ce te it ## ID [ t er fie ie b= gr ie b= er I. 無 I' it, เช ig ch ch де s _ Nr. 9. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags- Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschlandu.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Eingetragen in der Poft Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. " epintadoff al 8. Jahrg. Vorwärts Insertions- Gebühr beträgt für bie fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Versammlungs Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Morphium? Sonntag, den 11. Januar 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. schleunigen. Der Ton ist's, der die Musik macht, und schärfstes!" Das gilt auch heute noch, heute mehr die Arbeiterpartei wird schon für die schärfere Tonart als je. Das amtliche Organ der freikonservativen Partei, die sorgen. Das Gleichniß hinkt und nach dem lateinischen Sprich" Post", unterliegt augenblicklich einem Häutungsvorgange, Mit dieser Einschränkung ist in der That die General- wort ist das ja aller solcher Vergleiche Eigenart. Jedennoch welcher Beachtung verdient, weil er ein eigenartiges Beug- beichte der" Post" eine bemerkenswerthe Leistung. Was für die Junker gilt es. Sie berauschten sich an dem reichniß für das Herannahen wirthschaftspolitischer Umgestal- die Kritik der Schutzzoll- Gegner jederzeit und allerwegen sprudelnden Born der Zollprofite, sie wurden gieriger und tung ablegt. Sie bespricht den geplanten deutsch- öster- gegen die indirekten Steuern ins Feld geführt hat, findet gieriger nach dem Reizmittel des Schutzzolls, sie heischten reichischen Handelsvertrag, über den wir bereits vor längerer seine Kräftigung in dem Sprüchlein der" Post", das den und erhielten Vertheuerung eines nothwendigen LebensZeit ausführlich berichtet haben und bewillkommnet ihn Großgrundbesitzern manchen Schmerzensschrei erpressen mittels nach dem anderen. Weizen und Roggen, Fleisch als„ einen großen und erfreulichen Fortschritt". Deutsch- wird. Hat sie doch einige Tage früher rund heraus und Holz, Branntwein und Zucker wurden zu schier unland fönne nur als Industriestaat bestehen und man ver- erklärt: erschöpflichen Gewinnquellen. Die Mandarinen- Ritterschaft " " lege der Zufuhr der von ihm gebrauchten Nahrungsmittel Die Lebensmittelzölle, welche auf wurde geradezu morphiumsüchtig. Wie die Vertreter der durch die Bollschranken gegen Desterreich- Ungarn den Weg. der ärmeren Bevölkerung am meisten goldenen Jugend, gesättigt von Seft, zur Pravaz'schen Darauf äußert sich die" Post" wie folgt: lasten, werden voraussichtlich zwar erleichtert, Sprize greifen, um im Morphiumrausch zu schwelgen, Daß ein für Deutschland so selbst mörderisches leider aber nicht ganz aufgehoben werden". so taumelte das Junkerthum aus einer zollpolitischen Verhältniß besteht, liegt an dem Fehler, Die deutsche Politik", so meint die" Post", trägt Narkose in die andere. Wie der„ Borer- Karl" sein Kokain, den die deutsche Politik begangen hat, als die Schuld daran, daß ein für Deutschland so selbst- so verschlang der Feudalismus seine Zölle. fie im Jahre 1881 versäumte, einen umfassenden Handels- mörderisches Verhältniß" besteht. Die deutsche Politit", Während aber die gewöhnliche Morphiumsucht den vertrag mit Desterreich- Ungarn abzuschließen; damals war das ist Fürst Bismarck, die deutsche Politik", das ist die davon Ergriffenen mit tödtlicher Sicherheit zu Grunde man dort zu einem solchen Vertrage bereit, sehr bereit; Knüppelgarde der Krautjunker und die Funkengarde der richtet, war es bei dem feudalen Zoll- Morphinismus die deutsche Politik aber hatte nur den Schutz der eigenen Schlotjunker, welche in holder Eintracht dem arbeitenden Volk anders. Nicht die Herren in Ostelbien und wer sonst die Landwirthschaft im Auge und ersah, um diesen Schutz zu das Fell über die Ohren gezogen haben", wie sich Bamberger reichen Erträge einsäckelte, wurden geschädigt, der deutsche bewirken, fein anderes Mittel, als das plumpe fürzlich im Reichstag so derb wie treffend ausgedrückt hat. Die Michel erkrankte schwer. Es war eine rechte und echte hoher Einfuhrzölle, das auf den volks- deutsche Politik", das ist dieselbe Reichstags Mehrheit, Hungerkrankheit, die er sich zuzog, Dank der Gier der wirthschaftlichen Organismus wirkt, unwelche dem Militarismus ohne Zögern Hunderte von Kornwucherer und Fleischvertheurer. gefähr wie das Morphium auf den mensch Millionen geopfert hat, die uns mit dem Septennat, mit Und dieselbe„ Post", die heute so helläugig geworden lichen Körper. So ist es gekommen, daß Deutsch- der Schnapssteuer, mit der Ausnahmegesetzgebung so viele ist, trägt mit die Schuld an der unheilvollen Entwickelung land, und Desterreich- Ungarn seit neun Jahren einen Boll- Jahre geplagt hat. Die deutsche Politik", das ist der der Dinge als Organ der Großgrundbesitzer, sie und ihre frieg geführt haben, der auf beiden Seiten eine Menge Inbegriff ökonomischer Knechtung und politischer Unter- Hintermänner. Als ob nicht auch diese Spielart der ungesunder Interessen großgezogen hat. drückung, wie sie das Ideal des Alten von Barzin und Reaktionsparteien ihr reichlich Theil an der Beute gehabt, Die Ueberwindung dieser Interessen bildet jedenfalls die feiner Gefolgsleute immerdar gebildet hat. Das Prole- als ob nicht auch sie zu denen gehört hätte, für Hauptschwierigkeit bei den gegenwärtigen Verhandlungen." tariat bis auf den letzten Blutstropfen schröpfen, war die welche„ eine Menge ungesunder Interessen großgezogen Das ist ein Bruch mit der Vergangenheit, wie er Blüthe der Wirthschaftspolitik, die Stille des Friedhofs wurden"? offener und schärfer kaum gedacht werden kann. Die im öffentlichen Leben, war der Gipfel der StaatsSelbstverleugnung der" Post", die mit zu den eifrigsten flugheit. Das Schmählichste Interessenpolitik auf Kosten der GeAdvokatinnen der volksverwüstenden Schutzöllner gehört Wenn nun die" Post" meint, die rücksichtslose sammtheit ist freilich getrieben worden. Und wenn die hat, deren Schutzherren und Eideshelfer die besten Ge- Exploitation( Ausbeutung) feitens der Protektionisten eiserne Phalanx der Interessenten wird jedem Reformbesuch, schäfte dabei gemacht haben, ist nur begreiflich, wenn man( Schutzöllner) habe wie Morphium auf den volks- und wenn er noch so schwächlich wäre und mit dem die liebliche Fabel von den sauren Trauben sich ins wirthschaftlichen Störper gewirkt, so hinkt dieses Grundherrn umginge wie mit dem zartesten Pflänzchen, Gedächtniß ruft. So wenig wir optimistische Hoffnungen Gleichniß das der Schonung bedürftig, zähesten Widerstand entgegengar bedenklich. Gemeinwesen ist jezen. an den Abschluß des Handelsvertrages fnüpfen, so sicher gewiß nicht eingeschläfert worden durch die Schutzöllnerei, Wenn etwas erreicht wird, es wird wenig sein, aber wir sind, daß die Feudalaristokratie sich nur schrittweise die ihm eine Wunde nach der anderen schlug, die mit aus ihrer einträglichen Position verdrängen läßt, so steht Naturgewalt die Massen in Bewegung brachte, die Em- die Absage an die bisherige Bollpolitik ist da. Gewiß, nichtsdestoweniger fest, daß die starre, absolute Schutzzoll- pörung gegen die Ausbeutung der Edelsten und Besten" der alte Junkertrotz wird zu Tage treten, der stets sich Politik aufgegeben ist. Vorderhand theoretisch. Aber die zur Nothwendigkeit machte und die Februarwahlen von zeigt, wo die Vorrechte der Feudalen bedroht erscheinen. Die Arbeiterklasse, politisch or Gewiß, die Regierung wird diesem Juntertrotz Rechnung Thaten müssen folgerichtig sich einstellen, zwar mit der 1890 gezeitigt hat. " Geschwindigkeit des Krähwinkler Landsturms, aber sie ganisirt, fand mit Recht in dem fluchwürdigen System ein tragen, sehr viel, viel zu viel. müssen kommen. Und Sache des Volkes, aus dessen Haut Agitationsmittel, das die breiten Schichten der Gleich- Troydem, es fängt an zu tagen, und wir werden die Junker Riemen schneiden, Sache der kleinen Leute, denen giltigen, der Lauen, der Indolenten in den wogenden dafür kämpfen, daß allgemach dem Drucke von Außen die modernen Herren vom Stegreif ihre letzten Heller ab- Fluß des politischen Lebens hineinzog. Wie sagt schon nachgegeben werden muß. Fort mit den Schutzöllen, das nehmen, ist es, den Anmarsch der Reform zu be- das altfriesische Landrecht:" Hunger ist der Schwerter ist die Losung. Feuilleton. Nachdruck verboten.] Bei Mama. [ 9 Roman von Arne Garborg. ,, So, Krausköpfchen", lächelte Frau Kahrs, sollst Du schon in die Schule? Wenn Du mir nur nicht allzubald die Lust verlierst! Was?" ,, Nein." schule nicht, und zwar, ohne daß man deshalb irgend Fanny's Aufnahme; dadurch wurde das Ganze sicherer und jemand in Anspruch nahm. Das wäre eine große Sorge gleichsam besiegelt. weniger. Und schwerlich wurde Fanny wieder fortFanny saß fast täglich ernsthaft und erwachsen gewiesen, nachdem sie einmal hereingekommen. Der kleine an ihrem Pulte, buchstabirte, schrieb Striche oder hörte Krauskopf hatte etwas an sich, daß man sie lieb haben Geschichten an. mußte; das war ihr sicher auch jetzt von Nuzzen. Es gab jedoch ein Aber bei Frau Kahrs' Schule; die selbe galt nicht für so recht fein. Erstens und vor allem hatte sie den Geistlichen gegen sich. Die Lehrerinnen erzählten eine Menge; verschiedenes davon unterhielt sie. Allein am besten unterhielt es sie doch, wenn die kleinen Mädchen die Geschichten wieder erzählen sollten. Die meisten der kleinen Mädchen waren Pastor Bukstadt konnte den Verdacht nicht loswerden, nämlich schrecklich dumm. Sie vergaßen fast alles. Da daß Frau Kahrs, so wie früher ihr Mann, zum Grund lachte Fanny. Und sie streckte die Hand empor, so hoch vigianismus neigte. Es wäre beklagenswerth, düukte dem sie konnte ich weiß es, Fräulein! Darf ich es " Glaubst Du also, daß Du ein braves Mädchen sein Pastor, wenn eine so ungesunde Geistesrichtung in Kristians- sagen, Fräulein?" Sie durfte es sagen. Die großen fannit?" borg Eingang fände, und so arbeitete er Frau Kahrs Mädchen ärgerten sich schrecklich. Fanny aber steckte die nach bestem Können entgegen. Doch nur in der Stille, Nase in die Luft." Schaut einmal!" " Schaut einmal!" sprachen die Hübsch still sitzen und keine Dummheiten machen, hm?" da er leider nichts Beſtimmtes hatte, um sich daran zu Lehrerinnen, sie, die noch so klein ist, sie kann es; " Ja." halten. Und er wollte durchaus, selbst um Gottes Reichs aber Du, die Du so groß und lang bist, Du stehst so willen, nicht von der strengen Wahrheit abweichen. Er stumm und dumm da wie ein Fisch." Kannst Du denn lesen?" " Ja!" hältst; was?" renten hatte. " Ja, ich kenne die Buchstaben. Ich habe auch ein beschränkte sich darauf, von Frau Kahrs in einem Tone der Man hatte beabsichtigt, Fanny blos zuhören zu lassen; Buch!" fühlsten Zurückhaltung zu reden, der wohl geeignet war, bald nahm sie aber wie die Anderen am Unterricht Theil. fie zeigte ihr etwas abgenutztes ABC. „ Hier bei uns ist Play", rief Ebba; Gina nickte und die Aeltesten in der Gemeinde wachsam zu machen. Es Besonders geschickt war sie im Erzählen. Was sie gehört rief: Hier in unserer Bank ist Play!" wurde Mode, von Frau Kahrs Schule in einem Ton hatte, gab sie mit einer Genauigkeit und einem Eifer wieder, " Nun, so kannst Du hier bleiben, Krausköpflein!" sagte kühler Zurückhaltung zu sprechen. Wenn dieselbe dennoch welcher ihre Lehrerinnen zum Lachen brachte. Am besten Frau Kahrs lächelnd,„ und lernst mit, so lang Du es aus sich hielt, so tam das nur daher, weil sie keine Konkur- ging es bei Frau Kahrs; die Geschichten, welche sie erzählte, waren so leicht zu merken. Du bist ja ganz geschickt, KrausFanny konnte nun sagen, daß sie in Frau Kahrs Frau Holmsen bedauerte, daß die Schule nicht ganz an- töpflein, hm?" sagte Frau Kahrs mit ihrem hübschen Lächeln höhere Löchterschule gehe, und sie sagte es so oft, als es sich erkannt war. Allein wer das Beste nicht haben konnte, mußte und strich ihr durchs Haar; seither wollte Fanny sich mit anbringen ließ. Sie fühlte sich erwachsen und steckte die Nase mit dem Guten sich begnügen; Frau Kahrs' höhere Töchter gar Niemand mehr einlassen. in die Luft. Auch Frau Holmsen war zufrieden. schule war jedenfalls viel besser als die Volksschule, in Bald lernte sie weinen und Kopfschmerz haben, wenn Wenn Fanny ihren Freiplatz bei Frau Kahrs be- welche die Kinder simpler Leute gingen. Und sie stattete sie sich zu sehr langweilte; denn dann durfte sie heim. halten konnte, so brauchte man jedenfalls die Volks- Frau Kahrs ihren Besuch ab und dankte aufs Wärmste für Ihr Versprechen, ein braves Mädchen zu sein, hielt sie " „ Gazeta Robotnicza". Wir machen die Parteigenossen darauf aufmerksam, daß von unserem polnischen Parteiorgan sowohl von der Probenummer wie von der zweiten bisher erschienenen Nummer Exemplare zur Gratis- Vertheilung zu beziehen sind. Bestellungen richte man an die Expedition, Beuthstraße 2, Berlin SW. Mit sozialdemokratischem Gruß Der Parteivorstand. Politische Uebersicht. Berlin, den 10. Januar. Wie es um die Intelligenz und die geistigen Waffen" unserer Feinde bestellt ist, das haben wir schon an sehr zahlreichen Beispielen gezeigt. In den meisten Fällen könnte man aber einwerfen: es sind untergeordnete Blätter und untergeordnete Individuen, die diesen Unsinn und diese Rohheiten verübt haben. Um jenem Einwurf zu begegnen, wollen wir heute einen Artikel mittheilen, der unter den Auspizien eines der„ Edelsten der Nation", des Freiherrn von Friesen, in dem offiziellen Zentralorgan der sächsischen Konservativen veröffentlicht worden ist, und dem die Leipziger Zeitung" durch Aufnahme in ihren Spalten den offiziellen sächsischen Regierungsstempel aufgedrückt hat. Der Artikel betitelt sich:" 3u dem sozialdemokratischen Heereszug auf die Dörfer" und lautet also: Wir in Sachsen sind bereits über die ersten Plänkeleien längst hinaus. Bei uns hat die Sozialdemokratie längst ihre Agitation auf das Land hinausgetragen und zwar nicht nur in den Zeiten der Reichstagswahlen. In durchaus ländlichen Gegenden haben wir sozialdemokratische Versammlungen gehabt, sozialdemokratische Brandschriften werden, besonders gern an Sonntagen, in den Bauerndörfern folportirt. Die lezten Reichstagswahlen haben bewiesen, daß die Sozialdemokratie Anhänger in ziemlicher Anzahl auch auf dem platten Lande hat. Freilich einige Gegenden find noch ziemlich unberührt, fo besonders die gute alte Wendei. Ob die Genossen dorthin ihre Weisheit tragen werden, möchten wir bezweifeln. Sie haben bei einem ersten Versuche zu Frizz Mende's Zeiten schlimme, fühlbar schlimme Erfahrungen gemacht. Der wendische Bauer ist derb und tüchtig, aber für Anderer Weisheit wenig empfänglich. Er hälts noch mit dem Onkel Wilm und drischt noch mit dem Flegel. Hut ab vor dem Wendenthume und seinen Führern! Da steckt ein guter Kern drin. Wie aber nun, wenn sie thatsächlich auch in die Gegenden kommen sollten, die sie bisher mit ihrer fragwürdigen Weisheit verschont haben? Was ist zu thun? Die Frage ist oft erörtert worden, aber meist nur theoretisch, so wollen wir denn heute ein paar praktische Winte geben. fast fein Rehwild zu finden ist, ein Flugblatt verbreitet, das ihrem Gütchen stehen? wie viele Bauern es giebt, die ein Wildgatter verlangte; in einem anderen Kreise, in dem menschenwürdiges Dasein führen? und wie viele, die es gewaltig reiche Bauern und fast keine, wenigstens nur nicht fönnen, auf je einen kommen, der es kann? fleine Rittergüter vorhanden sind ,, wurde ein Flugblatt Kurz, man wird den Herren Sozialistenbekämpfern eine Reihe folportirt, das über die Latifundienwirthschaft und die armen " Kleinbauern lamentirte. Solche Flugblätter machen den Bauern von Fragen stellen, bei denen es ihnen ganz bange zu Muth und auch den Knecht lächeln. Auch über das Gespenst mit der werden wird. Der Verfasser des Vaterland"-Artikels möge Meute und der Hespeitsche wird der Landbewohner, der sich ein für alle mal merken, daß die Angst, welche er und seine seinen Gutsherrn tennt und verehrt, in den meisten Fällen Genossen vor der sozialistischen Propaganda empfinden, der beste lachen. Möglicherweise werden aber die Flugblattschreiber Beweis für deren Berechtigung ist, denn gegen Honorar" geschickter sein als die Parteileitung. Da durch diese ihre Angst verrathen die Herren, daß sie ein gilt es nun, die Behauptungen eines solchen Flugblattes scharf böses Gewissen haben und daß sie selbst von der und energisch zu bekämpfen, nicht nur in mündlicher Unter- Er bärmlichkeit und Ungerechtigkeit der redung, sondern auch in einer Gegenschrift, die man am besten im verbreitetsten Lokalblatte veröffentlicht. Kurz und bündig, Bustände auf dem Lande innerlich überzeugt scharf und schneidig müssen solche Gegenerörterungen sein, sonst in d. Wären sie das nicht, so wäre ihre Angst und ihr helfen sie wenig. Das Blatt, in dem sie enthalten find, ver- tolles Gebahren psychologisch unerklärlich. Im Uebrigen breite man in alle Häuser, in die das sozialdemokratische Flug ist der Erguß des" Vaterland" ganz interessant, enthält für blatt getragen worden ist. Daß man in diesem Punkte auch uns auch mancherlei brauchbare Winke, sintemalen er recht vorbeugend verfahren, das Volk mit gutem efestoffe naiv aus der Schule schwazzt und nun wünschen wir versorgen soll, haben wir schon oft zur Genüge auseinander- blos noch, daß Herr von Friesen in Person den Feldzug gesezt. Am schwierigsten bleibt es, der Agitation von Person zu Person entgegen zu treten. Sollte der mit der gegen uns auführen möge. Einen besseren Gegner fönnen Agitation betraute Sendling den Hof betreten, um unter den wir uns nicht wünschen- ob er schneidig" zu reden ver Knechten Propaganda zu machen, so möge man von steht, das wissen wir nicht, da wir seiner noch nicht habhaft seinem Hausrechte den geeigneten Gebrauch werden konnten, jedoch das wissen wir, daß er überall, wo machen. Wir empfehlen nicht das drastische Mittel er mit unseren Agitatoren" zusammentraf, schneidige" des Ludyerus Blattes; ein Wink genügt, wenn Niederlagen erlitten und sich schneidig" blamirt hat. er deutlich ist. Aber die Herren werden wohl darauf verzichten, den Hof zu betreten. Sie werden die agitatorische Thätigkeit draußen, mit besonderer Vorliebe in der Schenke entfalten. Diesen Agitatoren gegenüber empfiehlt sich zunächst fortgesetzte peinliche Aufmerksamkeit; man laffe sie nie aus den Augen, sondern beobachte ihr Thun und Treiben scharf, einer seits um den Puntt zu entdecken, wo man einsehen kann, um ihnen das Handwerk zu legen, andererseits um die nöthige Gegenwirkung eintreten lassen zu können. Diese Gegenwirkung wird in einer gleich persönlichen Gegenagitation bestehen müsse. Man trete dem Knecht, dem Untergebenen, dem kleinen Mann persönlich nahe und bleibe mit ihm in unmittelbarer Beziehung; man unterhalte sich mit ihm über kleine und große Dinge und suche das Unkraut, das etwa Wurzel geschlagen hat, zu entfernen. Man überzeuge ihn vor Allem davon, daß in der Landwirthschaft die Gesammtinteressen der„ Die Welt am Ende des 19. Jahrhunderts steht unter Knechte und Herren, der kleinen und großen Besizer, durchaus dem Zeichen des Verkehrs; er durchbricht die die gleichen sind. Man schließe sich nicht ab, sondern an, schließe Schranken, welche die Völker trennen, und knüpft zwischen sein Ohr nicht, sondern bringe vernünftigen Bitten ein offenes den Nationen neue Beziehungen an." Stehen wir vor einem Umschwung unserer Zollwir vor einem Umicroane politik? Diese Frage legen sich die Blätter aller Richtungen vor. Selbst in der Leipziger Zeitung" ist hiervon die Rede. In diesem Blatte, dem offiziellen Organe der sächsischen Regierung wird der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß ein Einverständniß über den österreichisch- ungarisch- deutschen Handelsvertrag erzielt werden würde, das von typischer Bedeutung sein würde". Ohr, ein offenes Herz und eine thatbereite Hand entgegen. " Hierzu kommt noch die von der Presse eifrig kommen tirte Stelle in dem Geburtstagsschreiben des Kaisers an Reichspostmeister Stephan. Dieselbe hat folgenden Wortlaut: Das sind allgemeine Rathschläge. Wie sie in den be- Mag man nun diese Zeichen deuten, wie man will, sonderen Fällen befolgt werden können, das muß der Einzel- jedenfalls sind sie im Zusammenhange mit der Unzufriedenbeurtheilung überlassen bleiben. Thut jeder Gutgesiunte feine heit, welche die Schutzölle in den weitesten Kreisen erregten, Pflicht, dann fürchten wir den Heereszug nicht. Wir vertrauen bemerkenswerth. Nicht nur in Deutschland, auch in anderen auf den klaren Kopf und den tüchtigen Sinn unserer Bauern Ländern herrscht Unzufriedenheit mit der Hochschutzzollund auf das offene Auge und die kräftige Hand Politik, so in Rußland, Frankreich, Desterreich- Ungarn und den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Jm Jahre 1892 laufen die Handelsverträge sämmtlicher europäischer Staaten ab. Die Verhandlungen zum Neu- Abschluß der Verträge haben begonnen. Seit Wochen verhandeln österreichisch- ungarische unferer Obrigkeit." " Dies das Flugblatt. Der Verfasser giebt sich zwar er fichtlich Mühe, anständigere Formen zu wahren als seine Die Agitation kann erfolgen durch drei Mittel, durch Vor- rüpelhaften Kollegen, allein die angeborenen und anerzo genen auf die Person. Was die Vorträge anlangt, nun, so kann dies Stallmanieren gucken gleich der völligen geistigen Impotenz, Delegirte mit denen des Deutschen Reiches in Wien wegen Sälen seine Schwierigkeit haben, und dann haben wir eine die Hundspeitsche soll nicht gebraucht werden aber ein selben spielt die Frage der Eisenbahn- Tarife eine hervor aus jeder Zeile heraus. Geprügelt auch wachsame Obrigkeit und ein gutes Vereins Wint genügt, wenn er deutlich ist". Was und Versammlungs- Gesez. Das mögen die Ge- heißt das? Doch wohl, daß der Gutsbesitzer, der roh und ragende Rolle und mit Recht, denn zu den häufigst ange meindevorstände recht tüchtig studiren, damit sie es an- dumm genug ist, die Rathschläge des Baterland- Biederwandten Mitteln, Handelsverträge zu umgehen, gehört die wenden, ohne sich eine Blöße zu geben. Kommt aber dennoch manns" zu befolgen, zum Knüppel oder zur Hundspeitsche Tarife. So sehen wir, daß der internationale Verkehr immer einseitige Erhöhung der Eisenbahn- und Dampfschifffahrtsein Vortrag zu Stande in einem Orte, der noch nicht durch- greifen, oder die Hunde herbeipfeifen, oder den Knechten mehr Gebiete der internationalen Regelung unterwirft. feucht ist, nun, so möge der Pfarrer, der Lehrer, so mögen alle irgend ein Zeichen geben soll. Also das Drohen mit Hausväter des Dorfes sich zum Vortrage begeben und wo Gleichzeitig oder noch vor dem neuen Handelsvertrage möglich die Leitung der Versammlung in ihre Hand zu be brutalfter Gewalt- welches ganz genau ebenso roh ist, wie mit Desterreich werden den Parlamenten Vorlagen zugehen kommen fuchen. Jedenfalls möge in der Diskussion ein rede die Anwendung der brutalen Gewalt. gewandter Mann, der Pfarrer oder noch lieber ein anderer, Und nun die geistige Bankerott- Erklärung, welche in welche eine internationale Gleichheit der das Wort ergreifen und den sozialistischen Sendling zwingen, dem Appell an die Behörden, d. h. an die Staatsgewalt, technischen Eisenbahn Verhältnisse be Farbe zu bekennen. Man halte ihm die Fragen vor: also auch an die Gewalt liegt! Die, wachsame Obrig- zwecken. In Anbetracht all dieser Vorgänge scheint man Wie wird's in eurem 3utunftsstaate aus teit" und das„ gute Vereins- und Bersammlungsgesetz" sollen wohl zu der Ansicht berechtigt, daß über kurz oder lang die sehen? Wie denkt ihr über die Religion? Wie helfen, und der armselige Sozialistenbekämpfer vertraut Entwickelung der wirthschaftlichen Verhältnisse den Schutzzoll über die Ehe? und verlange präzise Antwort ohne Ab- statt„ auf seine geistigen Waffen" auf das offene Auge überwinden wird. schweifungen und Winkelzuge. An die Antworten knüpfe man und die fräftige Hand der Obrigkeit!" eine turze schlagende Kritit, die ihre Wirkung nicht und die kräftige Hand der Obrigkeit!" Und darin hat er Recht denn mit seinen geistigen Kanzler seinem bedauernswerthen Nachfolger hinterlassen Mit den schlimmen Inventarstücken, welche der Ers verfehlen wird. Wir fennen eine ziemliche Anzahl der fozialdemokratischen Wanderredner; sie zu widerlegen ist nicht Waffen" ist's gar schlimm bestellt. Die Fragen nach dem hat, wird allmälig aufgeräumt. Nachdem die barbarische schwer; man braucht oft nur die Widersprüche aufzudecken, in Zukunftsstaat, nach der Religion und nach der Ehe werden Ausweisungspolitik die sie sich selbst verwickeln. Das zweite Mittel der Agitation den Sozialistenbekämpfern von jedem unserer Agitatoren so Grenze sang- und klanglos aufgegeben worden ist, scheint an der russisch- polnischen ist die Schriftenvertheilung. Man wird vermuthlich nicht nur schlagend"( und zwar ohne Hundspeitsche) beantwortet jetzt auch das Ende des Paszzwangs in ElsaßNummern sozialdemokratischer Zeitungen, sondern auch besondere werden, daß dem pfiffigen Frager die Lust zum weiteren gothringen bevorzustehen, wenn wir einer, auch von Flugblätter zu verbreiten suchen. Wenn diese Flugblätter von einer Zentralftelle aus verbreitet werden, wie es nach der An- Fragen bald vergehen wird. Und dann wird man ihm anderer Seite bestätigten Meldung der„ Norddeutschen fündigung der Parteileitung der Fall zu sein scheint, nun, so Fragen stellen, die er nicht leicht beantworten wird; zum Allgemeinen 3tg." glauben dürfen, welche berichtet: wird man mancherlei jeltsames Zeug erleben. Wir haben schon Beispiel wie viel die Knechte und Mägde verdienen? in einen Vorgeschmack bei der lezten Reichstagswahl bekommen. was für Zimmer sie wohnen? wie sie behandelt werden? Da wurde in einem Kreise, in dem überhaupt kein Hoch- und wie es den Kleinbauern ergeht,? wie viel Hypotheken auf Wovon redet Ihr denn?" fiel Ebba ein. Aah," sagte die ruhige Gina. " Erzähle mir's, Fanny!" " Nein, erzähle es nicht, Fanny!" Nein, ich erzähle es nicht." Pfui, wie abschenlich Ihr seid. Meinetwegen, mir fann es einerlei sein!" schnaubte Ebba. Und in ihrer Erbitterung ging sie hin und ließ sich mit Thea Jensen, der Hökerstochter, ein. Aus zuverlässiger Quelle erfahren wir, daß in Zukunft die Einführung von Meldekarten" für alle bereits in Elsaß- Lothringen angesessenen oder zum dauernden Aufenthalte daselbst anziehenden Fremden beabsichtigt wird." Der Nachricht fügt die Redaktion der„ Norddeutschen" hinzu: Durch diese neue Maßregel wird vielleicht mit der Zeit der Baßzwang unnöthig werden und vielleicht allmälig ganz verschwinden können. Er sollte allen Betheiligten vor die Augen führen, daß es eine Grenze zwischen Deutschland Elsaß- Lothringen und seinen westlichen Nachbarn giebt, und daß diese Grenze respektirt werden muß. Nachdem man sich bereits hieran zu gewöhnen anfängt, fann man vielleicht mit der Zeit eine Ausnahmemaßregel fallen lassen, die aus vielen Gründen durchaus unerläßlich war, unerläßlich für die Sicherheit des Deutschen Reiches. Db und wann man sie ganz fallen lassen kann, wird die Zeit lehren." nicht immer; fie mußte hie und da sich rühren, was nicht ohne Lärm geschehen konnte; sie hatte plöglich Ebba etwas mitzutheilen, und dann antwortete Ebba, und dann mußte sie wieder Ebba antworten; aber sie blinzelte einmal Josefine Evensen zu, die sogleich zu fichern anfing; manches mal war es auch ein unwiderstehlicher Spaß, Gina mit einer Stecknadel in den Arm zu stechen. So etwas geschah sogar in Frau Kahrs' Stunden. Dann blickte Frau Kahrs fie blos erstaunt an- Du bist's, Krauskopf?" fragte sie. Es war gräßlich ärgerlich, immer wurde so etwas Oder es entdeckte Fanny, daß Gina und Ebba Zu entdeckt. sammenkünfte hatten, bei welchen sie nicht dabei war. Dann Gina und Ebba bildeten die Aristokratie der Klasse; weinte der Krauskopf. Und sie schloß fürs Leben einen Fanny wurde gleichfalls hinzugerechnet, theils der Gesell- Bund mit des Schneidermeisters Evensens Tochter Josefine. schaft wegen, theils weil ihre Eltern reich gewesen. Die Niemals auf dieser Welt wollte sie mehr etwas mit den meinen Zeitung", die sich oft gut unterrichtet gezeigt hat, drei Aristokratinnen hielten sich aufs bestimmteste abseits wichtigthuerischen" Mädchen, mit Ebba und Gina zu so werden unsere Chauvinisten wieder den Fall eines Dentvom Mob und gingen mit einander durch Dick und Dünn, schaffen haben. Die Feindseligkeiten währten oft bis zu vier males bismarckischer Größe und Staatskunst zu beklagen außer wenn sie uneins waren. In der Klasse saßen sie Tagen. dicht neben einander in der vordersten Bank und zischelten Am ärgsten war es, wenn Gina böse wurde; sie vergaß Bestätigt sich die Nachricht der Norddeutschen Allgehaben. " und tuschelten nur untereinander; in den Freiviertelstunden nicht so leicht. Eines Tages beim Heimweg aus der Schule Apropos auf die ,, alte Raketenkiste" muß ein spielten sie nicht mit den anderen, sondern spazierten herum. kamen die Feinen in Streit darüber, wer von ihnen Kaltwasserstrahl geflogen sein. Gestern fnatterte und praffelte Gott weiß, worüber sie beständig zu reden hatten und wo wohl die Feinste sei. Ebba behauptete, ihr Vater, der sie in einem fortheute ist sie ganz harmlos und will mit sie sich unterhielten; niemand erfuhr es je, aber immer, Rechtsanwalt, müsse feiner sein, als Grossirer Holmsen und uns sogar glauben machen, sie sei gestern ganz ruhig gewenn man sie traf, steckten sie die Köpfe zusammen und Proprietär Wiig; Fanny verfocht die Ansicht, ihr Vater sei wesen. Nichts als Ableugnungen. Sie ist ganz unschuldig. lachten. Man haßte sie in der Klasse und verspottete und der feinste, da er nicht blos Grossirer gewesen sei, sondern Le roi me reverra! Der König wird mich wiedersehen, verschimpfirte sie insgeheim; man nannte sie die auch die juristischen Prüfungen abgelegt habe, so daß er will sie nicht gesagt haben, ehe der Ex- Berlin verließ. Feinen". hätte Rechtsanwalt sein können, wenn er es gemocht. Gina Sie will auch nicht gesagt haben: Macht geht vor Recht!" Jedoch so oft die Feinen" sich zerzankten, suchte dagegen betrachtete es als hinlänglich zu erinnern, daß ihr auch nicht: Auch ich bin ein Schnapsbrenner", auch auf diejenige, welche beleidigt worden oder die sich beiseite Vater im Storthing gesessen. Man zankte, bis man böse den neuen Reichskanzler will sie nicht geschimpft haben, gesetzt wähnte, Ersatz, indem sie sich an eine der Nicht ward; die lebhafte Ebba gebrauchte Worte, wie Bauer" auch der treue Vasall ihrem Raiser nicht aus Liebe Feinen anschloß. Und diejenige, welche sich so begünstigt und Holzhändler"; Fanny brach in Thränen aus und ver- und Hochachtung natürlich allerhand Stiche versetzt haben, fah, fühlte sich glücklich und ließ die eigene Partei im Stich. sicherte, daß sie niemals mehr mit Ebba reden werde; Gina- auch gegen die Franzosen weiland nicht geheizt haben, Diese rächte sich durch Schimpf und Hohn. Sie beginnt verstummte und ging. Diesmal dauerte die Feindschaft kurz, die alte Raketenfiste" will gar nicht ge mit den Feinen umzugehen; möchte wissen, was sie sich jetzt mindestens doppelt so lange als sonst. than haben, was sie gethan hat. Und schließlich hat sie gar Um Weihnachten besuchte sie Onkel Solum. Fanny nichts gethan. Geht das so fort, dann wird man bald glauben Besonders Ebba war leicht zu verlegen. Es fam ihr erhielt von ihm eine hübsche graue Wintermüße, und außer müssen, es habe nie einen Bismarck gegeben. Ach, wäre das vor, als hätten Gina und Fanny ein Geheimniß, in das sie dem eine prachtvolle Puppe. Diese Puppe bekam den Namen nur wahr! Aber er hat uns gar zu viel theuere und nicht eingeweiht wurde und das schien Ebba nicht ehrlich Amanda; Buchbinder Lundström's Rosalie vom Vorjahr bittere Andenken hinterlassen, und drei Kriege und 25 Jahre Spiel zu sein. war gerade gut genug, Fräulein Amanda als Kammer der Knechtschaft und der Korruption sind leider zu harte „ Erinnerst Du Dich, Fanny?".... Das war damals, märchen zu dienen. Realitäten, als daß sie auch von dem phantasievollsten Gina, Du weißt ja!...." ( Fortsetzung folgt.) Optimisten als Traum fönnten betrachtet werden. einbildet?" " auch " " * Die Der Ruhm der Sachsen läßt auch uns in Preußen| Angelegenheiten sehr objektiv ist, dev Daily Chronicle", Irungen ist es eben cine eigene Sache, sie ist dort sehr stark, nicht schlafen. Nun haben auch preußische Richter schreibt in seiner letzten Nummer über den Streit: wo es ihnen paßt, dort aber pfeift man auf den Geist der Boykottirungen für groben Unfug" erklärt. Aus Es ist noch immer nicht zu einer Verständigung ge- Verfassung, wo diese der Regierung unbequem ist. Erfurt schreibt man hierüber: kommen. Für die Eisenbahn- Gesellschaften Die Straffammer des Landgerichts Nordhausen hat die von steht die Sache schlechter als je. Und das war zu er Neueste Nachrichten. Nach einer Meldung des den Sozialdemokraten ausgeübten Boykottirungen für groben warten, da der Verkehr während der Feiertage schwach ist, Serold Bureaus" dürfte die französische 870 Unfug erklärt. Zu Anfang des verflossenen Jahres hatten drei mit Beginn des Jahres aber überaus lebhaft wird. Es ist millionen- Anleihe hiesige Sozialdemokraten in ihren Parteiblättern eine Reihe von den Direktoren nicht gelungen, Ersatz für die Streikenden zu Das französische Kapital war daher heute bereit 26 100 Es ist millionen- Anleihe 30fach überzeichnet worden sein. von sozialdemokratischen Versammlungen namhaft gemacht und schaffen. Sie reden zwar sehr tapfer, allein die Thaten Millionen Franken in Staatspapieren anzulegen. den Parteigenossen den Besuch dieser Wirthschaften gradezu ver- strafen die Worte Lügen. Der Versuch, die Lente durch arme Bourgeoiste! Aber in Paris erfrieren die Arbeitslosen boten. Der Umtsanwalt erhob deshalb Anklage wegen groben Austreibung aus ihren Wohnungen auf die Knie zu bringen, ebenso auf der Straße wie in Wien und London. Unfugs, das hiesige Schöffengericht aber sprach die Angeklagten ist jämmerlich gescheitert. frei, und sein Urtheil wurde durch die hiesige Straffammer be Wie aus Konstantinopel aus amtlicher(!) Quelle Kein Zweifel, die Gesellschaften hätten alle Chancen ſtätigt. Daraufhin beantragte der Staatsanwalt die Revision des Sieges gehabt wenn nicht ein kleiner Umstand wäre: gemeldet wird, soll der Ingenieur Luzki in Kutais vor ein des Urtheils, worauf das Oberlandesgericht in Naumburg dasDem Fürsten Nahaschidze felbe aufhob und die Sache zur nochmaligen Verhandlung vor Maschinenführer und Eisenbahn- Ingenieure lassen sich nicht Kriegsgericht gestellt werden. die Strafkammer des Landgerichts in Nordhausen verwies. aus dem Aermel schütteln, sie müssen erzogen werden und droht in Odessa das gleiche Schicksal. In der Wohnung des letzteren in Konstantinopel wurde eine Haussuchung vor Diese verurtheilte jeden der drei Angeklagten gemäß dem An- bedürfen einer langen Erziehung. trage des Staatsanwalts zu 30 Mart Geldstrafe bezw. sechs Kurz, an dem Sieg der schottischen Eisenbahnbeamten genommen, wobei außer einem reichen Borath an SprengTagen Haft. über die Begehrlichkeit" der progigen Gesellschaften und material eine Maschine zur Herstellung falschen Papiergeldes Jetzt ist endlich das Vaterland gerettet. Die Auf- Direktoren ist nicht mehr zu zweifeln; und die Wirkungen sowie ca. 30 000 falscher Rubelnoten entdeckt wurden. Die forderung zum Streit ist unter Strafe gestellt und nun auch dieses siegreichen Streites werden auch den englischen vorgefundenen Gegenstände wurden konfiszirt. der Boykott. Bourgeoisherz, was verlangst du noch mehr?-Eisenbahnbeamten und hoffentlich auch den deutschen zu deren Leuten zu glauben. Es ist ja ganz begreiflich, daß Letzteren Theil der Nachricht überlassen wir an Gute kommen, die unter den gleichen Uebelständen: überDas Apothekenmonopol wird jetzt überall bekämpft. mäßige Arbeitszeit bei unzulänglichem Lohn – zu leiden die türkische Regierung, die sich gegen den Bruch des VölkerNun haben auch mehrere Orts- Krankenkassen dem Reichstage haben.die Bitte unterbreitet, in die Krankenversicherungs- Novelle eine Vorschrift aufzunehmen, nach welcher den Orts- Krankenkassen Die Achtstunden- Bewegung macht in England bei entsprechender Mitgliederzahl gestattet würde, unter große Fortschritte. Ein Telegramm der Frankfurter 3tg." Leitung eines staatsgeprüften Apothekers eine eigene Apotheke meldet darüber: zu haben. Der deutsche Apothekerverein hat daraufhin an Die in Birmingham tagende Konferenz von den Reichstag gleichfalls eine Petition gelangen lassen, in Grubenarbeiter Delegirten, welche 212 000 welcher die von den Orts- Krankenkassen für die Errichtung Grubenarbeiter vertreten, beschloß einen achtstündigen gesetz eigener Apotheken angetretene Begründung als unzutreffend lichen Arbeitstag zu verlangen. und diese Errichtung selbst als für die Krankenkassen- Mit- Auch das parlamentarische Komitee der englischen Tradeglieder sowohl wie für die Interessen der übrigen Bevölkerung schädlich nachgewiesen wird. rechts nicht wahren könne, derartige Schauermären russischer Agents, provocateurs verbreitet, um die That der Russen in anderem Lichte erscheinen zu lassen. Für kundige Leute verliert das russische Vorgehen durch dieses Telegramm nichts von seiner Niederträchtigkeit. von Donnerstag Abend befindet sich folgende redaktionelle Fortschrittliche Theilerei. In der Voss. Zeitung" Notiz: Unions beschloß, einen Antrag auf einen Normal- Arbeitstag dem englischen Parlamente zugehen zu lassen. Der Sekretär Wir erkennen den Standpunkt der Orts Krankenkassen des Komitees weigerte sich aber, einen dahingehenden Antrag als einen vollkommen berechtigten an und sind überzeugt, im Parlamente zu stellen. Dies schieht. Wir wissen die Anerkennung, die darin liegt, zwar zu daß auch die freien Hilfskaffen ähnlich wie in Belgien gerne nützen. Die englischen Arbeiter sind auf dem besten Wege im Interesse ihrer Mitglieder eigene Apotheken errichten über solche Schwachmatikusse zur Tagesordnung überzumöchten. Der Egoismus der Apotheker widerstrebt natürlich gehen. diesen berechtigten Wünschen. Wieder, wie immer, wenn es wird dem Herrn mege sich um Einschränkung des Privateigenthums handelt, erklärt Heute findet in Paris die Zeichnung von fast einer man, daß die höchsten Interessen geschädigt würden. Leider Milliarde- Rente statt. Seit Mitternacht stehen die Verist jetzt für eine gründliche Regelung des Apothekenwesens treter der Zeichner vor dem Banklokale, um nur sicher zu wenig gute Aussicht vorhanden. Das Richtigste wäre die sein, daß sie an die Reihe kommen, bevor die Rente überVerstaatlichung dieses Gewerbes, welches, wie nicht zeichnet ist. Demnach scheint das französische Kapital trob weiter auseinandergesetzt zu werden braucht, seiner ganzen allem Jammer über die Begehrlichkeit der Arbeiter noch recht Natur nach sich zum Privatbetriebe noch weniger eignet als gute Profite abzuwerfen. Andererseits ist dieses starte Anbieten von Kapitalien auch ein Zeichen für die KonEin sonderbarer Schwärmer, der Reichstags- Abgeordnete solidirung der Republik in Frankreich, deren konsequente mit Vorliebe heimzusuchen scheint, hat einen Allgemeinen Bourgeoispolitik das größte Vertrauen bei den kapitaldeutschen Verein" gegründet, welcher die Aufgabe hat:„ das besitzenden Klassen errungen hat. die anderen Gewerbe. wir uns dann wieder. " " ,, Wir haben schon wiederholt Ginspruch erhoben gegen die dreiste Art, wie die Voss. 3tg." ohne Quellenangabe ausgeplündert wird. Eine eigenthümliche Erscheinung ist es, daß dies mit Vorliebe aus dem eigenem Lager ge schäßen aber lieber wäre es uns doch, wenn diese Anerkennung auch ehrlich ausgesprochen würde. Und dabei machen wir die Erfahrung, daß gerade diejenigen Blätter sich am eifrigsten unfere Artikel aneignen, die am I a utesten von sittlicher Entrüstung überströmen, wenn ihnen auch nur die unbedeutendsten und geringfügigsten Nachrichten ohne Quellenangabe entnommen werden. Spaßhaft ist die Antwort, welche uns einmal zu Theil wurde, als wir uns unter der Hand bei einer Redaktion darüber beschwerten, daß wieder ein spaltenlanger Artikel ohne Wetteres der Boss. 3tg." entlehnt worden war. Es wurde uns erwidert, es sei das nicht mehr der Artikel der Voss. 3tg.", weil einige Stellen aus gelassen und einige Veränderungen vorgenommen seien. Das erinnerte uns an jenen Spaß vogel, der aus der eniwandten Wäsche die Zeichen ausgetrennt hatte und nun erklärte, das sei die entwandte Wäsche nicht. Man sieht, in der Sache liegt Methode, und mittlerweile hat sich bei solcher Moral das Aneignungsvermögen" bei dem betreffenden Blatte immer lebhafter entwickelt. Jezt giebt es sich schon gar nicht mehr die Mühe, die Zeichen auszutrennen. So brachten wir z. B. im gestrigen Abendblatt einen Artikel über den eben herausgekommenen Band von Poschinger: Attenstücke zur Wirthschaftspolitik des Fürsten Bismarck." Wir brauchten darin Wendungen wie:„ Wir entnehmen dem ersten Aktenstück,"" wir er= fahren weiter"," wir entnehmen dem Buche ferner". Und genau mit diesen Wäsche zeichen finden wir den Artikel heute in dem betr. Blatte, und doch wetten wir 100 gegen 1, daß der gestern ausgegebene Band Poschinger dem betreffenden Blatt gestern noch gar nicht zu Gesicht gekommen war." " Gewissen in allgemein- deutscher Hinsicht zu schärfen." Wer Der Kongreß einer italienischen Sozialistendas versteht und einer Gewissensschärfung bedarf, der möge Gruppe, welcher vorigen Sonntag und Montag in sich näher nach dem Verein erkundigen. Uns interessirt der Lugano abgehalten ward- derselbe Kongreß, aus welchem Verein nur deshalb, weil er die Absicht hat, ein allgemeines die Spigel und Reptilien einen blutdürftigen Anarchistendeutsches Fest" zu feiern. Da das Feft weder ein Partei: Rongreß" gemacht haben, hat seine Geschäfte in aller Ruhe feft, noch ein Hoffest, sondern ein richtiges Voltsfest sein soll, so schlagen wir den 1. Mai vor. Fünf Millionen erledigt. Man verständigte sich über die Organisation welche in Italien noch sehr darniederliegt und über die Deutsche werden den 1. Mai dieses Jahres schon ohnedies Agitation und Propaganda. Nach dem Vorgange des feiern im nächsten Jahre noch viel mehr-, und da könnten die übrigen Deutschen auch gleich mitmachen, finte alleschen Kongresses beschloß man, der Agi= tation um ter der Landbevölkerung eine malen der erste Mai ohnehin ein alter deutscher Festtag, ift größere Aufmerksamkeit zu widmen als bisher. A miliaro und von den Arbeitern aller übrigen Länder mitgefeiert Cypriani wird. internationalen unseren Lesern vom 20 Arbeiter Kongreß in Paris her bekannt bekannt erhielt Wir forschten nach, wem diese mysteriöse Notiz gelte, In Bezug auf den Ausgang der Bochumer Wahl den Auftrag, eine große Agitationsreise durch ganz und siehe da, es fanden sich zwei journalistische Wäschesagt die Bossische Zeitung" am Schluß eines Leitartikels: Italien zu unternehmen. Er wird dieselbe am 15. d. M. diebe", welche mit der Bossischen Zeitung"" getheilt" „ Mit dem Zentrum, der reaktionärsten aller antreten. Cipriani ist gleich den meisten Südländern hatten: Das Berliner Tageblatt" und die Freis Parteien, welche jedes Volksrecht und Voltsintereffe nur ein guter Redner und hat auch was bei den Südländern sinnige Zeitung" des Herrn Eugen Richter, zum Handelsgegenstande im firchenpolitischen Kampfe macht, seltener ist Organisations- Talent. Er vereinigt also in Herr Richter ist also unter die" Theiler" gegangen! hat die freisinnige Partei feinerlei Gemein sich die Elemente des Erfolges. Einen besseren Wit konnte er nicht machen, und nicht gründschaft. Wenn die Bochumer Stichwahl diese Erkenntniß in, allen Kreisen fördert, so soll ihr Ausgang von uns mit doppelter Befriedigung aufgenommen werden." In Spanien ist die Begründung einer possibilicher Buße thun für seine Irrlehren. Wir sind so gerührt, daß wir eine kleine Notiz, die wir Listischen Arbeiterpartei der letzte Versuch, mit seinem jüngsten Herenmeister- Stückchen gewidmet hatten, Ei! ei! Die„ Vossische Zeitung" ist doch ein Organ welchem die sogenannten radikalen Parteien, der so mächtig lächelnd in den Papierkorb werfen. Wir meinen den Sonnder Fortschrittspartei obgleich sie Herrn Eugen Richter aufgetretenen Sozialdemokratie noch vor den Wahlen ent- tags- Leitartikel der Freifinnigen Zeitung," in welchem Herr manchmal arg bei den Ohren packt, und vor den Reichs- gegen zu arbeiten vermeinen. In Barcelona, wo die Arbeiter- Eugen Richter die Abfuhr bescheinigt, welche ihm der böse Arbeiter- tags- Leitartikel tagswahlen pflegte bisher ein anderes Liedchen gepfiffen zu bewegung jedenfalls die stärksten Wurzeln gefaßt hat, brachte Eurt Falt hat zu Theil werden lassen, und den trost werden. Da floß das fortschrittliche Herz über von Bärt man 50 Arbeiter zusammen, welche ihre Namen unter das reichen Nachweis zu führen sucht, sein Gegner habe, um lichkeiten für das liebe, gute Zentrum, das viele Stimmen Programm der neuen Partei sezen ließen und welches dann ihn abführen zu können, das sozialdemokratische Programm und viele Mandate zu vergeben hat. Und wir müßten sofort von allen liberalen und bürgerlich- radikalen Blättern uns sehr irren, wenn vor der nächsten Wahl nicht auch wieder veröffentlicht wurde. Das Programm ist stilistisch ganz gut"" preisgeben" müssen. ein anderes Liedchen gepfiffen würde. Jedenfalls sprechen ausgearbeitet und es verspricht den Arbeitern alle politischen Richter unter anderem Namen weniger wehe thun, dann Nun wenn die sozialdemokratischen Hiebe Herrn Rechte in Staat und Gemeinde, Wahl aller Beaniten durch Die Bochumer Stichwahl hat für uns Sozialdemokraten das Volf, freien Schulunterricht, unentgeltliche Heil- und mag er seine" Abfuhr durch Curt Falk unſeretwegen einen besonderen Werth dadurch erlangt, daß fie Gesetzespflege, Arbeiterschutz- Gesetze, Kranken- und Invaliden-" Preisgebung des sozialdemokratischen Parteiprogramms" die absolute Prinziplosigkeit mit dem Mangel an kassen und viele andere Dinge mehr. Nur von der Regenennen. Hiebe sind Hiebe und Herr Eugen Richter hat sie. Ehr und Selbstgefühl aller anderen Parteien in lung der Produktionsweise sagt das Programm hellste und grellste Beleuchtung gebracht hat-kein Wort, denn es erstrebt nur wirklich erreichbare wie es im Lärm und in der Aufregung einer allgemeinen Biele und will nicht nach Phantomen und Utopien jagen." Wahl garnicht gleich wirksam geschehen kann. Daß Parteien, Natürlich hat diese ganze possibilistische" Gründung die uns seit dem 1. Oktober, das heißt über 3 Monate lang, keinen anderen Zweck, als um einige zaghafte Gemüther von gierungsbezirk Oppeln, erhalten die Frauen einen Tagelohn von Tag für Tag auf das Böbelhafteste beschimpft haben, so der sozialdemokratischen Arbeiterpartei abzuziehen; doch darf 40 bis 50 Pfennig, der Mann 60 Pfennig bis 1 Mt. ohne Koſt. würdelos auf den Knieen vor uns herumrutschen und um man vermuthen, daß außer den 50 wirklichen oder fingirten Die Bauern zahlen höhere Löhne als die Großgrundbesizer. unsere Stimmen betteln würden – das hätten wir selber Unterzeichnern recht wenige Arbeiter durch die schönklingen Die Angaben stammen aus einer amtlichen Zeitschrift, ben„ Landfaum für möglich gehalten. Und so sind sie alle! Und den Worte verlockt werden. Jedenfalls steht kein einfluß- wirthschaftlichen Jahrbüchern" des Geheimraths Thiel, in denen so müssen sie sein; denn es kommt allen übrigen Bar- reicher Arbeiterführer an der Spiße der neuen Partei, son- vor einiger Zeit der Direktor der landwirthschaftlichen Schule in teien ohne Ausnahme bloß auf Herrschaft und dern nur einige vorgeschobene Personen, welche nach den Neiße, N. Strauch, eine sehr lesenswerthe Abhandlung über ein Ideale haben sie nicht Prinzipien haben sie nicht, Befehlen des bürgerlich republikanischen Klubs handeln. Klinke der Gesetzgebung" kommen, sie wollen an die Aus Kopenhagen wird telegraphirt: um die Staatskuh hübsch melken, das Volk hübsch scheeren zu können Die Regierung brachte hente im Folkething eine Vor- Der landwirthschaftliche Großbetrieb macht sich alle techniund zur Erreichung des Ziels ist ihnen ein jedes Mittel lage ein, nach welcher die Zahl der Wahlkreise für das schen Fortschritte zu Nuze und versteht es, Dank der Elektrotechnik, auch die Nachtarbeit zu gebrauchen. Ein ungarischer Großgrundbesizer recht und sind sie auf jede einzelne Wählerstimme versessen, Folkething von 102 auf 137 vermehrt werden soll, in Ge- hat mit Hilfe einer elektrischen Lichtanlage den Ernte- Ausdrusch wie der Teufel auf eine arme Seele. mäßheit der Bestimmung des Grundgesezes, wonach auf je auch bei Nacht besorgen können, ein Verfahren, das gewiß in Da sind wir Wilden doch bessere Menschen! 16 000 Einwohner ein Reichstags- Abgeordneter zu wählen absehbarer Zeit auch bei uns östlich der Elbe sorglich angewendet ist. Die Stadt Kopenhagen, welche bisher 9 Deputirte werden wird. Die Lügenberichte, welche die schottischen wählte, wird demnach in Zukunft durch 20 Deputirte ver Eisenbahn Direktoren über den Streit nach wie treten sein. vor in Umlauf setzen, haben keinen anderen Zweck mehr, als Natürlich hat die Regierung, welche das Grundgesetz mörderischen Industrie, deren Hauptsitz Amsterdam iſt, hauptden Rückzug zu verdecken. Der Streit ist thatsächlich zu alljährlich bei der Budgetberathung und sonst, so oft es ihr fächlich jüdische Arbeiter beschäftigt sind. Diese Schleifer befinden Gunsten der Beamten entschieden. Das Publikum paßt, verlegt hat, jezt nur die Absicht durch ihr ver- fich seit geraumer Zeit in einer enijeglichen Lage; die bitterste hat nicht Partei für die Direktoren ergriffen, die Geschäfts- fassungsmäßiges Vorgehen sich ein regierungstreueres Par Moth ist bei ihnen eingekehrt, die Arbeit stockt, und die Armenwelt ist wüthend, daß der Streit, welcher die ärgften Ver- lament zu schaffen. Auch bei uns könnte die Regierung dem pflege muß eingreifen, um die Leute vor dem Verhungern zu kehrsstockungen mit sich bringt, durch die Hartnäckigkeit der Geiste der Verfassung nach die Reichstagswahlfiße von 397 schützen. Die Krisis ist eine künstlich erzeugte. Eine Monopol Direktoren in die Länge gezogen wird; die Brutalität, mit auf 470, die von Berlin von 6 auf 15 oder 16, die von gesellschaft, die De Beers Kompagnie in Kimberley( Südafrika), welcher die Streifenden in dieser furchtbaren Winterkälte Hamburg von 3 auf 5 und so weiter vermehren lassen. Die im Besize der wichtigsten Diamantenfelder ist, hat die Pround zur Weihnachtszeit aus ihren Wohnungen geworfen Sie wird es aber nicht thun, weil es ihr nicht paßt, weil duftion sehr eingeschränkt, um die Preise in die Höhe zu treiben. Wie der englische Konsul Herr Robinson in Amsterdam in seinem wurden, hat allgemeine Entrüstung erregt, und die unmensch- sie durch eine Aenderung der Reichstagswahl- Ordnung sich Berichte über den Handel im Jahre 1889 mittheilt, ist die lichen Herren Geldsäcke sahen sich genöthigt, die Ausführung ein viel oppositionelleres Parlament schaffen, weil sie hier Förderung von 4 Millionen Karat auf 2 Millionen jährlich des unmenschlichen Befehls einzustellen. durch der Fraktion unserer Partei fast dreimal so viel! Size herabgefeßt worden. Die Diamantenschleifer gehen derweil zu Macht an Soziale Ueberlicht. Auf den Dominien bei Stephansdorf, Kreis Neiße, ReMusterdorf" veröffentlicht hat. Auch in diesem Musterdorf" fängt es an zu bröckeln und zu krachen, und das sozialdemokratische Gift" wird auch dorthin dringen. " 1 Die Diamantenschleiferei ist eines der gesundheitsschäd lichsten Gewerbe, und es ist vielleicht von Interesse für die antisemitischen Heißsporne, wenn sie erfahren, daß in dieser Ein Londoner Bourgeoisblatt, das aber in Arbeiter einräumen müßte. Mit der Verfassungstreue der Regie- Grunde, aber das Geschäft hob sich". Arbeiter- leinräumen Theater. Sonntag, den 11. Januar. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. Montag: Théâtre paré, Waffenschmied. Der Schauspielhaus. Was ihr wollt. Montag: Der Bibliothekar. Leffing- Theater. Sodom's Ende. Montag: Dieselbe Vorstellung. Berliner Theater. In der Mark. Montag: Goldfische. Dentsches Theater. Der Sohn der Wildniß. Circus Renz. Karlstraße. Sonntag, den 11. Januar 1891: 2 Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr( 1 Kind frei): Mazeppa's Verbannung, oder: Die Rache Graf Rottof's. Große historische Pantomime mit Ballet in 4 Abtheilungen. Neu arrang. voi Direktor E. Renz. Abends 71/2 Uhr: Bekanntmachung. Große öffentliche Maler! Volks- Versammlung Sämmtlichen Kollegen zur Nachricht, daß die statistischen Fragebogen vom 1. Januar d. J. in sämmtlichen Berliner Filialen der Vereinigung der Berufsgenossen ausliegen. deutschen Maler, Lackirer und verw. Dieselben sind zu haben Sonntags Fil. I. Süd: Dresdenerstr. 116. Vormittags von 10-12 Uhr in: Restaurant W. Gründel. Montag: Die Kinder der Erzellenz.( Gefeßlich Japan"( Gefeßlich Fil. II. West: Bülowstr. 12. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Gondoliere. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. Talmi. Montag: Dieselbe Vorstellung. Restaurant Hämerle. oder: Die neckischen Frauen Fil. II. Ost: Blumenstr. 38. des Mikado. Restaurant Henke. in am Montag, den 12. Jannar, Abends 8 Uhr, der Brauerei Friedrichshain( fr. Lips). Zages Ordnung: 107 1. Die Gründung der Berliner Arbeiter- Bildungs- Schule. Referent Reichstagsabgeordneter W. Liebknecht. 2. Diskussion. 3. Bericht der Kommission. Berichterstatter Stadtverordneter Vogtherr. 4. Diskussion. 5. Verschiedenes. Um recht zahlreichen Besuch bittet Die Kommission. J. A.: H. Gumpel. Großez equeſtriſches Ausstattungs- Di- Fil. IV. Lackirer: Neue Grün- Wahlverein des 6. Berliner ReichstagsResidenz- Theater. Der selige Tou- vertissement nebst einer mimischen Neu pinell. Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Mein Freund Lehmann. Montag: Dieselbe Vorstellung. Oftend- Theater. Der Trompeter von Säffingen. Montag: Vor Sonnenaufgang. Adolph Ernst- Theater. Don Juans. Unsere Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Der Soldatenfreund. Handlung in 2 Abtheilungen. straße, im Durchgang. Restaurant Beyer. arrang. u. in Szene gesezt v. Direttor Fil. V. Nord: Ruppinerstr. 16. E. Renz. Restaurant Raabe. Wahlkreises. In beiden Vorstellungen Auftreten Fil. VI. Moabit: Perlebergerſtr. 28. Herrn Knebel, Badstraße 58, angesetzte Versammlung Die auf Dienstag, den 13. Januar, im Lokale des sämmtlicher Künstler- Spezialitäten. Schul- und Freiheitspferde, sowie kom. Reiten und Vorführen der bestdressirten Entrees und Intermezzos von sämmtlichen Clowns. Morgen Vorstellung. E. Renz, Direktor. Circus Schumann. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété. Große Spe- 2 zialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große Spezialitäten Vorstellung. Englischer Garten. Direktion: C. Andress, Alexander straße 27c. Clara Conrad, Sieder- und Walzerfängerin.monos Jenny Reimann, Kostüm- Soubrette. Max Menzel, Gesangskomiter. Mr. Koberstein, Malabarist. Mc. Lean Brothers, Amerikan. Neger- Excentric. Gebr. Willmo, musikalische Clowns. Anfang Wochentags 8 Uhr.. Sonntags 52 Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Friedrich- Karl- Ufer. Sonntag, den 11. Januar 1891: grosse Vorstellungen 2 Nachmittags 81/2 Uhr. Abends 71/2 Uhr. Beide Vorstellungen mit verschiedenen Programmen. In beiden Vorstellungen: Sircus unter Wasser. Fil. Restaurant Hermerschmiedt. VII. Süd- West: bei Kollege findet umständehalber nicht statt. 3eiste, Mariendorferstr. 4. Wir ersuchen besonders die Nicht 341 mitglieder sich recht zahlreich an dieser Statistik betheiligen zu wollen. 213 Die Filialen Berlins. J. A.: J. Hirschberg. Mitglieder- Versammlung des Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung Arbeiter- Vereins für Rummelsburg und Umgegend am Dienstag, den 13. Januar 1891, Abends 8½ Uhr, der Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der im Lokale des Herrn Weigel, Thürschmidtstraßen- Ecke( gr. Saal). Maler und verwandten Berufsgenossen ( Filiale I, Nord) am 13. Jannar, Abends 8 Uhr, bei Gnadt, Brunnenstraße 38. Tagesordnung: 1. Vierteljährlicher Kassenbericht. Eine ländl. Hochzeit, 2. Wahl sämmtlicher VerwaltungsSensationelle Wasserpantomime. Spezialität: 4 Wassernymphen. = beamten. 3. Verschiedenes. In der Nachm.- Vorstellung zahlen 217 Erwachsene volle Kassenpreise, Kinder unter 10 Jahren auf allen Plägen die Hälfte. Abends wie gewöhnlich. 200 Die Ortsverwaltung. Verein ländliche Hochzeit. Montag: Große Vorstellung. Eine Berliner Hausdiener. Kaiser Panorama. Passage 1 Tr., v. 9 M. bis 10 Ab. Diese Woche: 1. Reise auf der Insel Rügen. 2. Wanderung d. Rußland. 1. Cycl. Pariser Weltausstellung. ertha- Reife. Eine Reife 20 Pf., Kind nur 10 Pf., Abonn. 1 Mt. Etablissement Buggenhagen Neuer Spreewald. am Moritzplatz. Täglich: Grosses Concert. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Entrée Wochentags 10 Pfg., Sonn- und Festtags 25 Pfg. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Carl Bielefeld, Hasenhaide 12, sind noch einige Sonnabende an Vereine unentgeltlich zu vergeben. 21 J Empfehle allen Freunden und Be fannten mein Zweite ordentliche Generalversammlung Montag, den 12. Januar, i. d. Arminhallen, Kommandantenstr. 21. Tagesordnung: 1. Mittheilungen, 2. Vierteljahresbericht. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 26 J Tages- Ordnung: 1.„ Ursachen und Wirkungen der französischen Revolution". Referent Julius Türk. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 17 J Der Vorstand. Oeffentliche Versammlung für Frauen und Männer des Leseklubs Freie Denker Sonntag, den 11. d. M., Abends 6 Uhr, in Schnegelsberg's Festsaal, Jahnstraße Nr. 8 I. Tagesordnung: 1. Vortrag des Regierungs- Baumeisters a. D. G. Keßler über das religiöse Gefühl. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein und Tanz. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Um zahlreiches Erscheinen aller Genossen und Genoſſinnen bittet Der Einberufer. Militärschneider- Verein. Grosse Versammlung 25J am Dienstag, den 13. Januar 1891, Abends 81/2 Uhr, 4. Ergänzungswahl des Fesikomitees. in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 17( oberer Saal). 5. Verschiedenes und Fragekasten. Oeffentliche Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Vorstandswahl. 3. Vortrag des Herrn Stabernad über:" Das Alters- und Invaliden- Ver ficherungsgesetz. 4. Diskussion. 5. Verschiedenes u. Fragetaften. Alle Kollegen, Freunde und Genossen werden dringend ersucht, rech Drahtarbeiter Versammlung. zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Montag, 12. Januar, Abds. 81/2 Uhr: Grenadierstr. 33. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Delegirten vom Provinzialtage. 2. Diskussion. Weiss- und Bairisch- Bier- Lokal, 3. Verschiedenes. verbunden mit Frühstücks-, Mittagsund Abendtisch. Auch ist ein VereinsBratweil'sche Bierhallen simmer mit Piano zu vergeben. Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert mit Quartett- Sängern, ausgeführt von dem Musik Direktor H. Sanftleben. Wochentags: Frei- Concert. Sonntags Entrée 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Ver gnügungen und Versammlungen. F. Sodtke. 703 Castan's Panopticum. Prof. Dr. R. Koch im Labora torium. a. d. Leibwache des Königs von Dahomey. Amazonen- Truppe eu WeihnachtsAusstellung. Damen- Kayelle. Entree 50Pf. Kinder 25 Pf. v.9 Uhr Morg. bis 10 Uhr Ab. PassagePanopticum. 100 nene Gruppen und Figuren. SpezialitätenVorstellung. Entree 50 Pfennig Geöffnet v. 10 Uhr Vorm. b. 11. Ab. F. Pietsch, Tanz- Institut, Dresdenerstr. 10. Ein neuer Lehrkursus f. Damen u. Herren beg. Sonntag, 11. Jan., Nachm. 4 Uhr. Meld. Adalbertstr. 93 und bei Beginn des Unterrichts. 2595 19L] Fr. Fröhlich, Naunynstraße 43. Restaurant Zum Rothen Meer Boeckhstr. 12, hält sich allen Freunden und Genossen bestens empfohlen. Gleichzeitig zeige hiermit an, daß sich die Zahlſtelle der Maurer( Grundstein zur Einigkeit) bei mir befindet. Beiträge werden jeden Montag Abend von 8-10 Uhr entgegengenommen. 2553 Der Einberufer. Verband der 139 Montag, den 26. Januar 1891, findet das 223 1. Stiftungsfest des Militärschneider- Vereins statt, bestehend aus grossem Ball, Festrede, Prolog und sonstigen Ueberraschungen, wozu alle Kollegen mit Freunden und Genossen freundlich eingeladen werden. Billets sind in obiger Versammlung beim Kassirer zu haben. Der Vorstand. Grosse öffentliche Versammlung Schneider und Schneiderinnen. der Tabak- Arbeiter und Tabak- Arbeiterinnen Berlins Bersammlung am Dienstag, den 13. Januar, Abends 812 Uhr, Süd- Ost, Waldemarjir. 75. ail Tagesordnung: gegenwärtige Krifis und die Lage gegenwärtige Krisis und die Lage der arbeitenden Klasse. Referent: Paul Litfin. Die Die Ethische Gesellschaft. 270 W. Haugk. Sonntag, d. 11. Jan., ausnahmsweise Ein Vereinszimmer schon Ab. 51 Uhr, KommandantenStraße 20( Arminhallen). Vortrag des mit Piano ist Montags, Dienstags und Herrn 5. Peus:„ Der Fluch der Ar H. Freitags zu vergeben. muth". Nachher gesellige Unterhaltung F. Hahn, Nostizstr. 29( Schneekoppe). und Tanz.- Gäste, Damen u. Herren, willkommen. Schneider's 4J 140 Gesellschaftshaus. Fachverein der Lederarbeiter. Belforterstraße 15. Habe noch einige Tage in der Woche, Am Montag, den 12. Januar cr., Abends 81/2 Uhr. auch noch Sonnabende und Sonntage, im Lokale d. Hrn. Keßner, Annenstr. 16. unter günstiger Bedingung zu Ber Versammlung. sammlungen und Festlichkeiten zu vergeben. 41J A. Schneider. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Mattutat über: Die menschliche Gesellschaft". H. Stramm's Restaurant," 2. Bereinsangelegenheiten. Pflichten 123. Ritterstraße 123. Großes Fremdenlogis, Herberge und Arbeits Nachweis der Vereine der Klempner, Glaser und Korbmacher. Beichhaltiger Frühstück-, Mittagund Abendtisa à la carte zu soliden Preisen. 51 Ausschank von vorzüglich. Weissund Bairisch- Bier.. Sohtabat A. Goldschmidt, Spandauerbrücke 6, am hiesigen Platze bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Breise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabake sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Lace'schen Markt.[ 746 und Rechte der Mitglieder. 3. Verschiedenes. 201 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vornand. Verein deutscher Schuhmacher Bahlstelle Berlin. Dienstag, den 13. Jan., Ab. 81/2 Uhr, in den„ Barlamentshallen", Bands bergerstr. 35, I. am Dienstag, den 13. Jannar, Abends 81/2 Uhr, bei Böhow, Vor dem Prenzlauer Thor. Tagesordnung: 1. Bericht über den Stand des Aus schlusses der Tabak- Arbeiter von Hamburg, Altona, Ottensen und Wandsbed. ( Referent: Reichstags- Abgeordneter Moltenbuhr.) 2. Abrechnung ber Rommission pro 4. Quartal. 3. Antrag des hiesigen Fabrikantenvereins auf Errichtung eines Einigungsamtes. 4. Verschiedenes. Die Kommission der Tabah- Arbeiter. 15 J Grosse öffentliche Versammlung sämmtlicher in den Glaçé- und Karton- Papierfabriken beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen Berlins u. Umgegend 155 am Dienstag, den 13. Januar 1891, Abends 8 Uhr, in Scheffer's Salon, Inselstraße 10. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn W. Werner über: Alters- und Invalidenversicherung der Arbeiter." 2. Diskussion. 3. Neuwahl eines Delegirten. 4. Verschiedenes.- Zur Deckung der Unkosten findet Teiler sammlung statt. Um zahlr. Erscheinen ersucht. Der Einberufer: G. Seifert. Fachverein der in Buchbindereien und verw. Betrieben beschäftigten Arbeiter. General- Versammlung. Montag, 12. Januar, Alte Jatobstr. 75, in Feuerstein's großem Saal Tages Ordnung: 1. Geschäfts- und Rajsenbericht. 2. Bericht der Arbeitsnachweis- Kommission. 118 3. Neuwahl der nach§ 9 des Statuts ausscheidenden Vorstandsmitglieder. 4. Abrechnung vom Sommerfest. 5. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Anfang pünktlich 9 Uhr. Mitgliedsbuch legitimirt. Der wichtigen Tagesordnung wegen ersucht um zahlreichen Besuch Der Vordand. Der Arbeitsnachweis des Vereins befindet sich Dresdenerstr. 116. Geschäfts stunden: Wochentag Vorm. v. 12-1, Ab. 8-9; Sonntag Vorm. v. 10--111/ 2 Uhr. Eingeschriebene Hilfskaffe Nr. 97. Berliner Kranken- u. Begräbnißkasse für Frauen u. Mädchen. Versammlung. 17. Jambes 8½ Uhr, in den Bürgerſälen, Dresdenerstr. 96, ein Tages Ordnung: 1. Vortag über„ Die gegenwärtige Zum Besten der ausgesteuerten Mitglieder findet am Sonnabend, den Wiener Maskenball Lage der deutschen Arbeiterklasse. Ref. statt. In Rücksicht auf den edlen Zweck erwartet eine rege Betheiligung Herr Dr. Lütgenau. 2. Diskussion. 152 3. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste willkommen. Die Mitglieder Das Komitee: Fr. Freudenreich. Frau Riedel. Albert Berger Billets, Damen 50 Pf., Herren 75 Pf., sind bei sämmtlichen Vor merden ersucht, zahlreich und pünktlich standsmitgliedern sowie in allen mit Plakaten belegten Geschäften zu haben. zu erscheinen. 272 Der Bevollmächtigte. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen D. ten 5J r, D). Des er= en. 223 IS en hit en. 3 話] em ประ ect. Der auf 5J 55 啡 職 er: ih! ers ert. V. al. 18 199 er. jr. en in 11. Th ). 107 ent Der ion. es ng g 1). ent 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 9. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Sonntag, den 11. Januar 1891. * " 8. Jahrg. dugendweise gezüchtet worden, während die Arbeiter nur noch Eisenbahnzuge fahrend. Der Eine trinkt, der Andere schwenkt ärmer geworden sind. Jezt sehen die Unternehmer ihren Ge- vor Vergnügen den Hut und der Dritte umhalst ein hübsches schäftsgewinn durch Amerika bedroht, sofort verlegen sie die Pro- Mädel, wobei er sehr geistreich seinen Schießprügel zwischen die duktion ins wirthschaftlich feindliche A stand und begründen da- Beine klemmt! Gott zum Gruß!" mit dem Vaterlande die vernichtendste Konkurrenz. Weiter Man braucht doch wahrhaftig nicht übermäßig gefühlvoll Reichenbach. Gleiches Recht für Alle, dieser den Sozia- dokumentirt sich die„ Liebe zu den Arbeitern und zum Vater- angelegt zu sein, um in solcher bei den Haaren herbeigezogenen listen, den Deutschen zweiter Klasse, gegenüber schon lange außer Gebrauch gesetzte schöne Rechtsspruch wurde wieder einmal trefflich lande" darin, daß Diejenigen, die mit auswandern wollen, ihre Zusammenstellung eine ganz geschmacklose Vereinigung zweier ganz Gebrauch gesetzte schöne Rechtsspruch wurde wieder einmal trefflich Familien im Elend zurücklassen sollen. Dem sind jedoch die unvereinbarer Dinge zu finden. tommentirt durch eine Aeußerung des Herrn Amtsrichter hier- Geraer Behörden entgegen getreten, indem verlangt wird, daß selbst bei Gelegenheit des gegen Genoffen Müller eingeleiteten die Schlotbesiger den Unterhalt der Zurückgebliebenen garantiren Strafverfahrens wegen der„ rothen Dekorirung des Bleibe- Saales zum Arbeiterfeste". Der erwähnte Herr äußerte nämlich, daß müssen. Es ist dieses Vorgehen nur in der Ordnung, wirft aber man in einer rothen Dekoration zunächst nichts Straffälliges auf die Herren Unternehmer als„ Ordnungspächter" ein um so trüberes Licht. finden könne, es tame eben auf die Absichten der betheiligten Personen an; es erinnert dies stark an die„ konkludenten" Handlungen des Reichsgerichts. Trüge er, der Richter, z. B. einen rothen Shlips und er würde darau hin angeklagt, so würde er höchstwahrscheinlich freigesprochen, trägt jedoch Jener, der Angeflagte, den rothen Shlips, so werde daraufhin seine Verurtheilung erfolgen. Und der Herr Amtsrichter setzte auch seine Worte in Thaten um. Denn Genosse Müller wurde eben jener Dekorirung des Bleibe- Saales wegen zu drei Tagen Haft und zur Tragung sämmt licher Kosten verurtheilt, obwohl er darauf hinwies, daß Sozialismus und republikanische Bestrebungen, von denen jener famose Reaktionsparagraph aus dem Jahre 1849 spricht, mit einander gar nichts zu thun hätten. Er wies ferner auf ähnliche Rechtsfälle in Sachsen hin, so u. a. auf die Herausgabe einer 1878 tonfis zirten rothen Fahne an Genossen Geyer in Großenhain, die doch ficher nicht herausgegeben worden wäre, wenn das Tragen der felben noch weiterhin verboten wäre. Genosse Müller wies endlich darauf hin, daß an jenem Arbeiterfeste von republikanischen Bestrebungen gar keine Rede gewesen sei, so habe auch keiner der Redner nur auf irgend etwas Derartiges angespielt, was auch der Zeuge, Wachtmeister Garbe, bestätigte. Doch trotz alledem und alledem erfolgte die schon oben berichtete Verurtheilung unseres „ Ja Tante, dann Und nun unmittelbar hinter dem Text des frommen Aussages kommen einige Witzchen, die zu dem von Frömmigkeit sprudelnden Artikel ungefähr passen wie die Faust aufs Auge. Der eine dieser Wize lautet: Pastor( zum Brautpaar): der Ghestand legt verschiedene Pflichten auf, meine Lieben. Der Mann soll die Frau beschüßen; das Weib soll dem Mann überall hin folgen. Braut: Herr Straßburg i. E. Ueber die Feiertage verbreiteten, wie Pastor, lett sich dat gar nich ännern? Min Peter ward Landwir der„ Els.- Lothr. Boltsztg." entnehmen, die Parteigenossen dieses Breefträger. Oder ein anderer Scherz: Klein Evchen soll zu Bette Blatt von Haus zu Haus. Fünf Parteigenossen Böhle, gehen, klein Evchen will aber nicht. Hast Du gestern Abend Bicker, Kramer, Müßiggang und Naumann und ein junger nicht gesehen, wie die kleinen Hühnchen alle artig zu Bette gingen, Mann, welcher sich an der Verbreitung betheiligt hatte, ohne sobald die Sonne hinter den Bergen verschwunden war?" ſagte unserer Partei anzugehören, wurden außerhalb der Stadt Straß- Tante Euphrosine im liebevoll milden Ton. burg in nahen Ortschaften angehalten und auf das Polizei- mußt Du aber auch mitkommen. Die alte Gluchenne ging auch tommiffariat geführt, allwo man ihre Personalien feststellte und mit den kleinen Hühnchen schlafen" gab Evchen zurück. Tante auch einige wenige Exemplare der verbreiteten Zeitung beschlag- Euphrosine hat dieses Beispiel nicht wieder angeführt. Nun, wir sind keine literarischen Kostverachter und ein ges nahmte. Was dann in den nächsten Tagen folgte, das war die höfliche Vorladung der sechs„ Delinquenten" vor die Straßburger lungener Witz gegen den Herrn Pastor amüsirt wohl Jedermann, Kriminalpolizei und ihre Vernehmung. Der wesentlichste Jubalt aber so etwas in dem frommen, familien, tirchen- und ſtaatsder während der Vernehmung der sechs Geladenen aufgenom- erhaltenden Reichsboten- Kalender? Stehen dem denn nicht die menen Protokolle ist der Protest gegen die Vorladung und Kon- Haare zu Berge ob solch unerhörten Frevels gegen Kirche und fistation und " Elsaß- Lothringischen Volkszeitung" nach dem in Elsaß- Lothringen nicht als staatserhaltend" geltend will, ja, da wären solche Mäßdie Erklärung, daß die Verbreitung der Familie? Wenn dergleichen in einem andern Buche stände, das geltenden Recht auch ohne polizeiliche Kolportage- Grlaubniß zu- chen ein gefährliches Gift, eine Drachenfaat gegen die„ von Gott fässig und eine Anwendung des Artikel 6 des Gesetzes vom gewollte" Ordnung und vielleicht noch Schlimmeres. 27. Juni 1849 in dem vorliegenden Falle unzulässig sei. Aber es kommt noch besser. Daß ein solches Büchlein die einen Bericht über den Vorfall einhändigen, und so könnte es ebenso die beiden Reichskanzler, den früheren und den jetzigen, Voraussichtlich wird nun die Polizei der Staatsanwaltschaft Kaiser, die verstorbenen, mehr aber noch den lebenden, glorifizirt, denn sein, daß die Stadt Straßburg in der allernächsten Zeit das und schließlich sich der Offiziere der Armee und der Marine an= Weißdorf( Kreis Falkenberg i. S.)* Am 29. Dezember v. J. Schauspiel eines Sozialistenprozesses, des ersten in Straßburg nimmt, ist ja ganz begreiflich. Mit dieser Tendenz vertragen sich verunglückte der bei dem Bauergutsbesitzer Karl Tiffert 1. hier- Prozeß, und sei es auch nur, un fonstatirt zu sehen, ob in Elsaß- Büchlein finden. Ein Posten stampft des Morgens vor seinem Die Straßburger Parteigenossenschaft ersehnt diesen denn auch ein paar andere Scherze sehr gut, die sich in dem selbst beschäftigte 14 jährige Knabe August Weiß dadurch, daß er Lothringen auch noch zukünftig mit der rechten Hand in die Dreschmaschine gerieth, wobei ihm Gleichheit des Rechts illusorisch ist. Vorläufig aber werden die Schusterjunge: Guten Morgen Herr Fuselier, schon so fleißig? bis jetzt war es ja so die Schilderhause, um sich warm zu machen, eilig auf und ab. vier Finger derart zerquetscht wurden, daß zwei Finger voll- Straßburger Parteigenossen in Bewußtsein ihres Rechtes die Oder: Feldwebel: Einjähriger Häusler, Sie müssen sich beint ständig und die beiden anderen Finger theilweise abgenommen Barteiblätter ungescheut weiter verbreiten. werden mußten. Kommandiren eine tiefere Stimme angewöhnen, das klingt männ 14, schreibe vierzehn, Jahre alt war der licher. Einjähriger: Bedauere Herr Feldwebel, das kann ich nicht; ich bin Tenorist. Feldwevel: So, hm, und solche Krüppel nimmt man zum Militär! Genossen. Knabe, es ist wohl vomi Uebel, erst da noch ein Wort hinzuzusetzen. Lokales. = Wenn nun der Respekt vor den Militärposten und vor den militärischen Vorgesetzten nicht zunimmt, dann ist am Ende gar Der staatserhaltende Kalender Deutscher Reichsbote" daran schuld. " Leipzig. In der Leipziger Zeitung" lesen wir folgende Notiz: Bekanntlich ist vor kurzer Zeit auf Anordnung der Ober- Die staatserhaltende" Literatur zeigt gegenwärtig wirt. behörden durch das hiesige Polizei- Amt die Veranstaltung auch lich ein manchmal geradezu jammervolles Gepräge. Halb platteste Und nun zum Schluß die größte Kraftleistung des Büchelchens. solcher Geldsanimlungen, welche nicht unter die Bestimmungen der Frömmelei, halb soldatischer Drill, dazu ein wenig Verzierung in Armenordnung fallen, von polizeilicher Genehmigung abhängig der Ausdrucksweise mit veralteten und längst nicht mehr gebräuch- ginnt, ein Abschnitt des Kalenders. Die erstreben ja die Ein" Du hast doch schon von den Sozialdemokraten gehört?" So begemacht und ohne solche unter Strafe gestellt worden. Diese Ver- lichen Redensarten, und so en echt christlich- konservatives Mach- führung der sozialen Republik, heißt es dann weiter. Das ist fügung erstreckt sich auch auf die in Arbeiterversammlungen üb- werk ist fertig. Was man so von der christlich- konservativen aber nichts anderes als die Welt auf den Kopf gestellt! Nicht lichen sogenannten Tellersammlungen zur Deckung der Versamm- Literatur im Allgemeinen sagen kann, das gilt der Kalenderlungsunkosten u. s. w. Als vor einigen Tagen in einer Arbeiter- Literatur insbesondere; nur ist hier die Sache noch ganz be- Herr noch Diener, nicht arm oder reich, überhaupt kein Unterversammlung der überwachende Beamte die Vornahme einer sonders gefährlich, weil sich gewöhnlich unter dem Deckmantel schied in Stellung und Leben, alles über einen Kamm geschoren. derartigen Tellersammlung untersagt hatte, halfen sich die An- eines harmlofen gemeinnützigen Büchleins eine gepfefferte, bos- Auch kein persönlicher Erwerb, Allen gehört Alles. Von Che wesenden damit, daß sie auf den Vorstandstisch jeder ein für den hafte Parteischrift verbirgt. Da wird beispielsweise ein Kalender und Familienleben feine Rede; die Liebe ist frei, die Kinder Vorsitzenden bestimmtes Geldgeschenk zu dessen beliebiger Ver- folportirt unter dem Titel„ Deutscher Reichsbote". Das Ding fieht wendung niederlegten. Es wird abzuwarten sein, welche Schritte äußerlich ganz unverdächtig aus, behandelt in seinen Bildern Familiendie Behörde gegen diese offenbare Umgebung ihrer Verfügung sachen und ähnliche indifferente Themata und läßt auf den ersten, oberflächlichen Blick nichts erkennen, was gegen einen bestimmten Theil der Bevölkerung gerichtet sein könnte. Sobald man sich aber Reichsbote" in seinem Aussatz gegen die Sozialdemokratie einAber unter den vielen fleinen Strophen, welche der„ Deutsche mit dem Text dieses Machwerts beschäftigt, fällt's Ginem wie flicht, vermissen wir eine, die doch sehr am Plage gewesen wäre Schuppen von den Augen. Das ist eine Parteischrist, die sich, und aus der auch der„ Deutsche Reichsvote" selber vielleicht hätte außerlich nicht erkennbar, in die Hülle eines Kalenders kleidet. lernen können und mit der wir deshalb zu seiner Groauung Höchstens könnte Kritiklosigkeit, mit der das Ding zusammen schließen wollen: gestellt ist, den Verdacht erwecken, als ob der Kopf, der das Ganze leitete, sich über die Mittel zu seinem Zwecke nicht völlig flar war. thun wird. Die Verordnung, welche alle Tellersammlungen zc. treffen soll, hat jedenfalls den Urhebern arge Kopfschmerzen gemacht, und nun macht sich schon wieder eine Erweiterung nöthig. Man tann auf die Schritte der Behörde gespannt sein. " werden als Arbeitsthiere erzogen. rücktheiten und Verdrehungen, die nicht mal die Höhe der In dieser Weise gehts spaltenlang mit allen möglichen VerRichter'schen Irrlehren erreichen. Der Feind, den wir am tiefsten hassen, Der uns umlagert schwer und dicht, Das ist der Unverstand der Massen, Den nur des Geistes Schwert durchbricht! Einstweilen gehören Sie noch sehr zu diesen Massen, Deutscher Herr Reichsbote!" Gera( Reuß j. 2.). Ein Konsortium von Fabrifanten, die Herren Arnold- Greiz, Hirsch- Gera und Stöhr- Plagwiß haben in der Nähe von New- York eine große Kammgarnspinnerei und Weberei gegründet. Damit glauben die genannten Herren den Fol Es ist doch wirklich ein Bischen arg, wenn wir auf Seite 17 gender Mac Kinley- Bill zu begegnen. An sich ist dies nichts eine Abhandlung lesen Gott zum Gruß!" Hierzu das Bild auf Auffälliges, denn wir wissen, ebenso wie die Rapitalbeiter Seite 19. Die Abhandlung wird mit einigen ganz trivialen Scherzen immer national" sind, wenn dabei etwas zu verdienen eingeleitet, geht dann plöslich in eine romme chriftgläubige ist, sind sie sofort international, wenn es ihr Vortheil erheischt. Litauei über, um schließlich mit einer ziemlich einseitigen Abhandlung Eine Entlassung! Der vierzigjährige Arbeiter R. Hierselbst So liegt die Sache auch in diesem Falle. Als im Jahre 1879 über das Vereinsleben und über die Vereinskrankheit zu enden, stand am 4. Juli 1890 vor dem Schöffen gericht unter der Ander Schuzzoll- Raubzug eingeleitet wurde, waren es Geraer und bei der unser Herrgott wieder als die einzig maßgebende Autorität klage des Diebstahls. Der unbescholtene Mann, der sechszehn Greizer Wollwaaren- Fabrikanten, welche mit am lautesten den ins Gefecht geführt wird. Jahre hindurch in der Hauptverfstätte Berlin des EisenbahnSchutz der nationalen Arbeit" verlangten. Die Herren haben Aber nun kommt das Schönste, das Bild Seite 19. Da find Direktionsbezirks Altona gearbeitet und während dieser Zeit nach 12 Jahre lang eine reiche Ernte eingeheimst; es sind Millionäre abgebildet etwa ein halbes Dutzend fidele Gebirgsjäger in einem dem vor Gericht abgelegten Zeugniß seiner Vorgesetzten niemals Rothenburger Tage. Roman aus der Zeit des großen Bauernkrieges von 1525. Von Wilhelm Blos. ( 33. Fortsetzung.) „ Es geht wohl nicht", höhnte Junker Kunz. " Gebt nur Acht, daß man Euch nicht selber einthürmt; seid Ihr doch mit dem Rotenburger Geschütz vor Würzburg gezogen." „ Auf Beschluß des Raths!" sagte Spelt. " Hahaha!" meinte Junker Kunz, ein hoher Rath wird schon darzuthun wissen, wie man ihm die Geschütze abgetrugt hat." Aha!" sagte Jörg Spelt, es soll hier gehen wie überall; die Fürsichtigen wollen sich salviren und diejenigen, so in fritischer Stunde den Muth gehabt, ein gefährlich Amt im Namen der Stadt zu übernehmen. Die wollen sie auf die Fleischbank geben." „ Nehmt's wie Ihr wollt!" sagte Kunz Kreglinger. Wer sich in Gefahr begiebt, kommt darin um." " Schändlich!" sagte Agnes entrüftet. " Ja, schändlich," schrie die Menzingerin. So machen sie's auch mit meinem Herrn, gerade so!" " Mit Weibern streitet man nicht," meinte Kunz Kreglinger grob, da möchte man nimmer fertig werden! Aber mit Euch, Herr Jörg, möcht' ich ein Wörtlein im Vertrauen reden!" So redet hier," sprach Jörg Spelt;„ Heimlichkeiten will ich mit Euch nicht haben." Das Volk batte sich verlaufen; nur einige Neugierige standen noch in kleinen Gruppen umher. " Herr Jörg", meinte nun Kunz Kreglinger, Ihr waret mir früher ein lustiger Kamerad auf der Trinkstube; wir haben manchen Humpen mit einander ausgestochen." Spelt antwortete nicht. ,, Nehmet Vernunft an," fuhr Kunz Kreglinger fort, ,, dann will ich wohl dafür sorgen, daß Ihr ungeschoren davon kommen möget. Denn wisset, es kann um Leib, Leben und Gut gehen!" Ihr Das weiß ich," sagte Spelt düster. Aber was wollt " Ihr sollet angeben," sprach der Versucher, wo sich der Doctor Karlstadt verborgen hält, damit man ihn greifen kann, wie der schwäbische Bund durch seinen allmächtigen Feldhauptmann, den Truchsessen von Waldburg, befohlen. verpflichten und werdet in Gnaden wieder angenommen Durch solche Handlung werdet Ihr Euch einem hohen Nath werden. Bedenket Euch nicht, denn Ihr wisset ja, wo der Karlstadt stecken mag." Agnesens Blicke hingen gespannt an Spelt; in seinem Antlig stieg eine dunkle Röthe auf und er sprach mit vor Entrüstung bebender Stimme: " das Stadtvolk ist. Ach, Herr Florian Geyer hattte Recht, als er nichts hielt von den großprahlerischen Stadthänsen." Agues erröthete leicht. wie doch wenn Wohl", meinte sie, drum sprach ich sie auch nicht an, sehr die arme Menzingerin danach schrie. Es hätte nichts geholfen. Und dann" Sie stockte. " 1 Und dann?" frug Jörg Spelt. die Frauen sich in Dinge und Händel mischten, die Dann hat Herr Florian gesagt, es gestele ihm nicht, den Männern zuständen." Sie sentte das Haupt, als sei ihr das Wort wider ihren Willen entfahren. Spelt sah sie scharf an. Ihr liebt wohl Herrn Florian?" sprach er. " Ihr denkt wohl, Junker Kunz, ich sei aus so schlechtem andere Dinge sorgen. Aber Ihr seid ein Anderer geworden Fraget nicht!" antwortete sie.„ Wir müssen um Holz, wie Ihr, daß Ihr mir solch niederträchtige Handlungen in dieser sturmischen Zeit und könnet darum auch wohl verzutrauet. Wahrlich, ich weiß nicht, wo sich der Doktor gessen, was zwischen uns vorgefallen." mir eher die Zunge ausschneiden lassen, eh' ich Euch davon sagen wollte." Agnesens Augen leuchteten freudig auf. Wohlan, so rennet in Euer Verderben!" brummite Junker Kunz.„ Den aufrührerischen Doktor werden wir doch finden!" Damit ging er von dannen. weiß, welch ein Thor ich war, und Jor konntet nicht anders. Wohl mochtet Ihr Recht haben, als Ihr sprachet, ich sei kein Mann. Aver ich bin ein Mann geworden im Kampf und Sturm und ich will Euer Freund sein." Für mich war's eine ernste Lehre," sprach Spelt.„ Ich Sie schlug kräftig in seine dargebotene Hand. ,, Wohlan," sprach Agnes, so handelt nach der Männer Pflicht, und thuet, was uns Frauen verwehrt ist. Ihr sollt kämpfen, wir sollen Euch die Wunden verbinden und heilen, so meint es Herr Florian." Jörg Spelt und Agnes brachten die weinende Menzigerin nach ihrer Behausung. Sie ward von ihren empfangen. Spelt blieb mit Agnes auf dem Hausflur stehen. Söhnen und den anderen Hausgenossen mit großer Bestürzung ,, Und wenn wir fallen, so schmücken zarte Hände Ernst und mild sah er dem Mädchen ins Antlig. Sie streckte ihm die Hand entgegen, die er kräftig drückte. unser Grab mit Blumen und Kränzen, murmelte Spelt in Sinnen versunken. Dann warf er das Haupt empor:„ Ja, " Ich bin Euch viel Dank schuldig", sprach sie, daß Herr Florian ist ein strenger Lehrmeister und Richter." Ihr mir beistandet gegen den rohen Gesellen." " D, redet nicht davon", sprach er;„ er trachtet unserem und unserer Freunde Verderben." " 1 Aber ein gerechter," antwortete Agues. Das Weib nach gehört nicht in die Schlacht, wo die Männer sich auf den Tod befehden; ich will keine Sturmfahue mehr tragen." Wir müssen uns und die Freunde zu retten trachten." Spelt zuckte die Achseln. " Wir schaudert, wenn ich denke, daß so viel Schönes und Zartes den Stückkugeln ausgefeßt war", sprach Spelt, „ Das wird schwer sein. Ihr habt ja gesehen, wie feig sie schier zärtlich anblickend. werden. Soziale Uebersicht. ourch einen zu einem Tadel Anlaß gegeben hat, war verdächtig, einen alten Ein gefahrdrohender Kellerbrand fam vorgestern Nachmessingnen Drücker eines Personenwagens im Werthe von un mittag 6 Uhr auf dem Grundstück Blumenftr. 80-81 zum Ausgefähr dreißig Pfennigen" sich unrechtmäßig angeeignet zu bruch. In dem Keller des linken Seitenflügels unterhält die haben. Der Drücker hatte Der Minister der öffentlichen Arbeiter fich in der Tasche des Firma Gebr. Blaß ein Theer- und Werglager; auf noch nicht Erlaß vom 24. Dezember v. J., den der Re..., sanzeiger" vom Ueberziehers des Arbeiters befunden und war in der ermittelte Weise kam nun hier das Feuer zum Ausselben von einem revidirenden Beamten entdeckt worden; bruch. Durch die Kellerluken und Kellerthür wurde der Rauch druck gegeben, daß, wie aus den erstatteten Berichten infolge der heutigen Tage veröffentlichte, seiner Befriedigung darüber Ausder Angeklagte R. hatte sich den Ueberzieher soeben angezogen, in die oberen Etagen getrieben und zwar entwickelte der Verfügung vom 14. April hervorgehe, die Behörden im Geschäfts als der Beamte mit zwei anderen Personen( einem Werkmeister brennende Theer und das Werg einen so starten Qualm, daß in freise der Staats- Bauverwaltung sich der Aufgabe, einerseits Be und einem Diätar) eintrat; der Angeklagte schien ihm betroffen", fürzester Zeit nach Ausbruch des Feuers die Treppen unpassirbar triebsunfälle nach Möglichkeit zu verhüten, andererseits die aus auch bemerkte der Beamte eine ihm verdächtig erscheinende Be- wurden. Der in den Wohnungen eindringende Qualm brachte der Natur der Arbeiter entspringenden Nachtheile durch zwed wegung der, als er eintrat, schon in der Lasche befindlichen in den oberen Etagen zwanzig Arbeiterinnen in Lebensgefahr, Hand". Der Beamte holte hierauf aus der Tasche den Drücker welche in der Kartonfabrik von Poy und der Buchbinderwerkstatt mäßige Einrichtungen zu verringern und Gesundheit und Wohlhervor. Dies die belastenden Momente. Das Schöffengericht von Schmit beschäftigt waren. Die von verschiedenen Seiten fahrt der Arbeiter zugleich durch unmittelbare Veranstal fonnte, wie jedem einleuchten wird, nicht die Ueberzeugung von alarmirte Feuerwehr fand eine höchst bedenkliche Situation vor; geworden sind. Im Interesse gleichmäßigen Vorgehens, was tungen zu fördern, schon in weiterem Umfange bewußt Der Schuld des Angeklagten gewinnen und sprach ihn von der der Hof war von stinkendem Qualm völlig erfüllt, aus den oberen Anklage des Diebstahls frei. Der Staatsanwalt legte indeß Etagen erscholl das Hilsegeſchrei der geängstigten Mädchen. Mit Maß und Art dieser Fürsorge betrifft, giebt der Miniſter gleichdie Berufung ein und am 6. Oktober v. J. fand die gewohnter Graftheit wurden nun Hakenleitern eingeschlagen, mit wohl einige neuere Hinweise über Unfallverhütung, über Arbeiter zweitinstanzliche Verhandlung vor der fünften Strafkammer des erstaunlicher Geschwindigkeit stiegen die Mannschaften empor und schuß- und Wohlfahrts- Einrichtungen. In letterer Beziehung Landgerichts statt. Das Landgericht erkannte für Recht, daß die durch die Fenster ein und suchten die Bewohner zu beruhigen heißt es in dem Erlaß wörtlich: Die Ventilation der Schmiede- und der Maschinenräume Berujung zu verwerfen und die Kosten des Verfahrens der Staats- und zum Ausharren zu bewegen. Inzwischen war das Feuer im namentlich auf Schleppdampfern, auf Baggern und in Taucher: taffe auszuerlegen seien. In den Gründen" wird der Sachver- Keller mit großer Energie durch drei Drucksprigen angegriffen halt in der oben mitgetheilten Weiſe festgestellt. Insbesondere worden, so daß in ganz kurzer Zeit der Rauch schwächer wurde schachten muß durch zweckentsprechende Vorkehrungen gesichert hob der Gerichtshof die Möglichkeit hervor, daß ein anderer und die äußerste Gefahr von den Bewohnern abgewendet schien. Arbeiter den Drücker sich angeeignet und denselben, sei es aus Das Feuer wurde lokalisirt und gelöscht. Die Aufräumungs- am besten für die Uebernachtung der Arbeiter auf freier Strecke Eine besondere Tragweite nimmt die Frage in Anspruch, wie Absicht, sei es aus Versehen, in die Tasche des R.'schen Ueber arbeiten zogen sich bis in die zehnte Abendstunde hin. und für einen genügenden Schuß derselben gegen Witterung und ziehers gesteckt habe, vielleicht auch, um den Angeklagten dadurch aus feiner Stellung zu bringen." Als möglichen Grund für die eines Raubmordes nicht ausgeschlossen erscheint, ist, nach einem nachtungsfähne, Schlaf- und Kasernenschiffe- wozu vorzugs Ein räthselhafter Leichenfund, bei welchem die Annahme Nässe gesorgt werden kann. In dieser Hinsicht kommen UeberBestürzung des Angeklagten giebt das Urtheil an,, daß feste und trans ein Mann wie der Angeklagte, wenn er sich plöglich Bericht der„ Charl. Gemeinde- 3tg.", am Mittwoch Morgen in weise alte Schiffe verwendbar zu machen sind, einem Vorgesetzten, der, wie er weiß, eine Revision eine Revision der Westfälischen Straße in Wilmersdorf von Passanten gemacht portable Baracken in Betracht, Einrichtungen, welche zugleich die vornimmt, gegenübersieht, leicht in eine gewisse Ver- worden. Es war die Leiche eines Mannes, dessen Alter auf 35 Voraussetzung für eine geeignete und gesunde Verpflegung der möglichst in eigener Menage bilden. Bei ArbeitsLegenheit geräth"; und um so mehr verlegen konnte der An- bis 40 Jahre geschätzt werden konnte. In der Stirn zeigte die Arbeiter geklagte werden, wenn er, nachdem er sich soeben den Ueberzieher an der Straßenböschung liegende Leiche eine Schußwunde. Es betrieben auf dem Wasser wird je nach den Witterungsangezogen, gerade in dem( damit zusammenfallenden) Moment wurde nun in den Kleidertaschen des Todten nach irgend einem verhältnissen ein mit Ofen ausgestatteter Kahn mitzuführen welcher den Arbeitern das Trocknen ihrer Person des Eintretens des W. das Vorhandensein des Drückers in seiner Anhaltspunkt über dessen Identität gesucht, indessen absolut nichts sein, Tasche bemerkte." Vor allem aber war berücksichtigt worden, gefunden, was zur Feststellung der Persönlichkeit hätte dienen und ihrer Sachen ermöglicht und die Gelegenheit bietet, ihre daß feiner der Zeugen befunden konnte, gesehen zu haben, wie tönnen. Entweder liegt hier ein Raubmord vor, und der Er- Mahlzeiten in einem geheizten Raum einzunehmen. Zu legterem Der Angeklagte den Drücker in feine Tasche steckte, sie viel mordete ist vollständig ausgeplündert worden, oder aber im Falle 3wede muß für geheizte Räume in der falten Jahreszeit auch mehr nur eine ihnen verdächtig erscheinende Bewegung der, eines Selbstmordes ist Leichenräuberei von Vorübergehenden ge- anderwärts nach Möglichkeit Vorsorge getroffen werden. als sie eintraten, schon in der Tasche befindlichen Hand bemerkt trieben worden. Weder die Schießwaffe, mittelst welcher die hatten." Endlich wurde in Betracht gezogen ,, der Umstand, daß der Tödtung erfolgte, noch irgend welche Gegenstände, welche ein Angeklagte nach Aussage der Zeugen bereits 16 Jahre in der Mann in solchem Gesellschaftsstande bei sich zu führen pflegt, wie Fabrit gearbeitet hat, ohne irgend zu einem Tadel Anlaß gegeben Uhr, Portemonnaie, Brieftasche, Ringe u. s. w. wurden bei dem zu haben, und er auch sonst völlig unbescholten ist." Daß das Leichnam gefunden. Urtheil so ausfiel, erscheint einfach selbstverständlich. Legt man sich dabei irgend eine Frage vor, so ist es wohl die: wie fonnte es zur Verhandlung sogar in zweiter Instanz fommen? Was geschah nun mit dem freigesprochenen R. weiter? Er behielt doch in der Staatswerkstätte Arbeit? nein; uns liegt sein Ent lassungsschein vom 11. August v. J. im Original vor. Derfelbe lautet: Berlin. Der p. R. ist vom 6. Juli 1874 bis 29. März 1890 in der hiesigen Hauptwerkstatt als Hilsarbeiter beschäftigt gewesen. Führung und Leistung waren im allgemeinen befriedigend. Die Entlassung erfolgte, weil er sich des Diebstahls verdächtig gemacht hatte; vor Gericht ist derselbe von der Anklage des Diebstahls freigesprochen. Der Werkstätten- Vorstand." Wir brauchen zu diesem Schriststücke wohl wenig hinzuzufegen. Troß der gerichtlichen Freisprechung, tros der Wahrscheinlichkeit seiner Unschuld wird der Arbeiter entlassen und läßt man den Verdacht, daß derselbe sich eines Diebstahls schuldig gemacht habe, fort bestehen! Obendrein besteht zwischen dem Entlassungsscheine und dem vor Gericht abgelegten Zeugniß des Werkstatt- Beamten ein Widerspruch. Nach letterem hat R. binnen 16 Jahren keinen Anlaß zu irgend einem Tadel gegeben", nach ersierem ist seine Führung, gleichwie seine Leistung nur im allgemeinen befrie digend" gewesen. Hier drängt sich die Annahme auf, daß man auf dem Scheine das Urtheil über N. herabgedrückt habe, um den Kontrast zwischen ihm und der Entlassung nicht zu groß erscheinen zu lassen. R. ist jetzt ohne Arbeit. Auf den Bauhösen 2c. ist, wie in Einzelfällen schon geschehen, die Herstellung von Bade- Einrichtungen für die Arbeiter zu unentgeltlichem Gebrauch in Erwägung zu nehmen. Soweit der Betrieb es mit sich bringt, daß die Arbeiter sich umkleiden und nach der Arbeit reinigen, müssen ausreichende An fleide- und Waschräume vorhanden sein. für die Zahl der Arbeiter ausreichen, daß den Anforderungen der Die Bedürfniß Anstalten müssen so eingerichtet sein, daß sie Gesundheitspflege entsprochen wird und daß ihre Benutzung ohne Verlegung der Sitte und des Anstandes erfolgen kann. Um die Arbeiter auch auf wechselnden Baustellen stets im Besitze von Trinkwasser zu halten, wird die abessynische Pumpe mitgeführt. Von einem Taschendiebe bestohlen wurde, wie uns ein Berichterstatter meldet, vorgestern der Gehilfe des in der Alten Schönhauserstraße wohnenden Barbiers E. Derselbe begab sich am genannten Tage zu einem in der Linienstraße wohnenden Besitzer eines Schantlokals, um denselben zu barbieren. Um den eingeseiften Wirth herum standen im Restaurationszimmer mehrere Personen, die eifrig mit ihm und dem Barbiergehilfen plauderten. Als der Letztere mit seiner Arbeit fertig war, be= So weit die vorstehenden Hinweise Zweifel bestehen lassen, merkte er, daß seine aus geflochtenem Haar bestehende Uhrkette oder so weit unter besonderen Umständen Einrichtungen, welche durchschnitten und die Uhr gestohlen war. Der Verdacht fiel auf einen ungewöhnlichen Kostenaufwand bedingen, nothwendig er einen unbekannten Mann, der wenige Sekunden, bevor der Ge- scheinen sollten, ersuche ich um besonderen Bericht. Ich empfehle hilfe zu rasiren ausgehört, das Lokal verlassen, vorher sich aber jedoch allgemein den Beirath des zuständigen Gewerberaths in in auffallender Weise an den Barbier herangedrängt hatte. Anspruch zu nehmen; dadurch wird am zuverlässigsten ver Die Nichtbefolgung der polizeilichen Vorschriften auf mieden werden, hinter den Einrichtungen, welche in ent der Stadtbahn hat einem Händler aus Sonnenburg den Tod sprechenden gewerblichen Betrieben Geltung gewonnen haben, gebracht. In der Nacht zum Dienstag dieser Woche wurde zurück zu bleiben. Gegen diesen Erlaß ist gar nichts einzuwenden. Es hieße an der Einfahrt zum Nordringbahnhof Gesundbrunnen die Leiche eines Mannes aufgefunden, welchem anscheinend die Räder eines aber Waffer ins Meer gießen, wollte man die Meinung wider Eisenbahnzuges über den Leib gegangen waren. Da aber der legen, daß durch derartige Maßnahmen irgend eine wesentliche Todte auch eigenartige Verlegungen am Hinterkopf aufwies, so Besserung der Lage der Arbeiter eintreten könne, hierzu sind eins wurde die Angelegenheit der hiesigen Kriminalpolizei übergeben, schneidende Arbeiterschutz- Geseze in erster Linie nöthig. Weigert welche nunmehr feststellte, daß der Todte der hier zu Besuch man sich, diese einzuführen, so ist alle Liebesmühe vergebens, weilende Pferdehändler H( errmann) aus Sonnenburg war, welcher durch derartige fleinliche, an sich ganz gute Wohlfahrtseinrich in der fraglichen Nacht den letzten Nordringzug vom Zentral- tungen die Lage der Arbeiter verbessern zu wollen. Viehhof bis zum Bahnhof Gesundbrunnen benutzt hatte. Der Ein Mordverfuch ist am Freitag voriger Woche Abends, Provinziale, der wahrscheinlich noch wenig mit der Stadtbahn wie nachträglich aus Niederschönweide gemeldet wird, auf einen gefahren, wohl auch schlaftrunken gewesen ist, hat die Warnung: dortselbst wohnenden Rentier, welcher sich zur Kur und in Be- nicht öffnen, bevor der Zug hält, außer Acht gelassen, war kurz handlung des Kurarztes Dr. Tompson zu Johannisthal besindet, vor der Einfahrt auf leztere Station aus dem Koupee herausunternommen worden, indem er durch Schüsse aus dem Hinter- gesprungen, dabei zu Fall gekommen und mit dem Oberkörper halt schwer verwundet wurde. Es ist der frühere Ritterguts- unter die Räder desselben Zuges gerathen. Der Tod des Mannes besizer Baron von Jhenpliz, gegen welchen sich, wie vermuthet, ist dann auf der Stelle erfolgt. aus Rache die mörderischen Kugeln richteten. Der Herr befand Am Sylvestertage, Mittags 12 Uhr, hat der Händler sich auf dem Wege von Niederschönweide nach Johannisthal. Nahe des Waldes ein Schuß auf, dem gleich ein zweiter solgte, und mit mit Neujahrskarten, die er auf einem zweirädrigen Wagen mit dem dort befindlichen Fenn blikte plößlich aus tiefer Dunkelheit Wilh. Rurte unter der Stadtbahnbrücke an der Neuen Promenade einem Ausschrei brach der Baron zusammen. Aus ziemlicher Nähe sich führte, gehandelt. Es ist von Wichtigkeit, Zeugen zu ermitteln, waren ihm sieben Rebposten in den Körper geschossen worden. Drei welche um diese Zeit von dem p. Runte Karten gekauft oder gedes ersten Schusses drangen ihm in den Kopf, während vier des sehen haben, daß andere von dem p. Runte Karten kauften und zweiten Schusses den Taumelnden in den Rücken trafen. Es war werden solche Personen gebeten, ihre Adresse dem p. Runte, Alte gegen 8/49 Uhr Abends, als der Mordanfall verübt wurde. Baron von Schönhauserstr. 27, Hof 2 Tr. bei Reinecke, zukominen zu lassen. Benpliz hatte noch die Krajt, um Hilfe zu rujen, und glück- Folgende Berichtigung geht uns zu: Auf Grund des licherweise tamen Leute, welchen er die Affäre erzählte und die§ 11 des Presgesetzes und mit Bezug auf die von Ihnen unter den Verwundeten zu Dr. Tompson begleiteten. Šeit vorgestern der Spigmarke:„ die rothe Kravatte" gebrachte Lokalnotiz ersuche befindet sich der Baron in einer Berliner Klinik, welche er auf ich Sie um Aufnahme folgender Berichtigung: den Rath seines Arztes aussuchte, um durch operativen Eingriff Es ist unwahr, daß ich zwei jungen Leuten, weil sie eine die eingedrungenen Geschosse entfernen zu lassen. Der Thäter ist rothe Kravate trugen, am 2. Weichnachts- Feiertag mein Lokal unerkannt entkommen. Agnes erröthete. Dann aber sah sie den neuen Freund fest an. Wir dürfen nicht zögern," sprach sie, wir müssen den Doktor Karlstadt retten. Sonst kommen sie ihm auf die Spur und wenn sie ihn greifen, ist er verloren." „ Nein, der Meister soll nicht dem Henker verfallen", rief Spelt. Ich will Alles thun. Aber wo ist er?" Agnes sah sich scheu um. verbot. Es ist unwahr, daß ich ihnen den Rath gegeben habe, sie gehörten nach Pietsch! Richtig ist, daß ich zwei jungen Leuten, welche sich in den Saaleingang derartig hinpflanzten, daß meinen andern Gästen dadurch der Zugang erschwert wurde, mein Lokal verwiesen habe. Von den bei mir verkehrenden Arbeitervereinen haben mir 7/8 die Ueberzeugung ausgesprochen, daß sie mir eine solche Handlungsweise nicht zutrauen. Hochachtungsvoll H. Rudolph nicht Rodolph. In der letzten Lokalliste ist aus Versehen das Lokal „ Ich weiß, daß Ihr treu seid", sprach sie flüsternd. Heydrich's Festsale, Beuthstr. 20, noch aufgeführt; wir Ihr habt heut eine Probe bestanden, die Euch Ehre macht. bitten dieses zu streichen. Als neu hinzugekommene Lofale sind So vernehmet denn. Der Doktor war nimmer sicher bei zu verzeichnen: Röllig, Neue Friedrichstr. 44 und Hensel, den Freunden, die ihm sonst einen Unterschlupf gegeben, Invalidenjir. 1a. wenn der Rath auf ihn fahnden ließ. Die Späher des Raths fchleichen um dies Haus, wegen des Herrn Stefan, den man nun eingethürmt hat; sie schleichen um die Behausung des Hauptpfarrers und des Tuchscheerers, des Kilian Etschlich, bei denen sich Karlstadt verborgen." Aber wo ist er denn?" frug Spelt erregt. Die Lokalkommission: Heindorf. Werner. Infinger. Polizeibericht. Am 9. d. M. Nachmittags stürzte der Zimmermann Herberg auf dem Neubau Calvinstraße 35 bei Anbringung der Dachbekleidung auf den Hof hinab und verstarb auf der Stelle infolge der erlittenen schweren Verlegungen. Versammlungen. Paul Singer sprach am Freitag Abend in einer von mehr als 2000 Personen besuchten Volksversammlung über die Lebensmittelzölle. Die Versammlung fand im Saale des Elysiums und unter Vor oft von stürmischem Beifall der Versammlungsbesucher unter brochen wurde, dauerte nahezu zwei Stunden. Im Folgenden iz des Stadtverordneten Friz Zubeil statt. Singer's Rede, die seien die hauptsächlichsten Momente derselben angeführt. Abgeordneter Singer begann: die Nächsten Dienstag wird der Reichstag über den Antrag der sozialdemokratischen Fraktion auf gänzliche Aufhebung der Lebens mittelzölle verhandeln. Bei der heutigen Zusammensehung dieser Körperschaft ist auf Annahme desselben nicht zu rechnen; sozialdemokratische Fraktion hielt es dennoch für ihre Pflicht, diese brennendste aller Fragen auf die Tagesordnung zu bringen, weil es kein schreienderes Ünrecht giebt, als diese Zölle. Werfen wir zunächst einen Rückblick auf die Zoll- und Steuerpolitik feit dem Jahre 1875. Damals erklärte Fürst Bismarck sich für die Aufbringung aller Mittel durch indirekte Steuern. Er sagte, man solite von den direkten Steuern als eine Anstandssteuer nur die Einkommensteuer beibehalten und fuhr fort:„ Ich kann die Beit faum erwarten, daß der Tabat höhere Summen steuert; analog steht es mit dem Bier, dem Brauntwein, dem Zucker und Petroleum und allen diesen großen Verzehrungs- Gegenständen, gewissermaßen den Lurus- Gegenständen der großen Masse." Auf Grund dieser Anschauungen sollten aus den nothwendigsten Lebensbedürfnissen der breiten Masse des Volkes die Steuern genommen werden. Was Bismarck Lurus Gegen stände nannte, sind in der That die nothwendigsten Lebensbedürfnisse. Der damalige Reichstag zeigte sich diesen Plänen nicht willfährig, da famen 1878 die Attentate, mit ihnen die Auflösung und eine willfährige Mehrheit. Das Schlußresultat war die Bolltarif- Revision des Jahres 1879. Seit dem Jahre 1880 hat die Bevölkerung das Glück, Getreidezölle zahlen zu müssen. Während im Jahre 1872 die Zölle und Verbrauchssteuern 94 878 000. betrugen, hatte das Volk im Jahre 1880/81 die Summe von 163 583 000 m. zu zahlen. Im Jahre 1884 und 1887 wurden die Getreidezölle noch zweimal erhöht und im Jahre 1889/90 ergeben die Zölle und Verbrauchssteuern die ungeheure Summe von 270 800 000 M. Aehnlich haben sich auch die anderen indirekten Steuererträge erhöht. Aus der Tabaksteuer flossen im Jahre 1872 1 300 000 m., im Jahre 1889/90 M Seid nur nicht ungeduldig," mahnte Agnes. Thr3u derselben Zeit fiel der Arbeiter Scherwitz bei den Abbruchs 10 023 000 M. Die Rübenzucker- Steuer betrug 1872 4 121 000., Ihr arbeiten auf dem Grundstück Leipzigerstraße 19 vom Dachstuhl fie beträgt jetzt 51 390 000 M. Die Branntweinsteuer Kennet ja das Haus, das neben der alten Burg gen Norden in den Bodenraum hinab und erlitt eine bedeutende Ver- brachte 1872 23 465 000 M.; sie bringt jezt 135 332 000 M. Seit dicht an der Stingmauer steht, mit seinen Streben und letzung am Fuß, so daß er nach der Universitäts- Klinik gebracht dem Jahre 1878/79, dem legten des alten Tarifs, bis zum Jahre seinen Bildern. Man schaut weit hinab ins Tauberthal. werden mußte. Am 9. d. M. und in der darauffolgenden Nacht Drinnen haust ein steinalter tauber Mann, ein Vetter meiner fanden 16 Brände statt. guten Mutter, mit seiner alten, auch halbtauben Wirth schafterin. Die Leutlein fümmern sich nicht um die schweren Zeitläufte; sie mögen kaum darauf für ein ge= Gerichts- Beitung. 1889/90 beträgt die Vermehrung der indirekten Steuern 314 Millionen Mart. Das waren nach der Ansicht des Fürsten Bis marck einige der Lurusgegenstände der großen Masse des Boltes. Dazu kommen noch die Zölle auf Butter und Margarine, Salz, Kaffee, Reis, Schmalz 2c. Was die Verzollung dieser Gegenstände Umtrieb in in Rothen noch verschärft, das ist der Umstand, daß alle diese Gegenstände achtet haben, was Der Polizei ist ein aus der Baginski'schen Arbeiter nicht nach dem Werth, sondern nach Gewicht versteuert werden. burg ist. Dorthin hab' ich den Doktor Karlstadt gebracht, im Gewand eines armen Mannes, und hab' Buchhandlung entnommenes Sozialdemokratisches Liederbuch" Die importirte Bigarre zum Preise von 1 Mart, welche leichter den Beiden gesagt, sie sollen ihn hegen und pflegen als einen in die Hände gerathen, deffen Eigenthümer nicht ermittelt ist. wiegt, als eine andere, viel billigere Zigarre, unterliegt feiner höheren Dasselbe unterlag gestern der Prüfung der zweiten Strafkammer Steuer, als die billige. Der Haupttheil des Steuerertrages Kranten und gottesfürchtigen Mann. So liegt er in einer des Landgerichts 1, da die Auflagebehörde das Verbot des Buches fließt also aus den Steuern der billigen Sorten zusammen. Bon Kammer verborgen, die an die Stadtmauer stößt. Der und die Beschlagnahme und Vernichtung sämmtlicher vorhandener gegnerischer Seite wird behauptet, die indiretten Steuern würden Graben ist dort schmal; wir müssen den Doktor hinaus- Exemplare, Platten u. f. w. beantragt hat, weil in dem Inhalt doch von allen Klassen der Gesellschaft bezahlt; doch die Sache eine Herabsetzung der bestehenden staatlichen Einrichtungen und ist die: Derjenige, welcher 20, 30 oder 100 Mal soviel Eine bringen und zwar noch diese Nacht." Aufreizung gegen die besitzenden Klassen zu finden sein soll. tommen hat, als der Andere, der konsumirt um deswillen nicht ( Fortsetzung folgt.) Nachdem das Buch bei verschlossenen Thüren verlesen worden 20, 30 oder 100 Mal soviel Brot als der Andere. Weil also war, stellte der Gerichtshof sich auf den Boden der Anklagebehörde die Lebensmittelzölle als Ropfsteuer wirken, deshalb sind sie so und erkannte nach deren Antrag. ungerecht und müssen beseitigt werden. In den gegnerischen Parteien schwindet die Gegnerschaft gegen die indirekten Steuern schneidung der Koalitionsfreiheit reichlich ausgewogen. Ein Aus- nicht als Parteigenossen betrachten, teine Ziele. Jm Uebrigen immer mehr und mehr. Der Abgeordnete Reichensperger vom nahmegeset sind wir los geworden; man ist im besten Zuge, ein weiß er ja, an wen er sich zu wenden hat, wenn er sich wirklich Zentrum hat einmal eine Broschüre über die Gemeinschädlichkeit neues Ausnahmegesetz zu schaffen. Denn die Bestimmung der zur Beschwerdeführung aufgelegt fühlen sollte. der Getreidezölle geschrieben; er und seine ganze Partei stimmten, Bestrafung des Kontraktbruches durch eine zu zahlende Buße ist Berichtigung. In dem Bericht über die letzte Versammlung mit Ausnahme von fünf Mitgliedern, später für die Erhöhung ein Ausnahmegesetz zu Lasten der Arbeiter. Auf keinem anderen der Buchdruckerei- Hilfsarbeiter ist der Name eines Redners ſalſch der Zölle. Ebenso haben sich viele nationalliberale Abgeordnete Gebiete wird ein zivilrechtlicher Anspruch durch das Strafrecht angegeben worden. Dort hat der Buchdrucker Johannes Kohlfrüher gegen die Getreidezölle erklärt und später dafür ge- unterstützt. Zentrum und Konservative, welche den Mund, wenn stimmt. Der jezige Finanzminister Miquel hat bei den von der Fürsorge für den Arbeiter die Rede ist, immer sehr voll mann, nicht Pohlmann gesprochen. Abstimmungen über die Zölle durch Abwesenheit geglänzt. Redner nehmen und fortwährend von sozialen Reformen reden, diese Herr W. Kerſtan schreibt uns: In der Nr. 8 des betonte, daß er sich im weiteren Verlaufe seines Vortrages speziell Herren wollen von einer Abschaffung der Lebensmittel- Zölle nichts Vorwärts", 2. Beilage, befindet sich der Versammlungsbericht mit den Getreidezöllen, die dem arbeitenden Wolfe die schwersten wissen. Bei einer Familie von fünf Köpfen beträgt die Erhöhung ber Voltsversammlung von Mittwoch Abend bei Joel, worin ich Lasten auferlegten, beschäftigen wolle. Er legt an der Hand des jährlichen Budgets durch die Zölle 56 M. Die Parteien, als Redner verzeichnet bin. Es heißt da, Redner beschwerte statistischen Materials ausführlich dar, wie der Getreidepreis un- welche ihr Recht dazu mißbrauchen, diese Erhöhung eintreten zu sich über das„ Berliner Volksblatt" u. f w. gefähr um die Höhe des Zolls gestiegen ist. Die Wirkung des lassen, haben nicht das Recht, sich der Fürsorge für den Artikel Dazu habe ich zu bemerken, daß es mir fern gelegen hat, in Zolls weist der Vortragende aus einem Vergleich der Preise ver- zu rühmen. Redner streifte schließlich noch die Lasten des schiedener Orte derselben Zeit, welche innerhalb und außerhalb Militarismus, die von den Besitzlosen, welche im Falle eines der Zollgrenze liegen, nach, und es ergiebt sich, daß jezt die Tonne Krieges das Besigthum der Reichen schützen müssen, aufgebracht Roggen in Berlin mit Zoll um 46,37 M. theurer ist, als in werden und fährt dann fort: Bremen ohne Zoll. Nach dieser Rechnung, fuhr Redner fort, wird auch, um mit dem Fürsten Bismarck zu reden, der ver rückteste Agrarier nicht mehr bestreiten, daß der Zoll das Getreide vertheuert. Wem kommen eigentlich die Getreidezölle zu Gute? Der Reichstasse nur insoweit, als es sich um Getreide handelt, welches vom Auslande kommt; es ist dies ein Achtel des im Lande verbrauchten Brotkornes; das übrige Getreide wächst im Inland, wird nicht verzollt, aber vertheuert, und somit haben den Vortheil von den höheren Preisen nur die Produzenten. Die Agrarier freilich bestreiten den Nutzen für die Großgrundbesitzer, sie sprechen zur Begründung der Zölle immer von der Nothlage der Landwirthschaft und der Fürsorge für ihre Arbeiter. Und dennoch ziehen die Arbeiter von Osten in großen Schaaren nach dem Westen. Der einzige Schluß aus diesem Vorgange ist doch der, daß die Verhältnisse im Osten so menfchenunwürdige sind, daß diese bescheidenen Leute es dort nicht mehr aushalten können. Dr. Karl Kerger, ein fonservativer Nationalökonom, hat die„ Sachsengängerei" behandelt und nachgewiesen, daß die Abwanderung aus Schlesien, Ost- und Westpreußen höher ist, als die gesammte Auswanderung über See. Auch aus den Aeußerungen der Grundbesizer selbst kann man sich ein Bild von der Lage der ländlichen Arbeiter machen. In einer Konferenz der Grundbesitzer, in welcher Maßregeln gegen das Ueberhandnehmen der Sachsengängerei berathen wurden, sagte ein Herr v. Goeben, daß in sehr vielen Fällen die Ausgaben des Gutsbesitzers für einen Schweinestall höher sein, als für die Wohnungen seiner Arbeiter. Regierungsrath Dr. Passauer berichtete einmal an seine Regierung, daß die Gesundheitsverhältnisse der im Kreise Gumbinnen wohnenden Arbeiter unsagbar schlechte feien. dieser Versammlung eine Beschwerde zu führen; ich kenne den Beschwerdeweg sehr genau. Ich habe ausdrücklich gesagt, ich ( werde mir gestatten, Ihnen einige thatsächliche Beispiele anzuführen und ein Beispiel ist doch keine Beschwerde) und ich endete" da mit, daß ich sagte, wenn sich in Zukunft derartige Vorkommnisse wiederholen, und wir uns die„ Berliner Volts- Tribüne" aus den Händen lassen, wir unser letztes Recht als Berliner Parteigenossen Meine Aufgabe war es, Ihnen mit unanfechtbaren Zahlen klar zu machen, daß die arbeitende Klasse mehr abzugeben gezwungen ist, als sie ertragen kann. Ein solches Boll und Steuersystem ist ein Hohn auf die Bestrebungen, vergeben würden." die man Wir mit dem Namen Sozialreform bezeichnet. Versammlung der Lachirer( Filiale 4) am Montag, den 12. Januar, können uns nicht mit dem freisinnigen Antrag, der nur eine Abends 8% Uhr, in Beyer's Restaurant, Neue Grünstr. 14. Tagesordnung: Herabsetzung der Zölle auf den status von 1887 will, einver- 1. Zweck und nutzen der Berufsstatistit. 2. Quartalsabrechnung. 3. Wie gedenten wir in diesem Jahre die Agitation zu betreiben? 4. Verschiedenes. standen erklären. Wir fordern gänzliche Beseitigung der Getreide- Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen, zölle. Wir reißen den gegnerischen Parteien die heuchlerische zu erscheinen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäfte willkommen. Maske vom Gesicht und sagen Hic Rhodus, hic salta. Sezt das Bentralkranken- und Sterbekasse aller Arbeiter Deutschlands ( Buschußkaffe), Dertliche Verwaltung Rigdorf. Mitgliederversammlung am darbende Volk endlich in die Lage, daß es Fleischnahrung zu sich wontag, den 12. Januar, Abends& Uhr, bet Duscheck, Bergstr. 7. Tagesnehmen kann und nicht mit Kartoffeln vorlieb nehmen muß. ordnung: 1. Kassenbericht vom 4. Quartal 1890. 2. Stassirerwahl. 3. VerSchafft für Brot und die anderen nothwendigen Lebensbedürfnisse schiebenes. billige Preise. Große öffentliche Versammlung sämmtlicher an HolzbearbeitungsMaschinen beschäftigten Arbeiter am Sonntag den 11. Januar, Bor mittags 10 Uhr, bet Säger, Grüner Weg 29. Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Lütgenau über das Alters- und Invalidenversicherungs- Gesey. 2. Diskussion. 3. Abrechnung ter Werkstatt Kontrolfommission. 4. Wahl einer Agitations- Kommission. 5. Bericht der Delegirten der Berliner Streitcontrolfommission. 6. Verschiedenes und Fragekasten. Die Werkstatt- Kontroltommission. Redner empfiehlt die folgende Resolution: In Erwägung, daß die Zölle auf Lebensmittel die Wirkung einer Kopf steuer haben, weil dieselben nicht das Einkommen treffen, sondern auf den Konsum der nothwendigsten Ernährungsgegenstände gelegt sind; in jernerer Erwägung, daß die Zölle auf Lebensmittel sich dadurch, daß sie die besiglose Bevölkerung am härtesten treffen, als ein Aft einseitiger die wirthschaftlich Schwachen zum Gunsten der materiellen Interessen des Groß- Grundbesitzes unerträglich belastenden Klaffengesetzgebung kennzeichnen; in weiterer Erwägung, daß die Zölle auf Lebensmittel das Wecken und die Befriedigung höherer Lebensbedürfnisse hindern und somit kulturfeindlich wirken; und in schließlicher Erwägung, Der Schrecken, der jetzt in die Bourgeoisie gefahren ist, wo daß die Zölle auf Lebensmittel mit der von den Regierung die Sozialdemokratie ihre Ideen auch in die Landbevölkerung und den herrschenden Klassen angeblich geplanten Sozialtragen will, ist der beste Beweis dafür, daß die Sozialdemokratie reformen im schärfsten Widerspruche stehen, erklärt die hiermit die Finger in die brennendste Wunde gelegt hat. Wenige heutige Versammlung die Beseitigung der Zölle auf LebensJahre werden genügen, und auch die ländlichen Arbeiter werden mittel für unbedingt geboten und fordert den Reichstag sich besinnen, daß sie Menschen sind. Doch noch auf, den Antrag der sozialdemokratischen Fraktion auf einmal die Frage: Wem nukt die Erhöhung der gänzliche Aufhebung der Zölle auf Lebensmittel anzuGetreidezölle? Wir haben 5 200 000 landwirthschaftliche nehmen. Betriebe in Deutschland, hiervon bewirthschaften 77 pt., d. h. Durch die Annahme dieser Resolution, so äußerte sich der über vier Millionen ein Grundstück, welches nicht über 5 Hektar Redner, wird der Weg manifestirt, welchen die Sozialdemokratie groß ist. Diese 77 pet. tönnen nicht so viel Korn bauen, als sie zu gehen gewillt ist. Unser Kurs ist der alte geblieben. Wir für ihre eigene Wirthschaft brauchen; die Besitzer haben also werden an der Stelle, an welche die Resolution gerichtet ist, günstigsten Falls feinen Schaden, sind aber um so mehr im Nach- nichts erreichen, aber darüber Klarheit verbreiten, daß die einzige theil, je mehr Getreide sie noch kaufen müssen, um den eigenen Partei, welche das Wohl des Arbeiters im Auge hat, die SozialBedarf zu decken. Es bleiben 1 200 000 Betriebe über 5 Hektar demokratie ist. Und so glaube ich, so sehr wir die Annahme Grundbesiz, darunter sind jedoch wieder 600 000, deren Besitz unseres Antrages wünschen müssen, auch aus der Nichtannahme nicht 10 Hektar übersteigt. Bei diesen Besitzern wird sich Ernte desselben wird unsere Partei nur Vortheil haben. Wir werden und Bedarf decken; diese Leute haben also auch keinen Vortheil mit einer um Hunderttausende vermehrten Armee das nächste von den Zöllen. Den einzigen großen ins Gewicht fallenden Mal an die Wahlurne treten.( Langanhaltender Beifall folgte Vortheil haben die Großgrundbesizer, welche ein Gut von über dieser mit vollendeter Beherrschung des Materials gehaltenen 100 Hektar haben. Deren haben wir im ganzen Deutschen Reiche Rede. In Erwägung, daß nach der Beseitigung des Aus nahmegesetzes es endlich möglich ist, die Idee der Sozialdemokratie zur größten Ausbreitung zu bringen und hierdurch die Lösung der sozialen Frage immer näher zu rücken, nur 25 000. Die Hälfte des Grundbesitzes, der in Händen der Die Resolution wurde einstimmig angenommen. 25 000 ist, gehört nun wieder allein siebzehn Groß- Ebenso einstimmig gelangte der folgende Antrag Heindorf Grundbesizern. Und es spricht doch aller Gerechtigkeit zur Annahme: Hohn, wenn diesen materiell so günstig gestellten Leuten zu Liebe das ganze Volt mit Lasten belegt wird. Die Folge dieses Systems ist die Akkumulirung des Grundbesitzes, und wir haben hier dieselbe Erscheinung, wie auf dem Gebiete der Industrie, die Anhäufung des Kapitals in immer weniger Händen. Die Noth der Landwirthschaft ist, so weit es die kleinen Besitzer anbelangt, gewiß vorhanden. Diese Noth iſt aber auf dem Wege der Steuerpolitit nicht zu beseitigen. Das einzige Mittel dafür ist die Sozialisirung der Gesellschaft, die Sozialisirung des Grundbesizes, die Gründung sozialistischer Acker- Genossenschaften. Der Einwand der Agrarier, daß die Groß- Grundbesitzer ihre Güter den kleineren Leuten verpachteten und diesen die Erträgnisse des Bodens überließen, fann nicht gelten, denn der Ertrag bestimmt den Bodenwerth und nach dem Bodenwerth wird der Pachtzins festgesetzt. Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 11. d. M., Abends 7% Uhr im Lokale des Herrn Krüger, Gr. Frankfurterfir. 99. Vortrag des Herrn Peus über: Die heutige Ordnung". Nachher gesellige Unterbaltung und Tanz.. Berlins. Generalversammlung am Montag, den 12. Januar, Abends 8 Uhr, Freie Vereinigung deutscher Handschuhmacher und Bandagikten im Restaurant Seefeld, Grenadierftr. 33. Tagesordnung: 1. Antrag des Vorstandes wegen Schließung der Vereinigung event. Vorstandswahl. 2. Vortrag. 3. Bibliothet. 4. Verschiedenes. Verein deutscher Schuhmacher, Zahlstelle Berlin. Versammlung am Dienstag, den 13. Januar, Abends 8% Uhr, in den Parlamentshallen, Lands bergerstraße 35, 1 Tr. Tagesordnung: 1. Wortrag über die gegenwärtige Lage der deutschen Arbeitertlasse. Referent Herr Dr. Lütgenau. 2. Distuſſion. 3. Verschiedenes und Fragetasten. Gäste willkommen. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Theaterverein Blumenlese"( Bors. E. Wuthe). Sizung mit Damen Gäste willkommen. am Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerstraße 45. Fachverein der Metallschleifer, Façondreher und Berufsgenossen. Generalversammlung am Sonntag, Vormittags präzise 11 Uhr, bet Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a. Tagesordnung: 1. Jahres- Sassenbericht. 2. Bericht über die Darlehnskasse. 3. Vereinsangelegenheiten. Beiträge fönnen entrichtet werden bei Thare, Waßmannstr. 34, Hof 2 Tr.; Magnus, Manteuffelstr. 22; lose, Grenzstr. 6, Schäftebranche. Große öffentliche Versammlung am Sonntag, den 11. 5. M., Nachmittags 3 11hr, in Gratweil's oberem Saat, Kommandantenstraße 77-79. Tagesordnung: Vortrag des Herrn W. Werner. Nach der Versammlung geselliges Beifammensetn. Verein Berliner Hausdiener. Zweite ordentliche Generalversammlung am Montag, den 12. d. M., Abends 9 Uhr, in den Arminhallen, Komman dantenstraße 20. Tagesordnung siehe Inserat. Fachverein der in Buchbindereien und verwandten Betrieben beabends pünktlich 8 Uhr, Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Tchäftigten Arbeiter. Generalversammlung am Montag, den 12. Januar, Kaffenbericht. 2. Bericht der Arbeitsnachweis- Kommission. 3. Wahl der nach 9 des Statuts ausscheidenden Borstandsmitglieder. 4. Abrechnung von Sommerfest. 5. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Mitgliedsbuch legitimirt. Um recht regen Besuch wird gebeten. Oeffentliche Versammlung der Maurer Berlins und Umgegend am Dienstag, den 13. Januar, Abends 8 Uhr, im Königshof, Bülowftraße 37. Tagesordnung: 1. Besprechung über Lokal- oder Zentral- Organisation. 2. Berschiedenes. Freie Vereinigung der Banflente. Die gemüthlichen Zusammenfünfte finden vom 12. d. M. ab jeden Montag im Lokale Preußer, Sendelstraße 30, statt. Ebendaselbst befindet sich die Bibliothet, deren rege Benugung sehr erwünscht ist. Eine lebhafte Betheiligung seitens der Mitglieder, als auch unserer Freunde und Parteigenossen an diesen Zusammenfünften wird erBureau: Nordost, Keibelstr. 40. Montag, den 12. Januar cr., 8% Uhr, im Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekasse.( E. S. 71.) Bittoria- Restaurant, Münzstr. 11: Vorstandssigung. wartet. Geffentliche Versammlung der Töpfer Berlins und Umgegend am Bierhallen) oberer Saal. Tagesordnung: 1. Die Borgänge in der Organisation Mittwoch, den 14. Januar, Abend 6 Uhr, Kommandantenftr. 77-79( Gratwells der Töpfer seit dem letzten deutschen Töpferkongreß. 2. Bericht der Delegirten der Berliner Streit- Kontrolfommission. 3. Rechenschaftsbericht des Vertrauensmannes. Um zahlreiches Erscheinen der Kollegen ersucht C. Thieme. Maler. Filiale o, Moabit.) Montag, den 12. d. M., Abends 8 Uhr, General- Versammlung im Vereinslokal Hammerschmidt, Perlebergerstr. 28. Tagesordnung: 1. Vierteljahrs- Abrechnung. 2. Wahl des 1. Bevollmächtigten. 3. Verschiedenes. In Erwägung, daß hierzu die Ausbildung agitatorischer Kräfte, sowie auch eine materielle Unterſtüßung der Partei nothwendig ist, erklärt die heute im Elysium tagende öffentliche Volksversammlung im Einverständniß mit den Ausführungen des Reichstags- Abgeordneten Paul Singer dahin Geselliger Verein Frischauf". Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Generalwirken zu wollen, daß dem zur Ausbildung von ziel- Bersammlung im Lotale bes Herrn Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Nachher: bewußten Sozialdemokraten nothwendigen Wahlverein im Tanz und Vorträge. Erscheinen sämmtlicher Mitglieder ist dringend nothwendig. vierten Berliner Reichstags- Wahlkreise beigetreten, sowie Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten auch die Partei durch freiwillige Beiträge materiell unter- gilfe bei Unglüdesfällen( männliche Abtheilung). Montag, den stützt wird. 12. Januar, Abends 8% Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. 1. Wortrag des Herrn Dr. Bernstein. 2. Uebungsstunde. 3. Vereins- Angelegenheit. Nur Herren als Gäfte haben Zutritt. Vereinigung der Bredholer Deutschlands. Ortsverwaltung der Rammmacher Berlins, Montag, den 12. Januar Abends sy Uhr, Münzwird ersucht. straße 11 bet Zemter: Mitglieder- Versammlung. Um pünktliches Erscheinen Versammlung der Vereinigung der Drechsler Deutschlands, OrtsBrunnenstr. 38. Tagesordnung: 1. Abrechnung. 2. Vortrag des Kollegen verwaltung 4, ant Dienstag, den 13. Januar, Abends 8 Uhr, bet Gnadt, Rautenberg. 3. Disfussion. 4. Verschiedenes. Lese- und Diskutir- Klub Freie Denker" bet Saugt, Böckhstr. 12. Mostisstr. 29. Gäste haben Zutritt. Die Forderung auf Beseitigung der Lebensmittel- Zölle ist Herr Goldberg und Frl. Wabnitz bringen beim letzten Punkt eine so gerechte, daß nur die augenblicklichen Verhältnisse das der Tagesordnung Beschwerden gegen unzulängliche und menschenFortbestehen derselben ermöglichen. Die herrschenden Klassen unwürdige Zustände im städtischen Asyl für Obdachlose vor. werden den Aft, auf dem sie sißen, nicht selbst absägen. Auf die Auch Abg. Singer nahm zu dieser Frage nochmals das Wort und Hilfe der übrigen Parteien können die Sozialdemokraten also nicht versprach, so viel in seinen Kräften stehe, auf Abschaffung der rechnen. Die Arbeiter werden deshalb zur Ueberzeugung kommen, Mißstände zu dringen. Fritz Zubeil schließt darauf die Versamm daß sie sich selbst helfen müssen. Es ist daher nothwendig, daß lung mit einem begeistert ausgenommenen Hoch auf die völkerdie sozialistischen Ideen immer mehr verbreitet werden und in die befreiende, internationale Sozialdemokratie. Unter fortwährenden finstersten Winkel des Landes eindringen. Die sozialdemokratische Hochs auf Singer und unter Absingung der Arbeitermarseillaise Partei, die einzige Partei, welche die Befreiung der darbenden verlassen die Genossen den Saal. Menschheit zum Ziel hat, muß immer mehr wachsen und gedeiheit. 11 aufer". Sonntag, Bormittags 10% Uhr, im Restaurant" Sur Schneekoppe", Brietkaffen der Redaktion. Antwort wird nicht ertheilt. Von Herrn W. Liefländer geht uns eine langathmige Genosse Singer berührt im weiteren die Vieheinfuhr- Verbote Berichtigung" zu, aus der wir mittheilen, daß er nicht gesagt und die dadurch bedingte Erhöhung der Fleischpreise und fuhr haben will, daß der Ueberschuß des Vorwärts" respektive Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung betzufügen. Brieflich dann fort: " Berliner Voltsblatt" dem Drucker zu Gute fomme, sonUnser ganzes Boll- und Steuersystem ist nichts anderes als bern nur, daß der enorme Druckergewinn in die Taschen W. R. Lassen Sie doch den Burschen laufen. Er richtet eine einseitige Klaffengesetzgebung, die nothwendigerweise die der Herren Bamberger und Bading fließe. Das Wesen keinen Schaden mehr an. Dank für Ihren Brief. große Masse des Volkes erbittern muß. Wir leben in der Zeit der Berichtigung" ist damit genügend festgestellt. Natür- Ummendorf. Ihren Brief haben wir dem Vorftand überder sogenannten Sozialreformen. Bei Gelegenheit der Berathung lich ist die Behauptung in der zweiten Form genau so unzu geben. der neuen Gewerbenovelle werden wir nachweisen, was an dieser treffend wie in der ersten und dieselbe böse Absicht liegt ihr zu Falfenberg i. S. Wir antworten Ihnen nächstens brieflich. Sozialreform, welche ihren Ausdruck in den Arbeiterschutz- Gesezen Grunde. Es bleibt bei dem, was wir gestern gesagt haben. Wir Beste Grüße. findet, eigentlich daran ist. können Herrn Liefländer nur rathen, sich die Mühe des Brief- Hendrich, Braunschweig.„ Peuple" genügt als Adresse. Die Vortheile dieser Geseze werden durch die geplante Be- schreibens zu sparen. Wir veröffentlichen von ihm, da wir ihn Entschuldigen Sie die Verzögerung der Antwort. Man verlange in allen Delikateß- und Kolonialwaarenhandlungen [ 55 L] Wissenschaftl. Bücher Tobias Nüssige Chokolade ( bakterienfrei) Rein Cacao, Milch und Zucker. à Flasche Fabrik Berlin O., Blumenstr. 70. mit Billard, Klavier 2c. ist sofort um15 Pf. 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Referent Buchdrucker Wilhelm Werner. 2. In der Berliner Bockbrauerei( Tempelhofer Berg). Tagesordnung: Die gegenwärtige wirthschaftliche Krise". Referent Metallarbeiter A. Gerisch. Außerordentliche General- Versammlung der Mitglieder 32 J der Freien Volksbühne“, I. und II. Abtheilung am Donnerstag, den 15. Januar cr., Abends 81/2 Uhr, im„ Böhmischen Brauhaus", Landsberger Allee 11-18. Tagesordnung: 1. Vortrag über„ Kabale und Liebe". 2. Diskussion. 3. Antrag auf Abänderung der Statuten. 4. Verschiedenes. Am 8. Januar verstarb unser Kollege Ernst Borchart. General- Versammlung Naam Mittwoch, den 14. Jan., Ab. 8 Uhr, in ,, Joël's Salon"( fr. Keller), Andreasstrasse No. 21. Tages- Ordnung: Die Beerdigung findet am Montag, den 12. Januar, Nachmittags 21/2 Uhr, 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 4. Quartal. 4. Wahl von der Leichenhalle des Urban- Kran- des gesammten Borstandes. 5. Verschiedenes und Fragekasten. fenhauses statt. Um recht rege Betheiligung bittet 271 339 Der Vorstand. Restaurant zum» Danksagung. Für die Theilnahme bei der Beerdigung meiner Frau, sage ich allen Freun den, sowie dem Geſangverein„ Gemüthlichkeit" meinen beſten Dank. Franz Feld nebst Kindern. Heute, Sonntag, den 11. Januar, Abends 71/2 Uhr: Versammlung Der Vorstand. Bukunftsstaat" Adolph Scholz, Kaftanien- Allee Nr. 35.( Bis 12 Uhr Nachts geöffnet). Arbeiterliteratur inkl. ,, Gazeta Robotniczas liegt aus. Möbel-, Spiegel- und PolsterwaarenGanze Ausstattungen in Mahagoni u. Nussbaum. Magazin. E 28 L Küchenmöbel in grosser Auswahl empfiehlt Prompte Bedienung. Julius Apelt, Sebastianstr. 27-28. Reelie Waare. Carmen, groß, 1,05 M. p. Pfd. Java- Umbl. I. Am Sonntag, den 18. oder 23. d. Mts., findet im„ Ostend- Theater" für Männer und Frauen 1,10 M. p. Pfd. für die erste Abtheilung( rothe Karten) die Aufführung von EF Kabale und Liebe, 36. J. Trauerspiel in 5 Atten von Friedrich von Schiller statt. 8 Tage später dieselbe Vorstellung für die zweite Abtheilung. Näheres durch Plakate. im Lokale des Herrn Krüger, Große Frankfurterstraße Nr. 99. Vortrag des Herrn Peus über:„ Die Die Mitglieder werden gebeten, beim Besuch der Versammlung die Mit- heutige sogenannte ,, Ordnung." gliedskarte vorzuzeigen. Der Vorstand. A General- Versammlung R der Zentral- Kranken- u. Unterstüßungskasse d. deutschen Zimmerer 6. 6.- 8. 2. Sig Hamburg, örtl. Berwaltung Berlin am Dienstag, den 13. Januar cr., Punft 8 Uhr Abends, im Lokale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstr. 75.1 Tages- Ordnung: 11 Nachher: Gesellige Unterhaltung und Tanz. [ 23] General- Versammlung des Fachvereins d. Lithographiesteinschleifer u. Berufsgenossen ( Lurus- Papierpräger) 1. Abrechnung pro 4. Quartal 1890. 2. Wahl der Delegirten zur Ge- am Dienstag, den 13. d. M., Ab. 9 Uhr, neral- Versammlung nach Dresden. 3. Berathung über Anträge behuss Ab änderung der Statuten. 4. Erfahwahl der Revisoren. 5. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 350 Albumarbeiter und Arbeiterinnen! Große öffentliche Versammlung am Dienstag, den 20. Jumar 1891, Abends 8 Uhr, in Renz' Salon, Naunynstraße 27. Tagesordnung: 1. Die Nothwendigkeit der Organiſation. Referent Stadtv. Frik Zubeil. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Weinstr. Nr. 11. Tages- Ordnung: Raffenbericht. Bericht des Vorstandes. Abrechnung vom Familienkränzchen. Neuwahl des gesammten Vorstandes und der Revisoren. 200 Die Mitglieder werden auf§ 5 des Statuts aufmerksam gemacht. Mitgliedskarte legitimirt. Kollegen, welche sich als Mitglieder aufnehmen laffen, haben Zutritt. Der Vorstand. Algem. Arbeiterinnen- Verein Berlins und Umgegend. Mittwoch, 14. Abends 812 Uhr: Fachverein d. Tapezirer. Gr. Mitglieder- Berjammlung Versammlung am Dienstag, den 13. Januar 1891, Abends 8½ Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1, Vortrag des Herrn Pinn über: Nordaus kon ventionelle Lügen der Kulturmenschheit." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. J. A. Der Vorstand. 311 Sonnabend, den 24. Januar 1891: Großer Wiener Masken- Ball der Studateure Berlins u. Umg. Roh- Tabak Carl Roland, Rottbuser Damm 33. Sumatra 2½ Pfd. deckfäh. v. Mt. 2,20 an weiß brennend. Verlag des ,, Berliner Volksblatt" Berlin SW., Beuthstraße 3. In unserem Verlage erschien soeben: Die Invaliditäts- und AltersVersicherung nach dem Reichsgesetz vom 22.16. 1889 übersichtlich dargestellt. Mit ausführlichem Sachregister. ca. 4 Bogen 80. Preis 20 Pfennige. Das vorliegende Handbuch ist bestimmt, allen an der Alters- und Invaliditäts- Versicherung Betheiligten ein zuverlässiger und unentbehrlicher Rathgeber in allen dabei in Frage kommenden Verhältnissen zu sein. Es ist kein bloßer Kommentar des Gesetzes, sondern eine flare, übersichtliche, gemeinverständliche Darstellung, wie sie allein bei der Komplizirtheit desselben dem Laien von Nußen sein kann. Ein erschöpfendes Sachregister ermöglicht schnellste und zuverlässigste Orientirung. Vereinen und Wiederverkäufern beim Bezuge von Partien Rabatt. Alle Uhren in Scheffer's Salon, Inselstraße Nr. 10. werden sauber und sorgfältig reparirt Tagesordnung: unter Garantie des Gutgehens für 1. Vortrag des Herrn Paul Litfin über:„ Die gegenwärtige Krise und die 1,50 Mark( außer Bruch) bei Lage der arbeitenden Klassen." 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Vergnügen. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Verschiedenes. W. Winkler, Berlin N., Reinickendorferstr. 2 g, gegenüber der Dantes- Kirche.[ 25L 101 Lager aller Arten Uhren, Uhrketten. Da die neuen Statutenbücher ausgegeben werden, so ist das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder dringend nothwendig und werden dieselben gebeten, die alten Bücher mitzubringen. Herren Kranzbinderei und Blumenhandlung Berlin SO., Soeben ist wieder eingetroffen: Max Kegel's Sozialdemokrat. Liederbuch. Th. Mayhofer Nachf., Sozialdemokrat. Buchhandlung, Weinbergsweg 15 b dicht am Rosenthaler Thor.[ 42J 5. Fischerstraße 5. ff. Mittagstisch mit Bier 50 Pf., 4/10 Liter Pazenhofer 10 Pf., sowie gemüthliches Vereinszimmer empfiehlt 1872] J. V. Schimmel. Allen Freunden u. Genossen empfehle als Gäſte willkommen. Der Vorstand. J. Meyer, Wienerstr. 1. ich mein Weiß- und Bairisch- Bierlofal. Generalversammlung in der Ecke bei der Manteuffelstraße. C. Do nath, Saarbrückerstraße 11. der liefert Guirlanden Meter von 15 Pf. Den Parteigenossen empf. m. 2oka! Doppelbügel- Lorbeerkränze von 50 P- u. Vereinsz. Marschte, Blumenstr. 70. Bereinigung d. Maler u. s. w. an. Hyacintenzwiebeln von 20 Pf. der Filiale I.( Süd) am Dienstag, den 13. Januar cr., Cottillonbouquets pr. Dyd. v. 1. M. an. Abends 8 Uhr, im Etablissement Eiskeller, Chausseestr. 88. bei soffmann, Dranienftr. 180. Billets find zu haben bei den Herren Marzahn, Weinmeisterstraße 19 ( Arbeitsnachweis); Otto Hoffmann, Melanchtonftr. 4, Hof part.; R. Schulz, Gartenstr. 171; R. Frensche, Oranienstr. 28; A. Prechelt, Moabit, Straße 31a Nr. 2, 3 Tr.; Otto Heindorf, Langestr. 70. meiden. 14 J NB.: Nach den bekannten Vorgängen mußten wir das Lokal von May Heine Leseklub ,, Heine", Großer Wiener Maskenball am 17. Januar d. Js., in der Berliner Bockbrauerei am Tempelhofer Berg. Während der Kaffeepause Gesangsvorträge vom Verein ,, Harmonie" ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Anfang 8 Uhr. Billet 50 Pfg. Billets sind außer in den mit Plakaten belegten Handlungen noch bei den Herren W. Grube, Bellealliancestr. 54, A. Helterhos, Arndstr. 31, Schick, Tempelhof, Dorfstr. 31, zu haben. Um zahlreichen Besuch bittet 209 Das Komitee. Gesang- Verein ,, Lorbeerkranz" ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Sonnabend, den 24. Januar 1891, Abends 8½ Uhr, Grosser Wiener Masken- Ball 156 im ,, Elyhum", Landsberger Allee 39-41. Freunde und Gönner ladet hierzu ergebenst ein Der Vorstand. Billets sind in den mit Plakaten belegten Handlungen und bei G. Liebenow, Oderbergerstr. 15, v. 2 Tr.; H. Sünder, Rückerstr. 5, Hof part.; G. Rühlicke, Petristr. 8/9, vorn part.; F. Huppke, Gr. Frankfurterstr. 63, Hof 2 Tr.; K. Otto, Mariannen- User 2, Hof 2 Tr., zu haben. Musik- Instrumente. Größte Auswahl in allen Blas, Streich- u. SchlagInstrumenten, sowie Musikwerke mit Marseillaise. 38 August Kessler, Lausitzerstr. Nr. 51. Theilzahlungen gestattet. Tagesordnung: 1. Vierteljahresbericht. 2. Wahl eines Kassirers und eines Hilfskassirers. 3. Verschiedenes. 211 Um zahlreiches Erscheinen bitten Die Bevollmächtigten. Empfehle a. Freunden u. Bekannten mein Weiss- u. Bairisch- Bier- Lokal, an. Topfpflanzen wie Bouquets 2c. gut und billig. verbunden mit Frühstücks-, MittagsFernsprecher. Amt IX. 9482. und Abendtisch. 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Zither- Unterr.u.Lager. Köll.Fischm.1,111. Wäsche verl. Möhle, Bellealliancestr. 11, Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 9. Gerichts- Beitung. Sonntag, den 11. Januar 1891. = 8. Jahrg. Hanau 10,-. Ueberschuß einer Arbeiterversammlung in Gießen geringe Anzahl von Personen reduziren, er weise dabei als Beis 5,20. Allgem. Arbeiterverein, Grünberg 8,-. May Kriens, fpiel auf die Generalfommission in Hamburg hin. Damit hätte Der Prekprozeß gegen den Redakteur der ,, Deutschen Pirua 25,50. Versteigerung eines Christbaumastes, Düsseldorf man einen erheblich vereinfachten Verwaltungskörper geschaffen. 27, D. Weber 6,-, Reinicke 1,-, A. B., 0,80, Junkerstr. 0,50, Genügend wären 21 Mann, welche in öffentlichen GewerkschaftsAllgemeinen Bergarbeiter Zeitung", Carl Borromäus Müller, Blüchersir. 6,70, A. F. 2,50, Ungen. 0,50, Rauchtlub oder Wolksversammlungen über ihr Thun Nechenschaft abzulegen Schneidt, welche geſtern die dritte Strafkammer hiesigen Land- Vorwärts 15,-, Amerit. Auktion, Tempelhof 7 ,, Mariendorf 9,-, hätten. Freilich sei die heutige Versammlung dazu nicht kompetent, gerichts I beschäftigte, scheint sich zu einer Art Monftreprozeß Drechsler in Ballendar 8,75. Aus Kreuznach 5,60. Ertrag einer einer öffentlichen Versammlung müffe die Wahl der von ihm vorherausbilden zu wollen. Der Angeklagte ist wegen eines Artikels amerif. Auktion, Soran 12,50. Schweizer Zigarren- geschlagenen Stommission übertragen werden. Er bemerke noch, Der gedachten Zeitung zweimal in Haft genommen worden, bis und Tabakarbeiter- Verband, Hüningen 35,80 Lokalverband daß dieser Antrag nicht etwa deshalb gestellt sei, weil der Auser endlich durch Entscheidung der 5. Strafkammer endgiltig aus der Zimmerleute, Ueberschuß vom Ball, Elmshorn 5,-schuß sein Amt niedergelegt habe, sondern nur rein fachliche der Haft entlassen worden ist. Die 5. Strafkammer hat auf die R. H., Ditritz 14,-. Gesammelt bei der Beerdigung eines Ge- Motive unter Wegfall alles Persönlichen hätten zu diesem VorBeschwerde des Angeklagten gegen den Kammergerichtlichen Beschluß, welcher seine Wiederverhastung verfügte, befunden, daß nossen, Nortorf 4,30. Arbeiter Fortbildungs- Verein, gef. beim schlag geführt. Bitfin führt aus, daß die Metallarbeiter schon einmal ein Grund zu einer solchen nicht vorliege. Der Angeklagte habe geselligen Zusammensein, Güstrow 7,20. Volksthümlicher Wahlin dem betr. Artikel nur behauptet, daß gerüchtsweise gevisse verein, Lechhausen 12,70. Von den Maurern Schwerins 100,- dafür eingetreten feien, die Zahl der Mitglieder der Berliner StreitVon einem Weihnachtsvergnügen, Hildesheim 15,-. Rob. Wenzel, Kontrolkommission zu reduziren. Der bisherige Apparat sei nur Thatsachen verbreitet wurden, diese Behauptung sei nicht Breslau 11,80. Freie Vereinigung selbst. Barbiere, Altona 10,- ein Hemmschuh gewesen, auf diese Weise könne es nicht weiter falsch und da keine positiven Thatsachen dafür vorliegen, Bom Klub Frohsein" 100,-.. E., Hamburg 2, F. Kenten- gehen, denn der Gewerkschaftsbewegung werde so nichts genügt. daß der Angeklagte Beweisstücke beseitigt oder Zeugen rein? Torgau 4,25. Karl Scholz, Wrangelſtr. 32, Berlin 10,-. Er verweise nur darauf, daß jetzt eine viel zu große Menge Kraft beeinflußt und die abstrakte Möglichkeit dazu nicht ausreiche, Gin ſtiller Freund, durch Th. Schwarz, Lübeck 10,-. Uebersch. vergeudet werde. In der Zeit, in welcher hier ſtundenlange so seien Gründe zur Inhaftirung des Angeklagten nicht vor der Weihnachtsfeier der Gewerksch. Ludwigshafen a. Rh. 140, Debatten geführt würden, könnten viele in den Gewerkschaften und handen. Es handelt sich um einen Artikel in Nummer 1 der Deutschen Allgemeinen Bergarbeiter- Zeitung" unter der Ueber- Fr. Käming, Stettin 11,05. Von Arbeitern Potsdams, durch in politischen Organisationen weit mehr leisten. Die HauptÜlbrich 11,35. Ueberschuß der Versaminlung in der gründe, welche zur Gründung der Berliner Streit- Kontrolkommission Schrift Aus dem Saarrevier". Es wird darin ausNeuen Welt", Friede auf Erden, Berlin 24,-. Fach- führten, feien zu einem guten Theile durch Einsehung der geführt," wie dringend wünschenswerth es sei, das Ergebniß der verein der Maurer, Oldesloe 10,- Hutmacher, Elbingen Generalfommission erledigt worden. Früher habe eine Meinungs über die Lage der Arbeiter im Saarrevier angestellten amtlichen 9,55 Friedrichsdorf 3,45, Altenburg 1,70, zusammen verschiedenheit darüber bestanden, ob die Befugnisse der Untersuchung baldigit zu veröffentlichen. Dadurch allein würde durch Metschke 24,70. Schneider Verband, Filiale Hanau Kommission sich über ganz Deutschland erstrecke, oder den übertriebenen Borstellungen über angeblich zu Tage getretene 10,-. Exped. der Franks. Volksstimme", Frankfurt a. M. 54,85. ob dieselben nur sich auf Berlin beschränken sollten. unerhörte Mißstände wirksam begegnet werden können. Der Artikel fein Zweifel mehr sein, daß nach stellt weiter die Behauptung auf, daß man geradezu haarsträubende Verband der Schneider, Jhehoe 7,50. Vereinigung d. Bigarren Jezt könne jedoch packer, New- Yorf 288,65. Bigarrenarbeiter Lorsch, Hessen 15, Ginfeßung der Generalfommission, die Befugnisse nur Sachen sich in die Ohren raune und registrirt eine Reihe höchst Fachverein der Schreiner, Hanau 10,-. Zigarren- Arbeiter der örtliche sein können. Und hierzu halte er ganz enta gravirender Thatsachen, welche gerüchtweise kolportirt würden; Fabrit Lorenz 3,30; do. Herold 7,15 ab Porto, Brieg, Schl. fchieden 160 Mann für eine übermäßig große Vertretung, ei danach sollen angeblich mehrere Beamte entsetzt, ganze Vermögen, danach sollen angeblich mehrere Beamte entsetzt, ganze Vermögen, 10,25. A. Schütz, G. Güster, Hirschfelde, Sachsen 6, Freie Ausschuß genüge vollauf. Die Form könne dieselbe lose sein, welche auf unredliche Weise zum Nachtheil des Bergfiskus erworben, Vereinigung der Maurer Ludwigslust und Umgegend 15,- wie bei der Berliner Streit- Kontrolkommission, indem auch von vorläufig beschlagnahmt, eine völlige Pafchawirthschaft aufgedeckt Strobißsch, Zimmerer, Hamburg 3,- Verbands- Verein der ihr stets öffentliche Versammlungen abgehalten werden. Im worden sein 2c. 2c. Der Redakteur Schneidt ist deshalb an- Tischler, Filiale Altona 100,-. Verband deutscher Gold- und Gegensatz zu Bombin trete er jedoch dafür ein, daß die Befuggetlagt: ,, in Beziehung auf Beamte der fiskalischen Silberarbeiter 50,-. G. M., durch Bérard 10,-. M., Wilhelms- nisse nicht weiter ausgedehnt werden. Alle wichtigeren Fragen Kohlengruben des Saarreviers nicht erweislich wahre Thatsachen burg 18,90. Ueberschuß der Christbaumverloosung v. Helm, Nürn- müßten erst der Deffentlichkeit übertragen werden zur Beschlußb. behauptet zu haben, die sich auf ihren Beruf beziehen und geberg 12,-. Von Drechslern, Leipzig, durch A. Mohs 20,-. fassung. eignet sind, dieselben in der öffentlichen Meinung herabzusehen." Karl Gelofen, Schönefeld- Leipzig 10,-. General- Kommission, 3ack ist ebenfalls für eine Reduktion der Mitgliederzahl, doch Der Vertheidiger des Angeklagten, Rechtsanwalt Müh fam, Braunschweig, intl. 78,95 m. von Big- Arb. gesammelt 100,- müßten troßdem alle Gewerkschaften vertreten sein, damit bei getreten, daß solche Gerüchte in dem Saarrevier wirklich in Um- Schneider- Verband, Fil. Kreuznach 10,-. Verein gewerblicher Ausbruch eines Streits Bertreter der betreffenden Gewerkschaften getreten, daß solche Gerüchte in dem Saarrevier wirklich in Um- und nichtgewerblicher Arbeiter, Alfeld und Umgegend 50, sogleich zur Stelle wären. Dadurch würde schon eine bedeutende lauf gewesen und sich u. a auch auf die Atten der Untersuchungslauf gewesen und sich u. a auch auf die Akten der Untersuchungs- Kränzchen der Kürschner, Fil. Hannover 3,30. Gesammelt beim vereinfachte Verwaltung herbeigeführt werden. fommission, welche sich beim Minister befänden, berufen. Der Vergnügen durch Baumann, Berlin 4,20. Fachverein der Former, Minister hatte sich aber auf eine Anfrage des Vorsitzenden der Stettin 20,-. Gesammelt beim Vergnügen der an Holzbearbeitungs- theilweise das Ansehen der Berliner Streit- Kontrolfommission Strajtammer, Landgerichtsrath Braun, außer Stande erklärt, maschinen beschäftigten Arbeiter, Berlin 7,10. H. Bennerit,(?) untergraben hätten. Daher komme es auch, daß dieselbe nicht die Aften einzusenden, da sich dieselben bei der Berg Hohestr. 5, Görlitz 20,- Fabr. Friedländer, d. Hoffmann, Brieg, weiter arbeiten könne. Redner kritisirt im Allgemeinen die Handwerks- Direktion Saarbrücken befänden, und der Ver- Schl. 3,60. Bon taubstummen Sozialdemokraten, Berlin 4,50. lungsweise einzelner Delegirter, deren Namen zu nennen, er sich theidiger war deshalb auf seine Anträge Steinfegergesellen Berlins 75,-. Rommission d. Tabatarb., Berlin, für eine öffentliche Versammlung vorbehalte. Durch eine Herabſizenden vorläufig abschlägig beschieden worden, da durch Motes 180,-. Verein d. in Hamburg beschäst. Speicherarb. sehung der Delegirtenzahl wäre auch noch keine Wandlung zum Gerüchte wirklich bestanden. Rechtsanwalt Mühsam stellte 40 Spiel- u. Effekten- Klub„ Lustige Brüder", Hamburg, 20,- Besseren geschaffen. Ueberdies sei nach den bisherigen Vorgängen Gerüchte wirklich bestanden. Rechtsanwalt Mühsam stellte Bentral Streitfommission der" Tischler 2000,-. Lohgerber ge- zu erwarten, daß, wenn heute ein Beschluß gefaßt werden sollte, nun in der heutigen Verhandlung die Behauptung auf, nun in der heutigen Verhandlung die Behauptung auf, daß die in den Gerüchten erwähnten Thatsachen auch wahr seien, sammelt, Gerberverkehr, Altona 4,40. Zentralverein deutscher in der nächsten Versammlung Delegirte auftreten würden, die eine H. Poizman, Goslar, Aufhebung des Beschlusses beantragten. Er trete dafür ein, die Geund er berief sich in dieser Beziehung auf Gerichtsaften der Böttcher, Filiale Hamburg 100,-. Vorvont es den Angeklagten nicht entlasten könne, wenn solche Am 2. Dammann, Kassirer, Hamburg, Fürstenplay 2, 1. Gtage. Die Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Versammlungen. Die Berliner Streif- Kontrolkommission . Täterow ist der Meinung, daß eine Reihe von Delegirten der Delegirten- Vertretung unter gleichzeitigem Einsetzen eines festen Ausschusses sehr leicht Kollisionen mit dem Vereinsgeseh entstehen könnten. Erempfehle öffentliche Einsetzung einer Kommission und Wahl von Vertrauensmännern seitens der einzelnen Gewerkschaften, damit bei Sammlungen die Kommission durch Erstere mit den Letzteren in Fühlung bleibe. Rautenberg ist ebenfalls nur für einen Ausschuß, denn es handele sich hier nicht um Gewerkschaftsfragen allein, sondern um eine allgemeine Arbeiterfrage. Millarg will Vertretung jeder Gewerkschaft durch einen Delegirten und aus diesen Wahl eines Ausschusses von sieben Personen. Bitfin tritt nochmals für Wahl einer neuen Kommission Strafkammern zu Trier und Saarbrücken, sowie auf die Akten Sammelstelle 303 6,70. Oskar Richter, Neustadt i. S. 5,-. Aus werkschaften zu befragen, des Weiteren empfehle er als vollkommen Straffammern zu Trier und Saarbrücken, sowie auf die Alten der Untersuchungskommission. Die Bedenken, daß der Minister Raffel 50,-. Bremer Bürgerzeitung 595,-. Amerit. Auktion, hinreichend einen geschäftsführenden Ausschuß von 7 Mann, dessen diese Atten schwerlich herausgeben werde, erachtete der Staats- Weihnachtsbescheerng, Filiale der Kürschner, Berlin 20,70. Fach- Beschlüsse jedoch maßgebend sein müßten. winchen 30,80. Fachverein der Pinsel- und Faber will alle fleineren Angelegenheiten selbstständig vom anwalt Borchert selbst nicht für durchschlagend. Nach seiner Bürsten- Ind., Nürnberg 75,- Fachverein der Zimmerer, Mül- Ausschuß, die größeren von der Delegirten- Vertretung geregelt Meinung würde es illoyal sein, im Intereffe des Angeklagten baufen i. G. 2,00. Th. Flafsig, Finsterwalde 12,50. W. Segit, wiffen. M. den Versuch zur Erlangung der Akten nicht zu machen. Der Nürnberg 100,-. W. Wente, Osnabrück 25,-. Hutmacher- Gesangv., Hohlwegler steht dem nicht sympathisch gegenüber, daß Bertheidiger beantragte ferner die persönliche Ladung von Altenburg 10,- Deutsch- sozialdemokrat. Leseklub, Baris 40,- erst eine öffentliche Versammlung befragt werden solle. Man 27 namhaft gemachten Bergarbeitern und behielt sich die Be-. M. D. 10 000,- Kellner der großen Bierhalle, Fuhlent- müsse heute einen Ausschuß wählen und die Delegirten- Vertretung nennung weiterer Zeugen vor.- Der Gerichtshof beschloß, die Sache zu vertagen und die betreffenden Gerichtsakten, sowie die wiete, durch Christiansen 10,-. Sparklub" Ginigfeit" von 1887, beibehalten. Wandsbek 32, Arbeiter der Margarinefabrik, Steinwärder Tschernig äußert sich ähnlich wie der Vorredner. Akten der Untersuchungskommission einzufordern, um daraus 11,80. Drechsler, Hamburg 45,- Konkordia", Verden 3, Pfeiffer tritt für Ablehnung einer öffentlichen Versammeventuell weiteres Beweismaterial zu entnehmen. Von Arbeitern, Osterode a. H. 28,53. Fachverein der Metall- lung ein und befürwortet eine Herabsetzung der Delegirtenzahl, Die rohe That, die dem Schuldiener Julius Stacheldrücker, Nürnberg 25,-. Von den Militärschneidern, Berlin 25,- ein Vertreter seitens jeder Gewertschaft. sein Amt gekostet und ihm und seinem Mitschuldigen, seinem Vertrauensmann Becker, Linden- Hannover 100,-. Von einer Hildebrand weist darauf hin, daß bei einer Beibehaltung Bruder, dem Maurerpolier Ferdinand Stachel, durch schöffen- Gesellschaft, Hanau 11,20. Von Genossen Schöttmars 10,85. gerichtliches Urtheil eine Gefängnißfirafe von je drei Monaten Bigarrenarbeiter, Mölln 10, eingetragen hat, unterlag gestern einer nochmaligen Prüfung vor der sechsten Strafkammer des Landgerichts 1, da die Verurtheilten gegen das erste Erkenntniß Berufung eingelegt hatten. 16. Juni v. J. befanden sich beide Angeklagten im Schantlokale von Purrmann in der Zoffenerstraße. Sie hatten den Getränken in ziemlich hohem Maße zugesprochen. Als der taubstumme Arbeiter Graefer das Lofal betrat, wurde er von den Angeklagten fortwährend gehäuselt und dadurch in große Erregung versetzt. Der gleichfalls anwesende Schlächter Kleeberg ertheilte dem Schulbiener Stachel den guten Rath, den Taubstummen endlich in Ruhe zu lassen, da derselbe zwar sonst ein hielt Freitag Abend eine Versammlung ab, deren Leitung dem harmloser Mensch set, aber in gereiztem Zustande gefähr Genossen Stavernack übertragen wurde. Anwesend waren 110 von 21 Personen ein, obwohl er sich klar sei, daß in dieser lich werde. Alle Antwort erhielt Kleeberg von Stachel Delegirte, es fehlten somit 53. Als erster Punkt stand auf der genau ebenso lange Debatten gepflogen werden können, als eine Ohrfeige. Jekt griff der Taubstumme den letzteren an, Tagesordnung: Abrechnungsbericht, worüber Genosse Wilſchke unter 200 Mann. Die Hauptsache sei, sobald Gewerkschaften und warf ihn zu Boden. Julius Stachel sprang auf, ergriff einen Rechenschaft ablegte. An die Berliner Streit- Kontrolkommission in Attion treten, zu verhindern, daß es von mehreren Stuhl und hob ihn, um damit auf den Taubstummen einzu- waren zur Deckung ihrer Unkosten eingegangen 510,68 M., da zu gleicher Zeit geschehe, und dann gelte es schnellste Hilfe schlagen. Dieser stand ihm mit gezücktem Mejjer gegenüber. Um gegen waren Ausgaben entstanden 292,18 M., doch sind in herbei zu schaffen. Die Kommission hätte nur einen VerwaltungsUnheil zu verhüten, sprang der Wirth zwischen sie. Er erhielt lehterem Posten nicht die Beträge einbegriffen, welche an die förper zu bilden, Beschlüsse hätten die Gewerkschaften zu fassen. im nächsten Augenblick von dem Maurerpolier Stachel einen so Generalfommission in Hamburg abgingen. Ferner find nach den So werde auch vermieden werden, daß wieder Fälle eintreten, wuchtigen Hieb mit einem Bierseidel gegen den Kopf, daß das Ausführungen Wilschke's bisher noch nicht alle ausgegebenen wie jetzt in der Kellnerfrage. Die Berliner Streif- KontrolkomGlas zertrummerte und die Scherben in den Schädel des Ge- Marken oder der Betrag für dieselben zurückgekommen. Den Ueber- mission beschließe etwas, wogegen hinterher eine Reihe von Volkstrossenen drangen, der blutend zusammensant und ohnmächtig schuß empfehle er, so führte Redner weiter aus, nicht, wie von und Gewerkschafts- Versammlungen Stellung nähmen. Link meint, daß schon der bisherige Ausschuß der Berliner fortgetragen wurde. Jetzt fielen beide Angeklagte über den Taub- verschiedenen Seiten befürwortet sei, an die Generalfommission ſtummen her. Sie schlugen auch ihn mit Bierfeideln zu Boden abzuführen, denn wie sich auch die Berliner Streit Kontrol- Streit Kontrolkommission keine Befugnisse gehabt habe, er sei und fielen auch dann noch auf ihn ein, als er bewußtlos war. tommission fernerhin gestalten möge, sie dürfte doch stets Geld- gleich Null gewesen. Weiter empfiehlt er einen selbstständigen AusDer Schuldiener Stachel hob dann den Kopf des Wehrlosen an mittel nöthig haben. Da von mehreren Anwesenden einige schuß von 7 Personen. den Haaren etwas in die Höhe und stieß ihn mehrmals wuchtig Weise einige Beläge für Ausgaben und Einnahmen bei der Beschlusse vor die öffentliche Gewerkschafts- Versammlung treten Posten vermißt wurden und da zugegeben wurde, daß möglicher Körsten( Former) ist dafür, daß man mit einem festen mit der Stiefelspitze ins Gesicht. Beide Mißhandelte mußten in die Klinik gebracht werden. Der Gerichtshof zweiter Instanz be- Revision nicht zur Stelle gewesen sein dürften, wurden nach einer müsse, welcher von dieser nur zu sanktioniren sei, im anderen guügte sich damit, die Strafe auf je 2 Monate Gefängniß zu längeren und theilweise sehr erregten Debatte drei Revisoren, die Falle würde nur das Ansehen der Kommission geschädigt werden. Genossen Bruns, Ortland, Gün her gewählt, welche die Rechnungen von Neuem prüfen sollen. Es wurde hierauf beschlossen, die Verhandlung über diesen Hierauf trat die Versammlung in die wichtige Verhandlung zelnen Delegirten Gelegenheit geboten werde, sich über diese Punkt bis zur nächsten Versammlung zu vertagen, damit den eindarüber, wie sich ferner die Berliner Streit- Kontrolkommission ge- wichtige Frage vollständig flar zu werden. stalten solle. Hierauf führte Genosse Bom bin folgendes aus: Bei Begründung der Berliner Streit- Kontrolkommission wollte die Marken, welche von den Tabakarbeitern ausgegeben seien, Soziale Lebersicht. Unter Verschiedenem" machte Genosse Wiske bekannt, daß man eine Institution schaffen, durch welche allen Schäden, denen nicht blos für die Tabakarbeiter wären, sondern für die gesammte Quittung über eingegangene Gelder bei der General die Gewerkschaftsbewegung ausgesetzt war, einen Damm entgegen Arbeiterschaft; er ersuche daher die Anwesenden für dieselben einkommission der Gewerkschaften Deutschlands in der Zeit gestellt würde. Besonders sollten die Sammlungen auf Listen durch die vom 28. Dezember bis 4. Januar. Schäfer, Oberstürzel Kommiffion geprüft werden, damit ein einheitliches Vorgehen herbei1,-. J. Meier, Hamburg 4,-. Gesammelt von den Delegirten geführt werde, ebenso sollte bei Streiks schleunige Unterstützung sich noch sehr lebhafte und lange persönliche AuseinanderUeber die Ausführungen des Genossen Täterow entspannen der Steindrucker, Lithographen- 2c. Kongresses Madgeburg 30,10. herbeigeschafft werden. Leider feien in der Kommission Beschlüſſe ſekungen. Verband der Vergolder, Fil. Altona 37,-. Verb. deutscher angenommen worden, welche nicht ausführbar wären, dahin ge= Schneider, Fil. Hufum 4,-. Strastasse der Kellner, gr. Bier- höre der Beschluß der vorigen Versammlung, daß die Kommission Der Verein zur Wahrung der Intereffen der Klavierhalle, St. Pauli 10,-. Gewerkschaftskommission f. Stuttgart nur dazu da sei, Gelder zu sammeln und daß sich ihre Befugnisse arbeiter und Berufsgenossen hielt am Montag, den 5. Januar, d. Kraft 170,-. Gesammelt am 1. Weihnachtstage, Tivoli, nur auf Berlin allein erstrecken sollen. Das stehe aber im vollsten eine Generalversammlung ab, welche trotz des ungünstigen Behoe 10,-. Verb. d. Müller und Mühlsteinarb., Berlin 4, Widerspruch mit der ganzen Organisation der Berliner Streif: Wetters ziemlich gut besucht war. Kollege Paul verliest die AbDeffentl. Schreinerversammlung, d. Metzger, Karlsruhe 4,40. Kontrolkommission. Außerdem sei zu berücksichtigen, daß bei rechnung des 4. Quartals 1890 und die Jahresabrechnung liegt Arbeiter bei H. Simon, Heidestr. 57, Berlin 13,80. Verein der größeren Streits die Hilfe auch anderer Ortschaften in Anspruch gedruckt vor. Die Bilanz der Jahresabrechnung ist: Ginnahme Eisen- und Wietalldreher Berlins und Umgegend, gef. Sollmann- genommen werden müßte. Allerdings schwerfällig sei der gange 3460,50 M., Ausgabe 8875,67 W., Ueberschuß 84,83 m. Bestand straße 30,- Vereinigte Maurerarbeiter, Kiel 30,- Deutscher Apparat geworden, das liege daran, daß fast alle, selbst die vom Jahre 1889 1175,76 M. Bestand im Jahre 1890 1260,59 M. Sattlerverein, gef. Weihnachtsfest, Berlin 24,-. Karl Bock, Ileinsten Gewerkschaften durch mehrere Delegirte vertreten Dazu der Krankenfonds 822,01 M. Mithin ein Vereinsvermögen Bigarrenarbeiter, Leefen a.. 14,70. Mehrere weiße Raben feien. Hier trete nun die Frage heran, wie eine Besserung von 2082,60 M. Die Revisoren haben die Kaffe und Bücher in aus Reinickendorf 11,50. Tabatarbeiter Neuruppins 7,05. herbeizuführen sei. Seiner Meinung nach sei es durch bester Ordnung vorgefunden und die Versammlung ertheilte dem Deutsche Former d. Th. Schwarz, Lübeck 200, H. Schwier, aus nicht nothwendig, daß sämmtliche Gewerkschaften ver- Kassirer Decharge. Kollege Schmidt dankt für das ihm entgegenMinden i. W. 17,50. Zabatarbeiter Frohburgs 14,-. Becker, treten sein müßten, man könne die Zahl der Mitglieder auf eine gebrachte Wohlwollen der Mitglieder während der Dauer seines ermäßigen. . = # autreten. Borsiges und übergiebt den ersten Vorsitz an Kollege Julius| find bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern, im[ richtet sich nach Angebot und Nachfrage. Es wird für die Ar Meier. Restaurant Winzer, Naunynstr. 78, und in mit beitskraft eines ledigen jungen Mannes genau so viel bezahlt, Derselbe ertheilt Kollege Rob. Schmidt das Wort zur Er- Plataten belegten Geschäften zu haben. wie für die eines verheiratheten Arbeiters. So lange dem ftattung des Jahresberichtes über die Thätigkeit des Vereins. Es Legteren die Frau mitarbeiten hilft, können beide wohl noch ein ist in diesem Jahre ein Fortschritt zu verzeichnen. An Mit- In einer auch von zahlreichen Gästen gut besuchten Ver leioliches Austommen haben. Von dem Zeitpunkt aber, wo gliedern hat sich der Verein um ca. 70 vermehrt. G3 wäre eine sammlung der Freien Vereinigung der Kaufleute" sprach Kinder fommen und damit die Ausgaben wachsen, tritt Noth bedeutendere Zahl mehr zu verzeichnen, da in diesem Jahre 438 Donnerstag Abend der Regierungs- Baumeister Keßler über:„ Die und Elend in den Hausstand ein. Jede Proletarierfamilie hat Mitglieder aufgenommen wurden; jedoch ist ein großer Theil mit Ziele der Sozialdemokratie" und führte in seinem Vortrage etwa 15-18 Jahre lang diese Verhältnisse durchzumachen, und dieses dem Bezahlen der Beiträge zu lässig und mußte wieder gestrichen Folgendes aus: gerade zu einer Zeit, in welcher es dringend erforderlich wäre, werden. Es wurden in diesem Jahre mehr Versammlungen ab- Wir betrachten als Aufgabe der Einrichtungen im Staat, daß die Familie em besseres Leben führe, um einen gehalten, als in den früheren Jahren und eine tüchtige Agitation die Menschen glücklich zu machen, das Glück der Einzelnen kann gesunden Nachwuchs heranzubilden. So aber wird ein Rückbetrieben namentlich in der sogenannten Mechan. Musik- Instru- aber nur ausgehen vom Glück der Allgemeinheit. Für uns, die gang der Volkskraft herbeigeführt; daher kommt es, daß die Kinder menten- Branche. Der Besuch der Versammlungen war verhält wir uns Sozialisten nennen, ist die Basis, auf welcher sich Alles verkommen, ganze Voltsstämme und Landstriche Herunter nißmäßig ein guter. Es wurden eine große Anzahl philoso- aufzubauen hat, die Gesellschaft. Die heutige Gesellschaft ist auf gekommen sind. Wer in Thüringen gewesen ist, und das dort phischer, naturwissenschaftlicher und medizinischer Vorträge ge- den Individualismus aufgebaut, man nennt es auch das freie herrschende Elend beobachtet hat, der wird den türzlich gefallenen halten. Im Ganzen kann der Verein den Verhältnissen nach Spiel der Kräfte. Das ist der Anarchismus, der umgekehrte Ausspruch des Herrn Landrath Baumbach genügend zu würdigen sehr zufrieden mit seinen Leistungen und Erfolgen sein. Kollege Weg, den wir Sozialisten verfolgen. Freilich müssen wir zu wissen. Gerade dort ist die Noth derartig, daß sie jeder BeMeier erstattet Bericht über die Bibliothet. Die Frequenz war geben, daß auch die anarchistische Produktionsweise bis zu einem schreibung spottet. Das Land ist zwar mit dem fruchtbarsen eine größere als im vorigen Jahre. Sie enthält einen Schatz gewiffen Ziele die Menschheit hat zum Fortschritt führen können. Boden ausgestattet, aber die Arbeiter sind dort derartig durch gediegener Bücher, welcher fortwährend vergrößert wird. Da uns wirft man vor, wir wollten ein Haus abreißen, ehe wir den Hunger herabgekommen, daß sie die Feldarbeit nicht mehr die Benußung eine unentgeltliche und jedem Kollegen als tüchtige ein neues aufgebaut hätten. In der That aber ist gar kein fest- leisten können. Der Kapitalist trachtet nun möglichst billige Ar Fördererin von Bildung und Belehrung aufs Wärmste empfohlen stehendes Gebäude vorhanden, welches wir niederreißen fönnten. beitskraft faufen zu fönnen. Zu diesem Zweck sucht er die werden kann, möge dieselbe auch im neuen Jahr tüchtig in An- Wenn wir uns umschauen, sehen wir, daß sich die Verhältnisse Arbeiter aus den am niedrigsten stehenden Gegenden in die auf spruch genommen werden. Kollege Mews berichtet über den in ganz absehbarer Zeit wesentlich verändert haben, besonders einer höheren Kulturstufe stehenden Landstriche zu ziehen. G Arbeitsnachweis und Kollege Blogis über die Thätigkeit der gut muß das den älteren Leuten vor Augen liegen, welche die entsteht hierdurch die sogenannte Sachsengängeret. Dieselbe ist Werkstatt- Kontrolkommission. Derselbe betont, wenn auch die rasche Entwicklung des Dampfes mit erlebt haben. Heute ist die mit den alten Völkerwanderungen zu vergleichen, der Hunger Kommission in der kurzen Zeit ihrer Thätigkeit nicht große Er- privatkapitalistische Produktionsweise schon längst über den Punkt, treibt die Leute aus dem Osten nach Westen, mit sich die Unfolge verzeichnen kann, so ist doch nicht zu leugnen, daß ein bis zu welchem sie der Allgemeinheit Vortheil brachte, hinaus, fultur schleppend, überall die Löhne herabdrückend. Das ist großer Theil Fabrikanten mit ihr rechnet. Die Ueberarbeitszeit in ihrem Gefolge geht jetzt nur noch das Glend. Diese Wirth der Zukunftsstaat der heutigen Gesellschaft. Gegen diese Mißdes Sonntags und Abends, namentlich in der besseren Geschäftszeit, schaftsweise ist durch kein Gesetz und feine Schranken gehemmt, stände gilt es nun Gegenmaßregeln zu treffen. ist doch wesentlich verringert worden gegen frühere Jahre, und heute braucht Niemand fragen, ob etwas gut, ob es noth- An dem Arbeiter ist es, aufzuwachen, erkennen zu lernen, hoffentlich wird nächstes Jahr die Ueberarbeit noch mehr verwendig ist. Hente gilt nur die Frage, ob irgend ein daß er sich nicht länger ausbeuten lassen dürfe, damit er nicht schwinden. Einige Kollegen, sowie ein Möbeltischler als Gast, Thun und Treiben Geld einbringt, danach richtet sich unser ganzes langsam zu Grunde gehe. Deshalb muß der Arbeiter unzufrieden kritisiren die Zustände der Pianofabrik von Herling und Krause. Verkehrsleben. Aus Eigennut wird gearbeitet; man hat die gemacht werden mit seiner Lage, denn gerade die von den GeistEs herrscht dort eine übermäßig ausgedehnte Arbeitszeit. Jedoch Selbstsucht zur Grundlage unserer Verhältnisse gemacht. Der lichen gepredigte Genügsamkeit ist das kulturfeindlichste Element. scheitern alle Bemühungen diese Zustände abzuschaffen an dem Staat habe zwar manche sozialistische Einrichtung aufgenommen, Daß die Deutsch, freisinnigen" ebenso wenig wie die Pfaffen zur Indifferentismus der dortigen Kollegen. wie zum Beispiel das Postwesen. Doch auch hier sehen wir, daß Besserung der Verhältnisse etwas thun können, muß Jedem flar Die Werkstattangelegenheit der Pianofabrik von Wöhler dieselben von anarchistischen Formen umgeben sind. Es wird da sein, der die Haltlosigkeit des freien Spiels der Kräfte eingesehen führte, da die nochmals eingeladenen Arbeiter Alle erschienen ebenfalls darauf hingearbeitet, möglichst viel herauszuschlagen, hat. Die heutige Wirthschaftsordnung hat gezeigt, daß sie dem waren, zur einstimmigen Annahme folgender Resolution: und die Gehälter der unteren Beamten regelu sich nach Angebot Arbeiter gegenüber bankrott ist. Es gilt nun, Mittel und Wege Die heutige Generalversammlung der Klavierarbeiter und Nachfrage. Durch die heutige Wirthschaftsweise werden wir zu finden, den vorwärts in sein Verderben rasenden Zug durch und Berufsgenossen beschließt: Die Handlungen der Ar- förperlich und moralisch ruinirt. Bei dem allgemeinen Wett- eine Weichenstellung in ein anderes Geleise zu bringen. Dazu ist beiter der Pianofabrik von A. Wöhler, Landsberger- bewerb, in dem Einer die Lebensstellung des Anderen zu unter- eine Aufklärung des Volkes nothwendig; wenn die Massen erst Straße 16, gegen ihre früheren Mitarbeiter, die bei- graben trachtet, kommt derjenige am besten fort, welcher mit werden sehend gemacht sein, dann werden sich uns auch die Pforten den Vereinskollegen Orth und Scholz sind vollständig keinem Hinderniß zu kämpfen hat. Als solche Hemmnisse sind zu einem neuen Lande, zu einem neuen Leben öffnen. Es wird flar gelegt und die Angaben der beiden Ver zu betrachten Ehre, Moral, Rechtlichkeit 2c. Daher wird der der Tag kommen, an welchem das Wort, welches seit 2000 Jahren einskollegen der Wahrheit entsprechend. Verjenige, welcher ohne Rücksicht auf seine Nebenmenschen gleich überall gepredigt wird, zur Wahrheit gelangen wird: Friede auf sammlung verurtheilt die Handlungsweise dieser Indiffe- Shylock auf seinen Schein besteht, oben bleiben. Erden und den Menschen ein Wohlgefallen. Denn in uns ruht renten gegen ihre beiden Mitarbeiter ganz energisch, ebenso der Glaube, daß die Menschheit die Kraft haben wird, sich aus daß dieselben in einer Arbeiterzeitung die Wahrheit in der Verrohung und Korruption herauszuarbeiten, an uns Allen Abrede stellten." aber liegt es, mit allen Kräften an dem Befreiungskampfe mit zu arbeiten.( Lebhafter Beifall.) " Hiermit ist nun diese Angelegenheit beseitigt. Solche Vor fomunniffe haben den Verein noch nie beschäftigt, möchte es bei diesem einen Fall bleiben. Die Kollegen, welche noch Kommersbillets abzurechnen haben, werden er sucht, dies baldigst zu thun. Am 31. Januar findet bei Buggenhagen unser erster Maskenball statt. Billets 881 Trinken Sie Doch nicht nur in moralischer, sondern auch in physischer Hinsicht führt die heutige Wirthschaftsweise uns zum Ruin. Ein großer Theil der Arbeiter fann für sich und seine Familie nicht so viel verdienen, als zum nothdürftigsten Lebensunterhalt erforderlich sei. Eine Diskussion schloß sich an den Vortrag nicht an. Nach Heute wird eben die Arbeitskraft als Waare betrachtet, dem verschiedene kleinere Vereinsangelegenheiten, darunter Abwelche man zum möglichst billigen Preis, ohne Rücksicht auf den rechnung vom Stiftungs eft, erledigt waren, wurde die VersammVerkäufer zu erkaufen sucht, ohne danach zu fragen, ob der Ar- lung mit einem dreifachen Hoch auf die internationale Sozialbeiter dabei eristiren könne. Der Preis der Waare Arbeitskraft| demokratie geschlossen. Mampes Bitter Die seit 1877 bestehende, weltbekannte Uhrenfabrik von Max Busse 157 Invalidenstr. 157, neben der verkauft jetzt sämmtliche Uhren zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Für jede Uhr wird reelle Garantie geleistet. Grosse Abschlüsse mit Pforzheimer und Hanauer Fabrikanten ermöglichen derselben Firma den Verkauf von Gold-, Silber-, Granaten- und Korallenwaaren zu fabelhaft billigen Preisen. Specialität: Ringe. 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