Nr.108 40. Jahrgang Ausgabe A nr. 54 Bezugspreis: Für den Monat März 5800 9. voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar. und Memelgebiet sowie Desterreich und Lugemburg 7800 M., für das übrige Ausland 9800 M. Postbezugspreis freibleiben d. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, England, Estland, Finnland, Frank reich, Holland, Lettland, Luxemburg, Desterreich, Schweden, Schweiz. Tschechoslowakei und Ungarn. Der ,, Borwärts" mit der Sonntags. beilage Bolt und Reit", der Unter. haltungsbeilage., Seimmelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich ameimal, Sonntags und Montags einmal Telegramm- Adreffe: Sozialdemokrat Berlin Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 150 Mark Anzeigenpreis: Die einfpaltige Nonpareillezeile Loftet 1200 M. Reflamezeile 6000. Kleine Anzeigen" bas fettgedruckte Wort 375 M.( zulässig zwei fettgedruckte Borte), jedes weitere Mort 200 M. Stellengesuche das erste Wort 200 M., jedes weitere Wort 150 M. Worte über 15 Buchstaben zählen für amei Borte. Familien- Anzeigen für Abonnenten geile 300 M. Anzeigen für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin GB.68, SindenStraße 3, abgegeben werden. Geöffnet son 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Dönhoff 292-295 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Dienstag, den 6. März 1923 Gerichtsbarkeit wider Recht! Erklärung der englischen Regierung. London, 5. März.( WTB.) Im Unterhaufe fragte Charles Partei durch Königlichen Erlaß gelegentlich eines sogenannten Roden Burton( Arbeiterpartei), ob die interalliierte Rheinland- Pairs chubs zum Lord ernennen und nun sollte Bostommission in dem jüngst von den Franzosen befeßten Gebiet cawen dessen freigewordenes Mandat erobern. Das schien zu Gerichtsbarkeit ausübe, und wenn dies der Fall sei, auf nächst eine sichere Sache", denn im November war in dem Grund welcher Bestimmungen des Versailler Vertrages oder Wahlkreis Biteham der Konservative mit über 5000 Stimmen des Rheinlandabkommens dies geschehe. Unterstaatssekretär Ronald Mehrheit gegen einen Liberalen durchgekommen( 10 934 gegen Mc Neill antwortete: Auf Anordnung der französischen und der 5898). Einen Arbeiterkandidaten hatte es da belgischen Regierung besetzten französische Truppen am 25. Februar mais überhaupt nicht gegeben. die zwischen den Brüdentöpfen Mainz, Koblenz und Köln liegenden Geländestreifen, und die Rheinlandkommiffion erflärte darauf, dies Gebiet stände unter ihrer Autorität. Aber der britische Kommissar nahm an dieser Entschließung nicht teil und lehnte auch jede Verantwortung dafür ab. Die britische Regierung ist der Meinung, daß auf Grund keiner Bestimmung des Bertrages von Versailles oder des Rheinlandabkommens die Rheinlandkommission Anspruch erheben kann, die Gerichtsbarkeit über dieses Gebiet auszuüben. Die Aufmerksamkeit der französischen Regierung ist auf diese Angelegenheit gelenkt worden. Ein Mitglied der Arbeiterpartei fragte, ob ber britische Bertreter in der Kommission Anweisung befommt, gegen das ungefeßliche Vorgehen zu protestieren. McNeill antwortete: Ich kann nicht sagen, ob er eine Anweisung befommen wird oder nicht. Bertelen fragte, ob die Regierung von der britischen Botschaft in Berlin oder aus einer anderen Quelle irgendeine Information hat, wonach die deutsche Regierung an den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Frankreich dente. Bonar Law er widerte, die Antwort sei verneinend. Zwei bedeutsame englische Nachwahlen. Doch ist Boscawen nicht übermäßig populär und insbefondere seine Wohnungspolitif wird ihm selbst in tonfervativen Kreisen arg verübelt. So wurde anstatt des er warteten einzigen liberalen Gegners nicht nur ein Arbeiter parteiler aufgestellt, sondern es wurde ihm zur allgemeinen Ueberraschung sogar ein einheimischer unabhängiger" fonser vativer Kandidat entgegengestellt! Das ganze oppositionelle England lachte schadenfroh über den„ Pechvogel" Boscawen, doch gab es für ihn und die konservative Partei fein Zurüd mehr, und die Regierung, Bonar Law an der Spitze, fehte sich mit dem größten Nachdruck für ihren Wohlfahrtsminister ein. Die Wahl unseres Genossen von der Labour Party mit 1000 Stimmen Vorsprung dürfte daher das größte Aufsehen erregen, zumal es die zweite Wahlniederlage eines Regierungsmitgliedes innerhalb von zwei Tagen ist. Wenn sogar das offiziöse Reutersche Bureau die Niederlage des Unterstaatssetrtärs Stanley mit einer verblüffenden Offenherzigkeit als ein Symptom der Verurteilung der gesamten Regierungspolitit, vor allem in der Ruhrfrage, betrachtet und diese Ansicht in die Welt hinaustelegraphiert, so gilt dies wohl erst recht für die Niederlage des Ministers Boscawen. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Bosticheckkonto: Berlin 375 36- Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depositenkasse Lindenstraße 3 Die neue Wirtschaftspolitik. Bon Paul Herz. In den letzten Tagen ist im Haushaltsausschuß des Reichsworden. Diese Verhandlungen verdienen die größte Beachtags der Etat des Reichswirtschaftsministeriums beraten tung. Und zwar nicht nur wegen des neuen Mannes, der an die Stelle des Genossen Robert Schmidt getreten ist, mehr noch wegen des neuen Kurses, den Herr Dr. Becker und die bürgerlichen Parteien einschlagen wollen. War auch die Rede des Herrn Dr. Becker fein Programm, so waren es doch die Reden der bürgerlichen Abgeordneten. Jedenfalls lassen sich jetzt bereits die Umrisse der neuen Wirtschaftspolitik ganz deutlich erkennen. politif nicht bringen wird. Nach den Erklärungen, die insWir wollen zunächst sagen, was diese neue Wirtschaftsbesondere der Reichskanzler Cuno wiederholt abgegeben hat, der schwere Kampf an der Ruhr verlange Opfer aller Kreise, war vielfach angenommen worden, daß solche Opfer jetzt kommen würden. Diese Erwartungen sind schwer enttäuscht worden. Der verantwortliche Mann für die Wirtschaftspolitik des Reiches, Herr Dr. Becker, bleibt durchaus der bereits vor Wochen im Reichswirtschaftsrat aus gesprochenen Meinung treu, daß Zwangsmaßnahmen des Reiches unwirksam sind, und daß nur die innerliche Umstellung des Unternehmertums die Möglichkeit zur Behebung wirtschaftlicher Schwierigkeiten biete. Einschneidende gesezgeberische Maßnahmen gegen die sich immer mehr verschär fende Not breiter Teil der Bevölkerung sind also nicht zu erwarten. Das wäre ja vielleicht noch zu ertragen, wenn sich dieses Biel auf anderem Wege und mit anderen Mitteln erreichen lassen würde. Aber auch das ist nicht zu erwarten. Von den bürgerlichen Parteien sind Maßnahmen gefordert worden, die in erster Linie der Sicherung des in den letzten Jahren unabEs ist übrigens möglich, daß die Regierung diese lässig gestiegenen Unternehmerprofits bezwecken, obwohl das in Gelegenheit gern ergreift, um eine gewisse Schwenkung im der gegenwärtigen Lage Deutschlands nur möglich ist durch eine Ein Minister und ein Unterstaatssekretär geschlagen. Sinne einer weniger passiven Politik Frankreich gegenüber Erhöhung der Lasten von Arbeitern, Angestellten, Beamten, London, 5. März.( WTB.) Bei der Wahl in Mitcham porzunehmen. Der Druck der öffentlichen Meinung", wie Rentnern und sonstigem Mittelstand. sie durch solche Nachwahlen zum Ausdruck fommt, ist bekannt( Grafschaft Surrey) erhielt der Arbeiterparteiler 8029 lich in der englischen Politik von entscheidender Bedeutung. fchaftspolitik nicht unter diesem Stichwort geführt worden, Selbstverständlich ist der Vorstoß für eine neue Wirt Stimmen, Gesundheitsminister Boscawen 7196, der und die im Munde des franzosenfreundlichen Unterstaats- sondern mit Argumenten, die den wirklichen Absichten ein Liberale Brown 3214 und der unabhängige konservative sekretärs Ronald Mac Neill besonders überraschend flin- harmloses Gewand zu verleihen trachteten. Die bürgerlichen gende Antwort auf die Anfrage des Genossen Ch. R. Bur- Parteien forderten den Abbau der Preise. Gewiß eine löbLondon, 5. März.( WTB.) Bei der Erjahwahl in der Vor- ton, durch die die Vertragswidrigkeit der fran liche Absicht, die nicht nur von der Sozialdemokratie, sondern stadt von London Willesden haben der liberale kandidat 3ohn- zösischen Kriegsgerichtsurteile im Ruhrgebiet von allen Kreisen des Volkes, die nicht Warenerzeuger oder stone 14 824 und der konservative Unterfetretär im ausdrücklich bestätigt wurde, ist vielleicht eine erste Rückwir- Warenbefizer find, begrüßt wird. Aber ist es schon merfMinisterium des Innern Stanley 9684 Sfimmen erhalten. Kung dieser doppelten Warnung der englischen Wähler würdig, daß diejenigen, die zur Rechtfertigung der bisherigen Reuter bemerkt zu dem Ergebnis, die Parole bei der Erfahwahl schaft. Preispolitik immer ihre Abhängigkeit von der Devisenentwidsei gewesen: das Ruhrproblem, die Frage von Mesopotamien lung betonten, jetzt mit einem Male erklären, die Devisenund Palästina sowie die Wohnungsfrage. Das Ergebnis komme also entwicklung hänge mit der Preisfrage nicht, oder nur sehr auf eine Verurteilung der allgemeinen Politik der lofe zusammen, so sind noch merkwürdiger die positiven Bor Regierung hinaus. schläge, die den Preisabbau bewirken sollen. Cafferall 2684 Stimmen. „ Observer" bemerkt, die Wahl des Liberalen in Willesden, wo der Liberale den Konservativen mit einer Mehrheit von über 5000 Stimmen schlug die konservative Mehrheit bei den allgemeinen Wahlen betrug 1315 sei sehr bemerkenswert. „ Der verschleierte Krieg". Bern, 5. März.( WTB.) In einem Artikel mit der Ueberschrift:„ Der verschleierte Krieg" schreibt der„ Berner Bund", die Maßnahmen der Franzosen im Ruhrgebiet hätten nichts Gutes ahnen lassen und die weitere Entwicklung der Dinge habe diefer Befürchtung Recht gegeben. Was fich in der lehten Zeit im Ruhrgebiet abgespielt habe, widerspreche in jeder Hinsicht London, 5. März.( WTB.) Oberst Stanley, der den Zusicherungen, die Poincaré bei Beginn des Bruder des Lord Curzon, der bei der Erfahwahl in Willesden am Unternehmens abgegeben habe. Es müffe denn doch Sonnabend von dem liberalen Bewerber geschlagen wurde, hat von neutraler Seite gesagt werden, daß Deutschland in feine Entlassung als Unterstaatssekretär des Ministeriums des Innern eingereicht. 1 Die Kanzlerrede im Reichstag. In Laienkreisen, die selbstverständlich nach Meinung der bürgerlichen Herren von Wirtschaftspolitik nichts verstehen, hatte man erwartet, daß der Preisabbau beginnen würde mit dem Abbau der riesenhaften Gewinne, die die Unternehmer in Handel, Industrie und Landwirtschaft jahrelang ununterbrochen bezogen haben. Aber daran denkt niemand. Man bestreitet auf das entschiedenste, daß die Unterden Augen der überwiegenden Mehrheit der Welt nicht rechtlos nehmergewinne zu hoch sind, und genau, wie in früheren sei und daß es ihrer Auffaffung nach Verpflichtungen und Be- Fällen, hat man auch jetzt ein Karnickel, das man für den stimmungen gebe, die sogar Frankreich nicht außeracht laffen dürfe. nicht eingetretenen Preisabbau verantwortlich machen kann. Frankreich habe längst den festen Rechtsboden verlassen, Die hohen Frachten der Eisenbahn und die Kohlensteuer, also Beide Wahlergebnisse sind von ganz besonderer Bedeu- es habe längst zu Maßnahmen gegriffen, die durch keine völker- der böse Fistus, aber nicht die Unternehmer, sind nun mit tung, und man fah daher in ganz England namentlich dem rechtlichen oder speziellen vertraglichen Abmachungen, wie z. B. durch einem Male die Ursache, daß ein Abbau der Preise nicht erersteren mit größter Spannung entgegen. Es ist nämlich eine den Vertrag von Versailles, gededt werden könnten. folgt. Aehnelt das nicht außerordentlich dem monatelangen politische Ueberlieferung in England, daß jedes Mitglied der Geschrei gegen den Acht stundentag als die Quelle alles Regierung zugleich auch Mitglied des Parlaments Wirtschaftselends in Deutschland? Vor wenigen Tagen schon fein muß. Diese Tradition geht so weit, daß ein während der haben wir darauf hingewiesen, wie es in Wirklichkeit mit dem parlamentarischen Session zum Minister ernannter Abgeord- Die für heute angekündigte Rede des Reichs- Einfluß der Frachten auf die Preisgestaltung neter sein Mandat zunächst niederlegen muß, um sich durch kanzlers wird, wie der Sozialdemokratische Parlaments- bestellt ist! Neuwahl das Vertrauen feiner Wähler bestätigen zu lassen. dienst erfährt, taum dem entsprechen, was man im Ausland Und wie ist es mit der Beseitigung der Kohlensteuer? Die Bei einem Regierungswechsel müßten sich sogar sämtliche und Inland auf Grund der Art ihrer Ankündigung hätte er Rohlensteuer bedeutet an sich eine Wegsteuerung der neuen Minister zur Neuwahl stellen, meist erübrigt sich dies warten dürfen. Der Reichskanzler plant in der Hauptsache Bergwertsrenten und eines Teils des Monopoljedoch, weil gleichzeitig damit, wie beim Sturze Lloyd Georges lediglich, eine entschiedene Protesterklärung gegen gewinns zugunsten der Allgemeinheit. Soweit sie das ist, liegt im Oftober v. J., eine Parlamentsauflösung erfolgt. die weitere Bergewaltigung deutschen Gebietes, er will ferner ihre Aufrechterhaltung trotz des Geschreis der Interessenten Bei den legten Neuwahlen find nun einige Mitglieder vor den Augen der Welt ein Bild über die Schandtaten und ihrer Gläubiger durchaus im Interesse der Gesamtheit. des neuen Kabinetts Bonar Laws auf der Strede geblieben, entwickeln, die sich das deutsche Volt bisher im Frieden hat Nur soweit sie in ihrer Höhe darüber hinausgeht, wird sie, darunter der Wohlfahrtsminister Sir Arthur bieten lassen müssen und beabsichtigt u. a. auch, von der wenn einmal stabile Verhältnisse eingetreten find, ermäßigt Boscawen und einige Unterstaatssekretäre, Tribüne des Reichstages aus der Ruhrbevölkerung den Dant werden müssen. Ob aber jetzt die Ermäßigung der Kohlenu. a. Stanley. Der Premierminister gab nun diefen Mit- und die Anerkennung wegen ihres Verhaltens auszusprechen. Steuer eine Entlastung des Verbrauchs darstellt, ist überaus arbeitern eine gewisse Frist, um sich bei der ersten passenden Dem Protest des Kanzlers werden sich voraussichtlich alle Bar- fraglich, um so mehr, als bei dem gegenwärtigen WirtschaftsGelegenheit neuwählen zu lassen. Der erste durch Todesfall teien mit Ausnahme der Kommunisten anschließen. Der minister feine Gewähr dafür vorhanden ist, daß er den Anfreigewordene konservative Sitz wurde indessen für den durch Regierungserklärung soll eine Debatte folgen. forderungen der Kohlenbarone den nötigen Widerstand ent gefallenen Parteiführer und Haupteinpeitscher Leslie Wil- Im Laufe des Tages wird sich der Aeltestenrat des gegensezen würde. Wahrscheinlich würde also der Profit der son reserviert, dem es auch glückte, wieder ins Parlament zu Reichstags darüber schlüssig werden, ob das Parlament im Kohlenbarone um einen großen Teil des Betrages steigen, um tommen( ebenso wie dies dem Haupteinpeitscher der Arbeiter Anschluß an die Kanzlerrede und die in Aussicht genommene den die Steuer ermäßigt wird. Was aber bedeutet das? Dem partei, Genoffen Arthur Henderson, gelungen ist). Da allgemeine Aussprache seine Verhandlungen ohne eine Pause Staate werden Hunderte von Milliarden fich aber fein fonservativer Abgeordneter mit sicherem Mandat fortführen soll. entzogen, die den Kohlenbesigern zufließen. dazu entschließen fonnte, zu sterben, verfiel die Regierung auf Heute morgen um 10 Uhr findet eine Parteiführer Das im Staatsfädel entstehende Loch muß ebenfalls durch die folgenden Trid: fie ließ einen alten Parlamentarier ihrer besprechung beim Kanzler statt. Notenpreffe ausgefüllt werden, so daß genau wie bei der Er mäßigung der Frachten die Verstärkung der Geldentwertung Die Preiserhöhung für Umlagegetreide. eine Belastung der Verbraucher die Folge ist. Wiedereinführung der freien Zuckerwirtschaft. Die Methoden des Abwehrkampfes. Rede Severings in Münster. Wie wenig ernst es den bürgerlichen Parteien mit dem Abbau der Preise ist, zeigt ihre Stellung zu der beantragten Vor einigen Tagen hatte der Zwanziger- Ausschuß den Münster, 5. März. An derselben Stelle, an der vor wenigen Erhöhung der Umfassteuer. Wirtschaftlich gesehen hat Preis des vierten und fünften Sechstels des Umlagegetreides Tagen Dr. Stresemann die Ruhrattion vom außen- und parteipolidie Umsatzsteuer diefelbe Wirkung wie die Kohlensteuer: sie durch Mehrheitsbeschluß auf 600 000. für die Tonne tischen Standpunkte aus behandelte, beleuchtete am Sonnabendabend preußische Innenminister Severing die Stellung der deutverteuert die Produktion und erhöht die Preise. Roggen festgesetzt, während die Minderheit für eine Verdrei- schen Arbeiterschaft zum Einbruch ins Ruhrgebiet. Der Redner beTrotz der Verschiedenheit der Sätze- 40 Proz. Kohlensteuer fachung des dritten Sechstels auf 495 000 m. eintrat. Die tonte ausdrücklich, daß es vor allem seine Absicht sei, im In- und und 2 Broz. Umsatzsteuer ist die daraus sich ergebende Regierung hat nunmehr nur für das fünfte Sechstel den Auslande die Auffassung zurückzuweisen, daß die deutsche ArbeiterGesamtbelastung ungefähr die gleiche. In den ersten zehn Umlagepreis auf 600 000 m. festgesetzt und für das vierte schaft zum Abwehrkampf fommandiert worden sei durch eine Barole Monaten des Rechnungsjahres 1922/23 hat die Umsatzsteuer Sechstel, das im allgemeinen im Laufe des Monats Januar der Reichsregierung und der Landesregierungen. Wäre dies der 103 Milliarden, die Kohlensteuer 111 Milliarden Ertrag ge zur Ablieferung tam und für das zum großen Teil Bezah Fall, so hätte der passive Widerstand nicht den heutigen Umfang anbracht. Will man also wirklich nur den Preisabbau, dann ist lung bereits erfolgt ist, einen Preis von 500 000 M. be genommen. Die Haltung der Arbeiterschaft sei vielmehr bestimmt es ein Widersinn, die Kohlensteuer abzubauen und die stimmt. Die Festsetzung des legten Sechstels der Umlage des worden durch ihre Abneigung gegen den franzöſischen Militarismus. Die Arbeiterschaft habe gewußt, daß, Umsatzsteuer zu erhöhen. Wirtschaftsjahres 1922/23 hat man sich noch vorbehalten. wenn sie die Gewalimaßnahmen der Franzosen hinnehmen würde, es Sehr bedenklich sind auch die Absichten, die mit der Kredit- Die Preisfestsetzung wird vom Reichsernährungsminifte für Jahrzehnte um die Freiheit, das Ansehen Deutschlands und die gewährung an die Industrie verbunden werden. Wo, wie im rium folgendermaßen begründet: deutsche Einheit geschehen sei. Sie sei sich bewußt gewesen, daß man besetzten Gebiet, der Absah von Waren unmöglich ist, mögen Nach rein kaufmännischen Gesichtspunkten würde die den Franzosen beweisen mußte, daß man mit Bajonetten Kredite an sich nicht zu vermeiden sein. Es scheint aber, als jeßige Erhöhung des Umlagepreises zusammen mit den Be- feine Kohle fördern oder deutsche Arbeiter wie Sklaven zur ob über das Maß der Kreditgewährung doch selbst innerhalb schaffungskosten für das Auslandsgetreide auch eine wesents Arbeit zwingen fönne. Energisch wies der Minister die vielfach aufgestellte Behauptung der zuständigen Kreise sehr erhebliche Meinungsverschieden. I iche Erhöhung des Getreideabgabepreises und des heiten bestehen. Auch wir halten es für notwendig, daß der Mehlabgabepreises der Reichsgetreidestelle erfordern. Mit zurück, die deutschen Arbeiter leisteten solch energischen Widerstand, weil sie durch die sogenannte Arbeitsgemeinschaft forrumpiert seien öffentliche Kredit erst einfeßt, menn die eigenen Kräfte bis Rücksicht auf die politische Lage und die Markstabilisierungs- und weil die Bergarbeiter sich vor den Wagen der Stinnes und zum letzten angespannt sind und namentlich die Devisen maßnahmen hat sich die Reichsregierung jedoch entschlossen, Thyssen hätten einspannen lassen. Der Minister widmete dann bestände der kreditfordernden Industrie und des Handels dem eine solche Erhöhung nicht eintreten zu lassen, um einer cinen breiten Raum der Verständigungspolitit gewisser Reiche zur Verfügung gestellt sind. Aber auch dann darf die weiteren Berteuerung des Brotpreises damit französischer Wirtschaftstreife, die die Ansicht verKreditgewährung nicht erfolgen nur gegen mäßige Binsen. Es vorzubeugen. Die der Reichsgetreidestelle dadurch ent- treten, daß England und Amerika nichts auf dem europäischen Konist ohnehin zu fürchten, daß die außerordentlichen großen An- stehenden Verluste werden aus allgemeinen tinent hereinzureden hätten und den Gedanken der sogenannten sprüche an den Kredit des Reiches resp. der Reichsbank die Mitteln der Finanzverwaltung getragen werden Rontinental politit vertreten. Severing erklärte, daß er vor Politik der Krediteinschränkung und damit auch die Stügungs- müssen. aftion gefährden können, falls sie unbesehen erfüllt werden. Von diesem Standpunkt aus ist auch die Uebernahme der Milliardenlast aus der Erhöhung der Getreidepreise auf die Reichskasse recht bedenklich, statt die Niedrighaltung der Getreidepreise aus dem Umlageverfahren zu sichern. Dadurch wird die Inflation so start vermehrt, daß sich schwere Gefahren für die Stügungsaktion der Mark ergeben. Mit diesem System kehrt man zu der Brotverbilligung zurück, wie sie früher, zur Zeit der Zwangswirtschaft üblich gewesen ist. Mit Zuschüssen, die man nicht etwa aus lleberschüssen des Reichshaushalts bestreitet, sondern mit denen man das Defizit des Reiches noch vergrößert und dafür die Notenpresse verschärft antreibt, wird den Agrariern ein Preis für Getreide gezahlt, den der Verbraucher im Brotpreis nicht Am bedenklichsten aber ist die von dem Reichswirtschafts- zu spüren bekommt. Früher, unter sozialistischen Ministern, minister Dr. Becker angekündigte Niedrighaltung der hat man das als„ verfehlte Verbraucherpolitit" bezeichnet. Arbeitslöhne. Bei wirklichem Preisabbau ließe es sich Es dreht sich eben alles im Kreise. Bei Zuder ebenso. gewiß rechtfertigen, wenn in der jeßigen gefährlichen Situation Hier hat man einmal das Experiment der Bucherfreiheit gedie Löhne nicht steigen. Aber noch ist von einem Abbau der macht und sie dann schleunigst unter Zustimmung der Händler Preise nichts zu spüren, vielmehr ist seit dem Abschluß der wieder abgeschafft. Die Agrarier drohten nun mit dem Streif jetzt abgelaufenen Tarifverträge eine starke Steigerung der beim Anbau von Zuckerrüben. Schleunigst fehrt man zu der Lebenshaltungskosten eingetreten. Der Arbeitslohn hat über gesegneten freien Wirtschaft zurück. dies durch den rapiden Niedergang der Mark einen solchen Tiefstand erreicht, daß Gefahren für die Arbeitsleistung und die Arbeitsfähigkeit der Arbeiter daraus entstehen. dem Kriege für die Bildung eines deutsch- franzöfifchrussischen Bloces eingetreten sei und diesem Gedanken heute noch sympathisch gegenüberstehe. Doch sei heute dieses Bündnis undenkbar, weil die militärische Ueberlegenheit Frankreichs jeden derartigen Zusammenschluß zur Durchführung der französischen Hegemonie in Europa und zur weiteren Anechtung Deutschlands ausnuhen werde. Die Aufforderung von linksradikaler Seite, daß die Sozialdemokratie den Kampf gegen Poincaré und Foch, aber auch gegen die Cuno- Regierung führen müsse, bezeichnete Severing als eine politische Kinderei. Nicht um Parteimeinungen und nebenfächliche Dinge ginge es jetzt, sondern im Interesse der deutschen Arbeiterschaft liege es, Boincaré und den größenwahnsinnigen Militaristen in Frankreich zu beweisen: Die Macht des Rechtes jei stärker als das Recht der Macht. Die Arbeiterschaft sei in erster Linie befugt und verpflichtet, diesen Kampf zu führen, weil fie schon im Kriege Annegionen abgelehnt habe und weil sie den Versuch unterstützt habe, die unerfüllbaren Bedingungen des Londoner Diftates durchzuführen. Scharf müsse man sich gegen diejenigen in Deutschland wenden, die den passiven Widerstand aktiv gestalten wollen. Poincaré und feine Minister warteten nur auf einen Anlaß, um ihrer Aktion einen Schein des Rechtes zu geben. Gleichzeitig mit der Festlegung des Getreidepreises hat die Reichsregierung auch den 3uderpreis für den Monat März festgesetzt. Hier lautete der Mehrheitsbeschluß des Bei Geradezu unerträglich aber ist dieses weitere Sinken des rats der Zuckerwirtschaftsstelle auf 90 000 m. für den 3entner Reallohnes in dem Augenblid, in dem die Unternehmer 3uder. Die Reichsregierung hat jedoch nur einen Preis von Wer die Front an der Ruhr stärken wolle, habe auch dafür zu gewinne in alter Höhe aufrechterhalten werden sollen, wo die 81000 m. augebilligt, indem sie einen Ausgleichszuschlag sorgen, daß im Inlande alle so besonnen zusammenstehen, wie die Steuergesetzgebung die Besitzenden wiederum gewaltig schont auf den früheren Zuckerpreis in Höhe von 9000 m. ablehnte. Kämpfer an Ruhr und Rhein, wo die ganze Taktik und der Widerund wo durch die neue Wirtschaftspolitik die Gefahr herauf- Gleichzeitig hat sie sich aber grundsäglich auf den Standpunkt stand von dem Willen geleitet sei, den Franzosen zu beweisen, daß beschworen wird, daß ein weiteres Abwärtsgleiten der freien Wirtschaft für das nächste Zuckererntejahr sie ihre Wirtschaft nur einstellen fönnten auf den guten Willen der Mark möglich ist. Denn das ist schließlich der tiefere gestellt, wodurch sie einen Rückgang des Zuderrübenanbaues, der deutschen Arbeiter. Unter stürmischem Beifall sprach in diesem Sinn der neuen Wirtschaftspolitik: Sicherung des Unter der angeblich droht, vermeiden will. Die bedenklichen Folgen Zusammenhange Severing den deutschen Schuhpolizeibeamten ten nehmerinteresses auf Kosten des Staates und der Arbeiter, der freien Wirtschaft für die Verbraucher will man dadurch Dank der Staatsregierung für ihre musterhafte Haltung aus. ruhig und besonnen, wie die Beamten trotz schwersten Terrors ihren Angestellten und Beamten. Diese Kreise würden alle Opfer herabmindern, daß eine angemessene Menge Mundzucker für Dienst weiter verrichtet hätten, müsse im Innern Deutschlands der und Lasten der Ruhrbefehung tragen, wogegen die Unter- das Ende des Wirtschaftsjahres bereitgestellt wird, indem man Kampf weiter geführt werden. nehmer ihre finanzielle Leistungsfähigkeit erhalten und sogar die industrielle 3 uderverarbeitung entsprechend be= Bezüglich des Endes des Ringens ist der Minister der Annoch verstärken können. Der Staat aber wird weiter ge- fchränft. Mit Rücksicht auf die Verbraucher soll die freie ficht, daß fchwächt und was für den Augenblick das Wichtigste ist Buderwirtschaft feine Freiheit der Zuderausfuhr bedeuten. unsere Lage beim Ende des Kampfes zum mindestens nicht die ungeheure Inflationswelle, die die neue Wirt Dadurch soll verhindert werden, daß der deutsche Inlandsschaftspolitik mit sich bringt, ist die stärkste Gefahr für zucker den an sich sehr hohen Weltmarktpreis erreicht. Ob das sein werde, als sie geworden wäre, wenn dem Einmarsch nicht das die Stüßungsaktion. Wir warnen deshalb vor den Wegen, gelingen wird, bleibt nach den unerfreulichen Erfahrungen, die energische" Bis hierher und nicht weiter!" entgegengehalten worden die die bürgerlichen Parteien mit Unterstügung des Wirt die Verbraucher mit der freien Zuckerwirtschaft im Wirtschafts- wäre. Hätten wir uns diese Gewalttaten gefallen laffen, dann wäre schaftsministers Dr. Becker gehen wollen; sie führen in den jahr 1921/22 machen mußten, dahingestellt. Vielmehr wird es ein für allemal mit dem moralischen Kredit Deutschlands aus geAbgrund. die Entwicklung wieder dahin führen, daß Zucer zwar in wesen, und wir hätten bis zum Sanktnimmerleinstag auf die Hilfe von Verhandlungen von deutscher Seite schroff ab. Selbstverständlich, Reichskanzlers Dr. Wirth in verschiedenen Artikeln der Druckschrift daß aber der Preis für dieses in heutiger Zeit doppelt fagt er, wünschte die deutsche Regierung nichts sehnlicher, als die Wegen Beleidigung des Reichspräsidenten und des früheren genügender Menge für den Inlandsverbrauch vorhanden ist, des Auslandes warten können. Auch Severing lehnt die Einleitung „ Die Schöpfung" wurde der Buchdrucker Drewes vom Schöffenwichtige Nahrungsmittel sich in einer Höhe bewegt, die es Leidenszeit verkürzen zu können. Den Leuten, die der Cuno- Regiegericht Elberfeld auf Grund des Gesetzes zum Schuße der Re- weiten Schichten des Volkes unmöglich macht, den 3uder ab- rung zuriefen er handelt!" müsse man erwidern, wer immer publik zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. zunehmen. von Berhandlungen flennt, der gibt sich ten Anschein, als pfeife er Rolle, aber die andern- deren Namen nicht einmal genannt find haben alle gleiches Niveau: wundervoll, fast echt, pollsaftig, mie So müßte man schauspielernd, nichts als Leben ausstrahlend.... mit deutschen Leuten Hauptmann filmen! Ein Weberdrama aus dem Jahre 1859. Rebner auf ber engen Straße gerade gegenüber." Wilhelm Lieb. Bon Otto Ernst Hesse. fnecht, der in einem Blum- Buche energisch gegen die„ nationalliberale Hinrichtung" Robert Blums durch seinen Sohn Hans protestiert hat, wird durch dieses Dokument vollauf bestätigt. Am 9, November, dem 75. Todestag des erschossenen Bolksmannes, wird über ihn 3ufammenfassendes zu sagen sein. | schlechter Die Regie Mostwins hat feine toten Stellen zugelassen, sie gibt alle Einzelheiten russischen Geins, aber sie verliert sich nicht darin ( wie so oft das russische Drama). Das Dorf, die Kate des Leibeigenen, das Marktleben, die Auslosung der Soldaten, das Milieu der Herrschaft alles das ist in bewegtes Geschehen umgefeßt. Gesehen ist es mit den Augen eines Rembrandtmenschen, Schwarzweißwirtungen voll feinsten malerischen Stimmungsreizes( nur ein paarmal zu dunkel geraten) ergeben die Bilder Naturalismus. Dieses ist ein Trivial, es hat Duft und Poesie. Ein paar Landschaftsbilder haben die ganze Monotonie der großen ruffifchen Ebene, aber als wenn fie ein großer Künstler gemalt hätte. So schließt sich alles: Stoff, Darstellung, Formgebuna, Photographie( auch die russische Volksmusilmotive verwendende Mufit dient dem Gesamtcharakter) zu einer wundervollen Einheit zusammen. Rußland wird in der Filminternationale von jetzt ab seinen Platz haben. Heinrich Heines Gedicht aus dem Jahre 1844, das den schlesischen Beberaufstand in einen ewigen Rhythmus bannte, gilt gemeinhin als der einzige Borläufer von Gerhart Hauptmanns Weberdrama. Es existiert aber auch ein Weberdrama, das man als Borläufer Hauptmanns ansehen fann und muß. Allerdings ist es so ziemlich ausgeschlossen, daß Hauptmann dieses Drama gefannt Ein russischer Volksfilm. Die Russen, die uns in der Literatur hat, als er feine Tragödie schrieb. Denn dieses erste Weberdrama, unerschöpfliches geschenkt haben und die Probleme der neuen entstanden im Jahre 1859, ist heute noch ungedruckt und wohl auch Malerei und Blaftit zusammen mit den Deutschen am tiefften aufverschollen. Eine Nachricht darüber findet man in Walter Dohns gepflügt haben, fehlten uns bisher( wesenhaft) im Film. Wir hatten Buch„ Das Jahr 1848 im deutschen Drama und Epos", deutsche Filme, die in Rußland spielten( fogar Dostojewski war mit das ja heute, da wir die 75- Jahr- Feier der 48er Revolution begehen, gutem Gelingen erobert" worden, und einige ruffische Filme( wie besonders interessant ist. Walter Dohn hat dieses erste Weberdrama ben Bater Sergius), die gute Figur machten. Aber der russische im Manuskript in der Hand gehabt, leider ohne genauere Angaben Film, der aus der Gele des tussischen Volkes tam, russisches Leben darüber zu machen. Es stammt aus dem Nachlaß des sächsischen und Fühlen verkörperte, fehlte noch. Jetzt haben wir ihn. Dte Schriftstellers Hermann Semmig, der 1820 geboren wurde und 1897 Filmgenossenschaft Ruß hat ihn in Mostau in Hunger und Kälte dem mit der besten Ensembleschauspielertruppe der Welt starb. Semmig, der auch ein Epos„ Robert Blum" schrieb und Moskauer Künstlertheater geschaffen und das russische Filmamt 1848 herausgab, nannte sein Drama Schloß und Fabrit hat ihn uns zugeführt, und die Ufa Lichtspiele im oder die schlesischen Weber". Dohn berichtet über das Tauengienpalast haben ihn uns zuerst gezeigt. Werk:„ Es ist ein Borläufer von Hauptmanns Webern", vor Dieser erste ruffische Volksfilm ist, obwohl er von einer Sowjet denen es den Vorzug hat, daß die ergreifenden Bilder des Elends, einer furchtbaren Anflage gegen jenes Regierungssystem, das, blind gegen die Forderungen der Zeit, feinem Untergang entgegenreifte, von einem Zeitgenossen entworfen sind, dessen warmes Herz jenen Jammer unmittelbar empfand." " W " h. d. Der Männergesangverein Namenlos"( Mitgl. des DASB.) erfreute am Sonntagabend in der alten Garnisonkirche, die bis auf den letzten Plaz gefüllt war, mit einem erlesenen Programm. Die nahezu 200 Sänger unter Emil Thilos sicherer Stabführung brachten die nicht eben leichten Chöre in hoher Bollendung zu Ge hör. Beethovens" Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre" mit Orgelbegleitung, ein„ Grablied" von Peter Cornelius, waren bis ins fleinste herausgearbeitet. Ein Flammen- Requiem"( Chor für Feuerbestattung) ohne Komponistenangabe verblaßte vor Silchers martigem Schottischen Bardenchor". Besonderes Lob verdienen Conradis Sonnenuntergang" und Franz Schuberts„ Die Nacht". Die Tongebung war rein, die Einfäße genau, die Aussprache sehr gut. Die Leistungen bewiesen, daß die Arbeitergefangvereine und unter ihnen ganz besonders die Thiloschen Chöre, mit Erfolg be strebt sind, auf eine künstlerische Höhe zu gelangen. Auch den Mit wirkenden gebührt Lob. Frau Ebel- Wilde sang mit weichem, wohlflingendem Sopran die Arie aus dem„ Elias" pon Mendelssohn und den Pfalm XIII von Stange. Herr Otto Priebe leitete den 1. und 2 Teil des Programms mit prächtigen Orgelvorspielen ein. " " Br. unternehmung ausgeht, fein bolfchewiftisches Tendenzstüd. Er gibt in Bilder überfestes Leben aus dem guten alten Rußland": Tolstois Erzählung„ Polituschta", im Jahr der Leibeigenenbefreiung 1861 entstanden und ein Leibeigenschicksal mit tieffter menschlicher Anteilnahme schildernd, lieferte den Rahmen dazu. Der Geist Tolstois ersteht auf der flimmernden Leinwand wieder, der Geist der MenschIm Jahre 1891 schrieb der Verfasser eine Vorrede oder Nachlichkeit, das Gefühl brüderlicher Zusammengehörigkeit strömt davon rede zu feinem Drama. Diese späteren Bemerkungen sind übrigens aus teine polternde Anflage gellt auf, aber tiefinnerliche Er auch dadurch bemerkenswert, daß fie einen wichtigen Nachtrag zur griffenheit erfüllt den Beschauer. Hier ist einmal ein Film von politischen Entwicklung Robert Blums bringen, die bekanntlich von ethischer, seelischer Wirkung, ein tiefernster, ein an die Interessen dem Herrn Sohn mit allen Mitteln des Berschweigens und Ber- der Menschheit appellierender Film. Wenn wir das Schicksal diefes drehens ins Nationalliberale abgebogen wurde. Semmig bezeugt wundervollen Naturburschen Polituschka, der ein Sinnbild des deutlich, daß der republikanische Robert Blum am Ende seiner so russischen Volkes ist: fröhlich, leichtlebig, fündigend und bereuend und tragisch endenden Laufbahn sich zum Sozialdemokraten, wenn man fchließlich ein Opfer der Verhältnisse, miterleben, empfinden wir diesen Begriff bereits für das Jahr 1848 benußen darf, hinentwidelt nicht nur historisch gewordene Stalverei, sondern das so gewollte hatte. Semmig schreibt:„ Als Blum im August 1848 den Rechen Gefühl für die Würde des Menschen steht auf gegen jede Form menschlicher Bedrückung. schaftsbericht vor seinen Wählern in Leipzig ablegte, sah er sich bald Der gegebene Stoff ist ohne Ueberrest Bild geworden, Bild in von den Anhängern der liberalfonfervativen Richtung argen Ver- dem Sinne der besten schwedischen Filme, in denen Landschaft und leumdungen ausgefeßt; in dem Fackelzug, der nun ihm zu Ehren Mensch eins geworden sind. Hier ist wirklichstes Rußland: Schwäß gebracht wurde, nahmen nur die radikalen Elemente der Bevölke- und Glend und Not, Luft und Leid des Leibeigenen, der seine Späße rung teil. Das Hauptfontingent des Zuges hatte die Arbeiterpartei macht, mauft, verprügelt wird, fauft, von der gnädigen Herrin geliefert, das mußte natürlich auf den Gefeierten einen ergreifenden pardoniert wird, in sich geht, allen Lockungen widersteht und einfach Eindrud machen. Und als nun die Deputation der Arbeiter unter Bech hat und nun zum Strid greift. Ein goldiges Bürschchen ist der der mächtig wallenden Fahne ihrer Partei ihre ziemlich revolutionäre Bolifuschba( wundervoll echt gegeben von Most win). Man muß Ansprache an ihn gehalten hatte, antwortete er ihr in einer start leben, wie töftlich er von der Familie Abschied nimmt, mit wie breitem Behagen er das Fläschchen( es ist ein ordentlicher Budde) In der Volksbühne, Theater am Bülowplag, ist Grillparzers fozialistisch angehauchten Rede, worin er ausdrücklich erklärte, daß trattiert, wie untertänig er der Gnädigen Fuß und Hand füßt eh' dem, der fügt" mit Ernst Brödl als con" in Borbereitung. ,, nun auch dem vierten Stande fein Recht werden müßte". Die Bio- und dam die Angst und das Entfehen, als er den Berlust des an Mufitchronik. Die diesjährigen Paffionsausführungen graphie Robert Blums sagt freilich von dieser Rede nichts; ich aber vertrauten Geldes bemerkt und den Entschluß zum Selbstmord. der Sing Atademie finden in der Garnisonkirche statt, und zwar habe fie gehört und jedes Wort vernommen; denn ich fand bem Das ist ganz große Kunst. Dieser Mostwin hat die entscheidende I am 24. und 80. Mars Matthäus- Paifion, am 29. März Johannes- Passion. " Eine feltfame Fichte. Ein merkwürdiges Naturbentmal befindet sich in der Nähe der Sirtlung Baden im Ostenholzer Moor ( Lüneburger Heide). Dort ist eine mittelgroße Fichte vom Sturm umgeworfen worden, so daß ihr Stamm jest wagerecht über dem Erdboden liegt. Da ein Teil der Wurzeln im Boden stecken blieb und so weiterhin für die Ernährung sorgen fonnte, fo blieb der Baum am Leben. Dabei haben sich nun die 2leste der Oberseite fenfrecht aufgerichtet und zu einzelnen baumartigen Gebilden aus gebildet, die ihre 3weige wagerecht nach allen Seiten ausftreden, während sich die in den Boden hineinragenden Aeste der Unterseite zu regelrechten Wurzeln umgewandelt haben. / auf dem letzten Loche, und das sei bei uns n o ch lange nicht der Fall. Deshalb lalle man nicht von Verhandlungen reden, wo handeln notwendig sei. Unser Kampsziel müsse sain, Herrn poincare beizubringen, dah Friede ernährt und Unfriede verzehrt.' Unbequeme fragen üer„Cre Nouvelle*. Amtliches Dementi gegen die„BorwärtS"- Darstellung über Recklinghansen. Paris, 5. März.(WTB.)„Ere Nouvellc" veröffentlicht folgende Auslassung: Der diplomatische Verichterstattcr unseres Blattes hat grstern entsprechend der Weisung des Ministeriums für Aus« wartige Angelegenheiten ein Dementi seiner Regierung über die Zwischenfälle in Recklinghausen nach der Dar- stellung des„Vorwärts" veröffentlicht, über die„Ere Rouoelle" eine Untersuchung verlangt hatte. Weiter heißt es, selbst- verständlich habe es(das Blatt) damit eine amtliche Erklärung wiedergeben wollen, für die die Regierung die volle Verantwor- tung trage. Es habe in der Angelegenheit keinerlei persön« l i ch e Ab s i ch t ausgesprochen. Seit Ende Januar lebe man unter ZwÄdeutigkeiten. Man sei noch dem Ruhrgebiet mit dem Gedanken gekommen, daß es sich um Beschlagnahme von Pfändern handele zu dem Zwecke, Frankreich die Bezahlung der Reparationen zu ge- währleisten, heute sei aber weder von der Beschlagnahme von Pfändern, noch von Zahlungsmitteln die Rede. heute fei nur noch die Rede von Sicherheiten. Indessen müsse klargestellt werden, ob das Ruhrgebiet Geld einbringe oder nicht. Bringe es Geld ein, warum werde dann nicht mehr von all dem geredet, was sich auf den finanziellen Ertrag der Besetzung beziehe? Warum gebe man sich den Anschein, als habe man kein I n t e r- esse an dieser Bezahlung, die man noch vor zwei Monaten als unbedingt notwendig erachtet habe? Wenn dagegen in dieser Bs- ziehung von der Anwefenheit der französischen Truppen im Ruhr- gebiet nichts zu erwarten sei, warum zerstreue dann die Regierung nicht endgültig die Illusionen? Wenn es sich aber nicht darum bandele, in Essen zu bleiben, damit Frankreich Bezahlung finde, sondern damit es gut verteidigt sei, dann möge man das auch sagen. Es liege auf der Hand, daß sich Polncare durch die vollständige Enlhüllung dessen, was sich seit dem Eintritt der Franzosen in das Ruhrgebiet abgespielt habe, vielleicht eine recht lebhaste Kritik zu- ziehen werde. Sicher aber werde man sagen, daß er dem Lande gegenüber keine klar« Sprache geführt habe. Wenn man ferner, wie der Kriegsminister glaube, ein haßerfülltes Deutschland vor sich habe, das zum baldigen Angriff auf Frankreich be- reit sei, wenn diese Ansicht nicht nur aus Besorgnis, sondern auf Beweise stütze, dann möge man vor allen Kanzleien Europas die Beweismittel veröffentlichen und England und Amerika die Folgen darlegen, die die Aufgab« des Gmeralpaktes noch sich gezogen habe. •k Die Berichte des„Vorwärts" über die Borfälle in Reckling- Haufen, wo am 7. Februar ein harmofes Theaterpublikum aus einer Aufführung des„König Lear" mit französischen Offiziers-Rcitpeitschen hillausgetrieben wurde, beschäftigen die französische Öffentlichkeit ziemlich lebhast. Ln der Kammer Hot der greise Friedensfreund Buiffon eine Anfrage über sie eingebracht, und„Ere Nouvelle" hatte einen Protestartikel gegen sie veröffentlicht. Solche und ähnliche Regungen der Menschlichkeit sind für Frankreich ehrenvoller als alle Heldentaten, die Herr Degoutte an der Ruhr vollbringt. Am 4. März teilte„Ere Nouvelle" mit, sie habe durch„Erkundigungen aus bester Duelle' festgestellt, daß alles, was aus Recklinghaufen über Miß- hand'ungen berichtet wurde,„absolut falsch" sei. Wir können dazu nur erneut erklären, daß die Vorgänge in Reck luighausen von unserem Ehefredakteur, Genossen Stampfer, persöillich durch Vernehmungen an Ort und Stelle festgestellt wurden, ferner ein Berichterstatter des„Manchester Guardian" an diesen Er- kundungen teilnahm und als ihr Ergebnis einen Bericht gab, der sich mit dem des„Vorwärts" inhaltlich deckt. Wenn die französische Regierung aus Recklinghausen einen Bericht erhalten hat, der diese Tatsachen bestreitet, so ist daraus weiter nichts zu entnehmen, als daß die Herren Offiziere, denen die Schandtat von Recklinghausen zur Last fällt, nicht den Mut aufbringen, sich zu Ihren Taten zu bekennen. Was bei dieser Sorte von Offizieren allerdings auch nicht weiter oerwunderlich ist. 9 Im übrigen gehl aus der oben wiedergegebenen neuesten Aus- lasiung der„Ere Nouvelle" deutlich hervor, daß sie dem Dementi der französischen Regierung nicht unbegrenzt«» Vertrauen entgegen- bringt. Leon Slum gegen polncarös Schweigetaktik. Paris, L. März.(WTB.) Der Führer der sozialistischen Kammerfroktion, Abgeordneter Leon Blum, stellt in einer Er- klärung fest, die ganze öffentliche Meinung in Deutschland fei heute davon überzeugt, daß Frankreich ins Ruhrgebiet eingerückt sei, um unbegrenzte Zeit dort zu bleiben, und daß es die Bildung eines aus dem Ruhrgebiet und dem linken Rheinufer sich zusammensetzenden autonomen Staates, d. h. eine Zerstückelung des Deutschen Reiches im Auge habe. Wenn die Deutschen sich in dieser Auffassung bestärken wollten, brauchten sie übrigens nur die französischen Zeitungen mit Einschluß des„Journal Officiel" einzusehen. Dort sei zu lesen, Frankreich halte das Ruhrgebiet besetzt, um sich gegen eine drohende deutsche Revanche zu schützen, und die Sicherheit Frankreichs werde durch den Besitz des Rheintals und des industri- ellen Arsenals im Ruhrgebiet gewährleistet. Blum stellt der Schweigetaktik Pvincares und seiner Weigerung, die wahren Ziele Frankreichs unzweideutig und feierlich zu ver- künden, die Erklärung der belgischen Regierung gegenüber. Dieser Erklärung zufolge hätte die belgische Regierung nicht di« Ab- sicht, sich auf die Dauer im Ruhrgebiet einzurichten. Die Besetzung wäre in keiner Weise der Deckmantel für einen politischen Hintergedanken, ihr ausschließliches Ziel wäre, die deutsche Re- gierung und den deutschen Kapitalismus zu annehmbaren Bor- schlügen zu zwingen. In Frankreich aber schweige die Regierung, während die Presse rede. Entweder General Degoutte rufe gus: Wir sind für 10 0 0 Jahr« im Ruhrgebiet, oder aber Poincarö er- kläre: Wir bleiben solange da, bis bezahlt ist. Der versuch öer �ushunaeruna. Die Direktoren der geplanten französisch- belgischen Eisenbahnverwaltung im Ruhrgebiet treffen gegenwärtig die ersten Vorbereitungen zur Uebernohm« ihres Amte». In- zwischen sind dl« Mili'ärs eifrig dabei, den neuen Männern die künftig« Arbelt zu erleichtern. Sie„beschlagnahmen" alles rollende Material, das ihnen vor die Firger kommt, so daß jetzt schon in- folge Mangels an Verkehrsmitteln ein geregelter Zugver- kehr unmöglich ist. Die jetzt noch auf dem Eis«nbohnweg« vor sich gehend« Ernährung der Bevölkerung tostet dem Reich tag- lich mehrere Maschinen und ungefähr 200 Güterwagen,«in Zustand, der schon im Verlauf mehrerer Wochen unhaltbar wird. Durch di« Beschlagnahme der Verkehrsmittel ist natürlich auch jede andere Zufuhr lahinzelegt. Diese„Maßnahmen" der Franzosen und Belgier zeigen immer deutlicher, welches Ziel mit der sogenannten U e b e r- nähme der Eisenbahnen erstrebt wird. Es kommt ihnen gar nicht darauf an. einen regelrecht«:-. Betrieb zustande zu bringen. als vielmehr jede Ein- und Ausfuhr, jeden Güter- und Personen- verkehr lahmzulegen. Würde die Uebernahme der Eisenbahnen mit der ernsthaften Absicht verbunden sein, einen ordnungsgc- mäßen Verkehr zustande zu bringen, dann wäre es sinn- los, alles rollende deutsch« Material zu oerschleppen und die bisher nicht unter Militärgewalt stehenden Linien restlos brach zu legen Es wird nicht lange dauern, dann wird jede deutsche Lebensmitlelzufuhr unmöglich gemacht. Von der Lahmlegung des Personenverkehrs verspricht man sich Steigerung der Ar- beitslosigkeit, da viele Arbeiter, Angestellte und Beamte in- folge S.illegung der Eisenbahn nicht zur Arbeitsstelle gelangen können. Gleichzeitig soll mit dem Druck auf den Magen durch Er- schwerung de? Lebensmittelzusuhr auf das Gemüt der Bevölkerung gewirkt werden. So soll schließlich die allgemeine Unter- werfung der Ruhrbevölkerung unter französischen Oberbefehl erzwungen werden. » Mannheim, S. März.(MTB.) Di« französische Besatzungs- behörde hat mit Wirkung vom heutigen Tag« bis einschließlich Donnerstag eine allgemeine Verkehrssp«rr« in den Straßen Ludwigshafens und über den Brückenzugang zu den Städten Mannheim und Ludwigshafen von 9 Uhr abends bis 6 Uhr morgens oerhängt. Die Maßregel soll als W i« d e r v« r- g e l t u n g für«inen Sabotageakt im Verkehrswesen angeordnet sein. Im übrigen ist im Verkehr über die Rh«inbrücke von Mann- heim nach Ludwigshafen eine Erschwerung erfolgt. Während bisher nur von beladenen Fuhrwerken«ine Abgab« in höhe von 10 vom hundert des Wertes der Ladung verlangt wurde, muß in Zukunft auch von leeren Fuhrwerken«in« Kaution in 5)öhe von 10 vom hundert des Wertes des Wagens entrichtet werden. h«ute früh haben die Franzosen auch d«n Bahnhof Industriehafen besetzt. Darmstadl, 5. März.(Eigener Drahtbericht.) Am Sonnabend nachmittag fanden mit dem Kommandanten der französischen Be- satzungsbchörd« Verhandlungen statt, deren Ergebnis die Räumung des Bahnbetriebswerks Darmstadt sowie des Güter, b a h n h o f s durch die Franzosen war, so daß das Personal die Arbeit am Montag wieder ausgenommen hat. Am gleichen Tage(Montag) fanden Verhandlungen statt, um die Räu- mung des Lokomotivausbesserungswerkes zu er- reichen. Dies« Verhandlungen scheiterten. Di« Franzosen lassen sich auf ein« Räumung des Lokomotivausbesserungswerkes nicht ein, sondern erklären, daß sie das Werk in eigen« Verwaltung übernehmen. Auf ein« Erklärung der Eisenbahnorbeiter, daß sie von der Notwendigkeit dieser Maßnahm« nicht überzeugt seien, da hier- für ein Grund nicht vorliege, erwiderten die Franzosen, daß sie über die in Mainz zutage getreten« Sabotage sehr enttäuscht seien und den Betrieb in Darmstadt in der Hand behalten wollen, um «ine Sabotage zu verhindern. Di« Maschinen würden noch dem besetzten Gebiet abgefahren. Wenn die Arbeiterschaft unter fran- zösischer Leitung arbeiten wolle, so könne sie jederzeit anfangen. Dieses Ansinnen haben die Vertreter der Arbeiterorganisationen ent- schieden abgelehnt. Euskirchen, S. März.(WTB.) hier wurde der Vorsitzende des sozialistischen Gewerkschaftskartell», G«werkschaftssekretär Sonnepahn, von den Franzosen verhaftet und im Automobil fortgeführt. Er wurde hinter Hennef ausgesetzt. Sein« Familie muß ihm innerhalb vier Togen folgen. Köln, 5. März.(WTB.) Wie die„Sozialistische R e p u- b l i k" meldet, wurde dem Geschäftsführer der Kommunistischen Partei Deutschlands, Ortsgruppe Köln, durch den P o l i z e i p r ä- sidenten mitgeteilt, daß er rom englischen Stadtkreis- delegierten beauftragt worden fei, dem Geschäftsführer zu er- öffnen, daß der von der Kommunistischen Partei Deutschlands für den 17. März dieses Jahres geplante International« Arbeiterkongreß in Köln nicht stattfinden darf. Essen, 5. März.(Eigener Drahtbericht.) Der von einem fran- zösifchen Posten in der Nähe des neubesetzten hauptbahnhofgeländes Erschossene ist nunmehr als der Bahnwärter Herold festgestellt worden. Er wurde in der Nähe der Zech« Königin Elisabeth auf dem Bahngeländ« erschossen. Einzelheiten der Tat konnten bisher nicht ermittelt werden. Aus dem Räume südlich Elberfeld werden stark« Truppenbewegungen, in der Hauptsach« Kavallerie, von Langenberg, Vohwinkel nach L«nn«p, Gräfrath und Remscheid und darüber hinaus in Richtung Wipperfürth gemeldet. Desgleichen sind im Landkreis Selsenkirchen Truppenverschiebungen vorgenommen worden._ Zunehmenöe Teuerung in Selgien. Die belgisibe Indexzahl, tvie sie daS belgische Arbeit?- Ministerium veröffentlicht, weist unter den Wirkungen der politi« schen Ereignisse, an denen Belgien aktiv beteiligt ist. in den letzten, Wochen eine star ke Steigerung auf. Der Index selbst ist festgestellt aus Grund von Erhebungen in öSS Orten und aufgebaut ans VS verschiedenen Artikeln, darunter 34 Lebensmitteln. g Haushaltsartikeln. 12 KleidungSarlikeln und dem Preis des Tabaks. Die so errechnete Indexzahl ist im Vergleich zum April 1914 von 883 am 15. Januar auf 397 am 15. Februar gestiegen. In den großen Städten Belgien« ist diese Indexzahl gestiegen von 377 aus 392 in Gent, von 392 auf 406 in Antwerpen und Lüttich und 405 auf 420 in Brüssel. ck Auch in Frankreich nimmt die Teuerung rapid« zu. Nach der amtlichen Statistik ist der Teuerungsindex der allgemeinen Lebens- Haltung bei Zugrundelegung von hundert für 1914, der im Dezem- der 418 erreichte, im Januar auf 447 gestiegen. Das Gewerkschaftsorgan„Ls P«uple" veröffentlicht, wie die„Voff. Ztg." meldet, die Ziffern in großer Aufmachung und bezeichnet dabei die im Januar eingetretene erhöhte Teuerung als eine Folge der Ruhraktion.__ verlöfckenöe tzochöfen. Mannheim, 5. März.(Eigener Drahtbericht.) Ein Kenner der wirtschattlichen Verhältnisse in Frankreich berichtet, daß in Frankreich schätzungsweise noch 25—30 Hochöfen Im Be- triebe sind von über 100 am Anfang Januar und LvAnfangdesFebruar. Di« zur Verfügung stehende Koks- menge französischer Erzeugung beträgt etwa 50 000. Die Menge der jetzt aus England hinzugetauften Koks« läßt sich nicht berechnen, dürfte aber mindestens ebenso hoch sein wi« die eigen« Erzeugung. Die augenblickliche Roheisenerzeugung wird auf 100 000 Tonnen monatlich geschätzt gegen 486 000 Tonnen im Monat Januar und 515 000 Tonnen im Dezember 1922. Zurzeit wird schon amerikanischer Koks zu 8 Schilling in kontinentalen Häfen gekauft. Es schweben Verhandlungen über die Ausfuhr von 30 000 Tonnen Koks aus Belgien gegen 18 000 Tonnen Schrotts aus Frankreich. Belgien bezieht sehr viel englische Kokskohle. Die belgische Erzeugung an Eisen mutz relativ sehr viel besser sein. Rutsche Nuhrfpenöe. Moskau. 5. März.(OE.) Der Allrussische Zentralgewerkschafk rat hat beschlossen, durch Sammlungen unter der Arbeiterschaft ganz Rußlands eine halb« Million Pud Getreide(etwa 8000 Tonnen) für die Arbeiter des Ruhrgebiets aufzubringen. I» einem Aufruf des Gewerkschaftsrates werden di« Arbeiter der ganzen Welt aufgefordert, dem Beispiel des russischen Proletariats zu folgen und den deutschen Arbeltern in ihrem Kampf« gegen die französischen Kapitalisten beizustehen. Ein deutscher Kommiiuist in Moskau ermorder. Moskau. 5. März.(OE.) Der Düsseldorfer Kommunist Leut- ner, der kürzlich in Moskau eingetroffen war, ist das Opfer eines Raub Übersalles in einem Vorort Moskaus geworden. Die Beerdigung Leutners hat heut« in Moskau stattgefunden. Di« Moskauer„Prawda" widmet Leutnsr einen warmen Nachruf. die Einbruchsaffäre in Rom. Rom, 5. März.(WTB.) Zu dem Raubversuch in der deutschen Botschaft berichten die Zeitungen ergänzend: Seit mehreren Monaten wurden häusig unbekannte Personen in der Nähe der Botschaft beob- achtet. Wichtige Schriftstück« und Geld wurden von der Botschaft in Sicherheit gebracht. Am Sonnabend bemerkte das Personal«ine Anzahl Männer vor der Botschaft. Drei davon öffneten eine kleine Tür und schlichen zum zweiten Stockwert hinauf, wo sie einen eisernen Schrank erbrachen und leere Aktenmappen an sich nahmen. Der Urheber des Einbruchs erklärte, er habe beabsichttgt, sich tu den Besitz geheimer Dokumente der Botschaft zu sehen. Die Polizei stellt Ermittlungen an. „Rolikommanöeure�. In der letzten Versammlung der Nationalsozialisten in Charlottenburg, bei der eS zu Reibereien zwischen den An« Hänger» der Deutichvölkischen Freiheitspartei und Kommunisten kam, sind, wie genieldet, auch die sogenannten. R o l I k o m m a n« dos" in Erscheinung getreten, die unter diesem Namen den Saalschutz der genannten Partei übernommen haben. Gegen die Veranstalter und Leiter der Versammlung ist nunmehr eine Untersuchung eingeleitet worden, die ergeben soll, ob die Roll- kominandoS mit Wissen und Willen der Versammlungsleitung ein- gesetzt worden sind. Der in det� Versammlung aufgetretene Diskussionsredner Pressel dürste wahrscheinlich von der Polizei aus Preußen ausgewiesen werden, da er zwar in München wohnt, ober Tschechoslo wale ist. Wirtschorst Die Wirtschaftslage im Februar. Nach den Berichten der preußischen Handelskammern an dos Handelsministerium ist es trotz der Abschnürung des industriellen Westens von dem übrigen Deutschland gelungen, die Wirtschaft an der Ruhr und am Rhein wie auch im übrigen Deutschland während de» Monats Februar im wesentlichen aufrechtzuerhalten. Di« R u h r k o h l e geht, soweit sie nicht innerhalb des besetzten Gebietes selbst verbraucht wird, auf die Halden der Zechen und die Lagerplätze der großen Werke. Di« Nichtlieferung der Reparation»- kohle an Frankreich und Belgien gleicht die Minderförderung, die sich naturgemäß mit der Besetzung eingestellt hat, im wesentlichen aus. Das unbesetzte Deutschland hilft sich durch Mehrfördening und durch oermehrte Einfuhr vor allem an englischer Kohle, so daß der Bedarf in Verbindung mit den vorhandenen Borräten gedeckt werden konnte. Der Ausfall an Roheisen wurde in erster Linie durch ein« vermehrte Erzeugung von Roheisen in Oberschlesien auszu- gleichen versucht. Auch Fertigeisen wurde in größerem Umfang« von dort geliefert, während das besetzte Gebiet in großem Umfange auf Vorrat arbeiten-mußt«. Auf dem Geldmarkt war das aus- sallendste Ereignis die durch die Reichsregierung und die Reichsbank veranlaßt« Senkung des Dollarkurses von 52 000 auf rund 22 000. Diese Maßnahme war notwendig zur leichteren Deckung der oer- mehrten Auslandseinkause, vor allem an Kohl«: ganz besonders aber mußten weitere Preis st e i g« r u n g e n im Interesse des sozialen Friedens und der Wahrung der Einheitsfront im Abwehrkampf« gegen di« Einbruchsmächte vermieden werden. Preissenkungen traten in wesentlichem Umfang« noch nicht«in; besonders war im Einzelhandel ein Rückgang der Preise deshalb noch nicht möglich, weil sich die Preis« in den meisten Fällen noch gar nicht auf der höhe des Dollarstandes befanden Eine Ausnahme machten nur die Waren, die, wie Margarine, Schmalz, Oel« usw. unmittelbar aus eingeführten Rohstoffen hergestcllt werden. Im übrigen bildeten die Erhöhung der Kohlenpreise und der Frachten ein starkes Gegen- gewicht gegen die Preissenkung In mehreren Industriezweigen machte sich ein erneuter Rück- gang an Aufträgen bemerkbar, auch die wachsende Kon- kurrenz des Auslandes wird infolg« des besseren Mark- standes verschiedentlich verzeichnet. Besonders betroffen sind hier- von die Clektrizilätsindustrie, die Aluminium- und Metallferttg- warenindustrie. die Tafelglasindustri«, auch in einzelnen Teilen das Textll- und das Konfektionsgewerbe. Generalversammlung der GCG. Di« G r o ße i n ka u f s g e se llf ch a st Deutscher Kon- sumvereine hielt am 19 Februar in Hamburg eine außer- ordentliche Generalversammlung ab, um«ine Erhöhung des Stamm- kapital? zu beschließen. Lorenz sprach über di« gegenwärtige Wirtschaftslage und ihre Auswirkungen auf die GEG. Man könne mit den nötigen Einschränkungen noch von erfreulich steigendem Um- satze sprechen, der 38 Milliarden im Jahr« 1922 gegen 2,4 Milliarden im Vorjahre betrug. Solch« Umsätze dauernd zu machen, fehlten aber gegenwärtig die Mittel. Für die Herstellung und Er- Weiterung der Neuanlagen seien bis zum 81. März S6S Millionen Mark ausgeworfen worden. Das plötzliche Empor- schnellen der Devisen habe die Eigenbetriebe in eine schwierige Lage gebracht. Wenn im Jahre 1922 mit 50 Millionen Mark Kavital ein Umsatz von 38 Milliarden Mark erzielt wurde, io bedeutet das 763- maligen Umschlag des verfügbaren Kapitals. Von der vorgefchla- genen Kapitalerhöhung auf 500 Millionen Mark müßten die Ber- eine mindestens 300 Millionen aufbringen. Ueber die Erhöhung des Stammkapitals und die notwendig werdend« Abänderung des Gesellschaftsvertrages referiert« Berger. Die vorgeschlagene Erhöhung bedeute nur ein Minimum. Wei- tere wesentliche Forderungen seien bei fortschreitender Geldentwer- tung bestimmt zu erwarten. Di« Kapitalerhöhung und die Erhöhung des einzelnen Anteils von 1000 auf 10000 M. sowie der Pflichtsumm« pro Mitglied auf 200 M. wurden ohne Debatte einstimmig angenommen. In den Aufsichtsrat wurde als neue» Mitglied auf Vorschlag der früheren Vereine des Allgemeinen Verbandes Geschäftsführer Berger-Breslau gewählt._ Devisenkurse. Unserer gestrigen Kurstasel sind nach folgend« amtlichen Notterungen nachzutragen: 100 österreichische Kronen 31,72 Geld. 31.88 Brief: 1 tschechische Krone 674.81 Geld, 677,69 Brief: 1 jugoslawischer Dina 252,36 Geld. 253,64 Brief: 1 ungarisch« Krone 7,60 Geld, 7,64 Brief: 1 bulgarische Lewa 129,67 Geld. 130.33 Arles.— 1 Polenmark kostete im freien Verkehr etwa 51 Pf.... Gewerkschaftsbewegung Lohnbewegung in der Metallindustrie. In der Metallfartelsizung am 5. März erschienen mehrere Kommissionen aus den Betrieben mit der Weisung, daß das Metalltbird. Eine WTB.- Meldung besagt: # GL Arbeiter- Sport A Vom Wasserballspiel. Dienstag oder Donnerstag von 3-6 Uhr im Fichte"-Sporthaus, Köpenider Straße 108, bei Dehlschläger. Männer, Arbeiter- Athleten- Bund( Kreis Brandenburg). Delegiertensizung Donners. tag, den 8. März, 7½ Uhr, bei Schulz, Elisabethstr. 30. fartell alle Maßnahmen zu ergreifen hat, um die berechtigten Ein großer Teil der Schwimmfportanhänger wendet jetzt sein Forderungen der Arbeitnehmer zu erledigen. Das Reichsarbeits- Interesse dem Wasserballspiel zu. Das ist an und für sich nicht nur öffnet der Bezirk Südosten der Freien Turnerschaft Groß- Berlin in Eine Mädchen- Turnabteilung( Kinder von 8-14 Jahren) er ministerium hat umgehend dem D. M. B. mitgeteilt, daß am geeignet, Unterhaltung zu bieten, ein Programm abwechslungsreich der Turnhalle Görliger Straße am fommenden Donnerstag. TurnMittwoch, den 14. März, erneut eine Verhandlung zu gestalten und dadurch zur Werbekraft bei öffentlichen Schwimm- zeit Montags und Donnerstags von 7-9 Uhr unter bewährter vor dem Reichsarbeitsministerium stattfinden soll. Das Kartell peranstaltungen zu werden, sondern es ist auch für den Ausübenden Leitung. Um weitere Bekanntgabe an die Arbeiterschaft des Südhat den Vorschlag des Reichsarbeitsministeriums einstimmig selbst von Nuzen. Das Wasserballspiel stammt, wie so viele, ja tie oftens wird gebeten. abgelehnt. Die Mitglieder werden dauernd auf dem laufenden meisten Sport piele, aus England. Da die Behörden in der NachDas Kinder- Musterriegenturnen des 4. Bezirks findet am nächsten Sonntag, gehalten. In diesen Tagen wird eine Funktionärverfam m- revolutionszeit in Deutschland nicht mehr so engherzig bei der Er- 1 Uhr nachmittags, in Schöneberg, Turnhalle Belziger Straße, statt. Freie Schwimmer Charlottenburg. Mit einem am 11. März stattfindenden I ung stattfinden, in der endgültig über die Sachlage entschieden auch das Wasserballspiel jetzt bei uns immer mehr getrieben. Da ist Sallenschwimmf eft in der Badeanstalt in der Krummen Straße treter es nun wohl ganz angebracht, ein tägliches Memorandum für die Freien Schwimmer wieder einmal an die Oeffentlichkeit und bitten alie Freunde und Interessenten, sie mit ihrem werten Besuch zu erfreuen. Das Wasserballspieler, das dem Lehrbuch für das Wasserballspiel von Brogramm umfaßt Frauen- und Männer, Einzel- und Staffeltämpfe in Friz Droemer( Verlag Aug. Reher, Berlin) entnommen ist, mit Schwimmen, Springen, Tauchen sowie die beliebten Reigen- und zwei Wasserballspiele. In dem Jugendspiel werden die Freien Schwimmer Neukölln den „ Nachdem die am 3. März im Neichsarbeitsministerium geführte zuteilen. Charlottenburgern gegenüberstehen. Durch das verhältnismäßig minimale Verhandlung über die März löhne der Arbeiter in der Ber Abstoßen ist verboten. Durch einen Anwurf fann nie ein Tor Eintrittsgeld ist jeder Parteigenosse imitande, sich von dem Wert der Arbeiterliner Metallindustrie infolge Nichtzustandekommens eines erzielt werden. Der Ball darf nur mit einer Hand gefaßt werden schwimmerei als Erziehung zum Klaffenkampf zu überzeugen. Athletit- Sport- Club, c. B. Leichtathletik, Hockey, Rudern. ( Torwächter ausgenommen). Schiedsspruches ohne Ergebnis geblieben ist, hat das Reichsgehalten werden. Der vom Schiedsrichter geworfene Ball darf nicht wühlenftr. 50. Beginn 7 Uhr, Frauen 19 Uhr. Sonntag, Wölfer, BaumDer Ball darf nicht unter Wasser Frauen, Jugendabteilung. Donnerstag, 8. März, Training in der Turnhalle arbeitsministerium ein neues Einigungs- und Umkleidelokal: eher berührt werden, als bis er die Oberfläche des Wassers erreicht lauf in der Königsheide. Ablauf 11 Uhr. Schiedsgerichtsverfahren eingeleitet, zu dem die hat. Der Ball darf nicht über die eigene Grund- bzw. Torlinie ge- schulenweg, Baumschulenstr. 65. Geschäftsstelle: Alfred Behrends, Berlin NW. 87, Binzendorfstr. 7. Hockeyabteilung: Freitag, 9. März, Sigung bei Rittelmann, Parteien auf den 8. März geladen sind. Die Bemerkung eines worfen werden( Die Strafe hierfür ist ein Freiwurf der Gegen- Goßlerstr. 8. Beginn 8 Uhr. Tel.: Alexander 1958. Bertreter: Walter Preez, Berliner Blattes in seinem Bericht über die Verhandlung, die Un- partei.) Ein Freiwurf fann fein Tor erzielen, der Ball muß erst Baumschulenweg, Baumschulenstr. 84-85. parteiischen hätten in der Verhandlung vom 3. März bekanntgegeben, von einem zweiten Spieler berührt sein. Ein Strafwurf hat Don daß die Regierung angeordnet habe, im März sollten teine einem beliebigen Punkt der 4- Meter- Linie zu erfolgen. Einen Frei-, 2ohnerhöhungen stattfinden, ist unzutreffend. Torlinien- und Strafwurf muß der Schiedsrichter anpfeifen. Durch eiren Strafwurf kann direkt ein Torgewinn erzielt werden. Das Festhalten am Bassinrand und am Gegner ist verboten. Ein Gegner darf nur belästigt werden, wenn er den Ball in der Hand hält. Ein Der Groß- Berliner Arbeitgeberverband des Großhandels teilte Gegner darf weder gestoßen, noch festgehalten werden. Die Maldem Deutschen Verkehrsbund mit, daß die Arbeitgeber aller dort Linie darf nur überschritten werden, wenn der Ball sich zwischen angeschlossenen Branchen nicht nur die Forderung der Handels- Mal- und Grund- bzw. Torlinie befindet. Bei einem Pfiff des arbeiter nach einer Revision der Februarablommen Schiedsrichters hat jeder Spieler sofort das Spiel einzustellen und ablehnen, sondern sich auch von einer direkten Verhand auf seinem Platz zu verharren, bis die durch den Schiedsrichter Iung über die Erhöhung der Löhne für den Monat März gefällte Entscheidung ausgeführt ist. Bei dem Spiel darf von den feinen Erfolg versprechen. Nach Ansicht der Arbeitgeber fäme Spielern nicht gesprochen oder kritisiert werden. Die Spieler haben wegen der„ anhaltenden Preissentung" eine Lohnerhöhung sofort und ohne weiteres den Anordnungen des Schiedsrichters nicht in Betracht. Ueberdies wird auch hier mitgeteilt, daß nachzukommen. Sämtliche Spieler, mit Ausnahme des Torwächters, die Arbeitgeber einer Anregung der Regierung, fie beim Breis- müssen stets schwimmen. Ein Tauchen des Gegners ist verboten. abbau zu unterstüßen und demzufolge keine Rohnerhöhung vorzu- Desgleichen ist ein Ueberschwimmen des Gegners nicht gestattet. Der nehmen, Folge leisten wollen. Torwächter darf den Ball bei einem Toreinwurf nie über die Mittellinie werfen. Der Torwächter darf sich aus seinem Tor nur bis zur 4- Meter- Linie entfernen. Ein Verlassen des Wassers wäh rend des Spiels ist verboten. Der Ball darf nicht mit der Faust geschlagen werden.( Torwächter ausgenommen.) Bei einem Wurf darf man nicht auf dem Grund des Wassers stehen. Dem Gegner darf nicht ins Gesicht gespritzt werden. Ein Schwimmen mit dem Ball in der Hand ist verboten. Bei einem Freiwurf darf der Ball weder dem eigenen Torwächter, noch einem Mitspieler, der sich zwischen der feindlichen Mal- und Grundlinie befindet, zugeworfen werden. Ein Tauchen des Gegners ist verboten. Lohnbewegung im Großhandel. Die Organisation bat nim dem Schlichtungsausschuß GroßBerlin für die in Betracht kommenden Branchen Chemikalien, Mineralöle und Fette, Glas und Keramit, Altmetall, Etienfurz waren und Werkzeugmaschinen, Elettro- Großhandel, Uhren und Edelmetalle, Textilgroßbandel, Lederwirtschaft, Samen, Kolonialwaren, Fourage und Dung angerufen. Es bleibt abzuwarten, ob auch diese Stelle den Arbeitern zumutet, bei einem erforderlichen Existenzminimum von 100000 m. mit ca. 85000 m. pro Woche ihr Leben zu fristen. Tarifkämpfe der Anwaltsangestellten. Der Kampf der Berliner Anwaltsangestellten um eine menschenHartellverband für Sport und Körperpflege. würdige Bezahlung nimmt wieder einmal beängstigende Formen Die Generalversammlung des Kartellverbandes( Fortsetzung) findet am an. Bis jezt sind noch nicht einmal die Januarbezüge Sonnabend, den 10. März, 6 Uhr, in der Schulaula, Weinmeisterstr. 16, statt. tariflich geregelt. Den Anwälten, die jede Uneinigkeit im Lager fehen. Bereine, die den Kartellbeitrag für 1922( pro Mitglied über 17 Jahre Jeder Delegierte ist durch seinen Verein, Abteilung usw. mit Ausweis zu ver der Angestellten geschickt auszunuzen wissen, gelang es, diese Rege- 4 Mart) noch nicht gezahlt haben, find nicht stimmberechtigt und können auch Lung bis jezt hinauszuziehen. Der tarifliche Schlichtungsausschuß feine Aemter befezen. Tagesordnung: Fortsegung der Diskussion des Berichts, Wahlen und Kartellangelegenheiten. Die Geschäftsstelle des Kartellverbandes hat nun durch Schiedsspruch für Januar eine Erhöhung ist bis auf weiteres: Robert Dehlschläger, Berlin N. 65, Hochstädter Str. 10. bon 75 Bros. auf die Dezembergehälter, für Februar eine solche Auskunftserteilung Dienstag und Donnerstag von 3-6 Uhr, Köpenicker bon 100 Proz. auf die Januargehälter festgesetzt. Nach diesem Straße 108, Fichte". Alle Brieffendungen nur an die Geschäftsstelle, Soch städter Str. 10. Gefunden beim Sallensportfest zwei Geldtäschchen mit InSchiedsspruch würde das Höchstgehalt eines Bureauvorstehers etwa halt. Die Berlierer können diese gegen Legitimation in Empfang nehmen 239 000 M., das einer Sienotypiftin 123 000 m. und das eines Lehrlings 32 000 M. betragen. Diese Säße bleiben weit hinter den Gehältern anderer Berufsgruppen zurück. Die Cohnverhandlungen in der Holzindustrie vor dem DemobilDie Anwälte haben diesen Schiedsspruch abgemachungskommissar sind auf Wunsch der Arbeitgeber auf Mitt lehnt. Diese Ablehnung ist um so befremdender, als sich in den woch vertagt worden. Nach der neuerlichen Stellungnahme der lezten drei Wochen ihre Gebühren ganz außerordent Arbeitgeber ist anzunehmen, daß eine Verständigung nicht zustande lich erhöht haben. Die Rechtsanwaltsgebühren sind um 100 tommen wird. Die Situation hat sich ganz wesentlich zugespitzt. Prozent, die Bauschalsäge um 66% Proz. und die NotariatsZur Neuregelung der Beamtengehälter erfahren wir, daß über gebühren um 70 Broz. erhöht. Die Anwälte treiben mit ihren die Eingabe der Spizenorganisationen der Beamten, Angestellten Angestellten ein frebelhaftes Spiel. Die Ablehnung und Arbeiter des Reiches um Anberaumung neuer Lohn- und Gehat in allen Streifen die heftigste Erbitterung und haltsverhandlungen noch nicht entschieden worden ist. Nach den Empörung hervorgerufen. Der Demobilmachungskommiffar ist vorliegenden Informationen scheint das Reichsfinanzministerium bezur Verbindlichkeitserklärung des Spruches angerufen. Die An- fchloffen zu haben, eine Erhöhung der Löhne und Gehälter für März waltsangestellten sind einmütig entschlossen, den Kampf mit abzulehnen; für das besetzte Gebiet soll jedoch eine Erhöhung des ben schärfsten gewertschaftlichen Mitteln auszu Teuerungszuschlages zugestanden werden. tragen. Die im Zentralverband der Angestellten organisierten Anwaltsangestellten werden in einer Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 7. d. M., zu der Lage Stellung nehmen. Lohnftabilisierung im Friseurgewerbe. 3m Bankgewerbe wird am Donnerstag zwischen dem Reichsverband der Bankleitungen und den Organisationen der Bankbeamten über die endgültige Festsehung der Februarbezüge und die Neuregelung der Märzbezüge verhandelt. Produktionsschule und Arbeitswissenschaft. Nicht Freigewerkschaftliche Betriebsräteschule. Zentralverband der Angestellten, Metallindustrie. Seute, Dienstag, 27 Uhr, in den Sophien- Sälen, Sophienstr. 17-18, Funktionärversammlung. Die Lage in der Metallindustrie." Vollzähliges Erscheinen ist erforderlich. Deutscher Wertmeisterverband. Alle Obleute, Bertrauenslcute und Funktionäre der Berliner Metallindustrie haben heute, Dienstag, abends 6 Uhr, Versammlung. Die Lage in der Metallindustrie." Bersammlungslokal Lehrer. vereinshaus, Aleranderplag. Achtung, Butab- Funktionäre! Hente abend 7 Uhr Funktionärversammlung in den Germania- Prachtsälen, Chauffeeftr. 110. Erscheinen aller Funktionäre ist bringend notwendig. Die jebige Situation in ber Metallindustrie." verwaltung Berlin, Fachgruppe Metall: Günther, Biemer. Zentralverband der Angestellten. Chemischer Großhandel( außer Dele und Fette): Deffentliche Versammlung heute 7% Uhr in der Neuen Philharmonie, Röpenider Str. 96-97. Sportverein Moabit. Leichtathletik, Hoden, Turnen. Männer, Frauen, Jugendabteilung. Training jeden Montag, Dienstag und Freitag von 8 bis 10 Uhr in der Turnhalle Rostocker Str. 32. Schülerabteilung jeden Dienstag und Freitag von 6-8 Uhr ebenda. Am Sonnabend, den 10. März, Gründungsfeier des Vereins im Stadt- Theater, Alt- Moabit 47-48. Beginn 7½ Uhr. Geschäftsstelle: Erich Richter, NW. 21, Wiclefftr. 20. Sodenabteilung: Donners tag, den 8. März, 7 Uhr, Sigung bei Pilz, Rostoder Str. 27. Tel.: Moabit 2478. Bertreter: Willi Benig, N. 87, Sidingenstr. 51. Arbeiter- Radfahrer- Bund, Solidarität", Ortsgruppe Neukölln. Donnerstag, den 8. März, 7½ Uhr, bei Balewsky, Boddinſtr. 57, Mitgliederversammlung. Freie Turnerschaft Friedenau. Am Sonntag, den 11. März, nachmittags 2 Uhr, veranstaltet der Berein in der Turnhalle des Realgymnafums, Friedenau, somuthstraße, ein öffentliches Schauturnen. Freunde und Gönner unserer Turnfache sind hierdurch eingeladen. Arbeiter- Turner- Bund, 1. Kreis, 5. Bezirk. Sonntag, den 11. März, Dormittags Uhr, Bezirksvorturnerinnenstunde in Friedrichshagen, Schulstraße ( Gymnasium): anschließend Gigung im Lokal von Koppe, Friedrichstr. 121. Wetturnen der Kinder unseres Bezirks findet am 11. März, nachmittags 2 Uhr, Die Kampfrichtersizung um 1 Uhr im Restaurant, Tivoli". Neue Arugallee. 8. März: Fretheit- Neukölln, Brenzlauer Tor; 13. März: Reptun- WeißenfceArbeiter Turn- und Sportbund, 1. Kreis, 5. Bezirt. Das Musterriegenin der Turnhalle des Realgymnasiums in Treptow, Neue Rrugallee 4, statt. Arbeiter- Turn- und Sportbund, Kreis 1, 6. Bezirt. Wasserballferienspiele: Neptun- Lichtenberg, Stadtb. Kreuzberg. Fußballabteilung der Freien Turnerschaft Steglig. Geschäftsstelle: Paul BerAndres, Stegliz, Solsteinische Str. 25. Sämtliche Sufchriften nach dort. einslokal: A. Schiele, Steglig, Mariendorfer Str. 8. Fernsprecher: Steglitz 245. Jeden Donnerstag Sikung. Ruderverein, Collegia". Der Berein ist noch in der Bage, Mitglieder auf. zunehmen. Da die Ausbildung auch während der talten Jahreszeit stattfindet. ( im Ruderbassin), werden Interessenten gebeten, fich am Freitag im Vereins. Total Thunad, Charlottenburg, Wielandstr. 3, um 8 Uhr einzufinden, wo nähere Auskunft erteilt wird. Der Naturfreunde- Messe der Ortsgruppe Berlin, E. B., des Touristenvereins ,, Die Naturfreunde", veranstaltet von der Ortsgruppenleitung, findet bestimmt am Freitag, den 16. März, abends von 7 bis 10 Uhr, Sonnabend, den 17. März, abends von 6 bis 10 Uhr, und Sonntag, den 18. März, von 11 Uhr vormittags bis 9 Uhr abends im Jugendheim Osten, Große Frankfurter Str. 17, ftatt. Literatur. ,, Was der Kraftfahrer von seinem Fahrzeug wissen muß" nennt sich ein einfach und verständlich geschriebenes Wert, das in S. Gerstmanns Berlag, Berlin W. 10, Lügowufer 5, erschienen ist. Es gibt, durch zahlreiche bis ins einzelne gehende Abbildungen unterstügt, eine gute Einführung in die Ron. ftruktion der Kraftfahrzeuge. Die verschiedenen Systeme der Vergaser, 8ündungen, Kupplungen, Wechselgetriebe usw. werden so ausführ lich behandelt, daß das Wert als ein sehr praktisches Handbuch für den Krafts fahrer zu betrachten ist. Der Preis beträgt gebunden 3 M.( Grundzahl) und berechnet sich nach der Schlüsselzahl des Börsenvereins Berliner Buchhändler. und Arbeitswissenschaft". " Anwaltsangestellte im ZDA. Mittwoch 7% Uhr Mitgliederversammlung in der Neuen Philharmonie, Köpenider Str. 96-97. Lehrergewerkschaft im ADB. GDB.- Mitglieder und Interessenten treffen fich Mittwoch abend 7 Uhr in der Aula des Sophien- Lyzeums, WeinmeisterLichtbildervortrag des Prof. Dr. Lewitin: Produktionsschule ftraße 16-17. Achtung, Walzwertbranche! Donnerstag 6 Uhr in der Schule BeinmeisterStraße 16-17 Besprechung aller Kolleginnen und Kollegen der Walzwerte, Bleiund Drahtkabel- sowie Papierrohrfabriken, die auf dem Boden der Amsterdamer Internationale ftehen. Stellungnahme zu den Vorgängen in der Metallindustrie, soweit sie die Branche betreffen. Stellungnahme zur Neuwahl der Branchenleitung. Erscheinen unbedingt notwendig. Partei- und Mitgliedsbuch legitimieren. 3. A.: S. Dob berke, Amsterdamer Richtung. aufgefordert, für die allgemeine Mitgliederversammlung am Donnerstag abend 6½ Uhr in den Sophien- Sälen, Sophienſtr. 17-18, bie regste Propaganda zu Achtung, Zimmerer! Alle Vertrauensleute und Betriebsräte werden hiermit machen. Die Erhaltung des Achtstundentages. Es ist Pflicht eines jeden Mit gliedes, zu erscheinen. Der Vorstand. Aus der Partei. Berantwortlich für den redaft. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Th. Gloce, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin, Lindenstr. 3 bierzu 1 Beilage. Bergmanns Zahnpafia Rosodonf Die Stabilisierung der Löhne soll jetzt auch im FriDie neue Pressefommission des„ Vorwärts" trat am 5. März feurgewerbe durchgeführt werden, in Verbindung mit einer Stabili- Sophien- yzeums, Beinmeisterstraße 16/17, ein itbildervortrag 1. Vorsitzenden Gen. Draemert, zum 2. Vorsitzenden Gen. Ueber diefes Thema findet Mittwoch abend 7 Uhr in der Aula des zu ihrer fonitituierenden Sigung zusammen. Gewählt wurden zum fierung der Preise. Die Innungen möchten zwar die Preise weiter statt, den Genosse Prof. Dr. S. A. Lewitin aus Moskau auf Einladung hin erhöhen, allein der Abstand zwischen den zurückgehaltenen Breisen der Freigewerkschaftlichen Betriebsräteschule hält. Eintrittstarten zum Preise Dittmer, zum Schriftführer Gen. Günther. Alle Wahlen der billigen, nur mit Lehrlingen oder allein arbeitenden Selbstän- bon 50 m.( für Arbeitslose unentgeltlich) find am Saaleingang und im erfolgten einstimmig. digen und den Mindestpreisen der Meisterverbände wird immer nur die Betriebsräte, sondern alle an Fragen der modernen Erziehung und Bureau der Betriebsräteschule( Engelufer 24/25, 2. of I) erhältlich. größer, so daß die Innungen beschlossen, von einer weiteren Er- Arbeitsausbildung interessierten Kolleginnen und Kollegen laden wir zur Teilhöhung der Preise zunächst abzusehen, da man befürchtet, daß eine mahme an diefem Lichtbildervortrag ein. weitere Abwanderung der Kundschaft zu den Preisbrüdern eintreten wird. Das ist jedoch eine Angelegenheit, die die Arbeitgeber unter fich abzumachen haben. Allein die Innungen haben daraus den Schluß gezogen, weil sie ihre Preise nicht erhöhen, auch die Gehilfenlöhne nicht zu erhöhen. Zahlen sie doch heute schon den über 21 Jahre alten Gehilfen Wochenlöhne von fünfzehntausend Mart, bei einer Arbeitszeit von 8 bis 7 Uhr und Sonntags von 8 bis 12 Uhr. Ist es doch ganz selbstverständlich, daß bei längster Arbeitszeit die niedrigsten Löhne gezahlt werden. Auch das fällt bei solchen Zuständen nicht weiter auf, daß bei diesem Wochenlohn für sieben Arbeitstage die Gehilfen ihr Handwerks zeug selber stellen und in Ordnung halten müssen. Auch im Friseurgewerbe sind Beispiele dafür gegeben, daß dort, wo die höchst über- ftraße 47, Gigung des BGPD.- Aktionsausschusses. Zutritt haben die Bezirks Achtung, Buchdrucker! Mittwoch nachmittag 5 Uhr bei Baum, Stallschreiberflüffige Sonntagsarbeit abgeschafft ist wie z. B. in Hamburg Delegierten und die Vertrauensleute der Großbetriebe. Bollzähliges Erscheinen die Löhne wesentlich höher sind als in Berlin, wo noch Sonntags erwartet der Fraktionsvorstand. Solzarbeiterverband. gearbeitet werden muß. Branche der Holzbildhauer: Bertrauensmännerver. Die organisierten Gehilfen außer denen es in Berlin noch sammlung Mittwoch abend 7½ Uhr im Gewerkschaftshaus, Engelufer 24-25. Butab- Mitgliederversammlung der Solzindustrie. Mittwoch abend 7% Uhr viele andere gibt haben für die Stabilisierungsmaßnahmen der im Berliner Klubhaus, Ohmstr. 2, Berichterstattung über das Ergebnis der Innungen fein rechtes Verständnis und wollen jetzt den Schlich Urabstimmung. Sämtliche AFA- Mitglieder haben zu erscheinen. Reichsbruderei. Mittwoch nachmittag 3% Uhr Mitgliederversammlung in den tungsausschuß anrufen. Das allein wird wenig nügen. Not- Armin- Hallen, Kommandantenstr. 47-48. Stellungnahme zum Aufruf der wendiger wäre, daß endlich auch einmal in Berlin alle Friseur Freigewerkschaftlichen Betriebsrätezentrale und der Berliner Gewerkschaftsgehilfen und gehilfinnen den Weg zur Organisation finden. Die kommission. Neuwahl der Betriebsräte in Groß- Berlin. nächste Gehilfenversammlung am Donnerstag wird sich mit Gaal des Gewerkschaftshauses, Engelufer 24-25, Jahresgeneralversammlung. Verband der Buchbinder und Papierverarbeiter. Mittwoch 5 Uhr im großen dieser Stabilisierung" näher beschäftigen. Die Ortsverwaltung. " IVO PUHONNY A Drts die Sparsamkeit selbft Seit 70 Jahren bewährt Satyrin gegenwächezustände, Nervenstörungen, Neurasthenie ein anregendes und krältigendes Yohimbin- Hormon- Präparat der Akt- Ges. Hormona, Düsseldorf- Grafenberg. Zah reiche ärztl. Anerkennungen. Prospekte gratis. Erhältlich in Apotheken! Stets vorrätig in Berlin: ElefantenApotheke. Leipziger Str. 74; En el- Apotheke, Kanonierstr. 44; HohenzollernApotheke, Königin- Augusta- Str. 50; Wittes- Apotheke, Potsdamer Str. 84 a Husten mit Auswurf müssen Sie schnellstens beseitigen. Bir raten Ihnen aus 50 Gramm echtem Fagosot- Extraft durch Auftochen mit 1 Bfd. Zucker und% Liter Waffer eine preiswerte, prompt wirkende Suſtenmedizin selbst herzustellen. Echter Fagofot Ertratt ist sicher erhältlich in allen Apotheken. BATSCHARI bringt BC handgemachte CIGARETTEN in höchster Vollendung Nr. 10840. Jahrgang Steigende Lebensmittelpreise. Milch und Brot wird wieder teurer. Beilage des Vorwärts Der Traum von billiger Milch ist für Berlin nur furz gewesen. Heute schon steht fest, daß auch in der nächsten Woche der Milchpreis wieder anziehen wird, man rechnet auf etwa 700 M. Nach ten Angaben des Milchamtes ist zwar die Einfuhr von Frischmilch in Berlin nicht geringer geworden als in den letzten Wochen, aber die sonst in dieser Jahreszeit zu erwartende Steigerung der Einfuhr ist nicht eingetreten. Im Gegenteil, es machen sich überall in den Milchbelieferungsbezirken der Stadt Berlin Tendenzen bemerkbar, auf höhere Bezahlung der Milch zu tringen. Es wird eine ausgaben für die Stadtverordneten und verlorene Zeit fosten wir tann man jezt schon als feststehend bezeichnen. Von den Angriffen' bleibt nichts übrig, die Preise, die diese zum Teil sehr periönlichen und ehrenrührigen Angriffe verbreitet hat, wird sich hüten, fie zurückzunehmen. Und in der Stadtverordnetenversammlung wird man über die prinzipielle Frage entscheiden, ob es die Welt noch ertragen fann, wenn eine städtische Gesellschaft dem privaten handel Konkurrenz macht. Dienstag, 6. März 1923 Nichterfüllung dieser Forderungen soll eine neue Mitgliederver fammlung entscheidende Beschlüsse fassen. Bis dahin wollen die Rassenärzte ihre Tätigkeit für die Krankenkassen zunächst fortsegen. Hakenkreuzlerunfug in Potsdam. Sonntag nachmittag versammelten sich vor dem Potsdamer Hauptbahnhof viele Hunderte hatenfreuzler mit enthüllten Fahnen. In Gruppenkolonnen, unter Absingen des Liedes " Die Brigade Ehrhardt werden wir genannt", zogen die Hafenfreuzler zur Garnisonfirche zum Gottesdienst, an dem u. a. Reichswehrsoldaten in Uniform teilnahmen. Nach einem Umzug durch die Straßen wurden die Gruppen zum Antifen Tempel geführt, woselbst einem Schloßdiener eine Hafenkreuzfahne überreicht wurde, die später am Sartophag niedergelegt wurde. Auf dem ganzen Weg wurde dieser auf das äußerste provozierend wirkende Zug merfwürdigerweise von der Schußpolizei unbehelligt gelaffen. Erst am Schloß Sanssouci machten einige Beamte einen schwachen Versuch, Diebstahls zu zwei Jahren sechs Monaten Gefängnis unter Anrech- den zug aufzuhalten, was aber natürlich nicht gelang. Harmloser nung von vierzehn Monaten Untersuchungshaft. Frau Luise Mor- Arbeiterjugend, die auf ihrem Marsch durch die Straßen ihre Wanderlieder oder die dem Völkerfrieden dienende Internationale vilius megen Diebstahls zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis, singt, werden Marsch und Lieder verboten, in Potsdam aber rückt unter Anrechnung von fünf Moraten Untersuchungshaft, Frau Marie und rührt sich die Behörde nicht. Weiß fie nicht, daß das Gebaren Edferdt wegen Diebstahls zu sechs Monaten Gefängnis unter Zu der Hafenkreuz- Fascisten Ruhe und Ordnung auf das schwerste gebilligung einer Bewährungsfrist gegen Zahlung einer Buße von fährden? einer Million Mark an die Gerichtskasse. Wegen Hehlerei werden verurteilt der Ehemann Röber zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis unter Anrechnung von zehn Monaten Untersuchungshaft, der Ehemann Förster zu zwei Jahren Gefängnis unter Anrechnung von sieben Monaten Untersuchungshaft, der Ehemann Hüls zu zwei Jahren sechs Monaten Gefängnis unter Anrechnung von sechs Monaten zwei Wochen Untersuchungshaft. Franz Schmidt zu einem Jahr Gefängnis, wovon vier Menate verbüßt sind. Von dem Rest Der Strafe wird ihm für sechs Monate eine Bewährungsfrist gegen eine Buße von einer Million 200 000 Mark bewilligt. Das Urteil im Prozeß Röber- Morvilius. Alle verurteilten Angeklagten am Zuchthaus vorbei. Die Angeklagten Franz Morvilius, Mar Ederdi und Zunder Menderung der Relation, Milchpreis zu Butterpreis= werden auf Kosten der Staatstaffe freigesprochen. Dagegen werden 1: 10% verlangt. Die Ernährungsdeputation wird wahrscheinlich verurteilt Frau Dora Röber wegen Diebstahls im Rückfall zu fünf in ihrer nächsten Sikung sich mit diesem Verlangen der Landwirt. Jahren Gefängnis unter Anrechnung von vierzehn Monaten Unterschaft beschäftigen müffen. Auf Grund eingehender Anfragen der suchungshaft, sowie fünf Jahre Ehrverlust; Frau Anna Hüls wegen Stadtverordneten wurde festgestellt, daß vom Milchamt jeter Milchhändler mindestens fein Quantum Kartenmilch erhält, so daß unter Peinen Umständen es vorkommen kann, daß Kartenmilch von den Händlern nicht geliefert wird. Solche Fälle müßten sofort gemeldet und zur Untersuchung gebracht werden. Im übrigen nacht das Publikum von den Milchkarten nur noch einen erstaunlich geringen Gebrauch. Es wird dem Milchamt kaum der vierte Teil der zur Berteilung gelangenden Milchmenge auf Grund von Milch farten abverlangt. Das ist um so erstaunlicher, als auf Grund der Milchkarten auch verbilligter Zucker für Kinder abgegeben wird. Die Aussichten auf eine Steigerung der Milch einfuhr nach Berlin find zurzeit außerordentlich trübe, da die Einrichtung von Abmolkereien in der Nähe Berlins faum möglich ist. = Die Ernährungsdeputation war ferner gezwungen, der Erhöhung des Brotpreises auf 900 m. ab nächster Woche zuzuftimmen. Die Kommunalfchrippe wird 30 m. tosten. Bei diesen Erhöhungen ist die demnächst in Aussicht stehende sehr starke Erhö= hung des Umlage getreides immer noch nicht berüdsichtigt. Sie ist lediglich bedingt durch das weitere Ansteigen der Kosten für Löhne, Kohlen, Licht, Miete, Verwaltung usw. Selbst gegen diese Preise wandte sich der Vertreter der Bäcker meister noch sehr heftig, als tie Deputation den Preis um 6 M. nach unten abrundete. Der Berliner hat nach einem klassischen Ausspruch bei diesem Preis den schönen Trost, daß es eine hübsche runde Summe" ist. Ob er das hübsche runde Geld" zur Bezahlung hat, ist eine Frage, die scheinbar niemand mehr beschäftigt. Erweiterung der Nordsüdbahnstrecke bis zur Seestraße. Es wird beabsichtigt, vorbehaltlich der Genehmigung der Auffichtsbebörden am Donnerstag, den 8. März, früh die Reſtſtrede der Nordsüdbahn vom Stettiner Bahnhof bis zur Seestraße dem Berkehr zu übergeben. Bei dem starken Verkehr des Bahnhofs Leipziger Straße foll jetzt auch der zweite Eingang an der Kranienstraße eröffnet werden. Uebrigens wäre es außerordentlich erwünscht, wenn für die vielen hundert Zeitungsarbeiter des 3eitungsviertels, von denen ein großer Teil im Norden wohnt, gleich zeitig mit der Erweiterung des Betriebes auch eine Verlänge= rung des Vertehrs um eine Stunde erfolgen würde. Der gefährdete Profit. Unverändert ,, kaiserlich"! Im Reichspatentamt, dessen Präsidenten v. Specht wir in Nr. 99 als Feudalbureaukraten" bezeichneten, beruft man sich noch auf„ t aiferliche" Verordnungen. Am 3. Februar 1923 ( wohlgemerkt: 1923!) wurde dort ein amitliches Schriftstück in Umlauf gesetzt, das die Ernennung zweier Direktoren und die infolge dieser Ernennungen ,, auf Grund des§ 5, Absatz 2 der Kaiserlichen Verordnung vom 11. Juli 1891" angeordneten Ueberweisungen mehrerer Abteilungsvorsitzenden an andere Abteilungen bekanntgab. Das Schriftstück war von Anfang bis zu Ende mit der Schreibmaschine angefertigt worden und auch die Unterschrift des Präsidenten v. Specht präsentierte sich in Maschinenschrift, aber dessenungeachtet wird man überzeugt sein dürfen, daß der Präsident v. Specht das von ihm unterschriebene Original seiner Verfügung auch gelesen hat. Hat er nicht für zulässig gehalten, die Kaiserliche" Berordnung als schlichte Regierungsverordnung zu bezeichnen? Seine Verfügung schließt: ,, Die Aenderungen treten am 6. Februar dieses Jahres in Kraft." Die Aenderung, daß der Kaiser geflohen und das Deutsche Reich eine Republik geworden ist, scheint für manche Beamte des Reiches bis zum heutigen Tage noch nicht ,, in Kraft getreten" zu sein. In der Urteilsbegründung führte Landgerichtsdirektor Schimmad aus: Nach den Ergebnissen der Hauptverhandlung war die Ehefrau Röber des fortgesetzten Bandendiebstahls mit verschärftem Rückfall schuldig.§ 51 fann bei Frau Röber feine Anwendung finden. Diese Ueberzeugung hat das Gericht auf Grund eigener Sachkenntnis gewonnen. Es fann nur bedauert werden, daß die Ladeninhaber Rücksicht geübt haben und die Angeklagten nicht schon früher zur Strede gebracht haben. Bei Frau Hüls wurde ihre Hartnäckigkeit, mit der sie geleugnet hat, als strafverschärfend betrachtet. Bei Frau Morvilius war strafmildernd, daß sie zunächst als willenloses Werkzeug der Mutter in die Geschäfte geschleppt und dann verführt worden ist. Sie war eine leichtfertige Person, die hinter dem Rücken des Mannes Schulden machte, Wechsel sie aus der Untersuchungshaft entlassen war und nachdem e Schande heide, eine Versammlung von Mietern des 14. Verwaltungsunterschrieb und Sachen verpfändete, auch heimlich spielte. Nachdem Am vergangenen Sonntag fand in Kliems Festsälen, Hasenüber ihre Familie hereingebrochen war, hat sie sich nicht gescheut, bezirks statt. Es wurde beschlossen, ab 1. März jede Mieteweiterzustehlen. Daher ist auch eine Haftentlassung abgelehnt zahlung zu verweigern. Woher nehmen nun die 1200 verfamworden. Die Angeklagten erklärten sich sämtlich mit dem Urteil zu- melten Mieter das Recht her, für 60 000 Mieter einen Streit zu frieden, bis auf Frau Röber, die ausrief:" Ich nehme gar nichts beschließen? Die Redner waren größtenteils fommunisti i che an, ich will heraus zu meinem Enkelfindchen." Da der Staatsanwalt Mieterräte. Wer übernimmt die Kosten für diesen Beschluß? auch auf das Rechtsmittel der Revision verzichtete, ist das Urteil Es wird dringend ersucht, daß alle SPD.- Genossen in gegen Frau Röber damit rechtskräftig. einer am Mittwoch, abends 7 1hr, im Karlsgarten in Neukölln einberufenen Versammlung erscheinen, um dort zu diesem feltsamen Streifbeschluß Stellung zu nehmen. Die Forderungen der Kaffenärzte. " Kommunisten spielen ,, Mieterstreit". zweite neue Brogramm mit großem Erfolg vor täglich zahlreichem Publikum. Das Theater Karussel", Kurfürstendamm 232,[ pielt auch das um gute Pläge zu erhalten ist es ratsam, den Vorverkauf zu benutzen. Groß- Berliner Parteinachrichten. leber die bei den Krankenfassen Groß- Berlins in den letzten Monaten eingetretene bedauerliche Verzögerung der AusDie Angriffe gegen die Brennstoffzentrale beschäftigten zahlung des Honorars der Kaisenärzte ist im Vorgestern einen städtischen Ausschuß. Schon nach ganz furzer Ver- wärts" mehrfach berichtet worden. Die Verzögerung erklärte sich bandlung stellte sich heraus, daß die heftigen Angriffe des Kohlen daraus, daß infolge der außerordentlichen Geldentwertung den Handels gegen diese städtische Gesellschaft bollfommen gegen. Raffen erhöhte Leistungen auferlegt wurden, stands los sind. Uebrig blieb nur die eine Tatsache, daß einige ebe ihnen aus den erhöhten Beiträgen ent- 3. Kreis Wedding. Freie Schulgemeinde: Dienstag, den 6. März, 7 Uhr, FunkFormfebler vorgekommen sind, für die die Geschäftsführung fprechende Einnahmen zugeflossen waren. Für tionärtonferenz bei Anderson, Stralfunder Str. 19. Erscheinen Pflicht. Die Funktionärinnen kommen Mittwoch, den feine Verantwortung trägt. Um aber noch ein Uebriges zu tun, die weitere Regelung der Honorarangelegenheit hat eine Mitglieder- 4. Kreis Prenzlauer Berg. 7. März, 7 Uhr, zu einer wichtigen Besprechung bei der Genoffin Barkowski, beschloß der Ausschuß. noch einmal die Vertreter des Kohlen- beriammlung der wirtschaftlichen Abteilung des Groß- Berliner Aerzte- Woldenberger Str. 6, Hof part., zusammen. bandels und der Gewerkschaftskommission zu hören. bundes den Kassenärzten folgende Forderungen empfoblen: 17. Kreis Lichtenberg. Mittwoch, den 7. März, 7½ Uhr, Vorstandssitzung in der Bibilothek, Weichselstr. 28.. Die Leiter der Abteilungen haben bestimmt zu Es soll auf diese Weise festgestellt werden, ob in der Aufforderung Schleuniger Zusammentritt des Schiedsgerichts zur Entscheidung erscheinen. der Gewerkschaftsfommiffion, sich in die Kundenliste der Berliner über die Honorardifferenz für das vierte Vierteljahr 1922; biš Heute, Dienstag, den 6. März: Brennstoff- Zentrale eintragen zu lassen, ein unlauterer Wettbewerb zur eventuell anderweitigen Regelung der Honorarabmachungen zu sehen ist. Des Budels Kern enthüllte sich sehr bald; man das Zebniache des jeweils zwischen den Spizenverbänden verein- 30. will unter allen Umständen berhindern, daß die BB3. barten Betrages für die Beratung als Jahrespauschale der Verauch Privatkunden beliefert. Das Geschäft über alles! liner Aerztefchaft; Abführung dieser Beträge als monatliche TeilDas ist die Parole der bürgerlichen Barteien, die mit Ausnahme zahlung an die ärztliche Organisation und angemessene Vergütung des nichtvertretenen Zentrums geschlossen dafür eintraten, daß der bei Verzögerung; auch für die Forderungen 2 und 3, falls nicht Profit des privaten Kohlenhandels nicht geschmälert durch freie Verhandlung eine Einigung mit den Krankenkassen zu werden darf. Das Ergebnis der neuen Sizung, die nur Diäten- erreichen ist, sofortige Einberufung des Schiedsgerichtes. Bei ( Nachdruck verboten. Der Malit- Berlag, Berlin.) 53] Drei Soldaten. Bon John dos Passos. Aus dem amerikanischen Manuskript übersetzt von Julian Gumperz. Dann nach vielen, endlosen Stunden, ergriffen ihn plötzlich rauhe Hände, zogen seine Kleider aus und legten ihn auf ein Bett, wo er ächzend lag und den fühlen Desinfektionsgeruch, der in den Laken war, einatmete. Er hörte Stimmen über feinem Kopfe:" Nich sehr schlimm, diese Beinwunde." „ Sie sagten doch, wir würden amputieren müssen." „ Na, was ist denn mit ihm Ios?" ,, Vielleicht ein Granatsplitter " 74. t. 7 1hr wichtige Susammenkunft aller im Staats- und Rommunaldienst tätigen Genossen bei A. Carl, Wichertstr. 69. Wahl des Werbeaus. schusses. Funktionärversammlung. bt. Rehlendorf. 18 Uhr bei Mickley, Potsdamer Straße, Borstands- und 80. Abt. Schöneberg. Die für heute fällige Vorstandssigung findet erst am Frei112. Abt. Rabrsbort. 8 Uhr im Reſtaurant Lebihti, Rahnsdorfer Mithle, Bortag, den 9. März, 7% Uhr, beim Genossen Gürlich, statt. standssigung. Die Eisenbahn-, Post- und Kommunalbeamten find eingeTaden. ihn beflopfte und abmaß. Er wunderte sich plöglich, welcher Tag wohl sei, fonnte es wirklich wahr sein, daß das nur ein Jahr her war? Ja, in diesem Jahr waren alle anderen Jahre seines Lebens ausgelöscht worden. Jetzt konnte er ein neues Leben beginnen. Er würde dieses feige Kriechen vor äußeren Dingen aufgeben. Ohne Bedenken er selbst sein. puder, und auf ihrer langen Schleppe, die ein Affe trug, waren| während die Kornfelder rauschten und in der Hize schimmerten. in lustigen Farben die Zeichen des Tierkreises eingestickt. Sie Er erinnerte sich an den Tag, wo er nackt in der Mitte des fam näher: Es war doch nicht die Königin von Saba; es war Bimmers gestanden hatte, während der Rekrutierungssergeant eine Pflegerin, deren Gesicht er in der Dunkelheit nicht sehen fonnte und die ihren Arm berufsmäßig unter seinen Kopf legte und ihm aus einem Glas zu trinten gab, ohne ihn anzusehen. Er sagte" Danke schön", mit seiner natürlichen Stimme, die ihn in der Stille überraschte. Doch fie ging weiter, ohne zu antworten, und er fah, daß sie ein Tablett voller Gläser hatte, die wie kleine Glocken geflungen hatten, als sie auf ihn zugekommen war. Troß der Dunkelheit be- in den Wunden. Eine Zeit lang fämpfte er dagegen, um merfte er die selbstbewußten Bewegungen der Pflegerin, wie sie schweigend von einem Bett zum andern ging und das Tablett mit den Gläsern vor sich hielt. Er drehte den Kopf auf den Kissen herum, um sie zu beobachten, wie sie ihren Arm unter den Kopf des Mannes neben ihm legte, um dem zu trinken zu geben. " Kalter Angstschweiß übergoß Andrews. Er lag absolut still mit geschlossenen Augen. Ein Krampf des Aufbäumens nach dem anderen ging durch ihn, durch und durch. Nein, noch hatten sie ihn nicht gebrochen, noch hielt er seine.rven Eine Jungfrau", sagte er zu sich selbst. Wirklich eine zusammen, sagte er immer und immer wieder zu sich selbst. Jungfrau". Und er ficherte leise, trotz des stechenden SchmerDoch er fühlte, wie seine Hände, die er über seinem Leib ge- zes in seinem Bein. Er fühlte plöglich, sein Bewußtsein wache faltet hielt, zitterten. Der Schmerz in den Beinen verschwand aus einer Betäubung auf. Die Schwermut, die ihn Monate in dem Schrecken. Er versuchte verzweifelt sein Bewußtsein hindurch niedergedrückt hatte, war plöglich gewichen. Er war auf irgend etwas außerhalb zu konzentrieren. Er versuchte frei. Der Gedante stieg fröhlich in ihm auf, daß, so lange er an eine Melodie zu denken, die er fingen fonnte, aber er in diesem Bett im Hospital liegen werde, niemand Befehle hörte nur die Stimme, die ihm, wie es schien, schon Monate gegen ihn schreien werde, niemand ihm sagen werde, das Geund Jahre lang in die Ohren schrillte: mehr zu reinigen, feiner da sein werde, den man grüßen müsse, fein Sergeant, dem es zu schmeicheln gelte. Hier würde er den ganzen Tag liegen fönnen, seine eigenen Gedanken denken, sein eigenes Leben leben. „ Ist ein Mädchen im Herzen von Maryland, Es ist das Mädchen mein Die schrillende Stimme und der Schmerz in seinem Bein vermischten sich seltsam, bis sie eins geworden schienen und der Schmerz nur ein Pochen in dem wütenden Singen geworden schien. Er öffnete die Augen. Dunkelheit, die sich zu einem schwachen, gelblichen Schein abschwächte. Hastig überschaute er sich selbst, bewegte den Kopf und die Arme. Er fühlte sich sehr fühl und sehr schwach und sehr ruhig. Er mußte eine lange Zeit geschlafen haben. Er strich mit seiner rauhen, schmukigen Hand über sein Geficht. Die Haut fühlte sich weich und fühl an. Er drückte seine Wange auf das Kissen und fühlte, wie er zufrieden lächelte und wußte nicht, warum. Die Königin von Saba trug einen Sonnenschirm mit fleinen, scharlachroten Glocken am Rand, die ein sanftes Klingen ertönen ließen, wie sie auf ihn zuging. Sie trug ihr Haar hoch aufgesteckt und start gepudert mit blauem IrisBielleicht war er schwer genug verwundet, um aus dem Heer entlassen zu werden. Der Gedanke daran ließ sein Herz wie wild schlagen. Das bedeutete ja, daß er, der sich selbst aufgegeben hatte der sich hatte niedertreten lassen, ohne Widerstand, in den Schlamm der Sklaverei, der feinen Ausweg aus dieser Tretmühle erblickt hatte, als den Tod, leben werde. Er, John Andrews, würde leben. Und plötzlich schien es ihm unfaßbar, daß er sich je auf gegeben hatte, daß je die Disziplin über ihn die Oberhand gewinnen fonnte. Er sah sich noch einmal, wie er sich früher gesehen hatte, bevor sein Leben sich ausgelöscht hatte, bevor er ein Stlave unter Sklaven geworden war. Er erinnerte sich an den Garten, wo er in seiner Knabenzeit im drösenden Sommer nachmittags unter den Myrtenbäumen träumend saß, Der Schmerz in den Beinen lokalisierte sich nach und nach weiter denken zu können; doch ein beständiges Bochen drängte sich immer mehr in sein Bewußtsein, obschon er verzweifelt seine blassen Erinnerungen auffrischen wollte, an all das denten, was lebendig und schön in seinem Leben gewesen war und sich einen neuen Boden für einen Widerstand gegen die Welt schaffen, von dem aus er neu zu leben beginnen fönne; doch langsam wurde er wieder das klagende Stück schmerzenden Fleisches, der in der Tretmühle gebrochene Stlave. Er begann wieder zu stöhnen. Kaltes, starrgraues Licht filterte hinein und ertränkte den gelblichen Schein der Lampe, der zuerst verglimmte und dann verschwand. Andrews beobachtete die Reihe der Bettstellen ihm gegenüber und die dunklen Balken der Decke über seinem Kopfe. Dieses Haus muß sehr alt sein", sagte er zu sich selbst, und dieser Gedante erregte ihn etwas. Wie seltsam, daß die Königin von Saba an fein Bett fam! Es war Jahre her, daß er von all dem geträumt hatte; von dem Mädchen an einem Kreuzweg, singend unter der Straßenlampe und Rosen zerpflückend, all die halberratenen Aspekte, all die Wünsche der Phantasie.... Das war die Königin von Saba. Er flüsterte die Worte laut:„ la reine de Saba, la reine dé Saba", und mit dem Zittern der Erwartung, demselben Bittern, das er als Knabe fühlte, am Abend vor Weihnachten, mit dem Gefühl der neuen, großen Dinge, die seiner warteten, legte er seinen Kopf auf die Arme, wie auf ein Kissen und begann sanft einzuschlafen. " So was fönnen auch nur diese Franzmänner, aus so einer Dreckbude ein Hospital machen", sagte der Diensthabende, der mit den Beinen weit auseinander und mit den Händen auf den Hüften dastand und mit dem Gesicht einer Reihe von Bettstellen zugewandt zu allen sprach, die sich wohl genug fühlten, ihm zuzuhören. ( Fortsetzung folgt.) Frauenveranstaltungen am Dienstag, den 6. März: Neukölln III: Jungsozialisten. Gruppe Lichtenberg: 7% Uhr im Jugendheim, Barbane 10,| Reutöfn. 89. 6. 7 Uhr Vorstands und Funktionärsthung bei Stahl, Jugendheim Gemeindeschule Schulstraße. Sichtenrade: Jugendhehm Gemeinbe Diskussionsabend über den Achtstundenbag. 93. Abt. Abrechnung der Bezirksführer und Ausgabe schule Roonftraße. Ganderstr. 11. Mariendorf: Jugendheim Königstraße. neuer Marten beim Genossen Bogt, Werraftr. 36( 7-8 Uhr). 95. bt. Sugendheim Rogatstr. 53. Rorben: Jugendheim Gemeindeschule Butbufer 7 Uhr bei Preustat, Faltste. 11, Funktionärtonferenz. Arbeitsgemein. Straße 3-5.. Petersburger Biertel: Jugendheim Gemeindeschule Ederstr. 10, schaft der Kinderfreunde. 7½ Uhr pünktlich in der Schule Lessingstraße Bortrag: Biele und Grundsäge der Parteien" Bankow: Jugendheim Breite Monatsversammlung fämtlicher Helfer und Helferinnen in den Schulen. Straße 32. Rofen Reinidendorf- Dit: Jugendheim Seebad Residenzstraße. Gäste willkommen. thal: Jugendheim bei Frieß, Lindenallee. Schöneberg I: Jugendheim Rubens, Ede Hauptstraße. Südwesten: Jugendheim Lindenstr. 3, Kreismitgliederver fammlung. Westen: Jugendheim Schule Kurfürstenstr. 141. Wilmersdorf: Jugendheim Hildegardstr. 6. AEG., Brunnen- und Aderstraße. Betriebsversammlung nachmittags 44 Uhr in der Schulaula Wiesen, Ede Grenzstraße. Referent Gen. Pfarrer Bleier. 2. Kreis Tiergarten. 7½ Uhr Funktionärinnenversammlung bei Trümper, Flensburger Str. 3. 54. Abt. Charlottenburg. 7 Uhr bei Bühnemann, Helmholzstr. 39. Thema: ,, Eheprobleme". Referentin Genossin Zuder. Morgen, Mittwoch, den 7. März: 8. Abt. 7 Uhr bei Nüdert, Steinmehstr. 36a, Borstandssigung. Kommission. 20. Abt. 7% Uhr bei Fritsch, Drontheimer Str. 4, Sigung der kommunalen 21. Abt. Mitglieder der Ronsumgenossenschaft treffen sich 7% Uhr bei Fuchs, Weddingstr. 5. 31. Abt. Parteigenossen, die Mitglieder der Ronsumgenossenschaft sind und der 67. Berkaufsstelle angehören, werden gebeten, bei Goldschmidt, Stolpische Straße 36, zu erscheinen. Parteibuch und Mitgliedsausweis find mitzubringen. 35. Abt. Konsumgenossenschaftler der 104. Bertaufsstelle: 7% Uhr bei Drellse, Schreinerstr. 18, Mitgliederversammlung. Mitgliedsbuch der Genossenschaft Legitimiert. 36. Abt. 7% Uhr Sigung der Rommunalen Rommission in der Gemeindeschule Petersburger Str. 4. 45. Abt. 8 Uhr Leseabend( Arbeiterdichtung) im Bibliothekzimmer der Glogauer Schule. Charlottenburg. 56. Abt. 3. Gruppe: 8 Uhr Gruppenversammlung im Klaffen zimmer D. 1 der 26. Gemeindeschule, Sybelstr. 20-21. Thema: Welche Erfolge haben uns 5 Jahre Republik gebracht?" Referent Gen. Dr. Falten feld. 58. Abt. 7% Uhr bei Düring, Ansbacher Str. 46, Hof 3 Sr., Funk tionärsizung. Fragebogen mitbringen. 76. Abt. Dahlem. 8 Uhr Mitgliederversammlung und Zahlabend bei Schilling, Königin- Luise- Str. 42. 82. Abt. Steglig. 7½ Uhr Funktionärstzung bei Thiel, Albrecht, Ede Ringstraße. Weinbrand Ausnahmepreise his 10. März. 108. Abt. Röpenid. 7 Uhr im Zimmer 1 ber Dorotheen- Schule Sigung der sozialistischen Elternbeiräte und deren Stellvertreter. Bortrag über ,, Die weltliche Schule". Referent Genosse Brinkmann. 136. Abt. Reinickendorf- Ost. 8 Uhr Mitgliederversammlung im Jugendheim Seebad, Residenzstr. 49. Thema: Die Genossenschaftsbewegung und die Arbeiterklasse". Referent Genoffe Rudolf Schneider. Aufstellung der Kandi. daten für die Delegiertenwahlen der Konsumgenossenschaft. Um 7 Uhr Funktionärsigung. Jungsozialisten. Gruppe Brig: 7% Uhr im Jugendheim, Chausseestr. 48, Bicht bildervortrag des Genossen Rurt Reck:„ Eine Wanderung durch den Teutoburger Wald". Frauenveranstaltungen am Mittwoch, den 7. März: 68. bt. Salenfee. Der Frauenabend fällt aus, weitere Bekanntmachung folgt. 79. Abt. Schöneberg. 7½ Uhr bei Groß, Sedanstr. 17. Thema: Das ReichsJugendwohlfahrtsgefeg". Referent Stadtrat Schneider. Jugendveranstaltungen. Der Ortsausschuß für Leibesübungen und Jugendpflege veranstaltet, am Donnerstag, den 8. März, abends 7½ Uhr, in der Aula der Boddin- Realschule, Boddinstraße, einen Rinoabend. 8ur Vorführung gelangt der schwedische Film Um das Erbe"; außerdem gelangen noch wissenschaftliche Filme zur Bor führung. Der Eintritt für Jugendliche beträgt 80 m. und für Erwachsene 200 m. Mitgliederversammlungen am Dienstag, den 6. März: Adlershof: Jugendheim Bismardstr., 12, Bortrag: Wir und unsere GegBohnsdorf: Jugendheim Gemeindeschule Dahmestraße. gantwig: ner". Vorträge, Vereine und Versammlungen. Bereinigung der Freunde für Religion und Wällerfrieden. Dienstag, den 6. März, abends 7 Uhr, spricht Genosse Pfarrer Bleier in der 29./30. Gemeindeschule, Charlottenburg, Raiserin- Augusta-, Ede Wiebestraße. Thema: ,, Passiver Widerstand und Ruhrbefehung". Schachabteilung Reichsdruckerei( Berl. Arb.- Schachtl.) Spieltag jeden Frei tag von 4-6 Uhr in der Gemeindeschule, Alte Jakobstr. 127. Näheres flebe bort, Wetter bis Mittwoch mittag. Etwas fühler, überwiegend bewölkt meist troden, bei schwachen, zunächst östlichen, später südlichen Binden. 3ft sparsame und doch ausreichende Ernährung eine Runft? Rein die Hausfrau muß nur unterscheiden tönnen, was billig und teuer, nahrhaft und weniger nahrhaft ist. Wenn z. B. an Fleisch und Milch gespart werden muß, müssen die darin enthaltenen Nährwerte anderweitig ersegt werden. Das erreichen Sie am besten mit Poraths Kraftloft( Kinder- und Krantennahrung), die nicht nur für den Gäugling, sondern auch für größere Kinder und Erwachsene, namentlich Magen- und Darmleidende, Blutarme usw. erprobt ist und ärztlich empfohlen wird. Porath ist wohlschmeckend, außerordentlich nahrhaft und infolge feiner Ergiebigkeit erheblich billiger als Milch oder sonstige Stärtungsmittel. Die Möglichkeit der verschiedenartigsten Bubereitung macht Borath zur beliebten täglichen Kraftnahrung. Probe und Kochrezepte sendet Ihnen auf Wunsch Richard Porath G. m. b. H., Berlin SW 68. Winkelhausen URANIA Theater 8 Uhr: Unter Wilden u. wilDeutscher Metallarbeiter- Verband Beutscher Metallarbeiterverband den Tieren. Kl. Saal Verwaltungsstelle Berlin N 54, Linienstraße83/ 85. SU.: Geweiht.Stätten Geschäftszeit vorm. 9 Uhr bis nachm.4Uhr. INVEN Varietéund 6592 bis 6595. Achtung! Bananichläger Achtung! Morgen, Mittwoch, den 7. März, abends 7 Uhr, im Berbandshause ( Parterresaal), Linienstraße 83-85: Verwaltungsstelle Berlin Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Walzer am 3. März gestorben ist. Die Einascherung findet Mittwoch, den 7. März, nachm. 1 Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, ftatt. Unser Kollege, der Kernmacher Branchenversammlung August Buggert Alfe Reserve Schokolade billiger!!! wa Säde Höchstpreise. Holzkamm, Reufölln, Raiser- Friedrichstr. 42. Gäde, höchstzahlend! Badleinen, Garne tauft Märkische Sadhandlung, Wie bekannt nur beste Qualitäten. Für Georgenkirchstraße 58. Lützow 3361 Möbeleinkauf, Wirtschaften, Nachläffe, bietet große Vorteile Rlaviere, Teppiche, Einzelmöbel, Rüchen. Woldenbergerstr. 2, Alegander 1857. Gerson Wechselmann Brismengläser, Feldstecher, Operngläser, Photoapparate, Mitroftope tauft Schokoladen- Großhandlung Berlin W., Linkstraße 20 Frant, Blücherstraße 56. Roßhaare, Belluloidabfälle, Metalle, Telephon: Amt Nollendorf 879 u. 8215. Gäde fauft Sorn, Grüner Beg 24. Versand nach allen Stadtteilen. Dranienburger Waschseife Kilo 2500 M. Eschweger blaue u redend. Steine aus Telephon: Amt Norben 833 bis 836 Richard Dansgen Wirtschaftsvereine und Wiederverkäufer Baschseife Kilo 3000 90, Seifenpulver Batet 150 W, dsch. Vergangenheit Streichhölzer Karton 50 M, Bureaufeife 100 M., Feine Toilettenfeife 300, 400, 500 0., Rafierfeife 300 M, Schuhcreme la, fchwarz od. braun, Dose 50 M, Klosettpapier 30, 100, 180, 200 M., Badefapfeln 10 M., Damenbinden Dg. 650 und 750 M., Gürtel dazu von 10 M. an, Berbandwatte 100 g 750 0., in Bindenform 100 g 1200 M., Summijauger 25, 75, 90 M., Gesichts- Buder, Cilienmilchleie 10 M., Mundcreme 150 M., Hautcreme 60, 90, 150 50 Programm! Jahnpasta 90 M, Buderpapier la 10 M., Fieber- Thermometer la, geprüft, 600., Brillantine 50, 150 M, Ropf- Rauchen gestattet! vaffer 300 M., Windelhofen, Gummi 1350 M. an, Wäscheblau 15 M., Kinderservietten 20 Stück 30 M., Flectstifte 5 und 10 M, Mundpillen Glas 10 und 20 M. Barfbürsten, echte Borsten, 100, 150 W., Echte Roßhaar- Stiefelbürsten 200 M., Aleiderbürsten, echte Borsten, 350 W, Natronfableffen 20 M., Salicylffrenpulver Blechoose 50 u. 100 M., jowie viele andere billige Artikel. A. Maas& Co., gegr. 1890, Berlin, Marigrafenftraße 84, an der Lindenstraße. Berkauf 9-6 Uhr Theater, Lichtspiele usw. 6pernhaus 1. Gastsp. Tauber 7 Ubr: Tosca Volksbühne 72 Uhr: Eine Abrechnung Herr Vielgeschrey Schauspielhaus Lessing- Th. Der Blaue Vogel 7 Uhr Goltzstraße 9 7% U. Die Mütter Nollendorf 1613 lätchen von Heilbronn Mittw. 7½ Bürger Allabendlich Schippel U. Deutsch. Theat. Dent. Künstler- Th. Das 3.Programm 14: Alt- Heidelberg Allabendlich 7%, U. Mittw. 7 Uhr: Alt- Der Fürst von Heidelberg Pappenheim Metropol Varieté Behrenstraße 54 734 Uhr Das unübertreffl. MärzProgramm sagesordnung: 1. Bericht über die legte Lohnverhandlung. 2. Berbandsangelegenheiten. 3 Berschiedenes. Jeber Kollege ist verpflichtet, au erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. Morgen, Mittwoch, den 7. März, abends 7 2hr, in der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 10/11: Branchenversammlung der Rohrleger, Helfer und Bauflempner. Die Tagesordnung wird in der Etablissemer Bersammlung bekanntgegeben. Bertrauensleute und Kommissions ielka mitglieder treffen fich um 6 Uhr in demFriedrichst. 60 Ecke Leipziger Str. selben Lokal. Das Erscheinen aller Kollegen ift Pflicht. Varieté/ Kabarett Wagen- und Karosseriearbeiter Neues März Donnerstag, 8. März, abends 7 Uhr, Programm! in Boeters Festfälen, Weberitraße 17: Mia Werber Vollversammlung Werner Goldmann aner in ben Wagen. u. Karoserie: Nervenleiden, Schlaflosigkeit , Baidrament" ruhigung d. Nerven starb am 1. März. Die Einäscherung findet Donnerstag, den 8. März, abends 6 Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, statt. Unser Kollege, der Schmied Otto Haese ist am 28. Februar gestorben. Die Einäscherung findet Donnerstag, den 8 März, nachm. 5 Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, ftatt. Unser Kollege, der Arbeiter Albert Skirde starb am 16. Februar. Die Einäscherung findet Donnerstag, ben 8. d. M., abends 6%, Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf. Ferner den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege. der Schloffer Paul Peikert am 20. Februar gestorben ist. Ehre ihrem Anbenten! 144/4 Die Ortsverwaltung. Bekanntmachung Neukölln Verkäufe Rönigstadt 6367. Alteisen, Metalle, Seizteffel, Rippen rohre, 8inkbadewannen, auch befetic, tauft Roeppler, Neue Rönigstraße 8. Leibhaus Friedrichstraße 2( Hallesches Königstadt 7862. Tor) verkauft spottbillig elegante An- Gädeankanf Invalidenstraße& züge, Schlüpfer, Baletots. Gelegenheits- Schallplatten kauft, Höchstpreis, Schönfäufe: Sportpelse, Gehpelze, Ragenjaden, hauser Allee 50, nur Sof L Belzmäntel, Füchse aller Art. Reine Bombardware. # Teppiche, herrliche Bersermuster, Diwandeden. Brüden, billige Gelegenheit. Felbstecher 08 oder feldgrau tauft Rose, Gollnowstraße 16. Getragene Kleidungsstüde aller Art, Reschke, Neukölln, Raiser- Friedrich- peziell Jünglingsanzüge, laufen Berftraße 5 III. 181/ 17* Belzhaus Warschauerstraße 7. Gelegenheitsfäufe. Riesenauswahl. Spottpreise. einigte Brodensammlungen, Berlin, Aderstraße 52, Fernspr. Humboldt 3332. Stridmaschinen kauft Ruß, Boststraße awölf. 78/ 19* Lederwaren, Damen Handtaschen, Brief-. Geldscheintaschen, Atten- Mappen, Reisetoffer, Hundeartikel Geschäftsankäufe zu Flüchtlinge fuchen dringend Existenzftraße 116, Potsdamerstraße 68. außerordentlich billigen Preisen. Dra- gefchäfte, Grundstücke. Degen, Chauffeenienstraße 207, Laden. Sportpelze, Bifamgehpelze, elegante rufen: Norden 62, Rurfürst 3686. Gealmäntel, außerdem prachtvolle Sil Anberwölfe, Kreuzfüchse verkauft auf Werkzeuge u.Maschinen fallend billig Goldmann, Alegandrinenftraße 44 II, Ede Kommandantenstraße. Nägel, Schrauben, Leim kauft Wodtke, Anzüge, Krenzfüchse, Garderoben, Amsterdamerstr. 21. Kugellager tauft höchstzahlend Pilz fabriken beschäftigten Kolleginnen. Allgemeinen Ortstrantentane nidendorferstraße 106( Rettelbedplay). Mariendorf, Königstraße 4. und Kollegen. 1. Bericht Tagesordnung: unsere Berhandlungen vor Demobilmachungskommissar. 2. ber dem Keine Lombardware. Dis- Auf Grund der Berordnung über Grund- derdrahtbettstellen, Kinderstühle, neue Casino- Theatere Medizin zur BeKammerspiele Deutsch Opernhaus 8 Uhr: Der neue Schlager FL. M. 1750 in Dro7: Flauto solo 1½ Uhr: Fri. Julie. Cavalleria rusticana Zum blauen Kakadu serien erhältl. Echt nur mit Firma Offe Reichel, Berlin43, Eisenbahnst.4 fussion. Achtung! Achtung! Die Branchenvertreter werden ersucht, soweit es noch nicht erbie Lohnftufen mit Wirkung vom 5. März 1923 ab wie folgt feftaufegen: Lohnstufe 1 bis 7 bleiben wie in der BeZündkerzen, Glühbirnen kauft Rösler, Kinderwagen, Klappsportwagen, Rin- Friedrichsgracht 5-6. Spulendrähte, Rabel, Ligen, Motore, 13hne in der Krankenversicherung vom und gebrauchte, verkauft Schwarzmann, fämtliches Installationsmaterial fauft 27. Februar 1923( Deutscher Reichsanzeiger Rottbuserdamm 93. Nr. 50) hat der Rassenvorstand beschloffen, Sinz, Elfaffer Str. 17/18. Nord. 4688. Elektromaterial, Elektroapparate, MeßMöbel Langelot und Große Volksoper instrumente, Telephone, Glühlampen, Sanderein. Mittw. 7: Frl. Julle. 7 Uhr: Lohengrin Im Theard westens Theater des Ostens Doppelriegel folgt ist, ihre totale zu ben tanntmachung vom 10. Februar 1923 an. Gelegenheitetäufige Möbelhaus Rehfeld, Badstraße 34. Elektrozähler tauft Nofter, BrüdenSchlafzimmern, ftraße 15a. Langelot u. San- Intimes Theater( Rose- Theater) Branchenversammlungen am 22. gegeben in Kraft. Lohnstufe 8: Raffen- Speifezimmern, Einzelmöbeln, neu und Kugellager, Boschzündkerzen, Schmit 8 U: 7 Einakter Mädchenhändler. 500 Gr.- Block 1100, und 25. März, bis zu Freitag, mitglieder mit einem Entgelt über 3250 M gebraucht. Stube und Küche, 16 Teile, gelleinen, jeben Bosten zu Höchstpreisen bis 4500 M., Grundlohn 4000 M. Lohn- pottbillig. Romplette Rüchen Don tauft ständig Seidler, Gartenplag 5 den 9. März, im Bureau ftufe 9: Rassenmitglieder mit einem Ent- 95 000.-. Nur solange Borrat. Erdgeschoß. 1 Pfund 250,-( Zimmer 12) bei Kollegen gelt über 4500 2. bis 8500 M., GrundSoda KI. 350, Metallbetten 30 000.-, Chaiselongues Schwebler abzugeben oder lohn 8000 M. Lohnstufe 10: Staffenmit 40 000.- Patentmatragen, Bolilerauf- ferzen tauft höchftzahlend Bilz, Rei Kugellager, Magnete, Bergafer, Bünd laFaßfeife Kl.1200, Büttner, einzuschicken. glieder mit einem Entgelt über 8500 lagen, Kinderdrahtbett. Meide, August nidendorferstraße 93, Sof parterre. Frankfurterstr.130 bis 12 500 m, Grundlohn 12 000 M. Lohnstraße 32a, Quergebäude. stufe 11: Kaffenmitglieder mit einem EntKugellager höchftzahlend Ebertystr. 46, Motorboote Morgen, Mittwoch, den 7. März: gelt über 125000 M, Grundlohn 14 000 m Flügel, Pianos 875 000.-. Raben- Laden. Solen, Sanus, Bezirks- Vertrauensmännerkonferenzen auf ble angematenben höheren Kaffen- ſtein, Münafſtraße 10. derein. Gr.Schauspielh. ( Karlstraße) 12: Die törichte Jungfrau 400, 78 Uhr: Berliner 225 Gramm Schnigelpulver u. a.: Kleptomanie, Familienfest usw. Lustspielhaus Walhalla- Th. Tägl. 784: Mw. 7 U.: Die to- 8 U. Das Prinzchen Die Liebe geht um 2 richte Jungfrau Metropol- Theater U.: Uhr: Maschinen New York- Berlin Circus Abonn.- Verschiebg. Neues Operett.- Th BUSch stürmer der 3. Vorstellung:: D. neue Gilbert voin 6. März auf Ratja, die Tänzerin 20. März 7. März auf mit Margit Suchy, Muth, Beckersachs, vom 21. März vom 8. März auf Paulsen, Tiedtke, 22. März. Theater i. d. Gross, Mamelok Neues Th. am Zoo 71/2: Jean Gilberts Operette Tgl.7%, Stg. a. 3U. Kajaks ab Lager zu Fest preisen lieferbar. in folgenden Lotalen: 1. Bezirk: 3um Prälaten, Weißenfee, Lehderstr. 122, Ecke Greifswalder Straße, nachmittags 4 Uhr. Schiffswerft Johann Vollständig Hoffmeister, Berlin W57, Steinmegitr. 37. neues Circus- Programm! Manegeschaustück Königgrätz. Str. Dorine u. der Zufall Fremdenlegionär BU: Aus d. Leben d. Neues Volkstheater Insekten: Laun.d. Verliebt. Reichshallen.Th. Kurfürst 1584. Marken- und andere Zigaretten bei Ad. Nagel Der Neffe als Onkel Allabendlich 72 Uhr, Sonntags nachm 3 Uhr Hermannplay 6 Morig 5323. Komödienhaus Renaissance- Theat. halbe Preise Eröffnungs 71% Uhr: Die Juden 8 U: Musik Gastsp. Em. Reicher Maria Orska, Dernburg Schiller- Th. Charl. Berliner Th. 7.30: Madame 8 Uhr: Pygmalion Thalia- Theater 712 Uhr: Ein Jahr Pompadour ohne Liebe Hilde Wörner, Ro- Th. a. Nollendorfpl. berts, Bötel, Haskel 7 Uhr: Königin 8 U. Residenz- Theater der Straße Theaterin d.Kommandant.- Str Profess. Bernhardi Uhr: Katte v. Artur Schnitzler Wallner- Theater Saliner, Schroth, Klein 8 U. Trianon- Theater Lissi, die Kokotte Pers.unter 18 Jahren haben keinen Zutritt 8 Uhr Kleines Theater D. Unmoralischen Carela Toelle, Olga Limburg. Falkenstein, Kaiser- Titz Central- Theater Tägl. 7½ Uhi Der Aktienbaron SCALA Uhr 8 Uhr: Der kühne Schwimmer Reklame Preis STETTINER Säng. Waschseifen Donhoff- in 225-1.400- Gramm Riegel, in 350-11. 400Brett'l Gr- Blöde, abgelag., Anf.70 Bfunb 650. Breis nur gültig bis 8 März, so lange Borrat. Theater u. Kottb, Tor Tägl. 7/2 und Stüdersdorfer Str. 1 Sonnt.nechm. 30. 2. Bezirk: Comenius- Säle, O 34, Memeler Straße 67, nachm. 4 Uhr. 3. Bezirk: Solimann, Rigaer Str. 67, nachmittags 5 Uhr. 4. Bezirk: Bähr. Stralauer Allee 47, nachmittags 4 Uhr. 5. leiftungen besteht erst vom 29. Tage nach Schlafzimmer, Speisezimmer, Herrenbem Intrafttreten der Gagungsänderung simmer, Einzelmöbel, Teppiche, Klei. ab Anspruch. bungsstilde, Federbetten, Nachlässe. Unterricht 78/17 . der Kaffe innerhalb einer Woche nach In- Norden 749. Die Herren Arbeitgeber find verpflichtet, Höchstzahlender. König, Elfafferftr. 19. Technische Privatschule Dr. Werner, Regierungs- Baumeister a. D., Berlin ,. Patentmatragen 47 000.-, Auflage. Neanderstraße 3. Maschinenbau, Eletrechnung der Beiträge erforderlichen An- matragen, trafttreten diefer Berordnung die zur BeMetallbettstellen, Chaise trotechnik. Hochbau. Abendlehrgänge. gaben zu machen. Erstattet ein Arbeitgeber longues. Walter, Stargarberfir. achtzehn. frog diefer Aufforderung die Meldung nicht 350 000.-, friftzeitig, so wird für seine Beschäftigten Spiegelschrank englifche Verschiedenes Gewissenhafte Untersuchung. Erfah bis zur ordnungsmäßigen Meldung, ohne Bettstelle mit Bolstermatraße 110 000.Möbelhaus Ramerling, Raund 7. Bezirk: Reichenberger Hof. Pflicht zur Rüderstattung, ber Beitrag in Trumeau, Ausziehtisch 85 000. Stühle Reichenberger Straße 147, nachm. 5 Uhr derjenigen Stufe erhoben, die für Ber- 10 000.6. Bezirk: indl- Brauerei, Neukölln, Richerte ber gleichen Art in Betrieben ftanienallee 56, Ede Fehrbellinerstraße. rene Sebamme Edel. Billowftr. 62. Hermann, Ecke Jägerstraße, nachm. 5 Uhr. gleicher Art gilt. 8. bis 10. Bezirk: Gemertschaftshaus, Engelufer 24, nachmittags 5 Uhr. Die Unterstügungen werden von Montag, ben 5. März 1923 ab dergestalt erhöht, daß Musikinstrumente Spezialist für Wohnungsnotrecht( Räu mung, Beschlagnahme, 8wangsvertrag), Gerichtstraße 31( Nettelbedplag). Sprech Bianos preiswert. Klaviermacher stunden 4-6. 11. Bezirk: Rofenthal, Schöneberg, fie nach den am 12. Februar 1923 ein- Lint. Brunnenstraße 35. Ebersstr. 66, nachmittags 5 Uhr. 12. Bezirk: geführten Lohnstufen und Grundlöhnen Gymnasium Steglig, bemessen werden. Steglitz, Seefeftr. 15, nachmittags 5 Uhr. 13. Bezirk: Ernst Jacob, Charlotten burg, Bismardstraße, Ede Gefenheimer Straße, nachmittags 4 Uhr. Neukölln, den 5. März 1923. Allgemeine Ortskrankenkasse Neukölln. Kaufgesuche Gefunden Verloren. Presseausweis auf den Namen Rolf Reventlow, ausgeftellt vom Stalienischen Fahrradankauf, Linienstraße 19,[ 1498* Gewerkschaftsbund, 6. Januar 1923 ver NOA- Zinnschmelze tauft 2ötzinn, Ge- loren. Abzugeben Flensburgerstraße 3 gewarnt. Andreasstraße 49. 14. Bezirk: Schulaula, Rostoder Str. 32, Teßmer, Borfigender. Frohn, Schriftführer fahirrainn. Beichblei und fämtliche Me- bei Reichmann. Bor Mißbrauch wird nachmittags 4 Uhr. balle. 15. bis 19. Bezirk: Schulaula, Stoppen Allgemeine Ortstrantentaffe Bianos, lügel kauft au höchſten play 12, abends 6 Uhr. 20. Bezirk: Hilper, Jülicher Straße 2 5 Uhr. Elite- urmer nagmittags Sänger U. a. Der Mann mit den das wurm feindliche Spezifitum 21. Bezirk: Gemeindeschule, Niederschöneweide, Berliner Str., nachm 4 Uhr vertreibt dauernd 22. Bezirk: Schulz, Köpenid, Bahnhof ftraße 34, nachmittags 4% Uhr. Spul- und MadenBerlin- Lichtenberg Tagespreifen Pianomagazin, Barba. reffaplag 2, Nollendorf 5397. 197/12 Arbeitsmarkt Stellenangebote Auf Grund der Berordnung des Reichs- Perfer und deutsche Teppiche tauft arbeitsministers vom 27. Februar 1923 höchstzahlend Reschte, Reufölln, Kaiser. werden vom 5. März 1923 ab die Lohn- friedrich- Straße 5. Tel. Reutian 9123. ftufen wie folgt festgelegt: Raufe alle Arten Säde, Badleinwand. Dreher- u. Formerlehrlinge 3 Frauen( After-) wilrmer. 02. 23. Bezirk: Germania- Festfäle, Span Stufe 1-7 bleibt bestehen Komische Oper ( 712) Dir.: James Klein( 72) Internat. Revue in 25 Bilder: Europa spricht davon 200 Mitwirkende! 6 Balletts! Mr. Jackson vom Alhambra- Theater in London mit seinen engl. Girls sowie die bekanntesten Dar steller von Bühne und Film Vorverkauf ununterbrochen Jnternat. Admirals- Varieté Varieté AT 1000.Kinder M. 750.- Wurmer- Galbe dau, Hauptbahnhof, Stresowplay 19, nach mittags 4 Uhr. fpeziell gegen After A. E. G.: Schulaula, Berlin N., Wiesenstraße 66. nachmittags 4 Uhr. würmer M 650 in Drogerien erhält. Siemens: Marsand, Siemensstadt, nachlich, echt nur mit der mittags 4 Uhr. Firma Otto Neichel, Ausgabe der neuen Vertrauensmänner Berlin 43, Eisen Zegitimationstarten. bahnstraße 4. Zutritt gegen Borzeigung der Legitimationstarte und des Mitgliedsbuches Die Ortsverwaltung. Marken- 1443 Zigaretten billight bei Herschdörfer Rosenthaler Str 50 Gold-, Silber-, Platin- Bruch, Sangebisse, Uhren, Ret. ten, Ringe fauft zu hohen Tagespreisen Spez.u. Goldschmied, Neuhaben Inseratem Vorwärts 30 März- Programm Hahn& Co., Juwelier Behdi. 730 wie immer- erstklassig tölln, Sunstraße 28 nur 1. QUE in Hüften, Gesäß und Bein in 15 T. seit. Invalidenstraße 106, 8-11, 4-6, Jacoby. Tagesverdienst Nähgarn. Riller, Swinemünderstraße 7. Grundlohn Sumboldt 489. 4000 r 8 über 3250 bis 4500 Mt. 9 " 4500 8500 10 8500 12500 BV " 9 " " 8000 12000 " " 1 11 12500 14000 12 " stellt ein G. H. Sped, Lützowftr. 2.[ 29/3 gefucht. 29/2 Lützow, straße 2 Silberschmelze Chriftionat, Köpenider tauft Bahngebisse, Platinabfälle, Schmucksachen, Glüthstrumpfafche. Quec 1429* Auf die zu gewährenden höheren Raffen- filber. fämtliche Metalle. leistungen besteht erst vom 29. Tage nach 1 Mitfahrer 6. H. Speck, ftraße 20a( gegenüber Manteuffelſtraße): 1 Mitfahrer Bahngebiffe, Bahn bis 5000.-! Blatin. dem Sukrafttreten der Sagungsänderung bruch, Goldfachen, Gilberfachen! Stan Vorwärts- Austräger ab Anspruch. niolpapier! Quecksilber! Glühftrumpf. Die Herren Arbeitgeber find verpflichtet afche bis 20 000.-! 8inn! 8inngeschirr! der Kasse innerhalb einer Woche nach fauft Edelmetal- Eintaufsbureau, Weber: Frauen und Männer Infrafitreten dieser Berordnung die zur Beitraße 31( auf Sausnummer achten!). rechnung der Beiträge erforderlichen AnNähmaschinen, Rnopflochmaschine, werden sofort eingestellt gaben zu machen. Erstattet ein Arbeitgeber troß diefer Aufforderung die Meldung Hohlfaum, Ridzad, Kraftanlagen tauft Berlin, Markusstr. 36. nicht fristzeitig, so wird für seine Beschäf- hochzahlend Rastory. Rottbufer Damm 6. tigten bis zur ordnungsmäßigen Mel- Moigplag 7453. Beitrag in berjenigen Stufe erhoben, die gen über 20 000.-, Kaken, Kanin, Me. Immanuellirchstr. 24. Petersburger Blaz 4. Baufizer Platz 14/15 Wattstr. 9 dung ohne Pflicht zur Rückerstattung der Felleinkauf! Hafen über 6000.-, Rie für Berficherte der gleichen Art in Be- talle, Gäde, Nähgarne, Bindfaden, Bad trieben gleicher Art gilt 179 14 leinen. Emballagen. Schafwolle, Roß- Neukölln, Siegfriedstraße 28/29. Berlin- Lichtenberg, den 5. März 1923 haare. Woldenbergerstr. 2, zwei Minu ten vom Bahnhof Weißenfee. Aleg. 1857. Allgemeine Ortskrankenkasse Pfaff, Phönig. Naumann, Schnell. der Stadt Berlin- Lichtenberg näher, Knopflog, Hohlsaum, Singer D. Seifel, G. Budde, ftic, Rurbelmaschinen, Schneidermaschi Borfigender, Schriftführer. Inen. Schlag. Neukölln, Bergstr. 129. Johannisthal, Grammisch, Bismardstraße 8. Tempelhof, Kaiser- Wilhelm- St. 81