Nr.157 40.Jahrgang Ausgabe A nr. 78 Bezugspreis: Für den Monat April 5800 M. voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet fomie Oesterreich und Luxemburg 7800 M., für das übrige Ausland 9800 M. Bostbezugspreis reibleiben d. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Estland, Finnland, Frank. reich, Holland, Lettland, Luxemburg, Defterreich, Schweden, Schweiz, Tschechoslowakei und Ungarn. Der Borwärts" mit der Sonntags. beilage Bolt und Reit", der Unter haltungsbeilage..Heimwelt" und der Beilage, Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin* Morgenausgabe Vorwärts Berliner Dolksblatt 180 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillegeile toftet 1200. Reklamezeile 6000 M. ,, Kleine Anzeigen" das fettgedruckte ort 375.( guläffig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 200 M. Stellengesuche das erste Wort 200 M., jebes weitere Wort 150 M. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Zeile 300 907. Anzeigen für die nächste Stummer müssen bis 4½ Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW.68, Linden. straße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Dönhoff 292-295 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Donnerstag, den 5. April 1923 Schützt die Freiheit der Arbeit! Die Spitzenorganisationen der Gewerkschaften, darunter der ADGB. und die Af2, richten an die Arbeiter der Welt folgenden Aufruf: An die Arbeiter der Welt! Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Postichedkonto: Berlin 375 36 Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depofitenkasse Lindenstraße 3 Grundstückschacher. Bon Otto Albrecht. gane der öffentlichen Ordnung und Sicherheit, wurden ver- ,, Die bodenrevolutionäre Welle unserer Zeit, die unter hastet, mißhandelt, ausgewiesen. Berkehrsmittel, Kohle, Geld, dem starken Einfluß der politischen Revolutionen den euroder Lohn der Arbeiter, die Unterstützung der Erwerbslosen päischen Kontinent heimgesucht hat, konnte an den Grenzen wurden wahllos, beschlagnahmt". Täglich werden neue Tau- des Deutschen Reiches zum Stehen gebracht werden!" So Der völkerrechtswidrige Einbruch des französischen Mili- fende von deutschen Arbeitern und Angestellten erwerbslos. lautet dem Inhalte nach ein Ausspruch, den vor kurzem ein farismus in das Ruhrgebiet mitten im Frieden hat neue Ungezählte auch von ihnen wurden eingeferfert, mit Frau hervorragender deutscher Gelehrter und Kenner des Bodenfarismus in das Ruhrgebiet mitten im Frieden hat neue blutige Opfer gefordert. Gestützt auf das unveräußer- und Kind aus ihren Wohnungen gejagt, andere ohne jeden rechts getan hat. Dieser Bodenrechtler fügte seiner Feststellung liche Recht, die Freiheit ihrer Arbeit zu verteidigen, aus freiem Anlaß getötet oder verwundet. Das Maijater von im Tone des Triumphes noch hinzu:" Bu verdanken haben Entschluß und unbeeinflußt von Werkleitung oder Regierung, Eisen stellt den neuesten und furchtbarsten, aber feineswegs wir das in erster Linie unserer klug eingestellten SiedlungsEntschluß und unbeeinflußt von Wertleitung oder Regierung, den einzigen Fall der Hinschlachtung unbewaffneter Arbeiter gesetzgebung". Wenn ich recht unterrichtet bin, so war der demonstrierten unbewaffnete Arbeiter auf den Kruppfelbe Gelehrte auch einer der Hauptschöpfer der neuen deutWerfen in Essen gegen die Besetzung der Werte durch durch den französischen Militarismus dar. Die Freiheit der Arbeit, die Achtung des Ar- chen Siedlungsgesetze. Wohlgemerkt: ein Mann der alten die Franzosen. Die Antwort darauf waren 13 Zofe und eine weit größere Zahl von Berwundeten. Alle Greuel des Krieges beiters als eines vollwertigen, für fich felbst verantwortlichen. Schule. leben wieder auf, nur zügellofer noch, häßlicher, des lehten aus freiem willen handelnden Menschen, sie wird im Ruhrgebiet, im besetzten Deutschland durch die militärische Diffatur Scheins von Recht entkleidet. Was will der französische Militarismus mikachtet und unterdrückt! Das franzöfifche Bolt verim Ruhrgebiet? Angeblich Reparation und produktive fündete vor mehr als 100 Jahren die Menschen- und Pfänder! Wieder und wieder haben das deutsche Volk und Bürgerrechte! Die heutigen Gewalthaber Frankreichs wollen feine berufenen Vertreter, haben insbesondere auch die dent- die freie Arbeit in Sklaverei verwandeln! Die kostbare Erichen Gewerschaften ihre Bereitwilligkeit zur Reparation im rungenschaft Jahrhunderte langer fozialer Kämpfe und eine Rahmen der Leistungsfähigkeit durch Wort und Tat be- Vorbedingung jeder wahren Kultur ist in Gefahr! fundet. Deutsche Borschläge haben in London und Paris vorgelegen und häffen bei alfeitigem gufen Willen eine Verhandlungsgrundlage werden können. Was geschieht statt dessen? Brutale Waffengewalt belehte die deutschen Arbeitsstäffen und traf an Stelle der deutschen Verwaltung. Tausende von Beamten, die OrDie Bestattung der Essener Opfer. Bochum, 4. April.( WTB.) Der fommandierende General in Effen, Jacquesmot, hat heute an die Gewerkschaften folgendes Schreiben gerichtet: Der fommandierende General widerfest fich nicht der öffentlichen Bestattung der am 31. März ge: fallenen Arbeiter unter der Bedingung, daß die Ordnung nicht gestört wird, weil er der Ansicht ist, daß die Ereignisse nicht durch die Arbeiter selbst, sondern durch Vertreter des Kapitalismus verursacht sind, die die Arbeiter gegen die Soldaten aufgehetzt haben.(!) Arbeiter der Welt, öffnet Augen und Ohren! Diele Gefahr besteht nicht für den deutschen Arbeiter allein, sie droht Euch allen, wenn die Gewalt über das Recht triumphiert! Arbeiter der Welt, seid gewarnfundschüßt die Freiheit der Arbeit, ehe es zu spät ist! bar. Die Franzosen sind ohne vorherige Verhandlungen dazu Ich glaube nicht daran, daß die allerdings zunächst eine mal zum Stillstand gekommene Welle an den deutschen Grenzen dauernd verebben wird. Eins ist nämlich doch aus diesen Wogen herübergefpritzt", richtiger gesagt, aus dem revolutionären Wollen des deutschen Volkes selbst emporgequolien und verfassungsrechtlich zum Ausdruck gebracht wor= den: der Bodenreform wille des Artifels 155. Diefer Wille wird mit jedem Tage stärker, und er wird, dahin deuten alle Anzeichen, so start werden, daß er auf dem Wege gefeßgeberischer Reformen all das neugestalten, was die neuzeitlich sozialen Bedürfnisse vom Bodenrecht fordern. Es ist nicht von ungefähr, wenn die wirtschaftlichen und politischen Wortführer des fogenannten Großgrundbesiges, genauer gesagt des privaten großen Grundeigentums vor dem Artikel 155 eine heilige Scheu haben, die sich gelegentlich in entrüsteter Abscheu äußert; denn schon die bloße Roergegangen, mit eigenhändig entwendetem Material der Zeche Rennung dieses Artikels wirft auf sie wie auf gewisse ZebeKofs- und Kohlenlagerplätze abzuzäunen. Es ist einwand wesen das rote Tuch. Eine solche Stimmung trat zum Beifrei festgestellt, daß die Franzosen bei ihren Bemühungen, die tort spiel zutage, als im Vorläufigen Reichswirtschaftsrat in den lagernden Kohlen- und Rotsbestände abzufahren, französische letzten Wochen der Entwurf eines Gesetzes zur AbGefangene als Arbeiter benutzen, die unter strenger Aufsicht änderung der Bekanntmachung über den Verkehr mit stehen und mit Peitschen zur Arbeit angetrieben landwirtschaftlichen Grundstücken" zu begutachten war. Die Regierung hatte ihr Vorlage u. a. mit einem Hinweis auf jenen Artikel 155 geftüßt. Das brachte die Bewerden. Neue Sanktionen"? Paris, 4. April.( EE.) Da die deutschen Behörden keinerlei Schüßer der ruhenden Bole dermaßen in Aufregung, daß fie Paris, 4. April.( EE.) Da die deutschen Behörden keinerlei drohten, ihre weitere Mitarbeit an dem Gesetze einzustellen Die Leitung des Deutschen Bolfsopfers hat der Firma Krupp A.-G. in Essen zur Linderung der ersten Not der Opfer des Rückerstattungen von französischen und belgischen landwirtschaftlichen oder es abzulehnen, wenn dieser Teil der Begründung nicht Essener Blutbades 20 Millionen Mart überwiesen. Die Geräten mehr vornehmen, hat die interalliierte Rheinlandkommission falle. Der Regierung wurde es aber leicht gemacht, den deutsche Gesandtschaft im Haag hat tem Reichspräfi. die Beschlagnahme gewiffer Güter angeordnet. Heute wurden Stüßungshinweis tatsächlich fallen zu lassen, denn auch die denten 4100 Gulden( etwa 34 Millionen Mart), das Er- 70 000 kilo Rübsensamen beschlagnahmt. Allerdings Bodenreformfreunde verlangten diese Streichung, nur aus gebnis einer Sammlung der Herren A. de Barn und Mendelssohn fügt die offizielle Auslassung den Ort der Beschlagnahme nicht hinzu. einem anderen wichtigen Grunde: weil nämlich dazu gesagt Paris, 4. April.( WTB.) Nach Journée Industrielle" begibt sich wurde ,,, die Novelle enthalte nunmehr eine Zusammenfassung u. Co., übersandt. Der Reichspräsident hat bestimmt, daß dieser Betrag zur Linderung der Not in Deutschlant, insbesondere im Rühr der Minister für die öffentlichen Arbeiten Le Trocquer Freitag gebiet, Berwendung findet. aberd in Begleitung von zwei Beamten seines Ministeriums nochmals nach dem Ruhrgebiet. Ein schwedischer Protest. Besatzungschronik. Herren sind gleichzeitig noch weitere fieben Personen, darunter der Generalleutnant a. D. de Graaff, 66 Jahre alt, Generalmajor a. D. Roffad, Oberstleutnant a. D. Werner und Major a. D. Goering ausgewiesen worden, und zwar wurde in allen diesen Fällen mit be fonderer Härte verfahren. Generalleutnant de Graaff hatte sich seit drei Jahren von jeglicher politischen Tätigkeit zurückgezogen. Was sie verschweigen! aller von Reichs wegen erforderlichen Borschriften auf ihrem Sondergebiet und stelle somit die durch Artikel 155 der Reichsverfassung in Aussicht gestellte Neuregelung des Bodenrechts dar, soweit es sich auf den Rechtsverkehr mit landwirtschaftlichen Grundstücken bezieht". Ach nein, so bescheiden fann auch der rücksichtsvollste deutsche Bodenreformfreund nicht sein. Das deutsche Bodenrecht bedarf schon in der allernächsten Zeit noch viel weiter gehender Eingriffe, auch im Rechtsverkehr, als sie diefer Gefehentwurf vorsieht. Die Regierung hatte vor zwei Jahren ja selbst einmal( wenn auch bloß in einem unverbindlichen Referentenentwurf) einige solcher meiterreichenden Borschriften ins Auge gefaßt! Stocholm, 4. April.( WIB.) Spensta Dagbladet" brandmartt den von Paris auch in Schweden propagierten Ge. Wiesbaden, 4. April.( WTB.) Mit dem 74jährigen danken einer effektiven Demilitarisierung und Internationalisierung Stadtverordnetenvorsteher Dr. Albert und zwei anderen des Rheinlands unter der Kontrolle des Völkerbundes als nachträglichen Berfuch, den Friedensvertrag zu verschärfen und die Ziele zu erreichen, die Wilson mit Unterstützung Lloyd Georges während der Friedensverhandlungen durchkreuzte. Das Blatt schreibt: Sogar die instinktive Auflehnung gegen das, was geschieht, sogar das Mitgefühl und die Opferbereitschaft für die Leiden der Be An und für fich ist von dem Gesetz, das aus dem vorliegenvölkerung des offupierten Gebiets werden faltblütig zur Forden Entwurf schließlich hervorgehen wird, irgendwie Grundderung des Plans der Losreißung eines großen deutschen Gebiets Benn irgendein Betriebsrat oder ein Teil eines Betriebsrats stürzendes ganz gewiß nicht zu erwarten. Die wirtschaftliche und von Millionen Deutscher ausgenußt. Auch in Schweden hört man Stimmen, die bewußt oder unbewußt diesem Ziele dienen. einer mittleren Fabrik eine Entschließung faßt, in der die Aufstellung Praxis fann daraus nur bedingten Gewinn ziehen. Worauf Hier wird die öffentliche Meinung Schwedens direkt vor die Ber. Don Kontrollausschüssen“ oder„ proletarischen Hundertschaften" es bei dem Ganzen letzten Endes jedoch ankommt, das ist das antwortung gestellt, ob sie ein Hindernis ober eine Hilfe bei der( welch wunderbares Agitationsmittel für die deutschen und französi darin steckende Grundfäßliche, nämlich daß ein beachtlicher Teil Durchführung solcher Bläne werden will. Mindestens ebensosehr schen Nationalisten) gefordert wird, dann beeilt sich die Rote des sonst geltenden Privatrechts in öffentliches wie die Kundgebungen zur Ruhrottupation oder wie Fahne", dieses Ereignis ihren Lesern in Fettdruck mitzuteilen. Recht umgewandelt werden soll. Daher der Hauptwider= die Sammlungen zugunsten der Ruhropfer verdient Rein Buchstabe darf fehlen. Man fügt noch reklamehafte Ueber ftand der Großagrarier und ihres politisch hörigen Anhangs. Nach dem Gesetzentwurf sollen alle Rechtsgeschäfte, welche diese Angelegenheit unser direktes persönliches Interesse. Die öffent- fchriften und siegesstolze Kommentare hinzu. Nun ist in Essen eine ungeheuerliche Mordtat an wehrlosen die Veräußerung oder Nutzung eines landwirtschaftlichen fiche Meinung Schwedens darf sich nicht dazu benutzen lassen, daß Wilsons Friedensgrundsäge und Entwürfe von Waffenstillstands. Arbeitern verübt worden. Die„ Rote Fahne" bringt darüber eine Grundstücks, das zu einem über 5 hektar großen landwirtbedingungen noch mehr verzerrt und verfälscht werden, als es in sonderbare Darstellung, die man als Material für die franzöfifche fchaftlichen Grundbesige gehört oder eines Anteils an einem Regierung bezeichnen fönnte. Diese Darstellung bringt auch das folchen Grundstück zum Gegenstande haben, zu ihrer WirkBaris und Bersailles geschehen ist. Diese Gefahr ist im Anzug. tommunistische Blatt von Baris. Es wird da von nationalistischen famkeit der Genehmigung der zuständigen Behörde beFranzösische Beſtellurg: n". Studenten geredet, die die Arbeiter gegen die französischen Soldaten dürfen. Rwangsvollstreckung wird der Veräußerung gleichgestellt. Diese Grundbestimmung soll nach dem( in diesem Düffeldorf, 4. April.( WTB.) Der Rheinischen Metall aufbekten. Darauf veröffentlicht der Betriebsrat der Firma Krupp Falle ausnahmsweise einstimmigen) Gutachten des Reichswarenfabrik ist aufgelegt worden, am 3. April innerhalb drei Werktagen elf neue auf dem Wert fertiggestellte eine Darstellung der Ereignisse, die die kommunistischen Schwinde wirtschaftsrats dahin geändert werden, daß der BerkaufsverLokomotiven zur Verfügung der Befagungstruppen zu stellen. leien der Roten Fahne" und der„ Humanité" Lügen straft. Bon tehr in a lien Fällen, ohne Rücksicht auf die Grundstücksgröße, Falls die Fabrit mit der Lieferung in Verzug bleibt, wird ihr eine dieser Darstellung bringt die Note Fahne" nur einen furzen Aus der Genehmigungspflicht unterstellt wird, während für den tägliche Geldstrafe von einer Million Mart auferlegt zug. Die Ursache der Erregung der Arbeiter, die beabsichtigte Bachtverkehr das Größenverhältnis angemessen erscheint. werden. Außerdem sollen die bereits verhafteten Wertleiter gericht. Beschlagnahme der zum Transport von Lohngeldern, Lebens- Landeszentralbehörden sollen davon einige Ausnahmevormitteln und auswärts wohnenden Arbeitern notwendigen Straft foriften erlassen dürfen. Der Erbgang bleibt gänzlich frei. lich verfolgt werden. wagen, unterschlägt die Rote Fahne" vollständig. Auch die Körperschaften der öffentlichen Hand und des öffentlichen Mit Peitschen zur Arbeit angetrieben. übrigen Einzelheiten, die das Verhalten der französischen Be- Rechts sind ebenfalls ausgenommen. Bochum, 4. April.( WTB.) Auf der neubesetzten staatlichen Zeche fagungsbehörden belasten, fehlen. Es fehlt auch die Mitteilung, daß Bergmannsglück befindet sich die Belegschaft noch im Streit. Da die die Arbeiter von Krupp einen Proteststreit wegen der VerStellwerte von Bergmannsglück durch die Franzosen besetzt ge- haftung der Direttoren beschlossen haben. Alle diese halten werden, fint die preußischen Zechenbahnen außer für Berg- Dinge find den französischen Machthabern unangenehm. Der„ Roten mannsglüd auch für die staatliche Zeche Westerholt nicht benut. Fahne" offenbar auch. Die Genehmigung soll in der Regel versagt werden: 1. wenn nach Lage der Sache anzunehmen ist, daß derjenige, dem das landwirtschaftliche Grundstüd überlassen werden soll, a) das Grundstück nicht dauernd selbst bewohnen und bewirtschaften wird, großem limfange besigt; 2. wenn das Rechtsgeschäft zum Zwecke oder in Ausführung einer unwirtschaftlichen 3erschlagung des Grundstüds erfolgt; 3. wenn durch die Ausführung des Rechtsgeschäfts die Aufhebung der wirtschaftlichen Selbständigkeit eines landwirtschaftlichen Betriebes zu besorgen ist; 4. wenn durch die Ausführung des Rechtsgeschäfts die ord= nungsmäßige Bewirtschaftung des Grundstücks zum Schaden der Boltsernährung oder der Landeskultur gefährdet oder wesentlich beeinträchtigt erscheint. Diesen Versagungsgründen hat der RWR. noch hinzugefügt: " " Hergt prophezeit. b) die Bewirtschaftung eines solchen Grundstücs nicht im holt sich in den Dörfern junge Leute zusammen und hält mit Berhaftung der des Hochverrats verdächtigen Abgg. Bulle, Graefe Hauptberuf ausübt oder ausgeübt hat, ihnen Unterricht" ab, besonders in Waffenkunde und Ge- und Henning verbreitet wurde, geriet die Deutschnationale Boltsc) das Grundstück baldmöglichst weiterzuveräußern ländeausnugung.„ Ruhrflüchtlinge" tauchen überall auf dem partei aus dem Häuschen. Wir sind neugierig, was sie zu der unbeabsichtigt, d) bereits landwirtschaftlichen Grundbesitz in ungewöhnlich gend, bald hierhin, bald dorthin. Die Wittstoder Kreis- sagen wird. Lande auf und fahren auf Bauernwagen, Soldatenlieder sin gesetzlichen Handlungsweise ihrer Gesinnungsgenossen in Bayern leitung wußte zu berichten, daß ein Teil der Ruhrhilfe" diesen Flüchtlingen" zugewendet werden sollte ein Märchen, das gerade im Interesse der Arbeiterschaft schnellstens Parteitag der Bayerischen Mittelpartei. amtlich zerstört werden sollte, denn es ist keine Dummheit fo München, 4. April.( Eig. Drahtbericht,) Die Deutschgroß, daß sie nicht in diesen nationalistisch verheizten Kreisen geglaubt und verbreitet würde. Eine große Gefahr bildet nationalen Bayerns halten gegenwärtig in Augsburg ibren Als Generalreferent sagte Abg. Hergt Berlin darauf muß einmal mit allem Nachdruck hingewiesen wer- Parteitag ab. den die ländliche Pastorenschaft, die fast allerorts das dem preußischen Kabinett, insbesondere dem Innenminister Severing Rückgrat der völkischen und republiffeindlichen Bewegung dar- den Kampf bis aufs Meffer" an. Er beschimpfte die Linksparteien, stellt. Durch ihre Anwesenheit und durch geschickte Einfügung von denen er einen Druck auf das Kabinett in bezug auf die Ver" paffender" Choräle( Ein feste Burg" lies: Hakenkreuz ständigungsbereitschaft befürchtet, fang aber gleichzeitig ein Loblied am Sturmhelm!") wissen sie allen gutgesinnten" Veranstal auf die„ Einheitsont". Außenpolitisch lobte er die Festigkeit des tungen den Schein firchlicher Weihe zu geben. Man fühlt es Kabinets in feinen Abwehrkampimitteln. Die Parole in dem ihnen an, daß sie förmlich darauf brennen, wieder Schwerter, gegenwärtigen Kampf an der Ruhr müsse lauten: eine Verhandlungen ohne vorhergehende bedingungslose Räumung Fahnen und Kanonen„ fegnen" zu können! Und daß schließlich die sogenannte Kunst in den Dienst des Ruhrgebiets, planmäßige Vorbereitung der Aufhebung des der guten Sache geftellt wird, daß man die" Quizows" und Versailler Vertrages durch unfere Regierung für die kommenden „ Lüßower und Studenten" fleißig zum Besten der Ruhrhilfe Verhandlungen usw. Zum Schluß prophezeite er einen tommenherunterholzt, sei nur der Vollständigkeit halber noch bemerkt. den Krieg, vor dem man den Kopf nicht in den Sand stecken Es erscheint danach an der Zeit, daß die Behörden sich dürfe. Es würde sich empfehlen, die Borschriften noch schärfer recht angelegentlich mit diesen Zuständen auf dem Lande be= und klarer zu fassen. Bemühungen in diesem Sinne sind im schäftigen. In der Priegnig wie in Pommern: RÆR. nicht durchgedrungen. Ebenso gelang es nicht, die In- es ist überall das felbe Bild. Der Zugriff it Deutschvölkische und Nationalsozialisten. befignahme eines verpachteten oder verliehenen Grundstücd's schwerer, je weiter verzweigt die Fäden nationalistischer und um fo durch den Eigentümer der Genehmigungspflicht zu unterstellen, antirepublikanischer Propaganda verlaufen. Und doch muß es was im Hinblick auf alte, langzeitige Pachtverträge durchaus sein je schneller, desto besser! notwendig wäre. 5. wenn die Uebereignung eines Grundstücks unter Aus= nugung der Notlage des Eigentümers und unbilligen Bedingungen, insbesondere einem erheblich hinter dem Werte zurückbleibenden Preise erfolgen soll, oder wenn die Uebereignung unter Ausnutzung der Notlage des Bewerbers zu unbilligen Bedingungen, insbesondere zu einem erheblich über den Wert hinausgehenden Preise erfolgen soll. Der gewerbsmäßige Grundstückshandel soll durch die Landeszentralbehörden einer öffentlichen Aufsicht unterstellt oder anderen Stellen vorbehalten bleiben, die unter staatlicher Aufsicht stehen, z. B. gemeinnützigen Siedlungsgesellschaften. Das Vorkaufs- und das Enteignungsrecht des Reichsfiedlungsgesetzes, welche beide Rechte vollständig versagt haben, werden durch das Berkehrsgesetz nicht irgend wie geändert. Die Bertreter des Großgrundbesiges haben, gemäß ihrer ganzen wirtschaftlichen und politischen Einstellung. im Borläufigen Reichswirtschaftsrat das Rechtsverkehrsgesetz abgelehnt. Es mußte von einer Mehrheit angenommen werden, die großenteils durchaus auch nicht von dem Gesamtinhalt erbaut ist, weil er zu wenig bietet. Immerhin, es handelt sich um einen gewiffen Teil einer grundsäglichen Neuordnung von Rechtsverhältnissen, die aus dem Privatrecht in das öffent liche Recht als Dauereinrichtung übergehen sollen. Die weite ren Wünsche und Forderungen wird man bei anderen Gelegenheiten anbringen müssen. Das deutsche Bodenrecht fann eben nicht bleiben, wie es zurzeit ist. Kardinal Faulhaber auf Reisen. Haussuchungen in Sachsen. Dresden, 4. April.( Eig. Drahtbericht.) Im Anschluß an das Verbot der Deutschvölkischen Freiheitspartei in Sachsen haben ausiuchungen in Dresden, Leipzig, Meißen, Birna usw. stattgefunden. Ebenso wie in Thüringen und Preußen hat auch das in Sachsen aufgefundene und beschlagnahmte Material erDer Münchener Kardinal Dr. v. Faulhaber hat. wie amilich wiesen, daß die Deuticvöltische Freiheitspartei nur ein anderer gemeldet wird, eine Reise nach Amerita angetreten, um dort Pre- Name ist für die schon früber verbotene Nationalioziadigten und Vorträge zu halten. Es wird hinzugefügt, die li ftische Partei und daß bet beiden sowohl Perfonen wie Reife habe nicht politischen, sondern taritativen Charakter. Der Taktik und Ziele die gleichen sind. Die weitere Untersuchung Besuch ruft einige Erinnerungen wach. Kardinal Faulhaber hielt durch die Staatsanwaltschaft, der das gesamte Material zugeführt im August vorigen Jahres auf dem Ratholikentag, der doch worden ist, wird hoffentlich auch die Fäden aufdecken, die von den gewiß feine politische, sondern eine religiöse und faritative Ver- fächsischen Fascisten nach Bayern hinüberspielen. Wie wir erfahren anstaltung war, Reden, die in Deutschland unangenehmes Auf- haben, soll eine Verbindung mit Hitler bestanden haben. sehen und in dem offiziellen Organ des Zentrums, der„ Germania", betretenes Schweigen verursachten. Er hatte den guten Geschmad, die Revolution als„ Meineid und hochverrat gekennzeichnet In Ilmenau in Thüringen tagte über Ostern die deutsche mit dem Kainszeichen" zu bezeichnen, die Verfassung in Grund und Boden zu verdammen und sich gegen Seftion des Internationalen Bundes der Kriegsdie jüdische Berliner Preffe" in antisemitischen Ausfällen opfer. 95 Delegierte waren zu dieſem vierten Bundestag erzu ergehen. Wenn die faritative Tätigkeit des Kardinals in den ichienen. Aus dem Geichäftsbericht ging hervor, daß der Stand Bereinigten Staaten nach diesem Rezept ausfällt, darf man sich der Organ iation gut ist. Im legten Vierteljahr erschien monatlich auf verschiedenes gefaßt machen. Jedenfalls muß man bezweifeln, eine Bundeszeitung und ein Informationsblatt für die Funktionäre. daß Faulhaber das heutige Deutschland den Herzen der Amerikaner Im Mittelpunkt der Tagung stand ein Referat von Karl Tiedt, näher bringen wird. Weimarer Bayern und die Abgeordnetenimmunität. Das Spiel mit dem Feuer. Nationalistischer Unfug auf dem Lande. Der württembergische Landtagsabgeordnete Paul Müller Durch den festen Zugriff des preußischen Innenministers wurde vor kurzem in Augsburg auf Veranlassung der bayerischen fitzen etliche der Häupter der antirepublikanischen Bewegung Staatsanwaltschaft wegen Berdachts des Hochverrats ver einstweilen in sicherem Gewahrsam. Es genügt aber nicht, der haftet. Er mußte nunmehr aus der Haft entlassen werden, da der deutschvölkischen Hydra ein paar Köpfe abzuschlagen, sondern württembergische Landtag auf Grund der Reichsver. man muß auch ihre so fein versteckten Schlupfwinkel draußen faffung wegen der Abgeordneteneigenschaft des Berhafteten bei auf dem flachen Lande aufstöbern. Und wie es hier aus der bayerischen Regierung die Haftentlassung verlangt hatte. Dieser fieht, zeigt uns wieder ein Stimmungsbild, das uns unlängst Borfall wirft ein grelles Schlaglicht auf die Berhältnisse in Bayern. aus der Priegnih, der Heimat des verhafteten freiheits-| Man seßt sich dort über die Reichsverfassung und die Immunität der parteilichen Studienrats Danide, zuging. Die Soldaten spielerei hat hier schon wieder Formen angenommen, die ian nicht mehr als harmlosen Unfug bezeichnen fann. Allent halben werden die jungen Leute, hautpfächlich Besizersföhne, abwechselnd in größeren oder kleineren Trupps eingezogen" ( fie nennen es felber fo), um in irgendeiner Garnison" militärisch zu üben. Ein Major a. D. reist mit dem Auto herum, Osterfeier. " Ronzertumschau von Kurt Ginger. Tagung des Bundes der Kriegsopfer. der sich scharf gegen den Abbau der Versorgungen und gegen den Rentenraub an den Kriegsopfein aussprach. Ueber das Schwer beschädigtengeieg referierte Goldmann- Berlin, und in einem zweiten Referat Ziedis über Beriorgungsfragen wurden die Mängel und Schäden der zurzeit bestehenden Gefeße und Ver ordnungen aufgedeckt und alle Möglichkeiten der Auswertung für die Rentenempiärger dargelegt. Im Anschluß an die Tagung fand eine große Kundgebung statt, bei der Tiedt- Berlin, Charlie Paris, Appel- Köln, Gräf- Saarbrüden und Wiest- Berlin den gemeiniamen Stampf der Kriegsopfer mit der Arbeiterklasse mit dem Ziele eines gemeinsamen internationalen 3usammengehens betonten. Abgeordneten leichtfertig hinweg und schredt sogar vor Uebergriffen Bonner Boruffen. In unserer Ausgabe vom 1. April wurde die auf die Rechte der Nachbarländer nicht mehr zurück. Die Deutsch- Frage aufgeworfen, ob es wahr sei, daß sich unter 18 neuernannten nationalen und Deutschvölkischen haben kein Recht, sich zu beklagen, Frage wird von unterrichteter Seite verneint. Im ganzen feien, Legationsräten 17 ehemalige Bonner Borussen befinden. Diese wenn sich die anderen Länder mit aller Entschiedenheit gegen die soweit festzustellen, nur etwa 7 ehemalige Angehörige dieses feuWelle des Rechtsradikalismus und der Rechtsunsicherheit zur Wehr baien Corps für das Auswärtige Amt tätig. Durch diese Feststellung fetzen, die aus dem Lande der Deutschvölkischen und Deutschnatio- wird der fachlich berechtigte Wunsch nach einer Blutauffrischung der nalen herüberströmt. Als das falsche Gerücht von der bevorstehenden deutschen Diplomatie nicht berührt. so gewählt, so vornehm und im Kolorit außergewöhnlich sind, dankt der Komponist Morig zum kleinen Teil seinem Vorbild Mahler, der ja überhaupt erst ein Lied aus dem Klangwunder eines Orchesters heraus frei gestalten lehrte. Zum besten Teil seiner eigenen starken Begabung, die in den müden, elegischen Poesien des indischen Lyrifers Saiten seiner eigenen Seele antlingen fühlte. So fingt auch er sein eigen Lied, das einprägsam in uns fortflingt, ein Stück Allbefeeltheit in Leid, Sehnsucht, Liebe und Wehmut. In der freien Form der Sinfonie und des Konzerts wird Morih erweisen müssen, ob er Schöpfer in stärkerem Sinne ist, schaffend aus dem Drange seiner eigenen Seele. Sein Intermezzo für Orchester beweist nichts dafür und auch nichts dagegen: fachlich gute Kapellmeisterarbeit in gehobener Lebensstellung. den Aufsichtsrat hat, so ist es nicht nur sein Recht, sondern sogar seine Pflicht, damit an die Deffentlichkeit zu kommen. Ueber das Unrecht hinaus, das Herrn Hartmann geschehen sein mag, hat diese festzustellen, ob das der Stadt Charlottenburg gehörende Opernhaus in den rechten Händen ist oder nicht. Fichte und Savigny vor der Universitätsaula. Den beiden ersten gewählten Rektoren der Berliner Universität Denkmäler zu setzen, war seit langem beschlossen. Die Anregung zu einem Fichte- Denkmal wurde bereits 1901 von der Philosophischen Gesellschaft angeregt, und nachher wurde Fichte von Bülow bekanntlich als Musterpreuße entdeckt Die Verwirklichung dieser Pläne verzögerte neben anderen Schwierigkeiten die Plagfrage, die erst gelegentlich des Um- und Erweiterungsbaues der bisherigen Bibliothek in ein Aulagebäude eine befriedigende Lösung erfuhr. Die englischen Sänger( the English Singers) fangen wiederum zu Ostern das schöne Lied ihrer Heimat, das Madrigal Mit der Ausführung der beiden Standbilder, die zu seiten bes Englands. Sie bewährten aufs neue ihre Außergewöhnlichkeit in Hauptportals des Aulagebäudes Aufstellung finden sollen, wurde der eingeistigen, lebendigen flangfrohen Ensemblekunst, so aneinander Hugo Lederer, der Vorsteher eines Meisterateliers an der Akagebunden, so frei und persönlich dabei, daß ihnen Deutschland demie der Künste, beauftragt. Er stellte die Arbeiten gegen Ende nichts Aehnliches ebenbürtig an die Seite stellen fann. Beltán des Krieges fertig; und jetzt werden sie aufgestellt. Die Statuen find Gzétely ist noch fein Fertiger; aber fein Geigertum hat Farbe, hat Niveau, sein Ton Glanz, seine Technik auf dem Wege zur Bollendung ist gesund. Er wird seinen Weg machen. Die Mitglieder der Boltsbühne haben im Laufe des Winters ein gerüttelt Maß befter und bewährtester Musik erhalten, dargeboten von guten und eindringlichen Interpreten. Die Pro gramme einheitlich, der Wechsel von Kammermusit, Orchester und Chor unterhaltend zugleich und belehrend, ein Vermeiden von Experimenten flug aus der Psyche musikfroher Menschen abgeleitet, die kommen, um im Genuß zu lernen, die aber nicht im Lernen allein Genuß finden können. So darf der verantwortliche Organifator Restenberg auch nach diesem mißvergnügten Winter, der elle Kalkulationer. verpfuschte, mit dem Erfolg den Dank der stattlichen Gemeinde einstreichen. Das Osterkonzert war eine besondere lleberraschung, eine wirkliche Freude und Feier. Hans Bfigner mufizierte mit den Philharmonikern. Fast hätte ich gesagt: er dirigierte. Aber das ist ein anderes. Ein Mann aus ferner Welt fingt fich seine Seele frei. Er bedarf des Notbehelfs der Noten nicht, er fennt die romantische Atmosphäre Schumannscher Sinfonien, als wärs wirklich ganz sein Ahne, mit dem er, aus deffen Werk heraus er spricht. Da sind Episoden der Gleichgültigkeit, die Pfizner mit philologisch erhobenem Finger herausarbeitet; da flingen die pathetischen Hörner, und der fleine Körper hebt fich empor; da fcheint Frühling zu leuchten und Natur Sprache erhalten zu haben: ein Herz klopft fühlbar, hörbar mit jedem Taft. Ein plögliches Halt: schon sinkt der Musikant beschwörend in die Knie; ein leicht finniges Trillern und Lachen der Bläser, und der ganze Mensch hüpft uns den Rhythmus, den Schwung laufender Melodien vor. Aus der Berfunkenheit in fein geliebtes Traumland der Romantik reißt ihn nur die Pflicht, zu lenken und zu führen. Man hört ihn ordentlich singen, alle Stimmen, alle Einsätze, alle Laute der Natur. Meine Beseitigung ist eine Folge der seit Dezember 1922 verEr lebt in den kühnen und wahrhaft herzstärkenden Freiheiten änderten Machtnerhältnisse in der Ausübung der Kapitalmacht der Schumanns, etwa im ersten Satz der b- dur- Sinfonie, er lebt in der Opern- Betriebs- Aktiengesellschaft. Diese Kapitalmacht hat in einer Religion des Larghetto, in den von Beethoven zugeflüsterten Inter- Generalversammlung Anfang Dezember v. J. als Erftes die Beseitijektionen des Schmerzes und der Größe. Ein Prophet und ein Brediger, ein Tänzer und ein Beter, zeichnet er Linien und Kontur beider Sinfonien meisterhaft nach. Das Werk ist ihm alles, und er opfert seine eigene Leuchtkraft für seine Musik- He mat. Bfigner ein Dirigent? Ein herrlicher Musikant, herrlich in all seiner Herbheit, Edigkeit, Einseitigkeit. Man fann ihn befehden, aber man muß ihn als Charakter hochschähen. Er führe uns jedes Jahr einmal zurüd in die alte romantische Welt seines Abgottes! in Muscheltalt ausgeführt und in einer Größe von 2,50 Meter( ohne Sodel) gehalten. Die Figuren sind in der bürgerlichen Tracht ihrer Zeit dargestellt und im Sinne antifer Rednerstatuen streng durchgebildet, so daß sie sich dem architektonischen Aufbau des als Hintergrund dienenden Gebäudes anfügen. Hartmann gegen das Deutsche Opernhaus. Direktor Hartmann, der in seiner Abwesenheit vom Aufsichtsrat des Deutschen OpernEin neues Rudersystem. Aus Hamburg wird gemeldet: Ein haufes abgefeßt war, ist von seinem ametitanischen Gastspiel nach Ereignis in der Schiffahrt stellten am Ostersonntag und-montag Deutschland zurückgekehrt und will seine Rechte gerichtlich geltend die Probe- und Miesfahrten des 9000 Tonnen großen Doppelmachen. In einem Schreiben an die Presse deckt er Berhältnisse auf, schraubenmotorschiffes" Odenwald" dar, das für die Hapag auf die die Deffentlichkeit, insbesondere die Vertreter der Stadt Char- der Deutschen Werft in Hamburg erbaut worden ist. Als erstes lottenburg interessieren werden: großes Seeschiff führt dieses das Flettner- Ruder, ein strombetätigtes Handsteuer ohne Rudermaschine, wobei die Bewegung des Ruders durch ein an einem großen Hebelarm in der Hauptendfläche ge= lentig eingebautes Hilfssteuer erfolgt. Die Ergebnisse der 30stündigen Untersuchungen und Manöver in der Heigoländer Bucht führten zur verbehaltlofen llebernahme des Schiffes. Das neue bein es die Steuerung der Schiffe auf eine neue Grundlage stellt. Steuerruder bricht mit der jahrtausendelangen Ueberlieferung, inDurch die Berknüpfung dieser Erfindung mit dem Anschütz- Kreiselkompak- Selbststeuerer wird auf der„ Odenwald" außer der Rudermaschine auch der Steuermann gespart, da der Kreiseltempaß nach jeweils von dem Bachoffizier eingestellten Kursen selbst die Bewegungen des Handsteuerrades unter selbsitätiger Einschaltung eines halbpferdigen Motors bewirkt. gung der die öffentlichen Interessen im Aufsichtsrat berufsmäßig vertretenden vier Mitglieder der städtischen Verwa tung vorge nommen. Seit Bestehen des Hauses ist auf Grund unoeschriebenen Rechtes wegen des Mäzenatentums der Stadt Charlottenburg als Erbauerin und Förderin ein Teil der Aufsichtsratsmitglieder aus der städtischen Verwaltung entnommen. Die beseitigten Männer sind alles bodangefehene Bürger, darunter drei bekannte Parlamentarier. Ich bin ihnen als zweites Opfer einer neuen Bolitik gefolgt. 3u Pfigner, der fein begnadeter Dirigent, aber mehr als das, Meine Tätigkeit im Dienste an der Kunst ist den neuen Machtein begnadeter Mufitant ist, wird es uns immer hinziehen, weil er habern und ihren Sondervorteile und Sonderwünsche verfolgendem ein Magier ist und einer besonderen Mufitsprache dann ihr legtes Anhängsel unbequem. Deshalb mußte ich beseitigt eber, wie einer Gepräge verleiht, wenn er sie so beherrscht, wie die Schumanns. meiner früheren Schmeichler 14 Tage vor meiner Abreife fich aus In gemessenem Abstand von ihm, mit Respett dabei, sei von Edvar drückte, ertreten" werden. Als Fachmann der Bühne bin ich auf Moris gesprochen. Als Dirigent interessiert er faum. Eine ge- die Beleuchtung der Vorber bühne eine felt und bei mir det sich wisse Lässigkeit der Bewegungen täuscht innere Kühle vor. Was der Mensch mit dem Bühnenfachmann. Aeußerstenfalls werde ich er fann, spricht sein Wert aus. Da singt Annie Maria 5) önel aus aber mein Material berufenen Vertretern der Preffe unterbreiten, Wien drei Tagore- Lieber, feingegliederte, zartgestimmte, auf düsterem die dann dankbares material für die Broblemstellung finden werden, Grund farbig entworfene Bilderlebnisse. Sie singt mit Hingabe, mit ob eine fapitalistisch aufgebaute Gefellschaft Trägerin berechtigter töstlicher Stimme, felber ein Teil des Werkes werden, fniend im neuer fünstlerischer Ziele fein fann und ob sie die Gewähr bieten Melos von Beh und Entrücktheit. Daß diese Orchesterlieder fangbar tann, daß nur fünstlerische Ziele den Gegenstand ihres Eifers bilden." find, dankt die Interpretin durch Inbrunst dem Dirigenten. Daß sie Wir meinen: wenn Herr Hartmann belastendes Material gegen 17 tauer Rammertheaters, an dem unter Führung von A. Tairoff Im Deutschen Theater beginnt am 7. das Gastspiel des Mos 52 Personen teilnehmen. Gespielt werden: Wildes Salome" und Prinzessin Brambilla"( nach Hoffmanuschen Motiven). Beethovens IX. Sinfonie wird am 6. im Blutbnerla a I unter Zeitung von Dr. Feliz M. Gab aufgciüort Soloquartett: Eden Obergaard. Margarete Arndt Ober, Alfred Bilde, Leo Schübendorf Thor: einer gelangt die Duvertüre von Richard Wagners Jugendoperas Berliner Aerate Chor( Dirigent: Dr. Kurt Singer). tebesperbot" zur erften Aufführung. Der Deutsche Gesgraphentag hat in der Not der Zeit und aus wirtschaftlichen Erwägungen die für Pfingsten geplante Breslauer Tagung abgesagt. Heimatlose Deutsche. Aus den Kreisen der Auslandsdeutschen wird uns geschrieben: Bu einem Zeitpunkt, als die Auswanderung, namentlich nach Uebersee und England, in starkem Maße einsetzte, erließ der Norddeutsche Bund das Reichs- und Staatsange= hörigkeitsgesez vom Jahre 1870, in das als§ 21 die in der Staatsangehörigkeitsgesetzgebung feines Kulturstaates wiederkehrende verhängnisvolle Bestimmung aufgenommen wurde, daß jeder Deutsche, der sich 10 Jahre ununterbrochen im Auslande aufhält, ohne in die Matrikel eines deutschen Konsulats eingetragen zu sein, die Reichsange= hörigkeit ohne weiteres verliert. Einem großen Teil der Auslandsdeutschen ist diese am grünen Tisch ersonnene Bestimmung immer unbekannt geblieben. Ohne Kenntnis des Gesetzes und der staatsrechtlichen Bedeutung und der Folgen der Nichteintragung haben Tausende von Deutschen die ihnen unverständliche Formalität verabsäumt und ohne Wissen und Willen die Reichsangehörigkeit verloren. Zu spät, im Jahre 1923, führte namentlich die ungeheuerliche Bestimmung des § 21 zur Ausarbeitung des Entwurfs zu dem jetzt geltenden Gesek. Die Horcher an der Wand. Ein Kulturdokument aus nachrevolutionärer Zeit. Ein Chemnizer Bürger, der als Witwer im Besitz einer Kleinen Wohnung ist und feinen Haushalt von seiner Braut führen läßt, ha: von der Polizeibehörde einen Trennungsbefehl bekommen, der als Kulturdokument bekannt zu werden verdient: An Herrn X. Y., hier! Sie unterhalten mit Fräulein 3. ein unfittliches, ärgerniserragendes Verhältnis. Auf Grund der Bestimmung in§ 2 unter 1 des Gesetzes A vom 28. Januar 1835, verbunden mit§ 8 des Gesetzes vom 8. März 1879 wird Ihnen aufgegeben, sich dieses unfittlichen, ärgerniserregenden Verkehrs zu enthalten. Insbesondere wird Ihnen untersagt das gegenseitige Besuchen, Besuchs= annehmen, das Wohnen und Nächtigen in einem und demselben Hause sowie jedes Betreten der gegenseitigen Wohnungen, auch wenn diese mit dritten Perfonen geteilt werden. Für jeden Zuwiderhandlungsfall wird Ihnen eine Strafe von 400 M. Geld, hilfw. vier Tage haft angedroht. Zur Vermeidung gleicher Strafe haben Sie ferner den gegen wärtigen unstatthaften Zustand des Wohnens in einem und dem selben Hause binnen 14 Tagen, vom Empfang dieser Verfügung an gerechnet, durch Trennung zu beseitigen. Polizeipräsidium. gez. Dr. Schulze, Oberregierungsrat. Ausgefertigt, Chemnih, am 28. Februar 1923. Körnig, Verwaltungsinspektor. Loucheur bei Lloyd George. London, 4. April.( WTB.) Der Londoner Berichterstatter des Manchester Guardian" schreibt: Der Besuch Loucheurs bei Lloyd George werde beträchtliches Interesse erregen. Der Besuch müsse bereits vor einiger Zeit vereinbart gewesen sein. Es werde vermutet, daß Lloyd Georges Entschluß, bei der letzten Debatte über die Ruhrfrage im Unterhaus nicht zu sprechen, nicht nur auf die von ihm gegebene Erklärung, daß er erst die Rede des Reichskanzlers Cuno abwarten wolle, zurückzuführen sei, sondern auch auf den Wunsch, die Frage mit Laucheur zu erörtern. Wirtschaft Der Verlauf der Absahstockung. Ueber die Wirtschaftslage im Monat März, die durch die mit der Markstabilisierung eingetretene Absatzstockung gekennzeichnet ist, berichtete das preußische Handelsministerium auf Grund der Berichte der Handelskammern u. a: Das unbesetzte Deutschland hat die Abschnürung seines wichDie erste Welle der Nöte des Krieges, die zunächst die tigsten Industriegebietes bisher verhältnismäßig gut ertragen. Die befürchtete Kohlen not ist nicht eingetreten. Ebenso fonnte Deutschen im Auslande traf, Raub und Plünderung ihres der Bedarf an Roheisen und Stahl im wesentlichen gedeckt werden. Eigentums, Verschleppung, Internierung und persönliche VerHierzu trugen einmal die vorhandenen Vorräte, dann die vermehrte gewaltigung, traf auch diese Staatenlosen". Der Einfuhr besonders an englischer Kohle und ganz besonders der MarkVertrag von Versailles, der den Auslandsdeutschen Existenz Wie die Chemnizer Boltsstimme" hierzu mitteilt, ist ein furs bei, der im März in Verbindung mit der Unsicherheit der allgeund Heimat nahm, raubte auch ihnen die Früchte ihrer Lebens- deutsch nationaler Rechtsrat und ehemaliger Offizier der meinen politischen Lage zu einer zurückhaltung in der arbeit. Derselbe Friedensvertrag gab den liquidationsgeschä- Flurnachbar des auf dem Boden der Republik und des So- Nachfrage des Inlandes führte, während die Nachfrage des Ausdigten Auslandsdeutschen einen Entschädigungsanspruch, den zialismus stehenden Bürgers X. V. und daß ein Freund des landes infolge verminderter Konkurrenzfähigkeit nachließ. Dies trat das Reich jetzt endlich nach Maßgabe seiner geminderten finan- Herrn Rechtsrats in demselben Hause auf die Wohnung triebseinschränkungen vornehmen mußte. Auch in der besonders in der Maschinenindustrie hervor, die zum Teil Be= ziellen Leistungsfähigkeit zu erfüllen gedenkt. Der 24. Aus des in freiwilliger Ehe lebenden Baares refleftiert. Der Be- Tertil- und Tabatindustrie machten sich weitere Anzeichen einer rüdschuß des Reichstages hat die erste Lesung des diese Entschädi- griff des Aergernisnehmens ist, laut Akten, dadurch gegeben mor- läufigen Bewegung bemerkbar, während die Beschäftigung in den gung regelnden Liquidationsschädengesetzes abgeschlossen. Die den, daß der Rechtsrat durch horchen an der Wand an dem übrigen Industrien trotz der höheren Produktionskosten infolge Bestaatenlosen Deutschen sind in dem Entwurf nicht be- 3usammenfein der beiden Menschen Anstoß genommen hat. zugs englischer Kohle im allgemeinen befriedigend war. Im be= rücksichtigt! Wir erleben das beschämende Schauspiel, daß das Man stelle sich vor, daß die Polizeibehörde ein solches fetten Gebiet dagegen, waren die Betriebe zu großen unwirtReich sie auf den in der Mehrzahl der Fälle völlig aussichts- Dokument nicht an einen armen Teufel, fondern einem schwer- fchaftlichen Ausgaben gezwungen und in ihrer freien Entfaltung losen, dafür aber um so fostspieligeren, in jedem Einzelfalle reichen Herrn in seiner Billa geschickt hätte, um ihm zu befehlen, mächte auf das empfindlichste gestört. Sie mußten weiter auf Lager durch die Verkehrssperre und die übrigen Eingriffe der EinbruchsMillionen an Gerichts- und Anwaltskostenvorschüssen verschlin- binnen 14 Tagen seine Mätresse zu entlassen und auch das gegen arbeiten und fanden nur eine moralische Genugtuung in ihrem genden ausländischen Gerichtsweg verweist! feitige Besuchen einzustellen! Gegen Arbeiter aber glaubt man fich tapferen und hartnädigen Abwehrkampfe insofern, als auch der Eine Bescheinigung der Regierung darüber, daß sie beim folche unerhörte Herausforderungen erlauben zu können. Gegen Ar- Gegner eingestandenermaßen feine wirtschaftlichen Ziele bisher in Reiche leer ausgehen, soll ihnen die Wahrnehmung ihrer Inter- beiter wagt man es, zwei Menschen, die sich lieb haben, nicht nur das feinem Bunfte erreichen fonnte. effen gegenüber den fremden Regierungen auf diesem dornen- Zusammenwohnen, sondern sogar das gegenseitige Be= vollen Wege erleichtern. suchen selbst in Gegenwart dritter Personen zu verbieten! Nur wenn aus dem Erlöse ihres liquidierten Eigentums War denn der Chemnizer Polizeibehörde nicht bekannt, daß vor eine Gutschrift auf das Wiedergutmachungskonto für das zwei Jahren die alten Bestimmungen über das Konkubinat durch Reich erfolgt, deren Rücknahme die beteiligte fremde Regierung eine Verfügung des sächsischen Ministeriums außer Kraft gesetzt worverweigert, fann ihnen nach dem Gesezentwurf die soge- den sind? Vielleicht, daß der Polizeipräsident, dem die Verordnung nannte Stammentschädigung im Betrage des sechs fachen des Ministeriums bekannt sein muß, von dem Vorgange selbst nicht Friedenswertes zum Vorfriegskurse gewährt werden, orientiert worden ist. Er hat mittlerweile auf den nachdrücklichen also z. B. für einen Gegenstand im Werte von 1 engl. Pfund, Proteft des Angegriffenen die Verfügung auch wieder zurückgezogen. der dem Reiche heute eine Gutschrift auf Reparationskonto von Und das ist das einzig Erfreuliche an der Sache. nahezu 100 000 m. bringt, rund 120 Papiermart, ohne daß ihnen indessen ein Rechts anspruch auf diese„ Entschädigung" gegeben wäre. Opposition gegen Lenin. Mostau, 4. April.( DE.) Die Moskauer Prawda" bringt anEntsprechend ist ihre Behandlung in den Gewaltschäden- läßlich des auf mitte April verschobenen 12. Rongresses der Russigesetzen, die die Entschädigung von Kriegsschäden an deutschem schen Kommunistischen Partei sogenannte„ Diskussionsbeilagen", die Eigent im regeln, die außerhalb des Reichsgebiets durch Diebstahl, Raub, Plünderung usw. entstanden sind. Im Gegensatz zu allen anderen Deutschen ist ihnen auch hier jeder Rechtsanspruch auf Entschädigung versagt, selbst dann, wenn sie sich inzwischen unter Aufwendung hoher Rosten haben wie der einbürgern laffen. Sie sind auf Almosen aus besonderen Härtefonds angewiesen. c Die Großhandelspreise gingen nur um ein Geringes zurück. Im Einzelhandel trat eine starte Verringerung der Nachfrag ein, die zu einem direkten Stillstand in vielen Gefh ftszweigen führte. Selbst starke Preisherabsehungen bis unter die Einkaufsholten sich bis zu einem gewissen Grade die aus dem März 1920 preise fonnten den Geschäftsgang nicht immer beleben. Es wieder bekannten Erscheinungen des Käuferstreifs". sich im Textil-, Schuh-, Eisen- und Papierwarenhandel schärfer als im Lebensmittelhandel bemerkbar. Sie machten Aus den einzelnen Berichten ist hervorzuheben: Im mitteldeutschen Braunkohlengebiet ist eine nicht unerhebliche Steige= rung der Förderung eingetreten. Hier trat fogar wegen verringerter Nachfrage seitens der zuckerverarbeitenden Industie sowie der Kaliindustrie eine Abfahstockung ein. Auch in oberschlesischer Rohle stockte die Nachfrage teilweise. Es zeigte sich dabei, daß die Käuferschaft infolge der Ruhrbefehung zu einer eifigen Bedarfsbedung geschritten ist, und bei der unsicheren wirtschaftlichen Lage enen Ideenkampf von grundsäglichem Intercffe miderspiegeln. Es und der erwarteten Herabfehung der Kohlenpreise zu Neueinhandelt sich dabei um die von gewissen Kreisen der Partei angestrebte deckungen noch nicht bereit war. Insbesondere find die im Besitz Revision des Leninismus". Lenin hatte auf dem der Kommunen befindlichen Gasanstalten in der Erteilung von 11. Parteifongreß davor gewarnt, der Arbeiterschaft bei dem wirt- Neuaufträgen zurückhaltend. Unter diesen Umständen sind augenfchaftlichen Aufbau Rußlands eine unwiderrufliche Monopolstellung blicklich weder der vor furzem im Oftrauer Revier ausgebrochene u garantieren und auf diese Weise den verhängnisvollen Fehler der Streit, noch die sprunghaft emporgeſchnellfen Preise der englischen fommunistischen Selbstüberhebung" für die Dauer zu anktionieren. Rohle als ein besorgniserregendes Moment zu betrachten; auch Seither ist Lenin wiederholt für eine„ enger: Verbindung zwischen konnten die in Deutsch Oberschlesien ausgebrochenen fleinen Diese Regelung würde zur Not verständlich sein, wenn ein Dorf und Stadt" eingetreten und hat zugleich einer weitgehenden Streiks, die nur einen geringen Förderausfall zur Folge hatten, ver= verhältnismäßig großer Prozentsazz aller Schadensfälle auf die Heranziehung von Fachleuten zu den verantwortlichen Wirtschafts- hältnismäßig leicht überwunden werden. Lebhaft war die Nachfrage Staatenlosen entfiele. Nach vorsichtiger Schäßung auf Grund poften das Wort geredet. Hiergegen erklärte der frühere Landwirt nach Rofs, der in großem Umfange von Oberschlesien und Nieder zuverlässiger Statistik zählen sie jedoch nur 2, höchstens 3 Pro3. fchaftskommissar Offinfti, daß es vom kommunistischen Stand- schlesien nach West- und Süddeutschland transportiert wurde. Der Absatz der Kaliindustrie ist start abgeflaut der Gesamtzahl der Geschädigten. Mit dem alten Sprichwort punft aus gänzlich unzulässig fei, die Schlüffel der Sowjetwirtschaft den parteifremden Fachleuten" auszuliefern und sich selbst mit der Die Großeisenindustrie des Westens war größtenteils ge= follte man also meinen, daß der Reichsfiskus, wenn er über Rolle von Kontrolleuren zu begnügen. Diese opportunistische zwungen, auf Lager arbeiten oder Inſtandlegungsarbeiten vornehmen den Hund kommt, auch über den Schwanz kommen würde. Ideologie Lenins fei geradezu als Sündenfall zu be- zu lassen. Obwohl Bezüge an alb- und Fertigfabritaten Näher kommt man vielleicht den wahren Motiven der Ber- zeichnen und laufe letzten Endes auf eine Liquidierung der aus dem belegten Gebiet unmöglich sind, hat sich im unbesetzten asser der Gesezentwürfe, wenn man einen Blick in die Aus- Parteidiftatur hinaus. Demaegenüber fordert em Gebiet eine Materialfnappheit nicht bemerkbar gemacht, was darauf ' andsschädenstatistik tut. Unter den 4025 Staatenlosen, im Sinne Lenins, daß die Partei sich um jeden Breis das Vertrauen zurückzuführen sein dürfte, daß troß Steigens der Weltmarftpreise Die sich in Berlin zum Vorentschädigungsverfahren anmeldeten, der Bauernschaft sichern müsse. Die Opposition vom Schlage die gegenwärtigen Inlandspreise zum Teil noch erheblich efanden sich, um ein Beispiel zu geben, rund 500 ungelernte Disinftis sei bestrebt, die Arbeiterklasse gegen den Sowjetstaat aus über den Weltmarttpreisen stehen, fo bak mehr Materie rbeiter und Fabritarbeiter, je 400 Schneider und Kürschner, zuspielen, ein Manöver, das gegenwärtig die Grundidee des Men für das Inland verfügbar bleibt. schemismus bilde: fie make fich a dieem met in lists. äcker, Friseure, je 350 Schlächter und Kleingewerbetreibende, radikale Form an und stelle die Klassenintereffen des Proletariats Der Zusammenbruch der Bezugs- und Abfagaencijentoaji je 300 Hotelangestellte, Tischler und alleinstehende Frauen, je dem angeblich bäuerlich orientierten neuen Sowjetstaat gegenüber. Leuba bei Offrih stellt sich als schwerer heraus. als zuerst ange 200 Metallarbeiter und Schuhmacher, 125 Sattler und Tape Diese Geiftesrichtung sei eine Gefahr für die Entwicklung der Partei nommen wurde. In einer am Donnerstag in Görlitz abgehaltenen zierer und je 100 Bauhandwerker und Musiker, also ausschließ- und der Revolution. Kamenem ertlärt, daß eine Rationalisierung" Gläubi crversammlung stellte sich heraus, das die Zahl der geschä lich solche Geschädigte, die im Gegensatz zu der gehobenen des Sowjetsystems jedenfalls Gegenstand der nächsten Rongreßbera dinten Firmen, wie auch die Summe der Beffiven viel aröher ist, Die Bessiven betragen weit Klasse der„ Klubdeutschen" im Auslande nicht in der glück- tungen sein werde, wobei sogar der Bestand des Zentralfomitees als anfangs ongenommen wurde lichen Lage sind, nachweisen zu können, daß sie die 10jährige der Partei sowie des Rates der Volkskommissare einer Revision über eine Milliarde Mark, denen ais Aftiven etwa nur Verlustfrist durch Geschäfts- und Vergnügungs- unterzogen werden dürfte; das einzige jedoch, was die Partei 70-80 millionen Mark cenenüberstehen, wobei die Haftſumme der nimmermehr zulassen werde, sei eine politische Re Gennissenschaftler genen 60 Millionen und der Wert der Gebäude über reisen in die deutsche Heimat unterbrochen haben. vision des Leninismu s. 10 Millionen Mark beträgt. Besonders aroß ist die Zahl der Ges schädinten der Getreidehendelsfirmen in der Paufit. An erfter Stelle steht eine große Berliner Firma mit 600 Millionen Mart, eine Dresdener mit 34 Millionen, eine Handelsfirma in Boffendorf bei Dresden mit 26 Millionen, eine Mandeburger mit 34 Millionen usw. Aukerdem sind zahlreiche Landwirte mit 1 bis 5 Miffionen beteiliot. Während die Verluste der arcken Firmen aus Handelsgeschäften herrühren, haben viele Lausitzer Landmirte ihr Getreide, bas sie bei der Cenoffenfchaft eingelagert hatten, fomie bares Geld verloren. Auch das nefemte dem Rommunalverband gehörige Betreibe, fomie das Getreide, das die Londmirte zur Ruhrhilfe gespendet hatten. ist verloren. Die Mitglieder der Genossenschaft haben sich freiwillig bereit erklärt, bas veruntreute Getreide aus ihrem privaten Befiz zu ersehen. Ein viergliedriger Gläubigerausschuß foll die Angelegenheit untersuchen. Daß sie alle, die ihre Eristenz ihrem Deutschtum geopfert haben, leer ausgehen sollen, während das Reich zu gleicher Zeit an einzelne Nichtgeschädigte im sogenannten Ausgleichsverfahren mit vollen Händen Millionen und Milliarden Mark ausschüttet, wie bereits an dieser Stelle ausgeführt wurde, er scheint, gelinde gesagt, als eine Unbilligteit. Eine Schande aber ist es, daß unter ihnen auch Vorfämpfer freiheitlicher Ideen und ihre Familienangehörigen betroffen werden, die 1878 und in den nachfolgenden Jahren unter der Herr schaft des Sozialistengefeßes Deutschland verlaffen mußten und im Auslande ein Afyl fanden. Nachdem ihnen deutsche Gesetze Heimat und Reichsangehörigkeit genom men haben, sollen sie jekt durch Gesetze der deutschen Republit zum dritten Male entrechtet werden? Kamenews Programmrede. Mostau, 3. April.( DE.) Auf der Moskauer Gouvernementsfonferenz der Russischen Kommunistischen Partei erklärte Same new, der seit längerer Zeit Lenin im Rate der Volkskommissare vertritt und als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für die Nach folge Lenins gilt, der Haupteitsatz bei der Arbeit des Zentraltomitees der Partei müsse die engere Berbindung des Proletariats mit der Bauernschaft sein. Die Steuerpolitis auf dem Lande müsse mit großer Vorsicht gehandhabt werden. Ferner gelte es, die Auslandsmärkte für die Ausfuhr des bäuerlichen Getreides zu erschließen. In der Staatsindustrie müsse auf ein enges Zusammenwirken der Partei mit den Wirtschaftsorganen hingearbeitet werden. Endlich sei es notwendig, den nationalen Bedürf nissen der nationalen Minderheiten des Sowjetbundesstaates, die etwa 60 Proz. der Gesamtbevölkerung ausmachen, in erhöhtem Maße Rechnung zu tragen; alle Tendenzen einer großruffi schen Vorherrschaft müßten vermieden werden. Streikunruhen in England. Die Sanierung Oesterreichs. London, 4. April.( Tul.) Die Verhandlungen für eine große langfristige Anleihe für Desterreich haben jetzt begonnen. Der vom Condon, 4. April.( WTB.) Reuter meldet: Eine Gruppe aus Völkerbund eingesetzte Generalfommissar hat eine Erklärung aus- ständiger Landarbeiter, die mit Stöcken bewaffnet sind, patrouillierte gegeben, die einen weiteren Fortschritt in der Finanzreform in gestern in Norfolk unter Absingen des Liedes ,, Die rote Fahne" durch Desterreich zeigt. Das Defizit im Budget für 1923 war ursprünglich Ringslynn. Wegen der Unruhen am Montag werden jetzt die Grupauf neun Millionen Pfund veranschlagt. Es ist jetzt auf fieben pen der Ausständigen von der Polizei begleitet. Die Bauern werden Millionen Pfund heabgedrückt worden. Wird in diesem Maße ebenfalls von der Polizei geschüßt und sind mit Gewehren bewaffnet. meiter gefpart, so fönnte das Gleichgewicht des Budgets in weniger Der Einschüchterungsfeldzug gegen die Arbeitswilligen wird fort als zwei Jahren erreicht werden. Der Ertrag der 3ölle und der gefeßt. Gestern befahlen 200 Ausständige auf einer Farm den ArTabateinnahmen, der für den Dienst der äußeren Anleihen ver- beitswilligen, die Arbeit einzustellen und führten sie über die Felber pfändet ist, beträgt jetzt fünf Millionen Pfund jährlich. Der Ent- davon. wurf des Völkerbundes rechnete nur mit Tabateinnahmen von etwa London, 4. April.( WTB.) Der von der Bergarbeiter- Union zwei Drittel diefer Summe. Die Staatseinnahmen, die für die im Rhonddatal angedrohte Streit, der mit der Weigerung einer Anäußere Anleihe verpfändet sind, genügen, um den Betrag von zahl Arbeiter, der Organisation beizutreten, in Zusammenhang steht, 50 Millionen Pfund zu 10 Proz. zu decken, während Desterreich hat heute begonnen. Sämtliche Gruben im Rhonddatal liegen still. wenig mehr als die Hälfte dieser Summe für alle feine Bedürf 46 000 Arbeiter sind ausständig. Die Bergleute in Swansea und niffe einschließlich der Rückzahlung der furzfristigen Schuld braucht. Südwales arbeiten wie gewöhnlich. fäufig 2000 Tonnen Steinkohle unterwegs, die aus der englischen Südafrikanische Kohle für Deutschland. Aus Südafrika sind vorKolonie Natal tommt. Die Qualität diefer Rohe ist der der englischen etwas unterlegen, da die südafrikanische Steinkohle im allgemeinen mehr Schwefel enthält als die englische. Dafür werden sich aber die südafrikanischen Lieferungen frog der riesigen Entfermung und her hohen Froch fäße faum teuerer stellen als die von England nach Deutschland kommenden Kohlentransporte. Bei der derzeitigen Wirtschaftslane rehen nämlich die Schiffe der deutfchen Afrikalinien zwar beladen hinaus, finden ober in der Regel feine Badung für die Rückfahrt nach Deutschland, da der deutsche Import aus Afrifa zurzeit ganz gering ist. Diesen Umstand haben sich nun die Afrika- Reedereien zunuhe gemacht, um den leeren Shiffsraum, soweit dies möglich ist, für Rohlentransporte dienstbar machen und so die unrentablen Leerfahrten zu vermeiden. Infolgedessen stellen sich die Frachtfäße für diese südafrikanischen Rohlenlieferungen verhältnismäßig sehr niedrig. Devisenfurse. Unserer gestrigen Rurstafel find noch folgende amtlichen Notierungen nachzutragen: 100 österreichische Kronen abgestempelt 29,87 Gelb, 30,03 Brief; 1 tschechische Krone 625,99 Geld, 629,07 Brief; 1 ungarische Krone 4,85 Gelt, 4,89 Brief; 1 bulgarische Bewa 158,60 Geld, 159,40 Brief; 1 jugoslawischer Dinar 207,97 Gelb, 1209,03 Brief; 1 polnische Mart fostete im freien Verkehr etwa 49 Pf. Gewerkschaftsbewegung Am 28. März tagte unter tem Borsiz des unparteiischen Bor- halten sämtliche über 21 Jahre alten Arbeiter und die Jungs fizenden Dr. Holländer eine Kammer der Nahrungs- gefellen einen Stundenzuschlag von 50 Mart. Ab 1. bis mittelindustrie. Die Bäderorganisation hatte den Schlich- 15. April alle über 20 Jahre alten Facharbeiter eine Erhöhung Unterschiede. tungsausschuß angerufen, da die Bäckermeister jegliche Verhandlung der Löhne um 8 Proz. Junggesellen im ersten und zweiten Jabre, über neue Löhne für April ablehnten. sowie Ungelernte über 21 Jahre und Frauen 6 Proz. Jugendliche Angestellter und Syndikus. Bei Eröffnung der Verhandlung riet Herr Dr. Holländer im Alter von 14 bis 18 Jahren 10 M. und Arbeiter von 18 bis Benn uns die folgende Mitteilung nicht von der zuständigen den Arbeitgebern, nur einen ihrer Bertreter zur Sache sprechen zu 21 Jahren 20 M. Buschlag pro Stunde auf die für März verein Organisation gemacht würde, müßten wir sie für unglaubwürdig lassen. Die Annahme, daß dadurch die Verhandlung beschleunigt barten Tariffäße. Die Zulagen für Kolonnenführer follen in den werden solle, erwies fich bald als irrig. Denn nach den Ausführun- Betrieben geregelt werden. Maßregelungen dürfen nicht stattfinden. Die Firma Gummi- Strauß A.-G., früher Liebermann gen des Arbeitgebervertreters wurde dieser fuggeftio befragt, ob Alle Arbeiter treten wieder in ihre alten Rechte ein. 1. Strauß, Berlin, Greifswalder Straße 13, beschäf- er nicht die Abweisung des Antrages der Arbeiter für April beantigte feit Jahren einen Bilanzbuchhalter und zahlte diesem tragen wolle, wozu er berechtigt sei. für den Monat März ein Gehalt von 80 000 M.( Achtzig den Unparteiischen zwar etwas verblüfft, griff selbstverständlich zu Der Bertreter der Arbeitgeber ob soviel Hilfsbereitschaft durch tausend Mart). Nach Abzug von Steuern, Krankenkassenbeitrag usw. verblieb dem Angestellten die Riesensumme von 73 544 M. als Monatseinkommen. Dies ist ungefähr/ des halten. Tätigkeit zusteht. Der Buchhalter, der von diesen Bettelpfennigen Wichtige Fraktionssigung Nachdem Branchenvertreter Beuster den Bericht des Vorredners noch in einigen Buntten ergänzt hatte, fegte eine sehr um und eine starke Unzufriedenheit mit den minimalen Zugeständniſſen fangreiche Aussprache ein, die sich zeitweise redit erregt gestaltete der Arbeitgeber befundete. Die Abstimmung mittels Stimm zettel ergab jedoch eine Mehrheit für die Annahme des SchiedsDer Vertrag der Spikenorganisationen, den wir in der gesirigen Satz des§ 3 ist durch eine Auslassung der AfA- Bund als die ( gewerkschaftliche Spikenorganisation) der Beamten anerkannt". Daß dies nicht richtig fein fann, ergibt sich aus dem ganzen Wortlaut des Vertrages. insbesondere auch aus dem unmittelbar folgenden Gaze. Der erste Satz im§ 3 lautet: Tarifgehaltes, das solchen Angestellten auf Grund ihrer Konsumgenossenschafts- Generalversammlungsvertreter spruches. fein Fahrgeld aufwenden fonnte, brach eines Morgens an der Sonntag, den 8. April 1923, vormittags 91 Uhr, in Haverlands Schwelle seiner Arbeitsstätte entfräftet zusammen. Er Festfälen, C. 2, Neue Friedrichstr. 35, Eingang Kochstr.( Cuisenfaal): Abendausgabe brachten, bedarf einer Berichtigung. Im ersten wurde nach Hause geschickt. Zwei Tage später erhielt er schriftlich seine Kündigung. Die Firma befürchtete eine längere Erkrankung. Der Angestellte nahm nach fünf Tagen seinen Dienst wieder auf. Die Firma verweigerte jedoch die Zurücknahme der Kündigung. Nunmehr wurde als Grund nicht genügende Leistung" Dor= geschützt. Im Widerspruch hierzu steht, daß der eine Inhaber der Firma den Angestellten ersuchte nach der inzwischen eingetretenen Entlassung, er folle gegen entsprechende Bergütung" den Jahresabschluß fertigstellen und die persönliche Steuereinschäzung des Chefs vornehmen." # Darüber, daß der Kapitalismus Löhne und Gehälter möglichst herabdrückt und sich dennoch bei den Preisen auf die Löhne beruft, braucht man sich nicht weiter zu unterhalten. Das ist eine altbekannte Tatsache, mit der man zu rechnen hat, auf die sich jeder Arbeit nehmer einstellt durch Anschluß an seine Organisation. Es gibt auch hierbei große Unterschiede, von brutalster, schamlosester Ausbeutung beginnend, bis zur verhältnismäßig anständigen Bezahlung über die tariflichen Mindestfäße hinaus. Soweit es sich aber um erwach fene Arbeitnehmer handelt, muß doch immer wieder darauf hingewiesen werden, daß zu solcher Ausbeutung außer dem Ausbeuter auch derjenige mit gehört, der sie sich gefallen läßt, und so die Hauptfchuid selber daran trägt, daß er durch Hungerlohn seinen Körper ruiniert und feinen Berufsgenossen den Kampf um günstigere Arbeitsbedingungen oft ungemein erschwert. Solche zufriedene" Lämmer werden immer erst durch schweren Schaden flug. Bei allem Mitleid fönnen wir ihnen den Vorwurf grober Nachlässigkeit gegen die Allgemeinheit und sich selber nicht ersparen. Die Unternehmer fönnen aber auch sehr gut bezahlen. Das geht aus einem Stellenangebot in der Juristischen Wochenschrift" vom 15. März hervor, das ein großer überseeischer Industrie- und Handelskonzern einem hervorragend tüchtigen, erfahrenen Bolljuristen oder Verwaltungsbeamten als juristischen Beirat für leitende Stellung und Mitglied der Direktion machte. Geboten wird: Lebensstellung. Festes Gehalt in dreifacher Höhe der Gruppe XIII der Staatsbeamten. Daneben Tantieme, Gratial Aufwandsentschädigung. Zahlreiche Nebeneinnahmen durch Aufsichtsratsposten ufm. Als freie Dienstwohnung beschlagnahmefreie 8- Zimmer- Billa in bester Gegend Hamburgs mit Garage. Dienstauto mit Chauffeur. Reisevertrauensspesen ( viel Auslandsreisen). Bension nach staatlichen Grundsägen in dreifacher Höhe der Gruppe XIII. Berlangt wird: Allererste Kraft mit besten Empfehlun gen. Mehrjährige praktische Erfahrung, repräsentable Erscheinung, große Gemandtheit." Daß von solchen Gehältern noch feine fünf Prozent Steuern gezahlt werden, das versteht sich am Rande. Im übrigen soll hier tein Wort gegen eine angemessene Bezahlung guter Kräfte gesagt werden. Im Gegenteil, wir müssen fordern, daß allen beschäftigten, brauchbaren Arbeitnehmern Löhne oder Gehälter gezahlt werden, die den Preisen der Lebensmittel entsprechen und die nicht abgebaut" werden können, weil die Preise nicht allgemein höher steigen und feit dem 1. April bis jetzt nur die Mieten, Fahrpreise und der Zucker in die Höhe gingen. der VSPD.- Generalversammlungsvertreter Jede Verkaufsstelle muß unbedingt vertreten fein. Sammelliften abrechnen. Nichtbenutzte Stimmzettel und Plakate abliefern, Arbeitsausschuß der BSPD.- Genossenschaftsmitglieder. diesem Hilfsmittel, und damit war der Schiedsspruch eigentlich schon gefällt. Auf den Brotest der Arbeitnehmer, daß dieses Eintreten des Vorsitzenden für die Arbeitgeber alles andere als vertrauenerwedend und als höchst eigenartig sei, erklärte der Unparteiische, daß er als Borfizender nicht nur berechtigt, sondern fogar verpflichtet sei, den Parteien Ratschläge zur Stellung ordnungs: gemäßer Anträge zu geben. Der Herr Unparteiische tonnte nicht einsehen, daß er nicht einen Rat erteilt, sondern subjektiv die Verhandlung beeinflußt hatte. Offenbar nach der Weifung der Regierung resp. deren Auslegung durch die Arbeitgeber. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, daß die Kammer unter dem Borsig dieses unparteiischen Borsigenden die Forderung der Bädereiarbeiter abwies. Als besondere Gnade" wurde von einer Befristung abgesehen, um, wie in der Begründung gefagt wurde, nicht zu verhindern, daß, wenn die Verhältnisse es als notmentig erscheinen lassen, auch für April noch Forderungen gestellt werden können. Die Bäckereiarbeiter werden sich freuen, daß ihnen wenigstens gestattet wird, weitere Forderungen zu stellen. Erklärlich wird durch solche Vorkommnisse, daß die Arbeiterschaft dem Schlichtungsausschuß immer mehr mißtraut und die Verhandlungen nur als Zeitversäumnis betrachtet. Berlängerung der Demobilmachungsverordnungen. Durch Gesez vom 23. März 1923( RGBI. vom 29. März 1923 . 215) ist die Geltungsbauer der Demobilmachungsverordnungen bis zum 31. Dttober 1928 verlängert worden. Danach bleiben also, vorläufig bis zu dem vorgenannten Termin, folgende Verordnungen in Kraft: über Erwerbslofenfürforge, über die Einstellung und Entlassung von Arbeitern und Angestellten vom 12. Februar 1920, über die Regelung der Arbeitszeit gewerblicher Arbeiter vom 23. November 1918, nebst Ergänzung vom 17. Dezember 1918, besgleichen für Angestellte vom 18. März 1919, über Betriebsabbrüche und-ftillegungen bom 8. November 1920 und über Erweiterung der Fortbildungsschulpflicht vom 28. März 1919, fomie zwei weitere Berordnungen, welche jedoch für die Arbeitnehmer nicht in Frage fommen. Die Verordnung vom 23. November 1918 über Tarifverträge und Schlichtung von Arbeitsstreitigkeiten hat belanntlich überhaupt Gesegestraft. Verständigung im Bauschlossereigewerbe. Unterschiede wird es immer geben, aber wenn der Unterschied zwischen dem Lohneinkommen und dem Lebensnotwendigen allzu groß ist, dann muß die zarte Rücksicht auf die Profitrate der not In einer überfüllten Versammlung der Bauschlosser und wendigen Rüdsichtslosigkeit weichen, mit der die Arbeit der in den Betrieben für gelote Bleche beschäftigten Berufsnehmerschaft ihre Ansprüche an ihre Lebenserifteng bergenoffen am Dienstagabend im Haufe des Metallarbeiterverbandes fechten, sich dagegen wehren muß, auf den Liefstand asiatischer wurde von Fuchs über des Neiultat der Lohnbewegung und der Rulis heruntergebrüdt zu werden. Unparteiisches aus dem Schlichtungsausschuß. Zur Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen gefchaffen, von den Arbeitern anfangs, wenn auch mißtrauisch, so doch immer als ein Anfang auf diesem Gebiete begrüßt, ist der Schlichtungsausschuß immer mehr in Mißtredit gekommen. Fälle wie der folgende tragen dazu nicht wenig bei: Grundsäglich wird der ADGB. als die gewerlichaftliche Spitzenorganisation der Arbeiter, der Af- Bund als die der Ange. stellten und der ADB. als die der Beamtenverbände anerkannt." Ein Teil der Leipziger Metallarbeiter ist in den Streit getreten, anstatt den Schiedsspruch des Schlichtungsausschusses über den Lohntarif für April abzuwarten. Die Betriebe der Leipziger Metallindustrie liegen still. Das Zutrauen zu den Schlichtungsausschüssen schwindet immer mehr. auf 32 635 gestiegen. In der Proving Bestfalen betrug die Zahl Die Arbeitslosenziffer in der Rheinproving ist bis zum 27. März der Arbeitslosen am 16. März 19 071. Das bedeutet gegenüber dem Vormonat ein Ansteigen um rund 5000. Das nationale Arbeiterjekretariat Hollands. Zu der Meldung. daß sich das nationale Arbeiterfekretariat für den Beitritt z Mostauer Gewerkschaftsinternationale ausgesprochen hat, ist ergänzend zu bemerken, daß von den gewerlichaftlich organisierten bolländischen Arbeitern nur etwa 22 000 zum nationalen Arbeiterfefretariat gehören, während der dem internationalen Gewerks ichaftsbund angeschlossene niederländische Gewerkschaftsbund 225 000 Mitglieder zählt. Freitag abend 6 Uhr im Gaal 1 des Gewerkschaftshauses, Engelufer 24-25, Zentralverband der Maschinisten und Seizer, Geschäftsstelle Groß- Berlin. allgemeine Funktionärversammlung. Tagesordnung: 1. Lohnbewegung. erscheinen. 2. Agitation. 3. Berschiedens. Es ist Pflicht aller Funktionäre, vollzählig zu Deutscher Wertmeisterverband, Bezirksverein 15. Fachgruppe Papier. induftrie: Freitag, den 6. April, nachmittags 5 Uhr im Alubhaus, Ohmftr. 2, Bortrag über ,, Angestelltenversicherung". Berantwortlich für den rebatt. Teil: Bictor Schiff, Berlin: für Anzeigen: h. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. S.. Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co. Berlin. Lindenstr. 3 Hierzu eine Beilage und Unterhaltungsbeilage Heimwelt". Nahi Hocks Nähr locks REZEPT NR. 3 Nährflocks zusammen mit anderer Kinderkost: Ueber den mit Milch angerührten Mehl- oder Griessbrei oder eine andere Kinderspeise schüttet man die frisch aus der schutzsicheren Packung kommenden Nährflocks, die im Munde leicht zergehen, und streut Zucker darauf, Durch die Nährflocks erhöht man nicht nur den Nährwert der gewöhnlichen Kinderkóst, sondern verwandelt diese geradezu in eine neue köstliche Speise, die mit ihrem milden, an feines Backwerk erinnernden Wohlgeschmack den Kindern ganz besonders mundet. Für Säuglinge Ist es ratsam, die Nährflocks in warmer Milch oder irgendeiner zuträglichen Schleimabkochung( Haferschleim usw.) aufzuweichen. Die aus feinstem Maiskorn hergestellten Nährflocks enthalten die wichtigsten Nährstoffe, welche den Aufbau und die gesunde Entwicklung des Körpers bedingen, in fast restlos verdaulicher, reinster und schmackhaftester Form. Sie sind als gedeihlichste und billigste Kindernahrung in dieser Zeit der Ernährungsnot ein wahrer Segen für jede deutsche Familie. Zu haben in allen einschlägigen Geschäften. Berhandlung vor dem Schlichtungsausschuß berichtet. Da der Arbeitgeber- Schutzverband erklärte, feine Zugeftändnisse machen zu fönnen, legten die Kollegen in mehreren Betrieben die Arbeit nieder. Hierauf drobten die Arbeitgeber mit der Aussperrung, falls die Arbeit in den bestreitten Betrieben nicht unverzüglich aufgenommen werde. Am 31. März tam es zu einer Ver bandlung vor dem Schlichtungsausschuß. Erst nach fünfitündiger müffen Sie schnellftens beseitigen, Bir raten Ihnen aus 50 Gramm echtem Tagung des Ausschuffes tam endlich eine Verständigung auf Fagofot- Extrakt durch Auftochen mit/ Bib. Zucker und Liter Basser eine preismerte, prompt wirkende Sustenmedizin selbst herzustellen. Echter Fagosot. Extratt Grund folgenden Spruces zustande: Ab 26. bis 31. März er- ist sicher erhältl ch in allen Apotheken. Husten mit Auswurf Billige Preise für Frühjahrskleidung Schlüpfer aus hellmeliertem Homespun Mk. 40 000 aus Ersatz Schlüpfer Maß, modernste Verarb. V. Mk. 100 000 an f. v. Ulster Jackett- Anzüge Jackett- Anzüge modern verarbeitet, mit Rückenfalten 135 000an u. Gurt, aus guten u. besten Stoffen von Paletots Paletots aus marengo Cheviot soweit Vor- 48 000 Cutaways und rat Mk. Cheviot und 150 000an a. gt. marengo u. schw. feinfäd. Stoffen, i, bst. Verarb. v Mk. Covercoat- Paletots in Sportform, einfachen bis 150 000am zu den elegant. Maßstoffen. i. best. Verarbeit. von Covercoat- Paletots in Rock- und Biedermeierform sowie in Verarbeitung mit Gurt und 180 000. Falten in besten Qualitäten . von Lodenmäntel Herren, a. wetterf. StrichFassons. loden, in mod. 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Jahrgang Beilage des Vorwärts Mieterrecht und Mieterschutz Der Mieterstreikunfug. Abrundung der Mietzuschläge. k. Donnerstag, 5. April 1923 16 Die Flucht aus dem Gefängnis. Straße. Gewöhnlich sind im Schaufenster die bekannten Heftchen mit den vielversprechenden Bildern und Titeln ausgelegt und auss gehängt. Im Laden selbst drängen sich die Ausleihenden, und der Inhaber des Geschäftes tann kaum allen Wünschen nachkommen. Es werden meistens mehrere Schriften ausgelichen. Es ist unglaubNr. 13 vom 1. April veröffentlichte Ortsgesetz über die Straßen- lich, welche Summen Geldes dafür geopfert werden. Je nach dem reinigung in Berlin ein Ende. Vom 1. April d. 3. ab merden Umfang und der Beschaffenheit wird eine Leihgebühr von 3 M. aufBon gewisser Seite gibt man sich alle erdenkliche Mühe, in nämlich Straßenreinigungsgebühren eingeführt, um die Kosten der wärts pro Schrift erhoben. Daneben ist noch eine besondere Summe Berlin einen allgemeinen Mietzahlungsstreit zu inszenieren. Die Straßenreinigung zu decken. Diefe Gebühren sollen 95 Proz. der von 3irfa 30 bis 50. aufsteigend als Pfand zu hinterlegen. Ge. Bertreterversammlung des Gaues Berlin im Bunde Deut- Straßenreinigungetoften einschließlich Verzinsung und Tilgung des wöhnlich ist so ein schmales Heftchen in wenigen Stunden verscher Mietervereine hat am 26. März trotz eifrigster Streif- Anlagefanitats und einschließlich der allgemeinen Verwaltungskosten schlungen und die Gier nach weiterem Lesestoff" ist fast immer propaganda und trotz stundenlanger Reden der Befürworter der beden. Dafür übernimmt die Stadt die Reinigung der Fahrdämme gewachsen. Der ausleihende Radeninhaber macht dabei ein glänzenStreifidee damit geendet, daß von 93 Stimmen nur 20 für einen und Bürgersteice in allen Innenbezirken und in den größten Teilen des Geschäft. Es genügt, einen Blid in die Jugendgerichtshöfe zu Bollstreit abgegeben wurden. Diese Niederlage war um so poli- der Außenbezirke mit Ausnahme der Reinigung der Bürgersteige von kommener, als die kleinen und kleinsten Grüppchen, die den Voll- Eis und Schnee, deren Bestreuen mit abstumpfendem Material bei tun, um das Ergebnis dieser Lektüre zu erkennen. Alle schlechten streif befürworteten, auf je angefangene 500 Mitglieder bereits eine Glätte. Lekteres bleibt Aufgabe der Hauseigentümer und geht zu Instinkte erhalten durch dieses Gift stets neue Nahrung. Es ist Stimme führen, wogegen die großen Gruppen bei über 5000 Mit- Paften des Verwaltunastostenzuschlages. Die Beranlagung zu den fein Geheimnis, daß viele unserer Jugendlichen durch das Lesen gliedern nur auf je angefangene 2000 Mitglieder eine Stimme ab- Straßenreinigungsgebühren erfolat nach dem Maßstab der Straßen- diefer Schundliteratur auf die Bahn des Verbrechens getrieben geben können. Die großen, seit Jahren bestehenden und gut ge- frontlänge des Grundstücks und nach vier Reinigungs- wurden. Alle Eltern sollten sorgfältig auf das achten, was ihre leiteten Gruppen machen aber gerade den Stamm der zum Teil noch klassen, in die das Stadtgebiet je nach dem Reinigungsbedürfnis Kinder lesen. Das Uebel wird aber erst dann ausgerottet werden sehr fluktuierenden Berliner Mieterbewgung aus. Wenn nun die eingeteilt wird. Die Mieter werden alfo je nach ihrer Wohnaegend können, wenn Staat und Gemeinde der Herstellung und dem Vertrieb Opposition gegen eine überwältigende Mehrheit ihre eigenen Wege verfchieden hoch belastet. Der auf jedes Meter Straßenfront ent- der Schundliteratur energisch zu Leibe gehen und wenn es dann geht, so ist das eine Angelegenheit, die in erster Linie zwar die fallende Beitrag wird alljährlich nach den vier Klassen durch Ge- gelingt, das Volk so zu erziehen, daß es von sich aus schlechte Organisation felbst angeht, die aber auch die Deffentlichkeit inter- meindebeschluß festgesetzt; Zahlung erfolgt vierteljährlich, und zwar essiert, damit die breiten Massen, die über die Dinge wenig oder bis zum 15. des zweiten Bierteljahrmonats. Die i mlegung auf Literatur ablehnt. absichtlich falsch unterrichtet worden sind, sehen, wie man mit ihnen die Mieter erfolgt erst am Ende des Vierteljahrs, fo um irgendwelcher Intereffen willen Schindluder daß die Mieter erstmalig am 30. Juni mit dieser Abgabe belastet [ pielt. Denn etwas anderes ist es nicht, wenn in der heutigen merden. Immerhin handelt es sich hier um eine recht unangenehme Zeit allerorößter Wohnungsnot die Mieter dazu verleitet werden, ihre Folge der finanziellen Not der Stadt, da die StraßenreinigungsWegen Meuterei im Gefängnis hatten sich gestern vor der schultige Miete nicht zu zahlen, und wenn ihnen dann durch Zahlungs- foften nun noch dem Makftab tes Mictzinies und nicht mehr mit dem 9. Straffammer des Landgerichts I der Dreher Mechsner und der befehle, gerichtliche Klagen, Kündigungen und Räumungsurteile fiar allgemeinen Steuerbedarf aufgebracht werden. Kutscher Mühlbauer zu verantworten. Die beiden Angeklagten bewird, daß sie nicht nur schweres Geld, sondern auch den Besitz ihrer fanden sich zusammen mit einem Arbeiter Vater im UntersuchungsWohnung durch das Befolgen der Streifparole geopfert haben. Das gefängnis in Gemeinschaftshaft. Durch die Frau des Vater ließen macht aber den Drahtziehern dieser demagogischen Treibereien an fie sich eine Feile ins Gefängnis hineinschmuggeln, mit deren Hilfe scheinend wenig Sorge. Mit welcher Ahnungslosigkeit und findlicher Die Mietzinsberechnung macht manchen Mietern und Mieter die Tralljen am Gitterfenster der Belle durchsägt wurden. Der dritte Berkennung der nackten Tatsachen diese Leute vorgehen, das ergibt vertretungen insofern Schwierigkeiten, als die Zuschläge nicht nur in Angeklagte, Mar Mühlbauer, wurde erst später in den Plan einfich zur Genüge aus den geheimen Anweisungen an die einem Bielfachen der Grundmiete, sondern( namentlich beim Zins- geweiht. Den drei Angeklagten gelang es auch zu entwischen, fie murRechtsvertreter der Vereine, die uns vorliegen. Noch steigerungszuschlog) in einem Bruchteil( 15/100) der Grundmiete ben aber schon am nächsten Tage wieder ergriffen. Der Angeklagte niemals ist ein Streit"( wenn man ihn überhaupt so nennen darf) festgelegt werden. Sicherlich wäre es einfacher, wenn man nur Mechsner hatte das Glück, daß Bater ein Geiftestranter ist. Da nach so ungeschickt und so verantwortungslos eingeleitet worden. Das Ruschläge in vollen( oder auch in halben) hundertsägen der der Judikatur ein Geistestranfer nicht für feine Taten verantwort laute Gefchrei, mit dem die Anhänger des Mieterstreits diese ,, Attion" Grundmiete( also 300, 500, 650 usw.) festieken würde, weil man lich gemacht werden kann, fiel somit das Moment der Verabredung, begleiten, zeigt nur zu deutlich die Hilflosigkeit und Berlegenheit der dann nur mit einem rollen( ober halben) Vielfachen der Grundmiete das zu einer Meuterei notwendig ist. Mechsner wurde daher nur Führer". In allen Bezirken, in denen eine gesunde Mieterorganisation zu rechnen hätte( in Berlin für März und April z. B. je mit dem wegen Sachbeschädigung( Durchfägens des Gitters) zu sechs besteht, die ihre Führer schon etwas näher tennt, als dies hier der 15- oder 16fadyen, wie bei der Borschußzahlung z. B. jetzt mit einer Monaten Gefängnis verurteilt. Der zweite Angeklagte Mühlbauer Fall ist, hat die Opposition von vornherein die Segel streichen müffen. 50fachen Grundmiete gerechnet wird). Gegen eine solche Abrundung wurde freigesprochen, da er nicht in den Blan mit eingeweiht worden Die bombastische Begleitmusik der Roten Fahne" ist etwas gar zu auf volle( oder halbe) Hunderte bestehen aber doch einige Be- war und sich an dem Durchsägen des Gitters nicht beteiligt hatte, auffällig, als daß nicht auch der weniger Eingeweihte erkennen den fen. Die Bruchteile entstehen nämlich gerade beim Zins- fondern nur mit geflohen war, ein Bergehen, das müßte, was hinter der ganzen Sache steckt. Ein Mieterstreit" ist steigerungszuschlag und hier ist eine Abrundung am bedenklichsten, nicht strafrechtlich, sondern nur disziplinarisch geahndet mer. Dom Streif einer Berufsgruppe so grundverschieden, daß hierüber meil dadurch ein glatter Mehrgewinn für den Vermieter( d. h. eine den tann. zunächst einmal Aufklärung geschaffen werden muß. Der in den Erhöhung der Hausrente) eintritt, die das Reichsmietengefek gerade Streit eintretende Arbeiter oder Angestellte verweigert seine Arbeits- verhindern will. Bei den Instandsetzungskosten und den Betriebsleistung und verzichiet damit auch auf die Gegenleistung. Der fosten würde bei der Abrechnung doch wieder die Bruchrechnung Eröffnung des neuen Fleischgroßmarkts. Streitende" meter dagegen nimmt die Leistung des Vermieters nötig werden, so daß nur bei den Verwaltungsfosten Am dritten Osterfeiertag früb 5 Uhr wurde der neue Fleisch. ( Hergabe der Mieträume) weiter in Anspruch, perweigert eine Abrundung zu empfehlen wäre. Das ist möglich und ohne großmarkt auf dem Schlachthofe zwischen der Landsberger Allee aber die dafür schuldige Gegenleistuma, die dann selbstverständlich Schwierigkeiten durchführbar, menn man nur vorsichtig barangeht, und der Thaerstraße eröffnet. Für den Fleischgroßmarkt find ans erzwungen wird. Macht man sich diesen Sachverhalt flar, so um nicht die Mieter durch die Abrundung zu benachteiligen. Biel- stelle der noch nicht völlig im Robban fertigen Fleischgroßmarkterfennt man das Glatteis, auf das man mit dem Mietzahlungsstreit leicht beschäftigt sich der Wohnungsausschuß oder der Magistrat auch balle in der Landsberger Allee der Neubau eines großen unbedingt geraten muß. Eine weitere Selbstverständlichkeit für einmal mit dieser praktischen Seite der Frage, um die Mietzins. Rinderschlachthauses nebst zugehörigem Stall hergerichtet jeden Streit ist der Umstand, daß zunächst alle Verhandlungsmöglich- berechnung zu erleichtern. teiten erschöpft sind. Wegen der Mietzinsfestlegungen schweben aber noch Berhandlungen mit den besonders interessierten gewerkschaftlichen und politischen Organisationen und es besteht be gründete Aussicht, daß diese zu einem guten Ende führen und daß alsdann in gemeinsamen Verhandlungen mit den Behörden die berechtigten Forderungen der Mieterschaft durchgesetzt werden. Wenn trog Kenntnis diefer Sachlage erneut und verstärkt zum Mieterstreit aufgerufen wird, so ist es Pflicht aller besonnener denfenden Mieter, von solchen Führern" und ihren Barolen mit aller Ent schiebenheit abzurüden im Interesse ihrer selbst und ihrer guten Sache, die durch derartige Harletinaden nur gefährdet wird. " Straßenreinigung auf Mieterkosten. Nach der Magistratsbekanntmachung vom 8. September 1922 zur Ausführung des Reichsmietengefeßes find die Straßenreinigungs gebühren in voller Höhe auf die Wohnungen und jonstigen Mieträume umzulegen. Bis heute ist es jedoch noch nicht zu dieser Umlage gekommen, weil die Stadt Berlin gar teine Straßenreinigungsgebühren erhoben hat. Diesem für die Mieter ,, idealen" Zustand macht das im Gemeindeblatt ( Nachdruck verboten. Der Malit- Berlag, Berlin.) 77] Drei Soldaten. Bon John dos Dafios. Aus dem amerikanischen Manuskript überfest von Julian Gumper 3. Aubrey, laffen Sie sich nicht stören, ich tomme schon zu spät, ich muß mich beeilen." Kommen Sie doch bald wieder, uns besuchen." " Danke schön," murmelte Andrews. Geneviève Rod begleitete ihn zur Tür. " Wir müssen einander besser kennen lernen," fagte fie. Ich mag Sie gern, weil Sie fo plötzlich davonlaufen." Andrews wurde rot. Ich war sehr aufgeregt," sagte er und drückte ihre dünne, kühle Hand. Und Ihr Franzosen müßt euch immer daran erinnern, daß wir Barbaren find. Manche bedauern es zu fein; ich nicht. Sie lachte, und John Andrews lief die Treppen hinab und hinaus in die graublauen Straßen, wo die Lampen gelblich brannten. Er fühlte irgendwie unsicher, daß er sich wie ein Narr benommen hatte. Mit langen Schritten ging er durch die Straßen des Rive gauche, die voller Menschen waren, nach bem kleinen Weinladen am Quai de la Tournelle, wo ihn Jeanne erwartete. Es war ein Pariser Sonntagmorgen. Alte Frauen in fchwarzen Tüchern gingen in die Kirche von Saint- Etienne du- Mont. Drei Tauben spazierten auf den Pflastersteinen herum. Die scharfe Fassade der Kirche, ihr schlanker Turm und die Kuppel warfen auf den Plaz davor einen bläulichen Schatten, in dem die Schatten, welche die alten Frauen hinter fich herschleisten, verschwanden, wenn sie in die Kirche hinein humpelten. Die gegenüberliegende Seite des Plazes und das Gebäude des Pantheons waren mit orangefarbenem Sonnen licht überflutet. Andrews fah in den Himmel und dann auf die Tauben und die Fassaden der Bibliothek von Sainte Geneviève und auf die Menschen, die vorbeigingen. Wie er so hin und her marschierte vor der Kirche, auf Jeanne wartend, legte er sich Rechenschaft über seinen Zustand ab. Er war sehr glücklich. " Na?" Jeanne war unbemerkt an ihn herangekommen. Sie liefen pie Kinder Hand in Hand über den sonnigen Blaz Geistige Spelunken! Benn es auch gelungen ist, im energischen und unermüdlichen Rampf gegen die Echundliteratur einige Erfolge zu erzielen, so ist bas lebel doch bei weitem noch nicht beseitigt. Ein Gang durch die Arbeiterviertel der Großstadt zeigt, daß die bunten Heftchen einen noch immer begehrten Lesestoff für die Schul- und erwachsene Jugend find. In Buchhandlungen" und Papiergeschäften macht der Verkauf dieser Schmußschriften einen bedeutenden Teil des Umfages aus. worden. Hierzu zwangen die unhaltbaren Zustände des Fleischhandels in der Dirdienstraße in der Umgebung der Bentralmarkthalle. Die gegenwärtigen Räume sind zunächst für die Unterbringung der Schlächter aus den Berliner Bororten bestimmt, während die auf dem städtischen Schlachthof 20 schlachtenden Personen von ihren Schlachtfammern aus verkaufen sollen und nur im Ausnahmefalle mit Ständen bedacht werden fonnten. Zur Erweiterung des Fleischmarktes ist beschlossen, weiterhin einen bedeutenden Raum eines Stallgebäudes für Verlaufsawede einzurichten. Um Ueberlaffung von Studentenzimmern wendet sich der Nektor der Universität an die gesamte Berliner Einwohnerichaft. Auch das bescheidenste gimmer nimmt das Atademische Wohnungsamt der Universität, Zimmer 26, Telephon Zentrum 10980 dankbar Noch gefährlicher sind die sogenannten Reihbibliotheken", in denen dieser Schund ausgeliehen wird. Einmal erhält der Aus leihende das Heft zu einem niedrigeren Preise als wenn er es tauft, entgegen. jobann fann er zu jeder Zeit und Stunde ein neues ausleihen, ohne daß ihm dabei scheinbar große Rosten entstehen. Wenn man den Brofessoren in Berlin eingetroffen. Der Defterreichisch- Deutiche 100 Wiener Studenten sind auf einer Studienreise mit ihren Betrieb" in einer derartigen Leihbibliothet beobachtet, so tann man voltshund bat gemeinsam mit dem Deutschen Philologenverbande Studien machen, die mit Besorgnis und kümmernis erfüllen. Man die Führung der Gäste übernommen und veranstaltet Donnerstag erkennt einen solchen Baden schon von weitem durch das rege um 8 Uhr nachmittags eine Begrüßung im Reichstage. Die Abkommen und Gehen, durch eine größere Ansammlung auf der fahrt erfolgt Freitag früb. " Habe noch feinen Kaffee getrunken," sagte Andrews. Wie spät mußt du aufgestanden sein. Aber du fannst feinen bekommen, ehe wir in Porte Maillot find." Warum denn nicht?" " Weil ich es sage." „ Aber das ist ja grausam." " Es dauert nicht lange." " Aber ich sterbe doch vor Hunger. Ich werde in deinen Händen sterben. Berstehst du denn nicht? Wenn wir einmal nach Borte Maillot fommen, dann werden wir vom Leben ganz entfernt fein. Dann wird der Tag uns ganz gehören. Man muß das Schicksal nicht versuchen." " Du bist ein seltsames Mädchen." Der Wagen war nicht voll. Andrews und Jeanne saßen sich gegenüber, ohne zu sprechen. Andrews sah auf die Hände des Mädchens, ffeine, zerarbeitete Hände mit Flecken an den Fingerspißen, an denen die Haut zerrissen und wund war. Plöglich bemerkte sie feinen Blid. Er wurde rot. Sie aber fagte heiter: " Nun, eines Tages werden wir alle reich sein wie die Prinzen und Prinzessinnen in den Märchenbüchern." Sie lachten beide. Als sie den 3ug an der Endstation ver ließen, legte er feinen Arm zaghaft um fie. Sie trug fein Stor fett. Seine Finger zitterten in der Biegsamteit des Fleisches unter ihren Kleibern. Er fühlte eine Art Schrecken und nahm den Arm weg. Als sie in das Sonnenlicht hinaustraten unter die nackten Bäumte der breiten Straße, sagte fie ruhig: " Du fannst jetzt so viel Kaffee trinken, wie du willst." " Du mußt welchen mittrinken." Stückt. Warum so verschwenderisch? Ich habe ja schon gefrühAber ich will doch den ganzen Tag verschwenderisch sein. Wir tönnen also schon jetzt damit beginnen. Ich weiß nicht, warum, aber ich bin sehr glücklich. Wir werden Weißbrötchen essen." ,, Aber, mein Lieber, heutzutage fönnen doch nur noch Schieber Weißbrötchen effen." „ Na, dann paß' mal auf." Sie gingen in eine Bäckerei. Eine ältliche Frau mit ma gerem gelblichen Gesicht und dünnem Haar bediente sie und warf aus ihren Augen neidische Blicke auf sie, als sie vor ihnen die schönen knusprigen Weißbrötchen aufhäufte. Sie werden den Tag wohl auf dem Lande verbringen?" fragte sie finnend, als sie Andrews das Geld herausgab. " Ja, wie gut Sie es erraten haben!" Als fie zur Tür hinausgingen, hörten sie sie murmeln: » D, die Jugend, die Jugend!" Sie fanden einen Tisch in der Sonne in einem Café gegenüber dem Tor, von dem aus sie die Menschen und Automobile und Wagen jehen konnten. Dahinter war ein gras bewachsenes Stück Befestigung, das dem Ganzen ein 1870er Aussehen gab. meinem Leben so glücklich gewesen bin.... Diese Freude " Jeanne!" rief Andrews.„ Ich glaube nicht, daß ich je in über die Freiheit ist es wert, in der Armee gewesen zu sein. Wie geht es Etienne?" find, " Der ist in Mainz und furchtbar gequält." Jeanne, wir müssen sehr viel leben, wir, die wir frei für alle diese Menschen, die immer noch so gequält find." Wird ihnen nicht sehr viel helfen!" rief sie lachend. „ Es ist seltsam, Jeanne, ich fürchte mich entjeßlich davor, in die Armee zurückkehren zu müssen. Früher, da war ich fast trant davon, frei zu sein und nichts zu erreichen. Jetzt habe ich gelernt, daß man das Leben benutzen muß, daß man es nicht in der Hand halten darf wie eine Bonbonschachtel, aus der niemand ist." Sie fah ihn fragend an. " Ich meine, ich glaube nicht, daß wir aus dem Leben genug herausholen," sagte er.„ Wir wollen gehen." Sie standen auf. " ,, Was meinst du eigentlich?" fragte sie langfam.„ Man nimmt eben das, was das Leben gibt, das ist alles. Es gibt feine Wahl. Aber schau, da ist der Malmaison- Zug. Bir müssen laufen." Der Zug fuhr an einem breiten, leeren Boulevard mit Bäumen und Rasen und Rethen fleiner Häuser vorbei. Biele Leute waren ausgestiegen, und es war genug Plazz. Andrews aber behielt seinen Arm um des Mädchens Hüften. Die be= ständige Berührung mit ihrem Körper machte ihn matt und schlaff. " 1 Wie gut es hier riecht," sagte Jeanne. Das ist der ( Fortsetzung folgt.) Frühling." Als erfler weiblicher Tischlergeselle hat gestern Fräulein Marie| feilungsleitungen, wenn möglich, auch die Abteilungskaffierer. Auf 8. Abt. 7½½ Uhr bei Rüdert, Steinmekfir. 36, erweiterte Borftandsfizung. 54. Abt. Charlottenburg. 8 Uhr Funktionärsihung im Lokal Bühnemann, HelmBeichlow Nowawes ihre Gesellenprüfung als Kunstmöbeltischler alle Fälle muß jede Abteilung vertreten sein. holgstr. 39. bei der Innung Potsdam bestanden. Das Bezirkssekretariat. Jubiläen. Genosse Mar Snappe war am 1. April 25 Jahre Mitglied der Partei und begeht am 3. Mai seinen 50. Geburtstag. Genosse Gustav Hoch, Manteuffelitr. 80, feierte gestern seine Silberhochzeit. Er ist 25 Jahre Parteimitglied und 25 Jahre Vorwärtsleser. 69. Abt. Wilmersdorf. 7 Uhr engere, 8 Uhr erweiterte Vorstandssitung bei Umlang, Gieseler-, Ede Wegenerstraße. 3. Kreis Wedding. Freitag, den 6. April, 7 Uhr, Gigung des erweiterten Bor- Schöneberg. 78. Abt. 7 Uhr Borstandssigung im Lokal des Genossen König, 6. 14. 17. standes an bekannter Stelle. Kreis Kreuzberg. Freitag, den 6. April, 7½ Uhr, erweiterte Kreisvorstandsfigung bei Reim, Urbanstr. 29. Da eine äußerst wichtige Tagesordnung vorliegt, pünktliches Erscheinen Pflicht. Freitag, den 6. April, 7 Uhr, Obleutekonferenz der Elternbeiräte und Vorstände der Freien Schulgemeinde bei Blum, Planufer 75-76. Jede Abteilung muß unbedingt vertreten sein. Kreis Neukölln. Freitag, den 6. April, 6 Uhr, im Parteibureau, Neckar. ftraße 3, Marg- Erinnerungsbroschüren" und Die neuen Mieten" abrechnen. Kreis Lichtenberg. Deffentliche Elternversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde am Freitag, den 6. April, abends 28 Uhr, im Cäcilien Enzeum, Nathausstraße, mit einem Bortrag: Die seguelle Erziehung des Rindes in der Familie". Bezirksbildungsausschuß Groß- Berlin. Heute abend 7, Uhr beginnt in der Sophienschule, Weinmeisterstr. 16/17, das Sozial wissenschaftliche Seminar" des Genossen Stein." Der Raum wird am schwarzen Brett bekanntgegeben. Hörgebühr 500 M.- Dienstag, den 1. Mai, abends 7%, Uhr, in der Philharmonie, Bernburger Straße: Maifeier. Die Neunte Sinfonie von 2. v. Beethoven. Mitwirkende: Gertrud Wolf( Sopran), Paula Weinbaum( Alt), Waldemar Hente, Mitglied der Staatsoper Tenor), Kail Armster, Mitglied der Staatsoper( Baß), Professor Walter Fischer( Drgel). Festansprache: Genosse Löbe, Präsident des Deutschen Reichstags. Das Philharmonische Orchester. Musikalische Leitung: Kapellmeister Scherchen. Karten à 1000 M. im Bureau des Bezirksbildungsausschusses Lindenstr. 3, 2. Hof, 2 Tr., Zimmer 8, im Landgemeindehaus Sophienstr. 23 und bei den Bildungsausschusmitgliedern der Abteilungen. des Genossen Pastor France. Die Dbleute der Streise werden dringend gebeten, sämtliche Beträge für Theatervorstellungen, Opern und Konzerte sofort abzurechnen. Heute, Donnerstag, den 5. April: 73. Abt. Schmargendorf.& Uhr im Jugendheim, Breite Straße, Gigung der Funktionäre. Erscheinen dringend. Jungsozialisten. Gruppe Friedrichshain: Die Gruppe beteiligt sich an der Beranstaltung der Gruppe Süden im Jugendheim Bärwaldstraße 64. Vortrag Gruppe Süden: 7½ Uhr Diskussionsabend im Jugendheim Bärwaldstr. 64. Thema: Die nationale und die pazifistische Frage". Gruppe Neukölln: 7 Uhr im Jugendheim Nogatstr. 53. ,, Moderne Literatur". Morgen, Freitag, den 6. April: Feurig, Ecke Prinz- Georg- Straße. Ebenda um 8 Uhr erweiterte Bor standssigung. 79. Abt. Pünktlich 7½ Uhr erweiterte Borstandsfizung bei Groß, Sedanstr. 17. Erscheinen der Funktionäre und Bezirkstassierer Pflicht. 81. Abt. Friedenau. 7½ Uhr erweiterte Vorstandssigung bei Ulbricht, Handjernftr. 86. Erscheinen aller Funktionäre Pflicht. 85. Abt. Tempelhof. 7 Uhr erweiterte Vorstandssigung bei Bange, RingbahnStraße 4. 103. Abt. Oberschöneweide. 7½ Uhr im Konferenzzimmer der Kottmeyer- Schule, Borstands- und Funktionärsigung. Neuwahlen. 108. Abt. Röpenid. 7 Uhr bei Schlag, Rieger Str. 6, Borstandssigung. 112. Abt. Rahnsdorf. 8 Uhr Vorstandssigung im Restaurant Sturm, Wilhelms. hagen. 128.- 130. Abt. Pantow. 7½ Uhr im Türkischen Zelt, Breite Str. 14, Funk tionärtonferenz und Vorstandssigung. 136. Abt. Reinickendorf- Ost. 7 Uhr Funktionärsigung im Jugendheim, Geebad, Jungsozialisten. Gruppe Schöneberg- Friedenau: 8 Uhr im Jugendhort, FeurigResidenzstr. 59. straße 35, Mitgliederversammlung. Jugendveranstaltungen. Der Ortsausschuß für Jugendpflege Neukölin veranstaltet am Freitag, den 6. April, abends 28 Uhr, in der Aula der Boddin- Schule einen Rinoabend. 7½ Uhr Gigung sämtlicher Funktionäre bei Dobrohlaw, Swine. Zur Vorführung gelangt der neue Film Nathan der Weise". Karten für Jugendliche 100 M., für Erwachsene 300 M. am Gaaleingang. münder Str. 11. Die" Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Lehrer und Lehrerinnen Zeutschlands, Ortsgruppe Berlin", erbittet noch einige 6. Abt. reiquartiere für eine Nacht, da zu der gemeinsamen Tagung der Arbeitsgemeinschaften der Provinz am Sonnabend, den 7. April, bormittags 10% Uhr im Jugendheim, Lindenstraße 3 ( Borwärts- Gebäude) Teilnehmer von außerhalb erwartet werden. Duartiermeldungen beim Vorstand zu Beginn der Tagung. Groß- Berliner Parteinachrichten. Achtung, Kreis- und Abteilungsvorstände! Am Sonnabend, den 7. April, abends 6 Uhr, findet im Gemertfchaftshaus, Engelufer 24/25, Saal 1, eine Vorständekonferenz statt. Tagesordnung:" Wie steigern wir die Aktivität in unferer Partei?" Referent: Genosse Franz Künstler. An dieser Konferenz nehmen teil der Bezirksvorstand, ein weiterer Vertreter der Kreisvorstände und je ein Vertreter der AbLebensmittelpreise des Tages. Zufuhr: Fleisch ausreichend. Geschäft flott. Fische etwas knapp, Geschäft rege. Obst und Gemüse reichlich, Geschäft rege. # Am Mittwoch galten in der Zentralmarkthalle folgende Kleinhandelspreise: fleisch 3500-5100 M. Kalbfleisch 2500-4200 M. Hammelfleisch 2900 Rindfleisch 3200-3500 M., ohne Knochen 3600-4600 M. Schweinebis 4400 M. Rückenfett 4200-4400 M. Schellfisch 800-1500 M. Kabeljau 900-1600 M. Dorsch 500-650 M. Rotzungen 1400-2200 M. In Eis: Aale 6000-8000 M. Schleie 2400-2800 M. Hechte 1600 bis 2400 M. Lebende Schleie 3500-4200 M. Hechte 2800-3500 M. Naturbutter, 8500-9200 M. Margarine 2600-3500 M. Schweineschmalz 3500 bis- 3700 M. Maisgrieß 700-800 M. Gerstengrütze 900 M. Weißkohl 150-220 M. Wirsingkohl 250-300 M. Blumenkohl 1000-2000 M. der Kopf. Rotkohl 250-375 M Mohrrüben 100-120 M.. Kohlrüben 100 bis 150 M. Zwiebeln 60-75 M. Kartoffeln 380-420 M. zehn Pfund. EBäpfel 350-600 M. Kochäpfel 250--350 M. In der Nacht vom 3. zum 4. April starb in Schömberg( Schwarzwald) nach langer und schwerer Krankheit der unvergeßliche Führer der Russischen Sozialdemokratie Julius Martow Ort und Zeit der Beerdigung werden besonders bekanntgegeben. Auslandsvertretung der Sozialdemokratischen Partei Rußlands. Auslandsvertretung des Allgemeinen Jüdischen Arbeiterbundes. Deutscher Metallarbeiterverband Verwaltungsstelle Berlin Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unfer Kollege, der Rohrleger Heinr. Trogisch am 23. März gestorben ist Die Einäscherung findet am Freitag. ben 6. b. M., abends 8 Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, statt Unier Rollege, der Arbeiter Johann Zynda Winsstr. 54, ist am 30. März gestorben. Die Einäscherung findet Sonnabend, den 7. April, nadm. 4%, Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, statt. Unjer Kollege, ber Elettromonteur Hermann Randel ift geftorben. Die Beerdigung findet in Rheinsberg am 5. April statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf. Unfer Rollege, der Riempner Emil Fielitz ift am 29. März gestorben Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltuna. Zentral- Kranken- Unterstützungsverein der Schmiede a. verw.Gewerbe Deutschl. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 30. März unser 1. Raffierer Johann Zynda verschieden ist Seine Einäscherung findet am Sonnabend, 7. April, nachmittags 125 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße statt. Un rege Teilnahme bitten 185/6 Der Aufsichtsrat. Der Borstand. Allgemeine Oristrantenlaffe für Bilanz per 31. Dezember 1922 Soll Sauskonto Rontokorrenttonto Raffatonto. Haben 19 095.- Geschäftsguthabentto 349-4, 24 573,70 Rontoforrentkonto.. 2582,40 46 251,10 Dividendenkonto Reservefondskonto 299, 1308, 5 440,06 Hiltsreservefondskto.. 1199,44 Gewinn- u. Berlufttto 060,60 Gewinn- und Berluftfonto 1 000,- Bilanzfonto 1500,- Zinsenkonto Soll Dividendenkonto Saustonto Reservesondstonto Bilanzkonto 5: 33,05 3060,60 EIM FUSS AUSKUNFT MESSAMT merre FRANKFURT AM 15.21 APRIL Geschäftsstelle für Groß- Berlin W. 8, Charlottenstraße 8 Theater, Lichtspiele usw. Jahreshauptversammlungen: Friedenau: Jugendheim Offenbacher Str. 5a. Lankwig: Jugendheim Gemeindeschule Schulstraße. Rieberschöneweide: Jugendheim Berliner Straße ( Gemeindeschule). Vortrag: Stralauer Biertel: Jugend,, Was wir wollen". heim Gemeindeschule Naglerstraße. Vortrag: Die Freideutschen". Werbe. bezirk Brenzlauer Berg: Jugendheim Oderbergerstraße( Badeanstalt). Mädchenabend. Vortrag: Die Gesundheitspflege im Haushalt". Südwesten: Jugendheim Lindenstr. 3. Wedding: Jugendheim Gemeindeschule Ruheplagstrake. Vorträge, Vereine und Versammlungen. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin Donnerstag, 5. April, 8 Uhr, im Restaurant Jakob Effer, Köpenider Str. 70a, Bortrag des Landsmanns August Quist. 25. März 1892. Republikanischer Jugendbund Schwarz- Rot- Gold. Donnerstag, den 5. April, 7 Uhr, im Lehrervereinshaus, Aleganderplay, Bortragsabend über die März literatur von 1848. Gäste willkommen. Wetter bis Freitag mittag. Troden und vielfach beiter, bei meist schwachen südöstlichen Winden. In den Mittagsstunden mild, in der Nacht zu Freitag befonders im Osten an vielen Orten gelinder Frost. Admirals- Varieté Silberschmelze Christionat, Köpenider. 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April, nachm. 4 Uhr, im Berbandshause der Holzarbeiter, Rungeftraße 30: Funktionärsizung aller in den Wagen- u. Karofferies fabriken befchäftigt. Betriebs räte u. Vertrauensleute aller Berufe. Tagesordnung: 1. Beicht von ber Berhandlung vor dem Schlichtungsausschuß. 2. Stellungnahme zum Manteltarif. 3. Diskussion. Hermannplag 6 Morig 5323. KrausePianos zur reislers 7.30: Eckfenster Rayssler, Höflich, Meingast, Allabendlich 7, U. Der Fürst von Mithal, Herrmann, Vallentia. Pappenheim Komödienhaus 7.30 Madame Pompadour Berliner Theater Mädi 1.0: Miete Ansbacher Str. 1, Fritz Werner, Hans Albers. Fake Kurfürstenstraße dilde Wörner, Claire Waldoff, Asthma Central- Theater Tägl. 8 Uhr Försterchristel. 8 U.: Metropol- Theater 72: Die Schönste der Frauen Vorverkauf anunterbrochen. 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