Nr. 118 40. Jahrgang Ausgabe A nr. 59 Bezugspreis: Für den Monat März 5800 2. voraus zahlbar Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig Saar. und Memelgebiet sowie Desterreich und Zugemburg 7800 M., für das übrige Ausland 9800 M. Postbezugspreis reibleiben d. Boftbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark. England, Estland. Finnland. Frant. reich. Holland. Lettland. Luxemburg, Defterreich, Schweden Schweiz. Tschechoslowakei und Ungarn. Der Bormärts" mit der Gonntags. beilage Boll und Reit" der Unter haltungsbeilage..Heimwelt" und der Beilage..Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Sonntagsansgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 200 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezetle Loftet 1200 M. Reklamezeile 600D WR. ,, Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Bort 375 M.( zulässig zwei fettgebrudte Worte), jedes weitere Bort 200 M. Stellengesuche das erste Wort 200 M., jedes weitere Bort 150 M. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Seile 300 9. Anzeigen für die nächste Nummer milffen bis 4½ Uhr nachmittags im Sauptgeschäft. Berlin SB.68. Linden ftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutfchlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 \ Fernsprecher: Redattion: Donhoff 292–295 Verlag: Döuboff 2506-2507 Sonntag, den 11. März 1923 Verschwörerbund„ Blücher". Münchener Monarchistenkomplott. Die bei weitem interessanteste Persönlichkeit unter den in Haft Befindlichen ist jedoch der Kaufmann Johann Berger, der mit Ruge zufammen der Führer des Bundes Blücher"( früher Treu- Oberland") ist. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Posticheckkonto: Berlin 375 36- Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Devoitentasse Lindenstraße 3 Der Kampf um die Steuern. Bon Paul Herb. Die Borgänge in der Freitagsigung des Reichstages München, 10. März.( Eigener Drahtbericht) Die von, daß die kampffahnen sich im Blutvergießen noch vor der fratischen Frattion, im Plenum noch einen letzten Verfuch zu haben großes Aufsehen erregt. Der Entschluß der sozialdemo amtlichen Mitteilungen über die Namen der in der Hochverratsfache nächsten Baumblüte bewähren würden. Fuchs verhafielen Persönlichkeiten zerreißen den Schleier des bis- Die Behörden werden gut tun, fich eine Organisation befonders verdankt seine Entstehung der Sorge um die Aufrechtmachen, die Haltung der bürgerlichen Parteien zu ändern. her sorgfältig gehüteten Geheimniffes und widerlegen schlagend die genau anzusehen, die nicht nur zum Landesverrat schreitet, fondern erhaltung der Front im Ruhrgebiet. Alle Verauch im letzten Münchener Polizeibericht wiederholte Behauptung in der auch politische Mörder jagungsgemäß untersuche der Sozialdemokratie im Steuerausschuß, dem Geldentdaß politische oder sonst in der Deffentlichkeit bekannte Persönlich- st üht werden: feiten bei der Verschwörung nicht beteiligt feien. So ist Privat-„ Unsere Bewegung flüßt sich auf Kampfnaturen und wird es dienenden Inhalt zu geben, waren von der bürgerlichen wertungsgesez einen annehmbaren und den Reichsinteressen dozent Dr. Arnold Ruge- heidelberg, eine sehr bekannte bzw. be- fich zur besonderen ernsten Aufgabe machen, dieje Kampfnaturen Mehrheit niedergestimmt worden. Niemand, der die Stim rüchtigte Persönlichkeit; sowohl die Angelegenheit des Steckbriefes zu flärten, fie vor Schaden, Berleumdung und ihre Familien vor mung des Volkes fennt, fann bestreiten, daß das von Monat gegen diesen Untisemitenhäuptling, wie seine Beteiligung an der Beeinträchtigung zu schützen." Mörderzentrale auf Schloß Bielau in Oberschlesien erregten Es fann nicht Wunder nehmen, daß sich die politischen zu Monat anwachsende Steuerunrecht, das zwar seinen feinerzeit begreifliches Aussehen. Pläne der Blüdjer- Leute auf die Schaffung eines tatholischen tiefsten Grund in der Geldentwertung hat, aber doch auch Donaustaates richteten, wenn man sich daran erinnert, daß verschuldet ist durch die Mangelhaftigkeit unserer Steuergeset diese Leute die Organisation Oberland zu zerstören versuchten, gebung, die Masse der Lohn- und Gehaltsempfänger, ja alle weil diese ihnen als reichstren zuwider war und sie sich in riesigem nicht fapitalistisch Interessierten in immer zunehmendem Maße erregte. Würde es trotz des Gesetzes über die BerückUmfang auf fatholische, insbesondere italienisch- fleritale Vergleicht man die Kundgebung dieses Bundes Blücher mit Gelder süßen fonnten. Die Entlarvung Bergers bedeutet eine sichtigung der Geldentwertung in den Steuergesetzen bei dieden landesverräterischen Taten seiner Führer, so hat man die poli- ungeheure Blamage für die gesamte sogenannte vaterländische Be- fem Zustand bleiben, so wird sich der Bevölkerung eine tiefe tische Heuchelei in Reinfultur vor Augen. Derselbe Berger, der mit wegung in München. Schwarzweißroter Landesverra! Enttäuschung bemächtigen, die zweifellos eine große Gefahr einem französischen Agenten in Verbindung trat, um die wohl. Besonders blamiert durch die Beziehungen zu diesem Bund Blücher für den entschiedenen Willen zur Abwehr gegen den französi wollende Neutralität Frankreichs für einen rechtsradi- ist Oberst von Iylander, der als Ehrengast in dem Bund Blücher Schen Imperialismus darstellt. Diese Befürchtung liegt um fo falen Pulich in Bayern zu erzielen, schrieb in dem Programm des eine schwungvolle Weiherede gehalten hat. Auch die National- näher, als ja der Reichsfanzler Cuno durch seine wiederBundes Treu- Oberland":„ Wir lehnen jeden fremdländischen sozialistische pariei steht in engstem Kartellverhältnis zu dem holten Erklärungen über die Bereitwilligkeit der Besitzenden und fremdraffigen Einfluß auf unsere eigenen Berhältnisse ab Bund Blücher. Der Oberkommandeur der nationalsozialistischen zur Uebernahme von Lasten die Hoffnung erweckt hat, daß und werden alles aufwenden, um einen solchen zu Fall zu bringen." Sturmabteilung, Oberleutnant linksch, entbot den Bundes- nach jahrelanger ungenügender Besteuerung des Besizes Es ist höchst bemerkenswert, daß der extreme Ant semifismus brüdern vom Blücher den Gruß der nationalsozialistischen Sturm- jezt andere Bege eingeschlagen werden sollen. als Dedmantel landesverräterijcher Umtriebe gedient hat, Die abteilung, die in ihrem ersten Stoßtrupp vertreten war. Bei der Seit der Bildung des neuen Kabinetts im November ver Berger, Ruge und Konsorten befunden 3. B., daß sie den lehten Felddienstübung am 4. März marschierte eine Abtei- gangenen Jahres ist insbesondere bei den Steuervorlagen die dunklen Drahtziehern der gegenwärtigen Weltpolifit, dem inter- lung Blücher in der nationalsozialistischen Sturmabteilung. Nicht nationalen Judentum" trotzen wollen und die Handlanger dieser fdarf genug tönnen die Bersuche der Polizeidirektion und Politit als todeswürdige Landesverräter bezeichnen. der bürgerlichen Preise zurüdgewiesen werden, die der AnDurch die gemeinschaftliche Arbeit mit Berger und Ruge find fnüpfung landesverräterischer Beziehungen zu franzöfiohne Zweifel alle Persönlichkeiten fompromittiert, die im Bund fchen Agenten die harmlose Deutung zu geben versuchen, daß Blücher tätig maren, vor allem Regierungsbaumeiffer Schäfer, die Einrichtung eines Bregenzer Staates nur als Mittel zur Abwehr der persönliche Vertrauensmann General Cuden des drohenden Bolschewismus gedacht war. Dieser Schwindel ist dorffs feit 1918, insbesondere feit der Zeit des Kapp- Putsches. 3 u durchsichtig, als daß irgendein ernsthafter Mensch darauf hereinBei der Fahnenweihe des Bundes Blücher sprach dieser Schäfer da- fallen dürfte. " Das wahre Gesicht. tārs und erklärten, daß sie einmütig hinter der Werksfeitung ftan. den. Die Rommiffion erklärte, auf Befehl ter französischen Regierung zu handeln und eine Besichtigung der Bestände vornehmen zu müssen. In diesem Augenblid ertönten die Girenen der Werke und Tausende von Arbeitern und Beamten verließen die Arbeit, indem sie sich zum Direktionsgebäude begaben und tiefes umstellten. Die Kommission brang unter dem Schuße des Militärs in das Wert ein. Währenddessen wurden Tausende von Flug bittern von den Dächern der umliegenden Häufer auf die Menge hinabgeworfen. Als tann Friz Thyssen DON Mülheim tommend auf der Straße erschien, wollten die Hurrarufe kein Ende nehmen. Gegen 12% Uhr mittags rückte die Kommission und das mitär wieder ab. Erst jetzt schwiegen die Sirenen wieder, die während der ganzen Dauer der Anwesenheit geheult hatten. Die Belegschaft nahm die Arbeit wieder auf. Polen gegen Minderheitenschutz. Tendenz zur Schaffung eines Steuerblods des Bür gertums gegen die Sozialdemokratie immer deutlicher geworden. Bereits im Dezember wurde die Abänderung zur Einkommensteuer und zur Zwangsanleihe gegen die Sozialdemokratie beschlossen. Besonders in den Steuerfragen ist unverkennbar die Führung an Helfferich übergegangen, dem die egirem fapitalistisch gesinnten Kreise der Deutschen Boltspartei und der Demokraten freudig Gefolgschaft leisten. Bei der jetzigen Entscheidung, bei der Helfferich sogar als der Sprecher aller bürgerlichen Parteien auftrat, handelt es sich deshalb auch darum, ob diese Rechtsentwicklung unserer Steuerpolitik weiter beibehalten werden soll. Es sei einer späteren Betrachtung überlassen, den gesam ten Inhalt des sehr komplizierten Geldentwertungsgesetzes darzulegen. Für heute möge es genügen, die beiden Bunkte furz zu erläutern, die den parlamentarischen Konflikt zwischen den Sozialdemokraten und dem bürgerlichen Steuerblod in der Freitagsigung des Reichstages hervorgerufen haben. Es die Bewertung der Vermögensgegenstände. handelt sich dabei erstens um den Tarif und zweitens um Nach Poincaré berichtet Grumbach. Paris, 10. März.( WTB.) Der elfäffische Sozialdemokrat Grumbach ist gestern aus dem Ruhrgebiet zurückgelommen und schreibt im Populaire": Die Lage ist ernst. Dabei dente er aber weniger an die 3 wischenfälle. die man in Paris demen. tiert habe, bevor man eine Untersuchung eingeleitet hätte, als an den Zustand des Eisenbahnwesens und der Kohlen förderung, an die Schwierigkeiten, die sich auf dem Gebiet der Ernährung zu zeigen begännen, an die gegenseitige Verärge Bereits die Regierungsvorlage hatte eine Erhöhung der rung und die allgemeine Ungewißheit, die im Ruhrgebiet Freigrenzen und eine Auseinanderziehung des Tarifs für die herrschten, wo alles für produktive Arbeit geschaffen sei und das sich Vermögenssteuer und die Erbschaftssteuer vorgesehen. Die Erheute in einem Zustand tödlicher Lethargie befinde. höhung der Freigrenzen, besonders für Rentner, die sich im Zu einer Havasmeldung, die die Zahl der täglich verkehrenden BerBesitze von feftverzinslichen Werten befinden, oder für Befonenzüge mit 160 und die der Güterzüge mit 51 angab, bemerkt fizer von Papiermart, ist zweifellos berechtigt. Ihr stimmte Grumbach ironisch, die Zahlen machten besonders dann Eindrud, Englisch- französisches Abkommen. deshalb auch die Sozialdemokratie im Prinzip zu. Anders wenn man wisse, daß, im Ruhrgebiet in normalen Zeiten täglich London, 10. März.( WTB.) Die britische Regierung hat die ist es jedoch mit der Auseinanderziehung des über 1000 3üge verkehrten. Was fönnten die franzöfifchen Beamten zwischen dem franzöfifchen und englischen Militär getroffene Rege Tarifs. Das ist, wenn nicht gleichzeitig eine entsprechende mit dem fompliziertesten Eisenbahnnetz der Welt anfangen, in dem lung, betreffend den Gebrauch der Eisenbahnen in der briti Berschärfung der Bewertungsvorschriften fie ständig das Gespenst der Sabotage vor Augen hätten? schen Zone des Rheinlandes durch Frankreich genehmigt. und der Zahlungsbedingungen erfolgt, eine. Entlastung der Bei jeder neuen Besetzung eines Bahnhofs vergrößerten sich die Besitzenden. Die bürgerlichen Parteien gingen bei dem Tarif Schwierigkeiten. Grumbach fragt sich selbst, warum die franzöfi über die Regierungsvorlage hinaus. Sie verdoppelten nicht fchen Agenturen wohl die Besetzung des Essener Bahnofs erst am Obwohl der sogenannte Minderheitenschutz des Versailler Diktats Vermögenssteuer so auseinander, daß der Höchstbetrag der nur die Freigrenzen, sondern zogen auch den Tarif bei der 9. März gemeldet haben, der schon seit mehreren Tagen besetzt war. einschließlich Böllerbundvertrag die schändlichste Verfolgung der Steuer erst einsetzt bei 60 Millionen, statt der von der RegieDie Agentur Radio, die sich ganz besonders durch ihren offiziösen Eifer in diefer Angelegenheit bemerkbar mache, glaube feststellen zu länder nicht erheblich gehindert hat, wird selbst dieser Schutz" als Gag von 10 Millionen. Das gleiche ist der Fall bei der Erbwehrlosen Minderheitsnationen durch ihre neuen( Raben-) Bater rung vorgeschlagenen 20 Millionen und einem bisherigen fönnen, daß die militärische Belegung Essens feinen Wider stand ausgelöst habe und daß diese in Essen ungewöhnliche zu weitgehend angefochten: Eine in Warschau veröffentlichte Note schaftssteuer, wo die Beschlüsse des Ausschusses ebenfalls bie Bassivität einen gewissen Ueberdruß der Bevölkerung zu verraten des polnischen Vertreters beim Bölkerbund, Prof. Askenazy, an Regierungsvorlage verschlechterten. Bei der Zwangsanleihe scheine. Dazu meint Grumbach, die Gründe dieser Passivität seien den Bölterbundrat wendet sich gegen die Politik des Bölkerbundes sollte ein neuer milderer Tarif eingeführt werden. vielleicht anderer Art und in erster Linie in dem dringenden in der Minderheitenfrage sowie gegen den Versailler Zusatzvertrag Die Bedenter der Sozialdemokratie gegen diese MildeAppell, sich jeder Kundgebung zu enthalten, zu suchen, den die über den Minderheitenschutz. Der Bertrag, der damals Bolen und rungen des Tarifs wurden noch wesentlich verschärft durch deutschen Behörden, durch gewisse Zwischenfälle verarlakt, an die den Staaten der Kleinen Entente aufgezwungen worden sei, die Aenderung der Bewertungsvorschriften für die Einfomverlege den Grundfag der internationalen Gleichberechugung. Der Bevölkerung gerichtet hätten. Diese Paffivität sei für die ganze Schutz der Minderheiten dürfe nicht die konfolidierung eines mensteuer, die Vermögenssteuer, die Zwangsanleihe und die Staates gefährden. Die Minderheiten Bolens ständen mehr oder Stimmungen über die Abzugsfähigkeit der Schulden und die Erbschaftssteuer, sowie durch die überaus bedenklichen Beweniger unter dem Einfluß Deutschlands bzw. Litauens, Rußlands Bewertung von ausländischen Zahlungsmitteln. und der Ukraine, und gerade die Frage der Minderheiten habe seinerzeit den Vorwand zur Aufteilung Bolens unter die NachbarFür die Einkommensteuer soll das Betriebsverfraaten gebildet. Auswärtige Interventionen zugunsten der mögen nur mit einem Bruchteiletwa ein Siebentel Hamborn, 10. März( WTB) Heute morgen genen 9 Uhr et minderheiten mären nur geeignet. Berwidlungen hervorzurufen und leines Wertes am Stichtage eingesetzt werden. Aehnlich ist schien eine Kompagnie Belgier und besetzte sämtliche Werksein die Lage der Minderheiten selbst zu erschweren. Der Bölkerbundrat es bei der Vermögenssteuer und der 3 wangsgänge der Auguft.hnifen Hütte. Kurz vor 9 Uhr traf habe ferner( durch sein Eingreifen zugunsten der deutschen Ansiedler) anleihe. Alle Sachwertbesitzer werden dadurch außereine belgisch- franzöfifche Ingenieurtommission in Be gleitung von mehreren Offizieren bei der Generaldirektion ein und den Bertrag über den Schutz der Minderheiten verlegt, welcher ein ordentlich gefchont, teilweise sogar völlig steuerfrei, selbst wenn Eingreifen des Bölterbundrates lediglich auf die Initiative eines fie großes Einkommen und erhebliche Vermögensbestände berlangte Angaben über die Bestände an Waren und Rohstoffen. feiner Mitglieder, nicht aber auf Grund von Petitionen von haben. Durch die zu niedrige Bewertung von Waren, BertGeneraldirektor Canarie lehnte es, in aller Schärfe ab, irgend britter Gette gestatte papieren, Grundstücken usw. bei Abzugsfähigkeit der Schulden welche Angaben zu machen und legte Verwahrung gegen die Be in voller Höhe wird ein Anreiz zur gefeglichen Steuerhinterläutern. Ein Besizer von Waren oder Wertpapieren usw. im augenblickliche Lage im Ruhrgebiet tennzeichnend. Die abaeblitzte Ingenieurkommiffion. Unter dem Schute des Militärs. tretung des Wertes ein. Auch der Betriebsrat und die Vertreter Ueber die Revifion im Hardenprozeß entscheidet das Reichsgericht ziehung geschaffen. Ein beliebiges Beispiel möge das erder Gewerkschaften verlangten die Lofortige Zurüdziehung des Mili- am 15. März Berte von 10 Minionen Mart, die mit etwa 1,5 Millionen Im Unternehmertum gibt es heute amei Richtungen:| passiven Widerstand ble deutsche Arbeiterschaft feft entfchloffen L Marf eingeschätzt sind, wird völlig steuerfrei, wenn er auf eine realpolitisch- arbeitsgemeinschaftliche und eine rechtsradi- Sie führt aber diesen Abwehrkampf für sich, für die deutsche diese Gegenstände Schulden in Höhe von 1,5 Millionen Mart tal- scharfmacherische. Die zweite ist nur teilweise in der Wirtschaft und das Land, das einmal ihr Land werden soll. Ein aufnimmt! Bolkspartei vertreten, ihr anderer Teil wendet seine Geld- Burgfrieden und eine gemeinsame Abwehrfront mit dem Bürger" Bayerische Töne. Der totgeschwiegene Parteitag. Noch schlimmer sind, die Bestimmungen über die Be- mittel den Deutschnationalen und den Völkischen zu. Er scheint tum muß folange unmöglich bleiben, als es sein Portemonnaie mertung von ausländischen Zahlungsmit- aber in diesem Augenblid nicht so start zu sein, daß Herrn höher stellt als das Reich. Mit Parteien, die den Steuerbetrug teln. Auch hier hat man eine Kalkulationsmethode mit dop- Geisler der Gedante eines llebergangs zu weiter rechtsgerich- begünstigen, dem deutschen Arbeiter alle Lasten aufbürben und ihn pelter Moral. Hat ein Steuerpflichtiger ausländische 3ah- teten Gruppen reizen könnte. Auch Herr Geisler ist in seiner dadurch zum Paria der ganzen Welt gemacht haben, ist feine lungsmittel in feinen Besitz, so tann er sie nach einem Kurje Act Realpolitifer", und als solcher ist er dem Zug des Her- Einheitsfront denkbar. Die Sozialdemokratie rückt weit ab von jenen einfegen, der für das Jahr 1922 für den Dollar elma 1030 zens nicht gefolgt, sondern er hat es vorgezogen, sich dort Narren, die da denken und dem Wolfe glauben machen wollen, beträgt. Hat er aber Schulden in Dollar aufgenommen, so unterzuducken, wo er bisher seinen marmen Platz gefunden die Franzosen fönnten ohne Verhandlungen, vielleicht mit Baffenfann er diese Schulden absetzen, indem er den Dollar ent- hatte. Gestern ließ er sich noch als Vorfämpfer gegen gewalt wi ter über die Grenze gebracht werden. Wie der Welt sprechend feinem Karsstande von Ende 1922, also mit über Stresemann feiern heute ist er lammiromm und froh, frieg, so muß auch dieser Gewal att einmal durch Berhandlun 7000, einfegt. Das führt zu den ungeheuerlichsten Steuer- daß er aus der Partei Stresemann nicht hinausgeworfen wird. gen beendet werden. Die deutsche Regierung muß flipp und Mar befreiungen. Wenn Ende 1922 ein Steuerpflichtiger 100 000 Wen kann diese Entwidlung der Dinge wundern? ihre Berhandlungsbereitschaft erflären. Cunos Rede im Reichstag Dollar Bermögen im Kaffenschrank liegen, gleichzeitig aber Männerstolz vor Unternehmerthronen liegt nun einmal nicht ließ diese Klarheit vermissen. Es hieß darin gleichzeitig eine Schuld von 12 000 Dollar hatte, so hätte er nach nor- im Charakter der Wirtschaftsfriedlichen". Wenn sie sich mit Deutschland will verhandeln" und" Weg mit dem Berhantlungs maler Bewertung 88 000 Dollar oder 14 Milliarden Mart lautem Gebell auf den" Marrismus" stürzen, so müssen sie gerede". Der Außenminister aber hüllt sich völlig in Schwei Bermögen. Steuermäßig aber hat dieser Mann 88 Millionen auch stets des Pfiffs gewärtig sein, der sie wieder zurückruft. gen. Das ist sehr bedauerlich, weil damit allen Deutungen Tür Mark Attiva und. 84 Millionen Mark Passiva, also nur ein Strafeel zur Befriedigung eigener seelischer Bedürfnisse ist und Tor geöffnet wird. Das deutsche Volk verlangt Klarheit. Vermögen von 4 Millionen Mart, während in Wirklichkeit ihnen nicht erlaubt, sie sind eben nur ein Werkzeug in Die Profitgier der deutschen Kapitalisten wirft als innere Gedie 88 000 Dollar gleich einem Bapiermarkvermögen von der Hand ihrer Herren und müssen sich als solches fahr. Der Feind steht im Lande, trotzdem wirt der Ausbeutungs1760 000 000 Mart entsprechen. Solche Bestimmungen in Steuergesehen sind wirt sichten entspricht. Don ihnen verwenden lassen, wie es beren augenblicklichen Ab- feldzug fortgesetzt. Die Arbeiterschaft wird bagegen den Kampf aufnehmen, auch wenn die Franzosen im Lande stehen. Genosse Wels schaftlich, finanziell und moralisch gleich Man tann also nicht sagen, daß Herrn Geisler in den wandte sich dann scharf gegen den Reichswirtschaftsminister unerträglich. Nun ist zwar in der Debatte am Freitag Fraktionsverhandlungen das Rückgrat gebrochen worden ist, Dr. Beder, der den Lohn auf niedriger Stufe stabilisieren will, die Richtigkeit dieser Berechnungen bezüglich der Bermögens- dazu müßte er erst eins gehabt haben. Und wenn Herr ohne aber der Auswucherung des Boltes energisch entgegenzutreten. steuer und der 3wangsanleihe angezweifelt morden. Aber Geisler und die Volkspartei jetzt wieder zusammen bleiben, alle Interessenten üben diese Braris, wie sich aus der ge- so tann weder er auf sie noch fie auf ihn stolz sein. famten Steuerliteratur und den Anweisungen der Steueraustirnftsstellen der Unternehmerorganisationen ergibt. Die Sozialdemokratie verlangt deshalb Klarstellung dieses Sachverhalts im Steuergeset. Man fann eine derartige Regelung nicht der Verwaltung übertragen, wie es die Regierung beabsichtigt. Für die Einkommensteuer aber ist die Kritik der Sozialdemokratie gar nicht angefochten worden. Hier tann fie auch gar nicht. bestritten werden; denn in der vom Steuer ausschuß beschlossenen Fassung des§ 33a mirb ausdrücklich Steuerpflichtigen, bei denen die Art ihres Geschäftsbetriebes die ständige Beschaffung von fremden Zahlungsmitteln er fordert", gestattet, sie genau so zu bewerten wie Waren. Also: Banten, Industrie, Handel, furz alle Sach mertbesiger fönnen ausländische Zahlungs. mittel mit etwa einem Siebentel ihres Wer tes vom 31. Dezember 1922 einsehen. Das ist überdies auch dadurch völlig zweifelsfrei, weil man ja den sozialdemokratischen Antrag, der ausländische Zahlungsmittel zum Rursmert am Bilanztage berechnen mill, abgelehnt hat. Aus diesen nur die allerwichtigsten Bunfte hervorheben den Darlegungen geht einwandfrei hervor, wie notwendig und wie berechtigt der Widerstand der sozialdemokrati schen Fraktion gegen diese Bestimmungen ist. Nicht die Sozialdemokratie trägt deshalb die Berantwortung für die Verzögerung der Erledigung des Geldentwertungsgefeges, sondern die bürgerlichen Parteien tragen fie, die trop der so gespannten politischen Lage eine Steuerpolitik betreiben wollen, die die Reichsfinanzen schwer schädigt und das Steuerunrecht vergrößert. Der Fall Geisler. u Die Erledigung eines Arbeitervertreters". 11 Also, er hat sich löblich unterworfen! Der volksparteiliche Reichstagsabgeordnete und Führer der Wirtschaftsfriedlichen". Herr Geisler hat seiner Fraktion Befferung gelobt und wird infolgedessen zunächst nicht von ihr hinausgesetzt. „ Nach der heutigen Erklärung," sagt der deutschnationale Zag",„ fann dieser Fall Geisler, als erledigt betrachtet wer den." Er fügt bedenklich hinzu, daß das Ansehen dieses Herrn durch seinen offensichtlichen Rüdzug durchaus nicht gefördert worden sei. „ Königin Tamara" von Knud Hamfun. hinein. Staatstheater. Noch immer: Der Berliner Bezirketag. 60 Die Lorbeeren des Bölkischen Beobachters" haben das Münchener Heimatland" nicht schlafen lassen. Dieses tern bayerische Blatt beschäftigt sich gleichfalls mit dem Berliner fozialdemokratischen Bezirtstag und versucht, ob man es nicht noch besser machen tönne. Es schreibt also, nachdem es sich mit dem„ Juden Rosenfeld" eine Weile zärtlich beschäftigte, das Folgende: der Jude Levi, erfrecht sich zu sagen:„ Die Berpflichtungen zur Und der andere Schuft( ich sehe einer Klage mit Ruhe entgegen!), Reparation bestehen für uns ohne Rücksicht auf den Ausgang des Ruhrkampfes." Stellen wir nochmals flar: Frankreich führt Krieg mit Deutschland. Es steht sogar für den Bormärts" fest, daß Frankreich nur machtpolitische Ziele verfolgt, aber die Berpflichtungen zur Reparation bestehen für uns weiter", sagt der Levi, und der andere Schweinsgenoffe ergänzt: Berhandeln, ganz wurst, ob die Franzosen noch im Ruhrgebiet rauben und wüften oder nicht. Bie nennt man dieses Berhalten im Krieg: Hochverrat! Daß Schuft Crifpien die Reihe voll macht mit der Berleumdung: Die Ruhrbesetzung wäre zu vermeiden gewesen," ergänzt unfère Anklage vorteilhaft. Wir wiederholen: Hochverrat nennt man dies Treiben der Boltsvertreter", Hochperrat! Erimmern wir uns an unferen Notruf: Die Berräter müffen vernichtet werden! 21 " Der Herr Berfaffer sieht einer Klage mit Ruhe entgegen. Er fann es. Denn wenn sich wieder einmal ein paar Münchener Jünglinge auf den Weg machen follten, um einige Juden und Schweinsgenossen zu vernichten, fo merden die beinahe töniglichen bayerischen Behörden gewiß nicht auf den Gedanken tommen, die intelleftuellen Urheber einer solchen Heldentat in der Redaktion des Heimatland" zu suchen.. Wels gegen Becker. Warum schweigt der Ankenminister? Magdeburg, 10. März.( Eig. Drahtbericht.) Vor einer star? besuchten Versammlung der Arbeiterschaft in der neuerbauten gewaltigen städtischen Ausstellungshalle Stadt und Lant" sprach.am Sonnabend Genoffe Wels über die politische Lage und die franzöfifche Gewaltpolitit. Er protestierte scharf gegen den brutalen Rechtsbruch der franzöfifchen Militaristen, zu beffen Abwehr durch Die heftigen Debatten des Leipziger Rommunistischen Parteitages find noch in Erinnerung. Schon damals hielten es die Kommunisten für richtig, den Bericht über die Debatte ganz außerordentlich zu dämpfen und die entscheidenden Beratungen hinter verschlossenen Türen abzuhalten. In Defterreich bringen es die Kommunisten fertig, ihren Parteitag überhaupt vollständig totzuschweigen. In der österreichischen Kommunistischen Partei, für die in Wien bei den letzten Wahlen ganze 14 000 Stimmen ab gegeben wurden, hatte sich ein furdytbarer Kampf zwischen einer opportunistischen" und einer revolutionären" Richentsprach. Jezt hat ein Parteitag getagt und entschieden. tung entwickelt, dessen Niveau der Größe der fommunistischen Sette leber seinen Verlauf erfahren wir aus der Wiener„ Arbeiter. 3eitung" folgendes: " Der Parteitag trat am 3. März zusammen. Es gab heftige Debatten, die bis zwei Uhr nachts währten. Aber was in diesen Debatten gesprochen wurde, erfährt man nicht. Die Rote Fahne" gab die Rede eines Vertreters der Mostauer Internationale jein Name wird nicht genannt wieder, der darüber flagte, daß in den führenden Schichten der Partei eine ungesunde Atmosphäre entstanden ist, die sich in der Arbeit der Partei in höchst schädlicher Weise widerspiegelt", und behauptete, es handle sich in diesen Streitigkeiten um verhältnismäßig untergeordnete Fragen, oft fogar perfönlichen Charcfters". Fie Hole Fame" tent andy dos Resultat des Streites mit: am Schluß des Pirteitages wurde mit 38 gegen 13 Stimmen ein Parteivorstand gewählt, dem Frey und feine engeren Freunde nicht mehr angehören; Loman hat also über seinen Nebenbuhler gefiegt.( Fren und Toman find die Wortführer der beiden Richtungen. D. Red.) Bon der Debatte aber, die dieser Wahl vorausgegangen ist, gibi das fommunistische Blatt ein Wort wieder. Es ist überhaupt ein fonderbarer Barteitagsbericht: man hält vorsichtig geheim, wie viele Mitglieder die Partei zählt; man veröffentlicht weder den Kaffenbericht noch die Auflage der Parteiblätter; man fchweigt die ganze Parteitagsdebatte tot, führt überhaupt nur die Namen der Redner, die in der Debatte gesprochen haben, an, ohne den Inhalt ihrer Reden auch nur anzudeuten. Die Wäsche der österreichischen Rommunistischen Bartet ist wohl gar zu schmußig, als daß man sie vor der Deffentlichkeit waschen fönnte. Die österreichische Kommunistische Partei ist wohl bie einzige proletarische Partei der Welt, die ihren eigenen Barteitag totfchweigt." tionären Maffenpartei" genug. Da die Kommunisten den Das sagt wohl zur Charakteristik dieser Sorte von revolut Gedanken an eine Dittatur des Broletariats selbst auf. blendendes Mannweib, so sehr sie auch um ihre Kinder bangt, so fehr entsprechend dem Blattenabstand ein gewiffer Galvanometerausschlag Leidenschaft und Wucht, die von phantastischer Erotit sein muß, gelang gramm gelegt und dadurch die Anziehungskraft der Erde auf die ihr vortrefflich. Die triegerisch gestraffte Hoheit, die sich selten be bemegliche Blatte vergrößert, fo trat entsprechend der geringfügigen fänftigt und auch in den Momenten der ganz weiblichen Auflösungenderung des Plattenabstandes ein großer Ausschlag des Galvanonoch bewahrt wird, das ist ihr eigentliches Fach. Niemals übermeters auf. windet sie ein gewisses Amazonentum. Die Königin Tamara ist aber eine erhabene Amazone: Karl Ebert, eben erst ein sehr fichter Ritter vom Strahl, ganz wie ihn kleift sich erträumt hatte, perfagt nicht in der Rolle des georgischen Fürsten. Die Düfterfeit, die Ge strafftheit, das Mart, die Männlichkeit, die sich eifern aufrichtet und doch wieder ganz niedrig zu Füßen der Frau liegen fann, das sind alles Stalen, über die der intelligente Künstler verfügt. Maria Leito spielte eine fanatische Mohammedanerin, die nicht nachgibt im Widerstand gegen das allzu milde Christentum. Geringe Seelentöne follen nur von ihr ausklingen, sie hatte eine Weltanschauung durch Rhetorit zu vertreten. Es glückte ihr. Mar Hochdorf. fie auch den mohammedanischen Khan verführt. Diese Mischung von ein. Wurde nun unter den Kondensator ein Bleiklotz von 20 Kilo• Knud Hamsun hat ein sehr schönes Buch über das ruffische Fabelland Georgien geschrieben, wo die Menschen zugleich friegerisch und poetisch, verträumt und graufam, blutrünftig und findlich sind. Was die Füße verrafen. Der Gang und die Füße der Menschen Dort sollen die schönsten Frauen der Belt wohnen. Dort sollen die daß man wohl daraus den Beruf und die Lebensweise erfennen weisen für den schärferen Beobachter so bezeichnende Eigenarten auf, wildesten Männer der Welt heute noch lebensgefährlich mit der Waffe fann. Der Gang ist sogar in vieler Beziehung charakteristischer als auf ihren Nebenbuhler losgehen. Das Schauspiel, das der Erzähler etwa das Geficht. Was die Füße alles erzählen, darüber plaubert in Georgien ansiedelt, ist erfüllt von dieser Atmosphäre. Donovan Bedelin in einem Londoner Blatt. Der Kellner ist sofort Auf dem Söller standen die Liebenden, und der Himmel war an dem leichten Schlürfen zu erfennen, mit dem er feine vieles über ihnen, und sie glaubten, daß die ganze Welt ihr Eigentum Laufen erfordernde Arbeit tut. Der Schutzmann ist bekannt für wäre. Die georgische Königin Tamara hielt damals ihren Gatten feinen festen und gewichtigen Schritt, ebenso wie der Soldat megen so nah am Herzen, daß fie meinte, er müsse ewig ihr Monarch sein. feines ftraffen rhythmischen Ganges. Der Boger verrät sich selbst, Dann kam die Zeit, wo sie talt wurde. Er spürte das, er durfte nur rend der Berufstänger einen febernden, schwebenden Gang hat, der indem er die Beine hauptsächlich von den Hüften aus bewegt, mähnoch Gemahl der Königin sein nach außen hin. In ihr thronte er nicht mehr. Da will er sie niederzwingen, mit Heeresmacht, die für den Kenner ganz zweifellos den Beruf anzeigt. Der Bauer sein eigenes Land verräterish, überfällt, die Königin demütigen. Es andererseits, der feinen Gang beim Saen und Pflügen ausgebildet gelingt ihm, und eine zweite Liebe, an der sich die strenge Frau bei hat, schreitet langsam mit großen Schritten aus und fetzt seine Füße nahe vernichtet hätte, spielt noch romantisch in diese Berstrickung mit dem außerordentlich fleine Bewegungen oder Längenänderungen gelernt, wenn er immer in die bestimmte Furche treten muß Daß Wie man ein zehnmillionsfel Zenfimefer migt. Ein Instrument, anderen. Er hat diese Gangart beim Gehen hinter den derpferden nicht nach der Seite, sondern schwingt den einen öfters vor den Es ist eine Ballade, die sich in hohem Stile hält. Gesprochen festzustellen sind, das ultramifrometer, beschreibt der Du die Reiter, die mit ihren Beinen den Leib des Pferdes umschließen, wird blumig, aber es ist die Sprache Hamfuns, die Worte fallen Wochenschrift Die Umschau". Bisher bediente man sich eines fehr man nennt Q- Beine geradezu Reiterbeine". Dadurch entsteht auch bliner Profeffer John J. Dowling in einem Auffah der Frankfurter eine leichte Schwingung der Beine aufweisen, ist ja befannt, und felten daneben. Nur im ameiten Aft, wo zwei Frauen verschiedenen fostspieligen Apparates, der auf der unter dem Namen Interferena" ein besonderer Reitergang, indem die Beine anftatt nach vorwärts Glaubens, die Mohammedanerin und die Chriftin, ihre Gedanten bekannten optischen Erscheinung beruht und ermöglichte, Längen mehr nach der Seite gesetzt werden. Die unverkennbarste Art, seine aufreißen, fann der Dialog, sich nicht auf dem Gipfel des Poetischen änderungen von dem millionstel Zeit eines Zentimeters noch fest Füße zu fehen, aber zeigt der Seemann. Er fällt sofort durch den halten. Die Bürgerlichkeit siegt über die Romantik. Es ist gewiß zustellen. Der neue Apparat, dem eine elektrische Methode zugrunde wiegenden, schlingernden Gang auf, der auch auf dem festen Boden tein starkes Theaterstück, aber es ist Boesie. Der Konflitt liegt tief in liegt, ist einfacher und gestattet, noch sehr viel teinere Strecken noch das hin- und herschwanden des Schiffes mitmacht. Wer jemals den Menschen, und ehe er gelöst wird, werden vergrabene Schächte zu messen. Der elektrische Strom wird mit einem Galvanometer auf einem Schiff gewesen ist, weiß ja, daß die beste Art, um sich aufgedeckt. Das ist Berdienst. gemeffen, und man fann dann aus der Größe der GalvanometerHalbe Grotit. Die Spielenden sichen in einem Altertum, das ausschläge rüdwärts auf die Größe der Längenänderung schließen. fest nach Osten, Westen, Norden oder Süden zu setzen, je nachdem bei starfem. Seegang auf den Füßen zu halten, darin besteht, fie von sehr feinen Nerven durchronnen, wird. Das Brimitive ergibt sich lionften Teil eines Zentimeters festzustellen, ja, es laffan fich auch Auf diese Weise ist es möglich. Zängenänderungen vom zehnmil- Wind und Wellen es erfordern. eher aus der Stimmung als aus der Empfindung. Die Charattere noch hundertfach fleinere Größen messen, wobei allerdings der fönnen sehr üppig in die Höhe schießen. Dazu werden noch zwei Apparat mit außerordentlich viel größerer Sorgfalt einreguliert Berliner Theater macht immer weitere Fortfchritte, und zwar scheint Die Bertouffung der Berliner Theater. Die Bertruflung der Religionen gestreift. Islam und Christentum streiten miteinander. werden muß. Die praktischen Anwendungen des Ultramifrometers es der Rotter- Konsern zu sein, der sich zum allmächtigen Herrscher Das Eigentümliche der Bewegungen und des Zeremoniells färbt die find sehr umfassend. Es tönnen noch Drudänderungen vom mil im Berliner Theaterleben ausbilden wird. Der Notter- Konzern, Bühne. Der Bühnenmaler Birchan traf das alles, ohne sehr leicht die Renderungen von Körpern erkennen, wenn sie durch Ziehen das Kleine Theater gehören, fiuht augenblicklich, in: Berhandlungen lionsten Teil einer Atmosphäre gemessen werden. Ferner fann man dem bisher schon das Residenz- Theater, das Trianon- Theater. und gründlich ins Detail hineinzufteigen. Es herrschte ein idealisierter oder Grhiken ausgedehnt werden. Der Apparat läßt sich auch be- mit dem Central- Theater, um auch dieses zu übernehmen. Die Für Gerda Müller war dieser Abend ein großer Sieg. Die der Körper bei tiefen Temperaturen zu untersuchen. Ebenso. läßt Regiffeur Piscator, werden meiterhin in der Künstlerischen Leitung nußen, um die Wärmeausdehnung und die elastischen Eigenschaften jeßigen Direktoren diefer Bühne, der Dramatiter Rehfisch und der Künstlerin ist sonst physisch sehr starf gebunden. Was fie zu zeigen fich das Wachsen, der Pflanzen, z. B. der Blätter. und des Theaters verbleiben. Da Rotter für die nächste Saifon auch hat an Gefichtszügen und sehr betonter Rörperlichkeit, widersetzt 3weige, durch Meffung verfolgen. Dabei zeigt sich, daß das Wachsen noch das Lessing- Theater und des Theater des Beftens erworben fich eigentlich dem Lieblichen. Nur das Gesteigerte paßt zu ihr. Wenn der Pflanzen nicht ftetig erfolgt, fondern sprungweife. Der Apparat hat, werden im fommenden Jahre sechs große Berliner Theater in ihr Gesicht lächelt, fo fann es eher im Krampfe lächeln als in der Ge- ist weiterhin als Seismograph zum Feststellen von Er derfchüt feinen Händen vereinigt fein.. nugtuung und in der Zärtlichkeit. Die Königin Tamara ist aber eine terungen verwendbar. Sodann konnte Dowling damit die AnFürstin von strengen Manieren, sehr verwandt jener Katharina II. Rörper ausübt. Zu diesem Zweck wurde die bewegliche Platte an ziehung feststellen, die beispielsweise ein Bleiklos auf einen ander en von Rußland, die ihr glühender Bewunderer, der Fürft Ligne, stets einer sehr feinen Feder aufgehängt. Durch die Anziehungskraft der empfiehlt die blade, weil unbeantwortbare Frage, burch den Bescheid Ratharine den 3meiten genannt hat. Die Rönigin Tamara ist ein Erde auf diese Blatte wurde die Feder gespannt, und es ftellte fich, eige Raffe au eclebigen. Orientalismus. tinder und getaufte Juden in ihrer Mitte hat. öfterreichs bei der bevorstehenden Boltzzählung, abwohl fie felbft Juden Nach der Naffe fragt die jebige antisemitische Regierung Deut Die Arbeiter- Beitung Frankreichs Rechtsverdrehung.m gegeben haben, fte zubem von Dostant aus immer mehr in eine] opportunistische Bahn gelenft werden, so fönnen fie gegen. über der Sozialdemokratie ihre Dafeinsberechtigung auf die Dauer nur durch demagogische Leistungen erweisen. Und die Folge der Demagogie ist letzten Endes immer die Zersesung Je mehr die Kommunisten sich und anderen vorreden, daß fie als Zirkularnote, die die deutsche Dentschrift vom 15. Februnt über die und Bechiel geleistet. Der tatsächliche Wert der deutschen LeiHavas veröffentlicht nunmehr die angefündigte französische Zahlungen hat Deutschland vereinbarungsgemäß durch Barzahlunge einzige flarsehende Arbeiterpartei" in der Lage Rechts- und Vertragswidrigkeit der franto- belgischen Maßnahmer ftungen beträgt 46 milliarden Goldmark. Bunit 4 widerlegt die Be feien, einen Ausweg aus den ungeheuren Schwierigkeiten unserer wirtschaftlichen und politischen Lage zu zeigen, um so mehr zer zu widerlegen sucht. Zu dieser Beröffentlichung wird offiziös durch rufung der französischen Regierung auf den Berzicht der britischen BIB. gelagt: Regierung vom Oktober 1920, deutsches Privateigentum in England reiben sie sich selbst an dem Widerspruch zwischen ihrer überlebten revolutionären Phraseologie und den harten Tatrationstommi fion vem 21. März 1922, die für den Fall von Rüd: solchen Dreh die Ehre des Abdrucks der Widerlegung angedeihen zu 1. Nach der franzöfifchen 3rfularnote soll die Note ter Repa- einbruch„ begründen".( Uns ift der Raum zu kostbar, um einem auf Grund des§ 18 zu beschlagnahmen; auch das soll den Ruhrfachen, mit denen auch sie im Intereffe ihrer Arbeiter anfangen ständen bei den deutschen Naturalhieferungen ausdrücklich die Zah solchen Dreh die Ehre des Abdrucks der Widerlegung angedeihen zu müssen, au rechnen. lung einer Erfagfümme in bar verfoh, durch den deutschen Antrag 5. Die Kritik der deutschen Dentschrift an den franto- belgischen laffen. Red.) auf Gewährung eines Moratoriums ihre Bedeutung verDer Etat des Ernährungsministeriums. loren haben. Das ist schon deshalb nicht richtig, weil die Repa- Ottupations maßnahmen wird in der Zirkularnote mit allgerationsfommiffion über den Antrag im Laufe des Jahres 1922 meinen Behauptungen beantwortet, die nirgends den Rern der Der Haushaltsausschus des Reichstages fezte am Sonnabend gar nicht entschieben hat. Solange eine folche Entschei Sache treffen. Zunächst verleugnet die Zirkularnote das völkerrechtdie Beratung des Etats des Ernährungsministeriums bung nicht vorlag, blieb die Note der Reparationsfommiffion liche Wert des Franzosen Robin über die Okkupation in Friedensfort. Die Vertreter der Rechtsparteien beflagten sich ins- die Rechtsgrundlage für die deutschen Verpflichtungen. Tatsächlich zeiten.( Bal. ,, Borwärts" vem Eonnabend morgen,„ Die Ruhrattion besondere über die hohen Preise der fünftlichen Düngemittel hat Deutschland auch seine Leistungen gemäß der Note bis zum eine Doftorfrage". Red.) und die Tarifpolitit der Eisenbahn, die einen Breis- Schluffe des Jahres 1922 und sogar noch darüber hinaus fort Die Birtularnote stellt das Berhalten der Offupationsarmee als gelegt. Die gegenteilige französische Behauptung ist vollständig abbau für landwirtschaftliche Produkte unmöglich machten. Genosse aus der Luft gegriffen. Daß jene Note bis zum Jahresschluh 1922 Schmidt- Köpenick erklärte sich durch die gestrigen Mitteilungen in Kraft geblieben ist, ergibt sich auch taraus, daß die Reparades Ministers zur Frage der freien Wirtschaft nicht befriedigt und tonstommiffion selbst, als sie den Beschluß vom 26. Dezember 1922 forderte eine flare Stellungnahme zum Ernährungsprogramm des über die Rückstände bei den Holzlieferungen den allierten Regie, nächsten Erntejahres. Genosse Moses gab ein recht trübes Bild rungen mitteilte, diefe zugleich auf den Weg der Einforderungen der von den Ernährungsverhältnissen im Deutschen Reich. Der Reichs. ernährungsminister mußte die Ausführungen bestätigen. Wenn sich die Ernährungsbasis des Bolles verringert habe, so liege eine Folge der deutschen Kriegsführung hin. Der Einmand ist um fo unlogischer, als ihm unmittelbar der Satz folgt, Frankreich habe ständig die Haarer Landfriegsordnung beachtet. Wie es bomit steht, ergibt sich daraus, daß sich die Zirkularnote für die Recht mäßigkeit der Rohlenrequifationen und der Abschnu. rung der befetten Gebiete vom übrigen Deutschland lediglich auf den paffiven Widerstand Deutschlands berufen tam. Sie ver steigt sich dabei zu der Behauptung, daß dieser passive Widerstand ein Bruch des Vertrages von Bersailles das nicht so sehr an dem Rückgang der Produktion, sondern an den WIR ALLE WOLLEN HUTER SEIN! je Danach wäre also Deutschland auf Grund des Paragraphen 18 Für uns alle ftehen die Rämpfer an Ruhe und Rhein in geschlossener Front. Lagt fle nicht im Stich und stärkt ihren Widerstand durch Gaben zum DEUTSCHEN VOLKSOPFER! Einheitliche Sammelstelle flie Preußen find der Breußliche Landesausfchuß Staatsbant Nr. 101759; Bostichedfonts Berlin Nr 10020) bezm. die Provinzial. für das Deutsche Boltsopfer( Berlin W 56, Oberwallitr. 1a; Bantonto Breußische ausschiffe. niedrigen Einkommen, die es z. B. der werftätigen Bevölkerung nicht verpflichtet, nicht nur Gebietsbelegungen beliebigen Umfangs ohne einmal ermöglichen, die geringen Mengen von Milch aufzunehmen. militärische Gegenwirkung über sich ergehen zu lassen, sondern Die Reichsregierung habe deshalb Berbilligungsmaßnahmen für auch die von dem Oflupanten auf deutschem Gebiet für gut befundeMilch in Angriff genommen. Bekannt sei ferner, daß außerordentlich unterstützen. nen Eingriffe in das deutsche Wirtschaftsleben mit allen Sträften au hohe Reichsmittel für die Verbilligung des Marfenbrotes ges Eine derartige These bedarf feiner Widerlegung. Noch willkürlicher ist die Begründung" für die sonstigen zahlt würden. Die Ernährungslage im befegten Gebiet werde von Anordnungen der franko- belgischen Militärbefehlshaber und für die der Regierung sorgfältig beobachtet und nichts werde unterlassen, neuen Ordonnanzen der Rheinlandfommission. Die um alle Mißstände und die durch die Gewalteingriffe hervorgerufenen Ordonnanzen feien regelrecht nach dem Rheinlandabkommen Notfälle fofort zu beheben. Außerhalb der befehten Gebiefe habe vorgesehenen Erjahzahlung in bar hingewiesen hat. Hätten erlassen und feien ebenso regelrecht auf das Einbruchsgebiet ausdie Reichsregierung das nötige Brotgetreide bis in den Sommer die allierten Regierungen, wie es allein der Rechtslage entsprach, gedehnt morden. Was zunächst die Ausdehnung der Ordonnanzen fichergestellt. diesen Vorschlag befolgt, so wäre Deutschland durchaus in der Lage auf das Einbrugsgebiet betrifft, so wird nicht gesagt, In der Nachmittagssigung des Ausschusses murde der Antrag und bereit gemefen, ben Wert der Rüdstände, der sich für Holz worauf sie fich stützt. Bor wenigen Tagen hat im englischen Bardes Benoffen Müller- Franken, das Ernährungsministerium auf etwa 24 Millionen Feldmart beläuft, in bar zu bezahlen. Jament ein britischer Regierungsvertreter festgestellt, daß die Rheinzum 1. April 1923 aufzulösen und feine Aufgaben bem torialen Sanftionen aus dem§ 18 mit der Begründung her. laffen darf. Die Rechtsverbindlichkeit der neuen Ordonnanzen für 2. Die französische Regierung will ihre Befugnisse zu terri- landtommiffion Ordonnangen nur für das alt belegte Gebiet er Reichswirtschaftsministerium zu übertragen. der Sparkommiffion feiten, daß die Besetzung des Ruhrgebiets von den alliierten Re- das altbefehte Gebiet will die Zirkularnote mit einem Urteil des überwiesen. Angenommen wurde eine Entschließung, in der Maß gierungen schon in amei früheren Fällen, nämlich im Profofoll Reisgerichts vom 25. September 1920 beweisen, das die nahmen zur Berbilligung des Brotes für die Bevölkerung mit bon pa über die Kohlenlieferungen vom 16. Juli 1920 und im Beamten und die Bevölkerung des besetzten Gebiets angeblich verniedrigem Einkommen und die lebertragung der Kosten dieser Ver- Londoner Ultimatum vom 5. Mai 1921 vorgesehen worden pflichtet, die Anordnungen der Befagungsbehörden ungeachtet entbilligung auf leistungsfähige Bevölkerungsschichten gefordert werden. fet, ohne daß Deutschland dagegen protestiert habe. Die Un negenstehender Weisungen deuticher Behörden zu befolgen. Die Ein Bertreter des Zentrums erflärte, die Sicherung des Bedarfs brohung von Spa beweift nicht, daß die Besetzung rechtmäßig Reichsregierung hat der Rheinlandfommiffion gegenüber schon bei an Brotgetreide fei durch eine gebundene Wirtschaft nicht gewesen wäre. Vor allem verfchweigt aber die franzöfifche einer früheren Gelegenheit dargelegt, daß eine derartige Auslegung mehr möglich. Man müßte daher von einer weiteren Getreide- Regierung, daß die deutsche Delegation das Protokoll vom des Urteils falsch fei. Tatsächlich hatte das Urteil, dem ein Tate bestand aus der Uebergangszeit zwischen dem Waffenstillumlage absehen. Annahme fand u. a. ein Antrag der Deutschen nur unter ausdrücklichem Vorbehalt stand und dem Infrafttreten des Bertrages von Bersailles zuBollspartei, den Umlagepreis für das legte Sechstet fofort fe desjenigen Artifels unterzeichnet hat, der von einer Belegung des grunde lag, nur solche Ordonnanzen im Auge, welche die Rheinzusetzen. Angenommen wurde ferner eine Entschließung des Zen Ruhrgebiets sprach. Die deutsche Delegation hat auch durch ihre Tandabkommens erläßt. Daß diefe Voraussetzung bei den des Rheintrums, die Eisenbahnfrachtfäge herabzusehen, um fonftigen Erklärungen in Spa unzweideutig befundet, daß die Beeine ausreichende und verbilligte Belieferung der Bevölkerung mit fegung weiteren deuifchen Gebiets nach dem Vertrag von Bersailles schrift far bewiesen und in der franzöfifchen Antwort durch nichts nenen Ordonnanzen nicht erfüllt ist, wird in der deutschen DenkLebensmitteln zu ermöglichen. Annahme fand auch nachstehende Ent- unzulässig fel. Im Londoner Ultimatum vom 5. Mai 1921 chrift flar bewiesen und in der franzöfifchen Antwort durch nichts widerlegt. schließung des Genoffen Krähig: tündigten die Alliierten die Besetzung des Ruhrgebiets für den Fall Hinsichtlich der Befehung Offenburgs und Appen„ Die enorme Erhöhung des Suderpreises auf das an, daß Deutschland die Bedingungen des Ultimatums nicht bis weiers beschränkt sich die Birkularnete auf big einfache WieberDoppelte des bisherigen Betrages in einer Zeit, wo die Befferung zum 12. Mai annehme. Befonntlich hat Deutschland das Ulties holung der früheren( franzöfifchen) Behauptung, daß diese Bedes Martwertes ständig zunimmt, ist völlig unberechtigt. Sie matum vor diesem Termin angenommen, so daß die Androhung der sehung die Sanftion für die Einstellung rent 3 met internatio nimmt den breiten Maffen der arbeitenden und notleidenden Be. Gebietsbefehung überhaupt gegenstandslos wurde. nalen 3uguerbindungen und für andere, nicht näher völkerung in inner größerem Umfange die Möglichkeit, sich dieses 3. Die franzöfifche Note will das Argument, daß bie Rüdflände unentbehrliche Nahrungsmittel zu beschaffen, und sie verstößt gegen bet den Holz- und Kohlenlieferungen in feinerlet Berhält bezeichnete deutsche Bertragsverlegungent fei. Auf die Ausführungen der deutschen Dentfchrift, welche die Völkerrechtsdie von der Regierung selbst vertretene Auffaffung, daß bei steinis zu den Ganttionen stehen, damit eriträften, daß Deutschland widrigkeit der Befehung selbst für den hier nicht autreffenden gendem Markwert nicht eine Breiserhöhung, fondern ein Preis- ben Vertrag von Versailles von seinem Entrafttreten an nicht vorabbau eintreten muß. Der Reichstag befchließt daher, die Reichs- fchriftsmäßig erfüllt habe. Die französische und die belgische Ste Fall nachgewiesen hat, daß auf deutscher Seite eine formale Nichtregierung zu erfuchen, der Preiserhöhung für Buder die Zu gierung haben jedoch ihren Entschluß zum Einbruch ins Ruhrgebiet erfüllung des Bertrags zugegeben werden müßte, geht die Zirkuftimmung zu verjagen, oder, falls fie schon gegeben fein sollte, nach ihrer amtlichen Notifikation vom 10. Januar 1923 nidjt auf in neue Verhandlungen einzutreten, um die Zuftimmung zurüd allgemeine Richterfüllung, fondern ausschließlich auf die Holz und Kohlenrückstände gestützt. zuziehen." Angenommen wurbe ferner ein Antrag der Genoffin Burm, den Zuschuß des Reiches zur Durchführung des ausländischen Hilfs wertes auf 3 Milliarden 21 Millionen Mart zu erhöhen. 16. Juft 1920 Tarnote mit teinem Borte ein. Als Gesamtergebnis stellt die deutsche Erklärung fest, daß die franzifiche Zirkularnote in allen Bunften unhaltbar ist. Sie kann die deutschen Argumente nicht erschüttern, trägt vielmehr durch ihre Oberflächlichteit, unrichtigteit und unwahr. haftigkeit lediglich dazu bei, den französischen Rechtsbruch bloßzustellen. Die Zirkularnote errechnet, daß Deutschland die Kohlenliefs rungen nur zu 45 Broz. bewirkt habe. Es ist jedoch notorisch, daß die Zahlen des Bersailler Bertrages schon seit langem nicht mehr die Rechtsgrundlage für das Lieferungsfoll bilden. Legt man die allein maßgebenden späteren Festsetzungen zugrunde, so ergibt sich, Bergmanne Erklärung in Paris totgeschwiegen. Prüfungsmethoden der Schuhmiffel gegen Geschlechtsfrankheiten. daß Deutschland bis zum 31. August 1922 insgesamt 52,5 millionen In der letzten Sihung der Berliner Medizinischen Gesellschaft wurde Tonnen zu liefern hatte und 49,9 Millionen Tonnen geliefert hat, Paris, 10. März.( BTB.) Havas hat gestern abend die in die Frage der Prüfungsmethoden. der Schuhmittel gegen Geschlechts. Die Geringfügigkeit der Rückstände ist somit flat; sie sind Berlin veröffentlichten deutschen Erklärungen zum franzöfifchen Gelbfrankheiten einer eingehenden Kritit durch Herrn Dr. Borms unter nur deshalb eingetreten, weil die Abnahmetommiffare buch der Presse zugestellt. Die Pariser Presse hat wieder. zogen. Die Frage ist dadurch aktuell geworden, daß das Gefeß gegen die angelieferten Kohlenmengen auf Grund unberechtigter buch der Breffe zugestellt. Die Pariser Presse hat wieder. zogen. Die Frage ist dadurch aktuell geworden, daß das Gefez gegen Qualitätsforderungen zurü dgewiesen haben. Was die nach der holt die Auffassung der franzöfifchen Regierung über die Mission Die Anpreifung von Schuhmitteln, das A. Blaschto als heuchlerisch bezeichnet hat, durch ein neues Gefez abgelöst werden soll, wonas Birtularnote angeblich nur teilweise gezabile Rate von 20 Milliarden Bergmanns verbreitet. Obwohl Bergmann erklärt, er habe nicht nur nur solche Schuhmittel in den Handel kommen und dann auch in Goldmark betrifft, so it die Meinungsverschiedenheit hierüber durch den Auftrag gehabt, einen niedergeschriebenen Plan, Die weiter an den er mündlich erläutern follte, zu überreichen, fondern auch angemessener Form angepriefen werden dürfen, die als wirksam das Londoner Ultimatum erledigt worden. erprobt morben find. In staatlichen Instituten findet allgemein gegebene Zahl von 4,4 milliarden Goldmart, die Deutschland angeb den Auftrag, wenn die Aliterten es verlangten, auf die Erläuterung Anwendung die Methode, die rafierte Bauchhaut weiker Mäuse durch lich vom 1. Mai 1921 bis 31. Dezember 1922 bezahlent mute, ent zu verzichten und den Plan einfach schriftlich zu überreichen, Glasscherben zu verlehen und mit dem dem Syphiliserreger verspricht dem Londoner Zahlungsplan. Für 1921 hat Deutschland wandten Erreger des Rüdfallfiebers zu impfen und das Verhalten auch die Zahlungen des ultimatums reftios geleistet. Für zu prüfen, wenn ein Teil der Mäufe mit dem Schuhmittel behandelt 1922 ist der Londoner Zahlungsplan durch die Mote der Reparations mird und der andere Teil seinem Schicksal überlassen bleibt. Dieses fommiffion vom 21. März 1922 rücbirtend vom 1. Januar 1922 Verfahren wird aus verschiedenen Gründen als unbrauchbar an außer Kraft gelegt worden. Die in dieser Note festgefekten abgelehnt. 211s zuverlässig stellt Worms die Methode hin, die den Einfluß des Schuhmittels auf bemenliche Syphiliserreger zwischen dem Objektträger und dem Dedgläschen der mikroskopifchen Technik prüft, imd fermer die Beobachtimmen des Einflusses der Schuhmittel auf die Grphiliserreger im fnphilitischen Geschwür. Dazu kommt als brities has Ziererperiment am Affen und am Kaninchen. Die drei fekten Methoden hoben gezeint, da die Chininfalbe aus dem Duanti- Beste Mert das sicherste Schuhmittel geren Syphilis ist. Wahrscheinlich Deshalb, weil Chinin eine fo hohe Ronzentration gestattet, wie fein anderes Schutzmittel. Verschiedene Echuhmittel, die sich nach der Rüdfallfiebermethede als brauchbar bemiefen haben, fonnten den menannten drei Britfunnen nicht standhaften. Das ist um so ver hängnisvoller, als die Methode, deren Suvertäffateit angezweifelt merden muß, die Prüfungsmethode staatlicher Institute ist und Schuhmitteln zugute formt, die es nicht verdienen und eine Weiterverbreitung der Geschlechtstrantheiten bewirten fönnen. M. Hirsch. Rühnenchronit. Agnes Strand felt die treible, Seinrich George dis männliche Savpholle in der Traufführung von Ernit Weiß Clumbia" die die Zunge Bühne am' Commias, Ben 18. März, 114, he im Nenaiffonce Theater veranstaltet. Die Aufführung wird um 3 1hr wiederholt. Wirtschaft fühlt sich feines der großen Blätter verpflichtet, von dieser Festftellung Bergmanns Kenntnis zu geben. Das einzige Blalt, das diefer Pflicht bis jetzt genügt hat, ist mertwürdigerweise der nationalistische Eclair". 17 jederzeit bertauft werden. Die Schaganweisungen gelangen in der felben Währung, auf die fie lauten, auch zur Rückzahlung, nämlich in Sched auf New York oder aber nach Wahl des Reichs in Gold. Die Sicherung ist im befonderen noch bewirkt durch die selbstschuldnerische Bürgschaft der Steichebant. Die Zeichnung fann in der Zeit vom 12. bis 24 Mär, erfolgen. und zwar bei der Reichsbank und allen ihren Zweiganstalten iowie bei einer großen Anzahl von Banken und Banfiers. Alles Nähere ist aus der im Anzeigenteil enthaltenen Bekanntmachung ersichtlich. Die Großhandelspreise am Anfang März. Für den Durch schnitt des Monats Februar ergibt sich nach den Berechnungen des Etatistischen Reichsamts eine Steigerung der Groß handelsinderziffer von dem 2785fachen des Borkriegsftandes in Januar auf das 5585fache oder um 100,5 Proz. mit ber Gentung des Dollarfuries hat der im Februar eingetretene tid gang der Großhandelspreise sich bis Anfang März ferigefeßt. Die auf den 5. März berechnete Stichtaginderziffer Deutsche Schuhe in Holland." Zu dieser Notiz, in der wir an ber Großhandelspreise ist gegen den Stand vom 24. Februar Don hand holländischer Angaben feststellten, daß deutsche Schuhwaren dem 5257fachen auf das 5120fache oder um 2,6 Proz. und gegen den bedeutend unter ihrem Werte nach Holland bisherigen Höchststand vom 5. Februar um 14 Broz. gewichen. portiert worden sind, teilt uns die Außenhandels Bon den Hauptgruppen find gegenüber dem 5. Februar die Lebens- ftelle der Lederwirtschaft in ciner Sufchrift mit, daß in mittelpreise der ersten Hand im Durchschnitt von dem 4902fachen den holländischen Wertangaben nicht nur Let erschuhwert, sondern auf das 3682fache oder um 25 Broz, die Industriestoffe von dem auch Haus, Stoff- und Kinderschuhe enthalten sind, so. daß sich 7958fachen auf das 7846fache oder um 1,4 Buca, ferner die In- der Preis für das Lederschuhwerk felbst gegenüber den holländ schen landswaren von dem 4925fachen auf das 4725fache oder um Angaben wesentlich erheht. Die Außenhandelsstelle bestreitet nicht, 4,1 Broz. und die Einfuhrwaren ven dem 11 176fachen auf das da ich für eine Zeit lang gegen bie Breisstellung für deutsche 7093fache oder um 36,5 Broz. zurückgegangen. Ueber die Uus- Schuhweren Betenfen geltend machen laffen tönnen und weist tag 8 Uhr im Beethoven- Saal mit dem Scheindflugfchen Cher und dem Berechnungen noch nicht vor. Mufitchronik. Ba& iche Cantaten bringt Arnold Ebel Diens wirtungen auf die Lebenshaltungs to ft en tegen amifiche darauf hin, daß man erst nach dem Februar 1922 dazu übergegangen ist, bei Auslandslieferungen in fremder äh Bhilharmonischen Orchester zur Aufführung. Zum Besten der Ruhrhilfe rung zu stellen. Infolge des Währungssturzes sei die Ausfuhr zu findet ein Konzert des St. Urfula- Chores und des Nederdeutschen Thores Die Dallarschatzenweisungen des Deutschen Reichs werden jezt Papiermartpreisen wesentlich geftiegen. Außerdem hätten enige unter Leitung Eduard Goettes am 19. März, 7%, Uhr, in der Singalademie zur Zeichnung aufgelegt. Entsprechend dem Berwendungsamed der deutsche Firmen fich an holländischen Geschäften start beteiligt und Anleihe werden als Einzahlung nur Devilen angenommen, und auch Schuh- Detailgeschäfte übernommen und sich dort große BorDie Frühjahrsausstellung der Freien Sezeiflon in der Galerie war neben amerifanifden Dollars auch Pfund Sterling, holländifche räte hingelegt, was ebenfalls zu einer Steigerung der Ausfuhr Luz& Co., Unter den Linden 21, wire am 15. mittags 12 Uhr, gefchloffen. Gulben, fchweizerische Kranten, nordische Kronen, spanische Beseten führte Deshalb habe tie Außenhandelsstelle den Export ein. Gin Nubegehalt für einen Redakteur. Der Berlag der Dresdener argentinische Befos, favanische Jen. Der Zeichnungspreis beträgt geschränft. Das ist im wesentlichen der Inhalt der Zuschrift, Neuesten Nachrichten" hat dem Leiter feines Feuilletons, Prof. Schumann, 100 Prox, die Rückzahlung der Anleihe erfolgt nach drei Jahren die außerdem betont, daß ein Einfuhrverbot für deutsche Schuhe in ber sich von seiner journalistischen Tätigkeit zurüidgezogen bat, ein Benfions In anderen Berufen wäre A 120 Bros. Das entspricht einer Berzinsung von über Holland nicht erlaffen worder. ist. Aus den Zugeständnissen geht nebalt van 200 000 M. pro Monat andgefeßt. Die günstige Berzinsung im Verein mit der jedoch hervor, daß die holländischen Klagen nicht unberechtigt sind. dergleichen eine Selbstverständlichkeit, in ber Breffe ift es fo felten, bas es feds Brozent. beinahe auffällt. Beleisbarkeit der Echakanieisungen bei den Sorlehnskaffen zu Die Schuhintustrie ist immer auf das lebhaftefte für die Beseitigung Der Numerus clausius für ausländische Suden ist an ber einem vergleichsweise günstigen Binsfaze gibt den Schaganweisungen der Ausfuhrkontrolle eingetreten. Sie hat selbst den Beweis geBiener Technischen Hochschule eingeführt und nicht, wie ein Dandlehler einen erheblichen Borzug gegenüber dem Befiz von Debifen, da liefert, daß eine vollkommene Freiheit der Ausfuhr die is unferem geftrigen Abendblatt behauptet, an der Berliner biese unbergindlich und unbeleihbar find. An der Börse lönnen sie deutsche Boffswirtschaft auf bas were schädigen würde. ftatt. Gewerkschaftsbewegung Lohnabbau oder Gewinnabbau? gen Dividende an ihre Affionäre eine 6prozentige wertbeständige| Don 159 900 Bros., bisher 134 900 Broz. Innerhalb dret Lagen Anleihe ausgibt, die den Inhabern der Schuldverschreibungen haben sich die Parteien zu äußern, ob sie den Spruch anerkennen. Rapital unb 3insen auf der Grundlage eines Guldenturjes Eine Bertrauensmännerversammlung der Fachgruppe der Töpfer von 500 gewährleistet, während der Gulden über 8200 steht? Es des Deutschen Baugewerksbundes wird am Montag hierzu Stellung genügt nicht, wenn der Reichskanzler jetzt die unglückselige Kund- nehmen. In der Reichstanzlei fanden in den letzten Tagen Besprechun- gebung gegen die Lohnerhöhungen halb zurückgeht. Er muß sich in gen des Reichst anglers mit Vertretern sowohl der Industrie erster Linie für den Gewinnabbau einfegen, will er den als auch der Spitengewertschaften über die gegenwärtige Preiswucher unterbinden. Preis- und Lohulage unter dem Gesichtspunkte der wünschenswerten Fefilgung der wirtschaftlichen Verhältnisse staff. In diesen Befprechungen betonte der Reichskanzler mit Nachdruck die einmütige Auffassung der Reichsregierung, alles zu fun, was zur Ber- in meidung neuer Preissteigerungen und zur Herbelführung der wirtschaftlich möglichen Preisermäßigungen geschehen fönne. Streit der Metallformer. Die Metallformer Groß- Berlins befinden sich seit einigen Tagen im Streif. Eine Einigung mit den Arbeitgebern war nicht zu Die Beamten zum Teuerungsausgleich. erreichen und der Schlichtungsausschuß lehnte es ab, einen Schieds Der Borstand des Allgemeinen Deutschen Beamtenbundes hat spruch zu fällen. Am Sonnabend nachmittag fand die erste Berfeiner Sigung am 10. März, in der alle Organisationen vertreten sammlung der Streifenden im Gewerkschaftshauſe ſtatt. Der Zuwaren, nachstehende Entschließung angenommen: brang war so start, daß der Saal die Anwesenden nicht alle aufTroh 136proz. Erhöhung der Lebenshaltungskosten will die nehmen konnte. Biele mußten auf dem Flur des Hauses bis zum lleber den Grund der Reichsregierung den Beamten, Angestellten und Arbeitern teine Schluß der Versammlung ausharren. Die Gewerkschaften wiefen bei dieser Gelegenheit auf die Erhöhung ihrer Bezüge für den Monat März gewähren. Die Arbeitsniederlegung und über die Streiflage wurde vom Branchen ernsten Besorgnisse hin, die in den kreisen der gesamten Arbeit- Begründung, die dafür angegeben wird, daß nämlich eine folche leiter Bredow berichtet. Er hob hervor, daß die Arbeitgeber nehmerschaft durch die Annahme entständen, als ob die Reichsregie. Anpassung der Bezüge an die Leuerung die Stabilisierungsaktion vor dem Schlichtungsausschuß nichts boten, die Bertreter der rung jeglicher weiteren Cohnerhöhung entgegenwirten wolle. der Regierung durchkreuzen würde, fann von den Organisationen zu einer friedlichen Berständigung mit den Arbeitgebern zu tommen, Arbeiterschaft aber dennoch nachträglich nochmals versucht haben, Demgegenüber stellte der Reichskanzler feft, daß auch nach an- nicht als fiichhaltig anerkannt werden. Ungeachtet der un- zu einer friedlichen Verständigung mit den Arbeitgebern zu tommen, ficht der Reichsregierung eine Erhöhung der Löhne da ge- zulänglichen Entlohnung liegen die deutschen Preise zum großen Teil BBMI stellen zu wollen. Eine Urabstimmung in den Betrieben boch wieder ohne Erfolg. Die Herren scheinen sich hinter den rechtfertigt fel, wo sie zur 21 n paffung an das allge. über oder auf dem Weltmarktsniveau. Die Befferung des Markkurses hat eine erbrüdende Mehrheit für die Arbeitseinstellung ergeben. meine Cohnniveau und den Preisstand erforderlich ist, wäh- foll anscheinend dazu benußt werden, um unter Ablehnung anderer In der gestrigen Bersammlung herrschte einmütig der Wille, dem rend eine allgemein durchgängige Hebung der gesamten Cöhne den Maßnahmen auf steuerlichem und wirtschaftspolitischem Gebiet den Boium der Kollegenschaft nunmehr Geltung zu verschaffen. notwendigen Preisabbau unmöglich machen und damit, ohne der sogenannten Preisabbau zum Anlaß zu nehmen, eine weitere SenArbeiterschaft auf die Dauer zu nüßen, das von allen erstrebte zielung der heute schon unter dem Eristenzminimum liegenden Löhne und Gehälter herbeizuführen. der Markfestsetzung gefährden würde. Die Arbeit der Reichsregierung bewegt sich in den Bahnen dieser von allen beteiligten Mitglieben der Reichsregierung geteilten Auffaffung. Der Reichskanzler versucht nun nachträglich, das Unheil, das die bekannte Kundgebung gegen die Lohnerhöhungen angerichtet. hat, mieder einzurenten. Aber wenn der Reichstanzler nun im Gegen satz zu den vorherigen wiederholten Erklärungen verschiedener Regierungsstellen fagt, daß auch nach Ansicht der Reichsregierung eine Erhöhung der Löhne da gerechtfertigt ist, wo sie zur AnUn paffung in das allgemeine Lohnrineau( was heißt das?) und den Breissand erforderlich ist." dann ist das nur ein Biertel Zugeständnis, das außerdem noch daran frankt, daß man in ihr wie in allen Rundgebungen der Regierung in diesem Buntte jedes Wort an die Unternehmer vermißt. Wir erinnern uns nicht, daß jemals im taiserlichen Deutschland mitten in einer Lohnbewegung die Regierung eingegriffen hätte, mit der Aufforderung an die inter nehmer( die einer berartigen Aufforderung wirklich nicht bedürfen!) feine Lohnerhöhung zu bewilligen. Ohne dieses beispielloje Eingreifen der Regierung wäre der Konflikt in der Metallindustrie längst beigelegt. Die Arbeiter haben weiß Gott genügend Beweise ihres Opferwillens gebracht, daß rach dieser Seite jebe Mahnung höchst überflüssig war. Bei einigem guten Willen der Indufiriellen sind die Acbeiter die ersten, die begreifen, daß man in gewissen Augenblicken feine Wünsche etwas zurüdfteden muß, um nach leberwindung vorübergehender Schwierigkeiten das Berfäumte mieder nachzuholen. Aber wo ist der gute Wille der Industriellen? Wir suchen ihn vergebens bei den Metallindustriellen, vergebens in der Fleischwarenindustric, wo man aussperrt, um die Bucherpreise noch höher zu treiben, vergebens in der Musikinstrumentenindustrie, wo die Unternehmer auf ihren Balutanewinnen fißen bleiben ihre hoch qualifizierte Arbeiterschaft mit Stundenlöhnen von 908 M. abspeisen und es zum Streit treiben, weil sie es nicht nötig haben. Und Zur Abstimmung der Metallarbeiter. Der Borstand des Allgemeinen Deutschen Beamtenbundes fann Bei der Lohnerhöhung nach dem Schiedsspruch um 15 Prozdie Verantwortung für die daraus entstehenden Folgen ergeben sich für die Arbeiter über 21 Jahre folgende Lohnfäge: In nicht übernehmen und wiederholt nochmals in der Deffentlich Riaffe I 1265 M.. Stundenlohn, in Klasse II 1230 M., in Klaffe III feit seinen schon immer zum Ausdrud gebrachten Hinweis auf die 1195 M., in Klasse IV 1150 M. und in Klasse V 1115 m. Die Lohnunhaltbar gewordene Notlage aller Staatsbediensteten. Diese muß fäge für die übrigen Arbeiter und Arbeiterinnen sind aus der Versich beim Ausbleiben einer Einkommenserhöhung meiter veröffentlichung der Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbeiterverhärfen, wodurch die gerade in gegenwärtigen Augenblid fo bandes im Anzeigenteil der heutigen Nummer des„ Borwärts" bedeutsame Widerstandskraft der Staatsbediensteten in verhängnis- ersichtlich, worauf wir alle Arbeiter und Arbeiterinnen der Berliner voller Weise geschwächt werden. würde. Der Vorstand des ADB. ver. Metallindustrie besonders aufmerksam machen. langt von der Reichsregierung, daß sie ihre ablehnende Metallindustrie besonders aufmerksam machen. Haltung ändert und sich entschließt, den berechtigten Forderungen des Personals gerecht zu werden." Zur Aussperrung in der Fleischwarenindustric. Nach dem Scheitern der Verbandlungen im Reidbearbeits ministerium find die von den Arbeitnehmern nochmals angebotenen direkten Verhandlungen von den Arbeitgebern fchroff abgelehnt worden. Bu diefer Situation nahmen am Sonnabend früh die Ausgesperrten Steilung. Mit Rube und schloffenheit wurde der Bericht entgegengenommen. Die Einstellung der Arbeitgeber erwedte nur noch größeren Kampfeswillen. Jeder begreift, daß es um Sein oder Nichiein, um die Beriplitterung der Organisationen geht. Nach den Wünschen der Arbeitgeber follen die Betriebs. rate und Bertrauensleute nicht mehr eingestellt werden. Die Ausgesperrten werden den Kampf weiterführen, bis den Arbeitgebein aum Bewußtsein gekommen ist, daß die Arbeit nehmer sich einem Diftat nicht unterwerfen. Dieser Kampf richtet sich nicht negen die Arbeitnehmer der leif warenindustrie allein, sondern fügt sich als neues Glied in die Kette der Kämpfe ein, die fett Wochen um die Existenz der ge= famten Arbeiterschaft Berlins toben. Wer die scharfmacheriichen Methoden der Arbeitgeber nicht unterstützen will, ist verpflichtet, die Arbeitnehmer in ihrem Abwehrkampf moralisch zu unterstützen. Zentralverband der Fleischer und Berufsgenossen. Deutscher Verkehrsbund. Zentralverband der Maschinisten und Heizer. Zentralverband der Angestellten. Der Streit der Speichereiarbeiter beendet! Durch erneute Berhandlungen ist es gelungen, mit den Arbeitgebern eine Berständigung über die ftrittigen Löhne herbeizuführen. Auf Beschluß der erweiterten Lohntommiffion wird nunmehr am Montag bei Arbeitserfolgt durch mündliche Berichterstattung. Alles Nahere erfolgt durch mündliche Berichterstattung. Deutscher Holzarbeiterverband. Musikinstrumentenarbeiter: Heute mittag 10 Uhr im Reichenberger Hof, Reichenberger Str. 147, GunttionärderDOTfammlung. Jeder Betrieb muß eine Bertretung entfenden. Der Stand unserer Lohnbewegung. Die Branchenleitung. Goldleisten und Bilderrahmenbranche: vandenversammlung aller in der Industrie Beschäftigten am Montag nach tag 5 Uhr im großen Saal der Andreas- Festfäle, Andreasstr. 21. Tagesordnung: Die Verhandlungen im Schlichtungsausschuß. Af- Funktionäre der Gesundheitsindustrie. Montag 7 Uhr in der Brauerei Oswald Berliner, Brunnenstr. 140, wichtige Bersammlung. Funt tionärausweis und Mitgliedsbuch legitimieren. schneider, Köpeniderstr. 1278. Zentralverband der Schuhmacher. Montag 5% Uhr Bersammlung der 8uDienstag 5½ Uhr Bersammlung der Stepperei und Vorrichterei in und außer dem Hause für die Straßen-, Ball- und Lugus und Sandawider und zwiderinnen bei Boeter, Weberstr. 17. schuhindustrie, Köpenider Str. 127a. 6 Uhr Versammlung der Maschinenfammlung der Maschinenarbeiter und Fertigmacherinnen bei Blaffert, Weber5 Uhr Ber ftraße 24a. gang 0, 2 Treppen, Bertrauensmännerversammlung. Bericht von ben legten Fad gruppe der Töpfer. Montag 5½ Uhr im Bureau, Engelufer 24, AufBohnverhandlungen. Demobilmadungskommissar macht es sich notwendig, daß alle Bezirksführer an Achtung, Zimmerer! Angesichts der Verhandlungen am 10. b. M. vor dem Montag gleich nach Feierabend im Berbandsbureau erscheinen. Bezirksverden. fammlungen müffen am Montag abend 8 Uhr in allen Bezirken abgehalten wer Die Zahlstellenversammlung findet am Dienstag abend 62 Uhr im Englischen Sof, Alexanderstr. 27, statt. Alle Rameraden müssen an den Begirtsversammlungen teilnehmen. Deutscher Bekleidungsa: beiterverband. Damen-, Kindermäntel-, Roftlim. ftrage 13. Bericht von den Verhandlungen mit den Arbeitgebern vor dem Tonfettion: Mitgliederversammlung Dienstag 5% Uhr im Gymnasium, RochSchlichtungsausfäuß und Berschiedenes. Bentralve: band bez Angestellten. Lichtenberg- Friedrichsfelde: Mitgliedervers Deutscher in Buch mulher Wertmeisterverband. Gerfammlung aller Bertme bindereien Dienstag 5 Uhr im Reſtaurant Schulz, Hollmannstr. 18. Bericht über die februar.Berhandlungen Allgemeiner Deutscher Beamtenbund, Ortsausschuß Groß- Berlin. Die Der Konflikt im Baugewerbe beigelegt. Betanntlich hatte die Arbeitsgemeinschaft der Arbeitgeberverbände des Hoch, Beton- und Tiefbaugewerbes den am 1. März ge fällten Schiebsfpruch ber eine 23proz. Lohnerhöhung vorfah abgelehnt. Im Auftrage des Oberpräsidenten unter Leitung des Herrn Gewerberats fanden gestern Einigungsverhandlungen statt. Diese zeitigten folgendes Ergebnis: Der Stundenlohn für Maurer beträgt ab 8. bis 14. März 1520 mt., ab 15. bis 31. März 1600 Mt. Die Spanne zwischen Gelernten und Ungelernten beträgt 5 Proz. Die bisherige Spanne zwischen Hoch- und Tiefbaugewerbe bleibt bestehen. Die Berreter der baugewerblichen Arbeitnehmer- und Arbeit. geberverbände haben diesem Einigungsvorf hlag zugestimmt. Zur Am Donnerstag abend 8 Uhr im Sacl 1 des Gewerkschaftshauses Gruppenver. Zahlung der Werkzeugentschädigung für Maurer usm wird der Ge- fammlung. Tagesordnung: Stand der Lohnbewegung. famtausschuß des Berbandes der Baugeschäfte am Montag Stellung Berantwortlich für den rebaft. Teil: Bictor Schiff, Berlin: für Anzeigen: nehmen. Deutscher Baugemertsbund, Baugewerkschaft Berlin. Th. Glocke, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. S. Berlin. Drud: Lohnbewegung der Töpfer. Diefen Leuten und auch der Regierung müssen wir entgegen halten, was felbft die" Deutsche Zeitung" schreibt. In einem Ar tifel, der Streitgefahr" überschrieben ist, heißt es da.„ daß alle die, feien sie Arbeitnehmer oder Arbeitgeber, GewerkschaftsJefretär oder Arbeitgeberinnditus, zum Landesver räter merden, die durch ihr Berhalten jetzt die Streifurie gemoil oder ungewollt entfeffeln helfen. ein anderes bürgerliche Blatt, die Beffifche Zeitung", schreibt u. a. " Wie die ursprüngliche Preisabbaupropaganda der Regierung, die gleich nach dem Gelingen der Stüßungsaktion einfeßte, über triebene und unerfüllbare Erwartungen auftommen ließ und nach her start gedämpft" werden mußte, so scheint uns auch die Parole der Lohnſtabilisierung voreilig, verfrüht und in al18 zugefpizter Form in die Debatte geworfen worden zu sein. Hat die Regierung ein Wort der Mahnung an die Unterneh mer gerichtet, ihre Gewinne abzubauen? Es wird jegt mode, fogenannte„ Goiddividenden" zu verteilen, d. h. die Dividenden in Goldmark umzurechnen, weil trog aller Bilanzverschleierungen die Dividenden so riesig sind, daß man es für angebracht hält, diese Berschleierung der Berschleierungen vorzunehmen. Go verteilt& B. die Delmenhorster Linoleum Fabrit eine halbe Goldmark Dividende, was in Wirklichkeit 250 Broz ausmacht. Die Umrechnung in Goldmart wäre berechtigt, menn Die Unterhandlungen zur Geftlegung der Löhne für die erste bas heutige Aktienkapital und die gegenwärtigen Vermögen fich Hälfte des Monats März mit den Berliner Unternehmern hatten sich feit 1914 nicht verändert hätten. Nun weiß aber jedes Kind, zerschlagen, da diese teinerlei Zugeständnisse machten und sich auf baß das Kapital von Jahr zu Jahr verwässert wurde. Allein Preisabbau beriefen, der zu erwarten stände. Bei den Unterhandim Januar und Februar 1923 betrug die Kapitalvermehrung der lungen vor dem Schlichtungsausschuß Groß- Berlin erklärten sie sich Attiengesellschaften rund 30 milliarden Papiermart. Auf zunächst bereit, auf den bestehenden Stundenlohn eine Zulage von diese Papier mart, die aus den Gewinnen stammen, die 100 m. zu bewilligen, von einer weiteren Erhöhung der Akkordsäge verteilten Dividenden in Goldmart umrechnen, ist ein aufgelegter jedoch Abstand zu nehmen. Die Arbeitnehmer erklärten sich bereit, Schwindel, der nur noch übertroffen wird durch die Bilanzverschleie pon ben geftellten Forderungen etwas nachzulaffen. Daraufhin fällte tungen, die das Handelsgesehbuch freilich teilweise dirett fordert. der Schlichtungsausschuß einen Spruch, der dahin geht: Der Was sagt die Reichsregierung dazu, wenn z. B. die Getreide. Stundenlohn für Ofenseger beträgt ab 1. März bis 15. März 1923 ommission A.-G., Düsseldorf, neben den 25 Goldpfenni 1600 m., bisher 1350 M. Bei Affordarbeiten ein Teuerungszuschlag GARBATY 募 Dienstag 7 Uhr in den Sophien- Sälen stattfindende öffentliche Beamtenver fammlung ist versehentlich unter Parteinachrichten gekommen. Diefe Berfarin lung wird vom Allgemeinen Deutschen Beamtenbund, Ortsausschuß Groß- Berlin, einberufen. Berband der Gärtner und Gärtnereiarbeiter, Gruppe Landschaftsgärtnerei. Rorwärts- Buchbruderei u. Berlaasanstalt Rani Singer u. Co.. Berlin. Bindenftr. 3 Hierzu 8 Beilagen. LIKÖRE& WEINE KAHLBAUA ASDASIA SPAS ADASIA GARBATY SPAS GARBATY GARBÁTY DITTMANN SANJA Nr. 118+ 40.Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts Der Kampf im Saarbergbau. arbeit. Bon W. Rimmrig. Umsatzsteuer auf den Verkaufspreis der Saartohle schlug, während diese Steuer in Frankreich nur 2 Broz. betrug. Sonntag, 11. März 1923 Sozialdemokratischer Beamtentag. unteren und mittleren Beamten Außer den Lohnreduzierungen muß aber auch die im allgemeinen sehr rigorose Behandlung der Bergarbeiter seitens In den Brunnensälen traten die Mitglieder der BeamtenwerbeSeit dem 5. Februar stehen die 72 000 Berg- ber französischen Vorgesezten und deren Trabanten als Ur- ausschüsse unserer Partei zum ersten Male zum Bezirksbearbeiter des Saargebiets im Streit. Nie sah sache des jetzigen Streits bezeichnet werden. Die Gedingefest- amtentag für Groß- Berlin zusamemm. Obwohl zahlreiche dos Saarland einen Kampf von gleicher Größe, von gleicher legungen, die laut Arbeitsordnung und Tarifvertrag nach Abteilungen noch nicht zur Bildung der Abteilungswerbeausschüsse Schärfe, aber auch von gleicher Einmütigkeit. Heute, freier Vereinbarung vorzunehmen sind, wurden einseitig geschritten waren, war der Saal bis auf den letzten Blaz gefüllt. Die nach etwa fünfwöchiger Kampfesdauer, haben sich trog nach Gunst vorgenommen, so daß oft taum der garantierte Tagesordnung beschränkte sich auf diesem ersten Bezirksbeamtentag trampshaftester Anstrengung der französischen Grubenverwal Mindestlohn verdient werden fonnte. Die schifanöfen Ber- darauf, die organisatorische Grundlage für eine erfolgversprechende tung faum so viel Arbeitswillige gefunden, daß die Not- legungen, ohne Rücksicht auf den Wohnort der Bergleute, erbetätigteit unter den Beamten zu schaffen. Genosse Künstler begrüßte im Namen des Bezirksvorstandes standsarbeiten( Erhaltung der Betriebsfähigkeit der Zechen wurden zu einer weiteren Quelle der Verbitterung. Demütiund Bersorgung der Bevölkerung mit Kraft und Licht) ver- gende Ueberwachungen und Leibesvifitationen durch den ersten Beamtentag. Ueber Sozialdemokratie und Beamten richtet werden können. Die Streifleitung muß die erforder- bewaffnete Kontrolleure verlegten das Ehrgefühl der Arbeiter schaft" referierte Genosse Hermann Bäger. Der Referent hob in seinen Ausführungen besonders hervor, lichen Kräfte zur Verfügung stellen. Der Verband der Berg- auf das tiefste. Die gelieferten 120 3entner schlechte Deputat- wie notwendig eine fyftematische Aufklärungsarbeit unter dem neuen arbeiter, der Gewerfverein christlicher Bergarbeiter sowie die fohlen wurden bis in den Keller des Bergmanns fontrolliert. Broletariat fei. Die Beamtenschaft, die vor dem Kriege zum größten Metallarbeiterverbände beider Richtungen sind an diesem während Beamte, Lehrpersonen an den französischen Gruben Teil zum sogenannten Mittelstand zu rechnen war und die vom Kampfe beteiligt. Diese Gewerkschaftsriesen haben in der schulen und jedes erste beste französische Bureaumädchen mit alten Obrigkeitsstaat gefliffentlich von den großen Volksmassen gefranzösischen Grubenverwaltung einen würdi- einer übergroßen Menge bester Mußtohle beliefert wurden. fellschaftlich und rechtlich abgeschlossen wurde, trat bei der gen Gegner gefunden. Sie hat ihre Tattit auf Biegen Ein unerhörtes Straffystem, bei dessen Durchführung sich auch Staatsumwälzung im November 1918 zum erften Male in die palitische Arena. Im Laufe der Jahre hat sich die Erkenntnis ihrer ober Brechen eingestellt. Soviel steht heute fest: die manche ehemalige deutsche Beamte besonders hervortaten, ver- tische Arena. Im Laufe der Jahre hat sich die Erfenntnis ihrer Streitenden haben einen langen, schweren Kampf, der gewal- fchärfte weiter die Stimmung. Zu alledem gesellte sich ein wirtschaftlichen Klaffenlage bei dem größten Teil- insbesondere der durchgesetzt. Wenn von zahltige Opfer erfordert, zu bestehen. Aber die Saarbergarbeiter rücksichtsloses Antreibesystem. Mittels Prämien für reichen dieser Beamten noch nicht die politischen Konsequenzen aus find heute nicht mehr die unter der Beitsche der Industriefönige ein bestimmtes Tonnensoll wurden die Steiger auf die Arbei der Erkenntnis ihrer wirtschaftlichen Klaffenlage gezogen wurden, Tille, Stumm, Hilger, Bopelius usw. in Demut ersterbenden ter gehegt, so daß der vorschriftsmäßige Abbau arg vernach- fo liegt bies in erster Linie daran, daß die Bartei vielfach noch nicht Eerg- und Hüttenstlaven von früher. Die in dem gegenwärti. läffigt wurde. Bei Nichtförderung des vorgeschriebenen Solls in dem erforderlichen Maße die Aufflärungsarbeit unter der Begen gigantischen Kampf bisher bewiesene gewertschaft wurden Strafen verhängt ohne jebe Berücksichtigung amtenschaft in die Wege geleitet hat. Selbft liche Disziplin ist das Ergebnis der von den Gemert- der Flöz- und Gebirgsverhältnisse. Ein demokratisches Mit die zur Partei gehörigen Beamten fühlten sich vielfach vereinsamt, schaften im Gaargebiet geleisteten intensiven Gewerkschafts- bestimmungsrecht, wie es den Bergarbeitern im übrigen Reich bemofraten geworden waren. Die erste Aufgabe der jetzt überweil sie zwar Mitglieder der Partei, aber nicht Sozialdurch das Betriebsrätegesetz gewährt wird, fehlt im all neu gegründeten Beamtenwerbeausschüffe in den Abteilungen ist Saargebiet vollkommen. Gleich nach den beiden ersten Streiftagen stellte die Saares daher, die bereits der Partei angehörenden Beamten auch der Diese furz geschilderten Zustände sind als die wichtig Partei tatsächlich zuzuführen. regierung der Grubenverwaltung ohne jeden ersichtlichen sten Ursachen des jezigen Kampfes zu betrachten. Am Die feit der Revolution verflossenen Jahre haben die SozialGrund ein größeres Militäraufgebot, felbzugsmäßig 7. Januar reichten die Organisationen vorschriftsmäßig die ausgerüstet, zur Verfügung. War die grundlose militärische Forderungen auf Erhöhung des Schichtlohnes um 7 Frant foBesazung allein schon eine Herausforderung der Bergarbeiter, wie Abstellung der vorstehend aufgeführten Mißstände ein. so noch mehr das provokatorische Vorgehen des Militärs gegen Die mehrfachen Verhandlungen hatten jedesmal ein volldie Streifenden. Die Regierung rechnete scheinbar mit daraus tommen negatives Resultat. Im letzten Augenblid noch verentstehenden Unruhen, denn alle Vorbereitungen für die Versuchte der Berfaffer dieser Beilen die Regierungskommission zu hängung des Belagerungszustandes wurden bis ins einer Bermittlungsaktion zu bewegen. Dieser Schritt hatte je einzelne getroffen. Ebenso wurde die Requirierung boch nur einen teilweisen Erfolg. An Stelle der geforderten Streitender ins Auge gefaßt. Aber der ersehnte Vor- 7 Frank sollte eine Erhöhung von 3 Frant treten, von anderen wand, mit dem eine derartige Maßnahme zur Not beim Bölkerbund hätte gerechtfertigt werden können, ließ sich bis 3ugeständnissen war nicht die Rede. Niemand war mehr imBölkerbund hätte gerechtfertigt werden können, ließ sich bis ftande, den Streit zu verhindern. Die alleinige Schuld an dem zur Stunde trop eifrigem Suchen nicht finden. In eiserner Ausbruch des Streits ist der unverständlichen Politik der Ruhe schütteln die Streitenden alle offenbaren Ausschreitungen Grubenverwaltung beizumeffen. Unwillkürlich taucht einem da des widerrechtlich im Saargebiet vorhandenen franzöfifchen der Gedanke auf, daß die Grubenverwaltung durch ihre PoliMilitärs ab, das die Gruben befeht hält. So ist der Regierung tif die Interessen Frankreichs mit Füßen getreten hat, oder nicht die Möglichkeit gegeben, durch Verhängung des Belage aber Frankreich schwimmt in Kohle und seine Ruhrattion entrungszustandes einem französischen Militärbefehlshaber die fpringt ganz anderen Motiven. Jeder Streittag im Gäube- pringt Durchführung der schon längst geplanten großen Säube- Saarbergbau bedeutet für Frankreich einen Kohlen rungsaftion" zu übertragen. ausfall von durchschnittlich 38050 Tonnen. Die Grubenverwaltung und scheinbar auch die franzöfifche Demnach beträgt der Kohlenausfall bis heute bereits rund Regierung versuchen mun durch ihre Vertrauenspersonen die 14 Million Tonnen. Dazu fommt noch der toloffale BroPhalang der Streifenden dadurch zu unterminieren, daß fie duktionsausfall durch den Streit der Lothringer Berg Lüge unter die Massen zu lancieren versuchen, der Streit arbeiter. Eine weitere Lohnherauffezung von 4 Frank und fei ein politischer Streit. Das zeitliche Zusammen die Gewährung von etwas mehr Menschenrecht würde diefer treffen mit der Ruhrattion und die finanzielle Stärte der Ge- für Frankreich sehr schwierigen Situation sofort ein Ende bewerkschaften müssen als Beweis herhalten. Gegenüber dieser reiten. Noch hat es aber ein Bedürfnis hierzu nicht geäußert. versuchten Irreführung der öffentlichen Meinung, besonders Sollte demnach seine Kohlennot, aus der heraus angeblich seine in Frankreich, seien nachstehend die wahren Ursachen des Ruhrattion entstand, legten Endes doch nur die Vorspiegelung Kampfes festgestellt. einer falschen Tatsache sein? Die e Seit dem Jahre 1921 murde den Bergarbeitern mehrmals der Lohn erheblich reduziert. Diese Lohntürzungen wurden jedesmal mit dem gegenüber dem Martturs geftiege nen Frankfurs begründet. Durch die erhebliche Entwertung des Frank stiegen aber auch die Franfpreise. Eine scharfe Berteuerung der Lebenshaltung machte sich deshalb auch für die in Frant entlohnten Bergarbeiter immer mehr fühlbar. Der Breisunterschied zwischen der Saartohle und der französischen Rohle war derart groß, daß die französischen Zechen die faar ländische Konkurrenz scharf bekämpften und schließlich auch durchsetzten, daß die Regierungskommission eine zehnprozentige Der Schachzug der Grubenverwaltung, durch Einstellung der Kraft- und Lichtlieferungen die übrige Bevölkerung gegen die Streifenden aufzubringen, hat sich bis heute als ver. fehltes Manöver erwiesen. Mit einer bewundernswerten Ruhe nimmt die Bevölkerung all diese Unbequemlich feiten in den Kauf. Sämtliche Straßenbahnen liegen seit Wochen still. Größere Werte werden wegen Kohlenmangel immer weitere Stillegungen und Arbeiterentlassungen vornehmen. Aber schon heute steht fest, daß die arbeitslos mer denden sich nicht gegen, sondern neben die streifenden Bergarbeiter stellen werden. demokratische Partei vorwiegend für die brennenden wirtschaftlichen und politischen Tagesfragen in Anspruch genommen. Die Erkennt nis, baß jest in intensivfter Kleinarbeit unsere Organisationen allerorten für die kommenden großen Kämpfe mit dem geeinten Bürgerder wichtigsten Aufgaben der Partei besteht darin, die großen Massen tum gestärkt werden müssen, bricht sich mehr und mehr Bahn. Eine des Kopfarbeiterproletariats für die sozialistischen Ideen und Ziele zu gewinnen. Es besteht tein Zweifel darüber, daß die große Auseinandersetzung zwischen Rapital und Arbeit uns bevorsteht. Für die Beamtenschaft ergeben sich nur zwei Lösungen dieses Konflikts: Entweder Zurüchinken in die frühere Reaktion und Unfreiheit, wenn fie in ihrer großen Mehrzahl nicht den Weg zur großen starken proletarischen Maffenpartei gefunden hat, oder der Schulter an die Deutschland in die Reaktion zurüdwerfen wollen. Die Bildung Schulter mit der Arbeiterschaft geführte Kampf gegen die Sträfte, dieser Rampffront zwischen der Hand- und Kopfarbeiterschaft vorzubereiten, ist die vornehmste Aufgabe der Beamtenwerbeausschüsse unserer Partei. An das mit großem Beifall aufgenommene Referat schloß sich eine außerordentlich lebhafte und umfangreiche Debatte an, in der Bertreter fämtlicher Beamtentategorien zum Borte kamen. Durch alle Ausführungen der Diskussionsredner, die sich mit den vom Referenten entwickelten Gedankengängen deckten, fang die große Sorge um den Bestand unseres republikanischen Boltsstaates burch. Fast alle Redner schilderten, wie start die Reaktion in allen Verwaltungszweigen und-behörden in den letzten Jahren geworden ist. Ganz besonders starten Eindrud machten die Ausführungen aus den Kreisen der Schutzpolizeibeamten und stürmisch wurde von der gesamten Versammlung verlangt, daß der in diesem DUNLOP CORD Im Gebrauch die billigste Bereifung Die Weltmarke bürgt für Qualität! srael Mengenabgabe sämtlich. Artikel vorbehalten Großer Preis- Abbau Einige Beispiele: Morgenrock aus molligem| Kleider- Alpaka Triketstoff....... 9750.Frühjahrs- Mantel aus praktischem 24000.Stoff.... Kleid aus reinwollenem Cheviot Stickerel..... 39000.schwarz, glanzreiche Qualität 120 cm. Mr. 5900.Reinwoll. Cheviot marin.od.schwrz. 130cm... Mt. 7900.Reinwoll. Gabardine 130 cm breit, versch.Frb. Mtr. 18500.Bedr.Kreton Kräft.Qualit. Kinder- Handschuhe Damen- Strümpfe vor f.Schürz.u.Kleid. 80 em..... Mtr.3300.Bedr.Voll- Voile Vorzügl. Qualität, Leder- Nachahmung, schwarz, Baumwolle. farb., m. 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Die Wahl der Mitglieder für den Reichsbeamtenbeirat murde gleichfalls auf den nächsten Bezirksbeamtentag verlegt, weil die allgemeinen Wahlen für den Reichsbeamtenbeirat erst nach dem nächsten Reichsbeamtentag ausgeschrieben werden sollen. Zum Schluß forderte Genosse Künstler unter großem Beifall die sehr zahlreich anwesenden Beamten auf, daß alle sich von edlem Pflichtbewußtsein gegenüber Partei und Klasse leiten laffen sollen. Keine Aufgabe soll dem einzelnen als zu flein und schwierig sein. Nur so bringen wir die sozialistische Bewegung vor wärts. Mit einem warmen Appell zur intensiven Arbeit schloß Benoffe Künstler die imposante Tagung. Lebensmittelpreise der Woche. Zufuhr: Fleisch ausreichend, Geschäft mäßig. Fische ziemlich ausreichend, Geschäft lebhaft. Obst und Gemüse reichlich, Geschäft flott. halle folgende Kleinhandelspreise: In der Woche vom 4. bis 10. März galten in der Zentralmarktfleisch 3800-5000 M. Kalbfleisch 3000-4000 M. Hammelfleisch 8500 Rindfleisch 8500-4000 M, ohne Knochen 4000-4500 M. Schweinebis 4500 M. Geräucherter Schinken 7000 M. und Speck 5400-6000 M. Puten 5000-5500 M. Hühner 4500-5000 M. Gänse 4500-6500 M. Enten 5000-5500 M. Schellfisch 900-1800 M. Kabeljau 1000 bis 1200 M. Flundern 700-1200 M. Schollen 1300-1800 M. In Eis: 4500-4600 M. Karpfen 1800-3000 M. Lebende Hechte 3500-4000 M. Barsche 1800 M. Hechte 2200-8000 M. Schlele 2500 M. Zander Schleie 4000-4800 M. Plötzen 2000-2400 M. Bleie 2800-3200 M. Naturbutter 6500-7000 M. Margarine 3200-4600 M. Schweineschmalz 3700-8900 M. Erbsen 1100-1500 M. Weiße Bohnen 850-1000 M. Kartoffeln 600-800 M. zehn Pfund. Linsen 1150-1500 M. Graupen 950-1000 M. Nudein 800-1400 M. 1500 M. der Kopf. Weißkohl( ausländ.) 250 M. Wirsingkohl( ausländ.) Blumenkohl( ausländ.) 1000 bis 260 M. Spinat 1200-1500 M. Mohrrüben 100-110 M. Kohlrüben 120 Dollar- Schaganweisungen des Deutschen Reiches am 15. Apríl 1926 mit 120%. rückzahlbar. bis 150 M. Grünkohl 400-500 M. EBäpfel 500-800 M. Apfelsine 275-500 M. und Zitronen 100-150 M. das Stück. Vorträge, Vereine und Versammlungen. findet Dienstag, den 13. März, in der Schulaula Gräfefte. 85 statt. Um 9 Uhr Sozialdemokratischer Männerchor Hallesches Tor. Die nächste Uebungsstunde Besprechung; alle Mitglieder müssen erscheinen. trübe, mit wiederholten Niederschlägen bei mäßigen, vorherrschend östlichen Wetter bis Montag mittag. Nur zeitweise aufflarend, übertpiegend Binden. Temperatur nabe bei tull. JACOBI 1880 Alter Weinbrand Deutscher Metallarbeiterverband Achtung Verwaltungsstelle Berlin Den Mitgliedern aur Nachricht, daß unser Kollege, der Anschläger Julius Schiemann am 7. Mär geftorben ift Auf Grund des Gefehes vom 2. März 1923( R. G. 3. Teil 1, G. 155) werden hiermit Dollar Gahanweisungen des bent 13. b. W., abends 8 Uhr, im KreDeutschen Reiches, rückzahlbar nach 3 Jahren zu 120% ohne jeden Abzug, zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt. Für diese Schaganweisungen hat die Reichsbank die selbstschuldnerische Bürgschaft übernommen. Die aufkommenden Devisen fließen der Reichsbank zu; diese bat unmittelbar das Recht, die Leistung der Devisen von den Zeichnern zu fordern. Die Ghahanweisungen find durch die Darlehnofaffen des Reiches beleihbar. Die Bulaffung zum Börsenbandel wird schnellstens in die Wege geleitet werden. Bedingungen Die Einäfcherung findet am Dienstag, matorium Berlin, Gerichtstraße, statt. Unser Kollege, der Schloffer Karl Gurth ift am 8. März geftorben. ・ Die Beerdigung findet Montag, den 12. b. M., nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Baul Gerhardt Gemeinbe Kirchhofes in Weißenfee ans statt. Chre threm Andenken! Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Kr. u. Sterbek. Nr. 6. Zeichnungsstellen. Seichnungen werden vom 12. bis 24. März bei der Seichnungsabteilung des Kontors ber Reichshauptbant am 18.3. i. Staff.eot. für Wertpapiere in Berlin C2, Breite Straße 8/9, bei allen Sweiganstalten der Reichsbant mit Kasseneinrichtung und bei erord. Generalversammlung den untenstehenden Mitgliedern des Lebernahmekonsortiums und deren Sweigniederlassungen entgegengenommen. Die Zeich- Bahl a usich. LI Alen Freunden n. Belannten die TO: Aufl. b. Kaffe. traurige Nachricht, daß mein Iteber Mann, ber Gastwirt Mitglieder des Metallfartells! Am Montag, ben 12. März, und Diens tag, den 18. März, findet in allen Betrieben. Die dem Berband Berliner MetallIndustrieller angeschlossen sind, eine Urabstimmung statt. In diefer Urabstimmung soll die Entscheidung gefüllt werden über den Schiedsspruch, welcher am 8. März im Reichsarbeitsministerium gefällt wurde. Schiedsspruch: Die zurzeit geltenden Cöhne werden für den Zeitraum vom 5. bis zum 31. März 1923 einschließ Det lich um 15 Broz. erhöht. Schlichtungsausschuß betont hierbei ausdrücklich, daß die vorstehende Cohnerhöhung nicht erfolgt ist, weil nungen können auch bei den noch besonders bekanntzugebenden Zeichnungsstellen und ihren sämtlichen Zweigniederlaffungen Rarmitri Oskar Ende de ben Monat des mit einer Berloo nach fhwerem bensjahre plög feuerung ber Lebenshaltung gerechnet wird, sondern um einen Ausgleich gegenüber den anderen 3nduftrien zu schaffen. gelben hin 60. e ich fanft entau fehr billig. Preis schlafen ist Don 25000 an Hel- Ko Wiener Str.gg findet am Schiebsspruches ergeben, find wie folgt: erfolgen. Früherer Schluß der Zeichnung bleibt vorbehalten. Einteilung, Einlösung der Gahanweisungen. Die Schaganweisungen sind ausgefertigt in Stücken zu 5, 10, 20, 50 und 100 Dollar. 32500 Die Rückzahlung der Schaganweisungen erfolgt am 15. April 1926 zu 120% ohne jeden Abzug nach Wahl des Reiches und alle bekannten in Scheck auf New York oder in Gold, den Dollar zu 1,5046 g Feingold gerechnet. Beichnungspreis. Cinzahlung. Der Zeichnungspreis beträgt 100%. Die Einzahlung kann nur in Devisen( Noten, Schecks, Auszahlungen) erfolgen, und zwar in amerikanischen Dollar, Pfund Sterling, holländischen Gulden, schweizerischen Franken, norbischen Kronen, spanischen Peseten, argentinischen Pesos, japanischen Ven. Die Kosten der Einziehung der Schecks find von den Zeichnern zu tragen. Sofern andere Währungen als Dollar in Sahlung gegeben werden, werden zurzeit berechnet: Engl. Pfund 2.2.2, Holländ. fl. 25,3166, Sweis. Frs. 53,3606, Norw. Kr. 54,6402, Schwed. Kr. 37,7860, Dänische Kr. 52,0800, Spanische Pef. 64,2736, Argentin. Def. 26,8849, Japan. Hen 20,903610 Dollar Sollten im Wertverhältnis der verschiedenen Währungen untereinander größere Verschiebungen eintreten, bleibt Alenderung der Lurechnungsfäße vorbehalten. Die Einäsche den 14 März, nachm. Doppelriegeltorium Baum225 Gramm 400, 500- e- Blod 1100, Schnigelpulver 1 Pfund 250, Soba AI. 350, lagaßfeife L.1200, Büttner, Gr.Frankfurterstr.130 fchulenweg ftatt, Die tranernben Hinterbliebenen Auguste Ende geb Krüge Bruno Babatz Familie Neise Die Löhne, die sich auf Grund dieses Arbeiter über 21 Jahre Klaffe I 1265 02, II 1230 III 1195 IV 1150 V 1115 Arbeller von 18-21 Jahren 1 1075 II 1045 lil 1010 IV 980 V 950 Frauen über 21 Jahre 855 9, von 18 bis 21 Jahren 725 M. Die Affordarbeiter erhalten nach AnStundenzuschlag oder Umrechnung der Deutscher Metallarbeiter- Verband name bes Schlebspruches einen feften torbe. Alle Löhne werden um 15 Broz. Geschäftszeit vorm. 9 Uhr bisnachm.4 Uhr. erhöht. Das Metallfarfell hat einftimmig be and 6592 bis 6595. floffen, den Kollegen den Schiedsspruch perfammlung hat den Schiebsspruch ab L. März an folgende Löhne: Stundenlohn 1590 M.; wird ganz besonders darauf auf. abgegebenen Stimmen bis Dienstag, den 13. b. M., abends 7 Uhr im Bureau des mer 6, abgegeben sein muß. Montag Sämtliche Kollegen müssen, wo biefe tann bis 6 Uhr abgegeben werden Später fichtigt werden. Die Zettel der Abstimmung inüffen in zwei getrennten Auverts abge einlaufende Resultate tönnen nicht berlich Spigen werden zum Tagesmittelfurfe für Auszahlung" der eingereichten Devisen in Mark bar vergütet. Die Einzahlung hat bei der Zeichnungsstelle, die die Zeichnung entgegengenommen hat, für Rechnung der Reichsbank zu erfolgen. Verwaltungsstelle Berlin N 54, Linienstraße83/ 85 Bon den gezeichneten Beträgen sind mindestens 40% bei der Zeichnung, der Rest spätestens bis 14. April d. 3. Telephen: Amt Norden 833 bis 836 zu zahlen. Für vor dem 14. April b. 3. in Noten oder telegraphischen Auszahlungen gezahlte Beträge wird eine Vergütung von 1% in Mart für jede volle Woche der Vorauszahlung gewährt; bei Schecks und brieflichen Auszahlungen Rabem der Schiebsspruch vom 3. Märs gelehnt und überläßt fomit ble Ent. tung Bauanichinger Achtung! ur Annahme zu empfehlen. Die Funktionär auf europäische Pläge wird bei der Berechnung der Vergütung eine volle Woche in Abzug gebracht. Bei Bezahlung mit Sched's 1923 auch vom Schugverband Berliner heidung den Kollegen und Kolleginnen. und brieflichen Auszahlungen auf überseeische Länder kommt die Vergütung für Vorauszahlungen nicht in Betracht. Die Slofferelen ongenoismon ift, gelten vom mertfam gemacht, daß das Resultat ber Berechnung der Vergütung erfolgt unter Sugrundelegung des Mittelfurses für Auszahlung New York vom 10. März d. 9. Der Zeichner erhält eine Mitteilung, in welcher Höhe seine Seichnung angenommen worden ist. Sur Abnahme der Tarifes vom Jahre 1912 verrechnet. bei Attordarbeit wirb bas 1875fache des Deutschen Metallarbeiterverbandes. Zim zugeteilten Beträge ist er verpflichtet. Vor der Zuteilung vollbezahlte Zeichnungen werden voll berücksichtigt. Wünsche zähne nicht ausgezahlt find, biefelben wegen der Stückelung sind in dem dafür vorgesehenen Raum auf der Vorderseite des Zeichnungsscheins anzugeben. Werden unbedingt nachgezabit verlangen. derartige Wünsche nicht zum Ausdruck gebracht, so wird die Stückelung von den Seichnungsstellen nach ihrem Ermessen vorgenommen. Späteren Anträgen auf Abänderung der Stückelung kann nicht stattgegeben werden. Ausgabe der Stüde. Die Ausgabe der Schabanweisungen erfolgt mit möglichster Beschleunigung, voraussichtlich bis Ende April, Sft die Sahlung mit Scheck oder Auszahlung erfolgt, so werben die Stücke erst nach Werteingang geliefert. Reichsbank Direktorium. Berliner Handels- Gesellschaft. G. Bleichröder. Commerz und Privatbant. Darmstädter hierzu geladen. und Nationalbant, K. a. M. Delbrück Schidler& Co. Deutsche Bant. Direction der Disconto- Gesellschaft. Die Sigung der Außenmonteur Dresdner Bank. 3. Dreyfus& Co. Hardy& Co. G. m. b. H. Mendelssohn& Co. Mitteldeutsche Creditbank. am Dienstag, den 13. Märs Gebrüder Arnhold. Bayerische Vereinebant. L. Behrens& Söhne. Simon Hirschland. M. Levy. Lincoln tatt. Die Ortsverwaltung. Menny Oppenheimer. Gal. Oppenheim jr.& Cie. Lazard Speyer- Elliffen. Straus& Co. M. M. Warburg& Co Arbeiter- Baugenossenschaft Paradies" ie itglieder der Organisationen Ortstrankenkasse Ortsfrantentaffe der Glitter Bekanntmachung der Klempner zu Berlin Belanntmachung zu Berlin. Auf Grund der Berordnung über Gaspreis Auf Grund der Verordnung über Grundlöhne in der Krantenversicherung Grundlöhne in der Krankenversicherung Auf Grund des Beschlusses ber Stabt vom 27. Februar 1923( Reichsgefegbl. Nr. 16, Dom 27. februar 1923 bat ber Kaffen- perordnetenversammlung vom 2. Mai 1922 6.158) hat der Borstand beschlossen, Lohn- porftand beschlossen, mit Birtung vom baben wir den Gaspreis für das Ber Stufen und Grundlöhne mit Wirkung vom 12. März 1923 ab die Lohnstufen wie folgt forgungsgebiet sämtlicher Berliner Ge 12. März 1923 wie folgt feftzufegen: feftaufegen: meindegaswerte mit Wirkung von ber Sohnstufe 1 bis 8 bleiben unverändert. Stufe 1 bis 8 bleiben unverändert. Standaufnahme im März 1923 ab ein Stufe Tagesverdienst Grund- Bei hettlich auf John träge 12000 Tagesverbienft 700 Mark 9 Don 8200.01 bis 4500 t. 4000 360 fir bas Stubikmeter festgelegt. 9 über 8250-4500 SUE. 4000 SUZ. Grundlohn Stafe 10 4500-8500 8000 # 11 8500-12500 10 4500,01 8500 12 12500 9. 14000 11 8500,01 12500 17 P " W ST Auf die banach zu gewährenden höheren 12 Raffenleistungen besteht erst vom 29. Tage mehr als 12500 8000 720 12000 1080 14000 1260 Bertmarken file Gasautomaten find pom Tage biefer Befanntmachung ab mit dem neuen Preise zu bezahlen. Stufe A fällt forl, lehe Stumbschreiben Direktion ber städtischen Gaswette. nadh Infrafttreten der Gagungsänderung, an die Arbeitgeber vom 10. März 1923. benmach vom 9. April 1923 ab Anspruch. Die nach den neuen Grundlöhnen zu Die Herren Arbeitgeber find verpflichtet, gewährenben höheren Raffenleistungen ber Staffe innerhalb einer Woche nach treten mit dem 9. April 1923 in Kraft. Sukrafttreten dieser Berordnung die zur Beredumang der Beiträge notwendigen Angaben zu machen. Berlin, ben 11. März 1923. te verweisen dabei auf das den Herren Karl Röder, Arbeitgebern zugestellte Rundschreiben Borstzender. gebft Fragebogen und ersuchen, die Frage bogen unverzüglich und genau auszu fitllen und uns zurückzusenden. Der Borstand. [ 10/12 Ost. Kuntschte, Schriftführer. Bekanntmachung. Das Versicherungsamt ber Stadt Berlin Der Borstand der Detsteanfenfaffe hat gemäß§ 28 11 ber 9.80. für die im der Klempner zu Berlin Hermann Ziegler Borfizender Schriftführer 52 ber Gagung der Allgemeinen Max Przybelski Detstrantentasse Berlin- Norden in Berlin erhebenden Mahngebühren folgende Gäge genehmigt: Betriebskrankenkasse der Stadt Berlin jur einen Betrag bis aut 1000 m. 100 M. Don mehr als 1. OF 1000." bis zu 2000 m. Auf Grunb bor Besordnung über Grundlöhne in der Krankenversicherung 8. Dom 27. Februne 1928( 51.- 6.- 81. 6. 158) terben vom 12. mars 1823 ab ben bis herigen Behnstufen folgenbe hinzugefügt: LohnTagesverdienst ftufe 200 jebe weitere angefangenen oder vollen 1000 R. mehr 50 Stenbeder, Borsigender. Grund Beitrag SEIFEN tür Grossisten und lohn täglish Wiederverkäufer: VIII b. 8250 bis 5500. 5000 D, 400 9. Doppelriegel 225 Gr. 350, IX 5500 8500 P X 8500 902 8000 10000 640 9 Blocke 350 Gr. 400, 800 Schnitzelpulver, sämtliche Artikel Auf bie zu gewährenden höheren Raffon- 10 Proz. billiger wie sonst, nur harte Waren, Fabriklager. leiftungen besteht erft vom 29. Tage nach bem Strafftreten des Borstandsbefluffes, Berliner Seifenhaus Südost also vom 10. April 1923 ab infprud) PETERS& Co., Neanderstraße 35. Berlin, den 8. März 1923. Der Borstand. 10/8 Metallbetten Zigarren Zigaretten, :: Steueriager, Verst. nach Wunsch Zigarrenfabriklager Julius Kahn Stahlmatratz, Kinderbetten dir. an Priv. Berlin N 58, Franseckystr. 43, Humb. 4838 Kat, 30A frei. Eisenmöbelfabr. Suh! Thür. Fahrverb. Danziger Str., Schönh. a. Prenzl. Allee 3- Nr 2738 Erl. 1/29. Fageniose Zigaretten gute Fabrifate, von 20,- Mart an. Zigarren, Zigarillos con 80,- Mact an in großen und Heinen Boften fofort abzugeben. Hans Linse, Fabrikniederlage: Berlin NW 52, Flemmingstr. 9 Amt: Moabit 8041. Zur tung! Gold- u. Silberschmiede he, bet Ostmann, Dresdener Str. 105: Braugentommiffionsfibung. immung muß ble genaue giffer ber ganinierte und wieviel file unb egen ben t geheim. Der Abstimmungszettel muuz Dienstag, den 13. März, abends Belegichaftsstärte enthalten, wieviel Or Streit geflimmt haben. Die Abstimmung wie folgt beschrieben werden: We Die Verhandlungsmitglieder find nehme oder Streit". Wer also für Annahme des Schiebsspruchs, D. h. gegen ben Streif stimmt, der schreibt, Annahme und mer file blehnung biben für Beiträgen im Rüditand find, haben teine Berhandlungsfommission findet Streit ftimmt, ber fchreibt Streit". Kollegen, die über 6 Wochen mit ihren Möglichkeit, fich an der Urabftimmung zu beteiligen. An der Urabftimmung tönnen mur teilnehmen, die dem Metallfartell angehören. z Berlin, E. G. m. b. M. Dienstag, 18. Märs abends 6 Uhr im DeutscherMetallarbeiterverband Gewerffdjaftshants, Engelufer 24: Außer ordentliche Generalversammlung. Tages ordnung: 1. Erhöhung des Geschäftsanteils und Eintrittogelbes. 2. Statutenänderung. 3. Berfchiedenes. Der Vorstanb: G. Dorner, B. Sayifffe. G. Bfeiffer. I Zähne... 2000 02. an kt nur erftft. Ausführ. Tellzahlung. Spez. Zähne ohne Gaumenplatte Hempel Linienstr.220, nahe Schönh Abgelagerte Sor. 9-7. Gonntag 10-12 Pfund 673 Seifen In 350-, 400-, 500- Gramm- Blöcken nur Rüdersdorfer Straße 1. Bilanz am 81. Dezember 1922 Aktiva Passiva ත rauringe Verlobung Kassa- Komo JE Duk.- Gold 900 gest. v. 25000 M. an einfache Trauringe, gest, von 6000 M. an. Fast alle Preislagen am Lager. Namen u. Etui Reservefonds- Kto. Darlehn- Konto.. 286 620,20 Anteil- Konto Konto- Korrent- K. 53 848,22 Utensilien- Konto 5716,50 Werkz.u Masch.- K. 59 949, Debitoren- Konto, 1643 450, 1 293 644,45 Waren- Konto 33432 8,37 1750, 6918. 931 448,41 Urich Größtes Berliner Kommissionshaus Gebr. Orlovski Brillanten, Perien, Antiquitäten, Pelze, Teppiche, Briefmarken usw. An- u. Verkauf- Kommission Friedrichstr 44, zwischen Zimmer- a Kochstr. Tel.: Dönhoff 4862, 45-37 Geschlechtsleidende! Kreditoren- Konto 1639 292,90 Heilung ohne Quecksilber, ohne gift. EinGewinn- und Verlust- Konto:. 763819,06 Spritzung, ohne Beruisstör.; aufkl. Broschüre m. taus. freiwill Dankschr. über 3343 228,371) Harnröhrenleid.( Ausfluß), 2) Syphilis, Im Geschäftsjahr 1922 ist kein Genosse ausgeschieden 3) Mannesschwäche. 4) Weißfluß, kostenl. und keiner eingetreten. Hafisumme und Geschäftsguthaben i. verschl, Briefumschl, ohne Aufdruck, cetragen 1750 M. und haben sich nicht verändert. geg. Einsendung v. Mk. 50.- für Porto etc. von Trauringen bei Goldzugabe in 24 Stunden. Möbelfabrik ,, Zukunft beschr. Hafts Dr. med. H. Seemann, G. m b, H. Garantieschein für gesetzl. Goldgehalt! Tranringfabrik Albert Thal& Co., C 19, Seydelstraße 5( Spittelmarkt) Geschlechtskranke Syphilis, Männerschwäche, Frauenleiden. Hart. näckige veraltete Ausflüsse finden schnelle Hilfe ohne Berufsstörung durch Phorosanos neues deutsches Reichspatent Tausende, auch die schwersten Fälle, die anderweitig jahrelang ohne Erfolg behandelt waren, wurden d Phorosanos kurzfristig geheilt. Täglich viele Danksagungen Dankschreiben. Untersuchung und Aufklärung kostenlos. 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März 1023 Das graue Haus Ein Spiegelbild der sozialen Dort, wo die Alte Jakobstraße mit der Oranien- und Kürassier- strage jenes Dreieck bildet, dessen spitzer Winkel von dem kargen Grün des Waldeckparkes ausgefüllt wird, liegt ein großes graues t)aus, dessen Mauern viel Elend sehen und die dennoch oft genug widerklingen von jugendlicher Ausgelassenheit und Freude: das Waisenhaus der Stadt Berlin. Die ganze Not der Zeit spiegelt sich in den Aufzeichnungen dieses grauen Hauses wider. Die Auf- nahmcziffern stehen in funktionellem Zusammenhang mit der sozialen Lage. Steigt die wirtschoscliche Not, so steigt die Zahl der Kinder, die hier Ausnahme und Versorgung finden. Bessert sich die wirt- schaftliche Lage, so vermindert sich die Kinderzahl des Waisenhauses. Die Kurven der wirtschaftlichen Verhältnisse und der von der Stadt zu versorgenden Kinder laufen parallel. Die letzte Auflucht. Die Bezeichnung„Waisenhaus" ist vielleicht nicht ganz zu- treffend, denn nur sechs Prozent der 2500 Kinder, die hier durch- schnittlich im Jahre eingeliefert werden, find Vollwaisen. Weitere sechzig Prozent stellen die auehellchen Kinder und der Rest ist von solchen Eltern hier zur Pflege untergebracht worden, deren soziale Lage im Augenblick so schlecht ist, daß die Kinder bei ihnen buchstäb» lich verhungern und verkommen müßten. Gerade diese Kinder, die hier eine letzte Zuflucht ihrer Verlassenheit gefunden hatten, werden von den Eltern meist zurückgeholt, wenn sie sie wieder ernähren können. Aber auch uneheliche Mütter nehmen sich oft genug ihrer Kinder wieder an, wenn sie dazu in der Lage sind. In jedem Jahre werden etwa dreißig bis vierzig Findelkinder hier eingeliefert. Oft werden solche armen Würmer in den belebtesten Teilen der Stadt von den Müttern ausgesetzt, weil sie, aller Mittel entblößt, nicht mehr für ihr Kind sorgen können: zuweilen liegen einer solchen Handlung auch noch andere Motive zugrunde. Für die Wohnungs- not haben sich manche junge Eltern in der Weise gerächt, daß sie ihre Sprößlinge einfach beim Wohnungsamt zurückließen, um so den Beamten außer ihrer eigentlichen dienstlichen Tätigkeit auch noch die Sorge für die Unterbringung dieser hilflosen Wesen zu überlassen. Rückgang der Zamilienpflege. Das Waisenhaus beherbergt augenblicklich etwa 350 Säuglinge, >erner 150 Kleinkinder im Älter von S— 6 Jahren und etwa zwei- Hunderl größere Kinder. Es ist aber mit 700 Kindern weit überfüllt. Daraus ergibt sich, daß der größte Teil der Kinder in anderen An- stalten bzw. in Prioatpflege untergebracht werden muß. Leider hat es sich als eine Kriegsfolge herausgestellt, daß im Gegensatz zu den Erfahrungen der Vorkriegsjahre sich Immer weniger Eltern bereit finden, diese Kinder zu versorgen. Grundsätzlich strebt die Waisen- Hausverwaltung für ihre Schutzbefohlenen die Famillenvflege an. Zahllose Gemütswerte gehen dabei der kasernenartigen Unterbrin- gung der Kinder in Anstalten und Heimen zugrunde. Gerade die oielgerühmten goldenen Jugenderinnerungen, die von vielen Menschen als der kostbarste Schatz ihres Lebens gepriesen werden, oft genug auch dann noch, wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse des Eltern« Hauses die denkbar schwierigsten waren, gehen diesen Kindern ver- loren. Zwar muß rühmend anerkannt werden, daß ein Slamm von Pflegemüttern sich der Eäugkinae mit Sorgfalt trotz der Not der Zeit angenommen hat. Für ein Pflegekind werden augenblicklich im Monat 10 000 Mk. gezahlt, eine Summe, die noch nicht ausreicht, »m bei der katastrophalen Milchpreispolitik auch nur die für das Kind benötigte Milch in einem Monat kaufen zu können. Für die Heim- pflege müssen dagegen bis zu 30 000 Mk. im Monat aufgewendet werden. Ideal wäre es und gar nicht hoch genug einzuschätzen, wenn sich gerode in der heutigen Zeit kinderlose Familien fänden, die, ohne auf die Arbeitsleistunq des Kinde« zu sehen, aus reiner Menschen» freundlichkrit die Erziehung eines Waisenkindes übernähmen. Es werden bei der Verwaltung selten Kleinkinder angefordert. Größere Mädchen im Alter von sieben Jahren kommen viel leichter in den Familien unter, da man ihre Neinen Hilfeleistungen in der Wirtschaft sehr zu schätzen weiß. Wik Knaben wollen Privatleute im all- gemeinen wenig zn tun haben. Gegen das Heranziehen der Kinder zur Hausarbeit kann, wenn dies in verständiger Weise erfolgt, nichts eingewendet werden. Leider mußte die Anstalt in einigen Fällen gegen die Ausnutzung, der Arbeitskraft der Kinder durch Privat- am Valüeckpart. Not.— Kinder ohne Heimat. familien energisch einschreiten. Das Waisenhaus ist also nicht für die dauernde Unterbringung der Kinder bestimmt. Es kann nur Durchgangsstation bleiben. Jeder der zwanzig Berliner Bezirke benötigte ein großes Waisenhaus, wenn allen Kindern geholfen werden sollte. Dazu müßte dann noch die st ei willige Mitarbeit menschenfreundlicher Einwohner kommen. Kranke Kinder. Bei der Aufnahme in die Anstalt werden die Kinder zunächst ärztlich untersucht, und es ist betrübend, daß etwa jedes vierte Kind die Krätze oder irgendeine andere Infektionskrankheit hat. Durch 1 das Zusammenliegen in den Lbersülllen Räumen wird der Ueber- tragung auf noch gesunde Kinder natürlich Vorschub geleistet. Die ärztliche Untersuchung gibt Ausschluß über das, was mit dem Kind zunächst zu geschehen hat. Stzuglinge, die Vollwaisen sind, verbleiben bis auf weiteres in der Anstalt. Vor zwei Monaten wurden die Zu- stände in hygienischer Beziehung geradezu bedrohlich, weil infolge des Massenzustromes zwei und auch drei Kinder in einem Bette zu- sammenjchlafen mußten. Es gelang dann trotz der erheblichen Kosten, noch hundert Bettgestelle mit den dazu notwendigen Ein- richtunqen zu beschaffen, so daß die Zustände etwas besser geworden sind. In dem neueren Teil der Anstalt, der erst während des Krieges fertig wurde, sind Einrichtungen für die SSuglingsunterbringung getroffen, die als ideal bezeichnet werden können. Jedes Kind liegt i in seinem eigenen Bettchen, in einer besonderen Kabine, so daß hier die Ausbreitung von Infektionskrankheiten gut bekämpft werden kann. Für reichliche WasserzUfuhr ist allenthalben gejorgt, denn Reinllchkeik ist neben frischer Lust und guter Tlahrung eines der Hauptmomente für die günstige körperliche Entwicklung der Kinder. Durch die Folgen des Krieges ist der moderne Anbau der im Jahre 1900 ensstandenen Anstalt verhindert worden. Wer durch das Treppen- und Korridorlabyrinth des weiten Hauses wandert und in die zahlreichen Zimmer blickt, erhält einen wirklichen Ausschluß über die furchtbare Rot, die weite Kreise des Volkes gepackt hat. Was sind das für elende Säuglinge, die hier vor kurzem Aufnahme fanden. ein Häufchen Unglück von Haut und Knochen, so bleich, als ob kein Blut in ihren Adern ränne, starren sie mit großen kranken Augen i ins Leere. Das Waisenhaus scheint nicht nur eine Zuflucksstätte für die hilflosen Kinder der Großstadt, sondern vielmehr ein wahres Sinderkrankenhaus zu sein. Fünf Aerzte, unterstützt von Kranken- schweftern und Pflegerinnen, sind in angestrengter Arbeit tätig, um zu helfen und Schmerzen zu lindern. Leider hat eine einzige Pflegerin 30 bis 40 Kinder zu betreuen. Jede Mutter mag aus diesen Zahlen die Arbeitslast erkennen, die zu bewältigen ist, und man wird begreifen, daß eine individuelle Behandlung, die gerade den Kleinsten so not tut, hier zur Unmöglichkeit wird. Hier ossen- baren sich diejenigen Folgen des Kriege», die niemals statistisch er- ! faßt werden können. Milliarden Papiermark müßten aufgebracht werden, wenn die Stadt, die allein in Alt-Berlin(Bezirk 1—6) für 10 000 Waisenkinder aufzukommen hat, diesen Zweig der Wohlfahrt . in völlig zufriedenstellender Weise bearbeiten wollte. Unter Berück- sichtigung der geringen Mittel konnten die bisherigen Leistungen nur durch die Energie und die große Pflichttreue aller Beteiligten erzielt werden. Bezeichnend für die Not, die im Volk« herrscht, ist es, daß die hier eingelieferten Säuglinge und Kleinkinder schon nach wenigen Monaten, trotz der beschränkten Psl-ge. die ihnen zuteil werden kann, in körperlicher Hinsicht wesentlich gebessert sind. Für die größeren Kinder, die man oft m einem für sie reser- vierten Teil des Waldeckparkes in fröhlichem Spiel beisammen sehen kann, wird Schulunterricht in den Elementarfächern erteilt. Da alle Altersstufen, getrennt nach Knaben und Mädchen, gemeinsam Unter- richt erhalten, und da die Kinder nur kurze Zeit in der Anstalt , bleiben, kann es sich nur um die Wiederholung solchen Stoffes ! handeln, der den Kindern bereits bekannt ist. Nicht mehr ichul- Pflichtige Waisen erhalten beim Emtritt.in» Leben" einen Reise. korb oder Karton mit vollständiger Bekleidung als Ausstattung. Ein Amerikaner, der kürzlich die.Anstalt besuchte, oersorgt sie seit Wochen mit Apfelsinen. Dadurch ist es möglich geworden. manchen Erkrankungen mit Erfolg zu begegnen. Ein anderer Deussch- > amerikoner, der stüher hier Waisenhau-zögling war. hat. als er von ! der Not seiner Nachfolger hörte, der Anstalt ein« Millionenspende überwiesen. Aus Schweden sandte eine betagte Frau, die ebenfalls in ihrer Jugend im Berliner Waisenhause Aufnahme gefunden hatte, eine namhafte Spende. Es wäre zu wünschen, daß solche stei- willigen Gaben zahlreicher einlaufen möchten, um zu einem Werke verwandt zu werden, das reichen Segen in sich trägt. Da» größte Verdienst um die jungen Menschen aber würden sich jene erwerben. die die Kinder bei sich aufnähmen und ihnen so eine Heimat schenkten verstbwunöene Tulpen. In dem leuchtenden Blumenbilde, das sich auch in den Winw. monaten den Blicken bietet, fehlt diesmal die Tulpe. Auch eint „Valuta"-Erscheinung: bekanntlich werden die zum Treiben während der Winterzeit dienenden Tulpenzwiebeln aus Holland bezogen, und da die Preise jetzt sehr hoch sind, so würde für die einzelne ab- geschnittene Tulpe ein Betrag gefordert werden müssen, den die Mehrzahl der Käufer nicht anzulegen gewillt ist. In manchen Ge- schäften ist sie natürlich zu haben, aber jene Fülle von rot und gelb, weiß und terrakotta, rotweiß und rotgelb, dunkellila und purpur, die sonst dem Beschauer entgegenlachte, ist nicht vorhanden. Da eine getriebene Zwiebel nicht wieder im nächsten Jahre ge- trieben werden kann, so sind im Lande selbst keine großen Vorräte, und die im Freien ausgepflanzten oder unter Glas(ohne Heizung) kultivierten Tulpen sind noch nicht„fällig". Für sie ist Aprll-Mai die richtig« Zeit. In der Vorkriegszeit war die Tulpe jo recht die Winterblume für den nicht allzusehr gefüllten. Geldbeutel, und mit Lächeln erinnerte man sich jener sagenhaften, aber historisch be- glaubigten Periode, wo die Holländer m Tulpen vernarrt waren, in Tulpen spekulierten, und ganz fanatische Naturen vor nichts zurückschreckten, um sich in den Besitz einer neuen S jri« zu setzen. Aehnlich jenem Bücherliebhaber, der das zweit« Exemplar eine» seltenen Buches, das seine Sammlung ziert«, aufkaufte, um es zu verbrennen, kauften die Halländev-Liebhaber die Kulturen einer seltenen Sorte auf, um in den Alleinbesitz dieser zu gelangen. Der demokratische Zug der Zeit hat solchen Wahnwitz aus der Welt geschafft— gewiß. noch heute gibt es seltene Sorten, aber deren Züchter hüten st« nicht ängstlich für sich, sondern geben nach dem Maßstab ihrer Vorräte die Zwiebeln ab. Zu diesen Seltenheiten gehört die„blaue" Tulpe. Es gibt leider sich besonders schlau dünkende Leute, die eine weiße Tulpe in ein chemisches Gebräu stecken, um ihr ein« xbeliebige Farbe zu verleihen. Aber das ist ein Derbrechen gegen die Natur, und der echte Blumenliebhaber«wendet sich mit Grausen". Nein, es gibt in der Tat einige Tulpensorten, die nahezu blau sind(z. B.„Blaue Flagge"), aber sie haben jenen satten, starken Farbenton, den nur das schöpferische Walten der Natur verleiht. Zum Schluß noch einig« gärtnerische Fingerzeige. Am besten gedeihen Tulpen, wenn man sie jedes Jahr in frische Erde pflanzt: sie werden Juni, Juli(nach dem Absterben) herausgenommen, nach der Größe sortiert und September bis November wieder eingepflanzt. Eine Decke von Mist und Streu sst angenehm, wenn auch nicht gerade notwendig: jedenfalls ist sie ausgangs des Winter» erst zu lockern und dann fortzunehmen. Tritt während der Blüte Nacht» frost ein, so begieß» man die Blumen mit kaltem Wasser, sobald die Temperatur über Null gekommen ist. Die nach solchen Frostnächten m»ist scharf strahlende Sonne darf nicht auf die welk hängendes Blumen scheinen: diese„verbrennen" dann. Man unterscheidet ein-'' fache und gefüllte Tulpen(beide zum Treiben geeignet). Landtulpen (höher und schlanker), Dorwintulpen, besonder» hoch und stark, Papageitulpen(mit geschlitzten bunten Blumenblättern), päonien- blütige Tulpen(groß, stark und mit dichter voller Blum«) usw. Schön sind sie all«. Es ward Lichk! Im„Vorwärts" Nr. 110 brachten wir au» dem „unzufriedenen Berlin" die Klage, daß in der Umgebung der im Hause Auguststraße 80 befindlichen Herberge zur Hei» mat" an den Abenden ungeachtet des dort herrschenden Verkehr» keine Laterne brennt. Wir erfahren, daß jetzt die Laterne vor dem Nachbarhause Augussstraße 79 in Betrieb gesetzt ist, so daß der Passant die minder vertrauenswürdigen Gestalten, die sich unter die Herbergsgäste mischen, bei Licht besehen kann. Die Bewohner dieses Teiles der Auguststraße werden sehr erfreut sein, daß die Mahnung geholfen hat. Hoffentlich findet sich nicht ein unverbesserlicher Licht- feind, der auf eigene Faust die Laterne wieder außer Betrieb setzt. i Nachdruck»erböte»,»er Rallt-v-rl-».»erlbu» Drei Soldaken. 58] von Zohn dos Paffos. «US dem am-rlianilchrn Manuskript lldersedt von Suli«»»um, er». „Leute!" rief�Etorky noch lauter.„Es ist wahr, der Krieg ist vorbei. Ich träumte gerade, der Kaiser käme auf der vierzehnten Avenue auf mich zu und pumpte fünf Cents von mir für ein Glas Bier. Der Krieg ist vorbei. Hort ihr nicht di« Glocken?" „Dann wollen wir uns alle auf die Deine machen und nach Haufe gehen." „Haltet doch's Maul! Laßt einen doch schlafen!" Es wurde wieder ruhig im Saal. Aber alle Augen waren offen. Die Männer lagen seltsam still in ihren Betten, war- tend und voller Staunen. Plötzlich erschien der Major mit der Mütze über dem roten Gesicht, eine Mefsingglock« in seiner Hand, die er frenetisch läutete. „Leute!" schrie er mit dem tiefen Brüllen des Mannes, der die Ergebnisse des Baseballspieles verkündet,„der Krieg ist heute morgen um 4 Ubr 3 zu Ende gewesen... Der Waffenstillstand ist unterzeichnet. Nieder mit dem Kaiser!" Dann läutete er wie wild die Glocke und tanzte den Gang zwischen den Betten hinunter, an der einen. H�nd die Oberschwester, die einen kleinen, gelbköpfigen Leutnant an der anderen hielt, der wieder eine andere Schwester und so weiter. Die Reihe tanzte lustig durch den Krankcnsaal. sang die Nationalbvmne, und immerzu läutete der Major seine Glocke. Die Männer, die gesund genug waren, setzten sich im Bett auf und schrien„hoch". Die anderen wälzten sich in ihren Kissen, gestört durch den Lärm. „Run. was hältst du davon, Leichenbestatter?" fragte Andrews. „Nichts" „Warum?" Der Seichenbestatter wandt« seine kleinen, schwarzen Augen Andrews zu und sah ihm gerade In» Gesicht. „Du weißt, was mit mir los ist außer der Wunde." „Nein."_ .Dem, man so hustet wie ich... Bin lungenkrank. junger Mann." „Woher weißt du?* „Sie wollen mich morgen in eine Lungenheilstätte bringen." „Zum Teufel auch." Andrews Worte verloren sich in dem Hustenanfall, der den Mann neben ihm packte. „Heim, Jungen», heim, Zu Haufe wollen wir fein!" Alle, die gesund genug waren, sangen mit. Storky führte an. Er stand auf dem Ende seines Bettes in seinen hellroten Pnjamas, die zu kurz waren und die langen, knochigen Beine zeigten. „Heim! Ich werde nie wieder nach Hause kommen," sagte der Leichenbestatter, als der Lärm ein wenig ruhiger ge- worden war. „Weißt du, was ich wünscht«? Ich wünschte, der Krieg würde weiter''fort gehen, bis all diese Hunde erschlagen wären." „Welche?" „Die Leute, die uns hier'rüber gebracht haben." Er be- gann wieder schwach zu husten. „Aber die werden ja gerade in Sicherheit sein, wenn jeder andere..." beggnn Andrews. Er wurde von einer donnernden Sttmme unterbrochen. „Achtung!" „Heim, Jungens, Heim. Zu Hause wollen wir feint"» ging der Sang weiter. Storky schaute in den Krankensaal hinunter und warf sich, da er den Major erblickt«, so schnell wie möglich in fein« Decken zurück. „Achtung!" donnerte der Major wieder. Eine plötzliche unangenehme Stille trat ein, nur von dem Husten des Mannes nebenay unterbrochen. „Wenn ich noch einmal irgendwelches Gespräch von hier höre, schmeiße ich euch alle aus dem Hospital raus. Wenn ihr nicht laufen könnt, könnt ihr ja kriechen. Der Krieg ist zwar vorbei, aber ihr Kerl» seid noch immer im Heere. Bergeßt da» nicht." Der Major blickte die Reihen der Betten auf und ab. Er wandte sich puf den Hacken und ging aus der Tür. Der Saal war still. Draußen pfiffen die Sirenen. Glocken läuteten, und dann und wann hört« man sing«. Der Schnee schlug gegen die Fensterscheiben und siel auf das Zinndach des Vorgedäudes, das am Hospital stand. Andrews malte sich aus, daß er schnell durch die Straßen ginge, den Schnee im Gesicht, und das Leben der Stadt verwirrend um sich. Gesichter, die in der Kälte auf khy zukamen, helle Augen unter Huträndern, die ihn einest Augenblick ansahen, weiche Formen von Frauen, di« undeut- lich den Umriß der Brüste und Hüsten vermuten ließen. Er dachte nach, ob er je wieder frei sein werde, nach Belieben durch die Straßen der Städte zu gehen. Er streckte die Beine aus; seltsam steif und zitternd waren sie. Aber es waren nicht die Wunden, die sie so schwer erscheinen ließen. Es war di: Stagnation des Lebens um ihn herum, die in olle Ritzen seines Bewußtseins einströmte, so daß er sie nie wieder ab- schütteln konnte, die Stagnation staubiger, zerbrochener Auto- maten, die alles eigene Leben verloren hatten, deren Glieder so lange gedrillt worden waren, daß keine eigenen Bewe- gungen übrig geblieben waren, die jetzt dasaßen, schlasi, welk. versunken in Langerveile und auf Befehle wartend. Andrews wurde plötzlich aus seinen Gedanken gerissen. Er hatte die Schneeflocken in ihrem Tanze vor der Fenster» scheide beobachtet. Da hörte er, wie irgend jemand seine Hände aneinander rieb. Er schaute auf. Ein kleiner Mann mit Pausbacken und stahlgrauem Haar, dos fest an feinem Schädel aufgekämmt war, stand am Fenster, rieb sein« kleinen. fetten, weißen Hände gegeneinander und gab bei jedem Atem- .zug ein Schnauben von sich, Andrews bemerkte, daß der Mann ein Geifllicher wyr. „Sie sehen schon ganz gut erholt aus. mein Freund." sagte eine singende Geistlichenstimme. „Nehme schon an, daß ich's bin." „Herrlich, herrlich. Aber würden Sie nicht hier mit«in- treten?" Er folgte Andrews und sprach in predigendem Tone: „Wir wollen ein kleines Gebet sprechen, und dann will ich euch. Jungens. einige interessante Dinge erzählen." Die Soldaten schlenderten longsam in das Zimmer, setzten sich auf die Stühle und waren nach einigem Plaudern ruhig. Einig« verließen da» Zimmer, und andere kamen auf Zehen- 'pitzen herein und' setzten sich in die erste Reihe. Andrews ank in einen Stuhl in verzweifelter Resignation, vergrub seinen Kopf in den Händen und starrt« auf den Boden vor seinen Füßen.(Fortsetzung folgt.) 20 zuverlässige Männer gesucht! Der Ruf der Berliner Stadtverordnetenversammlung ist nicht coen fein. Die reattionären Blätter versuchen in allen Ton. arten aus den heftigen Zusammenstößen im Rathause für sich Kapital zu schlagen. Besonders entrüftet ist die Deutsche Lages zeitung", die unter dem vielversprechenden Titel Neuzeit liche Raufbolde" gegen die Kommunisten vom Leder zieht. Wir haben feine Beranlassung, die Kommunisten unnötig zu vers teidigen. Sie provozieren oft genug Radauszenen, die legten Endes nur der Arbeiterschaft schaden. Aber wer im Glashaus fizt, follte lieber nicht mit Steinen werfen. Was meint z. B. die Deutsche Tageszeitung" zu folgendem Borfall: Auf dem letzten Bezirksparteitag der Deutschnationalen Boltspartei erhob sich während der Bause der deutschnationale Stadtverordnete Kube und rief mit lauter Stimme: Ich brauche 20 zuverlässige Männer für die nächste Stadtverordnetenversammlung! Tribünenfarten sind schon da!" Glaubt die Deutsche Tageszeitung", daß das massenweise Bestellen von zuverlässigen Männern" auf die Rathaustribüne zur Verfeinerung der parlamentarischen Sitten beitragen foll? Das Rezept ist doch flar. Man provoziert 99 14. der 10. Gemeindeschule, Feurigstraße, Versammlung der sozialdemokratischen Eltern aller Abteilungen des Kreises. Beschlußfaffung über die Grindung Kreis Neukölln. Montag, den 12. März, pünktlich 7½ Uhr, Funktionärver. einer freien Schule. Erscheinen aller Genoffinnen und Genoffen Bflight. fammlung in der Schulaula Kaiser- Friedrich- Str. 210. Thema:„ Marg und fein Wert". Referent Genoffe Dr. Wagner- Wien. bis dahin 12 bis 15 betragen hatte, schwoll zum Sturm an. Heftige| 10. Kreis Montag, den 12. März, 7% Uhr, bei ridley, Botsdamerftraße, KreisBöen rissen das Flugzeug hin und her und brachten es aus seiner 11. Kreis Schöneberg- Friedenau. Montag, den 12. März, 7½ Uhr, in der Aula delegiertenversammlung. Referent Dr. Sols, M. d. 2. Flugbahn, so daß es hinter Wittenberg eine halbe Stunde im Nebel umherirrte, ehe der Flugzeugführer fich wieder nach der Bahnstrecke Bitterfeld- Leipzig orientieren fonnte. Troß dieser schwierigen Witterungsverhältnisse landete die Maschine nach beinahe anderthalbstündiger Fahrt um 3 Uhr 30 Minuten glatt auf dem Flugplatz Leipzig- Modau. Weitere Flüge Berlin- Leipzig mußten am Sonnabend wegen des schlechten Wetters ausfallen. Bon Leipzig her landete ebenfalls nur ein Flugzeug ohne Zwischenfall auf dem Tempelhofer Feld. Reichs-, Staats- und Gemeindebeamte! Oeffentliche Protestversammlung am Dienstag, 13. März, abends 61, Uhr in den Sophiensälen, Sophienstraße 16/17 Tagesordnung: 15. 17. Rzeis. Montag, ben 12. März, 7 Uhr, Gigung des Beamtenwerbeaus. schusses in der Knabenschule Niederschöneweide, Rudower Straße. Der engere Kreisvorstand muß gleichfalls erscheinen. Kreis Lichtenberg. Montag, den 12. März, pünktlich 7 Uhr, Funktionär. tonferenz bei Kurkowski, Pfarrstraße, Ede Berbindungsweg. Wegen der wichtigen Tagesordnung wird um vollzähliges Erscheinen ersucht. 18. Kreis Weißenfee. Montag, den 12. Mara, 7% Uhr, Funktionärfonferenz im Rathaus, Sigungsfaal. 20. Rceis Reinidendorf. Montag, ben 12. März, 7 Uhr, im Rathaus Reiniden. dorf, Gigungsfaal, Sauptstr. 46, Fraktions- und erweiterte Areisvorstands fizung. Jede Abteilung muß vertreten fein. 2. Rreis Tiergarten. Mittwoch, den 14. März, fallen die Mitgliederverfamm. lungen der 9., 10., 11., 12. und 13. Abteilung aus. Dafür findet eine all. gemeine Mitgliederversammlung in den Arminius- Sallen, Bremer Str. 73, ftatt. Referent Genoffe Artur Crifpien, M. d.. Thema: Rarl Marg und der Klassentampf des Proletariats". Die Bezirksführer werden ge. beten, einzuladen. Beginn Bunkt 7 Uhr. Heute, Sonntag, den 11. März: Bürgerblock des Reichstages gegen das Mitbestimmungsrecht 33. bt. Die Bezirksführer haben noch heute bie in threin Beit befindlichen der Beamten. Die Verschleppung des Beamtenräfegejeges. Referent: Reichstagsabgeordneter L. Breunig. Bezirksverband Berlin VSPD. Die Mieter find an Dreck" gewöhnt"? „ Salomonisches" Urteil zugunsten eines Hauswirtes. den Skandal, freut sich diebisch, wenn die Kommunisten dumm genug Der find, auf diese Provokationen hineinzufallen, weil man dann weidlich Beranlassung hat, über„ rote" Sitten zu zetern. Bielleicht hält die " Deutsche Tageszeitung" als Hüterin der parlamentarischen Würde auch einmal ihrem Parteifreund, dem Herrn Pfarrer Koch, ein Privatissimum. Koch war es, der im Gegenjah zu feinem„ oppor. tunistischen Parteifreund Steiniger mit der Engftirnigkeit eines Kleinen Barteidemagogen immer wieder auf der Vornahme namentlicher Abstimmungen bestand. Diese Art von Politit" zwang die Versammlung, über zwei Stunden ununterbrochen abzustimmen. Jeder Mensch weiß, daß dadurch schon die Gemüter mehr als nötig erhitzt werden. Koch und seine Freunde vom völkischen Flügel der Deutschnationalen gebrauchen diese naments lichen Abstimmungen genau wie die Kommunisten zur„ Entiarvung der Verräter". Denn Verräter gibt es Gott sei Dant nicht nur unter den Arbeitervertretern, sondern auch in den Reihen der bürgerlichen Barteien. Wie fönnte auch Herr Roch seine fulminanten Wahlreden halten, wenn er nicht seine Sammelliste namentlicher Abstimmungen zur Hand hat, mit denen er 3entrumsleute, Demofraten und andere schwankende und unzuverlässige Gestalten" als„ Ber rater an der großen Sache des Bürgerblods brandmarten fann. Es geht doch nichts über die Demagogie, und schon Mephisto sprach: Ein Komödiant fonnt einen Pfarrer lebren." Rechtsradikale Umzüge verboten. Gegen das Absingen des Ehrhardt- und Truhliedes foll eingeschriffen werden. Bei der Abteilung IA des Polizeipräsidiums beginnt es, ein wenig spät, zu dämmern; fie teilt mit: Nach Beendigung rechtsraditaler Bersammlungen find in letzter Zeit die Versammlungsteilnehmer gewöhnlich in fleine ren oder größeren Trupps zusammen ab marschiert und haben auf der Straße provozierende Gefänge, z. B. das fogenannte " Ehrhardt Lied" und das sogenannte TruBlied" an gestimmt. Ein solcher gemeinsamer Abmarsch in fleineren oder größeren Gruppen bedeutet einen erstoß gegen die Bekannt machung des Polizeipräsidenten vom 20. November 1922, nach der jeder Umzug unter freiem Himmel verboten ist Das Abfingen provozierender Lieder der gekennzeichneten Art muß mit Notwendigkeit zu einer schweren Erschütterung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit führen. Der Polizeipräsident von Berlin hat infolgedessen die Schutzpolizei angewiesen, gegen die erwähnten Berstöße einzuschreiten und, wenn notwendig, die Teilnehmer an derartigen Demonstrationen der Abteilung I A vorzuführen. Die Abteilung I A des Polizeipräsidiums scheint, wie man in Berlin zu fagen pflegt, eine etwas" lange Leitung" zu haben, wenn fie erst am 10. März entdeckt, daß Verstöße gegen eine bereits am 20. November 1922 erlaffene Berordnung vorliegen. Oder gibt es erst seit gestern Rechtsraditale in Berlin? Der zerstreute Gast. Ein Opfer feiner Zerstreutheit will der Kaufmann Bittor delsfeld aus Bukarest geworden sein, der sich vor dem Schöffengericht Berlin- Mitte wegen Belzbiebstahls zu verantworten hatte. Im Café Imperial soll der Angeklagte babei ertappt worden fein, als er sich gerade einen wertvollen Belz, der einem anderen Gaft gehörte, anziehen wollte. Bor Gericht verteidigte fich Adelsfeld damit, daß an demselben Ständer, von dem er den Belz nahm, auch sein Schirm hing, der aber von anderen Kleidungsstüden bedeckt war. Um nun zu seinem Eigentum zu gelangen, habe er mehrere andere Ueberröde und auch den Belz vom Hafen nehmen müssen. Dadurch sei er in den Berdacht des Diebstahls geraten. Der Portier des Cafés befundete dagegen, daß der Angeklagte sich sogar von einem diensteifrigen Kellner in ben Belz habe hinein helfen lassen, und daß er sich außer dem einen fremden Hut aufgefeßt habe. Belastend für den Angeklag ten erschien auch, daß bei ihm ein Verzeichnis von Belzauffäufern gefunden wurde. Eine Haussuchung bei Adelsfeld förderte fechs Mäntel zutage. Der Verteidiger trat den Beweis bafür an, daß ber Angeflagte diefe Mäntel für die Arbeiter seiner Fabrit tatsächlich getauft habe und machte geltend, daß der Caféportier feinen Glauben verdiene, da er nach der Behauptung des Angeklagten Diesen verprügelt und ihm seine Brieftasche mit 6000 tschechischen Kronen entwendet habe. Das Gericht beschloß daher, die Sache zu vertagen. Der Haftbefehl gegen den Angeklagten wurde gegen Raution von drei Millionen Mart aufgehoben. 09 Der Golddiebstahl im Orientexpreß. Billetts mit dem Staffierer abzurechnen. 106. Abt. Johannisthal. Die Genoffen treffen fich um 2½ Uhr Kaiser. Wilhelm, Ede Burgstraße. 137. Abt. Reinidendorf.West. Die Genoffinnen treffen fich um 1½ Uhr Berliner, Ede Humboldtstraße, zur Teilnahme am Frauentag im Jugendheim Gee. bad, Reinidendorf, Residensstraße. Morgen, Montag, den 12. März: 4. Abt. 8 Uhr Funktionärsigung( Elternbeiräte, Bezirks und Gruppenführer fowie sämtliche Verstandsmitglieder) bei Hermann Schwark, Blankenfelde ftraße 10. 14. bei Anderson, Stralsunder Str. 19. 6. Abt. Der Genoffe Wilhelm Tombach, Brunnenstr. 146, ift verstorben. Die Cinäfcherung findet Montag um 1½ Uhr im Arematorium Gerichtstraße statt. Mittwoch, Aus einer Streitfache zwischen Hauswirt und Wohnungsmietern 8. Abt. 7 Uhr Bezirksführertonferenz bei Wiemers, Bülowfte. 58. ben 14. März, 7 Uhr, in der Schulaula Ballasstr. 15, Mitgliederperfammlung. teilt der Bund deutscher Mietervereine, Gau Berlin", uns eine Referent Genoffe Stein. Die Bezirksführer werden gebeten, einzuladen. Entscheidung des Amtsgerichts Neukölln mit, die weiteren st. 7 Uhr Funktionärtonferens bei Dietrich, Swinemünder Str. 36. Be Kreisen befannt zu werden verdient. Es handelt sich um das in sonders die Bezirksführer müssen erscheinen. Brig gelegene Grundstüd Rubower Str. 97, deffen Mieter 15. bt. 7 Uhr Gigung der Parteifunttionäre, Betriebsvertrauensleute ufw. tragten eine einstweilige Verfügung des Gerichtes, durch die der 17. Abt. 7 Uhr Funktionärkonferens bei Dofe, Nordhafen 6. tragten eine einstweilge Berfügung des Gerichtes, durch die der 18. Abt. 7% Uhr Funktionärsizung in der Schule Wiesen-, Ede Bankstraße, Eigentümer Jaedel angehalten werden sollte, die Hausreinigung in 19. bt, Montag 7 Uhr Abteilungskonferens bei Schuchart, Chriftianiaftr. 116. vollem Umfange ausführen zu laffen. Vom Gericht aber wurde 20. Abt. 7% Uhr Funktionärsizung bei Frigsch, Drontheimer Str. 4. Die Ab. im Namen des Boltes" durch den Amtsgerichtsrat Dr. Werner. für Recht ertannt, daß der Antrag zurückzuweisen sei. In den 22. Abt. 7½ Uhr Funktionärsigung in ber ,, Borwärts"-Spedition, Utrechter Straße. 23. Abt. 7½ Uhr Funktionärsigung bei Grunewald, Rameruner Str. 19. Gründen fagt Amtsgerichtsrat Dr. Werner, die als Voraussetzung 29. t. 7 Uhr wichtige Funktionärsigung bei Burg, Brenzlauer Allee 189. jeder einstweiligen Verfügung erforderliche Dringlichkeit fei nicht er- 30. st. Die Funktionärsigung vor der Abteilungsversammlung fällt aus. wiesen, und er führt dann wörtlich aus:„ Daß ein schmußiges Haus Mittwoch, ben 14., 7 Uhr, Abteilungsversammlung in der Schulaula Bappel allee 40-41. Referent Genoffe Kreuziger. unästhetisch ist, mag sein. Die Allgemeinheit hat sich seit dem Kriege bt. Die Einäscherung des Genossen Rüfter findet nachmittags 6% Uhr an unästhetische Unblide aus mannigfachen Anlässen gewöhnen müssen und gewöhnt." " Denft der Herr Amtsgerichtsrat, wenn Straßenfchmub auf Saustreppen liegen bleibt, nur an den una ft hetischen Anblid? Fällt ihm nicht ein, daß dadurch auch die Nase und vor allem die Lunge belästigt werden kann? Auf die Gefahr einer Gesundheitsschädigung wurde übrigens in dem Antrag ausdrücklich hingewiesen. Biffen möchten wir, in was für einem Haufe er felber wohnt. Das Abreßbuch nennt nur einen Amtsgerichtsrat Dr. Werner und gibt dabei eine in einem Vorort des Westens belegene Wohnung an. Ob er wohl als Mieter bei Unterlassung der Treppenreinigung fich mit der Antwort abspeisen ließe, an den unästhetischen Anblic" sei er doch gewöhnt?" Aber wir sind überzeugt, daß dem Herrn Amtsgerichtsrat, wo er wohnt, so etwas noch nicht passiert ist und auch nicht paffieren wird. 38. Sämtliche Funktionäre milffen erscheinen. teilungsleitung ½ Stunde früher. im Arematorium Baumschulenweg statt. 41. Abt. 7% Uhr bei Schult, Mariendorfer Str. 5, Sigung der Abteilungs 43. Abt. 7½ Uhr Funktionärsigung.( Bezirksführerfihung) bei Reim, Urban Teitung mit den Funktionären. 44. 45, 40. ftvage 29. bt. Bünktlich 7 Uhr Sigung aller Funktionäre in bez Schule Reichen berger Str. 44-45. Die Bezirksführer werden gebeten, zur Mitgliederver fammlung am 14. März durch Handzettel einzuladen. Funktionäre. bt. 7 Uhr in der Oberklasse der Forster- Schule Gigung fämtlicher Alle Genoffinnen bt. 7 Uhr bei Geißler, Skaliger Str. 59, Gigung der Abteilungsleitung, 48. Abt. Die Funktionärtonferenz am Montag fällt aus. Bezirksführer, Rassierer und Funktionäre, gehen zur Frauenversammlung des Kreises zu Rabe, Fichteftr. 29. 68. übt. Salenfee. 7% Uhr Mitgliederversammlung bei Sandmann, Bestfälische Str. 42. Vortrag und wichtige geschäftliche Angelegenheiten. 101. Abt. Treptow. 7 Uhr pünktl. Borstandssigung im Sort, Bildenbruchstraße. 108. st. Röpenid. 7 Uhr bei Schlag, Rieger Gir. 6, Borstandsfigung. Die 137. Abt. Reinidendorf- Beft. 7% Uhr Funktionärverfammlung im Bollshaus, Scharnweberstr. 114-116. Listen müffen abgerechnet werden. Frauenveranstaltungen am Montag, den 12. März: Streis Kreuzberg. 7 Uhr bei Rabe, Fichtefte. 29. Thema: Der Einfluß der Freies Brot billiger. Bom 12. März follen für freies Gebäd folgende Breise gelten: Brot( bisher 2000 Mt.) jetzt 1750 m te. Schrippen( bisher 80 mt.) jetzt 70 t., Hörnchen, Kaiserbrötchen, Schnecken( bisher 100 mt.) jeßt 90 Mt., gerösteter Zwiebad pro Pfund( bisher 200 mr.) jezt 1800 Mr., Einbad( bisher Pfund 1600) 136. bt. Reinidenbof- Oft. 7½ Uhr im Jugendheim. Geebab, Residenzftr. 49. ießt 1400 Mt., geriebene Gemmel( bisher 1600) jetzt 1400 wit. Frau im politischen und wirtschaftlichen Leben. Referentin Genoffin Klava Bohm- Schuch, M. d. R. Anschließend Reigenlänge, Bollsgefänge unferer Jugend und Kindergruppen. Thema: Marg' Lebensgeschichte". Referent Genoffe Lewin- Dorsch. Uebermorgen, Dienstag, den 13. März: Straße. Die neuen Milchpreise. Das Ernährungsamt teilt mit: Die Milchpreise für das Gebiet ber Stadtgemeinde Berlin werden mit 10. bt. 7½ Uhr Funktionärsigung bei Trümper, Flensburger Gir.&. Wirkung von Montag, ben 12. März, wie folgt festgefeßt: für Boll- 21. Abt. 7% Uhr Funktionärligung in der„ Borwärts"-Spedition, Utrechter milch 716 Mt. je Liter, für nach Berlin eingeführte Mager 22. bt. 7% Uhr Sigung des Abteilungsvorstandes und der Bezirksführer bei milch 820 mt. je Biter. Die A- Milchfarten werden wie bisher mit Liter, die C- Milchtarten fomie die Karten für werdende Mütter ( E- Karten) wie bisher mit je Liter Bollmilch beliefert. Sönisch. 25. bt. 7 Uhr in der Oberrealschule Pasteurfte. 45 Sigung der Bezirksführer und Betriebsvertrauensleute. 28. bt. 7 Uhr Funktionärtonferens. Die Funktionärausweise find in Emp fang zu nehmen. 31. t. 7 Uhr Funktionärtonferenz bel Goldschmidt, Stolpische Str. 86. Die Bezirksführer müssen mitbringen. tionäre, Betriebsvertrauensleute, Elternbeiräte sowie der Beamtenausschuß mitglieber. Sonderzutellung auf Kohlenfarten. Das Kohlenamt teilt mit: vom 15. März ab darf auf das Mittelstück der 5 bis 25 Zentner- 40. Scufner, Bagelberger Str. 20a, Gigung aller Funt. Rohlenfarte je 2 Zentner, auf das Mittelstück der 30 bis 45 ZentnerRohlentarte je 3 Zentner und auf das Mittelstück der 50 bis 70 3entner- Rohlentarte je 4 Zentner abgegeben und entnommen 54. werden. Verbraucher, die nicht mehr im Befih ihrer Kohlenfarte find, dürfen gleichfalls auf Grund ihrer Kundenlisteneintragung die ihnen nach obiger Freigabe zustehende Menge abnehmen. S 74. 108. Abt. Charlottenburg. 7½ Uhr im Lotal Bum Birnbaum", Abteilungsver fammlung. Vortrag des Genoffen Jähner: Die Stinnefierung der Ju duftrie". Bericht vom Bezirtstag. Die Gruppenführer müffen einladen. bt. Zehlendorf. 8 Uhr Mitgliederversammlung im Gesellschaftshaus, Karl. -Y ftraße. Tagesordnung: Beitgemäße Erinnerungen.( Rar! Marg 48er Re volution 9. November.) Referent Dr. Rofenfeld, M. d. R. Anschließend Rezitationen( Genosse Walter Schjent). Gälle und Familienangehörige find eingeladen. bl. Röpenid. 7 Uhr in der Dorotheen- Schule, Simmer 1, Sigung ber fozialdemokratischen Elternbeiräte. Frauenveranstaltung am Dienstag, den 13. März: bt. 7% Uhr Funktionärtonferenz. Die Funktionäreausweise find in Emp. t. Die geplante Funktionärfigsung am Montag findet nicht statt. Die Bezirksbildungsansschuß Groß- Berlin. Heute nachm. 3%, Uhr in ber hilharmonie, Bernburger Straße, 5. Feftlonzert( 1. Serie, gelbe Rarten). Das Klingler Quartett: Berte von Haydn, Mozert und Ginzelfarten zum Beife von 200 m. pro Stüd find noch an der Kasse zu Schubert. Die Nach ahlungen für Abonnenten betragen 100 m. pro Marte. baben. Naghm. 3 Uhr im Neuen beater am 800 Spbigenie" 7. bt. 7% Uhr bei Dahms, Schlegelfte. 9. Thema: Die Frau im politischen von Goethe. Es wird ein Zuschlag von 50 M. pro Person erhoben. Karten 28. find an der alle haben. Sonntag, den 18. März, vor miltags 11 Uhr, im Großen Schauspielhaus, Starlitraße: Brelatif 27. Feierstunden, dem Gedenten an Karl Marr( gestorben am 14. März 1883) und der 75jährigen Wiederkehr der 48er Revolution gewidmet. Starten 51. zu haben an den belannten Stellen und im Landsgemeindehaus, Sophien. Straße 21. Am Sonntag, den 1. April, nachm. 2, Uhr, im Deutschen Opernhaus: Der Freischüt. Wir bitten, sofort die Karten ab zuholen. Das Kinder- Musterriegenturnen des 4. Begiris am heutigen Sonntag findet nicht in der Turnhalle Belziger Straße, sondern in der Turnhalle der Mittelschule Natherstraße am Stadtpart Schöneberg statt. wegen schweren Diebitabls, Heblerei und Begünstigung insgesamt 42 Jabre Zuchthaus und 25 Jabre Gefängnis. Die Beraubungen der Büge wurden bauptsächlich in der Gegend von Worringen ausgeführt. Einige mit den Dieben in Verbindung stehende Eisenbahner ließen an einer bestimmten Stelle die Büge abfichtlich langfam fahren, worauf ihre belfershelfer die Wagen erfletterten, die Güter auf die Strede warfen und dann fortschaffien. Der wegen des Golddiebstahls im Orientegpreß Zuchthaus für Eisenbahnräuber. fürzlich verhaftete Schlafwagentontrolleur Mario Aimaretti hat In dem seit nahezu vier Wochen währenden Prozeß gegen troß der von Rechtsanwalt Dr. Fren bei der Gerichtstasse hinter- 67 Angellagte, benen Beraubungen von Güterzügen legten Raution von 10 millionen Mart noch nicht seine auf den Streden Köln- Aachen und Neuß- Aachen zur Last gelegt Freiheit wiedererlangt. Während die Sicherheitsleistung bei der wurden, ist nunmehr das Urteil gefällt worden. 28 Angeklagte Gerichtstasse eingezahlt wurde, war ein Auslieferungs- wurden freigesprochen. Gegen die übrigen wurden verhängt antrag ber italienischen Regierung eingegangen, gegen den Aimaretti nunmehr den Einspruch vorbrachte, daß der Diebstahl nicht im Simplontunnel, fondern schon in Adrianopel erfolgt fei, fo baß die italienische Justiz mit der Sache nichts zu tun habe. Außer dem aber hatte auch der Bertreter der dänischen Rückversicherungsgesellschaft Standinavia" bei der Staatsanwaltschaft den Einwand erhoben, daß diefe 10 Millionen Mark aus gestohlenem Gut her rührten; infolgedessen hat die Staatsanwaltschaft die 10 Millionen Mart mit Beschlag belegt. Es wird vermutet, daß Aima retti große Boften des gestohlenen Goldes in einem Safe in Stettin aufbewahrt habe. Die Kriminalpolizei in Berlin ist des. halb beauftragt worden, das Safe bei der Stettiner Bant öffnen zu laffen. Weiterhin find jeht drei Autos, die der Italiener sich hier getauft hatte, beschlagnahmt worden. Ein großer Goldklumpen soll für Aimaretti in Mailand bei einer Bant aufbewahrt werden. Die Nachforschungen nach diesem Schatz find jedoch noch im Gange. Jedenfalls wird Aimaretti vorläufig die ersehnte Freiheit nicht miedererlangen. Sturmfahrt eines Verkehrsflugzenges. Fledtyphus in Ungarn. In drei Gemeinden des Heveser Romitates find in dem 3igeuner viertel 50 Personen an Fledtyphus erkrankt. Zwei Berfonen sind gestorben. Auch der be handelnde Arzt erkrankte. Groß- Berliner Parteinachrichten. Frauenausjajuh( alte Buſammenſegung, einschließlich der Genoffinnen aus der früheren USD.). Dienstag, den 13. März, 5 Uhr, Sigung im Reichstag, Eingang Bortal 2. 1. Kreis mitte. Bum geselligen Beifammenfein am Sonntag nachmittag 8 Uhr im Bürgerheim, werben bie Barteigenoffinnen nochmals freundlich ein. gelaben. Bekannte Frauen und Mäbchen sind willkommen. Rezitationen, Borträge, Reigentänze. Am legten Tag der Messeflüge Berlin- Leipzig und zurüd hat das Junter- Bertehrsflugzeug D. 215, Pilot Flugzeugführer Hed, eine Sturmfahrt von Berlin nach Leipzig unternommen. Trok 4. völlig unfichtigen Wetters und andauernden Schneegestöbers startete die Maschine bei heftigem Nordostwind um 1 Uhr 55 Minuten nach mittags vom Tempelhofer Feld mit drei Fluggästen. Balb hinter Berlin verschlechterte sich das Wetter zusehens, dichter Rebel machte jebe Orientierung fast unmöglich. Die Windstärte, die 7. 9. Rreis Prenzlauer Berg. Montag, ben 12. März, 7 Uhr, erweiterte Kreisvorstandsligung mit den Mitgliedern des Bildungsausschusses im Bezirksamt, Danziger Straße, Borderhaus. Rzels Charlottenburg. Die Abteilungsvorsitzenden werden gebeten, qm Montag abend 8 Uhr zur Gigung am belannten Ort zu erfcheinen. Areis Bilmersbort. Sum 18. März find noch beim Obmann bes Bildungs aussouffes, Genossen Chaym, Augufiaftr. 6, Ratten sur 3phigenie" Bor Stellung au haben. 93. Bezirksführer wollen zum gemeinsamen Zahlabend am Mittwoch, den 14. März, in der Schulaula Sonnenburger Str. 20 einladen. bt. Charlottenburg. Mittwoch, den 14. März, 7% Uhr, Abteilungsver fammlung bei Echellbach, Rönigin Elisabeth- Str. 6. Bericht über ben Begirtstag. Die Zahlabende fallen aus dem Grunde aus. Die Bezirks. Abt. Reutölln. Die Bezirksführer werden gebeten, alle. Mitglieder einzu führer laben hierzu ein. laben zur Abteilungsversammlung am Mittwoch, ben 14. März, 7% Uhr, in der Jdeal- Klaufe, Marefchstraße. Thema: Karl Marg- Ronfum. genossenschaften Bericht vom Bezirtstag". Jungfozialisten. Sonnabend, den 17. März, abends 7 Uhr, im Borwärts". Gebäude, Besprechung der Gruppenvorstände über die Revolutionsfeier. Rarten zur Feier im Reichstag find noch für unsere Mitglieder in be schränkter 8ahl vorrätig. 6 Uhr dafelbft Arbeitsausschußigung. Regelmässige Verbindung von Bremen über Southampton, Cherbourg nach New York durch die prachtvollen amerikanischen Regierungsdampfer NACHSTE ABFAHRTEN: President Fillmore President Harding George Washington President Roosevelt President Arthur 14. März 18. April 21. März 28. März 4. April 11. April 25. April 2. Mai 9. Mai 16. Mai Abfahrt von Southampton und Cherbourg 1 Tag später Verlangen Sie Prospekte una Segellisten Nr. 83 UNITED STATES LINES BERLIN: W 8, Unter den Linden 1; NW 40, Invalidens ra e 93: W 9, Budapester Straße 5 General- Vertretung: Norddeutscher Lloyd, Bremen Stoffe für Herren- u.Damen- Bekleidung beste Fabrikate, große Auswahl, Verkauf meterweise G. m. Koch& Seeland. H. Gertraudtenstraße 20-21. 6 MILLIONEN MARK 6 MILLIONEN MARK 6 MILLIONEN MARK 6 MILLIONEN MARK 6 MILLIONEN MARK 6 MILLIONEN MARK 6 MILLIONEN MARK 008 Preisverteilung nemad- 000 onbabe Anstatt 1½2 Millionen Home 88 Hname@ 6 Millionen Mark in bar zahlen jetzt aus N- 002A WILLIAM PRYM G.M. B. 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Aufgabe 1: Die nach Ansicht der Jury besten Lösungen sind folgende Der Druckknopf der Dame, Pryms Zukunft" sein Name! Einsenderin Else Steinreeker, Wiesbaden. Nicht den ersten besten nimm, Sondern Zukunft- Druckknopf Prym! Einsender: Karl Schmidt, Limburg( Lahn). Nähst Du einen Druckknopf an, Nimm Pryms Zukunft, denke dran! Einsender: Dr. Fritz Stein, Berlin. Aufgabe 2: Eingegangen sind insgesamt 119 841 Antworten. Aufgabe 3: Laut amtl. Kursbericht notierte der Dollar am 30. resp. 31. Dezember 1922 an der Berliner Börse 7331. Es erhielten Preise: In Höhe von 75000 Mark: Die oben be- 3 x 75 000= 225 000 kanntgegebenen 3 Einsender.... In Höhe von 50000 Mark: W. Kaube, Blankenese; B. Reuscher, Wittenberge; J. Dörfler, Halle a. d.S., K. H. Krumm, Remscheid; R. Springer, Berlin; R. Granass, Berlin- Hermsdorf; E. Sturm, Leipzig- Reudnitz; L. Meggendorfer, München; Frau Dr. B. Middendorff, Neustadt; L. Rackwitz, Rathenow, P. Kregeloh, Magdeburg- Sudenburg; J. Taubert, Berlin- Schöneberg; C. Eeg, Bremen; Karl Hordenbach, Düsseldorf; F. Schmidt, Wilhelmshaven; K. Röhrig, Hamburg; M. Heim, Pegnitz i. Bayern Mark A. Reichard, Lehe i, H., K. Minner, Breslau; Otto Kruschke, Wilmersdorf; F. Neugarten, Düsseldorf; O. Schubert, Stuttgart: 22 x 50 000-1100000 Mark In Höhe von 25 000 Mark: P. Schierz, Berlin; W. Wiener, Berlin; E. von Niklewicz, München; W. Keyl. Buitenmann, München; F. Bohnsack, Köln a. Rh.; A. Stern, Cham i. Bayern; M. Bramm, Berlin- Schöneberg; B. M. Lohnau, Bremen; Schulz, Lübtheen; E. Huldschinsky, Charlottenburg; O. Hesse, Harzgerode; K. Steinwascher, Homburg; A. Hofmann, Frankfurt a. M.; Wilhelm Seyther, Stuttgart; M. Vietzen, Hamburg; A. Wilke, Blankenburg a. H.; R. Weimarshausen, Berlin; M. Geilhausen, Elberfeld; G. Waldau, Kirchnain N.- L.; W. Tepass, Essen; Ch. May. Berlin; P. Stauber, München; P. Christesen, Unewatt; R. Philips, Essen; G. Grenzhäuser, Köln; G. Steidel, Wiesloch; O. Gebauer, Berlin; M. Nieve le, Bonn; W. Wrage, Blankenese; B. Matthys, Hamburg; J. Krü er, Nowawes; H. Dietz, Leipzig; O. Schürmann, Hildesheim; I. Otto, Barmen; K. Krickau, MagdeburgSudenburg; G. Dresler, Friedeberg; Ch. Jaques, Berlin- Steglitz; Marie Murmann, München; D. Hayn, Breslau; A. Wimber, H. Herpers, Düsseldorf Garbenteich b. Giessen; R. Schäfte, Düsseldorf; O. Schörnig, Breslau; Fritz Lahring, Bremen; Schwebel, Weisenheim; 45 x 25 000-1125000 Mark In Höhe von 10000 Mark: A. Grühlert, Berlin; M. Weidemann, Berlin; I. Habner, Hamburg; H. Wiepandt, Rostock; K. Butterweich, Berlin- Wilmersdorf; A. Hol te, Leverkusen; H. Schleuer, Düsseldorf; Frau Dr. Ecker, Leve kusen; A. chmalz, Annweiler; G. Zeyen, Dresden; Hans Beckmann, Düsseldorf; P. Schwarz, Stuttgart; V. Kestlmeier, Tünten ausen; Emmy Beckmann, Charlottenburg; Dr. H. Eyerich, Mannheim; A. Bosch, Stuttgart; Dr. K. Lubow, Berlin; H. Müller, Pössneck; E. Gerhardt, Halle; O. Freund, Berlin; I. Pohl, Bernburg; E. Haberfelder, Emden; K. Dümler, Hannover; K. Fischer, Hamburg; Berger, Berlin; K. Schiementz, Lübbenau; Erbslöh, Po sdam; Lilly Lange, Halle; H. Albrecht, Selters; B. Koch, Halle; A. Tank, Stettin; G. Schweyer, München; H. MaynKrapoll, Aachen; R. Pahl, Neukölln; A. V. Sosna, Düsseldorf; Dr. J. Vache, Kempten; A. Krause, Halle; W. Poppendick, Berlin; Dr. Gottschalk, Solingen; Frhr. v. Kettler, Berlin; Ocke Bohn, Klintum; A. Ising. Köln; F. Schmidt, Hamburg; J. Hartmann, Berlin Charlottenburg; W. v. d. Straeten, Mülheim( Ruhr)- Broich; Frhr. Baron v. Oftenberg, Berlin; E. W. Henningsen, Hamburg; Graf Fernward Schaffgoisch, Hirschberg; A. Johannessen, Bonn; H. Weyer, Düsseldorf; B. Dorendorf, Ma debur; E. Richter, Oranienburg; E. Gerlach, Stolberg( Rheinland); F. Grube, Hamburg; H. Wolff Hamburg; R. Hoppe, Chemnitz; W. Zehnp.und, Bitterfeld; F. Mussmann. Hameln; F. Kalter, Mannheim; E. Lawrenz, Wilhel mine; M. Rösner, Berlin- Lich enberg; W. Weber, Aachen; Käthe Zaggl, Augsburg; J. Stock, Düsseldorf; A. Hake, Osnabrück; E. Baenisch, Berlin; P. Strangmann, Köln; R. S.eck, Heilbronn; M. Wegener, Goyatz; L Hinsen, Mülheim( Ruhr); W. Hatzmann, Limburg; P. Möbius, Frankfurt a. M.; E. Raband, Berlin; E. Glühr, Stettin; E Landre, Hannover; G. Urbach, Köln- Mülheim; O. Steinert, Krefeld; E. Mostert, Stolberg( Rheinland); H. Linsmayr, Frankfurt a. M.; E. Stösling, Neukölln; M. Krause, Berlin; W. Hayn, Spandau; A. Klinger, Heilbronu; G. Lautner, Nürnberg; M. D. Sölt, Passau; J. Passig, Hamburg; P. Schwoerer, Freiburg; K. F. Peters, Wol shagen; G. Leers, Köln; E. Wendorf, Treptow; H. Wünsche, Hamburg; P. Winkler, Neunitz; Dr. Bernhard Joseph, Eberswalde; W. Witthohn, Lüdingworth; H. Stöhr, Hannover; A. Wendorf, Baumschulenweg; G.Gerke, Bremen; M. Keller, Hartmannsdort; C. Herrnsdorf, Berlin; H. Löbner, Bad Kreuznach; K. Melzer, Dresden; K. Jung, Breslau; Th. Klempow, Hamburg; W. Hintsche, Berlin- Reinickendorf; A. Fahsig, München- Gladbach.... 105x10000-1050000 In Höhe von 4000 Mark: 600 Einsender..... 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Es soll anständig" aussehen und„ billig" sein! Die geschmackvollste Propaganda machte unstreitig die Republik Deutschösterreich. Ihre weithin leuchtenden rotweißen Farben fultivieren das Straßenbild. Die Spezialhäuser der befannten Welthandelsländer und der großen Industrien mehren sich. Sie zeigen den Weg, auf dem die Messe in ihrer inneren Organisation weiterschreiten muß, wenn sie auf die Dauer als Weltpropaganda wirksam bleiben soll. Das neue Haus der Elektrotechnik vereinigt in riesenhafter Aufmachung die deutsche elektrotechnische Industrie. Sie stellt sich damit ebenbürtig neben die deutsche Maschinenindustrie. In den Hallen sind nur wenige Stände leer geblieben. Platate fünden den Grund an. Es ist die Ruhr besehung. Teilweise wurde das Ausstellungsgut von den Franzosen nicht mehr aus dem besetzten Gebiet herausgelaffen. Aber im ganzen blieb die Messe ungestört. Die Industrie hat sich viel Mühe gegeben, um unter allen Umständen auf dem Markt zu sein. In ihrem Wesen hat sich die Messe gegenüber dem Vorjahr nicht besonders geändert. Auffallend Neues war nur wenig zu sehen. Die Warenerzeugung steht unter dem allgemeinen Bedürfnis der billigen, der gängigen Ware. Die Lurusfabrikate müssen sich mehr als innerhalb der jüngst vergangenen Jahre ihren Markt im Inland suchen; merkwürdiger weise finden sie ihn im allgemeinen auch noch. Die Technit bemüht sich start um Entwicklung der Maschinen- und Werkzeugerhaltung und um die Sicherung vor Berluften, die aus plöglich auftretenden Lahmlegungen in den Kraftquellen und Arbeitshilfsmitteln entstehen. Heute hängen an den einzelnen Hochspannungsleitungen ganze Industrien, an Starfstromtabeln Hunderte von Städten und Dörfern. Die Elektrizitätsindustrie, im besonderen die AEG., zeigt auf diesem Gebiet 3. T. beachtenswerte Neuerungen. Sonntag, 11. März 1923 Aus der Partei. Sozialistische Kulturarbeit im Ruhrgebiet. Der französische Militarismus, der sich gegenwärtig im Ruhrliegen die Wurzeln einer Nachfriegsgefahr. Bei dem Fehlen der Vergleichsmöglichkeit auf den wesentlichsten und wichtigsten Gebieten entsteht leicht der Glaube an die eigene, alle anderen überragende Größe. Wir haben in den letzten Jahren unsere Waren auf dem Weltmarkt in erster Linie deswegen abgesetzt, weil sie in ihrer Art und Qualität draußen schon vor dem gebiet austobt, ist, wie jeder Militarismus, im höchsten Make fulturKriege bekannt waren und vor allen Dingen, weil sie billiger feindlich, wie die Sprengung von Theatervorstellungen, die Belegung waren als die jedes anderen Landes! Das ist, oder richtiger, der Schulen mit Truppen, die Besetzung der Rathäuser und die da das war aber ein Ausnahmezustand, der sich wohl seinem durch bewirkte Verhinderung jeglicher fozialer Wohlfahrtsarbeit beEnde zuneigt. Die deutsche Ware hat heute im wesentlichen weist. Dieser zerstörenden Gewaltpolitit stellt die soziafchon eltmarktpreis. Das deutsche Valutadumping arbeit gegenüber, zu der sie sich gerade gegenwärtig mit um so listische Arbeiterschaft ihre aufbauende friedliche Kulturstirbt. Hier liegen die Probleme für die zukünftige Beschäfti- stärkerem Nachdrud bekennt. gung der deutschen Arbeit. Leider zeigt die Messe nur recht geringe Erkenntnis für diese kommenden schweren Aufgaben. beiterschaft in einer Konferenz der Arbeiterbildungs. Seine besondere Befräftigung fand dieser Kulturwille der ArMan wartete immer noch auf den valutastarken Aus ausschüsse für das besetzte Ruhrgebiet, die dieser Tage in länder. Er ist selbstverständlich auch diesmal gekommen. Dortmund stattfand, nachdem eine Tagung der sozialistischen Aber er sah sich viel an und taufte wenig! Das gibt harte Lehrer vorangeangen war. An der Konferenz beteiligten sich Enttäuschungen. Die Orders nach dem Auslande sind aus den neben den Vertretern der Bildungsausschüsse auch Vertreter schon erwähnten Gründen spärlicher geworden. Nordamerika der Arbeiterjugendvereine und der Jungfozialisten. soll auffällig schwach getauft haben; es gab. Beiten, da es zu Anwesend waren ferner der Genosse Klupsch vom Bezirksvorstand den willigsten Großfäufern zählte. Auch England hat wenig der Partei, der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft sozialdemobestellt. Rußland verkauft auf der Messe in Dollars. fratischer Lehrer und Lehrerinnen Deutschlands, Genosse Dr. Loh= mann Berlin, sowie der Borsitzende des Arbeiterjugendverbandes, Das innerdeutsche Geschäft ist, wie der vorsichtig Genosse Westphal Berlin. Genoffe Weimann vom Zentralumschreibende Messeintereffent fagt, wesentlich ruhiger" bildungsausschuß hielt das einleitende Referat:„ Die Ruhrbesetzung geworden. Deutlich ausgedrückt heißt das, daß die Einkäufer und die Kulturaufgaben der Arbeiterschaft". Er zeichnete die großen ganz allgemein auf das Fallen der Preise warteten und war- Linien des sozialistischen Kulturstrebens und ging dann näher ein ten. Man sieht, die Dollarstabilisierung glaubt vom Ver- auf die in Verbindung mit dem Abwehrkampf an der Ruhr notfäuferstandpunkt aus aber nicht an ihre Solidität und wendigen Bildungsmaßnahmen. Dem Vortrag folgte eine ihre Dauer. Der Käufer hofft und harrt der aus ihr erwach- ausführliche Diskussion, die sich im Sinne des Bertrages bewegte. senden Preisrückgänge, die ebenso notwendig sind, wie Besonders betont wurde das Zusammenwirken der Bildungsfie selbstverständlich bisher noch ausbleiben. Dieser Zustand ausschüsse und der Arbeiterjugend; einmütig stedte man sich auf den Standpunkt, daß gerade die gegenwärtige ernste der Erwartung wirkt sich in vorsichtigem Einkauf aus, zumal Situation die Kulturorganisationen der Arbeiterschaft vor wichtige die Orderaufgabe in der Regel per Kaffe gedeckt werden muß. Aufgaben stelle. Der Arbeiterbildungsausschuß des Gesamtbezirtes Kredit ist sehr teuer, er wird nicht gern genommen und eben wurde beauftragt, die Anregungen der Konferenz weiter zu versowenig gern gegeben. arbeiten und für den Abwehrtampf der Arbeiterschaft auszuwerten. D Der Verlauf der Leipziger Messe ist eine Boranzeige über den mutmaßlichen Verlauf des Beschäftigungsgrades innerhalb der deutschen Industrie während der nächsten Monate. Deswegen ist damit zu rechnen, daß wir, um das Stichwort der Frühjahrsmesse in übertragenem Sinne anzuwenden, in eine Periode ruhigeren Geschäftsganges hineintommen. Dabei sind die weiteren Auswirkungen der Ruhrattion im voraus ebensowenig einschätzbar, wie die Verbilligung der Rohstoffeinfäufe und die vermehrte Stetigteit der Kalkulationsgrundlagen, die möglicherweise im Gefolge einer länger andauernden Martstabilisierung wirksam werden können. Daß fie fich auswirken, ist dringend zu wünschen. Es ist ja nicht nur bei Die Meffe zeigt vor allem die gesamte deutsche den Luruswaren ein allgemeines Nachlassen der Arbeit. Die Verarmung Deutschlands verhindert, daß wir Kauftraft merkbar. Die breiten Massen sparen in Leipzig im wesentlichen Vergleiche mit der Eigenart schon lange am Notwendigeren, ja am Allernotwendigsten. Der Entwicklung und der Höhe der Warenerzeugung und der Es ist fapitalistischer Wahnsinn, daß heute für Zahnpuhmittel technischen Industrie anderer Länder anstellen können. Die fogar die Flugzeuge Reflamedienste leisten müssen, obwohl wenigen nichtdeutschen Aussteller reichen dazu nicht aus. Hier für die Toten auch der Pappfarg zu teuer ist. = Jogal hervorragend bewährt bei: Grippe Herenschuß Nervenschmerzen. Gicht Rheuma Ischias og al ftillt die Schmerzen und scheidet die Harnsäure aus. Ansgezeichnet bei Schlaflosigkeit. In allen Apotheken erhältlich. Best. 64.3% Acid. acet. salic., 0406%, Chinin, 12,6% Lithium, ad 100 Amylum. 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