Abendausgabe Nr. 85 40. Jahrgang Ausgabe B Nr. 43 Bezugsbebingungen und Anzeigenpreffe find in ber Morgenausgabe angegeben Rebattion: S. 68, Lindenstraße 3 Jernsprecher: Dönhof 292-295 Tel- Adreffe: Sozialbemetrat Berlin Dreis 70 Mark Dienstag 20. Februar 1923 Vorwärts= Berliner Volksblatt Berlag und Anzeigenabteilung Gefchäftszeit 9-5 Uhr Berleger: Borwärts- Berlag GmbH. Berlin S. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Donhoff 2506-250% Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Bonar Law klagt Frankreich an. Ablehnung des liberalen Antrages. London, 20. Februar.( WEB.) Im Unterhaus wurde der Aberale Abänderungsantrag zur Antwort auf die Thronrede mit 305 gegen 196 Stimmen abgelehnt. höchst erstaunlicher, abfurder und unhaltbarer Standpunkt, da ja auch der Streit zwifchen Bolen und Deutschland, der aus dem Bersailler Bertrag herrührie, dem Böllerbunde mit 3uftimmung Frankreichs übertragen worden sei. Außerdem sei die Behauptung, daß der Bertrag, der ganz Westeuropa neu verteilte und von dessen guter oder schlimmer Wirkung die Zukunft Europas abhänge, dem Arbeitsbereich des Bölferbundes entzogen werben follte, eine lächerliche Behauptung, die die Regierung nicht an nehmen sollte. Llond George betonte, Amerito habe die moralische Berpflichtung, zur Sicherung einer Löfung mitzuarbeiten. Es fei notwendig, im Berlehr mit Deutschland eine neue Einstellung an zunehmen. Die vorige britische Regierung habe stets auf Maßigung gedrungen. Das bebe man ihm in Frankreich nicht der geben. Bonar Law habe aber die franzöfifche Regierung ebenso unzugänglich, ja fogar noch widerspenstiger gefunden. Bei einem Prozeß habe man zu wählen, nicht ein Wort der Kritik gegen Deutschlands Haltung. Da gegen ist die Rede eine einzige Anflage gegen die französische olitik. Auch die Begründung der Ablehnung des Zusag antrages der Liberalen durch Bonar Law damit, daß Frankreich eine Intervention ds Bölkerbundes verwerfen und damit Poincaré höchst unbequeme Feststellung. die ganze Institution zerschlagen würde, ist eine für Es habe diefe Haftung aus Bergmeiflung eingenommen.( Bel- I annehmen sollte. Ueberhaupt findet sich in der ganzen Rebe fall bei der Opposition.) Indessen, so fuhr Bonar Law fort, würde eine jezige Intervention Englands von Frankreich als ein feind feliger Att angesehen werden. Wenn man jedoch mit der Inter. vention wartet, bis sich für fie eine günstige Gelegenheit bietet, so wäre das eine bessere Bolitit. Für den Aufenthalt der englischen Truppen in Deutschland liege bei der augenblicklichen Lage fein Entente, daß die englischen Truppen weiterhin so lange mie Logischer Grund mehr vor; es liege aber im Interesse der möglich im Rheinlande bleiben. An den Völkerbund zu appellieren wäre im Augenblick zwecklos, da man wisse, daß etwas Birkfames gegen Frankreich unternommen werden würde. Daß Bonar Lam einen Bruch mit Frankreich, beinahe um jeden Preis und solange es überhaupt noch geht, vermeiden möchte, werden nur diejenigen hier zu Lande fünf Wochen blind stellen. Mag sein, daß die noch ungelöste bedauern, die sich gegenüber der Entwicklung der Dinge feit Orienttrise auch eine Rolle bei dieser Stellungnahme spielt. Aber die formale Aufrechterhaltung des Bündnisses mit Frankreich und die latente. Drohung mit dem Bruch ist für Poincaré um so unbequemer, als sie der englischen Regierung die Möglichkeit bietet, unter Berufung auf das noch bestehende Freundschaftsverhältnis so vernichtende Anklagereden zu halten, wie die gestrige. Das Abstimmungsergebnis. Die Rede Lloyd Georges. Condon, 20. Februar.( WTB.) In seiner Rede im Unterhaule London, 20. Februar.( WTB.) In seiner Rede im Unterhause fagie 21pyd George noch, das deutsche Nationalgefühl, bas vier Jahre lang gebemütigt und niedergebrochen gewesen sei, sei zum erstenmal feit Abschluß des Waffenstillstandes infolge der Befehung des Ruhrgebiets aufgerüttelt worden. Bonar Lam habe sein beftcs als treuer Berbündeter getan, Frankreich von seinem Die Bedeutung der gestrigen Unterhausdebatte liegt viel Borgehen abzuraten, und er bitte dringend Bonar Law, einen weiteren freundschaftlichen Schritt zu tun, um Frankreich aus der weniger in ihrem Endergebnis, als in ihrem Inhalt NieBerstridung zu lösen, bevor es zu spät sei. Die britische Regiemand im Lager der Opposition wird auch nur an die Möglichrung sollte jegt eine Aktion unternehmen. Er, Lloyd George, habe feit geglaubt haben, die Regierung Bonar Law, die seit den im August 1922 vorgeschlagen, die aanze Angelegenheit an den Novemberwahlen über eine sichere Mehrheit von etwa Bölferbund zu verweisen, aber Boincaré habe sich geweigert, 90 Stimmen verfügt, in offener parlamentarischer Schlacht zu irgenbeine fich aus dem Berfailler Bertrag ergebende Frage an stürzen. Das war auch nicht der Zweck des eingebrachten Zu ben Bölferbund zu übertragen. Das sei ein fazantrages, vielmehr lag es den Oppositionsparteien daran, dem Lande einen Beweis ihrer Aktionsfähigkeit und Stärte zu liefern und die Regierungspolitit in ihrem Sinne zu be einflussen. Wenn nun diesmal die Regierungsmehrheit fogar London, 20. Februar.( WTB.)" Times" schreiben: Die uner um einige Stimmen größer ist als bei der ersten Abstimmung wartet große Regierungsmehrheit von 109 Slimmen sei zum Teil über den in der vergangenen Woche von Clynes eingebrachten darauf zurückzuführen, daß sich etwa 20 Arbeiterparteiler der Stimme enthielten. Laut Daily Expreß" stimmten Cham Busazantrag der Arbeiterpartei, fo liegt es einmal daran, daß berlain, Horne und Bollock für die Regierung.„ Daily News" zu» die konservativen Einpeitscher" ihre Leute zusammengetrom folge verlautet von unionistischer Seite, daß die Rückkehr sowohl melt hatten, während augenscheinlich der gleiche Eifer bei der Chamberlains als auch hornes auf die Minifterbant bevorArbeiterpartei nicht vorhanden war. Allein die Tatsache, daß stehe, da die Regierung im Augenblid die Unterſtüßung der vorvier Mitglieder der Labour Party Urlaub erhalten haben, um maligen Minister sehr brauche. Für Lord Robert Cecil werde fich nach dem Ruhrgebiet zu begeben, wo sie sich gegenwärtig die Uebertragung eines Regierungsamts allgemein vorausgesehen. aufhalten, ist tennzeichnend dafür, daß die Arbeiterpartei diese Westminster Gazette" zufolge hat Cecils Teilnahme an der Gelegenheit nicht zu einer Kraftprobe zu gestalten beabsichtigte. gestrigen Debatte im Unterhause zahlreiche Leute, die auf die Unter Teils aus taftischen Gründen, da sie damit nur die Kastanien fügung des liberalen Abänderungsanirages durch ihn gerechnet für die bürgerlichen Liberalen beider Richtungen aus dem Regierung fich endgültig entschloffen habe, ihn zum britischen von dem Gegner Barzahlung zu erlangen oder ihn banteroff zu Feuer geholt hätte, teils aber wohl auch aus bestimmten Bertreter im Bölferbund zu ernennen. Wenn dem so fei, machen. politischen Erwägungen heraus. Wenn die Mitteilung fo fonne sein Bestreben, sich hinter die Regierung zu stellen, statt Frankreich wolle beides, und das sei unmöglich. In den letzten ber Times" zutrifft, daß etwa zwanzig Arbeiterabgeordnete hinter den Abänderungsantrag, richt wunder nehmen. Im„ Daily Wochen feien 17 Erfahwahlen in Frankreich gegen die Regierung aus gefallen. Wenn die Ruhrbefehung noch um einige Wochen zurüd sich der Stimme enthielten, so zeigt dies, daß man in der Chronicle" schreibt ein Barlamentsmitglied( Lloyd George? Red.): gestellt worden wäre, so hätte die französische Regierung nicht mehr Labour Party über die Zweckmäßigkeit des liberalen Antrages Lord Robert Cecil habe fich in erster Linie als fonfervativer bazu übergehen können. Die Lage im Ruhrgebiet sei schlimmer, und über den Wert des Völkerbundes in seiner jetzigen Politiker erwiesen. Das Vertrauen in feine offizielle Verbindung als die französische Regierung zugeben wolle. Er sei sicher, daß sie Gestalt verschiedenartig urteilt. Es gibt insbesondere unter den mit dem Völkerbund werde sehr erschüttert werden. London, 20. Februar.( WTB.) Die Blätter heben den großen feibst solche Borgänge nicht vorausgesehen habe, der nationalistische radikaleren meist schottischen Mitgliedern der 11nab Gindrud und Erfolg der mit ungewöhnlicher Frische und UeberGeist in Deutschland, der feit dem Waffenftillstande gebrochen hängigen Arbeiterpartei nicht wenige, die, insbesondere zeugungstraft vorgetragenen geftrigen Unterhausrede Lloyd mar, lebe wieder auf. Der Stolz Frankreichs und Deutschlands, feit der oberschlesischen Entscheidung, wenig Borliebe für ein Georges hervor. Westminster Gazette" zufolge findet diese zweier tapferer Rationen, ftehe einander gegenüber. Benn Deutsch Orchester empfinden, in dem Frankreich die erite Geige spielt, Rebe die allgemeine Zustimmung der Liberalen. Es werde jedoc land vernichtet werde, so werde keine Reparation zu erlangen fein, während Deutschland, Rußland und Amerika darin überhaupt bedauert, daß Lloyd George diese Rede nicht bereits vor zwei ebenso würde dann die Abrüstung unmöglich werden. Frant Jahren gehalten habe. reich habe im Ruhrgebiet ein großes Heer stehen, und dabei seine nicht vertreten find. Sicherheit durchaus nicht verbürgt. Wenn England wirklich der Freund Frankreichs fei, müsse es sein bestes tun, Frankreich aus feiner gegenwärtigen Stellung herauszuhelfen. Schazkanzler Baldwin Aber so sehr die französische Deffentlichteit bisher über die wahre Stimmung in England gegenüber der Ruhrinvasion irregeführt wurde, so wenig wird es nach dieser Debatte den Pariser Regierungsorganen gelingen, die wirkliche Bedeutung Die Stellungnahme der Arbeiterpartei. der gestrigen Unterhausdebatte zu vertuschen und, indem sie Henderson, der anfündigte, daß die Arbeiterpartei den Ab- das Abstimmungsergebnis in den Bordergrund rücken, daraus änderungsantrag unterstüben werde, erklärte, bie Arbeiterpartei fei einen Sieg des franzosenfreundlichen Standpuntts in England weder deutschenfreundlich, noch franzosenfeindlich, aber es fet im zu fonstruieren. Tatsächlich ist der geftrige Tag ein fch war eigenen Intereffe Frankreichs notwendig, daß Schritte getan würten, um die Reparationsfrage vom Felte der Gewalt und der„ Ganttio- erTag für den franzöfifchen Nationalen Blod, ber bunfelste Seit dem Beginn des vertragswidrigen Gewaltunternehmens. nen" ins Beratungszimmer zu verlegen Denn das Charakteristische an der gestrigen Debatte ist, daß die schärfste Antlagerede gegen Poincaré eigentlich nicht ermiberte auf eine Anfrage des Abg. Lambert, ob die von der Opposition, sondern von Bonar Law selbst gehalten deutsche Regierung die britischen Vorschläge für eine Berminde- wurde. Allein der eine Sag des Ministerpräsidenten, daß die rung der Reparationszahlungen und der allierten Schulben ange französische Politit darin bestehe, Sant nommen habe, daß diefe Borschläge nicht an die deutsche Re- tionen zu ergreifen, um unmögliche Bebingierung gerichtet gewesen seien und daß sie sich nicht darauf bezogen, mas Deutschland zu zahlen bereit fei, fondern auf die höchstgungen durchzulegen, ist das vernichtendste Urteil, das fumme, deren Zahlung durch Deutschland nach forgfältiger Prüfung jemals ein im Amte befindlicher englischer Staatsmann feit für möglich befunden werte. Lambert fragte weiter, ob die Kriegsende über die offizielle Bolitif Frankreichs gefällt hat. beutsche Regierung ihre Bereitschaft ausgebrüdt habe, eine ver. Und indem Bonar Law hinzufügte, Deutschlands Haltung be nünftige Summe als Reparation zu zahlen. Wedgwood Ben ruhe auf der Erkenntnis der Unmöglichkeit dieser fragte, cb es nicht Tatsache fei, daß die deutsche Regierung weit Bedingungen und erkläre sich aus der Verzweif mehr angeboten habe, als in dem englischen Borschlage verlangt ung hierüber, hat er moralisch Partei für werde. Der Schahtanzler erwiderte: Ich glaube, im Jahre 1921 Bonar Cat: Der Dollar steigt wieder. hatten, überrascht und enttäuscht. Es verlaute, daß bie Bor Eröffnung der Debatte übe den gemeinsamen Untrag der Liberalen und Nationalliberalen wurde Bonar Law um eine Er tlärung über die fürzlichen Verhandlungen zwischen England und Frankreich ersucht. Bonar Law lehnte eine Mitteilung ab und sagte nur: Wir haben der franzöfifchen Regierung gewisse Vorschläge gemacht, aber ihre Antwort noch nicht erhalten, und ziehen es, folange diefe Antwort nicht eingetroffen ist, vor, die Angelegenheit nicht zu erörtern. Schwerindustrie und Verhandlungen. Der Gelsenkirchener Korrespondent des Manchester Guard dian" schreibt dem Beschluß des deutschen Kohlensyndikats, fich nicht aufzulösen, eine hochpolitische Bedeutung zu. Er schreibt: Die Auflösung des Kohlensyndifats wäre für die Franzosen ein schwerer Schlag gewesen, indem aber das Syndikat weiter bestehen bleibt, wird es in den kommenden Berhandlungen zwischen Deutschland und Frankreich eine führende Rolle spielen. Die Tatsache, daß das Syndikat von der Schwer. mndustrie nicht aufgelöst wurde, zeigt, daß die deutsche Schwerindustrie nicht vom selben Geiste beseelt ist wie die Berliner Preffe." Proteststreik in Mainz. Mainz, 20. Februar.( BTB.) Die Poft hat seit heute früh uns ergriffen. Seine Worte find eine eindeutige ihren Dienst eingestellt zum Broteft gegen die gestern erfolgte Ber ist das der Fall gewesen. Abg. Snowden( Arbeiterpartei) fragte, eb bem Bremierminister bekannt sei, taß die Handelskammer von Aufforderung an Deutschland, weiter in der bis haftung und Ausweisung des Boftdirektors Klingelhöffer. Manchester den Kaufleuten in Manchester mitgeteilt habe, daß Güter, herigen Weife Widerstand zu leisten. Eine andere Schluß- Diefe foll in Busammenhang stehen mit der vor einigen Tagen er Die nach Deutschland gesandt würden, von den Franzosen befolgerung läßt sich qus dieser Rede nicht ziehen, denn sonst folgten Auszahlung von Gelbern an die Eisenbahner fchlagnahmt würden und ob eine Information über diese Frage würde ihr Sinn sein, daß Deutschland unmögliche Bedingungen durch die Poft. Seit früh 8 Uhr ist auch der Telephonver. vorliege und, wenn ja, welche Aktion die Regierung in der Anfehr eingestellt. Wie lange der Proteststreif andauern soll, mar gelegenheit unternehme. Bonar 2am verneinte den ersten nicht zu erfahren. Sämtliche Aemter sind geschlossen und verlassen. Teil ter Anfrage und sagte, er habe feineriei Information, daß Die Banten in Mainz haben heute ihren Betrieb eingestellt; wie Maren tonfisziert würden, er würde indessen Nachforschungen unter. Derlautet, infolge der gestern abend spät erfolgten Berhaftung eines nehmen. Die starte Abschwächung der deutschen Mart an der gestrigen greisen Direktors der Mainzer Boltsbant, die ebenfalls New Yorker Börse rief in Berlin heute vormittag eine verstärfte wegen der Auszahlung von Geldern an die Eisenbahner erfolgt sei. Nachfrage nach ausländischen Zahlungsmitteln hervor. Es Die Verkehrslage. fcheint, daß die ausländischen Markspekulanten beginnen, ihren Ge- Dortmund, 20. Februar.( TU.) Die Betriebslage ist infolge minn zu realisieren und dementsprechend größere Mengen deutscher der zahlreichen Stodungen außerordentlich schwierig. Auf Papiermark auf den Markt zu werfen. Die Reichsbank verhielt sich dem Bahnhof Scharnhorst besteht eine allgemeine Ausfuhr. den heutigen Kurssteigerungen des Dollars gegenüber zunächst perre. Ausgenommen sind Lebensmittel, Biehfutter, leere Milch. paffiv. Gegen mittag handelte man den Dollar mit 24 250, doch fannen und Bieh. Von 6 Uhr abends bis 7 Uhr morgens dürfen war bei diefem' Rurfe ein nennenswertes Angebot nicht vorhanden. teine Züge auf der Strede Eving- Scharnhorst verfehren. Die BahnIm Zusammenhang mit dieser Befestigung der Devisenkurse trat ein höfe Nord, Riemfe und Präsident bei Bochum sind gestern erneut pon franzöfifchen Truppen befeht worden. Bei Riemfe murde ein fehr lebhaftes Intereffe für Balutapapiere und Spezialwerte hervor. Bug angehalten und das Jugpersonal vom Bahnhof verwiesen. In Benn die feste Tendenz der ausländischen Zahlungsmittel anhält, fo Belsenkirchen ist der Telegraphenverfehr feit gestern wieder in Be ift bereits für morgen mit einer sehr festen Effektenbörje zu rechnen, nieb. In Witten haben die Franzosen einige. Ferniprechleitungen zumal die Geldknappheit bereits nicht mehr so fühlbtr ist. beschlagnahmt Ich behaupte nicht, daß wir mit der jetzigen Lage zufrieden find. Ich habe im Gegenteil fchon auseinandergefeßt, daß wir mit ihr sehr unzufrieden sind. Aber es würde die jeßige Situation nicht Berbeffern, wenn zu den anderen Gefahren, die Europa drohen, auch noch die Gewißheit täme, daß England mit Frankreich entzwei fei. Bonar Law erklärte, der Ansicht nicht zustimmen zu fönnen, baß bei einem Zusammengehen Englands mit Frankreich in der Rubrfrage Deutschland die Bedingungen Frankreichs annehmen mürbe, denn die franzöfliche Politif beffche darin, Sanflionen zu ergreifen, um unmögliche Bedingungen durchzusehen. Bomar Low glaubt, daß Deutschland seine jeßige Haltung einnehme, weil es bie Unmöglichkeit der Bedingungen eingefehen habe. Steuerpolitik und Ausland. Poincarés Ausschußrede. mitglieder des Kammerausschusses für auswärtige Angelegen Paris, 20. Februar.( WTB.) Nach der gestrigen Sitzung haben heiten der Agence Havas zufolge über die Ausführungen Boincarés noch folgende Mitteilungen gemacht: Wagen. Paris, 20. Februar.( EP.) Die„ Ere Nouvelle" schreibt ou den Erklärungen Bcincarés im Rammerausschuß: Es ist vor allem hervorzuheben, daß Poincaré endgültig auf die Ausbeutung des Ruhrgebietes verzichtet zu haben scheint und nur noch von der bloßen Kontrolle der Ruhrprodufte spricht. Aus den Erklärungen Boincarés geht aber gleichzeitig hervor, daß die Produktion im Ruhrgebiet zurüdgegangen ist. Wir fontrollieren somit eine unter produktion und spielen deshalb cine lächerliche Rolle. Arbeitnehmer, wie es die Not geschaffen hat, muß die Tage der| Was wissen Sie denn?" Darauf antworteten die Journalisten: Not überdauern. Die Versuche der französischen Presse, den Keil Die Zahlen de: Befagungstruppen, die Anzahl der Transport Jeder Hinweis von sozialdemokratischer Seite zwischen Bürger und Arbeite: Deutschlands zu schieben, müffen arbeiter, die Zahlen der Waggons Kohle.... auf die vollkommene Unzulänglichkeit und auf die sich immer verhindert werden. Zum dritten: Wenn es auch selbstverständlich orten brehte er den Journalisten den Rüden und sprang in feinen Bum britten. Wenn es auch ſchrie Poincaré, sich habe feine Bahlen genannt." Mit dieſen mehr steigernde soziale ungerechtigkeit unserer Finanz- nicht möglich ist, daß Deutschland um Berhandlungen ersucht, Worten drehte er den Journalisten den Rücken und sprang in seinen und Steuerpolitik wird von industrieller Seite in folange deutsches Land widerrechtlich besetzt ist, wir dürfen letzter Zeit mit Borliebe mit dem sehr billigen Argument teine Bermittlung dritter Mächte zurüdweisen, zurückgewiesen, daß eine solche Kritik Wasser auf die Mühlen wenn sie ehrlich gemeint ist." der Poincaréschen Erpressungspolitik sei. In Wirklichkeit ist es umgefehrt. Wenig Dinge haben Deutschlands Situa- fondere Beachtung schenken müssen. Man wird insbesondere der dritten Schlußfolgerung betion im Ausland so erschwert wie die starte Passi= vität auf dem Gebiete der Steuer- und Finanzpolitif. Es würde ein Verhängnis für Deutschlands außenpolitische Sttuation fein, wenn die Stüßungsaftion zugunsten der Mark nicht mit der größten Energie von energischen Maß nahmen auch auf fteuerlichem Gebiete begleitet wird. Boincaré zähle ohne Zweifel auf ein baldiges Berfagen der Berliner Erfreulicherweise fommen gleiche Gedankengänge auch in Regierung. Wir wünschen dies auch, aber wir fürchten, daß unsere eine Replit des Tageblattes" gegen das holländische Boincaré teilte der Kommission ausführliches statistisches Mate. Regierung sich dabei von übertriebenem Optimismus leiten Amsterdamer Allgemeen Handelsblad" zum Aus- rial über die deutsche Rohlenproduktion mit: bie Franzosen und läßt. Es ist zum mindesten unvorsichtig, unseren Wiederaufdruck. Nachdem das Blatt die Berechtigung der scharfen Belgier fontrollierten neun Zehntel der deutschen Produktion. bau und unser Prestige an eine Kapitulation oder Nicht fapitulation Kritik der deutschen Finanzpolitik durch dieses neutrale und Poincaré sprach dem General Degoutte hohes Lob aus und Deutschlands zu binden. Wenn jedoch der deutsche Widerstand sich feineswegs deutschfeindliche Organ zu einem Teil anerkannt erklärte, es sei feine Rede davon gewesen, ihn durch eine andere fortsegen sollte und wir gezwungen werden, auf die Ausbeutung hat, fährt es fort: Persönlichkeit zu ersehen. Es komme nicht in Betracht, daß die Be- des Ruhrbeckens zu verzichten, so wird unser Budget mit einer Der französische " Auch jetzt ist es zu solchen Währungs- und finanzpolitischen bestehe ausschließlich in einer Rontrolle. Diese Aufgabe sei Steuerzahler wird dann letzten Entes den Schaden zu tragen haben. fagungsmächte felbst das Ruhrgebiet ausbeuteten; ihre Aufgabe erschredenden neuen Laft belegt werden. Maßnahmen, die einen Abbau der Inflation vorzubereiten 60 Ingenieuren, in der Mehrzahl Franzosen, anvertraut. Einige hier fezt die Schwäche des gewagten Zwangssystems ein, das geeignet find gerade im Hinblick auf die Ruhraftion und die zu freiwillige englische Ingenieure würden erwartet. Als Ant- Poincaré an der Ruhr begonnen hat. ihrer Abwehr wünschenswerte Meinung des Auswort auf die Sabotageatte habe man landes nicht zu spät. Reineswegs aber darf gerade jetzt die deutsche Regierung von einer finanzpolitischen Passivität eine Stärkung außenpolitischer Interventionsgeneigtheit er warten. Währungspolitische Maßnahmen allein müssen allerdings nach wie vor unzulänglich bleiben." 283 höhere Beamte des Ruhrgebiets und 55 des Rheinlandes ausgewiesen; Die Kosten der Nuhraktion. Paris, 20. Februar.( WTB.) Der Finanzminister wird heute fie feien durch Beamte niederen Ranges erfekt worden, weil sie für die Besetzungskosten im Ruhrgebiet während der Monate Ja dem Ministerrat den Entwurf einer ergänzenden Kreditforderung nicht durch französische Beamte ersetzt werden dürften. Vor nuar und Februar unterbreiten und ihn, wenn er die Zustimmung der Besetzung des Ruhrgebiets hätten dort täglich 585 Personen des Rabinetts findet, in der Kammer einbringen. Havas glaubt Bisher hat sich bei allen Beratungen in den Ausschüssen und 620 Güterzüge verfehrt, heute feien es infolge des durch die zu wissen, daß die verschiedenartigen Ausgaben, die der Entwurf des Reichstages gezeigt, daß die bürgerlichen Barteien den Berliner Anweisungen verursachten Wirrwarrs nur im berüdsichtige, zum größten Teile auf das Budget der von Deutschdes Reichstages gezeigt, daß die bürgerlichen Parteien den ganzen 70 täglich. Aber es feien seit dem Beginn der Besetzung land zu ersehenden Ausgaben übernommen werden könnten.(!) Ernst der Aufgabe absolut noch nicht erkannt haben. bereits Fortschritte erzielt worden und man dürfe annehmen, Es handle fich 1. um 5 Millionen für einmalige Ausgaben in ter mit faum zu überbietender Kurzsichtigteit ist ihr ein- daß fie in ziemlich furzer Zeit sich beschleunigen würden. Bergangenheit und Zukunft für verschiedene Zivilmissionen, ziges Bestreben immer wieder darauf gerichtet gewesen, Er Es habe im Ruhrgebiet 40 000 und im Rheinland 120 000 Eisen- 2. um einen militärischen Kredit von 50 Millionen für die Beförde leichterungen und immer wieder neue Erleichterungen bahner gegeben, Frankreich habe nur 9640 hingefchidt; es gebe rung und den Unterhalt der französischen Truppen im Rheinland auf steuerlichem Gebiete natürlich nur für die großen im besetzten Gebiet überhaupt fein französisches Material. und im Ruhrgebiet. Bon diesen 50 Millionen feien 15 abzu= Bahler durchzusehen. Eine solche Politik muß in ihrer Bis jetzt seien von den Besatzungsbehörden 1026 Waggon Kohle ziehen, die dieselben Truppen im Heimatlande gekostet hätten Ronfequens zum Zusammenbruch der augenblid nach Frankreich und Belgien expediert worden. Im Anschluß hieran und die auf ein anderes Kapitel übernommen würden, 3. um lichen Stügungsaktion führen. Die Katastrophe sprach Boincaré über die schwebenden Verhandlungen mit der engli- 60 Millionen für das Eisenbahnbudget der besetzten Gebiete, die sich würde ungeahnten Umfang annehmen. Es gilt für Deutschland fchen Regierung betreffend die Durchfuhr durch die englische Be- verteilen auf Ausgaben für Betriebsmittel, Inbetriebnahme und wie für jeden anderen: Arzt, hilf dir selber". Auf Unter- fagungszone. laufende Betriebstoften requirierter Streden. Die fünftigen Ausstützung des Auslandes fann Deutschland in feinem Kampfe tag vollenden und alsdann über Lausanne und die franzöfifche Poincaré wird fein Exposé über die Ruhrbesetzung am Mon gaben sollen auf das ordentliche Budget übernommen werden. gegen den franzöfifchen Imperialismus nur dann rechnen, Orientpolitit sprechen. Sollte er in diefer Sigung mit seinen AusDrohung mit der Ruhrwährung. wenn es in eigenen Haufe Ordnung schafft. Macht man nicht führungen nicht zu Ende kommen, so wird der Ausschuß am darauf einmal den Verfuch dazu, dann kann man nicht erwarten, daß folgenden Mittwoch wieder zufammentreten. im Ausland die Neigung zur Unterstützung Deutschlands zunimmt. Das andere Frankreich. In einem höchft instruktiven Artikel schildert der Barijer Berichterstatter des Berliner Tageblatts", Paul Blod, die beginnende Wandlung in Frankreich: W Diese Wandlung bereitet sich langsam im Bolle vor und fie wird von einer fleinen Gruppe politischer Bersönlichkeiten beobachtet, die fich vorläufig ganz zurückhält und auf ihre Stunde wartet. Ein halbes Duhend von Männern, die feine Kommunisten und feine abgestempelten Freunde Deutschlands find. Aber Männer, die ein Unglüd für Frankreich nahen sehen, weil sie einen Ueber blick über die wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhänge haben, durch welche die Völker Europas unlösbar miteinander verbunden merden." Zum Schluß zieht Herr Blod aus seinen Beobachtungen über die Stimmung in Frankreich folgende Konsequenzen für Deutschland: Durch teine Brovotation dürfen wir Deutschen uns zu Gewalttaten verleiten lassen, die uns die Meinung der Belt entfremden können. Brutalttät und Unrecht müssen auf der anderen Gette bleiben. Zum zweiten: Die Arbeiter der Ruhr haben sich um Deutschlands Ansehen ein Verdienst erworben, das niemals vergessen werden darf. Das Berhältnis zwischen Arbeitgeber und Die Geschlenkten. Von Hans Bauer. Nachbar Böcker spekuliert. Als der Dollar vor drei Wochen auf 50 000 stand, Kopfte Nachbar Bäder mir schmunzelnd auf die Schulter, kniff die Augen zufammen, nidte lächelnd mit dem Köpfchen und sagte, wie er vor Jabe und Tag gefagt hatte, daß England und Frankreich auf dem allerlegten Loche priffen, mit eben diefer Eiegesgewißheit: Er tommt auf 100 000! Ich erwiderte, das sei schlimm genug. Rudartig legte er Befümmertheit auf feine Miene und über trumpfte mich: Sehr schlimm sogar fei es. Nicht etwa, daß ich denter fölle, er aünsche das so. Um Gotteswillen! Aber gegen des Schicksal tönnte doch schließlich auch er nicht ankämpfen. Jeden. falls sei er noch eingestiegen. Hilpert dürfe als zurückgeblieben angesehen werden, und bei Stöhr winte das Bezugsrecht. Boreiliges Lob. der Ministerkonferenz, die gestern abend, wie aliläglich, auf dem Paris, 20. Februar.( EE.) Der Matin" meldet: Im Laufe Quai d'Orsay stattfand, hörten Poincaré und desjen Mitarbeiter einen Bericht des Präsidenten der Rheinlandkommission Tirard Paris, 20. Februar.( BTB.) In dem amtlichen Communiqué und des Finanzinipettors Schweisgut(?) über die Wäh über die geftrige Sigung des Rammerausschusses für auswärtige ungsfrage an, doch fönne man nicht fagen, daß die EinAngelegenheiten heißt es zum Schluß: Der Vorsitzende des Ausführung einer neuen Währung im Rheinlande zu den Blänen der schusses, Lengues, habe von den„ flugen und besten Methoden" Alliierten gehöre. Diese Maßnahme würde intes notwendig werden, gesprochen, die tie Regierung angewendet hätte, um die französischen wenn der deutsche Widerstand hierzu nötigen follte. Interessen zu schützen. André Tardieu erklärt in seinem Echo National", er respektiere des Berfprechen, nichts über die Erklärunstellen, daß der Borsigende tein Wort dieser Art gesprochen habe. gen des Ministerpräsidenten zu veröffentlichen, aber er müsse feftEr habe von dem Ausschuß fein Mandat dieser Art erhalten, mie es das offizielle Communiqué glauben machen wolle, und der Ausschuß habe weder die Methoden anerkannt noch qualifiziert, denn das Exposé lei noch nicht beendet. Die Ergebnisse feien also bis jetzt dem Urteil der Ausschußmitglieder noch nicht unterbreitet worden. Der Vorsitzende Lengues sei es also gewesen, ber ein Urteil abgeben werde, das nur ihn allein verpflichte. Der Ausschuß für auswärtige bringen. Angelegenheiten habe ihn nicht beauftragt, es zum Ausdrud zu Belgische Bilanz. Unser Brüsseler Parteiorgan, der„ Peuple", zieht in seiner Sonntagsnummer folgende Bilanz der ersten fünf Wochen der Ruhrbesetzung für Belgien: titel, das sich zwischen 10 und 20 Prog. bewegt. Ein allgemeines Steigen der Preise für die notwendigsten Ar. Statt monatlich 140 000 Tonnen Kohle umsonst zu bekommen, haben wir 35 000 Tonnen erhalten, die wir bezahlen müssen. Die Hüttenindustrien haben feinen Rots mehr und drohen, die Hochöfen auszublafen. Die Arbeit in den Kaltbrennereien ist schon um 75 Broz. eingeschränkt; demnächst werden die Betriebe ganz schließen. Im Hafen von Antwerpen, wo es im Durchschnitt 900 Arbeitslose gab, werden jetzt täglich 2200 bis 2700 gezählt. Die Delegierten des industriellen Zentralausschusses haben dem Ministerpräsidenten Theunis gebeten, das Gesetz über den Achtstundentag in den Bergwerfen aufzuheben. " P Paris, 20. Februar.( Eca.)„ Deuvre" berichtet: Als die Journalisten Boincaré vor dem Quai d'Orsay über Einzelheiten aus der Rommissionsfizung ausfragten, rief Poincaré ihnen zu: Woher wissen Sie das?", und zwar mit dem Ausdruck eines schlecht verhehlten Bornes. Von der Kommission selbst", antworteten die Journalisten. Boincaré entgegenete hierauf:„ Wenn das wahr ist, werde ich nicht vor die Kommission zurückkehren. Es war verein: Soweit die im Beuple" aufgestellte Bilanz. Sie beweist, daß bart worden, daß außer dem Communiqué nichts veröffentlicht auch im Wirtschaftsfrieg beim Sieger wie beim Besiegten das Prowerden solle. Nein, ich werde nicht vor die Kommission zurüdtehren![ etariat die Rosten zu bezahlen hat. Heute flucht Nachbar Bäder immer noch: Schweinerei, elende| neuesten Kunst. Arbeiten Heckels und Schmidt- Rottluffs stammen Börsenmache, Berrat am Mittelstand, höre ich es aus seiner Boh. aus der Zeit, da sie in Dangast schufen, und sind daher für Oldennung wettern. burg von besonderem Interesse. Morgen wird er weiter spekulieren. Das Kursniveau seiner Attien entscheidet, wer bei den Wahlen auf seine Stimme zählen tann. So ist der Horizont der Geschlenkten. Bauer und Arzt. In der Münchener Medizin. Wochenschr." werden einige charakteristische Geschichten aus der Bauernpraris eines schwäbischen Arztes erzählt: Der alte Kreuzhofbauer ist geftorben. Behandelt wurde er in feiner legten Krankheit nicht, aber zur Leichenschau braucht man mich. Dabei flagt mir die junge Kreuzhofbäuerin, des Berstorbenen Tochter:" Mei Gott! Biel hat er no leida müssa, der guate alte Bater." Warum haben Sie mich nicht rufen lassen, um seine Schmerzen zu lindern?" Was?" Weaga am alta Ma, deam sei Geldle so fchon auf d'Noig' gaut, heut so an tuira Dott'r hola? Was moinet 3hr denn?"" Go!"- Ja!" " " Warum flinkt die Wanze? Der Mensch, der fich ja fo gern für das Maß aller Dinge hält, findet den Geruch der Wanze besonders efelhaft und glaubt daher, daß diese Eigenschaft des unappetitlichen Tieres eine Art Schutzgestant" sei, der die anderen Tiere davon abhalte, die Wanzen zu freffen. Die Berechtigung diefer Annahme ist nun in verschiedenen Beobachtungen untersucht worden, über die in der Umschau" nach einem Bericht Franz Reifertingers Mitteilung gemacht wird. Es zeigt sich dabei, daß der Meh nicht voreilig von sich auf andere Lebewesen schließen darf. Herrscht schon unter den Menschen selbst Meinungsverschieden. heit darüber, ob ein Geruch gut oder schlecht sei, so ist das Geruchsempfinden der Tiere von dem unseren in wesentlichen Dingen ab weichend. Während wir uns vor einem Aas oder einer Stintmorchel angeetelt abwenden, befizen diese Dinge für Aasfliegen, Misttäfer ufw. eine hohe Anziehungskraft. Ueberdies gibt es auch eine Anzahl Wanzen, die für den Menschen angenehm duften und den Geruch der Bett- und Beerenwanzen nicht teilen. Diese wohl. Aber a ganze Seite standesgemäßer Traueranzeige von der riechenden Banzen duften zum Teil obstartig, zum Teil nach untröstlichen Tochter ist im Blättle g'standen und an fchöna, tuira Moschus. Für die Frage, ob der Geruch der Wanzen InsektenMis der Doller auf 40 000 zurückging, fam das für Nachbar Leich mit Musi hat's geaba. Ueber 100 Personen find auf'm fresser von ihrer Bertilgung abhält, ist die Kropf- und MagenunterBäcker so wenig überraschend, wie damals das Ausbleiben des fo- Leichamaul g'mesa. D' Kreuzhofböura hat an nuja Trauermantel fuchung verschiedener Insektenfresser maßgebend. Dabei stellte sich fortigen Untergangs Frankreichs geeignet gewesen war, ihn von der kauft um zwoimalhundertfufzigtausend Mark. Mei! Hat's Mill- heraus, daß sich unter der Nahrung der Insektenfresser soviele Unrichtigteit feiner Meinung zu überzeugen. Das sei ein fleiner geld von am halba Monat. Wanzen finden, wie es ihrem Verhältnis zu den übrigen InfeftenRückschlag, der in Kauf genommen werden müsse. Oder, ob ich Zweispännig tommt der Oberhofer während der Sprechstunde arten entspricht, und zwar find gerade die uns übelriechenden etwa glaube, daß die Franzosen wieder aus dem Ruhrgebiet zu mir nimma." Fahret nur glei mit!" angefahren. Mei Bua hat scho 14 Tag Bauchweah. Heut g'failt't Wanzen start vertreten. Die Tiere lassen sich also durch den Geruch feineswegs abhalten, sondern scheinen darin sogar einen bebringen feien? Dort angelommen, finde ich einen zehnjährigen Jungen in besonders begehrten Reiz zu finden. Jedenfalls ergibt sich, daß Agonie. Schwere Blinddarmentzündung. der Gestank für die Wanze feinen Schuh im Kampf ums Dasein darstellt. Was die Stinkdrüfen der Wanzen aber für einen„ wed" haben, das ist uns, wie jo manches andere im Reiche der Natur, noch ein unenthülltes Geheimnis. Es schien ihm wohl, daß ich eine bestimmte Frage auf den Dipper habe und er nahm die Antwort deshalb gleich vorweg:" Der Junge wäre leicht zu retten gewesen. Jetzt ist's zu spät, Das Verhalten der Franzosen mißbillige er natürlich aufs äußerste imd e: habe 7500 M. für die Ruhrhilfe gegeben, aber der Dollar müffe weiter steigen, folange die Franzosen deutsches Land verges waltigen. Er habe sich darum noch eine Anzahl Nordwolle hingelegt. Die feien unterwertet. Seit ein paar Tagen ist Nachbar Bäder zertrümmert, Ueber ihn, der mit feinem reichen Wissen um die Entwicklung der Dollarkurve in Geſtalt eines Multimillionärs über das Betrauch ber Nicht- Spetulanten zu kommen gedachte, find Mächtigere getom men. Ueber den Wolf die Tiger. Es gibt die Armseligen, die nichts vom Dollar wissen. Und es gibt die großen Operateure, die die Drähte halten. Und es gibt die zwischen den Bolen. Es gibt jene, die nippen und auch einmal trinken und denen der Trog plötzlich vor der Nase weggezogen wird. Jene, die das Ahnen haben, aber nicht das Biffen. Es gibt die Geschlenkten. Sie grollen nicht den Drähten, fondern der Drahtführung, nicht den Operateuren, sondern ihrer Fingerhaltung. und feine Klinik der Welt fönnte hier mehr helfen. Warum rufen Sie mich fo fpät?" Ja, weaga am Bauchweh holt ma doch heit fein so tuira Dott'r." feines Weizens um 1% Millionen verkauft. Milchgeld nimmt er Dabei hat der sparsame Mann vor einigen Tagen einen Teil jeben Monat viele Hunderttausend ein, und seine Banknoten hat er fiftenweise unter feiner Bettlab stehen. Die Eröffnung des Oldenburger Museums. In Oldenburg wird in einigen Tagen das neue Landesmuseum eröffnet werden, das Dr. Müller- Buldow durch Vereinigung verschiedener Sammlungen in den Räumen des ehemaligen großherzoglichen Schlosses geschaffen hat. Wie in der Kunstgronit" mitgeteilt wird, werden in biefem neuen Museum auch bedeutende Neuerwerbungen Aufstellung finden, die hauptsächlich das Kunstgewerbe umfassen. Eine große Anzahl von Empiremöbeln wurde zur Ausstattung der flaffistischen Räume getauft, in denen u. a. die Idyllen und Band. schaften Wilhelm Fishbeins fich in zeitgemäßem Rahmen barstellen werden. Die feramische Abteilung erhielt reichen Zuwachs, besonders auch burch wichtige chinesische und deutsche Porzellane. Für die Gemäldegalerie wurden verschiedene Arbeiten her vorragender oldenburgischer Künstler angetauft, sodann Werte der darstellerin die Premiere von Rosenowo: Jm Neuen Boltstheater muß infolge der Erkrankung einer Haupt. Kater Lampe" berichoben meiden. Am 21. und 25.( nachmittage) wird Michael Kramer, am 22. und 25.( abends) Die Laune des Verliebten, Der Neffe als Ontel, am 23. und 24. Sardanapal gespielt. Erweiterung der Berliner technischen Hochschule. Die alte militärtechnische Alademie in der Fasanenstraße kann nun endlich für die Technische Hochschule übernommen werden. Die Räume werden für Hochschulzwede umgebaut. Er war Frédéric Masson, lebenslänglicher Sekretär der französischen Alademie, ist im Alter von 76 Jahren in Baris gestorben. Bonapartist und Historiker, was bei ihm dasselbe war. Er jette- ein unterrode und Nachtmüşen seines Halbgottes und seiner Angehörigen mäßiger Epigone den napoleonischen Heldenfang fort, indem er ble burjerichte. Totios Untergrund bahn. Die japanische Großstadt Tokio, die mit ihren drei Millionen dicht aneinander gedrängten Einwohnern noch ganz ohne moderne Berkehrsgelegenheiten ist, wird jest eine Untergrundbahn erhalten. Der Bertrag zur Anlage ist mit einer New Yorker Gesellschaft abgeschloffen. Die Koften werden auf 40 Millionen Dollars veranschlagt. Stärkt den Abwehrkampf! " Brot- nicht Geld! bezahlt, ift gemeiner Schwindel. Von den zirka( bis jett) 150 eingesandten Bitten deutscher Gärtner fann nicht eine Dortmunder Gewerkschaftsforderungen. " Sie sind seh: gütig, aber was soll ich mir dafür faufen?", erfüllt werden. Wie wir vermuten, handelt es sich hier um eine Dortmund, 20. Februar.( Eigener Drahtbericht.) Die fagte der Bettler, als ich ihm einen 5- Mart- Schein durch die Tür neue Form des Menschenfanges. Aehnlich wie bei der Funktionäre der freien Gewerkschaften, Ortskartell Dortmund, nahmen reichte. Bitte, geben Sie mir lieber ein Stück Brot!" Nicht an Militärdienst die m die Falle gelodten Opfer im Hinterland auf französischen Fremdenlegion, nur mit dem Unterschied, daß für den am Dienstag in einer stark besuchten Versammlung u. a. zur gegen- meinen Geldbeutel, der so schmal ist, pochte der in mittleren Jahren den versandeten Estancias auf immer wieder. wärtigen politischen Lage Stellung. Die Auffassung der Funktionäre stehende Mann. Auf wirklichen Hunger berief er sich. Brot! Das sehen verschwinden. wird in einer Entschließung zum Ausdrud gebracht, in der es u. a. brauche ich felbst so nötig. Jede Stulle ist zugemessen, jede kostet daß man mit dem Durchschnittstyp des deutschen Einwanderers, Denn man hat hier sehr richtig erkannt, heißt: unbestrichen 30 m. und mit Fett mehr als das doppelte. Täglich dem verkrachten Gelehrten, Schriftsteller, Offizier usw., feine großen Bon der Reichsregierung wird gefordert, daß durch geeignete wird der Schmachtriemen enger gezogen. Bon drei Brotschnitten Geschäfte machen fann. Man versucht jeßt, wie es scheint un ter Maßnahmen die Abwehrkraft der Arbeiterschaft erhalten, ja gestärkt zum Abendessen bin ich schon auf zwei heruntergegangen. So wie dem Dedmantel verbrecherisch benügter Adres. wird. Die bisherigen Maßnahmen der Reichs- und Landesregierung mir, ergeht es vielen Behntausenden, die verschämt gar nicht merken len, diejenigen Deutschen nach hier zu loden, die man beffer aus. wie der unteren Berwaltungsbehörden genügen nicht. Das Ub- laffen, wie sie sich fasteien. Stann man da jedem Beltler, der Ber- nügen fann( ohne Bezahlung). Wir, d. h. die deutschen Berufs wälzen der Steuerlaften auf die Schultern der Lohn- und Ge- trauen erwedt, ein Stück Brot geben? Viele könnten es. Die tun vereinigungen, werden, soweit es uns möglich ist, diese Neuerschei haltsempfänger muß aufhören. Die Befihenden sind entsprechend es nicht. Den anderen mit dem Herzen auf dem rechten Fled ist von melder Seite diese Schwindelmanöver ins Bert gelegt nung scharf beobachten, um darüber volle Klarheit zu bekommen, ihrem Reichtum und Einkommen zu Steuerabgaben heranzuzichen. es oft unmöglich. Ich gab ihm zu dem Papierschein auch noch das werden." Die zu zahlenden Steuern müffen sofort refilos gezahlt werden. Begehrte. Biz famen ins Gespräch über das Betteln. Ja, er ver. Die preistreiberischen Machenschaften find scharf zu bekämpfen. Von stand das Mißtrauen der Leute. Früher hatten die Bettler, die geder Verbraucherschaft wird erwartet, daß sie im Kampfe gegen den werbsmäßigen, die Schmalzstulle so oft an die Tür geklebt ode: Wucher nicht abseits steht und jedenfalls die preistreiberische Zurüd- das gesammelte Bret an den Droschtenfutscher verfauft. Da wa: haltung der Waren zur Erzielung größeren Gewinnes zur An- es ihnen nur um Geld zu tun, um jeden Sechser. Heute hat das zeige bringt. Die fatastrophale Geldentwerfung und Teuerung Bapiergeld für den Bettler feinen Lebenswert. Er nimmt es, um trifft die Urbeiter, Ungeſtellten und Beamten sowie die Sozialrentner fich ein Obdach zu kaufen. In der elendesten" Penne", im Massenam schwersten. Anpassung der Löhne, Gehälter und Renten an quartie: der Berlumpten, Postet das Nachtlager nicht unter 100 m. die Teuerung ist dringend erforderlich. Brot oder einen warmen Löffelstiel tann er sich nur selten faufen. Die Arbeitslosigkeit infolge Einstellung von Betrieben Ja, wenn es immer Fünf- oder Zehn- Markscheine wären, die man und Stillegung von Baufen nimmt größeren Umfang an. Die Unter- mildherzig gibt! Die meisten Türen werden gezäuschvoll und ärger. nehmer, Geschäftsinhaber und Behörden haben die Pflicht, das Per- lich zugeschlagen. Die wenigen Gebefreudigen geben nur ganz fonal auch dann weiter zu beschäftigen, wnn der Gewinn geringer fleine Scheine. Das hat die gewerbsmäßigen Bettler, die vom wird. In der Zeit der Not wird erwartet, daß alle Kreise des Boites, Bettel allein nicht mehr leben können, zum größten Teil auf andere namentlich die Unternehmer, Opfer bringen. Werden Urbeiter ar- Bahnen getrieben. Die Mehrzahl dere:, die noch die Häuser abbeitslos, dann ist die Arbeitslosenunterstützung der Teuerung flappern, ist in wirklicher, graufiger Not und trotzdem ist ihre Bahl fo groß, daß es auch mildtätigen Leuten unmöglich wird, von fich aus helfen zu fönnen. Nur eine Befferung der wirtschaftlichen Lage wird die Zahl der Beitler vermindern. enffpregend zu zahlen. Nach wie vor wehren sich die freien Gewerkschaften gegen völkischen Nationalismus. Schärffter Kampf gegen jeden Versuch, den Abwehrkampf gegen die Invasion in nationalistische, deutschvölkische, fascistische Bahnen zu lenten! Bon den Behörden wird gefordert, daß das Unheften von nationalistischen, deutschvölkifchen Plakaten und Flugblättern verboten wird. Berfasser und Berbreiter find festzusetzen. Maßnahmen, durch die das deutsche Bolt vor Berelendung und Untergang gerettet und der Abwehrkampf gegen die Invasion gefteigert wird, werden weitestgehend unterstützt. Güterverkehr auf der Straßenbahn. Noch einmal Celly de Rheydt. Statt 40 000 Mart nur 4700 Mart Geldstrafe. Vor der 8. Straffammer des Landgerichts I stand die neue Berhandlung gegen die Eheleute Eewel oh an, die feinerzeit mit den ufführungen des Balletts Celly de Rheydt in Berlin lebhaftes Aufsehen erregten und die schon einmal unter der Anklage un zü ch flagten wurden damals zu je 20 000 m., aljo zusammen 40 000 m., tiger Borstellungen das Gericht beschäftigten. Die Ange Geldstrafe verurteilt. Hiergegen legie ihr Verteidiger, Rechtsanwalt Grünspach, beim Reichsgericht Revision ein. Das Reichsgerich hat das sachliche Urteil feineswegs aufgehoben, so daß es diesmal nicht, wie vermutet murde, zu einem neuen Lofaltermin gekommen ist. Bielmehr stellte sich das Gericht auf den Standpunkt, daß die Geldstrafe von 20 000 m lediglich zurückzuführen sei auf die neue Berordnung über die Erhöhung von Geldstrafen. Diese Verordnung wurde daraufhin gemäß dem Antrage des Anlagevertreters geden fei allerdings im vorliegenden Falle nicht richtig angewandt. Es Alfred Seweloh auf eine Gesamtftrafe von 1900 m. erkannt und gegen seine Ehefrau, die Tänzerin Celly de Rhendt auf eine Gesamtstrafe von 2800 m., so daß die ursprüngliche Ge samtstrafe der beiden Angeklagten von 40 000 m. auf 4700 m. vermindert wurde, wobei zu berücksichtigen ist, daß der Geldwert inzwischen weiter gesunken ist. Die Mutter der Giftmörderin. Seit langem arbeitet die Straßenbahn daran, ihren Betrieb auch für den Güterverfehr am Tage einzurichten. Eine ganze Reihe technischer Versuche zur Herstellung entsprechender Roll. bods, fahrgestelle usw. hatten bis jegt zu feinem rechten Zu dem Giftmord des Butterhändlers Sempel erfahren wir, Ergebnis geführt. Auf Grund von Berhandlungen mit intereffierten baß außer der Rosa Gents chom jezt auch deren Mutter, eine Spediteurtreifen ist jetzt ein Fahrgestell probeweise mitme Läbing, verhaftet worden ist, nachdem sie aus der IrrenDie englisch- französischen Verhandlungen. rofwagen dienen soll. Wenn die Verhandlungen mit den Inter- fammen mit einem großen Diebstahl bei einem Bant. hergestellt worden, das der Beförderung großer Güter- anstalt Dalldorf entlassen worden war. Ihre Festnahme hängt zus Condon, 20. Februar.( EE.) Die englischen Truppen begannen effenten zu einem günstigen Ergebnis führen, wird es wahrschein birettor in Südende. Dort hatte Frau Läbing Stellung ats gestern die Bahnlinie von Deutz nach Düren zu räumen, und lich in absehbarer Zeit möglich sein, der Straßenbahn auch durch Hausdame gefunden. Wie sie behauptet, fonnte sie sich mit der Die Franzosen begannen bereits mit den Transporten französischer den Güterverkehr- wenn auch nicht sehr bedeutende Ein Battin des Bankdirektors nicht vertragen, weil sie sich von dieser Eisenbahner. Zwischen den Generalen Bayot und Gollen nahmen zuzuführen. Wahrscheinlich wird dazu die Bildung einer schlecht behandelt glaubte. Sie verließ ihre Stellung, nahm aber werden die Besprechungen fortgesetzt, um über die übrigen von eigenen Berfehrsorganisation aus den beteiligten dabei für 2 Millionen Silberzeug heimlich mit. Auf VerFrankreich geäußerten Wünsche zu einem Einvernehmen zu ge- Interessentenfreifen notwendig sein, die die Berteilung und 3u abredung traf sie sich mit ihrer Tochter in einem kleinen Lotal in langen. Das englische Kabinett steht immer noch auf dem Stand- führung von Gütern in die Hand nimmt. Einzelheiten sind der Berliner Straße zu Südende und übergab ihr die Beute, die punkt, daß es die von Frankreich gewünschten Zugeständnisse nicht aber auf diesem Gebiet noch nicht festgelegt. Hoffentlich gelingt es, dann, wie sie sagt, in einer Schmelze in Süden de für 300 000 machen könne. Frankreich soll nur weiter das Recht behalten, auf die Vorarbeiten in absehbarer Zeit zum Abschluß zu bringen. den drei Bahnstrecken, die sich im Kölner Besatzungsgebiet befinden, Mart verkauft wurde. Die Mutter befam davon 200 000 Mt., die Für die Stadt würde eine Ausnutzung der Straßenbahn für Tochter 100 000 m. Frau Läbing gesteht diesen Diebstahl ein. Sie täglich einen Lebensmittelzug und einzelne Waggons mit Truppen den Speditionsverkehr außer dem finanziellen Vorteil einer er behauptet, daß der Geliebte ihrer Tochter, der in Langfuhr verhaftete verfehren zu lassen. Aber über die Anzahl dieser Wagen bestehen höhten Rentabilität der Straßenbahn auch noch den Vor- Kaufmann nan omsti, bei allen Untaten der Rosa Gent. noch Meinungsverschiedenheiten. Unmittelbar vor der Ruhr zug haben, daß die starte Abnußung der Straßen durch den chow die treibende Kraft gewejen fei. Dieser habe ihr auch immer besetzung benukte Frankreich nämlich die Kölner Eisenbahnlinien in schweren Rollwagenverkehr um ein bedeutendes eingeschränkt werden von neuem Opium und Morphium besorgt. Frau Täbing wird ausgedehntem Maße, um die Truppennachschübe in das Ruhrgebiet fönnte. Daß das unter Umständen eine bedeutende wirtschaft einstweilen in haft behalten, bis darüber entschieden ist, ob sie viel durchzuführen. Es möchte nun diefe Linien in demselben Maße liche Entlastung ist, liegt auf der Hand. Sowie die Frage leicht zunächst einem Krantenhause überwiesen werden muß. benugen wie damals vor dem 11. Januar, während England auf einigermaßen spruchreif wird, werden wir über die Einzelheiten dem Standpunkt steht, dies sei ein Ausnahmezustand gewesen, und berichten. es sollten nur soviel Waggons in Anspruch genommen werden, wie bis Ende 1922 benutzt wurden. Hierüber sollen noch weitere Besprechungen stattfinden. Offiziell wird mitgeteilt, daß dem englischen Rabinett bisher feinerlei Nachricht zuging, ob Boincaré demnächst nach London zur Erörterung der Ruhrfrage temmen werde. Ausdehnung der französischen Besehung. Eöln, 20. Februar.( BTB.) Gestern abend 8 Uhr haben die Engländer die Bahnhöfe Harff, Bedburg und Dlsdorf geräumt, die alsbald von französischen Truppen besetzt wurden. Damit ist die Linie Neuß- Düren ganz in französische Hände übergegangen. Die Eisenbahner der neubesetzten Bahnhöfe haben es abgelehnt, unter französischer Oberhoheit zu arbeiten, und sind deshalb von den Bahnhöfen vertrieben worden. Das junge Mädchen am Nebentisch. Ein Abenteuer in der Weihnachtsnacht. Steuerliche Kontrolle der Gold- und Juwelen, Ankaufsgeschäfte im Berliner Westen. Im Bereiche des Finanzamts für Umsatzsteuer Berlin- West, Friedrichstr. 218, hat eine Nachprüfung zahlreicher Gold. und Juwelen- Antaufsgeschäfte im steuerlichen Intereffe ftattgefunden. Bei dieser Nachprüfung sind im Monat Januar an n'a dj erhobenen Steuern und verhängten Strafen insgesamt mehr als 17 Millionen Mark aufgekommen. wichtige Frage beantwortet, hat bei der ersten Aufführung soviel Besucher Wie erhalte ich mich gefund? Der Film, der diese beute besonders angezogen, daß nur ein fleiner Teil in dem Saal Blaz finden fonnte. Die Biederholung findet beute abend, 7%, Ubr, in der Schulaula Grünthaler Straße 5 statt. Begleitvortrag hält der Stadtarzt Dr. Druder. Der Einlaß ist unentgeltlich. Der französische Botschafter St. Aulaire begab sich gestern in das Foreign Office und teilte dem Unterstaatssekretär Sir Eyre Um lehien Weihnachtsheiligabend war der Kaufmann 3., ein Crow mit, daß Poincaré die Abmachungen, die zwischen den nicht mehr ganz jurger Mann, einsam und allein in seiner Woh Generalen Bayot und Godley getroffen wurden, prinzipiell nung. Seine Frau befand sich auf Reisen. Um ter Einsamkeit übernehme, doch müßten noch wegen der drei Eisenbahnlinien und den trüben Gedanten zu entgehen, begab sich Herr J. in das im Kölner Gebiet neue Berhandlungen gepflogen werden, um alle Café Weiß am Hadeschen Markt und tranf dort, der fernen Gattin Gegen die Raumnot der Schüler hat die Sozialdemokratische Einzelheiten zu regein. gedenkend, eine Flasche Rotspohn. Da bemerkte fein Stadtverordnetenfrattion den folgenden Dringlich. fummervolles Auge an einem Rebentis ein junges teitsantrag eingebracht, dem sich alle übrigen Fraktionen an Mädchen, das ebenfalls in recht elegischer Stimmung war, und geschlossen haben: Die Stadtverordnetenversammlung wolle einen bald fanden sich tie gleichgestimmten Seelen zu einer zweiten Flasche Ausschuß einsehen, der die Raumnot unserer Schulen, insbesondere zufammen, der dann noch mehrere folgten. In wesentlich besserer der Berufsschulen, nachprüft und Vorschläge für eine angemessene ihm so nett über den angerissenen Abend hinweggeholfen hatte, den Stimmung machte schlichlich der Kaufmann der jungen Dame, die Berteilung der vorhandenen Schulräume macht." Borschlag, in seiner Wohnung no eine Tasse Tee zu trinten. Da entfann sich die schöne Unbekannte, daß das eigent lich nicht schicklich sei, da sie doch verlobt sei und schon einen Bräutigam habe. Diefem feelischen Konflikt machte 3. dadurch ein Ende, daß er auch den Bräutigam, der während der ganzen Beit an einem Nebentisch gesessen und über den bisherigen fleinen Seitensprung der Braut" sich nicht sonderlich erregt gezeigt hatte, ebenfalls zu einem Gläschen Liför in seine Wohnung einlub. man" faß lange fitel beisammen. Schließlich bot Herr J. dem Das Brautpaar" begleitete den Raufmann in seine Wohnung und „ Brautpaar" Obbach in feiner Bohnung an. Der Bräutigam begnügte fich mit einem schlichten Lager in dem Wohnzimmer, der Raufmann begab sich mit dem Mädchen in das eheliche Schlaf- Oeffentlicher Vortrag am Institut für Meeresfunde, Georgen Eine mißglückte Geldbeschlagnahme. gemach. Das Mädchen begab sich aber noch einmal zu ihrem Bertraße 34/36. Freitag, den 23. Februar, Profeffor Dr. Krumbach: Koblenz, 20. Februar.( Eigener Draftbericht.) Französische lobten, und als sie wiedertam, erklärte fie, fie müffe fofort die 8 Uhr abends. Eintrittsfarten zu 30 Mart, auch im Vorverkauf, im Ins Lebensreichtum unserer beimischen Meere". Beginn Gendarmen brangen in das hiesige Hauptzollamt ein und Wohnung verlassen. Hernach zeigte sich die Bescherung, denn der ftitut( Georgenstr. 34/36), erhältlich. verlangten Geld und die Raffenschlüffel. Dem Zollfupernumerar Raufmann stellte feft, daß seine Gäste allerlei, so z. B. die goltene Wanderscheidt gelang es, fünf Millionen Mart zum Fenster Uhr, die Brieftasche, Silberzeug usw. hatten mitgehen lassen Die hinauszuwerfen und den Kassenschrank zuzuschlagen. Ein anderer heiligabenbein den Behörden wohlbefannter Dieb Polizei stellte fest, daß der Bräutigam vom Weihnachts Zollbeamter, der sich draußen aufhielt, fing das Geld auf und brachte namens Simon Baumwoll aus Warschau war. In der es in Sicherheit. Die Franzosen, die hierüber sehr aufgebracht Gerichtsverhandlung behauptete der Angellagte steif und feft, er waren, schlugen mit Fäusten auf Wanderscheidt ein und schleppten selbst habe nichts gestohlen, sondern feine„ damalige Braut", von ihn gefesselt ins Gefängnis. Neue Truppen ins Einbruchsgebiet. Trier, 20. Februar.( TU.) Seit Sonntag werden wieder starke Truppentransporte nach der Ruhr beobachtet. 15 Militärzüge mit Tants, Artillerie usw. tam an einem Tag vorbei. Devisenkurse. 19. Februar der er aber weter Namen noch Adresse tenne. Das Gericht fonnte den Beweis dafür, daß Baumwoll mit dem Mädchen zusammengearbeitet habe, nicht erbringen und mußte der Angeklagte denn schließlich frei gesprochen werden. so Kinder- Maffen- Konzerte im Zirkus Busch. An drei Sonntag sormittagen im März( 11., 18., 25.) werden 850 Stnaben und Mädchen aus Gemeinbeschulen im Birkus Busch Volkslieder fingen. Beranstalter find Chorleiter ist Karl Schwarzmeier. Der gesamte Ertrag der Stindertonzerte Direttor Dr. Haußler und der Berliner( Schwarzmeiersche) Kinderchor. liegt der altershilfe und der Jugendpflege zu. Der Borverlauf der Karten erfolgt bei A. Bertheim. Der Dampfer einburg( in Halle beheimatet), der mit Stüidgut ven Vor Aufer gesunken. Der auf der Elbe vor Anter liegende Hamburg nach Halle unterwegs war, ist aus unbekannter Ursache gefunden. Die Mannschaft tonnte nur fnapp das Leben retten. Der Schaden ist groß. Es fonnte nur ein Teil des Stüd gutes geborgen werden. bemis find von 4500 Flüchtlingen aus Noworoffiist Poden, Typhus und Cholera. An Bord des Transportschiffes 800 an Boden, Typhus und Cholera gestorben. Die meisten der Opfer waren Griechen. Wetter für morgen. Berlin und Umgegend. Nachts ziemlich strenger, am Tage mäßiger Froft, zeitweise beiter, jedoch überwiegend bewölkt mit leichten Schneefällen, frischen öftlichen bis nordöstlichen Winden. Groß- Berliner Parteinachrichten. 20. Februar Räufer Berkäufer Käufer Berkäufer Warnung für Argentinienanswanderer. ( Geld-)( Brief-)( Geld-)( Brief-) Wir veröffentlichten vo: furzem den Brief einer Berlinerin, Kurs Aurs Rurs Kurs die in Los Angelos eine neue Heimat gefunden hat und in dem die 9102.18 9147.82 7830.37 7869.63 Zustände in jenem Winkel Ameritas recht rosig geschildert wurden. 8528.62 8571.38 7831.62 1236.90 7368.38 Wir verfehlten nicht, darauf hinzuweisen, daß dieser Brief die 1243.10 1047.37 1052.63 erften Eindrücke, die die Schreiberin dort empfangen hatte, wider4314.18 4335.82 3690.75 8709.25 spiegelten und daß sie nach einiger Zeit auch dort mancherlei Män4438.87 4461.13 8790.50 8809.50 6184.50 6215.50 gel entdecken würde. Nun geht uns ein Brief aus Buenos 5261.81 629.42 631.58 Wires zu, der eine dringliche Warnung an Auswanderluftige, 33. Abt. Ronfumversammlung der 31. Berkaufsitelle in der Schulaula Hohenlohe 513.03 11072.25 11127.75 9546.- 9624. die nach Argentinien gehen wollen, enthält. Wir geben im folgen. 1122.18 1127 82 947.62 952.38 den den wesentlichsten Inhalt des Schreibens vom 29. Dezember 107979.87 108520.68 92767.50 98232.50 1922 wieder: 23191.87 23308.13 19800.37 19839.63 In deutschen Zeitungen wurde mitgeteilt, daß deutsche 1406.47 1418.53 1192 01 1197.99 Gärtner hier in Argentinien gute Aussichten auf Stellungen 2631.57 2255 66 haben. Die ober der Berbreiter dieser Nachricht benutzt dabei die 4885.94 8715.68 8734.82 Adresse des hiesigen Vercins deutschsprechender Gärtner wie auch 3659.13 3117.18 3132 82 einiger Firmen in Buenos Aires. Erfundigunget meinerseits 1 holländischer Gulden . 1 argentinische Papier- Beso 1 belgischer Frank 1 norwegische Krone 1 dänische Krone. 1 schwedische Krone 1 finnische Mark. 1 japanischer Jen 1 italienische Lire 1 Bfund Sterling 1 Dollar. 1 franzöflicher Frank 1 brasilianischer Milreis 1 Schweizer Frant. 1 spanische Beseta 100 öfterr. Kronen( abgeft.) 4364,06 3640.87 $ 3 41 1 tichechische Krone 8.57 1 ungarife Strone 1 bulgarische Lewa 1 jugoslawischer Dinar 2618.43 2224.37 83.59 28.17 595.50 8.68 7.38 117.45 11 5288.19. 546.37 ftraße 10, Mittwoch abend. pünktlich 7 Uhr. Sämmtliche Parteigenoffinnen und Genoffen der Konsumgenossenschaft müssen erscheinen und ihre Kontrollkarten zur Legitimation mitbringen. 93. Abt. Reutöin. Mittwoch abend S Uhr Funktionärtonferenz bei Röhler, 124. Abt. Mahlstorf. Die Mitgliederversammlung findet nicht Mittwoch, sondern Biethenstr. 64. Abrechnung, Berbandsbücher und Rarthotel mitbringen. Donnerstag abend statt. Näheres f. Rotiz vom Sonntag früh. Jugendveranstaltungen. 28.38 haben ergeben, daß der Borstand des hiesigen Bereins deutsch 598 50 fprechender Gärtner volltommen überrascht ist durch 7.87 Die vielen Bitten deutscher Gärtner, bie bei ihm einVerein Sozialistische Arbeiterjugend Groß- Berlin. 118.05 laufen auf Grund des Inserats in deutschen Zeitungen. Die Bestja Albrecht im Sugenbheim 2inbenraße fällt morgen, Mittwoch, Achtung! Teilnehmer am Nythmischen Rurfus! Der Rurfus der Genoffis 191.52 192.52 meifung, daß der genannte Berein auch noch das Reisegeldi ben 21. Februar, wegen technischer Schwierigkeiten aus. Gewerkschaftsbewegung Internationale Reformabsichten. Arbeiterschuh in Glasbläsereien. verficherung tro verschiedener Hemmnisse eine Art von Eristeng Dem Sozialpolitischen Ausschuß des Reichswirtschaftsrats ist ein führen, ist die Krankenversicherung immer noch auf die neuen Bro Antrag zugegangen, der einen besonderen Arbeiterschuh in pingen beschränkt. Diese Erbteile Defterreichs aber find durch ihre Glasbläsereien beabsichtigt. Die Reichsregierung wird ersucht, fozialistischen Verwaltungsmitglieder den Fafcisten ein Dorn im auf Grund des§ 120e der Gewerbeordnung eine Berordnung zu er Auge. In Triest gaben sie ihrer Antipathie in der üblichen Weise Die bisherigen Konferenzen der Internationalen Arbeitsorgani- laffen, wonach 1. die Berarbeitung ber Glasmaffe in Glashütten mät. Ausdrud, bejezten die Ortsfrankenkasse, feßten die Berwaltung ab sation haben eine Reihe auf die Arbeitslosigteit bezügliche renb der zwei heißen Sommermonate gegen eine ange- und veranlaßten eine Untersuchung der Geschäftsführung. Als diese Beschlüsse gefaßt, von denen drei die Form von Vertragsent messene Feiershiten entschädigung ruben soll, 2. das feines der gewünschten Verbrechen zutage förderte, half man sich murfen und drei die Form von Vorschlägen für die Staats- Aufiprengen und Aufschneiden der Balzen in der Lafelglasindustrie durch Einsehung eines Regierungsfommissars aus der peinlichen Si gefeßgebungen baben. Ein Bertragsentwurf der Ronferenz au nicht mehr vom Glasbläser vorgenommen werden darf, sondern von tuation. Dieser mußte natürlich einen Beweis feiner Eriftenz liefern und schloß eines der in Regie der Kaffe geführten Krankenhäuser. Washington( 1919) betrifft die Verpflichtung der Mitgliedstaaten, einem für diesen 3med angestellten Facharbeiter zu besorgen ist. Die fascistischen Storpcrationen, die natürlich in sozialer Fürsorge dem Internationalen Arbeitsamt alle verfügbaren mochen, erflären neuerdings, daß das neue Wirtschaftsparlament, statistischen und sonstigen Unterlagen über Arbeitslofigteit mitzuteilen, unentgeltliche Arbeitsnachweise d. h. der durch Mussolini umgestaltete Arbeitsrat, nun in Kürze alle einzurichten und Gegenseitigteitsperträge über Arbeitsdiese schwebenden Probleme lösen und damit den Parlamentarismus lofenversicherung abzuschließen, fcfern sie diese Berficherung einge der politischen Parteien ad absurdum führen werden. Die tatho richtet haben. Der Bertrag wurde bisher pon 12 Staaten lischen Berbände sind, obwohl ihre Gesinnungsfreunde mit in der ratifiziert, nämlich Bulgarien, Dänemark, Finniand, GroßRegierung figen, erheblich steptischer und vertreten die Ansicht, die britannien, Briechenland, Indien, Italien, Japan, Norwegen, verschiedenen Fürsorgezweige müßten ohne Smang aufgebaut wer Rumänien, Schweden und der Schweiz. den. Nähere Anweisungen zur Ausführung dieses Rezepts fehlen allerdings. Lohnverhandlungen der Glaser. Eine gut besuchte Berfammlung der Glaser Groß- Berlins, die dem Baugenertsbund angeschloffen find, nahm am Montag abend den Bericht über die legten Lohnverhandlungen mit den Arbeitgebern enigegen, der von Burfürst erstattet wurde. Groß gebern entgegen, der von Burfürst erstattet wurde. Aus dem Bericht ging hervor, daß die Berhandlungen sich sehr in die Länge zogen, weil die Arbeitgeber sich beharrlich weigerten, auf die Forde rung der Zariffommission, für die Zeit vom 15. bis 28. Februar einen Stundenlohn von 1300 M. zu zahlen, einzugehen. Schließlich einigte man fich über einen Stundenlohn von 1250 M. In der folgenden Aussprache wurde von Koppe gefordert, daß in 3u funft eine angemessene Entschädigung von den Arbeitgebern gezahlt werden müffe, wenn die Kollegenschaft sich das teure Werkzeug weiterhin selbst beschaffen solle. Das Lohnablommen mit den Arbeit gebern wurde von der Versammlung gebilligt. Ein Borschlag der Washingtoner Ronferenz empfiehlt die Durchführung einer mirffamen Arbeitslosenber ficherung als staatliche Einrichtung oder durch Gewährung staatlicher Beihilfen an Berbände. Auf die Unterstüßung Arbeitslofer beziehen sich euch Borschläge der Arbeitsfonferenzen von Genua ( 1920) und Genf( 1921), melche die Ausdehnung der Arbeitslofenversicherung auf Seeleute und landmirtschaft lige Arbeiter empfehlen. Die Genucfer Konferenz beschloß ferner einen Bertragsentwurf über Arbeitslosenunterſtügung bei Schiffbruch. Bewußte Fälschung. Berbindlich erklärter Schiedsspruch für Geschäfts- und Industrie hausportiers, Fahrstuhlführer, Bächter und Heizer. Der Schieds fpruch des Schlichtungsausschuffes vom 5. Februar, welcher die Fe bruarlöhne der Angestellten in den Geschäfts- und Industriehäutern neu regelt, ist am 14. Februar für verbindlich erklärt worden. Der Geltungsbereich erftredt fich auf alle Geschäfts. und Industriehäuser Groß- Berlins. Schiedssprüche sind noch im Bureau des Deutschen Bortierverbandes( Seftion VII des Deutschen Berkehrsbundes), Berlin B.62, Bayreuther Str. 31, gegen Borzeigung des Mitglieds buches zu haben. Die Bergarbeiterfrauen des Saargebiets waren am Sonnabend in Dudweiler über 1000 an Zahl versammelt und erklärten in einer einstimmig gefaßten Entschließung u. a.: Auf die zmecdmäßige Nutzung vorhandener Beschäftigungsgelegenheiten zielen ab die Beft'mmungen des erwähnten Washing In unserer Sonntagnummer haben mir die Fälschung der foner Bertragsentwurfs über unentgeltliche öffentliche Arbeitsna Roten Fahne" bezüglich der Ruhrhilfe festgestellt. Die Rote meife und ein Vertragsentmurf von Genua betreffend Stellenver Fahne" hatte geschrieben, daß in dem Arkommen über die Bertei mittlung für Seeleute. Dem gleichen 3wed dienen auch die in lung der zu vier Fünfteln von den Unternehmern, zu einem Fünftel Washingtoner und Genueser Beschlüssen enthaltenen Bestimmungen von den Arbeitern aufgebrachten Gelder gesagt werden, daß die Unter über die Abschaffung privater Stellenvermift nehnter ihre Betriebe nur aufrechterhalten, sofern ihnen aus lungsanstalten, sowie die Anregung desselben Washingtoner mitteln der Ruhrhilfe die Lohngelder erfest wer- handlung von einzelnen früher echt deutschen Beamten sowie der Befchluffes über die gruppenweise Anwerbung ausländischer den, falls sie zu ihrer Aufbringung zu schwach find." Arbeiter. Wir haben darauf den betreffenden Baffus des Abkommens abBereits auf der Konferenz zu Washington wurde auch den mit gebrudt, der in Wirklichkeit lautet: Someit ein Betrieb aus gliedstaaten der Internationalen Arbeitsorganisation empfohlen, fo eigenen Mitteln nicht mehr fortgeführt werden fann, fommen als meit möglich die Ausführung öffentlicher Arbeiten Hilfsmaßnahmen Kredithilfe, die produktive Erwerbs. fo zu regeln, daß sie den betroffenen Gebieten für Zeiten der lofenfürsorge und Lohnfierung in Betracht." Diesen Arbeitslofiqfeit vorbehalten werden. Die Berhütung von Arbeitslosigkeit in der Land. mirtichaft betreffen jene Beschlüsse der dritten Arbeitskonferenz zu Genf 1921, melche erstreben: Einführung moderner Kulturver. fahren zur Ruzung von Dedländerien oder mur teilweise unter Rultur befindlichen Ländereien; die Durchführung intensiven Bandwirtschaftsbetriebes; die Förderung des Siedlungswesens; die Neben beschäftigung landwirtschaftlicher Arbeiter; die Förderung ländlicher Gewerbetätigkeit; und die Bil.ge des ländlichen Genossenschaftswefens. Alle in den vorhergehenden Ausführungen erwähnten Entwürfe internationaler Berträge und Borschläge für die Gesetzgebung der cinzelnen Staaten wurden den Mitgliedstaaten der Internationalen Arbeitsorganisation zur Annahme vorgelegt. Eine Berpflich. tung, diese Beschlüffe anzunehmen und durchzuführen, besteht jedoch für die Mitgliedstaaten nicht. Die Arbeitslosenversicherung. Baffus unter( hlägt die Rote Fahne" ihren Befern. Das ist das Eingeständnis der bewußten Fälschung. Die Bergarbeiter- Internationale zur Ruhrbefehung. Nicht mehr zu ertragen ist für unsere Männer bie schifanöfe Be franzöfifchen Ingenieure. Unerhört find die Geldstrafen, die über unsere Männer verhängt werden, ferner ist die Ausbeutung der Ar beitstraft, wie sie von seiten der Bergverwaltung verlangt wird, un erhört. Bir Bergarbeiterfrauen stehen daher einmütig auf dem Standpunkt, daß es endlich an der Zeit ist, diesen Maßnahmen einen Damm vorzusehen; bis hierher und nicht weiter, wird unfere Parole sein. Deshalb erflären wir Frauen uns bereit, in dem Existenztampfe mit allen uns zu Gebote fiehenden Mitteln den Kampf zu unter ftügen. Wir fordern die Zentralftreifleitungen auf, denselben mit eifernem Willen bis zur reftlosen Durchführung der Forderungen durchzuführen. Es wird weiter die Enimilitarisierung des Saargebietes gefordert und verlangt, daß ein Aufruf an die Belealchaft erlassen wird als Antwort auf das Entlassungsschreiben der Berge Bergmann eingestellt ist." verwaltung, daß bein Mann die Arbeit aufnimmt, bis der letzte G Het Bolt", unfer Amsterdamer Barteiblatt, meldet: Am Sonn. abend wurde eine Sigung des Bureaus der Bergarbeiter internationale abgehalten, an der Bertreter aus England, Deuifchland, Frankreich, Belgien und holland teil nahmen. Nach langen Besprechungen wurde eine Resolution angeAf Funktionäre, Metallindustrie. Mittwoch abend plinftlich 7 the Int nommen, die befagt: Nach einer ausführlichen Darlegung der deutBericht über fchen Delegierten über die Lage im Ruhrgebiet und nach ernster Lebrer- Bereinshaus Alexanderft. 40/41, wichtige Berfammlung Brüfung hat die Leitung der Bergarbeiterinternationale befchloffen, die Berhandlungen im NA AA- Funktionärausweis und Mitgliedsbuch eines die Proteste der Arbeiter organisationen aller Länder gegen die Be fa- Berbanbes legitimieren. Deutscher Berkehrsbund. Branche Graphisches Gewerbe. Gruppenveriamm fehung des Ruhrgebiets in draftischer Beife zu unterlung ber Rollegen aus ben Dudbrudereien Mittwoch nachm. 5 Uhr bei Braffer, Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Bflicht aller tügen. Ferner fordert die Resolution, daß die Ruhrfrage und michaelfirchftr. 29 a. das Reparationsproblem dem Boiferbunde vorgelegt werden Rollegen. pünktlich und vollzählig au erscheinen. Dafelbft werden auch die Tarife Betriebsräte und Bertrauensleute aus dem ausgegel en sollen und daß die Bereinigten Staaten und Deutschland sowie alle Budhandel! Am Montag im Gewerkschaftshaus, Rimmer 4, Au'q. B vart, anderen Länder ihre Mitarbeit gewähren sollen. pünktlich 7, Uhr. wichtige Bertrauensmännero erfammlung. Tagesordnung: Lohn verhandlung. Alle Betriebe milffen vertreten fein. Die Branchenleitung. Der Sozialpolitische Ausschuß des Reichswirtschaftsrats fette bie Beratung des Gefeßentwurfs über eine vorläufige Arbeitslofender Der Bergarbeiterstreit in Frankreich und Belgien. ficherung fort. Entsprechend dem Regierungsentwurf wurde be fchloffen, die ausgehilfen in den Kreis der Arbeitsiofenver- Ueber die Lage im franzöfifchen Bergbau macht das Minifterium ficherten einzu beziehen. Zu einer lebhaften Auseinander für öffentliche Arbeiten Angaben, wonach in den Departements Nord febung tam es bei Besprechung der Frage der Unterstügungsberech- und Pas de Calais am Bormittag eine ausgesprochene Besserung zu igung bei Arbeitslosigkeit als Folge eines Streifs. Die perzeidynen gewefen fei. Im Loire- Departement fei die Lage unver Arbeitgeber vertraten die Auffaffung, daß nur solche Erwerbslosen, ändert, jedoch eine Arbeitsaufnahme in sehr geringem Umfange in bte infolge einer wirtschaftlichen Krise ihre Arbeit verioren haben, Firming zu verzeichnen. In den Departements Aveyron und Tarn unterstügungsberechtigt fein fönnen. Demgegenüber verlangten die werde voll gearbeitet. Im Departement Gard sei die Bege unver Arbeitnehmer eine grundfägliche Einbeziehung der mittelbar ändert, desgleichen im Mofelbepartement. Dom Streif Betroffenen in die Versicherung. Die Regierung er Märte, daß fie bereit sei, die mittelbar am Streit Beteiligten in her Bersicherung teilweise zu berücksichtigen. Alle Anträge, auch die Faffung der Regierungsvorlage, murden gegen die Stimmen der Arbeitgeber abgelehnt. In der Gesamtabstimmung murde das Gefet in erster Lefung mit den Stimmen der Arbeitnehmer bei Stimmenthaltung der übrigen Mitglieder angenommen In der zweiten Lesung wurde gegen die Stimmen der Ar beitgeber in der Frage der Versicherung der mittelbar vom Streit Betroffenen folgender Baffus der Regierungsvorlage wiederhergestellt:„ Arbeitslose, deren Arbeitslosigkeit durch inländischen Aus Stand oder inländische Aussperrung unmittelbar verursacht ist. haben für die Dauer des Ausstandes oder der Aussperrung feinen Anspruch auf Arbeitslosenunterstügung." Derselbe Ausschuß lehnie mit den Stimmen der Arbeitnehmer Auch dem Reformator Mussolini ist es noch nicht gelungen, aus einen Gesezentwurf ab, der eine Beschäftigung bis zu drei Stunden dem Tohuwabohu der teils embryonalen, teils mehr oder minder an einem Sonntag in jedem Monat für die Angestellten| provisorisch bestehenden italienischen Sozialgefeggebung ein einheit im Handelsgewerbe vorsah. liches Ganzes zu schaffen. Während die Arbeitslosen- und Unfall Gold-, Zahngebisse 67 Silber-, Platin- Brach Brillanten zahlt unüberbietbare Preise R. Felske, Grosse Frankfurter Strasse 67. Zähne auf Teilzahlung Durch frühzeitigen E nkauf bin ich in der Lage, meinen künstliche Patienten halben Tagespreis ne zum Kronen u. Brückenarbeiten auf Kredit zu liefern. Volle Garantie, Plomben usw., Umarbeitungen u Reparaturen sofort. 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Der fommunistische Bergarbeiterver band tritt heute in Paris zu einer Ronferenz zufammen, um über die Lage zu beraten und zu entscheiden, ob der Bergarbeiterstreid fortgelegt oder abgebrochen werden soll. Bie andererseits aus Brüffel gemeldet wird, ftreiten die belgischen Bergarbeiter in der Gegend von Mons beinahe vollständig. Bon 37 000 befinden sich 35 000 im Ausstand. Fafciftische Sozialpolitik. Berband der Maler, Ladierer, Anstreicher ufw. Filiale Berlin. Freitag abend 7 Uhr in den Sophien- Sälen, Sophienstraße 17-18, Mitgliederversamm lung. Bollzähliges Erscheinen erwartet bie Ortsverwaltung. Deutscher Beugewerksband, Bangewerkschaft Berlin. Fachgruppe ber Miefenleger. Donnerstag abenó 7½ Uhr im Saal 8 bes Gewertſchaftshaufes, Engelufer 25, Mitgliederversammlung. Bericht von der Ronferenz in Raffel. Die Gruppenleitung. Wirtschaft Kapitalerhöhung der Deutschen Bant auf 1% mimarden. Der Muffichtsrat der Deutschen Bant hat befchloffen, in einer außer ordentlichen Generalversammlung den Antrag zu stellen, bas Grund fapital durch Ausgabe von nominell 700 000 000 m. neuer Attien auf nominell 1 500 000 000 m. zu erhöhen. Den Attionären foll ein Bezugsrecht gewährt werden, dessen Höhe die Generalversamm lung bestimmen wird. Defierreichs Energiegewinnung. Nach einer amifichen Mittei lung über den Ausbau der Wafferträfte Defterreichs find im Jahre 1922 insgesamt 47 größere Baffertraftwerte mit 261 490 Bferbeträften fünftiger Höchstleistung im Bau begriffen gewefen. Wenn alle diese Werte den Betrieb aufgenommen haben werden, fann mit einer Ersparnis von 50000 aggons Brennstoff gerechnet werden. Berantwortlich für den rebatt. Teil: Bictor Schiff, Berlin: für anzeigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag 6. m. b. S.. Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruderci u. Berlaasanfialt Baul Ginger u. 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