Abendausgabe Nr. 117 40. Jahrgang Ausgabe B Nr. 59 Bezugsbedingungen und Anzeigenpreife find in ber Morgenausgabe angegeben Rebattion: S. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-295 Tel.- Abresse: Sozialbemotrat Berlin Vorwärts Berliner Volksblatt Preis 100 Mark Sonnabend 10. März 1923 Serlag und Anzeigenabteilung: Geschäftszeit 9-5 Uhr Berleger: Borwärts- Berlag GmbH. Berlin S. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 2506-250% Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Der Steuerkampf in der Presse. " Nachflänge der gestrigen Reichstagssigung. Verelendung als Programm? Die bekannte offiziöfe Rund gebung, die auf die Behauptung hinausläuft, daß hohe Löhne hohe Preise verursachen und daß eine Erhöhung der Löhne weitere Preisafſteigerungen zur Folge haben müßte, bedarf noch einer näheren Ein Teil der heutigen Morgenpreffe ist über die Vorgänge, Beim ersten Baragraphen wird der deutschnationale Antrag, Beleuchtung. Wir erinnern zunächst nochmals daran, daß, ge die sich gestern im Reichstag abspielten, so überrascht, daß er die Gesellschaften mit beschränkter Haftung, die bisher von der stützt auf den Marksturz, der um die Mitte des Vorjahres mit zu ihrer Erklärung feine Worte gefunden hat. Er beschränkt Rapitale: tragssteuer befreit waren, auch von der zur Ablösung dieser verschärftem Tempo einfegte, eine Entwertung der ich auf die Wiedergabe eines mehr oder weniger zutreffenden Steuer dienenden Körperschaf ssteuer frei zu laffen, angenommen. Reallöhne, d. h. ein unsichtbarer Lohnabbau vor sich ging. Berichts. Die Berliner Volkszeitung", die offenbar äußerst Es steht der bürgerliche Blod gefchloffen gegen die vereinigten Die Löhne der Berliner Buchbrucer, die 1914 um 19 Broz. peinlich berührt ist, bekennt sich zu folgender optimistischen Auf- Sozialdemokraten und Kommunisten. Dieses erfreuliche Bild zeigt über dem Existenzminimum waren, befanden sich in der ersten fajfung: sich bei den meisten anderen Abstimmungen. Alle foaial. Hälfte des Jahres 1922 um 9 Proz. unter dem ExistenzWie wir aus parlamentarischen Kreisen hören, besteht Aussicht, demokratischen Anträge werden, meist in namentlicher minimum. Von da ab segte der Rückgang der Reallöhne ein. die Zweifel und Meinungsverschiedenheiten durch eine Verständi. Abstimmung, von den bürgerlichen Parteien zu Fall gebracht. Diese fanten fortgesetzt bis im Dezember 1922 auf 57 Proz. gung mit ter Sozialdemokratie zwischen der zweiten und dritten Nur eins trübt ihre frohe Stimmung, die Bummelei der unterhalb des Existenzminimums. Diese Entwicklung der Lesung zu beseitigen. Sollte eine Berständigung nicht möglich sein, bürgerlichen Abgeordneten: Löhne nach unten, Hand in Hand mit der Entwertung der so würde allerdings eine sehr schwierige politische Lage Mart, hätte, wenn man der Reichsregierung glauben darf, eine geschaffen sein. Die Lösung der Angelegenheit muß den Ber Berbilligung der Preise, somit eine Zunahme des Beschäfti handlungen zwischen der Sozialdemokratie und den bürgerlichen gungsgrades und vor allem eine Erhöhung der Ausfuhr zur Barteien vorbehalten sein, die voraussichtlich zu Beginn der nächsten Folge haben müssen. In Wirklichkeit, das wird je feinem Woche aufgenommen werden. einsichtigen Wirtschaftspolitiker überraschen, ist eine gegen arbeitsblattes" wird eine sehr instruktive Darstellung des Beteilige Entwidlung eingetreten. In Nr. 5 des Reichsschäftigungsgrades in Berbindung mit dem Dollarstande veröffentlicht. Sehen wir uns diese Darstellung einmal näher an! Die der Volkspartei nahestehende„ Deutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Der unglüdliche Gefeßentwurf über die Berücksichti, gung der Geldentwertung in den Steuergesetzen erlebte gestern im Reichs'ag ein neues Fiasto... Eine derartige Sachlage ist unver einbar mit der Gefchloffenheit des Boltes, die die Stunde gebieterisch fordert. Dieser Gesichtspunkt ist für die Berhandlungen maßgebend, die vor der Weiterberatung am Montag geführt werden müssen. Daß die sozialdemokratische Erklärung auf einem Mißverständnis beruht, wie helfferi annahm, fann leider kaum gehofft werden, nachdem die Ausschußbe: atungen monate fang von Stufe zu Stufe gestolpert sind..... Da man selbst zu Rompromissen nur noch gegen die Sezialbemo fratie tam, waren die Schwierigteiten im Plenum Dorauszusehen. Selbst bei diesen bürgerlichen Kompromiffen fam es bekanntlich mehrmals zu Differenzen innerhalb des Zentrums, das furz vorher das Landessteuergeset durch Anschluß an bie Sozialdemokratie zu Fall gebracht hatte. Mit welchen Mehrheiten das Reichsfinanjm nifterium Steuerpolifit zu treiben gedenkt, bleibt einigermaßen unklar. Befriedigung über den Sieg des Bürgerblods und Freude an der Heze gegen die Sozialdemokratie herrscht nur bei der Kreuzzeitung". Sie schreibt: **** Abbau der Mission Coste? Die bürgerliche Mehrheit verfügt über 269, die sozia liftische Minderheit über 190 Size. Die namentlichen Abstimmun. gen ergaben die Anwesenheit von 145, 149 und 148 Sozialisten und von 183, 187 und 192 bürgerlichen Abgeordneten. Das war zwischen 3 und 4 Uhr nachmittags; um 6½ Uhr ist die bürgerliche Mehrheit Diäten und Freifahrtarien! Es muß vor dem Lande auf 166 Stimmen zusammengeschmolzen trog Riesen festgestellt werden, daß nur mangelnder Pflichteifer bürgerlicher Abgeordneter das üble Treiben der Internationalen ermöglichen fonnte. Also, wenn man Geld in die Reichstaffe bringen will, fo ist das ein übles Treiben der Internationale", und wenn der Bürgerblod mur erst unter Helfferichs Führung in strammer Disziplin egerzieren wird, dann wird alles in schönste Ordnung fommen. Sehr niedlich macht sich schließlich der Berliner Lotalan zeiger", der versichert, das Verhalten der Bürgerlichen sei von ber Abneigung dittiert, die letzten Aftioposten unserer Bolts wirtschaft der sadistischen Raubgier unserer Widersacher aus zuliefern". Bo Sachkenntnis fehlt, stellt sich gefällig die phrase ein. Im Laufe des heutigen Tages wird man vielleicht in den bürgerlichen Barteien und in ihrer Presse darangehen, sich mit den Fragen, über die gestern noch bei den meisten völlige Untlarheit herrschte, etwas ernster zu befaffen. Und dann wird das Warnungssignal des gestrigen Tages wenig stens seine erste notwendige Wirkung erreicht haben. Es wäre erfreulich, wenn es nicht bei dieser ersten Wirkung verbliebe, sondern wenn sich die bürgerlichen Parteien dazu entschlössen, ihre unhaltbaren Beschlüsse zu revidieren. Ländern, nur den 3 mang zu organisieren" vermag, gerne einen Ziviltommiffar sehen möchte, der unter Wahrung des Paris, 10. März.( WTB) Der Düsseldorfer Berichterstatter annexionistischen Kurses- die„ pofitive Organisation" über des„ New Bork Herald" schreibt: Troh der Schwierigkeiten, die sich nehmen könnte. Selbst wenn ein solcher Systemwechsel durch auch auf deutscher Seite allmählich zeigten, verlaute, daß die Fran- führbar wäre was wir sehr start zu bezweifeln wagen 30sen das Hauptquartier der& ohlen mission von Effen würde er der französischen Regierung wenig nügen. Die beste nach Düsseldorf zu verlegen beabsichtigen, alfo gan außer- positive Organisation" wäre nach unserer Ueberzeugung die halb des Kohlenbezirles, was vielleicht als ausgesprochener Organisation des Friedens, zu der Deutschland Rudzug auszulegen sei. Dazu komme, daß die Möglichkeit einer jederzeit bereit ist und für deren Berwirklichung es, unter Gewinnung der Arbeiter oder anderer Elemente der Bevölkerung Wahrung der Reichssouveränität und Reichseinheit, auch meitaußerordentlich gering fei. Taffächlich würden nach wie vor die gehende Opfer zu übernehmen gewillt ist. Abgaben nicht bezahlt, und es würde nur ein Minimum von Arbeit für die Befahungsmächte gelciffet. Die Brüsseler Konferenz. Vor wichtigen Entscheidungen. Bom Mai 1922 sant der Wert der Mart im Vergleich zum Dollar fast ununterbrochen von 3,44 Pf. auf 0,06 Pf. im Ja nuar 1923. Wenn man den Wirtschaftspolitikern der Nachfriegszeit, die alles Heil von der Martentwertung erwarteten, glauben darf, dann müßte die Folge davon eine Erhöhung des Beschäftigungsgrades, eine verstärkte Konturrenzfähigteit der deutschen Industrie gegenüber dem Auslande sein. In Wirklichkeit ist das Gegenteil eingetreten. Bom Juli 1922 bis Januar 1923 ist nach der Statistit des Reichsarbeitsblattes" der Beschäftigungsgrad ständig zurüdgegangen, die Arbeitslofenziffer fort gesezt gestiegen. Von 0,6 im Juli 1922 stieg die Zahl der Arbeitslosen in den deutschen Fachverbänden auf je 1000 Mitglieder in fortgefeht aufsteigender Kurve auf 4,4 arbeitslose Mitglieder im Januar 1923. Hand in Hand damit stieg auch die Zahl der Kurzarbeiter. Da die Zahl der in den Fachverbänden erfaßten Mitglieder nicht in allen Monaten eine gleiche war, so ist ein Vergleich etwas schwierig. Es wird aber genügen, wenn wir die Zahlen für Dezember 1922 und Januar 1923 hier anführen. Im Dezember betrug bei 37 Berbänden mit 5 600 000 Mitgliedern die Zahl der Kurzarbeiter 8,7 Proz. Im Januar war die Zahl der Kurz arbeiter bei 31 Berbänden mit 5 Millionen Mitgliedern auf 13 Broz gestiegen. In diesen 31 Verbänden, die über die Kurzarbeit berichtet haben, arbeiteten nicht weniger als 651 244 Mitglieder mit verkürzter Arbeitszeit. Die Zahl der Arbeitslosen allein betrug in 38 Verbänden mit 5 800 000 Mitgliedern 252 873, gegen 182 955 im Monat Dezember. Man dürfte noch hinter der schrecklichen Wirklichkeit zurückbleiben, wenn man auf Grund dieser Zahlen annimmt, daß wir im Monat Januar in Deutschland 2 Millionen Arbeiter hatten, die entweder ganz arbeitslos maren oder bei perfürzter Arbeitszeit beschäftigt waren. Unter dem von gewissen Wirtschaftspolitikern gepriesenen Regime der Martentwertung man wird sich ja erinnern, Ein deutsches Reparationsprogramm? wie heftig fich gewisse schwerindustrielle Kreise gegen die Paris, 10. März.( EE.) Der Berliner Rorrespondent des Martstabilisierung mehrten hat sich Deutschland zu einem Journal" will aus diplomatischer Quelle verständigt worden sein, Lande der Arbeitslosigteit entwidelt. Es iſt daß die Reichsregierung seit einigen Tagen an der Abfassung eines freilich nicht allein und nicht so sehr die Martentwertung, als neuen Reparationsprogramms arbeite. Es beruhe im vielmehr die dadurch hervorgerufene Spefulationswut der Paris, 10. März.( WTB.) Kriegsminister Maginot ist großen und ganzen auf den Vorschlägen, die Dr Bergmann auf Industrie, die hemmungslose Gewinnsucht und als deren gestern in Begleitung des Generals Buat nach Düsseldorf abgereift. der Bariser Konferenz erstatten sollte, weiche aber in wichtigen Folgeerscheinung die Entwertung der Reallöhne. Borzüglich Bon dort wird er sich in Begleitung des Generals Degoutte und Bunften davon ab. Besonders in der Frage der Naturallieferungen. ist es die fortgesetzte Entwertung aller Arbeitseinkommen, des Obertommiffars Lizard nach Brüssel begeben. Ueber den Es soll aus fünf Teilen bestehen, und zwar: 1. Naturallieferungen, b. h. die Entwertung der Einkommen der überGegenstand der Beratungen, die am Montag nachmittag in Brüssel 2. Geldzahlungen, 3. Carantien, 4. Auswärtige und innere Anleihen, großen Mehrheit ber deutschen Berbraucher, beginnen sollen, schreibt Petit Parifien", es handele sich ohne und 5. Geſundung der deutschen Finanzen. Die deutschen die diese Entwicklung verursacht hat. Nicht allein der Arbeiter Zweifel darum, den diretten Meinungsaustausch fortzusetzen, der seit Industriellen feien heute viel geneigter, 3uge wird von dieser Entwertung der Kauffraft betroffen, sondern einigen Wochen über die im Ruhrgebiet zu verfolgende Taftik ge- ständnisse zu machen. Die Studien, die die deutsche Re- auch die große Mehrheit der Beamten, die Klein- und Sozialpflogen werbe. Kurz nach der Reise des belgischen Ministerpräfi- gierung gegenwärtig unternähme, dürften aber in feiner Weise als rentner, wie überhaupt alle Schichten, deren Einkommen nicht denten Theunis nach Baris habe anscheinend zwischen Beris und Borboten einer bevorstehenden Kapitulation angesehen werden, son aus dem Verkauf von Waren oder aus der Spekulation Brüssel ein Meinungsaustausch über die M- thebe, durch die die dern feien von jedem Gedanken einer Rapitulation weit entfernt. schlechthin, sondern aus ihrer Arbeit herrührt. Blockade noch wirffamer gestaltet werden solle, stattgefunden. Ge. Das Rabinett wolle nur, daß an dem Tage, an dem die BerhandDie Entwertung der Arbeitseintommen hat eine doppelte neral Degoutte und Cofte hätten am 2. März einen wichtigen lungen beginnen, die deutschen Delegierten ein bestimmtes Bro Bericht erstattet, ben die franzöfifche Regierung einer eingehenden gramm befäßen, das wirkliche Vorschläge enthalte. Deutschland Folge, die gleich nachteilig für den Arbeitsmarkt wie für die Prüfung unterzogen habe. Die Schlußfolgerungen aus dieser Prü- wünsche mehr den je die Intervention einer britten gesamte Wirtschaft wirft. Zunächst wirkt sich dieser Rückgang fung feien gestern nachmittag General Degoutte übermittelt worden, macht, um die französisch- deutschen Beziehungen wieder ins der Kauffraft auf dem Innenmarft aus. Es tritt ein der clso genügend Zeit habe, um die Borschläge für die am Montag Geleise zu bringen. Als geeignete Bersönlichkeit betrachte man ben fogenannter Käuferstreit ein, der aber in Wirklichkeit nichts anderes ist, als das Unvermögen der Berbraucher, die Waren. tschechischen Außenminister Dr. Benesch. stattfindenden Besprechung zu präzisieren. Die Deutschen, behauptet der Korrespondent des Journal", preise zu bezahlen. Nun ist aber Deutschland fein abgeschlosse= Das halbamtliche Blatt spricht der bevorstehenden französisch würden, sobald die Frage der Geld- und Naturalleistungen geregelt nes Wirtschaftsgebiet. Deutschland muß vom Auslande große belgischen Beratung besondere Bedeutung zu. Sie werde sein werde, einem Statut ihre Zustimmung geben, das die Inter- Mengen von Rohstoffen und Lebensmitteln faufen. Bei der zu einem endgültigen Abkommen führen, wie man das nationalisierung des Ruhrgebiets in Aussicht nähme, Entwertung der Mark tann es das nur in sintendem Ruhrgebiet auf die beste Art und Weise ausnutzen könne. Nach wie die vier englischen Arbeiterabgeordneten es vorgeschlagen hatten. Maße tun. Der deutsche Verbraucher wird noch mehr als vom dem„ Echo de Paris" tann man annehmen, daß am Montag wieder- Es würden enge Abmachungen zwischen ber englischen, Innenmarkt vom Weltmarft als Käufer ver. um die Frage der Einfegung eines Rommiffars für das deutschen und französischen Industrie beschloffen mer. drängt. Auf die Dauer aber fann das Ausland nur in Ruhrgebiet aufgeworfen werden soll. Diese Frage sei nur scheinbar den. Franzosen und Engländer würben außer gewissen finanziellen dem Maße von Deutschland taufen, in dem Deutschland selbst aufgegeben werden. Das Blatt front, ob General Degoutte, der den Beteiligungen an Bergwerfen und Fabriten auch noch durch die als Käufer auf dem Weltmartt auftritt. Der Bertrag von 3wang organisiert habe, genügend Muke habe fih mit der post iven Aufsichtsräte, denen sie angehören würden, eine wirtfame Kontrolle Versailles mit seinen wirtschaftlichen Bestimmungen und Fol Organisation zu befälgen, tie gegebenenfalls das augenblidliche über die Brobuftion ausüben. Tas Projekt werde in industriellen gen hat die deutschen Berbraucher zum guten Teil vom WeltDrudsystem erfeten felle. Streifen start erörtert, und scheine ebensoviele Anhänger wie Gegner markt als Räufer verbrängt. Dies ist eine der wesentlichen Die Schlußfäße dieser offensichtlich offiziös inspirierten haben. Die Deutfchen würden auch zugeben. daß im Falle eines Ursachen der Arbeitslosigkeit in den hochindustriellen Ländern, Auslaffung weisen unzweideutig barauf hin, daß man auch in Einvernehmens die Räumung des Ruhrgebietes abschnitts. wie in den Ländern mit hohem Wechselkurs. Nun tritt als ben französischen Regierungstreisen über das„ Drudsystem" weise erfolgt, und zwar gleichzeitig mit der Erfüllung der Ber. weitere Folge die Martentwertung ein, die sich die deutschen General Degouites enttäuscht ist und an die Stelle dieses pflichtungen Deutschlands. Es wäre nicht unmöglich, daß das System Unternehmer, geleitet von einer furalichtigen Gewinnsucht, zunuze machen, um die Realeinfommen der Arbeiter und Lin Schneibigen Militära ber, wie seine Berufsgenossen in allen auch auf bie Rheinlande ausgedehnt werben würde. gestellten auszuhöhlen. Das hat zur Folge, daß schließlich auch ausgezeichnet unterrichtet, daß das gesamte Ceoprechting zu der Partei. In verschiedenen Preffeorganen waren bekanntlich das Ausland immer weniger von Deutschland taufen tann. Material ein Kinderspiel dagegen ist. Die amtliche An- Aeußerungen erschienen, die davon sprachen, daß Herr Geisler die Aber nicht deshalb allein. Die Martentwertung hat Er- gabe, daß es fich anscheinend nur um eine eventuelle Neutralisierung Absicht befundet hätte, aus der Deutschen Boltspartei scheinungen in unserer Wirtschaft gezeitigt, die unweigerlich Bayerns bei etwaiger Bolfchewisierung des deutschen Nordens ge- auszufcheiden und zu einer anderen Partei überzutreten. zu ihrem Ruin führen müssen. Unsere Industrie handelt habe, ift falsch. Politische Auffassungen dieser Art mögen Ferner atte die Deutsche Zeitung" in verschiedenen Aufwird nicht mehr geleitet nach den Grundsägen einer rationellen das Sprungbrett für den hochoffiziöjen agent provocateur Ricert fäßen auf Auseinandersetzungen in ter Fraktion hingewiefen und Betriebsführung, sondern einzig und allein von der Spetula und seine Freunde, unter denen sich auch der anerkannte Herrn Geisler als dasjenige Mitglied der Fraktion hingestellt, das tionswut, von einer hemmungslosen Dividendenwirtschaft und Führer eines rechtsstehenden Vereins namens am allerentschiedensten die Politif der..chstagsfration, namentlich von einer faltschnauzigen Entwertung der Arbeitseinfommen. Berger befindet, handelt es sich nicht um eine Eventualunter- seit dem Rathenau- Morde, bekämpft habe. Das Losungswort unserer Industrie und unserer Banten ist nehmung, sondern um einen ganz kurzfristigen Termin für einen Im Laufe der Verhandlungen, die sich hieran fnüpften, gab der nicht mehr die Entwicklung in technischer Beziehung, die Förde- Putsch zur Unterstühung der französischen Ruhr- Abg. Geisler der Frattion gegenüber folgente Erklärung rung der Produktion und der Ausfuhr durch eine Berbesserung operation. Am 21. Februar vormittags ist der Kommandeur ab: Ich erfläre, daß ich keinem Mitgliede einer anderen Partei der technischen Einrichtungen und damit eine Berbiliigung der Ricert immer noch ohne Paß mit Krafiwagen wieder abgefahren. gegenüber Aeußerungen getan habe, aus denen dieses Anlaß gehabt Produktion selbst, Banken und Industrie sind einzig und allein Seine Freunde fehlen ihre Bemühungen, unter allen Umständen ein hätte, auf eine Absicht von mir zu schließen, daß ich aus der Deut darauf bedacht, die Preise und die Dividenden in die Höhe zu Pronunciamento herbeizuführen, auch nach der Abreise noch eine schen Boltspartei ausscheiden wolle. Ich gebe ferner bie Bersicherung treiben. Woche lang energifch fort. ab, daß ich den Auslaffungen in der Deutschen Zeitung", bie der einmütigen Bruntauffassung der Fraktion widersprechen, durchaus fernstehe. Ich mißbillige diese Auslaffungen auf das entschiedenste und bedaure, daß dadurch der Eindruck entstehen tonnte, als wenn ich in einen bewußten und gewollten Gegensatz zur Deutschen Bolkspartei getreten sei." Ein Plaidoyer für Hochverräter. Schwenkt Italien? Diese Wirtschaftspolitik ist Selbstmordpolitit. Wie die Zahlen, die mir weiter oben angeführt haben, mit unroiderleglicher und erschreckender Deutlichkeit zeigen, entwickelt Die offiziöfe bayerische Korrespondenz Hoffmann teilt„ amt sich Deutschland zum Lande des Massenelends und lich" mit, daß die Nachricht eines Berliner Blattes, wonach im Der Arbeitslosigkeit. Angesichts dieser Tatsachen er Zusammenhang mit der aufgedeckten Verschwörung flärt die Reichsregierung, zweifellos unter der Inspiration des gegen die banerische Verfassung auch Graf Bothmer, der Unter Bezugnahme auf diese Erklärung des Abg. Geisler und Reichswirtschaftsministers Dr. Beder, daß die Löhne nicht frühere Borsitzende der bayerischen Königspartei, feftge.tom weitere von ihm abgegebene Erklärungen, die sich auf die künfweiter erhöht werden dürften, weil wir sonst einer neuen men worden sei, nicht auf Wahrheit beruhe. Ebenso fei nicht richtige, von ihm zu vernetende Politik bezogen, jah die Frat Teuerungswelle und einer neuen Wirtschaftsfrise entgegen tig, daß die Beschuldigten mit der Unterstützung einer fion bavon ab, dem in einer anderen Barteinstang erörterten gehen würden! Das Gegenteil ist richtig! Die Wirtschaftskrise, feindlichen Macht die Loslösung Bayerns vom Reich ange Intrag auf Ausschließung des Abg. Geisler aus der Fratin der wir mittendrin steden, fann nur behoben werden, wenn ftrebt hätte.1. Sie sind zwar mit Persönlichkeiten einer fion 3u3ufti m m en. die Verbrauchermassen wieder faufträftig folchen Macht ins Benehmen gezeten. Es handelt sich diese Bierde bleibt also der Deutschen Volkspartei erhalten. gemacht werden. Solange Industrie, Handel und Landwirt aber scheinbar dabei nur um eine eventuelle Neutralisierung fchaft mit ihrem Preiswucher fortfahren, gibt es dagegen nur Baneras bei einer etwaigen Bolschewisierung des deutschen Nordens. eine Möglichkeit, und das ist die Erhöhung der Löhne und Richtig fei dagegen, daß hinter der ganzen Sache feine irgendwie bedeutsame politische Persönlichkeit oder gar Organisation steht. Gehälter. Es wäre natürlich außerordentlich seltsam, wenn nicht hinter Inzwischen haben die PRN. eine Zuschrift von amt. licher Stelle veröffentlicht, die besagt: 14 jeder monarchistischen Verschwörung die angebliche Furcht Durch die Preffe ift in den lehten Tagen eine Nofiz des WIB. vor einer Bolschewisie: ung" stände. In Wirklichkeit liegen die über Preisabbau gegangen, die in ihrem lehten Sake auch die Cohn- Dinge so, daß die Münchener Polizei selbst die Gefährlichkeit der frage streift. Diese Nofiz ist vielfach dahin mißverstanden worden, Bestrebungen durch Aufrechterhaltung der Verhaftungen atteftierte, daß von jetzt ab überhaupt telne Cohnerhöhungen mehr erfolgen daß sie durch den Selbstmord eines der Beteiligten noch unter Ein derartiges plögliches Erstarren der gesamten Cohn- ftrichen wurde, und daß bam die halbamtliche Korrespondenz dürfen. bewegung ist aber selbstverständlich nicht möglich, da durch Hoffmann Entschuldigungsgründe für die Verschwörer aus noch nicht alle Löhne dem bestehenden Niveau verbreiten muß. Das ist spezielle Münchener Regierungsmethode! angepakt sind und die Preise den erforderlichen Rüdgang nicht aufweisen. Ist das ein Dolchstoß? 1 Protestkundgebung in England. Rom, 10. März.( WTB.) Gelegentlich des bevorstehenden Bezielle Organ der Nationalisten, die auch Regierungspartei sind. Red. fuches Poincarés in Brüssel führt Idea Nazionale"( das offiD.".") aus, Frankreich wolle unter nichtigen Borwänden, wie das Verlangen nach unerfüllbaren Zahlungen, das and trennen. Hiermit trete bas Ruhrproblem offiziell in eine Rheinland und Westfalen endgültig von Deutschand trennen. Hiermit trete bas Ruhrpioblem offiziell in eine derten, seien England und Italien gezwungen, ihr bisheriges Verneue Phase ein. Da Frankreich und Belgien ihre Stellung änderten, feien England und Italien gezwungen, ihr bisheriges Ber halten aufzugeben, weil das Ruhrproblem feine franzöfifch- belgische Sache, sondern ein europäisches Problem fei. Die Franzosen und die Belgier follten nicht glauben, in Brüffei das Rhein und Ruhr problem töfen zu fönnen, während die größten Berbündeten, Eng Bielleicht hätte sich bei etwas größerer Sicherheit der Füh In den der Deutschen Volkspartei nahestehenden Dres- land und Italien, abwesend feien. Das Blatt tabelt alsdann bie rung die Beunruhigung der Arbeiterschaft durch die bekannte dener Neuesten Nachrichten" schrieb fürzlich Richard Bahr: 3auberpolitit Bonar Laws. Ein Krieg gegen Frankreich offiziöse Notiz und das feltsame Spiel PPN. gegen BIB. Bir dürfen nicht wieder, ohne Außenpolitit zu treiben, leben, fei nicht unbedingt notwendig. Aber selbst einen Krieg brauche Eng vermeiden lassen. Dadurch entsteht der Eindrud eines Hin- tönnen auch diesen Abwehrkampf nicht ohne feste Richtlinien, ohne land nicht zu fürchten. Schließlich fordert das Blatt die eigene Re und Herzerrens zwischen den verschiedenen amtlichen Stellen, Blan und bestimmte Absichten für die Zukunft führen. Gerade gierung auf, gewiffen Stellen die Illusion zu nehmen, als ob Italien der Unsicherheit und Unruhe hervorrufen muß. Es geht hier dann nicht, wenn man die Interventionsgerüchte, die von der Regelung einer solchen Frage ausgeschlossen werden könne. um die Lebensfragen der Massen, mit ihnen zu spielen, wäre seit einigen Tagen mit einer unverkennbaren Beflissenheit durch die unverantwortlich. internationale Presse gejagt werden, mit starter und berechtigter Stepfis betrachtet. Man muß der aus den Fugen geratenen Welt Das Ziel der Monarchistenverschwörung. Beit laffen, zwar nicht auf ihr Gewiffen, das antiquiert wurde, doch auf ihr Interesse sich zu befinnen. Einstweilen haben wir auszuEin Putsch zur Unterstützung der Ruhraftion? halten. Das hat mit der Frage der sogenannten VerhandlungsMünchen, 10. März.( Eigener Drahtbericht.) Zur Ber- bereitschaft nicht das geringste zu tun. Die ist, mit Berlaub zu sagen, haffung der monarchistischen Verschwörer in München schreibt die eine Frage nur für Narren. Diefes arme, ausgefogene Münchener Poft": Ende Februar wurde ein höherer fran- und zerquälte Deutschland fämpft nicht aus Prestigerücksichten. Es zöfifcher Offizier ohne Paß und ohne Einreifeerlaubnis von ringt nur um das Recht ums Dasein. Schärfer und nun ganz zwei bayerischen patrioten quer durch die ganze Drd- positiv ausgedrückt: das Ziel unseres Widerstands hat vom ersten nungszelle Bayern in einen kraftwagen eingeführt und zuerst bei Tage an Verhandlungen und Ausgleich geheißen. Berhand Rommental bel Dießen und dann in München, Leopoldstraße, abgelungen, die diesen Namen verdienen, wird teine jetzt. Dieser Franjoje, namens Ricert, it politisch aus den ver deutsche Regierung fich verfchließen. schiedensten Gründen eine beträchtliche Nummer. Er ist identisch mit Ist dieses Urteil eines bürgerlichen Schriftstellers in einem dem Ricert, der die Organisation des Saarstaates als bürgerlichen Blatt auch ein" Dolchstoß"? Oder vielleicht nur rechte hand des Generals Andlauer, der felbfi Spigel die Stimme der Vernunft? war, einzuleiten hatte und der feit langem planmäßig in Saarbrüden, wo er die Berteilung der Kohlenproduksion regelle, gegen die deutsche gewertschaftliche Organisation losging. Die anrüchige Tätigkeit dieses Mannes im Saargeblet ist fchon in öffentlicher Reichstagsfihung erörtert worden. Der Kommandeur Ricert fland schon seit zwei Jahren mit den Verschwörern, insbesondere mit dem Professor Fuchs in engster Berbindung. Er war fiber bayerische Verhältnisse, Auffassungen, Personen usw. so Da schämten sich die Soldaten... Zum Fall Geisler. Eine Erklärung der Volkspartei. Aus den Kreisen der Deutschen Boltspartei veröffent licht WIB. folgende Mitteilung: Die Reichstagsfraktion der Deut schen Volkspartei beschäftigte sich in ihrer Sigung vom 9. März 1923 mit der in der Deffentlichkeit erörterten Stellung des Abg. Geisler London, 10. März.( WTB.) Gestern nachmittag fand nach ber Jahresversammlung des Rates der Union für demokratische Kontrolle" eine große Rundgebung in der Kingsway Hall statt. Den Borsiz führte das Arbeiterparlamentsmitglied Bonsonby. Zu gegen waren noch die Arbeiterparlamentsmitglieder Ramsey Mac donald, Morel, Lees Smith und Trevelyan. Auf der Versammlung des Rates mar eine von Morel bean tragte Entschließung angenommen worden, worin es heißt, die Union für demokratische Kontrolle sehe mit Besorgnis die fortschreitende militärische Besetzung Deutschlands durch Frankreich an, die klar und deutlich jegt ein Kriegsatt geworden sei und ben Weg für eine neue Ratastrophe in Europa vorbereite, und betrachte die verschiedenen Maßnahmen der französischen Behörden im Rhein- und Ruhrgebiet als auf tatsächliche Annegion hinauslaufend. Sie sei der Ansicht, daß die britische Politik der stillschweigenden Zustimmung bie gefährlichste sei, die verfolgt merden könne, sowohl im Intereffe bes internationalen Friedens als auch der britischen nationalen Sicherheit. Ramsey Macdonald erklärte in einer begeistert aufge nommenen Rede, die Vertreter des englischen Boltes müßten in praktische Berührung mit den Massen Frankreichs tommen und eine englisch- franzöfifche öffentliche Meinung schaffen, die für den euro päischen Frieden sei. Beitragserhöhung der Boltsbühne. Das Generalsekretariat der Gefahren fapitalistischen Mäzenatenfums. Die im Jahre 1911 Boltsbühne E. B. schreibt uns: Die Steigerung der Unfoften des gegründete Corporation, die legte Gründung Andrew Theaterbetriebes, ganz besonders die erft jetzt mit rückwirtender Kraft Carnegies, die in der Hauptsache tazu bestimmt ist, feine Ein Märchen von Leo Tolstoi.*) befchloffene außerordentliche Erhöhung der Gagen früheren Schenkungen und Stiftungen zu erhalten und auszubauer, Als der Zar der Tarafanen die Grenze überschritten hatte, haben die Berwaltung der Boltsbühne E. B. gezwungen, die mit hat einen zusammenfaffenden Finanz- und Tätigkeitsbericht heraus fanbte er feine Vorhut aus, damit sie Jeans Heer aufsuche. Sie gliederbeiträge zu erhöhen, so daß für eine Abendvorstellung gegeben. Nach diesem Bericht hat die Corporation feit 1911 fuchten und suchten tein Heer war zu finden; sie warteten und vom 15. dieses Monats ab ein Beitrag von 1200 m.( Opern 57 939 846 Dollar perausgabt. Das Einkommen der Corporation marteten ob es sich nicht endlich irgendwo zeigen würde doch kein 1300 m.) und für Nachmittagsvorstellungen ein Beitrag im letter: Jahre belief sich auf 6466 516 Dollar. Die Carnegie Heer war zu hören und zu sehen, niemand war ba, mit dem man von 800 M. fällig wird. Gleichzeitig wurde befchloffen, die Ein- Stiftungen sind die größten unter ihresgleichen in den Bereinigten hätte Krieg führen können. Da befahl der Zar der Taratanen seinen Diejenigen, die sich bis zum 1. April noch in der Geschäftsstelle Dollar allein in New York bestehen, davon der weitaus größte Teil Ichreibegebühr vom 1. April an auf 1000 m. zu erhöhen. Staaten, wo private Stiftungen in Höhe von insgesamt 525 Millionen Soldaten, fie sollten die Dörfer des Narrenlandes plündern. Sie( Linienstraße 227) oder in einer der Bahlstellen als Mitglieder an für Bildungszwede. Daß tiefe Stiftungen angetan feien, dem Lehrfamen ins erste Dorf: Narren und Närrinnen liefen auf die Straße melden, zahlen noch bie alte Einschreibegebühr von stoff und der Lehrmethode der mit ihnen gesegneten Unterrichtshinaus und guten sich staunend die fremden Strieger an. Diefe 100 m. Die Fertigstellung des Umbaues der ehemaligen anstalten eine besondere Färbung zu verleihen, hatte längst schon nahmen ihnen das Getreide und das Bieh weg, und die Narren Krollfchen Oper, die für diese Spielzeit nicht mehr möglich Anlaß zu Bedenten gegeben. Besonders laut war die Klage, daß die gaben es hin, ohne sich zu wehren. Im zweiten Dorfe ging es ganz war, ist nunmehr für den Sommer gesichert, so daß vom reichen Schuhherren der privaten Collegs verfugten, auf ebenso zu. Einen oder zwei Tage zogen die Soldaten so umber, und Beginn der nächsten Spielzeit an auch die Vorstellungen dieses die Gestaltung des Unterrichts in den öfonomiüberall geschah genau dasselbe: alles gaben die Narren her, und Hauses den Mitgliedern der Volksbühne zugute tommen werden.chen und sozia n Wissenschaften und in der Ge Das Theater wird endgültig den Namen" Oper am Rönigs iichte Einfluß zu gewinnen. Aber der Einfluß von feiner widersetzte sich ja fie luden die Soldaten fogar ein für immer plag" erhalten. Der Betrieb geht nach Fertigstellung auf die Ge Bermächtnissen usw. auf die Art des Unterrichts", flagt der Bericht bei ihnen zu bleiben. Wenn's euch, ihr lieben Brüder, in eurer neralverwaltung der Staatstheater über. Die Kräfte der Staats der Carnegie- Stiftung, mache fich auf noch viel feinere Art bemert. Heimat so schlecht geht" sprachen sie dann kommt doch zu uns und oper werden unter Leitung des Intendanten v. Schillings all bar. Die bloße Tatsache des Geschents auch ohne Ausübung eines bleibt für immer hier!" Die Soldaten zogen im Lande hin und her abendlich in dem neuen Hause spielen. besonderen Drudes von feiten bes Gebers hat genügt, einen nach. und stießen nirgends auf eine Kriegsmacht, überall wohnten nur teiligen Einfluß auf den freien Meinungsausdrud auszuüben. Der Menschen, die sich selbst und ihresgleichen redlich ernährten, sich nicht bloße Anblick eines Schulgebäudes, das der Freigebigkeit irgendeines zur Wehr fetzten und die Eindringlinge fogar zum Bleiben einluden. bedeutenten Geschäftsmannes zu danken ist, genügt, die ökonomischen Das wurde den Soldaten doch zu langweilig, und sie traten Anschauungen des Lehrers zu beeinflussen, ohne daß er barum weiß. vor ihren Baren hin. Wie heißt es doch im Kommunistischen Manifest"?„ Die Bourteten Tätigkeiten ihres Heiligenfcheins entfleibet. Sie hat den Arzt, geoisie hat alle bisher ehrwürdigen und mit frommer Scheu betray ben Juristen, den Pfaffen, den Boeten, ten Mann der wissen. fchaft in ihre bezahlten Lohnarbeiter verwandelt. es Wir fönnen hier feinen Krieg führen," sprachen sie, schid uns anderswo hin! Die Menschen hier wehren sich gar nicht ift, als ob man in Brotteig einschnitte. An Riegführen ist gar nicht zu denken." Da geriet der Zar der Taratanen in Zorn und befahl den Sol baten, Imans Reich nach allen Seiten hin zu durchziehen, die Dörfer zu zerstören, das Getreide zu verbrennen und das Bieh zu töten. Wenn ihr meinen Befehl nicht ausführt," sprach er,„ laffe ich! euch alle hinrichten." " Die Soldaten erschraten und machten sich daran den Befehl des Zaren auszuführen. Sie steckten die Häuser und Getreideschober in Brond und schlugen das Bieh tot. Die Narren aber sehten sich noch immer nicht zur Wehr, sondern weinten nur Männer, Frauen und Kinder, alt und jung: alles weinte. S Ein jugendlicher aftronomischer Entdecker. Der Astronom, der das Aufsehen erregende Anwachsen des Sternes Beta Ceti zu einem Stern erfter Größe zuerst beobachtet hat, ist ein 16jähriger Engländer William Nelson Abbott, der die Aftronomie feit feinem fünften Jahre als Stedenpferd betreibt und sich gegenwärtig bei der athenifindet. Der vielversprechende junge Sternguder erzählt von feiner schen Abteilung der Astronomischen Gesellschaft von Frankreich beEntdeckung:„ Ich stand auf dem Dach meines Hauses, um Beobachtungen am Himmel vorzunehmen, als ich mit dem bloßen Auge ben außerordentlichen Glanz des Beta Ceti bemerkte. Ich ging zum Fernrohr, um Beta mit dem Aldebaran zu vergleichen, der als EinEin Heim für nationalistische Heldenjünglinge gesucht! Der wie eine Korre heit gilt, und fand, daß Beta an Glanz um mehr als drei Größen Deutsch nationale Juge ndbund sucht zugenommen hat Ich bestimmte die Lage des Sternes auf der fpondenz melbet irgendwo in Deutschland eine Burg oder Karte und telephonierte dann meine Entdeckung an das Obser- Ruine, die als Wahrzeichen wehrhaften Deutschtums dem Bunde natorium in Athen und dann( uch an den Bariser Aftronomen ein Heim bieten fann". Flammarion. Das war am 6. februar. Die nächsten beiten Tage war eine Beobachtung wegen der Wolfen nicht möglich. Aber am dritten Tage stellte ich feft, daß der Glanz des Beta Ceti, obwohl verringert, doch noch viel größer war als gewöhnlich." Eine Kartenaufnahme der Cuff. Der Internationalen Flug. tommission, die aus Bertretern von England, Frantreid. Portugal, „ Warum fügt ihr uns solches Unrecht zu?" sprachen sie. Warum Serbien, Siam und Belgien besteht. ist ein Bericht der Unter vernichtet ihr zmedlos unser Hab und Gut? Nehmt es doch lieber, fommiffion für Kartographie zugegangen, der eine großzügige Organisation des internationalen Lufttarten. wenn ihr es braucht!" Da schämten sich die Soldaten ihres Tuns. Sie hielten ein in ihrem Vernichtungswerk und liefen nach allen Seiten auseinander. *) Aus dem soeben im Berlag ber neuen Gefell. fchaft erschienenen Bändchen: Tolstoi. Eine Auswahl für die reifere Jugend." Das wird nicht schwierig sein. Es gibt in Deutschland zahllose Burgen und Ruinen aus der Raubritterzeit, in denen einst ein mehrhaftes" Begelagerer- und Meuchelmördergeschlecht gehauft hat und in deren Milieu sich auch die hatenfreuzritterliche Jugend unserer Tage wohlfühlen dürfte. Erstaufführungen der Woche. Dienstag, Reines Theater: Das tartere Band." Freitag, Deutsches Obernbaus: Rönigstinder. Sonntag, Gr. Volksoper: Die Barenbraut Urania Vorträge. Count., Freit., Sonnab.: emette Stätten unb rebende teine aus der Bergangenheit; ont.: Mit Sang und klang zwischen Gwarzwal und 1 b; Dienst., Mittw., Tonn.: Unter Silben und wilden Tieren". wesens vorsieht. Dem Hauptbureau für die Karteraufnahme der Welt, das sich in Southampton befindet, wird ein Bureau für internationale Luftfarten angegliedert Es wurde ein System fest gelegt, um gleichförmige Bezeichnungen für diefe Luftfarten zu er zielen. Die Städte und Flugplähe des internationalen Luftverkehrs. Der., Numerus clausus" it an der Berliner Zenilex neges werden mit diesen internationalen Zeichen verlehen. Zugleichoule vorläufig in der Weise eingeführt worden, bak bon ben zu sollen auch die besonderen Zeichen der Staaten, die die Luftkonvention gelaffenen Ausländern nur 10 Bros. Juden sein dürfen. Einer nicht unterzeichnet haben, auf den Karten vermertt werden, gleichen Einschränkung für Inländer steht die Berfassung im Bege Haenisch und die Rheinlandkommission. Frauentag und Rührbesetzung. Das teure Briefporto. Bei der Fülle der zu erledigenden Arbeiten wird die Bersammlung Ein verschärftes Veto. faum umhin fönnen, wieder zur zweimaligen Tagung in In den Jahrzehnten vor dem Kriege demonstrierten alljährlich der Woche überzugehen. imaligen Tagung in Frankfurt am Main, 10. März.( WTB.) Durch eine am Frei. cinmal in den erinnerungsreichen Märztagen die sozialdemo tog hier eingegangene Berfügung hat die Interalliierte Das Frauenwahlredyt ist in Deutschland inzwischen Tatsache ge fratischen Frauen in ganz Deutschland für das Frauenwahlrecht. Rheinlandtommission ihr am 1. 2. gegen die Ernennung worden Dem finnlosen Berfahren, daß Behörden fleinen Geldnicht aber die große Verheißung, die wir damit ver beträgen nachiagen, deren Einziehung das Bielfache an des früheren preußischen Ministers haenisch zum Regierungs- banden. Die Welt ist noch nicht zum Frieden gekommen. präsidenten in Wiesbaden eingelegtes vorläufiges Beto in ein endgültiges Beto umgewandelt und durch folgenden Zufak ver des Schwankens zwischen Beharrung in Kriegsbrauch und Entwid- Grundsay Strafe muß fein", und vielleicht hält mancher Straf Die großen Nationen Europas befinden sich in einem Zustande kosten verursacht, sollte ja wohl ein Ende gemacht werden? Bei der Eintreibung von Geldstrafen gilt nach wie vor der schärft:„ Dieses Velo bezieht sich auf alle Aufträge, die Herrn Hae- lung zu Friedensbrauch. Es liegt in der Natur fapitalistisch geord- mütige es fogar für einen besonderen Vorzug, daß die bedeutenden nisch im besetzten Gebiet übertragen werden fönnen. Das heißt neter Staatswesen, dak sie sich nicht aus einer nach gewonnerem Bortokosten, die hier der Zahlungspflichtige felber tragen muk. eine also: Herr Haenisch darf in feiner wie immer gearteten Funktion im Krieg erlangten Machtstellung auf friebliche, für alle verbindliche der Geldentwertung noch nicht angepaßte Strafe ſehr fühlbar besezten Gebiet tätig sein. Gesezmäßigfeit ohne weiteres umstellen. Die im Völkerbund zu steigern. In Charlottenburg wurde einem vom Glüd ganz un fammengefchloffenen Staaten haben das weder unter sich noch gegenüber Deutschland, dem Objekt ihrer Vereinbarungen, vermocht. zehn Rinder reichlich mit Nachwuchs versorgt wegen Schulver. gewöhnlich begünstigten" Familienpater er hat den Staat durch Essen, 10. März.( TU.) Bon dem von den Franzosen befekten lich geleitet ist, von dem Streten nach der Zusammenziehung der fäumnis eines seiner Jungen einen Strafbefehl übersandt, der ihn Das aber dürfte sicher sein, wenn das Vorgehen Frankreichs ledig. ehn Kinder reichlich mit Nachwuchs verforat Bolizeipräsidium Esten aus wurde heute auf einen auf europäischen Macht in feine Hand, so wird es fein Ziel nicht er- bonnerte. Außer den 3( brei) Mart sind ihm 80( achtzig) Mart als den Verantwortlichen zu drei Mart Geldstrafe verdie Straßenbahn wartenden Herrn ohne jeden Anlaß gereichen. So einseitig darf man aber die Verhältnisse nicht ansehen. Borto berechnet worden, und weitere Ausgaben fönnen ihm schoffen. Der Echuß durchbrang die Lunge, so daß der Die wir schaftlichen Erforderniffe bilden den Hauptbeweggrund. Daraus entstehen, daß er den Gesamtbetrag von 83 m. auf feine Berlegte in das Städtische Krankenhaus gebracht werden mußte. Diesem tann aber nur auf dem Wege der Verständigung gedient Roften an die zuständige Raffe gelangen muß. Er tann froh sein, An der gleichen Stelle wurden einem etwa 55 Jahre alten spruch Englands gegen Frankreichs Borgehen, ganz ficher aus viel daß der Strafbefehl noch im Februar gekommen ist, denn nach der werden. Englands Arbeiterschaft drängt bereits nach einem EinBaten, der eine Verwandte zur Straßenbahn gebracht hatte, von weitergehenden wirtfdaftlichen fozialwirtschaftlichen Gründen als wieder noch mehr gekostet. Wirft das ganze Berfahren nicht foft einem franzöfifchen Bosten, der feinen Baß verlangt hatte, ohne er vielleicht einmal von Englands Regierung erfolgen wird. am 1. März eingetretenen neuen Portoerhöhung hätte die Sache jeden Anlaß ein Faustschlag ins Gesicht verfeht, so daß er hinstürzte. wie eine Uzerei? R Wieder ein Attentat. 20 bis 25 bewaffnete Franzosen beschlagnahmten bei der Holzgroßhandlung Conrad in Essen 15 bis 16. Wagen Holz im Werte von etwa 18 Millionen Mart. Die Firma hatte fich geweigert, das Holz gegen Bezahlung zu liefern. Die Ausplünderung der Bahnhöfe. Bon der zwar nicht billigenden, aber auch nicht mißbilligenben Haltung Englands gegenüber Frankreich bis zu einer freundschaftlichen Stellungnahme für Deutschland ist noch ein weiter Weg. Dieser Weg fann nur der einer friedlichen Verständigung fein über gegebene" Erfüllungsmöglichkeiten", ausgehend von Erfüllungsbereitschaft fein und hinüberführend in eine verbindliche, inter. nationale Gefeßmäßigkeit. Diese En midlung zu fördern, das ist befonders Aufgabe der Frauen. Der Feind des Friedens im Lande( im doppelten Sinne) schläft nicht. Darum wachsam sein! Das ist die Losung des Tages. Demonstriert für den Frieden, besucht die heutigen Beranstaltungen. Minni Lodenhagen. nachmittags 3 Uhr: Wanne, 10. März.( TU.) In einem Bericht des Amtmanns von Wanne an den preußischen Minister des Innern über die Be. fegung des Bahnhofes am 24. Februar heißt es unter anderem: Es wurde festgestellt, daß auf dem Bahnhof 11 2otomotiven, 125 Güterwagen, 74 Dedwagen und 67 Bernenföln, Realgymnasium. Kaiser Friedrich- Straße. Sonntag, den 11. März, nachm. 2 Uhr: fonenwagen sowie ein Boftwagen von den Franzosen in Berlin- Friedrichshain, Schulan'a Litauer Straße 18. Richtung Redlinghausen meggebracht wurden. Auf dem Bahnhof fah es so aus, als wenn eine Räuberbande gehaust hätte. In den Betriebsräumen waren alle Schränke und Schubladen erbrochen und zum größten Teil beraubt. In der Telegraphenzentrale war olles durcheinander geworfen und die Leitungen zerstört. Die Schränke de: Beamten und Arbeiter waren ebenfalls aufgebrochen und größtenteils ihres Inhaltes beraubt. Die Bahn. hofsbuchhandlung wurde erbrochen und bestohlen. Auf dem Güterbahnhof war eine große Anzahl von Güterwagen auf gebrochen, Riften und Gepäditüde erbrochen und zum größten Teil entleert. Was nicht mitgenommen wurde, wurde zerftört. In den Wertstätten und Schuppen sind Schränke und Schuppen ebenfalls erbrochen worden. Schranktüren find als Feuer. material benutzt worden. Was an Werkzeug mitgenommen wurde, fann noch nicht angegeben werden. Aus einem, einem Beamten gehöriges Hühnerstall fird fünf Hühner gestohlen worben. Aus einem vor dem Bahnhof befindlichen Gartengrundstüd haben franzöfifche Selboten einer 77jährigen Bitme brei hühner gestohlen, sofort abgeschlachtet und mitgenommen. Berlin- Mitte, Bürgerheim, Alte Schönhauser Straße 23/24. Berlin- 2ebbing, Lebigenbeim, Schönstedtitraße 1. Berlin- Tiergarten, Aula, Bochumer Straße. Berlin.Treptow, Baumschulenwen. Niederschöneweide, Johannisthal, Ober. fchöneweibe. Adlershof, Alt- Glienide im Waldhaus Niederschöneweibe, Berliner Straße 80. Berlin- Lichtenberg. Edule Marfiftraße 18/19. Berlin- Copenid, Aula Körnerschule, Lindenstraße. Berlin- Vantow, Lindners Cafinofaal, Breite Straße 14. Berlin- Reinickendorf. Jugendballe, Residenzstraße 40. Berlin- Charlottenburg, Cecilienhans, Berliner Straße 137. Berhaftung eines Bergwerksdirektoriums. Aachen, 10. März.( WTB.) Der Generaldirektor bes Eschweiler Bergwerksvereins, Dr. Westermann, der von der Be fotzungsbehörde seines Amtes enthoben worden war, ist ausgewiesen werden. Die übrigen Direttoren der Gesellschaft, die gleich falls vor einigen Tagen verhaftet worden waren, befinden sich noch im hiesigen Gefängnis. Heuchler! Wetter für morgen. tube und etwas neblig mit leichten Schneefällen und mäkigen öftlichen bis nordöstlichen Binden. Temperatur nabe um den Gefrierpunkt schwenken. Berlin und Umgegend. Zeitmeise aufflar end, aber noch überwiegend Groß- Berliner Parteinachrichten Bezirksvorstand. Heute abend 6 Uhr: Erste Sihung des neugewählten Bezirksvorftandes im Jugendheim, Lindenstr. 3. Heute, Sonnabend, den 10. März: 7. Kreis Charlottenburg. Bon 5-7 Uhr im Arbeiterjugendheim Rofinenftr. 4. Sprech- und Raffenftunden ber freten Schulgemeinde. Unentgeltlicher Rat und Auskunft in allen Schultragen und Raffengeschäftliches. 18. Areis Weißenfee. 7 1hr, Gemeindefefthalle Pistoriusfir 2. Stiftungsfeit und Bannerweihe bes gemischten Chors. Zahlreiche Beteiligung erwünscht. Rarten 200 90 an der Abendtaffe 131. Abt. Niederschönhausen. 8 Uhr Funktionärsigung bei Rubafch, Uhlanbftr Charlottenburg, Spanbau. Jeben Sonnabend von 6-7 Uhr juristische Sprech ftunde, im Jugendheim, Rofinenitz. 4. Morgen, Sonntag, den 11. März: 19. bt. Früh 10 Uhr, Beamtenmitgliederversammlung. Lokal Schuchhardt. Chriftianiaftr. 116. Thema: Unsere Aufgaben in der Bartei". 45. Abt. Früh 10 Uhr Borftandsfißung bei Bertsch. Wienerfte 39 108. Abt. Röpenid. Nachm. 2 Uhr in der Aula ber Körnerschule große Werbeversammlung ber Frauen und Arbeiterjugend. Bortrag der Genoffin Juchacz 9. b. M. Mitwirkende: Arbeiterjugend nnd der Röpenicker Männerchor. Rezi tationen. Reigentänze ufm. Montag, den 12. März, abends 6% Uhr: Berlin- Gallesches Tor, in Rabes Festsälen, Fichtestraße 29. Referentinnen: Clara Bohm- Schuch, M. d. R.; Frau Hoffmann- Gwinner; Gertrud Hanna, M. d. L.; Morie Kunert, M. d. 2.; Elfriede Nyned, M. d. R.; Abele reiber- Striener, M. b. R.; Minna Todenbagen, Parteifekretärin Vorträge, Vereine und Versammlungen. d. Hedwig Wachenbeim, Dr. Ruth Weiland, Regierungsiätin; Frau Kraus- Fessel. Ueberall Mitwirkung der Gesangbereine und der Arbeiterjugend. 51. Abt. Charlottenburg. Montag, den 12. März, 7%, Uhr, Lotal Ernst Trepma cher, Gardes du Rorpeste 15, Funtionärversammlung. Nächtliche„ Sicherheit" in Charlottenburg. Bier schwere Einbrüche in einer Nacht und in einer Straße. einiger Zeit eine immer stärker empfundene Unsicherheit. In den Geschäftsvierteln Charlottenburgs herrscht nachts seit wenigen Wochen wurde der Maler Bechstein an der Ecke der Bor Nettelbed. und Schillstraße von brei Individuen abends um 12 Uhr überfallen und beraubt. Ein Zigarrenhändler in ber Nettelbeckstraße hat innerhalb sechs Wochen nicht meniger als fünf Einbrüche in sein Geschäft zu verzeichnen, bie Autos benugen die Nettelbeßstraße, besonders des Abends, als Rennftrede, und fein Tag vergeht, an dem nicht an der belebten Kreuzung der Luther, Kleist und Nettelbedstraße Menschen angefahren und Hunde durch die Autoraferei getötet werden. Die Anwohner dieses Viertels sind aufs höchste beunruhigt. In der vergangenen Nacht wurden in der Nettelbedstraße nicht weniger als vier schwere Millioneneinbrüche verübt. Einbrechergilde ist natürlich genau darüber unterrichtet, wie schußMonaten einen stärkeren polizeilichen Schutz verlangt, ohne daß los dieses Viertel des Nachts ist. Die Anwohner haben schon seit diesen berechtigten Wünschen Rechnung getragen worden ist. Totschlag in einer Schenke. Charlottenburg:( Sur Richtigstellung). Am Sonntag, ben 11. März fingt nicht ber Charlottenburger Frauenchor Frohsinn", sondern vom gemischten Chor Lieder tafel bie Frauenabteilung. Der Frauenchor Frohsinn" hat alle Montage von 8 bis 10 Uhr Uebungsstunde, Ballstraße 90. Gangesfreudige Genoffinnen tönnen jederzeit beitreten. Theater der Woche. Rom 11. bis 19. März. Bollsbühne: 11., 14. unb 18. Das Wintermärchen. 12. und 16. Eine Berschwender. Opernhaus: 11. Don Giovanni. 12. Tannhäuser. 13. Die rechnung. Herr Bielgefchren. 13. und 17. Mein Leopold. 15. Die Ratten. 19. De Fledermaus. 14. Der fliegende Solländer. 15. Die luftigen Beiber von Windfor. 16. Mona Lisa. 17. Rigoletto. 18. Tristan und folde. 19. Balestrina. Schauspielhaus: 11., 14. und 19. Rönigin Tamara. 12. und 16. Käthchen von 18., 14., 16., 17. und 18. Alt- Heidelberg. 12. und 19. Benthefilea. 15. 3mHeilbronn. 13., 17. und 18. Wilhelm Tell. 15. Peer Gynt. Deutsches Theater: provifationen im Juni. und Sandberein. Fräulein Julie. 12. Der Kreis. 15. Das Glas Waffer. 19. Jm. Rammerspiele: 11., 13., 14., 16., 17. und 18. Langelot Schippel. 13., 14., 16. und 18. Die Mütter. provisationen im Juni Beffing Theater: 11., 12., 15., 17. und 19. Bürger Straße: Aus dem Leben ber Injetten. Theater in ber iggtäger 12. Cin Maskenball Deutsches Opernhaus 11. Aida. 18. unb 19. Tosa. 15. und 17. Krieg im Frieben. 12., 14., 16., 18 und 19. Kapitän Brosemanns 14. Der Freischüg. 15. Rigoletto. 16. und 18. Rönigskinder. 17. Die Fledermaus. Schiller- Theater: 11., 13., Die Opfer. sheater: 11. bis 18, 16. bis 18. Rater& ampe. 14. Michael Aramer. 15. und 13. Fidelio. 14. Der Schmud der Madonna. 15. Don Pasquale. 16. Die 19. Die Laune des Berliebten. Der Neffe cis Ontel. Große Bollsoper im Theater des Westens: 11. Der Barbier von Sevilla. 12. Der Troubadour. luftigen Weiber von Windsor. 17. Der Freischüz. 18. Der Troubadour. 19. Die Entführung aus dem Gerail. Renaissance Theater: Die Juden. Dic Tribüne: Der Gedanke. Deutsches Künstler- Theater: Der Fürst von Pappenheim.- Komödienhaus: Mufil. Berliner Theater: Madame Pompadour. Trianon Theater: Liffi, bie Rototte. Resibenz- Theater: Profeffor Bernhardi. Bentral Theater: Der Attienbaron. Theater in ber Kommandantenstraße: haus: Das Prinzchen. Bahnziehen mit Mufit. Ratte. Intimes Theater: 7 Cinafter. u. a.: Aleptomanie. Familienfest. Komische Oper: Europa spricht davon! LuftspielOperetten- Theater: Ratja, bie Sängerin Metropol Theater: New York- Berlin. Neues Kurfürstendamm: Der Schatten. Thalia Theater: Ein Jahr ohne Liebe. Theater am Rollendorfplag: Die Rönigin der Straße. Theater am Wallner- Theater: Der fühne Schwimmer. Kleines Theater: Die Unmoralifchen. Walhalla- Theater: Die Liebe geht Rofe Theater( Theater des Oftens): Berliner Mädchenhändler. heater: Rum blauen Ralabu. Renes Theater am 800: Dorine und der 8uSchloßpart Theater Steglig: Erotit. Rachmittagsvorstellungen: Bellsbühne: 11. Die Ratten. Kammerspiele: 11. und 18. Die beutschen Kleinstädter. Beffing- Theater: Opernhaus: 11. 11 Uhr: Rammermusit- Matinee. 18. 11 Uhr: Konzert( Beran11. Die wunderlichen Geschichten des Rapellmeisters Kreisler. Theater in der Königgräger Straße: Schiller- Theater: 14. Wilhelm Tell. 18. Die fünf Frankfurter. Deutsches Schauspielhaus: 11. und 18. Die Maschinenftürmer. fbaltung ber Stadt Charlottenburg). 17. 2½ Uhr: Der fliegende Holländer. Großes Neues Volts- Theater: Großes Schauspielhaus: Die törichte Jungfrau. un fall. Rafino. 18. Die Ratten. Deutsches Theater: 11. Frühlings Erwachen. 18. Gespenster. 18. man ann nie wiffen. 11. Die Laune des Berliebten. Der Neffe als Ontel. 18. Michael Aramer. Renaissance.Theater: 18. 12 Uhr: Olympia. 3 Uhr: Olympia. Dentsches Romödienhaus: 11. Brinzessin Olala. Berliner Theater: 11. Der Bildschüz. Rünstler- Theater: 11. Wenn wir Toten erwachen. 18. Liebelei. Die Lore. Trianon- Theater: 11. Eine Frau ohne Bedeutung. Resibenz- Theater: Es muß ab Montag ein etwas höherer Brotpreis gefordert werden( statt 820, 900 M.), da zu diesem Termin eine Lohnsteige. rung in Höhe von etwa 30 Broz. in Kraft tritt. Ferner meldeten die Bäckermeister andere erhöhte Ausgaben an Licht, Strom und Miete; auch die Verwaltungstoften, die feit Januar unverändert maren, mußten notwendig erhöht und in Rechnung gestellt werden. Alles das bringt leider eine Neufestsegung des Brotpreises, der sich ein Einsichtiger taum verschließen wird. Trog alledem toftet das Kommunalbrot nur ein fnappes Drittel des freien" Brotes. Die Wertstarife, Gas, Wasser, Elektrizität, mußten sich eine ebenso bedauerliche Erhöhung gefallen lassen, da der Kohlenpreis, der Große Aufregung verursachte gestern abend ein Totschlag diesen Dingen zugrunde liegt, entsprechend erhöht worden ist. So unter anderen Gästen auch der Schwager des Wirts, der 30 Jahre in der Schantwirtschaft von Zid in der Mulachstraße 10. Dort saß hat der ab März geltende Gaspreis nach fast dem doppelten des alte aus Neustettin gebürtige Schneider Paul Jahnte, der bei Bid Rohlenpreises gegenüber der Februarftandaufnahme faltuliert wer mohnt. Um 10% Uhr fam der 19 Jahre alte Kaufmann Karl Reh, den müssen. Im Februar kostete das Wasser in Berlin noch 200 m. ber aus Straßburg stammt und in der Zehdenicker Straße 12a ein pro Rubikmeter, in Stettin dagegen schon 260 m., in Dresden gar möbliertes Zimmer bewohnt, mit verbundenem Kopf her 400 m., in Bremen 380 m, furz, in fast allen Großstädten bes ein, 30g ohne weiteres eine Browningpistole und Reichs wurde ein höherer Preis genommen. Das find unwider hoß Jahnke durch den Hals, so daß er sterbend zulegbare Tatsachen, gegen die sich fachlich nichts einwenden lassen. fammenbrach. Ein Arzt, der gerufen wurde, fonnte nur noch den Da es also fachlich nicht geht, so muß man der Tatsache, daß Tod feststellen. Reh versuchte zu entfliehen, wurde aber von den der Berliner Magiftrat, der sogenannte„ rote" es ist, ber die Preise vorbeitamen, lag er noch am Boden und blutete aus zwei Stirn Gästen festgehalten und verprügelt. Als Beamte der Schußpolizei erhöht, auf andere Weise zu Leibe gehen. Der Hausschaß der Berwunden, die er sich auf noch nicht geklärte Weise vorher schon zu liner Bourgeois in Reinfultur, das Himmels- und Kanonenblättchen gezogen hatte und von denen ihm der Berband abgerissen worden der treudeutschen Männer und Frauen, Wilhelms und feiner war. Die Leiche des Erschossenen wurde nach dem Schauhaufe gePfaffen Leib und Magenfutter, das 3entrelorgan für die Reichs- bracht und Reh verhaftet. Kriminalfommissar Bünger begab sich hauptstadt", der„ Berl. Lofal- Anzeiger" wirft sich sozial ins Zeug, heute morgen mit Beamten der Mordkommission zum Tatort, um entbedt fein mitfühlendes Herz für jegliche Note des Mittelstandes, den Ueberfall weiter aufzuffären. Die beschlagnahmte Pistole ent eingeschlossen der Arbeiterschaft und stößt den furchtbaren Schrei hielt noch eine ganze Anzahl scharfe Bartonen. nach der Regierung aus. o bleibt sie, die Regierung, gegenüber tiefem Standal im Roten Haufe", mo bleibt sie gegenüber diefem Die nächste Stadtverordnetenversammlung. Magistrat unserer Haupt- und früheren Residenzstadt, der schlank- Die Tagesordnung der nächsten Stadtverordnetenversammlung meg„ Obstruktion gegen die Politik der Reichsregierung" treibt( am Donnerstag) ist durch das zweimalige Auffliegen wieder ganz und ihren Mahnungen und Anweisungen jede Gefolgschaft ver- außerordentlich angeschwollen. Gie umfaßt nicht weni. meigert". Sabotage der Reichspofitit, Brutalität gegen die Be- ger als 79 Puntte An der Spize stehen die das letztemal völkerung der Reichshauptstadt". Dann geht's los gegen die fo- nicht zu Ende geführten Abstimmungen über den Antrag auf zialistischen Parteien, die der Reichsregierung nicht hart genug au publit", der Deutschnationalen gegen die generelle Umbenennung Benennung eines hervorragenden Plages als Plaß der Re. feten fönnen wegen ihrer angeblidhen" Unfähigkeit über die Not Don Straßen, und der Sozialdemokraten über den Friedhof wendigkeit des Preisabbaues mehr als bloße Worte zu machen. ber Märzgefallenen. Die Sozialdemokratische Fraktion hat Auf Grund des Notgefeges müsse bie Regierung in der Lage sein, den Antrag auf Umbenennung des Königs plages erneut ein 1 argentinische Bapier- Befo zu verhindern, daß die Stadt Berlin die Politit bes Reiches durch gebracht. Er steht bereits unter den neuen Anträgen der Tages. 1 belgischer Frant. freuzi usw. usw. ordnung. Bon grundfäßlicher Bedeutung ist die Vorlage des 1 norwegische Krone Es ist fein Wort zu verlieren über diesen demagogischen Un. Magistrats über die Einsehung einer gemischten Deputadänische Strone. finn, der die Politif der Straße auf ein Niveau hebt, wie es tion, bie bie fämtlichen Groß- Berliner Deputa. fchwedische Krone nun mal dem Horizont ber monarchistischen Bierbankpolititer ent- biefem befcheibenen Titel verbirgt sich die Frage einer eventuell javanischer Den tionsfagungen einer Aenderung unterziehen soll. Unter 1 Finnische Mart. spricht. Sie wollen bas fo, denn weiter reicht's nicht. Aber vollständigen Umstellung und Dezentratifie. italienisce Lire vielleicht entsinnen sich die Befer jenes Blättchens, daß von feiten rung der Groß- Berliner Berwaltung. Die Beratung 1 Bfund Sterling des Magistrats auf Drängen der Bäckermeister der erhöhte Brot diefer Borlagen ist deswegen von großer politischer Bedeu. 1 Dollar preis auch mit der Herauffezung der Mieten begründet wurde. tung, ba sie mit der Beratung der Abänderungsanträge der Rechts 1 franzöfifcher Frank Jener legten Mietpreiserhöhung die nach Ansicht der Hausbefizer. parteien zum Gefeß Groß- Berlin mit dem Preußischen Landtag 1 brasilianischer Milreis organisationen ganz und gar ungenügend geblieben ist. Bielleicht parallel gehen. Der Oberbürgermeister Boe hat zu diesen Ani Sweizer Frant. laffen sich die Leser des Lokal- Anzeigers" bann von ihrem Blatt trägen eine eingehende Dentschrift ausgearbeitet, auf deren Inhalt 1 fpanische Beseta einmal ausrechnen, wie hoch der Brotpreis heute fein müßte, wenn wir noch zu sprechen fommen werden. Die Beschlußfaffung über 100 öfterr. Stronen( abgeft.) den Forderungen der Hausbefizer, ble befanntlich zum treuesten der Magistrat nach dem Borbild anderer Tariffeftfegungen in 3u. 1 ungarische Krone die Festlegung der Müllbeseitigungsgebühren wünscht 1 tichechische Krone Stamm des Heuchlerblattes gehören, seinerzeit entsprochen worben funft nicht mehr durch Gemeindebefchluß, sondern durch die zu 1 bulgarische Lewa ständige Deputation monatlich vornehmen zu lassen. 11 jugoslawischer Dinar wäre. 11. Der Störenfried. Jatimes Theater: 11. Das Simmelbett. Der Herr mit ber grünen Rrawatte. Metropol Theater: 11. Die Bajabere. Thalia. Theater: 11. Die feine Günderin.- Theater am Rollenborfplay: 11. Der Better aus Dingsda. Aleines Theater: 11. Jettchen Gebert. Wallner. Theater: 11., 14., 17. unb 18. Die Annaliese. Rose Theater: 11., 17. und 18. Der Rattenfänger von Hameln. Rafine Theater: 11. Dämon Gold. Neues heater am 800. 11. Sphigenie auf Tauris. 008 holländischer Gulden 9. März Käufer Verkäufer ( Geld-)( Brief.) Kurs Kurs 10. März Käufer Verkäufer ( Gelb-)( Brief-) Rurs Kurs 8224.88 8265.62 8214.41 8255.59 7785.61 7774.39 7655.81 7694.19 1077.30 1082.70 1067.82 1072.68 3755.58 3774.42 3720.67 8789 88 3950.10 5581.18 8969.90 5558.87 8930.15 8949.85 5496.22 579.54 9975.582.46 10025.987.52 992,48 5532 78 570.57 578.48 9975.- 10025.25 987.52 992.48 97755. 98245. 97256.25 97743.75 20797.87 20902.13 20748.- 20852.1246.87 1253.13 1246.87 1253.18 8294.25 8305.75 2294.25 2305.75 8880 27 3899.78 3864.31 3883.69 8221.92 8238.08 3206.96 3223.04 28,82 28.98 26.42 28.58 618.45 621.55 615.20 6.83 618.30 6.87 6.88 6.87 120.44 121.06 119.20 119.80 221.56 218.45 219.55 230,44 Gewerkschaftsbewegung Protest der Gewerkschaften. welche bei Beginn ber uhrattion ftattfanden, erklärten des„ Borwärts", der bie unvollständige Mitteilung in Nr. 86 er. die Unternehmer es als selbstverständlich, daß Streits jetzt vers gänzte und die daran gefnüpften Bemerkungen hinfällig machte, den mieden und die Löhne der Steigerung der Waren." Vorwärts" der Unwahrheit zu beschuldigen, war mindestens überpreise angepaßt werden müßten. Wenn die Unterflüffig. nehmer jegt Lohnerhöhungen ablehnen, dann ist das zweifellos Der Borstand des Deutschen Textilarbeiterverbandes hat an zurüdzuführen auf die gegen die gesamte Arbeiterklasse gerichtete ben Reichskanzler ein Schreiben gerichtet, in dem es heißt: Beilung der Reichsregierung. Der unterzeichnete Borstand ersucht Deshalb, diese sogenannten Richtlinien der Reichsregierung unverzüglich wieder zu beseitigen. Nochmals Zur Aufklärung". " Lohnbewegung der Textilangeftellten. Haverlands Festfalen Stellung zu dem Ergebnis der für Februar Eine start besuchte Bersammlung der Textilangestellten nahm in Am gestrigen Tage, den 6. März, tagte im Reichsarbeits. ministerium ein von diesem Ministerium auf Antrag der Barteien geführten Lohnverhandlungen. Kollegin Licht vom 3d sowie eingefeßtes Schiedsgericht. Das Schiedsgercht hatte die Aufgabe, die Bertreter der übrigen beteiligten Verbände berichteten. Die die Löhne der Textilarbeiter für den Niederlaufizer Bezirt durch direkten Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband führten zu einen Schiedsspruch für den Monat März festzulegen. Den Vorfiz In Nr. 109 des Borwärts" berichteten wir, daß der Berband feiner Berständigung. Der angerufene Schlichtungsführte Herr Regierungsrat Di e h. Bei den Beratungen des Ge- Berliner Metallindustrieller ein Rundschreiben veröffentlichte, worin ausschuß fällte einen Spruch, welcher für die kaufmännischen richts erklärte Herr Regierungsrat Diet, es feien von der Regie- er Zur Aufklärung" mitteilte, daß der„ Vorwärts" in seiner Angestellten 95 Broz. und für die Wertmeister 90 Proz. auf die rung Richtlinien beschlossen worden, durch welche dem Arbeits- Morgenausgabe vom 21. Februar der Wahrheit zuwider Januargehälter vorsieht; während die Arbeitgeber sich diesem Spruch ministerium die Weifung erteilt wurde, für den Monat März über den Schiedsspruch für die Angestellten der Berliner Metall- unterwarfen, wurde derselbe von den Arbeitnehmern abLohnerhöhungen nicht zuzulaffen bzw. nicht zu be industrie berichtet habe. Da dieser Berwurf gegen uns sich darauf gelehnt, weil die Gehälter bei weitem nicht an die Reichsinder. fürworten. Auf dem Warenmarkt finde ein Preisabbau statt, und stüßte, daß die vem„ Berwärts" dabei gerügte Nichtberücksichtigung 3iffer heranreichen. bie Stüßungsafiion der Mart, welche von der Regierung eingeleitet der jugendlichen Angestellten durch einen weiteren Schiedsspruch Der angerufene Demobilmachungstommissar fällte sei, werde durch Lohnerhöhungen gestört. Auch politische Gründe vom 23. Februar behoben wurde, gaben wir dem BBMI. den Vor einen Vergleichsvorschlag, welcher für die jugendlichen unter sprächen gegen Lohnerhöhungen. Lohnerhöhungen würden zu wurf zurüd, unter Hinweis darauf, daß wir am 21. Februar noch 17 Jahren 90 Broz. und für alle übrigen Angestellten 100 Broz. vorBreissteigerungen der Waren führen. Zulässig fei nur eine ge- nicht wiffen tonnten, welcher Schiedsspruch am 23. Februar ab- ficht. Dieser Bergleichsverschlag wurde von dem Arbeitgeber. misse Ausgleichung besonders niedriger Lohnfäße innerhalb eines gegeben würde. verband abgelehnt. Die Bersammlung war über den starrBezirks oder einer Branche an die im Bezirk oder in der Branche Der Berband Berliner Metall- Industrieller verwahrt sich nun. föpfigen Standpunkt der Arbeitgeber sehr erregt und gab ihrem Unallgemein üblichen Beträge. mehr in einem Schreiben gegen den ihm von uns gemachten Vor- willen in unverblümter Weise Ausdrud. Eine Resolution, welche wurf, während er auch heute noch daran festhält", daß die Notiz im die Organisationsleiter auffordert, nochmalige Berhand. Borwärts" vom 21. Februar 1923 objektiv der Wahrheit zuwider. Iungen anzubahnen und sollten diese scheitern - den Ange läuft". Zum Beweise dafür fügte er eine Abschrift des Schieds. stellten empfiehlt, restlos zu verschärften Maßnahmen spruches vom 20. Februar bei. hinter ihrer Organisation zu stehen, wird einstimmig ange. nommen. Der unterzeichnete Borstand erhebt gegen diese Entschließung der Regierung den energischsten Protest und ersucht um sofortige Aufhebung derfelben. Der Stundenlohn der Textilarbeiter im Bezirt Niederlaufig mit seinen vielen Zehntausenden Tertilarbeitern beträgt jezt an der Spike zirka 800 Mart für Männer, Er ist niedriger für Arbeiterinnen und noch niedriger für jugendliche Bersonen. Für die letteren fintt er bis auf 300 m. Es erhellt ohne weiteres, daß mit diesen Löhnen heute nur unter den größten Entbehrungen ein Auskommen möglich ist. Zum Vergleich feien die Stundenlöhne einiger Konkurrenzbezirte angegeben. Der Stundenlohn betrug im Februar: in Neumünster 1224 M., in Eusfirchen 1380 m., in Aachen 1699 M., in Oftfachsen 1126 M., in Thüringen 1165 m, in Krimmitschau- Werdau 1180 M. Der Reallohn der Arbeiter ist in geradezu entfehlicher Weise zurüd gegangen. Dabei steigen die Preise aller Artifel im Kleinhandel noch fortgefest, ganz besonders die Preise für Tertil. waren. Sonar im Großhandel gehen die Preise in Textilwaren noch in die Höhe. " 1 " Aus dem Wortlaut dieses Schiedsspruches geht nun allerdings hervor, daß hinsichtlich der Bezüge für Lehrlinge und für die in den Vorsiufen zu den Hauptgruppen befirdlichen Angestellten der Borbehalt gemacht war, daß deren Regelung bei den Verhandlungen am 23. februar 1923 erfol. gen foll" Das ändert natürlich die Sache. 23r wissen nun nicht, wann dieser Schiedsspruch ausgefertigt wurde. Jedenfalls war er uns am Abend des 20. Februar noch nicht bekannt. Der Vorwärts" brachte im Anschluß an eine Notiz über den Angestelltentarif der Berliner Metallindustrie den Schiedsspruch" mit der Einleitung: Im Anschluß an vorsteherden Bericht geht uns folgende Mitteilung zu Wir mußten annehmen, daß diese mitteilung über den Inhalt des Schiedsspruds rid tig war und halten feine Möglichkeit, fie an Hand des noch nicht vorliegenden Schiedsspruches nachzus Die Arbeiterschaft wird es unbegreiflich finden, wie in der prüfen. Daß es sich nicht um den Wortlaut des Schiedssprches Jest eit, angesichts des großen Kampfes, welchen die Arbeitnehmer fondern um eine Mitteilung darüber handelte, geht aus unserer Ber im Ruhrgebiet gegen einen fremden Eindringling führen, die öffentlichung in Nr. 86 flar und deutlich hervor. Lag dem BBMI. Reichsregierung mit Weisungen fommen fann, die wie eine an einer fachlichen Klarstellung, dann hätte er nur nötig gehabt uns Ausnahmeregel gegen die Arbeiter wirfen müssen. im Anschluß daran den Wortlaut des Schiedsspruches fefort zu über Der unterzeichnete Vorstand protestiert dagegen, daß die sogenannte mitteln, anstatt am 7. März. Er fonnte sich dann sein Rundschreiben Stükung der Mark wiederum lediglich auf Rosten der mit dem Vorwurf gegen ben„ Borwärts" ersparen und hätte der Arbeiterschaft durchgeführt werden soll. In den Sigungen Eadje, um die es handelte. ardient. Sirterher, na B der Spikenorganisationen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber, I tanntgabe des Ergänzungsschiedsspruches vom 23. Februar in Nr. 93 Billige Bezugsquelle BÜCHER GESUCHT für Trikotagen, Strumpfund Wollwaren Strumpfhaus Werba, Berlin Kot buser Damm 72, Ecke Lenaustr. Wir sind ständige Abnehmer von antiquarischer besonders sozialistischer Literatur. Kraus Wo laß ich meinen Anzug machen? Lehrling oder Laufbursche? Man schreibt une:„ Die Ausbeutung der faufmännischen Lebr linge nimmt immer frailere formen an. En Musterbeispiel bildet die Firma Tegribaus Rewitsch u. Co., Landsberger Straße 37. Dieselbe beichäftigt feinen Angestellten, feinen Hausbiener, aber einen Lehrling, welcher Mädchen für alles ist. Die Arbeitszeit, während der nach den gefeßlichen Bestimmungen der Arbeitgeber oder ein von ihm Beantragter den Lehrling ausbilden soll, wird vollauf für aufburiden und Hausbienertätigteit verbraucht. Erinnert min sib der niedrigen Lehrlingsgehälter, io wird man fofort einsehen, warum die meisten Unternehmer überhaupt noch an dem Begriff Lehrling festhalten; einzig und allein, um billine Ausbeutung objefte au haben, nicht aber, um den laufmännischen Nachwuchs heranzuziehen. in den Gophienfälen. Gophienie 17/18, Fortfegung der Mitgliederversammlung Transportarb iter der Metallindustrie Geftion 5. Mo gen, Eonntag 9 Uhr Neuwahl der Eektionsleituna. Boll ähliges Ericheinen notwendig. Berantwortlich für den rebaft. Teil: Bietoz Schiff, Berlin: für Anzeigen: sh. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. S.. Berlin. Drud: Rorwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co. Berlin. Lindenkit. 8 zu den billigsten Preisen Pianos Vergarantiert für guten Sitz u.Verarbeitung? Bettwälde Entzückende Madelle in Damenhüten Stoffe Karl Lohse, Ritterstr. 29, pt. Eur Miete VERLAG DER NEUEN GESELLSCHAFT Ansbacher Str. 1, W. 15, Sächsische Str. 7 Fake Worfürstenstraße Pfalzburg 514 u Fabritpreisen Mar Motel, Schneidermstr. Dam Semb Sand Meutölln, Ringbahnstr. 33 Tel.909 Lieferung für höchste Staatsbeamten Biele Anerkennungen u. Dankschreiben tilch Tischt..Gtür. Ausschneidcn! HasenEckebrecht Has Sie vorteilhait dire t in Ecksteins Hutfabrik, Invalidenstrasse 35 e. Ece Chas eestia Kein Laden, nur eine Treppe. Fi e emo es erei. 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