Nr. 82 40. Jahrgang Ausgabe A nr. 41 Bezugspreis: Für den Monat Februar 2600 9. noraus zahlbar. Unter Rreuzband für Deutschland, Danzig. Saar und Semelgebiet fowie Oesterreich und Zuremburg 3600., für das übrige Ausland 4600 M. Boftbezugspreis freibleiben b. Boftbestellungen nehmen an Belgien. Dänemar England, Eitland, Finnland. Frank. reid. Holland. Lettland. Quremburg, Defterreich, Schweden Schweiz, Tichedhoflowafei und Ungarn. Der Borwärts" mit der Sonntags beilage Boll und Reit der Unter haltungsbeilage Seimwelt und der Beilage Siedlung und Rieingarten erfcheint mochentäglich zweimal, Conntags und Montags einmal Telegramm- Abreffe: Gazialbemotrat Berlin Sonntagsausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 150 Mark Anzeigenpreis: Die einfpeltige Ronpareillezetle Loftet 800 M. Reflamezeile 4000 21. Kleine Anzeigen" bas fettgedruckte Bert 250 9.( zuläfig zwei fettgebrudte Morte). jebes weitere Bort 150 M. Stellengesuche das erste Wort 150 M., jedes weitere Wort 100 M, Borte über 15 Buchstaben sen fir awet Borte. Familien- Anzeigea für Abonnenten Beile 200 7. Anzeigen für die nadße Summer. müßen bis 4 Uhr nachmittags in Hauptgeschäft. Berlin GB.68, Vinden. Straße 8, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nochm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Dönhoff 292-293 Verlag: Douboff 2506--2507 Sonntag, den 18. Februar 1923 Militaristische Provokationen. Ruhrgebiet, 17. Februar.( Eigener Drahtbericht.) Gelsenkirchen, 17. februar.( TB.) Bor dem Rathaus in Geffentirchen sinb 18 Banzerautrs aufgestellt, ble Boft und bas Finanzamt find mit Truppen belegt. erft nicht vorausfagen fann, wie lange die Franzosen brauchen, bis Die Lage pigt sich im Ruhrgebiet immer mehr zu. In fie fich 100 millionen Papiermart zusammengestohlen haben. den lezten Tagen häufen sich die Meldungen über Gewaltmaßnahmen der Franzosen unter offenbarer Billigung der französischen Führung. Konte man bei früheren Bor gängen dieser Art vielleicht noch Entgleisungen eines einzelnen Offiziers annehmen, so steht jet feft, daß man von Paris aus Degoutte frete Hand gelaffen hat. Neue Bluttaten. Vorwärts- Verlag 6.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Bosscheckkonto: Berlin 375 36 Bankkonto: Direktinn der Distonio- Gesellschaft, Depofitentaffe Sindenstraße& Ruhrkampf und Gewerkschaften. Zur Vortragsreise Edo Fimmeue. Der Sekretär des Internationalen Gewerkschaftsbundes, Genoffe Edo Fimmen aus Amsterdam, hat in den legien Tagen in einer Reihe deutscher Großstädte, zuletzt am 16. Februar hier in Berlin, Borträge gehalten über die Weltlage im Hinblick auf die Ruhrbefezung, um das einigermaßen passive Berhalten der Gewertschaftsinter nationale zu erklären und für die Bertiefung des Gedantens der internationalen Solidarität zu wirken. Seine Bogum, 17. Jebruar.( WIB.) Heute vormittag erschien auf interessanten Ausführungen wären in mancherlei Beziehungen Degoutte, der Militär, der Mann, der wie jeder Militär der 3 edhe Prinzregent ein Kommando von fünf Fran- einer näheren Erörterung wert. Wir wollen hier jedoch nur nur feinen Auftrag" sieht, der nicht gehemmt wird durch sofen, um Holz aufzuladen. Die Belegschaft verweigerte die Ab- auf einen Irrtum aufmerksam machen, der die deutsche Arirgendeine Einsicht über politische und pfychologische Wirtun fahrt und schloß das Tor. Die Franzosen gingen fort, tehrten aber beiterschaft in eine taftische Zwidmühle bringen müßte, zu der gen, führt seine rein militärisch gestellte Aufgabe rüd jichts- bald mit Verstärkung wieder. Das Zechentor wurde durch Ma- wirtschaftlichen Zwidmühle, in der sie sich ohnehin befindet. los durch. Wo ihm Widerstand entgegengesetzt wird, das schinengewehrfeuer zerstört. Drei Augeln, trafen einen Die deutsche Arbeiterschaft weiß längst und vergißt feinen heißt, wo ein Deutscher wagt, fich nicht blindlings zu unter- 15jährigen Arbeiter, der bald darauf star b. Ein an- Augenblid, daß fie in einem unüberbrückbaren Gegensatz zur werjen, wird zugegriffen mit Gewalt! Menschen wer derer Arbeiter wurde verlegt. Die Belegschaft ist heute tapitalistischen Wirtschaftsordnung steht, die durch das Unterden mißhandelt, gefesselt, niedergeschlagen und nach dem mittag nicht angefahren. nehmertum vertreten wird. Sie hat aus dem Kriege zunächst Gesez der Massenpsychologie werden in den Menschen, die Aachen, 17. Februar.( Eca.) Am 15. Februar abends wurde einmal die Konsequenz gezogen, den Militarismus, solche Arbeit verrichten sollen, die schlimmsten Inftinfte ent in Aachen ein Schaffner erfgolfen. Der Vorfall ereignete die stärste Stüße des Kapitalismus, in Deutschland zu bcfeffelt. Es ist tatsächlich eine rasende Soldatesta, fich nach der Sperrftunde. Die näheren Umstände sind noch nicht feitigen. Es mag dies fein besonderes Berdienst sein, die jezt auf die Ruhrbevölkerung losgelassen wird, und es ist bekannt. nachdem der deutsche Militarismus im Weltkrieg Schiffbruch fchwer, ohne innere Bewegung all die empörenden Vorgänge erlitten hatte. Es soll auch kein Borwurf sein gegen die Ar zu registrieren, die sich in diesen Tagen abgespielt haben. Eine Frau zu 7 Monaten Gefängnis verurteilt. beiterschaft der übrigen Länder, die heute einen stärferen Bersuchen wir trotzdem, mit beherrschter, fühler Sach- Effen, 17. Februar.( WIB.) Das Kriegsgericht der Offu- militaristischen Apparat aufzuweisen haben als vordem, da fiteit eine Analyse der Handlungsweise der Franzosen Dorpationsarmee hat, wie erst jeht bekannt wird, am 30. Ottober 5e- es weniger leicht ist, den Militarismus in feiner vollsten Blüte zunehmen, fo zeigt sich auch hier eine gewisse Zwangsläufig lene Maste aus Eisen wegen Umgehung des Ausweisungs- niederzuringen, als in seiner Ohnmacht. Die Tatsache steht feit: von Baris qus fann man nicht mehr zurüd, befehls zu jedhs Monaten Gefängnis und wegen Eindringens aber jedenfalls fest, daß der ehedem als schier unüberwindlich man hat sich politisch zu fehr engagiert. Die Methoden der in das bejette Gebiet ohne Ausmeiskarte zu einem Monat geltende, riesige Machtapparat des deutschen Militarismus frieblichen" Durchdrinmung haben durch den passiven Wider Gefängnis verurteilt. nicht mehr besteht. ftand total versagt. Db man will ader nicht, man muß Um so weniger vermag nun die deutsche Arbeiterschaft etnem Militar die ganze Arbeit überlassen fich mit dem Einbruch des französischen mitt und wird nun selbst nicht mehr diesen Verlauf der Entwid tarismus abzufinden, der seit Jahren das Rheinland, Lung in der Hand haben. das Saargebiet und die Rheinpfalz beherrscht, und nun auch das Ruhrgebiet und das badische Land vergewaltigt. Der Militarismus fann uns nicht meniger ver haßt sein, weil es jetzt der französische und belgische Militarismus ist, der uns bedrückt. Der Einpand, sein Borgehen gelte nicht den deutschen 2rbeitern, fondern lediglich ben minder üble Absicht ist maßgebend, sondern die Wirkung. Selbst wenn nur der deutsche Kapitalismus geschlagen werden foll, wird weniger diefer als vielmehr die Gesamtheit. der deutschen Arbeitnehmerschaft getroffen werden. Schüffe auf Telegraphenarbeiter. Die Telegraphen und Fernsprechverbindungen zwifchen Bochum und Düsseldorf, Duisburg, Berben( Ruhr), Kupferdreh, Essen und Berden nun die Ruhrarbeiter, auf die es besonders an hörde sind, wie MTB. meldet, gestört. Die Beseitigung der fommt, die Nerven behalten? as tommen würde, wenn Störungen ist nicht möglich, weil die Befagungstruppen das nicht mehr möglich ist, wäre mur dem Schuld? onto die Linienzüge befett halten und auf jeben Störungssucher der Franzosen zuzuschreiben. Eine andere Beiießen Das Telegraphen- und Fernfprechnetz im Einbruchs bölferung wäre unter der Laft dieser Bebrüding schon gebiet perfommt immer mehr, es find schon jetzt ganze Drisfern längst zum Aeußersten geschritten. Wenn der fprechnete außer Betrieb. Berlin ist ohne Fernspre Deutschen& apitalisten, ist hinfällig. Nicht die mehr aber Damm aber bricht, entstehen Komplitationen, die heute noch perbindung mit Mülheim( Ruhr), Krefeld, Duisburg, Effen, unübersehbar sind. In voller Würdigung dieser Situation Duffeldorf und Aachen; der Berfehr mit Redlinghaufen ist mieber haben die Bergarbeiter ihren Aufruf erlassen. Warnend normal. Beim Telegraphenamt in Effen beschlagnahmten die Franmeisen fle u. a. darauf hin, daß auch Kommunisten und sofen einen Hughesapparat. Unionisten mit ihrer Politif bewußt oder unbewußt die Pläne Boincarés unterstüßen. So stehen die Dinge in diesen Tagen und wir haben alle Urfache, besondere Aufmerksamkeit auf die neue Phase des fohweren Rampfes im Ruhrgebiet zu lenten. Die französische Knute. Duisburg, 17. Februar,( WIB.) Den Franzosen mar es ge Run fagt man uns, daß es der Gemertschaftsinternatio lungen, den Schleusenbetrieb des Rhein- Herne- Kanals zu nale zwar nicht möglich ist, infolge der ungünstigen wirtübernehmen, und in den letzten Wochen sind wiederholt Kohlenschiffe schaftlichen Verhältnisse auch in den Siegerstaaten, uns von mit holländischer Belagung zum Rhein verschleuft worden. In der dem doppelten Drud, der auf uns laftet, zu befreien, daß man vergangenen Nacht fant an dem wichtigsten Berfehrsdafür aber bereit sei, uns materiell und, fomeit wie möglich, punti des Kanals ein großer Lastkahn. Auch am Stinnes- auch attiv zu unterftügen. Wir erkennen das an und nehnien Der Ueberfall auf Gelsenkirchen. Hafen fant ein Kohlenschiff, so daß ber ganze Betrieb auf bem die Dinge wie sie sind. Gelsenkirchen, 17. Februar.( 2.) Zu dem Ueberfall auf Gel- Rhein- Herne- Kanal eingestellt merden mußte. Wie Fachleute Fimmen vertritt nun die Auffassung, daß die Ruhrsenkirchen, der heute morgen stattfand, find noch folgende Einzelheiten annehmen, werden die Arbeiten zur Beseitigung der Berkehrshinter befeßung den deutschen Unternehmern überhaupt nicht gelte, nachzutragen: Die Besetzung beschränkte fich feineswegs auf Beniffe menigstens drei Wochen bauern. Zwei Oberbeamte der Kanal fondern ausschließlich den deutschen Arbeitern. Die ganze setzung durch Infanterie, vielmehr fahren in den Straßen ständig verwaltung wurden von der Besatzungsbehörde zur Vernehmung Aftion fei gewiffermaßen ein gemeinsames Unternehmen auch Banzerautos und Zants umher. An jeder Straßen- geladen und sind bis jetzt noch nicht entlassen worden. des franzöfifchen und des deutschen Rapitalismus, die hinter ede stehen umfangreiche Boften mit aufgepflanzten Seitengewehren. her ihren Baft machen, falls er nicht schon verabrebet set. Wir Ate öffentlichen Gebäude find befeßt. Der gesamte Bahnverkehr, bätten demnach den deutschen und den franzöfifchen der Boftverkehr und ebenso der Straßenbahnverkehr ruht. Nur Effen, 17. Februar.( WTB.) Die Berkehrslage hat sich Kavitalismus im Ruhrgebiet gegen uns, verstärkt durch den ganz wenige telephonische Berbindungen werden gelegentlich her- gegen gestern besonders im Bezirk Elberfeld verschlechtert französischen Militarismus. Ohne darüber zu geftelit. Eine Berordnung des kommandierenden Generals befiehlt, Die franzöfifche Unterfommiffion in Effen hat ben gesamten Gifen- ftreiten, ob es richtig ist, daß sich der Kapitalismus in Deutschdaß die Straßen von abends 7 Uhr vollständig von den Bassanten bahnbeamten bes Einbruchsgebietes verboten, die Berbindung mit land und in Frankreich mit dem franzöfifchen Militarismus geräumt fein müssen. Alle Gastwirtschaften und Vergnügungsstätten ihrem Direktionspräsidenten in Hamm aufzunehmen und die nicht zu unserer Unterdrückung verbunden hat, stellen wir fest, daß find geschlossen. Besonders aufreizend wirkt es, daß der Ueberfall befolgung dieser französischen Anmaßung mit Strafe be- wir augenblicklich nicht nur vom Kapitalismus, sondern auch an einem Sonnabend erfolgte, wo der Berkehr durch die Zahl der droht. Auf der Strede über Friemersheim haben die Franzosen in schmerfter Weise vom Militarismus bedrückt sind. auf der Straße transportierten Lohngelder besonders groß ift. am 13. februar 2700 Tonnen und am 14. Februar 1100 Tonnen In dieser Situation weiß man uns feinen anderen Rat, Jeder Wagen und jeder Baffant, bet dem zu vermuten ist, daß er tohle abgeschleppt. Auf den militarisierten Streden verfehren nur als den, den deutschen kapitalismus in Deutschgrößere Geldsummen bei sich hat, wird angehalten und mit einzelne von den Franzofen geführte Berfonanzüge. In Dort land niederauringen und damit den Arbeitern der Waffengewalt zur Herausgabe der mitgeführten Geldsumme ge munb ist das Berkehrsamt befeht worden. Nach Lothringen find übrigen Länder mit gutem Beispiel voranzugehen. um zwungen. Unter diesen Umständen ist es vollkommen ausgeschlossen, am 15. februar 27 Wagen mit Stofs abgeschleppt worden. In Befie dadurch zum Kampfe gegen den Kapitalismus in thren daß in Gelsenkirchen heute eine ordnungsmähige Auszahlung der zirk Roblenz ist eine Reihe kleinerer Streden wieder in 2etrieb Ländern zu ermuntern und sie zu unserer Unterſtügung anfür die Bevölkerung dringend notwendigen Löhne und Gehalts- genommen worden Auf den militarisierten Streden üben bie Franzufpornen und zu befähigen. vorschüsse erfolgt. Das sich in nichts von einem gewöhnlichen Räuber zosen auf die deutschen Eisenbahner einen befonders starten Druck Wir müssen schon gestehen, daß hier etwas von der bantenüberfall unterscheidende Bergehen der Franzosen hat dem aus. An vielen Stellen haben sie die deutschen Eisenbahner deutschen Arbeiterschaft gefordert wird, was ihr, gemessen an nach schlimmste wirtschaftliche Folgen. Wie lange die Belegung zwangsmeife aus ihren Wohnungen vertrieben, der ungleichen Verteilung der Kräfte, nicht wohl zugemuutet Gelsenkirchens andauern wird, ist gar nicht abzusehen, ba man par- well diese fich weigerten, ben franzöfifchen Befehlen nachzutommen. I werden fann, mas weiter aber uns auch aus andern Gründen Rette Rhein Ruhr Wie? Durch sofortige Gabe zum Deutschen Volksopfer Bahlungen nehmen alle Banken, Sparkassen, poslanstalten an fowie Poftichedtonto Deutsches Bolleopfer Berlin Nr. 145400 Möglich, daß es uns gelänge, den Kapitalismus in Deutschland, zumal unter gefälliger Mitwirkung des aus ländischen Militarismus, im Ruhrgebiet niederzuringen. Wir hätten dann die Position des Kapitalismus und des Militaris mus in Frankreich und Belgien gestärkt, ohne etwas dabei zu gewinnen. Da schließlich aber der Kapitalismus in diesen Ländern mit dem in Deutschland seinen Frieden und seinen Baft macht, hätten wir eine Sysiphusarbeit geleistet. So sehr wir jede Unterstügung durch unsere Gewerkschaftsgenoffen im Auslande anerkennen, so sehr sind wir auch genötigt, gutgemeinte Ratschläge, die man uns erteilt, forgfältig zu prüfen. Die deutschen Gewerkschaften sind in Rämpfen nicht ganz unerprobt und unerfahren, sie haben bisher gezeigt, daß fie es den gegebenen Verhältnissen entsprechend verstanden Lesestoff für Denkmüde! nicht recht einleuchtet. Als erster Erfolg täme nämlich im| polizeiamts unausgesetzt in zahlreichen mündlichen und schrift- Bürger zu gehen, um diese unter Bedrohung aufzufordern, an besten Falle dabei eine Ablösung des deutschen vom lichen Borstellungen aus allen Kreisen der Bevölkerung und Stelle unserer alten guten schwarzweißroten Flagge Schwarz- Rotfranzöfifchen und belgischen Rapitalismus heraus. Da der auch in vielen amtlichen Berichten mit erschöpfendem Beweis- Gold zu flagegn" und dadurch unfrieden zu stiften. Er lehne es Kapitalismus in allen Ländern auf gleicher Kulturstufe fich material vorgetragen. Diese massenhaft einlaufenden Be- ausdrücklich ab, den Namen dieses Menschen zu nennen, dessen Bergleich ist, kann der franzöfifche Kapitalismus um fein haar schwerden legen auch Zeugnis ab von der überaus halten er hiermit als hundsföttisch bezeichne. beffer fein als der deutsche. Der Tausch, den wir machten, starten Mißstimmung, die in weitesten Kreisen der Deutschnationalistische Hafenkreuzjünglinge taten ein übriges märe also zwecklos. Bevölkerung anläßlich dieser Uebelstände herrscht. und schickten dem Genossen Paul Stössel, den der BürgerDie Polizeiverwaltungen werden erneut und unter Be- meister meinte, mehrere Drohbriefe, in welchem sie ihm das S hid. zugnahme auf alle bisher ergangenen Berfügungen des fal Erzbergers und Rathenaus androhten. Landespolizeiamts dringlichst angewiesen, diesen Mißständen Da der Genosse Stöffel nichts getan hatte, was irgendwie dem nachzugehen und überall da, wo die Annahme von wuche Bürgermeister Beranlassung hätte geben fönnen, ihn als Hundsfott rischen Preisforderungen gerechtfertigt erscheint, sofort Er zu bezeichnen, sondern sich lediglich in den Grenzen der Geseze als mittlungen anzustellen und gegebenenfalls die sofortige Sozialdemokrat betätigt, strengte er gegen den Bürgermeister Einleitung des Strafverfahrens bei den zu- Privatflage an. Aus der Zeugenvernehmung vor dem Plöner ständigen Stellen zu veranlassen, und wenn Tatsachen vor: Schöffengericht ging weiter nichts hervor, als daß Stöffel Sozialliegen, die die Unzuverlässigkeit. des Händlers erweisen, auf demotrat ist und in einem Falle( am Tage nach dem Rathenau. Grund der Verordnung vom 23. Oftober 1915 rücksichtslos Morde) einem Plöner Geschäftsmann den freundschaftlichen Rat gemit der Entziehung der Handelserlaubnis vor geben hatte, doch im Interesse von Ruhe und Frieden die schwarzzugehen. weißrote Fahne einzuziehen, die zu Ehren eines Kriegervereinsfestes ausgehängt war. Trotzdem sprach das Plöner Schöffen gericht den Bürgermeister frei, indem es begründend ausführte, der Wahrheitsbeweis durch den Beklagten sei zwar nur teilweise geführt( jene Aufforderung, die schwarzweißrote Flagge zu entfernen). Die Bezeichnung hundsföttish, auf den Kläger angewandt, sei an sich beleidigend. Zunächst stehe aber dem Interessen) zur Seite, und dann fehle auch die Absicht der BeEs benutzt die unbestreitbare Tatsache einer fabelhafte Teuerung leidigung, indem sich der Bürgermeister eines Ausdruds feiner zu allerhand phillströsen Betrachtungen über die halbe Arbeit", pommerschen Heimat bebient habe, der in Plön nicht die die Regierung Cune mit der Senfung des Dollarturfes leistet, üblich sei. während sie doch vergißt, auch die Preise für Lebensmittel zu senken. Nach Ansicht des Plöner Gerichts fönnte man dort also z. B. Nun ist zwar richtig, daß die meisten Krämer und Fleischer und dieses Urteil ruhig als hundsföttisch" bezeichnen, ohne dafür bestraft sonstige Nußnießer der Kursschwankungen sehr schnell bei de: Hand zu werden, weil hundefott" und hundsföttisch" einer landes sind, wenn es gilt, neue höhere Preise für ihre Waren zu fordern, fremden" Sprache entnommen sind. Wenn nach der Weimarer Ber daß fie jedoch nur sehr zögernd dem plöglichen Dollarsturz folgen. fassung jeder Deutsche das Recht hat, feine Meinung frei und offen Die Arbeiter und Angestellten aber kommen mit ihren Lohnverhand zu äußern in Wort, Schrift und bildlicher Darstellung, so sind diese lungen immer erst hinterbrein, wenn die Preiswelle bereits ihren Freiheiten in der Spießerrepublik Plön noch übertroffen. Dort momentanen Höhepunkt erreicht hat. fann der Bürgermeister jeden Sozialdemokraten, der sich im Rahmen Das ist richtig und von uns ungezählte Male festgestellt worden. der Gesetze politisch betätigt, als Hundsfott bezeichnen, ohne dafür Die deutschnationale Bresse aber einschließlich des Lotal- Anzeigers" bestraft zu werden. Natürlich wird auf dem Wege der Berufung ist mit Leib und Seele beim freien Handel" und der freien Wirt- jetzt das Landgericht Kiel befragt werden, ob man dort schaft", die alles Heil bringen follte. Sie hat tatsächlich aber nur ebenso denkt wie in plön. höchste Preissteigerungen und ein ununterbrochenes Sinfen des Martwertes gebracht die letzte fünftliche Stügung nehmen wir dabei aus. Nun da die Leser dem Lobredner der freien Wirtschaft im Lofal- Anzeiger" aufs Dach steigen, behauptet er, in der Regie rung Cuno wisse die rechte Hand nicht, was die linte tut! Das mag fein, aber in der deutschnationalen Presse sieht es wirklich nicht besser aus als in der von ihr sonst so gepriesenen Regierung! haben, die Kampfmittel zur Anwendung zu bringen, die ihre Ein deutschnationales Urteil über die Regierung Guno. Gegenwehr erfordert und ermöglicht. Sie werden nach wie vor im Rampfe gegen die fapitalistische Wirtschaftsweise ihren In der Regierung Cuno weiß die rechte Hand nicht, Mann stehen, augenblicklich aber ist ihre größte Sorge, den was die linke tut!" Das ist zu lesen in dem deutschnationalen Militarismusimandewiederloszuwerden. Berliner Lokal- Anzeiger", dem Blatte, das seinen politisch denk Bürgermeister der Schuß des§ 193 StrGB.( Wahrung berechtigter " Die deutschen Zustände sind heute von denen eines nor- müden Lefern immer nach dem Munde reden muß. malen wirtschaftlichen Lebens meit entfernt. Sie stehen vollständig unter dem Einfluß der Ereignisse an der Ruhr und des durch sie unvermeidlich gewordenen Abwehrkampfes. Absatz und Produktionsmöglichkeiten sind unbestimmbare Größen geworden, die sich nicht auf Bochen, faum auf Tage im voraus übersehen laffen. So muß sich auch die gewerkschaftliche Arbeit den unnatürlichen, frampfhaft veränderten Berhältnissen anpaffen, um auch unter ihnen ihrer Aufgabe, die Intereffen der Arbeitnehmer zu schützen, gerecht zu werden. Gilt das schon für die Tagesarbeit, jo gilt das noch mehr für jede Arbeit auf lange Sicht, für die Durchführung großzügiger fozialer Reformen, die nur bei stärkster Ronzentration möglich ist, durch gewaltsame Erschütterungen von außen her aber auf das ernsteste gefährdet wird. Der brutale Borstoß des französischen Militarismus hat somit unseren Kampf gegen den deutschen Kapitalismus aufs äußerste erschwert. Um diesen Kampf mit ganzer Kraft und besten Aussichten auf Erfolg führen zu können, bedürfen wir nicht so sehr freundschaftlicher Ratschläge wie der Befreiung vonden Fesseln, die der Imperialismus Frankreichs uns auferlegt hat. Wir betrachten den Kampf, den das Ruhr proletariat jetzt zu führen hat, als eine Angelegenheit nicht nur der deutschen Arbeiter, sondern der Arbeiterbewegung der ganzen Welt. Die deutschen Arbeiter, und besonders die an der Ruhr, sind es aber, die jetzt vorne im Feuer stehen; sie müssen die ihnen zweckmäßig erscheinende Taktik selber be ftimmen. M Die volksparteifiche Zeit" hat an das Berfiner Urteil gegen den 3ion- Weisen"-Bater Müller- Hausen die Bemerkung ge fnüpft, daß es volle Schimpffreiheit gewähre. Wie wird sie erſt erstaunt sein, wenn sie die juristische Leistung des Schöffengerichts von Plön zur Kenntnis genommen hat. Erhöhung der Erwerbslosenunterstützung. Mit Zustimmung der Reichsregierung werden mit Wirkung vom es nicht befezt ist, folgende neue Höchstsäge der Erwerbslosen 12. Februar ab für das preußische Staatsgebiet, soweit unterstützung in Geltung gefegt: 1. für männliche Personen: Republikanische Gerichtsbarkeit. Hundsfott" zwar vommersch, aber nicht beleidigend. In Plön( Holstein) stellten nach dem Rathenau- Morbe unfere Genossen in der Stadtverordnetenversammlung den Antrag, die ftummen Zeugen monarchistischer Bergangenheit, die Gipsbüsten der Hohenzollern, aus dem Stadtverordneten- Sigungsfaale zu entfernen. Dieser sozialdemokratische Antrag erschien aber der bürgerlichen Mehrheit des Kleinstadt- Parlaments als etwas so Ungeheuerliches, daß der Stadtverordneten- Borsteher, ein Bolfsschullehrer, den Bürger. meister Brandenburg aufforderte, einmal den Noten, die 2. übrigens vorher schon den weiteren Antrag gestellt hatten, endlich einmal eine republitanische Reichsflagge anzuschaffen und Schwarz Weiß- Rot durch Schwarz- Rot- Gold zu ersehen, gehörig den Text zu lefen. Das tat mit der ihm eigenen Intelligenz dann auch der motiviert, den zweiten Borsigenden unserer Partei in Plön, der, nebenbei bemerkt, weder Stadtvercrdneter ist, noch mit den Anträgen unferer Partei irgend etwas zu tun hatte. Bei der Bekämpfung der fozialdemokratischen Anträge fagte der Plöner Bürgermeister, daß hinter diesen Anträgen ein Mensch" stecke, der„ die friedliche Plöner Bevölkerung verheße", der sich nicht scheue, in die Wohnungen der Dollarsenkung und Preiskurve. Berschärfte Anweisungen an die Wucherbehörden. Der Präsident des Landespolizeiamts richtet an sämtliche Polizeiverwaltungen Preußens folgende Aufforderung: Der Präsident des Landespolizeiamts stellt mit Befremden fest, daß, obwohl seinerzeit das Steigenbes Dollar furfes feine fofortige Rüdwirtung auf fast alle Warenpreise gefunden hat, nunmehr die in der letzten Woche erfolgte Sentung des Dollarturses um mehr als 50 Broz. in den Warenpreisen fast nirgends zum Ausdrud Bürgermeister, und bei der Gelegenheit beleidigte er, gänzlich um getommen ist. Im Gegenteil stellen sich gerade jezt die Preise einer ganzen Reihe von Inlandsprodukten höher, als Waren, die entweder aus dem Auslande einge führt sind oder einen überwiegenden Bestandteil ausländischer Rohstoffe enthalten. Diese Tatsachen werden dem Präsidenten des LandesDas Werk des Kopernikus. Bon Willy Möbus. recht in unabsehbare Fernen weist. 3. in den Drten der Dristlaffen. A B 0 Du. E 1500 1400 1300 1200. a) über 21 Jabre, sofern sie nicht im Hausbalt eines anderen leben. b) über 21 Jahre, sofern sie im Saushalt eines anderen leben 1800 1200 1100 1000 c) unter 21 Jahren 900 850 800 750 für weibliche Bersonen: a) über 21 Jahre, sofern sie nicht imp Saushalt eines anderen leben b) über 21 Jahre, sofern sie im . 1800 1200 1100 1000 Haushalt eines anderen leben 1100 1050 1000 950 e) unter 21 Jahren 800 750 700 650 als Familienauflage füre a) den Ehegatten 700 650 600 530 b) die Kinder und sonstige unterftügungsberechtigte Angehörige 600 550 500 450, Wegen Anwendung der neuen Säge auf die produktive Erwerbslosenfürsorge bleibt weitere Berfügung vore behalten. war, andere Anschauungen, die, wie sie glaubte, ihrem Bestande ge Leffing- Theater. Carl Sternheim: Bürger Schippel". Troh fährlich werden fönnten, zu unterdrüden. Jede freie wiffenfchaft Großmäuligteit, Raltschnäuzigkeit und Standalfucht hat Carl fiche Forschung wurde schließlich durch die Inquisition bedroht, und Sternheim den Spießer unserer Tage entlarot. Er ging ihm die Scheiterhaufen brannten als abschreckende Fanale. an die Gurgel, weil ihn Strupel niemals plagten. Nur gelang es In diesen Tagen wird das Wert des Kopernikus in unzähligen Daher bemühten sich die Philosophen, ihren Lehren ein christ ihm nicht, an Stelle des abgeschafften Philifters ben richtigen braven Reden und Auffäßen gewürdigt, weil die 450jährige Wiederkehrliches Mäntelchen umzuhängen, oder sie hüteten ihre Werte zu ihren Kerl und Bürgersmann aufzubauen. Dazu fehlte ihm der gute feines Geburtstages( 19. Februar 1473) bazu millkommenen Anlaß Lebzeiten vor unberufenen Augen. So hat auch Ropernitus, Bille. Dazu fehlte ihm das gute Herz. Er war nie ein sozialer bietet. Das Wert des einzelnen fann nur im Zusammenhang mit der stille Domherr im westpreußischen Frauenburg. Er behauptete Mann. Er war immer nur ein Anarchist im Emoting. Aber sehr bem gleichgerichteten Schaffen anderer verftanten werden. Keines im Gegenfab zu Ptolomäus und damit auch zur chriftlichen Kirche, talentvoll, wenn auch feineswegs luftig. Sein Humor wird immer Menschen Wert besteht für sich in einfamer Größe, es gibt nie. daß die Erde mit den übrigen Planeten unseres Sonnensystems sich gleich zur Bissigkeit, er fann sich nur gepfeffert benehmen, er kann manden, vor allem feinen Forscher, der die Summe aller Erfahrung um das Sentralgeſtirn brehe und daß sich nach seinen Boraus die Seelchen seiner Rebenmenschen nur anstochern und umstülpen ziehen könnte. So steht Kopernikus für uns, die wir einigen Abstand sehungen die Bahnen der Weltförper in einfachster Weise erklären wie ein fleiner Teufel. Der Ehrgeiz hat ihn nie heimgesucht, die von ihm und seiner Zeit gewonnen haben, augenblicklich im Mittel- laffen, ohne daß man die komplizierten Kurven des Ptolomäus be Beltordnung umzufchaffen, wie sie etwa Gott in einer befferen punft einer geistigen Entwicklung, die von den Anfängen aftronomi- nötigte. Erst nach seinem im Jahre 1543 erfolgten Tode wurde fein Laune umformen würde. cher Erkenntnis über ihn hinweg zu Einstein führt und die nun erst Und nun fehte ein Jahrhunderte währender Kampf ein, in dem die liftern und Broleten, die ihr Armeleuteblut abfchwören, damit sie in er von einem Nürnberger evangelischen Geistlichen veröffentlicht. Diefer Bürger Schippel, Urahn einer ganzen Gippe von PhiUngemessene Beit mußte perrinnen, ehe der Mensch mit der Namen Stepler und Galiler als Verfechter und Begründer die guten Stuben des Kleinbürgers und gar in die Salons der SchloßErde vertrauter wurde. Heute dünet sich jeder Schuljunge erhaben der neuen Theorie an erster Stelle stehen. Als 1608 das Fernrohr herren hineindrängeln, bleibt bei alledem eine foftbare Erfindung. über jene Gelehrten des Altertums, die, dem Augenschein folgend, erfunden war, das die Entfernungen der Sterne für unfer Auge Das erste Stüd von Bürger Schippel", der noch ganz unten die Erde als eine Scheibe betrachteten, auf der das damals bekannte scheinbar verkürzte, folgte Entdeckung auf Entdeckung in den nun steht, der gerade die erste Stufe zum Aufschwung nimmt, mag schon Band als eine vom unendlichen Beltozean umspülte Insel ruhte mit neuem Eifer durchforschten Himmelsräumen. Mit immer zehn Jahre alt sein. Es ist feineswegs veraltet. Es wirkt bei der und über die sich der Himmel als eine riesige Striftallglode wölbte, befferen Instrumenten ausgerüstet, fügte eine Reihe glänzender Neuaufführung ganz frisch. Ja, es preßt die Aufmerksamkeit tüchtig an der die Sterne als Köpfe goldener Nägel prangten. Die rein Forscher Stein auf Stein zu dem großen Bau, der in unseren Tagen zusammen. Die Lebensprobe, die mit den fünf Akten der ersten gedankliche Konstruktion der Zahl mußte gefunden und in ihrem durch die Relativierung von Raum und Zeit, die mit dem Namen Komödie gemacht wird, schlägt nur zu deren Gunsten aus. Bert erfannt sein, um Mathematik und Aftronomie zu fördern und Einstein unlösbar verbunden ist, in Höhen geführt wurde, die einer besseren, wenn auch immer noch beschränkten Ertenntnis den im Hinblick auf den noch im Mittelalter herrschenden Geist in so Weg zu bahnen. Aber nur unter unjäglichen Hemmungen und nach turzer Zeit unerreichbar erschienen. Kann doch heute wieder von einem Umfturz des toper vielen Rückschlägen haben sich die Wissenschaften entwidelt. Schon um 500 v. Chr. erhoben die Bythagore er die Zahl nikanischen Systems gesprochen werden. Wenn es auch für die zum philosophischen Prinzip. Gie sprachen bereits von den Ge Swede des rechnenden Aftronomen vorteilhafter erscheinen mag, den firnen als ben feuchtenden Kugeln, die in zabfenmäßig bestimmten lopernikanischen Standpunkt einnehmen, fo hat doch die Rela Abständen um die Sonne, den Herd des 2ils", treiften, und um tibitätstheorie den fouveranen Wechsel des Standpunties, 300 v. Chr. lehrt schon der gebantenscharfe Aristar ch die Drehung von dem die Bewegung der Himmelsförper beurteilt wird, freige der Erde um ihre eigene chle und um die Sonne. Hier ist also macht. Es ist also auch wissenschaftlich durchaus erlaubt, die Erde bereits die Lehre des Kopernikus, die er in seinem Wers als ruhend zu betrachten, denn nach den Rechnungen von Ihir Bon den Umwälzungen der Himmelsbahnen" ver ring treten an der als ruhend angenommenen Erde die gleichen fritt, erundfählich ausgesprochen. Wenn trohdem die Tat des fast Sentrifugalkräfte als Gravitations- Wechselwirkungen, hervorgerufen 1900 Jahre später lebenden Kopernifus gefeiert wird, so nur des durch den sich brehenden Firsternhimmel, auf, wie an der sich brehen. halb, weil sie anmutet wie eine Befreiung aus mehr als tausend- ben Erbe. Damit tehren mit gleichsam zu Ptolomäus zurüd, ohne jähriger Geistesinechtschaft, in der Mystik und Aberglaube wahn jedoch das Wert des Kopernibus zu verwerfen. Der Streis der aftro wigine Triumphe feierten. Die Menschheit war lange nicht reif für nomischen Erkenntnis hat sich gefchloffen. das Weltbild des Aristarch. Ihrer auf das Geheimmisvolle eingestellten Geistesrichtung entsprach die Weltanschauung des Ariftoteles Das Luftspielhaus bat bas Prinzchen" von Robert viel beffer, stellte er doch die, wie nicht zu leugnen, unvollkommene Misch, deffen Schlüpfrigkeiten vor zwölf Jahren Standale erregten, Erbe felt und unverrücbar in den Mittelpunkt der Welt. Für ihn wieder hervorgeholt. Das Anftändigkeitsniveau auf der Bühne ift war das Himmelsgewölbe, in bem die von befeelten Geistern ge- inzwischen derart gefunken, daß einem heute die gepfefferten Zwei Senften Firsterne schwebten, der vollkommenste Teil des von Ewig deutigkeiten des faden Schwantes faft harmlos anmuten. Ein Dämteit an bestehenden Weltgebäudes. Diele Lehre, die dem Menschen chen, das vom Hofe dazu ausersehen ist, den Brinzen, der deffen einen feiten, unverrüdbaren, in absoluter Rube sich befindlichen gar nicht mehr bedarf, in die Geheimnisse der Liebe einzuweihen, verWohnfiz anmies und ihn gleichsam zum Mittelpunkt alles Ge- führt statt deffen einen jungen Schulmeister und nimmt ihn gar zum fchehens macht, wurde von dem Mathematiker, Geographen und Mann, in Erwartung, daß ihre hohen Ronnerionen schon für raiche Astronomen Claudius Ptolomäus mit großer Energie er. Starriere fornen werden. Das frische Spiel vor allem Ida Wüft's folareich gegen jede andere verteidigt und die hellhörige christliche machte die Sache erträglicher. Die gefährliche Rolle des Schul Beiftlichkeit fanfiionierte sie. Der Heide" Aristoteles wurde zum meisters spielte Herr Gröhlich mit anerkennenswerter Distretien. offiziellen Philofophen der christlichen Kirche, der jedes Mittel recht Alfred Haase gab den Prinzen, eine flotte Erscheinung. dt. Man fpielte auch vorzüglich. Karlheinz Martin, ber Regisseur, hatte alles Dehnbare vermieden, er hatte die Mieten ganz dicht zusammengefchweißt. Früher war diefer Prolet Schippel, der hinauf wollte, ein Kerl von lofen Muskeln. Wie Alexander Granach ihn heute gibt, ift er tompafter geworden. Der Hals fit thm furgwirbelig im Nacken. Er ballt wuchtige Fäufte. Die Schenftel brücken fich rund heraus. Der Brolet ist durchaus gerüstet zum Kampf nach oben. Er ist fein fahriger, loderer Hampelmann. Er ist ein geflafterter Rerl. Und so tann es ihm nicht fehlen. Granach verbiegt ein wenig den Sinn der Rolle nach seinem Temperament. Aber er bringt Dinge, die sehr glaubhaft find. Kunst, bie reift, Ueberschwang, der es lernt, fich Zaum anzulegen. Der aufgebonnerte Spießer Hidetier des Herrn Balentin ist bekannt. Aus feiner Klobigkeit und Borniertheit, aus seiner geschwollenen Sentimentalität und aufgeblafenen Alltäglichkeit zieht Balentin bie besten Wirkungen. " M. H. Die Hammerfingfpiele, die im vorigen Winter im Schillerfaal unter Dr Erich Fischers Leitung so manches Herz erfreuten, find im Brahmsjaal in der Lützomitraße neu erstanden. Der gute Besuch der Borstellung bewies, daß troß der Verwilderung des Geschmacks durch frivole Operetten und fitschige Filme ber föftliche frische Humor der von Helene und Erich Fischer gefdyidt bearbeiteten Singspiele feine Wirkung nicht verfehlte. Das alte Lied" mit Mozartschen Melodien, Ontel Tobias", ein Lustspiel mit Weigls Mufit, sowie der Schwant Ein Roman in der Waschküche, der bereits im vorigen Jahre zur Aufführung gelangte, fanden wohlverdienten Beifall Die Darstellung stand in Gefang und Spiel durchaus auf der Höhe. k. Rene Funde in Lugor. Reuter meldet aus Quror: Der innere Raum des Grabmals Tutanchamons wurde Freitag geöffnet. Man fand einen Sarlophag und zahlreiches Gerät. 22 Deutschlands Leistungen. Bom 11. November 1918 bis 30. September 1922. Nach England die andern! Amerika will Zahlung fordern. langen, damit die Regierung Austunft erteile über die bis jetzt im Ruhrgebiet getroffenen Maßnahmen und ihr Ergebnis. Nach dem sozialistischen Beuple" find seit der Ruhrbesehung Die folgende Zusammenstellung bringt zum ersten Male Washington, 17. Februar..( WTB.) Senator Mac Cormid folgende Breissteigerungen für Lebensmittel festzustellen: 10 Broz. einen genauen Ueberblick über die tatsächliche Höhe der deutertiärte in der Debatte über die Fundierung der englischen Schuld, für Brot, 5-10 Proz. für Milch, 10 Proz. für Butter, 25 Broz. für schen Leistungen und Lieferungen jeglicher Art gemäß dem der Senat habe die Pflicht, die Regelung ber englischen Schuld anzu. Kaffee, für tie arderen Lebensmittel durchschnittlich 20 Broz. Den Friedensvertrag, feinen Vorverträgen und zufäßlichen Ab- nehmen, denn sie werde ten Bereinigten Staaten bie Möglichkeit belgischen Bergarbeitern ist angefiis der Preissteigerungen eine kommen für die Zeit vom 11. November 1918 bis 30. Sep- bieten, von den anderen Schuldnernationen die Bezahlung der Lehnerhöhung von 5 Broz. zugestanden worden. tember 1922 in runden Ziffern der wesentlichen pon ihnen geliehenen 5 milliarden Dollar zu verlangen. Leistungen. Deutschland hat in dem angegebenen Zeitraum Senator Borah vertrat den Standpunkt, daß die Regelung der enggeleiſtet: lischen Schuld feinerlei Einfluß im Sinne einer Stabilisierung Europas haben werde, weil tie Belegung des Ruhrgebiets bem im Wege Stände. Reichs und Staatseigentum in den abgetretenen Gebieten( einschl. Oberschlesien) Saargruben. Nichtmilitärische Rücklaßgüter( Westfront) Rollendes Eisenbahnmater. u.Rheinbrüden Sees und Binnenschiffe. Kohlen und Kote( Weltmarktpreis) Liquidiertes deutsch. Eigentum im Ausland Abgetretene Forderungen Deutschlands an feine ehemaligen Verbündeten Bar einicht. Ausgleichszahlungen Sonft. Leistungen u. Lieferungen jegl. Art 5.6 Goldmiliarden 1,0 1,9 2,3 6,0 2,8 11,7 8,6 2,7 8,5 Gesamtleistung 45,6 Goldmilliarden Dazu kommen in Ausführung des Friedensvertrages noch folgende deutsche Verluste: Abgelieferte Kriegsschiffe( ausschl. der bei Scapa Flow verientten Schiffe Sonstige militärische Abrüstung Industrielle Abrüstung Innere Ausgaben... 1,4 Goldmilliarben 6,3 2,7 0,5 Belgiens Kohlennot. Der Bergarbeiterstreik in Frankreich. Nach einer von Agence was verbreiteten Meibung behauptet der Kommunistische Bergarbeiterverband Frankreichs, daß in den Hauptzentren wie in den Departements Loire und Gard der Streif allgemein sei. In den Departements Nord und in der Gegend von Anzin streitten 75 Proz. der Arbeiter. Selbst in dem gemäßigten Departement Pas de Calais betrage die Zahl der Streifenden 40 Broz. In den Bergwerfsgebieten Cantal, Creuse und Allier sei ber Streif allgemein. Im Departement Saone- et- Loire sei e: zu 50 Broz. durchgeführt worden. Im Moselbepartement werde der Streit fortgesetzt. Hierzu ist zu bemerken, daß tie Hauptzentren der franzöfifischen Rohlenproduktion nicht in den Departements Loire und Gard, fon bern in den Departements Bas de Calais und Nord liegen. Wenn die Zahlen der fommunistischen Organisation fich auch von benen des Ministers der öffentlichen Arbeiten unterscheiten, so behauptet bie fommunistische Organisation felbst nicht, daß der Streit ein allge. meiner fei. Für die Rote Fahne" ist es natürlich ausgemacht, daß der Generalsekretär der Amfterdamer Organisation, Bartuel, Berrat" begangen hat. Börtlich schreibt die Rote Fahne": ,, Da fette Der Berrat des Umfterdamer Berbandes ein. Obwohl beffen Bor figender Bartuel tie Berechtigung der Forderung anerkannte, sprach er sich gegen den fofortigen Streit aus." In Wirklichkeit fönnte man von einem Berrat der tommunistischen Organisation sprechen. Statt das Resultat der Verhandlungen abzumarten und bann geschloffen in den Streit zu treten, haben die Kommunisten mitten in den Verhandlungen den Streit ausgerufen und dadurch ein einheitliches und geschloffens Borgehen unmöglich gemacht. Gie haben also die Einheitsfront, die sie immer fordern, von vornherein sabotiert und das Gelingen des Streits dadurch gefährdet. Infolge seiner Mittäterschaft an der Ruhr. Brüssel, 17. februar.( MTB.) Laut Journal de Brugelles" ift eine Delegation des industriellen Zentralfomitees, bestehend aus Bertretern der Metallurgie, Keramit, der Zink- und Glasindustrie, der Bergwerke und Steinbrüche am Mittwoch von Theunis unb tem Minister für Industrie und Arbeit empfangen worden. Die In buſtriellen unterrichteter die Regierung über die Berlegenheit, in die die unbefriedigende Lieferung deutscher Rohlen fie gebracht habe. Seit der Ruhrbese zung seien tie Liefe rungen ungenügend, und man sei gezwungen, zu uner schwinglichen Breijen englische Rohle zu laufen. Coquerill habe schon einen feiner Hochöfen ausgeblafen, und es fei zu befürchten, daß ardere fabriten zu ähnlichen Maßnahmen gezmungen würden. Die Industriellen verlangten vor allen Dingen, Mit Einschluß dieser Ausgaben ergibt sich als Gesamt daß die belgischen Bergarbeiter zwei Stunden Ueberarbeit fumme der deutschen Leistungen und staatlichen Berluste leisten. Der Ministerpräsident hat zugesagt, die Lage prüfen zu der Betrag von 56,5 milliarden Goldmark( in Papiermart wollen. umgerechnet bei einem Dollarstand von 20 000 gleich 282% Wie„ Libre belgique" feststellt, hat Belgien in der Zeit vom Billionen Mart), wobei in diese Summe der Wert von 9. bis 31. Januar aus dem Ruhrgebiet 25 000 Tonnen Rohle Elsaß Lothringen( von amerikanischer Seite auf mehr erhalten, in ter gleichen Zeit im Monat Dezember aber 143 000 als 20 Milliarden Goldfranks geschäßt) sowie der Rolonien Tonnen! nicht eingerechnet ist. Unter hinzurechnung dieser Werte er Profeftnote gegen Knilling. Die alliierten Botschafter in Paris Das belgische Synditat hat am Mittwoch beschlossen, die Preise haben der deutschen Regierung eine Brotestnote gegen die Erklärun höht sich die Gesamtleistung Deutschlands auf über 100 zu erhöhen, und zwar für Metalltots auf 140 anstatt 120 Fr., gegen des bayerischen Ministerpräsidenten über die Zwischenfälle von Milliarden Goldmart. waschenen Rots 165( 155) und gewöhnlichen Rofs 126( 108) Fr. Die Bassau und Ingolstadt zuzustellen beschlossen. So melden belgische Regierung hat vorläufig die Ausfuhr von Zuder ver Pariser Abendblätter. 10,9 Goldmilliarden Le Trocquers Erfolg. Die Strecke Gravenroth- Düren für Frankreich. Paris, 17. Februar. Havas faßt die Ergebnisse der Condoner Verhandlungen des Minifters Le Trocquer wie folgt 30fammen: Die Strede Gravenroth- Düren werde völlig den französischen Behörden für den Transport der Ruhrfohle überlaffen werden. Die Grenze der englischen Zone werde fo berichtigt werden, daß die Strede fünftig in der franzöfifchen 3one liege. Hinsichtlich der Benutzung der über Köln gehenden Hauptstreden für französische Transporte habe das englische Kabinett vorgeschlagen, die Benutzung in beschränttem Umfange zu geftatten, 3. B. in dem gleichen Maße, wie es vor der Befehung des Ruhrgebiets für derartige Zwede in Anspruch genommen worden fel. Die Einzelheiten der Durchführung würden an Ort und Stelle von tompetenten französischen und englischen Persönlichkeiten, namentlich durch General Payot und General Goblen unter Leitung des Generals Degoutte studiert werden. In voller Kenntnis der Dinge werde man die Frage prüfen, welche Streden die französischen Behörden und in welchem Umfange file fie in Anfpruch nehmen tönnten, so daß einerseits den franzöfifchen Bedürfnissen Rechnung getragen werde, andererseits lotale Zusammenstöße, die etwa zu befürchten jelen, vermieden würden. Es tommen nach Havas 3 wei der drei kölner Streden in Betracht. Unter diesen Umständen werde eine Berständigung demnächst möglich sein. Ihre Einzelheiten würden auf dem gewöhnlichen diplomatischen Bege geregelt werden, da ja die technische Seite von Minister Ce Trocquer in Condon dargelegt worden sei. boten. Die fozialistische Kammergruppe hat beschlossen, die Einberufung bes Kammerausschusses für auswärtige Angelegenheiten zu ver. Der Reichs- Landbund hat sich bereiterflärt, bis zu 500000 Rinder aller Berufsstände der Ruhr benölterung aus dem Einbruchsgebiet aufzunehmen. Der französische Justizskandal. Militärgerichte als Druckmittel. Als die franzöfifchen Besatzungsbehörden furz nach dem Rechts. Die Rechtsprechung als Repreffalie wird Einmarsch in das Ruhrgebiet den Bechenvertretern und dem in den Dienst eines Militarismus gestellt, der mit den Mitteln Finanzamtspräsidenten Schlutius den Prozeß machten, wurden brutalfter Gemalt die Bevölkerung auf die Knie zwingen foll. sie vor das Kriegsgericht in Mainz gestellt, also vor Gestern gewährte man Strafaufschub, heute terfert man feine eine Behörde, die nach dem Rheinlandabkommen rechtmäßig ausersehenen Opfer ein. Wer will dafür garantieren, daß nicht besteht, wenn sie auch für das Ruhrgebiet teine Geltung hat, schon morgen an die Stelle des Kerters das Fallbeil des da vertragsmäßige Bestimmungen von einem der Vertrags- enters tritt? Im Fall des Oberbürgermeisters von Oberpartner nicht einseitig erweitert werden fönnen. Man be- hausen drohte der französische Staatsanwalt deutlich genug mit gnügte sich bei den Bechenvertretern mit Geldstrafen, lediglich der Todesstrafe. Bergwertsdirektor Raiffeisen und Finanzamtspräsident Schlu- Säbelregiment und Militärjustiz fie stellen sich im tius wurden zu je einem Jahr Gefängnis verurteilt. Aber in Ruhrgebiet vor der ganzen Welt an den Pranger. Wird die diesen beiden Fällen wurde Strafauffhub gewährt. Be. Welt mit den Fingern auf fie zeigen? mertenswert war, daß der französische Verteidiger Leclère- Nancy feineswegs auf eine Strafe plädierte, sondern auf Freispruch, ba bie Angeklagten aus einem moralischen Effen, 17. Februar.( BTB.) In der heutigen Kriegsgerichts. 3wang gehandelt hätten, der sie straffrei mache. Das alles verhandlung in Bredenen wurde der Schuhpolizeibeamte deutet darauf hin, daß man sich auf französischer Seite der Klein megen angeblichen Widerstandes zu einem Monat GeTragweite eines Borgehens sehr wohl bewußt war, das für fängnis und 150 Frant Gelbftrafe verurteilt. Dann wurde gegen die Handlungen und Verantwortlichkeiten einer Regierung ben Synditus des Einzelhandelsverbandes Dr. Guyen3 verEinzelpersonen haftbar machte. Hier streifte die fran handelt, der angeklagt ist, die öffentliche Ordnung dadurch gestört zu zöfifche Regierung jene Geifel politit, die vor nicht sehr haben, daß er ein Zirkular unterzeichnete, in dem die Kaufleute langer Zeit eine ganze Welt mit Etel und Abscheu erfüllte, als aufgefordert wurden, im Interesse der öffentlichen Ernährung an sie von der ruffischen Regierung angewandt wurde. die Besagungstruppen nichts abzugeben. Beantragt waren vom Staatsanwalt brei Jahre Gefängnis. Dr. Gunenz wurde zu zwei Jahren Gefängnis und acht Millionen Mart Geldstrafe ver urteilt. Kriegsgerichtsurteile. Brot aus Nassen. Die Walnuß, die bei uns ja mehr ein Leckerbissen ist, wird in Ralifornien im großen Umfang an gebaut und in sehr nugbringender Beife verwendet. Der ganze Handel ist in den Händen einer eigenen Walnusgesellschaft, die im legten Jahre 18 000 Tonnen Rüffe erntete. Die Berwertung der Nüffe geschieht mit den modernsten maschinellen Einrichtungen. Eine Zunächst griff Frankreich auf dieses verabscheuungsMaschine, die die Rüffe auftnadt, tann an einem Tage 15 Tonnen würdige System nicht zurüd. Erst als sich zeigte, daß die ge bewältigen. Die Nüsse werden durch eine Anzahl Metallfinger durch famte Bevölkerung des alt und neubefegten Gebietes geführt, die die Schalen auffnaden, ohne den Stern zu verlegen. Aachen, 17. Februar.( BIB.) Die Bürgermeister Dr. Baat Nüffe, die mit Schmug bebedt sind, werden in einer Maschine ge- mit dem übrigen Deutschland in der Auffassung eins war, daß fäubert. Dies erfolgt durch komprimierte Luft, die eine große An der Einmarsch in das Ruhrgebiet ein Bertragsbruch ist, den und Dr. Wulff sowie der Beigeordnete und Raufmann Brohl, zahl von Bürsten in Bewegung legt. Die Schalen, die man lange wir von unserer Seite nicht anerkennen fönnen, ging man zu fämtlich aus Cleve, standen heute vor dem belgischen Kriegsgericht Zeit für unverwendbar hielt, werden jetzt zu Holzkohle verarbeitet. einem System des Terrors über, das zu den Versiche wegen Dienstverweigerung. Sie hatten es abgelehnt, in Cleve belgiDie Kerne, die in Büchsen gefüllt werden, dienen den verschieden. rungen der franzöfifchen Regierung im fraffen Gegensatz steht. fchen 30llbeamten Quartiere zu gewähren, da diese weder zur Beartigsten Zweden. So werden sie fein zermahlen und dann zu Brot In der Note vom 10. Januar hieß es, daß die französische fagung noch zur Rheinlandkommission gehören. Der Militärrichter rerbaden. Das„ ainusbrot" ist in Kalifornien bereits ziem Regierung nicht daran bente, zu einer militari führte aus, daß nach dem Londoner Ultimatum von 1921 3ollbeamte lich verbreitet und außerordentlich schmackhaft. Auch Kuchen, Bud- Ichen Operation oder zu einer Besetzung politi als Mitglieber in die Oberfommission aufgenommen worden seien. dings ufw. merden aus den Nüffen hergestellt. Woburch schadet der Tabat? Daß der Mißbrauch des Tabat. her Art zu schreiten. In der Note vom 18. Januar Dem schloß fich das Gericht an und verurteilte die Herren, zu je genusjes gesundheitsschädlich wirkt und die Bertaltung der Arterien wurde aufs neue die Versicherung abgegeben, daß die Maß 14 Lagen Gefängnis, auf die bie Untersuchungshaft angebefördert, ist eine längst belanzte Tatsache, aber man war fich bisher nahmen im Ruhrgebiet in feiner Weise den Charakter einer rechnet wurde. Bottrop, 17. Febmar.( TB.) Dberbürgermeister Dr. Bauer noch nicht darüber tiar, wodurch diese Erscheinung hervorgerufen militärischen Attion" tragen sollten. Wenn diese beiden Notiwird und wieweit das Ritotin oder andere Bestandteile des Tababs fizierungen auch heute noch Geltung haben und von fran wurde heute in seinem Dienstzimmer von französischen Truppen an diefer Wirkung beteiligt find. Der Düsseldorfer Chefarzt zöfifcher Seite ist bisher keine gegenteilige Weisung ergangen verhaftet und in einem Bafttraftwagen fortgeschafft. Der Grund Dr. Engelen hat nun darüber Bersuche angestellt, über die er in der bann handelt es sich bei den Strafmaßnahmen gegen nicht der Berhaftung ist wahrscheinlich darin zu suchen, daß Oberbürger Leipziger Illustrierten Zeitung" berichtet. Wenn man durch ein grüßende Schupobeamte, gegen Berkaufsmeigerung an fremdes meister Dr. Bauer gemäß den Weisungen der Reichsregierung feine ben Oberarm umfassendes aufpumpbares Gummififfen den Buis ab Militär und bei dem Verhalten der Soldatesta gegen Zivis Kohlen an die Besatzungsbehörde geliefert hat. Ferner hatte er broffelt, so fann man durch die Beobachtung der Ausschläge eines liften, Behörden usw. um grobe Ausschreitungen, die vor das einer Vorladung vor das Kriegsgericht in Stertrade teine Folge ge mit dem System verbundenen Zeigerwertes den Augenblid be stimmen, an dem bei nachlassendem Abschnürungsbrud bie Bulswelle Kriegsgericht gehören, dann ist jeder Eingriff in den Ver- leistet. Die städtischer Beamten und Angestellten bas Hindernis überwindet. Es zeigte sich nun, daß startes Rauchenwaltungsapparat ein vertragswidriger liebergriff. So haben dem General einen Protest überreicht und sind heute in einen Erregungszustand der Herzzusammenziehung bewirft, was lange die franzöfifche Regierung nicht ausdrücklich den Boden einen Broteststreit getreten, ber bis Montag früh dauern soll. Heute fich an der Energie ertennen ließ, mit ber der Bulsstoß am oberen der Note vom 10. Januar, in der der militärische und vormittag fand ein großer Demonstrationszug statt. Rande der Absperrung anpecht. Die Heftigkeit der Erregung war politische Charakter der Operation abgeleugnet wird, bei gewöhnlichen Zigarren größer als bei nikotinentzogenen. Welche verläßt, bleibt ihr der passiven Resistenz der Bevölkerung gegen. Dosis des Tabats noch unschädlich ist, läßt sich nicht angeben, da die über nur der Weg des Protests an die verantwortliche Reichs- Aachen, 17. Februar.( WTB.) In der Begründung tes Unterschiede sehr groß sind und manche Menschen sich gegen Nikotin regierung übrig. Die Ausweisungen und militäri. Urteils in dem Prozeß gegen den Duisburger Oberbürgermeister Dr. äußerst empfindlich zeigen. Durch ifohol in Menge eines Glafes fchen Repreffalien sind unter den von der französischen Jarres vor dem hiesigen belgischen Kriegsgericht wird gesagt: Malaga wurde die durch Nikotin erregte Herstätigkeit wieder normal, Regierung felbst festgesezten Umständen durch nichts zu recht- Duisburg gehört zum effettin befehten Gebiet, und der Militärwährend das normal arbeitende Herz durch den Alkohol nicht beein fertigen. befehlshaber befigt das Berwaltungs und Gerichts flußt murde. Auch Koffein wirkt start erregend auf die Zusammenziehung des Herzmusteis. Da nun die Heftigkeit der Herzzusammen. Ebenso verhält es sich mit den Kriegsgerichts, barteitsrecht. Die Bürger haben sich den Anordnungen der ziehung die Schlagadern stärker beansprucht, so läßt sich daraus die urteilen. Was berechtigt Frankreich, in Brebenen ein Bejagungsmächte zu fügen. Schädigung erklären, die die Arterien bei häufigem Genuß von Kriegsgericht einzusehen, ba im Ruhrgebiet doch weder eine Bei der Urteilsvertündung wurde der Oberbürgermeister Dr. Tabat und Kaffee erleiden. militärische noch eine politische Besehung vollzogen ist? Dieses Jarres gefeffelt norgeführt. Volksbühne E. V. Der Bortrag von Fräulein Dr. Weichaelson franzöfifche Kriegsgericht hat den Oberbürgermeister Der Vortrag von Fräulein Dr. Michaelson on Oberhausen, weil er auf Befehl der Reichs. Das deutsche Zollpersonal entlassen! Runstfahrten in die Mart Brandenburg findet erit am Sonnabend, ben 24. Februar, in ber Aula bes Stunftgewerbe- behörden dem Bahnhof das elektrische Licht versagt hat, Baris, 17. Februar.( WTB.) Havas meldet aus Koblenz: museums, Bring Albrecht Straße, ftatt. zu brei Jahren Gefängnis verurteilt. Der Bürger. Die Rheinlandtommiffion hat folgenden Beschluß gefaßt: Vom Berliner Volks- Chor. Heute, Sonntag. abends 7 ihr, balt Mas meister von Essen wurde zu zwei Jahren Ge: 20. Februar 1923 ab ist das gesamte deutsche Zollperfo. Deri im Soriaal ber Stunstgewerbeschule. Bring- Albrecht- Str. 8, einen Richtbldervortrag über its unb Run ft. Einlaglarten an ber fängnis und 10 Millionen Mart Geldstrafe nat und zwar sowohl das ortsanfäffige wie auch das zurzeit im Uberblaffe. Derurteilt, weil er auf franzöfifchen Befehl nicht 72 Automobile befehten Gebiet Dienfi tuende zu entlassen. Der JolldireffionsPhilosophische Vorlesungen des Genoffen Dr. pel: Dienstags und bestimmte Kohlenlieferungen requirierte. Das sind zwei ausschuß, der durch die Ordonnanz Nr. 235 der Rheinlandkommis8 Uhr abends Georgenftr. 30: Einführung in die bilo. jobbie; Donnerstags Lugowoftr. 84, abends 8 Uhr: Einführung Fälle von vielen. In allen diesen Fällen handelt es sich, fo wie flon eingefeht wurde, ift beauftragt, den Zolldienst im befehten Gefobbie; Donnerstags lowitz. 84, abends& ibi infrans Die Dinge heute liegen, um eine offensichtliche Beugung des biet sicherzustellen. in Rants& ritif der reinen Bernunft( mit Aussprache). # Das Urteil gegen Jarres. Gewerkschaftsbewegung Lebenshaltungskosten und Löhne. Trog des Sintens des Dollars steigen die Lebenshaltungskosten weiter. In der Woche vom 5. bis 11. Februar find die Lebens haltungstoften in Berlin um 40 Bros. gegenüber der Borwoche getiegen. Diefe Lebenshaltungskosten enthalten noch nicht eine Reihe von Ausgaben wie Steuern, Fahrgelt, Zeitung usw. Sie stellen also tein Existenzminimum dar und enthalten nur die Er nährungsration für eine fünftöpfige Familie sowie die Ausgaben für Heizung, Beleuchtung, Wohnungsmiete und Bekleidung. In der Boche vom 5. bis 11. februar betrugen die Ausgaben einer fünf föpfigen Familie, auf vier Wochen berechnet, 261 000 M. Bill man das Existenzminimum feststellen, dann müssen zu dieser Zahl noch mindestens 30 Broz hinzugerechnet werden. Zu bemerken ist weiter, baß die feit dem Kriege eingetretene Qualitätspersolete rung dabel noch nicht in Rechnung gestellt ist. Auf die zu fammenstellung der Ernährungsration usw. fommen wir noch getegentlich eingehender zurüd. Um das Eriftenzminimum für eine fünftöpfige Familie in der zweiten Februarwoche aufzubringen, müßte der Lohn eines Arbeiters also mindestens 76 000 m. bie Woche betragen. Benn wir die uns vorliegenden Tariflöhne der Berliner Arheiter durchgehen, tann finden wir jedoch, daß dieses Existenzmini mum nirgends erreicht ist. Selbst die best bezahlten Arbeitergruppen bleiben noch hinter dem Existenzminimum zurüd. Ohne die außerordentlich zahlreichen Tarifabschlüsse, die uns vor liegen, im einzelnen aufzuführen, müssen wir feststellen, daß eine große Zahl der Tariflöhne weniger als die Hälfte des Existenzmini mums aufweist. Die größte Zahl der Tariflöhne weist etwa tie HHälfte bis zu zwei Dritteln des Existenzminimums auf, und nur menige Branchen haben höhere Löhne. Bor einem Streit im Konditoreigewerbe. gar nur 12 480 M.! pro Mode. Die Lariffommission der Arbeit. Bom Zentralverband der Bäder und Konditoren wird uns nehmer fab fich gezwungen, ihre Forderungen dem Solichtungs. geschrieben: ausschuß zu unterbreiten. Als besonders Blassischer Busspruch murde Die Ronditoren- Innung Berlin lehnt trotz Berhandlungen vor von einem Unternehmer einfach gesagt:„ Dann müssen sich die Arbeits dem Schlichtungsausschuß und Demobilmachungskommissar den Ab. nehmer eben beffer einrichten"!" Und in diefem Beruf sucht man schluß eines Tarifes ab. Herr Obermeister& o cha u verlangt jezt durch Inferate noch Lehrpersonal wir rechnen uut Bestimmtheit von der Organisation eine persönliche Ehrenerklärung darauf, daß diefen Unternehmern vor dem Schlichtungsausschuß flar und die Berpflichtung, daß in Zukunft die führenden Personen de: gemacht wird, daß Löhne, die nur ein Biertel des amili jeftgestellten Inmung nicht mehr in der Deffentlichkeit tritisiert Eristenzminimums betragen, ein unerträglicher Standal iſt. werden dürfen! Es ist den Herren wahrscheinlich sehr unangenehm, wenn ihr tariffeindliches Berhalten an die Deffentlichkeit Die Löhne der Schornsteinfegergesellen. Die Lohnverhandlun gebracht wird. Bir müssen aber schon verlangen, daß ein Ober- gen der Berliner Schornsteinfegergesellen haben folgendes Ergebnis meister jederzeit für die Durchführung und Aufrechterhaltung des Mari, vont 19. bis 24. Februar 50 000., vom 26. Februar bis gezeitigt: Der Wochenlohn beträgt vom 12. bis 17. Februar 40 000 Tarifes fich einfest, den er selbst unterschrieben hat. Wir wissen 10. März 58 000 m, und vom 12. bis 31. März 66 000 m. auch, daß neber Herrn Lochau noch ein ganzer Teil Konditoreibefize: Gegner des Tarifgebantens find; fie fönnen sich noch Die Lögne in der Chirurgiemechanit. Am Donnerstag fanben immer nicht an die neue Zeit gewöhnen. Sie möchten alles wieder vor dem Demobilmachungskommissar Lohnverhandlungen statt s rückwärts revidieren, vor allem teine tarifmäßigen Löhne zahlen. wurden folgende Säße feſtgeſetzt: Die Lohn- und Alfordbasen wer umgekehrt aber ist ein größerer Teil der Arbeitgeber durchaus den um 50 Broz, erhöht. Facharbeiter erhalten 915 M., Revolvernicht mit dem Vorgehen der Innung einverstanden und hat an dreher 868,50 M., angelernte Facharbeiter 841,50 M. pro Stunde. erkannt, daß eine tarifliche Festsetzung der Löhne und Arbeits- Hierzu kommt ein fester Stundenzuschlag, der für Arbedingungen dem Handwerk nicht zum Schaden gereicht beiter von 18 bis 21 Jahre auf 255 M. und für Arbeiter über Am Freitag hat eine sehr start besuchte Versammlung des Ber. 21 Jahre auf 300 m erhöht wurde. Orthopädiemechanifer und fonals zu der Kampfanfage der Innung Stellung genommen und Bandagisten erhalte 50 Broz. auf die für die erste Hälfte des fast einstimmig beschlossen, daß in den Betrieben, deren Arbeitgeber Februar gezahlten Löhne. Anbeiterinnen auf Orthopädie und Baunicht gewillt find, den Tarif anguerfennen, die Arbeit nieber- dagen erhalten 75 Proz. der Männerföhne. Jugendliche Arbeiter zulegen ist. Mit dem Ausbruch des Streites ift in den nächsten und Arbeiterinnen von 14 bis 18 Jahren werden nach den Sätzen Logen zu rechnen. Wir erwarten von den Besuchern der Kon- des Verbandes Berliner Metall- Industrieller entlohnt. ditoreien, daß sie bestreifte Betriebe meiden und so das Bersonal in ihrem Kampf ums Recht unterstützen. Für die ftreifenden Holzarbeiter! Auf Grund des Beschluffes der außerordentlichen Generalverfammlung haben alle in Bollarbeit stehenden Mitglieder ein Trog der immer fürzer werdenden Tarifbauer gleiten also die 8ehntel bes in der Etreifzeit erzielten Berdienstes, awes Löhne mehr und mehr unter bas Existenzminimum hinab. Die Gemährung einer Ertraunterftügung an die Strei Gleitlöhne werden hier zu abgleitenden Löhnen, trop fenben, abzuli.fern. Es find bisher im Bureau des Holzarbeiter. der ungeheuren Kraftanstrengung, die die Bertreter der Arbeiterverbandes rund 17 millionen mart abgerechnet worden, organisationen bei den sich in immer fürzeren Zwischenräumen die nunmehr zur Ausschlung gelangen. Die Unterftung wird miederholenden Lohnverhandlungen aufwenden müssen wir haben gewährt an alle ftreifenden Mitglieder, die länger als sechs Lage aljo alle Nachteile der Gleitlöhne, aber feinen ihrer Vorteile. im Streit standen. Zur Auszahlung gelangen ab 7. Stretř tag pro Tag 600 m. Miglieder, die länge: als 12 Tage im Ausstand waren, erhalten ab 13. Streiftag einen 8u. chuß von 800 m. pro Tag. Die Lofalunterstügung wird hiervon nicht berührt. In diesen Zusammenhange jei darauf hingewiesen, daß im Schneidergewerbe jegt auf Grund eines Teuerungs. inderes in Abständen von zwei Wochen die Löhne zentral geregelt werden Wie wir in unserer gestrigen Morgenausgabe hereits mitgeteilt haben, betragen die Spizenlöhne in der HerrenDie Auszahlung obiger Unterstützungssäge erfolgt mit Wirkung maßschneiderei in Städtegruppe I 1435 M. die Stunde; für Damen- vom Montag, den 19, Februar, und zwar in der Zeit von nad schneider sind die Löhne um 3 Proz höher. Zwar erreichen auch mittags 4 bis 5% Uhr im Bureau des Holzarbeiterverbandes, diefe Löhne noch nicht das Eriftenzminimum, boch find fie ihm er- 3immer 2. Für Betriebe mit dem Anfangsbuchstaben von A bis H heblich nähergekommen als die meisten Löhne der verschiedenen erfolgt die Auszahlung am Montag, von I bis O am Dienstag, Industriegruppen. Es muß hier besonders bemerkt werden, daß von 3 bis 3 am Mittwoch es fich dabei um eine Branche handelt, die vor dem Kriege nicht Soweit sich an den Sammlungen andere Berbände be gerade zu den bestbezahlten gehörte. Auch in der Schuh- teiligt haben, ist dies dem Bureau sofort mitzuteilen, damit die in industrie ist man zu zentraien Lohnabschlüssen in furzen Zeit Frage tommenden Beträge an die betreffenden Berbände abges chständen gekommen. Dieses System erspart den verschiedenen rechnet werden fönnen, um den am Streit beteiligten Mitgliedern lokalen Organisationen eine ungeheure Kraftve- geudung, die derart anderer Organisationen die Möglichkeit zu geben, von ihrem Berzu nüßlicheren Zweden verwendet werden fann. bande gleichfalls eine Erraunterstützung zu erlangen. Wie lange noch? Deutscher Holzarbeiterverband, Berwaltungsstelle Berlin. Die Ruhrhilfe. Die Rote Fahne" bringt täglich eine ungezählte Anzahl von falfchen, schiefen, entstellten oder bewußt gelogenen Behauptungen. Sie alle zu widerlegen, haben wir wirklich feinen Anlaß. Den dummen Schwindel, den das mostomitische Blatt nun schon wochen lang mit der Ruhrhilfe betreibt, haben wir von Anfang gefennzeichnet. Wir haben weiter ausdrücklich festgestellt, wozu diese Ruhrhilfe verwendet wird. Damen-, Kindermäntel-, Soffümfonfeffion! Auf die Stüd- und Zeitlöhne tommt für die Lohnwoche ab 12. Februar ein Zuschlag vou 75 Broz, das sind auf den weißen Larif 54 700 Broz., auf den braunen Tarif 10 855 Broz, auf die Stüdbügler Löhne 9800 Proz. Eisenbahnce! Sämtliche politischen Vertrauenslente der BSPP. treffen fich am Montag abend 6 Uhr zu einer wichtigen Besprechung in ber Brauerei Pfefferberg, Schönhauser Allee 176. Belzähliges Erscheinen ift Pflicht. Partei- und Gewertschaftsausweis legitimiert. Der Berbeausschuß der BSBD. Eisenbahner. BSPD.- Fraktion der Deram- Werte, Rotherstraße. Am Montag nagmittag 4 Uhr findet im Lotal von Lojat, Benmestraße, eine Sigung der BSPD. unferes Betriebes ftatt. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur Ruhrhilfe. 2. Stellungnahme zur Reumahl des Betriebsrates. 3. Vez fchiedenes. Sn Anbetracht ber Wichtigkeit der Tagesordnung müffen alle Genoffen anwesend sein. Der Frattionsvorstand. BSPD. Fraktion ber# 66., Brunnenstraße. Am Dienstag nachmittag 3½ Uhr findet eine sehr wichtige Frattionsfigung in der Schul. aula Wiefenfit. 66 statt. Barts- und Gemertschaftsausmeis legitimiert. Der Fraktionsvorstand. Siemens- Schadert, grantfiuftraße. Am Mittmodj nachmittag 4 Uhr bei Berger, Lewegom, Ede Sagowftzage, Bersammlung aller GPS.Genoffen. Wichtige Tagesordnung. Bariei und Gewerkschaftsausweis legitimiert. Der Fraktionsvorstand. Lehrergemertschaft im D. Die Gigung findet Montag aband 7 Uh: 8entralverband der Schuhmacher. Branchenverfammlun der Stepperet und im Gewerkschaftshaus, Zimmer 8, ftatt. Borrichteret in und außer bem Saufe für die Hausfojuhindustrie om Montag abend 6 Uhr Röpenider Straße 127a; für bie Ballschuhmacher abends 5½ Uhr in den Residenz- eftfalen, Landsberger Str. 51 AfA- Funktionäre bez Metallindustrie. Montag abenb 7 Uhr im Deutschen Sof, Ludauer Straße, Versammlung. Bericht über das Berhalten des B. B. M. J. Metabeto! Die Metabeto- Mitglieder treffen fich Montag abend 6 Uhr, vor der Funktionärversammlung in Deutschen Hof, Ludauer Straße, im Borraum. -Mitalieber ber chemischen Sabafirie. Montag abenb 7 Uhr im großen Saale ber Reuen Bhilharmonie, Röpenider Straße 96-97, wigtige Berlamm lung. Erscheinen dringend notwendig. Mitgliedsbuch eines Afa- Berbandes legitimiert. 7 Uhr Gruppenversammlung der Betriebsräte der Lederindustrie, Gruppe 10, Verband der Sattler, Tapezierer und Bortefeuiller. Am Montag abend bei Döring, Naunynstraße 27. Berbandsbuch und Betriebsratstarte dienen els Ausweis. vin sandwirtschaft, LX Bebens- und Genußmittelindustrie am Dienstag abend Betriebsräte! Die Bollversammlungen der Gruppen finden wie folgt fatt: 7 Uhr im Gewerkschaftshaus, Gaal 5, Engelufer 24-25, VI Graphisches Ge werbe am Mittwoch abend 5 Uhr im Gewerkschaftshaus, Gaal 1, xil Staatlime und tommunale Behörden, XIII Verkehr am Donnerstag abend 714 Uhr im Gemertfchaftshaus, Goal 4. Die Bollversammlung der Gruppen i fle bungsindustrie, geberindustrie finden am Montag abend 7 Uhr nicht in Biltes Festfalen, fondern in Graumanns eftfälen, Naungaftr. 27, statt, be das Versammlungslotal nicht mehr egiftiert. Tagesornung: 1. Reumchl ber Betriebsräte und ihre Bebeutung. 2. Freie Aussprache. 3. Grfatwahlen für die Generalversammlungsbelegierten. Es ift Pflicht sämtlicher Betriebsräte, in ihren Gruppenvollversammlungen au erscheinen. Mis Legitimation dient die Betriebsrätekarte und das Verbandsbuch. Freigewerkschaftliche Betriebsrätezentrale für den Wirtschaftsbezir? Gr. Berliu. Bom Ortskartell des AfA- Bundes erhalten wir folgende Zuschrift: Seit Monaten werden den im AfA- Bund zusammengeschloffe nen Angestelltenverbänden durch den Verband Berliner Me tallindustrieller bei den Tarifverhandlungen die dentbar größten Schwierigkeiten bereitet. Es handelt sich hierbei aber nicht nur um Hemmungen, die aus der natürlichen Gegnerschaft der beiden Kontrahenten sich ergeben fönnten, sondern um Erschwerungen, die einer besonderen Absicht der Unternehmer zu entspringen scheinen. Der Verband Berliner Metallindustrieller will die Zahl der Tarif- Nun hat die Rote Fahne" die Stirn, von den schwindelhaften verhändler der Angestellten selbstherrlich bestimmen. Er läßt durch Aufforderungen, die Ruhrarbeiter zu verraten, zu diretten feinen Syndikus ganz offen erklären, eventuell durch Verweigerung Ifchungen überzugehen. Sie behauptet, daß in dem Abdes Urlaubs für die nicht berufsamtlichen Verhandlungsteilnehmer tommen über die Ruhrhilfe die Unternehmer sich bereit erklären, fein Ziel zu erreichen, wenn seine Vorschläge hinsichtlich der Be bie Betriebe so lange wie möglich fortzuführen, ofern ihnen schränkung der Teilnehmerzahl vom Afu- Bund nicht berücksichtigt aus Mitteln der Ruhrhilfe" die Lehngelder er fegt werden, falls mürden. Die AF- Berbände wollen ihrer Zusammenseßung und fie zu ihrer Aufbringung zu schwach" find." Dann behauptet die Größe entsprechend insgesamt 9 Bertreter entfenden. Dies paßt Rote Fabne" weiter: ,, Es ist selbstverständlich, daß die Unternehmer dem Verband Berliner Metallindustrieller nicht. Er verlangt vom die Ruhrhilfegelder" in weitgehendem Maße einsteden werden, beAf- Bund eine Verständigung mit den anderen an den Tarifner. fonders ba mit feinem Bori davon die Rede ist, daß die Unter Berantwortlich für den redaft. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: handlungen beteiligten Angestellten- Spikenorganisationen, um viel nehmer das Produft der geleisteten Arbeit ganz oder auch nur teil. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag 6. m. b. S. Berlin. Drud: Borwärts- Budbruderei u. Berlaasanstalt Baul Ginger u. Ca.. Berlin. Lindenftr. S Leicht durch das Ausspielen der Organisationen gegeneinander meise dem nationalen Hilfsmert zuführen müssen. Sierzu 2 Beilagen Die Teilnehmerzahl beschränken zu tönnen. Alle Aussprachen über Diese Angelegenheit haben zu feinem Ausglei führen tönnen. Den Artitel 165 ber Reichsverfassung, der die Gleichberechtigung der Arbeitnehmer gegenüber den Arbeitgebern festleat, glaubt der Berband Berliner Metallindustrieller nicht beachten oder in einer ihm genehmen Weise fommentieren zu müssen. Die Berhandlungen en den faft jedesmal, fo auch jest wieber, ehe fie richtig begonnen haben. Die Mahnung des Reichsarbeitsministers, in der gegenmärtigen Zeit befondere Scharfen bei den Tarifverhandlungen zu vermeiden, ailt für diesen Arbeitgeberverband nur folange, als fie ihm für die Arbeitnehmer anwendbar erscheint. Deutlicher als durch das Verhalten der Herren Waldschmidt und Genossen fann die Zwecklofigkeit des gewiß ehrlichen Bemühens des Reichsarbeitsministers gar nicht bewiesen werden. Und mit folchen Arbeits gebern sollen fich die Arbeitnehmer gemeinfam an einer Aktion für die Arbeitsbrüder im Ruhrgebiet beteiligen! In Wirklichkeit heißt es in dem Abkommen: 99 Entlassungen von Arbeitnehmern sind soweit als irgend möglich zu vermeidet. Someit ein Betrieb aus eigenen Mitteln nicht mehr fortgeführt werden kann, fommen als Hilfsmaßnahmen Rebithilfe, die produktive Erwerbslofen. fürsorge und Lohnficherung in Betracht. Lohnzahlung trägt der Arbeitgeber, solange er dazu imftande ist, ohne ben wirtschaftlichen Fortbestand feines Betriebes zu gefährden. Andernfalls tritt die Rhein- Ruhrhilfe" ein." „ Die Somit fteht in dem Abkommen ungefähr bas Gegenteil von dem, was die Rote Fahne" behauptet hat. Auf die übrigen unfinnigen Schlußfolgerungen, die die Rote Fahne" baran tnüpft, einzugehen, verlohnt sich nicht. Hungerlöhne in der Tapifferiebranche. DUNLOP Gummibereifung Die Weltmarke bürgt für Qualität! Die Angestellten der Berliner Metallindustrie müssen ihrem Bei fast 10 000fachen Preisen ihrer Fabritate und 210 Broz. Errestlos den lekten Mann organisieren; sie müssen im Einvernehmen branche den traurigen Mut, in der Tarifverhandlung am Freitag mit ihren gewerkschaftlichen Körperschaften, die die Zuspigung der ganze 60 Broz. Lohnerhöhung für den ganzen Monat Februar ihren Geaner jetzt eine eindrucksvolle Kräftekonzentration zeigen; fie müſſen höhung ihrer Januarkalkulation hatten die Arbeitgeber der Zapfferie Erstklassige Herrenbekleidung Anzüge, Paletots, Schlüpfer, prima Stoffe fertig und nach Maß Bilige Preise Dinge feit Monaten tommen sahen, alle notwendigen Borbereitungen Angestellten anzubieten. Die jebigen Löhne( Jannarlöhne) betragen MAX FLUSS, Rosenthaler Straße 58 als Spizenföhne 21 000 m.! Näherinnen und Blätterinnen erhalten t.effen. Jackenkleid Nfsrael GEGR. 1815 Damenkleidung aus Hemdbluse gestreiftem Zephir 8750.Jumper aus Kunstseide, reich bestickt59000.Kleid aus vorzüglichem WollTrikot m. farb. Bes. 98000.Frühjahrs- Mantel coatähnlicher Stoff 69000.Damenwäsche covert Taghemd mit Stick- 7500.Ansatz.. i.Rumpf Taghemd stick 12900.Noppen Garnituraged aus vorzügl Garnitur Taghemd 33000.u. Beinkl, 33000.Ansatz.4200.Noppenstoff ( Donegal) wie Abbild. 148000 Untertaille.Stick. Preisw. 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Nachdem mir auf fünf Tagesreifen kreuz und quer durch die bunte und vielgestaltige Weltstadt Berlins Verkehrsmittel beobachtet haben, sollen zum Schluß noch einmal die Verkehrsmittel gezeigt werden, die wir im Straßcnrummel bisher übersehen hatten und die doch einen großen Teil ausmachen. Es sind die Berliner, die sich den Luxus des angenehmen Unterwegsfein leisten können und die, deren Unterwegssein Arbeit und Berufspslicht bedeutet. Die Rodelnden. Morgens früh kommen sie schon angesaust: dann sind es die glücklichen Werktätigen- und A n g« st e l l t e n, die sich im Besitze eines Fahrrades befinden und auf ihm von ihrem Heim zur Arbeitsstätte fahren. Man liest von ihren Gesichtern förmlich die Freude und die Befriedigung ab, daß sie der Bahn ein Schnippchen schlagen und das teure Fahrgeld sparen können: wenn man mit ihnen einmal spricht, wissen sie von Hunderten Vorzügen ihrer Räder zu erzählen, wie prompt und sicher sie auf ihnen vorwärts kommen, wie sie weder Aufenthalt noch Streik zu befürchten haben. Und doch kommt es öfters vor, daß auch ihre Maschinen streiken. Der fluchende Radler packt die Tasche unter dem Hitz aus, holt fjand- werkszeug und Pumpe, versucht und versucht, sieht zur Uhr und— g bt es auf. Er schimpft wie ein Seemann: um ihn herum ein paar Neugierige, die sich lebhaft für sein Mißgeschick interessieren und ihm gute Ratschläge geben. Die machen den Radler zu Fuß noch wüten- der:.Bekümmern Sie sich mm Jhre'Sachen! Ick weeß schon selber, wat is oda nich is! Vostehn Se!" Und er packt sein Rad an der Lenkstange und geht fluchend und von den faulen Witzen der Zurück- gebliebenen begleitet zu Fuß weiter, seiner Arbeitsstelle zu, an der er heute etwas sehr verspätet ankommen wird. Drüben einer, der mit Elan den Schwung um eine Droschke nehmen will. Er Übersicht dabei den Autobus, der von links kommt. Krrrach— peng! Der Akrobat wider Willen, der eben noch so mutig war, sitzt nun, ein kümmerliches Häufchen von Unmut und Mutlosigkeit, im Dreck, vor ihm die Maschine mit einer verbogenen Lenkstange, einem Rad, das zwar ehemals rund, zetzt aber sechs- oder neuneckig ist und dem der abgerissene Schlauch zwischen den ausgesprungenen Speichen hängt. Das Publikum sammelt sich neugierig, wird gesprächig und ergreift Partei, für und wider:„Da haben Sie's! Diese Autobusse, die wie aus einer Rennbahn rasen! Das— ist doch— die— Höhe! Die Höhe sage ich! Daß da die Polizei— Natürlich! Polizei!?! Keine zu sehen!" Da sausen zwei Motorräder durch das Gedränge der Zyklonetten, der sparsamen Dreiradautomobels, der Puppchen, wie die kleinen Vierradwagen heißen. Noch sind sie in guter Fahrt! Da auf einmal stoppt das eine Motorrad! Der Fahrer tritt und tritt. Das Bcest will nicht! Der Fahrer nimmt einen Anlauf und macht'mit der schweren Maschine Laufmarsch, daß. der Schweiß ihm von der Stirn rinnt. Das Becst will nicht! Der Fahrer setzt sich wieder auf und tritt und tritt! Immer noch nichts! Die Bielzuvielen, die immer Zeit haben, sammeln sich um ihn. Und nun geht das Gefeixe los:„Fester. Maxe! Fester! Iieb ihm!"„Mensch, De machst woll Träning für'n Sportpalast!"„Bertrct da nur de Bsene nich! Sonst kannste nachher nich lochen!" Wütend und mit kaputten Knochen zieht der Fahrer nachher mit der schweren Maschine los. Inzwischen hat sich die Straße mit den holprigen Geschäftsdreirödern belebt. Halbwüchsige sind'es meist, die sie durch das Gedränge steuern.„Paß man usf. Duuu! Oda soll ick Dir de Elbkähne'ne Nummer kürzer machen!"„Borrrsssicht! Sssst! Phssit!" Und die Passanten flüchten und die flinken, immer luftigen Kcrlchen flitzen. Wenn es bergab geht, legen sie die Füße aus dos Radschutzblech, pfeifen keß den neuesten Schlager und lassen rollen. Bis auch ihnen einmal etwas passiert und sie ihre Bescherung aus der Straße zu- sammensuchen. Manchmal sind es kaputte Likör- oder Weinflaschen — das edle Naß in der Golse wird dann von grienenden Passanten begutachtet und kHtisiert— oder auch nur Tintenslaschen, deren sicher für ander« Zwecke bestimmter Inhalt nun den Asphalt schön gleich- mäßig schwarz färbt: manchmal sind es Baumkuchen, manchmal Geschäftsbücher, manchmal Porzellane und manchmal runde, nette Lebensmittel! In jedem Falle kann man feststellen, daß, wer den Schaden hat, für den Spott hier in Berlin absolut nicht zu sorgen braucht. Flink sucht man den Kram wieder zusammen, und slink haut man wieder ab. Di« flinksten von allen sind aber die kesien Zweirodler, die mittags und abends die Zeitungen an die verschiede- nen Ecken zu den dort wartenden Zeitungsfrauen bringen, die braven Zeitungsradler. Man muß sie bewundern, wenn man sie sieht, wie gewandt und aalglatt und mit welcher Höchstgeschwindigkeit sie sich durch das dickste Getümmel schlängeln, auf dem Rücken den schweren grünen Sack mit den Packen: sie sind die reinsten Gleichgewichts- akrobaten und die Anwärter aus die Olympia-Rennbahn. Wenige nur sind unter den ersten Radrennmeistern, die unter diesen duften Jungs mit den kesien Sportmützen und den verwegenen hageren Ge- sichtern nicht ihre LeHrzeft abgemacht hatten. Um sie machen selbst die Droschken und Taxen. einen Bogen. Damit sind wir bei den Taren angelangt, die das Verkehrsmittel der kapitalskräftigeren Kreise bilden. Man muß schon tief in die Tasche greifen, will man sie benutzen. Unter etlichen Tausenden geht es nicht. Ihre Geschäfte sind nicht so, wie sie es wünschten. Und doch! Man sieht sie massenhaft im Straßenbilde. Für die Droschken macht sich das beste Geschäft an den Bahn- Höfen, für die Autotaxen im Geschäftsviertel und im Westen, in der Nähe der Schlemmerlokale und Bars. Brav zockelt drüben die magere Liefe, das arme Tier, die Straße entlang. Zu Nieren sitzen sie in der Droschke: Urahne, Großmutter, Mutter und Kind! Oben auf dem Bock thront er. der Gewaltige, der Kusicher, in Mantel und Decken und Ohrenschqner«ingemummelt, als ob Berlin in Sibirien läge. Neben ihm ein großer Koffer, zwei kleine Koffer, mehrere Pakete, Schirm« und Decken. Und alles schleppt die Liese, die Arme, müde und traurig dahin. In der Droschke rechnen sie sich dabei aus, daß, wo sich der Spaß doch unter Viere teile und das Gepäck auch noch dabei sei, es eigentlich gar nicht zu teuer sei. Und man- freut sich, daß man wieder einmal„gut fährt"! Anders drüben in der Autotare. Blasiert liegt der Schieber auf dem Polster zurückgelehnt. Am Tage ist die Taxenfracht noch im allgemeinen solide: nachts ist es anders. Dann machen sich oft auf den so pro- saischen Polstern Szenen und Szenchen, wenn„er" mit zihr"� die sich vor einigen Stunden erst kennengelernt haben,„heimwärts" fahren oder wenn aus ihnen das Gejohle und Gesinge betrunkener Talmidandys und Halbweltdämchen kreischt. Immer weiter sausen die Taxen, an Lastautos vorbei, deren b«staubte Chauffeure Arbeit mit ihren Karren haben, an Geschäftsautos, die" oft in den groteskesten Formen gebaut sind— ein Mödlerouto in Form eines Mädlerkoffers, das Auto einer Zigarettenfabrik in Form einer Ziqarettenfchachtel, eines einer Zigarrenfabrik eine riesige Zigarren- kifte, ein anderes einer Likörfirma, das drei großen nebeneinander- stehenden Likörflaschen ähnelt. Kunterbunt flitzen sie durcheinander. Dann geht es manchmal krrack auf einen Laternenpfahl zu, in eine Droschke hinein, auf ein Auto los und— leider— manchmal allzu oft über arme Menschenleiter, die sich nicht mehr rechtzeitig flüchten konnten. Manche Chauffeure sind eben— ihr Beruf, der di« Sport- leidenschaft weckt, bringt es mit sich— häufig zu verwegene und manchmal zu leichsNmige Burschen, die erst dann vernünftig werden, wenn e» zu spät ist und das Opfer unter ihren Rädern liegt. Hier müßte die Polizei entschieden besser aufpassen und schärfer vorgehen: der manchmal rücksichtslos rasende Verkehr an einigen Plätzen, wie z. B. am Kemperplatz, am Potsdamer Platz, an der Potsdamer Brücke, auf dem Kurfürstendamm ist nicht nur ein« starke Bedrohung des Publikums, sondern auch eine brüske Herausforderung, auf die auch brüsk geantwortet werden müßte. .' - Aber der Berliner kennt schon den Dreh, sagen die Chauffeure. Und was sie da sagen, stimmt schon, wenn es auch nicht entschuldigt. -Und ich sehe bewundernd, während ich heimwärts gehe, auf dem Potsdamer Bahnhof die Passanten hopsend und schlängelnd sich durchs Gewirr« entwirren, seh« staunend, während es die Potsdamer Straße heraufgeht, die Bengels auf ihren Rollern um Autobus und Straßenbahn die schönsten Kurven nehmen und sehe— aber die Droschke sah ich nicht, die auf mich zutorkelt und deren Kutscher wild wie eine Kobraschlange zischell und mir zuruft:.Dussel, mach die Vogen uff!"_ Die vereinigten städtischen Orchester aus dem Ruhrgebiet f Essen, Dortmund. Bochum) veranstalten, einer Einladung folgend, am 4 März d. I. im Großen Schauspielhaus in Berlin eine Musik- s e i e r zum Besten der Ruhrspend«. An der Spitze der Veranstaltung steht ein Ehrenousschuß, in dem der Reichspräsident den Vorsitz über- nommen hat. Am Vorabend werden die Gäste aus dem Ruhrgebiet im Reichstogsgebäude empfangen. Die Leitung des Arbeitsaus. schusses liegt in den Händen des Reichskunstwarts(Bureau im Reichs- Ministerium des Innern). Dünne Strümpfe» Man schreibt uns: Mich friert jedesmal, wenn ich sie sehe. Nämlich die Damen mit den dünnen Strümpfen. Ich kann mir nicht helfen, ich muß etwas über die Unvernunft der Damen schreiben. Bei Regen, Schnee und Matsch, bei scharfem Wind und Kälte in Halbschuhen und Gordinenstrümpsen warten sie an der Straßen- bahnhaltestelle. Die Hände in den weiten Mantelärmeln vergraben� treten sie von einem Bein aus das andere, um sich warm zu halten. In der Bahn schlagen sie die Hacken zusammen, sie frieren. Sie frieren, weil sie die verrückte Mode mitmachen müssen, die dünn« Strümpfe vorschreibt, ohne zu bedenken, sich dadurch allerlei Kränk» heiten zuzuziehen. Im Kriege hatten wir derbe große Stiefel, fast jeder mußte zwei Paar wollene Strümpfe und noch Fußlappen dar- über tragen, dazu ein« wollene Unterjacke. Ihr unvernünftigen Mädels aber geht bei dem Wetter halbnackend, damit wir Männer eure Beine bewundern sollen und bedeckt sie mit Flor- oder Schleierstrümpsen. Oben aber tragt ihr Wolle und Pelz um den Hals geschlungen. Während ihr oben schwitzt, ist die untere Hälfte ein Eiskeller. A— wie gesund das ist! O— ihr törichten Jungfrauen. Bei der Arbeit sitzt ihr dann, klagt über kalte Füße und zittert wie Espenlaub Mit 20 Iahren husten viele von euch schon wie alt« Frauen und ihr sollt doch unser zukünftiges Geschlecht groß- zichen. Ein Heuchler der Mann, der da behauptet, noch nie auf eure Beine in dünnen Strümpfen und ausgeschnittenen Halbschuh einen Blick geworfen zu haben. Aber alles zu seiner Zeit, Ueber» laßt"das den„Dam«n", die das zu ihrem Beruf brauchen, um biedere Provinzonkels einzufangen. Ihr aber macht euch nicht zum Ge- fpött der Männer, jetzt noch im Winter so zu gehen. Wartet damit bis zum Frühjahr. Wir wollen gern solange entbehren. W Großfeuer in der knorrbremse. Am Sonnabend abend nach Arbeitsschluß wurde die Lichtem berger'Feuerwehr nach den Gebäuden der Knorr-Bremse A.-G. Weserstraße, Ecke Kronprinzenstrahe gerufen. Als die Wehr an der Brandstelle eintraf, stand ein Teil des Werkes in solcher Ausdehnung in Flammen, daß sofort mit mehreren Schlauchleitungen von Hydrantenspritzen angegriffen werden mußte. Äe Flammen waren weithin sichtbar. Durch unausgesetztes Wasser- geben, verbunden mit einem umfassenden Attgrisf, gelang es n a ch mehrstündiger angestrengter Löscharbeit große Teil» de» Kabelwerks zu schützen. Daß ein kleiner Teil ein Raub der Flammen wurde, konnte leider nicht mehr verhindert werden. Wertvolle Einrichtungen und Maschinen sind stark beschädigt, auch der Schaden am Fabrikgebäude selbst ist nicht unerheblich. Die Entstehungsursachs war gestern abend nicht mehr einwandfrei festzustellen. Um 7 Uhr war die Gefahr schon beseitigt. Der Betrieb des Kabelwerks wird aufrechterhalten. verdorbenes 5lei)ie gefallenen Blätter wütend und laut. Fast außer Sichtweite, zwischen den Baum- stämmen, lag ein Holzklotz. Doch beim Näherkommen sah er, daß es keiner war, es war ein Bündel graugrünen Tuches. Ohne zu denken, schlenderte Chrisfield näher. Die silbrigen Stämme der Buchen begannen sich um ihn zu drehen. Es war ein Deutscher, der ausgestreckt zwischen den Blättern lag. Chrisfield war wütend glücklich: sein Blut pumpte durch seine Adern. Er konnte die Knöpfe auf dem Rücken des langen deutschen Mantels sehen. Er trat den Deutschen. Er konnte die Rippen an seinen Zehen durch das Leder seines Stiefels fühlen. Er trat noch einmal und noch einmal mit seiner. ganzen Kraft. Der Deutsche rollte schwer herum. Er-Hatte kein Gesicht. Chrisfield fühlte, wie der Haß plötzlich aus ihm heraus ebbte. Wo das Gesicht gewestn wo- war jetzt eine schwammige Masse von Purpur und Gelb und Rot, die Hand war an den verwesenden Blättern kleben geblieben, als der Körper herumrollte. Große Fliegen mit bellen, glänzend grünen Körpern schwirrten umher. In der braunen, schmutz!- gen Hand lag ein Revolver. Chrisfield fühlte.Kälte fein Rück- grat hinau.fsteigen. Der Deutsche hatte sich selbst erschösse, it Er wandte sich plötzlich weg, atemlos, um sich dem Rest der rekognoszierenden Truppe anzuschließen. Die schweigenden Zweige wirbelten um ihn herum und wellt-n sich in großen Bogen Eber seinem Kopfe. Der Deutsche hatte sich selbst er- .schössen! Darum hatte er kein Gcsichrl Chrisfield schloß sich den anderen an. Der Korporal wartete auf ihn. „5iast du was gesehen?" fragte er. P „Rein, nichts," murmelte Chrisfield. fast unhörbar. Der Korporal setzte sich wieder an die Spitze des Zuges. Chrisfield war wieder allein. Die Blätter rauschten wütend und laut unter seinen Schritten.(Fortsetzung folgt.) nicht etwa der aus unterschmefligfaurem Natron bestehend, dem Löcherten 3wanzigmartstü den, die Rappen aus reinem lichkeit zur Kritik zu unterbreiten. Im vorstehenden wird nun der Fleische lediglich die rote Farbe erhalten, während Gold, in Eichenlaub und Eichen gehämmert. Ihr Besizer wurde höhere Milchpreis mit der Butter notierung der innere Fäulnisprozeß weitergeht und sehr festgestellt als ein Jac Petermann, der Sohn des verstorbenen erhöhten, sondern der gesunkenen scheinbar allen Ernstes begründet. leicht zu Bergiftungserscheinungen, zum mindesten Hauptmanns, der mit seiner Familie in Görlig wohnt. Er behauptete, zu welchem Zweck werden eigentlich solche ganz unverständlich aber zu Magenftörungen führen fann. Well er eine größere Menge daß die Sporen zu dem alten Familiengold der Petermanns stilisierten Notizen vom Nachrichtenamt, das doch die Pflicht der übriggelbiebenen Schabefleisches mit Konservejalz vermengt hatte, gehören und ein Hauptstück des Familienschmuds dar- Redaktion haben sollte, verbreitet? Gie wirken auf den Unbemurde u. a. der Schlächtermeister Aurich zu 10 000 M. Geldstrafe stellten. Bei dem gegenwärtigen hohen Goldpreise wollte er sie mit fangenen wie eine Berhöhnung des Publikums, das man doch wohl verurteilt. Der Amisanwalt hatte mit Rücksicht auf die in der An- anderen Sachen aus dem Familienschatz zu Geld machen, um mit beschwichtigen will. Aber vielleicht fümmert sich der Magistrat mal mendung dieser Salze liegende Bedrohung der ohnehin geschwächten dem Millionenerlös einen großen Pferdehandel zu betreiben. Peter- um das Amt, das seine Nachrichten weitergibt. Boltsgesundheit eine Gefängnisstrafe von zwei Wochen beantragt. mann wurde freigelassen, die Sporen wurden ihm wieder ausgeEin Schlächtermeister Sternczak, der schon seit längerer händigt. Zeit hängende Rinderotertel mit einer Auflösung von Ronfervefalz bestrichen hatte, curde zu 30 000 M. Geldstrafe verurteilt. Auch die Fälle, in denen direkt verdorbenes Fleisch und verdorbene Burst verkauft werden, mehren sich ebenfalls, ein Zeichen des Rückganges des Fleischkonjums infolge der hohen Preise. So wurde u. a. der Schlächtermeister Beder aus Steglik megen des Bertauis verdorbener Wurst vom Schöffengericht zu 20 000 M. Geldstrafe verurteilt. Renderungen bei der Straßenbahn. " Strenge Durchführung der Streapflicht. Viel Lärm unt falsche Voraussehungen. Die Schneebeseitigungs- und Streupflicht wird den Hauswirten und Hausverwaltern erneut durch eine Verfügung des PolizeipräsiIn dem Beleidigungsprozeß, den der Vorsitzende des National- denten in Erinnerung gebracht. Die Reviere find angewiesen verbandes deutscher Offiziere", Direktor Moltenthin, gegen den Bild- worden, zur Berhütung von Unfällen namentlich auch der zahlhauer Professor Gustav Eberlein, dessen Gattin und den Redakteur reichen Kriegsbeschädigten auf strengste Durchführung Gelir Wolff angestrengt hatte, kam infolge der Bemühungen des der Vorschriften zu halten und besonders auch darauf zu achten, Borsitzenden, Amtsgerichtsrat Raiser, ein Bergleich zustande. Bro- daß die Hydranten von den dazu verpflichteten Personen von Schnee feffor Eberlein erflärte, zugleich auch für seine Gattin, und Eis freigehalten werden. Gegen Säumtige wird nach fruchtloser daß er von falschen Borausfegungen ausgegangen Berwarnung unnachfichtlich) Strafanzeige erstattet. Der sei und die Beleidigungen mit dem Ausdrucke des Be- ,, Vorwärts" hat in diesem Winter verschiedene Male Anlaß nehmen Am 19. Februar treten noch folgende Linien- und Fahr. dauerns zurücknehme. Die Gerichtskosten wurden geteilt. Eine müssen, die höchft mangelhafte Reinigung der Bürgerplanänderungen ein: Linie 9( statt über Tempelherzen-, Jo- ähnliche Erklärung gab auch der Angeklagte Wolff ab, der sich gleich- steige von Schnee und Glatte is, besonders auch in den hanniter, Alexandriner, Neuenburger-, Alte Jakob-, Hollmann- zeitig verpflichten mußte, bis zum 10. März die Summe von 50000 außenwestlichen Vororten zu fennzeichnen. Wie notstraße) über Blücherstraße, Hallesches Tor, Belle- Alliance- Platz, Lin- Mart an die Ruhr- Spende abzuführen. Die ihn betreffen- wendig im Interesse der Allgemeinheit die tatsächliche Durchführung denstraße, außerdem( statt über Borsigstraße) über Gartenstraße. den Gerichtskosten hat er selbst zu tragen. der straßenpolizeilichen Bestimmungen ist, geht aus einem schweren Linien 11 und 19 werden eine neue Linie 11 von HuttenUnfall hervor, der sich am Mittwoch nachmittag vor dem Hause straße bis Köpenider Straße, wie jetzt Linie 11, weiter wie jetzt Was wird mit den Werksbetrieben? Landsberger Straße 83 ereignete. Dort fam die 68 Jahre alte Frau Linie 19 bis eukölln, Berliner Straße und dann durch Bergstraße bis Bahnhof Neukölln. Linie 12 fällt meg. Linien 17 und lösen ist, ist die Frage der endgültigen Organisation der Die wichtigste fommunalpolitische Frage, die in Berlin zu Ottilie Weckwerth infolge der Glätte zu Fall und trug einen Bruch des rechten Oberschenkels davon. 108 werden eine neue Linie 17 von Gozłowskystraße bis Bots Groß- Berliner Wertsbetriebe. Wochen vor WeihDamer Straße wie jetzt Linie 17, weiter wie jest Linie 108 bis nachten hat die Stadtverordnetenversammlung der Einsetzung einer Reinickendorf, Rathaus Linie 18( statt über Alt- Moabit) über gemischten Deputation zugestimmt, die in einer ganzen Reihe von Rathenower, Turm, Beusselstraße. Die Wagen fahren zwei Mi Sitzungen ein Projekt für die Umwandlung der Werke in eine nuten früher ab Görliger Bahnhof. Linie 21 an Sonn- und Gesellschaft mit beschränkter Haftung ausgearbeitet hat. Es Feiertagen beim 15- Minutenbetrieb zwei Minuten früher ab il- erregt in Stadtverordnetentreifen Iebhaftes Befremden, daß helmshavener Straße. Linie 30( stait über Borsigstraße) über die Borlage, die aus der Deputation an den Magistrat gegangen ist, Gartenstraße. Baie 35 fällt meg. Linie 42 an Werktagen bis jetzt immer noch nicht dem Blen um offiziell zugestellt wurde. ab Schwiebuser Straße zwei Minuten später. Linie 44 fällt Wie wir hören, hat sie dreimal. auf der Tagesordnung der Mavon Brunnenstraße bis Pankow weg und wird von Brunnenstraße gistratssitzung gestanden, ohne daß der Oberbürgermeister es über jetzt Linie 11 bis Görlige: Bahnhof geführt. Linie 54 für notwendig hielt, die beschleunigte Behandlung vor. nach Bedarf von Charlottenburg, weiter bis Westend, Kirschenallee. zunehmen, während über Kleinigkeiten wie man weiß- off ein Linie 64 und 164 an Conn- und Feiertagen 15- Minuten- gehender als nötig beraten wird. Der Magistrat würde seinem betrieb, 7% Minuten früher ab Lichtenberg bzw. Hohenschönhausen. Ansehen wesentlich dienen, wenn er wichtige Dinge als wichtig beLinie 67( ftatt über Nürnberger, Augsburger, Lutherstraße) handelte und dafür sorgte, daß die Erledigung dieser so bedeutungsaufhin vorgenommene Haussuchurgen förderten aber nichts Nennens über Nürnberger, Tauengien-, Kleist, Nettelbeckstraße. Linie 93 vollen Angelegenheiten nun endlich vorgenommen werden kann. ( stati übe: Kurfürstenstraße, Kurfürstendamm) über Nettelbeds, Kleist, Tauenhienstraße. Linie 94( statt über Köthener Verbrechen aus Ehrgeiz und Liebe. Zu dem Millioneneinbruch bei einer Wäschefirma. Jim Winter 1922 wurde bei der Wäschefirma Sternberg in der Menerbeerstraße ein millioneneinbruch begangen, der lange Seit hindurch unaufgeklärt blieb. Da fand eines Tages der Kri minalkommiffar Müller in der Kaschemme der Angeklagten Rosa Neff, wo er feit Wochen als verkleideter Vagabund verfehrte, Wäschestücke, die nur aus jenem Diebstahl herrühren konnten. Der Kriminalfommissar ließ nun durch einen zweiten Beamten in ähnlicher Verkleidung eines Tages Wäschestücke anbieten, die auch von der Angeklagten anstandslos gekauft wurden, trotzdem sie annehmen mußte, daß dieselben aus einem Diebstahl herrührten. Darwertes zutage, bis wiederum eines Tages die Angeklagte Neff dem immer noch bei ihr verfehrenden Kriminalkommissar verriet, wo fich ihr wirkliches Versteck befand. Sie rühmte:„ Die Straße, Schöneberger User, Flottwell, Lützow-, Potsdamer Wie das Ernährungsamt den höheren Milchpreis begründet Bolizei friegt mich doch nicht und meine Jungens verrate ich nicht." Straße und weiter. im 15- Minutenbetrieb bis Wilmersdorf, Das Ernährungsamt verbreitet durch das Nachrichten Mann fahndete nun nach den Einbrechern, und nun hatten sich Wilhelmsaue, im 30- Minutenbetrieb bis Grimewald, Rosened. amt des Berliner Magistrats wörtlich folgende Mitteilung:„ Die wegen dieses Millionendiebstahls eine ganze Anzahl Männer sowie Linie 114 erhält Nr. 14( statt über Alt- Moabit, Beusselstraße) Milchpreise für das Gebiet der Stadtgemeinde Berlin werden mit zwei Frauen vor der Straffammer zu verantworten. Hauptangeüber Rathenover, Turmstraße, weiter im 15- Minutenbetrieb bis Wirfung vom Montag, den 19. Februar 1923 wie folgt festgefekt: flagte waren Billy Henkel und Mar Biesalsti, und die Bahnhof Beusselstraße, in 30- Minutenbetrieb bis Blößensee. für Bollmilch 720 M. je Biter, für nach Berlin eingeführte Näherin Margarete Fuchs, in Berliner Verbrecherkreisen unter Linie G( statt über Uhlandstraße, Kurfürstendamm, Joachims- Mag er mild 320 M. je Liter. Die A- Milchfarten werden wie dem Spitznamen„ die Königin der Marianne" oder„ die zweite Gräfin thaler, Hardenbergstraße, Kurfürstendamm, Kurfürstenstraße) über bisher mit% Liter, die C- Milchkarten sowie die Karten für werdende Collona" bekannt. Die Täter, die teilweise geständig sind, versuchen Ludwigkirch, Shape:, Rante, Augsburgers, Nürnberger, Mütter( E- Karten( wie bisher mit je% Liter Bollmilch beliefert. fich teilweise mit den lächerlichsten Mitteln herauszureden. Die Lauenzien, Kleist, Nettelbeckstraße. Linie O( statt über Ranfe- Der Milchpreis hat sich für die folgende Woche trop fallender Butter- beiden Hauptangeklagten Hentel und Biesalski, die einen intelligenten ftraße, Auguste- Biftoria- Blay, Kurfürstendamm, Kurfürstenstraße) preise erhöht. Der Grund hierfür ist folgender: Die Butternotie- Gindrud machen, erzählten Interessantes aus ihrer Verbrecherlauf über Joachimsthaler Straße, Kurfürstendamm, Lauenzin-, kleift-, rungen, welche dem Milchpreis der laufenden Woche zugrunde liegen, bain. Sentel gibt an, stets fehr elegant getleidet gegangen zu sein, Nettelbeckjicaße. Linie P( statt über Kurfürstenstraße, Kurfürsten waren 5800 M. Der Milchpreisberechnung für die kommende Woche wie ein richtiger Tauenzienbulle". Der Angeklagte BieDamm) über Nettelbed, Kleist, Tauenzienstraße. Linie R erhält liegen die Rotierungen 5800 und 5400 M. zugrunde. Hieraus ergibt falsti ist erst ein Anfänger im Geschäft". Seine Geliebte, die MarNr. 98( statt über Kurfürstenstraße, Kurfürstendamm) über Nettel- sich, daß bei einem Divisor von 10% der Milchpreis frei Berlin um garete Fuchs, habe ihm gesagt, bei der Sternbergschen Wäschefirma beck, Kleift, Lauenzienstraße), außerdent( ftait über Spandauer 19 M. höher als in der vergangenen Woche sein muß; 1 M. entfällt werde um 7 Uhr eingebrochen werden. Da habe ihn der Ehrgeiz Bod nady Spandau) vom Luisenplay über Tauroggener Straße, auf Erhöhung der Spannen der beteiligten Gewerbefreise." gepackt und er habe ihr geantwortet: Was andere fönnen, kann ich Bahnhof Jungfernheide, Siemensstadt, Haselhorst, Gartenfelder Wir waren bereits gestern genötigt, eine durch das Nachrichten auch für dich." Darauf fei er dann mit feinen Komplicen eine halbe Straße( zurück Nonnendammallee), Berliner Chauffee, Spandau, Stunde früher eingebrochen. Den Erlös aus den Dieb. Marft, und weiter bis Pichelsdorf. Einziehung der Linie 35, stählen habe er nur dazu verwandt, der Fuchs Lurusgegen. Berlängerung der Linie 54, Einführung der Fahrplanänderun stände anzufchaffen. Der Angeflagte hatte dem Kriminalfommiffar gen der Linien 64, 164 und P, Aenderung der Bezeichnung Müller bei feiner polizeilichen Vernehmung etwa 15 Dachein. der Linie R und ihre Umleitung über Siemensstadt erfolgen erst brüche eingestanden. ab 21. februar. Petermanns goldene Sporen. Kriminalbeamte, die als harmlose Gäste in einem Restaurant am Schlesischen Bahnhof verkehrten, beobachteten, wie sich eine Anzahl Zigeuner ganz unsäglich mit einer Ausrechnung abquälten, ohne mit dem Exempel fertig zu werden. Endlich griffen die Beamten ein, und es ergab sich, daß es sich um den beabsichtigten Berkauf von einem Paar massiv goldener Sporen aus dem Nachlaß des verstorbenen Zigeunerhauptmanns Betermann handelte. Die Spoven waren einer Golbankaufsstelle angeboten worden, und die Zigeuner rechneten nun nach, ob sie bei dem Angebot der Auftaufstelle zurecht: tamen, oder vielleicht übers Ohr gehauen wären. Ihre Anstrengung war wohl der Mühe mert, denn es handelte sich um viele Millionen. Zunächst nahmen die Beamten die Zigeuner einmal mit nach dem Bolizeipräsidium und beschlagnahmten die Sporen bei der Auflaufstelle in der Dranienstraße. Es handelt sich in der Tat um ganz eigen- und einzigartige Stüde; fie find maffio aus reinem Gold und elma 1 fund schwer. Die Räbchen bestehen aus durch amt herausgegebene völlig unverständliche Mitteilung der Deffent Lebensmittelpreise der Woche. Zufuhr: Fleisch ausreichend, Geschäft flau. Fische knapp, Goschäft rege. Obst und Gemüse ausreichend, Geschäft flott. * In der Woche vom 11. bis 17. Februar galten in der Zentralmarkthalle folgende Kleinhandelspreise: Rindfleisch 3000-4000 M., ohne Knochen 3500-4000 M. Schweinefleisch 4000 M. Kalbfleisch 2500-4000 M. Hammelfleisch 3000 bis 4000 M. Geräucherter Schinken 6800 M. und Speck 6200-6400 M. Puten 4400-4500 M. Hühner 3500-4000 M. Gänse 3800-4500 M. Enten 4500-5000 M. 1600 M. Schellfisch 1500-2000 M. Kabeljau 1200 bis Seelachs 1000-1150 M. Schollen 2000 M. In Eis: Barsche 2400-2500 M. Hechte 2500-3000 M. Plötzen 750-1200 M. Zander 3500-4200 M. Lebende Schleie 4000 M. Hechte 3500 M. Karpfen 3500-4000 M. Bleie 2500 M. Naturbutter 5300-6800 M. Margarine 3600-5000 M. Schweineschmalz 3500-3800 M. Eier 380-350 M. das Stück. Weizenmehl 1000-1250 M. Graupen 950 M. Haferflocken 900-1100 M. Kartoffelmehl 750 M. Nudeln 600-1800 M. Reis 1100 bis 1800 M. Weißkohl 150 M. 400 M. Rotkohl 260 M. Mohrrüben 70-80 M. Kohlrüben 60 M. Rote Wirsingkohl 160-180 M. Grünkohl Rüben 75--80 M. Sellerie 80 M. Kartoffeln 800-850 M. zehn Pfund. EBäpfel 250-500 M. Eẞbirnen 350 M. Apfelsinen 200-400 M. und Zitronen 180-200 M. das Stück. Zwiebeln 50 M. Die Angeklagten wurden gemäß dem Antrage des Staats. anwalts, der in der Hauptfache Buchthausstrafen beantragt hatte, Das altbewährte Kräftigungsmittel für Körper und Nerven Sanatogen ist in allen Apotheken und Drogerien erhältlich. Be Kopfschmerz itrovanille Frankfurt/ MS. Brztlich Migräne. Zahnschmerz Rheuma Rasch wirkend Erhält. in Apotheken RUDOLPH HERTZOG BREITESTRASSE BERLIN C. BRUDERSTRASSE Teppich- Ausstellung Erdgeschoß und zweiter Stock Orient- eppiche Vorwerk- eppiche Brücken, Vorleger und Läufer in nur besten Knüpfungen und den beliebtesten Musterungen Weltbekanntes und erprobtes deutsches Fabrikat Vollkommenste Nachbildung persischer Teppichkunst verurteilt. Die Angeklagte Fuchs, die Königin der Marianne", I erhielt 1% Jahre Zuchthaus, und die ingeklagten Biesalsti und nachmittagsvorstellungen im Renen Theater am Zoo wird ein zu 46. Henkel wurden zu 5 bzw. 3 Jahren Zuchthaus und je 5 Jahren 7 llor, findet im Bureau des Bezirksbildungsausschusses, Lindenstr. 3., 2 r., 48. ichlag von 50 m. pro Karte erhoben. Dienstag, den 20. Februar, abends Ehrverlust verurteilt. Zimmer 8, eine wichtige Sibung des fleinen Bildungsaus. uses statt. Die Anwesenheit aller ist unbedingt erforderlich. Broletarische Feierstunden: am Sonntag, den 25. Februar, bormittags 11 Ubr. im Großen Schauspielhaus, Karlstraße. Der Sprech or bringt zum erstenmal das Chorwert„ Turm der Gemeinschaft". Starien a 280. find zu haben an den belannten Stellen, in der Buchhandlung Borwärts", Lindenstr. 2, im Bureau des Bezirksbildungsausschusses, Lin denitraße 3, 2. Hof. 2 r., Zimmer 8, und im Landsgemeindehaus, Sophienstraße 21. Am Sonntag, den 18. Februar, abends 7 Uhr, in der Aula der Leibniz- Oberrealschule, Charlottenburg, Schillerstr. 125/127: Fröh= licher Abend. Berliner Humor und Schelmenlieder zur Raute" ( Emil Kühne). Starten a 60 M. am Eingang des Saales. Bezirksbildungsausschuh Groß- Berlin. Für sämtliche Sonntags. 144. und 45. t. 7% Uhr im Lola! Safen, Laufther Straße 25. Thema: ,, Die Frau im politischen Leben". Ref. Genoffe Täubert. Geschäftsschiebungen mit Hilfe des Mieteinigungsamtes. Das Bestreben von Hauseigentümern, mit Hilfe der Mieteinigungsämter die Berfügungsgewalt über gewerbliche Unternehmungen zu erhalten, die in ihrem Hause betrieben werden, und die bisherigen Inhaber solcher Betriebe um ihre Existenz zu bringen oder fie mindestens schwer zu schädigen, nimmt geradezu gefährliche Umfang an. Alle in Betracht kommenden gewerblichen Organi fationen müssen schleunigst eingreifen, um dieser Existenzräuberei Einhalt zu gebieten. Entweder sind es Hauswirte, die erst unlängst ein Haus erworben haben und unter der Borspiegelung, in ihrem Hause unentbehrlich zu sein, ein gutgehendes Geschäft an sich reißen wollen, oder ältere Hauswirte wollen mit der Behauptung, in Not geraten zu sein, die Hand auf solche Geschäfte legen. In jedem Falle besteht also bei solchen Hauswirten die Absicht, ohne Geldausgaben ein Geschäft zu erwerben und den bisherigen Geschäftsinhaber, der viele Jahre mit Fleiß und Umsicht gearbeitet hat, eristen zios zu machen, wenn er nicht in der Lage ist, enorme Summen für den Kauf eines einigermaßen gleichwertigen Geschäfts auszugeben. Sind die Mieteinigungsämter dazu da, derartige Schiebungen zu unterstützen? Ist das der Geist des Wohnungsnotrechts? Ganz gewiß nicht. Gegen solche Art der Rechtspflege sträubt sich das elementarfte Rechtsempfinden. Tatsächlich aber haben Mieteinigungsämter sich mit derartigen Hauswirtsforderungen, die auch in den Kreisen aller rechtlich empfindenden Haus befizer nicht gebilligt werden, folidarisch erklärt. Die Gefährlichkeit diefes Treibens muß com Zentralmietamt und vom Oberpräsidenten schleunigst unterbunden werden. Sonst fann schließlich auch der ausländische Hauswirt den deutschen Geschäftsmann aus der Existenz drängen. Drei Eisenbahnattentäter. Das Kino als Verbrecherbildungsanstalt. Abt. 7 Uhr bei Geißier. Staliger Straße 59. Thema:„ Die wirtschaftlichen bt. 7 Uhr im Jugendheim, Sindenstr. 3. Thema: ,, Nationalismus und Folgen der Ruhrbefeßung". Ref. Gen. Litttc. Broletariat". Ref. Frau Dr. Herh. 78. Sibt. Schöneberg. 7 Uhr Lokal König, Feurig, Ecke Prinz- Georg- Stpage. Vortrag über: Schule und Haus". Ref. Genosse Wieloch. 99. bt. Brig. 7% Uhr Schule Hannemannstraße. Thema: Das Geschlechts. 104. Abt. Mieberschöneweide. 7% Uhr Schule Berliner Straße 31. Thema: Die Frau im wirtschaftlichen Kampf" Stef. Gen. Cifriede Ryned, M. d. R. 141." Abt. Mosenthal. 7 Uhr Schule Schillerstraße. Thema:„ Die Frau im Orient". Ref. Genossin Erna Büsing. leben des Menschen". Ref. Gen. Miethte. Uebermorgen, Dienstag, den 20. Februar. 114. Abt. Sichtenberg. 6% Uhr bei Schwarzer, Gabriel- Mag- Straße 17, Ber fammlung der Mieterausschüsse. Frauenveranstaltungen am Dienstag, den 20. Februar. 11. Kreis. Schöneberg. 7 Uhr Sigung aller Funktionärinnen des Kreises boi König, Brinz- Georg, Ede Feurigstraße. 31. Abt. 7 Uhr bei Goldschmidt; Stolpische Str. 30. 3. Abend: Die Frau und der Sozialismus". Ref. Genossin Bohm- Schuch, M. d. R. Gäste willtommen. Straße. Vortrag des Genoffen Kirsch über: Gerhart Sauptmanns ,, Ber funkene Glode". bt. Mittwoch, den 21. Februar, 7 Uhr, bei Engel, Swinemünder Str. 65, Beamtenversammlung. Die Bezirksführer müssen hierzu einladen. Kreis. Wedding. Am 10. d. M. verstarb nach schwerem Leiden unser olier Genoffe Ernst Stade, Briczener Straße 39. Mir verlieren einen überaus pflichtebwußten Genoffen und Kämpfer. Jugendveranstaltungen. Bor dem Schwurgericht in Lüneburg hatten sich soeben wegen des Eisenbahnattentats vom 18. November 1922 in der Nähe von 85. Abt. Tempelhof. 8 Uhr Gemeindeschule Friedrich- Wilhelm-, Ecke Werder Radbruch drei arbeitsscheue Hamburger Fürsorgezöglinge, Hans Jeschke, Walter Kirschke und Albert Thurau, zu verantworten. Am 15. November trafen sie sich im Wartejaal vierter Klasse in Hambufg. Dort berieten sie, wie sie Geft mühelos erwerben 14. tönnten. Jeschte meinie, er habe einmal im Kino gesehen, wie man einen D- 3ug zur Entgleifung bringen könne. Genau nach diesem üblen Vorbild gingen die jugendlichen 3. Verbrecher vor. Zehn Minuten vor dem Durchlaufen des Schnellzuges wurde das Attentat entdeckt. Die beiden Streckenarbeiter Peters und Behr, die es entdeckten, arbeiteten nun mit einer fabelhaften Geschwindigkeit, um den Schaden notdürftig zu beseitigen. Eine Möglichkeit, den Zug zum Halten zu bringen, hatten sie nicht melyr. Dazu war die Zeit zu furz. Unmittelbar vor Ankunft des Zuges hatten sie ihre Arbeit eben fertig. Glücklicherweise kam der Zug über die immer noch gefährliche Stelle ohne Unfall hinweg. Bon einer Granate zerrissen. Sonnabend nachmittag fand der Wäre das Attentat geglüdt, so wären die Folgen ganz unübersehbar 35 Jahre alte Schmied Ferdinand Wahl aus der Eichbornstraße 40 gewesen. Alle drei Verbrecher waren zwar in vollem Umfange in Reinickendorf beim Absuchen des Schießplages in geständig, zeigten aber nicht die geringste Spur von Reue. Mit Legel eine 15-3entimeter- Granate. Er nahm sie mit nach feiner gleichgültigster Miene erzählten sie mit einer zynischen Offenheit ihr Laube in der Waldstraße, unweit der Kremmener Bahn. Als er Berbrechen. Wegen Transportgefährdung und. Mordversuch wurten hier mit dem Abmontieren der Granate beschäftigt war, explodeschte und Kirschte zu je 15 Jahren und Thurau zu 12 Jahren dierte plötzlich die Sprengladung und Wahl wurde 3uchthaus verurteilt. Die Verbrecher nahmen das Urteil ohne auf der Stelle zerrissen. Die Leiche schaffte man nach jede Erregung auf und verzichteten auf Revision. Besichtigung durch einen Arzt nach der Halle in Reinickendorf. Bandentreiben in Deutsch- Oberschlesien. 11 Heute, Sonntag, den 18. Februar. Achtung, Wanderleiter! Heute findet eine Führung durch das Märkische Museum statt. Alle Wanderleiter müssen erscheinen, feine Abteilung darf fehlen. Treffpunkt 410 Uhr vor dem Museum. Schönhanser Borstadt. Abends 7 Uhr bei Blessin, Stargarder Str. 3, Elternabend. Bortrag. Revolutionäre Dichtungen und Musikstücke. Karten zu 20 9. an der Kasse. Saalöffnung 6½ Uhr. Morgen, Montag, den 19. Februar. Friedenau. Jugendheim Offenbacher Str. 5a, Mädchenabend. Bortrag: ,, Die Frau und der Sozialismus". Werbebezirk Prenzlauer Berg. Heute abend 7 Uhr findet in der Aula des Lyzeums Greifswalder Straße 25 ein Lichtbildervortrag über: Der Gozialis. mus in der Karikatur" flatt. Cintrittskarten zum Preise von 50 M. find am Eingang zu haben. Nummer). Das Kindererholungsheim der Heilsarmee Flarencehort" bei Neubabelsberg, in äußerst gesunder, waldreicher Gegend gelegen, Bor furzem wurde das Zugpersonal des Personenzuges wird im April bzw. mit Beginn der wärmeren Jahreszeit feine Oppeln- Beuthen, der nachmittags 2,40 Uhr Oppeln verläßt, Vorträge. Vereine und Versammlungen. Pforten wieder öffnen, um bis zum Spätherbst erholungs. während der Fahrt bei Ausübung der Fahrkartenkontrolle von be= bedürftige Kinder ohne Unterschied der Kön- maffneten einmütig vorgehenden Leuten schwer befeffion, im Alter von 5 bis 14 Jahren( Mädchen bis 15 Jahre) droht. Auf dem Bahnhof Schalanau tam es zu einem regelrechten unter günstigen Bedingungen aufzunehmen. Anmeldungen nimmt Gefecht, bei dem 14 Eijerbahnbeamte verlegt wurden, das Hauptquartier der Heilsarmee, Berlin C 19, Gertraudtenstr. 1-3, doch ist die genaue Anzahl der Verletzten noch unbekannt. Mehrere schriftlich oder an Werktagen vormittage von 10-12 Uhr, mündlich von ihnen wurden dem Krankenhaus zugeführt. Zum Schuße der entgegen. Eisenbahnbeamten läßt die Reichsbahnverwaltung Oppeln die Züge legt von Angehröigen des Bahnschuhes begleiten. Groß- Berliner Parteinachrichten. Bezirksvorstand. Rächste Sihung Mittwoch, den 21. Jebruar, abends 6 Uhr, im Das Ruhropfer der Berliner Kinos mag gut gemeint feit, und wahrscheinlich ist auch der Ertrag nicht gering. Bebauern muß man aber, daß diese Veranstaltungen nicht überall sich bon Chau pinismus freihalten. Aus den Schauburg" Lichtspielen in der Königgräger. Straße wird uns mitgeteilt, daß zwischen den einzelnen Filmen ein Herr im Bergmannskostüm auftritt und ein zur Rache mahnendes Gedicht vorträgt. Das Opus trägt den Titel Der Bergmann aus dem Ruhrgebiet" und wird gesungen nach der Jugendheim, Cindenftr. 3. Melodie Stolz weht die Flagge schwarzweißrot". Sehr vielfagend heißt es darin: Wir haben treu zum Deutschen Reich den Frieden nur gewollt, doch Frankreich drängt zum Kriege uns durch seine Sucht nach Gold". Und zum Schluß wird getroht: Und wenn auch Frankreich jest nicht bebt, es schlägt die Stunde boch, solang der legte Boche noch lebt, lebt auch die Ra che noch." Solche Entgleisungen übelster Art sollen wahrscheinlich die,„ Einheitsfront" fördern. さす Berichtiging. Nicht Genosse Hering, sondern Herring wurde zum ersten Borfizenden der Ortsgruppe der Arbeitsgemeinschaft fozialdemokratischer Lehrer und Lehrerinnen Deutschlands gewähít. ( Anschrift: Regierungs- und Gewerbeschulrat Dr. Herring, Berlin Grunewald, Charlottenbrunner Straße 5a. 5. Obleuts ber 4. Sreis. Brenzlauer Berg., Montag, den 19. Februar, 6 Uhr, Sigung der Beamtenwerbeausschiffe, in der Badeanstalt Oberberger Straße 57-59. Kreis. Friedrichshain. Montag, den 19. b. M., 7 Uhr, in Schmidts Gefellschaftshaus, Fruchtstr. 362, Bersammlung aller in ber Bohlfahrtspflege und Kinderschustommission tätigen Genossen und Genoffinnen. Thema: Allgemeine Wohlfahrts- und Jugendpflege". Ref., Gen. Stadtrat Ratl Schneider. Bahlen des Vorstandes. 17. Kreis. Lichtenberg. Montag, den 19. b. M., 7 Uhr, Sigung der Jugend weihekommission in der früh. Freiheit"-Expedition, Lichtenberg, Weichselftraße 28. 20. Kreis. Reinidendorf. Montag, den 19. b. M., 7 Uhr, im großen Gigungsfaale bes Rathaufes Bittenau Frattionsßigung. Die Witglieder des cze weiterten Kreisvorstandes find hierzu eingeladen. 9. Rreis. Wilmersdorf. Dienstag, den 20. Februar, Situng der Rommunalen Rommission abends 8 Uhr bei Piper, Holsteinische Str. 60. Morgen, Montag, den 19. Februar. Bermit wird seit den 6. Februar ber 17 jährige Lehrling Harvi Gynthet. Sleidung: Schwarzer Paletot, grauer Stepphut und Schal. 19. Abt. Beamtenmitgliederversammlung 7 Uhr Lokal Schuchhardt, Christiania. Meldungen erbitten die Eltern, Pasteurstr. 38. ftrage 116. Befreundete Beamte des Bezirks mitbringen. Die Einäscherung des Genossen Vogtherr findet am Dienstag, 68. bt. Salenfee. 7% Uhr Fortiegung ber erweiterten Mitgliederversamm den 20. Febinar, nachmittags 4%, Ubr, im Strematorium Bilmersdorf, Tung im Lotal Sandmann, Westfälische Straße 42. Ref. Genoffin Gertrud Berliner Straße, statt. Hanna, M. d. L.: Die wirtschaftliche und politische Lage". Einäscherung des Genoffen Groger ebenfalls 79. Abt. Schöneberg. Konsumgenossenschaftsmitglieder müssen sich an der am Montag abend 7% Uhr im Gesangfaal der Uhland- Schule, Kolonnenstraße, flattfindenben MitglieberBersammlung zahlreich beteiligen. am Dienstag, den 20. Februar, nahmittags 1, Uhr, im Strematorium Baumschulenweg. Für das Konzert zugunsten der notleidenden Frauen und 108. bt. Köpenid. 7 Uhr bei Schlag, Rieger Straße 6, Borflandssigung. Kinder des Ruhrgebietes in der Wandelballe des Reichstages Frauenveranstaltungen am Montag, den 19. Februar. heute Sonntag baben ihre Mitwirkung zugefagt: Die Stabelle der Staats. oper unter Dr. Stiedry, der Domchor unter Professor Rübel, Margarete 2. Areis. Eiergarten. 7½ Uhr Funktionärinnensigung bei Trümper, Flens Arndt- Ober, Carl Eleving, Elisabeth von Endert, Joseph Achron und Hein- 19. Areis. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde. 7 Uhr im Gäuglingsheim burger Straße 3. rich Grünfeld. Das Konzert beginnt nicht, wie angesagt, um 8 Uhr, Pantow, Berliner Straße 14, Eingang Floraftraße, wichtige Gizung der sondern bereits um 5 Uhr. Selfer und Selferinnen. Eine Matinee zum Besten der Ruhr- Hilfe veranstaltet ebenfalls heute Sonntag, vormittegs 11 Uhr, der Berliner Sänger berein E. V.( Cacitia Melodia)" im Theater am Bülowplatz( Bolts. bühne) mit einer ausgewählten Liederfolge. Als Solistin ist Frau Gertrub Bindernagel, Mitglied der Staatsoper, gewonnen und zur Begleitung der Künstlerin Herr Walter Moldenbauer. 22. 29. 33. 40. bt. 7 Uhr Schulaula Wiesen-, Cdfe Pantstraße. Thema: Seguelle Aufflärung der Sugend". Ref. Geit. Dr. Löwenstein. t. 714 Uhr bei W. Burg, Brenzlauer Allee 189, Vortrag des Genossen Rople, M. d. R. t. Frauenabend nicht Montag, ben 19. b. M., sondern Montag, den 26. Februar. t. 7% Uhr im Bazenhofer, Belle- Alliance- Str. 47. Thema:„, Soziale Erziehung". Ref. Gen. Beffier. 191 Betriebskrankenkasse der Stadt Berlin. Montag, den 26. februar, nachmittags 4 Uhr, Breite Straße 11 11, Ausschußigung( fiche Inserat in heutiger Republikanischer Jugendbund Schwarz- Rot- Gold". Montag, den 19. dieses Monats, abends 7 Uhr, im Restaurant Notes Haus, Nollendorfplatz 3, erste Beranstaltung der Ortsgruppe Westen des Republikanischen Jugendbundes Schwarz- Rot- Gold. Tagesordnung: Die ernste politische Lage". Gäfte find willkommen. Gemeinschaft proletarischer Freidenfer. Bezirk Groß- Berlin. Die prole. tarische Freidenferschule hält ihre nächste Arbeitsgemeinschaft Dienstag, den 20. Februar, abends 7 Uhr, Schule Niederwallstr. 12, ab. Leitung Genoffe Dr. Krische. Thema: Der gegenwärtige Biffensstand von der Entwicklung der Erbe". P Geschäftliche Mitteilungen. Die Juferate der Kulerolfabrik Groß- Salze werden besonderer Beachtung empfohlen. Sie erfcheinen ab vorliegender Nummer an den 15 nächsten Sonntagen. Wetter bis Montag mittag. Bielfach heiter, aber veränderlich mit geringen Schneefallen bei mäßigen nordöstlichen Winden. In den Lages. stunden mäßiger, nachts strenger Frost. Regelmässige Verbindung von Bremen über Southampton, Cherborg nach New York durch die prachtvollen amerikanischen Regierungsdampfer NÄCHSTE ABFAHRTEN: George Washington President Roosevelt President Arthur President Fillmore President Harding 21. Februar 28. März 28. Februar 4. April 7. März 11. April 14. März 18. April 21. März 25. April Abfahrt von Southampton und Cherbourg 1 Tag später Verlangen Sie Prospekte una Segellisten Nr. 83 UNITED STATES LINES BERLIN: W 8, Unter den Linden 1; NW 40, Invalidenstraße 93; W9, Budapester Straße 5 General- Vertretung: Norddeutscher Lloyd, Bremen GARBATY GARBAT ASPASIA GARBATY ASPASIAN GARBÁTY ASDASIA ASPASIA DITTMANN Handschuhe für Herren, Trikot 3900.Trikotagen Herren- Hemden und Beinkleider .Grösse 4 Weitere Grössen 500.- mehr wollgemischt und makofarbig... Herren- Hemden Baumwolle, 12600.HERMANN Tietz 11 weiss, mit farbigen Einsätzen...... Grösse 4 13500.- LEIPZIGER STRASSE ALEXANDERPLATZ+ FRANKFURTER ALLEE Weitere Grössen 500.- mehr Herren- Garnituren Baumwolle, farbig.. Grüsse 4 14.000.Weitere Grössen 1100.- mehr Damen- Reformhosen marine, mit angewebtem Futter, alle Grössen 10500.Hemdchen für Damen, Baumwolle, weiss ohne Aermel Aermel 875.- 3600.Damen- Hemdhosen Baumwolle, weiss, ohne Aermel... 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Februar 1923 Die Wotanseiche. Von Sedif Alam. Der heilige Bcnifazius ließ die Axt sinken, Triumph blähte seine glühenden Bäckchen. Prasselnd brach der Eichenkoloß nieder. Ein paar Heiden starrten noch immer sehnsuchisgespannt nach oben, ob nicht endlich ein Blitz aus dem quellklaren Himmel den Frevler vernichten würde. Doch den meisten war bereits die Hoffnung ent- fallen, als die Art dos erstemal sich ungestraft in dos Holz des hei- ligen Baumes einbiß. Wotan war machtlos, der Fremde hatte bewiesen, daß sein Gott der stärker« war. Die Christen frohlockten. Zwei Mönche aus des Bonifazius Be- gleitung schleppten in Eile ein bolkengezimmertes Kreuz herbei mid pflon'ten es auf den Stumpf der gefällten Wotanseiche, ihn höhnisch zum Sockel des feindlichen Gloubenszeichens erniedrigend. Da endlich trat der verwittert« Drude, der in teilnahmlofer Erstarrung allem zugesehen hatte, an den heiligen Bonifazius heran. Als einziger hatte der Wotanspriester, solang« Bonifazius den Baum fällte, den Himmel keines Blickes gewürdigt, während selbst die Christen ein instinktives Angstgefühl nur mühsam verhehlten. „Herr Amtsbruder." krächzte er wehmütig zum heiligen Boni- fazius,„da haben Sie uns beiden eine schön« Suppe eingebrockt!" Der heilige Bonifazius wischte den Schweiß aus den Augen. Die ungewohnte Arbeit des Holzfällens hatte ihn erhitzt und außer Atem gebracht.» „Für Sie vielleicht übel, für mich nicht," keucht« er grob und warf die Art zu Boden. Er oermied geflissentlich die Anrede„Herr Amtsbruder". Oer Drude blleb ruhig. Sem Greisenorgan klang fast sanft, als er den Heiligen mahnte: „Heben Sie die Axt auf, Herr Amtsbruder. Sie hat Ihren Glauben wie den meinen in» Mark getrosten." Und als der heilig« Bonifazius ihn betroffen anstarrt«, fuhr der Drude fort: »Die Wotanseiche hat tausend Jahre gestanden. Man hätte sie während der ganzen Zeit fällen können, wie jeden Baum. Glauben Sie, ich wußte es nicht? Nicht- die Furcht vor dem Blitz hat sie geschützt, sondern die eingesessene Ehrfurcht, die allen Menschen Innerstes war, so viele im Umkreis der Eiche lebten. Nicht Angst vor Straf« hielt sie ab, sondern der Gedanke, daß jemand sich an dem heiligen Baum versündigen könnte, war etwas Unmögliches. In der naiven Fabel vom Blitz, der den Frevler treffen würde, ver- sinnbildlichte sich nur die allgemeine Sckieu. Ich will sagen: Dieser Blitz war keine äußerlich«, tölpelhaft« Erfindung, sondern ein In- begriff der Scheu. Er gehörte mit ihm zusammen wie Roß und Mähne. Solang« die alte Scheu bestand, war der Blitz Wirklichkeit. Erst als Sie Fremdling kamen und mit dem neuen Glauben die alte Scheu untergruben, hört« auch der Blitz auf, Wirklichkeit zu fein." Der heillge Bonifazius hatte mtt halbem Ohr zugehört, fein schwitzender Fetthals scheuerte sich am rauhe» Hemdsaum wund«nd verursachte ihm brennendes Unbehagen. „Dummes G-kakel," schnaubte er,„was berithrt da» alle» mich und den Christenglauben?" Auf des Druden verrunzeltes Antlitz lag still« Hetterkett, wi« der müde Glanz eines winterlichen Sonnentage». „Herr Amtsbruder, was steht jetzt an Stelle meiner Eiche?— Ihr Kreuz. Es mag wie meine Eiche tausend Jahr, stehen, vielleicht auch länger. Aber zu meinen Füßen liegt die Axt. die meine Eiche fällte. Geschlechter um Geschlechter werden ihr Km« vor dem Kreuze beugen, wie ihr Christen das für würdig haltet. Heilige Scheu vor dem geweihten Holz wird alle Seelen erfüllen, die in feinem Bannkreis aufwachsen. Aber in tausend Iahren oder später wird«in kecker Frenidling kommen, wird die Axt finden und fragen:� Ob Christus fein Kreuz wohl b«si«r schützt, als Wotan s«tn« Eiche? Cure Christenpriester werden ihn mit der Hölle bedrohen. Er aber, dem die Scheu fehlt, wird mit lächelndem Antlitz da» jkreuz um» hau«n, so wie Sie, Herr Amtsbruder, heute meine Eiche." Der heilig« Bonifazius schnellt« hoch. „Blasphemie!" kreischte er, ,nimm«r wirb Gott solchen Frevel zulasien." Der alte Drude verzog keine Miene. „Es wäre vielleicht zu verhindern gewesen. Ab«r nun haben Sie. Herr Amtsbruder, heute dem Frevel die Wege gewiesen. Hören Sie aus das Wort eines alten erfahrenen Kollegrn. Sie hoben las Dümmste getan, was ein Geistlicher iiberhaupt tut* kann. Sie haben das erokte phnsikaliiche Experiment, schlimmer noch, Sie hoben die kausal« Logik in religiöse Dinge hereingebracht. Dos Allerdummste. Denn mit dieser Methode kann man wohl die Religion des andern widerlegen, aber man widerlegt zugleich die eigen«..All« Religion gründet sich auf Beweislosigkeit. Glaube ist Mystik, und Mystik beginnt jenseits der Berstandesgrenzcn. Der Verstand kann nur zweifeln. Logische Beweise sind negativ, fallen immer gegen die Religion. Ihre dumm« Axt ist solch ein grober, oerftandesmaßiger Beweis. Was haben Sie priestcrlicher Grünling mit Ihrem km- dischen Experiment erreicht? Sie haben bewiesen, daß der Wotans- glaube ein Widerspruch ist zu den Ergebnissen des kausalen Denkens. Alle Logik ober wächst auf der Grundlag« des Widerspruchs. Loglscy ist daher der Wotonsglanb« nicht haltbar. Aber die gleiche Axt beweist, daß es mit Ihrem Christenglauben nicht besser steht. Bonifazius runzelte hochmütig die Stirn: „Der wahr« Glaube kann nimmer auseinanderfallen mit den Ergebnissen der folgerichtig gcbandhabten Logik." Der Drude schüttelte wehmütig sein Haupt. „So sprach auch ich einst als wotanspriesterkicher Roviz«. Der Glaube kann es doch, schlimmer,«r tut es sogar. Jeder Glaube steht in Widerspruch zur Logik. Aber warum uns mit Worten streiten? Hier ist das Kreuz>md hier die Axt. Gestatten Sie, Herr Amts- bruder. daß ick, das Gegenexperiment zu Ihrem Versuch unternehme?" Wie ein Rasender umklammerte Bonifazius das Handgelenk des Druden. „Untersteh dich, Heidenhund!" brüllte er.„Du bist ein Kind des Todes, wenn du unser Kreuz anzutasten wagst." Er wies auf die eisenstorrenden fränkischen Gewappneten, die ihn und die Mönche zur Wotansstött« der Sachsen begleitet hatten. Der Drude zuckle die Achseln. „Mit solcher Hilfe hätte ich die Wotanseich« auch geschützt. Aber wird ohne Panzcrritler Ebristus sich kräftiqcr wehren als Wotan? Die Axt bleibt liegen, die Sie gegen den Glauben geschliffen haben. die Axt der Logik mit der scharftn �schneid« des kausalen Denkens. Sie mag tausend, sie mag zweitausend Jahre ruhen. Endlich kommt doch einer, der sie aufhebt, und dann— ad« Kreuz!" Damit wandte der Drude dem heiligen Bonifazius den Rücken und schritt langsam h«im«ärtz Dem war in der Länge der Dis- putation der Schweiß auf den Gliedern erkaltet. Wind hatte sich erhoben, er strich über die Feuchtigkeit, und unter der starken Ver- dunstung seines Schweißes begann der Heilige zu frösteln. Einer der Mönch« trat zu Bonifazius: „Nie glichte«in Tag in schönerem Glaubenseifer." Bonifazius aber brummelte: „Bring' mir meine wollene Kutte, Idiot. Ich bin stark ab- gekühlt." Jranzosen und Belgier habe» In Ihrer Verblendung da» Ruhrgebiet zum große» Wirtschaft- llche»»ad kulturelle» Schade» der europäischen Menschheit besetzt. Kommunisten unö Reaktionäre versuchen an» diesem barbarischen Skandal Vorteile für ihre anheUvolle« Bestrebungen zum Schaden der Republik zu ziehen. Die politischen Aleuchelmörüer der Heimat müssen natürlich nach wie vor mik derselben Energie und Zähigkeit bekämpft werden, wie die wahnsinnigen Imperialisten de» Auslande».—' Das erfordert natürlich die uneatwegle Fort- fetzung de» bisher von unserer Partei in Verlin geführten Sampfes. §tFm Freiwillige Seitrage"WD für diese Kämpfe sende jeder, der e« kann, sofort auf Postscheckkonto Berlin Jlt. 48743 an Alex Paget-, verlin SM. SS. Lindenstr. Z. Wirtschaft Dollarsturz. In der Zeit vom 1l). bis 16. Februar ging der Dollar von M S00 auf IL Sllll zurück, um sich gestern wieder auf 19 506 zu er- höhen. Die gestrige geringe Erhöhung ist für die Gesamttendenz ohne Belang. Ein derartiger S t u r z der fremden Devisenkurs« war kaum erwartet worden. Es ist auch begreiflich, daß man an der Börse die ganze Entwicklung skeptisch beurteilt. Noch immer arbeitet<>ie Notenpresse in verschärftem Tempo, noch immer ist keine Klärung d«r Reparattonsfrogc in Sicht. Aus dem Mißerfolg, den die Reichs- dank bei früheren Versuchen einer Stützung der Währung gehabt hat, glaubt man schließen zu müssen, daß auch diesmal der Markbesie- rung keine lange Dauer beschieden sein wird. Hier ist der Wunsch der Vater des Gedankens. Zweifellos gibt es jetzt schon weite Kreise, die beim migenblicklichen Stand des Dollars, wie man so zu sagen pflegt,„schief liegen". Der Wunsch, den Dollar wieder in die Höhe zu treiben, wird natürlich unterstützt durch die verwegensten Gerüchte, die den Interessen der Devisen- Haussespekulanten dienen und zu deren getreuer Wiedergabe sich neuerdings auch die„Rote Fahne" hergibt. Demgegenüber ist doch zu betonen, daß die gegenwärtige Stützungsaktion der Reichsbank geschickter und. umfassender eingeleitet ist als jeder frühere derartige Detfuch. Die Devisenbestände, über die die Reichs- dank verfügt, sind nach unseren Informationen erheblich größer, als man anzunehmen geneigt ist, obgleich man sich aus naheliegenden Gründen näherer Mitteilungen darüber enthält. Bor allem hat ober die Stützungsaktion bisher nur wenige Mittel w Anspruch genommen, so daß man den Zusicherungen Glauben schenken kann, daß die Reichsbank noch einen langen Atem hat und daß es ihr gelingen wird, den Kurs des Dollars stabil zu halten oder eher noch zu senken. Allerdings wird man wünschen müssen, daß die Bemühungen zur Besserung des Markkurses durch weitergehende währungs- politische Maßnahmen unterstützt werden. Jetzt erst geht man mit ernsthaften Beratungen an das Projekt der wertbeständigen Anleihe für das Reich heran, und es heißt, daß zweihundert Millionen Goldmark durch ein derartiges Papier onjgebracht werden sollen. Ebenso müssen die Maßnahmen zur Unterbindung der Devisenspekulation noch verschärft werden. Auf die Preise der wichtigsten Lebensmittel hat der Dollar- stürz nur vereinzelt eingewirkt. Dagegen sind die Lücken, die die Großhandelspreise aufweisen, ebenso wie die Kurscinbußen der Aktienbesitzer bereits recht erheblich. Die amtlichen Stellen ver- suchen, durch straffe Handhabung der gesetzlichen Bestimmungen die Ermäßigung der mit* der Markverschlechterung gestiegenen Preise zu beschleunigen. Die Rückwirkung auf dem Warenmarkt kann zweifel- los auf die Dauer nicht ausbleiben, auch wenn man vorläufig noch wenig davon spürt.* a Eine andere Gefahr allerdings taucht jetzt wieder am Horizont anf, und das ist die Gefahr zunehmender Arbeitslosigkeit. Die Fabrikanten und Händler, die jetzt aufnhren teuren Rohstoff- einkaufen festsitzen, werden in erster Linie den Dollarsturz, also die Währungspolitik der Reichsbank, dafür verantwortlich machen, wenn sie sich zu Bettiebscinschränkungen genötigt sehen. Demgegenüber ist jedoch darauf hinzuweisen— und wir haben es kürzlich durch eine Tabelle beleuchtet—. daß auch die ständige Verteuerung der Devisen die Arbeitslosigkeit vergrößert hat. Bei einer Markbesierung ist, wie an dieser Stelle wiederholt betont wurde, in jedem Falle eine Erschütterung des�Waren Marktes zu erwarten, und wir haben ebenfalls immer wieder darauf hingewiesen, daß dann die Arbeitsbeschaffung, die produktive Erwerbslofenfürforge und die Organisation der Vergebung öffentlicher Aufträge die größten Härten der Absatzstockung beseitigen muß. So schwer Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit auf die breiten Masten zurückwirken znüssen, im Zeichen einer Besserung der Währung und sinkender Preise sind sie noch eher erträglich als bei fortschreitender Teuerung. Die Besterung der Mark, die gleichzeitig von einem Sturz des Franken begleitet ist, ist auch eine wesentliche Vorbedingung für das Gelingen des Abwehrkampfes an der Ruhr. Schon aus diesem Grunde wird man sich von den Vorzeichen der Arbeitslosigkeit nicht schreck?» lassen dürfen, sondern vielmehr alles zu ihrer Abwehr tun müsten. Gegen die Warenleuerung. Der Handelsmini st er Genoste S i e r i n g hat an säntt» liche Handelskammern nachstehenden Erlaß gerichtet: Es hat sich gezeigt, daß die erfreuliche Besserung, welche der Stand der Mark in der letzten Zeit erfahren hat, in den Warenpreisen vielfach noch keinen oder nur u n g e n ü g e n- den Ausdruck gefunden hat. Jedenfalls muß festgestellt werden, daß die Anpassung an die Marktlage sich beim Sinken der Mark ungleich schneller und in erheblich stärkerem Maße zu vollziehen pflegt, als es sich bei der umgekehrten Entwicklung jetzt zeigt. Es liegt auf der Hand, daß hierdurch die Beunruhigung über die ungeheure Preissteigerung, welche nach dem vorausgehenden Martsturz ein- getreten war, noch weiter gesteigert wird und daß eine derartige Entwicklung bei der Bevölkerung auf starken Widerstand stoßen muß. So wenig ich die schwierige Lage verkenne, welche sich für das gesanue Wirtschaftsleben und in besonderem Maße für den Handel aus dem schnellen Wechsel des Markstands ergab, fo muß ich doch der bestimmten Erwartung Ausdruck geben, daß die beteiligten Kreise, sich der durch die politischen Derhältnisse verschärften de- sonderenVerantwortung bewußt, den berechtigten I n t e r- essen der Verbraucher die gebotenen Rücksichten entgegenbringen. Ich behalte mir vor, auf die Angelegenheit alsbald zurückzu» kommen, ersuche aber gefälligst mit der durch die Umstände gebotenen Beschleunigung auf die beteiligten Kreise in vorstehendem Sinn« bereits jetzt einzuwirken. Zehn Prozent Preisermäßigung im Großhandel Mit der Kurssteigerung der Mark ist das Niveau der Großhandelspreise nach der Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamts von dem ö967sachen des Vorkriegszustandes am 5. Fe- bruar auf das 5388foche am 15. Februar oder um 10 v. H. zu- rückgegangen. Bon den Lzauptgruppen sind gleichzeitig dis Lebensmittel von dem-tSOSfachen auf das 4122fache oder um 18 v. H., die I n d u st r i e st o f f e von dem 7958fachen auf das 7755fache oder um 2,5 v. H., und die Einfuhrwaren von dem 11 175fachen auf dos 7963fache oder um 28,7 v. H. gesunken. Polen» valutaschnlden. Nach einem amtlichen Ausweis be- trugen die Auslandsschulden des polnischen Staates am I. Januar 1922: An Amerika 186 434 339 Dollar, an Holland 14 218 686 holländische Gulden, an Norwegen 16 497 417 nor- wegische Kronen, an Schweden 935 805 schwedische Kronen, an Däne- mark 358 849 dänisch« Kronen, an die Schweiz 73 600 Schweizer Frank, an Frankreich 912 455 000 Frank, an Italien 75 000 000 Lire, cm England 4 500 000 Pfund. Vorbereitungen zur Einführung der polnischen Währung in Ostoberfchlefien. Die polnisch« Regierung hat mit Rücksicht aus die zum 1. November d. I. bevorsteiiende Einführung der polnischen Währung in Polnisch-Oberschlesien das Abkommen über den Po st s checkverkehr zwischen Deutschland und Polen g e k ü n- d i g t. Der Postscheckoerkehr nach Polnisch-Oberschlefien wird daher vmn 1. Mm d. I. ab aufgehoben. Vevifenkurse. 1 holländischer Gulden... 1 argentinische Papier-Peso 1 belgischer Frank...... 1 norwegische Krone.... 1 dänische Krone....... 1 schwedische Krone..... 1 finnische Morl....... 1 japanischer f)en...... 1 italienische Lire...... 1 Pfund Sterling...... 1 Dollar.......... 1 französiicher Frank.... 1 brasilianischer Milreis.. 1 Schweizer Frank...... 1 spanische Peseta..... 100 österr. Kronen fabgest.). 1 tschechische Krone..... 1 ungarische Krone..... 1 bulgarische Lewa..... 1 jugoslawischer Dinar... Unaf w/tioÄt. immr hvorrugl MLSAUm Grippe— Husten. sollte jeder auch nach überstancencr Krankheit nescrigen Wir raten Ihnen, aus 50 Gramm echtem Fagosot-Extrakt durch Aufkochen mit l/4 Plund Zucker und'/« Liter Wasser eine preiswerte prompt wirkende Husttnmedizin sselbt herzustellen. Echter Fagosot Extrakt ist sicher erhältlich in allen Apotheken Stoffe fürHerren-u.Damen-Bekleidunj» beite Fabrik sie, greBe Ans val I.Verk»1 metenielsi Koch& Seeland G""" Gertrau(>tenstr»Oe 20—21. b. H. Glaatiictämufa BAT-SCHARI © U Filmschau. Ein Bergmannsfilm.. " Wie anständig und ehrlich fann doch ein um fein! Wie fann er mit den Mitteln reiniter Menschlimfeit Stärtstes und laut Schwingendes aus dem Edelbergwerf der Innerlichkeiten holen. Da ist ein Film Schlagende Wetter" zum erstenmal im 1.2. Surfürstendamm gezeigt( pon einer gewiffen ungewollten Nuhr- Aktualität). Und dieler Film ist Proletarier brama ohne jede fofettierende Tendenz. Arbeiterschiddial, Bergmannsleben in Bilder gepreßt, nirgendwo von falschen Tränen verregnet, nicht mit den diden Farben der aufdringlichsten Stontraste ladiert, nur gut, nur echt, nur ehrlich, unverlogen, durch und durch menschlich. Kunstwürdig. In ganz geraden Linien fließt die schlichte und sehr ergreifende Handlung. Zweifach Drama aus der Tiefe: einmal aus der Tiefe des Schachts, einmal aus dem Stollen der Brust. Eine stolze, schöne, nicht erst vom Schlagwort gestüßte, eine selbstverständlich soziale Haltung hat diefer Film, der die Geschichte vom fleinen Mädel erzählt, das auf freiem Feld Mutter wird, in den Armen des Bergmanns teilende Leidfreude empfängt, und, wie noch einmal das Artfremde an fie herantritt, dem Zugehörigen, dem Gleichen in den Schacht folgt, den schlagende Wetter" verseuchen. In der Gefahr er. obert fie fich ihren Glüdsplaß des Lebens. Anfangs hieß es, das Manu stript jet bon Stefan Grogmann. Dann schwiegeu sich die Anfündigungen über die Mutorschaft aus. Einerlei mer immer den Film schrieb, er bat bornehme, bat ebrliche, hat dramatisch getürmte Arbeit in schlichtester Linic geleistet. Gang flar alles, nur wenige Titel erläutern verständliche Situation. Unerhört echt das Bergwerksmilieu, und alles durch die Regie Karl Grunes belebt, von malerischen Reizen entzündet, von Einfällen überschwemmt. die teine selbstgefällige Uurube im Detail aufkommen lassen. Diese Regie fie tönnte allerbeste schwedische Arbeit sein hat Herz und Sinn für den fozialen Altem der Zeit. Sie ist Wirklichkeit und stunst. Slöpfer als Bergmann von gedrungener Kraft und leuchtender( Güte. Selbft Liane Said in der Hand des Regisseurs ein erfreulich echtes Menschenkind, von dessen unversehrtheit man erquidt wird. Necht geschickt die Rolle eines begabten Hundes. Ja, dieser Film ist Erlösung vom Uebel! Ein Columbus- Film. P. S. 3m Primus Balast entdeckte„ Chriftoph Columbus Amerika. Das Batronat hatte diesmal nicht der spanische Hoi, sondern der geschickte, auf lebendige Schilderung und straffen aufbau bedachte Regisseur Martin Garas übernommen. Der Film zeigt den ersten Lebensabschnitt im EDEL- LIKORE Y Delpey EDELIKORE WEINBRAND Weinbrand A- Delpey& CoA G Berlin, N24 Johannisstr 18/19 182 Likörfabriken Fruchtsaft- Presserei Weinbrennerei . O Theater, Lichtspiele usw. Opernhaus 7 Uhr Volksbithne 7 Uhr: Berfe des fübnen Genuesent, bringt die Kämpfe, die er gegen Bucherer zu bestehen batte und führt die Handlung bis zur siegreichen Südfebr aus der neuen Belt, in der er Indien entbedt zu haben glaubte. Die spätere Lebenstragit Columbus, der dramatisch und feelisch sicherlich wertvollere Abschnitt, ist vielleicht einem zweiten Film vorbehalten. Es ist Bug und Straft in dieser über bildbaft gestellte Geschäfte freilich taum hinaus reichenden Angelegenheit, die übrigens auch für den Besuch Jugendlicher frei gegeben wurde. Schöne Naturaufnahmen und gut gegliederte Massen: izenen erböhen den Eindruck. Baffermann als Columbus hat Format, das über die historische Attrappe ins Menschliche hinauf strebt. p- 8. Die Flucht ins Biedermeier. Der Schat der Gefine Jacobsen"( nach dem Noman bon Frib Ganzer) wurde von Willi Rath für den Film bearbeitet und vom Alts boff- Ambos- Film berausgebracht. Es fehlt das Wort und es fehlen die Begründungen, und beides hat man durch einen bedenklich schlechten Zert zu ersehen versucht. Dabei verschrieb man sich für die Hauptrollen Dar Bei teilfteller, deren Namen allein eine ungeheure Werbekraft ausüben. weiser Verzeichnung ihrer Rollen gingen sie ans Wert. Zum Beispiel iſt Paul Wegener ein gefährlich grobichlächtiger Niels Nisen, so daß nicht ein sympathischer Zug in die Gestalt fomint, obwohl bei anderer Aujfassung mehr als ein freundlich stimmendes, veriöhnendes Licht vorhandent wäre. Auch wirkt nach dem Dofertod feine photographierte, massive Körperlichkeit gar zu störend. Ein Drientale türde in einem solchen Falle wohl bell entzüdt fagen: Welch' ein Fleischklumpen", der gute Durchschnittseuropäer aber ist um seine rührfelige Stimmung gebracht. Marha Leito ist eine herzige Gejine Sacobsen, doch ist sie unvorteilbait geschminkt, und wenn sie weint, wird ihre Mundpartie recht häßlich. Als Klaus ist Johannes Niemann noch paffiver, als seine Rolle, während Reinhold Schünzel, dem Rasmussen die verschmitten Züge verleiht und ihm blutwarmes Leben gibt. Die Landschaft, die man zum Teil auf der Insel Sylt furbelte, ist in ihrer herben Schönheit nicht poll ausgenugt worden. Bom Regiffeur wurde manches übersehen, doch muß man immerhin feststellen, daß viel guter Bille aufgewandt wurde. e. b. Und aus Kein Mensch wird im Ernst behaupten wollen, daß unser beutiges Reben besonders reizvoll ist. Wohnungsnot, Brotsorgen, Striegsnöte, Reparationen, Santtionen ach, es lit zu widerwärtig, um überbaupt davon zu sprechen Wenn da, jemand fame, der einem einen halbwegs vernünftigen Borschlag machen könnte, diefer Zeit zu entfliehen, ich glaube, fein emziger würde sich die Sache lange überlegen. Und wenn mun gar einer fame, der einem fagt: Weiß Du was, back Dich zusammen und Tomm mit mir, wir flieben so etwa hundert Jahre in der Weltgeschichte nach rüdwärts, mitten ins beschauliche Biedermeier binein...", ja jo Der Sensationsprozek der Irene d'Or" wurde im Marmorbaus einer, bet tönnte ganze Scharen um sich sammeln. Biedermeier Strinolinen, Hauben mit zierlichen Blumen und Bändern, bedächtige auf das Publitum losgelassen. Er spielt in den höchsten Gesellschaftstreifen, Batermörder, Stöde mit Elfenbeininopf und fabriziöfen Seidenquaften. wo man parademäßige Lebensgeftaltungsmöglichkeiten fennt. Bebaaliche Kirschholzmöbel, Sterzenlicht, nachdenkliche Plauderstunden am Flirt, echter und sogenannter sündiger Liebe, erbarmendem Gutsein, Ehrenmannmanieren, Revolver und allerlei Bortiönchen Tränenseligfelt rührte Teetisch und bitterböse Liebesgeschichten. Db das alles fo betulich und gemütlich war? Bir jebenfalls ftellen. Carlsen einen Brei zusammen, der fünf Atte reichte. Der Regisseur es uns so vor, und deshalb feine Ueberlegung: Auf ins Biedermeier! Die Karl Sander wurde von überwältigenden Einfällen nicht geplagt. Bobl aber für ein paar faum aus Abwechselungs-, sondern regenrecht aus Sensationsbedürfnis Transformation fann natürlich feine ständige fein Stunden soll der holde Hofuspofus vorhalten. Die Fahrt geht schnur- beraus bringt er ut. a. in Großaufnahmen einzelne Gesichtsteile. gerade nach Tembelhof, wo die Nationalfilm A. 6. in ihren Schauspieler gefallen sich in eleganten Bewegungen und fostbaren GardeBintelige Straßen, roben. Friedrich Zelni!( der Gesandle Emery) ist der landläufige WeltAteliers das Alt- Paris von 1840 auferstehen ließ. Bläße mit. halsbrecherischem Holperbflafter, Schwibbogen und Bassagen. mann, Elena Polemistaja( Frene d'Or) glänzt durch ihre ToilettenDort an der Ede steht das alte Café Momus, das Siammquartier aller pract und eine gewisse angenehme Zurüdhaltung im Spiel, Margarete Stünstler vom Montmartre; denn wir find ja im Reich der Bohème, und Schlegel iit ganz wohlbebätete Kindlichkeit und Hans Albers versteht jenes fleine Busmädchen, die mit ihrem boben Starton eilig um die Ecke es ausgezeichnet, mit einfachsten Mitteln das Heruntergekommensein zu fdebt, ist Mimi, die boldlelige Freundin des Poeten und Hungerleiders zeichnen. Rudolphe. Auf dem Podium steht Gennaro Rigbelli, der italienische Meisterregisseur, der in Bobème", dem neuen internationalen Großfilm der National Film A.-G. zum erstenmal mit der gefeierten italienischen p- s. Darstellerin Maria Jacobini in Deutschland arbeitet. UFA- PALAST AM ZOO Dritte Woche! Die Im Beiprogramm sieht man die teilweise recht frische Goldwynkomödie Freddy als Afrifaforscher. Außerdem: Altmühl und feine Burgen, Naturaufnahmen von jenem Reize, der immer des Erfolges sicher find. Der größte, Je dagewesene Filmerfolg! Ein Glas Wasser Decla- Bioscop- Film von Dr. Ludwig Berger und Adolf Lantz Regie: LUDWIG BERGER Vorverkauf 11-1 Uhr Beginn: 25, 127 u. 9 Uhr URANIA Walhalla- Th. Central- Theater Theater 8 Uhr: Mit Tägi. 734: 7% U.: Die Macht Sangu.Klangzwisch. 4: der Finsternis Schwarzwald u. Alb. Saal 8 U: Zauberflöte Das Wintermärchen Komische Oper Heirate Deine Frau 4. Pfarrhauskomöd. K. Saris US Mit der Schauspielhaus Mtg. 74: Mein Leopold 2 Uhr: Lumpazi- Lessing- Th. vagabundus Ubr 72 Uhr: Wilhelm Tell Bürger Schippel Deutsch. Theat. Die Lore Mtg. 7: Liebelei. Dienst. u. Mittw.7%: 24 Uhr. Das Glas Bürger Schippel Wasser 7 Uhr: Improvi: Deut. Künstler- Th. Montag 7501-7650 Allabendlich 7 U. sationen im Juni 7. Abonnem.- Vorst 7% Uhr: Improvi sationen im Juni Der Fürst von Pappenheim ( Adalbert, Hesterberg) Kammerspiele Deutsch Opernhaus 2 Uhr. Frühlings Erwachen 8: Der Kreis 6 Uhr: Meisters.v. Nürnby. Große Volksoper Mtg. 8: Der Kreis im Theat.d.Westens Schmuck d. Madonna Gr.Schauspielh.. b. kl Preisen ( Karlstraße) Raub d. Sabinerinn. 2 Uhr: Maschinen. Hig. 72: Barbier v. Sevilla stürmer Intimes Theater 7% Die tōrichte 4: DiePeitsche und... Jungfrau 8 U.: Frau Adas G. m. Mta: Die to- b. H. Die G'schamige richte Jungfrau Lustspielhaus Theater i. d. 8 U: Das Prinzchen Xöniggrätz. Str. Metropol- Theater 3 U.: Die Bajadere 3 Uht: Die wunder 7/ lichen Geschickten New York- Berlin U. d. Kapelim. Kreisler Neues Operett.- Th 7.30: Aus d. Leben d. 3U: Die kl.Sünderin Insekten m. Harald Paulsen, Josefine Dora 11: D. neue Gilbert Komödienhaus Ratja, die Tänzerin 3: Prinzessin Olala mit Margit Suchy, 8: Kameraden Muth, Beckersachs, Abel, Delschaft Paulsen, Tiedtke, Gross, Mamelok Neues Th. am Zoo Berliner Th. Jean Gilberts Operette 7.15: Madame Dorine u. der Zufall Pompadour Neues Volkstheater Hilde Wörner, Ro: Laun.d.Verliebt. berts, Bötel, Haskel Der Neffe als Onkel Renaissance- Theat. Residenz- Th. Uhr: Die Juden Täel 8 Uhr Gastsp. Em. Reicher Schiller- Th Charl. 8 U: Großstadtluft & s lebe 8: D.e 5 Frankfurter das Leben! M. U. Großstadtful P Thalia- Theater Marieta Olli, Bettcher, Wasa. 3: Herrschaftl. Diener gesucht Klein, Keller- Kebri 72 Uhr: Ein Jahr ohne Liebe Nollendorfpl. Trianon- Th..: Vetter aus Dingsda Täglich 8 Uhr Lissi 734 Uhr: Königin der Straße Theateria d.Kommandant,-Str 14 Uhr: Eine glückliche Ehe 7 Uhr: KATTE die Kokotte Wallner- Theater Pers.unter 18 Jahren haben keinen Zutritt Uhr: Der kühne Schwimmer Kleines Th. SCALA Tägl. 8 Uhr: Die 8 Uhr: Internat. Unmoralischen Varieté Carola Toelle, Olga Sonnt. 330 z halb. Limburg, Falken- Preis.d.voll.Prog stein, Kaiser- Titz ( 7%) Dir.: James Klein( 7%) Internat. Revue in 25 Bildern Europa spricht davon 200 Mitwirkende! 6 Balletts! Mr. Jackson Tom Alhambra- Theater in London mit seinen engl. Girls sowie die bekanntesten Dar steller von Bünne und Film Vorverkauf ununterbrochen Ausschneiden! Einmaliger Gutschein für 1-4 Personen Central- Theater Alte Jakobstr. 30/32 Heute, 18. Februar, nachm. 4 Uhr Die Pfarrhauskomödie Auf allen 50% Plätzen Ermäßigung dmirals- Varieté 70 Febr.- Programm A unübertrefflich Der Blaue Vogel Goltzstraße 9 Nollendorf 1613 811 U. Allabendlich Ve Das 3. Programm Casino- Theater 8 Uhr: Cer ceae Schlager Zum blauen Kakadu Flimkamera d. Fetd. Wald und Wiese, Primus Palast Potsdamer Str. 19 Edke Margaretenstr. Uraufführung HINDRIEN Christoph Varieté- Spielplan Columbus Circus nach. 3%, U. Busch Rauchen gestattet Ermäßigte Preise Kinder die Hälfte Die Entdeckung Amerikas Jagendliche haben Zairitt Anfang 7 und 9, Heute 2 Reichshallen- Th. Sonntags 4 Uhr 3 U: Nibelungen 1 Kind frei! Abends 7% Uhr: Theater des Ostens Fremdenlegionar ( Rose- Theater) U.: Loge Nr. VII und Zehn Circ.- Sensationer HAMBURG- AMERIKA LINIE UNITED AMERICAN LINES Nach NORD-, ZENTRAL- UND SÜDADMIRALSPALAST AMERIKA Heute, 18. Febr., mittags 11 Uhr: Konzert der Kammermusik- Vereinigung der Kapelle der Staatsoper Solistin: Hertha Dehmlow Programm: D- dur Divertimento Mozart. Quintett Danzi. Aus dem Forellenquintett- Schubert Der Vorverkauf hat begonnen. Wien- Berlin Unterhaltungs- Varieté Jagersta Konz.- Dir, Herm.Wolfi 630 8 Uhr 4 Uhr Das große Varieté- Programmi Das größteNachmitt.Kabarett Berlins! Verstärkt, Programm Th. a. Karfürstend. Stg. 25. Feb., 11: E Tanzmatinee FLORIE RODRIGO Mitw: Marie Zweig( Klav.) Karten 2000-500 M. bei Bote & Bock, Wertheim u. Abendk, u.Jutes Sachs G.m.b.H. AFRIKA, OSTASIEN USW. Billige Beförderung über deutsche und ausländische Häfen. Her vorragende III. Klasse mit Speise und Rauchsaal. Erstklassige Salon und Kajütendampfer. Etwa wöchentliche Abfahrten von NAMBURG NACH NEW YORK Eisenbahnfahrkarton zu Schalterpreisen. Z sammenstellb. Fahrschein hefte für das In- und Ausland Schlafwagenplätze Bettkarten für deutsche und für internationale Schlafwagen Reisegepäckversicherang ohne Zeitverlust zu güns stigen Bedingungen, auch für Übersee Luftverkehr Rundflüge, Reklameflüge, Briefu. Paketbeförderung Ausklinfte und Drucksachen durch HAMBURG- AMERIKA LINIE Hamburg und deren Vertreter in: BERLIN W8, Unt. d. Linden 8 Potsdamer Platz 3 und Leipziger Str.( Kaufhaus Tietz). Frachtauskünfte erteilt das Schiffsfrachtenkontor Gm.b.H BERLIN W8, Unt. d. Linden 8. Allabendlich 71/2 Unr, Sonntags nachm 3 Uhr halbe Preise STETTINER Säng. ConhoffBrett'! Craft Trednit del- und Altmetalle Edelhöchstzahlend 38, Ackerstr. 38. Café e b. Deutscher Metallarbeiter- Verband Mielka Verwaltungsstelle Berlin N 54, Linienstraße 83/85. Friedrichstr. ou Geschäftszeit vorm. 9 Uhr bis nachm.4Uhr. Ecke Leipziger Str. Telephon: Amt Norden 833 bis 836 und 6592 bis 6595. Varleté Kabarett Margareteusaal in Helt. Spiele u. Achtung! Kunstgewerbe Achtung! 4/4 und 73/4 Uhr mittags 5 Uhr, im total Dresdener Mark- Zigaretten Montag, den 19. Februar, nachStraße 37: Bersammlung Angeb i Quantums aller Bertrauensleute und Beunt.Banderolenpreis Usedom Dobschiner Straße 26 Humboldt 5436. Achtung! trieboräte. Tagesordnung: 1 Bericht von ben Lohnverhandlungen. 2. Disfuffion. Jeder Betrieb muß vertreten fein. Dienstag, den 20. Februar, nachBilligit. Bezugsquelle mittags 5 2hr, in den Andreas Haushalt ToilettenKernseifen Seifenvertrieb Ziedstraße 20 Stettiner Bahnhof. Festfälen, Andreasstr. 21: Versammlung ber Metallformer und Berufs genoffen. Waschseifen gesordnung: Bericht über unsere Seifenpulver Fagfeife Billigit.Bezugsquelle für Händler. Romeike& Schlesener Lohnverhandlungen. Mitgliedsbuch legitimiert Achtung! Goldimlede Dienstag, den 20. Februar, nachKurzesir, 13, Alexanderpl. mittags 5 Uhr, im„ Dresbenee Dentsch. Kürschner- Verb. Garten", Dresdener Straße 45: Versammlung Dienstag ben 20. Februar, abbs. 6 Uhr, aller Kolleginnen und Kollegen im Restaurant Schulz, Elisabethstr. 30: Versammlung der Betriebsräte u. Bertrauensleute 184/13 der Belzbranche. Die Orisverwaltung. Elektromaterial und Apparate des Spittelmarktkonzerns. Tagesordnung: 1 Bericht über das Ergebnis der nochmaligen Berhandlungen mit den Arbeitgebern. 2. Distuffion. Es ist unbedingt notwendig, daß alle Kolleginnen und Kollegen erscheinen. Dienstag, ben 20. Februar, abends 6 Uhr, im Verbandshause( Gigungsfaal), Linienstraße 83-85: für Start- u. Schwachstrom, Ceifungs- Konferenz brähle, Cigen, Meßinsicamente, 18. Februar, 12 Uhr 3ühler, Zelephonapparate, Glüh der weiblichen Vertrauensleute. Anf.7U. Meisters, Kathener Sir38. Lampen jeder Met. Glettromotoren, Tagesordnung: 1. Bortrag über Neue Dichtungen v. Unlaffer taust Theater. Rottb, Tor Ernst Toller. W. Noster, Berlin, Brückenstr. 15a. Tägi. 7% and Seunt.nadim. 30. EliteSänger U. a. Langholzens Schwiegersöhne! Karussel Rurfürstendamm 232 Slelepl. 12:56 2. 100 19 Dir.: Paris Ewelinoft Heate lezte Vorstellung 1. Programm BTC Dist., 20, 2, 8 U, Prem. Potsdamer Str: 38 Furmstr. 12 Jas Mädel aus der Hölie mit Lya Mara II. Programm PATENTE Fernsprecher: Morigplag 8710. Crfolg die gegenwärtige Lage in ber Metall Industrie. 2. Berbandsangelegenheiten. 8. Berschiedenes. Dienstag, ben 20. Februnt, abends 7 2hr, in ben Andreas- Fejlfälen, Anbreasitraße 21: Versammlung aller in ben prikgukbetrieben Beschäftigten. haben Inserate Tagesordnung: 1. Bericht über unfere Vorwärts Dr. Bogdahn, Gud Petroleum! 1200 Mark. d. Treuh.- Verela berat. bester Qualität. 1028 lag. SW 61, Gitschin. Str. 3. Paul Rehfeldt, Lindenstraße 107. Royal Mail Linc Die Königlich Englische Postdampfer- Linie Gegründet 1839 Regelmäßig. beschleunigt. Post-, Passagier- u. Frachtdampferdienst Hamburg- New York Postdampfer Orbita" Postdampfer Orduna" 9 21. Februar 28. März Diese Dampfer besitzen vorzügliche Einrichtungen für Passagiere in der Kajüta und 3. Klas se. Fahrpreis: Hamburg- Southampton Lstr. 3.10 und 5.-. Die Dampfer sind mit Kühlräumen versehen. Brasilien La Plata von Southampton Postdampfer, Andes" Postdampfer Arlan/ a" 23. Februar 9. März Regelmäßiger Frachtdampfer- Dienst von Hamburg nach Westindien- Westküste Amerikas Nähere Auskunft erteilen: ROYAL MAIL LINE: HAMBURG Alsterdamm 39. Telephon: Nordsee 4030-31, Elbe 1365 in Berlin: Royal Mail G. m. b. H., Unter den Linden 17-18 Brasch& Rothenstein, Unter den Linden 71. Aenderungen vorbehalten Lohnverhandlungen 2. Branchen angelegenheiten. Wagen- und Karofferiearbeiter Dienstag, ben 20. Februar, abends 2hr, im Berbandshause( Arbeits lofenfaal), Linienftraße 83-85: Vollversammlung aller in den Wagen. u. Karosserie. fabriken Beschäftigten. Tagesordnung: 1. Bericht vom Schlichtungsausschuß Groß Berlins. 2. Distaffion. Dienstag, ben 20. Februer. nachmittags 5 2hr, im Gewertschaftshaufe, Engelufer 24/25: Branchenversammlung jämtlicher und Metallbrücker Polierer Groß- Berlins. Tagesordnung: 1. Vortrag: Klaffentampf Gewerkschaften". Branchenangelegenheiten.& Ber fchiebenes. Mittwoch, den 21. Februar. na mittags 3 2hr, im Gewertschat's haufe, Engelufer 24 25: Versammlung aller Metalldrückerlehrlinge. Tagesordnung: 1 Bortrag: Bas bietet uns die Organisation?" 2. Berschiedenes.& Ausgabe der Rontroll tarten. Mittwoch, ben 21. Februar, nachmilfags 4, 2hr, im legandriner" ( Saal 1). Alegandrinenstraße 37a: Branchenversammlung der Graveure und Biseleure. Tagesordnung 1. Bortrag über ble wirtschaftliche und politifche Lage. Referent: Kollege Gris Bäst. 2. 2 Branchenangelegenheiten. 8. Ber fchiebenes Ohne Mitgliedsbuch fein Zutritt, Bahlreicher Besuch wird erwartet 143/2 Die Ortsverwaltung. Jader Horgenstunde Herren- Unterhosen Vigogne, Gr. 4.. Herren- Unterhemden.... Herren- Socken Herren- Filzhüte in neuesten Formen und Farben Strickbinder in modernsten Mustern Jumper für Damen reine Wolle ... Mk. Mk. 1450 Mk. 2950 Mk. 990, 490, Mk. 390 .... Mk. Mk. 4900 Mk. 1250 ... Mk. Mk. 7500 Ueberziehjäckchen für Damen Blusenform, reine Wolle Mk. 2900 Ueberziehjäckchen für Damen Kimonoform, reine Wolle Mk. 4500 Strickjacken für Damen reine Wolle, in schönen Farben. Mk. 27500 Jackett- Anzüge für Herren, aus meliertem Cheviot in guter Mk. 48000 moderner Verarbeitung Ulster für Herren und Jünglinge, in moderner Form mit Rücken- Mk. 25000 gurt, aus sehr haltbaren Stoffen 9 Hose, Gr. 7-12.... Burschen- und Knaben- Anzüge bestehend aus Joppe und Mk. 15000 Burschen- Anzüge in Jackett- u. Sportform aus melierten Stoffen Mk. 25000 Wirtschaftspelze Kaninfütterung Stoffbezüge in verschiedenen Arten mit Mk. 50000 Mk. 75 000, 60000, Stoffwesten aus Resten verarbeitet, in verschiedenen Farben, sowie Mk. 3500.. schwarze Kellnerwesten Frackwesten weiß, gelitten 即 Verkauf obiger Artikel nur bis 1 Uhr mittags Wesentlich ermäßigte Preise! Bettfedern, Daunen, fertige Betten, Bettinlette, Metallbettstellen, Daunendecken, Steppdecken, Schlafdecken, Bettwäsche, Kinderwagen, Kinderbettstellen Komplette Schlafzimmer Mengenabgabe vorbehalten Bettfedern Lustig Panzenstraße Bekanntmachung Auf Grund ber Berordnung über Grund13ne und Sterbegeld vom 2. Februar 1928 ( 91.- 6-91. G. 99) geftalten fich die Lohnfhrfen und Beiträge vom 19 Februar 1923) ab wie folgt: Stufe Tagesverdienst Grundugoj Beitrag: täglich Candsion Ullgemeine Ortstranfentane Berlin- Pankow Betanntmachung Auf Grund der Berordnung über nicht fehlgehen) EngrosLager DamenGegr. 1894 Winter- Konfektion Grundlöhne und Sterbegelb in der Stranten herabgesetz! versicherung vom 2. Februar 1923 hat der M. Borstand beschlossen, die Lohnstufen mit 28 Wirkung vom 19. Febr. 1823 wie folgt 56 festzulegen: Grundlohn bettrag 450 Mart • von über 450 bis 850 Mr. 400 800 " von . Mk. 2000.n 850 1250 1200 27 14 17 841250 1650 1600 112 Tagesverdienst 11 " 19 1650 2050 2000 1400 P " 2050 2650 2600 " VII VIII 2650 " " " T 6250 17 " 182 1 bis 250, 200,- 16, 3200 224 8600 8 178/3 4 " 37 450, 850, sow. f Lehrl. ohne Entg. 252 2 über 250,- bis 450,- 400, 350,- 800, 200, 12, " 1250,- 1200, 32, 64, 96, 5 PP " 6 1650, " " 2050, 8 2650, # " 8250, 2050,- 2000, 160, 2650, 2600, 208, 3250,- 3200, 256, 3600,- 288, " BAER SOHN Berlin nur Chausseestr. 29/30 Verkauf rationiert! Kein Verkauf an Händler! Angebote freibleibend, das bedeutet, daß Waren, die beim Kaufandrang vergriffen sind, nicht mehr zum Verkauf kommen können. 20200 3250 Berlin, den 15. Februar 1923 Der Borstand ber Betriebsfrankenkaffe d. Stadt Berlin. Einladung ur außerordenti. Ausschußfihung 9 der Betriebskrankenkasse der Stadt Berlin Flauschalster, Seidenplüschmäntel Aftenmante, Astrachanmäntel, Krimmermäntel, Strickjacken, Katzenjacken, Tuch mäntel 10 500 25 000 30 000 45 000 65 000 85 000 115 000 150 000 185 000 1250.- 1650,- 1600, 128- Neue FrühjahrsDie hiernach erforderlichen Lohnangaben find bis zum 24. Februar 1923 uns einzureichen und verweisen wir hiermit am Montag, den 26. Februar, nachm. auf das allen Arbeitgebern zugesandte 4 Uhr. in den Räumen des Gesamt: Runbichreiben. betriebsrats Berlin, Breifeste.11, v.!! Tagesordnung: 1. Befchlußfeffung liber Beitragserhöhung. 2. Gagungsänderung( SS 21, 55, VII der Sabung). 3. Verschiebenes. Anfragen oder Befchwerben, zu beren Erledigung Atteneinsicht oder anderweite Feftfellungen erforderlich find, müffen minbeitens 3 Tage vorher beim Vorfizenden des Borstandes eingereicht werben. Vor der Situng findet um 3 2hr in demfelben Schußmitgliedern ftatt Berlin, den 15. Februar 1923, Deutscher Meteltarbeiterverband unter den Verwaltungsstelle Berlin Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Rollege, der Schloffer Bruno Mählicke am 16 Februar geftorben ist. Die Beerdigung findet Dienstag, ben 20. Februar, nachm. 3%, Uhr, von der Leichenhalle des Georgen- Kirchhofes in Weißenfee, Röldestraße, aus itatt Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf. Ferner den Witgliebern zur Nachricht. bağ unier Stollege, der Schlosser Paul Schulz am 10. februar gestorben ist. Chre ihrem Andenken! 143/1 Die Ortsverwaltung. Bekanntmachung Allgemeine Ortstrantentaſſe für Adlershof u. Umgegend Sollten diese Rundschreiben nicht in den Befik der Arbeitgeber gelangen, so önnen Druckegemplate im Staffentotal in Empfang genommen werden. Berlin- Pankow, den 15. Februar 1923 Der Vorstand. 0. Gütig, Borsigender Ausbau der 178/14 Konfektion unter atzigem Herstellungspreis. Tuch- Wickelmäntel. Kostüme. Covercoat- Paletots. Alpaccamäntel. Imprägnierte Sommer- Mäntel. Gummi- Mäntei. Homespun Donegal- Schilpfer. Spezialität:-Weiten u.-Längen Extra tür starke u. große Damen M.Mosczytz, Landsbergerstr. 59 eine Treppo, am Alexanderplatz. Sonnabend» Sonntage geschlossen Bekanntmachung. Auf Grund der Berordnung über Grundlöhne und Sterbee gelb in ber Krankenversicherung vom 2. Februar 1923 hat der 1923 wie folgt festzusehen: gemeine Ortstrantentaffe für Allgem. Ortskrankenkasse ble fibliche Borbefprechung unter den Aus Kinderfürsorge Borstand beſchloſſen, bie Lohnſtufen mit Birtung vom 19. Februar Zehlendorf und Umgegend Bekanntmachung Berlin- Wilmersdorf Entgelt bis 450 M, Grundlohn 400. Die Bertreter der Arbeitgeber und Ber- Der Vorsitzende des Vorstandes der durdi die Gemeinde Bobftufe 1 Lehrlinge ohne Entgelt und Staffenmitglieder mit einem ficherten im Ausschuß werden hiermit ge- Betriebstrantenfeffe b. Stadt Berlin Auf Grund der Berordnung liber Grundmäß§ 80 Abfah I der Gagung zu einer löhne ulm vom 2 Februar 1928 geftalten fich bie Lohnftufen und Beiträge vom außerordentl. Ausiußigung Stolt verwandter Gewerbe zu Berlin. von 178/5 2 Dr. Selma SchöferAuweck Eine notwendige hörden und Ausschüsse, Lehrer 8 24 Be29 2 Kaffenmitgl. m. e. Entgelt üb. 450-850 Geb! 800 m. 850-1250 1250-1650 1650-2050 2050-2650 2650-3250 3250" " 1200 1600 " 2000 2600 " 17 " " P " 8200 3600 19. Februar 1923 ab wie folgt: am Montag, den 28. Februar 1923 Ortskrankenkasse der Buchbinder und Lohn- Kaffenmitglieder mit Grund- Beitr abends 7 2hr, nach dem Gefchäftsftufe einem Tanzsentgelt lohn täglich total der früheren Landfranfenfaffe, Lehrlinge ohne Entg. 200 M. 2012. Berlin- Wilmersdorf, Brandenburgische bis 450,-. einsol. 400 40 Straße 6, ergebenft eingelaben 450.01 bis 850 Tagesordnung: 1600 160 A 19 11 . 800 80 P E THE P BP 850.01 1250. IV 1250,01 1650, V 1650,01 2050, VI 2050,01 2650, VII 2650,01 8250, 3200 820 VIII 8250.01 und mehr 3600 1200 130 " 糖 " 2000 200 9 13 2800 260 97 " " SP " 860 " 178 10 In Berfolg der Berordnung über und Erzieher, wiel Grundlöhne und Sterbegeld in ber überhaupt für alle, 1. Bericht über die Bereinigung mit Strantenversicherung vom 2. Februar 1923 die sich in der hat der Borstand mit Ruftimmung des Wohlfahrtspflege der früheren Bandtranfenfaffe. betätigen. wahl des Ausschuß- Borshenden. 3. Aende- Oberversicherungsamts befchloffen, den rung ber 88 1, 34. 48, 53, 54, C6 und 80 Grundlohn von 1800 Mart auf 3600 Mart Preis- Grundzah! Der Raffenfagung. 4. Menberung des§ 2 8u erhöhen Die Grundlohnänderung und die daMk. 0,15 Stuf die zu gewährenben höheren Kaffenleistungen besteht erft vom 29. Tage nach dem Infrafttreten der Gagungsänderung ab Anspruch. Die Herren Arbeitgeber sind verpflichtet, der Kasse innerhalb einer Woche nach Intrafttreten dieser Berordnung die zur Be rechnung der Beiträge erforderlichen Angaben zu machen. Er ftattet ein Arbeitgeber tron dieser Aufforderung die Meldung nicht fristzeitig, so wird für seine Beschäftigten bis zur ordnungs in derjenigen Giufe erhoben, die für Berficherte der gleichen Arz 178/12 Die Mahngebühren betragen vom Tage der Bekanntmachung an für einen Betrag bis zu 1000 902. mehr als 1000-2000 0. der Dienstordnung. 5. Bericht über Elrich mit verbundene anderweitige eftfegung uchhandlung Vorwärtsmäßigen Meldung, ohne Pflicht zur Rückerstattung, der Beitrag Grundiohns gewährt. Entsprechend ber Berlin- Wilmersdorf, ben 16. Febr. 1928 ber Beiträge tritt mit Montag, den 19. Fe Berlin SW, Lindenstr.2 in Betrieben gleicher Art gilt. Als Krantengelb wird die Sälfte des und Groß- Besten. 6 Berfchiedenes. Grundlohnerhöhung fteigen auch die übri gen Barleistungen ber Staffe. Mitglieder, R. Engelhardt, beren Grunblohn die bisher bei ber Staffe Borfizender. Höchstgrenze übersteigt. geſchriebene differenze baben erft vom 29. Sage nad) bem gntraftbruar in Kraft. Fr. Wiemann. Schriftführer. Die erhöhten Leistungen werben nach $.2 der Berordnungen vom 29. Tage nach bent Inkrafttreten obigen Beschlusses, d. h. treten ber Aenberung, alſo vom 20 mars 200000 Mark bar Dom 20. März 1923 ab gewährt. Drudegemplare vorstehender Mende.nferate im entsprechenden höheren Geltungen infprud). Gratish, anreg end. Erfinder Rantai zur Verfügung. er Boche im Au Grund der Berordnung vom 2. Fe- entfprechenden höheren Leistungen Anforuch. Gratisbroschüre d Für Berficherte welche bisher der Sohn- F Erdmann& Co.. Bin. Königgrätzerstr.71 bruar 1923 über Grundlöhne und Sterbe- Rufe X angehört haben und beren Tagesgelb in der Krankenversicherung( R- G- Bentgelt über 1850- Mt. Der Krantentaffe Teil IG. 99 f.) treten vom 19 Februar auf Grund von Tarifbeftimmungen ufm. 1923 ab folgende neun 2ohnstufen in Kraft: befannt ist, wird die gutellung zu ber In Stufe I gehören Kaffenmitglieder mit neuen Lohnftufe VIII von der Krantentaffe einem Entgelt bis 250 M., Grundlohn 200 vorgenommen. Für diese Berlonen find einschl. ohne Entgelt beschäftigte Lehrlinge Ummeldungen nicht notwendig. Soweit Beitrag für Lehrlinge ohne Entgelt 10 90%, bie Rugehörigkeit ber Berficherten au ben für die übrigen Mitglieber ber Stufe I 15 neuen Lohnftufen V bis VII in Betracht In Stufe li gehören Raffenmitglieder mit tommt, werben bie Arbeitgeber hiermit aufeinem Entgelt von 250,01 bis 450 M., Grund- geforbert, innerhalb einer Woche bie zur John 400 M, Beitrag 30 M. Berechnung ber Beiträge erforderlichen In Stufe II gehören Staffenmitglieder Sohnangaben mittels der üblichen Formu mit einem Entgelt von 450,01 bis 850 9, fare bei unserer Geschäftsstelle Burggrafen Grunblohn 800 M., Beltrag 60 M ftraße 2 zu machen. In Stufe IV gehören Kaffenmitglieber Erstattet ein Arbeitgeber trok biefer mit einem Entgelt von 850,01 bis 1250 M. Aufforderung die Meldung nicht fritzeitig. Grundlohn 1200 W., Beitrag 90. fo tann für feine Beschäftigten her StaffenIn Stufe V gehören Raffenmitglteber borstand bis sue ordnungsmäßigen Mel mit einem Entgelt von 1250,01 bis 1650., bung den Grundlohn in der Söbe feftiegen, Grundlohn 1800 M, Beitrag 120. der für die Berficherten der gleichen Art In Stufe VI gehören Kaffenmitglieder in Betrieben gleicher Art gilt und ohne mit einem Entgelt von 1650,01 bis 2050 9, Bflicht zur Rüderstattung die entsprechen. Grunblohn 2000 M, Beitrag 150. ben Beiträge erheben. Drudftitde bez neuen Bestimmungen In Grufe Vil gehören Kaffenmitalleber mit einem Entgelt von 2050,01 bis 2630 M., tehen nach einigen Tagen im Kaffenlotal Grundlohn 2600 M, Beitrag 195 902. zur Verfügung. Gleichzeitig forbern wir diejenigen In Stufe Vill gehören Raffenmitglieder mit einem Entgelt von 2650,01 bis 3250 R., Arbeitgeber, melche bie Löhne und Gehälter Grundlohn 3200 M, Beitrag 240 m threr Befchäftigten nach dem Stand vom In Stufe IX gehören Raffenmitglieder 1 Januar 1923 noch nicht angegeben haben, mit einem Entgelt von mehr als 3250 M Grundlohn 3600 S., Beitrag 270 m. für den Arbeitstag. Diese neue Stufeneinteilung bebingt eine Neueinfchägung sämtlicher Berfonen. bie der diesseitigen Krantenkaffe angehören. Gemäß§ 5 der Berordnung find die Arbeitgeber verpflichtet, der Staffe inner halb einer Woche die zur Berechnung der Beiträge notwendigen Angaben unter Be hiermit auf, nunmehr legtfriftig innerhalb Don brei Tagen die versäumten Meldungen nachzuholen, andernfalls fie auf unseren Antrag die Bestrafung burch das Ber ficherungsamt zu erwarten haben. Behlendorf, ben 15. Februar 1923 Der Borsland 178/18 G. Heymeler. Albert Fischer. muzung der ihnen besonders zugebenben Betriebskrankenkassed.Stadt Berlin Formulare zu machen Der XIII. und XV. Nachtrag der Buwiberhandlungen werden gleich Buwiderhandlungen gegen§818 NBO bestraft. Sazung betreffenb bie Abänderung der Erftaltet ein Arbeitgeber trog diefer S$ 1, 2, 9, 10, 13, 17, 19, 21, 36, 28, 55 und Aufforderung die Melbung nicht frift- 3, 10, 17, 21, 22 finb vom Oberversicherungs seitig, so wird für feine Beschäftigten der amt Berlin am 8. Februar 1923 genehmigt Raffenvorstand bis zur ordnungsmäßigen worden Me.dung den Grundlohn in der Sühe Drudstüde der Cagungsänderu g find feftfegen der für Bersicherte der gleichen demnächst im Raffenlotal zu haben. Art in Betrieben gleicher Art gilt, und ohne Pflicht zur Rückerstattung bie entfprechenden Beiträge erheben. Drudſtüde dieses Beschlusses Itchen nach einigen Tagen auf der Kaffe und den Bahlstellen zur Verfügung. 178/15 Berlin- Ablershof, den 17. febr. 1923, Der Kaffenvorstand. Mag Knappe, Borsigender, Berlin, den 15. Februar 1923. Der Vorstand d. Betriebskrankenkasse d. Stadt Berlin. Zigarren igarren Zigaretten, Tabake Steuerlager, Verst nach Wunsch Zigarrenfabriklager Julius Kahn Berlin N 58, Franseckystr. 43, fumb. 4838 Fahrverb. Dan ziger Str., Schlah. a. Preazi. Allee. Raffenlotal J'vorwärts Der Borstand. 178/11 fichern Erfolg! M. Gottesmann, Borsigenber. Fr. Reese, Schriftführer. Kriegsanleihe wird zum Kurse v.110%, nur geg.Legitimat. in Zahlung genommen. 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Er ist in seiner Heimat Empfangschef. Hausdiener und Zimmerkeliner in einem Schiffergasthofe vierten Ranges; in Berlin aber ist er, mit den Trinkgeldern eines Monats in der Tasche, valutastarker Ausländer und benimmt sich auch so. Er hat sich vorgenommen, soviel billige deutsche Ware einzukauten, daß er Reise und Aufenthalt kostenlos hat und noch 100% Profit dabei macht. Er hat viel von der ausgezeichneten Wirkung des millionenfach bewährten Hühneraugenmittels Kukirol und des Kukirol- Fußbades gehört, und da es gleichgute Präparate im gesamten Auslande nicht gibt, so kault er in allen Apotheken und Drogerien zusammen, soviel er davon erwischen kann. 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