Nr. 134 40. Jahrgang Ausgabe A nr. 67 Bezugspreis: Für ben Monat März 5800 9. Doraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und emelgebiet sowie Oesterreich und Luxemburg 7800 M., für das übrige Ausland 9800 M. Boftbezugspreis zeibleiben d. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Estland. Finnland, Frant reich, Holland. Lettland, Luxemburg, Desterreich, Schweden, Schweis Tschechoslowakei und Ungarn. Der Borwärts" mit der Sonntags. beilage Bolt und Reit". der Unter haltungsbeilage..Seimwelt" und der Beilage.Siedlung und Kleingarten" erfcheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Morgenausgabe Vorwärts Berliner Dolksblatt 150 Mark Anzeigenprets: Die einfpaltige Nonpareillezetle Loftet 1200 M. Reklamezeile 6000 M. ,, Kleine Anzeigen" das fettgedrudte Wort 875 M.( auläffig zwei fett. gebruckte Worte), jedes weitere Wort 200 M. Stellengesuche das erste Wort 200 M., jedes weitere Wort 150 W. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Zeile 300 m. Anzeigen für die nächste Nummer müffen bis 4% hr nachmittags in Hauptgeschäft. Berlin GB.68, Linden. ftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Donhoff 292–295 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Mittwoch, den 21. März 1923 Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Postscheckkonto: Berlin 375 36- Banffonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depofitentasse Lindenstraße& Interalliierte Sozialistenkonferenz in Paris. Der italienische Imperialismus. Entsendung einer Delegation nach Berlin. Rom, Mitte März 1923. Die Gefchichte hat als Lehrmeisterin eine recht unglüdParis, 20. März.( EE.) Heute fand im Palais Bourbon eine wortlich gemacht werden, Protest erhoben. Das laufe auf die Ein- fiche Hand. Die ganze Erde trägt noch offene Wunden, die Tagung sozialistischer Abgeordneter aus Frankreich, Eng führung eines allgemeinen Geifelsystems und des Syftems der Kol ihr die deutschen Weltherrschaftsträume geschlagen haben und land, Jtalien und Belgien fiatt. Man sprach u. a. über die leftivftrafen hinaus. Der Befehl stelle also einen neuen Bersuch der die Weltherrschaftsträume Frankreichs heute schlagen, und Entschädigungsfrage und die Befehung des Ruhrge. französischen Befehlshaber dar, die deutschen Beamten und die schon meldet sich ein neuer Bewerber um die Bor= bietes. An der Konferenz nahmen teil von englischer Seite Mac deutsche Bevölkerung mit völferrechtswidrigen Mitteln herrschaft, der sich genau so von Gott berufen fühlt wie Donald und General Thomson, Adamson, Gillies und zu Dienstleistungen gegen das eigene Land zu zwingen. sein Borgänger: nämlich Italien. Der italienische NationaCharles Roden Bugten, von belgischer Seite die Abgeordneten In der zweiten Note wird gegen die Festnahme von lismus ist auf einmal gewahr geworden, daß Italien die Camille Huysmans, Emile Bandervelde, piérard, Geifeln in Effen anläßlich der Erfchießung des französischen Mission hat, die niederen Raffen zu beherrschen". Das scheint Delvigne, von italienischer Seite die Abgeordneten Treves, Soldaten Protest erhoben und erwähnt, taß bisher durch Berschulden auf den ersten Blick eine harmlose Entdeckung, denn es wird Moligiani, Mattuoti, von französischer Seite Léon Blum, der fremden Truppen bereits 20 Deutsche ungefühntihr bekanntlich nicht alles so heiß gegessen, wie es gefocht ist, Brade, Paul Boncour, Moutet, Vincent Auriol und Leben verloren haben. Dann heißt es in der Note meiter: und gar viele Leute haben sich schon am Schreibtisch berauscht Le bas, ferner die beiden früheren Abgeordneten Renaudel, Da die deutsche Regierung nach dem bisherigen Berlauf der Er- und nachher ganz nüchtern und vernünftig benommen. Da Longuet, der Generalsekretär der Partei Paul Faure, jowie mittelungen über den von ihr vor furzem zur Sprache gebrachten man aber heute in Italien nur schreiben darf, was der Reter Pariser Stadtverordnete Undré Le Troquer. ähnlichen Borfall in Buer befürchten muß, daß die zuständigen deut gierung genehm ist, gewinnt der nationalistische Weltbeherr Paris, 20. März.( WTB.) Die interallierte sozialistische schen Behörden sich in Effen ebenso wie in Buer an einer erschöpfen schungsplan immerhin eine gewisse Bedeutung für die ausKonferenz in Paris hat, wie Havas mitteilt, beschloffen, eine aus je ten Feststellung des Sachverhaltes gehindert sehen werden, stellt wärtige Politit des Landes. Man fragt sich- und einem Vertreter der beteiligten Länder England, Frankreich, fie außerdem den Antrag, sowohl den Borfall in Buer zwar nicht nur im Auslande, mo die Regierung hinaus 3talien und Belgien zufammengefehte Delegation nach als auch den Borfall in Effen fofort einer internatio. will, die solche Schalmeien blasen läßt. Bekanntlich ist zu Anfang dieses Monats die VerschmelBerlin zu entfenden, die mit den deutschen Sozialisten über die nalen Untersuchungstommiffion zu unterbreiten. Diese Reparationsfrage und die Befehung des Ruhrgebiets Untersuchungstommiffion würde gemäß dem Haager Abtom- zung des„ nationalistischen Berbandes" mit der fascistischen men über die Erledigung internationaler Streitfälle von 1907 alle Bartei erfolgt, wodurch eine nicht zu unterschäzende Gefahr. verhandeln foll. bei diesen beiden Borfällen in Betracht kommenden Tatfragen auf- für die Regierungspartei beseitigt wurde. Die Nationalisten zuklären haben." haben große Opfer gebracht, namentilch durch die Auflösung ihres bewaffneten Korps der Blauhemden, das sich als Leibgarde der Monarchie fühlte, wie sich die Fascisten als Beibgarde des Ministerpräsidenten fühlen. Aber sie haben dafür auch ihre Doftrin dem theoretisch unreifen Fascismus aufgedrängt, so daß fie fich nicht mit Unrecht die Obsiegenden bei der Verschmelzung genannt haben. Und gleich nach der Berschmelzung erscheint mun in Rom eine neue Zeitung, Impero" genannt, deren Brogramm in dem Leitartikel vom 11. März niedergelegt ist. Wir geben die wichtigsten Teile in wörtlicher Uebersetzung wieder: Papst und Ruhrfrage. Paris, 20. März.( WTB.) Havas berichtet aus Rom, geDie Daumenschrauben. wiffe Blätter hatten gemeldet, daß die Bertreter Englands, Belgiens Dortmund, 20. März.( Eigener Drahtbericht.) An den Brüden und Frankreichs beim Baitan einen Schrift unternommen häften, des Rhein- Herne- Kanals find die französischen Bosten vermehrt um den Heiligen Stuhl um seine Intervention in der Ruhrfrage zu worden. Es befinden sich hier nunmehr Kontrollstellen, an denen erfuchen. Man brauche taum zu sagen, daß diefer angebliche Schritt die Züge angehalten und untersucht werden. Hier wurde am Diens niemals erfolgt fei. 3m übrigen sei es möglich und auch ganz tag ber Portier der Zeche Minister Stein" wegen Berteilung natürlich, daß jeder einzelne der erwähnten Bertreter dem deutscher Flugblätter von den Franzosen verhaftet. Die Beleg Baitan den Standpunkt feiner Regierung in der Ruhrfrage aus- faft trat in einen 24tündigen Proteststreift. Am Montagabend Baafan den Standpunkt feiner Regierung in der Ruhrfrage aus überfielen drei französische Soldaten auf der Straße mehrere Baf cinandergeseht habe, die ja zurzeit die wichtigste Frage der inter- fanten und raubten ihnen unter Bedrohung mit der Schußwaffe nationalen polifit fel. Nicht weniger natürlich fei es, daß man in ihr Geld. Die als Beteiligte an der Sprengung der Bahnbrüde Unsere Haltung hat ihre unversehrten Wurzeln in der lleberhochstehenden päpstlichen Kreisen nach Gelegenheit judhe, um bei Bollmarftein in der Nacht vom 17. zum 18. März festgenom fich über die Ruhrfrage zu unterrichten und solche Gelegenheiten, menen sechs Bersonen sind wieder auf freien Fuß gefeßt, nachdem deugung, daß die menschliche Psyche in ihrer Wesenheit underwenn fie fich böten, ergreife. Deutschland habe nichts verabsäumt, an ihre Stelle ein Tiefbaunternehmer aus Hagen, den die Fran- änderlich ist und daß unser Unglüd jedesmal dann seinen Höhepunkt um den Vatikan in einem der deutschen Regierung günstigen Sinne 3ofen zu einer Besichtigung der gesprengten Anlage gebeten erreicht, wenn der Versuch gemacht wurde, die Utopie zu verwirkzu beeinflussen, und man habe alles ins Wert gefeht, um im Baft- hatten, verhaftet wurde. Für seine Freilaffung verlangen die lichen.... Unter den Merkmalen der menschlichen Psyche finden fan in der Ruhrfrage eine gegen Frankreich gerichtete Stimmung In Buer ist der verschärfte Belagerungszustand infofern ge- tilgbare Berschiedenheit zwischen den zum Herrschen und den zum Franzosen von der Stadt Hagen 10 Millionen Mark Lösegeld. wir den unabweisbaren Drang zum Kriege, die scharfe und unauszu erzeugen. In franzöfifchen religiösen Kreisen habe die von den milbert, als die Wirtschaften Eis 9.30 Uhr abends geöffnet fein Gehorchen geborenen Menschen. Nunwohl, das sind die Merkmale, deutschen Agenten entfaltete Täfigfelt startes 2ufjehen erregt. dürfen und der Etraßenverkehr bis 10 Uhr abends freigegeben ist bie die unerschütterliche Grundlage eines italienischen Weltreichs Behorchen geborenen Menschen. Nunwohl, das sind die Merkmale, Man versichere, daß der Heilige Stuhl daran denke, einen Dele. Oberbürgermeiste: Zimmermann ist aufgefordert worden, die gierten in vorübergehender Miffion nach dem Ruhrgebiet zu ent- Strafe von 10 Millionen Mart binnen 3 Tagen zu bezahlen.( Impero Italiano") bilden. Da es von Schicksalswegen befehlende fenden. Dabei lasse sich der Heilige Stuhl von Erwägungen der Auf dem Bahnhof Buer fahndeten die Franzosen am Dienstag- und gehorchende Bölfer gibt, ist niemand des Befehlens Menschlichkeit und von dem Wunsche leiten, sich Informa- morgen erfolglos nach der infolge des Verbots sämtlicher Zeitungen würdiger als das italienische Bolt, das genialste, das einfür Bue: herausgegebenen, außerhalb perlegten Erfazzei- fichtigste, das begabteste Bolf der Welt. Da es von Schicksals wegen flonen zu verschaffen. tung. Der französische Kommandant hat befanntgegeben, daß Striege geben muß, so feien die höherstehenden Völker Herren des Zwei Noten. jede Person, die mit einer derartigen Zeitung angetroffen wird, Krieges, die feinen Mißbrauch damit treiben, sondern nur der bestraft werden würde. Die Buerfchen Zeitungen dürfen ab Stimme des Unvermeidlichen folgen werden. Damit diese Initiative träger zwei Noten überreicht. In der ersten Note wird gegen den morgen, allerdings unter franzöfifcher Borzenfur, wieder er nur in den Händen der überlegenen Bölker liege, müssen diese, mehr Der französischen bekannten Erlaß des Generals aignelot, in dem für Sabo. tage afte einzelne nichtbeteiligte Beamte und Kommunen verant Darmstadt, 20. März.( TU.) Der Bizepräsident des beffifchen als die anderen, von der Unvermeidlichkeit des Krieges überzeugt sein, müssen, mehr als die anderen, zum Kriege gerüstet sein. Landtags, Scherr, ist von den Franzosen ausgewiesen worden. mit dem Strafgesetzbuch in Konflikt Sturmtrupp- Interpellation in Bayern. gefommen. Gegen Gefeßwidrigkeiten müssen alle polizeilichen Macht Abg. Timm( S08.) Ebenso im Innern der Nationen. Da es von Schicksals wegen Führer und Geführte geben muß, so sei der Befehl dem gesichert, der zum Befehlen geboren ist, denn nur er wird recht zu befehlen verstehen. Go Innenminister Schweyer gegen Staatsgerichtshof. mittel rücksichtslos eingefeht werden, um die Schuldigen der gericht Die internationalistische Theorie, die Utopie des ewigen Friedens, Münden, 20. März.( Eigener Drahtbericht.) Der fozial.lichen Bestrafung zuzuführen. Die Expedition gefchloffe vermehren die Möglichkeiten des Krieges, anstatt sie zu vermindern. demokratische Antrag, daß alle Sturmabteilungen ner, zum Teil sogar bewaffneter Trupps nationalsozia. In der Tat, welche Völker wurden durch diese Theorien zur teilDie höher stehenden und Stoßtrupps fofort aufzulösen und wirkliche Bor- liftischer und anderer Sturmabteilungen, deren Auftreten manchmal meisen Entwaffnung geführt? fehrungen gegen Neubildung zu treffen feien und daß die Ausübung an Landfriedensbruch grenzt, muß mit allem Nachorud Böffer. Gerade diefe befigen eine größere Herrschaft über ihre der Versammlungsfreiheit unverzüglich sichergestellt werden müsse, hintangehalten oder wenigstens unschädlich gemacht werden. Das Inftintte und einen höheren Sinn der Gerechtigkeit. Die niederen wurde heute im Verfassungsausschuß des bayerischen Landtages be- hat gegebenenfalls durch Berheftung der Führer und Entwaffnung Bölfer folgen ihren Instinkten, ihrem Mangel an Rechtssinn, ihrer handelt. Die Bayerische Boltspartei hatte einen Gegen der Beteiligten au geschehen. Die Staatsregierung ist sich darüber antrag eingebracht, der die Staatsregierung auffordert, zwischen klar, daß das politische und wirtschaftliche Programm und die ganzen geringeren menschlichen Empfindung und rüsten weiter. Selbstschutzabteilungen, die lediglich die Berfammlungsfreiheit schüßen, Bestrebungen der Nationalsozialisten in mehr als einer Richtung wurden die romanischen Bölfer geschwächt und die deutschen beund Organisationen zu unterscheiden, die auf Gewalttätigkeit und nicht zu unterschähende Gefahren gegen den Staat und die Ordnung waffnet So wurden die mürdigsten, genialften, fulturreichsten, Störung der öffentlichen Ordnung hingielen. Begtere Organisationen im Staat mit fich bringen. Einzelne Führer haben in unzweideutiger geistigften Böller geschwächt und die niedrigen bewaffnet.... follen unnachfichtlich fofort unterdrückt werden. Weise den staatlichen Maßnahmen getroht und der Regierung offenen Wenn wir rufen Imperium", so tun wir es, weil die Zeiten Kampf angefagt. Trohdem befiehen gegen die Auflösung der Sturm- günstig sind und wir durch diesen Ruf unsere Sendung als trupps und Sturmabteilungen nicht unerhebliche Bedenken. Tros Borläufer erfüllen. Ja, o italienische Jugend, o Fascisten, der Entscheidung des Staatsgerichtshofes steht die banerische Re fascistisches Italien( denn, wer nicht fascist ist, kann achtbar sein, gierung auch heute noch auf dem Standpunkt, daß es nicht ihre Auf- aber er ist ein leberlebter), ja, es ist in dir die tot, das Drängen, gabe fein fann, eine politische Bewegung als solche su belämpfen. Die Möglichkeit des neuen Weltreichs. Die Beweise sind deutlich: Der demokratische Redner Abgeordneter Dr. Dirr mies u. a. darauf hin, daß die Führer der Nationalsozialisten fein Hehl daraus Fruchtbarkeit, Gesundheit, friegerischer Sinn, Fröhlichkeit, Verlangen machen, daß sie mit ihren Sturmtrupps die anderen Parteien und nach Disziplin, nach Hierarchie, nach Farbe. Die Beweise sind deut. die Sicatsregierung befämpfen wollen. Sie planten nicht nur lich. Wir haben in Benito Mussolini den Führer der neuen Gene. Aftentatsversuche gegen den Parteiführer der Sozialdemokraten, den ration. Er steht vor uns mit den Klarsten und machtvollsten Renn. Abgeordneten Auer, fondern auch gegen den Minister Schweyer. zeichen der Raffe. Es sei also fler, laut, nicht mißzuverstehen, daß betonte die ernste Beforanis der Staatsregierung angesichts der maß-( Lebhaftes hört, hört!) wir eine neue Aera der Herrschaft Roms träumen, wollen, vorbe. lofen politischen Leidenschaften. Die Sturmabteilung der In der Abstimmung wurden der sozialdemokratische reiten, für Rom als Haupt der Welt, weil wir überzeugt Nationalsozialisten hatte den Berfammlungsfchuß und der demofrafische Antrag abgelehnt, dagegen der Antrag find, baburch erleuchtet und tätig der Sache des Friedens, des Wohl. in einer geradezu rigorosen, ja brutalen Weise und sehr häufig mit der Bayerischen Boltspartei anit 15 gegen 12 Sammen ftandes und jenes höchsten Maßes von Glück zu dienen, das Gott bedenklichen Mitteln gehandhabt und eine freie Meinungsäußerung in diefer von ihm schwer und schmerzlich gewollten Welt ben bes Gegners so gut wie gar nicht geduldet und nicht felten mit Ge gab einen Ueberblick über die Tätigkeit der Nationalsozialisten, die feit Monaten immer wieder auch im Sinne des Antrages der Bane rischen Volkspartei„ auf Gewalttätigteit, auf Bedrohung ber Staatsgewalt und auf Gefährdung der öffentlichen Ordnung" zielt. Genofle Timm erinnerte insbesondere an den Sturm auf des Gemertschaftshaus in Ingolstadt und die zahlreichen Verfuche, die Münchener Post" durch Handgranaten bzw. durch Ueber fälle zu demolieren. Minifler des Innern Schweyer angenommen. maltmitteln unterdrückt. Es wurde zumeist in nationalsozialistischen München, 20. März.( Eigener Drahtbericht.) Die Dispofitionen Menschen zugeftanden hat." So etwas oder ähnliches hat man aller Orten gesagt, fagt Versammlungen ein unerhörter Bersammlungsterror des Reichstanzlers Dr. Cuno in München haben infofern geübt. Die Nationalsozialisten haben durch ihr Auftreten innerhalb und eine Aenderung erfahren, als der Reichstanzler auch das Brä. es in Serbien und in der Türkei, und alle hören bereitwillig außerhalb der Bersammlungen wiederholt in weitesten Kreisen der sidium der Baterländischen Berbände Bayerns zu über den Schwulft weg. In Italien steht aber eine Regierung Bevölkerung mit Recht Anstoß erregt und find wiederholt daher einer befonderen Besprechung empfangen wird. dahinter, die als ersten Leitfaß ihrer inneren Politik die Maxime aufgestellt hat, keine Opposition zu dulden. In Ihrem Namen, mit ihren Mitteln ersteht also heute, in dieser Zeit der Krise und der schlcstMn Rentabilität der Presse, ein neues Blatt mit diesen Prinzipien. Das gibt um so mehr zu denken, als gleichzeitig deutlich zutage tritt, daß die Regierung in der Verfolgung dessen, was sie als ihr Progranmm ansieht, einer Art psychischen Zwangslage zu unterliegen scheint, so daß jeder Gedankengang unfehlbar zu einer Drohung gegen die„Wider- sacher der Regierung" fiihrt. Ob der Ministerpräsident in feierlicher Weife den Daran- schlag seiner Ministerien— mit dem der Lustschiffahrt sind es ihrer drei— dem Fiminzminister übergibt, ob er das Lokal des Verbandes der Kriegsinvaliden einweiht: immer finden wir denselben Ausklang:„Die Feinde des Fascismus werden vernichtet werden." Angesichts dieser Beharrlichkeit der Vor- stellungen und Aeußerungen muß man sich fragen, wie sich wähl die auswärtige Politik Italiens gestalten dürste, sobald zu feiten der Zwangsvorstellung des Kampfes gegen den Um- stürz, die bereits alle italienischen Gefängnisie übervölkert hat, die der Mission der italienischen Weltherrschaft treten sollte. In Zeiten freier Meinungsäußerungen korrigieren sich gewisse Irrtümer, die von der öffentlichen Meinung nicht mit- gemacht werden, ganz von selbst. Anders aber heute in Italien, wo j e d e Meinungsäußerung, die auch mir nach Kri- tik aussieht, geknebelt ist. Gerade die eigenartige lieber- schätzung der inneren Gefahren, die aus den Aeußerungen und Drohungen der Regierung spricht/ könnte als Ablenkung eine abenteuerliche auswärtige Politik suchen. Jta- lien ist, seit die Habsburger und die Bourbonen abgewirt- schaftet haben, ohne Blutvergießen regiert worden; heute aber tut kein Minister den Mund aus, ohne daß er standrechtliche Erschießungen auf den Plätzen, Glorie für die fascistische Miliz gegen den inneren Feind,»ich solche niedlichen Dinge in Aus- sicht stellt. Das beweist, daß man in Regierungskreisen viel ernster und tragischer denkt als im Lande selbst. Ob in solchen Verhältnissen nun gerade die„Weltmission" das beste De- ruhigungsmittel ist, steht dahin. Das jähe Zerklüsten des Landes in Leute, die regieren, und in solche, die regiert werden, ohne den Mund auftun zu dürfen, dringt es mit sich, daß auf die Iugendhitze der von allerhand Verfolgungsvorstellungen beunruhigten Regierung keinerlei Kühlung aus dem ziemlich nihig abwartenden Lande kommt. Die Maffenverhastungen der Kommunisten in allen Städten wegen des vermeintlichen Komplotts sind aufrecht- erhallen worden; die Sozialisten, die auch komplottiert haben sollen, werden auf freiem Fuße abgeurteilt werden, bis auf S e r r a t i, der wegen seines Moskauer Manifests gegen den Fascismus des Baterlandsverrats angeklagt ist, auf welchem Verbrechen lebenslängliches Zuchthaus steht, und auf Renni, den stellvertretenden Chefredakteur des„Avouti", der in Zürich schlecht vom Fascismus gesprochen hat. Es hat allge- meine Verwunderung erregt, daß die Abgeordneten, die das Manifest mitunterzeichnet haben, von der Perhaftung verschont blieben; man vermutete, diese Berücksichtigung der Abgeord- netenimmunität wäre für die Fascisten«in überwundener Standpunkt. Aber die Regierung hat auch außer den Sorgen, die ihr der„Umsturz" bereitet, Sorgen im eigenen Lager. Die Enquete über die Kriegsausgaben läuft sehr un- günstig für jene Metallindustrie aus, die die Hauptkoften für den werdenden Fascismus aufgebracht hat. Erhebungen über die Veräußerung der Luftschiffahrtsmaterialien stellen einen Journalisten bloß, der eine der Leuchten des Fascismus ist. In Molinella hat die fascistische Polizei zwei Redakteure der „Times" verhaftet, well sie in ihnen russische Kommunisten witterte: ein Angehöriger der spanischen Botschaft ist von der Eisenbahnpolizei belästtgt worden, ohne Ansehen seiner Im- Mumtät. In den sranzösislchätalicnischen Grenzgebieten ver- hasten die Schwarzhemden, als ob sie zu Harne wären. Offenbor wird Italien dem Fascismus zu klein für seinen Taten- drang. tzarmonie. Don Edgar Hahnewald. Als ich lesend unter der leise rauschenden Lampe sah, keß mich «n« von gedämpftem Gesang begleitete Musik aufhorchen, die von draußen durch die Scheiben drang. Ich stand aus, öffnete das Fenster und hörte sie um so deutlicher. Der warm« Wind fächelte sie zu mir heran, während sie von selbst immer näher tarn. Zwei oder drei Paare, das konnte ich in der schwacherhellten Dunkelheit der Straße unter mir nicht genau unterscheiden, sangen mit halb- lauten Slinnnen, nur für sich, ein gemütliches Marschlied. Es hatte «inen altertümlichen Rhythmus, wie ihn Volkslieder haben, denen man anhört, daß sie von den singenden Stimmen langer Zeiten gleichsam geglättet sind. Aber viel fremdartiger als da» Lied selbst klang die Musik, die den Gesang begleitete, oder richtiger das In- ftrmnent, mit dem diese Musik gemacht wurde. E» schwirrten hell« Stimmen darin, die von Freude bewegt erzitterten, und mit dem welligen Gesang dieser Stimmen vereinte sich ein gelassen gehendes Klingen dunklerer Stimmen, die die erregt« Bewegthell der anderen zu einer stilleren Freude zu dämpfen schienen. E» klang wie ein herzlicher Wettstreit überquellender und ruhig beherrschter Gefühle. Ich konnte mich nicht entsinnen, schon einmal ein ähnliches In- strument gehört zu haben und doch schien mir sein Klang seit langem vertraut. Ich sah hinaus und sah den kleinen Trupp der Singenden und Musizierenden unter meinem Fenster auf der seuchtschimmernden Straße vorüberziehen. Aber so sehr ich auch mein Erinnerung»- vermögen anstrengte: dieses Instrument kannte ich und kannte es doch nicht. Nun schwenkt« der Trupp auf den Platz ein, auf den meine Fenster hinabsehen. Unter den kahlen Bäumen, die in der feucht- warmen Märznacht ihr« Knospen leise öffnete», sangen die Stimmen und das Instrument weiter. Es ging eine fülle und frohmachend« Herzlichkeit von dieser Musik aus. Mein Zimmer hinter mir er- schien mir heller als sonst, alles dünkte mich friedlich und gut, und ich mußte lächeln über diese alles glättende Macht der Harmonie, die von dem Zusammenklingen der Stimmen einiger Liebespaare und eines Instrumentes in der tropfenden Märznacht ausging. Das Instrument erriet ich nicht. Die Musik verstummte. Die nächtlichen Sänger verabschiedeten sich lachend und schwatzend. Zwischendrein girrten ein paar Töne, die mich aufhorchen ließen, weil Ich jetzt erraten zu haben glaubte, was für ein Instrument da musiziert habe. Aber'es waren nur «in paar Töne, über denen sich sofort die Dunkelheit wieder schloß. Letzte Grüße antworteten sich unten. Die Paare gingen npch verschiedenen Richtungen auseinander. Da klangen wieder ein paar lässig hingeworfene Töne,, einige andere erwiderten von jenseits. Und jetzt erkannte ich Z>as Instrument". E» waren zwei: ein« Mandoline, eine anspruchslos« Mandolin«, die viel« nicht leiden Aber derselbe Fascismus, der die Göttin des Erfolges in Erbpacht genommen hat, umwirbt mit vergebener Liebesmühe eine Macht, von deren Eswogenhest sich seine Führer reiche Ernte von reakttonärer Kraft versprochen hat: den Vatikan. Nachdem man diesem Kruzifix und Religionsunterricht in den Schulen bewilligt hat, Klerikale zu Senatoren gemacht, nachdem man jede fascistische Feierlichkeit mit einer Messe ein- leitet, ist jetzt sogar der Königliche Kommissar der Stadt Rom mit großem Prunk zum Kardinal-Vikar gefahren, was von der sascistifchen Presse als wichtig- polittsche Tat gestiert wurde. Gleich darauf kam die Dusche des„Osservatore Romano", in dem dem Besuch jeder offizielle Charakter abgesprochen wurde, und der erklärt, daß von einer Annäherung zwischen dem Vatikan und der Regierung nicht die Rede sein könne. Die gewiegte und alte Diplomatie des Vatikans wird offenbar durch das stürmische Werben des Fascismus stutzig gemacht, während sich religiöse Denker, wie der Marchese Crispolti, gegen den Versuch wenden, die Religion als Mittel ztzm Cefügigmachen der Massen zu verwenden. Man hat den Eindruck, als ob die Regierung sich über kurz oder lang doch zur Praxis der Preßfreiheit wird bekehren müssen, ledigüch, um nickst eine allzu schwel? Last für das zu tragen, was in ihrem Namen die Weltherrschaft beansprucht und dem Vatikan den Pantofstl küßt. Die erlaubte Meinungs- änßerung droht unbequemer zu werden, als die ketzerische je werden könnte. Personalpolitik im Reichsinnenministerium. Monarchisten, die die Treppe herausfallen. Der Sozialdemokratische Parlamentsdienst führt De- schwerde über die Personalpolitik der dem Reichsinnenmini- sterium angegliederten Stelle zur Bearbeitung von Beamtenangelegenheiten. Durch Neuverteilung der zu der Beamtenabteilung ge- hörigen Referate, so heißt es da, ist jetzt erreicht worden, daß wirkliches Sachverständnis für Beamtenangelegenheiten bei den neuen Bearbeitern überhaupt nicht mehr vorhanden ist. Jeden- falls kann die Beamtenschaft nicht verstehen, daß z. B. der Chef der Filmprüsungs stelle im Nebenamt auch noch Zeit finden soll, sich mst Beamtenangelegenheiten zu befassen. Außerdem heißt es, daß der jetzige Leiter der Be- amtenabteilung, Ministerialdirektor v. Falck, demnächst durch den Präsidenten des Reichspensionsamts, Herrn v. I a c o b i, dem bekannten Verfechter reaktionärer, antirepublita- nischer Be st rebungen in der höheren Beamtenschaft, ersetzt werden soll. Das Reichspensionsamt ist geradezu ein Sammelplatz für antirepublikanische Bestrebungen, und die tüchtigsten republikanischen Beamten werden dort vollständig kaltgestellt. Bor einiger Zeit ist nun Herr v. Jacobi zum zweiten Vorsitzenden der Berliner BLamtenoereinigung ge- wählt worden. Den Vorsitz in dieser rein wirtschaftlichen Zwecken dienenden Bereinigung sehen nun gewisse Kreise offen- bar als besonders geeignete Vorbereitung zur Uebernahme der Beamtenabteilung im Reichsministerium des Innern an. Sollte Herr v. Jacob! tatsächlich zum Direktor dieser Abteilung gemacht werden, so wird der heftigste Bekämpfer eines modernen Beamtenrätegesetzes auf der ganzen Linie gesiegt haben und die schärfste antirepublikanische Reaktion ihren Einzug in das Reichsministerium des Innern halten. Wir können dem nur zustimmen und möchten bei dieser Gelegenheit daran erinnern, daß es unter der Aegide des Herrn v. Jacobi möglich war, daß im Reichspensionsamt für die ehemalige Wehrmacht ein Mensch zum Beamten ernannt werden konnte, der die republikanischen H o h e i t s- zeichen als Sch.... dreckflaggen bezeichnete. Man scheint diese Personalpolitik Herrn v. Jacobi im Reichsinnenmini» sterium nicht nur nicht übel genommen zu haben, sondern darin sogar einen Grund zu sehen, um ihn oie Treppe hinauffallen zu lassen. Monarchisten als Hüter der republikanischen Be- amtenschaft— Zeichen der ZeitI mögen, weil sie, allein gespielt, dünn und zwirnig klingt, und eine ganz gewöhnliche Mundharmonika, dieses Musikinstrument, das fast jeder Schuljung« spielen kann und das als Musikinstrument kein Mensch ernst nimmt. Diese zwei, Mandoline und Mundharmonika, diese beiden armseligen Straßenkinder unter den Musikinstrumenten, hatten stch zu der Harmonie vereint, dl« die Kraft hatte, für ein Wellchen an Güte und Friede und Glück In der Welt glauben zu machen. Ich lachte für mich, aber ich schien mir selbst nicht so recht überzeugt davon, daß das kleine Erlebnis mir ein Spaß sei und nichts weiter. Denn schließlich: dies« beiden geringen Instrumente, Mandoline und Mundhmmionika, die jedes für stch allein doch gar kein« Musik geben können und nur ein bißchen dünnes Geklingel und Getöne zuwege bringen, hatten vereint doch ein Drittes, Er- freuendes und Beglückendes zustande gebracht: Harmonie. Lächelnd und mit halben Gedanken immer noch bei diesem Er- lebnis am Fenster setzte ich mich wieder unter die leise rauschende Lampe und las wetter vom Kampfe an Ruhr und Rheim fein Mittel gegen Ermüdung. Wenn es keine Müdigkeit mehr gäbe? Wenn der Mensch sich beständig aus der stärksten Leistung»- fähigkeit seiner Kräfte erhalten könnte? Dies« phantastische Frag« mtt ihren gar nicht auszudenkenden Folgerungen laßt lich aber theo- retisch durchaus bejahen, wenn auch freilich praktisch nicht durch- führen. Bedeutsame Versuche haben in letzter Zett ein Mittel gegen Ermüdung geschaffen und un- übrr den Vorgang der Müdigkett genauer aufgeklärt, wie Rudolf Schulz« in der Leipziger„Illustrier- ten Zeitung des näheren ausführt. Durch die Arbeiten von Dr. Wdchardt Über Ermüdungsstoffe ist erkannt worden, daß bei angestrengter Arbeit im Muskel gewisse Stoffe, Ermüdungsgifte, entstehen, die eine Herabsetzung der Ar- beitslejstung bewirken. Es gelang dem' Gelehrten, diese« Ermü- dungsgift Kenotoxin) genau zu erforschen. Das Gift gewann er aus dem ausgepreßten Mustclsast von Meerschweinchen und an- deren Tieren, die infolge stundenlanger angestrengter Arbeit den Ermüdungstod gestorben waren. Später glückt« ihm auch, das Kenotoxin künstlich herzustellen. Spritzte man nun eine große Menge dieses Präparats einem gesunden, unermüdeten Tier ein, so traten sofort starke ErmüdungIerscheinunqen auf. und wenn ein solches Tier ein« verhättsismahig gering« Arbeit leisten mußt«, erlag es rasch dem Ermüdungstod. Nahm man geringere Äeno- toxindofsn, so ließ sich nachweisen, daß die Muskelleistung bedeutend geringer wurde als beim unbehandelten Tier. Bei sehr geringen Meggen Kenotoxin trat jedoch ein« absolut andere Wirkung auf. Die mit ganz kleinen Dosen behandelten Tiere zeigten sich im Gegenteil leistungsfähiger Gl? gesunde Tiere, die keine Einspritzimg bekommen hatten., Eine ähnliche Wirtimg kennen twir von anderen Gislen her, so z. B. von dem Pockengift. Diesen Vorgang erklärt sich die medi- zimsche Wissenschaft so daß durch geringe Biftmenaen, die für den Körper unschädlich sind, die Bildung ein» Gegengiftes, eine, sog. Antikörpers, erzeugt wird, der imstande ist, neuaufmet ende größer« 7,1 Millionen Fehlbetrag. 2,5 Billionen mehr für den Friedensvertrag. Verdoppelung der Ausgaben. Der Reichsrat nahm am Dienstag den zwölften Nach- tragsetat für 1322 an. Der Berichterstatter hob hervor, daß sich die Notwendigkeit zu dem Nachtragsetat aus dem Ein- bruch der Franzosen und Belgier in das Ruhrgebict und andere deutsche Landesteile ergebe. Die Folgen dieses Rechts- bruches für unsere Finanzwirffchast sind vernichtend. Sie legen dem Reich ungeheire neue Aufwendungen auf. Trotz des gesunkenen Dollarkurses ist immer noch eine Verdoppelung der Aus- gaben gegenüber dem Stande von Mitte Januar, als die fort- schreitende Geldentwertung die Ansätze des letzten großen Nachtrogs- «tats vom November vorigen Jahres schon beträchtlich überholt hatte. eingetreten. Während nunmehr durch den Einbruch ein großer Ein- nahmeausfall entstanden ist im Eisenbahnverkehr, durch die einge- schränkte Kohlenförderung, Errichtung einer neuen Zollgrenze, Te- schlagnahme von Steuerenrägen und staatlichen Waldungen usw. sind neue riesige Ausgaben entstanden durch Beschaffung von Ersatzkohie aus dem Auslande, Lebcnsmitteleinfuhr, Fürsorge für d-e Vertriebenen und Mehraufwendungen an Gehältern und Löhnen. Das Programm der Regierung für die Gesundung des Reichs- Haushalts ist zerrissen; wir sind in einen Blllionen-Eiak hineingckrieben. Der ordentlich« Haushalt der allgemeinen Reichsverwaltung �zeigt jetzt einen Fehlbetrag von 1,3 Billionen Mark, der Fehl- betrag im ordentlichen'Haushalt der Forstverwaltung ist auf 318,8 Milliarden Mark angewachsen. Der ordentliche Haushalt der Eisenbahnverwaltung hält zwar noch das Gleichgewicht, die Folgen der Berkehrsstörungen im Ruhrgebier sind indessen noch nicht berück- sichtigt. Auch hier werden sich Zuschüsse aus allgemeinen Reichs- Mitteln als notwendig erweisen. Die Ausgaben des Haushalts zur Ausführung des Friedensoertrages haben sich u m mehr als 2�> Billionen Mark gesteigert. Der(üe- samlfehlbekrag des Reichshaushalls für 1322 beträgt 7,1 Billionen Mark. Noch im Herbst war er auf 813,2 Milliarden Mark veranschlagt, er Ist also um 6,2 Billionen gestiegen. Er verteil! sich mit 2,8 Billionen auf die allgemeine Reichsverivaltung, mit 1 Billion auf die Betriebs- Verwaltungen und mit 3,1 Billionen Mark auf den Haushatt zur Ausführung des Friedensoertrages. Zum Vergleich muß erwähnt werden, daß nach dem Nechnungscrgebnis für 1923 der Fehlbetrag 123,1 Milliarden Mark und für 1321 163,6 Milliarden Mark betrug. Im Haushaltsgsetz ist eine Anleiheermächtigung von 1,4 Dillionen Mark enthalten. S33 Milliarden waren bereits bewilligt, und der Fehlbetrag des ordentlichen Haushalls der allge- meinen Reichsverwaltimg soll einstweilen nicht auf Anleihe gcnom- men, sondern aus verfügbaren Betriebsmitteln gedeckt werden. Zum Ankauf von Inlands- und Auslandsgetreide.sowie von sonstigen Nahrungsmitteln zur Sicherung der'Volksernährung wird dem Finanzminister ein Kredit von 133 Milliarden zur Verfügung gestellt. Hervorzuheben ist noch, daß im Etat des Arbeitsministeriums die Darlehen an die Länder zur Fertigstellung angefnn- gener Wohn bauten infolge der Geldentwertimg um 6 Milli- arten Mark steigen und daß für Darlehen an die Länder zur F ö r- derung des Wohnungsbaues 100 Milliarden eingestellt sind, die aus dem Aufkommen der erhöhten Wohnungsbauabgabe gedeckt werden sollen. Der Etat des Reichsernährungsmlnisteriums weist S,2 Milliarden Mark zum Milch bezug für Säug- linge und Kleinkinder auf. Die Ausgaben des Etats des allgemeinen Pensionsfonds steigen um 62,1 Milliarden infolge des Gesetzes über die Teuerungsmaßnahmen für Militärrcntaer. Im Haushaltsetat der allgemeinen Finanzverwaltung stnd zur Erhöhung der Teuerungszuschläge Z33 Milliarden mehr«ingestellt, zur Ge- Währung von Zuschüssen an die Länder aus Anlaß von B e f o l- dungs.erhöhungen 333 Milliarden. Mark mehr. Zur Ab- wehr der durch den Einbruch in das Ruhr- und Rhein- gebiet entstandenen Schäden ist 1 Billion Mark eingestellt. Für Darlehen an notleidende Länder sind 163 Milliarden ausgeworfen. Die Ausgaben für die Besatz ungstruppcn sind infolge der Geldentwertung und Ikberteuming um 82 Milliarden Mark, die Reparations-Sachlsistungen um 800 Milliarden Mark, die Ausgaben für die Einlösimg der seinerzeit an Belgien gegebenen Schatzwechsel um 1,3 Billionen Mark, die Kosten der Repa- ra ti o n« ko m mi ssi o n um 76,5 Milliarden Mark gest eq-ii. Für Zahlungen aus L i q u i d.a t l o n s j ch ä d e n wurden 26 Mill:- orden Warb mehr eingestellt. Gistmengen zu vernichten. Diese Schutzwirtung gegen Ermüdung zeigte sich noch deutlicher bei der Behandlung mit Antikenotoxin, da» auch künstlich hergestellt wurde. Die Möglichkeit, die Müdigkeit erfolgreich zu bekämpfen, ist also gegeben. Man Hai auch Versuch« in dieser Richtung angestellt, indem man das Antikenotoxin beim Menschen unter die Heul einspritzte oder eine Antikenotoxinlösung in der Zimmerluft verstäubte, lind zwar stellten verschiedene Forscher diese Versuche an sich selbst an und berichteten einstimmig, daß ihre körperlich« und geistige Leistung durch das Antikenotoxin gesteigert wurde. Man har auch Versuche mit einer Schulklasse" unternommen, auch hier wurde eine Steigerung der Leistungsfähig- kett der Kinder beobachtet. Freilich wird man stch vor umfassender praktischer Anwendung dieses Mittels gegen Ermüdung zunächst sehr hüten müssen. Denn die die Ermüdungserscheinungen er- regenden Substanzen können dem Körper als Schutzeinrichtung dienen, indem sie ein Warnungsstgnal gegen Uebermüdung bieten. Das gefilmt? Parlament. Man muß es den rumänischen Bojaren lassen, schreibt die Wiener„Arbeiter-Zeitiing", sie haben das neue Rumänien zu einem wirklichen Kulmrsmat gemacht. Bor dem Kriege haben sie die Errungenschaften der europäischen Kultur meist in den Ehantants und Bordellen von Paris kennengelernt, wo sie das ihren Tauern erpreßte Geld verpraßten. Jetzt genügt es ihnen nicht mehr, die Kultur nur Im Ausland zu genießen, und da sie als Sirger im Weltkrieg ihren Staat nach ihren Wünschen ein- richten konnten, wollen sie nun auch die neuesten Errungenschosien der Kultur in das neue große Rumänien einführen. Zu den Sog- nungen der modernen Kultur gehört naturlich auch das Kino. Was tut man in Paris, wenn man siwa ein« Raufszene im Parlament den Kinobesuchern vorführen will? Man muß ans Brettern und Leinwand«ine Nachahmung des Parlaments ausführen und muß auch noch Schauspieler mieten, die die Rauffzene darstellen. Welch primitive Formen der unentwickelten französischen Filmkunstl Da machen es die Beherrscher des rumänischen Staates ganz anders: Letzten Samstag hatten sie in einer Loge des rumänischen Paria- ments einen kincmatographisch« n Apparat aufgestellt, der zunächst durch einen Vorhang verdeckt war. Anfangs ging es auch nicht sonderlich aufgeregt im Saale zu. Da plötzlich näherten sich«inio« Abgeordnete der Regierungspartei den Bänken der Opposition und provozierten sie durch Schreien und Gestikulationen: es kam zu einem Streit und zu gegenseitigem Herumstoßen. In diesem Augen- blick wurde der Vorhang vor der Loge zurückgezogen und der Film- operatenr hott« das herrlichst« Material für seine Ausnahme. Der- gebens beschwerten sich die Abgeordneten der Opposition darüber, daß die ganze Krawallszenc künstlich ins Wert gesetzt wurde, um der Filmgesellsckxift, an der einer der Parlamentsordner— der sich bei der Provokation besonders hervorgetan hat— persönlich be- teiligt ist, die Gelegenheit zu ihrer Aufnahme zu geben. Es nützt« nichts, sie wurden auch noch durch den Disziplinarausschuß ausge- schlössen. Welch neue Mönlichkeiten eröffnen sich da der Filmkunst aus der Vereinigung von Parlament und Film! 2Pielp!anSuberuna. ToZ Theater in der Königzräher S t? a h e hat die«Zrllaustüljrimg d-s LSaulpieil,!t r e i Z l e r S Eck- f e n ft e r' auf Mittwoch verlegt. Sonnabend und Sotintaa:.�luS dem Leben der InseNen'.— Im L«>stng.Th-at«i qehl miola- Er- trankung«lllabeth Sergner» am Sonnabend und Sonntag ftatt.Königin Christint-. y 0 r g e r Schippet- i» Sjest. die bayerischen Separatisten. Eine Anklage gegen Heim. Als die Loslösungsbestrebungen der Machaus, Fuchs und Kühles bekannt wurden, hatte der amtliche bayrische Dementier- apparat nichts Eiligeres zu tun, als Zusammenhänge dieser „Landesverräter", wie sie auch der amtliche Bericht nannte, mit ernsten politischen Persönlichkeiten Bayerns abzuleugnen. Der Verkehr der Landesverräter Fuchs und Machaus mit Rupprecht von Wittelsbach wurde als durchaus harmlos und unpolitisch bezeichnet. Vielleicht ist es in diesem Zusammen- hang nicht ganz unnük, darauf hinzuweisen, daß man dem Führer der Bayerischen Volkspartei, Dr. Heim, seinerzeit ähnliche Absichten nachsagte, wie die, die man beute Machaus, Fuchs und Kühles nach w e i st. Gegen Machaus und Fuchs ist aus diesem Grunde das Verfahren wegen Landesverrat eröffnet worden. Die Angelegenheit Heim schien dagegen vergessen zu sein. Nunmehr nimmt der Pressechef Wilsons in Versailles. Ray Stannard Baker in seinm Werk über den Versailler Vertrag zum Fall Heim Stellung. Er behauptet, Marschall F o ch habe am 19. Mai 1919 dem Obersten Rat das Ersuchen Dr. Heims an einen französischen General, mit Vertretern Frankreichs über eine separa- tistische Bewegung verhandeln zu dürfen, mitgeteilt. An demselben Tage habe Heim bereits mit dem General D e st i k e r in Luxemburg eine Unterredung gehabt, dessen Ergebnis am 23. Mai 1919 dem Obersten Rat zur Kenntnis gebracht wurde. Heim habe die L o s l ö s u n g der größeren deutschen Staaten von Preußen und die Bildung eines neuen Bundes, einschließlich Oester- reichs, unter dem wirtschaftlichen Protek- torat derEntente vorgeschlagen. Wenn aus dem Plan nichts wurde, so habe das lediglich an der zögernden und unersättlichen Haltung Frankreichs gelegen. Baker stützt sich auf amtliche Dokumente. Seine Vehaup- tungen sind eindeutig. Was gegen Heim vorgebracht wird, bedeutet Landesverrat in schwer st er Form. Gegen die Fuchs und Machaus, die der amtliche bayerische Bericht Phantasten und politische Kinder nennt, wird das Verfahren wegen Landesverrat erhoben. Fechenbach, der in gutem Glauben ein amtliches Doku- ment, über dessen Wert man sich noch nicht im klaren ist, an ein auswärtiges Presseunternehmen weitergab, wurde zu 19 Iahren Zuchthaus verurteilt. Jeder Mensch, der für eine friedliche Verständigung im Rghmen der E r f ü l l u n g s- Politik eintritt, darf in Bayern ungestraft als Vaterlandsverräter bezeichnet werden. Gegen höchste Regierungsstellen, die sich zwangsläufig und vernunftgemäß für diese Politik einsetzen, darf in der übelsten Weise gehetzt und skandaliert werden. Was geschieht mit Dr. Heim, gegen den von der genannten Stelle derselbe Dcrwurs erhoben wird, der auf Fuchs und Machaus lastet und der obendrein für die Unterstellung Bayern unter ein Ententeprotektoral, also für die„Versklavung" Bayerns, eintrat? * In der„Germania" setzt der bayerisch« Mitarbeiter seine Artikelserie über das bayerische Problem fort und weist dabei auf den Widerspruch hin, der zwischen den föderallstischen Erundan- schauungen Bayerns und der Tätigkeit der st r e n g z e n t r a I i st i s ch und unitarisch gerichteten grohpreuhisch-milita. ristischen„Persönlichkeiten" in München besteht. Besonders scharfe Worte findst der Mitarbeiter für das Verhalten der B a y e r i- schen Dolkspartei. „Seit dem 9. Januar 1920," so führt er aus,„seit dem Tag«, an dem die Trennung der Bayerischen Volkspartei vom Zentrum, angeblich im Namen des Föderalismus, beschlossen wurde, gleitet die bayerische Politik nach ihrer Befreiung aus den Fesseln der üblen sozialistischen Regierungsmethoden unauf- haltsam in üen Abgrund einer neuen Revolution- Ein Goldschahfund aus der Inkazeit. Die Goldschätze der Inka, die von den spanischen Eroberern so rücksichtslos geraubt und fort- geschleppt wurden, werden in der Geschichte stets als ein« geradezu phantastische Anhäufung von Reichtümern fortleben, und nach heute werden immer wieder von Schatzgräbern Versuche unternommen, vergrabene Kostbarkeiten aus jenem„goldenen Zeiialter" in Peru zu entdecken Während die meisten dieser Schatz«rpeditionen un- verrichteterweise zurückkehren, ist es einigen Glücklichen im Chimu- bistritt in Nord-Peru gelungen, einen solchen Goldschatz zu heben, dessen Wissenschaft licher Wert noch sehr viel bedeutender ist als sein Goldwert. Ueber diesen Fund berichtet Errel in der„Umschau" aus Grund einer Verösfentlichrmg des amerikanischen Archäologen Dllny E. Goddard, der dm in das Amerikanische Museum für Naturkunde übergegangenen Teil des Fundes untersucht hat. Leider hattm die Finder einiges von dem Schatze zerbrochen und eingeschmolzen i einige wenige Stücke kamen in andere Hände. Die nunmehr in dem Museum bewahrten Kostbarkeiten bestehen aus drei Zieraten, die etwa die Form einer Kuchmschaufel haben und wi« Federschrnuck an Stirnbändern getragen wurden: außerdem aus drei Brustplaiten. von denen zwei aus bandförmigen Streifen von hellerem und dunklerem Gold zusammengesetzt sind. Bei vier weiteren Stücken weiß man nicht genau, wozu sie verwendet wur- den. Vielleicht dienten sie als Teller, vielleicht aber auch als Zier- plattm, die auf der Brust getragen wurden: sie gehören paarweise zusammen und haben 21,6 Zentimeter Durchmesser. Schließlich gehören noch zu der Sammlung zwei Wasserkmmen von einer Form, die Henkel und Ausguß vereint. Die!« sind mit einem Fischmuster und einem T-förmigen Ornament gsichmückt. Alle Gerät« bestehen aus Legierungen uon Gold, Silber und Kupfer in verschiedenen Mischungsverhältnissen. Die Gegenstände wurden zu- nächst gegossen. daNn gehämmert und vielleicht noch mit einem be- sonderen Werkzeug übergangen. Die Vereinigung der helleren nnd dunkleren Bänder an den Brustplatten mutz durch Schweißen erfolgt sein, während die Vereinigung von Gefäß und Ausguß an den Kannen durch Löten hergestellt wurde. Ein«.Aarbeusinsome". Unter den jungen englischen Komponisten, die erfolgreich bestrebt sind, England von der Bezeichnung des„Landes ohneMnsik" zu befreien, hat ein junger, noch vor kurzem unbekannter Meister A r t u r B l i ß jetzt große Erfolge errungen. In etnem Konzert in der Londoner Queens Hall, bei dem nur Werke von ihm zu Gehör asbrackit wurden, dirigierte er selbst seine erste Sinfonie, die auch Farbcnsinfonie genannt wird. Der Titel ist gewählt, weil der Komponist zwischen den vier Sätzen seiner Arbeit und den vier Farben Purpur, Rot. Blau und Grün einen engen Zusammenhang findet. Die purpurne Stimmung wird durch einen feierlichen Marsch ausgedrückt, die rote durch ein Scherzo, die blaue durch einen langsamen getragenen Satz, und der arune'Teil besteht in einer das ganze Wert krönenden Fuge. Die Sinfonie steht unter dem Einfluß von Schönberg und Strawinsky. Die Kritik rühmt ihr aber daneben doch eine bedeutend- Selb, bändig! keit roch._ «tu ueae» Druckverfahren wurde in Hannover uornefü&it. Obne Verwendung Bon Solenhofcner Schieser. obne Aetzung und olinc ktbichlriicn de» Senufcten Stein« wird die gewünschte Zeichnung oder Schrütunp»n mit Arbe'tnehmern und Arbeilgebern ab- losten werden. B n kein lT c v du!' dieser Verhandlungen wird dl« -cr SetrfttsrSte edhLngen. Wissenschafter beim Neichspräftöenten. Reichspräsident E b e rt veranstaltete gestern Dienstag einen Empfangsabend für Vertreter der Wissenschaft und Kunst, zu dein auch der Reichskanzler, Minister, Reichstagsabgeordnete und sonstige Politiker geladen waren, Die Rektoren und Professoren der Ber- liner Hochschulen, Mitglieder der Akademie der Wissenschaften, lue Leiter der Forschungsinstitut« des Reichs, des Staats und der Kaifer-Wilhelm-Gesellschaft waren erschienen. Die Notgemeinschalt der deutschen Wissenschast und die physikalffch-technische Reichsanstakt hatten ihre Präsidien und Kuratorien an diesem Tag« zu Sitzungen nach Berlin berufen, so daß der Reichspräsident in diesem Jahre auch zahlreiche auswärtige Gelehrte bei sich begrüßen konnte. Die bildenden Künste, die Musik und Literatur hatten wieder ihre bedeutendsten Vertreter entsandt. Geheimrat Prof. Haber hielt einen Vortrog über Wisienschast und Wirtschaft nach dem Kriege. Ihm und dem Klingler-Ouartett, das das Haydnschs Lerchcnquartett zu Gehör brachte, sprach der Reichsprösi- dent herzlichen Dank aus. Er wies weiter aus die engen Beziehungen zwischen dem kullurellen und politischen Leben hin und gab der Hoffnung Ausdruck, daß aus einem engen verständnisvollen Zu- sammenarbellen oller dieser Faktoren das Vaterland starke Kräfte für den schweren Kamps dieser Zeit ziehen werde. Die waffenfunüe in Caputh. Zu den Waffenfunden im Caputher Schloß ist nachzutragen, daß die Maschinengewehr« aus Potsdamer Kasernen herstammen. Die gründliche Durchsuchung des Schlosses ist dem Stellvertretenden Gemeindevorsteher Reese zu verdanken, der von seinen sozialdemokratischen Partei- genossen schon lange darüber verständigt worden war, daß im Schloß viele Maschinengewehre lagern. Die Sehnsucht nach öen Weltmarktpreisen. Amtlich wird gemeldet: Der Reichskanzler empfing am Dienstag in Anwesenheit des Reichsernährungsministers und des Reichswirtschasssnünisters die Führer des Reichs-Land- bundes, die ihm unter Darlegung der aus dem derzeitigen Um- lageosrfahren sich ergebenden Härten für die Landwirtschaft wie der Gefahren für die Volksernährung die Wünsche der Landwirtschaft nach baldiger Entscheidung über die Wirt- schaftsform des neuen Erntejahres vortrugen. Lorö ü'fibernons Reise. Bergmann in der Schweiz? Paris, 20. März.(Cca.) Die Londoner Reise des englischen Botschafters in Berlin, Lord d'Abernon sowie der Aufenthalt des Gouverneur» der Bank von England Norman in Paris beschäf- tigt die politillben Kreise auf das eingehendste, zumal auch das Ge- nicht verbreitet war, daß Staatssekretär a. D. B e r g m a n n sich nach der Schweizjbegeben habe, um dort gewisse Vorverhandlungen für eine kommende Regelung der Nuhrftage zu führen. An hiesigen maßgebenden Stellen erklärt man heute abend, daß die franzäsische Reglerun« nach wie vor allen decarsigen Doroerhandlungen abgeneigt sei: der einzig richtige Weg sei immer noch eine direkte Aus- sprach«. Andererseits habe Frankreich nicht als Erster Vorschläge zu mächen. Alle Schritte, die hinter den Kulissen unternommen wurden, um es hierzu zu veranlassen, feien von vornherein einem Mißerfolg ausgeletzt. Ebenso wird die Nachricht für falsch erklärt, daß der bekannte französische Wirtschaftssachverständige S e y d o u x sich nach der Schweiz begeben habe, um sich dort mit Bergmann zu treffen. Man wisse überhaupt nicht, mit welchen kompetenten oder autorisierten Persönlichkeiten Herr Bergmann sich in der Schweiz aussprechen könnte, da ein direkter Auftrag zu einer derartigen Aus- spräche niemandem von der französischen Regierung gegeben worden sei. Andererseits verkennt man nicht, daß die Strömungen in den nicht direkt beteiligten Ländern naturgemäß auch die Pariser politischen Kreise beeinflussen. Ms bedeutsame Zeichen hierfür sieht man die Nachricht an, daß das F o r e i g n Office mit der Ausarbeitung eines Planes für«inen(Barontiepakt zur Sicherheit Frankreichs beschäftigt sei. Hierzu wird erklärt, daß sich seit der Konferenz von Cannes die Stellungnahme der französischen Regierung in dieser Frage nicht geändert habe. Man müsse nach wie vor verlangen, daß ein solcher Sicherheitspakt außer den Rheinlanden sich auch auf die O st f r a g e n erstrecke und be- sonders Polen umfassen müsse. Das Gerücht, daß der deutsche Geschäftsträger am Qual d'Orfay Vorschläge übergeben habe, wird sowohl am yuai d'Orfay, als auch an den maßgebenden deutschen Stellen dementiert.. London. 20. März.(WTB.) Lord d'Abernon ist In London eiugetrosfe». Ukrainer als Mußpolen. Warschau. 20. März.(Mtb.) Anläßlich der Festsetzung der Ost- grenze Polens kam es in Lemberg zu stürmischen Protest. kundgebungen. Als der päpstliche Visitawr vom Vorbau des Metropolitenpalastes aus eine Ansprache an die Menge hielt, gelang es dem ukrainischen Abgeordneten Ludkiewiecz, sich auf den Balkon zu schwingen und zu der Bevölkerung zu sprechen. Diese Ansprache machte einen gewaltigen Eindruck. In der erregten Meng« wurden gleichzeitig Aufrufe mit der Unterschrift„U k r a i- nische» Revolutionskomitee" verteilt. Bei einem späteren Umzug durch die Stadt marschierten die ruthenischcn klrch- lichen Brüderschaften mit ihren Fahnen voran. Dank! folgte Ludkie- wiecz mit der ganzen Volksmenge unter dem Gesang ukrainischer Lieder. Ein Eingreifen der Polizei wurde gewaltsam zurück- gewiesen, wobei verschieden« Polizisten durch Steinwürfe ver- w u n d e t wurden. Erst im Laufe des Nachmittags zerstreute sich die Menge. Die Polizei verhaftete 10 Personen, darunter einige Frauen. Bezeichnend ist, daß von Warschauer Blättern nur „R o b o t n i k"(Poln.-Soz.) ausführlich über die Vorgänge berichtet. Das Blatt überschreibt seine Meldung„Große Erfolge des Abge- ordneten Ludkiewiecz."„Rszefpospolita" verlangt Einschreiten gegen Ludkiewiecz, weil dieser in Lemberg das Volk gegen die polnisch« Regierung aufgehetzt und den Anwesenden den Eid abgenommen Hobe, den Kampf«gegen die polnische Regierung aufzunehmen. Lud- kiewiecz habe damit seinen Abgeordneteneid gebrechen. ver Fall Srowig. Der Borstand der Sozialdemokratischen Landtog»frattion in Preußen beschäftigte sich vor einigen Tagen mit den gegen den Abg Srowig- Klettendorf erhobenen vorwürfen: Verfehlungen im Amt, Mißbrauch der Freifahrkarte zu Frachthinter- Ziehungen usw. Der Vorstand empfahl die von Srowig selbst gewünschte Auf- Hebung der Immunität, damit im Wege des Gerichtsver- fahren? die Angelegenheit restlos geklärt werden kann. Zur Reubildung der sächsischea Regierung. Reben dem Minilierpräsidenten Bück scheidet, wie der SPD. meldet,«ruf Ber- langen der Kommunisten der bisherige Innenminister LipinSki endgültig aus dem neu zu bildenden sächsischen Kabinett au». Gewerkschaftsbewegung Gelbe, die es nicht sein wollen. Der gelbe Bädergesellenbund hat schon verschiedene Anstrengungen gemacht, um nach außen hin nicht mehr als gelb zu erfcheinen, da diese Farbe unter der Arbeiterschaft verhaßt ist. Deckt fie doch die Bestrebungen derer, die den wirtschaftlichen Gegensaz zwischen Arbeiter und Unternehmer dazu ausnüßen wollen, sich durch Anbiederung bei dem Unternehmertum Borteile auf Kosten 19. März betragen die Stundenlöhne: Für Gärtner im 1. Jabre der Branchentätigkeit 1248 M., nach einjähriger Tätigkeit 1820 D., für Obergärtner und Anlageleiter 1391 M., für Arbeiter 1248 M. und für Arbeiterinnen 806. Berstöße gegen den Tarifvertrag find umgehend an den Berband der Gärtner und Gärtnereiarbeiter, Verwaltung Groß- Berlin, Berlin S 42, Luisenufer 1, zu melden. Schiedsspruch im Berliner Einzelhandel. fogenannten neuen Ortsverwaltung bestimmt, brach ein Sturm der Entrüftung aus, und die Bersammelten wählten sich ein neues Bureau. Da Bosy und Genossen nicht in der Lage waren, irgend melches tiefgründige Belastungsmaterial gegen die alte Ortsverwal tung vorzubringen, beschränkten sie sich ganz kurz darauf, etwas aus dem kommunistischen Blätterwald zum besten zu geben. Hierauf sprachen mehrere Redner und rissen Bosy und Genossen die Mas fen vom Gesicht und beleuchteten an Hand des Materials die Leute der sogenannten neuen Ortsverwaltung Schmidtte und Genossen, und zeigten, welch schändliches Spiel sie mit den " Die Zahlstelle Lichterfelde- Weft und Umgegend spricht der bis. her bestehenden Ortsverwaltung ihr volles Bertrauen aus und stellt fich einmütig hinter die von ihr gewählte Zahlstellenleitung." Die Verhandlungen über einen Neuabschluß des Tarifvertrages Eisenbahnern treiben. ihrer eigenen Klaffengenossen und Arbeitsbrüder zu verschaffen. für die Handelshilfsarbeiter vom 16. bis 81 März find und Lehmann bei der Eisenbahnverwaltung spreche dafür, daß sie Bewußt oder unbewußt üben sie Berrat an der Arbeiterfache. Für in der vergangenen Woche gescheitert. Die Arbeitnehmer riefen nur die Geschäfte der Reaktion besorgen und die Gelder, die den Unternehmer find die von ihnen bevormundeten, kontrollierten, be- den Schlichtungsausschuß an, der am Montag verhandelte. Die Kollegen abgenommen werden, auf Nimmerwiedersehen verschwungönnerten und ausgehaltenen Afterorganisationen natürlich um fo Arbeitgeber lehnten jede Erhöhung ab und be- den sind. Hierauf wurde folgende Resolution angenommen: mertvoller, je größer der Zulauf zu ihnen ist. Gelingt es, die gelbe Grundfarbe zu übertünchen, ist auf größeren Zulauf von Dummen zu rechnen. Deshalb wollen die Gelben nicht gelb sein, zumal sie felber bas anrüchige ihres gelben Charakters empfinden mögen. Die Deutsche Bäder- und Konditorenzeitung", das Organ des freigemertfchaftlichen Bädereiarbeiterverbandes, hat sich natürlich mehrfach mit dem gelben Gebilde im Bäckergewerbe befaffen müssen und wahrheitsgetreu behauptet, daß der gelbe Bädergesellenbund eine von den Unternehmern ausgehaltene Organisation fei. Wegen " Volks- Versammlungen hente Mittwoch, den 21. März, abends 7 Uhr mit der Tagesordnung: bieser Behauptung strengten die Führer des gelben Bundes gegen Steuerfragen, Ruhrbefegung und nationalistische Gefahr den Genossen& antes in Hamburg als Rebatteur dieses Gewerkfchaftsblattes eine Privatbeleidigungsflage an. Der Beklagte trat # Aehnliche Berichte liegen auch von den Zahlstellen TempelhofWerkstatt, Köpenic, Lehrter Bahnhof und Betrieb usw. vor. Diese Berichte genügen als Beweis, daß den Eisenbahnern die von ihnen mühsam aufgebaute Organisation lieber ist, als die Jbeen der Schleppenträger der KPD. Die Verbandszeitung Nr. 13/14 und die Mitteilungen Nr. 4 werden am Donnerstag von 5 Uhr ab im Verbandsbureau, Bethanienufer 10, an die Zahlstellen ausgegeben In Anbetracht der ge genwärtigen Berhältnisse ist es nötig, daß jede Zahlstelle einen auf dem Boden der Sagungen stehenden Kollegen zur Ab= holung der Zeitung entfendet, da sonst nicht in allen ZahlDerbandstreuen Mitglieder gelangt. Die Ortsverwaltung. gez. Beefer. Zur Steuer der Wahrheit. in folgenden Lotalen: für diese Behauptung auch einen umfangreichen Wahr Mitte: Haverlands Festfäle, Neue Friedrichstr. 35 heitsbeweis an und unterbreitete dem Amtsgericht BerlinTempelhof aus vielen Orten des Reiches von ehemaligen Bundes. Tiergarten: Gesellschaftshaus, Wiclefstr. 24 mitgliedern abgegebene eibes stattliche Erklärungen, in wedding: Brauerei Bazenhofer, Chausseestr. 64 denen der Beweis erbracht wurde, daß tatsächlich die Bäder. Prenzlauer Berg: Union- Festfäle, Greifswalder Str. 221/223, ftellen die Gewähr gegeben ist, daß die Zeitung in die Hände der meister und ihre Innungen namhafte Geld= Büttners Feitfäle, Schwedter Str. 23 beträge zur Unterstügung an die Gelben leisteten. Friedrichshain: Andreas- Festfäle, Andreasstr. 21 Es wurden außerdem Fälle festgestellt, daß in den Bureaus der Kreuzberg: Schultheiß- Ausschant, Hasenheide( Wintergarten) Bädermeisterinnungen Flugschriften und 3er Charlottenburg: Leibniz- Oberrealschule, Schillerstr. 125/127. fammlungseinladungen für die Gelben angefertigt Wilmersdorf: Rohr, Stadtpart, Kaiserallee 51/52 und auf Kosten der Innungen an die Bäckermeister zur Beitergabe an die Gehilfen verfandt wurden. Ferner wurde Steglih, Lichterfelde, Lanfwik: Gymnasium Stegliz, Heesebewiesen, daß sich in vielen Orten die Obermeister der Innungen straße 15 recht eifrig um die gelbe Eache annehmen und auch davor nicht Schöneberg- Friedenau: Aula Chamisso- Schule, Barbarossaplag zurückschreden, die Gehilfen unter Androhung der Tempelhof- Mariendorf: Realgymnasium, Mariendorf, Kaiser Entlassung in den gelben Bund zu zwingen. Straße " E Jn letzter Zeit war der Baugewerksbund besonders beftigen Angriffen der kommunistischen Gewerkschaftszerstörer ausgefeßt. Der Anlaß hierzu sollte diesmal bas Verhalten des Vorstandes im Fall Glanzfilm Cöpenid" fein. Zu diesem Zwed gab der Verband der Ausgeschlossenen" ein besonderes Flugblatt heraus, welches ganz nach den illegalen Methoden( Verschweigen der Wahrheit) abgefaßt ist. Der Vereinsvorstand hat seinen Mitgliedern in der Generalversammlung berichtet. Diese billigte den Standpunkt des Vorstandes einstimmig. Die Baudelegierten- Verfammlung am 19. März beschäftigte sich ebenfalls mit der AngeKyff- legenheit. Die aus der Mitte der Beriammlung eingebrachte Respricht dem Vorstand für seine Tätigkeit im Falle„ Glanzfilm" volles Vertrauen aus. Nachdem die Ausführungen des Referenten noch von den dort beschäftigten Betriebsräten ergänzt wurden, fand die Resolution einstimmige Annahme. Die Kläger waren auf folch erbrüdendes Beweismaterial nicht neukölln: Schultheiß- Ausschant, Hafenheide( Wintergarten) vorbereitet, sonst würden sie sicher von der Klage Abstand genommen haben. Sie versuchten auch nicht vor Gericht die Angaben zu Treptow- Baumschulenweg: Viktoriagarten( Inh. Mitschte), Sicher hat das neben dem umfangreichen BeweisAm Treptower Part 26 material dazu beigetragen, daß das Gericht die Eröffnung des Hauptv erfahrens ablehnte. Niederschönewvelde, Johannisthal, Oberschöneweide: häuser, Niederschöneweide, Berliner Straße. Aus der Begründung ist zu entnehmen, daß der Beschuldigte Lichtenberg: Aula Barfaue( an der Möllendorfstraße) den fraglichen Artikel zweifellos in Wahrnehmung der berechtigten Weißensee: Albrechtshof, Partstr. 16 Intereffen der bei ihm vertretenen Fachorganisationen verfaßt und Reinickendorf: Bürgergarten, Reinickendorf- Ost, Hauptstr. 51 veröffentlicht hat. Die Form der Aeußerung ist allenfalls in feiner Weise beleidigend, insbesondere ist das Wort aushalten" in Redner find die Reichstagsabgeordneten: der Anwendung die Gelben feien nur eine von den Unternehmern Bahlfe, Crifpien, Diffmann, Düwell, Feldmann- Langenbielan, ausgehaltene Organisation" nicht ohne weiteres als aus einer be- Horn- Sieftin. Kuhnt- Chemnik, Künffier, Cauffötter- Hamburg, leidigenden Tendenz hervorgehend anzusehen feine Anwen Dr. Levi, Meier- 3widau, Frau Reitze- Hamburg, Robert Schmidt, bung durch den Beschuldigten tann deshalb faum Beranlassung Soldmann- Franken, Simon- Augsburg, Vogel- Franken, ferner geben, die Anwendung des§193 Str.GB. für den Beschuldigten Pfarrer Bleier. auszuschließen. Die trampfhaften Bemühungen der gelben Bäderführer. das Odium der Tarifunfähigkeit auszulöschen, finden nirgends Beachhung und Unterstügung. Kürzlich versuchten fie im Reichstag auf ihre Rechnung zu tommen. Sie wurden aber schon im Ausschuß auf den Gand gesetzt. Was gelb ist, muß gelb fein wollen und gelb genannt werden. Der Kampf in der Fleischwaren- Industrie beigelegt. Der Zentralverband der Fleischer teilt uns mit: Die erneuten Verhandlungen, die vom Borsigenden des Berliner Gewerbe- und Staufmannsgerichtes. Herrn Magistratsrat ölbling, eingeleitet wurden, haben zu einer Verständigung zwischen dem Arbeit geberbund und den freien Gewerkschaften geführt. Die Arbeit wird beute, Mittwoch frib, in allen Betrieben, die bom Streit oder der Aussperrung betroffen waren, wieder aufgenommen. Die Verhandlungen über den Rahmen- und Lohntarif begannen geftern, Dienstag. Einigung in der Landschaftsgärtnerei. Frauen, Arbeiter, Angestellte, Beamte! Gricheint vollzählig! Bezirksverband Berlin. antragten, den Vertrag bis zum 31. März zu verlängern. Sie be. gründeten diese Verlängerung damit, daß sie bereits 28 roz. bewilligt haben und daß der Einzelhandel eine weitere Erböbung nicht mehr ertrage. Die Arbeitnehmerbertreter machten darauf aufmertiam, daß die Lohnfäße im Einzelhandel der art niedrig sind, daß unbedingt noch eine Lohnaufbefferung erfolgen müsse, um den Ausgleich mit den übrigen Löbnen im Handelsgewerbe herzustellen. Ferner wurde darauf hingewiefen, daß die Arbeit geber monatelang außerordentlich gute Geschäfte gemacht haben, io daß durch die Erhöhung Komplikationen nicht eintreten werden Der Schlichtungsausschus fäßte nach stundenlancer Beratung einen Schiebsspruch, der eine weitere Erhöhung von durchschnittlich 6 Broz. auf die bisherigen Löhne feftfeste. Zu diesem Schiedsipruch bat die Mitgliederverfammlung am Mon tag fofort Stellung genommen. Nachdem einige Redner für die Ablehnung des Schiedsspruches eintraten, ergab die Abstimmung eine Mehrheit für die Annahme des Schiedsspruches. Die Arbeitgeber haben sich bis Ende dieser Woche zu entscheiden. Falls die Annahme erfolgt, fönnen die neuen Sohne tarife im Laufe der nächsten Woche beim Deutschen Verkehrsbund, Engelufer 24/25 II, Zimmer 31, gegen Ausweis der Mitgliedschaft abgeholt werden. Deutscher Baugewertsbund, Baugewertschaft Berlin. Achtung, Bauarbeiter! Die Steinmegen der Wertsteinbranche( Baustein. met e) befinden fich feit gestern im Streit. Die Unternehmer lehnten jede Erhöhung des Lohnes ab. Wir erwarten von allen Bauarbeitern strengste Solidarität. Alle Arbeiten, die bisher von den Streifenden ausgeführt wurden, find abzulehnen. Nur wer im Befiz einer graugrünen, von der Streifleitung ausgestellten Starte ist, ist zur Arbeit berechtigt. Die Betriebsräte und Obleute der Bauten bitten wir, in Zweifelsfällen uns sofort Nachricht zu geben. Streifleitung und Ortsverwaltung des Zentralverbandes der Steinarbeiter Deutschlands, Zahlstelle Berlin.( Tel. 11500-11508.) Die Front der streitenden Saar- Bergleute steht noch immer unerichüttert da. Der jüngst aus Paris zurüdgefehrte General direktor der Grube Franfenbola bat bei Ausschußmitgliedern durchblicken lassen, daß eine Bereitwilligkeit zu erhandlungen unter Ausschluß der Organisationen befiehe. Diese Bereit willigkeit, überhaupt zu verbandeln, kommt recht spät. Sie wird offenbar um to größer fem, je länger der Streit noch dauert und fich dann zweifellos auch auf die Organisationen erstreden Die Belegschaft hat sich einbellig dahin ausgesprochen, daß die Verhandlungen mit den Organisationsleitern geführt werden müffen. Die Wiederbelieferung der Stadt Eaarbrüden mit elettriidem Strom ist dadurch ermöglicht worden, daß die Drganisationen bis jegt sämtliche Leute in den elektrischen Zentralen belassen haben. Die Gewerkschaften der Bergarbeiter stellen fest, daß es die Berg verwaltung war, die die Stromlieferung grundlos absperrte, obgleich die Bergarbeiter die notwendigen Leute stellten. Eisenbahner! Auf Wunsch ber legten Zusammenkunft findet am Freitag( 23. März) in ber Brauerei Pfefferberg, Schönhauser Allee 176, eine Sigung aller in der BD. organisierten Beritauensleute und Funitionäre bes DEB flatt. Ohne Mitgliedsbuch des DEB. und ber GPD. Tein gutritt. In einer start besuchten Versammlung am Montag in den Neuen Rathausjälen nahmen die Landschaftsgärtner den Bericht von der letzten Verhandlung mit den Arbeitgebern entgegen, den Bernotat erstattete. Die Arbeitgeber batten zuerst eine Lobnerhöhung rundweg abgelehnt. Der Schlichtungsausschuß fällte einen Schiedsspruch. wonach ab 9. März eine Lohnerhöhung von 30 Proz. eintreten sollte. Die Arbeitgeber lehnten den Schiede fprub ab. Dadurch schien der Streit unausbleiblich. Die Entscheidung wurde jedoch um drei Tage vertaat und die Lohntom- Die Eisenbahner gegen die Spaltungsversuche der KPD. mission beauftragt, nochmals mit den Arbeitgebern in Verbindung Am Dienstag wurde in Stegliz für Lichterfelde und um zu treten. Dieie boten dann ab 16. März 20 Broz. und ab gegend von der sogenannten Opposition des DEB. eine Mitglieder19. März 30 Pro. Die strittigen Fragen zum Manteltarif fonnten versammlung einberufen, die Stellung nehmen sollte zu den Vor- Zentralverband ber Angestellten. Bezirk Wilmersdorf, Selenfee, Schmargen jedoch nicht sofort erledigt werden, obschon auch hier Zugeständniffe gängen in der Ortsgruppe Berlin, und die eine Neuwahl der Zahl- borf: Wegen der heutigen öffentlichen Bersammlungen der BSBD. fällt die gemacht worden sind. stellenleitung vorzunehmen hatte. Die Bersammlung hatte einen anberaumte Berfammlung aus. Bentralverband der Schuhmacher. Berfammlung der Friedrichstädtischen In der Diskussion machte fich eine starke Strömung für die sehr guten Besuch aufzuweisen. Nach ihrer Eröffnung durch Bosy Maßschuhmacher Freitag 6½ Uhr im Englischen Hof, Meganderstr. 27c Ablehnung dieses Angebots bemerkbar. Die Abstimmung ergab( KPD.), der sich als Leiter der Zahlstelle der neuen Ortsverwal schließlich gegen eine starte Minderheit defien Annahme. Die tung aufspielte, protestierten die Kollegen gegen eine solche Maß- Berantwortlich für den rebaft. Teil: Bietar Schiff, Berlin: für Anzeigen: Lohntommission soll anschließend über die strittigen Fragen in nahme, da von dieser Seite immer behauptet wird, die Mitglie. Glede, Berlin. Berlag Borwärts.Berlag G. m. b. S., Berlin. Druck: weitere Verbandlungen mit dem Arbeitgeberverband eintreten. Ab der haben zu bestimmen. Als Bosy erklärte, fie feien von der Borwärts- Buchbruckerei u. Berlagsanftalt Baul Ginger u. Co.. Berlin, Lindenftr. 8 Sieran 1 Betlage. Der Berbeausschuß Porzellan Emaillewaren Steingut Extra billig Mit fleinen Fehlern Kalfeeservice g. 2800.- 3500.Kaffeeservices. 5600.- 8500.Kaffeeservice 15.9500.- 15000.Abendbrotteller weiss Porzellan...... * Emaille- Kochtöpfe braun 18 cm * 950-1150-1350-1600Emaille- Deckel dazu passend 750- 950- 1100- 1250 Emaille- Masch.- Töpfe 200-250-300-350-400Emaille- Wassereimer zirka 28 en Durchmesser.. Emaille- Toiletteeimer weiss 450.850.Verzinkte Eimer zirka 28 cm Durchmesser. Verzinkte Wannen 12500.- 85 cm 60 cm 14500.70 cm 29508500- 9750350017500 Emaille EmailleWaschbecken Waschkrüge bunt oder creme bunt oder creme Obertassen Speiseteller Steingat, tief oder flach. 2500.- 3800.2500.- 3800.175.350.Vorratstonnen mit Deckel Gewürztonnen 500.brann Glas Bow'engläser gran. 350.grün... 27 Sturzfies hen mit Glas...... 1180.Butterdosen gepresst.. 1300.Rotweingläser 650.Tassen mit Goldrand.. weiss Tassen Porzellan 150.- 250.- 350.Kompotteller weiss Porzellan...... 250.Butterglocken bant... Glas 930.Kompotteller gepresst.... 190.Bierbecher sortierte Formen........ 200.Weinrömer aut grünem Fase........ 975, Sport- Likörgläser 850.Mesten 250.950.darunter Kochtöpte, Kasserollen, Kochgeschirre Kumpen 400-700-.. 1500Wasserkessel, Bratplannen, Kaffee- extra schwer, in allen Grössen, kannen usw., besonders preiswert für Restaurateure Hermann Tiefz Nr. 134 40. Jahrgang Beilage des Vorwärts Die Schulbüchernot. Eine frühzeitig abgebrochene Stadtverordnetensißung. Cernmiffeln In der Stadtverordnetenversammlung gab es untere Bezugnahme auf die ungeheure Teuerung der Schulbücher gestern eine Abrechnung mit dem städtischen Nachrichtenamt, den Antrag eingebracht, den Magistrat zu ersuchen, sofort eine die Genosse Reuter vollzog. Schonungslos zeigte er die Mängel 3entralstelle für Beschaffung und Berteilung von Lehr- und dieses Instrumentes, mit dem der Magistrat bisher nichts Rechtes hat anfangen können. Nur zu oft hat das Nachrichtenamt den einzurichten, um die verfassungsmäßig geforderte Belieferung der roten Magistrat gegenüber den Angriffen der Gemeinde- und Fortbildungsschulen mit Lernmitteln endlich in Anbürgerlichen Presse im Stich gelaffen. Der Antrag griff zu nehmen". ter sozialdemokratischen Fraktion, dem Nachrichtenamt die fehlende journalistische Aufmachung zu geben, wurde von der Linken gegen die schwächer vertretene Rechte durchgedrückt. Denfelben Ausgang befürchtete die Rechte von der Beratung und Abstimmung über die Lehr- und Lernmittel der Schulen. Den Bürgerlichen hielt Genosse Kreuziger vor, daß sie durch ihren den privaten Interessenten willkommenen Widerstand gegen eine die Preise verbilligende Zentralftelle zur Beschaffung und Berteilung von Lehrund Lernmitteln die Schule schädigen. Mit einem Antrag auf namentliche Abstimmung bezweckten sie, Beschlußunfähigkeit herbeizuführen. Angesichts ihrer Sabotageversuche zog man es vor, Die Sigung abzubrechen. Zu den Ausschußvorschlägen betr. den Nachtrag zur be sonderen Gewerbesteuerordnung der Stadt Berlin diefe Ordnung ist im Mai 1922 beschlossen worden und tritt 1. April 1923 in Kraft; der Nachtrag hat den Zwed, die Steuersäge der Geldentwertung anzupassen begründete Dr. Neumann ( Dt. Bp.) die Abänderungsanträge seiner Frattion, welche darauf hinausaingen, über die Ausschußvorschläre hinaus die Erträge bis zu 150 000 m.( Ausschuß: bis zu 75 000 m.) nur mit einem Zehntel bes Normalsteuersatzes heranzuziehen, d. h. in Wirklichkeit nahezu Steuerfrei zu lassen. Steuerdirektor 2 ange, Dr. Alexander( Komm.) und Genoffe Dr. Lohmann traten dem Antragsteller entgegen. Unser Genosse mies energifch darauf hin, daß die Ausschußvor fchläge ein einstimmig angenommenes Rompro. miß darstellten, an dem nichts geändert werden dürfe, wenn man nicht die neue Ordnung zu Fall bringen und die alte und antiquierte wieder in Kraft fetzen wollte; das Vorgehen der Deutschen Boltspartei ftreife hart die Grenze der Loyalität. Der Ausschuß hat am 24. Februar beschlossen, der Versamm fung vorzuschlagen, daß der Magistrat ersucht werden soll, 1. noch im Laufe des März eine Vorlage wegen Belieferung der Schulen mit den notwendigsten Lehrmitteln und wegen verbilligter Belieferung der Schüler mit Büchern und Lern mitteln zu machen, 2. sofort mit der Einrichtung der zur Verfügung zu stellen, um Lehr- und Lernmittel schleunigft zur 3entralftelle zu beginnen und 3. erneut und sofort Mittel Abgabe an bedürftige Schulkinder zu beschaffen. Mittwoch, 21. März 1923 aus dem Winter emporgekommen, schneller, als wir es ahnen, werden wir auf der Jahreshöhe sein. Drei Monate liegen noch vor uns, davon für den arbeitenden Menschen dreizehn Sonntage. Nüze sie ein jeder so gut er nur immer tann! Die Laubengärtner sind schon in voller Arbeit. Frauen und Kinder müssen am Wochentag Baters Kraft ersehen helfen. Dafür wird er" dann um so fleißiger am Sonnabend und Sonntag schaffen. Die anderen, besonders aber unsere Jugend, werden beseligt und wanderfroh hinausziehen, um fich die Welt draußen ein wenig anzusehen. Hoffentlich hält das schöne Wetter, das so festlich den Frühjahr geleitet, einige Zeit an, damit am fommenden Sonntag auch alle jene, die in der Woche fleißig schafften, etwas von den Wundern haben, die der Frühling mitbringt. Neue Stadtbahnwagen. Am 13. Mai 1921 hatte Reichsbahndirektionspräsident Wulff die Vertreter der Berliner Presse zu einer Besichtigung zweier neu erbauter Triebwagen für die elektrisch betriebene Strecke BerlinLichterfelde- Ost geladen. Während der größte Teil der Presse sich einige hygienische Nachteile wie ungenügende Lüftung, unmoderne an der Neuheit der Wagen genügen ließ, mußte der Borwärts" ich nun erwiesen, daß diese Bemängelungen auch von den TechHolzbänke, unzureichende Sitzgelegenheiten usw. bemängeln. Es hat nifern gutgeheißen werden mußten, denn in den drei neuen Wagentypen, die Präsident Wulff gestern durch einen Brobezug, der von Grunewald über Wannsee nach Berlin fuhr, vorführte, waren fie verschwunden. dieser so wichtigen Angelegenheit hingewiesen und den Ausschuß Nachdem Goß( Komm.) auf die höchst bedauerliche Verzögerung antrag aufs dringendste zur Annahme empfohlen hatte, ergriff Linfe( Dnatl.) die Gelegenheit, feiner Antipathie gegen die verlangte Zentralftelle ungeschminkten Ausdruck zu geben, und beanIn der gestrigen um 6 Uhr begonnenen außerordentlichen tragte namentliche Abstimmung. Oberstadtschulrat Paulsen Sigung wurde zunächst das Ersuchen der Kommunisten, legte dar, daß der Magistrat der Sache dauernd ernsteste Aufmerk In aller Stille ist in den nahezu zwei Jahren gearbeitet worden ihren Antrag wegen Gewährung freier ärztlicher Behandlung für famkeit geschenkt und durch Verhandlungen mit den Sortimentern und die Linde- Hoffmann- Werke, die Waggon- und Maschinen- A.- G. alle Familienmitglieder von Erwerbslosen den Borrang einzu- auch einige Zugeständnisse erreicht habe; die Errichtung einer Görlig und van der Zypen u. Challier- Köln haben je eine neue Täumen, mit 89 gegen 71 Stimmen abgewiesen. Zentralstelle aber sei nicht von heute auf morgen zu schaffen, fie agentype hergestellt, deren Gesamteindrud ein durchbenene erhebliche finanzielle und technische Schwierigkeiten, und aus erfreulicher und ermutigender ist. Diefe innen und schließlich habe auch das Ministerium mitzureden; man müsse dem außen im Glanz ihres Laces und ihrer Neuheit funkelnden Wagen Intereffe und das Verständnis auf der Rechten für erwecken, wenn man an die fürchterliche Verkommenheit der alten Magistrat Zeit laffen. Genosse Kreuziger: Wie groß das müssen bei der Benutzung geradezu ein förperliches Wohlbehagen die Notlage der Schulen sei, bemeise der Antrag auf Stadt- und Vorortbahnvehikel denkt. In diesem Sinn stellen die namentliche Abstimmung: man wolle die Rentraistelle nicht zustande neuen Wagen auch eine in dieser Zeit nicht zu unter fommen laffen und weil man fürchte, vielleicht nicht die Mehrheit fchäßende Leistung unserer Baggonbauindustrie alles, um einer kleinen Erwerbsgruppe die Fort- Es werden demnächst 5 Probezüge mit diesen Wagen in Dienst zu haben, lasse man lieber die Versammlung auffliegen! Und das und ihrer hochqualifizierten Arbeiterschaft bar. existenz zu ermöglichen. Die Zentralftelle sei imftande, gestellt werden. Jeder Zug wird aus 4 Triebwagen zu je eine sehr beträchtliche Berbilligung zu erzielen. Eventuell müffe 20 Meter Länge und 6 Beiwagen zu je 10 Meter den Schulen auf dem gleichen Wege entgegengekommen werden, 2änge gebildet. Teilung in 2 Triebwagen und 3 Beiwagen ist wie der Notlage der Presse gesteuert werden solle. leicht möglich. Ein solcher Triebwagen foftet zurzeit 250 Millionen Mart, ein Beiwagen 50 Millionen Mart. Der neue Zug fann bis au 1500 Berfonen gegen jekt nur 1200 befördern. Die alten Klapptüren sind verschwunden und an ihre Stelle Schiebetüren mie Das Innere des Wagens überrascht, bei der Hochbahn getreten. da es im Berliner Nahverkehr vollkommen neu ist. Bei zwei Typen find alle trennenden Zwischenwände gefallen. Jeder einzelne Fahrgast kann den ganzen Wagen übersehen und durch einen Mittelgang bequem überall hingelangen. Die Bänke passen sich mit Gig und Lehne den natürlichen Körperformen hygienisch an und gereichen dem Körper zur Stüße. Gepäcnege, breite Fenster, elektrische Beleuchtung und Heizung und moderne Lüftungsanlage deren Brauchbarkeit allerdings erst noch eingehend erprobt werden muß, fommen allen weiteren Ansprüchen entgegen. Es befremdet etwas, daß man auch neue Wagentypen II. Iaffe sieht, die aber im Grunde genommen Wagen III. Klaffe mit stoffbezogenen( nicht gepolsterten) Bänken sind, denn selbst die Verkehrstechnifer find fich, ganz abgesehen von anderen Erwägungen, darüber einig, daß ein Weltstadt- Schnellverkehr nur mit einer Wagenklaffe, die in Raucher und Nichtraucher geteilt wird, erreicht merden kann. Die neuen Züge werden zunächst auf der Wannseebahn und dann auch auf anderen Strecken, einstweilen noch mit Dampfkraft, verfehren. Es wird auch seitens der Reichsbahndirektion Berlin Wert darauf gelegt. daß das Bublifum selber Beobachtungen darüber anstellt, wo sich etwa noch Verbesserungen im Rahmen des Möglichen anbringen lassen. Sobald die Elektrisierung der Stadtbahn vollzogen ist, wird man von diesen elektrischen Bügen in der Stunde nicht weniger als 40 gegen zurzeit nur 24 Dampfzüge gehen laffen tönnen. Unter Ablehnung der Anträge der Deutschen Bolkspartei wurde ber Nachtrag in der Ausschußfaffung angenommen. Ein Dringlichkeitsantrag wegen Nachprüfung der Richtlinien für die Bemessung der Dienstwohnungsentschädigungen fand Annahme. Zu der Satzung und den Richtlinien für das städtische Nachrichtenwesen Hierauf wurde nach einem Antrag Löwenstein( Soz.) die Beratung des Gegenstandes unterbrochen, um die Absicht der Rechten, die Bersammlung beschlußunfähig zu machen. zu vereiteln, und mon fuhr in der Erlediguna der nächsten Gegenstände der Tagesordnung fort. Da aber wegen Fehlens der Referenten oder der gemeldeten Diskussionsredner eine„ Erlediguna" nicht zu erreichen mar, brach man wohl oder übel gegen 9 Uhr die Beratung und die Situng ab. Der Frühling ist da! Im Januar konnte man bereits poller Freude an einzelnen Dann aber famen die fetzte fich Genoffe Reuter für die Durchführung der früheren Be- Sträuchern zarte grüne Spizen feststellen. schlüsse der Versammlung aufs lebhafteste ein und bedauerte sehr, drei harten Winterwochen des Februar mit Frost, Eis und Schnee daß der Magistrat fich auf finanzielle Bedenten zurückgezogen hat. und hielten die ganze Vegetation zurück. Runmehr liegen Frost Obwohl doch die Beziehungen zwischen Stadtverwaltung und Be- und Regentrübe hinter uns und es geht in den Frühling hinein. völkerung gegen früher sich viel enger geftaltet hätten, sei die erftere Die wenigften denken daran, daß wir mit dem heutigen Tage die ihren speziellen Aufgaben auf diesem Gebiete nicht annähernd gerecht halbe Jahreshöhe und damit auch die halbe Höhe des Sonnenlichts geworden; mit der Presse sei eine viel attivere Verbindung herzus erreicht haben. Die Sonne scheint am Tag der Winterfonnenwende, stellen, um der heute ganz ungenügenden Information der Be- am 22. Dezember, von 8,11 1hr früh bis 3,45 Uhr nachmittags, alfo wohnerschaft abzuhelfen. Besonders bedauerlich sei, daß der Magistrat auch den Vorschlägen der Versammlung hinsichtlich der 7 Stunden 34 Minuten. Am Tage des Frühlingsanfangs, am Ausgestaltung des Berliner Gemeindeblattes" ab- 21. März, geht die Sonne um 6,07 Uhr auf und um 6,10 Uhr unter, lehnend gegenüberstehe, so daß noch heute die Bierscheint also runt 12 Stunden. Daher die Bezeichnung Tag- und millionenstadt Berlin ein wirklich würdiges Machtgleiche für diesen Tag, der sich dann am 25. September, dem Gemeindeorgan entbehren müsse. Herbstanfang, wiederholt, an dem die Sonne früh 5,51 1hr aufgeht Der Antrag der Sozialdemokraten, die Beschlüsse vom und nachmittags 5,52 Uhr untergeht, also noch genau 12 Stunden 23. November 1922 zu erneuern und den Magistrat zu erfuchen, scheint. Am 22. Juni, dem Sommersonnenmendtag, geht das Tagesihnen beizutreten, erhielt die Mehrheit. gestirn um 3,39 Uhr morgens auf und um 8,24 Uhr unter, scheint also nahezu 17 Stunden. Schneller, als wir es gedacht, sind wir Am 7. September vorigen Jahres hatten die Kommunisten ( Nachdruck verboten. Der Malit- Berlag, Berlin.) 66] Drei Soldaten. Bon John dos Passos. Aus dem amerikanischen Manuffript überfekt von Julian Gumperz. Was mich's angeht? Zum Teufel, wir hatten auch fünfzehn Verwundete und zwanzig Tote. Nicht wahr, Loby?" " Ich denke schon, du haft recht", meinte der. Hab ich etwa nicht recht?" fragte der andere Mann und mandte sich an die Umsitzenden. " Sicherlich! Du hast recht!" schrien verschiedene. " Dann bleibt die Sache unentschieden," meinte der In genieur. " Nein," warf Toby ein, wir müssen die Verwundeten Dergleichen. Der, der die schlimmsten Berwundeten hat, betommt den Rognat. Ist das etwa nicht fair?" Sicher." O, ich vergaß ganz, ich size ja auf dem einzigen Stuhl hier im Zimmer," sagte Spencer Sheffield lachend. " D, schon gut. Was ich Sie fragen wollte: wissen Sie etwas über Kommen Sie doch mit mir in mein Zimmer," unterbrach ihn Sheffield, ich habe ein nettes, fleines Zimmerchen von Leutnant Bleezer... und da werden wir über alles sprechen... Ich sterbe fast vor Ungeduld, mal mit jemand über geistige Dinge zu reden." " Bissen Sie etwas davon, daß Leute ausgesucht und auf französische Universitäten geschickt werden sollen?" O, das ist ja ein fabelhafter Plan. Es gibt in der ganzen Belt nur eine einzige amerikanische Regierung, Junge, feine andere würde an so' was denken. ,, Aber haben Sie eigentlich etwas davon gehört?" " Nein; aber ich werde sicher' was davon hören... würden Sie vielleicht das Licht anknipsen?... So, mun folgen Sie mir.. mir fönnen jetzt ein schönes Gespräch miteinander haben. " Sieben von uns wurden schon nach Hause geschickt!" Sie müssen mir alles erzählen." brüllte der Ingenieur. Bon uns acht! Nicht wahr?" .Sicher!" grölten alle im Zimmer. Wie schlimm waren sie verwundet?" 3wei von ihnen waren blind!" stellte Toby fest. „ Das ist nicht!" polterte der Ingenieur und sprang auf, als ob er beim Bofer einen Trick legen wolle. Bei uns wurde einer ohne Arme und Beine nach Hause geschickt, und drei be famen Lungenschwindsucht vom Gas." John Andrews hatte in einer Ede des Zimmers gesessen. Er stand auf. „ Das ist nicht! Das ist nicht! Einem unserer Sergeanten mußte eine neue Nase aufgepfropft werden..." Die Dorfstraße war voll tiefen Schlammes. Andrews wanderte auf und, ab, ziellos. Schließlich entschloß er sich, zu Sheffield zu gehn. Er flopfte zweimal an und hoffte faft, es würde teine Antwort tommen. Sheffields winselnde, heisere Stimme fragte:„ Wer ist da?" Andrews." " Kommen Sie nur herein. Sie wollte ich gerade sehen." Spencer Sheffield faß an einem fleinen Bult in einem Zimmer, dessen Wände aus unbehobelten Brettern und einem fleinen Fenster bestanden Hinter dem Bult waren haufenweife Retspadungen und 3igarettenschachteln aufgebaut. Andrews sah sich nach einem Stuhl um. Aber wissen Sie denn wirklich nichts über die Univerfitätsangelegenheit? Man sagt, der Kursus soll schon am fünfzehnten Februar beginnen," begann Andrews wieder mit leifer Stimme. Ich werde Leutnant Bleezer fragen, ob er etwas davon weiß," sagte Sheffield beruhigend, legte einen Arm vertraulich um Andrews Schulter und schob ihn in die Tür hinein. Sie gingen durch einen dunklen Flur in ein fleines Zimmer, wo ein Feuer leuchtend im Herd brannte und einen vieredigen Schwarzen Tisch aus Walnußholz und zwei leere Lehnstühle, die mit Leder gepolstert waren, fladernd erhellte. Sind Sie schon lange in Frankreich?" fragte Andrews und ließ sich in einen oer Stühle am Feuer nieder. ,, Wollen Sie rauchen?" Er bot Sheffield eine verfrumpelte Zigarette an. ,, Rein, danfe, ich rauche nur Spezialforten. Ich habe ein schwaches Herz. Deswegen wurde ich auch bei der Armee nicht angenommen. Aber das Sie Soldat geworden sind, das ist herrlich von Ihnen. Es war immer mein Traum, das zu tun, mich in diesen namenlofen, merschierenden Zug einzureihen." Ich meinerseits dente, es war verdammt närrisch, um nicht zu sagen, verbrecherifch," meinte Andreios dumpf, indem er lanor in das Feuer starric. Das tonn nicht Ihr Ernst sein. Oder meinen Sie etwa, daß Sie Fähigkeiten hätten, die für Ihr Vaterland in einer anderen Stellung wertvoller gewesen wären...? Ich habe piele Freunde, die so fühlten." Die Bekanntmachung über die Erhebung der Reichseinfommenund Kirchensteuer, die in dem Anzeigenteil unserer heutigen Nummer enthalten ist, wird der Beachtung empfohlen. Nein... Ich glaube, daß es unrecht von einem Menschen ist, sich selber zu betrügen... Ich glaube, daß diefe Menschenschlächterei feinen Sinn hat... Ich habe so gehandelt, als ob ich glaubte, fie habe einen Sinn... aus Nachlässigkeit oder Feigheit... Eines oder das andere... das ist schlecht." " Sie müssen nicht so sprechen," sagte Sheffield eilig.„ Sie find also Musiker, nicht wahr?" Er fragte diese Frage mit einem heiter- vertraulichen Ausdruck. " Pflegte früher ein wenig Klavier zu spielen. Wenn Sie das meinen..." sagte Andrews. Aber ich muß jetzt gehen. Wenn Sie etwas von der Universitätsangelegenheit hören, benachrichtigen Sie mich bitte." 44 Aber gewiß, mein Lieber, gewiß." Sie schüttelten sich die Hand und Andrews stolperte den dunklen Gang hinunter zur Tür. Als er in der rauhen Nachtluft stand, fog er den Atem tief ein. Im Licht, das aus einem Fenster heraus fam, fah er auf seine Uhr. Es war noch Zeit, zum Bureau des Regimentsfergeanten zu gehen. Das Regimentsbureau befand sich in einem großen 3immer, das einst mit düsteren und schlecht gemalten Bildern in der Art von Buvis de Chavannes geschmückt war, aber die Wände waren von den fünf Jahren militärischer Benuhung so zerkragt und beschmußt, daß überhaupt nichts mehr von den Bildern erkennbar war. Das Bureau war fast leer. Die mit Papieren aller Art bedecten Schreibtische und die schweigenden Schreibmaschinisten verliehen dem Zimmer ein seltsames Aussehen völliger Troftlosigkeit. Andrews ging fühn an den nächsten Schreibtisch heran. Hinter dem Tisch saß zusammengefauert über einem Haufen von Bapieren ein fleiner Mann mit wenigen gelblichen Haaren, der seine Augen zu Andrews hinaufschraubte, als dieser an seinen Tisch herontrat. „ Na, hast du mir die Sache in Ordnung gebracht?" fragte er. Welche Sache?" erwiderte Andrews. " Oh, ich dachte, du wärit ein anderer." Das Lächeln verließ die dünnen Lippen des Offiziers. Was willst du eigentlich?" Rönnen Sie mir sagen, was man in der Universitätsangelegenheit tun tann? Wo man das Gesuch einreichen kann?" Gejuch, Gesuch! Was geht mich Ihr Gesuch an. Wer hat Ihnen denn eigentlich gesagt, hierherzukommen und mich damit zu belästigen?" 2ndrews veriie das Zimmer. Plöglich erhob er die Augen und fah vor sich einen Mann, der ihm schon vorhin im Regimentsbureau aufgefallen war,( Fortsetzung folgt.) Ein Amtsvergehen, das keines war. tot zusammenbrach und der Ehemann Mag Ermig fhmer] Schöffengericht: 1 Jahr Gefängnis- Straffammer: Freispruch. tommen. perlegt liegen blieb. Die Mörder find entflohen und ent. Wegen Amisvergehens hatte sich gestern der frühere Gemeindevorsteher von Zernsdorf bei Königswusterhausen, Rosenberg, abends 6 Uhr, in der Schulaula Briz, Chauffeeftr. 138, Elternabend. Ju Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde. Donnerstag, 22. März, vor der Straffammer des Landgerichts II zu verantworten. Die Programm: Gesang, Mufit, Märchenspiel, Rezitation, Voltstänze, AusAngelegenheit hatte einen politischen Hintergrund. Rosenbrg wurde stellung von Kinderarbeiten. Eintritt für Erwachsene 75, für Kinder 20 M. beschuldigt, im Jahre 1919 dem Kommunisten Deutschmann durch eine falsche Eintragung der Berfolgung wegen der Beteiligung Der Frauenmord im Erzgebirge. an der Beschießung des Polizeipräsidiums zu entziehen. Der Lokaltermin im verschneiten Walde. " 81. Januar 17. Februar Wirtschaft 90 Dollar und Viehpreise. Obwohl nach dem Rüdgang der Einfuhr von Futtermitteln, der in den letzten Jahren zu verzeichnen war, die deutsche Biehzucht fast ausschließlich mit inländischem Getreide und Hadfrüchten arbeitet, hat sich bekanntlich der Fleischpreis dank dem Segen der freien Wirtschaft außerordentlich schnell dem Dollarpreis angepaßt. Die Folge davon war, daß sowohl die Einfuhr von Gefrierfleisch wie Nach dreitägiger Unterbrechung fand der Mortprozeß Köhn diejenige von ausländischem Vieh sich eine ganze Zeitlang billiger Rosenberg hatte Deutschmann als Kaufmann Krämer einge gestern mit einem Lofaltermin im Wiesenhaus seine Fortsetzung. ftellte als das Fleisch inländischer Erzeugung. Erst nachdem die tragen und seinen Begzug unter demselben Namen als nach Neu- Das idyllische Wiesenhaus", das nur aus einem Gaft- und einem fremde Konkurrenz sich verschärfte, gingen die Viehpreise zurüc töln verzogen, vermerkt. Die Sache wäre nicht ruchbar geworden, Forsthaus besteht, war gestern früh das Ziel einer nach Hunderten aber auch jetzt vollzieht sich die Abwärtsbewegung mit dem Fallen menn nicht inzwischen Rosenberg gegen feine Chefrau Scheidungsflage eingereicht hätte, die schließlich zur Scheidung zu zählenden Menschenmenge. Vor dem Gasthof versammelten sich die des Dollars viel langfamer, als früher die Breise mit dem Steigen ungunsten der Frau ausgefallen wäre. Aus Rache machte nun Frau Richter, die Geschworenen, die Anwälte, der Staatsanwalt und die midiung am Biehmartt gibt folgende Uebersicht der Höchstpreise, des Dollars emporgeschnellt waren. Ein Bild von der PreisentRosenberg Anzeige gegen ihren früheren Mann, daß er genau ge- Sachverständigen. Der Angeklagte wurde von Gefängnisbeamten die für je ein Pfund Lebendgewicht der bezeichneten Biehgattung mußt hätte, daß der Sommergast Deutschmann und nicht Krämer Dorgeführt. gewesen sei. Der Angeklagte, der angab, damals der Unabbezahlt wurden: hängigen Partei angehört zu haben, erflärte dem liegenden Waldungen. Nach etwa 10 Minuten langem Steigen Um 9 1hr begann der Marsch in die noch tief im Schnee Stand des Dollars Rinder Kälber Safe Schweine 11875 16. Januar 1100 1150 750 1500 gegenüber daß er Deutschmann nicht wiedererkannt habe. 49000 2900 2400 2500 3400 Fremde habe ihm einen Militärpaß und die Brottarten wurde inmitten einer Schonung Halt gemacht, und zwar an der 19500 2800 2600 2100 8200 auf den Namen Krämer lautenb, vorgelegt. Der Fall Stelle, wo nach Darstellung des Angeklagten das Zerwürfnis zwischen 15. März.... 20822 2500 2500 2200 2900 das damals die Schuld Rofenbergs für erwiesen hielt und auf ein rend Röhn nach Wiesenhaus zurückgekehrt sein will. Durch dides im Kleinhandel wiederum nur zögernd gefolgt find, ist für breite hat schon bas Schöffengericht in Königswusterhausen beschäftigt, ihm und der Grete Müller erfolgte. Angeblich haben sich hier beide getrennt. Die Müller foll die Schneise hinuntergegangen fein, wäh Trog bes Preisabbaues am Viehmarkt, bem die Fleischpreise. Jahr Gefängnis ertannt hatte. Rechtsanm. van Deuren vertrat in der Berufungsverhandlung den Standpuntt, daß es sich Gestrüpp und durch ziemlich hohen Tannenbestand ging es bann Bevölkerungsmassen das Fleisch ein immer noch unerschwingliches hier um eine dunkle Angelegenheit handele und warf die Frage auf, immer weiter in das Innere des Dickichts bis zu der Fundstelle. Nahrungsmittel. Es wird weiter Aufgabe der Behörden sein, durch zu wessen Nugen Rosenberg, der bisher unbe. Auf der fleinen Waldblöße inmitten der Lannen, die etwa die Begünstigung der Einfuhr billigeren Fleisches und ftraft gemelen fei, eine berartige Handlung hätte 2 Quadratmeter groß ist und wo man damals tie Leiche die scharfe Handhabung der Bucher bestimmungen die Fleischbegehen sollen. Der Verteidiger beantragte daher die Auf- mit dem Kopf an einem Baumstumpf gelehnt aufgefunden hatte, preise zu fenten. hebung des Urteils und Freisprechung seines Mandanten, während entspannen sich dann lebhafte Erörterungen. Es kam zu schweren der Staatsanwalt für Berwerfung der Berufung eintrat. Das GeAuseinandersehungen 3wischen dem Staats. Die schwebenden Schulden des Reiches find in der Zeit vom rich folgte den Ausführungen der Verteidigung, hielt die Beweise anwalt und Rechtsanwalt Dr. Alsberg, taß schließ 1. bis 10. März wiederum um rund% Billionen, genau um nicht für ausreichend, um einen bisher unbescholtenen Mann zu lich Rechtsanwalt Stöß- Zwidau vermittelnd eingreifen und den 757 Milliarden Mart, angewachsen. Die in furzfristigen Schakverurteilen und sprach den Angeklagten unter Aufhebung des erst Staatsanwalt ersuchen mußte, sich eines anderen Tones anweisungen des Reiches eingegangene schwebende Schuld erhöhte instanzlichen Urteils auf Kosten der Staatsfajfe frei. Unter diefen u befleißigen. Weiter machte Rechtsanwalt Dr. Alsberg sich dadurch auf 4,34 Billionen Mart, zu denen noch weitere SchuldUmständen muß das schöffengerichtliche Urteil als geradezu unge- darauf aufmerksam, daß, wenn die Leiche, wie es die Anflage für titel treten, so daß der Gesamtbetrag der nichtfundierten Reichsheuerlich erscheinen. möglich hält, von einer anderen Stelle zum Fundort geschleppt wor- fchuld auf 5,4 Billionen Mart zu beziffern ist. Die Steigerung der den sei, unbedingt in dem dichten Gestrupp Bruch schwebenden Schuld ist feineswegs nur eine Folge der erhöhten stellen entstanden sein müßten. Kriminalfommiffar Wegner ver Bahlungsverpflichtungen, die dem Reiche durch den Abwehrkampf neinte dies, obgleich er unmittelbar nach dem Zeichenfund die Zweige an der Ruhr erwachsen sind, fie wird auch in allererster Linie durch der Umgebung des Ortes untersucht hatte. Als der Schießfachver den Rückgang der Reichseinnahmen infolge der mangelhaft ftändige, Waffenhändler Bod, Berlin, die Bedeutung diefer funktionierenden Steuergefege bewirkt. So find in Feststellung betonte, trat ihm der wiederum sehr scharf entgegen. Schließlich wurde auch noch ausgegeben worden, denen nur 90,7 Milliarden Mark an Einnahmen Staatsanwalt den ersten zehn Tagen des März vom Reich 848 Milliarden Mart der acht Meter von der Fundstelle gelegene Ort besichtigt, an dem aus der allgemeinen Finanzverwaltung und der fümmerliche Betrag Köhns Stod und daneben eine evolperpatronen von 0,6 milliarden Mark aus der mangsanleihe gegenüberstehen, hülfe gefunden worden ist. Den Stod soll nach der Darstellung fo daß nur wenig mehr als ein Zehntel aller Ausgaben durch des Angeklagten damals die Müller getragen haben, während er Steuereinnahmen gedeckt werden. Der Ausfall muß sich noch ver felbft tie Schaufel mit sich führte. Es wurde sodann festgestellt, daß größern nach dem Infrafttreten der neuen Steuergefehe, die die es unmöglich ist, von dieser Stelle nach dem Fundort der Leiche Gelbentwertung bei den Befigstevern übermäßig berücksichtigen, ohne einen zielficheren Schuh abzugeben. Dann ging es zurüd zur bafür andere Einnahmen zu schaffen. menen Holzschleifereiarbeiter Beißmann und Möckel noch einmal de Chauffee Bilzschhaus- Wiesenhaus, wo die bereits als Zeugen vernom Devisen als Dividende bringen die Oberfchlesischen monstrierten, auf welche Entfernung ihnen an dem fraglichen Lage Rotswerte zur Ausschüttung, indem fie 400 Broz Dividende der Angeflagte Köhn, vom Kramsbadwege fommend, begegnet set. vorschlagen, aber es den Aktionären freistellen, diese Dividende in Röhn selbst geigte ebenfalls noch einmal, wie er vom Wiesenhaus an Dollaridaganweisungen zu beziehen. Da Dollarschayden Kramsbachweg fum und dort die Spur ter Müller, die nach anweilungen vorerst nur gegen Denisen käuflich sind, ist diefes der wilzschhaus führte, erblickt habe. Damit war der Sofaltermin be- erfte Fall, wo eine Attiengesellschaft ihre Dividende nicht etwa na endet. Am Nachmittag wurde die Rückreise nach Zwidau angetreten. Goldmaßstab berechnet, sondern auch in einer wertbeständigen mit Am heutigen Mittwoch wird die Berhandlung im Schwurgericht Devisen erfauften Anlage ausschüttet. 3midau fortgesetzt. Aus dem Bukett der kleinen" Steuern. Die Berliner Finanzdeputation beschäftigte sich gestern mit der Anpaffung einer Reihe der sogenannten„ fleinen" Steuern an die Geldentwertung. Da sowohl die Währung als auch die Preise in der nächsten Zeit eine gewisse Stabilität erwarten laffen, so ist zu hoffen, daß die nunmehr beschlossenen Säge und Staffeln für das Etatsjahr 1923 Geltung behalten fönnen. Die Hundesteuer mird für den ersten Hund auf 20 000 M., für den zweiten auf 30 000 m. usw. erhöht. In Bezirken mit ausgesprochen land licher Bebauung fell in Sufunft ein Wachhund steuerfrei fein. Die Beherbergungssteuer wird bei einem Zimmerpreise bis zu 6000 m. pro Tag mit 15 Broz, bis zu 12 000 mt. mit 20 Broz., bis zu 18 000 m. mit 30 Pro3. und darüber hinaus mit 40 Broz. erhoben. Es dürfte nicht viele Berliner geben, die davon Stenntnis haben, daß solche märchenhaften Breise tatsächlich für das Logis einer einzigen Nacht in Berlin bezahlt werden, ja, daß die erste Garnitur der Berliner Hotels für ein einfaches" 3immer ohne Bad 18 000 m. sogar als Durchschnittspreis erhebt. Die Sondersteuer für Ausländer bleibt bestehen. Die Hotelbefizer hatten ihre Aufhebung beantragt, da der Fremdenverkehr und ins besondere der Ausländerverkehr in Berlin start zurückgegangen sei. ( Die Fremdenziffer ist vom August bis zum Februar von 134 000 auf 102 000, die der Ausländer von 40 000 auf 12 000 gefunten.) Jeber Kenner unferer wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse weiß aber, daß dieser Rüdgang auf weit tiefere Urfachen als auf die Hotelsteuer zurückzuführen ist. Die Betriebssteuer( für Gaft- und Schanfwirtschaften) wird in Zukunft in der Form des Buschlags zur städtischen Gewerbesteuer erhoben. Die Steuer beträgt 10 Broz. der veranlagten Gewerbesteuer und wird für Lurus und Schlemmergaststätten( Bars, Dielen, Likörstuben und Rabaretts) vervierfacht. Auch die Kino steuer hat eine neue Staffelung erfahren, da die Eintrittspreise noch im letzten Monat außerordentlich erhöht worden sind; 600 M. gelten jekt als Mindestsah des Eintrittspreises, während in den Lugustinos des Berliner Bestens Pläge für 4000 und 5000 m. teine Seltenheit mehr find. Die einzelnen Stufen der Staffel sind dementsprechend auf 600, 900, 1300 und 2200. festgesetzt worden. Schneeffürme in Nordamerika. Seit einigen Tagen wütet in den Bereinigten Staaten ein furchtbarer Schmeesturm. Mehrere Züge sind eingeschneit, zahlreiche Personen erfroren. Groß- Berliner Parteinachrichten. Achtung, Genoffinnen und Frauenabendreferenten! leiterinnen( Agitation, Wohlfahrt, Kinderschuh), weiblichen Stadt- und Bezirks. Freitag, den 23. b. M., abenbs 6 Uhr Jehr pünktlich), Ronferenz der Kreis. verorbueten und ber Referenten im Jugendheim, Lindenfte. 3, 2. Sof, 3 r. Tagesordnung: 1. Geschäftliches( Stunde). 2. Bortrag der Genoffin Burm über Das Ingendgerichtsgefch. 3. Brattie Mitarbeit an der Gefährbeten fürsorge beim Polizeipräsidium. Berichterstatterin Die leitende güzfornerin Kel. Biting. Aussprache. Fuuttionärtarte legitimiert. Selfer und Selfe rinnen haben Zutritt. bt. Heute, Mittwoch, den 21. März: Iung teil( Chamiffo- Schule). 34. bt. 6 Uhr Andreas- Festfäle. Funktionäre, pünktlich erscheinen! 6. Abt. Treffpunkt 6 Uhr Graliger, Ede Görliger Straße. 38. 6t. Bilnftlich 6 Uhr in den Andreas- Feftsälen. Jungsosialisten. Ortsgruppe Brig: Abends 7% Uhr im Jugendbetm, Stathaus. Ernst Friedrich( pricht über revolutionäre Dichtungen von 1848. Frauenveranstaltung am Mittwoch, den 21. März: Kreis Charlottenburg. 7 Uhr Eikung der Frauenleiterinnen in der Leibniz Oberrealschule, Schillerstr. 124-125. Mißglückter Mordauschlag einer Ehefrau auf ihren Mann Auf dem zuständigen Bolizeirevier stellte fich gestern nachmittag 8. Die Bartelgenoffen nehmen an der Schöneberger öffentlichen Berfammeine Frau Agnes Kunifiemiz aus der Oranienburger Str. 9 mit der Selbstbezichtigung, daß sie ihren Mann nach einem Streit in der Wohnung mit Gas vergiftet habe. Beamte eilten sofort nach der Behausung und stellten fest, daß die Anzeige richtig, der Mann aber gerettet mar. Kunifiemig ermachte morgens um 9 Uhr aus dem Schlaf, fand einen Hahn geöffnet und 7. die Wohnung mit Gas angefüllt. Die Tür war von außen verschlossen. Der Mann mußte deshalb ein Fenster öffnen, um die im Erdgeschoß gelegene Wohnung verlassen zu können. Wie er angibt, war bie erst im Jahre 1920 geschlossene Che sehr getrübt, meil die Frau start nervös und histerisch ist. Sie hatte den Gashahn geöffnet, während der Mann noch schlief, war dann weggegangen 139. und hatte erst nachmittags die Anzeige gemacht, als fie glaubte, daß ihr Mann tot sein müsse. Nur durch Zufall, daß er erwachte, mar er gerettet worden. Die Frau wurde wegen versuchten Mordes in Haft genommen. Ein vermeintlicher Mord beschäftigte seit einigen Tagen den Bereitsschaftsdienst der Kriminalpolizei. In der Hochmeister straße 15 wurde die 17 Jahre alte Näherin Magdalene Diete, die in der Lothringer Str. 59 bei ihrer Mutter gemeldet war, seit einem Jahr aber bei einem Ehepaar Frihe wohnte und schneiderte, in ber Küche mit einem Mantel über den Kopf an Gas vergiftet tot aufgefunden. Die Begleitumstände ließen zunächst ein Verbrechen als möglich erscheinen. Es wurde jedoch festgestellt, daß die Lebensmüde selbst den Gasschlauch gelöst und unter den Mantel genommen hat, um so ganz sicher den Lob zu finden. 115. 52. Morgen, Donnerstag, den 22. März: st. 2ltenberg. 7 Uhr im Bibliotheksaum, Weichselftt. 27, Sigung der Genoffen der Konfumverkaufsstellen Finow. und Güttelstraße, die fidh an ber Wahlarbeit beteiligen. bt. Tegel. Die Einäfcherung des Genoffen Hermann Senber findet abends Frauenveranstaltung am Donnerstag, den 22. März: bt. Charlottenburg. 7½ Uhr bei Daedelom, Nordbaufener, Ede Gömme ringstraße. Thema: Das Reichs- Jugendwohlfahrtsgefeg". Referentin Ge noffin Juchacz, M. d. R. Die interessierten Genoffen sind eingeladen. Gäste willkommen. 6% Uhr im Krematorium Gerichtstraße statt. Jungfozialisten. Su ber am 11. April flattfindenden Generalversammlung Arbeitsausschus eingereicht fein. Starten von der Revolutionsfeier und Jungmüssen Anträge und Borschläge zum Arbeitsausschus bis spätens 31. März beim fozialistische Blätter" find fofort abzuliefern. Jugendveranstaltungen. Steigender Schiffsverkehr in deuffchen Häfen. Das Jahr 1922 stand im Zeichen einer beträchtlichen Zunahme des deutschen Schiffs. perfehrs in den deutschen Häfen. Das geht aus folgender amtlichen Gegenüberstellung der in den 12 wichtigsten deutschen Seehäfen angefommenen und abgegangenen Schiffe hervor: Angekommen: Zahl 23 859 Jahr 1921 1922 28 500 Zunahme: 19,5% R.-Reg.-To. 15 816 255 22 409 476 41,7% gabl 24.962 28 984 20,1% Abgegangen: R.-Reg.-To. 15 557 642 22 417 026 44.1% Aus diesen Zahlen ergibt sich, wie fehr die deutsche Schiffahrt bemüht ist, durch Bermehrung ihres Schiffsbestandes und durch die Leitung der Transporte über deutsche Häfen ben durch die erdroffeln. den Bedingungen des Friedensvertrages schwer betroffenen Schiffs. verfehr Deutschlands zu steigern. Die Berfehrszahlen der Borkriegs. zeit find allerdings damit noch nicht ganz erreicht. Nach dem Raum gehalt der Schiffe, die in deutschen Häfen ein unb ausliefen, betrug der Schiffsverkehr des letzten Jahres 84 Proz des Jahres 1913. In den Nordseehäfen, die fich starter entwidelt haben, ist bereits 90 Proz. des Borfriegsverfehrs erreicht. Abfahtrise auch auf der Kiefer Nordischen Messe. Ebenso wie die Nordische Messe unter dem Zeichen einer Abfastrife. Die die Frühjahrsmessen in Leipzig, Breslau und Königsberg steht auch deutsche Kundschaft hält weiterhin mit dem. Erteilen von Aufträgen zurück, da fie mit einem weiteren Preisabbau rechnet, und nur der dringende Bedarf wird gedeckt. Die ausländischen Berkäufer ner. halten sidy noch abwartend. Sie begründen ihre Zurüdhaltung niit dem teilweisen Ueberschreiten der Weltmarit. preife, mas vor allem die Erzeugnisse der Schwerindustrie be= trifft, obwohl die Preise hierfür gegenüber Leipzig wesentlich herabgefeht wurden, Zunahme der Arbeitslosigkeit auch in Rußland. Nach Ermitt lungen des sowjetrussischen Arbeitstommiffariats betrug die Zahl der registrierten Arbeitslosen in 83 Gouvernements des Sowjet 24 Proz. auf Mosfau und Betersburg entfielen. Im Laufe des bundesstaates zum 1. Dezember vorigen Jahres 539 000, von denen Jahres 1922 ist die Zahl der Arbeitsiosen andauernd gestiegen, und zwar um 293 Broz. für Männer und 316 Proz. für Frauen. Im Dezember und Januar ist, wie mehrfach im Laufe des Jahres 1922, eine Revision der Arbeitslosenliften vorgenommen worden, wobei durchschnittlich 80 Broz. der Eingetragenen gestrichen wurden. Die Steigerung der Arbeitslosen dauerte auch in den ersten Monaten Landsberger dieses Jahres an. Friedrichshagen: Jugendheim Scharnweberfte. 105. Berteag: Fremben legion". Karlshorst: Jugendheim Auguste- Bittoria- Str. 43( Gemeindeschule). traße 25." Bortong: Werden und Bergehen im Weltall". Borttag: Das Wandern". Kanlsdorf: Jugendheim Gemeindeschule Stbolf Biertel: Jugendheim Gemeindefdule Olivcer Straße. Beseabenb: Die Gottes. peft". Lichtenberg- Norb: Jugendheim Barfaue 10. Bortrag: ,,, Gemeinschafts. geifter". Lichtenberg- Mitte: Jugendheim Doffeftr. 22, parterre. Bortrag: Einführung in die Gefchichte der Arbeiterbewegung". Norboften II: Jugend heim Chriftburger Str. 14. Bortrag: Sozialismus und Jugendbewegung. Prenzlauer Borstadt: Jugendheim Gemeindeschule Danziger Str. 23( Aula). Bortrag: Gegrelle Fragen". Die Eltern, Darfeigenoffinnen und Genossen find freundlicht dazu eingelaben. Reichenberger Biertel: Jugendheim Gemeindefoule Glogauer Str. 12-16. Borttag: Die Entstehung des Lebens in der Utzelle". Lebensmittelpreise des Tages. Kleine Tragödien des Alltags. Furchtbar und grauenhaft find bie Opfer, die bie Not diefer Zeit sich Tag für Tag aus der Riesenstadt holt. Der Polizei bericht meldet allein an einem Tage sechs Selbstmorde durch Gas. Drei Frauen und Mädchen im Alter von 22, 34 und 36 Jabren haben diese jest jo moderne Art von Freitod gewählt. Eine 20jährige, die fich gleichfalls durch Gas vergiftet hat, wurde noch Der Ortsausschus für Jugendpflege Hermsdorf veranstaltet am 22. März, lebend in bas krantenbaus gefchafft. Aus dem Wasser wurden abends 7 Uhr, im Enzeum Sumboldtstraße, einen Bortrag über ,, Die schöpfe. brei Selbstmorder, Männer und Frauen, gelandet. Ein 26 Jahre rifchen Kräfte der Jugendbewegung. Freie Aussprache. alter Metallschleifer berübte Selbstmord, indem er sich aus dem Fenster feiner im britten Stodmerte gelegenen Wohnung auf den Sof stürzte, ein 51 Jahre alter Tischler erbängte fich an einer Gaslampe, eine 44jährige Frau erbängte fich gleichfalls. Auf dem Bahnhof Schönhauser Allee schoß sich gestern nachmittag der 20 Jahre alte Mechaniker Erich D. in einem Abteil 2. Klasse eines Stadtbahnzuges eine Revolverlugel in die Brust. Am Tage darauf wieder vier alle von Selbstmord durch Ga 3. Welche unerhörte inneren und wohl auch äußeren kämpfe mögen vorberaegan gen fein, um die Menichen zu bem legten Schritt zu treiben! Kleine Tragödien des Alltags, die die Weltstadt tura registriert und über bie sie dann mitleiblos zur Tagesordnung übergeht. Zufuhr: Fleisch ausreichend, Geschäft schleppend. Fische ziemlich ausreichend, Geschäft rege. Obst und Gemüse reichlich, Geschäft flott. Am Dienstag galten in der Zentralmarkthalle folgende Kleinhandelspreise: Rindfleisch 2500-3000 M., ohne Knochen 2900-3500 M. Schweine1 holländischer Gulden Devisenkurse. 3770.55 8789.45 4017.43 403767 5548 50 570.57 5576.41 878 43 9975.- 10025.1001.49 1006.51 98245.20937.22 20840.26 20944.74 1 argentinische Papier- Befo 1 belgischer Frant. 1 norwegische Krone 8790 50 20. März 19. März Käufer Bertänfer Käufer Berkäufer ( Gelb-)( Brief-)( Gelb-)( Brief-) Kurs Kurs Rurs Kurs 8224.88 8265.62 8224 88 8265.62 7698 21 7781.79 7698.21 7781.79 1167.07 1172.98 8809.50 1147.12 1152.88 1 bänische Krone. 3994.98 4015.02 1 schwedische Strone 5543.60 5571 40 1 finnische Mark 565.08 567.92 1 japanischer Jen 9975. 10025.1 italienische Lire 1007.97 1013.03 97755.98245.97755.20832. 1859.09 1865.91 1826.67 1888.38 2306.71 2318.29 2294.25 2805.75 8859.82 8878.68 8866 31 8885.69 8206.96 8223.04 28.86 29.02 8211.95 28.79 8228.05 28.95 618.45 621.55 618.45 621.55 4.83 4.87 5.23 5.27 182.16 132 84 126.68 127.82 216.45 217.55 210.47 211.53 1 Bolenmark loftete etwa 56 Bfg 1 Bfund Sterling 1 Dollar fleisch 2800-3400 M. Kalbfleisch 2000-8000 M. Hammelfleisch 2500 1 franzöfifcher Frank bis 8300 M. Schellfisch 1200-2000 M. Kabeljau 800-1400 M. Grüne 1 brasilianischer Milreis Heringe 400-650 M. Dorsch 500 M. In Eis: Schleie 3000-3700 M. 1 Schweizer Frant. Hechte 2400-8000 M. Aale 4800 M. Lebende Schleie 4000-4500 M. 1 spanische Beseta Hechte 8600 M. Naturbutter 6000-7000 M. Margarine 2800-3400 M. 100 österr. Seronen( abgest.) Schweineschmalz 3300-3500 M. Weizenmehl 750-900 MI. Graupen 1 tichechische Krone Gestern, Dienstag, abend gegen 8% Uhr drangen Einbrecher in 900 M. Maisgrieẞ 750-850 M. Erbsen 850-1100 Haferflocken 800 bis 1 ungarische Krone 900 M. Backobst: Birnen 450-550 M. Pflaumen 900-1100 M. Gedas Haus Müllerstr. 153 ein. Ste murden von den Portier- mischtes 900-1000 M. Eler 340-360 M. das Stück. Kartoffeln 450 bis 1 bulgarische Lewa 1 jugoslawischer Dinar leuten Ermich überrascht und gaben darauf sofort aus ihrem 600 M. 10 Pfund. Weißkohl 230-250 M. Wirsingkohl 250 M. EBäpfel, Revolver Feuer, morauf die 67 Jahre alte Frau Klara Ermid 500-850 M. Von Einbrechern erschaffen. Planlose Lehrlingswirtschaft. Bon Friedrich Ektorn. Die Einführung der Schulentlaffenen in die Lehre hat in den lehten Jahren einige Verbesserungenn erfahren in Gestalt der Be rufsberatung und der Berufsauslese durch Eignungsprüfungen Abgesehen davon aber, daß sie erst Anfänge darstellen und noch nicht die nötige Ausbreitung gefunden haben, fönnen diese Einrichtungen olein an der planlosen Lehrlingswirtschaft wenig ändern, die in Deutschland noch immer betrieben wird. Es ist not wendig, die einzelnen Berufe auf ihre Zukunftsmöglichkeiten hin zu prüfen, um den ihrer Verfassung entsprechenden Maßstab für ihren alljährlichen Bedarf an beruflichem Nachwuchs zu finden. Dann erst ift eine planmäßige Berteilung der Schufentlaffenen auf die einzelnen Berufe je nach dem Grade ihrer Aufnahmefähigkeit möglich. Bergegenwärtigen wir uns, daß es fich hierbei sowohl um die Zukunft unserer Söhne und Töchter handelt, wie um bie induftrielle und wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands, dann erscheint eine forgfältige Regelung der Lehrlingswirtschaft unerläßlich. Eine ein fache Zählung all der als„ üngelernte" in den Großbetrieben be schäftigten Arbeiter, die in Birtlichkeit ein Handwerk erlernt hatten, das später teinen Plaz mehr für sie hatte oder auch ihren Neigungen nicht entsprach, würde deutlich erkennen lassen, wieviel toft bare Jugendzeit und Jugendfraft vergeudet wurden, lediglich um den Bedarf von Lehrlingsmeistern an Arbeitsträften ohne Lohn zu befriedigen. Nun wird es zwar trotz aller Bor forge nicht möglich sein, in jedem Falle einen späteren Berufswechsel zu verhüten. Möglich aber ist, von vornherein deutlich erfennbare nußlose Bergeudung jugendlicher Arbeitsfräfte zu verhindern. 3ft für ein zusammenhängendes Wirtschaftsgebiet der Bedarf der einzelnen Berufszweige insgesamt ermittelt, wie auch die Zahl der Kinder, die aus der Schule entlassen werden, dann fann die Auswahl der Berufe für sie und ihre Auslese nach deren besonderen törperlichen und geistigen Anforderungen erfolgreich vorgenommen werden. Beiter aber ist notwendig, daß durch endliche Befeitigung der veralteten gefeßlichen Bestimmungen, durch Schaffung eines modernen Lehrlingsrechts, unter anderem auch dafür gesorgt wird, daß nicht den Eltern die ganze Laft einer drei oder gar rierjährigen Lehrzeit aufgebürdet wird. Die Entschädigung der Lehrlinge muß auf tariflichem Wege so geregelt werden, daß sie in einem bestimmten Berhältnis zum Durchschnittslohn der Ausgelernten steht. noch eine ganze Reihe schwerer Mängel auf. Die Lehrbedingungen find in einigen folcher Berufen mehr der starten Nachfrage nach Kommunale Fragen im Landtag. billigen Arbeitsfräften angepaßt, während sie in anderen wieder mehr darauf abgestimmt sind, weiblichen Lehrlingen den Eintritt in ftimmungen über Anträge und Entschließungen zum Haushalt der den Beruf zu erschweren, vor allem durch äußerst niedrige Entschädi- Bergverwaltung. Nach der Uebermeifung verschiedener Borlagen Der Landtag erledigte gestern die noch ausstehenden Abgung. Alle diese Mißstände müssen ans Licht der Deffentlichkeit ge- an die entsprechenden Ausschüsse nahm das Haus den Gesezentwurf zogen werden, um fie au beseitigen. wegen Berjährung und Nachforderung von Steuern für SynagogenDas Handelsgewerbe hat wohl am wenigsten über einen gemeinden und sonstige jüdische Einrichtungen nach den Vorschlägen Mangel an Lehrlingen zu tlagen. Erbliden doch alle Eltern, die fich des Verfassungsausschusses an. Darauf wird ein Antrag betreffend nicht für ein Handwert entscheiden konnten oder feine geeignete die weitere Erhöhung der Jagdscheingebühr auf 5000 bzm. 100 000 Lehrstelle fanden und eine ungelernte Beschäftigung verpönen, im genehmigt. Es folgt nun die erste Beratung des Mart angenommen und dadurch die abgeänderte Borlage endgültig Handelsgewerbe den einzigen, ihnen zusagenden Ausweg. Obgleich die Entschädigung hier in der Regel etwas besser, vielfach sogar erheblich besser ist, da sie tariflich festgesetzt wird, gibt es auch hier, Notgesetzes über die Gemeindewahlen. zumal in den Ladengewerben, Lehrstellen, die in Wirklichkeit feine Dember 1923 find die Gemeindevertretungen der Städte und LandAbg. Haß( Soz.) erstattet den Ausschußbericht: Bis zum 30. No sind, jedenfalls nicht den Anforderungen genügen, die an eine orbent gemeinden neuzuwählen. Der Wahltag soll ein Sonntag sein. Der liche Lehre von dauerndem Werte gestellt werden müssen. In vielen Landtag dürfte den 25. November als Wahltag bestimmen. Der Drogerien mie auch in anderen Ladengeschäften findet man wohl Entwurf schlägt als Borbebingung fechsmonatliche Wohneine ganze Reihe von Lehrlingen, doch nie einen Ge- figbauer für Wahlrecht und Wählbarkeit vor. Berdrängte aus hilfen. Mit welchem Recht nehmen solche Geschäfte, die niemals ben befeßten Gebieten haben das attive und passive Wahlrecht auch Gehilfen beschäftigen, weil ihnen deren Arbeitskraft zu teuer ist, da, wo sie sich am Wahltage aufhalten, ohne die Borbedingung einer Behrlinge zur Ausbildung auf? bestimmten Wohnsizdauer. Durch feindliche Maßnahmen an der Ausübung ihres Wahlauftrages oder Wahlattes Berhinderte können Eine planmäßige Bedarfsregelung ist auch im Handels einen Bertreter erhalten. Durch diese besonderen Bestimmungen gewerbe notwendig, besonders für die männlichen Lehrlinge, zeigt der Landtag mit aller Deutlichkeit, daß der Schuß der bie fich für ihre ganze fünftige Eriftenz eine Grundlage schaffen Boltsvertreter wirksam gewahrt werden foll. Eine wefentmüffen. Bei den weiblichen Lehrlingen, die hier vielfach feine eigentliche Neuerung bringt der§ 8. Wenn ein Gemeindevertreter die liche Lehrzeit, sondern mehr eine Anlernzeit zurückzulegen haben, ahl ablehnt, oder vor Ablauf der Wahlzeit aus tröstet man sich damit, daß der größte Teil eine Ehe eingeht und icheidet oder wenn die Wahl eines einzelnen Gemeindevertreters dann im Haushalt bleibt. Daß auch für diese sehr wichtige Be- für ungültig erklärt wird, so tritt an feine Stelle der Bewerber, der tätigung eine gewisse Borbereitung notwendig ift, fei es auch nur rufen ist. Allein die Reihenfolge, in der die Bewerber zu in demselben Vorschlage hinter den Gewählten an erster Stelle bein Verbindung mit der Fortbildungsschule, aber in umfaffenderem berufen sind, fann durch die Mehrheit der noch wahlberechtigten und gründlicherem Maße als bisher, sei nur nebenbei erwähnt. Unterzeichner des Wohlvorschlages geändert werden. Diese Be Das Gefagte zeigt, daß alle berufenen Faktoren zusammenwirten Stimmung wurde besonders mit Rücksicht auf den Umstand getroffen, müssen, auf diesem ungemein wichtigen Gebiete eine beffere Ordnung daß der Ersagmann unter Umständen nicht mehr der Partei angeherbeizuführen, den Eltern die Berufswahl und der jungen Gene- hört, der er bei der Wahl angehörte. Nach dem§ 10 endigt gleichration die Wege zu ihrem Borwärtskommen zu erleichtern. Grünbeitig mit der Wahlzeit der Gemeindevertretungen die Wahlzeit der liche Bedarfsprüfung, planmäßige Berteilung, forg Amtsversammlungen in der Provinz Westfalen. Das NotgesetzBürgermeistereiversammlung in der Rheinproving unb fältige Berufsberatung und Eignungsprüfung bilden betonte der Berichterstatter- toll nicht etwa die Arbeit an der außer einem befferen Lehrlingsrecht und Lehrlingsschuß Städte und Landgemeindeordnung hindern oder hinausschieben. die Mittel, im Lehrlingswesen Wandel zu schaffen. Das Reichspostdefizit. der Im Laufe dieses Jahres dürften die Entwürfe zur Städte und Landgemeindeordnung wenigstens in erster Lesung verabschiedet werden. Abg. Kah( Komm.) lehnt das Rotgefez ab und verlangt fofortige Neuwahlen. Abg. Weber- Griesheim( S03.): Im befeßten Gebiet fann man Im Reichstag teilte gestern, Dienstag, jetzt unmöglich Neuwahlen vornehmen. Auch wir menden uns Bräfident Löbe in einer Ansprache, die stehend angehört murde, gegen die Wohnsigbestimmung, da sie fast ausschließlich mit, daß der als Geisel verhaftete Arbeiter trifft. Trotzdem stimmen wir dem Gesez zu, da diese Frage nicht von ausschlaggebender Bedeutung ist. Gie lautet: So verfehrt es wäre, jeden Schulentlaffenen um jeden Preis in irgendein Lehrverhältnis zu zwängen, genau so verfehrt wäre es cuch, wenn nun die meisten Eltern von jeder Lehre absehen und ihre Söhne und Töchter ohne weiteres der erftbeften Erwerbstätigkeit zuAbg. Quach wieder freigelaffen führen wollten. Den Eltern besonders begabter Rinder zumal müßte worden ist. Im Zuchthaus zu Berben, in das Quaak gebracht Die Abgg. v. Kries( Dnatl.) und v. Campe( D. Bp.) stimmen es materiell ermöglicht werden, fie in eine geeignete Lehre zu geben. murbe, find noch 244 Deutsche unter den unwürdigsten gesundheits- dem Gefeß als Ganzem zu. Alljährlich vor Ostern erscheinen die verschiedensten Warnungs. gefährlichsten Zuständen untergebracht. Der Außenminister hat so wird der grundlegende§ 1 unverändert angenommen, ebenjo§ 2, Damit ist die erste Beratung beenbet. In der zweiten Beratung tafein der Gewertschaften vor der Ergreifung ihres Bes fort einen energischen Proteſt an die französische Regierung geber die Wahlberechtigung feftient.§ 12 wird in der von den Refehlenswert find, allein fie möchten wissen, welcher Beruf für ihr Kind das Auswärtige Amt den deutschen Geschäftsträger in Paris beauf. Die Stellen der befoldefen Bürgermeister, Magistratsmitglieder empfehlenswert ist. Die Einschränkung eines übermäßigen haftung des Eg. Höllein zu richten. – Bräsident 25 be fährt( Beigeordneten), Gemeindevorsteher und Schöffen dürfen von den fragt, an die franzöfifche Regierung eine Anfrage wegen der Ber Bubranges zu einzelnen Berufen muß Sache ber Gewerkschaften sein. fort, die deutschen Abgeordneten würden solche Kräntungen und eine Mehrheit von mindeffens zwei Driffel der tatsächlich vorIst eine tarifliche Regelung nicht möglich, dann müssen die an Mißhelligkeiten als eine Ehre, aber nicht als eine Schändung handenen Mitglieder der Gemeindevertretung ergeben hat. Soweit bels und Gewerbeminifter der Einzelstaaten eingreifen, betrachten. Zum Schluß gedachte der Präsident der Abstim. wie es in Preußen für verschiebene Gewerbe( Bäcker, Fleischer- mung in Oberflefsien vor zwei Jahren und enibot den die in Abjat i genannten Perfonen auf Grund einer Präsentation gewerbe und neuerdings auch für das Friseurgewerbe) geschehen ist. Deutschen in den abgetretenen Gebieten die Grüße des der Gemeindevertretung für die Bürgerschaft gewählt werden, findet auf die Präsentation durch die Gemeindevertretung Abfah 1 AnMit Recht verlangen die Gewerkschaften, daß der rüdfichts- Reichstags. losen Sucht nach unbezahlten Arbeitsfräften, als welche die Lehr- Deutschland, Frankreich, Belgien, Großbritannien, Stalien und der Elbschiffahrtsafte wendung; die Wahl durch die Bürgerschaft erfolgt geheim durch ver( internationaler Vertrag zwischen bedte Stimmzettel." றியடு linge sehr oft benutzt werden, gehörig begegnet wird. Tschechoslowakei) wird in erster und zweiter Lefung gegen die Berlin feine Anwendung. Nach§. 15 findet das Gefeh auf die Stadtgemeinde Von den Gewerkschaften muß aber auch erwartet werden, daß Stimmen der Rechten, die einen Vertragsabschluß mit Frankreich nicht etwa die eine oder andere Fachgruppe in den gegenteiligen nicht ratifizieren will, angenommen. Das Gefeh wird schließlich in dritter Beratung gegen Das Gesetz über die ErFehler einer zünftlerisch- engherzigen bjperrung nerfällt. Doch höhung der Unterftügung für Sozialrentaer wird in dritter die Kommunisten in der Fassung der zweiten Lesung ange= fellen alle Gemertschaften dafür sorgen, daß wenigstens gemert Lesung angenommen; etenso das Gefes über die Berlängerung der fchafilich organisierte Eltern und organisationsunfähige Bitmen Geltungsdauer Don Demobilmachungsverordnungen Hierauf seht das Haus die zweite Beratung des Wohlfahrts. bis zum haushalts fort. über die Berhältniffe des Berufes jederzeit fa chliche Auskunft 31. Dezember d. 3. Es beginnt die zweite Beratung des Haushalts des ReichsAbg. Frau Noad( Dnatl.) verlangt für die Aerzte Ermäßi bei ihnen finden fönnen, eventuell auch über die als Lehrstelle in Aussicht genommenen Betriebe. Auf diesem Wege fann bereits ein poft minifteriums. Abg. Dietrich( Dem.) berichtet für den Aus. gung der übermäßigen Telephongebühren und Befreiung von der Umfagsteuer. Zum Borstande der Krantenfaffen müsse auch ein crheblicher Teil der fünftigen Berufsgenossen sofort von der Organi fhuß und teilt mit, daß die Arzt gehören. An der freien Arztwahl müsse festgehalten werden. fation erfaßt merben. Das Verschwinden der fleinen Betriebskaffen werde besonders auf Ratabem Lande unangenehm empfunden werden. Die Postverwaltung 1324 Milliarden Mark 33uschuß erfordert. Der Ausschuß halte diesen Zustand für eine strophe und fordere dessen Beseitigung. Reichspoftminister Stingl: nommen. Abg. Frau Pöhlmann( D. Bp.) fordert, daß in Zusammenarbeit mit den Reichsbehörden für die Verbreitung aufklärender Schriften aus der Ernährungs- und Lebensmittellehre gesorgt werde. Hierauf vertagt sich das Haus nach 5 Uhr auf Mittwoch 12 Uhr: Fortsetzung der Beratung. Freiwillige Parteibeiträge. In der Befürchtung, ihren Sohn nicht oder nicht rechtzeitig unterzubringen, gehen noch viele Eltern Lehrverträge mit Bedin gungen ein, besonders hinsichtlich der Entschädigung, bie fie bei einigem Nachdenken und Nachrechnen nicht abschließen könnten. Freilich, wirklich gute Lehrstellen, wie sie etwa die Lehrwertstätten der Großbetriebe bieten, find noch sehr felten und viel begehrt. Und für eine gute Behrstelle werden die Eltern auch eher bereit sein, größere Opfer zu bringen. Aber auch hier dürfte die Machtstellung der Betriebe nicht dazu ausgenutzt werden, es den Eltern allzu schwer zu machen, die finanziellen Basten zu tragen. Die Zahl der weniger guten Behrstellen ist weit größer. Doch lieber feine, als eine folge Lehrstelle, die überhaupt nichts taugt; auch deren Zahl ist nicht gering. Mit der früheren Spekulation auf das leichte Selbständig. werden in verschiedenen Kleingewerben ist es, für Unbemittelte zu mal, so ziemlich vorbei. Maßgebend bei der Auswahl der Lehrstellen muß die Frage sein, ob der junge Mann in dem erlernten Berufe voraussicht lich eine dauernde Existenz finden kann oder doch, ob er die in der Lehre und der ihr folgenden furzen Gefellenzeit erlangten Renntnisse späterhin in einem Industriebetriebe der werten kann. Sonst hat die Lehre keinen Sinn und Zwed, und der Ungelernte fann sich in der gleichen Zeit womöglich größere Standes 109 950,- Summa 2 807 180. Am 4. Februar bereits quittiert 1 758 158,95. Summa 4 085 398,95 2. praktische Renntniffe und Handfertigtelten aneignen als der Que Weitere Geldsendungen find zu richten an den Kassierer der gelernte, der neuen Lehrlingen Blah machen unb bann boch als UnDie Sparsamkeit darf nicht fo weit geben, daß eine Berwaltung Sozialdemokratischen Partei Sr. Bartels, M. b. L., Berlin S. 68, gelernter in einem Betriebe fein Unterfommen fuchen muß, wo man die andere boy lottiert. Bor einer Ueberspannung ber Tarife Lindenstr. 3, oder an das Bostschecktonto Berlin 7918, Jr. Barteis, für feine Berufsfertigteiten feinerlei Bermendung hat. Absterbenden, muß gewarnt werden. Die Erhöhung der Bostzeitungsgebühren D. Wels, R. Ludwig. Berlin S. 68, oder an das Banffonto zukunftslosen Berufen noch in größerer Zahl Nachwuchs zuzuführen, würde die Breffe gefährden. Eine üble Folge der Bortoerhöhung Fr. Bartels, D. Heinrich, W. Pfannkuch, D. Bels, Berlin SW. 68, ist durchaus verfehit. Darauf sollten auch die kommunalen Beift, baß viele Behörden ihre Sendungen unter Umgebung der bei der Diskontogesellschaft, Berlin 28. 68, Depofitentaffe, Lindenrufsberatungs- und Behrstellenvermittlungs Boft abwideln. Bei der Entlassung unehelicher Mütstraße 3. ämter Bedacht nehmen. Nicht eine große 3iffer vermittelter Lehr- ter sollte man fiá mehr an die Entschließung vom vorigen Jahre stellen barf ihnen als Ziel vorschweben, sondern es muß die 3med mäßigkeit sein, ohne Rücksicht auf die Zahl. Mein Borgänger Giesberts hat sich im Berein mit einer Schar fräftiger Mitarbeiter große Berdienste erworben.( Beifall.) Es bleibt aber noch sehr viel zu tun. Den Bestrebungen der Franzosen, die Berkehrsmittel des Ruhrgebiets in die Hand zu bekommen, ist unser Berfonal energisch entgegengetreten.( Beifall.) Insgesamt find bis zum 15. März 212 Bostbeamte verhaftet und 131 B. Moltenbuhr- Tempelhof 2400; Berlin 200,-; B. Dröher- Charlotten ausgewiesen worden, daneben viele von Militärgerichten zu burg 500,- Rubitfched burch Schüße Berlin 10 000,-" A. Ropp Gr..Bahis empfindlichen Gefängnis. und Geldstrafen verurteilt.( Bfuirufe.) 500; M. Baruth- Berlin 50 000. Wachenheim- Grunewald 2000, No. Für den Beweis ihre vaterländischen Gesinnung spreche ich allen mahn- Berlin 1000; Sch. Berlin 500 000; Sachfe- Lantwig 3000, B. CohnHalberstadt 25 000,-; Maandag- Holland 1000-; Richter- Raulsdorf 500, Beamten herzlichen Dank aus.( Beifall.) Das franto- belgische Kort- Tintelfen 1000 6. Bezirt Stegli 280, C. Santow- Berlin 4000, Borgehen hat natürlich Berkehrsschädigungen hervorgerufen. Der Kirschte- Lichtenberg 100,-Berlin 500 000, Offchewski- Uersdorf 5000, Bafervertely: nach dem linksrheinischen Gebiet mußte eingestellt Siegel- sichtenberg 5000,- pr. durch 8. 500; St.- Schwerin 20 000,--; durch Frau Dennhardt- Berlin 200,- H. W.- Uhlenborst 10 000; 2. Hannover 1000, werden, neuerdings hat man sich sogar an Privatpafeten vergriffen. Klein- Berlin 120; Kronberg- Nowawes 200 Baermintel- Weimar 2000,--; ( hört! hört!) Auch der Auslandsverkehr wird betroffen. Wir Bieligt- Gebrau 3000,-; A. 3. durch Z. 1000,-; Sachfe- Potsdam 500,- Schuls haben zurzeit einen Fehlbetrag von 1204 Milliarden. Tariflottenburg 3000-; Dr. Witte- Berlin 5000, Sturm- Lichtenberg 500,- Dr. Hech erhöhungen fönnen nicht in demselben Maße vorgenommen werden wie die Schulden wachsen. Der Verkehr ist bei einigen Zweigen bis zur Hälfte zurüdgegangen. Der Minister weist auf die ergriffenen Sparmaßnahmen und die Vorarbeiten für eine Berbefferung des Verkehrs mit Amsterdam, Rotterdam und Südamerita hin. Abg. Taubadel( Goa): Aus Den Großbetrieben müßte die gefeßliche Berpflich tung auferlegt werden, im Berhältnis zur Zahl der von ihnen be schäftigten Facharbeiter eine entsprechenbe Anzahl von Behrstellen einzurichten, die jedoch nicht allesamt nur den Söhnen ihrer Meister freigehalten werden dürfen, fondern mindestens zur Hälfte bis zwei Drittel allen geeigneten Bewerbern offenstehen müßten. Die weibliche handwerksmäßige Berufslehre( Schneiderei, Bukmacherei, Damenfrisieren usw.) ist verhältnismäßig noch jungen Datums. So begrüßenswert der Wandel an fich ist, der wilden Anlernerei in Schnellfursen und in Atabemien" zu steuern, meift er Weinbrand 10 000,-; Baarnemann- Lichterfelbe 400,-; Becker 5000,-; Sirfch- Chan in 5000 St. burd 8. 300.- Rubitſched 10 000,-..- Steglis 500 000 .- eutöln 8000; B.- Bierfen 200 000; Stadlen- Steglig 1000, G. Zuder. Charlottenburg 5000,-; 23. M. C.- Neukölln 300,-.- Neubun 750,-; Stein bauer- Berlin 1000; B. Moltenbuhr 200,- 91. Schwarz- Stodholm 10 000.-: Scharfftadt- Sangerhaufen 1200 Angestellte des ADGB, 272 980; Betn- Bad Dennhausen 3000-; Hirsch- Charlottenburg 5000,- Angestellte das Parteivor Berlin, den 21. März 1923. Für den Parteivorstand: Fr. Bartels. Wetter bis Donnerstag mittag. Eroden und vielfach better, in halten. Sehr energisch müßte der Minister auch gegen die höheren Beamten einschreiten, die politische Agitation gegen die Sozialdemokratie und andere republikanische Parteien treiben. Abg. Alefotte( 3.) erflärt, daß die Bost zuviel Beamte den Mittagsstunden mild, bei mäßigen nordöstlichen Binden, in der Nacht hat und daß durch das Abstoßen überschüssigen Personals jährlich zu Donnerstag wieder fehr fühl, stellenweise, befonbers im Nordosten, 316 Millfarben erspart werden fönnten. Den Beamten muß eine leichter Breit beflagt sich darüber, daß ein Telegraphenarbeiter heute Bostrat beffere Aufstiegmöglichkeit gegeben werden. 26g. Bruhn( bnatt.) werden kann, und Abg. Morafh( DBp.) weist den Borwurf zurüd, daß gegen uneheliche Mü'ter besonders rigoros vorgegangen werde. Mittwoch 2 Uhr: Weiterberatung. Schluß 7 Uhr. 11. Der Reichstag wirb sich am Freitag vertagen und erst am April wieder zusammentreten, Hautausschlag, offene Juke( Krampfadern) auch veraltete Wunden, heilt die milde und wohltuende Sanitätsrat Dr. Strahls Haussalbe Elefanten Apothele, Berlin SB., Leipziger Str. 74( Dönhoffplas). Winkelhausen Alfe Reserve wa 130 Drum prüfe, wer sich ewig bindet! Als Selbsthersteller liefere ich in Qualität und Preis einzig dastehend Trauringe 1 Ring Dukatengold v. M. 25000 an 1 Ring 585 gestempelt v. M. 17000 an ges. gesch 1 Ring 333 gestempelt v. M. 10000 an Einfache Ringe 4000 Mk. N, H.Wiese, Juwelier Berlin N. Artilleriestr. 30 Berlin W, Passauer Str.12 Ausführliche Preisliste nach außerhalb gegen Rückporto. Anfragen u. Bestellungen ohne Rückporto können nicht erledigt werden. Garantieschein für gesetzlichen Goldinhalt. Telegr.- Adr. Trauringkanone Berlin. Theater, Lichtspiele usw. Admirals Varieté Opernhaus Volkshühne 7 Uhr: 71 30 März- Programm 730 wie immer erstklassig Lust. Welb v Winds. Mein Leopold Wien- Berlin Schauspielhaus Lessing- Th. Hidalla U. Die Mütter 7 Uhr: Theater 1. d. Do. u. Freitag 72: Bürger Schippel Königgrätz. Str. Dent. Künstler- Th. 8 Uhr: Aus dem Leben d. Insekten Komödienhaus 8 U: Kameraden M. Orska, Abel Morgen Musik Berliner Th. 7.3 Madame POMPADOUR Wornar, Roberts, Betel Deutsch. Opernhaus TU. Königskinder Groß. Volksoper im Theat, d.Westens 72: Barb. v. Sevilla Intimes Theater 8 U: 7 Einakter Allabendlich 7, U.. Der Fürst von Pappenheim Komische Oper Große Revue Енгова spricht davon! üb.2 0 Mitwirk Mister Jackson mit engl. Girls Else Balzer Bruno Kastner Arnold Riek Kutzner, Flink u. a Darsteller u. a: Kleptomanie, Apollo- Theater Familienfest usw. Lustspielhaus 8 U.: Das Prinzchen Täglich 7: Die große Ausstatt.Operette Metropol- Theater Die Modekönigin Unterhaltungs- Varieté Jagersta 63 4 Uhr Das größte Nach. mittag Kabarett Daa abwechslungsreichste 8 Uhr Varieté- Programm Große Bier- Abteilung Theater a. Kotth, Ter| Tägl. 7/2 und Sonnt.nachm. 30. U. a. Mark- Zigaretten Garbaty, Salpaus, Elite- Ronstantin Rarmitry, Sänger Aoramitos, Manoli, Murati gibt ab unter Tagespreis ArnoGeßner& Co, Tabatm. Großbdig Banlft.34. Teleph.; Moabit 2114 Der Mann mit den 3 Frauen Bekanntmachung Deutscher Metallarbeiter- Berband Verwaltungsstelle Berlin N 54, Linienftr. 83/85 Geschäftszeit von vorm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. Tel.: Amt Norden 833, 834, 835, 836 und 6592-6595. Rohrleger und Helfer: Abends 6 Uhr, in der Brauerei Königstadt, Schön Donnerstag, den 22. März: Branchenversammlungen hauser Allee 10/11. Gaal 5. Autogen und Elektroschweißer: Schnittarbeiter. Stanzer, Presser, Abends 7 Uhr, im Botal von NeuZuschneider, Knopfarbeiter und -arbeiterinnen: Nachm. 5 Uhr, in der mann, Gubener Str. 45. Schulaula, Weinmeisterstr. 16/17. Bauanschläger: Abends 6 Uhr, Im Gewerkschaftshaus, Engelufer 24/25, Schrauben, Automateneinrichter sowie alle inSchraubenbe rieben Beschäftigten: Nadm 5 Uhr, im Reichenberger Hof, Reichenberger Straße 147. Schwarzblecha, Eisenmöbel- und Möbelschloßbetriebe: Abends 7 Uhr im Rosenthaler Hof, Rosenthaler Straße 11/12. Stromerzeugende Bau und Geldschrankschlosser und für gelochte Bleche: Betriebe Abds 6 Uhr, in der Bötzow- Brauerei, Prenzlauer Allee 262. Chirurgische Branche: Nachm. 5 Uhr, im Schweizergarten, Am Friedrichs hain. Drahtarbeiter: Abends 7 Uhe. Im Lotal von Wollschläger, Adalbertfte 21. Einrichter und Revisoren: Abends 61 Uhr, in der Schulaula, Roppenpl. 12. Elsenformer und Berufsgenossen: Abends 61, Uhr, in den Boruffia- Feftfälen, Aderitr. 6/7. Elsenkonstruktions-. 2 Fahrstuhl und Signalbaubetriebe: Abends 7 Uhr, im Berbandshaus, Linienftraße 88 85, Arbeitslofenfaal. Elektromonteure und Helfer: Abbs. 7 Uhr, in der Aula des Köllnischen Gymnafiums. Infefftr 2/5. Gold- und Silberarbeiter: Rachm 5 Uhr, im Verbandshaus, Linienftraße 83/85, Gigungsfaal, Graveure und Ziseleure: Nachm. 5 Uhr, im Megandriner, Aleganbrinenfte. 87a Gürtler. Kronenschlosser und Kronenklempner: Radm. 5 Uhr in ben Central- Festfalen. Alte Jatobftr. Hilfsarbeiter: Abends 7 Uhr, in ber Schulaula, Steinftr. 29-84. Klempner: Rachm. 5 Uhr, im Englifchen Sof", Alexanderfte. 27c. Mechaniker, Uhrmacher, Optiker, Elcher und ElFunutoristen, cherinnen: Abbs. 8 Uhr, im Gemertfchaftshans, Engelufer 24/25( gr. Gaal). Metalldrücker: Nachmittags 5 Uhr, in den Hohenftanfenfälen", Rottbuser Damm 76. Metallformer und Berufsgenossen: Rachm 5 Uhr, in den Andreas- Fest fälen, Andreasftr. 21. Erhebung der Reichseinkommenund Kirchenftener durch die Finanzfajfen Urban( IV), Andreas( VII), Friedrichshain( VIII), Humboldt- Metall-, Revolverdreher und-dre. hain( XII), Wedding( XV) u.Spandau Bom 1. April 1928 ab werben bie Reichseinkommen- und Kirchenfteuern fir die nachbezeichneten Bezirke nicht mehr von den städtischen Steuerkaffen, sondern von den Finanzlaffen erhoben, und zwar: Bon der Finanztaffe Urban( IV), Berlin SW 61, Belle- Alliance- Str. 6( Bostschedfonto Nr. 39 688) für die Stabtbezirte 62-78; NewYork- Berlin Paul Heidemann a. G. von der Finanztasse Andreas( VI), BerNeues Operett.- Th. Illing, Platen, Köbe U.: 72: D. neue Gilbert Katja, die Tänzerin mit Suchy, Sedlitz, Nordheim, Beckersachs Paulsen, Tiedtke, Gross, Mamelok Vorverkauf waunterbrochen Neues Th. am Zoo Der Blaue Vogel 72: Jean Gilberts Operette Goltzstraße 9 Dorine u. der Zufall Nollendorf 1613 Neues Volkstheater 8%, 7 Laun.d. Verliebt. Allabendlich Der Neffe als Onkel lin SO 38, fuelstr. 5-8 lonto Ne 4418) ( Poſtschedfir die Stadtbezizte 149-151, 153-176; von der Finan taffe Friedrichshain( VII), Berlin SO 33. Bfuelfte 5-8( Postiched Tonto Nr. 44 422) für die Stadtbezirke 177-181, 183 bis 189C. 189E, 190B, 190C, 190E, 190F, 195; von der Finanztaffe Sumboldthain( XII), Berlin N 24. Friedrichstr. 107( Postsched tonto 106 787) jir die Stadtbezirle 251-254, 259-266; von der Finanzkaffe Wedding( XV), Ber lin N 24, Friedrichstr. 107( Boftsched tonto 106 883) für die Stadtbesirle 276-278, 305 bis 3.Programm 13,90; Renaissance- Theat. Das 3.Programm 8 Uhr: Die Juden Gastsp. Em. Reicher Schiller- Th Charl. SCALA 8 U. Kapitän Brosemanns Opfer Thalia- Theater 7 Uhr: Ein Jahr ohne Liebe Th. a. Nollendorfpl. 73 Uhr: Königin der Straße Stg. 3: Vetier aus Dingsda Wallner- Theater 8 Uhr: Der kühne Schwimmer RESIDENZ- TH. Tüglich 7 Uhr: Alb. Bassermann in: Die Wildente von H 8 Uhr: Jnternat. Varieté URANIA von der Finanztaffe Spandau in Spandau, Strefowplay 5( Boitschecktonto 105 889) für den gesamten Berwaltungsbezirt 8 ( Bezirksamt Spandau). Die Finanzlaffen find für den Berkehr mit dem Bublifum werttäglich( mit Ausnahme des Montags) von 9-1 geöffnet. Sämtliche Kaffen sind dem Reichsbantgiro. verkehr angeschlossen. Berlin, den 15. März 1928. Der Präsident Theater 8 Uhr: des Landesfinanzamts Groß- Berlin Mit Schnellzug und Ozeandampfer von Berlin n. NewYork. KI. Saal 8 U: Mit der Filmkamera durch disch. Hüttenwerke. Ibsen Circus 715: Prof.Bernhard! BUSch TRIANON- TH. 10U: Lissi, d.Kokotte 1g1,7tg.a.3 U. Pers.unter 18 Jahren Manegeschaustück haben keinen Zutritt Fremdenlegionar 8 Uhr Kleines Theater Ias stärkere Band Lustsp. v. F. Salten Toelle, Sandrock, Kaiser- Titz Theater des Ostens ( Rose Theater) 78 Uhr: Berliner Mädchenhändler. Nur noch wenige Aufführungen Vorher gr. Circus- Programm VarietéWalhalla- Th. 745 u. Leitg. d. Komp Programm! Die Liebe geht um Ranchen gestattet! Dera, Lintner, Zernitz Central- Theater 7 U zum 1. Male: Die leeren Hände Casino- Theater 8 Uhr: Der neue Schlager Zum blauen Kakadu O Relchshallen.Th. Fugeniose Allabendl.72 Uhr, Sonntag nachm. 30. halbe Preise Stettin. Sänger Erfolg Baben Inseratem Vorwärts Schokoladen engros billig abzugeben, für Bieberpertäufer, Rantinen ständig großes Bager inj Martenw. Wolff, Mullerstr. 30. Hansa 184, Buchhdl. Vorwärts Berlin SW, Lindenstr.2 herinnen: Nachm. 5 Uhr, im GemertJhaftshaus, Engelufer 24/25. Gaal 1 Deutscher Metallarbeiterverband Verwaltungsstelle Berlin Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Arbeiter Albert Herkt am 16. März geftorben ist. Die Einäscherung findet Mittwoch, den 21. d. M., mittags 12 Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, statt. Unser Kollege, der Dreher Heinrich Müller ist am 19 März geftorben. Die Einäscherung findet Donnerstag. den 22. d. M., nachm 3 Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, statt. Chre ihrem Anbenken! Rege Beteiligung erwartet 145/3 Die Ortsverwaltung. Taufende befreit von Bandwurm Industrie und Kommunale Betriebe: Abbs 6/ 2Uhr. in den Sophienjälen, Sophienstr. 17/18, Ileiner Gaal burch Reichels BandWerkzeugmacher: Abends 7 Uhr, im wurmmittel. 30 jähr Lotal Königsbaut, Große Frankfurter Erfolge. M. 2500.Straße 117. für Kinder 2000 Wickler, Isollerer, Imprägnierer.( nach ter). In den Kollektorbauer, Batterie- und Progerien erhältlich, Elementenarbelter: Abends 7 Uhr, echt nur mit Firma in der Schulaula, Grünthaler Str. 5. Otto Reichel, Berlin 43, Eisenbahnstr. 4. Mene Berliner GenossenschaftsBäckerei Eingetr. Genossenschaft mit beschr. Haftpflicht Reinickendorf-Ost Wilkestraße 62 Am 19 früh verftarb nach furzem Rrantenlager unfer Genoffe Gustav Mansfeld im 69. Lebens jahre. 107/13 tennoeden Ehre seinem Andenken gr.Ausw prsm Bernh Strohmandel 2 Die Beerdigung findet Donners tag, den 22., nachmittags 31, Uhr, von der Salle des Gemeinde- Friedhofes in derHum boldtftr, aus ftatt Der Borstand. Mabel( auch Teilzahlung), tomplette Einzelmöbel, Metallbetten Bimmer, Wenger, Marfiliusftr. 8( Alegander. plag). Musikinstrumente Bianos preiswert. Alaviermacher Lint. Brunnenstraße 85. Kaufgesuche Metallschmelze, Neanderstraße 35( nur im Laden). tauft 8ahngebisse, Platinabfälle, Goldfachen, Silberfachen. Qued filber, fämtliche Metalle, Perfer und deutsche Teppiche tauft höchftzahlend Neschte, Neuföln, Raiser Friedrich- Straße 5. Tel. Neukölln 9123. Raufe alle Arten Gäde, Padleinwand, Nähgarn. Riller. Swinemünderstraße 7. Sumboldt 489. NOW- Zinnschmelze tauft Lötzinn, Ges Ichirrainn Beichblei und fämtliche Me talle. Andreasstraße 49. Felleinkauf! Safen bis 3000.-, Bie gen bis 15 000.-, Ragen, Ranin, Mes falle, Gäde, Nähgarne, Bindfaden. Pad leinen, Emballagen, Schafwolle. Roßhaare. Woldenbergerftr. 2, zwei Minu ten vom Bahnhof Weißenfee. Aler. 1857. Fahrradankauf, Linienstraße 19.( 149* Fahrradankauf, fchinerftraße 78. höchftzahlenb. Git Felleinkauf zu höchsten Tagespreifen. Chauffeeftr. 46. Gädeeinlauf, Emballage, Blane. Reutölln, Fuldaftr. 25. Swirn Bahngebisse, Goldbruch, Silberfachen fauft Schneider. Brunnenftr. 41, vorn L Bis 750 000 alte Bahngebiffe, Platin abfälle, Silberbruch, Quecksilber, ginn, Rupfer, fämtliche Metallfachen. Schlefifchestraße 39 Röpeniderftr. 39, Salte stelle Adalbertstr. Goldschmelze Christio nat. Fahrtvergütung. Sonntag, den 25. März: Elsen. Revolverdreher und drehe. rinnen sowie Rundschleifer: Bormittags 9 Uhr, in ben Sophlenfälen, Sophienftr. 17/18. Emaillierer: Bormittags 10 Uhr, in den Residenz- Festfälen, Landsberger Straße 31. Hobler, Bohrer, Stoßer, Fräser S. Wallstraße 72 u. weibliche Berufsangehörige: Filial: Spittelmarkt Bormittags 9 Uhr, im Humboldt- Ede Seydelftraße und Nikolsburger Platz2 Gymnasium, Gartenftr. 25. Alte Steppdecken Kesselschmiede- Helfer und der dazu gehörenden Berufe: Bormittags werden aufgearbeitet. 10 Uhr, in Feibels Feftfälen, Stol berger Straße 23. Die Frma 3. Lewinsky& Co. hat ble bei freier Abholung zum höchsten TagesMaschinen-, Auto- und Reparatur. schlosser: Bormittags 9 Uhr, in den nachträgliche Genehmigung zur Errichtung furs. Jsendahl, Blumenftr. 17, König Mufiferiälen( Großer Saal), Raiser- ber auf dem Grundftüid Berlin. Greifs ftabt 7068. Wilhelm- Straße 31. walber Straße 228 a bereits in Betrieb be Schmiede: Borm. 9%, Uhr, in Boeters Feftfälen, Weberstr. 17. Walzwerk, Blel- und Drahtkabelsowie Papierrohrarbeiter und arbeiterinnen: Borm. 91, Uhr, in agesordnung in allen Versammlungen: der Schulaula, Weinmeisterft. 16/17. Disfuifion. Beitungen, Rilo 200.-, Baufe jeden Posten Altpapier, Bücher, Stripturen fomie Weinflaschen, Gettflaschen, Rognat. flaschen, Weißbierflaschen, Alteisen Möbeleinkauf, Wirtschaften, Nachläffe, indlichen Anstalt zum Trocknen von Tier- Klaviere, Teppiche, Cinzelmöbel, Kitchen, fellen beantragt. Beinflaschen, Etwaige Einwendungen gegen diefe An- Woldenbergerftr. 2, legander 1857. lage finb bei dem unterzeichneten Stadt- Achtung! Säde, Garne, Bindfaden, ausichuk binnen 14 Tanen, vom Tage nach Felle, Stoffe, ganze Seitläger, Schmud. ber Beröffentlichung ab gerechnet, fchrift fachen fauft Mener, Immanueltird Brotokoll anzubringen. Nach Ablauf biefer Fahrgeld. lich in doppelter Ausfertiouna oder Auftraße 25, Quergeb. I. Alexander 231. Metallschleifer. Galvaniseure, Krat. Frist tönnen Einwendungen nicht mehr Möbeleinlauf. Wirtschaften, ganze zer, Verzinner, Verzinker, Hilfs. L. Jahresbericht. arbelter u.-arbeiterinnen: Nachm 2. Neuwahl der Branchenleitungen usw. erhoben werden. Beschreibung und Reich- Nachläffe, Rleidungsstüde, Bodenrummel, Meyer, Immanuelfirch. 5 Uhr, in ben Sophienfälen, Sophien- Ohne Mitgliedsbuch fein Zutritt. nungen der geplanten Anlage liegen in höchstzahlend. ftraße 17/18. Sutritt haben nur Branchenangehörige. unferem Bureau, Berlin C2 Waifenfte. 27, ftraße 25, Quergebäude L. Alegand. 231. Tr. 8immer 25, an den Gefchäftstagen Soniggläfer, Kopf Die Ortsverwaltung. in der geit von 9-2 Uhr während der waiser, Bugwaffer, Medizinflaschen, oben bezeichneten Frift zur Enficht aus. Pur mündlichen Erörterung der recht- allsonstige tauft Glashandlung, te Jakobftr. 78. zeitig erhobenen Einwendungen wird vor unferem Rommiffar. Herrn Stabtober Seere Dosen von Schuhereme, Leder fetretär Runde, auf Donnerstag, 5. April fett, Bohnerwechs, leere Flaschen von Leber. Tinte, Klebstoff, 1923, vorm. 9 Uhr, in un'erem Sigungs- Metallpug, faale Baifenite. 27. I Tr, ein Termin an- fchwärze, Nähmaschinenöl, Sienfong beraumt, zu dem die Unternehmerin fowie effena tauft zu höchsten Breifen Ernit die Widersprechenden unter der Eröffn ng Berner, Wrangelstraße 24. geladen werben, daß auch bei ihrem Ausleiben mit der Erörterung der Einwen bungen vorgegangen wird. Helles Entzücken ist der sichere Erfolg einer Konfirmationsgabe in der jedermann willkommenen Gestalt einer Tafel Reichardt Schokolade oder eines Kästchens Reichardt- Pralinen. ReichardtSchokoladen, mild, herb und ebelbitter, quch mit Vollmilch und Eidotter, überraschen durch töstliche Geschmacksharmonie und feinsten Schmelz den verwöhntesten Gaumen. Reichardt- Pralinen find Edelperlen einer aufs höchfte verfeinerten Geschmackskultur. Berlockende Leckerbissen aus allen Zonen, von der heimischen Erdbeere und Kirsche bis zur Orange und Ananas, wetteifern, mit dem braunen Gewande der Götterspeise geschmückt, um den Beifall des Feinschmeckers. Erhältlich in allen an den bekannten blauen Schildern tenntlichen Verkaufsstellen. A Kriegsanleihe wird zu 90% nur gegen Legitimation in Zahlung genommen Sonntage eines Großstädters in der Natur Von Kurt Grottewitz Mit einem Vorwort von Wilhelm Bölsche Binkoff- Preis- Grundzahl Brett'l Ant.720. gebund M.1.brosch. M.0.50 Zar Verlobung rauringe Duk.- Gold 900 gest. v. 25000 M. an einfache Trauringe, gest., von 6000 M. an. Fast alle Preislagen am Lager. Namen u. Etui umsonst Umarbeitungen und Anfertigungen von Trauringen bei Goldzugabe in 24 Stunden Garantieschein für gesetzl. Goldgehalt! Trauringjabrik Albert Thal& Co., C 19, Seydelstraße 5( Spittelmarkt) Kräuter- Franzbranntwein Kop& Joseph Berlin W. 50 besonders kräftigend u. erfrischend. Potsdamerst.122 Gültig bis Ultimo Auf die bereits ermäßigten Preise 10 Prozent Rabatt gleich zahlbar an der Kasse. Covercoatmäntel, la Ausführung Donegalmäntel mit Leder Reinwollene Kostüme Impr. Seidenmäntel • Gummimäntel für Damen und Herren Tuchmäntel Reinwollene Strickjacken: 62 000 90.000 122 000 120 00Q 79 000 145 000 sehr billig. Modelle in Mänteln und Kostümen 100 000 Bis 50 Prozent und darüber ermäßigi! Sealplüschmäntel, Krimmermäntel, Eskimomäntel, Flauschmäntel, sämtl. Wintersachen Simon Westmann Damenkonfektion und Trauermagazin 1. Geschäft: Berlin W, Mohrenstr. 37a 2. Geschäft: Berlin NO, Gr. Frankfurter Str. 115 Berlin, den 15. März 1923. Der Stadtausschuß Berlin, Abt. I. Schneider. +66 Werkzeuge u. Maschinen Schmirgelleinen, Rugellager, Feilen tauft Senschel, Pantstr. 90. Nägel, Maschinenschrauben, Bolz Abgelagerte Seifen 225-400-6r. Rienel, frauben kauft Bodile, Amfterdamer Pfund 675.350-, 400.-, 500- löcke ftraße 21. Ein Wagron Schnitzelpulver eingetroffen Bündlergen, Glühbirnen tauft Räster, Nur Rüdersdorfer Straße 1 Friedrichsgracht 5-6. Rieg. 400, Schnitzelpulver Motor, Schellad, Leim, Tischlermerl 1 Pfd. 250, Soda kg 400, geug, Tischlereimaschinen tauft Ernst, Faßselfe kg 1500. Oranienftr. 166, III. Büttner, Gr. Frankfurter Str. 130. Seifen Verkäufe Belzwarenwegner, Botsdamerstraße 43. Strengreeller Belzverkauf. Damenpelz waren, Herrenpelzwaren. Biele Gelegenheiten. Neuwaren. Kugellager tauft höchftzahlend Bila Reinickendorferstr. 93, Sof parterre. Angellager fauft höchftzahlend Elbin gerstraße( Ringbahnhof Landsberger allee). Unterricht Heinrich Maurers Brivat- 8uschneide Teppiche, herrliche Berfermufter, Di- fchule, Alexanderplat. Eingang Rönigs. mandecken. Brüden billige Gelegenheit. graben. Fernsprecher Königftabt 889. Reschte, Neukölln, Raiser- Friedrich Rinovorführer- Ausbildung durch Inge Straße 5 III. 181/17 rieur Randyba, Friedrichstraße 21. Bersuch macht flag! Leibhaus" Brunnenftraße 5. Firma ten! Solid Verschiedenes großer Verkauf maßmäßig hergestellter Anzüge, Baletots, Schlüpfer, Cutaways, Sofen. 100 000.- filr Nachweis der gestohlenen Riefen- Auswahl. Belzwaren: Behpelze, Sportpelae fonkurrenslos bil- Serrenuhr, Nummer 118 785, Mono lig! Reine Bombardware. gramm A. 3. Convab, Muladstraße 34. Belzwaren 50 Brozent herabgefeht! Spezialist für Wohnungsnotrecht( Räu Kreuzfüchfe, Wife, Weißfüchse, Belz. mung, Beschlagnahme, 8wangsvertrag), mäntel, Rageniaden, Sportpelse, Geh- Gerichtstraße 31( Nettelbedplag). Sprech pelze, ferner Herrenanzüge, Schlüpfer, tunden 4-6. Roftime, Mäntel verkauft Leihhaus Detektivburean Stafchel, Chauffee Morigplah 58a. Reine Lombardware. ftraße 77. Fernfprecher Norden 7886, Dezimalwagen, Tafelwagen, Gewichte Beobachtungen. Ermittlungen, Auskünfte preiswert. Auswahl. Wagner, Ropenideritraße nur 71. Sof. allererts. Bertrauensvolle Auskunft, gewissen. Leibhaus Rofenthaler Tor, Linien- baft Frau Ehm, Hebamme a. D., Star trake 203/204, Ede Rofenthalerstraße. Sarderstraße 75( Schönhauser Allee). verkauft bekannt billig Kreuzfüchfe Alastafilchfe, fämtliche Belzarten. An Gefunden Verloren lige. Winterfchlüpfer, Winterpaletst. Gummimäntel enorm billig. Reine Lombardware. Einzelteile. Entlaufen Schäferhündin, Here", schwarzgelb, Ridelhalsband. Hohe Be fohnung. Gallewski, Berchtesgadener Letter, Raftenwagen. Straße 9. 2ügom 1080. 102/20 Gelegenheit. billig. Globus, Dresdener ftraße 55. Gelaverkehr Nähmaschinen, neue, gebrauchte, bler, Phönig, Singerbobbin. Raftorn, Rott Sofort Gelb, Ratenrüdzahlung, burch buferdamm 6, vorn hochparterre. Bilgner, Große Frankfurterstraße 141. Frühjahrsmänte! 7500.-, Webfehler, Covercoatmäntel, Donegalmäntel, Modenkleider. Sollmeit, Charlottenburg, Vermietungen Bismardstraße 59 II. Garten:: Laube:: Balkon Abeffinierpumpen, Erfazteile, Erdbohrer billig. Bumpenfabrik, Garten Straße 78. Möbel Sochelegante Schlafzimmer in reicher Auswahl zu foliden Preifen verlauft Schlafzimmer- Spezialfabrit Hans Hentel, Burgstraße 27, Bureauhaus Börse. Mietgesuche Junges, tinderlofes Chepaar fucht leeres oder möbliertes Zimmer mit Roche gelegenheit. Norden oder Nordoften. Steined, Weinstraße 18, III. L.[ 29016* Arbeitsmarkt Stellenangebote Bureauborsche Metallbetten so on.tellenangebote foeben cuenta 40 000.- Batentmatrahen, lagen, Rinderdrahtbett. Meide, Auguftftraße 32a, Quergebäude Möbel- Lechner, Brunnenstraße 7, offe riert Schlafzimmer, Spelfezimmer, Serrenzimmer, Klubgarnituren, Küchen ufw. Große Auswahl. Befuch lohnend. Auf Wunsch Zahlungserleichterung. Gelegenheit. Kleiderschrank 25 800.finden im Vorwärts beste Beachtung wird verlangt Nur fchriftliche Anmel bungen an 102/19 EmanuelFriedlaender& Co Unter den Linden& Borwärts- Austräger Bertito 21 400.- Umbaue, Sofas, Frauen und Männer fett 89 500.-, Trumeaus, Schreibtisch 77 500.-, alchtoiletten 18 000.-, Flut werben sofort eingestellt garderoben, Speisezimmer, große Aus Berlin, Jmmanuelfirchstr. 24. wahl in Einzelstüden, Plüschlofa 39 500.- Rüdje 41 300.-, Chaiselongue Petersburger Blag 4. Wattftr. 9 44 800.- Bettstellen vertauft Gottlieb, Rügenerstraße 13, Bahnhof Gesundbrun- Neutöln, Siegfriedfiraße 28/29, nen, Bersand auch nach außerhalb. Tempelhof, Kaiser- Wilhelm- St. 81 Lieferung frei Saus. Robefeſſel, neue( 15 000.-). Sling, Wilmersdorf: Streichert, Berne Sichterfelbe, Hindenburgdamm 75a, hardftr. 8