Me.144 40.Jahrgang Ausgabe A Ne, 72 Bezugspreis: Für den Monat März 5800. noraus zahlbar. Unter Rceusband filr Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet fowie Defterreich und Sugemburg 7800 M., für das übrige Ausland 9800 M. Boftbezugspreis zeibleiben d. Bostbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Estland, Finnland, Frant reich, Holland, Lettland, Eugemburg, Defterreich, Schweden, Schweiz, Tschechoslowatei und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntags. beilage Bolt und Beit", ber Unterhaltungsbeilage..Seimmelt" und der Beilage ,, Siedlung und Aleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Abreffe: ,, Sozialdemokrat Berlin" Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 150 Mark Anzeigenpreis: Die einfpaltige Nonpareiüezeile Loftet 1200 m. Reklamezeile 6000 R. ,, Aleine Anzeigen" bas fettgebrudte 23ort 375 M.( zulässig zwei fettgebruckte Worte), jebes weitere Wort 200 M. Stellengesuche das erste.Wort 200 M., jedes weitere Wort 150 9. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Beile 300 301. Anzeigen für die nächste Nummer müffen bis 4½ Uhr nachmittags im Sauptgeschäft, Berlin GW.68, Linden fraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nahm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: GW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Dönhoff 292–295 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Dienstag, den 27. März 1923 Neue Verhaftungen im Falle Roßbach. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Posticheckfonts: Berlin 375 36- Banftonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depofitenkaße Lindenstraße 8 „ Werkspolitik". Neue Zeiten prägen neue Begriffe. Auch die Berlube leben, schafft ihre eigene Ausdrucksform. Die Tatsache wirtder wirtschaftlichen Umgestaltung, die wir gegenwärtig durchschaftlicher Veränderungen beeinflußt auch die Auffassung der an diesen Veränderungen beteiligten Menschen. Ein Bei spiel der Ideologie dieses Uebergangszustandes liefert ein jüngst erschienenes Buch über Praktische Wertspolitit"). Der Berfasser hat seine Arbeit der Wertsleitung eines PreßAmtlich wird gemeldet: In der Hochoerratssache Roß- waffnet anrüdten. Hierbei fam es zu einem Geraufe, bach und Genoffen find in Berlin am Montag drei weitere per- wobei den Bauern die Gewehre entrissen wurden. Die Arbeiter fonen pollzeilich festgenommen, Major a. D. v. Stephani, lieferten diefe Militärgewehre, die wirklich noch aus Oberleutnant a D. v. Bülow und der frühere Privatjekretär Roß- den Zeiten der Einwohnerwehren im Besize der Bauern waren, bachs, namens Pelz. Alle drei werden heute dem Richter zuge- jan die Drtspolizeibehörde ab. führt. Die in der Provinz von der Berliner Polizei Festgenom- Der Vorfall und die Tatsache, daß ein Bauer mißhandelt menen find inzwischen sämtlich den zuständigen Gerichten vorgeführt wurde, trug den Arbeiter eine Anflage wegen Landfriedensbruch und Walzwertes zugeeignet und dadurch schon äußerlich zum worden; gegen zehn der Borgeführten wurden richter- ein. In der Verhandlung fagte ein Bürgermeister unter Eid Ausdrud gebracht, daß er das ganze Gebiet der Arbeitspoliti? liche Haftbefehle erlassen, nämlich gegen Major a. D. von aus, daß von den Gewehren der Einwohnerwehren vom Standpunkt des Unternehmers zu behandeln der Delsnih, Hauptmann a. D. Brintmann, Schriftleiter im ganzen Bezirk die Bauern nur ein Drittel abliefern gedenkt. Es muß aber anerkannt werden, daß er das mit fo Quindel in Hannover, Schriffleiter v. Salomon in Stolp, mußten, zwei Drittel feien nod in ihrem Besize. Er großer Objektivität tut, daß dabei für manche Wertsleitung Architekt Spindler, Candwirt Hermleben, Maschinenmeister lenne die Lager, wo sie untergebracht sind, berrate diese aber nicht. bittere Wahrheiten abfallen. Aber auch manches, was von 3immaas, Kaufmann Eichmann in. Jaumburg, Kaufmann Der Staatsanwalt hielt es nicht für notwendig, gegen die der Arbeiterschaft hier gesagt ist, sollte von ihr sehr beachtet Edardt in Kassel und Landwirt Haertel in Bad Soefen. Befißer der Gewehre einzuschreiten. Aber gegen die Arbeiter merden. Gerade der Gegner zeigt uns sehr oft, wie wir unser Breslau, 26. März.( WTB.) Die Kaufleute Wilhelm beantragte er hohe Gefängnisstrafen. Die zehn Angeklagten er- Handeln zweckmäßig einzurichten haben. Klemm und Johann Treller, die auf Grund der Berord hielten denn auch vom Gericht insgesamt 57 Monate Genung des Reichspräsidenten vom 4. Juli 1922 in Schubhaft gefängnis. Erwähnenswert ist noch, daß einer der Beifizer des nommen worden waren, find aus der Haft entlassen worden. Bollsgerichts der chriftliche Gewerkschaftssekretär Sollfrank in Die Tätigkeit des Staatsgerichtshofes. : Beiden war. Windschütz erklärt die Arbeitspolitik für ein diplo matisches Geschäft, zu dem der vom Unternehmer beragenden Bolitikers mitbringen müßte. Die Arbeitspolitik iſt ſtellte Sozialfefretär alle Eigenschaften eines hervoraus dem Grunde em folches hochqualifiziertes Geschäft geLeipzig. 26. März.( WTB.) Der füddeutsche Senat bes Deutschnationale Handlungsgehilfen. morden, weil das Verhältnis zwischen den leitenden BetriebsStaatsgerichtshofes wird am 11. April gegen den Pfarrer Traub Nach dem Rathenau- Mord versuchte der Deutschberes geworden ist. Vor dem Kriege hatte es meistens,„ bebeamten und der Arbeiterschaft nach der Revolution ein an megen Beleidigung des Reichspräsidenten verhandeln. nationale handlungsgehilfenverband feine Besonders in der rheinisch- westfälischen Schwerindustrie oder in In seinen letzten Beschlußfizungen verwarf der Staats- ziehungen zu den Deutschvölkischen und zu der Verschwörer affäre Dftelbien, ein militärisches Gepräge, das dem des Offigerichtshof die Beschwerde des Jung Bismard Bundes abzuleugnen. Seltsam bleibt es zwar, daß Mitglieder des Deutsch- aiers zum gemeinen Soldaten oft aufs haar glich". An einer Bandshef- Stormarn gegen das Bersammlungsverbot, ferner die nationalen Handlungsgehilfenverbandes immer wieder bort auftreten, anderen Stelle fagt er:„ Bor dem Kriege war mit einer Beleg Beschwerde gegen das Berbot der„ Niedersächsischen Armo es sich um die nicht immer sauberen Machenschaften der Deutschschaft als arbeitspolitischem Objekt nicht entfernt in dem Maße beiterzeitung" in Hannover und die Beschwerde gegen das nöllischen handelt. So auch bei dem vom Blücher bund", einem zu rechnen als heute. Die Belegschaften maren gar nicht in Berbot der Druckschrift Bolitischer Bochenbrief in Berlin bleger der deutschvöltischen Bewegung, geplanten Attentat dem Grade zu geschlossenen, selbstbewußten, arbeitspolitischen als unzuläffig. Das vom Bolizeiami Chemnitz erlaffene Berbot der gegen eine Synagoge in Frantfurt a. M., bei dem eine Gebilden zusammengewachsen, wie dies vielfach heute der Fall Bereine„ eima ifucher" und unverzagt murde aufgeonferenz mit franzöfifchen Offizieren eine dunkle, ist. Ihr sozialpolitischer bzw. gewertschafthoben, desgleichen die Bersammlungs- und Auflösungsverfügung menn auch nicht unwichtige. Rolle spielt. Der Kreisleiter des ficher Bewußtseinsinhalt war teils nicht vorhanden, hoben, desgleichen die Bersammlungs und Auflösungsverfügung Blücherbundes", Herr Bau, ist nach den Mitteilungen der Frant- teils zu zersplittert und zentrifugal." gegen den Hochschulring deutscher Art in Jena. furter Zeitung" Nr. 214 vom 21. März d. J. Angestellter des Deutschnationalen Handlungsgehilfenverbandes, schaften ist bekannt. Der Verfasser sagt den Unternehmern, Die verheimlichten Flinten. Der Kampf des Unternehmertums gegen die Gewerkund zwar Privatsekretär des deutschnationalen Stadtverordneten daß sie heute darin sehr unflug handeln, denn fozial und Aus Bayern wird uns berichtet: Bor furzem hatten fich Schellin, des Geschäftsführers des Deutschnationalen Handlungsrechtlich ist der Einfluß der Gewerkschaften stabilisiert und unvor dem bayerischen Boltsgericht Beiden zehn Arbeiter gehilfenverbandes in Frankfurt a. M. Inzwischen gibt Herr leugbar". Die Zeit der wirtschaftsfriedlichen" Wertvereine aus Fuchsmühl wegen fchweren Landfriedensbruch zu ver Schellin in einer Buschrift an die Frankfurter Zeitung zu, daß( der Gelben), so wie fie früher bestanden, ist vorbei, sie besigen antworten. Der Auflage lag folgender Tatbestand zugrunde Herr Bau bei ihm als„ Stenotypist" beschäftigt war. Selbstverständ- feine Werbetraft mehr. Die Unorganisierten find auch nach der Im Herbst vorigen Jahres wurden in der Gegend von Fuchsmühl lich will Herr Schellin von den Machenschaften des Bau nichts ge- Ansicht dieses kapitalistisch eingestellten Werkspolitifers nicht nachts häufig Schüsse gehört. Die Angeflagten waren der Meinung, mußt haben, und es spricht sicher nur für das gute Verhältnis die besseren Charaktere, sie sind auch in den für die Unterdaß die Schüsse von Bauern herrühren, in deren Händen zwischen Arbeitgeber und Angestellten im DHB., menn der Steno nehmer fritischen Zeiten nicht immer die loyalsten Belegichaftssich nach Anschauung der Arbeiter noch Gewehre der auf typist" Bau stets ausreichend Urlaub zu seinen Verband leute gewesen und sind es auch heute nicht. Heutzutage hat gelösten Einwohnerwehren befinden müßten. Die An- Iungen in München, Mainz ufw. erhielt. Ober follte Herr ein Wert nicht den geringsten Vorteil davon, viele getlagten legten fich verschiedenemal nachts auf die Lauer. Davon Schellin nur Urlaub erteilt haben, weil Bau so hervorragend im Unorganisierte in feiner Belegschaft zu haben. So hat erfuhren die Bauern, die auch einmal mit Gewehren bed, vaterländischen" Intereffe tätig war? fich denn der Arbeitgeber im allgemeinen damit abgefunden, daß seine Belegschaft größtenteils organisiert ist und nach gewertschaftlichen Grundfäßen denkt und handelt." " Die Berliner Sozialistenkonferenz. Der Sozialbem. Barlamenisdienst meldet: hingeftreat hat. Die Deutsche Zeitung" fordert auf Grund dieses Die Berhandlungen zwischen den Vertretern der sozialistischen erbrüdenden Beweismaterials, daß die deutschen KonferenzteilParlamentsfraktionen Englands, Frankreichs, Belgiens nehmer, soweit fie nicht Barlamentarier sind dieser Vorbehalt ift und 3taliens und des Deutschen Sozialdemokratischen Partei- zur Bermeidung von Präzedenzfällen notwendig wegen Bantes. vorstandes wurden am Montagabend abgeschlossen. Mit ihrem verrats ohne Aufschub verhaftet, werben. Ergebnis wird sich am 29. März die erneut in Paris zusammenfretende Konferenz der sozialistischen Parlamentarier befaffen, zu deren Auffassung sodann der deutsche Parteivorstand wiederum Stellung nehmen wird. 100 Das Ziel der Arbeitspolitik ist, den Betrieb, den man sich, ebenso wie seine Belegschaft, als einen ganz lebendigen, von bestimmten Borausfegungen und Gestaltungsbedingungen ab hängigen, auf äußere Einflüsse und innere Strömungen stets irgendwie reagierenden Organismus" vorzustellen hat, dauernd und reibungslos in Gang zu halten. Daher sind überradikale Strömungen höchst unangenehm. Der Verfasser untersucht Daher ihre Ursachen und fommt zu folgender Erfenntnis: Je elender ein Arbeiterviertel ift, je part- und Bourbon tagte, fefen die royalistischen Abgeordneten zu den Schrift so wurzellofer, verbitterter und radikaler wird die Gesinnung der Als die sozialistische Parlamentariertonferenz im Bariser Balais grünlofer, grauer und proletarierhafter es aussieht, je abstoßender Als die sozialistische Parlamentarierfonferenz im Bariser Balais und ungefunder das Innere der Wohnungen ist, um führern, um von ihnen zu verlangen, daß die fremden Gäste aus dem Infassen sein müssen... Wer es weiß, wie das Gefühl des Befizes hause hinausgejagt würden, benn fie feien ja bodh nur gelommen, eines eigenen Heims oder wenigftens der Genuß einer fauberen um ein höchft feindliches Wert gegen Frankreich in Szene zu legen. Die Wohnung und einer erträglichen Umgebung die geistige Berfaffung Die Aussprache in Berlin ergab volle Uebereinstimmung: Aftion Française" forgie für die übliche publizistische Begleitmufit. des Arbeiters günstig beeinflußt und in ihm das Die sozialistischen Parteien find entfchloffen, ihre äräfte barauf Reuerdings gefällt fich fogar ber Temps" barin, von den inter- Gefühl einer Art Seßhaftigkeit, eines Berbundenseins mit dene höchste soziale fonzentrieren, dem Ruhrabenteuer ein möglichst nationalen Sozialisten als von den„ Sendlingen Berlins zu ganzen ihn umwebenden sozialen Organismus medt und nährt, schnelles Ende zu bereiten und eine endgültige Cöfung der sprechen. Daraus ergibt sich für uns die nationale Genugtuung, daß mir dauern, daß die Ideen der Boden- und Siedlungsreform wird dieser Auffassung zuftimmen müssen. Es ist daher zu beReparationsfrage herbelzuführen, die zur Wiedergutmachung do nicht die dümmsten Nationalisten befizen. Die franzöfifchen erst heute, nach der durch die Revolution erfolgten jozialen Er. der Kriegszerstörungen führt, der Wahrung des europäischen doch nicht die dümmsten Nationalisten befizen. find genau so dumm. Friedens dient und der Leistungsfähigteit Deutschlands schütterung ftoßfräftiger werden, ba feine genügenden Geldmittel Rechnung trägt. mehr zu ihrer Berwirklichung zur Verfügung stehen; während man vor dem Kriege, als die materielle Möglichkeit zur Berwirklichung folcher Reformen durchaus gegeben war, im großen und ganzen gerade im industriellen Besten und dort mieder in den Arbeiterpietteln sehr planlos und ohne starte soziale Instinkte fommunale Siedlungspolitik betrieb." zu Belgische Sozialisten und Ruhrgebiet. Soweit der einzige auf Remmis der Berhandlungen gegründete Bericht. Was sonst in bürgerlichen Blättern Brüffel, 26. März.( EE.) Die sozialistische Abordnung, die nom zum Teil auf dem Umweg über New Dort gemeldet wirt, beruht lediglich auf Generalrat der Belgischen Arbeiterpartei und von der Gewerkschafts leeren Kombinationen, zu denen wir uns weiter nicht tommiffion ins Ruhrgebiet entfanht worben war, ist gestern zurüd. äußern, da folche Aeußerungen höchstens zu neuen Rombinationen gefehrt. Der Bericht über ihre Reiseeindrüde wird sofort veröffentAnlaß geben würden. Allerdings, es gibt noch einen, der gang licht werden. genau weiß, was in den legten drei Tagen im Zeppelin- 3'mmer des Reichstags vorgegangen ist, das ist die völkisch- deutschnationale „ Deutsche Zeitung", tie unter der Ueberschrift Feindsozia fiften in Berlin" geradezu niederschmetternde Enthüllungen liefert. Die Erkrankung des Reichskanzlers. Im Befinden des Reichsfanglers ift eine Berschlimmerung ein Die Attion Severings gegen die rechtsradikalen Butschiften war getreten. Der Arzt hat Rippenfellentzündung festgestellt. Der Reichs nämlich nur ein Vorspiel zu der Sozialistenkonferenz, auf der die fangler mirb bie nächsten Tage das Bett hüten müffen. Die heutige Sozialdemokratie vor aller Welt aus der Einheitsfront ausgebrochen Sigung des Auswärtigen Ausschusses ist nicht abgefagt worden. ist und unter brüster Umgehung des Reichstanzlers, der frant im An Stelle des Reichstanzlers wird der Reichsaußenminister eine Pett liegt, schon der franzöfifchen Regierung die Berhanttungshand| Erklärung über die Politit der Regierung abgeben. Aber auch für die Radikalisierung der Arbeiter in den Betrieben nach dem 9. November hält der Verfasser den Unternehmern den Spiegel vor. In vielen Betrieben war por dem Kriege und im Kriege das Verhalten vieler Betriebsbeamten gegenüber der Arbeiterschaft herrisch und waltungsmaßnahmen der Direktionen." Die Cliquenwirtschaft aufreizend und legten Endes oft erregender, als die Verwährend des Krieges, die den Günstlingen der Betriebsbeitspolitit im modernen Fabritbetriebe von Joseph windschu *) Praktische Bertspolitit, Darstellung einer planmäßigen Ar Induftrieverlag Spaeth u. Linte, Berlin C. 2. Veamten bctt sicheren Platz in der Fabrik verschaffte, oft ohne Rücksicht auf ihre Verweichungsfähigkeit, während der auf feine Rechts bestehende Arbeiter den Schützengraben zu erwarten hatte, werden ebenfalls gebührend gekennzeichnet. Alles das erscheint recht arbeiterfreundlich. Dennoch ist der Verfasser der„Werkspolitik" fern von jeder Sym- p a t h i e für das Proletariat. Er zieht lediglich die Folge- rungcn aus den jetzt bestellenden Zuständen und ist bereit, den Arbeitern das zu gewähren, was ihnen rechtlich zusteht, wobei er nicht verfehst, die Grenzen dieser Rechte mit juristischen Spitzsindigkeiten aufzuzeigen, um dem Unternehmer zu nützen. Der Wert der Gewerkschaften kann nicht besser als durch diese Arbeit gekennzeichnet werden. Ohne Gewerkschaften wären die Arbeiter genau so wie vielfach vor dem Kriege dos willen- lose„Arbeitermaterial", mit dem der Unternehmer glaubte nach Belieben umspringen zu können. Die Betriebsbeamten, insbesondere die Ingenieure, wer- den in bewußten und schroffften Gegensatz zur Arbeiterschaft gestellt. Bon den Ingenieuren wird verlangt, daß sie in der Gesinnung, soweit sie sich auf die Bewertung der Arbeiter- schaft und die Beurteilung der Arbeitsdisziplin bezieht, mit den Werksleitungen übereinstimmen. S i e dürfen sich nicht gewerkschaftlich organisieren, dafür habe die Werksleitung diese Beamtenkategorie auch„darart zu be- handeln und finanziell zu stellen, daß diese es nicht nötig hat. an eine gewerkschaftliche Organisasion zur Vertretung ihrer Interesien zu denken". Der Dienswertrag miifje daher individuellen Charakter haben, jede Tarifierung hat gewerkschaft- ttche Bindungen zur Folge. Die Fachorganlsationen der Ingenieure sollen dagegen von dem Unternehmer in jeder Weise unterstützt werden. Unser Machiavelli sagt den In- genieuren,„daß die gewerkschaftliche Erfassung einer Berufs- gruppe in dem Maße schwieriger oder unmöglich wird, als jene Gruppe hochqualifiziert, mannigfaltig gegliedert und mit den vielfeisigsten kulturellen Interessen ausgestattet ist". Damit wird den höheren Betriebsbeamten die Zugehörig- keit zu einer gewerkschaftlichen Organisation als das Merkmal der minderqualifizierten und mit niederen kulturellen Interessen ausgestatteten Berussgruppen hingestellt. An die gewerkschaftlichen Organisationen wird der Makel der Minderwertigkeit geknüpft. Und daß der Bersasier im Arbeiter im allgemeinen Menschen sieht, die niederen Wertes sind, beweist er einmal dadurch, daß er an mehreren Stellen seines Buches von Arbeitnehmer„material" spricht, durch die Kritik, die«r an den Bildungsbestrebunaen der Arbeiterschaft übt, sowie durch die Beurteilung, die der aus der Praxis hervorgegongene Ingenieur bei ihm findet. Zwar sagt er zunächst, daß die aus der Praxis hervorgegangenen Ingenieure sich„wenig" von den akademisch gebildeten im Betriebsleben unterscheiden, daß aber den ersteren in höherem Maße die Fähigkeit abgehe,„die Belegschaft und letzten Endes die gesamte Arbeitspolitik kritisch als Glied und Funktion des sozialen, wirtschaftlichen Organismus zu bewerten und von einem höheren Standpunkte aus mitzuarbeiten". Dieses Ur- teil, auch wenn es nur ein summarisches sein soll, bleibt sehr bezeichnend für die Auffassung des Verfassers und auch der Unternehmer. Das Bildungs st reden der Arbeiter, das nach der Revolusion besonders stark hinsichtlich des Studiums volks- wirtschaftlicher Literatur in die Erscheinung trat, wird dahin gekennzeichnet, daß Neugier, A k t i v i s m u s und S e n» sa ti o n die hauptsächlichsten Impulse waren, denen es ent- sprang.„Ihre Triebkraft verflüchtigte sich alsbald vor einer dauernden, fleißigen und nüchternen Beschäftigung mit den vorschnell gestellten Bildungsaufgaben und ließ notwendig eine Lähmung, ein Unlustgefühl zurück."— Es braucht gar nicht geleugnet zu werden, daß große Teile der Arbeiterschaft noch heute nicht den Wert der Bildung und des Wisiens erkannt haben. Bielmehr muß das Streben des aufgeklärten und seiner Klasienlage bewußten Arbeiters dahin gehen, daß man in jedem Arbeiter von vornherein einen im besten Sinne des Wortes gebildeten Menschen sehen kann. Dann werden die Unternehmer nicht nur die Macht der Organisation Das Lanöheim. Ein Stück neue Erziehung. Bon Rudolf Zwetz. In einer Beziehung sind die Jungen von heute jämmerlich anspruchslos: Sie wollen nicht fort. Die Sehnsucht nach der schönen Fremde lebt nicht in ihnen, man muh sie erst züchten. Und welch reicher« Blldungsmittel gäbe« denn für die jungen Menschen als reisen! So kommt', daß die paar Klasienausflüge in die„freie Natur" meist tragikomische Ergebnifle haben: die paar Stunden Spiel und Wanderung im märkischen Normalforst, eingerahmt durch qualvolle Bahnfahrten, sind eine verlängerte Freiviertelstunde und können die tiefaufquellende, echte Wanderfreude nicht wecken: die kommt nur im kleinen Kameradenkreise und bloß beim gemein- samen Leben mit der Natur. Ich suchte mir daher ein Landheim al« dauernden Stützpunkt für«ine Schar von 8 bis 10 Jungen und fand gleich auf den ersten Griff das Unglaubliche: ein Bauer überließ mir um Gott« Lohn ein Nebengebäude, das Echwetnefutterküche und Backofen enthielt, und daneben, heizbar und elektrisch beleuchtet, eine Stube, er schenkte un» Stroh zum Lager und freute sich an unserer Freude. Ja, es gibt muh noch solche Bariern!(Die Gegenbeispiele wohnten frei- lich dichte bei.) Da habeck wir nun den Winter über gehaust, fast jede Samstag- nacht beim romantisch flackernden Ofenfeuer Schauergeschichten er- zählt und den Sonntag dann mit Entdeckungsreisen ins Umland und an dt« Ufer unseres Sees verbrocht, Eiszeitspuren erforscht, Räuberfeuer entfacht, im Indianerkampf alle Holzsorten Mittel- europas auf ihre Schlagkraft erprobt, Schnee und Eis und die Schuttwände der Kiesgruben(zum Entsetzen ihrer Eigentümer) be- fahren. Und unterdessen mußten zwei oder drei das Esten richten. Mußten? O, sie drängten sich zu der Ehre, Hausfrau spielen zu dürfen. Winzige Sextaner haben da fast ohne Anleitung den be- zauberndsten Kartoffelbrei der neueren Geschichte gebacken, mit Specksauce und allen Schikanen, auch mit Apfelkompott oder Knodländern(oder beidem). Und nun das Wesentliche daran: nicht daß Heimatkunde ge- trieben und daheim zum Aufsatze verarbeitet wurde— nein, dos ging schon deshalb nicht, weil häusig genug die schulmößig Schwächsten und Schwierigsten in der Mehrzahl waren. Die wollten eben mal raus aus dem Bücherkram: ihr Instinkt witterte hier etwas ganz anderes, was ihnen wertvoller schien: Erziehung zur Selb- ständigkeitl Das, liebe Däter und Mütter, tut uns not. Im wohlbehüteten Elternhaus«, vielleicht gar abgeschlossen vom Kameradenverkehr, bleibt euer Junge„brav", ja— aber unselbständig: im Strahenleben, als Herumtreiber wird er wohl frühreif in Urteilen und Ansprüchen, ober nicht und nie so selbständig, daß er sich in fremder Gegend unter fremden Menschen mit fremdem Gerät sofort zurechtfände. an sich erkennen, sondern darüber hwaus zn der Vnsicht gelangen müssen, daß der Arbeiter als selbstbewußter hoch- wersiger Mensch nicht mehr als Objekt einer„Arbeits- Politik" einzuschätzen und zu behandeln ist. Die Demokratisie- rung der Betriebe, die durch das Betriebsrätegesetz begonnen wurde, muß zielbewußt von der organisierten Arbeiterschaft gefördert werden. Alsdann kann nicht mehr versucht werden. zwischen dem geistig hochstehenden Arbeiter und dem ebenfalls gegen Entgelt schaffenden Betriebsbeamten eine künstliche Schranke zu errichten. Unzeitgemäße Kritik. Wenn Deutschvölkische und Deutschnasionale in enger Waffenbrüderschaft das Vorgehen des preußischen Jnnenmini- slers Se v e r i n g gegen die Deutschvölkische Freiheitspartei dazu benutzen, um ein Kesseltreiben gegen die große Koalition in Preußen zu veranstalten, wenn sie bei dieser Gelegenh.it das Reichskabinett gegen den preußischen Innenminister aus- zuspielen versuchen, so ist das nicht wester verwunderlich. Um so mehr muß es in Erstaunen setzen, wenn das offizielle Organ der Deutschen Volkspartei, die„Zeit, in diesen Chor miteinftimmt. Sie zeigt dabei in ihren Gedanken- gängen eine Verwandtschaft mit den Ausführungen der deutschoölkischen„Deutschen Zeitung" und den Auslassungen der ehemaligen Deutschvölkischen Freiheitspartei, die einem Böswilligen zu recht peinlichen Rückschlüssen Anlaß geben könnten. Die Einheitsfront von den Deutschvölkischen bis zur„Zest" stößt noch drei Richtungen hin vor. Sie versucht den Schutz des Reichsinnenministers gegen das Verbot einer parla- mentarischen Reichspartei durch den preußischen Innenminister anzurufen. Sie wirft dem preußischen Innenminister vor, er habe es bei seinem Vorgehen verabsäumt, rechtzeitig seine Mimsterkollegen zu unterrichten. Sie fordert endstch das Ver- bot der Kommunistischen Partei. Sind diese Vorstöße berechsigt? Im ersten Punkt schei- nen die Beschwerdeführer selbst ihrer Sache nicht ganz sicher zu sein. Sowohl die„Zeit" als die„Deutsche Zeitung" kom- men nach längeren juristischen Deduktionen zu der Anschauung, daß ein Eingreifen des Reichsinnenministeriums verfassungsrechtlich nicht gegeben fei, daß vielmehr zunächst nur der Staatsgerichtshof effie endgültige Entfchei- dung treffen könne. Wir möchten das fast bedauern, denn wir glauben Grund zu der Annahme zu haben, daß Reichs- innenminister Oeser in diesem Fall mit dem preußischen Innenminister Seoering durchaus einer Meinung ist. Was den zweiten Punkt anbelangt, so waren nicht nur die Mit- glieder des preußischen Kabinetts, sondern auck Mitglieder des Reichskabinetts über die Anschauungen' des Herrn Severing in dieser Materie genügend unterrichtet, um nicht gerade er- staunt zu sein, wenn in der entscheidenden Stunde ein rasch er Zugriff erfolgte. Im übrigen wird die heutige Sitzung des preußischen Ministe- riums ergeben, ob nickst auch die beiden volksparteilichen Mitglieder des Kabinetts, die Herren Richter und B o e l i tz, zu der Anschauung gelangen, daß der Innenminister nicht anders handeln konnte, als er gehandelt hat, wenn er sich nicht selbst des Landesverrats schuldig machen wollte, lieber den Punkt drei zu sprechen hätte nur Zweck, wenn man der Kommunistischen Partei Deutschlands nachweisen könnte, daß sie als solche einen landesverräterischen Anschlag ausgearbeitet und versucht hat, ihn in die Praxis umzusetzen. Kann man derartige Pläne nicht vorlegen, dann handelt es sich nur um das übliche Ablenkungsmanöver, das noch stets in Erscheinung trat, wenn sich die Herren Rechtsradikalen in die Brennesseln setzten. Denn das ist der Angelpunkt: Läßt sich der Nachweis erbringen, daß die Deutschvölkische Freiheitspartei auf den Rechtsputsch hinarbeitete, dann hat Innenminister Severing seine Pflicht erfüllt und verdient alle Anerkennung für sein mutiges und energisches Eingreifen; ist das nicht der Fall. Erst wenn er mal mit wenigen Getreuen sich durch weite Wälder ge- kämpft hat, wenn er die Holzlast aus dem Wald« in» Heim geschafft und dort sich seine eigene Wirtschaft hergerichtet hat, erst im Zu- sammenleben mit den Kameraden, die Lager und Tisch mit ihm teilen, erwacht jene Selbständigkeit, aus der dann die Reiselust, die Sehnsucht nach der Ferne wächst. Sarah Sernharöt. Sarah Bernhardt, die populärste Bühnenkünstlerin Frank- reichs, ist nach langem Krankenlager, fast 80 Jahre all. gestorben. Di«„göttliche Sarah" war durch ihr« Exzentrizität und nicht immer geschmackvolle Reklamesucht ein« Weltberühmcheit geworden, deren Namen auch der kannte, der den Theaterdingen fern stand. Dieser Umstand ließ oft übersehen, daß sie außerdem«in« wirklich große und ernst« Künstlerin war. Eine schlanke, aber nicht auf- fallend hagere Figur von außerordentlicher Elastizität und Gewandt- heit, ein Kons mit ausdrucksvollem Prosit und kleinen, etwa» matt blickenden Augen, eine nicht starke, aber wohlklingende und sehr modulationsfähig« Stimme— das waren die äußeren Mittel, mit denen sie ihre Wirkungen erzielte. Di« Art, wie sie sich dieser Mittel bediente, war von der auf unsere» deutschen Bühnen heimischen Kunst der Menschendarstellung freilich weltenweit verschieden. Ihr« Art wurzelte mtt allen Fasern in der sozenmincen klassischen Tragödie der Franzosen, in jener Tradition, die der große Thea- traliker Corneille begründet und der größere Moliäre vervollkommnet hat. Rhetorische und plastische Wirkungen sind das A und O dieser Kunst. Wohlkingend« Rezitation schöner Wort«, begleitet von einem maßvollen, aber doch zugleich effektreichen Spiel der Mienen und Gebärden ist der Grundcharakter d« seit Jahrhunderten von Geschlecht zu Geschlecht sich fortpflanzenden französischen Stils. Wer diesen Stil nur aus den Darbietungen mittelmäßiger Künstler#cnnl, ist leicht geneigt, schlechthin von hohlem Pathos und tanzmeisterttcher Grandezza zu sprechen. Wer aber je erfahren hat, was eine Sarah Bernhardt mnerhalb dieses Stilrahmens zu leisten vermocht«, der wird zu«iner milderen Beurteilung der viel verlästerten franzö- fischen Bühnentradition gelangt sein. Er erkannt« dann, daß dieser Etil trotz der engen Grenzen, die er der einzelnen Künstteriirdi- oidualitat zieht, doch der Entfaltung eines starken, hinreißenden Temperaments nicht binderlich ist. Er erkannte, daß der Stil wahr« Große und Tiefe in der Menschendarstellung nicht ausschließt. Wer die Bernhardt weisen und lachen, anbeten und fluchen, jubeln und rasen sah, der mußt« gestehen, daß dies« streng stilisierende Kunst in ihrer höchsten Bollendung doch Wirkungen erzielte, die zum Herzen drangen. Freilich, nur in. Momenten der stärksten Leidenschaft ver- machte die Künstlerin solche Wirkungen zu erreichen. Für seine Stimmungen, zarte Nuancen, schwankende Ueberaangsforben besah sie keine Ausdrucksmittel. Schon im ruhigen Dialog, in den«igent- lichen Konversationsszenen, war sie farblos und uninteressant, und man hatte den Eindruck, als ob st« rasch über dies« Niederungen hin- wegzueilen sucht«, um bald zu den dramatischen Höhepunkten zu ge- langen, hie ihr eigentlich« Revier bildeten. Wer die Bernhardt in ihren Glanzrollen(Fedoro, Phädra, Andromache. Zaire usw.) gesehen Hot. der lernt« ein« Kunst ver- dann allenthalben wäre ein Vergleich mit der KonnmmM» schen Partei berechtigt. Das Material, das über den völkischen Hochverrat nicht nur aus Preußen, sondern auch aus Baden und Thüringen vorliegt, wird Aufklärung bringen und wird zeigen, ob nicht auch das Reich genötigt ist, einzugreifen. Wie wäre es z. B., wenn der vom m i l i- tärischen Aktionskomitee der Deutschväll ischen Freiheitspartei organisierte Saalschutz neben den offi- ziellen im Sinne des Worts gelegenen auch noch anders ge- artete Aufgaben hatte; wie wäre es, wenn militärische Skizzen vorlägen, die man vielleicht nicht ganz mit Unrecht als Pläne zum Sturm auf Berlin bezeichnen könnte? Ist es verständlich, wenn der preußische Innenminister über derartige und ähnliche Dinge Stillschweigen übt, um den Resultaten dergerichtlichenUntersuchung nicht vorzugveifen und um aus außenpolitischen Grün- den von der Angelegenheit nicht mehr an die Oeffentlichkeit zu bringen, als unbedingt notwendig ist? Der Teil der Presse, der noch Wert darauf legt, nicht mit den Deutschvölkischen in einen Topf geworfen zu werden, hätte also allen Anlaß, in Ruh« das Urteil der gerichtlichen Instanzen abzuwarten und nicht einer gewisien Mode zu unterliegen, die jede Art Lan- desverrat in das deckende Mäntelchen des Nationalismus ein- hüllt, während sie die Aufdeckung landesverräterischer Ab- sichten als Hochverrat verschreit Phantasien über Sachsen. Deutschnationale Ableukungsmanüver. Di« Berstöndigunq zwischen unserer Partei und den Kommu» nisten üb»? die Läsung der sächsischen Regierungskrise gibt der re» attionären Prcss: die erwünscht« Gelegenhett van einem kommu» ni st ischen Sieg« w Sachsen zu faseln unb zur Ablenkung von der in Wirklichkett der Republik unmittelbar drohenden Gefahr durch die bewaffneten Rechtsbanden in Bayern und im Reich auf eine angeblich bestehende oder sich bildende„Rote Armee" in Sachsen hinzuweisen. In Wirklichkeit haben aber diese„Abwehrorganislttionen" in Sachsen, ähnlich wie in München, nach dem Worllaut der Dereinbarungen lediglich die Aufgab«, r e- publikanische Beranstaltungen vor den Angriffen na- tionalisttscher Organisationen zu schützen, und niemand wird be- streiten können, daß dieser Schutz'notwendig ist. In München sind z. B. durch die Abwehrorgamsattonen der Arbeiterschaft auch demokratisch« Versammlungen geschützt worden. Wir wiesen bereits darauf hm, daß unsere sächsischen Genossen gar nicht daran denken, etwa gemeinsame Organisationen mit den Kommunisten zu bilden. Di«„Leipziger Dolkezeitung" weist das in einer erneuten Polemik gegen die kommunistisch« „Sächsische Arbeiterzeitung" ganz ausdrücklich zurück. Sie wendet sich in scharfer Form gegen die Hetze der kommunistischen Press«, die die zustondegekommene Berständigung nicht im Inter- esse der Arbeiterschaft zu einem gedeihlichen Zusommenarbetten auf demokratischer Grunttage ansnützen will, sondern unter den hef- tigsten Beschimpfungen betont,„daß mtt der gegenwärtigen Beendi- gung der Regierungskrise die krisis der Sozialdemokrattjchen Partei und der Gewerkschaften beglnoe". Die„Lolkszeitung" betom demgegenüber:„Hier ist der Wunsch der Vater d» Gedankens. Die ZNasseuorgcuttsakiouen der Arbelker, die SozwldemokraÜschc Partei und die Gewerkschaften sollen zerschlagen werden, damit die Kommunisten die verrückten Pläne der Moskauer Diktatoren dvrch- führen könne». Deshalb die niedertröchligen Beschimpfungen und Verleumdungen, deshalb die fortgesetzten Versuche, die sozialistischen Führer bei den Massen in Mißkredit zu bringen, deshalb tagtäglich die schamlose Verunglimpfung der sozialdemokratischen Presse." Die sächsische Sozialdemokratie denkt also gar nicht daran, mit der Schaffung von Abwehrorganisationen etwa militärische Angriffs- truppen nach dem Muster der Hitler- und Roßbach-Banden zu schassen. Di« Arbeiter haben nur oerständlicherweise nirgends Lust, sich von den reaktionären Mordorganisationen überraschen zu lassen. Die Sorge der„Kreuz-Zeitung" ist mehr als überflüssig. In dem Moment, in dem die Hiller-Van den und ihre geistesverwandten Or- gauisationen m Norddeutschlcmd endgültig beseitigt sind, wird stehen, die gewiß für unsere moderne Menschendarstellung nicht vor- bildlich ist und sein darf, die aber auf die Entwicklung der Schau- spielkunst— auch der unsrigen— stüher die folgenschwersten Ein- slüsse ausgeübt hat.__ John Schitowsti. „Eine glücklich« Ehe". Peter Nansens Lustspiel wird jetzt im Steglctzer Schloß parktheater(kl. Haus) von guien Schauspielern mtt jenem freundlichen Wohlwollen gciaielt, da» aus ein liierarisch anspruchslos« Publikum immer bestrickend wirkt. Die Frau, die in„glücklicher" Ehe mit einem gleichbleibenden Männchen und einem sich jeweils erneuernden Liebhaber lebt, gibt Köthe H a a ck voll süßer Ekrupellosigkeit mit einem Unterton bewußten Dirnentums. Sie zerreißt damit eine feine Linie, die um dieses Weibchen gelegt ist. Der erste Liebhaber wird von Artur Schröder auf den schönen Mann hin gespielt, der für dieses Abenteuer eine beträchlliche Dosis rührender Melancholie springen läßt. Den zwei- ten Liebhaber gibt Peters-Arnolds zuerst als dummen, dann als guten Jungen. Adolphe E n g e r s verstrickt sich unlösbar mit dem Mohr als Trottel von Ehegatten. Die Regie Emil Geyers beschränkt« sich aus Situationen im trauten Heim, was den Eheleuten im Parkett nicht recht geheuer vorkommt. K. Vortrag russischer Dichtungen. Im Meistersaal, Kothen«« Straß«. Emst Friedrich steht am Voriragzputt und liest bei mattem Lampenscksme russisch« Dichtungen. Im dunklen Saale sitzen seine Anhänger: Burschen mit nackten Waden und lon- si«n Haaren, dazwischen Mädels in„Gewändern". Doch auch �Zivil" ist vertreten. Lautlose Still« herrscht im Raum, als Friedrich mit dem„Sturmeskünder" den AbcNd eröffnet. Dann liest er Dostojewskis„Der Priester und der Teufel", um darauf Tolstois„Un- schuldig verurteilt" meisterhaft zu Gehör zu bringen. Manches Auge wird naß. Russischer Humor, darunter„Der Tod eines B«- amten" gab den Lachmuskeln der Hörer einige Anregung Der ge- lungene Abend hätte ein volleres Haus oerdient. r. seh. Vom Wiesbadener Theaterbrand. Wie die Verwaltung de» Wiesbadener Staatscheater» mitteilt, sind die anderweitig oerbrei- teten Meldungen über die Brandkatasttophe stark übertrieben. Das Feuer Hot lediglich das Bühnenhaus, da, cmgrenzende Deto- rations- und Möbelmagozin und die Rüstkammer zerstört. Au- schaucrraum, Foyer, Bureau-, Garderoben- und Kassenräume, sowie fast sämtlich« übrigen Magazine sind unversehrt geblieben. Da also nahezu der gesamte Dekoration», und Kostümfundus, die Bibliothek und die Musikinstrument« erhalten geblieben find, können die Bor- stellungen nach Wiederaufbau der Buhne in aller Weis« sofort wieder aufgcnmnmen werden. Man rechnet damit, daß dies in sechs bis acht Monaten der Fall sein wird. Eine photographische Setzmaschine. Ein« neue Setzmaschine, die die Photographie zu Hilfe nimmt, ist von einer amerikanifchen Firma konstruiert worden. Sie erinnert nach einem Bericht der Frankfurier Wochenschrist.„Die Umschau", in ihrer äußere« Ge- stall an die Linotype, die Matrizen sind ober klein« Giosne-taiive oder Positive des Buchstadenbildes, Für jeden Buchstaben gibt es ein besonderes Negativ, das durch Anschlagen der Tastatur steige. geben wird und zu einem Zeilenträger läuft. Sobald ein« Zell« fertig ist, wird sie automatisch zu der Höh« der Kamera und der kein Mensch vi ehr von..Wwehrorganisationen'" reden.— Noch viel überflüssizer ist die heuchTerische Sorge um dos Wohl und die Ent- »icklung der Sozialdemokratischen Partei. Die Stellung de? icchfischen Genosien, wie sie in der Leipziger Dolkszeiwng� zum Ausdruck kommt, beweist zur Genüge, daß niemand in Sachsen daran denkt, den Kommunisten Dorspanndicnste zu leisten. Toüesurteile im Moskauer Prozeß. WarfckMl, 26. März.(WTB.) Nach einer Meldung der polni- schen Telegraphenagentur aus Moskau wurde heute früh das Urteil in dem Prozeß gegen die katholischen Geistlichen verkündet. Erz- bischof Zepliak und Prälat Butkewitz sind zum Tode ver- t-neilt worden, die anderen Geistlichen müssen Gefängnisstrofen von 3 bis 10 Jahren verbüßen. Die beiden Todesurteile werdenamDonnerstagvoll st reckt. Wie die Warschauer Blätter berichten, hat der polnisch« Minister Sikorski gegenüber dem Sowjetvertreter in Warschau Obolenski kein Hehl aus der Erregung gemacht, die dieses drakonische Urteil in der polnischen Oeffentlichkeit hervorrufen wird. Der Moskauer Prozeß gegen die katholischen Geistlichen, Zw? seit einigen Tagen die öffentliche Meinung in Rußland und Polen auf das lebhafteste beschäftigte, steht in Verbindung mit dem Widerstande, den eins Reihe katholischer Geistlicher im vorigen Yahre gegen die von der Somjetregierung angeordnete Beschlagnahme der Kirchengüter leisteten. Die An- geklagten beriefen sich zur Rechtfertigung ihrer Haltung auf das kanonische Recht, während der Vertreter der Anklage, K r y- l e n k o, den Standpunkt vertrat, daß die Angeklagten die re- ligiösen Vorurteile der Bevölkerung ausnutzten, um einen gegenrevolutionären Vorstoß gegen die Sowjetmacht zu unter- nehmen. Krylenko beantragte denn auch gegen vier Ange-� klagte das höchste Strafmaß, die T o d e s st r a f e, wahrend er für die übrigen Angeklagten Gefängnisstrafen verlangte. Das Gericht wagte es. anscheinend nicht, der Blutforde- rung Krylenkos, dessen Haltung bereits aus dem vorjährigen Sozialistenprozeß in Moskau zur Genüge bekannt ist, zu widersprechen. Andererseits konnte es sich aber auch nicht der Tatsache verschließen, daß in einer Reche westeuropäischer Länder, vor allen Dingen in Polen, ein heftiger Feldzug gegen den Moskauer Prozeß im Gange ist. Das Gericht wählte einen Mittelweg, indem es statt der versangten vier bloß zwei Todesurteile fällte. Dieser Versuch eines Kompromisses wird jedoch weder die berechtigten Anklagen gegen die Sowjetjustiz mildern, noch die Erregung dämpfen, die in verschiedenen westlichen Ländern aus Anlaß des Mos- kauer Prozesses erneut gegen Sowjetrußland eingesetzt hat. Die Hungersnot in Rußlanü. Moskau. 26. März.(MTB.) Wie die Russische Tele- grapheu-Ageutur berichtet, teilte Winokuro« auf einer Sitzung der Svmznisston der huugerhilfc mit. daß die Situation in den vom Hunger beste ffeneu Gebiete» sich zu verschlimiaern beginne. Zln der Wolga befinden sich 4M Millionen Menschen in einer schweren tage- Sie sind für die nächsten drei Monat« nur mit der Hälfte der uätigen LedensmiLel eingedeckt. Die Kommission will ihr Hilfe««? bis zur neuen Ernte verstärken. Die hier ernstlich bekanntgegebenen Angaben über die Hungersnot in Rußland stehen in krassem Widerspruch zu den Erklärungen der kommunistischen Presse, daß die russischen Getreidespenden für die Ruhrbevölkerung aus den„Ueber- schössen" der Sowjetregierung stammen. Tagung der Z. Internationale. Das geschaftsführende Präsidium der Exekutiv« der 3. Internationale hat beschlossen, die Exekutiv« zu einer Pienartaguag im Mai einzuberufen. Visher sind folgende Punkte der Tagesordnung festgesetzt: Di« Ruhrbefetzung: die weitere praktisch« Durchführung des Kampfes um die Einheitsfront: die Bekämpfung des Fascismus: die Vetriebsrätebewegung: die Ar- teiterbewegung in England: die bevorstehende Vereinigung der 2. und der Wiener Internationale.« Veleuchtungsquelle gehoben und der Kameraverschluß öffnet sich selbsttätig: durch die Glosbuchstaben' fällt Licht, und so wird die Zelle auf einem Film aufgenommen, der dann in üblich« Weis« weiterbehandelt und zum Uebertragen auf die Zinkplatte, von der b« Druck erfolgt, benutzt wird. Dos Bild der Zeile kann ver» großen oder verkleinert werden, so daß von einer Schrift die ver- {chiedensten Grade zu erzielen sind. Die Maschine wird bereit» ifir den Satz von zwei Zeitungen benutzt, deren Druck dann in Ossset erfolgt. Wie alt war Methusalem? Die 969 Jahre, die die Libel diesem betagtesten der Patriarchen zuerkannt, haben der Wissenschast viel zu raten gegeben, denn es ist natürlich ausgeschlossen, daß die Erz- näter wirtlich dos hohe Alt««reicht hätten, daß in ein« solchen Zahl van Jahren nach unseren Begriffen ausgedrückt ist. Man nimmt daher an. daß die Menschen in den Anfängen der Entwicklung Mondjahre hatten, also daß das, was wir ein Jahr nannten, einen Monat bei uns entspricht. Danach würden die 969 Jahre Methusalems auf 78% Jahre zusammenschrumpfen, wenn man das„Mondjahr" mit 29M Tagen rechnet. Noch dem Mond- jähr scheint man nach einem.Lahr" von S Monaten gezählt zu haben, wobei wohl die fünf Finger der Hand eineJRolle spielten. Nach diesem Fünfmonatsjahr gerechnet würde das dem Abraham in d« Bibel zugesprochene Alt« von 17S Jahren 72 Jahren, und Isaaks Alt« van 180 Jahren 74 Jahren bei uns entsprechen. Man hat auch behauptet, daß Jakob während seines Aufenthaltes bei Laban ein Jahr kennen lernte, daß zu 6 Monaten gezählt wurde. Sein Alter von 147 Jahren würde dadurch auf etwa 73 Jahre herabgesetzt. Dos Jahr zu 12 Monaten Ist zuerst von den alten Legyptern in die Zeistechnung eingeführt worden. ?er Poribe«»« iKuriiirltendamm 231}«öffnet am 88. eine K-vektwauSstellung von Gemälden und Aquarellen van Annemarie Kruse- von Jakinon», sowie Slulptur«� Porträttütte» und Setamiken von Igor von Jaktnow. ArchSologische Vorträge. Die siaatlichevMuseen veranstalten vom S.bit lt. April ou» Anlatz deSArchSologischevFerienkursuS für Lehrer und Lehrerinnen höherer Lehranstalten folgende D ortrö ge, zum Teil mit Lichibildern: 1. 5. April, 7'f.Uir abends, S uttaS Dr. Scharsf:.HäuSlich«SLebcn im alten kl egvptcn", Ort: Hörsaal de» Kunstgewerbemuseums. Prinz.Nlbrecht.Ztr, 7a.. 2. 6. April, 7'/. Uhr abend«, Jtufto« Dr. A n d r a e:.ZZohnhau« und Geräte in Alsur und Sabvlon'. Ort: Wie zu 1. 3. 7. April, 7'/, Uhr abend«, Geheimrat Dr.Siegond:»Da« griechische DohntauS und seine Einrichtung', Ort: Hörsaal de« Museum« für Dölkerkunde.«öniggrStzer Str. 120. 4. S April. 7'/, Uhr abend«, Rullos Sr Köster:. S chtss« und S ch iss a b rt imAltertum'.Ort: Die»u t. ö. 10. April. 7*1, Uhr abend«, Geheimrat Prof. Dr. Witcken: . Ar» ö olo g i ich- Erg eb n iss« der? a p p ru i s o r s ch u n g'. Ort: Nie zu 1. 6. 11. April, 7'/» US? abend«, Obcrstudirndiretlar St. Gold deck:.D-tantite Neltbild', Ort: Wie zu 1.— ES haben w beschränktem llmsang auch Personen Zutritt, die nicht am KuisuS teilnehme», gegen Söiung von Sintritttlarten zu je«00 M.(die ganze Steihe 2b00 Ol). EintrittSlaricn mr die ganze Reih- sowie für Einzeloorträge find com 29. Mörz ab beim Kastellan de» Allen Museum« am Lustgarten und sür SinzeloanrSge auch an dem betreffenden Saaleingang eine halbe Stunde r.ot Beginn des Dortraae« zu haben. Die München« KunstauSfielluug 1923 im WlaSPaloft wird am 1- Juni«röjfnet. Die Aujstellerpapiere sind gegen Bezahlung der Selbstloste» ad 3. April im Sekretariat des Glaspalopes erhältlich. ftaf der Suche nach Koks. Aus dem Ruhrgebiet. 26. März.(Eigener Drahtbericht.) Dm Sonntagmorgen um 6 Uhr rückte auf der Zech«„R Heinbaben" bei Gladbeck«in Bataillon Belgier an und besetzte sämtlich« Anlagen. Damit machen die Belgier zum erstenmal selbst den Versuch, sich auf diese Weis« Koks und Kahle unmittelbar von den Zechen zu beschoffen. Den Sonntag haben sie vermutlich des- halb gewählt, weil sie an diesem Tage mit keinem großen Wider- stand der Arbeiterschaft rechneten. Der Betriebsrat«klärte jedoch sofort, daß die Arbeiterschaft die Arbeit niederlegen und nur die Notstandsarbeiten verrichten werde, solange belgisches Mili- tär die Zeche besetzt Halle. Tatsächlich ruht« die Arbeit am Montag- morgen vollständig. Der Lorsitzends des Betriebsrots ist Kam- munist! Die Zeche„Rheinbaben" beschäftigt insgesamt 0000 Ar- better und förderte durchschnittlich 2600 Tonnen täglich: sie ist die größte staatliche Zeche im Gebiet von Recklinghausen. Auch die Franzosen sind am Sonntag zur Besetzung weiterer Zechen, so „Schlegel" und„Eisen" bei Westerholt, geschrillen. Auf d« Zeche „Eoncordia" haben sie am Sonnabend mit dam Abtransport von Kohle begonnen. Um die Schwierigkellen, die den Franzosen und Belgiern durch Erhebungen der lOprvzentigen Ausfuhrabgab« aus dem besetzten Gebiet mll England«wachsen sind, zu beheben, hoben sie zwischen Denrath und Düsseldorf-ReichhÄz«ine neutral« Zone von hundert Meiern geschaffen. Dadurch gelangt die Wave aus dem englischen Gebiet zunächst in unbesetztes deutsches Land, woraus Franzosen und Belg!« dann die Ermächtigung zur Erhebung d« Abgabe Herletten. Vom Kriegsgericht in Hattingen find ein gewiss« Karl Rosseck und Josef Hock in contumecie zum Tode verurteilt worden, weil sie seinerzeit auf dem Dahnhof in Bochum mtt einigen franzo- fischen Soldaten zusammen genächtigt hatten, von denen später einige gestorben sind. Verkehrserfolge. Die Franzosen haben nach eigenen Angaben 20 000 Kilometer der deutschen Reichsbahn besetzt und lassen darauf täglich 137 Per- sonenzüge verkehren. Zum Beweis für die sich ständig steigernde Benutzung dieser Militärzüge durch die deutsche Bevölkerung führten sie jetzt als Beispiel an, daß die kranzösisch« Milttärbahn im besetzten Gebiet innerhalb fünf Togen 22 Millionen Mark an Fohrgeldern eingenommen habe. Diese Zahlen, die die Franzosen selbst an- geben, ermöglichen folgende Berechnung: Bon der Einnahme von 22 Millionen Mark entfallen bei 20 000 Kilometer 1100 Mk. auf 1 Kilomet« bei 137 Zügen und in' fünf Tagen: auf einen Zug also der 137. Teile gleich 8,02 Pik. und auf einen Tag 1,60 Mt. Legt man den Fahrpreis 4. Klasse mtt 16 Mk. für den Kilomet« zu- gründe, so ergibt sich, daß die Franzosen nach ihren eigenen De- Häuptlingen in den als besondere Leistung«wähnten fünf Tagen an einem Tag auf je einen Kilometer'/» Person befördert haben. Daß das etwas wenig ist, wird selbst jeder Franzose zugeben müssen, der diese Berechnung selbst aufmachen kann. 137 Zuge zur Be- wältigung dieses„Verkehrs" täglich laufen zu lassen, sieht nach reich- licher Verschwendung aus, ganz abgesehen davon, daß bis heute weder die genannte Zahl an Zügen täglich führt, noch die genannten Einnahmen«ziett sind. Seschlagnahme üeutstber Reparationsgüter. Paris. 2«. März.(E(5.) Das Ministerium für öffentliche Ar- betten veröffentlicht folgende Not«: Die Interalliierte Rhein- landkommiffion und das Generalkommando der Rheinarm«« ordneten am 16. und 23. März die Beschlagnahm« jener von französischen Geschädigten in Deutschland bestellten Waren an, die sich im besetzten Gebiet befinden. Dos französifch« Bureau für die Rückerstattung in Wiesbaden hat Austrog, diese Ber- ordnung durchzuführen. Es besitzt eine List« aller von den Fron- zofen bestellten Waren. Diese sollen noch ihrer Beschlagnahm« durch das Wiesbaden« Bureau nach Frankreich geschafft werden, und die Geschädigten werden die bestellten Waren dann zu den früh« vereinbarten Bedingungen erhalten. Sie können sich wegen aller nötigen Auskünfte an das Wiesbadener Bureau wenden und dort auch über das Eintreffen von Lieferung«» Erkundigungen einziehen. Geschädigt», die Deutschen im besetzten Gebiet Aufträge zugehen ließen und«fahren haben, daß die betreffenden Waren im besetzten Gebiet logern, können sich gleichfalls an das Bureau wenden und ihm von dem Lagerort Mitteilung machen, damit die Waren de- schlagnahmt w«den können. Andttersetts wurde die Beschlagnahm« jener Waren angeordnet, die von den Franzosen im freien Handel bestellt und im voraus bezahlt worden waren. Auch zur Durch- führuug von Beschlagnahmen, solcher Waren ist das Wiesbadener Bureau befugt. Di« französischen Geschädigten sollen alle für die Beschlagnahm« der betreffenden Waren notwendigen Mitteilungen machen, damit diese vorgenommen werden kann. Interalliiertenbesprechung m Mailanü. Pari», 26. März.(WTD.) Nach«in« Havas-Meldung aus Rom ist Mussolini nach Mailand abgereist. Zu gleich« Zeit wird aus Brüssel berichtet, daß auch der belgische Außenminister Jaspar heute abend nach Mailand abreisen wird. Sospor reist, wie„Pettt Parisien" mitteilt, aus privaten Gründen nach Itakien, wird ober in Mailand mtt Mussolini«in« Besprechung haben. Auch d« polnische Außenminister StrzVnsti werde in Mailand mit Mussolini»«handeln. Schweiz unü Internationale. Di« G«schZftsl«itung der schweizerische« Sozialdemokratischen Partei beschloß in ihr« letzten Sitzung, dem in Osten zusammen« tretenden Parteworstind folgende Anträge in bezug auf die Wied««richtung der Internationale zu imterbreiten: 1. Die Partei«klärt sich bereit, an der Vorbesprechung der Wien« sozialistischen Internationale teilzunehmen. 2. D« Beteiligung am Hamburger Kongreß zur Herstellung d« Internationale wird zugestimmt, falls die Wien« Int«- natianale.es beschließen sollte. 3. Die Grundsätze d« Wiener Internationale werden als Basis für die künstige International« vorgeschlagen. 4. die allfälligen Anträge und Bedingungen für den Wied«- aufbau der Internationale sollen d« Genehmigung des Parteitages unt«lieg«n. Di« das Züricher„Polksrechi" zu dies« Meldung erläuternd bemerkt, bedeute» die vorstehenden Antröge keineswegs, daß die schweizerische Parteileitung nun umgefallen sei und sich für den Ein- tritt in- die Zweite International« erklärt habe. Sollte die Borbe- sprechung d« Wien« Arbeitsgemeinschaft die Beschickung des Ham- bürg« Kongresses beschließen, so würde sich an dies«« auch die schweizerische Partei vertreten lasse», ob« ohne irgend- welch« Bindung für den Beitritt zu d« in Hamburg zu gründenden vereinigten Internationale. Darüber, ob hie schweizerische Partei dieser Internattonale bettritt od« nicht, hätte erst spät« ein schweizerischer Parteitag zu entscheiden, nachdem die Be- schrüsse des Hamburg« Kongresses vorliegen. Rubrfluchtlmge. Die erste Hilfe.— Borsicht v»r Schwindler«: Dar Sozialdemokratische Porlamentsdienst meldet: Zahlreich sind immer noch die Fälle, in denen sich aus den be- setzten Gebieten Ausgewiesene darüb« beklagen, daß sie beim Bs- treten des unbesetzten Deutschland von einer Stelle zur an- deren geschickt werden, ehe sie die zumeist sehr dringend be- nötigte Hilfe erhasten. Vielfach haben diese Beschwerden ihren Grund in der bureaukratischen Art, mtt der sich vielfach die Beamten ihrer Pflicht gegenüber den Ausgewiesenen und Verdrängten ent- ledigen. An der Grenze des gesamten besetzten Gebietes sind an de? Einmündung der wichtigen.Eisenbahnlinien U ebernahm e- stellen errichtet, die die erste Betreuung und Weiterleitung der Per- drängten besorgen. Die F ü r s o r g e r i ch t l i n i« u, die allen irgendwie in Betracht kommenden Behörden und Berufsvertretun- gen bekanntgegeben find, fußen auf dem Grundsatz der Erstattung des Verdienstaussalls, Entschädigung für Umzugskosten und für doppelten Haushalt. Fürsorgeb«echtigt sind alle ausgewiesenen oder durch Maßnahmen d« Desatzungsbehörden oder aus anderen zwingenden Gründen zum Verlassen des Gebietes genötigten Personen. Die Kommunen sind durch ein Notgesetz verpflichtet, Rhein- und Ruhr» mdräugten i« erster Linie Unterkunft zu gestatten. Der Vermittlung lohnbringender Tätigkeit gilt das Hauptaugenmerk. Sie erfolgt noch einem Abkommen mtt dem Reich sarbettsmimsterium in engster Zusammenarbeit mtt den Lon- desmckeitsämtern und den öffentlichen Arbeitsnachweisen. Für die freien Berufe nutzt das Rote Kreuz, das zusammen mtt dem de- hördlichen Apparat arbeitet, seine besonderen Beziehungen aus. Der ergänzenden privaten Fürsorge in Fällen, sür die die amtliche Für- sorge nicht in Frage kommt, sollen sich die großen V«bSnde der freien Wohlfahrtspflege aus Mitteln des deutschen Dollsopfers be- fleißigen. Die Fürsorge für allegewiesene Beamte und Redakteure liegt in den Händen der ordentlichen Behörden. Das Rote Kreuz ist im besetzten Gebiet bei Behinderung der B«- Hörden durch erste Hilfeleistung bei Gewährung von Vorschüssen, dem Herausschaffen des Hausrats und der Beschaffung und Her- stellung von Wohnungen im unbesetzten Gebiet tätig. Die Zahl d« nichtbeamteten Fürsorgeberechtigten ist glücklich«weise noch nicht so groß und belauft sich zurzeit auf nicht mehr als 1000 Personen. Wie bei allen großen Flüchllingsbewegungen, so sind auch jetzt wieder ungeheuer viele Abenteurer und Schwind- ler dabei, die Konjunktur auszunutzen. Man spricht davon, daß rund 30 Proz. oller Gesuche um Hilfe und Fürsorge von Sttiroinb- lern und Abenteurern gestellt werden. Die gesamte Oeffentlichkeit hat daher äußerste Vorsicht gegenüber solchen Existenzen zu üben. �Wahrheitsbeweis erbracht". Vor der Erfurter Strafkammer stand vor kurzem der Schriftleiter Wendel von d«„Mitteldeutschen Zettung". Erfurt, als Angeklagt«, Klag« war der Stadtrat zu Ger». Wendel hatte im Frühjahr 1922 m einem Bericht behauptet, in Gera herrschten skandalöse Zustände im Schulwesen, der Seiter des Schulamts{ei unfähig zur Führung seines Postens. die überstürzte Einführung ein« Bersuchsfchuke habe das ganze städtische Schulwesen in Verwirrung gebracht und desgleichen mehr. Für den beleidigten Lest» des©thukornts stellte der Oberbürgermeister Strafontrag. Als Zeugen waren vom Verteidig« des Deklagten geladen: zwei Lehrer d« Perfuchsschule, drei Lehrer der übrigen Geraer Schulen und der Landtagsabgeordnete Topeziarer- weister Grötsch-G«a, außerdem Kreisschulrot Iunghanns-G«a. Die Verhandlung wurde von den, Staatsanwalt so ge« führt, daß üb« Schulleben. Schulzucht und Lenibetrieb in der Versuchsschule nicht die Lehrer dieser Schul«, sondern andere Zeugen vernommen wurden, die zwar noch niemals in die Versuchsschule hineingesehen hatten, aber fett Bestehen der Ver- suchsschul« diese mtt allen Mitteln bekämpft hatten. Die Der- suchsschullehrer durften dafür über ganz selbstverständlich« Dinge (Klassen-, Schüler, und Lehrerzahl usw.) aussagen. Alles übrige wurde ihnen großmütigst erlassen., Dabei kamen die herrlichsten Dinge zum Vorschein. Lehr« Leube verstieg sich zu der Behaup tung. daß an d« Versuchsschule Nackttänze aufgeführt wer- den. Lehr« Lautenschläger bezeugte, die Versuchsschule sei von den sozialistischen Mehrheiten im Stadtrat, Schuloorstand und Gemeinderat beschlossen worden. Dabei haben Schttlvorstand und Stadttat eine bürgerlich« Mehrheit, und Lautenschläger sitzt selbst mit b«otender Stimme im Schulvor. stand.(Beide Körperschaften, Schuloorstand und Stadttat, haben damals der Einrichtung der Versuchsschule einstimmig zugestimmt.) Und alle diese Aussagen waren eidlich erhärtet! Kreisschulrat Imighamis bestritt in sein« Aussage einige d« gemachten Aus- sagen. So stand Eid gegen Eid. Doch das Recht des An- kiagevertteters, auf frühere Zeugen zurückzugreifen und die Widersprüche zu klären, stand nur auf dem Papier. So kam es, wie es kommen mußt«, der Wahrheitsbe- weis wurde als erbracht angesehen. Zur Kennzeichnung dieses Wahrheitsbeweises möge noch die Tatsache dienen, daß Bor- gäng« im Jahre 1928 herholten mußten, um als Unterlogen für den Wahrheitsbeweis des bewußten Artikels, d« sich mit Vorgängen im Frühjahr 1922 befaßte, zu dienen. Freisprechung des Angeklagten war noch diesem Verlauf der Verhandlung eine Selbsttarständlichkeit. Das letzte Wort in dies« Sache ist jedoch noch nicht gesprochen! »Er soll unser Kaiser werüen!" Lu» Flensburg wird uns geschrieben: Kaum fft etwas Gras gewachsen über die bedauerlichen Verhältnisse in der Marineschule Mürwik bei Flensburg, so erhalten wir jetzt wieder Kenntnis von einem Vorgange auf dem Fernsprechamt in Flensburg, der darauf schließen läßt, daß auch dort m o n- archistisch« Umtriebe im W«ke sind. Der weiblichen Beamtonschast bereitet scheinbar die freiwillige Abwesenhett des Ex- kronprinzen großen Kumm«. Sie befürworte deshalb in einem Rundschreiben seine Rückkehr, wozu sie während des Dienstes Unterschriften sammelt. Auf diesem Schreiben befindet sich auch der Zusatz:„Er soll unser Kaiser werden!" Die Damen in Flensburg folgen damit nur dem bewährten Leffpiel ander« Patriotinnen, die auch in Berlin ihr Unwesen treiben. Wir haben beretts in einigen Fällen davon Mitteilung ge- macht. Will die Reichsregierung diesem monarchistischen Treiben ihrer mehr oder weniger weiblichen Beamten stillschweigend zu- schauen od« erinnert sie sich daran, daß auch noch ein Gesetz zum Schutze der Republik und ein solches über die Pflichten der Beamte» in der Republik besteht? Hugo Skune« in Rom. Ueber die Besprechungen, die Hugo Stinnes mtt dem Präsidenten der American Steel Eorporatton, Gary, in Rom gefuhrt haben soll, erfährt der Korrespondent der ,.Information" in Rom, man nehme an, Stinnes habe Gary ersucht, seinen Einfluß auf die ameriranischeN Industriellen dahin gellend zu wachen, daß diese Deutschland in der jetzigen Knsis Hilfe brächten. Gewerkschaftsbewegung Verschuldung durch Arbeit. Zu unserer unter obigem Titel in Nr. 126 vom 16. März ver Effentlichten Zuschrift des Verbandes der Gemeinde- und Staatsarbeiter schidt uns die Deputation für das Gefundheitswesen nachstehende Erklärung: reten Rampf in weitgehenbftem Maße moralisch zu unterfügen. Ganz besonders wenden wir uns aber an die Kollegen der Epedis tions- und Schwerfuhrwertstutscher, fowie an die Kollegen in den Margarineniederlagen und bitten um strengste Solidarität. Deutscher Verkehrsbund( Lebensmittelbranche). Feftgenagelt. Zum Streff der Saarbergarbeiter. Die Notverordnung im Saargebiet macht sich bereits bemerkbar. Diese Notverordnung, die mit fünf Jahren Gefängnis und 10 000 Frant Geldstrafe denjenigen bedroht, der in einer den öffentlichen Frieden" gefährdenden Weise verschiedene Teile der Bevölkerung" des Gaargebietes durch Drohungen, Beschimpfungen oder Berächtlichmachung" gegeneinWir haben die bewußte Spaltungsarbeit der BD. im Eiſen Bereins- und Bersammlungsleben gefährdet, durch die Vereine und ander öffentlich aufreizt", die das Gewerkschaftsleben wie das ganze Es trifft nicht zu, daß Waschküchen-, Haus- und Stationsgestellt. Wir haben weiter durch ein Rundschreiben der KPD. an offenbar gegen den Streit der Bergarbeiter. Diese Notbahnerverband wie im Baugewerksbund hier dokumentarisch feft: Bersammlungen verboten und aufgelöst werden fönnen, richtet sich mädchen als„ nebenberuflich tätig angefehen werden. Sie be- bie tommunistisch befeßten Berliner Ortsverwaltungen aufgezeigt, verordnung fann nur der Einschüchterung und Knebelung dienen, tommen den vollen Tariflohn für weibliche Arbeitskräfte ihrer daß die KPD. den Zeitpunkt für gefommen hielt, mit einer fepara- nicht aber der Not der 100 000 zur unfreiwilligen Untätigkeit verAltersstufe. Eine Trennung der nur mit Reinigungsarbeiten tistischen Aftion" hervorzutreten. Wir haben weiter festgestellt, urteilten Arbeiter und der 250 000 bis 300 000 2ngehörigen der aus Beschäftigten von den übrigen Arbeiterinnen hat nur vorüber- daß weder die Mitglieder noch die Funktionäre der Ortsverwaltun 700 000 Röpfen bestehenden Gaarbevölkerung. gehend( zweite Januarhälfte) stattgefunden. gen, deren Namen man unter den Aufruf zu einer Kundgebung Der tägliche Betöftigungsfag in den Anstalten der Stadt der KPD. gesezt hatte, darüber befragt worden sind. Berlin für dort verpflegte Angestellte und Arbeiter beträgt 2553 m, nicht 4274 M. Damit fällt jede Gefahr der Verschuldung durch die Erstattung der Naturalbezüge ohne weiteres meg. Die Arbeiterinnen der Anstalt Gütergoz erhalten den Lohnfah nach Ortsgruppe E( nicht F), der für weibliche Arbeiter in der Stunde 36 M.( nicht 150 m.) weniger beträgt als in Berlin. Demnach wäre der Stundenlohn in Gütergot statt 589 m. nur 553 M. ( Arbeiterinnen über 24 Jahre). Dazu ist zunächst zu bemerken, daß die Deputation für das Gefundheitswefen etwas berichtigt, was wir nicht geschrieben haben. Wir haben nicht Beschwerde erhoben über eine Trennung der nur mit Reinigungsarbeiten Beschäftigten von den übrigen Arbeite rinnen, sondern im Gegenteil die Tatsache hervorgehoben, daß die Waschküchens, Haus und Stationsmädchen nach dem Tarif der Reinemachfrauen entlohnt werden. Soweit der Beföftigungssag in Frage tommt, ist er durch die Verfügung 242 des Magistrats vom 1. März auf 4274 M. festgesetzt worden. Diese Verfügung ist allerdings inzwischen aufgehoben worden. Was insbesondere die Arbei terinnen der Anstalt Gütergog betrifft, so ist es allerdings richtig, daß diese den Lohnfah nach Orisgruppe E erhalten, der aber in Gütergotz nicht 553 M. für Arbeiterinnen über 24 Jahre, sondern, wie wir schrieben, 436 m. beträgt. Die Deputation für das Gefundheitswesen berücksichtigt auch nicht, daß Arbeiterinnen unter 24 Jahren wohl denselben Beköstigungsfah zu zahlen haben, aber einen viel niedrigeren Lohn erhalten. So befommen jugendliche Arbeiterinnen von 14 bis 17 Jahren 82 bis 319 M. die Stunte, von 18 bis 24 Jahren 365 bis 435 M. Diese Säge gelten für Berlin und find für die Orte der Umgebung niedriger. Aber selbst nach diesen Sägen beträgt der Wochenlohn bei einer 48stündigen Arbeit für eine 14jährige Arbeiterin 3868 m, für eine 17jährige Arbeiterin 15 312 m., während der Betöftigungsfat allein auch nach dem neuen Sag 17871 M. beträgt. Da noch andere Abzüge für Steuern usw. vom Lohne gemacht werben, haben alle diese Arbeiterinnen 3 ufchiffe zu zahlen, um nur ihr Koftgel aufzubringen. Die schwere fittliche Gefahr, die fich aus diefer Tatsache ergibt, mirb niemandem entgehen. Wir find feineswegs der Auffassung, daß ein Betöftigungsfag von 2553 M. pro Tag zu hoch gegriffen ift. Er ist eher zu niedrig. Die Schlußfolgerung, die wir aus dieser Latfache ziehen, ist eine allgemeine. Sie trifft nicht nur auf die städtischen Arbeiterinnen zu. Unsere Arbeiterinnen im allgemeinen, wie auch ein großer Teil unserer Arbeiter geraten bei den heutigen Löhnen entweder in Schulden, oter aber und das ist die Regelfie gehen geistig und fürgerlich langsam zugrunde. Erhöhung von Unterstützungssägen. BT In der Saarbrüder Volksstimme zeigt Genosse RimmSie irrt sich aber gründlich, wenn sie glaubt, sie dadurch aus der bestimmungsrechts der Arbeiter im Wirtschaftsprozeß sowie des Diese Feststellungen sind der Roten Fahne" sehr unangenehm. des Wirtschaftsfriedens dient, durch gefeßliche Regelung des Mitrig, daß eine andere Notverordnung, die zur Wiederherstellung Welt zu schaffen, daß fie fie abschwört oder verschweigt. Unsere Schlichtungswesens weit notwendiger und besser fei, um die„ OrdGenossen werden sie den Abgeordneten der Münzstraße schon unter nung und Sicherheit" im Saargebiet wiederherzustellen. die Nase reiben. Was nun das Ausschlußverfahren gegen die kommunistischen über ihre Lohnforderung auch nur zu verhandeln, fehrt die franAnftatt mit ten Organisationen der streifenden Bergarbeiter Mitglieder des Baugewerksbundes betrifft, bestritt die Rote Fahne", zöfifche Bergwerksverwaltung den brutalen Machtstandpunkt hervor daß die Bezirksleitung der KPD. irgendwelche Schritte gegen die und gedenkt die 70 000 Bergarbeiter durch Hunger niederzuzwingen. tommunistischen Mitglieder des Baugewertsbundes unternommen Den Zeitpunkt bis dahin sucht man durch Spigelwirtschaft und habe. Wohl hätten einzelne Mitglieder des Verbandes der Aus militärisches Machtaufgebot vergeblich zu beschleunigen. Am 23. März geschlossenen dahingehende Anträge gestellt, die Bezirksleitung habe wurden Streifpoften aus Geislautern, Fürstenhausen und Clarendiese Anträge jedoch abgelehnt. und Gendarmerie überfallen und ohne jegliche Veranlassung mißthal frühmorgens plöglich von französischer Kavallerie, Infanterie handelt, zum Teil mit blanker Waffe. Die Mißhandlungen waren teilweise fo schwer, daß einige Leute befinnungslos liegen blieben. Neun Personen wurden verhaftet und gefesselt abgeführt. Ein Arbeiter wurde sogar ans Pferd gebunden, wobei ihm die Kleidungsftüde buchstäblich vom Leibe geriffen wurden. Ferner wurde ein Arbeiter nach Lothringen verschleppt. Auch von anderen Ausschrei tungen des Militärs gegen Streifende wird berichtet. Darauf haben wir den Wortlaut der Schreiben der Bezirksleitung der KPD. an die kommunistischen Mitglieder des Baugewerksbundes veröffentlicht. In diesen Schreiben heißt es aus brücklich:" Auf Antrag des Verbandes der Ausgeschlossenen Wie versucht die Rote Fahne" sich nun aus der Klemme zu ziehen? Sie schreibt:" Der Borwärts gesteht feine Lügen ein!" was fie sonst noch schreibt, ist so dumm, daß jedes Wort darüber die Mühe nicht lohnt. Wir stellen also fest: Die Kommunisten spalten bewußt die Ge merischaften. Sie mißbrauchen dazu die Unterschriften von Dr. ganisationen und terrorisieren ihre eigenen Mitglieder. Berliner Ortsverwaltung der Eisenbahner. Da die Rote Fahne" in Nr. 68 unter dem Titel Der Rampf um die Berliner Ortsverwaltung des DER." eine Darstellung peröffentlichte, die in vielen Buntten nicht den Tatsachen entspricht, forderte der DEB. eine Berichtigung, die er uns zur Berfügung stellt. Wir entnehmen derselben: linmahr ist, daß es die Amfterdamer mit der Wahrheit nicht so genau nehmen",„ daß es bewußter Schwindel sei, wenn die Ortsverwaltung in der Mittwochausgabe des Borwärts" meldete, daß sich die Zahlstellenverwaltungen von Köpenid, Tempelhof, Lichterfelde hinter die alte Ortsverwaltung gestellt haben". Die Streifleitung der Saarbergleute mendet sich in einem Auf ruf an die Belegschaften gegen die geftisfentlich verbreiteten Gerüchte zur Berwirrung der Streifenden. Zumal von einer baldigen Bei legung des Stre'fs oder von Berhandlungen zu diesem Zwed ist der Streifieitung nichts befannt. Sie mahnt die Kameraden, sich durch nichts irre machen zu lassen. Es handle fich nicht nur um eine Er höhung der Löhne und um die Wiedereinstellung aller Streifenden, sondern auch um die Erhaltung und den Ausbau der in jahrzehntelanger Arbeit mühsam erworbenen Rechte. Die bisher so muster haft gewahrte Disziplin und Ordnung sowie die geschlossene Einigfeit der gesamten Streifenden muß allen gegnerischen Versuchen zum Troh weiter erhalten bleiben. Ohne Berhandlungen mit den Drganisationen feine Wiederaufnahme der Arbeit. Die Folgen der Ruhrbesetzung. Bahr ist: In Röpenid hatten zum 19. März Anhänger der Oppofition im Berfolg der in der Funktionärtonferenz der Oppo- Auch in Frankreich wirkt sich die Belegung des Ruhrgebiets fition ausgegebenen Parole eine Bersammlung einberufen. Die wirtschaftlich immer stärker aus. Infolge des Löschens vieler Hoch Mehrzahl der Versammlungsteilnehmer protestierte gegen die An- öfen und des Ausbleibens der Ruhrkohle hat nicht allein die Arbeitsmaßung der Versammlungseinberufer, worauf die Einberufer mit losigkeit erheblich an Umfang zugenommen, auch die Preise sind ganz ihren Anhängern, insgesamt 26 von 77 Versammlungsteilnehmern, merklich gestiegen, so daß eine allgemeine Entwertung er die Berfammlung verließen und die rechtmäßige Zahlstellenleitung Reallohne eingetreten ist. Um diese Entwertung der Reallöhne die Versammlung weiterleitete. In Tempelhof hat am 19. März auszugleichen, hat der französische Gemertschaftsbund eine allgemeine eine ordnungsgemäße Bersammlung stattgefunden, die von mehr als tion zur Anpassung der Löhne an die Leuerung 300 Mitgliedern besucht war und gegen eine Stimme beschloß, nur eingeleitet. Wie aus Paris gemeldet wird, haben am Sonntag die die rechtmäßige( alte) Drisverwaltung anzuerkennen. In der Ver- Delegierten der Pariser Metallarbeiter den Beschluß gefaßt, von den fammlung am Dienstag waren nur 120 Kollegen anwesend, die Unternehmern eine Lohnerhöhung von 5 Fr. täglich zu verlangen. Der Reichstag hat ein Gesez zur Aenderung des Gesezes über allerdings mit. ca. 80 Stimmen den Beschluß faßten, sich hinter die Die Meldung fügt weiter hinzu, daß die Delegierten beschlossen Rotstandsmaßnahmen zur Unterſtügung von Rentenempfängern der nichtbestätigte, also unrechtmäßige Ortsverwaltung, zu stellen. Ein haben, im Beigerungsfall sofort den allgemeinen Streit zu be Invaliden- und Angestelltenversicherung angenommen, wonach die berufen war diese Versammlung von Anhängern der Opposition, schließen. Dieses Vorgehen dürfte nicht vereinzelt bleiben, und es bisherigen Unterstüßungsfäße und sonstigen Geldbeträge des Not nicht von der Zahlstellenleitung. Die am 19. März in Lichtert anzunehmen, daß wir in Frankreich einer Periode wirtschaftlicher standsmaßnahmengeseges vom 1. März 1922 an berbierfat. fel de stattgefundene Versammlung war ebenso einberufen von Kämpfe entgegengehen. für Drte bes befeßten Gebiets, des Einbruchsgebiets und für die Anhängern der Oppofition im Verfolg der angeführten Barole mie thnen gleichgestellten Bezirle verfünffact werden. Die für in der Zahlstelle in Köpenid. Als Einberufer bezeichneten fich: Bosy, die Unterstügung maßgebende Gesamtiabreseintommens Flatau und Langwisch, die sich als Zahlstellenleitung, eingesetzt von grenze ist danach, zum Beispiel bei Invalidenrentenempfängern der neuen Ortsverwaltung, bezeichneten. Mit allen gegen drei auf 480 000 m. im nicht befekten Deutschland und auf 600 000. Stimmen( von ca. 65 Anwesenden) wurde das Bureau abgesetzt in den befegten Gebieten usw. erhöht worden. Erwerbsunfähige, und mit dem gleichen Verhältnis beschloffen, nur eine fagungsunterhaltsberechtigte Ehegatten im Hausstande von Rentenempfängern gemäße Ortsverwaltung anzuerkennen. find den zulageberechtigten Kindern des Rentenempfängers gleich. geftellt worden. Das Gesez wird demnächst veröffentlicht. Streit im Buttergroßhandel. In einer Bersammlung der Kutscher, Arbeiter und Arbeiterinnen aus den Betrieben des Buttergroßhandels berichtete am Sonntag vormittag Schult vom Deutschen Verkehrsbund über die bis. herigen Lohnverhandlungen mit den Arbeitgebern. Die Sohn tommission war in allen Stadien der Verhandlung ftets bereit, mit den Arbeitgebern eine Berständigung berbeizuführen, die je doch an dem Starrfinn der Unternehmer scheiterte. Große Erregung rief es bei den Verfammelten hervor, als der Referent berichtete, daß die Arbeitgeber erklärt haben, teine Lohnzulage gewähren zu können und daß es wohl möglich fei, mit 40.000 m. auszukommen, da fast alle Lebensmittel um 50 Broz. im Preise gefallen feien. Rach einer sehr lebhaften Aussprache, in der verschiebene Redner das Verhalten der Unternehmer scharf geißelten, befchloß die Versammlung gegen drei Stimmen, gestern Montag früh in den Streit zu treten. Folgende Firmen werden bestreift: Gebr. Eisenhuth, Gebr. Gause, Gebr. Groh, R. Göze, Butterhandlung Haufen fen., A. Kruse, Gebr. Manns, Martule u. Drbach, C. Menges,. Pleß, F. Reichelt, D. Reichelt G. m. b. S., Schulze u. Sohn, C. Simon, Ballentin u. Co., C. F. Bienstrud und Nordd. Meiereien. Wir bitten die Arbeiterschaft, die Streifenden in ihrem geUnmahr ist ferner, wenn behauptet wird:" Die erweiterte Ortsverwaltung, die etwa 50 Mitglieder umfaßt, war nur von 28 Mitgliedern besucht, davon maren ein Teil gar feine von den Mitgliedern gemählten Funktionäre." Wahr ist: Die erweiterte Ortsverwaltung umfaßt 43 Mitglieder, bei der Beschlußfaffung waren 28 Kollegen anwesend; die Sigung mar also beschlußfähig. Alle Mitglieder der erweiterten Ortsvermaltung sind rechtmäßig gewählt worden. Weiter ift unwahr, menn gesagt wird:„ Die Hege der Eisenbahner zeigen, daß die Schädlinge der Gemertschaftsbewegung Amsterdamer DEB.- Bureaufraten und des Vorwärts" wird jedem bern in jenen Reihen zu suchen sind, die die als politische Phantasten nicht in den Reihen der neugewählten Ortsverwaltung figen, fonund Verbrecher bezeichnen, die für die Demokratie und das Mitbestimmungsrecht der Mitglieder in dem Verband eintreten." Unleugbare Tatsache ist es, daß die Ortsangestellten sich bei jeder Gelegenheit alle Mühe gegeben haben, ausgleichend zu mirfen, was auch von der Opposition zumeilen anerkannt wurde. Ins befondere in der letzten Sitzung der erweiterten Ortsverwaltumg maren es die befoldeten DB.- Mitglieder, die nochmals einen Appell zur Berständigung abgaben. In der in dem genannten Artikel angeführten Notiz über die Bahlstelle Grunewald ist ferner irreführend die Behauptung, die Bersammlung nahm einen Antrag an, dem abgefägten ersten Bevollmächtigten Beefer nur eine halbe Stunde Redezeit zu gemähren". Beefer war in dieser Bersammlung gar nicht anwesend. Billiger Oster- Verkauf Verkauf soweit Strumpfwaren Damen- Füsslinge Baumw, gewebt, schwarz, leder 450.Strümpfe für Damen, Baumw, gewebt, schwarz.. 1650.- 2450.Damen- Strümpfe Mako, gewebt, schwarz u. farbig Damen- Strümpfe Trama Seide, in vielen Farben.. 3600.15000.Damen- Strümpfe mit kleinen Webfehlern Flor Vorrat Trikotagen Schlupihöschen für Damen, Baumw, gewebt, farbig Herren- Artikel 4500.- Oberhemd höhung der Löhne und einer Neuregelung der Arbeitszeit zwischen Landarbeiterffreif in England. Die Verhandlungen wegen Er den Landwirten und Landarbeitern der Graficaft Korfoll find pe icheitert. Deshalb ist der Generalftreit erklärt worden. Man nimmt an, daß 15 000 Arbeiter in den Ausstand treten. Zentralverband der Angestellten. Organisationen. Mitgliederversammlung heute 7 Uhr in Haverlands Festfälen, Neue Friedrich ftr. 35. Berantwortlich für den rebatt. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: b. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Budbruderei u. Berlaasanftalt Baul Singer u. Co., Berlin, Lindenstr. 3 Sieran 1 Beilage. Was kostet Betriebsstoff? Viel Geld! Also benutze„ Conticord", er ist besonders elastisch und dadurch schnell bei geringem Betriebsstoffver brauch. Willst Du Geld sparen, dann fahr Continental Cord Bilder- u. Gemälde- Ausstellung Stock Ganz besonders günstige Kaufgelegenheit in Original- Oelgemälden, Aquarellen, Radierungen usw. Original- Radierungen... Cabinet 650.- Folio 2700.Damen- Handschuhe Mengenabgabe vorbehalten Weisswaren Trees, Portal mine 19500.- I printen mit 3900-4900- Morgenbaub.1250-2400gefütterte Brust, Ia Perkal, mit Umlegemanschetten und 2 Kragen. Damen Hemdhosen 5800.- Sportkragen Baumwolle, weiss, ohne Aermal Herren- Hemden mit farbig.Einsätzen, alleGrössen Herren- Garnituren Jacke und Beinkleid, alle Grössen.. 6800.Damen- Taschentücher 175.mit Hohlsaum .. Stück Damen- Taschentücher 225.mit Hoblesum und gestickter Ecke... 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Von ihrer Höhe sieht man im Südwesten silberne Streifen des Müggelsees und die breite Silhouette der Müggelberge, während im Nordwesten die Schornsteine der Rüderdorfer Kalksteinfabriken grüßen. An manchen Sonntagen zieht zu diesen unscheinbaren Hügeln eine seltsame Prozession: junge Männer ziehen einen zweirädrigen Karren, der aus der Ferne wie ein vorweltliches Ungeheuer, ein Riesendrachen anmutet. Am Fuße'des höchsten der kleinen„Berge" hält der Zug und die jungen Leute stürzen sich auf das Ungeheuer, zerren an seinen Flanken, reißen Stücke heraus und im Handum- drehen sind die beiden Gummiräder des Karrens verwaist und neben ihnen wächst ein Riesenvogel auf dem Felde: ein Segelflugzeug des Berliner Vereins für Segelflug von 8 Meter Spannweite. Dann packen sie den Vogel und tragen ihn sorgsam auf den Kamm des Hügels. Dort prüfen sie Richtung und Geschwindigkeit des Windes, untersuchen ihr Fahrzeug sorgsam und— warten. So war es am letzten Sonntag. Der Wind war schlafen gegangen, der Müggelsee, dpr so prächtig toben kann, lag ausgebreitet wie ein Spiegel, kein Hauch trübte die weite Fläche. Der Windmesser auf dem Flughügel rührt sich nicht, eine„ideale" Flaute und eine restlose Pleite für die flugbegeisterten Leute. Kinder traben im Laufschritt heran, auch Er- Äachsene nähern sich nicht minder wißbegierig. Wie aus dem Boden gewachsen sind mit einemmal auch Amateurphotographcn da und warten auf den bekannten günstigen Augenblick. Allein, der Wind schläft und die Sonne scheint dazu so mollig, daß sie alle verzweifeln könnten, und über den Hügeln ziehen in schnellem Fluge kleine Vögel, und ein paar Krähen krächzen, frech und spottlustig. Zur Abwechslung läßt man das prächtige Modell eines Segelflugzeuges ahschmirren. Elegante Kurven fahrend, auf- und niedersteigend schwebt es davon und erweckt die helle Begeisterung der Jugend, die ihr« Berne regt, um es alsbüld nach dem Händen wiederzuholen. Das geht nun eine ganz« Weil« so. Das Modell fliegt ausgezeichnet und der große Vogel steht lendenlahm auf dem Hügel. Endlich ein zarter Sufthauch. Hoffnung keimt leise auf: man wird doch noch fliegen. Plötzlich schnurrt der Windmesser los. Leider hat der Wind nur 2 Meter in der Sekunde. Zum guten Flug werden min- bestens S Meter, besser 10, gebraucht. Wenn unten der See wild wird, dann fliegt sich's am besten. Der Start wird vorbereitet. Ein langes Gummiseil liegt bereit. Der Flieger schnallt sich fest. Sechs Mann an das Seil: Fertig, los! und dann fliegt der Vogel mit dem Menschen, er sinkt, hebt sich etwas und nac£ 15 Sekunden hat er trotz des fehlenden Windes 12l> Meter übersprungen und landet. Der Wind wird zwar nicht stärker, aber man wiederholt den Flug noch einige Male. Alles klappt. Das Flugzeug hat einen guten Gleitwinkel und siegesgewiß wird es abmontiert. Die Menschen oerlassen den Hügel, die Jungen lassen unten ihren Fußball fliegen und ein Starmatz landet dort, wo der künstliche Vogel stand. Dann breitet er seine Flügel aus und schwingt sich hoch in den Aether, dorthin, wo im blauen Raum verloren, ihr schmetternd Lied die Lerche singt. Straßenbahn 300 Mark. Am i. April steht eine Steigeruna der Tariie für die Berliner BerlebrZuniernehmungen bevor. Die Städtische BerkebrSdeputation hat gestern nach eingebender Beratung unter Ablehnung eines weiteraehenden Antrages der Direktion den Straßenbahntarif auf 800 M a r k festgesetzt. Die Deputation entschloß sich zu dieser 20prozentigen Erhöhung nur desivegen. weil alle Berliner Verkehrsunternehmungen gleichmäßig eine etwa SOproz. Erhöhung zum Ausgleich der gestiegenen Löhne und Stromkostcn vornehmen wollen. Tie genauen Sätze der Straßenbahn und der anderen Unternehmungen werden wir in den nächsten Tagen mit- eilen. * Verkehrstvunsehe Nord-Süd. Wie mitgeteilt wurde, soll neben anderen Linienveränderungen ab 28. d. M. die Straßenbahnlinie 43 eingezogen werden, weil fie nach der Beiriebserweiterung der Nord-Süd bis zur See- straße unrentabel geworden ist. Damit verlieren die Bewohner des Nordens ihre letzte Spätverbindung, denn die Linie 43 war eine derjenigen, welche den Verkehr bis t Uhr aufrecht erhielt. Um diese Zeit konnten die Nachtarbeiter noch vom Halleschen Tor nach Hause gelangen. Es wäre wohl nunmehr an« gebracht, daß die Nord-Süd auch für die Bewältigung des Spätverkehrs Sorge trägt. Zwar besagen die auf den Haltestellen aushängenden Fahrpläne, daß der letzte Zug nach der Seestraße 12 55 Uhr fahren soll, in Wirklichkeit fährt er aber eine halbe Stunde früher. Wie wäre eS, wenn die Fahrpläne Geltung erlaiwen würden? Wüuschenswert wäre sogar eine weitere Aus- dehnuug des Spätverkehrs. Das Bedürfnis ist vorhanden. vas Steigen ües Milchpreises. Weitere Preiserhöhungen nach Ostern zu erwarten. Die Milchpreise sind in der letzten Zeit ununterbrochen g e st i e g e n und trotzdem wird der Bedarf Berlins durch Zufuhr nicht entfernt gedeckt. Es fehlen für den Konsum mindestens 100 000, wenn nicht 150 000 Liter täglich, die voraussichtlich glatt abgesetzt werden könnten. Das Steigen der Milchpreise ist in den letzten Wochen ausschließlich durch die höheren Erzeuger- preise für die Landwirtschaft bedingt. Da die B u t t e r p r e i s e ebenfalls dauernd steigen, so ist der Anreiz zur Berbutterung der Milch ein sehr großer. Die Ernährungsdeputation beschloß gestern mit großer Mehrheit der vom Direktor des Städtischen Miichamts, Herrn Pfeiffer vorgeschlagenen Vertragsänderung mit der Land- Wirtschaft vom 1. April ob zuzustimmen. Der Erzeugerpreis für Milch, der augenblicklich zum Butterpreis im Verhältnis von 1: 10% steht, wird dann auf der Basis 1: 9% berechnet werden. Es ist also mit einem weiteren absoluten und relativen Ansteigen nach Ostern zu rechnen. Ob die erhoffte Wirkung, erhöhte Zufuhr eintreten wird, ist nach den bisher gemachten Erfahrungen mehr wie fraglich. Für den„Lokal-Anzeiger", der aus diesem Anlaß sicher wieder sehr volksfreundlichs Notizen bringen wird, bemerken wir zum Hausgebrauch, daß diese Erhöhung von den Vertretern der Rechten beschlossen wurde. Was wird a»ö deu städtischen Werken? Seit zwei Jahren arbeitet Berlin an der Schaffung einer freieren und beweglicheren Organisation für feine großen Werkunter- nehmungen. Optimisten haben geglaubt, daß die Ergebnisse der ge- mischten Deputation, in der Magistrat und Stadtverordnete vertreten sind, nun endlich zur Annohme kommen wird. Diese Erwartung ist durch das Ergebnis der gestrigen Ausschußberatung vorläufig ent- täuscht. Im Ausschuß sind sämtliche Lorschläge abge- lehnt und zwar sowohl der Vorschlag der Deutschen Volks- partei auf Uebereignung des Besitzes an eine neu zu bildende Gesellschaft, wie der Demokratischen Partei auf Verpachtung der Werke an eine rein städtische Gesellschaft, wie die Mogistratsvorlag« selber, die die Bildung einer G. m. b. H. zur Bewirtschaftung vorsah. Da der Ausschuß aber noch einmal zusammentreten soll, um zu verschiedenen anderen Anträgen Stellung zu nehmen, so ist vielleicht mit der Möglichkeit einer Verständi- gung noch zu rechnen. Die K o m m u n i st e n konnten es leider nicht über sich gewinnen, der von ihnen sachlich zweifellos als durch- aus wünschenswert anerkannten Regelung dieser wichtigen Frage durch Bildung einer ffi. rn. b. H. zuzustimmen. Sie arbeiten dadurch wie gewöhnlich den bürgerlichen Parteien direkt in die Hand. Warnuug vor politischen Spitzeln. In manchen Abteilen, auch der Stadt- und Ringbahn, befindet sich jetzt folgender Anschlag:„Achtung! Spitze! beiderlei Geschlechts in frc-indem Solde sind überall tätig. Achiet auf Verdächtige und sorgt ohne voreilig« Gewalttat fiir ihre Festnahme. Hütet eure Zunge! Auch manche ernst« Ueberlcgung eignet sich nicht für öffentliche Gespräche". Wie man Wohnhäuser verkommen lästt. Skandalöse Zustände entwickeln sich in Häusern, deren Besitzer sich um die Häuser Vicht kümmern: em solcher Fall liegt bei dem Haus« Sprengel st r. 23 vor, das durch die Hausverwal- tungsgefellfchaft G.m.b.H. Compania Comercial Baucaria, Jäger- stroßs 03, verwaltet wird. Weil Ende November v. I. Diebe in dem oben genannten Haus« ein Bleirohr stahlen, bekam der Seitenflügel kein Wasser mehr. Nachdem die Haus- bewohner erfahren hotten, wer das Haus verwaltet, forderten sie l?i»chi»ruck verboten. Ter Molik-Aerlaa, Berlin.) i, Drei Soldaten. 71] von Iohn dos Vassos. Au« bm«nerU-nisch-n Manuskript ilbers-tzt von Julian« u m p« r „Ich werde mich dir anschließen, Andy." Walters Stimme zerschnitt seine Träumerei. Andrews stand auf. „Ich werde euch an der Universität wieder treffen... auf Wiedersehen." „Werde da auf dich warten, Andy!" rief Walters hinter ihm her. Andrews schritt in eine Nebenstraße hinein. Er konnte sich kaum davon abhalten, laut zu schreien, weil er nun endlich allein war. frei, mit Tagen und Tagen vor sich, zu arbeiten und zu denken, und um endlich Schritt für Schritt seine Glieder von den steifen Bewegungen des Heeresautomaten zu befreien. Er war in einer engen Straße voller Hotels und eleganter Frifeurlöden, aus der ein Geruch kosmopolitischen Parfüms, von Kasinos und Ballokalen und diplomatischen Empfängen kaum. Ein amerikanischer Offizier trat ein wenig schwankend auf ihn zu. Es war eist großer, ältlicher Mann mit rotem Gesicht und einer Flaschennase. Er salutierte. Der Offizier hielt an, schwankte von der einen Seite auf die andere und sagte in weinerlicher Stimme:„Weißt du, Söhnlein, wo die Henry-Bar ist?" „Nein, Herr Major," antwortete Andrews, der sich in«in Gewölk von Cocktails eingehüllt fühlte. ,„Hilf mir, sie zu finden.... Ich muß dort Leutnant Trevors treffen." Der Major hielt sich an Andrews Schulter. Ein Zivllist kam an ihnen vorbei. „Dih-donc!" rief der Major hinter ihm her.„Dih-donc, Mohjeh, ou ey Henry-Bar?" Der Mann ging weiter, ohne zu antworten. „Ist doch so'n richtiger Franzmann! Versteht noch nicht 'mal seine eigene Sprache!" sagte der Major. „Aber da ist ja Henry-Bar, gerade die Straße gegen- über." meinte Andrews plötzlich. „Bon, bon." stotterte der Major heraus. Sie überschritten die Straße und gingen hinein. Am Ein- gang zur«v"ür er" der Major in Andrews Ohr, sich immer nach fe'i a ci.-i. Schlier stützend:„Bin foyt ohne Urlaub, bm, hm, alle von der Flugabteilung sind fort ohne Urlaub. Willst du einen mit mir trinken? Kümmert sich keiner Drum. Die Demokratie hat die Welt erobert." Andrews fetzte gerade seinen Eocktail an die Lippen, schaute amüsiert auf die Menge amerikanischer Offiziere und Zivilisten, die sich in der kleinen Mähagonibar zusammen- drängten, als eine bekannte Stimme ihn begrüßte. Andrews wandte sich um und sah Henslowes braunes Gesicht und kleinen, seidigen Schnurrbart. Er überließ den Major seinem Schicksal. „Bin ich aber froh, dich zu sehen! Hatte schon Angst, würdest es nicht schaffen," sagte Henslowe und stotterte«in wenig. „Ich bin fast verrückt vor Freude, Henry, bin gerade vor ein paar Stunden angekommen." Sie lachten, unterbrachen einander im Sprechen und redeten aufeinander ein in abgebrochenen Sätzen. „Wollen hier'rausgehen," sagte Henslowe schließlich. „Gott, ich hatte schon Angst, du würdest es nicht schaffen. Wie gemein das war. Aber lassen wir das." Sie waren wieder draußen auf der Straße, siefen und gestikulierten. „Libertad! Liberi ad! Wie Walt Whittnann schreibt," schrie Andrews. „Es ist ein einziges großes und glorreiches Gefühl. Seit drei Tagen bin ich hier. Meine Sektion ist fort. Gott fei mit ihr." „Aber was hast du zu tun?" „Zu tun? Nichts!" rief Henslowe aus.„Nichts und nichts und nochmals nichts." Sie saßen neben dem Fenster und schauten hinaus auf den Platz. Henslowe bestellte beim Kelltter. „Erinnerst du dich, wie sentimentale Geschichtsbücher von den Gefangenen zu erzählen pflegen, die man nach Jahren aus ihren Löchern hftmusläßt, die dann nicht fähig sind, das auszubauen, und die dpnn in ihre Zellen zurückwollen?" „Möchteft du solc nieuniäxc essen?" „Was du willst! Aber am liebsten alles... Wirklich, ich glaube, ich war im Leben noch nie so glücklich... Weißt du, Henolo.ve. in mir ist irgend etwas, das sich davor fürchtet, glücklich zu sein „Sei nicht krank... Es gibt nur ein einziges wirkliches die Benvaltungsfirma im Januar d. I. auf, wieder ein Bleirvhr legen zu lassen. Am 12. Febvrar erklärte sich die Firma schriftlich bereit, das zu tun, und zwar bis zum 15. Februar. Aber der Schaden wurde nicht behoben, und man vertröstet« die Mieter meh- rere Male. Während der harten Winterzeit hatten die Wohnung?- inhaber des Seitenflügels das zweifelhafte Vergnügen, ihren Wasserbedarf vom Straßenbrunnen zu holen. Gleichzeitig war am Dache des Hauses«ine notwendig« Reparatur vorzunehnren. Auch hier ist bis heute nichts geschehen, ob- wohl das Wohnungsamt die Firma aufgefordert hatte, diese Reparatur bis zum 20. März erledigen zu lassen. Die zuständigen Behörden haben von diesen Dingen Kenntnis, und es wäre dringend zu wünschen, daß hier schleunigst Abhilfe ge- schaffen wird._ Ein Stuöent als Raubmörüer. Der unwiderstehllche hang zum Reisen. In Berlin wurde der 19 Jahre alte Student Fritz Karl ver» haftet, der zu Ansang dieses Monats in Vaduz, im Fürstenttun Liechtenstein, den Schlächtermeister Joseph Wächter ermordet hatte. In Vaduz hielt sich zu Anfang dieses Monats ein junger Mann auf, der sich für einen aus Innsbruck gebürtigen Maler Karl Seck ausgab. Der Fremde sprach mehrere Einwohner an, ihm eine 500-Fronk-Note zu wechseln. Die Leute wiesen ihn an den 75 Jahre alten Schlächtermeister Franz Joseph Wächter. „Seck" sprach dann auch an: 4. März dort vor, traf aber nur die Tochter des Meisters im Laden. Abends um 9 Uhr, als der greise Meister selbst zu Hause war, kam«r noch einmal wieder. Wächter ließ ihn unten allein stehen und ging in seine Wohnung hinauf, um dos Wechselgeld zu holen. Als er wieder herunterkam, emp- sing ihn der Fremde mit der Pistole und der Drohung: „Geld oder dos Leben!" Der Greis wollte sich wehren, erhielt aber einen Schuß, der ihn tot n i e d e r st r e ck t«. Der Mörder entriß ihm das Geld und ergriff die Fluckt. Leute, die auf den Lärm herbeieilten, verloren ihn in der Dunkelheit a-us den Augen. Die Spur des angeblichen Jnnsbruckers führt« schließlich noch Verlin, und hier gelang es der Kriminalpolizei, ihn in der Königgrätzer Straße zu ermitteln, festzunehmen und als einen IN Jahre alten Studenten Fritz Karl zu entlarven. Der junge Mann, der hier unangemeldet bei Verwandten wohnte, hatte einen unwiderstehlichen Hang zum Reisen. Weil ihm die Angehörigen die Mittel dazu verweigerten, so beftahl er sie um Geld und Brillanten, die er aus Schmucksachen heraus- brach und machte sich dann auf die Reis«. Dies« führte ihn auch nach Vaduz und zu dem schweren Verbrechen, das er nach anfäng- licheni Leugnen eingestand. Der Verhaftete wurde gestern dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Attentat eines Sohnes auf seine Mutter. In der vergangenen Nacht oersuchte der 23jöhnige Arbeiter Max Fischer seine 46 Jahre alte Mutter Berta Fischer in deren Wohnung. Ahornstr. 3 in Steglitz, durch mehrere wuchtige Schläge mit einem massiven Gegenstand zu töten. Dann flüchtete der Täter. Seine sofort aufgenommene Verfolgung hat schon wenige Stunden nach der Tat zu seiner Berhaftung geführt. Er hatte ge- wüßt, daß seine Mutter, die in einem Institut in Dahlem beschäftigt ist, ihr Gehalt bekommen hatte, und hatte es ihr rauben ' wollen. Zu dem Zweck war er nachts, als die Mutter bereits im Schlafe lag, durch ein offenstehendes Fenster der Parterrewohnung in der Ahornstr. 3 in Steglitz eingedrungen, und hatte zunächst ver- sucht, sie mit einem Strick zu binden und mit einer Schürze am Schleien zu verhindern. Als die Mutter vorzeitig erwachte, griff er in die Tasche und schlug mit einem großen Schlüssel auf sie ein, bis sie bewußtlos zufommendrach. Der Täter ist dem Polizeipräsidiüni zugeführt worden. 3n der Geueralversammlmig des Freidenker-Feuerbestattungs- Vereins rief die Mitteiumg, daß Anhänger der KPD. auch hier Gruppenbiidiing beabsichtigten, große Entrüstung bei dem größten Teil der Delegierten hervor. Der Borsitzende teilte u. a. in feineni Bericht mit. daß die Mitgliederzahl von 148 000(1922) auf 3 20 000(1923), die Einäscherungskosten von 450 M. (1922) auf 58 000 M.(1923) gestiegen sind, so daß ein« Feuer- bestaitung auf etwa 150 0 00 M. zu stehen kam. Um nun eine möglichst schnelle Anpassung der Beiträge an diese erhöhten Ausgaben z» erzielen, wurde Vorstand und Aussichtsrot ermächtig!, die Beiträge auf �««> der jeweiligen Feucrbestat- Uebel in der Welt: irgendwo zu fein, ohne die Möglichkeit zu haben, wegzulaufen. Habe Bier bestellt." „Und ich werde mir jedes anständige Konzert anhören... das einzige Uebel in der Welt ist, nicht fähig zu sein, Musik zu hören... Diese Austern hätten sogar Lukullus befriedigt. „Warum nicht John Andrews und Bob Henslowe?... Warum die Geister armer, alter, toter Römer herzitteren, jedesmal, wenn einer eine Auster ißt? Das sehe ich mcht ein. Wir sind genau so gut wie die. Ich bin mir immer noch mehr wert, als so'n atter, vermoderter Lukullus, sogar wenn ich noch niemals eine Lamprete gegessen habe." „Und warum solltest du nicht, Bob?" ertönte eine heisere Stimme neben ihnen. Andrews schaute auf, in ein rundes, weißes Gesicht mit großen, grauen Augen, die hinter dicken Brillengläsern ver- borgen waren. Außer in den Augen hatte das Gesicht irgend etwas Chinesisches. „Hallo, Heinz!— Mr. Andrews— Mr. Heinemann," stellte Henslowe vor. „Bin froh, Sie zu treffen," sagte Heinemann mit semer jovialen, heiseren Stimme.„Ihr scheint euch ja tatsächlich zu überfressen: wie ihr auf eurem Tisch habt anfahren lassen!" „Setz' dich lieber her und hilf uns," sagte Henslowe. „Warum nicht..." „Wissen Sie, wie ich diesen Mann da nenne?" Er wandte sich an Andrews:.. Sindbad." Sindbad war in Tokio und er Hatte Pein, Sindbad lief nach Trinidad, Sindbad lief nach Rom, Sindbad in die Heimat lief, da wurde er zum Schwein. Er sang die Worte laut und schlug mit einem Stück Brot aus den Tisch, um den Rhythmus zu markieren. Sie lachten alle. Sie lachten, bis ihnen die Tränen die Backen hinunter liefen. Hememann nahm seine Gläser ob und wischte sie ab. Er wandte sich zu Andrews. „O, Paris ist die schönste Stadt der Welt. Erstens: die Friedenskonferenz und ihre 999 Abzweige. Zweitens: die Spione. Drittens: amerikanische Offiziere in der Stadt ohne Urlaub. Viertens, fünftens, sechstcns: Sindbad." „Halt doch's Maul, Heinz!" platzte Henslowe heraus. „O, in der ganzen großen Welt, da hatte Sindbad Pein!" fang Heinemann.„Aber warum gibt mir denn niemand zu trinken"' schrie er... Garnon, une bouteille de Macon pour un cadet de Gascognc." (Fortsetzung folgt.) Wirtschaft Krise im Stickstoffabsah. Partei. Referent: Genoffe Künstler, M. d. A. Jrele Ausfprafe Zahlreichen Befuch erwartet Bezirksverband Berlin der BSBD. 14. Kreis. Renfälla. Dienstag, den 27. März, 5-7 Uhr, Abteilungsleiter und Bezirtsführer der Abteilungen 89-98 michtige Materialien abholen in Barteibureau, Redarfir, 3. Um 6 Uhr wichtige Bufammenkunft der Abteilungsobleute der Beitungstommission im Getretariat, Nedarstr. 3. 5. 7. . wegen der öffentlichen Versammlung aus. Die Ordner treffen fich Mittwo nachmittag 5 Uhr im Freischüs, Fruchtstr. 360. Kreis. Friedrichshain. Alle für Mittwoch angefesten Beranstaltungen fallen jugendheim, Rosinenjir, 4. Borstandsigung der freien Schulgemeinde. Sreis. Bilmersdorf. Mittwoch, den 28. mars, 8 Uhr, im Jugendheim, Hilde. gardstraße 4, 1 Treppe, Busammenkunft aller Genoffen, die an der Som. merwanderung teilnehmen wollen, auch ber noch nicht angemeldeten. Bor her um 7 Uhr wichtige Sigung bes Bilbungsausiouffes. erweiterte Areisvorstandsfigung. reis. Charlottenburg. Mittwoch, den 28. März, 1½ Uhr, in Arbeiter. Ateis. Reutbin. mittwoch, den 28. Mära, 7 Uhr, an belennter Stelle fungstoften feftzufegen, außerdem für das 1. Quartal 1923 eine 3uschußzahlung von 250. für Erhöhung aller Untoften. Be. mängelt wurde auch, daß der Magistrat bei der Festsetzung der Einäjcherungsgebühren piel zu sehr außer acht läßt, daß durch dan Berein der Stabt sehr viele Armenbeerbigungen abgenom men merden, die sonst den Stadtfädel belaften würden. Bea schlossen wurde auch, da viele Mitglieder aus anderen Feuer voll entwickelte deutsche Stickstoffindustrie gehört gleich der KaltDie in wenigen Jahren des Krieges und nach dem Kriege fraftbestattungsvereinen übertreten möchten, eine Uebertrittsbe= stimmung, nach der alle Mitglieder bis zum 50 Jahr mit allen industrie zu denjenigen Gemerbezmeigen, die zuerst von der Stabi: Rechten übernommen werden. Bedingung beim Uebertritt ist lisierung des Martturfes betroffen wurden. Das ist erstaunlich; Kirchenaustritt. Auch sollen Fumvorträge gehalten werden. Ein benn so sehr es zutreffer mag, daß einzelne Gilter, Händler, GeAntrag aus Sachsen und Thüringen, die Mitgliedschaft von der nossenschaften sich den Stickstoff in größeren Mengen als Sachwerte gleichzeitigen Mitgliedschaft bei der Gemeinschaft proletarifcher hingelegt haben, so sehr von den bem Syndikat nahestehenden Freibenter abhängig zu machen, wurde abgelehnt: ein anderer: Ber Kreisen die Tatsache betont wird, daß die nuhbringende Verwertung länger als 3 Monate, ohne Stundung vom Borstand, im Rüdstand des Stidstoffes auch ihre Grenze hat, so wenig fann bezweifelt werden, mit seinen Beiträgen bleibt, muß eine neue Karenzzeit durchmachen, daß der tatsächliche Bedarf der deutschen Landwirtschaft längst nicht angenommen. Der 1. und 2. Borfigende wurden wiedergemählt. Zum Aufsichtsrat haben Berlin 3 Mitglieder, Schlesien, Sachsen Thüi- gedeckt ist. Für diese Frage find nun einmal die Agrarier selbst immer ringen und das Rheinland je ein Mitglied gestellt. noch die verläßlicheren Beurteiler. Und wenn prattische Landwirte und mit ihnen ein großer Teil der Wissenschaft betont, daß Deutsch reis. Friedrigshain. Donnerstag, den 29. Dära. 7 Uhr, im Simmer 26 land zur Steigerung der Nahrungsmittelgewinnung 600000 Tonnen Reinftidstoff gebrauchen fann, während nur 350 000 Tonnen, in den folgenden Jahren vielleicht etwas über 400 000 Tonnen erzeugt werden, so verbient diese Ansicht Glauben. 37. Abt. Neufu. Achtung, Beşirtstaffierer! Sämtliches Tartenmaterial non Bezirksbildungsausschuß Groß- Berlin. Heute abend 7 Uhr finbet im Distutierzimmer bes Jugendheims. Lindenstr. 3, 2. Hof. 3 Tr., bie Borbefbrechung zu der Arbeitsgemeinschaft des Genossen Stein ( Sozialwissenschaftliches Seminar) ftatf. Bir bitten fämtliche Hörer, beftimmt an diefer Besprechung teilzunehmen Bildungsausschüsse merben höflichst gebeten, im 2ause biefer Woche Die bleute ber Streis. sämtliche Beträge für Marz einschließlich der Oper am 1. April abzurechnen. Drbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde. IV. Rreis, Morden. Straße 58: ühlingsfeier. Gäste wilkommen! Donnerstag, 29. Mara, abends 7 1hr, in ber Shulaula Bretfenhagener Männerchor Anakreon"( M. d. D. A.- 5.- 3.), Chormeister: Job. Surth. Stonzert am Karfreitag, den 30. b. M., abends 8 Uhr, in der Aula des Realgymnafiums in reptom, Neue Krugallee 4-6. Mitwirkende: Säte Sieber( Alt), Lisa Heckenbach( Bioline), Kurt Rosenhauser( Orgel), Job. Kurth( Flügel). Spiel14. 2. Streis. Tiergarten. Donnerstag, den 29. März, 1 Uhr. Arminiushallen, Bremer Str. 70-71, Mitgliederversammlung ber freien Schulgemeinde und ber Eltern, deren Rinder vom Religionsunterricht befreit sind. Tagesordnung: Die Einschulung in die weltliche Schule". des Bezirksamts Martusftr. 49, Sigung aller Whteilungsausfiffe der Ara beiterwohlfahrt, Kinderschuttommission und Thieilungsleiterinnen. Er feinen Pflicht, da Berteilung stattfindet. Heute, Dienstag, den 27. März. 1923 ift abzurechnen bis spätestens Donnerstag boim Gonaffen Scheibe, Schierfeftr. 26. 125. t. Beißenfee. 7 Uhr Borstandsfisung im Rathaus, Simmer 21. Sungfosialisten. Gruppe Siddenberg Uhr im Jugendheim, Barkrue 10, Borttag bes Genoflex Wegner: Goethe und feine erle Frauenveranstaltungen am Dienstag, den 27. März. a, sreis. Bilmershort. 7½ Uhr Funktionärinnenversammlung( Agitation, Wohlfahrt und Rinderlaug) bei Saulez, Auguftaftr. 19. 18. und 18. Abt. 75 Uhr im Ledigenheim, Schönstedtstr. 1, Bortrag des Ge noffen Säugler. Lieber sur Route. 2. Hätte die ganze Frage nicht auf die Boffsernährung einen entscheidenden Einfluß, o fonnte man die Auseinandersehung ruhig ben Interessenten überlaffen. Nichtproduzierter Stidstoff ist gleich bebeutend mit dem Beríuft von Lebensmitteln, und zmar ist es ba bei zunächst gleichgültig, ob man den Stidstoff in deutschen Boden einbringen wollte oder ob man etwa durch seinen Export Devisen heranschafft und für den Gegenwert Lebensmittel im Ausland fauft. Da aber für den Export nur freigegeben werden soll, was im Inland Berliner Arbeiter Schachklub, Abt. Charlottenburg. nicht gebraucht wird, scheint es wichtiger, bie beutsche Land abembe jest regelmäßig im Lotal Bismardite. 57, Ede Stailer- Friedrich- mirti chaft zu beliefern. Straße, bon 8-12 Uhr. Sonntag vormt. 10 Uhr: freter Schach- Aber die deutsche Landwirtschaft will den Stickstoffcünger nicht. berfebr. Gäste, auch Anfänger, willkommen. Schüler Abteilung. Mit dem Notwendigsten eingebedt, verabsäumt fie die höchstmögliche 3. Rorben II. Am Donnerstag, den 29. März, wird der Bezirksmeister Intensivierung der Bodentultur. Raum geboren, erleidet jo das für Medlenburg, Schagenoffe. Dtto( Roftod), eine Simultanvorstellung landwirtschaftliche Hilfsmert ein schmeres Fiasto, geben. Beginn nachin. 5 Uhr im Spiellolal Ledigenheim, Schönstedtstr. 1, weil der Stichtoff den Landwirten zu teuer wird. Da aber diefes 5. 5 Treppen( Lefezimmer des Jugendheims). Gäste willkommen. landwirtschaftliche Hülfswerk" ganz auf freie Wirtschaft eingestellt ift, mußte man voraussehen, daß es einmal fo tommen fönnte. Aus politischen Gründen jedoch hat man den Gedanken des sozialdemokratischen Landwirtschaftsministers. Den sich übrigens die neue Breußenregierung zu eigen gemacht hat, durch den Austausch von Stidftoff gegen Umlagegetreibe einen Drud auf die landwirtschaftliche Bevölkerung auszuüben, bekämpft. Der Drud der hohen Stidstoffpreise ist den Agrariern angenehmer als jede an dere Form ber 3wangswirtschaft". Er ist aber für den deutscher Berbraucher fostspieliger. Der Frauenmord im Erzgebirge. Beginn der Plädoyers. In dem Zwickauer Mordprozeß wurde nach der Bernehmung Dr. Straßmanns- Berlin mit der Bernehmung der übrigen Sachverständigen begonnen. Garder 7. 11. Morgen, Mittwoch, den 28. März. t. 8 Uhr Mitgliederversammlung bei Dhngemad), Sommandanten fir. 88. Ref. Gen. Drenfuß, Thema: Die Suhrfrage t.( Stadtbesire 129-144) 7 Uhr Mitgliederversammlung im Saal 5 bes Gemertfchaftssaufes, Engelufer 25, Borinag des Genoffen Alfred Berger Uber: Margismus in der Gegenwart. Bericht vom Bezirksing.( Die Se girlsführer müffen zu diefer Bersammlung einladen.) t. Bünktlich 7 Uhr Aussprache über die politische und organisatorisch Lage im Bürgerheim", Alte Schönhauser Str. 23-24. Die Bezirksführer milffen einlaben, st. 7½ Uhr Sahlabende bei Rube, Strefiger Str. 55, Döll, Bergstr. 71, Dahms, Schlegeltz. 9, Banreu, Bflugfte. 1, Dicfe, Bonenstr. 19. Abt. 7% Uhr Mitgliederversammlung bei Berger, Levegowstr. 21. Bericht erftattung vom Begirissag. Die Bezirksführer erscheinen eine halbe Stunde früher zur Abrechnung jämtlichen Marfenmaterials und Ablieferung der gemertidaftlichen Rariofheftarten. 14. Abi. 7 Uhr Abteilungsversammlung Schulands Demminer Straße. Thema: t. 7 hr gehlabend in bex bekannten Lstalen. Der Zahlabend HochDer Margismus in ber Bragis". Stef. Gen. Redakteur Seger. Heim, Bankstreße, findet bei Schade, Rösliner Str. 9, statt. 18. 19. bt. 7 Uhr Abteilungsverfammlung Schulaula Gotenburger Str. 4( Grane Schule). Tagesordnung: Bericht vom Bezirtstag". Ref. Die Genossen Scheller und Ronnger. 23. bt. Die üblichen Fahlebende fallen diesmal aus und finden am 2 min. woch bes nächsten Monats ftatt. Die Bezirtsführer molien bis Mittwoch nadmittag beim Raffierer, Gen. Gilbe, abredjnen. 29. L. 7 Uhr Mitgliederversammlung Schulaula Senefelberfir. 6. Thema: Der weifcontentamipf der deutschen Arbeiterfchaft". Stef. Gen. Braz, St. d. St, 6. Uhe Mitgliederversammlung Schulaula Schönfließer Str. 7. 1. Be 40. 45. zicht vom Bezltistag. Stef. Gen. Kreuziger. 2. Berschiedenes. abend und Abrechnung mit dem Bezirksführer. bt. 7½ 1hr bei Reufer, Sagelberger Str. 20a, gemeinschaftlicher Bahl. abt. 7 Uhr abteilungsversammlung Schulaula Reichenberger, Gde Forſter Straße. Thema: Außenpolitik und Sozialdemokratie". Ref. Gen. Robest Breuer 47. bt. 74 Uhr Distuiler- und Bablabenbe in folgenden Sofalen: 83-85. sirt bei Morarius, Adalberit, 19, 97. Begiet bet ier, Stauxnafte. 9, 83, bis 100. Begirl bei Giedentopf, Mustauer Str. 35, 101 bis 105, Beşir bee Pflug, Mustauer Str. 1. 48. 61. 6 6 Uhr beint Genoffen Marth Abrechnung der Begirlsfilter. ftraße 90. Der Zahlabend der 9. und 10. Gruppe fällt aus. 82. 85. 50. 96. 1. Gruppe 7% Uhr Zahlabend bei Pierfch, Rantftr. 62, Ref. Gen. Chor Tinsti, Thema: Rommunalpolitit"; 2. Gruppe bei Schneider, Solgendorfftraße 14. 57. 6t. 7 Uhr Abtellungsversammlung bei Thunad, Bie Tandfte. 4. Thema: Ruhrbefegung und Arbeitertiaffe. Ref. Gen. Otta Meier, M. d. 2. st. Steglig. 7 Uhr Sigung des Agibationsausschusses beim Gen. Seigner, Sardenbergstr. 5, 2 Treppen. bt. Tempelhof. 7 Uhr Mitgliederversammlung im Genoffenschaftswirts haus, Berfstr. 51. Thema: Sustizreform". Ref. Dr. G. Rosenfeld, M. d. L. st. Charlottenburg. 8 Uhr Lotal Samer, Sidingenfte. 55. Theme: Frauenveranstaltung am Mittwoch, den 28. März. Seguelle Aufflärung unferet Jugenb. Ref. Gen. Dr. Jaffee. Rein Trintswang. is erster der medizinischen Sachverständigen wurde Sanitätstat Dr. 31chau Eibenstod vernommen. Er gab zu, daß e im ersten Augenblid geäußert haben fönne, baß möglicherweise In Wirklichkeit liegt das Problem so: die Getreidepreise sind ein Selbstmord vorliege. Allerdings sei ihm die Leiche wie aufge. mit dem Dollar eine Zeitlang gefallen, dann wieder gestiegen. Aber baut vorgekommen. Der nächste Sachbesträndige, Regierungs- bie Landwirte, die heute leider oft schon mehr mit dem Rurszettel medizinalrat Dr. Thomas 3widau, gibt an, daß ihm die als mit dem Boden wirtschaften, empfinden den Rüdschlag von Lage auch eigentümlich vorgekommen sei, daß es ihm aber zweifel 60 000 auf 40 000 m. je Zentner Weizen bereits als Berluft, warten 31. baft mar, ob es sich um Selbst morb oder mod handele. mit dem Berkauf des Getreides auf höhere Breife. Stidstoff dagegen, Seit ftmörder würden mandymal in eigentümlichen Stellungen auf der mit der Kohle stieg, mill von seiner hohen Breisstand nicht hergefunden. Sei der Schläfenfuß zuerst gefallen, habe die Müller unter. Also hält man es für unvorteilhaft, jett Brotgetreide 31 vielleicht noch etwas handlungsfähigteit gehabt. Als vertausen man meint, es würde bald beurer und Stichstoff Dritter Sachverständiger tam bann Brof. Dr. Rodel Leipzig zu ober Rali zu taufen, die doch die Regierung fagt's immer Bort, ber in eingehenden Ausführungen zu dem Schluß tam, daß billiger werden müssen. Und es besteht die ernsthafte Gefahr, daß ein Selbstmord der Wüller night in Betracht kommt, bie Boltsernährung darunter leidet. fondent daß fie von fremder Hand getötet worden ist. Als fegter Gine Möglichkeit der Lösung gibt es freilich man nehme der medizinischen Sachverständigen fam Prof. Dr. Strauch zu den Gedanken der Sozialdemokratie auf, wonach Stidſtoff gegen Charlottenburg 55. Abt. 1 Uhr Sahlabend ber 8. Gruppe bei Eggert, Bal. Wort, der im Gegensatz zu feinem Leipziger Kollegen einen Umlagegetreide getauscht werden foll. Man wird dann mit den jetzt Selbstmord ber Müller nicht für ausgeschloffen er überschüffigen Mengen inländischen Stiftoffes eine Reichsflärte Es tam zu einer lebhaften Auseinanderjegung referve anlegen und jo bie Industrie über die Schwierigkeit des zwischen Berteidigung, Prof Dr. Kodel und Brof. Absages hinweghelfen können. Für alle Fälle ist dringendes Er Dr. Strauch über das Zustandekommen des Jochbein fordernis ein Preisabbau, dessen Möglichkeit von allen in bruches, den Prof. Rodel festgestellt hat und als weiteres Indiz Frage tommenden Instanzen geprüft werden sollte. für eine Tötung durch fremde Hand bezeichnete. Zur allgemeinen Ueberraschung erklärte Regierungsmedizinalrat Heilmann, daß Ein Besuch im Leunamert, deffen gemaltige Anlage ein pracht er bei der Sektion der Beiche den Jochbeinbruch nicht festgestellt volles Denkmal deutscher Technik ist, bot Einblick in die Bedeutung habe und daß babe diese Beschädigung des Schädels erst später der deutschen Stickstoffproduktion. Hier entstand in wenigen Jahren, 53. catstanden sein müffe. Brof. Strauch gab dann eine eingehende gruppiert um mächtige Maschinenanlagen, ein eigenes SiedlungsBinologie des Gelbstmordes. Kleine Motive tönnten borf von 4000 Einwohnern, dessen durch gleiche Zweckbestimmung bei jedem Menschen große Katastrophen hervorrufen. Im vor uniformer Stil von der formenfreudigen Hand eines Bfälzer Archiliegenden Fall fäme noch eine geistige Selbstmordinfektion hinzu. teften immerhin bunter geftaltet wurde als die oft so eintönigen In. Sowohl Röhn, mie die Müller, hätten des öfteren von Selbstmord dustriekolonien. 15 000 Urbeiter beschäftigt das Werf, Unsummen gesprochen. Wahrscheinlich sei die Müller nicht durch unglüdliche, non Rohle, Wasser, Cifen verschlingt und verarbeitet es zu dem sondern durch betrogene Liebe in den Tod getrieben worden. weißen Salz, dem schmefeifauren Ammoniat. Bis zu 200 AtmoGegen einen Selbstmord spreche auch feinesfalls ihre Waffenfcheu, fphären start ift der Drud, unter dem die gafigen Elemente zu Denn felbft Kinder hätten sich schon auf die graufamfte Art und Ammoniat zusammengefchweißt werden. Riesige Maffinbauten, Beise selbst umgebracht. Prof. Dr. Strauch schilderte dann aus Maschinenhäuser, Reparaturwertstätten und doch sind die wichfeiner Erfahrung als Berliner Gerichtsarzt eine Reihe von Fällen, tigsten Arbeitsvorgänge nur dirigiert durch Uhr und Hebelgriff ge= in denen auf Grund der vorliegenden Indizien zuerst ein Mord fchulter Kräfte. Im Anblick dieses Zusammenspiels von Intelligenz, angenommen wurde, die sich dann aber später, fo unglaublich das Arbeitskraft und Material ist es unerauidlich, auf Schritt und Tritt Der Drisausschuß für Jugendpflege Reulan veranstaltet am Donnerstag. auch anfangs schien, als einwandfreie Selbstmorde erwiesen hätten. zu spüren, wie fommunistischer Butschismus. ber hier wiederholt zur Borfühming gelangt, Das Waisentind"( Bifford Film). Rorten zum Preise den 28. März, abends 8 1hr, in der Aula Bobbinftraße, einen Rinoabend. Auch die Tatsache, daß die Leiche der Müller im tiefsten Didicht sich betätigte, das Arbeitsverhältnis unnük verfchärft, Streitfragen som 80 m. für Jugendliche und 200 t, für Erwachsene find an der Rasse gefunden worden sei, fpreche für einen Gelbstmord, denn heut zum Nachteil der organisierten Arbeiterschaft gelöft und das zu haben. erfahrungsgemäß fuchten Selbstmörder fich immer versteckte Stellen Unternehmertum gestärkt bat, wo Freude am aufbauenden Wert aus, um ihrem Beben ein Ende zu machen. Der Sachverständige den Slaffentampf auf fachlicheren Baden geleitet, dem Sozialismus Schloß sein Gutachten mit den Worten: Lösen fann ich das vor. gedient hätte. liegende Rätsel auch nicht. Ebenso aber, mie Prof. Kodel gefagt Es mird vieler Arbeit der Gewerkschaften bedürfen, um dem hat, es spreche nichts gegen eine Tötung von fremde: Hand, so fozialen Gebanten und der wirklichen Betriebsbemokratie hier zum fage ich: Es fpricht auch nichts gegen einen Gelbst- Siege zu verhelfen, nachdem putschistischer Fanatismus soviel zer mord."( Bewegung im Saal.) stört hat. " Nach der Mittagspause wurde die Beweisaufnahme geschlossen Devisenkurse. Unserer geftrigen Rurstafel find noch folgende und der Borfizende, Landgerichtsrat Gruhle, verlas die Schuld. fragen, die nach Mord, Lotschlag und Untezila.amilichen Notierungen nachzutragen: 1 tschechische Krone 618,69 gung lauten. Dann ergriff der Bertreter ber Antlage, Staats. Gelb, 621,81 Brief: 1 bulgarische Bema 142,64 Gelb, 143,36 Brief; anwalt Dr. Ilgen das Wort zu seinem Plädoyer und richtete 1 jugolfawischer Dinar 213,96 Geld, 215,04 Brief. Eine Balemmart zum Schluß die Bitte an die Geschmorenen, die Schuldfragen nach toftete im freien Verkehr etwa 49 f. orb unb Interfchlagung zu bejahen. Dann ergriff als erster Berteidiger R.-M. Dr. AlsbergBerlin das Wort. Er begann sein Plädoyer mit einem Appell an Groß- Berliner Parteinachrichten. 15. Uebermorgen, Donnerstag, den 29. März. st. 7 Uhr Mitgliederversammlung Sofal Robert Goldbach, Binetoplas T. gungfozialisten. Gruppe Schöneberg- Friedenau. Ofterfahrt in die údermart. Thema: Margismus in der Gegenmart". Ref. Gen. Emil Raud. Treffpunkt Donnerstag abend 7 Uhr am Schöneberger Neuen Rathaus. File [ päter fahrende Sonnabend abend 7 Uhr ebendort. Die Veranstaltung am Freitag fällt aus. Jugendveranstaltungen. Arbeiterbewegung Charlottenburg. Jugendheim Rafinenfte. 4, Distuffiansabend: Die moderne Bichtenzabe. Jugendheim Roonftraße, Bortrag: Bom Wandern". Maziendorf. Jugendheim Rönigstraße, Bortvag: Clektrizität“. entöln L Sugendheim Raiser- Friedrich- Straße, Bortrag: Wandern und trag: Das Proletariat in der Frühzeit". Schauen". Morden, Jugendheim Gemeindeschule Butbufer Str. 3-5, Bor Nothoften Jugendheim Chrift. burger Str. 14, Distuffionsabend: Religion und Sozialismus Beters burger Biertel. Jugendheim Eckertstr. 16, Bortrag: Die gefchichtliche Entwic lung der Jugendbewegung". Beißenfee. Jugendheim Moelf- Promenade, traße 6, Bertrag: Die Siteratur ber Arbeiterjugend. Ledigenheim, Bortrag: ,, Darwinismus". Wilmersbort, Jugendheim Sildegard. Baumschulenweg. Bismadfr. 12, Sulentiaffungsfeier. ( Schluß bes redaktionellen Ecils.) Der„ Borwärts" liegt im Lesezimmer Mampes Gute Stube, Kurfürstendamm 14/15, aus. Husten mit Auswurf die Geschworenen, denen er vor Augen führte, daß nicht ein Mittwoch, 28. März, abends pünktlich 6% Uhr: Oeffentliche müffen Sie foneftens beseitigen. Bir zaten Shnen aus 50 Gramm echtem Meinen, daß der Angeflagte der Läter fei, sondern nur ein Versammlung in der Königsbant, Große Frankfurter Str. 117, Sagofot giraft durch Auftochen mit 1/4 Bib. Buder und 1, Liter affer eine preisBiffen fie zu einem Schuldspruch berechtige. mit der Tagesordnung: Sozialdemokratie und Kommunistische ❘ift her erhält in allen Apotheken. merte, prompt wirkende Suftenmedisin felbft herzustellen. Easter Fagofat- Extrakt Zum nahenden Osterfest kaufe SUNLICHT SUNLICH GL 2. Arbeiter- Sport& A Sport und Sportbekleidung. a Kommunisten als Einigkeitsapostel! Die Rote Fahne" veröffentlicht foeben unter Arbeitersport" einen Aufruf, der die Sehnsucht der Kommunisten nach der Einig. feit des Proletariats" deutlich dokumentiert. Nachdem die Role Sportinternationale auf dem legten Kreistag des UTB. fast den gesamten Borstand in ihre Hand gebracht hat, beginnt nunmehr die planmäßige Bearbeitung ber Mitglieder, indem Moskauer Sektionen, Frattionen ufm. innerhalb der Sportvereine gebildet werden. Das wirb folgenderweise begonnen: nerstag, ben 29. März, Sigung aller Teilnehmer zur Fahrt nach Finsterwalde. Na Oftern Sigung wieder jeden Freitag im Lotal Schols, Strausberger Str. 3, Sport, fo betrieben, daß er eine Stählung des Körpers und Angebote an Wilhelm Knorr, Berlin NO. 18, Cotheniusstr. 12 oder Telephon Suchen für tommende Sonntage laufend für 3 Männermannschaften Spiele. bessen erhöhte Widerstandskraft bedingt, wird auch immer eine gute Freitags ebends Rönigstadt 1069. Grundlage für geistiges Frischlein legen. Das erkannten die Ar- angebote madh außerhalb. Anfragen find deshalb swedios. Das Angebot von Auswärtige Spiele. Die Areisleitung verfügt zurzeit nicht über Spiel beiter frühzeitig und sie gründeten Arbeiterturnvereine und diese Safen 1911 ist bereits vergeben. Eine in Nürnberg in Führung stehende wieder Turnfurse für Rinder. Im faiserlichen Deutschland aber Fußballmannschaft beabsichtigt zu Pfingsten im 1. Kreis( MSB.) eine onene unterdrückten die preußischen Behörden diese Turnturse. Ja, die Spiele) auszutragen. Bereine, die bieren Intereffe haben, können Ausfunft beim Sreis erhalten. Schulturnhallen wurden den Arbeiterturnvereinen gesperrt und sie maren auf die schwer staubfrei zu haltenden Säle von Restaura tionen angewiesen. Dabei ist das Turnen, wenn es einen die Ge fundheit fördernben Einfluß ausüben foll, unbedingt in staub= freier 2uft abzuhalten. Schon 1810 verlegte Jahn bas Lurnen ins Freie. Damals ging duro diefe Beranstaltungen ein gefunder, demokratischer Zug, weil auch der Hermite mitmachen tonnte. 1817 betrieben auch die Burschenschaften das Turnen und 1819, nach dem Attentat Sands auf Rogebue, wurde in Preußen Jagd auf die Turner gemacht. ein in Breußen wurden 80 Turnplöße ge Sperrt. Jahn selbst stand bis 1836 unter polizeilicher Aufsicht. His barn der alte Obrigkeitsstaat fich des Turnens annahm, machte er Das bewußte Rafermenturnen daraus. Er fannte nur eins und das mor ber militärische Drill. Inzwischen gingen die Turner und Sportfer andere, neue Wege. Die Rennfahrer zeigten ihre Beine, in England betrieb man Letchtathletik in fehr leichter Kleidung und auch in Deutschland begann man bamit, fich zu entfleiben. Die lange, deutsche Turnhose verschwand. Man hatte sich wieder auf feine Hautatmung besonnen, die eine Reinigung des Körpers von Selbstgiften ist. Man sieht jest Arbeitersportler, die mit entblößtent Oberförper turnen. Anfang 1900 wurden im Sportpart in Treptow Mettlaufen für Mädchen veranstaltet. Die Frauen fleideten sich mgefchidt; fie verstanden es nicht einmal, ihre Haare ordentlich zu befeftigen. Man lachte die Mädchen aus und nahm sie in ber Aritit unnötig scharf heran. Doch jest tömmen fie fich überall im Betttampf hervormagen und sie dürfen sich auch leicht fleiben, da, bant pernünftiger Sportbetätigung ihre Formen fefter, ihre Muskeln straffer wurden und der Körper teine trägen Fasern mehr aufweist. Fußball. Kreisvorrumbenspiel Alemania- Stralau 1: 0. Der Anstoß von Alemania tommt gleich nach vorn. In der 5. Minute in bereits eine Ede erzielt, deren eingegebener Schuß gehalten wird. Aurz darauf nerfiebt A. eine totfimere Game, Sätte hierbei der Stürmer mit Ueberlegenheit und Zeit gehandelt, wäre der Erfolg nicht ausgeblieben. Das Spiel wird jest im Tempo erhöht. Eine Gde von Stralau mich abgewehrt. et Bis zu Salbzeit bas eft in der Send, mebei die rechte Geite fehr fiert befäftigt murde. Doch bedt die Berteidigung alle glantenfüffe es und läßt fomit. nicht mehr zum Gous tommen. Nach albzeit ermedt es den ansein, els ph Stralau ausgleicht. Wieberholte Borlegen ihres Mittelläufers bringen den Boll gut noch vorn. Der Lintsaußen läuft gut durch und flantt fehr gut aufs Enz. Der Zormann läßt diefen Ball fallen, doch der nachfehende Stürmer Bann ihn nicht ar rechten Reit erreichen. Bei weiterem Drüden Sir. werden auch einige Schilife angebracht, bie teils drüber, teils baneben gehen. Auch eine 10 Minuten später erzielte Cdfe mirb baneben geknallt. Der Torwächter von . with reichlich unsicher und läßt einen Ball fallen. Kurz vor bez Sinie ann der Bed in Tegten Augenblid retten.. ertennt nun den Gruft der Rage und die Säuferreihe hat jest alle sände voll au tun, um die Angriffe einzubämmen. In der 28. Runde macht sich A. voltommen frei und burd Rombinationsspiel einen guten Berfto. Runs banauf macht. einen Borstoß der Tormann mill unterbinden und läuft febr meit heraus. Der Sintsauben flanti jebach unb bar Mittelftimer, allerdings abfelts stehend, fann einfender. Das Refultet bätte leicht anders lauten innen. Jaimerhin it bez Siege marias verdient. Das Spiel wat gmaz fehr fatt, aber es hätte beiderfelts intereffanter gefaltet werden milffen. lemania trifft num am 8. April um hie Berliner Seiferthaft auf dem Martendorfer Sport- Club. Im Gesellschaftsspiel serang Zeltom einen einbrudsrollen( 4: 0) Gieg über Batedom. Bts Satbeeit steffie 2. das Refultet auf 1: 0 unb burch brei weitere Tore nach Salbzeit mußte Notsbam bie Ueberlegenheit Teltows anerkennen. Ueberraschend tommt bie 10: 1- Niederlage Rüftig- Bormärts gegen Adler 08, trobem erfte fofort ein Tor erzielten. Durch je fiinf Tore vor und nach Halbzeit zeigte Adler eine meit heffere Technik als der Gegner. Oberfpree und Teutonia 00 trennten fich bei gleichmäßig verteiltem Spiel mit einem unentschiedenen von 2: 2. " Das Erefutinfomitee der Raten Sportinternationale( RS.) hat zur Bereinfachung seiner Arbeit in Berlin ein 3weigbureau eingerichtet. Alle roten Turn- und Sportorganisationen( zurzeit noch nicht vorhanden, aber in der Bil bung begriffen. R. d.„ B."), oppositionellen Fraffionen und mo teine Graftionen bestehen Einzelpersonen, sowie die Stom mmistischen Lanbesparteien und Kommunistischen Jugendorganis fationen fönnten zwecks Auskunft und Berbindungsaufnahme fich richten an die Adresse: Bureau der RSI., Berlin- Schöneberg, Feurigftr. 68. Berliner Bureau der RS." Surt, wohnhaft Legel, Spandauer Str. 4, indem er sich has rechte Bein brach. Genoffen schafften den Mann sofort zum Lichtenberger Strantenhaus, Hubertusstraße, wo die Aufnahme verweigert wurde, desgleichen wurde die Anlegung eines Notverbandes und auch Ge stellung einer Tragbahre zur Beförderung des Kranken zur Ret tungsstelle verweigert. Der Berunglückte murde dann zur Rettungsstelle Rathausstraße getragen, wo ihm die erste Hilfe in 10 000( zehntausend) mark hinterlegt werden. Alsdann Form eines Notverbandes zuteil wurde. Hierfür mußten sofort dorfer Krankenhause gebracht werden. Hier traf der Verunglückte erst fonnte der Berunglückte im Rettungswagen nach dem Reinicken erst 3 Stunden nach dem Unfall ein. Nach Brüfung der Angelegen. heit dürften wir näher auf diesen Fall zurückkommen. Anpaddeln. Bei prachtvollem Frühlingsmetter fand am Sonn tag auf der Spree das Anpaddeln des Freien Kanubundes ( Mitglied des Arbeiter- Turn- und Sportbundes) statt. Der Start der sehr zahlreich erschienenen Boote begann vormittags 10 Uhr in Stralau. Is Ziel war Neu- Ahlbeck gedacht. Die Köpenider Gruppe fuhr den Stralauern auf halbem Bege entgegen. Der FKB. befigt zurzeit eima 50 Boote und hat das Bestreben, selbst Boote zu bauen. Durch sein diesjähriges Programm, u. a.: Regatta, Pfingstfahrt und besondere Touren will der Bund jeden sozialisti Denfenden Arbeiter, fo er im Besige eines Baddelbootes ift, afs Witglied gewinnen, damit in nicht zu ferner Zeit auch der Kanubund einen guten Platz in der Arbeitersportbewegung einnimmt. An schrift des Bundes: Trowthsch, Berfin 0.17, Grünerweg 102. Straßenlauf Eichwalbe- Schenkendorf. Resultate: Cinbellauf 12,2 Rifte meter: 1. Jahn- Gegefelb, Vichte 4, 45,26; 2. 8eblig- Reuföln- Brig. 40 Meter zuriid; 3. Oligeg- Neukölln- Brig, 120 Meter surid; 4. Moabit; 5. Winter Schenkendorf. Stafette. 1. Biau I 40, 26, 2; 2. Schenkendorf I 40, 48, 4; 5. Lichtenberg I 40 Meter zurüd; 4. Salbe; 5. Sportverein Moabit. Arbeiter Turn- und Sportbund. 1. Kreis. Das Kreiswetturnen ant Re freitag nachmittags a Uhr findet nicht in der Turnhalle des Leibniz- Gowra fiums, fondern in der Turnhalle der Mittelschule Berlin- Schöneberg, Räther straße, statt. Fahrverbindung Ringbahn Bahnhof Ebersstraße und Untergrundbahn Bahnhof Hauptstraße. Altersriegen- 8ufammenturnen( Alte Ser ten). Sarfreitag, ben 30. März, nachmittags 3 Uhr, auf den Turnplay Fights, Röpenider Benditraße, nachdem Beisammensein. Freie Turnerschaft Charlottenburg. Die Jugendabteilung veranstaltet heute, Dienstag, 7 Uhr, ein öffentliches Schauturnen in der Kunstgewerbe- und sandwerferschule, Wilmersdorfer Str. 166-167. Die Charlottenburger Sports freunde find hierzu eingelaben. Freie Turnerschaft Renton- Brig. In Anbetracht der Zurrgen Meiben foge ber nächsten sportlichen Beranstaltungen und der sich daraus ergebenden starten Ju anspruchnahme der einzelnen Sportgenossen wird eine Kürzung der Sauptstaffet und Berminderung ber Läuferzahl vorgenommen. Meter, Bahl ber Läufer 13. Ein eine Gtreden: 1 mal 800, 8 mal 400, 4 mal Länge der Strede 4200 300 und 5 al 200 Meter. Der Lauf führt vom Bermannplak burch die Sermannftraße bis zur Emfer Straße, dort Wendepunkt und bis zum Hermannlichten Ausfähreibung zur Austragung. Meldungen bis 15. April an Alfred pias aurile. Sämtliche übrigen Konkurrenzen tommen in der bereits veröfefnt. Frauen, Jugendabteilung. Donnerstag, 29. Märs, Training in der Turnhalle Dehmel, Seutölla, Bertelsdorfer Str. 6. Athletik- Sport- Club, e. B. Leichtathleti Boden ühlenfe.. Beginn 7 Uhr. Frauen 49 Uhr. Anschließend Sigung bei Binfenez, üblerfraße, Ede Brommybrücke. Karfreitag, 30. März, akblauf in der Königsheide. Ablauf 11 Uhr. Umtleidelotal: Wölfel, Baumschulen foulentes, Baumschulen ftr. 84-85. Geschäftsstelle: ifced Behrends, Berlin weg, Baumschulenftr. 65. Bertreter der Soden- Abteilung: Walter Breeh, Baum . 87, Bingendorffie. 7. Pubern. Männer, Selbstverständlich besteht nicht die Absicht, bie bestehenden Zentrafverbände der Arbeitersporiler zu spalten, sondern man will sie nur zu roten Sportorganisationen umformen. Nur wenn die Sozialverräter, mit denen nach Bieste abgerechnet werden wird, menn die Zeit sich erfüllet hat, biefer Umformung Widerstand ent gegenfehen follten. wird die fochende Boltsseele gezwungenermaßen zu Neugründungen schreiten. In diesem Falle sind bann aber nicht bie Rommunisten die Spaltpilze, sondern die Angehörigen der BSBD ,, die die Umformung verhindern. In gleicher Nummer beftreitet die Rote Fahne", daß die Wahl des tommunistischen Kreisvorstandes des B. nur dadurch möglich war, daß die Brobereits 90 Delegierte, die Mehrheit bestand aber nur aus 30 Defe vinzbelegierten bereits abgereift waren. Tatsächlich fehlten aber gierten! Außerdem waren viele entfernte Provinzvereine infolge ber hohen Roften gar nicht vertreten. Sugegeben muß aber werden, daß diefer Ausgang der Wahl nur möglich war durch die Indif ferenz der noch anwesenden Delegierten. Der 1. Kreisvorfihende wurde mit 63 Stimmen gewählt, während der Gegenfandidat 62 Stimmen erhielt. Der Schriftführer erhielt gar nur noch 51 Stimmen. Herzog wurde gegen den sozialdemokratischen Kandibaten gewählt, trohdem dieser nicht mehr anwesend war. Die tommunistische Mehrheit steht also in Wirklichkeit auf fozialdemos fratischen Füßen. Hoffentlich gelingt es dem Berliner Bureau der S., diese Ülebestände bis zum nächsten Kreistag zu beseitigen, bittet uns, folgendes mitzuteilen: Zu den Ausführungen des Sports Sportgenoffe Otto Friesede( S.-B. Borwärts, Lichtenberg) genossen Bieste auf dem Kreistag habe ich, um Irrtümer zu verftädter Str. 10, abgeführt werden, aber in der Reit von 3 bis 6 Uhr Dienstoes meiden, folgendes zu erflären: Der Betriebsrat der städtischen Hallenbäder hat tatsächlich bei Berhandlungen erklärt, daß er in folge ber bauernden Heze unserer Gegner über Unrentabilität der tommunalen Betriebe unter feinen Umständen zulassen fann, ben Bereinen die Hallen unter dem Selbstkostenpreis zur Verfügung zu stellen." Reichsarbeitersporttag 1923. unb 15. des Monats im Rubheim Aur Sports Ede", Sichtenberg, Wagner, 5. C. Sparta 1011. Leichtathletit. Situng jeben Donnerstag nach dem 1. Ede Subertusftraße Training, fekt wieber in Sichtenberger Stadion. nächster Beit wird beabsichtigt, eine Soden- Abteilung au grinden. Sodenfpieler, wollen fich an Erich Sange, Berlin D. 112, Bismarplan& IV, wenden. Heftergr Sportgenoffe zur Zeitung ber Soden- Abteilung erwünscht. Generalversammlung bes Rartellverbandes.( Fortfehung.) Connabend, bex 14, April, 6% Uhr, im Gefangfoal der Schule Weinmeifterite. 16. Delogierten ausweis mitbringen. Vereine, die für 1922 ihren Beitrag( pro Mitglied über pro Mitglied 3 M. Diefer muß fofort on Dehlschläger, Berlin 2. 65, Hoch17 Jahre 4 Wart) noch nicht refties zahlten, haben tein Stimmrecht und fännen aud feine Hemter befehen. Der Beitrag file has 1. Bierteljahr 1928 beträgt und Donnerstags in der Röpenicker Str. 108( Wichte Sporthaus) beachft mechen. nitern aller Organisationen und Sparten( auch der Ruderer und Segler) ant Gemeinschaftline Gigung des Geschäftsführenden Ausfeffes mit den Zed. Donnerstag, ben 5. April, 7 Uhr, in der Köpenider Str. 108( Fichte- Sporthaus). Selflegung der Veranstaltungen beim Reichsarbeiter Sporttag am 3. Sunt über Groß- Berlin. Fahrpreisermäßigungsformulare für Eisenbahnfahrten der Jugendlichen tab noch in genügender Anzahl au haben bei Dehllmläger, Socftabter Str. 10, unb Dienstags und Donnerstags von 8 bis 6 Uhr in der Röpenider Str. 108. Turn- und Sportverein Fichte".Berlta. Die Turnworte der Stnaben und Mäbchenabteilungen müffen Donnerstag nachmittag in der Geschäftsstelle er. Der Kartellverband für Sport und Körperpflege Groß- Berlin verbindet in Der AGT findet in diesem Jahre nicht im Stadion Grunewald statt. fcheinen, um fie die Dfterpartien Kuchen und Stollen in Empfang zu nehmen. diesem Jahre mit der Feier des RAST., bie Einweihung des ersten städtischen Sport und Spielplates, der am 8. Juni dem Arbeiter- Sporttariel des 2. Begiemlich neblig, fonst überwiegend beiter, in den Mittagsstunden ziemlich Better bis Mittwoch mittag. Fortdauernd frodent, an der Rüste Britannia- Lichtenberg- Tegeler P. C. 1 5: 2; Britannia- Dichtenberg II geitts( lergarten Moabit) übergeben wird. Auf folgenden öffentlichen Blähen: gen Tegeler B. C. II 1: 0; Britannia- Lichtenberg II- Jgd.- Stralau 11- Jgd. 1: 2; finden sich an diefem Tage die Arbeiterfportler der Bezirte zusammen. Sier Sumboldthain, Friedrichshain, Ereptomer Part und Schöneberger Stadtpart warm bei schwachen östlichen Winden. Whler 12 tomb- Santa- Sobennenendorf 2: 2; bler 1. Jgd.- Borwärts- Hen beginnen nachmittags unter der Leitung ber Bezirkskartelle die Borführungen nigsdorf 1. 3gb. 0: 5; Moler 2. Seb- Borwärts- Hennigsdof 2. Jgd. 5: 1; bez angefchloffenen Bereine. Punkt 4 Uhr ist auf allen diesen Plägen Schluß. Fichte- Gesundbrunnen- Frisch- Frei I 1: 4. Jest ziehen die Arbeiterfporfler von diesen Plägen zum Tiergarten( Sportplaz anstaltung fogleich auf dem ihm übergebenen Sportplag im Tiergarten. Der Sippedrom), wo die Schlußfeier stattfindet. Der Bezirk begeht feine Ber. 8. Beşiri( Goandau), ber 15. Begirt( Oberschöneweibe außer Treptow, der 16. Begirt( Röpenid) und der 20. Bezirk( Reinidendorf) auger Reinickendorf Dit. haben en biefem Tage felbftänbig die Feier des RUST. Die Borarbeiten hierzu find in allen Bezirken fofort in Angriff zu nehmen, Weitere Resulfate. M. G. B., Bezirk Rorben. Sim Besten bes Arbeiterfports findet am Rat Freitag, ben 30. März, auf dem Adler- Sportplag, Chriftianiaftraße, ein Propa. ganda Fußballwettkampf gweier Auswahlmannschaften um 4 he flatt. Bor her um 3% Uhr Schülerfpiel Wader 20- Ahler 12. Genoffen, Arbeitskollegen und Sympathisierende der Arbeiterfportbewegung, unterstügt uns durch zahl reiches Erscheinen. Spieler gesucht! Die Techniker aller Organisationen und Sparten, auch die Stuberer und Segler, tommen am Donnerstag, den 5. April, pinktlich 7 Uhr, mit dem Ge fchäftsführenden Aussous au einer gemeinsamen Sigung in der Röpenider Straße 108( Sporthaus Fichte) zufammien. Kartellverband für Sport und Körperpflege. Es find des öfteren Rlagen gelommen über schlechte Beschaffenheit und Snftandhaltung von ftädtifden Spiel und Sportplägen, über befette Spiel, Sport und Turugeräte auf diefen Plägen und in den Schulturnhallen fomie auch über nicht einwandfreie Zustände in den städtischen Schwimmhallen. Alle Bereine werden aufgefordert, diefe lagen mit genauer Angabe fofort einzu. fenden, mit bem Namen bes Borfigenben und Vereinsstempel perfehen, an die Geschäftsstelle bes Rortellverbandes: Robert Dehlschläger, Berlin R. 65, Soch ftädter Straße 10. Es wird dann Eorge getragen werden, baß die zuständigen Instanzen Abhilfe schaffen. Fußballfpiele auszutragen wünschen: Bantower Sport- Club 1908, 1. bis 3. Mannfdaften. Anfragen an Ft. Boeffe, Bankow, Florafie. T, aber an Sigungstagen, Freitags bei Schöned, Pantom, Floraftr. 15. Telephone Ban Tom 1084. Erminia 1920. Für 1. und 2. Mannschaft, auch nach außerhalb, jeben 1. umb 3. Gonntag im Monat, auf eigenem Blag jeben 2. und 4. Conn. bag. Anfragen an G. Ruhnert, R. 20, Gottichedstr. 33. gr. 2. Wilmerstorf. Für den 1. Offerfeiertag Berein aus der nächsten Umgebung auf eigenem Blah. Anfragen an P. BIHm, Wilmersdorf. Mannheimer Str. 82.- Sport- Bereint gung Buftig and Fibel, Rubom 1912. Diesjährige Generalversammlune Rar freting nadymitteg 3 Uhr im Vereinslokal. Saufend Spiele für 2. Männer und 1. Jugendmannschaft auf unferem und Gegners Blag gefumt. Angebote en Baul Cngan, Berlin E. 59, Wiffmannstr. 17. Arbeiter- Sportfarten Spanhau. Belcher Berein fpielt am 2. Ofterfeiertag in Berlin gegen 3, Manners smannschaften son freier Turnerfchaft Wittenberge? Cilengebote mit Art ber Entschädigung vermittelt Carl Hartmann, Spandau( Waldfiedlung), Tannen meg 85. Unmenschliche Behandlung eines Arbeitersportlers. Sport- Club Romet" Fürstenwalbe fucht für amei Männermannschaften Spiele aum Karfreitag auf eigenem Sportplat. Sufarifien an Frik Rifate, Spiel Britannia- Lichtenberg gegen Tegeler Ballspiel- Klub verunFürstenwalde, Bindenftr. 81. Fichte Of Fußballmannschaften. Um Don glüdte gleich zu Beginn des Fußballspiels der Spieler Walter Beim LIKÖRE WEINE KAHLBAUM Bergmanns Zahnpafto Rosodont die Sparsamkeit selbst Seit 10 Jahren bewährt Zwei gute Bekannte A MERCEDES BC TVO POHONNY DIE BATSCHARI KRONE Marken und andere Zigaretten Bet Ad. Nagel 225 Sermannplay 6 Morts 8923. Obstbäume Gamereien, Pflanzen Gärtnerei Hauschuer Müncheberg( Gann tagsfahrt. Mancheb.). Seifen Stiegel 805, 400 Gr. Blod 380, 500 Gr. Blad 675, Rur abgelag. Seifen Qualitat u. Preis ift tonfurrenglos aut Rübersdorfer Str. 1 ( nahe Schlef. Bahnh.) Inserate Im Vorwärts Verbürgen Erfolg! Osterangebot! Bu berabgefestenj Breifen offerteren mir Schofolaben, Bralinen, Satao, Boubous, Dragee unb Rats, nur be fannte Marlen. Auf Wunsch Bertreterbelud Spletter& Co., Urbanfte. 65. Geenip.Morigpl7180. Allen voran in Billigkeli! Elegante Anzüge, Schlüpfer, Covertcoats, Cutaways usw. solange Vorrat: 80 000, 00 000, 100 000 125 000, 150 CCO M. aus besten, z. 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Baumschnlenweg: Frau Köpte, Riefholaftr. 180, Laden. Bernau, Röntgental, Repernid. Schönbrüd, Rarow und Buch: Seinrich Brefe. Bernau. Mühlenftr. 5. Biesborf: B. Danneberg Bittoriaftr. 11. Bohnsdorf: Sorlemann, Genossenschaftshaus Parables. Borsigwalbe: Gebauer, Schubeatstr. 32, v. 8 r. Südende: Ludwig, Halsteftr. 36. Charlottenburg IV: Bufenia!, Augsburger Str. 47, Lichtenberg III, Friedrichsfelbe: Frankfurter Allee 185, Laden. Siemensftabt: Tie Ifch. Reißftr. 22, v. 2 52, Bortier. Lichtenberg IV: Seymer. Röderstr. 54, Gartenhaus. Staaten: Böltel Eichenwinkel 16, Eagersdort: mönherr Landsberger Str. 10. Lichterfelde Oft, Lantwig: H. Benzel, Lantwig, Biethen- Steglig: fro ft. Düppelftr. 85. Ertner: Emil Jwang, Scharnweberstr. 11. ftraße 15. Fichtenau: Rraeßte, Bismardstr. 1. Lichterfelde- Weft: Berndt Stegliger Str. 19. Faltenberg: Salzmann, Faltenberg, Gartenstadtstr. 10. Mahlsdorf: Wilhelm Rura, Sönower Str. 177. Fredersdorf- Petershagen: Otto Wilinsti, Fredersdorf, Mariendorf: uauft ein Chauffeeftr. 29. Arndtstraße. Marienfelbe: Greulich, Berliner Str. 143. Neuenbagen Wenate Riegelftr. 71. Friedenau: Rheinste. 27, Ede Rönnebergstraße. Friedrichshagen: Soffmann, Friedrichshagen, Rurze Reulolla I: Nectarstr. 2. Straße I. allee 45. Grünau: B fühner, Röpenider Str. 105. Salenfee, Grunewald: Frau Road, Riost Henriettenplag. Brinatwohnung: Ratharinenftr. 4. Seinersdorf: Frau Goldbach. Niederschönhausen, SchloßSennigsdorf: Frau Rorbafinfti, Rathenauftr. 3. Hermsdorf: Dally, Steinmeğftr. 1. Hohenneuendorf: Bromann, Stolpener Str. 50. Hoppegarten: Rausch, Hoppegarten- Birkenstein, Barzelle Rr. 119. Johannisthal. Iwin Gammtid Bismardir. 8. Karlshorst: Bernb, Riost, Bahnhofplag. Rönigswusterhausen: E. Meyer. Potsdamer Str. 9. Ropenid, Hirschgarten: Schlag. Rieger Str. 6( Laden). Lichtenberg 1: Lichtenberg, Wartenbergstr. 1. hagener Str. 62. Buchholz, Blankenburg: agner. Blankenburg. Burgwall- Raulsdorf: Bogt, Bredereaftraße 19. ftraße 63. Charlottenburg I: Sefenheimer Str. 1. Charlottenburg II: Tauroggener Str. 11. Sharlottenburg III, Eichlamp: 3o a chi mi, Raiserdamm 102, Lichtenberg II, Rummelsburg, Stralan: Lichtenberg, BogGartenhaus 1£ r. Theater, Lichtspiele usw. 6pernhaus Volksbühne 51 Uhr: 7 Uhr: Parsifal Weh dem, der lügt Sehanspielhaus Lessing- Th. 72 Uhr: Heute u. morgen 71/2 Wilhelm Tell Bürger Schippel Theater 1. d. Donnerstag 71: Der Biberpelz Karfreitag: Peer Gynt Königgrätz. Str. Deut. Künstler- Th. Bis Dienstag: Geschlossen. Mittwoch: Erstaufführung: Allabendlich 7 U. Kreislers Eckfenster Der Fürst von Phantast. Schauspiel von Carl Der letzte Kampf Sieben abenteuerliche Akte Manuskript: Alfred Zeisler und Victor Abel Regie und Hauptdarsteller: HARRY PIEL Uraufführung ab 23. März Pappenheim SCHAUBURG Wand u. Rud. Bernauer Karfreitag 7 Uhr: Faust Masik v. E. N. v. Reznicek Frith, Kayssler, Lucie Höflich, Central- Theater Erika Meingast, Loth. Methel, Hans Herrmann, H. Vallantin. 7 Uhr: Der Ostern: Abds.: Kreisters Aktienbaron Eckfenster Machm. 3 Uhr: Insekten Komödienhaus Tag! Musik 8 Uhr: Orska, Dernburg BERLIN, Königgrätzer Straße 121 Fabrikat: Apex Film Co., Berlin W. 35 Verleih: Bayer. Film G.m.b.H. im Emelkakonzern M. Or, Daru Der Blaue Vogel Casino- Theater Laubenbauer Ab Ostern( abends): Mad. Pompadour in d. bek. Besetzung Goltzstraße 9 Nollendorf 1613 Berliner Th. Allabendlich Bis Donnerstg. tägl. 7.30: Madame POMPADOUR Wörner, Roberts, Batel U. Das 3.Programm Ostersonntag zum 1. Male: Theater des Ostens Mädi ( Rese- Theater) Operette v. Grünwald a, Stela 7 Uhr: Berliner Musik von Rob. Stolz Mädchenhändler. Hilde Wörner, Claire. Waldoff, Fritz Werner, Hans Albers. Deutsch. Opernhaus 7% Uhr: Das Rheingold Groß. Volksoper im Theat. d.Westens 72 U.: Schmad d. Madonna Intimes Theater Komische Oper 7 Große Revue Europa spricht davon! spricht davon! ab.200 Mitwirk Mister Jackson mit engl. Girls Else Balzer SU: 7 Einakter Bruno Kastner u. a: Kleptomanie, Familienfest usw. Lustspielhaus 8 U.: Das Prinzchen Metropol- Theater Arnold Riek Kutzner, Flink u.a Darsteller 12: Die Schönste Apollo- Theater der Frauen Neues Operett.- Th. Die große Ausstatt.7: D. neue Gilbert Täglich 7: Operette 8 Uhr: Der neue Schlager Zum blauen Hakadaleine und große WINTEN VarietéRochmaschinen, Heiz Hiiren und Rofte ver schiebener Größen, alle Gorter: Heizöfen mit Ningen, Brunnen mit Sauger und Rohr zum Gelbstaufftellen, Spalier Programm! en mm. GdalRanchen gestattet! Z Etablissen CER ielka und 20 mm- Schalbretter, Latten und Schwaches Rantholz, Dachpappe, eer, Rarbolineum, fleine Fenster und Türen, eiferne Bettstellen mit Sprungieber matraßen, Militär Spinde, Tische und Friedrichst. 60- Bänte. Ecke Leipziger Str. Anton Galasch, Varieté- Kabarett Charlottenburg, in Helt. Spiele u. Gömmeringstraße 30, Margaretensaal Berl. Spreeftraße. 4% u. 7% Uhr Schokolade billiger! 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Programm Circus 8 Uhr: Der kühne Busch Schwimmer RESIDENZ- TH. Täglich 8 Uhr: Alb. Bassermann in von H Tg1,714. Ostern a. 3 U. Stärm. Erfolg! Das neue histor. Manegeschausp. 1806 Die Wildente Ibsea Trianon- Th.nig. Laise: Elsewasa a.. SU. Prof. Bernhardi ber neues Circus- Progr Komöd v.Schnitzler 8 Uhr Kleines Theater Das stärkere Band Lustsp. v. F. Salten Toelle, Sandrock, Kaiser- Titz Walhalla- Th. 7 u. Leitg. d. Komp. Die Liebe geht um Dora, Läntner, Zernitz SCALA Uhr: 8. Jaternat. Varieté Napoleon: F.Kreidemann a, G Karfreitag 12, 5, 8 Uhr. Kultur 3 Filmwerke 3 s.Anschlagsäul. Reichshallen.Th. Allabendl.71/ 2 Uhr. Sonutag nachm. 3 U. halbe Preise Stettin. Sänger DonhoftBrett'l Anf.7% U. Thester u. Rottb, Tor Tägl. 7% and Sonni.nachm. 30. EliteSänger U. a. 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Tempelhof: Raifer Wilhelm- Str. 13. Tempelhof: Randlet, Suhenzollerntorfo& Trebbin: Göring, Bahnhofstr. 62. Steptow: Weiß. Riefholaftr. 18b. Baibmannsluft: Rohde, Oraniendamm 10. Weißenice: Greunte, Berliner Allee 54. Bildan- Hoherleyme: Rub. Settow. Wilhelmshagen, Hefenwinkel: Schulae, Wilhelmshagen, Wilhelmstr. 31. Wilmersdorf: Frau Schubert, Tübinger Str. 4a, Rellet. Bittenau: 8ibe II, Sauptstr. 24. Bilhelmsane 27. Woltersdorf: Gurbaum, Cichendamm 22. Behlendorf, Schlachtenfee, Ritolasfee: Behlendorf, Teltomer Straße 3. Beuthen, Miersdorf: A. Behling, Bahnhofftt. 2. Boffen: Bitt, Bahnhofftt. 25. Genzig, Mittenwalde, Schenkendorf, Rieberlehme, Rene Sämtliche Siteratur fowie alle wiffenfchaftlichen Berle Mühle, Bernsdorf, Cablow: Friedewald, Genzig, werden geliefert. Chauffeeftr. 54. Sonntags Anb bie richäftsftellen nefolo Ren. Möbelhaus Rehfeld, Babftraße 34. 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