Breif. d. Treuh.- Verein berat. ng. SW 61, Gitschin. Str. 3. Kot.buser Damm 72, Ecke Lenaustr. 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Süboften: Laufiger Blak 14/15. Norboften: Immanueltirchstr. 24. Brinzen Moabit: Wilhelmshavener Str. 48. Milling, Erasmusftr. Webbing: Minerstr. 34a. Ede Utrechter Straße. Stofenthaler und Oranienburger Borstabt: Wattstr. 9. Gesundbrunnen: Baltianftr. 7. Schönhauser Borstadt: Greifenhagener Str. 2. Fanersbort Sönherr Landsberger Str. 10. Erfner: Emil Jwang. Edharnweberstr. 11. Fichtenau:& taekte. Bismardstr. 1. Faltenberg: Salamann Fallenberg, Gartenstadtstr. 10. Fredersdorf- Petershagen: Otto Bilinski. Fredersdorf. Arndtstraße. Friedenan: Rheinftr. 27. Ede Rönnebergstraße. 4. Friedrichshagen: Soffmann Friedrichshagen. Straße 1. Bichterfelbe- Dft, taalwij:$. Wenzel Sanfwig. 8iethen.[ Steglig: rot. Düppelitz. 35. Straße 15. Lichterfelde Weft: Berndt Stegliter Str. 19. Mahlsdorf: Wilhelm Rurz, Sönower Str. 177. Marienbort: uount Vern Chauffeeftr 29. Marienfelbe: Greulich, Berliner Str. 143. Reuenhagen ente Riegelftz. 71. Neukölln I: Nedarftr. 2. Aurze Neukölln II: Siegfriedftr. 28/29. Grünau: B fülgner. Röpenider Str. 103. Salensee, Grunewald: Frau Road Riost Henriettenplah. Brinatwohnung: Ratharinenftr. 4. Südende udwig Salsfeftr 36 Tegel, Borligwalde, Reinickendorf- West, Tegefort, Joers felde, Conradshöhe, Wiltenau, Baibmannslust, Herms. borf, Hobenneuendorf, Birkenwerder: Paul Rienau Borfigwalde, Räufchftr 10. Teltow:$ äfel Ritterftr. 29. Tempelhof: Raiser Wilhelm- Gfr. 18. Tempelhof: Randler Hohenzollernforso 5. Trebbin: Göring. Bahnhofftr. 62. Treptow: Weis Riefholaftr. 18h. Weißensee: Grenule Berliner fee 54. Gillmann Carmen- Sylva- Straße 87. Wilhelmshagen, Sefenwinkel: Schulze Wilhelmshagen Wilhelmftt. 31. Reukölln III: Binifer. Sobrechtstr. 40, v. I. Rentälln- Brig: Mitts Bris. Chauffeeftr. 82. Rieberschöneweide: Schindler. Fennstr. 23. glowawes: Roti Rrohndera Eilenbahnftr 10. Oranienburg: Seint. Loenhardt Stralfunder Str 6 Bilbau- Soberlehme: Rub. Lettow. Oberschönemeide: Robert Rani Mathildenftt. 5. Fanlow Rikminn thienftr 70. Adlershof, Alt- Glienice: Sad. Friedrichstr. 46 III; Fräu Seinersdorf: Frau Goldbach Niederfchönhaufen Schloß. Tein alter, Ablershof, Genoffenschaftsftr. 6, part. allee 45. Baumschulenweg: Frau Ropte Riefholaftr. 180. gaben. Hennigsdorf: Frau Rorbaitniti Rathenauftr. 3. Bernen. Röntgental Repernid Schönbrid Raren und Buch Boppegarten: Rauf Soppegarten- Birtenftein. Bargelle Rabnsbort: eichert forfitt. 7. Seinrich Profe Pernau Mühlenftr 5 Biesbort: Dannebero iftoriaftr 11. Behnebart: Sorlemans Genshenfchaftshaus Baradies. Bud hela, Blantenburg: Waaxer Blenfexburg, Burgwall. Str. 119. Rohannisthal Reinidendort Oft erönhola: bert Bable Brosina Aras KR' Pihen Wilmersbo 1: Frau Shubert. Wilhelmscue 27. Tübinger Str. 2a. Poltersdorf Scharban11 m Eidenbamm 22. Reinidendorf Rofenthal: Seinrich Gors! t. Saupt. Behlendorf, Schlachtenfee, Nitolasfee. Rehlenbort Teltower ftraße 28. Emargenbof: Rehab Brette Str. S. 3nebera: Belgiger Str. 27. Bismarditz 8. Karlshort: Reinhalb Serbi, Balbowalee 4. Straße 63. Raulebait: Boat Breberedstraße 19. Charlottenburg 1: Sefenheimer Str. 1. Rönigswußterhaufen: E. Meyer Botsdamer Str. 3. Charlottenburg: Lauroggener Str 11 Rovenia, Sirschgarten: chlea Rieser Str. 6( Baden). Senzia, Mittenwalde, Scheulendorf, Stieberlehme, Reue Charlottenburg III, Eichlamp: 3oachimi, Reiferbamm 102, Bichtenberg 1: Lichtenberg. Wartenbergftt. 1. Hble, Rernsdorf, Cabiow: Friedewald. Gengig. Gartenhaus 1 St. Lichtenberg II, Rummelsburg, Stralau: Lichtenberg. Bop- Chauffeefte. 54. hagener Str. 62. Siemensstadt: Kielich, Reißfte. 22, v. 3 St. Lichtenberg IL Briedrichsfelbe: Frankfurter Alee 185, Saben. Staaten: Bitel, Eschenwinkel 16. Charlottenburg IV: Bufentet, Augsburger Ste. 41, Portier. Straße 3. Zeuthen, Miersdorf:. Behling. Bahnhofftt, S. Roffen: Bitt. Bahnhoffte. 25. Sammie Literatur forte ale wifexichaftlichen Werd werden geliefert. Conntags Rub bie Gefchäftsstellen gefchlofen.