Abendausgabe Nr. 73 40. Jahrgang Ausgabe B Nr. 37 Bezugsbedingungen und Anzeigenpreise sind in der Morgenausgabe angegeben Redaktion: Sw. 68, Cindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-295 Tel- breffe: Sozialdemokrat Berlin Vorwärts Berliner Volksblatt Preis 50 Mark Dienstag 13. Februar 1923 Berlag und Angeigenabteilung Geschäftszeit 9-5 Uhr Berleger: Borwärts- Berlag GmbH. Berlin S. 68, Lindenstraße 3 Jernsprecher: Dönhoff 2506-250% Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Wesel und Emmerich besetzt. Der Rheinverkehr nach Holland abgeschnitten. Der Fortgang der Ruhraktion. Furcht vor der Opposition. Rom, 8. Februar 1923. Am 5. Februar find in ganz Italien Massenverhaftungen von Kommunisten vorgenommen worden, Bejel, 13. Februar.( Eigener Drahtbericht.) Jn Wesel denen man ein Komplott gegen die Sicherheit des Staates zur sind heute vormittag hundert belgische Soldaten unter Führung Last legt. Unter den Verhafteten scheinen sich, soweit sich nach mehrerer Offiziere einmarschiert. Nachdem der Hafen und das Zoll- Die Ruhrbesehung foftet Frankreich, wie der Finanz- den Andeutungen der Presse verstehen läßt, auch Abgeordnete amit befeht waren, erschienen die Offiziere bei dem Bürgermeister. minister de Lasteŋrie mitteilte, monatlich 40 millionen Fran- zu befinden. Das Komplott gegen die Sicherheit des Staates Sie erklärten, daß ihre Aufgabe nicht die Befehung der fen. Ueberdies muß Frankreich, das nach dem„ Deuvre" die foll durch einen Aufruf an die Arbeiter aller Länder begangen Stadt fel. Der ihnen gegebene Befehl laute dahin, die mit der Ruhrfrankenwährung erst einführen will, wenn die Bevöl worden sein, den die Epekutive der fommunistischen InternatioKontrolle des Hafens und des Zollamts beauftragten drei belgischen terung das verlangt, im Ruhrgebiet große Mengen nale in Moskau erlassen hat und der unter anderem die BilZollbeamten zu schühen. Die Soldaten wurden in der Nähe des Papiermart antaufen. Offenbar um das fatastrophale dung eines internationalen Fonds für den Kampf gegen ben Hafens einquartiert. In der inneren Stadt find teine Truppen Defizit der glorreichen Attion zu mildern, haben die Franzosen Fascismus ankündigt. Als belastend wird es unter diesen Umuntergebracht. Es verlautet jedoch, daß von Dinslaken und jetzt Kohle, die sie in Vohwinkel beschlagnahmt hatten, Solin- ständen angesehen, daß man bei einem der Berhafteten, dem Friedrichsfeld aus weitere Truppenmaffen, insbesondere& avalle. rie sich im Vormarsch auf Wesel befinden. Der Bürgermeister nahm ger Industriellen gegen Frankenzahlung angeboten, natürlich Rommunisten Bordiga, eine größere Geldsumme in englischen Bfundscheinen gefunden hat. Die Zahl der Berhafteten beträgt Die Beschlagnahme metallurgischer Erzeugniffe hat begon allein in der kleinen Stadt San Benedetto del Tronto 23, in nen. Heute follen die Eisenbahnen im ganzen franko- Perugia 13, in Venedig einige 20 usw. Gleichzeitig wird die belgischen Besatzungsgebiet übernommen" und dem. General isolierte Gewalttat wieder in weiterem Umfange als in den Bayot unterstellt werden- offenbar, um den unbeugsamen letzten Wochen ausgeübt. Ein Beispiel edler Ritterlichkeit Widerstand der deutschen Eisenbahner durch die fremdherrliche wurde dieser Tage von den Fascisten in Alexandria geliefert, wo man die sozialistische Volksschullehrerin Piacentini gemalt. Offizierspeitfche zu brechen. fam fortschleppte, ihr die Haare abschor und sie dann, nachdem ihr Gesicht und Kopf grün angestrichen worden war, dem öffentlichen Spott preisgab, In diesem Zeichen verwirklicht sich das, was Mussolini„ die Herrschaft des Geistes" genannt hat. von den Mitteilungen der Offiziere unter Protest Kenntnis. Ju gleicher Zeit marschierten in Emmerid neunzig Belgier und fünf Offiziere ein. Sie befehlen den Haupthafen, das Hauptzollamt, die Rheinwerft und die Speditionen. Die Offiziere, die den Bürgermeister von dem Gewaltakt unterrichteten, verlang. fen die Stellung von zehn Geifeln. Das wurde abgelehnt! Unter Proteff erklärte der Bürgermeister sich zur Verfügung ftellen zu wollen. Von der Polizei wurde ausdrücklich Grußpflicht gegenüber den Offizieren gefordert. Auch diefes Anfinnen ift mit Hinweis auf die Anordnung der preußlichen Staatsregierung abgelehnt worden. Die angeforderten Quartiere wurden unter Protest zugesagt. Durch die Befehung von Wefel und Emmerich ist ein ordentlicher Grenzverkehr fowohl zu Lande wie zu Waffer unmöglich gemacht. Der Rheinschiffahrtsverkehr, der bisher noch mit Holland erfolgte, ist jeht vollkommen der willkür der Bejagung ausgeliefert. vergebens. Die franzöfifche Regierung soll an England das Berlan gen gestellt haben, Rohlenbeutezüge durch die englische Befagungszone fahren zu laffen- oder einen Teil dieser Zone an Frankreich abzutreten! In London ist darüber noch nicht entschieden. Inzwischen soll Frankreich auch an o! I and ein Durchfahrtsverlangen gestellt haben. träglich es dem guten Namen der Nation ist, ließe sich ertragen All das, so demütigend es für das Land sein mag, so abats Auswüchse einer revolutionären Epoche, deren Gärung auch die Hefe nach oben bringt, in der der Sieger selbst noch Polizeiknechtung in Gelsenkirchen. nicht zur Selbstbesinnung und zur Läuterung gekommen ist. Wie aber soll man auf Läuterung und Selbstbesinnung hoffen, Gelsenkirchen, 13. Februar.( WEB.) Heute früh dran- wenn alles, was Opposition heißt, gefnebelt baliegt? Benn Der internationale Verkehr des Westens, der bis jeht über den gen starte Teile franzöfifcher Kavallerie, Artillerie und Tanks von die Regierung auch die mildeste Kritik nicht bulbet, so daß sie richfigften Grenzhafen Emmerich nach Holland und weiter nach Redlinghausen kommend in die Stadt Gelsenkirchen ein. Die HauptEngland erfolgte, wird sich jetzt fast ausschließlich über Bremen und wache am Polizeipräsidium wurde unter Anwendung von Gewalt iegt eine Offensive gegen den Freimaurerorden plant und soHamburg abwideln müssen. Mit Schwierigkeiten ist befonders auch entwaffnet. Die Polizeibeamten wurden abgeführt. Sie wurden gar die gelegentlichen und start verdünnten fritischen Bemerfür die Lebensmittelversorgung von Holland aus zu rechnen. Es ist unterwegs blutig geschlagen und mußten im parade- tungen des bis über die Ohren philo- fascistischen" Giornale d'Italia" nicht verträgt, so daß in diesem Treuesten der nicht unbekannt, daß die Reichsregierung und viele Kommunalver- maridh gehen. Es war fichtlich darauf abgesehen, fie jo fchmach- Treuen" unter den Zeitungen eine Redaktionsfrise bevorsteht? bände mit holländischen Cleferanten große Verträge zur Lebens- voll wie möglich zu behandeln. Man nimmt au, daß die Befehung mittelbelieferung abgeschlossen haben. Diese Lieferung ist vorläufig infolge des geftrigen Zwischenfalles erfolgt ist. Die auf Ueberschäzung oder auf Unterschägung der fasciftischen Bewegung beruhende Unfähigkeit Mussolinis, Feinde in Frage gestellt. Zwar ist die Elfenbahnstrede Wefel- Emmerich, Geffenfirchen, 13. Februar.( TU.) Begen des blutigen Borfalls oder auch nur Gegner zu ertragen und anzuerkennen, die eine Hauptverbindungslinie mit Norddeutschland, nicht unter fton am geftrigen Bormittag fagte der franzöfifche General in Redling panische Furcht vor hinterhältigen Anschlägen auf den Fafcis trolle gefielli. Mit dieser vorläufigen Berleugnung der franzöfifchhausen belgischen Tatüt darf aber nicht lange gerechnet werden. Schon ist haufen dem Präsidenten Stieler unparteiische Untersuchung mus, der für ihn gleichbedeutend ist mit dem Besten und Er der Unmarsch weiterer Truppeaverbände auf Wesel gemeldet. Die au. Der Polizeipräsident betonte, daß nach den bisherigen Ermitt habensten bes italienischen Volkes, hat die praktische Folge, Bermutung, daß sie die Aufgabe haben, das Berkehrsneh wie im lungen die französischen Gendarmen allein die Schulb trügen. ben Ministerpräsidenten ganz von der Wirklichkeit abzuBermutung, daß fie die Aufgabe haben, das Berkehrsneh wie im übrigen Industriegebiet fyftematisch zu unterbinden, liegt mehr als Der preußische Minister des Innern hat den Angehörigen des ver schließen. Die Leute, die er sich zu seinen Helfern auserlesen nahe. Gegen diese Gewaltmaßnahmen bleibt nur die Hoffnung storbenen Oberwachtmeisters eine halbe Million Mart überwiesen. hat, find feine Diener, die ihn durch ihre Knechtseligkeit be= eines wirksamen Protestes der holländischen Regie- zwischen Offizieren und Gendarmen, die in dem französischen Auto allem nicht, was man im Lande denkt. Wie könnte er durch Die Angaben der Berichterstattung schwanken immer noch herrschen. Er weiß nicht, was im Lande geschieht, er weiß vor rung, die die Infereffen ihres Landes geschädigt sieht. gefahren feien. periodische offizielle Androhungen die 3ermalmung aller Widersacher des Fascismus in Aussicht stellen, wenn er fich darüber Rechenschaft ablegte, daß diese anfallmeisen Vernich tungsgelüfte selbst in fascistischen Kreisen den Eindruck einer tranthaften Furcht ermeden? Wejel, 13. Februar.( WEB.) Heute früh 8 Uhr wurde das 3ollamt von den Belgiern beseht. 3ollrat Bulle und Ober3ollinspektor Wobbe wurden interniert. Das Rathaus und der Bahnhof wurden ebenfalls befeht. Die Stärke der Befahung beträgt 1½ bis 2 Kompagnien. Für 12 Uhr ist eine Stadtverordneten fihung anberaumt. zieren befragen, ftaff. Als weitere Tangenten" besehung der Brückentöpfe foll aunächst auch Darmstadt befeßt werden. Der Vorwand. Die Gewalttaten werden fortgesetzt. Ruhrrevier, 13. Februar.( Eig. Drahtbericht.) Die gestern in Gelsenkirchen erfolgten blutigen 3wijgenfälle, die ein deutsches Opfer gekostet haben( der schwer verwundete Fran30fe lebt noch), haben die Franzosen zum Anlaß genommen, fi arte Zeilentwaffnung der Recklinghauser Polizei. Redlinghausen, 13. Februar.( WTB.) Gestern nachmittag gegen 5 Uhr fuhren vor dem Gebäude der Schußpolizei drei franzöfifche Automobile mit etwa 50 Soldaten vor und forderten die Heraus gabe sämtlicher Baffen. Nach Berhandlungen mit dem Führer der Schußpolizei begnügten fich die Franzosen mit der Mitnahme der Rarabiner mit Munition. Die Pistolen wurden der Polizei Man will wissen, daß seine Umgebung den Minister. Emmerich, 13. Februar.( WTB.) Heute früh 8 Uhr fehlen Truppenverbände in die Stadt einmarschieren zu lassen. präsidenten mit Schilderungen von Komplotten und geplanten die Belgier über den Rhein und befehten das Haupt- 16 3echenbeamte wurden verhaftet und mit unbeftimm- Attentaten in einem beständigen Zustand der Ueberreizung 301tami, Hafenkopf und das Zollamt Euwer. Die Haupt- tem Ziel abgeführt. Eine Telephonverbindung mit Gelfenben, findet aber seine Korrektur in der Wirklichkeit, wie fie ftragen am Rhein wurden mit Maschinengewehren abist in der Wirklichkeit, wie fie gesperrt. Augenblicklich finden Verhandlungen über die Unter. firchen war um die Mittagszeit nicht zu erreichen. In Effen fich durch die freie Meinungsäußerung zur Geltung bringt. bringung der Besehungstruppen, die ungefähr 100 Mann und 5 Offi- Doppelposten aufgestellt worden. vor der Filiale ein Mussolini enthält sich aber alle Elemente der Selbstfritit und der Kritit seiner nächsten Umgebung vor. Die Wirklichkeit bringt nicht bis zu ihm, nur die Bergölterung derer, die Intereffe daran haben, ihm die Wirklichkeit fernzuhalten. Und so fann er fich nicht flarmachen, daß sich in den Massen immer mehr die Besorgnis verschärft, die neuen Maßnahmen der Regierung, der Abbau der Beamtenschaft, die Abrüftung der Polizei, die Abschaffung des Mieterschußes usw. dienten ledigfich Parteizweden, stellten nichts anderes dar als die Verdrängung der Personen und Interessen einer besiegten Clique durch die Personen und Interessen der siegenden. Bei dem abgrundtiefen Mißtrauen, das die italienische Bevölkerung in jede Regierung feßt, da sie jeder zutraut, nicht dem Ganzen, fondern einer Clique zu dienen, liegt hier die größte Gefahr für den Fascismus. Und mit den periodischen Zermalmungsandrohungen und auch mit Massenverhaftungen geht man dieser Gefahr nicht aus dem Wege, die an den Wurzeln des Staatspreftiges nagt. Kommunistische Sonderaktion. Paris, 13. Februar.( EE) Für die heute morgen um 7 Uhr efolgte Besehung von Besel und Emmerich wird als Grund die Ueberwachung der aus Holland tommenden Rähne angegeben. Die deutschen Bolbeamten müssen zurüdgezogen werden. gelassen. Die Belegung der beiden Städte fällt zusammen mit einem gestern gefaßten Beschluß der Rheinlandtommission( deren englischer Bertreter fich allerdings auch diesmal der Stimme enthielt), Aus dem Ruhrgebiet, 13. Februar, 1,30 Mittags.( Fig. Draht daß von heute an ein volltommenes Berbot auf Siefe. bericht.) Die Rommunisten fordern in den heutigen Ausgaben der rung von Waren in das unbesette deutsche Gebiet bestehen rheinisch- westfälischen Blätter die Arbeiterschaft auf, zu erzwingen, foll. Es handelt sich nicht allein um die metallurgischen Produkte, daß jedem Berheirateten 50 Bentner Rohle von den überfüllten Hal sondern auch um Dünger, Saaten und Farbstoffe. Ausnahmen gegen den zur Verfügung gestellt werden. Diese Kohlen sollen mit 1500 das Ausfuhrverbot tönnten von vie: Bureaus gegeben werden, bie bis 1800 m. pro Zentner das sollen etwa anderthalb Stunden. bezahlt werden. noch gestern abend eingerichtet wurden und sich in Köln, Ludwigs- löhne fein " Wer nicht zahlen kann hafen, Mainz und Krefeld befinden. Ausnahmen sollen aber nur heißt es bem muß eben frebitiert werden." Begründet wird diefe bewilligt werden, wenn die Exporteure eine zehnprozentige Forderung u. a. wie folgt:„ Wenn fich die Kohlenvorräte angefam. Ausfuhrtage auf den Wert entrichten. Ins Ausland werden melt haben, dann haben die Grubenherren den besten Schuß gegen Baren aus dem besegten Gebiet abgehen tönnen, wenn die Expor. den Streit der Bergarbeiter und sie können zum Angriff übergehen." teure eine Erlaubnis des Bureaus in Bad Ems einholen. Dem Mainzer Berichterstatter des Betit Parifien" zufolge werden die Beschlüsse der Interalliierten Rheinlandkommiffion auch im neu befeßten Gebiet Gültigkeit haben. " Die Reichsbank stützt die Mark. Im Devisenverkehr zeigte sich heute feine nennenswerte BerFranzösische Freundlichkeit für Holland. änderung. Der Markt steht weiter unter dem Drude der plan Amfterdam, 13. Februar.( BTB.) Algemeen Handelsblad" mäßigen 3ntervention der Reichsbant, die offenbar meldet, der Telephonverfehr zwischen Holland und Düffel. mit großen Mitteln durchgeführt wird. Die Spekulation dorf sei seit Sonnabend durch das Eingreifen der Befehungsbe nimmt allerdings die heraustommende Ware glatt auf in der hütten, die alle Linien nach Holland mit Beschlag belegt hätten, Erwartung, daß die Mittel der Reichsbank auf die Dauer zu einer pollfommen unterbrochen, ble Störung besonders empfindlich, berartig forcierten Stügungsaftion doch nicht ausreichen werden. meil die Düsseldorfer Telephonzentrale Zwischenftation für den Der Dollar wurde gegen Mittag mit 27 500 gehandelt. Telephonverfehr zwischen Holland und einer großen Zahl mittel- Für Effekten zeigte sich heute auf Grund der start er und füddeutscher Städte sei. mäßigten Rurje wieber lebhaftere Raufneigung. Die panische Furcht vor jeder Opposition drückt auch dem ganzen öffentlichen Leben einen eigenartigen Stempel auf. Die lauten Diskussionen, die man sonst auf den Straßen der italienischen Städte hören tonnte, gibt es nicht mehr. Man spricht nicht mehr laut. Die Voce Republicana" hob unlängst hervor, wie fich heute das Mißtrauen zwischen Freund und Freund stellt, wie heute der eine in dem anderen den Angeber fürchtet. Schreiber dieses Briefes fragte dieser Tage bei einem römischen Verlage nach einem Buche über den Fascismus und wurde zunächst des langen und breiten ausgefragt, wer ihn gerade an diesen Berlag gewiesen habe! Die Antwort, daß es ein Buchhändler aus der nächsten Straße war, genügte nicht: man wollte Namen und Adresse wissen! Und auch die Preffe erstickt und verfintt in der Offiziöfität. Alles ist fo fangweilig, so gestärkt und gefteift; man fühlt in jeder Notiz die Besorgnis, der herrschenden Partei zum Munde zu reden. Sogar der fleine Spalt oppofitioneller Möglichfeilen, den sich das„ Giornale d'Italia" offen hielt, mit Rüdficht auf die stets schwindende Zahl seiner Leser, war schon fo viel, daß er zu einem Protest des Generals Del Bono, Generaldirektor der Polizei und zum Verkauf des chemaligen Organs Sonninos führte. Und doch hätte Mussolini, wenn er fich start fühlte, nichts mehr herbeiwünschen sollen, als eine mannhafte Opposition. Italien liquidiert deutsches Eigentum. Rom, 13. Februar.( CE) Wie amtlich mitgeteilt wird, begann die Regierung, da die Berhandlungen mit der deutschen Regierung über den Rücklauf des deutschen Eigentums nicht vorangeschritten feien, jest praktisch mit der bereits angekündigten Liqui dierung dieses Eigentums. Mussolini der gute Hirt. Rom, 13. Februar.( TU.) Mussolini erklärt: in der Schluß figung der Kammer, über die innerpolitische Lage gäbe s nichts zu tebattieren. Er bleibe, unerbittlich gegen die wegner der Fascisten. Zu den Annäherungsversuchen der geeinigten Sozialisten hemerfte er, daß er räubige Schafe nicht in seinem Stalle dulde. Die Sozialisten bestreiten, daß fie irgendwelche Annäherungsversuche an die Fascisten oder an ihre Regierung gemacht haben. Der Ruf nach den Sozialdemokraten. tagung in Paris erklärt, Litauen werde fich der Aufteilung des neutralen Streifens nötigenfalls gewaltsam widersetzen. Damit ist die Gefahr eines polnisch- litauischen Zusammenstoßes mit allen ihren unberechenbaren Folgen wieder in den Bereich der Möglichkeit gerüdt. Der polnische Außenminister Strzynstt hat vor dem polnischen Sejm am 6. Februar ausdrücklich erklärt, Polen werde unter allen Umständen bis zum 15. Februar den ihm zugesprochenen Teil des neutralen Streifens in Besiz nehmen. Dieser Termin bildet also einen kritischen Tag für die östlichen Verwicklungen. Der Schrei nach Zensur. Gegen Engländer und Amerikaner. Die Schwäche der Internationale. Unter dieser Ueberschrift untersucht die Wiener Arbeiterzeitung" die Frage, weshalb die proletarische Internationale, troß der leidenschaftlichen Erbitterung, die durch die Katastrophe an der Ruhr die Arbeiter aller Länder erfüllt hat, noch nicht zu einer einheitlichen entscheidenden Aftion gelangt ist. An gutem Willen fehlt es ihr nicht, das beweisen die zahlreichen Proteste, Kundgebungen, Unter stüßungsaftionen der Arbeiter in den verschiedensten Ländern. Doch die Schwäche der Internationale wird heute bedingt durch die Schwäche der französischen Arbeiterbewegung. Auch den französischen Genossen fehlt es an gutem Willen nicht, das beweist ihr unentwegter tapferer Kampf in der französischen Deffentlichkeit gegen die Katastrophenpolitik Poincarés. Doch einerseits ist die Bartei- und Gewerkschaftsbewegung in Frankreich durch die Kom- Wir berichte'en fürzlich über das topflose Borgehen einer munisten zerschlagen worden. Und andererseits wirkt noch immer untergeordneten Stelle des Telegraphenamts Emden, die sich im französischen Bolt die ruchlose Zerstörungspolitik des deutschen über die Telegramme englischer und amerikanischer Zeitungs militarismus im Kriege nach und macht es in seiner Mehrheit ge- berichterstatter aus dem Ruhrrevier die 3enfurgewalt neigt, die Gewaltpolitik Poincarés zu unterstützen. So wirfien angemaßt hatte. Wie wir hören, ist diese Stelle angewiejen Potsdam und Mostau, Ludendorff und Sino wjem zu worden, derartige Eigenmächtigkeiten, die der Politik des jammen, den französischen Imperialismus allmächtig zu machen: Reiches äußerst schädlich sind, zu unterlassen. Damit hätte die Ludendorff hat den Haß des franzöfifchen Volkes gegen Deutschland Sache ihr Bewenden haben fönnen, wenn nicht ganz unbemobilisiert, und Sinomjem hat die einzige Kraft, die diesen Haß greiflicherweise Köln. 3tg." und" Deutsche Allgemeine 3tg." In merkwürdiger Verkennung der innerpolitischen Ber hätte zähmen können, zerschlagen! Das sind die Ursachen der es für richtig gehalten hätten, für das Telegraphenamt, unter hältnisse Deutschlands versucht die französische Presse fortgesetzt, Schwäche des französischen Proletariats." scharfen Angriffen auf einen Teil der englischen und der amedie deutsche Sozialdemokratie zu umschmeicheln und ihr nahe zulegen, daß sie die Regierung stürzen und die Macht in die heute die Schwäche der Internationale bewirkt, fein Anlaß sein, an aber auch abgesehen von diefem prinzipiellen Standpunkt be Und doch darf diese Schwäche der französischen Partei, die rikanischen Presse, eine Lanze zu brechen. Wir halten grundsätzlich je de Pressezensur für Unfug, Hand nehmen möge. Diesen ungebetenen Ratgebern hat Ge- der Zukunft der Internationale zu verzweifeln.„ Der Parteitag aber auch abgesehen von diesem prinzipiellen Standpunkt benoffe Grumbach auf dem soeben stattgefundenen Parteitag unserer französischen Genossen in Lille, der soeben beendet wurde, trachten wir das Verhalten jener beiden Zeitungen als Beder französischen Sozialdemokratie in Lille folgende treffende hat gezeigt, daß die französische Arbeiterbewegung zwar nur lang taum in einem anderen Lande als in Deutschland möglich ist. meis einer politischen Kurzsichtigteit, wie fie Antwort gegeben: sam, aber doch unverkennbar die entsetzlichen Schläge, die sie erRichts ist erstaunlicher als die plötzlich erwachende Liebe eines litten hat, wieder überwindet. Der Gesundungsprozeß hat Es ist unbegreiflich, wie jemand, der nicht von Poincaré begroßen Teiles unserer Breffe für eine fozialdemokratische begonnen. Er wird doppelt schnell fortschreiten, wenn Boincarés zahlt wird, sich den gegenwärtigen Zeitpunkt aussuchen kann, Regierung in Deutschland. Sind's nicht diefelben Blätter, Abenteuer an der Ruhr an dem passiven widerstand der um einen Streit mit der englisch- amerikanischen Presse vom. die, folange fich Sozialdemokraten in der Regierung befanden, etwa deutschen Arbeiter scheitert; denn mißlingt dem französischen Zaun zu brechen. Mag in einzelnen ihrer Organe manches im Rabinett Wirth, immer wieder ihre Sehnsucht nach den Imperialismus fein Gewettstreich), dann bricht sein Prestige zu gestanden haben, was uns nicht gefällt, in vereinzelten Fällen Stinness en Boltsparteilern zum Ausdrud brachten? sammen, dann erstarkt schnell das Prestige des Sozialismus, der auch eine tendenziöse unwahrheit, so ist doch im allgemeinen Sind es nicht diefelben, die die Anwesenheit der Sozialdemokraten allein in Frankreich diesen Gewaltstreich entschieden, unzweideutig ein erfreulicher Umschwung in ihr festzustellen. Diese Entwidstörend empfanden und die eine volksparteiliche Regierung beinahe bekämpft. Jeder Erfolg der deutschen Bergleute an der Ruhr wird lung durch plumpes Dreinfahren stören, heißt sich an den als einzige behandelten, die sich ernsthaft an die Erfüllung der Re- ein Erfolg des französischen Sozialismus sein. Gewiß, der Gesun. Interessen des deutschen Volkes versündigen. parationsbedingungen machen fönnte auf Grund ihrer Beziehungen dungsprozeß der franzöfifchen Arbeiterbewegung mag trotzdem lange schreien, bemerken nicht, daß eine solche Benfur am ehesten Die Leute, die jetzt in der deutschen Bresse nach Zensur zur deutschen Großindustrie? Ach, wenn man eines Tages ge- Beit erfordern. Aber er ist im Gange. Und er ist unsere Hoffnung gegen fie selber notwendig wäre, um den Schaden zu miffe Archive öffnen würde, könnte man interessante Feft. Denn der französische Imperialismus ist jetzt der Hauptfeind ftelungen machen über die Schwankungen, denen in dieser Frage des internationalen Proletariats, wie es einst bez perhüten, den sie in ihrer unbegreiflichen Dummheit dem felbft unfere verantwortlichen Minister unterworfen waren, über ruffische Barismus, wie es später der deutsche Imperialismus war. Deutschen Reich zufügen. gewisse Berhandlungen, die stattgefunden haben zwischen Darum fann die Internationale ihre Schwäche, die sich in diesen Bertretern Frankreichs und Bertretern der Stinnespartei, über ge- Tagen offenbart, nur dadurch überwinden, deß der proletarische wille Ratschläge, die von Ententediplomaten, die fich in Berlin Internationalismus in Frankreich selbst, im Lande des Hauptfeindes, befinden, nach London und Paris weitergegeben worden find. Heute feine augenblidliche Schwäche überwindet." ruft man nach den Sozialdemokraten, die man monatelang verleumdete und deren Stellung man schwächte dadurch, daß man hinter den Rulifien die Stinnessche Boltspartei miffen ließ, daß die Entente beren Beteiligung für notwendig halte. Deshalb möchte ich beinahe lachen über diese selben Leute, die jetzt erst zu entdecken scheinen, daß die mutigste Erfüllungspartei in Deutschland die Sozialdemokratie ift. Groß ist die Verantwortung derjenigen, die eine Politit betrieben haben, deren Resultat schließlich in der Bildung des Kabinetts Cuno bestand, und sie sind die leßten, die heute das Recht haben, die deutsche Sozialdemokratie aufzufordern, das Ruder in die Hände zu nehmen, ohne daß zu gleicher Zeif Garantien für eine Berständigung geschaffen werden. Ja, auch wir hoffen, daß die deutsche Sozialdemokratie start genug sein wird, um der nationalistischen Sturmflut gegenüber standzuhalten, aber auch fie with unmögliches nicht möglich machen fännen. Und folange man auf unserer Seite nicht erkennen wird, daß die bisher einge. fchlagenen Bege immer in Sadgaffen münden, so lange wird auch der Einflüh der deutschen Sozialdemokratie ficher nicht genügen, um die Periode der notwendigen Berwirklichungen zu eröffnen." Die deutsche Arbeiterschaft wird sich bei diefer scharfen Zurückweisung der französischen Bauernfängerei besonders die Hinweise auf das Zusammenwirten Dolfsparteilich er Elemente mit der Ententediplomatie merken müssen, das zu dem Sturz des Kabinetts Birth geführt hat. Anschauungsunterricht. Bon Hans Bauer. Ein Haus wird von einer Feuersbrunst eingeäschert. Wie man die Trümmer absucht, findet man in einer der Grundmauern derftet einen Strumpf mit 3wanzig- Mart- Stüden. Dieser Fund ändert nichts an der Tatsache, daß die Feuersbrunst ein furchtbares Unglüd war: aber die Tatsache, daß eine Heimsuchung den Strumpf ans Licht förderte, ändert auch nichts daran, daß der Fund an sich wertvoll ist. tärischer Methoden. : f Eben jene Zeitungen und Bigblätter, die prinzipiell in der bewaffneten Macht so etwas wie die Berförperung des Staatsgebantens sehen, schwelgen in Despektierlichkeiten gegen das Militär und schlagen Rad in der Feststellung, wie sehr der Soldat ein Dred fümpchen im Räderwerf der Wirtschaft sei. " Polen und Litauen. Aus Warschau wird uns geschrieben: Monarchie- Ersatz. Bahern will einen Staatspräsidenten... München, 13. Februar.( TU) Die brei, Koalitionsparteien des banerischen Landtages haben einen Antrag eingebracht, ben§ 92 der bayerischen Berjajjung dahin zu ändern, daß zu berfaffungsändernden Beschlüssen nicht wie bisher die Zustimmung von der gesetzlichen Mitgliederzahl, sondern nur die Anwesenheit von der gefeßlichen Mitgliederzahl und die Zustimmung von Der Konflikt an der Ruhr und die Memelfrage haben in den% der Anwesenden erforderlich find. Dadurch sollen BerfassungsDer Antrag ist legten Wochen die öffentliche Meinung in Polen in starte Aufregung änderungen erheblich erleichtert werden. perfekt. Gegenwärtig macht sich eine gewisse Beruhigung bemert- offenbar verursacht durch den Wunsch, die gefeßlichen Vorausfegua bar. In der Ruhrfrage hat die polnische Regierung wiederholt fest- gen zu schaffen für die Schaffung der Stelle eines bayerischen Staatspräsidenten. gestellt, daß zu einem Eingreifen für sie gar fein Anlaß vorliege. Wegen der Befegung Memels hat Polen zwar energisch beim Bot- Sm gleichen Lande des Monarchie Erfages betreibt fchaftersat protestiert, aber auf darüber hinausgehende Schritte zu- man außerdem gegen Franfreidy so etwas wie„ ulturelle nächst verzichtet. In beiden Angelegenheiten droht daher feine Abwehr Unter dieser Spißmarte meldet TU.: Das Kultus. aktuelle Gefahr. minifterium hat die Berfügung erlaffen, wonach an den humanistischen Gymnasien an Stelle der französischen die englische Sprache als Pflichtfach eingeführt wird, während die franzöfifche nur noch als Wahlfach gelehrt wird. Dagegen hat sich das Verhältnis Bolens zu Litauen aus anderen Gründen neuerdings zugefpigt. Der Bölferbimb hat in Baris beschlossen, den sogenannten neutralen Streifen zwifchen Polen und Litauen durch eine Demarfationslinie zu ersetzen. Der wichtigfte Teil dieses neutralen Streifens liegt zwischen dem von Der Bergarbeiterstreit in Cothringen geht weiter, da die gestriBolen gewaltsam annettierten Gebiet von Wilna und Litauen. gen Besprechugnen zwischen den Bertretern der Bergarbeiter und Litauen hat den Berlust von Wilna noch lange nicht verschmerzt. den Bergwerksbesitzern in der Unterpräfettur Forbach wogen der Einer Aufteilung des neutralen Streifens ist es daher schon des Beilegung des Streits im Mofeldepartement feinen Erfolg hatten. wegen abgeneigt, weil es damit gewissermaen den endgültigen Ber- flamation veröffentlicht, worin fie allen Republifanern, die bis Amneflieversprechen in Irland. Die Regierung hat eine Bro luft von Wilna zugestehen würde. Außerdem ist Litauen mit der Aum 18. Februar ibre Waffen abgeliefert haben, volle mneftre vom Bölkerbund angeordneten Demarkationslinie nicht einver verspricht. Diese Proflamation bat in der Grafichait Cork bereits standen. Der litauische Vertreter hat daher auf der Bölkerbunds große Erfolge zu verzeichnen gehabt. gefunden. Bewertungen, alteingesessen und einst so feft verwurzeit, Studenten irgendeinem innerafrikanischen Häuptling eine Bie: farte liegen gefnidt quer über den Spalten. Sie nennen heut endlich geschickt hatten und Antwort betamen, war er der Mann dazu, sie Robeit, was sie früher Forsche nannten, Scharfmachertum, was zu übersetzen. Energie, Bergewaltigung, was Machistandpunkt hieß. Sie arbeiten heute mit Gänsefüßchen, wo sie früher wörtlich meinten. Gott behüte uns davor, daß jemals hierzulande wieder das Militär zum Repräsentanten des Reiches avanciert. Geschehe es doch, hätten seinen Kritikern die Rechtfer in ihren Reihen gut vorgearbeitet. Bad Erdgas im südlichen Oberschlesien. Aus Oppein wird uns gefchrieben: Im südöstlichsten Teile Oberschlesiens, ganz nahe an der ehedem gafizischen Landesgrenze, wurde vor furzem eine Erdgasquelle erbohrt. Dies geschah bei Quellenbohrungen auf dem Gebiete des weitbekannten, im Streife Ples belegenen Jod, Brom und Radiumbades Gottschaltowitz, also in dem an Polen abgetretenen Teile Oberschlesiens. Es ist in weiteren Streifen nicht befannt, daß sich die großen galizifchen Steinsalz und Rali. Eine Röntgen- Erinnerung. Röntgen hat ein stilles Gelehrten lager, als deren Mittelpunkt Wieliczka( füdöstlich von Krafau) Die Rahrbesetzung ist eine Feuersbrunst, aber einen Gold- leben geführt; nichts war ihm verhafter, als in der größeren gelten darf, auch im Tal der Weichsel hinauf hinziehen. Der strumpf scheint auch sie zutage zu fördern: die Degrabierung mili. Deffentlichkeit hervorzutreten. Natürlich wurde er nach seiner Groß hier noch junge Strom bildete bis vor furzem auf eine lange Stree militat nicht nur mit Ehren überhäuft, sondern auch von vielen Be Die Grenze zwischen Oberschlesien und Galizien. Es ist festgestellt, fuchern überlaufen, die von ihm näheres über seine erstaunliche daß die schlesischen Kreise Pleß und Rybnit noch eine Anzahl unEntdeckung hören wollten. Besonders bezeichnend für die schlichte erfchloffene Sooladern aufzuweisen haben und daß sich hier ebenArt Röntgens ist die Schilderung eines Besuches des englischen falls mächtige Rali vorkommen befinden, deren Entdecker der 1921 Phylifers James Davidson, der in dem Archiv für Röntgen verstorbene frühere Landesausschuß- Abgeordnete Vogt mar. Strahlen" veröffentlicht wurde. Der englische Fachgehoffe pilgerte Gottschaltowig verdankt feine Entstehung einem bergmännischen 1896 nach Würzburg und fand den Gelehrten in seinem Labora Unternehmen. Der preußische Bergfistus ließ 1856 hier ein BohrMis er noch nicht das zahme Schoßhündchen war, hat es der torium, umgeben von den einfachen Geräten, mit denen er die foch stoßen, in der sehr begründeten Hoffnung, einen Ausläufer der X- Strahlen gefunden hatte. Simpliciffimus" den Soldaten nicht schlecht gegeben. Wir haben Röhre, als Sie die Entdeckung machten?" fragte der Engländer. erschloß man 2,3 Broz. Kochfalz führende Goole und im folgenden Was taten Sie mit der Hittorffchen galinischen Steinfallager zu treffen. Bei einer Tiefe von 400 Metern den Oberst mit der Aztekenvisage und dem Intellekt einer ausge-„ Ich sah nach unsichtbaren Strahlen aus. erwiderte Röntgen. fragten Mohrrübe noch in Erinnerung und wissen noch Bescheid" Bas brachte. Sie auf den Gebrauch des Schirmes mit Barium Jahre bei einer Tiefe von 616 Metern eine Soole von etwas über Landen Leutnant, dessen Schneidigkeit an der befiederten Unter- platingganür?" wollte nun Davidson wissen. Wir benuken ihn in 4 Proz. Nachdem die Bohrarbeiten bis zu 766 Metern vorge hose ihre Grenze fand. Deutschland zur Beobachtung ber unsichtbaren Strahlen des brungen waren, ohne ein anderes Ergebnis, wurde das Bohrloch Aber nun gar: Wie sie jetzt den Militarismus als Bahnsinn Speftrums," meinte Röntgen, und ich hielt die chemische Berbin- 1861 verkauft, und so entstand 1862 das durch seinen Jod- und Bromgehalt hochgeschätzte Bad, das jetzt in volnischem Gebiet liegt. erfennen, unsere Rechtsblätter, und wie famos fie es aufzuzeichnen dung für geeignet, auch etwa vorhandene unsichtbare Sirahlen zu Bei jenen Bohrungen hoffte man außer Steinsalz eventuell auch wisser, daß ein Gewehr ein unnüßes Möbel und sein menschliches Schirm, ein einfaches Stüd Karton mit einigen Stristallen bes ge- Erdöl zu finden, was aber nicht der Fall war. Man na'm an, Anhängsel unter allen Umständen eine Ueberflüssigkeit ist und wie nannten, Etoffes darauf, lag auf dem Tisch. Als der Engländer daß auch die galiziſchen Erdölschichten, die bei Börnslaw den Mittel, erfindungsreich auch die reaktionärsten Witzblätter in der Karitatur erklärte, daß ein solcher historischer Gegenstand doch hinter Glas punkt ihrer bedeutendsten Ausbeutung haben, sich ins obere Beichfelder Uniform, der Tants, des Säbels, der Tresse, der Orden und Rahmen aufbewahrt werden müßte, lächelte Röntgen nur be- tal fortfehen fönnten. Die jetzige Anbohrung einer Erdgas führenden werden... das findet selbst in jener Charakterisierung fein luftigt. Er schilderte bann den Verlauf seiner Entdeckung noch ge find oft beieinander. Die Entdeckung der Erdgasader erfolgte da Aber scheint dies zu bestätigen, denn Erdöl und Erdgasvorkommen nauer, erzählte, wie er die Röhre sorgfältig in schwarzes Papier Gewiß: dies alles gilt nur Frankreich, nur dem franzöfifchen doch zu feiner ungeheuren Ueberraschung der auf dem Tisch 3 oder dete, worauf das dem Bohrloch entströmende Gas in Brand geriet eingewidelt hatte, um alles Licht auszuschließen, und wie dann durch, daß beim Quellenbohren ein Arbeiter ein Streichholz an inRuhr- Militär." Aber es geht dabei ohne Erweiterung ins Allgemeine 4 meter entfernt liegende Schirm hell aufleuchtete. Auf die Frage und eine mächtige Feuersäule dem Erdboden entstien. nicht ab. Es bleibt etwas hängen. Ein Bubitum, das wochenlang des Besuchers: Was machten Sie dabei?" gab Röntgen die Diese wurde durch Aufschütten von Sand gelöscht. Der Borfall vom Militär nichts anderes als im Zusammenhang mit Brutalität, flaffische Antwort: Ich dachte überhaupt nicht, ich untersuchte." wird aber nlah dazu geben, daß das Gottschaltomiser Gebiet aufs Lächerlichkeit, Mordtaten lieft, das muß stußig werden. Der Herausgeber des Archivs" hat mit Recht hervorgehoben, daß neue nach Erdöl und Erdgas fachmännisch untersucht wird. Der Ausreißer Wilhelm soll auch während des Krieges die dieses zunächst ziemlich überraschend wirkende Wort Röntgens als Saritaturen des Zaren nur mit Unbehagen gesehen haben. Er eine Art Motto der ganzen physikalischen Forschung bezeichnet ahnte, daß auch die beftgemeinte Berultung des Ruffen im Baren werden könnte. nicht ohne Lädierung der Idee Raiser abgehe. Es mag auch heute Die Toten des Tages. Der Male: Hans Loofchen ist in einige geben, die in dem Labetrant des Hoffes gegen französisches Berlin gestorben. Er war 1859 in Berlin geboren, eine Beilfong Militär den bitteren Tropfen der Herabsehung des Militärs über- war er in München heimisch, woher er feinen Atelierton mitbrachte. haupt finden. Aber in der Regel setzten sich auch die Kriegerischsten Brof. E. Wilhelm im Alter von 82 Jahren. Im Hauptberuf Seine Spezialität waren Gehre und Stilleben. In Jena starb über diese Bedenken hinweg. Gymnasiallehzer, hielt er an der Universität Vorlesungen über all Der Anschauungsunterricht, den die Sozialdemokraten nicht gemeine Sprachwissenschaft und lehrte orientalische und andere müde geworden find zu erteilen, hat Eingang in der Rechtspresse Sprachen. Seine Sprachkenntnisse waren außerordentlich; wenn die Gleichnis. entdeden, die eine solche Röhre abgeben fönnte." Dieser erste " Bühnendronit. Emil Rannings it mit Beinn der nähen Sbielzeit an das Berliner Steatstheater verpflichtet worden. Er wird dort als erite Rolle den Falstaff in einer beibe Teile Heinrichs des Bierten" vereinigenden Bearbeitung Karl Heinz Martins bielen. Sans Balteur, ber Wifolled rer Berliner Staatsoper iit, touh be für ein meby. Eine Schauspielergage von 6 Millionen Mark bro Svielabend, art den Betrag von 6 Millionen pro Abend überschreitet. Da kann man es wöchiges Gallipiel nach ad id verpflichtet. Er erbilt dort eine ane, die in verstehen, warm unsere besten Kräfte nach dem Ausland geben und warum negenwärtig fowohl die Berliner Staatsoper wie das Deutsche Opernhaus ohne ersten und zweiten Dirigenten find. Eine Stimme der Vernunft. Proteft der französischen Friedensgesellschaften. Das Agitationsbedürfnis. mit einem Matel behaftet zu sein und feinen Anspruch auf Recht und Billigkeit zu haben." Mit Leuten, die in solcher Weise ihren Die Tagesordnung der nächsten Stadtverordneten Haß austoben, ist eine Disfuffion nicht möglich. Kennzeichnend für Paris, 13. Februar.( WTB.) Die französischen Friedensgefell- sizung umfaßt schon wieder 66 Punkte. Da sich hierunter eine diese Vorfämpfer der Aerzteschaft ist auch die Darstellung, die der schaften erlassen durch ihre ständige Delegation einen Protest ganze Reihe dringlicher Vorlagen befinden, so ist an eine Erledigung im B. T." veröffentlichte Artikel von dem Eingang der hono. rare gibt. Es heißt da: ,, Der Groß- Berliner Aerztebund hat vor gegen die Ruhr besetzung. Sie erklären, in Anbetracht des der Initiativanträge, vierzehn an der Zahl, in absehbarer einiger Zeit, da die Not unerträglich geworden war, eine Beschwerde. limstandes, daß die militärische Besetzung die Zahlungsfähigkeit Beit nicht zu denken. Das ist bei der Mehrzahl dieser Anträge ganz schrift an das Bersicherungsamt geschidt. Diese Beschwerde hat zur Deutschlands vermindere und die fünftigen Reparationszahlungen gewiß fein Schade. War es doch bisher schon immer so Sitte, daß Folge gehabt, daß im Januar die Dristrantenfaffen 150 Millionen in Gefahr bringe, daß sie ferner die Mißbilligung Europas und fich das Agitationsbedürfnis gewisser Oppositionsparteien in einer Mart zur Auszahlung an Aerzte überwiesen haben. Dieser Umstand Amerifas hervorrufe, in Deutschland den Haß aufs äußerste steigere, Flut von Anträgen enilud, bei deren Begründung man die Mühle zeigt, daß die Krantentaffen nicht einem Rechtsbewußtsein, sondern zu ernsten Zwischenfällen und damit gleichzeitig zu schweren Re- von der sozialistischen Mihwirtschaft" mahlen zu können hoffte. nur einem äußeren Druck folgen. Aber heute noch haben die Berliner preffalien Anlaß zu geben drohe und daß fie auf diese Weise in Auch jetzt entstammen die meisten Anträge wieder dem deutsch Aerzte noch nicht 50 Proz. ihres seit dem 1. Oktober vorigen Jahres einen wahren Krieg ausarten fönne, werde die öffentliche Meinung nationalen Fraktionszimmer, und es ist interessant, daß sich ausstehenden Honorars in Händen. Um böswilligen Berdrehungen aufgefordert, die internationale Lösung der Repa. diese Zionswächter der guten alten" Zeit mit derselben Wärme der vorzubeugen, erklären wir ausbrüdlich: Auch wir haften es für rationsfrage zu verlangen, die allein einen Stand der Dinge Tarife der Straßenbahn und der Unterstüßungsfäße der Erwerbs. einen unerträglichen 3ustand, daß Kaffenärzte das für beendigen tönne, der tatsächlich eine internationale Krisis darstelle. Losen anzunehmen gedenken, wie der Interessen der Hausbesitzer und 1. Oftober bis 31. Dezember postnumerando am 15. Januar fällig gewordene Honorar noch im Februar nicht vollständig Die öffentliche Meinung müsse die Forderung aussprechen, daß der der Beibehaltung der 2. Klasse in den Krankenhäusern. Man fann in Händen haben. Nach der obigen Darstellung könnte aber onVölkerbund die gemeinsame Wiederherstellung der verwüsteten Ge- eben bald fo und bald so, bald rechts herum, bald links herum, ganz genommen werden, daß ohne die Beschwerde feine nennenswerten biete einer Prüfung unterziehe und vorbereite, desgleichen die wie es jeweils dem Agitationsbedürfnis am besten zu entsprechen Beträge eingegangen wären. Berschwiegen wird, daß die Beschwerde Canttionen gegen Deutschland, den Ausgleich der Schulden sowie scheint. Die Demokraten wünschen die Einberufung von Bürs erst vom 25. Januar datiert ist und daß fie felber angibe, bis ganz allgemein die wirtschaftliche, moralische und politische Organi- gerdeputierten und die Kontrolle der Altmaterialhandlungen, das 24. Januar feien 136 Millionen eingegangen. Sind 136 Mil. sation des Friedens. Zentrum sorgt sich um die privaten Vereine und die lionen so sehr geringe" Summen? Verschwiegen wird auch, privaten( lies beide Male: katholischen) Pflegeanstalten und daß bis dahin erst 86 Millionen durch den Aerztebund an die daneben um die Angestellten der Straßenbahn, die Wirt. Kaffenärzte weitergeleitet waren. Auf die übrigen 50 Millionen, die ihm bereits zur Verfügung standen, ließ er die erzte warten. schaftspartei mettert gegen fommunale Einrichtungen, die Der Borwurf, daß tropfenweife" gezahlt wird, fällt hier Bürgerlichen insgesamt wollen der verhaßten Grundschule auf den Aerztebund zurüd. Er scheint in der Auswahl seiner Borkämpfer teine sehr glückliche Hand zu haben. Fimmen in Frankfurt a. M. Frankfurt a. M., 13. Februar.( Mtb.) Der erste Sekretär des Internationalen Amsterdamer Gewerkschaftsbundes, Fimmen, Sprach gestern abend in Frankfurt auf Einladung der Funktionäre des Gewerkschaftskartells über die Weltlage und die Aufgaben des Achtung! Funktionäre fämtlicher freigewertschaftlichen • internationalen Proletariais. Er führte aus, daß infolge der imperialistischen belgisch- französischen Aktion heute, vier Jahre nach Kriegsende, Europa wieder von einem Kriege bedroht sei, der sich durch das mögliche Eingreifen Bolens und Rußlands zu einem neuen Weltbrande auswachsen könne. Aufgabe der internationalen Gewerkschaftsbewegung sei es, mit allen Mitzin diese Kriegsgefahr zu bekämpfen, Leider habe bie Arbeiter- und Angestellten- Gewerkschaften! Freitag, 16. Februar, abends 6 Uhr, im Krieger- Bereinshaus, Chauffeeftr. 94: Bersammlung der Gewerkschaftsfunktionäre. Furchtbare Folgen der Metallsucherei. Durch einen Minenblindgänger in Stüde geriffen. Die Personalien der drei Geschoßsammler, deren zerrissene Leichen am Montagmorgen auf dem Truppenübungsplatz Döberitz unweit des Dorfes Groß- Glienice an der Chouffee Döberiß- Boisdam aufgefunden wurden, sind nunmehr aus den bei ihnen vorgefundenen Papieren festgestellt. Es handelt sich um zwei Söhne Die Ruhrbesetzung und das internationale Proletariat." Der Bitwe Pilgrim und einen Arbeiter Bobl, fäinte Referent: Genoffe Edo Fimmen, Amsterdam, Sefretär des Internationalen Gewerkschaftsbundes. Wir erwarten zahlreichen Besuch. Funffionärfarte und Mitgliedskarte legitimieren. Amsterdamer Internationale bei Gelegenheit der Ruhr. besetzung die Erwartungen nicht erfüllt, die die deutsche Arbeiter fjaft auf fie setzte. In einer Zeit der Arbeitslosigkeit und angesichts der Ohnmacht der Arbeiterschaft in den Ländern der Alliierten sei es eben nahezu unmöglich, die Arbeitermassen zu einem internationalen Generalftreit zu entflammen. Immer Der Ausschuß der Gewerkschafts- Allg. freier Angestellienbund, hin fehle es nicht an verheißungsvollen Anfängen, fommiffion Berlins u. Umgegend. wie der Beschluß der holländischen Rheinschiffer beweise. Am Schlusse seiner zum Klaffentampf aufrufenden Rede ermahnte Fimmen zur Herstellung der Einheitsfront des Internationalen Proletariats. Rundgebung in Kopenhagen. Morgen, Mittwoch, abends, findet im größten Saal Kopenhagens eine Maffenversammlung statt, in der neben Vertretern der dänischen, schwedischen und norwegischen Sozialdemokratie Genoffe Dtto Wels sprechen wirt Das gepeitschte Ruhrvolk. Ortstartell Groß- Berlin. noch im letzten Augenblid eins auswischen. Man ficht: das Geficht der Parteien spiegelt sich höchst getreulich in den ihrem Agitationsbedürfnis dienenden Anträgen. Die Sozialdemokraten haben nur zwei Anträge zur Tagesordnung stehen: der eine fordert die Stadt zur würdigen Herrichtung des Märzfriedhofs auf, der andere wendet sich in Gemeinschaft mit Kommunisten, Demokraten gegen die Schulschließungen. Die Kommu und Zentrum gegen die Schulschließungen. Die Rommu. nisten, die sonst in der Antragsfabritation obenan standen, haben diesmal über ihren Parteitagssorgen das Handwert bös vernach Löffigt. Aber sie werden das Verfäumte sicherlich schnell wieder nachholen wozu wären sonst die. Paroleausgaben ihrer 3en trale da! " lich aus Berlin. Ihre Leichen liegen in der Leichenhalle des Lagers Döberig. lleber den Hergang des Unglücks erfahren wir von zuständiger Seite noch folgende Einzelheiten: Nach den bisherigen Ermittlungen haben die drei Geschoßfammler am letzten Sonntag den Uebungsplaß, auf dem Sonnabendnachmittag ein lebungsschießen mit Minenwerferu stattgefunden hatte, nach Befoßteilen und Blind. gängern abgesucht, trog ber an jedem Zugang zum Uebungs. plat angeschlagenen ausdrüdlichen Berbote. In den Ginsterbüschen mine aufgefunden und ihn mit einem Kinderwagen wegzutrans versteckt haben sie dann den Blindganger einer mittleren portieren versucht. Unterwegs trepierte das Geschoß und zerriß bie brei Sammler buchstäblich in Stide. Die De tonation wurde am Sonntagnachmittag von einem Förster gehört, der dem Schall nachging, die Unglücksstelle aber nicht fand. Als ein wahres Glüd muß man es bezeichnen, daß das Geschoß bereits auf dem llebungsplay frepiert ist und so nur die Metallsammler das Opfer ihres Leichtfinns geworden find. Wäre der Blindnänger auf der Heimfahrt der drei, etwa auf der Eisenbahn oder in Berlin losgegangen, dann hätte bei der riesigen Sprengfraft einer mittleren mine das Unglück Hunderte von Opfern gefordert. Diese Gefahr ist auch feineswegs gering, denn die Metallsammler nehmen er« fahrungsgemäß ihre Beute in Rudfäden mit sich in die Eisenbahn. Im Gegensatz zum Artilleriefchießplay in Rummersdorf, wo früher täglich Bersuchsschießen mit zahlreichen Kalibern stattfand, wird in Döberitz verhältnismäßig menig mit Artillerie und Minenwerfern geschoffen. Troßdem werden monatlich Hunderte von beweimal abstreifenden Patrouillen aufgegriffen. Erfahrungsgemäß Metallfammlern von den den Döberizer Blaz täglich ganzen Scharen, um Blindgänger zu sammeln. Seitens der Komtommen diese unerwünschten Gäfte nach jedem Uebungsschießen in mandantur wird aus dieesm Grunde, wie das auch am lehten Sonn. abend geschah, das betreffende Schießgelände immer bis in die Nachtstunden hinein abgesperrt. Bei der Unübersichtlichkeit des Geländes gelingt es aber immer wieder einzelnen Sammlern, sich den Blicken der Patrouillen zu entziehen. Dem ganzen Uebel wird wohl nicht eher gesteuert werden können, als bis durch schärfere leberwachung der Altmetallhändler und Hehler den Geshoßfammlern die Möglichkeit genommen wird, das gefundene Metall nugbringend zu verwenden. Effen, 13. Februar.( WTB.) Die Erregung, welche fich inUebrigens hat die entseßliche Langatmigkeit des Geschäftsganges folge der Ichten Vorkommnisse, besonders infolge des ausgiebigen im Roten Hause dazu geführt, daß die Fraktionen ihrem Agitations. Gebrauches der Reitpeitsche gegen wehrlofe Zivilisten der Be- bedürfnis je länger je mehr in Anfragen" statt in Anträgen Luft völkerung bemächtigt hat, hat den Polizeipräsidenten veranlaßt, einen machen. Anträge stehen bisweilen% Jahre und länger auf der Clufruf zu erlajien, in dem er mit Rücksicht auf den Ernst der Lage Tagesordnung, bis sie zur Berhandlung fommen, auch jetzt wieder das Publikum ermahnt, Ruhe und Besonnenheit zu zeigen und die Polizei in ihrer schweren Aufgabe zu unterſtüßen. Ueber fragen aber werden schnell und vor der übrigen Tagesordnung Ueberfammt fast die Hälfte der Anträge noch aus dem Vorjahre. Andie letzten Borgänge in der Stadt wird noch bekannt, daß durch einen antwortet, und reben kann man auch hier zur Begründung, lang, Schuß aus der Post heraus, der von den Franzosen abgegeben breit und laut und das ist sa schließlich die Hauptsache. wurde, der jugendliche Walter Rulhoff am Schenkel schwer verletzt wurde. Der Telegraphenverkehr ist gänzlich still gelegt, da die Franzosen die letzten Stromzuführungsleitungen unterbunden haben. Die Bahnhofshalle wurde gestern zweimal von den Franzofen geräumt. Polizeiwachtmeister Görlich wurde ohne jeden Grund von, den Franzosen schwer mishandelt und in den Posteller gebracht, wo er feffgehalten wird. Zivilisten werden auf der Straße von Offizieren blindlings mit der Reitpeitsche bearbeitet. So find bei der Polizei gestern allein 22 Unzeigen über folche Mißhandlungen deutscher Ziviliften durch franzöfifche Offiziere eingegangen. Das Rheinlandkabel ist seit Ende Januar zwischen Dortmund und Düsseldorf unterbrochen. Alle Schaltstellen auf dieser Strede sind von Franzosen besetzt. Sie haben entweder aus un fenntnis Fehler verursacht, oder solche absichtlich herbeigeführt, um den Bertehr zu unterbinden. Das deutsche Personal fann, folange es die Franzosen hindern, nicht einmal feststellen, wo die Fehler fiegen, geschweige denn sie beseitigen. Gewitterwolken im Orient. Condon, 13. Februar:( WTB.) In Gibraltar sind das Kriegs. schiff Coventry und eine zur adriatischen Flotte gehörige Zerstörer flottille eingetroffen; sie fahren nach dem öftlichen Mittelmeer weiter. Athen, 13. Februar.( WTB.) Weger der unsicheren Lage im Nahen Osten sind die griechischen Schiffahrtsgesellschaften gewarnt woorden, ihre Schiffe durch die Dardanellen laufen zu lassen. Infolge: deffen gehen vorläufig feine Schiffe mehr nach Konstantinopel ab. I holländischer Gulden Devisenkurse. 1 argentinische Papier- Peio 1 belgischer Frant 1 norwegische Krone 1 bänische Krone. 1 schwedische Strone 1 finnische Mark. 18. Februar 12. Februar Räufer Berläufer Räufer Berläufer ( Geld-)( Brief-) ( Geld-)( Brief-) Aurs Kurs Kurs 7368,38 Aurs Krieg mit dem Milchamt. Ein falscher Leitungsrevisor. " Die Berliner Milchhändler haben die Fehde mit dem Milchamt eröffnet. Angesichts der in der Ernährungsdeputation gemachten und ziemlich peinlichen Feststellungen, daß die Meierei Bolle erheblich höhere Säße für die Bearbeitung der Milch erhält als andere Meiereien und trotzdem vom Milchamt eigentümlich bevorzugt wird, hat die Berliner Milchliefe rungsgesellschaft" eine Gründung Berliner Milchhändler- Dom Milchamt die Zuweisung eines höheren Quantums zur Bearbeitung verlangt. Als auf ihre Angebote feine Antwort einging, griffen renifor bei einem hiesigen Arzt. Der Echwindler, ter auch anderEine Beute von 25 Millionen machte ein falscher Leitungs. sie zur Selbsthilfe und haben am Sonnabend 15 000 Liter der wärts sein Unwesen treibt, ist ein gewerbsmäßiger Spe ihnen gehörenden Milch nicht der Meierei Bolle, sondern anderen zialist, ein 34 Jahre alter in Frohausen gebürtiger Rudolf Meiereien zugeführt, die billiger arbeiten. Daraufhin hat das Benz, der auf diesem Gebiete schon wiederholt bestraft ist. Der Benz Milch amt heute morgen Beauftragte unter Bebedung macht sich an die Dienstmädchen heran, um deren Ver. von Schupo an die Anfunftsbahnhöfe dirigiert, die tie Milch trauen zu gewinnen und paßt dann die Zeit ab, in der beschlagnahmten und den Bolleschen Betrieben zu Die Wohnungsinhaber nicht da sind. Die Mädchen, die ihn nach führten. Diese Angaben, die wir der BS.- Korrespondenz entnehmen, feinen wiederholten vorsichtigen Besuchen wirklich für einen Leizeigen deutlich, daß die Berliner Milch versorgung und Betungsrevisor halten, lassen ihn ahnungslos ein und unbeaufsichtigt in ben Räumen gewähren. So erging es auch einem Arzt am wirtschaftung auf alle Fälle in fürzester Zeit anders und Bayerischen Plaz. Hier wie überall benutzbe der Schwindler die einwandfrei organisiert werten muß. Es wird sich Gelegenheit, zu stehlen, was er erreichen fonnte. Er erbeutete für zweifellos empfehlen, neben einem kleinen, nur zur Kontrolle der 25 millionen Mart Schmudsachen. Aus dem BerPreisfestlegung fungierenden Mildhamt, das aus ganz wenig Beamten bestehen könnte, eine gemeinnügige Gefell brecheralbum der Kriminalpolizei fonnte der Schwindler als jener die die gesamte Einfuhr und Bearbeitung der Milch in Berlin in die schaft mit städtischem Betriebskapital zu gründen, Benz festgestellt werden. Hände nimmt und als rein taufmännischer Betrieb der Bevölkerung Die Roßfchlächter- 3wangsinnung zu Groß- Berlin teilt im Hin gegenüber eine Gewähr für wirklich sparsame und wirtschaftliche blid auf die Borfommniffe in Freienwalde mit, daß in Berlin das Berwendung aller für die Bearbeitung in Berlin erhobenen Pferdefleisch genau so gründlich und sorgfältig wie jedes andere Spannen bietet. Die Berliner Verarbeitungsfoften tönnten dadurch Fleisch tierärztlich untersucht und gestempelt wird und erst dann fprechende Rontrolle bes aus der Stadtverordnetenverfamm. nährung tauglich befunden wird. Die Geschäftsräume der Berliner 3 weifellos niedriger gehalten werden. Durch eine ent- in Berkehr gebracht werden darf, wenn es als zur menschlichen Erlung zu bildenden Aufsichtsrates wird auch die von den Roßschlächter unterstehen hinsichtlich ihrer hygienischen Einrichtun Milchhändlern mit Recht verlangte Unparteilichteit gen genau fo, der Kontrolle mie jedes andere Lebensmittelgeschäft. gewährleistet werden können. Angesichts der Untätigkeit des zustän digen Dezernenten und der zurzeit wirklich unverantwortlichen Wirtschaft wird es Sache der Ernährungsdeputation fein, Die Initiative zur Lösung aller dieser Fragen zu ergreifen. " Was der Aerztebund erzählt. Wetter für morgen. 12 Berlin und Imgegend.. Größtenteils trübe mit leichten Schnee fällen und ziemlich strengem Froft bei frischen östlichen Winden. 4. Zum Aerztekampf gegen den Krankenkassenverband bringt das 10922.62 10977.38 10972 50 11027.50 Berliner Tageblatt" einen Auffah, der die Angelegenheit einseitig 10224.37 10275.68 10274.25 10825.75 Dom Standpuntt der Kassenärzte aus darstellt. Niemand wird ver1508.71 1516.29 1511.21 1518.79 fennen, daß die Aerzte ebenso wie andere Erwerbstätige unter 6. 5211.92 5238.07 5157.12 5169.88 ber Geldentwertung leiden und durch Berzögerung der 5236.87 5263,13 5211.93 5238.07 Auszahlung ihrer Honorare in bittere Not ge. 7331.62 7356.56 7398.44 raten fönnen. Im Borwärts" ist das von Anfang an betont 728 17 731.83 743.18 748.87 worden. Aber auch das wurde in unserem Blatt gezeigt, daß die 13266.75 18333.25 13266.75 13333.25 Berzögerung nicht aus Böswilligkeit der Kaffe zu er 49. 1336.65 1343,35 1341.63 1348.87 1ären ist. Den Kaffen ist durch Erhöhung der Leistungen eine 129675. 130325.180173.75 130826.25 plögliche Ausgabenfteigerung auferlegt worden, ohne daß aus der 71, 27030.75 27769.25 27730.50 27869.50 Erhöhung der Beiträge sich schon eine hinreichende Einnahmefteige1708.21 1716.79 1710.71 1719.29 rung hätte ergeben tönnen. Der offensichtlich aus der Quelle des 3142.12 3157.88 3142.12 3157.88 Aerztebundes geflossene Artikel des B. T." sagt davon kein Wort, 5211.98 5238.07 5236.87 6263.18 doch liest man da die folgenden Säge: Die Krankenkassen denten 4339.12 4360.88 4364.06 4385.94 gar nicht daran, soziale Gerechtigkeit ihrerseits zu üben und ihren 39.27 39.47 Bertragsfontrahenten, um nicht zu sagen: Arbeitnehmern, den Lohn 111. 832.91 887.09 zu angemessenen Terminen auszuzahlen. Dabei würde die Mehrzahl 10.92 11.93 ber Aerzte sich glüdlich preisen, wenn fie so bezahlt wäre wie ein 163,59 164.41 Handarbeiter. In den Augen der Gewaltigen von der Krantentasje 138. 274,31 275.60 scheinen die Aerzte, weil sie einen akademischen Beruf ausüben, 1 japanischer Jen 1 italienische Lire 1 Bfund Sterling 1 Dollar.. 1 französischer Frank 1 brasilianischer Milreis 1 Schweizer Frant.. 1 spanische Beseta 100 österr. Stronen( abgeft.) 1 tidjedifce Krone 1 ungarisce Strone 1 bulgarische Letva 160.50 161.41 1 jugoslawischer Dinar 93. 137. Groß- Berliner Parteinachrichten. Areis Prenzlauer Berg. Der Lichtbildervortrag tann im Februar nicht statt. finden. Die Abteilungsleiterinnen veranstalten die Frauenabende in ihren Abteilungen. Areis Kreuzberg. Die Abteilungen werden aufgefordert, je amei Genossen aur Beitungstommiffion au wählen. Diefelben find verpflichtet, an ben Sigungen teilzunehmen, die jeden zweiten Freitag im Monat, abends 8 Uhr, in der Juristischen Sprechstunde, Lindenstr. 3, ftattfinden. Morgen, Mittwoch, den 14. Februar: st. Schwerhörigengruppe. 7 Uhr bei Reimer, Rommandantenftr. 46. Mit gliederversammlung. unb 72. Abt. Wilmersdorf. 7½ Uhr gemeinfame Mitgliederversammlung im Zeichen faal der 4. Gemeindeschule, Roblenzer Str. 22-24. Thema: Die politische Weltlage". Referent Dr. Möller. Abt. Rentöln. 7 Uhr 8ahlabende: 56.- 57. Bes. bei Belger, Treptower Straße, Ede Beigandufer; 58. Bez. bei Förster, Herzbergftr. 12; 81. und 85. Bez. bei Soffmann, Herzbergftt. 26; 83., 84. und 97. Bez. bei Günzel, Marefchstraße; 96. und 98. Bez. bei König, Canner Str. 15; 95. Bea. bei Bristow, Richardfir. 53: 99. Bez. bei Warnstedt, Thüringer Str. 22; Giebe Tung im Lokal Bärwinkel... bl. Bohusborf. 7% Uhr bei Lin, Schulzendorfer Straße, Zahlabend. st. Reinidenbor- Beft. 7 Uhr Sahlabend im Boltshaus, Scharnweber. ftraße 114. Bericht von der Stadtverordnetenverfammlung. bt. Sermsdorf, Frohnau, Waidmannsluft. 7½ Uhr im Enzeum, Serms dorf, Sumboldtftraße, Bortrag des Genossen Prof. Dr. Wolf:„ Der Reich tum des Ruhrreviers. Bel Ankauf Fahrgeldvergüt. Gewerkschaftsbewegung Verbandstag der Hausangestellten. Am Sonntag fand in Berlin der Dritte Verbandstag des entralverbandes der Hausangestellten statt. Nach Erledigung ge. schäftlicher Angelegenheiten referierte Genoffin Buije Kähler über das Hausgehilfengefez. Der Verbandstag wandte sich vor allem gegen den für die Hausgehilfen geforderten Lichtbildausweis, weil es sich hierbei um eine Ausnahmebestimmung gegen die Haus gehilfen handelt. Der Verbandstag lehnte ferner die Arbeits. bereitschaft ab und forderte eine feftbegrenzte 3 eh n stündige Arbeitszeit. Bei der Festlegung dieser Forderung ist der Eigenart der Tätigkeit der Hausgehilfen Rechnung getragen und ebenso ist dabei die Tatsache berücksichtigt, daß die Hausgehilfen feinen Weg von und zur Arbeitsstätte zurückzulegen haben. Angenommen wurde zu dieser Frage folgende Entschließung: " Der Dritte Verbandstag des Zentralverbandes der Hausangestellten Deutschlands ersucht den Reichstag dringend, die Be ratung über das Hausgehilfengesez zu beschleunigen. Get 1918 lebt diese Berufsgruppe unter so unzulänglichen gefeßlichen Bes stimmungen, daß es höchste Zeit ist, hier Regelung zu schaffen. Abschlüsse von Tarifverträgen werden von den Hausfrauen vereinen immer abgelehnt mit der Begründung, baß ja bas Hausgehilfengefeß zur Beratung steht und die gesetzliche Regelung erft abgewartet werden soll. Der Verbandstag muß gegen die Begutachtung des Entwurfes im Reichswirtschaftsrat scharfen Widerspruch erheben, denn in dieser Form ist das Gesetz viel mehr Schutz der Arbeitgeber als der Arbeitnehmer. Es wird vom Reichstag erwartet, daß die§§ 10, 11, 12, 13, 18, 19, 29 und 44 geändert, die§§ 30 und 31 gestrichen werden. Nur wenn diesem Erwarten Rechnung getragen wird, erfüllt das Hausgehilfengesetz feinen Zwed. Die Delegierten des Dritten Berbandstages überreichen dem Reichsrat und dem Reichstag diese Entschließung mit der Hoff. nung, daß die berechtigten und in Wort und Schrift des öfteren wohlbegründeten Forderungen der Hausangestellten die von ihnen erwartete Berücksichtigung finden 61 Sie hätten Reichskonferenz der Köche. glieder und Agitatoren des Schuhverbanbes ben ge Eine Ende voriger Woche in Berlin abgehaltene Reichstonfes wertschaftlichen Geist der Genossenschaft schmer geschädigt und damit renz der Köche, die auch von nicht gewerkschaftlich aufgebauten das Recht verwirkt hätten, meter in der Genossenschaft bleiben zu Fachvereinen der Köche zahlreich beschidt war, beschäftigte sich fönnen. Die beiden Berufungsfläger durften feine Sonderorgani besonders mit Organisationsfragen und bekannte in einer fation gründen, deren Aufgabe es war, ein Konfurrenzunternehmen einstimmig angenommenen Entschließung, daß nur der 3 en gegen die Genossenschaft zu bilden und die materielie und moralische tralpe: band der Hotei, Restaurant- und Cafean. Existenz der Bühnengenoffenschaft zu untergraben. eftellten als gewerffchaftliche Interessenvertretung zu betrach innerhalb der Genossenschaft ihre Oppofition betreiben ten fet. Zur nachdrücklichen Wahrung der besonderen Interessen müssen. Der Schutzverband, den sie schufen, ist aber nicht, wie feine dieser Branche wird im Zentralverband ein besonderer Köches Berteidiger behaupteten, eine nur organisierte Opposition, er ist die beirat gebildet, in den Vertreter von Dresden, Breslau, Baden- organisierte Macht zur Serstörung und unter Baden, Koblenz Hanni ver und Berlin gewählt wurden. Die kon grabung der Genossenschaft. Wer dieser Macht dient, ferenz befaßte fich auch eingehend mit Lehrlings- und Fort, muß aus den Liſten der Genossenschaft gestrichen werden. In bildungsfragen und billigte die hierbei von der Hauptvers diesem Sinne entschied das unparteiische Schiedsgericht. waltung des Zentralverbandes eingenommene Haltung. Auch über die grundsäglichen Fragen der Arbeits. und Lohnbedingungen wurde völlige Übereinstimmung erzielt. Beamtenkonferenz des DEV. in Berlin. In Sachen der Frau Dr. Czempin murde der Ausschluß nicht als berechtigt angesehen. Die Brufstlägerin legte vor dem Gerichte bar, daß sie nur geistig mit dem Schußverband harmonifiere. Sie habe bem Schuhverband nicht als Mitglied angehört und auch nichts unternommen, was zur Begründung ihres Ausschlusses ge= nüge. Das Schiedsgericht erkannte diese Argumente als ausreichend Am Sonntag hatte die Bezirksleitung Berlin des Deutschen an, und urteilte, daß Frau Czempin meiter Mitglied Eijenbahnerverbandes eine Beamtentonferenz der Genossenschaft bleiben dürfe. nach der Brauerei Pfefferberg in Berlin einberufer. Die Konferenz war von faft allen Drisgruppen des Bezirks Berlin beschickt. Der 2. Verbandsvorfizende Bernhard führte den anwesenden Dele gierten die Bedeutung der Einheitsorganisation für Be amte und Arbeiter vor Augen. Er wies nach, baß es nur einer straffen zentralen Organisation mit der notwendigen Gliederung für die einzelnen Berufsgruppen möglich sei, die Intereffen de: Be amten und Arbeiter wirksam zu vertreten. „ Kommunistische Erfolge". Die Montag- Fahne" brachte einen eigenen Drahtbericht aus Essen, de: von einem glänzenden Erfolg der Kommunisten bei den Betriebsrätewahlen in den Thyssen- Berfen meldet, wo die Rommunisten 9 von 19 Sigen erobert haben wollen. " die Besonders bie tatastrophale Niederlage der sozialdemo Weiter sprach Herr Dr. Botthoff über das moderne Be. fratischen Klaffenverräter und Ruh- hilfeschwind. Weiter sprach Herr Dr. Botthoff über bas moderne Be amtenrecht. Nach einer regen Aussprache, in der die Ausführungen ler spricht Bände, bemerkt die Rote Fahne" zu diesem Erfolg". der Referenten unterstrichen wurden, erklärte die Konferenz in einer Wo Aas ist, fammeln sich die Geier. Mit anderen Worten, wo Entschließung, daß zur wirksamen Bertretung der Beamten und die wirtschaftlichen Verhältnisse wie im Ruh- revier durch den völkerArbeiter der Reichsbahn, ob wirtschaftlich, rechtlich, sozial oder be. rechtswidrigen Einbruch der Franzosen derart fompliziert werden, zuflich, die Einheitsorganisation unentbehrlich ist. Durch daß sie für die große Zahl der Unorganisierten und Halborganisier fyftematische Aufklärung und follegialisches Zusammenarbeiten mit ten total unübersichtlich sind und Berzweiflungsstimmung unter den Kollegen der Reichsgewerkschaft foll der Gebante der Einheits. ihnen hervorrufen, wird der Boriradikalismus ftets einige Augenorganisation gefördert und verwirklicht werden. Die Konferenz blidserfolge haben. Auffallend ist nur, daß die Rote Fahne", appelliert an alle republikanisch gesinnten Reichsbahnbeamten, An aus jeder Kleinigkeit einen großen Erfolg macht, nichts von all Gruppenwünschen voranzustellen. gestellten und Arbeiter, das große Ziel der Einheitsbewegung allen ben offenkundigen Mißerfolgen zu berichten weiß. Ueber ihre Erfolge" bei der Badischen Anilin. und Sodafabrik in Ludwigs. hafen a. Rh., im Anschluß an die große Attion als fichtbaren „ Erfolg" bei den Textilarbeitern in Langenbielau, wie über alle anderen ähnlichen Erfolge" schweigen die Herrschaften. Für ihre Agitation können sie nur Esfolge" gebrauchen. Irgendeinen praktischen Erfolg werden sie niemals aufzuweisen haben. Schließlich werden aber nun ihre Mit- und Nachläufer von gelegentlichen Wahlerfolgen mit Hilfe Unorganisierter nicht fatt. Die 3eit tommt, wo diefe Gefolgschaft die Einlösung der Wechsel fordert, die ihnen die Aktions, und Erfolgspolitiker" ausgestellt haben. Bühnengenoffenschaft und Schuhverband. " " Ueber die Lehrlingsfrage referierte Genoffin Gertrud Hanna. In dem Referat und in der Aussprache wurde betont, daß ein Lehrvertrag neue Bindungen und dadurch leicht neue Ausbeutungsmöglichkeiten schafft. Die Hausfrauen würden sich faum die Mühe nehmen, den jungen Mädchen etwas zu lehren. Man solle einstAm Sonnabend fand im Hause der Genossenschaft Deutscher weilen mehr Schuß für die Jugendlichen im allgemeinen Bühnenangehörigen eine bedeutsame Schiedsgerichtsfizung statt. verlangen. In diesem Sinne wurde eine Entschließung angenommen. Es wurde in Sachen der Frau Dr. Czempin, des Münchener Bei der Behandlung der Frage der Tarifverträge, zu Schauspielers Staufen und des Berliner Schauspielers Reuß der Genoffin Meta Ma B referierte, wurde im großen und ganzen verhandelt, die alle drei aus der Genossenschaft ausge übereinstimmend hervorgehoben, daß, solange fein Tarifvertrag be. fchloffen sind, weil sie den Echuhverband der deutschen Schaus steht, Richtlinien auch ihr gutes haben. Diese Richtlinien müffen spieler, die genossenschaftsfeindliche Sonderorganisation, gefördert natürlich in enger Fühlungnahme mit der Zentrale hergestellt und sich damit gegen bas Statut der Genossenschaft vergangen Das Heeresbekleidungsamt Berlin macht alle Schneider werden, damit möglichste Einheitlichkeit besteht. Tarifverträge find hätten. Die drei Bühnenfünftler hatten gegen ihren Ausschluß Be erst dann gültig, wenn auf beiden Seiten Kontrahenten vor rufung eingelegt. Das zuständige Schiedsgericht wurde von Be- und Schneiderinnen, die durch Bermittlung von Handwerks. handen find, was zurzeit leider noch nicht der Fall ist. heimrat inbena u als Borsitzenden, Reichsminister a. D. Biffell meistern, Schneiderarbeiten für das Amt ausführen und glauben, und Rechtsanwalt Wenzel Goldbaum als Beisigenden gebildet. nicht den zustehenden Lohn von den Meistern ausgezahlt zu erhal Ueber die Notlage der Hausmeister sprach sodann Präsident Ridelt, Justizrat Schlesinger und das Berwal- ten, darauf aufmertjam, daß fie mit ihren Lohnbüchern an den Genoffin Kunert Breslau. Sie verlangte, baß der Antrag tungsratsmitglied Otto vertraten die Interessen der Bühnen- Wochentagen bis 3% Uhr, am Sonnabend bis 12% Uhr in dem an die Zentrale, das Dienstverhältnis der Hausmeister zu lösen, genossenschaft. Dr. Arnold Czempin, der frühere Bezirksobmann Heeresbekleidungsamt ehrter Str. 57( Schneiderwerkſtatt) der Hausmeister( Heizen, Reinigen usw.) tariflich entlohnt werden. Schloffen ist, wurde als Eachoerwalter feiner Gattin und des ab- Berantwortlich für den rebatt. Teil:. Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: unterstützt werde. Gefordert wurde, daß die verschiedenen Leistungen der Berliner Schauspieler, der auch aus der Genossenschaft ausge- etwaige Klagen zur Sprache bringen können. Nach leberweisung verschiedener Anträge an die Verbands- wesenden Staufen zugelassen. Die langwierige Berhandlung ergab, 2h. Glode, Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Druck: leitung wurde die Tagung gegen 8 Uhr abends geschlossen. daß die Schauspieler Reuß und Staufen als führende Mit Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Ginger u. Co., Berlin, Lindenstr. 3. Bettwäsche Noch immer sehr billig! Trotz der gewaltigen jetzigen Preissteigerung verkaufen wir unsere Waren weit unter Tagespreis und bieten unserer werten Kundschaft zum Einkauf noch eine außerordentlich günstige Gelegenheit. 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Ferner weifen wir darauf hin, bag in Butunft folgende Mahngebühren erhoben werben, falls die Begleichung der BeiPlatin Brillanten Bruch kauft reell zu höchsten w Tageskursen C. Käferle Uhrmacher- Juwelier Frankfurter Allee 278 tragsrechnung nicht binnen 7 Tagen Zeitungspapier nad Eingang erfolgt: Für Rückstände bis 1000 m. 100., ber 1000-2000. 200 2., für jebe weiteren angefangenen 1000 g. 50 m. mehr. Der Borstand. Sermann Ziegler, Borsigender. [ 177/18 gebind., kg 300, Saus. Weinlumpen flaschen Sobe Breise Wefer Henkolin Mar Braybelsti, Blaßgesch.ReinLaden Schriftführer. Fernspr.: Neut. 281. Aelteste Spezial- Bettwäschefabrik Zahngebisse Fahrverbindungen: 3, 4, 5, 6, 9, 10, 15, 21, Gräfestraße 39( fasenheide) 1, 49, 55, 59, 106, 155, Autobus A und 4 Prunnenstr. 10( Rose) Fahrverbindungen: 1. 2, 3, 5, 8, 10, 11, 22, 27, 33, ( thaler Platz 36, 37, 40, 41, 42, 44, 50, 51, 57, 68, 99, 140, 144. 168.G Geolines bis 1 Uhr Zahngebiffe auch einzelne Zähne kauft zum höchsten Tageskurs Gold. 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