Abendausgabe Nr. 127 40. Jahrgang Ausgabe B Nr. 64 Bezugsbedingungen und Anzeigenpreise find in der Morgenausgabe angegeben Redaktion: S. 68, Cindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-295 Tel.- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Vorwärts SW Berliner Volksblatt Preis 100 Mark Freitag 16. März 1923 Berlag und Anzeigenabteilung Geschäftszeit 9-5 Uhr Berleger: Borwärts- Berlag GmbH. Berlin Sm. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 2506-2507 Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutfchlands Kein englischer Schritt in Amerika. Frankreichs Plan mit Bayern. Kulissen der Machausaffäre. München, 16. März. New York, 16. März.( EE.) Das Staatsdepartement er- bezahlen solle und unter welchen Bedingungen zu bezahlen sei; doch Die Münchener Neuesten Nachrichten" verflärte die Nachrichten für unrichtig, als ob ihm ein englischer hält man es für wahrscheinlich, daß Frankreich eine Verminderung öffentlichen heute sensationelle Einzelheiten über die Tätigkeit Borschlag wegen Vermittlung Ameritas zwischen Frankreich der Reparationsfumme zugestehen würde und daß diese im ganzen des französischen Oberstleutnants Richert in München, die und Deutschland zugegangen wäre. Staatssekretär Hughes er- 12 bis 15 Milliarden Dollar betragen sollte, unter der Voraus klärte, alle in der Presse erschienenen Mitteilungen, wonach die segung, daß auch Großbritannien in eine Annullierung der Schulden amerikanische Regierung auf einen derartigen englischen Vorschlag seiner Alliierten willigt und daß eine Militärfonvention mit Engjogar schon eine Antwort erteilt hätte, seien durchaus unbegründet. land die Sicherheit Frankreichs und Belgien gegenüber deutschen Angriffen garantieren würde. Auch Belgien wünscht eine derartige Auf der Suche nach einem Ausweg. Lösung. Die belgische Regierung ist durch die wachsende Oppo Paris, 16. März.( EP.) Der„ Petit Parifien" schreibt zu den sition der sozialistischen Abgeordneten beunruhigt. Meldungen über Unterhandlungen und Vermittlungsversuche: Jeder Falls Deutschland anstatt 30 Milliarden 50 Milliarden Goldmart Bersuch Deutschlands, eine Vermittlung Englands zu erlangen, wird anbote und für deren Bezahlung Garantien gäbe, so wäre Belgien gefchloffene Türen finden. Deutschland wisse, woran es bereit, das Angebot anzunehmen. fich in dieser Beziehung zu halten habe. Es wisse ebenso gut, falls es ernstlich Unterhandlungen herbeiführen wolle, wo der Vermittler jofort erreichbar ist, nämlich bei der Reparationsfom. mission. Die Daily Mail" schreibt ihrerseits, daß in diplomatischen Kreisen folgende offizielle Erklärung abgegeben wurde: Deutschland hat einen Botschafter in Paris und die deutsche Re gierung hat außerdem das Recht, eine Mitteilung an den General sekretär der Reparationsfommission zu richten. Nur auf dem einen oder dem anderen Wege ist die französische Regierung bereit, in Unterhandlungen mit Deut dhland ein ufreten. Frankreich sowohl wie Belgien find jederzeit geneigt, Unterhand lungen zu eröffnen, auf alle Fälle aber werden die franzöfifchen und belgischen Truppen an der Ruhr bleiben. Man wartet auf den ersten Schritt. Paris, 16. März.( EE.) Der„ New York Herald" schreibt an leitender Stelle: Nach Informationen aus gut unterrichteten ameritanischen Kreisen in Paris lauten die Berichte, die dem Staatsdepartement nach Washington zugingen, in ihrem Hauptinhalt dahin, daß Frankreich und Belgien ebenso sehr wie Deutschland den Be. ginn von Berhandlungen wünschen. Aber allgemein wird erklärt, daß der erste Schritt von Deutschland ausgehen müffe, und daß Deutschland diesen auch in den nächsten 14 Tagen unternehmen werde. Dem Staatssekretär Hughes wurde mitgeteilt, daß Frankreich jedes Angebot aus Berlin in die ernsteste Erwägung ziehen wolle, vorausgelegt, daß das System der allmählichen Räumung des Ruhrgebiets, wie es in Brüssel ange fündigt worden war, von Deutschland angenommen werde. In Washington hat man den Eindruck, daß weder Frankreich noch Belgien einen endgültigen Plan haben, was Deutschland eigentlich -Weitere Ruhrfrage und Orientkrise. Nach mehrwöchiger Pause meldet sich die Orientfrage erneut auf der Schaubühne der großen Politit. Hierbei zeigt sich wieder die enge Berkoppellung der östlichen Fragen mit den internationalen Komplitationen in Mitteleuropa. Die von der Türkei, nach dem Abbruch der Lausanner Konferenz, ausgearbeiteten Gegenvorschläge sollen nun von den Alliierten in London auf ihre Brauchbarkeit geprüft werden. Der französische Botschafter in London, Graf St. Aulaire, hatte gestern bereits eine eingehende Unterredung mit Lord Cur on. Sonntag treffen voraussichtlich Herr Bompard und die französischen Sachverständigen in London ein. Es ist wahr scheinlich, daß auch die Bertreter der italienischen Regierung bereits Montag in London eintreffen werden, und daß die interalliierte Konferenz alsdann Dienstag früh im Foreign Office ihre Arbeit beginnen wird. die Ziele und Mittel der französischen Politik in Bayern restlos enthüllen. Oberstleutnant Richert, der im Frieden zuletzt Generalstabschef einer amerikanischen Armee gewesen war und später als französischer Kohlenkommissar im Saargebiet und als politischer Beraterdes Generals Degoutte in der Ruhroperation fungierte, hat bei einer Sizung der Landesverräter Fuchs und Machaus mit einigen Herren, die an der Sizung nur teilnahmen, um den Berrat zu verhindern, folgendes ausgeführt: Die Franzosen wollten eine Unterstügung einer Ruhroperation durch die Herbeiführung eines Staatsstreiches in Bayern vor allem, um die deutsche Abwehr an der Ruhr zu verwirren und zu zerbrechen. Wörtlich fagte Richert: Meine Herren! Wenn Sie nicht in diesen Tagen handeln, so hat eine bayerische Aktion für Frant reit fein Interesse mehr. Denn Ihre Attion muß und wird die Regierung Cuno zu Fall bringen und eine Räteregierung in Mitteldeutschland herbeiführen." Auf die Einwendung, daß die Kräfte der betreffenden Organisation nicht ausreichen würden, erklärte Herr Richert ausdrücklich:" Das schadet nichts; handeln Sie! Denn auch eine fleine Attion wird die gewünschte Wirkung in Norddeutschland( nämlich kommunistische Unruhen) herbeiführen." Dem Landesverräter Machaus war nach seinem Bericht bei seiner legten Anwesenheit in Mainz- Castell von dem französischen Oberst du Baque angeboten worden, mit Hilfe des schon 1919 verwendeten französischen Agenten, den man ihm Bon französischer Seite wird bereits versucht, die wieder jederzeit vorstellen tönne, in Mitteldeutschland bol. beginnenden Orientverhandlungen zur Verhinderung etwaiger äußeren Anlaß zur Aktion zu geben. Auf die Frage, warum chemistische Unruhen herbeizuführen, um Bayern den Interventionsabsichten Englands in der Ruhrfrage benn Frankreich ein solches Interesse an einem Butsch in zu benuken. Charakteristisch ist in dieser Beziehung ein Artikel München habe, äußerte Richert folgendes:„ Es beginnt jetzt des Pariser Temps", in dem deutlich zu verstehen gegeben eine neue era der europäischen Politit. Die wird, daß jede derartige Initiative Englands die franzö⚫ Ruhrgebietsoperation ist feine Fortfegung der Reparations fische Orientpolitit in einem England uner wünschten Sinne beeinflussen würde. Dieser Wint mit dem Jaunpfahl" scheint bereits praktische Ergebnisse gezeitigt zu haben. Denn wie ber Matin" aus London meldet, foll Lord Curzon bei seiner gestrigen Unterredung mit dem Grafen St. Aulaire fich mit dem offiziellen Dementi befakt haben, nach welchem England nicht beabsichtige, eine sofortige Intervention in der Ruhrfrage vorzunehmen. " andere Abordnung der belgischen Sozialistischen Partei nach Paris fommen, um mit den franzöfifischen Sozialiffen zu fonferieren, politit, sondern es wird mit diesem Schritt eine neue europäische Politit eingeleitet. Es wird unter der Vormacht. tellung Frankreich sein europäischer Bölter. bund geschaffen werden, der Frankreich, Italien, die Kleine Entente, Bayern und einzelne Teile von Deutschösterreich umfaßt." Eine Frage, ob Frankreich feine Sorge vor dem Bolschemismus habe und ob nicht Frankreich ein Intereffe daran hätte, den Bolschewismus in Frankreich zu be tämpfen, beantwortete Richert folgendermaßen:" Für Frankreich besteht feine derartige Sorge. Zur Bekämpfung des Bolschewismus in Deutschland braucht Frankreich auch Bayern nicht. Das wird es schon selbst beforgen. Frankreich hat jetzt Dankbarkeit erwerben, wenn zur Unterstützung der französiweifellos für die nächsten fünfzig Jahre die erste und stärkste schen Ruhraktion jetzt eine Attion in München geschehe." Diese Enthüllungen sind von grundlegender Bedeutung. Sie beweisen nicht nur, daß Frankreich das Ziel einer 3 er ftüd elung Deutschlands noch feineswegs aufgegeben hat und daß die Ruhrattion auch unter diesem Gesichtspuntt betrachtet werden muß, sondern sie zeigen auch, daß RechtsDie Schreckenstaten von Buer. Eine belgische Arbeiterdelegation. Die Franzosen verhindern die Untersuchung. Brüssel, 16. März.( EE.) Der Generalrat der Gewerkschafts10 Personen vermißt. fommiffion der Belgischen Arbeiterpartei erwählte eine Abordnung, der beiden französischen Offiziere kommt nicht vom Fled. Die HauptBuer, 16. März.( TU.) Die Untersuchung über die Erschießung die sich in das Ruhrgebiet zu begeben hat. Außerdem wird eine zeugen, der Landwirt Sandmann und der Bergmann winfing, find noch immer nicht freigelassen worden. Bei lehterem fand gestern eine Haussuchung statt. Winting jagte Englische Intervention in Rußland. aus, er habe direkt gesehen, wie zwei französische SolLondon, 16. März.( WTB.) Der Unterstaatssekretär im Ausdaten auf die Offiziere gefchoffen haben. Die hiesige wärtigen Amt Mac Neill erklärte gestern im Unterhaus, es würden Kriminalpolizei hat heute den Dienst eingestelli, da ihre Arbeit durch alle Bemühungen unternommen, um das Leben des römisch- kathodie Maßnahmen der Befahungsbehörden und durch das Treiben lischen Erzbischofs von Petersburg und von vierzehn anderen radikale und Kommunisten für Frankreich nichts der französischen Soldaten unmöglich gemacht wird. Der Ober- Priestern, die in Mostau gefangen gehalten werden unter der Be- weiter sind als Puppen im franzöfifchen Mariobürgermeister ist noch in Haft. Entgegen anderslautenden Mel- fchuldigung, daß fie fich weigerten, Kirchenschätze auszuliefern, zu nettenspiel. Der nationalistische Rummel in Bayern, die dungen muß nochmals festgestellt werden, daß die beiden Schuh- retten. Der britische Vertreter in Mostau habe offigible fommunistischen Bühlereien in Mitteldeutschland( augenblic polizeibeamten& ra uje und Mohr nicht standrechtlich erschossen, Schritte beiber Sowjetregierung getan, und der ruffifche lich vor allem in Sachsen) französische Spitzelmache! Krause fondern fofgefchlagen worden sind. Die Militärbehörde ver- Handelsvertreter in London sei ersucht worden, sein möglichstes zu Das sollte zu denten geben. Es sollte vor allem die bayerische weigert die Freigabe der Leichen und die Angabe der Namen der tun, um ein Todesurteil zu verhindern. Regierung und den Teil der bayerischen Parteien, die fich des Inhaftierten und Tofen der Sonntagnacht. Die Bevölkerung Rechts auf eigene politische Anschauungen noch nicht begeben ift in Unruhe, weil außer den schon als ermordet haben, aufrütteln aus dem wohlwollenden Halbschlaf, mit dem Gemeldeten weitere 10 personen vermißt werden. man das nationalsozialistische und deutschvölkische Soldatenspiel an sich vorüberträumen läßt. Bermutlich werden die Leichen deshalb nicht freigegeben, weil fie zu sehr entstellt sind. Die Leiche des kriminalaffiftenten Burchhof war derart zugerichtet, daß selbst seine nächsten Kollegen ihn nicht mehr erkannten. Nur ein Fingerring verriet, men man vor sich hatte. Straffreiheit für Frauenmörder! Paris, 16. März.( WTB) Aus Düsseldorf wird gemeldet, der französische Unteroffizier, der auf dem Bahnhof Biel bei Düsseldorf ein junges Mädchen erschoß, wurde zu zwei Monaten Gefängnis mit Strafaufschub verurteilt. Abgekürztes Verfahren. Lenins Nachfolger. London, 16. März.( EE.) Nach einer Moskauer Meldung des Daily Telegraph" ist zum Nachfolger Lenins Ramen eff erwählt worden. Die russische Handelsabordnung erhielt aus Moskau ein neues Bulletin über den Gesundheitszustand Lenins, worin es heißt: Lenin hat Schwierigkeiten beim Reden. Die Lähmung der rechten Hand und des rechten Fußes dauert fort. Der allgemeine Zustand ist besser. Börsengerüchte. Zahlungsschwierigkeiten im Groß- Warenhandel. An der heutigen Berliner Börse traten allen Dementis zum Bochum, 16. März.( rb.) Zur Ermordung des Rolonial Troß mit größter Bestimmtheit Gerüchte auf, wonach die Borwarenhändlers Ludwig, der vor einigen Tagen in Bochum bereitungen über Verhandlungen über die Ruhrfrage von einer französischen Patrouille erschossen worden ist, wird auf bereits so weit gediehen sind, daß in naher Zukunft mit ihrem BeGrund amtlicher deutscher Feststellungen noch folgendes bekannt: ginn zu rechnen sei. Man nimmt allerdings an, daß diefe BerhandLudwig hat an einer Beerdigung und darauf folgenden Trauer- lungen fich fehr langwierig gestalten werden. Die Börse zeigt besfeierlichkeit teilgenommen. Als er sich mit zwei Bekannten gegen halb im Devisen wie im Effettenverkehr äußerste Zurüdhaltung. 10 Uhr abends auf dem Heimwege befand, wurden sie unter Ein geringes Angebot drückt schon merklich auf die Kurse. halb der Bahnüberführung in der Herner Straße von 3 mei fran-, Die beunruhigenden Meldungen über weitere 3ahlungs. zösischen Soldaten angehalten und nach ihren Päffen befchwierigteiten im Warengroßhandel machen über. fragt. Als Ludwig seinen Baß nicht schnell genug zur Hand hatte, dies starten Eindruck auf die Börse. Während die Devisenturfe murde er verhaftet Seine Begleiter hörten einige hundert ziemlich unverändert blieben, fam es am Effettenmarkt zu Schritte entfernt Süffe fallen und darauf Hilferufe. As fie meiteren beträchtlichen Rüdgängen. Besonders schlecht lagen Hinzuellten, fanden sie Ludwig blutüberströmt auf der Straße liegen. die meisten Montanwerte, Chemische Aftien und Anteile von Ein hinzugerufener Arzt konnte nur noch den Tod feststellen, Maschinenbauanstalten. G Es foll nicht verkannt werden, daß auf seiten der Rechtsradikalen ehrliche Entrüstung über den Vertrag von Ber sailles und ernster Wille, dem Vaterlande zu helfen, vorhanden find. Aber da es in der Politik nicht auf die Motive, sondern auf die Wirkungen ankommt, muß einmal deutlich gesagt werden, daß die sogenannte vaterländische" Bewegung in Bayern durchaus reichsfeindliche und zerstörende Wirkungen ausübt. Schon im Spätherbst 1922 traten nach den Münchener Neuesten Nachrichten" Fuchs und Machaus an verschiedene vaterländische Organisationen mit dem Borschlag heran, eine nationale Erhebung" in Bayern herbeizuführen. Das war alfo zu der Zeit unmittelbar nach der bayerischen Opposition gegen die Gesetze zum Schuhe der Deutschen Republit. Wenn von dieser Seite heute behauptet wird, man sei auf die Intentionen der Fuchs und Machaus lediglich deshalb scheinbar eingegan gen, um die Verräter und ihre Bläne im entscheidenden Augenblic auffliegen zu laffen, fo liegt an und für sich kein Grund vor, an der Richtigkeit dieser Darstellung zu zweifeln, aber es muß doch eigenartig anmuten, daß die Machaus und Fuchs sich des Umganges hoher" und höchster" Kreise, mie 3. B. des Mittelsbachers Rupprecht, erfreuen durften, ohne daß diefe Kreise von den Eingeweihten gewarnt wurden. Die Enthüllungen über die Aeußerungen des Oberstleutnants Richert, dessen Ungeniertheit übrigens erstaunlich ist, müssen jedenfalls die Bestrebungen jener Kreise, die sich als die Kron oächter des Nationalismus aufspielen, auf das bedenklichste bloßstellen. Wenn es bisher noch nicht bekannt war, so weiß man jetzt aus maßgebender Quelle, daß Frankreich auf nichts so sehnsüchtig wartet, als auf die von Hitler, Wulle, Graefe und Genossen angekündigte„Scheidung der Geister". Die Angelegenheit ist übrigens mit den Erklärungen der „eingeweihten" nationalen Kreise keineswegs erledigt. Unser Parteiorgan, die„M ü n ch e n e r P o st", stellt an die b a y e- tischen Behörden einige Fragen, deren Beantwortung in der Tat sehr dringend ist: Hat Bezirksoberamtmann Graf v. S o d e n, der von den Treibereien des Richert erfahren hatte, seiner vorgesetzten Behörde Meldung gemacht? Wenn ja, wie ist es möglich, daß Berger, Fuchs, Richert und Machaus ihren Hochverrat bis zum 20. Februar 1923 treiben konnten, ahn? von irgendwem gehindert zu werden? Für Uneinge- weihte ist es unbegreiflich, daß die Polizei trotz aller Bor- bereitungen Herrn Richert am 2V. Februar ent- kommen ließ. Damit hat man die Aufklärungsquelle selbst verstopft. War das Unfähigkeit oder Absicht? Das find Fragen, deren Beantwortung notwendig ist, auch wenn sie den bayeri- sehen Behörden unangenehm sein sollten. Vor allem muß aberimmerwieoergefordertwerden.daßder Hochverratsprozeß gegen Fuchs, Machaus und Genossen der Oeffentlichkeit nicht ent- zogen wird. Die Oeffentlichkeit hat nicht nur ein Anrecht darauf, zu wissen, mit welchen Karten in Bayern gespielt wird, der ganze Prozeß wird auch ein sehr gesundes Memento für Herrn Hitler und die nationalen Verbände sein, die scheinbar noch immer nicht einsehen wollen, wie nahe an Hochverrat ihre maßlosen Hetzereien gegen jede wie auch immer geartete Berliner Regierung grenzen. Itlüncheu, 16 März.(TU.) Der„älegensburger A n- zeiger", das Organ des Abg. Heid, des Führers der Bayerischen Volkspartei, unternimmt einen aufsehenerregenden V o r st o ß gegen den General Ludendorff. Es erklärt, daß das Haus Ludendorffs eine politisch« Zentrole geworden sei, in die zahllose Fäden einmünden und nach allen Richtungen aus- strahlen. Auf die Dauer lasse sich die Zurückhaltung Ludendorff gegenüber um so weniger aufrechterhalten, als seine Politik allen anderen als einem bayernfreundlichen herzen entspringe. Das Be- streben der Ludendorffschen Politik geh« darauf hinaus, alle Ent- Wicklungen zu stören, die auf eine Stärkung der bayerischen Stet- lung in Deutschland hinauslaufen könnten. Di« Angst vor einem Groß-Bayern spiele eine nicht untergeordnete Rolle. Das Blatt schreibt, daß die bedauerlichen Gegensätze in der vaterländischen Bewegung in Bayern zum Teil aus die Schuld des Generals Ludendorff zurückzuführen feien. Ferner wird auf die engen Beziehungen Ludendorffs zur nationalsozialistischen Bewegung hin- gewiesen und endlich die Art und Weise erwähnt, wie er aus die österreichische Politik Einfluß zu nehmen bestrebt sei, indem er den Protektor der schwarzgelben Legitimisten in Oesterreich mache und fein« Anhänger in Oesterreich gewaltig gegen Bayern hetze mit einer offenen Spitze gegen die Wittelsbacher(?). Der tzelfferich-ölock. Stimmen zur gestrigen Reichstagssitzung. In Berlin erscheinen am Morgen vier demokratische Blätter,„Berliner Tageblatt",„Vossische Zeitung",„Morgen- post" und„Berliner Bolkszeitung", ein der Volkspartei nahe- stehendes Blatt, die„Deutsche Allgemeine Zeitung", und fünf Rechtsblätter,„Kreuzzeitimg".„Deutsche Zeitung".„Deutsche Tageszeitung",„Tag" und„Berliner Lokalanzeiger". Das einzige demokratische Blatt, das zur gestrigen Reichs- tagssitzung Stellung nimmt, ist die„B e r l i n e r V o l k s- zeitung". Sie schreibt: Helssorich— das zeigte sich gestern besonders deutlich—, Helffe- rich hat heule In den großen Sleuersragen die Führung nicht nur eines geschlossenen Vürgerblocks. sondern auch des Reichsfinanz. Ministeriums. Helfferich wirkt bei feinen Reden immer provokatorisch. Gestern war ihm die Führerrolle, die ihm die bürgerlichen Das öeutfchnationale Taschenbuch. Bon Lena. Ich nehme teil an einem Bortragszyklus, der für Künstlerinnen bestimint ist. Neben mir sitzt ein« Reihe älterer Damen, zumeist Adlige. Malen ist nämlich«ine standesgemäße Beschäftigung. Schau- platz eine Mittelstadt mit regem Kunstleben, früher Sitz eines kleinen Fürstenhofes. Vor einigen Tagen stehen, als wir nach Schluß des Vortrage» Mäntel und Hüte vom Ständer holen und anlegen, neben mir zwei jener obn erwähnten Damen. Die eine zeigt der anderen — einen kleinen Karton öffnend— feinen weißen Leinenbattist und nennt«inen nicht eben niedrigen Preis, für den sie ihn erworben hat. „Ich will Toschentücher daraus machen," sagt fie. Man interessiert sich jetzt für jeden Einkauf. Ich frage, wo sie den Stoff gekauft hat. „Er ist von der Partei," sagt sie,„wissen Sie, deutschnationol." Sie setzt als selbstverständlich voraus, daß ich dos auch bin und fährt fort: „Fraü von Ty. verkauft sie, um der. Partei den Bezug zu er- leichtern und die Juden auszuschalten. Sie können ihn bei Xtj. bekommen." Ich hätte gern geantwortet:„Verbindlichsten Dank, aber ich habe keine Verwendung für ein deutschnationales Taschentuch," doch ich schwieg lieber und beschloß zunächst über den Fall nachzudenken. Dabei wurde mir klar, daß sich dabei ganz ungewohnte Perspektiven eröffnen, und ich bin gern erbötig, den Deutschnationalen allerlei Anregung zu vermitteln. Wie simpel, wie gar nicht ausdrucksvoll ist doch solch«in glattes weißes Taschentuchl Ich empfehle dringend, insbesondere den Völkischen, die vier Zipfel mit Hakenkreuzen zu besticken. Beim Schnauben hat man dann darauf Acht zu geben, daß man sich genau in die Mitte schnauzt und die vier Zipfel mit den Hakenkreuzen elegant herabhängen. Wenn der Herr des Hauses nachmittags schläft und das Gesicht gegen die Fliegen mit dem Taschentuch zudeckt, so ist das ausgebreitete Hakentreuztuch geradezu«in Glaubensbekenntnis. Es ist aber nicht einzusehen, warum deutschnationoles oder deuifchvölkisches Empfinden nur im Taschentuch in die Erscheinung treten soll. Weitere Kleidungs- und Wäschestücke können auf das Geistvollste herangezogen werden, denn ich nehme an, daß Frau von Ty. in echt nationalem Empfinden auch für diese mit Aus- schaltung der Juden sorgt. Wie wäre es für ein Frauenhemd mit dem eingestickten Spruch: „Der Jude zieht uns bis aufs Hemd aus!"????? Wobei man zwar von dem Juden, keinesfalls aber von der Frau, die das Hemd trögt, etwas Schlimmes denken darf. Parteien bis zu den Demokraten allzu willig in Steuerfragen übertragen haben, wohl zu Kops ge. stiegen und so erzeugt« er Lärmszenen, die der Sitzung ihr Gepräge gaben. Die„Dolchstoß"-Legende wurde auch in diesem Falle von ihm aufgewärmt. Das geht sehr einfach: Wer feststellt, daß die Profitmacher sich in Deutschland erfolgreich von der gerechten Be- steuerung drücken können, der lieferr dem Feind Material gegen die deutsche Finanzvcrwaltung, ist also Dolchstößer! Don der Linken, die gestern leider er st jenseits der Demokraten begann, wurden Helfferich böse Dinge zugerufen. Als geftagt wurde, wer ihn„Lügner" genannt habe, bekannten sich fast sämtliche Sozialdemokraten zu dieser Meinung. Als aber ge- fragt wurde, wer von den Deutschnationalen den sozialistischen Ab- geordneten Dr. Hertz mit dem Wort„Iudenjunge" angepöbelt habe, da schwiegen die Helden von rechts. Wird den Demokraken der ZNilkelparteien nicht unheimlich bei dieser Peltgenossenschafl? Die anderen drei Demokratenblätter— s ch w e i g e n I Die„Deutsche Allgemeine Zeitung" beschränkt sich auf ein paar Zeilen, in denen sie ihre Unzufriedenheit mit dem Gesetz zu erkennen gibt. Dagegen wird in der gesamten Rechtspresse Helffe- r i ch höchst dramatisch als der Held geschildert, der unter dem Jubel der Bürgerlichen den sozialdemokratischen Redner ab- fertigte.„Wieder," schreibt die„Deutsche Zeitung" triumphie- rend,„bat die Einmütigkeit der nichtsoziali st i- schenParteien einen Sieg über die Linke davongetragen." Und der„Lokalanzciger" schließt sehr hübsch: Als der Redner(natürlich Helfferich. Red. d.„B") mit der Losung„Wir wollen aufbauen!" schloß, war es klar, daß die Ar- beitsgemeinfchaft, allen Zwischenfällen zum Trotz, diese Losung auch beim Aufbau des Gesetzes in die Tat umzusetzen im- stand« war. Herr Helfferich wird damit zum Führer der bür- gerlichen Arbeitsgemeinschaft ausgerufen. Daß es an antisemitischen Anrempelungen des Genossen Dr. Hertz nur so hagelt, ist nach dem gestrigen parlamen» tarischen Vorspiel kein Wunder. Aber es ist doch merkwürdig: Wenn in der französischen Kammer Leon Blum gegen den Ruhreinbruch protestiert: so ruft die Rechte:„Jude, halt's Maul!" Und wenn im Deutschen Reichstag Paul Hertz die Sieuerpolitik der bürgerlichen Parteien kritisiert, ruft man von der Rechten:„Iudenjunge!" Ja, wenn man den Juden sonst nichts vorzuwerfen hätte, als daß sie verlangen, die Reichen sollten ehrlich Steuern zahlen, würden wohl neunzig Prozent des deutschen Volkes Philofemiten werden. Die waffenfunöe im Schloß Caputh. Im Laufe des heutigen Bormittags sind die auf Schloß Caputh aufgefundene Waffen, die in einer R fche des Bodens eingemauert waren, beschlagnahmt und werden nach Potsdam überführt werden. Die zuständigen Regierungsstellen in Potsdam, die mit der Nachforschung über die Angelegenheit betraut sind, haben heute vor- mittag den Schloßbesitzer Herrn v. Willig vernom- m e n. Er behauptet, daß bereits Ende 1918 die Waffen von einem seiner Freunde nach Caputh gebracht und ihm zur Aufbewahrung übergeben worden seien. Er selbst habe sich um die Sache dann nicht mehr gekümmert und habe die Maschinengewehre in dem Ber- steck gelassen, da sie mcht von ihm zurückgefordert worden seien. Auch die anderen Bewohner des Schlosses, darunter der frühere Oberleu Mant der Schutzpolizei o. Kessel, der einen Garten- pavillon des Schlosies bewohnt, wurden darüber vernommen wann die Waffen nach Schloß Caputh geliefert worden seien, da gewisse Anz« ch n darauf hindeuten, daß die Mauer, die da» Versteck der Maschinengewehre umschloß, er st vor kürzerer Zeit aufgeführt worden ist. Man bringt den Waffenfund in Caputh mit Diebstählen in Verbindung, die vor etwa anderthalb Iahren in verschiedenen Potsdamer Arsenalen fest- gestellt worden waren. Bekanntlich hatte man in der Kaserne, in der später die Polizeischule untergebracht war, ebenfalls größere Wafsenbestände gesunden, die in den ersten Revolutionswirren aus Potsdamer Kasernen entfernt und an anderen Stellen untergebracht worden waren. Der Schloßbesitzer, Herr v. Willig, wird sich nun Und wie sich gar ein gewisses diskretes Kleidungsstück, das im wesentlichen aus zwei gleichlaufenden Röhren besteht, sowohl auf Border- wie auf Rückseite sinnig parteipolitisch ausschmücken läßt — man kann da seiner deutschoelkischon Ueberzeugung wen unverhohlener Ausdruck geben, weil es im Verborgenen geschieht und das Gesetz zum Schutz der Republik nicht so leicht in Anwendung kommen kann— ja, welch« Ausschmückungen da möglich sind, das ist gar nicht auszudenken! Ich habe in dieser Hinsicht tatsächlich allerlei fabellzafte Ideen, ober ich werde mich hüten, sie hier zum Besten zu geben, denn ich beabsichtige ein Patent darauf zu nehmen, oder doch mindestens Musterschutz anzumelden, um nachher Frau von Ty. die Kundschaft abspenstig zu machen— natürlich auch nur„um die Juden auszuschalten". Interessenten mögen sich inzwischen immerhin vertrauensvoll cm mich wenden. Nikolais„Lustige Weiber" treiben ihre Scherze nunmehr auf drei Opernbühnen Berlins. Das ist ein Zeichen ihrer musikalischen Unverwüstlichkeit. Die Aufführung in der S t a a t s o p e r ist die beste, weil sie ohne Hinneigung zu besonderen Stilarten ganz auf Gesang, Heiterkeit, Witz, Musik und wieder Musik eingestellt ist. Meyrowitz hat eine gute Ader dafür: die eine Hand gibt das Zeichen zu einer rasenden Unruhe, die andere zu einer behäbigen Gemütlichkeit. Nach beiden Seiten hin mit gewissen Uebertreibungen, doch geschmackvoll und aufmerksam gegen die Solisten. Aus der Bühne ist die Lust mit Laichen und Laune gewürzt, sie scheint teil- zuhaben an den Regungen und Erregungen ihrer Insassen. Straße und Haus, Garten und Kneipe von einfacher, schlichter Unauffällig- kcit. Die Kneipkumpane und Choristen sauber, mitspielend. Frau T a t o p o l, ein« reizende, quecksilbrige, in ihrer Laune und lustigen Keckheit geradezu ansteckend« kleine Weidsteuselin, die dabei ihren Lerchentriller so gut beherrscht wie die angeborene Koketterie. Reben ihr, dunkel und sonor, Frau A r n d t- O b e r. Sehr flott im Spiel und Singen Ärmster und B o t t« u x. H e l g e r s hat die Ur- tief«, das Hohle, gemästet Joviale des Falswss,«r zieht die Töne hoch und nieder, als tränke er dabei schnalzend Champagner. So wirkt er immer komisch, wenn er singt und sich balzend auf dünnen einen wiegt. Rur sein Dialog könnte weniger geleiert werden. ie Auffübrung wurde dankbar hingenommen; in allen Herzen klang es:„Wie freu ich mich—*. K. S. Sparsärge au» Gewebe. Di« Sorge um ein würdiges Begräbnis bedrückt heute manchen der arm und gebrechlich gewordenen Men- schen. Viele gibt es, die den letzten Sparpfennig für die Bestattung des lieben Verwandten aufwenden, um einen Sarg beschaffen zu können. Die Herstellung von preiswerten Särgen ist darum eine wichtige Frage geworden Särge wurden bisher fast ausschließlich aus Holz hergestellt. Holz gehört jetzt und für nicht abschbore Znt zu den wertvollsten Materialien. Der Gedanke liegt darum nahe, der Sargfabrikation ein weniger werkolles T crial zuzuführen Tatsächlich werden zurzeit auch allerorts Versuch« in dieser Richtung mit Särgen au» Schilfrohr, Gips, Pappe und dergleichen gemacht wegen Waffenhinterziehung und wegen Verstoßes gegen die Verordnung über Waffenablieferung zu verantworten haben. Die Untersuchung dürste größeren Umfang annehmen, da nach Aussagen von Personen, die in der Nähe des Schlosses sich aufgehalten haben, erst vor wenigen Monaten nacht» Transporte nach dem Schloß Caputh ausgeführt worden sind, die angeblich mit dem Waffenfund in Verbindung zn bringen sind. Die Selbftlcbutzoraanifationen. Die sozialdemokratische Fraktion des Preußischen Land- tags hat soeben folgende Große Anfrage eingebracht: „In den letzten Wochen haben in der Oeffentlichkeit leb- aste Erörterungen über die Tätigkeit von S e l b st- chutzorganisationen verschiedener Art stattgefunden. Ist die Staatsregierung bereit, Mitteilungen über die von ihr getroffenen Abwehrmaßnahmen zum Schutze der öffentlichen Ordnung zu machen?" Der Amtliche Preußische Pressedienst schreibt: Die nachfolgenden fünf Personen sind in Schutzhaft genom- men worden: der Hauptmann a. D. Heydebreck, der Schlosser Alfons N i e r o b i s ch in Hindenburg, Eisenbahnarbeiter Georg Janoschka in Hindenburg, Glasermeister K o w o l d i t aus Hin- denburg. Heydebreck agitiert in Oberschlesien für die Gründung verbotener Selb st schütz- Verbände. Die anderen sind samt- lich Führer sogenannter Selbstschutz-Gruppen, und zwar derjenigen Formationen, die am 24. Februar d. I. anläßlich des bekannten Fackelzuges in Hindenburg die Zusammenstöh« mit der Schutzpolizei verschuldet und dabei die öffentliche Ordnung und Sicherheit auf das schwerste gefährdet haben. Der Fackelzug war seinerzeit von der Polizei verboten worden, die Demonstranten hatten sich aber an dieses Gebot nicht gehalten. Sämtsiche Verhafteten haben gegen ihre Festnahme Beschwerde eingelegt. Diese Beschwerden sind von der zuständigen preußischen Stelle an den Staatsgerichtshof ab- gegeben worden. Hindenburg, 16. März(Eig. Drahtbericht.) Wegen Eni- lassung von Betriebsräten, die im Kampf mit dem Selbstschutz stehen, sind die Belegschaften vom Borsigwert, Hedwig- wunschgrube, Castellengo und Concordiagrube im Revier Hinden- bürg in den Streik getreten. Der Förderausfall betrögt täglich 7509 Tonnen. Weiter« Arbeitseinstellungen stehen bevor. Die Lag« ist ernst._ fremde in Serlin/ In der„Deutschen Allg. Ztg." findet sich in einer interessanten Rubrik eine interessant« Mitteilung. Es werden die Fremden aufgeführt, die in Berliner Hotels Einzug gehalten haben. Da findet man denn als im Hotel Bristol abgestiegen verzeichnet: 1. Graf Gcdard von Bentinck(Amerongen), 2. Hauptmann von Ilsemann und Frau(Bern), der f r ü» her« Adjutant Kaiser Wilhelms. Der Zufall spielt manchmal sonderbare Streiche. Daß der Gast- g e b e r des Kaisers aus Holland und der Adjutant aus Bern gleichzeitig im gleichen deutschen Hotel absteigen, kann natürlich ganz zufällig sein. Und doch wird es manche Leute geben, die sich über solchen Zufall gerade jetzt ihr« besonderen Gedanken machen. Dr. Mayers Nachfolger im Reichslog. An Stell« des ver- storbenen Abgeordneten Dr. Mayer tritt der Münchener Stadtrat Hans Rauch(Bayerische Volkspartei) in den Rcichstag ein. Russisch-polnischer Gefangenenaustausch. Der polnisch« Sejm hat das Gesetz betreffend den Austausch politischer Verbrecher zwi- schen Polen und Sowjetrußlcmd angenommen. Auf Grund dieses Vertrags werden die in Polen befindlichen 317 Kommunisten gegen 617 in Rußland befindliche Polen ausgetauscht. Der Kurs Mossoliui. Der italienische Ministerrat billigte das Projekt, die Staatsbohnen der Privatrndustri« zu übergeben. Englische Schuldruzahluug an Amerika. Reuter meldet au» Washington: Gestern ist seitens Großbriwnnien» die erst« Zahlung gemäß dem Schuldenfundierungsabkommen erfolgt. Sie beläuft sich auf 4 128 099 Dollar. Die Gesamtschuld ist damit auf 49 699 909 Dollar vermindert. Ein neuer, gesetzlich geschützter Sorgtyp wird neuerdings von einer Rahmenbaugescllschast im Erzgebirge fabriziert. Dieses Modell besteht aus einem leichten, dabei ober äußerst stabilen, auf Druck und Zug statisch berechneten Rahmengestell, über dos eine straffe Hülle aus besonderem Gewebe gespannt wird. Das Aeußere dieses in harmonischer Linienführung gestalteten Sarges erhält einen entsprechenden Anstrich mit geschmackvoller Dekorierung nach Künstlerentwürfen. Das Unterteil des Sarges wird innen mit einem undurchlässigen Einsatz ausgestattet. Gewicht gelegt wurde auch auf bequeme Transportfähigkeit; ein solcher Sarg wiegt nur etwa 35 Pfund. Don außerordentlicher Bedeutung aber ist, daß sich der Preis dieser Särge um rund die Hälft« der bisher gebräuchlichen einfachen Holzsärg« ermäßigt. Schildkröten als städtische Angestellte. Eine amerikanische Stadt Hillsdaie besitzt wohl die merkwürdigsten Angestellten, die es gibt, nämlich richtig« Schildkröten, die eine sehr nützliche und notwendig« Arbeit verrichten. Di« Stadt ist auf lockerem Boden gebaut,-und die Röhren, die das Obetfs'ächenivasstr in die Tief« leiten, werden bei dem leichten Sandboden häufig verstopft, besonders wenn schwer« Regen- oder Schneefäll« viel«and hineinspülen. Da die Röhren viel« Kilometer lang sind, so würde es den Steuerzahlern sehr viel Geld kosten, um diese Anlage durch Maschinen und menschliche Arbeitskräfte zu säubern. Die Stadtväter von Hillsdale aber kam«n aus«inen genialen Gedanken. Es gibt in dieser Gegend eine kleine Schildkröte, die nichts lieber kt, als in Sand und Schlamm zu graben. Man nahm nun eine dieser Schildkröten, befestigt« ihr«in« lang« Schnur um den Schild irnd lieb st« dann in eine Röh-re hinein- kriechen, die verstopft war. Eine halbe S'unde später verkündct« der Ruf eines Gehilfen, der einige hur-Xst Me'er entfernt am andern End« der Röhre stand, daß die Schildkröte glücklich angekommen war. Sie brachte eine M-nig« Send und Schlamm mit sich und hatte di« Leitung aeläubert. Nach t-iesem alücküch geluna-enen Versuch hat man die Schildkröten in fliS�CTer Anzahl angestellt und so«in« prompte u-nd billig« Rchrenreinigung erschien. Im Teuckche» Cbcrndnu* k-eg-niit Hermann Iadlomker am Zonntaa lein Ka-Upirl als Köninaiobn in Humperdincks.Käni'Skinder". In Gilberls„Katja die Täncerin-', den S-iila-ier des.Neuen OperetlentbealerS-, ist die Titelrolle neu beletzt. Eine Wienerin, Grete Sedlitz, mach? ihrer Heimalltadt. die io viele Öbcreitcnd'vaS bervoraetrackl hat. alle Eine. Sic eiitwickcll in Sviel und Gelanq. In Ge- ilalt und Temperament alle Onaütäiea die vereint die rechte Operetten- tilnillerin ausmachen. Kunktcbrontk. Die A-iSstellunq Deiner. ,L t l d e r auS dem Harz", WüMmlir. 69, tri' d bis zum 23. verlängert. Tor Lktte-Verein veran'tal'ct in der Anla des?ettkbauseS sBictoria- Luiie-VIatz) rum Leiten der Rndrhitse Sonnabend, 7,8 Nbr. eine bl'toiische »Nodeiyiban in der sioim von lebenden Bildern. Im Wikinqpaia''-iinber liriedri'i-Dildeln'siädlischeS Tkieater) wird 'or>i abend ein»enrS K barert' eröffnet. Wicki'rlS Rackiio ger. iZiir den zu Oitern nah F'.a-ffnrt a M ober- sudelnden Dr. ftrifc W chert übernimmt. Dr. G F. H a r l l a u d«IS stell- stellrerlrelender Dirctior die Leitung der Kunsthalle und dr< jreien Bundes zur Sinbüigerung der bildenden Kunst in Mannheim. Gedenket der Märzgefallenen! Antwort eines Demokraten. " 1 Am Sonntag um 2 Uhr treffen sich die Parteígenossen zur Ehrung der Märzgefallenen. Keiner darf fehlen! Gewerkschaftsbewegung Der Konflikt im Holzgewerbe. schen Erben für Neubauten und dergl. Baustoffe, Maschinen usw.' in großer Menge zu kaufen suchten. Die Bewerber erhielten Geschäftsbriefe mit dem schönsten Vordrud, wie ihn sich nur ein gefchäftsgewandter Kaufmann ausfinnen fann. Die ersten Berhandlungen aber wurden in der Regel durch den Fernsprecher geführt. Wenn man sich dann über die Waren, den Preis und die Lieferzeit geeinigt hatte, so bestätigte der Generalbevollmächtigte" alles nod) arbeitsministerium von einem unparteiischen Schiedsgerich Wie bereits schon mitgeteilt, ist am Montag im Reichs einmal schriftlich. Der Berabredung gemäß fandte er dann an dem ein Vergleichsvorschlag für das Holzgewerbe gefällt worden. vereinbarten Liefertage ein Laftauto, ließ die Ware abholen und Diesen Borschlag, der eine Zulage von 10 Proz. ab 11. März vordurch den Wegenführer in einem sorgfältig bearbeiteten Briefe einen sieht, haben, wie Böse in der gestrigen Funktionärtonfe Bar sched in Höhe des Kaufpreises überreichen. Unteredessen ren 3 befannt gab, die Arbeitgeber abgelehnt. Sie haben aber hatte der Schwindler, wieder als„ Bevollmächtigter der von den Holzarbeiterverband wissen lassen, daß sie nicht in der Lage Bredowschen Erben", bei einer anderen Firma die ganzen Waren wären, über die bereits bewilligten 38 Proz. hinauszugehen und unter dem Preise verfauft mit der Begründung, die von Bredowschen müßten daher jede weitere Lohnaufbefferung ablehnen. Böse führte Erben hätten ihre Baupläne wegen der ins Unendliche steigenden weiter aus, daß sich die erweiterte Berwaltung mit der so geschaf Roften aufgegeben und wollten das bereits erworbene Material fenen Situation beschäftigt und mit Mehrheit eine Entschließung, wieder abstoßen. Dieser Firma führte nun der Schwindler mit dem die zugleich auch den Funktionären vorgelegt werden soll, gebilligt Kraftwagen, den er als feinen eigenen ausgab, das Material zu habe, in der es heißt: und ließ es fich bar bezahlen. Für seinen Sched war natürlich feine Dedung vorhanden. Zuletzt spielte der Gauner den General bevollmächtigten der Einkaufsstelle der Konsumgenossenschaft Deutscher Binnenschiffer. Troß eifrigster Bemühung ist es der Kriminal polizei immer noch nicht möglich gewfen, den Millionengauner zu faffen. Bon einem Berliner Mitglied der Deutschen Demokratischer Partei geht uns ein Schreiben zu, das sich mit de: gestrigen Atstimmung in ber Berliner Stadtverordnetenver sammlung beschäftigt und in dem es unter anderem heißt: Ich habe seit langem mit heftigstem Widerwillen beobachtet, daß die Richtung Gothein Schiffer innerhalb der Deinofratischen Partei immer größere Fortschritte macht. Trotzdem hoffte ich auf Befferung. Zeichen dafür waren vorhanden, denn vorgestern noch wurde mit Stolz auf die bevorstehenden Märzfeiern hingewiesen.... Wieviel man aber von dieser Scheindemokratie in de: Tat zu erhoffen hat, das haben die demokratischen" Bertreter in der gestrigen Sigung der Stadtverordnetenversammlung bewiesen, die sich nicht scheuten, das Andenten der alten 48er ge radezu zu schänden, indem si, nun sie endlich einmal die Macht zu wirklicher Entfaltung demokratischer Propaganda hatten, verhinderten, daß auch ein äußerliches Zeichen geschaffen wird, das an den Sieg der Ideen von 1848 erinnert. Und ebenso bezeichnend ist es, daß außer dem Vorwärts" von den Berliner Blättern nur das Ruschte- Blatt ein trauriges Rein Plaz der Republik Der vergessene März!" für diesen reaktionären Sieg übrig hat. Daß die Gründe für die Annahme des Antrages auf würdige Instand fehung des Friedhofs der Märzgefallenen auch nicht ter Liebe der bürgerlichen Parteien zu den alten 48ern zu danten ist, beweist die höhni che Bemerkung der Deutschen Tageszeitung", die die Annahme als„ fleines Trostpflästerchen für die Linke" bezeichnet. Ich hoffe, daß sich die demokratischen Bertreter auch weiterhin tie Anerkennung Eine Familientragödie hat sich in der vergangenen Nacht in der völl schen„ Deutschen Zeitung" verdiener, die jetzt die Demo- dem Hause Schreinerstr. 48 abgespielt. Dort wurden heute morgen fraten anerkennend in die vernünftige Stadtverordnetenmehrheit" die 32 Jahre alte Frau Charlotte Bienert und ihre beiden aufgenommen sieht." Rinder, der 12 Jahre alte Sohn Hans und die 9 Jahre alte Tochter Hildegard, in der mit Gas angefüllten Wohnung tot auf gefunden. Die Mutte: hatte sich außerdem an der linken Hand die Pulsader geöffnet und war an Verblutung gestorben. Die Veranlassung bedarf noch der Aufklärung. Der Bruder der Witwe, der in der Schlächterei beschäftigt war, fand heute früh gegen die Gewohnheit die Ladenräume noch ge schloffen. Als er auf mehrfaches Klingeln und Klopfen feinen Einlaß erhielt, benachrichtigte er die Schutzpolizei. Inzwischen drang auch starter Gasgeruch aus den Wohnräumen. Der Bruder schlug jetzt " Ich hoffe und wünsche," so schließt die Zufchrift, taß gleich mir zahlreiche Demokraten ihren Sprechern im Stadtparlament und in der Presse die richtige Antwort geben werden und einer Partei den Rücken fehren, die den Sinn für demokratische Ideale verloren hat und deren Führer nicht imftande sind, die Gefühle der noch unverbildeten Demofraten zu verstehen und tie Forderungen ihrer Wähler zu beherzigen!" Der Prozeß der Giftmischerinnen. Der Beginn der Plädoyers. Eine Familientragödie. Mutter und Kinder in den Tod. Schiedsgericht in feine: Entscheidung die tatsächlichen Verhältnisse „ Die Vertrauensleute und Betriebsräte bedauern, daß das bei der Festsetzung der Lohnzuschläge nicht beachtet hat. Daß jedoch die Arbeitgeberorganisation aber noch diese minimalen Zulagen abgelehnt hat, bedeutet eine offene Herausforderung. Die Funktionäre hehmen troß der minimalen Zugeständnisse, die der Schiedsspruch bringt, diesen an. Im weiteren erhielt die Ortsver waltung Bollmacht, die notwendigen Maßnahmen zu treffen, falls eine Berständigung nicht zustande kommen sollte. In der nun folgenden Diskussion tam die Meinung zum Austrud, daß jetzt der Kampf auf der ganzen Linie beginnen müffe. von anderer Seite wurde aber auch geltend gemacht, daß, nachdem das Arbeitgebertum den Bergleichsvorschlag abgelehnt habe, man den Arbeitgebern feinen größeren Gefallen tun fönnte, wenn auch die Arbeitnehmer eine ablehnerde Haltung dem Bergleichsvorschlage gegenüber einnehmen. Der einzige Ausweg wäre hier die weitgehende Entschließung der Verwaltung. Nach einem furzen Schlußwort Böses nahmen die Funktionäre die genannte Entschließung Verantwortung für die weitere Entwicklung des Konflikts. Er kann mit großer Mehrheit an. Bei den Unternehmern liegt jetzt die fofort beigelegt werden, wenn die Unternehmer emas guten Willen zeigen. Die rote Reichsgewerkschaft. Die Reichsgewertschaft deutscher Eisenbahnhandwerker hatte zum Auch heute wieder standen dichte Scharen vor dem Eingang eine Scheibe ein und stieg in die Wohnung. Frau Bienert lag zum Schwurgerichtssaal, die auf die Wiederherstellung der Deffent. mit ihren beiden Kindern in dem mit Gas gefüllten Schlafzimmer 13. März in Harburg a. d. E. eine öffentliche Versammlung einlichkeit warten. Ihre Hoffnung sollte diesmal nicht getäuscht wer. im Bett. Sie hatte sich mit einem Schlächtermesser die Bulsader berufen, zu der sie anstatt des angekündigten Vorsitzenden Koch den den. Zu Beginn der heutigen Sigung wurde beschlossen, die Deffent- durchschnitten. Die Kinder waren an Gasvergiftung gestorben. aus dem DEV. ausgeschlossenen Eisenbahner Rallenberg als lichkeit wiederherzustellen. Schußpolizei suchte den Ansturm zu Neber, die Schußpolizei suchte den Ansturm zu Wiederbelebungsversuche waren ohne Erfolg. Die drei Leichen Referenten entiandte. Ileber die wirtschaftliche Lage der Eisenbahner" hemmen, so daß die Zuhörer nur einzeln in den Saal gelangen wurden beschlagnahmt. Die Witwe hatte schon vor längerer Zeit wußte dieser Referent vor den 30 Zuhörern zwar nichts zu sagen, doch zog er umsomehr über den Hauptborstand des DEV. her. In fonnten. Balb aber war de: Zuhörerraum Ropf an Ropf gefüllt, au Freunden Selbstmordabsichten geäußert. der Diskussion wandten sich die Verbandsmitglieder gegen die Beebenso find die Galerien und Tribünen voll besetzt. . die Amsterdamer als„ gelb", aber die Reichsgewertidaft schimpfungen und Verleumdungen. In seinem Schlußwort erklärte fei eine rote Gewertschaft. Damit wird bestätigt, was deren früherer Vorsigender Niendorf in seinem offenen Brief mitgeteilt hat, nämlich daß diese Reichsgewertih fat eine Filiale ber kommunistischen Partei geworden ist. Weiter erfahren wir aus Magdeburg, daß bort hervorragende KPD.- Leute, die Mitglieder des DEV. find, intensiv für den Uebertritt zur RHA. wirken. ,, Bolt und Zeit", unsere illustrierte Wochenschrift, liegt der heutigen Postauflage bei. Ein Kleinrentnerheim ist jetzt auch im Berwaltungsbezirt Berlin- Mitte von der Kleinrentnerfürsorge eröffnet worden. Für diefen 3wed hat der Berliner Hausfrauenverein die von feiner Kochschule benutzten Räume im Hause Breite Str. 6 zur Ber fügung gestellt. In den Mittagsstunden nehmen hier die Lischgäfte des Vereins ihr Mahl ein, vom Nachmittag bis zum Abend werden die Räume den Kleinrentnern als Stätte geselligen Bei [ ammenseins bienen. Manche Kleinrentner fommen schon am Mittag, weil sie selber zu den Tischgästen gehören. Am Donnerstag wurde das Heim mit einer fleinen Feier seiner Bestimmung übergeben. Es wird an den Wochentagen( außer Sonnabend) von 5-9 Uhr einen gut durchwärmten Saal bereit halten, zu dem jeder Kleinrentner männlichen oder weiblichen Geschlechts freien Zutritt hat. Geplant ist, auch eine kleine Bücherei zu schaffen. Bücher spenden find zu senden an die Kleinrentnerfürsorgestelle BerlinMitte, An der Stralauer Brüde 6, Zimmer 41. Die drei angeklagten Frauen sind heute in sehr gedrückter Stimmung und weinen still vor sich hin. Zunächst verliest der Borfizende Landgerichtsrat Jasper den Geschworenen die ihnen vor. zulegenden 21 Schuldfragen. R.- 2. Dr. Gözel beantragt noch die Stellung einiger Unterfragen, welchem Antrage stattgegeben wird. Sodann nahm Staatsanwalt Rombrecht das Wort zu feinem Plädoyer: Bir müssen über zwei Fragen entscheiden: Ist die Angeklagte Stlein schuldig, an ihrem Mann einen Mord verübt zu haben und ist die Angeklagte Nebbe der Beihilfe an diesem Verbrechen schuldig? Und zweites: Ist die Angeflogte Rebbe des persuchten Mordes an ihrem Ehemann und die Angeklagte Kein der Beihilfe dazu schuldig? Am 1. April 1921 ist der Ehemann Klein unter schwerer E- trantung nach dem Lichtenberger Kranten haus übergeführt worden und noch am selben Lage verstorben. Der Staatsanwalt schildert alsdann die Laten der Angeklagten im einzelnen und erörterte dann die Frage, ob Tobschlag oder Mord in Frage tomme. Die Angeklagte Klein habe zweifellos systematisch und mit Ueberlegung gehandelt. Aus ihren Briefen gehe hervor, daß sie ebenso wie die Rebbe fürchtete, ihr Verhältnis nicht fortsegen, gewissermaßen nicht eine zweite Ehe" Der Berband sozialistischer Studenten Deutschlands und Defter eingehen zu können.( Heiterkeit.) Man könne für die Ange reichs hält am 15. März in Frankfurt a. M. feine jährliche flagte klein beim besten Willen teine mildernden um- Delegiertenversammlung im Gewerkschaftshaus ab, die stände finden. Sie ist nicht die harmlose fleine Frau, die sie hauptsächlich der Zielsetzung und Umgrenzung innerer Arbeits einem unbefangen zu sein scheint, sie hat vielmehr mit unbeugfamer 16. bis 18. März das Kartell Republikanischer Studenten Deutschy möglichkeiten gewidmet fein soll. Im Anschluß daran tagt vom Härte und Energie den Mann langsam zu Tode gequält. Es liegt lands und Desterreichs, wobei namhafte Persönlichkeiten der Sozialhier ein glatter mord vor. Die beiden Frauen haben Dinge begangen, die ich hier in der Deffentlichkeit nicht wiedergeben kann. demokratischen, Demokratischen und Zentrumspartei die Hauptreferate Ich bitte deshalb die Herren Geschworenen, auf Mord zu erkennen übernommen haben. Die Tagung wird mit einer Kranzniederund feine mildernden Umstände zuzubilligen. Die Anlegung zu Ehren der Märzgefallenen von 1848 ihren geflagte Nebbe ist feineswegs harmloser, denn auch sie hat ihren Abschluß finden. Mann planmäßig töten wollen. Wetter für morgen. Groß- Berliner Parteinachrichten. Areis Neukölln. Gonnabend, den 17. März, pünktlich abends 6 Uhr, Gizung Als nun der Staatsanwalt zum zweiten Bunft der Anklage, dem versuchten Mord an dem Ehemann Nebbe, übergehen will, wieder starter bemött. nachts leichter Frost, auch mittags ziemlich fühl, bei Berlin und Umgegend. Troden und vielfach beiter, vorübergehend entsteht plößlich auf der Tribüne der Rechtsanwälte ein großer frischen nordöstlichen Winden. Lärm. Ein Mann, der ohne Eintrittskarte sich dort eingeschlicher hat, soll entfernt werden, wogegen er laut und lärmend Einspruch erhebt und erklärt. er habe ebenso das Recht, im Saale zu bleiben wie alle anderen. Der Vorsitzende läßt den Ruheftörer vorführen, 14. und nun erklärt der Mann, er wünsche der Verhandlung bis zum Schluß beizuwohnen, da er selbst verheiratet sei und großes Interesse an diesem Fall habe.( Schallendes Gelächter im ganzen Saal.) Der Staatsanwalt, durch diese Erklärung eines offenbar Borsichtigen" entwaffnet, verzichtete auf eine Bestrafung des Ruheftörers und so kann der Interessierte" sogar im Zuhörerraum Plah nehmen. Dann segte der Staatsanwalt sein Plaidoyer fort. Der Tote vom Mühlendamm. Der geheimnisvolle Mord, der durch die Landung eines mensch fichen Rumpfes am 26. vorigen Monats an der Mühlendammschleuse ans Licht fam, ist immer noch nicht aufgeklärt. Nach den Zähnen scheint es, daß es sich um einen Mann von vielleicht 50 ober 60 Jahren handelt. Die Zähne sind von gesunder Beschaffen. heit und wahrscheinlich ziemlich lüdenlos gewesen. Die mittleren obe ren Schneidezähne sind fürzer als die anderen und wahrscheinlich mit einer Füllung versehen gewesen. Die gelbliche Farbe der Zähne fcheint vom Rauchen herzurühren. In der Speiseröhre wurde ein vorderer Schneide ahn und eine fratturierte rechte Edzahntrone, 75. bes engeren Vorftandes im Barteibureau. Abteilung Wannsee. Heute abend 18 Uhr, Mitgliederversammlung im Reichsder Verein Sozialistische Arbeiterjugend, Berbebezirk Weften, veranstaltet morgen, abler". Rönigftr. 26, Thema:„ Die 43 er Revolution" Referent: Genoffe Nifisch. Sonnabend. den 17. März, abends 1/28 Uhr, in der Rückertschule, Schöneberg. Räthefir, eine Märzfeier. Bestehend aus: Gesang, Ansprache, Rezitationen, Sprech- Chor u. a. Jugendveranstaltungen. Achtung Abteilungsvorsitzende! Alle Abteilungen treffen fich zur Märztund. gebung im Friedrichshain, in den Parteitreffpuntien Die Abteilungen müssen spätestens um 2 Uhr im Friedrichshain sein. Fahnen und Banner find mitzu bringen. Devisenkurse. beide vom Oberfiefer, gefunden. Der Mörder hat fie vermutlich 1 Holländischer Gulden feinem Opfer bei der Tat ausgesch agen, vielleicht um sich in den 1 argentinische Bavier- Befo Besitz der Goldbrüde zu sehen, die daran vorhanden gewesen sein i belgischer Frant. mag. Vielleicht kann ein 3ahnarzt über die Person Auskunft 1 norwegische Krone geben. Sonderbar ist, daß niemand das Material, in das der Rumpf 1 dänische Krone. eingewickelt war, erfannt hat. Nach den bisherigen Ermittlungen ist die ermordete Person in Berlin noch nicht als vermißt gemeldet worden. Man rechnet deshalb auch mit der Möglichkeit, daß es sich um einen Ausländer oder eine Ausländerin handelt. Der Generalbevollmächtigte. schwedische Krone 1 finnische Mark.. i japanischer Den 1 italienische Vire 1 Pfund Sterling 1 Dollar 1 französischer Frant Ein Schwindler, der sich früher Bernhard Merten, General direktor des Reichsverbandes Deutscher Kinderheilstätten nannte und 1 brasilianischer Milreis zahlreiche Geschäfte geschädigt hatte, verstand es neuerdings mieder, Sweizer Frant. große Beute zu machen. Der Schwindler tret jekt ols Generofbevoll 1 spanische Beseta mächtigter irgendeiner Gesellschaft auf, die lediglich auf dem Bapier 10 öfter. Stonen( abgeft.). bestand. Acht Tage lang war er auch Generalbevollmächtigter der 1 tichechische Krone von Bredowschen Erben", deren Verwaltungsbureau in der Günthers 1 ungariicbe Strone ftraße 3 zu Rarlshorst bestehen sollte. Dann erließ er unter dem 1 bulgarische Lewa Stamen Wilhelm Brandt Inserate, nach denen die von Bredow- 1 jugoslawischer Dinar. Das geschiebt natürlich alles unter dem Dedmantel der Einbeitsfront. Eisenbahner, Eure Organisation foll von den Kommunisten erflagen werden. Sebt genau zu, wer wirklich der Einheitsfront der Arbeiterklasse dient. Preisaufschlag und Lohnabbau. Berliner Metallindustriellen schreibt man uns: Zur Justration der Ablehnung des Echiedsspruches durch die Zulage gibt's nicht. Dagegen feßt die Siemens Firma den Preis für ein Mittagessen von 200 M. auf 500 M. herauf. Gewiß ist das Essen billig, aber mancher Familienbater fann es sich nicht mehr leisten. Denn bisher hat er für das Essen monatlich etwa 5000 m. ausgegeben, jegt foll er eine Bulage erhält 12 500 m. bezahlen. ohne daß er UC Streit der Lederarbeiter. Die Lederarbeiter in der Berliner Lederzurichterei und gemischten Betrieben sind heute in den Streit getreten. Die Unternehmer haben analog der Instruktion der Reichsregierung, für Monat März feine Lohnerhöhung zu bewilligen, ben Schiedsspruch des Schlichtungsausschusses, der an sich nur eine Erhöhung der Februarlöhne um 12% Proz. vorsah, abgelehnt und machten bei den Einigungsver. 1450 bzw. 1500 m. Dieses wurde einstimmig von den Kollegen handlungen beim Demobilmachungskommissar ein Angebot von abgelehnt und der Streit beschlossen. Bor Arbeitsar.nahme in diesen Betrieben wird gewarnt. Das Lehrlingshalten im Friseurgewerbe. Ueber das Lehrlingshalten im Barbier, Friseur. und Berückenmachergewerbe hat der preußische Handelsminister gemäß§ 128 den gesetzlichen Voraussetzungen nur ein Lehrling gehalten Abs. 2 GD. bestimmt, daß in jedem Betriebe des Gewerbes unter werden darf. In gemischten Betrieben darf ein zweite= Lehrling eingestellt werden, wenn nach den Lehrverträgen der eine Lehrling ausschließlich im Herrenfrisieren, der andere Lehrling ausschließlich im Damenfrisieren ausgebildet wird. As gemischte Betriebe gelten solche, die mit besonderen Einrich tungen für Herren- und Damenfrifieren versehen sind und in denen regelmäßig Arbeiten in jedem 3weige ausgeführt werden. Lie Einstellung eines zweiten Lehrlings in einen gemischten Betrieb darf nur erfolgen, nachdem die Handwerkskammer oder die Innung aus den Lehrverträgen festgestellt hat, daß die genannten Boraus. fegungen vorliegen. Diese Borschriften finden zwar feine Anwen bung auf Betriebe, in denen bereits vor dem 15. März 1923 mehrere Lehrlinge gehalten werden, doch dürfen Neueinstellungen hier erst erfolgen, wenn die bisher gehaltenen Lehrlinge ausgelernt haben. Mehrere Betriebe desselben Unternehmers an einem Orte oder Betriebe mit mehreren Zweigstellen gelten im Sinne dieser Anordnung als ein Betrieb. Ebenso wenn ein Unternehmer an demselben Orte mehrere der unter diese Verordnung fallenden Gewerbe betreibt. Die von den Handwerkskammern und Innungen in Preußen gemäß§ 130 GO. erlassenen Vorschriften über die 4007.52 höchftzahl der Lehrlinge im Friseurgewerbe treten damit außer Kraft. Die Verordnung schiebt der bisherigen Lehrlingszüchterei in 9025. diefem Gewerbe endlich einen Riegel vor. 15. März Käufer Berkäufer ( Geld-)( Brief-) Auts Kurs 16. März. Käufer Verkäufer ( Geld.)( Brief-) Rurs Kurs 8213.40 8260.60 8221.84 7698 20 7736.80 7700.70 1122 18 1127.82 1092.26 3780.52 3799.48 8785.51 4002,96 4023.04 3997.48 5543.60 5571.40 5541,11 577.55 580.45 577.55 10025.- 99759975, 1007.47 1012.53 995.50 8263.11 7789.80 1097.74 3804.49 5568.89 580.95 1000.50 97655 25 98144.75 97755.- 98245.Bon der Betriebsräfewahl im Vorwärts"-Betriebe, und zwar 20847 75 20952.25 20822.81 20927.14 in der Buchbinderei, fonnte die„ Rote Fahne" fürzlich einen tom 1324,18 1275.80 2294,25 8876 28 3207 96 28.77 617.45 2294 25 3880.27 3214.44 1330.82 2305.75 3899.78 3230 56 5,93 5.97 6.53 132.65 213.46 1282.20 munistischen Erfolg verzeichnen. Paul Herzog sei mit 2305.75 50 Stimmen gegen einen VSPD.- Mann, der 44 Stimmen erhalten 3885.72 babe, gewählt worden. Dazu sei bemerkt, daß. bereits im 3224.04 vorigen Jahre mit 56 gegen 29 Stimmen gewählt war und nun 28.93 mit 50 gegen 49 Stimmen wiedergewählt wurde. Dennoch 620.80 ein Erfolg! 6.37 " 129.08 Berantwortlich für ben rebaft. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag 6. m. b. S., Berlin. Drud: 214.54 Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin, Lindenfit.# Gold, Silber, Platin- Bruch Zahngebisse kaufen zu unüberbietbaren Preisen, da Selbstverwertung I. Skalitzer Str. 31 Lad. II. Kaiser- Allee 210 Cing. Regensburger Str Restehandly. Haarpuder Goltzstr. 2 d.Grane waldstraße Herren- u.Damenstoffe. Seiden, Samt, sämtliche Futterartikel bedeutend unter Preis Gold- Silber, Blatin- Bruch. Zahngebisse, Uhren, Ret. ten, Ringe tauit au Hahn& Co., Juwelier Goldschmied, Neutöln, Innftraße 28. zu den billigsten Preisen bohen Tagespreisen Stoffe Karl Lohse, Ritterstr. 29, pt. Hun. Samiraße 24 86 Gartenstr. 86 Zahngebisse Gold, Silber- Bruch, Platin kauft zu höchstem Tageskurs Paul Schneider, Juwelier 86 Gartenstr. 86 Der werteste Weg zu mir lohnt sien: Gardinen Sonderangebote. Gelegenh.- Käufe in Resten Stores, Bettdecken Madras- und Künstlergardinen. Spezial- Gardinenwerkstatt Neukölln, Bergstr.67 am Kingbahnhof. Werbillig kaufen will, kaufcbciuns! Unsere Preise sind bedeutend herabgesetzt. Tellzahlung ohne Preiserhöhung gestattet! Herrenanzüge. ⚫ moderne Muster, beste Verarbeitung von Mk. Einsegnungsanzüge gute Qualitäten...... von Mk. Knabenanzüge sehr nette Facons Gummimäntel kleidsam und praktisch 60 000, 55 000. an an von Mk. 16 500.- an von Mk. 90 000.- an Sommer- Khakianzüge besonders preiswert.. von Mk. Sommer- Lodenjoppen für Sport und Haus.. von Mk. Breeches Sporthosen flotte Pacon und Muster. von Mk. Breeches Cordhosen haltbar und praktisch| Pilothosen sehr strapezierfähig.. Feldgraue Hosen außerordentlich haltbar . ... von Mk. 27 000.- an 24 500. 10 500. an an 22 500.- an 15 000.- an Bettwäsche su Fabritpreisen Dam. Hemb..Sandtüch, Tischt., Schür Ausschneiden! HasenEckebrecht, heide 93 Zeitungspapier gebünd., kg 250.Saus Bein Korsette Verkauf Reparatur, Maßanfertigung Fr. C. Bungartz, Neukölln. Boddinstr. 31. Alt- MetallAnkauf zu höchst. Preisen Curow, Neukölln Jonasfit. 68 an der Bergstr. 2 Min vom Bahnh. Neukölln Tel: Neut. 4497 ampen flainAchtung Hosen Achtung ohe Breife Neukölln Befer tr. 178 Blasgefch.ReinLaden Fernior Neuf 281 Reste- Haus C. Pelz Kottbuser Str. 5 • . von Mk. von Mk. 16 000.an Zwirnhosen gestreift von Mk. 19 500.- an Anzugstoffe Kostümstoffe Streifhosen außergewöhnliche Gelegenheit. von Mk. 15 000.- an Mantelstoffe Kammgarnhosen in schönen soliden Mustern... von Mk. von Mk. 21000.- an Kleiderstoffe Seidenstoffe Beim Einkauf von Mk. 15 000.- vergüten wir die Straßenbahnfahrt. 0 Boeck, Kottbuser Damm 28. Beachten Sie unsere Schaufenster! Mäntel, Kostüme Röcke 2% Rabatt! GROSSER PREISABBAU: Engi. Lederhosen von 16500 Mk. an Feidgraue Hosen 165.0 99 Gestreifte Hosen 21360 99 26275 Ersatz für Maß reeches Hosen 46 17500 " 66 München- Gladbacher Hosen- Zentrale Berlin, Rügener Str. 25 ( Blauer Lad), nahe Bhf. Gesundbr. Fahrlinien: 5, 8, 35, 36, 37, 40, 41, 42,99, III, 27,140 Kein Versand nach auswärts. Fahrgeldvergütung. Metallbetten Stahlmatratz., Kinderbetten dir an Priv. Kat. 30A frei. Eisenmöbelfabr. Suhl Thür. Entzückende Modelle in Damenhüten einiache und elegante, kaufen Sie vorteilhaft direct in Ecksteins Hutfabrik, Invalidenstrasse 35 Ecke Chausseestra- se. Kein Laden, nur eine Treppe. Eigere Ump esserei. TAGE 950 Mark 1950 Mark TAGE 9500 Mark TACE G 19500 Mark Besichtigen Sie uns. 22 Schaufenster u. Schaukästen Herren Socken.... Paar 950 1 Kinderkorb..... Kinder- Strümpfe bis Gr. 5. schwarz Baumwolle 950 1 Wandspiegel... Paar Kinder- Söckchen lederfarb, schwarz. 950 1 Nähkasten bunt. schwarze Damen- Füßlinge wolle... Damen- Handschuhe & Paai Baum 950 1 Frühstückstasche Paar Paar 950 1 Taschennecessaire Arbeiter- Serviteurs schwarz Sick. 950 Stehspiegel. Arabias- Herr.Taschentüch, Stck. 950 Scheuertücher mi doppelter Mitte Stek. 950 Wäsche- Stickerei . Stek. 950 Moderne Strickbinder Bunte Sportkragen. 2 Stek. 950 Piqué- Sportkragen Stek. 950 Piqué Serviteurs.. Stek. 950 Gummi- Sockenhalter.... Paar 950 Gardinenspitze s Querbehängen Meter 950 Gardinen vom Stück Scheibenbreite 950 Scheibengardinen einzeln... Stück 950 4 Deckchen engl. Tüll... ... zusammen 950 Damen- Pantoffel Größe 36-42 ... 950 Büfettdecken oval, Rich. und Madeira 950 Leitungsschoner XX and Stilstich 950 Seidenschleifesch gebunden, viele 950 Kunstseidenband alle Farben, ca. 7% cm 950 Wäschestickerei mittelbreit, 34 Meter 950 Wäschestickerei schmal..4% Meter 950 vorgezeichnet Farben Stück Meter bunt. u. Sie werden sich se bst von uns. außero dentl. Billigkeit überzeugen aus 1950 Dam.- Reformhemden bestem 9500 1950 Dam.- Kniebeinkleider schings. 9500 1950 Dam.- Nachtjacken stoff aus gut. Wäsche 9500 Rent. Stek. Form Stek. Stek. gestr.Stek. ... 950| 1 Bürstentasche.......| 950 Handspiegel... 950 Stehspiegel.... 950 Damenbinden 1 P.( 12 Stück).... 1950 Wiener Damenschürz. but und 9500 950 Rasier- Apparat mit 3 Klingen... ... Futteral, Stek 1950 Damen- Schirme rund. Griff m. kunst- 9500 Stück 950 Taschen Etuis Kamm u. Bürste. 1950 Küchenhandtücher gest. Handarb., 9500 Stick 9: 0 Ueberziehjäckchen Handarb. reine 9500 1 Decke 8585, 1 Kissen passend auf 9500 .Stark 950 Zephirblusen Oberhemdform. 1: 9500 1 Brotschneider Martha. 9500 Aus- 9500 1 Wassereimer... Paar leder, weiß Paar Stück 3 Stück Rand..2 Stück Blusen Muster.. Paar Meter Wolle verschiedenen fübrungen denen Ausführungen Volant 2 Querbeh., Garn. für -Sohl.Hochfeise3P. 2 Wolle..2 Paar rot und blau. farbigem Ripsstoff vorgez.. ** 9500 .. 9500 1 Fleischklopf, 1Nudelrolle Ausführungen. Ausiührungen Ausführungen A Madras- Garnit. 9500 .. 9500 .. 9500 . 9500 .. 9500 Scheuertücher.. Damen- Frisier kämme Flasche 950 Voleblusenfahrungen ... Mr. 950 Verschiedene Parfüms 5 Pak. Champoon 950 Fouleblusen mit farbiger Stickerel. 9500| 1 Wasserkessel.. Herren- Socken grau, schwarz. 1950 Dirndlkleider in verschiedenen Aus- 95.0 1 Seife-, Sand-, Soda- Konso 9500 Damen- Strümpfe gang 1950 Waschkleider Ausfahrung.ched. 9500 1 Waschgarnitur, 5 teilig..... 9500 Frauen- Strümpfe deutsch lang, Paar 1950 Matinées Flauschstoff ... 9500 1 Plätt- u. Aermelbrett, bezogen 95.0 Dam. od. Herrenhandschuhe Paar 1950 Röcke marine and farbig in veshte 9500 3 Fleischbretter, verschieden 9500 Damen- Untertaillen gestrickt, Stek. 1950 Künstl.- Gardinen gl. Tall, Sobal 9500 1 Garnitur: 2 Fleischbrett, 1 Reibek, 9500 Weiße Mädch. Hemd. für 1-2 1950 Stores Stück ng Tu oder Etamine, mit 9500 1 Tischlampe, Glasbassin u. Met- lifuß 9500 Weiße Knab.- Hemd. 1 Jahr 1950 Bettdecke her 1 Bett, engl Tall... 9500 1 Rauchservice.. Linon- Taschentüch. Damak 1950 Messing- Gard.- Stange al 9500 1 Aschbecher. Zubehör Bat.- Taschentüch. Herren fark 1950 Weiße Schnürschuhe für Damen 9500 1 Geldscheintasche prima.... 9500 Einfarbige Serviteurs m.&. Stack 1950 Weiße Spangenschuhe Damen 9500 1 Schulmappe Segeltuch Offene Binder........ Stück 1950 Kinder braune Leder- Sandalen, Gr. 28/25 9500 1 Alpaka- Medaillon Gummi- Hosenträger mit Leder 1950 Herren- Socken reine Wolle 2 Paar 9500 1 Edelbeinkette Kissenbezüge weisse, fertige. Stück 1950 Dam.- Strümpfe: 9500 Cheviotkleider inverschiedenen 19 500 Wischtücher Halbleinen.... Stück 1950 Damen- Strümpfe eng lang, Par 9500 Waschkleider in Voile und Satin 19 500 Velours- Barchent für Kleider and 1950 Damen- Strümpfe glans, reine 9500 Backtischmäntel in verschiedenen 19 500 Hemdenpassen teil....... Stück fester Stoff, m. Rücken- 950 Wasch- Musseline gute Qualität und 1950 Damen Strümpfe Kunstside, schw 9500 Kindermäntel verschiedenen 19 500 grau.mode Paar Schalkragen mit Spitze garniert. Stück 950 Zephir für Blusen u Sporthemden. Meter 1950 Sport- Stutzen Prima Qualität Paar 9500 Künstler- Gardine engl. Tull od. 19 500 Neg igé- Hauben ans Waschtüll. Stück 950 Schotten u. Streifen Kinderklet. 1950 Jumper- Wolle vielen Farben 9500 Stores engl. Tull oder Etamine, eleg. 19500 Streifended. in 200 Gramm Schleier eines Gitter, verschiedene Far- 950 Gardinen vom Sttlek, volle Breite Meter 1950 Herren- Hosen Normal 9500 Bettdecke über 2 Betten, engl. Tull 19500 Schleier abgepaßit, moderne Muster, 1m 950 Kissen weiß, Richelieu u. Madeira, 50/70 ges. 1950 Herren- Hemden Make.... Stück 9500 Schnürstiefel ends 19500 Strumpfbänder en Gummi mit 950 Küchenhandtücher Leinen, 1950 Herren- Einsatz- Hemden Stack 9500 Tischdecken auf farbigem Ripe 19 500 schwere Ware. 19 500 Haubenhaarnetze 2 Stück 950 Negligé- Hauben Bade Spitze 1950 Damen- Hemdhosen.... Stück 9500 Cheviot me, Seidenschleife 5 Eẞlöffel.. 950 Strumpfbänder elegant el 1950 Damen- Reformhosen blau gefat 9500 Gabardine reine Wolle, 130 cm 19500 500 m und 2 Stek. baumw. Band 1950 Knaben- Sporthemden Tag Stek. 9500 Frotté in guter Qualität a. Muster Mtr. 19 500 950 Nähgarn Dtz. Wäscheknöpfe zusammen 950 1 Brieftasche moderne Formen 1950 Herren- Filzhüte Farben Stack 9500 Züchen 180 cm breit..... 4 Mtr. 195: 0 Louisiana 19 500 .. 950 1 Geldscheintasche 1950 Leder- Sportgürtel Herren Stück 9500 Fert.Deckbettbezügelchisin 1950 Dam.- Glaçé- Handsch. farb, Paar 9500 Kaffeedecken bunt..... Stok. 19 500 1950 Bettlaken 2,10 Mtr. gute Qualität, Stack 9500 Oberhemden weiß a farbig Stek. 19500 1950 Louisianatuch 80 em br., schw. Ware 9500 Herren- Garnituren farbig Stek, 19 500 1950 Renforcé feinfädig. L. Leibwäsche, 3 Mtr. 9500 Damen- Schirmerand. Griff, m. 19 500 1950 Hemdentuch 80 cm breit... 4 Mtr. 9500 Damen- Jumper Handarbeit, Stek. 19 500 1950 Köper u. Piquébarchent str. 9500 1 Wanne oval oder rund... 19500 1950 Negligé- Damast f. Leibwäsche, 3 Mtr. 9500 1 Waschgarnitur 5 tellig.... 19 500 1950 Damast Deckbettbr., Prima Qualität, Mtr. 9500 1 Kaffee- Service 9 teilig 1950 Damast 80 cm breit, 1,65 Mir, für Kissen 9500 1 Tischlampe elektr. Holzfuß mit 19 500 1950 Inlett 180 cm breit.. Mtr. 9500 1 Wandarm t.Gasbangelicht, kompl. 19500 1950 Popeline in modern, Farben, reine Wolle 9500 1 Besuchstasche Leder. Meter 1950 Schotten u.Streifen Walia 9500 1 Cigaretten- Etui Alpaka breit, 1950 Homespun für Mäntel, 130 cm Meter 9500 1 Kollier mit Kotte. ben lang 1 Wassermaß 1 Salatsieb... 1 Bratpfanne Rüschen Schleife 5 Stück 1 Reibeisen u. Schöpflöffel 1 Zwiebelbehälter. 1 Kompottschale, klein 2 Dessert- Teller, weiß. 3 Dessert- Teller, bunt 4 Paar Tassen Stück Paar .. 2 rot blau besetzt moderne Farben Paar .. 950 1 Metallpuderdose... ... 950 1 Kravatten- Nadel... .. 950 2 Tischmesser 950 1 Kaffeekanne ... 950. 1 Milchkanne. ..950 6 Teller • 1 Zuckerdose u. Gießer..... 950 1 Kompottschale gross. 1 Rasierpinsel mit Napf..... 950 6 Kompott- Teller weiss.... 1 Kleiderbürste. ... 950 2 Paar Tassen bunt je 1 Scheuertuch, Wischtach, Blitzblank 950 Je eine Kopf- u. Kleiderbürste 1 Gasapparat, Sparbreanner Neu!... 950 1 Kinderstuhl.. 2 Glühkörper, Steh- und Hängelicht.. 950 1 Feldstuhl... 1 Nachtlampe for Petroleum.. 950 1 Zeitungsmappe and Mako Stück Jang Stück schw., weiß, 8 Mtr. in Wolle Meter Warenhaus Wilhelm Stein Mittags von 12 bis 3 Uhr geschlossen. Ausfübrang Chevreaux, Gr. 81/35 stoff, 150/170, vorgez. 130 cm breit breit. Mtr. Mir. 19500 19500 19500 .. 19500 Berlin N 39, Chausseestr. 70-71 Neue Verbindung: Nordsüdbahn 2 Minuten von Station Reinickendorfer Straße