Nr. 98 40. Jahrgang Ausgabe A nr. 49 Bezugspreis: Für den Monat März 5800 92. Doraus zahlbar. Unter Rreuzband für Deutschland, Danzig, Saar. und emelgebiet fowie Defterreich und Luxemburg 7800 M., für das übrige Ausland 9800 M. Postbezugspreis freibleiben d. Boftbestellungen nehmen an Belgien. Dänemark, England, Estland, Finnland, Frank. reich. Solland. Lettland. Luxemburg. Defterreich, Schweden, Schweiz Efchechoslowakei und Ungarn. Der Borwärts" mit der Sonntags. beilage Bolt und Reit" der Unter haltungsbeilage..Seimwelt" und der Beilage..Siedlung und Kleingarten erscheint wochentäglich zweimal, Gonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 120 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezeile Toftet 1200 M. Reklamezeile 6000. Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Mort 375 M.( zulässig zwei fettgebrudte Worte), jebes weitere Wort 200 M. Stellengesuche das erste Wort 200 M., jedes weitere Wort 150 M. 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Die großen Unternehmerorganisationen Bon gestern liegen neue Meldungen über Raubüberfälle durch unterhalten Riesenbureaus zur Unterrichtung ihrer Mitglieder Rheinlandtommission veröffentlicht eine Ordonnan3, worin erklärt tie Besagungstruppen vor. wird, daß die von der Kommiffion verhängten Gefängnis- Dreher Adam St. gegen 11 Uhr abends von vier französischen teien bei der Steuergesetzgebung. Auch ist bereits eine gemalGestern wurde der 62jährige in Steuerfragen und zur Beeinflussung der bürgerlichen Barftrafen über 5 Jahre in Zukunft in französischen, Soldaten überfallen und seiner Uhr beraubt. belgischen und englischen(?) Gefängnissen verbüßt mer- In der Bornstraße wurde der Schneider August N. von tige Literatur entstanden, aus der man die Kunst- der den müssen. zwei franzöfifchen Soldaten mit vorgehaltenem Revolver angehalten." Steuerersparnis" lernen fann. Ebenso wichtig sind Mart an. Der Maschinist Peter S. wurde gegen 10% Uhr Ii chen Rundschreiben der Steuerauskunftsstelle des Deutschen Die Franzosen eigneten sich seine Brieftasche mit etwa 100 000 die darauf bezüglichen Rundschreiben der Steuerauskunftsstellen der Unternehmerverbände. Einem solchen vertrau= abends in der Herkulesstraße, der Maurerpolier Friz Sch. Großhandels vom 3. Dezember 1922 wollen wir zwei Hinweiſe gegen 10% Uhr abents in der Beuthstraße überfallen und beraubt. In der Kasteinstraße wurden einem Arbeiter Uhr und Rette ab- entnehmen, die auch unsere Leser als Proben der unerträg genommen. Ueber alle bisher gemeldeten Ueberfälle sind von der lichen Besitzbelastung" sehr interessieren dürften. Nach einem Bolizeibehörde Protokolle aufgenommen worden, von denen jedes- Hinweis auf die Bewertung von Wertpapieren wird in dem mal Abdrud an den tommandierent en General Degoutte geRundschreiben folgendes Beispiel angeführt: fandt wird. Soweit wir unterrichtet sind, steht diese Ordonnanz im Widerspruch zu dem Rheinlandabkommen. Es ist auffällig, daß in der Meldung auch von englischen Gefängnissen die Rede ist. Seit dem Einmarsch in das Ruhrgebiet hat sich der Vertreter Englands an den Abstimmungen in der Rheinlandkommission nicht mehr beteiligt. Sind die englischen Gefängnisse tatsächlich in der Ordonnanz erwähnt, dann müßte der Vertreter Englands in der Kommission feine Stimme für die Ordonnanz gegeben haben, oder aber es han delt sich um eine grobe Jrreführung, über die Aufklärung zu verlangen die englische Regierung genötigt wäre, wenn sie nicht zugeben will, daß Frankreich und Belgien einseitig über die englische Verwaltungshoheit verfügen. „ De: Steuerpflichtige besitzt eine Million Bantguthaben. Läßt er, diefe als Bantguthaben liegen, so wird sie mit einer Million Belgien mobilisiert das technische Personal. zur Vermögenssteuer und zur Zwangsanleihe angesetzt. Kauft er Brüssel, 27. Februar.( WTB) Wie die Agence Belge für eine Million Norddeutsche Llond- Aktien, so erhält er hierfü: meldet, hat die belgi che Militärbehörde heute den Beamten der( angenommen, daß die Aktien auf 1000 stehen) für. 100 000 m. belgischen Staatsbahnen und des Post, Telegraphen- nominal Attien. Diese werden jedoch nur mit dem Durchschnitts. und Telephondienstes durch Vermittlung ihrer vorge- furs von 205, also mit 205 000 m., bewertet! Gebieten Deutschlands zukommen lassen. Hennef- Asbach besetzt. Frankfurt a. M., 27. Februar.( WTB.) Wie die Franff. fetzten Behörden Einberufungen zum Dienſt in den besetzten Zeitung berichtet, haben die Franzosen die marokkanischen Befatzungstruppen in dem Flaschenhals zwischen den Brüdenköpfen Koblenz und Köln bis an die Eisenbahnlinie HennefAsbach vorgeschoben und die Ortschaften Uderath und Asbach befeht. Dortmund, 27. Februa:.( WIB.) Der Betrieb auf dem Dort mund- Ems- Kanal ist infolge des Versuches der Fra: izofen, eine zehnprozentige Zollabgabe einzutreiben, zum Stilliegen gekommen. Die ins besetzte Gebiet fahrenden Kähne werden in Münster zurück gehalten. Rheinlandabkommen und Militarisierung der Bahnen. Die Reichsregierung protestiert in einer Note an die interalliierte Rheinlandtommission gegen die Maßnahmen bez. der deutschen Bahnen. In der Note heißt es: hier liegt also eine Reihe von Maßnahmen der Besaßungsbehörden vor, welche die schwersten Bedrückungen und Entbehrungen für die rheinische Bevölkerung zur Folge haben. Sie stehen mit dem Rheinlandabtommen im Widerspruch, da dieses Elfen, 27. Februar.( WTB.) Gestern wurde der Bahnhof ben Besatzungsbehörden nur solche Eingriffe gestattet, welche für die Bodelschwingh bei Dortmund von den Franzosen besetzt. Sicherheit und die Bedürfnisse der Befagungstruppen erforderlich Der Eisenbahnverkehr ist stillgelegt. Der Hauptbahnhof find. 3u irgendwelchen Zwangsmaßnahmen waren aber die BeBochum wurde heute morgen für eine halbe Stunde besetzt, jagungsbehörden um so weniger berechtigt, als die Reichsbahn mehrere Eisenbahnbeamte wurden festgenommen und fortgeschleppt. fich stets bereiterflärt hat, und noch bereit ist, die TransDer Bürgermeister von Wetter wurde zu einem Jahr Ge= porte auszuführen, welche dem Rheinlandab tom. fängnis und 10 Millionen Mart Geldstrafe verurteilt. Die weiteren Besetzungen nachträglich notifiziert. Paris, 27. Februar.( EP.) Die französische und die belgische Regierung überreichten am Montag den deutschen Geschäftsträgern in Paris und Brüssel eine gleichlautende Note, worin die deutsche Regierung von der Besetzung von Königswinter, Lorch und Caub unterrichtet und worin erklärt wird, daß diese Befeßung vorgenommen worden sei, um die 3ollmaßnahmen zu er leichtern. Französische Dementis. men entsprechen." falls für 100 000 m. nominal, jo nimmt er einen Krebit Don Angenommen, die Aktien stehen auf 1500, und er fauft gleich 500 000 M. in Anspruch. Die Aktien werden wiederum nur mit 205, also mit zusammen 205 000 m. auf der Aktivseite eingefeßt. Diefen 205 000 m. stehen auf der Paffivseite 500 000 m. Der Steuerpflichtige hat also trotz seines Bermögensstandes von Kredit gegenüber, die in voller Höhe abgefeßt werden! andere Schulden, z. B. Devisen, werden zu ihrem pollen Betrage einer Million Mart überhaupt kein Bermögen zu verfteuern! Auch angefeßt." Daran wird folgende Bemerkung gefnüpft: Diese Ersparnismöglichkeit ist derart eigenartig, daß mit einer enderung des Gefeßes gerechnet werden muß. Das Reichsfinanzministerium ist jedenfalls auf diese offensichtliche Lücke des Gesetzes aufmerksam gemacht worden." Beit gefehlt! Das Reichsfinanzministerium hat feine Aenderung der eigenartigen Ersparnismöglichkeit“ vorgeschlagen, weil die bürgerlichen Parteien gar nicht daran denken, diese die Spekulation auf Effekten und Devisen Amerika für Gründung eines neuen Völkerbundes. so ungemein begünstigende Vorschrift aufzuheben. Sie sind Washington, 27. Februar.( EP) Wie die„ United der Meinung, daß es nichts schadet, wenn der DevisenPreß" aus bester Quelle erfahren haben will, ist die amerikanische fpe fulant viel schonender behandelt wird als Regierung bereit, sich an der Gründung eines neuen Völker- der Steuerzahler, der minderwertige Papiermark besitzt. Ihr bundes zu beteiligen, der den Zwed verfolgen würde, die Aufrecht- Berhalten entspricht der Meinung, daß die Dummheit des Beerhaltung des Friedens zu sichern. fizes von Papiermark wirklich Strafe verdient. Ein anderer Hinweis in dem Rundschreiben ist ebenfalls von großem Interesse. Es heißt nämlich: Eine Hardingsche Absicht durchkreuzt. London, 27. Februar.( WTB.) Reuter berichtet aus WashingParis, 27. Februar.( EP.) Die Zeitungen veröffentlichen eine ,, Vielfach ist die Ansicht vertreten, daß Devisen mit dem Kurse Reihe offizieller De mentis. So beruhe die Meldung der„ Huma- ton: Eine von dem Senator. Kind( Demokrat) im Senat einge am Stichtage in die Bilanz einzusetzen seien. Das ist unzutreffend. nité" über Meutereien und über das Erschießen von vier fran- brachte Entschließung zur Durchführung des Vorschlags des Präfi- Für die Einkommensteuer sind Devisen gemäß§ 33a EStG., da zösischen Soldaten auf unrichtigkeit. Ferner sei Limburg nicht benten Harding, daß die Vereinigten Staaten Mitglied des vom es sich um Gegenstände des Betriebsvermögens handelt, mit dem von den Franzosen besetzt worden.( Aber die Anhöhe bei Lim werden sollen, wurde ohne Erörterung auf unbestimmte Zeit ver- furs eingesetzt werden, wenn dieser niedriger ist. Der Sinn des Völkerbund organisierten Internationalen Gerichtshofes Anschaffungspreis einzusetzen. Sie können mit dem Tagesburg? Red.) Die Ausfahrt der für Holland bestimmten oh- schoben. Die Anzeichen mehren sich, daß der Vorschlag wenig§ 33a EStG. geht dahin, daß noch nicht realisierte Gewinne nicht fenzüge sei von den Franzosen nicht verboten worden. Es feien Aussicht auf Ratifizierung während der Woche hat, die noch zur zur Einkommensteuer herangezogen werden sollen. Für die VerBeine holländischen Schiffspapiere beschlagnahmt, sondern nur ton- Berfügung des augenblicklichen Kongresses übrig bleibt, trotz der mögenssteuer und 3wangsabgabe gilt§ 25 des 3wangsanleihe trolliert worden. Bei der Durchsuchung der Bochumer Handels- Unterſtügung zahlreicher Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens gefeßes, wonach der Durchschnittskurs am 30. Juni 1920 für 1921 fammer sei nichts zerstört worden. Die Meldung von Milch dieb. stählen durch französische Soldaten sowie von der Blünderung im und führender Blätter im Lande. Bahnhof Banne sei ebenfalls unrichtig. wurden. 60 Schupobeamte verhaftet. Effen, 27. Februar.( WTB.) Heute wurden 60 Schupobeamte in Effen von den Franzosen verhaftet und nach Bredenen abfransportiert. Man nimmt an, daß sie ausgewiesen Folgente weitere Ueberfälle, die in der Nacht zum Sonntag von französischen Soldaten verübt wurden, werden erst jetzt bekannt: Der Kaufmann W. wurde von vier franzöfifchen Soldaten in der Hansastraße zwischen 12 und 1 Uhr angehalten. Es wurden ihm 1600000 M. fowie sämtliche Wertsachen ab genommen. Die Folgen der Ruhraktion. Stillstand der belgischen Hüttenindustrie. und 1922 maßgebend ist. Auf der Passivseite der Bilanz fönnen dagegen die Devisen mangels anderslautender gefeßlicher Borschriften mit dem Kurse am Stichrage eingestellt werden! Hiernach ist der Dollar für die Bermögenssteuer und Zwangsanleihe Die Folgen der französisch- belgischen Ruhrattion machen sich in auf der Aktivseite der Bilanz mit dem Durchschnitts Belgien jetzt auch in der Kallindustrie start bemerkbar. Aus Namur, turse, der 171 beträgt, auf der Bassioseite, menn dem Zentrum dieser Hilfsindustrie für Eisenverhüttung, wird un- die Bilanz den 30. November 1922 als Stichtag hat, mit rund serem Brüffeler Parteiblatt, dem" Beuple", von seinem Rorre- 8000 einzusetzen! fpondenten geschrieben, daß die Lage in der Kallindustrie Wer nach dieser Anweisung verfährt und somit selbst bei immer schwieriger wird. Die Krise wütet infolge des Millioneneinfommen steuerfrei ist, macht sich aber nicht Mangels an Kots in der Verhüttungsindustrie und die Bestellungen etwa der Steuerhinterziehung schuldig. Im Gegenteil, er hanwerden feltener. So hat man in den Kalffteinbrüchen in Einen einen delt genau nach dem Wortlaut des Gesetzes und nach den AbOfen abgedämpft, und in den Kalksteinbrüchen in Aisemont find vier sichten der bürgerlichen Parteien als Gesetzgeber. Ein AnDefen von sieben ausgelöscht worden. Die Firma Moreau in Aije- trag der Sozialdemokraten bei Beratung des Geldmont, der diese sieben Defen gehören, erklärte auf Anfrage folgendes: entwertungsgesezes, daß Devisen stets zum Kurswert " Wir liefern Ralf an die Stahlwerke des Großherzogtums des Bilanztages einzusehen sind, wurde abgelehnt, daLuxemburg und Lothringen. Unsere Lieferungen nach Differdingen für aber beschlossen, daß Betriebe, die Devisen haben müssen, find von täglich 100 Tonnen vor der Ruhrbefehung auf 30 Tonnen diese wie Waren, d. h. wesentlich unter ihrem Anschaffungs. zurüdgegangen; die Fabriten von Belval in Esch stehen vollkommen wert, einsetzen können. full. Wir haben feine Bestellungen mehr erhalten. Wir lieferten Der Objektivität halber wollen wir ausdrücklich darauf für diese Werte bis zu 70 Tonnen täglich. In Lothringen ist nur aufmerksam machen, daß das Rundschreiben vom 3. Dezember eine leichte Erholung zu verzeichnen. Im ganzen ist unsere Pro- datiert. Es berücksichtigt aber nicht die letzte Aenderung der duffion um die Hälfte zurückgegangen; fie beträgt nur noch 120 3wangsanleihe, durch die Wertpapiere und ausländische Heinrich D. wurde in der gleichen Nacht von sechs Franzosen Tonnen täglich statt 200 Tonnen. Wir haben vier Defen von sieben Zahlungsmittel etwas höher bewertet werden, als es die Beiin der Steeler Straße angehalten. Man nahm ihm Uhr, Rette unt abdämpfen müffen. Die Geschäfte gehen im gegenwärtigen Augen- spiele tun. An dem Prinzip der Steuerbevorzugung wird da 3000 m. in bar ab. Weiter murde Josef St. in der Sonntagnacht blick sehr schlecht." durch gar nichts, an dem Maß nur sehr wenig geändert. Es von fünf franzöfifchen Soldaten in der Hansastraße angehalten. Ihm Und auf die Frage, was tommen soll, wenn es so weiter geht, bleibt noch immer fo: Wer 100 000 Dollar in seinem Besiz wurde die Uhr mit goldener Rette abgenommen. Sein Begleiter erflärte dieselbe Firma:„ Das bedeutet den Stillstand der und 11 000 Dollar Schulden hat, hat steuerlich nicht tam ohne Berluft davon, weil er vorsichtshalber seine Wertfachen Hüttenindustrie und infolgedessen eine beträchtliche Berlang- 89 000 Dollar oder 623 Millionen Mark Vermögen( 31. Dezu Hause gelaffen hatte. samung in der Kaltindustrie." zember 1922 Dollarturs etwa 9000) sondern gar fein In den Anlagen am Haumannplatz wurden einem Kaufmann, einem Architekten und einem Schüler von bewaffneten Franzosen die Uhren abgenommen. Das gliche Schicksal erlitten drei Bergleute in der Nähe ter Beche Herkules, als sie von ihrer Arbeit nach Hause gingen. In der Glochofstraße wurden vier Personen angehalten, denen ihre Uhren, Wertsachen und Barschaften weggenommen wurden. Dem Bergmann Johann N. wurde in der Hansastraße seine Uhr nebst Rette genommen. Vermögen. Er braucht weder 3mangsanleihe zu zeichnen, noch Vermögenssteuer zu zahlen. Das nennt man Opfer des Befizes". Wohin steuert Bayern? Held gibt Rätsel auf. allem Nachdruck gefagt haben, daß wir die Lohnsteuer als im zweiten Teil seiner Rede das, was er im ersten Teil als schlechthin unerträglich ansehen, wenn nicht mit diesem Menetekel an die Wand gemalt hat. Er läßt durchblicken, ungeheuerlichen Mißbrauch endlich mit aller Entschieden- daß er selbst nicht für ein Verlassen der parlamentariheit aufgeräumt wird. Das Gesetz über die Anpassung der Steuern schen Basis zu haben sei. Seine Worte sind gewunden, an die Geldentwertung bietet die letzte Möglichkeit dazu." jehr gewunden, aber in Bayern hat man sich daran gewöhnt, Dr. Fischer als Fürsprech der Fusionisten. „ Der Deutsche" schließt mit folgender Warnung: sich mit scheuem Augenaufschlag nach dem Schatten Bor wenigen Tagen hat der Abgeordnetę Dr. Fischer- Wir warnen gewisse Kreise in legter Stunte vor den Folgen Hitlers umzusehen. Köln( Dem.) im Steuerausschuß des Reichstages den Antrag ihrer Unnachgiebigkeit. Mit der steuerlichen Ungerechtigkeit der ver- Im übrigen ist nicht recht einzusehen, was die Fanfare gestellt, den Gesellschaftsstempel bei Fusionen nicht nach dem gangenen Jahre muß und wird aufgeräumt werden. Darauf Helds in diesem Augenblick für einen 3wed haben soll. Auf Kurs wert, sondern nach dem weit niedrigeren gemeinen möge man sich verlassen. Diejenigen, die den Weg dazu verbarris die Regierung Cuno einen Druck auszuüben, hält Herr Held Bert zu bemeffen, meil im Gange befindliche Fusionsbestre| tadieren, um sich im Augenblick der Zahlung einiger hundert Gold. selbst für unnötig. Daß er die Politik der Sozialdemokratischen bungen sonst gefährdet seien. Da selbst Helfferich gegen mark zu entziehen, sie laden nicht nur eine ungeheure Verantwortung Partei durch seine Heldengeste beeinflußt, dürfte Herr Held diesen Antrag Dr. Fischers Bedenken äußerte, forderte dieser auf sich. Es wird eines Tages für sie tie Stunde bitterer ebensowenig annehmen. Es bleibt also nur der Eindruck auf von der Regierung die Erklärung, daß sie in dem von ihm Reue fommen!" das Ausland übrig, und der wird ohne Frage ein überangegebenen Fall auf dem Wege der Verordnung eingreife. Wir wollen hoffen, daß die parlamentarischen Vertreter aus günstiger" sein. Die Regierung..hnte dieses Verlangen ab. der christlichen Gewerkschaften diesen harten aber berechtigten Bereits im Ausschuß hatten die sozialdemokratischen Mit- Worten auch die Taten folgen lassen und sich nicht mit Zu- Zum Kapitel: Rechtsprechung. glieder das Verlangen Dr. Fischers, besonders aber seinen Hin- geständnissen abspeisen lassen werden, die an dem Steuer weis auf einen bereits vorliegenden Fall als un- unrecht der letzten Jahre nichts Wesentliches ändern. Die Revision im Erzberger- Prozeß verworfen. statthaft zurückgewiesen. Auch Abgeordnete bürgerlicher Leipzig, 27. Februar.( TU.) Heute fand vor dem ersten StrafBarteien teilten ihre Empfindung, wenn sie sie auch nicht senat des Reichsgerichts die Revisionsverhandlung statt, die öffentlich zum Ausdruck brachten. Aber erst jetzt kann das die Staatsanwaltschaft Offenburg gegen die Freisprechung des der Borgehen Dr. Fischers in vollem Umfange beurteilt Beihilfe am Erzberger Morb angeflagten Rapitänleutnants werden, nachdem durch die Veröffentlichung über die Bil- München, 27. Februar.( Eca.) 3u einer hochpolitischen Rund. v. Rillinger angeftrengt hatte. Der Angeklagte war selbst nicht dung einer Interessengemeinschaft zwischen der gebung gestaltete sich eine gestern abgehaltene Kreisversammlung der zugegen, sondern ließ sich durch Rechtsanwalt Dr. LuetgebruneDeutschen Petroleum- 2.- G. und den Rütgers- Werfen 2.-G. Bayerischen Boltspartei für Oberbayern. Auf dieser Göttingen vertreten. Der Bertreter der Reichsanwaltschaft, Klarheit darüber geschaffen ist, welches Unternehmen Versammlung hat der Führer der Bayerischen Bolkspartei, Geheimrat Dr. Geißler, erflärte, die Revision nicht vertreten zu Dr. Fischer mit seinem Hinweis gemeint hat. In der Breffe held, eine Rede gehalten, deren programmatische Bedeutung für fönnen. Es sei fein Anlaß, in der gegenwärtigen Zeit diesen wird mitgeteilt, daß die Borstände der Gesellschaften ermächtigt die Politik der Bayerischen Volkspartei und damit auch für die Prozeß nochmals aufzurollen. Der Verteidiger wandte gegen die worden sind, an Stelle des Fusionsvertrages einen Inter- Politik Bayerns überhaupt nicht zu verkennen ist. Geheimrat Held Revision ein, daß das Verfahrung bei der Bildung der Vorschlagseffengemeinschaftsvertrag zu schließen für den Fall, daß betonte die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung der geschloffenen liste der Geschworenen den gefeßlichen Vorschriften des Gerichtsmegen zu hoher kosten der Fusion der Abschluß Abwehrfront gegen den Feind an der Ruhr und erhob in diesem verfassungsgefeßes entsprochen hätte. Die Fragestellung an die einer Interessengemeinschaft zweckmäßiger er Zusammenhang gegen einen Teil der sozialdemokratischen Führer Geschworenen sei durchaus zutreffend gewesen. Sie sei für den Anscheinen sollte. Dieser Fall ist eingetreten, weil nach der heuti- den Vorwurf, schon jetzt wieder an der Arbeit des Flaumahens zu geflagten noch ungünstiger gewesen als die von der Staatsanwalt gen Gesetzgebung der enorme Stempel von 712 Broz. auf sein. Held fuhr dann fort:„ Wir sind stolz darauf, eine solche Reichs- fchaft gewollte, so daß das freisprechende Urteil durchaus gerechtfertigt Basis fünftiger Aktienkurse zu zahlen sein würde und sich hier- regierung zu befißen, welche es nicht dulden wird, daß Deutschland sei. Entsprechend den Ausführungen des Reichsanwalts und des bei angesichts der schwankenden und unübersehbaren Kurs zum zweiten Male durch die Schuld der sozialdemokratischen Führer Berteidigers verwarf das Reichsgericht die Revision und hielt entwicklungen ganz phantastische Steuerbeträge ergeben zur Kapitulation gebracht wird." Die Reichsregierung muß mit aller das freisprechende Urteil des Schwurgerichts Offenburg aufrecht. können, die kein solides Unternehmen fragen Macht von Bayern aus gestüht werden. Wenn im Norden Deutschfann und die den Gewinn von vielen Jahren verschlingen lands fich die Dinge jo entwideln sollten, daß der bürgerlichen Re- Das Revisionsverfahren gegen ein Schwurgerichtsurteil würde". gierung Cunos das Verbleiben unmöglich gemacht würde, wenn an darf bekanntlich nur aus farmalen Gründen eingeleitet Hat Dr. Fischer seine Stellung als Mitglied des Reichs- die Stelle des jetzigen Kabinetts ein Kabinett nach den Wünschen des werden. Die, Staatsanwaltschaft Offenburg say tages dazu benutzen wollen, um die anscheinend bereits auf Herrn Breitscheid treten sollte, dann täme ein entscheidender Augen- in der Abwesenheit des zuständigen Bezirksamtmanns bei dem Verwaltungswege abgelehnte Forderung nach Ermäßi- blick für die bayerische Politit. Bayern könne mit einer Lints. der Auswahl der Geschworenen und in der dem Gesetzestert gung des Gesellschaftsstempels mit Hilfe der Gesetzgebung regierung im Sinne der sozialistischen Kreise teine gemein- widersprechenden Stellung der Fragen bei der am 13. Juni durchzusehen? Entspricht es den Aufgaben eines Abgeord fame Politit machen. Das müsse einmal offen ausgesprochen 1922 erfolgten Schwurgerichtverhandlung formale Berstöße, neten, sich in dieser Weise zum Fürsprecher eines werden. Damit sei nicht gefagt, um Mißdeutungen vorzubeugen, auf Grund deren ein Revision des Prozesses notwendig sei. Sonderinteresses zu machen? Was sagt die Demo- daß dies das Ende des Reiches und der deutschen Einheit bedeuten fratische Partei zu ihrem Borsitzenden, und was fagen müsse. Süddeutschland müsse im Gegenteil damit die Basis insbesondere die der Demokratischen Partei angehörenden Ar- für ein neues Deutschland bilden. Eine Regierung mit beiter und Angestellten? Hilferding und Breitscheid würde sehr bald bankrott machen. Bevor eine soche Loge eintreten fönnte, müsse sich die Reichsregierung wohl zunächst einmal die Frage vorlegen, ob es nicht an der Zeit fei, an den Willen des deutschen Boltes zu appellieren. Auch der bayerische Ministerpräsident v. Rni11ing wies auf die Notwendig. feit, die Abwehrfront aufrecht zu erhalten, hin und verurteilte jede Flaumacherei. Er erklärte, aus seinen Besprechungen mit dem Reichs. kanzler den Eindruck gewonnen zu haben, daß Dr. Cuno entschloffen sei, den einmal betretener Weg unter allen Umständen fortzusetzen. Wo bleibt der Opferwille? Die ungeheuerliche Steuerscheu der besitzenden Kreise, die in den Verhandlungen des Steuerausschusses die Verschlechte rung der Vorlage der Regierung herbeigeführt hat, ruft jetzt auch den Widerstand der christlichen Gewertschaft Ier hervor. Unter der Ueberschrift: o bleibt der Opferwille des Besizes?" schreibt Der Deutsche", das Organ des Deutschen Gewerkschaftsbundes": Alle Steuerbeträge, die mit oder ohne Inanspruchnahme gefeß licher Möglichkeiten nur irgendwie zurückgehalten werden konnten, find zurückgehalten bis zur Beit des tiefsten Standes der Mart. Ein fommensteuer, Umfagsteuer, Kohlensteuer, um nur einiges zu nennen, deren Aufkommen fich normalerweise Zug um Zug hätte vollziehen müssen, sind in gewaltigen Summen erst im Januar, zur Zeit des tiefsten Standes unserer Mart, gezahlt. Das bedeutet die verhältnismäßige Wertlosigkeit der Summen und einen teilweise vom Gesetz selbst sanktionierten Betrug auf der einen, ungerechtfertigte Milliardengewinne zugunsten der Steuerhinter zieher auf der anderen Seite. Wir widerholen, was wir oft mit Die fremde Stadt. Bon Joseph Roth. Sett ungefähr einer Woche wohne ich in einer neuen Straße, und es ist, als ob ich in eine fremde Stadt gereist wäre. Noch weiß ich wenig von den Sitten, Menschen und Dimensionen dieser Stadt, aber die Haupteigentümlichkeit ihres Charafters glaube ich gefunden zu haben: sie ist eine Baltonstadt. Es ist unertlärlich, wenn der Vertreter der Reichs= anwaltschaft die Revision trotzdem nicht vertreten zu fönnen glaubte, es ist unglaublich, wenn er hinzufügt, in gegenwärtiger 3eit jei fein Anlaß, den Prozeß nochmals aufzurollen. Stillinger steht bekanntlich im Berdacht, auch bei dem Attentat auf Scheidemann seine Hand im Spielezu haben. Es ist bekannt, daß gerade in letzter Zeit wieder Meuchelmörder im Hintergrund der politischen Arena auftauchen. Durch eine Haltung, wie sie in der Begründung des Bertreters der Reichsanwaltschaft zum Ausdruck kommt, fann der Rechtsunsicherheit in feiner Weise entgegengearbeitet werden. Sollte gar unter dem Ausdruck in gegenwärtiger Beit" die augenblickliche politische Lage gemeint sein, so Die Rede Helds wirkt wie ein Fanfarenstoß. Sie wird würde man sich mit Recht fragen dürfen, ob ein Richter jett aber faum die Wirkung der Posaunen von Jericho haben. an seinem Blake ist, der sich in seinem Urteil nicht von um den Sinn dieser reichlich temperamentvollen Ausführungen rechtlichen Gründen, sondern von politischen Ge zu verstehen, wird man sie zunächst einmal aus dem Süd- fichtspunkten leiten läßt. Dem Urteil im Beleidigungsprozeß deutschen in das Norddeutsche übersetzen müssen. Eine gewisse| Gothein, dem Urteil im Prozeß Watter gegen Schiff reiht sich Art bayerischer Volksführer und solcher Leute, die sich dafür im Laufe weniger Tage dieses Urteil an! halten, fühlt sich nicht wohl, wenn sie nicht dauernd die Bolksseele zum Kochen" bringen kann. Kein neuer Hermes- Prozeß. In unserer gestrigen Abendausgabe hatten wir gemeldet, daß eine neue Verhandlung des Hermes- Proeffes gegen die Freiheit" bevorstehe. Inzwischen hat jedoch Ge noffe Hensel mit Rücksicht auf die politische Gesamtlage die Revision Der erste Eindruck der Rede Helds geht dahin, daß die Bayerischen Bolkspartei mit dem Bürgerfrieg droht, wenn die Reichsregierung eine andere Politik betreiben sollte, als es den bayerischen Higköpfen paßt. Aber Held widerruft zurückgezogen. Aber eine Er war ein braver Sohn und er lernte fleißig. Er war gemiß irgend jemandes Stolz. Ich wollte, ich könnte neben ihm sien und von ihm abschreiben. " Waldbrändchen am Horizont oder auch wie eine fleine Ampel in| höre ich seine Stimme schwingen, eine tiefe Stimme mit Donneraneiner Rapelle am Wegrand irgendwo. Nun gab mir ein Gott fündigungen. Ich grüße ihn nicht, aber es ist so, als würde ich ihn Schönheitsdurft genug, den Waldbrände einerseits zu vermehren grüßen. Er ist vielleicht Angestellter eines Beerdigungsinstitutes und andererseits zu stillen vermögen, und auch frommen Sinn, der und täglich geht er, jemand zu begraben. offen ist für die Heiligkeit verlorener Waldkapellen. ganze Zeile verlorener Waldfapellen, hingetupft an eine Waldreihe, und erfüllt von irdischem Tellerflappern und Silbergabelflang, ist wohl imftande, meiner Andacht eine empfindliche Lücke zu ver fegen. So sehe ich manchmal mit pietätlofem Auge auf das InnenTänze und Spiele aus Loheland." Bon der Frauenfolonie Der sie erbaut hat, war ein Architekt mit Sehnsucht nach Süden, leben meiner Nachbarn, das sie nach außen gestülpt haben, um es Loheland, die sich in einem einsamen Gebirgsort angesiedelt hat und er machte fein Hehl daraus. Zwanzig Jahre lang ging feine auf den Balkongs zu lüften. Und manchmal schäme ich mich meines und allerhand künstlerische und kunstgewerbliche Uebungen treibt, Seele schwanger mit Giebeln, Ertern, Türmchen, Wetterfahnen, überheblichen Sinnes und meiner heimlichen Schandtaten, denen ich ist in lester Zeit viel die Rede. Eine Ausstellung ihrer Handarbeiten seine Seele war gewissermaßen ein tomprimiertes Nürnberg, und es verdante, daß ich nicht tun fann wie meine Nachbarn, Ich sehe wird jest in Berlin eröffnet, und ihre Tanzgruppe produzierte fich im einundzwanzigsten geschah es, daß man sie auf einen freien nur einzelne Lichter und dente der Kapellen am Wegrand. Vielleicht, im Sch wechten Saal, nachtem zwei Mitglieder schon vorher Blatz losließ. Und nun schüttete der Architekt feinen füdlichen Segen bente ich, wären die Menschen verschwiegen, mehr nach innen geim Sturm" por geladenem Publikum aufgetreten waren. Was fie aus. Weil aber die Stadt offenbar möglichst viele Menschen zu be- fehrt, wenn nicht das Wesen der Balkongs darin bestände, ihren zeigen, ist jene neye rhythmische Ausdruckskunst, bei der die Körperherbergen hat, mußte er große Häuser bauen, das heißt eigentlich, Cigentümern eine ampellauschige Abgefchiedenheit vorzutauschen. formen bas„ Gegenständliche" verlieren und nur als bewegte reine ein Haus aufs andere fezen, so lange, bis vier oder fünf Häuser auf und auch das rote Licht( habe ich gefunden) ift folch eine Täuschung. Farbformen wirten wollen. Die beiden Haupttänzerinnen find einander hodten. Dann stülpte er über diefe Ungetüme ein fpites Bem es fcheint, der glaubt, nicht gefehen zu werden. Und wird hagere, überschlanke Gestalten, meist in metallglänzende, eng. Nürnberger Dach und schnigte aus den Bäuchen der einzelnen Stoc doch nur rot gefehen.... Und vielleicht auch wollen die Menschen anliegende Kostüme getleibet, die wie mattflimmernde Fischhäute merte Balfönchen und blies runde und viereckige Rischen aus den gesehen werden. aussehen. Auf der Bühne herrscht ein mystisches Halbtunkel, und Bolumen der Zimmer. So also, daß seine Sehnsucht geftillt. war, das Ganze geht auf Stimmung" aus. Aber diese fommt nicht rein aber erst oben. Unten tragen die Häuser die üblichen Fassaden, Das ist gewiß: daß ich ein Einsamer bin in dieser fremden Stadt zustande. Regie und Darstellung sind dilettantisch. Der rhythmische die breiten Torbögen, die gläsernen Türen, die stumpfen Klinken und daß mich des Morgens, wenn ich durch die Straße gehe, ein Aufbau namentlich der Gruppentänze ist nicht einheitlich, nicht flar und die zoologischen Glockenzüge, wie zum Beispiel Löwenköpfe mit Schauer der Heimatlosigkeit überfällt inmitten so vieler Heimatlich- und organisch, er zerfließt und zerflattert, und die ungelenken und oft Techzenden Zungen, die man figeln muß, wenn's brinnen läuten soll. feit. Der Klang eines morgenfleißigen Klaviers; die weißen Gars unsicheren Bewegungen der Tänzerinnen stören die Illusion. SymAn den Flurwänden blinten rahmenlose Spiegel. So, daß die binnen hinter den Fenscherscheiben; ein Mann in Hemdärmeln; eine pathisch wirkt tie ernste und freudige Hingebung, mit der die Menschen, die hier von unten hinauf zu gelangen pflegen, mit Gift, Frau in der Nachthaube; ein Hund an einem Laternenpfahl; eine Mädchen ihre Künfte ausüben, und die vornehme Tendenz, die jeden wenn sie Herrschaften, und ohne Lift, wenn sie's noch nicht sind, itfaßfäule mit frisch triefendem Klebstoff; ein Bortier mit Messing. äußeren Effekt vermeidet. Der Stil der Loheländerinnen ist zweifelfich felbft sehen dürfen, ohne sich allerdings fennen zu lernen. Mich machen diese Häuser, in denen die sehnsüchtige Architekten- paste für die Türklinke; ein frischgewichster Schusterjunge; eine los fruchtbar und zukunftsreich, er wird nicht nur das alte Ballett, feele noch liegt, so unfagbar traurig, weil sie halb find. Es war Tür steht alle find mir fremd, weil sie nichts von mir wissen, ob mit der Zeit verträngen. Aber bevor man sich über seine volle J. S. Licht und Luft. Aber ihre Sehnsucht war es, schön zu sein und wohl sie mir alles erzählen. Sie grüßen einander mit vertrauten Wirkung ein Urteil bilden kann, müßte er erst einmal von fertigen Künstlern ausgeübt werden. awedios wie die Schönheit. Sie mußten sich dem lächerlichen Zwang Bliden und in jedes Auge spiegeln sich des Nächsten Erlebnisse. Und die Menschen hier sind sehr saubet. Sie riechen nach Selfe, Admirals- Palast. Ein großes fünstlerisches Aufgebot warb im ihrer irdischen Wesenheit fügen und durften sich erst ganz boch oben eriauben, Lurus anzulegen, aber auch ihn noch für praktische Be. harter, brauner Würfelfeife, mit der mich meine Tante zu waschen letzten Konzert des Admirals- Palastes 3 ugunsten der Ruhr. dürfnisse herrichten. Hier symbolisiert sich das Leben tausender pflegte. Die Frauen haben ihr Haar straff zurückgekämmt und die flüchtigen. Die aus Mitgliedern der Staatsoper bestehende Architekten, und der Abstand zwischen dem, was sie gewollt, und Ohren frei. Es ist so eine Atmosphäre seelischer Stafbeiung um sie. Stapelle unter Dr. Stiedry bot erlesene Werte: bie romantische Ihre Stunden fließen über von Tätigkeit und ihre Dokumente find Ouvertüre zum Freischüß. eine flaffische Sinfonie von Mozart( in Manche Menschen Jagen: Balkong. Das tlingt so, als ob er in Ordnung. Sie dürfen ihre Seelen auf offener Handfläche tragen. Es- dur), bie reizende Lustspielouvertüre von Beter Cornelius, dem schon hinuntergefallen wäre, mit einem Blumentopf aus Ton wo Ihre Bergangenheit ist fleckenrein wie das Messingbecken über dem Neudeutschen" aus dem Liszt- Wagner- Kreise, zu der Oper„ Der möglich und einer halben Fensterscheibe bazu. Denn es liebt hier rifeurladen. Ihre Gegenwart ist Einkaufen. Ihre Zukunft Rechnen. Barbier von Bagdad", die Eliedry in ihrer entzüdenden Original möglich und einer halben Fensterscheibe dazu. Denn es liebt hier: Sie fammeln ihre Tage in ein Album, wie Briefmarken. Sie sind fassung zuerst wieder hier an der Staatsoper eingeführt hat.( Warum zulande jeber feinen Balkon und schmückt ihn mit Geranien, Benimmt übrigens die prachtvolle Staatsopertapelle nicht einen Mann gonlen und Belargonien und enderen Pflanzen, die wie fremde Tage und Jahresfammler. dieser Art zum Leiter für ihre ständigen Sinfoniekonzerte, die leider Beltteile heißen. Das fommt von der Sehnsucht der Menschen, die, um von unten hinauf zu gelangen, ein halbes Leben brauchen, und in diesem Winter unseres Mißvergnügens einem für unsere An. Sprüche in teiner. Weise ausreichenden Dirigenten anvertraut find?) die andere Hälfte zur Umfeßung in Dronung, bem Sprichwort ge- Den zweiten Leii des Ronzerts bestritt eine große Schar von treu. Nie vielleicht tommen fie in eine Gegend, die so ähnlich heißt, wie eine ihrer Blumen. Sie pflanzen das Erotische vor ihr Haus Attraktionen" mit dem Drchester des Admirals- Balaftes unter Ein. öbshofer: von Cleming über Ried bis Gräb, für jeden und an ihr Herz und machen das Symbol des schwer Erreichbaren heimisch. So lebt sich ihr Drang ins Freie in vorgebauten Ziegel- Ich weiß zwar nicht, was er repräsentiert; aber er ist ein Re- Geschmad wurde etwas geboten. Wie üblich fehlten einige, deren ſteinen aus, und auf und zwischen ihnen entlädt fich ein Teil ihres präfentant fuch wenn er feine Handschuhe trägt, find seine Hände Namen auf den ersten Anzeigen als Mitwirkende figurierten- schade, Daseins, z. B. die Sprißianne; aber auch die Liebe, der Appetit feierii, als trügen fie Leichenferzen. Er hat einen Strohhut auf daß manche Künstlerinnen es sich immter fo leicht damit machen! und das Lampenlicht. dem Haupt, aber es ist ein Zylinder. Sein Schritt ist direttorial. 2illes fand lebhaften Beifall des zahlreichen Bublifums, das den geDr. A. G. Diefes Licht ist rötlich gedämpft und sieht aus wie ein kleines| Sein Auge ruht strafend auf etwas Er ist stumm, aber um ihn schmackvollen, gut akustischen neuen Konzertsaal füllte. deni, was fie geleistet. Nie war ein Unbekanntes in ihrem Leben, aber auch nie ein Häßliches. Im Schatten ihrer Tugenden wuchsen sie und gediehen. Ich beneide sie. Täglich begegnet mir ein Herr auf ber Treppe, der von Beruf Repräsentant ist. Die deutschvölkische Bombe. = über angebliche Meutereien innerhalb der Reichswehr in Münster nicht. Er hat auch zugegeben, jenen Bericht über angebliche Haushaltsberatungen im Landtag In Stargard( Pommern) fand am Sonntag ein sozialdemo- Beratungen im Reichswehrministerium unter Vorsiz des Generals fratischer Boltstag statt, auf dem Genoffe Löbe, Genossin Röhl- Köln v. Seedt, der in der Roten Fahne" erschienen ist, diesem Blatte In der geftrigen Sitzung des Landtags erklärte Minister und die Genossen Crispien und König- Swinemünde sprachen. Bur gegeben zu haben. Es steht fest, daß Dehme alle diese und ähn- Dr. Wendorff bei der Einzelbesprechung des Haushalts der Landgleichen Zeit fand in Stettin eine Bersammlung mit dem Ge- liche Informationen an ein Nachrichtenbureau in Scheveningen wirtschaftlichen Verwaltung, er erfenne voll und ganz weitergegeben hat, welches Transatlartic News Transmission die Bedeutung der Opfer an, welche die Landwirtschaft für die Ruhrnossen Severing als Referenten statt. Während der Veranstal- Agency" firmiert und deffen Leiter ein gewiffer W. 3. Perkins ist. hilfe gebracht hat. Die Absicht, die zahlung für Getreide tungen in Stargard wurden ein 24jähriger Student und zwei Ge- Dieses Nachrichtenbureau ist, wie der politischen Polizei bekannt ist, unter bestimmten Boraussetzungen in Stiftoff zu leisten, hilfen verhaftet. Die Burschen führten Gaspatronen und an sehr übel beleumundet und scheint Spionagezwecken gedient zu werde nicht zur Folge haben, daß die Landwirte unter einem Mangel bere Waffen mit sich. Der Student erklärte bei seiner Berneh- haben. Ferner ist Dehme nachgewiesen worden, daß er Sigungs an Barmitteln zu leiden haben. mung, daß er und seine Begleiter die Absicht gehabt haben, Löbe, berichte des vorläufigen Reichswirtschaftsrats an ein MitGevering und Breitscheid, die sie in Stargard erwartet hatten, einmal glied des Berliner franzöfifchen Generaltonfulats gründlich auszuräuchern. Die chemische Untersuchung hat verkauft hat. ergeben, daß bie Patronen genügt hätten, um erhebliche Brandwunden und Erftidungsanfälle herbeizuführen. Die Angelegenheit ift dem Oberreichsanwalt übergeben worden, der die Untersuchung weiterführt. Die Festgenommenen befinden sich in Stargard. Voruntersuchung gegen Roßbach. Ceipzig, 27. Februar.( WIB.) Das vor dem Reichsgericht schwebende Ermittlungsverfahren gegen den kürzlich in Hamburg vorübergehend verhaftet gewesenen Oberleutnant a. D. Roßbach hat jetzt zur Eröffnung der Boruntersuchung wegen Geheimbündelei geführt. Die Boruntersuchung erstreckt sich außerdem auf verschiedene Bereinigungen, die sich nach dem Berbot und der Auflösung der Formation Roßbach gebildet haben. Zu diesem gehört der Verein für landwirtschaftliche Berufsausbildung in Mecklenburg und in Holstein, der„ Sparverein Pommern" und eine Reihe anderer Spar" vereinigungen. betannt: " Das Verfahren gegen Oehme. Durch WIB. gibt das Polizeipräsidium folgende Darstellung Dehme ist des Verstoßes gegen§ 92 Bifer 1 des Reichsstralgefeßbuches verdächtig, d. h. ihm wird vorgeworfen, Nachrichten, von denen er wußte, daß ihre Geheimhaltung einer anderen Res gierung gegenüber für das Wohl des Deutschen Reiches erforderlich ist, einer fremben Regierung mitgeteilt oder öffentlich bekanntgemacht zu haben. In welchem Umfange sich der Verdacht bestätigen wird, muß erft, die noch im Gange befindliche Untersuchung ergeben. Der neue Papierpreis. Nach langen Verhandlungen ist der Drudpapierpreis für den Monat März auf 1550 M. für das Rilo festgesetzt worden. Die Rückrechnung auf den Bellstoff und Holzftoff fann mit 170 m. für das Kilo angenommen werden. Der Preis ist bindend für den Monat März, falls nicht eine Erhöhung des Kohlenpreises oder der Frachten eintritt. Zur Vorgeschichte der Ruhraktion. Ein Artikel des„ Temps". tg. Dr. Kaufhold( Dnat. Bp.): Die drei Milliarden zur Mischperbilligung sind in die Taschen der Städte gewandert, ohne daß die Verbraucher etwas davon gehabt haben. Abg. Schulz- Neukölln( Komm.) wirft dem Minister vor, er habe seinerzeit von einem Kredit von 300 millionen für die Ron umgenossenschaften gesprochen, als aber der Berliner Konsumverein um 25 Millionen aus diesem Fonds gebeten habe, fei die Bitte vom Finanzminister abgeschlagen worden, da eine Mittel zur Verfügung ständen. Abg. Wittich( Soz.) erklärte, der kommunistische Vorwurf sei unberechtigt, denn es feien tatsächlich für die Kartoffelbe. fchaffung seinerzeit beträchtliche Mittel zur Verfügung gestellt worden. Die drei Milliarden zur Milchverbilligung sind recht gut gewesen. Ob das Berhalten der Städte in der Milchversorgung in allen Puntten zu billigen war, das ist freilich eine ganz andere Frage. Nach Ausführungen des Abg. Stendel( D. Bp.) verlangt Abg. Kaufhold( Dnat. Bp.) die freie 3uderwirtschaft. Benn Paris, 27. Februar.( Eca.) Der Temps" veröffentlicht heute die Zuderrübenbauer nicht Klarheit darüber hätten, wie es mit der abend in seinem Leitartikel Einzelheiten über die Vorgänge bei der Zuckerwirtschaft im kommenden Jahre ausfähe, dann werde der Londoner Konferenz im Dezember vorigen Jahres somie bei der Buderrübenbau beträchtlich zurückgehen. Das sei um so bedenkBariser Konferenz im Januar dieses Jahres. Anscheinend licher, als ja der Zudererport Devisen beschaffen solle. Hierauf werden die Ausgaben für Landeskulturämter und stammen tiefe Nachrichten aus dem heute der Presse übergebenen Gelbbuch. Nach dieser Veröffentlichung hat Deutschland entgegen Kulturämter in der Form bewilligt, daß nach einem Antrage der den Behauptungen der deutschen offiziellen Kreise im Januar diefes von 160 auf 173 erhöht wird. Die Titel fumme für missenschaft Regierungsparteien die Zahl der Vermessungsfetretäre Jahres feinen Borschlag zur Lösung der Repara- liche und Lehrzwede bei den landwirtschaftlichen Lehranstalten wird tionsfrage gemacht. Während der Konferenz in London im nach dem Antrage des Hauptausschusses( um 500 000) auf 3 450 000 Dezember vorigen Jahres, so heißt es in diesem Artikel, wurde den Marf erhöht. aliierten Regierungen ein Brief des Reichskanzlers Cuno vor- Der Hauptausschuß hat den Fonds für Kleingelegt mit einem Plan zur Regelung der Reparationen. tie rzuchtförderung von Reparationen. tierzuchtförderung von 1600 000. auf zwei MillioBoincaré faßte das Resultat der Prüfung dieses Planes seinen nen Mart erhöht. Der Rest des Haushalts wird ohne wesent Stollegen gegenüber in die Worte zusammen: Die deutsche Regie- liche Aussprache erledigt. Die Anträge des Hauptausschusses, betreffend die Bestrafung wegen nich ta blieferung von Umrung bietet in ihrem Schreiben keine Garantien und feine lagegetreide und die Bezahlung desselben, wurden angeSicherheit Benn die französische Regierung erflärt, daß fie nommen. Der Antrag des Hauptausschusses, bei der Reichsregiediesen Borschlag der Konferenz nicht überreichen kann, so kann die rung darauf hinzuwirken, daß von jeder weiteren Umlage Die Einleitung des Verfahrens ist auf Mitteilungen von An- Konferenz versichert sein, daß dieser Vorschlag als vollkommen un- im Getreide Abstand genommen wird, wird in der Hauptsache gestellten der DTA. zurückzuführen, bei denen die journa- annehmbar betrachtet wird. von den bürgerlichen Parteien angenommen. Zum Gefeßentwurf, listische Tätigkeit des Dehme Bedenken erregt hatte, besonders der Inhalt feiner an ein ausländisches Nachrichtenbureau Bonar Law soll taraufhin beantragt haben, man solle die betreffend den Austausch von Stick stoffdünger gegen Geerteilten politischen Informationen. So berichtete er z. B. Ende des deutsche Reichsregierung fragen, ob die deutschen Industriellen treide im Wirtschaftsjahr 1923/24, gelangt der Ausschußantrag, von jedem Austauschzwange abzusehen, gegen die Linke zur Anvergangenen Jahres an das Ausland über angebliche Meute bereit seien, sichere Garantien anzubieten, damit Deutschland eine nahme. Der Antrag unserer Genossen auf Begründung einer öffentreien und unzufriedenheit in der Reichswehr; in Anleihe von Bedeutung aufbringen fönne. Der englische Premier- lich- rechtlichen Düngerversorgungs- G.m. b. H. wird abge. den lezten Wochen perbreitete er sich in feinen Auslandsinformatio- minister gab jedoch zu, daß die deutsche Note in feiner Weise zu- lehnt. Angenommen wird ein Zentrumsantrag auf Sicherstellung nen über angebliche, die deutsche Einheitsfront er- friedenstellend war. Nach dem„ Temps" erklärte er, taß es selbst des Stidstoffbedarfs durch Erhöhung der Inlandsproduktion. Ein schütternde Meinungsverschiedenheiten inner verständlich sei, daß diese Nete un annehmbar wäre. Bas welterer Zentrumsantrag auf unverzügliche Herausgabe eines auf halb des Reichsfabinetts. Ferner gab er in der vergange die Frage der Gleichberechtigung mit den anderen Nationen in die Domäneneinnahmen gegründeten wertbeständigen Papiers nen Woche auch dem Ausland die Informationen über das angebliche Einvernehmen zwischen führenden Persönlichkeiten der Frage der Gleich berechtigung mit den anderen Nationen in( Roggenrentenbriefe) wird dem Landwirtschaftlichen AusReichswehr und Orgefchverbänden fowie über die an internationalen Handelsfragen betraf, stimmte Bonar Lam mit Boin. fchuß überwiesen. Sämtliche übrigen Anträge des Hauptausschusses geblichen Besprechungen verschiedener Minister beim caré barin überein, daß eine Aufhebung der diesbezüglichen wirtschaft, zur Beseitigung der Besteuerung des Kindeserbes werden angenommen, auch jene zur Freigabe der Zuder= General v. Seedt. Bu gleicher Zeit, als Dehme diese lettere Bestimmungen des Versailler Bertrages nicht einmal ins Auge u. a. Namentlich abgestimmt wird über den Antrag der DemoInformation dem Auslande weitergab, vermittelte er diese Nach gefaßt werden könne. Diese Notiz, so heißt es weiter, fei außer traten, die selbständige Adernahrung nicht auf die Größe richt auch der Nedaltion der Roten Fahne", die bann am ordentlich unbestimmt. Was die Ausgabe von Schaßfcheinen eines wirtschaftlichen Zwergbetricbes, sondern so hoch festzusehen, 22. Februar 1923 den aufsehenerregenden Artikel Seedt rüstet zum anbetrifft, so würde dies feinen Wert haben, wenn die Ausgabe- nie es ein normaler bäuerlicher Familienbetrieb erfordert. Der Bürgerkrieg" veröffentlichte. Die in diesem Artikel behaupteten Antrag wird mit 191 gegen 46 Stimmen( hauptsächlich der Rechten) Tatsachen wurden durch den Reichswehrminister befanntlich am bedingungen nicht verbessert würden. gleichen Tage in der Reichstagsfizung als erfunden bezeichnet. angenommen. Darauf vertagt sich das Haus auf Mittwoch, 12 Uhr. Nach Abschluß der zurzeit noch schwebenden polizeilichen Er Fortsetzung der Haushaltsberatung. Schluß 6 Uhr. mittelungen werden die Borgänge von der Berliner Polizei an die Oberreichsanwaltschaft abgegeben, Die DTU. teilt u. a. noch mit:. Der Temps" gibt alsdann die Meinung Mussolinis und Theunis wieder, die sich ebenfalls gegen die deutsche Note ausgesprochen haben. Schließlich, so heißt es, war Bonar Law auch damit einverstanden, daß die deutsche Note undiskutier bar fei. Die nebattion der DTA. hat jegliche Beziehungen zu Walter Der Artikel schildert dann weiter die Borgänge bei der PaDehme in dem Augenblic gelöst, als ihr schon lange gehegter Ber- riser Konferenz im Januar und sagt, daß bei Beginn der ersten dacht in bezug auf seine sehr bedenkliche politische Berichterstattung Sitzung dieser Konferenz Boincaré feinen Kollegen von einer De nach dem Auslande an Hand vorgefundener Beweisdokumente fid) vollauf bestätigte, Die Vernehmungen der Redaktionsangestellten der DTA. auf dem Berliner Polizeipräsidium dauerten auch Dienstag den ganzen Tag an. Soweit sich bisher übersehen läßt, leugnet Dehme die Ür heberschaft an einem nach dem Auslande weitergeleiteten Bericht Ernst- Toller- Feier. Diese Veranstaltung des Deutschen pazififti. schen Studentenbundes im Schwechten- Saal war ein Abend der Aufbauenden, der Vorwärtsstürmenden, ein Abend voll Inbrunst und Leidenschaft, würdigstes Gedenken einem revolutionären Dichter. Man tann auch Rünstler fein, wenn man 3been hat, sagte Alfred Kerr, und tritifierte so zugleich in wenigen Strichen Gerhart Hauptmanns neueres Wirken. Kortner sprach Zoller, hinreißend in der Ertafe. Aber das alles war es nicht, was diesen Abend zu einem Ereignis machte. Das Ergreifende, das Erschütternde war vielmehr das Empfinden, hier inmitten einer Schar Menschen zu weilen, die unbeschadet ihrer ideellen Einstellung zu fulturlichen und politischen Broblemen Diener sein wollen einer überzeitlichen, rein menichlidhen Idee, friedliche Vorfämpfer des großen Ideals, das trotz Weltkrieg und Nachkriegsenttäuschung nicht eine Spur seines göttlichen Antlizes verloren hat. So wurde der Gesang der Internationale, unter dem Zeichen des menschheitverbrüdernden roten Banners, zu einer Manifestation von unerhörter Bucht. Wird der Abend dem ein geferterten Dichter helfen oder eine Beiniger zu neuen, Quälereien reizen? Wir wissen es nicht; wohl aber wissen wir, daß er für jeben Teilnehmer als unauslöschlicher Eindruck eingeprägt bleibt und aufs neue die Erinnerung wachrief an eine der größten Kulturschäden unseres Jahrhunderts. W. P. Letzte Nachrichten. Stand des Sechs- Tage- Rennens. Nachdem der Vormittag ohne besondere Ereignisse verlaufen marche Mitteilung gemacht habe, die der deutsche Bot war, erfolgten um 3 Uhr die üblichen Wertungsspurts. Ad. Huschte fchafter am Vorabend der Konferenz am Quai d'Orsan gemacht zeigte sich in blendender Form. Von den 5 Spurts gewann er hatte. Dr. Mayer habe erklärt, unter Bezugnahme auf den Brief allein 3, während sein Bruder Richard einmal im 2. Spurt den 4. Plaz belegen konnte. Jenffen gab in der 90. Stunde auf, Cunos, daß er im iuftrag feiner Regierung Poincaré darüber zu sein Bartner Meiners fährt als Erfagmann weiter. Nach 90 Stunden informieren habe, daß die deutsche Regierung, nachdem sie die Frage waren 2688,5 Kilometer zurückgelegt. Der Stand des Kennens nach der Reparationen mit den bevollmächtigten Bertretern des deutschen der Nachmittagswertung ist folgender: Bauer- Tiek 178 B., HahnWicifchaftslebens geprüft habe, einen Plan zur Regelung dieser Krupfat 151 B., Gebr., Huschte 131 P., Stellbrink- Häußler 52 B., Frage ausgearbeitet habe. Sie habe Dr. Mayer beauftragt, bei Schrefeld- Magnussen 40 P., Manthey- Behrendt 15 P., Bittig- Kohl Poincaré zu intervenieren, daß einem Bertreter der deutschen Re- 14 P., eine Runde zurüd Techme: Aberger 12 P., Bamfe- Kuschkom gierung Gelegenheit gegeben werde, diesen Plan der Konferenz 1 B. Die 13. Bertung, die um 10 Uhr abends vorgenommen vorzulegen und zu erläutern. Die deutsche Regierung autorisierte wurde, hatte folgendes Ergebnis: 1. Bauer- Tiez 190 B., 2. Hahndamals Herrn Bergmann, diesen Plan der Konferenz porzu 93 B.( eine Runde zurüc), 5. Häußler- Stellbrint 53 P.( eine Kruptat 163 B., 3. Gebr. Huschte 155 P., 4. Aberger- Techmer tragen. Es handelt sich also, so schreibt der" Temps", bei dem Runde zurück), 6. Schrefeld- Magnussen 45 B.( eine Runde zurück), deutschen Angebot nicht um einen schriftlichen Vorschlag, fon- 7. Manthen- Behrendt 15 B.( eine Runde zurück), 8. Wittig- Kohl dern lediglich um eine mündliche Demarche. Die deutsche Re- 15 P.( eine Runde zurück), 9. Pawke- Kuschkow 1 B.( zwei Runden gierung habe also entgegen ihren jezigen Behauptungen teinen zurüc). Nach der 98. Stunde( 11 Uhr abends) waren 2974,350 Kilometer zurückgelegt. pofitiven Blan aufgestellt. * Elend und Not Die Schlußbehauptung des Temps" ist uns ganz un perständlich, Wir fönnen uns zwar nicht darauf festlegen, daß das taktische Vorgehen der Reichsregierung in London und Paris immer das Geschichteste gewesen sei; auch müffen wir ihr die Verantwortung für den Inhalt ihrer drohen der deutschen Arbeiterklasse, wenn sie nicht einig und Angebote überlassen; wir fennen das letztere nicht und können geschlossen den inneren und äußeren Gefahren die Stirne daher nicht beurteilen, ob es Aussicht hatte, eine günstigere bietet. Feinde ringsum! Feinde an der Ruhr, die den Feinde im Aufnahme zu finden, als das erstere. Aber wir müssen deutschen Wirtschaftsförper zerreißen wollen. dennoch diefem offiziösen französischen Versuch mit aller Innern, die am Marke des Bolfes saugen und seinen Kampf Schärfe entgeentreten, die Schuldfrage in diesem Punkte zu gegen die äußeren Gefahren erschweren. verschieben. Wer diesen Kampf fördern will, suche neue Leser und Freunde für den Vorwärts" Der Aderlaß, dies uralte, schon von Hippokrates empfohlene Mittel der praktischen Medizin, hat durch viele Jahrhunderte eine Sauptrolle gespielt, und die Betten find roch gar nicht so fern, da ter Kalender an bestimmten Tagen den Aderlaß vorschrieb, den man Die Demarche Dr. Maners selbst, wie sie der„ Temps" er ebenso wie das Baden und Abführen für unbedingt notwendig hielt. wähnt, beweist, daß Deutschland durch Herrn Bergmann einen 28ie mit so manchem altehrwürdigen Hausmittel hatte die moderne Plan der Konferenz vorlegen wollte. Daß zunächst ein mün d Heilwissenschaft auch mit biefem gehörig aufgeräumt. In neueſterlicher Vortrag beabsichtigt war, ändert an den Tatsachen zu gewinnen. Nachstehender Bestellzettel ist auszufüllen und Zeit jedoch mehren sich wieder die Berteidiger des Aderlaffes, und nichts, daß ein solcher Plan mitgebracht und überreicht werden an die Hauptgeschäftsstelle des" Vorwärts", Berlin SW. 68, beſonders tritt für ihn Dr. Burwinkel ein, der auf Grund jahrzehnte sollte. Daß es infolge der 2 blehnung des Bergmannschen Lindenstr. 3, einzusenden.( In Orten außerhalb Groß- Berlins langer und vietausendfältiger Erfahrung die hohe Bedeutung dieses Bortrages nicht mehr dazu tam, ist jedenfalls nicht ist der" Borwärts" bei der Post zu bestellen.) Deutschlands Schuld. Alles übrige sind echt Burwinkel schreibt dem Aderlaß einen großen Wert zu bei Arterienvertaltung, bei den verschiedensten Haut. Poincarésche Haarspaltereien. frantheiten und anderen Leiden. Er ist auch der Ansicht, daß bie heroischen Aderlässe vergangener Beiten", die einen großen Blutverlust zur Folge hatten, nicht schäblich wirten mußten. Das Lebensafter piele teine Rolle, denn Greife, Kinter und Säuglinge vertragen diesen Eingriff ausgezeichnet, und man hat sogar den Aderlag bei Säuglingen in jüngster Zeit verschiedentlich mit lebens. rettendem Erfolg vorgenommen. Die Gemäldegalerie Carl Nicolai, Biftoriaftr. 26 a, eröffnet am 1. März eine Sonderausstellung von Werfen Albert 3 o blenbergs, welche speziell stimmungsbilder aus der Mart Branden bura zeigen wird. Rudolf Schlichter zeigt im Grabbilchen Kabinett, J. B. Ne u mann, Surfürstendamm 282, Aquarelle und Grabbit, in denen eine Auseinander segung mit dem Phänomen Weltstadt erstrebt wird. Eine Uebersichtskarte des Bundes der sozialistischen Sowjet. republiken, von Prof. B. Adler( Moskau) bearbeitet, ist in deutscher Sprache im Berlag Aniga", Berlin W 62, erschienen. Die Starte gibt die gegen ärtigen Grenzen auf das genauefle wieder. Warum England weitere Zugeftändnisse ablehnt. Paris, 27. Februar.( EP.) Wie der New Dort Herald" aus London erfährt, ist die legie Forderung Poincarés, monach ein neuer Gebietsteil der englischen Zone an Frankreich abgetreten und Frank. reich neue Verkehrserleichterungen eingeräumt werden sollten, von Bonar Law höflich aber bestimmt abgewiesen worden. Die englische Regierung sei der Ansicht, daß Frankreich die Rheinfchiffahrt entwickeln solle, um die Ruhrkohle abzuführen. In gewiffen politischen Kreisen Londons sei allerdings angeregt wor den, die englischen Truppen aus ihrer gegenwärtigen Besagungszone zurückzuziehen und weiter füdlich aufzustellen, um Frankreich an der. Ruhr völlig freie Hand zu lassen, und gleichwohl die Ga rantien zu behalten, die der Versailler Bertrag England einräumt. Dieser Borschlag entspreche aber nicht den offiziellen Anschauungen. England wolle auch die Möglichkeit erhalten, eventuell später an der Ruhr zu intervenieren und die englische Regierung Zum Rektor der Landwirtschaftlichen Sochschule in Berlin für die Umtszeit vom 1. April 1923 bis dahin 1924 it der ordentliche Brofessor hoffe noch imuner, daß Amerika sich nächstens zu einer Intervention Dr. Hugo Miehe gewählt und vom Staatsministerium bestätigt worden. I entschließen werde. Ich abonniere den Vorwärts" mit der illustrierten Sonntagsbeilage, Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der 14 tägig erscheinenden illustrierten Beilage Siedlung und Kleingarten" in Groß. Berlin täglich zweimal frei ins Haus. Name " Wohnung: Dorn bei Straße Nr. Hof Quergeb. Seitenfl. Tr. links- rechts Gewerkschaftsbewegung Zum 1. März. gez. auch nicht angenommen hätten, weshalb fie nunmehr erft hälter an den jeweiligen Lebensmittelinder. Die zweite: Be über die Annahme des Schiedsipruchs entscheiden müßten. feitigung der Dienstdauervorschriften und des GeDemgegenüber steht fest, daß im legten halben Jahre jeder Schieds. bingeverfahrens, und die dritte Tat: Austritt aus der Ar. spruch mündlich abgegeben und über jeden Schiedsspruch ohne beitsgemeinschaft Praktisch liegen die zwei zuerst zu lösenschriftliche Ausfertigung von den Parteien entschieden den Aufgaben so, daß sie nicht von dem Bäderdugend Berliner Kom Nach einer Erhebung unter den Berlinern Zimmerern, die im wurde. munisten gemeistert werden. Rennen sie wie die Kuh im BorzellanAugust 1922 vorgenommen wurde, maren 91 Proz. der erfaßten Die Herren Gastwirte unter Führung der Hotelbefizer erklären laden herum, dann gibt es Scherben. Doch wer unsere Kommunisten Zimmerer Mitglieder ihrer freien Gewerkschaft, 4 Proz. waren heute dreist und gottesfürchtig, daß sie den Angestellten in der Bragis fennengelernt hat, weiß, daß sie fromm wie die Syndikalisten, 2½ Proz. waren in anderen Verbänden organisiert auf Grund der verlängerten Polizeistunde feine Lohnerhöhung Lämmer find. An den Austritt aus der Arbeitsgemeinschaft glaubt und weitere 2½ Proz. gehörten feiner Organisation an oder geben können, daß diese Polizeistunde für sie auch gar feine niemand weniger wie die KPD. Die politischen Parteien in Kreuzhatten feine Angaben über ihre Organisationszugehörigkeit gemacht. große Rolle spiele. Es ist geradezu ein standalöies nach haben nämlich ihre Bettgenossenschaft mit der fommuDas Organisationsverhältnis muß als ein gutes und gesundes be- Spiel, das hier aufgeführt wird. Dieselben Unternehmer, die die nistischen Jungfrau neu belebt. In dieser Erklärung( DMV.) zeichnet werden. ganze Presse mobil machten, die' nicht laut genug heißt es 11. a.: Anders verhält es sich mit der Mitgliedschaft zur Partei und fammern fonnten, die zu 20 und 30 Mann von Ministe= Wir bekunden, daß wir in unerschütterlicher Treue mit der Abonnentenzahl von Arbeiterzeitungen. Es sei hier be- rium zu Ministerium liefen, um eine Wenderung der an unserem deutschen Vaterland festhalten. merkt, daß zurzeit der Erhebung die Einigung der Sozialdemokratie| Berordnung über das Tanzverbot und die Bolizeistunde zu erzielen, Deutsche Demokratische Partei. Deutschnationale Boltspartei. Deutsche noch nicht vollzogen war. Bei der Erhebung ist also ein Unterschied die sich nicht gescheut baben, in widerlicher Weise zu ver- Bolkspartei. Zentrumspartei. Kommunistische Partet zwischen den verschiedenen Parteien und deren Organen nicht ge suchen, die Arbeitnehmer bor ihren Wagen zu Deutschlands." macht worden. Es wurde aber festgestellt, daß nur 16,6 Proz. ipannen, daß diefelben Unternehmer heute so ichlau find, Was sagt die Richtung Schmidtte der neugewählten Orts. der Berliner Mitglieder des Zimmererverbandes politisch or und sich um die Bezahlung von 15 Pro3. Lohnerhöhung verwaltung zu diesen internationalen Klassenfämpfern? Glaubt fie ganisiert und nur 28,5 Proz. Leser einer Arbeiter brüden wollen. Diese Herrschaften haben damit nur allzu mit den Schwarz- Gelben die Dienstdauervorschriften, die Besserzeitung waren. Diese Zahlen zeigen ein erschreckendes Bild von deutlich gezeigt, welch' Geistestinder sie sind. ftellung von Arbeiterlöhnen und Beamtengehältern ändern zu dem politischen Tiefstand und der mangelnden Aufklärung großer wollen? Doch auch hier werden die„ Moskauer" um eine Ausrede Arbeitermassen. Wir dürfen wohl, ohne zu übertreiben, fagen, daß nicht verlegen sein. Bemerkenswert ist, daß man an dem Ge. die im Zimmererverband gemachten Feststellungen, soweit Berlin schäftsbericht teine Kritit übte. Warum dann die in Betracht kommt, leider keine Einzelerscheinung sind. In diesem folossalen Anstrengungen gegen die alte Ortsverwaltung. Buntte ist in den letzten Jahren viel versäumt worden. Es ist Gefchte nur experimentieren? Dann wäre es um die bisher höchste Zeit, daß unsere Genossen und Leser an die Arbeit gehen, geleistete faum einjährige zähe Arbeit der Genossen Beefer, Mitglieder und Abonnenten werben, damit die Berliner Arbeiterfchaft auch in politischer Beziehung wieder den Blag einnimmt, auf infler usw. geschehen. den fie früher stolz gewesen ist. Die Arbeiterschaft steht vor schweren Aufgaben und Kämpfen; sie wird sie nur lösen und siegreich beftehen können, wenn sie sich auch mit dem geistigen Rüstzeug wappnet. Dazu ist in erster Linie notwendig, daß sie die Zeitung liest, die ihre Interessen vertritt, und der Partei angehört, die die Partei ihrer Klasse ist, und das find der Vorwärts" und die Bereinigte Sozialdemófratische Partei. Lohnprellerei Berliner Gastwirte. Die Lohnverhandlungen über die Februarlöhne im GastwirtsBewerbe scheiterten, weil die Unternehmer die Situation durch die Härten, daß eine Einigung nicht zu erzielen fei. Sie verlangten 11- br- Bolizeistunde und durch das Tanzverbot für so schwierig erdie Anrufung eines Schiedsgerichts. Das Schiedsgericht trat am 3. Februar mit drei Unparteiischen zusammen und fällte einen Schiedsspruch, der u. a. den Saz enthielt: " Falls es den beiderseitigen Bemühungen gelingt, eine Verlängerung der Polizeistunde auf 12 Uhr zu erwirten, tritt eine Lohnerhöhung von 10 Prozent, bei einer Langerlaubnis von drei Tagen in der Woche für die Saalgeschäfte von 15 Prozent ein." Ferner legte der Schiedsspruch fest, daß für die Saalgeschäfte zunächst die Januarlöhne bestehen bleiben sollen und für die Zwischenzeit ein Baufdhalbetrag als Abfindung zwischen den Barteien bereinbart werden soll. Dieser Schiedsspruch wurde von den Arbeitnehmern in seinem Hauptteil angenommen Die Arbeitgeber gaben sofort Auftrag. ein dementsprechendes 20 bnablommen au druden und zahlten bis zum heutigen Tage auch die Löhne, die der Schiedsspruch vorsieht. In einem Schreiben des Arbeitgeber verbandes als Autwort auf die Mitteilung von der Annahme des Schiedsspruchs durch die Arbeitnehmer am 15. Februar wurden mit feinem Wort irgendwelche Vorbehalte in bezug auf den Inhalt des Schiedsspruch gemacht. TOY Der Zentralverband der Hotels, Restaurants und Caféangestellten wird sich auf feinen Fall dieses Verhalten der Unternehmer gefallen lassen und sich mit den Mitteln zur Wehr sehen, die am wirksamsten gegen ein derartiges Treiben sind. von ill Scharfmacher in der Fleischwaren- Industrie. Seit dem 1. Januar bestehen in der Fleischwaren- Industrie Nun ein paar Worte zum Wahlerfolg. Zweifelsohne hätte die Groß- Berlins ernsthafte Differenzen über die Erneuerung der BVSPD.- Lifte gefiegt, wenn nicht der Fall Niendorf in geschickter gefündigten Rahmentarife. Verschiedene Verhandlungen BSPD.- Lifte gefiegt, wenn nicht der Fall Niendorf in geschickter blieben ergebnislos. 8weimal ist der Schlichtungsausschuß in Art und Weise von der„ Moskauer" Richtung ausgeschlachtet worden Anspruch genommen worden. Erneute freie Verhandlungen und wäre. Inwieweit dieser Zug von den Eingeweihten richtig beurteilt auch solche vor dem Demobilmachungs- Kommissar verliefen ergeb- worden ist. soll hier nicht erörtert werden. Hinzu kam die Angelegenheit Bernhard. In dieser heute schon ein Urteil zu fällen nach nielos. Die Geduld der Arbeitnehmer, auf eine lange Probe ge- dem Muster des kommunistischen Antrages in der Generalversammstellt, durch das provokatorische Verhalten einzelner Arbeitgeber noch besonders gereizt, führte zur Arbeitseinstellung in lung, ist verfrüht. Fest aber steht, würden einmal tie fommunieinem Betriebe. Anstatt nun den Ernst der Lage zu erkennen, goß ftischen Redakteure oder sonstige Regiffeure ihre Preßorgane in den man Del ins Feuer und drohte mit der Ausiperrung der Provinzen studieren, sofort würde der erdrückende Nachweis für die Aufnahme unzähligen Schiedsgerichtsverfahren gegen die gesamten Industrie. Diese Drohung verschärfte die Situation noch Arbeitgeberbund seine Drohung wahr gemacht und aus für die Todesstrafe gegen die Wucherer und Schieber und schließt mehr und führte zur Ausdehnung des Streifes. Heute hat der" proletarischen" Klaffengrößen erbracht sein. Troy alledem, Moskau mit Rube, geftüßt auf ihre Organisation und ihr Recht, entgegen. fcheidungskampfe nicht auf Nimmerwiedersehen verschwunden sind. Die Arbeiterschaft der Fleischwaren- Industrie sieht dem Kampfe dazu den Bund mit den Schwarz- Blau- Belben. Das nennt man dann Weltrevolution". Hoffen wir, daß die Mostauer im Ent Daß es auch anders geht, beweist der Abschluß des Tarif. bertrages im Ladenfleischer Gewerbe, wo ee, wenn auch nach langer Verhandlung, zur friedlichen Verständigung fam und die Tarife abgeschlossen sind. Selbst in der Großindustrie gibt es Betriebe, die mit der Scharfmachereides Arbeitgeberbundes nicht einverstanden sind. Zentralverband der Fleischer und Berufsgenossen Deutschlands. ( Ortsverwaltung Berlin.) gefberrt. Lohnregelung im Buchhandel. Die Lohnberbandlungen für die Zeit vom 25. Februar bis 17. März find beendet. Die Funktionärversammlung am 26. ebruar hat dem Ergebnis zugestimmt. Die Spitzenlöhne be tragen demnach für Ledige 48 000 m., Suticher, Staffierer 50 000 m., erheiratete 4000 W. mehr. Die Löhne der Jugendlichen bewegen sich zwischen 13 000 und 32 000 m. Außerdem erfolgt für die Zeit vom 18. bis 24. Februar eine Nach zahlung von 10 000 m. für Verheiratete und für Ledige im zweiten Jahr von 7000 m., im 1. Jahr von 5000 M., für erwachiene Weibliche von 4000 M. und für Jugendliche von 2000 m. Tarifauszüge sind im Gewerkschaftshaus, Zimmer 31, gegen Legitimation abzuholen. Die Kollegen, die als Betriebsfassierer oder in den Betriebsrat gewählt werden, werden ersucht, nach erfolgter Wahl, fich umgehend bei den Stollegen Thieme oder Wolfmann zu melden. Es ist Pflicht aller erwachsenen Kollegen, die Jugendlichen zum Besuch der Veranstaltungen der Jugendieftion anzuhalten. Auch muß jeder Kollege und jede Kollegin in der Werbewo che, die im Laufe des Monat März stattfindet, fleißig für den Verband agitieren. Nach dem nun am 17. Februar durch Verhandlungen mit bem Breußischen Ministerium des Innern die 12 Uhr Bolizeistunde und drei Tage Tangerlaubnis besteht, sind die Unternehmer im Gastwirtsgewerbe ich amlos genug, zu erttären, daß sie die im Schiedsspruch vorgesehenen 15 Broj. Lohnerhöhungen nicht zahlen. Zunächst rebeten fie fich aus, daß die 15 Proz. Lohnerhöhung nur für die Saal geschäfte gelten und zwar auf die Januarlöhne, während jeder vernünftige Menich es geradezu als eine unverfroren heit sondersgleichen betrachten muß, den Arbeitnehmern im Gastwirtsgewerbe zuzumuten, sich mit 15 Broz. 2ohnerhöhungen auf die Januarlöhne zufrieden zu geben. Das SchiedsDie Kommunisten im Eisenbahnerverband. gericht hat niemals an eine derartige Auslegung gedacht; es hat für den Fall der Verlängerung der Polizeiftunde uit. bereits Ueber den Wahlausfall in der Berliner Drisverwaltung des eine Lohnerhöhung auch für die Saalgeschäfte in Höhe von Eisenbahnerverbandes schreibt uns ein parteigenössischer Eisenbahner: 110 Broz auf die Januarlobne festgelegt. Den " Entlich", so rufen die kommunistischen" Eisenbahner in Herren Arbeitgebern im Gastwirtsgewerbe scheint aber bei dieser Berlin, ist es uns geglückt, die verhaßte Amsterdamer Ortsverwal hahnebüchenden Auslegung selbst nicht ganz wohl gewefen zu tung zu beseitigen." Der Sieg felbft ist aber recht gefährlich für die fein, deswegen versuchen sie es nun mit anderen ebenso Moskauer Richtung, meil, die Bestätigung der neugewählten Ortsniedrigen Ausflüchten. Sie erklären heute, daß, weil der verwaltung vorausgesetzt, Taten folgen müssen. Die erste dieser Schiedsipruch nicht schriftlich vorgelegen habe. fie denselben Taten müßte sein, sofortige Anpassung der Löhne und Ge Tarifabschluß für Februar im Berliner Einzelhandel. Die Verbandlungen mit den Arbeitgebern des Berliner Einzelhandels haben eine Rulage von 100 Proz. auf die Januargehälter ergeben. Die gedruckten Tarife sind im Bureau des Zentralverbandes der Angestellten, Belle- Alliance- Str. 7/10, erhältlich. Berband der Buchbinder und Papierverarbeiter. Frattion BSPD. Freitag nachmittag 4% Uhr Stallschreiberstr. 54a, 1. Eingang, Konferenzzimmer, Sigung des Aktionsausschusses und der Generalversammlungs. belegierten. Sympathisierende können eingeführt werden. Pünktliches und vollzähliges Erscheinen erwartet der Fraktionsvorstand. VSPD.- Holzarbeiter! Donnerstag 4½ Uhr, gleich nach Feierabend, Sigung des erweiterten Berbeausschusses. AfA- Funktionäre der Metallindustrie. Morgen, Donnerstag, 74 Uhr, Berfammlung im Deutschen Hof", Lucauer Straße. Bericht über die gegenwär Mitgliedsbuch legitimieren. tige Lage. Stellungnahme zum 2. Schiedsspruch. Funktionärausweis und AfA- Mitglieder der Holzindustrie. Heute pünktl. 5% Uhr Klubhaus, Ohm. ftraße 2, wichtige Bersammlung. Erscheinen dringend notwendig. Afa- Mitsliedsbuch legitimiert. Butab- Funktionärversammlung bez Metallindustrie. Heute 7 Uhr in der Bodbrauerei, Fidicinftr. 2-3. Die gegenwärtige Situation in der Berliner Metallindustrie." Deutscher Wertmeisterverband. Bezirksverein 24. Am Mittwoch, nachmit tags 5% Uhr, findet im Vereinslokal Berliner Klubhaus, Ohmitt. 2, eine AfBersammlung der Holzindustrie statt. Der Borstand. Metabeko! Morgen, Donnerstag, 5% Uhr, im ,, Deutschen Hof", Ludauer Straße, wichtige Bujammenkunft. Zentralverband der Schuhmacher. Donnerstag 6 Uhr bei Boeker, Weberftraße 17, Fortfegung der Jahresgeneralversammlung. Ohne Mitgliedsbuch ober-karte tein Zutritt. Berantwortlich für den rebaft. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b.$.. Berlin. Drud: Borwärts- Budbruderei u. Berlagsanftalt Raul Singer u. Co., Berlin, Lindenstr. 3 Hierzu 1 Beilage. Hautausschlag, offene Füße( Krampfadern) auch veraltete Wunden, heilt die milde und wohltuende Sanitätsrat Dr. Strahls Haussalbe Elefanten- Apotheke, Berlin SW., Leipziger Str. 74( Dönhoffplatz.) WEISSE WOCHE Verkauf sowelt Vorrat Hemdentuch Linon 80 cm breit Linon 130 cm breit... starkfädig.......Meter 2300.3200.5900..Meter ...... Meter Kissen dazu passend, Grösse 80x80 cm........ Stück Deckbettbezüge Bettlaken Linon, kräftiges Gewebe......... Stück Doulas, Grösse 150x225 cm....... Stück Mengenabgabe vorbehalten mit HohlDamen- Taschentücher Stack mit Rips175.Herren- Taschentücher: 350.Weisse Vollvoile- Kleider 29500.Zephir 8500.aus Wäschestoff, Zephir und Voile... Weisse Blusen 4500.17500.14.000.Einzelne versch. Größen 1750-2400.Kinderschürzen Küchen- Handtücher Gerstenkorn, Grösse 40x100 cm, gesäumt und gebändert. 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Der Prozeß„Moroilius�, wi« er bezeichnet wird, hat wohl hanxtsächlich die Äuftnerlsamleit der breiten Oeffentlichteit durch die Person des Direktors der Reichstreuhandgesellschaft Moroilius auf sich gelenkt, der verdächtig schien, vom gmeingefährlichen Treiben seiner angeheirateten Verwandten gewußt und sie geduldet zu haben, Bei dem Tiefstand der Nachlriegsmoral konnte man glauben, es handle sich hier wieder um tiefere Einblicke in das Treiben gc- wisser Kreise, die um das Kurfitrstendommviertel herum ihr para- sitäre» Dasein führen. Obgleich man sich bereits jetzt schon nach hem ersten Verhondlnngstage sagen muß. daß der Kriminolfall der ffamilie Röber nicht dos Interesse für sich hätte beanspruchen dürfen, das ihm geschenkt worden ist, bietet er trotzdem in kriminal� Lkbenserfahrene behaupten: man Heirat« oft nicht so sehr die Verlobte als deren Familie. Der Direktor der Reichstreuhandgesell- schoft wird für seine Unvorsichtigkeit wohl schwer zu büßen haben. Der Fall der Familie Röber dürfte ungerechtsertigtcrweise in der Sammlung berühmter Kriminalfälle unter dem Namen„Morvilius" verewigt werden. Was Wunder, wenn der Herr Direktor mit v«r- schränkten Armen und verbindlich-mokaniem Lächeln nicht so sehr für den hohen Gerichtshof als für die Oeffentlichkeit spricht. Das- selbe tut der zweite Schwicoersohn der Frau Röber, bescheidener und aufrichtiger, der kle-ne Kaufmann Eckert. Niemand wird ihnen doch zumuten können, sie hätten ihre Frauen oder die Schwiegermutter bei der Polizei anzeigen sollen— mehr als den Umgang mit der Mutter verbieten tonnten sie doch wirklich nicht. Einen guten Wunsch wird man aber aus purer Menschlichkeit und ans sozialen Gründen den jungen Eheleuten und insbesondere dem sich so zärtlich auf der Anklagebant küssenden Paare Moroilius mit auf den Weg geben müssen: Behüte sie der Zufall vor einer Nachkommenschaft. Wie sie ansingen. Ja, Nachkommenschaft! Der Eugen'ker und Kriminalanthropologe merke auf: Die Großmama der Frau Moroilius soll neben einer gewisien geistigen D e f e k t h e i t, als Kammerzofe der Königin-Mutter von Holland, die kleine Eigentümlichkeit besessen haben, verschiedene Gegenstände aus ihrem Dienst« mit nach Hause zu bringen. Diesen verhängnisvollen Drang hat sie nun— ob durch ihr eiqenes und ihres Mannes Blut, der Trinker war, oder durch die Erziehung bleibe dahingestellt— ihren Töchtern, Frau Röber und Frau Förster, mit aus die abschüssige Bahn des Lebens gegeben. Frau Rober hat nun für den weiteren Ausbau dieser kostbaren Familientradition oder Fähigkeit(wie man's nimmt) vortrefflich gelorgt, indem sie ihre Kinder von zarter Jugend an zur Be- friedigung ihrer Gelüste an fremden Gütern mißbrauchte. Ein Glück, daß ihr dreizehnjähriger Sohn Erwin idiotisch ist: sonst säße er am Ende noch neben der schwachsinnigen und suggestiblen Frau Mor- vilius auf der Anklagebank. Nun wird man im Gerichtssaal des langen und breiten darüber streiten, ob der zweifelsohne krankhaften, willensschwachen, hemmungslosen, hysterischen und degenerierten Frau Räber verminderte Zurechnunqsfähigkeit zugesprochen werden soll oder ob sie laut§ 51 des Strafgesetzbuches unzurechnungsfähig sei und zwangsmäßig als Geisteskrank« ihrem Stehltrieb unterlag. Od die Sachverständigen Dr. Straßmann und Dr. Strauch nach beendigter Beweisaufnahme zu einem anderen Guiachten gelangen werden als der genügsame Gefängnisarzt Dr. Bürger, wird sich noch zeigen. Leicht hat man den Aerzten ihre Arbeit nicht gemacht. Die Angeklagte Frau Räber ist in der Voruntersuchung trotz Antrags der Verteidigung aus ihren Geisteszustand nicht geprüft worden. Für die Allgemeinheit bleibt die juristische Tüftelei des 8 61 eine gleich- gültige Sache. Wie dos Gutachten auch ausfallen mag: Di« Waren- Häuser können doch nicht weiter eine Beut« der Frau Röber und ihres Anhanges sein, die Familie muß doch endlich von ihrem un- heilvollen Einfluß befreit werden. Sie hält sich ja übrigens auch selbst für die Jrvenanstalt reif. Zwölf Angeklagte. Nach Abzug der achtköpfigen Familie der Frau Röber bleibt die rotbäckige und robuste Frau Hüls, der die Frau Röber wegen ihrer Aussage am liebsten in die Haare fahre,, würde und deren Rolle nur für sie allein«in Rät'ol ist, doch jedem unbefangenen Zuhörer durchsichtig genug erscheint; der ehrenamtliche Iugendfürsorger Herr Hüls, der aus Mitleid der jungen Frau Moroilius hinter dem Rücken des Mannes gegen Wechsel für Wucherzinsen Geld leiht, damit sie in der Spielhölle der Frau Man«, immer wieder ihr Glück versuchen kann; der vom eigenen Sohne verratene Herr Zunder,, der mit einer Hand die Kaution für Frau Förster stellt und ihre Badekostümphotographie ans Herz drückt und mit der anderen Denunziationen an die Polizei schreibt, und endl'ch der unbedeutende und allein geständig« Herr Schmidt. Zwölf Angeklagte, vierzehn Verteidiger. Jedes Familien- glied paradiert mit einem eigenen. Dreißig Zeugen, und die Ladung noch so vieler beantragt in ollem Ernst der so oft und so freundlich lächelnde Staatsanwalt, und da will der Vorsitzende in einem Tage fertig werden. Man fühlt ihm nach, schade ums viole Geld, das der Prozeß dem Staat kostet, und um die Zeit. Es ist ja alles so klar. Und hätte noch klarer sein können. Diebeslager— hochheersihastlich. Wie fließend sind doch die Uebergänge von der ho-netten Ge- fellschaft zur Verbrecherkloake. Der Kurfür st endomm und Das S ch l e s i s ch e Bahnhof-Viertel haben einander nichts mehr vorzuwerfen. Der richtige Direktor Moroilius ist umringt von Gegenständen, die seine Frau und Schwiegermutter zusammen- gestohlen haben. Der falsche„Direktor" Vernotat pflegte in seiner fürstlich eingerichteten Wohnung den feinsten Verkehr. Frau Räber ist von Zwangsvorstellungen der in Warenhäusern ang«häuf!en Werte geplagt und speichert in ihrer Wohnung, die ihr als Spielhölle mehr als genug abwirft, sinnlos Schätze auf Schätz«, veräußert imd verschenkt davon nur das allerwenigste. Ganz wie Bernotat. Gleich ihm wird sie nur durch einen Zufall entlarvt, als eine Haussuchung dem erstaunten Auge des Kriminal- beamten die Kostbarkeiten offenbart. Wie Bernotat verstand es Brau Röber, mehr als einmal gefaßt, sich loszusprechen. Darin liegt die Gefahr. Gingen die Warenhäuser jedem einzelnen Falle der Spuren nach, was käme da nicht alles ans Tageslicht? «- Für den Kriminal, und Sozialpsycholozen wird die Beweis- aufnähme wenig Neues bringen. Der Zuschauerraum wird jedoch nach wie vor von Krimina, studentinnen brechend voll sein. Die Bedauernswerten werden aber nur zum Teil auf ihre Kosten kommen. Lustig geht's allerdings her. Bald wird die Arena der Anklagebank dramatisch erregt,— es gibt hysterische Auf- schrei« eindringliche Gestikulationen,— dann hat wieder der humorvolle Borsitzende die Lacher auf seiner Seite. Die wahre Sensation fehlt jedoch: Frau Röber, die so opferwillig im Gefängnis ganze Vorträge über die Kunst des Lodendiebstahls gehalten haben soll, hält hier wohlweislich mit der Sprache zurück. Alles m allem: Em nicht außergewöhn- licher Kriminalfall. Warenhausdiebinnen, auch pathologische, und sogar aus„bester" Gesellschaft, gibt es, seitdem Warenhäuser existieren. Hier eine Warenhausdiebtn mit ihren Helfern und Helfershelfern, die sich höchstens durch das Ausmaß ihrer Besitzgier auszeichnet. Hunderte laufen in der Stadt ftei herum. Wieviel von ihnen mögen wohl im Zuhörerraum sitzen? Sie ergötzen sich an fremdem Unglück und bauen zuversichtlich auf ihre eigene Glücks- göitin. Wenn die ihnen aber eines Tages den Daumen nicht hält? Dann werden auch sie zu„Diebinnen". > Eine wohltätige Lesehalle. Die Gemeinde W i l m e r s d o rf hat in ihrem neuen Stadthaus, das in dem ehemaligen Joachimsthalschen Gymnasium in der Kaiser> alle« untergebracht ist, eine geradezu ideal eingerichtete und aus- gestattete Lesehalle installiert, wofür sie Dank verdient. Da das Be- stehen der Lesehall« gerade den Bedürftigen, die sich geistige Nah- rung aus eigenen Kräften nicht verschaffen können, zum großen Teil unbekannt ist, sei hier mit ein paar Worten aus diese Einrichtung, die eine Wohltat für viele ist, hingewiesen. Oeffentliche Lesehallen, deren Benutzung kostenlos ist, gibt es bekanntlich mehrere in Berlin. Indessen, um sie zu erreichen, muß man Stadtbahn oder Straßen- bahn benutzen, und das hohe Fahrgeld kann lange schon nicht jeder tragen. So geht es besonders den vielen Tausenden von, nun sagen wir schon Stehkragenproletariern, und auch den vielen Arbeitern dieser Gegend, die sich weiterbilden wollen. Um in das Inner« der Stadt zu einer der Lesehallen zu fahren, dazu reicht das Geld und die Zeit nicht aus. Dos ganze große Gebiet des Westens aber be- saß lange keine Lesehalle. In Schmargendorf, Grunewald und den Nachbargemeinden gibt es wohl Volksbibliotheken, aber sie erfüllen ja nicht die Forderungen, die man cm öffentliche Lesehallen stellen muß. Di« Wilmersdorfer Lesehalle ist in geeigneten Räumen unter- gebracht, die genügend beleuchtet und beheizt sind und deren Arbeits- statten und Tische fteundlich genug durch Blumenschmuck anmuten. Die Lesehalle in der Kaiserallee bietet aber auch mehr als andere Lesehallen. Sie enthält nicht nur zur unentgeltlichen Benutzung sämtlich« Berliner Tageszeitungen und Zeitschriften, sondern sie weist auch viele gute Bücher, Lexika, Nachschlagewerk« und Wissenschaft- liche Werke aus allen Wissensgebieten auf. Hier kann man also seinen Studien obliegen und braucht nicht erst lange und zeitraubende Formalitäten erfüllen, wie Ausfüllen der Leihzettel, Stellung von Bürgen: und man spart, wie bereits betont, das Fahrgeld. Dadurch, daß die Wilmersdorfer Lesehalle bis zum Abend geöffnet ist, kommt sie auch den bildungsbedürftigen Arbeitern entgegen, die erst nach der Fron des Tages an ihre geistigen Bedürfnisse denken dürfen, dann aber, was man ihnen gewiß nicht verdenken kann, nicht Lust haben, noch einmal noch der Stadt zu fahren. Nur auf einen Uebelstand sei hingewiesen, den der Magistrat gewiß noch abstellen wird. Di« Lesehalle wird erst um vier Uhr nachmittags geöffnet. Sie wäre eine noch größere Wohltat, wenn sie ihr« Türen bereits am Vormittag öffnen wollte. Ein neuer Hiftmorö. Zwanzigkausend Mark Belohnung. Zu dem Leichenfund an der Mühlendammschleuse wird mitgeteilt, daß der Rumpf im Schauhause von dem Gerichtsarzt Professor Dr. Strauch im Beisein des Kriminalkommissars T r e t t i n und feiner Beamten vorläufig besichtigt wurde. Es ergab sich, daß ohne Zweifel ein Verbrechen vorliegt. Die Untersuchung des Darmes und des Magens zeigte, daß die Person eine ätzend« Flüssigkeit, wahrscheinlich Karbol- säure, zu sich genommen hat, oder daß sie ihr eingeflößt worden ist. Das Alter läßt sich noch nicht bestimmen, ebenso wenig das Ge- schlecht, well das ganze Becken fehlt. Der Kopf ist mit dem Halse am Rückenwirbel abgetrennt worden. Verschiedene Schlogschnitte lassen darauf schließen, daß dazu nicht ein Messer, sondern wcchr- scheinlich ein Beil benutzt worden ist. Die Haut hat eine bräunliche Färbung. Sie rührt wahrscheinlich von der roten Farbe eine Schals einer alten zerrissenen Portiere her, in die der Rumpf zunächst ein« gewickelt war. Die zweite Hülle ist eine Nachahmung einer Perser- decke, einer 1,20X1,75 Meter großen Chaiselongue- oder Tischdecke. Dazu kommt dann noch ein Stück blaues Tuch, anscheinend Möbel- stofs. Alle diese Sachen sehen so aus, als ob sie i n einer ärmlich ausgestatteten Wohnung in Gebrauch gewesen sind. Das an den Ecken mit Sicherheitsnadeln zusammengesteckte Paket war mit einem dünnen Bindfaden so stark verschnürt, daß sich die Ein- drücke des Bindfadens noch an dem Runwfe zeigen. Nach den bis- herigen Feststellungen ist anzunehmen, daß die Person vergiftet und daß die Leiche dann zum Wegschaffen zerstückelt worden ist. Kopf, Arm« und Beine fehlen noch. Für Mitteilungen zur Aufklärung ist eine Belohnung von 20000 Mark aus- schließlich für das Publikum ausgesetzt worden. Daran nimmt auch teil, wer einen der noch fehlenden Körperteile findet. Alle M-t- lellungen sind an Kriminalkommissar T r e t t> n im Zimmer 103, Housanruf 48-1, zu richten. In diesem Zimmer sind auch der Portierenschal, die Decke, das Stück Tuch und der Bindfaden vor- läufig ausgestellt. Die Sachen werden denmäcksst an einer anderen Stelle öffentlich ausgestellt werden. Mordversuch aus Eifersucht. Wegen versuchten Mordes wurde der 39 Jahre alte Maurer Josef Kussel aus der Kaiserm-Augusta-Allee 41 von der Kriminalpolizei festgenommen. Kuffei unterhielt mit seiner Schwägerin, einer Witwe Lucie Kussel, ein Verhältnis und gab sie für seine Frau aus. (R-chdruck verboten. Der Malik-Derlag, Berlin.) Drei Soldaten. 48s Don Iohn dos Vassos. Vas ttm amerikanischen Manuskript übersetzt von Julian Gumprr». „Schnell." flüsterte der Major. Er bemühte sich, die Tür zu öffnen. Der Leutnant öffnete sie für ihn. Als er die Tur geöffnet hatte, konnten die Zunächstitehenden einen kurzen Blick in das Innere des Wagens warfen. In der emen Ecke war ein großer, in Decken gehüllter Gegenstand zu stchen, der auf dem Sitz festgeschnallt war. Durch die Decken quoll Blut. Bevor er einstieg, beugte sich der Major heraus und zog ein wollenes Tuch heraus, das er mit seinem gesunden Arm von sich forthielt. Der Wagen bewegte sich langsam welter, und die ganze Dorfstraße hinunter starrten die Soldaten, die in Erwartung der Befehle da standen, auf die drei zackigen Löcher in der Tür. Der Leutnant sah auf das Tuch, das in der Mitte der Straße lag. Er berührte es mit seinem Fuße. Es war voller Blut, das stellenweise in Klumpen getrocknet war. Der Leutnant unv die Leute seiner Kompagnie sahen das Tuch an, schweigend. Die Sonne war aufgegangen und schien auf die Dächer der kleinen Häuser hinter ihnen. Weit unten an der Straße hatte sich ein Regiment in Marsch gesetzt. S. Als sie das nächstemal Halt machten, stand Ehrisfield neben einer Batterie französischer 7,5er. Er sah neugierig die Franzosen an. die auf Holzklötzen in ihren hellblauen Hemds- ärmeln herumsaßen, Karten spielten und rauchten. Ihre Gesten irritierten ihn. „Sag' ihnen doch, daß wir avancieren,� sagte er zu Andrews. „So?" fragte der.„Gut. Sagene Sie mal: Die Boches laufen wie die Hasen, nicht wahr?" rief er. Einer der Männer wandte den Kopf und lachte.' „Er sagt, sie lausen schon vier Jahre lang denselben Weg." übersetzte Andrews. Er ließ fein Gepäck von den Schultern herabgleiten, setzte sich darauf und fischte sich eine Zigarette heraus. Ehrissield nahm den Helm ab und strich sieb mit seiner schlammbed'eckten Hand durch das Haar. Er nahm ein Stück Kautabak und setzte sich, indem er die Hände über die Knie legte. „Wie lange zum Teufel werden wir diesmal hier warten müssen?" murmelte er. Die Schatten gespaltener Bäume krochen langsam über die Straße. Die französischen Artilleristen aßen ihr Abend» brot. Ein langer Zug Lastautos holperte vorbei und bespritzte die auf beiden Seiten der Straße zusammengedrängten Leute mit Dreck. Die Sonne ging unter, und ein» Menge Batte- rien unten im Tal singen cm zu feuern und machten ein Ge. sprach unmöglich. Die Luft war voll von dem Gekreisch der Granaten. Die Franzosen dehnten sich und gähnten imd krochen in ihre Gräben. Ehrisfield beobachtete sie neidisch. Die Sterne begannen im grünen Himmel hinter den hohen, zerrissenen Bäumen herauszukommen. Chrisficlds Beine schmerzten vor Kälte. Er begann plötzlich, wahnsinnig ge- spannt, auf irgend etwas, was geschehen würde, zu horchen, aber die Kolonne wartete regungslos in der wachsenden Dunkelheit. Ehrisfield kaute beständig und versuchte an nichts als an den Geschmack des Tabaks im Munde zu denken. Die Kolonne setzte sich wieder in Bewegung. Als sie die Höhe eines anderen Hügels erreichte, fühlte Ehrisfield einen seltsamen, süßlichen Geruch, der ihm in der Rase Schmerz ver- ursachte.„Gas," dachte er und legte seine Hand an die Gas- maske, die ihm um den Hals hing. Aber er wollte nicht der Erste sein, der sie umlegte. Er marschierte weiter, fluchte auf den Sergeanten und auf den Leutnant. Aber vielleicht waren die schon davon getötet. Er sah plötzlich, wie das ganze Regiment langsam, vom Gas überwältigt, auf der Straße zusammensank. „Riechst du was, Andy?" flüsterte er. „Ich rieche was von toten Pferden und Bananenöl und Speiseeis, und von toten Ratten. Aber was geht uns das jetzt alles an," erwiderte Andrews lachend.„Das ist das dreckigfte Geschäft überhaupt.. „Er ist verrückt" murmefte Cbrisfield zu sich selbst. Er sah in die Sterne hinauf, in den schwarzen Himmel, der sich mit der marschierenden Kolonne vorwärts zu bewegen schien. Oder standen sie und die Sterne still, während die Bäume sich von ihnen fortbewegten und mit ihren langen, dünnen Armen winkten? Er konnte fast das Getrampel der Schritte auf der Straße nicht hören, so laut war der Lärm der Kanonen vor und hinter ihm. Bon Zeit zu Zeit platzte eine Rakete vor ihm, und ihr rotes und grünes Licht vermengte sich für einen Augenblick mit den Sternen. Doch nur direkt über sich konnte er die Sterne sehen. Ueberall sonst waren weiße-und rote Leucb-lkugesn, die aufstiegen und sielen, als ob der Horizont in Feuer" stände. Wie sie die Böschung hinunter zu marschieren begannen. hörten die Bäume plötzlich auf, und sie sahen das Tal vor sich, voll von dem Schein der Kanonen und dem weißen Licht platzender Geschosse. Es war/ als ob man in einen Ofen voll glühender Asch« hineinschaue. Der Hügelabhang war voll krachender Detonation und gelber, züngelnder Flammen. In einer Batterie in der Nähe der Straße konnten sie die dunklen Gestalten der Artilleristen, die in phantastischen Silhouetten gegen das Rot des Himmels abstachen, sehen. Betäubt und geblendet setzten sie ihren Marsch auf der Straße fort. Chris- field schien es, als ob sie jeden Augenblick in die flammende Mündung einer Kanone hineinmarfchieren würden. Am Fuße des Hügels neben einem kleinen Hain unversehrter Bäume hielten sie wieder an. Ein neuer Zug von Motorlastwagen kroch an ihnen vorbei, ungeheure Flecken in der Dunkelheit. Da in der Nähe keine Batterien waren, konnten sie das Rollen der Wagen über die unebene Straße von einem Granatloch in das andere hören. Ehrisfield legte sich in einen trockenen Graben und döste, mit dem Kopf auf seinem Gepäck. Rings um chn herum lagerten sich andere Männer. Irgendeiner hatte seinen Kopf auf Chrisfields Bein gelegt. Der Lärm hatte ein wenig nach- gelassen. Durch feinen Halbschlaf hindurch konnte er die Männer sprechen hören, leise, als ob sie Furcht hätten, laut zu reden; auf der Straße riefen die Führer der Motorwagen 'ich schrill an. Die Wagen hörten auf zu fahren; es wurde o still, daß Ehrisfield in Schlaf fiel. Irgend etwas weckte hn; steif vor Kälte und Schraken. Einen Augenblick dachte er, man habe chn allein gelassen, die Kompagnie sei schon weitermarschiert. Ueber ihm war ein Surren, wie von gigan- tischen Moskitos, das immer stärker anschwoll. Er hörte die Stimme des Leutnants schreien.„Sergeant Higgins! Sergeant Higgins!" Der Leutnant stand plötzlich schwarz ab vor einem Flammentuch Ehrisfield konnte seine Mütze sehen und seinen steif abstehenden Rock. Er wurde von der Explosion geschüttelt. Dann war alles wieder schwarz. Ehrisfield stand auf; seine Ohren dröhnten. Die Kolonne marschierte wieder vorwärts, und er hörte Stöhnen in der Dunkelheit. Das Ge- trampel der Füße und das Geräusch der Ausrüstungsgegen- stände ließ keinen anderen Laut aufkommen. Er füblte, wie seine Schultern wund wurden unter dem Zug des Gepäcks. Dann und wann zeigte ihm der Schein der hinter ihm platten. den Aeroplanbomben zerstörte Lastkraftwagen auf der Serr« der Straße. Irgendwo ratterte ein Maschinengewehr. Aber die Kolonne marschierte vorwärts, ermüdet van dem Gepäck und von der tötenden Spannung.(Forts, folgt.) Die Beziehungen wurden aber durch seine Eifersucht sehr getrübt.| Mart,/ 5800 Mt. Spielen auf rotem Gewahrsamfchein unterliegen Er glaubte, daß feine Schwägerin und Geliebte es hinter seinem bei Verlust ihres Anrechtes auf das Weiterspiel der Nachzahlung ab Rüden mit einem anderen halte und machte ihr häufig lärmen de 3. Klasse. Auftritte. Borgestern bekam er wieder so einen Anfall, schlug in feiner Wohnung alles furz und flein, griff zu guter Leht zum Revolver, gab zwei Schüsse ab und verlegte seine Geliebte lebensgefährlich, so daß sie nach dem Krankenhause Westend gebracht werden mußte. Gleich nach der Tat entfloh er. Charlottenburger Kriminalpolizei erinittelte ihn aber in einer Schantwirtschaft, wo er sich von der Aufregung erholt hatte, nahm ihn feft und führte ihn dem Untersuchungsrichter vor. Um das, beste System". um tas beste System tobt. Die 3 Wirtschaft Roggenpacht, aber feine Roggensteuer. Der neue Straßenbahntarif. Wochenfarten 2500 M. Monatstarten 15 000 m. Ein Sprichwort besagt:„ Wer andern eine Grube gräbt, fällt Wie bereits mitgeteilt, erhöht die Straßenbahn ihren Tarif, felber hinein!" Diese Erfahrung müssen jetzt auch die deutschen gleich den anderen Verkehrsunternehmen, ab 1. März. Die Preise Grundbesizer machen, welche vor etwa Jahresfrist für ihre Pächter die Erfindung der Roggenpacht gemacht haben. Nicht nur daß für Einzel- und Abonnementsfarten find die folgenden: Einzelfahrscheine für Erwachsene 250 M., im Bereich der die Steuerbehörden jezt auf die hohen Reinerträge aufmerksam Borortbahnen( vorm. Spandauer, Cöpenicker Straßenbahnen, Tel- werden, welche nach Ansicht der Berpächter auch heute noch in der tower Kreisbahnen mit Grunewaldbahn) 200 m., für Kinder Landwirtschaft zu erzielen sind, sondern zum Ueberfluß ist der Oldenvon 6 bis 14 Jahren, ferner( auf Berechtigungsschein) für Lehrburgische Ministerpräsident Tangen jezt auf die Idee der RoggenDer Stenograph Scheithauer wegen Beleidigung verurteilt. linge und Schüler von 14 bis 17 Jahren und für unbemittelte steuer gekommen und hat diese auf einer Zusammenkunft der demoStudenten sowie( auf Ausweise des Bezirksfürsorge- oder Wohl Begen Beleidigung des Staatssekretärs Genossen Heinrich fahrtsamtes) für Kriegsbeschädigte und im Gehen schwer fratischen Minister in Braunschweig zur Sprache gebracht. Ich will an dieser Stelle den Vorschlag von Lanzen weder abSchulz vom Reichsministerium des Innern hatte sich vor der behinderte Personen allgemein 150 m. Die Einkommensgrenze für britten Straffammer des Landgerichts I der Schriftsteller Karl den Bezug von Berechtigungsscheinen für Lehrlinge und Schüler ist lehnen noch unterstügen, möchte jedoch feststellen, daß die deutschen Scheithauer zu verantworten. Die Anklage ist ein Ausfluß des auf 300 000 m. jährlich( einschl. Naturalbezüge) erhöht. Die Aus- Grundbesitzeer jetzt mit Bestürzung einsehen, was ihnen einmal erbitterten Kampfes, der seit Jahren in den stenographischen Streifen fertigungsgebühr für den Berechtigungsschein beträgt 50 M. Teil- blühen fann, wenn eine derartige Roggensteuer zur Tatsache wird. ftredenfahrschein( versuchsweise) auf den Linien 9, 16 und 116 für Der Deutsche Landwirtschaftsrat ist bekanntlich die durch den Aushang in den Wagen bekanntgegebenen Strecken Scheithauer ist der Erfinder eines eigenen Systems, des soge 150 M. Fahrten darüber hinaus fosten 250 M. Umsteigefahrschein Mitte Februar in Berlin zu einer Tagung zusammengekommen und nannten Buchstabensystems. In einer Eingabe an den Reichstag auch im Wechselverkehr mit der Hochbahn 350 M., im Bereich der hat sich dort nicht nur mit der Getreideumlage, sondern auch einhatte er um eine Entscheidung über die Einführung einer Ein vorbenannten Borortbahnen 250 M. Wochenkarte für wochentäglich gehend mit dem Plan der Roggensteuer befaßt. Einmütig wurde heitsturzfchrift gebeten, und der Reichstag hat in diesem zwei ununterbrochene Einzelfahrten auf beliebiger Strede innerhalb die Roggensteuer mit einer Begründung abgelehnt, in der es u. a. Sinne auch das Reichsministerium beauftragt, die notwendigen einer Kalenderwoche auf den Stammbahnen 2500 M., im Binnen- heißt: Schritte zu tun. Scheithauer war aber der Meinung, daß im Reichsverkehr der zu 1. genannten Borortbahnen 2000 m Sonntags minifterium einseitig tie konkurrierenden Systeme begünstigt gelten die Karten nicht. Monatsfarten vom Monat März ab, auf Ministerpräsidenten Tanzen stammenden Blan, die gesamten von der „ Der Deutsche Landwirtschaftsrat weift den nom oldenburgischen würden, indem eingeschworene Freunde von Gabelsberger und ben Stammbahnen: eine Linie 15 000 m., brei Linien 20 000 M., Landwirtschaft zu tragenden Steuern durch eine einheitliche Roggen Stolze- Schren mit der Erledigung der Frage betraut worden feien. alle Linien 40 000 m. Im Binnenverkehr der zu 1. genannten Bor- wertnaturalrente zu ersetzen, auf das schärffte zurück. In einem Brief, der die Grundlage der Anklage bildet, hatte er ortbahnen eine Linie 10 000 m., für den Bereich einer der Vorort- 1. Die Roggensteuer nimmt teine Rücksicht auf die verschiedenen nun geschrieben: Es sei ein schimpfliches Kapitel, wie das deutsche bahnen 12 500 M. Schülermonatstarten 4600 M. Im Anschluß- Arten des Betriebes und der Wirtschaft; sie würde eine unabsehbare, Bole mit Lug und Trug von Staatssekretär Schulz um große wirt- betriebe mit der Bahn Spandau- Hennigsdorf( 1120) tritt eine ent- verheerungsvolle Verschuldung verursachen; fie stellt eine überfchaftliche Borteile" geprellt werde. In der Verhandlung erflärte fprechende Tariferhöhung ein. der Angeklagte, daß er das Strafverfahren felbft habe herbeiführen aus schwere ungerechtfertigte Sonderbelastung der Landwirtschaft mollen, um die Mißstände im Ministerium zur Sprache zu bringen. dar, sie bedeutet die Berewigung der Zwangswirtschaftung( Umlage) und damit den Uebergang zum Getreidegroßhandelsmonopol, fie Der Ausdrud Lügner sei in der Sozialdemokratie, der er ebenso wie Heinrich Schulz angehöre, eang und gäbe und nicht als muß eine verderbliche Wirkung auf alle Kalkulationen und Beleidigung aufzufassen. Zahlungen ausüben, die die Landwirtschaft zu leisten hat. Der Borsigende, Landgerichtsdirektor 2. Die Roggensteuer bedeutet die Borbereitung der Marschner, erwiderte dem Angeklagten: Wenn auch in einer Partei ein frischer Ton herrichen möge und man nicht jedes Wort auf Sozialisierung des Grundbesiges, sie ist der erste Keine Erhöhung der Kanalisationsgebühren. die Goldwage legen dürfe, so sei doch nicht anzunehmen, daß in der Im städtischen Ausschuß wurde gestern die Magistratsvorlage Schritt zum sozialistischen Staat; fie muß einen verderblichen Einfluß Sie verhindert die BeSozialdemokratischen Partei so hanebüchene Beleidigungen wie über die ungeheure Erhöhung der Kanalisationsgebühren für den auf die Grundbesigverteilung ausüben. Lügner ohne weiteres hingenommen würden. Jedenfalls habe Monat März, als den letzten Monat des Etatsjahres 1922, mit über- wegung des Bodens zum besten Wirt; sie verschärft die sprunghafte Staatssekretär Schulz es als Beleidigung aufgefaßt. Was Belei wältigender Mehrheit abgelehnt. Der Magistrat hatte eine Erhöhung Breisentwicklung; sie stellt den Beginn der Rückkehr zur Naturaldigung sei, werde nicht von einem Gewohnheitsrecht in einer Partei, der Gebühren von rund 1700 Broz. auf über 5000 Proz. vorge wirtschaft dar; sie wird unfere an sich schon faft wertlose Papierfondern vom Gesetz entschieden. Das Gericht fam zu dem Urteil, fchlagen, um den nach seiner Berechnung bestehenden Ausfall von währung noch mehr entwerten; fie ist möglicherweise ein Hemmnis daß der Angeklagte feinen Beweis dafür angetreten habe, daß rund 3% Milliarden noch im letzten Monat zu decken. Der Aus- in der natürlichen Entwicklung fer Produktionsrichtung der LandStaatssekretär Schulz wider beffcres Wissen gehandelt habe. Der schuß stellte sich auf den Standpunkt, daß eine solch ungeheure Bewirtschaft. 3. Die Roggensteuer wird in ihrer Beranlagung ungeheure Angeklagte habe sich einer schweren Beleidigung gegen laftung eines einzigen Monats schon mit Rücksicht darauf nicht zu über einem Beamten in verantwortungsvoller verantworten sei, daß gerade jetzt die Mieten denn die Kosten verursachen. Stellung schuldig gemacht. Nur mit Rücksicht darauf, daß der Gebühren werden auf die Mieten aufgeschlagen ganz sprunghaft Bor Tische, als es sich nur um die Roggenpacht handelte, las Singeflacte ein fanatischer Stenograph sei, der sich in anziehen. Auch wurde die Richtigkeit der von der Verwaltung man es anders. Infolge der stetig steigenden Preise für die landfeine Idee perrannt habe und schwer davon abzubringen fei, vorgelegten Zahlenangaben angezweifelt. Ein Kompromißvorschlag wirtschaftlichen Produkte sollte der Bächter auch heute noch in der habe das Gericht auf eine Geldstrafe von 15000 Mart des Stadtrats Hahn, die Erhöhung auf 3800 Broz. zu beschränken, Lage sein, eine Goldpacht wie vor dem Kriege herauszuwirtschaften. verfiel ebenfalls der Ablehnung. Sweifellos wird die Angelegenheit Jeßt, wo man die Gefahr der Roggensteuer sieht, heißt es, daß diese Der Kanalisationsgebühren die Stadtverordnetenversammlung noch zum sicheren Ruin der Landwirtschaft führt und eine vers mehrere Male beschäftigen. heerungsvolle Verschuldung verursachen würde. Eins steht hiernach ertannt. Billiges Bauen. # Die Allgemeine Berliner Omnibusgesellschaft wird am 1. März die Tarife der Autobuslinien auf 250 M. für die Teilftrede und 300 M. für die ganze Fahrt erhöhen. Am dritten Tag der Reichssiedlerwoche wurde eine bei Hundert Spielflubs im Wedding ausgehoben. Das Polizeiam feft: Entweder fügt der Deutsche Landwirtschaftsrat, wenn er fagt, der außerordentlichen Beutoftenftegerung fehr wichtige Frage, die Webbing hat innerhalb Jahresfrist vor furzem das hundertste baß er feine Roggensteuer bezahlen fann oder die Grundbefizer mirtschaftliche Gestaltung der Wohnung, behandelt. Spielerlofal ausgehoben, wobei insgesamt 600 Bank muten Bächtern absichtlich Leistungen zu, melche sie selber nicht In einem durch Lichtbilder unterstügten Vortrag zeiate Architett halter und Spieler polizeilich festgestellt wurden. Der Umfang des tragen fönnen. Mit anderen Worten: Steuerbrückebergerei im May Breslau die Wirtschaftlichkeit verschiedener Mustertypen Spielerunweiens im Wedding ergibt sich am besten darans, daß großen oder absichtliche Ausbeutung der Bächter." Pleinster Wohnungsformen, in denen die Räume auf das auf einen Häuserblod von einem Quadratkilometer durchschnittlich Mernotwendigste eingeschränkt sind. Sogenannte„ Kernbauten" neun ausgehobene Spielerlokale enifallen, so daß in den Stadt. bieten die Möglichkeit, fie später durch Erweiterungsbauten zu verteilen und Gesundbrunnen etwa alle fünf Minuten eine Spielhölle vollständigen. Die Verwendung von Naturbaustoffen( Rund- anzutreffen ist. holz, Schindeldoch usw.) bringt weitere Ersparnisse. Ein tüchtiger Nationalist. Hier sieht man das wahre Gesicht des deutschen Grundbefizes Die Arbeiter, Beamten und in feiner ganzen Erbärmlichkeit. Bächter haben durch die Geldentwertung ihre gesamten Ersparnisse und Notgroschen verloren. Landwirtschaftliche Kleinbetriebe find Die neuesten Erfahrungen mit Spar und Schnellbau= heute nicht einmal in der Lage, den Verlust einer Milchfüh zu meisen behandelte ein Referat des Regierungsbaurats Stege= Aus München wird uns mitgeteilt, daß die Verhaftung eines ersetzen. Nur der Grundbesitz fitzt auf seinen Goldwerten und mann. Dresden. Der Lehmbau sei durchaus brauchbar, wenn millionenbefraudanten, des bisherigen Oberpofiinspektors verlangt, daß die Pächter ihm sein arbeitslofes Einkommen in richtiges Material ausgewählt wird. Aus den anfänglichen Mißerfolgen sind die nötigen Lehren gezogen worden, so daß jekt die affinger, dem die Münchener Briefpost unterstand, dort Gold oder Roggen bezahlen. Es fragt sich nur, wielange eine Refrüheren Fehler vermieden werden können. Holzbauten sind wegen Gegenstand des Tagesgesprächs ist. Buffinger hat Millionen gierung, welche von den breiten Boltsmassen getragen wird, tatenlos an Auslandswerifendungen unterschlagen. Er war B. Helling, Osnabrüd. der enormen Steigerung der Holzpreise zurzeit unmöglich. Redner bei seinen Borgefeßten Hahn im Korbe, ja man trug fich oben diesem Treiben zusehen wird. erörterte mehrere 3ement- und Schlackenbauweifen und schon mit dem Gedanken, in einem Münchener Borort, wo er feine Die Berschiedenheit der Milchpreise. zeigte deren Vorteile. Ministerialrat Dr. Schmidt- Berlin sprach Billa besaß, eine Straße nach ihm zu benennen. Er über Selbsthilfe im Gieblungswesen. Die Ausführung war 2 or stand vom Kirchenbauverein und ein tüch der Siedlungsbauten durch die Siedler selber ist durch den Flachbau tiger Nationalist. Jegt fizt er hinter Schloß und Riegel. erleichtert und verspricht Erfolg bei genoffenfchaftlichem Bei der Haussuchung in Baffingers Wohnung fand man aus Zusammenschluß. Unter den Genossen müssen Personen mit Fachbildung( Maurer, Zimmerer usw.) in der Mehrheit sein, und fändisches Geld im Berte von 200 Millionen Mark. nötig ist strenge Regelung durch Statuten und Arbeitsvertrag. Die genossenschaftliche Selbsthilfe ist zu unterstützen durch Gewährung höherer Bautostenzuschüsse und durch Bevorzugung bei Berschußgewährung. Zur Beschlagnahme der Schlemmerstätten. Das Nofgesetz gibt Möglichkeiten. " Im Vorwärts" wurde vor kurzem Kritik an der Tatsache geübt, daß fogenannte Schlemmer- oder Nachtlokale nicht für Wohnzwede beschlagnahmt werden können. Wie uns dazu vom zuständigen Ministerium mitgeteilt wird, gibt das vom Reichstag angenommene Notgeset hierfür neue Möglichkeiten. Die Behörden fönnen Räume, die zu gesetzwidrigen Zwecken verwendet werden, vor allem also die verbotenen Nachtiotale, sofort beschlag nahmen, zwangsweise räumen lassen und in den Räumen Wohnungsuchende unterbringen. Eine Beschwerde gegen diese Maßnahmen ist nicht gegeben. In Zukunft werden also in rascher und wirksamer Weise derartige Räume für den Wohnungsmarkt verfügbar gemacht werden. Nachdem der Allgemeinheit jahrelang foundsoviel nukbar zu machende Räumlichkeiten verlorengegangen sind, ist es also endlich so weit. Hoffentlich werden die nun vorhandenen„ neuen Möglichteiten" mit aller Énergie ohne bureaukratische Hemmungen ausgenutzt. Aenderungen bei der Klaffenlotterie. Reffung aus Seenot. Der japanische Dampfer Hafozafi Maru rettete am 21. Februar den Kapitän, den leitenden Inge nieur und 25 Mann der Befagung des Hamburger Dampfers Otto Fischer bei schwerstem Wetter. Mit den vom norwegischen Dampfer Older geretteten 14 Mann ist nunmehr die gesamte Besagung gerettet. Dampfer Hatozafi Maru verließ den Otto Fischer im sintenden Zustande. Er landete die Geretteten in Marseille. Vorträge, Vereine und Verfammlungen. Berlinere Arbeiter Schachtlub, Abt. Reichsdruckerei. Spieltag jeden Freitas von bis 6 Uhr im Alexandriner", Alexandrinenfir. 37a. Arbeiter Elternbund Weißenfee. Emil Rofenows foaiele Romödie Rater Lampe gelangt am Sonnabend den 3. Ma, abends 8 Uhr, in der Gemeindeturnhalle, Biftoriusstr. 23, durch die Theaterdirektion Seiden- Heinrich zur Aufweihefonds überwiesen. Karten find beim Genoffen Seint, Gäblerstr. 7, au führung. Einheitseintrittspreis 280 Mt. Der Ueberschuß wird dem" Jugendhaben. Wetter bis Donnerstag mittag. Mild und zeittweise helter, febo überwiegenb bewölft und besonders im Nordwesten öfter etwas Regen bei mäßigen südlichen Winden. Lebensmittelpreise des Tages. Zufuhr: Fleisch ausreichend, Geschäft flan. Bor wenigen Tagen fand in Berlin eine Besprechung zwischen Dem Milchwirtschaftlichen Reichsverband, den Spizenorganisationen der Erzeuger und Molkereigenossenschaften, an deren Spize Bro feffor Fehr steht, zur Regelung der Frage eines einheitlichen Milch preises in Deutschland statt. Beschlüsse wurden nicht gefaßt, wohl aber eine Reihe von Anregungen gegeben. Man will vor allem stärtere Einheitlichkeit bei den verschiedenen Preisrelationen zwischen den benachbarten Erzeugergebieten. Die starke Verschiedenheit der Breise hat naturgemäß ein Abwandern der Milch in die Gegend der höheren Preise zur Folge. Hamburg hat z. B. eine andere Relation wie Berlin, und das ist mit eine Ursache der Berliner Milchfnappheit. Nach der Ansicht unterrichteter Stellen dürfte wohl eine Anpaffung der Relation durchführbar sein, nicht dagegen die Durchführung eines einheitlichen Schemas. Im Durchschnitt stellt sich der Milchpreis noch auf 500 Mart pro Liter. Die Städte müssen aber einen etwas höheren Preis zahlen als das Land, da sonst die Milch auf dem Lande bleibt. Der höhere Preis gewisser Milchproduktionsgebiete( Allgäu, Oldenburg, Schleswig- Holstein) er flärt sich aus den starken Verwertungsmöglichkeiten und aus dem Umstand, daß diese Gebiete vom Handel überlaufen werden. halten sich die Preise im ganzen niedriger. Dort, wo die Biehhalter auf Frischmilchlieferung eingestellt sind, Devisenkurse. Unferer gestrigen Kurstafel find noch folgende amtliche Notierungen nachzutragen: 100 österreichische Kronen 31,77 Gelb, 31,98 Brief; 1 tichechische Krone 668,32 Geld, 671,68 Brief; 1 bulgarische Letva 129,67 Geld, 130,33 Brief; 1 jugoslawischer Dinar 216,45 Gelb, 217,55 Brief; 1 polnische Mart galt im freien Verkehr 49 f. Jugendveranstaltungen. Fische knapp, Die vollige Umgestaltung der wirtschaftlichen Verhältntffe bat Geschäft rege. Obst und Gemüse reichlich, Geschäft flott. eine Aenderung des Gewinnplanes der laufenden Am Dienstag galten in der Zentralmarkthalle folgende Klein247. preußischen Klassenlotterie von der 3. Klasse ab notwendig ges handels preise: Verein Sozialistische Arbeiterjugend Groß- Berlin. macht. Im Bestande sind die planmäßigen Gewinne sehr bedeutend Rindfleisch 3000-3500 M., ohne Knochen 3600-4700 M. Schweineerhöht worden, so daß in glücklichen Falle allein auf ein Doppellos fleisch 3750-4750 M. Kalbfleisch 2800-4100 M. Hammelfleisch 3300 Faltenberg bei Grünau. Jugendheim Gemeindeschule Rofeftraße, Diskussions 200 Millionen Mart und auf/ Los 100 Millionen fallen tönnen. bis 4600 M. Rückenfett 5100-5800 M. Rindertalg 4500 M Schellfisch abend: Theorie und Praxis".- Friedrichsfelbe. Jugendheim Berliner Str. 44, Bortrag: ,, Warum bin ich in der Arbeiterjugend?" Rotzungen 1800-2500 M. Dorsch 1000 M. In Eis: Friedrichshagen. Jugend Alle übrigen Gewinne und Prämien wurden entsprechend erhöht. Im 1400-1800 M. heim Scharnweberstr. 105, Bortrag: Lassalles Leben und Wirten ganzen fommen allein zur Schlußklasse 4 Milliarden 334 Millionen Schl eie 3000-3500 M. Hechte 2200-3000 M. Barsche 2600 M. Lebende berg- Mitte. Jugendheim Doſſeſtr. 22, Diskussionsabend:„ Jugend und Bane Lichtenberg- Nord. Jugendheim Variaue 10, Bortrag: Der Gedanke Mark zur Ausspielung. Infolge der Erhöhung sämtlicher Gewinne Schlele 4000-4500 M. Hechta 8600-4000 M. Naturbutter 6100-6800 M. bern". Margarine 2850-3800 M. Schweineschmalz 4200-4700 M. Weißkohl ber Demokratie". Nordaft II Sugendheim Christburger Str. 14, Bortrag: mußten auch die Lospreise von der 3. Klaffe an erhöht werden. Die 160-170 M. Wirsingkohl 200-220 M. Mohrrüben 75-80 M. Kartoffeln Walt Bithmann". Prenzlauer Vorstadt, Jugendheim Gemeindeschule Dan neuen Einfäße für Neulofe betragen jezt für die 3. Klasse für Los F00-950 M. zehn Pfund Zwiebeln 75 M. Kechäpfel 280-820 M. aiger Git. 23, Vortrag: Finanz- und Börsenmejen". Schönhauser Borstadt, Philofophische 600 Mt., für% Los 1200, für ½ 2400 Mt. und für 4800 mt. Esbirnen 375 M. Weizengrieẞ 1300 M. Gerstengrütze 1000-1050 M Sugendheim Gemeindeschule 3bfenstraße, Disfuffionsabend: Grundprobleme". Reichenberger Biertel. Jugendheim Gemeindeschule Glo Für die 4. Klaffe( Hauptziehung)% 725 t.,% 1450 m.,% 2900 Haferflocken 1275 M. Reis 1000-1250 ML gauer Straße 12-16, Mitgliederversammlung.( Wahl des Abteilungsverftendes.) Leihhaus BRUNNENSTR 5 am Rosenthaler Tor Bichten Wir bringen in dieser Woche einen großen Posten Unzüge, prima Berarbeitung. guie Stoffe für jede Figur fegt 800002 Unzüge, gute Maßftoffe prima Selbstverarbeitung an fest 100 000 an Anzüge Schlüpfer, aum Zeil englisch prima Qualität und Arbeit fest 150 000 n. ant fegt 120 000 m. an nur erftulaffige Stoffe selbstgelertigte Mäntel Cutaways, mit Gurt, Fi.chgräten mufter, tas nebefte fest 150 000. Ein Posten Winter Schlüpfer außerordentlich billig. Reine Lombardware. Die Preise sind weit unter dem heutigen Einkauf. Bitte genau auf Strasse und Hausnummer 5 zu achten Gummimäntel, Hosen befonders preiswert. Nur Nr. 5, 1 Treppe Annahme des Reichswehrhaushalts. Es wird dann die Beratung des Haushalts des Reichs. wehrministeriums fortgesetzt. Abg. Ledebour( 1. Soz.): Zu welchen Zweden unterhält die Reichswehr Verbindungen mit der Orgesch? Wenn man nicht an den Kampf mit einer ausländischen Macht denkt, wie der Minister erklärt hat, dann zielen doch alle Machinationen darauf hin, eine Rampftruppe gegen die Arbeiterschaft zu bilden. Nur das einige Profetariat wird einen neuen Rapp- Butsch verhindern und dem französischen Imperialismus widerstehen können. Der Militäretat muß abgelehnt werden. Abg. Künstler( Soz.): Mit der Rede des Reichswehrministers vom letzten Freitag find wir höchst unzufrieden. Auf die Fragen meines Parteifreundes Schöpflin hat der Minister eine jeden Zweifel aus schließende Auskunft bisher noch nicht erteilt. Ich wiederhole daher die Fragen und erwarte In diefem Sinne find meine Organe flar angewiesen. 3ch werde gegen 3uwiderhandelnde mit allen mir gesetzlich zu Gebote stehenden Mitteln vorgehen. Der Rebner fährt dann fort: Mein Zusammenwirten mit dem Abg. Dr. Moses( Soz.) Der Reichstag lehnte am Dienstag die Reichsratsvorlage über| ftoff zuzuführen, der den republikanischen Staatsgedanken fördert. Minifter Severing verfolgt auch den Zwed, zu verhindern, daß noch die Abänderung des Gesetzes über Notstandsmaßnahmen zur Unter- Bei dieser Gelegenheit sei die Regierung erneut daran erinnert, in fo viele gewesene Soldaten und Offiziere mit Reichswehrſtützung von Rentenempfängern ab und beschloß, daß 80 ftatt der welcher Art und Weise unser Bolt von gewiffenlosen, unverantwor- ausweilen berumlaufen. Ich will dafür sorgen, daß in meiner Verwaltung nichts gegen die Berfaffung und nichts Dem Reichsrat geforderten 90 Proz. der von den Gemeinden veraus- tungslosen Gesellen irregeführt und bearbeitet wird. Diejenigen, die gegen die Grundlagen der deutschen Republit lagten Unterstützungsbeträge durch das Reich zu erfegen sind. heute zum gewaltsamen Aufft and auffordern, sind nicht die Berufenen, im Kampfe für Deutschlands Wohl und Behe Führer geschieht. Die Gesundung fann uns aber nicht der Polizeifnüppel zu fein. Sie gehören hinter Schloß und Riegel Die ganze bringen, sondern nur die Entwicklung republitanischer Tugenden. Heße der Deutschvölkischen und ihrer Gesinnungsgenossen soll nicht( Beifall bei den bürgerlichen Parteien.) Abg. v. Gallwitz( Dnat.) erklärt, das Tun und Treiben der dazu führen, den Abwehrwillen gegen den französischen Militarismus zu stärfen, sondern sie entstammt egoistischen und politischen Grün- nationalen" Berbände sei von vaterländischem Geiste erfüllt und ben, damit die Herren Drahtzieher ihre monarchistischen Bediene dem Schuh von Recht und Ordnung.- Abg. Fröhlich( Komm.) strebungen einer Berwirklichung entgegenführen können. Wir sehen, wiederholt die Behauptung von der Verbindung zwischen Reichsdaß sich in diesen schweren Tagen Geheimbünde zusammenschließen, wehr und illegalen Organisationen. Abg. Ledebour( 1. Soz.) um die schwierige Situation für ihre Interessen auszunuzen. Am fordert die Abschaffung der Reichswehr, die feine ExistenzberechtiMontag fand hier im Reichstag eine Bersammlung des Deutschen gung habe. Damit schließt die allgemeine Aussprache. Das GeFrauenbundes statt, in der ein Herr v. Brud seine Rede mit den halt des Ministers wird bewilligt. Worten schloß: Dagegen gibt es nur eins: Gewalt und noch- In der Einzelberatung stellt maís Gewalt und zum dritten Male Gewalt." Als fürzlich Herr Bulle hier mit seinen Getreuen tagte, war die Teilnehmerzahl baht so groß, daß die Ueberkleider vielfach auf den Fußboden gelegt feft, daß die Geschlechtskrankheiten und Selbstmorde in Heer und werden mußten. Dabei follerten aus den Ueberziehern verschiedene Marine gewaltig zugenommen haben. 13 Selbstmorde in Revolver und andere Waffen heraus.( Lebhaftes Hört! hört! der Reichswehr feien allein auf Geschlechtskrankheiten zurückzuführen. bei den Soz. und Komm.) Alle diese Organisationen glauben jetzt, Die Sanitätsverwaltung müsse für hygienische Belehrung der Soldie Zeit zur Verwirtlichung ihrer verbrecherischen Ziele sei daten forgen. 1921 feien in der Reichswehr 137 natürliche Todesgekommen. Wie Poincaré der Feind der deutschen Republik ist, so fälle und 105 Gelbstmorde, 1922 100 Selbstmorde vorgekommen. Das sei prozentual siebenmal soviel wie im ganzen deutschen sind sie die Feinde des deuffchen Voltes. Bolte. Mißhandlungen dürften nicht mehr Selbstmorde veranlaffen, darum seien Mißhandlungen und Beschimpfungen mit Stumpf und Glauben Sie denn wirklich, daß, wenn wir auch nur 500 000 Mann Stiel auszurotten. unter die Waffen bringen, wir dann auch nur den kleinsten militärischen Erfolg gegen die Entente erringen fönnten? Das ist 2 unmöglich. Warum duldet man dann diesen Unfug? Aber man will diese Agitation, um Deutschland zu einer Monarchie zu machen. In dem Augenblid, wo die Gewalt in Deutschland Oberwaffer bekommen sollte, ist der Widerstand im Ruhrgebiet dahin und Deutschland wird seine schwerste Niederlage erleiden. ( Sehr richtig! bei den Goz.)" Die rheinisch- westfälischen Arbeiter fämpfen gegen die Gewalt, von welcher Seite sie auch ausgehen Die Fortsetzung der Debatte über die politische Lage, sowie mag. In ihrer Treue zum deutschen Bolf halten sie es nicht so wie die Beschlußfaffung über die zum außerordentlichen Bezirkslag am all die deutschen Fürsten anno 1806, die nach dem Siege Na- 25. Februar gestellten Anträge findet poleons I. zu Dugenden zu dem Korfen überliefen, um von seinen Gnaden die Königsfrone zu empfangen. Die Proletarier des Ruhrgebiets fämpfen den Kampf um der Gerechtigkeit und der Freiheit des Boltes willen. Wie wir mit aller Energie gegen den französischen Militarismus anfämpfen, fo eine flare und eindeutige Antwort. Diefe Antwort ist der Minister dem Reichstag und dem um seine Sicherheit und Zukunft bangenden deutschen Bolte schuldig. Herr Dr. Geßler muß uns Aufschluß geben, ob noch aus der Vergangenheit gewiffe Berbindungen einzelner Offiziere oder einzelner Truppenteile zu verbotenen Bereinigungen bestehen. Der Herr Mi nister erklärte alle diesbezüglichen Gerüchte für erfunden. Ich fürchte aber, daß sich seine untergeordneten Organe den Teufel um die Erklärungen ihres ersten Borgefekten fümmern. ( Sehr richtig! bei den Soz.), daß fie vielmehr recht rege er bindungen angetnüpft haben und Beziehungen mit Offizieren aus der alten Armee unterhaiten, die in den verschiedenen Offizierbünden mehr oder weniger offen eine feindselige hal tung gegen die Republif einnehmen.( Sehr richtig! bei den Soz.) Es ist daher an der Zeit, den nachgeordneten Stellen flarzumachen, daß es bei hoher Strafe verboten ist, sich an solchen Bestrebungen zu beteiligen. Ein Beispiel für die Zustände in der Reichswehr: Am 10. Januar d. 3. fand in Freiberg i. Sa. eine Versammlung der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei statt. Die Versamm fung wurde aufgelöst und gleichzeitig fonnte festgestellt werden, daß ein Reichswehrsold at an ihr teilgenommen hat. Was sagt nun der Kommandeur Kummerow, der vor seinen Offizieren und Mannschaften eine Ansprache hielt? Es mache fich notwendig, den Offizieren und Mannschaften ins Gedächtnis zu rufen, daß die Beteiligung an nationalistischen gegenrepublikanischen Beranstaltungen verboten sei. Die Beteiligung aber an solchen Beranstaltungen fei feine Schande, fondern eine Ehre ( Hört, hört! bei den Soz.), der Geist von 1914 müsse wieder zum Borbild werden.( Hört! hört! bei den Soz.) Es sei zweckmäßig, so Jagte der Kommandeur weiter, der Unterhaltung mit natio. nalen" Kreisen nicht aus dem Wege zu gehen, sondern sie zu fuchen( hört! hört! links), da der Berkehr mit diesen Kreisen nur die Bildung des einzelnen fördern fönne.( Erneutes ftürmisches hört! hört! links.) Zuwiderhandelnde müssen nicht nur be ftraft, fondern aus dem Heere ausgestoßen werden. Das verlangt das deutsche Bolt und vor allen Dingen die Deutsche Arbeiterschaft. Daß die verrüdten been der Hitler, Rosbach und sonstigen Bandenführer in der Reichswehr Beach tung finden fonnten, liegt daran, daß eine planmäßige republitanische Erziehungsarbeit in der Reichswehr nicht geleistet wird und werden wir auch gegen alle nationalistischen Banden kämpfen, die vorgeben, Deutschlands Sache zu verteidigen, in Wirklichkeit aber Deutschland dahinbringen, wohin sie es 1914-1918 gebracht haben, in den Abgrund. Wir gedenken dabei der Leute, die drüben auf der anderen Seite des Rheins genau in unserem Sinne für eine deutsch- französische Verständigung fämpfen. Mit diesem Volke da drüben wollen wir die Verhältnisse dahin führen, daß die Verständigung zustandekommt. Trotzdem wir uns in einer Abwehrstellung gegen den französischen Militarismus befinden, werden wir alles versuchen, um eine Einigung mit Frankreich herbeizuführen und zwar mit den Leuten, die mit uns gemeinsam für die Bölferperständigung arbeiten und in diesem Sinne begrüßen ich alle die internationalen Annäherungsversuche zu einer Verständigung des alten deutschen und des alten französischen Kulturvoltes und ich sage zum Schluß: Nieder, mit allen Waffen.( Stürmischer Beifall bei den Sozialdemokraten.) Reichswehrminister Dr. Geßler: unmöglich, folchen geiffigen Bewegungen allein mit dem Polizeistod beizukommen. Der Rest des Reichswehrhaushalts wird bewilligt. Mittwoch Uhr: Marineetat, Wiederaufbauetat und Goldanleihe. Schluß 7 Uhr. Groß- Berliner Parteinachrichten. Außerordentlicher Bezirkstag. Sonntag, den 4. März, vormittags 10 Uhr, in den Germania- Sälen, Chauffeeftr. 110, ftatt. Als Legifimafion gilt die jedem Delegierten am 25. Februar ausgehändigte Delegiertenfarte, die am Eingang des Saales vorzuzeigen ist. Die ausgegebenen Gaftfarten haben ebenfalls wieder Gülfigkeit. Die Delegierten find zur Teilnahme Ihren Mandatgebern gegenüber verpflichtet. Der Bezirksvorstand. Bezirksbeamtentag für Groß- Berlin am Mittwoch, den 7. März 1923, abends 6 Uhr, in ben Brunnensälen, Brunnen. ftraße 14-15. Tagesordnung: 1. Sozialdemokratie und Beamtenschaft. Ref. Genoffe Sermann Wäger. 2. Diskussion. 3. Wahlen.( Zusammenfegung der Bezirksarbeitsgemeinschaft. Wahl der Vertreter im Bezirksvorstand. Wahl der Mitglieder für den Reichsbeamtenbeirat.) Ausgabe von Agitationsmaterial. ( Berpackung mitbringen.) Abteilungen, bie Zur Zeilnahme berechtigt find sämtliche Mitglieder der Beamtenwerbeausschuhe. Die Funktionärtarte für 1923 dient als Ausweis. noch keine Berbeausschüsse gebildet haben, müssen burch den Abteilungsvorstand vertreten sein. Der Bezirksvorstand. 102. Abt. Baumschulenweg. Donnerstag, den 1. März, pünktlich 7 Uhr, in der Aula des Lyzeums Baumschulenstraße, öffentliche Ber sammlung. Shema: ,, Ruhrabwehrkampf, die innen- und außenpolitische Lage und die Stellung der Sozialdemokratie". Ref. Gen. Dr. Rudolf Breitscheib, M. d. R. bis 20. Kreis. Frauentag 11. März. Die Metbungen müſſen bis spätestens Kreis. Ziergarten. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde! Spielnachmittage Kreis. Tempelhof. Donnerstag abend 7% Uhr Ringbahnstr. 4 bei Sange, Donnerstag, ben 1. März, im Gefretariat fein. Montags und Donnerstags von 3 bis 6 Uhr in der Siemens- Schule. Sigung des gesamten Kreisvorstandes. Heute, Mittwoch, den 28. Februar. Straße 108; Taube, Müllerstraße 62a; Grunewald, Kameruner Straße 19; Nigdorf, Kameruner Straße 53. 42. Abt. 1½ Uhr zahlabend in den bekannten Lokalen. 102. Abt. Baumschulenweg. Mittags 12 Uhr Einäscherung des Genossen Schürr, Treptow, Bouchéstraße, im Krematorium Riefholzstraße. Freitag, den 2. März, 4 Uhr, Einäscherung des Genossen Paul Agthen, Baumschulen. straße 95, im Krematorium. Schule, Rufammenkunft aller Ronfummitglieder der Verkaufsstellen 74 und 75, Wahl von Bertretern. Morgen, Donnerstag, den 1. März. Es ist richtig, daß jezt von Unverantwortlichen alle möglichen Kriegspläne ausgehedt werden. Die Verlesung dieses Unfinns nicht geleistet werden kann, solange im republikanischen Reichswehr würde sehr zur Erheiterung dieses Hauses beitragen. Sehr bebent- 1. Repräsentanten der republikanischen Reichswehr sind. Eine im Deich ist es aber, wenn tommunistische Arbeiterführer den Ar- 2. zember v. 3. erschienene Meldung des S03. Parlamentsdienstes" beitern vorreden, die russische Armee werde ihnen gegen Franküber den Diebstahl von Reichswehrwaffen durch mili- reich und die deutschen Kapitalisten zur Hilfe eilen. Ich halte es 13. für ganz ausgeschlossen, daß Sowjetrußland in dieser Weise den tärische Geheimbünde hat das Reichswehrministerium als richtig beutschen Arbeitern zu Hilfe tommen kann. Die fommunistische bestätigen müssen. Ich möchte dem Herrn Reichswehrminister raten, nur aufzupassen, daß man ihm nicht eines schönen Tages die Agitation ist ebenso bedenklich wie jede andere Agitation, die an 23. Abt. 7 Uhr Zahlabend bei Lewandowski, Geeftraße 104; Ghula, Geeganze Reichswehr stiehlt.( Sehr gut! links.) Von der militärischen Aktionen appellieren. Der Abgeordnete Künstler hat an Untersuchung, die damals auf Grund der erwähnten Notiz eingeleitet mich verschiedene Fragen gerichtet, aber ich halte es in dieser Zeit murde, hat man bis heute nicht mehr gehört. Ich benuße das für zweckmäßiger, wenn Minister nicht zu viele Reden halten. Ich her die Gelegenheit, den Minister heute erneut zu fragen: Sind wirt. habe nicht erklärt, daß zwischen der Reichswehr und den illegalen fich die Waffen gestohlen worden? Wenn ja, dann ist damit der Be- Organisationen teinerlei Berbindungen bestehen. Ich habe vielmeis erbracht, daß unsere Reichswehr heute noch nicht einmal mehr in engster Berbindung mit Minister Severing alle die be- 103. Abt. Oberschöneweibe. 7 Uhr im Konferenzzimmer der Rottmeyerin der Lage ist, einen ordentlichen Wachtdienst einzu- unruhigenden Nachrichten mit größter Aufmerksamkeit nachgeprüft. Ich halte es aber für richten. Die Bach und Schließgesellschaften werden sicher bereit fein, des Nachts unsere Reichswehr famt ihrem Troß fürsorglich zu bewachen und zu befchirmen. Wie ist es möglich, daß Mitglieder der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei unter Benuhung( Unruhe links.) Nur von dem preußischen Minister des Innern, ihrer früheren Reichswehrausweise von Truppenteilen Waffen Severing, erfahre ich, ob Reichswehrleute an verbotenen Ber- 27. er langen und an die Nationalsozialisten weiterverschieben konnten? fammlungen teilgenommen haben, denn meine eigenen Nach- 33. Auf Grund einer Anweisung des Reichswehrminifteriums hat der richtenbureaus find ja aufgehoben. Mir geht es wie dem Regierungspräsident in Oppeln den Bandenführer Heydebed Mann eines untreuen Frau; die ganze Stadt spricht davon, nur wieder freigelassen. Die Koft, die heute den republikanischen Sol- er weiß nichts.( Große Heiterkeit.) Der Minister gibt nun folgende daten in den Soldatenzeitungen verabfolgt wird, ist absolut Erklärung ab Die Reichswehr fann und wird die ihr gesetzlich zustehenden Aufnicht geeignet, fie in republikanischem Geiste zu erziehen. Die Sol. gaben trag des Genossen Weigelt: Bom Aufbau der Lern-, Arbeits- und ProSchutz der Berfaffung, Schuh der Grenzen, Aufrechterhaldaten müssen es sich gefallen lassen, daß ihnen jede Woche buktionsschule". fang der Ruhe und Ordnung- nur mit den verfassungsDie Gesamtveranstaltung findet umständehalber erst am 15. März statt. mäßig dazu berufenen Behörden lösen. Danach ist ein ZusammenFrauenveranstaltungen am Donnerstag, den 1. März. wirken der Reighswehr mit Zeitfreiwilligen und Selbstschuhformafionen ausgeschlossen. Gerade meine Besprechungen mit dem 51. Abt. Charlottenburg. 7½ Uhr bei Heinze, Rehringstr. 27. Thema:„, Aus Friz Neuters Leben und Wirken". Nef. Gen. Sinrichsen. preußischen Minister des Innern hatten den Zwed, diesen Stand- 107, Abt. Alt- Glienide. 7% Uhr pünktlich bei Klingenberg, Grünauer Str. 29. punft flarzulegen und das einwandfreie Zusammenarbeiten zwifchen Thema: Die Frau im Abwehrkampf". Ref. Minna Todenhagen. ,, Die Frau in der Boltswirtschaft". Ref. Genossin Lodahl, M. d. R. den beteiligten Behörden zur Erreichung dieses Zieles sicherzustellen. 124. Abt. Mahlsdorf. 7½ Uhr im Jugendheim des Schulgebäudes. Thema: übelfie monarchistische Stimmungsmache vorgefeht wird. Man braucht sich angesichts der Tatsache, daß so außerordent lich wenig republikanische Aufklärungsarbeit geleistet wird, nicht Darüber zu wundern, daß die Reichswehr immer noch den Einflüfferungen monarchistischer und sonstiger Geheimorganisationen zugänglich ist. Es muß dafür gesorgt werden, den Soldaten der Republik Lese-ww Ganz außergewöhnl. 17., 22. unb 23. Abt. 7 Uhr Berfammlung der Mitglieder der Konsumgenossen. schaft in der Schulaula Lütticher Straße. Aufstellung der Kandidaten für die Genoffenfchaftsratswahl. bt. Die Einäscherung des verstorbenen Genossen Pietsch, Gleimstr. 56, findet vormittags 9 Uhr im Krematorium Gerichtstraße statt. st. 7 Uhr Funktionärßigung bei Lauter, Capriviste. 20. Erscheinen fämt. licher Funktionäre( Betriebsvertrauensleute, Frauenagitations- und Elternbeiratsmitglieder) ist Pflicht. Mitgliedsbuch und Borwärtsquittung mit bringen. Kein Trintamang. neuöun. 94. Abt. 7½ Uhr Funktionärsigung bei Taubel, Weisestr. 23. Alle Funktionäre haben zu erscheinen. 97. Abt. 7 Uhr Funktionärsizung Schule Mariendorfer Weg. Abrechnung der Bezirksführer. Jungsozialisten. Gruppe Neufölln. 7½ Uhr im Jugendheim Nogatstr. 53, Borpreiswerte Angebote in fast allen Abteilungen! Herren-, Damen- u. Kinder- Konfektion Trikotagen* Schuhwaren Warenabgabe nur gegen Verbandsbuch. Bekleidungswerkstätte Verkaufsstellen: Kottbuser Damm 88/89| Schönhauser Allee, Zimmerstraße 68 Eingang Schwedter Straße der Berl. Gewerkschaften Sebastianstraße 37/38 Köpenick, Kaiser- Wilhelm- Str. 101 G. m. b. H. Engelufer 30 Jablonskistraße 8 Verkaufszeit von 10-6 Uhr. Wildau, Schwartzkopff- WerkeFriedrichshagen, Friedrichstr. 51 Theater, Lichtspiele usw. 6pernhaus Volksbühne 62 Uhr: 71 Uhr: Rosenkavalier Mein Leopold A Messe Breslau 11-14 Marz Schauspielhaus Lessing- Th. Vorverkauf von Messeausweisen zu bedeutend ermäßigten Preisen in sämtl. Zigarrengeschäften der Firma Loeser& Wolfi 7 Uhr: 7 Uhr zum 1. Male Kätchen von Heilbronn Die Mütter( Dorsch) Donn. 72: Bürger Deutsch. Theat. Schippel 72: Alt Heidel- Freitag 7% U. Die berg Mütter Rammerspiele Deut. Künstler- Th. 72 Uhr: Fri. Julie Allabendlich 7, U. Langelot u. Sanderein Der Fürst von Pappenheim Gr.Schauspielh. Residenz- Th. ( Karlstraße) 7 Uhr: Die tö Täglich 8 Uhr: Fichte Jungfrau Professor Sonnt, 4. März, 2 U: Die Maschinenstürmer. Abonn.- Verschiebg. der 3. Vorstellung. Bernhardi Komödie v Arthur Schnitzler vom 1. März. auf Kleines Th. 15. März; vom 5. März auf 19. März; vom 6. März auf 20. März Theater 1. d. Tägl. 8 Uhr: Die Unmoralischen Carola Toelle, Olga FalkenKöniggrätz. Str. Limburg, 8 U: Aus d. Leben d stein, Kaiser- Titz Insekten Trianon- Th. Komödienhaus Täglich 8 Uhr 8: Kameraden Eissi die Kokotte Berliner Th. Pers.unter 18 Jahren 7.30: Madame haben keinen Zutritt Pompadour Theater des Ostens Hilde Wörner, Ro-( Rose- Theater) berts, Kiper, Haskel Deutsch Opernhaus 712 Der Maskenball Große Volksoper im Theat d. Westens 712 U: Schmack d. Madonna 8 Intimes Theater TU.: Loge Nr. VII J. 7 Einakter Der Blaue Vogel U.: u. a: Ein FumilienfestKleptomanie Lustspielhaus 8U.: Das Prinzchen U. Goltzstraße 9 Nollendorf 1613 Allabendlich Metropol- Theater Das 3.Programm U.: NewYork- Berlin Stg.3: Die Bajadere Walhalla- Th. Neues Operett.- Th. Täel. 73/4: 72: D. neue Gilbert Komische Oper ( 72) Dir.: James Klein( 72) Internat. Revue in 25 Bildern Europa spricht davon 200 Mitwirkende! 6 Balletts Mr. Jackson vom Alhambra- Theater in London mit seinen engl. 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Großstadtluft Fremdenlegionär Thalia- Theater 7 Uhr: Ein Jahr NeueCircus- Sensation. ohne Liebe Th. a. Nollendorfpl. 73 Uhr: Königin der Straße Stg. 3, U.: Dein Mund. Theaterin d.Kommandant.- Str 7 Uhr: Katte Wallner- Theater 8 Uhr: Der kühne Schwimmer Central- Theater Geschl.Vorst.d.Bez.Bildgs.- Aussch Gr.Berlin V S.P.D. Urania Naturfarbenfilm: Fatmes Errettung. Emrl Friedri 3. März, 7%, Uhr: Meistersaal, Hothener Str. 38 Aus dem Manuskript: Der deutsche Hinkemann Tragödie in 3 Akten von Husfperrung! Um die seit dem 1. Januar schwebenden Tarifvertragsverhandlungen zum Abschluß und seinen Herrenstandpunkt zum Ausdruck zu bringen, hat der Arbeitgeberbund in der Fleischwarenindustrie sämtliche Arbeitnehmer der Wurstfabriken Groß- Berlins ausgesperrt. Jede Verhandlungsmöglichkeit wurde von den Arbeitnehmern wahrgenommen. An dem Vorhaben der Arbeitgeber scheiterten dieselben. Seit dem 6. Februar bestand bereits eine tariflose Beit. Verschleppung des Abschlusses war das Ziel der Arbeitgeber, um in ihnen günstiger Zeit den Arbeitnehmern ihren Willen ausdrücken zu können. Dagegen mußten sich die Arbeitnehmer wehren, die legten Endes selbst bestimmen wollen und müssen, unter welchen Bedingungen ihre Arbeitskraft verkauft wird. Arbeitseinstellung in einem Betriebe, hervorgerufen durch die Ver schleppungstaftil der Arbeitgeber und besonderes liebenswürdiges Verhalten des betreffenden Arbeitgebers, beantwortet der Arbeitgeberbund mit der Generalaussperrung. Jm Kampfe um ihr Recht, geflüßt auf ihre Drganisation, rechnend auf das Berständnis der gesamten organisierten Arbeiterschaft, nehmen die Arbeiter in der Fleischwarenindustrie ibr Geschick in die Hand und werden aushalten zur Sicherung ihrer Eristenz. Von der Aussperrung nicht betroffen sind die Ladenschlächtereien. Die Tarife sind getätigt und in Ordnung. Dasselbe trifft für die EshaWerke in Briß zu. 184/16 Auskunft über Lieferung von Waren durch nicht betroffeneBetriebe erteilt: Die Zentral- Streikleitung( Königftadt 8414). Cie haben große Vorteile, beim Einkauf von Herren- u. Damenkleidung durch die auf Wunsch nach wie vor gewährte Sahlungserleichterung Anzüge, Paletots, Schlüpfer Kostüme, Kleider, Mäntel in größter Answahl zu billigsten Preisen B. Seder Norden: Brunnenstraße 1 Open: Franif. Allee 350 Süden: Rottbuser Damm 103 West en: Charlbg., Scharrenfte. 5 Marken- Zigaretten Ausbau der weit unter Preis, von Deutscher Metallarbeiter- Verband d. Deutsener Metallarbeiterverband Verwaltungsstelle Berlin Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Rollege, der Elettromonteur Karl Heinrich am 21. Februar gestorben ist. Die Einäscherung findet Mittwoch, den 28 d. M., nachm. 22 Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, statt. Unser Rollege, der Schlosser Paul Agthen ist am 23. Februar gestorben. Die Einäscherung findet am Freitag, den 2 März, nachmittags 4 Uhr, im Krematorium Baumschulenweg, Stiefholzstraße, statt. Unser Kollege, der Anschläger Alex Franz starb am 25 Februar. Die Einäscherung findet am Freitag, den 2. März, nachm. 2 Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, statt. Ehre ihrem Andenten! Rege Beteiligung erwartet 143/17 Die Ortsverwaltung. Statt jeder besonderen Mitteilung! Ein sanfter Tod erlöste am 25. Februar meinen geliebten Mann und Bruder, unseren Onkel, den Land erichtsrat Dr. Walter Guttmann im Alter von 43 Jahren. Berlin, im Februar 1923. Frau Annemarie Guttmann. geb. Gribbohm Dr. Alfred Guttmann Herta und Werner Guttmann Von Trauerbesuchen und Blumenspenden bitten wir abzusehen. Einäschei ung: Freitag, den 2. März. 1 Uhr, im Krematorium Wilmersdorf Janangstrantentaffe Lifchler- Janung zu Berlin Musikinstrumente Bianos preiswert. Bint. Brunnenstraße 35. 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Februar und 6592 bis 6595. 1923 in Kraft getreten. 179/4 Achtung! Silberschmiede Achtung! Berlin, den 28. Februar 1923. Heute, Mittwoch, den 28. Februar, abends 62 2hr, im„ Dresdener Garten", Dresdener Straße 45: Branchenversammlung aller in der Silberwaren- Industrie beschäft. Kolleginnen u. Kollegen. Tagesordnung: 1 Bericht der Ver handlungskommission. 2. Distuffion 3. Branchenangelegenheiten. Das Erscheinen aller Kolleginnen und Kollegen ist Pflicht. Der Borstand Otto Gronau, Borsigender. B. Lindemann, Schriftführer. Verkäufe Deckbettbezug Achtung! Säde, Garne, Birdfaden, Felle, Stoffe, ganze Reftläger, Schmudfachen tauft Mener, Immanuelkirch ftraße 25, Quergeb. I. Alegander 231, Fahrgeld. ㄓ Möbeleinkauf. Wirtschaften, ganze Nachläffe, Kleidungsstüde, Bodenrummel, höchstzahlend. Meyer, Immanuelkirchftraße 25, Quergebäude I. Allegand. 231. Raufe aus Privathand Möbel, Teppiche sowie Nachläffe. Frau Rammonat, Lichtenbergerstr. 5. Bettwäsche billig. 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