Menöausgabe Nr. 63 ❖ 46. Jahrgang Ausgabe B Nr. 32 Bezugsbedlilgli ngen und Anzeigenpreise sind in der Morgcnausgad« angegeben Sedaklion: Sw. SS. Cinbeaftcoba 3 Zernfprecher: V0nhoff 202— 203 Xel.-'3lötei\t: Sojialbcmo'cal Betli« Devlinev Volksblatt preis 46 Mark Mittwoch 7. ßebruar 1 625 s erlag und A nz e ig en abteil Uli g: Sefchästazeit 0—5 Uhr verleg er: VsrwSrt». Verlag GmbH. Serila SV». SS, Lindeuslrahe 3 Fernsprecher: vönhoss 2SOS-2S07 �entralorgan cier Vereinigten Sozialdcmokratifcben Partei Deutfcblands Patriotismus und Profit. Berkauf deutscher Patente au de»„Erbfeind". Paris. 7. Februar.(WTB.) Der Kommer lag gestern nach- mittag ein Gesetzentwurf vor. der die Zustimmung des Hauses zu einer Konvention, betreffend die Fabrikation von synthetischem Ammoniak vorsieht. Der Berichterstatter, Abgeordneter Leboucq, führt« aus, daß der Entwurf sowohl die Ratifikation der mit der Badischen Anilin- und Sodafabrik abgeschlossenen Kon- vention, als auch die Organisation von Fabrikationszentren für fyn- thetischen Ammoniak in Frankreich zum Ziele habe. Wenn man dem Verbrauch yon Eliaß-Lothringen Rechnung trage, müsie«ine Erhöhung von mindestens SO Proz, gleich 110 000 Tonnen Stickstoff gegenüber dem Verbrauch Frankreichs vor dem Krieg« in Aussicht genommen werden. Im Vergleich zu dem deutschen Derbrauch seien diese Ziffern sehr bescheiden. Der Sticksloss sei aber auch ein wesentliches Element der nationalen Sicherheit, da er als Grundstoff für Pulver and Erplosivkörper diene. Der Bericht fordert, daß die Badische Anilin- und Sodafabrik ermächtigt werde, die am 11. November 1919 unterzeichnete Konvention durchzuführen. Im weiteren Verlauf der Nachmittagssitzung der Kammer führt« Berichterstatter Abg. Leboucq über den Gesetzentwurf betreffend die Fabrikation von synthetischem Ammoniak im einzelnen aus, daß das in der Konvention vom 11. November 1919 von den Badischen Anilinfabriken übernommene Habersch« Verfahren durch Konzession einer Gesellschaft übertragen werden soll, chauptaktionär der für 99 Jahre errichteten Gesellschaft ist der Staat. Er bringt S Millionen Frank und als Betriebsanlage die Puloerfabriken von Tou- lause ein, für die jährlich SOOOOO Frank Miete und«ine Beteiligung von 10 Proz. mn Gewinnüberschuß gezahlt werden sollen. Der Staat übernimmt 256 000 von insgesamt 300 000 Aktten gleich 2ö Millionen Frank. Dem Berichterstatter trat der Abg. Prevet entgegen, der die Vertagung des Gesetzentwurfs verlangte mit der Begründung, daß in Wirklichkeit doch nur dos chaberfche Verfahren ausgebeutet werde und daß die Deutschen mit ihrer„Doppelzüngigkeit" den Franzosen die Resultate gefälschter Experimente übermitteln und sie wie ge- wöhnlich täuschen würden. Demgegenüber erklärte der frühere Kriegsminister Abg. A n d r 6 L e f e v r e, er habe in seiner damaligen Eigenschaft als Minister die Derantwoutüng für die Zahlung von 2X Millionen Frank an die Badischen Anilinfabriken übernommen. Man möge ihm nicht mehr von der Nationalität dieses oder jenes Verfahrens reden. Im Krieg habe man französischerseits das Habe rf che Verfahren grausam zu spüren bekommen, denn ohne dieses Verfahren hätte Deutschland den Krieg nicht mit der bekannten Intensität führen können. Der ehemalige Minister beruhigte den Abg. Prevet durch ein« Dar- stellung der den Badischen Anilinfabriken gegenüber ausgemachten Garantien, worauf dieser seinen Vertagungsantrag zurückzog. Die Fortsetzung der Debatte wurde sodann auf Donnerstag vertagt. » Ueber den Vertrag zwischen der Dadischen Anilin- und Sodafabrik und der französischen Regierung sind in den letzten Tagen durch die Handelspresse Einzelheiten bekanntgeworden, die das lebhafteste Interesse der gesamten Oessentlichkeit be- onspruchen. Es handelt sich hier um nicht weniger als um den verkaufwichtigsterchemifcherPatente.die wirtschaftlich und militärisch für Frankreich von auherordent- sicher Bedeutung sind. Wie die„Metallbörse" mitteilt, bietet die Badische Anilin- und Sodafabrik unabhängig von ollen durch den Friedensvertrag Frankreich zugestandenen Rechten und unbeschadet ihrer eigenen Rechte ihre„freiwillige Beihilfe" an. Sie verpflichtet sich zur Mitteilung aller zur Fabrikation nötigen Angaben und Einzelheiten der Verfahren, deren Anwendungen und Kontrollmaßnahmen zwecks Erzielung der günfsigsten Resultate. Alle dahin gehörigen Patente und Lizenzen tritt sie gänzlich und ausschließlich an Frankreich ab und stellt zur Ausführung ihre persönliche Unterstützung zur Verfügung, wenn dies verlangt werden sollte. Die französischen Ingenieure haben ungehinderten Zutritt zu den Werken der Badischen Anilin- und Sodafabrik, welche ihnen während der Dauer des Vertrages von allen in ihrem Betriebe eingeführten Der- besserungen Kenntnis gibt. Außerdem verpflichtet sie sich, jede Konkurrenz mit den nach ihrem Verfahren her- gestellten Produkten in Frankreich, den französischen Kolonien und in den Ländern unter französischem Protektorat zu unterlassen. Zur Entschädigung ihrer„freiwilligen Unterstützung* gewählt Frankreich der Badischen Anilin- und Sodafabrik gewissermaßen als Bauleitergöbühren 5 Millionen Frank und außerdem ein Anrecht auf eine G e- winnbeteiligung von zwei bis vier Prozent. Das bei Touloufe»l errichtende Werk wird gemäß des Vertrages von deutschen Ingenieuren der Badischen Anisin- und Sodafabrik gebaut und auf eine tägliche Produktion von 100 Tonnen eingestellt werden. Die Gültigkeitsdauer des Abkommens ist auf 15 Jahre festgesetzt worden. Soweit die Einzelheiten des Vertrages, wie sie von der Fächpresse mitgeteilt werden. Aus dem Bericht über die Ler- Handlungen in der französischen Kammer geht hervor, daß auf französischer Seite die Vorteile dieses Vertrages sehr wohl gewürdigt und insbesondere seine militärische Bedeutung für Frankreich in den Vordergrund gerückt wird. Diese Tat- fache verdient besonders in dem jetzigen Augenblick hervor- gehoben zu wirken, wo die deutsche kapitasistische Presse sich in radaupatriotischen Tönen überschlägt und in heftigster Weise gegen ganz Frankreich hetzt. Dieser Patriotismus der Prozent- Patrioten wird durch den Vertrag der Badischen AnisiN» und Sodafabrik, die sonst jeden ihrer Angestellten sofort ins Zucht- Haus bringen läßt, wenn er auch nur das geringste von ihrem Verfahren an die Konkurrenz mitteilt, grell beleuchtet. Richt minder interessant ist es, daß in den letzten Tagen, nach Be- kanntgabe der Einzelheiten des Vertrages, die Aktienkurse der Badischen Anilin- und Sodafabrik sowie anderer chemischer Fabriken fast auf das Doppelte gestiegen sind. „Erbfeind" hin,„Erbfeind" her— in Fragen des Profits schlägt das Kapital jeden Rekord der„Vaterlandslosigkeit"! französischer öauernfang. Von amtlichen Pariser Stellen werden neuerdings zur Be- einflussung der Oeffentlichkeit Methoden angewandt, wie sie plumper und ungeschickter auch vom deutschen Kriegspresseamt unseligen Angedenkens nicht geübt wurden. So wurden vor- gestern durch den Pariser Korrespondent der«Daily Mall" und gestem durch den„Masin" längere Darstellungen ver- breitet, um die offenbar immer unruhiger werdende Oesfent- lichkeit in Frankreich und England mit dem Hinweis zu trösten, daß ein Regierungswechsel in Deutschland un> mittelbar bevorstehe und daß in kurzem andere Männer in Berlin zur Regierung gelangen werden, die versuchen wür- den, zu einem Einoernehmen mit Frankreich, Italien und Bel- gien zu gelangen. Besonders charakterifsisch für diese Methode des politischen Bauernfanges sind die Aeußerungen des„Matin", der die deutsche Arbeiterschaft gegen, die Regierung Cuno auszuspielen sucht. Laut einer Meldung des„Est Europe" heißt es im „Masin": „Niemand ist erstaunt, daß Dr. Cuno und dessen Freunde mit olle-s Mitteln kämpfen, denn»es handelt sich um einen Kampf, bei dem die politische Lage, der Wohlstand und vielleicht sogar der Be- stand der Industriellen auf dem Spiele steht. Aber man beginnt, sich darüber klar zu werden, daß es ein kleiner Mißbrauch sei, von den„Interessen ganz Deutschlands" zu reden, wenn es sich nur um die Interessen von zwei oder drei Kartellen handelt. Deutschland würde sicherlich seinen Vorteil dabei finden, wenn es mit den Alliierten in Verhandlungen träte und wenn es annehmbare Zahlungen vorschlüge. Die.. R u h r j u n k e r" wissen aber, daß die Lasten der Reparationen in berechtigter Weise von ihnen getragen werden müssen. Sie sind die Herren des größten Teiles der deutschen Presse geworden und werden bis zu dem Augen. blick der plötzlichen Kapitulation ihre Kampfstellung behalten. Die Franzosen, die.in Berlin sind, stellten mit Ueberraschung fest, daß in Banken, in Industrien und bei den Arbeitern seit«inigen Togen Neigung zu Besprechungen besteht. Di« Bewegung, dt« sich gegen die Politik Eunos vorbereitet, wird langsam sein. Heftige Zwischenfölle werden verzeichnet werden müssen. Aber diese Bewegung ist unvermeidlich, weil fie von der Vernunft ge- führt wird. Die französtsche Regierung, die diesen Stand der Diyge kennt, hat kein Interesse daran, gewaltsame Maßnahmen zu er- greifen, solange ihr dies nicht notwendig erscheint. Si« hält wirk- liche Reichtümer in ihren Händen, deren Substanzwert von keiner Sabotage vermindert werden kann. Sie wird nicht den Fehler begehen. Millionen von Arbeitern zu einer Obstrutttonshaltung zu verleiten, well diese Arbeiter bisher den Befehlen von Berlin nur sehr vereinzelt folgten." Der Versuch des Pariser Blattes, die deutsche Arbeiter- schaft gegen die„Ruhrjunker" auszuspielen, ist schon deshalb unsinnig, weil das deutsche Proletariat keinen Augenblick daran gedacht hat, sich schützend vor die Kasienschränke der Besitzenden zu stellen und sich der Wiedergutmachungsverpflichtungen, so- weit sie Deutschlands Leistungsfähigkeit angepaßt sind, zu ent- ziehen. Für ihren Kamps gegen das Kapital braucht die deutsche Arbeiterklasse die Unterstützung Poincaräs nicht. Das gewalttätige und rechtswidrige Vorgehen der französischen Regierung hat vielmehr diesen Kampf nur erschwert. Es ist eine vollendete Sinnlosigkeit, wenn in derselben Pariser Presse, die vor dem Sturz der Regierung Wirth die deutschen Industriellen umschmeichelte und ihnen polisisch in den Sattel half, jetzt gegen die„Ruhrjunker" wettert. Wenn diese jetzt eine festere Position haben, als die deutsche Arbeiterklasse es selber wünschte, so verdanken sie das in hohem Maße der ebenso kurzsichtigen wie brutalen Polittk Poincar6s. Aussprache im tzauptausschuß. In der Dienslagsihung des hauplausschusses des Reichstage» haben die sozialdemokratischen Abg. hoch und Sollmann da» ganze Problem de» eulfchlossenen Abmehrkampse« gegeu den fran- zäsischen Einsall in deutsches Land, aber auch die Frage des rück- sichtslosen Sampfes gegen Spekulation und Preistreiberei im Innern Deutschlands aufgerollt. Da die zuständigen Zlliniftcr oerhindert find, am heutigen Mittwoch im hauplausfchuß zu erscheinen, ist der morgige vonnerstog zur Forlsetzung der Aussprache bestimmt worden. Neben dem Reichskanzler werden der Reichseroährungsminister, der Reichswirtschastsminister»nd der Reichsfinanzminsster an der Aussprach« teilnehmev. Ruhrbesetzung unö Sozialpolitik. Bon Alexander Knoll, Sekretär des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes. Als seinerzeit in Deutschland die einzelnen Bestimmungen des Berfailler Friedensdiktats nälzer bekannt wurden,, klang das Urteil der sozialpolitisch urteilsfähigen Kreise allgemein dahin aus: ,/Das ist ein Friede gegen den Sozia- lismus!"— Die späteren Tatsachen und Vorgänge chaben bewiesen, daß dieses Urteil zutreffend war; denn alle Bestre- Hungen zur Sozialisierung einzelner Wirtschaftszweige sind letzten Endes an den Bedingungen und Auswirkungen dieses Friedensdiktats gescheitert. Durch die Ruhrbesctzung sind aber neue, noch schlinnnere Gefahren für die deutsche Arbeiterschaft in greifbare Nähe gerückt, Gefahren, von denen in weiterer Folge die Arbeiterschaft der ganzen Welt bedroht ist. Handelte es sich bei der Sozialisierung immerhin noch um ein Zukunftsprodlem, wenn auch einer scheinbar nahen Zukunft, so sind durch die Ruhrbesetorng und die damit verbundenen Absichten des fran- zösifchen Imperialismus alle gegenwärtigen sozialpoli- tischen Errungenschaften der deutschen Arbeiterschaft unmittel- bar bedroht-, alles, was sie in jahrzehntelangen, opfervollen Kämpfen auf diesem Gebiete erreicht hat. steht«vor der ganz offenbaren Gefahr, restlos vernichtet zu werden—.in erster Linie der Achtstundentag! Alle sozialpolitischen Fort- schritte und Einrichtungen, an die sich die deutsche Arbeiter- schaft als an etwas ganz Selbstverständliches gewöhnt hat und deren Besitz ihr als absolut gesichert erschien, sind heute in Frage gestellt. Um das zu verstehen, müssen wir uns hier ganz kurz mit Geist und Sinn des Versailler Friedcnsdokuments vertraut machen, insbesondere mit den französischen Aspirationen. Es herrscht leider auch in der deutschen Arbeiterschaft in dieser Hin- ficht noch eine geradezu unglaubliche Unklarheit und Unkennt- nis. Man kann gewiß där Meinung sein, daß gewisse Deutsche Kreise weit mehr zu den Kriegslasten hätten herangezogen werden können, als es geschehen ist. Aber grundfalsch ist es. anzunehmen, daß damit die französischen Pläne irgendwie hätten beeinträchtigt oder gar vereitelt wer&en können! Selbst wenn Deutschland noch unendlich viel mehr an Reparationen geleistet hätte, als es geleistet hat, so hätte das' Instrument von Versailles mit seinem grandios-raffjmerten Gewirr von Schlingen und Fallen den französischen Imperialisten doch die erwünschte und gewollte Veranlassung geboten, deutsche „Versehlungen" festzustellen. Und so wenig der Wortlaut des Friedensdokuments den Franzosen ein Recht zu den jetzt er grissenen Maßnahmen gewährt, so wenig sie ein Recht zur Besetzung von Düsseldorf und den übriaen bisherigen Sank- asten und es dennoch ausgeübt*haben, indem sie sich esetzung von Düsseldorf und den übrigen bisherigen Sank- tionen' dieses„Recht" einfach selbst zuerkannten— so wenig hätten sie sich auch in jedem anderen Falle von ihrem Borhaben abbrin-- gen lassen. Da sie Ankläger, Richter und Voll- strecke? alles in einer Person zu sein sich anmaßen, so lassen sie sich durch die Spinnwebfäden vertraglicher oder völkerrechtlicher Erwägungen von chrem Vorhaben nicht ab- bringen. Gestützt auf die größte Militärmacht,- die die Weit in Friedenszeiten je gesehen hat. glauben die französischen Machthaber dem moralischen Urteil aller Welt trotzen zu können. Sie rechnen dabei auf die politische Erfahrungstat- fache, daß in der Politik immer nur der Erfolg entscheidet und daß die Welt sich auch mit dem von ihnen angestrebten Erfolg abfindet, wenn er einmal eingetreten sein wird.... Die französischen Machthaber wollen gar nicht, daß Deutschland erfüllt— und wenn es das nach unserem Ei- messen getan hätte, dann würden sie»och immer„nach-- weisen", daß es nicht geschehen ist. Es ist das auch gar nicht so sehr schwer, weil Deutschland gezwungen worden ist, a b-- s o l u t unerfüllbare Bedingungen zu unterschreiben. Diese unerfüllbaren Bedingungen sind das Mittel, das es Frankreich.ermöglichen soll, sein bis heute noch nicht aufge- gebenes K r i e g s z i e l zu erreichen: die Annexion des linken R h e i n u f e r s! Es will außerdem die deutsche Steinkohlenproduktion seiner eigenen Eisenindustrie dauernd dienstbar machen— oufKostenderdeutschenEiscn- i n d u st r i e. Dazu muß es die Kokserzeugung des Ruhr- reviers fest in seine Hand bekommen lind nach eigenem Er-� messen darüber verfügen können. Das ist der Sinn des französischen Vorgehens an der Ruhr. Aber wenn Frankreich dieses Ziel erreicht, dann i it Deutschlands. Wirtschaftsleben endgültig zerschlagen! Schon durch die bisherigen Amputationen ist feine Lebensfähigkeit arg beschnitten und verkümmert. Selbst wenn die Ruhrdesetzung nicht hinzugekommen wäre, ist es ausgeschlossen, daß die deutsche Wirtschaft ihre frühere Höhe und Bedeutung wiedererlangt. Geht nun aber noch das liitke Rheinuser verloren und gelingt es Frankreich wirklich, sich die Ruhrkohlenproduktton dienstbar zu machen, dann ist der wir:- schaftliche Zusammenbruch Deutschiands ein vollständiger und absoluter. Der Borstoß der Franzosen an der Ruhr ist im furchtbarsten Sinne des Wortes ein Stoß in das herz Deutschlands! Hat dieser Stoß den von Frankreich angestrebten Er- folg, dann ist auf einen Schlag Deutschland ein im vollsten Sinne des Wortes übervölkertes Land. Es müssen sich dann automatisch alle die Folgeerscheinungen einstellen. die eine Massenübervölkerung natumotwendig zur Folge hat. In sozialpolitisch urteilsfähigen Kreißen dürfte ein Zweifel darüber, daß eine leistungsfähige Sozialpolitik nur auf dein Boden einer gesunden Wirtschaft möglich ist. nicht bestehe». Krankt die Wirtschast ständig und geht sie mehr und mehr zu- 9 rüd, so muß das nicht zuleht auch die Sozialpolitit] europäische Arbeiterklasse erobert hat, noch einmal in Trümmer arbeiter die Würde ihrer Arbeit und ihrer Berson nachteilig beeinflussen. Die Wahrheit dieses Sages erkennen geschlagen und die kapitalistische Barbarei, wie sie in den weiter verteidigen" und hat sie ermuntert, in wir täglich in immer erschreckenderem Maße. Unsere Wirtschaft Jugendtagen des Kapitalismus bestanden hat, noch einmal in ihrem Widerstand gegen den 3wang der französ zehrt sich selbst auf die Folge ist, daß alle sozialpolitischen Europa ihre Herrschaft aufrichten soll oder nicht. In erster fischen Bajonette auszuharren. Einrichtungen sozusagen eintrodnen. Der Nährboden, auf dem Linie aber wäre es die deutsche Arbeitnehmerfie fich bisher entwickelt haben, wird vollkommen ausgefogen. schaft, die dieser Barbarei zum Opfer fallen müßte. Obwohl Beweis: die Krantentassen vermögen troh höchstgestei ihr die Arbeiter der übrigen europäischen Länder nicht entDeutschnationale Einheitsfront. gerter Beiträge ihre Aufgaben nicht mehr zu erfüllen; die rinnen könnten, wenn die deutschen Arbeiter in diesem Kampfe Nur eine Sehnsucht erfüllt die Brust jedes echten deutschübrigen sozialpolitischen Versicherungszweige verdorren mehr unterliegen, so besteht doch die Gefahr, daß das volle Erten nationalen Rämpfers für Freiheit und Recht: die Ausschal. und mehr. Die Unterstügungen der Erwerbslosen nen bei jenen erst so spät eintritt, daß der deutschen Arbeiter tung der Sozialdemokratie. Die Lippische Tageszeireichen faum zu, um trockenes Brot zu taufen; auf alles schaft damit nicht mehr geholfen sein würde. Deshalb gilt es tung" bringt in einem großen Rasten einen für die Gebantenwelt andere, was zum Leben notwendig ist, müssen die Unglück in erster Linie für alle deutschen Arbeiter, An ganz bezeichnenden Appell an die Mitgliedschaft. Es wird in diesem lichen, die auf irgendeine der sozialen Fürsorgeeinrichtungen gestellten und Beamten, die ungeheure Gefahr an der Aufruf auf den„ Bernichtungswillen der Franzosen hin. angewiesen find, verzichten. Noch schlimmer steht es um die Ruhr in ihrer ganzen Größe zu erkennen und alles, was sie gewiesen, dem es gälte, eine geschlossene Einheitsfront großen Kreise der Aermiten, die auf die öffentliche oder nur zu opfern vermögen, herauszugeben, um die Brüder an gegenüberzustellen. Und dann heißt es in dem Aufruf weiter: private Wohlfahrtspflege angewiesen sind. Und der Ruhr in ihrem herorischen Kampfe gegen die Raubgelüfte„ Dazu gilt es, den Einfluß der Sozialdemo schrumpft nicht auch das Einkommen derjenigen, die noch so des französischen Imperialismus zu unterstützen. Unsere tratie auf die Regierung auszuschalten, ganz gleich, glücklich sind, arbeiten zu können, täglich, stündlich zusammen? Brüder an der Ruhr haben erkannt, worum es geht zeigen ob die Nachfahren August Bebels in oder außerhalb der Regierung Muß nicht der hochqualifizierte Arbeiter, der vor dem Kriege wir ihnen, daß wir ihnen an Erkenntnis und Opferwilligkeit figen. Der Machttiel der Sozialdemokratie und ihrer wöchentlich 10 Dollar verdiente, heute mit einem Wochen-, Ber- nicht nachstehen! " freien Gewerkschaften" ist unerträglich geworden." dienst" von 60-75 Cents sich durchhungern?! Gewiß brauchte es in letterer Hinsicht nicht überall so entsetzlich schlimm zu stehen aber felbst der glühendste Phantast wagt nicht zu be haupten, daß es möglich wäre, heute auch nur annähernd die Friedensparität der Löhne herzustellen. Und dieser Prozeß Der von uns nach der Rheinisch- Westfälischen Zeitung" bzw. der Entwertung aller unserer Leistungen und Einfünfte macht der B. 3. am Mittag" erwähnte Bericht einer Unterredung des täglich, stündlich weitere rasende Fortschritte. Die Notenpresse Führers des Bergarbeiterverbandes ,, Genossen Husemann, mit vermag den Bedarf an Zahlungsmitteln noch taum zu decken dem Franzosen Hofchiller ist nur durch eine Indiskretion in die - und jemehr sie ihre Leistungen dem Bedarf anpaßt, um so Deffentlichkeit gelangt. Wie uns Genosse Husemann erklärte, steht schneller schreitet der Entwertungsprozeß fort.... Französische und deutsche Arbeiterschaft. er dieser Veröffentlichung nicht nur vollkommen fern, sondern er hält sie außerdem für schädlich. Opfer eines Bum großen Schmerz der deutschnationalen Herrschaften find bie bürgerlichen Mittelparteien, Demokraten und Zentrum, immer noch von der alten Schlappheit und glauben, nicht ohne So zialdemokratie regieren zu können. Demgegenüber ist ,, bie Deutschnationale Boltspartei das mahnende Gewissen und maßgebend!" Deutschlands. In allen Kulturfragen ist sie führend maßgebenden Kulturträgern. Sie müssen sich immer noch Nur eins fehlt nach eigenem Geständnis diesen führenden und Don den Genossen eines Crispien beschämen lassen, die fein deutsches Baterland fennen" und doch einen Stundenlohn als Monatsbeitrag opfern". Sozialt emofratie können wir begreifen. Der Einfluß einer ſtarten Die Sehnsucht der Deutschnationalen nach Ausschaltung der und geschlossenen Sozialdemokratie ist für ihre Träume nach Wiederfehr bes alten wilhelminischen Regimes, dem wir unser heutiges Glend verdanken, das stärkste Hindernis. Heute fann man trotz aller deutschnationalen Sirenengelänge gegen die Arbeiter schaft in Deutschland nicht mehr regieren. In der Illustrierten Rundschau", die in Hannover erscheint, Herzen. Wie soll es unter solchen Umständen möglich sein, unsere Ueber die Person des Hoschiller, der übrigens aus Rußland fozialpolitischen Errungenschaften aufrechtzuerhalten! Und stammt, ist folgendes festzustellen: Es ist zwar richtig, daß er in nun stehen wir vor der unbedingten Gewiß einem gewissen Bertrauensverhältnis zum Genossen Merrheim, heit, daß die Zahl unserer Arbeitslosen ins dem Führer des französischen Metallarbeiterverbandes, steht, als Ungeheure und Ungemessene steigen mußwenn der französischen Regierung ihr Bor- Sozialist" hat er in Frankreich nie die geringste Rolle gespielt; viel menn der französischen Regierung ihr Bor- mehr ist er früher regelmäßiger Mitarbeiter des Temps" gewesen, haben an der Ruhr gelingt! Auf der anderen Seite und die Tendenz seiner Ausführungen dem Genossen Husemann aber erscheint es absolut ausgeschlossen, diesen Hunderttausen gegenüber läßt nur vermuten, daß er den offiziöfen oder offiziellen ben die nötigen Mittel zu gewähren, um sie vor dem glatten französischen Kreifen nach wie vor nahe steht. Berhungern zu bewahren. Gewiß fann die Notenpresse noch produttiver" gestaltet werden mit der Wirkung, wie wir fluffungsversuch der deutschen Bergarbeiter im Sinne einer Aufgabe Wir sind überzeugt, daß der Genosse Merrheim diesem Beein sie in Desterreich und noch mehr in Rußland erblicken. Und ihres passiven Widerstandes vollkommen fernsteht und dabei das erflingt ein anderes Lied, offenbar auch aus echt deutschnationalem unfere bange Sorge ist: Können die deutschen Gewett schaften, kann die deutsche Arbeiterschaft unter solchen Empfehlungsschreibens gewesen ist. Dafür bürgt uns nicht nur die Mißbrauchs seines Namens und feines Umständen den Achtstundentag noch weiterhin wirtsam Person und die bisherige mustergültige internationalistische Tätigkeit verteidigen? Al das Gerede und Geschreibe um den Acht merrheims selber, sondern die ganze Haltung des französischen Gestundentag, das wir bis jetzt in Deutschland gehabt haben, bedeutet im Ernfte feine Gefahr für ihn. Es hat schon immer werkschaftsbundes und ihres Organs, des Pariser" Peuple" gegenin Deutschland Leute gegeben, die in jeder Arbeitszeitverfischen Gewerkschaften infolge ihrer durch Wochen verschuldeten Zerüber der Ruhrbesehung. Sind die Aktionsmöglichkeiten der franzōfürzung eine Gefahr" erblickt haben. Sie haben es nicht ver hindern können, daß die deutschen Gewerkschaften den Acht- Splitterung gegenwärtig noch recht gering, so stehen sie in der stundentag als erste für ihr ganzes Land errungen haben. Und Protestbewegung gegen die militaristische Politit Poincarés in teiner jie werden unter wirtschaftlich gesunden Verhältnissen! Weise hinter der Sozialistischen Partei Frankreichs zurüd. den Achtstundentag solange haben, als sie ihn selber nicht preisNoch am vergangenen Freitag hat der Nationalrat( Bundes geben! Aber: unter wirtschaftlich gesunden Berausschuß) des Allgemeinen Französischen Gewerkschaftsbundes eine hältnissen! Darauf tommt es an. Resolution angenommen, in der es heißt: 97 Der Kampf an der Ruhr, den jetzt die deutschen Arbeiter, Angestellten und Beamten gegen den französischen Imperialis mus führen, ist also in des Wortes tieffter und umfaffendster Bedeutung ein Kampf um Sein oder Nichtfein des deutschen Boltes, von dem die Arbeitnehmerschaft Neunzehntel darstellt. Um Sein oder Nichtsein und damit auch um all das, was die organisierten deutschen Arbeitnehmer in einem halben Jahrhundert zähen, opfervollen Kampfes auf wirtschaftlichem, sozialem und allgemein tulturellem Gebiet sich felbft geschaffen, den besitzenden und herrschenden Gewalten abgerungen haben. Darüber hinaus aber hat dieser Kampf universale Bedeutung. Es ist letzten Endes ein Entscheidungskampf zwischen der Arbeiterklasse der ganzen Welt einerseits und einem im Sieges taumel tollgewordenen Imperialismus andererseits. Es geht in diesem Kampfe um nicht mehr und nicht weniger, als um ie Entscheidung darüber, ob die soziale Kultur, die sich die läßt. Tiere. Bon Joseph Roth. „ Der Nationalrat beauftragt den Zentralvorstand des Gewerkschaftsbundes, den Feldzug fortzuführen, den er gegen die auswärtige Politit der Regierung eingeleitet hat, deren gefährliche Folge das Ruhrabenteuer ist. Er macht sich die Beschlüsse des Internationalen Gewerkschaftsbundes zu eigen, die darauf ausgehen, diesen Feldzug auf die Gesamtheit der Länder und der Arbeiterschaften auszudehnen.. Ueber allen sonstigen Erwägungen richtet sich folgender ent. scheidender Grundfaz auf: Die Arbeiter haben das Recht und die Pflicht, die Würde ihrer Arbeit und ihrer Person zu verteidigen und dürfen fich nicht vor dem Zwange der Bajonette beugen, gleichviel welche Regierung diese Waffen anwendet." Bir aber glauben an ein höh'res Walten, Das nicht nach menschlichem Berstehen wägt. Aus tiefster Not wird sich die Kraft entfalten, Die Halt gebeut den finsteren Gewalten, Und aus der Tiefe uns zur Höhe trägt. In diesem Glauben lenten wir den Blick Auf jene sturmbewegte Zeit zurüd, Die unfrem Bolt, geeint in Wehr und Waffen, Das Deutsche Reich im Kaiserglanz geschaffen. Wir spüren, wie mit feierlichem Mahnen Ein stummer Zug an uns vorüberwallt, Die großen Führer, würdig ihrer Ahnen, Das stolze Heer mit sturmzerfekten Fahnen, Des greifen Kaisers Ehrfurcht heischende Gestalt-! Db scheinbar auch ihr großes Wert zerfiel Durch fremde Uebermacht und eigne Fehle, Sie leben weiter in des Boltes Seele, Nun, wo wir wehrlos wurden durch Verrat, Will feiger Haß nach unsrer Rehle greifen; Doch nur gemach! Es wächst die bluf'ge Saat, Aus der die Früchte einst zum Lichte reifen. Das ist alles zweifellos außerordentlich zeitgemäß Die Dolch stoß- Legende ist immer noch die wertvollste Waffe der deutschnationalen Demagogie. Deutschland ist eben ein eigenes Land. Bei anderen Böllern begingen Feldherrn, wenn sie die Schlacht verloren hatten, Harafiri. In Deutschland schreiben fie die Bücher und Memoiren und beschimpfen ihr eigenes Bolt, das angeblich den Krieg verloren hat. Das deutsche Bolt hat für diese Gesellschaft nur die Berachtung, die ihnen gebührt. Während sich also Herr Hoschiller auf eigene Fauft und unter Mißbrauch des Namens eines angesehenen französischen Gewert fchaftsführers- vergeblich bemühte, die deutschen Arbeiterorgani fationen im Sinne einer Abschwächung ihres Widerstandes gegen die Ruhreroberer zu beeinflussen, hat sich die maßgebende Körperschaft der französischen Arbeiterwelt dafür ausgesprochen, daß die Ruhr fich nichts Böses dabei. Er hat nicht ten geringsten Respekt vor der daß seine Willensmacht ihr den Gatten töten fönne. Diabolit, in Menschheit. Vielleicht ahnt er gar nicht, daß ihr ein strenger Sach- die sich( erstaunlich brachte Wegener das heraus) auch wieder Löne verständiger der Nacktheit wie Professor Brunner angehört? Die rührenden Werbens mischen. Bergebens warnt Tatjana, die die bengalischen Königstiger find sehr zurückgeblieben in der Kultur. Gefahr erkennt, ihren Mann. Er empfängt Kershenzew, ein WortDie Elefanten aber wandern schon ganz haarlos und unzensiert wechfel entſpinnt ih und, außer sich vor But, ergreift der Krante durch die Arena. Man hat ihren die Stoßzähne weggenommen, weil die Menschen Zigarrenspigen, Papiermesser und Aschenbecher brauchen. Sie haben nur noch die Rüffel behalten. Sie benehmen fich findisch wie Säuglinge, und das Partett freut sich, daß es schon Go Im Zirkus fann man wilde Tiere sehen, gezähmte Dompteure und applausfressende Clowns. dem Gehaßten das Gehirn. Im dritten Bilde: Rückkehr des Mörders einen steinernen Briefbeschwerer vom Schreibtisch und zerschmettert Die kaukasischen Bären tragen ihre Krallen in gefütterten Handin sein heim. All seine Nerven fiebern noch von ungeheurer schuhen. Die Eisbären trollen in neuen Winterkostümen. Alle Bären Spannung. Er meint förperliche Befreiung zu verspüren; mit zeigen den feltsamen Chrgeiz, aufrecht zu gehen, auf zwei Beinen, großen Schritten schreitet Wegener im Simmer auf und ab. Ein um die Ehre der Tierwelt vor dem Bartett zu retten. Das gelingt fo erwachsen ist. Sonst steht es feinen Unterschied. friumphierendes Hei, dei im Tafte dazu fingend. Bis der Gedanke ihnen vollends, wenn sie einen Fortrott tanzen. Die Menschen im in ihm aufblißt: das alles tönne wirklicher Wahnsinn sein. In den Barfett brummen, um auch nicht zurückzustehen. Tribüne:„ Der Gedanke" von Leonid Andrejew. Der ver. beiden letzten Szenenbildern sieht man den Kranten im Irrenhaus. Die Bären sind sehr muftralische Tiere. Sie fallen nie aus dem ftorbene ruffische Dichter, dessen nach dem russisch- japanischen Feld- Dieselben bringen keine weitere Entwicklung, aber neben gräßlichem manch stimmungsvoll- intimes Detail, das sich um die Person einer Taft, nur die Kapelle tut es manchmal. Das aber sieht man gar aug erschienenes Rotes Lachen"( Tagebuchaufzeichnungen eines manch stimmungsvoll- intimes Detail, das sich um die Person einer nicht, weil die Musit hoch oben sigt und Ephärentangos ertlingen auf den Schlachtfeldern wahnsinnig gewordenen Offiziers) eine der jungen, gütig einfachen Krankenschwester gruppiert, die auch diesem aufwühlendsten Anklagen wider die Scheußlichkeit des Krieges ift, morbeten erscheint, um dem Mörder, der für das Berbrechen doch Unseligen Troft und Erleichterung spendet. Die Witwe des Erzeichnet in diesem seltsamen Drama das Bild aufsteigender, in einer Wenn die Bären aus der Arena fommen, fallen fie wieder auf furchtbaren Tat sich entlabender geistiger Umnachtung. Baul nicht verantwortlich ist, ihre Berzeihung auszusprechen. Er aber ihre Borderfüße, sie bummeln auf allen Bieren in den Käfig zurüdegeners wunderbare Darstellung gab diesen Phantasten bleibt dabei, daß die Tat sein eigener freier Bille gewefen. Qualund versinken in Bierfüßlertum, als gäbe es überhaupt keine Ruitur zwingende, atemberaubende Realität, zog die Hörer fo start in ben poll wie das Ganze von Anfang bis zu Ende ist, pact es doch durch und feinen Jazzband auf der Welt. Bann, daß bei dem furchtbaren Ernst des Eindrucks erst nach dem die eigenartig neuen psychologischen Lichter, die es auf feelische Da find zum Beispiel die Löwen ganz anders: fle wiffen genau, legten Fallen bes Borhangs der stürmische Applaus ausbrach, jeber Hintergründe, die Verschlingungen von Bewußtem und Unbewußtem wirft. daß sie die Könige der Tierwelt find, als hätten sie die Fabeln von andere den Berlauf der Handlung unterbrechende Beifall als störend Die Aufführung unter Emil Geyers feinfühliger Regie bot Lafontaine und Gellert gelesen, und sie wissen, was sie der Literatur und banal empfunden worden wäre. und sich selbst schuldig fint. Sie reden ihre wunderschönen Schweife Ein Einfamer, dessen Hang zur Grübelet und gefährlicher auch neben Wegeners überragender Leistung Treffliches. mit den Quaften und lagern fich malerisch, wie Bettvorleger. Außer Selbstbefpiegelung burch feinen Zwang der täglichen Erwerbsarbeit Maria Feins feelenvolle Tatjana, Kurt G5 verwöhnten in Schranten gehalten wird jo tritt uns Wegeners Kershenzem eigensinnigen Literaten- Gatten, den alten Irrenarzt des Herrn dem hoden fie wütend auf hohen Bostamenten wie doppelte Buch in bem Gespräch mit seinem jungen Freunde gegenüber. Das Robert Frosch und Käthe haads sympathisch- fanfte Krankenhalter auf Kontorstühlen, und weigern sich, über einen Halbreifen Organ gepreßt, im blaffen typisch- russischen Antlig den Ausbruc Schwester. Conrad Schmidt zu springen. Der Dompteur hat einen blinkenden Revolver und eine lähmender Schwermut und franthafter Gespanntheit. Biologischer Des Pfennigs Schidjal. Das medlenburg- schwerinsche Staats. Beitsche. Die Löwen zähmen ihn mit einem Blid. Dann strect er Forscher, intereffieren ihn insbesondere ein paar Affen, die er zum ministerium erläßt im Regierungsblatt folgende Mitteilung:„ Alle den Revolver vor, um den Löwen zu beweisen, daß schließlich wir 3wede täglicher Beobachtung getauft. Der sterbende Gorilla, den staatlichen Behörden und Rassen werden angewiesen, zur Bereindas Schießpulver erfunden haben. Das wird gebührend anerkannt, er dem Freunde zeigt, ist ihm Anlaß, feine feltsamen Spekulationen fachung des Geschäftsganges bis auf weiteres ihre Ausgabever und die Reputation der Menschheit ist wiederhergestellt. über die Affenseele zu entwickeln. In den Augen dieser zurückge- fügungen und Zahlungen ausnahmslos nach oben, die EinnahmeMit den Berberlöwen ist auch eine männliche Gouvernante ge- bliebenen Menschenbrüder sieht er den Abglanz derselben Melancholie, perfügungen dagegen ausnahmslos nach unten auf volle Mart abkommen. ein dunkelhäutiger Berber mit einem Zopf und einem guten stirbt, im Ablaufe der Seelenwanderung dereinst ein mächtiges Ge die auf dem Menschen lastet. Vielleicht war der Gorilla, der jetzt zurunden" Mit dieser Berordnung, die den Pfennig ent gültig entthront, Hausvatergesicht. Ein Clown widelt ihm gelegentlich den 3opf auf, fchöpf, ein Herrscher von gottähnlicher Gewalt, und trauert nun über hat das mecklenburgische Staatsministerium das Beispiel des Reiches und der Berber lächelt über soviel europäischen Geift. Er hört das die verlorene Größe. Sein eigener Hang, fich abzusondern, die in großzügiger Art und Weise nachgeahmt; denn die Reichsbahn und der Berber lächelt über soviel europäischen Geist. Er hört das Publikum brüllen, und ihm ist sehr heimisch zumute. Menschen zu verachten, von einer Macht zu träumen, durch die er hat beispielsweise das Höchstmaß des vom Zahlenden und dem Empfeinen Billen, seine Gedanken den anderen nach Belieben aufzufänger zu leistenten Pfennigopfers auf 49 Bf. festgefekt, indem die zwingen vermag, läßt ihn in diesem Tiere etwas Berwandtes fühlen. Beträge unter 50 Pf. nach unten, und solche über 50 Bf. nach oben Thn beschäftigt die Idee, diese geheimnisvolle Macht experimentierend abgerundet werden. In Mecklenburg hat man sich dagegen nunmehr im Leben zu erproben; und er ahnt nicht, daß hinter folchem Wunsche schon zu einem Opfer von 99 Pf. burchgerungen. schon der Wahnsinn lauert. Ein Bahnsinn, dessen Wachstum in ihm eine hoffnungslose, eifersüchtige Liebe förderte und hegte. Das Mädchen, das ihn einftmals abgewiesen, lebt seit Jahren in glücklicher Ehe mit einem seiner Freunde, einem Dichter, in dessen Wenn es dem bengalischen Königstiger schon zu langweilig ge- Haufe er verkehrt. Er besucht sie und bringt im geistigen Dämmer worden ist, erweist er dem Publikum den Gefallen und springt durch zustande doch immer in der Borstellung, er handle völlig frei als den Reifen. Dabei entblößt er ganz deutlich den Hinterteil seines überlegener Experimentator, der mit Menschenschicksalen spielt Körpers-der fehnig ist und sprühende Mustein hat und denkt das Gespräch auf die Bergangenheit; er erschreckt sie durch Andeutung, Die bengalischen Königstiger haben entschieden etwas von Feuerwerk in ihrem Wesen( was sich schon in ihrem Namen aus drückt). Sie sollen durch einen Reifen springen und wundern sich, daß die komplizierten Menschen so einfache Leistungen sehen wollen. Manchmal denkt sich ein Tiger: warum durch einen Reifen? Ich kann durch zehntausend Wüstenmeilen springen, und feiner flatscht Bravo. Die Menschen sind sonderbare Fleischfreffer. -www Frühjahrsausstellung der Akademie. Die Alademie der Künfte beranitaltet auch in diesem Jahre am Barifer Blat 4 eine Frühjahrsausstellung, für die wieder freie Einsendungen zugelassen werden. Die Ausstellung. bie Berfe der Malerei und Plastik umfassen wird, foll Ende April eröffnet werden. Die Werke sind in der Zeit vom 26. März bis 7. April in der Akademie einzuliefern. Albert Baffermann beginnt seine Tätigkeit bei ben Rotter- Bühnen Anfang März als Hjalmar Eldal in 36jens Wildente". Generalblockade! Paris, 7. Februar.( Eca.) Die endgültige Absperrung des Ruhrgebiets wird wie der Düsseldorfer Berichterstatter des„ Echo de Paris" schreibt drei Etappen umfassen, und zwar: 1. die Blockade der Kohlen und der Nebenprodukte. Diefer Teil der Blockade fei bereits durchgeführt, 2. die Blockade der Produkte der Stahl- und Eijeninduftrie. Diese würde die Ausfuhr aus dem Ruhrgebiet treffen, 3. fönnte noch eine Blockade auf die Ausfuhr aus dem unbefehlen Deutschland gelegt werden, die den Import von Eisen, Eisenwaren und anderen Gegenständen unterbindet. Aus städtischen Ausschüssen. Jch simuliere ausgezeichnet!" Reinfall eines schönen jungen Mannes. Sinn des Berichtes geändert und dann die Ablehnung verfügt. Bon Bezirksverordneten wurde hervorgehoben, daß für viele die EinDie Kohlenklaufel verlängert. bürgerungsfrage eine Schicksalsfrage bedeutete und es als unerhört Der auf Berlangen der Rechtsparteien eingesetzte städtische Aus. bezeichnet, daß über alle anderen Instanzen hinweg und im Wider schuß zur Nachprüfung der Kohlenflausel für die städtischen spruch mit diesen ein Organ der Polizei berechtigt ist, die Ablehnung Eleftizitätswerte ist nach eingehender Beratung gegen eine Stimme zu verfügen. Es wurde vom Bezirksamt gefordert, daß es alle von zu dem Ergebnis gekommen, der Stadtverordnetenversammlung die der Bezirksverordnetenversammlung beschlossenen EinbürgerungsAufrechterhaltung der Kohlentlaufel zu empfehlen. Die Berlänge- gesuche, die von der Polizei zurüdgewiesen werden sollten, bis in rung foll bis zum 31. März befristet werden, da man bis dahin die höchsten Instanzen verfolge und zur Annahme zu verhelfen suche. mit der Erledigung der G. m. b. 5.- Bildung bei den städtischen Werfen rechnet. Auch von den Rechtsparteien, deren Bresse aus ziemlich durchsichtigen Gründen einen rein demagogischen Lärm wegen der Erhöhung der städtischen Tarife inszeniert hat, Diese drei Maßnahmen zusammen würden einen gewaltigen mußte anerkannt werden, daß bei der ungemeinen Steigerung der Schlag gegen Deutschland bilden und den Kampf verkürzen. Die letzte Kohlenpreise die Werke nur durch Anwendung der Roh Maßnahme würde besonders die Industrien des Rheinlandes, die lentlaufel erhalten werden können. Durch diesen Beschluß beiden ersten die Industrien des unbefehten Deutschlands treffen. ist auch die Festlegung des Januartarifes für Elektrizität auf Die Ruhrfohlensperre zwingt Deutschland nur, englische, 275 M. gedeckt. tschechische, polnische Rohle zu verwenden. Die RuhrproduktausfuhrSperre schafft einfach sofort dreiviertel Mionen Arbeitslose im französisch besetzten Gebiet, für deren Leben und Ernährung Frantreich verantwortlich ist. Die Ausfuhr aus dem unbesetzten Deutschland blockieren das heißt Wirtschaftstrieg Frankreichs gegen die ganze Welt. Genosse Adelung ausgewiesen. Die Straßenbahn als G. m. b. H. Die Berhandlung vor der 2. Straflammer des Landgerichts III, in der sich der berufsiofe Walter Frey wegen mehrfachen Diebstahls zu verantworten hatte, ent: ollte ein interessantes Bild der Möglichkeiten, fich den Jagdschein" zu verschaffen, jenes Aus weises, der dem Betreffenden bescheinigt, daß er auf Grund des § 51 StGB. für seine Taten nicht verantwortlich zu machen sei. Die Verkehrsdeputation erledigte die Magistratsvorlage über die De: Angeklagte Frey war in der ersten Berhandlung vor Umwandlung der Straßenbahn in eine gemein mehreren Monaten freigesprochen werden, weil die Sachverständigen nüßige G. m. b. 5. Der Betriebsvertrag, der gleichzeitig mit den der Ansicht waren, daß er für die ihm zur Last gelegten Verbrechen Sagungen der G. m. b. 5. abzuschließen ist, wurde durch eine Zu- nicht verantwortlich zu machen sei. Frey ist einer der vielen fallsmajorität abgelehnt. Es ist anzunehmen, daß der Magistrat fchönen jungen Männer", die darauf reisen, daß sie mit bereits in der nächsten Woche sowohl für die Werte wie für die älteren Damen Verhältnisse anfangen und ihnen bei der passenden Straßenbahn entsprechende Vorlagen auf Grund der forgfältigen Gelegenheit", die fich meist in einer verschwiegenen Stunde erMain 3, 7. Februar.( WTB.) Bürgermeister Adelung, Beratungen in den städtischen Deputationen vorlegt. Wahrscheinlich gibt, ihre Roftba: feiten abnehmen. Das Merkwürdige an der Geder seit der Ausweisung des Oberbürgermeisters Dr. Külb an der wird die Beratung in der Stadtverordnetenversammlung ohne schichte ist die Tatsache, daß die Geschädigten hinterher Spike der städtischen Verwaltung stand, wurde heute früh von der Schwierigkeiten vor sich gehen, da alle Einzelheiten bereits in den meisten Fällen für den Angeklagten um gut Besatzungsbehörde ausgewiesen. Seiner Familie wurde für den besprochen sind und es sich wahrscheinlich nur noch um die Ab- Better bitten. Fren hat sich aber nicht mit dieser Art Er Wegzug eine Frift bis Sonnabend gesetzt. stimmung über einige ftrittige Buntte, wie Zusammenfeßung des werb begnügt, sondern außerdem einem ihm entfernt verwandten Aufsichtsrats, Genehmigung der Bilanz durch die städtischen Herrn M. eine Kassette, die Perlen und andere Wertgegenstände Rörperschaften usw. handeln wird. enthielt, aus dem Bett gestohlen, das M. als„ Safe" benutzte. In der ersten Verhandlung war Frey auf Grund des§ 51 freis gesprochen worden. Aus dem Sanatorium, in dem er beobachtet wurde, hatte er feinerzeit Briefe an eine feiner vielen Bräute gefchrieben, in denen es u. a. hieß:" Mir geht es hier sehr gut: ich simuliere ausgezeichnet. Du wirst natürlich alles bestätigen, was ich angebe. Die Beugin, an die diese: Brief ge richtet war, machte die Angaben über Frens Simulation vor Gericht unter Eid. Der Angeklagte wa: seinerzeit zu seinem Vers teidiger gekommen und hatte ihn um Gottesmillen gebeten, ihm zu helfen, weil es in ganz Deutschland feine Stadt mehr gebe, in der nicht von der Staatsanwaltschaft aus ein Ermittlungsverfahren gegen ihn schwebe". Auf Veranlassung des Verteidige: hatte er sich dann selbst der Behörde gestellt. Der Staatsanwalt beantragte gegen ihn wegen wiederholten einfachen und schweres Diebstahls und Beamtenbestechung 2 Jahre Gefängnis und 5 Jahre Ehrverluft. Das Gericht ging über diesen Antrag hinaus und er fannte auf 2 Jahre 6 Monate Gefängnis und Ehrverlust für die beantragte Zeitdauer. Gefährdung der Volksernährung. Dortmund, 7. Februar.( WTB.) Die französischen Kontrollftafionen haben u. a. auch nach dem unbefehten Gebiete laufende Icere, bededle Wagen( G- Wagen) nicht durchgelassen. Hierdurch wird die Lebensmittelversorgung der deutschen Bevölkerung gefährdet. Die Verpachtung der städtischen Häfen. Die Vorlagen über die Verpachtung der Häfen an das Schenker- Konsortium ist vom Städtischen Ausschuß in einigen wefentlichen Punkten noch verschärft worden. Die übernehmende Firma ist verpflichtet worden, für die Benutzung der Häfen und ihrer Anlagen allgemeingültige Tarife und Bedingungen aufzustellen. die eine illoyale Benachteiligung eines einzelnen SpediJn Baden wie im Ruhrgebiet. teurs ausschließen muß. Bei Nichtbefolgung dieses Paragraphen unterliegt der Bertrag tem heimfallrecht. Die materielle EntOffenburg, 7. Februar.( WTB.) Die französische Besagung ist schädigung der Stadt ist jetzt so geregelt, daß die Stadt bei Abschluß zurzeit damit beschäftigt, eine eigene Fernsprechleitung vom Rat- des Bertrages, also wahrscheinlich noch Ende dieser Woche, an dert haus und Bestamt nach Kehl herzustellen. Die Gemeinde Ur- halb milliarden erhält. Außerdem hat die Firma auf Grund einer genau berechneten ohntlausel tie Kosten für die loffen bei Appenweier ist besetzt. Fertigstellung der Häfen zu tragen, die mit einigen Milliarben geschätzt werden. Es besteht die Absicht, durch Vermittlung der vertragschließenden Firma eine größere Anleihe für den Ausbau weiterer städtischer Unternehmungen, vor allen Dingen der Nord südbahn, zu erhalten. Die Franzosen haben als Antwort auf die Forderung, den Umschalteraum im Boftamt Offenburg zu räumen, tas Poftamt Offenburg besett, sämtliche Beamte hinausgewiesen, den Postdirektor Krieg und den Oberpostsekretär Frey verhaftet Offenburg, 7. Februar.( Mtb.) Aus ihrer geringen Beständen Die Kündigung der Straßenbahner. mußten die Landwirte Stroh und heu ohne Bezahlung an Die Rechtsparteien der Stadtverordnetenversammlung hatten die Besatzungstruppen abliefern. Kartoffeln und andere Vorräte werden vielfach gewaltsam beschlagnahmt. behauptet, daß bei der Entlassung von Straßenbahnern ftarlsruhe, 7. Februar.( DA.) Auf der Strede Appenweier- politiche Gesichtspunkte maßgebend gewefen feien. Der zur Nachprüfung dieser Borwürfe eingesetzte Städtische Ausschuß hat die Offenburg ruht der Berkehr nach wie vo:. Gestern haben die Einzeluntersuchung der mehrere hundert nachzuprüfenden gezogen. Sie haben aber bis jetzt nur einige Fahrversuche auf der seine Arbeiten bis zum nächsten Donnerstag erledigen foll. Bis zum Franzosen 120 Mann Eisenbahntruppen aus Straßburg beran. Fälle einem fünfgliederigen Unterausschuß übertragen, der Strecke Kehl- Appenweier gemacht. Der Pendelverkehr bis an die Abschluß tiefer Untersuchung sollen nach einem Beschluß des AusGrenze des neu befeßten Gebietes funktioniert tadellos, desgleichen fchusses teine weiteren Entlassungen vorgenommen der Kraftwagenverfeh: zum Ersatz für die Rench al- Bahn. werden. Die Zahl der französischen Truppen im neu besetzten Gebiet ist mindestens 3000. Das Ende der Laufanner Konferenz. Das nachträgliche Unterzeichnungsangebot von England unberücksichtigt. Jemet Pascha abgereift. Die Nachrichten aus London über den gestern dort abgehaltenen Ministerrat laffen erkennen, daß die, französische Mitteilung von der angeblichen Unterzeichnungsbereitschaft der Türten zwar rechtzeitig zur Kenntnis der britischen Regierung gelangte, daß sie aber unbe rüdsichtigt blieb. Erst wenn ein feftes und direttes Angebot der Angora- Regierung in London vorliegen würte, würde das englische Kabinett dazu Stellung nehmen. Jedenfalls ist heute früh Ismet Bascha mit dem größten Teil der türkischen Delegation nach Angora abgereift. Offenbar läßt er einige Horch posten zurüd. Schändung des Friedhofes der Märzgefallenen. Das neueste Bubensfüd der Metalldiebe. Schon wiederholt berichteten wir über Bubenstücke von Mitgliedern der edlen Zunft der Metalldiebe. Die Redewendung, daß alles, was nicht niet- und nagelfest ist, geflaut wird", tann auf diese junge aber emfige Sparte der Langfinger nicht angewendet werden, denn gerade dem Genieteten und Genagelten" sind diese angenehmen Zeitgenossen besonders zugetan. Ueberall, aber tatsächlich auch überall, tann man die Spuren ihrer Arbeit" verfolgen. Meffingschilder, Türgriffe, Teppichstangen, Klingeltnöpfe und Bleirohre in den Häusern, Armaturen und Mes singschrauben in den Stadtbahnwagen, Kanalrofte usw. auf den Straßen, ganze Denkmäler auf Kirchhöfen und in den öffentlichen Anlagen, alles, alles laffen sie mitgehen, für alles haben sie Ver wendung, und was eigentlich das Touste ist für alles finden fie ihre Abnehmer. Go lange den Hehlern nicht ganz empfindlich auf die Finger geflopft wird, so lange wird dem nachgerade gemein Lord Curzon gab den englischen Breffevertretern nach seiner gefährlichen Treiben der Metalldiebe nicht gesteuert werden können. Rückkehr in London Erflärungen ab, in denen er die ganze Schuld Fest steht, daß diese dunklen Existenzen von Tag zu Tag breifter aufan der Ergebnislosigkeit der Lausanner Konferenz den Türten zu treten, und daß wohl der Zeitpunti nicht mehr fern sein dürfte, wo schob. Mit einem sichtbaren Seitenhieb auf Frankreich bekannte er auch die Metalldiebe mit Sauerstoffgebläse arbeiten" werden, um fich aber zur unbedingten Solidarität zwischen den Alliierten und Randelaber und vielleicht auch Brüden abzutragen. In den letzten Tagen wurde der allen Freiheitliebenden teure Friedhof der fügte hinzu: Während andere davon sprachen, sich von diesen Verpflich- ärsgefallenen im Friedrichshain von Metalldieben Während andere davon sprachen, sich von diesen Verpflich heimgesucht. Nicht weniger als fünf Gräber wurden dieser Tage fungen zu lösen, habe ich Angebote, die mir mehr als einmal burdy Diebstahl von Metallteilen geschändet. Der reine Metallwert in dieser Richtung gemacht wurden, abgelehnt und habe es vor- der gestohlenen Denkmalsteile beträgt rund 100 000 M. Man fann gezogen, lieber mit meinen Verbündeten zufammen im Kampf um feineswegs behaupten, daß der Friedhof der Opfer des Jahres 1848 ihre Sache zu fallen, als einen Sieg auf dem Felde des Egoismus verschwenderisch mit Denkmälern geschmüdt ist, aber auch das und ausschließlich nationaler Bortelle zu gewinnen." Wenige wandert in die Metallschmelze. So geschehen im Jahre 1923, dem Jahre der 75. Bieber fehr der Tage der Straßenfämpfe in Berlin, der Tage, an denen freiheitliebende Proletarier dem aufstrebenden Bürgertum in feinem Kampfe gegen den Feudalismus die Raftanien aus dem Feuer holten. 99 Wulle soll sein Mandat niederlegen. Wie das frühere Wulle Blatt, die Deutsche 3tg.", mitteilt, ist der zur Deutschvölkischen Freiheitspartei" übergetretene Abg. Reinhold Mulle vom deutschnationalen Wahlverein Potsdam Potsdam aufgefordert worden, sein Reichstagsmandat niederzulegen, da er nicht mehr Mitglied der Partei sei. Diese Mitteilung wird begleitet von dem Seufzer, daß Bulle aus der Deutschnationalen Partei ausgetreten sei, obwohl der Landesverband Potsdam II sich bisher unentwegt hinter Wulle gestellt" hat! 1 holländischer Gulden Devisenkurse. 1 argentinische Papier Befo 1 belgischer Frant. 1 norwegische Krone 1 dänische Krone. 1 schwedische Krone 1 finnische Mart 1 javanischer Yen 1 italienische Lire 1 Dollar.. 7. Februar 6. Februar Käufer Berkäufer Räufer Verkäufer ( Belb-)( Brief-)( Geld-)( Brief-) Kurs Kurs Aurs 6882.87 Aurs Die Hochbahn wird teurer. Die Hochbahn, die bisher das billigste Berliner Verkehrsmittel war, erhöht von morgen ab ihre Tarife so erheblich, daß sie nur noch um ein Geringes hinter den Tarif der Straßenbahn zurüd bleibt. Die Erhöhung ist auf die Preissteigerung für Rohle und Eisen usw. zurückzuführen. Für die Benutzung der Hochbahn find nunmehr folgende Säge zu zahlen: Für die ersten fünf Stationen in 3. Klaffe 100 M., in 2. Klaffe 130 M.; für die ganze Strede in ber 3. Klaffe 130 m., in der 2. Klaffe 160 m. Die noch im Besib des Publifums befindlichen, zum bisherigen Tarif ausgegebenen Rarten gelten bis zum 15. Februar. Der Beginn des Lebenstundeunterrichts für die Jugendweihen wird den angemeldeten Kindern in den nächsten Tagen schriftlich zu gesandt. Rückfragen an das Jugendsekretariat sind aus diesem Grunde nicht nötig. Abzug von der Friedensmiete. Genosse Frizz Dzieht schreibt uns: Aus Streisen der Parteigenossen werde ich darauf aufmerksam des Reichsmietengefeges" herauslesen, daß der Magistrat den Abgemacht, daß manche Mieter aus meinen Ausführungen im„ Vorwärts" Bericht vom 1. Febr.( Abend- Ausgabe) unter„ Für Ausbau zug von der Friedensmiete( aur Errechnung der Grundmiete) von 20 auf 30 b.. heraufgesetzt habe. Das ist tatsächlich aber nicht der Fall. Es handelt sich vielmehr um eine Forderung unseres Gaues Berlin, die bisher nicht erfüllt worden ist. Die Einäscherungsgebühr ist nach einer Mitteilung des Aus schusses für das Bart ung Bestattungswesen vom 7. februar 1923 ab auf 40 000 m. erhöht worden und wird vom 26. Febinar 1923 ab auf 50 000 m. erhöht werden. Berlin- Chikago im Luftkreuzer. In der großen 3eppelinwerft am Bodensee naht sich jetzt der für die amerikanische Rechnung erbaute Lufttreuzer feiner Vollendung. Das Luftschiff, das von den Vereinigten Staaten nicht auf Reparationskonto übernommen, sondern bar bezahlt wird, wird eines der modernsten und stärksten Luftfahrzeuge werden, das die Riefenhalle am Bodensee jemals verlassen hat. Die ZeppelinBaugesellschaft hat sich die Erfahrungen, die sie an den in Frankreich nach ihrer Ablieferung zerschellten Passagierluftschiffen gesammelt, vereinigt, und so ist jetzt ein Luftschiff entstanden, das nicht für den Kriegsfall erbaut ist, sondern lediglich friedlichen 3 weden des Luftverkehrs dienen wird. Im Juni wird das amerikanische Luftschiff dann nach Berlin überführt. In Berlin werden auch die letzten Borbereitungen für den Ozean. flug getroffen, der ohne jebe 3wischenlandung durch geführt werden wird. Die Abfahrt von Berlin ist aus dem Grunde gewählt worden, weil der Flugplatz in Staaten 400 Meter tiefer als der Bodensee liegt und weil aus diesem Grunde das Schiff hier 5 Broz. mehr Nuhlaft tragen fann, als in dem höher gelegenen Friedrichshafen. Die Abfahrt von Berlin ist für Ende uni vorgesehen. Die Amerikaner haben jedoch den Wunsch ausgesprochen, in diretter Linie von Berlin nach Chicago zu fliegen, wo die amerikanische Regierung ein größeres Gelände für ben Hallenbau und den Landeplag angetauft hat. Der Flug dürfte von Berlin über Frantreich hinweg gehen, dessen Terri torium überflogen werden darf, da das Luftschiff als amerikanisches Eigentum auch mit amerikanischer Flagge fliegen wird. Ozeanflug von 900 Kilometern. Bor einigen Tagen haben zwei Junters Basservertebrsflugzeuge, die schon seit einiger Zeit auf Cuba ftationiert find, von San Domingo einen un unterbrochenen Flug über das Caraibische Meer nach La Guayra, den Hafen von Caracas, der Hauptstadt Venezuelas, durchgeführt. Sie haben die 500 Seemeilen, gleich 900 Kilometer weite Strede über den Ozean in acht Stunden zurückgelegt. Für den Verkehr des füdamerikanischen Festlandes mit der im Welthandel bedeutsamen Inselgruppe der Großen Antillen wird dieser Ozeanflug ganz befondere Beachtung finden. Die Waffergefahr in der Königs- und Laurahütte in Obers fchlesien ist, wie bon dort gemeldet wird, beseitigt. Lawinensturz in der Steiermart. In der Nähe von Mariazell ging eine Lawine nieder, welche eine Frau und ein Kind Wetter für morgen. Berlin und Umgegend. roden und vielfach heiter bei frischen südöstlichen Binden, etwas tälterer Nacht und langsam steigender Tagestemperatur. Groß- Berliner Parteinachrichten. Polizeiwillkür bei Einbürgerungsgesuchen. 14663.25 14786.75 14962.50 15087.50 In der Bezirksverordnetenversammlung Prenzlauer Berg 18866.50 18438.50 18965.- 14035.- wurde u. a. in Berfolg eines Antrages der sozialdemokratischen Frat- tötete. 2044.87 2055.18 2144.62 2155.88 tion ein Verfahren zur Sprache gebracht, dessen sich mehrfach Bo6867.18 7082.25 7117.75 lizeiorgane zur Ablehnung von Einbürgerungsgesuchen bedienten. 6982.50 7017.50 7132.82 7167.88 Folgende Fälle wurden vorgetragen: In einem Falle hatte der An9675.75 9724.25 10024.87 10075.13 tragsteller bereits 15 Jahre auf ein und derselben Stelle gearbeitet; 942.68 947.87 959 50 964.41 pon feinem Arbeitgeber und allen recherchierenden Instanzen wurde 17456.25 17548.75 17055.- 18045.- bas Gefuch befürwortet, aber der zuständige Polizeivor 1770.56 1771.44 1840.38 1849.62 fte her lehnte es ab, weil der Antragsteller vor Jahren zwei172567.50 178432.50 177056.25 177943.75 mal mit 60 und 40 m. bestraft wurde und sein Borleben 36508.50 36691.50 37655.62 37844.38 mithin nicht einwandfrei fei. Da der Antragsteller nicht pole werden 2880.82 2448.87 2456.13 wollte, hatte er sein Gesuch wiederholt. Wieder wurde von allen, 4160,88 4289.25 4310.75 auch von unserem Bezirksverordneten, das Gesuch befürwortet, ihm 6942.82 7182.12 7167.88 jedoch von dem Bolizeivorsteher widersprochen. Bon diesem wurden 5764.88 5925.15 5954.85 außerdem auf dem Rand der Aften folgende Bermerte gemacht: 52.89 53.79 Zu dem Bornamen Saul des Antragstellers: Jude"; zu dem Vor- 11. Streis, Schöneberg- Friedenau Donnerstag, den 8. Februar, pünktlich 7 Uhr, 1092,78 1117.20 1122.80 namen Klara der Ehefrau: foII wohl Sara heißen". In Sigung der Zeitungskommission in der Expedition des, Borwärts", Belziger Straße. 14.54 14.54 einem anderen Falle sei ein Gefuch gleichfalls von allen Instanzen, 32. Abt. Donnerstag, den 8. Februar, abends 7 Uhr, Elternversammlung der 219.55 222.56 einschließlich eines Polizeibeamten, befürwortet woorden, aber der. 64. Gemeindeschule, Krautstr. 49. Thema: Gemeinsame Erziehung in Schule unb Haus. Referent: Genoffe Lehrer Böhm. 355.89 felbe Borsteher habe durch die Einfügung des Wortes nicht" den 78. st., Schöneberg. Die geplante Borstandssigung am Freitag fällt ans. 1 Pfund Sterling 1 französischer Frant 2319 18 1 brasilianischer Milteis 1 Schweizer Frant. 4189.62 6907.68 1 ipanische Beseta 5735.62 100 öiterr. Stronen( abgeft.) 52.61 1 tschechische Krone 1087.27 1 ungarische Strone 14.46 1 bulgarische Lewa 218.45 1 jugoslawischer Dinar. 846.18 847.87 14.46 221.44 354.11 53.51 79. Abt., Schöneberg, Bezirk Linbenhof. Seute. Mittwoch, 7%, Uhr: Deffentliche Berjammlung im Lebigenheim. Thema: Ruhrbefegung und Arbeitertloffe. Referent: Genosse Franz Künstler, M. b. N. Gewerkschaftsbewegung Der franzöfifche Gewerkschaftskongreß. wieder wurde ber fofortige Streif verlangt. Endlich gelang es ber Berbandsleitung und Lohntommission, die Bersammlung zur Annahme des nachstehenden Antrags zu bewegen:" Die Lohnkom. mission wird beauftragt, den Arbeitgebern ein Ultimatum bis Frei tag zu stellen, um annehmbarere Lohnfäße zu erhalten." Nun haben die Arbeitgeber das Wort. der Lohnbewegung der Posamentierer. 3 Nach viertägigen Berhandlungen ist der Rongreß der franzö schen Gewerkschaften in voller Einheit geschlossen worden. Diese cigentlich selbstverständliche Tatsache ist in der Geschichte der letzten Es In dreißig Jahre der französischen Gewerkschaften ein Novum. am Branchenversammlung Montag berichtete war sozusagen ständige Tradition, daß sich die französischen Gewerk Branchenleiter Röpsell, daß sich die Arbeitgeber in Berüc schaften in Richtungen teilten. Seit 1917 war dieser Richtungsstreit sichtigung der Teuerung gleich bereit ertlärt hatten, ein nicht vornehmlich ein Kampf zwischen den von Mostau dirigierten Ge- zu geringes" Angebot, nämlich 33% Prozent, auf die Januar merfidyaftern gegen die Gewerkschaftsführer, die bemüht waren, Tariflöhne zu machen. Erst nach längerer Berhandlung die französischen Gewerkschaften aus der Periode der Agitation in waren sie zu bewegen, bis 50 Proz. für die erste Februarhälfte zu die der praktischen Gewerkschaftsarbeit hinüberzuführen. Mit der gehen. Die Bertreter der Arbeitnehmer, deren Spitzenlohn Spaltung hat diefer Kampf ein Ende gefunden. Die Mos zurzeit 384,50 m. pro Stunde für gelernte Gehilfen beträgt, lauer, die nun auf sich allein gestellt sind, und dadurch auf ihre hatten eine Zulage von 100 Broz. gefordert. Schließlich erklärte sich tatsächliche Bedeutungslosigkeit reduziert wurden, hatten an den Ges die Arbeitnehmerfommission eventuell bereit, für die erste Woche wertschaftsfongreß ein langes Schreiben gerichtet, in dem fie die mit 60 Proz., für die zweite Woche mit 80 Broz. Zulage abzuschließen. bekannte„ Einheitsfront" und darüber hinaus die Einberufung eines Die Arbeitgeber lehnten dieses Entgegenkommen als un gemeinsamen Gewerkschaftstongresjes vorschlugen. annehmbar ab. Der Zwed diefes Manövers lag flar zutage. Es sollte der Anschein In der darauffolgenden Diskussion wurde der Kommission vollste ermedt werden, als feien es die Kommunisten, die die Einheit Anerkennung ausgesprochen und von allen Rednern verlangt, da wünschen. Wäre der Gewerkschaftskongreß auf dieses Manöver bie Steigerung der Lebensmittelpreise weitergeht, an der Forderung hereingefallen, dann würde man dem alten 3ant und Stant nur von 100 Broz festzuhalten. Die Kommission wurde beauftragt, noch die Tür geöffnet und zugleich den kommunistischen Gewerkschafts- mals eine Verständigung mit den Arbeitgebern zu versuchen. Falls Sprengern die Gelegenheit gegeben haben, ihre verderbliche Arbeit feine Einigung zu erzielen ist, soll der Schlichtungsausschuß Der Gemertschaftsfongreß ist zum Schmerz der Kommunisten angerufen werden, eventuell beim Hauptvorstand die Zustimmung zum Streit beantragt werden. auf diefes doppelte Manöver nicht hereingefallen. Nach eingehender Beratung nahm er eine Resolution an, in der darauf hingewiesen wird, daß die dem Gewerkschaftsbund angeschlossenen Drganisationen allen offen stehen und daß ein Gewerkschaftsfongreß auf Antrag dieser Organisationen jederzeit einberufen mer den kann. Die Einheit der Gewerkschaften fei nur möglich inner halb des französischen Gewerkschaftsbundes und der Internationale Don Amsterdam. wieder aufzunehmen. Der Gewerkschaftskongreß befaßte sich auch mit der Frage der Ruhrbesehung und der Reparationen. Er billigte durch aus die Haltung der Leitung des Gewerkschaftsbundes, die gegen die Ruhrbesetzung eine intensive Agitation im ganzen Lande entfaltet hat Jouhaug wies dabei besonders auf die Tatsache hin, daß die Kommunisten der Tätigkeit des Gewerkschaftsbundes, um die Reparationsfrage zu einer Lösung im Interesse der Bölter Deutschlands und Frankreichs zu bringen, bisher Knüppel zwischen die Beine geworfen haben. Die Kommunisten hatten immer be hauptet, daß die Frage des Wiederaufbaues der zerstörten Gebiete die Arbeiterschaft nicht zu befümmern habe. Das sei ein Wiederaufbau des Kapitalismus". Im gleichen Maße haben sich die französischen Kapitalisten einer vernünftigen Lösung entgegen gestellt. 4 Im allgemeinen beschäftigte sich der Kongreß vor allem mit der inneren Ausgestaltung der französischen Organisation. Er erhöhte die Beiträge, beschloß die Aufrechterhaltung des Beuple", das offizielle Tageblatt des Gewerkschaftsbundes, und nahm Stellung zu den aktuellen sozialpolitischen Fragen. Die Stärke der franzö fischen Organisationen haben wir auf Grund der geleisteten Beiträge in Nr. 49 des Borwärts" bereits mitgeteilt. Wenn die Rote Fahne" angebliche Zahlen aus dem Bericht, des französischen Ge werkschaftsbundes zitiert, so schwindelt sie ihre Leser nach alter Gewohnheit an. Die Mitgliederzahlen des Mostau angefchloffenen Gewerkschaftsundes mitzuteilen unterläßt die Rote Fahne". Das ist sehr begreiflich. Diese Organisation hat bisher irgendwelche Zahlen überhaupt noch nicht veröffentlicht. Auch das ist sehr be greiflich. " Streit im Großhandel? Löhne der Kiftenmacher. Eine Bersammlung der Kistenmacher und der in der Riftenfabri fation beschäftigten Transportarbeiter am Dienstag im Arbeitslosenfaal des Holzarbeiterverbandes nahm zu dem Ergebnis der Lohnverhandlung mit den Arbeitgebern Stellung. Für die Riftenmacher berichtete Landmann, für die Transportarbeiter Schulz. Nach dem Zugeständnis der Arbeitgeber sollen in den drei Lohnwochen vom 27. Januar bis 9. Februar, 10. bis 16. Februar und 17. bis 23. Februar erhalten: Kreissägenschneider 800, 850 und 900 m., Riftenmacher 797, 847 und 897 m., Transportarbeiter über 22 Jahre 760, 810 und 860 m., im Alter von 20 bis 22 Jahren 715, 765 und 815 m. Für jüngere von 18 bis 20 Jahren sind die Sätze etwas niedriger. Frauen sollen 580, 630 und 680, Rutscher( wöchentlich) 35 200, 37 200 und 39 200 m. erhalten. Ferner ist vereinbart wor den, daß im Laufe der Abmachungen eine Nachprüfung der Löhne für die beiden letzten Wochen fattfinden soll, wenn die wirt schaftlichen Berhältnisse eine wesentliche Veränderung erfahren. In der anschließenden Distusfion machte sich eine starke Unzufriedenheit mit dem Zugeständnis der Arbeitgeber geltend, weil dieses nicht aus reiche, auch nur die dringendsten Lebensbedürfnisse zu bestreiten. Schließlich wurde das Angebot unter der Bedingung angenommen, daß eine Nachprüfung der für die beiden letzten Wochen festgesetzten Löhne stattfinden muß. Gemeinde und Staatsarbeiter! Mittwoch 6 Uhr in den Bubi- Sälen, Neue Königstr. 26, Bersammlung aller Obleute und Generalversamm Iungsdelegierten des Gemeinde- und Staatsarbeiterverbandes der Rig. tung Amsterdam. Sehr wichtige Tagesordnung. Erscheinen aller ift Pflicht. Partei- und Gemertfchaftsausweis legitimiert. Deutscher Bertmeisterverband, Berlin 17, Beder- Industrie. Freitag nachm. 52 Uhr Mitgliederversammlung im Alegandriner., Wirtschaft Devijen als Leihpfänder. Das Reichsbankdirektorium hat an den Zentralverband des deutschen Bank- und Bankiergewerbes folgendes Schreiben gerichtet: Devisenbestände, insbesondere auch Auslandsguthaben, die sich in deutschem Besiz befinden, werden nach unseren Beobachtungen von den Inhabern namentlich in neuerer Zeit oft auf dem Wege flüffig gemacht, daß fie Kreditgebern als Unterlage für Reichsmarktredite überlassen werden. Dadurch wird das Festhalten der Devisen erleichtert, was angesichts der bekannten Berhältnisse auf dem Devisenmarkt und des vorhandenen Devisenbedarfs durchaus den berechtigten wirtschaftlichen Interessen widerspricht. Das Halten von Devisenbeständen über den zu rechtfertigenden Bedarf hinaus ist angesichts der jetzigen schweren Erschütterung der deutschen Mitgliedern bringend nahezulegen, Kredite auf Grund der Wirtschaft doppelt verwerflich, wir dürfen Sie daher ersuchen, ihren bezeichneten Unterlagen nicht zu gewähren und auf die Rüdzahlung etwa gewährter derartiger Kredite mit allem Nachdruc hinzuwirken. Die Reichsbant muß von den Banten pp. erwarten, daß fie der Sachlage volles Verständnis entgegenbringe, fie würde sich genötigt sehen, diejenigen Firmen, welche dieser Erwartung nicht entsprechen, von der Kreditgewährung auszu schließen. Die Sächsische Braunkohlenwertanleihe, die zunächst in Höhe von 250 000 Tonnen zur Zeichnung aufgelegt wurde, ist bereits am zweiten Zeichnungstage mehr als zwölfach überzeichnet gewesen. Auf die Zeichnungen sollen insgesamt 500 000 Tonnen unter entsprechender Repartierung zugeteilt werden. Weitere Ausgaben der Braunkohlenwertanleihe find in Vorbereitung. Zeich= nungen auf die 8prozentige Marfanleihe werden bis zum 10. Februar angenommen. Wachsender Heizölbedarf für die Schiffahrt. Neben Kohle und Eisen ist es das Erdöl, das den Mittelpunkt der imperialistischen Bestrebungen der großen Handelsstaaten bildet. Zu Waffer und zu Land werden in zunehmendem Maße die Motoren mit Heizöl gefpeift. So sind nach neueren Feststellungen jetzt bereits 25 Broz, aller Schiffe auf Delheizung eingestellt. Der Brennölverbrauch der Schifffahrt ist von 1914 bis jegt von 1310 000 Tonnen auf 14 383 000 Tonnen jährlich angewachsen. Dabei ist zu berücksichtigen, daß im allgemeinen die Weltschiffahrt hinter dem Borkriegsumfang zu rüdbleibt. Diese Feststellungen find ein wesentlicher Beitrag zu dem englisch- amerikanisch- französischen Streit um die mesopota mischen Delquellen, der zu den bekannten Konflikten in Lausanne geführt hat. Die Löhne in den Privat- Elektrizitätswerken. In den Berliner Privat- Elektrizitätsmerten gelten vom 31. Januar bis 13. Februar in den Gruppen 1 bis 6 Stundenlöhne von 900 bzw. 880 865, 810, 680 und 620 M. Bom 14. bis 27. Februar 30 000 Mart Geschäftsanteil einer Konsumgenossenschaft. Der 1020 b3m. 990, 970, 910, 780 und 720 M. Die Frauenzulage beträgt ab 31. Januar 768 m. pro Woche, die Kinderzulage je Rind 1920 m. fprunghaften Geldentwerfung und den gesteigerten Ansprüchen an pro Woche. Die ständige Schmußzulage für Rohlen und Schlacken. die Betriebsmittel der Konsumgenossenschaften entsprechend. hat die arbeiter fällt mit dem 31. Januar 1923 fort. In Ziffer 3 Abs. 2 der Konsumgenossenschaft in Velbert als erste einen Geschäftsanteil Niederschrift vom 20. November 1922 treten an Stelle von 10 000 m. von 80000 m. beichloffen. Dieser Mitgliedergeichäftsanteil wird, 40 000 m. Wenn sich der Lohntarif der Berliner Metallindustrie wie das auch in anderen Genossenschaften geschieht durch eine für die Zeit vom 12. Februar 1923 ändert, treten die Parteien über bgabe von 10 Broz. der Einkaufsiumme bei jeder eine entsprechende Aenderung vorstehenden Tarifs ab 14. Februar Barenentnabme aufammengebracht. Dem Beispiel der Genoffen1923 in Berhandlung. schaft in Belbert ist nun schon ein zweiter Verein gefolgt, und zwar die Genossenschaft in Stattu pönen in Ostpreußen. Achtung, Schuhmacher! Dieses fonnte nur dadurch erzielt werden, indem unsere Rol legen, welche auf dem Boden der Amsterdamer Gewerkschaftspolitit stehen, der Bersammlung fernblieben. Daher ist es diesmal dop pelte Bfticht eines jeden Kollegen, welcher auf dem Boden der Amsterdamer Gewerkschaftsinternationale steht, in dieser Generalverfammlung zu erscheinen, um fein Stimmrecht aus 3unuzen. Nur dadurch wahrt jeder Kollege seine eigenen Intereffen. 3m überfüllten Saale der Brauerei Friedrichshain nahmen gestern abend die handelshilfsarbeiter im Großhandel Stellung zu dem vom Reichsarbeitsministerium gefällten In der Generalversammlung am Donnerstag in Boekers eft: Bergleichsvorschlag. Wolter gab den Bericht der Verhandlungs- fälen, Beberstraße 17, finden die Neuwahlen zur Ortsver fommission. Er ging noch einmal ausführlich auf die Borverhand- waltung statt. Da es den Kommunisten gelungen ist, im verganlungen und den vom Demobilmachungskommissar vor einigen Tagen genen Jahre mit Mehrheit die Berwaltung zu besetzen, versuchen sie gefällten Vergleichsvorschlag ein und geißelte scharf die Beres diesmal, die ganze Berwaltung an sich zu reißen, um nach Schleppungstatit der Arbeitgeber. Das angerufene rein fommunistischen Richtlinien zu arbeiten. Reichsarbeitsministerium lehnte es ab, die Arbeitgeber zu einem Einheitstarif im Großhandel zu zwingen und stellte den Barteien anheim, sich selbst darüber zu verständigen. Auch ein Schiedsspruch wurde abgelehnt Es machte dann folgenden Bergleichsvorschlag: 1. Für die Zeit bis zum 15. Februar verbleibt es bei dem vom Schlichtungsausschuß gemachten Bergleichsvorschlag. Für die zweite Hälfte Januar 40 Proz. Bis 15. Februar 100 Broz. auf die Januarlöhne. 2. Bom 16. Februar foll ein MindestwochenJohn von 40 000 m. auf unbestimmte 3eit gezahlt werden. 3. Beide Parteien haben sich über Annahme oder Ablehnung des Bergleichsvorschlags bis Freitag, den 9. Februar, abends 6 Uhr, Das Resultat der Berhandlungen wurde von den Bersammelten mit ungeheurer Entrüstung entgegenommen. Alle Redner waren für Ablehnung und fofortigen Streit, da die gebotene Erhöhung in gar feinem Berhältnis zu der enormen Leuerung steht. Die Erregung wird mehr als verständlich, wenn man weiß, daß heute noch in dieser Gruppe Wochenlöhne von durchschnitt lich 16 000 m. gezahlt werden. zu äußern. Mits 15. Februar find tariflich festgelegt. Lohntarife Bönnen gegen Achtung, Seifenarbeiter! Die Löhne für die Zeit vom 1. bis gliedsausweis im Bureau des Fabritarbeiterverbandes, Engelufer Mr. 24-25, Aufgang CI, abgeholt werden. Daselbst find unter den felben Bedingungen die Tarife für die Parfümerie- Industrie zu haben. Das Februargehalt der Bankangestellten. Wie uns der Allgemeine Verband der Deutschen Banfangestellten mitteilt, wurde in den geftrigen Berhandlungen als vorläufiges Februargehalt cine Berdoppelung des entgültigen Januargehaltes vereinbart. Die Haushaltszulage wurde auf 7000 Mart und die Kinderzulage auf Die Organisationsleitung und Verhandlungskommiffion hatten Mühe, die Erschienenen vor übereilten Schritten abzuhalten. Immer 14 000 Mart erhöht. Zahngebisse einzelne Zähne, auch zerbrochene, Gold- und Silberbruch, Brillanten, Uhren, Ketten, Ringe kauft Malitzki& Weiss auch Alte Gebisse brochene Bettwäsche Platin-, Gold- und Silberaruch Korsette pro Zahn 3200, 4000 bis 90 000 Mark zu Fabritpreisen! Gold, Silberbruch zum Tageskurs kauft Dam.- Semd., Sand Zahn- Ankaufsstelle tüch., Tischt, Schürz Warschauer Str. 5, a. d. Frank. Allee. B. Zymelski, Weißenburger Str. 32 usihneiden! Wo laß ich meinen Anzug machen? Wer garantiert für guten Sitz u.Verarbeitung? Mar Motel, Schneidermstr. Neukölln, Ringbahnstr. 33. Tel.909. Lieferung für höchfte Staatsbeamten Biele Anerkennungen u. Dantschreiben Korb- u.Rohr möbel sig. Fabrik, stets herorrag.Neuh. Gr.AusHasen Eckebrecht, id Marken. wahl. Billige Preise Zigaretten Edmund Vos, Blo- Neukölln serliner Str. 14, Nähe Hermannplatz- Tel: äußerst vorteilhaft an Biebervert abzugeb Fritz Senf Dönhoff 727 Neukölln 2264 Repar SW, 2indenstr. 109 sämtlich. 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Theilhaber über„ Die Broblematit bet Togenannten Jugendver irrungen"( Biologische Erklärung der Onanie, ethische und hygienische Beurteilung der Masturbation und ihre Behandlung). Bortragsturjus an vier aufeinander folgenden Freitagen, beginnend am 9. febrúar, abends 7% Uhr, im Ernst- Sädel- Saal, In den Selten 10a, unter Leitung von Herrn Neftor Seinig über das Problem Bie sage ich es meinem Rinde?" 8ur Dedung der Untoften werden pro Abend von Gäften 50 M., von Mitgliedern 20 m. erhoben. Gemeinschaft proletarischer Freidenker, gegr. 1908, Gruppe Webbing. Donnerstag, 8. Februar, 7 Uhr abends, in der Schulaula, Grenz, Ede Biesen ftraße. Thema: Seraus aus der Kirche". Freireligiöse Gemeinde, Bezirk Schönweibe. Donnerstag, den 8. Februar, abends 7 Uhr, in Niederschöneweibe, Schule, Berliner Straße, Bersammlung. den 9. Februar, 8 Uhr abends pünktlich, im Seichensaal, Wildenbruchstr. 33, Bersammlung. Herr Kreisschultat Sylla: Pflege der Individualität in der Bereinigung für Schul- und Erziehungsfragen, Berlin Treptow. Freitag, Schule". Vereinigung für Kunstpflege. Lichtbildervortrag über Feuerbe. ftattungen in alter und neuer geit, fowie Demonstration einer modernen Einäfcherung, Freitag, den 9. Februar, 7 Uhr, im Festsaal der Fortbildungsschule Grünthaler Str. 5, en der Badstraße. Gäste wintommen. Ratten au volkstümlichen Preisen. Berantwortlich für den redakt. Teil: Bictor Schiff, Berlin: für Anzeigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. S.. Berlin. Drud: Borwärts- Budbruderci u. Berlagsanstalt Baul Singer u. Co.. Berlin, Lindenstr. 3. Arbeitsnachweisgcfctz mit Nebenbeftimmungen erläutert von Dr. jur. et phil. BERGER Oberreglerungsrat im Reichsarbeitsministerium und W. DONAU Regierungsrat im Reichsamt für Arbeit vermittlung B'n unentbehrliches Hilfsmittel für Behörden, Arbeitnehmer und Arbeitgeber zur praktischen Einführung u. Anwendung des fell 1.Okt. d. J. tn Kraft getretenen Gefetzes. Preis Grundzahl M. 3.25 BUCHHANDLUNG VORWÄRTS, BERLIN SW, LINDENSTR. 2 ,, Vorwärts"-Ausgabestellen u. Inseraten- Annahme Sayerpedition: Berlin, Lindenstr. 3. Laden. Zentrum: Aderstr. 174, am Roppenplag. Weften: Stegliger Str. 37, Ede Magdeburger Straße. Süden: Bärwalbftr. 47, an der Gneisenaustraße. ftraße 31, Sof rechts parterre. Brinzen Often: Marfusstr. 36. Petersburger Plaz 4. Südoften: Laufiger Blag 14/15. Rorbeften: Immanuel! irchstr. 24. Moabit: Wilhelmshavener Etr. 48. Milling, Erasmussir. 4. Webbing: Müllerstr. 34a. Ede Utrechter Straße. Rosenthaler und Oranienburger Vorstadt: Baitftc. 9. Gesundbrunnen: Bastianstr. 7. Fanersbort: Gönherr Landsberger Str. 10. Ertner: Emil Smang, Scharnweberstr. 11. Fichtenau: Rraeste. Bismardstr. 1. Sichterfelbe- Oft, Lantwig: 5. engel. Lantwis, 8letben. Steglig: Froft. Düppelstr. 35. ftraße 15. Lichterfelbe- Weft: Berndt Stegliter Str. 19. Mahlsdorf: Wilhelm Ruta, hönower Str. 177. Mariendorf: Auauft Leip Faltenberg: Galamenn, Faltenberg, Gartenstadtstr. 10. Frebersdorf- Petershagen: Otto Bilinski. Frebersdorf, Arndtstraße. Friebenan: Rheinstr. 27. Ede Rönnebergftraße. Friedrichshagen: Soffmann, Friedrichshagen, Kurze Renton i Giegfriedftr. 28/29. Giraße 1. allee 45. Nr. 119. Grünau: Pfigner, Röpenider Str. 105. Salenice, Grunewalb: Frau Road, Riost Henriettenplag. Schönhauser Vorstadt: Greifenhagener Str. 22. Brinatwohnung: Ratharinenstr. 4. ablershof: Frl. Balter, Genoffenfchaftsstr. 6, parterre. Seinersdorf: Frau Goldbach. Niederschönhausen SchloßAlt- Glienice: Sad, Friedrichstr. 46, III. Baumschalenweg: Frau Röpte, Riefholaftz, 180, 2aben. Bennigsdorf: Frau Rozbalinfft. Rathenauftr. 3. Bernau, Röntgental. Repernid Schönbrüd Rarow und Buch Soppegarten: Rauf Hoppegarten- Birkenstein, Barzelle Seinrich Brofe Bernau Mühlenftr 5 Biesbort: Danneberg Bittoriaftr. 11. Johannisthal win 6ammifa Bismarditr. 8. Bohnsdorf: Harlemann Genossenschaftshaus Baradies. Rarlshorst: Reinhold Berndt, Baldowallee 4. Buchholz, Blankenburg: Waa nee. Blankenburg, Burgwall. Raulsdorf: Boat Bredered firaße 19. Straße 63. Rönigswusterhausen: E. Meyer Botsdamer Str. 9. Charlottenburg I: Sefenheimer Str. 1. Ravenid, Sirichgarten: Schlag Ricker Git. 6( Laden). Charlottenburg II: Tauroggener Gtz. IL Lichtenberg I: Lichtenberg, Bartenbergstr. 1. Sharlottenburg III, Cichlamp: Joachimi, Raiserbamm 102, 2ichtenberg II, Rummelsburg, Stralans Lichtenberg. Bog. Gartenhaus 1 St. Str. 62. Charlottenburg IV: Brfeziat, Augsburger Str. 47, 2ichtenbera III. Friedrichstelbe: Frankfurter Allee 185. Zaden. sigtenberg IV: Seymez, Röderstr., Gartenhaus. Bortier. Chauffeeftr. 29. Marienfelbe: Greulich, Berliner Str. 143. Neuenhagen Menate Riegelftr. 71. Neukölln T: Nedarftr. 2. Südende udmia Salsteftr 86 Tegel, Borgwalbe, Seinidendorf- West, Tegelort, Joers. felbe, Conradshöhe, Wittenau, Baibmannsluft, Herms. borf, Hohenneuendorf, Birkenwerder: Baul Borfigwalde, Kaufcbftr 10. Teltow: Säfel Ritterstr. 29. Sempelhof: Raifer Wilhelm- Str. 13. Tempelhof: Randler, Sohenzollerntorio 5. Trebbin: Göring. Bahnhoffir. 62. Treptow: Weiß Riefholaftr. 18t. Weißenfee: reunte Berliner fee 54. Reutölln III: Biniler, Sobrechtstr. 40, v. I. Rentöln- Brig: Mittag. Briz. Chauffeeftr. 82. Niederschöneweibe: Schindler. ennftr. 23. Rowawes: Rari Rrohnbera Eilenbahnftr. 10 Oranienburg: Seixt. oenhardt. Stralfunder Str. 6 Bilban- Hoherlebwe: Rub. Lettow. Oberschöneweibe: Robert Baul Mathildenftr. 5. Pantom: Riemann blen fr 70. Bahnsdorf: Teichert Forftstr. 7. tenant, Gillmann. Carmen- Sylva- Straße 57. Wilhelmshagen, Seffenwinkel: Sulge Bilhelmshagen. Wilhelmftt. 81. Wilmersdorf: Frau Schubert, Wilhelmscue 27. Tübinger Str. 2a. Woltersbort: Surbaum Cichendamm 22. Reinidendorf- Oft Schönbola: Albert Bable Brovina Straße 56( Paden) Reinidendorf- Rofenthal: Seinrich Gorstt, Saupt- Zehlendorf, Schlachtenfee, Ritolasfce: Rehlendorf. Teltower rake 28. Schmargendorf: Rehab Breite Str. 3. Schöneberg: Belziger Str. 27. Senzia, Mittenwalde, Schenkendorf, Ricberlehme, Neue Mühle, gernsdorf, Cablow: Friedewald, Genzig, Chauffeeftr. 54. Staatte Gichenwinte! 16. Siemensstadt: Stelio, Reißftr. 22, v. 2 St. Straße 3. Zeuthen, Miersdorf: A. Behling, Bahnhoffic. 2. Boffen: itt, Bahnhofstr. 25. Sämtliche Literatur fomie alle wiffenschaftlichen Werke werben geliefert. Sonntags Rub die Geschäftsstellen gefchlofen.