Nr. 64 40. Jahrgang Ausgabe A nr. 32 Bezugspreis: Für den Monat Februar 2600 m. voraus zahlbar. Unter Areuzband für Deutschland. Danzig, Saar- und Memelgebiet sowie Desterreich und Luxemburg 3600 M., für das übrige Ausland 4600 M. Postbezugspreis freibleiben d. Bostbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, England, Estland. Finnland, Frank. reich, Holland. Lettland, Luxemburg, Desterreich, Schweden. Schweiz, Tschechoslowakei und Ungarn. Der Borwärts" mit der Sonntags. beilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage..Seimwelt" und der Beilage.Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Morgenausgabe Vorwärts Berliner Dolksblatt 80 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Ronpareillezetle toftet 600 M. Reklamezeile 3000 m. Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 180 M.( zulässig zwei fettgedrudte Worte), jebes weitere Wort 100 M. Stellengesuche das erste Wort 100 M., jedes weitere Wort 70 M. 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Die Bergarbeiterver. lin), scharfe Angriffe gegen die Handelskammer zu Berlin bände haben einen Aufruf erlaffen, in dem sie eingangs darauf hinweisen, daß der Abwehrkampf im Ruhrgebiet in ein neues Nach Pariser Meldungen hat der Minister für öffentliche Ar- wegen der von ihr auf Grund des Gesetzes vom 2. Februar Stadium eingetreten ist. Nach den täglich zunehmenden Fällen beiten Le Trocquer gemeinsam mit dem General Weygand 1922 erteilten Devisenhandelsbescheinigungen gerichtet. Er schwerer Eingriffe in Verkehrsleben und Arbeitsbetriebe, nach den und dem Bergwerksdirektor Guillaume dem französischen stellte mißbilligend fest, Berhaffungen und Mißhandlungen, nach den brutalen Gewalt- Minifterium über die Lage im Ruhrgebiet Bericht erstattet. Nach daß die Berliner Handelstammer an 1249 Firmen die Erlaub fafen, die bereits mehrere Menschenleben fofieten, nach feiner Auffassung ist der Angelpunkt der Besetzung die nis zum Devisenhandel erteilt hat, die sonst übera der Kohlensperre über das unbefehte Deutschland, nach den Beschlag- Transportfrage. Der Transport wäre von den Deutschen haupt nicht Bantgeschäfte betreiben, und zwar bes nahmen selbst der den Bergarbeitern für den eigenen Haushalt zu- methodisch desorganisiert. Es sei den Franzosen ge- finden sich darunter 21 Lotterieeinnehmer, einige Spediteure und flehenden Schle, scheinen es die militärischen Gewalthaber Frank- lungen, die Truppenverpflegungszüge wie die inter eine große Anzahl Zigarrengeschäfte." reichs jeht darauf abgesehen zu haben, daß das Ruhrgebiet der nationalen Berbindungszüge wieder in Betrieb zu Die Handelskammer Berlin versucht diese Vorwürfe in Schauplah blutiger kämpfe werde. Zu dem Zweck sehen. Viel wichtiger fei aber die Organisation der einer Veröffentlichung folgendermaßen zu entkräften: werde versucht, durch Spiel und ihre Helfershelfer auf den ver- Kohlen und Kotstransporte nach den alliierten Län„ Wenn der Abgeordnete Schmidt hieraus ein leicht< schiedenen Schachtanlagen Unruhen zu provozieren. Bereits bern. Drei 3üge hätten bis jetzt Aachen passiert und weitere fertiges Umgeben mit Erlaubniserteilung" folgert, fei man auch an Betriebsratsmitglieder herangetreten, um durch Züge würten folgen. Die Franzosen und Belgier feien fest ent- so beweist das seine völlige Untenntnis des Inhaltes des GeBestechungsgelder von täglich 20 000 m. befondere Aus- schlossen, trotz der Sabotage(!) der Reichsregierung die Interfetes, das er als Reichswirtschaftsminister mit unterzeichnet hat. fünfte zu erhalten. Der Aufruf stellt fest, daß diese Versuche mit essen der Bevölferung der befeßten Gebiete zu Entrüstung abgewiesen wurden, warnt die einzelnen Or- verteidigen(!) und das Wirtschaftsleben in Bang zu halten. ganisationen wie die Betriebsräte und ihre Vertrauensleute vor diesen Treibereien, durch die der französische Imperialismus der Ruhrbevölkerung seine Herrschaft aufzwingen wolle, und fordert unter erneutem Appell an das Weltgewiffen, die fofortige Zurückziehung der widerrechtlich im Ruhrgebiet stehenden franzöfifchen und belgischen Truppen. Tanks gegen Passanten. Durch das Gesetz vom 2. Februar 1922 wurde der Devisen. handel nicht verboten, sondern einem Vermittlungszwang Dazu fei eine vollkommen neue Organisation not burch Banten, welche die Finanzämter von den Abschlüffen wendig. Auch der Wassertransport jei politommen des benachrichtigen sollten, unterstellt. Der Handelskammer wurde die organisiert. Es würden Mannschaften mobilisiert werden, um ihn Aufgabe zugewiesen, Bescheinigungen darüber zu erteilen, daß ein wieder in Gang zu bringen. Seine Eindrüde feien ausgezeichnet, Gewerbebetrieb„ Geschäfte über ausländische Zahlungsmittel regelman faffe tie Durchführung scharfer Maßnahmen ins Auge.(!) mäßig mit sich bringt", und zwar an Banten und Banfiers einerHavas dementiert die Meldung, daß eine Maisenausfeits( S 1), an andere im Handelsregister eingetragene Kaufleute weisung deutscher Eisenbahner beabsichtigt sei. Nur die Be- andererseits(§ 3). Die Wirkung war eine verschiedene: Banten amten, die Sabotage übten, würden nach Deutschland zurück- wurden durch sie den im Besize des Depotrechts befindlichen Bank geschickt. Die Meldungen über die beabsichtigte Blockade für Me- geschäften gleichgestellt; ihnen gemeinsam blieb die Vermittlung der tallerzeugnisse feien verfrüht. Der wichtige Bahnhof Hengst ei nördlich von Hagen wurde für den Güterverkehr wieder freigegeben. Die Reichsbahndirektion Ludwigshafen wurde mitärisch besetzt. Das Theater wird mit der Reitpeitsche geräumt. Redlinghaufen, 7. Februar.( Eig. Drahtbericht.) Zu großen Ausschreitungen der Franzosen fam es hier heute nachmittag. Einige Zollbeamle wurden von Franzosen verhaftet, weil sie nicht grüßten. Im Anschluß daran fuhren Tanks durch die Straßen und räumten diefe. Alles wurde von der Straße vertrieben. Franzö- Die Belegung ist auf Bohwinkel ausgedehnt. Auch der Bahn fische Soldaten drangen in das Theater ein und vertrieben die Ju- hof Steele- Nord ist befekt worden. schauer mit der Reitpeitfche. Augenblidlich 12 Uhr nachts ehen noch Patrouillen durch die Straßen und verhindern jeden Berkehr. Die Schwierigkeiten der Ruhrbesetzung. In Duisburg stellten die städtischen Behörden zum Protest gegen die Ausweisung des Oberbürgermeisters Dr. Jarres die Arbeit bis Donnerstag vormittag ein. Proteststreiks. Devisengeschäfte mit jedermann vorbehalten. Andere Kaufleute wurden durch die Handelskammerbescheinigung lediglich berechtigt, auch mit solchen Firmen, die ebenfalls im Besitze der Bescheinigung waren, fowie mit nicht in Deutschland ansässigen Ausländern Ge schäfte über ausländische Zahlungsmittel ohne Bermittlung einer Bant abzuschließen. Der Abg. Schmidt( Berlin) verkennt also das Wesen und die Bedeutung der Handelstammerbescheinigung, indem er sie als Erteilung der Erlaubnis zum Devisenhandel" auffaßt. Er wundert sich ferner ganz grundlos(!) darüber, daß die Handelskammer Bescheinigungen an Firmen, die sonst über. Paris, 7. Februar.( WTB.) zur Lage im Ruhrgebiet schreibt Redlinghausen, 7. Februar.( WTB.) Wegen der Berhaftung haupt nicht Bantgeschäfte betreiben", erteilt hat, da der Sonderberichterstatter des Petit Journal", das große fran von Schupobeamten wurde heute ein 24 stündiger Protest. die Kammer nach dem Gesetze die Bescheinigungen diesen Firmen zösisch deutsche Duell fönne wie folgt gefennzeichnet streit beschlossen, der von morgen früh an in Kraft treten foll. nicht vorenthalten durfte, sofern die gefeßlichen Boraussetzungen werden: Auf der einen Seite ein vom Kohlenhunger betroffenes Infolge verschiedener Zusammenrottungen im Laufe des heutigen erfüllt waren, d. h. nachgewiesen wurde, daß der Gewerbebetrieb Land, auf der anderen Seite wir, die Gefahr laufen, in große Nachmittags wurde die Befagung alarmiert, die daraufhin mit Geschäfte über ausländische Zahlungsmittel regelSchwierigkeiten zu geraten, wenn nicht erstickt zu werden durch eine Tankgeschwadern( 1) die Stadt durchfuhr und die Bevölkerung mäßig mit sich bringt. Ob die Vorausseßungen vorhanden waren, ist Kohlenverstopfung. Beeilen wir uns hinzuzufügen, daß unsere von der Straße verjagte. Systematisch wurde dann von seiten der von der Kammer stets mit der größten Sorgfalt geprüft worden. Lage beneidenswerter als diejenige Deutschlands ist, denn Kohle Befagung eine Jagd auf die Schupobeamten eröffnet. Ein Offizier, Daß von der ungeheuren Menge der am Einfuhrhandel beteiligten läßt sich nicht fabrizieren, und den raffiniertesten Chemikern dem jeweils neun Alpenjäger mit aufgepflanztem Bajonett und mit Deutschlands wird es nicht gelingen, einen„ Erfah" für die Kohle 1- 20 Schritten Abstand Automobile folgten, trat an die Schupobeamten Firmen innerhalb des Groß- Berliner Wirtschaftsbezirks nur 1249 brennstoffe zu finden, während wir hingegen wohl imftande find heran, die selbstverständlich den Gruß verweigerten. Sie wurden die Bescheinigung bekommen haben, zeigt die hierbei von der - zum Teufel auch!- die Bergwertshalben freizumachen. Wag- baraufhin ohne weiteres festgenommen und auf die Autos geschafft. Rammer geübte Zurückhaltung und Strenge. Lotterieeinnehmer gons, Lokomotivea das ist heute unser wahrer Kriegsruf, der Nach den bisher vorliegenden Meldungen sind drei Schupobeamte haben als solche(!) die Bescheinigung überhaupt nicht bekommen, sondern nur als Inhaber von Wechselstuben oder sonstigen fich immer wiederholt. Den i ich denke niemanden vo: den Kopf verhaftet worden. zu stoßen, wenn ich erkläre, daß das, was bis jetzt Befehl ist, voll. Militär gegen die Saargruben. Betrieben, die einen Anspruch auf die Erteilung hatten. Daß manche tommen unzulänglich ist. Man braucht 30 Stunden, um von Saarbrüden, 7. februar.( Mtb.) Sicheren Meldungen zufolge Spediteure in ihrem Gewerbebetrieb regelmäßig Geschäfte über ausDüsseldorf nach Mainz zu fommen, während früher 5 Stunden genügte 1. Die deutschen Eisenbahner, die angeblich nicht streifen, find mehrere Gruben des Saargebiets von französischem ländische Zahlungsmittel zu tätigen haben, bedarf feiner näheren machen uns viel mehr Schwierigkeiten, als fie uns nühen. Das Er Militär besetzt worden, obwohl gar fein Anlaß zum militärischen Darlegung. Unrichtig ist, daß eine große Anzahl Bigarren. geschäfte" die Bescheinigung bekommen hat. Es kann sich hierbei gebnis der Konferenz zwischen Minister Le Trocquer und General Eingreifen vorliegt, da alles in Ruhe und Ordnung verläuft. nur um einige Firmen handeln, die nachgewiesen haben, daß sie Bayot ist nicht zweifelhaft. Es muß energisch mit dem Besen hin. eingefahret werden. Die Saboteure und die mastiert Streifenden müssen ausgeschaltet werden. Die fommende Woche wird Endgültiges bringen. die 1922 seit dem 14. Dezember 1922 ausnahmslos ihre Geltung verloren. Daß weder unter der Geltung des Gesetzes vom 2. Februar 1922 noch unter der späteren Verord. nung das erstrebte 3iel, nämlich die Beschränkung des wirtschaftlich unberechtigten Denisenhandels, ereicht wurde, ist dem AbDie Handelskammer muß geordneten Schmidt zuzu geben. Zu den franzöfifchen Meldungen, daß ein Bergarbeiter. Ständig Tabate aus dem Auslande beziehen. ftreit in Lothringen noch nicht ausgebrochen sei, erfahren wir von auf Grund des Gesetzes vom 2. Februar 1922 erteilten Bescheini Im übrigen ist es bezeichnend, daß der Abg. Schmidt- Berlin die zuverlässiger Seite, daß die Delegierten der lothringischen Bergleute Die Kohlensteuer soll beschlagnahmt werden. beschlossen haben, in den Ausstand zu treten, falls nicht bis Mitt- gungen im Februar 1923 im Zusammenhange mit dem neuen Marksturz besprochen hat. Denn jene Bescheinigungen haben beLudwigshafen, 7. Februar.( Mib.) Nach dem Borbild des woch von den Grubenbesitzern neue Zugeständnisse gemacht werden, kanntlich durch die ebenfalls während der Amtszeit des früheren französischen Holztomitees haben die Franzosen in der Pfalz jetzt daß jedoch schon heute auf einzelnen Gruben die Arbeit niedergelegt Reichswirtschaftsministers ergangene Berordnung vom 12. Oktober noch ein französisches Kohlenkomitee zur Durchführung der mit dem wurde. Rheinlandabkommen von dem Friedensvertrag in Widerspruch stehen- Die französischen Bergarbeiter haben an den Sonderordonnanz über die Beschlagnahme der Kohlen- ftreifenden Saarbergleute ein Sympathietelegramm gerichtet. Steuer ernannt. J einer Bekanntmachung der französischen Be fagungsbehörde heißt es: Das Internationale Komitee und die Internatinale Kohlenkommission in Essen sind über den Stand und über die Bedürfnisse an Brennmaterial aufzuklären. Zu diesem 3wede habe der französische Ingenieur Desfontaines Bollmachten erhalten, um mit den verschiedenen Kohlenkonsumenten und mit Paris, 7. Februar.( WTB.) Die sozialistische Partei des der Industrie, die e: nächstens besuchen werde, in Verbindung zu Seine- Departements fündigt für morgen abend eine große öffentliche jedoch entschieden Einspruch erheben gegen den Versuch des früheren treten. Den Rohlenverbrauchern wird dann in der Bekanntmachung Versammlung für den internationalen Frieden an. Es fprechen für Reichswirtschaftsministers, die Verantwortung für den Mißerfolg empfohlen, dem französischen Ingenieur die zur Er die französische Partei: Paul Faure, Léon Blum, Brade, Paul dieser Maßnahmen von deren Urhebern abzulenten und der Handelsfüllung seines Auftrages nötiger Austünfte zu erteilen(!) und ihm Boncour, Jean Conguet, Pierre Renaudel, Georges Dumoulin; für fammer aufzubürden, welche die ihr im Gesetz zugewiesene Aufgabe nübliche Mitteilungen( 1) gegebenenfalls durch Vermitt die belgische Partei: de Broudere und Vandervelde; für die öfter- mit peinlichster Gewissenhaftigkeit erfüllt hat." lung des französischen Bezirksdelegierten zu machen. Da die pfäl zische Industrie kürzlich in einer Entschließung ausdrücklich erklärte, reichische Partei: Otto Bauer; für die englische Partei: Henderson; nur den Befehlen der deutschen Regierung zu fol- für die deutsche Partei: Hilferding. gen, wird die Tätigkeit des Komitees nicht sehr in Anspruch genommen werden. Für den internationalen Frieden! Protestkundgebung in Paris. Protest der lettischen Gewerkschaften. Die Handelskammer dementiert, indem sie die Tatsachen, die Genosse Schmidt erwähnt hat, zu gibt. Mit vielen Worten redet sie an diesen Tatsachen vorbei, um über folgende überaus wichtigen Feststellungen hinwegzugleiten. Einmal find an unberufene Elemente DevisenhandelsbescheiniVerurteilung der Mainzer Demonftranten. Riga, 7. Februar.( WTB.) Die lettländischen Gewerkschaften gungen ausgegeben worden. Zum anderen hat die HandelsDie anläßlich der Rundgebung beim Thyssen Prozeß in veröffentlichen eine Rundgebung gegen die Besetzung des fammer von dem Mißbrauch der Bescheinigungen ge= Mainz verhafteten jungen Leute wurden vom Militärpolizeigericht Ruhrgebiets. In diefer heißt es, die Abtrennung dieses Ge- wußt, sonst hätte sie feine Veranlassung, die angebliche zu vier Monaten Gefängnis(!) verurteilt. Andere De- biets, das das Herz der deutschen Industrie darstelle, stürze das Strenge", mit der sie vorgegangen sein will, besonders zu monstranten, die am Abend den Truppenfordon durchbrochen hatten, deutsche Proletariat in Verelendung. Der Zusammenbruch Deutsch betonen. Und schließlich mußte sie wissen, daß die Bekämpfung erhielten Gefängnisstrafen von zehn bis fünfzehn Tagen. lands müffe eine verheerende Wirkung auf die Nachbarländer haben.. Des wilden Devisenhandels die Aufgabe der zitierten Geseze war. Obwohl dieser Zweck eingestandenermaßen nicht erreicht wurde, hat die Handelskammer nicht das geringste getan, um die Einschränkung der Devifenspekulation zu verschärfen, sondern sie hat im Gegenteil jede Devisenregelung betämpft. Sie ist also mitschuldig an dem gegenwärtigen Martsturz. Den Bersuch einer groben Irreführung stellt es dar, wenn die Handelskammer sich darauf beruft, es seien den am Einfuhrhandel beteiligten Streifen nur 1249 Bescheinigungen gegeben worden. Die Zahl der ausgegebenen Handelskammer bescheinigungen ist wesentlich größer; wenn man den auch von der bürgerlichen Presse gegeißelten Unfug der Wechsel stuben bekämpft, indem man Zigarrenhändlern und Lotterie einnehmern, die nicht das geringste mit der Wareneinjuhr zu tun haben, Erlaubnisscheine zum Handel mit fremden Zahlungsmitteln aushändigt, so handelt man gegen den Geist der zur Einschränkung des Devisenhandels getroffenen Bestimmungen und hat fein Recht, fich auf ihren formalen Wortlaut zu berufen, es sei denn, daß man nicht ungern dem Spekulantentum Vorspanndienste leistet, unter dem das ganze Bolt leidet. Genoffe Robert Schmidt schreibt uns zu der famosen Erwiderung der Handelskammer: Die Zuschrift der Berliner Handelskammer nötigt mich, ein wenig näher auf die Praktiken dieser Korporation einzugehen. Viel wichtiger als der Erfurs über die juristische Frage, dieser Bertretung des ehrbaren Kaufmansstandes Anstoß daran genommen wurde. Patriotismus und Profit. Bon unterrichteter Seite wird durch WTB. folgende Mita teilung verbreitet: Der Einwand der Handelskammer, daß ja gegenwärtig ihre Bescheinigung nicht mehr in Kurs sei, will nichts befagen, benn in meiner Kritif handelt es sich um die Aufzucht des Durch die Tageszeitungen geht eine Veröffentlichung über ein Abkommen zwischen der Badischen Anilin. und Depisengewerbes durch die Handelskammer. Nach ihr ist die Sache schon von selbst weitergegangen. Sodafabrit und der französischen Regierung be Darf ich darauf hinweisen, daß durch einen Erlaß des treffs Errichtung einer Stickstoffabrit in Frankreich. Dieses Abpreußischen Hanbelsministers vom 14. Septem- fommen ist tatsächlich im Jahre 1919 zwischen der Badischen ber 1922 die Handelskammern aufmerksam gemacht wurden, Anili- und Sodafabrik und der französischen Regierung im Einbei Erteilung von Bescheinigungen an Wechselstuben und ähn verständnis mit der Reichsregierung abgeschlossen worden, in einer lichen Betrieben die Zuverlässigkeit des Inhabers des Unter- Seit, in welcher die Badische Anilin- und Sobafabrik von der frannehmens zu prüfen, besondere Sorgfalt hier anzu sölischen Besahungsbehörde besetzt war und die Gefahr bestand, wenden, und auch die Bedürfnisfrage zu berücksichtigen? Daß daß das, was vertragsmäßig erreicht wurde, ohne Vertrag durch diefer Anforderung Rechnung getragen ist, fann doch wohl Gewalt von den Franzosen genommen würde. nach dem gegebenen Beispiel nicht gut behauptet werden. Schließlich bin ich wohl noch daran schuld, daß die Handelsfammer von ihrer Befugnis diesen leichtfertigen Gebrauch ge macht hat, da sie sich anscheinend felbst für unge eignet hält, eine folche Aufgabe fachgemäß zu erfüllen? Das letztere wäre eine Entschuldigung, die sich hören ließe, aber fein Beweis, daß meine Kritik unberechtigt war. Soweit das Dementi, das offenbar von beteiligter Seite stammt. 1910 Steuerfreiheit für Millionäre! 01 Steuerpragis der Bürgerlichen. Inwieweit Ende 1919 die Gefahr" bestand, daß die Batente der Badischen Anilin- und Sodafabrik von den Fran8cfen durch Gewalt genommen würden, lassen wir dahingestellt. Es läßt sich jedenfalls schwer der Nachweis erbringen, daß die Direktoren der Badischen Anilin- und Sodafabrik durch einen vorgehaltenen Revolver ebenfo zur Hergabe ihrer sonst sorgsam geführten Betriebsgeheimnisse hätten gezwungen werden fönnen, wie etwa die streitenden Eisenbahner im Ruhrgebiet durch Anwendung von Waffengemalt zur Arbeitsleistung angehalten werden, ohne ob Bescheinigung, Genehmigung oder Erlaubnis im Devisen- Der völlige Zusammenbruch des deutschen Befizsteuer- daß sie deswegen einen Prozentvertrag abgeschlossen hätten. handel von der Handelstammer zu ertellen ist, wäre eine Erinftems infolge der Markkatastrophe ist so deutlich, daß ihn Zur Sache selbst möchten wir noch bemerken, daß wir flärung, wie man sich von jener Seite zu der selbst die Bertreter von Kapitalinteressen faum noch bestreiten. die Freigabe von technischen Neuerungen und Verbesserungen leberhandnahme der Hebelstände im Devi Trogdem ist zu befürchten, daß auch die Beratung des Gesetzes zur Benutzung für alle Nationen ebenso wünschenswert ersenhandel verhält. Denn werden wir von dieser Spe über die Berücksichtigung der Geldentwertung achten wie die Herstellung guter deutsch- französischer Beziehunfulation, die an der Börse ihr verderbliches Spiel treibt, nicht in den Steuergefegen, die jetzt im Steuerausschuß des Reichs- gen durch engere Berfiechtung der wirtschaftlichen Interessen befreit, dann gehen wir einer fortgefeßt steigenden Aus- tages begonnen hat, nichts oder nicht viel daran ändert. Die beider Nationen. Aber ebenso wie die Leistungen des Erfinderwucherung derärmeren Boltstreife entgegen, die Verhältnisse beim Bermögenssteuergesetz laffen diefes Ber- geistes durch das kapitalistische System zum Gegenstand des unerträglich wird. Alle Beschönigungsversuche, die die Han- sagen der Besitzsteuern am deutlichsten erkennen. Für die Ber erbitterten Kampfes fleiner Interessentengruppen herabgedrückt delskammer gegen die Auswüchse an der Börse von jeher be- mögenssteuer sollen die Vermögen veranlagt werden auf werden, wird die Herstellung engerer wirtschaftlicher Beziehun treibt, bestätigen nur, daß hier weder der ernste Bille, Grund ihres Standes vom 31. Dezember 1922. Die Begen zwischen dem deutschen und dem französischen Bolk eine Besserung herbeizuführen, noch eine objettine mertung erfolgt in Papiermark, die Zahlung in durch die nationalistische Politik der fapitalistischen Würdigung der gegenwärtigen Verhältnisse sich Geltung vier Raten im Laufe des Jahres 1923! Es ist flar, daß an Cliquen diesfeits und jenseits des Rheins gehemmt oder gar verschafft hat. Deshalb der Kampf gegen die Devisenverord gesichts der starken Gelbentwertung diefe ganze Steuer bereits unterbunden. mung und ihre Vorgänger, die Vertretung der geschäftlichen entwertet ist, e he noch die Beranlagung begonnen hat. Sind aber die Bestrebungen der Badischen Anilin- und Freiheit unter allen Umständen und ohne Rücksicht auf die Das Gefeß über die Berücksichtigung der Geldentwertung Sodafabrik einwandfrei, fo bleibt es unerfindlich, warum Schädigung, die damit dem Gesamtintereffe zugefügt wird. enthält teinerlei zweckmäßige Borschläge zur Abschaffung dieser fie die Beröffentlichung der Einzelheiten des Vertrages Die Handelskammer wäre das Institut, das aus seinen Kreisen unerträglichen Mißstände. Es will vielmehr den Steuertarif nicht selbst vornahm, sondern fremder Initiative heraus Reformen vorschlagen müßte, aber man beschränkt sich auseinanderziehen. Einige Bestimmungen, die angeblich dem überließ. darauf, die Börse gegen jeden Eingriff in ihren Machtbereich Kleinrentner dienen, zeigen, wie bei den Besigsteuern auss zu verteidigen. Bernunft Unsinn geworden ist. Diese Bestimmungen wollen Deutschlands größte Sorge. kapitalvermögen bis zu 600 000 steuerfrei laffen. Insbesondere bei fe ft verzinslichen Werten ist diese Freigrenze berechtigt, da sie hier wirklich dem Schutz der Kleinrentner dient. Wenn man es so lieft, möchte das leiblich scheinen. Da aber das in Industriepapieren angelegte Bermögen nach lächerlich niedrigen Durchschnittsfurfen eingeschätzt wird, entspricht hier ein von der Steuer auf 600 000 mark geschätztes Bermögen nach heutigem Geldwert einem Bermögen von ungefähr 60 millionen Mart. Große Spefulationsvermögen, deren Besitzer die treuesten Kunden der Luruslokale sind, würden also unter die Befreiungsvor schrift fallen und völlig steuerfrei bleiben! Die Berordnung vom 2. Februar 1922 hat der Handelsrammer die Befugnis gegeben, an diejenigen Bersonen und Bersonenvereinigungen eine Bescheinigung zum Devisenhandel zu erteilen, die in ihrem Gewerbebetrieb regelmäßig für ihren Geschäftsverkehr ausländischer 3ahlungsmit telbedürfen. Alle Achtung vor dem Geschick der Handelsfammer, 3igarrengeschäfte und Lotterieein nehmer als solche Gewerbeunternehmungen zu erachten, die regelmäßig für ihren Geschäftsverkehr ausländische Zahlungsmittel gebrauchen. Bielleicht bekomme ich noch die Belehrung. daß solche Unternehmungen nahezu regelmäßig ettauf träge für auswärtige Rennpläße übernehmen und damit ihr Zahlungsverkehr in ausländischer Währung nachgewiesen ift! Nach den Proben, die ich von der Berliner Handelsfammer erlangt habe, würde mich das nicht überraschen. Es handelt sich bei meinen Angaben nicht um 3igarren fabriten, wie die Zuschrift der Handelskammer por täuschen will, nein, um Bigarren läben, um ganz deutlich zu werden. Wenn die Herren von der Handelskammer fich einmal in Berlin umsehen würden, dann sollten sie sich selbst fragen, wie es möglich ist, daß in fopiel Bechselstuben, Bigarrengeschäften und Lottericeinnahmen Devisenhandel befrieben werben tann, ohne daß in der Handelskammer bei Stichproben. Mart In dem taum noch beachteten„ Reichsboten" macht der Fabrike befizer Heinrich Freese, der früher einmal den Ehrgeiz hatte, als fozialer Reformer zu gelten und ber später aus Zorn über den Fehlschlag feiner Experimente nur noch Gelbe" in seinen Betrieb einfielte, Propaganta für die Rüdkehr des Ertronprinzen. Nach einigen Attaden auf die Tränenbrüfen jagt er: 3d glaube deshalb, im Sinne vieler Boltsge noffen zu handeln, wenn ich nochmals die Oeffentlichkeit an rufe und die Reichsregierung bitte, den Kronprinzen endlich aus feiner unwürdigen Lage zu befreien. Die Freiheit, die unseren legten in feinbeshand geratenen Kriegern erwirft worden ist und die wir im belegten Gebiet den Opfern feindlicher Wilfür erringen wollen, darf auch dem Kronprinzen Wilhelm nicht länger vorenthalten werden." Hinzu kommt, daß, wenn nicht im Laufe der Beratung die Bewertungsvorschriften gründlich geändert werden, Ber mögen von mehr als 100 Millionen Mart nur Herr Freese irrt, das deutsche Bolt und die Reichsregierung lächerliche Steuerbeträge zwischen 500 und haben ganz andere Sorgen als die um das Schidjal eines Mannes, 5000 m. jährlich an Bermögenssteuern zu zahlen haben. Die ber in diesen Schidjalstagen für Deutschland fein andesozialdemokratischen Mitglieder des Steuerausschusses haben res Intereffe hat, als sein ehemaliges Baterland mit höchst eitlen gegen diese Bestimmungen des neuen Entwurfes angetämpft, Bhotographien und aufdringlichen Propaganda. jedoch ohne Erfolg. Die bürgerliche Mehrheit des Ausschusses fchriften zu überschwemmen. Wir erwarten, daß die Reichshat die Beratung des Gefeßes über die Berücksichtigung der regierung ein größeres Maß von Tattgefühl besigt, als dieser fenti Geldentwertung in den Steuergesehen mit der Steuerfreiheit mentale Fabrifbefiger und fein, soweit es Deutschlands Not betrifft, für Millionäre begonnen. so gar nicht fentimentaler Kronpring". lich und wesentlich sfizziert, fruchtbare Bewegungen, wie die der romantischen, der großen, der heiteren Oper, der ausländischen, modernen Mufit, des Bolfsliedes, des Tanzes, möglichst turz und gemeinverständlich abgehandelt. 17 fach gezeigt, daß er sein Handwert als Komponist versteht. Im Theater verflingt es oft rafch. Seine Drayeſterlieder( auf Terte Wengers und Storms) haben Anwartfdjaft, öfter gehört zu werden, Musitumschau von Kurt Singer. Diefe Partituren sind mit einer höchft delikaten feber geschrieben, Falfchipieler: Es gibt Mufiler, die spielen falsch aus einem un- in büfteren, besonders eindringlichen Farben ist eine frei auftlingende, gebärdigen, ungebändigten, genialen Temperament heraus: d'Albert. textlich gut gegliederte Sprache eingebettet, und auch der große Prämien für Drudfehler. Die Buchtruder des 16. Jahrhunderts tan jubelt ihm zu, trop der jalschen Tone. Es gibt Spieler, die Drchesterhymnus meldet sich zur rechten Zeit. Gewiß haben Wagner einfach pahen, aus Mangel an Technit, aus Lampenfieber: der Debu- unb Mahler hier Bate gestanden; doch sind die vier Gefänge als Bor hatten dem bösen Drudfehlerteufel grimmige Fehde angesagt, und tant, der Durchschnittler. Heute aber hört man viele falsch spielen ſtufen. zu recht persönlicher Kunst beachtens- und begrüßenswert. einige der hervorragendften Druder, wie Etienne und Plantin, setzten und man sagt sich: weil es falsch flingt, wird es wohl richtig sein. Rudolf straffelt hat sich zu den Matineen des Charlottenburger regelmäßig Breife aus für jeden Druckfehler, der noch in ihren Denn flänge moderne Mufit unserem Ohr richtig( und schön), so Opernhauses eine dankbare Gemeinde erzogen. Gute Arbeit wird Korrekturen gefunden wurde. Auch später sind noch einigemal, wie Die Be in der Bücherstube" erwähnt wird, Preise für das Auffinden von wäre sie eben ihrem Brinzip und Stil nach falsch. Da ist man in getan, das Bopuläre mit dem Unbekannten verbündet. Berlegenheit, die ohne Berfolg der Noten unretibar ist. Was ich gleitung zum D- Moll- Konzert von Brahms war ohne Feuer, ohne Druckfehlern ausgemorfen worten. Bei der Drudlegung der präch non tschechoslowakischer Mujit hörie( unter den forgfamen, fultivierten Stufung, ohne Hebergänge, nur- metronomifah. So hatte Richard tigen Ausgabe des letzten Bandes ven Klopstods Meffias" wurde Händen Vaclav Stepáns), tlang sehr neben der Melodie, ein las Mühe, feinen Willen durchzusetzen. Er tat es, wenn ihm demjenigen, der zuerst dorin einen oder mehrere Drudfehler fände, wenig abfichtlich apart. Rhythmische, tänzerische Eigenheiten, auch die folifiifche, unbegleitete Bhrafe zufiel. Ohne gerade mitzureißen, für jeden Drudfehler der ftattliche Preis von einem Louisbor ver landhaft fentimentale, schlichte Weisen ringen fich nicht ohne Gewalt padt er das Werf mit starker hand, fingt eine weiche Melodie und sprochen. Als John Bytches fein großes Wörterbuch der englischen durch, laffen aber( bei Strido, Sur) einen Ton antlingen, der uns follte nur den Triller pflegen, ohne beffen Bollendung Brahms Sprache erscheinen ließ, murde an jeden Subskribenten zunächst ein schlechtes Cremplar" ausgeteilt, das einen breiten Rand für Ber intereffiert, Stepans Landsieute fesselt. Rolf Ringnes wirft uns op. 15 an Charakter einbüßt. Bücher: Unsere besten Freunde, die Bücher, fommen immer befferungen und Anmertungen enthielt. Die Drudbogen. Dieses eine Sonate von Harald aeverud hin, die man eine Bautenfonate nennen möchte. Sie hat einen unerhörten Sturm, eine Siede- noch in guten, foliden Einbänden, auf weißem Bapier gebrudt, un- fchlechten Eremplars wurden allmonatlich an Berfasser und Berleger temperatur in fich, das presto dominiert und verscheucht jeden ruhigen bekümmert, als Dauerberater, bie feltener enttäuschen als Parti- eingefandt, und nach Verarbeitung aller eingelaufenen Berichtigungen Gefang. Mit den Farben des Orchesters spielt das flavier, ohne turen, Konzerte. Legte Bollkommenheit eines Mufitbuches, im erhielt dann jeder Subffribent das richtige Buch unentgeltlich als feine Bielseitigkeit zu erreichen, ohne zu bedenken, daß bei so titani Tempo, im Stil, in der Gediegenheit des Inhalts und im Schwung Prämie. Glückliches Tschechenland! Das tschechische Finanzfchen Anfängen Steigerungen unmöglich find. Ringnes ist ein des Wortes den Geift einer Zeit, die Geele eines Künstlers aufleben prachtooller, finnlicher, blutheißer Musikant. Die Raserei, der auf- 3 laffen. Diese mitreißende Leidenschaft hat Weißmanns ministerium beabsichtigt, anläßlich des fünfjährigen Jubiläums begehrende Schwung folcher Mufif entbindet feine großen Künfte Berbi", Descens Johann Strauß. In beiden ist zum der Proflamierung der Republit im Oktober dieses Jahres die ersten zu großer, junghafter Kunst. Frieda von Mikulicz macht hier erstenmal eine große Epoche mit allen fünstlerischen, tulturellen, tschechischen Goldmünzen herauszugeben. Es sollen zweierlei und da, griffunficher, ein paar Fehlerchen; auch mangelt ihr physische gesellschaftlichen Bedingungen bloggelegt. Dort Italien und Mufif Arten von Dukaten ausgeprägt werden, und zwar Jubiläumsbutaten Straft. So gelingen die brillanten Bariationen Chopins nicht gerade brama, hier Wien und Tanz. apps Weber" geht mit philo mit den Jahreszahlen 1918-1923 und gewöhnliche Dukaten. Im brillant. Im Pharaonenland" Niemanns gibt fie fleine Stimmungs- logischer Sorgfalt dem Leben, Leiden und Wirten des Reformators ganzen gefangen etwa 1000 Stück zur Ausgabe. Augenblicklich mer. bilder plastisch, mit frischer Unbekümmertheit und eindringlicher der beutichen Oper nach, nach unerschlossenen Quellen und mit Be ben in den Museen fämtliche tschechischen Dukaten seit der Zeit Musikalität. Elifabeth Reinsch Bahr fingt falsch, ja, fie schmiert geisterung für den Meister. Baul Better berührt Zeitfragen in Wenzels des Bierten von Sachverständigen studiert, damit die ent die Töne, statt Intervalle zu treffen. Ihrem nicht gerade frischen, seinem Buch klang und Eros", mit dem ihm eigenen teudy werfenden Künstler in enger Anlehnung an diese historischen Boraber guten Material mußte eine pädagogische Hilfe beispringen, um tenden Etil und in fritischer Ueberlegenheit. Raum ein Kapitel, bilber die neue Münze schaffen fönnen. ihren Gefang fünstlerisch) wirfen zu lassen, feelenvoll, hemmungslos. was nicht Angriffsflächen böte, aber feine Sette, die nicht ihren Die Rorretten: Beingartner ist unter fie geraten. Die persönlichen Charafter wahrte. Das grundlegende Bert über die In der Staatsoper fingt toegen plöglicher Erkrankung von Frau abfolute Sicherheit, ja, Genialität seines technischen könnens lassen esthetik und Bhilofophie der Musi" schrieb Paul Moos, wildbrunn in der heutigen Erstaufführung bes Don Giovanni" die ihn nicht mehr so die Tiefe eines Kunstwerts ergründen, wie in das Wert eines deutschen Sammlers, ben nichts entging, der mehr Barile der Donna Anna Frieda Leiber vom Hamburger Stadttheater, die feiner früheren Berliner Zeit. Die überlegene Bürde, die Glätte zufammenstellte als fchuf, der in diesem Riefenband aber die un bon nächster Spielzeit ab Mitglied der Staatsoper ist. feiner Stabführung, die Publikumsfaszination sind vorbildlich erhörteste Fülle mufitohilosophischer 3been aus vielen Jahrhunderten Spielplanänderung. Frau 3da Bust hat ihr Gastspiel am Luftspiel geblieben und überragen auch tatsächlich das Gros der Dirigenten mit spürfam- flugem Wort begleitet. All diese genannten Bücher gab haus unterbrechen müffen. Ab Donnerstag geht der Mustergatte" in Szene. furmhoch. Grete Druder, die er begleitete, ist in ihrer Sopran- in furzer Zeit die Deutsche Beriagsanstalt heraus, der Das neue Universitätsinstitut für Strahlenforschung ist eine höhe sympathisch, ein voll gefättigtes, warm flingendes Organ belebt auch die Wiederermedung der besten Fachzeitsdyrift, eines ohne Erweiterung des bisherigen Inftituts für Unteriumungen mit Röntgen den Ausbrud. Ein paar Schrettöne, eine sehr unausgiebige Mittel politiche und fünftlerische Engherzigkeit für Gutes, Altes, Neuestes fiablen. Su jeinem Leiter ist der Boyfiler Brosessor B. Friedrich aus lage bedürfen der Pflege. Dieser Echrei gellt aud) da, wo Margaret und Zufünftiges plädierenden Drgans, der mufit", zu banfen erleben. Dentiche Künstler in Baltimore. Die Deutsche Dpern Company", Baldi, die Engländerin, fingt. Die Koloratur ist holperig, der ist. Siegfried Ochs ist einer der anregendsten, flügften, wiffendsten Tonanjak hart. Weder Mozart noch Leoncavallo find ihrer Technik, Blauberer, die unter Musikern zu finden sind. Auch in seinem unter Leitung von Intendant Hartmann und Generalmusikdirektor Leo bequem. Das mag am englischen Blut liegen. In Volksliedern Memoirenwert Geschehenes, Gefehenes" plaudert ein Blech, hat bei ihren ersten beiden Aufführungen in Baltimore( Meiner ihrer Heimat gibt sie ihr Beftes, schöne, innige, gefühlsmäßig vor wißimer, ein gelehrter, ein bei den Besten seiner Zeit beliebter finger und Tristan) bei Bublifum und Presse glänzende Aufnahme gefunden. getragene Stimmungskunst. Bera Binogradowa hat viel ge- Mufifer. 30 Jahre Berliner Mufifleben ziehen an uns vorbet, geEine Rockefeller Stiftung für Deutschland. Die amerikanische fernt, viel gelesen. Gie Tomponiert nach guter Schulregel, nicht ohne zeichnet in ihren Hauptrepräsentanten, Stätten, Bewegungen. Und Rodefeller- Bliftung bat, wie in der Klinischen Wochenschrift mitgeteilt Einfall, doch mit viel leeren Bhrafen, die sich noch dazu oft wieder über alles fliegt ein scharfer Blick, spricht ein gerechtes Bort, in wird, einen Betrag von je 30 000 Dellar für mehrere Jabre der deutichen holen. Ihr Klavierjag ist besonders gelidt, und sie spielt mit Dankbarkeit, in Etoiz, in Zorn.( Berlag Grethlein, Leipzig.) Den Bissenschaft zur Berfügung gestellt. Diele Summe ist hauptsächlich für die Bravour. Josef Achron geigt ihre Suite zum Teil mit blenden Heranwachsenden ist Richard Sternfelbs Bert über Benaturwissenschtliche Forschung bestimmt; es jollen grundläglich nur wissen. dem Schwung, zum Teil höchft gelangweilt. Aber das fann man rühmte Mujiter und ihre Berte( Bongs Berlag) geschaftliche Arbeiten gefördert werden, die ohne die Mittel der Stiftung nicht ihm nicht gerade verübeln. Klaus Bringsheim hat schon mehr. widmet. Die großen Mufiter find in Einzeldarstellungen eindring burchführbar wären. " P " n 9 Die Regierungsbildung in Sachsen. Die Kommunisten, auf die sich die sozialistische Regierung sowohl im alten wie auch im neuen Landtag stützte, haben von neuem gezeigt, daß fie tatastrophenpoliti. ter find. Im neuen Landtag Ichnten sie nicht nur den Eintritt in die Regierung ab, sie haben sogar den Rücktritt ber fozialistischen Regierung wiederum im Berein mit den BürgerItchen erzwungen und damit der Reaktion in die Hand gearbeitet. Am Sonntag nahm die Sozialdemokratie in einer Landesausschußigung zu der Situation Stellung. Man ver ständigte sich dahin, die Regierungsbildung zunächst den Bar teien zu überlassen, die die alte Regierung geftürzt haben. Das Anfinnen der Kommunisten, eine Arbeiterregierung zu bilden, lehnte die sozialdemokratische Frattion ab. Das ganze Trei ben der Kommunisten und ihr Geschrei nach einer Arbeiter regierung ist nur ein Scheinmanöver. Das hat zur Genüge die Bergangenheit gezeigt. In Wirklichkeit wollen sie, frei von jeder Verantwortung, ihre Agitation, die durch die Besetzung des Ruhrreviers und die dadurch verursachte Not begünstigt wird, ungehemmt wettertreiben. Gewalt ohne Recht! Eine deutsche Abwehr französischer Rechtskünfteleien. leber die mangelnde Rechtsgrundlage des Es ist nicht Deutschlands Sache, derartigen Behauptungen über belgisch- franzöfifchen Borgehens an der Ruhr wird die englischen Ansichten entgegenzutreten. Dagegen muß darauf hingewiesen werben, daß nach einer weiteren ausdrücklichen dem BTB. von zuständiger Stelle geschrieben: Der Beschluß der Reparationsfommiffion vom 25. Januar 1923 Bestimmung des Versailler Vertrages bei den Abstimmungen der hat eine allgemeine Berfehlung Deutschlands in An- Reparationskommission die fehung seiner Verpflichtungen gegenüber Franfreich und Belgien Stimmenthaifung eines Delegierten als Ablehnung festgestellt. Der Beschluß spricht von einer allgemeinen Berfehlung des zur Diskussion gestellten Borschlages anzusehen ist. Da es somit im Sinne des§ 17 der Anlage zu den Reparationsbestimmungen des an der für die Auslegung erforderlichen Einstimmigkeit fehlt, würde Versailler Bertrages. Er übergeht dabei die der Reparations fich aus der These der französischen Zeitungen ergeben, daß die Fest fommission betannie Tatsache, daß Deutschland die Leistungen stellung einer allgemeinen Berfehlung Deutschland nicht nur fachlich an rantreich und Belgien lediglich aus Anlaß der Ruhr unbegründet, sondern auch formell unzuläffig wäre. Der aftion eingestellt hat. Deutschland hat mit dieser Maßnahme von Beschluß würde hiermit jeder Rechtswirkung entbehren. einem unzweifelhaften Recht Gebrauch gemacht, dem Recht, halten zeigen. vertragsbrüchig gewordenen Kontrahenten Es ist Die französischen Versuche, na dhträglich eine Rechtfertigung der Ruhraktion zu finden, sind auch noch unter einem anderen Gefichtspunkte bemerkenswert. Sie scheinen zu beweisen, daß Frant. Den Bürgerlichen dagegen ist sehr viel daran ge legen, die Sozialdemokraten in eine Koalition mit den Demo- gegenüber die Erfüllung bestimmter Bertragsverpflichtungen solange reich selbst die Rechtsgrundlage seines Vorgehens nicht als sicher fraten zu bringen, die aber nur mit ber stillen Unter- 3u verweigern, als diese Kontrahenten ihr vertragswidriges Ber- genug ansieht. Ebenso wie die Feststellung einer allgemeinen Ber. hon fehlung Deutschlands ist auch die Folgerung verfehlt, welche die stügung eines Teiles der Boltspartei dentbar Bon einer Berfehlung als einer rechtswidrigen Nichterfüllung Reparationsfommission daraus ziehen will. Mit der Einstelling wäre. Vom parteitaktischen Standpuntte aus befindet sich die könnte nur dann die Rede sein, wenn der Einmarsch Frankreichs der Leistungen von Deutschland an Frankreich und Belgien foll Sozialdemokratie in einer günstigen Situation, da den Massen und Belgiens in das Ruhrgebiet eine vertragsmäßige Aftion wäre. der deutsche Antrag auf Neuregelung der Reparationsverpflichtungen gezeigt werden kann, daß Bürgertum und Kommunisten wohl Tatsächlich bemühen sich gewiffe franzöfifche Zeitungen, den Beschluß hinfällig geworden und der Londoner Zahlungsplan wieder in Kraft in der Lage sind, eine Regierung zu stürzen, nicht aber eine der Reparationsfommission dahin zu kommentieren, daß er die Rechtgetreten sein. neue zu schaffen. mäßigkeit der Ruhraktion feststellt, weil er implicite eine entAlle in der Reparationsfommission vertretenen Regierungen Staatspolitisch ist die Situation nicht frei von Bedenten. sprechende Auslegung der Bestimmungen des Versailler Vertrages Nicht nur, daß wichtige Gesetze, wie die Gemeinde enthalte. Die Zeitungen wissen nicht, oder sind fühn genug zu ver. haben die Notwendigkeit anerkannt, die Endfumme der deutschen reform, das Arbeitnehmerkammergeleb, Steuergesete usw. verzögert werden, birgt auch die un- chweigen, daß sie mit dieser These dem Beschluß der Reparations Zahlungsverpflichtungen zu ermäßigen und Deutschland für die Steuergesete usw. verzögert werden, birgt auch die Un- fommission den Boden entziehen. Wenn nämlich die Zeitungen recht nächsten Jahre einen Zahlungsaufschub zu gewähren. sicherheit, die durch das Hinauszögern der Regierungsbildung haben, würde der Beschluß der Reparationsfommission die Aus- schlechterdings nicht verständlich, inwiefern durch die französischentsteht, eine ernste politische Gefahr. Die Sozialdemo- tegung des§ 18 zum Gegenstand haben, der die im Falle einer vor belgische Ruhrattion, die das Zentrum der deutschen Wirtschaft zu fratie wird deshalb genötigt sein, auf eine beschleunigte fäglichen Nichterfüllung zulässigen Maßnahmen gegen Deutschland zerstören broht, jene Notwendigkeit beseitigt werden soll. Die Repa Lösung hinzuarbeiten. Ihr Ziel ist, eine Minderheitsregie- behandelt. Es bleibe hier dahingestellt, ob sich die Auslegungs. rationstommiffion feht sich deshalb mit ihren Beschlüssen nicht nur rung zu bilden, bie mindestens die Unterstützung der Demo- befugnis der Reparationstommiffion überhaupt auf die Frage er über die früheren Erklärungen der in ihr vertretenen Regierungen, fraten erhält. Selbst wenn es gelingen follte, eine fozialdemo- ftredt, weiche Maßnahmen nach§ 18 getroffen werden dürfen. Selbst sondern auch über die Bestimmungen des Verfalller Vertrages hintratische Regierung zustande zu bringen, erscheint es fraglich, wenn man annehmen sollte, daß die Auslegungsbefugnis ber Repa- weg, die die Reparationsverpflichtungen Deutschlands von seiner ob das Regierungsprogramm der gestürzten Regierung voll rationsfommission so weit geht, so hätte sie eine solche Auslegung Leistungsfähigkeit abhängig machen und feinen notwendigen Lebensbedürfnissen den Vorrang vor den Reparationsverpflichtungen geben. aufrechterhalten werden kann. Immerhin würden felbst not. nach ausdrüdlicher Bestimmung des Vertrages Aus diesen Gründen fann die deutsche Regierung den Beschluß gedrungene gelegentliche Konzeffionen an die Demokraten die der Reparationstommission nicht als gerechtfertigtaner fächsische Regierung von einem Zustande befreien, der auf die Dauer unerträglich wird und bisher jede praftische Arbeit unennen. Bielleicht glaubt die franzöfifche Regierung, durch den möglich machte. Sollte eine rein sozialistische MinderheitsBeschluß Raum für noch weitergehende Maßnahmen regierung nicht zustandekommen, dann wird vor dem even gegen Deutschland gewonnen zu haben. Sie würde sich damit ebenhiellen Eingehen einer Koalition mit den Bürgerlichen die so sehr ins Unrecht sehen, wie sie es mit der Ottupation des Ruhrgebietes getan hat, und wird auch hier der entschloffenen Abwehr Gesamtpartei Sachsens Stellung nehmen. des deutschen Volkes begegnen. Keine Kommunalwahlen im Frühjahr? Der Ausschuß des Preußischen Bandtages zur doch nur einstimmig bejchließen fönnen. Das ist aber nicht geschehen. Die franzöfifchen Zeitungen melben selbst, daß fich das englische Mitglied der Reparationsfommiffion beim Befchluß der Abstimmung enthalten habe. Sie suchen die Tatsache durch die Behauptung zu verschleiern, der englische Deles gierte habe durch die Stimmenthaltung gezeigt, daß er nichtgegen das französische Projekt sei. A1 zugefallenen Wirtschaftsgebiet Elsaß Lothringen Beratung der Städte und Landgemeindeordnung hat Die Konferenz der sozialdemokratischen Redakteure. Henni Glaatstaffe teine Crträgniffe zu die Berwaltung fließen feiner jetzt seine Beraungen aufgenommen, Bor Eintritt in die Beratung Nachdem sich am Dienstag der Bariciausschuß mit der poli dieses Industriegebiets erfordert vielmehr noch 3uschiffe, der beiden Befehentwürfe erörterte der Ausschuß die Frage, ob noch in diesem Frühjahr bie Neuwahl zu den Stadtverordtischen Lage, insbesondere der Haltung unserer Partei zur Ruhr welche die Fehlbeträge der Staatstaffe nur vergrößern. Auch die netenversammlungen und Gemeindevertretunbefegung beschäftigt hatte, traten am Mittwoch im Reichstag die Nuznießung des Saargebiets hat Frankreich nicht zu seinem Borteil gen stattfinden solle. Der Minister des Innern, Genoffe Seve politisen Rebatteure der Partei zusammen, um die zu organisieren vermocht. ring, hat vor Wochen im Hauptausschuß als auch im Plenum des gleiche Frage zu erörtern. In einem einstündigen Referat gab Genolie Außenhandelsstatistit erkennen fast, hat nicht die zu erwartenbe Die Steigerung der Rohstoffeinfuhr, welche tie franzöfifche Landtages die Erklärung abgegeben, daß, wenn die neue Gemeindeverfassung nicht so zeitig verabschiebet werden fönne, auf Grunbermann Miller einen umfassenden Bericht über die Ursachen Zunahme der Ausfuhr von Fertigerzeugniffen gezeitigt. Nach der eines Notgesetzes noch im Frühjahr 1923 die Wahl stattfinden solle. und die Folgen des Einbruchs der Franzosen und Belgier in das amtlichen Statistik betrug bie franzöfifche Einfuhr( insgesamt) Im Ausschuß erklärte jetzt der Bertreter der Staatsregierung, daß Muhrgebiet. Die Debatte ergab böllige Einmütigkeit im Jahre 1922 51,37 millionen Tonnen, oder 11,3 Millionen Tonnen feit diesem Bersprechen die politische Lage durch die Belegung über die von der Partei befolgte Politit, jo baß Genosse eta mehr als 1921, d. h. den Werte nach ist eine Steigerung der Eindes Ruhrgebietes fich wesentlich verändert habe. Die Staats am Schluß der Aussprache wiberipruchslos feststellen fonnte, daß fuhr um 1,8 milliarden Franken vor sich gegangen; die Ausfuhr regierung halte es nicht für ratsam, Neuwahlen vornehmen zu lassen, sich auch die Beiter unserer Parteiprefie und damit sämtliche Störper- nahm um mehr als 215 Millionen Frank in den Monaten Januar roenn große Bezirke des Staatsgebietes unter der Herrschaft bes fchaften der Partei Sinter die Parteifeitung gestellt haben. Ein bis November gegen bie gleiche Beit tes Borjahres ab. Frankreich fremden Militarismus stehen. Auch in Oberschleften und Dftmütig zuwirken vermocht, obwohl es in der Lage war, die Preise auf dem preußen feien die Berhältnisse noch so, daß sie zu kommunalen mütig trat die Konferenz der am Dienstag bom Parteiausiauß hat der rückläufigen Bewegung feiner Ausfuhr nicht entgegen Weltmarkt zu unterbieten; insbesondere vermochte es den Wett Neuwahlen nicht ermutigen. Die Kommunisten und Deutsch angenommenen Entschließung bei. Im weiteren Verlauf der Beratungen wurde eingehend über bewerb gegen England wie auch Belgien durch die billige Brenne nationalen traten für Neuwahlen ein. Aus ihren Argumenten flang nur zu deutlich heraus, daß lediglich parteipolitische Gründe bie Tätigkeit des Sozialdemtratischen Parlamentstoffversorgung auf Grund der deutschen Spa- Kohlenliefe ihre Haltung bestimmen., Die fozialdemokratischen Ber- Dienst" gesprochen. Es wurden mannigfache Anregungen über bie rungen aufzunehmen. Die Angaben einer von franzöfifcher Seite treter erflärten, baß fie bisher energisch für Neuwahlen im Früh Ausgestaltung des Dienstes gegeben und feine Haltung bei wich in England und Amerifa perbreiteten Statistit, taß im Vergleich zum Friedensbedarf an Rohle in Frankreich nur 68, in Belgien, 62, jahr eingetreten feien, aber doch die Beweggründe der Regierung tigen politischen Fragen als richtig anerkannt. in Deutschland dagegen 85 Broz. gebedt feien, find falsch; es waren anertennen müßten. Die Bolfspartei war für Wahlen schon vielmehr in Wirklichkeit in Frankreich 109, in Belgien 102, in im Frühjahr. 3entrumspertreter aus dem befehlen Gebiet Deutschland rund 76 Broz, des Friedensbedarfes gedeckt. Schon der marnten bringend davor, bei den jezigen Zuständen Neuwahlen Dor Der Sprecher der Aunehmen, auch nicht im unbejesten Gebiet. ausgelehnte Kohlenerport Frankreichs nach Spanien, Belgien, Luxemburg, nach der Schweiz und Italien, wie selbst nach DesterDemotraten gab die Erklärung ab, daß jeine Partei damit einverstanden sei, die Neuwahlen hinauszuschieben, wenn eine dahinreich und Ungarn läßt erkennen, daß die französische Darstellung gehende Berständigung amischen allen Barteien zustande täme. feiner Kohlenlage unrichtig ist, ebenso wie auch die Tatsache, daß man in Frankreich die Zuflucht dazu nimmt, die 8 wangs. Andernfalls würden die Demokraten fich für die Wahlen schon im Frühjahr aussprechen. Der Ausschuß beschloß schließlich, die Ente meife Ablieferung von 9 Millionen Tonnen deutscher Kohlen im icheidung über die Frage der Neuwahlen zu vertagen, bis Jahre 1921 als freiwillige Ausfuhr des deutschen Kohlensyndikats die Lage im Ruhrgebiet beffer zu übersehen sei. hinzustellen. Der unbequeme Ludendorff. # 720 Millionen dänisches Hilfsgeld. Nach einer Meldung des Upenrader Tageblatt" haben die dänischen Arbeiterorganisationen für die gegen den franzöfifchen Bernichtungswillen kämpfenden Arbeiter des Ruhrgebiets 100 000 Kronen zur Verfügung gestellt. Auf den Appell des Deutfchen Rofen Kreuzes hin hat das schwedische Rote Kreuz befchloffen, 12 000 Kronen, rund 120 millionen Mart, für die Nofleidenden im Ruhrgebiet zu überweisen. Es ist uns ganz unmöglich, die vielen Millionen zu verzeichnen, die täglich im Inland und von Privatleuten im Ausland gelpen det werden. Deutschböhmisches Hilfswerk für deutsche Kinder. Die Grenzen der Preiserhöhung durch Steuern. Das öfter. Steuern, die Eisenbahnen durch Erhöhung der Tarife faniert werden. reichische Staatsbudget follte durch Auflegung hoher Zölle und Bei den Berfonentarifen beträgt die Erhöhung bloß das 8400fache des Friedenspreises, also nicht viel mehr als die halbe Die Deutschen der Tschechoslomafci haben ein groß- Entwertung ber Papierfrone, und frogbem wird berichtet, daß die zügiges Hilfsmert eingeleitet. Unterernährte und erholungs- erste Wagentlasse leer, die zweite zu einem Drittel, die britte zur bedürftige Kinder Deutschlands follen für längere Zeit als Gäste Hälfte befekt ist. Die 3ud eraölle und Suckersteuern wurden deutscher Familien in Böhmen aufgenommen werden. Bei der hinaufgeschraubt, und wir lesen im Desterreichischen Boltswirt", daß der Zuckerverbrauch in Desterreich bereits geringer städtischen Erholungsfürsorge in Dresden sind bereits Hunderte von geworden ist als zur Zeit der Rationierung( Butellung pro Kopf) Stellen aus den Kreisen Reichenberg, Gablonz und Kamnitz gewährend des Krieges. Der Weinzoll ist auf 60 Goldfronen meldet. Die Stabt Gablonz hat ein Angebot gemacht, nach bem pro Heftofiter her aufgefest worden; die Folge ist, daß überhaupt allein bort 300 Kinder Aufnahme finden sollen. Jedem Kinde sollen fein fremder Wein hereinkommt, und daß diese Einnahmequelle perfiegt ist. Die Einkommen der einzelnen Bevölkerungs30-40 Kronen zur Sachbeschaffung gewährt werden. schichten tönnen nämlich mit den Preisherauffeßungen teinen Schritt halten, und in diesem Moment liegt die Grenze der Preiserhöhungen auf den Eisenbahnen usw. Als nach dem Morde an Rathenau die große Abrechnung zwischen Deutschnationalen und Deutschvölkischen begann, trat der Name Ludendorffs verschiedentlich in einen Sinne in Er. scheinung, der selbst den Hütern altpreußischer Erinnerungen auf die Nerven fiel. Damals rückte die deutschnationale Bresse merklich von ihm ab und gab ihm etwas bissig den Rat, sich von der politischen Tribüne fernzuhalten. Man weiß, mit welchem Erfolg. Konnte er seine antisemitischen und allvölkischen Geistesblize in der deutschen Bresse nicht unterbringen, so mandte er sich an die Entente preffe, bie fein Kriegspreffeamt noch ein paar Jahre zuvor aufs heftigste befehdet hatte und die sich jetzt ein Bergnügen daraus machte, die Weisheiten" des Herrn Generals einem aufhorchenden Publi fum zu unterbreiten. Aber dieses Arbeitsfeld scheint dem Betäti gungsbrang bes ehemaligen Generalftablers nicht zu genügen. Der Reinhold Bulle, der, wie wir berichteten, von der Deutsch Ruhm eines Hitler läßt ihn offenbar nicht schlafen. Und so nationalen Partei aufgefordert wurde, fein Reichstagsmandat trat er denn seine große Reise nach Desterreich an, die aller- niederzulegen, leistet der Aufforderung eine Folge. dings anders ausfiel als er erwartet hat. Zugentgleisungen find ja In einem Schreiben an den Grafen Weftarp vertritt er die Ans fchuß des Stahlbundes hat seine Abiazpreise für glücklicherweise nicht vorgekommen, aber ber vieglspreffe genügen schauung, daß bon ben 120 000 Stimmen, die ihn gewählt hätten, wieber erhöht, und zwar um 34,3 Bros. Gin Silote die anderen Entgleisungen. Schon erhebt die volksparteiliche 3 eit" nur ein fehr geringer Teil einflußreicher Mitglieder der Deutsch- tabeisen toilet bemnach 1155 M. mehr, als vor dem Kriege ihre warnende Stimine und rä dem Generalstabler, der sich von nationalen Boltspartei gewesen seien, so daß kein Grund für ihn 10 Tonnen à 1000 kilogramm gelostet haben. Begründet wird Konftablern überwachen lassen mußte, angesichts der herrschenden vorliege, zurüfzutreten. Stimmung" mehr Zurüdhaltung zu üben und sich von und extrem deutschvöltischen antisemitischen Rundgebungen fernzuhalten. Ob das etwas nützen wird? Wir befürchten nein. Niemand kann aus seiner Haut heraus, auch einer nicht, der mit so verschiedenartigen Brillen unangenehme Befanntfchaften abschließen mußte. Wirtschaft Frankreichs Wirtschaft im letzten Jahre. Ueber 10000fache Preise für Walzeisen. Der Richtpreisaus. Imm Die Eisenpreiserhöhung mit der fortschreitenden Markentwertung und der dadurch hervorgerufenen Zeuerung der Herstellungstoften". Wobei zu bemerken ist, daß der Stahlbund feine Preise bei einer Mart Befferung der nicht mehr herablegt jeden falls hat er es im vergangenen Dezember nicht getan. Die Breiserhöhung ist zu biefem Zeitpunkt doppelt aurüdauweifen, weil eben erst wieder eine Rohlenpreiserhöhung In Frankreich hat sich eine lebhafte Beschäftigung beborfiebt, die erfahrungsgemäß wiederum Anlaß zur Herauf der Industrie bis Jahresende aufrecht erhalten. Gleichwohl fegung der Eifenpreiie gibt. Dadurch aber werden die Halb Der Fall Eberlein. Der Staatsgerichtshof zum Schuße der bietet das an Botenschäßen und Solonialbesiz reiche Land ein zwie fabritate schließlich derart berteuert, daß es nicht erft der Rubrzollgrenze Republik wird sich wahri beinlich schon in näoster geit mit einem fpältiges Wirtschaftsbild, Steigender Beschäftigung und steigenden mehr bedarf, um die Lage der verbrauchenden Industrien auf das Verfahren gegen den tommunistischen Landtagsabgeordneten berreifen auf dem Inland smartt steht abnehmende Ausfuhr Aeußerste zu erschweren. Die Börie erteilt auf diefe Breispolitit, lein wegen feiner Märzaltion in Mitteldeutschland zu befaffen froh Preistinterbietungen auf dem Weltmartt gegenüber. Der hohe die die Verbraucher trifft, ihre Anwort mit gewaltigen Kurs. Es geht nicht an, daß die durch haben. Der Preußische Landtag batte befanntlich seinerzeit Eber Schußzoligürtel ermöglicht der franzöfifchen Industriebevölferung erhöbungen der Montanaftien, leins Immunität aufgehoben, worauf er nach Rußland floh und rege Beschäftigung, legt dafür aber der gesamten Käuferschaft die Südficht auf das Gemeinwohl begründete Zurückhaltung, die erst nach Wiederherstellung feiner Immunität zurüctehrte. Das steigende Barenpreise auf.( Steigen der Großhanteismeßsiffer im fich die breite Deffentlichkeit gegenüber Maßnahmen der von der gegen ihn beim Reichsgericht schwebende Verfahren nabmi aber allgemeinen seit dem zweiten Viertel 1922.) Frankreich wertet seine Stubrbefegung betroffenen Industrien auferlegt, von den geschäftsseinen Fortgang und ist nunmehr dem Staatsgerichtshof Rolonialreichtümer nur gering aus. Der Wiederaufbau der zer tüchtigen Schiverindustriellen zu Pribatgeschäften ausgenugt übergeben worden. störten Gebiete fchreitet nur langsam verwärts. Aus dem reichen wird. Was wird die Neichsregierung dagegen tun? Gewerkschaftsbewegung Der Streif im Berliner Holzgewerbe. Notgemeinschaft" im Berliner Einzelhandel. fforgungsgebührnisse der elsässisch- lothringischen Bergarbeiter feien Betriebsräte! Man schreibt uns: Bei den Verhandlungen über die Januar- umzustellen. gehälter für die Angestellten des Berliner Einzelhandels am 19. Januar hielten sich die Arbeitgeber für verpflichtet, die Besprechung mit einer Die Bollversammlungen der Gruppen finden an folgenden Abenden statt: Kundgebung für die durch die Ruhrbefezung Bedrängten zu be- x Metallindustrie: Montag, 12, Februar, 7 Uhr, in den Sophien- Sälen, ginnen und unter Berufung auf die Deutsche Notgemeinschaft an Sophienstr. 17.- VII Holzindustrie: Dienstag, 13. februar, 7 Uhr, im Dres II Bauindustrie: Mittwoch, 14. Februar, den Opferfinn aller Schichten des deutschen Voltes zu appellieren. dener Rafino, Dresdener Str. 96. 5 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 24-25, Gaal 4.-I Bank, Handels. Den Schluß der Verhandlungen bildete sodann ein Bngeständnis und Bersicherungsgewerbe, V Freie Berufe, XV Sozialversicherung: Donnerstag, IV Chemische von 78% Broz. auf die Dezembergehälter, fürwahr ein herrliches 15. februar, 7% Uhr, in den Gophien- Sälen, Gophienstr. 17. Industrie: Freitag, 16. Februar, 6 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Saal 3. Bekenntnis zur Deutschen Notgemeinschaft. III Bekleidungs- und Textilindustrie, X Leberindustrie: Montag, 19. Februar, 7 Uhr, in Wiltes Feitfälen, Sebastianstr. 39. VIII Landwirtschaft, IX Lebens. und Genußmittel: Dienstag, 20. februar, 7 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Saal 5.- VI Graphisches Gewerbe: Mittwoch, 21. Februar, 5 Uhr, im Gewerk. schaftshaus, Goal 1. XII Staatliche und kommunale Behörden, XIII Berkehr: Donnerstag, 22. Februar, 7½ Uhr, im Gewerkschaftshaus, Gaal 4. 1. Die Neuwahl der Betriebsräte und ihre Bedeutung. 2. Freie Aussprache. Die Streilleitung schreibt uns: Der Kampf in der Berliner Solzindustrie nimmt verschärfte Formen an. Die vom Holzarbeiterverband aufgestellte Forderung ist durch die weitere Steigerung der Lebensmittelpreise weit überholt. Den Arbeit gebern wurde daher die neue Forderung auf eine Zulage unterbreitet von 100 Proz. für die Zeit vom 28. Januar bis 3. e- Wenige Tage später segte eine Steigerung des Dollars ein, bruar, bon 125 Broz. bis 10. Februar und von 150 Broz. bis die so sprunghaft und grotest war, daß ihr nur die ständige Herauf17. februar. Die in den bewilligten Betrieben Beschäftigten stoßen segung der Warenpreise im Berliner Einzelhandel zu folgen verdamit auf erneuten Widerstand, so daß weitere Arbeitseinstellungen mochte. Den Angestellten blieb es überlassen, sich mit den gewährten oder die Einbeziehung auch dieser Betriebe in den Lohnfampf zu 73, Broz. zu behelfen und die riesengroße Lücke zwischen Einerwarten sind. Die Arbeitgeber verhalten sich nach wie vor tommen und Bedarf festzustellen. Auf die Eingabe des gentral- 3. Erfahwahlen für die Generalversammlungsdelegierten. Es ist Pflicht sämtlicher Betriebsräte, in ihren Gruppenvollversammlungen ablehnend. Man veriucht sogar die Provokationen fortzu- verbandes der Angestellten, eine nachträgliche Erhöhung zu erscheinen. Als Legitimation dient die Betriebsrätekarte und das VerbandsFreigewerkschaftliche Betriebsrätezentrale. sezen, welche Aufgabe in erster Linie der Fachzeitung", dem für Januar zu gewähren, wurde vom Arbeitgeberverband im buch. Drgan der Berliner Arbeitgeberverbände zufällt. Co ichreibt diese Einzelhandel eine glatte Ablehnung mit der Begründung Bolzarbeiter- Delegiertenwahl! Infolge des Streits im Berliner HolzgeFachzeitung", daß es eine Prämie auf den Streit be- erteilt, daß die Gehaltsäge für den Monat Januar durch den am werbe finden bie Wahlen der Delegierten zur Generalversammlung, die für deuten würde, wenn die Lohnforderungen bewilligt würden. 19. I. getätigten Vertragsabschluß ihre endgültige Regelung die Branchen und Bezirke zum 12. Februar angefegt waren, nicht statt. Die Ortsverwaltung. gefunden haben. Eine Betätigung der Auffassung der Arbeitnehmer, in neuer Wahltermin wird von der Verwaltung noch bekanntgegeben. daß der an den Opfersinn gerichtete Appell lediglich auf die Angestellten gemünzt war. Die Funktionäre des Deutschen Holzarbeiterverbandes haben bie Antwort gegeben, indem die arbeitenden Mitglieder verpflichtet wurden, ein Zehntel ihres Wochenverdienstes zu erweiterter Unter stügung für die Kämpfenden abzuführen. Die streifenden Verbandsmitglieder werden Freitag, vor mittag 10 11hr, im Saalbau Friedrichshain zum Stand des Kampfes Stellung nehmen, um den Berliner Holzindustriellen die Antwort zu geben, die ihnen gebührt. Zutritt zu dieser Versammlung nur gegen Vorzeigung der von ber Organisation herausgegebenen grauen Legitimations. tarten, die von den Vertrauensmännern vom Bureau abzuholen find. Zur Aftion" im Berliner Baugewerbe. Der Berband der Ausgeschlossenen sucht seine Aftion unter den Arbeitern der Aktiengesellschaft für Bauausführungen durch Attionen" gegen die Wahrheit in der Roten Fahne" zu beleben und versäumt dabei nicht, den Klingelbeutel zu schwingen. Die Schuhwarenfirma H. Leiser Nachfolger weiß allerdings noch einen Ernährungs atveig für Angestellte. Schreibt sie doch einem Angestellten, der ein Retto- Monatsgebalt bon ca. 57000 M. für Januar bezog, auf ein Geiuch wegen Erhöhung folgenden Brief: „ Eine Erhöhung des Ihnen zustehenden Tarifgehaltes lehnen wir ebenfalls ab, weil wir Ihnen durch Gewährung recht hoher Brämien für die Aufdedung von Diebstählen die Möglichkeit bieten, Jhr Einkommen bis ins Ungemesiene zu steigern." Gibt es wohl einen größeren Hohn für die Notlage der Angestellten? Angestellte des Berliner Einzelhandels! Nur eine Antwort gibt es hierauf, macht Eure Organisation mächtig und schlagfräftig! Organisiert Euch allesamt im Zentralverband der Angeftellten, der einzigen lassenlampforganisation für Angestellte. Diese allein ist in der Lage, den Herausforderern die gebührende Antwort zu geben. öffentlicht. Der Borstand der Baugewerkschaft Berlin des Deutschen BauBorschußzahlung an die Berliner Gemeindearbeiter. gewerksbundes erklärt dazu wiederholt, im Einverständnis mit seinen bei der Aktiengesellschaft für Bauausführungen beschäftigten Mit- Der Berliner Magistrat hat gestern beschlossen, den städtischen gliedern, daß eine Differenzen zwischen der Organi. Bollarbeitern einen Boricuß von 20 000 Mart sofort au lation und der Aktiengesellschaft bestehen und solche zablen. Die übrigen Arbeiter erhalten ebenfalls entsprechende in letzter Zeit auch nicht bestanden. Jedes Berbandsmitglied Borschüsse. Die Verhandlungen über die Erhöhung der Löhne der ist daher berechtigt, bei der Firma zu arbeiten, auch auf der städtischen Arbeiter beginnen Freitag vormittag. Baustelle am Salzufer, ohne daß ihm der berechtigte Bor wurf des Streifbruchs gemacht werden kann. Während es den Achtung, Buchdrucker! Ausgeschlossenen darum zu tun ist, die Verbandsmitglie= Kommenden Sonntag, vormittags 10 Uhr, finden zehn der von der Baustelle zu verdrängen, muß es Sache Bezirksversammlungen statt, die zur gegenwärtigen Situation im ber Organisation sein, die Verbandsmitglieder wieder in Arbeit zu Buchdrudgewerbe Stellung nehmen. Die Lofale werden noch verbringen, die durch die Irreführung der kommunistischen Sonder Der Gauvorstand. organisation taraus vertrieben wurden. Vom Bergarbeiterstreik im Saargebiet. Trotz des Streifs der Bergarbeiter herrscht in Saarbrüden vollfommene Ruhe. Die Eisenbahner haben sich bekanntlich solida= risch mit den Bergarbeitern erflärt, falls die Regierungskommiffion Maßnahmen gegen die Bergarbeiter ergreifen würde. Eine endgültige Entscheidung über den Eisenbahnerstreit ist aber noch nicht gefallen. Wegen der Lohnstreitigkeiten in den Gruben des Moselbezirtes werben heute die Verhandlungen beginnen und man hofft, daß diese auch eine Rüdwirtung auf den Streit im Saargebiet haben werden. Die Gewerkschaftsführer des Saargebietes protestieren energisch gegen die Nachrichten, die dem Streit der Bergarbeiter politische Motive unterschieben wollen. " „ Ich forge nur für die Kollegen des Berbandes der Ausgefchloffenen, ihr anderen geht uns nichts an," erklärte der Bertrauensmann der Ausgeschlossenen, Vollmann, in Spandau. Darum breht es sich bei der Solidarität", die von den Ausgeschlossenen in der Roten Fahne" proklamiert wird. Die Verbandsmitglieder sollten brotlos gemacht und gegen die Organisation aufgebracht werden. Wer sich den Ausgeschlossenen anschließt, soll dann wieder Arbeit bekommen. Die Lüge, der Baugewerksbund zahle feinen Mitgliedern feine Unterstügung, wurde bereits zurückgewiesen. Sie wird weiter verbreitet, einmal um gegen den Baugewertsbund Stimmung zu machen, weiter aber, um für tie Geldsammlungen des Verbandes der Ausgeschlossenen auf den Baustellen Reklame zu machen, damit das Geschäft besser geht. Die Verbandsmitglieder, die durch die neueste Attion" in Mitleidenschaft gezogen sind, haben in ihrer Versamm. lung beschlossen, es nach wie vor abzulehnen, sich von den Draht ziehern unterstützen zu lassen; fie protestieren entschieben gegen die falschen Darstellungen des Verbandes der Ausgeschlossenen in der Roten Fahne". Die Zumutung, durch Hergabe von Geldern für die Sammlungen jener Leute zur Bekämpfung der eigenen Drganisation beizutragen, müssen die Berliner Bauarbeiter zurü de weisen. Darum nochmals: Laschen zu!" HERMANN Die franzöfifchen Bergarbeiterverbände der Moskauer Richtung haben am Dienstag einstimmig beschlossen, eine ohnerhöhung von 1,50 Fr. für die über Tag und von 2,50 Fr. für die unter Tag beschäftigten Arbeiter zu fordern. Falls diese Forderung bis 16. Februar nicht erfüllt werde, würde der Generalstreif einfeßen, der ausschließlich toirtschaftlichen Charakter habe. Die bisher gewählten Teuerungszulagen müßten ben Lohnsägen zugerechnet werden. Es müßten außerdem Arbeiterräte ein gefeßt und die Steuerabzüge aufgehoben werden. Die Ver AfA- Funktionäre bez Metallindustrie. Donnerstag 7 Uhr im Deutschen Hof, Ludauer Straße, Bersammlung. Bericht über die Verhandlungen mit dem 33. Mitgliedsbuch und Funktionärausweis legitimieren. Ohne beide Ausweise tein Eintritt. Metabeto! Um 6% Uhr, vor der Funktionärversammlung, Bufammenkunft im Deutschen Hof, Vorraum. bag Deutscher Werkmeisterverband, Bezirksverein 12, Städtische Meister. Frei. Uhr in der Schulaula Weinmeisterstr. 15 Mitgliederversammlung. Zentralverband der Angestellten. Sektion Chirurgiemechanit, Laboratoriums. apparate und Dentaldepots: Allgemeine Branchenversammlung morgen, Frei tag, 7 Uhr in Saverlands Festfälen, Neue Friedrichstr. 35. Stellungnahme zum Februar- Einkommen. Ober- und Niederschöneweide, Johannisthal. Mit gliederversammlung morgen, Freitag, 7% Uhr im Rest. Räthel, Oberschöne weide, Brückenftr. 15. Achtung, Teilnehmer des Rurfus Engelbert Graf! Am Sonntag geologische Banderung Ertner- Rüdersdorf. Treffpunkt vormittags 7% Uhr am Haupteingang Schlesischer Bahnhof, Madaistraße. Deutscher Metallarbeiterverband, i..: Seinrich Hellwig. Briefkasten der Redaktion. 3. D. 84. In einer Reinigungsanstalt mit Formaldehyddampf behandeln Taffen; vielleidyt tann Ihnen ein Drogist ein wirksames Mittel zur Selbst. behandlung geben. Wetter bis Freitag mittag. Etwas warmer, zeitweise beiter, jedoch überwiegend bewollt. Im Weiten geringe Regenfälle, im Osten troden. Frische füdöstliche bis füdwestliche Winde. Berantwortlich für den redatt. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Th. Glocke, Berlin. Berlag Vorwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Singer u. Co. Berlin. Lindenstr. 3 Hierzu eine Beilage und Unterhaltungsbeilage Heinwelt". Regelmässige Verbindung von Bremen über Southampton, Cherbourg nach New York durch die prachtvollen amerikanischen Regierungsdampfer NÄCHSTE ABFAHRTEN: President Harding. George Washington.. President Roosevelt America 14. Februar 21, März 21. Februar 28. März 28. Februar 4. April .. 11. April 16. Mai Verlangen Sie Prospekte und Segellisten Nr. 83 UNITED STATES LINES BERLIN W 8 Unter den Linden 1 BERLIN NW 40 Invalidenstraße 93 General- Vertretung: Norddeutscher Lloyd, Bremen Er raucht Batschari er ist Qualitätraucher. WO PUHONNÝ A BC Tietz BGE Lebensmittel Fische Ffund Sowelt Vorrat 650.Grüne Heringe Seelachs kopflos, im Ganzen... Pfand 1400.Seeforellen Pfand 1200.Wurstwaren Corned beef3200.amerikan., ans4400.Zungen gewogen. Piand Sülzwurst.... Pfand 3300.Mettwurst robe 3500.Sprotten Rotbars Pfand 1400.Schollen.... Pfand 2300.- geräuchert Bestes Seitenpulver Dixin erleichtert Boden aber Ohne Chloru .. 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Wenn von einigen Seiten bedauert wird, daß Fremde nunmehr großen Einfluß im Berliner Schiffahrtsverkehr auszuüben imstande find, so haben sich die Berliner Spediteure und Speicher- besitzer mit den durch ihre Vertreter beliebten dilatorischen Vcrhand- lungen dies selber zuzuschreiben. 'Der voreilige Schuß. Gefängnisstrafe für ein Mitglied des Selbsifchuhes. Welche bedenklichen und verhängnisvollen Folgen es haben kann, wenn der Schutz der öffentlichen Sicherheit nicht in den Händen geübter und ruhiger Beamten, sondern aufgeregter und ängstlicher Laien ruht, zeigt« eine Verhandlung vor der Strafkammer des Land- gerichts II. Dort hatte sich der Angehörige einer sogenannten Selbst- schutzorganisotion, der Hausbesitzer Wilhelm Hagedorn aus Wilhelmshogen zu verantworten, der durch ein voreiliges und stümperhaftes Umgehen mit einer Schußwaffe den Tod eines voll- kommen ruhigen und harmlosen Mitmenschen verschuldet hotte. Die wachsende Unsicherheit in den Vororten und die zahlreichen Einbrüche und Ueberfäll« hatten die Einwohnerschaft von Wilhelms- Hagen bei Erkner veranlaßt, aus der ehemaligen Ein- wohnerwehr eine Selbstschutzorganisation zu schaffen, die nächtliche Patrouillengäng« unternahm. Auch der Angeklagte Hagedorn befand sich eines Nachts auf einem Kontrollgangc, als er einen einsamen Nassanten ihm entgegen- kommen sah. Da der Fremde auf seinen Anruf nicht gleich antwortete, machte er von seinem Revolver Gebrauch und gab nach seiner Angabe mehrere Schüsse ab, die den Unbc- kannten zu Boden streckten. Hinterher stellte es sich heraus, daß es sich um einen harmlosen Postbeamten handelte, der vom D i e n st kam und nach Hause wollt«. In der gestrigen Verhand- lung verteidigte sich der Angeklagte damit, daß er zunächst einen Schreckschuß abgegeben hätte und dann, als der Fremde, den er für «inen Einbrecher hielt, auf ihn zukam, noch einmal geschossen habe. Er wollte in Notwehr gehandelt haben.— Die Zeugenaussagen ergaben aber, daß nur ein Schuß gefallen sei, so daß der Ange- klagte sofort auf den Postbeamten gezielt haben muß.— Das Gericht hielt diesen Tatbestand auch für erwiesen und verurteilt« Hagedorn, noch über den Antrag des Staatsanwalts hin- ausgehend, zu zwei Jahren Gefängnis. Um Sie KohlenzuschüflTe. Streitigkeiten zwischen Hausbesitzer und Mietern wegen mangelhafter K o h le n v e r s o r g u n g für die Zentral- Heizung haben einem Hausbesitzer eine schwere Straf« einge- bracht. In dem Hause Konstanzer Str. 68 war der Mieterausschuh seit dem Jahre 1919 mit seinem damaligen Hauswirt, dem Fabrik- besitzer Wilhelm Zilcnski, in dauernden Streitigkeiten. Die Mieter klagten, daß sie i n dem Winter 1919/26 f n st ohne Hei- z u n g gewesen seien, und auch in dem folgenden Winter kam es zu heftigen Auseinandersetzungen. Daraus entspannen sich über die zu zahlenden Kohlenzuschüsse Streitigkeiten. Der Hauswirt brachte eine einstweilige Verfügung heraus, durch die die Mieter zu zahlen verpflichtet wurden. Der Mieterausschuß behauptet«, daß der Hauswirt eine falsche eidesstattliche Versicherung über die Vorlage der Abrechnung und über die Kohlenrechnungsbeträge abgegeben habe. Das führt« zu einer Anklage, die gestern gegen Zilenski vor der 1. Strafkammer des Landgerichts III zur Verhandlung kam. Das Gericht verurteille den Angeklagten auch wegen Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung zu vier Monaten Gefängnis, billigte ihm aber Strafaussetzung bis zum Jahre 1926 zu. Jedoch wurde dem Angeklagten auch eine Geldbuße von einer Million Mark auferlegt, die bis zum 1. Mm 1923 zu zahlen ist. Neue Mietenerhöhung durch die— Schornsteinfegermeister. Im Berliner Polizeipräsidium fanden gestern nachmittag Be- sprechungen über eine neue Heraufsetzung der Mieten infolge der Forderungen der Schornsteinfeger- m e i st« r statt. An der Konferenz nahmen Vertreter der organisierten Mieterschaft, des Bundes Berliner Haus. und Grundbesitzervereine, des Magistrats und der Schornsteinfeger statt. Bekanntlich haben die Schornsteinfeger unter Streikan- d r o h u n g eine nicht wesentliche Heraufsetzung der Kehrtaxcn ver° langt, die eine starke Belastung der Mieterschaft darstellt. Bei der Besprechung erklärten die Vertreter des Gaues Berlin im Bunds Deutscher Mietervereine, daß die Mieterschaft gegen diese neue Belastung schärf st en Prötest einlege. Di« Kehr- bezirke der Schornsteinsegermeister seien im Gegensatz zu anderen Städten derart klein, daß jeder Meister nur einen Gesellen be- schäftizen könne. Die Meister verlangten jetzt ein Einkommen in Höhe von 1% des Geselleneinkommens und Erstattung aller Un- tosten von 9,75 Proz. des Gesellenlohnes. Die Mieterschaft empfinde ein solches Verlangen um so ungerechter, als infolge der zu kleinen Bezirke der Meist er überhaupt nicht mehr arbeiten, sondern lediglich den Gesellen beaufsichtigen könne. Die von den Mietern zu tragenden Schornsteinfegerlöhne betragen jetzt bereits 29 Proz. der monatlichen Grundmiete. Da die Schornsteine nur alle sechs Wochen einmal gereinigt werden, habe der Meter für diese Arbett das 129fache der Erundmiete zu zahlen. Der Vertreter des Bundes der Berliner Haus- und Grundbesitzervcreine schloß sich diesen Darlegungen voll inhaltlich an. Danach oerließen Hausbesitzer und Mieter zusammen die Sitzung und erklärten, daß sie nicht früher an weiteren Verhandlungen teilnehmen würden, bis das Meister- gehalt herabgesetzt sei._ Die Gefahren öer Aufstockungen. Einheitliche Regelung für ganz Vreujzen. Für das Aufstocken von Gebäuden, das in den letzten Iahren mit Rücksicht auf die hohen Kosten von Neubauten einen immer größeren Umfang angenommen hat, galten bisher nur die allge. meinen baupolizeilichen Vorschriften, die natürlich auf diese bisher ungewohnte Bauweis« nicht besonders eingestellt waren. Das Bau Unglück im Masse- Haus hat nunmehr die Berliner städtische Baupolizei veranlaßt, besondere polizei- liche Bestimmungen für das Aufstocken von Ge- b ä u d e n auszuarbeiten, in denen oie bisher auf diesem Gebiet gemachten Erfahrungen verwertet werden und die dazu dienen sollen, ein« Wiederholung derartiger Einsturzkatastrophen nach Mög- lichkeii auszuschließen. Die betreffenden Vorschriften werden zur- zeit in den verschiedenen Dezernaten der Baupolizei bearbeitet. U. a. beabsichtigt man, bei allen künftigen Aufstockungen den Ein- bau von Zwischengerüsten zwischen dem alten und dein neu zu errichtenden Gebäudeteil zu verlangen, die die bewohnten Räume des aufzustockenden Hauses davor bewahren sollen, durch etwa einstürzende Neubauteil« in Mitleidenschast gezogen� zu werden. Besondere Vorschriften sollen ferner über die höchstzu- lässige Belastung der obersten Decken«rlasien werden. Für den Fall, daß auf diesen Decken Baumaterial aufgestapelt wer- den muß, will man die Errichtung einer besonderen Bohlenunter- lag« fordern, die«ine zu starke Delastunq der eigentlichen Decke verhindern soll. Wie wir erfahren, soll auf der Grundlage der von der Berliner Baupolizei ausgearbeiteten Vorschriften dann eine einheitliche Regelung'der Aufstockungsvorschrif- ten für ganz Preußen durch den Wohlfahrtsminister er- folgen, da ja dies« Bauweise nicht nur in Berlin, sondern in fast allen größeren Städten in Aufnahme gekommen ist. Vertreter des Wohlfahrtsministeriums und des Berliner Polizei- Präsidiums haben auch in den letzten Tagen eine ganze Reihe von Berliner Aufstockungsarbeiten besichtigt, um sich über die dort ge- troffenen Sicherheitsvorkehnmgen zu unterrichten und Material für die neuen Baupolizeivorschriften zu sammeln. Die 11-Uhr- Polizeistunde. In einer auserordentlidben Mit- gliederversammlung nahm geilern der Verein der KaffeehauSbeiitzer von Groß-Berlin und Provinz Brandenburg in scharfer Weise gegen die Il-Uhr-Polizeistunde Stellung. Es wurde zum AuS- drück gebracht, daß die Mehrzahl der Kafieehausbetricbe gezwungen fei. umfangreiche Entlassungen von Angestellten vorzunehmen Reben der frühen Polizeistunde habe der in den letzten Tagen be- kanut gewordene Entwurf eincS NotschanksiättengefetzeS große Un- ruhe in da? Gewerbe gebracht. Zugendwelhe Pankow. Der Lebenskunde-Unterricht beginn! heute, Donnerstag, den 8. Februar, nachmittags 4 Uhr. im Jugend- heim Pankow. Breite Straße 32. Eingang Finanzamt. Anmeldungen werden dort noch entgegengenommen. BezirkSbildnngSausschus, Grost-Berli»..Die Macht der Finsternis- von Totttoj(Hauptrolle Rose Licchtensteint DienStag, den'21. Februar, 7 Uhr int Ccutral-Tbeatcr, Alt- Jakobilratze. Preis pro Karte 580 M. Garderobe und Theaterzettel frei. Karten im Bureau des Be- zirkSbildunaSauSIchusf-S. Lindcnslr. 3. 2. Hos 2 Tr.. Zimmer 8.— Pro. > c t a r t s ch e F e i e r it u n d e n am Sonntag, den 25.(jebruar, vormittags 11 Uhr. im Gioxen Schaulpiclkans, Karlttraße. Zum ersten Male bringt der Sprechchor dnS Ehoiwerk.Turm der Gemeinschait'. Karten a»80 M. an den bekannten Stellen, im Bureau des BezirksbildungSausichusseS und im LandgemeindchailS, Abteilung i-nchhandlung.«ophienttr. 21.— Für sämtliche Tbeatervorllellungen im Monat Februar wird em Zuschlag von 50 M. pro Kart- erhoben.— Dir bA-n, die Beträge für die Oper noch im Lause dieser Woche abzurechnen. Heöauernswerte Sriefstempler. Die fortgesetzten Erhöhungen deS Briefportos nötigen die Post- Verwaltung, immer wieder neue Briefmarken anfertigen zu lassen, die auf immer höhere Beträge lauten. Dadurch wird für die älteren Marken, soweit sie noch zur Fronlierung von Briefen be« nutzt werden dürfen, der Wert gegenüber dem Briefpoitobetrag immer weiler heruntergedrückt Bei 29 M. Briefporto innerhalb Berlins halte man von den Marken zu 19 Pf., die noch gelten, volle 200 Stück auf den Briefumschlag zu kleben, so daß dieser ein Riesenformat haben müßte AuS Rußland wurde vor einiger Zeit gemeldet, daß den Briefen manchmal ganze Marlenbogen angeheftet werden, weil' die Briefumschläge nicht Platz genug für die Marken bieten. Aber auch im Deutschen Reich sind der Post schon Briefe über- geben worden, die infolgeder Verwendung geringwertiger Briefmarken eine ganz außerordentliche undfast komisch wirkende Marken fülle aufwiesen. Bor einigen Tagen erhielt der.Vor- Wärts'-Verlag vom Berliner Wetterbureau einen Brief, der mit 36 Diertstm.irken, meist älteren von geringem Wert, beklebt war, so daß er an Buntheit einem Bilderbogen glich. Nur 11 Marken hatten sich auf der Vorderseite unterbringen lassen, für die übrigen 25 mußte die Rück>eite mitbenutzt werden. Zur Entwertung der 36 Marken mußte S2mal der Stempel aufgedrückt werden, damit jede etwa? abkriegte. Noch gesegneter mit Marken war ein Brief. der in diesen Tagen vom Landgericht Essen einem unserer Re« daktionskollegen zuging. Zur Frankierung waren nicht weniger als 46 Dienstmarken verwendet worden, von denen 24 die Vorder- seile bedeckten und 22 auf der Rückseite ihren Play gefunden hatten. 29 von den 24 Marken der Vorderseite hingen noch als Markenbogen zu'ammen, der nur mit dem Rand an den Briefumschlag angeklebt war und als flatternde Fahne lose über der ganzen Vorderseite lag, so daß inan den Bogen abheben mußte, um die Adreffe lesen zu können. Zur Entwertung aller Marken war der Stempel, wenn wir richtig gezählt haben, 42 mal aufgedrückt worden. Ein.Ber- gnügen', solche Briefe zu frankieren, ein größeres noch, die Marken durch Poststempel zu entwerten I Wird diese Arbeitsverschwendring aufgewogen durch die PapiereriparniS, die man bei Aufbrauchung der alten Dienstmarken zu machen glaubt? Bei den jetzigen Papier- preisen wäre eZ vielleicht noch profitabler, die Vorräte alter Dienst« marken als Makulatur einstampfen zu laffen, statt daß man in sinnloser Papiervergeudung jeden Brief mit Dutzenden von Marken garniert._ Zur Tariferhöhung bei der Hochbahn. Die noch in Händen des Publikums befindlichen Fahrkarten deS letzten Tarifs berechtigen bis einschl. 15. Februar ohne Nach- Zahlung zur Fahrt. Dasselbe gilt von den Bündelkarten. Die bereits gelösten Wocbenkarten behalten ihre Gültigkeit bis zum Ablauf der Woche. Bis auf weiteres werden alte Fahrkarten mit dem Siempelautdruck.8. Febr. 23' zu den neuen Preisen auSge- geben; der Verkauf neuer Fahrkartenblocks beginnt erst am 16. Fe- bruar. Näheres ergeben die Aushänge. Die Verpachtung öer städtischen Häfen. vor einem bOjährigea Vertrag mit auswärtiger Firma. Der Stodtoerordnetenausschuß zur Vorberatung über die Der- Pachtung der Berliner Häfen und Speicheranlagen hat den Vertrag mit dem Konsortium Schenter u. Co., Wien und München, gut- geheißen und wird dem Plenum der Versammlung die Annahme des Vertrages empfehlen. Di« von einem Konsortium Berliner Spediteure und Banken eingegangenen Angebote auf Pachtung der Häfen konnten nicht be- rücksichtigt werten. Es fehlten greisbare und dem großen Objekt angemessene Unterlagen, auch fehlte die Möglichkeit, mit den von diesem Konsortium entsandten beiden Vertretern irgendwelche bindende Verhandlungen zu pflegen bzw. endgültige Abschlüsse auf einer festen Srundlag« zu tätigen. Die obengenannte Firma Schenker u. Co. hat sich in bindender Form erboten, sofort nach Abschluß des 59jährigen Vertrages 1� Milliarden M. zu zahlen, und ferner die noch entstehenden Baukosten für die Fertig st ellung des W« st Hafens zu über- nehmen. Diese erfordert etwa zwei Millionen Arbeits- stunden bis Mai d. I., weitere 1% Milliarden Mark nach dem Stande der heutigen Löhne für Bauarbeiter usw. Man hoffte im (Nachdruck verboten. De: Malik-Verlag, Berlin.) Drei Soldaken. 31] von 3ohn dos Passos. Zua dem amerikanischen Manuskript Übersetzt von Julia»»um per,. 5. Meadville stand in der Nähe des Lagertores und beob- achtete die Motorlastzüge, die nach der Hauptstraße zu vorbei- defilierten. Grau, schwerfällig und schlammbedeckt ratterten sie vorbei, holperten durch die Locher in der ausgefahrenen Straße und dehnten sich, so weit er sehen konnte, zu einem endlosen Zuge aus, hinunter in die Stadt und den ganzen Weg hinauf. Er stand breitbeinig da und spuckte auf die Straße. Dann wandte er sich an den Korporal, der neben ihm stand und sagte:„Da vorn geht bestimmt was vor." „Sicher", sagte der Korporal und schüttelte den Kopf. „Daniels, der an der Front war, sagt, die Hölle sei aus- gebrochen." „Wann werden wir'ne Aktion sehen?", fragte Meadville grinsend.„Ich würde das beste Stück Vieh von meiner Farm geben, könnte ich'ne richtige Aktion sehen." „Host du'ne Farm?" fragte der Korporal. Motorlastzüge ratterten monoton vorbei. Die Führer waren so mit Schlamm und Schmutz bedeckt, daß man ihre Uniform nicht sehen konnte. „Was denkst du denn," meinte Meadville.„Glaubst du etwa, dach ich'n Geschäft habe?" Fuselli kam an ihnen vorbei. „Hör' mal, Fuselli," rief Meadville.„Korporal sagte, da vorn sei die Hölle ausgebrochen. Gibt vielleicht Pulver zu riechen." Fuselli hielt an und gesellte stch ihnen zu. „Der arme Bill Grey hat wahrscheinlich schon reichlich Pulver gerochen," sagte er. „Ich wünschte, ich wäre mit ihm gegangen," sagte Mead- ville..Mcrde diesen Trick selbst versuchen, jetzt, wo das schöne Wetter da ist. wenn wir uns nicht bald in Bewegung setzen." „Zu gefährlich." „Hört mal den Mann an. Der glaubt, es sei zu gesahr- lrch in den Gräben... Meinst du etwa, daß du da'n Feder- bett geliefert kriegst?" „Ach was, ich will doch an die Front. Man will aber auch vorwärts kommen in dieser Armee." „Wozu vorwärtskommen?" sagte der Korporal.„Man kommt deswegen doch nicht eine Minute früher nach Hause." Ein neuer Zug von Lastautos fuhr vorbei und verschluckte ihr Gespräch. Fuselli packte Medikamente in eine Kiste. Beim Arbeiten liörte er zu, wie Daniels mit Meadville sprach, der neben ihm arbeitete. .. Na, das Gas ist die verfluchteste Geschichte, von der ich je gehört habe," sagte er.„Habe Leute gesehen, denen dte Arme wie Blasen davon angeschwollen waren." „Warum bist du ins Krankenhaus gekommen?" fragte Meadville. „Lungenentzündung," antwortete Daniels.„Ich hatte einen Kameroden, de? von einer Granate direkt in zwei Teile gespalten wurde. Er stand so nahe bei mir. wie du jetzt und pfiff Tipperary, als da plötzlich nur ein großer Blutfleck war und er dalag mit aufgerissener Brust. Der Kopf hing wie an einem Faden herunter." Meadville spuckte auf die am Boden ausgestreuten Säge- späne. „Na. was glaubst du. geht jetzt an der Front vor?" „B-rdammt, wenn ich das wüßte." „Dieses Hospital da in Orleans war so voll, daß Leute draußen auf dem Pflaster auf Krankenbahren den ganzen Tag warteten. Kenne das. Die Kerls sagten, daß da vorne die Hölle ausgebrochen sei. Die Fritzies scheinen im Vor- marsch zu sein." Meadville sah ihn ungläubig an. „Diese Rotznasen." sagte Fuselli.„Die können ja gar nicht vorrücken, sterben ja schon Hungers." „Du bist wohl auch so einer," meinte Daniels,„der olles glaubt, was in der Zeitung steht?" Die Soldaten sahen Daniels unwillig an. Sie arbeiteten schweigend weiter. Plötzlich kam der Leutnant herein. Er ließ die Tür offen hinter sich. .Kann mir irgend jemand sagen, wo Sergeant Olstcr ist?" „Er war vor einigen Minuten hier," antwortete Fuselli. „Wo ist er aber jetzt?" schnauzte der Leutnant ärgerlich. „Weiß nicht," murmelte Fuselli und wurde rot. „Sieh nach und suche ihn." Fuselli marschierte ab. Draußen vor der Tür hielt er an. Sein Blut kochte vor Mißmut. Wie zum Teufel konnck er wissen, wo d-r erste Sergeant war. Er sollte wohl noch Hellseher werden! Die ganze Bitterkeit, die sich in seinem Bewußtsein angestaut hatte, strömte an die Oberfläche. Sie hatten ihn nicht richtig behandelt. Er fühlte eine hosfnungs- lose Wut gegen diese ungeheure Tretmühle, an die er an- geseilt war. Die endlose Folge von Tagen, alle gleich, alle voller Befehle, die endlose Monotonie des Drills und der Paraden erwachte in seinem Bewußtsein. Er fühlte, er könne nicht weitermachen. Er wußte, daß er weitermachen müsse und werde, daß es kein 5)alt gebe, daß seine Füße im Gleich- schritt, in dem Tritt der anderen Füße dieser ungeheuren Tretmühle sich weiterbewcgcn würden. Plötzlich sah er den Sergeanten. „Sergeant!" rief er. Dann ging er vertraulich an ihn heran und sagte:„Der Leutnant will dich gleich da drüben sprechen." Er schlich zu seiner Arbeit zurück und kam gerade zur rechten Zeit, um den Leutnant in strengem Tone zu dem Sergeanten sagen zu hören:„Sergeant, wissen Sie, wie die Papiere für das Kriegsgericht fertiggemacht werden?" „Zu Befehl," antwortete der Sergeant mit überraschtem Gesicht. Er folgte dem Leutnant zur Tür hinaus.» Fuselli spürte einen plötzlichen panischen Schrecken. Er arbeitete weiter, automatisch, seine Hände aber zitterten. Er durchsuchte sein Gedächtnis, um irgendeinen Verstoß gegen die Armeeordnung zu finden. Der Schrecken wich so schnell, wie er gekommen war. Natürlich, er hatte keine Ursache, sich zu fürchten! Er lachte weich in sich hinein.„Was für ein Narr bin ich doch, so erschreckt zu sein." Er fuhr in seiner Arbeit fort, den ganzen langweiligen Nachmittag. Abends versammelte sich fast die ganze Kompagnie in einer Gruvpe am Ende der Baracken. Beide Sergeanten waren weg. Der Korporal sagte, er wiffe nichts und ging mürrisch zu Bett. Schließlich sagte jemand:„Ich wette, dieser Jude, der Eisen- stein, ist'n Spion." „Der ist auch nicht in den Vereinigten Staaten geboren, nicht? Irgendwo in Polen oder sonst so einem verdammteu Land. Sprach auch immer so komisch." (Fortsetzung folgt.) t 18. 2. tommiffion in der Juristischen Sprechstunde, Lindenstr. 3. Wahl des Obmanns und Aussprache. Bilbungsausschuß: Freitag, den 9. Februar, Streis Weißenfee. Freitag, ben 9. Februar, 7% Uhr, im Rathaus, Zimmer 21, 6 Uhr, bei Reim, Urbanstraße, Sigung. Wichtige Besprechungen. Cigung des Kreis- und Abteilungsvorstandes. Kreis Eiergarten. Sonnabend, ben 10. februar, 8 Uhr, erweiterte Kreisvorstandssigung bei Rrüger, Butligftr. 10. faltung im Jugendheim Lindenstr. 3. Vortrag des Genossen Kobalawa: Die Lage Georgiens". Gäste willkommen. Jugendveranstaltungen. Gewaltige Ueberschwemmungen in Mitteldeutschland. 16. Kreis Kreuzberg. Feeltag, den 9. Februar, 8 Uhr, Sigung ber Bethungs.| Jungfozialisten. Montag, den 12. Februar, abends 18 Uhr, Gesamtveran Aus Mitteldeutschland tommen zahireiche Meldungen von Ueberschwemmungen und Hochwasserschäden. In der Nähe Na umburgs und Rudolstadts ist die Saale aus ihren Ufern getreten. Weite Flächen sind überschwemmt. Zahlreiche Straßen find nicht paffierbar. Auch die Unstrut und die Helme find über die Ufer getreten und haben weite Wiesen- und Ade: flächen überschwemmt. In Jeßnih haben sich die Wassermassen in die Hintergebäude, Keller und andere Räume verschiedener Wohnstätten ergoffen. Die Gemässer haben sich zu einem das Stadtgebiet umgebenden reißenden Strom vereinigt. Es ragen nur die Bäume und Sträucher aus den Flutwellen hervor. Der junge Wildbestand geht durch das Hochwasser zugrunde. Groß- Berliner Parteinachrichten. Die neuen Beitragsmarten für Februar zu 40 m. und 15 m. find im Bureau eingetroffen. Die Kassierer werden um Abholung ersucht. Alle bis Freitag, den 9. Februar, nachmittags 5 Uhr. nicht abgeholten Marken werden am 10. Februar durch die Bost zugestellt. 3. A.: Alex Pagels. Bohusdorf. Donnerstag 8 Uhr bei Birth, Bahnhofstraße, öffentliche Bersammlung. Thema: Ruhrbefegung und Arbeiterschaft". Referent farrer Bleier. 127. Abt. Sohenschönhausen. Freitag, den 9. Februar, 7 Uhr, öffentliche Bersammlung in der Aula der Gemeindeschule Rödernstraße. Thema: Die politische Lage und die Ruhrbejegung". Referent Genosse Düwell, M. b. St. Sonn1. Kreis Mitte. Freitag, den 9. Februar, 7 Uhr, Fortsegung der Kreisver treterversammlung in Saverlands Festfälen, Neue Friedrichstr. 85. abend, den 10. februar, 7 Uhr, Sigung des erweiterten Kreisvorstandes bei Dahms, Schlegelstr, 9. Sonntag, den 11. Februar, vormittags 10 Uhr, Fraktionsfigung der Stadt und Bezirksverordneten in Haverlands Fest fälen, Neue Friedrichstr. 35. 3. Kreis Wedding. Freitag, den 9. Februar, 7 Uhr, Sigung des erweiterten Borstandes an belannter Stelle. Toilettes reisser Chocoladen- Likör 148. Heute, Donnerstag, den 8. Februar: st. Reichsbruderci. Die Beerdigung des am 3. d. M. verstorbenen Schrift. fegers, Genossen Willi Schütt, findet nachmittags 4 Uhr auf dem Friedhof in Friedrichshagen statt. gungsozialisten. Gruppe Treptow: 7½ Uhr im Jugendheim, Elfenftr. 3, Mitgliederversammlung. Gruppe Friedrichshain: 7½ Uhr in der Gemeindefchule Straßmannstr. 6, Vortrags- und Diskutierabend. Thema: Ruhrbesetzung und Friedensbewegung". Es werden die Februar- Hefte ausge geben. Gruppe Tempelhof- Mariendorf: 7% Uhr im Lotal Hansen, Tempel hof, Boruffia-, Ede Neue Straße, Bortragsabend. Gruppe Süden: 7½ Uhr im Jugendheim, Bärwaldstr. 64, Mitgliederversammlung. Morgen, Freitag, den 9. Februar: 3. 26. st.( Stabtbeairte 129-144). Infolge Berlegung der Kreisvertreterverfammlung findet die Funktionärßigung nicht Freitag, sondern Montag, den 12. b.., ftatt. 6. 7% Uhr bei Koppelmann, Schwebter Str. 264, Gigung sämtlicher Partei und Gewerkschaftsfunktionäre. 27. Abt. Die Einäscherung bes Genossen Paul Alaing. Gleimstr. 21, findet Fret. tag, 6% Uhr, im Krematorium Gerichtstraße statt. 72. 96t. Wilmersdorf. 71 Uhr Gigung des erweiterten Borstandes bei Hauler, Auguftaftr. 19. 74. bt. Zehlendorf. 7 Uhr Funktionärßigung im Cotal midlen, Potsdamer Straße. Bortrag des Genossen Arille: Die Organisation als Rampf. instrument". Verschiedenes. 86. Abt. Mariendorf. 7% Uhr erweiterte Borstandssigung im Rathaus Mariendorf, Bimmer 26. 101. Abt. Treptow. 74 Uhr im Sort, Wildenbruchstraße, Sigung ber Bezirksführer und Bezirkstaffierer. 103. Abt. Oberföneweide. Der Borbereitungsunterricht zur Jugendweihe beginnt Freitag nachmittag 4 Uhr im Reichenjaal der Rottmeyer- Schule. Unmeldungen aur Jugendweihe werden in der Unterrichtsstunde entgegengenommen. 114. bt. Bichtenberg. 7% Uhr Borstands- und Funktionärsigung bei Schwarzer, Gabriel- Mar- Str. 17, 128.- 130. bt. Panlow. Die Funktionärkonferenz und Abteilungsvorstandsfigung fällt aus wegen des gemeinfoaftlichen Zahlabends. Jungfezialisten. Gruppe Schöneberg- Friedenau: 7½ im Jugendhort, Feurig ftraße 35, Bortrag des Genossen Dr. Hermberg. Verein Sozialistische Arbeiterjugend Groß- Berlin. Mitgliederversammlungen am Donnerstag, den 8. Februar: Friedenau: Jugendheim Offenbacher Str. 5a. Meutöka I: Jugendheim Münchener Str. 53. Wedding: Jugendheim Gemeindeschule Ruheplagstraße, Bortrag: Entwidlung der Wirtschaftsgeschichte". Der Ortsausschuß für Jugendpflege Neukölln veranstaltet am Freitag, den 9. Februar, abends 7 Uhr, in der Bobdinstraße, eine Kinovorführung. Zur Vorführung gelangen märkische und norwegische Landschafts- und Tierbilder. Eintrittstarten zum Preise von 30 M. für Jugendliche und 100 M. für Er. wachsene find am Saaleingang zu haben. DUNLOP Gummibereifung Die Weltmarke bürgt für Qualität! Sie husten nun schon wochenlang und haben immer noch nicht das ichtige Mittel dagegen gefunden. Wir raten Shnen, aus 50 Gramm echtem Fagofot- Extraft durch Auftochen mit Bib Buder und 1 affer eine preiswerte, prompt wirkende Huftenmedizin selbst herzustellen. Echter Fagofot- Egiraft ist sicher erhältlich in allen Apotheken. Landauer& Macholl Curacao Heilbronn weiss triple sec. Vertreter: Karl Kast, Potsdam, Bismarckstr. 3. Fernsprecher: Amt Potsdam Nr. 366. Wilhelm Wetzel, Berlin- Wilmersdorf, Mecklenburgische Str. 20. Fernsprecher: Amt Pfalzburg Nr. 3400. Theater, Lichtspiele usw. Komische Oper Opernhaus Volksbühne Außer Abonnement 6 Uhr: 7 Uhr: Neu einstudiert Das Wintermärchen Don Giovanni Schauspielhaus 7 Uhr: Hidalla Lessing- Th. 7 Uhr: FAUST Frtg. bis Sonnt/ 71/ 2: Liebelei/ D. Lore Deutsch. Theat. Deut. Künstler- Th. 72: Penthesiles Allabendlich 7 U.:) Ft. 7: Improvi sationen im Juni Magdalena/ 1. Klasse 8: Der Kreis Kammerspiele Denisch. Opernhaus Ftg. 8: Der Kreis 7, U.: Fidelio Gr.Schauspielh. Große Volksoper ( Karlstraße) im Theat. d.Westens 12: D. Freischütz 7 Die törichte Intimes Theater Jungfrau 8 U.: Frau Adas G. m. Fig. 7: Die to- b. H. Die G'schamige richte Jungfrau Sonntag, 11. Febr. 2 Uhr: Maschinen- 8 stürmer Theater i. d. U.: Lustspielhaus Der Mastergatte Metropol- Theater 71/ Königgrätz. Str. New York- Berlin 8 Uhr. Die wunder- Stg. 3: Die Bajadere lichen Geschichten Neues Operett.- Th d. Kapelim. Kreisler 72: D. neue Gilbert ( 7) Dir.: James Klein( 7%) Internat. Revue in 25 Bildern Europa spricht davon 6 Balletts! 200 Mitwirkende! Mr. Jackson vom Alhambra- Theater in London mit seinen engl. Girls sowie die bekanntesten Dar steller von Bünne und Film Vorverkauf ununterbrochen Admirals- Varieté A 73 Febr.- Programm unübertrefflich Cunard Linie Urania Derband der Gemeinde- u. Staatsarbeiter Sundevertauf, Antauf, stufchlagstaften fowie alle anderen automa Theater 5, Uhr Gymnast. Körperschulung. 8 Uhr: Steinachs Forsch. H. Reichshallen- Th. Allabendlich 72 Unr, Sonntags nachm 3 Uhr Filiale Groß- Berlin Freitag, den 9. Februar, nachm. 5 Uhr in Boeters Festsälen, Weberstr. 17: Fortsetzung der bathe Preiss General- Versammlung Säng. Tages Ordnung: Dönhoff- 1. Rufftellung der Kandidaten zur Urwahl der Ortsverwaltung und der Feltbefolbeten. Brett 2 Wahl der Revisoren, der Bibliothekskommiffion. Anf.7%. Berbandsangelegenheiten. Theater a. Kottb, Tor Zutritt haben nur die für 1923 neugewählten Delegierten Tägi. 7% and gegen Borzeigung bes Mitgliedsbuches und der Delegierten Sonnt.nach. 30. tarte Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Elite- Sigung der Erweiterten Verwaltung: Donnerstag, Sänger den 8. Februar, abends 6 Uhr, im Ortsbureau. U. a. Langholzens Schwiegersobne! Etablissement Cafe 35/18 WINDRIEN VarietéMielka Spielplan Friedrichstr. 60 Ecke LeipzigerSt. Varieté- Kabarett in Heitere Spiele u. Margaretensaal Abends 7: Neues Febr.. Programm Rauchen gestattet! Emmit Triedrich Sonnab. z. 1. Male: Katja, die Tänzerin Am 21. Februar 1923 Arnold Rieck 5. Februar, 1% Uhr Aus d. Leben Insekten" mit Margit Suchy, Komödie von J u. K. Czapek Alb.Steinrück, Charl. Schultz, Charl.Ander Muth, Beckersachs, Paulsen, Tiedtke, Gross, Mamelok Neues Th. am Zoo Frieda Richard.Her- Jean Gilberts Operette mann Picha, v.Twar- Dorine a. der Zufall dowski, Hans Herrmann, Marx, Dern- Neues Volkstheater burg, Klupp, Reuter Uhr Sardanapal Komödienhaus Renaissance- Theat. 8: Kameraden%, Uhr: Die Juden Abel, Delschaft Schiller- Th. Charl. Berliner Th.Uhr Der Schöpfer 7.15: Madame Thalla- Theater 712 Uhr: Ein Jahr Pompadour ohne Liebe Hilde Wörner, Ro- Th. a. Nollendorfpl. berts, Kiper, Haskel 74 Uhr: Königin der Straße Residenz- Th. 3: Vatter aus Dingsda Täglich 8 Uhr 8s lebe Theaterin d.Kommandant.- Str Uhr: Katte Wallner- Theater das Beben! Uhr: Der kühne von H. Sudermann Ida Wüst, Else Wasa. Schroth, Klein, Bircher Trianon- Th. Täglich 8 Uhr Erika Glässner in Schwimmer HAMBURGNEW YORK via SouthamptonCherbourg Schnelldampfer , Tyrrhenia 17 000 tons. Erbaut 1922. Oelfeuerung Vorzügl. Gelegenhelt zur Beförderung von Lissi Der Blaue Vogel Passagieren u. 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Februar, nachm. 31 Uhr, von der Zeichenhalle des Neuen BuifentirchPianos bojes, Rentblin, Hermannstr., aus ſtatt zur Miete Ansbacher Str. 1, Fake Rurfürstenstraße Ehre ihrem Andenken! Nege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Marken- und andere perfchied am Sonntag, 4 Febr., abds Nach einem arbeitsreichen Leben Zigaretten bei Ad. Nagel Hermannplag 6 Moritz 5323. gestiegen im Preise sind Ungeheuer alle Lebensmittel u. Bedarfsartikel. Kleine Anzeigen billig! im Vorwärts sind immer noch M ünzen kauft Münzenhandlung Kehlert, Lothringer Str. 34 10 Uhr, nach schwerem Leiden mein lteber Mann, unfer guter Bater, Großu. Schwiegervater, der Schneidermfte. Paul Klaing im 62 Lebensjahre. Jm Namen aller Sinterbliebenen Frau Marle Klaing, geb Rühl. Trauerfeier: Freitag, 9. Febr., aids 6. Krematorium Gericnftr. 87/38 Verkäufe Möbelfabrik ,, Zukunftaunend billigen Breifen. Raß, Cor E. G. m. b. 5. Sonnabenb, ben 24. Februar, nachm. 4 Uhr, General- Versammlung sm. 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