Ur. 33. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pig. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs: Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochen: tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 1hr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Zum Kapitel der Soldatenmißhandlungen. lautet: 1. Ordre. Freitag, den 8. Februar 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. den reichen Erziehungs- und Strafmitteln unter gewissen| rosigsten Farben. Auch meint er, deren Einführung würde di. hafter Mitwirkung ihrer Offiziere nicht schwer werden kann, Arbeiter gleichzeitig von der Ausbeutung durch sozial, die Unteroffiziere in richtigem Geiste heranzubilden und die demokratischen Genossenschaften beuten die demokratische Agitatoren befreien. Die sozial widerstrebenden und nicht ferner zu duldenden Elemente recht Arbeiter am unverschämtesten aus. Schon unmittelbar nach der durch den Vorwärts" erzeitig zu erkennen. Nicht minder liegt aber auch den Nach längerer Debatte, innerhalb deren Schlosser Wiese folgten Veröffentlichung des bekannten Erlasses des Prinzen Georg von Sachsen wurde in der Presse erwähnt, daß auch höheren Vorgesetzten die Pflicht ob, darüber mit Ernst noch erklärt, daß er keine Luft habe, sein Leben im Gefängniß zuder deutsche Kaiser, König von Preußen sich zu einer Ordre zu wachen, daß Mein ausgesprochener Wille genau zur zubringen, und daß er mit gleichgesinnten Freunden durch Gründung einer Genossenschaft, die erste Zelle zum Neubau der Ausführung gelangt, und habe ähnlichen Inhalts veranlaßt gesehen habe. daher in Meiner Gesellschaft schaffen" wolle, tam man überein eine neue VerDie Ordre selbst ward seinerzeit nicht mitgetheilt. Wir weiteren Ordre vom heutigen Tage bestimmt, sammlung zu berufen, um die Frage erst richtig durchzudisfind heute in der Lage, das sehr interessante Schriftstück, daß Mir in Zukunft von den kommandirenden Generalen kutiren." welches den tecken Leugnern der Soldatenmißhandlungen bei Einreichung der durch die Ordre vom Leutchen, die jetzt als noch unter„ Schulze- Delis'sche GigenDas ernsthafte bei dieser Hanswurstiade ist, daß dieselben wohl endgiltig den Mund stopfen wird, dem Wortlaut nach 1. Februar 1843 befohlenen Nachweisung berichtet thums simpel" aufmarschiren, noch vor kurzem von der gutgesinnten zu veröffentlichen. Es bedarf keines Kommentars und wird, welchen Borgesetzten in Fällen gewohnheitsmäßiger und Presse in Rinaldini- Uniformen gesteckt wurden- jeder mit einem fyftematischer Mißhandlung von Untergebenen die Verantwortung Dolch in der einen, und einer Dynamitbombe in der anderen Hand mangelhafter Beaufsichtigung trifft und was gegen denselben als Staffage, Fundament und„ Material" für die Umfturzvorlage. veranlaßt worden ist. Wo sind denn so fragen wir die" Post" und ihre HinterDiese Meine Ordre ist mit jener vom 1. Februar 1848 in männer wo sind denn die fürchterlichen anarchistischen Ver der dort vorgeschriebenen Weise bekannt zu geben. brecher, gegen welche das Umsturzgesetz uns schützen soll? Wenn wir eine Handvoll harmloser Narren ausnehmen, die, a us Berlin, den 6. Februar 1890. ganz Europa zusammengesucht, eine Droschte allenfalls füllen würden, fennen wir außer den freilich sehr zahlreichen Polizeis Anarchisten, wie Ungern Sternberg, Reuß u. s. w., blos die fonfusen Regierungs- Anarchisten, vom Schlage des Herrn Wiese, die auf die Sozialdemokraten schimpfen, ihre Steuern ohne Murren bezahlen und eine Belle" der Zukunfts- Gesellschaft der Zelle im Gefängniß vorziehen. Wo find fragen wir noch einmal wo sind die Anabgegeben baben? archisten, die für die Umsturz vorlage den Wauwau An gez. Wilhelm. Bahme Anarchisten. Ueber eine„ Anarchistenversammlung", die vorigen Sonntag in Rirdorf getagt haben soll, berichtet die" Post" und andere Umsturzgesetz- Organe sehr ausführlich. Wir bringen aus dem Bericht nachstehend das wesentliche: " Nachdem obiges geschrieben, erfahren wir, daß in der„ Kor respondenz des nationalliberalen Vereins für das Königreich Sachfen", der Bellen"-Vorschlag des anarchistischen" Schloffers liberalen Licht, für„ bemerkenswerth" erflärt und in einem langen Wiese von Professor Biedermann, dem großen national Artikel als neuer Weg" bezeichnet wird, obgleich die Sache allerdings schon vor langer Zeit propagirt worden sei. " Aus den Mir von den kommandirenden Ges neralen eingereichten Nachweisungen über die Bestrafungen wegen Mißhandlung Unter gebener habe Jch entnommen, wie die Fälle von Mißhandlungen in Meiner Armee in der legten 3eit sich erheblich gesteigert haben. Mit Mißfallen habe Jch auch von der vorschriftswidrigen Behandlung einiger, zur Er den Kriegsminister. füllung ihrer Dienstpflicht einberufenen Volksschullehrer Kenntniß erhalten, an der sogar mehrere Offiziere betheiligt waren und die zu einer öffentlichen Besprechung den Anlaß gegeben hat. Ich verurtheile diese Ausschreitungen, welche das Interesse des Dienstes und das Ansehen der Armee schädigen, auf das Schärfte und will solche Zuwider handlungen gegen die gegebenen Befehle auf das Strengste bestraft wissen. Ich erwarte, daß durch fortgesetzte Belehrung und sei darauf hinausgegangen, Helden" zu schaffen, das sei ein verSchlosser Wiese erklärt, die bisherige Taktik der Anarchisten Erinnerung, sowie durch scharfe ueberwachung der forenes Beginnen, aus den deutschen Arbeitern würden nie artigen Ausschreitungen vorgebeugt und denselben, falls sie dennoch Helden werden. Die Anarchisten hätten bisher nicht nur nich: s stattfinden, durch energisches und unnachsichtliches erreicht, sondern ihre Bahl sei sogar sehr zusammenIndeß warum nicht einmal probiren? Vielleicht hilft der offen Anarchist" dem bankrotten Bürgerthum aus der Patsche.. Eingreifen entgegengetreten wird. Namentlich geschrumpft, wenigstens die Bahl derer, die fich zum Anarchismus bekennen. Mit Staat und Polizei ist mir aber aufgefallen, daß in mehrfachen Untersuchungen sich müſſe man fich auf freundlicheren Fuß stellen; den Herr Landauer, der literarische Adjutant des Herrn Wiese, herausgestellt hat, wie von einzelnen Vorgesetzten durch lange Staat, der nichts verlange, als die paar Steuern, der dieser jüngsten Form der Propaganda der That, die gleich3eit fortgesette Mißhandlungen und gewohnmöge man ungeschoren lassen und desto energischer zeitig eine uralte fleinbürgerliche Utopie ist, ein fadenscheiniges heitsmäßige Quälereien ausgeübt worden ben Unternehmern zu Leibe gehen und zwar durch Produktiv revolutionäres Mäntelchen umhängen möchte, schreibt uns: Genossenschaften. Die Gegnerschaft gegen diese Jdee" Zu verschiedenen Malen hat sich der Vorwärts" mit der sind, welche zum theil schwere Nachtheile für die Gesundheit der wäre nicht so groß, meint Wiese, wenn nicht allen Anarchisten, neuen Bewegung zu gunsten der Gründung von Genossenschaften Betreffenden herbeigeführt haben. Diese Erscheinung weist darauf hin, die doch ausnahmslos früher der alleinfeligmachenden Sozial- beschäftigt, und hat dabei die Bemerkung gemacht zuletzt die daß es bei der Wahl des Ausbildungspersonals für die Rekruten demokratie angehörten, die marxistischen Irrthümer unter der Spitzmarke: Bürgerthum und Anarchie noch zu tief im Blute steckten. Die Lehre von der Anarchisten begäben sich mit solcher Agitation auf den Boden an der durch die Ordre vom 1. Februar 1843 zur besonderen Konzentration des Kapitals fei unrichtig, selbst in der des Bürgerthums, wandelten einher auf den Pfaden Pflicht gemachten Sorgfalt sowie an der erforderlichen Ueber Maschinenindustrie herrsche jetzt Dezentralisation. Auch die Schulze- Telitzsch's und seien sich des Klassentampfes wachung seitens der Vorgesetzten gefehlt hat. Ich mache in dieser Krupp'schen und Stumm'schen Werke werden mit der Zeit nicht bewußt. Geftatten Sie mir, bitte, nur zwei die In sechs bis acht Jahren furze Bemerkungen, Richtung zunächst die Kompagnies, Eskadrons in fleine Betriebe aufgelöst. vielleicht geeignet geeignet sind, und Batterie Chefs verantwortlich, weil es werden durch Produktivgenossenschaften" die Arbeiter von den selbst zu überzeugen, daß es Genossenschaften geben kann, Unternehmern befreit. die mit Bürgerthum und Schulze- Delitzsch nichts zu thun haben: ihnen bei ihrer Vertrauensstellung, ihrem unmittelbaren Tischler Stief begeistert sich für den Wiese'schen Plan und 1. Der Mann, der mit Erfolg den Vernichtungskrieg gegen Einwirkungsrecht und den ihnen zu Gebote stehen schildert die genossenschaftliche Produktion der Zukunft in den die Harmonieduselei Schulze- Delißsch's führte, war Ferdinand 4 Feuilleton. ( Nachdruck verboten.] Skizzen aus dem südamerikanischen Hinterlande. Ein Blatt südamerikanischer Geschichte. 7 Ihr seid von Barrero Grande, Landsmann?" fragte unser Bekannter Nicaror Godoy eine Woche später auf dem Marktplay einen Bauern, der eben eine Ladung Tabat vertauft hatte und sich anschickte, zusammen mit seinem Weib und einem Rudel nackter Kinder den Ochsenkarren zu besteigen, um seine Heimreise anzutreten. Das bin ich, Batron." " " Wollt Ihr ein Trinkgeld verdienen?" " Warum nicht?" Briefe sind gefährliche Dinge," sagte der Bauer bedächtig, hr wißt, daß Lopez uns verbot, Briefe privat zu befördern." Ihr seid ein Narr, wir leben nicht mehr in den Zeiten des Lopez." " Nein, es ist zu gefährlich." " Diese Dummköpfe," sagte Godoy, aber er kannte seine Leute, und wußte, daß man einem paraguayischen Bauer einen Glauben, den er einmal gefaßt hat, mit keiner Bered samkeit aus dem Kopf treiben kann. Lopez hatte seinerzeit jede private Beförderung eines Briefes bei Todesstrafe verboten. Und augenblicklich gab es teine Post, wenigstens nicht für das platte Land. " Und was verlangt Ihr, wenn Ihr mir einen Sack Mais an Molas besorgt?" Zwei Real, Herr." Godoy kaufte sofort einen Sack Mais von dem nächsten Händler, öffnete ihn vor den Augen des Bauern und versenkte seinen Brief in den Mais. So, so nehmit mir den Mais mit... und hier habt Vielen Dank, Herr..." So nehmt mir diesen Brief dorthin mit. Ihr kennt Ihr Gure zwei Real." den Adressaten wohl, meinen Freund Molas " José Dolores meint Ihr, Patron..." Denselben." Der Bauer beguckte den Brief bedächtig, ohne ihn an zurühren. Worauf wartet Ihr. was verlangt Ihr dafür... ich zahl es Euch sofort." Und der Bauer bestieg vergnügt seinen Karren, da er, wie er annahm, ein ausgezeichnetes Geschäft gemacht hatte. " Paraguay'sche Geschichten." murmelte Godoy, als er weiter ging, um in dem Hause des Präsidenten zu verschwinden. Der Präsident Cirilo Rivarola bewohnte unweit von Ein dummes Ding, Caballero," erwiderte der Bauer der Polizei ein kleines Haus. Es war ein hochgewachsener kleinlaut und drehte unschlüssig seinen alten Hut zwischen schmächtiger Mann, unverheirathet und ohne jeden Anhang. den Fingern, doch ich will's thun, wenn Ihr gut zahlt... Er empfing Godoy mit großer Freude. Fünf zwanzig Besos wenigstens." Willkommen, mein lieber Freund!" kam er ihm entAber, Freund, seid Ihr närrisch... wer wird Euch gegen, indem er ihm beide Hände entgegenstreckte ,,, Du zwanzig Besos für einen fleinen Brief zahlen, habt für kommst zu gelegener Zeit. Juan," wandte er sich an seinen Euren ganzen Wagen voll Tabat sicher feine fünfe gelöst. kleinen Diener, der im Zimmer herumhantirte, dessen kleiner Real will ich Euch allenfalls geben." Raum zugleich sein Schlaf- und sein Arbeitszimmer bildete, Sie geh' hinaus und sage jedem, der da kommen sollte, daß ich nicht zu sprechen sei.... Setz Dich, Nicanor. hier haft Du einen Stuhl... Kommst mir wohl Vorwürfe zu machen, alter, ehrlicher Kerl Gerade ist Gill von mir gegangen hatte auch so gethan... zum wenigsten freut mich's doch, daß man noch ehrliche und aufrichtige Freunde hat." • . So so, Gill war hier..." meinte Godoy...., besucht Dich also noch immer." ,, Weiß wohl, Freund, daß Du eine alte Abneigung gegen Juan Bantista haft... Aber was kann der Mann dafür, daß er brasilianisches Blut hat... aber glaube es, es ist eine ehrliche Haut... ganz wie Du Freund. Du kommift, um mir dieselben Vorwürfe zu machen, wie er " ,, Er hat also... dann will ich es mir noch dreimal bedenken, ob ich sie Dir machen soll.. ich weiß auch kaum, ob sie am Plage sind, da ich von solchen juristischen Klaubereien, wie sie anfangen Mode zu werden, kein Freund bin und nichts davon verstehe.. ich fürchte aber, Cirilo, Dein Drefret macht böses Blut.. Du weißt wohl noch gar nicht, daß die aufgelösten Kammern, oder doch ein Theil davon, aber im Geheimen mit dem obersten Gerichtshof konferirt haben und wie ich soeben gehört habe, hat Herr Falcon in dieser Minute seine Meinung dahin geäußert, daß Dein Vorgehen gegen die Verfassung verstößt. Die Kammern werden sich in Permanenz erklären, alle mög lichen Geschichten anfangen, im Volk. wühlen und weiß Gott was machen, wenn Du nicht weichst.." Rivarola ging im tiefen Sinnen mit großen Schritten durch das kleine Zimmer. Hältst Du mich für einen schlechten Kerl, Nicanor... gefteh mir's offen... wir sind zwei gute Freunde, so lange ich mich erinnern kann... sag' mir's ehrlich ins Gesicht hincin... hätte Dich überhaupt so gerne als Rathgeber an meiner Seite gehabt; aber Du schlugft hartnäckig jedes Lassalle. Und Lassalle trat- wenn auch in anderer Weise, als arbeiter in Hamburg und Eschwege, die Schuhmacher in Erfurt gehen, deren Anziehung oder öffentliche Billigung Gefängnißſtra fe wir es beabsichtigen bekanntlich für Produktivgenossenschaften und Offenbach 2c.) Alle diese Gründungen sind aber Nothbehelfe nach sich zieht, erfordert." ein. Warum erklären sie gerade Schulze- Delitzsch für unseren oder Ausnahmen, mit dem Befreiungskampfe der Arbeiter haben nicht wen?? Ich fordere Sie auf, loyal zu sein. Politische Leberlicht. Schutzpatron, warum nicht Lassalle? Oder noch besser: Warum sie nichts zu thun. Welch' schlimme Folgen die Gründung von Das Zentrum und der Umsturz. Ueber den UmGenossenschaften ohne das genügende Betriebskapital haben fall des Zentrums in Sachen des Um sturzes haben wir 2. Sie verquicken unsere im Entstehen begriffene Bewegung fann, darüber haben die deutschen sozialdemokratischen Arbeiter wiederholt berichtet; auch über die wachsende Mißstimmung mit bürgerlichen und klassenkampf- feindlichen Tendenzen. Ich abgesehen von Beispielen aus der Neuzeit schon böse Er- und Empörung in den Kreisen der Zentrumswähler. Anbitte Sie, Ihren Lesern das folgende kurze Bitat aus einem fahrungen gesammelt zu einer Zeit, wo Herr Landauer noch in gesichts dieser Opposition in den eigenen Reihen soll man Artikel von Emil Vandervelde:" Die Arbeiterpartei Belgiens" den Windeln lag. fich aus Zentrumskreisen nun durch hohe geistliche Mittelsmitzutheilen, den die Neue Zeit", das wissenschaftliche Organ Unsere Genossen wissen, daß sie heute mehr denn je wich personen vertraulich nach Rom gewandt haben, damit der der deutschen Sozialdemokratie in Nr. 11 des Jahrgangs 1894/95 tigeres zu thun haben, als die Gründung von Genossenschaften a pst jener Bewegung einen Damm entgegensetze. Man veröffentlicht hat. Darin heißt es: zu planen. Es scheint zu genügen, einmal diese Pläne an dieser " Die sozialistischen Genossenschaften haben in Belgien nicht Stelle zu erörtern. Glauben die Herren Wiese und Landauer, nennt einen deutschen Kardinal, der sich nach dieser Richtung nur das Bäckereigewerbe revolutionirt, indem sie die Brotfabrikation daß sie jetzt nichts Wichtigeres zu thun haben, als Bauanschläger- bemühen soll, um für die bedrohte Parteileitung durch Einauf großer Stufenleiter einführten und die Brotpreise nicht blos und Fensterputzer- Genossenschaften zu gründen, so ist das ihre greifen des Papstes Deckung zu schaffen. für die Genossenschafter, sondern auch für die Kunden der übrigen Sache. Sie haben früher nichts Vernünftiges geleistet, es wäre Man weiß ja nicht, wie weit der Papst diesen Wünschen Bäckereien um fast die Hälfte verbilligten. Sie haben auch in deshalb unrecht, jetzt von ihnen politischen Scharfblick und entgegenkommen wird, auch nicht, wie weit seine Bemühungen politischer, moralischer und geistiger Hinsicht bemerkenswerthe ökonomisches Verständniß zu erwarten. bei den aufgeregten deutschen Zentrumswählern in dieser Resultate gezeitigt..... Wie bereits erwähnt, liefern die Ge Frage Erfolg haben würden. Wir glauben, allzu hoch nossenschaften der Arbeiterpartei den bei weitem größten Theil dürfte der Papst seine Hoffnungen bei einem solchen Einihrer Agitationsmittel, und zwar in Gestalt von Beiträgen, von greifen nicht spannen. Denn die Mißtrauens- Kuudgebungen, Streitunterstützungen, von Subskriptionen zu gunsten der sozialistischen Bresse und anderer Agitations Bestrebungen. Berlin, den 7. Februar. die fort und fort aus den Wahlkreisen, in denen das Zentrum Die Genossenschaften nicht darauf dominirte, einlaufen, lassen find gleichsam Die Aus dem Reichstage. Die Sozialdemokratie befindet bisher dominirte, milchenden Rühe" der Partei. Dant ihnen," erklärt eines Tages sich augenblicklich wieder in der Rolle des lachenden Dritten. schließen, daß sich diese Oppositionsstimmung durch ein Anseele, können wir die kapitalistische Gesellschaft mit Die Interpellation Hize hat die Frage angeschnitten, ob Wort des heiligen Vaters" so leicht werde niederdrücken Kartoffeln und Vierpfundbroten bombardiren." Wenn die das sozialreformerische Feigenblatt für unsere Gesetzgebung lassen. Vorkämpfer der Partei gemaßregelt werden, wenn sie ihrer noch länger vorgebunden bleiben soll, oder ob das Reich sich In Elberfeld- Barmen wurde die folgende Resolution Ueberzeugung halber brotlos aufs Pflaster fliegen, so sind sie in seiner nackten" Schönheit als ausschließliche Repräsen angenommen: sicher, bei der Genossenschaft Beschäftigung und Brot zu finden." Weiterhin folgt noch die folgende Stelle:„ So ist die tantin der Kapitalsinteressen zeigen soll. Genossenschaft nicht lediglich eine wirthschaftliche Organisation und ein mächtiges Werkzeug der Agitation, sondern sie wird mehr und mehr zu einem Mittelpunkt geistigen Lebens." Indem ich bemerke, daß unsere Genossenschaften gerade in absolutem Sinne wie die in Belgien bereits bestehenden geplant find, bitte ich Sie, mir die Frage zu beantworten: Warum muß in Deutschland bürgerlich genannt werden zu einer Zeit, wo es sich erst bilden will, was in Belgien sozialistisch ist so lange es besteht? Ich fordere Sie auf, loyal zu sein!" " = N A Die Herren vom Zentrum möchten die Heuchelei vom sozialen Königthum, dem praktischen Christenthum und was dergleichen abgebrauchte Redensarten mehr sind, noch gerne beibehalten. Es kommt diesen Herren sehr ungelegen, daß jetzt, wo mit ihrer Hilfe ein neues Knebel- und Ausnahmegesetz gegen die Arbeiter geschaffen werden soll, der sozialreformerische Schleier weggerissen wird und der britalste Klassenegoismus parlamentarische Orgien feiert. Herr v. Stumm ist der Mann des Tages, nach seinen Rezepten zu arbeiten schickt sich die Regierung an, und ist erst das Umsturzgesetz fertig, dann werden Polizei und Gerichte dieselben Bahnen wandeln. " " uf bem Sobaumisberg au Giberſe Die heute auf dem Johannisberg zit Elberfeld tagende Ratholifenversammlung verurtheilt aufs entschiedenste die freiheitswidrige Umsturzvorlage der Regierung und fordert die Zentrumsfraktion des Reichstages auf, diese in der Fassung der Regierung abzulehnen" lischer Geistlicher: In der Bonner Reichs- Zeitung" schreibt ein katho " " Das fatholische Volf verlangt von seinen Abgeordneten, daß sie keinem Gesetze ihre Zustimmung geben, welches irgendwie den Charakter eines Ausnahmegesetzes an sich hat. Desgleichen fann man im fatholischen Volte nicht begreifen, daß die Zentrumsleute gewillt sein sollen, dem Präsidenten" zu Lieb dessen Disziplinargewalt zu schärfen. Die Vertrauensduselei mancher Leute ist geradezu unbegreiflich." " 1 Herr Landauer, der sich in jungen Jahren statt auf das Studium des Sozialismus auf Vernichtung der Sozialdemokratie geworfen hat, und jetzt, nachdem er faum ein Jahr älter geworden ist, dem Sozialismus eine neue Wendung zu geben sucht, Aus München wird derselben Zeitung geschrieben: Es ist ja gewiß bitter für unsere bürgerlichen Sozialbeweist durch seine erste Bemerkung, daß er eines der wichtigsten reformer von Herrn Röfice bis zu Herrn Hiße hinüber, auf welchem es fitzt. Es handelt sich um Sein und Nichtsein Mit der jetzigen Haltung sägt das Zentrum den Ast ab, Quellenwerte zur Beurtheilung der Lassalle'schen Agitation, die aber es hilft nichts. Die Thatsachen sind brutale Dinger, des Zentrums als tatholische Volkspartei. Will das Zentrum Briefe Lassalle's an Rodbertus nicht kennt. Würde Herr Landauer von diesem Werke Kenntniß haben, so wüßte er, daß und in dem Kampfe zwischen Kapital und Arbeit giebt Hofpartei werden und mit dem allerneusten Kurse pattiren, so Lassalle lediglich seine Genossenschaften mit Staatshilfe im es nur ein hüben und drüben. Die Industrie- Barone des mag es geschehen. Die Folgen werden bitter sein!" Gegensaße zu den Schulze Delitzsch Landauer Wiese'schen Westens können nur Leibeigene, teine freien Arbeiter So mehren sich die Oppositionsstimmen aus allen Ecken selbsthilflerischen Genossenschaften, lediglich aus agitatorischen brauchen. Triumphirend wies heute Herr von Stumm auf des Reiches. Der Zentrumsfraktion dürfte es dabei Rücksichten, um etwas zu bieten, in Vorschlag brachte. die Zustände im Saarrevier hin, dort, unter Stumm's schwül werden; denn sie wird zwischen zwei Feuern geCharakteristisch für das Unvermögen der Herren Wiese und eiserner Herrschaft, giebt es keine Arbeiterorganisationen, braten. Auf der einen Seite die Regierung, mit Landauer, das Genossenschaftswesen zu verstehen, ist die That dort gilt nur blinder, unterthänigster Gehorsam. So wollen der das Zentrum geschachert hat und die auf sache, daß sie den Unterschied zwischen den belgischen und auf der anderen Seite die englischen und den von Herrn Wiese geplanten Genossenschaften es die Induſtriemagnaten überall haben und die Regierung ihrem Echein besteht, der Bauanschläger, Schuhmacher und Fensterpuger nicht bescheint geneigt, was an ihr liegt, beizutragen, um diese Bus Zentrumswähler, die sich in dem Umsturzgesetz nicht die greifen. Interessant ist auch, daß sie auf das bestehende deutsche Stände zu verallgemeinern. Knute für den eigenen Leib winden lassen wollen. Genossenschaftsrecht und die Bestrebungen, dasselbe in reaktionärem Wenn erst die Stumm'sche Fabrikordnung, mit ihrem Ob man in der nachstehenden Aeußerung der Kölni Sinne noch weiter zu verschlechtern, gar keine Rücksicht nehmen. Heirathsverbot und sonstigen hübschen Sachen, für alle Was in Belgien unter ganz anderen Voraussetzungen möglich deutschen Arbeiter gilt, wenn der letzte Arbeiterverein aufwar, ist die blanke Unmöglichkeit in Deutschland. Was in gelöst und das letzte Arbeiterblatt verboten ist, dann wird Belgien zur Förderung der sozialistischen Bewegung diente, stets Serr von Stumm befriedigt sein. nur als ein Mittel zum Zweck betrachtet wurde, würde in Es giebt auch bei den bürgerlichen Parteien noch Deutſchland nach den Plänen der Wiese und Landauer Leute, denen vor der Perspektive, die Herr v. Stumm erwird immer mehr zum Selbstzweck werden. Wenn in öffnet, graut. Aber die Stimmen dieser Warner fallen nicht Belgien die Genossenschaften den den Großbetrieb in der ins Gewicht. Brotfabrikation zum Durchbruch brachten, so ist diese Arbeit in Wir Sozialdemokraten sehen diesen Ausbrüchen unDeutschland ohne Genossenschaften schon längst gemacht, da die gezügeltster Profitgier und Herrschsucht mit großer SeelenSchwarzbrot- Produktion schon in weitem Umfange fabrikmäßig ruhe zu. verspießbürgernd und nicht revolutionirend wirfen, es betrieben wird. Die Hebung des Proletariats in politischer, moralischer und Je toller, desto besser. Wäre Herr v. Stumm nicht da, wir nicht da, wir müßten geistiger Hinsicht brauchen wir nicht mehr von den phantastischen ihn herbei wünschen. Dieser Agitator ist für unsere Plänen einiger unklarer Anarchisten zu erwarten, dafür sorgt mit bestem Erfolge seit Jahrzehnten die politische die politische und Sache unbezahlbar. Eine Gesellschaftsordnung, die sich nur gewerkschaftliche Organisation der deutschen Sozialdemokratie. mehr mit Stumm'schen Mitteln zu erhalten und zu verEine finanzielle Unterstützung der Partei aus dem Erträgnisse theidigen weiß, pfeift unrettbar auf dem letzten Loche. von Genossenschaften wäre nach Lage des deutschen Genossen- Bon unserer Seite griff heute der Abgeordnete Möller schaftenrechtes unmöglich. Wo es ſich empfiehlt, gründen auch wir Genossenschaften im Wo es fich empfiehlt, gründen auch wir Genossenschaften im Barteidienst. An den Umfang unserer Parteigeschäfte und deren Umsatz reicht der genter Vooruit" auch nicht entfernt heran. Ebenso rufen die Gewerkschaften Genossenschaften ins Leben, wenn es nothwendig oder angebracht erscheint( siehe BigarrenAmt, jede Stelle aus... glaubst Du, daß mein Gewissen mich anflagt, Unrecht gehandelt zu haben..." Waldenburg) in die Debatte ein, um die Angriffe auf die Bergarbeiterbewegung zurückzuweisen und die Beschwerden dieser Arbeiter vorzubringen. schen Volks- Zeitung" ein langsames Beidrehen erblicken darf, ist abzuwarten. Das Blatt jagt: " „ Es handelt sich im gegenwärtigen Stadium gar nicht mehr um Annahme oder Ablehnung der Regierungsvorlage, sondern lediglich darum, ob in der Kommission die Vorlage eine solche Wir Gestalt bekomme, daß die Zentrumsfraktion zustimmen kann. M bezweifeln das im höchsten Grade, ja halten es für nahezu auz geschlossen, weil die grundsäglichen Anschauungen derjenigen Parteien, welche eine Umsturzvorlage möglichst im Sinne der verbündeten Regierungen wollen, von denen des Zentrums so weitabweichen. Das Bentrum ist, wie sich das von selbst versteht, an die Besserang der Vorlage von seinem Standpuntle aus herangegangen; dringt es durch, so entfällt natürlich für die Fraktion feber Grund, nicht zuzustimmen; dringt es nicht durch, so wird die Fraktion schließlich reſolut nein ſagen." Das klingt sehr diplomatisch. Da heißt es„ abwarten" und„ aufpassen!" Es geht auch ohne Umsturzgesetz! Vor einiger Beit theilten wir mit, daß der frühere Redakteur des„ SaalH. felder Volksblatt", Genosse S. Becker, wegen Vergehens gegen das Militärftrafgeset sechs Monate Festungsgefängniß zudiktirt erhalten habe, über die weitere, für Morgen sollen die Berhandlungen fortgesetzt werden. unsere Verhältnisse sehr charakteristische Entwickelung dieses Die Vertagung war von den Konservativen beantragt, Falles entnehmen wir unserem Saalfelder Organe das wahrscheinlich um vor Herrn von Stumm und Genossen folgende:" Wir wähnten deshalb, daß unser Freund Abbitte dafür zu thun, daß aus ihren Reihen Sozial- spätestens im Mai der deutschen Freiheit" wieder gegeben politiker, wie der Pfarrer Naumann, hervorgegangen sind. würde. Er und wir haben uns aber getäuscht! Soeben Herr v. Stumm will überhaupt keine Arbeitervereine, auch geht uns folgender Brief des Genossen Becker aus dem GeDarüber brauche ich nicht nachzudenken; das weiß ich nicht, wenn sie konservativ sind; sein Klasseninstinkt sagt fängniß zu Mainz zu: ,, Mainz, 3. Februar 1895. längst, daß Du in solchen Sachen ein reines Gewissen ihm, daß überall, wo sich Arbeiter zusammen finden, diese Werther Genosse: haft... ich fürchte aber, Du hast unüberlegt gehandelt, sich gegen den sozialen Druck und die Ausbeutung wehren Heute Nachmittag bin ich, nachdem ich vom Kriegsgerichte unüberlegt, Freund.." und er schlang seine Arme um werden. Herr v. Stumm will aber herrschen und aus den Freund, wenn ich an jenen schreckensvollen Tagen, die benten und so wird den Herren von der äußersten Rechten zu 3 Jahren Gefängniß verurtheilt worden, in das hiesige unser Vaterland vernichteten, voller Bange in die Zukunft morgen wohl nichts anderes übrig bleiben, als pater peccavi Bivilgefängniß überführt worden. Ich hatte zwar schon am blickte, fragte ich mich, wer wird einst unser Führer sein... zu sagen und ihren Naumann und seine christlichen Ar- 26. November v. J. einmal Termin, jedoch ist das Urtheil, und wenn ich heute umherblicke unter allen Leuten, die im beitervereine zu verleugnen. Langsam erwiderte der Freund: = " Wer es unternimmt, Kameraden über den Dienst mißgünstig zu stimmen u. s. w., wird mit Gefängniß bis zu 3 Jahren bestraft." welches auf fechs Monate lautete, vom Kaiser umstande sein könnten, vielleicht nach langer, langer Im Abgeordnetenhause war heute große Eisen gestoßen worden. Am 22. Januar 1895 mußte deshalb ein Mühe dieses arme, zerrissene Paraguay zu retten; bahn Debatte. Der Eisenbahn Minister von neuer Termin abgehalten werden, in welchem obiger Richtspruch ich sehe feinen andern als Dich. wenn's Thielen gab zunächst die wichtigsten zahlenmäßigen gefällt wurde. Die Ursache zu diesem Urtheil soll ich gegeben Dir nicht gelingt, feinem zweiten wird es ge Mittheilungen aus dem Gebiet der Eisenbahn- Verwaltung, lingen. Ich kenne nichts weiter als mein kleines Vater- und die Grundstimmung seiner Rede war, daß die haben durch Vergehen gegen den§ 102 des Militär- Str.- G.- B., land, ich habe keine Vorstellung, wie es anderswo aussehen preußische Eisenbahn- Verwaltung vorzüglich funktionire und welcher ungefähr folgende Fassung hat: mag. Es mag anderweitig reicher und schöner sein, als in diesem vergessenen Winkel der Erde; aber ich liebe es, dieses Land, das meine Mutter gebar, und ich will gerne sterben ohne ein Wort zu verlieren, wenn ich etwas dazu bei tragen tönnte, mein Vaterland zu retten. Ich habe keinen weiten Blick.. er ist eingeengt zwischen unsern beiden Strömen, aber ich habe zwei starke Arme und habe ein Dutzend Freunde, die denken wie ich.. mit Dir fällt unfre legte Hoffnung. darum erhalte Dich für uns und für unser Baterland. " Wie meinst Du das?" D großartige Ueberschüsse erziele. Einigen freisinnigen und nationalliberalen Rednern erschien die preußische Eisenbahn allerdings in weniger rosiger Beleuchtung. Jusbsondere machte der freisinnige Abg. Brömel auf die unbedingte Noth- Man hat mir also die höchste Strafe, die der wendigkeit einer Tarifreform aufmerksam, worauf Herr von Baragraph zuläßt, zudiktirt! Und das„ VerThielen mittheilte, daß auch er, als preußischer Eisenbahn- brechen", für das ich diese Strafe empfing, war kurz folgendes: Minister, mit dem Herzen vollständig für eine Reform Ich wurde vom Major des ersten Bataillons unschuldig sei, daß aber die Durchführung derselben bei der ungünstigen mit 3 Tagen Mittelarrest belegt; deshalb machte ich meinem Finanzlage Preußens und der Nothwendigkeit für den einer Kritik gegen das Beschwerderecht des Staat, aus den Eisenbahnen Ueberschüsse zu erzielen, Unmuthe in jetzt sehr gewagt wäre! Der konservative Abgeordnete gemeinen Soldaten Luft, allerdings in etwas derber Weise. Dieses " Das verstehst Du so gut als ich.. Du weißt es von Irmer erging sich dann noch ein wenig wurde zu Ohren des Vorgesetzten gebracht, worauf ich in Unters selber, wie diese Sklaven, die durch dreihundertjährige in sentimentalen Betrachtungen darüber, daß der Bau der suchungshaft abgeführt wurde. Knechtschaft gegangen, wie sie erwachen, wenn man ihnen Berliner Stadt- und Ringbahn das sozialdemo Das übrige wissen Sie ja. Weil ich als garnisons- und plöglich die Ketten abgenommen... ist der Hund vielleicht kratische Gift auf die Bororte getragen habe, nicht felddienstuntauglich entlassen worden bin, wurde ich dem Zivikdankbar dem Herrn, der ihn entfesselt, nachdem er Jahre bedenkend, daß dadurch auch die Vororte groß und reich gefängniß überwiesen. Meine Strafe zählt vom 26. No lang nur von ferne die Zähne fletschen durfte? So ist es geworden sind, und die Bahnverwaltung bedeutende Ein- vember 1894 ab, tomme also am selben Datum 1897 in Freis bei uns... ich fürchte, sie werden den zerreißen, der sie aus nahmen aus der Berliner Stadtbahn zieht. Fortsetzung der heit.. ihrer Sklaverei erlöst. Kinder und deren Kinder werden Debatte ist Freitag Vormittag. sterben müssen, ehe die neue gute Saat auf unserem Boden sprossen wird und... doch ich träume... wir wollten ja von den Dingen des Augenblickes sprechen. Du hast die Rammern aufgelöst, und das ist ein willkommener Grund für alle die Leute, die die Zeit zu lang finden, um ihren Mais zu pflücken... ich fürchte, es war ein schlechter Streich von dem, der Dich dazu beredet hat... wer war es, der Dir dazu rieth?" ( Fortsetzung folgt.) $ Der kurze Brief spricht für sich! Ein junges Menschens leben drei Jahre hinter Kerkermauern, weil der junge Mann es nicht mit seinem Rechtsgefühl vereinbaren konnte, daß er nach seiner Ueberzeugung unschuldig 3 Tage im Arrest fizzen mußte! Der Kaiser und die Umsturzvorlage. Die Deutsche Warte" schreibt: Wie wir mittheilen können, hat sich der Kaiser am Montag früh durch Vermittelung des Reichs Justizsekretärs die Brotokolle über die bisherigen Berathungen der sogenannten Und angesichts solch' drakonischer Urtheile schreit um sturz- Kommission" und die bis jetzt gewonnenen Resultate vorlegen lassen und ein Gutachten über die von der unsere Ordnungsfippe noch, daß durch die vorhandenen Kommission beschlossenen neuen Erweiterungen, insbesondere Gesetze Ordnung und Disziplin" nicht gehörig geschützt aber die Einfügung des 3 weikampfs unter diejenigen Ver- seien! Blicken wir nicht blos voll Grauen nach Rußland mit seiner 11. April ab zu gewährenden Gehaltssäße angemessene Rücksicht I Deportation und administrativen Verschickung, nicht mehr zu nehmen. Dasselbe Bureau meldet aus Shanghai vom 7. d. M.: Den Blättern zufolge ist der Kommandeur der chinesischen Landtruppen fräfte, welche noch die Forts und die Insel Liutungtao besetzt vor Weihaiwei, Tai, gestorben. Die Lage der chinesischen Streitnach Sizilien, wo die Zuchthäuser zum theil die edelsten Bezüglich der Beamten wird das Erforderliche vom ReichsMenschen, die für ihre politische, sittlich hohe Ueberzeugung postamt wahrgenommen werden. Bezüglich der Unterbeamten halten, ist eine sehr kritische. eintraten, beherbergen! werden die Kaiserl. Oberpostdirektionen veranlaßt, vom Hoffen wir, daß unser Genosse auch diese drei langen Samoa. Der Senat der Vereinigten Staaten hat die VorJahre ohne gesundheitliche Nachtheile überwinde! Wenn 1. Januar 1895 ab bis auf weiteres Gehaltslage, betreffend Bewilligung von 6000 Dollars zur Erfüllung er nach dieser Zeit die Kertermauern verläßt, wird er wieder zulagen nicht mehr zu bewilligen. der Verpflichtungen der Vereinigten Staaten auf Samoa auhunderttausende neuer Kämpfer in unseren Reihen stehen Wegen Verwendung der einstweilen zurückgehaltenen Mittel genommen. sehen; mag er die Ueberzeugung haben, daß auch diese seine wird später, voraussichtlich anfangs April 1895, Verfügung die Königin zum Verzicht auf die Krone gezwungen und gefangen Die Republikaner auf Hawaii haben vollständig gesiegt, Verurtheilung wieder nach ihrer Art agitirt und manchem ergehen. die Augen aufgehen läßt darüber, wohin wir steuern!" Ueber die bei den Besoldungsmitteln für Unterbeamte jetzt Wir können unsere Meinung über diese treffliche bereits verfügbaren oder bis Ende Dezember noch frei werdenden Illustration der Unabhängigkeit unserer Militärgerichte Gehaltstheile können die Kaiserlichen Ober- Postdirektionen in nicht äußern. Im Reichstage wird sich hierzu hoffentlich bisheriger Weise uneingeschränkt Bestimmung treffen. bald Gelegenheit bieten. genommen. Lütticher Anarchisten- Prozeß. ( Original- Bericht.) den об Sie Lüttich, den 6. Februar 1895. v. Stephan. Neuer Polizei direktor. Zugleich mit dem neuen Der Antrang des Publikums zur heutigen Sigung war noch Eine stramme Seepolizei fordert die Kreuz- Zeitung" stärker wie sonst. Trotz der grimmigen Kälte standen Schaaren Polizeiminister, Herrn v. Köller, ist auch, als dessen die Engländer hätten zwar sehr gute Regeln, um von Neugierigen schon lange vor Beginn der Berhandlungen auf Schatten und männliche Egeria, ein neues Polizeilicht in Schiffszusammenstößen vorzubeugen, die Regeln würden aber dem Hofe und den Korridoren des Gerichtsgebäudes, und kaum Berlin aufgetaucht, das jetzt als„ Chef der politischen nicht befolgt. Es fehle eben die richtige Polizei, und waren die Thüren des Saales geöffnet, so strömte eine solche Polizei" an stelle des unter Bismarck allmächtigen Krüger diese zu beschaffen sei auch der Zweck des( von uns schon blick überfüllt war. Wieder stellen die Damen des Lütticher BürgerMenge von Zuhörern hinein, daß der große Raum im Augensteht, und die Jagd auf die Sozialdemokratie zu leiten hat. erwähnten) im Reichstag eingebrachten Antrags. Daß den thums das Hauptkontingent; sie sind auf den Ohrenschmaus verDer neue Polizeidirektor heißt Eckert, war früher in Engländern die richtige" Polizei fehlt ist wahr, und es fessen, den ihnen der Vertheidiger Leblanc's, Rechsanwalt Neujeau, Frankfurt, wo Herr v. Köller seine Brauchbarkeit entdeckte, fehlt ihnen sogar der richtige" Polizei geist. Dieser bereiten soll. Neujeau ist der berühmteste forensische Redner hat eine nicht uninteressante Vergangenheit, und infolge findet sich, neben seinen Drillingsbrüdern: bem rich- Lüttichs. Er vertrat die Stadt als doktrinärer Liberaler, bis er seines wunderbaren Avancements, das manchen wurmbt, tigen" militärischen und dem richtigen" bureau bei den letzten Wahlen von den Sozialdemokraten und Proauch verschiedentliche Neider. fratischen Geist, nur im Lande der preußischen greffisten aus dem Sattel gehoben wurde. Noch jezt gilt er als Naporra, der Kollege Ihring- Mahlow's, als Fest- Junker. Wie wäre es, wenn die„ Kreuz- Zeitung", erster Adjutant Frère- Orbans. redner bei der Kaiser Geburtstagsfeier. Die" Danziger die ja jetzt durch Vorder- und Hintertreppen mit grautöpfige Mann sprach heute während sechs Stunden und geSeine Beredsamkeit ist auch in der That nicht gering. Der Neuesten Nachrichten" berichten über eine Kaiser Geburtstags- der Regierung verkehrt, es durchsetzte, daß ein schneidiger stattete sich nur kurze Pausen. Und er sprach nicht etwa int feier des Vereins ehemaliger Vierer( ehemaliger Kameraden preußischer Landrath- vielleicht Herr v. Köller, wenn er ruhigen, akademischen Tone, sondern mit größter Verve und Bedes Grenadier- Regiments König Friedrich II.[ 3. Ostpreuß.] das Land- Polizeiministerium zu schwierig findet zum weglichkeit. Nr. 4.) Jn denselben heißt es: internationalen Seepolizei- Minister ernannt wird. Wenu Der erste Theil seiner Ausführungen war juristischer Natur. Am Beginn des dritten Theiles hielt der Vorsitzende ein preußischer General zum Admiral gemacht werden kann, Er setzte auseinander, was das belgische Strafrecht unter geheimer des Vereins, Polizeisekretär Naporra, eine Ansprache, warum nicht ein preußischer Landrath zum Seerath?- Verbindung zu einem verbrecherischen Zweck versteht und welche in der er die Ehrenmitglieder und Gäste herzlich begrüßte, die Thatsachen vorhanden sein müssen, wenn ein Komplott erwiesen Zwecke des Vereins turz darlegte und mit dem Gelöbniß der Die Auschwellung des Pensionsetats der Militär- sein foll. Treue zu unserem Herrscherhause und einem jubelnd auf abschiedungen bei den höheren Offizieren. Seit der fort, und dies gilt für alle Angeklagten. Die Verschwörung ist verwaltung erklärt sich aus den massenhaften Ver An diesen Thatsachen mangelt es vollständig, so fährt er genommenen Hurrah auf Se. Majestät schloß. Ueber Herrn Naporra wird uns weiter aus Danzig fammenstellung der„ Voffischen Zeitung" in der Generalität müht, Sozialisten und Anarchisten in einen Topf zu werfen. letzten am 24. Mai 1894 abschließenden Rangliste sind nach der Zu- durch nichts erwiesen. Der Herr Staatsanwalt hat sich beberichtet, daß er sich an junge Polen und Russen 4 Generale der Infanterie, 10 Generallieutenants und 19 General Gr übersieht dabei völlig die großen Unterschiede zwischen beiden herandrängt, angeblich um gratis deren Sprache zu erlernen. majors; bei der Infanterie 38 Obersten, 12 Oberstlieutenants, Barteien. Herr Naporra ist ein geistiger Bruder des Jhring- 56 Majors; bei der Kavallerie 6 Obersten, 7 Oberstlieutenants, fiets und überall bekämpft. Um den Anarchismus zu vernichten, Die Sozialisten haben die Ideen des Anarchismus Mahlow. 15 Majors; bei der Feldartillerie 4 Obersten, 5 Oberst muß man die schärfsten und strengsten Mittel anvenden, räth lieutenants und 15 Majors: bei der Fußartillerie 2 Obersten, Ihnen der Herr Staatsanwalt. Sie, meine Herren Geschworenen, Gesetzentwurf über das Geheimmittel- Uuwesen. 1 Oberstlieutenant, 13 Majors; beim Ingenieurkorps haben auf solche außerhalb der Sache liegenden Gründe Wie verlautet, sollen neuerdings wieder seitens des Reichs- 5 Obersten, 2 Oberstlieutenants und 11 Majors; endlich gar nicht zu hören. Ihre Aufgabe ist es nicht, amts des Innern an die einzelnen Bundesregierungen An- beim Train 5 Majors 5 Majors infolge Abganges ersetzt worden. Anarchismus auszurotten, sondern zu prüfen fragen über eine Regelung des Geheimmittelwesens ergangen Alles Männer im fräftigsten Alter. Bis zum Erscheinen der hier wirklich Schuldige vor fich haben. Die ganze und gutachtliche Aeußerungen erbeten sein. nächsten Rangliste im Mai aber steht, wie in militärischen Kreisen Anklage stützt sich auf die Angaben Müller's. So oft Müller verlautet, noch ein größerer Schub als derjenige des Vorjahres eine Aussage zurückgenommen hat, so oft hat sich auch die AnEine neue bimetallistische Debatte steht dem mit bevor; ungefähr ein Drittel der vorhandenen flage geändert. Wenn Arnold und Leblanc schuldig sind, dann Währungsdebatten überfütterten Reichstage wieder bevor. Generale und eine nicht unbeträchtliche Anzahl müssen sie als Bourgeois viel härter bestraft werden, als die Die wirthschaftliche Vereinigung des Reichstages beschloß von Regiments Rommandeuren soll noch be unwissenden und nothleidenden Arbeiter, die mit ihnen auf der nämlich einstimmig, einen Antrag Mirbach einzubringen, feitigt werden. Im Dezember 1894 starb hier ein alter Anklagebaut sitzen. Aber sie sind nicht schuldig. Der Herr der lautet: Major, der seit 1849 im Pensionsstande lebte. Dieser Fall aus Staatsanwalt hat nicht zu sagen vermocht, „ Der Reichstag wolle beschließen, an die verbündeten Re- alter Beit ist ein Unikum. Jezt scheint es Regel werden zu eigentlich die famose Verschwörung, von der so viel die gierungen das Ersuchen zu richten, dieselben wollen schleunigst wollen, daß Offiziere länger Pension als Aktivitätsgehalt gelede ist, begonnen hat. Und er kann auch die ThatEinladungen zu einer internationalen Münzkonferenz ergeben nießen. sache nicht aus der Welt schaffen, daß Arnold und Leblanc laffen behuss Wiederherstellung des Silbers als Münzmetall." Ueber die Landtags- Wahlen in Württemberg wird uns die Angeklagten Müller, Westkamp, Berg, Joris und Schlebach Die Sonntagsruhe im Gewerbe tritt nunmehr, noch geschrieben: Wie die Wildbader Chronit" zu melden weiß, überhaupt nicht kennen. Weder moralisch noch materiell haben nachdem genügend Ausnahmen zugelassen worden sind( wie folgegen das Mandat des nationalliberalen Vertreters des Ober- sie sich an den Attentaten betheiligt. Das giebt selbst der Herr amts Neuenburg, Fabrikant Commerell, bei der Ober- Staatsanwalt zu. Wie kann da noch von ihrer Betheiligung an in unserem Leitartikel Leckerbissen für die Unternehmer" amts- Wahlfommission Protest erhoben worden sein, weil einer geheimen Verbindung die Rede sein. Sie haben den Russen vom 4. d. M. gezeigt), am 1. April 1895 in fraft. Es bei der Wahl Unregelmäßigkeiten und Wahl- gekannt und mit ihm verkehrt, das ist alles. Wer war nun der handelt sich bei dieser im heutigen Reichsanzeiger" ver- beeinflussungen vorgekommen seien. Das sind ja schon Husse? Biel spricht dafür, daß er ein russischer Spißel war, und öffentlichten Verordnung um Einführung der SS 105a bis erbauliche Zustände. Der Landesausschuß der Deutschen vom Spitzel bis zum agent provocateur ist nur ein Schritt, §§ 105f, 105h und 105i der Gewerbe- Ordnung, die sich alle Partei überläßt es laut Bekanntmachung in den einzelnen Be- aber andererseits kann man und konnten ihn vor allen Arnold auf die gewerbliche Sonntagsrehe und verschiedene, zirken den Mitgliedern der Partei, bei der Stichwahl für welchen und Leblanc mehr für einen Narren als für einen für bestimmte Verhältnisse gewährte Ausnahmen von Kandidaten sie stimmen wollen, nur da, wo die Sozial- Schuft halten. In der Jugend soll ihn ein toller Hund gebissen derselben beziehen. demokratie in Frage komme, empfiehlt der Landesausschuß, haben; er hat jelber erzählt, daß die Wunde ungenügend ausErlassen ist die Gewerbe für die gegenüberstehende bürgerliche Partei zu stimmen. gebrannt worden sei: vielleicht rührt davon das Tolle in seinem Ordnung in der neuen Form mit dem„ ArbeiterWesen her. Aus den Reisen nach Maastricht kann gegen schutz Gesetze" am 1. Juni 1891, es hat also nahezu vier Deutsche Gesandtschaft in Guatemala. Der Reichs meine Klienten nichts gefolgert werden. Die Gründe, die sie Jahre gedauert, ehe die Verhandlungen mit den Unter- Anzeiger" schreibt: Der kaiserliche Gesandte in Guatemala, hierzu hatten, find genügend auseinandergesetzt. Und eine Sturznehmerkreisen zu Ende geführt werden konnten und ehe man Wirkliche Legationsrath Beyer hat seinen Posten mit Urlaub bombe wird sich in dem Koffer Jagoltowsky's, den Arnold zu sich nahm, wohl kaum befunden haben, sonst wäre sie schon beim sich über die den Unternehmern zu gewährenden reichlichen verlassen. Ausnahmen von der Sonntagsruhe ihrer Arbeiter eben mit den Transport des Koffers explodirt. einflußreichen Unternehmern einigte. Was lange währt, wird gut, dachten Bundesrath und Unternehmer bei ihren Verhandlungen über die Ausnahmen von der Sonntagsruhe. Und das, was nun vorliegt, ist denn auch gut geworden, freilich nur- für die Unternehmer. Nach den Erklärungen des Herrn v. Marschall gelegentlich der Juterpellation über den Schutz der Deutschen im Auslande war die Entlassung Peyer's zu erwarten. -wann denn Nach der Mittagspause kommt Rechtsanwalt Neujeau auf die komische Geschichte von der an Leblanc gerichteten geheimnißvollen" Karte zu sprechen. Leblanc Die ,, National- Zeitung" bricht mit dem Muth der befand sich bekanntlich im Gefängniß, fagt er, als die Karte einVerzweiflung noch eine Lanze für ihren französischen Hans traf. Er sollte die Genossen warnen, in bestimmte Café's zu Blum. Die Kommunarden seien Mörder und Räuber ge- gehen, weil dort Dynamitattentate verübt würden. Er warnt Sonntagsruhe im Zeitungswesen. Nicht uninterNicht uninter- wesen. Der" Vorwärts", der das lengne, schimpfe nur. feinen Menschen und die Attentate finden nicht statt. Nun giebt man ja zu, daß die ganze Karte ein schlechter Scherz, eine essant und besonders bemerkenswerth ist vielleicht, daß nach Herr Ducamp habe nur Thatsachen und amtliche Aktenstücke Farce sei, aber meint man, kann der Russe nicht etwa absichtlich Einführung der gewerblichen Sonntagsruhe am 1. April gebracht. Nun letzteres hat Haus Blum auch gethan. diese Form gewählt haben, um die Karte an den Gefangenen auch im Zeitungswesen von diesem Termin ab eine gewisse Die furchtbare Waffenschlächterei m der fran= sicher gelangen zu lassen. Das ist eine außerordentlich merkNeuerung eintreten wird. Die Sonntagsruhe dauert be- zösischen Kohlengrube von Montceau- les- Mines hat in würdige Bermuthung und der Herr Schreib- Sachverständige, der diese kanntlich mindestens 24 Stunden und beginnt spätestens Frankreich der sozialistischen Forderung erneute Kraft über ihn nicht gerade erhöht. Es steht zunächst gar nicht fest, Vermuthung hier zuerst vor uns aussprach, hat meine Meinung in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag gegeben, daß alle Bergwerte Staats eigenthum sein daß der Russe die Karte geschrieben hat. Der eine Schreib- Sach12 Uhr. Bis Sonnabend Nacht 12 Uhr muß müssen. Allerdings dürfte dann der Staat kein Bourgeoisstaat verständige behauptet es, der andere bestreitet es, und der dritte also die ganze Auflage der Zeitungen ausgedruckt sein. schwankt. Was auf die Gutachten von Schreib- Sachverständigen sein, während bisher, wie in den übrigen Nächten, Die französische Untersuchungs- Kommission, welche zu geben ist, weiß jeder. Bei dem berühmten Parnell- Prozeß bis morgens um 3 Uhr und noch länger gedruckt wurde. Die sich mit dem Skandal der Eisenbahn- Verträge be- waren alle Schreib- Sachverständigen darin einig, daß ein be Folge dieser Neuerung wird aber sein, daß ebenso wie schäftigen soll, ist von der Majorität unter Ausstimmter Brief von Parnell's Hand herrühre, hernach stellte sich die technische auch die redaktionelle Thätigkeit ich luß aller Glemente, welche für die Untersuchung feinen eigenen Angaben im Verhör war der Russe über alle Vorheraus, daß der Fälscher Pigatt der Schreiber gewesen war. Nach bei Herstellung der Zeitung am Sonnabend Abend früher eintreten, gewählt worden. Die Sozialisten namentlich gänge in Lüttich genau unterrichtet. Da wird er 2/2 Tage nach abgeschlossen werden muß. Die Sonntags- Zeitungen werden hat man aufs sorgfältigste ausgeschlossen, und, falls nicht der Verhaftung Leblanc's diese Karte an ihn richten. Nein, fie dadurch zwar nicht ganz so aktuell sein, wie bisher, indem noch auf die eine oder andere Weise Remedur erfolgt, wird rührt von irgend einem schlechten Spaßvogel her. Ich komme die letzten Nachrichten vom Sonnabend Abend nicht mehr die Untersuchungskommission zu einer reinen oder unreinen zum Schluß. Ich bin nicht der Ansicht des Herrn Staatsdarin stehen können,- aber die Journalisten werden über Mohrenwäscherei. anwalts, daß man den Anarchismus mit Gewalt untertrücken diesen Arbeiterschuß für Redakteure" nicht weiter böse sein. fann. Will man ihn aus der Welt schaffen, so forge man zu= Dagegen bezweifeln wir nicht, daß dieselben Redakteure im Eine Enquete über die Arbeitslosigkeit wird die nächst für eine bessere Erziehung der unteren Voltsschichten. Auftrage der Beitungsbefizer nächstens lange ent- englische Regierung infolge der Rede des Genossen Dann aber müssen die herrschenden Klassen sich entrüstete Artikel in den bürgerlichen Zeitungen veröffent- Keir Hardie bei der Berathung der Adresse an die Königin schließen, mehr als bisher für die Arbeiter zu sorgen, von der Höhe der sozialen Leiter, auf der sie stehen, lichen werden. Das bringt das Geschäft des Zeitungstulis aeranstalten. gründlich herabzublicken in die Tiefe des Elends und der so mit sich. Serbisches. Der Belgrader Korrespondent der Kölnischen Noth und eine gerechtere Bertheilung der Reichthümer zu Zeitung" malt die politische Lage Serbiens in den düstersten ermöglichen. Gewiß soll die Justiz ihre Schuldigkeit thun, aber Aus dem Stephansreich geht uns folgender Farben und versichert, im ganzen Lande. mache sich Empörung mit bloßer Strenge erreicht man nichts. Sehen Sie nach FrankRegierungserlaß zu: und Abneigung gegen den Erkönig Milan geltend, da man bereich. Hat das blutige Beil der Guillotine die Ravachol, Henry Der Staatssekretär des Reichspostamtes. fürchtet, daß derselbe wieder das Steuerruder ergreifen und sich und Vaillant von ihren Thaten zurückgeschreckt? Und wenn Sie als unverantwortlichen Herrscher aufspielen werde. Der Kor hier einen ungerechten Spruch gegen die Anarchisten fällen, so respondent betont, daß bei den nächsten regelrechten Wahlen die wäre er das Signal zu neuen Attentaten. Die Anarchisten würden Radikalen eine ungeheure Mehrheit erlangen und alsdann keinen sich zu rächen wissen. Geben Sie Arnold und Leblanc ihren Augenblick zögern werden, sich der Obrenowitsch zu entledigen. Studien, ihrem Beruf, ihrer Familie wieder. Selbst wenn König Alexander seinen Vater von dem Lande fernbalten würde, dürfte dies leider zu spät sein, da der König sehr an Bolksthümlichkeit eingebüßt habe. An die Nr. 65. Berlin W, 8. Dezember 1894. Kaiserl. Ober- Postdirektoren. Zum 1. April 1895 ist die Ausdehnung des Dienstalters. stufen- Systems auf alle etatsmäßig angestellten Beamten und. Unterbeamten der Reichs, Post- und Telegraphenverwaltung in Aussicht genommen. Eine viertelstündige Pause tritt ein. Als die Sigung wieder eröffnet ist und der erste Staatsanwalt Demarteau sich eben anschickt, auf die Plaidoyers der Vom chinesisch- japanischen Kriegsschauplatze. Wie das Vertheidiger zu erwidern, springt( wir haben diesen Zwischenfall Reuter'sche Bureau" aus Tschifu von gestern meldet, leistet die bereits telegraphisch gemeldet) der Angeklagte Müller auf und chinesische Flotte vor Weihaiwei noch Widerstand. Dieselbe bittet unter den Zeichen großer Erregung ums Wort. Der Um die Ungleichheiten, die sich bei Regelung der Gehälter beschoß den Theil der Stadt, den sie von den Japanern besetzt Präsident nicht verwundert und nun rujt Müller: Ich will jetzt nach dem neuen System für die Uebergangszeit ergeben werden, glaubte. Drei Ausländer Walpole, Schnell und Thomas sollen die reine Wahrheit sagen. Was in den Protokollen steht, ist alles sein. Die nicht wahr. Man hat da auf französisch allerlei niedergeschrieben, thunlichst zu beschränken, ist es erforderlich, bereits in dem getödtet oder zu Gefangenen gemacht worden Japaner scheinen unthätig zu sein. Der Kommandeur der ersten was ich gar nicht gesagt habe. Meinetwegen soll tein UnTaufenden Etatsjahr bei Ausschüttung der Besoldungs- japanischen Armee soll vor Haischeng in der Mandschurei getödtet schuldiger verurtheilt werden. Arnold und Leblanc sind nie mittel auf die den einzelnen Beamten und Unterbeamten vom worden sein. Anarchisten gewesen, ich habe das niemals behauptet. Diese Worte rufen überall große Erregung hervor. Staatsanwalt Delwaide erhebt sich von seinem Platze und wendet sich zu Müller: Wollen Sie etwa auch Ihre Beschuldigungen gegen Berg, Joris und Verbist fallen lassen? Müller: Ja, sie sind ganz unbetheiligt am Attentat an der St. Jacques- Kirche. Das habe ich allein gemacht....... Der Russe hat mich zu allem angestiftet. Borsigender: Kannten Sie diese Angeklagten überhaupt? Müller: Nein. Durch den Saal geht eine mächtige Bewegung, alles erhebt fich von den Plätzen. Vorsitzender: Und wie steht es mit Westkamp? Halten Sie Ihre Bezichtigungen gegen ihn aufrecht? Müller: Nein. Auch bei Schlebach's sind niemals Attentate verabredet worden. Vorsitzender: Hat Westkamp die Bombe verfertigt? Müller: Nein. Ich habe auch die Bombe gar nicht nach Lüttich zu ihm gebracht. Westkamp ist am Attentat in der rue de la paix ganz unbetheiligt. Die Erregung wächst immer mehr an. Beide Staatsanwälte haben sich von ihren Sitzen erhoben. Staatsanwalt De marteau: Der ganze Prozeß muß einer Revision unterzogen. Borsigender: Das dürfte wohl faum angehen. Wir müssen zu Ende verhandeln.... Staatsanwalt Demarteau: Ich bin jedenfalls nach diesem Zwischenfall nicht in der Lage, meine Replik zu halten. Einer der Vertheidiger ruft dazwischen: Müller muß weiter gehört werden. Wir müssen sofort feststellen, ob er im Besitz seiner gesunden Vernunft ist. Staatsanw. Delwaide: Halten Sie auch Ihre Angaben über den Dynamitdiebstahl zu Chevron nicht mehr aufrecht? Müller: Nein. Ich nehme alles zurück. Ich beschuldige feinen mehr fälschlich. Nach diesen Worten erreicht die allgemeine Erregung ihren Höhepunkt. Staatsanwälte, Geschworene, Bertheidiger und Zuhörer sprechen durcheinander. Kaum vermag sich der Vorsitzende soviel Ruhe zu schaffen, um zu erklären, daß er die Sigung auf morgen vertage. Langsam leerte sich der Saal. erforderlich. Ueber das Ergebniß der Gemeindewahlen im Kreise| Arbeiterbewegung in Deutschland zunächst zu erfüllen sind, und theilt der Redner mit, daß sich die Genossen in 30 Gemeinden darunter verstehen wir die Erringung voller Koalitionsfreiheit an der Wahl betheiligten und in 22 davon siegreich waren. In und eines wirksamen Arbeiterschutzes, vollständig unberücksichtigt bezug auf Versammlungslokale war die unangenehine Mit- lasse. Die Gewerkschaften sind die berufenen Organisationen für theilung zu machen, daß 3 Lokale verloren gegangen sind. Aus die Verwirklichung aller Forderungen, die auf dem Boden dem Kassenbericht ist mitzutheilen, daß sich bei einer Halbjahres- der heutigen Gesellschaftsordnung von den klaffenbewußten Einnahme von etwas über 1000 M. ein Fehlbetrag von 63 M. Arbeitern gestellt werden, energisch einzutreten; dieselben ergeben hat. In derselben Versammlung wurde noch beschlossen, haben durch ihre bisherige bescheidene Thätigkeit auf diesem bei der Amtshauptmannschaft Dresden den Antrag auf Er Gebiet schon bedeutendes zur Aufklärung der indifferenten richtung eines Gewerbegerichts für den Bezirk zu stellen. Arbeitermassen beigetragen, ein Zusammenfassen der Kräfte in der angegebenen Richtung wird immer mehr zur dringenden Nothwendigkeit, soll nicht die wirthschaftliche Bewegung der Arbeiter durch die eigene Unthätigkeit und Unselbständigkeit in ihrer Entwickelung gehemmt werden. Nur einseitige Parteidoktrinäre tönnen in einem solchen Vorgehen eine Schädigung der gesammten Arbeiterbewegung erblicken. * # Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Bei dem Breslauer Vertrauensmann Conrad wurde vor einiger Zeit gebaussucht. Die nach langem Suchen beschlagnahmten Broschüren, Briefe u. s. w. find nun offenbar als ungefährlich erachtet und darum dem Genossen Conrad wieder zugestellt worden. Gleichzeitig erhielt er die Mittheilung, daß das Verfahren gegen ihn eingestellt sei. Das gefundene Material muß also nicht hingereicht haben, um eine Anklage, eine Geheimbündelei oder dergleichen zu konstruiren. Zu 4 Wochen Gefängniß wurde Frau Stein bach Hamburg vom Landgericht zu Stade verurtheilt. In einer Bersammlung, in der sie referirte, sollte sie sich einer Beleidigung des Unteroffizierſtandes schuldig gemacht haben. Es ist gegen das Urtheil Revision beim Reichsgericht eingelegt. " # Die„ dunklen Pläne der Generalkommission, Ein Gewerkschaftskongreß mit der angegebenen Tagesordnung würde der Weckruf für die Arbeiter in allen Gauen Deutschlands sein, zur Wahrung ihrer wichtigsten Interessen selbst die Initiative zu ergreifen, die stattfindenden Versammlungen würden neues Leben in die Gewerkschaftsbewegung hineinbringen und wesentlich zur Agitation für dieselbe beitragen. Weshalb wir unsere Ansichten über diesen Punkt nicht gleich zur öffentlichen Diskussion stellten? Nun einfach deshalb nicht, weil die Generalfommission bei wichtigen Angelegenheiten die Zentralvorstände selbstverständlich um deren Meinung zu be= fragen hat. Da durch diese Umfrage eine völlige Uebereinstimmung nicht erzielt wurde, so hatten wir selbstverständlich erst recht feine Veranlassung, unsere Vorschläge in der Presse zur Diskussion zu stellen. Einiges Handeln schien uns die noth wendige Vorbedingung der Ausführung unseres Vorschlages zu sein. Unseren Standpunkt zu obigem hier nochmals darzulegen, können wir uns und unseren Lesern ersparen, es genügt, auf unsere diesbezüglichen Ausführungen in Nr. 23 unseres Blattes vom Sonntag, den 27. Januar, hinzuweisen. Wir fönnen nur wiederholen, daß wir es nicht als im Interesse unserer Partei liegend erachten, zwei Instanzen zu schaffen, welche Direktiven zu geben haben. Dazu kommt, daß die Forderungen des Arbeiterso betitelt sich ein Artikel des letzten„ Korrespondenzblatt", in welchem die Generalkommission Stellung nimmt zu der vom Nun sind sie ja enthüllt, die„ dunklen" Pläne der GeneralHandschuhmacher" angeregten Angelegenheit. Es werden da kommission und deren Motive dazu. Wir halten es nun für eine eingangs desselben die Aufgaben der Gewerkschaftskongresse be- Anstandspflicht derjenigen Organe, welche die geheimnißvollen sprochen und gesagt, daß der größte Theil dieser Bestrebungen Andeutungen des Herrn Sperka darüber veröffentlichten, zur nur durch das gemeinsame Zusammenwirken aller Arbeiter er- Orientirung ihrer Leser auch diesen Artikel zum Abdruck zu reicht werden kann. Nach Ansicht der Generalfommission bringen." gehören zu den den Gewerkschaften bezw. ihren Soweit das Korrespondenzblatt. Aus dem gestrigen Plaidoyer des Rechtsanwalts Lühr seien Kongressen zustehenden Fragen die gegenseitige und noch einige Einzelheiten, die sich auf den russischen Lock thatkräftige Unterstützung bei Lohnkämpfen, die gemeinsame För spiel beziehen, mitgetheilt. Der Vertheidiger erinnerte derung der Gewerkschaftsbewegung, Organisation und Agitation, daran, daß der Russe in den Kreisen der die Veranstaltung statistischer Erhebungen über Stärke und polnischen und russischen Studenten in Lüttich Leistungen der Organisation, sowie über die wirthschaftliche Lage allgemein al3 agent provocateur gegolten habe. der gewerblichen Arbeiter und schließlich die Erringung voller Er habe sich besonders dadurch verdächtig gemacht, daß er sich Koalitionsfreiheit für die Arbeiter. den einen gegenüber als enthusiastischen Verehrer Väterchens" Bis hierher sind das gewerkschaftliche Forderungen so all- schußes, des Koalitionsrechts u. s. w. nur auf dem Wege der und seiner Knute, den andern gegenüber wieder als wilden bekannter Natur, daß kein Mensch sie als nicht zur Gesetzgebung, also durch den politischen Kampf zu Anarchisten aufgespielt habe. Niemand wisse zudem, ob Jagol: Kompetenz der Gewerkschafts- Organisationen gehörig wird erreichen sind, daß mithin auch die politische Organisation Der streitige Punkt, um fowsky in Petersburg jetzt wirklich als Gefangener weile. Sehr auf- hinstellen wollen. den es bezw. deren Parteitag die allein richtige Instanz sein tann, die fällig sei ja schon die wundersame Auslieferungsgeschichte gewesen. fich in dem Artikel im Handschuhmacher" und in terechtigt ist, den Parteiorganen( Parteivorstand, Fraktion) in Belgien sett einen Preis von 10 000 Franks auf die Ergreifung dem unsrigen handelte, auf den es hier somit allein an dieser Beziehung Direktiven zu geben für ihre Stellungnahme zu des Barons; er wird auch richtig in Serbien dingfest gemacht, kommt, ist der weitere Ausbau der Arbeiterschutz- Gesetzgebung". den oben angeregten Fragen. aber Serbien liefert ihn nicht an Belgien, sondern an Rußland Ueber diesen schreibt das„ Korrespondenzblatt": aus. Das genüge eigentlich schon zur Beurtheilung dieser Per Roalitions Freiheit und Arbeiterschuh stehen im engsten Zusammenhang sönlichkeit. materiellen Lage des Arbeitera. Ohne Koalitionsfreiheit teine Erringung besserer Achtung, Vergolder! Am Montag, den 11. b. M., sindet Lohn- und Arbeitsbedingungen, ohne dieselbe eine außerordentliche Mitgliederversammlung bei Wienecke, Alte feine ihrem wirklichen 3wed entsprechende Jakobstr. 83, statt, um über die Urabstimmung betreffs der ArLeipzig, den 7. Februar.( Privattelegramm d.„ Vorwärts".) sentralistische Organisation, ohne dieselbe beitslosen- Unterstüßung nochmals zu diskutiren. Kollegen, es ist Der Kampf gegen den Umst ur z." Ein schärferer Wind ein nachhaltiger Einfluß auf die Arbeiter Eure Pflicht, zu dieser wichtigen Versammlung alle zu erscheinen. weht augenblicklich in Leipzig gegen die Arbeiterorganisationen. Ich u 3 Gefeßgebung, ohne Koalitionsfreiheit Den Gewerkschaften und Vereinen von Weißensee Der kürzlichen Auflösung der Gewerkschaften der Solzarbeiter teine ausreichende Organisation der weib- empfiehlt die Lokalkommission folgende zwei Säle zur Benutzung: und der Glaser ist heute morgen die Auflösung des hiesigen lichen Arbeiter. Proy's Palmensaal, Langhansstr. 106 und Zum Prälaten, Königs Bildungsvereins für Frauen und Mädchen gefolgt. Zugleich Mit der materiellen Lage der Arbeiter ist ebenso eng ver- Chaussee und Schderstraßenecke. Ihre Inhaber haben sich verpflichtet, wurde die auf heute abend nach dem Elysium einberufene Ver- knüpft ein wirksamer Arbeiterschutz. Die gesetzliche Regelung der ihre Säle der Arbeiterschaft unentgeltlich zur Verfügung zu stellen sammlung dieses Vereins polizeilich verboten. Auch der Bildungs- Arbeitszeit für alle Arbeiter männlichen und weiblichen Geschlechts, und haben außerdem die übrigen Forderungen in bezug auf das verein für Frauen und Mädchen soll dem§ 24 des sächsischen sanitäre Einrichtung der Arbeitsräume sind im Grunde ge- Personal anerkannt. Alle Zuschriften sind zu richten an Emil Vereins- und Versammlungsgesetzes zuwider gehandelt haben und nommen Lohnfragen. Die Verkürzung der Arbeitszeit steigert den Conrad, Streustr. 123. zwar dadurch, daß er an die Frauen- Agitationskommission in Lohn des Arbeiters, schafft demselben Zeit zur törperlichen und Die Lokalkommission von Weißensee. Berlin einen Geldbeitrag von 30 Mark gesandt hat. geistigen Erholung, verlängert in Gemeinschaft mit der sanitären Einrichtung der Arbeitsräume seine Lebensdauer, die Arbeitskraft des Arbeiters wird dadurch für ihn nuybringender. Parteinachrichten. * * vor סטן mit der = Gewerkschaftliches. Depeschen. Protestversammlungen gegen die Umsturzvorlage haben in legter Zeit und finden gegenwärtig noch in allen Theilen des Arbeiterschutz- Gesetze Gesetze, welche ausdrücklich zum Reiches statt. Am vergangenen Sonntag sprach der Neichstags- Wohl der Arbeiter geschaffen sind, fönnen nur wirksam von Wolff's Telegraphen- Bureau. Abgeordnete Genosse Robert Schmidt vor einer start diesen selbst kontrollirt werden, deshalb weiterer Aus- Lüttich, 7. Februar. Im Anarchistenprozesse erklärte heute besuchten Versammlung in Werder bei Potsdam. In Sprem- bau des Fabrikinspektorats und Wahl der Fabrik der Staatsanwalt, die durch die gestrigen Erklärungen berg referirte inspektoren aus den Reihen der Arbeiter. Bis Müller's gleichen Tage Genosse Bueb am hervorgerufene Erregung habe sich heute ge etwa 600 Personen. Zwei stark besuchte Versamm zur Erreichung dieses Zieles halten wir für dringend erforderlich legt. Er glaube, die Widerrufe Müller's seien durch Iungen fanden statt in Neumünster und Wilfter, die Errichtung von Zentralstellen für die Beschwerden der Ar- die Plaidoyers veranlaßt worden. Diese Widerrufe könnten Genosse Klüß und Ströbel aus Kiel referirten. beiter über mangelhafte Ausführung der Arbeiterschutz Gesetze. an dem Gange des Prozesses nichts ändern. Der StaatsIn Barmen wies dann nach, die hielt Genoffe Harm eine Versammlung ab, in Essen und Werden Die Erörterung dieses Punktes auf einer ganzen Anzahl ab- anwalt Anklage bedürfe der sprach Genosse Meist. In Wald sprach Genosse Schumacher: gehaltener Branchenkongreffe der einzelnen Gewerke zeigt, daß ein Aussagen Müller's nicht; die Aussagen der Zeugen und Solingen. Eine imposante Versammlung tagte in München, großes Bedürfniß dafür vorhanden ist. besonders die unwiderlegbaren materiellen Erhebungen genügten, wo Grillenberger vor etwa 2000 Personen den Umfall des Koalitionsfreiteit und Arbeiterschutz müssen sich die Arbeiter um zu einer bestimmten Ueberzeugung zu gelangen. Der StaatsSentrums geißelte. Protestresolutionen wurden in allen Ver- selbst erkämpfen. Das geschieht dadurch, daß dieselben zunächst anwalt hielt alle Punkte der Anklage aufrecht und bekämpfte die Sammlungen angenommen. von dem geringen Maß der ihnen gewährten Koalitionsfreiheit Folgerungen des Vertheidigers Müller's, der für die Unverantden ausgiebigsten Gebrauch machen, daß dieselben unausgesett wortlichkeit seines Klienten und für eine ärztliche Untersuchung volle Koalitionsfreiheit und wirksamen Arbeiterschutz fordern. deffelben eingetreten war. Der Gerichtshof lehnte diesen Antrag Rongresse politischer Parteien tönnen des Vertheidigers Müller's ab. wohl im allgemeinen Stellung zu diesen Czernowit, 7. Februar. Infolge des Echneesturmes sind Forderungen nehmen, ihre praktische Pro- in der Nacht vom 5. zum 6. d. M. vier Personen auf der Landpagirung muk Anfgabe der Gewertschaften straße erfroren. fein. Sofia, 6. Februar. Infolge von Berichten aus Konstantinopel Auf den Gewerkschaftskongressen muß das Material zu- ordnete der Sanitätsrath für aus Konstantinopel tommende Parteifinanzen. Der sozialdemokratische Verein für den fammengetragen und gesichtet werden; für die Vertretung der Reisende eine ärztliche Untersuchung( jedoch ohne Desinfektion) ersten Hamburger Wahlkreis hielt dieser Tage eine Versammlung Arbeiterinteressen im Parlament ist damit eine wirksame Vor- an der Grenze an; in Bulgarien Verbleibende werden einer fünfab, in welcher die Jahresabrechnung erfolgte. An Einnahme tägigen Beobachtung unterworfen. wurden im verflossenen Jahre 18 506,56 m. erzielt, die Ausgabe betrug 16 056,31., so daß ein Kassenbestand von 2450,25 M. verbleibt. Dem Vertrauensmann wurden( in der Ausgabe enthaltene 1000 m. und außerdem für Mai- Festzeitungen vereinEin sozialdemokratischer Parteitag für das Gebiet der Märkischen Volksstimme"( Frankfurt a./D.) ist für Sonntag, den 3. März, nach Kottbus einberufen worden. Den Hauptberathungspunkt dürfte die Verlegung der Volksstimme" abgeben. nahmte 750 M. überwiesen. arbeit geleistet. Bukarest, 7. Febr. Angesichts der Cholerameldungen aus Konstantinopel sind die Häfen von Kustendje und Mangalia für Provenienzen aus Konstantinopel geschlossen worden; die Einfuhr ist nur nach Desinfizirung über Sulina gestattet. " In ganz Rumänien herrschen heftige Schneefälle. Genna, 7. Februar. Während des ganzen heutigen Tages herrschte hier ein außerordentlich heftiger Sturm. Im Hafen fcheiterte eine Schaluppe des englischen Dampfers Cyrenian", während sie den„ Gyrenian" vertanen wollte. Die Schaluppe hatte fünf Personen an Bord, von denen zwei ertranten. Schornsteine wurden umgestürzt, wodurch mehrere Personen Verlegungen erlitten. Mehrfacher Schaden wurde auch in den umliegenden Landorten angerichtet. Der Militärboykott in Gaffel erstreckt sich auf 18 Gaft wirthschaften, außerdem noch auf Barbiere, Zigarrenhändler und andere Geschäftsleute. Um die Soldaten vor jeder Berührung mit Sozialdemokraten zu bewahren wird es bald nöthig sein, dieselben aus der Kaserne überhaupt nicht mehr herauszulaffen. organisirter Arbeiter verhandelt werden sollen, darüber zwanzig mit Kohlen beladene Boote gingen unter. Zahlreiche Dann ist immer noch nicht ganz sicher, ob sie das sozialistische Gift nicht schon lange vorher im Blute hatten. den Nach der jetzt allgemein geltenden Gefeßesauslegung ist die Behandlung solcher Fragen, sofern dadurch eine Einwirkung auf die Gesetzgebung bezweckt werden soll, Politik. Die Geschichte der englischen Arbeiterbewegung lehrt, daß überall da, wo die Arbeiter als geschlossene Masse Stellung zu diesen Fragen ge= nommen haben, sie sich dadurch auch das Recht erwirtten, Stellung dazu nehmen zu dürfen Db für die deutschen Arbeiter der jetzige Zeitpunkt der geeignete ist, als einheitliches Ganzes in dieser Richtung zu handeln, ob diese Gegenstände auf einem Kongreß gewerkschaftlich kann man getheilter Meinung sein und deshalb die von der Generalkommission veranstaltete Umfrage bei den GewerkDen sozialdemokratischen Bürgermeister, der vor Jahres- fchaftsvorständen. Fest steht für uns, daß dieser Zeitpunkt früher oder später kommen muß und daß, wenn sämmtliche heut befrist in dem hessischen Orte Obertshausen gewählt wurde, stehenden Organisationen als gefchloffenes Ganzes handeln, die ist in der letzten geheimen Kreisausschuß- Sigung die Genehmigung gegen ein solches Vorgehen ins Feld geführte Gefahr einer Aufversagt worden, weil der Gewählte Sozialdemokrat ſei. Bu ösung einzelner Gewerkschaften dann eine geringe ift. Zu dieser Entscheidung hat der Kreisausschuß ein ganzes Jahr ge Ohne Gesetze für die bestehenden Organisationen tönnte aber braucht! Die hessischen Landtags- Abgeordneten werden sich nicht schon heute eines geschehen: ein Gewerkschafte kongreß, zu welchem nehmen lassen, die Angelegenheit in der Kammer gebührend zu die Delegirten in öffentlichen Bersammlungen zu wählen wären, tönnte einberufen werden, um die angeführten Angelegenheiten zu behandeln. Der Arbeiterverein für Losch wit beschloß, den Verein Angesichts der Bestrebungen, die Bereinsgesche noch weiter aufzulösen und den Mitgliedern den Beitritt zum sozialdemo- zu verschlechtern, den Arbeitern durch den wirthschaftlichen Druck, kratischen Verein für den 4. sächsischen Reichstags Wahlkreis durch Maßregelungen die Ausübung des Koalitionsrechtes un zu empfehlen, auch das Vereinsvermögen wurde diesem Verein möglich zu machen, das geringe Maß von Arbeiterschutz in überwiesen. Deutschland wieder zu beschneiden, halten wir es im Interesse ( Depeschen- Bureau Herold.) der deutschen Arbeiter für dringend nothwendig, daß sich die Budapest, 7. Februar. Der Religionslehrer Nikolaus Aus dem halbjährigen Geschäftsbericht des Vorsitzenden selben energisch zur Wehre setzen, und haben wir es deshalb Lepsenyi wurde heute wegen Majestätsbeleidigung, begangen des Sozialdemokratischen Vereins für den 6. sächsischen Reichs- lebhaft bedauert, daß auch der Vorschlag der Abhaltung eines durch einen Artikel in einer ultramontanen Wochenschrift, tags- Wahlkreis( Plauenscher Grund) entnehmen wir folgendes: öffentlichen Gewerkschaftskongresses auf so viel Widerstand stieß, welcher überschrieben war: Es ist vollbracht" zu fechs Der Verein ist in 9 Bezirke eingetheilt, die zusammen 214 Ort- daß die Ausführung desselben vorläufig unterbleiben mußte. Monaten Staatsgefängniß und zur Tragung der Prozeßkosten schaften mit 160 650 Einwohnern umfassen. In den letzten Wer anerkennt, daß die Gewerkschaftsbewegung unter den verurtheilt. sechs Monaten wurden im Kreise 16 Versammlungen ver- heutigen Verhältnissen nothwendig ist, den Arbeitern bessere Paris, 7. Februar. Aus den Departements laufen Nachanstaltet. Drei davon, die die Besprechung der Umsturzvorlage Lohn- und Arbeitsbedingungen zu schaffen, wer deshalb die Entrichten über zunehmende Kälte ein. In Paris fiel das Therzum Zweck hatten, wurden verboten. Vorstandssigungen wurden wickelung derselben fördern will, kann nicht wollen, daß dieselbe mometer auf 16 Grad. In den Straßen und auf den Plägen 6 abgehalten. Zur Belegung des Kreises sind 52 000 Flugblätter die wichtigsten Aufgaben, die im Interesse der wirthschaftlichen werden große Koblenpfannen aufgestellt. beleuchten. # * Hiroshima, 7. Februar. Depeschen des Kommandeurs der japanischen Flotte vor Weihaiwei melden, daß das fliegende Geschwader am 3. d. Mis. die chinesischen Forts Datao, Liu fungtao, Luchiaotsuot und Lungmiartsuoi beschossen habe. Die chinesischen Kriegsschiffe unterhielten gemeinsam mit chinesischen Forts ein Geschützfeuer gegen die Japaner bis Sonnenuntergang. Die andauernde träftige Kanonade der Japaner war nicht im stande, die chinesischen Batterien zum Schweigen zu bringen. Der Admiral Ting scheint entschloffen, die Forts und die Insel Lintungtao zu halten und mit den Schiffen einen hartnäckigen Widerstand zu leisten. In der Nacht vom 3. zum 4. follte mit Torpedobooten der Angriff auf die chinesischen Schiffe erneuert werden. " Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 33. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 31. Sigung vom 7. Februar 1895, 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Berlepich, v. Bötticher. Die Besprechung der Interpellation Hize betreffend die Arbeiterfrage( Anerkennung der Berufsvereine, Arbeiter ausschüsse, Arbeiterkammern) wird fortgesetzt. Freitag, den 8. Februar 1895. M " 12. Jahrg. bemächtigen würde. Herr Möller sehe den Zustand in England| Interpellation gewählt, um die Frage wieder in Fluß als einen Kampfeszustand an; aber ein solcher Kampfes zu bringen oder im Fluß zu erhalten. Jetzt plöglich erzustand zwischen Arbeitern und Arbeitgebern scheinen Arbeiterkammern und Berufsvereine den Herren Sozialsei doch nur natürlich; und hätten nicht die bürgerlichen demokraten als kleine Nebendinge. Wir hatten geglaubt, gerade Kreise früher auch um ihre Rechte tämpfen müssen und nur bei solchen Fragen der Organisation endlich einmal auf ihre langsam ein Stück nach dem anderen den übrigen Parteien ab- Mitwirkung rechnen zu dürfen; wir haben uns getäuscht. gerungen? Die Trades Unions seien noch keineswegs in das Um den Vorwurf Umfall" zu erheben, muß man entweder der sozialdemokratische Fahrwasser übergegangen. Meinung sein, das Zentrum stehe in der Kommission anders als In dem Berliner Bierkrieg sei ihm von konser der Fraktionsredner in der ersten Lesung, oder glauben, es habe Abg. Schneider( frs. Bp.): Die gestrige Erklärung vom vativer und nationalliberaler Seite ein Vorwurf daraus gemacht in der Kommission seine Meinung gewechselt. Wer das erstere Bundesrathstische dürfte wohl vom Abg. v. Kardorff richtig dahin worden, daß er mit den sozialdemokratischen Führern einen Ver- behauptet, hat die Rede unseres Kollegen Gröber nicht gehört, aufgefaßt sein, daß zur Zeit im Reiche und bei der preußischen gleich geschlossen habe. Er verstehe diesen Vorwurf nicht; denn nicht gelesen oder vergessen. Wer sie gelesen hat und bei Regierung feinerlei Neigung besteht, die soziale Reformgesetz- eine Partei, die 1 800 000 Wähler hinter sich habe, sei in Deutsch- dieser Behauptung stehen bleibt, hat entweder einen schwachen gebung fortzusehen. Damit scheint diese Gesetzgebung zur land anerkannt, gleichviel, wie sich die übrigen dazu stellen. Geist oder ein böses Herz.( Heiterkeit.) Wir würden uns Stagnation verurtheilt zu sein bis zu der Zeit, wo durch irgend( Zustimmung links.) Den Mangel einer Organisation hätten eines Umfalles schuldig machen, wenn wir uns in der welchen Zufall die Sozialdemokratie von der Bildfläche ver- aber auch die Sozialdemokraten empfunden und der Abg. Auer Kommission von vornherein auf einen rundweg ablehnenden schwunden ist. Es muß hiernach doch eine Aenderung des Kurses babe in einem Artikel des Sozialpolitischen Zentralblattes" offen Standpunkt gestellt hätten. Auch in der Kommission haben fonstatirt werden. Man hat seinerzeit ohne diese Rücksicht auf die ausgesprochen, daß es um die sogenannten„ Volksversammlungen" wir nicht unsere Stellung geändert. Wir haben bei jedem ParaSozialdemokratie die Gewerbegerichte eingeführt, die sich doch jeden- und ihre Beschlüsse ein bedentliches Ding sei. In der Sozial- graphen positive Amendements gestellt und unsere Bereitwilligkeit falls bewährt haben. Herr v. Kardorff aber geht noch viel weiter; demokratie gebe es heute zwei sich scheidende Strömungen, die zur Mitarbeit stetig bekundet. Bei dieser Haltung gehen wir er hätte die ganze Arbeiterversicherung nicht an politische und die gewerkschaftliche. Letztere sei noch nicht nicht von taktischen, am allerwenigsten von parteitaktischen Ergenommen, wenn er gewußt hätte, man wollte fräftig genug, werde aber zweifellos die Oberhand gewinnen. wägungen aus. Wir lassen uns einen anderen das Ausnahmegesez aufheben. Solche Stellungnahme Die Mitglieder der Gewerkschaften seien nicht durchweg über- Standpuntt durch keine Presse, nicht einmal ist in hohem Grade zu bedauern, noch mehr aber, daß die Rezeugte Sozialdemokraten. Sie sollten zunächst weiter nichts als durch die Presse der eigenen Partei aufgierung solchen Bestrebungen und Auffassungen ihre Verhältnisse bessern und zwar nicht erst im Zukunftstaate, nöthigen. Alle Vorhersagen kommender Wahlniederlagen Raum giebt. Die Besprechung der Interpellation hat unter sondern schon heute. Herr Bebel habe diese selbst öffentlich als tönnen uns von unserer gewissenhaften Ueberzeugung nicht diesen Umständen leider nur akademische Bedeutung. Um so Gemäßigte, als solche bezeichnet, die nicht einmal genau wissen, abdrängen noch von unserem Streben, die Strafgesezgebung weniger ist es angezeigt, uns jetzt näher einzulassen auf die- was die Partei wolle. Derjenige Arbeiter, der seine Interessen dahin zu gestalten, daß die christliche Gesittung im Volfe jenigen Theile derselben, welche die obligatorische Organisation auf gesetzlicher Grundlage vertrete, sei deshalb noch lange fein wieder zu ihrer berechtigten Geltung gelangt. Fahren Sie i betreffen. Wir stehen nach wie vor auf dem Standpunkt, daß, Sozialdemokrat. In erster Reihe komme es darauf an, die den Sozialdemokraten) nur fort, die chriffliche Kirche, die christ1v enn man den Handwerkern eine Organi Gewerkschaften zu fördern und sie zugleich von den politischen liche Charitas so wegwerfend zu behandeln; Sie werden die sation und Vertretung giebt, diese den Ar Bestrebungen abzutrennen. verdienten Früchte ernten. Das Christenthum ist es nicht, beitern nicht vorenthalten werden darf. Es handelt Die Frage der Arbeitsvermittelung sei eine der sondern der Abfall vom Christenthum, der noch heute viel sich aber in diesem Punkt jetzt lediglich um eine Doktorfrage. wichtigsten; zu wünschen sei dringend, daß auf diesem Gebiete Fabrikanten dahin bringt, die Forderungen des Christenthums Anders steht es um die Frage, ob man nicht den freiwilligen eine gemeinsame Organisation möglich sei. Aber wolle man den Arbeitern gegenüber gegenüber nicht zu erfüllen. Wie weit Organisationen auch jetzt Handhaben bieten soll, die ihnen politische Nebenzwecke von dem Arbeits nach sind wir schon gekommen, wenn so wie gestern Rechtssicherheit gewähren. Hierher gehört die Anerkennung der weis fernhalten, so müsse auch ausge Herrn Fischer über das Christenthum gesprochen werden kann! Berufsvereine, deren Ausgestaltung und Förderung im Wege der schlossen werden, daß Arbeitgeber ihn benutzen, Will man den Umfturz wirtsam befämpfen, dann muß man dafür Gesetzgebung auch geeignet sein würde, für sich allein eine fräf- um politisch mißliebige Arbeiter auszuschließen. sorgen, daß solche Herabwürdigungen des Christenthums wenigftens tige Vertretung der Arbeiter zu schaffen, auch ohne daß es zu Vor Streits und Boytotts braucht man sich nicht zu außerhalb der parlamentarischen Redefreiheit nicht ungestraft be. obligatorischen Organisationen kommt. Die Berufsvereine der fürchten. Der Boykott sei ja moralisch vergangen werden können. Arbeiter haben einen Anspruch darauf, gesetzlich anerkannt und werflich, ebenso wie die schwarzen Listen, aber Preußischer Handelsminister v. Berlepsch: Zu der von den in ihren Rechten geschützt zu werden. Zur Zeit find 65 000 Ar- so lange diese Kämpfe auf gefeßlichem Boden stehen, feien sie Abgg. Schneider und Lieber und in der Presse, namentlich in der beiter in diesen Vereinen und ihre Zahl wächst jährlich um e benso berechtigt, wie andere Kämpfe und National- Zeitung" beliebten Deutung meiner gestrigen Rede tausende. Bei den Gewerkvereinen hat man ja andere Maßnahmen der Arbeiter. Die Strafe, die die Arbeit- dahin, daß vorläufig Ruhe auf dem Gebiete der Sozialreform längst die praktische Bethätigung ins Auge gefaßt, die nehmer allein für unberechtigte Streits und Boykotts erleiden herrschen müsse, ist in meinen Worten auch nicht der die Gesetzgebung wahrscheinlich noch in langer Zeit nicht in müßten, liege schon darin, daß sie das Gewollte nicht erreichen entfernteste Grund zu finden. Ich erinnere Sie an folgende Angriff rehmen wird, Versicherung gegen Arbeitslosigkeit, Wander- und gewaltige Einnahmeverluste erleiden. Thatsachen. Der Herr Reichsfanzler hat hier bei seinem ersten unterfügung, Pensions- und Relittenverpflegungs- und Zuschuß- Herr v. Stumm werde bei seiner schroffen Stellungnahme Auftreten gesagt, die verbündeten Regierungen würden die faffen und dergleichen mehr. Die Konkurrenz mit dem Auslande gegen die Organisation der Berufsvereine auf gesetzlicher Grund- Sozialreform in der Weise fortführen, wie sie eingeleitet sei, fann doch gegen Bestrebungen, welche die wirthschaftliche Selbst- lage nicht zu friedlichen Zuständen gelangen können. Verhält- selbstverständlich unter Wahrung des Standpunktes, daß die erhaltung im Auge haben, nicht ins Feld geführt werden. Der nisse, wie in Neunkirchen, seien anderswo nicht vorhanden. Industrie auf dem Weltmarkt Tonkurrenzfähig bleibe. Hinweis auf die Trades Unions und ihre heutige sozial- Würde Herr von Stumm sich auch rühmeu Fast die gleiche Erklärung hat die Reichsregierung durch demokratische Tendenz, wie ihn Herr Möller gestern tönnen, daß Sozialdemokraten in seinem meinen Mund bei der Einbringung der letzten Gewerbenovelle, gegen unfere Forderung verwerthete, ist hinfällig; jedenfalls Betriebe nicht beschäftigt sind, wenn seine dem Arbeiterschutz Gesetz, abgegeben. Der Herr Reichskanzler denkt in England niemand daran, denselben Fabriken in Berlin lägen?( Sehr gut! links.) hat gestern ausdrücklich gesagt: Es besteht bei der föniglich ihre politischen Rechte aus diesem Grunde Den Vorwurf der Feigheit, den Herr von Stumm gegen preußischen Regierung..... fein Zweifel, daß es ihre Aufgabe irgendwie 3 11 verfümmern, im Gegentheil. Die diejenigen schleudert, die anders handeln als er, müsse er für ist, das Programm, welches in den Erlassen Sr. Majestät vom Trades Unions hatten im Jahre 1893 in Einnahmen sich zurückweisen. Er, Redner, unterscheide sich von Stumm und 4. Februar 1890 aufgestellt ist, zur Durchführung zu bringen. Ich und Ausgaben etwa anderthalb Millionen Pfund( dreißig seinen Gesinnungsgenossen dadurch, daß er nicht gleich bei möchte hierbei einen Frrthum des Abg. Lieber berichtigen, der annimmt, Millionen Mark), ein schlagender Beweis für ihre große Bedeutung. jedem Streit nach der Polizei und neuen daß hier eine programmatische Erklärung des Bundesraths oder der Wenn auch die letzten Kongresse der Trades Unions scharf radikal Strafgefeßen rufe.( Zustimmung links.) Herr von verbündeten Regierungen vorlag. Diese Erklärung ist seitens gewesen sind, so haben sich diese Verbände doch von einer direkten Stumm wolle auch keine Gleichberechtigung der Arbeiter mit den des Herrn Reichskanzlers ausdrücklich namens der preußischen Betheiligung an den politischen Parteiungen ferngehalten, und Arbeitgebern. Aber der deutsche Kaiser habe geradel an die Regierung abgegeben worden. In diesem Satz ist ant= es wäre sehr zu wünschen, daß sich bei uns unter derselben Frei- Herren Kollegen des Herrn v. Stumm das Wort gerichtet, daß es erkannt, daß die allerhöchsten Erlasse vom heit eine ähnliche Entwickelung vollzöge. Unsere Arbeiterschaft darauf ankomme, den Arbeitern zum Bewußtsein zu bringen, daß 4. Februar 1890 noch nicht zur Durchführung ge= ist wesentlich durch das Sozialistengesetz in eine andere Richtung fie als gleichberechtigt gelten, nur dann werde es gelingen, fie tommen sind, denn sonst könnte nicht die Rede davon sein, gedrängt worden; selbst Theater- und Gesangvereine sind ja das der Sozialdemokratie zu entfremden. Dieses Bewußtsein der daß sie zur Durchführung gebracht werden sollen, und es wird mals in das sozialdemokratische Fahrwasser gerathen. Go- Gleichberechtigung bringe man ihnen nicht bei, wenn man ihnen die Absicht befundet, diese Erlasse Erlasse zur zur Ausführung lange immer noch mit der Möglichkeit eines neuen Sozialisten- vorschlage, welche Lokale fie besuchen sollen, welche Zeitung zu bringen. Daß in bezug auf die Arbeitervertretung gefeges gerechnet werden muß, werden die übeln Wirkungen sie lesen sollen, ob sie heirathen dürfen oder nicht. In den Betrieben der allerhöchste Erlaß noch nicht zur Ausführung ge= des alten nicht völlig zu überwinden sein. Vertrauen des Redners seien Arbeiterausschüsse vorhanden und funktionirten kommen ist, unterliegt keinem Zweifel und die Ausführungen wird man bei den Arbeitern nur dann finden, wenn man vortrefflich. Sollte man dies nicht schon jetzt obligatorisch machen? nach der entgegengesetzten Richtung sind völlig verfehlt. Daß in ihnen das Recht der Koalition ohne Einschränkung gewähr. Die abfällige Beurtheilung der Wohlfahrtseinrichtungen der dem allerhöchsten Erlaß die durch die Versicherungsgesetze und leistet. Sicher ist ferner, daß die bereits halb und halb Arbeitgeber in ihren Betrieben sei er freilich von den Sozial das Gewerbegerichtsgesetz geschaffene Arbeitervertretung nicht gein die Brüche gegangene Einigkeit unter den demokraten gewöhnt, und so habe gestern auch Herr Fischer das meint sein kann, geht aus der Thatsache hervor, daß zu jener Sozialdemokraten durch die neuen Ausnahmemaßregeln, selbe Lied gesungen. Selbst die Einrichtung einer Sparkasse in Zeit die Versicherungsgesetze bereits bestanden und das Gesetz, die geplant werden, wieder völlig hergestellt wird. Wir wünschen dem Brauereibetriebe des Redners sei vom Vorwärts" als betreffend die Gewerbegerichte, als Entwurf dem Bundesrathe also auch unsererseits, daß die Regierung wenigstens der freien eine Fesselung der Arbeiter heruntergesetzt worden. Redner setzt schon vorlag. Auch sachlich können beide Gesetze nicht als eine Berufsorganisation der Arbeiter freieren Spielraum gewährt und auseinander, daß dieses Urtheil falsch ist. Der Hauptzweck der Lösung der Frage der Arbeitervertretung angesehen werden. ihnen Rechtssicherheit verleiht. Interpellation bestehe darin, festzustellen, ob man auf dem Wege Mit der fakultativen oder obligatorischen Einführung Abg. Rettich( dt.): Die Interpellation fordert Arbeiter der Sozialreform den Frieden zwischen Arbeitgebern und Arbeit der Arbeiterausschüsse beschäftigt sich unsere bisherige ausschüsse und Arbeitervertretungen. Schon gestern aber hat nehmern nach und nach herbeiführen und sich nicht auf die Gesetzgebung überhaupt nicht. Es heißt nur in der GewerbeHerr Möller nachgewiesen, daß diesen beiden Forderungen durch Repression beschränken will.( Beifall links und im Zentrum.) Ordnung, daß wenn über eine Arbeitsordnung die Arbeiter ge= Die Arbeiterversicherung zum größten Theil entsprochen ist. Was Abg. Lieber( Zentrum): Ich hätte gewünscht, daß so zu hört werden sollen, dies auch durch Arbeiterausschüsse geschehen die dritte Forderung, die Anerkennung der Berufsvereine stimmend wie vom Vorreduer auch von der Rechten zu unserer fann. Wo, wie und mit welchen Funktionen aber sie errichtet betrifft, so können wir der Berufung auf die Trades Interpellation Stellung genommen wäre. Sehr freundlich kann werden sollen, darin steht in der Gewerbe- Ordnung fein Wort. Unions feine Bedeutung beimessen und zwar auf grund ich es nicht finden, wenn Herr Rösicke von dem Doktrinarismus Daß nun alle diese Fragen ruhen sollen, widerspricht ebenfalls der gestrigen Darstellung des Abg. Möller und spricht, der stets das Gute will und oft das Böse schafft. Was der Erklärung Erklärung des Reichskanzlers, daß daß der preußischen troß ter heutigen Ausführungen des des Abg. Schneider. würde die Rechte meinen, wenn ich dieselbe mephistophelische Regierung augenblicklich Borarbeiten vorliegen, die die noch Wir Deutsch- Konservativen stehen nicht auf dem Standpunkt, daß Autorität weiter zitirte gegen Sie: Den Teufel spürt das Bölf- nicht zu einer Beschlußfassung haben. geführt solche Organisationen nur gemeinsam sein tönnen; der Arbeitschen nie, und wenn er sie beim Kragen hätte"?( Heiterfeit.) preußische Regierung stellt sich nur die Reserve, daß sie bei geber ist doch auch nur ein Arbeiter. Nur auf diesem Wir fragen jetzt, wie es jetzt um die Vertretung in besonderen jedem Gesetz sorgfältig prüft, ob sie durch dasselbe weniger nützt Wege scheint uns die Wiedergewinnung der Arbeiter" möglich. Korporationen steht, weil die kaiserlichen Erlasse davon sprechen. als schadet, indem sie die Machtmittel der sozialdemokratischen Angesichts der englischen Erfahrungen und der Wirkungen des Db Arbeiterkammern oder Arbeitskammern, ist für uns wie 1878 Agitation vermehrt. Ich freue mich, konstatiren zu können, daß fozialdemokratischen Einflusses müssen wir ein weiteres Eingehen so auch heute eine offene Frage. Die Erklärung, welche der dieser Gesichtspunkt heute hier als ein berechtigter anerkannt auf die Wünsche der Interpellanten zur Zeit ablehnen. Wir be- Reichskanzler in der besonders feierlichen Form der Berlefung worden ist. Es ist ungerecht und unbillig, in dieser dauern die Verzögerung der Fortführung der Gesetzgebung, halten als eine mit dem Bundesrath vereinbarte abgab, besagte, daß Haltung der Regierung ein Zurücktreten von ihren sozialaber auch unsererseits einen gewissen Aufschub für nothwendig. Die preußische Regierung der Pflicht der Durchführung der politischen Plänen zu erblicken. Nur in bezug auf Zeit und Trozdem ist die Behauptung, daß das soziale Königthum vor faiserlichen Erlasse sich bewußt sei. Um sol eigenthümlicher Modus hat die preußische Regierung Vorbehalte gemacht. dem Kapitalismus tapitulirt habe, grundverkehrt. Ich halte den mußte es berühren, daß hinterher ein einzelner preußischer Die Erlasse vom 4. Februar 1890 habe ich vorgefunden. Ich Vorwurf, daß das Zentrum wegen seines Umfalls in der Umsturz- Minister eine abweichende Erklärung abgab. Doch glaube ich habe sie angesehen als Programm, unter dem ich mein tommission diesen Schritt gethan hat, für unbegründet, muß aber nicht, daß auch nur Herr v. Berlepsch für seine Person etwas Ministerium zu führen habe, und ich bin nicht geneigt, auch nur die Interpellation doch als bedenklich und als aus einem ge- von der Erklärung des Reichskanzlers hat abmindern wollen. einen Schritt von diesem Programm abzuweichen. Sie können wissen Dottrinarismus hervorgegangen bezeichnen, der stets das Was ihm aus der Mitte des Hauses zum Vorwurf gemacht versichert sein, daß ich in dem Augenblick, wo ich erkennen würde, Gute will und oft das Böse schafft. worden ist, haben wir ihm stets als Verdienst angerechnet und daß mir das nicht möglich ist, nicht in der Lage sein würde, Abg. Röficke( Wild) steht, obwohl Arbeitgeber, nicht haben ihn nie einer Handlung für fähig gehalten, die mit seiner von dieser Stelle aus zu Ihnen zu sprechen.( Beifall rechts.) auf dem Standpunkte der Hrn. Möller, Stumm 2c., Bergangenheit als Minister und hoher Beamter im Widerspruch Abg. v. Stumm( Rp.): Es treten sich auch hier zwei Weltsondern tritt den Ausführungen des Interpellanten Hiße bei. steht. Seine Ausführungen haben aber nach meiner Auf anschauungen gegenüber. Wir befinden uns in einer Entwickelung, Den Aufgaben, welche Herr Hize als zu lösende bezeichnet hat, fassung eine Seite der Frage berührt, deren volle Bedeutung in welcher die Verhältnisse sich nicht verschlechtert, sondern verfei noch die gefeßliche Förderung der Einrichtungen für die auch wir Juterpellanten nicht einen Augenblick verkennen. beffert haben. Das persönliche Verdienst steigt, die Kapitalrente Fortbildung der Arbeiter hinzuzufügen. Diese Forde- Er sagt, die Haltung der Sozialdemokratie erschwert die Fort- nimmt ab. Kein Unbefangener fann leugnen, daß das Wohlrung geltend zu machen, sei ein unbedingtes Recht der Arbeiter. segung der Sozialreform. Ich kann dem Minister hierin nicht ergehen der Lohnarbeiter ganz erheblich gestiegen ist und keinen Die Gewerbegerichte seien ein schöner Anfang der grundsätzlich widersprechen. Die Arbeiterbevölkerung in Deutsch- Vergleich mit dem früheren zu scheuen hat. Der Bauer lebt Erfüllung dieser Forderung gewesen; ihr Muster müsse auch für land muß sich wohl darüber klar werden, daß sie von allen Ver- viel schlechter als der Lohnarbeiter auf dem Lande. Die ganze die weiteren Bildungen gelten. Auch die Forderung gefeßlicher besserungen ihrer Lage nichts der sozialdemokratischen Partei, Deduktion von den Interessen des vierten Standes ist eine Anerkennung der Berufsvereine unterschreibt Redner. Der alles den verbündeten Regierungen und den mit ihnen ver- reine Fiktion. Es giebt gar teinen vierten Stand; Arbeiter verfüge der Kapitalmacht gegenüber bündeten Parteien im Hause verdankt. Es darf sich aber in der ich finde zwischen mir und meinem Betriebs Direktor, nur über das Roalitionsrecht, deshalb bedürfe Arbeiterbevölkerung nicht die Meinung festsetzen, daß in der zwischen diesem und dem Inspektor, zwischen diesem und dem er der Organisation, deren die Arbeitgeber Sozialreform weiter überhaupt nichts geschehen wird. Darum Werkmeister, zwischen diesem und dem gelernten Arbeiter, zwischen Teicht entratben tönnen. Daß eine solche Orga- haben wir die Interpellation eingebracht, unser Umfall" in der diesem und dem Tagelöhner feinen Ünterschied. Wir leben ja nisation nur die Sozialdemokratie organisiren würde, sei eine Umsturskommission hat mit derselben nichts zu thun. nicht in der besten aller Welten, sondern wir haben ganz erhebfalsche Auffassung. Die Sozialdemokratie ſei Wir haben zum Ausdruck bringen wollen, daß neben der liche Schäden. Diese liegen darin, daß wir durch verkehrte Dr organisirt und machtvoll organisirt; sie Repression auch der positive Ausbau der Gesetzgebung einher- ganisationen die Arbeiter in die Fabriken getrieben haben. Die brauche dieses Gesez nicht mehr. Eines solchen be- gehen muß. Herr Fischer hat wohl vollständig vergessen, welche Schäden liegen auf firchlich- sittlichem und auf materiellem Gebiet. dürfe es aber für die nichtsozialdemokratischen Menge von Anträgen wir in dieser Richtung in den legten In der Umsturzkommission bemühe ich mich, zu beweisen, Arbeiter. Aber für die Gesellschaft würde kein Nachtheil Jahren eingebracht haben, und gerade weil diese Anträge nicht daß es mir mit diesen Anschauungen und ihrer Förderung ernst ist. entstehen, wenn auch die Sozialdemokratie sich dieser Organisation zur Berhandlung gelangen fonnten, haben wir den Weg der Ich bin der erste gewesen, der eine staatliche Einwirkung auf dem " " " Die Gebiete des Kassenwesens der Arbeiter verlangte. Ich stehe der Kameradschaft ein höherer Lohn zugemessen wird als den f der Singer stellt fest, daß nach der ersten Erklärung des auf dem Boden der Botschaft von 1881, der kaiserlichen Erlasse. anderen. Die Befugniß, verschiedene Lohnantheile zu erhöhen, Ministers nicht darauf zu rechnen sei, daß die Novelle zum Wenn über die Beurtheilung der legteren Zweifel entstehen, so trägt dazu bei, neben der Rohnstlaverei auch noch Unfall- Versicherungsgesetz in dieser Session an den Reichstag komme. kann ich dem Abg. Lieber in seiner Interpretation nicht folgen. die Lohnkriecherei bei den Bergarbeitern einzuführen. Die Es sei dies um so beklagenswerther, als der Minister feit Nach den Erlassen wurde der Staatsrath berufen und auf Grund Lohnfrage der Bergarbeiter wäre gefeßlich zu regeln nicht schwer ge- Jahren versprochen habe, für die weiten Kreisen. seiner Vorschläge ist eine Vorlage ausgearbeitet worden, welche wefen. So ist eine Bergarbeiter- Ordnung für ein schlesisches Bergwerk Versicherten fühlbaren Mängel Abhilfe zu schaffen. Der Grundsay, weit über dessen Vorschläge hinausging. Damit ist erfüllt, bestätigt worden, in welcher eine zehnstündige Arbeitszeit vor- die Beseitigung hervortretender Mängel bis zu einer Generalwas in den Erlassen zum Ausdruck gekommen ist. Ein Vergesehen ist und täglich eine zweistündige Ueberarbeit. Die revision zu verschieben, sei falsch; die von der sozialdemokratischen sprechen, das nicht ausgeführt worden wäre, wird niemand maximal- Arbeitszeit der Leute beträgt für Fraktion beantragten Aenderungen seien einfacher Natur und in den Erlassen nachweisen können. Von torporativen die Woche 78 Stunden.( Redner unterzieht auch die hätten längst vorgenommen werden können. Mit der Aufhebung Berufsvereinen ist den Erlassen absolut keine Rede. übrigen Willkürbestimmungen in der Bergwerkverwaltung einer der Starrenzzeit, Versicherung der Gefangenen u. f. w. sollte die Mit der Organisation kann durchaus nicht weitergegangen werden, firengen Kritik.) Die Betheiligung der Bergarbeiter an ihren Regierung fofort vorgehen. Redner ersucht den Minister, als man bisher gegangen ist, höchstens daß man die Berufs- gemeinsamen Angelegenheiten ist nach der Berguovelle aus noch in dieser Session eine diesbezügliche Vorlage zu machen und genossenschaften ausbauen fönnte, in denen bis jetzt die Arbeiter geschlossen, trotzdem auch diese Forderung in den Erlassen des bemerkt zu den Ausführungen des Geheimraths v. Woedke, fehlen, die dann aber, wenn sie darin sind, auch mit zahlen Kaisers stand. Die Fühlung, welche die Bergwerfe mit den daß die geringe Anzahl der Invalidenrentner sich aus müssen.( Aha! links.) Das ist für mich allerdings die Grenze. Arbeitern nehmen sollten, ist dadurch unterbunden, daß auch den rigorosen Bestimmungen des Gesetzes und der im einseitigen An der Stelle, wo ein Dritter in das persönliche Ver- feine Rechnungslegung über die Unterstüßungs- Kassen Interesse des Unternehmerthums erfolgenden Ausführung des hältniß zwischen Arbeiter und Arbeitgeber hineinreden an die Ober Bergämter zu erfolgen hat. Im Gesetzes durch die Berufsgenossenschaften erkläre. foll, trenne ich mich von den anderen. Ich bin nicht Strafwesen sind die Beamten Ankläger, Sinne an. " der zur den be= Die sozialdemokratische Fraktion werde bei der zweiten Be besser als die große Mehrzahl meiner Kollegen, die große Mehr- Richter und Exekutoren in einer Person und zurathung im Plenum in bezug auf das Unfallversicherungs- und zahl derselben steht auf meinem Standpunkt. Die Aktiengesellschaften gleich die Sachwalter der wirthschaftlichen das Alters- und Invaliditätsversicherungs- Gesez entsprechende haben vielfach noch vollkommenere Wohlfahrts, Einrichtungen als Gegner der Arbeiter. Eine Entscheidungsinstanz ist abgelehnt Anträge stellen. Die weiteren Titel der fortdauernden Ausgaben die persönlichen Besizer. Das persönliche Verhältniß halte ich worden. Und was wird nicht alles bestraft! Sogar die Ver- werden genehmigt. Bei den einmaligen Ausgaben beantragt für die heutige Zeit für nothwendiger als je; es braucht deshalb richtung einer Nothdurft an irgend einer Stelle, sogar ein Be- Singer die Ablehnung Beihilfe für tein patriarchalisches zu sein. Seit Jahren habe ich einen Ar- liebiger aus der Kameradschaft, wenn man den Schuldigen nicht germanischen Lloyd zwecks Klassifikation der Handelsbeiterausschuß, mit dem ich auf dem besten Fuße stehe, aber dritte finden kann. Nach den sich mehrenden Unglücksfällen hätte den schiffe ausgeworfenen 20 000 Mart. Der Redner dürfen mir nicht dazwischen kommen. Bergwerksbesitzern eine Beschränkung in der Anstellung ungelernter antragt, die Regierung solle statt eine Privatgesellschaft zu Wie sehr ich recht habe, beweist der Gang des Bier Arbeiter auferlegt werden sollen, das ist aber nicht geschehen. unterstüßen, eine Reichsbehörde einsehen, welche die Aufgabe hat, boykotts. Hat die Entscheidung denn in den Händen Die kaiserlichen Erlasse sind für die Bergden Schiffsbau, die Ausrüstung, die Klassifikation bezüglich der der Versammlungen gelegen? Herr Rösicke und Herr arbeiter ohne Wirkung geblieben, und gerade mit Ladefähigkeit, der Handelsschiffe von Reichswegen durch hierzu Singer haben die Geschichte gemacht. Mit einem der Unglücksverhütung sieht es böse aus; die alten Mängel des angestellte Beamte zu beaufsichtigen. In eingehenden AusArbeitgeber, der in der Weise, wie Kontrollwesens hat man ruhig weiter bestehen lassen. Die Ar- führungen verlangt Singer unter Hinweis auf die erschöpfenden Herr Rosicke die Interessen meines Standes beiter wollen kontroll beamte aus ihren eigenen Darlegungen, welche der Kapitänlieutenant a. D. Wisliceuns vertritt, disputire ich überhaupt nicht mehr Kreisen bestellen, um die wirkliche Ausführung der Vorsichts- in seiner Broschüre Schutz für unsere Seeleute" gemacht hat, ( Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) Die andere Welt- maßregeln sich zu sichern. Das ist aber ein frommer Wunsch geblieben. daß das Reich die Interessen der Seeleute den kapitalistischen anschauung erwartet nur von dem großen Kladderadatsch das Der pauptfehler in der Ausstattung der Inappschaftlichen Ver- Interessen der Rheder voranstelle. Jezt liege die Beaufsichtigung Heil; Sozialdemokraten, Anarchisten und eine gewisse Richtung hältnisse liegt in der Bestimmung, daß die Besizer in hervor- des Schiffsbaues bei der See- Unfallberufsgenossenschaft, welche von innerhalb der christlich- sozialen Partei sehen die Dinge in diesem ragender Weise daran betheiligt sind. Der Knappschaftsvorstand ihr abhängige Privatleute mit der Ausführung der Aufsicht be= Den Uebelstand in letterer Richtung habe ich hier besteht zur Hälfte aus Arbeitervertretern, zur Hälfte aus Ver- auftrage. Die Regierung habe vor einigen Jahren bei den vor einiger Zeit sehr vorsichtig, ja zaghaft( Lachen bei den Sozial- tretern der Unternehmer. Man hat hier den Bock zum Gärtner Rhedern wegen Einrichtung einer Reichskontrolle beim Schiffsban demokraten) gekennzeichnet. Ich habe damals nicht gewußt, gesetzt. Denn der Unternehmer hat lediglich Privatjägerei nicht angefragt, hätte jedoch bei den Rhedern grundsätzliche Abneigung wie weit die Verbreitung sozialistischer Jdeen bereits geht. Die Fürsorge für den Arbeiter in erster Linie im Auge. Durch gefunden. In christlich- sozialen Blättern habe ich Dinge gefunden, die mich die Bergnovelle ist der Bergarbeiter völlig rechtlos gemacht. Er Singer führt einige Aeußerungen hervorragender Fachin das größte Erstaunen versetten; ebenso in den Publikationen ist nicht besser daran als der Arbeiter unter männer an, u. a. des bekannten Nautikers Niebuhr, Direktor der betreffs der Gründung der sozialwissenschaftlichen Studenten- der Gesinde- Ordnung. Die Bergnovelle hat an der Hamburgischen Navigationsschule. Derselbe sagt:" Der Seemann ist vereinigung( Redner verliest zahlreiche Zitate aus diesen Druck- älteren Bestimmung nichts geändert, daß ein Bergarbeiter, der der Habsucht und Geldgier gegenüber machtlos". Ein anderer Fach schriften): Es ist Verleumdung, wenn behauptet worden ist, ich einen Beamten schmäht oder beschimpft, sofort entlassen werden fann. mann äußert sich:„ Es ist einer der wundesten Punkte unseres hätte die evangelischen Arbeitervereine als sozialdemokratisch Beleidigt dagegen der Beamte den Arbeiter, so wird er nicht ent- gesammten Seewesens, daß die Rheder viel zu selbständig nach Durchfeucht erklärt. Heute protestirt eine große Anzahl dieser lassen, sondern der Arbeiter hat wieder das Vergnügen, auf die ihrem guten Willen walten und schalten können. Die Schiffs. Vereine dagegen, daß sie mit den Anschauungen des Straße gesetzt zu werden( hört! hört! links). Das wird dann besatzung und die Schiffsausrüstung findet fast ohne jede Bedes Pastors Naumann foïnzidiren.( Heiterkeit bei den als eine Wohlthat für den Arbeiter ausgelegt. aufsichtigung statt." Sozialdemokraten.) Aber eine ebenso große Anzahl von Vereinen hat mir ihre Sympathie für Naumann direkt schriftlich gegeben. Die Naumann und Konsorten stehen auch in Beziehung auf Königstreue so ziemlich auf dem Standpunkte der Sozialdemokraten.( Lachen links.) In der neuesten Nummer der " Hilfe" wird die Noth einer Arbeiterin in einer so auf hehenden Weise geschildert, wie es sozialdemokratische Blätter gar nicht vermögen.( Lachen bei den Sozialdemokraten.) Die jenigen Elemente, welche die heutige Staatsordnung erhalten wollen, müssen ebenso gut Front machen gegen diejenigen, die sie gewaltsam, als gegen diejenigen, die sie auf gütlichem Wege umstürzen wollen. Die Interpellanten haben nicht Minister v. Bötticher erwidert, indem er die Berechtigung gut gethan, im gegenwärtigen Augenblicke demokraten. Unruhe.) der Singer'schen Anregung anerkennt, daß der von der Regierung diese Frage aufzurollen; sie entlehnen der zweiten Darauf wird ein Vertagungsantrag angenommen. Persönlich vorgeschlagene Weg billiger und zugleich für die Sicherheit des Weltanschauung die Waffen, um die erste zu behalten, nament- bemerkt Schiffsbaues ausreichend sei. Man solle den Versuch, der sich lich in einer Zeit, wo die Sozialdemokratie noch im Wachsen Abg. Röficke: Herr v. Stumm hat hier schon öfter über auch aus nationalen Gründen der germanische Lloyd habe begriffen ist. Die evangelischen Arbeitervereine waren zuerst zur Dinge gesprochen, die er nicht versteht, wie es bei einem so viel unter starter Konkurrenz eines englischen und eines französischen Bekämpfung der Sozialdemokratie gegründet, jetzt führen sie ihr seitigen Manne wohl vorkommen fann. Er hat ferner mit der Instituts zu leiden empfehle, machen; zeige sich, daß der Lloyd nur Anhänger zu. Ich kann nicht dazu kommen, Einrichtungen ihm eigenen Höflichkeit erklärt, daß er nicht diskutiren könne und die See- Unfallberufsgenossenschaft nicht im stande seien auszu empfehlen, welche der Sozialdemokratie die Wege bahnen. mit einem Manne, der seine Standesinteressen so verlegt reichende Schutzmaßregeln zu schaffen, fönne man später auf den Vors Alle Professoren, die Geheimräthe, das ganze Jahrhundert ver- hätte wie ich; das Urtheil darüber fällen meine Berufsgenossen, schlag Singer's, der der Regierung durchaus nicht unsympathisch sei, langt das, wird man sagen, deshalb müssen wir auf diesen nicht die rheinischen Industriellen. Im übrigen fann ich den zurückkommen. Nach einer Empfehlung der Regierungsvorlage Boden treten.( Heiterkeit.) Wenn der ruhige Arbeiter nicht Boykott, den Herr v. Stumm über mich verhängt hat, um so durch Dr. Hammacher werden die 20 000 m. gegen die Stimmen mehr die agitatorischen Reden und Bestrebungen, die natürlich mehr vertragen, als niemand die Geschäfte der der Sozialdemokraten bewilligt, und die von Singer beantragte außerhalb des Hauses vorkommen, hört und liest, dann wird es Sozialdemokratie in diesem Hause besser be- Resolution gegen die Stimmen der sozialdemokratischen Kombeffer werden. Die Zustände von vor 1890 sind heute gar nicht forgt, als Herr v. Stu mm.( Widerspruch rechts. Bu- missionsmitglieder abgelehnt. Im weiteren Verlauf der Bemehr vorhanden. Herr Hite will die Strafbestimmungen des Stimmung links.) rathung erklärt Singer, daß er und seine Freunde entsprechend § 153 der Gewerbe- Ordnung geben, wenn eine gute Arbeiter- Präsident v. Levehow: Das letzte war feine persönliche ihrer im vorigen Jahre eingenommenen Stellung gegen die organisation geschaffen ist. Wenn wir die Arbeiter von der Bemerkung.( Buruf lints: Aber richtig!) zweite Rate für das Denkmal Kaiser Wilhelm I. Bevormundung der Sozialdemokratie befreien könnten, dann Abg. v. Stumm: Wenn Herr Rösicke von mir nicht an stimmen werden. wäre damit zu arbeiten. Aber wenn die sozialdemo- gegriffen sein will, dann soll er mich auch nicht angreifen. Es tratischen Führer in die Organisation ein ist mir gleichgiltig, ob Herr Rösicke mich für unwissend oder treten, dann nüht§ 153 garnichts mehr, denn die nicht hält. Das Haus hat darüber eine andere Meinung. Strafe ist wirksam dem Arbeiter gegenüber,( Widerspruch links.) Wer am meisten den Sozialdemokraten in aber nicht gegenüber den Agitatoren. Mögen die die Hände arbeitet, das bewies wohl das schallende Bravo, Herren vom Regierungstische reden, wie sie wollen, alle Achtung welches den Worten des Herrn Rösicke aus den Reihen der vor der Konsequenz des Handelsministers, wenn er aber selbst Sozialdemokraten folgte. an die Ausarbeitung fommt, so wird er sich immer mehr und mehr von der Unausführbarkeit überzeugen. Wenn die Vorlage nach den Wünschen der Herren vom Zentrum ausfällt, dann würden die Regierungen den Ast absägen, auf dem sie sigen.( Zustimmung rechts.) Die Behörden haben Kenntniß von den Zuständen der Ar- Die See Unfallsberufsgenossenschaft habe außerdem keine beiterverhältnisse durch die Enquete bereits erlangt. Das zeigt Autorität und besitzt nicht die Macht, ihre etwaigen Vorschriften ganz genau, was man von den kaiserlichen Erlassen zu erwarten zur Durchführung zu bringen. Zum Schuße von Leben hat, und bildet den Maßstab für denjenigen Geist, der heutzutage und Gesundheit der Seeleute sei es daher erforderdie Regierenden beherrscht, das ist auch durch die Ausführungen lich, daß daß die Regierung diese Angelegenheit regle, des Reichstages und des Ministers von Berlepsch dargelegt statt Reichsmittel einer Privatgesellschaft, deren Zweck sei, worden. Die Interpellation ist demnach umsonst materielle Gewinne zu erzielen, zur Verfügung zu stellen. Redner eingebracht, einen Zweck kann sie nicht haben; die Erlasse empfiehlt die Absehung der 20 000 M., fowie Annahme der von sind ebenfalls nach dem, was wir gehört haben und nach dem, ihm gestellten Resolution auf Einsetzung einer Reichsbehörde mit was in der Gesetzgebung feststeht, ebenfalls umsonst. Man der Aufgabe, den Bau, die Ausrüstung und die Ladefähigkeit von tönnte in vulgärer Form sagen: Die Interpellation ist für die Handelsschiffen zu beaufsichtigen. Raße und ebenso die kaiserlichen Erlasse.( Bravo bei den SozialDie Rate wird gegen die Stimmen der Freifinnigen Volks partei und der Sozialdemokratie bewilligt. Die Schlußrate für den Nordostsee- Kanal findet einstimmige Bewilligung, nachdem der Minister auf Anfrage Singer's erklärt hat, daß die Eröffnung des Kanals im legten Drittel des Juni cr. erfolgen werde. Bei den Eröffnungsfeierlichkeiten ist eine Betheiligung des Reichstages in Aussicht genommen. Damit ist der Etat des Reichsamts des Innern durchs berathen. Abg. Fischer: Der Herr Abg. Lieber hat in seiner Rede die Hoffnung ausgedrückt, daß fünftig, wenigstens außerhalb des Hauses, es nicht mehr möglich sein werde, in der Weise das Die Kommission wendet sich zu den einmaligen Ausgaben Christenthum herabzuwürdigen", wie dies in meiner gefirigen des ordentlichen Militäretats. Die Berathung muß nach kurzen Ausführung geschehen sei. Gegen diese Unterstellung seitens des Erörterungen über die durch Neubauten frei gewordenen BauAbg. Möller Waldenburg( Soz.): Wir unterstützen die Herrn Lieber muß ich protestiren, weil ich mit feiner Silbe und pläge, die veräußert werden sollen, wegen Beginn der Plenarsizung Organisation der Arbeiter auf gesetzlicher Grundlage ebenso wie feiner Redewendung einen Gedanken ausgedrückt, der einer um 1 Uhr abgebrochen werden. Sie und nehmen auch diese Abschlagszahlung gern an. Ob das solchen Mißdeutung fähig. Ich habe einfach meiner Nächste Sigung Freitag. Militäretat. Zentrum in der Umsturzvorlage umgefallen ist oder nicht, ändert sozialpolitischen Ueberzeugung Ausdruck gegeben, daß das an der Thatsache nichts. Ist es nicht umgefallen, so ist es Christenthum als solches nicht berufen und nicht be= Ju der Justizkommission des Reichstags wurde am einfach so geblieben, wie es vorher war. Die christliche Charitas fähigt sei, die sozialen Konstikte der Gegenwart zu Donnerstag die Debatte über die Frage, ob die Preßvergehen läßt die Wurzeln des Uebels ruhig weiter wuchern. Herr lösen eine Auffassung, welche von vielen sozialpolitischen durch die Schwurgerichte abgeurtheilt werden sollen, fortgesetzt. v. Kardorff meinte mit genialer Naivetät, er hätte den Theoretikern, die nicht Sozialdemokraten sind, getheilt wird. Ich Als Gegner der Anträge Munckel und Vollmar führte der Arbeiterversicherungs- Gesetzen nicht zugestimmt, wenn er voraus- fann mir diese Mißdeutung meiner Aeußerungen nur erklären, fonservative Abgeordnete Amisrichter gimburg aus: Kein gesehen hätte, daß das Sozialistengeset wegfallen würde. wenn ich annehme, daß Lieber entweder meiner Rede nur mit Stand habe so viel Einblick in alle Verhältnisse, als der Richter, Seine Wohlthaten für die Arbeiter sind also ein Aushalbem Ohre gefolgt ist oder sie aus parteitaktischen Rücksichten daher haben fünf Durchschnittsrichter mindestens so viel Einsicht fluß der Spefulation, nicht der christlichen nach außen mißverstanden" hat.( Beifall bei den Sozial- als zwölf Durchschnittsgeschworene. Wenn erwähnt sei, Liebe oder Zuneigung zur Arbeiterklasse. Herr demokraten.) daß Berufsrichter bei der Verhandlung geschlafen haben, v. Berlepsch läßt erst glauben, daß Berufsvereine, Arbeiter- Schluß 5½ Uhr. Nächste Sigung Freitag 1 Uhr.( Fort- dann sei dieses wohl während der Plaidoyers ge versicherungen u. dergl. sehr schöne Dinge wären. Am Schluß feßung der eben abgebrochenen Besprechung.) wesen. Auf bie Plaidoyers brauche der Richter aber macht er alles wieder zu nichte, indem er nicht zu achten, er müsse sich über sein Urtheil klar sein, wenn Zeit und Modus der Sozialreform der freien die Beweisaufnahme geschlossen wird. Er halte die Plaidoyers Entschließung vorbehält. Da die Sozial: überhaupt für überflüssig; wenn sie das Urtheil beeinflussen, dann demokratie stetig wä ch st, und die Regierung hängt es davon ab, ob der Staatsanwalt oder der Vertheidiger erst nach ihrer Beseitigung. ihrer Beseitigung mit weiteren Die Budgetkommission berieth gestern den Etat des Reichs- der bessere Redner ist. Wenn die Gerichte noch nicht so sind, Gesezen vorgehen will, so hat es mit der amts des Innern. Die Positionen des Patentamts wurden ohne wie sie sein sollen, dann kommt es daher, daß bei der Auswahl vielgepriesenen Gozialreform gute Wege. Diskussion genehmigt. Beim Reichs- Versicherungsamt frägt der Personen nicht die nöthige Vorsicht beachtet wird. Trotz der kaiserlichen Erlasse sind in der letzten Zeit Gesetze ge- Singer, wann denn endlich die längst zugesagte Novelle In Preußen läßt man jeden, welcher die Universität macht worden, die das Gegentheil der Erlasse zu stande zum Unfall Versicherungsgesetz an den Reichstag tame. Seit absolvirt hat, als Referendar zu. Diefes müsse geändert werden. gebracht haben. Das ist im grunde eine Verleugnung der Erlasse. Jahren vertröstet der Staatssekretär auf eine Session zur andern. Bei jedem Kandidaten müsse man erst seine Herkunft untersuchen Alles das beweist nur, daß die kapitalistische Tendenz Es sei dringend geboten, den allseitig erkannten Mängeln und nur solche zulassen, deren Familie eine gewisse Bürgschaft bereits alle klassen durchdrungen hat. Wenn nun durch Verbesserung des Gesezes ein Ende zu machen. dafür bietet, daß der Kandidat ein würdiges Mitglied des Richter. in den letzten fünf Jahren nichts geschehen ist, so ist unschwer standes wird. vorauszusehen, daß die vorliegende Interpellation ein vollständiges Fiasko machen wird. Diese Debatte hat nur einen akademischen Werth. Parlantentavisches. Der Staatssekretär Minister von Bötticher stellt in Aussicht, daß sich der Bundesrath im März oder April mit der Novelle beschäftigen werde. Spahn hat zwar feine schlechte Erfahrung mit den Schwurs gerichten gemacht, will aber ihre Kompetenz nicht erweitern. Moltenbuhr führt einige Beispiele dahin an, daß die Berufsrichter in politischen Prozessen nicht immer unparteiisch urtheilen. Hug( 3.) stellt bezüglich des Alters und InvaliditätsBei der Berggesetzgebung in Preußen ist keine einzige versicherungs- Gesetzes die Frage, ob das in den VersicherungsForderung der Bergarbeiter berücksichtigt worden, trozdem vorher anstalten gesammelte Vermögen etwa eine Herabsetzung der Beieine Enquete veranstaltet war, in welcher die Wünsche der Berg- träge gestatten würde. v. Lenthe macht darauf aufmerksam, daß bei Schwurarbeiter berücksichtigt werden sollten. Diese Gesetzgebung war unter Geheimrath v. Woedke erwidert, daß sich die Frage bei den gerichten Vertheidigerzwang ist. dem Druck eines Bergarbeiterstreits in Angriff genommen worden. noch nicht ausreichenden Erfahrungen zur Zeit nicht beantworten Lenzmann wendet sich gegen Himburg und beweist, daß Durch die Berg novelle sind die Bergarbeiter noch lasse. Die thatsächliche Anzahl der Invalidenrentner bleibe hinter die Plaidoyers nicht überflüssig sind, es komme vor, daß die schlechter gestellt, als sie es schon waren. In den Erwartungen zurück. Vertheidiger im Plaidoyer auf Punkte aufmerksam machen, die der Lohnfrage sind sie der Willkür der Besizer mehr ausgesetzt Pachnicke( frs. Vg.) frägt, ob die Regierung dem Ge- eine Wiederaufnahme der Beweisaufnahme zur Folge haben. wie je. Man schreibt jetzt alles, was man will, in die Arbeits- danten einer Vereinfachung der Versicherungs- Gesetzgebung näher Nadbyl. Es giebt Richter, welche das Plaidoyer für Wenu z. B. bei irgend einer Arbeit keine getreten sei. ordnung hinein, überflüssig halten, ja er gehe noch weiter und be= Uebereinkunft mit den Beamten getroffen wird, dann greift der Minister v. Bötticher erkennt die Mängel der betr. haupte, daß einige Richter die ganze HauptTagelohu Platz. Die Beamten, z. B. die Betriebsführer, ver- Geseze an, glaubt jedoch, daß weitere Erfahrungen gesammelt verhandlung entbehren können, denn sie betreten theilen die Arbeit auf die einzelnen Leute und stellen auch die werden müssen, ehe man an die Abänderung der Geseze bereits mit einem fertigen Urtheil den GeArbeiter ein; sie können auch bestimmen, daß irgend einem in denken könne. richtsjaal und lassen sich durch den Gang der Verhandlung Günther hat als Schwurgerichts- Präsident nur gute Er fahrungen mit den Geschworenen gemacht. Das Plaidoyer ist um deffentwillen erforderlich, weil der Richter die Beweisaufnahme nach einer Eigenart führt und nur durch die Plaidoyers wird die Sache auch von anderen Gesichtspunkten beleuchtet. Nachdem dann noch Roeren gegen und Lerno und Marquardsen für den Antrag Munckel gesprochen haben, wird derselbe mit 10 gegen 12 Stimmen abgelehnt. Für den Antrag stimmen die Sozialdemokraten, die Freifinnigen Beck, Munckel und Lenzmann, die Zentrumsmitglieder Lerno, Nadbyl und von den Nationalliberalen Marquardsen. Nachdem noch Stadtrath Dr. Straßmann darauf hingewiesen, daß die Heimstätte in Malchow unter den Heimstätten eine Ausnahmestellung einnehme, wird die Nachbewilligung ausgesprochen. Schluß 714 Uhr. Tokales. ron dem vorgefaßten Urtheil nicht abbringen. Solche sehr vorsichtigerweise es als auffällig zu bezeichnen, daß die zuweilen das Urtheil der Herren Aerzte und sie schicken ihre Richter find aber keineswegs die Ideale der rechtlich denkenden Firma W. u. S. Löwenthal von einem Vertreter der Arbeit- Kranken hinaus. Unser Arzt darf sie nicht zurückweisen, hat aber Menschen. Er ist für die Ueberweisung der Preßvergeben an nehmer in diesem Saale warm empfohlen worden sei. Nicht der den Auftrag, sobald sich bedenkliche Erscheinungen zeigen, die die Schwurgerichte, weil die Geschworenen weniger mit vor- Versammlung, sondern nur Herrn Hentig, der in der Praxis Kranken den Krankenhäusern zurückzugeben. Unsere Heimstätten gefaßten Meinungen an die Beurtheilung der Sache herantreten. parlamentarischer Noblesse noch wenig bewandert zu sein scheint für Tuberkulöse sind in der That wirkliche Krankenanstalten. Sollen zum Richterstande nur Leute aus bestimmten Familien( Heiterkeit), brauche ich zu versichern, daß es eine ganz selbst Gefällt Ihnen das nicht, dann müssen Sie sie ganz aufheben. zugelassen werden, wie es das Jdeal des Herrn Himburg ist, verständliche Voraussetzung ist, daß persönliche Motive aus Die Krantenhäuser empfinden natürlich diese Einrichtung als eine dann würden wir bald juristische Kadettentorps geschlossen sind, wenn von irgend einer Seite dieses oder jenes große Wohlthat und Erleichterung. haben. Die Rechtsprechung würde durch solche Organisation aber Angebot empfohlen oder verworfen wird. Herr Wunder kehrt erheblichen Schaden leiden. die Sparfamkeitsrücksichten hervor, er will aber nicht Sparsam feit üben, sondern sie auf grund des Ehrengerichtserkenntnisses hintansetzen. Wo blieben die Gebrüder Grunert, wenn sie jetzt dieses Erkenntniß nicht hätten? Wo bleiben sie angesichts der beiden höheren Angebote? Davon, daß ihr Argebot um 8000 M. billiger ist als das von Möser und um ganze 12000 Mark billiger als das von Sittenfeld, davon wird ganz geschwiegen.( Sehr gut!) Hat hier etwa nicht eine Unterbietung von seiten der Gebr. Grunert stattgefunden? Schon der Gerechtigkeit wegen mußte dies hervorgehoben werden. Es hätte 7 Uhr abends statt. Die nächste Sprechstunde findet am Sonnabend dann auch etwas anderes eintreten tönnen, nämlich, daß die Gebrüder Grunert von Sittenfeld und von Möser verklagt worden schaftzur Verfügung: Bodbrauerei, Tempelhoferberg, und Zur Lokalfrage. Folgende Lokale stehen der Arbeiter§ 73, Biffer 4, der Regierungsvorlage, wonach der Wider wären.( Sehr richtig!) Da hat man aber eine solche Rliem's Boltsgarten, Hafenhaide Nr. 14/15. aber eine solche stand gegen die Staatsgewalt in den Fällen der unanständige Konkurrenz nicht präsumirt. Auch sind die SS 118 und 119 den Straffammern überwiesen werden Umstände verschwiegen geblieben, welche welche Löwenthal zu sollen, wird, nachdem die Abgg. Lenzmann, Schröder, Beck ihrer billigeren Offerte in den Stand sehen, thatsächliche und Vollmar sich dagegen ausgesprochen haben, abgelehnt. Verhältnisse, welche auch den Laien befähigen, die Berechtigung Die Aktien des Ententeich- Projekts steigen wieder, falls 3u Ziffer 5, nach welcher das Verbrechen des Meineides der billigeren Offerte zu erkennen. Behn Monate im Jahre hat die Informationen der Bolts- Zeitung" richtig sind. in den Fällen der§§ 153, 154 und 155 des Strafgesetzbuchs den die Firma für ihre fostspieligen Maschinen und ihr Schrist- Das Projekt der Anlegung der gelegentlich der EntenteichStrafkammern überwiesen werden soll, führt, Justizrath material feine Verwendung, sie hat aber ein Interesse daran, es und Schloßplatz- Verschönerungspläne viel erwähnten Terrasse an Lucas aus: zu verwerthen und sich einen guten, fähigen Arbeiterstamm zu der Südseite des Schlosses, das seit einiger Zeit in den HinterDie Natur des Meineides läßt es wünschen, daß diese Ver- erhalten; sie will endlich auch ihre mit der Stadt schon vor- grund getreten ist, dürfte, wie das Blatt schreibt, in nächster brechen den Geschworenen nicht mehr zur Beurtheilung unter- handenen Geschäftsverbindungen auch auf dieses Gebiet aus Beit wieder Gegenstand der Diskussion werden. Von einigen breitet werden. Von allen in einem Jahre wegen dehnen. Auch Gebr. Grunert haben f. 3. Sittenfeld durch ein Stadtvätern soll nämlich der Gedanke ventilirt werden, Meineid Angeklagten wurden 38,4 Prozent freigesprochen niedrigeres Gebot ausgestochen( Sehr richtig!). Man übersieht daß für das vom Kaiser der Stadt Berlin in Aussicht und diejenigen, welche wegen fahrlässigen Meineids verurtheilt auch, daß die Stadt hier, wie bei allen solchen Abschlüssen, so gestellte Geschenk der ca. 60 Statuen an der Siegeswurden, hätten in den meisten Fällen wegen wissentlichen vollständige Sicherung ihrer Interessen kontraktmäßig in Händen allee die Stadt sich am schicklichsten in der Form eines GegenMeineids verurtheilt werden müssen. hat, daß sie keine Gefahr läuft, bei der Lieferung benachtheiligt geschenks dankbar zu erweisen habe, und man versucht es, zu werden.( Beifall.) von diesem Gedanken ausgehend, für die Wiederaufnahme des Terrassenprojekts im Rothen Hause Stimmung zu machen. Für die Stadt Berlin würde es sich dabei darum handeln, bei Abtretung des zur Anlage der Terrasse nöthigen Terrains auf iede Entschädigung aus der Privatschatulle des Kaisers Im Auftrage der Lokaltommission: Karl Scholz, Wrangelstr. 32. " Schröder glaubt, daß der Meineid nur von Geschworenen richtig beurtheilt werden könne. Er wolle anerkennen, daß Miß- Stadtv. Spinola kann dem Vorredner nur beitreten und stände vorhanden sind, aber diese sind auf einem ganz anderen bittet, die Vorlage pure anzunehmen. Auch Gebr. Grunert Gebiet. Es werde vielfach mit dem Eid ein Mißbrauch ge- hätten doch f. 3. die Firma Sittenfeld unterboten und heraustrieben. Einige Richter lassen, sobald sie einige Schwankungen gedrängt. Das Ehrengericht könne nicht in betracht kommen, es in den Aussagen der Parteien entdecken, eine Partei schwören, sei überhaupt merkwürdig, daß es sich in dieser Angelegenheit zu verzichten und helfen sich so über alle Schwierigkeiten hinweg. Diesem überhaupt kompetent erachtet habe. Bei beschränkten Sub- So leicht werden sich die braven Freisinnsmänner die Hoffmissionen, wie sie auch in diesem Falle der Magistrat ausgeschrieben habe, würde es zu bedenklichen Konsequenzen führen, wenn die Versammlung anders entschiede als der Magistrat." Mißbrauch des Eides müsse entgegengetreten werden. Die Fortsetzung der Debatte wurde bis Sonnabend vertagt. = Die Wahlprüfungs Kommission hat in ihren letzten Beiden Sizungen eine Reihe von Berichten festgestellt und die Wahlen der Abgeordneten Graf von Holstein( 9. holft. Wahlkr.), von Gustedt Laplacen( 2. Kreis im Reg.- Bez. Königsberg), Will( 1. Köslin) und Stroh( Hanau) geprüft. Die beiden ersten Wahlen sind für giltig erklärt, Stroh ist beanstandet und über die Giltigkeit der Wahl des Abg. Will soll in nächster Sigung abgestimmt werden. Die Vorlage wird darauf fast einstimmig angenommen. Mit der Miethung von Bureauräumen im Hause Spandauerstr. 16/17 erklärt sich die Versammlung einverstanden, nachdem es den Bemühungen des Magistrats gelungen ist, den Miethspreis von 41 000 auf 37 000. herabzudrücken. Die Vorlage wegen Eingemeindung der Vororte wird auf Vorschlag des Vorstehers, da das weitschichtige Material noch zu kurze Zeit in den Händen der Mitglieder ist und die Entscheidung nicht drängt, vertagt, und zwar auf zwei Wochen, da in der nächsten Woche die erste Berathung des Etats stattfinden soll. nung auf einen Piepmat vierter Klaffe nicht rauben lassen.( Gings bisher nicht, gehts vielleicht jetzt.) Dr. Lewi der fachmännischen Kreise durchaus unzulänglich. Seit geraumer Das Berliner Kranken- Transportwesen ist nach Ansicht Beit führt die Kommission, welche der Nationalverein zur Hebung der Volksgesundheit eingesetzt hat, um die Frage in einer der Großstadt würdigen Weise zu lösen, einen vergeblichen Kampf Behörden für die Sache zu interessiren. um die maßgebenden Faktoren und namentlich die städtischen Montag Abend im Rathhause abgehaltenen Bersammlung In einer am berichtete Dr. Kutner über die Schritte, welche unters nommen sind, um dahin zu gelangen, daß die Stadt die ReVIII. Kommiffion. 3o11- Novelle. In der am gelung dieser wichtigen Angelegenheit in die Hand nimmt. Er Donnerstag, den 7. d. Mts., abgehaltenen zweiten Sigung wurde der Antrag Buddeberg, welcher bezweckt, den Grenzbewohnern Die Vorlage betr. Feststellung des Tarifs der Einzelpreise jedenfalls sehr unvollkommener Unfallstationen zufrieden gebe, beklagte, daß sich Presse und Publikum mit der Errichtung einiger, den bisher zollfrei gewährten Bezug von Holz weiter zu garantiren, für Arbeiten und Lieferungen bei Ausführung der Haus- und und führte einige Beispiele dafür an, wie umständlich und wie abgelehnt. Dagegen wurde ein Antrag Stumm angenommen, a chwasserableitungen für 1895/96 geht an einen welcher dieses Recht noch auf 6 Jahre gewähren will. Die Ver Ausschuß, da Stadtv. Esmann die Preise für herabsetzungs- Erkrankten vor sich geht. Das könne vermieden werden, wenn wenig sachgemäß heute noch der Transport eines auf der Straße treter der Regierung erklärten, mit diesem Antrage einverstanden bedürftig erklärt. Die Stadt Berlin zu sein. Eine lange Debatte ries die Erhöhung des Zolles auf das Rettungs- und Transportwesen Auf der Tagesordnung steht ferner eine Reihe von Spezial- von Grund auf reorganisire. Ein Herr Baumwollfamen- Del hervor. Dieser Zoll soll von 4 M. auf 10 M. etats für 1895/96, u. a. diejenigen sämmtlicher städtischen fühlte sich in tiefster Seele gekränkt, daß der Redner pro Doppelzentner erhöht werden. Hier wiesen namentlich in längeren Werke. Es wird beantragt, dieselben einem besonderen Etats- Die Unfallitation in der Wilhelmstraße als„ Renommirstation" Reden die Abgg. Herbert und Wurm auf die Schädigung ausschusse zu überweisen. hin, welche sowohl die Industrie wie die Arbeiter von der vorfür die Berufsgenossenschaften bezeichnet hatte. Die Thatsache, daß Herren und Damen aus hohen" und allerhöchsten" Kreisen geschlagenen Maßregel haben. Die Abgg. Graf Kanit und dieselbe einer Besichtigung für würdig befunden haben, müßte, v. Stumm traten für die Regierungsvorlage ein, welche schließ meinte er, vor einer Kritit dieser Art schützen. Der Nachweis, lich mit 11 gegen 7 Stimmen angenommen wurde. Die daß in jedem Falle, auch in Zeiten einer Epidemie, für den Minderheit bildeten die beiden sozialdemokratischen Krankentransport auch nur annähernd Kommissionsmitglieder Herbert und Wurm, die Freifinnigen Kröber, Buddeberg und Frese sowie die National gelang in feiner Weise. Die Versammlung beschloß fole gende Resolution: Das Berliner Rettungs- und Krantenliberalen Möller und Siegle. Der nationalliberale Abg. Dresler stimmte mit der agrarischen Mehrheit. transportwesen ist unzureichend und bedarf einer Neuorganisation. Die sogenannten Unfallstationen sind Privatunternehmen; fie genügen weder dem Rettungswesen noch kann durch sie das Krankentransportwesen in zweckentsprechender Weise reorganifirt werden. Eine zweckmäßige Reorganisation tann vielmehr nur geschaffen werden bei gemeinschaftlichem Zusammenwirken aller betheiligten Faktoren, insbesondere aber dadurch, daß die städtischen portwesen als städtische Einrichtung betrachten und versorgen. Eine Unterstützung der Behörden durch die Aerzteschaft, durch gemeinnüßige Vereine 2c. scheint durchaus wünschenswerth. Eine Petition in diesem Sinne soll an den Berliner Magistrat gerichtet werden. Kommunales. = Stadtv. Singer will dem Antrage nicht widersprechen, erwartet aber, daß der Ausschuß nicht früher mit seinen Berathungen beginnt, als bis der gesammte Etat eingegangen ist. Er wünscht außerdem schleunigste Zustellung des Etats, damit Beit zur Vorbereitung auf die Generaldebatte des Etats ige wonnen würde. Rämmerer Ma a ß versichert, daß der Etat spätestens über morgen der Versammlung zugehen wird. Stadtv. Dr. 3 adet: Selbstverständlich werden wir die Nachgesorgt sei, Der Antrag wird darauf angenommen. Für Bewilligung von Freistellen in den städtischen Heimstätten für Genesen de wirft der laufende Etat 8000 m. aus. Die Forderung wird um etwa 2000 M. überschritten werden, welche das Kuratorium erboten hat, um Stadtverordneten Versammlung. wenigstens noch besonders bedürftigen Personen Deffentliche Sigung vom Donnerstag, den die Wohlfahrt der Heimstättenpflege fostenfrei gewähren zu Behörden das Rettungs- und Krankentrans 7. Februar 1895, nach m. 5 Uhr. tönnen. Der Magiftrat beantragt diese Nachbewilligung, fügt Der Vorsteher verliest den Wortlaut der von den beiden aber hinzu, daß er feineswegs beabsichtigt, zufünftig den EtatsStädtischen Behörden an den Kaiser anläßlich der beabsichtigten anschlag für diesen Zweck zu erhöhen, vielmehr dem Auditorium Errichtung der Fürstendenkmäler in der Siegesallee gerichteten aufgegeben hat, für die Zukunft die größte Sparsamkeit in der Adresse und theilt mit, daß die Deputation vom Kaiser überaus Verwendung der Freistellenmittel zu beobachten. freundlich empfangen worden ist. Den Inhalt der stattgehabten Unterhaltung habe die Deputation, um Legendenbildungen bewilligung aussprechen. In dem Schlußsah der Vorlage Aus Charlottenburg wird uns über den Empfang einer zu verhüten(), nach dem Empfang gemeinsam festgestellt finden wir aber einen mittelbaren Widerspruch gegen die Be- Arbeitslosen Deputation berichtet, welche am letzten und der Oeffentlichkeit übergeben. willigung. Will der Magistrat etwa die Grundsäße, nach denen Sonnabend beim Herrn Oberbürgermeister Fritsche vorstellig Der Stadtrath Wilde in Bromberg hat die Wahl zum be. bei der Aufnahme verfahren wird, ändern? Will er nur die wurde. War das Resultat der stattgehabten Unterredung auch foldeten Stadtrath angenommen. Fälle aufnehmen, welche sich nach ärztlichem Gutachten für die gewiß fein zufriedenstellendes, so muß doch konstatirt werden, daß Bur Berhandlung steht zunächst der Ausschußbericht über Aufnahme eignen? Oder will er alle die Fälle aufnehmen, die die Erörterung der Frage diesmal von etwas besserem die Bergebung des Druces des Gemeindeblattes 2c. bezahlen können? In der Heimstätte Malchow hat sich der Geiste getragen war, als im Vorjahre. Nachdem der Herr an die Firma W. u. G. Löwenthal, Grünftr. 4. Der Aus- Uebelstand der zu starten Belegung ergeben und zwar dadurch, Oberbürgermeister die in der letzten Arbeitslosen Versammlung schuß hat die Vorlage angenommen; die Frage, ob bei der nam daß man schwere Fälle dorthin gelegt hat. Solche gehören nicht gefaßte Resolution entgegengenommen hatte, versprach er der baften Unterbietung etwa unlautere Stonkurrenz im Spiele fei, nach Malchow, denn es ist für Leichtkranke keine Annehmlichkeit, Deputation, baldigst mit dem Direktor der Straßenreinigung in verneint und einen Antrag, der Firma die Bedingung aufzu- mit Todeskandidaten zusammen zu hausen. Verbindung zu treten, damit nach Bedarf Arbeitskräfte einerlegen, für die Dauer des Vertrages für die städtischen Arbeiten Stadtrath Marggraff: Der Magistrat will feineswegs gestellt würden. Es fönnten aber nur diejenigen berücksichtigt die tarifmäßig vereinbarten Löhne zu zahlen, von den bisherigen Grundfäßen abweichen, wonach die Be- werden, welche mindestens zwei Jahre am Ort wohnten, und mit überwiegender Mehrheit deshalb abgelehnt, weil bei zahlungsfrage erst nach der Aufnahme erörtert werden soll. von diesen würde man wieder die Familienväter, welche die Annahme desselben weder der Magistrat noch irgend eine Firma Etats werden aber nach Durchschnitten aufgestellt. In den größte Kinderzahl zu ernähren hätten, zuerst einstellen. Es wurde auf den Vertragsabschluß eingehen würden. letzten Jahren sind erhebliche Ersparungen an der Etatsfumme ebenfalls die Gasregulirung und Fortführung der Kanalisation Stadto Hentig: Die Vorlage hat in weiteren Streifen erfolgt. Andererseits find private Zuwendungen in größerem in Anregung gebracht, doch konnte Herr Frißsche in dieser Frage große Unruhe erzeugt.( Bewegung und Ah!) Es war sehr auf Maße hinzugekommen. In diesem Februar hat eine stärkere feine bestimmte Zusage geben. Auf eine wesentliche Hilfe von fällig, daß die Firma Löwenthal hier von einem Vertreter der Belegung stattgefunden, weil die Krankenhäuser zu voll geworden seiten der Kommune ist also auch diesmal nicht zu rechnen Arbeitnehmer so warm empfohlen wurde. Gebr. Grunert haben sind und zahlreiche Fälle herausgegeben haben, die wir selbst wo in der heutigen Gesellschaft vielleicht einiger guter einen sehr annehmbaren Durchschnittspreis gefordert. Von einem nicht zurückweisen konnten. Auch die toulantere Behandlung, Wille vorhanden, mangelt ihren Organen die Kraft, dem Proles unabhängigen Ehrengericht des Buchdruckerstandes selbst ist welche das Kuratorium jetzt den Kaffen gegenüber eintreten läßt, tariat in schlimmster Noth beizustehen. die Konkurrenz der Firma Löwenthal als eine unlautere be- hat eine stärkere Belegung zur Folge gehabt. Die Kassen befinden zeichnet worden. In der Bauverwaltung wird bei Sub- sich jetzt in ungünstigerer Finanzlage und zahlen nicht mehr so Der gesammte Betrieb der Großen Berliner Pferdebahnmiffionen ganz anders verfahren, wie man hier beliebt. Laffen wie früher. Die Verwaltung hält diese Erscheinung ebenfalls Gesellschaft ist seit gestern eingeschränkt worden, weil nicht Sie das billige Ramschangebot bei Seite! In der für vorübergehend. Sollte sich das Bedürfniß der Etatserhöhung weniger als 300 Pferde erkrankt resp. stalllahm geworden sind. Zeit des Druckes des Adreßbuches dürfte die Stadt leicht in dauernd herausstellen, so wird dem im Etat auch Rechnung Die Thiere sind einerseits durch die großen Anstrengungen Gefahr gerathen, ihre Sachen nicht pünktlich gedruckt zu be- getragen werden. während der fortgesetzten Schneefälle, andererseits aber auch durch tommen. Stadtv. Dr. Roge schließt sich den Ausführungen des das Salzstreuen derartig mitgenommen, daß sie vorläufig feinen Auch Stadtv. Schwalbe ist für Ablehnung der Vorlage. Stadtv. Zadek an. Er legt den Hauptnachdruck bei der Dienst verrichten tönnen. Die Zeitabstände der Wagen auf G3 habe sich ergeben, daß die Firma Löwenthal feinesfalls Retonvaleszentenpflege auf die Freistellen, auf die Möglichkeit, allen Linien, mit Ausnahme derjenigen nach Tegel, Treptow und Tabellensatz für den angebotenen Preis liefern könne. Dieser diejenigen aufzunehmen, die niemand haben, der für sie bezahlen Mariendorf find um 1-2 Minuten vergrößert worden. Eine Bunft erwecke immerhin den Anschein, als ob hier etwas mit der will oder kann. Diese müßten ganz besonders berücksichtigt gleiche Einschränkung mehrerer Linien hat vor einigen Tagen Reellität nicht in Ordnung sei. Dem Magistrat sei die Vorlegung werden und da dürfte man nicht sparen. schon die Große Berliner Omnibus- Gesellschaft vornehmen müssen; eines anderweiten Entwurfs anheimzustellen. Stadtv. Dr. 3 adet: Meine Befürchtungen hat der Stadt- auch die Ober- Postdirektion ist in der legten Zeit gezwungen geStadtv. Wunder bezieht sich ebenfalls auf den Spruch des rath Marggraff im allgemeinen zerstreut, nur halte ich es wesen, da eine große Anzahl ihrer Pferde stalllahm geworden, Ehrengerichts, welches die Löwenthal'sche Konkurrenz als eine un- nicht für richtig, daß über die Qualität der Kranten sich Gespanne von Privaten leihen zu müssen. anständige bezeichnet habe. Man habe freilich in der Versammlung nicht Der Heimstättenarzt die Entscheidung hat. Die Frage, ob auch die in großkapitalistischen Betrieben die Pflicht, Sparsamkeit zu üben, aber doch immerhin nur da, schweren Fälle, die bie Krankenhäuser hinausschicken, ausgebeuteten menschlichen Arbeitskräfte im stande sind, der wo man anständig sparen könne. Hier würde man durch verschlechtern sich da draußen Witterung Troß zu bieten, spielt bekanntlich eine nebensächnoch, nur falsche Sparsamkeit das Gewerbe zu Grunde richten.( Lebhafter in der rauhen Luft des Winters. Die größere Koulanz der lichere Rolle. Dies billige Material ist ja immer und in Widerspruch.) Krankenkassen muß der Magistrat bei den heutigen Verhältnissen reicher Auswahl wieder zu ersetzen. Stadtv. Vogtherr: Wir haben unseren Antrag aus teinem wohl oder übel eintreten laffen. Eine drollige Entrüftungsgeschichte spielt sich zur Zeit in anderen Grunde eingebracht, als weil wir auf dem Standpunkt Stadtv. Dr. Virchow: Die Schwindsuchts- Rekonvaleszenten Hamburg ab. Dort besteht, wie an anderen sündigen Orten auch, stehen, daß die Stadt als Arbeitgeberin sehr wohl im stande ist, sind eine Erfindung dieser Versammlung, die seinerzeit in ihrer ein Verein zur Hebung der öffentlichen Sittlichkeit. Dieser regt bei der Vergebung ihrer Arbeiten auch den Arbeitern einen ent- Begeisterung alles durch Spriten gesund und glücklich machen sich jetzt darüber auf, daß derselbe Photograph, welcher der hohen sprechenden Lohn zu sichern. Zur Bekämpfung der Vorlage wollte. Die Krankenhäuser haben auf das Verlangen nach tuber- Ghre zu theil wird, seine Majestät den deutschen Kaiser photohaten die Vorredner sich auf allgemeine Bemerkungen und fulösen Rekonvaleszenten erklärt, bätten fie eben graphiren und die Bilder zum Verkauf bringen zu dürfen, sich auf den Spruch des Ehrengerichts beschränkt. Herr Hentig nicht. Unter dem Druck der Verhältnisse, wenn näm nicht scheut, zu gleicher Zeit internationale weibliche Speziali hat es außerdem noch für gut befunden in allerdings lich die Krankenhäuser ชิน voll find, ändert fich täten", wie Barriffon Sisters", zu photographiren und dieje die Die namentlich Bilder auch zum Verkauf zu bringen, und zwar zu photographiren in der Neuen Schönhauserfiraße 16 bringen lassen. Dort fand den Mörder hält. Der von uns schon einmal genannte, in der in Stellungen, Lagen und Entkleidungen, daß die Bilder das am Mittwoch Vormittag die Versteigerung durch den Gerichts- Gipsstraße wohnende Cafetier ist ein sehr gewichtiger Zeuge für die Auge jedes anständigen Mannes, geschweige denn jeder keuschen vollzieher H. statt. Unter den Hammer fam auch eine gute Unschuld Ziethens geworden, ein fernerer Zeuge ist jetzt gefunden in Frau beleidigen. Wheeler- Wilson Nähmaschine mit vollständigem Zubehör. Der einem im Jahre 1887 hier bei den Pioniren dienenden Soldaten Der Verein hat deshalb eine dem vorstehenden Wortlaut Zuschlag mußte bei einem Gebot von es ist fast unglaublich aus Elberfeld, welcher den Wilhelm eines Tages beim Rafirer: gemäße Resolution gefaßt. In dieser bringt er ferner zum zehn Pfennigen ertheilt werden. Durch solche Verkäufe wird in der Kaserne ob des Mordes zur Rede stellte, so daß legerer Ausdruck, daß er darin, daß der betreffende Photograph auf dem Gläubiger nicht genutzt, dem Schuldner aber, der haftbar von diesem Momente ab die Stube des betreffenden Pioniers einigen Bildern feinen Anstand nimmt, sich besonders als Hof- bleibt, ein für ihn werthvolles Stück genommen. Den einzigen nicht mehr betrat.- Ueber die Differenz der Poft- und Bahnhofs. photograph" zu bezeichnen, ein Zeichen des fittlichen Verfalles Vortheil hat der Ring der Trödler, der andere Käufer fern zu uhr schweben wichtige Untersuchungen, da einzelne Zugführer und des Schwindens des Schamgefühls erblickt, wie die Welt- halten weiß, die zu Schleuderpreisen erstandenen Waaren aber behauptet haben, daß die Züge sehr häufig verspätet einlaufen und und Kulturgeschichte sie reichlich verzeichnet hat aus allen Zeiten mit ungeheurem Nutzen wieder absetzt. daß es stillschweigend zugegeben sei, den Zug bei fünf Minuten des Niederganges der Völker und Reiche. Zum Schluß wird acht Minuten Verspätung würde man nur ein bis zwei höchſtens Verspätung noch als präzise eingelaufen zu notiren, selbst bei drei Minuten in die Bücher eintragen. schilderten Wesen Einhalt zu thun. bag minifterium gebeten, Maßregeln zu treffen, um dem ge- 91, Uhr im Quergebäude des Hanses Buttbuserstraße 16 der In einer Blutlache wurde am Mittwoch Vormittag um Hause wohnte. Eine nähere Besichtigung ergab, daß der Tod 49 Jahre alte Arbeiter Karl Arndt aufgefunden, der in dem bereits eingetreten war. Mit den Beinen lag er auf der Treppe, mit dem Kopf unten. Er muß die Treppe hinabgestürzt sein und hat sich einen sofort tödtlichen Schädelbruch zugezogen. Der Muckerverein scheint wenig Kenntniß davon zu haben, daß in dieser nur noch durch Umsturzparagraphen und schießende Flinten zu erhaltenden Gesellschaft auch bei Hofphotographen der Profit vor der Sittlichkeit geht. Ferdinand " " Die Augelegenheit der sozialwissenschaftlichen Studentenvereinigung ist. wie einige Blätter wissen wollen, noch nicht endgiltig erledigt. Minister Dr. Bosse soll sich bereit erflärt haben, drei der betheiligten Studenten in einer Audienz zu empfangen. Die Herren beabsichtigen, ihre Beschwerde, welche sich auf angebliche Verletzungen der Universitätssatzungen seitens der akademischen Behörde stüßt, zu überreichen und dem Minister zugleich auch mündlich den Verlauf der Angelegenheit vor zutragen. schlagungen des Bürgermeisters Schild, so wird aus Wegen Verdachtes der Theilnahme an den UnterWittenberg vom Donnerstag berichtet, waren anfangs fünf Magistratsbeamte in Untersuchung genommen, die aber bis auf den Magistratssekretär Rotohl wieder außer Verfolgung gesetzt Schmidt aus der Huffitenstraße ist am Mittwoch Nachmittag Wittenberg wegen Begünstigung Schild's Die gerichtsärztliche Leichenöffnung der kleinen Hedwig wurden. Rokohl wurde am Donnerstag von der Straffammer in durch den Medizinalrath Dr. Long und Dr. Straßmann erfolgt. schlagungen freigesprochen, dagegen wegen einer Reihe von 30 Schild's bei zwei UnterDie Todesursache ist als noch nicht bestimmbar angegeben. Der bis 40 Unterschlagungen von 40-100 Mark und wegen wider. Bater, auf deffen Mißhandlungen das Ableben zurückgeführt rechtlicher Aneignung von 555 Mark zu 6 Monaten Gefängniß werden soll, würde geschlossen an die Leiche der Tochter geführt. verurtheilt. Vermuthlich durch Einathmung von Leuchtgas bewußtlos geworden, wurden gestern Abend der 62 jährige Psörtner B. und seine Ehefrau in einer Kellerwohnung des Hauses Kurfürstenstraße 149 aufgefunden. Die Frau konnte sogleich wieder hergeftellt, der Mann mußte in ein Krankenhaus gebracht werden. Abends ver Gerichts- Beitung. " " Literarisches. system 3", so betitelt sich die neueste, soeben erschienene Schrift") von August Bebel. Das Erscheinen der Schrift entspricht einem Beschlusse des Kölner Parteitages. Erscheint sie auch spät, so wird sie doch ihre Aufgabe, die Massen über die Bedeutung des Wahlrechts in den Landtagen und allen anderen mit dem Wahlrecht zusammenhängenden Fragen aufzuklären, ganz erfüllen Die Arbeit bedeutet eine werthvolle Bereicherung unserer Partei literatur, sie erschöpft das Material und wird in hohem Maß zurück. agitatorisch wirken. Wir kommen auf dieselbe noch ausführlicher Vermischtes. " Wahrheit rückte dagegen die jugendliche Arbeiterin Krause Weihnachten nach Berlin und bezeugte, Die Tugendboldigkeit diverser Gesellschaftsstüten wird durch einen fleinen Roman, der sich vor kurzem in Berlin ab gespielt hat, wieder einmal ins rechte Licht gerückt. Gine Hoch Staplerin, die sich mit dem klangvollen Titel einer Erzherzogin Marianne von Desterreich Este umgab, hat diverse brave Leute zu verführen" gewußt. Jezt ist die Sache bei der Staatsanwaltschaft ruchbar geworden und die Dame soll sich demnächst vor Gericht zu verantworten haben, vorausgesetzt, daß fie die Güte hat, von ihrem neuen Aufenthaltsort, der sich irgendwo in Amerika befinden soll, herüberzukommen. Der Prozeß findet aber, wie verlautet, auf alle Fälle statt, Der Hochverraths- Prozeß wider Liebknecht, Bebel, Hepiler da auch einige Berwandte und ein Dienstmädchen der Hochvor dem Schwurgerichte zu Leipzig Dom staplerin in der Angelegenheit verwickelt sind. Die Person hat Polizeibericht. Am 5. d. M. erhängte sich ein Mädchen in 11. bis 26. März 1872. Mit einer Einleitung von die Rolle einer durchlauchtigen verfolgten Unschuld mit großer seiner Wohnung in der Steinnesstraße.- Nachmittags fiel auf W. Liebknech t. Berlin 1894. Verlag der Expedition des Virtuosität zu spielen gewußt. Ihr unermeßliches Vermögen dem Lehrter Bahnhofe ein Schloffer beim Abbrechen eines Leiter Vorwärts" Berliner Volksblatt. Seite 913-944. 8°. Preis dürfe ihr erst nach Eintritt der Großjährigkeit ausgezahlt werden, dem Lehrter Bahnhofe ein Schloffer beim Abbrechen eines Leiter20 Pf. sterbe sie vorher, so folle das ganze Geld und Gut dem Prinzen gerüſtes aus der Höhe von etwa 5 Metern auf den Bahnsteig Mit dem eben erschienenen 20. Hefte ist das große Lieferunge herab und verstauchte sich die Hände und Füße. von Bulgarien zufallen. Diese lettere Betimmung habe veranlaßt, daß der Bulgarenfürst sie beständig in den Kopf zu tödten. Er verletzte sich schwer an der Stirn wichtigsten Quellenwerte für die Parteigeschichte empfohlen haben. suchte ein Kaufmann in einer Droschke sich durch einen Schuß werk vollendet, das wir unseren Lesern öfters als eines der mit einer Garde gedungener Meuchelmörder umgebe, und wurde nach der Charitee gebracht. In der Brombergerwelche ihr noch vor Eintritt der Großjährigkeit das Lebenslichtstraße fiel ein Arbeiter hin und brach sich ein Bein. In ihrer recht, ,, Die Sozialdemokratie und das allgemeine Stimm mit besonderer Berücksichtigung des ausblasen sollten. Das Drollige an dieser ganzen Geschichte ist, Wohnung, im Keller des Hauses Kurfürstenstraße 149, wurden Frauen- Stimmrechts und Proportional. Wahls daß sie geglaubt wurde, und nicht etwa von der„ urtheilslosen der Portier und seine Ehefrau durch Leuchtgas betäubi und erst Menge", sondern, wie der Berichterstatter meint, gerade von der Elite der Gesellschaft". Zu dieser rechnet er u. a. einen Ge durch einen Arzt wieder ins Leben zurückgerufen. Das Gas ist richtsassessor D. und einen Polizeilieutenant. vermuthlich aus der Leitung zu einem Gasofen entströmt. Im Gin Bankier R., deffen Sohn mit der angeblichen Herzogin Laufe des Tages fanden fünf kleine Brände statt. ein recht in times Verhältniß angefangen hatte, wurde durch die Meuchelmordgeschichte so tief gerührt, daß er erflärte, die arme Herzogin dürfe unmöglich länger ohne Schutz bleiben. Der alte St. richtete der verfolgten Un schuld eine prachtvolle Wohnung ein und verfügte, druckereibesizers Eugen Raphael, Münzstraße 22, wurden gestern Haarsträubende Verhältnisse in dem Betriebe des Buchdaß sein Sohn als Beschüßer" die Wohnung vor der 137. Abtheilung des Amtsgerichts I ausgedeckt. Der mitbewohnen sollte. Dies gefiel dem Sohne wegen seiner Besitzer war angeklagt, den jugendlichen Arbeitern nicht die vorBeziehungen zu der Herzogin recht gut. Den alten R. fostete schriftsmäßigen Pausen gewährt zu haben. diese Fürsorge etwa 90 000 M., und der Sohn, welcher trot machte den plumpen Einwand, daß er nur den kaufmännischen Der Angeklagte feiner intimen Beziehungen ebenfalls an die vornehme Geburt Betrieb der Druckerei habe, während sein Faktor der eigentliche richten vor: Lowestoft, 7. Febr. Zwei weitere Leichen von Bum Untergang der Elbe" liegen noch folgende Nach feiner Angebeteten glaubte, gestattete sich, 60 000 m. zu zahlen. Leiter fei. Die Anklage behauptet, daß er als Chef die Kontrolle auf der Elbe" verunglückten Personen wurden gefunden, von Der betrogene Polizeilieutenant hatte der Erzherzogin" fogar unterlassen und besonders angeordnet habe, teine Pausen zu welchen Die eine nicht identifizirt werden konnte, während die Malstunden ertheilen lassen. Die Anklage nennt neun Zeugen, halten, indem die Vesperpause ganz und gar wegfiel. Der als andere als die des Eduard Muskovih aus Budapest erwelche der Sirene zum Opfer gefallen sind. Die Verhandlung Beuge vernommene Faktor Will erklärte, daß in der Druckerei faunt wurde. Bei letzterer wurde eine große Summe Geldes wird im März erfolgen und dürfte aliem Anscheine nach ein die englische Arbeitszeit von 8-6 Uhr abends eingeführt war, gefunden. Die gestern gemeldete Leiche ist nicht die Psch un recht bezauberndes Bild von den sittlichen Fähigkeiten einiger und suchte auf Umwegen zu rechtfertigen, wie die Pausen geder's, da eine Narbe, die dieser am Arme hatte, fehlt. tapferen Rämpen für Ordnung, Religion und Sitte bieten. halten wurden. Er mußte zugeben, daß die über die Arbeitszeit zu den verunglückten Zwischendecks Passagieren der Elbe" festgesetzten Bestimmungen in den Arbeitsräumen zwar aus gehörte auch, wie die„ Voss. 3tg." jetzt meldet, der aus Berlin hingen, wollte aber die Einzelheiten nicht kennen. Das ist ja ammende, seit 13 Jahren in New- York ansässige Raufmann haarsträubend", rief der Vorsitzende dem Zeugen zu, das Emil Sennecte, in der Passagierliste als Emil Selenta, wie er ist kein Faktor, der das nicht weiß." Mit der vollen sich in Amerika nannte, aufgeführt. Sennecke war zu gekommen, um feinen Stief vier Lebrlinge in der vater, den Reisenden Josef Kohn, Druckerei von morgens 73/4 bis abends 6 1hr beschäftigt Königsbergerstr. 28, zu besuchen, und benutzte die Elbe" würden und die Erholung nur in einer Frühstückspause von feine neue Heimath. Er stand im Alter von 34 Jahren und zur Heimfahrt in 15 Minuten und Mittagspause von 20 Minuten beständen. Vom hinterläßt eine Frau und zwei Kinder. Aus Posen wird der Druckereibefizer Raphael waren fie unter diesen Bedingungen Bossischen Zeitung" berichtet: Wie jetzt bekannt wird, haben engagirt und nicht vom Faktor. Der Staatsanwalt hielt diese auch Sohn und Schwiegersohn der Lehrerwittwe Groll in willkürliche Aenderung der bestehenden Vorschriften für ver Wongrowih beun Untergang der Elbe" das Leben verloren. dammenswerth und beantragte eine Geldstrafe von 100 M. Nach Dieselben waren aus Amerita nach langjähriger Abwesenheit zum Ansicht des Gerichtshofes war es dem Angeklagten nicht gelungen, Besuch der Frau Groll gekommen und hatten die Rückreise auf die Schuld auf seinen Faktor zu wälzen. Der vorliegende Fall sei der„ Elbe" angetreten. von ganz schlimmer Art, da es von vornherein so angeordnet war und nicht durch Nachlässigkeit die so kolossal von 2 Stunden auf nur einen jungen Amerikaner gerettet, der mit der" Elbe" nach Haus Gottes Finger so schreiben bürgerliche Blätter hat 35 Minuten reduzirten Pausen eingeriffen seien. Der Angeflagte, fahren wollte, durch einen Zufall aber verhindert wurde. Und Großes Aufschen ruft der Selbstmordversuch eines Kauf- Buchdruckereibesitzer Raphael, habe bewußt gegen die bestehende die Bierhundert, die mit der„ Elbe" ertrunken sind? manns hervor, der in der Leipzigerstraße ein bekanntes Geschäft Gewerbe- Ordnung, verstoßen und durch seine Handlungsweise Als Wahlkuriosum bei der Landtagswahl in inne hat und in der Stegligerstraße wohnt. Mittwoch Abend unbedingt dazu beigetragen, daß auf solche Art niemals ein ge- Württemberg ist zu bemerken, daß„ D. Aegir, Herr der Fluthen nahm er sich eine Droschke und ist damit stundenlang umher sundes Verhältniß zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern ent in Berlin" in einem Orte des Landes„ einstimmig" aus der gefahren, bis er ein Haus in der Kurfürstenstraße als Bielpunkt stehen könne. In anbetracht der bisherigen Unbescholtenheit Wahlurne hervorging; daß sonderbare" baran ist, daß dieser bestimmte. Als der Wagen daselbst hielt, knallte ein Schuß: wurde auf eine Geldstrafe von 75 M. event. 15 Tagen Ge- Wahlzettel als giltig erfärt wurde. Jedenfalls hatte die Der Fahrgast hatte sich aus einem Revolver eine Kugel in die fängniß erkannt. Wahlkommission vor diesem Namen so gewaltigen Respekt, linte Schläfe gejagt. Die herbeigerufene Polizei fand in der In der Ziethen'schen Sache theilt uns ein Berichterstatter daß sie sich nicht getraute, ihn als ungiltig zu erklären. Droschte ein von einem Briefumschlage abgerissenes Stück Papier folgendes mit: Der Barbiergehilfe Wilhelm( der gleich anfangs Ein Schiffsunglück. Aus Quenstown wird vom Mittwoch mit der Aufschrift: 2. M... Kurfürstenstraße Nr.... der That verdächtig war, aber wieder in Freiheit gesetzt ward berichtet: Der Dampfer Majestic", der heute Abend von Newsofort benachrichtigen." Wie sich nun herausstellte, ist der Be- und später sich selbst des Mordes anklagte, eingeferfert, aber Yort nach stürmischer Fahrt hier eintraf, theilt mit, er habe zeichnete der Schwiegervater des Kaufmanns, ein reicher Rentner wieder entlassen ward) hatte vor seiner Selbstbezichtigung schwere Dienstag früh 200 Meilen westlich von der irländischen Küste und Hauseigenthümer, der in dem Hause wohnt, wohin die Tage zu durchleben, indem er sich fürchterliche Gewissensbisse ein kleines Boot bemerkt, das Nothsignale gab. Als der Majestic" Droschte beordert worden war. Der Schwerverwundete wurde über seine unselige That machte. Er wurde sehr häufig tief herankam, war das Boot verschwunden. Zweifellos liegt ein in derselben Droschke nach einem Krankenhause gebracht. Ob er nachdenkend, den Kopf auf beide Arme gestützt, öfters auch heftig Schiffsunglück vor. am Leben bleiben wird, läßt sich noch nicht beurtheilen. Die weinend in der Arbeitsstube angetroffen; mehrere Male fielen Im Posener Stadttheater hat sich während der vorGründe, die dem Geschäftsmann die Waffe in die Hand drückten, ihm die Rafirmesser beim Schleifen aus den Händen, weil gestrigen Vorstellung des Propheten" ein schwerer Unfall er sind noch nicht geflärt; man muthmaßt aber, daß Zahlungs- er seine Gedanken infolge innerer Aufregung nicht eignet. Als sich der Vorhang gerade senken wollte, gab plötzlich schwierigkeiten vorliegen, zu deren Beseitigung der Schwieger mehr zusammenhalten fonnte. Wenn fein Prinzipal die Versenkung auf einer Seite nach und die auf der Bühne be= vater in Anspruch genommen werden sollte. ihn alsdann fragte, was mit ihm sei, gab er teine findlichen Personen, Fräulein Randen und Herr von der Würzen Der Lieutenant Hoffmann mit dem Koffer, der sich um Bimmer, un fich etwas anderes zu schaffen zu machen. Daß er Antwort, wischte sich rasch die Thränen ab und verließ das stürzten hinab und wurden nicht unerheblich verlegt. Neujahr herum irgendwo im Grunewald umgebracht haben sollte, etwas auf dem Kerbholze gehabt habe, hat sein Brotherr stets aus Wien vom Donnerstag berichtet wird, auf der Strecke Ein Eilgüterzug der österreichischen Staatsbahnen ist, wie ist mit einem Male wieder lebendig geworden. Wie aus Hamburg gemeldet wird, ist der Herr am Mittwoch plötzlich, aber geglaubt, daß er aber der Mörder der Frau Biethen sein könne, Summerau- Freistadt infolge eines Achsenbruches entgleift. Fünf wohlbehalten wieder in Hamburg bei seinem Truppentheil ein davon hatte er keine Ahnung. Als Wilhelm sich in Begleitung Waggons stürzten über die Dammböschung. Berletzt wurde getroffen. Doch weiß man hierorts nicht, woher er kam der Fahrt. begab, wollte er beim Passiren einer Brücke in die Spree springen, seines Prinzipals zur Selbstbezichtigung nach dem Moltenmarkt niemand. Eine wichtige Neuerung auf dem Gebiete der Die Obduktion des von seiner Frau erschlagenen Arbeiters wurde indeß davon von seinem Brotherrn abgehalten, indem uhrenindustrie ist dieser Tage von einer deutschen Firma Rettke in Amalienhof bei Spandau hat ergeben, daß der Schädel letterer ihn bat, er möge doch zuerst den verurtheilten zum Musterschutze angemeldet worden. Bekanntlich darf eine in gräßlichster Weise zersplittert war. Es wurden im Schädel Biethen aus dem Kerker befreien. Auf dem Polizei- Taschenuhr nicht fallen, weil dieselbe alsdann gewöhnlich derart nicht weniger als 12 schivere Wunden vorgefunden, die offenbar bureau auf dem Molkenmarkte hat er alsdann vor verletzt wird, daß hohe Reparaturkosten entstehen. Durch eine von einem scharftantigen Gegenstande herrührten. Nach dem Zeugen erörtert, daß er der Mörder sei, und daß das Messer, eigenartige Vorrichtung wird es nun verhindert, daß die die Resultat der Leichenschau und Sektion neigt man auf gericht- welches man bei der Verhandlung vorgezeigt habe, gefälscht sei; Unruhe( d. h. das Schwungrädchen, welches sich hin und her licher Seite nicht mehr der Ansicht zu, daß die Frau er habe mit seinem Messer, das er weggeworfen habe, den bewegt) tragenden fleinen Zäpfchen, welche in Steinlöchern in Nothwehr gehandelt habe; vielmehr glaubt man, daß sie Hammer, mit welchem er die Frau erschlagen, abgeschabt. Es laufen, brechen, selbst wenn man die Uhr mit Gewalt auf den ihren Mann, der im Bette lag, im Schlafe überfallen hat. stimmt also dieses auch mit unserem veröffentlichten Berichte des Boden wirft. Wie wichtig diese Erfindung ist, wird jedem sofort Zu dieser That ist sie allerdings durch die Verzweiflung über Dr. Berger überein. Auch äußerte sich Wilhelm: warum man einleuchten. Der angebliche Graf von Lawizynski ist augenblicklich in einer eigenthümlichen Zwangslage: er hat den polizeilichen Ausweisungsbefehl erhalten, andererseits wird ihm die Aushändigung seiner Legitimationspapiere noch vorenthalten, weil die Staatsanwaltschaft die Revision gegen das Urtheil der Straftammer eingelegt hat und die Papiere deshalb bei den Akten bleiben sollen. Was soll der arme Nihilistentödter jest anfangen? heraus daß " 925 Briefkaken der Redaktion. die grausame Behandlung seitens ihres Mannes getrieben ihn nicht untersucht habe, könnte er sich nicht erklären, bei Ju den nördlichen Staaten der Union herrscht sehr starke worden, den sie als ihren Peiniger aufs äußerste haßte. Daß Biethen hätte man nichts finden können, wohl aber seien seine Kälte. In Newyork war gestern die Temperatur niedriger die Frau von diesem Gefühl vollständig ergriffen war, geht auch Kleider voll Blut gewesen. Der Frau seines Prinzipals find als seit 15 Jahren. Die Eisenbahnzüge erleiden durch Stürme aus folgendem Umstande hervor: Nachdem sie ihrem Manne die von Wilhelm auch einmal unfittliche Anträge gemacht worden, und Schneewehen große Verspätungen. tödtlichen Verlegungen beigebracht hatte, verließ sie die Wohnung die sie empört zurückwies; mehr aus falscher Scham, als auf mehrere Stunden. Als sie wieder zurückkehrte, hörte sie, daß durch die inständigsten Bitten Wilhelms, doch nichts davon dem Der Verwundete noch röchelte. Sie fümmerte sich aber nicht um Meister zu sagen, bewogen, hat dieselbe leider davon nichts ge= ihn, sondern verließ das Haus und begab sich nach der Stadt. fagt, heute aber macht sie zur Rettung des Verurtheilten kein Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Ball) Inzwischen trat der Tod des Mannes ein, der förmlich in seinem Geheimniß mehr daraus. Frau Ziethen ist so gefunden worden, anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Blute schwamm, als er aufgefunden wurde. als wenn sie vorher vergewaltigt worden wäre. Wilhelm hat Die nächste Sprechstunde findet am Sonnabend in Werder, wie augenblicklich von mehreren dortigen Be- 7 Uhr abends statt. Jufolge eines unglücklichen Liebesverhältnisses, das nicht ohne Folgen geblieben zu sein scheint, hat sich am Mittwoch verübt, so daß also, selbst ohne sein Geständniß, fein Das Datum fönnen wir Ihnen leider nicht angeben. Wegen wohnern angegeben wird, mehrfach unfittliche Handlungen Echnorre, Vergolder. Der Bericht ist uns zugegangen. Nachmittag gegen 3 Uhr die Buchhalterin Klara Liepmann das Leben genommen. Sie hat sich in ihrer Wohnung, Steinmeg- 3weifel mehr obliegt, daß er der Frau Ziethen Gewalt an- Raummangel mußte der Bericht zurückgestellt werden. straße 27, an einem Riemen erhängt und war bereits todt, als erschlagen habe. Aus den dem Bruder des Verurtheilten zu- Johannisthal. Ihr Eingesandt eignet sich nicht zur Veröffent gethan und sie dann, um das Zeugniß derselben zu verwischen, Gin weiteres Gingesandt haben wir nicht erhalten. man sie auffand. gegangenen Zuschriften kann man deutlich erkennen, daß niemand lichung. Der Hauswirth Jahn in der Jüdenstraße 36 hatte einen an die Schuld Albert Ziethens glaubt. Auch der Redaktion ist feiner Miether wegen ausgebliebener Zahlungen hinausgesetzt ein Schreiben zugegangen, welches unumwunden ausspricht, daß*) Berlin, Verlag der Expedition des Vorwärts", 56 S. gr. 80. und die vorhandenen Einrichtungsstücke nach der Pfandtammer nach der öffentlichen Meinung in Elberfeld niemand Ziethen für Preis 20 Pig. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Der Nr. 33. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 14. Sigung vom 7. Februar, 11 Uhr. Am Ministertische: Thielen. Eingegangen ist der Entwurf eines Stempelsteuergesetzes. Freitag, den 8. Februar 1895. : " 12. Jahrg. Gerichts- Beitung. Abg. Schmieding( ntl.) weist darauf hin, daß die EisenbahnUeberschüsse fast ein Drittel der laufenden Staatsausgaben decken. Das Auspressen der Eisenbahnen bis auf den letzten Tropfen hindert die Förderung der Industrie und Landwirthschaft durch Instanz gelangte gestern eine Anflagefache gegen zwei Arbeiter Selbsthilfe gegen einen Baulöwen. In der vierten eine Tarifreform. Man würde bei den belgischen EisenbahnTarifen die Tonne Eisen in Deutschland um 5 M. billiger zum Abschluß, welche einen Aft der Selbsthilfe begangen hatten, als jetzt herstellen fönnen. In Zeiten des wirthschaftlichen Nieder- um sich für eine geleistete Arbeit zu befriedigen. Die ZimmerEisenbahnverwaltung. Die Einnahmen der vom Staate verwal- geben, das versteht man im Lande beffer cls kleinliche Spar- portirt. Da sie für diese Arbeit keinen Lohn erhielten, schrieben Auf der Tagesordnung steht die Berathung des Etats der gangs muß der Staat den arbeitslosen Händen Beschäftigung gesellen Raue und Höhne hatten ein dem Bauunternehmer Weyer gehöriges Rüstzeug von einem Bau nach dem anderen transteten Eisenbahnen aus dem Personen- und Gepäckverkehr sind auf famkeit. 255 400 000 m. veranschlagt. Abg. Brömel( frf. Bg.): Nothwendig ist eine durchgreifende fie an Weyer, daß sie sich an dem Rüstzeug pfänden würden, Berichterstatter ist Abg. Sattler( ntl.), der in längerer Tarifre form, sowohl für den Personen- wie für den Güter- wenn keine Zahlung erfolgen würde. Als eine Antwort nicht Ausfuhrung über die Berathung der Kommission berichtet und verkehr. Die Buntscheckigkeit des bisherigen Systems ist nicht verkauften das Rüstzeug und machten sich von dem Erlöse bes einging, führten die beiden Zimmerleute ihre Drohung aus. Sie zwar zunächst über die allgemeine Frage der Organisation. das Schlimmste, sondern seine Ungerechtigkeit, die einzelne Orte Minister der öffentlichen Arbeiten Thielen: Am 6. April begünstigt auf Kosten vieler anderer. Die billigsten Klassen zahlt. Weyer zeigte sie wegen Diebstahls an und das Schöffenvorigen Jahres habe ich über den voraussichtlichen Betriebsabschluß werden am meisten benugt; sie ergeben nicht blos an Gingericht verurtheilte Raue zu drei Monaten, Höhne zu einem für 1893-94 vorläufige Mittheilung gemacht, die damals auf nahmen, sondern auch an Zahl der beförderten Personen, wie bern der Zimmermeister Spielmann, dem er den ganzen Bau Monat Gefängniß, nachdem Weyer bekundet, daß nicht er, sonSchägung beruhte, ebenso wie diejenige, die ich machen werde an zurückgelegten Personenfilometern einen immer steigen übergeben habe, für die Transporttosten aufkommen müsse. über das voraussichtliche Ergebnis des laufenden Etatsjabres. Den Prozentiat; jetzt beginnt jezt beginnt sogar die vierte Jm Etat 1893/94 wurden die Ausgaben auf rund 591 Millionen die dritte Klasie zu überholen, während früher die dritte vor Klasse Spielmann bestätigte dies, mußte jedoch zugeben, daß er veranschlagt; Sie waren auf 581 Wiillionen geschäßt. Der Final allen anderen Klassen einen Vorsprung hatte. Und dieses Ervouständig zahlungsunfähig und Befriedigung von ihm abschluß hat aber ein günstigeres Resultat ergeben. Der Betriebs- gebnis ist eingetreten, trotzdem Züge mit vierter Klasse nicht so erfolglos. Jezi legte der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. jur. nicht zu erlangen sei. Die eingelegte Berufung war coefizient, das ist das Verhältniß der Betriebsausgaben zu den zahlreich find wie die Schnellzüge. Als einfachste Besserung der Ignaz Cohn Revision beim Kammergericht ein. Er führte aus, Betriebseinnahmen, der noch 1891/92 65 pet. betragen hat, Tarise wurde vorgeschlagen, daß man die Perionentarife auf den daß die Handlungsweise der Angeklagten nur einen Akt der betrug am Sa luffe des Jahres 1893/94 60 pet.; obwohl die Satz ermäßigen follte, der sich bei den Rückfahrkarten ergiebt Selbsthilfe darstelle, welche nach Lage der Sache erklärlich, und Gesammteinnahmen 1893/94 gegen die des Vorjahres um Tie Rückfahrkarten haben immer weitere Ausdehnung gefunden, 40 374 000. gestiegen waren, ist doch die Gesammtausgabe ohne daß ein Einnahme- Ausfall entstanden ist. Ohne finanzielle menn auch an sich unerlaubt, doch nicht strafbar sei. Es könne um 1890 000 Ml. zurückgeblieben. Ueber das Verhältniß der Bedenken könnte dieser Anfang einer Reform gemacht werden. Don einem Diebstahl nur dann die Rede sein, wenn die AnAusgaben zu den Einnahmen im laufenden Etatsjahr ist mit Bei solchen Bedenken, wie sie immer geltend gemacht werden, geklagten sich bewußt gewesen wären, an Weyer keine Forderung Sicherheit noch keine Zahl anzugeben. Gegenüber der im Etat hätte man nicht einmal die kleine Reform der Berliner zu besigen. Gegen diese Annahme spreche aber der Umstand, daß veranschlagten Einnahmen von 963 Millionen Mark nehmen wir orort tarife durchführen können. Die Eisenbahnverwaltung hatten. Das Kammergericht trat diesen Ausführungen bei und bie Angeklagten den Weyer schriftlich um Bezahlung ersucht an, daß in Wirklichkeit einige Millionen mehr eingenommen hat den Preisrückgang fich zu Nuze gemacht; ihre Betriebskosten verwies die Sache zur nochmaligen Verhandlung an die Strafwerden. Hiertei ist noch in betracht zu ziehen, daß zur Durch hat sie immer mehr herabgedrückt, aber ihre eigenen Preise, die fammer des Landgerichts II, welche auf tostenlose Freisprechung führung der Grundsäge des neuen Etatsschemas und der Frachten, hat sie nicht ermäßigt. Rechnungs- und Buchführung schon jetzt vorbereitende Maßder Angeklagten erkannte. Minister Thielen: Von einer grundsäglichen Erörterung der regeln gemacht werden mußten, nämlich bezüglich der Herab- Tariffrage will ich ausehen. Daß das Herz des Eisen- Ein Staatsanwalt von hente. In Stettin ist, nach der sezung der Pacht und der Nichtbewerthung des Materialwerthes bahnministers den Tarifermäßigungen ge- Bolts- Beitung". eine merkwürdige Spezialität von„ umstürzlerischen für diejenigen Materialien, die noch verwerthet werden solen. neigt ist, ist richtig; das gilt aber auch vom Finanz- Ideen" an's Tageslicht getreten. Es sollte sich daselbst ein RadDie Ausgaben des Etats 1894/95 werden um 9 Millionen minifter. Aber so lange ein Lefizit vorhanden ist und nicht fahrer namens Weißhuber verschiedener Verstöße gegen die Fahrgeringer sein, als veranschlagt worden ist, so daß sich der auf beseitigt werden kann, würde eine großartige Reform der Personen- ordnung schuldig gemacht haben. Er erhielt zwei Strafmandate, 371 Millionen veranschlagte Ueberschuß um rund 12 Millionen tarife ein gewagtes Unternehmen sein.( Sehr richtig! rechts.) die jedoch auf erhobene Beschwerde vom Polizeipräsidenten günstiger gestalten wird. Die Betriebseinnahmen des Den Wasserstraßen gönnt die Eisenbahnverwaltung ihren Ver zurückgenommen wurden. Doch sollte der Radfahrer, ein KaufEtats für 1895/96 find veranschlagt auf 994 Millionen, gegen fehr. Bezüglich der Reform der Personentarife siehe ich heute mann, sich in seinen Eingaben einer Beleidigung von Polizeiden Etat von 1894,95 mehr 32 Millionen, gegen die Wirklichkeit noch auf demfelben Standpunkt wie früher. Die Vorschläge des beamten schuldig gemacht haben. Die Sache tam vor das von 1893/94 mehr 33 Wiillionen. Die Betriebsausgaben sind Herrn Brömel werden wir prüfen. Der Vorschlag, die vierte Schöffengericht und dieses sprach Herrn Weißhuber angenommen auf 580 Millionen, gegen den Etat von 1894/95 laffe zu beseitigen, hat bei den Bezirks Eisenbahnräthen feine am Der 8. Dezember v. J. frei. Amtsanwalt Goetzke meniger 10 700 000 M., gegen die Wirklichkeit mehr eine Million. Bustimmung gefunden. Ein Versuch mit Tarifreformen in einem hatte eine Strafe von 20 Mart beantragt. Er reichte Der Betriebscoëffizient von 1895.96 berechnet sich nach dem alten fleinen Gebiete ist theoretisch leicht vorgeschlagen, aber praktisch unter dem 29. Dezember v. J. eine Berufungsschrift ein, Etatschema auf 58 pCt., nach dem neuen auf 57 pet.. Er ist schwer durchführbar. Denn folche einmal getroffenen in der es heißt:" So will der Angeklagte das ganze von der also von 1891/92 bis 1895/96 von 65 auf ca. 57 pCt. zurück Maßnahmen tamen nicht zurückgenommen werden, fon- Stettiner Schuhmannschaft angewandte Polizeisystem gegangen. Ich führe diese Zahlen nicht an, um damit zu dern müßten ausgedehnt werden. Tariftechnisch würden niederreißen, wie auch sonst der Angeklagte nach Maßgabe prunten, sondern Ihnen und dem Lande die Ueberzeugung daraus auch Unzuträglichkeiten aller Arten entstehen. feiner beiden Vorstrafen um stürzlerische Ideen verfolgt. สิน schaffen, daß die gesammte Finanzlage Wiebreinnahmen find allerdings aus dem Berliner Vorortsverkehr Welcher Art diese„ umstürzlerischen Ideen" waren, das verräth Eisenbahn Verwaltung eine durchaus entstanden, aber sie werden meist aufgewogen durch die Mehr- die Stettiner Abendzeitung" Danach erfolgte die eine Vorstrafe gesunde ist. Die Veranschlagung der Betriebseinnahmen bei ausgaben und ferner fann man aus diesem Beispiel feinen Schluß wegen Beleidigung, begangen in jugendlichem Alter und in einer einem so folossalen Unternehmen, dem größten auf der auf die ganze Staatsbahn- Verwaltung ziehen. Beim Gütertarif durch etwas reichlichen Genuß geistiger Getränke stark beeinWelt vorsichtig vorzunehmen, ist durchaus Pflicht der Eisenbahn sind verschiedene Tarifermäßigungen eingetreten, für Düngemittel, flußten Stimmung. Die zweite Borstrafe zog sich Herr Weißverwaltung. Bei der Veranschlagung der Betriebsausgaben ist Rohnoffe, Rohlen 2c. Wir wünschen dringend, weiter vorzugehen. huber unter dem Sozialistengeset zu, weil er, im Besize eines nichts unberüdsichtigt geblieben, was zur ordnungen.äßigen, Arer wie ist das möglich bei der jeßigen Finanzlage. Helten Sie harmlosen Teschinggewehres, mit dem er nach Spaßen schoß, sicheren Ausführung des Betriebes nothwendig ist. Sie wissen, dieselbe verbessern, dann ist bei mir und dem Finanzminister wegen verbotenen Waffentragens belangt wurde. Und darum daß abweichend von früheren Grundsägen sowohl in das etwas zu machen. Die Verwaltung arbeitet unausgefeßt an einer wird er in einem amtlichen Schriftstück„ umstürzlerischer Ideen" Ordinarium wie in das Erira- Ordinarium eine ganze Reihe von Tarifreform und auch die Verständigung mit dem Finanzminister angeflagt. Wir empfehlen dieses Geschichtchen der AufmerkſamBetriebsausgaben übernommen sind, welche früher im Wege der findet jetzt schon statt. feit der Umsturzkommission. Anleihe gedeckt wurden. Daß die Finanzlage der Eisenbahn- Ver- Abg. Bucck( ntl.) wendet sich gegen die Beseitigung der waltung fich wesentlich günstiger gestaltet hat, ist in erster Linie vierten Klasse und bedauert, daß die hohen Eisenbahn- Ueber des von Ludwig Kuorr im Verlage der „ Die zehn Gebote des Kapitalismus" bilden einen Theil dem Eifer und der Pflichttreue meiner Beamten zuzuschreiben, schüsse stetig wachsen, trotz des Niederganges der wirth Münchener Post" und das hier nochmals hervorzuheben, ist meine Pflicht. schaftlic en Verhältnisse. ( Eduard Schmidt) herausgegebenen herausgegebenen Katechismus für das Tie Ueberzeugung herrscht, daß arbeitende Volk". Wegen dieser 10 Gebote" hatten sich am Viel ist gespart worden durch eine geschichte Disposition. Manche der Minister allen Wünschen der Interessenten mit Bauausführungen, welche früher als dringend angesehen wurden richtigem Eachverständniß gegenübersteht; er ist aber ein Buchhändler Albert Vater und der Verleger der Magde22. Oftober v. J. vor dem Landgerichte Magdeburg der und auch wohl dringend gewesen sind, haben diesen Charakter Opfer des Systems, welches eine wirkliche Amortisation der verloren, während andere Ausführungen sich als dringend noth- Eisenbahnschulden nicht zuläßt. Die deutsche Industrie ist mehr Anklage aus§ 166 hin zu verantworten. Nach der Ansicht der burger Volksstimme" und Buchhändler Ha arbaum auf die wendig herausgestellt haben. In beiden Richtungen ist in der als jede andere auf den Verkehr mit weiten Entfernungen an Staatsanwaltschaft enthalten diese 10 Gebote des KapitalisVerwendung der Betriebsfonds eine möglid ft sorgfältige gewiesen und auch die Landwirthschaft muß immer mehr darauf mus" die Beschimpfung einer Einrichtung der christlichen Kirchen Prüfung eingetreten. Ich bin von sämmtlichen Beamten lehen, ihre Produkte in weiter Entfernung zu verwerthen. Auch sowie der jüdischen Religionsgesellschaft, wobei von der Vorausder Provinzial Verwaltungen auf das eifrigste und der Handel, troydem er vielfach angefeintet wird, muß in diefer fetzung ausgegangen wird, daß die 10 Gebote eine Einrichtung mit vollem Verständniß unterstützt worden. Ich habe Beziehung Berücksichtigung finden. Es wird leider jetzt nicht jener Kirchen sind. Das Landgericht war gleichfalls dieser Anauch die feste Ueberzeugung, daß trotz der hier und da hervor so viel von den Giser b hnen geleistet, wie verlangt werden ficht: es erklärte die 10 Gebote des Kapitalismus" für antitretender Anzeichen, daß das Gespenst unserer Zeit, fann. Vom Ministertische ist die Verminderung der Produktions- religiös, für unittlich und zum theil unfläthig". Es sprach der Geist der Unzufriedenheit, des Neides und tosten besonders empfohlen worden. Aber alle Bestrebungen aber die Angeklagten dennoch frei, weil nicht festzustellen war, der M ßgunst, sich in die Eisenbahnverwaltung einschleichen nach Herabsetzung der Tarife scheiterten an dem Widerstande der daß sie bei der Verbreitung jenes Ratechismus Kenntniß von dem könnte, och der Gein der Pflichttreue und des Pflichteifers bei Finanzverwaltu g. Die Eisenbahnen müssen natürlich neben der strafparen Inhalte desselben gehabt haben. Da aber immerhin der Verwaltung bestehen bleiben wird auch für die fünftigen Verzinjung einen Unternehmergewinn bringen; aber jetzt werden der objektive Thatbestand für erwiesen angesehen wurde, so erZeiten, und daß die Eisenbahnverwaltung dadurch in stand gesezi ja die Staatsbedürfnisse gedeckt aus den Eisenbahn- Einnahmen. fannte das Gericht auf Unbrauchbarmachung der inkriminirten wird, die Aufgabe zu erfüllen, die ihr im Leben des Staates zu. Das fennzeichnet man gong richtig als eine Verkehrssteuer. Stellen in dem Katechismus. Auf die Revision der Anertheilt ist und die nach mancher Richtung in unserem Staate Allerdings wurzelt dieser Wußstand in den Finanzverhältnissen geklagten hob heute das Reichsgericht das Urtheil auf, soweit eine besondere Bedeutung hat.( Beijall.) des Reiches, welches in leichtlebiger Weise nur an seine Aus es auf Unbrauchbarmachung erkennt, und verwies die Sache in Abg. Gothein( dirs. Vg.): Ter Minister hat vergessen, gaben, nicht an seine Einnahmen denkt. Aber vom Reichstage die Borinstanz zurück. Das Reichsgericht nahm mit dem Reichsdarauf hinzun eisen, daß es sich eigentlich nicht um eine gewöhn ist wohl in diesem Jahre noch keine Besserung zu hoffen. anwalte an, daß es unzulässig sei, die 10 Gebote ohne weiteres liche Betriebss, sondern um eine Monopolverwaltung handelt, daß dieselbe Monopolpreise sich bezahlen läßt, wo die wir nicht verzichten. Deshalb dürfen wir auch die Tarife nicht als einen Gebrauch der christlichen Kirchen zc. anzusehen. Konkurrenz nicht einwirkt. Wo aber die konkurrenz der Wasser ermäßigen, wenn wir nicht das Tefizit vermehren wollen. Die straßen und fremder Eisenbahnen eingreift, da werden die Fracht Personentorife sollen nicht ermäßigt werden. Wenn man die fäße ganz anders bemessen als sonst. Man hat ganz vergessen, Vororitarife in Berlin nicht schon eingeführt hätte, dann würde daß die Verstaatlichung der Eisenbahnen eigentlich einen wirth man sie jetzt nicht einführen, weil sie das sozialdemo schaftlichen Zweck hatte, es wird immer nur der fiskalische Erfolg fratische Gift in die Vororte getragen haben. Wochen bereits erwähnt haben, sprach in der am 31. Januar Ueber das neuentdecktete Gas, das wir vor einigen. gerühmt und gesucht. Man denkt gar nicht mehr an die wirth Aber die Berliner Tarife dürfen nicht systematisch auf das Land ven der Royal Society abgehaltenen Bersammlung Professor scha iliche Bedeutung der Eisenbahnen, sondern nur an die Grübertragen werden; sie würden nur den Handelsreisenden zu Ramsay in ausführlicher Weise. Der Umstand, daß der aus der zielung von Einnahmen.( Buruf des Abg. Gamp: Sch gute fommen. richtig!) Allerdings, Sie sind so rückständig, daß Sie feine Fort: atmosphärischen Luft genommene Stickitoff sich im Vergleiche mit Abg. v. Eynern( natl.): Die Vororttarife in Berlin find dem auf chemische Weise gewonnenen fonftant schwerer erwies, fdritte, sondern eine Hen mung des Verkehrs wünschen. ein Produkt der wirthschaftlichen Entwickelung Berlins; fie gab die Anregung zu einer Reihe höchst schwieriger und zeita ( Widerspruch rechts.) Tie Eisei bahn- Verwaltung hat nur tönnen faum geändert werden. Im Gegensaz zum Vorredner raubender Verfuche, als deren bisheriges Resultat das Vorda, wo Konkurrenz vorhanden war, billige Tarife gewährt, hat der Landwirthschaftsminister eine Tarifreform im Interesse handensein eines dritten Bestandtheiles der amotsphärischen Luft, so z. B. die Baumwollenfrachten nach Schlesien waren zu hoch der Landwirthschaft verlangt. Wir haben nicht die Anschauung, das Argon, mit Sicherheit nachgewiesen wurde. zum Echaden der schlesischen Industrie; die Gisenindustrie Ober- daß jede Tarifreform eine Einnahmeverminderung mit sich bringt. ein Gas von hohem spezifischem Gewichte und höchstwahrscheinlich Das Argon ist schlesiens kann sich nicht ausdehnen, sie leidet unter zu hohen Das ist leider die Anschauung von maßgebenden Personen, die einatomig. Es verhält sich allen Versuchen gegenüber, es chemisch Frachten und fann Echienen 2c. in den nächstgelegenen Provinzen von den Wirkungen der Tarije feine praktische Erfahrung zu zersetzen, völlig passiv und zeigt bei der spektroskopischen nicht abfegen, weil englische Schienen sich billiger stellen. Die haben. Wir hoffen von der Tarifreform eine Einnahme Ber- Untersuchung neue charakteristische Linien. Bei dem Umstande, Eteinkohlenfrachten sind so hoch, daß englische Kohlen oder auf mehrung; diese Ansicht wird auch der Eisenbahnminister theilen. daß das Argon in der atmosphärischen Luft in enormen Quantiwärts bis Breslau mit den oberschlesischen Kohlen tonfurriren. Wenn alles am Reichstage abprallen sollte, was wir im Intereffe täten enthalten ist, wird die weitere Erforschung seiner EigenWestfälische Kohle wird billiger nach Berlin gefahren als der 30 Millionen preußischer Teutschen verlangen, dann müssen schlesische Kohle. Der Minister sollte auch im Interesse der wir abwarten, ob man nicht im Bolte sich den Sand aus den schaften gewiß von großer Tragweite sein. Lan wirthschaft die Koblenfrachten herabſegen; denn sie üben den Augen reibt, wenn die Zuschläge zur Ginkommensteuer fommen, größten Einfluß auf die Preise aus. Eine Stagnation ist nament und ob man dann nicht bessere Wahlen macht, nicht blos in lich auch beim Bahnbau eingetreten; eine Bahn von Gleiwiß Preußen, sondern auch in den anderen Einzelstaaten. Der ausgehend wollte der Minister nicht bauen, er gestattete aber Minister hat die Beamten auf die niedrigen Lebensmittelpreise Privaten den Bau nicht, ebenso wenig wie er den Privatunter verwiesen. Ich bestreite, daß die Preise billiger geworden sind nehmern den Bau der Schlesier- Thalbahn nach Wüſte- Waltersdorf für Fleisch, But'er( Lebhafter Witerspruch rechts). Ich würde gestatten will. Das Kleinbahnwesen kann erst dann aufblühen, erfreut sein, wenn mir eine Quelle nachgewiesen würde, wo ich wenn die doppelte Expeditionsgebühr wegfällt. Da dieselbe bei die Butter billiger als vor zehn Jahren beziehen könnte( Buruf furzen Streden besonders ins Gewicht fällt, jo werden des Abg. v. Schalicha: Wie viel bezahlen Sie denn?) Ich werde nachweis für Gelegenheitsarbeiter in Hamburg war im Monat Es giebt keinen Nothstand. Der unentgeltliche Arbeitsnamentlich Landwirthe lieber per Achse nach dem nächsten einmal meine Frau fragen.( Heiterfeit.) Bahnhof statt Der Hauptbahn fahren, die Kleinbahn Januar noch nicht einmal in der Lage, jeden der 817 Anfragenden Die Einnahmen aus dem Personenverkehr werden geje einen Tag Arbeit im ganzen Monat zu geben. wenn ste die doppelte Expeditionsgebühr nehmigt. bezahlen müssen. Daß die Verwaltung bureaukratisch Echluß 4 Uhr. Nächste Sigung Freitag 11 Uhr.( Eisen ist, ist faum ganz zu vermeiden, aber man sollte bei der Neu- bahn- Etat.) Organisation jetzt wieder an die eigentlichen Aufgaben der verstaatlichten Eisenbahnen denten und sie mehr den wirthschaftlichen Zwecken dienstbar machen. ชิน benutzen, " Kunst und Wissenschaft. " Soziale Lleberlicht. Weitere Arbeiterentlassungen werden von der Zeche Beater Mulde" bei Linden( Westfalen) gemeldet. Andere Zechen haben Feierschichten eingeführt. nicht taufen lassen wollte, erhielt von seinem Seelenhirten" Kirchenbann. Ein Rostocker Arbeiter, der sein Kind nachstehendes Echreiben: An den Arbeiter Q. Hierselbst. Auf grund Ihrer hartnäckigen Weigerung, Ihr Kind taufen zu lassen, suspentire ich Eie von dem Genuß aller tinchlichen Rechte. Eie Eine Untersuchung über die Lage der armen Schulkinder wird gegenwärtig, wie die Blätter berichten, in Brüssel vorgenommen. Unter den zu beantwortenden Fragen heißt es: Schläft das Kind in einem Bett? Schläft es in demselben Bimmer wo seine Eltern? Schläft es mit seinen Geschwistern zufammen? Weitere Fragen beziehen sich auf Bekleidung, Nahrung, Reinlichkeit, Krankheitsfälle u. s. w. Bei uns zu Lande wehrt man sich verzweifelt gegen die Vornahme einer Statistit, die hier wie dort in Belgien einen Ginblick in das Glend der Arbeiterbevölkerung gewähren würde. Versammlungen. eine find von dem Genuß des heiligen Abendmahls, von der Fähig nicht aufgeklärt seien, so sei dies Schuld der Männer. Die feit, Patensielle zu vertreten, von Kirchlichem Begräbniß und was Frauen hätten das politische Wahlrecht zu fordern, nicht zu erDergleichen Rechte mehr sind, ausgeschloffen, bis Sie etwa Sinnesänderung einem Ihrer Geistlichen fundgegeben haben. Mit dem In den Arminhallen tagte am Mittwoch Abend eine bitten.( Beifall.) Die rechtlose Stellung der Frau in der heutigen Gesellschaft wurde weiter von einer anderen Rednerin Wunsche, Gott möge Ihnen das Herz dazu lenken, zeichne ich weitere fehr gut besuchte Frauenversam in lung, wo beleuchtet, welche auch hervorhob, daß nur eine Frau im stande Pries, Diat. Rostock, den 10. Dezember 1894. Aus dem Frl. Baader alle die Gründe vorführte, welche für die Ver- sei, Fraueninteressen zu vertreten. Wenn der Anfang auch schwer Schreiben, das, wie die„ Mecklenb. Boltsstimme" mittheilt, nicht leihung des Wahlrechts an die weibliche erwachsene Bevölkerung sei, so müsse doch der Anfang gemacht werden zur Eretwa auf einen amtlichen Bogen, sondern auf ein kleines Feßchen sprechen. Wie wenig die vielgerühmte Gleichheit in der Praxis Tangung Des politischen Wahlrechts für die Frauen. Papier geschrieben war, ist nicht zu ersehen, ob der Betreffende durchgeführt sei, betonte die Rednerin, beweise unter anderem der Frau Wengels kritisirte die Bestrebungen der Bouraus Abneigung gegen die Religion oder aus irgend einem anderen Ausspruch des preußischen Ministers v. Köller, der sich wundere, geoisie dem arbeitenden Volke gegenüber, wie sie in Grunde den Taufakt nicht vollziehen lassen wollte. Eins aber daß die Frauen überhaupt ein solches Verlangen stellen können. Der Umsturzvorlage zum grellen Ausdruck kommen, und ist sicher, daß die Unduldsamkeit des Geistlichen ihn nicht be. Man vergeffe in jenen Streifen ganz und gar, welchen Faktor empfahl den Proletarierinnen größtmöglichste Aufklärung. festigt haben wird in dem Glauben an die allgütige Kirche. die weibliche Arbeitskraft im wirthschaftlichen Leben bilde. Mehr Frau Rohrlad schloß sich ihren Vorrednerinnen in trefflicher und mehr ziehe die Industrie die Frau vom häuslichen Herde. Weise an und wies darauf hin, daß wir in Deutschland in bezug Potemkinsche Dörfer. Aus Anlaß eines bevorstehenden In einem Jahre, von 1892-93, jei die Zahl der industriell auf die Rechte der Frauen selbst weit hinter Rußland zurück Königsbesuchs wird in einer Leipziger Farbenfabrit feit thätigen Frauen in der Provinz Brandenburg beispielsweise um seien. Welchen Gebrauch die Frauen von ihrem Wahlrechte einigen Tagen alles geputzt und blank gemacht. Den Arbeitern 7 pCt., von 576 000 auf 616 000 gestiegen. Ein ähnliches Ver wird für den Besuchstag von der Firma je ein blauer Anzug hältnis bestehe in den anderen Provinzen. Zur Erhaltung des machen würden, wenn sie es hätten, barüber brauchten sich die geliefert, damit auch sie alle hübsch gleichförmig und sauber aus: Staates trage die Frau, vermittelst des indirekten Steuersystems Charakter verderbe, so sollten sich die Herren Politiker ins Privats& Gegner nicht die Köpfe zu zerbrechen. Wenn Politik den sehen. Am vorigen Sonnabend wurde das gesammte Personal besonders in hohem Maße bei; da sei die Forderung durchaus leben zurückziehen und den Frauen dieselbe überlassen. Die Dis auf dem Fabrikshofe versammelt zur Entgegennahme von In- am Blaze, daß sie auch über die Verwendung der Steuern mit fussion hatte hiermit ihr Ende erreicht und schloß Frau Rohrs struktionen für den außergewöhnlichen Tag. Die Anzüge wurden rathen und mitthaten wolle. Unter einer mangelhaften Fabrik- lad die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie. übrigens bereits schon im vorigen Jahre angefertigt, weil schon gefeßgebung leiden die Arbeiterinnen, die ihren Körper und den damals ein Königsbesuch in der Fabrit in Aussicht stand, schließ ihrer Sprößlinge vergiften laffen müssen, ohne berechtigt zu sein, lich aber doch unterblieb. Wir halten so schreibt hierzu die legale Mittel dagegen in Anwendung bringen zu dürfen. Es sei Berliner Wahlkreis erörterte der Reichstags- Abgeordnete Jm sozialdemokratischen Wahlverein für den fünften Leipziger Volkszeitung", der wir obiges entnehmen, derartige wahrhaftig an der Zeit, daß dieser schreienden Ungerechtigkeit lees Magdeburg die politische Lage. Der Redner berührte Borbereitungen nicht nur für höchst überflüssig, sondern für eine ein Ende gemacht werde. Die Einwände der Gegner, daß das im Laufe seiner mit großer Aufmerksamkeit entgegengenommenen Täuschung nach Art der Potemkin'schen Dörfer. Sie verhindern Weib inferior fei u. f. w. fänden ihre Widerlegung in der Ausführungen auch die im Vordergrunde des Interesses stehende einen wirklichen Einblick in unsere Industrieverhältnisse. Die Geschichte der amerikanischen Staaten schlechter, wie leider Umsturzvorlage und geißelte dabei das Verhalten der Sorte Arbeiter haben freilich in der Regel um so weniger etwas noch ein großer Theil der proletarischen Männer, die Angehörige von Volksvertretern mit scharfen Worten, die ihr Mandat dazu gegen solche Vorbereitungen, als es ihnen nur lieb ist, wenn der bürgerlichen Kreise mit ihrer Vertretung beauftragen, würden benutzen, dem Volke den letzten Rest seiner Freiheiten ihre Arbeitsstätten einmal einer gründlichen Reinigung unterzogen die Frauen wohl auch nicht wählen.( Sehr richtig!) Große zu estamotiren. Genosse Schulz und andere erklärten werden. Aussichten, daß so bald das Wahlrecht an die Frauen gegeben in der Debatte ihre volle Uebereinstimmung mit dem werde, bestehen nicht, aber das könnten unsere Gegner fich Referenten. Der Vorsitzende Drescher schloß die Ver= merken, daß die Agitation unter der Frauenwelt nicht eingestellt sammlung mit dem Hinweis auf das provokatorische Verhalten werde, bis diefes elementare Recht errungen set. Lebhafter gewisser konservativer Kreise, was gelegentlich der KommissionsBeifall.) berathung in Sachen der Umsturzvorlage zu tage getreten ist. Umständen das Wahlrecht an die Arbeiter seinerzeit gegeben fordere die gegenwärtige Situation mehr wie je den ZusammenGenosse Jahn erörterte, unter welchen eigenthümlichen Gegenüber dieser Frivolität, diesem Pochen auf die Gewalt, erwurde und wie es bislang benutzt ist. Daß die überschwänglichen schluß der freiheitliebenden Glemente; jeder einzelne müsse des Soffnungen, die von mancher Seite daran geknüpft wurden, fich halb bestrebt sein, der politischen Organisation der Sozialdemo nicht realisirt haben, beweise die Umsturzvorlage. Dem Wüthen tratie, den Wahlvereinen, immer neue Mitglieder zuzuund Drängen gegenüber, welches die Reaktion gegenwärtig entführen. falte, fet die Stellung der profetarischen Frauen in der Weise Arbeitslosen- Demonstration in London. Aus London vorgezeichnet, daß sie alle Kräfte daran zu setzen hätten, eine Die Versammlung des fozialdemokratischen Wahlwird uns unterm 2. Februar geschrieben: Heute follte auf Erweiterung ihrer Rechte mit allen zulässigen Mitteln vereins für den 4. Reichstags- abitreis, welche Trafalgar Square eine große Arbeitslofen- Demon- anzustreben. Frau Berend und Frau Köhne wiesen die am 5. Februar für das Köpenicker Biertel stattfand, hörte einen stration stattfinden, um bem in einigen Tagen zufammen oft gehörten Ginwfirfe, daß es für die Frauen" unpassend" sei, lehrreichen Vortrag des Genossen Dr. Heymann über das tretenden Parlament die Nothwendigkeit außerordentlicher Maß in die politische Arena einzutreten, in wirksamer Weise zurück. Thema:" Der Kampf ums Recht". Der Bortrag wurde mit regeln zur Bekämpfung der immer stärker um sich greifenden Frau Fahrenwald zeigte an drastischen Beispielen, wie noth lebhaftem Beifall aufgenommen. Auf eine Frage theilte der Arbeitslosigkeit vorzuhalten und ein von Seir Hardie ange- wendig eine Betheiligung der weiblichen Hälfte des Menschen welche zum Zwecke der Agitation in Aussicht genommen ist. Eine Vorsitzende mit, daß demnächst die Herrenpartie stattfinden werde, fündigtes entsprechendes Amendement zur Adresse zu unter geschlechts am öffentlichen Leben ist. stützen. Das Meeting war indeß nur schwach besucht mit In ihrem Schlußwort berührte die Referentin die bürger- sehr animirte Debatte entwickelte sich dann über das Projekt, allen Zuschauern waren noch nicht 1000 Berfonen anwesend, um liche Frauenbewegung und das Verhältniß zur sozialdemokratischen. dem Beispiele der Genoffen des 6. Wahlkreises zu folgen und die Ansprachen von Tom Mann, Ben Tillet, John Williams Sie wies auf den Gegensatz hin, der sich darin zeigt, daß man auch im 4. Kreise den Vertrieb des„ Borwärts" in eigene Regie und anderen zu vernehmen, die übrigens an Radikalismus nichts bort im wesentlichen eine größere Selbständigkeit der Klaffe zu übernehmen. Die meisten Redner konnten sich nicht dafür zu wünschen übrig ließen. Bum theil mag Ungunft des Wetters der Frauen erftrebe, während das Sinnen und Trachten erwärmen, besonders deswegen nicht, weil ihrer Meinung den schlechten Besuch verschuldet haben, zum theil durch deffen der arbeitenden Frau dahin gehe, mit dem arbeitenden Manne nach Reihe proletarischer Existenzen infolge der Gunft für die Arbeitslosen, von denen viele als Schnee- vereint die Befreiung der arbeitenden Klasse herbeizuführen. Man Durchführung vernichtet werden. Es wurde ausgeführt, schaufler zc. vorübergehenden Erwerb gefunden haben. Indeß troß müsse mit Recht bezweifeln, ob die Bestrebungen einzelner, vorso mancher brave Genosse, der Krüppel geworden alledem hätte der Besuch ein befferer sein müssen, als er thatsächlich urtheilslofer, bürgerlicher Frauen in jenen Kreisen Widerhall oder sonstwie in seinem ehemaligen Berufe Schiffbruch gelitten war, da die Thatsache einer großen Arbeitsnoth unbestritten ist. finden.( Beifall.) Die Resolution, welche den am vorher habe, hätte sich mühsam in das Speditionsgewerbe hineingerettet; Die Ausweise der Gewerkschaften sprechen in dieser Hinsicht eine gehenden Abend abgehaltenen Versammlungen vorgelegen hatte, ganz verwerflich wäre es, diesen Armen die mit größter Mühe unwiderlegliche Sprache. Es müssen also andere Gründe den wurde ohne den geringsten Widerspruch einstimmig angenommen. erworbenen Kunden abzutreiben, sie zu ruiniren. Andererseits schlechten Befuch verursacht haben. Das Meeting war von einem machten die Redner, welche für die Uebernahme des ZeitungsKomitee von Delegirten der Independent Labour Party einberufen, 6. d. Wi. nach dem Saale des Böhmischen Brauhauses einberufene Vorwärts" vertreiben, nur die wenigsten Genossen seien, und Die von der Frauen- Agitationsfommission für den betriebes eintraten, geltend, daß von den Spediteuren, die den und diese Organisation ist in London noch zu jung, um eine große Demonstration auf eigene Faust fertig zu bringen. Die Versammlung war ebenfalls gut besucht. Frau Ihrer referirte baß auf die anderen Stücksicht überhaupt nicht zu nehmen wäre. großen radikalen Arbeiterklubs, die meisten Sektionen der Sozial- Dieselbe meinte: das Recht der Frauen, das politische Wahlrecht Vorwärts", worunter sich nur 11 Genossen befänden. Betreffs über die Frage: Fordern die Frauen das politische Wahlrecht?" Gs vertrieben zum Beispiel im Südosten 41 Spediteure den Demokratischen Föderation und fast alle größeren Gewerkschaften zu fordern, fönne nicht bezweifelt werden. Schon das allgemeine der Griftenz der letzteren ließe sich in irgend einer Weise Rath die einen, scheint es, aus Berstimmung, Bandrecht sage: Jeder Staatsbürger ist vor dem Gesetz gleich! schaffen; mancher von ihnen würde als Austräger des„ Vorbezw. Unluft, unter der Aegide einer konturrirenden Organisation und zu den Staatsbürgern, d. h. Steuerzahlern, zählen auch die wärts" ebensoviel verdienen, wie jetzt beim speditionsmäßigen Ver zu demonstriren, die andern aus politischem Mißtrauen, das die Frauen. Ihnen werden dieselben Pflichten auferlegt, wie den triebe dieser Zeitung. An Vortheilen versprachen sich die Befürworter Independent Labour Party noch immer nicht zu besiegen gewußt Männern, der Steuersäckel gehe bei feiner arbeitenden Frau vor jenes Projetis eine schnellere Bunahme der Abonnenten, hat. Mißtrauen mag es wohl auch sein, was viele der über. Gin eminentes Interesse hätten die arbeitenden, handel- sowie eine Gindämmung der Kindesarbeit und eine Verbesserung wirklichen Arbeitslosen ferngehalten. Man kann in allen Dingen des Guten zu viel thun auch in der Arbeitslosenfrage. Gestaltung. Die Zahl der Arbeiterinnen wachse von Jahr zu sächlich die Erfüllbarkeit der letztgenannten beiden Hoffnungen und gewerbetreibenden Frauen an der Gesetzgebung und deren der wirthschaftlichen Lage der betheiligten Botenfrauen. HauptDie tausende und abertausende von Proletarieru außer Arbeit Jahr, die männlichen Arbeiter würden immer mehr brotlos, wurden von seiten der Gegner des Projekts stark angezweifelt, in den Vororten Londons mögen den Weg gescheut haben für eine fielen der öffentlichen Armenpflege anheim und gingen ihrer die übrigens zum theil nicht prinzipiell, sondern nur aus den Demonstration, von der sie einen unmittelbaren Effekt doch nicht politischen Rechte verlustig. So wachse die Macht der Bourgeoisie oben angeführten Gründen dagegen waren. erwarteten oder erhofften. Insofern war es eine eigenthümliche immer mehr. Die AuseinanderErgänzung dieser verunglückten Demonstration, daß am Freitag der Verhältnisse in Sachsen an, wo das politische Wahlrecht an den antrages beendet, die Beschlußfassung der in nächster Woche statt Als charakteristisch führte die Vortragende die fegung wurde gegen Mitternacht durch Annahme eines SchlußAndrang der Arbeitsuchenden vor dem Gemeindehaus( Bestry): Besis, auch der Frau, gebunden sei. Der Besis gebe also über findenden öffentlichen Versammlung vorbehalten. Hall") des Distrikts St. George, Hannover Square( West- London) Intelligenz und Verstand. Wenn Stimmen laut würden, daß so start war, daß die schweren Thore eingedrückt die Frauen noch nicht gebildet genug seien, um das politische Eine zweite Wahlvereins- Versammlung des wurden, und die Polizei Verstärkungen requiriren mußte, um der Wahlrecht zu erhalten, so sei dies denjenigen Stüßen der Ge- 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises( Frankfurter über 800 Verzweifelten Herr zu werden, die Beschäftigung verfellschaft als Schuld beizumessen, welche schon in der Schule Biertel) tagte gleichfalls am 5. Februar, und zwar in Fiebig's langten. Noch aufregender endete am Donnerstag eine ebenfalls dafür sorgen, daß den Mädchen ein geringeres Wissen zu theil Salon, Frankfurtersir. 28. Dr. 3 adet unterzog hier in einem spontane Arbeitslosen. Demonstration im Vorort Fusham, wo werde. Diednerin führte den Schacher des Zentrums bezüglich recht interessanten Vortrage die Krankenversicherung einer kritischen beim Andrang der sich zum Schneeschaufeln bei der der Umftursvorlage gegen die Bestry Meldenden ein Mann buchstäblich todt gebrüdt als Beispiel hierfür. In glücklicher Weise apostrophirte Arbeiter, dessen erkrankter Körper ganz besonderer Behandlung bekannte Schulvorlage Beurtheilung. Ganz entschieden wandte sich der Redner gegen an die hygienische Ungerechtigkeit, dem wirthschaftlich schlechtgestellten wurde. Das Elend ist da, und damit die Pflicht der Gesetzgeber Rednerin Herrn die Frauenpetition aus bürgerlichen und Pflege bedarf, ein geringeres Krankengeld zuzusprechen, Wie der Schnee schmilzt, schmilzt die Weisheit und die That Frauenversammlungen, die in ganz Deutschland einberufen werden, weit eher im stande ist, seinem Körper bessere, zweckkraft der bürgerlichen Geſellſchaft diesem Problem gegenüber, das Herrn von Köller eine gebührende Antwort geben werden. entsprechendere und hauptsächlich genügende Nahrung zuzuführen. mit ihr geboren ist und mit dem sie einst teseitigt werden wird. Bednerin ging weiter auf das Allgemeine Landrecht ein, welches Der Vortragende kam zu dem Schluß, daß das gesammte In Amerika steigt die Zahl der weiblichen Rehrer, besage, daß jeder Preuße das Recht habe, seine Meinung frei zu Krankenkassenwesen umgestaltet werden muß und von der Unfallwährend die der männlichen im gleichen Verhältniß zurückgeht. äußern, ifizzirte demgegenüber das rechtliche Verhältniß der Frau versicherung und Alters- und Invaliditätsversicherung nicht zu trennen Nach der D. Lehrer- 3tg." waren im Jahre 1880 noch 43 p& t. dem Manne gegenüber, beleuchtete das Vereins- und Ver- ist. Das ganze hat der Staat in die Hand zu nehmen und das männliche staatlich angestellte Lehrer, im Anfang der neunziger sammlungsrecht und zeigte, wie überall die Frau so gut wie Geld dazu aus dem allgemeinen Steuersäckel zu entnehmen. VorJahre ist der Prozentsatz bis auf 33 pet. heruntergegangen. rechtlos fei. Während in Amerika, wo die Frauen das politische Täufig haben die Arbeiter noch die Selbstverwaltung der KrankenUnter 368 791 Personen, die das Lehramt ausüben, befinden sich Wahlrecht befizen, dieses die allergünstigste Wirkung auf alle fassen festzuhalten, um dafür zu sorgen, daß dem Erkrankten gegenwärtig 224 342 Frauen. Hervorragend ist das Uebergewicht Verhältnisse ausübt, befürchtet man hier durch die Gewährung was ihm gegeben werden muß.( Bei3. B. in Philadelphia, wo unter ca. 3100 städtischen Lehrern nur des politischen Wahlrechts an die Frauen eine Zerrüttung der fall.) In der Diskussion erzählte ein bisheriges Mitglied 125 männliche sich befinden. Außer Zweifel steht, daß nur häuslichen Verhältnisse. Die Nothwendigkeit der Theilnahme der Schlosserkasse, wie er mit dem Wechsel der Arbeitsstelle plötz ökonomische Rücksichten das Verhältniß der Geschlechter beeinflussen; der Frauen an der Gesetzgebung folgerte Rednerin auch ich, ohne daß ihm davon Kenntniß wurde, Mitglied der Tischler= während für einen Lehrer durchschnittlich 48 Dollar per Monat aus den Bestimmungen des neuen bürgerlichen Gesetzbuches. Der Innungskasse gewesen sei. Da er sich in diesem Falle sehr vergezahlt werden, erhält eine Lehrerin nur 25 Dollar. Jm Staate schlechtert habe, hatte er alle Hebel in Bewegung gefeßt, um Indiana, wo die Gehälter fast gleich sind, ist auch in der Zahl der seine Mitgliedschaft bei der Schlosserkasse wieder zu erlangen; männlichen und weiblichen Lehrer fast kein Unterschied vorhanden. nach vielen Bemühungen sei ihm gestattet, noch 4 Wochen Mitglied der Schlofferkaffe bleiben zu dürfen. Was nach diesen Wochen geschehen soll, ist fraglich. Da ein weiterer Gegen stand nicht zur Verhandlung stand, erfolgte sodann der Schluß der Versammlung. waren unvertreten und Behörden, Abhilfe zu schaffen. Aber was bisher dazu ge- seine Meinung über von Köller, welcher im Reichstage schehen ist, ist wirklich nicht viel besser als Verlaß auf den Schnee. Streifen zum Ausdruck gebracht hat. Sie erwartete, daß die " Gewerkschaftliches. wie demjenigen, der grund seines höheren Verdienstes wird, M von der sozialdemokratischen Fraktion im Reichstage eingebrachte Wahlrechtsanirag entspreche durchaus dem Voltsbewußtsein. Als die Arbeiter politische Rechte verlangten, wurde auch einwendet, daß sie in der Politik sich nicht bethätigen tönnten. Die That fachen haben das Gegentheil bewiesen. Tasselbe würde bei den Frauen der Fall sein. Den originellen Einwand, daß die Frauen aus dem Grunde das politische Wahlrecht nicht erhalten Eine Agitationstour machte der Schuhmacher Appel fönnten, weil sie der Wehrpflicht nicht genügen tönnten, begegnete Die Nothwendigkeit eines Spezialgesetzes für die im Auftrage des Vereins deutscher Schuhmacher durch Pommern. die Vortragende in treffender Weise durch den Hinweis auf Angestellten im Gastwirthsgewerbe begründete in einer Es gelang ihm, Filialen des genannten Vereins ins Leben zu die Pflichten Der Frauen, dem Staate Soldaten zu öffentlichen Versammlung der Kellner und Köche der Referent rufen in Rammin, Stolp, Kolberg, Jastrow und Greifenhagen. geben und alt erziehen unter stetiger Ginsegung ihres Soffmeyer Hamburg. Das Erforderniß einer Verkürzung In mehreren Städten, so in Gollnow und Köslin, war fein Lebens und ihrer Gesundheit. Hätten die Frauen erst das der Arbeitszeit auf ein vernünftiges Maß ergebe fich Lokal aufzutreiben; in Echlawe, wo Appel nur eine Besprechung Wahlrecht, so würden sie sehr bald ihre Feinde von den aus der hohen Sterblichkeitsziffer, die höher sei, als bei einer Anzahl seiner Berufskollegen bewerkstelligt hatte, wurde er Freunden unterscheiden lernen. Man verweigere den Frauen allen anderen gewerblichen Arbeitern. Das Verbot der Privatin Haft genommen, troßdem er sich legitimiren fonnte. bas politische Wahlrecht aus Furcht davor, daß dann die Stellenvermittelung rechtfertige fich aus rechtlichen und fitt Der Streit der Reider in Solingen dauert fort. Sozialdemokratie einen weiteren Zuwachs erhalten würde. Dies lichen Gründen, da durch die Auswucherung der ArbeitsEine große Anzahl der Fabrikanten haben zwar die Forderungen demokratie die einzige Partei ist, welche die Parole: Gleiches brechen in die Arme getrieben werden. Die Unfallversicherung würde allerdings die nothwendige Folge sein, da die Sozial- kraft die Kellner in erschreckend großer Zahl dem Verbewilligt, andere aber bleiben strikte bei der Ablehnung des Recht für alle" auf ihre Fahne geschrieben habe. Alle arbeitenden müßte auf das Gastwirthsgewerbe ausgedehnt worden. Lohntarifs. Die Verhandlungen werden weiter geführt. Frauen und Mädchen hätten die Pflicht, sich der Sozialdemokratie Redner schloß mit dem dringenden Appell an die Erschienenen, anzuschließen, da nur sie den Frauen Menschenrechte zu gewähren alle Kräfte einzuseßen, damit Schußbestimmungen für die Ausgewillt sei. Rednerin empfahl zum Schlusse des mit lebhaftem gebeuteten im Gastwirthsgewerbe baldigst in traft treten.( BeiBeifalle aufgenommenen Vortrages die Annahme der gemein- fall.) Gastwirth Herzberg wandte sich energisch gegen die famen Resolution, die auch ohne Widerspruch erfolgte. Stellenvermittelung der Gastwirthsvereine und kennzeichnete die Wort und erinnerte daran, daß bei Einführung des politischen spiegelt. Strählinger betonte, daß die Wirthe und die In der folgenden Diskussion nahm Frau Frohmann das Heuchelei, welche sich in einem Artikel des„ Gasthaus" wiederWahlrechts für die Männer, Weiber und Idioten" von dem harmoniefreundlichen Kollegen systematisch die Kellner vom Besuch felben ausgeschlossen worden seien. Wenn die Frauen mitzu- der Versammlungen fernhalten. Pötsch ergänzte die Austhaten, d. h. mitzuarbeiten und zu zahlen hätten, wie es jetzt der führungen des Referenten in mannigfacher Weise. Angenommen Fall sei, so hätten sie auch mitzurathen. Wenn die Frauen noch wurde folgende Resolution: Die Versammlung protestirt Der Streik der Politurarbeiter der Goldleiftenfabrik von W. Kehrberg u. Tempel in Hamburg- Barmbet dauert unverändert fort. Zuzug ist strengstens fernzuhalten. Die streifenden Parifer Goldarbeiter richten neuerdings an ihre deutschen Kollegen die dringende Bitte, den Zuzug nach Paris streng feruzuhalten. Der Streik der Rosettenschleifer( Diamantarbeiter) in Amsterdam ist beendet, ohne daß die Forderungen der Arbeiter bewilligt wurden. Der gegen den Artiel " Arbeitsnachweis" im Gasthaus", weil| giebt bekannt, daß von dem Lokalbefizer Herrn Klein alle FordeDerselbe den hatsächlichen Verhältnissen nicht entspricht. rungen der Arbeiter erfüllt sind. Eine längere Debatte entsteht Die Versammlun sieht nur Abhilfe der haarsträubenden über die Stellung zu den übrigen Saalinhabern. Es wird Zustände im Steenvermittlungswesen durch baldige reichs- beschlossen, die zu Anfang des Boykotts gefaßten Beschlüsse hochgefeßliche Regelung. Nach Erledigung einiger weiterer Angelegen- zuhalten. heiten fand die Versaimlung ihren Schluß. " Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 7-8% Uhr: Lektüre %-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a und Südost- Schule, bei Gruber, Mariendorferfir. 5. Westen, bei H. Werner, Bülowstr. 59. neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Waldemarstr. 14: Deutsch( Literatur.) Bei allen Unterrichtsfächern werden Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borfigender Eingelaufene Druckschriften. Unter dieser Rubrit zeigen wir fämmtliche der Nebattton zugehende literarische Neuigkeiten an. Wir bitten unsere Leser die Nennung ber Schriften nicht als Empfehlung der Redaktion, sondern lediglich als Empfangsbestätigung aufzufaffen. Ackerstr. 67.- Turnverein Fichte( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes Freitag Abends von 8-10 Uhr in der St aligerfir." 5/56. Deutschlands.) Die zweite Männer- Abtheilung turnt jeden Dienstag und offnung übt jeben Freitag Abend von 9-11 Uhr bei Schuhmacher, Kraft- Turnverein Bücklerfir. 49.- Musikverein Hoffnung, Abends von 9-11 Uhr Uebungss stunde Proskauerstraße 35-37 bei Schneider. Zitherflub Waldrose, Abends 9 Uhr, Manteuffelftr. 86, Parterre Restaurant. Verein Grüne Die Freie Vereinigung der Händler und Händlerinnen tagt jeden anne, Abends 9 Uhr, bei Kaiser, Martusstraße 8. Gine gemeinschafliche Mitgliederversammlung fämmt- reitag nach dem 1. bei Wiget, Ackerstr. 145 und jeden Freitag nach dem Stattlub Schnitt, Abends 9 Uhr, bet Trittelwig, Faltensteinftr. 7. licher Verwaltungsstellen es Deutschen Metallarbeiter Lorenz, Roppenstr. 44. Tanzleh rer- Verein Solidarität, Arminhallen, Kommandantenftr. 20. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marx, Abends 8 Uhr, Verbandes von Berlin und Umgegend tagte am 26. Januar in den Arminhallen. Gende Glocke referirte in einem zwei Lese- und Distutirtlub Au ftlärung", jeden Freitag Abend 7% Uhr bet ftündigen sehr beifällig aujenommenen Vortrage über Hinge, 2. Ferger, Sebaftianftr. 72, Sigung. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Trusts und Kartelle". Bu Verhandlung tamen hierauf Ver- Ad. Neumann, Basewalterstraße 3. Alle Aenderungen im Vereins- Friday at 9 p. m. at Beherns Restaurant, Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. bandsangelegenheiten und gangte folgender Antrag zur ein- falender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Freitag. Guests are welcome. stimmigen Annahme: Uebungsstunde Abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Goltegia, Die Berwaltungsstellen Berlins bean- Manteuffelstr. 9 bet Nowac. Raiser scher Männerchor, Schönhaufer tragen, die Generalversamming wolle den Foit des Haupt- Allee 28, bet elle. Arbeiter Gefangverein Nord, Kaftanten- Allee 11, bet vorstandes nach Berlin verlegn." Kollege Lange erstattete Arbeiter- Gefangverein Spandau in Spandau, Neunmeisterstr. 5, bei Radite. Auguftin.- Summer'scher Gesangverein, Langestraße 65 bet Tempel. Bericht über den Plan der Rerganisation der Berliner Ver- Buchbinder: Männerchor, Holzmarttfir. 3, bei Deter.-Vereinte waltungen. In der darauf folgenen Diskussion wurde derselbe Sangesbrüder Moabit, Perlebergerstr. 28 bei F. Herrmerschmidt. vorläufig noch zurückgestellt. Koge Plato gab ein kurzes Bild Gesanger. Ma i glöd chen I, Zindowerstr. 26 b. Sachs.- Gemütlichteit, der Thätigkeit der Herbergskommion Neue Friedrichstr. 44, b. Röllig. Deutsche Liedertafel, Blumenstr. 38, b. Die Wahl derselben Wiedemann.- Typographia, Gesangv. Berl. Buchdrucker u. Schriftgießer, wurde den Einzelverwaltungen überfen. Des weiteren gemünderfir. 35 bet Sübner. Arminhallen, Kommandantenstr. 20.- Gesangv. Lorbeergwetg. Swinelangte noch ein Schreiben der Hambuger Sektion der Gelbgießer bei Jafob. Gefangverein Rheingold, Büschingstr. 7, und Gürtler zur Verlesung, worin equcht wird, den Zuzug von Gängerchor der Maler, Annenstr. 9 bei Albert Prob. Gesangverein Melodia, Rirdorf, Bergstr. 142 bet Schinfäse. Iris Gürtlern nach Hamburg speziell der Firma Priebe u. Stomp. Maunynstraße 86 bei Friß Bubeil. Brandenburger Männere Neustätter, Neustraße, frenzuhalten. Gefangverein in Brandenburg a. S., Mengerts Boltsgarten, Bergstraße. Gesangverein Freya II( gem. Chor), Nigdorf, Hermannstraße 140, verein Moabit, Savelbergerfir. 31, bei Dantel Böttcher. Apollo, Grünstr. 21 bei Sommer. Gesang Frantfurter ftr. 74 bei Breuer. Nordwacht, Müllerstr. 7, bei Meichert. Freie Liebertafel, Große Freie Gänger, Schmargendorf, Warnemünderfir. b. Friedrich.. Gefangv. Sangertreis( Weißenfee). Nölfefir. 188 bei Plaz.- 2 oreley, denburger Kommunikation 16 bet Glaser. Grünthalerstr. 4 bet Hämmerling, Lustige Sänger, Potsdam, Bran: Bieber's cher Männer or, Rosenthalerfir. 57 bei Wernau. Gefelligteit, Hennigsdorf, Johanni, Rüdersdorferstr. 45, Gefeufchaftshaus Oftend. Böhmert's Gasthaus. Drante, Weißensee, Königs Chauffee 19. Sängerverein Sorgenfrei, Admiralstr. 18c, Märkischer Hof. Gangesfreund, Dragonerstr. 32 bet Ramlowsty. traße 19 bei Schmidt.- Gefangverein and in Hand 1, Reichenbergerstr. 24 Gefangverein Wacht auf I, Wörther: bei Tauschte. Gefang und Orchestersterverein Stralauer Bieber= Treu und Einigkeit, Rirdorf, Prinz Handjeryftr. 58 bet Reben. tafel, Rummelsburg, Hauptstr. 88 bei Bowintel( Gesang).- Gefangverein Gesangverein Frobfinn, Rummetsburg, Göthestraße, Gate Kantstraße, bei Mertens.- Gefangverein der Metallarbeiter( On), Blumenftr. 46. tracht 3, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bet Dibal.- Rosenthaler Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarckstr. 74 bei Krause.- Gin= Borstadt, Bernauerstr. 47. Der deutsche Holzarbeiter Verband( Bezirk Often) hielt am 3. Februar eine Mitgliederversammlung ab. Da der Referent noch nicht erschienen war, verhandelte man zunächst über Ver bandsangelegenheiten. Es wird beschlossen, die Zahlstelle wieder bei Winkelmann zu belaffen. Zum Beitragsammler wurde das Mitglied Werner gewählt. Inzwischen war der Referent Genoffe Pinn erschienen, der in einem beifällig aufgenommenen Vortrag über das Thema„ Alte und neue Zeit" sprach. Weißensee. Am 26. Januar fand eine Generalversammlung des hiesigen Sozialdemokratischen Arbeiter- Bereins im Lokale des Herrn Proz( früher Hähling) statt, in welcher der Kassirer folgenden Jahresbericht gab: Einnahme 581,65 M., Ausgabe 446,65 M., Bestand 135 Mt. Als Vorstand wurden neugewählt Karow, Vorsitzender; Peutert, Schriftführer; Eschbach, Stassirer; zu Revisoren Nitsch, Basewald und Winkler, zu Bibliothekaren Balnes und Brzibilla. Hierauf wurde ein vom Vorstande ans gearbeiteter Statutenentwurf, weil mangelhaft, einer Kommission von 9 Personen zur Umarbeitung überwiesen. Den streikenden Tischlern der Werkstatt von Springer wurden 50 Mart aus der Vereinsteffe bewilligt. Köpenick. Ueber die Umsturzvorlage referir am 30. Ja nuar der Reichstags- Abgeordnete Schultz e. Es war seit acht Monaten die erste Versammlung am Drt, die leider wohl infolge des schlechten Wetters sehr mäßig besucht war. Die Ausführungen des Referenten fanden in der Versammlung allseitig lebhafte Bustimmung und wurde von einer Diskussion Abstand genommen. In einer Resolution erklärte sich die Versammlung mit den Ausführungen des Referenten einverstanden. Genoffe Niete Für den Juhalt der Inserate überimmt die Redaktion dem Publikum egenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 8. Februar. Opernhaus. Cavalleria rusticana. Bajazzi. Schauspielhaus. Wie die Alten fungen. Deutsches Theater. Weh dem, der lügt. Berliner Theater. Der Kompagnon. Leffing Theater. Ghismonda. Neues Theater. Das liebe Geld. Residenz- Theater. Fernand's Ehefontraft. Theater Unter den Linden. Der Probefuß. Schiller Theater. Rabale und Liebe. Bellenlliance Theater. Mädchen. = 1 Arbeiter ale Buschriften sind zu senden an B. Gent, Adalbertstr. 95. Freitag: statttub airo, Abends 8 Uhr bei Flick, Siméonstr. 23. Bund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Quartettverein Tambour wedding. Abends 8% Uhr, bet Schafer, Keue Hochstraße 49. Privat Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Bunbuserstr. 35. Bergnügungsverein husnelda, Freitag, Abenbs 8% uhr, bet gubeil, 9-11 Uhr. Uebungsstunde Große Frankfurterstr. 133 bei Gold. Lindenstraße 106. Musikverein Hoffnung( st) Freitags Abends von verein Fret weg, Freitag, Uebungsstunde bei W. Raddah, Elsasserstr. 11. Berliner Turngen offenschaft. Die erste Männerabtheilung Leffing- Gymnafiums Pantsir. 9-10.turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der TurnZurnverein Gesundbrunnen balle des Leffing- Gymnasiums, Pantitr. 9-10. Kraft und Artistenlub Berolina jeden Dienstag und Freitag uebungsstunde bet Grüßner, Turnverein Germanta( Mitglied des deutschen Arbeiter- Turnerbundes) turnt Dienstags und Freitags Abends von 8x- 10X Uhr Waldemarstr. 42. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Freitag, 8. Februar, abends 8 Uhr: Am Landes- Ausstellungspark Zum ersten Male: Babale und Liebe. Ein bürgerliches Trauerspiel in 5 Akten von Friedrich v. Schilfer. Sonnabend, 9. Febr., nachm. 3 Uhr: Schüler- Borstellung. Prinz Friedrich v. Homburg. Abends 8 Uhr: Der zerbrochene Krng. Frauenkampf. Sonntag, 10. Februar, nachm. 3 Uhr: Ein Fallissement. Abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Dichter- Abende. Im Bürgersaale des Rathhauses, abends 71/2 Uhr: Freiligrath- Abend. ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Kaufmann's Variété. Das vollständig I neue Februar- Programm! ist trotzdem die grösste Zugkraft! Naucke Berliebte Castan's Panoptikum. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Noch nie dagewesen!: Der Obersteiger. Adolph Ernst- Theater. Gefindeball. Die Riesen des dunkeln Erdtheils: Ein fideles Korps. Central- Theater. O! diese Berliner. National Theater. Brücke. Die Dinka, Die lebende 40 Männer, Frauen n. Kinder. Reichshallentheater. SpezialitätenBorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Vorstellung. Das scheckige Mädchen Marietta. Weihnachts- Ausstellung Feen- Valaft Neue freie Volksbühne. Burgftr. 22, neben der Börse. Sonntag, den 10. Februar, nachm. 21/2 Uhr, 2. Abth.: Unsichtbare Ketten. Central- Theater alte Jakobstraße Nr. 30. Emil Thomas als Gast. Anna Bäckers. Josefine Dora. Letzte Woche! Zum 159. Male: RiesenFebruar- Programm. Ein Liebes- Drama, oder: Der Brand auf der Taubenburg. Das unruhige Haus um Mitternacht. O, diese Berliner! Max und Morih Große Posse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Julius Freund, Musik von Julius Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen: Zum 159. Male: 0, diese Berliner! In Vorbereitung: ,, Unsere Rentiers" Große Posse mit Gesang und Tanz in 4 aften. Parodie- Theater Oranien- Straße 52( am Morißpl.). L'homme masque. Große Bauberei à la Ben Ali Bey. Vorher: Tannhäuser. Zum Schluß: heimath. Anfang 72 Uhr. Sonntag 7 Uhr. Bubenstreiche. Die Wunder- Elephanten. James Capelli. Miss Tanisan. Wilhelm Fröbel. Mary Myra Maa. Anita& Jul. Schaffeur. Truppe Largards etc. Anfang: Wochentags 71 Uhr. Sonntag: Konzert 6 Uhr, Vorstellung 7 Uhr. Naucke der populärste Mann Berlins! Naucke ist das Tages- Gespräch Berlins! Naucke heisst? Noch immer ausverkauft! Die absolute Neuheit ist? Pinte- Quente Watt ein Räthsel? Circus Renz Carlstrasse. Grosse oder aus politischen Gründen besprochen werden müssen, veröffentlichen wir, Blos über diejenigen Erscheinungen, welche im Interesse unserer Leser soweit dies der Raum unseres Blattes zuläßt, frittten. Genügt einer Verlagsbuchhandlung die Anführung der übersandten Rezensionseremplare in leser Rubrit nicht, so bitten wir von der Zusendung der Neuerscheinungen des Berrages absehen zu wollen. Traum eines Arbeiters. Festspiel für Arbeitervereine mit Mufit, Gefang und lebenden Bildern von H. Friedrich. Berlag von Bos, fe in Leipzig. Der Baunkönig von Bulgarien. Leipzig, Berlag von W. Fried rich. 24 Seiten. 50 f. Oesterreichische Wahlreformt. Von Dr. M. Sainisch, D. Bitte te= höfer und Prof. Dr. E. v. Philippowitsch. 28ien, Buchhandlung von M. Perles, 40 Geiten. Der freie Sänger. Sieber für vierstimmigen Männerchor. Herausgegeben von Karl Gramm. Seft 4: a) Feftlieb, b) Die Männer der Arbeit, c) Gintehr. Verlag von J. H. 2. Dies in Stuttgart, Preis a Hen 10 Pfennige. Fort mit unserer Marine? Von einem Reichsfreunde. Berlin, tgl. Hof- Buchhandlung von Mittler u. Sohn. 16 Seiten: Der Sozialdemokrat, Zentral- Wochenblatt der sozialdemokratischen Partei Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthstraße 2). But beziehen durch alle Zeitungsspediteure. Das Abonnement beträgt durch die Post oder in Berlin durch die Zeitungsspediteure pro Quartal 1,20 M. Kreuzband 1,80 M. Programm- Entwurf Gin Sittentontrast. Wie man uns behandelt. Die Nr. 6 vom 7. Februar hat folgenden Inhalt: Wochenschau. Krimstrams. Der Joiotismus des Landlebens". der sozialdemokratischen Arbetterpartet in Holland. Zum Paradies der Damen. Parteinachrichten. Todtenliste. Bermischtes. Bur Noth des deutschen Großgrundbesiges, Italien. Englisch Panama.- Gewerkschaftliches. Literarisches. Der Sozialismus in Indufirie. Technit. Sozialpolitifdjes Bentralblatt, herausgegeben von Dr. Setnr. Braun ( Carl Heymann's Berlag in Berlin, vierteljährlich 2,50 M.). Die soeben erschienene Nummer 19 hat u. a. folgenden Inhalt: Der Gesezentwurf zur Betämpfung des unlauteren Wettbewerbs und die Handlungsgehilfen. Bon Dr. Mar Quard. Nochmals zur Methode der Berufs- und Ge= werbezählung vom 14. Juni 1895. Bon Prof. Dr. Ernst Saffe, Direktor des Leipziger statistischen Bureaus. Der Rückgang des Berliner Konsums und die Reichsregierung. Von Dr. Karl Thieß. Löhne der landwirthschaftlichen Arbeiter in England. Unbeschäftigte Arbeiter in England. Die deutsche Bergarbeiter- Bewegung und der nationale Bergarbeiter- Kongreß. Bon Karl Legien, M. d. R. Hirsch- Duncker'iche Gewerfvereine in Deutschland. Berschuldung der Arbeiter in Frankreich. Thätigkeit der Gewerbegerichte in Hamburg, Frankfurt a. M. und Stuttgart. Achtung! 20 Adolph Ernst- Theater Babuerfa, auch Thellzahl., wöchentl. Heute: Keine Vorstellung. Sonnabend: Zum 2. Male: Gendeball. Hierauf: Zum 46. Male: Ein fideles Corps. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Sensationelle Novität! Gastspiel der amerikanischen Gesellschaft William Calder ( Direktion H. Verstraete u. G. M. Polini). Mit neuen Dekorationen u. Kostümen. Die lebende Brücke. ( The span of Life.) Großes Sensationsschauspiel mit Mufit ( 11 Bildern). Nach dem Englischen von Sutton Vane, übersetzt von H. Schwab. Dirigent: Adolph Wiedecke. Raffenöffnung 61/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. 1 Mart, Guckel, Lausther Play 2, Elsasserstr. 12. Gelegenheitskauf für Brautleute: Jm Möbelspeicher Neue Königstr. 59, vorn I., sollen über 100 Wirthschaftseinrichtungen, furze Zeit verliehen gewesene u. neue Möbel spottbillig verkauft werden. Ganze Einrichtungen 100, 150, 200-1000 m. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Kleiderspinden 15, KüchenSpinden, Kommoden 12, Sophas 15 M., Bettstellen mit Sprungfeder- Matratzen 18, Nußbaum- Kleiberspinden 30, Stühle 3 Mart, hochfeine Muschelteiderspinden 40, Plüschgarnituren 60 Mart, Herrenschreibtische, Damenschreibtische 30, Cylinderbureaus, Schreibsekretäre 15 Mark, Garderobenspinden, Paneelsophas 75, Buffets, Trumeaus 65 M., Betten, Coulissentische, alles spottbillig. Auch einzelne Gegenstände werden zu Engrospreisen verkauft. Empfehle allen Herrschaften, mein Möbellager Berlins be Passage- Panopticum.chtigen u. fich von den ſtammend billigen Neu! Neu! I. Prof. Frdr. Schwinge's Wandernde Licht bilder. II. Das Lied von der Glocke in 15 lebenden Bildern mit transparentem Hintergrund. Musik von Romberg. Der Meister: Rob. Biberti vom Kgl. Opernhaus in Berlin. Freitag, 8. Februar, abends 7/2 Uhr: Komifer- Vorstellung. B Ben Humor! " Witz! Laune! Unter den Linden 21. en- Jeden Sonntag Nachmittag Auftreten fämmtl. Clowns und des Orientalische Al- Familienvorstllg. August" Mr. Lavater Lee in ihren wirkungsvollsten Entrées. Außerdem: Auftreten sämmtlicher Spezialitäten, Damen und Herren, Vorführen und Reiten der bestoreffirten Freiheits-, Spring- und Schulpferde. Zum Schluß der Vorstellung: Tjo Ni En. ( Beim Jahreswechsel in Peking.) Sensationelle Tänze, unt. and.: Original! Les grelots vivants, jeu des barbichons etc. Original! Neue Musik- Einlagen. Morgen, Sonnabend, abends 71/2 Uhr: Gala- Vorstellung. Sonntag, 10. Februar: Zwei Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr( ermäßigte Preise): Die lustigen Heidelberger. Abends 72 Uhr:. Tjo Ni En. Fr. Renz, Rommissionsrath. Eleg. Maskengarderobe v. 1,50 m. all. Elzel- Beck, Neanderstraße 34, 1 r. zu Zauber und Bey's Wunder. y's Täglich Anfang 18 Uhr. Ausw. Preisen zu überzeugen. Gekaufte Möbel fönnen bis April tostenfrei stehen bleiben und werden durch eigene Gespanne transportirt und aufgesteйt. Rohtabak. Grösste Auswahl! Billigste Preise! 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Bei unserer Abreise nach Amerita den Genossen ein Lebewohl. 2559b Hermann und Paul Treptow. Allen Freunden und Bekannten, so wie dem Arbeiter- Bildungsverein und dem Gesangverein Rothe Nelfe I zu Schöneberg, fage für die zahlreichen Kranzspenden und Betheiligung bei der Beerdigung meines lieben Mannes meinen herzlichen Dank. 2558b Wittwe Kehr. Achtung! Um Abrechnung der Zwölfer- Kommission in Sachen des Boykotts im Interesse der Arbeiterschaft wird ge beten. Franz Gittler, Mariannenstr. 48. Sonntag, den 10. Februar 1895, vormittags 9 Verb. der Vergolder etc. Bezirks- Versammlung Filiale Berlin. im Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 35. Montag, den 11. Februar 1895, Zages Ordnung: " abends 81/2 Uhr: 1. Vortrag über:„ Der Jeſuitenstaat in Paraguay". Referent Außerordentliche Versammlung Genoffe Sassenbach. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 290/14 In anbetracht des wichtigen Vortrages ist es Pflicht eines jeden Zimmerers, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand. Zimmerer! Sonntag, den 10. Februar, vormitt. 10 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Oeffentl. Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bericht und Abrechnung des Vertrauensmannes und die weitere Regelung der öffentlichen Angelegenheiten. 2. Bericht des Telegirten der Gewerkschaftskommission. Der Vertrauensmann. 292/5 Stellmacher Berlins! Sonntag, den 10. Febr., vorm. 9½ 1hr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44: Oeffentliche Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Georg Wagner über: Bolfsbildung und Klassenbewußtsein". 2. Neuwahl der Agitations Rommission. 3. Bericht des Gewerkschafts Delegirten und Neuwahl desselben. 4. Verschiedenes. = NB. Der Kollege Alois Langer wird hiermit besonders eingeladen, um mit der Kommission über die in seinem Befize befindlichen Marken abzurechnen. [ 215/3] Die Agitations- Kommission. Zentralverb. der Maurer Deutschlands Zahlstelle I Berlin( Putzer). Sonntag, den 10. Februar, vormittags 11 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20( oberer Saal): Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Abrechnung vom IV. Quartal 1894. 2. Wahl des Delegirten zum außerordentlichen Verbandstag. 3. Wahl der Hilfskassirer und des Vergnügungsfomitees. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht 190/13 Der Bevollmächtigte. Charlottenburg! bei Wienece, Alte Jakobstr. 83. Tagesordnung: 1. Fortsetzung der Diskussion über die Arbeitslosen- Unterstützung. 2. Wahl des Verbands Vorsitzen en. 3. Streif Angelegenheiten. 4. Stellungnahme zum Stiftungsfest. 5. Verschiedenes. Um recht zahlreiches pünktliches Erscheinen ersucht 267 16 Die Ortsurrwaltung. Bruchbandagen aller Art( eigenes Fabrikat), sowie sämmt ide Artikel zur Krankenpflege empfiehlt LinienJ.Ch. Pomilann, en, Arake 30. Lieferant für Orts- u. Hilfs- Krankenk. In RohBuchhandlung des„ Vorwärts" Berlin SW., Beuth- Straje 2. Herte Freitag, den 8. Februar 185, Nachmittags 2 Uhr, gelangt zur Ausgabe: Für die Masser Verbreitung geeignet. Die Sozialdemokratie und de Allgemeine Stimmrecht. Mit besonderer Berücksichtigung des Frauen Stimmrechts und Proportional Wahlsystems. Von August Bebel. 56 Seiten Großoktav. Preis 20 Pfg. Porto 5 Pfg. Diefe Schrift wurde veranlaßt durch den Beschluß des Kölner Parteitages, für das Allgemeine Wahlrecht eine Agitation einzuleiten. Für diese bietet die Broschüre die fachliche und historische Grundlage; ste enthält die Geschichte des Allgemeinen Wahlrechts seit 100 Jahren, den Widerstand der h. rrschenden Klaffen dagegen und die Erklärung der Ursachen hierfür. In fnapper Zusammenfassung giebt der Verfasser eine Entwicklung des Kampfes um Berfaffung und Wahlrecht in den verschiedenen deutschen Einzelstaaten, schildert eingehend das preußische Dreitlaffen- Wahlsystem, deffen jüngste plutokratische Verschlechterung, die Stellungnahme der Parteien dazu und legt dann das Wahlrecht in den einzelnen deutschen Bundesstaaten dar: Bayern, Württemberg, Sachsen. Baden, Heffen, ben thüringischen Staaten, Hamburg u. f. w. Die wechselnde Stellung Bismard's zum Allgemeinen Stimmrecht, die Agitation des Nationalvereins 2c. wird ausführlich largelegt und das Frauen- Stimmrecht und Proportional- Wahlsystem in eigenen Kapitel behandelt. Achtung! Achtung! Prägerinnen und Hilfs- Arbeiterinnen in Steindruckereien. Sonntag, den 10. Februar, vormittags 10 th, im Lokale des Herrn Gründel, Brunnenstr. 188: Große öffentliche Versammlung. Zages Ordnung: 1. Die Ausbeutung der weiblichen Arbeitskräfte in der Luras papierbranche. Refer.: Frau Rohrlack. 2. Diskussion. 3. Werkstatts Angelegenheiten. 168 2 NB. Tie Prägerinnen sind besonders eingeladen, und in anbetracht der immer größeren Anwendung der Frauenarbeit werden die Kolleginnen ersucht, zahlreich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Tabaken Freie Vereinigung der Bau- Arbeiter Berlins. and Utensilien für Cigarren- Fabrikanten !! billigster Einkauf!! W. Hermann Müller Berlin Alexanderstr. 22. Streng reelle Bedienung. Creditgewährung nach Uebereinkunft!! Ein Jeder mache den Versuch. Stempel- u. Achtung! Maurer! Achtung! Abzeigen- Fabrik. Central- Verband der Maurer und Berufsgenossen. Sonntag, den 10. Februar, vommittags 10 Uhr, in Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39: Außerordentl. Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1894. 2. Neuwahl des Gesammtvorstandes. 3. Wahl eines Delegirten zum Halberstädter Rongreß. 4. Verschiedenes. Um regen Besuch bittet 2564b Der Vorstand. GUTTMANN GRAVEUR Butter! Butter! Feinste Tafelbutter Pfd. nur 100 Fr. Molkereibutter Meiereibutter Fetter Schweizerkäse Feine Sardellen empfiehlt 5. Sonntag, den 10. Februar, vormittags 11 Uhr, im Swinemünder- Gesellschaftshaus, Swinemündertraße Nr. 35: General- Versammlung. Zages Ordnung: 80/10 1. Vortrag des Genoffen Sassenbach über: Die Bedeutung Gewerkschafts- Organisation." 2. Diskussion. 3. Wie stellen sich die V glieder zum Anschluß an den Centralverband der Bauarbeiter Deut lands. 4. Vereinsangelegenheiten. Neue Mitglieder werden aufgenomme Um zahlreichen und pünktlichen Besuch bittet Der Vorstand. Der Ausstoß unseres Bock- Bieres beginnt 15902* Sonnabend, den 9. Februar. Brauerei Pichelsdorf. 80 Beranesc 60 60 80 Größte ButterSpezial- Geschäft für Mebt und Hülfenfrüchte, fämmtliche A. Plewka, bandung Bertins Kolonial- und Badwaaren, Bogelfutter. A. Gauert, N., Oderbergerstrasse 7. Carl Mampe Berlin N Halb und Halb Mampemil Pomeranzen Feinste Likörmischung Champagnerflasche Carl Mampe Mark1,25 16 Weberstr. 16. Ueberall zu haben! 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