Nr. 29. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. OesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Mr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs: Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen: tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonna und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Landtagswahlen in Württemberg. Sonntag, den 3. Februar 1895. Bedeutung unserer Erfolge genau festzustellen. Ein Beispiel| Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. dürfte aber neben den Stuttgarter Zahlen genügen. In Politische Leberlicht. " Hoffentlich widmet Pindter der Zweite seinen nächsten Leitartikel einem Lobe der Heuchelei. Die Männer der Wissenschaft und die Umsturzvorlage. Die„ Vossische Zeitung" schreibt: " Aalen erhielten wir 1889 72, sage fiebenzig und zwei Berlin, den 2. Februar. Stimmen und heute stehen wir in einer keineswegs aus- Für Religion, Ordnung und Sitte ist Pindter ber weite so wuthig begeistert, daß er heute Abend Das Ergebniß der württembergischen Landtagswahlen sichtslosen Stichwahl. ist ein politisches Ereigniß von größter Bedeutung. Bevor wir für das System Mittnacht- Schmid ist eine vollkommene. jenigen christlich- konservativen, Zentrums- und bürgerlichen Die Niederlage für die württembergische Regierung in seiner Norddeutschen" einen Leitartikel gegen alle dies uns dasselbe näher betrachten, seien die Mittheilungen der n jeder der letzten vier Wahlperioden hat die Regierung Blätter schleudert, die dem Urtheil des Vorwärts" beitelegraphischen Bureaus hier registrirt, die die Privatdepeschen über eine Bierfünftel Majorität verfügt, der freilich stimmen, daß Duellanten und eines unfittlichen LebensIn in unserer legten Nu.nmer ergänzen. Sie lauten: Stuttgart, 2. Februar. Der„ Staatsanzeiger für Württem- niemals die Volksstimmung entsprochen hatte, da von den wandels, wie überhaupt unmoralischer Praktiken schuldige berg" führt unter den bei den gestrigen Landtagswahlen Gewählten 93 Abgeordneten, aus denen sich die zweite württem Menschen sich abscheulicher Heu che lei schuldig machen, ben Präsidenten Balz- Brackenheim, beide Haußmann, Payer und bergische Kammer zusammensett, blos 70 auf grund wenn sie sich als Vorkämpfer der Religion, Ordnung und Gröber auf. Nicht wiedergewählt find unter Anderen: Präsident des allgemeinen Wahlrechtes gewählt werden, während Sitte aufspielen. Leibbrand Urach, Direktor Bockshammer- Gailsdorf und Professor 23 Privilegirte, 7 Vertreter des Adels und der GeistEgelhaaf- Gerabronn. lichkeit waren. Aber wenu man auch von diesen Das Resultat der gestrigen Landtagswahlen ist folgendes: Privilegirten absieht, haben die letzten Wahlen dem Kabinet Die deutsche Partei erhielt 7 Mandate, die Mittnacht stets eine Majorität schon aus den freigewählten Boltspartei 17, das Bentrum 16, die Landes Bertretern verschafft. Die Wahlen vom Jahre 1895 müssen partei ein Mandat, der Gewählte wird sich jedoch fünftig Wie wir hören, wird demnächst eine Versammlung von der Deutschen Partei anschließen. 3 Gewählte gehören feiner aber dem Kabinet Mittnacht beweisen, daß das württemhervorragenden Männern der Wissenschaft, ite: An den bergische Volk mit der Reichs- und Landespolitik nicht mehr ratur und Kunst abgehalten werden, um entschiedenen EinPartei an; an Stichwahlen sind 25 erforderlich. Stichwahlen sind betheiligt: 12 Mitglieder der einverstanden ist, die Gegner des Ministeriums haben ge- fpruch gegen die Umsturzvorlage zu erheben. Zu den Veranstaltern Deutschen Partei, 19 der Vollspartei, 6 des fiegt und blos durch die Anwesenheit der Privilegirten dieser Kundgebung gehören Mitglieder der verschiedensten Parteien. Zentrum 3, 5 Sozialisten, 4 Landesparteiler, ein läßt sich noch eine fünftliche Majorität für Regierungs- Wir haben uns schon lange gewundert, daß in diesen von dem Agrarier, 4 Parteilofe, 2 Konservative, der vorlagen finden. Der schwerste Schlag für die Machthaber Gefeßentwurf schwer bedrohten Kreifen die Tragweite der VorMinisterpräsident Freiherr v. Mittnacht und der bisherige Prä ist die vollständige Vernichtung der Landespartei, dieser lage vielfach verkannt oder unterschätzt wurde. Es ist erfreulich, sident der Abgeordnetenkammer v. Hohl. Die Deutsche Partei töniglich württembergischen Beamtenpartei, deren Führer daß fie endlich aus der Zurückhaltung heraustreten wollen, viel verlor 7 Mandate und gewann eines, die Volkspartei verlor der allmächtige und in Wahlmacherei höchst rücksichtslose Zeit ist nicht mehr zu verlieren. Auch sonst macht sich große 7 und gewann 9, das Zentrum gewann 13 Mandate. Die 7 und gewann 9, das Zentrum gewann 13 Mandate. Die Ministerpräsident Mittuacht, blos in eine, überdies wenig müßte, wie bei der Zedlib'schen Schulvorlage, ein Sturm Lässigkeit in liberalen Kreisen bemerkbar, man sollte meinen, es Landespartei erlitt die meisten Verluste, sie verschwindet völlig vom Schauplage. aussichtsvolle Stichwahl tam. Das Verschwinden dieser durchs Land geben und aller Orten Protestversammlungen ihre Partei der patentirten Kämpfer für Religion, Ordnung Stimme erheben." und Sitte und der Ansturm der Sozialdemokratie bedeutet Die Bossische Zeitung" selbst bemerkt mit Recht, daß ein vernichtendes Urtheil für die Väter der Unisturzvorlage. diese Kundgebung etwas sehr spät kommt. Viel vera Auch die Erfolge der süddeutschen Volkspartei und der sprechen wir uns von dem Eingreifen dieser Kreise jedenBankrott der unter der Flagge Deutsche, Bartei" in falls nicht, und wenn das Volk selbst sich nicht seine Freis Württemberg auftretenden nationalliberalen Partei ist heiten bewahrt und neue erkämpft, wenn es sich auf die bedeutungsvoll. Auch hier der Sieg der Gegner der Männer der Wissenschaft, Literatur und Kunst verläßt, Umfturzvorlage und die schwere Niederlage ihres Befür dann ist es gründlich verlassen. Früher haben diese worters! Leute einmal diesen Nimbus gehabt, mit der Fackel der Wissenschaft dem Volk in seinen Freiheitskämpfen voranzuleuchten, die neue Generation der Gelehrten und Künstler hat diesen guten Ruf durch ihren Byzantinismus, ihre unwürdige Streberei, ihr Kriechen um Fürstengunst aber längst zerstört. Also warten wir immerhin ab, was die Männer der Wissenschaft gegen die Umsturzvorlage thun werden, aber seien wir auch überzeugt, daß sie nicht der Damm sein werden, an dem die heranstürmende Reaktion zerschellt, daß nur das Volt, das arbeitende Volt, diesen Damm bilden wird. Der Frff. 3tg." wird aus Stuttgart gemeldet: Die Stimmung bei der Volkspartei, welche im Bürgermuseum versammelt war, war außerordentlich freudig angesichts des glänzenden Er folges. Bisher hatte die Volkspartei 11 Mandate; sie hofft nunmehr auf 30 zu fommen. Auch das Zentrum hat einen Erfolg zu verzeichnen. Die Sozialdemokraten haben ein tiesiges Anwachsen ihrer Stimmenzahl erhalten und find an mehreren Stichwahlen betheiligt. Die Niederlage der Deutschen Partei ist eine eklatante. Nach den vorliegenden Resultaten bedeuten die Wahlen den Zusammenbruch der Regierungsparteien. liberale und Konservative haben eine furchtbare Niederlage erlitten. Das Zentrum, die Volkspartei und vor allem die Sozialdemokratie haben einen sehr großen Zuwachs an Wir gratuliren vor allem unseren Parteigenossen zu ihren Stimmen zu verzeichnen. In Stuttgart Stadt erhielt am prächtigen Schwaben fireichen, die ein Erfolg raftloser 9. Januar 1889, bei den letzten Landtagswahlen in Arbeit, ausgezeichneter Organisation, unermüdlicher Agitation Württemberg, unser Kandidat 3091 Stimmen, gestern fielen und rühmenswerthen Opfermuthes find. Mögen sie bald auf ihn 7614 Stimmen. Wir haben demnach auf weiter energisch ausholen und dem Mittnachtischen System 1000 Stimmen vom Jahre 1889 gestern 2460 erhalten. ein Ende bereiten. Leider liegen noch zu wenig Zahlenangaben vor, um die National Das Volk hat ein vernichtendes Urtheil gesprochen. Wir freuen uns des Ergebnisses der Landtagswahlen im Lande Württemberg. Feuilleton. Nachdenken Juan Bantista, ich glaube wohl, so wird es gehen... zu gleichen Theilen, Mann schlagt ein!" Will schon selber zusehen, daß ich beim Theilen nicht Skizzen aus dem südamerikanischen Hinterlande, achten. Ein Blatt südamerikanischer Geschichte. Der Apotheker lachte höhnisch: " " -nicht mehr eintrug, und daß es ihm nicht erlaubt sein sollte, durch einen kecken Griff in die ohnehin schon schiffbrüchige Staatskaffe von heute auf morgen ein reicher Maun zu werden. „ Es ist eine flagrante Rechts- und Verfassungsverlegung, meine Herren; denn nach unserer Verfassung kann man niemanden zu etwas zwingen, was nicht durch das Gesetz geboten ist." ] [ Nachdruck verboten. zu kurz kommen. Aber jetzt laffen Sie uns hineingehen." Darauf verschwand der Apotheker mit dem zuletzt Ges Juan Bautista Gill spielte nun zwischen diesen Leuten kommenen ebenfalls im Hinterzimmer, nachdem er einem den Antonius. 3 kleinen schläfrigen Jungen, der bis dahin in der Apotheke Mit großem Holloh empfing man die beiden Eintreten herumgelungert hatte, den Auftrag gegeben, auf diese zu den im Hinterzimmer der Apotheke. Man hatte sich es dort bequem gemacht, soweit es der beschränkte Raum erlaubte. Juan Bantista Gill, wie der Apotheker- Deputirter, war Der Oberst Meza spielte mit dem Kriegsminister Ferreira ein echter Emporkömmling. Aus einer niederen verachteten das landesübliche Monte, und der ehrenwerthe Senator Familie stammend, die sich niemals des besten Russ beschwerte sich eben wieder zum so und so vielten Male erfreut hatte und in der das in Paraguay über seine Vergewaltigung und warf die interessante Ververhaßte brasilianische Negerblut floß, war er als Heil- fassungsfrage auf, ob man überhaupt in einer freien Res Sie werden nie gescheidt, Jean Bantista... Godin gehilfe in den Krieg eingetreten und heil und unversehrt publik einen Senator verpflichten könne, in den öffentlichen ist so lange ein Freund von Rivarola, als er glaubt, von herausgekommen. Und da er ein listiger und unternehmen- Sigungen Stiefel zu tragen. ihm etwas herausschlagen zu können. Sie wissen, daß die der Bursche war, sollte es ihm nicht fehlen. Er war vor brasilianische Regierung aus unserem Fleisch Riemen zu der Hand Abgeordneter, hatte sich aber geschworen, daß er zu schneiden beabsichtigt Sie will sich in etwas an steigen müßte. Bei dem Präsidenten hatte er sich so sicher unseren Grenzen schuldlos halten für die großen Schulden, einzuschmeicheln gewußt, daß dieser absolut auf ihn baute; die sie sich unsertwegen gemacht hat. Auf ihre eigene Fauft und auf der andern Seite wußte er ebenfalls so geschickt zu mag und kann sie es aber nicht thun, der neidischen laviren, daß jeder Unzufriedene ihn für den Mann der ZuNachbarn wegen. Es wäre etwas anderes, wenn funft hielt, der aus Schlauheit nur noch seine Pläne verwir freiwillig ihnen etwas geben würden... verstehen steckt hielt, weil sie noch nicht reif genug seien. Sie endlich und ich sehe nicht ein, warum wir Unzufrieden. Eigentlich war fein Grund dazu. Denn ich meine unser zukünftiger Präsident Herr Juan Bantista Rivarola war der einzige Mann, dem man nichts vor Gitt, nicht heute schon an den Brasilianer derartige Zu- zuwerfen hatte. An seinen Händen klebte weder Blut noch geständnisse mächen könnte..... Dafür thut Herr Godin fremdes Geld, was wenige dieser Leute von sich behaupten alles, denn er weiß zu leben.... und seine Freundschaft konnten. zu Rivarola.... nun ich zweifle wirklich sehr daran." Sie sind in der That ein schlauer Patron, Pancho." Es geht an.. lassen Sie mich nur mit ihm sprechen und Ihrer eigenen Zusage bin ich sicher." " Selbstverständlich." " " " .. Wie viel Zeit gebraucht Ihr eigentlich?" Das Geld wird in zwei Monaten hier sein." Beit übergenug. Wofür wir zu sorgen haben, ist, daß die Flecha und Genossen recht widerspänstig werden, und wir ihm um den Bart gehen... das übrige laßt meine Sache sein." Ihr seid ein gescheidter Bursche," erklärte nach einigem Es ist einmal so, mein Herr Senator", rief Gill hinein, doch was sollen wir uns über solche Lappalien aufhalten... wir sollen uns nicht nuglos ereifern; was unser verehrter Herr Präsident thut, ist wohlgethan." Er sagte das mit einer Miene, daß jeder es nehmen konnte für Scherz oder für Ernst, wie er es gerade halten wollte. " Ich weiß nicht, was Ihr immer von unserem Präsi denten haltet", sagte an der Tischecke eine Person, der man Er hatte die Regierung mit den besten Absichten aus den Europäer sofort ansehen konnte. Unser Präsident ist getreten; aber das ist eben ein Charakterzug dieser Kreolen, ein guter Kerl, aber ein Kopfhänger. Ich glaube, er wird daß es ihnen geradezu unbegreiflich und beinahe ver- das Leben und Lebenlassen nie verstehen. Bot ihm neulich brecherisch scheint, daß irgend jemand ehrlich sein kann. einen Kontrakt an, will 20 000 Stück Vieh liefern. Ihr Ein ehrlicher Mann ist ihnen ein„ sonzo", ein Dummtopf, wißt, wie sehr es nöthig ist; denn der ganze Kamp ist ohne während ihnen der Dieb und Schwindler als vivo", als Bich und Sämereien." ein heller Junge" gilt. Dadurch hatte sich der neue" Habt wohl zu viel daran verdienen wollen," sagte Präsident bald eine Opposition geschaffen. Kaum waren Gill leichthin. zwei Monate nach der feierlichen Bereidigung der Abgeord-" Thut's doch keiner ohne Verdienst," entgegnete der neten und dem Schwur des Präsidenten auf der Plaza ver- Europäer mit Achselzucken. Ich glaube, jeder von Euch strichen, als der und jener zu mürren aufing, daß ihm sein hätte das Geschäft schlankhin angenommen; bot ihm netto Amt als Senator oder Deputirter, als General oder Richter fünfzig Prozent reinen Verdienst. Hätte fünftausend Stück Das umgefallene Zentrum. Vor zwei Monaten, als hard- Division, Major Gertsch, einen Militär", Jeine Ausnahme zu machen schien, war England, wo die politische die Umfturzvorlage der Regierung erschien, da war das der so schneidig" war, daß er bestraft werden mußte, und wirthschaftliche Entwicklung durchweg eine gefundere und norganze Zentrum, alle Abgeordneten und alle Blätter nach Verdienst gekennzeichnet. malere war, als in den übrigen sogenannten Kulturländern. Allein dieser Partei, ein Herz und eine Seele in der Verurtheilung Systems, und heute ist der von französischen Panama- und " " Possirlich ist nur, wie die Blätter des Zentrums, die früher den Gedanken mit Entrüstung von sich wiesen, daß ihre Partei jenem Gesetz zustimmen würde, jekt nach dem Unfall fich aus ihrer freilich sehr unangenehmen Situation herauszuwinden suchen. Die„ Kölnische Volks- Zeitung" schreibt z. B.: Der§ 111a( dem die Zentrumsleute in der Kommission zugestimmt haben), das muß von vornherein festgehalten werden, ist für die allgemeine bürgerliche Freiheit nicht entfernt so gefährlich, als z. B.§ 131, welcher durch die schärfere Verfolgung aller„ erdichteter und entstellter Thatsachen" die Opposition überhaupt vollständig lahm legen kann. Verbrechen anzupreisen oder als erlaubt hinzustellen, ist niemals Sache christlicher und loyaler Parteien, auch wenn sie in der schärfsten Opposition stehen. " = Und die Korrespondenz für Zentrumsblätter" schreibt sogar Man sieht, die Hoffnung unserer Zunftmilitärs, die es flingt beinahe wie ein schlechter Wizz-: Schweizer selbst seien des Milizsystems müde und wollten Vorläufig wurde nur bedingungs- oder gleichsam verzum System des stehenden Heeres übergehen, ist der Verfuchsweise beschlossen. Ueber die Alarmrufe der Presse wirklichung noch nicht nahe der Linken wegen des Bolg'schen§ 111 a brauchen sich also die kommen. Die Verwandlung des schweizerischen Miliz - und wird ihr nie näher Leser nicht aufzuregen. Wie gesagt, die Leute sind in einer sehr schwierigen Lage. heeres in ein. Armeekorps mit deutsch- preußischer Disziplin Denn sich so herauslügen zu müssen, das ist nicht leicht. Aber wäre der Untergang der schweizerischen Republik. pofsirlich ist es doch. Und merken werden wir es uns auch, Unser schweizerischer Namensvetter, der Vorwärts" ebenso, wie jest wohl gewissen Zentrumswählern die Augen auf- von Basel, bemerkt zu obigem Schreiben: gehen werden, nämlich denjenigen Zentrumswählern, die zum arbeitenden Proletariat gehören, gegen das sich die Umsturz vorlage richtet. diefes Attentats auf die bestehende Freiheit". Mittlerweile hat Diesen entarteten schweizerischen Offizieren, mit denen der Wurm der Korruption steckt auch hier in dem Kern des fich das Blatt gewendet. Zentrum und Regierung haben sich unsere deutschen Militärfere in lezter Beit viel paradirten, Eisenbahn- Schmerzen geplagte„ Temps" in der Lage, dem tugendhinter den Koulissen etwas ins Ohr geflüstert, und nun hat jetzt das Eidgenössische Militärdeparte stolzen John Bull ein schadenfrohes Tu quoque! Auch Du! ist der Handel fertig. Das Zentrum ist umgefallen; ment in folgendem, an die Waffen- und Abtheilungschefs zuzurufen. Und der Anlaß ist allerdings eine sehr schmuzige es hat schon einen Theil der Umsturzvorlage" bei den Kom- gerichteten Schreiben den Standpunkt flar gemacht: Geschichte. Unsere Leser erinnern sich vielleicht noch, daß vor missionsberathungen bewilligt, und es wird mehr bewilligen. In legter Beit haben einzelne Beamte des Militär- Jahresfrist der liberale Minister Mundella seine Entlassung Nachher, so hofft es, wird auch die Regierung gefällig sein. departements fich gedrungen gefühlt, in öffentlichen Broschüren einreichen mußte, weil er als Aufsichtsrath eines SchwindelDiese Haltung fann ja beim Zentrum nicht weiter über- und Zeitungsartikeln die Frage zu diskutiren, ob in unserer unternehmens, der sogenannten Neu Seeland= Bank" raschen; sie war fogar voraus zu sehen. Denn dieser Partei ist Armee die richtige Mannszucht herrsche. Die Frage wurde in funktionirt, und nicht für eine ernstliche Verwaltung die ganze Politit nur Mittel zu einem Zweck. Und dieser eine diesen Kundgebungen rundweg verneint und damit eine öffent- gesorgt hatte. Es waren, wie immer in solchen Fällen Zweck der Partei ist die volksverdummende Pfaffenherrliche Polemit veranlaßt, welche das Ansehen der Armee und namentlich wenn vornehme und reiche Leute verwickelt sind-, fchaft. Um diese zu erreichen, ist ihr jedes Mittel recht, unserer militärischen Einrichtungen schädigt. Es läge nabe, zu große Anstrengungen gemacht worden, den Skandal zu vertuschen, auch die Umsturzvorlage. erheben, ob die erwähnten Militärbeamten, welche unserer Armee der mit den Bankrottsachen betraute Oberrichter Vaughan die Mannszucht und die Feldtüchtigkeit vor aller Welt glaubten Williams zeigte sich aber allen Ueberredungskünften unzugänglich, absprechen zu sollen, sich in ihrer Polemik nicht selber in deckte ohne Gnade die begangenen Spitzbübereien auf, stellte Widerspruch gesezt haben mit der Disziplin mehrere hohe Herren, darunter einen edelsten" Hofbeamten, den Wir sehen uns indessen zur Zeit nicht veranlaßt, der Sache nach Stallmeister der Königin, Lord Drenbridge an den Pranger und dieser Richtung weitere Folge zu geben, dagegen halten ivir es zwang Herrn Mundella, das große liberale Licht, sich selbst unter für angezeigt, ihnen zu eröffnen, daß wir Kundgebungen von den Scheffel zu stellen. Natürlich war Herr Vaughan Williams Beamten des Militärdepartements, welche geeignet sind, durch bei allen Gentlemen mit langen und länglichen Fingern sehr uneine einseitige und alles Maß überschreitende Kritit die Be beliebt es wurde gegen ihn gebohrt und gewühlt, und griffe zu verwirren, sowie das Wehrwesen und die Ehre der siehe da, vor einigen Tagen wurde England durch Armee zu schädigen, für verwerflich erachten und daß die Nachricht überrascht, daß dem Herrn Vaughan Williams arch wir uns weitere Maßregeln vorbehalten, falls hierzu in Zukunft den liberalen Lord Kanzler Herschall die Bankrottfachen sollte Veranlassung gegeben werden. Wir erfuchen Sie, diefes entzogen worden sind. Die Entrüftung ist eine allgemeine. Kreisschreiben Ihren sämmtlichen Beamten zur Kenntniß zu Daß ein Richter gemaßregelt wird, ist an sich schon ein schwerer bringen." Eingriff in die Unabhängigkeit der Richter, die in England nicht blos ein Name ist ein Eingriff, wie er, nach dem Zeugniß der englischen Presse seit den Zeiten der Stuarts, das heißt seit länger als 200 Jahren, in England nicht vorgekommen ist Ministerium hat ohnehin nicht viel Popularität zu verlierenund doppelt schmachvoll ist dieser Eingriff wegen der ihn be gleitenden Umstände und des Beweggrundes. Das liberale diese Maßregelung dürfte der Nagel zu seinem Sarge sein. feine Wähler. Genosse Gregor Agnini hat an seine Wähler Der Brief des sozialistischen Abgeordneten Mgnini an im Wahlkreise Carpi ein Schreiben gerichtet, in welchem er seine eigene Handlungsweise und die der sozialistischen Partei auss einandersetzt. Agnini bot bekanntlich dem waderen Crispi den Vorwand zur Schließung der Kammer. Und in dem Briefe er lärt er, wie sein Wortwechsel mit dem Präsidenten Biancheri sich abspielte und wie der Zwischenfall sofort beigelegt wurde. Aber er benutzt die Gelegenheit, um den allzu konventionellen Zon, der in den Parlamenten herrscht, zu verurtheilen:" Da drinnen," sagt er, sind stillschweigend gewisse Achtungs- und erster Linie die Verantwortung trägt, berechtigt und unter Um sowohl betreffs des Inhalts als betreffs der Form dessen, ständen sogar im Intereſſe unserer Landesvertheidigung ver was man zu sagen hat, und wenn jemand diese Tradition und pflichtet, über gewisse Aeußerungen in der Presse seine Meinung diese Grenzen überschreitet, bricht sofort ein furchtbarer Lärm zu sagen. Dagegen will uns die in obiger Kunggebung enthaltene aus. Der konventionelle Respekt wird natürlich auch der Person Drohung gegen die Zeitungsartikel über das Militärwesen ver des Kammerpräsidenten zu theil; und da dieses Amt eine große öffentlichenden Offiziere nicht recht gefallen. So widerwärtig Dosis Unparteilichkeit, Unabhängigkeit und Taft erfordert, muß uns das Preußenthum der Gertsch und Konsorten ist, möchten man sich stellen, als ob man glaube, daß diese Eigenschaften wir doch auch für sie, obfchon sie selber die ihnen opponirende vorhanden sind, auch wenn sie in Wirklichkeit fehlen. Unter Presse am liebsten mundtod erklären möchten, die Preßfreiheit vier Augen darf man das Benehmen des Präsidenten nicht verkümmert wissen. Unser Militärwesen sollte freie tadeln und sagen, daß es nicht der Würde der Ver Kritik ertragen fönnen. fammlung entspreche, aber es ihm offen ins Gesicht sagen und freimüthig einen Tadel ausfprechen, das ist ein„ Skandal", eine Geringschäßung" der parlamentarischen Institutionen." Ein wohlverdienter Nasenstüber für die Gertsch und andere mit dem Säbel rasselude Faselhänse, welche unsere Miliz vollständig verpreußen möchten. Immerhin Die Memoirenfenche. Nach jedem politischen und wirth- scheint uns die Art und Weise, wie hier das Militär schaftlichen Kladderadatsch macht sich bei den Opfern und Helden bepartement gegen die jüngsten, von Hochmuth und preußischem das Bedürfniß geltend, an sich selber die Mohrenwäsche vorzu- Schneid eingegebenen Auslaffungen einzelner Offiziere in der das Bedürfniß geltend, an sich selber die Mohrenwäsche vorzu Bresse Stellung nimmt, nicht ganz unanfechtbar. Zweifellos ift nehmen und der Welt zu zeigen, welche Wundermenschen sie in ihnen zu bewundern und zu beklagen hat. Um dieses Bedürfniß das Militärdepartement, welches für eine sachgemäße Verwendung zu befriedigen, schreibt man Memoiren. Im gegenwärtigen der jährlich viele Millionen betragenden Militärausgaben in Duldungstraditionen festgesetzt worden, gewisse Augenblick schreiben drei große Männer gleichzeitig ihre Memoiren: der Erkanzler Bismard, der Erredakteur Pinbter und der Expräsident Perier. Und wenn das Zuchthaus ihm die nöthige Muße gewährt, wird der Eydiktator Crispi als vierter im Bunde dazu kommen. Wer im Glashaus wohnt, soll nicht mit Steinen werfen Dieses sehr weltfluge Sprüchlein hat der czechische Abgeordncte Rieger außer acht gelassen, als er vorgestern im böhmischen Landtag die Stirn hatte, in einer Rede gegen das allgemeine Wahlrecht und zur Verunglimpfung der Arbeiter u. a. zu sagen: " Deutsche Arbeiter haben Geld von Boulanger genommen, um eine Bewegung im Rücken der deutschen Armee zu organisiren." Recht so! " Grenzen, Die Revision in Frankreich. Wir sprachen vor Agnini ceht darauf zur Prüfung der sozialistischen Frage Daß Herr Rieger die, von der gesammten, auch uns feindlichsten einigen Tagen von der beginnenden Agitation gegen das Preffe, fast einstimmig gebrandmarften Behauptungen des von anachronistische, halbmonarchische Institut der Präsident: über. Der Sozialismus," schreibt er, als politische Partei mit uns aftenmäßig der Fälschung überführten Hans Blum schaft. Goblet, der Führer der äußersten Linken, brachte Lebensjahre. Nach den unvermeidlichen Anfangsversuchen fand er bestimmten Zielen und Methoden zählt in Italien erft wenige für baare Münze nimmt und weiter verbreitet, das macht dem gleich in der ersten Sizung der Kammer nach der Minister- seine Organisation in der Sozialistischen Partei der italienischen Verstand des Herrn eben so wenig Ehre wie seinem und Präsidentenkrise wie seinem und Präsidentenkrise vorigen Montag die Revisions- Arbeiter"( Partito Socialista dei Lavoratori Italiani) unter der Anstand. Geradezu unbegreiflich, selbst wenn wir einen frage auf das Tapet. Und die Petite République" behandelt Fahne des Klassentampfes. Die sozialistische Partei erklärte einersehr starken geiftigen und fittlichen Defekt voraussegen, ist es uns die Frage in einem Leitartikel, betitelt: Revision oder seits ausdrücklich ihre Trennung von den Radikalen und Republi aber, wie speziell Herr Rieger gegen irgend jemand den Vor Revolution. Außer der Präsidentschaft will die fran- fanern, die nicht den wesentlichen Einfluß anerkennen, den der wurf des mangelnden Patriotismus erheben kann, derselbe Herr Rieger, der als Agent der panslavistischen zösische Demokratie auch den Senat beseitigen, der nur wirthschaftliche Faktor i der moralischen und politischen Vers Presse, feit 50 Jahren ohne Unterlaß im Interesse ein Hemmschuh ist und bisher noch jede, aber auch jede fassung der Gesellschaft ausübt, und schied andererseits offen und Rußlands gegen fein Vaterland Desterreich von der Kammer angenommene Gesetzesvorlage, die vollständig ihre Thätigkeit von der der Anarchisten, deren tadelnswerthe Kampfmittel fie sogar ausdrücklich verdammte. fonspirirt. Kein deutscher Arbeiter hat von Boulanger im Interesse der arbeitenden Klasse war, ins Francesco Crispi, der bei den Bantskandalen und bei dem Geld erhalten die, welche Geld von ihm bezogen, gehörten Gegentheil umgefälscht oder ganz hintertrieben hat. Mißkredit, in welchen unser Land gerathen ist, eine so große anderen Gesellschaftsschichten, zum theil edelsten", an. Ferner fordert die Demokratie welche mehr und persönliche und politische Verantwortlichkeit hat, sah, zur Re Rann Herr Rieger mit gutem Gewissen von sich sagen, daß er mehr in der Sozialdemokratie aufgeht die Einführung gierung berufen, ein, daß das beste Mittel, sich die Unterstüßung niemals Geld aus Rußland erhalten hat? der Volksinitiative und des Referendums, der fapitalistischen Bourgeoisie zu erhalten und sich ihr Wohl Der braunschweigische Landtag hat gestern seine Be- d. h. die Bestätigung der von der Volksvertretung ent- wollen zu verdienen, darin bestand, den Fortschritten des Sozia rathungen begonnen. worfenen Gesetze direkt durch das Volt. Wie weit die Belismus Halt zu gebieten; denn der Sozialismus ist der. Alp der herrschenden Klassen, die fortwährend fürchten, durch ihn ihre Borrechte Die Disziplin, des schweizerischen Milizwegung für Revision der Verfassung schon ist, erhellt aus zu verlieren. Und da Ungestüm und Unmäßigkeit charakteristische heeres wird von schneidigen Vertretern unseres Mili- der Thatsache, daß in der Montagsigung 198 Abgeordnete Eigenschaften dieses Mannes sind, stürzte er sich topfüber in die tarismus einer sehr abfälligen Kritik unterworfen. Die dafür waren, die Frage sofort auf die Tagesordnung zu Reaktion und machte vor keiner Ungerechtigkeit halt. Er überHerren, die sich Disziplin nicht ohne blinden Gehorsam, setzen. Jedenfalls hat die Petite Republique" recht: nur trieb die Gefahren oder erfand sie, sei es, um seine ungeheuerstrammen" Drill und Gliederpuppenschritt denken können, durch die Entfernung aller Hindernisse des Fortschritts kann lichen Maßregeln zu entschuldigen, sei es, um größere Ansprüche fanden Unterstützung in der Person einiger schweizerischen einer Revolution vorgebeugt werden. auf die Dankbarkeit der Bourgeoisie zu gewinnen, fei es endlich, Offiziere, die, von alten Reisläufern abstammend, das demo um die Bedeutung der Ereignisse zu vergrößern und sich dann Die Untersuchungskommission, welche die franals Vaterlandsretter aufzuspielen. kratische Wesen der Miliz haffen und eine Armee mit ösische Kammer auf Antrag Millerand's in ,, Um mit Sizilien zu beginnen der Belagerungszustand, eiferner Disziplin" wie die der alten Schweizerregimenter Sachen der Eisenbahn- Konventionen beschlossen der ohne die Zustimmung des Parlaments angewandt wurde, in fremden Diensten, an stelle des Milizheeres für die hat, besteht aus dreiunddreißig Kammermitgliedern, und sie Bürger, die ihren natürlichen Richtern entzogen und zu tausenden Schweiz selbst haben möchten. Unser Schweizer Korre- wird, wie weiland der Panama- Ausschuß, auch richter au unglaublichen Strafen verurtheilt wurden, die blutigen spondent hat in einer früheren Nummer jenen Unfug nach liche Gewalten, d. h. das Recht der Haussuchung, Repressivmaßregeln, das alles sind Ausschreitungen einer nachliche Reaktion, die in der Revolte einiger hunderte von ausVerdienst gegeißelt und namentlich den Stabschef der Gott der Beschlagnahme, der Vorladung, und der Zeugen gehungerten, schwer bedrückten Bauern durchaus nicht ihre vereidigung für sich beanspruchen. Die Kammer wird Entschuldigung finden kann. Und dann als sogar der Schein Busammentreten dieser Kommission einen großen Sieg der gegen die Anarchisten votirt und verrätherischerweise gegen die weifellos zustimmen. Die„ Vossische Zeilung" nennt das eines Vorwandes fehlte, die Ausnahmegefeße, die von der Kammer Radikalen". Richtiger hätte sie gesagt: ein großer Sozialisten angewandt wurden; die Auflösung aller unferer Sieg der Sozialisten. Vereine, die zahllosen Anklagen, die gegen uns erhoben wurden, die Urtheile, die gegen uns gesprochen wurden, die Verdikte der Rommissionen für die Zwangsdomizile". Und schließlich die Einschränkung bei den Wahlen, ersonnen, um die enterbten Klaffen ihrer gefeßlichen Kampfeswaffe zu berauben. geliefert statt zwanzigtausend, und die Hälfte des Verdienstes wäre ihm, was sage ich, dem Staate, der Nation zu gute gekommen, das Geld wäre ja doch im Lande geblieben.." " Ihr seid ein Schurke," sagte auf einmal eine volltönende Stimme aus dem Hintergrunde, Luigi Patri; umsonst habt Ihr auch nicht das Brandmal des italienischen Bagno auf Eurer Schulter. Ich wiederhole es Euch noch einmal, Ihr seid ein ausgemachter Schurke, und Ihr thätet beffer, Euch als Fremder überhaupt nicht in paraguayische Angelegenheiten zu mischen.." " die Furcht, daß nach seinem Sturze unsere Partei sich kraftvoll Es ist also nur Crispi's Feldzug gegen die Sozialisten und erheben fönnte, was diesen Mann noch am Ruder erhält. Aber die Herren von der Bourgeoisie, die Crispi so be dingungslos ergeben sind, sollten sich erinnern: 1. Daß der Sozialismus, der eine Phase der wirthschaftlichen Evolution der Gesellschaft ist, nicht eingedämmt, und daß ein Fortschreiten von jener blindwüthigen Reaktion nicht aufgehalten werden kann. 2. Daß es nicht ohne traurige Folgen für die Erziehung des Volkes fein tann, wenn man ihm zeigt, daß man die Unmoralität unterstützt. 3. Daß die für so bedeutend gehaltenen Dienstleistungen verlegungen theuer genug bezahlt sind. Crispi's mit den fortwährenden Verfassungs- und FreiheitsFranzösischer Chauvinismus. In der franzöfifchen Kammer wurde ein Antrag vertheilt, wonach alle naturalisirten Ausländer und die Abkömmlinge von solchen bis ins vierte GeBeamte oder Offiziere zu werden; ferner foll dllen Staatswürden schlecht als unwählbar, sowie als unfähig erflärt werden sollen, trägern, Offizieren, den Mitgliedern des Parlaments oder der Gerichte, sowie gewissen Beamten die Heirath mit Ausländerinnen oder mit Französinnnen, die in der vierten Generation von Aus. Der so gesprochen, war ein großer tiefbrauner Mann ländern abstammen, bei sofortigem Verlust ihrer Aemter untervon häßlichem Ansehen. Sein Gesicht zeigte eine große sagt werden; endlich wird verlangt, daß alle Naturalisirten oder Narbe, die quer über die linke Backe verlief, und seine deren Abfömmlinge, falls fie gegenwärtig ein Wahlmandat aus Zähne im Vorderkiefer sprangen stark vor. Aber troß üben, innerhalb dreier Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes feiner Häßlichkeit lag ein Zug von Herzensgüte auf seinem zu ersehen seien. Dieser Antrag überbietet noch jenen des KonGesicht, das seiner Häßlichkeit einen veredelnden Zug auf- fervativen de Pontbriant, der die Naturalisirten bis zur dritten Generation treffen will. prägte. Es war ein Paraguayer, reinen Blutes; wenigstens rühmte er sich dessen, mit Namen Ricanor Zum Panaminoskandal wird aus Rom berichtet: Wie die Abendblätter melden, erhielten die Polizeibeamten, Nicanor ist hier," sagte erstaunt Gill zum Apotheker, Banca Romano beiseite gebracht zu haben, die Mittheilung, daß welche beschuldigt sind, Dokumente in der Angelegenheit der der wird alles verderben." " Narr, der Ihr seid," entgegnete diefer; Opposition werden. In dem staatsanwaltlichen Antrag ist nichts über die fie auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Anklagezustand versetzt schadet nie. Ihr werdet sehen, daß der gute Nicanor unsere Verantwortlichkeit Giolitti's für die Beiseiteschaffung der DokuGeschäfte besorgt." mente gesagt." Der Jtaliener Patri wollte eben antworten, als der Es scheint hier wieder der Versuch gemacht zu werden, zweite und letzte Europäer, der sich in der Versammlung die großen Diebe laufen zu lassen und die kleinen zu hängen. befand, schnell für ihn das Wort ergriff. Es war ein Gine beißendere Satire auf ein geregeltes Strafverfahren, Spanier, namens Martinez, der infolge einer Halskrankheit als die Thatsache, daß Crispi Ministerpräsident, ist und ein Die Reaktion in Rußland fühlt sich nun nach der nur heiser und zischend sprechend konnte; aber er schien paar Polizisten zur Führung des Panaminostandals ein- Ansprache des Kaisers Nikolaus II. wieder sicher wie in den ein gewisses Ansehen zu besigen, denn man hörte ihm ge- gesperrt werden sollen, läßt sich kaum ausdenten. besten Zeiten unter dem ersten Nikolaus und driften spannt zu. Die Korruption des Kapitalismus ist ebenso international Alexander. Ein Telegramm aus Petersburg meldet wie der Kapitalismus selbst. Das einzige Land, welches bisher nämlich: Goday. ( Fortsetzung folgt.) werthen Gleichgiltigkeit, die die Italiener im allgemeinen politischen Es freut mich, feststellen zu tönnen, daß trok der bedauernsErwachen des Gewissens gegen die überhand nehmende Unmorali Ereignissen gegenüber an den Tag legen, sich bereits ein gewiffes tät und gegen die freiheitsmörderischen Tendenzen der gegen wärtigen Regierung gezeigt hat." Agnini's Schreiben erregt überall das größte Aufsehen und findet in allen, dem Ministerpräsidenten nicht blind ergebenen, italienischen Kreisen ungetheilten Beifall. " Parteinachrichten. In Gemäßheit des Preßgefezes befchloffen die vier rompe-| blieb nicht eine Fensterscheibe ganz. Wer war nun an diesem tenten Minister, die als besonderes Komitee zusammengetreten Attentat betheiligt? Müller macht hierüber verschiedene Angaben. waren, das Erscheinen des täglichen Journals Rußkaija Jisn" Buerst hat er ausgesagt, der Ruffe habe die Bombe angezündet, ( Russisches Leben) vollständig zu verbieten. weil er es nicht thun wolle. Dieser Behauptung ist aber Bossem Theil der gegnerischen Presse. Herr Dr. Rüdt, der die Theater Der Fall Dr. Rüdt beschäftigt augenblicklich wieder einen " Rußkaija Jisn" war ein von jüngeren russischen entschieden entgegengetreten. Er sagt. Müller habe die beiden effekte zu lieben scheint, hat, wie er nach dem Frankfurter Schriftstellern herausgegebenes Blatt, das einen fort- Attentate an der St. Jacqueskirche und bei Dr. Renson begangen. Parteitag feinen Austritt aus der Partei in oftentativer Weise geschrittenen Standpunkt mit solcher Vorsicht zu vertreten Das ist auch sicherlich richtig. Aber, welche Rolle hat Westkamp verkündete, jetzt es wieder für nothwendig erachtet, der Mitwelt verstand, daß es selbst unter Alexander III. nicht verboten dabei gespielt? Er wußte um den Plan und hat verwerden konnte. Die jetzt beschlossene Unterdrückung beweist, mit voller Bestimmtheit wiedererkannt. Die Angaben Müller's fei. Angeblich ist dieser Eintritt erfolgt auf vielfache öffentliche daß die Reaktion in Rußland wieder vollkommen freie bei feinen weiteren Verhören über das Attentat in der Rue de Rande und auf den dringenden Wunsch zahlreicher Parteigen offen. muthlich Schmiere gestanden". Der Beuge Dawaus hat ihn und zu thun, daß er, Dr. Rüdt, wieder in die Partei eingetreten Rundgebungen von Versammlungen und Vereinen im badischen Bahn hat. la Paix find widerspruchsvoll und verdienen feinen Glauben. Die Edelsten und Besten. Aus Bukarest wird tele- Auf diese Unglaubwürdigkeit, auf die Lügen Müller's wird die Werth und Bedeutung nicht abzuschäßen, das eine aber wissen graphirt: erkläre sie sich? In der ersten Bestürzung hat Müller die volle wir, daß außerhalb der badischen Landesgrenzen der Austritt des Der junge Prinz Sturdza, Sohn des Senators Fürsten Wahrheit gefagt und sich als Attentäter bekannt. Später hat Herrn Dr. Rüdt in der Partei nirgends besondere Kümmerniß vorher seine Geliebte getödtet hatte. Der Prinz war erst seit er dann versucht, einen Theil der Verantwortlichkeit von sich auf Dr. Rüdt dürfte schwerlich geeignet fein, in der Partei eine etwa drei Wochen verheirathet. " anderen wenigstens auch hereinfallen, denkt er. besonders hohe Meinung für Rüdt felbst und die Parteis Das scheint ja ein wahrer Mustermensch zu sein, dieser fürchtet er, härter behandelt zu werden, als seine Genossen. Die Partei ist kein Zaubenschlag; die Genossen sollten sic Beständig verhältnisse in gewissen badischen Parteiorten hervorzurufen. Prinz. Drei Wochen verheirathet, nebenbei eine Geliebte ie typisch hierfür sind seine Klagen über angeblich schlechte beshalb hüten, Maßnahmen zu dulden die den Spott und Hohn vielleicht auch mehrere dann Mord und endlich Behandlung in der Untersuchungshaft. So ist nun einmal sein unserer Gegner und das Bebauern aller verständigen Genossen Selbstmord. Der Mann hat ja einen geradezu ver- Charakter. blüffenden Respekt vor der Ehe, der Religion, der Ordnung, Den Schluß seiner Ausführungen widmet der Staatsanwalt hervorrufen müssen. Mag Herr Dr. Nüdt seine Komödiantender Sitte gehabt. Schade, daß die Geschichte nicht der Geschichte der anarchistischen Manifeste, die am 10., 13. und fünfte üben, wo er will, in unserer Partei fann dafür aber kein bei uns in Deutschland passirt ist; unsere Köller und 14. Mai in Lüttich vertheilt wurden und mit weiteren Attentaten Platz fein. Damit ist auch unsere Meinung über eine eventuelle Nieberding hätten sie so gut in ihrem Kampf gegen den drohten. Ihr Ursprungsort ist nach seiner Ansicht Holland, ihr Kandidatur Rüdt's ausgesprochen. Herr Dr. Rüdt kann der Umsturz ausspielen können, Verfasser und Drucker auf Anstiften des Rufsen aller Wahr: Kandidat seiner badischen Freunde, er wird aber auf keinen natürlich nur dann, wenn scheinlichkeit nach Cornelissen. Bliegen hat den Transport der Fall der Kandidat der sozialdemokratischen Partei sein. der Mann ein simpler Erdenbürger und kein Prinz ge- Flugblätter nach Lüttich durch Bach vermittelt, daß er in Be wesen wäre. Prinzen gehören zu den Edelsten und Besten. ziehungen zu dem Russen gestanden hat, ist erwiesen. Wenn sie ehebrechen, morder u. s. m., dann sind das kleine Bei der Haussuchung ist ein Brief des Russen an ihn Schwächen, die nach Wiöglichkeit vertuscht werden nicht in deutscher Sprache gefunden worden, in dem nicht in deutscher Sprache gefunden worden, in dem unter nur in Rumänien. Beim gemeinen Volt aber heißt so etwas andern auch von dem Transport der Manifeste nach Lüttich Umstura, und dagegen geht es in den Kampf für durch einen sicheren Mann die Rede ist. Vliegen war zunächst Religion, Ordnung und Sitte." dreift genug, die vage Behauptung aufzustellen, ein Lütticher Polizeibeamter habe den Brief bei der Haussuchung bei ihm eingeschmuggelt. Später habe er dann behauptet, der Ruffe felber sei es gewesen. Auch diese Angabe verdient feinen Glauben. Bliegen ist in Lüttich gewesen, und wenn er auch vielleicht nicht den Drobbrief an den Bürgermeister Gerard auf die Post gegeben hat, so hat er bei der Verbreitung der Manifeste doch offenbar mitgewirkt. Den Rest der Manifeste hat Bach aus Maastricht gebolt und zu Westkamp gebracht. Inzwischen war der Russe verschwunden. Bach giebt an, daß Müller die Manifeste in der ohnung Westkamp's gefalzt habe. Die Persönlichkeit der Schuldigen ist also auch hier festgestellt. Ueber Stambulow liegen heute mehrere Meldungen vor: Die Agence Balcanique" erklärt die Nachricht von der Sperrung der Immobilien Stambulow's für erfunden. Er bestreitet auch, daß er sich mit den Ruffophilen Bankow und Karawelow aus geföhnt habe, gefteht dagegen zu, eine Annäherung an den Fürsten Ferdinand zu wünschen. Eine Prügelei im nordamerikanischen Parlament. In Eine Prügelei im nordamerikanischen Parlament. In der gestrigen Sißung des Repräsentantenhauses tam es gelegentlich einer Geschäftsordnungs- Debatte zu einem lebhaften Wort wechsel zwischen den demokratischen Deputirten Breckinridge und Head. Die beiden beschimpften sich gegenseitig und Breckinridge versetzte seinem Gegner einen Faustschlag. Schließlich wurden beide vor die Schranken des Hauses geführt, wo sie die be leidigenden Worte zurückziehen mußten.Dor. B Auf die Erklärung des Herrn Dr. Rüdt, in welcher berselbe bekannt giebt, daß er, aufgefordert von vielen Seiten, namentlich von dem Verein Vorwärts" in Heidelberg, der sozialdemokratischen Partei wieder beigetreten fei, giebt unser Mannheimer Partei- Organ nachstehende Gegenerklärung ab: Die Erklärung ganz im Stile des bekannten Austrittsplatates abgefaßt macht Effekt. Nur schade, daß sie an einer fleinen unwahrheit leidet. Der fozialdemokratische Verein Vorwärts Heidelberg hat nämlich niemandem den Auftrag ge= geben, Herrn Dr. Rüdt aufzufordern, wieder in die Partei einzutreten, sondern hat einen Antrag, der dahin zielte, mit allen gegen eine Stimme abgelehnt. Bon drei Seiten zugleich wird unterm gestrigen Tage von Heidelberger Parteigenossen energisch gegen den Mißbrauch des Namens des sozialdemokratischen Vereins " Vorwärts" Berwahrung eingelegt. Es ist uns Raummangels halber unmöglich die Briefe zum Ausdruck zu bringen, sie werden aber, wenn's Noth thut, im Einverständniß der Verfasser sowohl der Heidelberger Ronferenz wie auch der Mannheimer öffentlichen Versammlung vorgelegt werden. Für heute begnügen wir uns mit einer furzen Schilderung der thatsächlichen Vorgänge in der letzten Versammlung des Vereins Vorwärts. Ein Genosse In der Nachmittagssigung beginnt Staatsanwalt Delwaide Namens Mäkler stellte den Antrag, Herrn Dr. Rüdt im Namen sein Plaidoyer. Für seinen Ruf als Redner spricht der außer des Vereins zu bitten, wieder in die Partei einzutreten und die ordentlich starke Andrang bürgerlichen Publikums. das seinen Reichstags- Kandidatur des 12. badischen Wahlkreises anzunehmen. Worten wie einer Offenbarung lauscht. Er versteht es auch Dieser Antrag wurde bei Anwesenheit von 28 Mitgliedern mit besser, als sein trockener Kollege, die Nerven seiner Zuhörer an 27 gegen eine Stimme abgelehnt. Ein Gegenantrag, die Delegenehm zu figeln. Wie wirkungsvoll ist gleich die Einleitung: girten für die Konferenz am Sonntag zu perpflichten, unter ein in den lebhaftesten Farben ausgeführtes Gemälde aller allen Umständen gegen die Kandidatur zu stimmen, wurde in früheren Jahren in Lüttich vorgekommenen anarchistischen mit etwa 10-12 Stimmen ebenfalls abgelehnt, weil eine große Der Staatsanwalt Attentate. will eine Art von Anzahl der Anwesenden neutral blieb und sich der Abstimmung Zusammenhang zwischen den jeßigen und den früheren enthielt. Das die Thatsachen. Attentaten tonstruiren. Geben wir einige Proben seiner subjektiven Darstellungs- und Redekunft: anwalt seine Ausführungen. Mit dieser Darstellung des Thatbestandes schließt der StaatsDie Mittagspause tritt ein. Burgleichen Angelegenheit wird uns aus Partei freisen weiter geschrieben: „ Herr Dr. Rüdt hat seine großartig eingeleitete Romödiantenrolle scheinbar wieder einmal damit abgeschlossen, daß er der Aufforderung des Vertrauensmannes des 12. badischen ReichstagsWahlkreises( Heidelberg) im Namen des sozialdemokratischen Vereins Vorwärts"( Heidelberg) Folge geleistet und unserer Partei wieder beigetreten ist. Daß es sich hier nur um eine schlecht gespielte Komödie handelt, weiß jeder, der die Angelegen. heit von vornherein unbefangen beobachtet hat. # Vom chinesisch- japanischen Kriegsschauplatze liegen die folgenden Depeschen vor: London, 2. Februar. Das Neuter sche Bureau" meldet aus Tschifu von gestern: Die Westforts von Weihaiwei wurden am 30. Januar eingenommen. Sechs derselben leisteten, obwohl sie auf der Landseite von einer starken Truppenmacht und auf der Seeseite von den japanischen Kanonenbooten angegriffen wurden, fräftig Widerstand. Ein japanisches Kanonenboot wurde zum Sinten gebracht. Infolge Platens einer Granate flog ein Pulvermagazin in die Luft; man glaubt, daß dabei viele Menschen umgekommen find. Die Ostforts wurden stundenlang von den Einen fürchterlichen Feind haben wir in diesem Prozeß zu japanischen Kreuzern Naniva"," Akitsushima" und" Katsura" bekämpfen, meine Herren Geschworenen, einen heimtückischen beschossen. Weder eines dieser Forts noch die Stadt Weihaiwei Gegner, der im Verborgenen schleicht, in allen dunklen Ecken selbst ist bis jetzt von den Japanern besetzt, auch die Insel und und Winkeln lauert. Dieser Feind ist die Anarchie, diese offene die Flotte sind noch in den Händen der Chinesen. Die Wunde am Gesellschaftstörper. Die Anarchie verachtet das Gesetz chinesischen Behörden in Tschifu lassen die Soldaten enthaupten, und tritt es mit Füßen, aber das Gefeß bleibt, was es iſt. welche aus Weihaiwei fliehend, in Tschifu eintreffen. Das Wetter Wenn die Anarchisten nur Narren wären, könnten wir hindert weitere militärische Operationen in Weihaiwei. ihnen unser Mitleid schenken. Aber sie sind so finns Hiroshima, 2. Febr. Nach den hier eingetroffenen amt los, allen anständigen Leuten ihr Gesez auflegen zu lichen Depeschen über die Einnahme des Forts Weihaiwei ist wollen. Mit Feuer und Schwert bekämpfen sie unsere Der Parteitag verurtheilte die Intriguen und Heßereien, der Erfolg dem geschickten Zusammenwirken der japanischen Gesellschaft, Berbrechen über Verbrechen begehen sie und prokla deren sich Rüdt schuldig gemacht. Rüdt gefällt sich in der Land- und Seemacht zuzuschreiben. Der Widerstand war, wenn miren die Propaganda der That. Viel zu lange sind wir nach Rolle des Beleidigten und kehrt darob der Partei den Rücken. man die Stärke des Playzes berücksichtigt, gering. Die Haupt- fichtig gewesen, jetzt endlich muß sich die ganze Gesellschaft auf. Seinen Austritt giebt er aber nicht durch das zuständige Parteiforts waren nach einigen Stunden genommen; nur einige Forts raffen und sie unter ihrer Verachtung vernichten. Alle An organ bekannt, sondern auf großen rothen Plakaten, die bis in wurden hartnäckig vertheidigt. Beide kämpfenden Theile haben geklagte umschlingt ein gemeinsames Band, vereinigt ein die entlegenſten Orte verbreitet wurden. Borsichtig, wie er nun schwere Verluste erlitten. Die Truppen der 6. japanischen Komplott. Wenn wir einen neuen 1. Mai vermeiden wollen, einmal ist, behält er wohlweislich sein Landtagsmandat in den Division befanden sich um 2 Uhr unter Waffen und rückten sogleich der vielleicht noch blutiger, noch schrecklicher sein werde, als der Händen und wartete der Dinge, die sich abspielen würden. vor. Bei Tagesanbruch begann der Ansturm auf die feind des Jahres 1892, dann müssen Sie, meine Herren Ge Die beabsichtigte Wirkung einscheint indeffen nicht liche Vertheidigungslinie. Um 9 Uhr waren die Außenbatterien schworenen, hier Ihre Schuldigkeit thun. Und sollte dennoch zutreten. Von einigen Orten kommen einige geschickt abs und die Verschanzungen in den Händen der Japaner. Unter ein Attentat erfolgen, so haben wir uns wenigstens nichts gefaßte Sympathie Resolutionen, worin man den Austritt dessen richtete das zweite Armeekorps den Angriff auf die süd- vorzuwerfen, wir haben unsere Pflicht erfüllt. Mögen Rüdt's bedauert, von anderen Seiten greift man das Urtheil der westlichen Forts der Linie von Bai tschi- bjai- so, eine starke die Arbeiter den 1. Mai in ihrer Art feiern. Aber Neunerkommission des Parteitages an, worauf Genosse Blos zur Stellung mit steilen, 100 Fuß hohen Abhängen. Der Angriff es giebt Menschen, die von harmlosen Arbeiterfesten an jenem Selbstvertheidigung das hierauf bezügliche Material den Geerfolgte unter gleichzeitiger heftiger Beschießung von den japani Tage nichts wissen, die ihn benutzen wollen um die Masse durch nossen zur Prüfung unterbreitet. Im übrigen schienen aber schen Schiffen aus. Nachdem der Kampf auf dieser Seite, wo der die Propaganda der That zu revolutioniren. Redner verliest auch die badischen Parteigenossen sich vernünftigerweise zu sagen, Hauptwiderstand geleistet wurde, einige Zeit gedauert hatte, führte einen im April 1894 erschienenen Artikel eines anarchistischen daß, wenn jemand der Partei den Rücken kehrt und sei er auch die sechste Division eine Umgebung des Feindes aus und rückte Blattes, in dem es heißt, man müsse den ersten Mai dazu be- einmal der tüchtigste Genoffe gewesen, man ihn ruhig laufen hinter die Berge zum Angriff auf die Forts von Pai- tschi- hjai- so nußen, Voltsaufstände zu erregen. Der Anarchismus ist durchaus laffen soll. Bis auf die Niederlegung feines Landtagswäre die Angelegenheit bes Um 21 Uhr waren diese Forts genommen. Auf ein einheitlich: es giebt keine Anarchisten, die die Propaganda mandates Herrn Rübt gegebenes Signal besetzte nunmehr die japanische Ftotte den der That verwerfen, im Gegensatz zu anderen, die sie an denn ja auch glatt gewefen. Diefe erfolgt mittlerweile einen Es giebt nur östlichen Hafeneingang. Um 22 Uhr nachmittags waren sämmt wenden. Anarchismus, der durch aber immer noch nicht. Man sagte gemeinhin, dieses habe liche Forts von Pai- tschi hjai so nach Südwesten zu ge- Mord und Brand die Welt erweitern will." Und wenn schließlich ja auch nur noch eine formelle Bedeutung, weil das nommen. Die Chinesen zogen sich nach Fung liu- tschu man man verwerfe die Propaganda der That, Mandat Rüdt's im Sommer ablaufe und der Landtag bis dahin sagt, zurück. Um 4 Uhr war die Schlacht noch nicht zu so ist das blos für die Dummen, für die Gallerie! Ein an- doch nicht mehr einberufen werde. Die Genossen, welche so Ende. Die chinesischen Schiffe bei der Insel Liu- tung archistisches Blatt, das die gewaltthätige Aktion verwürfe, würde argumentirt, werden ihren Irrthum eingefehen haben. Herr tau, die Forts Yatao, Tsamao und Wang- tao, sowie die nicht 6 Monate lang am Leben bleiben. Die Anarchisten ver- Rübt wußte schon, wie er seine Rolle spielen muß. Ginen gut armirten Batterien auf der Insel unterhielten noch werfen angeblich jeden sozialen Zusammhang, jede Organisation. Achtungserfolg hat er denn auch auf der Parteikonferenz des ein heftiges Geschüßfeuer gegen die Schiffe und die Landtruppen Andererseits reden sie aber auch wieder von einem Organi 9. badischen Wahlkreises Größingen erzielt, der Japaner. Die japanischen Schiffe manöverirten zu dem fationsprinzip, fie sprechen von sozialen Gruppen, die sich nach man ihn durch eine Resolution zum Wiedereintritt in Zwecke, den östlichen und westlichen Eingang des Hafens von Belieben auflösen und umgestalten können. Man werfe mir die Partei aufforderte. Dazu die Aufforderung des sozialdemo Weihaiwei zu versperren. nicht ein, das sei absurd. Wir befinden uns eben mitten im fratischen Vereins Vorwärts", und die Rolle ist glücklich zu Shanghai, 2. Februar.( Meldung des Reuter'schen Anarchismus drin. Die Anarchisten geben an, daß sie sich zu Ende gespielt Dr. Nüdt ist wieder Parteigenoffe. : Bureaus.") Wie aus guter Quelle verlautet, haben die Ge- ihren Thaten in Gruppen zufammenthun. Eine derartige Angesichts solcher Vorgänge muß man sich aber doch ernstlich sandten Englands, Frankreichs und Rußlands in Tokia und Gruppenorganisation bestand auch in Lüttich. Zwischen einem fragen, ob unsere Partei ein Tummelplatz schauspielerischer Peking von ihren Regierungen Instruktionen erhalten, China und gewöhnlichen und einem anarchistischen Mörder besteht Experimente ist. Wer es ernst mit der Partei meint, treibt nicht Japan anzurathen, Friedensbedingungen zu vereinbaren. ein großer Unterschied. Der gewöhnliche Mörder ver- solches Possenspiel, sondern er dient auch dann ehrlich und treu lekt bas Gesez, er läßt sich durch feine Leiben weiter, wenn ihm auch wirklich einmal persönlich Unrecht geschaften fortreißen und übertritt die von der Gesellschaft geschieht, was bei Herrn Rüdt nicht einmal der Fall ist. Wahrzogenen Schranken. Wenn er aber die That verübt hat, unter haftig! Solche Leute sollte man laufen lassen, wohin sie wollen." Das meinen auch wir! Die Wirthschaftliche Vereinigung des Reichstags ist wirft er sich wieder dem Gesetz. Anders der anarchistische Mörder. Wenn er seine Bombe in einem Thürwinkel niederlegt, zum Mittwoch( 6. Februar) einberufen worden. Auf der Tages so will er das Gesetz selbst treffen, das erhabene Standbild der Die sozialdemokratische Partet ist eine Kampfpartei, die ordnung steht der Antrag Kanit v. Kardorff auf Regelung der Justiz umstürzen und unsere ganze Gesellschaftsordnung ins in steter Bewegung sich befindet, fortwährend für ihre Ideen Währung auf einer internationalen Ronferenz behufs Hebung des Silberwerth 3. Der von der Wirthschaft- Herz treffen. Und nach seiner That unterwirft er sich nicht agitirt. Agt besten geht das aus den zeitweilig von uns verlichen Vereinigung des Reichstags angenommene Antrag Kanig wieder dem Gefeß. Er setzt den Kampf gegen die Gesellschaft öffentlichten Jahresberichten der Vertrauensmänner, bezw. der betr. Berstaatlichung der Getreide- Einfuhr wird demnächst mit fort, weil er in verbrecherischer Selbstüberschätzung außerhalb fozialdemokratischen Vereine hervor. Merkwürdigerweise oder jenseits des Gesetzes zu stehen glaubt. In diesem Kampf ist auch nicht merkwürdigerweise ist die Bewegung eine um so den nöthigen Unterschriften im Reichstag eingebracht werden. die bürgerliche Gesellschaft deshalb im Nachtheil, weil ihr Feind, intensivere, je größer der Druck. Vor einigen Tagen berichteten vie eine Viper im dunkeln schleicht. Bei dem Prozeß, der wir von den Fortschritten, welche der sozialdemokratische uns hier beschäftigt, hat man versucht gewisse Unterschiede Verein für Dresden, ber tlassischen Stadt Der zwischen den einzelnen anarchistischen Gruppen zu machen. Man Sozialistenheze, im vergangenen Jahre gemacht hat, hat von einer Bastin'schen, einer Schlebach'schen und einer heute seien einige Einzelheiten aus dem Jahresbericht In der heutigen Sitzung, die um 91/2 Uhr eröffnet wurde, deutschen Gruppe gesprochen. In den beiden ersten Gruppen des Chemnitzer Vereins wiedergegeben. Der Chemnizer beendete der erste Staatsanwalt Demarteau sein Plaidoyer. Er haben sich die rein akademischen, in der letzten die persönlich sozialdemokratische Verein hat im verflossenen Jahre 61 Verbeleuchtete zunächst die Reise Jagolkowsky's und Müller's nach thätigen Anarchisten befunden haben. In Wirklichkeit hingen sammlungen abgehalten. Die Mitgliederzahl betrug bei der vorMaastricht am Tage nach der Explosion an der St. Jaqueskirche. Diefe Gruppen aber ganz eng mit einander zusammen und verjährigen Generalversammlung 1501. Jm verflossenen VereinsIn Maastricht trafen sie mit Arnold und Leblanc zusammen, veranstalteten die Thaten im gemeinsamen Komplott. Redner sucht fahre famen 436 Mitglieder zur An- und 346 zur Abmeldung, muthlich auch mit Wesikamp, der von mehreren Beugen mit dies im einzelnen nachzuweisen und schildert dabei die Persönlich- so daß die gegenwärtige Mitgliederzahl 1591 beträgt. Auch war ziemlicher Bestimmtheit rekognoszirt wird. Wieder verfertigte feit der einzelnen Angeklagten. Bach sei der gefährlichste unter es wieder einem Minderjährigen möglich, sich als Mitglied einder Russe eine Bombe und Müller brachte sie nach ihnen, er sei ein internationaler Anarchist, der in Deutschland, auschmuggeln, weshalb der frühere Vorsigende Walther von der Lüttich. Diese Bombe in England und Belgien bereits in Dynamit gearbeitet habe, in Behörde mit einem Strafmandat von 100 m. bedacht wurde. der Hausthür des Dr. Renson plagte und den unschuldigen deffen Fabrikation ihn ein flavischer Anarchist, der Doktor Der Kaffenbericht soll später gegeben werden und werden wir Mann so gefährlich verwundete. Nur durch ein Wunder ist Shapira eingeweiht habe. Schlebach war der Herbergsvater, feinerzeit darauf zurückkommen. Dr. Renson dem Tode entgangen. Auch am Hause waren Ver- der Baas der Lütticher Anarchisten, Frau Schlebach, ihr wüstungen angerichtet, die Thür beschädigt, die Schwelle ger- Mütterchen". Parlamentarisches. = Lütticher Anarchistenprozek. ( Original Bericht.)" war es vermuthlich, Die schlagen und der Kellerhals zerstört; in den benachbarten Häusern Hier bricht der Staatsanwalt ab. Schluß 7 Uhr. in indem Parteifinanzen. Im Laufe des Monats Januar gingen bei dem Vertrauensmann für den Wahlkreis Frankfurt a. M. " 322 M. ein; im gleichen Zeitraum tamen für Parteizwede sur fchloffener Gesellschaft einen Theaterabend abzuhalten. Frauen, trunken feien. Auch Stollberg giebt an, baß fich der Rapitän Verwendung 306 M., so daß nur ein Ueberschuß von 16 M. Schülern und Lehrlingen ist der Zutritt streng verboten, während zur Zeit des Unglüds auf der Brücke befand. Er habe gehört, verbleibt. Dieses verhältnißmäßig ungünstige Resultat veranlaßt folcher den Aufsicht führenden Beamten seitens des Vereins zu wie der Kapitän den Befehl gab, die Frauen und Kinder zuerst den Vertrauensmann Genoffen Trompeter, die Parteigenossen gestatten ist. Salbke, den 29. Januar 1895. Der Amtsvorsteher. in die Boote zu lassen. Er sprach laut und fest. Jeder an Bord mehr an ihre Pflicht zu erinnern, fie namentlich darauf hin- Schnobel. muß es gehört haben. Auch der Ingenieur Stollberg ist des zuweisen, daß bei Sammlungen nicht immer nur an die eigenen Das Gingen der Arbeitermarseillaise Robes voll über den Führer der Wild Flower, William Wrigt, Parteigenoffen heranzutreten sei, sondern daß man auch weitere ift grober Unfug. Vor dem Schöffengericht zu Har- und seine Leute. Dieſelben retteten die Schiffbrüchigen aus einem Kreise dazu heranziehen müsse. burg wurde am Mittwoch gegen fünf Arbeiter aus Alten offenen Boote bei der hochgehenden See mit eigener Lebensgefahr wärder verhandelt, die im Sommer vorigen Jahres daselbst und gaben ihnen Kleider und Essen. Drei Siege hat die organisirte Arbeiterschaft Ham in einem Vergnügungssalon die Arbeitermarseillaise gesungen und Bösmann's Telegraphisches Bureau" veröffentlicht folgendes burgs fürzlich errungen. Die Polizei verlangte erstens, daß dadurch groben Unfug" verübt haben sollen. Das Gericht nahm Telegramm der Agenten des„ Norddeutschen Lloyd", Keller, bei der Anmeldung von Versammlungen eine detaillirte Tages- an, daß die Angeklagten wissen mußten, daß das Singen der Wallis u. Co. aus London: Unsere Meinung über die verschie ordnung eingereicht werde, zweitens wurde von ihr das Gewerk Arbeitermarseillaise bei einer öffentlichen Tanzmusik nicht statt- denen Beitungsberichte tann in folgenden Bericht des" Standard" schafts- Kartell als ein Verein angesehen und drittens wollte sie haft sei. Einer der Verbrecher wird zu zwei Wochen Haft, zwei von heute zusammengefaßt werden: Es wird besonders die Thatnicht gestatten, daß in einer Mitglieder- Versammlung eines Wahl zu einer Woche und einer zu 15 M. Geldstrafe event. entsprechen- fache hervorgehoben, daß von den Ueberlebenden nicht weniger treises ein Mitglied eines andern das Wort ergreife oder auch nur der Haft verurtheilt. Der fünfte war nicht aufzufinden. Der als 15 Offiziere und Seeleute der Elbe" waren, und daß sich anwesend sei. Zur ersten Sache ist von dem Senator Polizei Amtsanwalt hatte gegen den ersteren 4 Wochen, gegen die übrigen unter den fünf geretteten Passagieren nur eine Frau und feine chef i. V. Dr. Lappenberg die Mittheilung ergangen, daß auf Angeklagten drei Wochen Gefängniß beantragt. Es geht auch Kinder befanden. Die Aussagen von mehreren Ueberlebenden grund des Vereinsgefeßes eine solche detaillirte Tagesordnung ohne Umsturzgesetz". laffen darauf schließen, daß alle Frauen und Kinder gerettet seitens der Polizei nicht verlangt werden könnte. Zum worden sein würden, wenn Zeit gewesen wäre, die Steuerbord giveiten Punkt ist durch Urtheil des Oberlandesgerichts endgiltig Boote herabzulassen. Der Kapitän war der Meinung, daß entschieden, daß das Gewerkschaftskartell kein Verein im Sinne bierzu noch Zeit genug vorhanden war, und infolge seines Bedes Hamburgischen Vereinsgesetzes ist, wie die Polizei und mit fehles begaben sich sämmtliche Frauen und Kinder nach der Steuerbordseite des Dampfers, während die, die sich besser selbst ihr das Schöffengericht irrthümlich angenommen hatten. Zur dritten Sache hat der Bürgerausschuß, der verfassungsmäßig helfen konnten, zur Backbordseiie eilten. In dem Augenblick, als berufen ist, über die richtige Handhabung der Gesetze zu wachen, der Steuerbordseite heraus, daß die dort befindlichen Rettungs die beiden Boote von der Backbordseite lostamen, stellte sich auf dem Beschwerdeführer Genossen Koenen mitgetheilt, daß die Polizeibehörde nicht mehr bei dem Standtpunkte beharre, der boote nicht mehr zu Wasser gebracht werden konnten, weil sich das Schiff infolge der enormen Wassermassen, welche sich in dasselbe die Beschwerde des Genossen Koenen veranlaßt habe. Die be, treffende Eingabe sei daher wohl als erledigt zu betrachten. ergossen, inzwischen sehr weit nach der Steuerbordseite geneigt So hat die Arbeiterschaft in drei wichtigen Fragen gegen die hatte, was in immer stärkerem Maße zunahm. Man wandte sich Polizei, zum theil auch gegen Senat und Schöffengericht Recht nun den anderen Booteu zu, aber der Dampfer begann behalten. bereits zu finken, und es ist keinem Zweifel unterworfen, daß die Frauen und Kinder an der Steuerbordseite durch die Anordnung des Kapitäns zusammengehalten wurden, weil dort die meiste Wahrscheinlichkeit zur Rettung war, wenn das Schiff sinten sollte. Der Frankfurter Sozialdemokratische Verein berieth in feiner legten Versammlung über einen Antrag, der verlangt, daß vom nächsten Jahre an die Vorbereitungen zu den Wahlen zum Gewerbegericht durch das Gewerkschafts- Kartell ausgeführt werden sollen. Es wurde beschlossen, über den Antrag demnächst eine öffentliche Versammlung, in der die Kandidaten für die diesjährige Wahl proklamirt werden sollen, entscheiden zu laffen. * " Soziale Ueberlicht. Arbeiterrisiko. Wie der„ Dortmunder Zeitung" aus Hörde gemeldet wird, sind gestern bei dem Einsturz des Daches des Der Betriebsführer Geylenberg wurde sofort getödtet; der SiedeGußstahlwerkes der Herrmannshütte mehrere Personen verunglückt. meister Adam und zwei Arbeiter erlitten so schwere Verletzungen, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird. Die Armenpfleger von Eisen sind aufgefordert worden, der Verwaltung Mittheilung darüber zu machen, welche Familien wegen Arbeitslosigkeit des Ernährers bis zum 31. Januar unterstügt worden find. Ferner werden die Armenpfleger erfucht, anzugeben, welche Familien sonst noch wegen Arbeitslosigkeit ihres Ernährers um Unterstützung sich gemeldet haben, denen aber eine Unterstützung nicht bewilligt worden ist. In der nächsten Woche werden an jede Familie, welche aus der Armenkasse Unterstützung erhält, 2 Zentner Kohlen verabfolgt werden. Die Freie Vereinigung der Krankenkassen Rheinland: Westfalens hat in ihrer erften außerordentlichen Versammlung in Barmen, welcher 60 Delegirte, die 37 Kassen mit 103 890 Mitglieder vertraten, den Beschluß gefaßt, an geeigneter Stelle dahinzuwirken, daß die Berufs- Genossenschaften verpflichtet werden, Vereinsgesetz und Polizei. Die„ Rhein.- Westf. Arb.- 3tg." die Kosten des Heilverfahrens vom Tage des Unfalls zu überist in der Lage, über eine Konferenz von Polizei- Inspektoren zu nehmen."- Weiter sprach sich die Versammlung einstimmig für berichten, von der sonst nichts in die Deffentlichkeit gelangt ist. Die Nothwendigkeit der Herabfegung des gesetzlichen Reservefonds Der Gegenstand derfelben ist von einem allgemeinen Interesse. von 10 auf 5 pCt. aus. Zum Verbandsorgan wird, Die Arbeiter Die Rhein- Westf. Arb.- 3tg." schreibt: Vor kurzem hat in versorgung" beſtimmt. Der Anschluß an den deutschen OrtsElberfeld eine Konferenz von Polizei- Inspektoren des Regierungs. Krankenkassen- Verband" wurde mit großer Mehrheit beschlossen. bezirks Düsseldorf stattgefunden. Dieselbe hat sich u. a. dahin verständigt, im Regierungsbezirk Düsseldorf bei Versammlungen die nämlichen Grundsäge anzuwenden, die in einer Verfügung des Oberpräsidenten von Westfalen ausgesprochen werden und Gewerkschaftliches. " -O Andere Blätter, z. B. Morning Post" sprechen sich hierüber in ähnlichem Sinne ans, indem sie hervorheben, daß das Mißverhältniß zwischen geretteten Seeleuten und Passagieren nur die Folge eines unberechenbaren Zufalls gewesen ist. Zum Ver die Steuerbordseite die tändniß sei noch bemerkt, daß Leefeite war, auf welcher die Einschiffung der Frauen und Rinder in die Boote wegen des weit geringeren Seeganges viel leichter bewerkstelligt werden konnte, als auf der Backbord ( Wind) Seite. Kapitän v. Goeffel beorderte deshalb die Frauen und Kinder zur Einschiffung nach der Steuerbordseite. An der Ausführung feines Vorhabens wurde er dadurch verhindert, daß die Elbe" sich infolge der Wassermengen, die sich in das Schiff ergossen, derartig nach Steuerbord überlegte, daß die Reeling zu Wasser fam, niemand sich auf dem abschüssigen Deck halten konnte und die Steuerbord Boote nicht mehr zu Wasser gelassen werden fonnten. Die Einschiffung der Männer an der Backbordseite war Achtung! Den Mitgliedern des Frauen- und Mädchen- wegen des dort herrschenden Seeganges mit weit mehr Gefahr die insbesondere den Schluß öffentlicher Versammlungen bei Bildungsvereins hierdurch zur Nachricht, daß die Vereins- Ver- verknüpft, was schon daraus erhellt, daß eines der zu Wasser Eintritt der Polizeistunde anordnen. Die Verfügung des sammlung am 6. Februar wegen der am selben Tage statt gelaffenen Boote umschlug, ehe dasselbe die Schiffsseite verlassen Oberpräsidenten v. Studt gründet sich auf eine Entscheidung des findenden Volksversammlungen ausfällt; näheres wird noch fonnte. Oberverwaltungsgerichts vom 9. Juli 1892( Entscheidungen, durch Annonce, bekannt gegeben. Der Vorstand. Des weiteren liegen folgende Depeschen vor: Band XXIII, S. 399). Uns war diese Entscheidung schon bald Schöneberg. Wie den Gewerkschaften wohl noch erinner London, 1. Februar. Fünf Passagiere der Elbe", unter nach dem Datum, an welchem sie getroffen wurde, bekannt ge- lich sein dürfte, fand am 18. November v. J. eine öffentliche denen sich Fräulein Böcker befand, find heute Abend hier anworden; wir hatten jedoch sie zu zitiren feinen Anlaß, so lange Gewerkschafts- Versammlung statt, in welcher einstimmig beschlossen gekommen. Frl. Böcker besucht ihre Freunde in London. die westfälischen Behörden sich nicht ausdrücklich auf sie stützten. wurde, für Schöneberg eine Gewerkschafts- Kommission zu gründen vier anderen ist die Fahrt auf der„ Umbria", welche morgen von Die Entscheidung hat das sehr Bedenkliche, daß sie sich auf die und den einzelnen Berufen anheimzugeben, in ihren Versamm Liverpool abgeht, angeboten worden. Dieselben werden vor ihrer Motive des Vereinsgesetzes gründet, aber nicht auf die des geltenden, lungen Delegirte zu derselben zu wählen. Diesem Beschluß sind Entscheidung den amerikanischen Generalkonsul um Rath fragen. sondern des nicht zur Verabschiedung gebrachten Entwurfes von bisher die Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter, die Steinfeßzer, Die Aussagen der heute im Deutschen Generalkonsulate ver1849.(!) Es wäre daher zu wünschen, daß das Oberverwaltungs die Hausdiener und Packer, sowie die Metallarbeiter nach- nommenen Mannschaft der„ Elbe" werden nach Bremen über gericht nochmals zur Nachprüfung seiner Entscheidung veranlaßt gekommen. Es werden nun die noch ausstehenden Gewerkschaften, mittelt werden. würde. Es ist übrigens nicht anzunehmen, daß das preußische die Stuckateure, Maurer, Zimmerleute, Tischler, Buchdrucker, hiermit Rotterdam, 2. Februar. Der Dampfer Crathie" ist mit Ministerium des Innern gleicher Ansicht mit dem Oberverwaltungsaufgefordert, bis spätestens den 24. Februar ihre Delegirten zu wählen, Beschlag belegt und unter Aufsicht der Justizbehörde gestellt worden. gericht sei, da es sonst wohl die unteren Behörden allgemein in da an diesem Tage eine öffentliche Versammlung aller Gewerk. Der Kapitän, der Steuermann und die Matrosen, welche zur Zeit diefem Sinne inftruirt hätte. Nach den vorstehend mitgetheilten schaften stattfindet, in der diese Frage endgiltig geregelt werden des Zusammenstoßes Wache hatten, wurden einem Verhöre durch Thatsachen bleiben noch manche Dinge auffällig. So, daß die soll. Alle Zuschriften und Anfragen in dieser Sache sind bis die Justizbehörde unterzogen. Dieselben fagten aus, daß sie Polizeiinspektoren des Regierungsbezirkes Düsseldorf eine so auf weiteres an den Unterzeichneten zu richten. Fr. Schlegel, nicht gesehen hätten, mit welchem Schiffe sie zusammengestoßen grundfäßlich wichtige Frage in follegialer Besprechung, ohne Goltzstr. 2, 2 Tr. seien, sie hätten weder bemerkt, daß das Schiff gesunken sei, noch Kenntniß der höheren Behörde, erledigen. Es drängt sich uns hierbei der Gedanke auf, daß die überwachenden Beamten an Die Mitglieder der Allgemeinen Orts- Krankenkasse hätten sie Jammerrufe der Untersinkenden gehört. einem früheren Versammlungsschluß einigermaßen persönlich gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen werden hiermit interesfirt sind. Sodann, daß die Verfügung des westfälischen gebeten, alle Unregelmäßigkeiten bei der Behandlung der Kranken Oberpräsidenten in Dortmund insofern nicht forrekt angewandt feitens der Aerzte den unterzeichneten Kommissionsmitgliedern zu wird, als sie sich ausdrücklich auf öffentliche Versammlungen be- melden. Härtel, Dresdenerstr. 16, Seitenfl. 1 Tr. Dröhmer, schränkt, in Dortmund aber auch für Vereinsversammlungen der Bayreutherstr. 21. Neumann, Englischestr. 23 in Charlottenburg. Schluß mit der Polizeistunde erzwungen wird. Ein Protest Sillier, Müllerstr. 25a. Schulz, Saarbrückerstr. 30, Hof lints 4 Tr. Zimpel, Borndorferstr. 14, Quergeb. 2 Tr. Raajch, hiergegen an den Oberpräsidenten wird sicher von Erfolg sein, da der Oberpräsident sonst mit sich selbst in Widerspruch treten Königsbergerstr. 32, Hof 3 T. Krumm in Stralau Nr. 17. würde. * Der Verbandstag des Zentralverbandes der vereinigten Steinfeger Deutschlands findet am 3. und 4. Juni in Halle statt. Auf der Tagesordnung befindet sich u. a. auch der Punkt: Wie stellen wir uns in Zukunft zur Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands? Eine Konferenz der Holzarbeiter für Rheinland- Westfalen findet am 10. Februar in Barmen statt. Vom Untergang des Dampfers„ Elbe". " Bremen, 2. Februar. Bösmann's telegraphisches Bureau" meldet: Die geretteten Offiziere und Mannschaften des untergegangenen Dampfers" Elbe" sind hente Nachmittag hier ein getroffen und befinden sich gegenwärtig zur Vernehmung im Bureau des Norddeutschen Lloyd". Näheres über die Ver nehmung selbst liegt nicht vor. Depeschen. Wolff's Telegraphen- Bureau. Rom, 2. Februar. Infolge einer heute bei den Anarchisten Ravaglia und Capelli in Rom vorgenommenen Haussuchung wurden beide verhaftet, da Embleme mit anarchistischen Inschriften, Mordwerkzeuge und drei Bomben bei ihnen gefunden wurden. Ravaglia räumte ein, er habe diese Bomben verfertigt und habe auch die Bomben am Tage der Verhaftung Paul Lega's und am Abende des 20. September vorigen Jahres geworfen. Er fügte hinzu, er habe sich gerade heute vorgenommen, nächstens eine der heute in seiner Wohnung beschlagnahmten Bomben zu werfen. Außer den Genannten wurden noch zwei Mitschuldige verhaftet. London, 2. Februar. Wie das" Reuter'sche Bureau" aus letzten mißglückten Aufstandes verhaftet und vor ein Kriegsgericht Honolulu vom 19. v. M. meldet, find sämmtliche Anführer des gestellt worden. Drei erklären sich des Hochverraths schuldig. Die Erkönigin Liliuokalani ist der Mitschuld am Aufstande anDas Kriegsrecht wird von der getlagt und verhaftet worden. ( Depeschen- Bureau Herold.) Bolizeiliches, Gerichtliches 2c. Das Erheben eines festen Eintrittsgeldes bei Versammlungen ist gestattet. Der Genosse Gloger von Glas hatte als Einberufer der Versammlungen, welche in Landeck und Raiersdorf im September resp. Oftober v. J. abgehalten wurden, zu jeder Versammlung ein Entree von 10 Pf. pro Person erhoben. In Landeck wurde er daran nicht ver hindert, in Raiersdorf dagegen verbot der Gendarm das Erheben des Entrees und drohte mit Verhaftung, wenn dem Verbot nicht sofort Folge geleistet würde. Wegen dieses Vergehens erhielt Gloger zwei Strafmandate, das eine in Höhe von Der Fahrgast John Berara giebt von der Statastrophe folgende 3 M., das andere in Höhe von 15 M. Gloger erhob Einspruch Schilderung: Er hatte in Deutschland seine Schwester besucht und gegen beide, richtete aber auch gleichzeitig eine energische Be- befand sich mit seiner Nichte auf der Rückreise nach den Verschwerde an die Regierung zu Breslau über den Gendarm. Am einigten Staaten. Salb schlafend lag er im Kaffeezimmer des 1. Dezember v. J. tam die Sache vor dem Schöffengericht zu Dampfers, als sich das Unglück ereignete. Er begab Landeck zur Verhandlung und dieses ermäßigte die Strafe auf sich auf Deck, als das Schiff in allen Fugen erzitterte. 3 M. für jeden Fall, auf zusammen also 6 M. oder 2 Tage Haft. Auf Deck ging alles topfüber, topfunter. Viele Fahr Am 6. Dezember v. J. erhielt Gloger Bescheid auf seine Be- gäste waren halb nackend. einen PostIch fragte schwerde, in welchem die Regierung sich auf den Standtpunkt beamten, was los fei. Er erwiderte ganz gelassen:„ Nichts". Regierung streng aufrecht erhalten. London, 2. Februar. Gegen mehrere Direktoren der Glogers stellt und in dem Erheben eines fest en Eintritts. Ich fab aber bald, daß sich doch ein ernſtes Unglück ereignet Jabez- Balfour's chen Gesellschaften, durch deren Bankrott viele geldes eine Rollefte im Sinne der Regierungsverordnung nicht habe. Ich eilte deshalb hinab, um nach meiner Nichte zu sehen, Jabez- Balfour's chen Gesellschaften, durch deren Bankrott viele erblicke, deßhalb sei das Verbot des Gendarmen nicht gerecht- fonnte aber nicht nach deren Kajüte gelangen, weil das zerstellung falscher Bilancen und wegen Betruges das gerichtliche arme Leute ihre Ersparnisse verloren haben, ist wegen Auffertigt. Infolge der von Gloger gegen das Landecker Urtheil splitterte Holzwert mir den Zugang versperrte. Dann ging ich eingelegten Berufung fand heute, am 28. Januar, Verhandlung in meine eigene Kajüte, zog einen Regenmantel an und band mir Verfahren eingeleitet worden; unter den Angeklagten befindet vor der hiesigen Straftammer statt. Die von dem Vertreter der ein paar Rettungsgürtel um. Als ich wieder auf Deck kam, sah sich das Parlaments- Mitglied Coldwells. Königl. Staatsanwaltschaft geführte Begründung der Anklage ich, daß das Echiff in schnellem Sinten war. Ich wollte zuerst war mehr als mager und beschränkte sich auf taum 20 Worte, in eines der Rettungsboote springen. Man bedeutete mir aber, Frankfurt a. M., 2. Februar. Die Frtf. 8tg." meldet so daß, als sich Gloger auf den in derselben Sache von der Re- daß erst die Frauen und Kinder fämen. Es blieb mir also nichts aus München: In der fleritalen Provinzpresse macht sich eine gierung erhaltenen Bescheid berief, das Gericht zwar auf Frei übrig, als eine zeitlang ruhig zuzuschauen. Mittlerweile wurden lebhafte Opposition gegen die Behandlung des§ 111a der sprechung erkannte, dem Angeklagten aber die gehabten baaren die Leute um uns herum halb wahuwißig. Sie suchten mir meine Umsturzvorlage durch das Zentrum geltend. Es wird von den Auslagen, welche er erstattet verlangte, nicht zubilligte, weil das Rettungsgürtel vom Leibe zu reißen. Ich wehrte mich aber. Als ich bayerischen Bentrums Abgeordneten direkt verlangt, die Gericht nicht zu der Ueberzeugung gelangen tonnte, sah, daß ich verloren wäre, wenn ich nicht in die Boote ge- Wege des preußischen Zentrums nicht mitzugehen, ferner daß Gloger unschuldig sei, da ihm der Nachweis nicht gelungen langte, sprang ich vom Schiffe aus mitten in eines hinein. Einer wird davon gesprochen, daß im Anschluß an das Gebahren des sei, ob er nicht Besucher für mehr oder weniger als 10 Pf. der Jusassen wollte mich hinauswerfen. Ich packte ihn aber fest Bentrums in der Umsturzvorlage wieder der Ruf nach einer Entree oder umsonst in die Versammlung eingelaffen babe. Den an und dachte:" Wenn ich untergehen soll, so sollst Du auch Trennung vom preußischen Zentrum laut werde und in den Genossen ist also für die Folge zu rathen, stets den Gendarm zu mit." Der Mann schien das schließlich zu verstehen. Wir sahen, weitesten Kreisen Anklang finde. In den leitenden Klerikalen ersuchen, daß diefer immer fleißig aufpaßt, ob und was jeder wie die Elbe" unterging. Nachdem wir eine Zeit lang bei dem Kreisen Bayerns stimmt man dagegen dem Vorgehen der UmsturzVersammlungsbesucher zahlt, denn nur wenn der Gesezesmann Dampfer herumgefreuzt hatten, wurden wir von der Schmacke Sommission zu. als folcher bezeugt, daß jeder Besucher thatsächlich 10 Pi. aufgenommen. Berara, wie alle übrigen Geretteten, fann das gezahlt hat, nur dann erscheint es dem Gericht als wahr und Benehmen der Lowestofter Fischer nicht genug rühmen. nur dann bekommt der Angeklagte feine baaren Auslagen erstattet. Der Hauptheizer der Elbe", Fürst, Fürst, sagt, sagt, daß un Wenn der Gendarm aber nicht aufpassen mag, wie soll ein An- mittelbar nach dem Zusammenstoß das Wasser mit getlagter dann den Beweis der Wahrheit führen? rasender Geschwindigkeit in das ungeheure an der Seite des Eine neue Beschränkung des Versammlungs. Schiffes geriffene Loch gestürzt sei. Die Feuer gingen im Nu aus. und Vereinswesens bedeutet das Verbot der Theilnahme von Jeder, der sich unten im Maschinenraum befand, erkannte sofort, Frauen und Minderjährigen an den Festen der organisirten daß das Schiff untergehen mußte. Fürst fügt hinzu, daß sich der Arbeiter, wie es neuerdings vielfach versucht wird. So ging Kapitän auf der Brücke befand. Die Lootsen habe er nicht gefürzlich dem Arbeiterverein von Fermersleben, Salbte, Wester sehen. Der gerettete Matrofe Singer erklärt, daß der unhüsen( Kreis Magdeburg) folgende Verfügung zu:" Den Mit befannte Dampfer in die zweite Kajüte hinter dem Maschinen gliedern des Arbeiter Bildungsvereins Salbte und Umgegend wird raum eingerannt sei. Der gerettete dritte Ingenieur Stollberg bie Erlaubniß ertheilt, am Sonnabend, den 2. Februar, abends, ift der Meinung, daß die Ursachen der Kollision wohl niemals im Adolf Lausch'schen Lokale zu Fermersleben in durchaus ge- mit Sicherheit festgestellt werden würden, da alle Deckwachen er " " $ Paris, 2. Februar. Die Hafenbehörde von Breft wurde angewiesen, den Dampfer Finisterre" bereit zu halten, um am 22. d. Mts. den ehemaligen Hauptmann Dreyfus, sowie mehrere Anarchisten nach der Insel Salut zu transportiren. Das Schiff nimmt eine Ladung Lebensmittel, Maschinen und Gebrauchss gegenstände mit. London, 2. Februar. Auf der Southwart- Brücke fand gestern Abend eine Gasexplosion statt. Drei Personen wurden leicht, zwei schwer verletzt. London, 2. Februar. Wie aus Shanghai gemeldet wird, erhielt der japanische Premierminister den Befehl, die Friedens verhandlungen mit dem chinesischen Bevollmächtigten fortzusehen. Es herrscht allgemein die Ansicht, daß der Friedensabschluß nunmehr nahe bevorstehe. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 29. Tokales. Die Arbeiterschaft wird ersucht, darauf zu achten, daß in den von ihr frequentirten Lokalen teine Blafate ausgehangen werden, in denen für Vergnügungen in gesperrten Sälen propagirt wird. Der Verein Berliner Tafeldecker hält am 17. Februar in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57, einen Maskenball ab. Der Saal ist gesperrt. Als frei stehen folgende Säle der Arbeiterschaft unentgeltlich zur Verfügung: Schnegelsberg, Hafenhaide 21, Bohne, Hasenhaide 45. Im Auftrage der Lokalkommission: Karl Scholz, Wrangelstr. 32. Sonntag, den 3. Februar 1895. " 12. Jahrg. freiem Fuße geblieben. Dieser Vorfall soll nun zu, In Kalkberge- Rüdersdorf ist der Bergarbeiter Otto Luckow weiteren Ausschreitungen gegen das Militär" geführt von einem furchtbaren Unglücksfall betroffen worden. In den Als haben. am Donnerstag, so wird gemeldet, ein aus Kalköfen des Bergwerts als Kalkbrenner beschäftigt, hatte er in einem Unteroffizier und 23 Mann bestehendes Kommando einer Nacht die Nachtwache an den Defen. Früh beim Beginn des Garde- Füsilier- Regiments die Wache am Pulverschuppen ab- der Arbeit fanden ihn seine Mitarbeiter völlig nackend und am lösen wollte, fuhr ein Müllkutscher, dessen Persönlichkeit nicht fest- ganzen Körper mit Brandwunden bedeckt besinnungslos an einem gestellt worden ist, absichtlich im Trabe an den Schießständen der Ofen sigend vor. Die Kleider waren ihm vollständig vom Leibe Jungfernhaide in das Kommando hinein. Die dadurch gefähr- heruntergebrannt. Suckow mußte von seiner Arbeitsstätte nach dete" Mannschaft wurde darüber so erregt, daß sie den Kutscher Hause getragen werden, es wird an seinem Aufkommen gezweifelt. dafür züchtigte. Die Züchtigung fiel derart aus, daß das Wie sich das Unglück ereignet hat, fonnte bisher nicht festgestellt Gewehr eines Soldaten dabei zerbrochen wurde. Bei weitem werden, man vermuthet, Luckow habe sich, vom Schlafe übers ernster" soll aber ein Vorgang sein, der sich in der Nacht zum mannt, vor einen der geheizten Defen gesetzt und sei von einer Freitag in der Umgebung des Pulverschuppens abspielte. herausschlagenden Flamme erfaßt worden. શોંઙ der Offizier der Ronde die Wache fontroliren " Barometertand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( 1-1 1218||| BBL Wetter Temperatur ( nach Celsius [( t of= 300 0 0 0 0 0 0 2 Polizeibericht. Am 31. v. M. abends stürzte in einer wollte, wurde er auf dem Wege dorthin von vier Tischlerei in der Naunynstraße ein Geselle aus dem dritten Stock Zu der gestrigen Notiz über die freie Aerztewahl wird zweifelhaften Gestalten, die Stöcke bei sich führten, hart in den Fahrstuhlschacht hinab und erlitt schwere innere Veruns mitgetheilt, daß bisher der Handelsminister niemals eine bedrängt. Es gelang ihm, die Wache zu erreichen und diese unter legungen. Am 1. d. M. wurde ein Hausdiener in der Entscheidung getroffen hat, die der bekannten Verfügung der Gewehr treten zu lassen. Die ganze Nacht hindurch hat darauf Wohnung seines Arbeitgebers in der Bergstraße erhängt vor Gewerbedeputation recht gäbe. Vor Jahren wurde in einem nicht blos der Posten, sondern die gesammte Wachmannschaft ihre gefunden. Im Laufe des Tages fanden 7 kleine Brände statt. Streite der Neuen Maschinenbauerkasse mit der Gewerbedeputation Gewehre geladen gehalten. Infolge dieses Vordieser sowohl vom Oberpräsidenten als auch vom Handelsminister to mmnisses ist am Freitag Mittag befohlen, daß die Wache Witterungsübersicht vom 2. Februar 1895. darin recht gegeben, daß die Einführung der freien Arztwahl an dem Pulverschuppen vorläufig auf vierzig Mann verstärkt eine Statutenveränderung bedeute, zu der nach dem Kassenstatut nerden soll, und daß an jeden dorthin kommandirten Soldaten 2/3 Majorität der Generalversammlung nothwendig sei. Daß die 15 scharfe Patronen verausgabt werden. Diese Bestimmung Stationen. Ansicht der Gewerbe deputation über den Begriff„ Kassenarzt" ist schon am gestrigen Mittag in Kraft getreten. Die vor falsch ist und auch vom Handelsminister ebenso wenig wie vom bezeichneten vier Personen sind auf Anordnung des Offiziers Oberpräsidenten gebilligt werden wird, wenn überhaupt der durch abgeschickte Patrouillen verfolgt worden, aber nicht Magistrat den Minister noch anrufen sollte, dafür spricht das mehr aufzufinden gewesen. Bezüglich der Absicht des Gutachten von Herrn v. Woedke, dem anerkannt ersten Kom- erschossenen Friedrich Müller hat sich noch nichts Bestimmtes Swinemünde. mentator des Krankenversicherungs- Gesetzes, der in einem Briefe feststellen lassen. Man hält aber die Möglichkeit nicht für aus- Hamburg an den Verein der freigewählten Kaffenärzte( abgedruckt in der geschlossen, daß er eine Explosion des Schuppens herbeiführen Berlin Med. Reform" 1894) ausdrücklich schreibt, daß die einzelnen, wollte!!!! Bei der gegenwärtigen Besehung der Wiesbaden. dem Verein der freigewählten Kassenärzte angehörenden Aerzte Wa che, so wird zum Schluß gemeldet, und bei der scharfen München. mittelbar in das Verhältniß von Kassenärzten Handhabung des militärischen Dienstes ist es nicht ge zu den Kassen treten. rathen, die Umgebung des Pulverschuppens und der Wache Haparanda Petersburg aufzusuchen. Das glauben auch wir. Wie es aber möglich ist, einen Zu- Cort sammenhang zwischen den angeblich begangenen Rüpeleien und Aberdin. der Erschießung des unglücklichen Arbeiters Müller zu finden, Paris das dürfte für jeden, der nicht in die innersten Geheimnisse des Militär- und Polizeistaates eingeweiht ist, ziemlich fraglich bleiben. Man hat wohl auch nicht nöthig, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Aber das Eine ist wohl sicher, daß auch die neueste Schießaffäre einer ganzen Reihe gesitteter Menschen wieder die Augen geöffnet und sie der Partei zugeführt hat, die dem Militärstaat von Grund aus ein Ende machen wird, der Sozialdemokratie. Die Diukas in Caftan's Panoptikum erregen jezt, nachdem sie das Interesse der wissenschaftlichen Welt lebhaft in Anspruch genommen haben, nunmehr auch die Beachtung mancher Künstler. Man sieht jetzt sehr häufig in Castan's Panoptikum bekannte Maler und Bildhauer, welche die markantesten Gestalten der Dinkas in ihr Skizzenbuch aufnehmen. Geld kosten. Wien • דוידו 765 2 Dunst 764 NO Nebel • . 762 DSD bedeckt 764 ND wolfig 762 SD 3 • woltig 764 Still bedeckt 777 Still bedeckt 777 Still Nebel 762 DND 767 5 • 763 NO Schnee bedeckt wolkenlos-14 2 2 • Wetter- Prognose für Sonntag, 3. Februar 1895. Beitweise aufklärendes, etwas tälteres Wetter mit schwachen östlichen Winden ohne erhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. es, Theater. heißt Der Bau der Urania- Filiale in der Taubenstraße wird nunmehr voraussichtlich in nächster Zeit beginnen können. Etwas ganz Eigenartiges wird dies neue, der wissenschaftlichen Volksbildung zu widmende Haus auch in baulicher Hinsicht aufweisen. Nament lich wird auch die in edlem Spätrenaissanceftil gehaltene Fassade die besondere Bestimmung des Gebäudes durch Anbringung von Wer erbarmt sich der armen Billetfchaffner an der Das Nationaltheater beschenkte Berlin am Freitag Abend fünf überlebensgroßen Büsten von Männern der Wissenschaft Stadtbahn? Uns fiel es dieser Tage auf, daß einer derselben mit einer Novität von wirklich originellem Charakter. Es iſt ein ausdrücken; es sind dafür neben Kopernikus und Kepler, Hum: das Billet mit erfrorener dickgeschwollener Hand zu kneifen hatte. Schauspiel in 4 Aften und 11 Bildern nach dem Englischen von Sensations- Schauspiel" pardon ein großes Sensations boldt's, Helmholz, und Siemens' charakteristische Köpfe in Aussicht genommen. Seitlich wird sich ein vorspringender Theil der an eilt gewöhnlich an den Beamten vorüber und hat keine Beit Fassade als über die anderen Häuser aufragender Leuchtthurm zu einem Blick auf sie. Wir waren durch die Schwierigkeit der Sutton Bane, übersetzt von H. Schwab, und angeblich in Amerita Billetbehandlung aufmerksam geworden, blieben stehen und sahen, wie auch in England zu tausenden Malen aufgeführt worden. repräsentiren, dessen Lichtſektor den Weg zu dem Institute daß der Mann auch an Gesicht und Ohren Frostschäden hatte. Der Titel dieses Stückes lautet nach dem ſenſationellsten und zum Beispiel für die Passanten der nahen Friedrichstraße Als der Drang der Passagiere vorüber war, erfuhren wir, wie einen dichrischen Werth in dem Werk auch nur zu vermuthen, wäre furchtbarsten der 11 Bilder, Die lebende Brücke". Irgend angiebt; eine große, mit Schlagwerk versehene Uhr, welche es ihm ging. Bekommen Sie denn nicht wenigstens Stroh in eine Majestätsbeleidigung fämmtlicher neuen Musen. Literarisch möglicherweise die jeweilige Stellung des Mondes und der Ihren Verschlag bei dieser Rälte?" Nein, das würde zu viel läßt es sich nicht einmal zu dem Rang der Schauerromane er Planeten, sowie andere astronomische und Kalenderdaten angeben Ihren Verschlag bei dieser Kälte?" tönnte, wird des weiteren auf das Institut aufmerksam machen, Haben Sie denn feines verlangt? Sie müssen heben, die doch zum meisten wenigsten etwas von gefünfteltem das von 10 Uhr morgens ab den ganzen Tag hindurch für das verlangen." Wir erinnerten uns, daß jetzt jeder Hund Stroh amerikanischen Stück gänzlich; es ist effektvoll im weitesten das von 10 Uhr morgens ab den ganzen Tag hindurch für das zusammen eine Petition machen!"-" Nein, wir haben nichts zu Schwung und Pathos in sich tragen. Solches fehlt dem Publikum geöffnet sein wird. Auch der Zuschauerraum mit Parket und zwei Rängen wird bekommt, im schlimmsten Fall vom Thierschutzverein. Auch fiel Sinne, aber weiter auch nichts. In einer Inhaltsangabe, die uns ein, daß einmal um Strohmatten für die Hunde gebettelt man für 20 Pfennig an der Theaterkasse erthält, fich eigenartig darstellen. Da es sich bei der Urania in erster Linie um ein optisches Theater handelt, ist die ganze Anordnung wurde. Der Beamte glaubte, es seien Watten vorhanden, die man für 20 Pfennig an der Theaterkasse erthält, daß selben würden aber nicht ausgegeben. Der Mann muß täglich die Intrigue des Melodramas dieselbe ist, derartig getroffen, daß von jedem Platze aus die Vorgänge auf 10 oder 11 Stunden in seinem engen Pferch stehen. Dabei hat die man gewöhnlich in Stücken dieser Art ftudet. der Bühne fast gleich gut zu verfolgen sind; es ist demnach er eine halbe Stunde Pause!" In dieser halben Stunde Ein braver Mann wird von einem Schurken der auch der Zuschauerraum breit, nicht lang, gewählt. Das Ganze gewinnt dadurch Aehnlichkeit mit dem Bayreuther Fest- muß ich austreten und auch mit dem Effen fertig sein." Sonst schlimmsten Art überall und in allen Verhältnissen seines Lebens spielhause. darf er nicht vom Plaze. Er steht allein auf seinem verfolgt." Das Warum und Wieso ist dem„ Dichter" gleichgiltig Posten in diefer langen Zeit, obgleich) zwei Mann nöthig wären, scheint es, daß jenseits der großen Wasserwüste diese Art Kunst und muß auch wohl das Publikum wenig interessiren. Danach Zur Umwandlung des Pferdebahnbetriebes ihrer Linie denn die Fahrgäste müssen sich hin und her durch den engen etwas allgemein beliebtes ist, und daß die Berichte über den von Charlottenburg bis zum Kupfergraben in einen elektrischen Ginlaß drängen und werden oft grob gegen den Mann, der ganz höchst eigenartigen Geschiad am Sensationellen, der den Yankees Betrieb mit oberirdischer Stromzuleitung hat die Direktion der unschuldig ist, wenn der Aufenthalt sie hindert, in den bereiten Zug zugeschoben wird, durchaus nichts Uebertriebenes an sich Berlin- Charlottenburger Straßenbahn an den Magistrat von zu springen. Aber der Herr Minister spart. Berlin das Gesuch gerichtet, die nach dem Kleinbahngesetz erhaben. In diesem Sinne ist das obs Theaterstück, Uns fror in den paar Minuten bei dem Schaffner wie wohl es als solches nach europäischem Geschmack der forderliche Zustimmung für das betroffene Berliner Gebiet vor- muß dieser leiden in den langen Stunden in seinem kleinen Oval, läufig im Prinzip, unbeschadet der späterhin festzusetzenden wo er nicht einmal auf und ab laufen kann, wie eine Schild- ordentlicher Bedeutung für uns. Es läßt die Verirrungen eroffenbarste Schund ift, fulturell von ganz außer Einzelbestimmungen, zu genehmigen, was zur Förderung der wache, die nur ein paar Stunden Dienst hat. Wir erfuhren, kennen, deren ein Bolt oder der maßgebende Kreis in ihm unter Verhandlungen mit den Staatsbehörden beitragen werde. Das daß der Beamte sich aus guten Gründen auch kaum krank melden dem nackten Geldregiment ausgefeßt ist, wenn ihm keine Magistratskollegium hat beschlossen, die Umwandlung des Be- kann. Die ersten drei Tage bekomme ich garnichts, nachher den triebes nicht nur für die gedachte Linie, sondern auf Antrag der Tag 17 Groschen. Was soll ich denn mit 17 Groschen machen? literarischen Traditionen bescheert sind, aus denen es in der Direktion auch für alle übrigen in Verhandlung befindlichen So hält er lieber aus und macht unter Schmerzen das Uebel Wüste des Mammonismus einige spärliche Tropfen schöpfen fann. Betrachten wir unsere Theaterverhältnisse genauer, so Linien zu genehmigen, sofern bis zum 1. Juli 1897, falls bis ärger auch ein Segen der gepriesenen Sozialreform! dahin keine Einigung stattgefunden hat, entweder der frühere Da diese Beamten ihren anstrengenden Dienst für etwa tritt zu tage, daß die Ballet- und Ausstattungsfeerien, die Zustand wieder hergestellt oder das Verfahren wegen Herbei- 800 m. jährlich verrichten, wobei sie zu sorgen haben, daß Tingeltangeliaden 2c., zu denen unsere Börsianer sich nach des führung der Zustimmung erzielt wird. ihre Kleidung anständig aussieht, enthielten wir uns aller Bes Tages Laft und Mühen am meisten hingezogen fühlen, eigentlich nur die Etappe bilden auf dem Wege nach amerikaIn Kaufmanns Variété wurde gestern Abend ein faft in merkungen, zumal der Mann schon die bloßen Thatsachen mit nischen Zuständen. Man muß Herrn Direktor Samſt daher allen Theilen neues Programm dem dichtgedrängten Publikum ängstlicher zurückhaltung mittheilte. Wir hätten ihm vielleicht in hohem Grade dankbar sein, daß er es ristirt hat, dem Berallen Theilen neues Programm dem dichtgedrängten Publikum sonst die„ Begeisterung" für die bestehende Ordnung untergraben liner Bublifum einen Spiegel vorzuhalten, in dem es die Zukunft zur Darstellung gebracht. Es war Gutes neben Mittelmäßigem, waz da dem Zuschauer geboten wurde, ganz„ Variété". Alé tönnen, wenn er nicht schon so wie so gewußt hätte, wie er sich seines Theaters mit Grausen sehen kann. höchft originell muß die Leistung des Mr. Castor Watt be- dem Staat gegenüber, der ihn in der geschilderten Weise aus- Auf den unendlich ausgedehnten und konfusen Inhalt des zeichnet werden, der in einem kleinen Drama allein sämmtliche nubt, als klassenbewußter Proletarier zu stellen hat. " Ein räthselhafter Fund ist vor einiger Zeit in einem des amerikanischen Fabrikanten fum zuweilen monirte. Der frächzend heiseren Lache des Echo aus = Stückes einzugehen, lohnt sich nach Gesagtem nicht weiter. Es vier Rollen vertritt, die er in unglaublichster Schnelligkeit Das Unwetter der letzten Tage hat auch auf den Preis sei bemerkt, daß, was Ausstattung betrifft, die Direktion des wechselt. Der Kolossalmensch Naude, der weniger durch der Lebensmittel Einfluß gehabt, namentlich die über Stralsund, Nationaltheaters wirklich Staunenerregendes geleistet hat. feine Kraftproduktionen, als vielmehr durch feinen Stettin c. aus der Ditsee fommenden Fische sind erheblich im Wir hätten nie geglaubt, daß es möglich sei, auf dieser riefigen Körperumfang die Aufmerksamkeit auf sich lenkt, Breise aufgeschlagen, was erftens auf die vielfach unterbrochenen Bühne das wildbewegte Meer effektvoll darzustellen, hat, wie es im Programm heißt, noch Monat Februar prolon Bahnverbindungen zurückzuführen ist, und zweitens darauf, daß und die Brandung, die einen Leuchtthurm schauerlich umtost. girt". Wahre Lachfalven riefen die poffirlichen Sprünge hero or, bei dem herrschenden Sturm und Schneetreiben kein Boot auf Drollig sind auch die Akrobatenkunststücke, die zum eisernen Bedie der Dickleibige als die Pauline vom Ballet" machte. Hervor die See zum Fang hinausgeht. In der vorigen Woche fosteten stande dieses und ähnlicher Melodramen amerikanischen Urgeh ben zu werden verdient ferner noch der Komiker Menzel, beispielsweise in der Zentral- Martthalle grüne Heringe im sprungs nun einmal gehören sollen. Drollig muthet dem Europäer Der in seinen Couplets und Parodien in recht humoristischer, fast Detailverfauf, pro Mandel 20 Pf. und wurden zwei Mandeln auch die musikalische Begleitung an, die als lindernder Balsam geistreicher Weise die neuesten Vorgänge in der Politik zu ver- für 35 Pf. abgegeben, während für dasselbe Quantum jetzt 30 das gequälte Herz der verfolgten Unschuld fast ständig umgiebt. fnüpfen verstand, sowie die Akrobaten Gebrüder Villé. Weniger bezw. 55 Pf. gefordert und bezahlt werden. Das Spiel entsprach nach unserer Beurtheilung den Intentionen befriedigend waren die Leistungen der russischen Steppentänzer, wenn auch das Publis die mit ihren Bewegungen wohl etwas mehr Anmuth und Grazie Eisenbahnzuge gemacht worden und bisher nicht aufzuklären infamen Bösewichts folgte ziemlich regelmäßig ein lautes hätten verbinden müssen. Im ganzen aber waren die Vorführungen weit besser, als man sie in dem alten, etwas primitiven gewesen. In einem Güterzuge, der von Essen in Mülheim an der Ruhr eingetroffen war, entdeckte man unter dem Sige eines wurde das Mißgeschick und der endliche Triumph der guten dem Parterre heraus und ebenso gefühlvoll Bau erwarten sollte. Bremsers mehrere stark mit Blut besudelte männliche Kleidung Menschen hingenommen. Im ganzen überwogen aber die zahllosen Das Reichshallen Theater war gestern bei vollständig ftücke. Es waren eine dunkelblau farrirte, an den Aermeln neuem und sehr reichhaltigem Programm voll besetzt. Unter den abgetragene Joppe, ein braunes Beinkleid, ein buntes Hemd und Effektscenen die kleinen Bedenken und an allen wirksamen Aftneu hinzugekommenen Künstlerinnen waren es besonders die ein paar zerrissene turze Schuhe. Joppe und Hemd zeigen an den Schlüssen spendete das vollbesezte Haus rasenden Beifall. Tamen Hanny Valerie und Sennorita Hermosa, die vielen Beifall Rückentheilen ein anscheinend von einem Messerstich herrührendes sind überzeugt, daß die Direktion Samft auf eine ihr wohl zu fanden. Die Geschwister Dorée leisteten als Gedächtniß- Loch. Man weiß weder, wem die Kleidungsstücke gehören, noch gönnende lange Reihe von guten Tagen rechnen kann, und daß künstlerinnen hervorragendes. Fräulein Isa Edelweiß war auch auch wo oder wie sie in den Eisenbahnzug gekommen sind. Die mancher, der sonst kaum nach dem Osten hinaus kommt, sich diese gestern, wie immer, besonders als Gigerlkönigin, reizend. Von Untersuchungsbehörde vermuthet, daß der eigenartige Fund mit charakteristische Probe amerikanischer Sensationstunst anschauen den übrigen Künstlern sei noch besonders Aziz Balatuts erwähnt, einem Verbrechen zusammenhängt, hat aber bisher keinen Ander in unglaublicher Geschwindigkeit die schönsten Bilder auf die griffspunkt finden können. Der hiesigen Kriminalpolizei ist der Leinwand zaubert. bisher bekannte Sachverhalt mitgetheilt worden, damit sie bei folgende Buschrift: Die Darstellung gewiffer Borgänge im Momentbilder aus dem Militärstaat. Höchst bezeichnend der Ermittelung des Thatbestandes, insbesondere bei der Nach Schiller- Theater, die aus einem Theateragentur- Blatt in mehrere für den Kulturstand forschung nach der der Tageszeitungen übergegangen ist, entspricht nicht der Wahrheit. Nachrichten, welche von einer Lokalforrespondenz verbreitet werden. leisten kann. Es hat sich bei uns ein Ereigniß abgespielt, wie es leider von Ein ernstes Nachspiel hat die Schießangelegenheit in Tegel geBeit zu Beit in jedem größeren Betriebe vorkommt: ein Beamter habt, bei der der Arbeiter Friedrich Müller von dem Gardedes Instituts hat sich des Mißbrauchs seiner Stellung schuldig füfilier Wellniat erschossen wurde. Das Geschoß war zwischen gemacht. Er ist von dem Vorstand, d. h. von Herrn SanitätsHals und Schädel eingedrungen und an der Nasenspite wieder rath Küster und mir nicht von dem Aufsichtsrath, wie abherausgekommen. Müller ist noch etwa 100 Meter weit ge sichtlich verbreitet wird in derselben Stunde entlassen worden, laufen und dann zusammengebrochen. Der Füsilier ist auf in der uns die Thatsachen bekannt geworden sind." Vom Elend erlöst. Auf einer Polizeiwache ist plötzlich am Freitag Vormittag gegen 11 Uhr der 41 Jahre alte obdachlose Maler Johann Bublib gestorben. Er wurde von zwei unbekannt gebliebenen Personen auf dem Mariannenplage frank und schwach angetroffen und nach dem 49. Polizeirevier gebracht. Hier ist er bald nach seinem Eintreffen gestorben. wird. Wir Von der Direktion des Schiller- Theaters erhalten wir Gerichts- Beitung. daß sie in dieser zweiten Verhandlung die sämmtlichen in dem folgenden Stellen: " oder gut Wahlen bestehe. Indem zuerst jede Klasse für sich Wahlmänner[ einer Statistik der Feilenhauer, welche bie thatsächlich gezahlten wählen, hernach aber die Wahlmänner aller Klassen unterschiedslos Akkordpreise enthält, wurde angenommen. Dieselbe soll in der Ueber das Flugblatt: ,, An die arbeitende Bevölkerung lichkeit gemacht, daß jemals die Wahlmänner der dritten Klaffe, welche einen Abgeordneten wählen sollen, sei es zur mathematischen Unmög- Deutschen Metallarbeiter- Zeitung" veröffentlicht werden. in Stadt und Land," welches mit dem Sage schließt: Nieder 85 pCt. der Bevölkerung in sich schließe, bei einer Abgeordnetenwahl decker tagte am 28. Januar, vormittags 10 Uhr, im großen Eine öffentliche Versammlung der arbeitslosen Dachdas elendeste aller Wahlsysteme! Hoch das allgemeine, geheime, die Mehrheit haben. Zur Beurtheilung dieser vielfach von Partei- Gaale der Arminhallen. Die zur Tagesordnung stehende Frage: direkte Wahlrecht auch für den preußischen Landtag," wurde am politik behandelten Frage gewähre einigermaßen einen objektiven wie steuern wir am wirksamsten den Schäden und der Arbeits30. Januar zum zweiten Male vor der Strafkammer zu Liegniß Anhalt die Statistik der Landtags- Abgeordneten nach Berufsverhandelt. Der Steinmetz Hohberg und Genossen sollten sich ständen, und diese Statistik ergebe, daß im preußischen Ah- losigkeit in unserem Gewerbe? war zur Behandlung dem Gedurch die Berbreitung desselben, der Verächtlichmachung von geordnetenhause, im Unterschiede vom fächsischen, bayerischen nossen Jahn übertragen, der sich dieser Aufgabe zur Zufriedenheit aller Anwesenden entledigte. und so weiter fein Arbeiter size. ДБ dies Die Vertheidigung führte wiederum der Rechtsanwalt schlecht sei, darüber gingen die Ansichten auseinander. schaftsweise auch im Dachdeckergewerbe alle Neuerungen für sich in ein Bild über die Art und Weise, wie die kapitalistische WirthDr. Herzfeld aus Berlin. Die erste Verhandlung hatte bekanntlich mit der Verkündung Die Thatsache jedoch, daß im preußischen Abgeordneten schaftsweise auch im Dachdeckergewerbe alle Neuerungen für sich in Anspruch nimmt und damit genau so vielen Arbeitenden des Gerichts geendet, haufe nur Vertreter daß die von dem Staatsanwalt der befigenden Klassen vorhanden ihre Beschäftigung raubt, wie in anderen Industriebetrieben durch inkriminirten Säße des Fluglatts Urtheile seien, und keine feien, könne von einer wissenschaftlichen Betrachtung zwar Einstellung stets verbesserter Maschinen. Borerst können zur Thatsachen im Sinne des§ 131 St.-G.-B., und daß die übersehen( und dies sei von hervorragender Seite vorgekommen); Herstellung der neueren Dächer aus Eisenkonstruktion mit LeichtigAtten der Staatsanwaltschaft wieder zugestellt wurden zur auch sehr bemerkenswerth, daß Professor Hans Dellbrück feit ungelernte Dachdecker eingestellt werden. Des weiteren ist aber nicht begründetermaßen in Abrede gestellt werden. Es sei weiteren Ermittelung bezüglich der im Flugblatt angeführten in seinem oben erwähnten Ausspruch diese Thatsache gar nicht die die früheren Hängerüstungen zu versehen hatten, jede Arbeitsdurch Einführung der Leiterrüstungen etwa 4-500 Dachdeckern, Die Ermittelungen der Staatsanwaltschaft führten nun dahin, Selbstverständliches und jedem wissenschaftlich Denkenden Bekanntes gelegenheit abgeschnitten. Diese Zahl ist nicht zu hoch gegriffen, als etwas Neues hinstelle, sondern in einem Nebensage wie etwas die die früheren Hängerüstungen zu versehen hatten, jede Arbeitsda im verflossenen Jahre 400 Hängerüstungen weniger vorFlugblatt angeführten Thatsachen unangefochten ließ, bis auf die anführe. Obgleich das Gutachten in behutsamer Begrenzung auf famen, zu deren Handhabung mindestens je ein Dachdecker die streng wissenschaftliche Seite der Frage erstattet wurde, so erforderlich war. Die erdrückende Mehrheit der preußischen Bevölkerung hat genügte es doch als Unterlage für die folgenden Plaidoyers. Die weitere Debatte bringt eine Reihe von Berufsschäden Der Staatsanwalt hob hervor, daß ja gerade einzelne Punkte eigenen Angelegenheiten handelt. Kein Antheil an den Geschäften weiteres als eine unentgeltliche anzusehen sei; so feien ja die Anwesenden ihr Mißfallen über die Umsturzvorlage aussprechen. nichts zu sagen, wo es sich um ihr Wohl und Wehe, um ihre des Gutachtens zeigten, daß die Steueraufhebung nicht ohne zur Besprechung, im besonderen auch das Submissionsweſen. Zum Schluß gelangte eine Reſolution zur Annahme, in der die des Staats ist euch vergönnt, teine wirkliche Volksvertretung Bergwerke der Gewerbesteuer unterstellt worden. In betreff des Eine zweite Resolution begründet folgende, an die gefeßgebenden giebt es in Preußen." Im Hause der Abgeordneten fihen nicht Erwählte des dem klaren Wortlaut des§ 2 des Gesetzes vom 29. Juni 1893 beseitigen und Leben und Gesundheit der Dacharbeiter schützen Wahlrechts sei trotz der Ausführungen des Sachverständigen an Körperschaften zu stellende Forderungen, die die Arbeitslosigkeit Volkes, sondern allein die Abgesandten der besitzenden Klassen, festzuhalten:" Urwähler, welche zu einer Staatssteuer nicht ver- follen: 1. Die Hausbesizer sind zu zwingen, an ihren Häusern eine die nicht für das Gemeinwohl eintreten, sondern nur das Inter- anlagt sind, wählen in der 3. Abtheilung." Die Be esse ihrer eigenen Klasse verfolgen." Diese Angaben, so behauptete die Staatsanwaltschaft, seien hauptung also, daß die Nichtbesitzenden von der Theil- feststehende Schutzvorrichtung, in Gestalt einer Balustrade oder nahme an eines eifernen Gitters am unteren Ende des Daches anzubringen, unwahr und eine Verächtlichmachung des Gesetzes, betreffend eine den Staatsgeschäften ausgeschlossen feien, stelle welches geeignet ist, die bei eventueller Reparatur des Daches „ entstellte oder erdichtete Thatsache" dar Aenderungen des Wahlverfahrens vom 29. Juni 1893. Denn Der Staatsanwalt beantragte hierauf gegen sämmtliche An- beschäftigten Dacharbeiter, fowie jeglicher hierbei zur Verwen nach diesem Gesetze seien sämmtliche Preußen, auch diejenigen, geklagten Strafen bis zu 6 Monaten Gefängniß. Der Berdung kommenden Gegenstände am Herabfallen zu hindern. 2. Die welche zu einer Staatssteuer nicht veranlagt feien, berechtigt, theidiger, Rechtsanwalt Dr. Herzfeld, führte dagegen an der Bauunternehmer find zu zwingen, an jedem Neubau, solange am ihre Stimme zu den Wahlen des Landtags abzugeben und da Band der Beweisaufnahme und der Entscheidungen des Reichs- Dache gearbeitet wird, dicht unter demselben eine Schußvorrichtung durch auf die Zuſammensetzung desselben einzuwirken. Demnach fäßen thatsächlich im Bantage Erwählte des ganzen preußischen gerichts in längerem Plaidoyer aus, daß die erwähnten Stellen anzubringen, welche mindestens 2 Meter breit und geeignet ist, fäßen thatsächlich im Lantage Erwählte des ganzen preußischen des Flugblatts überhaupt keine Thatsachen, sondern Urtheile schäftigten Personen zu verhindern. 3. Um eine gewissenhafte Volkes, das arbeitende Volk sei daher von der Theilnahme an den Staatsangelegenheiten nicht ausgeschlossen und die Arbeiter feien enthielten, jedenfalls aber wahr und richtig seien, daß Befolgung dieser gesetzlich zu gebenden Bestimmungen auszuführen, dadurch keine Staatseinrichtungen verächtlich gemacht würden, sind mit genügenden Kenntnissen ausgerüstete Inspektoren anzustellen, Ferner wurde von der Staatsanwaltschaft als unwahr und daß die Angeklagten nicht die Abficht gehabt haben, bie eine genaue Kontrolle ausüben, und zuwiderhandelnde zur Beeiner Verächtlichmachung des Gesetzes vom 14. Juli 1893 wegen falls das Gericht der Ansicht sei, daß die Thatsachen die Bersammlung im Submissionswesen das Hauptübel ber Staatseinrichtungen verächtlich zu machen, und feinenfalls, strafung zur Anzeige bringen müssen. Des weiteren erblickt Aufhebung direkter Staatssteuern, die folgenden Säße des Flug des Flugblattes erdichtet oder entstellt seien, die Wissenschaft beblattes bezeichnet: Damit die große Schaar der„ nothleidenden" Agrarierfaßen, daß dies der Fall sei. Auch sei nur zweien der An- heutigen Verhältnisse, indem durch dasselbe die Konkurrenz auf die Spitze getrieben und Ursache aller Lohnreduktionen wird. einen fetten Bissen erhalte, wurde die Grundsteuer als Staats- geklagten die Verbreitung des Flugblattes nachgewiesen. steuer außer Hebung gefeßt, das heißt, den Großgrundbesigern theidigers an und sprach die sämmtlichen An- Privat- Bauunternehmern ein Beispiel zur Nachahmung geben. Der Gerichtshof schloß sich den Ausführungen des Ver- Die Bersammlung fordert, daß bei der Abschaffung dieses Uebels die staatlichen und städtischen Behörden vorangehen, und den wurde diese Steuer geschenkt." getlagten frei. Soweit Thatsachen in dem Schließlich: die Regierung ist zärtlich besorgt für die großen Flugblatt enthalten, feien dieselben wahr eine Freude haben, die Bergwerksabgaben geschenkt."- Die merkmale des§ 131 St.-G.-B., ausgenommen, daß zweien Herren. Sie hat den reichen Bergwerksbesitzern, damit sie auch und auch im übrigen fehlten sämmtliche Zhat best and 3- gegend. Sonntag, den 3. Februar, nachmittags 3 Uhr, in den Oranienhallen, Beweisaufnahme ergab zunächst, daß nur zweien der Angeklagten der Angeklagten die Verbreitung nachgewiesen sei. die Verbreitung des Flugblattes nachgewiesen werden konnte. politisch nicht mundtodt gemacht. " " Verein der Maschinisten, Heizer und Berufsgenossen Berlins und UmOrantenstr. 51, Versammlung. Deutscher Schneider- und Schneiderinnen- Verband. Große Bers ſammlung, am Dienstag, den 5. Februar, Abends 8½ Uhr bei Deigmüller, Alte Jakobitr. 48a. Tagesordnung: Vortrag von Herrn Professor Dr. Wilh. Förster, Direktor der Sterrnwarte, über: Die Erde und ihre Bewegungen. Vergnügungsverein Normannia 2, früher ,, Lustige Jugend". Sizung 4 uhr, Adalbertfir,& bei Sauermann. Nachher:" Tanz, Vorträge, Fidelitas. Vergnügungsklub Geselligkeit. Sonntag, Gesellschaftsabend. 6 Uhr, Tanz und Vorträge im Konzerthaus Sanssouct, Rottbuserstr. 4a. Geselliger Verein Hertha. Heute, Sonntag, 5 Uhr, Fidelitas bei Roll, Adalbertstr. 21, oberer Gaal. Verein deutscher Schuhmacher, Filiale 3. Am Montag, den 4. b. M., findet die Versammlung nicht in der Bülowstraße statt, sondern am Sonntag, nachmittags 4 Uhr bei Freigang. Schüßenftr. 18/19. 1. Bortrag. 2. Ein Rüdblick auf das verflossene Vereinsjahr. 3. Kassenbericht vom 4. Quartal.( Siehe unter Inferat.) Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Sonntag, den 3. b. M., vormittags 10% Uhr, Borstandssigung im Restaurant des Landmanns W. Voß. Holzmarktstr. 61. Landsleute sind willkommeft. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, 10-12 Uhr: Nord- Schule, Montag, abends 7-8% Uhr: Leftüre. 8-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstr. 179a und Südost- Schule, Waldemarstr. 14: Seftüre( unentgeltlich). Müllerstraße 1799: Naturertenntniß. Südost- Schule, Waldemarfi. 14: Bolksthümliche Medizin. Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theil nehmer, Damen und Herrer, jeder Zeit aufgenommen. ad. Neumann, Bafewalterſtr. 3. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Borstzender: Alle Aenderungen im Vereinstalender. find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstraße 49, v. 2 Tr Montag, Abends 9-11, Uebungs stunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Liedertafel der Maler, Annenstraße 6, bet Ehrenberg. wieder ball, köpenickersir' 191 bei Foge.- 3utunft I, Stegliz, Ahorn ftraße 15a, Schelhofe's Gambrinus. Bruderherz, Strautsir. 6, bei Nudolf.Arbeiter- Gefangverein vorwärt& III, Lichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzen- Lieberzweig, Waidmannsluft Berlinerstraße lee beti Starl Schulz. Liedesfreiheit II, Strausberg, Wrtegenerstraße bet Book, Bürgergarten. Glodenretn( gemischter Chor) Schönhauser Rosalia, Lebuferstraße 5, bet A. Nemig. allee 46 bet Höhne. Syrene, Schönhaus er allee 28 bei Stelle. Arbeiter Gesangverein a cht auf II, Woltersdorf bei Grtner, Restaurant Gillmann Wilhelmshöhe". Arbeite r- Gesangverein der Enterßten, Swinemünder ftraße 49. Soffnung II, Deutsch- Wilmersdorf, Günzelftr. 39.- Ton Gesangverein Siberte: blüthe, Eisenbahnftr. 20 bei Siegemund. Wrangelfir. 84 bei Redanz. Männerchor Sangeslust II, Basewalterstr. 3 bei Ad. Neumann. Gesangverein Freiheit 3, gemischter Chor, Bernau " armonie 2", Wetnftr. 11, Restaurant Hussitenstraße Elysium". Feindt. Freie Feldblum e", Admiralftr. 38 bet Tugauer. Gesangverein larta, Blumenftr. 46 bei Tomatscheck. Klingmüller'sches Doppelquartett, Neu- Weißenfee, Langhansstraße bei Ww. Busch. Süd- Ost 1", Faltensteinſtr. 7 bet Trittelwig. bet Berbe. " # Sozialdemokratische gese- und Diskutirklubs. Mar Rayfer, jeden Sonntag Vormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimftr. 16. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ( Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu Sonntag: Bergnügungsverein Vergnügungsflub Ostend, Bergnügungsverein Seerose, Montag: Pfeifentub Felsenfest, Andreasstraße 26 bei Mundharmonikaverein Vorwärts, Bellealliancestr. 74 bet Rizing. Bes Krautstraße 6 bei Rudolf.. Es wurde sodann der Lehrer der Staatswissenschaften zu Berlin, Die Klage von dreihundert entlassenen Nachtwächtern Dr. Jastrow, als Sachverständiger vernommen. Derselbe stizzirte gegen die Stadt Berlin auf Weiterzahlung des Gehalts ist, wie zunächst in einem kurzen historischen Ueberblick die unaufhör- wir gestern meldeten, vom Landgericht I. Berlin abgewiesen lichen Streitigkeiten über den Charakter der Grundabgaben worden. Das Urtheil stützte sich auf folgende Gesichtspunkte, zwischen Landesherren und Grundbesitzern, namentlich in der die der Vertreter der Stadt, Herr Rechtsanwalt Caffel, geltend Mark Brandenburg. Die Landesherren hätten versucht, diese gemacht hatte:„ Es seien erstens die Wächter nicht als Beamte Abgaben nach Maßgabe des Vermögenswerthes oder des Ertrages zu betrachten, da sie als Hilfsnachtwächter nur Tagegelder, aber wechselnd zu bemessen, während die Grundbesizer sie als eine fein Gehalt bezogen hätten. Zweitens seien sie, da die Stadt unveränderliche auf dem Grund und Boden ruhende Last be- sie auch bei der Invaliditäts- und Altersversorgung angemeldet trachtet wissen wollten. Die Streitigkeiten erhielten ihren Ab- hätte, und auch aus dem vorigen Grunde feine städtischen Beschluß durch das Gesetz von 1861. Die feste Summe von zehn amten. Drittens hätten die Wächter, eben weil sie feine BeMillionen Thalern sollte noch einmal nach dem Ertrage amten feien, auch feinen Amtseid geleistet, und viertens habe die auf die Grundstücke der gesammten Monarchie repartirt Stadt mit dem Infrafttreten des Polizei- Kostengesetzes mit den werden, dann aber unveränderlich bleiben. Durch den§ 8 diefes Wächtern überhaupt nichts mehr zu thun. Es bleibe den Wächtern Gesetzes wurde den Verwaltungsbehörden für ewige Zeiten unter- überlassen, zu welcher Kategorie von Beamten sie sich rechnen fagt, eine Neuveranlagung vorzunehmen. Nur nach dem Hinzu- wollten, da diese ihre Eigenschaft von der Stadt doch nicht antritt der neuen Provinzen ist das Gesammtkontingent durch erkannt würde." Die Wächter find im Einverständniß mit Gesetz auf 40 Millionen Mark erhöht worden. Die Frage, ob ihrem Rechtsvertreter Justizrath Munckel entschlossen, den veränderliche Steuer oder unveränderliche Rente, ist zu gunsten Prozeß in weiterer Instanz fortzuführen. Einen Diensteid der letzteren Auffassung entschieden. Wenn eine auf einem Grund- hätten sie bei dem Dienstantritt schwören müffen und noch in stück bestehende ewige Rente erlaffen werde, so müsse nach volts- den Entlassungszeugnissen fei von dem Bezug eines Gehaltes" wirthschaftlichen Gesetzen das Grundstück um den kapitalisirten von 600 M. die Rede gewesen. Auf die seitens der Berliner Werth der Rente im Werthe steigen. Sofern der Erlaß ohne Nachtwächter vor kurzem auch an das Polizeipräsidium gerichtete Gegenleistung geschehe, stelle sich dies als eine Zuwendung dar, Eingabe um Weiterzahlung des Gehaltes, welche von jedem wie man sie im gewöhnlichen Leben als Geschent zu bezeichnen einzelnen der entlassenen Nachtwächter gemacht worden war, ist pflege. Dem stehe aber andererseits gegenüber, daß die erst an einen der entlassenen Nachtwächter folgendes Antwort Gemeinden das Recht und theilweise die Pflicht erhalten schreiben gelangt:„ Euer Wohlgeboren habe auf die Eingabe vom hätten, die Grundsteuer ชน erheben. Die Au 3 d. M. ergebenst zu bescheiden, daß Ihrem Antrage: Ihnen führung werde durch das Maß des Einflusses be- auch nach ihrem Ausscheiden aus der Nachtwach- Verwaltung die stimmt, welchen die Grundbesitzer auf die Gestaltung der kom als Hilfsnachtwächter bezogenen Tagegelder von monatlich 50 M. Der Polizei munalen Verfassung ausüben, und zwar in Städten, Land: weiter zu zahlen nicht stattgegeben werden fann. gemeinden und Gutsbezirken verschieden. In den Städten hätten Präsident( gez.) v. Richthofen. An den ehemaligen 2c." Die die Hausbesitzer gesetzlich mindestens die Hälfte der Stadt Stellung, welche die Behörden in dieser interessanten Sache den verordneten- Mandate, thatsächlich eine mehr oder minder sichere Beamten gegenüber eingenommen haben, dürfte manchem treu Mehrheit. Der Finanzminister Dr. Miquel habe sich erst kürzlich bitter ergebenen Staatsdiener die Augen darüber öffnen, was denn darüber beklagt, daß diese Mehrheiten von der Befugniß zur schließlich der Lohn alles Pflichteifers ist. tommunalen Belastung des Grundbesizes teinen genügenden Ge- Der Bierboykott hatte am 31. v. M. ein gerichtliches Nachrichten an B. Gent, Adalbertstraße 95.) brauch machten. In den Landgemeinden sei der Einfluß des spiel vor dem Schöffengericht II Berlin zur Folge. In der Belgoland II", angeſtr. 65 bei Zempel. Grundbesitzes noch stärker. In einem Gutsbezirke endlich stehe Privatklagefache des Gastwirths Gitsch in wegen Beleidigung aura tubo. Bergnügung Vergnügungsverein Glüdstern 2, Fennstr. 2, dem Gutsbesizer überhaupt feine fommunale Vertretung zur stand unser Parteigenosse Frizz Kaspar aus Steglitz vor den bet Wiesner. Seite. Alle Rechte und Pflichten seien in seiner Person vereinigt. Schranken des Gerichts. Der Privatkläger hatte seinerzeit die wilte. Bergnügungsverein Felsen fest, Rirdorf, Hermannstraße 21 bei Bisher habe er Grundsteuer und Kommunal Verwaltungs- Mär verbreitet, Angeklagter habe in seiner Restauration in barm Startentlub u stige Brüder, Krautstraße 48 bet Rattte. foften getragen, von jetzt an nur die letzteren. Hier fei die einer halben Stunde neun Glas boykottirtes Bier getrunken. felliger Berein Fridolin, Brunnenstr. 35 bet Wolf, Geschenkwirkung des Erlaffes flar. Ob der Ausdruck Geschenk" Diese Geschichte tam auch am 24. Auguft bei einer Bierboykott- Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag: Turnverein wegen der ihm anhaftenden Nebenbedeutung wünschenswerth fei, Bersammlung, in welcher Angeklagter referirte, durch den Gastdarüber ließe sich streiten. Allein es fehlt der deutschen Sprache wirth Tiefe zur Sprache. Kaspar gab darauf folgende Erklärung an einem anderen Ausdruck für eine unentgeltliche zu ab: Gitschin, der dieses Gerücht ausgesprengt hat, ist ein Lügner, wendung. Das Ringen mit dem Ausdruck zeige fich deutlich ich habe weder eins, noch mehrere Glas Bier getrunken. Ich in einer Aeußerung, welche der Abgeordnete Graf Behr am verkehre in jenem Lokal nicht allein um des Boykotts willen nicht, 19. November 1892 im Abgeordnetenhause gethan:" Zunächst es ist mir dort auch zu schmierig. Kaspar räumte diese Aussage muß ich zwar zugeben, daß der Großgrundbesig im Moment ohne weiteres ein und erklärte, den Wahrheitsbeweis antreten ich kann es nicht anders ausdrücken ein großes Geschenk erhält. Dem Großgrundbesitz sind nicht neue Basten zu wollen. Es wurde aber selbst von der Vernehmung der vom Kläger geladenen Zeugen Abstand genommen, nur der Gendarm auferlegt, das, was er als Gemeinde hat leisten müssen, hat er Schröder wurde verhört und zwar auf die Aussage hin, die bisher schon aus eigenen Mitteln geleistet. Nun soll ihm die Raspar selbst eingeräumt hatte. Nach kurzer Berathung erkannte Grundsteuer überwiesen werden." das Schöffengericht gemäß dem Antrage des Vertreters des Dr. J. machte darauf aufmerksam, daß also die Frage, ob Klägers, Rechtsanwalts Lewin II, auf 50 M. Geldstrafe event. Reform auf dem Postgebiet. Auf Anregung der Göttinger Geschenk oder nicht, mit der anderen Frage, ob berechtigt oder 10 Tage Gefängniß. Jm Urtheil wurde ausgesprochen, daß es Handelstammer hatten die Handelskammern eine Petition an nicht, an sich gar nicht identisch sei. In ähnlicher Art ging nicht darauf ankomme, ob der Angeklagte bontottirtes Bier im den Staatssekretär des Reichs Poftamts, Dr. von Stephan, ge der Sachverständige auf die Bergwerksabgaben ein. Hier sei am Lotale des Klägers getrunken und ob er Sozialdemokrat sei. richtet, daß die Postkarten allgemein mit einem Ankunftsstempel allerwenigsten zu leugnen, daß finanztechnische Gründe für eine Die Beleidigung an sich komme in betracht und diese liege klar bedruckt werden möchten, wie dies in einigen größeren Städten Modifikation der alterthümlichen Abgabe gesprochen hätten. Allein bei einer Abschaffung hätten sich naheliegende Gegenleistungen zu tage. Gegen dieses Urtheil wurde sofort Berufung eingelegt. ergeben, z. B. eine Verpflichtung zu solchen hygienischen Einrichtungen in den Bergwerken, welche, obgleich als nothwendig anerkannt, doch bisher aus Geldmangel unterblieben, oder irgend welche andere Gegenleistung. Die Feilenhauer des deutschen Metallarbeiter Verbandes Das Gutachten ging in fürze auch auf das Verhältniß zum( Filiale Nord) hielten am 20. Januar eine gut besuchte VersammBergregal, auf die Verschiedenheit der älteren und jüngeren lung bei Meißner, Chausseestraße 62, ab. Kollege Fricke referirte Bergwerksabgaben ein und berichtete ein und berichtete über einige andere, über das Thema:" Die Gewerkschafts- Bewegung sonst und jetzt". An ir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Bwei Buchstaben oder eine Barn) Don der seinigen abweichenden Ansichten. In betreff der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Frießner und Nenky. des preußischen Wahlrechts erklärte der Sachverständige, Es wurde vom Kollegen Wittner ein Antrag eingebracht, die Eine Erwiderung des Profeffors Wolf 3 ürich auf daß diese Frage der politischen Wissenschaft oder allgemeinen Branchen Bersammlung der Feilenhauer alle vier Wochen, unsere Notiz die boykottirten Gegner des Katheder- Sozialismus liegt Der Abdruck verzögert sich Staatslehre angehöre, welche nicht so exatt entwickelt sei, wie die und zwar jeden Sonntag nach dem 15. im Monat, bei uns schon seit mehreren Tagen vor. volkswirthschaftlichen Theile der Staatswissenschaft. Die Be- Meißner abzuhalten, wo auch gleichzeitig die Beiträge lediglich wegen des starten Stoffandranges in den lezten Tagen, wurde Dieser Antrag hauptung, daß jedes Dreitlassensystem oder jede indirekte Wahl bezahlt P. Andersen, Kiel. Wenden Sie sich an S. Rokošty, mit Nothwendigkeit die Mundtodtmachung" der großen Mehrheit stimmig angenommen. Ferner wurde gegen eine Stimme be- Berlin, Steinmezstr. 48. der Bevölkerung zur Folge habe, erscheine ihm zum mindesten als eine schlossen, die Metallarbeiter- Zeitung" an einen Kollegen aus Ludwig. Geben Sie doch bitte Ihre Erklärung in der weitgehende Uebertreibung. Hingegen billige er diese Behauptung jeder Werkstatt frei zu schicken. Da noch ein Ueberschuß in Höhe Vereinssigung ab. in bezug auf diejenige Kombination zwischen Dreiklassensystem und von 8,50 M. vorhanden ist, so wurde einstimmig beschlossen, indirekter Wahl, welche gerade für die preußischen Landtags- Idenselben als Fonds zu belaffen. Ein Antrag auf Ausarbeitung " " ou Versammlungen. W werden tönnen. ein Abtheilung turnt jeden Montag und Donnerstag von 8-10 Uhr in der Fichte"( Mitglied des deutschen Arbeiter- Turnerbundes). Die IV. MännerGemeindeschul- Turnhalle Stephanjir. 3( Moabit). Privat- Theatergesellschaft Satur" Abends 49 Uhr, Sigung bei Specht, Martgrafenftr. 83. PrivatRauchtlub BrüderlichAndree, Chorinerstr. 53: Sigung mit Damen. Theatergefellschaft Immer& ufttg jeden Sonntag Abends 6 Uhr, bei Ruhl tett" jeden Montag 9-11 Uhr bei Bauts, Schlesischestraße 38.- Gesang= verein Einigtett Montag, Abends 9 Uhr, Sigung bei Ebert in Langwis Sonntag Staligerstr. 54 bet Sente. Anfang 6% Uhr.- Arbeiter- Stenographie Berlinerstraße. Theater- und Vergnügungsverein Waldemar. Jeden Berrein„ Eintracht", unterricht und lebungsstunde Montag abends sy thr bei Nothes, Buttmannstraße 17. Vermischtes. schon jetzt erfolge. Das Reichs- Postamt hat nunmehr angeordnet, daß die Postkarten bei ihrer Ankunft allgemein und zwar in der unteren linken Ecke der Vorderseite mit dem Ankunftsstempel zu versehen sind. Also es giebt doch noch Reformen im Postwesen -freilich nur solche, die nichts kosten. Briefkaffen der Redaktion. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Berbel. Wenden Sie sich doch an die Redaktion des von Ihnen genannten Blattes. Central- Theater Für den Inhalt der Juferate über- Alte Jakobstraße Nr. 30. nimmt die Redaktion dem Publikum Emil Thomas als Gast. gegenüber keinerlei Verantwortung Anna Bäckers. Josefine Dora. Theater. Vorletzte Woche! Zum 154. Male: O, diese Berliner! Große Poffe mit Gesang und Tana 6 Bildern von Julius Freund. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen: 0, diese Berliner! Sonntag, den 3. Februar Freie Volksbühne( National- in 3. AbTheater). VI. Serie. theilung, nachmittags 22 Uhr: Kein Hüfung. ( Lessing Theater.) = V. Serie. 7. Abtheilung, nachmittags 21/2 Adolph Ernst- Theater Der Traum ein Leben. Opernhaus. Hänsel und Gretel. Die Auftreten der Grotesktänzerin Puppenfee. Montag: Das Rheingold. Schauspielhaus. Zum wohlthätigen Zweck. Montag: Halali. Die stille Wache. Deutsches Theater. Wehe dem, der lügt. Montag: Diefelbe Vorstellung. Berliner Theater. Marienburg. Montag: Dieselbe Vorstellung. Lessing Theater. Thielemanns. Montag: Der Fall Clémenceau. Neues Theater. Das liebe Geld. Vorher: Wiener in Paris. Montag: Demi- Monde. Residenz- Theater. Fernand's Ehefontrakt. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Der Probefuß. Montag: Diefelbe Vorstellung. Schiller Theater. Krieg im Frieden. Montag: Der zerbrochene Krug. Frauenkampf. Bellealliance- Theater. Onkel Bräfig. Montag: Wegen Generalprobe ge= schlossen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Obersteiger. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Ein fideles Korps. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. O! diese Berliner. Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Die lebende Brücke. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplatz- Theater. Maria Stuart. Montag: Dieselbe Vorstellung. Reichshallentheater. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Miss Rose Batchelor vom Prince of Wales- Theater in London. Zum 39. Male: Ein fideles Corps. Große Gesangsposse mit Tanz. Nach dem englischen ,, A Gaiety Girl" von Jonas Sidney, frei bearbeitet von Eduard Jacobson und Jean Kren. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Unter den Linden 21. Ben - Jeden Sonntag Nachmittag Todes- Anzeige. Meine Sprechstunden sind jetzt: in Charlottenburg, Berlinerstr. 102. Den Mitgliedern des Sozialdemokra- täglich 8-9 und 4-5, Sonntag 8 bis tifchen Wahlvereins des 4. Berliner 9 Uhr; in Berlin, Landsbergerstr. 55. Orientalische Al- Familienvorstllg. Reichstagswahlkreises( Often) zur Nachzu halb. Preisen. richt, daß unser Genosse Zauber und Bey's Wunder. Herm. Güttel verstorben ist. 280/14 täglich 11-1, Boliflinit 1-2 lhr. Dr. Richard Sussmann Spezialarzt f. Angenkrankheiten. Klagen, Eingaben, Die Beerdigung findet heute Sonn- Unfallsachen, Putzger, Stegligerfir.56 Täglich Anfang 18 Uhr. tag, den 3. Februar, Nachmittag um Actienbrauerei 8 Uhr, voll der Leichenhalle des ACTIEN- BRAUEREL FRIEDRICHSHAIN Unbemittelten ertheilt Klavier- und Offerten Conser Friedrichshain Markus Kirchhofes in Wilhelmsberg Violinunterricht. 868M vatorium" Postamt 79. Königsthor. Gr. Konzert Der Kapelle des Königin Augusta Garde- GrenadierRegts. Nr. 4 ( Coblenz). Anfang 41/2 Uhr. Eintritt 30 Pf. Kinder frei. Progr. unentgeltl. Die 30 000 Dollar- Uhr, mit dem Jufolge des großen drangs bleibt die Balfe von Vor- Oberammergauer Festspiele mittags 10 Uhr ununterbrochen Zugftück b. Weltausstellung in Chicago. geöffnet. Daselbst mit 6 ersten Preisen gekrönt. Ausgestellt in der Passage". Entree 25 Pf.[ 369M Kaufmann's Variété, Das vollständig Februar- Programm! Naucke ist trotzdem die grösste Zugkraft! Naucke der populärste Mann Berlins! Naucke ist das Tage: Gespräch Berlins! Naucke heisst? Noch immer ausverkauft! Die absolute Neuheit ist? Pinte- Quente Watt ein Räthsel? Apollo Theater. 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Großes Sensationsschauspiel mit Mufit in 4 Aften( 11 Bildern). Nach dem Englischen von Sutton Bane, übersetzt von H. Schwab. Regie: Max Samst. Dirigent: Adolph Wiedecke. Raffenöffnung 5 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Parodie- Theater Oranien- Straße 52( am Morigpl.). L'homme masque. Große Bauberei à la Ben Ali Bey. Borher: Tannhäuser. Zum Schluß: Heimath. Anfang 72 Uhr. Sonntag 7 Uhr. Berliner Aquarium. ,, Sanssouci" Kottbuserstraße 4a. statt. B Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Allen Verwandten und Freunden die traurige Nachricht, daß meine Frau Ernestine Wilke Goetze& Co., Patentbureau Friedrichstraße59/ 60 vermittelt zuverlässig und vortheilhaft Patentanmeldungen, Gebrauchs mufter 2c. 2487b am 2. Februar am Herzschlag ver: Bureau für Unfall- Prozesse schieden ist. 2511b August Wilke. von Dr. jur. Richard Lehmann, Die Beerdigung findet Montag, den Lützowstr. 102, I. Sprechstunde: 4. Februar, nachmittags 3 Uhr, vom morgens 8-1/ 210 Uhr, abends 6-8 U. Trauerhause, Grünauerstr. 35, aus nach dem Thomasfriedhofe statt. en Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß unser Kollege Chr. Hölpert am 1. Februar plöglich verstorben ist. Die Beerdigung findet am 4. Februar, nachmittags 3/2 Uhr, von der Leichenhalle des Emmauskirchhofes aus ftatt. Die Kollegen d. Pianofortefabrik Circus Renz You Barthol. Carlstrasse. Sonntag, den 3. Februar: Todes- Anzeige! 25136 Allen Genossen des 1. und 3. Wahlfreises die traurige Nachricht, daß mein Zwei Vorstellungen. lieber Mann, ber Kellerarbeiter Um 4 Uhr nachmittags: Grosse Komiker- Vorstellung mit besonders z. Beluftigung d. Jugend gewähltem Programm. Die lustigen Heidelberger. Ermäßigte Preise, fiche Plakate und Austragezettel. Abends 2 Uhr: Tjo Ni En. ( Beim Jahreswechsel in Peting.) Sensationelle Tänze, unt. and.: Original! Les grelots vivants, jen des barbichons etc. Original! Neue Musik- Einlagen. In beiden Vorstellungan: Auftreten men u. Herren, Borführen u. Reiten der betreft. Freiheits-, Spring. und Schulpferde. Morgen, Montag, Abends 72 Uhr: Gala- Vorstellung. Tjo Ni En. Fr. Renz, Rommissionsrath. Feen- Palaft Burgstr. 22, neben der Börse. RiesenSonntag, den 3. Februar: Februar- Programm. Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader.) Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pfennig. Grossartiges Programm! Zum Schluß: Circus- Bilder Ensemble von Meysel, Ein Liebes- Drama, oder: Der Brand auf der Taubenburg. Das unruhige Haus um Mitternacht. Max und Morit Bubenstreiche. Die Wunder- Elephanten. James Capelli. Miss Tanisan. Wilhelm Fröbel. Mary Myra Maa. Anita& Jul. Schaffeur. Passage- Panopticum. Truppe Largards etc. Neu! Neu! I. Prof. Frdr. Schwinge's Wandernde Lichtbilder. II. Das Lied von der Glocke in 15 lebenden Bildern mit transparentem Hintergrund. Anfang: Wochentags 72 Uhr. Sonntag: Konzert 6 Uhr, Vorstellung 7 Uhr. Allen werthen Genossen u. Bekannten empfehle mein 2350b Lokal mit Vereinszimmer Fransectistr. 23, Ecke der Weißenburgerstraße. Otto Bernet. Musik von Romberg. Achtung! Allen Genoffen und Freunden zur Nach Der Meister: Rob. Biberti richt, daß jeden Sonntag von 4 Uhr vom Kgl. Opernhaus in Berlin. Urania Unter den Linden 68a Ecke der Anstalt für volksthümliche Schadowstr. Eing. Schadowstr. 14. Heute Sonntag: Eintrittspreis Am Landes- Ausstellungspark 50 Pf. Reichhaltige Ausstellung von Naturkunde. ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Näheres die Anschlagzettel. ab in meinem Lokal Tanzkränzchen abgehalten wird, wozu ich ergebenft einlade. 24996 Oswald Krause Freitag 122 Uhr nach langem Leiden. fanit entschlafen ist. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 2 Uhr vom neuen Jakobi- Kirch hofe aus statt. Um stilles Beileid bittet Bahn- Klinik B Preise event. ♦ Theilzahl. 9510 b Frau Olga Jacobson, Invalidenstr. 145. Uhrmacher G. Pachel, Wallstr. 97. 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Co. unferen innigsten Dant, außerdem der Freien Hilfstasse der Drechsler und Berufsgenossen. 2500b Berlin, den 1. Februar 1895. Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Der Direktion nebst Arbeitern der Elektrizitätswerte für die schöne Kranzspende beim Begräbniß meines Mannes sage meinen 2496b herzlichsten Dank. Berlin, 3. Februar 1895. Wwe. Degenhardt. J.Meyer, Kranzbinderei und Blumen- Handlung Berlin SO., Wienerstr. 1 ( nur dort). Guirlanden à Mtr. von 15 Pf. an. Cotillon- Bouquets, Did. v. 1 M. an. Telephon: Amt IV, 9482. Armin Hallen, 2039b Billige Wohnungen Wasserleitung u. Kloſet, 1 u. 2 St. u. Zubeh. von 46-72 Thlr. zu verm. Rixdorf, Prinz Handjery* 46/ 19 # traße 50. Wohnungen, fleine freundl., sof. od. später. Grünauerstr. 25. 2244b Swinemünderstrasse 73 find Wohnungen u. Werkstatt bill. z. verm. Werkstatt, hell u. geräumig, zur Tischlerei und allen anderen Zwecken geeignet, sofort oder später 2483b Kreuzbergstr. 10. Anst. Schlafft. gef. Alt- Moabit zw. Ottou. 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Kammgarne zu fahren, fucht irgend eine Beschäftigung. Hosen- Anzügen, Kleidern etc. Gefällige Offerten unter P. S. 210, Spottbillig Hoher Steinweg II, 1. Postamt 62, erbeten. 24986 Ahtung! Genossen und Genossinnen! Achtung! 4 Volksversammlungen Dienstag, 5. Februar, abends 8 Uhr, in ,, Sanssouci", Kottbuserstraße 4a, und„ Kolberger Salon" Kolbergerstraße. Mittwoch, 6. Februar, abends 8 Uhr, in den ,, Arminhallen", Sommandantenstr. 20, und„ Böhm. Brauhaus", Landsberger Allee. Tagesordnung in allen 4 Versammlungen: Berliner Arbeiter- Bertreter- Berein. Dienstag, den 5. Februar 1895, Abends 81/2 Uhr: Versammlung bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, Tages- Ordnung: 1. Besprechung über die zu wählenAchtung, Parteigenossen! Keller's Festsäle, Koppenstrasse 29. Sonntag, den 10. Februar 1895: Grosse Matinée den Schiedsgerichtsbeisiger der Inva- unter Mitwirkung der Gesangvereine: Buchbinder- Männer- Chor, liden- und Altersversicherungs- Anstalt Brüderschaft, Esmeralda, Freiheit( Adlershof) u. Hoffnung( FriedrichsBerlin. 2. Verschiedenes. berg) sowie des Gesangshumoristen G. Groß und des Arbeiter- Turners Vereins Fichte. Gäste willkommen. 123/10 Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Die Musit wird von einer 20 Mann starken Kapelle unter Leitung des Herrn Graß ausgeführt.- Gesangsleitung: Musikdirektor K. Malmène. Eröffnung 11 Uhr. Programm 20 Pf. Anfang 11/2 Uhr. Um zahlreichen Besuch bitten Die Vertrauenspersonen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises( Osten). 1. Vortrag über: Fordern die Frauen das Ortskrankenkasse d. Bildhauer, 268/18 politische Wahlrecht?" 2. Diskussion. Referenten: Frl. Baader, A. Bebel, Frau Ihrer und W. Liebknecht. Genossinnen! Zeigt, daß es uns mit unserer Forderung für das Wahlrecht ernst ist und erscheint alle in diesen Versammlungen. Tellersammlung findet statt. Um zahlreichen Besuch bittet Die Berliner Frauen- Agitations- Kommission. • 126/5 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 5. Februar, abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung im Lokale des Herrn Gründel, Brunnenstraße 188. Tages- Ordnung: 1. Unfere politische Lage. Referent: Reichstags- Abgeordneter W. RIees. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste sind willkommen. 282/10 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Zwei Versammlungen. 1. Köpenicker Viertel: Am Dienstag, den 5. Februar, abends 8 Uhr, im Lokal des Genoffen Henke, Naunynstr. 27. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. med. G. Heymann über:" Der Kampf ums Recht." 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. 2. Frankfurter Viertel: 0 Am Dienstag, den 5. Februar, abends 81/2 Uhr, in Fiebig's Salon, Frankfurterstr. 28. Tages Ordnung: 1. Vortrag des prakt. Arztes Herrn Dr. 3 adet über: Die Krankenversicherung wie sie ist und wie sie sein soll." 2. Diskussion und Verschiedenes. 280/13 " Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 4. Februar, abends 8 Uhr: Versammlungen. Filiale I: bei Tempel, Langestraße 67. 99 " 225/3 II: bei Buske, Grenadierstraße 33. III: Sonntag, den 3. Febr., nachm. 4 Uhr, b. Freigang, Schüßenstr. 18/19. Der Vorstand. Unterstützungsv. deutscher Hutmacher ( Filiale Berlin). Mittwoch, 6. Februar, ab. 8 Uhr, im Alten Schützenhause, Linienstraße 5: Mitglieder- Versammlung. Zages.Ordnung: 1. Bericht vom Dispositionsfonds. 2. Wahl des Vorstandes und der Kommissionen. 3. Arbeitsnachweis. 4. Verschiedenes. Üm zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. NB. Die Vorstandsfizung am Dienstag, den 5. Februar, fällt aus. Wa Mitgliedsbuch legitimirt. E Achtung! Zimmerer. Achtung! 148/9 Verband deutscher Zimmerleute ( Lokalverband Berlin). Mittwoch, 6. Februar, Ab. 82 Uhr, bei Herrn Schneider, Annenstraße 16: Versammlung. Tagesordnung: 1. Weitere Anträge zu der Generalversammlung. Der Vorstand. 2. Wahl des Delegirten. 3. Verschiedenes. NB. Die Versammlung wird laut Beschluß pünktlich eröffnet, Pflicht jedes Mitgliedes ist es, zu erscheinen. Der Vorstand. Im Anschluß an unfern am 16. Dezember p. a. bekannt gegebenen Geschäftsbericht pro 1893/94 fügen wir zur Ergänzung desselben noch an: Neue Mitglieder sind nicht eingetreten. Das Geschäftsguthaben der Genossen hat sich um 739 M. 9 Pf. und die Haftsumme um 1160 m. vermindert. 88/14 Genossenschafts- Bäckerei für Berlin u. Umgegend. ( Eingetr. Genossenschaft mit beschr. Haftpflicht). L. Freytag, Geschäftsführer. H. Grashold, Kassirer. Louis Keller's Riesen- Festsäle. Grösstes Pracht- Etablissement der Residenz, Koppenstr. 29. Sonntag, den 3. Februar 1895: Grosses Konzert des Berliner Konzert- Orchesters Direktion: G. Grass, und Gr. humoristische Soirée der Leipziger Sänger. Herren Stobbe, Achterberg, Marks, Erfurt, Schich, Stenzel, Müller. Großartiges Programm. Sensations- Nummern. Anfang 51/2 Uhr. Entree 30 Pf. Familien- Billets 20 Stück 3 M. Hierauf: Gr. Ball bis Nachts 2 Uhr. 2 startbesetzte Orchester. Jeden Mittwody: Gr. Soirée d. Leipziger Sänger. Bons haben Giltigkeit. Nachdem: Tanzkränzchen. Louis Keller. Studateure und verwandter Brauerei Wilhelmshöhe Gewerbe. Vierter Nachtrag unseres Statuts. Laut Beschluß der General Versammlung vom 15. und 22. November 1894, betreffend die Aenderung des Fernsprecher: Amt III. 8884. E. Lehmann Der Ausstoß meines diesjährigen Bock- Bieres Dienstag, den 5. Februar. Belforterstr. 4. Flaschenverkauf findet nicht mehr statt. §13 Abs. 2 unseres Statuts hat die beginnt am Bestätigung des Bezirks- Ausschusses am 17. Januar 1895 erhalten. Der ver änderte Paragraph Abs. 2 at nun folgence gaijung: G. Fischer, Wilsnackerstr. 46. Sprechft. 9-2, 6-8. Gonntags 9-12. Prakt. Behandlung v. innerlichen u. äußerlichen Krankheiten Vom dritten Tage ab, nach Wachstuchreste, Gummitischdecken, auch dem Tage der Erkrankung für LINOLEUM- RESTE, fehlerhafte, sehr billig. Grüner Weg 102. jeden Kalendertag ein Krankengeld u. f. w. Dieser Nachtrag tritt am Tage nach erfolgter Bekanntmachung in fraft. Berlin, den 2. Februar 1895. Der Vorstand. J. A.: J. Söfner, Vorfigender. Achtung! Friedrichsberg! 72/6 Dienstag, 5. Febr., abends 7/2 Uhr Roh- Tabak Achtung! J. Fränkel, Berlin C., Klosterstrasse No. 72. Zahnerfah, auch Theilzahl., wöchentl. SO. Stimmbegabte Genossen, 1 Mart, Gudel, Laufizer Platz 2, welche gewillt sind, Elsasserstr. 12. Nähmaschinen- ReparaturWerkstatt f. Systeme. 43/29 General Versammlung Prinzip reell, bill. u. schnell. Empf. mich Freunden und Genossen. W. Maaske, des Arbeiterinnen- Bildungs- N., Schwedterstr. 31. Kein Laden. vereins für Friedrichsberg und Umgegend im Saale des Herrn Fuchs, Lichtenberg, Dorfstr. 2. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Schmidt über: Die rechtliche Stellung der Frau im Klassenstaate. 2. Diskussion. 3. Vorstands und Raffenbericht. 4. Verschiedenes. Herren als Gäste willkommen. Um zahlreichen Besuch ersucht 62/12 Der Vorstand. Die Verwirklichung des Sozialismus. Wie kann die Umwandlung der fapitalistischen Produktion in die sozialistische ermöglicht werden? Von Paul Anhuth. Preis 50 Pf. P. Anhuth's Selbstverlag in Mainz. Durch alle Buchhandlungen und Kolporteure zu beziehen. PATENT Messerschärfer „ Blitz" Es genügt, d. Klinge 8-10 mal durchzuziehen, um dieselbe scharf wie ein RafirDrehpianinos, = einem neuge gründeten Männer Gesangverein beis zutreten, sind herzlich willkommen Mittwoch Abend 9 Uhr bei Manzey, 24946 Wrangelstr. 124. Masken verleiht bill. Ferd. Henke, Dennewitzstraße 1. 24626 u. Damen. SpeziaMafitinstrumente vermiethbar. Neue Masken- Garderobe f. Herren Königstraße 35. 24696 lität: Göttin d. Freiheit, roth. Teufel. Cigaretten en gros liefert am billigsten Fabrik S. Rochmann, Georgenkirchstr. 55. Pfänder- Auktion Große Auswahl. Vereine 20 pCt. Preiss ermäßig. Grünbaum, Blumenftr. 80/81. Georg Wagner Uhrmacher, am 7. und 8. 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Der Vorsitzende Schulze allen äußeren Dingen auf der Bühne, kommt es auch beim Kusse erinnerte daran, daß die Vertreter bürgerlicher Parteien bei nur auf die Geschicklichkeit an, den Eindruck der Wahrheit herWas geht die Studentenschaft die soziale Frage an? fommunalen Wahlen den Arbeitern große Versprechungen machen, vorzubringen. Wie auf dem Theater nicht wirklich getödtet Da der Rektor der Berliner Universität die Genehmigung zu von denen nicht das geringste eingelöst wird.( Sehr wahr!) wird, so braucht auch nicht wirklich geküßt zu werden, um beim einer Studentenversammlung, welche gegen die Angriffe des Frei- Bimmerer Obst ermahnte, aus der Arbeitslosigkeit die Lehre zu Buschauer die volle Illusion zu erwecken." Sehr energisch füs herrn v. Stumm protestiren wollte, nicht ertheilt hat, so beriefen ziehen, daß eine Organisation allein im stande ist, die Küssen plädirt dagegen Jenny Groß." Ich bin" erklärt sie die Herren v. Gerlach und Dr. Wendlandt( ersterer ist Redakteur Uebel der kapitalistischen Welt mit dieser selbst zu beseitigen.„ auf der Szene im weitesten Sinne Madame Sans Gêne. des Volt", letzterer Redakteur der Akademischen Blätter") eine Die Berliner Resolution gelangte zur Annahme, die Versamm- Wenn mich der Autor zum Küssen verdammt, so tüsse ich, und Versammlung zum Freitag Abend mit obiger Tagesordnung ein. lung beschloß, durch eine Deputation von drei Personen Dr. Wendlandt sprach über die Nothwendigkeit eines ernsten wählt wurden Schulze, Bugte und Spremberg ge zwar nicht blos zum Scheine. Mit Wrangel in WallenStudiums der soziologischen Wissenschaften in längerer Rede. Dell städtischen Behörden vorstellig zu werden. In einer späteren blos ein Amt und feine Meinung." Auch eine andere in bei stein's Tod" sage ich als Künstlerin: Ich hab' hier Alle nachfolgenden Redner fast ohne Ausnahme traten den im Versammlung soll über das Resultat Bericht gegeben werden. Berlin wirkende Dame Frl. dell'Era ist ähnlich gesinnt. Parlament und in der Presse laut gewordenen Angriffen in scharfer Weise entgegen. Gegen einige Stimmen wurde eine Eine Versammlung der Arbeitslosen in Schöneberg Leib und Seele ihrem Berufe angehört, muß, wenn es erforderSie schreibt: A. dell'Era( Berlin): Eine Künstlerin, welche mit Resolution beschlossen, in der es heißt: Wir weisen die in der tagte am Freitag im Lokal von Ke ßner, Grunewaldstr. 110. lich ist, füffen und sich tüssen lassen. Wahre Kunst ist erhaben Reichstagssigung vom 9. Januar und hernach in der Presse er- Genosse Rohrback referirte über„ Die Ursache der Arbeits- über alles Kleinliche." hobenen, auf völliger Unkenntniß der Verhältnisse beruhenden An- lofigkeit". An den beifällig aufgenommenen Vortrag knüpfte sich eine merkwürdige Wendung. Sie meint nämlich, füssen vor den Lola Beeth giebt der ganzen Geschichte griffe auf die akademische Freiheit entschieden zurück. eine längere Diskussion, an der sich Arbeiter Gräbfe, Schloffer Einen breiten Raum in den Verhandlungen nahm die Kritik ein, Schlegel, Puter Hacke busch, Maler Reinke und andere Kulissen sei Pflicht, hinter den Kulissen jedoch entschieden nicht". welche man an dem Rektor Dr. Pfleiderer übte, weil er„ aus Genossen betheiligten. Allseitig wurde über die schlechte Be- Es scheint also, daß es auch hinter den Kulissen Kuß- Fragen Rücfid, ten auf die Stimmung in den oberen Kreisen" die" Bil- schaffenheit der Wege geklagt, durch deren Instandsetzung für viele giebt. Man weiß, wie sich unverschämte Direktoren ihre Dienstboten" tributpflichtig machen. dung Ja, Nuscha Buze, bekanntlich eines studentischen Vereins, der ausschließlich Arbeitslose sofort Beschäftigung, und wäre es auch nur für einige eine Dame im besten Mannesalter, ist sogar der Anschauung, fozialwissenschaftliche Studien treiben will, ver- Tage, geschaffen werden könnte. Gemeindevertreter Hack e busch das Küssen hinter den Kulissen sei gefährlich", und weiter,„ da hindert. Fast sämmtliche Versammlungstheilnehmer- es warenkirta erklärte sich bereit, in der nächsten Gemeinderathssigung( am 600 Studenten anwesend hielten das für in jeder Beziehung Montag) einen dahingehenden Antrag zu stellen. Besondere Miß- habe die Weigerung mehr Berechtigung". Die Stimmen find unzulässig. Einige Herren fanden sich allerdings auch, die zischten, Stimmung herrscht unter den Arbeitslosen über die oft höhnischen also in ganzen getheilt. Bemerkt zu werden verdient noch, wie als der Vorsitzende an das Ehrgefühl eines freien deutschen Redensarten, welchen sie gegenüber den zur Einstellung von faßt.„ Jede Künstlerin", schreibt sie, soll sich das einrichten, die Wiener Hof- Opernsängerin Frene Abendroth die Sache aufEtudenten erinnerte. Herr v. Gerlach betonte, daß in Halle und Schneeschippern beauftragten Beamten der Gemeinde, der wie sie will. Ich für meinen Theil ließe mich nur von meinem Greifswald sozialwissenschaftliche Vereinigungen bestehen und daß Omnibus, Dampf- Straßenbahn- und Pferdebahn- Gesell- Water, Bruder oder Bräutigam tüssen." Opportunitätsrücksichten wohl bei einem Zeremonienmeister, oder schaften ausgesetzt find. Die als Sozialdemokraten cinem Kammerherrn entschuldbar seien, nicht aber bei einem bekannten Arbeitslosen werden oft unter allerlei nichtigen VorVertreter einer großen deutschen Universität.( Beifall.) wänden von der Beschäftigung ausgeschlossen. Nachdem wiederEine zweite Resolution, die das Bedauern ausspricht, daß holt zum Anschluß an die politische und gewerkschaftliche Organider Rektor ohne Grund zu dem Verbot gekommen ist, dessation ermuntert worden, durch die es nur allein den Arbeitern aleichen eine weitere, die lautet:„ In Erkenntniß dessen, daß es möglich sei, dem immer größer werdenden Druck Widerstand entRecht und Pflicht der akademischen Jugend ist, sich durch ein- gegenzusehen, fand eine Resolution Annahme, in der die Vergehende Beschäftigung mit den sozialen Fragen auf ihren staats- fammlung die heutige privatkapitalistische Produktionsweise für das bürgerlichen Beruf vorzubereiten, beauftragen wir einen Aus- Glend der Arbeiter verantwortlich macht und sich verpflichtete, schuß von fünf Mitgliedern, Schritte zu thun, um die Gründung allezeit für die Ideen und Ziele der Sozialdemokratie einzu einer sozialwissenschaftlichen Studenten- Bereinigung auf breitester treten. Grundlage herbezuführen"- wurde angenommen. In der Debatte traten die Gegensäße zwischen den antisemitsch, deutschen Studenten" und den Anhängern der früheren sozialwissenschaftlic en Vereinigung mehrfach zu tage. Lange nach Mitternacht wurde die Versammlung geschlossen. Kunst und Wissenschaft. Im Schiller Theater wird am Freitag zum ersten Male Kabale und Liebe" aufgeführt. Ter Verband der Möbelpolirer tagte am 21. Januar. Die Münchener freie Vereinigung", unter welchem Nach dem Bericht des Vorsitzenden über die Thätigkeit des Namen sich die ausgetretenen Mitglieder der Münchener Sezession Vereins bringt der Kassirer den Kassenbericht zur Verlesung zusammengefunden haben, hat ihre zweite Ausstellung am 2. Je Danach betrug die Einnahme 495,95 M.. die Ausgabe 476,73 M., bruar im Salon Gurlitt, Leipzigerstr. 131, eröffnet. Als Mitbleibt mithin ein Bestand von 49,22 M. Mit einem Bestand aussteller der freien Vereinigung werden besonders auch Anhänger aus dem vorigen Quartal von 258 M. ist ein Vermögen von der neuen Richtung aus Belgien und Dänemark zahlreich durch 307,22 M. vorhanden. Hervorzuheben ist aus dem Bericht des Arbeits- neue Werke vertreten sein. nachweises, daß 894 Adressen abgegeben sind, wovon 656 Erledigung fanden. Zugestimmt wurde folgenden Anträgen: 1. Die Bibliothek ist am Sonntag von 9-11 Uhr vormittags geöffnet. Dieselbe be: findet sich Andreasstr. 26 bei Wilfe. 2. Wurde der Kassirer angewiesen, jedes Mitglied, welches länger als 8 Wochen reftirt, an seine Pflicht zu erinnern. 3. Wurde eine vom Vorstande vor gelegte Kontrollkarte des Arbeitsnachweises genehmigt. Die Arbeitslosen sind verpflichtet, diese Karte vom Arbeitsvermittler abstempeln zu lassen. 4. Vom 2. Februar ab wird pre Mitglied 10 Pf. Extrafteuer erhoben. das Unglück passirt, daß sie von ihrer Bühne entlassen wurde, Der Kuß auf der Bühne. In Wien ist einer Künstlerin weil sie sich geweigert hatte, ihren Partner im Spiel zu tüssen, statt den Kuß zu marfiren. Diese Affaire hat das Wiener Fremdenblatt" veranlaßt, bei einigen Künstlerinnen Umfrage über ihre Stellung in der Kußfrage zu halten. Einige der Antworten feien hier mitgetheilt. Jusie Vermischtes. Konfirmandin, ist in Buchheim bei Laufigk der Ortsgeistliche, Wegen eines Sittlichkeitsverbrechens, begangen an einer Pastor Bierling, verhaftet worden. Im Untersuchungsgefängniß in Leipzig foll er ein offenes Geständniß abgelegt haben. Neber Blutthaten eines Trunkenen meldet ein Bericht aus Konstantinopel: Ein Individuum, anscheinend im trunkenen Zustande, verletzte am Donnerstag auf der Straße mehrere Personen, darunter den Hauptkassirer der Zentralagentur der Eisenbahnen, Stupe, und den Attachee des Archivbureaus der Pforte, Mazhar Bey, im ganzen 13 Personen durch Messerstiche und floh sodann. Die Polizei bietet alles auf, um den Thäter zu er greifen. Stupe ist seinen Verletzungen erlegen; auch die Verletzungen anderer sind gefährlich. Der Sultan hat angeordnet, die bedürftigen Verwundeten auf seine Kosten zu unterstützen. Aus Wien wird beEin ermordeter Rechtsanwalt. richtet, daß am Freitag Nachmittag der Advokat Dr. Ifidor Rothziegel in seiner Wohnung am Rudolfsplay, im Zentrum der inneren Stadt, ermordet aufgefunden wurde. Da anscheinend scheinlich. Der Ermordete, der 38 Jahre alt war, lag vor seinem nichts geraubt und nichts beschädigt wurde, ist Privatrache wahrSchreibtische und zeigte eine klaffende Wunde am Vorderschädel, sowie Stiche in Brust und Nacken. Die räthselhafte Blutthat erregt das größte Aufsehen, da Rothziegel, ein sehr lebenslustiger Junggeselle, eine wohlbekannte Persönlichkeit war und auch in diesem Fasching schon viele Bälle besucht hatte. Die Leiche wurde Katharina Frant schreibt: Nach meiner Ansicht sollte jede in einer Ecke des Bureaus zwischen Schreibtisch, Geldschrank und Art des Russes auf der Bühne nur markirt werden. Wer aber Bibliothek gefunden. Der Mord ist in geradezu barbarischer mit und in seiner Rolle lebt, wird sich im Augenblick des Affekts Weise ausgeführt; die Art der Schädelwunde läßt auf einen Charlottenburg. Mehrere hundert Arbeitslose hatten sich nicht beherrschen können und sich der Wirklichkeit so nahe ge- Beilhieb schließen, mehrere Schnitte an den Händen deuten auf am Freitag Bormittag im großen Saale von Krause in der bracht fühlen, daß er trotz der abschreckenden häßlichen Theater Gegenwehr des Ermordeten hin. Die Brieftasche und die goldene Wilmersdorferstraße versammelt; ein erheblicher Theil derjenigen, schminke alle guten Vorsätze zur Markirung vergißt und Rüffe Uhr des Todten wurden bei ihm vorgefunden, in der Kasse die am Orte arbeitslos find, war anscheinend der Versammlung giebt und Küsse nimmt. Manche der Herren Kollegen benüßen waren 100 Gulden und der Kassenschlüssel lag neben der Leiche. ferngeblieben, weil der Schneefall ihnen Gelegenheit bot, ihre den Augenblick dieſer unwillkürlichen wirklichen Wirklichkeit häufig Der Mörder hatte fliehend die Bureauthür abgeschlossen und den Dienste zur Reinigung der Straßen anzubieten. Hieran tnüpfte in so wenig ritterlicher Weise, daß die Schauspielerin, wie aus einem Schlüssel mitgenommen. Der Mord ist während der Mittagsauch der Referent, Genosse Jahn, im Verlauf seiner Rede an Traume erweckt, zurückfährt und dadurch nicht selten die ganze Wirkung pause vor 3 Uhr verübt worden, ehe das Personal sich einfand. und hob hervor, daß nicht wenige in diefer Hoffnung getäuscht einer Szene verdirbt. Unsere Partner sollten deshalb in gegebenen Rothziegel's Kompagnon, Dr. Theimer, ließ die Bureauthür würden.( Beifall.) Er fritisirte die Art, wie der Ober- Bürger- Fällen im Interesse der Aufführung nicht über die Schnur sprengen, drang als Erster ein und entdeckte den Mord, der meister der Stadt Charlottenburg vor zwei Jahren die Depu- hauen." Auch Franziska Ellmenreich ist fürs Martiren. Sie bereits der dritte in diesem Jahre ist. Vom Thäter fehlt noch tation der Arbeitslosen empfangen hatte und dabei den Beschreibt:" Ich stelle mich zum Kusse auf der Bühne, wie ich mich jede Spur. scheid ertheilte, ein Recht auf Arbeit existirt nicht"; auch zu Dolch und Gift in dieser Welt des Scheines stelle. Man in diesem Jahre, wo die Noth besonders groß sei, müsse thut nur fo. Es ist ein allgemeiner Theatergebrauch, daß auch Sonntagsplauderet. die Seugteit so sehr zu Kopje, daß sie sich vor Loyalität förm- noch vor dem Umfallen bewahren. In Marquis- Posa- Stellung lich überfugelten. Man feierte des Kaisers Geburtstag. Dunkel wimmerte Herr Carriere herzbeweglich: Laßt uns Gedanken= wurde es im Saal der Philharmonie; ein überraschen- freiheit! Uns, das heißt den allerdurchlauchtigsten, den gnädigen des Schauspiel begann. Auf that fich eine Bühne Segenspendern der Erde, den Professoren. Und was war ge Jm ftrahlend erleuchteten Gaale der Philharmonie feiert die und von bengalischen Flammen grellfarbig beleuchtet schehen? Eine Zeitschrift hatte dem gelehrten Aesthetiker und PhiloBerliner Presse ihr Ballfest. Sie ist nicht verwöhnt, die Berliner erschienen Kürassiere und Fanfaren erdröhnten durch den sophen ein Zitat gestrichen, das ihr mit Rücksicht auf den modernen Presse. Man schmäht sie; man fujonirt fie; man sucht ihr das Saal, Glückwunsch Fanfaren. Heutzutage schmettert man Geist, der die Umsturzvorlage gezeitigt hat, bedenklich vorkam. Das bischen freien Athem zu nehmen, das sie als Mindestmaaß des seine dynastische Empfindung in Fanjarentlängen an die Deffentist das Fürchterlichste, was einem Schöngeist vom Typus Garriere's Dajeins braucht. Aber die Getretene bäumt sich nicht auf, lichkeit. Die gellende Fanfare, die neumodische Begleiterin des widerfahren kann; und derselbe Carriere, der um eines gestrichenen die Mißhandelte hat das Fluchen verlernt. Die Berliner preußisch- höfischen Bruntes, ist also auch vom Bürgerthum als 3itats willen Mord und Beter schrie, hat im selben Aussat, Presse feiert ruhig ihre Feste. Sie ist von überquellender Güte willkommenes Sinnbild angenommen worden. Die Fanfaren er- auf dessen Zeugenschaft sich die freisinnigen Organe beriefen, sich und mit demüthiger Ergebenheit, die des Heilbronner schollen einmal und noch einmal; und immer noch hatte sich der als Dunkelmann von so trefflicher Güte entpuppt, daß der Käthchens würdig wäre, tüßt sie die Hände derer, die nach Jubel nicht gelegt. Wieder mußten die Kürassiere erscheinen und reaktionärste Polizeiminister daran seine Freude hätte haben ihr schlagen. Auf den Bällen der Berliner Presse geht es immer von neuem ihre Fanfaren anstimmen. Sechsmal nachein können. Eeid feine Memmen, Bürger, rief er aus, und erbebt hoch her. Börse und Theater geben sich hier ein Stelldichein, ander wiederholte sich das Schauspiel; und bedächtig nickte Fürst nicht vor Ausnahmegesehen. Die wilden Sozialdemokraten Börse und Theater, die sonst in mancherlei Wechselbeziehung zu Hohenlohe mit dem Kopf, den so schwere Amtssorgen bedrücken, bändigt und geißelt und foltert, aber uns Professoren, die wir einander stehen. Was Staat machen kann in den Reihen der und er meinte: Na, also! da zetern die Menschen, da spricht offiziell die Schüßer und Förderer der Weisheit sind, raubt in vollgiltigen, wie der Talmi- Aristokratie der Finanzwelt, und was man von bitterer Erregung und Unzufriedenheit und meine lieben aller Barmherzigkeit willen nicht die Zitaten- und GedankenStaat machen darf unter den echten und falschen Herrinnen der Zeitungsschreiber schwimmen doch alle in Wonne und Entzücken. freiheit! Bühne, das drängt zu den Festlichkeiten des Berliner Journalis: Welche prächtigen, zufriedenen Menschen; ganz, wie Freund Prozig dringt der Amerikanismus selbst ins eigentliche Ge mus, wie er nun einmal geworden ist. Und streng, gar streng Köller von den Elsässern sagt. biet der Kunst. Im Palais Gerson, Unter den Linden, ist eine ist man auf den Anstand bedacht. Wehe dem Jungfräulein vom Es giebt einen Seelenzustand bei dem einzelnen Individuum, Flucht hoher Säle einer Sonderausstellung von Werken der Frau das nicht das Recht hat, sich Freunde und wie bei der Menge, der den Ausdruck für seine Empfindungen Vilma Parlaghy eingeräumt. In jungen Jahren, da sonst der Gönner mit schwerem Geldbeutel zu wählen. Wehe der kleinen im Massigen, im Ungeheuerlichen sucht. Man nannte und nennt ernste Künstler mühsam mit seiner Kunst zu ringen pflegt, da er Namenlosen, die doch im Grunde dasselbe treibt wie manche viel noch heute diesen Zustand, vielleicht mit ungerechtfertigtem häufig unter der Lebensnoth ächzt und wie so oft nur Muth und genannte Kollegin. Die Wächter der Ordnung und guten Sitte Borurtheil Amerikanismus". In der Bürgerschaft Amerita's Vertrauen hinschwinden sieht, läßt Frau Parlaghy sich feiern, stehen an den Eingangsthüren und weisen sie erbarmungslos soll sich der Sinn fürs Maßlose, Ungeheuerliche, wohl auch als sei sie eine Fürstin im Reiche der Kunst. Wir fällt nicht von der geweihten Stätte. Rauscht aber eine Dame, stolz auf dank einem entfesselten Kapitalismus, zuerst am deutlichsten ein, zu bestreiten, was sie tann. Manch tüchtiges Porträt, wie das einträglichere Freundschaft, in den Saal, da macht man seine ausgeprägt haben. Daher die Bezeichnung Amerikanismus". des greisen Windthorst oder des Stablewsky's hat sie mit geReverenz in Andacht. Aus Achtung vor der hehren Kunst. Da entartete der zierliche Blumenstrauß zu einem mächtigen funder Kraft geschaffen. Allein weil höfische Gnaden ihr zufielen Neben der Börse und dem Theater, dem Stamm für die Ungethüm, das die Form eines Wagenrades annahm. Aus und mit diesen Gnaden die reichen Aufträge der Plutokratie, Berliner Feste des Journalismus, giebt es indessen noch Mit dem Puppenspielzeug, das die Phantasie der Kinderwelt verlor Frau Parlaghy Maß und Besinnung. Jus massenhafte läufer mancherlei Art. Junge Difiziere, noch leicht ge anregen sollte, wurden förmliche Wachsfiguren- Kabinets, prunt- artet ihre Ausstellung aus, alles, selbst das grausam dilettantische nügsam in ihren Amüsements, Leute aus der Diplomatie voll überladen. Man häuft Stockwert auf Stockwert, man und flüchtige, bringt sie siegesgewiß zur Schau und jede werthund höhere Beamte. Sie sehen auf die Ehrentage" errichtet Gebäude in Eiffelthurmhöhe und freut sich, lose Stizze soll als Einfall des Genies bewundert werden. Neben des Berlinischen Journalismus herab, wie auf wunderliche seinen Nachbar übertrumpft zu haben. Zum Amerikanismus dem feinen Poträt Stablewski's sieht man das gleichgiltige, selbstKuriositäten. Sie lassen ihre Damen fein zu Hause. Man be- in diesem Wortsinn ist auch das deutsche Bürgerthum in gefällige Antlitz irgend eines Salo Cohn. Doch was thut's. findet sich doch als Gast der Presse nicht recht in voller Gesell- Leben und Kunst gelangt. Fanfarengeschmetter überall; mit Frau Parlaghy versteht das Fanfarengeschmetter. Sie fühlt schaft. Die Presse, in ihrer grenzenlosen Güte und Duldsamkeit, Fanfaren verkünden die Berliner Zeitungsschreiber ihre loyalen instinktiv, wo überall die Bedientenhaftigkeit herrscht, die sich jedes thur, als merkte sie derlei nicht. Fürst Hohenlohe, der Reichs- Empfindungen. Mit Fanfarengeschmetter weisen Katheder selbständigen Urtheils entäußert; und so ließ sie hunderte Bhotofanzler, hatte jüngst erst den Ball der Berliner Presse mit seiner sozialisten und Professoren auf ihre wissenschaftlichen Fehden hin, graphien von sich anfertigen und versah sie höchst eigenhändig mit ihrer Gegenwart beehrt; und vergessen war alle Qual, fein dumpfer dem faustkampf- lustigen König Stumm begegnet Adolf Wagner Unterschrift. Die werden am Eingange zur Ausstellung verkauft. Groll mehr durfte aufkommen ob der Knebelparagraphen, die der nicht mit der Ruhe, mit der man dem Gegner abthut, dem man Wer wollte auch das Konterfei der genialen Künstlerin nicht Presse drohen. Man war einfach überwältigt von so viel überlegen ist. Man will doch auch an die erzbewehrte Helden- besitzen, noch dazu mit der eigenhändigen Unterschrift:„ Vilma Ehre. Die deutsche Bedientenhaftigkeit, die vielleicht am brust pochen, so zu sagen, und der Welt beweisen, daß man Parlaghy"? tiefsten im schwer gehezten, ewig mißhandelten Journalismus Lieutenantsmuth besitzt. Von M. Carriere, dem Philosophen, der Und ist die geplante Massenaufstellung von Fürstendenkmälern Berlins sitzt, zerdrückte Thränen der Rührung in den Augen; jüngst in München starb, brachte die bürgerliche Prefse vor einiger in der Siegesallee nicht auch ein Zeichen der Zeit? Ein und wie gemüthlich der großmächtige Herr that. Ein echter Beit einen Aussat, der den Münchener Schönschwäßer und seinen Schock Bildsäulen, doch zumeist von uniformem Gepräge! Kann Grandseigneur, Herr und Gebieter im Amt, freundlich- gemüth- Amerikanismus so recht kennzeichnete. War das ein Wehruf, da wirklich der monumentalen Kunst Anregung und Heil er licher Plauderer beim Vergnügen. Den armen Federhelden stieg als sollte er das verrätherische Zentrum im letzten Augenblick blühen? Alpha. " AktienWir haben gegen eine Anzahl hiesiger Firmen- Aktiengesellschaft Butzke, gesellschaft Stobwasser, C. Kramme, Hoflieferant, Erste Deutsche Gasglühlicht- Industrie, Trendel Firma Benas, Vertreterin der Neuen Deutschen Gasglühlicht- Compagnie, Aschner& Co. System Dr. Blücher, Firma Billeit, Vertreterin von Gautsch, und andere mehr, sowie gegen mehrere auswärtige Firmen Klage wegen Patentverletzung eingereicht. In der Klagesache gegen die Vertreterin der Neuen Deutschen Gasglühlicht- Compagnie ist auf Antrag der Deutschen Gasglühlicht Aktiengesellschaft, Molkenmarkt 5, im Wege der einstweiligen Verfügung der Beklagten bei Vermeidung einer fiskalischen Strafe von 1000 Mark für jeden Fall der Zuwiderhandlung untersagt, für die Dauer des Prozesses solche Bunsenbrenner für Gasglühlicht Gasglühlicht- Beleuchtung gewerbsmässig herzustellen, feilzuhalten, in Verkehr zu bringen oder zu gebrauchen, bei denen ein fester Körper ganz oder zum theil in oder oberhalb der Brennermündung zu dem Zwecke angeordnet ist, um Explosionen in der Flamme oberhalb der Brennermündung und damit das Geräusch der Flamme zu beseitigen und bei denen um den festen Körper eine Kapsel angeordnet ist, über welche das untere Ende des schlauchförmigen Glühkörpers zu dem Zwecke gezogen wird, um die richtige Lage desselben zur heissesten Zone der Flamme zu sichern. 47/21 Die Deutsche Gasglühlicht Aktiengesellschaft wird nunmehr auch gegen diejenigen Abnehmer nachgemachter Brenner und Glühkörper mit Klage vorgehen, welche dieselben gewerbsmässig in ihren Läden, Werkstätten, Wohnungen etc. gebrauchen. Deutsche Gasglühlicht Aktiengesellschaft ( Patent Auer) Berlin C., Molkenmarkt 5. Damenschneiderei a. Schnittmusterzeichnen 1000 M. 7,00 ( 10 M.) lehrt Frau E. Hoffmann, Guvrystr. 48. Auch Abend. u. Sonntagsturse. Stück MARIEX fre F. Scholz, 35, Koppenstr. 35, Ecke der Gr. Frankfurterstraße. Spezial- Geschäft für Haus- und Küchengeräthe. EINIGKEIT MADHI STARK- 10 GESETZL DEUTSCHE GESCH ERFURT TABRIK ERI SCHUHFAB KüchenEinrichtungen in jeder Preislage. Größte Auswahl und billigste Preise. Streng reell. H Arbeiter Berlins! Tie Fabrikate der ausgesperrten Schuhmacher in Erfurt werden jezt, außer in den bekannten Verkaufsstellen, in den eigenen Niederla gen Bellealliancestr. 98/99 und Rosenthalerstr. 63| 64 in vorzüglichster Beschaffenheit zu den billigsten Preisen verkauft. Wir bitten uns durch reichliche 1537L Einkäufe zu unterstützen. Deutsche Schuhfabrik G. Markus& Co. Wegen Abriß des alten Eckhauses verlege mein seit 18 Jahren von mir betriebenes Gold-, Silber- u. 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Februar, nachm. 2 Uhr, 1 in den ,, Arminhallen", Kommandanten- Straße Nr. 20: General- Versammlung. = Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes über das verflossene Vereinsjahr. 2. Bericht des Kassirers und der Revisoren. 3. Statutenänderungen. 4. Neuwahl des Gesammtvorstandes. 5. Innere Vereinsangelegenheiten. Die Mitgliedsbücher find vorzuzeigen! 8 Uhr, in den Armin- Hallen Tages Ordnung: = ( oberer Saal), Kommandantenstr. 20. 1. Vortrag des Genossen Friz Hansen über:„ Recht und Moral." 2. Diskussion. Entree 10 Pf. 169/9 Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1894. 2. Wahl der Revisoren. 3. Wahl eines Delegirten zur Reviſion der Jahres: Achtung! Schneider u. Schneiderinnen! Achtung! Abrechnung der in Hamburg. Bitte die Delegirten die nach Braunschweig zur außerordentlichen GeneralDer Vorstand. Große Versammlung W Versammlung waren, alle zu erscheinen. des Verbandes deutscher Schneider und Schneiderinnen Dienstag, den 5. Februar 1895, abends 82 Uhr pünktlich, bei Deigmüller, Alte Jakobstraße Nr. 48a. J. A.: A. Gruse, Barnimftr. 41a. Graveure, Ciseleure! Das Erscheinen sämmtlicher organisirten Brauerei- Hilfs arbeiter ist Dienstag, 5. Febr., abds. 8% Uhr, unbedingt erforderlich. in den„ Oranienhallen, Oranienstr. 51 Versammlung. 91/20 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Bezirks- Versammlungen. Tages Ordnung: 1. Wissenschaftlicher Vortrag von Herrn Pros fessor Dr. Wilhelm Förster, Direktor der Sternwarte:„ Die Erde und ihre Bewegungen." 2. Abrechnung vom 4. Quartal 1894. 3. Bereinsmittheilungen. Wir ersuchen alle Mitglieder des Verbandes, diesen lehrreichen Vortrag anzuhören. Gäste find freundlichst eingeladen. 218/17 Die Bevollmächtigten. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag: Die Gewerbe- Schiedsgerichte und ihre Bedeutung". Refer. Der von der Agitations- Kommission arrangirte diesjährige Genosse Kör sten. 3. Diskussion. Maskenball findet am Montag, den 11. Februar, in Schmiedel's Feitsälen, 4. Verschiedenes. 133/19 Alte Jakobstraße Nr. 32, statt. Billets hierzu sind im Arbeitsnachweis und Um zahlreiches Erscheinen ersucht Auskunftsbureau, Schüßenstraße 18/19, und bei den bekannten Kollegen zu Der Vorstand. haben. Eröffnung 8 Uhr abends. NB. Das diesjährige 12. StiftungsOsten: Sonntag, den 3. Februar, vormittags 10 Uhr, feft findet am Sonnabend, 23. März Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzpläßen bei Nieft, Weberstr. 17. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Pinn:„ Aus alter und neuer Zeit." 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. Norden: Montag, den 4. Februar, abends 8½½ Uhr, bei Kelle, Schönhauser- Allee 28. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Sassenbach über: " Freimaurerthum". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. * Friedrichsberg und Rummelsburg. in Keller's Festfäleu, Koppenstr. 29, statt und sind Billets à 30 Pf. in obiger Versammlung zu haben. Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend. Morgen Abend 8 Uhr Versammlung in Nigdorf, Hermannstr. 118. Tagesordnung: 1. Vortrag: Ueber die Habgier der Menschen." 2. Dis. " 201/8 Montag, den 4. Februar, abends 82 Uhr, bei Heinicke, uffion. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Friedrich- Karlstr. 11. beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin I. Versammlung am Montag, den 4. Februar, abends 81/2 Uhr, bei Wilke, Andreasstr. 26. Tagesordnung: 1. Vorirag.( Referent wird in der Versammlung bekannt gegeben.) 2. Diskussion. 3. Wahl des Ausschusses. 4. Gewerkschaftliches. 144/11 Der Vorstand. Freireligiöse Gemeinde, Berlin. Sonnabend, den 23. Februar 1895, abends 9 Uhr: Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Rohrladt. 2. Distuffion. Ortskrankenkasse der Grosser Wiener Masken- Ball 3. Werkstattangelegenheiten und Verschiedenes. Hierzu sind die Kollegen von Korbmacher zu Berlin. Hendrich, Kreuzigerstr. 9/10; Ruge& Schlauske, Blumenthalstraße 42; und Krause, Blumenthalstr. 27, besonders eingeladen. * Zusammenkunft der Parquetbodenleger. Sonntag, den 3. Februar, vormittags 9% Uhr, im Lokale des Herrn Schöning, Stallschreiberstr. 29. Zahlreichen Besuch erwartet * Die Ortsverwaltung. Die Posten der Rendanten u. Kassirer sind zu vergeben. Bewerber können sich melden bis zum 15. Februar d. J. bei den Herren Podszuks, Adalbert straße 7 und Keller, Urbanstr. 68. 24776 Der Vorstand. Achtung! Filzschuharbeiter! Große öffentliche Die nächste Sigung der Statutenberathungs- Kommission findet Montag, 4. Febr., abends 8 Uhr: am 5. Februar statt. 202/7 im großen Festsaal der Brauerei Friedrichshain( am Königsthor). Einlaßkarten à 50 Pf. find zu haben bei: Peege, Rüdersdorferstr. 48; Bütter, Gerichtstr. 28; Heber, Alexandrinenstr. 14, 2 Tr.; Göpel, Bionskirchplatz 5; Kotlow, Rykestr. 42; R. Amelung, Waßmannstr. 12; E. Vogtherr, Stephanstr. 29( Moabit) und Langestr. 102; R. Stöpel, Dresdenerstr. 32; Rubenow, Brunnenstr. 134; Franz Tubauer, Köpnickerstr. 25; J. Heuer, Waldemarstr. 44; Börner, Ritterstr. 15; Eichelhardt, Neu- Weißensee, Königs- Chauffee 78a; Renter, Swinemünderstraße 45, und in den mit Plakaten belegten Handlungen. Viktoria- Säle, Rixdorf, ( girka 1500 Personen fassend), Hermann- Strasse 45. 2495b 1434 Zur Beachtung! Die Wohnung des 1. Bevollmächtigten Versammlung Th. Glocke befindet sich Lanskerstr. 52, Ill. Die des 1. Kassirers aller in der Filzschuhbranche be- Jeden Sonntag von 4 Uhr ab: Grosser Ball. F. Mieke, Adalbertstr. 9 vorn IV. Die Marken- und Bücher- Ausgabe an die Beitragsammler besorgt der 2. Bevollmächtigte, Rud. Klotzsch, Koppenr. 81, Quergebäude 4 Treppen. schäftigten Personen im Saale des Herrn Buste( Seefeld) Grenadierstr. 33. Empfehle meine Säle und Vereinszimmer zu Versammlungen u. Festlichkeiten. Tagesordnung: Ausschant des Münchener Brauhauses und ff. Weissbier. 125/3 1. Die Folgen unserer Arbeitslosigkeit. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Agitations- Kommission. Südost: Montag, den 4. Februar, abends 8 Uhr, Allgemeiner Deutscher Oranienstraße 180: Vertrauensmänner- Versammlung. 202/6 Die Ortsverwaltung. Maler! Filiale Berlin I. Dienstag, den 5. Februar, abends 8 Uhr, bei Schmiedel, Alte Jakobẞtraße 32: Grosse Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag: Ueber die Behandlung mit Heilserum." Referent Dr. P. Bernstein. 180/20 Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Adtung! Töpfer! Achtung! Oeffentliche Versammlung am Dienstag, den 5. Februar 1895, abends 6 Uhr, im Lokale des Herrn Breuer, Große Frankfurterstr. 74. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Nät her über: Die Umsturzvorlage und, wenn Gesetz, ihre Wirkung auf die Gewerkschafts- Organisationen. 2. Bericht der Delegirten über die Konferenz der Töpfer Deutschlands. 3. Verschiedenes. 244/15 Das Erscheinen aller Töpfer und Berufsgenossen ist nothwendig. Der Vertrauensmann. Gustav Melzer. Verband aller im Handels- u. Transportgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter. Dienstag, den 5. Februar 1895, abends 8½ Uhr: Grosse Versammlung im großen Saale der Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20. Tages- Ordnung: 1. Der Hausdiener- Kontrakt der Firma Rudolph Hertzog. Referent: Reichstags- Abgeordneter Herm. Förster. f 2. Diskussion. 3. Mittheilungen und Aufnahme neuer Mitglieder. Die Hausdiener von Rud. Hertzog fowie die Kollegen aus der Konfektions- und Tuchbrauche sind hierzu ganz besonders eingeladen. Der Vorstand. 186/2 Künstl. Zähne Tapezirer- Verein. Filiale Berlin. Montag, den 4. Febr. 1895, abends 8 Uhr, im Restaurant Wienecke, Alte Jakobstr. 88: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag über: Arbeiterwohnungen, Referent Kollege Aubert. 2. Diskussion. 3. Vereins angelegenheiten. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Die Ortsverwaltung. Lackirer 231/19 und Lackirerinnen! Dienstag, den 5. Februar, abends 81/2 Uhr: Filial- Versammlung bei Wienecke, Alte Jakobstraße 83. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 181/1 Offenbacher 117/1 Frauen- Kranken- Kasse ( E. H. Nr. 26). Derselben können Frauen u. Mädchen von 14 bis 45 Jahren beitreten. Die Aufnahmen erfolgen in den nachstehenden 4 Verwaltungsstellen: 1. Frau Gehrhardt, Wienerstr. 30, Hof IV. 11. Frau Lutz, Buttkamerstr. 7, i.K. III. F. Dolz, Bergstr. 79, i. R. IV. J. Kantner, Koppenftr. 90, v. II. C. Bolzmann's Gesellschafts- Säle, Lichtenbergerstr. 16. ,, Märkischer Hof", Admiralstr. 18.. anjang 4 Uhr.- Ende 2 Uhr. Die große Ballmusik wird abwechselub Jeden Sonntag im prachtvollen Spiegel- Saal: Grosser Festball. mit Horn- und Streichmufit ausgeführt. Die beiden Spiegelsäle find zu Festlichkeiten und Versammlungen zu vergeben. Die Restaurations- Räume stehen den geehrten Familien Sonntags zur Verfügung. Vereinszimmer. Der untere Saal ist am Palmsonntag, der obere noch an mehreren Sonntagen an Vereine zu vergeben. 14312* Max Pönitz, Weij- und Bairiſh- Bier- Lokal, 97, Ritterstraße 97, nahe der Brandenburgstraße. Pikfeine Weisse, exquisites Lager- Bier, sowie kalte und warme Speisen und Getränke zu jeder Tageszeit. Zahlstelle des Verbandes der Schlächter und der im Handelsgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter.[ 14292* Gr. Frankfurterar. 73, an der Kaiserstraße. Bill. Mittags- u. Abendtisch. Größte Auswahl äußerst schmackhaft bereiteter Speisen: täglich 8-10 verschieb. Gerichte von 10-30 Pf. Bier 4/10 10 Pf., 2/10 5 Pf. a. d. Brauerei Reichenkron. Volkskaffee- u. Speisehaus Spandau. Theile Freunden u. Bekannten meines Mannes mit, daß ich das Arbeiter- Bildungs- Verein. Weiss- u. Bairischbier- Lokal Monats- Versammlung Dienstag, 5. Febr., Abds.& Uhr bei Radtke, Neumeisterstr. 5. Tagesordnung: 1. Vortrag: Ueber Jugenderziehung". Referent: Schriftsteller Herr Schulz. 2. Diskussion. 3. Geschäftliches. Um regen Besuch bittet 123/9 M Der Vorstand. Krautstr. 36 nach wie vor weiterführe. 24206 Frau Infinger. Gesangvereine! Großes Vereinszimmer Mittwoch, Donnerstag und Freitag frei Neue Hochstraße 49. 15728* Von heute ab verkaufe ich sämmtl. Fleisch u. Wurstwaaren bed. bill. O. Kopprasch, Swinemünderstr. 44. asten- Theater- Garderobe Schmiedel's Festfäle von Otto Runge, jett Alte Jakobstr. 32. Gr. Frankfurterstr. 75, empfiehlt Empfehle meine hocheleganten Säle eine Auswahl von 2000 Kostümen.( elekt. Bel.) auch mit Bühne zur Abhalt. Auswahl von 18 Karneval Aufzügen. von Vereins- u. Privatfestlichkeiten. Lebende Bilder. Vereinen 15 Prozent 14042* Ww. E. Schmiedel. Preisermäßigung. 2025b Roh- Tabak. Die billigsten Preise. Ueberzeugung macht wahr. Gesellschaftshaus 35. Swinemünderstr.35, empfiehlt Säle zu Versammlungen, FestWochentagen außer Sonnabend gratis. Filiale F. Leopold, lichteiten bei 250 Berfonen mit Muſit in Vertreter: S. Gröbel, Brunnenstraße 11. M. 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