Abendausgabe Nr. 53 40. Jahrgang Ausgabe B Nr. 27 Bezugsbedingungen und Anzeigenpreise sind in der Morgenausgabe angegeben Redaktion: Sw. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-295 Tel- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Vorwürts Berliner Volksblatt Preis 40 Mark Donnerstag 1. Februar 1923 Verlag und Anzeigenabteilung: Geschäftszeit 9-5 Uhr Verleger: Vorwärts- Berlag Gmb. Berlin SW. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 2506-2507 Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutfchlands Das Landessteuergeseh gescheitert. Die fascistische Nebenregierung. Die Beratungen des Landessteuergesetzes im Steueraus" Sofort nach Rahmann erhob sich der Staatssekretär 3apf, um stellen, daß von nationalsozialistischer Seite in aller schutz des Reichstages, die vor Weihnachten begonnen wurden, zu erklären, daß der sind seit dieser Zeit nicht viel vom Fleck gekommen. Das Kern= Weg der Zwangsanleihe nicht gangbar stück des Gesetzes, die Erhöhung der Umsatzsteuer von 2 auf sei. Die Zwangsanleihe sei für die Sachlieferungen bestimmt und 21 Proz, war das heiße Eisen, vor dem sich auch die bürger- sei außerdem nur eine einmalige Steuer. lichen Parteien scheuten. Die Sozialdemokratie hatte von An- Nachdem noch Abg. Dr. Scholz( D. Bp.) erflärt hatte, daß auch seine fang an erklärt, daß sie die Erhöhung der Umsatz- Fraftion angesichts der Haltung des Zentrums nicht für die steuer wegen der ungeheuren wirtschaftlichen und sozialen Umsatzsteuer eintreten werde, erklärte Genosse Hert, das Bersteuer wegen der ungeheuren wirtschaftlichen und sozialen halten des Finanzministeriums sei nicht nur eine Schwäche gegen Folgen nicht tragen könne. Die bürgerlichen Parteien Folgen nicht tragen könne. Die bürgerlichen Parteien über den Besitzenden, sondern auch ein Ultimatum gegenüber ohne Ausnahme drückten sich um eine Stellungnahme herum. benen, die die Umfagsteuer für fatastrophal halten. Bei In der ersten wie in der zweiten Lesung wurde die Abstim- der Ermäßigung der Einkommensteuer, wo auch die Remung ausgesetzt. gierungsvorlage von den bürgerlichen Parteien abgelehnt worden In der heutigen Sigung des Steuerausschusses ist nun die war, habe das Finanzministerium feinen ernsthaften Widerstand Entscheidung gefallen. Das 3entrum, das am Donnerstag geleistet. Der Ausweg der 3 wangsanleihe sei möglich und abend in einer stürmischen Fraktionssizung sich mit der Umsatzsteuer sei der beste Weg zur Rettung der Gemeinden. Dem Steuerstandal beschäftigt hatte, ließ durch den Abg. Herold erklären, daß auch bei der Heranziehung des Sachbefizes zur Zwangsanleihe, den die ihm die Zustimmung der Erhöhung der Umsatzsteuer nicht möglich Geldentwertung ungeheuer gesteigert habe, müsse ein Ende bereitet fei. Daraufhin erklärte Staatssekretär 3apf, daß der Reichsfinanz- werben. Wenn man ferner für eine schnellere Einziehung der minister Hermes angesichts dieser Sachlage die Stellungnahme des Steuern sorge, dann habe man zwei Möglichkeiten, die den besten Kabinetts für notwendig halte, das sich darüber klar werden müsse, Ersatz für die Erhöhung der Umsatzsteuer darstellen. ob die gesamte Vorlage aufrechterhalten werden solle oder nicht. Abg. Hergt( Dnat.) beantragte nunmehr die Bertagung der Verhandlungen des Ausschusses. Im Auftrage des Reichsrates erklärte der preußische Bertreter, daß eine Bertagung des Landes steuergesetzes für Gemeinden und Länder untragbar sei, das Gesetz fei der letzte Rettungsanfer für die sonst zugrunde gehenden Gemeinden. Die Verantwortung für den drohenden Untergang der Gemeinden trage der Reichstag. Für die Sozialdemokratie erklärte Genosse kahmann: Eine Beranlassung für die Zurücknahme der gesamten Vorlage liege nicht vor. Unsere Stellungnahme zur Umsatzsteuer sei von vornherein befannt gewesen. An Stelle der Umsatzsteuer habe die Sozialdemokratie Beteiligung der Gemeinden an der Kohlensteuer beantragt. Auch die stärkere Heranziehung der Befihenden zur Zwangsanleihe, ebenso wie die Beschleunigung der Steuereinziehung feien gangbare Wege für die Rettung der Gemeinden. Die Anfündigung der Regierung über die Zurückziehung der Vorlage sei ein Zeichen für ihre Schwäche gegenüber den Besigen den. Das Finanzministerium müsse Vorschläge machen, wie die abgelehnte Umsatzsteuer ersetzt werden könne. Keine Ruhrkohle für Deutschland. Verbot der Kohleneinfuhr. Die Staatsregierung ließ am 30. Januar abends in der Bayerischen Staatszeitung" nochmals feftForm mit Gewaltanwendung und Beseiti gung der Regierung gedroht wurde, wenn den Wünschen der nationalsozialistischen Parteileitung nicht Rechnung getragen werde". Trotzdem hat Herr Norz, der Polizeipräsident von München und zugleich Staatsfommissar für München- Stadt", mit den nationalsozialistischen Häuptlingen unterhandelt, den Wünschen ihrer Parteileitung Rechnung getragen und die bereits verbotene faſcistische Demonstration in den Straßen Münchens zugelassen. Die Sache war sehr ernst, denn die große Gönnerin der fascistischen Bewegung in München, die Münchener Neuesten Nachrichten", gibt selbst zu, daß vaterländische Kreise ohne Rücksicht auf die Gefährdung ihrer Popularität für den äußersten Fall fich zur Vermeidung von Zwischenfällen bereit hielten". " 11 " Diese vaterländischen„ nationalaktiven Kreise",„ bewährte und verehrte Führer der nationalen Bewegung", nahmen nun nach den Münchener Neuesten Nachrichten" über den Kopf der Regierung hinweg den Ausgleich in die Hand" und„ retteten" so„ die aufs äußerste zugespitzte Situation". Bayern erfreut sich also einer sehr einflußreichen Nebenregierung, die der feierlich eingesetzten Regierung einfach in die Parade fährt! Eine eingehende Stellungnahme zu der durch die Verhandlungen im Steuerausschuß geschaffenen Sachlage behalten wir uns vor. Trogdem muß bereits in diesem Augenblick gesagt werden, daß die Sozialdemokratie alles getan hat, um die Gemeinden zu schützen. Wenn sie jetzt durch die Aus- gesprochenen Förderer der fascistischen Be Die bewährten und verehrten Führer" sind aber die aussezung der Verhandlungen über das Landessteuergesetz in die wegung in München, die Herren Kahr, Dr. Roth und schwerste Bedrängnis geraten, so ist das die Schuld der der Polizeipräsident Norg. Die grüne Polizei des Herrn bürgerlichen Parteien und der bisherigen Nork hat jüngst fast tatenlos zugesehen, als Fascisten in einem Steuer- und Finanzpolitit. Wo der Besiz in Hotel vandalisch plünderten und wertvolle Gegenstände stahlen. Frage tam, schont man, während man den Verbrauch Sie hat wirklich einen Menschen gepackt, dem die ge= auf das stärtste belastete. Diese weitere Belastung ftohlene silberne Gabel, die er nur als Andenken" verspricht keine Rettung für die Gemeindefinanzen, bringt an diese patriotische" Rettungsaktion mitnehmen wollte, dafür aber Untergang für Millionen Rentner, direkt aus der Tasche herauslugte. die freien Berufe und die Lohn- und Gehaltsempfänger. Die bürgerlichen Parteien lassen jedoch lieber die Gemeinhardt, mit denen Böhner den ganzen Polizeiapparat durchHerr Nork hat die Jünger des Kapitäns Chr den zugrunde gehen, ehe sie sich zu einer Belastung fette, nicht aus ihren einflußreichen Stellungen entfernt. des Besizes entschließen. Wie gerecht der Ausweg bezüg- 2m 7. November 1921 stellte die„ Münchener Post" fest, daß lich der 3wangsanleihe wäre, den die Sozialdemokratie im zu den nationalsozialistischen Sturmtrupps Steuerausschuß vorgeschlagen hat, das mögen unsere Leser der Polizeimachtmeister Hamm gehöre. in der heute morgen von uns wiedergegebenen Aufstellung Samm habe mit verabredet, einen vermeintlichen DenunDer gleich e über die Steuerkurse und die tatsächlichen Kurse der Wert zianten der Nationalsozialisten bei einer Versammlung papiere erkennen. niederzurennen und totzutreten." Hamm haben die Münchener Bost" zu verklagen gewagt. Weder der Münchener Polizeipräsident noch der Herr Am 11. Juli 1922 richtete die Münchener Post" eine Reihe sehr ernster Gewissensfragen an den Grafen Lerchendes deutschen Proletariats in diefem Staate wird lebendig, um das ungeheure Unglüd eines neuen Krieges zu verhindern. Wahre Massen versammlungen fanden vor allem in Westböhmen statt. Paris, 1. Februar.( WTB.) Die franzöfifche Regierung hat Die Kundgebung in Karlsbad gestaltete sich zu der größten am späten Nachmittag dem deutschen Geschäftsträger Botschaftsrat Massentundgebung, die jemals in einem geschlossenen Raum dieser feld, darunter auch diese: von Hoesch eine Verbalnote überreicht, in der auf die angeb- Stadt getagt hat. Genosse Hillebrand geißelte in scharfen Im Frühjahr 1921 fand eine Ausschußsizung der lichen Berfehlungen Deutschlands gegenüber Frankreich und Belgien, Worten die nationalen" Reaktionäre. In Westböhmen fanden Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei die die Reparationsfommission am 16. und 26. Januar 1923 fest- meitere Versammlungen in Falkenau, Marienbad und Fleißen bei fatt, in der Pläne zur Ermordung Erzbergers b: gestellt haben will, hingewiesen und im Anschluß daran mitgeteilt Eger statt, in Nordwestböhmen Demonstrationsversammlungen in raten wurden. Die Tat sollte ausgeführt werden anläßlich eines wird, daß vom 1. Februar ab teine Kohlen. und Kotssen- Dug, Bilin und Teplitz. In Teplik sprach Senator Gen. Nieß- Bortrages, den Erzberger während seiner damaligen Bortragsreise dungen aus der besetzten Zone in das übrige Deutschland ausge- ner die Hoffnung aus, daß die internationale Arbeiterbewegung in München halten sollte. lleber die Rollenverteilung wurde man führt werden könnten. den Ausweg aus der gefahrvollen Situation bringen werde. sich jedoch nicht einig. Die größten Hezer, darunter auch der 2. BorParis, 1. Februar.( WTB.) Wie die Agence Havas meldet, Schließlich wurden Versammlungen in den schlesischen Städten fitzende der Partei, Oskar Körner( derselbe, der den Ueberfall ist die Einstellung der Kohlen- und Kokslieferungen aus dem Ruhr- Jägerndorf, Freudenthal, Würbenthal und Troppau abgehalten. Der auf den Abgeordneten Saenger ausübte), versuchten andere vorzugebiet nach dem übrigen Deutschland gestern um Mitternacht in bisherige Verlauf der Versammlungsaktion, die noch nicht abge- schieben. Die beiden Angestellten Frank, Lindwurmsir. 51, Mün Kraft getreten. Von 12 Uhr ab werde nur noch das Brennmaterial schlossen ist, hat bewiesen, daß die deutsche Arbeiterschaft der Tschecho- chen, und Schüßler, Bieblandstr. 41, München, erklärten das nach Italien weiter durch das unbesetzte Deutschland gehen. Bei Slowakei mit den Arbeitern Deutschlands und insbesondere jenen als eine feige, niederträchtige Handlung" und lehnten ab, bei der Abgang und Ankunft werde eine Kontrolle ausgeübt werden, um des Ruhrgebietes sympathisiert und daß sie auf dem Boden der Sache mitzutun. An dieser Sigung nahmen teil der damalige 1. BorUnregelmäßigkeiten, die vorkommen könnten, festzustellen. Beschlüsse der internationalen Konferenzen von Frankfurt und Am- fizende Anton Dregler, der 2. Vorsitzende Körner, die AusParis, 1. Februar.( EE.) Marcel Hutain vom" Echo de sterdam steht, die das Proletariat aller Länder zum unermüdlichen schußmitglieder Emmer, Angermeier, Michl, Riedl fo= Baris" hatte mit einem der Minister, die dem Ruhrministerial- Kampf gegen den Imperialismus aufgerufen haben. wie Schüßler. Ebenfalls wurde ein Plan beraten zur Er morfomitee angehören, eine Besprechung, in der ihm erflärt wurde, dung des Reichsministers Rathenau. Dazu follten daß zur Abschneidung der Kohlenzufuhr nach Deutschland alle Kon= Löwen, 1. Februar.( Eig. Drahtbericht.) Gestern abend einige Leute nach Berlin fahren. Der Treiber bei diesen trollelemente in französischer Hand seien. Die Kohlen nach Italien fand hier eine von der Sozialilistischen Arbeiterpartei Belgiens Verhegungen war Adolf Hitler.. Er wandte die Vorsicht würden abgesandt werden, doch würde genau kontrolliert werden, einberufene große Bolfsversammlung statt, an der über 2000 Per- an, seinen Freund Körner vorzuschicken und als Sprachrohr zu beob sie wirklich nach Italien abgingen. Bis auf neue Befehle wür- fonen teilnahmen. Nach Referaten der Genoffen Doms, de nügen. Der Polizei wurde hiervon Mitteilung geden Züge oder Kähne, die andere Dinge als Kohle für Deutschland Broudère und Huysmans wurde eine Entschließung an- macht; was ist geschehen?" enthalten, burchgelassen werden; doch soll die Schraube stärker an- genommen, die Einspruch gegen das im Ruhrgebiet eingeführte gezogen werden, wenn die Haltung Berlins Frankreich dazu zwingen Militärregiment erhebt und eine den Frieden und die sollte. Die Lage im Ruhrgebiet habe sich nicht geändert, von einigen Reparationen fichernde konstruktive Politik unter Politik unter den lofalen Streits abgesehen. Die Bergarbeiter feien in Tätigkeit, und Aufpizien des Bölferbundes verlangt. es folle alles geschehen, um sie zur Weiterarbeit zu veranlassen. Der Bericht Coftes könne das Vertrauen zum Enderfolg nicht mindern. Dollar 42000! " Ja, was ist geschehen? Nichts! Am 30. Januar 1923 fragte die Münchener Bost" Herrn Nort, ob es richtig sei, daß die Polizei erfahren habe, daß ,, Sturmtruppangehörige der Nationalsozialisten Mitte Januar ein Attentat auf Scheidemann unter sich erörtert haben und dabei zu einem sehr positiven Programm getommen" seien. Herr Nork mußte zugeben, daß ein Spende der holländischen Eisenbahner. Die Nachricht, daß die Reichsregierung beabsichtige beabsichtige, Mitglied dieser Partei allerdings den Entschluß gefaßt Rotterdam, 1. Februar.( WTB) Nieuwe Rotterdamsche 3ur Unterdrückung ber spekulativen Auswüchse des De- habe, ein Attentat auf Scheidemann zu verüben, daß es Courant" zufolge hat das Personal der holländischen Eisenbahn den pihengeschäfts energische Maßnahmen zu ergreifen, hat einen aber von seinem Entschluß abgekommen sei. Herr Norz ließ Betrag von 6000 Gulden, etwa 120 millionen Mart, für die in- leichten Rückschlag am Markte der ausländischen Zahlungsmittel diesen Mann frei, da ihm nichts Strafbares nachzuBetrag von 6000 Gulden, etwa 120 Millionen Mart, für die in- zur Folge gehabt. Es kommt hinzu, daß auch New York gestern weisen war". Norz ist der Mann, der in München über der deutscher Eisenbahnangestellten gesammelt. einen festeren markkurs meldete. Die Reichsbant benugte den Kopf des Ministers Schweyer hinweg den heute diese Gelegenheit, um während der Feststellung der amtlichen Fascismus über die bayerische Staatsregierung triumDevisenkurse durch Abgabe einen Druck auszuüben. Der Erfolg| phieren ließ. Internationaler Protest. Prag, 31. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Der gewaltsame dieser Aktion ist jedoch nicht groß geworden. So gelang es, die Einbruch der Franzosen ins Ruhrgebiet und die ungeheure Gefahr Notiz des englischen Pfunds auf 193 000 herabzudrücken. Vor und eines neuen blutigen Konfliktes in Europa, die daraus entstand, nach der amtlichen Notierung wurden jedoch Auszahlungen in Lonhat auch die Arbeiterschaft in den deutschen Gebieten der Tschecho-| don zu bedeutend höheren Kursen gehandelt. Der Dollar stellte slowakei zu machtvollem, leidenschaftlichem Protest auf den Plan sich nach Ablauf der ersten Börsenstunden auf 42 000. Ein offigerufen. In vielen Städten Böhmens und Schlesiens haben bereits zieller Effektenverkehr fand heute nicht statt. Wie eine Nach in den letzten Tagen sozialdemokratische Versammlungen mit der frage bei den Banken ergibt, liegen nennenswerte Verkaufsaufträge Tagesordnung„ Die Besetzung des Ruhrgebietes eine Friedens bisher nicht vor. Das Bublifum hält anscheinend an seinem Effektengefahr für Europa" stattgefunden. Die Bersammlungen wiesen befiz fest. Allerdings dürfte die stürmische Aufwärtsbewegung vor überall einen überaus starten Besuch auf. Die ganze Kraft läufig beendet sein. Dem Genossen Scheidemann in Kassel sind in jüngfter Zeit von verschiedenen amtlichen Stellen aus ganz offiziell neue Warnungen vor beabsichtigten Attentaten zugegangen. In einem Falle handelt es sich um gewisse Vorbereitungen in Hamburg, in dem zweiten Falle um Mitteilungen aus Berlin. Eine dritte offizielle Warnung für Scheidemann, so wird uns aus dem Rathause mitgeteilt, ist aus München eingelaufen. Sie marnt vor einem Münchener Studenten. Genosse Scheidemann gibt soeben im Berliner Tageblatt" den Wortlaut der Münchener Igen sich nicht einstellen, zumal eine große Anzahl auswärtiger Teilnehmer zu erwarten war. War doch die Befürchtung gerechtfertigt, taß Warnung bekannt. Sie lautet: wir möglicherweise eine Neuauflage jener München, den 20. Januar 1923. Der Polizeidirektion ist bekannt geworden, daß der erst vor kurzem in München zugereifte und bei der Universität immatriPulierte stud. jur. Karl B., geboren 21. März 1901 in Bismar, hier, Hohenzollernstr. 77/2 wohnhaft, die Absicht habe, Ende dieses Monats den Herrn Oberbürgermeister Scheidemann in Kaffel zu ermorden. Bei seiner am 19. Januar 1923 erfolgten poli: zeilichen Einvernahme gab B. zu, daß er tatsächlich ohne Einfluß dritter Personen, die Absicht hatte, Herrn Oberbürgermeister Scheidemann zu ermorden. Hinsichtlich der Ausführung der Tat hatte er sich angeblich am 18. Januar 1923 mit dem in Berlin mohnhaften und am 18. Januar 1923 in München anwesend gewefenen Oberleutnant a. D. Roßbach vor dessen Rüdfahrt nach Berlin am Bahnhof besprochen und ihn um Rat befragt. Nachdem R. ihn entschieden abriet und erklärte, daß er jeden, der heute eine solche Tat ausführen werde, selbst erschießen werde, habe B. unter ehrenwörtlicher Zusicherung dem R. gegenüber seinen Plan aufgegeben... unfeligen Novemberfage 1918 und auf diese Weise die Linte in eine unbequeme Situation zu manöorieren, tommt es zu stürmischen Szenen. Maslom beantragt, den Vorsitzenden seines Amtes zu entheben. Der Antrag wird zurüdgenommen. Am Mittwoch referiert Brandler über die Taktik der erleben, wo auch nicht die Münchener, sondern auswärtige Einheitsfront und die Arbeiterbewegung. Er be3uzügler Herren der Straße waren. Wer wagt es, z tont einleitent, daß die scharfen Differenzen auf dem Parteitag behaupten, daß ohne Berhängung des Ausnahmezustandes, deſſen teine Spaltung der Partei bebeuten. Auch er wendet sich dämpfende und einschränkende Wirkung unverkennbar war, alles fo verlaufen wäre, wie es jetzt der Fall war. Ich bitte ferner, den gegen die Linke." Die jüngeren Genossen dürfen die Alten, die Entschluß der Regierung im Zusammenhang mit der innen- und nicht Opportunisten schelten. Es fommt nicht auf die Steigerung eine 20jährige Erfahrung in der Arbeiterbewegung haben, außenpolitischen Lage zu würdigen. Welches Schauspiel wäre es der Parolen an, sondern auf die Kraft der Bewegung, deshalb für die Franzosen geworden, wenn sich in München gewalttätige ist es nicht nötig, immer von der Diftatur des Proletariats zu reden! Ausschreitungen ereignet hätten. Das Vorgehen der bayerischen zu den gegebenen Tatsachen muß Stellung genommen werden, nur Regierung hat bei der Reichsregierung volles Verständnis gefunden so hat die Einheitsfront Sinn." Zur Frage der Arbeiterregieund die bayerische Regierung ist der Reichsregierung nicht in den rung erklärt er:„ Ihr Zustandekommen darf nicht etwa davon Rücken gefallen! Wohl aber lag die Möglichkeit vor, daß das seitens abhängig gemacht werden, daß die Arbeiterschaft bereits bewaffnet der nationalsozialistischen Bewegung geschehen würde. Der Minister ist. Ebensowenig dürfen die Kommunisten ihre Herrschaft erst dann präsident betonte dann ferner, daß am Freitag abend Hitler vor der Polizeidirektion Erklärungen abgegeben hat, die, wenn sie am Tage haben. In Sachsen ist Me Lage jezt so, daß die Kommunisten antreten, wenn sie die Sozialdemokratie vernichtet vorher abgegeben worden wären, es faum nötig gemacht hätten, bereit sein müssen, mit der BSPD. die Macht zu zur Maßnahme des Ausnahmezustandes zu schreiten. ergreifen und zwar mit den Mitteln, die jezt Nachdem die Veranstaltung stattgefunden hat, fonnte wohl die vorhanden sind. Obwohl B. auch hier die feste Zusicherung abgegeben hat, daß Auffassung herrschen, daß Hitler alles erreicht habe, was er ur- Als Korreferent betont Maslow Berlin für die Linke: Die er seinen Plan vollständig aufgegeben habe, möchte ich nicht verfprünglich gewollt hat und daß er auf der ganzen Linie triumphiert kommenden Kämpfe müssen zur Errichtung der Diftatur des Prolefehlen, von dem Borfall Kenntnis zu geben. Erwähnt habe. Die Sache verhält sich aber doch wesentlich anders. Wäre tariats führen. Wenn diese nicht kommt, dann kommt die Dittasei noch, daß nach den eigenen Angaben des B. gegen ihn zurzeit der Ausnahmezustand nicht gekommen, hätten wir erleben müssen, tur des Fascismus. Massenbewegung mit dem Ziel der ein Berfahren wegen Begünstigung der Rathenau- Mörder beim daß die Nationalsozialisten sich als unbeschränkte Herren Münchens machteroberung muß die Taftit der Einheitsfront sein, aber gebärdet hätten. Der Ministerpräsident sagte dann über das nicht die jetzt bestehenden staatlichen Machtmittel dürfen benutt Berhalten des Polizeipräsidenten, werden, wie Brandler meint. Bielmehr gilt es, diese zu zerstören. der im Gegensatz zu der Auffassung des Ministers des Innern weiter. Die Arbeiter müssen sich mobilisieren gegen ihre sozial gehende Zugeständnisse machte, daß sich der Polizeipräsident in einer demokratischen Führer. Das ist das Gebot der Stunde, Kriege an exponierter Stellung steht und nach pflichtgemäßem Er. Borstöße. Das Ziel der Kommunisten ist die Diktatur des Proleage befunden habe, wie etwa ein Unterführer, der im vor allem jeht in Sachsen, sonst tommen unbedingt die fascistischen messen seine Entscheidung zu treffen hat. messen seine Entscheidung zu treffen hat. Landgericht Schwerin anhängig sei. Die Münchener Polizeidirektion hält es also für nötig, den Bedrohten ausdrücklich zu warnen. Aber gleichzeitig entläßt Herr Nork in München den zum Mord bereiten Burschen aus der Haft, damit er zu gelegener Zeit auf seinen Burschen aus der Haft, damit er zu gelegener Beit auf seinen Blan zurückkommen fann. Es fehlte etwas an dem Gesamtbilde, wollte man nicht darauf hinweisen, daß die Polizei des „ Staatstommiffars" Norz das„ Ehrenwort" des Mordbuben für irgendwie wichtig und glaubwürdig hält. Knilling entschuldigt sich. Sihung des Parteiausschusses. # tariats und die Rätediktatur. In der Diskussion betont Böttcher- Leipzig: ,, Die Partei set bereit, die Berantwortung für die Regierungsbildung auf sich zu nehmen, aber nur gegen die Bürgerlichen, jedoch im Berein mit den Sozialdemokraten. Es find über 35 Diskussionsredner eingetragen, von denen bem augenblicklichen fommunistischen Alheilmittel hat. Die jeder eine andere Auffassung von der Arbeiterregierung entscheidenden Abstimmungen haben noch nicht stattgefunden. Nationalistische Kundgebungen. tam es vor dem Zentral- Hotel am Baradeplatz zu großen Kundgebungen gegen die dort wohnenden franzöfifchen Offi. Königsberg, 1. Februar.( WTB.)" Gestern in den Abendstunden Anstatt dem Landtag und der Deffentlichkeit Aufklärung zu geben, warum der Ausnahmezustand gegen die Hitler Garden nicht angewandt wurde, nachdem er gerade wegen ihrer frechen Drohungen verhängt war, behilft sich der München, 1. Februar.( WTB.) Im Haushaltsausschuß des Ministerpräsident damit, um Entschuldigung wegen eben der Landtages hat heute vormittag Ministerpräsident Dr. von Anilling die angekündigte Erklärung über die Berhängung des Erklärung des Ausnahmezustandes zu bitten. Bei Gott, es Ausnahmezustandes gegeben. Er gab einleitend eine Darstellung war nicht bös gemeint. Verboten bleiben auf Grund des Ausnahmezustandes der Borgeschichte und betonte dabei, auf Grund amtlicher Niederfchrift, daß Hitler am Donnerstag abend vor dem Bolizeipräfi- die sozialdemokratischen Versammlungen und das benten ernst ere. Drohungen ausgesprochen habe, als fommunistische Blatt. Die Fascisten können treiben, man ihm eröffnete, daß alle Veranstaltungen unter freiem Himmel was sie wollen, wenn sie sich nur rechtzeitig mit dem Unterverboten würden. Hitler habe erklärt, feine Fahnenweihe finde führer" Nor verständigen. Hoffentlich macht der Reichstag unter allen Umständen auf irgendeinem freien Blake statt. durch diefe Rechnung einen Strich. Die Regierung fönne schießen, wenn sie wolle. Der erste Schuß ziere der alliierten Kontrollkommiffion. Eine nach Tausenden werde aber eine rote Flut auslöfen und was dann komme, werde zählende Menschenmenge hatte sich vor dem Hotel angesammelt und man sehen. Binnen zwei Stunden sei die Regierung erledigt. Hitler verlangte unter dem Absingen vaterländischer Lieder den Abzug habe geschlossen:" Bei Philippi sehen wir uns wieder." Am nächsten Der Parteivorstand hat in seiner heutigen Sigung be- der französischen Offiziere. Als die erregte Menge fich anschickte, Morgen hätte der Vertreter der Nationalsozialistischen Partei dem schlossen, im Laufe der nächsten Woche den Parteiaus in das Bestibül des Hotels einzubringen, ging die Polizei vor Minister Schweŋer gegenüber ähnliche Drohungen ausgestoßen. Der Ministerrat kam deshalb zu der einhelligen Auffassung, daß die Re- huß und an einem folgenden Tage die Redaktionen und drängte die Demonstranten zurüd. In der zehnten gierung sich eine derartige Auflehnung nicht bieten lassen dürfe und der Parteipresse zu einer Besprechung der politischen Abendstunde wurde der Platz vor dem Hotel von der nicht auf die Geltendmachung der Staatsautorität Lage nach Berlin einzuladen. verzichten tönne. Deshalb wurde einstimmig die Berhängung des Ausnahmezustandes beschlossen. Dieser Beschluß war ohne jede Der kommunistische Parteitag. Einwirkung von sozialdemokratischer Seite zustandegefommen. Es ist falsch, daß auf den Minister des Innern Mehr denn je stehen die Auseinandersetzungen auf dem tom von der Reichsregierung ein Druck in der Richtung eines munistischen Barteitag im Zeichen der heftigsten AuseinEingriffes gegen die Nationalsozialisten ausgeübt worden sei. Bei andersetzungen zwischen den beiden Richtungen, der Richtung der nunmehrigen Beurteilung der Vorgänge muß man ausgehen der Zentrale und der der Berliner Opposition. Im Mittelvon der Sachlage, wie sie am Donnerstag abend und Freitag vormittag punkt der Debatten am Dienstag das temperamentvolle Referat gegeben war. Die nationalsozialistische Bewegung, deren vaterlän- Klara Bettins, gegen die Ruth Fischer als Wortführerin der Linken opponiert. discher Kern anerkannt wird, ist seit langem, in ein für die öffentliche Klara Zetkin wirft der Opposition vor, daß sie die 21 BeOrdnung außerordentlich empfindliches Fahrwaffer geraten. München, 31. Januar( TU.) Am Dienstag vormittag fand Eine Menge von Einzelausschreitungen und gewaltätigen Bedingungen verlege, weil sie sich der Kontrolle der Partei entziehe im banerischen Handelsministerium eine Sihung statt, an der etwa läftigungen Andersdenkender, schwere Ausbrüche und unerlaubte durch Bildung von Fraktionen und eigenen Organen. 20 führende Persönlichkeiten der bayerischen Wirtschaft teilnahmen Durchzüge durch den Bannkreis, haben sich in den letzten Wochen( Natürlich innerhalb der KPD.) Die Berliner Beweereignet, wozu noch der gröbliche Landfriedensbruch im Hotel Grün- gung habe die Betriebsrätebewegung fabotiert, sie habe erklärt, und in der die Frage der Kohlenversorgung der bayeri. walo tam. Sollte das alles nicht ausreichend sein, um der Regie- man fönne den Berliner Arbeitern nicht zumuten, den Himmel- en Industrie zur Sprache tam. Dabei wurde mitgeteilt, daß rung die Pflicht aufzuerlegen, durch Berhängung des Ausnahme- fahrtstag dafür zu opfern. Es gäbe nur eine Gefahr des Wort. die bayerische Industrie für etwa drei bis vier Monate zustandes in den Besiß der unentbehrlichen Befugnisse zu kommen, radikalismus, hinter den sich die Paffivität verberge. Die Spazen mit Kohlen versorgt ist. um für alle Fälle gerüstet zu sein? Inverfennbar war die psycho- pfiffen es in Berlin von den Dächern, was die Berliner mit ihrer logische Wirkung des Ausnahmezustandes die, daß eine gewiffe Be- raftionsbildung beabsichtigten. Sie fordert die Opposition ruhigung geschaffen wurde. Ich will die Erklärung Hitlers gelten auf, die affe gegen den Feind zu richten.( Und nicht laffen, daß von vornherein Butschabsichten nicht bestanden. Aber gegen die Partei!) mer möchte eine unbedingte Gewähr dafür übernehmen, daß wäh- Als der Borfizende den Schlußappell der Betfinschen Rete berend einer dreitägigen Massenveranstaltung explosive Erschütterun- nugt, um ein hoch auf Klara 3ettin ausbringen zu lassen, Passage défendu. Bon Hans Wesemann. Polizeigeräumt, die zu dem Platz führenden Straßen wurden gesperrt. Einzelne geschlossene Trupps zogen noch in den späten Abendstunden singend durch die Straßen. Auch vor dem Hotel untergebracht sind, wurden Rundgebungen veranstaltet. Kreuz, in dem Angehörige der interalliierten Kontrollfommiffion untergebracht sind, wurden Kundgebungen veranstaltet. ( Das nächtliche Singen ist für die Beteiligten ungefährlich. Es ist aber auch nicht ersichtlich, wem es irgendwie nügen sollte. D. Red.) Die Kohlenversorgung Bayerns. Die Wahlpflicht abgelehnt. Die Anträge auf Einführung der. Wahlpflicht, die gestern im Rechtsausschuß des Reichstags zur Beratung famen, sind nicht angenommen, wie heute morgen irrtümlich berichtet wurde, sondern gegen wenige Stimmen abgelehnt worden. Weinverkauf. Aber zwei alte Weibchen tuscheln zufammen über die Paul Marion aus Gera gastierte im Charlottenburger Zeuerung, fie haben teine Devisen und feine fetten Schweine, fie Opernhaus als Cavaradossi in Tosca. Eine wunderhübsche, haben auch kein Interesse an dem Rachefrieg gegen Frankreich, den italienisch gebildete Tenorstimme lebte sich in lyrischen Gebilden foeben ein narbengeschmückter Jüngling verfündet, sie wissen nur, wohlig aus. Doch trägt das Organ, das sich im Konzert so voll ausMittelalterlich bunte mit verfallenden Mauern und angeklebten daß ihr fleines bescheidenes Leben durch sinnlose und grausame Ge- nahm, nicht weit. Auch ist Marion wohl an der kleinen Bühne in Häuschen steht der Burgfelsen von Breisach hoch über dem jungen walten zerstört wird, gegen die ihre schwache Kraft teine Hilfe weiß. Charlottenburg hörte man stellenweise sehr wenig, zumal das Or Gera daran gewöhnt worden, mit seiner Stimme hauszuhalten. In Rhein, der zischend und sprudelnd seine eifengrauen Wellen über Für uns arme Leute, is e schwere Beit", sagt die eine. Dann hefter furchtbar loslegte. Gine gewiffe Schüchternheit im AnfangsSandbänke und Riffe talwärts führt. Schwere Schneewolfen ziehen schweigt sie mit einem schweren Seufzer. Die Studenten fingen im fpiel legte sich bald, so daß die Anflage im zweiten Att fehr dralangsam nom elfäffischen Ufer herüber, sie streifen fast die Häupter Chor Die Wacht am Rhein." matisch gelang. Noch ein paar Jahre Routine und Marion fönnte der hohen Uferpappeln und lassen nur einen fleinen Blick auf den in Charlottenburg mit Laubenthal alternieren. Frau Salvatini als fernen Schnee der Bogefen. Der Schwarzwald ist verborgen unter) Tosca ist auch in mittlerer Laune sehr tüchtig. Die gemütliche laftendem Nebel, Nässe und trübfinniges Schweigen liegt auf dem Onfelhaftigkeit des Scarpia aber märe felbft für die Sommerzeit Das Theater in der Kommandantenstraße brachte ein Drama aus nicht verwendbar. Ein schiefer Mund bedeutet noch nicht Charakterigesegneten Weinländchen des Kaiserstuhls, und die kleine Stadt, die der hohenzollernschen Familiengeschichte, Hermann Burtes fierung. Gäste genug haben ihn gespielt. Ein bißchen besser imiwie eine Reinhardtsche Theaterdekoration wirft, gibt feine Eratte". So hieß der junge Offizier, der mit dem damaligen tieren! R. G. innerung mehr an einen Sommen voll immerwährender Sonne Kronprinzen, bem späteren Friedrich dem Großen", befreundet war und seinem Duft von jungem Wein und Blumen. Eine Temperatur von 20 000 Grad! Der amerikanische Physiker und den bei seinem Fluchtversuch geleisteten Beistand auf Befehl Drüben, sehr nahe, liegt das Elsaß. Durch gewundene Gaffen des preußischen Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. mit dem Tode J. A. Anderson hat ein Verfahren erfunden, das gestattet, Tempe steigt man zum Ufer nieder. Der Rhein liegt versteckt hinter Gebüßen mußte. Das Zerwürfnis zwischen Friedrich und diesem bru- raturen zu erreichen, die die Sternentemperaturen noch übertreffen. strüpp und Uferbäumen, erst unmittelbar vor der breiten Ponton- wie feine langen Kerle" und die Untertanen überhaupt trattierte, fator von hoher Kapazität auf eine Spannung von 30 000 bis strüpp und Uferbäumen, erst unmittelbar vor der breiten Bonton- talen Korporal Monarchen, der feine eigene Familie eben so bespotisch Das Verfahren besteht darin, daß man einen elektrischen Kondenbrücke sieht man ihn. Er ist leer, nicht der kleinste Kahn ist zu ist neuerdings wiederholt auf der Bühne wie im Film behandelt 100 000 Bolt lädt, und ihn dann durch einen äußerst feinen Draht fehen, auch die Ufer find verlassen. Eine fleine Holzbude am deutschen worden. Und sicherlich bieten die Vorgänge( über die auch Friedrichs plößlich entlädt. Dabei leuchtet der Draht einmal in blendender ufer dient als Zollstation. Aber der Wächter hat gute Tage und eigene Schwester, die Markgräfin von Bayreuth, in ihren Memoiren Helle auf und zerstäubt zu einem Dampf, der eine Temperatur von fann in aller Ruhe seine Pfeife rauchen, man nimmt ihn nicht oft berichtet) fenfationelle Kontrafte und Spannungsreize. Ein Herr mehr als 20 000 Grad erreicht. Diese Temperatur läßt sich sowohl in Anspruch. Drüben liegen einige Schuppen und Häuser, aber man scher, der durch Mißhandlung und Unterdrückung ben Sohn zur aus der Lichtstärke bestimmen, als auch aus dem hohen Drud, den sieht keine Leute dort, nur ein einziger, einsamer Poilu" steht am Flucht treibt, der den Eingefangenen im ersten 3orn hinrichten das Gas auf die Wände des Gefäßes ausübt, in das der Draht Ufer und philofophiert mit frierender Nase. Sonst ist wenig vom lassen will und ihn dann, gnädiger geftimmt, zwingt, die Enthaup eingefchloffen ist. Photographische Aufnahmen mit dem Drehspiegel feindlichen Ausland zu entdecken und fein handgranatenschwingender tung des Freundes selbst mit anzuschauen, ist auch in der ruhm- haben ergeben, daß die Explosion nur etwa 300000 Sekumbe dauert, reichen Familienhistorie der Monarchie eine Seltenheit. Wozu dann Die mechanischen Wirkungen sind außerordentlich. In dem AugenSenegaleje hindert einen Spaziergang nach drüben. Aber stärker obendrein die„ patriotischen" Hintergründe kommen. Die höhere blid, in dem der Draht explodiert, zerspringt das Gefäß in tausend als alles andere ist eine einfache Holzstange, die vor den Eingang Einheit der Verfeindeten als Diener an der Größe" Preußens, der Stücke, und wenn das Gefäß mit Wasser gefüllt ist, so zerstäubt auch der Brücke gezogen ist. Ein fleines Schild hängt an ihr mit der Bater als Schöpfer der Armee, mit welcher Friedrich seine Schlach dieses vollständig. Zwei amerikanischen Phyſikern, 2. Wendt und Inschrift: Passage défendu!" Durchgang verboten! Ja ten schlug. Mit Kunst hat solche Rechnung freilich nichts zu tun. Clarence E. Trion, gelang es, diese Explosion in besonders für diesen wohl, das ist es: Hüben und drüben Millionen von Menschen, die l 3wed hergestellten Glaskugeln von etwa 300 Rubitzentimetern Das neu hervorgeholte, vor ein paar Jahrzehnten geschriebene Rauminhalt auszuführen, die durch den Drud nicht zerstört wurden, zueinander möchten, aber die unbegreifliche Weisheit einer hohen Stück macht sich das Stoffliche nicht ungeschicht zumuze. Bon irgend und es somit gestatteten, die entstandenen Gase zu untersuchen. Macht hängt ein Holztäfelchen auf:„ Durchgang verboten!" Und einem ernsthaften Bersuche, durch psychologische Ausgestaltung der siehe da, niemand geht hinüber. Es sei denn, um einander zu majsa Titelbelden zu intereffieren, ist nicht die Rede. Ratte spricht anfangs frieren. Borum? Beil es verboten ist oder, meinetwegen auch ein paar Worte, die auf derlei Intentionen des Autors zu beuten weil es befohlen wird. Poincaré und Ludendorff, ihr seid Brüder scheinen, aber diese Fäden reißen gleich wieder ab. Am Schluffe, vor der Hinrichtung, werden ihm preußische patriotische Sentenzen im Geifte, reicht euch die Hand. in den Mund gefegt. Die Szenen wirfen wie Bilderbogen aus der Aber nachher size man allein in dem hohen Münster, es ist preußischen Hoshistorie. Auch die Intriguen, die um die Berbeiradämmerig hell, von der Orgel her bringt verlorenes Spiel, und in hung von Friedrichs Schwester spielen, find nicht vergessen und unbeirrter flarer Schönheit lächelt eine hobe Madonna aus ihrem müssen zu einigen aktuellen Seitenhieben auf englische Bolitik herRahmen herab. Sie weiß es, das Spiel bleibt immer dasselbe. halten. Der Schwerpunkt des Dramas liegt in der Figur des Immer wieder muß der Geist den Kampf gegen die Gewalt auf Königs, der bei seiner blutigen, rachfüchtigen Kabinettsjustiz mit dem nehmen, aber über Tod und Zerstörung hinweg nimmt das Leben tönenden Wahlspruch: Fiat justitia, pereat mundus"( es geschehe feinen Gong. Recht, und wenn die Welt zugrunde geht) auftrumpft.. Herr Ballentin brachte die dankbare Rolle vortrefflich zur Geltung. JugendNachher fährt man im rumpelnden Zuge nach Freiburg zu lich sympathisch gab Clemens Schubert den Leutnant von Katte. rück. Studenten mit bunten Rappen lärmen und sind sehr patriotisch. Der Beifall des Publikums hatte in feiner Stärke demonstrativen Ein paar gutgenährte Bauern erzählen von Schweinepreifen und Beigeschmack. dt, Im Deutschen Theater muß die für heute angefekte Borstellung vort Stabale und Liebe" ausfallen. In den am merspielen geht in Abänderung des Spielplans Freitag Das Glas Baffer in der Premierenbelegung in Szene. In der Tribüne findet die angelegte Uraufführung von der Gedanke" von Andrejew Dienstag, 6. b. M., statt. Ju dem Mittagskonzert der Staatsoper( veranstaltet Sonntag 11 Uhr zum Besten der bedrängten Deutschen am Rhein und Ruhr zu ermäßigten Breifen) lautet das Brogramm: Egmont- Duverture von Beethoben, Im Treibhaus, Schmerzan, Träume von Richard Wagner, Sinfonia domestica von Richard Strauß. Soliftin: Starin Branzell. Ozean Rekorde. Der Dampfer Majestic", der frühere Bismard", bat, mie Werft, Reederei, Hafen mitteilt, einen neuen Schnelligkeitsreforb aufgestellt. Er hat die Fahrt von New York nach Cherbourg, eine Strede von 3100 Seemeilen, in 5 Tagen, 6 Stunden und 13 Minuten zurückgelegt. Damit ist bie„ Mauretania" geschlagen, die die gleiche Strede in der bisher fürzesten Zeit bon 5 Tagen, 8 Stunden und 9 minuten bewältigte. Keine Abberufung Lorö Mernons! Eine tendenziöse Meldung der„Daily Mail". Die durch und durch französische„Daily Mail" meldet heute früh in positiver Form die Abberufung des englischen Botschafters in Berlin Lord d Ab e r n o n und seine Ersetzung durch Sir William Tyrrell, der in Paris, vielleicht sehr zu Unrecht, als der eigent- liche franzosenfreundliche Leiter der englischen Außenpolitik gilt. Diese Nachricht wäre von außerordentlicher Bedeutung, wenn sie richtig wäre. Denn Lord dÄbernon wird von der offiziellen sranzösischen Presse seit Monaten mit grenzenlosem chaß verfolgt und seine Abberufung wird in den Pariser Blättern fast täglich gefor dert. Wie uns aber von hiesiger, bsstunterrichteter englischer Seite ver» sichert wird, ist an dieser Meldung nicht ein wahres Wort. Da die Nachricht von„Daily Mail" lanciert sei, zeige sie alle Merk- inale eines tendenziösen Versuchsballons im Sinne der Pariser Politik.„Tbe wish is lather ol the thought"— Der Wunsch ist der Dater des Gedankens, wurde treffend hinzugefügt. Die englische Schulüentilgung. London, I. Februar.(MTB.) Reuter meldet amtlich: Die britssche Regierung Hot die amerikanischen Bedingungen wegen Rückzahlung der britischen Kriegsschulden an Amerika an- genommen. Die Bedingungen lauten: 3 Proz. Zinsen während 10 Jahre, danach 3% Proz., ferner eine Ablösungszahlung von Vi Proz. und Rückzahlung der gesamten Schuld binnen 62 Jahren. London. 1. Februar.(WTB.) Im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses steht der in der gestrigen Sitzung des britischen Kabinetts gefaßte Beschluß, die amerikcmischen Bedingungen für die Fun dierung der englischen Schuld anzunehmen. Die Blätter heben den in den Vereinigten Staaten hervorgerufenen günstigen Eindruck hervor. Laut„Daily Chronicle" ist auch die Londoner City darüber befriedigt, daß das britische Kabinett ohne Verzug den Bedingungen zugestimmt hat.„Westmtnster Gazette" zufolge beträgt der durch- schnittliche Zinsfuß beinahe 4 Proz., während die jährlichen Zah- lungen etwa 31 Millionen Pfund Sterling ausmachen werden. Man erwarte, daß der amerikanische Senat die Bedingungen gutheißen wild. flbsage an üie Arbeiterpartei. London, 1. Februar.(WTB.) Bona? Law Hot dem Führer der Arbeiterpartei Ramsay Macdonald auf dessen im Namen der parlamentarischen Arbeiterpartei gestellten Ersuchen, das Par- lament vor dem 13. Februar einzuberufen, um eine Besprechung der Ruhrfrage zu ermöglichen, geantwortet, daß er diesem Ersuchen nicht stattgeben werde._____ Kohlennot in Frankreich. Eine Folge der Ruhrbesetzung. Paris, 1. Februar.(WTB.) Die unter dem Namen Lociets ckes Coües des Hauts-Fourneaux tätige französische Kotsverteilungs- organisation beliefert mit Hilfe der deutschen Kokszufuhr auf Grund des Friedensvertrages die französischen Werke bis zu 46 bis 60 Proz. ihrer Aufnahmefähigkeit zu Vorzugspreisen. Der Kokspreis bis zu dieser Grenze war für Februar dieses Jahres ursprünglich auf 116 Frank pro Tonne angesetzt, während die darüber hinausgehen- den Lieferungen mit 166 Frank berechnet werden sollten. Diese Preise sind, wie„Iournee Industrielle" mitteilt, jetzt annulliert und auf 166 bzw. 266 Frank heraufgesetzt worden. Das gleiche Blatt erfährt aus Lille, daß die Regierung sich mit den Kohlengruben in Nordstantreich darüber verständigt hat, daß diese» bevor der Bedarf der übrigen Kunden bestiedigt wird, dt« Eisen- bahngesellschasten beliefern, vor allem das Nord- und Ostbahnnetz, die bisher ihre Kohle zum größten Teil aus dem Ruhrgebiet er- hielten, die Staatsbohneu und die Eisenbahngesellschaft Paris— Orleans. Die Südbahngesellschost, die Eisenbahngesellschoft Paris- Lyon— Mittelmeer sind ersucht worden, sich bis zur Wiederher- stellung der Ordnung im Ruhrgebiet ihre Kohle in England zu oerschaffen. Die französischen Kohlengruben find infolgedessen genötigt, die Lieferungen an ihr« früheren Kunden soweit e i n z u- schränken, daß auch diese zum Teil auf Jmportkohle angewiesen sind. Die Gießereien der Gegend von Lille müssen sich so zurzeit mit 66 bis 66 Proz. ihres bisherigen Bezuges aus den nordfranzö- fischen Gruben begnügen. Rheinland und Franksturz. Paris. 31. Januar.(EE.) Dem Ministerrat wohnte heute der Finanzsachverständige Tannery bei, der aus Düsseldorf gekommen war, um über die Frage des neuen Geldes Bericht zu erstatten. Lösungen sein in Sicht. Tannery kehrt heute nach Düsseldorf zurück. De Lasteyrie erklärte dem„Echo de Paris", der Sturz des Frank sei auf auswärtige Börsenspekulationen zurückzuführen. Doch fei der Finanzminister persönlich überzeugt, daß noch heut« ein Umschlag erfolgen werde. Japanische Gewerkschaften protestiere«. Hamburg, 31. Januar.(WTB.) Nach einem hier eingetroffe- nen Kabeltelegramm aus Tokio haben am 27. Januar die Dele- gattonen von mehr als 36 japanischen Gewerkschaften oersucht, vor der französischen Botschaft in Tokio gegen die Besetzung des Ruhrgebiets zu demonstrieren. Die Ansammlungen wurden von der Polizei zerstreut. Die gesetzliche Absindung der Wittelsbacher. Die Verhandlungen zwischen dem früheren bayerischen Königshaus und der bayerischen Regierung über die Abfindungssumme sind zum Abschluß gekommen. Der Gesetzentwurf über das Abfindungsgesetz wird in den nächsten Tagen dem Landtag zugehen. Ausbau öes Reichsmietengesetzes Devisenkurse. 1 holländiscker Gulden... 1 argentinische Papier-Peso 1 belgischer Frank...... 1 norwegische Krone.... 1 dänislbe Krone....... 1 schwedische Krone..... 1 finnische Mark....... 1 japanischer Den...... 1 italienische Lire...... 1 Pfund Sterling...... 1 Dollar........... 1 französischer Frank.... 1 brasilianischer MilreiS.. 1 Schweizer Frank...... 1 spanische Peseta..... 100 östcrr. Kronen(abgest.). 1 tschechische Krone..... 1 ungarische Krone..... 1 bulgarische Lewa..... 1 jugoslawischer Dinars.. 1. Februar Niwfer- Änrs Verkäufer (93 rief-) Nor, 16359.— 14962.50 2144.62 7680.75 7880.25; 11072.75 1085.40 20199.37 1960.08 192517.50 41396.25 2453.85] 4688.25 1 7780.50 6448.83 j 57.85: 1 177.05! 15.71 261.37 , 376.05, 16441.- 15087.50 2155.88 7710.25 7910.75 11127,25 1040.60 20300.63 1969.92 193482.60 41603.75 2466.15 4711,75 7819.50 6481.17 58.15 1182.95 15.79 252.68 , 3S0,9Ö 31. Januar ftäufer Berkäufer (Seid-) 1(Brief-) Nur« Kur» 19276.63 17903.12 2543.62 8952.56 9231.81 13067.25 1177.05 22393.87 2304.22 226931.25 48877.60 2877.78 5236.87 9117.15 7471.27 66.13 1346.62 18.05 274.311 416.451 19373.32 17904.88 2556.38 8997.44 9298.90 13132.75 1182.95 22560.18 2815.78 228068.75 49122.50 2892.22 5263.13 9165.85 7508.73 66.47 1353.38 18.15 276.69 In einer sehr stark besuchten Versammlung der zur Partei gehörenden Mietervertreter aus Groß-Berlin sprach Reichs- tagsabgeordneter Genosse Kuhnt über das Reichsmieten- gefetz in der Praxis. Anknüpfend an die durch die Ruhr- befetzung noch verschärfte Notlage des deutschen Volkes wies er dar- auf hin, daß die nächste Zeit eine neue Erschwerung des Wohnungs- baues und daher eine weitere Steigerung der Wohnungsnot bringen wird. Der Redner gab einen kmzen Ueberblick über die Mieter- schütz gefetzgebung, die im Werden ist und das alte Ver- hältnis des Mieters zum Hauswirt vollständig u m g e st a l t e n w i l 1. Zu der von den Hauswirten angestrebten Wiederaustichtung der steim Wohnungswirtschaft darf und wird es nie kommen, wenn das Proletariat, dem die S o z i a l if i er u n g des gesamten Wohnungswesens als Ziel vorschwebt, sich seiner Aufgabe bewußt bleibt. Das Reichsmietengefetz, das mit dem Mieterschutz einen Anfang macht, ist das Ergebnis eines leider notwendig gewesenen Kompromisses.(Zuruf: So sieht es aus!) Am schärfsten bekämpften es aber die Hausbesitzer, woraus die Mieter folgern können, wie unbequem, es dem Hausbesitz doch fein muß. (Zustimmung.) Dank dem Reichsmietengesetz kann heute, sagte Ge- nosse Kuhnt, wenigstens bei bebauten Wohngrundstücken von einer wirklichen Bodenrente nicht mehr geredet werden, da es die Der- zinfung des in ein Wohnhaus hineingesteckten eigenen oder fremden Kapitals nicht in Gold, sondern nur in Papier ermöglicht. Dafür fallen dem Mieter die Kosten des Hausbetriebes und der Instandsetzung zur Last. Hier muß durch Gesetzgebung und Gesetzausführung sowie durch Wachsamkeit der Mieterschoft selber vorgesorgt werden, daß nicht Ausgaben und Zuschläge die Mieter erdrücken. Die erst nach 1914 zugezogenen Mieter müssen zum Schutz vor Ueber- vorteilung besonders auf richtig« Festsetzung der Grundmiete achten, weil nach ihr alle Zuschläge bemessen werdm. Die Betriebskosten dürfen nicht zu unerschwinglichen Summen ansteigen, darum muß auf möglichste Niedrighaltung der öffentlich-rechtlichen Abgaben (z.B. Grundsteuer) und der Gebühren für Wasser, Licht usw. hin- gearbeitet werden. Dasselbe gilt von den Kosten der großen und laufenden Instandsetzungen, so sehr es bei dem jetzigen Zustand der meisten Häuser zu wünschen wäre, daß mit bedeutenden Aufwen- düngen und dann auch entsprechend hohen Zuschlägen endlich ein- mal die Schäden beseitigt würden. Die Mietervertretung überwacht die Verwendung der Zuschläge, aber dazu ist Soch- kenntnis erforderlich, auf die bei der Auswahl der Vertreter gesehen werden muß.(Zustimmung.) Der Referent ging hier näher auf den in der Mieterbewegung noch herrschenden Wirrwarr ein, dessen Planlosigkeit den Interessen der Mieters chsst nur schadet. Er sorderte eine organisatorische Zusammenfassung in ganz Deutschland.(Lebhaft« Zustimmung.) In einer Besprechung mit dem Deutschen Mieterbund(Sitz Dresden) hat der Allgemeine Dcuische Gewerkschafisbund feine Mitcrrbcii versprochen, doch sollen die spezifischen Mietercmgelegenheiten den Mieterorgani- sationen überlassen bleiben. Zur Frage des M ie t e r st r« i k s warnte Genosse Kuhnt davor, bei jeder Kleinigkeit nach dieser Waffe zu rufen. Im äußersten Fall werde man auch sie anwenden müssen, aber darüber dürfe man nicht im Zweifel sein, daß ein Mieterstreik sich sehr viel schwerer als ein gewerkschaftlicher Streik durchführen läßt.(Allseitige lebhaste Zustimmung.) Der Redner schloß mit der nochmaligen Mahnung, sich mit dem RMG. immer mehr vertraut zu machen und die richtige Verwendung der Zu- schlüge zu kontrollieren. Abfinden müsse sich aber der Mieter da- mit, daß bei der allgemeinen Steigerung aller Preis« auch die Auf- Wendungen für die Wohnung nicht so bleiben konnten wie sie in der Zeit vor dem Kriege waren. Die Uebertreibung, die sich dieser Tatsache verschließt, sei bei Lichte besehen Arbeit für die Hausbc» sitzer und ihr Ideal der freien Wvhnungswirtschaft, Arbeit gegen das Proletariat und unser Ziel einer Sozialisterung des Wohnungs- wesens.(Lebhafter Beifall.) lieber die Ausfühnmgsbefiimmungen des Berliner Magistrais zum RMG. referierte dann Genosse Dzieyck als Vertreter des deutschen Mieterbundes. Aus seinen lehrreichen Darlegungen, die sich auf viele Einzelheiten erstreckten, sei hier nur hervorgehoben, daß er die Berliner Bemessung der Grundmiete aus 80 Proz. der Friedensmiei« als eine Schädigung der Mieter tadelte. Bei besonderen Einrichtungen eines Hauses, wie z. B. Müllabfuhr, Treppenbeleuchtung usw., die in Großstädten zu den Notwendig- ketten gehören, können noch wettere 10 Proz. von der Friedens- miete abgezogen werden, so daß die Grundmiete sich auf 70 Proz. ermäßigt. Berlin hat da» unterlassen, mußte es aber nachholen. Auch Dzieyck wandt« sich gegen die fortgesetzte Erhöhung der öffent- lichen Abgaben, die den Mietern zur Last fallen. In der sich anschließenden Diskussion wurde von verjchie- denen Rednern die Notwendigkeit der Mieterorgani- s a t s o n e n betont. Genosse Kuhnt faßte in seinem Schlußwort das Ergebnis der Besprechung dahin zusammen, daß die Arbeiter- schast nicht gegen das RMG., sondern für den Ausbau dieses Gesetzes einzutreten hat. Es gehe um die ganze Lebenshal- t u n g des Proletariats, dos be'i Rückkehr zur freien Woh- nungswirtschaft sehr viel höhere Aufwendungen für die Wohnung machen müßte und datln von unerträglichen Mietesteigerungen die schlimmste Verelendung zu erwarten hätte. Der Preiswahnsinn. Die Fette an der Spitze. Der Dollarstand von einigen zehntausend Papiermark hat seine Wirkung am gestrigen Lebensmittelmarßt gezeigt. Wie immer, so sind es wieder die F e t t w a r e n, die am meisten den hohen Dollar- stand zu spüren bekommen. Sie haben im Preise sehr stark angezogen. Für Margarine wurde in der Zentraimorkthalle bis zu 4 000 M. dos Pfund gefordert, während die billigst«, also die geringste Sorte, mit 2 9 0 0 M. bezahlt werden mußte. Schweine- schmalz und Naturbutter war fetten zu haben, denn sie stellen ja zwei der wichtigsten Spetulationsfette dar. Erst wenn der Dollar weiter steigt, werden diese Sachen sichtbar werden und mit Preisen ausgezeichnet fein, die der„kaufmännischen Tüchtig- keit" alle Ehre machen und bei den Hausfrauen eine nur zu de- rechtigte Entrüstung erzeugen. Hier und da war Schweineschmalz mit 6 5 0 0 M. und Raturbutter mit 5000 M. pro Pfund ausgepreist. Damit ist bis jetzt der höchste Fettpreis erreicht worden. Schmalz wurde infolge des etwas geringeren Butterpreises kaum gekauft und die winzigen Buttermengen, die angeboten wurden, waren bald verschwunden. Dagegen gab es C o c o s f e t t in großen Mengen und kostete durchschnittlich 3800 M. proPsund. Rin- dertalg lagerte in großen Quantitäten auf den Verkaufstischen und war mit 4 0 00 bis 4300 M. ausgezeichnet. Es fanden sich dafür aber ebenfalls nur wenige Käufer. Am Dienstag noch zahlte man etwa 600 Mark weniger pro Pfund. Das Steigen des Dollars verursacht nach Ansicht der„Fachleute" den hohen Fettpreis. Das Sinken kann aber nach Ansicht derselben„Fachleute" ein ebenso schnelles Fallen der Preise nicht nach sich ziehen, denn.... aber dafür gibt es ja tausend Gründe, die alle wohlfeil, d. h. das einzigste Billige bei dem ganzen Handel sind. » � Seit einigen Tagen werden die sprunghaften Preis- steigerungen auf dem Berliner Schweinemarkt von der Preis- Prüfungsstelle verfolgt, und auf die Initiatioe dieser Behörde ist es zurückzuführen, daß die Wucherpolizei ein größeres Aufgebot von Beamten nach dem Viehhof entsandt hat, um an den Markttagen den Verkauf zu überwachen. Ebenso ist die Polizei von der Preis- prüfungsstelle ersucht worden, Sorge dafür zu tragen, daß die nach Berlin gelieferten Schweine auch unbedingt auf dem Berliner Vieh- Hof zum Verkauf bleiben und nicht wieder anderweitig zur Er- zielung noch höherer Preise versandt werden. Um öas �unkenmonopol. Ein Kampf um den profik. 2m Rahmen eines an sich unscheinbaren Zivilprozesses spielte sich vor der Patentkammer des Landgerichts I ein Prozeß ab, der für die Oeffentlichkcit von Interesse ist. Hinter den beiden Parteien, die sich gegenüberstanden, verbargen sich mächtige Industrie- g r u p p e n, die in der Frage, ob die Funkentelegraphie in Deutschland dieselbe Freiheit genießen soll wie in Amerika, England oder Holland, einander heftig be- fehden. Dieser unter der Oberfläche geführte Kampf gewinnt noch besondere Bedeutung durch die Stellungnahme des Reichspost- Ministeriums, das im Gegensatz zu den Postverwaltungen der ge- nannten Länder der Freizügigkeit des Funkverkehrs das Monopol einiger weniger Firmen im Funkverkehr entgegensetzen will. In Deutschland besteht eine ministeriell zugelassene„Rund- funk G. m. b. H.", die von den Firmen Huth, Lorenz und Tele- funken gebildet wird. Diese Gesellschaft soll das Recht haben. Vor- träge, Konzerte usw. mit ihren Aufnahme- und Sendeapparotcn weiterzuleiten, so daß beispielsweise eine große Gesellschaft in einem beliebigen Saal in Berlin eine Opernanfführung in Dresden mit anzuhören vermag. Eine andere Industriegruppe, an deren Spitze die deutsche de Forest A.-G. steht, bemüht sich dagegen, die Genehmigung zu erholten, drahtlose Hörapparate an Privatleute abzugeben, die dann in ihrem Heim die Vorteile der drahtlosen Uebermittlung genießen können. Der technische Leiter der de Forest-Gesellschaft ist ein im internationalen Funkwesen be- konnter Fachmann Dr. S. Löwe, gegen den sich jetzt eine Klage der Monopolfirma Huth richtet. Dr. Löwe hatte mit der Firma Huth einen Bertrag geschlossen, nach dem er seine für die technische Funkentelegraphie zu machenden Erfindungen der Firma abzutreten hatte, während es ihm freistehen sollte, die Erfindungen, die die sogenannten Lehr- und Amateurfunkapparate betrafen, für sich zu verwerten. Dr. Löwe löste später seinen Vertrag mit der Huth A.-G. und trat bei der de Forest-Gesellschaft cin. Die Klägerin verlangte nun, daß durch einstwellige Verfügung Dr. Löwe bei Androhung einer Haftstrase von je sechs Wochen verboten werde, -418.Sötjür die de Forest-Gejellschast tätig zu jem, da diese Gesellschaft sür sie eine Konkurrenzfirma sei. Der Vertreter des beklagten Dr. Löwe erklärte, es handle sich in diesem Prozeß um den Kampf, der mit dem Monopol für die Funkentelegraphie ausgestatteten Firmen gegen die gesamte andere deutsche Industrie, der die Mit- arbeit Dr. Lowes, der etwa 180 Patente für Funken- telegrophie besäße, äußerst wertvoll sei. Das von der Post einem kleinen Firmenkreis übertragene Monopol im Tele- funken verkehr fei eine große Gefahr für die Oeffentlichkeit und da» Nachrichtenwesen.— Die Patentkammer wird dos Urteil in diesem Prozeß in einigen Togen fällen. Konsumgenosscnschasismitgliedcr! heute(Donnerstag) 6 Uhr Generalversammlung im Saolbou Friedrichshain, Am Friedrichs- Hain IS— 23. Kein Genossenschaster darf fehlen. Rur eingeschriebene Mitglieder gegen Vorweisung des Mikgliedsbuchcs haben Zuteilt. „Die Litsahsäulen als Gesicht der Weilstadl." Die unter dieser Ucberschrift im heutigen Morgenblatt befindlichen und nicht zum Thema gehörenden Zeilen(Die westliche Villenstadt usw.) sind natürlich nur durch ein technisches Versehen an diese Stelle gelangt. Das oberschlesiftbe Grubenunglück. Bisher 110 Todesopfer. Zu dem Grubenunglück auf der Heinitz-Grube bei Beuthen wird mitgeteilt, daß bis gegen 9 Uhr vormittags 110 Tote gebargen waren, die sämtlich in das Knappschaftslazarett geschafft worden sind. Es wird befürchtet, daß noch weitere 40 bis 50 Tote in der Grube liegen. Um Mitternacht gelangte die Rettungs- kolonne bis Kurz vor die Unfallstelle. Sie mußte sich aber wieder zurückziehen, da diese dicht mit Gasen gefüllt war. Der Fördevbetrieb aus der Grube ist bisher noch stillgelegt. Am Unglücks- ort spielen sich herzzerreißend« Szenen ab. Zahlreiche Familien sind ihres Ernährers beraubt. �leijchvergistungen in �reienwalöe. Fünf Personen gestorben. Wie aus Freienwalde o. d. O. gemeldet wird, sind dort in den letzten Togen eine ganze Reih« von Vergiftungserkrankungcii nach dem Genuß von Pferdesleisch ousgetrete». Soviel bisher fest- steht, sind die Erkrankungen noch dem Genuß von gehacktem Fleisch entstanden, das von einem milzkronken Tier stammen soll.. Bisher sind 5 Personen gestorben, darunter 3 Kinder. Die Toten sollen zur genauen Feststellung der Todesursache nach Berlin transportiert werden. Di« Gesamtzahl der Erkrankungen in Freien- walde beziffert sich auf etwa 800— 300 Personen. Davon mußten einige im Städtischen Krankenhaus untergebracht werden, da bei ihnen Lebensgefahr besteht. Die Ermittlungen der Freienwalder Polizei haben bisher ergeben, daß der Verkäufer des Pferdefleisches ein Roßschlächter R e s ch u l e i t ist, der nichts davon gewußt haben will, daß das geschlachtete Pferd milzkrank war. Die ganze Stadt befindet sich in großer Ausregung. Die Untersuchungen werden mit Hilfe der Berliner Kriminalpolizei und Sachverständiger aus Berlin zur Stunde noch fortgesetzt. Wetter für morgen. Berlin und Umgegend. Mild, überwiegend trübe und etwa» nebelig mit weiteren Regensällen und ziemlich stakken westlichen Winden. Groß-Serliner partemachrichten. !l. Abt. Heute abend? Uhr wichtige Besprechung der Elternbeiriite und �unltienäre bei RroH, lltrechter Sir. 21. Die Funttionärausweisc können abgegeben werden. Sport. -Die gestrigen Boxkämpfe im Gportpalast brachten ein Paar inier« essante Gegenüberstellungen deutscher Boxer. So stellte sich dem neuge- backenen Weltergcwichtsmeister Ernst Grimm der sugendlichc, im geschickten Abwcbrkamps verharrende D r e h k o v f- Dlisscldors. Grimni blieb Sieger nach Punkten muhte aber, besonder« in den letzten der acht Runden, einige« einstecken. Einen guten Kampf lieferten auch N a u j o k«> Domgörgen- Köln. In acht Runden bewie« Naujok«(ein Draus. gängcrtum obnc jedoch alle Situationen genügend auszunutzen. Ruch Domgörgcn bewies in der 7. und 8. Runde gute Schlagkraft, so daß der Kamps unentschieden endete. Auch der Kamps Hugcntobler- Stull- gart. Höhl- Köln blieb unentschieden, zeigte aber Höhl zeitweise im Vor- teil. Der Kamps S t e s s g e n« Düffeldorf gegen Jörgensen- Däne. mark endete lehr ichnell durch einen Niederschlag, der den sympathisch kämpsendcn Dänen in der t. Runde fällte. Im Kampfe T o m k o w i a t- Essen gegen K t r s ch b a u m- Köln errang Tomkowiak einen Punltsteg. In eineLssurzen Kampfpause wurden über 16 Millionen Mark an Spenden tür da« bedrängte Ruhrgebiet ausgebracht, bei welcher Gelegenheit eine be» kannte Filmdiva einen Kuh an einen Amerikaner sür 100 holländische Gulden verlauste. DaS war Theqter sür da» gefüllte Hau». Gewerkschaftsbewegung Aufruf der Transportarbeiter- Internationale. Die Internationale Transportarbeiter- Föderation erläßt ein Manifest an die Transportarbeiter, Seeleute und das Eisenbahnpersonal aller Länder, in dem es heißt: Auf Einladung des Vorstandes der Internationalen Trans portarbeiter- Föderation traten am Dienstag, den 23. Januar, die Bertreter der Transportarbeiter- und Eisenbahneroganisationen Frankreichs, Belgiens, Deutschlands und Hollands zusammen, um zu beraten, ob und welche Maßnahmen seitens der TransportarbeiterInternationale in den genannten Ländern genommen werden fönnten. Ueberflüssig zu sagen, daß alle Anwesenden ohne Ausnahme die Befegung verurteilten und persönlich bereit waren, das Aeußerste zu tun, damit die Arbeiterklasse sich gegenüber den militärischen Zwangsmaßnahmen zur Wehr jetzt. Gleichwohl mußte zugegeben werden, daß in den meisten Ländern ein tatsächlicher Widerstand in diesem Augenblid nur geringe Aussicht auf Erfolg haben würde. Prinzipielle und taktische Gegensäge im eigenen Lager haben die Arbeiterklasse gespalten und geschwächt; die andauernde und umfangreiche Arbeitslosigkeit hat peite Schichten des Proletariats demoralisiert. Die Folge dieser Zustände ist, daß in vielen Fällen das eigene Interesse stärker ist, als die Be reitwilligkeit, Opfer zu bringen für die nationale und internationale proletarische Solidarität. Die Vertreter der Transportarbeiter und Eisenbahner der obengenannten Länder mußten bei dieser Zusammenkunft zu ihrem Bedauern feststellen, daß die Arbeiterklasse zu einer Aktivität, und zu Opfern, wie sie von ihr verlangt werden, nicht bereit und nicht im Stande ist, den hohen Erwartungen und Anforderungen, die an sie gestellt werden, zu entsprechen. bzw. 342 M. gleichtommt, so daß dieser sich in der 1. Kaffe auf 855 bzw. 911 M. stellen wird. Gehaltszahlung in der Metallindustrie. Schiedsspruch im Schiffahrtsgewerbe. Der auf Ersuchen des Aktionsausscusses feemännischer BerufsverNach einer sehr regen Aussprache wurde auch dieses Angebot bände vom Reichsarbeitsminister eingesetzte besondere Schlichtungsgegen eine erhebliche Minderheit angenommen. ausschuß hat einen Schiedsspruch gefällt, nach dem den Seeleuten aller Dienstgrade, ausgenommen die Kapitäne, auf alle Geldbezüge des Monats Dezember 100 Proz. Zuidlag für Januar zu bezahlen sind. Die Parteien haben sich über AnAus den Reihen der Angestellten des Siemens- Konzerns Die zu wird uns geschrieben: Der Dollar raft nach oben- die Kaufkraft der nahme oder Ablehnung bis zum 2. Februar zu erklären. erwartenden Verhandlungen der zuständigen Verbände mit dem Gehälter fintt. Das empfinden selbst die weniger Emopfindsamen Bentralverein deutscher Reeder über eine entsprechende Erhöhung unter den Arbeitern und Angestellten. Der mit Spannung erwartete Bentralverein deutscher Reeder über eine entsprechende Erhöhung Schiedsspruch in der Metallindustrie übertraf die kühnsten Erwar- der Januargehälter für Kapitäne ſtehen noch aus. tungen von der Kehrseite betrachtet! Die Zahlungsweise Lohnsteuer in Rußland. Die Sowjetregierung hat für die verdient noch mehr Lob: Man zahlte zwei Vorschüsse von je 10 000 Empfänger von Gehältern und Löhnen, die den tariflichen Mart für die beiden niederen Angestelltengruppen und 20 000 M. Höchstbetrag übersteigen, eine besondere Lohnsteuer einfür die oberen Gruppen. Diese Borschüsse werden von dem De geführt, die neben der allgemeinen Einkommensteuer durch Ab3ember bruttogehalt, das am 31. Januar zur Auszahlung gelangt, zug vom 2ohne zu erheben ist. Steuerpflichtig ist der Uebers abgezogen. 7-10 Tage später dürfte die Zahlung des Rest- ichuß über den tariflichen Höchstbetrag. Die Steuersäge sind start gehaltes für Januar bewerkstelligt werden. Also nachdem das progressiv gehalten und betragen 6 Broz. bei 500, 10 Proz. bet Geld durch weiter steigende Lebensmittelpreise und alle die bekannten 2500, 33 Proz. bei 5000 Rubel(= 5000 Millionen alter Rubel) Ursachen um neue 50-80 Prog. entwertet worden ist, erhalten usw. Also Lohnabzug in Rußland. In Rußland ist es eben etwas die Angestellten endlich das Bettelgehalt für die im Januar ge- anderes. leistete Arbeit. Es wird Zeit, daß die Gewerkschaften den maßgebenden Stellen in den Arbeitgeberorganisationen einmal flarmachen, daß auch den Angestellten rechtzeitig das Gehalt für die geleistete Arbeit gezahlt wird, um so mehr, als die Wieder. beschaffungspreisformel für die Arbeitnehmer zumindest die gleiche Geltung hat wie für die Arbeitgeber. Französischer Gewerkschaftskongres. Zwischen Amsterdam und Moskau. Deutscher Wertmeisterverband. Die Versammlung der in Buchbindereien beschäftigten Werkmeister morgen um 5 Uhr findet ebenfalls im Klubhaus, Ohmstraße 2, statt. Wirtschaft " EP. meldet, daß der Kongreß sich gestern mit dem Bor= Ein Kupfertrust in den Bereinigten Staaten im Entstehen. Die schlage des fommunistischen Gemertschaftsbundes große amerikanische Kupfergesellschaft„ The Anaconda befaßte, einen gemeinsamen Gewerkschaftskongreß abzuhalten und " die Einheit" der Gewerkschaften wiederherzustellen. D. h., die auf Copper Company", welche durch die frühere Erwerbung ter dem Boden der Amsterdamer Gewerkschaftsinternationale stehende amerikanischen Messinggesellschaft- American Braß Company• bereits der größte Erzeuger der Welt von FertigDas Ruhrgebiet ist von franzöfifchen und belgischen Truppen CGT.- Gewerkschaften sollen sich den kommunistischen Gewerkschafbesetzt im Interesse nicht nur des französischen und belgischen, ten der Moskauer Richtung anschließen. Die Antwort auf diese produkten in Kupfer und Zint geworden ist, hat nun die Kupfergesellschaft in Chile, welche über die größten Erzreserven der Welt sondern des internationalen Rapitalismus. Die Arbeiter des Ruhr. Einladung wird von einer Kommission gegeben werden. gebiets werden gezwungen, im Interesse des internationalen Ka- Die Kontrollkommission teilte dem Kongreß mit, daß verfügt und unter sämtlichen Kupferbergwerken mit den billigsten pitalismus Sklavenarbeit zu verrichten. Weitere Berwick- 1424 Gewerkschaften auf dem Kongreß vertreten seien. Der Kon- Herstellungskosten arbeitet, aufgezogen. Dadurch kommt eine verfiiungen, blutige Zusammenstöße, ein neuer Weltkrieg drohen als greß hörte sodann einen Bericht des Sekretärs der Gemert- tale Kombination von der Rohstoffgewinnung bis zur FertigprodukFolge der militärischen Maßnahmen Frankreichs und Belgiens aus- chaftsinternationale von Amsterdam an, der seinem Be- tion zustande. Da die neuerworbene Gesellschaft außerhalb der zubrechen; Jammer und Elend, Blutvergießen und Massenmord, dauern darüber Ausdrud gab, daß trotz des Protestes der Ge- Vereinigten Staaten liegt, kann das Antitrustgesetz gegen den neuen Leiden weit schrecklicher noch als die faum überstandenen, bedrohen werkschaften es zu feiner nachhaltigen Aktion gegen die Trust nicht angewendet werden. die Menschheit mit Untergang. Ein Rekordunternehmen. Bald nach dem Zusammenbruch von Besetzung der Ruhr gekommen sei. 1918 wurde im Zusammenhang mit der Forderung nach Sozialisierung Kameraden! Die Vertreter der Transportarbeiter und Eisendes Bergbaus von der Sozialdemokratie die Berstaatlichung bahner Frantreichs, Belgiens, Deutschlands und Hollands sowie die Leitung der Internationalen Auf dem letzten Kongreß der Roten Gewerkschaftsinternationale der Jlseder Hütte verlangt. Den Bürgerlichen gelang es, Transportarbeiter Föderation richten in diesen sprach Losowity sein Bedauern darüber aus, daß die norwegi- diese Forderung abzuschwächen. Das Reich erhielt lediglich einen trüben und schweren Tagen den dringenden Appell an alle Trans- fchen Gewerkschaften, die jetzt zum zweiten Male auf einem Anteil von 10 Proz. des Aktienkapitals. Inzwischen hat sich die portarbeiter, Seeleute und Eisenbahner, sich der Gefahren Gewerkschaftskongreß der Roten Internationale anwesend waren Ilseder Hütte, die durch den Besitz eigener Erzfelder eine Monopol bemußt zu sein, die die Arbeiterklasse aller Länder bedrohen und deren Mitglieder zu 80 Broz. für den Anschluß an Moskau stellung hat und von dem Bezug ausländischer Erze unabhängig ist, Gefahren, die sie zum höheren Ruhm und im Interesse des Pro- gestimmt hätten, immer noch abseits ständen und nicht den zu einem Unternehmen fits des internationalen Kapitalismus und Imperialismus under- Mut hätten, sich anzuschließen. Einer der norwegischen Vertreter, meidlich in einen neuen Weltkrieg hineintreiben, Bolan, antwortete hierauf, daß wohl 80 Proz. der an der Abwenn die Arbeiterklasse nicht bereit ist, alles einzusetzen und wenn ſtimmung teilnehmenden Mitglieder für den Austritt aus nötig sich selbst zu opfern, um den Ausbruch einer neuen Menschen- dem Internationalen Gewertschaftsbund gestimmt schlächterei zu verhindern. hätten, aber daraus ergebe sich nicht, daß sie gleichfalls für den Anschluß an Mostau jeien. Nur zwei der angeschlossenen Gewaltige Erhöhung der Stahlpreise. Der in Hagen in WestVerbände, die der ungelernten Arbeiter und Gemeindearbeiter, falen tagende gemeinschaftliche Richtpreisausschuß des deutschen Februarlöhne der Gold- und Silberschmiede. hätten sich auf ihren Verbandstagen für den Anschluß ausgesprochen. Stahlbundes beschloß mit Rücksicht auf die gewaltige MartentwerDie in der Gold- und Silberwarenindustrie beschäftigten Ar- Bei der Entscheidung über diese Frage müßten die norwegischen tung in den lezten Tagen und die dadurch bedingte Verteuerung beiter und Arbeiterinnen nahmen in ihrer gestrigen gut besuchten Gewerkschaften auch auf ihre internationalen beruflichen Ver- der ausländischen Rohstoffe sowie auch die neuerdings beschloffene Versammlung im„ Dresdener Garten" die Berichte über die legten bindungen und auf das Zusammenarbeiten mit den skandinavi- Kohlenpreiserhöhung und die Verteuerung der Inlandserze und des Lohnverhandlungen entgegen. Die Verhandlungen sind für Gold- schen Gewerkschaften Rücksicht nehmen; auch wäre es notwendig, Betriebsmaterials eine Erhöhung des Thomas- Stabeifen- Grundund Silberarbeiter gesondert geführt worden. Für die Silberarbei- die Frage zu lösen, ohne eine Bersplitterung der norwegi- preises um 284 000 m für 1000 Kilo, gleich 49,31 Pro3. des ter berichtete Branchenleiter eipt. Nach längeren Auseinander- fchen Gewerkschaftsbewegung herbeizuführen. segungen haben die Arbeitgeber sich bereit erklärt, vom 1. bis 9. Fe bruar eine Lohnzulage zu zahlen, die für Bollarbeiter 300 m., für Frauen 210 m., für Jungausgelernte 180 und für Jugendliche 108 M. auf den Stundenlohn betragen soll. Ferner sind sie bereit, für Januar nachträglich noch eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 7200 M. für Bollarbeiter, 5040 m. für Frauen, 4320 M. für Jungausgelernte und 2592 M. für Jugendliche zu zahlen. Die folgende Aussprache führte zur Annahme dieses Angebots. Hierauf berichtete Henschel vom Metallarbeiterverband über die mit den Arbeitgebern in der Goldwarenindustrie geführten Verhandlungen. Die im Linden- Konzern vereinigten Arbeitgeber haben auf die Januarlöhne nachträglich außertariflich 6300 bis 7000 M. bewilligt, während vom Spittelmarkt- Rongern 3000 bis 7000 m. bemilligt worden sind. Die bestehenden Januarlöhne wollen fie vom 1. bis 8. Februar um 50 Proz., für die Zeit vom 9. bis 15. um 60 Broz. erhöhen, was einer Zulage auf den Stundenlohn von 286 Hundert Millionen Pfund. entwickelt, das Rekordgewinne ausschüttet. Jezt schlägt sie als Abschlagszahlung auf die Dividende des letzten Geschäftsjahres volle 300 Pro 3., den dreiWie wird erft die endgültige fachen Nennwert einer Attie vor. Dividende aussehen, die von den bürgerlichen Parteien der Allgemeinheit vorenthalten wurde? bisherigen Preises. Um den gleichen Prozentsaz wurden die Preise für die übrigen Richtpreisforten erhöht. Der Mehrpreis für Lieferung in Siemens- Martin- Handelsgüte wurde einstweilen nicht geändert. Der Zuschlag auf die Marküberpreise der seit dem 1. August 1922 geltenden Ueberpreislisten beträgt ab 31. Januar 1923 3000 Pro3. Aus einer Nummer des englischen Arbeiter- Tageblattes Daily Herald": Der Bertreter des Gewerkschaftskongresses, Poulton, hat gelegentlich eines Empfanges beim Ministerpräsidenten zur Be fprechung der Frage der Arbeitslosigkeit dargelegt, daß Staat und Gemeinde jährlich 100 Millionen Pfund für Arbeits- Verantwortlich für den rebatt. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: lofenunterstüßung verausgaben. In derselben Nummer: 4. Glocke, Berlin. Verlag: Vorwärts- Verlag, G. m. b. S., Berlin. Drud: Sir Robert Cecil, der radikale englische Delegierte im Bölkerbund, Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Ginger u. Co., Berlin, Lindenstr. 3. erklärte in einer Rede: Frankreich braucht für sein Heer jährlich 100 millionen Pfund. Die 100 Millionen für Arbeitslosenunterstützung reichten bei weitem nicht aus, um dem ohne seine Schuld Beschäftigungslosen den Lebensunterhalt zu ermöglichen, während die 100 Millionen des französischen Militarismus, welcher den Weltmarkt zerstört, dazu beitragen, das Heer der Arbeitslosen auch in England zu vergrößern. 86 Gartenstr. 86 Zahngebisse auch zer- Restehandly. 86 brochene Haarpuder Gold-, Silber- Platin- Doublé Goltzstr kauft zum höchsten Tagespreis waldstraße Herren- u.Damenstoffe, Seiden, Samt, Edelmetallverwertung Hiesiger sämtliche Fuftertikel C., Roßstraße 8, Laden, nahe Gertraudtenstraße. Bei Ankauf Fahrgeldvergüt. Zahngebiffe auch einzelne Zähne kauft zum höchsten Tageskurs sowie Gold- sämtliche SchmuckSilberPlatingegenstände zerbrochene Gegenstände genau denselben Wert, nur Barheine Edelmetallverwertung 2 Invalidenstr. 2 v. I rechts, kein Laden 9 Kopenhagener Strasse 9( Laden) Eingang Elisabethkirchstrasse 2 Minuten vom Bahnhof Schönhauser Allee. bedeutend unter Preis Gold Silber = Bruch Zahngebisse Gold, Silber- Bruch, Platin kauft zu höchstem Tageskurs Paul Schneider, Juwelier 86 Gartenstr. 86 Der weiteste Weg zu mir lohnt sich! M Z Jähne 600 u. 700 M. mit Friedensk. schriftl. Garant. ahnziehen mit Betäubung bei Bestellung von Gebissen gratis. Ueber 5000 Gebisse zur Zufriedenheitt geliefert Gold- und Ersatzkronen. Vorzeiger 10% Rabatt. Spez.: Zähne ohne Gaumen, keine Luxuspreise. Jahnpraxis Hatvani, Danziger Straße 1. Extra- Abt.: Einkauf von Gold-, Silber-, Platin- Bruch. ünzen Gardinen kauft Münzenhandlung Ball, Wilhelmstraße 46. Sonderangebote. arken Gelegenh- Käufe Ma kauft Markenhandlung Kosack, Burgstraße 13. Gold, Silber, Platin Strickjacken Platin- Bruch Brillanten kauft reell zu höchsten Tageskursen aller Art Sportgarnituren, Jumper usw. Billigste Bezugsquelle! Fabrikniederlage C. Käferle Bruno Richter, wederge Uhrmacher- Juwelier Kopenhagener Str. 67,1B.Schönh All. Frankfurter Allee 278 u. Bin.- Pankow, Mendelstr. 36, I. Pkw.3723 Nur Einzelverkauf! Zahngebisse kaufen zu unüberbietbaren Preisen, da Selbstverwertung I. Skalitzer Str. 31 Lad II. Kaiser- Allee 210 Eing. Regensburger Str. in Resten Stores, Bettdecken Madras- ond Künstlergardinen. Spezial- Gardinenwerkstatt Neukölln, Bergstr.67 am Ringbahnhof. 2000 Für art feder wöchentl. erh. Sie bei Il. Anz. einArt preiswert und gut seine Mobel Barthel Sorndorfer Str. 54 nah.Tieg, Frtf. Allee Max Busse Neu eröffnet! Gegründet 1878. Ankaufsabteilung für Neu eröffnet! Gold-, Silber-, PlatinBrillanten gegenüber dem altbekannten Haupt Geschäft Brunnenstraße 18 an der Invalidenstraße. Schuhereme Achtung! Straßenhändler, Wiederverkäufer! prima Wachsware, schwarz u. farbig Dutzend 600 mf. freibleibend! 5.& A. Rohde, chemische Fabrit Mentolin, Raifer- Friedrich- Straße 220. Telephon 1103 ,, Vorwärts"-Ausgabestellen u. Inseraten- Annahme Sanpezpedition: Berlin, Lindenstr. 3, Laden. Zentrum: Aderftr. 174, am Roppenplag. Besten: Stegliger Str. 37, Ede Magdeburger Straße. Süden: Bärwaldstr. 47, an der Gneisenaustraße. Bringenftraße 31, Hof rechts parterre. Often: Markusftr. 36. Petersburger Plat 4. Nordosten: Immanuelkirchstr. 24. Südosten: Laufiger Plat 14/15. Eagersbort: Schönberr Landsberger Str. 10. Ertner: Emil 3wang, Scharnweberstr. 11. Fichtenau: Rraeßte, Bismardstr. 1. Falkenberg: Salamann, Faltenberg, Gartenstadtstr. 10. Fredersdorf- Petershagen: Otto Wilinski. Fredersdorf, Arndtstraße. Friedenau: Rheinftr. 27, Ede Rönnebergstraße. Moabit: Wilhelmshavener Str. 48. Milling, Erasmusstr. 4. Friedrichshagen: Soffmann. Friedrichshagen, Kurze Webbing: Müllerstr. 34a, Ede Utrechter Straße. Rosenthaler und Oranienburger Borstadt: Wattstr. 9. Gesundbrunnen: Bastianstr. 7. Schönhauser Borstadt: Greifenhagener Str. 22. Ablershof: Frl. Balter, Genossenschaftsste. 6, parterre. Straße 1. Grünau: P fügner, Röpenider Str. 105. Salensee, Grunewald: Frau Road, Riost Senriettenplag. Brivatwohnung: Ratharinenftr. 4. allee 45. Nr. 119. Seinersborf: Frau o Ib bach. Niederschönhausen. SchloßAlt- Glienicke: Gad, Friedrichstr. 46, III. Baumschulenweg: Frau Röpte, Riefholzftr. 180, Laden. Sennigsdorf: Frau Rorbasinstt. Rathenauftr. 3. Bernau, Röntgental, Repernid. Schönbrüd, Rarow und Buch: Soppegarten: Rausch Soppegarten- Birkenstein, Barzelle Seinrich Brofe Bernau Mühlenstr. 5. Siesdorf: W Danneberg Viktoriaftr. 11. Johannisthal. Alwin Gammisch Bismardftr. 8. Bohnsdorf: Sorlemann. Genossenschaftshaus Paradies. Rarlshorst: Reinhold Berndt, Waldowallee 4. Buchholz, Blankenburg: Wa qner. Blankenburg, Burgwall- Raulsdorf: Bogt. Brederecftraße 19. Straße 63. Königswusterhaufen: E. Meyer Botsdamer Str. 9. Charlottenburg 1: Gefenheimer Str. 1. Ropenid, Hirschgarten: Schlag. Ricker Str. 6( Laden). Charlottenburg II: Tauroggener Str. 11. Lichtenberg I: Lichtenberg, Wartenbergstr. 1. Charlottenburg III, Eichtamp: 3o a chi mi, Raiserdamm 102, Lichtenberg II, Nummelsburg, Stralau: Lichtenberg. Bor. Gartenhaus 1 Sr. hagener Str. 62. Charlottenburg IV: Buseniat, Augsburger Str. 47, Lichtenberg IIL, Friedrichsfelbe: Frankfurter Allee 185, Laden. Portier. Sichtenberg IV: Seymet, Röderstr. 54, Gartenhaus. Lichterfelbe- Oft, Lankwiz: H. Wenzel, Lankwig, 8iethen- Steglig: Fro ft. Düppelftr. 35. ftraße 15. Lichterfelde- Weft: Berndt Stegliger Str. 19. Mahlsdorf: Wilhelm Aura, Sönower Str. 177. Chauffeeftr. 29. Marienfelde: Greulich Berliner Str. 143. Neuenhagen Wenate Riegelftr. 71. Neukölln I: Nedarstr. 2. Mariendorf: August Leip Neulölln II: Giegfriedstr. 28/29. Neukölln III: Winkler, Hobrechtstr. 40, v. I. Reukölln- Brig: Mittag, Brig, Chauffeeftr. 82. Stieberschöneweide: Schindler, Fennstr. 23. Nowawes: Rari Rrohnberg Ettenbahnstr. 10. Südende: Ludwia Halsteftr. 86. Tegel, Borsigwalde, Reinickendorf- Weft, Tegelort, Joer felbe, Conradshöhe, Wittenau, Waidmannsluft, Herms. dorf, Hohenneuendorf, Birkenwerder: Paul Kienast, Borsigwalde, Säufchftr 10. Teltow: ä fel. Ritterstr. 29. Tempelhof: Raiser- Wilhelm- Str. 13. Tempelhof: Randler, Suhenzollerntorso 5. Trebbin: Göring. Bahnhofstr. 62. Treptow: Weiß, Riefholaftr. 18b. Weißenfce: Greunte, Berliner Allee 54. Oranienburg: Sei nr. 2oenhardt, Stralsunder Str. 6. Wildau- Soherlehme: Rud. Lettow. Oberichöneweide: Robert Baul Mathildenftr. 5. Bankow: Nikmann Mühlenstr. 70. Rahnsdorf: Teichert. Forftstr. 7. Reinickendorf- Oft Schönbola: Albert Wable Brovina. Straße 56 Paben). Reinidendorf- Rosenthal: Seinrich Gorsti. ftraße 28. Schmargendorf: Rehab, Breite Str. 3. Schöneberg: Belziger Str. 27. Gillmann. Carmen- Sylva- Straße 57. Wilhelmshagen, Seffenwinkel: Schulze. Wilhelmshagen. Wilhelmstr. 31. Wilmersdorf: Frau Schubert, Tübinger Str. 2a. Woltersdorf: Schurbau m Wilhelmsaue 27. Eichendamm 22. Saupt- Zehlendorf, Schlachtenfee, Nikolasfee: Zehlendorf. Teltower Straße 3. Neue Senzig, Mittenwalde, Schenkendorf, Niederlehme, Mühle, Bernsdorf, Cablow: Friedewald. Genzig, Chauffeeftr. 54. Staaten: Bölt el. Eschenwinkel 16. Siemensstadt: Tielfo, Reißftr. 22, p. 2 r. Benthen, Miersdorf: A. Behling, Bahnhofstr. 2. Roffen: Witt. Bahnhofstr. 25. Sämtliche Literatur fowie alle willenfchaftlichen Werke werden geliefert. Sonntags find die Gefchäftsstellen gefchloffen.