Nr. 90+ 40. Jahrgang Ausgabe A nr. 45 Bezugspreis: Für den Monat Februar 2600 ML Doraus zahlbar. Unter Rreuzband für Deutschland. Danzig. Saar. und Memelgebiet sowie Oesterreich und Luxemburg 3600 M., für das übrige Ausland 4600 M. Postbezugspreis freibleiben d. Boftbestellungen nehmen an Belgien. Dänemart. England, Estland, Finnland, Frank. reich. Holland. Lettland. Luxemburg, Defterreich, Echweden. Schweiz. Tschechoslowakei und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und Reit". der Unter. haltungsbeilage..Seimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal Telegramm- Abreffe: Sozialdemokrat Berlin* Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 120 Mark Anzeigenpreis: Die einipaltige Nonpareiñezeile Eoftet 800 M. Reklamezcile 4000 W, ..Kleine Anzeigen" das fettgedrudie Wort 250 M.( zulässig zwei fettgebrudte Worte), jebes weitere Bort 150 M. Stellengesuche das erste Wort 150 M., jedes weitere Wort 100 MR. Worte über 15 Buchstaben zähten für zwet Worte. Familien- Anzeigen für Abonnentex Zeile 200 M. Anzeigen für die nächste Summer müssen bis 4% Uhr nachmittags im Hauptgeschäft. Berlin SW.68, Linden. ftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Medaktion:: Dönhoff 292–295 Berlag: Dönhoff 2306--2507 Freitag, den 23. Februar 1923 Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Postichedfonto: Berlin 375 36 Bankkonto: Direktion ber Distonio- Gesellschaft, Depositenkaffe Lindenstraße 3 Bonar Law appelliert an Amerika. Poincarés neue Methoden. Drei Arten der Taktik hat Boinaré bisher im Ruhrgebiet angewandt. Er hat zunächst versucht, durch die VerLondon, 22. Februar.( WIB.) Bonar Law sprach heute der Berständigung und des Weltfriedens sein kann, noch recht haftung der Zechendirettoren Kohle zu erlangen, und als euf einem Frühstück der Union der Englishsprechenden, zeitig erfolgt, um die Europa drohende Katastrophe zu verbies fehlschlug, wurde der Versuch gemacht, die Bechen zu an dem auch der amerikanische Botschafter und der hüten! britische Schahtanzler teilnahmen, über die Freundschaft der englischsprechenden Raffen und ihre Bedeutung für die Ungelegenheiten bleiben. Amerika und Frankreichs Schulden. London, 22. Februar.( WTB.) Aus Washington wird gemeldet, der Welt. Die Wirkung der Zurückziehung der Vereinigten Staaten de Kommission des Repräsentantenhauses für auswärtige Angelegen nach dem Kriege sei gar nicht abzumeffen. Wenn die Umstände jo heten hat einstimmig beschlossen, in ungünstigem gewesen wären, daß Amerika bei der endgültigen Herstellung des Friedens eine gleiche Rolle hätte spielen fönnen wie im Sinne über die Resolution des Republikaners herrid zu berichten, Kriege, so würde die Welt heute in einer viel beiseren in der Präsident Harding ersucht wurde, unverzüglich Schritte Cage sein. Seiner Ansicht nach ertenne das amerikanische Bolt zu tun, um die Bezahlung der französischen Kriegs. bereits die Wahrheit. Er hoffe und glaube, daß die amerikanische ulden zu veranlassen. Diese Angelegenheit müsse nach AufRegierung fie ebenfalls bereits erkenne und daß, wenn sich die fassung der Kommission in den Händen der Schuldenkommiffion der Gelegenheit biete, die amerikanische Regierung nicht mehr abseits der Schwierigkeiten der gan. Erklärungen Jaspars vor dem Kammerausschuß. zen Welt stehen werde. Brüssel, 22. Februar.( Eca.) Der belgische Minister des Die Bedeutung dieser Ansprache ist groß und leicht zu er Auswärtigen Jaspar hat heute vor der kommiffion für ausfennen. England appelliert an die anglosächsische Solidarität wärtige Angelegenheiten der Kammer eine Darstellung der augender Vereinigten Staaten, um feine diplomatische Stellung blidlichen Verhältnisse im Ruhrgebiet gegeben. Er hat darauf hingegenüber Frankreich zu stärken und die Entscheidung der euro gewiesen, daß die Ruhrbejehung ursprünglich auf die Aus. päischen Schicksale nicht Frankreich allein überlassen zu müssen. beutung des Gebietes hinausging. Angesichts der Haltung Heute stellt sich auch England abseits der Schwierigkeiten der Deutschlands sei die Belegung jedoch nunmehr lediglich ein ganzen Welt". Es wird diese Haltung ändern, sobald es beim Drudmittel geworden. Die allierten Regierungen feien fest Bruder jenseits des großen Waffers die nötige Rüdenftärtung entfchloffen, ihre augenblidliche Politit zu verfolgen, bis gewinnt. Vom deutschen Standpunkt aus fann nur die Hoff Deutschland nachgebe. Auf die Frage eines Abgeordneten antwortend nung ausgesprochen werden, daß die Rückkehr der angel unterstrich Jaspar, daß die Besetzung teinerlei politische sächsischen Welt zu einer aktiven Politit, die nur eine Politik Hintergedanten verberge. Bergarbeiterprotest gegen Mißhandlungen. " beschlagnahmen. Auch hier Mißerfolg auf Mißerfolg. Das hat schließlich zu der dritten Phase geführt. Man versuchte die Bevölkerung seelisch und körperlich zu zerrütten. Aber selbst die Diktatur der Reitpeitsche und des Repolvers hat bis heute für Frankreich und Belgien feinen wesentlichen Erfolg gehabt. Wenn trotzdem diese Taktik fortgesezt wird, so spricht das dafür, daß man in Paris im allgemeinen eine vierte Möglichkeit, das Ruhrgebiet mirtfchaftlich und politisch in die Hand zu bekommen, unter den gegenwärtigen Umständen nicht sieht, und die jetzt schon feit drei Wochen angewandte legte Methode für die wirkungsbollste hält. In Anbetracht der allgemeinen wirtschaftlichen und poli tischen Verhältnisse im Ruhrgebiet ist die dortige Arbeiterfchaft der Auffassung, daß gerade Gewaltmaßnahmen Frankreich nicht zu Erfolgen verhelfen. Man kann dess halb ein leises Lächeln über die neueste Verordnung des Generals Degoutte nicht unterdrücken, nach der die deutschen öffentlichen Organe die Minister, falls sie das Einbruchsgebiet betreten, festzunehmen und den Militärgerichten der Besagung zuzuführen haben. Glaubt ein Mensch in Paris, daß ein Schußpolizeibeamter diesem Befehl nach kommen wird? Die deutsche Polizei im befezten Gebiet hat gerade in den letzten Tagen bewiesen, daß sie bereit ist, für die deutsche Sache auch die schwersten persönlichen Opfer zu bringen. Auch die Benennung geseglicher Straßen". die ausschließlich für den Warenverkehr zwischen dem besetzten Renaudel antwortet dem Vorwärts". und unbefeßten Gebiet benugt werden, follen, dürfte sich als ein verfehltes Verfahren herausstellen. Damit beabsichtigt man Aufruf an die Arbeiter der Welt. Paris, 22. Februar.( Eig. Drahtbericht.) Renaudel beant zweifellos, alle zollpflichtigen Waren zu erfassen. Bisher hat Der Berband der Bergarbeiter Deutschlands, der Ge- mortet im Populaire" die Fragen, die der Borwärts" auf Teine die Handelswelt die Entrichtung von Ausfuhrabgaben abge werkverein christlicher Bergarbeiter Deutschlands, die BolBorschläge für die Grundlage deutsch französischer Berlehnt, aber trotzdem auf indirektem oder direktem Bege Baren nische Berufsvereinigung, Abteilung Bergarbeiter, handlungen hin an ihn gerichtet hatte. Er erblickt die politische in das befekte Gebiet befördert. Es ist vorläufig für die Be und der Gewertverein H.-D., Abteilung Bergarbeiter, richten macht der franzöfifchen Sozialistischen Partel weniger auf dem Ge- fatzung ein Ding der Unmöglichkeit, diesem Zustand ein Ende an die Arbeiter der Welt einen Aufruf, in dem biete praffifchen Eingreifens in die Regierungspolitik als vielmehr zu machen. Auch nur der Versuch hierzu würde den Frangegen die Mihhandlungen im besetzten Gebiet Proteft auf dem Gebiet einer Beeinfluffung der öffentlichen Meinung. Eraofen ein ungeheueres Aufgebot neuer Solda erhoben wird. Folgende Beispiele werden zur Kenntnis ge- macht auch einen sehr daraus, daß die franzöfifche Regierungen und weiterer 30llbeamten fosten. bracht: felbst nicht entfernt hinter den von ihm gemachten Borschlägen stehe. Andererseits hält er es für zwedlos, daß man deutscherseits mit Straßen" verzichtet haben, wenn im franzöfifchen Lager Klare Degoutte würde sicherlich auf die Benennung gesetzlicher einem Sturz Poincarés rechnet. Aus dieser Möglichkeit viel Straßen" verzichtet haben, wenn im franzöfifchen Lager Klar. Aufhebens zu machen, wäre nach Renaubel ein psychologischer heit darüber bestände, daß das Ruhrgebiet schließlich nicht mit Fehler und eine Verfälschung des vorliegenden Problems. Er einem Negerstaat zu vergleichen ist. Das gleiche gilt von der felbft hält ausschließlich positive Borschläge und eine äbe franzöfifch- belgischen Absicht, die deutschen Rhein- und zähe Ruhrbahnen aufmännisch" au organisieren. Bis Bearbeitung der öffentlichen Meinung für wirksam. 3unächst handle es sich darum, Loyalität und guten Willen heute haben Frankreich und Belgien insgesamt 10 000 Eisenzu beweisen. So sollten z. B. die Gutgesinnten in Deutsch bahner in das neubefeßte Gebiet entsandt. Diese Leute, die, land sich etwa auf den Reparationsplan einigen, den Hilferding wie einwandfrei festgestellt ist, sich unter den gegenwärtigen schon vor einiger Zeit im Vorwärts" entwidelt habe. Der deutsche Verhältnissen im Ruhrgebiet alles andere als wohl fühlen, ver 4. Ein brutaler Gewaltaft ereignete fich am 12. Februar auf Reparationsplan müßte Maßnahmen vorsehen, die die deutschen mochten bisher noch nicht einmal, die beiden militarisierten der Zeche Prosper bei Bottrop. Friedliche Bergarbeiter Großapitalisten zur Herausgabe ihrer Gewinne und zur Eisenbahnen so in Betrieb zu bringen, daß es sich für die Bewurden auf ihrem Arbeitsplage von belgischen Soldaten überfallen Uebernahme der Reparationslast nötigten. Nicht genügen fagung auch nur irgendwie gelohnt hätte. Schon daraus und mishandelt. Unter fortwährender Bedrohung mit scharf. würde es nach Renaudel, wenn man den Franzosen nur die aller- ergibt sich, daß eine kaufmännische" Organisation selbst mit geladenen Maschinengewehren und Handwaffen sollten sie zur Arbeit dings höchst angreifbare Ablehnung entgegenhielte, die Staatsfefre- geschultem französischen und belgischen Bersonal bei ungegezwungen werden. Als sie das ablehnten, wurden sie mishandelt tär Bergmann von seiten der Bariser Konferenz gefunden habe. heurem Kräfteaufwand nicht so einfach ist. Deutschland beund niedergeschlagen. Renaudel bemerkt übrigens hierzu, man habe ihm versichert, daß schäftigte bisher im Ruhrgebiet über 100 000 Eisenbahnbediendie Ablehnung von den englischen Ministern ausgegangen sei, die stete, die langjährige Pragis hinter sich haben, über jedes Stelldie Anhörung Bergmanns für überflüssig hielten, als sich her. werf in allen Einzelheiten unterrichtet waren und die vor ausstellte, daß eine französisch- englische Berständigung unmöglich allem Land und Leute kannten. Das alles find Borauswäre. Bon der franzöfifchen Regierung verlangt Renaudel, fegungen für einen ordnungsmäßigen und geregelten Berkehr, wie auch andere, daß sie die Besetzung des Ruhrgebiets als eine die auch durch ein Aufgebot von 150 000 fremden Eisenbahnern Maßnahme hinftelle, die nicht von Dauer wäre. Ferner müsse bie nicht ersetzt werden können, ganz abgesehen davon, daß FrankIn dem Aufruf heißt es dann weiter: franzöfifche Regierung Berpflichtungen eingehen, die es er reich und Belgien nie in der Lage sein werden, diese Zahl Diefen Schandtaten werden von den Offizieren der Be möglichten, der deutschen Arbeitertlasse und der republi- von Eisenbahnern in das bejezte Gebiet zu entfenden. Der fabungstruppen täglich neue hinzugefügt. In unmenschlich grau fanischen Berfassung in Deutschland die Rüdwirtungen der erste praktische Verfuch zur faufmännischen Organisation mußte samer Weise wird die friedliche und wehrlose Ruhrbevölkerung von französischen Reparationspolitit, soweit angängig, zu ersparen. in Anbetracht des Widerstandes der deutschen Eisenbahner fehlden Offizieren mit der Reitpeitsche mishandelt. Die Be. Sicher müßte sie z. B. aus ihren eigenen Borschlägen den Blan schlagen. Aber es gibt darüber hinaus eine ganze Reihe von wohner werden auf offener Straße schonungslos durchge. einer Entstaatlichung der deutschen Eisenbahnen zurückziehen, da- Möglichkeiten, einen französisch- belgischen Eisenbahnverkehr peitscht. An cinem Tege wurden allein in Effen 22 folcher Fälle gegen fich den guten Willen der deutschen Arbeiterklasse durch Her unmöglich zu machen, auch wenn eine regelrechte kaufmännische amtlich gemeldet. Von den übrigen Bergmannsstädten und Dörfern anziehung von deutschen Arbeitsträften zum Wiederauf- Organisation zustande gebracht werden könnte. find ähnliche Fälle zu verzeichnen. bau zunuze machen. 1. Um 1. Februar ist der mehrlose Bergmann Haumann in Brechten bei Brambauer von einem französischen Soldaten grund los in feiger hinterliftiger Weise von hinten erfchoffen worden. 2. Am 8. Februar wurden vier friedliche Bergleute in Redlinghausen auf dem Wege zur Arbeitsstätte von französischen Soldaten überfallen, mißhandelt und blutig geschlagen. 3. Der Bergmann Walters in Herne ist am 9. Februar morgens früh auf dem Wege zur Schicht von einem franzöfifchen Bosten niedergeschlagen und schonungslos wie ein Stüd Bich am Boden liegend grausam mißhandelt worden. 3. Auf Ewald- Fortsetzung in Erkenschwid wurden 14 Bergarbeiter gezwungen, ein beschlagnahmtes Auto der Zeche 4 Rilometer weit von Erkenschu id nach Horneburg zu schieben. Die 14 Rameraben wurden bebei burch Stolbenschläge miß handelt. Bier Betriebsratsmitglieder wurden verhaftet, die übrigen 10 wurden entlassen. Die Ruhrhilfe. Das sind so einige brutale Gewaltafte der Besatzung am Rhein und an der Ruhr. Große Erbitterung der Ruhrbevölkerung ist ihre Folge. Der Drud der Fremdherrschaft trifft ganz besonders die Arbeiter, ihre Frauen und Kinder, die alten Invaliden, Bitmen Münster, 22. Februar.( BIB.) Durch die Zweigstelle der west. und Waisen schwer. Größtes Elend ist die Folge der Befejung. Dies fälischen Landwirtschaftstammer in Minden sind dem Einbruchsjedoch nicht allein. Die französische Militärherrschaft gebiete seit dem 29. Januar folgende freiwillig aufgebrachte vernichtet die Zivilisation. Sie verhindert ben wieder Lebensmittel zugewiesen wozden: 9936 Zentner Mehl, 31 327 aufbau Europas. Dadurch hemmt sie das wirtschaftliche Streben Zentner Getreide, 113 574 Bentner Kartoffeln, 450 Zentner Haferder Menschen nach Wohlstand und Kultur und desorganisiert das flocken und Gerstenfabritate, 500 Zentner Reis, 1400 Zentner Ge. ganze wirtschaftliche Leben der Welt zum Schaden aller Bölter. müse, 694 Zentner Hülsenfrüchte, 31 Sammelladungen, enthaltend Das Borgehen der Befagung wird die Arbeiterschaft Deutsch Zuder, Sped, Butter, Dauerfleisch, Fett, Hülsenfrüchte, Rübensaft, lands in ihrem Widerstandswillen nicht schwächen, im Gegenteil, Räse usw. An lebendem Bieh: 10 gefchloffene Ladungen, ferner er wird dadurch gestärkt. Wir sind entfchloffen, den Kampf gegen, einzeln 103 Stüd Rindoieh, 3 Stälber, 109 Schweine und 145 Schafe, den Militarismus und Imperialismus bis zu Ende zu führen. 400 Kiften Rondensmilch, 386 Zentner Zuder. Der Aufruf schließt mit einem Appell an die Arbeiter der Welt, die Arbeiter an der Ruhr in dem Kampf zu unterftüßen An der Aufbringung sind alle Landesteile, in hervorragender Weife bisher die preußischen Provinzen Bommern, Brandenburg, Sachsen, Hannover, von den Gliedstaaten Mecklenburg beteiligt, Frankreich sucht in Erkenntnis der Schwierigkeiten, die bei Durchführung der neuen Maßnahmen drohen, schon jetzt nach deutschen Arbeitern. Zu diesem 3wed find in Düsseldorf und in Duisburg Werbebureaus eingerichtet morben. Es heißt, daß bereits einige deutsche Staatsbürger ihre Bereitschaft, in franzöfifchen Sold zu treten, erklärt haben. Das mag fein. Aber es fann fein Zweifel darüber bestehen, daß es sich hier um Elemente handelt, wie sie sich bei solchen Situationen überall finden. Die organisierte Arbeiterschaft hat bewiesen, daß sie weder durch Bitten noch durch Drohungen bewogen werden kann, für Frankreich Sklavendienste zu leisten. Sie weiß, daß Maßnahmen getrof fen find, um den Arbeiter auch im Fall der Not vor dem Schlimmsten zu bewahren. Der Frant, der bisher seine Wir fung verfehlt hat, wird feinen größeren Einfluß ausüben, wenn er in einigen französischen Arbeitsnachweisen" rollt. Der Arbeiter an der Ruhr weiß nur zu gut, worauf es an fommt; er wird seinen Arbeitsbrüdern nicht in den Rücken " fallen. Deshalb ist es von deutscher Seite nur zu begrüßen, und den Preis mit 500 000 m. festzusetzen. Die Berbraucher| General v. Watter gegen den„ Vorwärts". wenn die Besazungsbehörden es jetzt mit Arbeitsnachweisen vertreter schlossen sich diesem Vorschlag an. Trogdem wurde. Ein politischer Prozeß in Moabit. versuchen. Auch der Erfolg dieser Maßnahme wird zeigen, mit 13 gegen 7 Stimmen der Preis auf 600 000 m. daß man in Paris die Arbeiter des Ruhrgebiets falsch einge- pro Tonne Roggen beschlossen. Der Weizenpreis schließt Heute vormittag 10 Uhr beginnt vor dem Schöffengericht Berlinschäzt hat. sich verhältnismäßig an. Jedoch ist bei der Brotversorgung der Mitte, Alt- Moabit 11, Zimmer 262, die Hauptverhandlung eines BeRoggen entscheidend. Wie sich fünftig der Preis des Marken- leidigungsprozesses, ten der Generalleutnant a. D. von Watter Staatsautorität und Selbstschutzverbände. brotes stellen wird, läßt sich noch nicht genau sagen, jedoch gegen den verantwortlichen Redakteur des„ Borwärts", Genossen muß mit einem Preis von ungefähr 1800 Mart für Victor Schiff, vor längerer Zeit angestrengt hat. Zu der irreführenden Veröffentlichung der„ Roten Fahne" das Martenbrot gerechnet werden. Die Regierung hat Die Borgeschichte dieses Prozesses sei unseren Lesern kurz in vom 22. Februar schreibt der Amtliche Preußische Pressedienst: nun darüber zu beraten, wie sie sich mit dieser neuen Schwierig- Erinnerung gebracht: Am 25. August 1921 erschien im Vorwärts" Bor furzer Zeit ist nach monatelangen Berhandlungen teit abzufinden gedenkt und wie sie den Beschluß mit ihrem ein Bericht über den Verlauf des sogenannten" Frontkämpfertages" eine Verständigung der Preußischen Staatsregierung Bestreben nach der Stabilisierung der Mark in Einklang im Stadion, in dem es hieß:„ Es war so ziemlich alles an mit den zuständigen Reichsstellen über die Mittel und Wege bringen will. Die Lohn- und Gehaltsempfänger werden aber Rechte bolichemisten versammelt, was in Deutschland herum zustande gekommen, mit deren Hilfe die inner politische alle Anstrengungen machen müssen, um ihre Einnahmen dem läuft: General von Watter, der russische Weißgardistenführer Beunruhigung durch die zahlreichen, trotz aller Berbote gesteigerten Brotpreis anzugleichen. Awaloff- Bermondt, Graf von der Golz." In einer Zuschrift an den weiter bestehenden, oder unter anderem Namen neu erscheinen" Borwärts" wies nun Watter mit Empörung ab, als Anhänger den Selbstschußorganisationen endgültig beseitigt irgendeines Bolschewismus bezeichnet zu werden."„ Er habe den werden soll. Es galt zu verhüten, daß die bereits gekennzeich Bolschewismus in jeder Form bekämpft" usw. Wir druckten tamals neten Vereinigungen sich Aufgaben des Bevölkerungsschutzes den Brief unter der Ueberschrift:„ Ist er dumm, oder tut er nur so?" oder gar polizeilicher Natur anmaßten, die allein von Staat in unferer Nummer vom 29. Auguft( zwei Tage nach dem Erzberger. und Reich zu erfüllen sind. Im Sinne des erzielten Einver Morb) ab mit einem Rommentor, in dem es hieß: nehmens wird von Staats- und Reichsregierung fortan in gleicher Weise vorgegangen und insbesondere jeder Möglichkeit oder dem Verdacht eines Zusammenhanges von solchen Verbänden mit Staats- oder Reichseinrichtungen oder mit Beamten vorgebeugt werden. Zu den Meldungen der„ Roten Fahne" erfahren wir weiter, daß eine Sigung, an der der preußische Innenminister Severing ge meinsam mit dem General Seedt teilgenommen hätte, überhaupt nicht stattgefunden hat. Im übrigen haben wir schon gestern gesagt, daß die„ Rote Fahne" von den wirklichen Vorgängen gar feine Ahnung hat und ihre Phantasie ins Aberwizige aus schweifen läßt. Die wirklich zu erhebenden Beschwerden sind vom Genoffen Schöpfli n in der geftrigen noch nicht abgeschlossenen Reichswehrdebatte vorgetragen worden. Wir verweisen auf den Reichstagsbereicht. Erhöhung des Umlagepreises. Ein Markenbrot 1800 Mart. Um das Bankgeheimnis. Erklärungen Havensteins. Der Steuerausschuß des Reichstages begann am Donnerstag mit der Beratung der Anträge, die zum Kapital. Demokraten hatten einen Antrag gestellt, daß der Wert des bei Verbertehrssteuergeje in zweiter Lesung gestellt waren. Die einigungen von Gesellschaften( Fufionen) eingebrachten Bermögens nach den§§ 137 bis 139 der Reichsabgabenordnung und§ 15 Abs. 4 des Vermögenssteuergesetzes berechnet werden soll, also nach dem dauernden gemeinen Wert. Das würde die Befreiung dieser Vermögensteile von der Kapitalsverkehrssteuer bedeuten. Ein Re gierungsorirete: wandte sich gegen den demokratischen Antrag. Antrag der Demokraten einverstanden war, empfahl er die Lösung Obwohl der deutschnationale Abgeordnete Helfferich mit dem der auch von ihm als schwierig erfannten Frage zurückzustellen. Der Ausschuß beschloß, die Beschlußfaffung über den Antrag zurüd. zustellen. Der Rechtsbol chemismus tann die verschiedensten Formen annehmen. Einmal tritt er in aufhehenden und idiotischen Reden mit darauffolgenden Straßenrüpeleien, wie auf dem Front Pämpfertag im Stadion auf, ein anderes Mal äußert er sich in feigen Meuchelmorten, wie am Freitag in Gri e sbach; auch tragen gewisse erschwörersigungen einen rechtsbolfchemistischen Charakter, wie jene, die vor einigen Monaten in Karlsruhe stattfand und über die vielleicht Herr General a. D. v. Watter nähere Auskunft geben fönnte. Aber die typische Form des Rechtsbolschewismus ist der Putschversuch, wie jener Kapp Putsch, an dem Herr General von Batter unter Eid und Verfassungsbruch nach gemiejenermaßen als Kommandeur der Reichswehrdivision in Münster solange mitgewirkt hat, bis er seine Aussichtslosig teit er tannte." " Im weiteren Verlauf der Beratung erstattete Reichsbant. direktor v. Havenstein einen im vorigen Sommer bei den Banten, Spartassen und Genossenschaften aufgenommenen Be Wegen diefes Angriffes strengte Watter dreifache Be. richt über die Wirkungen des Bantgeheimnisses. Er tam zu dem Schluß, daß die Nachteile dieser steuertechnischen Berleidigungsflage an, einmal wegen des Vorwurfes des„ Eidfügung größer feien wie die Vorteile, fie bebeute eine Störung des und Verfassungsbruches", ferner wegen der Anspielung auf die Korle Kreditverkehrs und eine Unterbindung des Sparbetriebes, führe zur ruher Geheimsizung und schließlich wegen der oben angeführten Warenhamsterei und zerstörte das Vertrauen zu den Kreditanstalten. Ueberschrift. Havenstein trat ein für die vollständige Wiedereinführung bes Bant of Bor Jahresfrist fand bereits eine Borverhandlung statt, auf geheimnisses und Aufhebung des Depotzwanges. Abg. Dr. Herb der zunächst nur die Zahl der unmittelbar und kommissarisch zu ( Soz.) trat der Auffassung Havensteins entgegen. Man habe nicht vernehmenden Zeugen festgelegt wurde. Beide Teile haben eine Am Donnerstag tagte der 20. Ausschuß des Reichstages, die Materie, sondern die Wirkung zu prüfen, und da habe Haven umfangreiche Beweisaufnahme eingeleitet, die sich insbesondere auf um die Preise für das vierte und fünfte Sechstel des Umlage- ftein nicht überzeugen fönnen. Nach seinen Ausführungen müsse umfangreiche Beweisaufnahme eingeleitet, die sich insbesondere auf getreides festzulegen. Im Januar war beschlossen worden, die man annehmen, als fei die ganze Zerrüttung unserer Währung und die Haltung Watters in den Kapp- Tagen bezieht. In der heutigen Preisfeftfegung für das vierte Sechstel im Hinblick auf die der Wirtschaft allein auf die Aufhebung des Bankgeheimniffes zurüd Hauptverhandlung werden u. a. Beugen vernommen: der preußische politische Lage zu vertagen. In der letzten Sigung wurde von zuführen. In Wirklichkeit liegen aber ganz andere Ursachen zu Minister d. Innern, Gen. Severing, der Führer des Bergarbeiter. Vertretern der Landwirtschaft durch ihren Wortführer Abg. Wertretern der Reichsbant. Die Wiedereinführung des Dortmund und Braß- Remscheid, ferner General Kabisch, grunde: Meinungsverschiedenheiten zwischen den verbandes, Abg. Gen. Husemann, die Abgg. Gen. Klupich Schiele( Dnat. Bp.) vorgeschlagen, die Umlagepreise mög- Banfgeheimnisses gebe den Steuerzahlern ein förmliches Recht zur Major von Lühow, Professor Cohnen- Bonn, Polizeiober lichst dem freien Weltmarktpreis, der für Roggen Steuerhinterziehung, fie schaffe zwei Kaffen von Steuerzahlern. Ein inspektor Beder Karlsruhe. Die Interessen des Klägers vertreten 950 000 m. beträgt, anzupassen, weil sonst eine schwere Krise solcher Schritt müffe zu erbitterten Rämpfen führen. Die Stellung die Rechtsanwälte Dr. Isberg und Beschte, die Verteidigung der Landwirtschaft zu befürchten sei. Schiele berief sich auf den der Sozialdemokratie gegenüber Anträgen, die über die Regierungs- des Borwärts" Redakteurs liegt in den Händen des Rechtsanwalts Reichsbankpräsidenten Havenstein, der erklärt habe, daß vorlage hinausgingen, sei eine absolut ablehnende. Die Wiederein- Genossen Dr. Alwin Saenger München, Mitglied des bayerischen feine Bant den Landwirten Kredit gewähren fönne, folange führung des Bankgeheimnisses und die Aufhebung des Depotzwanges Landtages, und Dr. Horowitz- Berlin. für das wichtigste Produkt die Preise zwangsmäßig bestimmt würde bei der sozialdemokratischen Fraktion den größten Widerstand Der Prozeß gewinnt, troß der etwas entfernt liegenden Er Daß die Vertreter der sozialdemokratischen Die Bertreter per bürgerlichen Parteien, mit Aus- Intereffe, als er zum ersten Male Gelegenheit bieten dürfte, Licht Diese unzweideutige Erklärung verfehlte ihre Wirkung nicht, eigniffe, die zu ihm geführt haben, dadurch an aftuellem politischen Fraktion auf die Notlage der breiten Massen hinwiesen, nahme des Zentrums, erklärten zwar ihre Uebereinstimmung mit in die dunklen Ereignisse zu bringen, die sich im Ruhrgebiet besonders auf das fortwährende Fallen des Reallohnes, ist der Auffassung des Reichsbankdirettors, ein über die Re- abgespielt haben, als sich die dortige Arbeiterschaft gegen den Rapp. felbstverständlich. Bom Reichsernährungsminister waren begierungsvorlage hinausgehender Antrag wurbe indeffen militarismus ebenso erhob, wie sie heute den französischen stimmte Borschläge nicht gemacht. Die Verbrauchervertreter nicht mehr gestellt. Die Berhandlungen werden am Freitag fort militarismus entschloffen bekämpft. schlugen schließlich vor, die Preise in dem Maße zu er gelegt, und zwar tommen die zwei Kernpunkte des Gefeßes zur Be höhen, wie in dem Zeitabschnitt vom Dezember bis jetzt die ratung: Bewertungsvorschriften und Tarife. Löhne und Gehälter gestiegen seien. Dieser Vorschlag wurde von der Mehrheit des Ausschusses abgelehnt, ba damit die Produktionskosten nicht gedeckt würden. Nachdem die Mehrheit des Ausschusses eine längere Sonderberatung abgehalten hatte, wurde von ihr der Vorschlag gemacht, den Breis niftischen Barole Barometers in einem Ropfblatt des für das vierte und fünfte Sechstel auf 600 000 m. pro Tonne in feinen 391 bisher erschienenen Nummern die Kleinigkeit von gehalten hatte, wurde von ihr der Vorschlag gemacht, den Preis" Ruhr- Echo" vorgenommen und dabei festgestellt, daß das Blatt zu bestimmen. Die Produktionskosten auf der Grundlage der Inderzahlen belaufen sich auf 678 000 m. pro Tonne Roggen, während der freie Marktpreis, wie gesagt, 950 000 m. beträgt. Ein Vertreter der fächsischen Regierung schlug vor, nur eine Verdreifachung des bisherigen Preises von 165 000 m. zu bewilligen würden. Die Ursache der Sonnenflecken. Profeffor Sees Enfdedung. finden, Parolenstatistik. Im Rheinland hat ein Genoffe eine Statistit des fommu 469 Aufrufen, Forderungen, Utasen usw. verbrochen hat. Soll man sich dabei wundern, daß vor lauter Wirrwarr in den Köpfen die Kommunisten nicht mehr wissen, was fie wollen? " Doumergue Senatspräsident. A13 Kandidat der Linken. Paris, 22. Februar.( EE.) Der Senat wählte heute zu feinem Präsidenten den Führer der republikanischen Linfen Gast on Doomergue mit 142 Stimmen gegen den Kandidaten der Rechten De Selves, der 133 Stimmen auf sich vereinigte. Der deutschvöltische Reichsausfájuk der Deutschnationalen Boltspartei trat fürzlich zu seiner ersten Gigung zusammen. Er wählte zum Vorsitzenden den Abg. Graef( Thüringen), zu seinem Stellvertreten Prof. Dr. Freiherr v. Freytag Loringhoven. fledenperiode von 11,2 Jahren entstehen fann. Um dies zu unter- Walter Gropius über die Mitarbeit des Künstlers in Technit fuchen, hat See die Gezeitenerscheinung der Erde herangezogen, und Wirtschaft. Der Begründer und Leiter des staatlichen Bau bei der sich ja auch mehrere Perioden überlagern. Wie hier der hauses in Weimar- viel angefochten als zu radikaler künstlerischer Einfluß des Mondes andere überwiegt, jo mirkt Jupiter, dessen Meuerer legte in einer grundsäglichen Rede dem Weimarer PubliDie geheimnisvolle Periodizität der Sonnensteden, die sich in Maffe 3% mal so groß wie die des Saturn ist, mehr auf die Meteore fum dar, welche Ziele das Bauhaus erstrebe, gab in Lichtbildern ein als Saturn. Aus der mathematischen Untersuchung ergibt sich, Broben von bisher Geleistetem. Dies verflossene Jahrhundert litt einem Turnus von rund 11 Jahren widerspiegelt, hat aufgehört, daß die Jupiter Periode" von 11,86 Jahren start die Saturn auf allen Gebieten an zuweitgehender Spezialisierung, an Zerrei der Menschheit Rätsel aufzugeben; sie hat auf Grund der mühe- Periode"" überwiegt und daß die refultierende Periode tatsächlich hung des Zusammengehörigen. Unsere Zeit sucht die Einheit. vollen und scharfsinnigen Untersuchungen des amerilaischen 11,18 Jahre beträgt. Diese ist jedoch auch immer nur eine Unte: Die nach französischem Muster geschaffenen Kunstakademien schufen Aftronomen T. 3. 3. Eee ihre Erflärung gefunden. Die Meldung, periode von länger andauernden Schwantungen, was sich in der eine Runft für sich- l'art pour l'art ohne Beziehung zur Technik daß es See gelungen war, die Ursache der elfjährigen Fleden Sonnentätigkeit dadurch äußert, daß nicht alle Fleckenmarima gleich und Wirtschaft, fremb dem Handwert. In unserer Zeit verdrängt die perioden zu entdecken, hatte im vergangenen Sommer in der wissenschaftlichen Welt bedeutendes Aufsehen erregt; See hatte intensiv sind und daß die Periode zwischen etwa 8 und 13 Jahren Industrie das Handwerk, dort berät der Techniker mit dem Kaufdamals nur erst einen furzen Ueberblick über seine Entdeckung mann, die Formgestaltung durch den Künstler fehlt. In früherer Zeit veröffentlicht und die eingehende Darstellung für diesen Winter See erklärt aber nicht nur die Ursache ter Periodigität der war alles Einheit, jeder Arbeitende fannte die Formelemente; daher zugefagt. Die Veröffentlichung liegt nunmehr vor und besticht ward das Gestaltete einheitlich. Diefe Kenntnis der Formelemente durch die Logit ihres Gedantenganges wie durch die Sorgfalt der den Arbeitenden zu geben, ist das Bauhaus bemüht durch seine Veregatten Untersuchungen, mit denen fich Prof. See volle fünf Jahre bindung von Werkstätte und Formlehre, damit auch dem Arbeiten hindurch beschäftigt hat. den die Arbeit befeelt werde. Dadurch wird unsere Kunst, die heute eine Salonfunft ist, zur Boltstunst werden. schwankt. Jede Lehrzeit muß vielseitig gestaltet werden. So werden in den Beißwerfstätten in Jena die Lehrlinge schon vielseitig herangebildet. Im Bauhaus wird mit mannigfachen Materialstudien und zeichnerischen Darstellungen des Materials begonnen. Dabei wird befonderer Wert auf die stoffliche Wiedergabe in den Beichnungen gelegt. Dann folgt der Eintritt in die verschiedenen Werkstäten für Holzbearbeitung, Ton, Weberei, Farbe, Metall, Stein. Am Schlußz der dreijährigen Lehrzeit wird eine ordnungsmäßige Gesellenprüfung vor Handwerksmeistern abgelegt. Die ersten Gefellen tonnten nach etwas über dreijährigem Bestehen des Bauhauses erst jetzt entlaffen werden. Deshalb fann man erst jetzt beginnen, fich ein Urteil über das Geleistete zu bilden. Darüber wird demnächst eine Ausstellung Rechenschaft ablegen. Das Bauhaus hofft zu zeigen, daß auf seinem Wege die Kunst als neuer Faftor in das Wirtschaftsleben eintritt und uns befähigen wird, hochwertigste Qualitäts. arbeit zu leiften, die einzige Arbeit, mit der wir bei unserem Rohstoffmangel uns erfolgreich auf dem Weltmarkt behaupten fön= nen. Wir sollen in der Sorge um das Brot nicht die Schägung geistigen Befizes verlieren. Den Schluß bildete ein Wort Fichtes: " Das Bolt, das in der Not nur an Brot denkt, ist wert, daß es untergeht. Die Lichtbilder zeigten Musterbilder schöner Arbeit auf den ver schiedensten Gebieten, von etrustischer Kleinkunst und Bandmalerei an bis zum indischen Monumentaltempel und neuzeitlichen ameri fanischen Bolfenkrazer. Es chrt das Bauhaus, daß daneben das dort Gearbeitete, Geräte wie Bauarbeit, sich mit Ehren behauptete. Ben Gropius und feinem Mitarbeiter Meyer felbft geschaffene Bauten, zu denen die Bauhauswertstätten farbige Glasfenster, Holzfchnißereien und anderes lieferten, waren von großer Schönheit. Sonnenflecken, sondern diese selbst. Sein Gedankengang ist folgender: Das Einfallen der Meteormaffen in die Sonne, das in der Ebene des Sonnenäquators erfolgt, bewirkt hier eine Bermehrung der Rotationsgeschwindigkeit. Da die den Bolen näherliegenden Bonen Man wird sich erinnern, daß schon in Gees vorläufiger Be hinter dem Aequatorialbant zurübleiben, fo entstehen in etwa fanntgabe feiner Entdeckung als die bestimmende Ursache der 30 Grad nördlicher und füdlicher Breite Wirbel in der Photosphäre. Fleckenperioden die Einwirkung der beiden großen Planeten Ju- In diesen Zyklonen bringen Gasmaffen aus tieferen Schichten piter und Saturn auf das Bentralgestirn unferes Sonnensystems empor, die tein so starkes Licht ausfenden und daher dunkler er angegeben war. Die bestimmende Rolle dabei spielt die jeweilige fcheinen als die umgebende Photosphäre: ein Sonnenfled ist ents Stellung der beiden großen Blaneten und ihre heliozentrische Kon- ftanten, riesenhafte Molten Don Metalldämpfen rotieren innerhalb junktion, d. b. die Gravitationswirtung von Jupiter und Saturn der hellen Photosphäre. Mit dem allmählichen Nachlaffen der in Wechselbeziehung zur Sonne ist um so größer, je näher die Meteoreinstürze wandern die Wirbelzonen äquatorwärts; auch dies beiden Planeten einander stehen. Gee ging bei seinen Untersuchun entspricht der Beobachtung, da die Flecken gemäß ihrer Häufigkeit gen von früheren Arbeiten aus, in denen er dargelegt hatte, daß au per ch'edenen Zeiten verfchiedene Breiten bevorzugen. Vor allem cie Rotation der Planeten vom Einsturz meteorischer Massen be muß aber durch die Aenderung der Strahlung infolge der peri. einflußt werde, besonders bei der Sonne, Jupi.er und Saturn, obi chen Bed dung mit Flecken auch ein Wechsel der Sonnenein da diese noch nicht festen Körper am Aequator eine größere Ro: wirtung auftreten und unfere irdischen Verhältnisse beeinflussen. Be tationsgeschwindigkeit haben als in höheren Breiten. sonders bemerkenswert in dieser Hinsicht sind Sees Untersuchungen rufen wird diese durch den Aufprall der Meteoriten. Der Grund über die Trockenheit des Jahres 1921, die nach seiner Darstellung dafür, daß die Meteore die Sonne mehr als andere Körper des über die ganze nördliche Hemisphäre verbreitet war. Ein starker Sonnensystems beeinflussen, liegt in der überwiegenden Masse des Meteoreinfall muk die Strahlenintensität der Sonne vermehren; Zentralgejtirns und in den störenden Einflüssen, die die beiden die stärkere Strahlung ruft ihrerseits wieder eine Temperatur größten Blaneten, Jupiter und Saturn, auf die die Sonne um- erhöhung auf der Erde hervor. Diese läßt den Wafferdampf in freifenden Meteorschwärme ausüben. Hierdurch werden Meteoriten große Höhen aufsteigen, in denen es an Kondensationsfernen, also zum Einsturz in die Sonne gebracht, und zwar je nach der Stellung an Gelegenheit zur Nebel- und Tröpfchenbildung fehlt. Denn das ber Jupiter und Saturn in periodischem Wechsel. Soweit handelt molekulargewicht des Wasserdampfs ist geringer als tas des atmo. es fich um einen rein fosmischen, in das Gebiet der Astronomie( phärischen Gasgewichts, wodurch der Wasserdampf eine größere gehörenden Borgang. Aber wir wissen, daß das Klima der Erde Molekulargeschwindigkeit als Luft von gleicher Temperatur hat. Je in einem unverkennbaren Zusammenhang, ber bisher zwar nach heißer es alfo über aroken Gebieten der Erde ist, um so weniger weisbar, in feinen Ursachen aber geheimnisvoll geblieben ist. Nun, besteht Aussicht auf Niederschläge; denn wenn der Wafferdampf in ba wir den kosmischen Vorgang kennen, fönnen wir auch die meteo- der Höhe ſich abkühlt und faburch finkt, so verdampfen die etwa rologischen Folgeerscheinungen zwanglos deuten. In der meteoro- gebildeten Tröpfchen beim Niederfallen in tiefere Schichten und logischen Zeitschrift" Das Wetter" weist W. Malsch, Observator an steigen abermals in Dampfform empor. Selbst der Laie weiß ja der Badischen Landeswetterwarte auf dem Feldberg, auf die be durch Erfahrung, daß es bei sehr großer size weit schwerer als an deutsamen Zusammenhänge hin, die in Gestalt flimalischer Erscheinur mäßig warmen Tagen zu Gewittern fommt. nungen auf der Erde sich auswirken. Die Länge der Sonnen. Die Entdeckung Sees ermöglicht mit weit größerer Genauigkeit Ein neues Element entdedt? Es scheint nicht ausgeschlossen, fledenperiode, wie sie durch langjährige Beobachtungsreiben er als früher die Vorausberichtung der Fleckenmarima und minima mittelt morden ist, beträgt im Mittel 11,2 Jahre. See hat nun in und damit wichtige Schlüffe auf das Klima fommender Jahre, Hige bezug auf die heliozentrische Konjunktion von Jupiter und Saturn und Dürre. In rein astronomischer Beziehung ist wichtig die Er zwei Perioden von 9,93 und 11,86 Jahren gefunden; es fragt fich, flärung der Eätularbeschleunigung der Erbe, die eine Folge des ob hieraus durch leberlagerung der beiden Perioden die Sonnen- Wachsens der Sonnenmasse durch den Einsturz von Meteoren ist. 5. L. daß im Sand von Neu- Seeland ein neues Element entdeckt worden ist. Nachdem erst türzlich die Professoren Hevesy und Coster vom Physikalischen Laboratorium in Kopenhagen die Existenz des Haf nium durch Röntgenstrahlen nachweisen tonnten, weist jetzt Dr. Alexander Scott vom Britischen Museum auf ein gewisses Mineral Friftverlängerung für die Steuererklärung.] Personenkontrolle im Ruhrgebiet. Der Notenkrieg. Durchreise- Sichtvermerke und Warenverbote. I fallen miederum der weitaus größte Teil auf Serbien. Die im freien Sachlieferungsverkehr geschlossenen Verträge bezifferten sich auf unBor furzem ist in der Preffe befanntgegeben worden, daß den Effen, 22. Februar.( WTB.) General Degoutte hat einen gefähr folgende Höhe: Frankreich zirka 9 Millionen Goldmark, Steuerpflichtigen mit Rücksicht auf ten dem Reichstag zurzeit vor- neuen Befehl erlassen, durch den für deutsche Personen Belgien zirka 8 Millionen Goldmart, Portugal 21 Millionen Goldliegenden Entwurf eines Gesezes über die Berücksichtigung der über 15 Jahren ein personalausweis vorgeschrieben mart und Rumänien 28% Millionen Goldmark. Geldentwertung in den Steuergesehen Vordrude zur Abgabe der wird. Außerdem werden neue Bestimmungen über die Ein- und Bermögenssteuer- und der Einkommensteuerertlä Ausreise von Deutschen, Ausländern und den Angehörigen der Berung erst nach näherer Bekanntmachung zugesandt oder ausge- fabungsmächte erlassen. händigt würden. Der Entwurf des Geldentwertungsgefeges tonnie nicht so schnell verabschiedet werden, wie es ursprünglich vorgesehen war. Infolgedessen nird die Frist für die Abgabe der Steuererklärungen auf den Monat März festgesetzt werden. Nähere Bekanntmachung hierüber wird noch erlassen werden. Die Steuer pflichtigen werden aber gut daran tun, sich schon jetzt alle für die Erklärung erforderlichen Unterlagen( 3. B. Bankauszüge) zu verschaffen, damit sie in der Lage fint, ihre Steuererklärungen recht zeitig und schnell abzugeben. Neue Gewalttaten. Die Effen, 22. Februar,( WTB.) Das Asyl für Obdachlose, das neben der vorgestern befehten Kaserne der Schuhpolizei liegt, ist vorgestern von den Franzosen gleichfalls besetzt worden. 173 Jnjassen des Asyls wurden festgesetzt, die Beamten des Wohlfahrtsamtes haben feinen Zutritt zu ihnen. Welchen Zwed die Franzosen mit der Befehung des Afgls verfolgen, ist noch nicht ersichtlich. Berlin, 22. Februar.( WTB.) Das französische Minifterium des Auswärtigen hat der deutschen Botschaft in Paris am 13. Februar 1923 folgende Verbalnote übersandt: Der französische Konsul in Kattomiz hat mitgeteilt, daß der deutsche Konsul in dieser Stadt die Anweisung erhalten hat, polnischen Arbeitern feine Sichtvermerte für die Durchreise nach Frankreich zu erteilen. Die Warendurchfuhr von Polen nach Frankreich und Belgien wird gleichfalls von den deutschen Behörden verweigert. Diese Tatsachen stellen Verlegungen der Artikel 276 und 321 des Friedensvertrages dar. Die französische Regierung protestiert gegen diese Berletzungen, von denen sie für alle Fälle Kenntnis nimmt. auftragt worden, der französischen Regierung folgende Note zu überDer deutsche Geschäftsträger in Paris ist daraufhin bereichen: Was die 3 wangsanleihe anlangt, so wird nach den Bes Bochum, 22. Februar.( WTB.) Am 19. Februar abends erschlüssen des Reichstagsausschusses der Zeitpunkt, bis zu dem die schienen französische Soldaten im Schalterraum des Telegraphen Pflichtigen spätestens zwei Drittel der von ihnen zu amts in Bochum, um einen Befehl auf Herstellung einer Anzeichnenden Zwangsanleihe im voraus zu zeichnen und ein- schlußleitung abzugeben. Da der Befehl nicht entgegengenommen zuzahlen haben, bis zum 31. März 1923 hinausgeschoben werden. wurde, bedrohten die Franzosen die Beamten mit Revolvern, Der Steuerausschuß des Reichstags hat in erster Lesung beschlossen, schlugen ein Schalterfenster ein und drangen dann mit Gewalt in den Zeichnungspreis für die Zeichnungen im März wie für die bas verschlossene Telegraphenbetriebszimmer. Am nächsten Bor- Die deutsche Botschaft beehrt sich im Auftrage ihrer Regierung Zeichnungen im Februar auf 100 Pro3z. festzusehen. mittag erschienen die Franzosen in größerer Zahl und stellten Frist dem Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten auf seine Berbal bis 12 Uhr für die Herstellung der Anschlußleitung. Nachmittags note vom 13. Februar 1923 folgendes zu erwidern: 3% Uhr marschierten zahlreiche Truppen, 5 Tanks uf. deutsche Generalkonsul in dieser Stadt Anweisung erhalten hätte, usw. Die Mitteilung des französischen Konsuls in Kattowiß, daß der vor dem Postgebäude auf, 4 weitere Tants bezogen die benachbarten Straßen, dann wurden die beiden Fernsprechsäte und polnischen Arbeitern die Ausstellung von Sichtvermerken für die der Telegraphensaal besetzt und das Personal mit Gewalt aus den Generalkonsul ist im Gegenteil ausdrücklich angewiesen Durchreise nach Frankreich zu verweigern, trifft nicht zu. Der Betriebsräumen entfernt. Mehrere Beamtinnen bekamen Herz- worden, Sichtvermerte auszustellen, wenn feststeht, daß sie tatfrämpfe und wurden ohnmächtig. Gegen 5% Uhr 30g ein Teil der fächlich für die Durchreise nach Frankreich bestimmt sind. Die Franzosen mit zwei inzwischen verhafteten Be- deutsche Regierung weist daher den Vorwurf einer Verlegung des amten durch die von einer ungeheuren Menschenmenge Artikels 276 des Vertrages ono Versailles als unbegründet befetten Straßen ab. Die Bostenkette wurde von der Menge mehr fach durchbrochen und Hochrufe auf die Berhafteten ausgebracht. Bochum, 22. Februar.( Eigener Drahtbericht.) Die Franzosen Bochum. Ein des Wegs kommendes junges Mädchen wurde besetzten heute, am Donnerstagmittag, das Amtsgericht in von den Posten in rohester Weise unter Benugung von Gewehr tolben vom Bürgersteig getrieben. Mehrere Bassanten, die das beobachtet hatten, brachten ihre Entrüstung hierüber durch Pfuirufe zum Ausdruck. Hierauf schossen die Posten ohne weiteres in die Menge. Auf der Stelle blieb durch Bauchschuß der Arbeiter Robert Roß tot Schwerverletzt wurde durch einen Kieferschuß ein Buchhalter und durch einen Oberschenkelschuß ein Oberstadtsekretär. Keine Steuern für Frankreich und Belgien! Amtlich wird mitgeteilt: Frankreich und Belgien per suchen, im altbesetzten Gebiet wie in den Einbruchsgebieten flarem Rechte zuwider durch gewaltsame Zugriffe deutsche Steuer= einnahmen an sich zu reißen. Zu diesem Zwecke beseßen sie die Kassen der deutschen Zollämter, entfernen die deutschen Beamten aus ihren Arbeitsräumen und fordern Steuerzahlung. Die Kaffen, die sich in fremder Gewalt befinden, sind nicht mehr Dienststellen des Reiches. Deutsche Steuern können aber rechtswirksam nur an das Reich gezahlt werden, und es ist verboten, sie an Frant. reich oder Belgien zu zahlen. Die Zahlung an Frank schuld nicht. Wer nicht den Gewaltatt der Einbruchsmächte seiner reich und Belgien befreit den Steuerpflichtigen von seiner Steuervaterländischen und seiner Rechtspflicht entgegen unterstützen und wer sich selbst vor doppelter Inanspruchnahme bewahren will, muß daher feine fälligen Zahlungen an Rassen des Reichs leisten. Der Reichsminister der Finanzen veröffentlicht folgende Kundgebung an die Angehörigen der Reichs3011 verwaltung im besezten und im Einbruchsgebiet: * Die Interalliierte Rheinlandkommission hat soeben beschlossen, fämtliche deutschen Zollbeamten im besetzten und im Einbruchsgebiet ihres Amtes zu entfehen und die Dienststellen der Reichszollverwaltung aufzuheben. Die Franzosen und Belgier wollen gegen Beamte, die ihre Pflicht gegenüber der deutschen Regierung erfüllen, mit den schärfften Strafmitteln vorgehen. Sie versuchen, die deutsche Zollverwaltung im Besten des Reichs zu zerschlagen und hoffen, auf diese Weise einen entscheidenden Schlag gegen die wirtschaftseinheit des Deutschen Reiches führen zu fönnen. Diese neue Gewalttat ist nichts anderes, als das Eingeständnis, daß alle bisherigen Versuche, die Angehörigen der Zollverwaltung zum Bruch ihrer Eidespflicht zu verführen, fehlge schlagen sind. Ich bin überzeugt, daß die Zollbeamten und Angestellten aller Dienstgrade gegenüber diesem neuen Gemaltakt mit der gleichen Festigkeit und Ausdauer im Widerstande beharren werden, die sie ebenso wie die übrigen Teile der Bevölkerung bisher bewiesen haben. Den Zollbeamten, die in unbeugfamem Ausharren auf ihrem Posten den Bestand des Reiches und die deutsche Wirtschaft verteidigen, ist der bleibende Dant des Deutschen Boltes gewiß, und sie fönnen sicher sein, daß die Reichsfinanzverwaltung für sie und ihre Angehörigen einstehen und ihnen alle Schädigungen roll ersetzen wird. Die Knebelung der Pressefreiheit. zurück. Was die Warendurchfuhr von Polen nach Frankreich und Belgien durch die deutschen Behörden nicht vor. Der Güterverkehr auf den anlangt, fo liegt eine allgemeine Verweigerung der Durchführ und der Verkehrsstörungen, die durch den Einbruch der französischen durch die deutschen Behörden nicht vor. Der Güterverkehr auf den deutschen Eisenbahnen mußte infolge der Rohlentnappheit und belgischen Truppen in das Ruhrgebiet und ihre Eingriffe in das Verkehrswesen des besetzten linksrheinischen Gebietes und des Ruhrgebeites perursacht worden sind, allgemein start herabgesezt werden, so daß auch im innerdeutschen Berkehr die Annahme von Gütern zur Beförderung auf den Eisenbahnen im weiten Umfange eingeschränkt worden ist. Von den Einschränkungen im innerdeutschen Berkehr konnte der Durchgangsverkehr nicht unberührt bleiben. Weitergehende Einschränkungen als im innerdeutschen Verkehr sind für den Durchgangsverkehr nicht vorgenommen worden. Da nach Artikel 321 des Vertrages von Berfailles der Durchgangsverkehr nur ein Anrecht auf gleiche Be In der Zeit vom 15. Januar bis zum 15. Februar haben die handlung wie der innerdeutsche Verkehr hat, liegt eine Ver. Befagungsbehörden 95 3eitungen in irgendeiner Weise daran legung des Artikels 321 des Vertrages von Versailles nicht vor. Im übrigen muß die deutsche Regierung aber den Wider. gehindert, ihre Meinung zu äußern oder wenn fie es doch taten, spruch in dem Berhalten der französischen Regierung feststellen, dafür durch Verbote bestraft. Bon diefen 95 Zeitungen gehören ber darin liegt, daß sie auf einer minutiösen Einhaltung der Durch14 der Sozialdemokratischen Bartei, 30 dem Zentrum, reise- und Durchfuhrbestimmungen des Vertrages von Versailles be23 den Rechtsparteien und 8 der Demokratischen Bartei. 20 der bestehen zu fönnen glaubt, während sie zur gleichen Zeit ohne jeden ftraften Blätter waren feiner politischen Partei dienstbar. Mit der Rechtsgrund in den besetzten Gebieten durch Lahmlegung des EisenDauer der Besetzung verschärften sich auch die Strafen für die 3ei- bahnverkehrs und durch den Erlaß von Aus- und Einfuhrverboten tungen. Die Verbote galten zunächst auf drei Tage, dehnten nicht nur jeden Güterverkehr zwischen tiefen Gebieten und dem fich dann auf 10 und 15 Tage aus. Zwei Blätter in Redlinghausen übrigen Deutschland unterbindet, sondern es der deutschen wurden auf unbestimmte Zeit" und verschiedene Zeitungen in Buer Regierung auch unmöglich macht, die Deutschland gegenüber anderen Staaten obliegenden internationalen Ber und Bochum bis auf weiteres" verboten. In drei Fällen wurde die Vorzenfur verhängt; verschiedentlich sind fertiggestellte Pflichtungen hinsichtlich des Durchreise und Durchfuhrverkehrs einzuhalten. und versandbereite Auflagen beschlagnahmt worden. Einer Zeitung Das Goldzollaufgeld beträgt vom 28. Februar bis 6. Mäcz verbot man das Aushängen von Ertrablättern, zwei anderen wur 595 400 Broz.; es bleibt also gegen die Vorwoche unverändert. den die Berlagsgebäude militärisch besett, und in einem anderen Falle hinderten die Soldaten die Druckereiarbeiter am Betreten der Geschäftsräume. Verschiedentlich sind Redakteure verhaftet und ausgewiesen. U. a. wurde bekanntlich auch ein Redakteur unseres Aachener Parteiblattes ausgewiefen. Einer ganzen Reihe deutscher Zeitungen des unbesetzten Gebietes ist auf Monate hinaus die Einfuhr in das besetzte Gebiet verboten. Die befristeten Verbote von 91 Zeitungen belaufen sich auf 27 Monate und auf 381 Tage. Die Begründung der Berbote ist bekannt. Italiens abwartende Haltung. Mailand, 22. Februar.( EP.) Der Corriere della Sera" schreibt: Der franzöfifch- deutsche Konflikt müsse früher oder später in dem gleichen Geiste gelöst werden, der seinerzeit die 2 brüstungstonferenz in Washington leitete. Benn der Ruhrkonflikt meiter dauere, fönne er zu verhängnisvoller Rohftoffnot führen und diese könne nur durch direkte Berständi gung zwischen den französischen und deutschen Großindustriellen verhindert werden. Diese Rohstoffnot tönne für Italien sehr ver hängnisvoll werden. Für Italien ist es aber eine moralische Unmöglichkeit und wirtschaftliche Schwierigkeit, Frankreich zu ver lassen, ohne Gefahren für seine Bufuhren zu haben, ebenso schwierig sei es aber auch, Frankreich zu folgen. Daher die abwartende haltung Mussolinis. Italien müffe fich aber auf eine Ver mit England und jenen Völkern mittlung vorbereiten und Fühlung nehmen, die Interesse am Frieden haben. 2.C.er gesucht. hin, das er schon vor dem Kriege aus dem schwarzen Sand, der sich in Neu- Seeland in großen Mengen findet, gewonnen hatte. In der Meinung, daß es wahrscheinlich als Hafnium anzusprechen sei, schickte Die norwegische Jugend gegen Poincaré, er es zur Untersuchung nach Kopenhagen. Hier wurde es indessen durch Professor Bohr als ein Mineral festgestellt, das weder Hafnium Kristiania, 20. Februar.( Eig. Drahtbericht.) In einer Proteft. ist, noch mit diesem irgendwelche Berwandtschaft hat. Man ist jetzt versammlung der norwegischen Jugend gegen den belgisch dabei, durch die Analyse festzustellen, ob das von Scott gewonnene französischen Ruhreinfall, die der Studentenverein Kristiania, Mineral etwa eines der bisher unbekannten Elemente ist. In der Reihe der Atomnummern, angefangen mit dem als Not bezeichneten Norwegens Jugendverband, die Christliche Bereinigung nor Bafferstoff bis zum Uranium, das die Nummer 92 darstellt, bilden megischer Studenten, der Sozialdemokratische Jugendverdie Nummern 43, 61, 75, 85 und 87 noch offenstehende Lüden. band und der Kommunistische Jugendverband veranstalteten, Ausgrabungen in der Urheimat Abrahams. Der Leiter der wandte sich der Schriftsteller Deverland scharf gegen Frankreich, britischen Expedition Woollen, der mit der Erforschung der in der insbesondere gegen die Behandlung der deutschen Beamten durch die Die Futter frippenwirtschaft der Republit" ist Bibel genannten chaldäischen Stadt Ur beschäftigt ist, hat foeben die Franzosen und den schitanösen Charakter aller Unsinnen Frankreichs eine unerschöpfliche Fundgrube deutschnationaler, deutschvöltischer Grundmauern eines Tempels entdeckt, der als der Harem der Mond- an Deutschland. Er erklärte: Der Versailler Vertrag sei auf dem und anderer gleichwertiger Wanderredner gegen die Republik. Im gottheit festgestellt wurde. Die im Alten Testament erwähnte Stadt Grundsatz aufgebaut, daß 20 Millionen Deutsche auswandern oder kaiserlichen Deutschland hat man natürlich keine korruption" ür wurde von Henry Rawlinson in der Ruinenftätte Mugheir auf sterben müffen; wenn die Deutschen den Wiederaufbau Nordfrank- gekannt. Damals entschieden natürlich nur fachliche Gesichtspunkte ber rechten Euphratſeite entdeckt. Der Mondgott war die Gottheit reichs mit eigenen Arbeitsfräften in Angriff nehmen für die Bergebung von Aemtern. Weshalb ein Sozialdemo der Stadt. Ur war der Ort, aus dem Abraham auszog, um über dürften, wäre er in ein paar Jahren und für ein Drittel der von Erat auch nicht Nachtwächter werden konnte. Nur ab und Haran weiter nach Kanaan zu wandern. Einer der ausgegrabenen Steine des Tempelfundaments zeigt auch den herausgemeißelten Frankreich veranschlagten Kosten vollendet. Die übrigen Redner zu fällt ein Lichtlein auf den Aemterschacher des alten Deutsch. Ropf des Gottes und der Göttin. Boellen ist es auch gelungen, den unterstrichen, daß das Weltgewissen gegen die Bergewaltigung fand. In der„ Bandsmannschaften- Beitung" finden wir Tempel des Königs von Ir zu finden, der um das Jahr 1900 v. Chr. des wehrlosen notleidenden deutschen Voltes aufgerüttelt werden folgendes hübsche Inferat: gelebt hat. Seine Reste stehen auf Mauern, die schon 2250 müffe, die Bertreter der sozialistischen und kommunistischen Jugend v. Chr. gebaut wurden, und unter diesen wurden andere Mauern betonten, daß der Weltfriede nur durch die Arbeiter herbeigeführt gefunden, deren Bau fogar bis auf das Jahr 3600 v. Chr. zurück werden könne. Zum Schluß wurde eine Rundgebung ange reicht. Man fand hier dos Bruchstück einer Tempelvafe, die um das nommen, in der die norwegische Jugend ihre Entrüstung über Jahr 2760 v. Chr. hergestellt worden ist. die imperialistische Gewaltpolitit Frenkreichs und ihre Sympathie mit den Kräften in Deutschland und Frankreich zum Ausdruck bringt, bie für einen wirklichen Frieben arbeiten. Schicksale eines deutschen Künstlers in der Tschechoslowakel. Ferdinand Gregori war vom Bildungsausschuß unserer Genossen in Deutschböhmen zu mehreren Vorträgen über das Theater eingeladen werden. 3mei von diesen Vorträgen, die er in Neue Eisenbahnerverstärkungen. Chodau und Elbogen im Egerland halten follte, find verboten Paris, 22. Februar.( EE.) 700 französische Eisenbahnworden und zwar unter Berufung auf ine Berortnung, die die Einreise von Ausländern, die Bolutogeschäfte machen wollen, unter agt. angestellte sollen aus Amiens ins Ruhrgebiet abgehen. Selbstverständlich ist Gregori mit tem nötigen Einreisevifum ver: Es handle fich zum größten Teil um Freiwillige". Der Chefsehen; ob die fürstlichen Honorare, die er von Arbeiterbildungsauss ingenieur aus Amiens, Rollin, weile bereits seit acht Tagen an schüffen zu erwarten hat, oder fein Besik an Papiermark den Ber- Ort und Stelle. dacht rechtfertigen, daß er Valutafpetulant fei, wissen wir nicht. Der Regierung der tschechoslowakischen Republit muß man auf- Deutschlands Reparationsfachleistungen. richtiges Beileid aussprechen, daß sie untere Berwaltungsbehörden solchen Kalibers befigt. Unfeandelsstelle in Berlin fucht für ihre ftat. Abteilung 1 od. 2 jüngere£.C.er( National ökonomen oder Juristen). Angebote unter M. 208 an die Geschäftsstelle der 2. 3. felber mehr als genug erhalten. Die Republik wird noch genug So war es früher gang und gäbe und leberreste haben sich zu tun haben, bis jie tie wirklichen Futtertrippenjäger ein Ende gemacht haben wird. Der Justizetat im Landtag. Im weiteren Berlauf der gestrigen Landtagssigung wurde von Regierungsseite erklärt, daß die 3 usammensetzung der Ge= chworenen bant fortlaufend kontrolliert werde und daß der Justizminister peinlich darauf halte, daß bei der Handhabung des Ablehnungsrechtes durch die Staatsanwälte auch der Schein einer Bartellichkeit gegen die Arbeiterschaft vermieden werde. Ueber die Fälle bedingter Begnadigung wird von der Im Haushaltsausschuß des Reichstages machte am Donnerstag Regele bie Grau Botipbar übernehmen. Den Jofeph tanzt Krail Babescov. Geheimrat Cunze statistische Angaben über die vom Reichstom. Ministeriums erfolgt sei. In den übrigen, mehr als 120 000 Fällen In der Staatsoper wird Tilla Durieug Montag in der„ Jofeph bei der Beratung des Etats des Ministeriums für Wiederaufbau Regierungsbant die Auskunft gegeben, daß nur in 4600 von ins gefamit 125 000 Fällen die Begnadigung auf Veranlassung des Arbeitericele". Sen. Dr. Erich Drach rezitiert am Sonnabend im missar zur Ausführung von Aufbauarbeiten in den zerstörten liege die Tatsache vor, daß die Gezichte in steigendem Maße von der Beicheniaal bes Friedrich- Bilheim- Gymnafiums. Stochitr. 13, auf Einladung Gebieten gemachten deutschen Reparationsleistungen. Ermächtigung Gebrauch machten, die zum ersten Male Gestrauchelten des Sozial flischen Studentenbundes Verse und Prosa der jüngeren Arbeiter: Im Jahre 1922 habe der gesamte Gutschriftwert, der Sachleistungen, vor dem Gefängnis zu bewahren. dichtung. Eintritt frei. Gafe willfommen. Nach Ausführungen der Abgg. Kaufmann( Dntl.), Stendel Susunken der Ruhrflüchtigen bat auf Veranlaffung des Deutichen zirka 159 Millionen Goldmark betragen. Hiervon seien allein auf Bübnen- Stubs das Nominalspalast- Paieté feine Räume für Sonntag nach Serbien rund 78 Millionen Goldmark entfallen. Die feit dem( D. Bp.), Frou Wolffftein( Komm.) und Liebknecht( US.) verlangte mittags 3 nor zur Verfügung gestellt. Die Veranstaltung bietet ein feriöies 1. Januar 1923 ausgeführten und nach dem augenblicklichen Stande Genosse Fritsch beim Kapitel Einnahmen, daß die Bezahlung Konzert von M tgliedern der Staatskapelle und einen lustigen Teil, an dem für dieses Jahr noch angeforderten Reparationsjachlieferungen( ohne der Gefangenena: beit so erfolge, daß der frcien Arbeit erite Berliner Stinnler mitwirken. Der Schriftsteller Erwin Rosen ist im 46. Lebensjahre in a m. Schiffahrtsmaterial) werden auf ungefähr 2094 Millionen Bold feine zu große Konkurrenz gemacht werde. Danach wurde das Ministergehalt und die Besoldung der Ministerialbeamtenschaft be. buig geftorben Eeine Erlebniffe in der Frembenlegion, die bor bem mark zu veranschlagen sein, und zwar für Lieferungen an Frant- willigt, worauf sich das Haus auf Freitag 12 Uhr vertagte. Tages Striege erschienen, erregten Aufsehen und brachten es auf eine bobe Aufret dh und Belgien 8% Millionen Goldmart und für die ordnung: Schluß des Justizetats und Haushalt des Landwirtschaftslagegiffer. Flottgefdriebene Reiseberite aus Amerika( Der Lausbub in Amerita") lezten biefen Erfolg fort. abrigen Staaten 200% Millionen Goldmart. Hiervon ent- ministeriums. Gewerkschaftsbewegung Zum Kampf in der Metallindustrie. Wer in der Bersammlung mit fchofeln Mitteln gearbeitet hat, zeigen obenstehende Ausführungen auf. Lohnerhöhungen im Gastwirtsgewerbe. in ben öffentlichen Arbeitsnachweis übergeführt werden kann, muß sich auf die Bestimmungen des Abschnittes IV, aus dem gefolgert Die Januarversammlung müßte für unsere Kollegen ein An- mird, daß nur auf Antrag der Innung selber der Innungsnachweis sporn sein, durch recht zahlreichen Besuch unserer heute abend statt Aehnliches wie eine Berufsberatung einzuführen. Ferner stüßt ma findenden Versammlung den KPD.- Kollegen zu zeigen, daß die jedoch zugeben, daß die Ueberführung in ein Arbeitsnachweisamt Obwohl auf dem Devisenmarkt eine gewisse Stabilisierung ein Mehrzahl der Kupferschmiede Berlins auf dem Boden praktischer auch dann erfolgen tann, wenn der Innungsnachweis den Anforde getreten ist und die Großhandelspreise nach dem letzten Dollarrüd- Gewerkschaftsarbeit steht und die kommunistische Phraseo. rungen des Gesetzes nicht genügt oder seine Tätigkeit für seinen gang gleichfalls nachgelassen haben, wenn auch nicht in demselben logie weit von sich weist. Aus dem Hinweis der" Roten Fahne" auf Geltungsbereich dauernd ohne nennenswerte Bedeu Maze, steigen die Kleinhandelspreise weiter. In der Woche die Wichtigkeit der heutigen Tagesordnung geht hervor, daß sich tung ist was mit vereinzelten Ausnahmen auf alle Innungsvom 12. bis 18. Februar sind die Lebenshaltungskosten in Berlin unsere Kollegen durch recht zahlreichen Besuch vor leber arbeitsnachweise zutrifft. Nur unter der gegenteiligen Voraus gegenüber der Vorwoche um 15,4 Proz. gestiegen und betrugen für raschungen sichern müssen. segung in Verbindung mit anderen Gründen können nicht gewerbs cine fünfköpfige Familie auf vier Wochen berechnet, 301 000 m. mäßige Arbeitsnachweise neu errichtet oder in ihrer Selbständigkeit Gegenüber dem Durchschnitt des Monats Januar betrug die wiederhergestellt werden, mithin auch Innungsarbeitsnachweise. Steigerung 142 Broz. Es muß nochmals ausdrücklich darauf Das alles ändert nichts an der in der Gewertschaftshingewiefen werden, daß es sich hier feineswegs um ein Existenz und die Bewilligung der Tanzerlaubnis an drei Tagen in der Woche preffe gemachten Feststellung, gegen die sich die Handwerkerminimum handelt. In diesen Lebenshaltungskosten find noch nicht treten gemäß dem Schiedsspruch über das legte Lohnabkommen in presse wendet, daß die Innungsarbeitsnachweise ihre Rolle auseinbegriffen die Ausgaben für Steuern, Fahrgeld, Zeitung usw. cllen Betrieben Lohnerhöhungen in Höhe von 15 Pro 3. für alle gespielt haben, zumal da die Frage nach der Zugehörig Will man das Eriſtenzminimum errechnen, dann müssen zu den oben Angestellten ab 17. Februar in Kraft. In allen Fällen, in feit zu einer Bereinigung untersagt ist, was zur on. angeführten Lebenshaltungsfoften noch etwa 30 bis 35 Broz. hinzu denen irgendwelche Schwierigkeiten wegen diefer Lohnerhöhung ge- trolle der Arbeiter für die meisten Innungsnachweise die gezählt werden. Soweit sich für die laufende Woche die Preis- macht werden, oder in denen diese Erhöhung nicht rechtzeitig aus. bewegung überbliden läßt, dürften die Kleinhandelspreise im allge- gezahlt wird, ist dem Zentralverband der Hotel, Restaurantmeinen die gleichen sein wie in der Verwoche, obwohl die Ernäh- und Café- Angestellten von den Betriebsräten oder Vertrauensleuten tungsfosten sich etwas vermindert haben. fofort Meldung zu machen. Die Organisation wird auf keinen Fall zulassen, daß sich irgendein Arbeitgeber nunmehr, nachdem Erleichte. rungen für das Gastwirtsgewerbe von wesentlicher Bedeutung bei den Regierungsstellen erreicht sind, um diese Lohnerhöhung herumdrückt. Auch in dieser Woche müssen wir die oft gemachte Feststellung, daß die Löhne ganz wesentlich unterhalb des Eristenzminimums bleiben, wiederholen. Auch die Löhne der best bezahlten ge lernten Arbeiter bleiben ganz erheblich hinter dem Existenzminimum zurüd. Soweit die Gehälter der Angestellten in Frage fommen, ist es damit nicht besser bestellt. Die Unternehmer berufen sich jetzt bei allen Lohnverhandlungen auf den Dollar furs. Sie vergessen nur eines: die Arbeiter und Angestellten auch nach dem Dollarkurs zu entlohnen. Ein Vergleich der Löhne und Gehälter der deutschen Arbeiter und Angestellten mit denen im Auslande würde ergeben, daß die deutschen Arbeiter und Angestellten nur einen Bruchteil der Löhne und Gehälter ihrer ausländischen Kollegen bekommen. Den Unternehmern fällt es auch nicht ein, bei einem Anziehen des Dollarkurses auch die Löhne und Gehälter ihrer Arbeiter und Angstellten entsprechend zu steigern. Sie befinnen sich erst auf die Devisenbewegung, wenn der Dollar zufällig einmal zurückgeht oder nicht steigt. U Durch die Verlängerung der Polizeiftunde bis 12 Uhr nachts Selbstverständlich ist, daß die Lohnerhöhung nur für die jenigen Arbeitnehmer in Frage fommt, die Mitglieder des Zentralverbandes der Hotel, Restaurant- und Cafés Angestellten, alfo Tariffontraherten find. Die Sperre über das Lotal Frant u. Neubert, Inhaberin Frau Nelson, Warschauer Str. 15, ist aufgehoben. Die dort beschäftigten Angestellten find gewerffchaftlich organisiert. Gehaltserhöhungen im Großhandel. Warnung der Ruhrbergarbeiterschaft. Hauptsache war. Sind Lehrlinge Arbeitnehmer? Am 27. Juni v. J. fällte das Oberlandesgericht Hamm i. 2. als Revisionsinstanz ein Urteil, wonach ein Schiedsspruch als rechtsverbindlich erklärt anzusehen ist, auch wenn er auf Lehrlinge( auch im Handwerk) Bezug nimmt. Die betreffende Innung wollte sich dabei nicht beruhigen, sondern das Reichsgericht als lezie Instanz anrufen. Jetzt wird befannt, daß das Reichsgericht die Revision zurüdgewiefen hat, da vom Kläger der Ge bührenvorschuß nicht gestellt wurde. Durch diese Zurüdweisung ist das in Hamm gefällte Urteil nunmehr endgültig. Da es von weittragender prinzipieller Bedeutung ist, seien einige Abfäße aus der Urteilsbegründung hierdurch nochmals der Deffentlichkeit unterbreitet. Siad Lehrlinge Arbetter? Hierzu fagt das Ober landesgericht Hamm i. W.:„ Lehrlinge sind unter Titel VII der Gewerbeordnung unter den Gewerblichen Arbeitern" besonders aufgeführt. Es kann daher nicht unzweifelhaft sein, daß sie als Arbeiter" anzusehen sind, und daß nebem dem Charakter des Lehrpertrages als eines den Meister zur fachgemäßen Ausbildung des Lehrlings verpflichtenden Vertrages, auf der anderen Seite auch eine den Lehrling zur wirklichen Arbeitsleistung, besonders gegen Ende Der Lehrzeit, verbindende Verpflichtung vorliegt." " Wie kann ihre Entlohnung geregelt werden? Die daraus sich ergebende Frage, ob eine Entlohnung des Lehrlings geboten ist und in welcher Höhe ist somit eine Frage des ( d. h. Tarifvertrag! D. Red.), aber auch nach der Berordnung vom Arbeitsverhältnisses. Ihre Regelung fann daher durch Bertrag 12. Februar 1920 durch Schiedsspruch und Verbindlichfeitserklärung erfolgen. Vorliegend kann dies um so unbedentlicher festgestellt werden, als Innung und Handwerkskammer, wie unstreitig ist, eine Regelung der Lohnfrage nicht vorgenommen haben. Es ist somit unerheblich, ob durch die Lehrverträge ber Kläger ein Lohn überhaupt nicht festgesetzt ist oder mit niedrigeren Sägen, als der Schiedsspruch sie vorsieht. Am 20. Februar wurde für die Angestellten im Textilgroß handel, Baumwoll-, Leinen- und Kleiderstoffgroßhandel und Samte und Seidenwarengroßhandel für Februar eine Bebaltserböbung um Typisch hierfür ist das Verhalten des Verbandes Ber- 100 Proz. auf die mit 70 Proz errechneten Januargehälter ver. Jiner Metallindustrieller, das wir wiederholt unter die einbart. Der Arbeitgeberverband empfiehlt ferner feinen Mit fritische Lupe zu nehmen gezwungen sind. Wir haben gegenwärtig gliedern dringend, schnellstens eine weitere Alontozahlung vorzuwieder eine äußerst gespannte Situation in der nehmen, nachdem bereits eine 50prozentige Atontozahlung am Metallindustrie. Es werden dort noch Monatsgehälter für 10. Februar erfolgt ist. Gedruckte Tarifverträge mit den neuen Angestellte von 70.000 bis 100 000 m. gezahlt. Bei Fällung des Sägen, welche Spizengebälter von 362 600 m.. 390 200 m und letten Schiedsspruches wurden diese Gehaltsgruppen völlig 488 800 m. aufweifen, sind beim Zentralverband der Angestellten, übergangen und auf die Neuregelung des R a hmentarifes Belle Alliance- Str. 7/10, erhältlich. verwiesen, die heute im Reichsarbeitsministerium vorgenommen merden soll. Selbst die Gehälter der qualifizierten Buch halter, die die höchste Gehaltsstufe vorstellen, betragen nach diesem Schiedsspruch 311 000 bzw. 273 000 M. Auch wenn wir noch Die vier Bergarbeiterverbände, und zwar außer unserem alten die Frauen und Kinderzulagen hinzurechnen, bleibt selbst das Be- Berband der Bergarbeiter Deutschlands der Gewerkverein der christ. halt der höchsten Gruppe unterhalb des Eristenzlichen Bergarbeiter, sowie die Bergarbeiterabteilungen der Bolnischen minimums für den Monat Februar. Das Verhalten Berufsvereinigung und des Gewerfvereins Hirsch- Dunder, wenden gegenüber den niedrigeren Gehaltsstufen ist ein Standal. Wenn es fich mit folgendem Aufruf an die Bergarbeiter des Ruhrgebiets: Können bestehende Lehrverträge abgeändert werden? bie Unternehmer darauf abgesehen haben, einen Streit zu provozieren,„ Die Ereignisse der letzten Tage, vor allem die Mis hand. In beiden Fällen ist, da der Schiedsspruch zwischen den Arbeit. fonnten sie nicht anders vorgehen. Das Verhalten des unparteilung und Verhaftung von Funktionären der Arbeitnehmerorganisationen, denen die Kläger unstreitig angehören, sowie ischen Borsigenden bei diesen Verhandlungen ist, gelinde ge- nehmerorganisationen, besonders der Bergarbeiterverbände, zeigen der Schlosserinnung, der der Beklagte angehört, erlassen ist, der fagt, unverständlich. mit Deutlichkeit, daß die Besatzung versucht, die Arbeiterschaft Lehrvertrag durch den für verbindlich erklärten Schieds. u provozieren. Ihre bisherige ruhige, aber entschlossene fprud abgeändert worden." Heute vormittag beginnen im Reichbearbeitsministerium Ber- Abwehrtaftit mird den Eindringlingen unbequem. Sie versuchen, handlungen, die den sogenannten Rahmen tarif betreffen. Es burch einen allgemeinen Aufstand der Arbeiter und durch blutige bandelt fich hier um die Festlegung des Prinzips, nach dem die Zusammenstöße mit ihnen ihr Ziel zu erreichen, was ihnen bis jetzt Sinteilung und Staffelung der Grundgehälter zu erfolgen bat. nicht möglich gewesen ist. An die Bergarbeiterschaft richten wir Auch über diese Frage gehen die Meinungen der streitenden Barteien weit auseinander. Das Schiedsgericht soll die Absicht haben, bei seiner Entscheidung Erhöhungen für die bisber unberüdfibtigt gebliebenen Angestelltengruppen zum Teil festzulegen. Nach dem sich aber das Schiedsgericht durch seine Entscheidung vom Dienstag präjudiziert hat, tann in feinem Falle die neue Ente fcheidung einen Ausgleich des Konflikts bringen. deshalb die dringende Mahnung, fich nicht provozieren zu laffen, sondern Ruhe und Besonnenheit wie bisher zu bewahren. nur dadurch wird es gelingen, den Abwehrkampf gegen die Fremdherrschaft fiegreich zu beenden. Dem franzöfifch- belgischen Imperialismus und Militarismus wäre nichts erwünschter als ein allgemeiner Aufstand der Ruhrbevölferung. Die Kommuniflen und Unionisten, die fortgefeht nach dem Generalftreit rufen, unterflühen bewußt oder unbewußt die Pläne Poincarés. gliedern der betreffenden Organisationen der Die letzte Aeußerung würde bedeuten, daß nur bei Mitliedern der betreffenden Organisationen der entgegenstehende Bestimmungen von Privatverträgen aufheben. Schiedsspruch, oder gegebenenfalls gesamtvertragliche Abmachungen, Ueber alle die bekannten Einwände der Handwerferorganifa fionen, die den Lehrling aus allen Gesamtabmachungen, wie Tarif verträge, Schiedsgerichte usw. ausschalten wollen, geht das Urteil danach glatt hinweg. Es wird gut fein, auf diese Entscheidung zurückzugreifen, wenn wieder ähnliche Streitfragen gerichtlich ausgetragen merben. Aus der Tarifbewegung in Deutschland. Wie uns mitgeteilt wird, find die Urabstimmungen in den Betrieben im vollen Gange. Es ist notwendig, daranf bin 697 476 Betriebe und 12,8 millionen Beschäftigte, es waren 263 000 Ende 1921 bestanden in Deutschland 11 488 Tarifverträge für zuweisen, daß diese Urabstimmungen beute beendet sein müllen. Betriebe und 3,3 Millionen Beschäftigte mehr tarifich erfaßt als Das Drtstartell Groß- Berlin des Afa- Bundes, N. 39, Reinicken Kameraden! Tretet diesen Generalftreifpropagandiften ent- Ende 1920. Für Angestellte bestanden 1921 1481 Tarifverträge für dorfer Straße 118, ift gweds Entgegennahme der Abstimmungsrefultate heute ununterbrochen von 8 Uhr morgens bis gegen! Bahret Ruhe und Besonnenheit! Folgt den Weisungen 145 487 Betriebe und 1,8 Millionen Personen, gegen 1272 Tarifver. 8 Uhr abends geöffnet. Alle beim Drtstartell bis Sonnabend der gewerkschaftlichen Organisationen!" träge, 70 958 Betriebe und 931 357 Personen Ende 1920. Weitaus Auch im Saargebiet suchen die Kommunisten auf Berdie meisten Berfonen, nämlich 20,2 Pro3. aller, murden tariflich in bormittags 9 Uhr nicht eingegangenen Meldungen müssen unberüdüchtigt bleiben und bei der Auswertung des Ergebniffes even- fchärfung des Streifbrudes" hinzuarbeiten, und da sie der Metall- und Maschinenindustrie erfaßt, dann folgt die Land- und tuell als Meinungsäußerungen angesehen werden, die sich gegen felber dort keinen Einfluß haben, zumal fast die Hälfte der Saar. Forstwirtschaft, der Bergbau und die Hüttenindustrie, das SpinnstoffBergarbeiter dem christlichen Verbande angehört, suchen fie auf dem gewerbe und der Handel. Die meisten weiblichen Personen wurden Die vom Reichsarbeitsministerium festgelegte Erflärungs. Wege einer Verbindung mit der Moskauer Richtung der Berg. in der Land- und Forstwirtschaft erfaßt, beinahe ebensoviel in der frist der Parteien läuft Montag, den 26. Februar 1923, bor- arbeiter im nahen Lothringen ihre Sonderaktion zu betreiben, womit Textilindustrie, dann in weitem 26stand in der Metallindustrie. mittags ab. Es ist also unumgänglich notwendig, daß die Ab- sie dem französischen Militär in die Hände arbeiten, das bisher 95,1 Broz. aller Tarifverträge für 95,3 Broz. der erfaßten Betriebe stimmungen, soweit fie nicht bereits erfolgt find, heute, Frei vergeblich auf irgendeinen Anlaß zum Einschreiten" gewartet hat. und 95,7 Broz. der darin Beschäftigten famen durch friedliche Ber. tag, in allen Betrieben vorgenommen werden. Da den Lothringer Kommunisten die Tür gemiesen wurde, flagt man einbarung zustande, nur 3,9 Proz. nach Streifs oder Aussperrung. über„ bewußten Berrat" der Interessen der kämpfenden Berg- Allgemeinverbindliche Tarifverträge bestanden in Deutsch arbeiter durch ihre Streifleitung. Nun, folche Schimpfereien der land Ende 1922 1738, davon 79 Reichstarifverträge, 1073 Bezirks Rommunisten find ungefährlicher als ihre Aftionen". den Streit richten. Kommunistische Mehrheit? Von der VSPD.- Fraktion des Verbandes der Kupferschmiede wird uns geschrieben. Um die Jnnungsarbeitsnachweise. tarife und 586 Ortstarife. An der Spike der allgemeinverbindlichen Tarife steht das Handelsgewerbe mit 266, ihm folgt das Nahrungs u.id Genußmittelgewerbe mit 173, Land- und Forstwirtschaft mit 48, die Metallindustrie mit 138 und die Textilindustrie mit 108. Wer die leßten Mitgliederversammlungen unserer Organisation Diese Gebilde, die schon längst jede Existenzberechtigung verloren besucht hat, mußte den Eindrud gewinnen, daß der übergroße Teil hatten und denen sie nach der gefeßlichen Regelung erst recht fehlt, unferer Berufskollegen auf dem Boden der Moskauer Gewerkschafts- suchen jetzt ihre Rettung aus den Bestimmungen des§ 26 Abs. 2 Die Löhne in den Privat- Elektrizitätswerten wurden durch internationale steht. Die in der Dezemberversammlung vorgenom- herzuleiten, wonach dem Reichsamt die sachliche Aufsicht über die Nachverbandlungen für die Zeit vom 14. bis einschließlich 27. emene Borstandswahl brachte auch den Anhägern dieser Gruppe eine ber Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung bruar wie folgt feftgefeßt: Grubbe I 1250 M., Gruppe II 1220 M., geringe Mehrheit. Die Januarversammlung, in der es sich darum dienenden Einrichtungen zufteht. Insbesondere stüßt man fich auf handelte, den Geschäftsführer, der der Amsterdamer Richtung ange folgenden Satz: hört, ebenfalls von seinem Posten zu entfernen, zeigte aber, daß, wenn die Kollegen, die auf dem Boden praktischer Gewerkschaftsarbeit stehen, in den Bersammlungen erscheinen, die fommunistische Gruppe eine verschwindende Minderheit bildet. Selbst die vom Borsitzenden äußerst parteiisch gehandhabte Geschäftsführung und auch schlagende Beweise" einiger RBD. Kollegen ver mochten nicht, den Geist der Versammlung fommunistischen Tendenzen dienstbar zu machen. " Nur falls durch beharrliches Zuwiderhandeln gegen diese( von dem Reichsamt aufzustellenden) Grundfäße der Zweck der Berufs beratung oder Lehrstellenvermittlung gefährdet wird, fann das Reichsamt mit Zustimmung seines Verwaltungsrats die Schließung solcher Einrichtungen verlangen; diese ist dann von den obersten Landesbehörden durchzuführen." Gruppe III 1200 M., Gruppe IV 1180 M., Gruppe V( Minder erwerbsfäbige) 980 M., Gruppe VI( Frauen) 900 M. pro Stunde. Die Frauenaulage beträgt wöchentlich 1920 m. die Kinderzulage 3840 m. je Sind. Lettere wird bis zum 17. Lebensjahr gezahlt, fofern der wöchentliche Verdienst geringer ist wie die jeweilige Kinderzulage. Die Ditsverwaltung des Zentralverbandes der Maschinisten und Heizer. Berband der Maler, Ladierer ufw., Filiale Berlin. Seute findet eine Mit. Es soll nicht beftritten werden, daß die Innungsnachweise in gliederversammlung nicht statt. Die Ortsverwaltung. Afa.Mitglieder ber Metallinduftrie. Sonntag vormittag 9% Uhr, Saal. verschwindend geringem Maße auch der Lehrstellenpermitt Die in der letzten Versammlung erlittene Niederlage läßt selbst- lung dienten, die jedoch meist von den Obermeistern besorgt wurde, bau Friedrichshain, Am Friedrichshain 16-23, großer Gaal, Bersammlung. verständlich unsere KPD.- Kollegen nicht ruhen, und in der gestrigen soweit sie nicht auf privatem Wege erfolgte. Doch von Berufsnabba is: Mitgliebsbuch big ber bie weiteren Berhandlungen im Nummer der„ Roten Fahne" fordern sie ihre Mitglieder und An- beratung fonnte und fenn bei den Innungsnachweisen die Rede hänger auf, die heute abend im Gewerkschaftshause stattfindende nicht sein. Nunmehr scheinen, die Innungen mit Arbeitsnachweis Berantwortlich für ben redatt. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Mitgliederversammlung recht zahlreich zu besuchen, um den„ mit sich an diese Bestimmung zu flammern, die gesamte Lehrstellenver. Borwärts Berlag G. m. b. S.. Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin, Lindenstr. 3 Sierzu 1 Bellage. schofelsten Mitteln arbeitenden Amsterdamern" entgegenzutreten. mittlung durch ihre Arbeitsnachweise gehen zu lassen und etwas BLITZEL SEIFEN PULVER SONLICHTGES.AG Ausweis: des 80A., Butab und DWB. Blitzmädel SEIFEN- PULVER ist ein billiges und gutes Reinigungsmittel für Wäsche, Haus und Rüche; Blitzmädel Geifenpulver fann sum Waschen und Reinigen nach jeder Methode auch in Waschmaschinen, gebraucht werden. Es entfernt den Schmutz aus aller Art Wäsche spielend leicht, ohne üble Gerüche dabei zu entwideln. Herstellerin: Gunlicht Gesellschaft A. G, Mannheim- Rheinan Nr. 9040. Jahrgang Beilage des Vorwärts Eine Arbeitssitzung der Stadtverordneten. Auch dieser Antrag wurde angenommen, nachdem der Dem. ausberg für die skandalöfe Zunahme der Räuberei von Dach innen, Türklinken usw. und für die eingerissene Hehlerwirtschaft sehr scharfe Worte gefunden, Herr Richard Kunze aber auch diese Gelegenheit zu einer fleinen Hezze gegen die Galizier, die Lieblinge unserer heutigen Regierung", benugt hatte. Die Stadtverordneten hatten gestern eine ungewöhne zu regelnden Konzession abhängig gemacht und die bestehenden lich turze Gizung, aber in ihr erledigten sie in flotter Arbeit eine Geschäfte einer scharfen Kontrolle unterworfen werden. reichlich lange Reihe von Vorlagen und Anträgen. Zu einer Vorlage über die Gemeindearbeiterlöhne brachte die Deutsche Bolkspartei einen Antrag em, der sich für eine Lohnfürzung aus. sprach. Die sozialdemokratische Fraktion fezte zusammen mit den Kommunisten durch, daß dieser Antrag fiel. Ein besonderer Genuß mar die Begründung eines gegen die städtische Schlächterei Bu einer lebhafteren Erörterung führte der Antrag der Wirt Hobrechtsfelde gerichteten Antrags der Wirtschaftspartei. fchaftspartei, ben Magistrat zu ersuchen, die Belieferung der Man erlebte hier das feltene Schauspiel, daß ein Fleischerinnungs- Rrantenhäuser mit Fleisch und Wurstwaren durch die obermeister Fleischpreise als zu hoch bemängelte. Die BürgerStädtische Schlächterei in Hobrechtsfelde lichen wollen ihren Kampf gegen den Betrieb der Stadt in einem in Zukunft zu unterlassen, da die Preise um vieles teurer feien, als Ausschuß fortsetzen. In der Sigung gelangte zunächst ein Dringlichkeitsantrag der Wirtschaftspartei zur Annahme, der verlangt, daß vom Magistrat schleunigst Maßnahmen zum Abbau der unerträglich gewordenen Brikett und Kofspreise getroffen werden. Um die Soziale Frauenschule" einstweilen bis Ende März d. I. lebensfähig zu erhalten, ist mindestens 1 Million er forderlich. Zugleich soll der Magistrat eine Vorlage über das Fortbestehen des Institutes über Ostern hinaus der Bersammlung zugehen lassen. Die Versammlung stimmte zu. Ueber die Borlage betr. Fesisehung der Gebühr für die Müllbeseitigung in Berlin berichtete Dr. Caspari. Im Ausschuß sei festgestellt worden, daß die vom Magistrat vorgeschlagenen 1560 Broz. des Gebäudeftevernugungswerts ungefähr einen Durchschnitt ber bis. herigen verschiedenen Gebührenfäße repräsentieren. Der Ausschuß hat die Vorlage zur Annahme empfohlen. Die Bersammlung beschloß demgemäß. Entsprechend der Reichslohnregelung hat der Magiftrat für die zweite Hälfte Januar die Löhne für die städtischen Arbeiter die Preise des privaten Handels, Für den Antrag lieferte Mädel, Obermeister ter Berliner Fleischerinnung, die Begründung. Dörr ( Komm.) und Genosse Brolat vertraten ihm gegenüber gleich mäßig die Interessen der städtischen Bevölkerung im allgemeinen und die des städt schen Unternehmens in Hobrechtsfelde im beson deren. Herr Müller Franten( Wirtschp.) ließ sich dahin aus, daß die Allgemeinheit, nämlich die städtischen Krankenhäuser, nicht unter tem vielleicht verunglüdten Betriebe in Hobrechtsfelde leiden dürfe. Nachdem noch Kröpelin( D. Bp.) und Dr. Kirchner ( Deutschn.) fich für Ausschußberatung erflärt hatten, wurde dem. gemäß mit 99 gegen 84 Stimmen beschlossen. Freitag, 23. Februar 1923 Tarif durchgeführt. Leipzig, das am 11. Februar den 300- MartTarif einführte, beabsichtigt auf 400 m. zu gehen. Hoffentlich gelingt es in Berlin solch exorbitante Steigerungen zu vermeiden. Berlin hat den billigsten Straßenbahutarif. Das städtische Nachrichtenamt versendet folgende Notiz: " Berlin bat derzeit den billigst en Straßenbahntarif aller deutschen Großstädte, wobei die mittlere Fahrtlänge eines Fahrgastes in Berlin um 30 bis 50 Proz. größer ist, als bei den anderen Straßenbahnen. Während der Fabrpreis in Perlin erst 200 M. ausmacht, der unter Berücksichtigung der verschiedensten Ermäßigungen und Zeitfarten für die Verwaltung nur eine Turch schnittseinnahme von faum 150 M. auf den Fahrgast bedeutet, bat Leipzig bereits einen Fabrpreis von 300 M., der voraussichtlich am 1. März auf 450 M. erböht werden wird; München 250 M. und 300 M., wobei die Münchener Straßenbahn infolge der vorSiebentel des Preises bezieht, wie die Berliner Straßenbabu. bandenen Wasserkraft- Elektrizitätewerke den Strom um etwa ein Ebenso bat Hamburg bereits einen Fabrpreis bis zu 300 M., der voraussichtlich nächste Woche erhöht werden wird. Eisen. Bochum einen Preis von 500 M. und darüber. Nur durch die weitgehendite Einschränkung aller Ausgaben war es in Berlin überhaupt möglich, bis jetzt den im Vergleich zu anderen Städten so niedrigen Fahrpreis von 200 m. aufrecht zu erbalten." Reichsmittel für den Ausbau der Nord- Süd. Eine Milliarde kostenbeitrag. Der demokratische Antrag auf unverzügliche Einbe Milliarde Marf für den Ausbau der in Angriff genommenen Das Reichsfinanzministerium soll die Summe von einer rufung der Bürgerbeputierten in die städtischen De- Strecke Hallesches Tor- Kailer- Friedrich- Platz der Nord- Südbahn putationen wurde angenommen. Darauf vollzog die Versammlung die Wahlen für die ein- allen Umständen fertiggestellt werden, ta man von zur Verfügung stellen. Dieser Bauabschnitt soll zunächst urter beitliche Bezirksschulbeputation unt für den ein- der Weiterführung der Nord- Südbahn bis zur Gneisenaustraße eine beitlichen Bezirksschulausschuß. Gewählt wurden weitere Steigerung des Verkehrs erhofft. Ueber die Beschaffung durch Zuruf Stadtv. Grapentin und Direktor Tropfte, beide der sehr erheblichen Mittel für den Bau der Reststrecke KaiserDeutsche Boltspartei; unter den gewählten Bezirksverordneten für Friedrich- Plaz- Hermannplag ichweben augenblicklich noch Berhanddie Deputation befinden sich Merten( Dem.), Hadenberg lungen. Hinsichtlich der AEG.- Schnellbahn steht die Stadt Berlin ( Deutschn.), Genoffe Kreuziger und Genoffin Riedger. Zu auf dem Standpunkt, daß fie auf Grund des gegen die AEG. er den 7 Bürgerdeputierten im Bezirksschulausschuß gehören auch Ge- gangenen Reichsgerichtsurteils unter allen Umständen den nosse Dr. Weyl und Direktor Go( Komm.). Weiterbau dieser Schnellbahn verlangen fann. Die Der von den Bürgerlichen am 30. Januar eingebrachte Antrag AEG. habe die Bürgschaft für die Schnellbahngesellschaft überbetr. die Einrichtung von Förderkursen für die Schüler, nommen und hafte fomit für alle Schäden, die aus der Nichterfüllung die im Herbst 1923 drei Jahre schulpflichtig sind, aber erst zu Ostern der Bauverpflichtung entständen. Am 5. März findet die General1925 in eine höhere Lehranstalt aufgenommen werden können, fand versammlung der AFG.- Schnellbahngesellschaft statt, die über die mit großer Mehrheit Annahme, nachdem sich auch Genosse Witte Liquidation des Unternehmens beschließen soll. dafür ausgesprochen hatte. Endlich nahm die Bersammlung noch den Zentrumsantrag auf umgehente restlose Auszahlung der den Angestellten der Straßenbahn zustehenden Bezüge ohne Aussprache an. einschl. der Ortslohnzulage erhöht; die Mehrkosten bis Ende März find 2,9 Milliarden. Ein Antrag der Kommunisten ersucht den Magistrat, bei den nächsten Berhandlungen im Reichsarbeitsminiſterium eine Uenderung bes prozentualen Berhält niljes zwischen Männer- und Frauen Ihnen her. beizuführen. In der gemeinsamen Beratung, in der Schumacher den Antrag der Romn.unisten begründete, sprach sich Genosse Haß für den Antrag aus, wies indessen darauf hin, daß nur die Rein machefrauen und die in der Parkverwaltung beschäftigten Frauen als minder entlohnt in Betracht fänien und daß es bisher den Spikenverbärden nicht gelungen sei. das Ministerium umzustimmen; vielleicht habe de: Magistrat mehr Blüd, Koch ( Dnat.) blieb dabei, daß, wenn schon Gleichmacherei" betrieben werden solle, dann auch der städtische Manteltarif dem weniger günstigen Reichstarif angeglichen werden müsse. Das Ergebnis war Die Annahme der Magiftratsvorlage und des tommunistischen Im März Elektrizität 800 M., Straßenbahn 250 m. Antrages. Ein Antrag der D. Bp., mit Rücksicht auf die wirtschaft. lichen Vorzüge des städtischen Manteltarifs fämtliche Lohnsäge um 5 Broz. herabzusehen, blieb in der Minderheit. Am 25 Januar haben die Kommunisten den Magistrat befragt, ob er bereit sei, auf die Reichsregierung einzuwirken, damit De pisenfäufe von Reichsbehörden unterbleiben. Dr. Rosen berq( Komm.) führte aus, daß, wenn auch die Anfrage heute durch die Ereianiffe überholt sei, es doch unumgänglich fei, das ffanda löse Verfahren namentlich der Reichsbahnverwaltung zu brandmarken, deren Devisentäufe nach Ansicht des Redners mit dazu beigetragen haben, den Dollarkurs hinaufzutreiben. Der Kämme= rer beschränfte sich auf die Ermiderung, daß den Stadtbehörten auf die bezüglichen Maßnahmen des Reichs ein Einfluß nicht austehe. Der Antrag der Kommunisten auf Besprechung der Anfrage wurde nicht genügend unterstützt. Ein Antrag der Deutsch rationalen vom 5. Dezember 1922, den Maniftrat zu ersuchen, 1. die Umlagesäge zur Berechnung der Mieten fpätestens bis aum 25. jeden Monats zu veröffentlichen, 2. die Umlagefäße für die Versicherungen nachzuprüfen. gelangte zur Annahme. Neue Preissteigerungen. Der ständige Werksausichuß hat jest ten Februartarif für elettrisches Licht mit 800 M. festgesetzt. Wie wir schon berichtet haben, ist er damit ziemlich weit unter den Borschlägen der Berwaltung geblieben, die einen Tarif Don 1040 m. wünschte. Aus einer Statistik der Tarife, die im allge meinen in Norddeutschland zurzeit Geltuna haben, geht hervor, daß fast alle großen, mittleren und fleinen Städte für ten Monat Februar einen Elektrizitätstarif von zum Teil weit über 1000 M. haben. Einzelne Städte find sogar schon bis 1600 M. gekommen. Berlin ist also auf diesem Gebiete glücklicherweise immer noch nicht führend. Für die Straßenbahn wird die Berkehrsdeputation am nächsten Montag den Tarif erneut festsetzen. Nach den Vorbefprechungen, die gestern zwischen ten Frattionen statt gefunden haben, ist mit einer Erhöhung des Einheitstarifes auf 250 m. zu rechnen, der dann am 1. März in Kraft treten würde. Die vorsichtige Tarifpolitit der Verkehrsd pu tation, die nur Schritt für Schritt in der letzten Zeit Tarif. erhöhungen vorgenommen hat. hat sich insofern bewährt, als die Abwanderung von der Straßenbahn in legter Zeit faft ganz zum tillstand gekommen ist. Wenn der Dollar jegt wirflich stabil bleiben sollte, dann wird es zweifellos in furzer 3eit der Straßenbahn gelingen, über die wirtschaftlichen Schwie rigteiten absolut hinwegzufommen. In anderen nordvon einer nach dem Bedürfnis und der Eignung des Antragstellers deutschen Großstädten ist jetzt fast überall der 300- MartBom 14. Dezember v. 3. datiert der Antrag der Demokraten, den Magistrat zu ersuchen, bei den zuständigen Staatsbehörden dahin zu wirken, daß die Errichtung von Altmaterialienhandlungen ( Radbrud verboten. Der Malit- Berlag, Berlin.) 44] Drei Soldaten. Bon John dos Pafios. Die Ehrung der Märzgefallenen.. Der Antrag unserer Genossen, aus Anlaß der 75. Wiederkehr des Todestages der Opfer des 18. März 1848 den Friedhof der Märzgefallenen durch Anbringung einer angemessenen Um mehrung mit entsprechendem Eingangstor in einen würdigen Zustand zu versehen, und innerhalb der Umwehrung einen einfachen Denfstein zu errichten, ist vom Stadtverordnetenausschuß, an den er teien abgelehnt worden. Las zarte Gemüt des„ Demokraten" Merten war peinlich davon berührt, daß unsere Genossen den Antrag als eine politische Demonstration bezeichneten Er befand fich dabei in voller Uebereinstimmung mit dem deutschnationalen Pfarrer Koch, dem, wie er ogte, die Bewegung von 1848 auch fympathisch" ist und der den Friedhof im Friedrichshain wie jeden anderen Friedhof in gutem Zuftond erhalten will, aber eine Ehrung der Märzgefallenen ablehnt. Nach Ablehnung ihres Antrages ftimmten unsere Genoffen für den farblosen Antrag Merten:" Der Magistrat wird ersucht, baldigst eine Borlage zu machen, wie der Friedhof der Märzgefallenen dauernd in würdigem Zustand zu erhalten ist", der dann einstimmig angenommen wurde. Gespannt fann man darauf sein, ob die Demokraten auch im Plenum die Ehrung der Märzgefallenen ablehnen werden, welche sogar die unrühmlichst bekannten Berliner Kommunalfreifinnigen den Opfern der Märzfämpfer zugedacht hatten. verwiesen war, von den Bertretern aller bürgerligen Bar. Mutter und Tochter am Berhungern? Im dritten Stodwerf des Hanies Lorenzstraße 16 in Lichterfelde wurden die 66 Jahre alte Witwe Rentiere Johanna Hoffmann und ibre 84 abre alte Tochter Wally völlig erschöpft und bilflos anfaefunden. Ein berbei gerufener rat fonnte einen genauen Befund nicht geben, es scheint jedoch, daß beide Frauen kurz vor dem Hungertode standen. Mutter und Tochter wurden fofort nach dem Stubenrauch Kranten baufe in Lichterfelde geschafft. hinaus. Ein etwas dicker Mann, älter als die übrigen, beugte| Das Zeichen zum Essenholen fam, und die Soldaten fich hinab und hob die fleinen Vögel, eins nach dem anderen reihten sich auf. Er fonnte ihre Worte draußen hören, und auf und spizte seinen Mund mit zärtlichem Ausdrud. Er das Klappern ihrer Eßgeschirre, als sie fie öffneten. Er lag formte aus seinen beiden Händen eine Art Nest, aus dem fich Die langen Hälfe und die offenen, orangefarbenen Schnabel herausstreckten. Andrews stieß in der Tür auf ihn. ,, Hallo, Dad," sagte er. Was ist los?" Aus dem amerikanischen Manuskript überfest von Julian Gumpers. Andersons dumpf dröhnendes Lachen verhallte allmählich. Sergeant Higgins fam in die Barade, ging an Chrisfield heran und sagte mit harter Dienststimme: Du bist verfo haftet... Small, bewache diesen Mann, hol dein Gewehr fügen, Bogel, Tier und Mensch." und einen Patronengürtel." Er ging hinaus. Alle schauten neugierig auf Chrisfield. Small, ein Mann mit rotem Gesicht und langer Nase, die ihm über die Oberlippe herunterhing, schob sich blöde hinüber an jeinen Blaz neben Chrisfields Lagerstelle und ließ sein Gewehr mit großem Krach auf den Boden fallen. Jemand lachte. Andrews ging zu ihnen, mit einem beunruhigten Blick in den blauen Augen. ,, Was ist los, Chris?" fragte er leise. " Habe dem Dreckerl gesagt, daß er mir gestohlen bleiben fann," sagte Chrisfield mit gebrochener Stimme. Andy, niemand sollte mit dem spaßen," meinte Small. ,, Weiß überhaupt nicht, warum mir immer jolch dreckige Arbeit aufgehalft wird." Andrews ging weg, ohne Antwort zu geben. Ich hob die gerade auf. Sie fonnten diese armen fleinen Biefter nicht ungestört lassen dort oben. Bei Gott, es schaut aus, als ob fie ausgezogen wären, allem Schmerz zuzu,, Krieg ist fein Picnic," warf Judkins ein. ,, Das ist fein Grund, noch mehr Schmerzen zu bereiten, als man sowieso muß. 44 Ein Gesicht mit spigem Sinn und einer Nase, über der eine pergamentfarbene Haut sich spannte, erschien in der Tür. Hallo," rief der Marketender. Ich wollte euch nur fagen, daß ich die Kantine morgen eröffne Es wird Schokolade, Rigaretten, Seife und alles geben." Alle riefen Beifall. Der Martetender strahlte vor Freude. Seine Augen fielen auf die fleinen Bögel in Dads Händen. auf seinem Lager und starrte hinaus in das Dunkel. Ein schwaches blaues Licht tam noch von draußen und überstrich das rote Geficht von Small und seine lange, gebogene Nase, von der ein glitzernder Tropfen herabhing, mit einer feltsam violetten Farbe. Chrisfield fand Andrews, als dieser gerade ein Hemd in dem Bache wusch, der durch die Trümmer des Dorfes hindurch floß. Der blaue Himmel, an dem rosa- weiße Wolfen standen, gab dem hellen Wasser einen bläulichen Schimmer Unten, am Grunde fonnte man zerschlagene Helme und Ausrüstungsgegenstände sehen. Andrews wandte den Kopf. Er hatte Schmutz auf der Nase und Seifenflecken auf dem Kinn. ,, Hallo, Chris!" sagte er und fah ihn mit seinen feuchtend blauen Augen an. Wie gehts?" Seine Stirn zog sich besorgt zusammen. 3weidrittel des Monatssoldes und Urlaubsentziehung." fagte" Chrisfield frob. ,, Da bist du gut weggekommen." ,, Ja, ja, sagten, ich sei ein guter Schüße und so; und so ließen sie mich diesmal laufen." Andrews begann sein Hemb zu reiben. Dies Hemd ist mir so schmußig geworden, daß ich faum glaube, es jemals wieder rein zu bekommen," sagte er. " , Gib mal her, Andy, ich werd's waschen. Du kannst fo was nicht." Wie fonntest du nur," sagte er. Ein amerikanischer Soldat darf nicht grausam sein. Ich hätte das nie geglaubt." ,, Da wirst du noch viel zu lernen haben," murmelte Dad und wackelte auf feinen Säbelbeinen hinaus in die Dämme Reine Sorge, Chris, werden dir nichts tun," fagte rung. Chrisfield hatte die Sene an der Tür die ganze Reit über beobachtet. Eine heftige Nervosität, die er niederkämpfen Judkins und grinste ihn gutmütig von der Tür aus an. wollte, tam über ihn. Es war nuklos, immer und immer zu Ist mir auch schnurz egal," antwortete Chrisfield. Er wiederholen, daß alles zwed'os fein werde. Die Aussicht, legte sich zurück auf seine Lagerstelle und fah hinauf an die allein vor die Offiziere gebracht zu werden, ins Kreuzperhör Dede. Die Baraden waren voll von dem Geräusch des von dieſen furzen, scharfen Stimmen genommen zu werden, Saubermachens. Judkins fegte den Boden mit einem Besen. erschreckte ihn. Was follte er machen? fragte er fich immer Ein anderer schlug die Schwalbennefter mit einem Bajonett und immer wieder. Er würde verwirrt werden und Dinge arm herunter. Die Nefter fielen auf den Boden und erfüllten die fagen, die er gar nicht meinte, oder schließlich gar nichts zu Luft mit einem Geflatter von Federn und dem Geruch von fagen wissen. Wenn nur Andn mit ihm gehen könnte, meinte Boge schmutz. Die fleinen, nackten Körper der Schwalben er. Andy war gebildet wie die Offiziere. Der würde sich mit ihren orangefarbenen Schnäbeln gaben einen dumpfen felbft und seinen Freund verteidigen können. Wenn sie es nur Laut, als sie auf die Bretter des Bodens aufschlugen, mo fie gestatten würden! liegen blieben und schwach quieften. Inzwischen flogen die Chrisfield hörte dem Sprecher in seiner Nähe zu, als großen Schwalben mit schrillem Geschrei in der Barade hin ob die Laute aus einer anderen Welt fämen. Er war schon und her. ganz abgeschnitten von den Kameraden. Er würde verschwin ,, Heb sie doch auf!" sagte Small. Judkins fegte gerade den, und sie würden nie wissen und sich auch nie darum tüm Die tieinen, quietenden Körper mit dem Schmutz und Staub| mern, was aus ihm geworden sei. das " Doch ich werd's fun." ,, Mach daß du wegkommst!" Dante dir schön. Andrews stand auf und wischte mit seinem nackten Unterden Schmuß von der Nase. Ich werde das Aas doch erschießen," sagte Chrisfield, Hemd reibend. ,, Sei nicht fo'n Idiot, Chris!" ,, Und ich tu's doch, bei Gott!" Was hat denn das für'n Sinn? Du wirst ihn wahr. scheinlich doch nie wiedersehen!" Ich werd's doch tun!" Er wrang das Hemd sorgfältig aus und schlug es Andrews um das Gesicht. " Da ist es," sagte er, ( Fortsetzung folgt.) Vom Junggesellen. flocken und Mondamin. imbig großen Bert. Käse wird nicht, wie bei uns, abends, sondern früb berspeist. man im Ofen focen Geldstrafe. Schleichhändler vor Gericht. Die Schlagsahne in den Konditoreien. „ Auslandsbuffer". Siedlungsarbeit. Eröffnung der Reichssiedlungsschau. Die Johnsteuerfreie Arbeitswoche. Jnung für Berlin nichi gültig und hier auch völlig unbekannt geblieben sei. Es ergab sich damit die sonderbare Lat Mit dem Gelde möchte es ja am Ende tangen, obblei es für fache, daß Arbeiter, die an einer Villa in der Umgebung Berlins arbeiten, durch Polizeiverordnung vor Absturz geschützt werden, daß Zur Förderung des Siedlungsgedankens veranstaltet das viele gewig fein Vergnügen ist, 1000-2900 9. für eine Mahlzeit dagegen die Arbeiter in mehrstädigen Bauten von Deutsche Archiv für Siedlungswesen zusammen mit mehreren auszugeben. Aber er wird nicht fatt unser junger Mann; er ietsfasernen in Berlin chne diesen Schuh sind. Organisationen verwandter Art vom 25. Februar ab in Berlin eine ist lein bleichiüchtiger Bureaumensch, sondern bat Bewegung genug mit Rücksicht auf diesen Sachverhalt beantragte der Verteidiger tie Reichssiedlungswoche. Die mit ihr verbundene Reichsin seinem Beruf, um ordentlichen Appetit zu haben. Und da ist Freisprechung und die Uebernahme der notwendigen Berteidigungsfiedlungsschau wurde schon gestern in Räumen des preußischen er auf den Gedanken gekommen, selber Koch und Kellner zu fein. Toften auf die Staatstaffe, weil dem Angeflagten die Kenntnis jener Wohlfahrtsministeriums( Leipziger Straße 4) eröffnet. Geheimer Er wohnt ja nicht im feinen Westen, wo die Stucatur der möb- Verordnung nicht zugemutet werden könne. Das Gericht erkannte Regierungsrat Holle, Vorsitzender des Archivs für Siedlungswesen, wies bei dem Festakt in seiner die Teilnehmer begrüßenden Ansprache lierten gimmer durch den Küchendunst beschädigt werden fönnte; diesem Anfrage entsprechend. darauf hin, daß die Siedlungsarbeit für Start und Land von in feinem Quartier hat man noch richtige Defen, feuert mit Brifetts, gleicher Wichtigkeit ist. Nach Ansprachen von Vertretern des preußiBraunkohle oder wohl gar mit Torf. Bei der Wirtin mitzukochen, fchen Staatsrates, des Reichslandbundes, der Siedlungsgesellschaft ist nicht immer angenehm; wenn er schnell etwas braten will, hat Märkische Scholle und des Bezirksamts Berlin- Mitte wurde unter sie gerade alle Löcher" des Herdes besezt und dann ist die Ver. Bor den Buchergerichten der drei Berliner Landgerichte hatten Führung des Regierungsbaumeisters Langen die Ausstellung berechnung des Brennmaterials bei dieſem Nebeneinander auch nicht sich in mehreren Einzelverhandlungen die Besizer von größe- fichtigt. Sie war gestern noch unfertig, auch fonnte man bei tem immer ganz leicht und erfreulich. Also selbst ist der Mann! Ein ren Berliner Konditoreien unter der Anflage des spärlichen Licht der für die Ausstellung hergegebenen Korridore leider Spiritus oder Petroleumlocher ist bald angeschafft, desgleichen ein Schleich handels mit 3uder, Mehl und Schlagsahne nur wenig von den ausgehängten Plänen und Ansichten älterer und neuerer Siedlungsanlagen näher beTopf mit Dedel, eine Bratpfanne und ein besonderes Gefäß für zu verantworten. Tee- und Kaffeebereitung. Ferner Teller, Schüssel, Messer, Gabel, In dem ersten Falle hatte sich vor dem Wuchergericht des Land- trachten. Unter ihnen sind für Berlin von besonderem Interesse Löffel. Run fann die Kunst erprobt werden meist wird es sich gerichts II der jezige Inhaber der bekannten Konditorei die junge Siedlung am Bahnhof Köpenid und die noch jüngere auf um schnell fertig werdende Speisen handeln. Auch Suppen gibt es, els chow, Dr. phil. Ernst Telschow, in Gemeinschaft mit dem dem Tempelhofer Felt. Diese Siedlungsschau belehrt auch über Kaufmann Hermann Stod und dem Sekretär Georg Bullf unter neuere Bauweisen und neuere Baustoffe. Erwähnt die schnell zu bereiten sind, ferner nahrhafte Gerichte, wie Hafer- der Anklage des Schleichhandels mit Zucker und Wiehl zu verant- feien hier die Berliner Schlackensteinwerke, ein Unternehmen der worten. Die Angeflagten ftanden vor längerer Zeit schon einmal Stadt. Die Ausstellung dürfte Siedlungsfachmännern manche AnWer den gastronomischen Zug bat, wird seine Freube an der Arbeit wegen derfelben Sache vor Gericht, und damals war Dr. Tel show regung geben, sie verdient aber Beachtung auch in weiteren Kreiſen. haben das unangenehme Abwaschen überläßt man lieber der Birtin. zu drei Wochen Gefängnis, an deren Stelle eine Geldstrafe von Tödlicher Unfall auf der Nordsüdbahn. Es ist bekannt, daß viele Männer, die verheiratet sind, die Neigung 30 000 m. und weiteren 10 000 m. Geldstrafe verurteilt worden, mährend die Mitangeklagten mit je 1 Woche Gefängnis bzw. 2000 Durch Abspringen aus einem in Fahrt befindlichen Zuge verhaben, sich als„ Zopfguder" aufzuspielen. Andererseits ist es doch eine und 3000 m. Geldstrafe davongekommen waren. Hiergegen hatte unglückte am Mittwochnachmittag auf dem Bahnhof Leipziger Straße charakteristische Tatsache, daß die besten Worte über Stochen und Essen Justizrat Dr. Wulffen Revision eingelegt. Das Reichsgericht hob ber Nordsüdbahn der Reichswehrsoldat Eduard Wittchen. W. war aus männlicher Feder gefloffen find, und die Köche bedeutender das Urteil auf, da die Beteiligung des Dr. Telschow nicht einwand- mit dem Zuge angekommen und bereits ausgeftiegen, als Männer find fast ebenio berühmt geworden, wie ihre Herren. Natürlich frei festgestellt sei. Nach mehrstündiger Berhandlung fam das Ge er in demselben einen Berwandten bemerkte, den er noch begrüßen gehört Veranlagung dazu und dann noch etwas, was man- Liebe zur richt jeht zu einer Freisprechung von der Anflage des Schleich- mollte. Er beftieg daher den Zug noch einmal, sprang aber furz Kochkunst" nennen möchte. Wer in Süddeutschland gelebt oder handels mit Zuder und verurteilte Dr. T. nur wegen des Schleich vor der Einfahrt in den Tunnel wieder heraus, wobei er gegen wenigstens längere Zeit gereist ist, wird den Unterschied zwischen handels mit Mehl und Nichtanmeldung zu zwei Wochen Ge- die Tunnelmand geschleudert und tödlich verlegt bayerischer und württembergischer Küche empfunden haben. Die fängnis, an deren Stelle auf Grund des Geldstrafengejeges eine wurde. Geldstrafe von 7500 m. treten soll und zu einer weiteren Geldstrafe netten Schwabenmädel" tochen eben mit mehr Liebe: so eine von 20 000 m. und 1500 m., d. h. eine Gesamtstrafe von Suppe mit Einlage ist etwas Besonderes, jedenfalls ganz anderes 29000 M. Die beiden Mitangeklagten wurden freigesprochen. Grundsäglich hat der Arbeitgeber von dem Arbeitslohn, der als die wäfferige Brühe mit den paar Fettaugen. Ob bie Selbst- In einem anderen Falle handelte es sich um eine verbotene für die am 22., 23, 24., 26., 27. und 28. februar 1923 geleistete bereitung des Essens billiger zu stehen lommt, als das Menu des Abgabe von Schlagsahne in einer Konditorei in der Pariser Arbeit bezahlt wird, einen Steuerabzug zu unterlassen, Wirtshauses? Wir wollen das hingestellt sein lassen, aber das Straße. Angeklagt waren der Konditoreibefizer Düring und feine fofern der Arbeitnehmer an diesen Tagen volle 8 Stunden gearbeitet eine scheint ficer zu sein, der talentvolle Junggeselle- Stoch wird Ehefrau. Wie die Beweisaufnahme ergab, fonnte man in dem Gesund für diefe Beschäftigung Lohn empfangen hat. Jit diese Arbeitsschäft der Angeklagten Schlagsahne zu recht anständigen Preisen beffer ernährt sein. Und da möchte man ihm eins besonders anschlemmen, während die Kindertrantenhäuser faum die eit an diesen Tagen auf Grund von Tarifverträgen oder sonstigen Hera legen: die Aufgabe, ein gut sättigendes Morgenfrühstück zu zur Ernährung der Säuglinge nötige Milch erhalten Vereinbarungen länger als 8 Stunden, so ist der für die längere bereiten. Der Engländer und Amerikaner z. B. füttert in der können. Mit Rücksicht darauf, daß eine derartige Handlung äußerst Arbeits zeit gezahlte Lohn abzugsfrei zu lassen. Ist die ArbeitsFrühe bereits etwas Warmes, Eier oder gebratene Fische. So ge- verwerflich sei, da sie einen schweren Verstoß gegen die Beit gegenüber der üblichen achtstündigen wegen Betriebsstärft, geht er mit voller Kraft an die Arbeit, während der Deutsche Boltsernährung darstelle erkannte das Wuchergericht des einschränkung verkürzt, so wird auch der dafür bezahlte Lohn von Staffee und Brot eilig herunterwürgt und mit der Zeitung in der Landgerichts III auf je einen Monat Gefängnis mit einer dem Lobnabzug freigelassen. Um jedoch eine Benachteiligung diefer schließen, wird der von Februar 1923 ab beginnende Zeitraum, Hand zur Bahn stürzt. Auch in Holland legt man auf den Morgen dreijährigen Bewährungsfrist und außerdem auf je 100000 m. fogenannten Kurzarbeit gegenüber den Bollbeschäftigten auszuwährend dem der Lobnabzug nicht vorzunehmen ist, soweit erstreckt, bis sich eine wöchentliche Arbeitszeit von 48 Stunden ergibt. Er„ Gegenüber den vielen Klagen der Deffentlichkeit über Nah- geben fich gweifel über die Berechnung des Steuerabzuges unter rungsmittelfälschungen aus Geminnlucht ist eine Berüdüchtigung des steuerfrei zu lassenden Lohnbetrages, fo ent Freiheitsstrafe nicht zu hoch", so hieß es in der Urteilsbegründung, scheidet auf Antrag des Arbeitgebers oder Arbeitnehmers das zu die die Straflammer des Landgerichts I einem Urteil gegen den ständige Finanzamt endgültig. Die Finanzamter find an Butterhändler Christoph Riesener gab. Bei verschiedenen Milchgewiesen, durch raiche Enticheidung für eine reibungslose Durch und Butterhändlern, die aus dem Geschäft des Angeklagten in der führung der Bestimmungen Sorge zu tragen. Neuen Friedrichstraße Butter bezogen hatten, wurden schwere Klagen erhoben, daß die Butter, für die fie fast unerfdwingliche Preise anlegen mußten, und die ihnen als reine Sahnenbutter Die neue Banknote über 50 000 m. ist 110 x 190 Millimeter verkauft worden war, un genießbar fei. Eine Nachprüfung in dem Geschäft des Angeklagten ergab, daß dieser Sahnenbutter groß und trägt rechtsfeitig einen olivgrünen Stoffauflauf Der mit or angeroten Fasern. Das im Papier fortlaufend einerhebliche Bestandteile von Margarine beigemischt waren. Angeklagte hatte die Ware als reine Auslandsbutter verkauft. Die geformte Wafferzeichen stellt Eichenlaub mit Kreuzdorn dar. Das Straffammer verurteilte den Angeklagten zu drei Monaten Druckbild der Borderseite wird durch einen Guillochenrahmen in zwei Gefängnis, gab ihm aber gegen Zahlung einer Buße von Teile zerlegt. Im linken Abschnitt befindet sich der Kopf des Kölner 500000 m. innerhalb eines Monats Bewährungsfrist. Bürgermeisters v. Brauweiler nach einem Gemälde von Barth. Bruyn, darunter ein rotgraues Guillochenfeld mit der Zahl 50 000 in besonderer Umrahmung und die rotbraune Reihenbezeichnung Milde Strafe für Kohlenzurückhaltung. Die Fälle, in denen Rohlenhändler wegen Zurüdhaltung ber nebst Nummer. Der rechts anschließende Abschnitt, der in der oberen Die Diebesfahrt auf den Kirchturm. Ware oder wegen Buchers verurteilt werden, mehren sich jetzt von Ede eine zweite Nummer und Reihenbezeichnung zeigt, ist grünlich. Eine gefährlice Kletterpartie auf einen Kirchturm Tag zu Tag. Die Berliner Gerichte verharren aber, ungerührt grau bis rötlich getönt. In ihm erscheint auf Neggrund in um. haben die Arbeiter Dito Rofenfeld und Karl Frantowiat von der Not der Konsumenten, in Strafen, bei denen man sich gefehrter Farbtönung der Reichsadler. Die in diesem Abschnitt angebrachte Beschriftung lautet: Reichsbanknote Fünfzigtausend Mark unternommen, die sich vor dem Schöffengericht Berlin- Mitte wegen manchmal fragen muß, ob es überhaupt noch Strafen find. gemeinschaftlichen schweren Diebstahls zu perantworten Wegen Zurückhaltung von Brifetts hatte sich die Kohlen. zahlt die Reichsbanthauptfaffe in Berlin usw. Auf dem Wasserhatten. Eines Nachts vernahmen Straßenpaffanten vom Turme der händlerin Auguste Bestow, Neukölln, Knesebec beichenrande befindet sich eine in rötlichbrauner Farbe gedruckte, aus St. Pauls- Kirche zu Moabit dumpfe Klänge und bemerkten auch straße 14, vor dem Wuchergericht des Landgerichts I zu ver- leichtem Linienwert bestehende Seitenlifte mit der Bahl 50 000. Der daß aus der Nische eines benachbarten Hauses ein Mann Blin- antworten.' Am 5. und 6. Oktober verlangte ein Kunde Breßfohlen, Rückseitendrud ist von einem violettgrauen schweren Guillochenrand zeichen aufleuchten ließ, offenbar um den in luftiger Höhe wurde aber von der Händlerin abgewiesen, da sie nach ihrer Be- mit Guillocheneden, auf denen die Zahl 50 000 steht, umrahmt Das balanzierenden Dieben ein Warnungszeichen zu geben. Das Gehauptung die Tagespreise für die Ware noch nicht wußte. Da auf Mittelfeld enthält einen braungrau bis olivgrün- braungrau getönten räusch verstummte daraufhin sofort und bald danach sah man der anderen Seite die Kohlenlager gefüllt waren, lehrte der Käufer Irisgrund, der mit einer grünen Negguilloche überlegt ist. Im freien mehrere Männer sich eiligst entfernen. Die benachrichtigte Polizei mit einem Bolizeibeamten zurück und verlangte nochmals die ihm Innenraum befindet sich eine große Guilloche, die in der Mitte ein legte sich nun auf tie Lauer und nach einer Stunde erschienen auch zustehenden Kohlen. Aus Wut darüber drang Frau B. mit einem von dem Straffaz umrandetes Eirund mit der Zahl 50 000 enthält. Die beiden Angeklagten wieder, um einen im Vorgarten der Kirche Holzscheit auf den Käufer ein, und nur durch das Dazwischentrefen Ueber der Guilloche steht das Wort„ Reichsbanknote" und darunter niebergelegten Sad abzuholen. Jegt griff man zu und es wurde des Bolizeibeamten fonnte die rabiate Händlerin zurückgehalten die Wertbezeichnung Fünfzigtausend Mark". festgestellt, daß der Sad etwa einen 3entner Kupfer ent werden, den Kunden tätlich anzugreifen. Sie hatte sich deshalb Bei einer Anzahl Reichsbanknoten zu 5000 m. mit dem Datum hielt, das aus den Verzierungen des Kirchturmes herausgebrochen gestern wegen Preiswuchers und zurüdhaltung von pom 2. Dezember 1922 wird das Wasserzeichen des Papiers Die Diebe hatten den halsbrecherischen Aufstieg anscheinend 28aren zu verantworten. In der Verhandlung erklärte die An aus hellen Linien gebildet, die ein regelmäßig wiederkehrendes von außen unternommen. Der Verteidiger machte für den Ange- geflagte, sie hätte am Tage zuvor die Kohlen ohne Rechnung er- Muster in Form eines Gitterwerfs mit einer arabischen Acht als flagten Frantowiat geltend, daß bei ihm nur versuchter Dieb- halten und hätte den Tagespreis noch nicht gewußt. Im Gegensah Mittelpunkt darstellen. Bei einer weiteren Anzahl besteht das ſtahl vorliege, da er richt selbst auf dem Turm gewesen sei. Das dazu erklärten die Sachverständigen Stadtfekretär Urbanski und Wasserzei jen aus hellen Linien in Form sphärischer Dreiecke, welche Gericht verurteilte Frantowiat dementsprechend zu einem Dahm vom Kohlenamt Berlin, daß Anfang Oktober zahllose Klagen die ganze Note in regelmäßiger Anordnung durchziehen und dadurch Jahr Gefängnis, während Rosenfeld 2% Jahre beim Kohlenamt eingelaufen feien. Das Bublifum beschwerte sich gekennzeichnet sind, daß senkrecht zum fürzesten Schenkel jedes Drei deshalb mit Recht über die Kohlenhändler, die Kohlen zurüchielten, eds eine furze Linie in die Fläche des Dreieds hineinragt. Die weil sie darüber informiert waren, daß am 6. Oftober eine Preis. Farbe des Papiers ist in allen Fällen weiß. Der geisteskranke Levy- Spaniola. erhöhung bevorstand und die vorhandenen aiten Bestände natürlich Ludwig Levy, genannt Spaniola", der in vielen zu den letzten Preisen abgeben wollten. Staatsanwalt Dominik be. Sensationsprozessen der letzten Zeit oft genannte Wohnungsein- antragte gegen die Händlerin die milde Strafe von 14 Tagen Gebrecher, Hochstapler und Betrüger, wird demnächst den Weg zur fängnis und 300 000 M. Geldstrafe, das Gericht war aber noch Irrenanstalt antreten. Seine Verteidiger haben einmal einen milder und erfarnte nur auf 8 Tage Gefängnis, stellte aber der Haftentlassungsantrag wegen Haftunfähigkeit infolge Angeklagten eine Bewährungsfrist gegen Zahlung einer Buße von Lungenblutung gestellt, dann aber auch den Antrag auf Untersuchung 50 000 M. in Aussicht. Durch die Polizeibehörde wurde Levns auf seinen Geisteszustand. Diefer Antrag wird damit be- der Angeklagten die Handelserlaubnis für Rohlen ent. gründet, daß Levy Spaniola erblich belastet sei, daß er selbst 30gen. Das legere scheint überhaupt die einzig fühlbare Strate fchon in einer Jrrenanstalt war und daß auch sein Boter in einer zu fein. Jrrenanstalt in Behandlung gewesen war. Weiter haben die Ber teidiger auch die Haftentlassung der als mitschuldig verhafteten GeDer niedrigere Milchpreis ab Montag. Das Ernährungsamt liebten Spaniolas, Manja Retomfti, beantragt, die glaubhaft teilt mit: Die Milchpreise für das Gebiet der Stadtgemeinde Berlin nachgewiefen hat, daß fie von den strafbaren Handlungen Spaniolas betragen vom Montag, den 26. Februar, ab für Vollmilch feine Renntnis besaß. Er soll sich ihr als der Bruder eines anneb- 620 Martie Liter, für nach Berlin eingeführte Magermilch Die A Milchfarten werden wie bieber mit lichen Staatsanwalts Landau vorgestellt haben. Von der Dreiftig- 220 Mart je Liter. feit, mit der Spaniola auftrat. zeugt der Umstand, daß er in der Liter, die C- Milchkarten sowie die Starten für werdende Mütter felben Pension in der Cramerstraße, in der er einen schweren Dieb-( E- Karten) wie bisher mit je 12 Liter Vollmilch beliefert. stahl ausgeführt hatte, bei seiner Berhaftung wohnte. Er glaubte, daß man ihm dort am allerweninsten suchen würde. Einer seiner Mittäter, ein gewisser Hermann Lindau, hat übrigens bei seiner Berhaftung einen Selbstmordo ersuch gemacht, indem er Scheidewasser trant. Er liegt schwer ertranft in der Charité und ist operiert worden. Die oben genannten Seismittel, Epiritus ufw. fteben zurzeit nicht weniger unter dem Gesetz der Teuerung als die Lebensmittel, nachstehender Hinweis auf eine billige Rodmethode wird daher will tommen sein. Bo ein Ofen mit einer Roste vorhanden ist, fann wenigstens im Winter, was den Vorteil bat, daß das Zimmer warm wird. Entweder stellt man den Topf auf die in starker Glut befindliche Brennmasse dann geht es sehr schnell oder man schiebt den Topf auf die Rosie und legt das Brennmaterial im Ofen redts und links herum, Natürlich heißt es aufpaffen, nacbfchen, eventuell auch neues Brennmaterial geschickt nachlegen. Aber die Mühe lohnt fid; man fann lange Reit gebrauchende Gerichte, wie Fleisch mit Kohl, Erbsen, Reis u. dergl. bequem fertig machen. mar. „ Hochtouristen". 3uchthaus erhielt. Lebensmittelpreise des Tages. Zufuhr: Fleisch ausreichend. Geschäft flau. Fische knapp, Geschäft ziemlich rege. Obst und Gemüse reichlich, Geschäft Bott. Am Donnerstag galten in der Zentralmarkthalle folgende Kleinhandelspreise: Polizeiverordnung und Banarbeiterschuh. Wegen fahrläffiner Tötung hatte sich der Maurermeister Karl Rindfleisch 2800-3400 M., ohne Knochen 3300-4000 M. SchweineRoppel ver dem Schöffengericht Charlottenburg zu verantworten. fielsch 3900-4300 M. Kalbfleisch 2600-3100 M Hammelfleisch 3200 Im März v. J. errichtete der Angeflogte in der Kolonie Grunc- bis 4000 M. Rindertalg 3600-4000 M Rückenfett 5200-6000 M. Dorsch mald eine Billa und soll hierbei eine Polizeiverordnung des Regie 1000-1200 M. Seelachs 1600-1900 M. Rotzungen 1300-1500 M. Grüne In Eis: Hechte 2-00 M. Bleie 1600-2000 M. rungspräsidenten in Botsdam vom 12. April 1920, welche die Er. Heringe 500-900 M. Karpfen 3500 richtung beftimmter Gerüste vorschreibt, nicht beachtet haben. Am Plätzen 1200-1800 M Lebende Schleie 4000-5000 M. Hechte 4000 M. Bleie 2800-3500 M. Naturbutter 9. März fom der Zimmermann Timm, der auf dem Boden tes bis 4000 M. 6200-6300 M. Margarine 3100-3800 M. Schweineschmalz 4300 bis Hauses Ballen zu verlegen hatte. durch Absturz zu Tode. 5000 M. Eler 340 M. das Stück. Weißkahl 180-220 M. Wirsingkohl Daraufhin wurde gegen Koppel Antlage erhoben. In der Gerichts 140-160 M. Rotkohl 240-260 M. Kohlrüben 60-70 M. Mohrrüben verhandlung mußte auf Befragen von Rechtsanwalt Dr. Puppe der 70-85 M. Zwiebeln 60-70 M. Eßäpfel 220-400 M. Rote Rüben 90 Bausachverständige Morgenstern zugeben, daß jene Berord- bis 100 M. Nene Fünfzigtaufender. Neuordnung im Poftscheckverkehr. Im Postscheckverfehr treten mit Wirkung vom 1. März folgende Aenderungen ein: Der Betrag der Stammeinlage wird auf 1000 m. erhöht. Die Einzahlungen mit Zahlfarte, die Ueberweifungen und die Auszahlungen durch Postscheck müssen auf volle mart lauten. Im März werden noch Pfennigbeträge zuge laffen, wenn sie zur Abrundung des Bostichedguthabens auf volle Mark dienen. Der Einlieferer hat die Zahlfartengebühr bar zu ent richten. Sammelaufträge werden nur noch zugelassen, wenn die Zahl der Empfänger mindestens 10 beträgt. Die Meistbeträge werden für einen Boftfcheck auf 1 000 000 m. für telegraphische Zahlfarten, leberweisungen und Zahlungsanweisungen auf 200 000 m. erhöht. Verurteilte Falschmünzer. In einem großen Falichmünzerprog B gegen eine Gruppe der weitverzweigten Fälimerbande, die falide Laufend und Fünfzigmartich eine nac gemacht und in den Verkehr brachte, wurde noch in ipäter Nachtstunde von dem Schwurgericht des Landgerichts 1 das Urteil gefällt. Der Angellagte Großfopf erhielt ein Jahr neun Monate Gefängnis, der Angeklagte Erwin Pofabl ein Jahr neun Monate und der Angeklagte Bruno Bofabl ein Jahr Gefängnis. Den Brüdern Pofahl wurde der größte Teil der Strafe auf die Untersuchungshaft angerechnet. Beim Abichrauben von Melfingbeschlägen wurde nächtlicher weile der 26 Jahre alte Maler Nudolt Gerlach im Hause Steins ftrage 11 ertappt und der Kriminalpolizei übergeben. Das internationale nachforschungsbureau der Heilsarmee ( deutsche 2bteilung), Berlin C. 19, Certrautenstr. 1/3, wurde im Jahre 1922 mit etwa 300 Anträgen zweds Ermittlung ver mißter 3ivilpersonen usw. in Anspruch genommen, von benen bis Jahres club 100 Fälle erfolgreich er. Iebigt werden tonnten, während die übrigen etwa 200 Anträge noch nicht abgeschloffen sind. Die meisten Nachforschungen hatte das Bureau auch im vergangenen Jahre wieder in den Bereinigten Staaten Nordameritas vorzunehmen. Das Bureau ist bekanntlich eine gemeinnüßige Einrichtung der Heilsarmee, d. h. die Annoncen in den Vermißtenlisten der Heilsarmeezeitschriften, sowie die persön lichen Nachforschungen werden kostenlos erledigt. Es sind lediglich die Portounkosten sowie die Kosten für etwaige tostenpflichtige Nach fragen bei Behörden zu entrichten. Anträge um Nachforschungen find zu richten an Kommandeur Joh. Degrim, Berlin C. 19, Gertraubtenstr. 1/3. Proletarische Freidenferschulen. In dem neuen Arbeitsprogramm der Gemeinschaft proletarischer Freidenker ist auch die Einrichtung von Freidenferschulen und Hochschulen vorgefeben. Sie sind namentlich für diejenigen Genossen bestimmt, welche sich gründlicher mit den Problemen einer freien Weltanschauung und solidaren Kultur befassen wollen. Die erste derartige proletarische Freidenferschule ist fürzlich in Berlin gegründet und arbeitet jeben Dienstagabend 72 Uhr in der Schule Niederwalltr. 12. Sie beschäftiat sich zunächst vorwiegend mit dem modernen Weltbild, der Entwidlungsiebre und der Gemeinschaftskunde und steht unter der Leitung des Genossen Dr. Krische. Eine 2. Berliner Freidenferschule wird am Freitag, den 2. März, in der Rütlischule, Neukölln, Rütliftraße, abends 7, Uhr, eröffnet werden und unter Leitung des Genossen Lehrer Friedag fieben. An jedem Freitag wird eine Arbeitsgemeinschaft abgebalten, die Erziehungsbrobleme der proletarischen und solidaren Stultur bebandelt. Mehr und mehr gewinnt die lleberzeugung Naum, daß neben den politischen und wirtschaftlichen Bestrebungen die Bildungs- und Erziehungsarbeit, die Befajfung mit einer neuen fittlichen Einstellung solidarer Stultur unentbehrlich ist. Für diese Arbeit sollen die Berliner Freidenterschulen Stätten gründ. licher und gediegener aufbauender Arbeit bilden. Ernst Toller- Abend. Der Deutsche Bazifistische Studentenbund veranstaltet zu Ehren des in Niederichönenfeld gefangenen Dichters am Sonntag, den 25. Februar, im Schwechten Saal, Lüßonstr. 112, eine Feier mit ciner Ansprache von Dr. Alfred Kerr und Regitationen von Frit Kortner. Karten für Gewertschafts-, Parteimitglieder und Jugendgenoffen zum er mäßigten Breise von 100 m. im Zigarrengeschäit Horsch, Engeluser 24, der Boi wärts- Buchhandlung und im Landgemeindehaus. Der Kampf um deine Wohnung. Deffentliche Versammlung des Berliner Mietervereins E. V. Sonntag, den 25. Februar, vormittags 11 Uhr, in Haberlands Feßfälen, Neue Friedrichstraße. Das Fest der Juryfreien, dessen Gesamtertrag für die Ermöglichung der Subfreien Sunfifchau 1923 bestimmt ist, findet nunmehr am 3. März in sämtlichen Räumen der Philharmonie statt. Einladungen durch Kunstheim Twardy, Potsdamer Straje 12. „ Junge Dichter vor die Front!" 8. Beranstaltung: Siegfried von Begejad, Montag, den 26., 8 1hr, im Lessing Museum, Brüderftr. 13. Sprecher: State Marenthin und Franz Konrad oefert. 8utritt tostenlos! Bezirksbildungsausschus Groß- Berlin( Bezirksamt 20, teiniden dorf). Heute abend pünktlich 8 Uhr in Reinidendorf- Schönholz in den Hubertusjälen, Provinzstraße, Theateraufführung: Das Lumpengesindel", Tragikomödie von Ernit v. Wolzogen. Starten am Eingang des Saales. Biederholung am Freitag, den 2. März, abends 28 Uhr, in Tegel, im großen Saal des Tusculum, Hauptstraße. Schiffszufammenstoß. Der japanische Dampfer Lisbon" stieß bei Curhaven mit dem englischen Dampfer" Elwid" zusammen. Die Elwid" mußte mit Wasser im Maschinenraum in fintendem Zustande oberhalb Curhavens auf Grund gefeßt werden. Der japa nische Dampfer hat einen Teil des Borderschiffes noll Waffer. Groß- Berliner Parteinachrichten. Reichswehrdebatte im Reichstag. Die gestrige Reichstagssigung eröffnete Präsident Cöbe mit das schönste Konzert zum Spektakel. Was soll es bezwecken, daß Sie einem Nachruf auf den verstorbenen Abg. Hammer( Dnat.), der( zu den Kommunisten) uns in diese Angelegenheit hineinziehen? in seinem Testament bestimmt hat, daß die Welt erst dann von Kein Orgesch- Mann tonnte es beffer auf die Verheizung der Arbeiter seinem Tode erfahren soll, wenn er der Erde übergeben ist. untereinander anlegen als die ,, Rote Fahne".( Sehr wahr! bei den Soz.) Der Reichswehrminister hat eben den Artikel der„ Roten Fahne" als erfunden bezeichnet. Aber sind 5 nicht doch Beziehungen von Offizieren zu verbotenen illegalen Organisationn da? Bor Eintritt in die Tagesordnung nimmi Abg. Bark( KPD.) das Wort, um dem Reichstag Kenntnis zu geben von der Meldung in der heutigen Ausgabe der Roten Fahne", wonach ver Chef der heeresleitung, General Seedt, mit Hilfe des Reichstanzlers Cuno, der sozialdemokratischen Minister Preußens und der Ober präsidenten den Bürgerkrieg organisiere. Das Reichswehr. Hierauf muß uns der Minifter eine flare unzweideutige Antwort ministerium baue die Orgesch Verbände, mit denen es im geben. Die illegalen Organisationen treiben ein gefährliches Spiel Bertragsverhältnis stehe, auf breiter Grundlage auf und stelle ihnen und tun fo, als stände die ganze Reichswehr hinter ihnen. Der Waffenlager zur Verfügung. Die Waffen seien reichlich vorhanden Reichswehrminister ist verpflichtet, von dieser Tribüne herab Aufund der strategische Apparat intatt. Seedt fordere, daß die Zivil klärung über das Verhältnis der Reichswehr zu den Geheimbünden behörden sich auf diese Mobilmachung einstellen und die Verhaftung zu geben.( Sehr wahr! bei den Goz.) Wir sind aus gewissen Erpon Reichswehroffizieren und Fascistenhäuptlingen aufhöre. Wenn fahrungen heraus sehr mißtrauisch geworden. In Straubing in diesen Mitteilungen, so bemerkt der Redner, auch nur etwas hat ein höherer Offizier bei seinen Kameraden eine Umfrage verRichtiges enthalten ist, anstaltet und fie gebeten, zu erklären, ob sie hinter ihm stehen Abg. Schwarzer( Baner. Bp.): Ich hoffe es!( Großer Lärm bei würden. Die Reichswehroffiziere haben in illegalen Organisationen den Komm., in dem die Worte des Redners untergehen.) nichts zu suchen. Darüber muß der Reichswehrminister hier volle Präsident Löbe ersucht den Redner, zur Geschäftsordnung zu Klarheit schaffen. Die nationalistischen Bestrebungen sind eine fprechen. große Gefahr, und wir wollen nicht roieder mit verbundenen Augen dieser Gefahr entgegengehen.( Sehr wahr! bei den Soz.) Es gibt Organisationen, die mit dem Gedanken spielen, den palfiven Abwehrkampf zu einem attiven zu machen. Kann jemand heute auf den wahnsinnigen Gedanken fommen, daß wir attiven Widerstand leisten könnten? Die deutsche Arbeiterschaft jedenfalls will fich nicht mehr zum Opfer bringen lassen. Ohne sie tann der Abwehrfampf nicht durchgehalten werden, aber sie denken nicht daran, sich zu nationalistischen Zwecken mißbrauchen zu lassen. Die nationalistischen Bestrebungen gefährden den Bestand des Reiches. Wenn Deutschland angreift, so wird nach den Worten Lloyd Georges Abg. Müller Franken( Soz.): Wären die Mitteilungen der England fofort an die Seite Frankreichs treten. Roten Fahne" richtig, dann müßte auch ich sie als etwas ganz Von dieser Tatsache haben unsere Telegraphenbureaus mit WTB. Ungeheuerliches bezeichnen. Danach würde auch unter Beteiligung an der Spize nichts gemeldet. Von diesem offiziösen Bureau ist meiner Partei zum Bürgerkriege gerüstet. Die Dinge müssen hier überhaupt zu sagen, daß es ebenso fügt wie Reuter, nur fobald als möglich besprochen werden, aber das fann beim dümmer. Wir brauchen jetzt alle unsere Kräfte, um unser Land zu nächsten Punkt der Tagesordnung, dem Etat des Reichs. erhalten und haben für irgendwelche unfinnigen nationalistischen wehrministeriums, geschehen, und ich möchte daher bitten, daß sich Experimente teine Kräfte zur Verfügung.( Beifall bei den Soz.) die Redner beim ersten Punkt der Tagesordnung tunlichst be. schränken. Abg. Bark( fortfahrend): Wir beantragen, daß die Reichs. regierung aufgefordert wird, unverzüglich zu diesen Mitteilungen Stellung zu nehmen. Ich weise darauf hin, daß einzelne Mitglieder von Geheimorganisationen schon Befehl erhalten haben, sich am bestimmten Tage dort und dort einzufinden.( Hört! hört! b. b. Komm. Großer Lärm rechts und im Zentrum.) Das alles riecht bedent lich nach den Ereignissen von 1914.( Große Unruhe rechts und im Zentrum, Burufe: Gehört das zur Geschäftsordnung?! Schluß! Schluß! Abg. Beuermann( D. Vp.) ruft: Hinaus mit dem Hochoerräter!) = Da ein anderer Antrag nicht gestellt ist, tritt das Haus in die Tagesordnung ein: Rest des Etats des Ministeriums des Innern. Bei den Ausgaben für die Technische Nothilfe, die 95 Millionen Mark betragen, wendet sich Abg. Breunig( Soz.) gegen die Technische Nothilfe überhaupt. Die angeforderten 95 Millionen Mart reichen faum für die Be amtengehälter, es ist daher zu fragen, woher die Technische Nothilfe ihre Gelder bezieht. Die Eisenbahner wollen sich ihr Streifrecht nicht nehmen lassen, aber sie sind bereit, die Not standsarbeiten zu verrichten. Auf diesem Standpunkt stehen auch die Gewerkschaften. Mit diesen sind überdies Bereinbarungen darüber getroffen worden, was als lebenswichtiger Betrieb anzusehen ist und wo Motstandarbeiten verrichtet werden müssen. Die Technische Nothilfe ist eine überflüssige Einrichtung, für die wir die angeforderten Mittel nicht bewilligen werden. Nach weiteren Ausführungen der Abgg. Höllein( Komm.) und traße 1( am Brunnenplay), Lebigenheim, 8 Uhr Vortrag über Materiali. Sülz( Dem.) erklärt Minister Defer, daß die Regierung größten Wert auf die Bewilligung der Mittel für die Technische Nothilfe legt und bestreitet, daß sie von dritter Seite außeretatsmäßige Mittel erhält. 7. Kreis. Charlottenburg. Die Delegierten zum außerordentlichen Bezirkstag treffen sich im Bersammlungslokal eine halbe Stunde früher. Heute, Freitag, den 23. Februar. Jungfozialisten. Gruppe Schöneberg- Friedenau. 8 Uhr im Jugendhort, Feurig. ftraße 35, Lieberabend. Ortsgruppe Norden. Jugendheim Schönstedtstische Geschichtsauffassung". Morgen, Sonnabend, den 24. Februar. " 17. bt. Die Bezirksführer laden zum gemeinsamen zahlaberd am Mittwoch, ben 28. b. M., in der Schulaula Tegeler Straße 18 ein. 47. bt. 7 Uhr Gigung des Abteilungsvorstandes mit der kommunalen Rom mission im Lolal Gruitte, Mustauer Str. 1. Ref. Gen. Rohloff. Wahl des Obmanns. Parteigenoffen als Gäste willkommen. 57. Wbt. Charlottenburg. 7½ Uhr Funktionärtonferenz der 1. und 2. Gruppe bei Grunert, Schlüterftr. 47. Der erweiterte Borstand trifft sich eine Stunde früher. Gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Kommunisten werden die Mittel für die Technische Nothilfe bewilligt und der Rest des Etats unverändert angenommen. Es folgt die zweite Beratung des Haushalts des Reichswehr ministeriums. Den Bericht erstattet Abg. Stüdlen( Soz.): Reichswehrminister Dr. Geßler: etwas Für mich ist die Politik des Reichskanzlers maßgebend, und für die Heeresleitung ist maßgebend die Politik des Ministers. Wer sich gegen diese wendet, gegen den muß mit aller Schärfe vorgegangen werden, denn es fann nicht zweierlei Politik geben. Welche Politik der Reichskanzler macht, hat er erflärt, wie lange er an ihr festhält, ist seine Sache.( Stürmische Heiterfeit links.) Der Reichstanzler ist Manns genug, in fommenden Tagen eine andere Politik zu machen. Wenn er das auf verfassungsmäßigem Wege tut, wird er das Vertrauen der Boltsvertretung hinter sich haben. Von einem Volte, das täglich mißhandelt wird, können Sie nicht verlangen, daß es in all seinen Teilen fühl und verständig ist. Wie sollte Deutschland daran denken, einen anderen Staat anzugreifen? Das wäre ein Verbrechen am deutschen Bolke. Es gibt in Deutschland viele Verrückte( Stürmische Heiterkeit und Zustimmung. Zwischenrufe bei den Kommunisten.) Ich habe ja Sie nicht gemeint.( heiterfeit. Zwischenrufe bei den Kommunisten. Rufe rechts, Antworten darauf: Unverschämtheit! Großer Lärm.) Abg. Remmele( Komm.) geht auf den Minister zu und ruft ihm eine auf der Tribüne unverständlich gebliebene Aeußerung zu, die auf der Rechten erneute Rufe wie: Unterschämtheit! auslöst. Reichswehrminister Dr. Geßler( fortfahrend): Es ist nicht der Sinn des Vertrages von Versailles, daß wir mehrlos von einem bis an die Zähne bewaffneten Volt uns jeden Schlag gefallen laffen müssen. Das erträgt auf die Dauer tein Bolf. ( Stürmischer Beifall rechts und in der Mitte und Händeklatschen. Bernan. Mitgliederversammlung 7½ Uhr bei Modisch, Raiferstraße. Tages. Die Reichswehr zählt zurzeit 3797 Offiziere, 17 941 Unteroffi. Stürmischer Widerspruch links.) Solange dieses Unrecht besteht, ist ordnung: Die politische und wirtschaftliche Lage und andere wichtige Anziere, 76 866 Gefreite und Mannschaften und 500 Sanitäts- und wenig Aussicht auf Gesundung. Glauben Sie, es sei eine gelegenheiten". Neuenhagen. 7 Uhr in der Schulaula Gruppenkonferenz. Beterinäroffiziere. Sie befitt feine Reserveformationen Kleinigkeit, in dieser Zeit die Reichswehr bei der Tagesordnung: 1. Die politifde Lage". Ref. Gen. John- Spandau. 2. ,, Die Tätigkeit bes und versorgt auch nicht irreguläre Truppen mit Gehorsamspflicht zu halten? Sie wünscht dem Kampf Areisausschusses". Ref. Gen. Kreuer. 3. Gruppenangelegenheiten. Ane Ausrüstungsgegenständen. Die Beförderung ehemaliger Offiziere an der Ruhr Erfola, muß aber da stehen, wo ihr zu stehen befohlen Funktionäre ber Gruppe müffen unbedingt erscheinen. Jungsozialisten. Arbeitsausschussikuna 5 Uhr im Landtag, Rimmer 28. Bis des alten Heeres ist mit dem 31. Dezember 1922 eingestellt worden. wird. Die große Gefahr, die in den illegalen Organisationen liegt, zum 28. Februar müssen sämtliche Gruppen die Jungsozialistischen Verschiedentlich wurden von der Reichswehr Ehrentompagnien ge hat die Reichsregierung zu Verhandlungen mit den Ländern genödigt, stellt. Der Ausschuß hat den lebhaften Wunsch zum Ausdruck ge- an denen der Wehrminister selbst beteiligt war und die schon seit bracht, daß derartige Dinge für die Zukunft unterbleiben. Nach dem Monaten schweben. General Seedt ist an diesen Verhandlungen Bericht des Ministers ist die Reichswehr heute gut entwickelt und niemals beteiligt gewefen. Ich nehme für mich das hiftorische Berden an sie gestellten Aufgaben durchaus gewachsen. Die Preise für dienst in Anspruch, daß ich an einer weltgeschichtlichen Aufgabe mitDie Unterhaltungsfesten sind ebenso wie für alles, was die Reichs gearbeitet habe, wie sie noch von teinem Volte gelöst worden ist. mehr braucht, gewaltig gestiegen. Die der Reichswehr zugestandene( Beifall.) Ich dehne diefes Verdienft aus auf Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der Reichswehr. Sie haben der Regierung durch Treue, Gehorsam und Pflichterfüllung in diesen fritischen Jahren ihre Aufgabe fehr erleichtert.( Beifall in der Mitte und rechts.) Ich wiederhole aber, daß es für das deutsche Bolt unerträglich ist, wenn die im Versailler Bertrag vor gesehene allgemeine brüstung nur von uns er zwungen wird, während die übrigen Mächte immer ft är fer rüsten. 3ur moralischen Abrüstung fönnen wir nur tommen, wenn die ganze Welt sich dazu versteht.( Lebhafter Beifall bei den Bürgerlichen.) Nach persönlichen Bemerkungen wird die Weiterberatung auf Freitag 2 Uhr vertagt. Außerdem Notgesetz. Schluß 6 Uhr. 81. Abt. Friedenau. Die Beerdigung des verunglüdten Genossen, Rudolf Laub finbet 2½ Uhr auf dem Städtischen Friedhof Enthstraße ftatt. Blätter" verrechnet haben. 25. Abt. Zu bem am Montag, den 26. d. M., 7 Uhr, in Gefangfaat ber Ober: realschule, Pasteurftraße 45, stattfindenden Bunten Abend", Rezitationen, Lieber zur Laute, Gefang und Vorträge, Taben die Selferinnen ein. Ein Tabungen find beim Raffierer Gen. Güde, Landsberger Str. 45, au haben. Erluer. Am Sonntag, ben 25., nachmittags 3 Uhr, Grner, Gathaus Boft", Gruppenkonferens. Tagesordnung: 1. Die neue Landgemeinde. und Städteordnung". Ref. Gen. John- Spandau. 2. Gruppenangelegen heiten. Alle Funktionäre der Gruppe müssen unbedingt erscheinen. bräuche". Moabit. Jugend Jugendveranstaltungen. Astung Raffierer! Heute abend von 5-7 Uhr findet im Jugendfekretariat, Lindenstraße 3, die Ausgabe der Zeitungen und Marken für den Monat März Die Hauptfpedition. ftatt. Alle müssen ihr Material abholen. Brig. Zugenheim Chauffeeftr. 48, Vortrag:„ Seidnische Feste und Ge. Charlottenburg. Jugendheim Rosinenstr. 4, Diskussionsabend: Warum bin ich in der Sozialistischen Arbeiter- Jugend". heim Gemeindeschule Waldenferstr. 21, Bortrag: Die politischen Strömungen in der Arbeiterbewegung". Renton II. Jugendheint Rogatite. 53, Bortvas: ,, Darwinismus". Nordoft. Jugendheim Christburger Str. 14, Diskussions. Norbring. Jugendheim Ge abend: Letzte Nummer der Arbeiter- Jugend". Rosenthaler Borstadt. meinbefchule Scherenbergstraße, Bortrag: Rußland". Jugendheim Gemeindefdule Gipsstraße, Vortrag: Soziale Rämpfe im alten Stom". Schöneberg Jugendheim Rubens, Ede Hauptstraße, Bortrag: Cüben. Jugendheim Badeanstalt Bärmalbftrahe, Bor trag: Die Frau und der Sozialismus". Enel. Jugendheim Bahnhofstr. 15, ,, Staatsbürgerkunde". Diskussionsabend: Rechte und Pflichten der Mitglieder". Vorträge. Vereine und Versammlungen. Gemeinschaft proletarischer Freibenkez. Ortsgruppe Steglit. Broletarische Feierstunde am Sonntag, den 25. Februar, abends 7% Uhr, im Gymnasium Seefestraße( Aula). Ernst Friedrich spricht über:„ Ernst Toller als Mensch und Dichter" und restiert Szenen aus der Wandlung", Masse Mensch" und ber noch unbekannten Tragödie Ernst Tollers Der deutsche Hintemann". Ferner werden der Männerchor Friedenau- Steglis( USB.) und Klaus Reutianz mitMunifion ist zum erheblichen Teile nicht vorhanden und foll schleunigft angeschafft werden. Die Herbstübungen sollen beschränkt werden. Die Reichswehrsoldaten fönnen nicht daran Denken, zu einem erheblichen Teil Beamte zu werden, fondern müssen fich darauf einstellen, später wieder in ihrem Beruf tätig zu sein. Die Wünsche der Heeresbeamten auf andere Einstufung in die Be soldungsordnung sind der Regierung zur Erwägung überwiefen worden. Leider sind wir nicht in der Lage, alle Wünsche zu er füllen, so berechtigt fie auch an fich fein mögen. Reichswehrminister Dr. Geßler: Die Rote Fahne" bringt heute einen Artikel: Seedt rüstet zum Bürgerkrieg". Jch erfläre: Dieser Artifel ist nach Form und Inhalt unwahr und von Anfang bis zu Ende erfunden!( Hört! hört! rechts.) Abg. Schöpflin( Soz.): Wirtschaft Die Berliner Handelskammer fordert Preisabbau. Die Berliner Handelskammer teilt mit: Unfere Hoffnungen, daß sich im Laufe der Zeit die Zustände in der Reichswehr bessern würden, haben sich nur zu einem ge ringen Teil erfüllt. Immer noch werden Klagen über Beschimpfungen und Mißhandungen der Soldaten laut. Wir fordern, daß endlich einmal gegen diefe Ausschreitungen mit Energie vorgegangen wird. Aber troß dieser Mißstände ist nicht zu bestreiten, daß im inneren Erfreulicherweise hat sich der Kurs der Mark während der letzten Aufbau der Reichswehr Fortschritte gemacht worden Wochen erheblich verbessert, die beschlossene Emission von Goldschazzfind. Wir haben Schulen eingerichtet, aber die beste Schule und scheinen wird zur Stabilisierung der Marf sicher in hohem der befte Lehrplan geben noch feine Gewähr dafür, daß die Aus Maße beitragen. Der Erfolg der schweren Kämpfe, die durchzuführen bildung und Erziehung fo erfolgt, wie es in der Republit not Deutschland gegenwärtig gezwungen ist, hängt wesentlich davon ab, wendig ist. Der Geift, der im Offizierstorps herrscht, ist noch ob die Besserung der Mart von einer entsprechenden Senkung der immer der alte. Das Offizierstorps ist stramm mon Breise, insbesondere für diejenigen Waren begleitet sein wird, die Sumanistische Gemeine rich.( C. B.). Sonntag, ben 25. Februar, nach, archistisch und hat starke Neigung zu nationalistischen Experi- wie Lebensmittel, Kleidungsstücke usw. für die große Masse der Be mittags 5 Uhr, in der Friedrich- Werderschen- Oberrealschule, Niederwallstr. 12, Bortrag von Dr. Rud. Penzig: Leidenschaftspolitit". Gäste willkommen. menten. Immer noch steht das Offizierstorps der Republik im pölkerung unentbehrlich sind. Die Handelstammer zu Ber Mieterverband Deutschlands, Gruppe Andreasplag. Achtung, Mieter! Am inneren Gegensatz zur Republik. Was die Rote Fahne" heute in richtet an die Gewerbetreibenden ihres Bezirks die dringendste Sonntag, den 25. Februar, vormittags 10 Uhr, findet in der Bichhofsbörse, schrieb, war schon nach der Ueberschrift unrichtig. Die Kommunisten Aufforderung, ihre Preise auf allen Gebieten weiter so tief Clbenaer Straße, eine große öffentliche Bersammlung statt. Maffen! Tagesordnung: Die drohenden Mietzufchläge für März". haben ein Glöckchen läuten hören, aber in ihren Ohren wird auch herabzusehen, wie es die Berhältnisse irgend gestatten und wie wirken. Henkel's Ata Erscheint in Ala Scheuerpulver putzt ciles blitz blank Wirkt chip Zasht ven SEIFE SODA Tutz mit Ata Topf und Herd, Hentel's Duß und Scheuerpulver, für Haushalt, Gewerbe und Industrie Weil's den schönsten Glanz bescheert! unentbehrlich. Alleinige Berfteffer: HENKEL& CIL, DUSSELDORF. Leider ist der Preisrüdgang, der auf einzelnen Gebieten des Barenmarktes zu beobachten war, bereits zum Stillstand gekommen, ja teilweise jogar wieder Preissteigerungen gewichen. Es tut dringend not, daß die Geschäftswelt ihrerseits zu einem Preisabbau beiträgt. Der Mahnruf der Berliner Handelskammer ist daher zu begrüßen. Ein Hemmnis für den Preisabbau. es insbesondere der Stand der Mark zuläßt. Baterländische Pflicht| waren. Denn es ist unerträglich, daß sich das Fleisch und andere[ genommen wird, daß der Grund des Abbruchs der Versteigerung in md wohlverstandenes Interesse jedes einzelnen erfordern, daß dieser Lebensmittel inländischer Herkunft mit dem Dollarstand verteuern, dem Sturz des Dollars zu suchen ist. Die Preisprüfungsstelle in Ruf allgemeine Berücksichtigung findet. der Preisrückgang aber durch die nachfolgende Steigerung der Leipzig hat nun eine Untersuchung darüber eingeleitet, unter Lebenshaltungstoften aufgehalten wird. Der Schlüssel, nach dem welchen Berhältnissen die Einstellung der Auktion erfolgt ist. Am die Berücksichtigung der Geldentwertung im Preise statthaft ist, er ersten Versteigerungstage, dem 15. d. M., sind danach etwa zwei weist sich demnach bei einem Rückgang der Lebenshaltungskosten als Drittel der Kinderhäute, die zum Verkauf standen, verkauft worden. unhaltbar. Eine Abänderung dieser Bestimmungen ist daher Am zweiten Tage, dem 16. 5. M., find die zum Verkauf stehenden dringend geboten. Schafsfelle ve: fauft worden, dagegen sind von den am gleichen Tage zum Verkauf gestellten Ralbshäuten überhaupt teine verfauft worden, nachdem die Auftionsleitung wegen Für 451 Milliarden neue Banknoten. In der Woche vom 8. bis 15. Februar hat die Reichsbank für 450,8 milliarben Engenügenden Preisangebots von vornherein die weitere Bersteigerung eingestellt hatte. Db hierbei die Absicht der Mart neue Banino en in den Verkehr gebracht. Diese gewaltige Erhöhung des Papiergeldumlaufs läßt alle früheren Notenrekorde Burüdhaltung von Ware liegt und ob hieran auch die Käuferschaft der Reichsbant hinter sich. Insgesamt sind jetzt für 2,7 Bil- interessiert war, wird die weitere Untersuchung der Preis. lionen Man! Banknoten im Verfehr. Die gewaltige Bu- Prüfungsstelle in Leipzig ergeben. Die Preisprüfungsstelle hat zunahme des Banknotenumlaufs ist um so bedenklicher, als durch sie nächst den Weiterverkauf der übriggebliebenen Häute in die Bege die Stüßungsaf.ion für die Mart früher oder später durchkreuzt geleitet und wird die Durchführung scharf überwachen. werden muß. Es ist daher höchste Zeit, daß man auf Mittel sinnt, Die Königsberger Oftmeffe entwidelt sich immer mehr zu einem die Notenpresse abzuftoppen. Bu einem überwiegenden Teil ist die Mittelpunkt des öftlichen llebergangsbandele. Die Frühjahrsmesse, Bermehrung des Bantnotenumlaufs zurückzuführen auf die ges die vom 18. bis 28. Februar abgebalten wurde, fonnte am Mitt waltigen Krebitansprüche der Privatunternehmer, woch die höchste bisher erreichte Zahl der Besucher verbumen. die fogar neuerdings im Schuldenmachen das Reich übertreffen. Es waren 40 000 Besucher, darunter viele Ausländer, anweiend. Während nämlich das Reich in der der Berichtswoche nur für Der Geschäftsgang ist allerdings infolge des Dollarrüdganges ziem 376,7 Milliarden Mart Reichsschaganweisungen von der Reichs- lich ruhig und war nur zeitweilig lebhafter. bank disfontieren ließ, stieg deren Bestand an Handelswechseln um volle 444 Milliarden Mark. Daraus geht hervor, daß de billige Kredit der Reichsbank nach wie vor von Handel, Industrie und Banken zu geschäftlichen und einträglicheren Transaktionen ausgenügt wird. De Bestand der Reichsbant an Handelswechseln ist auf 1345 milliarben angeschwollen, nachdem er noch vor einem Jahre taum 2 Milliarden Mart betrug. zur Durchführung der Wucherverordnung hat das Reichswirt. fchaftsministerium vor kurzem Richtlinien über die Berechnung eines angemessenen Breises herausgegeben, die den Zweck verfolgten, die rapide Anpassung der Kleinhandelspreise an den Dollar zu ve: hindern, die aber jezt ein großes Hemmnis für den Preisabbau zu werden drohen. Man gestattete den Kaufleuten, auf Ware, die fie früher eingekauft hatten und daher billiger abzugeben verpflichtet waren als neu hereinkommende Ware, eine gewisse Berüdfichtigung des Wiederbeschaffungspreises, indem fie einen Geld entwertungsaufschlag je nach den steigenden Kosten der Lebenshaltung nehmen durften. Nun ftiegen aber die Lebenshaltungskosten erfahrungsgemäß auch dann noch weiter, wenn die Großhandelspreise bereits im Rüdgang waren. Die Anwendung dieser Richtlinien würde allo zur Folge haben, daß ein Kaufmann auch dann noch Preisaufschläge zu nehmen berechtigt ift, wenn die Beschaffung neuer Waren bereits billiger geworden ist. Und das Recht dazu würde er daraus berleiten fönnen, weil nach dem Rüdgang der Großhandelspreise immer noch der Preis für Martenbrot, für Heizung, Beleuchtung und die Wohnungsmieten der Verbraucher zu steigen pflegen. Eine solche Borschrift würde also den durch Großhandelspreise bedingten Preis abbau leicht aufhalten können. Sie bedarf einer Abänderung, mindestens für die Lebensmittel, dann aber auch für die Stapel BTS TrinkeQuieta! Das Geheimnis berühmter Kaffeeküchen. 212 Devisenturse. Unierer gestrigen Kurstafel find noch folgende amtliche Rotierungen nachzutragen: 100 österr. Kronen abgeſt. 31.96 Gelb, 32,14 Brief; 1 ifchechische Stone 674,31 Geld, 677 69 Brief; 1 bulgarische Lewa 132 66 Geld, 133,34 Brief; 1 jugoflawischer Dinar 221.44 Geld, 222,56 Brief. 1 Polenmark foſtete im freien Verkehr 45 bis 47 Pf. Wie Preise gemacht werden. Die mittebeutsche Häutever. Wetter bis Sonnabend mittag. Zeitweise auffarenb, jedoch über.. steigerung in Leipzig am 16. Februar wurde plötzlich abgewiegend trübe, mit weitverbreiteten, bielfach ergieb gen Niederschlägen bei brochen. Das hat in ganz Deutschland unter den Lederhändlern, mäßigen südöstlichen Winden, im Besten ein wenig über, im Dsten ein Schuhmachern usw. Empörung hervorgerufen, da natürlich an- wenig unter Null. Admirals- Palast Sonntag, den 25. Febr., nachm. 3 Uhr: Große Veranstaltung zugunsten der Ruhrflüchtigen ( Der volle Reinertrag wird der Ruhrspende überwiesen) 1. TEIL Konzert, ausgef. von Mitgliedern der Kapelle der Staatsoper Leitung: Dr. Fritz Stiedry 1. Ouvertüre, Der Freischütz 2. Symphonie Es- dur Weber Mozart 3. Ouvertüre„ Der Barbier von Bagdad" Cornelius Gesellschaftspause II. TEIL Unter M twirkung der Damen: Elisabeth van Endert, Käthe Dorseh, Emmy Sturm, Charl. Wiché, Geschwister Severus der Herren: Carl Clewing, Arnold Rieck, Paul Morgan, Paul Graetz, Henry Bereny, Pröckl, Alfred Walters Leitung: Julius Einödshofer Orchester des Admirals- Palastes Preise der Plätze: Gewöhnliche Abendpreise Vorverkauf an der Theaterkasse, bel A. Wertheim Invalidendank und allen Theaterbillettverkäufen Theater des Ostens ( Rose Theater) TU.: Loge Nr. VII Reichshallen- Th. Allabendlich 7 Theater, Lichtspiele usw. Uhr. Sentags Opernhaus Volksbühne Kleines Th. 7 Uhr: 7% Uhr: 7. Sinfonie- Konzert Das Wintermärchen Tägl. 8 Uhr: Die Unmoralischen Schauspielhans Lessing- Th. Carola Toelle, Olga 7% Uhr: fieute bis Mont. Limburg, FalkenWilhelm Tell Bürger Schippel stein, Kaiser- Titz Deutsch. Theat. Deut. Künstler- Th. Allabendlich 7% U. 7 Uhr: Zum Besten Der Fürst von d. Vereins Berlin. Presse. Z.1. Male: Alt- Heidelberg Sbd. 7: Improvi sationen im Juni Pappenheim Deutsch Opernhaus Der Freischütz Der Blaue Vogel Große Volksoper Hammerspiele Thear. d.Westens mmm 7 Uhr: Fri. Julle 72: Barb. v. Sevilla Langelot u. Sanderein Sbd. 8: Der Krels Intimes Theater 7 U. Erstaufführung U. Goltzstraße 9 Nollendorf 1613 Allabendlich 7 Einakter Das 3. Programm Gr.Schauspielh. a. a. Tiergartenzauber, Zahn( Karlstraße) 7: Die törichte Jungfrau Sbd. 7 Die tö richte Jungfrau ziehen mit Musik usw, Lustspielhaus Walhalla- Th. 8U. Das Prinzchen 7 Metropol- Theater Sonntag, d. 25. Febr. 2 Uhr: Maschinen-. stürmer New York- Berlin Stg. 3: Die Bajadere Tägl. 7: Heirate Deine Frau Central- Theater Abonn. Verschiebg. Neues Operett.- Th 2 Uhr z 1. Male: der 3. Vorstellung: 1½: D. neue Gilbert D. Aktienbaron vom 26. Febr. aut Katja, die Tänzerin 12. März; 13. März: vom 27. Febr. auf mit Margit Suchy, Casino- Theater Muth, Beckersachs, 8 Ohr: Der neue Schlager Gross, Mamelok Zom blagen Kakadu vom 28. Febr. auf Paulsen, Tiedtke, 14. März Theater i. d. Röniggrätz. Str. Sig 3U: D.kl.Sünderin URANIA m. Harald Paulsen, Theater 5 Uhr: Josefine Dora Neues Th. am Zoo Uraufführ. d. Naturfarbenfilms Fatmes Errettung. 8 Uhr: 7.45: Aus d. Leben d. 7: Jean Gilberts Operette Insekten Dorine a. der Zufall Steinachs ForschunKomödienhaus Neues Volkstheater gen II. Kl. Saal& U 1% Uhr: Sardanapal 8: Kameraden Renaissance- Th. 7 Uhr: Die Juden Berliner Th. Gastsp. Em. Reicher 7.15: Madame Schiller- Th. Charl. 3 Pompadour U Großstadtluft Hilde Wörner, RoThalia- Theater berts, Bötel, Haskel 7 Uhr: Ein Jahr ohne Liebe Th. a. Nollendorfpl. 74 Residenz- Th. Uhr: Königin Täel. 81% Uhr: Es lebe der Straße Sig. 3: Vetter aus Dingsda Theaterin d.Kommandant.- Str das Leben! Uhr: Katte Marietta Olli, Böttcher, Wasa. Klein, Keller- Hebri SCALA 8 Uhr: Internat. Varieté Wallner- Theater 3 Uhr: Der kühne Schwimmer Trianon- Th. Täglich 8 Uhr Lissi die Kokotte Sonnt. 30 z balb. Preis.d.voll.Prog. Pers.unter 18 Jahren haben keinenZutritt! 8 Massensuggestion Theater a. Kottb, Tor Tägl. 7/2 and Sonat.nachm. 30. EliteSänger U. a. Langholzens Schwiegersöhne! Primus Pat Palast Potsdamer Str. 19 Ecke Margaretenstr. Uraufführung des Goldwyn Films: Die Frau nachm 3 Uhr halbe Preise STETTINER Säng. DonhoffBrett'l Anf.70. WIND BRTEN VarietéSpielplan Rauchen gestattet! wollen Sie einen Anzug oder Schläpfer kaufen? so besichtig.Sie vor anderweit. Kauf meine Riesenläger! Auf Kredit! Das Neueste i Jackett- u. 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