Nr. 80 40. Jahrgang Ausgabe A nr. 40 Bezngspreis: Für den Monat Februar 2600 9. voraus zahlbar. Unter Rreuzband für Deutschland, Danzig, Saar. und Wemelgebiet sowie Desterreich und Luxemburg 3600 M., für das übrige Ausland 4600 M. Postbezugspreis freibleiben d. Postbestellungen nehmen an Belgien. Dänemart, England, Estland, Finnland, Frant reid), Holland. Lettland, Luxemburg, Defterreich, Schweden, Schweiz Tschechoslowakei und Ungarn. Der Borwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und Zeit", der Unter haltungsbeilage..Seimwelt" und ber Beilage ,, Siedlung und Kleingarten erfcheint mochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal Telegramm- Abreffe: Gozialdemokrat Berlin Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 120 Mark Anzeigenpreis: Die etafpaltige Nonpareillezetle Loftet 800 M. Reklamezeile 4000. Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 250 M.( auläffig zwei fettgedruckte Borte), jedes weitere Bort 150 M. Stellengesuche das erste Wort 150 M., jebes weitere Wort 100 M. Worte fiber 15 Buchstaben zählen für zwet Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Beile 200 M. Anzeigen für die nächste Nummer milffen bis 4 Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW.68, Linden. fraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Dönhoff 292-295 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Sonnabend, den 17. Februar 1923 Schazkanzler Baldwin über Englands Haltung. Starke Minderheit für den Antrag der Arbeiterpartei. London, 16. Februar.( WTB.) Der Schahtanzler Bald- gelung tomme, fo müffe man die Sicherheit haben, baß Deutschmin ergriff heute in der Unterhausansprache über den Abänderungs- land ein starter Strid um den als gelegt werde. Man antrag nach den Reden von Snowden und Ramsay Mac müsse dafür sorgen, daß die liierten Deutschland gegenüber in Donald das Wort und sagte, der Punkt, der aus der Rede Mac angemessener Weise fonkurrieren könnten. Donalds hervorgeragt habe, fei, daß nach dessen Ansicht England un- in England, in der ganzen Welt einen starten Biberhall Trevelyan( Arbeiterpartei) glaubt, es würde, ebenso wie verzüglich mit Frankreich brechen müsse, während es finden, wenn Großbritannien erklärte, daß die die Ansicht der Regierung sei, daß jetzt fein günftiger Augenblid dafür wäre.( 3wischenruf: Oh, Oh!) Mac Donald scheine zu denken, daß es für England leicht wäre, mit all den Angelegenheiten Europas und der Welt fertig zu werden. England wünsche Frieden und eine Regelung aller europäischen Angelegenheiten. Die Regierung fei der Ansicht, daß dieses Ziel eher von Großbritannien erreicht werben tönne, wenn es seine Freundschaft mit dem franzöfifchen Alliierten aufrechterhalte in der Hoffnung und dem Glauben, daß die Zeit tommen fönne, wo die Dienste Englands als Bermittlers und Helfers möglich und wirksam sein könnten. Jedermann ertenne, wie furchtbar die katastrophe sei, die über Europa heringebrochen sei, aber wenige feien in der Lage gewesen, ein Heilmittel vorzuschlagen, nicht einmal Cloyd George Es sei möglich, daß England für einige Zeit die europäischen Martie verliere; dies würde zu seinem Schaden sein. Es würde jedoch den Gipfel der Torheit bedeuten, wenn die Leute, die für die Regierung des Landes verantwortlich seien, nicht alles täten, was in ihrer Gewalt läge, um den englischen Handel mit den Märkten außerhalb Europas zu vermehren. Wenn die Lage Europas für viele Jahre schlecht bleiben sollte, so würde, wie er glaube, England durch seine Beziehungen innerhalb des Britischen Reiches das erste Land fein, das durch seinen Handel auf eine feste Grundlage fäme. Die Regierung firebe mit aller Macht nach Frieden, und er glaube, daß ihre Bemühungen noch erfolgreich sein tönnten. Die Unterhausdebatte. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Postichecktonto: Berlin 375 36- Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depositentasse Lindenstraße 3 Deutschland und Polen. Seit Herbst 1922 wird an einer Neuordnung der Verhält nisse zwischen Deutschland und Polen von offizieller Seite plandaß hierbei die peinlichsten Probleme, das sind die territorialen, mäßig gearbeitet. Es war eine politische Selbstverständlichkeit, für eine zunächst unabsehbare Zeit zurückgestellt wurden. Ihre restlose Lösung wird wohl erst in einer neuen Kulturepoche bieten gemeinsamer Siedlung fich politische Einrichtungen zu möglich werden, wenn die Völker es gelernt haben, auf Geschaffen, die alle Beteiligten befriedigen. Im übrigen jedoch Zeit für eine Revision des Versailler Bertrages gefommen umfassen die Dresdener Verhandlungen so ziemlich fei So start tönne der Widerball sein, daß die Franzosen vielleicht alle Fragen, welche bei der Herstellung torrefter nachbarlicher beginnen würden, zu fühlen, daß sie nicht unbegrenzt die An- Beziehungen in Betracht kommen. ficht der Welt unbeachtet laffen fönnten. Jeder Borschlag für die Und doch sind es wieder nur Bunfte formaler Art, juriRevision müsse begleitet sein von einem Sicherheitsangebot stische, wirtschaftliche, administrative Angelegenheiten, die von für Frankreich. Der Friedensvertrag biete Frankreich falsche ben vielföpfigen Fachkommissionen in Dresden geregelt Arten von Sicherheiten. Newbold und dem Arbeiterparteiler Maclear wäre fast in lebhafter Bortwechsel zwischen dem Kommunisten Tätlichkeiten ausgeartet. Schließlich bat Nembolb um Entschuldi gung, womit der Zwischenfall beendet war. Ein London, 16. Februar.( WEB.) 3m Auferhaus wurde der Abänderungsantrag der Arbeiterpartei zur Antwort auf die Thronrede, in dem der auswärtigen Polifit der Regierung die Schuld an der Arbeitslosigkeit in England zugeschrieben wird, mit 277 gegen 180 Stimmen abgelehnt, also mit einer Regierungsmehrheit von 97 Stimmen. Danach müssen die meisten anwesenden Liberalen belder Richtungen für den Antrag der Arbeiterpartei geftimmt haben. Le Trocquer ergebnislos abgereist. Paris, 16. Februar.( EE.) Dem„ Temps" wird aus London gemeldet, daß die mit der englischen Regierung wegen Uebernahme der Bahnlinien im englischen bejezten Gebiet geführten Berhandlungen, die um 11,30 Uhr begannen, um 1 Uhr mittags beendet wurden. Es heißt, daß ein Einvernehmen noch nicht erzielt werden konnte und daß die Beratungen später wieder aufgenommen werden würden. Le Trocquer reifte heute 8 Uhr abends nach Paris zurüd. Er überbringt Gegenvorschläge der englischen Regierung, die nunmehr dem französischen Kabinett zur Entscheidung vorgelegt werden sollen. Havas glaubt, daß dem Verlangen Le Trocquers nach Abtretung der Bahnlinie Düren- Trier stattgegeben werden werden. Daneben bleibt noch ein ungeheures Gebiet völlig unberührt. Es ist das der inneren gegenseitigen Einstellung und der lebendigen Politit. Und da stellt es sich nun heraus, daß neben der Revision der äußeren, administrativen Beziehungen vor allem eine Revision der Borstellungen nottut. In einem großen Teil der deutschen Presse wird vielfach noch mit Vorstellungen operiert, wie sie der Polenpolitit zurzeit Bismards zugrunde lagen. Als Typus des Polen gilt dort noch der„ Schlachziz", der in Monako den Rest feines Bermögens verspielt. Reaktionäre Adelsherrschaft, finsterer Kleritalismus und die sprichwörtliche schlechte Wirtschaft gelten als die bestimmenden Faktoren des staatlichen Lebens, Es wird der Glaube genährt, daß Polen, ganz ebenso wie Frankreich, nur auf den Augenblic wartet, um Deutschland den Todesstoß zu versehen. Und es wird schließlich die Losung ausgegeben: Bolen ist ein Saisonstaat, der uns nichts anhaben fann, weil er durch seine administrative Unfähigkeit zu baldigem Zusammensturz verurteilt ist. Das alles find längst überholte Klischees. Bolen als Ganzes weist heute eine völlig andere Physiognomie auf. Wohl gibt es dort, wie in allen Staaten, eine starte nationali stische Partei, in deren Augen der nationale Egoismus alle Mittel heiligt, die den Mörder des Präsidenten Narutowicz ebenso glorifiziert, wie die Rathenau- Mörder in gewissen deutschen Kreisen gefeiert wurden. Diese Partei verleiht jedoch dem polnischen Staat nicht mehr ihr Gepräge. London, 16. Februar.( WTB.) CInnes erflärte bei Einbringung der Abänderu igsanträge der Arbeiterpartei zur Adresse, er- fei überzeugt, daß die auswärtige Politik zum großen Teil die Ursache der industriellen Berwirrung und des wirtschaftlichen Zufammenbruchs fei. Die Behandlung Rußlands durch England habe die russische Regierung mehr gestärkt als geschwächt und die Stellung Englands geschwächt. Zwischen Frankreich und Deutsch wird. Vor allem ist der durchschnittliche Typus des heutigen land sei Feindschaft und Haß durch die Politik Frankreichs hervorgerufen worden. Der Premierminister habe zu früh den Rückzug London, 16. Februar.( BTB.) Evening Standard" zufolge Bolen ein völlig geänderter. Für das polnische Staatsleben angetreten und habe viel Furcht gezeigt. Die Regierung habe endete die englisch- französische Konferenz in der Downing Street ist der Umstand entscheidend geworden, daß nicht nur die tüchversäumt, ihre endgültige Politik bekanntzugeben. Man würde gern heute so gut wie auf einem toten Punkt. Die Engländer haben tigsten Vertreter der drei früheren Teilgebiete mit den in Rußvon ihr hören, ob nach ihrer Ansicht die Forderung Frankreichs es für den Augenblick abgelehnt, dem französischen Ersuchen land, Desterreich und Deutschland gesammelten politischen Ernach Reparationen in eine Rechtfertigung für eine dauernde zuzustimmen. Es wird erklärt, daß Minister Le Trocquer mitgefahrungen und wirtschaftlichen Beziehungen sich zusammenBelegung und Unterdrückung Deutschlands umgewandelt worden fei. teilt habe, daß gewisse Fragen aufgeworfen wurden, die er nicht gefunden haben, sondern daß auch zahlreiche Auslands. Er hoffe, die Regierung werde deutlich erklären, daß sie einen Widerstand gegen die natürliche Entwidlung irgendeiner befugt wäre zu entscheiden, und daß er nach Baris zurückkehren polen nach der wiedererstandenen Heimat zurückgekehrt sind. Nation, sei es Deutschland oder einer anderen, nicht billige. Seit müsse, um sich mit seiner Regierung zu besprechen. Eine maß- An die Stelle des Magnaten, der die polnischen Wälder im langem scheine die Mehrzahl der Anhänger der Regierung der An. gebende Persönlichkeit hat heute Evening Standard" zufolge er- Ausland verpraßt, tritt nun der polnische Technifer, ficht zu sein, daß ein gedeihendes, zufriedenes Deutschland für den flärt, daß die Ansichten beider Regierungen verschieden seien. Finanzier, Kaufmann und Arbeiter, der das im Frieden und die Wohlfahrt der Welt wesentlich fei. Die Ar. Die britischen Vertreter hätten erklärt, daß die Transportzugeftänd- Ausland gesammelte Wissen und Vermögen der Heimat zur beiterpartei verwerfe die unnatürliche Doftrin, daß Deutschland ver- niffe, um die Frankreich ersuche, zu komplitationen führen Verfügung stellt. Besonders die aus Rußland, Amerika und hindert werden müsse, start genug zu werden, um seinen Berpflich würden und diese Ansicht werde unterstützt durch Berichte der eng- der Schweiz heimgekehrten Polen bilden einen demokratitungen nachzukommen. Für die Arbeitslosenfrage sei das wahre fischen militärischen Sachverständigen an Ort und Stelle. Minister fchen, fortschrittlichen Einschlag, der erheblich dazu und hauptsächlichste Heilmittel eine Le Trocquer sei immer noch optimistisch, er sei der Anficht, daß die beigetragen hat, eine neue Atmosphäre in Bolen vorzubereiten. furchtlose Abänderung der Friedensverträge Sadye in teiner Weise die Entente berühre. In Anbetracht der ( hört, hört!); fie tönne nicht ohne eine Konferenz stattfinden. Diese heitlen Natur der Berhandlungen sei man übereingekommen, würde jedoch scheitern, wenn nicht vorher die erbärmliche baß im Augenblic feinerlei öffentliche Mitteilung erfolgen solle. Fehlerhaftigteit fo vieler Teile des Versailler Bertrages Die britischen Borschläge würden dem franzöfifchen Rabinett unterallgemein von allen beteiligten Regierungen anerkannt werde. Der Arbeitsminister erklärte, die Zahl der Arbeitslosen breitet werden und feien, wie verlaute, derart, daß es für Minifter fei noch erschreckend groß, aber sie nehme ständig ab, in den ersten Le Trocquer nicht notwendig sei, zu ihrer Erörterung nach London fünf Wochen des Jahres um 500 000. Durch die Pläne der Re- zurückzukehren. Allerdings gelangten diese Neupolen erst gelegentlich der letzten Sejmwahlen zu ausschlaggebendem Einfluß im Staatsleben. Der Ministerpräsident, General Siforsti, unterftüßt vom Staatspräsidenten Wojciechowsti, hat ein Programm der Verbesserung der Republik aufgestellt, das eine Umgestaltung der ganzen Staatsmaschine einleitet. Er hatte den Mut, den Sejmparteien ihre Fehler rücksichtslos vorzuhalten, ja, er wagte es, die Organisaion " Rozwoj", die Hochburg reaktionärer Willkür, aufzulösen. Ohne Verzug wurde dann von der Regierung eine energische Aktion zur Sanierung der polnischen Finanzen eingeleitet. In einer Konferenz aller bisherigen polnischen Finanzminister wurden einschneidende Reformmaßnahmen beschlossen, vor allem die sofortige Reduzierung der Kosten der Staatsverwaltung durch einen mit ausgedehnten Vollmachten ausgestatteten Sparfamteitstommissar. Alles scheint also darauf hinzuweisen, daß Bolen sich nicht dem Zerfall nähert, sondern im Gegenteil die Bahn der inneren Ronsolidierung und der Entwicklung im Sinne eines fortschrittlichen Rechtsstaates betritt. gierung für Beschaffung von Arbeit und verschiedene von der Regie London, 16. Februar.( EP.)„ Daily Herald" fordert die Beirung getroffene Maßnahmen sei mittelbar und unmittelbar 200 000 behaltung der englischen Truppen am Rhein und verlangt von Arbeitern Arbeit verschafft worden. Lord Bercy fagte zu dem Vorschlage, den Bölterbund der Arbeiterpartei, im Barlament gegen den Rückzug zu mit der Regelung der Reparationen zu betrauen, fast alle und die stimmen. England dürfe nicht die französische Operation erleichtern Schlimmsten Fehler der auswärtigen Bolitit feien begangen worden dadurch, daß es den Franzosen geftatte, ihre 3üge durch die englische burch Bersuche, Rat zu erteilen, wo erkannt worden sei, daß Rat 3one zu führen. Die französische Regierung suche offensichtlich, nicht gewünscht werde. Die Regierung dürfe nicht ersucht Bonar Law zum Nachgeben zu zwingen. Wenn die englische Rewerden, von ihrer wachsamen Haltung abzugehen. gierung aber nicht widerstehen würde, so würde sie dadurch so ent. Lord Cavendish Bentind erklärte, der Streit zwischen so Frankreich und Deutschland missie im Interesse der englischen Arehrt, daß es in diefem Falle vorteilhafter wäre, die Truppen fofort zurückzuziehen. beitertiaffe aus dem Wege geräumt werden. Die Jagd nach Schäßen, auf die sich Lloyd George begeben habe, als er Temps" gegen englische Vermittlung. nach Bersailles gegangen fei, habe England nichts gebracht als Arbeitslosigteit und wirtschaftliche Berlufte. Die gesamten die Rede Lord Greys, worin dieser eine Intervention an der Ruhr Paris, 16. Februar.( EP.) Der„ Temps" teilt in bezug auf Fragen müßten dem Bölterbund überwiesen werden. Am meisten revisionsbedürftig aber sind die Anschauungen Lee Smith( Arbeiterpartei) führte aus, die Bolitiker, die befürwortet, mit, daß Frankreich keinerlei Bermittlung über die außenpolitischen Abfichten Bolens. Dies muß. gegen die phantastischen Forderungen des Jahres 1918 angekämpft annehmen werde. Wenn die deutsche Regierung Verhandlungs- mit Nachdruck gesagt werden, weil schlecht informierte oder hätten, feien gerechtfertigt worden. Die gesamte Bolitik und Halvorschläge zu machen haben werde, so habe sie dies ohne jede Zu- unvorsichtige deutsche Journalisten und Politiker hier ein Spiel tung der britischen Regierung gegenüber Frankreich sei verwerf- hilfenahme einer Vermittlung Frankreich und Belgien zu unter- unterstüßen, das sich nur gegen die Interessen Deutschlands lich. Sie bedeute unter anderem breifen, die darüber gemeinsam mit den Alliierten beraten werden. tehren tann. Es gilt in gewissen Kreisen als Beweis patrioAuf alle Fälle aber werde Frankreich an der Ruhr bleiben, fo- tischer Gesinnung, von dem ,, Säbelrasseln" Bolens und seinen lange es nötig fel. Die Alliierten sehen heute die Kampagne zugunsten der Räumung der Kölner Jone durch die Engländer fort, die vom militärischen und technischen Standpunkte aus für Frankreich nur Vorteile hätte, vom politischen Standpunkt aus müffe dafür gesorgt werden, daß die Deuffchen darin nicht eine Ermunterung für ihren Widerstand sehen. das zynische Verzeihen einer Uffion, die durch gefehmäßige Gründe nicht gerechtfertigt fel. Er tönne nichts im Friedensvertrag sehen, was einer einzelnen Macht geftatte, ohne Zustimmung ihrer Alliierten jederzeit in Deutschland einzumarschieren, wenn ihr dies gut scheine. Lee Smith trat für umfassende Revision der Friedensverträge ein. ife( Unionift) sagte, augenblidlich sei es unmöglich, von Deutschland Reparationen zu erlangen, aber wenn es zu einer Ne Absichten, sei es Deutschland, sei es Rußland mit Krieg zu überziehen, zu berichten. So wird die deutsche Deffentlichkeit unablässig in eine Aufregung und Abwehrstimmung hineingehegt, zu der in Wahrheit kein Anlaß vorliegt. Seit dem Friedensschluß mit Rußland verfolgt Bolen eine entschlossene Friedenspolitit, beren es für seine wirts schaftliche Entwicklung dringend bedarf, und in der es sich durch keinerlei Proookaüionen beirren läßt. Sein inneres Verhältnis zu Deutschland hat sich seit der Ent- scheidung Der oberschlesifchen Frage völlig geändert. Alle polnischen Parteien l)ol>en klar eingesehen, daß Polen, unge- achtet seines gegedenen politischen VünDnisses mit Frankreich in einer engen, unlöslichen wirtschaftlichen So- l i d a r i t ä t mu Deutschland verbleibt. Daraus ergibt sich für Polen eine äußerst schwierige politische Lage, der es in allen seinen Kundgebungen Rechnung zu trogen bemüht ist. Jin europäischen Osten wird jetzt ein recht kompliziertes Provokatiosfpiet getrieben, dessen Ziel Polen ist. Elemente verschiedener Art wollen es umjeden Preis zu einem Krieg bringen, weil sie sich davon den Sieg ihrer Sache ver- sprechen. Ein Artikel M i l j u k o w s in den„Poslednsta No- wosti" und die Moskauer Berichte von Bergen Selds in der„Chicago Tribüne" werfen ziemlich Helles Licht auf diese Bemühungen. Die Reste der russischen M o n- a r ch i st e n a r m e e drängen Polen zum Kriege und wollen ihm zu Hilfe eilen, um die Sowjetherrschaft zu vernichten. Diesem Spiel leisten jene Zeitungskorrespondenten und Politiker Vorschub, die ohne die Sachlage näher zu prüfen, ins Kriegshorn stoßen. Eine vernünftige Politik würde Polen nicht mit aller Macht ins Lager der Feinde trei- h c n, sondern im Gegenteil seine Friedenskundgebungen dazu ausnutzen, um das nachbarliche Verhältnis immer besser zu gestalten. Niemand weiß, wie die Würfel fallen werden. Das benachbarte Polen ober ist heute ein Faktor, der weder als Fmind noch als Feind unterschätzt werden darf. Memel unter litauistber Oberhoheit. Pari». t6. Februar.(10X3.) Die Dolschafierkouscrenz Hai sich heute mit der klleni elfrage beschüfilgt. Sie hat Kenntnis genommen von den Telegrammen Ellnchamps, nach denen sich die revolutionäre Regierung Simvluülis zurückgezogen hat und man zur Silduug einer neuen von den Alliierten anerkannten Regierung unter dein Vorsitz vsn(Valllus geschritten ist. die sich aus Z Memel- ländern, l Litauer und 2 deutschen Nlitgliedern zu- sammcnseht. Die revolutionären Freiwilligen hoben mit der Räu- mung des Gebietes begonnen. Die alliierten Truppen haben die ihnen zugewiesenen Abschnitte deicht. Da die von den MSchlen ge- stellten Bedingungen zunächst erfüllt sind�hat die Dotschafterkonfercn; beule in Geir.ajjheit des ihr von den alliierten Regierungen zuge- sprochenen Mandats eine den Hafen von Memel betreffende Ent- scheidung gefällt, die die Souveränität über da» mit!- lere Memelgebiet den Litauer« zuspricht. Diese Ent- scheidung wurde unverzüglich den Vertretern der Alliierten ia Kowno telegraphiert, welche Neisnng habe«, sie der litauischen Regierung mitzuteilen. Die Entscheidung wird gleichfalls der Memeler Regie- rung durch Vermittlung der außerordentlichen Kommission mitgeteilt werden. Gleichzeitig wurde die Entscheidung den mteressierlen alli- ierlen Regierungen mitgeteilt. Der Spruch der Botschafterkonferenz macht dem Rätsel- raten über das Schicksal des Memelgebietes, das nach dem vor einigen Wochen stattgestindenen litauischen Putsch eingesetzt hatte, ein Ende. Die Vertreter der alliierten Mächte haben es zwar, im Jntersse der Aufrechlerhaltnna ihrer Autorität. als notwendig erachtet, die von den Putschisten eingesetzte Re- isierung Simonaitis zu entfernen, das Gebiet von den litaui- chen Freischärlern räumen zu lassen und eine aus drei Memel- ländern, einem Litauer And zwei Deutschen bestehende Re- gierung einzusetzen. Aber durch die gleichzeitige Entscheidung, wonach die Oberhoheit über das mittlere Memelgebiet den Litauern zugesprochen wird, hat die Botschaftertonferenz de foe Stiefkinder de- Glück, nicht au» karitativen Gründen etwa, sondern weil er der Ansicht ist. jedem Arbeilluchenden müsse„seine Chance gewährt werden"; denn nach diesem Prinzip erfolgt bei Ford di« Einstellung von Arbeitern. Seine Lohnbureaus haben strikt« Anweisung daß nie ein Arbeiter wegen körperlicher Mängel abgewiesen, noch weniger auf Grund körperlicher Unsähigkest entlassen werden dürfe. Er ist der An- schauimg, daß der Blinde und der Krüppel an dem Ölte, an den er gestellt worden ist,«Sensoviel Arbeit leisten kann, und deswegen ebenso viel Bezahlung erhalten muß als ein Arbeiter im Besitz seiner vollen Körperkräftc. Di« Abpassung von Schrauben und Bolzen ist ein wichtiges, ein nur manuell ausführbares Stück Ar» bell, zu der früher voll arbeitsfähig« Männer angestellt waren. Jetzt besorgen die, voll und teilweise Erbiindele. unter diesen einer ün Alte? von 78 Iahren, der ganz blind ist und doch all« Tage se!« 6 Dollar verdient wie di« übrigen Arbeiter in Fords Werten auch und seinen Lohn„wert" ist. In einer Sonderabteilung sind mehr als 1000 Lungenkranke beschäftigt. Die Rekonvaleszenten im Ford- Franzosen gegen Schuhpolizei. Frankreichs Kohlenbeute. Clemenceau gegen den Rechtsbruch. Die Deta berichtet aus London: Effen, 16. Februar.( Eigener Drahtbericht.) Am Freitag Nach ihren Berichten befördern die Franzofen jetzt täglich 300 bis mittag ist das Polizeipräsidium von französischen Truppen umftellt 600 Kohlenwaggons über die Grenze, und in den legten Tagen sollen ,, Manchester Guardian" erinnert daran, daß man in der worden. Ein Regierungsrat, zwei Polizeiräte fowie der kommen auf der Strede Duisburg- Aachen täglich ungefähr 4 Koblenzüge Angelegenheit der Ruhrbefegung gegen Frankreich sehr gut Frant. deur der Schußpolizei sind verhaftet worden. Sie wurden ge- Deutschland verlassen haben. Da nur die Eisenbahner ftreifen, die reich als Kronzeugen gegen fich felbft anführen kann. Im feffclt auf der Wache des Polizeipräsidiums untergebracht. Die Bergleute aber arbeiten und mit den Kohlen, soweit sie nicht auf Jahre 1919 hat Rumänien bekanntlich feine Truppen in Ungarn. übrigen Beamten des Polizeipräsidiums mußten auf dem Flur zu- Salden tommen, die leeren Eisenbahnwagen beladen, damit diese einmarschieren lassen, um die Zahlung der Reparationen zu fammentreten und sich nach Waffen und Papieren durchsuchen der Ruhr- Industrie zugeführt werden fönnen, so beschlagnahmen erzwingen. Die Alliierte Friedenstonferenz war damals über diese lassen; dann wurden sie einzeln entlassen. Der Grund dieses Bor- die Franzosen diese beladenen Waggons fofort und rollen fie ab. Eigenmächtigkeit Rumäniens geradezu bestürzt, und sie sandte am gehens ist wahrscheinlich darin zu suchen, daß am Donnerstag abend Sie machen auch Rundfahrten durchs befeßte Gebiet mit 23. Auguft ein von Clemenceau unterzeichnetes Ultimatum an um 10 Uhr im Cofal Zeller Hof in der Turmstraße zwei Fran- Wagen, auf die sie Zettel mit Reparationsfohle" geklebt haben. Rumänien, dessen Inhalt bezeichnend ist für die französische Men30jen durch Schüsse schwer verlegt wurden. Nach AnDie Drohung der Franzosen, alle streitenden Gijentalität von damals und heute. Nach einem Hinweis auf„ die gabe eines der verletzten Franzosen soll ein Schußpolizeibeamter die bahner aus ihren Wohnungen zu vertreiben, wird in stematische Beschlagnahme und Fortschaffung Schüsse abgegeben haben. systematisch durchgeführt und hat bereits zu mehreren Berhaftungen ungarischen Eigentums" erklärten die Alliierten, immer durch und Ausweisungen geführt. den Mund Clemenceaus, daß sie nicht in der Lage seien, das In der Stadt find fämtliche Schupobeamte, die fich nicht in Sicherheit bringen fonnten, verhaftet worden. Das Stadttheater ist für den öffentlichen Verkehr geschlossen Ein Doppelposten verhindert das Betreten des Gebäudes. Die geftrige Befehung des Rathauses und des Stadttheaters ist nach Angabe der Franzojen als Repressalie zu betrachten. Heute fand in Gelsenkirchen das Begräbnis des erfchoffenen Schuhpolizisten Hutmacher ffatt, an dem sich die gesamte Bevölkerung beteiligte. Während der Feier frenzie ein französischer Flieger über der Menschenmenge und warf Taufende von Propagandaflugblättern ab. Bon den verhafteten und schändlich mishandellen 38 Schuhpolizisten find 19 nach Gelsenkirchen wieder zurüfgefehrt. In Hattingen ist eine person wegen Entfernung franzöfischer Plakate zu 15 Tagen Gefängnis und 100 000 m. Geldstrafe verurteilt worden. Französischer Posten angefchoffen. Redlinghausen, 16. Februar.( Mtb.) Gestern abend gegen 11% Uhr wurde in Westerholz ein vor der Unterkunft der franzöfifchen Truppen stehender Bosten durch einen Schuß in die Schulter verlegt. Ueber den Täter ist nichts bekannt. Militärgericht in Essen. Die Brüsseler Etoile Belge" schreibt, bie pollkommene Ab- Borgehen Rumäniens zu begreifen, es sei denn, daß die rumä schnürung des besetzten Gebietes vom übrigen Deutschland werde nifche Regierung die angenommenen Grundsäge über die verhängnisvolle Folgen für den Hafen von Hamburg nach sich Reparationen nicht anertennt. Diese angenommenen ziehen, über den man die meisten Fertigprodukte aus dem Ruhrgebiet Grundfäße" maren aber genau die des Vertrages von nach den Bereinigten Staaten und Südamerika verfrachtet habe. Bersailles. In dem Ultimatum der Alliierten heißt es flar und Jegt werde man nur Ausfuhrbewilligungen erteilen, wenn diese deutlich: Waren über Antwerpen ober Rotterdam nach Uebersee gingen, Die ölnise 3eitung" bemerkt hierzu: Man muß feftftellen, ob es sich hier um mehr als ein plumpes Manöver han. delt, um die aufgeregten Reederkreise in Antwerpen zu beruhigen, die mit vollen Recht von der Bernichtung der Industrie im Ruhrgebiet eine schwere Schädigung des Hafens von Antwerpen erwarten. Die Sperre. Elberfeld, 16. Februar.( WIB.) Die Zurüdweisung der Frachten aus bem besetzten Gebiet wird von den Kontrollstellen sehr ver fchieden gehandhabt. Teils werden alle Güterarten zurückgehalten, teils nur Lebensmittel, Kohle und metallurgische Erzeugnisse. An verschiedenen Kontrollstellen wird Gepad revidiert und dabei werden auch ffeinere Mengen Lebensmittel beschlagnahmt. In Diez an der Bahn wurden Reichspoftfäde zurüdgehalten. In Bratel wurden Koblenzüge, die für Stalien bestimmt maren, angehalten, meil die Ausweispapiere fehlten. Ebenso wurden vier verschiedene Züge angehalten, die Thomasmehlfendun. gen enthielten. Durch Dorsten werden täglich nur fechs Bertragsfohlenzüge für Holland durchgelaffen. Forderungen der Gewerkschaften, „ Wenn die Shadloshaltung für erlittene Schöden solchen Fatforen wie der geographischen Nachbarschaft zum feindlichen Eigentum oder dem Ergebnis eines Wettstreits unter den Alliierten überlassen bilebe, die sich im Befih des feindlichen Eigentums befänden, so würde es unausbleiblich geblieben fein, daß flagrante ungerechtigkeiten und Die möglichen ernste Mishelligkeiten daraus entstanden wären. Folgen dieser Aktion, die Rumänien durchzuführen die Absicht hat, find so ernst und so erfüllt mit Gefahren für die ordnungs. mäßige Wiederherstellung Europas, daß die alliierten und assoziierten Mächte sich, wenn es notwendig ist, gezwungen sehen würden, äußerst nachdrückliche Schritte zu unternehmen, um diese Folgen zu verhindern. Wenn es der Gesamtheit der Reparationen gestattet wäre, in einzelne und miteinander tonfurrie. rende Attionen der berschiedenen alliierten und assoziierten Mächte auszuarten, so würde, das ist ganz augenscheinlich, eine Ungered) tigteit begangen werden, es würde die Hab gier geweckt und endlich würde das Durcheinander dieser nicht zusammenhängenden Aktionen den Feind veranlassen, jede Sahlung zu vereiteln oder ihn unfähig machen, das Maximum an Reparationen zu leisten." Wir wissen nicht, fügt Manchester Guardian" hinzu, was je gegen Frankreich geschrieben oder gesagt worden ist, das die Ruhraktion besser fennzeichnet, als dieses pergeffene Dotuinent, das aus der fehrhaften Autorität, aus dem Pomp der zur Schau getragenen Bürde einer Friedenstonferenz hervorgegangen ist, deren Wort in Europa noch Gesez ist. Neuregelung des Lohnabzuges. Amtlich wird mitgeteilt: Gefängnis für pflichttreue Bürgermeister. Effen, 16. Februar.( WTB.) Das franzöfifche Kriegsgericht in Bredenen verhandelte heute zunächst gegen ten Oberbürger meister Havenstein von Oberhausen. Er hat am 7., 8. In de gestrigen Gigung des Reich stohlenrats gab Berg. und 9. Februar dem Bahnhof Oberhausen das elektrische Licht ver- hauptmann Bennhold einen ausführlichen Bericht über die weigert und soll dadurch den Verkehr gestört und Truppentransporte Kobieniage. An das Referat schloß sich eine Aussprache, in ber gefährbet haben. Bei seiner Bernehmung gab Oberbürgermeister u. a. Genosse Girbig als Arbeitervertreter der Glasindustrie auf Havenstein an, daß zwischen der Stadt Oberhausen und der Eisen die Gefahren hinwies, die den Industriellen und Arbeitern des bahnverwaltung ein Privatvertrag bestehe, der mit dem 2. Februar unbefeßten Gebietes aus der mangelhaften Kohlenzufuhr entstehen. von der Eisenbahn gekündigt worden sei. Darauf habe die Stadt Aus fächsischen Industriefreifen würde bereits über unzureichende Strom nicht mehr geliefert. Der Aufforderung eines franzöfifchen Belieferung mit Kohlen geflagt. Die völlige Abschnürung des RuhrOffiziers, dem Bahnhof wieder Licht zu liefern, habe er nicht nach reviers würde große Gefahren für die Industrie und namentlich fü: Mit Rücksicht auf die Steigerung der Löhne und die Erhöhung tommen fönnen, da das Reich die Lieferung verboten habe. Der die Arbeiterschaft des unbefekten Deutschlands bringen. Das dann der Lebenshaltungskosten ist bei der in diesen Tagen vorgenomme franzöfifche Staatsanwalt beantragte zehn Jahre 3uchthaus; hereinbrechende Elend sei die Sould der franzöfifchen Regierung, nen Neuregelung des Lohnabzuges, die erst am 1. März in Kraft von dem Antrag auf Todesstrafe fehe er ab, well tatsächlich ein Un aber auch eines nicht unerheblichen Teiles der franzöfifchen Arbeiter. tritt, vorgesehen worden, daß im Monat Februar für die letzten sechs glück nicht geschehen sei. Das Urteil lautete auf drei Jahre Geschaft. Das deutsche Bolt habe bereits mehr erfüllt, als in seiner vollen Arbeitstage ein Steuerabzug unterbleiben soll. Als volle fängnis. Raft stand. Um die Rohlentage im besetzten Gebiet zu heben, müßte Arbeitstage gelten die Tage, an denen der Arbeitnehmer während Der Betriebsdirektor des rheinisch- westfälischen Elektrizitäts- alles Rotwendige geschehen, die Industrie hinreichend mit der nach dem Tarifvertrag oder den forstigen Bereinbarungen be mertes Bußmann wurde, weil er nicht dafür gesorgt hatte, daß Brauntohle zu beliefern und den Hausbrand sicher zu ftimmten Zeitbauer arbeitet. Ist hiernach nichts anderes bestimmt, bie Lichtversorgung des von den Franzosen besetzten Hotels Stalfer- ftellen. Vor allen Dingen dürften auch die Kohlenpreise nicht weiter o bleibt der Arbeitslohn, der auf 48 Arbeitsstunden entfällt, som hof wieder in Ortnung gebracht wurde, au 5 millionen Mart Geld- steigen, denn fie felen heute schon unerschwinglich. Den Bucherern Steuerabzug fret. Strafe verurteilt. und Schieben, die jetzt die Ruhrbevölkerung ausplündern wollen, müsse der Zuzug dorthin unmöglich gemacht werden. Nachmittags begann die Berhandlung gegen Bürgermeister Schäfer Essen wegen Berweigerung der Ausführung der Requi fitionsbefehle, die 72 Automobile und bestimmte Rohlenlieferungen verlangten. Er erklärte, daß er die Autos nicht habe liefern fönnen, meil sie Privat eigentum feien, über das ihm feinerlei Rechte zu ständen. Kohle habe er nicht liefern dürfen, weil ihm dies von feiner Regierung verboten worden ist. Bürgermeister Schäfer wurde zu zwei Jahren Gefängnis und 10 millionen Mart Geldstraße Deruriciít. 9 Steiger Berner vom Bund der technischen Beamten und An gestellter erklärte für die technischen Grubenangestellten den ent schlossenen Willen, bie franzöfifchen Machtpläne abzu mehren. Wagner( Arbeitnehmer) nennt die französischen Bemühungen, die alten Gegenfäße zwischen Rapital umb Arbeit auszuspielen, ein nugloses Beginnen. Außerdem sind vom 1. März 1923 ab die beim Steuerabzug au berüdsichtigenden Ermäßigungen gegenüber den jetzt geltenden Sägen perpierfacht worden. Daher betragen die Ermäßigun. gen für den Steuerpflichtigen und feine Ehefrau von diesem Zeitpunkt ab monatlich statt 200 m. je 800 m., für jedes zur Haushaltung des Steuerpflichtigen zählende minderjährige Rind ohne eigenes Arbeitseinfommen oder jedes nicht über 17 Jahre altes Kind mit eigenem Arbeitseinkommen 4000 m. monatlich. Die Berlängerung des Ruhrtohienfonditais um ein ben Finanzämtern geht ein Merkblatt zu, aus dem alles für den Den Spizenverbänden der Arbeitgeber und Arbeitnehmer und Steuerabzug Befentliche entnommen werden fann. halbes Jahr wurde beschlossen. Gegen Falschmeldungen. Der Sozialdemokratische Barlamentsdienst foreibt: Kein Staatspräsident in Bayern. Wohlfahrtspflege. Hospital fönnen auch arbeiten, wenn sie wollen; in diesem Fall wird ein Deltuch über ihr Bett gebreitet und sie erhalten Schrauben und Bolzen zum Zusammenpaffen wie die Blinden. Forb hat eine sehr ins einzelne gehende Elatistit über die verschiedensten Arbeitsporten Bor einigen Tagen meldete das offiziöse Wolffbureau, daß in München, 16. Februar. Im Verfassungsausschuß bes bayerischen in feinen Werfen ausarbeiten laffen und fo festgestellt, welche Stel Stoblenz die Franzosen Kohlen und Speisen an bie minberbe Landtags fprachen sich die Redner der Demofraten und So. lungen volle Körperkraft erfordern, welche auch von Krüppein und mittefte Bevölkerung ausgeben und sich dafür von den Empsial bemofraten fehr energisch gegen jebe Berfaffungs. Kranten versehen werden können. Hierbei wurde ermittelt, daß für weitere 3000 Arbeitsstellen keine besonderen Körperfräfte be- fängern eine Quittung geben laffen, bie ben Stopi trägt Fran anderung im gegenwärtigen Augenblid aus. Auch der zur nötigt seien, daß 670 Stellen von Krüppeln ohne Beine, 2637 von öfifch Rheinische Republi t". Richtig ist, daß die Fran Koalition zählende Bayerische Bauernbund brachte aur Arbeitern mit nur einem Bein, zwei von solchen ohne Arm, 715 von 30sen durch Spenden versuchen, Bropaganda zu machen. Es trifft allgemeinen lleberraschung ebenfalls Bedenken zum Ausdruck und solchen mit einem Arm und 10 von Blinden versehen werden fönnen. auch zu, daß in Koblenz Empfangsbescheinigungen von den Empfän- erklärte sich für Stimmenthaltung. Der Antrag wurde schließlich mit 14 gegen 11 Stimmen angenommen. Allerdings ift, nachdem nunDas Drakel zu Delphi, das ja in der Geschichte des Altertums biefen Quittungen irgend eine französische Propaganda, vor allem zu rechnen, daß der von der Regierung voraelente Gefehentwurf die Das Orakel zu Delphi, das ja in der Geschichte des Altertums gera folcher Gaben verlangt werben, aber nicht richtig ist, daß auf mehr auch ber bayerische Landbund sich zurückgezogen hat, damit eine gewaltige Rolle spielt, unterzieht Hermann Donner in der Zeit nicht eine falche für eine„ Französisch- Rheinische Repubüt getrieben nötige 3 weibrittelmehrheit der gefehlichen Mitgliederzahl fchrift Silio einer interessanten Betrachtung. Unsere Leser werden schon so manches davon gehört haben, das Griechen und andere murde. Nicht diejenigen schwächen den deutschen Abwehrkampf. des Landtages nicht findet. Die mit dem Antrag eingeleitete parla. daß Bölfer die heilige Stätte in Mittelgriechenland bejahidten, um Aus die die Tatsachen schildern wie sie sind, sondern jene vergehen sich mentarische Aktion für eine Reform der bayerischen Berfaffung dürfte funft über das zufünftige Geschid zu erhalten, welche die in einer am deutschen Bolte, die durch Hebertreibungen und Ent. Damit ihre endgültige Erledigung gefunden haben. Erdspalte auf einem Dreifus thronende, von Dämpfen berauschte ftellungen den in der Welt bestehenden Glauben an die gute Sache Seherin Pythia erteilte. An der Hand der alten Klaffiter sind wir Deutschlands untergraben. Das sollte sich endlich auch das offiziöse gewohnt, hier eine Art Kirchenstaat zu sehen, der den fatralen und Wolffbureau merfen! politischen Mittelpunkt Griechenlands bildete. Daß die fatrale Be deutung zutrifft, betont auch Donner. Das Dratel trat tatsächlich Durchbrechung der Ministersperre. als Hüter von Recht, Sitte und Religion auf und errang auch über Düsseldorf, 16. Februar.( WTB.) Reichspofiminifter Sting! Griechenland hinaus großes Ansehen, wurde auch schon zeitig von asiatischen Herrschern befragt und reich beschenft. Besonders bet hat die von den Franzosen und Belgiern gegen die deutschen Minister Der Minister weilte am Aussendung von Kolonien pflegte man fich von ihm Rat zu holen. gerichtete Einreisesperre durchbrochen. Daß es aber fein politischer Mittelpunkt für das gesamte Griechen. 15. und 16. februar im Ruhrgebiet. Sein Besuch galt den Städten fand war, beweist namentlich seine matte Halhing in den Berser. Düsseldorf, Duisburg, Mülheim- Ruhr, Essen, Bochum und Dort friegen, wobei mir deutlich erkennen, daß manche von seinen aus mund, wo er die Boft- und Telegraphenämter besichtigte. dieser Zeit überlieferten Aussprüchen nachträglich redigiert worden find. Es wirkte oft hochgradig parteiisch und betrieb kleinliche Intereffenpolitit, meist im Dienste Spartas, der Nebenbuhlerin Athenes in der Führung Griechenlands, erwies sich auch der Be ftechung zugänglich. Charakteristisch ist das Zweideutige feiner Aus sprüche, so gegen den mächtigen Lydertönig Kröfos. Als dieser das Drafel fragte, ob er den Krieg gegen das Berfifche Reich wagen dürfe, erhielt er die Antwort, er würde damit ein großes Reich zer ftören, eröffnete nun den Krieg und fah sein eigenes Reich unter gehen. Die Priester von Delphi maren damit salviert. Das„ Moskauer Kammertheater", bas toährend des Strieges ente ftanden ist, wirb in Berlin, New York und Paris Gastspiele geben. Im April wird es im Deutschen Theater auftreten. Der wahre Jakob" befahungsgefährlich. Koblenz, 16. Februar.( WIB.) Die fatirische Wochenschrift Der wahre 3atob" ift bis auf meiteres im befegten Gebiet verboten. Die zahlreichen sonstigen Zeitungsverbote tönnen wir ebenjowenig wie die Berhaftungen, Ausweisungen, Berurteilungen ufw. verzeichnen. Vergewaltigung Offenburgs. Der preußische Haupiausschuß beendete die Beratung bes Wohlfahrtsetats. Bei der Beratung ber Wohnungs- und daß Sie bisherige Bewirtschaftung im Wohnungswesen prinzi Siedlungsfragen wies der Genosse Meyer Solingen darauf hin, pielt zichtig gewesen sei, baß aber eine Ausdehnung der Rechte ber mietervertreter unbedingt neumendig sei, um eine forrette Berwendung der für die Erhaltung der Wohnungen von der Mieterschaft aufzubringenden ungeheuren Beträge unbedingt sicherzustellen. Er verlangte foziale Staffelung der Wohnungsbauabgabe und Beiträge der Arbeitgeber für den Wohnungsbau, wertbeständige Anleihen zur Finanzierung von Neubauten und ene: gifden Kampf gegen den Baustoffwuer. linfere Genossen miesen ferner auf die Notwendigkeit eines ver. Unglücksfälle( Anhalter Bahnhof, Moffebau usw.) hin. schärften Bauarbeiterschutes angesichts der sich häufenden Es wurde eine Reihe von wichtigen Anträgen angenommen. U. a, wird reichsgefeßliche Regelung des Berhältnisses zwischen Krantentassen und Aerzten, gefeßliche Neuregelung des Apothefer. und Irrenwesens verlangt. Ein weiterer Antrag verlangt, daß der Notbedarfan Milch zu einem Drittel Karlsruhe, 16. Februar.( WEB.) Aus Offenburg wird der bisherigen Frachtfäße befördert und die Milch mit feinerlei berichtet: Amtmann Peter, der zur Feststellung von Sachschäden Steuern belastet wird. 3ur Linderung der Not der Sozial. nach Offenburg entfandt worden war, wurde von den Franzosen rentner sollen Arbeitsgelegenheiten geschaffen merden. Annahme Ausstellung der Gruppe Wir". Gemälde und Grapbilen von ausgewiesen. Bei felner Ausweisung wurde ihm mitgeteilt, nach der Friedensmiete und direkt vom Zahlungspflichtigen erhoben fand ein bürgerlicher Antrag, nach dem die Wohnungsbauabgabe Giebelhausen, Lebenheim, Berck, Bidor, Jackstadt, Bialoſtopky, Diemenitein, daß auch die Umfmänner Dr. Maier und Müller ausgewiesen werden soll. 15. Februar bis 1. März, 11-2 Uhr bei Lebenheim, Bilmersdorf, würden. Nachdem die höheren Beamten des Bezirksamtes entfernt Bregenzer Straße 3, 3 r. Das Defizit ter sowjetruflichen Presse. Nach einer Melbung ber waren, wurden auch die übrigen Beamten von franzöfifchen SolPetersburger Krafinaja Bajeta" hat der Trust der Wetersburger Breffe daten aus dem Bezirksamt herausgetrieben, dabei förperlich das abgelaufene Jahr mit einem geblbetrag von 17 Miniarben Rubel ab durchsucht und ihrer Privatgelder beraubt. Da das geschlossen. Zur Sanierung seiner Geschäftslage hat der Trust nunmehr Bezirksamt jetzt militärisch befeht ist, ist es den in Offenburg vereinen Bertrag mit einer Moskauer Privatfirma abgeschloffen, wonach biele bliebenen Beamten des Bezirksamtes unmöglich, die Arbeit die Generalvertretung für den Bertrieb der vom Petersburger Preffetruit fabrizierten apeten ericirbt. wiederaufzunehmen. Der Wohnungsausschuß des Reichstages nahm einen neuen Baragraphen an, der jeden, der gewerbliche Räume errichtet, verpflichtet, auf einen Teil der mehrbeschäftigten Arbeiter einen neuen Wohnraum herzustellen. beträgt zurzeit 1 537 000. An Kriegshinterbliebenen find vorhanden: Die Gesamtzahl der versorgungsberechtigten Kriegsbeschädigten 533 000 Bitwen, 1 134 000 jalbwaisen und 58 000 Bollwalsen. Gewerkschaftsbewegung Zu den Betriebsrätewahlen. Die Kommunistische Partei hat zur Eroberung der Betriebsvertretungen folgende Richtlinien für die Tätigkeit des Betriebsrates aufgestellt: I. in Löchern, stirbt vor hunger. Dem Lefer find die in die Ziele dieser Bewegung mitfämpfe. Die Ausführungen des Der Bergarb 3tg." veröffentlichten Auszüge aus den verbands- Redners wurden mit lebhaftem Beifall aufgenommen. amtlichen russischen Zeitschriften bekannt, nach denen die Berg- An den Vortrag schloß sich eine längere Diskussion, an der sich arbeiter des Donegreniers in größter Not und Entbehrung leben. auch der kommunistische Bandtagsabg. Knoth beteiligte. Hildes Am 1. Juni 1922 schuldete tie Verwaltung den Bergarbeitern brandt, Knapp und Albinus traten energisch für den An1 Trillion 590 miliarden Rubel" Arbeitslohn. Alle Länder schluß an die fozaldemokratische Organisation der Polizeibeamten fammeln für das hungernde Rußland, und die Spenden ein. Jeder möge als Apostel für die Sozialdemokratie hinausgehen. reichen bei weitem nicht aus. Währenddessen veranstalten die Nachdem der Borsigende des Werbeausschusses, Gabriel, das Pro tommunistischen Arbeiterführer" schwelgende Gelage mit herr- gramm bekanntgemacht hatte, trat Ra bold in seinem Schlußwort schaftlicher Bedienung" auf Kosten der hungernden Arbeiter." einigen Ausführungen des kommunistischen Redners entgegen und hob hervor, daß Minister Severing die Rechte der Polizeibeamten stets gewahrt und immer den besten Willen zur Verbesserung ihrer Lage befundet habe. Der Minister habe aber eine böse Erbschaft vor gefunden und noch Berge des Widerstandes zu beseitigen. Hierauf murde die Bersammlung mit einem dreifachen Hoch auf die deutsche Republik und die republikanischen Polizeibeamten geschlossen. Rücksichtsloses Eintreten für die Intereffen der Betriebsbelegschaft. Schärfsten Kampf gegen die Bersuche, den Achtstundentag Wenn die russischen Arbeiter reden könnten! Dann wäre es zu beseitigen, Verweigerung aller Ueberstunden auch dann, mit dem ganzen Kommunistensput in Deutschland und verschie wenn die Gewerkschaften mit den Unternehmern tarifliche denen anderen Ländern mit einem Schlage zu Ende. Die deut Ueberstundenabkommen wie im Bergbau abschließen. schen Arbeiter würden ohnedem mit ihren Ausbeutern weit besser II. fertig. Unterstützung aller Bestrebungen in- und außerhalb des Betriebes für die Herstellung der proletarischen Einheitsfront" zur Abwehr der Angriffe der Unternehmer auf die Interessen der Ar beiterschaft. Kampf gegen das Bündnis der Gewerkschaften mit den Unternehmern in den Arbeitsgemeinschaften, Kampf gegen das Bündnis der reformistischen Führer mit den bürgerlichen Parteien in der Koalitionsregierung als die einzigen Hindernisse für ein Bündnis aller Arbeiter zum Kampf für die Verbesserung der Lebenslage des Arbeiters. III. Attive Beteiligung an dem Kampf der Betriebsrätebewegung und der Kontrollausschüsse, Unterstützung aller Bestrebungen zur Schaffung einer Arbeiterregierung, die fich auf die obengenannten Organe und auf die Gewerkschaften stüht IV. Kampf gegen Ausschlüsse revolutionärer Arbeiter aus den gemertschaftlichen Organisationen durch die„ reformistischen Gemertschaftsführer", Kampf für die Wiederaufnahme aller wegen ihrer politischen und revolutionären Betätigung ausgeschlossenen Kollegen. Es ist demgegenüber wohl überflüssig, zu betonen, daß für alle Gewerkschaftsmitglieder nicht die kommunistischen Barteiparolen, sondern die Beschlüsse des Gewerkschaftsfongresses gelten. Der 11. Gewerkschaftstongreß in Leipzig hat die von dem Referenten über den Punkt: Be triebsräte und Gewertschaften, Genossen C. Nörpel eingebrachte Entschließung zum Beschluß*) erhoben, der bezüglich der Wahlen zu den Betriebsräten besagt, daß Wahlabkommen der ADOB.- Gewerkschaften mit anderen Gewerkschaftsgruppen und Organisiationen zu vermeiden sind. Kein Mitglied einer dem ADGB. angehörenden Gewerkschaft darf sich in einem Betriebe mit einer gewerkschaftlichen Vorschlagsliste nach den Grundsägen des Leipziger Beschlusses als kandidat auf eine Gegenliste aufstellen lassen. Als selbstverständlich wird vorausgefeßt, daß jeder Kandidat die Beschlüsse des Gewerkschaftstongresses hochhält, weshalb auch von einer ausdrüdlichen Verpflichtung hierzu abge fehen wird. Das bedingt natürlich, daß fein Kandidat etwa die Richtlinien" der Kommunistischen Partei unterschreiben oder ihnen vollauf zustimmen kann. Num wird teilweise die merkwürdige Auffassung vertreten, daß in Betrieben, in denen es den Kommunisten gelungen ist, eine einheitliche Liste auf Grund der Richtlinien der Kommunistischen Bartei aufzustellen, sich fein Gewerkschaftsmitglied als Randidat auf eine Gewerkschaftsliste aufstellen lassen dürfe. Das gilt natürlich nur für die Fälle, in dener die Wahlvorbereitungen in Uebereinstimmung mit den Beschlüffen des Gewert. fchaftstongresses getroffen sind, nicht aber in den Fällen, in benen die Kommunisten unter Weißachtung dieser Beschlüsse vorgehen. Hier ist es geradezu Pflicht unserer Gewerkschaftsgenoffen, der tommunistischen Partei- Richtlinien- Lifte, eine gewettichaftliche Cifte entgegenzustellen. Die nenen Schneiderlöhne. Am 14. Februar wurde in München zwischen den zuständigen Organisationen im Schneidergewerbe das am 17. Februar endende Mannheimer Abkommen vom 29. Januar revidiert. Die dritte Lohnstaffel wurde um 20 Proz. erhöht und darüber hinaus ein ab 18. Februar auf zwei Lohnwochen geltendes Lohnabkommen erzielt. Die Lohnerhöhungen betragen in den einzelnen Städtegruppen 85 bis 110 Broz. Die Spigenlöhne für Herrenmaßschneiderei wurden wie folgt feftgefekt: Städtegruppe I 1435 M., II 1320 m., IIIa 1240 m., IIIb 1190 m., IVa 1120 m., IVb 1080 m., Va 1000 M., Vb 975 m., VIa 925 m., VIb 865 m., VIIa 820 m., VIIb 760 m. Für die Damenschneider sind die Löhne in den Gruppen um 5 Broz. höher. Weibliche Arbeitsfräfte erhalten rund 70 Broz. der Löhne. Das Lohnabkommen gilt für 240 Städte mit 50 000 Herren- und Damenschneidern. Der in Abständen von zwei zu zwei Wochen erfolgenden Lohnregulierung liegt ein Teuerungsinder zugrunde, der sich auf die in 195 Städten gemeinsam von den Arbeitgeber- und Arbeitnehmergen wurde am 8. Februar gegenüber der voraufgegangenen Beriode perbänden laufend notierten Preise aufbaut. Aus diesen Notieruneine Steigerung von 81 bis 108 Proz. errechnet. Die höchste Steige rung von 108 Proz. ist in der Gruppe IIIb eingetreten. Die Löhne der Mineralwafferarbeiter. Für die Mineralwasserarbeiter sind am Donnerstag mit dem Verband Berliner Mineralwasserfabrikanten e. V. für die Arbeiter, Rutscher und Frauen für die dritte und vierte Februarwoche neue Löhne vereinbart worten. Gefordert waren für die dritte Woche für Arbeiter 50 000 M. und für die vierte Woche 55 000 m. sowie Berdoppelung der Provisionsfäße für Kutscher. Erst nach längeren gegenseitigen Berhandlungen wurde eine Einigung in der Weise erzielt, daß für die beiden letzten Wochen 50 000 m. pro Woche bewilligt wurden. Ferner eine teilweise Erhöhung der Provisionsfäße. Frauen erhalten 36 500 M., Jugendliche bis 18 Jahre 28 000 m. pro Woche. Für den Monat März sind zum 2. März neue Verhantlungen angefeht. Abzüge des Lohnabkommens find gegen Mitgliedsausweis im Bureau des Deutschen Verkehrsbundes( Transportarbeiterverband), Engelufer 24/25, Zimmer 31 und 38, zu haben. Sozialdemokratie und Polizei. Der französische Bergarbeiterstreik. Die Nachrichten, die aus den verschiedenen Kohlenbeden Frantreichs vorliegen, laffen erkennen, daß die Streitbewegung an Ausdehnung gewinnt. Sowohl im Kohlenbecken des Norddeparte. ments, wie im Rohlenbecken des Zentrums bei St. Etienne, wie fchließlich im südlichen Kohlenzentrum im Departement du Gard find Streits ausgebrochen. Vorläufig handelt es sich noch um Teil. treifs. Während der Bergarbeiterverband, der dem französischen Gewerkschaftsbund angeschlossen, bei weitem der bedeutendere ist, mit den Unternehmern noch unterhandelt, hat der kommunistische Bergarbeiterverband den Generalstreit proflamiert. Die Regierung, der der Streit natürlich sehr ungelegen kommt, bemüht sich in letzter Stunde, den Streit durch Konzessionen zu verhindern. Sie hat den Arbeitsminister beauftragt, im Senat darauf zu dringen, daß das Pensionsgesetz der Bergarbeiter schnell verabschiedet wird. Die Regierung hat offenbar auch einen Druck auf die Zechenbesiker ausgeübt, damit diese sich in der Lohnfrage nachgiebiger zeigen. Bei steht, sind die Mahnungen der französischen Regierung offenbar ohne den lothringischen Kohlenbaronen, an deren Spize de Wendel Einfluß geblieben. Die Verhandlungen, die zwischen den Zechenbefizern und den Bertretern der fommunistischen und der christlichen Bergarbeiterorganisationen Lothringens. in Forbach stattgefunden haben, find gescheitert. Der mäßigende Einfluß des alten Bergarbeiterverbandes, ber zunächst alle Verhandlungsmittel zu erschöpfen bestrebt ist, scheint an. gesichts der Erbitterung der Bergarbeiter nicht standzuhalten. Allerdings gehören die Behauptungen der Roten Fahne", als streiften die franzöfifchen Bergarbeiter aus Solidarität mit ihren deutschen Kameraden, ins Bereich der Phantasie. Auch den fommunistischen Bergarbeitern Frankreichs fällt es nicht ein, einen Solidaritätsstreit zugunsten der Ruhrarbeiter auszurufen. Es handelt sich in Wirklich. feit um einen Konjunkturstreit. Die franzöfifchen Bergarbeiter benutzen die Gelegenheit, um alte Lohnforderungen durch zubrüden. Die deutschen Kohlenlieferungen, die auf Grund des Ver trages von Versailles geleistet werden müssen, wirften in Frankreich wie auch in den anderen Ländern lohn drüdend. Diese Kohlenlieferungen sind seit einem Monat ausgeblieben. Eingetreten aber ist infolge des Sinfens des franzöfifchen Franken und der anderen wirtschaftlichen Folgen, die das Ruhrabenteuer nach sich ge zogen hat, eine ganz wesentliche Steigerung der Lebens. haltungskosten. Die französischen Bergarbeiter verlangen, daß ihre Löhne entsprechend erhöht werden. Nicht mehr und nicht Ueber dieses Thema sprach Landtagsabg. Genosse Rabold am weniger. Und wenn sie diese Forderung durchdrücken werden, dann Donnerstagabend in einer gutbesuchten öffentlichen Bersammlung werden sie dies allein der Stärke des alten Bergarbeiterverbandes ber Bolizeibeamten, die vom Werbeausschuß der VSPD. banten. Darüber hinaus gehen vorläufig die Forderungen der franPolizeibeamten des Bezirksverbandes Groß- Berlin nach den zösischen Bergarbeiter nicht. Auch nicht die der kommunistischen Brunnensälen" einberufen war. Der Redner gab in seinem Bortrag Bergarbeiter. zunächst einen Rückblid auf das Verhältnis der Polizeibeamten in Die Streiflage in der fra 1zöfifchen Bergarbeiterschaft ist nach dem alten Obrigkeitsstaate und hob hervor, daß der alte Staat den Angaben der französischen Ministeriums für öffentliche Arbeiten Beamten gewiffe Borrechte eingeräumt habe, die aber im Grunde folgende: Jm Departement Nord streifen 20 Proz. der Arbeiter. genommen nur Scheinrechte waren, denn auf politische und schaft, im Departement Gord 25 Broz.. im Departement Loire 75 geiftige Bewegungsfreiheit mußten die Beamten verzichten. Auch Prozent, im Departement Apeiron 10 Broz., in Chalons sur Saône mit der Besoldung der unteren Beamten war es schlecht bestellt. Nur 80 Broz. Im Distrikt von Lille streifen von 21 675 Arbeitern 6346, das Strebertum hatte die Hoffnung, in höhere Stufen aufzusteigen. im Pas de Calais befinden sich 3000 polnische Arbeiter im Erst die Novembertage von 1918 haben auch den Beamten wirk- Streit. Bollständig ist die Arbeitsruhe in Alais( Gard), lide staatsbürgerliche Rechte und Bewegungsfreiheit gebracht. Leider ebenso in Gueret. Im Gebiet von Marseille( Braunkohle) wurde stehe noch manches nur auf dem Papier und harre erft der praf die Arbeit aufrechterhalten, ebenso im Becken von Albi. fischen Berwirklichung, was in der Weimarer Beifaffung In den bedeutendsten und ausschlaggebenden Kohlenbecken von für die Beamten veranfert wurde. Hierunter hat besonders die Pas de Calais und Nord streift also nur ein fleiner Teil. Gruppe der Polizeibeamten zu leiden. Man hat verfucht und der gegen ist der Streit in den nächstgrößten Becken, Loire und Chafucht noch immer, die Polizeibeamten in das alte reaktionäre Fahrlons sur Saône faft allgemein. masser zu lenfen, namentlich hat man versucht, die neue( grüne) Das Das Paradies der bolschewistischen Bonzen. Der Angestellte der Union, Nitolaus Holz, wurde als Delegierter zu dem im November 1922 tagenden fommunistis fchen Kongreß nach Moskau entsandt. Von dort sandte er seinem Bruder Josef Holz einen Brief, den diefer weil er mit den Kommunisten einen Streit wegen fatholischer Feiertage befam in der Hamborner 3tg."( Bentrumsblatt) veröffentlichte. Dieser interessante" Brief lautet: " Moskau, dert 20. November 1922. Wir deutschen Vertreter der Union und KPD. fuhren am 10. November 1922 von Berlin 2. Klasse über Königsberg- Endtfuhnen nach Riga. Am 12. November tamen wir Polizei zur alten( blauen) in einen Gegensah zu Uchtung, Metallarbeiter! Die Arbeiter der Firma Berliner in Riga an und wurden in ein Hotel der russischen Bot bringen. Der Grund dürfte sein, daß die alte Polizei bei der Aluminiumfabrik, Inhaber v. d. Krone, Gerichtstr. 23, stehen schaft gebracht. Tipptoppes Effen, feines Zimmer mit allerhand Umwälzung nicht nach den Wünschen der reaktionären Kreise ge- im Streif. Die Firma hat die Lohnvereinbarung nicht eingehalten Bequemlichkeiten. Herzliche, freundliche Aufnahme. Abends um handelt hat. Man ist allerdings bei Bildung der neuen Polizei von und ist zu einer Berständigung mit den Arbeitern nicht bereit. Die 11 Uhr Abfahrt im Diplomatenwagen 1. Klaffe( Schlafwagen mit falschen Gesichtspuntten ausgegangen, indem den Streifenden sind gewillt, so lange im Kampf zu verharren, bis die Bett) nach Moskau. Unterwegs gab es Wede, Wurst und gebra- alten Armeeoffizieren die Führung übertragen wurde. Diese Herren Firma von ihrem reaktionären Standpunft abgeht. Die Berliner tenes Fleisch. Eine herrliche Fahrt durch Wildnis und Steppe. mögen fich für die Ausbildung von Soldaten geeignet haben, für die Metallarbeiter werden daher ersucht, ein Arbeitsangebot von dieser Am 15. November in Mostau und mit Auto nach Hotel Lug. Ausbildung der Polizei sind aber ganz andere Gesichtspunkte maß- Firma abzulehnen. Deutscher Metallarbeiterverband. Jeder erhielt sofort 50 millionen Rubel und jetzt ging es ins gebend. Ob der Schuhpolizist die Hand richtig an die Hosennaht Ortsverwaltung Berlin. Hotel Paris. Dort großes Diplomatenzimmer mit Schreibtisch, legen oder den Offizier genau nach Borschrift grüßen tann, ist für Seffeln, Sofas, Bett mit allen herrschaftlichen Bedienungen. Um feine Aufgaben ohne Bedeutung. Der Schußpolizeibeamte muß ein Rungestraße 30, Bersammlung aller in der Ristenindustrie Beschäftigten. Pünkt Achtung, Riftenmacher! Sonntag vormittag 9 Uhr im Arbeitslosenfaat, 9 Uhr Frühstück, um 10 Uhr zweites Frühstüd, um 4 Uhr großer felbständiger Charakter sein, er darf nicht wie ein Refrut ange- liches Erscheinen ist Pflicht. Deutscher Holzarbeiterverband, Verwaltungsstelle Gala- Mittagstisch. Nebenbei noch die Festeffen an der Universität, fehen, sondern hat das volle Recht, so behandelt zu werden wie Berlin. Deutscher Transportarbeiterverband, Bezitsleitung Groß- Berlin. Holz, Bau, Textil und wie sie alle heißen mögen, an jeber andere Berufsbeamte. Was den Achtstundentag anber Berantwortlich für den rebatt. Teil: Victor Schiff, Berlin; für Anzeigen: denen wir auch mitessen müssen. Unsere Konferenz findet im trifft, so bin ich der Ueberzeugung, daß sich die Dienstzeit ganz gut ab. Glode, Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag, G. m. b. S., Berlin. Drud: Kreml, dem, Krönungsfaal der russischen Kaiser, statt. Das fo durchführen läßt, wie sie von der Organisation gefordert wird. Borwärts- Buchdruderei u. Verlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin, Lindenstr. 3. Fraktionszimmer ist das Schlafzimmer der ruffischen Kaiferin An den Schußpolizeibeamten werden in förperlicher und geistiger Katharina, deren Bett noch dort steht. Die Räume find in Gold, Beziehung ganz außerordentliche Anforderungen gestellt, und es Bierzu 1 Bellage. Seide, Berlen und Edelſteinen gehalten; die herrlichsten Teppiche muß verhütet werden, daß mit ſeinen Kräften Raubbau getrieben Bei Husten, Asthma und Lungenleiden liegen und hängen an den Wänden und Treppen. Wunderschöne wird. Es fommt bei der Ausbildung weniger auf den militärischen Die hat, bemerkt dazu: 津 hergestellt. Zu haben: Tage! O, würde ich bleiben können, fäme ich nicht mehr nach Geist und auf sportliche Leistungen, als auf Gesekeskunde Sanitätsrat nach Deutschland." Dr. Wegscheiders Brust- Tee Original- Vorschrift und republikanische Gesinnung an. Brief vor der Vergessenheit in dem Hamborner Lotalblatt bewahrt und Offiziere muß ein möglichst vertrauliches Verhältnis obwalten. Satyrin in anregendes und krätigendes Yohimbin- Hormon- Präparat der Bergarbeiter Zeitung, die diesen hübschen fann feine Refrutenanstalt sein und zwischen Mannschaft Elefanten- Apotheke, Berlin SW, Leipziger Straße 74, am Dönhoffplatz gegen Schwächezustände, Hervenstörungen, Neurasthenie Der Rafernenton muß verschwinden. Die Borgesezten dürfen Akt- Ges. Hormona, Düsseldorf- Grafenberg Zah reiche ärztl. Anerkennungen. „ Na, Kamerad, läuft dir nicht der Speichel im Munde zu- nicht nach ihrer militärischen Charge, sondern nach ihrer praf Prospekte gratis. Erhältlich in Apotheken! Stets vorrätig in Berlin: Elefantenfammen, wenn du von soviel lederen, schönen und bequemen tischen Leistungsfähigkeit bewertet werden. Schließlich Apotheke. Leipziger Str. 74; En el- Apotheke, Kanonierstr. 44; HohenzollernSachen hörst? Tröfte dich, diese Diplomatenwagen 1. Klasse, wandte der Redner sich den Besoldungsfragen zu. Trog Apotheke, Königin-Augusta- Str. 50; Wittes- Apotheke, Potsdamer Str. 84 a Diplomatenzimmer, Sofas, Gala- Mittagstische und wunderbare zweifelloser Notlage des Staates werde sich doch eine beffere Besoziale Erinur für fommunistische Führer und Sowjetange stenz der Polizeibeamten müsse geschützt werden. Um bessere Ver stellte. Das große Heer der schaffenden Klaffe haust hältniffe zu erreichen, sei dringend erforderlich, daß die Polizei*) Rorrefpondenzblatt Nr. 27, 32. Jahrg. S. 387/88. tischen Arbeiterbewegung in Kampffront ftelle und für MAX FLUSS, Rosenthaler Straße 58 Schlafzimmer mit herrschaftlicher Bedienung gibt es in Rußland folbung der unteren Gruppen durchführen laffen. Die fogiate si Erstklassige Herrenbekleidung beamtenschaft sich im Rahmen der großen sozialdemotra. Anzüge, Paletots, Schlüpfer, prima Stoffe fertig und nach Maß Billige Preise AK Aus edelsten Oelen nach besonderem Verfahren hergestellt SEIFE Darin liegt das Geheimnis für die stets gleichbleibende Güte! Nr. SS � 4S. Iahrgaüg Soanabenö. 17. Februar 192A was machen öle preise! Höchst widerwillig und zögernd folgen die Preis« einiger Lebens- mittel dem anhaltenden Sinken des Dollars. Die letzten Märkte in; C Heinnitz, Leipzig usw. haben für die Viehhändler das überraschende Resultat gehabt, daß ein großer Teil des Schlachtviehs un> verkäuflich blieb und jetzt schleunigst nach Berlin gebracht wer- den mußt«, um auf dem Heuligen Sonnabend-Viehmarkt veräußert zu werden. Private Angebote, die am gestrigen Freitag gemacht wurden, lasten darauf schließen, daß aus dem heutigen Viehmarkt die Preise voraussichtlich etwas nachgeben werden. Jnnerhalb der Ladenschlächterorganisation ist die Kauflust allerdings außerordent- lieh gering, da viele Geschäfte sehr erheblich« Einbußen erlitten haben. Schweinefleisch war fast unverkäuflich und deutsches Rücken- fett, das mit(5500 M. angeboten wurde, findet keinen Absatz, da das amerikanische Schmalz, je nach Qualität, etwa 3000 bis 3400 M. kostet und da Margarine sich unterhalb der Grenze von 3000 bewegt. Auch die Maßnahmen der Wucherpolizei dürften sehr wesenttich da- zu beigetragen haben, die Viehhändler von der Tatsach« zu über- zeugen, daß eine Besterung der Mark nicht mtt einem Anziehen der Preisschraube beantwortet werden kann. Angeheure Tarissteigernngen. Auf Grund der Kohlentlausel beanttagie die Verwaltung der Städttschen Elektrizitätswerke gestern beim Ständigen Ausschuß der Werksdeputation eine Erhöhung des Februartarifs für Elektrizität auf 1040 Ma rk für die Kilowattstunde. Der Ausschuß lehnte diese Forderung ab und vertagte die Entschei- dung auf nächsten Donnerstag. Die Verwaltung begründete ihren Antrag mtt der ungeheuren Steigerung des Kohlen- preise?. Der für den Monat Januar geltende Preis von 275 M. entsprach einem Kohlenpreis von zirka 50 000 M. pro Tonne. Di« zurzeit eintteffenden Kohlen kosten aber 169 000 Mark d. h. das Dreifache. Mit einer Verdreifachung des Tarife? ist also mit großer Wahrscheinlichkeit zu rechnen. Die Aus. sichten für die Märztarife bei Gas und Elektrizität find natürlich noch viel trüber. Die Verteuerung des Alartenbroles. Die Erhöhung des Markenbrotpreises auf 800 M. im gegen- wärttgen Augenblick des Dollarrückganges bedarf der Erläuterung dahin, daß diese Erhöhung gewistermaßen zwangsläufig durch die sehr erhebliche Erhöhung des Kohlenpreises(um 2670 M. je Zentner Briketts) hervorgerufen ist. Sie ist in ihrem Ausmaß noch dadurch ungünstig beeinflußt worden, daß, während diese' Kohlenpreis- erhöhung bereits mtt dem 12. d. M. einsetzte, der Brotpreis erst zum IS. d. M. erhöht werden konnte. In diesem Zusammenhang ist ferner ganz allgemein zu sagen, daß der Markenbrotpreis noch mehr als der Preis der übrigen Lebensmittel, nur verspätet der Entwick- lung der allgemeinen Wirtschaftslage folgt, und daß sich in den je- w-eiligen Veränderungen des Brotpreise« regelmäßig erst die Folgen bereits vor einigen Wochen eingetretener Veränderungen der ge- samten Wirtschaftslage ausdrücken. Wenn das auch kein Trost ist, so beleuchtet es doch blitzartig unsere katastrophale Ernährungsloge. Hewerbefteuer onö Etat. Im städtischen Ausschuß zur Beratung der Gewerbesteuer be- gegnete der von volksparteilicher Seite unternommme Per- such einer cherabdrückung der Steuer auch für die größeren Be- triebe fast einmütiger Ablehnung. Der von 1 o z i a ld e m o- kratischer Seite befürwortete Vorschlag, die Grenze der unter- st e n Stufe bis auf 75 000 M. Iahresertrag herauszusetzen, wurde angenommen. Um den Gesamterttag der Steuer durch diese Er- lcichterung nicht zu gefährden, wurden die oberen Stufen samt und sonders auf 26 000 M.(statt auf 50 000 M.) festgesetzt, so daß also auf die Normalstuse von 75 000 M. nunmehr 5 Stuien von je 25 000 M. folgen. Für die kleinen und mittleren Betriebe bedeutet diese Regelung eine außerordentliche E n t l a st u n g gegenüber der zurzeit geltenden Ordnung, eine nicht unerhebliche Erleichterung auch noch gegenüber dem Magisttatsvorschlag.— Wie wenig übrigens eine auf dem Erttage des Vorjahres beruhende Steuer heute den Milliardenetat Berlins entlasten kann, erhellt aus der Tatsach«, daß im lausenden Jahre eine sogenannte.kleine"' Steuer wie die Hotel- steuer(Beherbergungssteuer) eine größere Summe einbringen wird als die gesamte Gewerbesteuer. Roch im Vorjahre, als die Geldentwertung weniger vorgeschritten war, basierte nahezu der ganze Etat auf der Gewerbesteuer; die kleinen Steuern brachten ins- I gesamt noch nicht ein Zehntel der Gewerbesteuer ein. Im laufenden I Jahre werden die kleinen Steurn zur Gewerbesteuer etwa im Ver-' hältnis von 6: 4 stehen. Und diese sehr bedenkliche Verschiebung . der Grundmauern des städtischen Etats beruht lediglich daraus, daß > die kleinen Steuern sich automatisch der Geldentwertung anpassen, während die Gewerbesteuer um ein Jahr hinter ihr h e r h i n k t. Die Großuntrnehmer sollten uns also endlich mit den Tiraden von der„unerträglich" hohen Gewerbesteuer verschonen. Die Steuerverwallung unterbreitete dem Haushaltsausschuß den Plan einer Lohnsummensteuer, die nach dem Vorbild Altonas und anderer Städte die zurzeit geltende Kopfsteuer ersetzen sollte. Wäh- rend die Kopssteuer d«n Gewerbebettieb lediglich nach der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer besteuert, würde die Lohnsummensteuer für jeden Bettieb in Form von Prozenten der gesamten ausbezahlten Lohnsummen erhoben werden. Die bürgerlichen Parteien machten in der Hauptsache die technischen Schwierigkeiten der Verrechnung einer solchen Steuer gellend. Don sozialdemo- kratischer Seite wurde die Steuer als unsozial bekämpft. Schon gegen die Kopffteuer besteht das Bedenken, daß sie den Arbeit- geber zu einer Einschränkung der Arbeiterzahl veranlasien könnte, wenn etwa die Zahl der beschäftigten Arbeiter gerade um«in geringes die Höchstgrenze einer bestimmten Steuerstufe übersteigt. Die sozial- demokratische Fraktion hat seinerzeit dieses Bedenken zurückgestellt, um den Zweck der Steuer, eine kräftige Erfassung der größten Betrieb«, die sonst im Rahmen der Gewerbesteuer undurchführbar gewesen wäre, nicht zu gefährden. Eine prozentuale Lohnsteuer würde aber zweifellos ein neues Moment für eine systematische Herabdrückung der Arbeitslöhne ergeben, sie würde sozial denkende Unternehmer benachteiligen und dafür die am schlech- testen bezahlenden Bettiebe auch noch steuerlich entlasten. Bei der fast einmütigen Ablehnung des Vorschlages wird die liauptsteuerverwaltung daraus nicht wieder zurückkommen. Es bleibt also bei der sogenannten Kopffteuer, wobei versucht werden soll, an die Stelle des festen Steuersatzes eine auf einem Durch- schnittsstundenlohn aufgebaute Klausel in Anwendung zu bringen. Brennstoff-Zentrale«nd Kohlenhandel. Der Kohlenhandel läßt von seinem natürlich aus rein ideal! st ischen und menschenfreundlichen Moti- v e n heraus diktierten Kampfs gegen die Berliner Brennstoff- Zentrale nicht ab. In einer kleinen Anfrage hatte man die Forderung nach Beschlagnahme von Vorräten der Brenn- stoff-Zentrole erhoben, weil bei Berliner Kohlenhändlern überall da Vorräte beschlagnahmt werden, wo die Händler ihren Kunden die Vorräte verheimlicht haben. In seiner Beantwortung dieser kleinen Anftage hat der H a n d e l s m i n i st e r mit Recht darauf hingewiesen, daß bei emer Beschlagnahme von Kohlen- Vorräten aus Grund der Wuchervorschrift bei der städtischen gemein- nützigen Brennstoff-Zentrale S. m. b. H. k e i n e Rede sein kann, da die Praktiken mancher Kohlenhändler, ihren Kunden Kohlenmangel vorzutäuschen, dort natürlich nicht üblich sind und jeder Kunde bei der Brennstosf-Zenttale jederzeit sicher sein kann, mit Kohlen beliefert zu werden. Die Zeitungen fügen der Besprechung dieser für die I n t e r- essentenkreise etwas peinlichen Antwort die Notiz bei, daß mit Rücksicht aus die Versorgung der städttschen Gas- und Elektrizitätswerke jetzt die Vorräte der Brennstoff-Zentrale b e- sch lognahmt seien. Ossenbar soll diese Rottz den Eindruck erwecken, daß die Brennstosf-Zenttale ihre Kunden jetzt nicht mehr beliefern kann. Davon kann natürsich keine Rede sein. Es ist beim gesamten Berliner Kohlenhandel eine Best and aus- nähme verfügst und Steinkohlen dürsen bei einem Quantum von über 6 Zentnern nur mit Genehmigung abgegeben werden. Dos gilt für den übrigen Kohlenhandel genau so gut wie für die Brennstoff-Zentrvle, die ja sowieso in erster Linie für die sebenswichtigen städtischen Betriebe bestimmt ist. Die Rottz soll lediglich das Publikum irreführen und die bei den fortgesetzten Kohlcnpreissteigerungen unvermeidlichen Konjunkturgewinne in die Taschen der Händler führen, während die Gewinne der Brennstosf-Zenttale der Oes- sentlichkeit wie den Minderbemittelten durch Beliefe- rung mtt billiger Kohle zugute kommen. Auch die Kirche„paßt sich an". Wenn alle» teurer wird, muß— olles teurer werden. Glaubt einer, daß die Leistungen der Kirche ein« Ausnahme machen? Wie gut sie sich der Geldentwertung anzupassen versteht, sieht man an ihren Friedhöfen. Die Friedhosbetriebe sind für die Kirche lohnende Unternehmen, die Geld in die Kasse bringen. Allmählich sind die Preise der Grabstellen so gesteigert worden, daß manchem, der bisher der Kirche tteu geblieben war, die Augen übergehen. In Schöneberg wollte eine Witwe aus dem alten Friedhof an der Hauptstraße eine von 20 Iahren gepachtete Grab- stelle jetzt noch Ablauf der Frist weiter in Pacht behalten. Damals hatte sie 4 2 5- Mark gezahlt, jetzt forderte man von ihr 20000 Mark. Die Bitte, ihr einen billigeren Preis zu machen, wurde abgeschlagen. Aber man sage nicht, daß die Kirche sich lumpen läßt. Der Gemeindckirchcnrat bot der Witwe in einem vom Hauptprediger Raack unterzeichneten Brief an, man wolle ihr, wenn sie die Grabstelle nicht zu dem jetzigen Preis nehmen möchte, die damals gezahlte Gebühr zurückzahlen. Daß die Kirche hierzu nicht verpflichtet ist, wurde ausdrücklich hervorgehoben. Wie großmütig! Bei einer Neuverpachtung, die der Kirche 20 000 M. bringt, will sie 42 M. 50 Pf. hinterherwerfenl �lltee Mann— junge Frau. Tragödie eines betrogenen Ehegatten. Das Bild eine? zerrütteten Ehe enttollte eine Verhandlung vor der Strafkammer des Landgerichts II anläßlich einer Anklage gegen den Kassierer Gustav Hahn wegen fahrlässiger Tötung. Der Gärtner Gehrecke, ein 64 Jahre alter Mann, hatte unter den Ch«irrungen seiner 40 Jahre alten Frau schwer zu leiden. Der Gipfelpunkt seines Leidensweges wurde erreicht, als die ungetteue Ehefrau, ttotzdem sie Mutter mehrerer Kinder war, ihre unerlaubten Beziehungen sowett trieb, daß sie ihren Liebhaber zu sich in die Wohnung nahm und den Ehemann hinauswarf. Aus Liebe zu den Kindern kam Gehrecke aber immer wieder in die Wohnung und es kam wiederholt zu scharfen Auseinandersetzungen mit seinem Nebenbuhler. Bei einer dieser Gelegenheiten wurde G e h r e ck e von dem Angeklagten durch einen Revolverschuh in die Brust g«tötet. Der Angeklagte will in Notwehr gehandelt haben. Gehrecke sei intt einer Dreikantfeile aus ihn losgegangen, er habe darauf Gehrecke zur Tür hinausgedrängt und beim Schlie- ßen der Tür sei ein Schuß losgegangen und habe durch die Türfüllung hindurch den Ehemann ohne sein Wollen in die Brust gettoffen. Der als Zeuge vernommene Arzt, der die Leiche gesehen hat, bekundete, daß der Angeklagt« dem er» schossenen alten Manne körperlich weit über- legen war und ihn auch ohne Waffe hätte überwältigen kön- neu. Ein Nachbar sagte aus, daß Hahn auf Mutter und Kinder einen geradezu dämonischen Einfluß ausgeübt habe. Der Angeklagt« habe es sogar fertig bekommen, den be- trogenen Ehemann zu verklagen, weil dieser über das Verhältnis zu der Eheftau abfällige Aeußerungen getan hatte. Als der Zeuge die 12jährige Tochter schonend von dem Tode des Vaters benach- richtigte. Hab« das Klind gesagt:„Ich Hobe es gewußt, daß der ver- fluchte Hund schießen wird, hätte ich den Vater doch gewarnt" Das Gericht verurteilte Hahn wegen fahrlässiger Tötung zu etn- undeinhalb Jahren Gefängnis und verfügte dessen sofortige Der- Haftung._ Um die Müllabfuhr. Sonderbare verwaltungsmahnahmen im Bezirk Lichtenberg. Recht„erbauliche" Dinge aus dem Müllabfuhrwolen kamen in der letzten Bezirksversammlung des Verwaltungsbezirks Lichten- b e r g zur Sprache. Die Etat-Beratung wurde eingeleitet durch eine groß« Rehe des Bürgermeisters John, der bei oller prinzipiellen Zustimmung zu dem Gedanken Groß-Berlins. doch Klagen uild sehr scharfe Angriffe gegen den Magisttat und dessen Auslegung des Gesetzes über Groß-Berlin erhob. Hieraus entspann sich eine längere Debatte, an der sich alle Fraktionen beteittgten. Unter anderem führte Genosse Thurm aus, daß es den Stadt- oerordneten bei ihrem Eintreten für den Bezirk aus Anlaß der Zentralisierung der Müllbeseitigung sehr schlecht ergangen sei. An Hand eines Berichtes d«r Stadtrechnungskammer teilte er mit, daß bis zur Ausstellung des Etats für 1923 für die Müllbcseitigung weder Personalkosten, noch Stallmiete für etwa 14 Pferde, noch Kosten für den Transport des Futters angesetzt waren. Er richtete an den Dezernenten die Anfrage, ob die Be- omten in der Müllbeseitigung ehrenamtlich tätig waren und ob die Pferde vielleicht im Freien untergebracht waren, was man doch be- zweifeln müsse. Viel näher liege die Vermutung, daß alle diese Kosten auf die Straßenreinigunq überschrieben wurden. Wenn beide Verwaltungen auf städtische Kosten geführt wurden, so sei das eine liederliche Wirtschaft. Die Verwaltung der Müllbeseiti- gung soll sich decken, d. h. di« Kosten sind durch die Hausbesitzer nach Maßgabe der Zahl der bei ihnen abzuholenden Müllkästen aufzubringen. Trotzdem nun obige Ausgaben der Allgemeinheit aufgebürdet wurden, hat man di« Abholgebühr für die Müllkästen seines Freundes sich über seinen Mund legte. Er ließ sich führen und fühlte, wie er aus die eine Seite der Straße gedrängt wurde. Irgendwo im Dunkeln hörte er die Stimme eines Offiziers. „Bringen Sie diese Leute mal zu mir!" „Zu Befehl!" kam eine andere Stimme. Langsam drangen schwere Schritte die Straße herauf in ihrer Richtung. Andrews schob ihn noch weiter an einem Haus entlang, bis sie plätzlich beide in eine Mistgrub« fielen. „Lieg ruhig, um Gottes willen," murmelte Andrews und warf einen Arm über Chrisfields Brust. Ein dicker Geruch von Hundemist erfüllte ihre Nasen. Sie hörten die Schritte dann wieder in der Richtung, aus der sie gekommen waren, abgehen. Inzwischen wurde das Surren der Motoren oben immer lauter und lauter. „Nun?" kam die Stimme des Offiziers. „Hab' sie nicht finden können," sagte die andere Stimme. Chrisfields begann zu kichern. Er fühlte, er werde gleich in ein schallendes Gelächter ausbrechen müssen. Das nahende Flugzeug hörte auf zu surren, die Nacht schien plötzlich toten- still zu sein. Andrews sprang auf. Die Luft wurde von einem fauchenden Geräusch durchschnitten, dem eine krachende Explosion folgte. Sie sahen die Mauer über ihrer Grube plötzlich für einen Augenblick rot aufleuchten. Ehristfield stand auf und erwartete brennende Ruinen zu sehen. Die Dorf- straße lag da, dunkel wie immer. Ein kleines Licht glitzerte vom Schein des Mondes, der noch immer unter dem Horizont stand. Ein Fenster in dem gegenüberliegenden Haufe glänzte gelb. Darin war eine blaue Silhouette in Offiziersuniform zu fehep. Eine kleine Gruppe stand in der Straße drunten. „Was war das?" schrie die Gestalt am Fenster mit ent- schiedener Stimme. „Deutsches Flugzeug hat eine Bombe abgeworfen, Herr Major," antwortete eine Stimme atemlos. „Warum zum Teufel schließt er das Fenster nicht?" murmelte eine Stimme die ganze Zeit..Lirekt eine Zielscheibe für die Boches." „Was passiert?" fragte der Major. In der Stille sangen die Motoren, drohend in der Lust wie gigantische Moskitos. .L>a scheinen noch mehr zu sein," meinte der Major w langen gedehnten Tönen., -' Fortsetzung folgt.) r?!o<6fcc«r oertate*.»et SRallk-Strt««, Sctlhu) Drei Soldaten. 39] Von John dos Paffos. «o» trat«nerit-llisch-» Manuskript üdersetz! von Julian«iitnpet». „Indiana," sck/rie Chris,„das ist das Land des Neben Gottes." Plötzlich fühlte er, daß«r Andy alles von seiner Heimat und den großen weiten Kornfeldern, schimmernd und glitzernd in der Iulisonne, erzählen könne und von dem großen Teich, in dem er so oft gebadet hatte. Alles stand plötzlich wie lebendig vor ihm: er zog den weinarttgen Dust des Obstes ein, er sah die Viehherden, die ihre wiederkäuenden Mäuler bewegten, wie sie am Tor warteten, um ans Wasser zu kommen, er sah den gelben Staub beim Korndreschen, er sühlle den sanften Hauch des Abendwindes, der kühlend über feinen Hals und Nacken strich, wenn er nach einem Tag voll heißer Sonne sich auf einem großen Haufen Heu ausstreckte. Doch alles, was er sagen konnte, war: „Indiana ist wie das Land des Neben Gottes, nicht Andy?" .„Oh. der hat viele solcher Länder." murmelte Andrews. „Habe zu Hause mal'n Hagelstück gesehen, fünfimd- zwanzig Zentimeter im Umfang. Bei Gott, ich hab's gesehen." .Kann man wohl gut als Geschoß verwenden» was?" „'s gibt kein Geschoß, das solchen Schaden anrichten kann, wie unsere Gewitter zu Hause," brüllte Chris. „Ob wir wohl mal'ne richtige Schießerei sehen werden?" „Keine Sorge, mein Lieber." sagte irgendeiner vom anderen Ende des Zimmers.„Wirft noch genug davon sehen. Dieser Krieg wird verdammt lange dauern... „Möchte heute nacht einige Hunnen in die Finger kriegen. bei Gott. Andy." murmelte Chris mit unterdrückter Stimme. Er fühlte, daß seine Muskeln sich in wilder Wut zusammen- zogen Er sah durch halbgeschlossene Augen auf die Männer im Zimmer und dachte plötzlich, es müsse doch herrlich sein, eine Granate in eine Masse Menschen hineinzuschleudern. Dann erblickte er das Gesicht von Anderson, ein schweres, weißes Gesicht mit Augenbrauen, die über der Nase zu- stunmenliesen, und einem bläulichen, glattrasierten Kinn. „Wo ist der Kerl. Andy?. Ich Will ihn kaltmachen.-', Andrews erriet, was er meinte.„Setz dich und trink noch Chris," sagte er. Der begann trunken zu fluchen. Chrisficld sah eine Frau, die neben dem Tisch mit dem Rücken ihm zugewandt stand. Andy zahlte gerade.„An- toinette," sagte er, stand auf und legte die Arme um ihre Schultern. Mit einer schnellen Bewegung der Ellenbogen schob sie ihn in seinen Stuhl zurück. Sie drehte sich um. Er sah das schmutzfarbene Gesicht und die dünnen Brüste der älteren Schwester. Sie sah ihn überrascht in die Augen. Er grinste trunken. Als sie das Zimmer oerließ, machte sie mit dem Kopfe ein Zeichen, ihr zu folgen. Er stand auf, schwankte aus der Tür und zog Andrews hinter sich her. In dem inneren Zimmer war ein großes Bett mit Gardinen, wo die Frauen schliefen, und außerdem eine Feuerstelle, wo gekocht wurde. Es war dunkel. Nur in einer Ecke flackerte schwach eine Kerze auf einem Tisch. So konnte man nur unregelmäßige Schatten und das große, gardinenverhangene Bett sehen. Plötzlich er- blickte Chrisficld das Gesicht des Franzosen. Der war in Hemdsärmeln. Das Kerzenlicht fiel ihm plötzlich in die Augen. Chrisfield fühlte seine Hange Wut plötzlich wie ein« Flamme in sich ausbrechen. „Du warst mit dem Mädel!" schrie er und sprang auf den Mann zu. Etwas Hartes schlug ihm gegen den Schenkel und die Kerze ging aus. Andrews tjielt ihn am Arm fest. „verdammter Narr, halt dich doch ruhig," sprach die Stimme des Freundes ihm immer und immer wieder ins Ohr. Der Franzose, irgendwo im Dunkel des Zimmers, hatte auch etwas gesagt, verschieden« Male. «<,Die Boches... Flugzeuge..." Sie waren still, lieber sich hörten sie das Surren der Flugzeuge, bald stärker, bald schwächer, wie das Summen einer Flieg« gegen eine Fensterscheibe. Der Franzole zündete ein Stteichholz an und sab sich alle neugierig an. Antoinette lehnte gegen das Bett mit ausdruckslosem Gesicht. Ihr schweres Haar hatte sich aufgelöst und fiel in goldenen Wellen um ihre Schultern. Die alle Frau kicherte. „Komm, wollen mal sehen, was los ist. Chris," sagte Andrews. Sie gingen hinaus in die dunkle Dorffttaße. „Zum Teufel mit den Weibern, Chris! Das ist der Krieg!" rief Andrews mit lauter, betrunkener Sttmme, als sie Arm in Arm die Straße hinunter wankten. »Da» ist der Krieg!" Chrisfield fühlte, wie die Hand fo niedrig gehalten, daß nach und nach ein Defizit entstand, das am 1. Oftober tie Höhe von 1200 000 m. erreichte und auf Grund des Reichsmietengefeßes nun von den Mietern gebedt werden muß. Die Gebühr für Abholung eines Kastens erhöhte fich dadurch von 300. auf 800 M. Genosse Thurm geißelte diese Wirt schaft, die zum Vorteil der Hausbefizer gewesen ist. Er erklärte, baß eine Haftbarmachung des verantwortlichen Dezernenten in Frage gezogen werden müsse. Bürgermeister John teilte mit, eine Untersuchung sei im Gange, er habe aber noch feinen Bericht und müsse daher die Antwort auf diese schwerwiegen den Angriffe tem verantwortlichen Stadtrat überlassen. Dieser Stadtrat Fischer, der( nebenbei bemerkt) noch bis vor kurzem Borsitzender des Haus- und Grundbefizervereins war, schwieg in allen Tonarten. Er schwieg auch, als Genoffe Elias als Mitglied der Deputation für Müllbeseitigung weitere Angriffe gegen ihn richtete. Die Angelegenheit wurte einer Kommission übertragen, die umgehend Bericht erstatten soll. Zum Schluß wurde der Etat der Müllbeseitigung einstimmig abgelehnt, während alle übrigen Etats angenommen wurden. Auch ein Spartakistenprozeß. Erinnerungen aus den dunklen Tagen des Jahres 1919. Ein interessantes Aufnahmeverfahren, dessen Grundlage eine Bluttat aus den Spartafistenunruhen im Jahre 1919 bildet, begann gestern vormittag vor dem Schwurgericht des Landgerichts I. An geklagt sind der frühere Pionier und jezige Arbeiter Albert Arndt und der frühere Unteroffizier und jetzige Student der Technischen Hochschule Schneider. Es handelt sich um die Tötung von zwei Ruffen, die während der fpartatistischen Unruhen im März 1919 im Bellenge fängnis in der Lehrter Straße erfolgt ist. Diese beiden Russen wurden vem Eden- Hotel aus unter dem Verdacht der Teilnahme an den Unruhen und an dem Aufstand im Bellengefängnis eingeliefert, das nebenher auch als ein Kaserne für eine Pionierabteilung der Brigade Reinhardt diente. An dem fraglichen Tage bestand unter der Bacht mannschaft auf Grund einer falschen Meldung über die Ermordung von Schuhleuten in Lichtenberg eine große Erregung. Als die beiden Gefangenen eingeliefert wurden, murden fie von der Wachtmannschaft mit Schlägen und Stößen empfangen und in den Keller getrieben, schwer mißhandelt und schließlich erschossen. Die beiden Angeklagten wurden nach einer Berhandlung am 21. März 1922 wegen gefährlicher Körperverletzung mit Mißhandlung unter rechtswidrigem Waffengebrauch sowie wegen 1½ Jahren Zuchthaus verurteilt. Das Urteil wurde rechtsfräftig. Bon dem Verteidiger wurde das Wiederaufnahmeverfahren beim Rammergericht durchgefeßt. Nach Vernehmung der Ange: flagten stellte der Berteidiger den Antrag, den früheren Befehls haber, den Korvettenfapitän a. D. von Bigewig in Pommern, als Zeugen zu laden und über die Zustände und Anordnungen in der Brigade Reinhardt zu vernehmen. Das Gericht hielt diesen Antrag für so wichtig, daß es ihm stattgab. Infolgedessen verfiel die Ber• handlung der Bertagung. Harte Strafen für Milchfälscher. Gegen zwei gewerbsmäßige Milchpantscher verhängte das Schöffengericht in Sorau empfindliche Strafen. Angeflagt war der Molkereibefizer Effenberg aus Sorau und seine Ehefrau. Beide wurden beschuldigt, längere Zeit hindurch die von ihnen vertriebene Milch mit Wasser verpanscht zu haben. Ferner sollten sie die Milch entrahmt und die aus dem Rahm hergestellte Butter zu hohen Breisen verkauft haben. Die verwässerte Milch ging zu meist nach Berlin und nach anderen Städten. Das Gericht erkannte unter Bezugnahme auf das Gutachten des Professors Baier von der Landwirtschaftstammer der Provinz Brandenburg gegen die Eheleute auf 2 Jahre und 3 Monate Gefängnis und eine Geldstrafe von einer Million Mart. Es scheint, als ob man in Gorau ein größeres und ein bringenderes Verständnis für die furchtbaren Gefahren hat, die ber Bevölkerung aus Lebensmittelfälschungen erwachsen, als in Berlin, von wo derartige Strafen auch gegen Bucherer nicht zu melden find. Beschwerden Das unzufriedene Berlin Arbeit für den Herrn Sparminister. Vorschläge Mietertaschen bezahlen muß, dann fann man auch geordnete und hygienische Zustände verlangen. Oder soll die durch die Bolts. verelendung ständig steigende Zahl der tuberkulösen Erwachsenen und Kinder mit Ünverstand und Rüdsichtslosigkeit noch vermehrt werden? E. Der Reichsfinanzhof hat entschieden, daß die Zinsen aus dem einmaligen Fernsprechbeitrag fapitalertragsteuerfrei sind, menn sie nicht über sechs Monate nach der Rückzahlbarkeit des Betrages rüdständig bleiben. Dieser Entscheidung entgegen hat der Reichspoftminifter im Einverständnis mit dem Reichsfinanz- Wie Automatengasabnehmer übervorteilt werden. minister die Bostämter angewiesen, die Kapitalertragsteuer Auf eine Beschwerde hin erklärte bie Gesellschaft, daß die Ein. weiter in Abzug zu bringen. Diefer Streit zwischen dem Reichs ziehung der Gasgelder nur in der nachstehend beschriebenen finanzhof und dem Reichsfinanzminister ist hervorgerufen durch die Form vorgenommen werden könne. Kurz vor dem Ersten jeden ftrittige Frage, ob diese Zinsen gefeßliche Zinsen oder vereinbarte Monats erscheint ein Beauftragter und stellt bei den anderen Zinsen sind. Ich bin der Meinung, daß der Reichsfinanzhof die Gasentnehmern den Gasverbrauch fest. Erst im Laufe des nächsten übergeordnete Instanz ist und demnach dessen Entscheidungen maß. Monats erfolgt das Einziehen der Beträge und dann wird erst gebend find. Sei dem, wie es wolle. Welche Folgen hat nun bei den Automatengasentnehmern festgestellt, welchen Berbrauch[ ie Sie Anweisung des Reichspoftministers an die Bostämter, und zwar hatten. Bei Erhöhung des Gaspreises find fonach die minder vom volkswirtschaftlichen Standpuntt aus? Hierbei fönnte de: Zahlungsfähigen gezwungen, für das im vergangenen Monat be Herr Sparminister viele Anregungen für seine Tätigkeit empfangen. deutend billigere Gas schon den neuen Preis zu entrichten. Eine Die Bostämber werden alfo jedem einzelnen Teilnehmer von den derartige Handhabung muß als unerhört bezeichnet werden, ist doch zu verlangenden Zinsen in Höhe von 40 m. die Kapitalertragsteuer die letzte Steigerung von 120 m. auf 200 M. für den Monatsver in Abzug bringen, das find 4 M. Der Teilnehmer hat nun das brauch umgerechnet, schon allein eine große Belastung, die kaum Recht, diesen unberechtigten Abzug zurückzuverlangen. Er feßt ein getragen werden kann. Eine Umwandlung ist für den Arbeiter bementsprechendes Schreiben an das Ferniprechamt auf und sendet und Angestellten unmöglich, da die Kaution derart hoch ist und dann es ab. Die betreffende Stelle hat sich mit diesem Antrage zu be. sämtliches Gerät mie Lampen, Gastoster selbst angeschafft werden fchäftigen und Bescheid zu geben. Nun, Herr Reichspoftminister, foll. Benn beim Inkasso der Bet brauch notiert worden ist und die Oder sollte der Gasgesellschaft unbedingt Personal sparen will, muß fie eben nach was verursacht das für Roften. leitende Gedanke gewesen sein, daß von dieser Entscheidung des dem abgelesenen Verbrauch einen Durchschnitt festlegen und danach Reichsfinanzhofes nur der fleinfte Teil der Fernsprechteilnehmer den Betrag errechnen, der für den zurückliegenden Monat zu be Kenntnis hat und sich den Abzug der Kapitalertragsteuer ruhig ge- zahlen ist. Der unrechtmäßig erhobene Mehrbetrag wäre für die fallen läßt? Dann wäre es ja möglich, daß die Kosten für auf nächste Bahlung gufzubringen. Jedenfalls zieht sie nach dem augengewendete Zeit, Porto, Papier der reklamierenden Teilnehmer wie blicklichen Modus Gelder ein, die ihr nicht zustehen. Abhilfe muß unbedingt geschaffen werden." der aufgehoben sind. Alles um 4 M. % R. L. Ein zweiter Fall: Eine junge Frau, früheres Fräulein M. D., aus dem fleinen Städtchen S, im Bogtland, bie fich nach Berlin Die Lefesäle der Universität und Bibliothet. Aus Studentenkreisen geht uns nachstehende Anregung zu: verheiratet hat, erhält dieser Lage den Besuch des Bollziehungs. beamten, der ihr eine Rechnung präsentiert über 40 m. rud Die Lesefäle der Universitätsbibliothet und ber ständige Einkommensteuer aus dem Steuerjahr 1920/21 Universität sind, dankenswerterweise gegenüber der Borkriegs nebst Bollstreckungsgebühren in Höhe von 5 M., insgesamt 45 M. zeit erheblich länger der Benuhung der Studierenden zugänglich. Das Fräulein hatte ordnungsgemäß, als gute Deutsche, ihre Steuern Gegenwärtig sind die Säle bis 9 Uhr abends geöffnet. Viele Stu bezahlt. Der Rückstand ist jetzt erft, nachdem sie ihre Geburtsstätte denten würden es auf das lebhaftefte begrüßen, wenn es möglich längst verlassen hatte, herausgerechnet worden. Die Einforderung wäre, diese Zeit noch um 1 bis 2 Stunden zu verlängern. der rückständigen Steuern war aber doch wohl nicht so einfach, Der Vorteil, der sich hieraus für die Studierenden ergäbe, liegt auf weil der Bollziehungsbeamte bei dem Einwohnermeldeamt erft hat der Hand: Bahlreiche Studenten, die aus Mangel an Mitteln ihre feststellen müssen, daß das Fräulein M. D. jetzt eine verehelichte L. dürftigen Zimmer nicht heizen und nicht beleuchten können, so daß ist und dort und dort wohnt. Diese 45 m. find selbstverständlich an ein Arbeiten an dunklen und falten Wintertagen nicht zu benken ohne Widerspruch gezahlt worden, aber Herr Sparminister, wieviel ist, hätten hierdurch die Möglichkeit, in warmen und beleuchteten often find entstanden, durch das Nachforschen des Beamten beim Räumen ihren Studien nachzugehen. Die Hauptschwierigkeit, bie Einwohnermeldeamt, durch den persönlichen Gang des Boll sich vielleicht hierbei ergeben und wohl auch behördlicherseits ein. ziehungsbeamten in die Wohnung, durch die Uebersendung der reft gewandt werden fönnte, bestände in der notwendig werdenden Ber lichen 40 m. nach dem Städtchen KL sowie Mitteilung nach dort, längerung des Aufsichtsdienstes. Gerade hier aber wäre vielleicht daß die Steuer beglichen ist? W. die Studentenschaft in der Lage, von fich aus Mittel und Wege anzugeben, die dem Staat das Erwachsen neuer Unfosten ersparen. Das Kultusministerium würde sich ein Berdienst um die Stu dentenschaft erwerben, wenn es möglichst bald den hier gemachten Borschlag einer Durchprüfung unterziehen wollte. mit 38 Jahren zu alt. Straßenbahn und Reichsbahn. Staubfreie Müllabfuhr." B. L Im Vorwärts" wurde fürzlich gemeldet, baß ein Banklehrling 85 Millionen unterschlagen hat. Solche Dinge wiederholen sich faft täglich. Ich bemerke dazu: Seit dem Kriegsschluß bin ich als Boftangestellter, sogenannter Boftaushelfer, tätig. Aber schon seit Jahren heißt es, die Angestellten müssen entlassen werden. Um diesem Unheil vorzubeugen, bemühe ich mich um eine Bertrauensstellung, aber vergebens. Das Endresultat der Borstellung ist: Ja, Ihre Zeugnisse find sehr gut, aber wie alt 38 Jahre ich bebauere, Sie find au aft. So geht es schon seit Monaten, immer dieselbe Antwort. Ich war 4 Jahre im Felde, was heute natürlich niemand mehr berücksichtigt. Im Geschäft herrscht die weibliche und die männliche allergrünfte Jugend. Andere Angestellte werden auf die Straße gefeht, ob sie tüchtig sind oder nicht. Alles das wirkt gerade Straße gefeht, ob fie tüchtig find oder nicht. Alles das wirkt gerade. zu herausfordernd. 1 Die vergessenen Leidtragenden. M. D. Sum wiederholten Male habe ich im Vorwärts" gelesen über den Zusammenbruch der Straßenbahnen. Als Grund wurde angeführt die Preispolitik ber Eisenbahnen. Auch ich bin in der glück lichen oder unglüdlichen Lage, täglich die Eisenbahn zu benutzen. Bin aber nicht überzeugt von der Schuld der Eisenbahn. Wenn die Landbevölkerung von dem billigen Berfonentarif den größten Nutzen hat, so ist es nicht schwer, die Fernbahntarife bement. sprechend zu erhöhen. Ist doch jüngst erklärt worden, daß die Stadtbahnpreise höher find als furze oder ebenso lange Strecken der Fernbahn. Noch vor Jahresfrist brachte unsere Fraktion Anfragen im Reichstage ein, daß die Eisenbahnbehörde mit ihren hohen Stadt, und Bororttarifen die Siebelungen in der Umgegend lahmlegt. Doch da rentierte sich noch die fommunale Straßenbahn. Heute foll nun die Eisenbahn die vor furzem noch zu hohen Tarife erhöhen, weil sich die Straßenbahn nicht mehr rentiert. Ich benutzte vor Jahren außer der Eisenbahn auch Hoch- und Straßen Seine Wohnungsnot in Cantwig? Zu unserer Mitteilung( in bahn, heute laufe ich diese Streden. Und wie ich, machen es hun. Nr. 50 vom 31. Januar) über die leer gebliebene Wohnung in Lanf- derttausende, und diese fehlen der Straßenbahn. Denn legtere miß( Seydlihstr. 8) schreibt uns das Bezirksamt Steglit, die Woh dient doch mindestens zu 50 Broz. ber Bequemlichkeit, und diefe Wer in der heutigen Zeit gezwungen ist, einer Einäscherungs mung fei nicht am 8. Dezember, sondern erst am 15. Dezember" ge- fallen heute weg und noch mehr, wenn im Sommer das Wetter räumt worden. Daß der Einzug des aus der Dringlichfeits- günstiger wird. Wenn alle Behörden ohnmächtig sind gegen die lift e" ausgewählten neuen Mieters bis Ende Januar hinaus Materialpreise der Schwerindustrie mit 3000-4000fachem Friedens- oder Erdbestattungsfeier beizuwohnen, dem entstehen durch Arbeitsgeschoben wurde, die Wohnung also immer noch sechs Wochen preis, so muß es der Arbeiter bezahlen. Also, wenn auch die zeitverlust, Fahrgelder und dergleichen erhebliche Kosten. Das Opfer feer blieb, fann das Bezirksamt nicht bestreiten. Behauptet wird Eisenbahn ihre Tarife der Straßenbahn anpaßt, wird man die wird jedoch gern getragen, wenn es sich um einen lieben Toten aber, der Mieter habe sie nicht frühe: beziehen tönnen, meil er vom Hunderttausende, die heute laufen, nicht zwingen, die Straßenbahn handelt. Natürlich will nun auch jeder, der weder die Kosten noch fonstige Mühe gescheut hat, an der Trauerfeier wirklich teilnehmen. 18. Dezember bis zum 9, Januar ausweislich ärztlichen Atteftes zu benutzen. Diese Teilnahme war zirka 40 Leidtragenden, die sich am Montag, anfchwerer Grippe ertranft war und demnächst noch de ben 12. Februar, nachmittags 4 Uhr, im Krematorium Ge. Ghonung bedurfte." Merkwürdig ist, daß der auf den GinSeit Bochen wird im dichtbevölferten östlichen Stadtteil hinter rightstraße eingefunden hatten, leider versagt. Des falten und zug wartende Hauswirt über diefen Grund der Berzögerung in Un fenntnis gehalten wurde. Dem Wohnungsamt schien der als„ bring- der Wiener Brüde und in ganz Treptow das Hausmüll mit rauhen Wetters wegen hatten sich viele Teilnehmer in die geheizte lich" zugewiesene Mieter so schonungsbedürftig, daß es nicht etwa offenen Blattenwagen abgefahren. Die vom Hofe geholten Bartehalle zurückgezogen. Der leitende Beamte meldete laut die die Wohnung einem der vielen anderen„ Dringlichen" gab, sondern Mällfästen werden nicht etwa im Austausch mit leeren Räften auf Feier für die vorhergehende Leiche an. Infolgedessen warteten die fie lieber fedys Wochen unbenugt ließ. Auch das bestreitet das Be- den Wagen geftelit, sondern das Müll wird in die oben gänzlich Leibtragenden auf die Anfage der Trauerfeier ihres Toten. Aber offenen, rings. nur mit einem halben Meter hohen Brettern um- bergebens, der Aufruf blieb aus. Die Angehörigen hatten zirksamt nicht, daß der Mieter die im Vorwärts" aufzählten Regebenen Bagen geschüttet. Selbst bei ruhiger Bitterung fliegt ber sich bei ihrer Ankunft in die Halle begeben und sofort fand die Feier paraturen ausbedungen und unter diesem Vorbehalt Brifettstaub in dichten Wolfen umher, bei einigermaßen startem statt. Die Anwesenden wunderten sich zwar nicht wenig über die den Bertrag abgeschlossen hatte. Die Kosten auf das Wohnungsamt Binde bringt er bis zum vierten Stodwer! hinauf. Selbst wenn geringe Beteiligung. Kein Wunder, denn während dessen faßen die zu übernehmen oder aus der Wohnungsbauabgabe zu decken, war die Mällfahrer bei ihrer Arbeit vorsichtig find, werden die Kleider Arbeitskameraden, Berwandten und Bekannten in dem Warteraum. versichert das Bezirksamt nicht die Absicht des Wohnungsamtes. Der Straßengänger von der Britettasche beschmußt. Die bekannten Es ist erklärlich, daß sich nach der Feier gegen den Beamten eine allDie Ortsgruppe Berlin der Arbeitsgemeinschaft sozialdemo- großen eifernen Raftenwagen für staubfreie Müllabfuhr sind in der gemeine Empörung Luft machte. Brar behauptete der eine Beamte, frafi'cher Lehrer und Lehrerinnen Deutschlands" hielt am Montag, bezeichneten Gegend nicht mehr zu fehen. Das bedeutet die Rückkehr daß er durch Anfagung der Trauerfeierlichkeit feiner Pflicht genügt den 12. d. M., ihre Hauptversammlung ab. An Stelle des aus Ge zu längst als überwunden betrachteten Zuständen. Wer hat ben hätte, bas müffen jedoch die Teilnehmer, die sich im Barteraum be fundheitsrücksichten zurüdgetretenen Genoffen Knief wurde der für die Müllabfuhr verantwortlichen Wirtschaftsstellen die Erlaubnis fanden, als direfte unwahrheit bezeichnen. Im Interesse aller Genoffe Hering zum 1. Borsitzenden gewählt; dem neugewählten zu dieser Art der Müllabholung, wie fie vor einem halben Jahr. Trauerfeierlichkeiten, die dort draußen oder anderswo stattfinden, Borstand gehören außerdem an die Genoffin Feuerfiat und die Ge- hundert in Berlin üblich war, gegeben? Soll ber 3wang zur staub. müffen die Leidtragenden auch in dem Warteraum, wenn ein solcher noffen Drange, Hols, Knief, Kuchenbeder, Marste. Schröter, freien Müllabfuhr etwa nur für das alte Berliner Weichbild gelten? vorhanden ist, auf die Feier ihres Toten aufmerksam gemacht Siemfen. Aus dem Jahresbericht sei hervorgehoben, daß sich die Wenn man fchon die enormen Kosten für die Müllbeseitigung aus werden. Bereinigung der beiden bisher getrennt marschierenden Parteien der organisierten Lehrer und Lehrerinnen in freundschaftlichem Einver nehmen vollzogen hat, taß aber leider noch eine ganze Anzahl der auf dem Boden der BSPD. Stehenden und Organisierten nicht Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sind. Es follte aber Ehrenfache für alle parteigenössischen Lehrerinnen und Lehrer sein, sich sofort bei der Geschäftsstelle Berlin SW. 68, Lindenstr. 3, anzumelden. Magistratsdeutsch. Das Nachrichtenamt des Berliner Magistrats teilt wörtlich folgendes mit:„ Der Magistrat hat am 14. d. M. beschlossen, die Schulen auch weiterhin zur Aufrechterhaltung des Unterrichts mit Brennstoffen zu verfehen und bis zur Durchführung der Belieferung den Unterrichtsbetrieb durch Zufammenlegung von Schulen aufrecht zu erhalten. Der Aufsichtsbehörde ist mitgeteilt, daß die Mittel dafür nicht beschafft werden fönnen." Na also, nun wissen wir wenigstens, was wir jedenfalls nicht wissen sollen. D. h. wir wissen es noch immer nicht, wenn der Magistrat jetzt nicht mit einem Kommentar fommt. Bis dahin müssen unsere Leser selber sehen, wie sie aus der Sache flug werden. Gläubigerversammlung im Köhn- Konkurs. In der zweiten Gläubigerversammlung in dem Köhn- Konkurs wurde beschlossen, den vorläufig bestellten Gläubigerausschuß, der bisher aus 15 Berfonen bestand, auf 8 zu reduzieren und in Volkshochschule Groß- Berlin. Am Sonntag, den 18. februar, einen endgültigen umzuwandeln. Von der Versammlung, in der bormittags 104, Uhr, finbet in der Aula des Realgymnafiums, Treptow, Köhn durch Rechtsanwalt Georg Tarnowski vertreten war, wurde Neue Strugallee 7, eine Veranstaltung statt, in beren Mittelpunkt ein Bor im Prinzip beschlossen, Röhn eine Unterstützung zukommen zu trag von Dr. E. Lange, Der Sinn des Lebens" steht. Ansprache im laffen. Es wurde ferner darauf hingewiesen, daß nunmehr auch Rahmen finnentsprechend gewählter mufitalischer Darbietungen( Beethoven, Dom Kontursverwalter die Einlegerforderungen bestritten werden Festa, Schubert). Karten zu 30 M. am Saaleingang. Auch Gäfte will und daß hierüber bereits zwei Zivilprozesse. in erster Instanz fommen. schweben. Bis zur Erledigung dieser Prozesse, die voraussichtlich drich Museum( slamische Stunft) und im Museum für Bö.Iter. Aufnahmefermin der höheren Schulen von Berlin und Probing tunde( bie Böller des westlichen Amerita) ftatt. Eintrittskarten zu 1. Brandenburg ist fünftig nur noch Ditern. Bum ersten Male fällt und Brogramme zu 2 M. sind vor Beginn der Führungen am Eingang in diesem Jahre die Michaelis- Aufnahme für die unterste Klaffe der genannten Museen erhältlich. weg. Zur Oft er aufnahme für die unterste laffe Sozialistischer Studentenbund. Gen. Dr. Baul Hert, M. b. R., find Meldungen bei den Direktoren ber betreffenden Anstalten ein- spricht am Montag den 19. d. M., 8 Ubr, im Rahmen des Deulichen Republikanischen Studentenkartells im großen Hörsaal des Museums für Meeresfunde, Georgenstr. 34/36 über Arbeitszeit als Problem der Bolts. toirtschaft". Eintritt frei. Bäste willkommen. zureichen. Das Boltsbildungsamt Treptow veranstaltet Sonnabend, ben Heber Produktionsschule, Arbeitswissenschaft und Lehrer. 17. Februar, 7, Uhr, in der Aula bes Nealgymnasiums Treptow,' Neue Gerbart bildung( persönliche Erfahrungen der Versuche 1917-1921)" spricht ber Krugallee, einen Gerhart- auptmann Abend. Programm: Boltslieder, gefungen von einem Schülerchor, Bortrag über: Hauptmann und seine Berte", Negitationen: Die Beber und Banneles ostauer Schulleiter Brofeffor Di. Remitin am Montag, Simmelfahrt", vorgetragen vom Genoffen 2eo Menter. Starten zu den 19. Februar, 7, br, ima del Saal( n den Belten 4, Institut für Serualwissenschaft) in öffentlicher Bersammlung 150 m. für Erwachsene und 75 M. für Kinder an der Kaffe. des Bundes Entschiedener Schulreformer. Der Bortrag findet Bildungsausschuh Friebenan. Geute abend 7, Uhr in der Aula mit 2igtbilbern statt. der Gemeindeschule, Offenbacher Straße( Bilmersdorf) Quitige Mufit". Die Operette von Offenbach bis Lebar. Mitwirkende: Dr. Ernst Zoll( ein. Sonntag, den 18. februar, vormittags 10 Uhr, im Saalbau Friedrichsleitende und verbindende Worte und Klavier), Frau Gertrub Bolf( Be bain und Kliems Feitfälen amei Feiern. fang). Sermann Sopf( Cello). Profeffor Zeiler( Bioline), Solotänzerinnen Friedrichsbain, Sängerchor Webbing, Turnverein Fichte, Mandolinenklub aus der Schule Zancre Nohrmoser. Eintrittstarten 100 M. find noch an Napoli, Erster Bandoniumklub, Streichorcheiter und Ernst Friedrich. Karten ber Raffe zu baben. à 100 m. bei Karl Bergmann, Dranienstraße 160; Ganleitung, Görliger Strake 46; Bundesleitung, Tegeler Str. 15; Marggraf, Münzftr. 24, II; Sekretariat. Genoffe Pfarrer Bleier spricht Sonntag, den 18. Februar, borm. 10 Uhr, in der Trinitatiefirche in Charlottenburg( Untergrunds. Bismardstraße). Thema: Bersuchung und Sünde. Der Jnternationale Bund der Kriegsopter veranstaltet a Mitwirkende: Männerchor Sturmkatastrophen in Amerika. Museumsführungen. Sonntag, ben 18. Februar, 11, Uhr borm., Die Bereinigten Staaten werden von schwerer Stürmen bis zum Reichsgericht gehen werden, dürfte die Beendigung des finden wissenschaftliche Führungen burg Direttorialbeamte im Ronturfes nicht zu erwarten fein. Iten Museum( Griechische Grabbenkmäler) and im Raiser- frie- heimgesucht, tie zu Lande und zu Wasser großen Schaden Deutsches Hungerelend. Reichsminister des Innern Oefer: Wirtschaft Der Nahrungsmittelbedarf des Ruhrgebiets. Der Reichstag verabschiedete gestern zunächst den durch die genug gewechselt, die deutsche Arbeiterschaft will endlich Taten Die Zeitschrift des Statistischen Reichsamts, Wirtschaft und neuen Besoldungsaufbefferungen notwendig gewordenen 11. Nach sehen.( Lebhafter anhaltender Beifall bei den Sozialdemokraten, Statistit", veröffentlicht interessante Zahlenangaben über die wirttragsetat. In der fortgefegten zweiten Beratung tes Haushalts des die die eindrucksvolle Rede wiederholt durch lebhafte Beifallsfundschaftliche Lage und Bedeutung der besetzten Gebiete. Besonders Reichsministeriums des Innern temüht fich zunächst Abg. Wulle gebungen unterstützt hatte.) ( deutschvölf.) dem schwach besetzten Hause das Märchen von dem Dolchstoß der Leute um Severing und Genossen gegen die deutsche Einheitsfront zur Abwehr des Ruhreinfalls glaubhaft zu machen. Abg. Wegmann( U. S03.) fagt, in Deutschland herrsche jetzt die Dit tatur der Bourgeoisie, und Wulle arbeite mit den von Rußland eingewanderten Gegenrevolutionären zusammen, die jetzt den Kur fürstendamm bevölkern. Abg. Dr. Moses( Soz.): Ich weise die Welt auf die Gefahren hin, die ihr durch den Zufammenbruch der deutschen Boltsgesundheit drohen. Bei uns geht das Hungersterben im wahrsten Sinne des Wortes um. Wir dürfen nicht mieder wie im Kriege dem Bolte die Wahrheit vorenthalten und mir warnen daher die Regierung, die Dinge rosiger hinzustellen, als sie sind. Der Düsseldorfer Regierungspräsident hat por einigen Tagen ausdrücklich erklärt, daß ihm die Lebensmittelber forgung größte Sorge mache. Hunger ist für uns Aerzte feine tonzeffionierte Krankheit, und darum stirbt auch heute in Deutsch land niemand offiziell am Hunger. In Berlin werben 128 300 Kriegsbeschädigte und Altersrentner, 128 000 Striegs- und Altrentner hinterbliebene, 25 000 2mofenempfänger, 44 000 Sozialrentner mit beniger als 1500 M. Monatseinkommen, 8000 bedürftige Klein rentner und eine ständig wachsende Zahl Erwerbsloser unterstützt. Alle diese Menschen leiten unter Hunger! Der Milch verbrauch ist in Berlin von täglich) 1,4 Millionen Liter in der Vortriegszeit auf faum 300 000 Liter zurückgegangen. Der unirügliche Maßstab der Bolksgesundheit, die Tuberkulose, hat wieder ben Stand des Kohlrübenwinters 1916/17 erreicht. Selbst bei überwundene Storbut ist wieder vorhanden. wichtig sind die Mitteilungen über den Nahrungsmittelbedarf der jetzt besetzten Landesteile, weil man leicht geneigt ist, ihn zu unterschäßen und weil von einer richtigen Durchführung der Nahrungsmittelversorgung der Arbeiterschaft der Erfolg des Kampfes um das Ruhrgebiet wesentlich abhängen wird. Es wäre an der Zeit, daß wir uns alle dem Wiederaufbau unseres Landes, unserer Wirtschaft und der Volksgefunt heit widmen. Aber die Möglichkeit dazu wird fast täglich zerstört durch die Eingriffe von außen her. Solange Ueberraschungen schwerster Art ein- Die besegten Gebiete, alfo Gaargebiet, Rheinland und treten, die in allererster Linie eine Abwehr nach außen erfordern, Ruhrgebiet, umfassen mit 10,6 millionen Einwohnern rund so lange ist es unmöglich, die volle Kraft der Regierung und des 18 v. H. der deutschen Bevölkerung. Erzeugt wurde jeBoltes den inneren Zuständen zuzuwenden. Was Herr Moses doch, trop der intensiven Bodenkultur, die meist in fleinen mittelüber die Bolksgesundheit gesagt hat, ist leider richtig. Ich fann nicht bäuerlichen Betrieben ausgeübt wird, nur 7,8 v.). der Weizenin Aussicht stellen, daß ich bei der Besprechung des Kapitels Reichs- ernte, 6,9 p. 5. der Roggenernte und 10 v. H. der Kargesundheitsamt das erschreckende Gemälde aufhellen tönnte, toffelernte des ganzen Deutschen Reiches. Der auf das Ruhrich fürchte vielmehr, ich werde es noch dunkler erscheinen laffen gebiet selbst entfallende Teil des deutschen Bodenertrages ist natürmüssen. Eine Besserung dieser Zustände ist turch fein Notgesetz möglich noch viel geringer. An Weizen und Kartoffeln wurden dort je lich. Das Schwergewicht der Berhältnisse, unter denen wir leiden, 0,9 Proz., an Roggen 1 Proz. der Gesamternie erzeugt, wovon macht es uns unmöglich, eine Sanierung des Boltes in dem Um- 4 Millionen Einwohner oder 6,6 Proz. der Gesamtbevölkerung erfange herbeizuführen, wie es notwendig wäre. nährt werden sollen. Daraus geht ohne weiteres hervor, daß selbst Bor zwei Tagen hat der Abg. Sollmann darauf hin unter Buhilfenahme der landwirtschaftlichen Ueberschußgebiete im gewiesen, daß wir alle an der Abwehr an der Ruhr beteiligt find, Rheinland nur ein ganz geringer Teil der Lebensa nicht nur die Arbeiter, die Angestellten und Beamten, sondern die mittelversorgung aus der eigenen Produktion der besetzten ganze Bevölkerung. Es zeigt sich in diesem Borgehen eine unge Landesteile erfolgen fann. Die besetzten Gebiete verbrauchen 8,57 mein erfreuliche Erstartung des Staatsgedankens in Deutschland, Millionen Dopelzentner Brotgetreide, wovon nur 780 000 Doppeldie auf allen Seiten mit Freude begrüßt werden sollte.( Sehr gut!) zentrer cder noch nicht ein Zehntel durch die GetreideIm Augenblick beherrscht alle der Gedanke der umlage in den fraglichen Landesteilen aufgebracht wird. Alles übrige muß aus dem rechtsrheinischen Agrargebiet und durch Einfuhren bestritten werden. Von der gesamten Brotgetreideeinfuhr des Reiches, die im Jahre 1922 19,3 Millionen Doppelzentner be trug, wird etwa die Hälfte allein für den Bedarf des besetzten Landes gebraucht. Auch der Bedarf an Fleisch, Milch, Butter usw. muß zum überwiegenden Teil von dem übrigen Deutschland und durch Einfuhr aufgebracht werden. das Reich nicht alles gehen lassen darf. Erhaltung der Einheit des Deutschen Reiches, ohne die wir alle verloren sind. Ich halte es für meine Pflicht, ohne Nervofität, objektiv und gerecht über die Ausführung der Berfassung zu machen. Auf dem Gebiete des Verhältnisses zwischen Reich und Ländern liegt eine Reihe von Schwierigkeiten, Wir stehen mitten in den Hungerfatastrophen! Die Gie alle fennen. Selbstverständlich liegt mir in erster Linie ob, Die Folgen der Milchteuerung müffen fatastrophal sein. Deutlich den Interessen des Reiches zu dienen und sie wahrzunehmen, aber Aus all diesen Angaben geht hervor, daß eine auf Wohltätigzeigt sich das bereits an der großen Zahl der rhachitischen andererseits muß der Reichsminister des Innern bereit sein, die felt angewiesene freiwillige Hilfe durch Liebesgaben nicht ausreicht, Kinder, die im Wachstum zurückbleiben, hungernd und frierend und Sphäre, die ten Ländern geblieben ist, zu achten und Differenzen phne ein Hemd auf dem Leibe in die Schule gehen. Die Schulärzte auszugleichen. Ich habe in einer Reihe von Fragen den Bersuch um den Nahrungsmittelbedarf der Ruhrbevöiferung zu decken und follten einmal unvermutet die Schulen besuchen, sie würden des Ausgleichs gemacht. In den sächsischen und thürin- thr damit den erfolgreichen Abwehrkampf gegen die fremden Ges dann ein ganz anderes Bild von der Gesundheit und der Kleidung gischen Fragen sind die Verhandlungen noch nicht voll zum Ah- walthaber zu ermöglichen. Wesentliche Borbedingung dafür ist viel. unferer Kinder bekommen; wenn die Revisionen vorher angekündigt schluß gebracht. Wir haben aber Entgegenkommen gefunden. Bu mehr, daß die Landwirtschaft zunächst die Umlage voll erfüllt find, wird das Kind von der Mutter forgfältig gewaschen und her. dem furz vor dem Münchener Parteitag der National- und auch darüber hinaus bemüht bleibt, ganz umfassende Silfs. ausgeputzt. Unter den Konfirmanden zeigen sich in erschreckendem sozialisten herausgegebenen Erlaß des Reichsverkehrsministers, attionen für die befeßten Gebiete planmäßig zu organisieren. Maße Rüdgratsvertrümmungen, weil die unterernährten der die Beförderung der in Trupps auftretenden Mitglieder der Der Kampf an der Ruhr ist der erste Kampf, der nicht mit Ma Rinder sich nicht mehr gerade tragen fönnen. In einzelnen Schulen Partei, die angaben, bestimmte politische Absichten, z. B. die Bildung schinen, sondern mit Lebensmitteln geführt wird, und dessen sollte hat sich ergeben, daß 30 Proz. der Kinder verlauft find. In von Freischaren, zu haben, verbot, ist zu sagen, daß sich jeder eingebent sein, der seinen glücklichen Ausgang will. Glaz hatten von 842 Kindern 129 fein Hemd und 466 nur ein einziges Hemd. In Sonneberg waren von 1343 Rindern 398 ohne Menderungen im Postichedverkehr. Dem Reichstag ist ein Schuhe; 530 besaßen eine nur sehr mangelhafte Bekleidung. Aus Sollte man ruhig zusehen, bis die von den Haufen angefündigte Gefeßentwurf zur Menderung des Postscheckgesetzes zugegangen. Entbindungsanstalten hat man junge Mütter entlassen, die ihre Aftion gemacht wurde, bis vielleicht im Ruhrrevler ein Butsch Durch den Entwurf wird die Stamm einlage, bie bisher 25 m. Säuglinge aus Mangel an Wäsche in Zeitungspapier ein versucht würde, der unter den obwaltenten Umständen nur zum für jedes Boftschecktonto betragen mußte, auf 1000 Marf erwidein mußten. Der Herausgeber der„ Daily News", der in Deutsch Schaden des Reiches ausschlagen fönnte? Bon den un pofiti: höht. Ferner enthält der Entwurf die Bestimmung, daß im Postland Studien gemacht hat, sagt: schen Beamten müffen wir verlangen, daß sie sich unbedingt auf fcheckverkehr fünftighin die Pfennigbeträge unberüdsichtigt gelaffen Es ist eine Tragit, heute als deutsches Kind geboren zu sein. den Boden des heutigen Staates ftellen. Die politischen An der Ruhr hat die Arbeiterschaft zum Hauptteil den Abwehr. Beamten haben auf dem Boten der Republik zu stehen. Es handelt werden, da durch ihre bisherige Berücksichtigung große Erschwer. Lampf zu führen. Hoffentlich bleibt das in Deutschland unvergessen, sich darum, daß in verächtlicher und niedriger Weise die nisse und Unzuträglichkeiten zutage getreten feien. hoffentlich unterbleibt in Bufunft auch die gewöhnliche Anpöbelung Republit und ihre Abzeichen beschimpft worden sind, und da der Arbeiter bei Streifs. Eine große Gefahr ist die Berbreitung ist es Pflicht jeder Regierung, mag fie heißen, wie sie der Geschlechtskrantheiten. Wie glaubt man Seuchen betämpfen zu will, gegen eine derartige Untergrabung des Staates auf das fönnen, die etwa im befeßten Gebiet ausbrechen? Was das Not.( härfte einzugreifen. Ueber die grundlegenden Fragen gese in diefer Beziehung vorschlänt, ist nicht einmal weiße Salbe. bes fünftigen Beamtenrechts habe ich mit den Organisationen ver. Nach einem Bericht des" Matin" haben die Mitglieder der Repas handelt. Der Entwurf eines Disziplinargeſehes ist ausgearbeitet rationsfommission von Berlin den Eindrud mitgenommen, daß man und der über die Abfindung der weiblichen Beamten ist in Borberei bort herrlich und in Freuden lebt, daß in den Luxuslofalen, tung. Mit einem Dant an alle, die an der Ruhr und am Rhein, wo die Flasche Sett 4000 bis 5000, heute 50 000 bis 100 000 Mart in Baden und in der Pfalz die Abwehrkämpfe führen, und mit der Bersicherung, daß die Reichsregierung, soweit es irgend möglich ist, foftet, schwer ein Blaß zu finden sei. Diefes alle Schäden mildern wird, schloß der Minister unter dem Beifall des Hauses. Schlemmerleben in Deutschland, Abg. Moldenhaner( D. Bp.) bemerkt zu dem Vertrag der Badischen Anilin- und Sodafabrit mit den Franzosen, daß er zustandegekommen sei zu einer Zeit, als eine Verständigung mit FrankLandwirtschaft zu nutzen. reich noch möglich erschien und daß sein Zweck sei, der deutschen Es entwickelt sich über den Vertrag der Anilin- und Sodafabrit an dem nicht nur Ausländer, sondern auch Deutsche beteiligt sind, wird im Ausland gegen uns ausgenugt. Auch die deutsche Presse trägt ein gerüttelt Maß von Schuld an. diesen Zuständen. Vor Breitensträter feine Hochzeit, bei welcher Gelegenheit ihn bie einigen Wochen feierte der Schwergewichtsmeister der Borer deutschen Zeitungen als nationalen Helden feierten. Der LokalAnzeiger schrieb fogar:„ Wir wollen mit dem deutschen Bolte die Hochzeit seines blonden Lieblings Hans Breitenfiräter feiern." Aber auch ein ernſtes Blatt wie ter Berliner Börsen- Courier mit den Franzosen eine lange Debatte, in ber u. a. ber brachte fast eine halbe Spalte über die Hochzeit Breitenfträters. Und Abg. Wulle( deutschvöllisch) erklärt, der Bertrag beweise die das in einer Zeit, wo über die Not der Breffe getlagt wird. In Internationalität bes Grogtapitals. Die tommu München wird übrigens genau so gefündigt wie in Berlin. Man nistischen Abgeordneten Remmele und Höllein greifen ebenlieft aufgebauschte, fenfationell zugespikte Berichte aus dem Ruhr- falls den Vertrag aufs fchärffte an. Diesmal fei der Berrat nicht gebiet, ganz nach dem Muster der Kriegsberichterstattung. Das von Juben, fondern von typischen Urgermanen Aergste leisteten fich deutsche Aerzte mit ihrem Aufruf: Keine begangen. Die Anilin- und Sobafabrit habe für ein glänzendes GeHilfe für Belgier und Franzosen!" Das ist Unkultur und Bar- schäft ihren Patriotismus gern verfauft. Die Abgeordneten Rei. barei, gegen die wir toch gerade jeht vor aller Weft protestieren. nath( Dem.), Semmler( Dnatl.) und Molbenhauer( Bp.) Die Arbeiterschaft des Ruhrgebiets rüdt von folcher Rampfmethode stellen den Bertrag als verhältnismäßig harmlos hin. Ledebour weit ab. Sie will feine nationalistische Berhehung. Herr Mauren( USB.) betont befonders, daß die fraglichen Patente der Herstellung brecher regt sich in der Deutschen Zeitung" barüber auf, daß in den von Sprengstoffen schlimmster Wirkung dienen und deutschen Schulen noch französisch ge.ehrt wird, und schreibt, man daß dadurch Frankreich außerordentlich wirkungsvolle militärische follte den Kindern statt der französischen Grammatit fieber Gewehr Machtmittel in die Hand gespielt bekam. Die Anilin Patrio. und Gäbel in die Hand geben! Herr Lebius empfiehlt in der ten feien die schlimmsten Vaterlandsperräter. Nichts Staatsbürger- Zeitung" fogar, Best, und Cholerabazillen unter den könne die ungeheuerliche Korruptheit des Kapitals Franzosen zu verbreiten. Das ist der Gipfel nationalistischer Hehe. anschaulicher machen. Um 7 Uhr wird die Fortsegung der Beratung auf Diens. Der Reichstanzler hat gefagt: Wir werden die schmere Zeit nur überwinden, wenn jeder sein Lehtes hergibt! Nun, der Worte find tag 2 Uhr vertagt. . 2. 68. 1. 850 Broz. 2. und 3. Ja. Das Goldzollaufgeld für die 8eit vom 21. bis einschließlich 27. Februar 1923 wurde herabgefeßt. Es beträgt 595 400 vom Hun dert( bisher 709 000 vom Hundert). Regelung der bayerischen Biehausfuhr. Das bayerische Landesamt für Bichverkehr hat, um der Preistreiberei am Biehmarkt ent gegenzuwirken, am 6. Februar die befannte unmittelbare Vieh ausfuhr vom Lande verboten und angeordnet, daß die Landesausfuhr bestimmter Biehorten über die größeren Schlachtviehmärkte geleitet werden müßte. Das Reichsernährungsministerium hat jetzt die Zustimmung gegeben, daß die neue bayerische Ausfuhrregelung, troh mündlicher und schriftlicher Ausfuhrbewilligung, nicht erteilt wird. Das Landesamt für Biehverkehr war daher gezwungen, die neue Regelung aufzugeben. Das Währungschaos im Saargebiet. Infolge der Besserung der Mart werden im Saargebiet Waren, die bisher nur in Franken ver fauft wurden, wiederum in Mart angeboten. Dabei ist vielfach im Bergleich zum Kurswert ein Erhöhung der Preise feftzustellen. Devisenturfe. Unserer gestrigen Rurstafel find noch folgende amtlichen Notierungen nachzutragen: 1 finnische Mart 508,72 Gelb, amtlichen Notierungen nachzutragen: 1 finnische Mart 508,72 Gelb, 511,28 Brief; 100 österreichische Stronen 26,43 Geld, 26,57 Brief: 182,54 Geld, 183,45 Brief. ungarische Strome 6,93 Geld, 6,97 Brief; 1 jugoslawischer Dinar 1 polnische Mart toftete im freien Berkehr rund 45 Pf. bei großen Kursschwankungen Für die Ruhraktion. Dem Parteivorstand wurden für besondere Aufwendungen an läßlich der Ruhraftion folgende Beträge überwiesen: Gh. 2. 500,-; Norbernen 5000,-; 6. C. in. 500 000,- Molitor 6800, 1000,- Edith Seimhold- Neukölln 650,- Paul W. Schulze- Friedenau 10 000, Gumina 4 708 750 92. 1. Groß- Berliner Parteinachrichten. tionsfitung der Stadt und Bezirksverordneten bei Dobroslaw, Swinemünder Straße 11. reis. Mitte. Gonntag, ben 18. Februar, fell 10 Uhr, wichtige FratCharlottenburg, Rofinenstr. 4, juristische Sprechstunde. Sozialdemokratische Breußenfrattion 1820 000,- Sawitter- Schöneberg 10 000, englischer Genosse 50 000,- R. und 2. Rautsin 10 000,- Frau 2. Lewy Adolf Opalsli- Berlin 12 500-; Silfsarbeiter des Jugendfürsorgeants Berlin 10 800,- A. Baumgarten- Wien 5000; S., Friebenau, 1500,-; Gozialdemokra tische Reichstagsfraktion 1 780 000,-;. Gruenthal- Stegtig 1 000 000,- Schwet Ter- Berlin 5000.-; von einem fozialdemokratifdyen Stadtrat 30 000,- In Berlin, 14. februar 1923. Für den Parteivorstand: Fr. Bartels. Weitere Geldfenbungen find zu richten an den Kassierer der angerichtet haben mehrere Schiffe find geftrandet oder in vom Rinbe und diefes wiederum von feinem Bater beerbt. Die Schwiegereltern Sozialdemokratischen Partei Fr. Bartels, M. d. L., Berlin S. 68, Seenot. Das Holzfchiff Mita ist bei Kap Flattery ausgebrannt, tommen als Erben nicht in Frage. 3talien. 1. Es kommt§ 2 Biff. 1,1 bes Reichseinkommensteuergesetzes in Be- Lindenstr. 3, oder an das Postscheckkonto Berfin 7918, Fr. Bartels, die Befagung konnte gerettet werden. Ebenfalls bei Rap Flattery ist tracht. Ihr Bruder muß sich an das Finanzamt wenden, wo er alles Nähere D. Wels, R. Ludwig, Berlin S. 68, oter an das Bantfonto Auskunftsstelle Ber. bem Vernehmen nach der britische Dampfer Duncan Brince" erfährt. 2. fragen Sie beim Reichswanderungsamt mit 40 Mann Befagung untergegangen. Er fandtein, Luifenfte. Bib, an. 3. Das Adoptivkind schließt die Geschwister der Abop Bartels, D. Braun bel der Direktion der Diskontogesellschaft tiveltern von der Erbfolge aus.- B. S., Reutöln. 51/2. 1. 3a. Für Ottober Berlin SW. 68, Depofitentasse Lindenstr. 3. folgenden Funtspruch: Schiffbruch, wir ertrinten. Der italienische in Höhe von 200 Prog., vom November ab 400 Bros. der Grundmiete. 2. und Dampfer Moncenfio" befindet sich 15 Meilen öftlich von Kap 3. Die gezahlte Gumine darf der Vermieter nur bis zu der Söhe in Rechnung Lenny( Virginia) in intendem Zustand. Weite Streden des Landes ftellen, bie fich aus der Zusammenrechnung der monatlichen Höchstsäge des be treffenden Bierteljahres ergibt. W.. 113, 1, 472. 2. Von der Woh haben burch starke Schneeftürme gelitten, die eine Anzahl nungsbauabgabe. 3. Wenden Sie sich an das Statafteramt. 8. 53. Gie Fönnen Menschenleben zum Opfer gefordert haben. Der Eisenbahn- und nur bie Schlichtungskammer des Mieteinigungsamtes anrufen. Kommen große Instandsegungsarbeiten" in Frage, fo müssen Sie sich an das Mieteinigungs Sonstige Berkehr ift behindert. amt wenden. C.$. 42. Bon ber Berufung verfprechen wir uns teinen Ererfcheinen uns einen blidt gehört nicht zum Nachlas Shrer Mutter. Weitere Schritte 93. 1. Stein. Es genügt eine unter Angabe des Ortes und Tages eigenhändig gefahriebene und unterschriebene Erklärung. 2. Nein. Den Brübern steht aber der Pflichtteil zu. 3. 3a. 4. Ja. Sie kön nen die Sachen durch Kauf erwerben. Mietervertretung R. S. Lehnen Sie Die Zahlung ab und rufen Sie das Mieteinigungsamt an. 2. Darüber besteht feine einheitliche Auffassung. Wir empfehlen Ablehnung der Zahlung. 3. Sit nicht erforderlich, wenn es fich um laufende Instandsehungsarbeiten handelt. 4. und 5. Der Magiftrat hat die Erhebung von Roften durch die Schlichtungs. Zammern ausbrüdlich angeordnet.$ S. 100. Beantwortung Ihrer Frage ohne Angabe des Prozentfages Ihrer Erwerbsunfähigkeit nicht möglich. Briefie ustunft wirb nit ertetit. Seber für ben Brief. S. 2. 1. Ja. 2. Maßgebend sind die lekten 6 Pflichtbeiträge. Es muß fest laften bestimmten Anfrage fülge man einen Buch flaben und eine Rummer bei. Cilige Anfragen trage man in ber Juristischen Sprechstunde, eindenfte. geftellt werben, in welchen der neuen Alaffen diefe Beiträge geleistet worben wären, wenn die neuen Gehaltstlaffen schon damals bestanden hätten. Darauf 1. Sot part. links vor. Schriftftüde und Berträge find mitzubringen. wird der Durchschnitt gezogen. Die auf diese Weise gefundene Rahl ergibt die Alter Abonnent 171. 1. Die Anwartfchaft bleibt aufrechterhalten. 8u ben niedrigfte Gehaltstlaffe, in der die Weiterversicherung nom 1. November 1922 Leistungen der Angestelltenversicherung trefen als Ergänzung die Steigerungen ab erfolgen muß. A. G. 61. 1. Ja. 2. Benden Gie fich an den Landrat, den ber Invalidenversicherung. Im übrigen tönnen Beiträge zur Invalidenversiche Oberförster oder bie Regierung und ferner an die Staatsanwaltschaft beim 33. rung nach wie vor freiwillig meiter geleistet werden. Dadurch wird eine Ber Landgericht III in Berlin, Turmstraße. 3. Den Fistus bzw. die Gemeinde, bie F. R. 78. 1. Reinen. befferung der Leistungen erzielt. 2. Bom 65. Jahre ab ist Invalidenrente ober die Anstellung bes Jagbauffehers vorgenommen hat. Ruhegels zu gewähren. 3. Rein. 4. Weitere Abalige find unzulässig. 5. Rein. 2. Die alte firma tann weitergeführt werden. 3. Ja. 4. Nein. B. 31. 1. Der Nachlas gebührt es milffen aber die Belege vorgelegt werden.: g. 100. Fir über 50 Jahre alte Verfonen bestehen nach den Gakunden be. bem Rinde. 2. Sie tonnen vollen Schadenersak fordern. Der au erfeßende fondere Aufnahmebestimmungen. Saffen Sie sich diese von der Geschäftsstelle Schaben umfaßt auch den entgangenen Gewinn. D. D. 1. 1. Rein. 2. Noch des Bereins aushändigen und senden Sie sie uns ein. 6. S. in Droffen. nicht veröffentlicht. 8. Landrat. 01. 35. Die Mietervertretung ist aur Bor- 1. und 2. Wenden Sie sich an das Internationale Bureau bes Barteivoritanbes 20. nahme der Reparatur nicht berechtigt. Nufen Sie die Schlichtungskammer des in Berlin, Lindenstr. 3. 3. und 8. Fragen Sie bei der Auskunftsstelle des Reichs. 46. Mieteinigungsamtes an. Die Miete und die Ruschläge müssen gezahlt werden. wanderungsamtes, Berlin, Quifenfir. Bib, an. 4. und 6. Darüber können wir B. B. 1. Benden Sie fich befchwerbeführend an bas Finanzamt. 2. Die au im Brieftaften teine Auskunft geben. 5. Lesen Sie die Schrift: Die Abtreibung tändige Stelle ist das Jugendamt des Bezirksamts Mitte, An der Stralauer ber Leibesfrucht von Grotiahn und Rabbruch, in der Buchhandlung Borwärts, Bride 6. Benden Sie fich an dieses. R. 3. 22. Nein. Benben Sie sich Berlin, Lindenstr. 2, erhältlich. 7. Darüber gibt es eine Reihe von Schriften. an bas Rulturamt. e. R. 101. Die Roften find aus den Buschlägen für die Benden Sie sich an die Buchhandlung Vorwärts.. 8. 6. 1. Sur Sahlung laufenden Instandsegungsarbeiten zu nehmen. B. F. 100. Die Mutter wird find Sie erst nach Borlegung der Belege verpflichtet. 2. Rein. Maffenmord in Polen. Nach einer Bosener Drahtung wurde in Pionttowno bei Bosen ein Massenmord verübt. Sieben Ber fonen, die ganze Familie eines amerikanischen Rüdwanderers und zwei Dienstleute, wurden auf die grausamste Weise getötet. Briefkasten der Redaktion. 6. Charlottenburg- Spanban. Jeden Sonnabend von 5-6 Uhr im Jugendheim, Kecis. Kreuzberg. 28. Gemeindeschule, Wilmsstt. 10, Sonntag, den 18. d. M., 10 Uhr vormittags bis 8 Uhr nadmittags, Neuwahl der Elternbeirate. Alle zugehörigen Eltern, befonders die der 42. und 43. Abteilung, werden gebeten, bie Bifte der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei, mit dene Namen Wilhelm Mener beginnend, zu wählen. 13, Berwaltungsbezirt. Tempelhof, Marienbort, Marienfelbe und Sichtentade. Heute, Sonnabend, ben 17., 7 Uhr, 8immer 26 des Rathauses in Marienborf, Ausgabe der Eintrittskarten aum Runstabend Die schöne Millerin", bet am Sonnabend, den 24. März, abends 8 Uhr, im geftfaal des Gymnas fiums in Marienborf, Raiserstraße 21, ftattfindet. Die Mitglieder der Bil bungstommission fowie alle Bezirksführer werben bringend ersucht, pfintt lich zu erscheinen. Heute, Sonnabend, den 17. Februar. bt. Bom Raffierer Genoffen Ben, Benmeftraße 25. find durch die Beairtsführer Funktionärtarten und anderes Material abzuholen. Jungsozialisten. Ortsgruppe Baumschulenweg. 7% Uhr im Jugendheim, Cent ftrage 1, Bortrag des Genossen Spengler über Boltshum. Gäste will. tommen. Morgen, Sonntag, den 18. Februar. 6t. Bormittags 10 Uhr Mitgliederversammlung bei Wenbe, Rolonieftz. 147. Abt. Bormittags 9½ Uhr Schule Wrangelstraße 85, Bersammlung aller Varteigenoffen, die als Mieterräte fungieren. Wetter bis Sonntag mittag. Neberwiegend betölt, mit leichten Miederichlägen, an der Küste schwacher Froft, im Binnenlande, besonders im Süden, etwas wärmer, bei schwachen, vorherrschend westlichen Winden. Jugendveranstaltungen. Achtung, Abteilungsvorsitzende! Es wird baran erinnert, daß die Adressen ber Gewertschaftsfunttionäre umgebend, spätestens aber bis Mittwoch, den 21. Februar, im Jugendsekretariat abzugeben sind. führungen am Flügel). Montag abend 7% Uhr, Bezirk Often I, Schule Ifhon bes Bfteren gebracht hat. Sollte M. G. C. einen guten Tag haben und Edertstraße, Bortrag des Genossen Sarndt. Gäste willkommen. Männerchor Friedrichshain. Sonntag, den 18. b. M., vormittags Uhr, außerordentliche Mitgliederversammlung in Schmidts Gesellschaftshaus, Frucht ftrage 36a. Erscheinen aller Gangesbrilber Pflicht. 8um Besten des Bundes zur Förderung der Selbsthilfe ber Brperlich Be. Für die Proletarischen Feierstunden find Rarten fie bie Mitglleber berhinderten( Otto- Perl- Bund), E. B., findet am Sonntag, den 18. Februar, abends fozialistischen Arbeiterjugend zu ermäßigten Preisen im Jugendfefretariat, 8 Uhr, in der Marienkirche am Neuen Markt ein Ronzert ftatt. Rarten zu 75 und 150 M. find zu haben bei A. Wertheim, Bote u. Bod, in der Geschäftsstelle Lindenstraße 3, zu haben. des Bundes, W. 35, Flottwellstraße 4 II, und an der Abendkasse. Heute abend veranstaltet die Abteilung Tempelhof und die Jungfogia. listen Tempelhof- Mariendorf in der Aula des Gymnasiums Germaniafit. 6/7 einen Seiteren Abend unter Mitwirkung des Herrn Emil Rühne. Eintritts farten zum Preise von 100 wt. find an der Raffe zu haben. Der Werbebezirk Prenzlauer Berg" veranstaltet am Sonntag, ben 18. Se bruar, abends 7 Uhr, in der Aula des Gymnasiums Greifswalder Straße 24 einen Lichtbildervortrag über: Der Gozialismus in der Karikatur. Referent Serr Friedrich Wendel. Eintrittskarten zum Preise von 50 M. find am Eingang zu haben. " Morgen, Sonntag, den 18. Febrnar. Friedenau. Wanderung nach Rehbrüde, Ludwigsfelde. Treffpunkt: 17 Uhr Wannseebahnhof Friedenau. Lichtenrade. Befuch des Bau- und Berkehrs. museums. Treffpunkt: 8 Uhr, Bahnhof. Norden. Wanderung nach Bernau. Treffpunkt: 28 Uhr, Bahnhof Gesundbrunnen. Schönhauser Borstadt. Wanderung durch Alt- Berlin. Treffpunkt: 8 Uhr Bahnhof Schönhauser Allee. Vorträge. Vereine und Versammlungen. Arbeiter- Samariter- Kolonne Berlin, e. B. Geschäftsstelle: N. 37, Schönholzer Straße 20. Generalversammlung am Sonntag, den 18. b. M., nachmittags 2 1hr, in der Schule Elisabethstr. 56. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag vormittag 11 The im Zeffing- Museum, Brüderstr. 17, Bortrag des Herrn E. Simmel:„ Peter Cornelius"( mit BorEDEL- LIKORE Delpey EDEL LIKORE WEINBRAND Delpey Weinbrand A- Delpey& Co A- G- Berlin, N24 Johannisstr 18/19 82 1872 Likörfabriken Fruchtsaft- Presserei Weinbrennerei • Theater, Lichtspiele usw. Opernhaus 7 Uhr Volksbühne 71 Uhr: Fledermaus Die Ratten Schauspielhaus 7 Uhr: Lessing- Th. Kätchen von Heilbronn7 Uhr zum 1. Male: Deutsch. Theat. Bürger Schippel Sonnt. 72: Bürger 7 Uhr: Improvi Schippel Mtg. 7: Liebelel. Die Lore sationen im Juni Sonntag 22: Das Glas Wasser 7 Uhr: Improvi: Dent. Künstler- Th. sationen im Juni Allabendlich 7% U. Kammerspiele Der Fürst von 8: Der Kreis Stg. 22: Frühlings Brwachen 8: Der Kreis Pappenheim ( Adalbert, Hesterberg) Residenz- Th. Gr.Schauspielh. Tagl. 8% Uhr ( Karlstraße) 7: Die törichte Jungfrau Stg. 2: Maschinenstürmer Es lebe das Leben! Maritta Olf, Bircher, Wase. 72: Die torichté Klein, Keller- Nebri Jungfrau Theater i. d. Trianon- Th. Königgrätz. Str. 7.30: Aus d. Leben d. Insekten Täglich 8 Uhr Lissi die Kokotte Komödienhaus Pers.unter 18 Jahren 8: Kameraden haben keinen Zutritt Komische Oper ( 7) Dir.: James Klein( 7) Internat. Revue in 25 Bildern Europa spricht davon 200 Mitwirkende! 6 Balletts! Mr. Jackson vour Alhambra- Theater in London mit seinen engl. Girls sowie die bekanntesten Darsteller von Bühne und Film Vorverkauf ununterbrochen Admirals- Varieté 730 Febr.- Programm Circus BUSch Sonnt. 2 3 U: Nibelungen 1 Kind frei! Abends 7% Uhr: Fremdenlegionar und neue Circ.- Sensationen PINTE Varietéunübertrefflich Kleines Th. Tägl. 8 Uhr: Die Unmoralischen Arbeitersport. Hoden- Spiele am Sonntag. Lichtenberg II 1- Charlottenburg 1 in Lichtenberg, Sirschberger Straße, 2% bis 4, Rothe- Lenz. A. G. C. 1- Roland 1 in Stralau, Goßlerstraße, 3-4, Frisch Lippert. Lichtenberg 11- Fichte III 1 in Lichtenberg, Hirschberger Straße, 10-12, Bethge- Lenz. Fichte X 1- Schönholz 1, Schönhauser Allee, 10%-12, Albrecht Petersen. Staaten 1- Wilmersdorf 1, Staaten, 10%-12, Moabit ftellt Schiedsrichter. Charlottenburg 2- Moabit 3 in Westend, Städtischer Spielplay, 10%, Engler- Seife. A. G. C. 2- Moabit 2 in Stralau, Goßlerstraße, 1%-3, Lichtenberg 12- Fichte- Ost 2 in Lichtenberg, Sirschberger Scholz- Mertner. Straße, 9-10%, Quast- Rüdiger. Fichte XII 3- Schönholz 2, Schönhauser Allee, 9-10%, Hallensleben- Banig. Fußball. Sm Güdwest beairt finden am Sonntag zwei Ausscheidungsfptele flatt. In Lichterfelbe auf dem Froh- Frei- Play wird der Abteilungsmeister von B ( Mariendorfer Sport- Club) auf den Abteilungsmeister von C( Luckenwalde 3. Ab. teilung) um 3 Uhr antreten. Sektere gewannen am Sonntag gegen Wolters borf 3: 1. M. G. C. fonnte gegen Bittoria nur ein 1: 1 herausholen und muß fich sehr zusammennehmen, um ein entscheidendes Resultat gegen Ludenwalde 3 herauszuholen. Spielt M. 6. C. weiter so unter Form, so dürften sie teine große Lorbeeren ernten. Ludenwalde 3 ist eine schnelle Elf, die Ueberraschungen Möbel billige Preise Wohnz., Schlafz., Speisez., Herrenz. Bunte Küchen Einzelne Möbel Kostenl. Lagerung ev. Zahlungserleichterung Möbel- Cohn Gr. Frankfurt. Str. 58 5 Minuten v. Alexanderplatz Fil.: Badstr. 47/48 Am Donnerstag abend verstarb nach längerem Leiden unser Angestellter im Parteibureau Wilhelm Groger im 45. Lebensjahre. Wir verlieren in ihm einen tüchtigen Mitarbeiter, der in treuer Pflichterfüllung für die Partei und ihre Aufgaben unablässig tätig war. Ein ehrendes Andenken widmet ihm Der Parteivorstand Die Einäscherung findet am Dienstag, den 20. Februar, nachmittags 1, Uhr, im Krematorium Baumschulenweg statt. 5 Min. v. Bahah. Gesondir. Teilzahlung Möbel, Spiegel, Polsterwaren. Petersburgerstr. 231 Allgem. Ortskrankenkasse Berlin- Lichtenberg Bekanntmachung Auf Grund der Verordnung über Grundlöhne vom 2. Februar. 1923( RGB. Nr. 9 G. 99 1. ff.) treten mit Zustimmung des Oberversicherungsamts vom 28. Februar 1923 folgende Lohnstufen und Grundlöhne in Kraft: 178/8 Lohn Tages Beitrag stufe entgelt ( täglich) 250,-. 20,- t Grund lohn 200,- tt. 450, 400, 40, P " 3 850, 800, 80, 4 1250, 1200, 120, 5 1650, 1600, 160, 6 2050, 2000, 200, W 7 2650, 2600, " 8 3250, 3200, 9 3650, PP 3600, 260, 320, Dolle Form befigen, so dürfte die Technik ausschlaggebend fein und auch einen Gieg nicht vermissen lassen. Endlich findet auch in der A- Abteilung das End spiel zwischen Nowawes gegen Hertha- Ludenwalde statt. Dieses Spiel geht bereits um 1 Uhr in Teltow vor sich. Der Sieger dieses Spiels ist endgültiger Abteilungsmeister von A. Beide Mannschaften werden hart ringen, was Nowawes an Technik mehr hat, ist bei Hertha durch Schnelligkeit und hartes Spiel ausgeglichen. Das Spiel ist vollkommen offen. Nowawes ist der vielbesprochene Gieger; aber erftens tommt es anders und zweitens wie man Am Sonntag treffen sich in Adlershof auf dem Sportplag an der Röpenider Chauffee der Arbeitersportverein Adlershof und Luftig- Fidel- Rudom zum legten Serienspiel. Während in der ersten Runde Lustig- Fidel die Spiele beider Mannschaften gewinnen tonnte, dürfte das am Sonntag schwer halten. Spiel anfang der 2. Mannschaften 1 Uhr, der 1. Mannschaften um 3 Uhr. Bundesmeisterschaft im Geräteturnen. Der 1. Areis des Arbeiter- Turnund Sportbundes hält am Sonntag die Vorkämpfe um die Bundesmeisterschaft im Geräteturnen ab. An den Vorkämpfen, die bezirksweise abgehalten werden, beteiligen fich Männer, Turnerinnen und Jugendliche, und zwar in folgenden Turnhallen: 2. Bezirk in Bankow, Kaiser- Friedrich- Straße, 1 Uhr nachmittags; 3. Bezirk in Rathenow, Hagenschule; 4. Bezirk in Groß- Lichterfelde, Knabenfchule Dahlemer Straße, 10 Uhr vormittags; 5. Bezirk in Treptow, Neue Krug allee 5-7, 2 Uhr nachmittags. Die Rampfrichtersizungen finden eine Stunde vorher statt. 1. Kreis bes Arbeiter- Turn- und Sportbundes, 1. Bezirk Fichte- Berlin. Gonntag, den 18. Februar, Bezirkswetturnen, Männer, Frauen, Jugendliche, Kirschner- Oberrealschule, Turmstraße 75, 2-6 Uhr. Die Freie Turnerschaft Neukölln- Brig beabsichtigt, einen eigenen Turnplag zu erwerben, um dem Nachwuchs eine feinen Bedürfnissen billig gerechtwerdende Stätte zu bereiten. Alle Eltern werden hiermit au der am 19. Februar, abends 7 Uhr, in der Turnhalle Richardstraße 47 stattfindenden Elternversammlung eingeladen. Arbeiter- Sportfartell bes 15. Bezirks. Montag, den 19. Februar, 7% Uhr, in der Schule Niederschöneweide, Berliner Straße, Delegiertensizung. Die Vereine werden ersucht, ihre Delegierten zum pünktlichen Besuch dieser Sigung anzuhalten, sowie die noch fehlenden Fragebogen mitzubringen. Juld toned, wer Güßstoff verwendet. 1519 Er ist gut, billig und befömml 1H- Briefen entspricht der Süßtraft von 1 Dfund 3nder. Tablette 1%, Würfel 3uder genügt für eine Zaffe Kaffee, Kalao, Tee usw. Sahteln mit 100, 200 u. 500 Tabletten Groditi in Rolonialwaren, Drogenhandlungen und Apotheken. Verkäufe Billardbälle, anderes, Elfenbein, tauft Dinger, Prinzenstr. 75. Briefmarken- Sammlungen, Einzel Frühjahrskostüme, Uebergangsmäntel marten, Restbestände, gesammelte a tauft 8900.- imprägnierte Covercoatmäntel, gespoit, höchstzahlend Bohr, Deutscher Metallarbeiterverband Suchmantel, Homespunmäntel, Modell- Beffelstraße 20. Verwaltungsstelle Berlin Den Mitgliedern zur Nachricht, bas unfer Rollege, der Former Max Bacher am 12 Februar gestorben ist. Die Einäscherung findet am Montag, ben 19. d. M., nahm. 5 Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, statt. Unser Kollege, der Rohrleger Emil Joppig ift am 15. Februar_gestorben. Die Beerdigung findet am Montag, den 19. Februar, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des GarntsonFriedhofes in der Hasenheide aus ftatt. Chre ihrem Andenken! Rege Beteiligung erwartet 142/21 Die Ortsverwaltung. Kleider, reinwollene Rammgarnkleider 28 900.- Riefenauswahl, direft Werk. Bahngebiffe, Bahn bis 5000.-! Blatin ftatt. Altmann, Rofenthalerstr. 44 III, bruch, Goldfachen, Silbersachen! Stan. njolpapier! Quedjilber! Glühftrumpf. Sadefchermarkt. Leibhaus Friedrichstraße 2( Sallesches afche bis 3000.-! 8inn! Sinngeschirr! fauft Edelmetall- Einkaufsbureau, Weber Sor) verkauft fpottbillig elegante Anitraße 31( auf Hausnummer achten!). züge, Schlüpfer, Baletots. GelegenheitsGittäufe: Sportpelse, Gehpelze, Razenjacken, Fahrradankauf, höchstzahlend, Belzmäntel, Füchse aller Art. Keine fchinerstraße 78. 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Reine Lombardware. beltgeber verpflichtet, der Kaffe inner- Verwaltungsstelle Berlin N 54, Linienstraße 83/85. Gemäß§ 6 der Berordnung find bie Deutscher Metallarbeiter- Verband Delamaten Spotting. und 6592 bis 6595. Leihhaus Rofenthaler Tor, Linien- Elettromaterial, Elektroapparate, Meg halb einer Woche die zur Berechnung der Geschäftszeit vorm.9 Uhr bis nachm.4 Uhr. straße 203/204, Ede Rosenthalerstraße, instrumente, Telephone, Glühlampen, Beiträge notwendigen Angaben unter Be- Telephon: Amt Rorben 833 bis 896 verkauft musung ber vorgefchriebenen Formulare, bekannt billig Kreuzfüche. Elettrozähler tauft Nofter, Brüden welche unentgeltlich im Kaffenlokal zut et Sonntag, den 18. Februar, vor allge, Winterschlüpfer, Alastaflife, fämtliche Belzarten. An- ftraße 15a. halten find, zu machen. Winterpaletot, Nägel, Schrauben, Leim fauft Wodtke, enorm billig. Gummimäntel Reine Amsterdomerstr. 21. Lombardware. Monatsanzüge, Winterpaletots au Staunend billigen Preifen. Naß, Gor mannstraße 25-26, früher Muladßraße. Bei unterlassener Lohnangabe wird bis mittags 10 Uhr, im Lofal von Sachse, zur ordnungsmäßigen Meldung der Grundlohn in der Höhe feftgefeßt, ber für Berficherte bergleichen Art in Betrieben gleicher Carola Toelle Olga Art gilt, ohne daß eine Verpflichtung zur Limburg, Falkenstein, Kaiser- Titz Ruderstattung der entsprechenden Beitrage geltend gemacht werden kann. Gleichzeitig tann Bestrafung nach§ 318 erfolgen. Urania Mit Sang u.Klang zwisch. Schwarz wald und Alp. Die hieraus fich ergebenden erhöhten Leistungen treten am 26. März 1923 in Anwendung. Berlin- Lichtenberg, ben 16. Februar 1923 Det Raffenvorstand der Allgemeinen Ortstrantentaffe Berlin- Lichtenberg D. Geitel G. Budde Borsitzender Schriftführer Berliner Th. Walhalla- Th. Spielplan Garderobe7.15: Madame Tägl. 7: Pompadour Heirate Deine Fran Ranchen gestattet! Kilde Wörner, Roberts, Bötel, Haskel Deutsch Opernhaus 7 Der Maskenball U.: Große Volksoper im Theat.d.Westens 7 U.: Schmuck d. Madonna Stg. 212 U. b. kl. Pr. Raub d. Sabinerinn. Intimes Theater Der Blaue Vogel Goltzstraße 9 Noilendorf 1613 8 U: Frau Adas 6. m. Allabendlich G. h. 8. Die G'schamige U. 7 Uhr: Premiere Das 3. Programm Das Prinzchen Metropol- Theater Theater des Ostens U.: KewYork- Berlin( Rose- Theater) Stg. 3: Die Bajadere 7% U.: Loge Nr. VII Neues Operett.- Th. 7: D. neue Gilbert Central- Theater Raija, die Tänzerin 7 Uhr: Die mit Margit Suchy, Macht d. Finsternis Muth, Beckersachs, Paulsen, Tiedtke, Reichshallen- Th. Allabendlich 7/2 Uhr, Sonntags nachm.3 Uhr halbe Preise STETTINER Sáng. DonhoffBrett'l auf bequemste Teilzahlung Herren- DamenAnzüge, Paletots Paletots, Kasime, Schlüpfer Röcke Kleider. Regenmäntel, Barschen- Anzüge Gute Ware, solide Preise, grosse Auswahl Ant.7 M. Beiser, Lothringer Str.67 Theater a. Rottb, Tar Tägl. 7/2 and Sennt.nachm. 30. 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Nollendorfpl. in- orben, betreffend die auf Grund 7 Uhr: Königin der Berordnung über Grundlöhne und Sterbegeld in der Krankenversicherung Sty. 3: Vetter aus Dingsda pom 2. Februar( R.-G.-Bl. Teil 1, Nr. 9, Tsestarin d.Kommandant.- Str G. 99 f.) erforderliche Aenderung per S$ 19, TUhr: Katte 20, 31, 15 und 67 ist vom Oberversicherungsamt Berlin genehmigt worden. Der Nach Wallner- Theater trag ist mit dem 12. Februar 1923 in Krait 8 Uhr: Der kühne getreten. 178/7 Schwimmer Neubecker, Borfigender. Von den Alpen 10/1 bis zum fernen Riga kennt Jedermann die Marke " Liga" Dram trag auch Da Die gute zu Deinem Wohl ,, Liga- Gummisohl" Verkaufsstellen werden nachgewiesen durch die Fabrikniederlage H. O. Faber& Co. Berlin, Wallnertheaterstr.36 Tel.: Königst. 1956 Das Schulprogramm der Lindower Straße 26: Versammlung der Kesselschmiedelehrlinge. Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Disfuffion. Auto- Reparatur- Betriebe Möbel Gelegenheit. 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MD- 8innschmelze tauft Lötzinn, Ge schirrzinn, Welchblei und sämtliche Me. Für Bersicherte, welche bisher ber Lohn- talle. Andreasftraße 49. ftufe X angehört haben, wird Die Pianos, Flügel fauft zu höchsten Buteilung zu ber neuen Lohnstufe Villagespreifen Bianomagazin, von der Krantentaffe vorgenommen, wenn reffapiah 2, Nollendorf 5397. nicht seitens des Arbeitgebers innerhalb Barba 197/12 einer Woche eine Lohnveränderung einge- Franenhaare, 100 Gramm bis 800.reicht wird, nach welcher das Mitglied in fauft Grüner Weg 80. leine andere Stufe eingereicht werden muß elleinkauf! Safen über 6000.-, gieSoweit die Zugehörig feit der Versicherten gen über 20 000.-, Ragen, Ranin, Mezu den neuen Lohnstufen V- VII in Be- falle, Gäde, Nähgarne, Bindfaden, Bad tracht tommt, werden die Arbeitgeber feinen, Emballagen, Goafwolle, Rog hiermit aufgefordert, spätestens innerhalb haare. Boldenbergerstr. 2, zwei Minu einer Woche die zur Berechnung der Beiten vom Bahnhof Weißenfee. leg. 1857. erforderlichen Angaben mitteist ber üblichen Formulare zu machen.- Erstattet ein Arbeitgeber trog dieser Aufforderung bie Meldung nicht fristgemäß, fo tann der Raffenvorstand für seine Beschäftigten den Grundlohn in der Höhe feftiegen, der für Berficherte gleichen Art gilt. Eine Pflicht zur Rüderstattung der entsprechenden Beiträge besteht nicht Die neuen Tabellen find am Schalter 10 unentgeltlich zu haben. Berlin- Wilmersdorf, den 15. Febr. 1923. R. Engelhardt Fr. Biemanu Borsigenber Schriftführer Gade tauft Bener, Gollnowstr. 9. Sadceinlauf. Tobias, Aderstraße 162. Saller, Eichendorffstraße siebzehn( Stet. Photoapparate, Prismengläser tauft tiner Bahnhof). Opern. Brismengläfer, Feldstecher, gläser, Bhotoapparate, Milzoftope tauft Frant. Blücherstraße 36. 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