Nr. 155 40. Jahrgang Ausgabe A nr. 77 Bezngspreis: File ben Monat April 5800 SL voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar. und Wemelgebiet sowie Oesterreich und Luxemburg 7800 M., für das übrige Ausland 9800 M. Postbezugspreis reibleiben d. Bostbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Estland, Finnland, Frant reich, Holland, Lettland, Luxemburg, Defterreich, Schweden, Schweiz, Tschechoslowakei und Ungarn. Der Borwärts" mit der Gonntags. beilage Boll und geit". der Unter. haltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Rleingarten" erfcheint wochentäglich ameimal, Sonntags und Montags einmal Telegramm- Abreffe: Sozialdemokrat Berlin Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 180 Mark Anzeigenpreis: Die einfpaltige Ronpareillegeile Loftet 1200 M. Reklamezeile 6000 Wt. Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 875 M.( aulässig zwet fettgebrudte Worte). jedes meitere Wort 200 M. Stellengesuche das erste Wort 200 M., jedes weitere Wort 150 M. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Beile 300 m. Anzeigen für die nächste Stummer müffen bis 4½ Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin GB.68. Linden. ftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nahm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Tonhoff 292-295 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Mittwoch, den 4. April 1923 Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Posticheckkonto: Berlin 375 36 Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depofitentasse Lindenstraße 3 Protest- Generalstreik bei Krupp. Die Aktion gegen die Zechen. Essen, 3. April.( Eigener Drahtbericht). Bormittags Puntt- Das sozialistische Blatt Set Bolt hebt hervor, das Borgehen 10 Uhr ertönte in den Kruppschen Werten das Signal zum der französischen Truppenabteilung sei ein niedriger, feiger Beginn eines 24ftündigen Proteststreits gegen die nie- Mor d. dermehelung friedlicher Arbeiter. Kurze Zeit später standen alle Räder ffill, die Fabrit, eine Stadt für fich, lag wie tot da. Der Arbeiter. und Angestelltenrat, der sich aus Vertretern aller gewerkschaftlichen Richtungen zusammensetzt, hatte folgende Kundgebung an die Arbeiterschaft gerichtet: Noch einmal wendet sich die Kruppsche Arbeiterschaft an das Weltgewissen, um durch einen 24stündigen Proteststreit ihren Abihen gegen das Blutbad fundzugeben, das der franzöfische Millfarismus am Sonnabend unter der Kruppschen Arbeiterschaft angerichtet hat. In gleicher Weise protestieren wir gegen die Berhaftung einiger Leiter der Werke, die wir nur als eine Folge dieser Vorkommniffe ansehen, um die Schuld an dem Blutbad von dem französischen Militarismus abzuwälzen." Trotz der Erregung, die sich in der Stadt überall zeigt, fiegt die Selbstbeherrschung. Neue Zwischenfälle ereigneten sich im Laufe des Montag nicht. Dagegen jehten die Franzosen ihre Suche nach zwei weiteren Bergwerksdirektoren fort. Die vier bereits verhafteten Werksdirektoren sollen Ende der Woche abgeurteilt werden, obwohl die Schuld an dem blutigen Vorfall nur den Fran30fen zufällt. Auch in Essen versucht die Besatzung fich durch Anschläge an die Bevölkerung sich ins Recht zu setzen. richtet. Münster, 3. April.( WTB.) Auf den drei am gestrigen Lage lagen besetzt werden: Auf Zeche König Ludwig die Koterei neubelegten Zechen find von den Franzosen folgende Anfranzösischem Lohn stehende Arbeiter sind bisher nicht eingetroffen. und die Anlagen für Gewinnung von Nebenprodukten. Fremde, in Abtransportiert wurden nur am 2. April zehn Wagen mit Rofs und zwei mit Kohlen beladene Wagen, die die Franzosen schon beladen vorfanden, sowie ein Reffelwagen. Auf Zeche altrop be jetzten sie die Koferei und die Anlagen für Gewinnung von Rebenprodukten, sowie den Zechenbahnhof. Der Grubenbetrieb ruht ſeit der Besetzung. Die Zeche Bergmannsglüd ist ganz befeßt. Die Belegschaft hat die Arbeit eingestellt. Am 28. März wurde der Bahnhof Bottrop Süd erneut besetzt sowie die Hafenanlage der Beche Profpel. Auf der Strede Bottrop Osterfeld be Bottrop- Osterfeld ginnen die Franzosen Brennstoffe zu den Hafenanlagen zwed's Weiterleitung auf dem Rhein- Herne- Kanal abzutransportieren. B mund: Die Telephonleitungen der Seche Scharnhorst Die Kölnische Volkszeitung" meldet aus Kirchderne bei Dort nach der Zeche Gneisenau und nach dem Dortmunder Telegraphen amt wurden von französischen Soldaten abgeschnitten und für Der Reichsarbeitsminister hat an den Betriebsrat und ihre Zwede verwendet. Die deutschen Leitungsauffeher, Die Direktion der Kruppmerte ein Beileidstelegramm ge- die die Störungen beseitigen wollten, wurden von einem Offizier festgenommen und nach der Anfündigung, daß fie, falls fie kölu, 3. April.( Mtb.) Zu den blutigen Vorgängen in Effen wieder entlassen. Die Zeche Scharnhorst ist nunmehr von jeg kölu, 3. April.( Mtb.) Zu den blutigen Vorgängen in Effen noch einmal Gestänge und Anlage betreten, erschaffen würden, und den Verdrehungsfunfistüden der französischen Presse schreibt lidem Telephonvertehr abgeschnitten, alfo der Mög die Rheinische 3 tg.": Wir raten diesen Bürschchen, die Be- lichem schimpfungen einmal in irgendeiner deutschen Arbeiterversammlung, lichkeit beraubt, für Beamte und Arbeiter bei einem Grubenunglüd fie sei chriftlich, sozialistisch oder kommunistisch, zu wiederholen, und schnell die nötige Hilfe herbeizurufen.. fie würden sich wundern, welcher Wind ihnen um die Ohren sausen Die Belgier stahlen aus einem Keller des Poftamts in Bottrop nürde. Sind General Degoutte diese neuen Provokationen fran- am 17. März drei Ringe Kupferdraht und aus dem ver. zösischer Propagandisten bekannt? Will er diese Herausforde schlossenen Keller des Postamts in Dorsten 305 Kilogramm rungen der Millionen deutscher Sozialdemokra. Bronzedraht, 150 Meter Bleirohrtabel, 250 Stüßen, 35 Querten und Gewerkschaftler fortsegen? Wenn die französische Bejagungsbehörde eine solche Hetze wie die gegenwärtige weiter zu läßt, schüzt sie selbst die Flammen, die eines Tages vergeerend wirten müssen. In Wetter ist in den letzten Tagen ein Arbeiter wegen Berteilung der humanité" an französische Soldaten ver. haftet worden. Die Rheinisch- Westfälische 3tg." ist von der Befagungsbehörde vorläufig auf acht Tage verboten worden. Det Grund des Verbots ist unbekannt. Einheitsfront der Arbeitnehmer. Arbeiter Angestellte Beamte. Bon Albert Faltenberg. Eine gewerkschafts- und wirtschaftspolitisch gleich bedeut same Frage, die die gesamte Arbeitnehmerschaft lange genug nom theoretischen Gesichtspunkt beschäftigt hat, ist am 27. März schen Gewerkschaftsbund, Allgemeinem freien Angestelltenbund 1923 durch Unterzeichnung des zwischen Allgemeinem DeutOrganisationsvertrages in ein neues Stadium übergeführt worund Allgemeinem Deutschen Beamtenbund abzuschließenden fchaftlichen Einheitsfront der Arbeiter, Angestellten den. Es darf jetzt von einer organisatorisch gefestigten wirtund Beamten gesprochen werden, die den weitaus größten Teil der deutschen Arbeitnehmerschaft mit rund zehn Millionen Mitgliedern umfaßt. Bund ein Organisationsvertrag; die Verstärkung dieser Front Bereits seit April 1921 besteht zwischen ADGB. und AfAdurch die neue Spitzenorganisation der Beamten, den AII. gemeinen Deutschen Beamtenbund, kann auf Bang und Entwicklung der gesamten Gewerkschaftsbewegung gemeinen Deutschen Beamtenbund, kann auf nicht ohne Einfluß bleiben. Das Ziel der Vertragschließung liegt allerdings zunächst weniger auf dem Gebiete der Dr ganisationstaftit, als vielmehr in der Richtung wirtschaftsvertrages leicht nachweisen läßt. politischer Erfolge, wie sich aus dem Inhalt des Organisations 3 Die vorgenannten Spizenverbände, heißt es im Eingang der Vertragsformulierung, vereinbaren unter Anerkennung des Grundsatzes der parteipolitischen und religiösen Neutralität für fich und ihre angeschlossenen Verbände" den Organisations. vertrag zur Wahrung der gemeinsamen wirtschaftlichen uns und zur höchsten Steigerung ihrer organisatori sozialen Interessen aller Arbeiter, Angestellten und Beamten fchen Kraft und ihres Einfluffes im Wirtschaftsleben". Die Steigerung der organisatorischen Kraft ist Vorbedingung für. die Gewinnung wirtschaftspolitischen Einflusses und wirtschaftlicher Erfolge. Selbst die Beamtenpolitiker, die glauben, aus tattischen oder anderen Erwägungen einen Vertragsabschluß mie den vorliegenden nicht vollziehen zu können, wollen und fönnen nicht leugnen, daß die Erreichung der großen wirtschaft. träger und größere Mengen anderer Telegraphenbaustoffe. Am lichen Ziele allein durch die Beamtenschaft nicht mög 20. Mäz haben die Besagungstruppen angeblich als Wiedervergeltung lich ist. Anstatt in Erwägungen hängen zu bleiben, haben die für eine gestörte französische Fernsprechleitung an der Lippebrüde maßgebenden Instanzen des Allgemeinen Deutschen Beamtenbei Haltern( eft f.) sämtliche Fernsprechleitungen bundes den Schritt vorwärts getan, der auch von den im ADB. die belgischen Truppen nach einer Aeußerung des Kommandanten Braris erkannt werden wird. durchgeschnitten. Das Telegraphenamt in Duisburg haben organisierten Beamten als der Weg zur wirtschaftspolitischen Resteloot in einen solchen Zustand versetzt, daß der Betrieb wegen§ 1 des Vertrages verkündet den Grundsaß, daß in der der notwendigen Instandseßungsarbeiten in den technischen Ein. Wirtschaftspolitik die gemeinwirtschaftlichen Inter. richtungen nicht vor sechs Wochen aufgenommen werden kann. essen stets den privaten Einzelintereffen voranzustellen sind". Dortmund, 3. April.( Rb.) Heute vormittag nahmen die Fran. Hier ist die Entscheidung in der Frage des Wirt. 30sen Requisitionen bei den Automobilhändlern haftssystems gefallen. Niemand fann im Zweifel fein, vor. So erschienen sie in dem Geschäft der Rheinischen Automobil. daß hier organisatorische Sammlung für die Aufnahme des und Motorenfabrit A.-G. Benz u. Co. und in der benachbarten West. Rampfes gegen das fapitalistische Profitwirtschaftssystem gedeutschen Automobil- 2.- G. Oftenhellweg, sowie in dem Geschäfts- fordert wird. Nur feine Vogelstraußpolitik! Kann denn jelokal der Gemeinschaft Deutscher Automobilfabriken von Stenvers in mand, der nichts als seine Arbeitskraft zu verkaufen hat, auch der Kaiserstraße, um dort Automobilerfaßteile zu requirieren. in diesen Zeiten drückendster Wirtschaftsnot noch darüber im Zweifel sein, daß die Verbesserung seines Loses lediglich durch Genoffe Dr. Zechlin verhaftet. Stärkung der gegen den Raubbau an der volkswirtschaftlich wertvollsten Substanz Arbeitstraft marschierenden Front zu erreichen ist? Bählt etwa der Beamte nicht zu den Verkäufern von Arbeitskraft? Daß er als Träger des Staatsgedankens seine Arbeitskraft zu anderen Zwecken als der freie Arbeiter und Angestellte in den Dienst der Gesamtheit stellt, ändert nichts an der Tatsache, daß er in volkswirtschaftlichem Sinne in die Reihen der Arbeitnehmer und darum auch im Wirtschaftskampf an ihre Seite gehört. Der Eindruck in England. London, 3. April.( WTB.) Die blutigen Vorfälle in Essen werden von der gesamten Bresse viel beachtet und zum großen Teil an erster Stelle behandelt. Die Blätter bringen neben einem Beridyt ihrer eigenen Korrespondenten auch deutsche sowie französische Darstellungen des Vorfalls. Während Daily Chro nicie" in einem Leitartikel hervorhebt, daß die Tatsache, daß kein Düsseldorf, 3. April.( Eigener Drahtbericht.) Aus einer Beeinziger französische: Soldat irgendeine Verlegung davongetragen sprechung mit Pressevertretern heraus wurde heute unser Parteihat, beweist, wie wenig Gewalt von deutscher Seite angewand genoffe, der Legationsrat Dr. Bechlin aus Berlin von wurde und die Essener Mezelei" auf einen Nervenanfall der den Franzosen verhaftet. Gründe für diese Verhaftung französischen Soldaten zurückführt, schreibt die liberale wurden nicht angegeben. ,, Westminster Gazette", die Deutschen müßten einsehen, daß offener Widerstand ihnen in feiner Weise nügen fönne." Daily Herald" veröffentlicht allerdings unter seinen letzten Meldungen den Bericht des Sonderforrespondenten des Reuterbureaus in Essen, worin dieser endgültig mitteilt, daß die Ereignisse in Essen auf eine Banit de: franzöfifchen Soldaten zurückzuführen find. Es hätte feinerlei Herausforderung von feiten irgendwelcher Arbeiter stattgefunden. Besatzungschronik. Herne haben die Franzosen öffentliche Lebensmittelverkaufsstellen Effen, 3. April.( Eig. Drahtbericht.) In Bochum und eingerichtet, die sämtliche Waren 25 Proz. billiger verkaufen als die deutschen Geschäfte. Auf der Strede Rupferdreh- Rettwig wurden in der letzten Nacht von unbekannten Personen die Bahngleife gefprengt. In Redlinghausen sind am Dienstag Der Effener Effener Sonderberichterstatter des ,, Manchester erneut Rohlenzüge, für Italien bestimmt, angehalten worden. Im Guardian" fchreibt zu den blutigen Borgängen in den Krupp- Bergischen Land wurden neuerdings die Ortschaften Ründe schen Werken, die an die Presseberichterstatter ausgegebene franroth und Gimborn von französischer Kavallerie besetzt. Die 3öfifche Darstellung des Borfalls sei ein Meisterwerf naiver Berlogenheit, mit tem versucht werde, den vollkommen falschen Eindruck zu er wecken, daß die Arbeiter vorsätzlich gegen die Franzosen aufgestachelt worden seien und daß die Eirenen ein vorher vereinbartes Beichen zum Argriff gegeben hätten. Der Bericht, daß ein Deutscher die Franzosen mit dem Revolver bedroht habe, sei unwahr, ebenso unwahr der Bericht, daß Mitglieder ter vormaligen grünen Polizei bei Krupp waren, die die Arbeiter zu Gewalttätigkeiten aufreizten. Der Berichterstatter fährt fort. es scheine nicht, daß die Franzosen auch nur ein Wort des Bedauerns für das Geschehene ausgedrückt haben. Das Echo in Holland. Amsterdam, 3. April.( WTB.) Zu den blutigen Vorgängen in den Krupp- Werken schreibt Algemeen Handelsblad": 3u letzt ist sogar ein militärisch übermächtiges Land wie die französische Republit auf die Dauer dem Einfluß der öffentlichen Mei nung nicht gewachsen. 3mischenfälle wie dieser werden nicht dazu beitragen, die Sympathien für Frankreich im Ausland zu vermehren. Truppenbewegungen halten an. hessischen Gebietsteilen wurden von den Franzosen am Dienstag Darmstadt, 3. April.( Eig. Drahtbericht.) Aus den besetzten elf neue Ausweisungen verfügt. Unter den Ausgewiesenen befindet sich ein Straßenfehrer aus Mainz, der Vater von neun unmündigen Kindern ist. Sanktionen in Koblenz. stellten und Beamten ist Boraussetzung die Erhaltung Für den sozialen Aufstieg der deutschen Arbeiter, Ange der deutschen Republik. Deshalb verpflichten sich die pertragschließenden Organisationen, je der Verlegung der republikanischen Verfassung im Reich und in den Ländern mit allen zu Gebote stehenden Mitteln entgegenzutreten". Auch in dieser Frage fann nur das eindeutige Bekenntnis helfen, und zwar das Bekenntnis zur republikanisch- demokratischen Staatsform. Diese Willenstundgemeinpolitischen Bedeutung des Organisationsvertrages. gebung bedeutet die nicht unwesentliche Steigerung der allHier wird gewissermaßen durch freiwillig übernommene organisatorische Bindung die Stärkung des republikanischen Rückgrats der Beamtenmassen vorbereitet und für den Ernstfall ein republikanisches Bollwert in Staatsverwaltung und Staatsbetrieben aufgerichtet, das auch von noch so abenteuerlustigen Verfassungsrebellen nicht leicht überrannt werden dürfte. Der letzte Absatz des§ 1 lautet: Paris, 3. April.( EP.) Wie aus Koblenz gemeldet wird, hat in der Angelegenheit der in der Buchdruckerei Gutenberg in Koblenz begangenen Diebstähle der französische Oberfommissar Tirard Santtionen ergriffen. Der Polizeidirektor Schadert, der Zur Förderung einheitlicher gewerkschaftlicher Affionen der Richter Knapp, der Polizist Stein und der Student Massau Arbeiter, Angestellten und Beamten aller Länder stellt sich auch der find vor das Militärgericht gestellt worden. Der Ruder ADB. mit den beiden mitunterzeichneten Spizenorganisationen auf verein wurde aufgelöst. Die früheren Majore Teßner und den Boden des Internationalen Gewerkschaftsbundes( Sig Schwieger wurden ausgewiesen, ebenso zwei Familien. Die Amsterdam)." Druderei der Koblenzer Zeitung" wurde be. Die Amsterdamer Internationale ist feine Partei. fchlagnahmt. Weitere Sanktionen stehen in Aussicht. instanz, sondern eine gewertschaftliche Organi satiou. Zweifler und Gegner in der Beamtenschaft seien daran erinnert, daß auch die neutrale IPTT.(Internationale des Post-, Telegraphen- upd Telephonpersonals) nach Ar- tikel II ihrer Satzung.in großen Arbeitnehmerfragen"„Hand in Hand mit dem Internationalen Gewerkschaftsbund in Amsterdam" arbeitet. Stellt 8 1 des Vertrages die Grundsätze auf, deren Ver- wirklichung als das Ziel gemeinsamer Arbeit der vertrag- schließenden Verbände bezeichnet werden dalf, dann regeln die übrigen Vertragsparagraphen Arbeitsmethode und Arbeits- grenzen. T>ie organisatorische Selbständigkeit der Vertragskontrahenten bleibt unangetastet.„In Fragen, die nur die Interessen einer Gruppe unmittelbar berühren, behält jede Spitzenorganisation ihre Selbständigkeit." Dieser Satz räumt hoffentlich die letzten Bedenken auch dort aus, wo Be- einfluffung jn reinen Veamtenfragen von Arbeiter, und Ange- stelltcnorganifationen befürchtet wurde. Auch die für die Klä- rnng von Meinungsverschiedenheiten vorgesehenen Bestim- mungen lassen erkennen, daß auf keiner Seite der vertrag- schließenden Vorbände die Absicht oder der Wille besieht, den anderen Teil organisatorisch zu unterjochen. Das Gegenteil, das ersprießliche Zusammenwirken wird sich um so schneller erreichen lassen, je reibungsloser sich die. anzustrebende ört- liche und bezrrkliche Zusammenarbeit gestaltet, unter anderem durch gegenseitige Abordnung von Vertretern mit beratender Stimm« zu den Vorstands» und Ausschuß- sitzungen der durch Vertragsverhältnis miteinander verbünde- nen Organisationen. Auch nach Abschluß des Organisationsvertrages wird nicht soforr ein hemmungsloses Zusammenarbeiten einsetzen. Nie- mand, der organisatorische Praxis kennt, wird das erwarten. Aber auch zu Pessimismus ist kein Anlaß, weil im Allgemeinen Deutschen Beamtenbund zusammengeschlossene Konkurrenz- Organisationen teils in ihren Spitzen, teils auch in Mitglieder- kreisen noch nicht das Maß von gegenseitiger Duldung aufzubringen vermochten, auf das gerade im Jnteresie der ADV.» Bewegung nicht verzichtet werden kann. Für die Ausräumung dieser Schwierigkeiten dient das zwischen ADGB., AfA-Bund und ADV. getroffene Abkommen vom 19. Dezember 1922, in dem die Vorstände der Verbände als Organisationsregula- toren anerkannt werden. Aber auch die maßgebenden Jnsian- zen der Organisationen sind nicht in der Lage, die ihnen über- tragenen schiedsrichterlichen Aufgaben zu erfüllen, ohne daß die in Frage kommenden Verbände von sich aus den Willen zur Verständigung in die Tat umzusetzen sich bemühen. Verträge verpflichten. Auch der zwischen ADGB., AfA- Bund und ADB. abgeschlossene Organisationsvertrag lädt den vertragschließenden Organisationen neue Verantwortlichkeiten auf. indem sie an die Lösung neuerAusgaben heran- treten. Das gegenseitige Verständnis in Arbeiter-, Angestell- ten- und Beamtenfragen ist noch nicht in jedem Falle und überall vorhanden. Es wird sich auch nicht anders erreichen lassen, als über den Weg freiwillig erstrebter Verständigung. Dahin bildet der Organisationsvertrag die Brücke. Sie kann von allen beschritten werden, die erkannt haben, daß Gewexk- schaftspolitik mehr ist als ein Sonntagsvergnügen. Gewerk- fchaftsarbeit ist Ka m p s, den man erfolgreich nicht führen kann, wenn man sich in unentschiedenem Schwanken ein- mal so und ein anderes Mal anders zu den Problemen stellt oder gar sich in Unkenntnis seiner gewerkschaftlichen Pflichten von vornherein auf die Seite des Gegners schlägt. Ausgangs- punkt für alle gewerkschaftliche Arbeit bleibt die Wirtschafts- auffassung. Auch für die Beamten, von denen auch heute viele immer noch meinen, sie könnten zwar„angemessene" Entloh- nung fordern, brauchten sich übrigens aber nicht in den all- gemeinen Wirtschaftsprozeß einzuschalten, in dem nicht nur Produktion und Konsumtion zu regeln sind, sondern auch über Entlohnungsnvnnen entschieden werden muß. Die Grundsätze, nach denen bis zur Stunde die Gehaltsregelung der Beamten erfolgt, bedürfen so gut der Revision wie die Entlohnungs- normen für Arbeiter und Angestellte. Erstens wird diese Re- vision niemals von selber kommen, das heißt, ohne daß um sie Die Wacht am Roßbach. Euftvarf einer Verteidigungsrede{Cr die Deutschvölkischen. Hochzuverehrender Herr Etaatsgerichlshos. Herr Minister Severing usw. usw.! Noch nie, seitdem die Welt steht, und sie steht bekanntlich erst fest, nachdem sie S. M. Hitler stabilisiert hat wie einen rvcber de bronze, ist ein edles Werk, ein nationales Wert, ein soziales Werk schmählicher verkannt worden al» das hohe Menschheitsziel, das der Nationalismus zu erreichen anstrebte. Und doch sagt der Name schon alle». Meine sehr geehrten Herten, es sind zwei Namen, die uns zur Verfügung stehen. Der ein« ist„deutschvöltisch", der andere „nationalsozialistisch". � Daß beide aber nichts miteinander zu tun haben, eine behauptet« Ientität zwischen Deutschvöltischen und Nationalsozialisten keinesfalls bestehen kann, beweist schon ein Blick auf die gänzliche' Verschiedenheit der Namen. Der eine be- ginnt mit„D", der andere mit ,N". Wie tonn da die Rede noch von einer Gleichheit sein? Daß aber hehrstes Ziel uns vor Augen schwebt, zeigen die Eilben„Deutsch" und„National". Ziehen Sie diese beiden zu- sammen so haben Sie da» wahr« Rückgrat, den wahren Hinter« grund der verbotenen Bewegung. Man wirft uns weiter vor, daß unsere völkischen Bestrebungen dahin gehen, einen Teil de» beut- sehen Bolke», die Juden, unter Ausnahmegesetz zu stellen, sie sogar— auszurotten. Ja, meine sehr oerehrten Herren, wer hat denn daran Schuld? Doch nur die Juden, denn könnten wir an- streben, sie auszurotten, wenn sie nicht vorhanden wären? Man beseitige die Juden in Deutschland— wir empfehlen unsere Stoß- trupps als geeignetes Mittel dazu— und man wird die vollkommene Harmlosigkeit unseres völkischen Kampfes Nor erkennen. Nicht wir, sondern die Juden verdienten verboten zu werden, denn sie sind es, die mit ihrer Existenz uns zu einem Programm ver- Holsen haben. Von allein hätten wir bei der notorischen Inhalts- losigkeit unserer Köpfe keine« gefunden. Man behauptet weiter, wir hätten mit Gummiknütteln jüdische Mitbürger belästigt. Wir müssen diesen Vorwurf Herrn Severing zurückgeben. Denn hätte er erlaubt, mit Maschinengewehren gegen diese Art von Mitbürgern vorzugehen, so hätten wir nie einen Gummiknüttel in Bewegung gesetzt. Vollkommen verkannt worden ist unsere Einrichtung der Hundertschaften. Es handelt sich bei diesen keineswegs, wie Döswillige wollen, um eine militärische Organisation, sondern, wie schon der Name sagt, um ein« durchaus sachliche Finanz- o p e r a t i o n. Wir wollen von der Billionen- und Milliarden- rechnung zurück auf die alten soliden Zeiten des Hunderter Mit Wehmut und nationaler Trauer erinnern wir uns der goldenen Zeiten, da mit einem Hunderter die ganz« Fri?drichstrahe zu er- gekämpft wird— und zum anderen kann sie nicht bessere Zu- stände herbeiführen, solange der Wirtschastsegaismus einer dünnen Oberschicht diese in den Stand setzt, alle Wirtschafts- abhängigen zu unzureichender Lebensführung oder zu einer unsicheren Lebenslage zu verurteilen, Ein Wirtschaftssystem, das diese Möglichkeit zuläßt oder gar solche Handlungsweise deckt, mu.ß als gemeinschädlich bezeichnet werden. Weder Ar- beiter und Angestellte, noch Beamte haben ein Interesse an der Aufrechterhaltung dieses Systems. Sie alle stehen mitten drin in den Kämpfen, die zwischen Kapital und Arbeit nun einmal ausgetragen werden müssen. Der vorstehend besprochene Or- ganisationsvertrag bietet eine neue Plattform, diesen Kampf erfolgreich zu führen._ Der �Preisabbau'" im März. Der amtlich proklamierte Preisabbau hat sich, wie wir schon wiederholt betont haben, in den Lebenshaltungskosten nicht ausgewirkt. Im Gegentell: die amtliche Statistik weist noch eine weitere Verteuerung des dringendsten Lebensbedarfs nach. Nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamts beträgt die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung und Bekleidung) im Durchschnitt des Monats März 2864(1913/14 1) gegenüber 2643 im Februar. Di« Zisser zeigt demnach«ine Erhöhung um 8 vom Hundert. Die Indexziffer ohne die Bekleidungskosten ist um 9,1 vom Hundert auf 2627 gestiegen. Die Ernährung»- tosten haben sich gegenüber Februar um 4,1 vom Hundert auf das 331öfache, die B« k l« i d u n g s t o st« n um 3,8 vom Hundert auf das 4323fache der Vorkriegszeit erhöht. Immerhin bemerkenswert ist der a m t l i ch e K o m m e n- t a r zu diesen Feststellungen: Das in der zweiten Hälfte des Monats Februar«insetzende Stocken in der Aufwärtsbewegung der Preis« hat sich im März fortgesetzt. Eine Reihe von Lebensmitteln hat sich nicht unwesentlich oerbilligt, so vor allem ausländische Fette, Fleisch und Fische: auch Reis, Hülsenfrücht«, Nährmittel und Kartoffeln sind fast überall im Preise zurückgegangen. Andererseits sind Butter, Milch und Eier teurer geworden; besonder» erhöht haben sich die Kosten für Wohnung, Heizung und Beleuchtung. Während zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern er- bitterte Auseinandersetzungen darüber geführt werden, ob die Lebenshaltungskosten sich ermäßigt haben oder nicht, stellt das Statistijche Reichsamt fest, daß das„Stocken in der Aufwärts» bewegung der Preise" sich fortgesetzt hat! Jedenfalls reden die Zahlen eine deutlichere Sprache. Der dringendste Lebensbedarf ist auch im März noch teurer geworden, obwohl die Unternehmer bereits mit aller Kraft auf den Lohnabbau hingedrängt haben und sich dabei auf einen in sagenhafter Ferne schwebenden Preisabbau berufen. Die Loge der arbeitenden Massen hat sich aber nicht nur durch die fortgesetzte Teuerung, sondern auch durch die zu- nehmende Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit wcsent- lich verschärft. Es ist Pflicht der Regierung, daftlr zu sorgen, daß nun endlich der Preisabbau in einer dem Verbraucher spür- baren Weise durchgeführt wird. Die Zreiheitspartei in Sachsen aufgelöst. vre»d-ll. 3. April.(WTB.) Aus Grund de, 8 14 Abs. Z de» Gesetzes zum Schuhe der Republik hat da» sächsische INInislerium des Innern die deulschvölkische Frelheltsportei mit allen Zweigvereinen und Organisationen einschließlich der Iogend- Vereinigung Gras gorck von Warlenburg für dos sächsisch« Staatsgebiet oerboten und ausgelöst. Da» vermögen der ausgelösten Vereinigung wird gemäß 8 IS dieses Gesetzes zugunsten de» Reiche» beschlagnahmt. Ehrhardt nock> In llntersuchungshctst. Oberreichsanwalt Dr. Ebermayer stellt in einem Schnibcn an die„Leipziger Volkszeitung" fest, daß E h r h ar dt sich noch wie vor im Leipziger Gefängnis in Untersuchungshaft befindet. obern oder das ganze Oktoberfest in selig besoffenem Zustande zu genießen war. Wir beantragen daher Erlaubnis und gesetzliche Förderung unserer Hundertschaften als notwendigen Bestandteil der vom Reiche selbst eingeleiteten Stützungsaktion für die Mark. Als Sachverständigen beantragen wir Herrn Reichsbankpräfidentm o. Haoenstein und Herrn Ü-Tage-Finanzminister Dr. B a n g zu vernehmen. Unsere Organisation soll militärisch sein. Ja, mein« Herren, heißt denn militärisch nun unbedingt gefahrdrohend und siegreich? Wir beantragen zu diesem Punkte Herrn Ludendorff als Sachverständigen zu oernehmen, der au? seiner dahingehenden Praxis beweisen wird, daß militärisch keineswegs kampssicher und siegreich bedeutet. Wir sind auch nicht republtkfeindlich, meine Herren! Zum Beweise dessen gestatten wir uns Ihnen eine Lifte derjenigen unserer Mitglieder vorzulegen, die jeden Ersten Gehalt oder Pension von der Republik fteudig und wohlgefällig annehmen. Uns ist kein Fall bekannt, daß einer dieser unserer Herren ein« antirepublikanische Gesinnung darin manifestierte, daß er der Republik die Annahme ihrer Gelder verweigerte. Unser Kampf gilt auch nicht dem Parla- mentarismus, das zeigt schon der vorgefundene Besetzungsplan Berlins, der in einer Besetzung der Reichskonzlei und des Reichstags gipfelte, um diese Einrichtungen vor dem Pöbel zu schützen. Man hat auch Munition und Waffen bei uns gefunden. Ich mache Sie darauf aufmerksam, daß auch die Republik ihre Feiertage hat und ihren Silvester und daß keinerlei Beweis dafür vorliegt, daß diese Munition nicht zur Herstellung von Feuerwerkskörpern für diese Feiertage, diese Waffen nicht zur Stellung von Ehren- saloen für den Silvester dienten. Sie sehen, meine Herren, wie so Punkt für Punkt der Anklage in ein Nichts versinkt. Sollten Sie sich aber diesen Erwägungen verschließen, so bitte ich zum Schluß, eins zu bedenken: Sie be- haupten das Bestehen einer nationalsozialistischen und einer deutsch- völkischen Freiheitspartei im fünften Jahre der Republik. Unser hochzuverehrender Rechtslehrer und Wissenschafller von Weltruf, Herr Prof. o. Freytag-Loringhoven, hat aber emwand- frei festgestellt, daß eine H«publik Deutschland überhaupt nicht existiert. Wenn aber diese Republik nicht existiert, so kann eine gegen sie gerichtete Partei auch nicht vorhanden sein, und da kein fünfte» Jahr dieser Republik besteht, kann in diesem fünften Jahre weder«ine nationalsozialistische noch eine deutschvölkisch« Organisation zu verzeichnen sein. Mit warnender Stimme rufe ich den urteilenden Herren Richtern zu: Bedenken Sie dasl Verurteilen Sie uns, so verurteilen Sie ein Nicht», eine Null! Wir sind gar nicht da, wir sind ein JrrtumI Nieder mit der Republik, es lebe die Wacht an der Roßbach! Puck. Die neue Operette des Berliner Thrakers. Sie heiß:„Mädl" und ist von Robert Stolz, der sein österreichisches Kapellmeister. herz an sie verausgabt hat. Er hat süße, schmachtende Melodien Der Schußenge! öer Grganisatkon C. Zu der von uns bereits wiedergegebenen„Erwiderung" auf unsere Notiz über das Eingreifen Bayerns in das Untersuchungsverfahren gegen die O r g a n i- s a t i o n C bemerkt das„B e r l. T a g e b l." unter dem Sticht wort:„Ein Eingriff in die richterliche Unabhängigkeit": „Ein höchst bedenkliches Verfahren, das erbauliche Perspektiven für die Zukunft der deutschen Justiz eröffnet. Es schwebt ein Strafverfahren, im Stadium der Boruntersuchung selbst- verständlich geheim. Nur der Untersuchungsrichter, ein Reichsgerichts- rat, dessen Objektivität und Sachlichkeit von keiner Seite angezweifelt wird, ist in der Loge, zu beurteilen, wie die Untersuchung sachgemäß zu führen ist. Er setzt Termine zur Vernehmung von Zeugen und Angeschuldigten an. Er hat das Recht, bayerische Gerichte um die Vernehmung zu ersuchen. Er kann aber auch die Angeschuldigt«:! und Zeugen persönlich hören. Verständlicherweise wählt er den zweiten Weg. Di« Unmittelbarkeit des Eindrucks ist vorzuziehen. Da aber melden sich„w e i t e K r e i s e' in Bayern, ein unbestimm- ter Begriff, der als Organ der Rechtspflege bisher jedenfalls nicht anerkannt ist. Diesen„weitesten Kreisen"(stehen sie den Zeuaen, stehen sie den Angeschuldigten nahe?) wäre es lieber, wenn bayerische Gerichte die Vernehmung vor- nehmen. Weshalb? Die„weiten Kreise" geben ihren Wunsch an die bayerische Regierung weiter, und die bayerische Regierung leitet den Wunsch, der jetzt zur Anregung wird, an den Relchsmlnister der Justiz. Und nun kommt da» Bedauerliche: Reichsjusttzmioist?? Heinz«, der zweifellos weiß, daß den„weilen Kreisen" ein Recht zu? Beschwerde gegen Maßnahmen des Untersuchungsrichters gar nicht zusteht, gibt Wunsch und Anregung an den Untersuchungsrichter weiter. Leider hat der Untersuchungsrichter, statt„weiten Kreisen" zum Trotz das, was er für sachlich notwendig hielt/ durchzuführen, sich diesem Eingriff in die Unabhünglgkeil der Rechtspflege gebeugt. die Termine aufgehoben und sich nur für spätere Eventualitäten die persönliche Vernehmung vorbehalten. Da» ist ein erster Schritt auf einem gefährlichen Weg, der. wenn er keine Remedur findet, zur Untergrabung der Rechtseinheit und Rechtssicherheit Deutschland» führen muß." Die„Deutsche A l l g. Ztg." macht sich über die Er- widerung des Reichsiustizministcrs lustig, inoem sie die Eni- gegnung mit der Ueberschrist:»Zfoli rne tanger�" (Rühr mich nicht an") versieht. Der»notleiüenüe'" Großherzog. varmstadt, 3. April.(Eig. Drahtbericht.) Das monarchistische Darmstädter„T a g x b l a t t" teilt mit:„Das Landgericht D a r m st a d t hat folgenden Beschluß erlassen: Auf Antrag des vor- mals regierenden Großherzogs Ernst Ludwig wird dem hessischen Staat, oertreten durch da» Ministerium der Finanzen, durch einst- weilige Verfügung aufgegeben, an den Antragsteller 3 0 Mil- lionen Mark zu zahlen. Die Kosten der einstweiligen Der- fügung hat der hessssch« Staat zu tragen." Danach hat es also ein hochwohllöbliche» Landgericht in der Hand, durch ein Urteil zu ver- fügen, daß derselbe Staat, der die Richter besoldet, an den ehe- maligen Großherzog 30 Millionen Mark zu zahlen hat. damit der arm« Herr, der im Besitze von mehreren Schlössern, Gütern, einer Silberschatzkammer u. dergl. Sachwert« ist, aus seiner angeblichen Notlage befreit und instandgesetzt wird, seine Beamten und Haus- angestellten zu bezahlen. Ein General, der nicht weiß, wo er ist! Der General Mangin bereiste al» Frankreich» Spezialgesandter Südamerika. Im Stadt- theater von Santiago, der chilenischen Hauptstadt, festlich empfangen, hielt er ein« Ansprache, die mit den Worten begann:„Seit ich mich in diesem schönen peruanischen Lande befinde usw." Bei diesem geographischen Irrtum verblieb der tapfere General hartnäckig, und noch bei späterer Gelegenheit beantwortete er den Toast eines Mi- nisters mit den Worten:„Ich erheb« mein Glas aus das Gedeihen Perus." Das ist aber gerade das, was die Chilenen augenblicklich am wenigsten wünschen, da zwischen ihrer Republik und der peruanischen eine erhebliche Spannung besteht. Kein Wunder, daß die französische Kolonie in Santiago über den„Erfolg" der mili- tärischen Spezialgesandtschast nicht sehr glücklich ist und daß ihr Schmerzensschrei bis zur Pariser Zeitschrift„Pragres Cioique" gedrungen ist, der wir diese tleine Geschichte entnehmen. und zu? Abwechslung das nötige Trara des Blechs und der Pauken. Neue Weg« sucht er nirgends, er bleibt iu den landläufigen Gren< zen, die jedem«tmas bieten. Jn den nächsten Monaten werden die Schlager:„Wer nie ei» Mädel küßt"—„Warum muß denn gleich geheiratet sein?"—„Halt dich fest, daß du die Balance nicht ver- iierst"(aus einem Rodeischlitten zu singen) Berlin und Umgegend unsicher machen. Di« Tertlieferanten Grünwald und Stein wiesen die Bahn: sie wollten fesch sein und der bürgerlichen Moral Ge- nüge ttm, sie mischten deshalb halb« Frivolitäten und ganze Sentt- Mentalitäten Sie wollten vornehm fein und wählten das Milieu adliger Nichtstuer, deren Lebensaufgabe bei ihnen immer noch Klub, Flirt und gesellschaftlicher Sport ist. Mädi will absolut den Grafen Anatol(Schnitzlers Anotol stand entfernt Pate), oa- Muster eines Kavaliers und Vorsitzenden eines Antiheiratsklubs. heiraten. Auf dem Umwege über ein« kurze Scheinheirat, die ein Ehehindernis mit dem angeblichen Auserwählten beseitigen helfen soll. Natürlich weih st« ihn inzwischen kirre zu machen, den Pseudobrautigam auszuschiffen und den eingefleischten Junggesellen Anatol in eme» schmachtenden Ehemann zu oerwandeln. Hilde Wörner bringt die Wundcrkur fertig: reizend, frisch und keck, lieb und süß. ein« holde Anmut, die mit ihrer Stimme bezaubert, mit ihren vornehm-ewiachen Toiletten besticht und mit Tanz und Spiel alle Einwände(gegen den Operettenschmarrn) besiegt. Als Graf Anatol ist Fritz Werner ganz Kavalier(Wiener Schule), gut bei Stimme, vornehm. lässig, für die schmachtende Anbetung wie geschaffen. Die übrigen Männer sind die reinsten Trottel: Hans A l b e r s, der offizielle Bräutigam, hilft sich aus der Affäre, indem er sich auf Exzentrikkünst« verlegt. Al» besonder« Kabaretteinlage (aber mit durchgehende? Roll«) avradiert Cloire W a l d o f s mil ihrer bekannten kalten Sauce„mehr oder weniger". Ja, und die Hauplsacke: der letzte Akt spielt in einem richtigen Schlaf wagenzug, allwo silh das rechte und ein unrechtes Page finden. Die Bühnen- bilder K reHans sind hier wie in den übrigen Akten wohlgeraten. b. d. lvie entstand das Work„Zumoer"? Noch immer übernehmen wir Deutschen einfach fremdländisch« Bezeichnungen, sprechen sie dann zwar deutsch au», was ihnen allen Sinn raubt, an- statt auch für uns einen gutdeuifchen Namen oder Ausdruck zu wählen. Zum Beispiel die Benennung des jackenartigen Kleidungs- stücke«„Jumper" wäre sehr leicht und richtig übertragen in „Springer", da seine Kürze jede Bewegung beim Gehen sowie bei Sport und Spiel ohne jegliche« �emmn's gestattet. Im Englischen stammt das Wort� aus dem Jahre 1606, war damals aber verkürzt in.ivmp" /Sprung) und beseichriele ein Jäckchen oder kurzen losen Mantel, der bis an die Hüften reichte. Dieses, aus ganz grobem Sackzeug hergestellte Kleidungsstück wurde nur von Männern gelraqen und zwar bei schwerster Arbeit. Es gehörte damals zur Ausrüstung der Kohlenschipper und Hafen- arbeiter. Außerdem berichteten Teilnehmer einer Polorexpedition, daß st« Eskimos in formlosen„jumps" umherlaufen sahen.' Erst im 17. Jahrhundert wechselten die„jumps" ihre Besitzer und zähllen ran da ab auch zum Bestand« der weib'ichen Kleidung. Allerdings galten sie, in chrcr losen Form, nur als eine Ar» Haus- gewandung. Ein Jahrhundert später, also zirka 1800, nahm die englische Admiralität Besitz von dem Wort„jumps". vervoll, Ruhrbilanz. In der Pariser ,, Ere Nouvelle" beschäftigt sich Genosse Longuet mit der unheilvollen Bilanz der Ruhrpolitik, die Cin Dokument aus dem Ruhrgebiet. bereits in England als die„ größte Dummheit", ja jogar durch Die Folterkammer von Bredeney Die Aussagen zweier Telegraphenarbeiter einen englischen Staatsmann als das größte Berbrechen Der Zeitgeschichte" bezeichnet worden sei. Fast ganz Europa und Amerika seien der Meinung, der unlängst die englische Prototollaufnahme aus dem Ruhrgebiet, die fiole, fiole." Der Deutsche Transportarbeiterverband sendet uns eine| Als sie beobachteten, daß ich die Augen noch aufhatte, fagten fic: Elm stärksten empfand ich einen dreimaligen Zeitschrift Nation" Ausdrud gegeben habe, daß nämlich die wir im folgenden unverändert wiedergeben. Die Angaben, die Schlag mit dem geflochtenen Eisenstod am Hinterkopf. Nach diesen und politischer Erkenntnis zeige, der dem führenden Manne in Grund vorliegt, geben einen fleinen Einblick in die Leiden, tragen festgehalten hätte, wäre ich am Boden liegen geblieben. Nach Ruhrbefehung erneut„ den Mangel an Intelligenz hier gemacht werden, und an deren Richtigkeit zu zweifeln fein Schlägen brach ich wieder zusammen, worauf fie mich wieder empor richteten. Wenn mich einer der Gendarmen nicht fortgesezt am Rod Frankreich vorgeworfen werde". Longuet glaubt, daß diese denen unsere Arbeitsbrüder an der Ruhr wehrlos ausgesetzt Feststellung des Sanitätsrats Dr. med. North, ist durch die Schläge Auffassung über Poincaré auch bald in Frankreich geteilt find. Sie zeigen aber auch, zu welchen entsetzlichen und am Hnitertopf das Gehör des linken Ohres vollständig und des rechten werde. Denn im Dezember 1922 hatte Frankreich nach amtlicher französischer Berechnung mindestens 77 Proz. der Kofs- eder Menschlichkeit hohn sprechenden Mit Ohres teilweise in Verlust geraten. Nach dieser Mißhandlung wurde licher französischer Berechnung mindestens 77 Proz. der Kofsteln ein Militarismus zu greifen imstande ist, dem feine ich wieder in das Zimmer geführt und Herr Langel zugleich wieder lieferungen erhalten, die Deutschland vertragsmäßig schuldete; befreundete und verbündete Kulturmacht im herausgeholt." gangen. Bei den Kohlen waren es 74 Proz. im Dezember treiben müßten. 11 im Februar 1923 feien im günstigsten Falle 4 Proz. einge Namen des primitivsten Menschenrechts ein Halt zuzurufen Herr Langel erflärt jetzt weiter: Die Mißhandund 6 Broz. im Februar. Die englische, amerikanische und wagt. Denn es fann fein Rweifel darüber bestehen, daß der lungen begannen in derselben weise wieder von porne. Es wurde mir vorgeworfen, die unwahrheit gefagt zu neutrale Bresse erzähle täglich von Vorgängen im besekten Fall, der hier dokumentarisch festgelegt wird, typifch ist. Um haben. Mein Kamerad habe alles gestanden, er würde deshalb um Gebiet, die jedem Franzosen die Scham röte ins Gesicht mehr ist es die ernste Pflicht der Sozialdemokratie, 12 Uhr entlassen, während man mich, wenn ich nicht gestehen wollte, die Aufmerksamkeit der Welt auf diese bestialischen Vorfälle erschießen würde. Es wurde behauptet, ich hätte spioniert und franAuch die belgische Sozialdemokratie, insbesondere ihr Ben- zu lenten, die, hätten sie sich vor dem Kriege in irgendeinem zöfifche Leitungen zerstört( Sabotage) getrieben. Ich forderte, mich tralorgan, der Peuple", sett den Kampf gegen die Ruhr- dunklen Erdteil ereignet, einen Entrüftungssturm in der gan meinem Kollegen gegenüberzustellen. Dem fam man nach. Als ich befegung frog der fortgesetzten Angriffe der bürgerlichen Bresse gen Welt erregt hätten. Es wäre vor allem eine danfenswerte ihn fragen wollte, erhielt ich fort. Erneut erflärt der Peuple":" Wir glauben auch Rammer dieses document humain" zu unterbreiten. Es Aufgabe unserer Genossen in Frankreich, der weiterhin, daß die Ruhrbefehung ein tolles Abenteuer ist und werden es auch weiterhin als solches behandeln. Bon dem ersten Tage an haben wir vorausgesehen, daß das Unternehmen, meit entfernt, etwas einzubringen, als Belastung mirkt, daß es unentwirrbare Schwierigkeiten wirtschaftlicher und technischer Art verursacht, daß es von Streits und blutigen Zwischenfällen begleitet sein und Frankreich und Belgien von der übrigen Welt weit isolieren wird." " lautet: Die beiden Telegraphenarbeiter Paul Langel und Kart Steffens hatten am 7. März gegen 12 Uhr den Auftrag, die Nebenstelle Alfredftr. 150 des Teilnehmers Reg Mineral- Del, Hunffenfanden sie, daß der Berteiler, Ecke Alfredstraße und Hausmannsallee 10, nachzusehen. Auf dem Rückwege zum Telegraphenbauamt plat, nicht verschlossen war und offen stand. Herr Steffens brudte deshalb die Tür zu, während Herr Langel sich bemühte, das Schloß mit einer Bange zu schließen. Herr Langel erklärt dann für Steffens mit: Als wir uns um drehten, ging ein 3ipilist vorbei, der sich am Hausmannsplatz nach uns umfah. Dieser Herr war mir als Franzose befannt, da ich vor zwei Jahren auf der franzöfifchen Kohlenfommission eine Reihenanlage gelegt und dabei diesen Herrn fennengelernt hatte. Der Herr trat persönlich nicht mehr in die Erscheinung, nur bei der Bernehmung durch den Gendarmen im Rathaus Bredenen wurde er von den Gendarmen erwähnt. Kurz nach dieser Begegnung famen zwei französische Radfahrer, Daß es auch im bürgerlichen Lager Belgiens über den verhängnisvollen Einbruch ins Ruhrgebiet zu dämmern beginnt, dafür liefert die Libre Belgique" einen Bemeis. Im Ruhrgebiet, fo führt sie aus, feien zwar ungeheure Kohlenvorräte aufgestapelt, aber es sei schwierig, zu sagen, wieviel Zeit man für den Abtransport der Kohlen brauche, menn man bedente, daß die belgischen Truppen jekt schon drei Monate im Ruhrgebiet seien. Vor die schwierigste Frage werde man aber gestellt, wenn man sich frage, was werden soll nach dem Abtransport der beschlagnahmten Rohle. Denn überall, mo ein Eingriff in die Werte erfolge, legten die Arbeiter die die unsere Arbeit von fern beobachtet hatten und fragten uns, was Arbeit nieder. Und um die deutschen Bergarbeiter zu zwingen, wir dort machten. Ich antwortete, daß wir die Tür des Verteilers für die Befatung zu fördern, dazu bedürfte es hundert abgeschlossen hätten. Langel glaubte den Mienen des Franzosen taufend Soldaten mehr im Ruhrgebiet. Gar feine au entnehmen, daß fie in der Zange einen Revolver vermuteten. Mede tönne aber davon sein, daß Belgier und Franzofen Er zeigte fie deshalb auf Verlangen der Franzosen vor, stedte sie jedoch sofort iin seine Tasche, als man sie ihm abnehmen wollte. felbft die Bergwerke des Ruhrgebiets ausbeuteten. Ohne Langel führte weiter aus: Wir gingen darauf unbehelligt weiter, die wohlwollende oder erzwungene Unterſtügung der Deuf- ohne uns umzusehen. Wir wissen deshalb nicht, ob die Franzosen schen wäre das eine foftspielige Berrücktheit". Und woher aus eigener Initiative oder auf Beranlassung des erwähnten Zividie Arbeitskräfte nehmen? Selbst wenn sich welche fänden, listen uns nach etwa dreißig Schritt wieder einholten und fo entstünden dadurch Kosten, daß die Tonne Rohle einen uns für verhaftet erklärten. fabelhaften Gestehungspreis erreichte. Rum Beweis für die Bir Schwierigkeiten erzählt der Berichterstatter der Libre ir wurden darauf zur ehemaligen Wache der Schupolaserne ab. Belgique", daß man die größte Mühe gehabt habe. Dier Kranführer für den Hafen Ruhrort aufzutreiben. Man hat schließlich alle vier unter den Arbeitslosen Antwerpens ge funden und mit einem Tagesverdienft von 40 bis 45 Frank angeworben. geführt, dort verhört, und etwa eine Stunde später mittels Martetendermagen unter Bewachung von sieben Soldaten zum Rathaus Bredenen gebracht. Bon dieser Zeit ab wurde unsere Behandlung stellenweise getrennt vorgenommen. Es wird beshalb die Bernehmung für jeden der beiden Herren einzeln weitergeführt. Herr Langel gibt zunächst folgendes an: Mir wurden im Rathaus, nachdem wir etwa 1½ Stunden auf einem Strohfad geseffen hatten, erst beide vernommen. Mir wurde die 3ange, zwei Schraubenzieher, zwei Notizbücher, ein Taschenmesser und mein Baß Wie wir erfahren, ist am Karfamstag der vom Sowjetgericht( alles mein Privateigentum) abgenommen, außerdem ein Streden zum Tode verurteilte und vom Zentralerefuffufomitee nicht be- apparat, der Diensteigentum war. Von meinem Eigentum habe ich gnadigte fatholische Prälat Budkiewicz durch Erfchießen hin- bei der Entlassung meinen Paß, die beiden Notizbücher und das Taschenmesser zurüderhalten. Die fehlenden Sachen( 3ange gerichtet worden. und Schraubenzieher) follte ich im Kriegsgericht abholen. Darauf wurden wir beide Prälat Budkiewicz erschossen. Deuffchnationale und Bolfsparteller haben, wie Ill. meldet, gemeinsam Einspruch erhoben gegen die kommissarische Be ftallung des fozialdemokratischen Miniſteralrats Krüger zum Regierungspräsidenten von Lüneburg. ständigte es in„ jumper" und verlieh diese Bezeichnung einem beliebten Kleibungsstück des Zwischended's. Das farbenfreudige, Das farbenfreudige, moderne Modell, das wir heute in Seide und Wolle, gestrickt, ge häckelt und gewebt bewundern und das sich so vieler Anhängerinnen erfreut, ist also zwar alter, aber sehr einfacher Herkunft. J. K. H. etwa drei Stunden in eine Einzelzelle gesperrt, jeder für sich. Meine Zelle war als Aufenthaltsort für einen Menschen nicht geeignet, da sie außer Erfrementen von Menschen und allerlei Unrat sehr viel Ratten enthielt. Da ich es vor Geftant nicht aushalten fonnte und mich auch nicht zu fassen wußte, machte ich mich durch Klopfen und Rufen bemerkbar. Die Belle wurde deshalb auch bald geöffnet und mir bedeutet, daß mir, wenn wir uns ruhig verhielten, die Nacht in einer gemeinsamen Belle zubringen dürften. Darauf iperrte man mich zu meinem Kameraden Steffens in eine Belle. Die Belle enthielt 3 mei Betten; es fonnte sich jeder wegen des äußerst engen Raumes immer nur einer von uns bewegen. Sonst war der Aufenthaltsraum nicht zu beanstanden. Herr Steffens äußert hierzu, daß die Angaben des Langel zutreffend seien, und daß er bis dahin feine besonderen Angaben zu machen habe, außer daß man ihm seine Brieftasche mit Ausweisen abgenommen habe, beides habe er jedoch mieder zurückerhalten, Herr Langel gibt dann weiter an: 2m 8., vormittags gegen 9 Uhr, wurden wir auf der Wache einzeln verhört. Gegen 10 Uhr wurden wir einzeln gefeffelt und in Begleitung eines Gen barmen unter der unvermeidlichen Bedeckung Die alkoholfreie Hochzeit zu Cana. Die Sensation der dies jährigen Frühjahrsausstellung der Unabhängigen Künstler in New York ist ein Gemälde von J. Fr. Kaufmann, bezeichnet: Bater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun", das eine Hochzeit zu Cana nach der Einführung des Alkoholverbots in den Bereinigten Staaten darstellt, mit Christus. wie er auf der Cana- Hochzeit erschienen sein mag, und mit Mr. Volstead, dem ( übrigens nicht wiedergewählten) Kongreßmann, auf den dies Brohibitionsgesetz zurückgeht. Er legt dem Heiland die Hand gönner haft auf die Schulter und deutet auf William Jennings Bryan, den emigen Präsidentschaftskandidaten, der den Wein ausschüttet, den Christus aus dem Wasser verwandelt hat. Im Hintergrund mit aufgepflanztem Seitengewehr zum Gymnasium nach Bredenen steht William H. Anderson, der Bräsident der Anti- Saloon- Liga, gebracht. Die Fesselung geschah derart roh und brutal, daß wir jezt gerichtlich verfolgt wegen Mißbrauchs von ihm anvertrauten vor Schmerz gebeugt in völlig gebüdter Gangart Geldern. Gegen den Künstler ist eine Anzeige erfolgt, weil fein den Weg zum Gymnasium zurücklegten. Wir müssen besonders er Bert das Prohibitionsgesez und die fit dieses Gesetz verantwort wähnen, daß unser großer Schmerz den Franzosen eine lichen Männer lächerlich mache" und deswegen angetan fei, die sadistische Freude machte. Dort angefommen, begann für Moral der Jugend und anderer zu verderben". Allein, da es bis uns eine wahre Leidenszeit. Ich habe hierüber im Zuchthaus jekt in den Bereinigten Staaten tein Gesetz gibt, das Safrilegien genaue Aufzeichnungen gemacht. Infolge meiner pollig unter Strafe ftellt, dürfte der Künstler straffrei ausgehen. zerrütteten Nerven habe ich das Notizbuch perlegt. Ich bitte 3. S. Bach und das neue Rußland. Die Moskauer Ifweftija" eiboch, feinen Inhalt, falls ich das Heftchen wiederfinde, als Er mürtigen aus Anlaß der in dieser Konzertjaison von einem Mos- gänzung zu dieser Berhandlungsschrift zu betrachten. Im Folgenden fauer Bianisten zu Gehör gebrachten sämtlichen Stüde aus Badys gebe ich die Umstände an, soweit ich mich ihrer erinnere. Zuerst Bohltemperiertem Klavier" in einem Bach und wir" überschrie- wurden wir gemeinsam in einen großen Raum geführt, aus welchem benen Artikel die Bedeutung Bachs für die Revolutionie. ich jedoch bald wieder herausgeholt wurde. In einem besonderen wurde ich dann DON pier Gendarmen rung der Musit. Das Blatt meint, Bach sei nur von Beruf, Raum formal Kirchenmufiter gewesen; in Wirklichkeit sei er der gigan- empfangen. tische Revolutionär der Kunst, gehöre ganz der Laienwelt an, ein Diese Leute schlugen mindeffens eine halbe Stunde lang mit heidnischer Magier. Man müsse an Bach nicht in Andacht, sondern Reitpeifschen, Gummischläuchen und gedrehten Eisenstöden in Berwegenheit herantreten: dies wäre zwar eine Berlegung der auf mich ein. M einen Schlag mit der Reifpeitsche ins Gesicht. Darauf fragten fie meinen Kollegen und stellten die Frage so, daß er unbedingt Ja" fagen follte. Steffens raffte sich aus seiner Lethargie auf und fagte furz und bestimmt nur das eine Wort„ Mein". Num mehr schlug man auch ihn mit der Reiipeitsche ins Gesicht, warf ihm den Ueberzieher über den Kopf, gab ihm einen Schlag ins Kreuz und ftellte ihn in eine Ede. Darauf zog ein Gendarm seine Uhr, hielt Minuten bist du ein Häuschen Elend, du elender Schuft!" Um diemir( Langel) seinen Revolver unter die Nase: ,, Riech mal, in fünf felbe Zeit, etwa fünf Minuten vor 12 Uhr wurden vier Poften hereingerufen, die den Befehl erhielten, zu laden und sich in zwei Meter Abstand von mir aufzustellen. Der Borgang spielte sich vor Steffens Augen ab. Die Soldaten luden und machten sich zum Schuß bereit. Der Franzose fragte nunmehr, ob ich noch einen Wunsch habe, ich sagte, ich möchte meine Mutter sehen, und einen Geistlichen fprechen. Der Franzose antwortete:„ Ich habe meine Mutter auch perforen und fann sie nicht mehr sehen, du brauchst die deine auch nicht zu sehen, mit dem Erzbischof von Köln kannst du oben ab rechnen." Bei diesen Werten betam ich wieder Peitschen- und Handfchläge ins Gesicht. Darauf mußte ich mich in eine Ede stellen und er fommandierte: 3um Schuß ferlig." Dann machte ich ein Kreuzzeichen, riß den Rod und Beste auf, zeigte ihnen meine entblößte Brust und fagte:„ Schießt zu!" Steffens hat den ganzen Borgang mit ansehen müssen. Nun erfolgie bas Kommando Gewehr ab!" Dann wurden wir wieder in derselben brutalen Weise mit Handschellen gefesselt und unter gleich unausfprechlichen Schmerzen zum Rathaus zurückgebracht. Hier wurden wir wiederum in Einzelhaft gescht.( Diese Handfchellen bestehen nach unserer Beobachtung aus Eisenketten, in welche Eifenfugeln eingegliedert sind. Diese Kugeln drücken in das Fleisch ein und verursachen dann unerträgliche Schmerzen.) Bevor die Belle geschlossen wurde, wurde ich erneut mißhandelt; ich sollte angeben, wo sämtliche Bauführer und Bautruppführer wohnten und wo die einzelnen Bauläger sich be. fänden. Ich entgegnete: Ich bin ein Deutscher, ich werde feinen Deutschen verraten, lieber will ich für tausend Mann sterben!" Jetzt lug man mich erneut mit denselben Gegen. Dann erhielt ich einen Iriff vor den Unterleib, nach dem ichan bewußtlos zusammenbrach. ständen. Nach zwei Stunden tam ich zu mir und lag in der Belle unter einem Bett. Wie ich dort hingekommen bin, ist mir nicht erklärlich. Erft gegen 5 Uhr nochmittags wurde die Zelle geöffnet. Ich wurde dann mit meinem Kameraden Steffens durch eine Hintertür des Rathauses in einen Gefängnismagen gebracht, der uns und zugleich zwei andere Berfonen( ein Schupo und ein Werdener Bürger, die unsere letzten Mißhandlungen und Ausrufe gehört hatten), in das Zuchthaus nach werden bringen follte. Herr Steffens erklärt:„ Die Aussagen des Kameraden Langel find zutreffend. Nachdem man mich wieder in die Einzelzelle gesperrt hatte, wurde ich um 23 Uhr wieder herausgeholt. Nunmehr mußte ich erzählen, was ich bei der Gendarmerie ausgefagt hatte. Als ich dies getan, bekam ich zur Antwort, es sei gelogen; ich wurde mit Fußtritten behandelt, in die 3elle ge. worfen und bortebenfalls mißhandelt. Nunmehr zerrien fie mich nochmals aus der Belle heraus und stellten die ieder Begründung entbehrende Frage an mich, marum ich nicht gleich die Wahrheit gefagt hätte. Dann mark man mich unter Stößen wieder in die Belle, wo ich bis zum Abtransport nach Werden bis 5 Uhr verblieb. Nunmehr erklärten beide Herren gemeinsam:„ Wir langten am 8. abends um 7 Uhr in Werden an und erhielten dort die erste Speise( Kartoffeln und Fleischsauce). Wir hatten also vom 7., früh um 10 Uhr, bis zum 8., abends 7 Uhr, nichts zu essen und zu trinken bekommen, frohdem wir mehrmals Die Behandlung und Verpflegung im Werdener Zuchthaus war zuum Wasser und Brot gebettelt hatten. friedenstellend. Am 11. um 5 Uhr tam ein franzöfifcher Gendarm und rief: Bongel, Steffens, raus, in zwei Minuten fertig machen." Da wir Meinung des ebenfalls im Zuchthaus sich befindlichen Herrn Dörren. nicht wußten, daß wir entlassen werden sollten, und auch nach burg, der alle Kameraden in vorbildlicher Weise ermuntert hatte, zu befürchten war, daß wir einem anderen Zuchthaus, etwa Saor oder weibrüden, zugeführt werden sollten, faßte uns ein furchtbarer Schreden, der in einen Nervenchot ausartete. Kamerab Steffens ist einer völligen Apathie anheimgefallen. Ich. Langel, bin heute noch nicht Herr meiner Nerven und mein Erst im Hofe des Zuchthauses wurde uns mit dem Worte Raus" eröffnet, daß mir frei seien und nach Hause gehen könnten. D. gez. angel. g. 1. gez. Steffens. gez. Roscheinen, Oberpostsekretär. D. Seipels Erfolg in Rom. Wien, 3. April.( WTB.) Bundeskanzler Dr. Seipel reifte gestern abend von Rom ab. Vor der Abreise empfing er einen Ber feststehenden Tradition. Doch es gelte eben, Bach der Erde meinen Baletot zogen sie über meinen Kopf zusammen, so daß ich wiederzugewinnen, um seine ganze Sonnigkeit und Lebensfülle, taum Luft betommen fonnte. Nachdem man den Mantel treter des Wiener Tel. Korr.- Bureaus. Der Kanzler stellte fest, daß seine nur verhüllte, doch ungestüm hervorbrechende Einnlichkeit in wieder fallen gelaffen hatte, wurde mein Kopf mit denselben Instru- in der Aussprache mit Mussolini alle politischen Fragen allgemeiner die Erscheinung treten zu lassen. Bach stehe unseren heutigen Stim- menten behandelt. Er zeigt heute noch Wunden auf, auch meine Natur soweit geflärt wurden, daß in Rom schon in den nächsten mungen so nahe, daß erst jetzt die Zeit gekommen fei, den Meister Beine sind von den Schlägen noch geschwollen. Beide Uebel hat der Tagen Italien als eine der ersten Mächte mit Desterreich einen Finngemäß zu interpretieren. Sanitätsrat Dr. med. North am 11., abends, bei der Untersuchung vollwertigen handelsvertrag abschließen werde, der den In der Staatsoper beginnt Walter Kirchhoff fein auf drei festgestellt. Da mein Kopf start blutete, und man mic Intereffen belder Staaten gerecht zu werden verspreche. Bezüglich dem inzwischen aus dem Mittwoch, den 11.: 2ohengrin"). N perbergen wollte, mußte ich mich in einer dunklen Ede über einen der Bezahlungen, die sich aus dem Friedensvertrag Vorträge. Für die Gesellschaft für Geschlechtskunde und Segualreform Drahtverhau derart herüberhängen, daß mein Kopf nach unten hing. und aus der Nachkriegszeit ergeben, sei grundsäglich ein gegen. bricht Donnerstag 7%, Uhr im Institut für Meeresfunde, Georgenstr. 36, Nun begann dieselbe Prozedur mit meinem Rame feitiger Ausgleich dieser Forderungen und Schulden zuge Dr. Felig Sernau über Das Fiasto der Monogamie. Einraden Steffens, der infolgedessen auch nicht bemerkte, daß sichert worden. man mich wieder in das von ihm verlassene Zimmer führte." Herr Steffens erklärt auch hierzu: ch bin genau in der. selben Weise wie mein Kamerad Langel mißhandelt worden, nur Ueberzieher ausziehen. mußte ich auf Befehl, da ich einen dicen Ueberzieher anhatte, den fritt 150 M. „ Der schöne Bucheinband", eine Ausstellung des Jakob KrauseBundes, wird in der Gutenberg- Buchhandlung, Lauentien Straße 5, am 4. April eröffnet. Die Sowjetpoftmarken. Ab 1. April gelten nur noch bie ruffifchen Pofiwertzeichen der Ausgabe 1922/28 mit den Darstellungen eines Arbeiters, eines Rotarmisten und eines Bauern sowie die alten Ausgaben bis 1917, soweit sie mit dem Aufdruc des Sowjetsterns und der neuen Wertangabe bersehen find. Jedesmal, wenn ich infolge der wuchtigen Schläge nach vorne taumelte, betam ich einen Schlag unter das Kinn, fo daß ich wieder rüdwärts faumelte. Wien, 3. April.( WIB.) Wie die Blätter melden, tam es gestern vormittag auf dem Egelberg bei Wien, wo sowohl nationalfozialistische gls auch fozialdemokratische Gruppen Versammlungen veranstalteten, zu 3 usammenstoßen. Es sollen dabei gegen 100 Schüffe abgegeben und mehrere Perjonen verlegt worden sein. Gewerkschaftsbewegung Kommunistische Musterknaben. Aus 8 offen wird uns berichtet: 10 Berrechnung dieses Borschusses foll geschehen in Hebereinstimmung mit dem Ergebnis der Berhandlungen zwischen Spikenorgani sationen und der Reichsregierung am 10. April 1923. Der Große Frig" Herbener, Borfigender des BetriebsWir stellen fest, daß dieses Ergebnis, das der Schiedsspruch rates der Internationalen Schlafwagengesellschaft, Werkstätte Die neuen Besoldungsverhandlungen. bringt, auch auf dem Wege der direkten Verhandlungen zu erzielen Um fommission und Vorsitzender der Ortsverwaltung des Deutschen tretern der gewerkschaftlichen Spitzenverbände eine Aussprache statt, Abänderungsvorschläge mit den Organisationen abgelehnt hätte. Im Metallarbeiterverbandes, der sich das Vertrauen der wahren Am 31. März fand zwischen dem Reichsfinanzminister und Ber- gewesen wäre, wenn man nicht rundweg jede Verhandlung über die Boffen, Mitglied des revolutionären Kontrollausschusses, der Wucherin der als Termin für die neuen Besoldungsperhandlungen der Interesse der Allgemeinheit würde es liegen, wenn bei den fünftigen lassenkämpfer" erit dadurch erworben hatte, daß er im vergangenen 6. April bestimmt wurde. Ursprünglich wollte die Regierung erst am Wille zur Verständigung vorhanden wäre. Die Angestelltenorgani flärte, seine plöglich verstorbene Frau habe das fehlende Geld gedirekten Verhandlungen seitens des Vertreters des Magistrats der Jahre als Staffierer der Freien Turnerschaft bei der Revision er10. April über die Verrechnung der am 19. März gezahlten Ge- fationen haben ihn oft genug zu erkennen gegeben. hälter verhandeln. Die Vertreter der Spizenorganisationen machten Anmerkung der Redaktion: Die Klagen der frei. nommen, hat das Vertrauen seiner Arbeitskollegen dadurch schwer darauf aufmerksam, daß der viel zu spät gewählte Berhandlungs- gewerkschaftlichen Angestelltenorganisation über das Berhalten des mißbraucht, daß er 810000 Mart Margarinegelber termin zur Folge haben könnte, daß die Beamten, namentlich soweit städtischen Tarifvertragsamts sind leider nicht neu. Auf die einzelnen unterslagen bat. Dieser Arbeiterführer, ber erst vor zwei fie ihre Bezüge monatlich empfangen, Mitte April ohne Bar- Borgänge zurüczukommen, würde zu weit führen. Es genügt je Jahren erfuhr, daß es überhaupt Arbeiterorganisationen gab, nachmittel sein dürften. Außerdem wurde betont, daß bereits die doch zu bemerken, daß es ein höchst unglücklicher Zustand ist, wenn dem er bei der Firma Weinberg als Werfmeister zum Tempel Februarbezüge um 26 Proz. hinter den vom Reichsstatistischen Amt Mitglied als Magistratsvertreter bei Berhandlungen mit eben dieser bonzen“ und„ Arbeiterverräter" von der VSPD. gar nicht genug ein von einer freigewerkschaftlichen Organisation ausgeschlossenes hinausflog, fonnte sich in der Bekämpfung der Gewerkschaftsermittelten Teuerungsziffern zurü d geblieben sind und, da die Organisation fungiert. Unnötige Verschärfungen und Zufpizungen Breissteigerung inzwischen weitere Fortschritte gemacht habe, eine find die unvermeidlichen Folgen. Es gibt wohl teine andere Stadt entsprechende Teuerungszulage für März und April erfolgen müsse. in Deutschland, wo die Gewerkschaften so oft an die Schiedsstellen Der Reichsfinanzminister erklärte seine Bereitwilligkeit, am 6. April gegen die Stadtverwaltung appellieren. Das ist ein unerquicklicher fowohl über die Regelung der Grundgehälter als auch über eine Bustand, deffen schnelle Beseitigung im Interesse aller Beteiligten liegt. Teuerungszulage zu verhandeln. Tarifftreit in den städtischen Werken. Zu der unter obigem Titel veröffentlichten Notiz in Nr. 143 des Borwärts" erhielten wir durch das städtische Nachrichtenamt folgende Ermiderung des Tarifvertragsamts der Stadt Berlin: Unter der Ueberschrift Tarifftreit in den städtischen Berken" Derbreiten die Angestelltenverbände, die den Berfangestelltentarifvertrag mit dem Magistrat Berlin abgeschlossen haben, eine Nachricht, die die wesentlichsten Tatsachen über die Entstehung des Tarifstreites verschweigt. Es ist unrichtig, wenn die Notiz der Angestelltenverbände besagt, der Bertrag sei vom Magiftrat ohne zwingende Gründe zum 31. März gekündigt worden. Tatsächlich erfolgte neben der Er. wägung, daß möglicherweise die geplante neue wirtschaftliche Form her Werte zum 1. April hergestellt sein könnte, die Auffündigung des Wertangestelltentarifvertrages, weil die Angestelltenverbände unter dem 2. Februar 1923 eine zufähliche Tarifvereinbarung bean. tragten, die der von der Stadtverwaltung geplanten neuen Wirt schaftsform die erheblichsten Schwierigkeiten bereitet hätte. Es war also ein wesentlicher und wirtschaftlich schwerwiegender Ergänzungsantrag der Angestelltenverbände, der die Kündigung des Wert angestelltentarifvertrags vorwiegend auslöfte. Weiter verschweigt die Darstellung der Angestelltenverbände, daß der Magistrat nach der formellen Kündigung des Werfangestelltentarifvertrages den Ange. stelltenverbänden wiederholt eindringlich angeboten hat, den bis herigen Werkangestelltentarifvertrag ohne jede Abänderung oder Er gänzung erneut mit Geltung bis zum 30. September 1923 abzu schließen. Die Angestelltenverbände lehnten eine Verlängerung des bestehenden unveränderten Bertangestelltentarifvertrages ab und überreichten in Fortführung ihrer Abficht, das bestehende Tarifver tragsverhältnis zuqunsten der Angestellten noch vor der Schaffung der neuen Wirtschaftsform der Werfe zu verbessern, wesentliche über jede privatwirtschaftliche Uebung hinausgehende Verbesserungsanträge. Das Berschweigen dieser wichtigsten Borgänge in dem ganzen Tarifftreite in der Pressemitteilung der Angestelltenverbände muß leiber als geeignet bezeichnet werden, in den Reihen der Angestellten, der Arbeiter sowie der gesamten Berliner Bevölkerung ein völlig irreführendes Bild von der Stellungnahme des Magistrats und der Angestelltenverbände hervorzurufen. Die Aufgabe des Magistrats muß es sein, nicht im engsten Interesse der Werfangestellten, sondern im allgemeinen Interesse der gesamten Gemeindepolitit die freie Gestaltungsmöglichkeit der geplanten neuen Wirtschaftsform der Städtischen Werte zu sichern. Die Eisenbahner des besetzten Gebiets. Die am 25. März in Elberfeld tagende Konferenz der Betriebs- und Beamtenräte des Deutschen Eisenbahner verbandes aus den neu- und altbefezten Gebieten nahm folgende Entschließung an: Die KPD. hat in Boffen wirklich Bech. Erst im vorigen Jahre wurde in der Stasse der Warenversorgung des AGBD. ein Defizit von über 3000. feſtgeſtellt; der Kaifierer Wichert, auch ein waschechter Kommunist, hat sich nicht gefcheut, das Geld von einer Sammelliste zu unterschlagen, das zur Weihnachtsunterſtügung alter und bedürftiger Personen bestimmt war. Da er nicht als Staffierer des Metallarbeiterverbandes gewählt wurde, ging er zur Arbeiterunion und wurde dort Kassierer. Die Arbeiterschaft aber mag fich damit trösten, daß sich diese beiden Helden" jeẞt ein Wohnhaus bauen und mit den Arbeitergroschen wenigstens die Wohnungsnot bekämpfen helfen. Betriebsräteschule. Der Einbruch des französischen und belgischen Militarismus In der vierten Aprilwoche wird ein neuer Interriots. und Imperialismus ift entgegen dem Wortlaut des Versailler Ver traaes erfolgt. Die Eisenbahner erklären vor aller Welt, daß sie abschnitt der Betriebsräteschule beginnen. Es sind 82 Kurse willens find, in ehrlicher, Weise den Wiederaufbau im vorgesehen, in denen die Hörer die Möglichkeit haben, fich wichtige Rahmen des möglichen zu leisten und die zerstörten Ge- arbeitsrechtliche, betriebs- und privatwirtschaftbiete wiederherzustellen. Sie danfen allen Gewerkschaftlern im liche und voltswirtschaftliche Kenntnisse zu er Ausland für ihre ideelle und materielle Hilfe und bitten, in der arbeiten. Die Kurse finden im Zentrum, Nordwesten, Unterstügung fortzufahren. Der Zusammenbruch des passiven Norden, Südosten und Osten Berlins, ferner in Spandau Die Unterrichtsstunden liegen nachmittags Widerstandes würde den der Deutschen Republik und Demokratie und öpeniď statt. bedeuten. Mit der Republit würden auch die Sozialrete, 6-8 Uhr und abends 8-10 Uhr. Die einzelnen Kurse werden die Sozialversicherungen, Arbeitsrechte und Freiheiten und die erste sich über acht Wochen( wöchentlich ein Unterrichtsabend) erftreden. Etappe aum Sozialismus, das Betriebs- und Beamtenrätegeseg Sörerfarten zum Preise von 500 M.( für Kurzarbeiter zu fallen. Der Zusammenbruch der deutschen Arbeitnehmerfront, welche 250 M., für Arbeitslose unentgeltlich) sowie Unterrichtss bisher stola waren, der Vortrupp der internationalen Arbeiter flaffe berzeichnisse sind im Bureau der Betriebsrätezentrale( Engelzu sein, würde den der ganzen Weltwirtschaft nach fich ufer 24:25, 2. Hof, 1 r.) und bei den Ortsverwaltungen der ziehen. Arbeiter und Angestellten- Gewerkschaften erhältlich. Die deutsche Regierung fordern wir dringend auf, energische Pflicht der Betriebsräte und Funktionäre ist es, die Kollegen Maßnahmen zu ergreifen, damit der Erfolg dieses Kampfes nicht in den Betrieben auf das Stattfinden der Kurie und auf die Bedurch nationalistischen Böbel gefährdet wird. Wtr fordern deutung der Arbeiterbildung für den Fortschritt der Arbeiter weiter die Regierung auf, dem Gerede über den Lohnabba u bewegung hinzuweisen. Nicht nur Betriebsräte fönnen entgegenzutreten, weil die Preise in feiner Form soweit an den Kursen teilnehmen, sondern alle freige werti& aftgefunken sind, daß dte Lebenshaltung von 1913/14 auch nur an- lich organisierten Kolleginnen und Kollegen. näbernd erreicht ist; um so mehr, als besonders in Kleidungs- Nur durch intensive wirtschaftliche und arbeitsrechtliche Schulung stücken eine große Notlage besteht. werden wir fähig, den Angriffen des Unternehmertums erfolgreich Ferner fordern wir von der Regierung, daß fie allen ihren zu begegnen. Darum besucht unsere Surfel Verwaltungsstellen eine unbedingte Respektierung der gesetzlichen und vertraglichen Beamten- und Betriebsräterechte zur Pflicht made. Die Freigewerkschaftlichen Eisenbahnbetriebs- und Beamtenräte der befeßten Gebiete erklären fich zum Schluß weiterhin bereit, die Abwehrfront zu halten und fordern die gefamte beutsche Bevölkerung auf, sie in diesem Kampfe an unterstützen." Entschließung zur Ruhrbesehung. Der Beirat des Deutschen Legtilarbeiterverban des faßte in feiner Tagung in München am 25. März folgente Entschließung: " Der Beirat nimmt Kenntnis von dem Bericht seiner nach dem Ruhrgebiet entsandten Studienkommission über die Lage und Vorgänge in dem von den Franzosen und Belgiern besetzten Gebiet. Er tampf und in der Stüßung dieses Kampfes durch die Gewerkerblickt in dem in Form passiven Widerstandes geübten 2 b mehrschaften eine auch im Intereffe der Arbeiterbewegung liegende Notwendigkeit. Die Mitglieder des Deutschen Textilarbeiterverbandes werden aufgefordert, die Maßnahmen der Gewerkschafts. fpigen zu unterstügen. Hierzu erhielten mir Don den beteiligten Organisationen folgende Antwort: " Es trifft nicht zu, daß ein Antrag der vertragschließenden Organisationen die Kündigung des Werftarifvertrages ausgelöst hat. Der vom Magiftrat erwähnte Antrag bezweckte lediglich bei Schaffung der Stadtwerke G. m. b. h. die wohlerworbenen Rechte der Angestellten zu sichern und es war von den Organifationen beabsichtigt, diese Frage aufertariflich zu regeln und eine entsprechende Bestimmung in den Gesellschaftsvertrag auf nehmen zu laffen. Es war den Organisationen auch bekannt gemorden, daß der Magistrat Berlin fofort nach Schaffung der StadtFerner fordert der Verband feine Mitglieder auf, allen Be merte G. m. b. H. eine wesentliche Minderung der bisherigen sozialen strebungen republiffeindlicher Kreise, den Abwehrkampf zu natioRechte vorzunehmen gewillt war. Nur diese Absichten zwangen die nalistischen Zwecken zu mißbrauchen, energischsten WiderOrganisationen, die Berhandlungen über gewisse Abänderungsvor. ft and entgegenzusehen und dementsprechend intensiv aufklärend zu schläge zu verlangens Die Abänderungsvorschläge zu dem Tarif- wirken. Von der Regierung wird Eingehen auf alle Berhandvertrag find teils redaktioneller Art, teils foll durch fie eine An- Iungsmöglichkeiten gefordert. gleichung an Bestimmungen anderer Tarifverträge oder der Be- Der Deutsche Tertilarbeiterverband verlangt, daß endlich mit der felbungsordnung gefunden werden. Stets haben aber die standalösen, die Besitzenden schonenden Steuerpolitit in Organifationen erklärt, daß die eingereichten Abänderungsvorschläge Gewinnen und ihrem Vermögen zu den Staatslaften im Intereffe. Deutschland aufgeräumt wird und die Besißenden entsprechend ihren eine Verhandlungsgrundlage bilden sollen. Der Magiftrat lehnte jede Berhandlung ab und erflärte fegten Endes einer vernünftigen Erfüllungspolitik herangezogen werden." nicht nur die eingereichten Abänderungsvorschläge, sondern den ganzen Tarifvertrag als strittig. THIT Wenn der Magistrat weiter feststellt, daß er im Allgemeinintereffe die freie Gestaltungsmöglichkeit der geplanten neuen Wirtschaftsform der städtischen Werke sichern muß, stimmen wir ihm hierin bei, werden uns aber jedem Versuch widersehen, dies auf Roften der Belegschaft der Werke zu tun. Wir müssen vom Magiftrat verlangen. daß er den berechtigten Wünschen der Angestellten. und um solche handelt es sich in diesem Tarifftreit, unter allen Umständen ebenfalls im Allgemeininteresse Rechnung trägt. Sabotierung des Achtstundentages bei der Reichspoft. Aus Bostbeamtentreisen wird uns gefchrieben: Die Oberpostdirektion Berlin versucht seit geraumer Zeit, auf Umwegen den Acht stundentag zu durchbrechen und hat neuerdings eine Bezirksverfügung erlaffen, in der es heißt: ... , Die V.A. haben bis zum 15. 3.( für Stelle I. D. 6) zu melden, welche nichtgeprüften Beamten der Bes. Gr. und IV b( Oberschaffner) den Wunsch haben, im Schalterdienst ausgebildet zu werden und bereit sind, sich dieser Ausbildung in ihrer dienstfreien Zeit zu unterziehen." Der Schlichtungsausschuß Groß- Berlin, der von den Angestelltenorganisationen zur Entscheidung angerufen war, fällte in- Will also der untere Beamte, in Frage lommen nur solche, bezwischen nach längerer Beratung einen Schiedsspruch, der befördert werden, so muß er sich von vornherein verpflichten, fagt, daß über die Abänderungsvorschläge in bezug auf Aufwands- fich in seiner dienstfreien Zeit der Postverwaltung unents entschädigung, Unfall ,. Schußkleidung, Ein- und Umgruppierung geltlich zur Verfügung zu stellen; tut er es nicht, dann direkt zwischen den Parteien nochmals verhandelt werden fann er jede Hoffnung auf Beförderung begraben. Außerdem bemu B. Ferner empfiehlt der Schiedsspruch dem Magistrat dringend, deutet die Heranziehung der Beamten zum Dienst über acht allen Angestellten der städtischen Werke einen Vorschus bis zu Stunden hinaus eine Sabotierung des, Achtstunden. jechs Dreizehntel des Märzgehaltes umgehend auszuzahlen. Die tages. Was fagt der Reichspoftminister dazu? Freigewerkschaftliche Betriebsräteschule. Bergarbeiterffreit in Desterreich. Sämtliche Bergarbeiter Sieiermarks sind in den Streif getreten. Die zum Stinnestonzern ge hörige Alpine Montan- Gesellschaft verweigerte zwei Betriebsräten, die einen Teilstreit auf einem ihrer Werke verursacht hatten und deshalb entlassen worden waren, die Zulassung zu den Lohnver: handlungen für das ganze Revier. Die Arbeiter beharrten aber auf Wiedereinstellung der Entlassenen und deren Teilnahme an den Berhandlungen. Als Folge brach der Generalstreit aus. Berantwortlich für den redakt. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Vorwärts Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruderei u. Berlaasanstalt Baul Singer u. Co., Berlin, Lindenstr. 3 Hierzu 1 Beilage. Nicht Cord allein soll man beim Einkauf fordern, sondern um den Reifen zu erhalten, der durch seine Geschmeidigkeit dauerhaft ist und Betriebsstoff spart, fordere man Continental Cord Hautausschlag, offene Füße( Krampfadern) auch veraltete Wunden, heilt die milde und wohltuende Sanitätsrat Dr. Strahls Haussalbe Elefanten- Apotheke, Berlin S., Leipziger Str. 74( Tönboffplatz). Bergmanns Zahnpafia Rosodonf die Sparsamkeit selbst Seit 70 Jahren bewährt Zwei gute Bekannte A MERCEDES IVO PUHONNY BC DIE BATSCHARI KRONE Nr. 155 ♦ 40. �ahrgtMg Seilage öes Vorwärts Mittwoch, 4. 7*pr!l 1023 Die Werte auf öer Straße. Was gesammelt, gefmtden und verkauft wird. Was ist heute nicht alles Geld. Dinge, die man in früheren I Jahren achtlos fortrvarf, werden in dieser schweren Zeit sorgsam' gesammelt und nach Dollarstand oerkaust. Mögen diese Dinge nun! in Kleidern, Knochen, Lumpen, Alteisen und zerbeultem Emaille- geschirr oder zerknülltem Papier bestehen, für alles gibt es Geld. Eine ganze Zeitlang wurde Papier alt sowie neu stark gekauft. Doch im Augenblick scheinen die Metalle vorherrschend zu sein. Während der Ferienzeit der Schulkinder sah man in den Straßen Berlins fast gar kein Papier mehr umherliegen. Ja, es schien, als ob die Schul- jugend die Straßenfeger mit Gewalt erwerbslos machen wollt«. Denn niemand anderes war es als die Schuljugend, die Berlin vom weg- geworfenen Papier säuberte. Es ist ganz interesiont, zu erfahren, wie dies« Jungen und Mädels sammeln, um zuweilen etwas für die teure Lebenshaltung im Elternhause beizutragen. Hören wir einmot einen Jungen an, der etwas(nur etwas, denn alle Geschäfts- geheimnisse verrät er nicht) aus feiner.Praxis" ausplaudert: vee kleine Sammler. Zunächst meinte er, muß man sich einen ordentlichen Sack an- schassen, der dazu da ist, Papier, Lumpen usw. aufzunehmen. Dann kann die Reif« losgehen. Ausgangspunkt: Neukölln. Don hier geht er nach Treptow und sucht alle Straßen ab. Nun kommt es vor, daß muh andere Kinder gesammelt haben und dann bleibt natürlich für ihn nichts mehr übrig. Ist Treptow abgegrast, so geht die Reis« zum— Schlesischen Dahnhos, wo die Wartesäle als Fundorte dienen. Weiter geht es zum Bahnhof Zannowihbrücke. um daraus das Zentrum der Stadt, wo die Beute oft sehr reichlich ausfällt, abzu- suchen. Beim Sammeln oerrinnt die Zeit zu schnell, und so muß man dtnm bald den Heimweg antreten. Doch auch hierbei sam- melt man noch so gut es geht, denn der Kottbussr Damm ist, wie er meint, auch nicht so.ohne", d. h. mit anderen Worten: dort liegt auch noch Papier. Die folgenden Wort« des Knaben zegicn, wie es unserem notleidenden Alter geht:»In wüllkästen suchen wir nicht mehr," meint er,.das besorgen schon die alten Leute." Ist der Tag verstrichen und der Sack einigermaßen gefüllt, dann wird die Sammlung beim Produktenhändler verkauft. Der Sammler hat sein Tagewerk vollbracht. Einen Wunsch äußert noch der Kleine: Er möchte gar zu gerne die Papierkörbe der Redaktion des.Bor- wärt.»" ausleeren. Soweit der kleine Praktiker. Während der Ferienzeit laufen die Kinder den ganzen Tag auf der Straße um- her. Diele legen das erworbene Geld in Näschereien an, andere wieder für einen Kinobesuch, ein Teil macht damit den Eltern eine Freude. Hier liegt nun die b e d e n k l i ch e S e i t e. Die Möglich- keit. ohne allzu große Schwierigkeiten Geld auf der Straße sammeln zu können, führt zu einer die Erziehungsmaßnahmen beeinflussenden ungesunden Ausbildung des Erwerbssinnes. Das wird nicht immer, ober zuweilen den Charakter der Kinder in höchst ungünstiger Weife beeinfluffen, so daß es Pflicht der Eltern und Erzieher ist, diese wilde Sammlertätigkeit eiyer strengen Kontrolle zu unterziehen. öeim Händler. Wie schon eingangs erwähnt, beherrschen die Metalle den ge- samten Produktenmorkt. Geradezu scuchcnhast sind in lehker Zeil die Preduktengeschäste emporgeschossen. Fast in jedem Haus be- finden sich heute Mctallankaufsstellen. Ueberall werden.die höchsten preise" angekündigt. Dies« Preistafeln, worauf ein Händler den anSeren überbietet, sind es, die viele zum Stehlen von Altmaterial neranlasien, um in den Besitz der angepriesenen Summen zu komm«». Trotzdem eingetragene Firmen keine unreelle Ware kaufen, wird doch den Dieben genug Gelegenheit geboten, ihre Sachen abzu- schieben. Irgendwo sitzen immer Ankäufer, die die sogenannte .trebe Ware" gerne abnehmen. Es drängt sich dabei vor allem die frage auf, warum so vielen höchst unsicheren Kantonisten die andelserlaubnis mit Produkten aller Art erteilt wird. Sieht man sich diese Betriebe etwas näher an, so ist man erstaunt darüber, mit welch einfachen Mitteln sie eingerichtet werden konnten. Ein Beispiel: Irgendwo im Norden Berlins stehen vor einem hause nicht weniger als fünf Schilder, worauf die Preise für Metalle, Lumpen usw. notiert sind, d. h. es gibt in diesem einen Hause nicht weniger als fünf Händler, die sich gegenseitig überbieten. Will man die große Ankaufsstell« näher kennen lernen, so hat man erst einige Höfe zu passieren, um schließlich in einem tiefgelegenen Keller LockenkÜZlstlsr. zu landen. Eine Petroleumlampe verbreitet spärliches Licht und mühsam erkennt man eine Wage. Das ist das A und O des ganzen| Betriebes. Auf die Frage:„Was bringen die Leute alles zum Verkaufen heran?" antwortet der Händler mit einem Worte: alles. Alle Hängelampen, Lampenfüße, Stempelhalter. Spiritus- kocher und auch oft Sachen, die noch großen wert besitzen. Ange- reizt durch die hohen Metallpreise, brechen die Leme im Haushalte alles an, was Aehnlichkeit mit Metall besitzt, um es dann zu oer- kaufen. Oft bringt man Pokale mit Inschriften oder sonstige Aus- Zeichnungen, die Metallwert haben. Ja, ein Postbeamter brachte sogar seine Trcunpeie aus Messing, wofür er einige tausend Mark erhielt. Nicht immer verkaufen die Leute chre Sachen aus Rot. Wenn aber ein altes Mütterchen erscheint und Plätteisen samt Bolzen verkaufen will, dann weiß man, daß hier die Not aufs äußerste gestiegen sein muß. Des weiteren bringen die Leute Zeitungspapier sowie Bücher und Broschüren. Aus diesem Gebiete betätigen sich zumeist die Schulkinder. Sie müsien aber dazu einen Erlaubnisschein der Eltern mitbringen. Sonst wird nichts abge- nommen. Man wird einwenden, daß die Kinder sich diese Scheine selber ausschreiben können. Diese Einwendung ist auch berechtigt. Dann wird ein vorübergehender Fremder ersucht, einen solchen Schein auszuschreiben. Es sei festgestellt, daß es Leute gibt, die diese Bitte erfüllen und die somit dem unreellen Treiben der Kinder noch Vorschub leisten. vie Metall-, Papier- unö Lumpenverrvertung. hat der Händler eine größere Menge Metall aufgekauft, so nimm» er die Sortierung vor und schickt dann dos sorllerle Metall zum Grossisten, der es ebenfalls noch einmal sortiert, um es dann zur Gießerei zu schicken. Da die verschiedenen Sorten von Kupfer eine andere Farbe besitzen und diese beim Einschmelzen hervortritt, nimmt auch noch die Gießerei eine sachgemäße Sortierung vor. Das- selbe ist der Fall bei anderen Metallen wie Messing, Blei oder Zink. Rur daß diese in mehr oder weniger Sorten eingeteilt werden. Eisen erfährt die gleichen Behandlungen. Beim Papier unterscheidet der Händler verschiedene Sorten. Da ist zuerst das ordinäre Papier oder wie es im Volksmunde heißt, die„Slampe". Als zweite Corte kommen die neuen Zeitungen in Frage. Diese nennt man„Original". Bücher, Broschüren und Zeitschriften stellen ein Sonderpro- d u k t dar und werden als„Druck" bezeichnet. Das Papierkorb- papier muß extra sortiert werden, weil hier alle Sorten vorhanden sind. Vom Großhändler gelangt das Papier direkr zur Fabrik, wo das ordinäre Material durch Reinigen zur Neuverarbeitung vorbe- reitet wird. Bon den Papierfabriten bevorzugt wird das neue Zeitungspapier. Hier fallen alle Vorarbeiten fort, denn das Bündel braucht nur entschnürt zu werden und die Neuverarbeitung kann beginnen. Der„Druck" wird entdeckelt und entnadelt, macht aber im übrigen nach der Sortierung das übstche Verfahren durch. Lumpen weisen die meisten Sorten aus. Allein Kammgarn teilt man in-lO bis 45 verschiedene Arten ein. Der Produttcnhändler sortiert die Lumpen und schickt sie dann zum Grossisten, der ober- mals«ine Sortierung vornimmt, ehe er diese zur Tuchfabrik schickt. » Der Dollar regiert den Produktemnarkt. Ist der Dollar hoch im Kurs, so werden hohe Preise gezahlt. Don jeder noch so kleinen Dollarschwankung ist der Produktenhändler unterrichtet, häufiger Gast im Altmetollhandel ist die Kriminalpolizei. Ei« prüft die Bücher und oergleicht da» Materiol, um zu sehen, ob hier oder da vielleicht gestohlene» Gut vorhanden ist. Bei eingetragenen Firmen achtet man bei Ankäufen streng auf die Legimtimation des Der- käufer», aber trotzdem sind Strafen unvermeidlich. Es gibt doch noch Idealismus und Bcrussfreud« in der Welt! Die Berliner Friseurgehilfen haben im ganzen Jahre drei freie Tag«, die zweiten Tage der hohen Festtage. Davon opferten die Damenfriseurgehilfen(Verein der 84er) den Ostermontag zu einem Wettbewerb in ihrer Kunst, an dem sich auch fünf Gehilfen aus Wien und frühere, jetzt in Leipzig, der Tschechoslowakei usw. selbständige Mitglieder des Vereins beteiligten. Mit dem Preis- und Schau- frisieren in den„Kommersälen" war eine sehr reichhaltige Aus- stellung Berliner und auswärtiger Firmen der Branche verbunden, in der alle erdenklichen Parfümerien, Haarfärbemittel, Toilette- artikel, kurzum all dessen, was zur haar- und Nagclpfleg«, wie zur Schönheitspflege überhaupt gehört, zu sehen waren. Um SX Uhr wurde das Zeichen zum Beginn de» Frisieren» ge- geben, an dem sich'LS Wettbewerber, worunter nur eine einzige Friseurin, beteiligten. An zwei langen Tafeln mit Doppelspiegeln saßen die vorher ausgelosten Modelle in weißen Mänteln mit auf- gelöstem haar, nur blondem haar in den verschiedensten Nuancen. die zur Vorbereitung bereits geschminkt waren. Die Musik setzte ein und mit ihr' das Klappern der Onduliereisen, das sie kaum über- tönen konnte. Unter den flinken, wohlgeübten Händen entstanden in der festgesetzten Zeit die duftigsten, anmutigsten Damenhaargebilde als Abendfrisuren für Theater und Gesellschaft. Uebung, Gewandt- heit und Geschmack oereinigten sich hier zu einem hohen Können.— Es ist etwas ganz Eigenartiges um die Kunst des Dainenfrisierssts, die die anerkannt tüchtigsten Kräfte des Faches hiermit an den Tag— vielmehr den Abend legten. Di« Arbeit ist für einen ein- zigen frohen Abend geschaffen und mst dem Traum ihrer Tröge- rinnen Ist sie dahin, verwelkt. Und doch macht dieses Schaffen dem Arbeitenden Freude, da er sein Können zu einem ganzen Wcrke nützen kann, das die Krone der Schöpfung krönt. Doch die Kunst geht hier um ein karges ZRot. Nach dem letzten Tarifabschluß am 8. März betrug der Wochenlohn eines Berliner Damenfriseurs 23 00Y M., der einer Friseuse 22 500 M. Die Frauen und Töchter der Arbeiter und Angestellten, die ein« gute Frisur(wenigstens bei festlichen Gelegenheiten) auch zu schätzen wissen, können sich meist die Ausgab« dafür heut« nicht mehr leisten. Sie haben andere Sorgen und müssen sich aizch zu ihren seltenen Vergnügungen selber kämmen. Und doch haben sie einen Anspruch darauf, sich gelegentlich einmal mit ihrem schönsten natürlichen Schmuck zu verschönern. Trotzdem so vieles andere zu wünschen übrig ist, wäre dennoch«ine größer« Volkstümlichkeit der Damen- frisierkunst erwünscht. Max-Tylh'Schule. Ter Magistrat hat Mchlosien, der Städtischen Maschincnboiliaiule(Berlin dl 65, Am Zeppelin-Platz, im Gebäude der Beutb-Schule) den Namen.Max-Eyth. Schule" beizu- legen, zur Erinnerung an Max Eyth. den hervorragenden Ingenieur, der weilen Kieisen al« Dichter und humorvoller Schriftsteller be- kannt geword« ist. Da, Berliner Notgeld bleibt bi» auf weitere» lm verkehr. Der Magistrat teilt mit: DaS Großnotgeld bei Stadt Berlin ble bt bis auf weiteres im Verkehr, der Zeitpunkt der Wiederein- ziehung wird später bekanntgegeben. vie Linaazierung öer Noröfüübahn-ReMrecke. Beihilfe de, Reichs aus dem Erwerbslosensonds. Der Aufsichtsrat der Nordsüdbahn-Eesellschaft sowie besonder« Ausschüsse des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung werden sich in der nächsten Zeit mit der Frag« der F i n a n z i«- rung der Nordsüdbahn-Reststrecke zu beschäftigen haben. Di« Fertigstellung der im Bau befindlichen Strecke Hallesches Tor— Kcpser-Friedrich-Platz, sowie die Weitersührung der Bahn bis zum Hermannplatz wird noch sehr erheblich« Geldmittel er- fordern, desgleichen die Wiederherstellung der Weiden- dammer Brück«, der Straßenpflasterung usw. Voraussichtlich wird das Reich mehrere Milliarden aus dem Erwerbs- losenfonds zur Verfügung stellen, damit bei der zunehmenden Arbeitslosigkeit Erwerbslose bei dem Nordsüdbahnbau Beschäftigung finden können Die genannten Instanzen werden sich auch mit der Frage zu beschäftigen haben, wie die Mittel zu einer notwendigen Ergänzung des Wagenparks aufgebracht werden können, da die Hoch- bahn keine weiteren Waggons mehr abgeben kann und bei Weiter» führung der Nordsüdbahn bis Neukölln der jetzig« Wagenpart unbe- dingt verdoppelt werden muß. Man hat sich nunmehr für einen jetzt auch in London eingeführten Wagentyp entschlossen, der an jeder Seite der breiteren und längeren Wagen drei zweiflügelig« Schiebetüren und im Innern nur Längssitz« aufweist.— Di« Ueber- gangstreppe am Untergrundbahnhof Leipziger Straße wird jetzt mit Rücksicht auf den starken Verkehr um einen halben Meter verbreitert. tZwchdnick»erboten. Der Malik-Berlaz. Berlin.)____. . Drei Soldaken. 7(5i Bon John dos Passos. Vue dem«merilanischili Ranustript llberfedt von Julian SumPir» Draußen vor dem Hotel Crillon waren viele Limousinen, grau lackiert mit weiß gemalten Zahlen auf den Türen. Die Führer standen in Gruppen unter dem Portal. Andrews passierte die Wache und ging hinein. Auf der einen Seite führte eine Tür in ein großes Eßzimmer, wo viele Frauen und Männer Teetranken und aus dem der Geruch von Backwerk strömte. Auf dem roten Teppich vor ihnen standen Offiziere und Zivilisten, die leise miteinander sprachen. Sporen und Geschirr klirrten aus dem Restaurant, und auch in Andrews Nähe. In einem Ledersiuhl faß ein fetter Mann mit einem schwarzen Velourhut über den Augen und einer großen Uhr- kette, die gespannt über seinem voluminösen Bauch hing. Gelegentlich räusperte er sich und spuckte in den Spucknapf neben sich. Endlich erblickte Andrews Aubrey, der mit feinen weißen Backen und seiner großen, runden Hornbrille wie eizse abge- waschen« Porzellanpuppe aussah. .Kommen Sie mit." sagte er und preßte Andrews am Arm.„Sie kommen spät!" Dann fuhr er fort und sprach flüsternd in Andrews Ohr beim Hinausgehen durch die Tür:.Große Dinge sind heute auf der Konferenz vor sich gegangen, kann ich Ihnen nur sagen!" Sie überschritten die Brücke. Bei der Deputiertenkammer, den Fluß hinunter, konnte man undeutlich den Eiffelturm sehen, der wie ein Stück Spinnengewebe, zwischen die Stadt und die Wolken gehängt, von dünnem Nebel umflossen war. .Müssen wir wirklich zu diesen Leuten gehen, Aubrey?" „Ja, Sie können nicht mehr zurück. G�neviöve Rod will etwas von Ihnen über amerikanische Musik hören." .„Aber was in aller Welt kann ich ihr von amerikanischer Musik erzählen?" „Wenn Sie wollen, brauchen Sie auch gar nichts zu sagen." Sie gingen eine Trepp« mit braunen Teppichen hinauf. Oben angelangt, klingelte Aubrey. Nach einem Augenblick Ssfuete ein Mädchen. Sie hatte eine Zigarette in der Hand. l ihr Gesicht war bleich unter einer Masse rötlich-braunen Haares, ihre Augen sehr groß und hellbraun, so groß wie die Augen der Frauen auf den Gemälden von Artemisius und Bereniki. Sie trug ein einfaches schwarzes Kleid. „Endlich," sagte sie und streckte Aubrey die Hand ent- gegen. .Hier ist mein Frund Andrews." Sie hielt ihm abwesend die Hand entgegen und schaute immer noch hinüber zu Aubrey. „Spricht er französisch?" „Gut." „Hierher bitte." Sie gingen in ein großes Zimmer, in dem ein Piano stand und wo eine ältliche Frau mit grauem Haar, gelben Zähnen und denselben großen Augen wie ihre Tochter vor dem Kamin stand. „Mama, endlich kommen die Herren." .G6neviöve hatte Angst, Sie würden nicht kommen," sagte Madame Rod zu Andrews lächelnd.„Monsieur Aubrey hat uns so viel von Ihrem Spiel vorgeschwärmt, daß wir den Tag über ganz aufgeregt waren... Wir verehren die Musik." „Ich wünschte, ich könnte etwas mehr tun, als nur die Musik verehren," sagte Gönevteve Rod hastig. Dann fuhr sie mit einem kurzeln Lächeln fort:„Aber ich vergaß,— Mon» siem- Andrews— Monsieur Ronsard." Sie machte mit ihrer Hand eine Geste von Andrews zu dem jungen Franzosen, der sich mit seinem Cutaway und seiner sehr engen Weste zu Andrews hinüber verbeugte. „Jetzt wollen wir ein wenig Tee trinken," sagte G6ne» oiöve Rod.„Man kann nur richtig miteinander sprechen, wenn man Tee getrunken hat. Rur nach dem Tee ist man amüsant." Sie zog einige Gardinen zurück, die die Tür in das nebenan liegende Zimmer verbargen. „Ich verstehe, warum Sarah Bernhard Gardinen so liebt," sagte sie.„Sie verleihen dem Dasein etwas Dramati» sches... Es gibt nichts Herrlicheres als Gardinen." Sie saß am Kopsende eines Eichentisches, wo Porzellan- geschirr mit buntem Gebäck, ein alter Kessel, unter dem Spin- ws brannte, eins Meißner Kanne und Tassen und Teller in schöner Anordnung standen. Die alte Frau, die neben ihr saß, flüsterte ihr etwas zu und lachte. G4nevidve sah aus, als ob sie eine Hornbrille auf habe; sie begann, Tee einzugießen. „Debussy hat einmal aus dieser Tasse getrunken... Sie hat einen Sprung," sagte sie und gab sie John Andrews. .Kennen Sie Mussorgsky, und können Sie etwas van ihm uns nachher spielen?" „Ich kann überhaupt nichts mehr spielen... Vielleicht nach drei Monaten wieder." „O, niemand erwartet von Ihnen etwas Vollkommenes. Sie sollen uns nur ein wenig unterhalten, das ist alles, was ich will." Andrews schlürfte seinen Tee langsam, sah dann und wann zu G6nevteve hinüber, die plötzlich sehr geschäftig mit Ronsard zu sprechen begonnen hatte. Sie hielt eine Zigarette zwischen den Fingern ihrer langen, dünnen Hand. Ihre großen, hellbraunen Augen waren erstaunt, als ob sie heute zum erstenmal in die Welt hinausschauten. Ein Lächeln er- schien und verschwand maliziös wieder auf der Rundung ihrer Wange— in ihren kleinen, festen Lippen. Die ältere Frau neben ihr sah beständig ihre Gäste mit einem komischen Aus- druck von Gastfreundlichkeit an und lächelte verbindlich, so daß man ihre gelben Zähne sehen konnte. Nachher gingen sie wieder hinüber in das andere Zimmer, und Andrews fetzte sich an das Klavier. Das Mädchen saß sehr gerade in einem kleinen Sessel neben dem Klavier. An- drews ließ seine Finger übe? die Tosten gleiten. „Sie sagten, Sie kennen Debussy?" „Ich? Nein. Aber er pflegte meinen Bater zu besuchen, als ich noch ein kleines Mädchen war. Ich bin inmitten von Musik aufgewachsen... Es ist sehr dumm, eine Frau zu sein. Ich bin nicht musikalisch. Natürlich habe ich ein Gefühl für die Musik, wie auch die Tische und Stühle in diesem Hause es nach der vielen Musik haben, die sie gehört haben." „Haben Sie je La Tentation de Saint Antoine gelesen?" fragte Andrews leise. „Von Flaubert?" „Ja." „Es ist nicht seine beste Arbeit, aber immerhin ein sehr interessanter, wenn auch mißglückter Versuch," sagte sie. Andrews stand vom Klavier auf, plötzlich sehr irritiert. „Man scheint hier alle Leute zu lehren, das zu sagen," mur- melte er. Er bemerkte plötzlich, daß auch noch andere Menschen im Zimmer waren und ging zu Madame Rod hinüber.„Sie müsien mich entschuldigen," sagte er.„Ich habe noch eine Ber- abredung." _ v._ �(Fortsetzung folgt.) 0«. 1 )enten*, Immer wieder der KrchenfteuerSrger. Zu t«m Thema.Kirchensteuer von Dissid das anscheinend unerschöpflich ist, hoben mir in den letzten Wochen wieder verschiedene Zuschriften erhalten. Darunter sind einige, die sich mit der Frage beschäftigen, wen die Schuld an diesen immer wiederkehrenden Belästigungen der Dissidenten trifft. Die einen richten ihre Vorwürfe gegen die Kirche, die anderen wollen den Finanzämtern die Verantwortung aufbürden. Ein Dissident, der IllOL aus der evangelischen Kirche austrat und den man seitdem niemals mehr zur Kirchensteuerzahlung heran- zuziehen versucht hat. erhielt 192? zu seiner größten Ueberraschung plötzlich wieder eine Zahlungsaufsordcrung. Mit Unkosten beschaffte er sich die Kirchenaustrittsbescheinigung, mit Zeitverlust machte er sich auf die jetzt auch nicht billigen Socken und Sohlen zur Kirchen- steuer-Retlamationsstelle in der Neuen Friedrichstraße. Hier sagte man ihm, daß„Versehen vorkommen können" und„Irren mensch- lich ist". Man riet ihm, sich zu vergewissern, ob er im Hausbuch r-chtig als Dissident vermerkt sei. Aber eine Anfrag« beim Haus- mirt ergab, daß es am Hausbuch nicht lag. Bei allen Mel- düngen und Eintragungen hatte dieser Dissident sich als solchen angegeben, und dennoch wollte die Kirche noch Tribut von ihm haben. Ein anderer Dissident, der schon 1895 seinen Austritt aus der Kirche vollzogen hat. ist ein Viertelsahr- hundert hindurch niemals mit einer unberechtigten Kirchensteuer- forderung belästigt worden. Erst 1923 wurde auch ihm eine Zahlungsaufforderung überbracht, leider in seiner Abwesenheit. Auf Verlagen des Beamten mußte er der Reklamationsstelle feine Austrittsbefcheinigung übersenden. Do stellte sich schließlich heraus, daß auch seine schon vor elf Jahren verstorbene ??rau, die Jüdin gewesen war, als Christin in den Akten st a n d. Eine Anfrage des Mannes beim Finanzamt er- gab. daß dort alles richtig eingetragen war. Später kam zu ihm nochnials ein Beamter, forderte die Zahlung der Kirchensteuer und drohte mit Pfändung. Als die Austrittsbescheinigung vorgewiesen wurde, zag er unter Entschuldigungen ab. Eine Dissidentin, die bei der Personcnstandsaufnahm« die ihr als Ung«hörigkeit er- scheinende Frage nach ihrer Konfession zu beant« warten absichtlich unterlassen hatte, sollte als„I ü d i n" besteuert werden. Sie klärte das Finanzamt über den Irrtum auf, a.:b bei der nächsten Personenstandsaufnabme ihre Konfcssionslosig- keit wieder nicht an und wurde nun zur Steuer für die evange- l i s ch e Kirche veranlagt. Das Finanzamt Friedenau, dem sie ihre Verwunderung über den neuen Irrtum ausdrückte, antwortete ihr, die Schuld treffe sie selber. Wird sie fortfohren, die Auskunft dar- über zu verweigern, wie sie es mit der Religion hält? Vielleicht wird sie dann beim nüchstenmal, weil Abwechslung ergötzt, zur Steuer für die katholische Kirche veranlagt. Keiner der uns mitgeteilten Fälle kann uns in der lieber- zeuaung erschüttern, daß die Hauptschuld die Kirche trifft. Nach wie jpor sind wir der Ansicht, daß die Kirche selber sich vergewisser n muß, wer zu ihr gehört u n d w e r n i ch t. Es wird Zeit, daß man auch die Eintreibung der ihren Gläubigern abgeforderten Steuern endlich ihr selber überläßt. Die letzten Morüe. 20 V05 2ft. Belohnung zur Aufklärung des Skiefmukkermordes. Der Stiefmuttermord in der Klop stock st raße harrt noch der Aufklärung. Die beiden flüchtigen Mörder konnten noch nicht ergriffen werden. Der Polizeipräsident hat für die Auf- tlärung des Mordes ein» Belohnung von 2t)l1 Aufnahme der nachstehenden Berichtigung zu dem Artikel: Ausweisung eines ausländischen Häuserspekulanten in Nr. III vom 7. März des.Vorwärts": 1. Unwahr ist, daß Herr Blum Ausländer im Sinne Ihres Artikels ist. Wahr ist vielmehr, daß er am 10. Dezember 1859 in Dirschau(Westpreuß n) von beut- Ichen Eltern geboren ist. 2. Unwahr ist, daß er in Häusern spekuliert. Wahr ist vielmehr, daß er mit seinem in 45jahrt«er ange- strengter Arbeit erworbenen Vermögen in sein altes Vaterland zurückgekehrt ist. Er hat 1921 vier Häuser erworben bei einem Valutastande 59 bis 62, wie die Schlußschein« dartun. Drei Häuser Hat er noch jetzt. Das ist kein Aufkaufen von Häusern zum Zweck« der Spekulation. 3. Unwahr ist, daß Herr Blum Mieter drangsaliert oder aus ihren Wohnungen verdrängt. Wahr ist vielmehr, daß er von einer Ausnahm« abgesehen, mit allen seinen Mietern im besten Einvernehmen lebt. Es liegt mir vor ein« Erklärung unterzeichnet von allen Mietern des Hauses Kurfürstendamm 159, die erklären, daß sie von Herrn Blum keinerlei Schikanen erfahren haben oder drangsaliert worden sind. Ich war selber Augen, und Ohrenzeuge, ein wie ausgezeichnetes Verhältnis zwischen ihm und seinen Mietern herrscht. Di« Mieter haben übriaens dem Fremdenamt aus eigenem Antriebe dieselbe Erklärung abgegeben nnd zugesandt Nur ein Mieter hat nickt unterschrieben, der selber Ausländer ist. Wegen des Inhalts von Schriftsätzen«inen Prozeß hat das Mieieiniqungsamt Wilmersdorf in einem von ihm selber in Gang gebrachten Der- fahren auf meinen Antrag di« Genehmigung zur Kündigung und Erhebung der Räumungsklage erteilt. 4. Unwahr ist. daß die amerikanische Vertretung von jeder Jnvention abgesehen hat. Sie ist um diese bisher gar nicht angegangen worden. Unbestritten-bleibt demnach die Tatsache, daß Herrn Blum am 26. Februar die Aufenthaltsbewilligung mit sechswöchiger Frist«nt- zogen worden ist._ Menschengefüllte Säte, in bei gehören sicher zu den Seltenheiten und doch konnte man sie vom Karfreitag bis zum ersten Osterfeiertag im Gewerkschaftshaus beob- achten. Dort wurde nämlich das 1. Internationale Ar- beiter-Schachturnier abgehalten. Zu diesem waren Teil- nehmer anwesend aus der Schweiz, aus Dänemark, Oesterreich und der Tschechoslowakei, sowie aus allen C-a:!«n Deutschlands, z. B. aus Nürnberg, Hamburg, Dresden, aus kleinen Orten des Erzgebirges, ferner aus dem besetzten Gebiet, denn Essen, Duisburg, Hamborn und Düsseldorf hatten Vertreter entsandt. Di« starte Beteiligung war natürlich nur durch die materielle'Unterstützung schwacher Ver- eine möglich. Ausopfernd wurde eine Viertelmillion für diesen Zweck flüssig gemacht. Gespielt wurde das Meisterturnier in 19 Gruppen ä 6 Teinehmern, das Nebenturnier in 12 Gruppen ä 6 Teilnehmern, außerdem fanden Massenwettkämpfe statt. Durch Bildung von Landesgruppen wurde ein internationaler Zusammenschluß der Arbeiter-Schachspieler erzielt.— Der Deutsche Arbeiter-Schachbund wurde am 7. April 1912 in Nürnberg gegründet. Er hat sich aus kleinen Anfängen beharrlich emporgearbeitet. Die Arbeiter-Schach- zeitung erscheint monatlich einmal 16 Seiten stark. Ihr Bezug ist obligatorisch und sie bildet ein starkes Bindeglied zwischen den ein- zelnen Mitgliedern. Arbeiter liefern die Beiträge, beschäftigen sich sogar mit Problemen und sind drauf und dran sich eine eigen« Schachliteratur zu schaffen. Das Schachspiel soll veredeln. Darum wird nie um Geld gespielt und es werden keine Ehrenpreis« und Titel verliehen. Der Spieler soll zum Nachdenken und zur Kon- zentration erzogen werden. Um dem Glücksspiel noch mehr als bis- her entgegenzutreten, tragen sich viele Arbeiter-Schachspieler mit dem Gedanken, auch di« Brettspiel« aufzunehmen.— Wie rege einzeln« Vereine sind, geht daraus hervor, daß im Berliner Norden eine Jugendgruppe gegründet wurde. Die Stadtverwaltung war zuvor- kommend und ini Ledigenheim steht ein Zimmer an Spielabenden zur Verfügung. In zwei Jahren wurden in der Gruppe 259 Schülern die Anfangsgründe des Schachspiels beigebracht. Di« Jugendlichen besuchen vielfach benachbarte Dereine, im Juni d. I. aber geht es zum Wettkcnnpf nach Brindenburg, well dann der dortige Verein sein 2öjähriges Bestehen feiert. -Gesegnetes� Srasilien. Aus VrasMen geht uns«in Bericht von organisierten deutschen Arbeitern zu. die den Lockungen Südamerikas gefolgt waren und die Reife über den Atlantischen Ozean angetreten hatten. Wir ent» nehmen dem Berichs um dessen Abruck olle Arbeiterzeitungen er- sucht werden, folgende Einzelheiten, die durchaus Beachtung ver- dienen. „Nur in zw« Staaten Brasiliens, und zwar in Minas Geraes und Espirito Santo wird von Staats wegen kolonisiert. Alles was sonst behauptet wird, ist unwahr. In allen anderen Staaten er- halten di« ankommenden Einwander«? kein« Unterstützung. Sie sind auf sich selbst oder auf die Mildtätigkeit dritter Personen ange- wiesen. Ein Loben für die ohne jegliche Mittel aus den Kolonien Ankommenden ist unmöglich. Di« wirtschaftlichen Ver- Hältnisse haben sich in Brasilien bedeutend verschlechtert. Alle Lebensmittel sind um 30 bis 59 Proz. im Preis« gestiegen, ebenfalls Wohnungsmieten in den Städten um 59'Proz, alle anderen Pro- dukte um oft 190 Proz. Di« Löhne sind zurückgegangen, und die Arbeitsgelegenheit hat sich bedeutend vermin- dert, was, da Brasilien kein Industrieland ifi. zum größten Teil auf di« stark« Einwanderung zurückzuführen ist. Unter den schwer- sten wirsschaftlichen Kämvsen müssen die hiesigen Arbeiter(die von dem deutschen Durchschnittsmenschen als„rassenminder- w e r t i g" bezeichnet werden) gegen di« allgemeine Berschlechterung der wirtschaftlichen Lag« Front machen, wobei ihnen in fast ollen Fällen die neu Eingewanderten in den Rücken fallen. Denn bejon- ders der Deutsch« holt sich sein« Informationen nicht bei den Arbeiterorganisationen, sondern bei den Unternehmern und Aus- bautern. Wohl ifi uns bekannt, in weich traurigen Verhältnissen sich der Arbeiter in Deutschland befindet. Dennoch müssen wir«rltören, daß diejenigen, unter denen die Arbeiter hier zu leben haben, nicht besser sind. Fast alle Einwanderer machen sich die größten I l l u- sionen, aber schon in den ersten Wochen stürzen ihre Hoffnungen über den Haufen. Arbeitslos, wohnungslos und hun- gernd hasten sie durch die Straßen und bieten sich dem hiesigen brutalen Ausbeutertum als willkommen« Lohndrücker an. 4 bis 5 Dollar Tagclohn für ungelernt« Arbeiter und 6 bis 7'Dollar für Handwerker sind kein« Seltenheit, wobei ledig« Personen 90 bis 120 Dollar pro Monat für Kost und Schlafstelle bezahlen müssen. H y g i e n i« gibt es in keinem Betriebe, Schutzvorrichtungen an den Maschinen existieren in den wenigsten Fällen, Kranken- kassen gibt es mir einig« Privat- und Betriebskrankenkassen. Daß die Mittellosen in sogenannten Attrappen oder Leihsärgen b«. erdigt werden, ist an der Tagesordnung. Schieds- und Gewerbe- gerichte sind unbekannte Diim«. Bei der Polizei und den Gerichten ist der Proletarier in den StüMon und noch mehr auf den Kolonien völlig rechtlos. Unser« Pflicht als organisierte Arbeiter zwang uns, diese Zustände der deutfchsprechenden Arbeiterschaft miizuteilen. Weitere Auskunft erteilt die Schriftleitung der einzigen in deutscher Sprache erscheinenden sozialistischen Zeitung Südamerikas„Der freie Arbeiter" in Porto Alegre, Rua Don Pedro II Nr. 19, Rio Grande do Sul, Brasil.____ Schwere Autounfälle. Ein einem Heidenaner Fabrikanten gehörige« Auto fuhr ouf der Straße Neustadt— Stolpen, als ti einen anderen Wagen über- holen wollte, über einen Steinhaufen und prallte gegen einen Straßenbaum, wodurch da« Auto völlig zer- trümmert wurde. Von den sechs Insassen des Kraftwagens wurden drei, und zwar ,wei Geschäftsleute aus Heidenau, sowie die Frau de? Auiomobiibesitzer«, sofort getötet, eine andere Frau schwer verletzt. Die Schuld an dem Unfall soll den Führer und Besitzer des Autos selbst treffen. Aus Mantua wird gemeldet, daß ein Automobil, in dem sich 8 Personen befanden, von einem Zug überfahren wurde, 7 P e r- s o n e n wurden sofort getötet, die achte schwer oerletzt. Feuer an Bord. Die Funkenstation in Marseille hat um Mitter- nacht SOS-Ruf«(der Hilferuf der in Seenot geratenen Schiffe) von dem kanadischen Dampfer City of Victoria aufgenommen. an dessen Bord ein schwere« Feuer ausgebrochen war. Da« Schiff besindet sich a»f 50 Grad 10 Min. nördlicher Breite und 18 Grad 50 Min. westlicher Länge. Da« Fest der silbernen Hochzelt begebt heute der langjährige Ge- schäitssührer bei der Konsumgenossenschall verlin und Umgegend Genosse Andrea» Miru«, Lichtenberg, Riltergutktraße. Dem Jubilar und seiner Frau auch an dieser Stelle die besten Wünsche. Ms öer Partei. Der Hamburger Welkkongreß. Di« Abgeordneten der sozial- demokratischen Unitarischen Partei Italiens haben in ihrer letzten tusammmkunft beschlossen, den Hamburger Kongreß zu beschicken. i« beauftragten die Genossen C a n e p a. vacieca und Man- d o l f o, die Auffassung der sozialdemokratischen Unitarischen Partei unter Zugrundelegung der Richtlinien der ersten Internationale zu formulieren und In Hamburg zu vertreten. Vorträge, vereine und Verfammlunoen. Wirtschaft Die Soy-italerhöhung der sozialeu Baubetriebe. Der Verband Sozialer Baubetriebe G. m. b. H. hat in seiner Gesellschastsoersammlung am 26. März d. I. sein Stammkapital von 25 auf 125 Millionen Mark er- höht. Da der Verband Sozialer Laubetriebe lediglich die wirk- schaftlich« Spitzenorganisation der sozialen Baubetriebe Deutschlands darstellt, unter der 19 Bauhüttenbetriebsoerbände, die gleichfalls die Rcchtsform einer G. m. b. H. haben und mit eigenem Stammkapital ausgerüstet sind und mit rund 250 Betrieben des Bau-Haupt- und Nebengewerbes arbeiten, die wiederum fast durch- weg die Rechtsform der G. m. b. H. haben, so stellt der vom Der- band Sozialer Baubetriebe geleitete und von den fteien Gewerk- schasten Deutschlands geschaffene sozial« Dautrust zurzeit das größte bouwirtschaftliche Unternehmen in Deutschland dar. In seinen Betrieben arbeiten rund 20 900 Ar- beiter und Angestellte. Die Sachwerte dieser Betriebe werden auf mehr als 10 Milliarden Mark abgeschätzt. Bemerkenswert ist, daß dies« Organisation in den Anfängen wohl schon im Jahre 1919 geschaffen wurde, aber erst in den Jahren 1920, 1921 und 1922 zur stärkeren Entfaltung kam. Trotz größter Schwierigkeiten, die di» vergangene Zeit dem Aufbau neuer Be- triebe entgegensetzte, haben es der Verband Sozialer Baubetrieb« und sein« angeschlossenen Betriebe ermöglicht, sich eine Stellung aus dem Baumarkt zu erringen, di« wesentlich zur Preissenkung, jeden- falls zur Verhinderung der Steigerung der Bau- preise beitrug. Im Vergleich zu den Baustoffpreisen und zu den Preisen für Stahl, Eisen, Holz, Glas und Kohle sind die Baupreise dank der Einschaltung der Bauhütten verhältnismäßig niedrig ge- blieben. Der Verband Sozialer Baubetriebe und feine angeschlossenen Bauhüttenbetriebsverbände sind auch dazu übergegangen, eigene bau st offerzeugende Betrieb« zu errichten und zu be- treiben. So arbeiten zurzeit m seiner Organisation mehrere Ziegeleien, Schlackensteinsabrikcn, Sögewerke, Steinbrüche, Schiefer- gruben usw. Das Stammkapital der Spitzenorganisationen Ist restlos von den gewerkschaftlichen Organisationen der Hand- und Kopfarbeiter aufgebracht worden, während das Stammkapital der einzelnen Bauhütten von öffentlich-rechtlichen Körperschaften und ge- ckeinnlltzigen Siedlungsgcsellschoften gezeichnet wurde. Prwatkapftal ist weder am Verband Sozialer Baubetriebe noch an den einzeineu Bauhütten beteiligt.__ Dl« preußische Anleihe. Die schon angekündigte preußische Staatsanleihe wird nunmehr zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt. Es handelt sich um eine mit veränderlichem, dem Reichsbcmkdiskont- satze angepaßten Zinsfuß ausgestattete Markanleihe, die eine den jeweiligen Geldmarktverhaltnissen entsprechende Verzinsung bietet. Für die Sicherheit der Anleihen haftet der preußische Staat mit seinem gesamten Vermögen, das sich neben Beteiligungen an einer Reihe von gemischtwirtschaftlichen Unternehmungen in der Hauptsach« aus seinem Besitz an Domänen lrunt 230 900 Hektar Größe), seinen Forsten im Ausmaß von 2 411 000 Hektar und seinen Bergwerken in West-, Mittel- und Lstdeut'chland mit einer bedeu- tcnden Produktion an Steinkohlen, Braunkohlen. Erzen und Kali zusammensetzt. Demgegenüber sind W Schulden des preußischen Staates, nachdem infolge des Eisenbahnverftages am 1. April 1920 die bis dahin ausgenommenen fundierten und. schwebenden Schulden vom Reich übernommen worden sind, gering. Da» Loch Im Westen wieder offen. Da« alte LoS im Westen, da« unserer Währung schon dreimal, nach Abschluß de« Waffen- stillstände«, im Jahre 1929 und während der widerrcchilichen „Sanktionen" im Jahre 1931 schwer geschadet hat. ist durch die von den Franzosen und Belgier» getroffene Regelung der Einiubr zum dienen Male wieder geöffnet worden. Große Mengen fremder Erzrugnisie. besonder« sranzösischcr Lux««waren, werden von der Besatzung in die besetzten Gebiete hineingebracht. Daneben steht der E i n f u h r s ch m u g g« l an der Weitgrenze wieder in hoher Blüte. Die Schieber erfreuen sich de« besonderen Schutze« der Franzosen und Belgier sowie der Rheinlandkommiision. Für die Einfuhr ist die Westgrenze zurzeit überhaupt zu meiden. Von Schieberangeboien darf kein Gebrauch gemhcht werden. Firmen, di« durch da« Loch im Westen bereingekommeue Waren ankaufen, werden durch Veröffentlichung ihre« Namen« an den Pranger ge- stellt. Sie machen sich strafbar, wenn sie Waren verkausen, di« mit feindlichen Bewilligungen hereingekommen sind, und werden wegen Zollhinterziehung belangt, wenn sie Schiebcrwaren kaufcn. Preisermäßigung für Slicksloffdünger. Um den Landwirten, die sich noch nicht mit Stickstoffdünger versorgt haben, die Möglichkeit zu geben, solchen noch für di« Frühjahrsbestellung billig zu erwerben, hat das Sttckstosssyndikat den Preis für Stickstoffdünger ohne Rück- sicht auf die Gestehungskosten vorübergehend erheblich und weit über das durch die Kohlenpreisermähigung vom 1. April bedingte Maß hinaus herabgesetzt. Da» Kilogramm Stickstoff kostet demnach im schwefelsauren Ammoniak, salzsauren Ammoniak und Kaliammon- salpcter 6 9 09 M.. Naftonsalpeter 7 2 50 M., Kalkstickstoff 5 4 90 M. Da» Stickstoffsyndikot hält sich cm diese Preise gebunden, fall» Be- stelluiig, Abruf und Bezahlung bis zum 17. April 1923 einzchließlich erfolgt sind. Da» Privalkapikal in Industrie nnd Handel in Rußland. Nach �Jswestija" sind zurzeit ungefähr 4999 industrielle Unternehmungen und 6900 Mübicn an private Unternehmer oerpachtet. Angesicht» der geringen Bedeutung dieser Unternehmungen könne man die Rolle des Privatkapitals in der Industrie als nichtig bezeichnen. Einen um so wichtigeren Platz nehme das Privatkapital im Handel ein, da nahezu 99 Proz. oller Patente aus Handelsunternehmunzen in den Händen Privater seien. Demgegenüber fei die Aufgabe de» Staates, den Markt durch Syndikate zu regeln und die Konsum« genossenschaften zu stärken._ Devisenkurse. 1 holländischer Gulden... 1 argentinische Papier-Peso 1 belgischer Frank...... 1 norwegische Krone.... 1 dänische Krone....... I schwedische Krone..... 1 finnische Mark....... MrtN-och, d«il Beziri- «-ich-bnnd der Krl-grbischSdlet-» usw.,«rzlr»«_______ 4. April, abend» 8 Uhr, in Dlieflnz, Dallhau». W-sscrtorsir.«8, Bezirlsvrr. saimnwnz. Ausführliche- Refevat über die Novell« zum Rrichsoersorounzszeletz Wetter bis Tonnerstag mittag. Troiken und überwiegend beiter nur vorübergehend etwa« tlärker bewöilt bei meist schwachen nordöstlichen Winden, außer in den Mittagsstunden ziemUch kühl. Ja der Nacht zu Donnerstag wieder vielsach leichter Frost. 1 japanischer Den 1 italienisch« Lire..... 1 Pkund Sterling..... 1 Dollar.......... 1 französischer Frank... 1 brasilianischer MilreiS. 1 Schweizer Frank..... 1 spanische Peseta.... 199 österr. Kronen(abgest.) 1 tschechisch« Krone.... 1 ungarisch« Krone.... 1 bulgarische Lewa.... 1 jugoslawischer Dinar S. April nSufer- (S-eld.) Kars vertZufer iBrief.» Kur, 8379.25 7750.57 im.— 8800.47 4019.92 6586.— 675.55 0975.— 1054 85 98004 37 21047.25 1398 90 3226.91 8890.25 3226.91 30.72 626.92 4 951. 157.10 209.47; 8320 75 7789.48 1203. 3810.58 4040.08 5614.— 670.46 10025. 1060.16 08495. Ö51 21152.75 1406.01 3240.09 8909.75 8243.09 20.88 680.08 4.09V! 157.0V 210.63 ÄSafe» (fflelb.) flnr» 29. März «erttiufer (Srief-) Kurs 8279.25 7760 55 1201.38 3809.47 4029.90 6586. 675.55 0975.- 1087.40 98253.75 20922.56 1398.99 2»94.25 3885.26 8286.88 29 67 630,42 4.88! 158.00: 210.47i 8320.75 7799.45 1208.03 3818.53 4050.10 5614— 678.45 10026.— 1042 60 08746.25 21027 44 1406.01 2305.75 3904.74 3253.13 29.83 033.58 4.03 150.40 211.68 1 Polenmark kostete im fteien Verkehr etwa 51 Pfg. 779 du GU Arbeiter- Sport A Mädchen- und Frauensport. Als die ersten Radfahrerinnen sich vor einigen Jahrzehnten fehen lichen, wurden sie bespöttelt, heute ist man an sie nicht nur in der Großstadt gewöhnt, sondern auch auf dem Lante, wo Bauern frauen ihre weiten Wege per Rab zurücklegen. Beim Tennis-, Schlagball, und Fußballspiel stellt das weibliche Geschlecht feinen Mann", ebenso beim Hockeyspiel. Beim Eislauf sehen wir weibliche Sunftiäufer in gleicher Zahl mie männliche. In der Hauptsache aber bat bas Turnen seine Anziehungsfraft, wovon uns die jährlichen großen Veranstaltungen in der Lurnhalle Prinzenstraße gute Bilder gezeigt haben. In den letzten Jahren ist die Leichtathletit, besonders ter Lauf, sehr populär geworden, und es gibt fein Sportfest, bei dem die Sportlerinnen fehlen. Die Leistungen bleiben hinter denen ter männlichen freilich etwas zurüd, was einesteils auf geringeres Training, bann aber auch auf die geringere Kraft des weiblichen Geschlechts zurückzuführen ist. Diefe geringere Kraft des weiblichen Geschlechts ist vor allem in der häuslichen Tätigkeit begründet, die physische Anstren pung nicht in dem Maße erfordert wie die meisten männlichen Berufe. Aber wir haben auch viele von männlichen Personen aus geübte Berufe, die ebenfalls feine intensive förperliche Anstrengung betingen, und trotzdem ist z. B. der Bureauarbeiter meist fräftiger entwidelt als feine Berufsgenossin. Hier trägt die falsche Erziehung die Hauptschuld. Biele Eltern find auch heute noch der Auffassung, daß der Knabe sich wohl austoben" dürfe, daß sich dies ober für ein Mädchen nicht schicht". Dazu kommt dann noch die midernatürliche Kleidung, tas erfreulicherweise im Aussterben beGriffene Storsett und die abscheulichen Stöckelschuhe, weich letztere den Mädchen fogar einen Stundenmarsch zur Qual machen und ihnen nur ein Spazierengehen, richtiger Trippeln", ermöglichen. Die Aerztin, Dr. Alice Profé aus Charlottenburg, fagt: Rein Anatomiebuch zwingt zu der Annahme, daß die Struktur des weib fchen Körpers oder die besonderen Bedürfnisse desselben andere lebungen zur Körperpflege erfordern als der männliche Rörper" Pref. F. Gregorovius berichtet in feinem Buche„ Die Insel Capri": Die hübschen und freundlichen Mädchen von Capri find das eigentliche Lafttier der Insel, dieselben Mädchen von 14 bis 20 Jahren, deren Köpfe man in unseren Ländern auf Gemäften fo oft bemundert. Ich habe sie bei der Arbeit gesehen. In fünf Tagen schleppten dreißig dieser Mädchen eine Fracht von Tuffsteinen auf ihren Köpfen den steilen Weg zum Kloster hinauf. Mich von dem Gewicht zu überzeugen, hob ich einen dieser Steine, und mit aller Kraft beider Arme gelang es mir, ihn so hoch zu heben, daß ich einen dieser reizenden Köpfe belaften fonnte... An Schönheit und Liebreiz dürfte manche amerikanische, Pariser oder andere ,, Beauté" es wohl mit den Naturkindern von Capri aufnehmen. Von Kraftproben aber hört man faum aus den Kreisen der rasch verblühenden Sigife- Schönheiten." Bon den Naturvölkern wissen wir eben falls, daß die Frauen dort schwere Arbeiten verrichten. Aus alledem geht herpor, daß Frauen, die von Jugend auf an Kräfte fordernde Betätigung gewöhnt find, es den Männern durch aus gleichtum fönnen. Und da wahre Gesundheit mit einem gemiffen Kräfte porrat untrennbar verbunden ist, so haben nicht nur die jungen Mädchen selber, sondern auch die Eltern die Pflicht, die meist vorhandene schwächliche Körperfonstitution des weiblichen Geschlechts durch vernünftigen Sport zu verbessern. Der natürliche Beruf cis Mutter stellt oft größere Anforderungen an den weiblichen Körper als der Ermerbsberuf der Männer. Die Förderung des Mädchen- und Frauensports liegt daher im dringenden Interesse der allgemeinen Boltsgesundheit. Fußball. Die Spiele in den Offertagen. Bereits am Freitag eröffnete der Nordbezirt der Märkischen Spielvereinigung durch ein Propagandafpiel zweier Auswahlmann schaften den Osterreigen. Troßdem die A- Mannschaft mehr technische Spieler zeigte, fonnte sie sich nicht genügent durchschen und mußte fich bereits 10 Minuten nach Spielbeginn von der B- Mannschaft cin Tor gefallen lassen. Bis zum Schluß ist die B- Mannschaft durch Angriff im Vorteil. Es war ein sehr interessantes Spiel zweier vollkommen gleichwertiger Mannschaften. Vor dem Spiel fand ein Schülerspiel zwischen Bader 20 und Adler 12 statt, das unentschieden 0: 0 endete und das Interesse aller Zuschauer bean Spruchte. Fichte Gesundbrunnen 1 meilte in Chemniß zu Gaft und nerler gegen Sachfen 11 fnapp 3: 2. Mit diesem Spiel er öffnete Sachsen 11 ihren, durch fleißiger Hände Arbeit mühevoll er worbenen Sportplay. In der 25 und 35. Minute erringt Sachfen 11 ihre Lore vor Halbzeit, welchen Fichte nur eins in der 40. Minute entgegenseßen fonnte. Nach der Bause spielte Sachsen mit Bind im Rüden, aber trotzdem hält Fichte das Spiel offen, fann es aber nicht verhindern, daß der Lintsaußen von Sachsen nach famosem Durchspiel das 3. Tor für seine Farben bucht. Nach vericiltem Spiel ist es Fichte tann vergönnt, noch ein Tor aufzuholen, doch langt es nicht mehr zum Ausgleich. Fichtes Torwart ist an Der Niederlage nicht ganz schuldlos und wird sein Osterei erst in der nächsten Bersammlung erhalten. läßt Fichte merklich nach und der immer beffer werbende Sturm Jahns schafft teitische Situationen vor dem Fichte- Tor. Ein wegen Sand gegebener Elf. ausziehen und ein weiteres Tor vorzulegen. In den letzten Minuten tann Jahn meter" wird von Fichte gehalten. In turzer Zeitfolge gelingt es Jahn gleich. burch seinen Mittelstürmer einen weiteren Treffer buchen. Mit dem Resultat 4: 2 trennen fich beide Mannschaften. am Sonntag, den 8. Aprit, auf dem blerplay, Berlin N., Chriftiania Das Kreisendspiel zwischen Mariendorfer Sportklub und Allemannta findet ftraße, statt. Anfang 14 Uhr. Jede Mannschaft ftellt 2 Bälle, 2 Spielleiter hat der Nordbezirk. Die Raffengeschäfte regelt Gen. Sufmann, die technische und 4 Proteftlommissionsmitglieder stellt der Bezirk Often. Die Organisation Leitung ber Kreisleiter. Gespielt wird bis zur Entscheidung. Am 8. April ist Spielverbot ab 1. Uhr für Groß- Berlin. eine zusammenkunft sämtlicher Groß- Berliner Bezirks- und Kreisfunktionäre Am Montag, den 9. April, findet in der Luifen- Schule, Beinmeisterstraße, statt. Notwendig find, auch die Brotest, Spieleiter und Jugendausschüsse. Tagesordnung: Besprechung zum Kreistag. Gleichzeitig werden noch folgende Sechen geregelt: 1. Borussia( Pflichtfpiel), 2. Spiel Bittoria- Nowawes, 3. Lich tener lucas, 4. Spandau Elsthal- Staaten- Spieler Stroh, 5. Romet Fürſten walde- Berfchmelzungsfrage. Die Beteiligten wollen Bunt! 7 Uhr erscheinen. Turn- und Sportvereinigung Friedrichshagen. Der größere Teil der Mitglieder der Fußballabteilung hat sich beim B.B.B. melden lassen und mußte infolgebessen aus dem Berein ausgeschloffen werden. Die trengebliebenen Mitglieder find nun ohne Material, ba bie B.- B.- Biften basselbe in Besis behalten haben. Bruber vereine, die fich im Befiz von gebrauchsfähigem, überzähligem Material befinden, bitten wir uns dasselbe aur Verfügung zu stellen. Bufchriften an Emil Bintel den 4. April, 7% Uhr, bei Roppe, Friedrichstr. 121. mann, Friedrichshagen, Scharnweberfte. 120. Gigung der Fußballer Mittwoch, Resultate der Spielferie 1922-1923 der MSD.- Hoden. Die MSB.- Hoden hat einen stetig sich vermehrenden Mitglieder zuwachs zu verzeichnen. Sie war durch die hohe Zahl der Mannfchaften gezwungen, ihren Spielbetrieb in vier für sich spielenden Gruppen auszutragen und hat insgesamt über 300 Serienspiele der mittelt. Alles in allem ein erfreuliches Zeichen, daß sich dieser Sport auch in Arbeiterkreisen immer mehr Anhänger erwirbt. In den einzelnen Gruppen der MSB.- Hocken haben folgente Bereine die erste Stelle inne: In Oft: Schönholz 1; in West: Roland 1; in Nord: Fichte XII 3; in Süd: Roland 2. Auf das Entscheidungsspiel um bie Meisterschaft der MSB.- Hoden zwischen Roland und Schönholz fei heute schon hingewiesen. Es findet am 7. April zufammen mit bem Kreismeisterschafts- Fußballspiel statt. Nähere Anfündigung erfolgt noch. Nachfolgend tie Tabelle über Punktzahl ufm.; bei der Gruppe Sud ist zu berücksichtigen, daß Wilmersdorf 2 infolge ver. späteter Meldung ihre Spiele nicht mehr austragen fann und daß Moabit 3 zurückgezogen wurde. 1. Schönholz 1 2. Fichte I 1 8. Lichtenberg 4. Sichte XII 1 5. Fichte x 1 6. Fichte 1 7. Fichte- Oft 1 1. Roland 1 2. Wilmersdorf 1 5. Charlottenburg 1 5. Moabib 1 6. Sichtenberg 7. Fichte XII 2 4. A. G. C. 1 Gruppe Dft: Gespielt Gem. Berl. Unentsch. Punkte 430 210010 123 1021200 0 24 16 15 Love 56:11 29:19 30:28 14 26548 Ein neuer Nielsen- film. Benn man Asta Nielsen eine deutsche Filmlinklerin nennen will, dann ist sie auch heute noch die unerreichte deutsche Filmdarstellerin; ſeltfam, daß niemand eine für fie geeignete, aus ihrem schöpferischen Ausdrud erst zu belebende Rolle schreibt. Man zwängt fie in artistische Parade. nummern, die fte aus ihrer Universalität speift. Doch die Absicht ist un verkennbar. Auch der neue Nielsen- Film" Die Tänzerin in Navarra" tändlich wirkt fie innerhalb vieler, im Technischen ganz meisterbaft ge( im Mozart- Saal) ist nur ein aufgeblättertes Nielsen- Leriton. Selbstverlungenes Senfationen als Männerberderberin überzeugend, wirkt er schütternd im stillen Ausdrud. Doch: man möchte von ihr weniger Vieles der Gebarbe, ist ihr Gegenspieler. Sehr gut Adele 2 and rod. Sehens und ein Geschlossenes sehen. Alexander Granach, starr und seltsam in wert der blendende szenische Rahmen, mit entzückenden javanischen Landfchaftsillufionen. In all dem Reichtum merkt man nie lieberindenheit Geschmad bändigt die Opulenz. p- s. Gine verfuntene Welt", fünf Afte nach dem Roman, Serpolette" von Ludwig Biro, wurde im 11.2. am Nollendorffblah erstmalig gezeigt. Der rote Prinz, um den dort eine rithrfelige Geschichte zusammengebraut wird, ist ohne weiteres unserer Anteilnahme nicht geivis. Er ist nämlich ein Trottel. Daber ergeben sich teine Konflikte, die zum Nachdenken reizen. Würden, wird Handelsschiffstapitän und macht dann mit der Mannschait Hoheit verliebt sich in eine Tänzerin, die nur eine Dirne ift, entfagt aller Experimente, indem er blötlich alles in Gemeinbefiz übergeben läßt. Wenn der rote Bring die Zeit findet, seine Jacht zum Handelsschiff umbauen zu laffen, dann hat er es auch nicht nötig, feine been bei einer durch den Bufall zufammengewürfelten Mannschaft zu verwirtlichen, sondern er hätte nach bewußten Anhängern der neuen Wirtschaftslehre Umschau halten tönnen. Als alles schief geht, jagt er das Schiff auf Klipben, und die Gee wird ein filmisch gesehenes, sehr wirkungsvolles Massengrab. Zm störend Schleppenden Tempo sammelt der Regisseur Alexander Storba vereinzelt ganz nette Bilder. Beim Lesen der Seelenmesse fileht man oft erprobte Stimmungsreize, doch nichts Ueberwältigendes. Ein in Schiffahrtskreisen Bertrauter stößt auf ziemlich viel Unglaubhaftes. Bon der Explosion, die an sich tadellos gemacht tft, wird zum Beispiel ein ganz anderer Schiffs.ep getroffen, als die bis dahin gezeigte Serpolette". Marta Palma gejält burch ihre schöne Störperlichkeit und Harry de& oon und Michael Barbleibt es eine fade Angelegenheit. tonyi intereffieren durch ihre Gesichter. Alles in allem aber ist es und Groß- Berliner Parteinachrichten. erweiterte Frattionsfigung. e. b. 7. Kreis Charlottenburg. Mittwoch um 8 Uhr im Rathaus( Sigungszimmer 1) 15. Streis. Heute, Mittwoch, 7% Uhr, Kreisvorstandssitzung in Niederschöne 17. reis' Lichtenberg. Heute, Mittwoch, 7½ Uhr, Vorstandssitung in der weide, Neue Schule, Rudower Straße. Bibliothet, Weichselstr. 28. Donnerstag, den 5. April, 7 Uhr, im Rathausfitungsfaal, Busammenkunft der Ausschüsse für Arbeiterwohlfahrt und Rinderschußtommiffion sowie der Bezirksverordneten und Bezirksamtsmit. glieder. Bortrag des Genoffen Stadtrat Weiß. Heute, Mittwoch, den 4. April: 33:17 58. st. Charlottenburg. 7½ Uhr bei Silmes, Bayreuther Str. 7, Funktionär. 40:40 figung. Erscheinen Pflicht. 9:56 24:44 76. abt. Pünktlich 8 Uhr bei Schilling, Königin- Quife- Str. 42, Generalver. sammlung. Tagesordnung: 1. Tätigkeitsbericht des Borstandes. 2. Raffen. bericht. 3. Neuwahl des Borstandes. 4. Verschiedenes. Bollzähliges Er. fcheinen ist Pflicht. Lore 49:21 80. bt. Unser friherer Borsigender und Gemeindevertreter, der soller. 62:20 montagemeister Albert Westphal, ift geftorben. Einäicherung heute 31:16 nachmittag 2% Uhr im Strematorium Wilmersdorf, Berliner Str. 101 Roangspenden dankend verbeten. 24:36 96. Abt. Rentölln. Die Beerdigung bes Genoffen Rufferow findet nachmittags 21:46 2 Uhr auf den Gemeindefriedhof Martendorfer Weg fiatt. 7:54 12 12 0 12 8 1 12 4 12 5 12 8 9 11 Gruppe West: Gespielt Gew. Unentsch. Berl. Punkte 12 10 21 12 10 20 11 6 14 12 6 11 21:23 12 10 1 12 11 9 11 Gruppe Rorb: Gespielt 10 Gew. Unentsch. Bert. Bunkbe 0 16 10 15 10 Tore 37:15 22:11 88: 14 10 14:87 10 22:28 10 8:38 Gruppe Sib: 1. Roland 2 Gespielt Gem. Unentsch. Beck. 10 Buntie 0 18 2. Charlottenburg 2 11 13 3. Staaten 1 11 4. A. G. C. 2 11 10 1. Fichte xn s 2. Bichtenberg I 2 3. Schönhola 2 4. Fichte- O 2. 3. Slate I 2 6. Fidyte III a. 5. Moabit 2 6. Wilmersdorf 2 7. Moabit 3 87445 965480 COO I 1495537 Wasserball- Serienspiele im April. 5959864 18BHA160 9 Frauenveranstaltungen am Mittwoch, den 4. April: 79. Abt. Schöneberg. 7% Uhr bei Groß. Sedanfit. 17, Frauenabend. 107, 26t. Alt- Glienicke- Fallenberg. 7% Uhr bei Klingenberg, Grünaner Str. 29. Vortrag ber Genoffin Tobenhagen. 128-130. Abt. Bantom. 7% Uhr im Säuglingsheim, Eingang Flocaftroke, Bortrag. Morgen, Donnerstag, den 5. April: 32. t. 6 Uhr Funktionärfonferenz im Rimmer 55 ber Schule Sange Str. 81. 33. 61. 7 Uhr bei Lojat, Beymestr. 8, Sigung fämtlicher Funktionäre, Eltern. Tore beiratsmitglieder und Frauenfunktionärinnen. 83: 5 35. bt. 7% Uhr bei Drelse, Schreinerstr. 18, Sigung fämtlicher Funktionäre, 23:21 Betriebsvertrauensleute und Elternbeiräte. 26:25 37. bt. 7 Uhr Funktionärsigung bei Jerasch, Ebertyftr. 10. 18:81 86. t. Mariendorf. 7% Uhr Funktionärsigung im Rathaus Mariendorf, 14:19 Bimmer 26. 18: 9 4:26 A. F. 97. st. Neukölln. 7 Uhr Funktionärsigung bei Schulz, Emfer Str. 102. Rein Bierzwang. 114. Abt. Lichtenberg. 7% Uhr Vorstands- und Funktionärsihung bei Schwarz, Gabriel- Mag- Str. 17. Junafozialisten. Gruppe Tempelhof- Marienborf: 7% Uhr im Lokal Hansen, Boruffia, Ede Neue Straße, Bortragsabend. Jugendveranstaltungen. Jahreshauptversammlungen. Fallenberg: Jugendheim Roseftraße. Friedenau: Jugendheim Offenbader Jugendheim Scharnweberstr. 105a. Straße 5a, Distuffionsabend: Unsere Gewerkschaftsarbeit Friedrichshagen: Gesundbrunnen: Jugendheim Gothen burger Str. 2. Groß- Lichterfelbe: Jugendheim Albrechtstr. 14a. Karlshorst: Jugendheim Augufte- Bittoria- Straße. Saulsdorf: Jugendheim Adolfstr. 25. Landsberger Biertel: Jugendheim Raulsdorf- Güb: Jugendheim Moltleftr. 1. Olivaer Straße( Schule). Sichtenberg- Rord: Jugendheim Barbaue 10. Mahlsborf: Jugendheim Walderfeestraße( Schule). Norbaften II: Jugendheim Christburger Str. 14. Brenzlaner Borstadt: Jugendheim Danziger Str. 23. Schöneberg III: Jugendheim Schule im LindenBortrag: Seruelle Frage hof. Schönhauser Borstadt: Jugendheim Sonnenburger Str. 20. Röpenider Biertel: Jugendheim Glogauer Str. 12-16. Tempelhof: Jugendheim GerDer Arbeiter- Turn and Sportbund, Streis I, Bezirk VI, veranstaltet im April folgende Spiele: Klaffe A: 7. April, Stadtbab Friedrichshain, WelleBorwärts- 2.; 17. April, Stadtbab Brenzlauer Tor, Neptun- Weißenfee- Union; 28. April, Stadthab Neukölln, Borwärts NO.- Borwärts-&.( Gwimmfeft). lahe B: 5. April, Stadtbad Charlottenburg, Union- Charlottenburg; 5. April, Friedrichshain, Belle I- Freie Schwimmer Norden; 10. April, Stadtbad Fried Stadtbad Prenzlauer Tor, Neutöln- Friedrichshagen I; 6. April, Stadtbab richshain, Vorwärts- 2. I- Borwärts- R.; 10. April, Stadtbad Neukölln, Welle I-Reutölln; 11. April, Stadtbad Neukölln, Borwärts- S.- Neukölln; 12. April, Kreuzberg, Borwärts- S.- Friedrichshagen 1; 13. April, Stadtbab Prenzlauer Stadtbad Charlottenburg, Borwärts- S.- Charlottenburg; 18. April, Stadtbad Tor, Belle II- Reufölln; 14. April, Stadtbab Friedrichshain, Welle I- 28ele II; 17. April, Stadtbad Kreuzberg, Borwärts- 2. 1- Union; 18. April, Stadtbad Webbing, Welle I- Vorwärts- R.; 19. April, Stadtbad Webbing, Borwärts- 6.Freie Schwimmer Norden; 22. April, Stadtbad Friedrichshain, Belle I- Borwärts- 2. 1; 24. April, Stadtbad Friedrichshain, Vorwärts- 2. Il- Charlotten burg; 24. April, Stadtbad Kreuzberg, Belle Friedrichshagen; 26. April, Stadtbab Webbing, Freie Schwimmer Norden- Borwärts- 2. II; 12. april, Stadtbad Wedding, Freie Schwimmer Norden- Neukölln. Jugend: 4. April, Stadtbad Webbing, Vorwärts.S.- Borwärts- N.; 6. April, Stadtbad Prenzlauer Tor, Vorwärts- 2.- Union; 10. April, Stadtbab Kreuzberg, Welle II- Neutöln; maniaftr. 6-7. 11. April, Stadtbad Wedding, Borwärts- 2.- Borwärts- N.; 11. April, Stadtbab Neptun- Sichtenberg: 17. April, Stadtbab Friedrichshain, Charlottenburg- BorNeukölln, Borwärts.S.- Welle I; 13. April, Stadtbad Friedrichshain, Welle Imärts- 8.; 17. April, Stadtbad Prenzlauer Tor, Vorwärts- S.- Welle II; 18. April, Stadtbad Reutölln, Vorwärts- 6.- Charlottenburg: 20. April, Stadt bain, Belle I- Welle II; 24. April, Stadtbad Neutoun, Charlottenburg- Neubab Prenzlauer Tor, Borwärts- 2.- Welle II; 22. April, Stadtbad Friedrichsföln; 25. April, Stadtbad Wedding, Charlottenburg- Vorwärts- N.; 26. April, Stabibab Charlottenburg, Charlottenburg- Welle 1; 26. April, Stadibab Brenz27. April, Stadtbab Kreuzberg, Neptun- Lichtenberg- Borwärts- 6.; 27. April, Stadtbad Friedrichshain, Belle I lauer Tor, Neptun- Lichtenberg- Welle II; -Köpenid; 10. April, Stadtbad Prenzlauer Tor, Welle I- Neukölln. Bohne, Schloßfte. 45, Bierteljahresversammlung. Wichtige Tagesordnung( Bei Freie Schwimmer Charlottenburg. Mittwoch, den 4. April, 7% Uhr, bet tragserhöhung). Alle restierenden Beiträge müssen bis dahin beglichen fein. Freie Turnerschaft Jahn", Marienfelde. 5. April, 6% Uhr: Kaffenabrech mung bei Staffelt; 10, April, 7 Uhr: Borstandssigung bei Berger; 18. April, 7% Uhr: Vierteljahresversammlung bei Hafeloff. Das Hauptereignis des 2. Feiertages in Berlin war das Spiel Alemania- Wader- Jena. Die Gäste weilten mit beiden Mann shaften hier. Jena Sonderklasse siegte gegen Alemania I nach flottem schönen Rampf 2: 0( 1: 0) und Wader Jena 1b und Alle mania II spielten im umgefehrten Verhältnis. Bei Beginn des Spiels sieht man in den ersten fünf Minuten verteiltes Spiel. Bald tarauf wird der Lintsaußen von Bader durch einen schnellen Lauf gefährlich und reist somit die ganze Mannschaft nach vorn, moraus sich eine fleine Ueberlegenheit Waders bemerkbar macht. In der 15. Minute ist auch durch vorerwähnten Spieler bereits das 1. Tor erzielt. Alemania strengt jich nun fehr an und man gewahrt auch ihre Kombination, jedoch kann sich der Sturm durch die angriffsfreutige Berteidigung Wackers nicht durchsetzen. Bis zur Bause wird beiderseits nichts mehr erzielt. Nach derselben tom- licher Ortsgruppen von Groß- Berlin ftatt mit folgender Tagesordnung: 1. Wie biniert Alemania noch besser jedoch das alte Uebel im Alemania fturm Hilflosigkeit vorm Lor laffen weitere Erfolge nicht zu. Das Gegenteil fieht man bei Wader. Ein Edball wird auch dann bald zum 2. Lor verwandelt. Die Mannschaft von Wader war Alemania gegenüber zmar förperlich im Vorteil aber auch die technisch bessere Mannschaft. Teltow hatte Fortuna- Wittenberge zu Gast. Im Spiel der 1. Mannschaften zeigte sich zunächst eine Ueberlegenheit Teltows, doch noch so qute plazierte Schüsse und Torgelegenheiten verhinderte im letzten Moment ter geradezu blendende Torwächter Fortunas. Torlos ging es in die Bause. Nach derselben zunächst dasselbe Bild. Doch 20 Minuten vor Schluß ist die Läuferreihe Teltows dem Tempo nicht mehr gewachsen. Die Gelegenheit nüht Fortuna gefchickt aus und erzielt hintereinander 2 Tore. Dem Torwächter perdantt Fortuna den Sieg. Teltom II- Fortuna Wittenberge 2 0: 4. Teltom III- Fortuna Wittenberge 3 3: 1. Weitere Resultate. Arbeiter Rabfahrer- Bund Solidarität. Am Sonnabend, den 7. April, 6 Uhr, bei Büttner, Schwedter Str. 25, findet eine Funktionärtonferens fämt stellen wir uns aur Jugendpflege und einem Jugendtag in diesem Jahre? 2. Bie gebenfen wir weiter gemeinsam zu arbeiten? Männer, M. 2. B. Walblauf. Das Umtleidelotal befindet sich im Charlottenburger Bollegarten, Tegeler Weg 74-75( 5 Minuten vom Bahnhof Jungfernbetbe). Schülerabteilungen, die nicht gemelbet haben und mitlaufen wollen, müssen um 2 Uhr bort fein. Alle Turn- und Sportabteilungen haben sich mit voller Wannfchaft aum Propagandalauf zu stellen. M. Relfch, Kreissportwart. Athletil- Sport- Club, e. B. Leichtathletik, Hoden, Rubern. Frauen, Jugendabteilung. Donnerstag, 5. April, Training auf dem Sippo. brom- Sportplag, Zoologischer Garten. Beginn 6 Uhr. Freitag, 6. April, Bierteljahresversammlung bei Linfener, Mühlenstraße, Ede Brommybride. Beginn 28 Uhr. Bertreter der Hockeyabteilung: Walter Breek, Baumschulenweg, Baum Schulenfte. 84-85. Geschäftsstelle: Alfred Behrends, Berlin N. 87, Binzenborfitt. 7. B Filmschau. Paganini. In Tauenien alat läuft ein„ Paganini" Film. Die dämonische Geftalt Baganinis, bes von der Legende überwucherten Geigers, Jahn- Landsberg 1- Merkur- Grünau I 8: 0; Jahn- Bandsberg 2- Mertur. ift Stapital für den film. Das Erstatische und Bisionäre seines Lebens Grünau 2 4: 2; Jahn- Landsberg 3- Merkur- Grilnau 3 3: 5; Eeltom 1- müste einem tüchtigen Filmautor geradezu ve: schwenderisch aus der Feder Bernau 11: 2; Teltow 2- Bernau 2 0: 3; Jahn- Landsberg, Jgd.- 8ehlen fließen, Bild fich an Bild entzünden. Paul Beyer hat aus dem Stoff dorfer B. C., Job. 1: 1; Germania- Abler 08 2: 5; M. S. C. 2- Fortuna- ein baar sputhaft binbuschende Situationen geholt, aber die Bilder nicht Sangermünde( tomb.) 1: 4; m. 6. C. 1- Stern 13: 0; m. 5. C. 1 und 2 tomb.-- Gdöneberg 1 und 2 tomb. 2: 5; Tegeler Ballfp.- Cl. 1- Schöneberg i burch Handlung gebunden, die blaffen Figuren nicht mit dramatischem Blut 3: 5; Borwärts- Botsbam 1- Schöneberg 1 1: 2. gefüüt. So blieb auch Conrad Veidt, der Darsteller des Paganini, A. 2. V. Jahn- Schwiebus Fichte- Gesundbrunnen 4: 2. Bei prächtigem untlar zwischen bret Frauen geftellt, auf den Rhythmus seines Körpers, Better trat am 1. Ofterfeiertag die 1. Mannschaft vom A. T. V. Schwiebus auf die Dämonie des Gesichts beschränkt, ohne Leben und schauspielerischen gegen die Ib- Elf ber Sportabteilung Fichte- Gesundbrunnen zum Freundschafts. Aufbau geben zu können. Immerbin, es webt fuggeftiver Schauer aus piel in Schwiebus an. Jahn hat Anstoß und bringt ben Ball nach guter Rom. feiner Bewegung, die sich von der Glätte ber schönen Eva May glosend bination des Innensturmes nach vorn, wo jedoch die Fichte- Berteidigung den abhebt. Unheimlich triebhaft Alexander Granadh in einer phantastischen gut durchdachten Angriff unterbindet und den Ball ihren freistehenden Stürmern Rolle. Heinz Goldberg, der vom Theater kommt, debütiert als Filmsuvakt. In der 20. Minute muß ber Torwart Jahne eine hohe glante von regiffeur; mit starten Einfällen, nur bielleicht zu sehr noch in das Nurrechts paffieren Taffen. Rurz darauf erhöht Fichte durch ein Mißverständnis ber Sintermannschaft Jahns bie Torzahl auf 2. Bor ber SHalbzeit gelingt es Bildhafte verliebt. Der szenische Rahmen Innenbauten und veneziaJohn ein Tor aufzuholen. Mit 2: 1 geht es in die Pause. Rach Wiederanstoß nische Zufionen ift stimmungsvoll von Reppach gebaut. p- s. 68ige Kohlenwertanleihe der Brandenburgischen Kreis- Elektrizitätswerke G.m.b.H. kommunale Ueberlandzentrale in Spandau zum Preise von 25000 Mark für die Tonne ( 20 Zeniner) eingeteilt in Stücke zu 1, 2, 5, 10 und 20 Tonnen Besonders günstige Bedingungen Zinsgewinn Zeichnungsstellen: Brandenburgische Giro- Zentrale Berlin W 8, Kronenstraße 61-63 sowie die durch Plakataushang kenntlich gemachten Stellen Prospekte kostenfrei! DUNLOP CORD Im Gebrauch die billigste Bereifung Die Weltmarke bürgt für Qualität! Theater. Lichtspiele usw. 6peruhans 112 Uhr: Volksbühne 72 Uhr: Tosca Web' dem, der lugt Schauspielhaus 712 Uhr: Wilhelm Tell Theater i. d. Lessing- Th. 7: Russengastspiel Onkel Wanja Königgrätzer Str. Donnerstag 7: Leizies Gastspiel: Stepanischikowe Kreislers 7.30: Eckfenster Kayssler, Höflich. Maingast, Deut. Künstler- Th. Müthel, Herrmann, Vallentin. Allabendlich 7, U. Komödienhaus 7.30: Madame Pompadour Berliner Theater 7.30: Mädi Hilde Wörner, Claire Waldoff, Fritz Werner, Hans Albers. Deutsch. Opernhaus 72 Uhr. Engen Onegin Groß. Volksoper im Theat. d.Westens 7: D.Zarenbraut Intimes Theater 8 Unr: Kleptomanie Familienfest usw. Lustspielhaus Der Fürst von Pappenheim Komische 7% Oper Große Revue Europa spricht davon! üb.200 Mitwirk Mister Jackson mit engl. Girls Else Balzer Bruno Kastner Arnold Riek Kutzner, Flink u, a Darsteller 8 U.: Bobby, sagollo die Wahrheit Metropol- Theater 12: Die Schönste der Frauen VERGNÜGUNG PARK AM LEHRTER BAHNHOF 4 eröffnet mit sensation ellen Attraktionen Während der Osterwoche. jeder Erwachsene ein Kind fre!! Eintritt: 300 Mark Kinder 200 Mark Fugeniose Zur 99 Eintracht" Stofenthalerhot, Staten Geffforte, Reinfort, Chomnisl fauft frage 203-204,& de Rosenthalerstraße, Brandt, Linienftr. 201a( Rosenthalerior). verkauft Anzüge 45 000.-, Sommer- Möbeleinkauf, Wirtschaften, Nachläffe, Schlüpfer 65 000.- Gummimäntel Alaniere, Teppiche, Einzelmöbel, Rügen. Braunkohlenwerke und Brikettfabriken 51 000 reusfühle 17 000.-, Alaska Woldenbergerite. 2, Alexander 1857. Aktiengesellschaft In Welzow N.-L. Hierdurch beehren wir uns, die Herren Aktionäre unserer Gesellschaft zur XXXVI. ordentlichen Generalversammlung Felleinkauf. füchse, Wölfe. Alle Waren Hälfte herabgefegt. Reine Lombardware. Suche bringend Schaf Kredit- Rath. Rünstler- Gardinen, Ma- Mart. Woldenbergerstraße 2, zwei Miwolle, Roßhaare, 8idel, Hafen 4000.dras, Stores, Bettdecken, Tisch- und nuten vom Bahnhof Weißenfee. Aler Chaiselonguebecken, große Auswahl, ander 1857. aparie Mufter, bequeme Teilzahlung. Elsässer Straße 44, I, Oranienburger Tor. Mauserpistolen, große, mit Holzansted fasten, Bisier 1000, taufe mit 70 000.Bettwäsche! die Sonnabend, den 21. April 1923, vormittags Außerordentlich billige Preußner, Neukölln, Tellstraße 1.[ 79/20 Deckbettbezüge 10% Uhr, in den Räumen der Mitteldeutschen Creditbank, Aussteuertage bis 7. Bahngebiffe bis 750 000.Platinab Berlin, Burgstr. 24, stattfinden wird, ergebenst einzuladen. 9800.- Bettlaken 6500.- Wäscheftoffe Quecksilber, Alt1800. Doppelgarnituren 52 000.-, Sn- fälle, Silberbruch, Tagesordnung: Tetts 22 500.- Sandtücher, Ueberschlag. metalle, Schlesischestraße 39( Hochbahn 1. Vorlegung der Jahresrechnung und des Geschäfts- lafen, Damast billigste Engrospreise. Re- station), sowie Röpeniderstraße 39( nahe elle, fachmännische Bedienung. Aelteste Adalbertstraße), Goldschmelze Chriftio. 2. Beschlußfassung über die Verwendung des Rein- Spezial- Bettwäschefabrik Gräfestraße nat". Fahrtvergütung! gewinnes. neununddreißig( Hasenheide), Brunnen3. Entlastung des Vorstandes und Aufsichtsrates. traße 10( Rofenthalerplay), Spandau, Werkzeuge u.Maschinen 4. Wahlen zum Aufsichtsrate. Botsdamerstr. 20. Die Aktionäre, welche an der Generalversammlung Bettwäsche! Bettbestige 10 300.-, Bett Zündkerzen, Glühbirnen kauft Rösler, teilnehmen wollen, haben gemäß§ 25 des Statutes den Tafen 6800.- an. Prima pembentuch Friedrichsgracht 5-6. Aktienbesitz, hinsichtlich dessen sie ein Stimmrecht aus- 2450.-, Ueberschlaglaten, Baradetiffen, Nägel, Maschinenschrauben, berichtes für 1922. Holz Verlobung ben wollen, spätestens ant 17. April dieses Jahres Inlette, Wäschestoffe, Damaft, Dimiti, fchrauben fauft Rraufe, Bichertstraße 40. rauringe Duk.- Gold 900 gest. v. 25000 M. an einfache Trauringe, gest, von 6000 M. an. Fast alle Preislagen am Lager. Namen u. Etui umsonst. Umarbeitungen und Anfertigungen von Trauringen bei Goldzugabe in 24 Stunden. Garantieschein für gesetzl. Goldgehalt! vorkommende Bedienung. bel der Gesellschaftskasse in Welzow N.-L. oder Sandtlicher, Tischwäsche, nur befte QuaNägel, Maschinenschrauben, Holz. bei der Mitteldeutschen Creditbank, Burgstraße 24 litäten, enorm billig. Fachmännische, zu schrauben tauft Wodite, Amfterdamer bei den Herren Jacquler& Securius, An der Stech- Jäger, größte Bettwäsche- Spezialfabrit, ftraße 21. bahn 3/4 in Berlin, oder in Berlin, oder Stumpe u. Rottbuferdamm breiundsiebzig, Lands Kugellager, Magnete, Bergafer, Bünd bei Herrn A. E. Wassermann, Burgstraße 23 in bergerstraße achtundachtzig, Dresdener- fergen tauft höchstzahlend Pilz, ReiBerlin, oder straße breiunddreißig, Charlottenburg, nidendorferstraße 98, Sof parterre. Wilmersdorferstraße flebenunddreißig. Motor, Schellad, Leim, Tischlerwerk. Frühjahrsmäntel 7500.-, Bebfehler, zeug, Tischlereimaschinen tauft Ernst, Covercoatmäntel, Donegalmäntel, Mo- Oranienftr. 166, III. Rallweit, Charlottenburg, Bismardstraße 59 II. bei der Deutschen Bank in Berlin oder bei der Direction der Disconto Gesellschaft in Berlin oder bei der Mitteldeutschen Creditbank, Filiale Leipzig, bellkleider. in Leipzig, oder bei einem Notar Trauringjabrik Albert Thal& Co., Stimmkarte, welche zugleich als Eintrittskarte für die C 19, Seydelstraße 5( Spittelmarkt) Malereigenossensch. z. Ausführung jed. Art Malerarbeiten f. Berlin u. Umgegend E. G. m. b. H., Berlla 50. 18, Am Röllnischen Park 7 Unsere Genossenschaft ist durch GeneralCasino- Theater & Uhr: Der neue Sdilager mit doppeltem Nummernverzeichnis zu hinterlegen und die Garten:: Laube:: Balkon Generalversammlung dient, in der Zeit vom 17. bis Abessinierpumpen, Erfaßteile, Erd21. April dieses Jahres in Empfang zu nehmen. Statt bohrer billig. der Aktien können auch die Depotscheine der Reichsbank traße 78. oder der Bank des Berliner Kassenvereins hinterlegt werden. Die Jahresrechnung und der Geschäftsbericht liegen Theater Zum blauen Kakadu versammlungsbeschuß zweds Umwandlung vom 5. April dieses Jahres ab für die Herren Aktionäre in Täglich 7: Die große Ausstatt.Operette Neues Operett.- Th. Die Modekönigin INTO BRIEN Täglich 7, Uhr: Paul Heidemann a. G. Varieté- Spielplan! Der neue Gilbert: illing, Platen; Köbe Rauchen gestattet! Natja, die Tänzerin Vorverkauf enanterbrochen. mit Margit Suchy, Nordheim, Beckersachs Paulsen, Tiedtke, Gross, Mamelok Neues Th. am Zoo 7: Gilberts Oper. Dorine u. der Zufall Neues Volkstheater 7 Uhr z. 1. Male: Emilia Gaictti Renaissance- Theat. 72 Uhr: Kampf der Geschlechter Gastsp. Em. Reicher Schiller- Th.Chart. 8 J: Krieg im Frieden Thalia- Theater 7% Uhr: Ein Jahr ohne Liebe Th. a. Nollendorfpl. 7% Uhr: Die schön.Rivalin Stg. 3: Königin der Straße Wallner- Theater 8 Uhr: Der kühne Schwimmer RESIDENZ- TH. Täglich 8 Uhr: Alb. Bassermann in Der Raub der Sabinerinnen Trianon- Th. 8 Uhr: Theater a. Katib, Tor Metropol- Varieté Abouds 7' Uhr und Sonntag pachm. 3 Uhr: EliteSänger U a. SEOSSON Flitterwochen Behrenstr. 54 7 Uhr: Das unübertreffliche AprilProgramm! dmirals- Varieté 800 April- Programm wie immer erstklassig Natura Institut für naturgemäße Heilweise ( direkt am Berlin, Blücherplatz 3 Hall. Tor) Aerztl. Sprechst. 10-1, 4-8, Sonnt. 11-1 für Minderbemittelte vormittags. Diagnose u. Prognose( Feststellung von Krankheiten, ihrer Grundursachen u ihrer Heilungsaussichten) durch modernste wissenschaftliche Untersuchungsmethod., auch durch Augendiagnose, mikroskopische Blut- und Urinuntersuchung usw. Behandlung aller akuten und chronisch. Erkrankung. durch eigene giftfreie Pflanzenkuren ( patentamtl. gesch.), sowie SpezialHomöopathie, Biolog. Heilverfahr., Höhensonne, Elektrother usw. Taus. von glänz. Erfolg. nachweisbar auch in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung unserer Hauptverwaltung zur Einsicht bereit. bom 8. Februar 1923 aufgelöst. Die Gläu Welzow N.- L., den 28. März 1923. biger werden aufgefordert, fich zu melden Die Liquidatoren: 107/15 Moritz Stein. Reinhold Frank. Karl Bützer. A. BEBEL Aus meinem Leben Neuausgabe aus Anlaß des 10 jährigen Todestages von A. Bebel. In einem Bande, auf feines Dünnbruckpapier gedruckt, Ganzleinen geb., mit goldenem Namenszug als Titel Grundzahl 16.X Staffetzabl Buchhandlung Vorwärts SW 68, Lindenstraße 2 im ,, Eintracht" Braunkohlenwerke und Brikettfabriken Der Vostand. Dr. Voigt Dr. Wolf. Bumpenfabrit, Garten. Möbel Metallbetten 30 000.-, Chaiselongues 40 000.- Patenimatragen, Polfierauf Tagen, Rinderdrahtbett. Meice, August ftraße 32a, Quergebäude riert Schlafzimmer, Angellager tauft höchstzahlend Elbin gerstraße 9( Ringbahnhof Landsberger allee). Unterricht Klaffenturse, Englisch, Französisch, Anmeldung Spanisch beginnen jest. fofort. Berlig School, Leipzigerstr. 123a, Ede Wilhelmstraße, Tauenzienstt. 19a. Heinrich Maurers Privat- Buschneide. schule, Aleganderplat, Eingang Königs graben. Fernsprecher Rönigstab ± 339. Balter Verschiedenes bt. 82. Steglis. Deutscher Metallarbeiter- Verband Große Auswahl. Besuch lohnend. Am 29. März verstarb unser Gen. Ernst Schloßke Einäscher. Donnerstag 14 Uhr nachm. im Kremator.Bilmersd. Der Vorstannd. Tausende befreit Don matragen, Batentmatratzen. Chaiselongues, Metallbetten, AuflegeStargarderstraße achtzehn. Möbel- Lechner, Brunnenstraße 7, offe Detektivbureau Stafchel, Chaussee Speisezimmer, ftraße 77. Fernsprecher Rorden 7886. Serrenzimmer, Klubgarnituren, Küchen Beobachtungen, Ermittlungen. Austünfte allerorts. Auf Wunsch Zahlungserleichterung. Bertrauensvolle Auskunft, gewißen. Verwaltungsstelle Berlin H 54, Linienstraße 83/85. Möbel( auch Teilzahlung), tomplette haft Frau Ehm, Hebamme a. D., Star Geschäftszeit vorm.9 Uhr bis nachm.4 Uhr. Bimmer, Einzelmöbel, Metallbetten garderstraße 75( Schönhauser Allee). Telephon: Amt Norden 833 bis 836 Wenger, Marfiliusstr. 8.( Alegander. plag). und 6592 bis 6595. Heute, Mittwoch, den 4. April: Bezirks- Vertrauensmännerkonferenzen 89 500. in folgenden Lokalen: 1. Bezirk: Jum Prälaten, Weißensee, Lehderstr. 122, Ede Greifswalder Straße, Bandwurm admittags 4 Uhr. burch Reichels Bandwurmmittel. 30 jähr. Erfolge. M., 2500.für Kinder 2000 ( nach Alter). In den Drogerien erhältlich, echt nur mit Firma Otto Reichel, Berlin 43, Elfenbahnstr. 4. Reichshallen- Th. Geldverkehr Gelegenheit. Kleiderschrant 25 800.Bertilo 21 400.-, Umbaue, Büfett Sofort Geld, Ratenrüdzahlung, burg Trumeaus, Schreibtisch Bigner, Große Frankfurterstraße 141. 77 500.-, Bafchtoiletten 18 000.-, Flur garderoben, Speisezimmer, große Ausin Einzelstücken, Plüschsofa mahl 39 500.-, Rüche 41 300.-, Chaiselongue 44 800.-, Bettstellen verkauft Gottlieb, 2. Bezirk: Comenius- Sale, O 34, ligenerstraße 13, Bahnhof GesundbrunMemeler Straße 67, nachm. 4%, Uhr. 3. Bezirk: Sollmann, Rigaer Str. 67, nachmittags 5 Uhr. 4. Bezirk: Bähe. Stralauer Allee 47, nachmittags 42 Uhr. 5. und 7. Bezirk: Reichenberger Hof. Reichenberger Straße 147, nachm. 5 Uhr. 6. Bezirk: Kindl- Branerei, Neukölln, Hermann. Ede Jägerstraße, nachm. 5 Uhr. 8. bis 10. Bezirk: Gewertschaftshaus, Allabendl.72 Uhr, 11. Bezirk: Engelufer 24, nachmittags 5 Uhr. Rosenthal, Schöneberg, Sonntag nathm. 3 U. Ebersstr. 66, nachmittage 5 Uhr. halbe Preise 12. Bezirk: Gymnafium Stegli, Stealth. Seefeftr. 15, nachmittags 5 Uhr. Sänger 13. Bezirk: Ernst Jacob, CharlottenStettin. DonhoftBrett'l Ant. 71/ 2U. Professor Bernhardi wo alles andere versagte Ungehener alle Lebensmittel u. Be- nod( pottbillig 8 Uhr Kleines Theater Das stärkere Band Toelle, Sandreck, Kaiser- Titz Walhalla- Th. 7.45 Uhr: Die Liebe geht um Dara, Lautner, Zernitz Theater des Ostens ( Rose Theater) 78 Uhr: Kaiserplatz 3 I. Central- Theater Täg 8 Uhr: Försterchristel Der Blaue Vogel Goltzstraße 9 Nollendorf 1613 Allabendlich Das 3.Programm URANIA Theater 8 Uhr Helgoland I. Wandel der Zeiten. Kl Saal 8U: Mit der Filmkamera d. deutsche Hüttenwerke. III. 99 gestiegen Preise sind Zigaretten darisartikel Kleine Anzeigen billig! iefenweg 2 165/ 20a im Vorwärts sind immer noch nen. Bersand auch nach außerhalb. Lieferung frei Haus. Bei Rauf Fahrt. vergütung. Möbel aller Art tauft man billig im Ede Fehrbellinerstraße. Möbelhaus Kamerling, Rastanienallee 56, 29245 Musikinstrumente Pianos preiswert. Lint, Brunnenstraße 35. Klaviermacher Fahrräder 275 C00.- Freilauf- Tourenmaschinen. . Vermietungen Mietgesuche Rinderloses Ehepaar, Parteigenossen, durch Krieg Heim und Möbel verloren, fucht möbliertes Wohn- und Schlef 3immer mit Rochgelegenheit oder Schlaf simmer mit fleinem Nebenraum, aud außerhalb Berlins mit Vorortverbin dung. Offerten unter Dr. Bannwarth an Hauptegpedition ,, Borwärts".[ 2927b Arbeitsmarkt Stellenangebote burg, Bismardstraße. Ede Gesenheimer Schlawe, Weinmeisterstraße Bier. Bekanntmachung Straße, nachmittags 4% Uhr. Brennaborräder! Görideräder Bit14. Bezirk: Schulaula, Rostoder Str. 32, toriaräder Waffenräder Rennnachmittags 4 Uhr 15. bis 19. Bezirk: Boruffia- Festfale, 20. derfte. 6/7, abends 6 Libe Bezirk: Hiper, Jülicher Straße Die Stelle bes maschinen billight. Schlawe, Bein: 1. Bürgermeisters meisterstraße Bier. 2 round Weinmeisterstraße Bier. Bertolampen! 59 000.- Schlawe ber hiesigen, rund 70 000 Einwohner zählenden Stadt ist sobald wie möglich 21. Bezirk: Gemeindeschule, RieberLichtenberg, nachmittags 5 Uhr. Albamotore 1 000 000.- Rorrelmotor fiadt in Dentfch Oberschlesien, und Eig neu zu befegen. Hindenburg ift Grenz schöneweide, Berliner Str., nachm 4%, Uhr rad 900 000.- Schlawe, Weinmeister: großer industrieller Berte. Bei der bet 22. Bezirk: Schulz, Röpenid, Bahnhof- ftraße Bier. nächst erfolgenden Bildung eines eigenen ftraße 34, nachmittags 4%, Uhr. Fahrradmäntel 9000.-, Luftschläuche Stadttreijes ist die ingemeindung mehrerer 23. Bezirk: Germania- Feftfäle, Span- 950-2000.-. Schlawe, Weinmeister Nachbargemeinden in Aussicht genommen. dau, Hauptbahnhof, Stresowplay 19, nach straße Bier. mittags 4 Uhr. Modellverkauf! Preise teilweise bis 50 Prozent ermäßigt!!! Entzückende Modellkostüme. von 129000-375 000 33000 ... von 85000-215000 45000-165 000 39 000-126000 • . Strickjacken, reine Wolle, auch für stärkste Figuren Feine Tuchmäntel, flotte Form Covercoatmäntel, elegante Formen. Reisemäntel in Noppenstoffen. Jetzt Elegante Pelzmäntel, Astrachanmäntel, Krimmermäntel Spottbillig!! Simon Westmann Damenkonfektion und Trauermagazin 1. Geschäft: Berlin W, Mohrenstr. 37a 2. Geschäft: Berlin NO, Gr. Frankfurter Str. 115 A. E.G.: Schulaula, Berlin N., Wiesenftraße 66. nachmittags 4 Uhr. Siemens: Marsand, Siemensstadt, nachmittags 4 Uhr. Butritt gegen Borzeigung der Legitimationstarte und des Mitgliedsbuches. 145/14 Die Ortsverwaltung. gute Kaufgesuche wodurch fich die Einwohnerzahl auf über 100 000 erhöhen wird. Bewerber müssen die Befähigung zum Richteramt bzw. zum höheren Berwaltungs dienft oder gründliche Erfahrungen in ber Berser und deutsche Teppiche tauft gesamten Sommunalverwaltung befizen. höchstzahlend Reschke, Sleutoun, Raiser. Die Besoldung erfolgt nach Einzel Friedrich- Straße 5. Tel. Neuton 9123. gruppe 2 der preußischen Beamten Ber Raufe alle Arten Gäde, Padleinwand, foldungsordnung, Einreihung in Einzel gruppe 3 ift nicht ausgeschlossen AnteNähgarn. Riller, Swinemünderstraße 7. wärtige Beamtendienstjahre werden auf die Pure Kapitän- Kautabak Sumboldt 489. ruhegehaltsfähige Dienstzeit angerechnet, ist in d meist. Zigarrengeschäft, erhält. Photoapparate, Shitrostope, Brillanten werbung zu stellen. Prismenferngläsez 08, Feldstecher, weitergehende Anträge find in der Be C. Rocker, Ste 22. Kst 3861. fauft Wertzentrale, Oranienftr. 138. Geeignete Bewerber werben gebeten, NON- Rinnschmelze tauft 2ötzinn, Ge. Gesuche nebft Lebenslauf und beglaubigten fchirrainn. Beichblei und fämtliche Me- Beugnisabschriften bis zum 25. April dem talle. Andreasftraße 49. Unterzeichneten einzureichen. Persönliche Borstellung nur auf befon Höchftzahlend von Gelegenheitstäufen, deres Ersuchen 136 14 Wirtschaften sowie anderen Waren. Zeppiche, herrliche Bersermuster, Di- Frau Rammonat, Lichtenbergerstraße 5 Hindenburg DG., ben 27. März 1923. Der Stadtverordnetenvorsteher. wandeden. Brüden billige Gelegenheit.( an der Landsbergerstraße). Reschte, Steukölln, Raifer- Friedrich. Offowstt. Straße 5 III. Berlin, Verkäufe 181/17 Roje, Gollnowstr. 16. Felbstecher, feldgraue oder 08, kauft Tafelwagen, Dezimalwagen, 0eSuche einen tüchtigen, in jeber Beziehung Metallschmelze, Neanderstraße 35( nur durchaus zuverlässigen Hausdiener, wichte preiswert. Auswahl. Wagner, im Laden). fauft 8ahngebiffe, Blatin. Gohn achtbarer Eltern. Nur schri flice Köpeniderftraße nur 71, Hof. abfälle, Goldfachen, Silberfachen. Qued. Offerten mit Zeugnissen u. Lichtbild erbeten Bersuch macht hug! Leihhaus" Brun- filber, sämtliche Metalle. Brahn& Blumenthal nenstraße 5. Täalid Firma ten! Fahrradankauf, höchstzahlend. Git. Heiligegeiftstr. 43/44 großer Bertauf maßmäßig hergestellter fchinerstraße 78. Anzüge. Paletots, Schlüpfer, Cutaways, Sofen. Riefen- Auswahl. Belzwaren: Säckeeinkauf, Emballage, 8wirn Sehpelze, Sportpelge fonkurrenzlos bil- Blane. Neukölln, Fuldastr. 25. lig! Reine Lombardware. . 8abngebiffe, Goldbruch, Silbersachen 29256 Borwärts- Austräger Belzwaren 50 Prozent herabgefest! kauft Schneider, Brunnenstr. 41, vorn Frauen und Männer Kreuzfliche, Wölfe, Weißfüchfe, Belz. Saftflaschen, Riegelflaschen, Sonig. werben fofort eingestellt mäntel, Regenjaden, Sportpelze, Geh- gläfer, Medizinflaschen, Kopfwaffer, Berlin, Immanueltirchstr. 24. pelae, ferner Herrenanzüge, Schlüpfer, Kölnischwasser, Tintenflaschen, Liter. Neukölln, Siegfriedstraße 28/29 Roftime, Mäntel verkauft Leihhaus flaschen, Solstiften kauft Glashandlung, Morigplag 58a. Reine Lombardware. Alte Jakobftr. 78. Tempelhof, Kaiser- Wilhelm- St. 13 Vorwärts"-Ausgabestellen u. Inseraten- Annahme Se expedition: Berlin. Lindenftr. 8, Laden. 8entrum: Ackerstr. 174, am Roppenplag. Besten: Stegliger Str. 37. Ede Magdeburger Straße. Süden: Bärwaldstr. 47, an der Gneisenaustraße. straße 31, Hof rechts parterre. Often: Markusstr. 36. Petersburger Blag 4. Südosten: Laufiger Blaz 14/15. Nordosten: Immanuellirchstr. 24; Bringen. Charlottenburg IV: Bufeniat. Augsburger Str. 47, Lichtenbera II. Friedrichsfelde: Frankfurter Allee 185. Laden. Siemensstadt: Tielich Reißftr. 22, D. 2 St. Portier. Lichtenberg IV: Seymer. Röderftr. 54, Gartenhaus. Staaten: Böltel Eschenwinkel 16. uaersbort: Gonbert Lichterfelbe Dft, Lantwig: H. Wenzel. Lantwig, Siethen- Steglig: roft Düppelfir. 35. ftraße 15. Südende: 2 udwig, Halsteftr. 36. Lichterfelbe- Weft: Berndt. Stegliger Str. 19. Bandsberger Str. 10. Ertner: Emi I 3wang, Scharnweberstr. 11. Fichtenau: Rraeßte, Bismardstr. 1. Faltenberg: Galamann, Faltenberg, Gartenstadtftr. 10. Mahlsdorf: Wilhelm Rura, Sönower Str. 177. Fredersdorf- Petershagen: Otto Bilinski, frebersdorf, Mariendorf: Au auft etp Chauffeeftt. 29. Arndtstraße. Marienfelbe: Greulich, Berliner Str. 143. Reuenbagen Renate. Riegelfir. 71. Carmen- Sylva- Str. 57, Friebenan: theinstr. 27, Ede Rönnebergstraße. Moabit: Wilhelmshavener Str. 48. Milling, Erasmusstr. 4. Friedrichshagen: Soffmann. Friedrichshagen, Kurze Reutölln 1: Redarftr. 2. Gillmann. Wedding: Müllerstr. 34a,& de Utrechter Straße. Rosenthaler und Oranienburger Vorstadt: Battle. 9. Gesundbrunnen: Bastianftr. 7. Schönhauser Borstadt: Greifenhagener Str. 22. Mblershof: Fri. Walter, Genossenschaftsstr. 6, parterre. alt- Glienicke: Gad, Friedrichstr. 46, III. Baumschalenweg: Frau Röpte, Riefholaftr. 180, Laden. Bernau, Röntgental, Revernid. Schönbrüd. Karow und Buch: Heinrich Brofe. Bernau. Mühlenftr. 5. Biesbort: Danneberg Biftoriaftr. 11. Bohnsdorf: Horlemann Genossenschaftshaus Paradies. Borfigwalbe: Gebauer, Schubertstr. 32, v. 3 Tr. Buchholz, Blankenburg: Wagner. Blankenburg, Burgwall Straße 63. Charlottenburg 1: Gefenheimer Str. 1. Charlottenburg II: Sauroggener Str. 11. Straße L Grünau: Bfügner, Röpenicker Str. 105. Salenfee, Grunewald: Frau Road, Riost Senriettenplag. Privatwohnung: Ratharinenftr. 4. allee 45. Nr. 119. Seinersdorf: Frau Goldbach. Niederfchönhaufen, SchloßSennigebert: Frau Rozbalinitt. Rathenauftr. 3. Sermsborf: Da IIn, Steinmegftr. 1. Hohennenendorf: Bromann, Stolpener Str. 50. Soppegarten: Ra ufch. Soppegarten- Birkenstein, Barzelle Johannisthal. Iwin Gammifch Karlshorst: Bern b, Riost, Bahnhofplay. Raulsbort: Bogt. Breberedstraße 19. Königswusterhausen: E. Meyer. Botsdamer Str. 9. Ropenid, Hirschgarten: Schlag. Rieger Str. 6( Baden). Sichtenberg I: Lichtenberg, Bartenbergftr. 1 Bismardir.& Charlottenburg III, Ciclamp: Joachimi, Ralferdamm 102, Lichtenberg II, Rummelsburg, Stralan: Sichtenberg BogGartenhaus 1 St. bagener Str. 62. Reukölln II: Siegfriedftr. 28/29. Neufölln III: Winiler, Sobredhiftt. 40, D. L Reukölln- Brig: Mittag. Brig, Chauſſeefte. 82. Niederschöneweide: Schindler. Fennftr. 23. Romames: Raci Rcohnberg pranienburg: Seint. 20 en har bt, Stralfunder Str. 6. Oberschöneweide: Robert Baul Mathildenftr. 5. Bantom: Rikmann Mühlenstr. 70. Nahnsdorf: Teichert, forststr. 7. Reinidendorf- Oft Schönbola: lbert Bable. Brovina Reinidendorf- Rosenthal: Seinrich Gorsti, Sauptftraße 28. Straße 56 Paben) Reinidendorf- Weft: Seidel, Scharnweberstr. 114. Schmargendorf: Rehab. Breite Str. 3. Schöneberg: Belziger Str. 27. Tegel, Zegelort, Jörsfelde, Conradshöhe: Spies. Tegel, Schlieperftr. 52. Zeltow: äfel. Mitterftr. 29. Tempelhof: Raiser- Wilhelm- Str. 13. Sempelhof: Randler, Suhenzollerntorfo 5. Trebbin: Göring. Bahnhofstr. 62. Waidmannsluft: Rohde, Draniendamm 10. Treptow: Weiß. Riefholaftr. 18b. Weißenfee: Greunte, Berliner Allee 84. Wildau Hoherlehme: Rub. Lettow. Wilhelmshagen, Seffenwinkel: Schulze, Wilhelmshagen. Wilhelmstr. 31. Wilmersdorf: Frau Schubert, Tübinger Str. 4a, Reller. Bilhelmsane 27. Bittenau: 8 ibeII, Sauptstr. 24. Woltersdorf: Schurbaum Cichendamm 22. Behlendorf, Schlachtensee, Ritolasfee: Rehlendorf, Teltower Straße 3. Beuthen, Miersdorf: A. Behling, Bahnhofstr. 2. Boffen: Witt, Bahnhofftt. 25. Senzig, Mittenwalde, Schenkenbart, Rieberlehme, Rene Sämtliche Etteratur fowie alle wiffenfchaftlichen Berks Mühle, Bernsdorf, Cablow: Friebewalb, Genzig werden geliefert. Chauffeefte. 54. Eenntons Rub bie Gefäftsstellen geilen.