Mbenöausgabe tlc. 143 ❖ 4H. Jahrgang Ausgabe B Ac. 72 Bezugsbidingungen und Dnzeixenpreise find in der Morgenausgabe angegeben Beda(Hon; SD. 68, Cinbraltrafee 3 Fernsprecher: VSohoff 292— 208 XcL'VbtcffcSpjialbemotral Berlin rf- ¥. Sevlinev Volksblstt preis ISO Mark Montag 26. März �23 Verlag und Anzeigenabteilung: Geschäftszeit 9—5 Uhr Verleger: Vorevärts-Vertng GmbH. Berlin Zw. 68, Lindenflrnb« 8 Fernsprecher: SSnhoff 2506-280? ZcntruXorgnn der Vereinigten Sozialdemokrat» fd�en parte» Deutfchlands Generalappell der Deutfthvölkijchen. Parademarsch vor Hitler und Kahr. München, 26. März.»Eigener Drahkberichk.) Das Verbot der deulschvolkischen Freiheiisporkei in Tlorddeutschland hat offenbar die Pläne der bayerischen pulschiflen verwirrt. Am Sonntagfrüh trafen aus Verlin. Nürnberg, Augsburg, Regens- bürg usw. Trupps von hakeukreuzlern, zum Teil mit Stahlhelmen, in München ein. Die Stadt glich zeitweife einem Feldlager. Man sah größere und kleinere Trupps von haken- kreuzlern, vielfach mit Stahlhelmen uud Tornistern durch die Stadt marschieren, auch ohne Rücksicht auf die Vannmeile des Landtags. An mindestens vier Stelle« wurden Felddlenst- Übungen abgehallen. Die»Münchener Post" veröffentstcht einen Tagesbefehl über eine große Geländeübung im Forsien rieder park: »Abmarsch S Ahr. Beginn der Hebung 10 Uhr, Ende 4 Uhr, dann gemeinsamer Marsch durch die Stadt mit fünf Musikkorps." Ein Parademarsch vor Hitler und Herrn v. kahr schloß die Hebung. In den Abendstunde» reisten viele Teilnehmer von München wieder ab. Der Gesamleindruck ist, daß zweifellos au diesem Sonntag mehr geplant war als ein General- a p p e l l und daß ein Putsch durch das im letzten Augenblick erfolgte Zupacken in Norddeutschland auch in Bayern verhindert wurde. Nationalfoziattftifihe Geifelkommanöos. München, 26. März.(Eigener Drahtbericht.) Die»Münchener Post" beruhtet heute, daß in Nürnberg von den National» sozialisten ein»Geiselkommando" errichtet ist unter der Bezeichnung»Trepschaft". Diese? Kommando hat die Aufgabe, unter der Parole„Brechung des Widerstandes, wenn die Reichs- regierung schwach wird", Geiseln festzunehmen. Als Geiseln sind gedacht die Gewerkschaft s. und die sozial de mokra- tischen Parteiführer. So werde die Arbeiterbewegung»ge. köpft" und so werde es gelingen, Arbeiterorganisationen zu sprengen. Di« Juden werden nebenbei mitgenommen. Die Mitglieder dieses Geiselkommandos werden vereidet und in Meister, Gesellen und Lehrling«, also logenmäßig eingeteilt. Der erste Bor- sitzende der Organisation ist ein Prosessor, der zweite ein praktischer Arzt, der bishe politisch nicht hervorgetreten ist. Sechs Verhaftungen in Sreslau. Breslau, 26. März.(MTB) Aus Grund der Verordnung des Reichspräsidenten vom 4. 3«li 1922 erließ der Oberpräsidenk von Niederschlesicn im Zusammenhang mit den Mitteilungen des Mi- nisters in der Sitzung am Freitag des Preußischen Landtags Haft- beseht gegen den Ingenieur Erich Witt, den Ingenieur Heinz Mifiinghausen, Frau Irmgard von Reichenau und den Kaufmann Hans Werner Stlrlns, sämtlich au» Breslau, ferner gegen den Kaufmann Johann Toeller in Trebnitz und den früheren Leutnant Horst von Tettenborn in BerNn. Die Polizei nahm ferner eine Reihe von Haussuchungen vor, bei denen wichtige» Material zutage gesördert wurde. Hoffnungen auf Sie berliner Konferenz. Wie einst von den Stockholmer Konferenzversuchen im Jahre 1917, die nicht zuletzt an der Paßverweigerung der französischen und englischen Kriegsregierungen scheiterte, io werden jetzt aus die Berliner internationale Sozialistenkonfe- renz große Hoffnungen gesetzt, wie weiter unten zu lesen ist. Die Konferenz hat gestern den ganzen Tag über beraten und heute morgen ihre Arbeit wieder aufgenommen, um fi« heute abeni zu beenden. Was die Hoffnungen betrifft, so»st es ja kennzeichnend, daß sie selbst aus jenen imperialistischen Pariser Kreisen geäußert»Verden, die alles Unheil angerichtet oder wenigstens gebilligt und die wiederholt aufgestellten sozialisti- schen ßäsungsvorschläge überhaupt nicht irgendeiner Beachtung gewürdigt haben. Wenn man mit dem Ergebnis der jetzigen Beratung ebenso verfahren wollte, darm sind alle Hoffnungen von vornherein eitel. Uebrigens ist auf ein sofort bekannt- »»erdendes Ergebnis der Berliner Konferenz um so weniger zu rechnen, als die Delegationen unserer ausländischen Bruder- Parteien natürlich erst zu Hause Bericht erstatten müsien, ehe weitere Schritte vereinbart und getan»»erden können. Pari». 26. März.(ET.) Der hiesige»New Park Herald" schreibt, die Reparakionssrage tritt noch Anschauung französischer offizieller kreise in eine neue Phase ein. Man glaubt, daß da» Kabinett Cuno in eluen scharfen Konflikt mit de» Sozialisten gekommen sei und dadurch gezwungen werden könnte, Verhandlungen mit den Franzose« einzuleiten. Dies« An- schauung gründet sich hauptsächsich auf die gegenwärtige Berliner Sozlallfienkouserenz. Man hofft, daß diese Konferenz zur Veröffentlichung vo« Vorschlägen zur Lösung des Reparation»- Problem» führen wird. Die Deutschen würden konkrete vor- schläge über die höhe der deulschen Barzahlungen uud Sochleistun- ge» machen. Mao glaubt übrigens, daß die Pläne der Sozialisten Poincare gefährlich erscheinen könnten, der aus Zahlung vonbOMilliardenSoldmarknudauf einen Vertrag wegen der Sicherheit Zronkreich» dringt. Aber die sozialistischen Vor- schlüge, die die volle Unterstützung der englischen Lobour Party siuden, könnten auch von den gemäßigten Elementen In der französischen Kammer in Erwägung gezogen werden. Man glaubt, daß die Ruhrbesprechungen noch vor Ostern au- sangen könnten. Auch bei einzelneu Abgeordneten des B l o c National herrsche nunmehr größere» Inleresie au dem Vorschlag. daß der Völkerbund eingreisen solle. Diese Abgeordneten, die hauptsächllch der Forderung Poincare» zustimmen, daß Deutschland direkte Vorschläge an Frankreich und Belgien erstatten müffe, glauben nunmehr, daß der Völkerbund seinen Einfluß zugunsten der Errichtung einer entmilitarisierten Zone im Rheinlande(Wir sahen im Rheinlande nur Entente mMtäri Red.) ausbieten könne. Die Annahme diese» Vorschlages könnte zu einer rascheren RSa- m n n g de» Ruhrgebiete» führen als sie durch die Brüsseler Beschlüsse vgrzesehen war. London. 26. März.(EE.) Ramsay Mac Donald sagte gestern in einer Rede in N-wport. er hoffe, die Mission der englischen Arbeikerdelegierten nach Berlin werde zur veröfsenl- llchung von Vorschlägen führen, durch die da» Ruhrproblem gelöst werden könnte. der Kuf nach Sem völkerbunü. Pari». 26. März.(EE.) Aus New Port meldet die hiesige .Chicago Tribüne": Der französifche, deutsche und der englische Standpunkt m der Nuhrfrag« wurde auf einer großen öffentlichen Versammlung dargelegt. Alle Sprecher gaben zu, daß den Der» einigten Staaten infolge ihrer Weigerung, dem Völkerbünde beizutreten, ein großer Teil der Schuld dafür zufalle, daß Frank- reich das Ruhrgebier besetzte. Wenn Amerika in den Völkerbund eintreten würde, so sei die» der beste Weg zu einer Lösung. Der englisch« Standpunkt wurde von Sir William Wiseman darge- legt, der früher Berbindungsosfizier zwischen der englischen und der ameritanischen Arme« war und nunmehr Geschäftsteilhaber des Bankhauses Otto Eahn ist. Besprechung Jaspar-Mussoliui. Rom. ZS. März,(haoas.) Mussolini ist nach Mailand abgereist. Zu gleicher Zeit wird aus Brüssel berichtet, daß auch der belgisch« Außenminister Jaspar heut« abend nach Mailand ab- reifen wird. Jaspar wird in Mailand mit Mussolini eine Be- sprechung haben. StinueS in Rom. London, 26. März.(EE.) Nach einer Meldung des„Exchange Telegrvph" ist Hugo S t i n n« s im strengsten Inkognito in Rom eingetroffen und hat mit mehreren Mitgliedern der a m e r i k a- nischen Delegation auf der Konferenz der internationalen Handels- kammern Besprechungen gehabt, insbesondere mit dem am«rika»rischen Stahlkönig G o ry. Poincarö sucht neue Bündnisse. London, 26. März.(WTB.) Ein Teil der englischen Presse schenkt einem am Sonnabend im Pariser„Figaro" oerösfent- lichten Artikel große Beachtung(der P o! n c a r ö zugeschrieben wird, zumal er für den Fall seines Ruhrtrits einen Mitarbeiterver- trag mit dem„Figaro" geschlossen hat. Red.) Der Artikel gab der Unzufriedenheit Frankreichs mit der Entwicklung seit dem Waffenstillstand und namentlich auch mit der Haltung Bona? Laws Ausdruck und betonte, daß Frankreich feine Zukunft durch neue Bündnisse sicherstellen müsse, und zwar mit Mächten, die durch Gegenseitigkeit der Interessen mit Frankreich verbunden wären. Zum Teil wird in der Londoner Press« der Artikel als Angriff ausdi« Entente betrachtet.„Daily news" wirft die Frage auf, ob Poincare der Bersosser sei. Der Pariser Berichterstatter der „Times" schreibt, e« sei bemerkenswert, daß nach der Entmutigung, die in der letzten Zeit das ganz« Gerede über neue europäische Erup- pterungen erfahren habe, und nach den Versicherungen, daß die Entente die Grundlage jeder europäischen Politik bleiben müsse, einem unbekannten Publizisten in einem derartigen Blatte eine so ? ervorragende Stelle eingeräumt werde, um die U n m ö g- i ch k e i t eines französisch-britischen Einvernehmens darzulegen und offen die Notwendigkeit neuer Bölkeiwerbmdungen zu prüfen. Internationale Kunügebong in$can!furt a. M. Frankfurt a. M.. 26. März.(MTB.) Die Dereinigte Sozial- demokratisch« Partei veranstaltete gestern vormittag im Palmen- garten eine von mehreren tausend Personen besuchte Kund- gebung, an der auch der Vorsitzende des französischen Metall- orbeiteroerbandes Merrheim teilnahm. In einer Rede über .Ruhrkampf und Internationale" sprach sich Menheim gegen jeden neuen Krieg aus und forderte Revision des versaille? Vertrags. Abram- Innsbruck erklärte, die deutschösterreichischen Arbeiter seien für den Anschluß an Deutschland, in dem die Arbeiter maß. gebenden Einfluß beim Aufbau des Staates hätten. Reichstagsab- geordneter D i ß m a n n sagte, die Arbeiter müßten im Abwehr- kämpf sein sowohl gegenüber dem französischen Imperialismus wie gegenüber den nationalistischen Treibereien im eigenen Lande. Zum Schluß gab der Redner dem Bedauern Ausdruck, daß B u r t o n (England) und Grimm(Schweiz) in letzter Stunde verhindert worden seien, an der Leranstaltung teilzunehmen. Auswärtiger Ausschuß. Vertagung auf Dienstag. Die Sitzung deS Auswärtigen Ausschusses, die auf heute angesetzt war, ist wegen einer Erkrankung deS Reichskanzlers auf morgen Dienstag verschoben worden. Frankreichs Kokserzeugung. Don h e i n r. L ö f f l e r. Wer mit den Brennstoffbedürfnissen Frankreichs vertraut u»»d die Anstrengungen kennt, die gemacht wurden, um die okszufuhr ous_ dem Ruhrgebiet zu steigern, und sich dann m»ch vergegenwärtigt, daß die angeblich beabsichtigten Minder- lieferungen in Koks als hauptsächlichste Begründung für den Einmarsch in das Ruhrrevier angegeben wurden, wird entsetzt sein zu erfahren, daß die französischen Eisenindustriellen die Kokserzeugung ihres Landes bewußt vernachlässig- t e n»md auch die Regierung diesem Verhallen untätig zusah. Den Beweis für diese Behauptungen führt ein Spezialbericht- erstatter, der die französischen Bergbaubezirke bereist und auf den Bergwerken Erkundigungen eingeholt hat. Er veröffent- licht seine interessanten Wahrnehmungen in der„L' I n f o r» m a t i o n" vom 13. Februar 1923 unter dem Titel:„Ruhr- koks und französischer Koks". Der Aufsatz wird mit folgenden Sätzen eingeleitet: „Während unserer Erkundung im Osten hat»ms eine Tat- fache ganz besonders erstaunt: Wie wenig Wert unsere lothringischen Eisenindustriellen auf unseren Koks aus Flandern und dem Artois legen und das geringe Interesse, das sie für unsere Koke- reien des Nordens haben. Könnten diese nicht unserer nationalen Eisenindustrie hilf« in weitem Maßstab« leiste»», und, roa, die speziell« augenblicklich« Lage anlangt, könnten sie nicht in gewissem Maß» an die Stelle der ungenügenden Sendungen West- salens treten?" Er stellt sodann den Niedergang der Kokserzeugimg seit 1914 fest und fährt fort: „Während unsere Eisenindustrie des Ostens in völliger Unge- wißheit hinsichtlich ihrer Koksversorgung lebt, vermindert sich die Koksproduktion in unserem großen Förder- Zentrum für Steinkohl«. So paradox es erscheint, die Tatsache Ist nicht zu bestreiten. Die Kokeproduktion, die sich 1913 auf 2 470 126 Tonnen für die beiden Departements Pas-de-Ealais und Nord belies, ging 1921 nicht üb« 376 24S Tonnen und 1922 nicht üb« 639 889 Tonnen hinaus. Anders ausgedrückt hat die Menge des vergangenen Jahres 22 Proz. der Borkriegsleistung, die durch 2744 Oefen sichergestellt wurde, nicht überschrittcn." Der Korrespondent geht nach dieser Feststellung auf die einzelnen Bergbaugesellschasten ein. um die Lage„genau zu betrachten". Bor dem Kriege hätten die 299 Oefen von Anzin 297 000 Tonnen Hochofenkoks erzeugt und 1922 nur 98 000 Tonnen. Eine Batterie von Oefen sei nicht wiederhergestellt worden. Man könnte folgerichtig annehmen, daß der Pro- duktionscückgang von der verminderten Leistungs- fähigkeit der Kokereien herrühre. Dann fährt der Artikelschreiber wörtlich fort: „Dies wäre jedenfalls«ine ungenaue An- nähme. In d« Tat»vor es dem Generaldirektor 1918 gelungen, eine Batterie von Oefen ohne Anlagen zur Gewinnung d« Neben- Produkte vor d« Zerstörung zu retten. 1919 waren die Ap- parate wieder instand gesetzt und waren bereit zu produzieren. Wcnn sie nicht ausgenutzt wurden, so i st der Grund hierfür einzig und allein der Mangel an Aufträgen. Ebenso hat man das große Bauprojekt für Kokebattenen aufgegeben, dos für die Beendigung der Feindselig- ketten vorgesehen war." Der SÖer-fasser bespricht sodann die Anlagen von Erespm- Nord, Douchyn, Anicke, Azincourt und Escarpelle und sagt, daß man auf der letzten Anlage„aus freien Stücken den Wiederaufbau der 72 durch die Deutschen zerstörten Oefen ausgegeben hat. Die Kriegszer- störungen erklärten zum Tell den Rückgang der in den Jahren 1921/22 verzeichneten Kokserzeugung, aber es fei auch nicht weniger wahr, „daß in der Besatzungszone die Produktion seit mehreren Monaten hätte entwickelt sein können, wenn sich nicht die Eisenindustrie des Ostens als wenig geneigt zum Derbrauch unserer Produkte gezeigt und ihnen fremde Brenn st off« vorgezogen hätte." Bon Lens sagt der Verfasser, daß in Douraes 4 Ofen- batterien in Ausführung begriffen feien und in Drocourt die Wiederaufbauarbeiten noch nicht beendet wären. „Allein in Lens hat man im Novemb« 1922 7V Oefen wieder angesteckt---- Ab« 70 andere Oefen sind ebenfalls hxrgestellt, die man hätte benutzen können, wenn nicht die Ofen- Mündungen falsch konstruiert wären." Die Politik der Zunickhaltung zeige sich auch in den mangelhaften Aufträgen bei den Kokereien im Westen des Reviers. -„Auf den Zechen von Bethun« produzierte man 1913 an- nSH«nd 400 000 Tonnen mit 330 Oefen. Der Krieg hatte die Batterien vernichtet. Zwei Gruppen von 70 Oefen sind wieder hergestellt worden. Eine einzige hat regelmäßig gearbeitet; d! e zweite mußte 1922 infolge der Unmöglichkeit, die War« abzusetzen, ausgelöscht werden, und e, ist erst einig« Wochen her, daß man dies« Batterie mit Nutzen wieder hat in Gang setzen können. Ebenso hat man sich gehütet, die h«- stellung d««gänzenden Kokereien zu übereilen. In Anzin, ln Len», in Bully-Grenay ist die Kotsfabrikation ausschließlich Infolge des vollständig unsicheren Absatzes verlangsamt worden." In Nancy sei die Produktton„aus denselben Gründen ebenfalls wenig lebhaft, und dies ist der Grund dafür, daß 1922 die Gesellschaften des Bezirks von Bechurie noch nicht 350 900 Tonnen geliefert haben, während sie 1913 625 099 Tonnen produzierten und augenbliti Tonnen abseßen tönnten." 500 000 Neuer Deutschenmord im Ruhrgebiet. wollen. Nur die erfte Behauptung von Thomas bestätigt sich, und zwar durch die von den Besagungsbehörden im Februar 1923 erBorhalle, 26. März.( WTB.) Der 27 Jahre alte Berg- laffene Berordnung, wonach die deutschen Eisenbahner nur mann Karl Bracht wurde am Sonnabend an der Bahaftrede zwi- wieder eingestellt werden, wenn sie sich zur zehnstündigen Arbeitszeit fchen Borhalle und Vollmarstein von einer franzöfifchen Patrouille verpflichten. Der diesen Eisenbahnern unterbreitete Bertragsentwurf erichoffen. Bracht befand sich auf der Reise von Hagen nach enthält auch tatsächlich die nachstehende Klaufel:„ Der Unterzeichnete Bochum und mußte wegen der Zugunterbrechung in Borhalle aus- verpflichtet sich zu einer zehnstündigen Arbeitszeit unter der Direffion steigen. Er versuchte dann mit zwei Mitreifenden feine Reise und Kontrolle der französischen Behörden." Durch den Kontraft zu Fuß fortzusehen, geriet dabei in die Nähe der militari- werden ferner die gefeßlichen Garantien im Falle von Unfällen auffierten Bahnstrecke Borhalle- Vollmarstein, die er jedenfalls in Un- gehoben. fenntuis der erlaffenen Bestimmungen zu überschreiten versuchte. Bei den Gemeinderatswahlen in Tunbridge, Grafschaft Rent, wurden alle Arbeiterkandidaten geschlagen. Ob lotale Ursachen oder etwa das Erschreden des Bürgertums über den Sozialisierungsantrag diese Schlappen herbeigeführt hat, ist von hier aus nicht zu entscheiden. Der Berichterstatter schließt seinen Auffahz wie folgt: Angesichts dieser Tatsachen begreift man, daß die vor dem Krieg gefaßten Pläne zur Gründung von Batterien in Courrières und Lievin durch die Interessenten beiseite gelassen wurden und daß die Kohlenproduzenten sich nicht dazu verstanden haben, bedeutende Kapitalien für Aussichten, die mehr wie problematisch find, festzulegen." Diese Darlegungen find, im ganzen betrachtet, von aller größtem Intereffe. Einwandfrei und unter zahlenmäßigem Nachweis wird von einem französischen Fachmann festgestellt, Dabei wurde er von der franzöſiſchen Bahnhofswache erschossen. Die Gemeindewahlschlappen der Labour Party. daß die Kokserzeugung in Frankreich bewußt und mit leber: 3eugenvernehmungen haben teinerlei Anhaltspuntie für die von London, 26. März.( WTB.) Die Arbeiterpartei hat bei den Gelegung vernachlässigt wurde. Wie ist diese Tatsache zu er- französischer Seite verbreitete Darstellung ergeben, daß von deutflären? Sie fann nicht begründet werden mit dem Hinweis cher Seite auf die franzöfifche Wache Schüffe abgegeben worden meinderatserfahwahlen in Ostlondon vier Gige verloren. auf etwaige mindere Güte des französischen Kofs. Dieser Rots jelen. Trotz wiederholter Bemühungen von deutscher Seite ist die ift, von wenigen Ausnahmen abgesehen, gleichwertig Leiche bisher nicht freigegeben worden. dem Ruhrkofs. In den Erzgebieten von Brien und Longwy Ein französischer Korporal erschossen. wurde er in der Borfriegszeit fast ausschließlich verwandt, woMünster, 26. März.( Rb.) Gestern wurde in Wetter ein bei seine nugbringende Brauchbarkeit festgestellt wurde. Die französischer Korporal erschossen. Einzelheiten über Abneigung der französischen Eisenindustriellen läßt sich nur die Tat fehlen noch. aus rein fapitalistischen Gründen erklären, die allerdings sehr begünstigt werden durch die Bestimmungen des Versailler Frankfurt a. M., 26. März.( WTB.) Die Frankfurter 3tg." Dittats. Nach ihm ist Deutschland gehalten, die Kohlen- meldet aus Wiesbaden: Der bekannte preußische Hee: führer und Rotslieferungen auf Reparationsfonto auszuführen zu Exzellenz v. Mudra ist von den Franzosen verhaftet worden. dem Preis frei Grube, den die deutschen Reichsangehöri- v. Mudra war der Führer de: Argonnentruppen. gen zahlen, unter Hinzurechnung der Fracht bis zur französi- Paris, 26. März.( WTB.) Hava s meldet aus Düffeldorf, fchen, belgischen oder luxemburgischen Grenze". Der deutsche bei Gerolstein habe in der vorlegten Nacht ein Zusammen Inlandspreis hat infolge des anhaltenden Sintens der Mart stoß zwischen einem aus Köln und einem aus Trier fommenden beträchtlich und stets nicht nur unter dem Weltmarktspreis, 3ug stattgefunden. Sechs Eisenbahnangestellte und fondern auch unter dem französischen Erzeuger drei Reisende seien verlegt worden. Der Betrieb sollte im preis gelegen. Es fostete eine Tonne Hochofentots ab Laufe des gestrigen Tages wiederhergestellt werden. westfälischer Grube: Mai 20 Februar 22 Januar 28 288,90 682,70 55 590, 86,67 40,96 37, Mart Frants Dftober 22 7405, 83,32 Eine Tonne Hochofentots toftete Ende 1922 ab französi scher Grube aber 125 Frant. Damit ist die Abneigung der französischen Eisenindustriellen gegen den Rots ihres Landes erklärt. Sie vernachlässigten nach fühler Ueberlegung einen Zweig ihrer nationalen Industrie, weil das finanziell fehr mugbringend war, wie aus den mitgeteilten Preisen er fichtlich ist. Dergleichen soll auch schon bei den großen Patrioten" anderer Staaten wahrnehmbar gewesen sein. Diese Angelegenheit ist aber in dem vorliegenden Falle so grausam, daß sie höchste Empörung auslösen tann. Man bedente doch: Deutschland bemüht sich mit höchster Anstrengung die ihm auferlegten Rotslieferungen zu erfüllen. Seine Bergarbeiter verfahren Ueberstunden, es pumpt seine eigene Wirt schaft bis zur Inerträglichkeit aus unter dem Drang des Erfüllungswillens. Das Vorhaben gelingt troßdem nicht restlos. Währenddessen werden aber in Frankreich Rotereien ausgeblasen infolge mangelnder Aufträge, Ofenmündungen falsch konstruiert, so daß die fertiggestellten Defen un brauchbar sind und der Wiederaufbau von zerstörten Rotereien wird aus freien Stüden" aufgegeben, weil die Ausfichten auf Bewinn mehr wie problematisch find". All dies märe zunächst eine eigene Angelegenheit Frankreichs, wenn Deutschland nicht in Mitleidenschaft gezogen wäre. Die fra n zösische Regierung hat die Vernachlässigung der nationalen Rotsherstellung geduldet und ist dann mit militärischer Macht in deutsches Gebiet eingedrungen, hat den Frie den gestört, um den für die französische Eisenindustrie angeblich erforderlichen Rots einzutreiben. All das mutet an wie ein Traum, ist aber leider rauhe Birklichkeit. Wenn der französischen Eiſenindustrie Kofs gefehlt hat, dann war es leicht, bie Fehlmengen zu beschaffen durch die Inanspruchnahme der nationalen Produktion. Diese Aufklärung verdanten wir dem Spezialberichterstatter der L'Information". Hiernach erst fann man ermessen, wie leichtfertig und gewissen Ios erneut ein großes Unglüd nicht nur über Deutschland und Frankreich, sondern über ganz Europa gebracht wurde, wie leichtfertig erneut Haß und 3wietracht gefät werden fonnte. O Menschheit, wie wirst du gepeinigt! Patente. Bon Karl Fischer. Der Reichs- und Staatsanzeiger" ist, weiß Gott, feine amüsante Leftüre. Dieses Blatt, das an jedem Abend in einer bedenklichen Didbauchigkeit erscheint, trieft nur so vor tiefer, trauriger Langeweile durch die vielen Berfügungen und Berordnungen, die die Behörden hier veröffentlichen. Freilich, als die Zeitung noch durch die Marke föniglich am Kopf geziert wurde, fonnte sie mit allerlei Brachtvollem und Brunkendem aufwarten. Kohlenmangel in Nordfrankreich. J. G. H. Wells Arbeiterkandidat. London, 26. März.( EE.). Die Labour Party wird die erste Gelegenheit wahrnehmen, um dem Romanschriftsteller Wells einen Sig im Parlament zu verschaffen. Wells war bekanntlich bei den Wahlen für die Londoner Universität geschlagen worden. In seinem Heim Gaften Globe in der Grafschaft Essex weilten gestern Abgeord nete der Labour Party und ihre Frauen, die das Wochenende auf dem neuen Besigtum der Labour Party verbracht hatten, das ihr die Gräfin Warwick zum Geschent gemacht hat. Nach dem Abendessen bei Wells wurde die internationale Bage besprochen, besonders die Mission der Führer der Labour Barty nach Paris und dem Ruhrgebiet. Ostgalizien zu Polen. Ukrainischer sozialistischer Proteft. Folgende Erklärung geht uns zu: Paris, 26. März( WTB.) Wie der Matin" aus Lille erfährt, hat die dortige Bereinigung der Rohlenhändler fest gestellt, daß in Nordfrankreich Kohlenmangel eintritt. Sie verlangt von den Handelskammern, daß sie sich der Frage an Die utrainische Sozialistische Studentenschaft, derzeit in Eminehmen. Die meisten Industriellen hegten lebhafte Besorgnis. Wenn gration in der Tschechoslowakei, protestiert vor der ganzen arbeitennicht in einigen Tagen Rohlen in sehr großer Menge antämen, ben Welt gegen die Entscheidung des Botschafterrates in Paris bemüßten viele Fabriten fillgelegt werden und zahlreiche treffend Angliederung Oft galiziens an Polen ohne Arbeiter feiern. Nach der Erklärung des Kohlenhändlerverbandes und gegen Willen der Bevölkerung und erklärt: fehlen bei den Gruben in Nordfrankreich die nötigen Transportmittel, um die Kohlen nach den Berkaufszentren zu schaffen. Jedwede Entscheidungen irgendwelcher Botschafterräte und Konferenzen, bie nur die Interessen der großen tapitalistischen Staaten verteidigen, fönnen den revolutionären Geist des ufrainischen arbeitenden Boltes Dftgaliziens, für welches solche Entscheidungen teine Gültigteit haben, nicht brechen; Die Kohlenfrage in der englischen Zone. Paris, 25. März.( WTB.) Nach einer Meldung des New Dort Herald" aus Düsseldorf hat die deutsche Eisenbahnverwal. der einzige zuständige Faftor, über das Schidsal dieses Landes tung mit der englischen Eisenbahnuntertommiffion in Köln die Ber- zu entscheiden, ist das utranische arbeitende Bolt selbst. einbarung getroffen, daß zwei Roblenzüge mit je Das ukrainische arbeitende Bolt Oftgaliziens wird nie dent 40 Fünfzehntonnenwaggons taglig für die deutsche Selbstbestimmungsrecht der Bölfer entfagen und wird sich, Industrie in der englischen 3one gestellt werden sollen. Die auf die internationalen arbeitenden Massen ftüßend, thre natioersten beiden Züge sind gestern in Köln angekommen. Die Fran- nale und soziale Freiheit im steten schweren Kampfe erobern. zosen haben ihre Abfahrt von Hengstei nicht verhindert. Die ukrainische sozialistische Studentenschaft. Verlegung gewerkschaftlicher Freiheiten. alt polnische Oberschlefienfeier. Antideutsche Pöbeleien. Le Peuple" teilt dem Pressedienst IGB. unter dem 23. März mit: Der Abgeordnete Rognon hat in der Sigung der franzö. fischen Rammer von gestern im Namen der Arbeiterfraktion ein Interpellationsgesuch in der Frage der Berlegung der ge. Königshütte, 26. März( WTB.) Anläßlich der Feier der Fest= werkschaftlichen Freiheiten im Ruhrgebiet ein- fehung der polnischen Oftgrenze tam es in Rönigshütte in gebracht. Polnisch- Oberschlesien zu Ausschreitungen gegen die Am 3. März wurde in Bochum eine Berordnung der Deutschen. Durch die Teilnehmer eines Fadelzuges wurde am franzöfifchen Militärbehörden veröffentlicht, in welcher Sonnabend eine deutsche Versammlung, die sich mit rein fulturellen die gewertschaftlichen Bureaus aufgefordert werden, die Namen und Aufgaben befaßte, gesprengt. In der Nacht zum Sonntag Adressen ihrer Mitglieder sowie die Mitgliederzahl ihrer Gewert wurden fast fämtliche deutsche Straßen- und Firmenschilder mit schaften mitzuteilen. Seit den Bismardichen Ausnahme. Teer beschmiert und die Schaufenster des Geschäftslotals des gefeßen gegen die Sozialisten find teine derartigen Forderungen Oberschlesischen Kurier" mit einer fingerdiden Teertrufte übermehr gestellt worden. zogen; auch Steine wurden gegen das Berlagsgebäude geschleudert. Polizei war nirgends zu sehen. Wie verlautet, beabsichtigt der Oberbürgermeister, der ein Deutscher ist, zum Proteft gegen diese Ausfchreitungen und das Nichteingreifen der Behörden der heutigen Feier fernzu bleiben. Im englischen Unterhaus hat der Arbeiterabgeordnete I h. Thomas festgestellt, die französischen Behörden hätten die Arbeiter zur zehnstündigen Arbeitszeit und zur Unterftützung der Bestrebungen zugunsten der Rheinlandrepublit zwingen Aber dann ist da noch einer, der ist ein wahrer Freund des Boltes. Er hat sich einen Belltartoffelhalter patentieren laffen. Das ist doch mal patent und praktisch zugleich! Bravo! Bravo! Bruder, ich grüße dich! standen, wie z. B. das Wert in Golpa, das Goldenbergwert usw. Bon hier aus werden Städte und Provinzen in weitem Umkreis mit Kohle auf dem Drahtwege versorgt, d. h. der Strom wird durch ein weitverzweigtes Leitungsneg verteilt. So liefert Golpa nach dem 174 Rilometer entfernten Berlin. Die mitteldeutschen Werke allein lieferten im Sommer 1923 wöchentlich durchschnittlich 4 Millionen Rilowattstunden, was einer täglichen Menge von 4000 Tonnen Steintohle entspricht. Der Meinetesche Männerchor Berlin 1910 tonzertierte am Sonn tag vor gut besuchtem Hause unter Leitung seines Chormeisters Finanzfpefulation in alter Zeit. Die allgemein verbreitete An= Musikdirektors P. A. Joseph im großen Saale der Bhilharmonie. schauung, daß die Börse ein Kind der Neuzeit sei, entspricht durchaus Sorgfame, ernste Arbeit, Bflege der Aussprache und Tonbildung sind nicht dem tatsächlichen Werdegang des Finanzwesens. Denn der Da waren nämlich an jedem Tag die vielen, ach viel allzuvielen traditionelle Tugenden diefes, dem Deutschen Arbeiter Spefulationsmarkt sieht sich schüchtern schon bei den alten Römern, genannt, die einen Orden erhalten hatten, und alle föniglichen Rinder Sänger bunde angeschlossenen Vereins und erfreuten auch bei und im Mittelalter war er bereits zu ansehnlicher Entwicklung gedem geftrigen Konzert wieder die Hörer. Gleich im ersten Liebe diehen. Ein beliebtes Spekulationsobjeft waren damals beispiels griffen gierig nach dem Blatt, um zu erfahren, was für ein Spiel( Curti:" Hoch empor") gelang es dem erfahrenen Chormeister in weise die Kriegsgefangenen. Am Abend einer Schlacht kaufte jeder, zeug für aufopfernde Dienste und Treue bis zur Troftlosigkeit Seine mächtigem Crescendo strahlende dynamische Wirkungen aus dem der über bares Geld verfügte, vom Sieger die Gefangenen, in der Majestät ihnen allergnädigst zu verleihen geruht hatten. prächtigen Stimmaterial herauszuholen. Die Bäffe geben dem Chor fpefulativen Absicht, sich durch das Löfegeld für die Freigabe mehr Diese Herrlichkeit hat der Teufel geholt, und heute ist das Blatt ein wuchtiges Fundament, aus dem die Byramide der übrigen oder weniger hohe Gewinne zu sichern. So wurde auch Jeanne grau und grämlich. Und manchmal liegt eine lange, lange Lifte bei, Stimmlagen schlank und rant herauswächst, getrönt von Tenören, d'Arc, die Jungfrau von Orleans, die bei der Belagerung von in der wie bei seiner Parade alle die Personen aufmarschieren, die wie sie nicht oft unseren Männerchören verliehen sind. Die musi. Compiègne von einem pitardischen Bogenschützen gefangen genommen für irgendeine Erfindung ein Patent erhalten haben. falische Auffassung Chormeisters Joseph( 3eitmaß, Betonung) wich worden war, im burgurdischen Lager mehrere Tage lang zum öffentDie Lektüre dieser Liste aber ist hieblich und lustig. Sie zeigt, wie in manchem von dem ab, das uns das Beffere und Schönere deucht: lichen Verkauf gestellt. Neben der Spekulation auf die Gefangenen aber das liegt auf dem Freigebiet der Individualität. Der Humor blühte auch die auf die feudalen Leibrenten. Es war feststehender her Menschengeist nimmer rastet und ruht und immer rührig ist, um in Werths Fiedelmann" hätte unseres Erachtens feiner zur Geltung Brauch, daß beim Verkauf eines Grundbefizes der Käufer die Ver den Mitmenschen das Leben zu erleichtern, zu verschönern und zu gebracht werden fönnen. Eine Komposition des Chormeisters pflichtung übernahm, dem Vorbesiger ein lebenslängliches Leibschmücken. Nur manchmal will es einen erscheinen, als ob diese lange, Joseph An die Hoffnung" erlebte bei dieser Gelegenheit die gedinge in Bodenerzeugnissen auszusehen, eine Naturalrente, die lange Liste ebenso wertvoll und wichtig ist, wie früher die endlose Uraufführung. Sie enthält feinen musikalischen Reiz, der übertragbar war und deshalb ein marttfähiges Spekulationsobjekt Aufzählung der verliehenen Orden und Ehrenzeichen. ungewöhnliches Interesse wachrufen könnte, ist aber brave, solide darstellte. Oft sicherte fich der Käufer durch Vertrag auch die UmDa hat zum Beispiel einer ein Patent erhalten für die Erfin- Arbeit. Sehr wohlgefällig wurden auch aufgenommen die in das mandlung des Leibgedinges an Naturalien in eine Geldrente, was Benfionen, bung: Uhr mit Spiegel Niemand wird im Ernst leugnen Brogramm gefchidt hineingestreuten Harfenfoli von Mar Saal, die Finanzoperation naturgemäß start erleichterte. mollen, daß es eine durchaus wichtige Angelegenheit ist, wenn jemand, Mitglied der Berliner Staatsoper und die Violinsoli von Curt Steuern, Leihzinsen auf ein unbewegliches Pfand, Anteile an einem Bogel der die Uhr zieht, um die Zeit zu verkünden, in derselben Sekunde gewerblichen Unternehmen zählten weiterhin zu den Werttiteln, die sein holdes Ronterfei sieht. Kohlen auf dem Drahtwege. Die Berteuerung der Rohle, unter in jener Zeit Gegenstände einer regen Spefulationstätigkeit bildeten. Auch der Klappfragen? nopf mit Einziehhelfer der jeßt unser ganzes Wirtschaftsleben leidet, geht zu einem nicht Duftlofe Blumen. Mit den berauschenden Wohlgerüchen der perdient gewiß ein Patent, denn er erleichtert das Leben. geringen Teil auf die Berteuerung der Frachten zurück, und die Er- Kinder Floras, die uns die Boeten seit alters in allen Tonarten geUnd nun erst gar der Schreibtisch, der als dreiteilige Fri- eigniffe im Ruhrgebiet haben uns jetzt vor Augen geführt, welch un- priefen haben, ist es durchaus mcht so weit her, wie uns die dichtefier- und Wasch toilette benugt werden kann. Er ist einzu- täglich aus den Bergwerken geförderte Kohle abzufahren.. Die 3ülge, ftellungen der Wissenschaften ist die Zahl der Blumen, denen ein geheure Mengen von Wagen und Lokomotiven nötig find, um die rische Phantasie glauben machen mill. Denn nach den neueren Festreihen in die Rubrit: Schmücke Dein Heim! die die Kohle transportieren, brauchen nun aber wieder Rohle, und mehr oder weniger intensiver Wohlgeruch zu eigen ist, in Wahrheit Nicht minder imposant ist das Batent für die Erfindung eines so wird die Rohle ihr eigener Selbstverbraucher, wobei es gleich ist, herzlich gering. Befinden sich doch unter 4110 bekannten und ge gepreßten, aus imprägniertem Material hergestellten Klofett ob sie zu Lande oder zu Waffer befördert wird, denn auch die züchteten Arten nur 400 Blumen, deren Geruch wahrnehmbar ist, sites mit selbsttätig wirkender Feststellvorrichtung. Da das Material Schleppschiffe werden mit Kohle geheizt. Wie in Reclams Univer- und darunter find noch an die 50. die übel riechen. In überwiegen imprägniert ist, fann man nicht Feuer fangen und wie furchtbar fum" ausgeführt wird, hat man nun einfachere und billigere Wege der Mehrzahl gibt es weiße Blumen. Bon diefen entfällt auf 1174 ist doch der Gedanke, gerade bei diesem Geschäft in Flammen auf- gesucht, um die Kohle dahin zu bringen, wo man fie braucht, und verschiedene Arten nur eine wohlriechende. Unter 951 gelben Blüten zugehen! Dazu die Feststellvorrichtung! Nur eins irritiert dabei und zwar wird sie auf dem Drahtwege" befördert. Sie wird nämlich zählt man 77 duftende, unter 823 roten 84, unter 594 blauen 31, mutet moie ein Rätsel an. Was wird denn nun eigentlich festgestellt? bereits an dem Ort ihrer Förderung in irgendeine Energieform unter 328 violetten 13 und unter 240 gemischtfarbigen 28 wohlBei näherem Nachdenken findet man, daß es heißen soll, der Deckel umgewandelt, entweder in Wärme oder Dampf, in Kraftgas oder riechende. Man kann daher sagen, daß auf je 10 Blumen im Durch fann fest eingestellt werden, auf daß er nicht herunterfällt und even- elektrischen Strom, und sie läßt sich dann in Gestalt irgendeiner dieser schmitt faum eine duftende kommt. Energieformen an den Ort der Verwertung transportieren. Am eintuell Berlegungen edler Körperteile zur Folge hat. Wie sagt doch fachsten und bequemsten gestaltet sich die Beförderung, wenn man die Riccaut de la Marlinière:„ Deutsche Sprad sein sehr schwere Sprac!" Roble in elettrischen Strom umwandelt. Deshalb find in Mitgliedern des Moslauer Künstler- Theaters am Sonnabend mit der Erft Im Leffing- Theater wird ein auf 5 Tage berechnetes Gaftspiel von Ein anderer wieder hat ein Batent bekommen für die Erfindung jüngster Zeit, vor allem im mitteldeutschen Brauntohlengebiet, auch aufführung von Dostojewskys Stepantschifowo" eröffnet. Borgesehen find eines Einheitsfarges. bei den Rohlenbergwerken des Rheins riesige Elektrizitätswerte ent- I weiter: sheshows Kirschgarten" und Onlel Banja. n. Unfug vor der französischen Botschaft. Im Anschluß an die Sonntags- Rundgebung vor dem Reichstagsgebäude haben nationalistische Jünglinge vor der französischen Botschaft Demonstrationen veranstaltet, die schließlich von berittener Schußpolizei verhindert werden mußten. Es wird darüber berichtet: Die Wiedereröffnung des Zoo. um fo bie von den Eltern zu zahlenden Berpflegungsgelder der jugendlichen Infelbewohner herabzudrücken. Zum 1. Mai fönnen Das sah man am geft: igen Sonntag, als er nach einer Winterpause fete Schüler der höheren Schulen, die es treibt, ihre Nein, die Berliner haben ihren 300 nicht vergessen! neue Schüler aufgenommen werden, und zwar tommen in Betracht von Obertertia nach Untersekunda ver= von fast sechs Monaten seine Pforten wieder auftat. Viele Tausende, legten vier Schuljahre bis zum Abiturium draußen in der Natur die das laue Märzwetter hinauslockte, machten ihm ihre Frühlings in enger Arbeitsgemeinschaft mit ihren Kameraden und Lehrern visite. War das ein fröhliches Wiedersehen mit den alten Befann- unter freieren Unterrichtsformen bei Bevorzugung ihrer NeigungsDie Demonstranten fangen das Deutschlandlied, die Bacht am ten, den Elefantenkoloffen, den tolpatschigen Bären, den behenden fächer zu verleben, und zweitens Schüler der B ersten und Rhein", ließen Deutschland hochleten und schrien Nieder mit Affen! Oberklassen der Gemeindeschulen, die die Fähigkeiten Frankreich!" Die Schupo stand diesem Treiben zunächst macht. Die Bewohner des 300 haben in den sechs Monaten ebenso- und den ernsten Willen haben, unter den besonders günstigen Belos gegenüber. Der Kommandeur der Polizeitruppe Mitte, Oberst wenig ihre Berliner vergeffen. Die beliebteren Tiere, die gewöhn- dingungen dieser Aufbaumöglichkeit die in ihnen ruhenden Kräfte Heinrichs, übernahm persönlich die Leitung der Sicherheitsmaßlich von Besuchern allerlei mehr oder minder gute Happen erhalten, weiterzuentwideln. Meldungen sind umgehend zu richten an nahmen. Er ließ Berstärtungen, zwei hundertsch afstellten das alte Freundschaftsverhältnis rasch wieder her. Meister den Leiter der Scharfenbergschule bei Tegel, W. Blume, der zu ten und berittene Staffeln, heranholen. Die eintreffenden Betz hatte seine Bettelfünfte nicht verlernt und triet fie mit ge Berlin im Quäterbureau, Behrenstr. 26 a, von 2½- 5 zu sprechen müdlichen Borbesprechungen die kommenden Dienstage auch in Lastautos mit Schutzpolizisten wurden von der Menge mit wohnter unermüdlichkeit, um bei seinen Gönnern ein paar Brot- fein wird. Johlen begrüßt. Die Polizisten sprangen von den Autos und brocken locker zu machen. Aus den Gittern des von Schauluſtigen versuchten die Menge zurüdzudrängen, anfänglich ohne Erfolg. Der umlagerten Affenhauses langten die Hände heraus, Lederbissen in Bluftat in einem Schantlokal. In einem Lokal am Hoheninzwischen erschienenen berittenen Bolizei, die in die Menge Empfang zu nehmen oder auch mal zum Gaudium der Schaden 30erndamm entstand gestern abend zwischen mehreren Gästen eine ritt, gelang es indes bald, die erregten Demonftranten frohen einem nedenden Bengel fein Spazierstödchen zu entreißen. Schlägerei. Der Haupttäter, ein gewiffer Richard Gelas, stach mit zurüdzutreiben. Nach Verlauf einer Viertelstunde war es auf dem Die Löwen hatten ihre Sommerwohnungen noch nicht bezogen und fonen an Hals, Kopf und Händen verlegt wurden. Während einem dolchartigen Meffer wild um sich, sodaß vier PerBariser Plaz wieder ruhig. langweilten fich noch in den Innentäfigen des Raubtierhauses, das man den Täter festnahm, schaffte man die vier Berlegten nach dem den Besuchern geöffnet war. Eine junge Löwin aus der Kinder- Krankenhause in der Pfalzburgerstraße, von hier konnten sie nach ſtube von 1922 hat sich inzwischen bis zur Größe eines mittelgroßen Anlegung von Verbänden nach ihren Wohnungen geschafft werden. Hundes entwickelt. Eine Kundgebung für Ruhr und Rhein, veranstaltet vom In den Nachmittagsstunden durchflutete die Anlagen eine Be- Preußischen Landesausschuß für das Deutsche Volksopfer, verfucherschar, die an Stärke nichts zu wünschen übrig ließ. Der 300 sammelte gestern vor dem Reichstag wieder eine große tann mit diesem Anfang zufrieden sein. An den Kassen wurden Menschenmenge. Um 12 Uhr begann die Beranstaltung mit einigen etwa 12 000 zahlende Besucher gezählt. Nicht mitgezählt find musitalischen Vorträgen des Philharmonischen Blasorchesters, dem Heroifchen Marsch" und der ,, Ouvertüre über ein deutsches VolksAbonnenten und Aktionäre. lied". Dann folgten gesangliche Vorträge des Berliner Sängerbundes und Ansprachen von Vertretern politischer Parteien. Mit dem Alt- Niederländischen Dankgebet, vorgetragen vom Berliner Sängerbund, und dem Deutschland- Lied schloß die Feier. Die Verfuche einiger dunkler Ehrenmänner vom Typ Hitlers, burch aufreizende Redensarten auf die Massen einzuwirken, blieben fichtlich erfolglos. Zum Schluß ber Rundgebung am Königsplatz glückte es mehreren hundert jungen Burschen, burch das Brandenburger Tor nach dem Pariser Blah zu gelangen, wo sie vor dem französi. fchen Botschaftsgebäude bemonftrierten. Näheres dar über finden die Leser im politischen Teil des Blattes. = Rundgebungen der oben geschilderten Art sollten doch im gegenwärtigen Augenblid lieber gang unterbleiben. Sie sind lediglich willtommenes Fahrwasser für nationalistische Radaubrüder und fchädigen somit nur die Sache, um derentwillen sie mit viel Geräusch Der Frauenmord im Erzgebirge. Kein Menschenblut an köhns Jagdanzug. Nachdem am Sonnabend im 3 widauer Mordprozeß mur Die Erregung gegen den französischen Militarismus, der an Rhein und Ruhr gegen deutsche Volksgenossen mütet, iſt weit verbreitet und gewiß verständlich. Aber die Kundgebun gen vor dem Botschaftsgebäude sind um so mehr ein grober Unfug, als sie innerhalb der Bannmeile des Reichstages stattfinden fonnten, ohne daß rechtzeitig ein genügendes Bolizeiaufgebot fie verhindern fonnte. Bei der Stimmung der Nationalisten war doch mit solchen Spielereien zu rechnen. Bei der ersten Ruhrkundgebung am Königsplag war auch für genügende Sicherung des französischen Botschafterpalais gesorgt, Um das Aerztehonorar. damit die Hakenkreuzler gar nicht erst soweit tommen fonnten. Entscheidung des Schiedsgerichts. Wenn es diesmal anders tam, so scheinen die Herrschaften Im Reichsarbeitsministerium hat unter dem VorMut aus der Tatsache geschöpft zu haben, daß die Reichsregie- ft des Ministerialdirektors Griefer das Schiedsgericht gerung jezt schon zum zweiten Male das Bannmeilen tagt, bas sich mit der Festsetzung des Honorars der Berliner Gefeß außer Kraft gefekt hat, als„ Ausnahme" fall Krantentaffenärzte zu beschäftigen hatte. Die Aerzte natürlich, wie der Wortlaut es gestattet. Aber es scheint uns forderten für das vierte Quartal 1922 über das vertraglich verein notwendig zu sein, daß endgültig darüber entschieden wird, barte Honorar hinaus noch airta 180 Millionen Mart, aber das ob das Gesetz zur Befriedigung des Reichstages noch weiter Schiedsgericht wies diefe Forderung als unberechtigt ab. Für das erste Quartal 1923 forderten sie das Zwölffache der Beratungsbestehen bleiben kann. Durch seine Anwendung gegen Re- gebühr nach den Mindestsägen der preußischen Gebührenordnung, publikaner und durch die Nichtanwendung gegen natio- insgesamt hätten also die Kassen im Jahre zirka 15 Milliarden Mart nalistische Heldenjünglinge wird tiefste misstimmung zu zahlen gehabt. Die Kranten tassen machten folgendes Anin den Kreisen der ehrlichen Freunde der Republik hervorgebot: Nach den Vereinbarungen der Spitzenverbände sollte auf in Szene gesetzt werden. gerufen. Da ist es schon besser, wenn das Gefeß entweder 1350 Kaffenmitgliedern ein Arzt zugelaffen werden, bei 1% Millioaufgehoben oder aber es rücksichtslos gegen alle ange- nen Kaffenmitgliedern hätten danach 1111 Aerzte zugelassen werden wendet wird. Denen aber, die vor der Botschaft ihr Geschrei müssen. Es liegt auf der Hand, daß bei 1350 Personen ein Arzt veranstalteten, sollte mit aller Deutlichkeit zum Bewußtsein nicht voll beschäftigt sein kann, und selbst in Ortschaften mit der gebracht werden, daß sie die Stellung unseres Landes mur finden. Trotzdem also jeder dieser 1111 Aerate im günstigsten Falle eine turze Sigung stattgefunden hatte, da das Ergebnis der UnterDreifachen Einwohnerzahl fann ein Arzt feine ausreichende Eriftenz gefährden, während einige von ihnen ihm doch zu muhen nur halb beschäftigt ist, boten die Kassen für jeden dieser Halb- suchung der Blutspuren am Jagdanzug Köhns noch nicht vorgelegen meinen. schäftigten das volle Gehalt der Gruppe 12 der Reichsbesoldungs- hatte, wurde am heutigen Montag die Verhandlung fortge: ordnung, insgesamt zirfa 5% Milliarden Mark pro Jahr. Das fetzt. Der Andrang war heute ganz besonders start, da das Interesse Schiedsgericht entschied: Zu zahlen ist für den Januar und fich natürlich auf das Gutachten der Berliner Sachver Paris, 26. März( Havas). Der kommunistische deutsche Reichs. Die erſte Hälfte des Februar der zehnfache Betrag, ab 15. Februar ständigen über die Herkunft der Blutspuren fonzentriert, da von Baris, 26. März. Der Reichs: bis einschließlich März der neunfache Betrag der Beratungsgebühr. tagsabgeordnete Höllein wurde gestern zum erstenmal vom Unter: Für den Monat März same danach eine aufs Jahr berechnete Ge- dem Ergebnis möglicherweise der Ausgang des Prozesses abhängen fuchungsrichter vernommen. Er hat als„ internationaler Rommunist samthonorarsumme von über 9% Milliarden Mart in Betracht, d. h. fann. In der Sonnabendfizung war nur die Aussage der kom der deutschen Abteilung" gegen den Tendenzprozeß pro- für jeden der 1111 halbbeschäftigten Merzbe nicht viel missarisch vernommenen Benfionsinhaberin Stirkart aus Hamburg testiert, den ihm die französische Regierung mache. Er gibt zu, weniger als das doppelte Gehalt der Gruppe 12. verlesen worden, die der Müller ein gutes Zeugnis ausstellt und daß er nach Frankreich ohne Paß gefommen fei, aber er habe werden die Aerzte mm noch sagen, das feien Honorare, für die ein ihren Selbstmord für ausgeschlossen hält. die Worte, die ihm der Polizeibericht in den Mund legt, in der Beltsversammlung nicht gebraucht; der Bericht enthalte unrichtig ungelernter Arbeiter zu arbeiten sich schämen würde? Zu Beginn der Sizung wurde erst noch einmal ein kleiner feiten, die bei ihm aufgefundenen Notizen feien ein Entwurf der Schwerer Autounfall in Friedrichshagen. Zwischenfall, der sich am Sonnabend ereignete, erörtert. Dem Rede, die er hätte halten wollen, aber in dieser Form nicht geFörster Buttrich war vorgehalten, daß er im Laufe dieses Prohalten habe. Höllein hat hinzugefügt, er erfläre sich mit dem verAm Sonntagnachmitag gegen 4% Uhr fuhr ein Privatauto- zeffes zu 3eugen geäußert haben foll, Wenn die Sache mit Röhn hafteten franzöfifchen Abg. Marcel Cachin und den anderen mobil 200 Meter von den städtischen Wasserwerken in Friedrichs- gut geht, dann gebe ich einen Wein abend, dann kann es kosten verhafteten Kommunisten folidarisch, denn er teile ihre Mei- hagen entfernt mit voller Gewalt gegen einen Baum. was es will". Buttrich hatte bestritten, sich in diesem Sinne ge= nung hinsichtlich der Aktion Frankreichs im Ruhrgebiet. Der Kraftwagen ging fofort in Trümmer, und die Insassen wurden äußert zu haben. Der heute als Zeuge hierzu vernommene HolzParis, 26. März.( TU.) Der Berufsausschuß der Pariser auf das Pflaster geschleudert. Der Besitzer des Wagens, der händler Bauf befundete lediglich, daß er diese angebliche AeußeBreffe hat eine Entschließung angenommen, in der es heißt: Der 42 Jahre alte Uebersetzer George Joolas, ein in Montpellier ge- rung Buttrichs ebenfalls erst von dritter Seite gehört habe, daß Berufsausschuß erhebt Proteft gegen die schlechte Behandlung des borener Franzose, der in Berlin in der Maaßenstraße wohnt, wurde Buttrich aber nicht gesagt habe, er werde einen Weinabend geben. in Deutschland verhafteten franzöfifchen Journalisten Labourel Der schwer verlegt, feine Ehefrau Marie Luise wurde auf unter großer Spannung legte dann ber Assistent am Institut für Ausschuß wendet sich an die internationalen Presseausschüsse, damit der Stelle getötet. Gin bei Joolas wohnhafter Bantbeamter Staatsarzneißunde, Dr. Straßmann Berlin, den Jagd. Schritte zugunsten des verhafteten Journalisten unternommen wer- Rudolf Tischler, aus Wien gebürtig, erlitt ebenfalls schwere Ber- anzug köhns vor, an dem er im Beisein von Professor Strauch den. Das Journal meldet, daß man in Berlin den Wunsch habe, legungen. Die vierte Infassin, die Uebersekerin Else Basch, kam mit innerhalb von drei Tagen die Untersuchung der Blutflecken vorge Herrn Labourel gegen Höllein auszutauschen.( Labourel wurde leichteren Verlegungen davon. Der Chauffeur ist unverlegt geblie- nommen hatte. Der Sachverständige schildert eingehend, wie die wegen Berlegung der deutschen Pasvorschriften und außerdem unter ben. Die drei verlegten Personen fanden im Krankenhaufe Ober- Untersuchung vorgenommen sei. Der Nachweis, daß es nicht um dem Berdacht der Kapitalverfchicbung ins Ausland verhaftet.) schöneweide Aufnahme, während die Leiche der Frau Joolas nach Menschenblut handele, erfolge durch ein Gerum vom Kaninchen. Das der Halle in Friedrichshagen geschafft wurde. Der Chauffeur Serum habe er vorher geprüft und es habe sich als vollfommen Craemer wollte einem Motorfahrer ausweichen und wirksam erwiesen. Jedoch sei das Ergebnis der Unterscheint dabei die Gewalt über die Steuerung verloren zu haben. suchung, die an neunzehn verschiedenen Fledengruppen des AnEr wurde zunächst bis zur Klarstellung der Ursachen von der Krimi- augs vorgenommen fei, absolut negativ gewesen. Es habe nalpolizei festgenommen. fich fein Anzeichen dafür gefunden, daß es sich um Flecken von Menschenblut handele. Prisonnier Höllein. Krieg dem Kriege! Warschau, 26. März.( WTB.) Nach der Abreise des General. fefretärs der Amsterdamer Internationale Fimmen erschienen in Warschau Flugblätter, welche die polnische Bevölkerung auffordern, alle friegerischen Absichten der Regierung zu bekämpfen. Die Flug blätter sind von der Amsterdamer Internationale gezeichnet und Krieg dem Kriege" betitelt. Ein polifischer Almanach für 1923, Bola genannt, verdient allgemeine Beachtung. Dem Herausgeber m. Müller Jabusch schwebte ein politisches Nachschlagewert vor, das zugleich umfassend, praktisch und jedem zugänglich ist. Wenn sich auch im Laufe der Zeit Nachträge und Ergänzungen als notwendig erweisen follten, so fann man doch schon heute sagen, daß der Politische Almanach, wie er vor uns liegt, in seinen Grundzügen und in seiner Anordnung ein Fundament bietet, auf dem sich aufbauen läßt und das für den Praktiker des öffentlichen Lebens wie den Wissenschaftler in gleicher Weise nüßlich ist. Eine Unfumme von Material aus dem öffentlichen Leben, das bisher an vielen, oft nur mühsam erreichbaren Stellen verstreut lag, ist hier übersichtlich und präzis geordnet zu sammengetragen worden. Für Redaktionen, Bibliotheken, Behörden, Gewerkschaften und die Räteorganisationen dürfte der Almanach unentbehrlich sein. 1 holländischer Gulden 1 belgischer Frant Devisenkurse. 1 argentinische Papier- Befo 1 norwegische Krone 1 dänische Krone. 1 schwedische Krone 1 finnische Mart. 1 japanischer Den 1 italienische Lire 1 Pfund Sterling 1 Dollar. 1 französischer Frank 1 brasilianischer Milreis 1 Schweizer Frant.. 1 spanische Pejeta 100 österr. ronen( abgeft.) 1 tichechische Krone 1 ungarische Krone 1 bulgarische Lewa 1 jugoslawischer Dinar Am Tor des Lebens. Die Jugendweihe in Neukölln. " % Wild- West in Oberschlesien. Aus Beuthen wird gemeldet, daß am 23. März vormittags ein Geldtransport der Huldschinsky- Werke von mehreren Radfahrern überholt, die die Begleitmannschaften mit Revolvern bedrohten. Nachdem die Wegelagerer den Geldbetrag von vier Millionen Mart geraubt hatten, ver schwanden sie. Die Nachforschungen blieben bisher ergebnislos. Wetter für morgen. Die Beteiligung an den Jugendweihen für die Kinder der Arbeiterbevölkerung ist in diesem Frühling wieder noch stärker als im Vorjahr. Andauernde Mehrung der Teilnehmer hat längst dazu genötigt, für die einzelnen Bezirke ihre eigenen Jugendweihen zu veranstalten. Unter den diesjährigen Jugendweihen ist wohl die größte die für Neukölln vom Bildungsausschuß der Sozial. bemokratischen Bartei veranstaltete, die gestern im großen in den Mittagsstunden ziemlich warm bei mäßigen öftlichen Binden. Berlin und Umgegend. Troden und überwiegend beiter, nachts fühl, Saal der„ Neuen Welt" stattfand. Sport. 20 A Bierhundertundzwölf Knaben und Mädchen empfingen hier die Weihe, und viertausend Angehörige, Berwandte und Freunde füllten den Riesenraum Frühlingssonne flutete durch die Fenster und leuch Das Eröffnungsrennen auf der Olympiababu hatte gestern sehi tete über der Schar der geschmückten Kinder, die von den Klängen guten Besuch aufzuweisen. Bei Beginn war die Bahn, auf der schon Das erste feierlicher Mufit begrüßt in den Saal einzogen. An die Frühlings. manches tlassisches Rennen gefahren worden war, dicht besetzt. Stimmung knüpfte die Weiherede des Stadtrats Genossen läufen gefahren. Im Entscheidungslauf wurde tabe eriter( Beit 2 Min. Rennen Der Preis von Spandau", wurde in 4 Vorläufen und 2 Zwischen. den Blick der jetzt die Schule verlassenden Jungen und Mädel auf die lauf an Stabe lins vorbeifuhr, wurde auf Spruch des Rennausschusses an Schneider an. Von dem heiteren Spiel der Kindheit lenkte er 7, Sel.) zweiter Hoffmann, dritter Beter. Hahn, der im zweiten Zwischenernste Arbeit des Lebens, durch dessen Tor sie in die vor ihnen die legte Stelle gestellt und fonnte nicht in Entscheidungslauf mitfahren. liegende ungewisse Weite schauen. Bisher hat die schützende Hand Das erste Dauerrennen hinter Motor, Preis vom Königsdamm", 15 km der Eltern sie geleitet, aber nun sollen sie, der Zukunft mutig ent- gewann rupiat( 1. Strupfat 12 Min. 50 Set., 2. Stellbrint 150 m gegenschreitend, zur Selbständigkeit gelangen. Nicht im Bertrauen zurüd, 3. Sawall 600 m zurüd). Den Preis von Karlshof über 25 km, gewann im blendendem Stil Sawal. Vom Anschluß bis zum Schluß auf ein höheres Wesen, sondern in dem Gefühl eigener Berführte der schlonie Balter"( 1. Sawall 20 Min. 39 Set., 2. Nettelbed antwortung habt ihr, mahnte der Redner, e uer Leben auf 200 m zurüd, 3. Kruptat 310 m zurüd). Im Prämienfahren über 15 Runden zubauen. Pflichten wird es euch auferlegen, Pflichten gegen euch gewann ta be mit halber Rablänge vor Hahn.( 1. Stabe 9 Min. 11, Set., selbst und gegen andere. Die Wahrheit vor euch, die Freiheit über 2 Hahn der anscheinend jede Luft verloren batte, 3. Hoffmann). Im euch, die Schönheit in euch sollen eure Führer sein. Genoffe Frühlings- Preis hinter Motor über 30 km mar reich an Angriffe und 8270.63 Schneider schloß mit der Mahnung an die Eltern, in die Entwicklung über 20 km wurde dann von dem angreifenden a wall in der 14. Runde Ueberrundungen. Nettelbed, der diesmal gleich Anschluß hatte, führte bis 7786.80 ihrer Kinder nicht gewaltsam einzugreifen. überholt. Strupkat nugte die Gelegenheit aus und nahm nach kurzem Stampf den ermatteten Nettelbed den zweiten Blaz ab.( 1. Sawall 25 Min. 28 Set., 2. Struptat 300 m zurid, 3. Nettelbed 530 m zurud). Der gut jabrende Stellbrint hatte nach dent zehnten Kilometer Motordefedt, unter Führung eines Ersatzschrittmachers fonnte er nicht mehr seinen großen Rundenverlust wettmachen und endete somit auf dem 5. Platz, 5080 m zurück. 26. März 24. März Räufer Verkäufer Räufer Berkäufer ( Geld.)( Brief-)( Geld-)( Brief-) Kurs Kurs Sturs Kurs 8229.37 8270.63 8229.37 7698.20 7736.80 7698.20 1162.08 1167.92 1162 08 3775.53 3794.47 3775.53 4014.93 4035.07 4027.40 5568.85 5546.10 561.59 564,41 560,54 9975.- 10025.- 9975.- 1025.5541.11 1015.95 1021.05 1338.14 2299.23 2310.77 1167.92 Borträge des Hopf- Trios( Anna Hopf- Geibel von der 3794.47 Staatsoper: Harfe, Hermann Hopf: Cello, Elfriede Hopf: Harmonium) 4047.60 und des Arbeiter Kinderchors Neukölln gaben den stim5573.90 mungsvollen Rahmen für die schöne Feier. 563.41 Die Inselschule Scharfenberg. Groß- Berliner Parteinachrichten. bt. Dienstag, den 27., abends 7½ Uhr, bet Artiger, Butligste. 10, Funk. tionärtonferenz. Mittwoch, den 28., 7% Uhr, in den Arminiushallen, Bremer Str. 73, Abteilungsversammlung. Bericht vom Bezirtstag, Dis. tuffion und Berschiedenes. 1012,46 1017.54 Die vor 1½ Jahren gegründete Schule auf der städtischen Insel 97755.- 98245.- 97755.- 98245.- Echarfenberg im Tegeler See hat nun auch ihren ersten Winter 20862.71 20967.29 20862.71 20967.29 bei überraschend günstigem Gesundheitsstand der Schüler unter tat- 13. 1344.86 1356.60 1863.40 bereiter mithilfe holländischer und amerikanischer Menschenfreunde 2299.23 2310.77 trotz der Ungunft der Zeiten gut überstanden. Insbesondere er3858,34 3872.66 munterten auch die pädagogischen Erfahrungen zu fröhlichem 25. bt. Genosse Karl Schleiher, Allensteiner Str. 36, ist am 20. März ver. 3218.08 Weiterschreiten im Sinne einer gesunden Schulreform. ftorben. Die Einäscherung findet Dienstag abend 7 Uhr im Krematorium 29.13 Das städtische Jugendamt wird jetzt unterstützt durch die Millionen- 30. Abt. Die Funktionärsigung fällt in dieser Woche aus. Die Bezirksführer 622.06 ftiftung eines für das Wohl der Berliner Jugend begeisterten werden ersucht, bis Ende der Woche mit dem Abteilungskassierer abzu 4.47 Gönners, die Wecker und Wiesen der 93 Morgen großen Insel, 38. Abt. Der Frauenabend fällt aus 3851.84 3870 66 3201.- 3218,03 29.04 l 29.20 4.65 4.69 3201,97 28.97 618.94 Gerichtstraße statt. rechnen. 4.48 144.63 145.37 beren Erträgnisse bis jetzt einem Privatmann zugute tamen, i 91. abt. Renfälla. Dienstag, 48 Uhr, Frauenabend bei Mischte, Boddin str. 48, 211.96 213.04 intenfioen landwirtschaftlichen Eigenbetrieb nehmen, Tagesordnung: Cheproblem und Kindererziehung". Ref. Gen. Briniger. über denselben ab. Er erflärte, feinerseits Vorschläge unterbreiten| murde Schlicke zu deffen Sekretär gewählt; 1895 wählte ihn die zweite Gewerkschaftsbewegung zu müssen, die wahrscheinlich eine erhebliche Berschlechterung des Generalversammlung zum ersten Vorsitzenden, welches Amt er fast Tagung der Bühnengenossenschaft. und bestehenden Zustandes herbeiführen follen. Trotzdem der Magistrat ein Vierteljahrhundert befleidete. Daneben war er Gefretär ber ausreichend Zeit zur Vorbereitung des Entwurfes hatte, benutzte Eisernen" Internationale. Nach der Revolution wurde Schlicke er diefen Vorwand, um die Verhandlungen hinzuziehen. Da der Arbeitsminister in Württemberg, dann Reichsarbeitsminister wo Am zweiten Tage gab zunächst der Generalsekretär der öfte: jegige Tarifvertrag infolge der Kündigung mit dem 31. März ab mit er wieder in seiner Baterstadt Berlin seßhaft wurde hischen Schauspielergewerkschaft Eister ein Bild von den läuft, der Magistrat aber Berhandlungen über die Vorschläge schließlich übernahm er die Leitung der Berliner Amtsstelle des Interhwierigkeiten des deutschen Theaters in der Tschechoslo. der Angestelltenorganisation abgelehnt hat, waren diefe ge- nationalen Arbeitsamts. In der Geschichte der deutschen und interDatei. Bezeichnend war dabei die Feststellung, daß das Bürzwungen, den Schlichtungsausfuß Groß- Berlin anzus nationalen Gemertschaftsbewegung wird sein wirken gewürdigt gertum in diesem Kulturtampf völlig versagt, dagegen die orga. rufen. Die unterzeichneten Organisationen weisen darauf hin, daß werden. nifierte deutsche Arbeiterschaft sich durch tätige Hilfe und Unter- fie an dem entstandenen Konflift schuldlos sind und die Verant Dem früheren Führer der größten deutschen Gewerkschaft, dent stüßung als Pionier der deutschen Runft und als Stüge der be. wortung für die weitere Entwidlung der Dinge dem Magiftrat Genoffen Alerander Schlide, wünschen wir, daß er auf seinem jetzigen brängten Schauspielerschaft erweist. überlaffen müffen. Posten im Dienste des Arbeiterschutzes noch recht lange und erfolg reich tätig fein fann. des Berwaltungsrats bestehen. Im übrigen beschäftigte man sich mit der Beratung bes neuen Statuts, das den Ausbau der Organisation der Bühnengenossenschaft sichern soll. Dabei flammte bei der Frage des Ausschlusses und der Wiederaufnahme von aus. geschlossenen Mitgliedern der alte Gegensatz von Genossenschaft und Schutzverband furz wieder auf. Doch siegte der gewertschaft liche Standpunkt, daß ausgeschlossene Mitglieder bis zur Erlebigung der Berufung vor dem Berufungsgericht der Organisation fernzubleiben haben. Das Berufungsgericht felbft wird fünftig aus brei Bezirksmännern der Bühnengenossenschaft und zwei Mitgliedern Der dritte Lag führte zu einem scharfen Kampf zwischen der Mehrheit der Genossenschaft und der Oppofition, bie en Standpunkt des Echuppe: bandes verficht. Um die Tagung angesichts der Auseinandersetzungen nicht auffliegen zu laffen und die Arbeiten und Opfer nicht refultatios vergeudet zu sehen, dankten die Präsidenten Ridelt und allauer und der Verwaltungsrat a b. Unter provisorischem Präsidium einigte man sich in fechsstündiger geheimer Beratung über das neue Präfibium, Die überwältigende Mehrheit sprach sich für die bis. herigen Präsidenten und Mitglieder des Berwaltungsrats Neu eingetreten in diesen sind es Gotha und Leo eu tert. Auch Ridelt tritt wieder in den Borstand ein. aus. 4 Berliner Holzarbeiter! Zentralverband der Maschinisten und Heizer. Zentralverband der Angestellten. Bund der techn. Angestellten und Beamten. Deutscher Wertmeisterverband. Der Bergarbeiterstreit in Lothringen fann als beendet gelten. In den Kohlengruben des Mofeldepartements ist die Arbeit in größe rem Umfange wieder aufgenommen worden. Die saarlandi. fchen Bergarbeiter in den Lothringischen Gruben streiten jedoch meiter. Beseitigung des§ 87 des Betriebsrätegesetzes? Aus Gewerkschaftskreisen erhielten wir folgende Zuschrift:. Die Aussperrung der Eisenbahnarbeiter in Budapest führte In dem Schlichtungsausschuß beim Reichsarbeitsministerium, im Anschluß an sechs öffentliche Versammlungen der Ausgefperrten vor welchem zurzeit der Zarifftreit ber Gewerkschaften gegen die au einer Demonstration. Die Polizei jagte die Demonftranten mit Reichsregierung ausgetragen wird, hat am geftrigen Tage namens Säbeln auseinander der Reichsregierung Herr Oberregierungsrat Dr. Schilling be- Der Bund der britischen Töpfereifabrikanten hat auf die Weige bauernd erklärt, ber§ 87 des Betriebsrätegesehes, nach welchem rung der Angeſtalten, eine zehnprozentige Lohnkürzung bie Schlichtungsausschüsse bisher befanntlich in Entlassungsstreitig anzunehmen, sämtliche Kontrafte mit 28tägiger Frist gefündigt. feiten endgültige Entscheidungen fällen, laffe heute leider Bon der Kündigung werben nahezu 60 000 Arbeiter betroffen. muß der Reichsregierung dankbar fein, daß fie durch ihren Ver noch feine Berufung bei den Gerichten zu. Man treter so ungeschminkt aussprechen läßt, daß ihr der§ 87 in seiner gegenwärtigen Fassung ein Dorn im Auge ift." Die Arbeitnehmerschaft Deutschlands wird wachsam sein müssen, um den nach der Erklärung des Regierungsvertreters sicherlich zu erwartenden Anschlag auf das Betriebsrätegesetz zu parieren. Gebühren für Arbeitsbücher. Der Reichstag stimmte am 16. März dem vom ReichsarbeitsDem Bedürfnis fommunistischer Parteiagitation in den Gewert minifterium eingebrachten Entwurf eines Gefeßes über Gebühren für schaften entsprechend stehen die Holzarbeiter vor jeder Wahl in einer Arbeitsbücher in dritter Lesung zu. Nach§ 107 ff der. GD. müffen Bahlagitation. Den Unternehmern gegenüber macht minderjährige Arbeiter ein Arbeitsbuch haben, das der Richtungsstreit den Eindrud der Schwäche und ihnen tostenlos von der Ortspolizeibhörde ausgestellt wird. Ohnmacht. Nach dem legten Streit berichteten sie in ihrer Zeitung, mußte ein neues Arbeitsbuch an Stelle eines unbrauchbar gebie Disziplin herrsche jetzt in den Reihen der Arbeit wordenen, verloren gegangenen oder vernichteten Arbeitsbuches geber, während es früher umgekehrt gewesen sei. Der Berliner ausgestellt werden, so fonnte gemäß§ 108 Abf. 2 eine Gebühr bis Berwaltung fönne man nach ihrer Meinung alles bieten, für Gemert- 3u 50 Bf. erhoben werden. Nach dem neuen Gefeßz dürfen die fchaftskämpfe habe sie ihre Mitglieder nicht hinter sich. Ein großer Städte, die wiederholt wegen Anpaffung der Gebühr an die GeldTeil der Mitglieder lege auf Lohnfragen und anderen gewerk- entwertung und Ausdehnung der Gebührenpflicht auf die erste Ausschaftlichen Bestrebungen teinen Wert mehr und wolle von fertigung vorstellig geworden sind, fünftig für die Aus. Streits um solche Dinge nichts mehr wissen. Sie feßten vielmehr stellung der Erfagarbeitsbücher eine Gebühr bis ihre ganze Hoffnung auf eine politische Umwälzung und zur Höhe der doppelten Selbsttoften erheben, bagegen soll fehen ihre Hauptaufgabe in der Organisation für den Kommunis- bie erstmalige Ausstellung von Arbeitsbüchern nach wie vor gebühren mus, der alles heil bringen müsse. So hören es die Unter- frei erfolgen. Eine grundsägliche Regelung der Frage der Arbeitsnehmer aus den Betrieben. bücher, b. h. ob sie beizubehalten oder abzuschaffen sind, ob die Ausstellung gebührenfrei oder gegen Roftenerstattung erfolgen foll usw., wird dem fünftigen Gefehbuch der Arbeit vorbehalten bleiben müffen. Bon dieser Anschauung ausgehend haben die Berliner Unternehmer bei allen Lohnverhandlungen großen Widerstand geleistet. Die Lohnsteigerungen in den letzten drei Monaten fielen niedriger aus als in den meisten anderen Landesbezirken Deutschlands. Die schon geringere Lohnsteigerung wurde obendrein immer noch wochenlang hinausgezogen. Demzufolge blieb im Januar und Februar Berlin mit seinen Löhnen nicht nur hinter anderen Großstädten, sondern sogar hinter verschiedenen Kleinftädten der 6.( niedrigsten) Städtellaffe zurüd. Die niedrigen Löhne Berlins waren aber im März das größte Hindernis für die Erhöhung der Löhne im Reiche. Sozialversicherung in Mexiko. Die Seminare der Betriebsräteschule. An der Freigewertschaftlichen Betriebsräteschule besteht, als Oberstufe bes Gesamtlehrplans, je ein arbeitsrechtliches und vollswirtschaftliches Seminar. In beide Geminare, die in der Woche nach Ostern einen neuen Arbeitsabschnitt beginnen, tönnen neue Mitarbeiter aufgenommen werden. Boraussetzung ist hinreichende Borbildung und ausdauernde Arbeitsluft, zumal die Unterrichtsbauer der Seminare nicht beschränkt ist, sondern sich nach der Arbeitsintensität der Teilnehmer richtet. Borläufige Themen der Seminare find für Arbeitsrecht: die Besprechung arbeitsrechtlicher Gefeßentwürfe; für Bollswirtschaft: die wissen fchaftlichen Grundlagen des Sozialismus und fozialistischer Wirtschaftstheorien. Anmeldungen werden nur im Bureau der Betriebsräteschule, Engel ufer 24-25, 2. Sof, 1 Tr., entgegengenommen. Auch außerhalb der Bureau funden finden Montags und Freitags von 4-7 Uhr Lehrberatungs- Sprech ftunden ftatt. Richt nur Betriebsräte, sondern alle freigewertschaftlich organi fierten Arbeiter und Angestellten können am Unterricht der Schule teilnehmen. Freigewerkschaftliche Betriebsräteschule. Wirtschaft Das Prefsenotgesetz. In den nächsten Tagen wird, wie nunmehr amtlich mitgeteilt wird, eine zweite Ausführungsverordnung zum reffen ofgefes veröffentlicht werden. Sie enthält eine Er Breffenotgeiet veröffentlicht werden. Sie enthält eine Erweiterung des Kreises der rüdvergütungsberechtigten Berlage durch die offiziellen Organe der gewertihaftlichen und wirtaftlichen Berufsvertretungen fowie der kom munalen Spizenverbände. Voraussetzung der Berück fichtigung ist der Nachweis, daß diefe Verlagsunternehmungen nicht aus Anzeigen oder anderen eigenen Einnahmen ihre Selbstfosten zum überwiegenden Teil deden. Zu den vergütungsberechtigten politischen Wochenschriften gehören auch die religiösen SonnSeit einiger Zeit befaßt fich die megifanische Regierung mittagsblätter unter gewiffen Vorausiegungen. Die Verordnung der Einführung eines Busazanirages zum Artikel 128 ber Ber- regelt weiter die Fälle, in denen eine Anerkennung der Vergütung fassung, welcher die Frage der Arbeitsgefege regelt.§ 6 des er erfolgen fann, sowie Strafhöhe und Strafverfahren bei Sinterwähnten Artikels fieht für die Arbeiter ber Landwirtschaft, bes aiebung der auf Grund des Preffenotgefeges zu leiftenden Abgabe von Holzverkäufen im Walde. Handels, des Bergbaus und der Fabritbetriebe die Gewinn beteiligung vor. Die Höhe derselben wird von dem pariDie falsche Beurteilung der Gewerkschaft durch die Unternehmer, tätisch aus Vertretern der Arbeiter und Arbeitgeber zufammen- Ablehnung der Beleihung von Devisen hat zur Stübung der Mart Zurüdweichen der Reichsbank bei der Devisenbeleihung. Die die uns jetzt mehr als politische Bereinigung ansehen, in der gefeßten State Conciliation Board( Staatliches Schiedsamt) fest- beigetragen. Jeßt hat das Reichsbantdirettorium auf politische Streitfragen im Vordergrund stehen, hält unsere notgefeßt. eine Anfrage des Zentralverbandes des Deutschen Großhandels erwendigen Lohnsteigerungen auf und zwingt uns zu unnötigen opfer. Es hat sich gezeigt, daß sich die Anwendung dieses Artikels in Härt, daß fich die Stellungnahme der Reichsbant gegen die der Praxis sehr schwierig gestaltet. Die Staaten, die die Devisenbeleihung auf diejenigen Fälle bezieht, in welchen Devisen Bei der bevorstehenden Delegiertenmahl zum Bernötigen Maßnahmen zu treffen hatten, ließen sich die Lösung des bestände von Firmen oder Personen gehalten werden, die für ihren bandstage müssen sich alle Freunde und Anhänger der praktischen von der Verfaffung gestellten Problems nicht sehr angelegen fein. Geschäftsbetrieb überhaupt Devisen nicht nötig haben, Gewerkschaftsbewegung dazu aufcaffen, durch Ablehnung aller Nur wenige Staaten, darunter besonders Beracruz und Yucatan, aber wenn Firmen usw. über das für ihren Betrieb dringend tommunistischen Agitation und ihrer Kandidaten den Holzarbeiterverband als Bilb einer starten geschlossenen Gewert bie Verfügung, desgleichen eine Fraktion der Arbeiterführer. fich um berechtigte Bestände handelt und es unbedingt geboten er Gemert- machten die nötigen Anstrengungen. Die Industrie ist gegen notwendige Maß hinaus Devisenbestände halten. Bo es schaftsorganisation in Erscheinung treten zu lassen. Zur stärteren In den Streifen der letteren ist man der Ansicht, daß die Arbeiter scheint, z. B. zum Zwecke der Lohnzahlung, in Zeiten der Absatz Förderung aller Gewerkschaftsforderungen im Holzarbeiterverbande beruft der Berbeausschuß der BSPD. zu morgen, Diens- fchaft durch die Gewinnbeteiligung von der Idee des Klaffentampfes ftodung u. dg., eine Beleihung vorzunehmen, wird die Reichs tag, abends 6% Uhr, im Gewerkschaftshaus eine Versammlung und des Kampfes gegen die kapitalistische Produktion abgebracht bant eine der Billigkeit entsprechende Rücksicht nehmen. In ein und ersucht um Teilnahme aller Anhänger und Freunde für gejebem derartigen Falle wird aber der Kreditgeber, menn er feinerDurch den Zusabantrag der Regierung soll die Gewinn feits von der Reichsbant Entgegentommen erwarten will, genau zu schlossenen Gewertschaftsfampf im Sinne der Amsterdamer Inter nationale. Als Referent hat Stadtverordneter Genosse Reimann beteiligung der Arbeiter durch eine ben Arbeitgebern aufprüfen haben, ob die im Befige der Firma befindlichen Devisenzugesagt. Der erweiterte Berbeausschuß muß zur Material- auerlegende Steuer von 10 Prozent des Betrages. der bestände nicht die Höhe ihrer bestehenden oder doch in Kürze nor gezahlten Löhne erfekt werden. Die auf diese Weise einge maler Weise zu erwartenden Auslandsverpflichtungen übersteigen ausgabe eine Viertelstunde früher erscheinen. henden Gelder sollen zugunsten eines Systems der sozialen und ob die Beleihung unumgänglich, insbesondere zur Aufrechts Versicherung verwendet werden. Dieses sieht eine Arbeits- erhaltung des Betriebes, notwendig ist. Da es im einzelnen Falle lofen, Kranten und Unfallversicherung vor. Die Bundesregierung, fehr schwer sein wird, zu entscheiden, wann das als erlaubt anzu bie Staaten sowie die Gemeinden werden ihrerseits finanziell aur fehende Maß der notwendigen" Devisen überschritten ist, bedeutet Speisung des zu schaffenden Versicherungsfonds beitragen. Diese Stellungnahme der Reichsbant ein Zurüdweichen vor den Devisenbefizern, die jetzt leichter die Möglichkeit haben, fremde Zahlungsmittel in ihrem Besiz zu behalten. reiden Rämpfen. Tarifftreit in den städtischen Werken. Nach halbjähriger Berhandlung und zweimaligem Streit fam im Herbst 1921 ein Tarifvertrag für die Angestellten der städtischen Elektrizitäts- und Baswerte zwischen ben unterzeichneten Organisationen und dem Magiftrat Berlin zustande. Diefer Bertrag ist vom Magistrat ohne zwingende Gründe zum 31. März gekündigt worden. Ein von den Organisationen ausgearbeite ter und dem Magiftrat überreichter Tarifvertragsentwurf fand nicht dessen Beifall; im Gegenteil, der Magistrat lehnte jebe Berhandlung Admirals- Varieté Komische 30 März- Programm 730 Seifen wie immer erstklassig Rieg, 400, Schnitzelpulver Fabseife kg 1500. Oper 7 Europa Große Revue 1- Pfd. 250, Soda kg 400 spricht davon! Büttner, Gr. Frankfurter Str. 130. 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