flg. 165 ♦ 40. Jahrgang Ausgabe A Nr. 62 Bezugspreis: Für den Monat April WO» 28. voraus zahlbar Unter Kreuzband tüc Deutschland. Danzig. Saar» und Memclxeblel lowie Oeslerreich und Luxemburg 7800 M.. für das übrige Ausland 0800 M. Pastbezugspreis reidleibend. Postbestellungen nehmen on Belgien. Dänemark. England. Estland. Finnland. Frank» reich. Solland. Lettland. Luxemburg, Oesterreich. Schweden. Schweiz. Tschechoslowakei und Ungarn. Der..Vorwärts' mit der Sonntags- beilage„Volk und Feit" der Unter» haltungsbcilage..Seimwelt" und der Beilage..Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal. «onntags und Montag, einmal. Teligramm-Ad reffe: ..Sozialdemokrat Berllu" Morgenausgabe Devlinev Vollislilntt ( 180 Mark) Anzctgenprets: Die einspaltige Nonparcillezeile kostet l2«0 M. R-klamezeile 0000 M. ..Kleine Anzeige»' das kettgedruckte Wort 37b M.(zuläffig zwei jctt. gedruckte Worte), jedes weitere Wort 200 M. Stellengesuche das erste Wort 200 M.. jedes weitere Wort tS0 M. Worte über IS Buchstaden zählen sllr zwei Worte. Familien-Anzcigen für Abonnenten geile 300 M. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW.K3. Linden. straße3, abgegeben werden. Ecdssnet von S Uhr srüh bis S Uhr nachm. �entralorgan der Vereinigten Sozialdemokrat! feben Partei Deutfchlands Neöaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 St«»rni»ir«»rh�r- Redaktion: Toiilioff LSS �erniprecner. z;,,, � g: TönboN SS0V»SV? Sonar �aw im Kreuzverhör. Keine Zustimmung zum Ruhrabentener. London, 9. April.(MTB.) Das Unterhaus ist heute nachmittag nach den Ofterferien wieder zusammengetreten. Bonar Law saß auf der Regierungsbank. Seine Stimme war jedoch noch schwächer als vor der letzten Vertagung und er konnte sich im Hause kaum verständlich machen. In Beantwortung verschiedener An- fragen erklärte der Premierminister, er könne den bereits bezüg- lich der Lage im Ruhrgebiet gemachten Erklärungen nichts hinzufügen Wedgwood Venn fragt«, ob Bonar Law irgendetwas über den Zweck des Besuches Loucheurs sagen könne. Der Sprecher wandte ein, daß eine Anfrage darüber bereits vorliege. Das Mitglied der Arbeiterfraktion Wedgwood fragte, ob nicht P o i n c a r e vor kurzem eine Botschaft an die Belgier gerichtet habe, in der er erklärte, daß die Räumung des Ruhr- gebietes nicht stattfinden werde, bis die Repa- rationen voll geregelt seien. Bonar Law erwiderte: »Ich alaube nicht. Ich habe es N'chf aefehen." Ein Arbeitermitglied fragte den Premierminister, ob Loucheur während seines letzten Besuches ihm irgendwelche Vor- schläge für die Lösung des Ruhrwirrwarrs vorgelegt habe, und ob die Dorschläge entweder d-e InterNationalisierung des Rheinlandes oder die Uebernahme einer Bürgschaft für eine Anleihe, die durch Deutsch- lcmd aufgenommen werden solle, um sofortige Zahlung an Frank» reich zu leisten, auch durch England. Wenn ja, ob er es Loucheur Nargelegt habe, dbh England keinen dieser Vorschläge annehmen könne. Bonar Law erwiderte, Loucheurs Besuch sei vollkommen inoffiziell gewesen, und nur ein« allgemeine Unterhaltung habe statt- gefunden. Kennworthy fragte, ob es wahr sei, wie berichtet wurde, daß der Premiermimster in seinem eigenen Namen und im Namen der Regierung seine Zustimmung zu der ftanzösischen Aktion im Ruhrgebiet ausgedrückt habe. Bonar Law erwiderte, die Antwort laute verneinend. Die Frage wurde niemals erwogen.(Hört, hört!) Kennworthy fragte hierauf, ob denn die Berichte in der französischen und englischen Presse, daß Loucheur nach Frankreich zurückgekehrt sei mit einer Zustimmung der britischen Re- gierung zu der ftanzösischen Aktion im Ruhrgebiet, nicht eine wahre Mitteilung der Tatsachen darstellten. Bonar Law erwiderte: Ich habe keierlei derartige Mitteilung gesehen.(Hört, hört!) Ein üentstbes Reparationsangebot! London, g. April.(EE.) Der Berliner Korrespondent des .Manchester Guardian" berichtet, die Londoner Verhandlungen Loucheurs und die in diesem Zusammenhang er- wähnten Berichte über neue Möglichkeiten in der Repara- tionsfrage hätten an deutschen Stellen das größte Znter- esse gesunden. Es bestünde die Möglichkeit, daß die Regie- rung ihre bisher ablehnende Haltung ausgeben nud in den nächsten Tagen ein vollständig neues Reparationspro- gramm veröffentlichen würde. Die Meinungen darüber, ob dies Angebot bereits die Festsetzung einer genauen Enlschädigungs- summe enthalten solle oder nicht, seien allerdings noch nicht geklärt. Zur Stunde lasse sich daher auch noch nicht sagen, ob die deutsche Regierung eine bestimmte Entschädigungssumme nennen werde. LouchenrS Programmpunkte. Frankfurt. 9. April.(Mtb.) Nach der Auffassung t«s Pariser Korrespondenten der»Frankfurter Zeitung" bildet ein wichtiges Moment bei der Beurteilung der durch die Londoner Reise Loucheurs geschaffenen Tesamtsituatton und vor allem auch für die neue Einstellung de- Elysees die Tatsache, daß der Anstoß zur Wiederaufnahme des direkten Kontaktes— wie sich ja schon aus der Person des Unterhändlers ergibt— von den Kreisen der In. d u st r i e und der Finanz ausgegangen ist, und daß die von Lou- cheur unternommene Initiativ« neuerdings auch die Billigung des Cvniitc des Korges gefunden hat. Das„Oeuvre" führt die neuest« Wendung der Dinge daraus zurück, daß die französische Regierung das Ruhrgebiet nicht räumen könne, wenn sie nicht einen Erfolg aufzuweisen habe, andererseits aber Eile Hab«, eine Aktion zu liquidieren, die sehr kostspielig und deren Ende nicht abzusehen sei, während die englische Regierung sich davon Rechenschaft zu geben scheine, daß ihr Desmteressemcnt gegenüber dem!>kutsch-ftan',ösischen Konflikt auf die Dauer undurch- führbar sei. Der Londoner Korrespondent des gleichen Blattes glaubt die Grundlinien der von Loucheur Bonar Law unter- breiteten Vorschläge wie folgt präzisieren zu können: 1. Die für den Wiederaufbau bestimmten Zahlungen er- erhalten«ine Priorität vor allen anderen Forderungen. 2. Außer den allgemeinen Reparationsforderungen werden England und Frankreich von Deutschland nur diejenigen Beträge reklamieren, die sie selber an die Vereinigten Staaten zu zahlen haben werden. 3. Die deutsche Industrie solle persönlich mit ihrem ge- samten Besitz für die Bezahlung der deutschen Schuld haften, und zwar auf Grund eines Garantiesystems ähnlich dem, welches von dem Abgeordneten Paul Raynaud vorgeschlagen wurde. 4. Die von Deutschland geforderten Pfänder sollen nicht den alliierten Regierungen, sondern einem internationalen Organ überantwortet werden, das man mit der Aufgabe betrauen wird, sie mit Hilfe internationaler Anleihen den Repa- � rationen dienstbar zu machen. Der Journalist fügt hinzu, Bonar Law habe diese Vorschläge als eine annehmbare Grundlage für die weitere Diskussion bezeichnet. Eine interessante Version. Paris, 9. April.(EP.) Das„Echo National"(das Organ � T a r d i e u s. Red.) faßt die durch die Reife Loucheurs entstandene Lage m folgenden knappen Zügen zusammen:„Poincare hat die Ruhraktion mit dem Blick auf London ausgeführt. Er hat alles getan, um eine englische Intervention zu vermeiden. Diese Inker- vention war im Begriff, sich zu vollziehen, als eine geheimnisvolle ! Hand Lloyd George ausgeholten hat, der im Unterhaus intervenieren wollte. Bonar Law hat zu verstehen gegeben, daß er g e- z w u n g e n sein werde, zu handeln, wenn er nicht gestürzt werden wolle, und daß Lloyd George nicht immer zurückgehalten werden kann. Poincare Hab« Angst bekommen. Er gibt sein Pro- gramm auf, um sich an den Plan Briand-Loucheur fest- zuklammern. Er hat nicht den Gang nach Canossa, wohl aber den Gang nach Cannes angetreten." Die Toten und öie Lebenden. Die Tranerfeier im Reichstag. Das ganze deutsche Volk ist heute mit seinem Herzen i n Essen, wo dreizehn Männer der Arbeit als Opfer einer rechtswidrigen Gewalt zu Grabe geftagen werden, und was die Glocken in ganz Deutschland verkünden, wird man überall | in der Welt, wo nicht blinder Feindeshaß oder kalte Ueber- lcgung die Stimme der Menschlichkeit erstickt haben, hören und verstehen. Es ist der Protest eines Volkes, das in Frieden arbeiten will, um die. Wunden des Krieges zu heilen, gegen > den immer wieder sich erhebenden Ungeist des Mordes und der Zerstörung, ein Schrei nach dem wirklichen, auf Rechts- gleichheit und Rechtssicherheit beruhenden Frieden, der nicht durch den Sieg der Waffen, sondern nur durch den Sieg des rechten Geistes begründet werden kann. Zur Stunde des Begräbnisses wird auch hier in Berlin im Reichstag eine Trauerversammlung tagen, in der der Reichskanzler Cuno sprechen wird. Seine Aufgabe wird sehr leicht und einfach sein, wenn er sich darauf beschrän- ken wird, Gefühlen Ausdruck zu geben, die heute das ganze Volk beseelen, sie wird ernster und schwerer, wenn er— wie es der Staatsmann soll und muß— neben dem Gefühl auch den politischen Verstand zu Worte kommen lassen will. Mit Recht oder Unrecht erwartet man heute vom Reichskanzler eine politische Rede, die nicht nur zeigt, in welche un- heilvolle Verwirrung Europa durch die französische Gewalt- Politik geraten ist, sondern die auch Wege weist, die aus dem Chaos wieder herausführen. Seit durch die Reise Loucheurs nach London der englisch- französische Meinungsaustausch über die Ruhrkrise wieder in Gang gekommen ist, sind auch viele, die bisher nicht nach Verhandlungen gedrängt hatten, in Sorge, ob nicht die deutsche Regierung die Stunde, die von ihr e i n b e fti m m t e s H a n- dein fordert, versäumen würde. Der Widerstand an der Ruhr ist ungebrochen, der französische Standpunkt, daß man mit Deutschland nur allein und nach seiner Kapitulation verhandeln dürfe, ist allem Anschein nach aufgegeben. Eine englisch- französische Verständigung, die Deutschland vor vollendete Tat- fachen stellt, ist noch nicht zustandegekommen, sie könnte aber Zustandekommen, wenn sich die deutsche Regierung einem passiven Gehen- und Geschehenlassen ergeben wollte. Man mag mit Recht der Meinung sein, daß eine Toten» feier keine Gelegenheit ist. über Reparationen, internationale Schulden, Lahrcszahlungen und Garantien zu reden. Zum mindesten wird aber dann zu erwarten sein, daß heute im Reichstag nicht etwa Türen zugeschlagen werden, die sich allmählich zu öffnen beginnen. So begreiflich die Stim- mung nicht nur der Trauer, fondern auch des ehrlichen Zornes ist über das blutige Unrecht, das im deutschen Westen geübt wird, so unverzeihlich wäre es, die Entscheidung einer Frage, an der das Schicksal von Millionen hängt, einzig und allein von dieser Stimmung abhängig zu machen. Frankreich weiß, daß es im Ruhrkampf einem u n g e- brochenen deutschen Volk gegenübersteht. Die Einsicht wächst, daß nicht Unterwerfung unter brutale Gewalt, sondern nur V e r st ä n d i g u n g zwischen Aufrechten die Krise beenden kann. So könnte am heutigen Tag vielleicht sehr Nützliches getan, sicher aber könnte auch on ihm großer Schaden angerichtet werden. Darum gilt es heute nicht nur der Toten zu gedenken, sondern auch derer, die leben und leben wollen! vorwärts-verlag G.m.b.k)., SV) 68, Lindenstr.Z Posticsseckkonto: Berlin Zt7S 36— Bankkonto: Direktion der DiSkonio-GeieUschaft, Depositenkasse Lindenstraste 3 Markow und die Internationale. Dem freunde und Kämpfer! Bon Rudolf Hilferding. Jung ist Markow gestorben, im Vollbesitz seiner außer- oidentlichen geistigen Fähigkeiten und, wie stets, vom Willen beseelt, sie dem russischen, dem internationalen Proletariat dienstbar zu machen. Wie er in seinem ganzen Märtyrerleben nie an seine Person, stets nur an das große Ideal dachte, das ihn erfüllte, so gehörten selbst in der Zeit der tödlichen Krank- heit seine Gedanken nicht seinem nahenden Tode, sondern dem Leben des Sozialismus, der Zukunft des Proletariats. Viel zu früh, lange vor Vollendung seines Wirtens, kam dieser Tod, das schwere Geschick dieses Edlen in letzter Tragik zerbreäzend. Denn von allen Schauern der Tragik umwittert erschien uns dieser Mann, als wir ihn nach langer Zeit im Jahre 1920 wiedersahen, vertrieben aus seinem Rußland, nicht wie einst vom Zaren, sondern von Lenin, dem Manne, mit dem zugleich er die russische sozialdemokratische Partei gegründet, und von Trotzki, mit dem er zusammen in Paris während des Krieges den Kampf gegen den Imperialismus der Mittelmächte wie der Ententestaaten in kühner, unerschrockener Weise geführt hatte. In diesem bleichen Antlitz schienen Enttäuschung, Hun- ger und Krankheit unheilbare Spuren hinterlassen zu haben, in diesem verfallenen Körper erschien dos ungeheure Leid des russischen Proletariats personifiziert. Unheimlich war uns der alte Freund bei dieser ersten Bs- gegnung; mit scheuem Respekt suchten wir zu ergründen, wie das Ungeheure, das er erfahren, auf seinen Geist gewirkt, Mußten wir nicht einen enttäuschten und verbitterten, einen entmutigten und hoffnungslos müden, ermatteten Kämpfer er» warten, der resigniert Erholung suchte? Nichts von alledem. Marlows Geist war frisch und bieg- sam wie je, sein Mut ungebrochen, seine Siegeszuversicht uner. schüttert. Nie hatte sein Glaube an den Sozialismus gewankt, nie war sein Interesse an der Arbeiterbewegung erlahmt, und war seine unmittelbare Einwirkung in Rußland selbst zunächst gehindert, so gehörte er ja der Internationale, und in jeder sozialistischen Partei fand er eine zweite Heimat, ein anderes Betätigungsfeld. Märtow gehörte zu jenen Besten der Generation, die um 1890 zum Sozialismus kamen. Es war die Zeit, wo der Aus- nahmezustand in Oesterreich fiel, das Sozialistengesetz in Deutschland zu Boden sank, die Internationale in Paris neu erstand, die erste Maifeier mit überraschender Wirkung die Arbeitermassen Mittel- und Osteuropas aufrüttelte. Ein neuer, starker Impuls war der sozialistischen Bewegung gegeben und hatte nicht nur die Massen, sondern auch die Elite der Jntellek- tuellen erfaßt. Im Sozialismus, dessen Verwirklichung der jetzt in die Bewegung eintretenden jungen Generatton nicht mehr in unabsehbare Ferne gerückt schien, verband sich der Gedanke der neuen Gesellschaft, in der die arbeitende Menschheit, von jedem Klassenunterschied erlöst, in freier Selbstbestimmung über ihre Arbeit verfügte, unlösbar mit dem Gedanken der polittschen Freiheit und Gleichheit, der Erringung der demo- kratifchen Republik. Als Sozialist und Demokrat trat Martow in feine ersten Kämpfe ein. die ihn ins Gefängnis und in die sibirisch« Ver- bannung und dann, 1906, ins Exil führten. In diesen Jahren wurde Martow zu einem der besten Kenner der westeuropäi- scheu Arbeiterbewegungen. Ausgerüstet mit einer tiefen, durch eigene Forschungsarbeit stets vermehrten Kenntnis des Marxismus, ein scharfer Beobachter und feiner Analyttker, wurde er zu einem der fruchtbarsten und anregendsten Be- urteiler der großen Probleme der sozialistischen Bewegung. Seine Aufsätze in der„Reuen Zeit" sowie im„Kampf" und „Sozialist" sind eine stets fließende Quelle der Belehrung, und feine Artikel in den großen sozialistischen Tagesorganen hatten über ihre aktuelle Bedeutung hinaus stets bleibenden Wert. Die genaue Kenntnis, die gründliche Analyse, das klare! politische Urteil hätten Martow zu einer der bedeutendsten Per» sönsichkeiten der Internationale gemacht, selbst wenn seine Stellung innerhalb des russischen Sozialismus weniger hervor» ragend gewesen wäre. Aber mit diesem seinen, biegsamen Geist, dessen Wegen zu folgen stets hoher intellektueller Genuß war, verband sich in Marlow jener reine und feste Charakter, ohne den es keitie menschliche und politische Größe gibt. Selbstlos und auf- opfenmgsfähig war Martow, und feine unendliche, vollständige Hingabe an die Sache der Freiheit und des Sozialismus war ihm Selbstverständlichkeit, war ihm Rattir. Der Mann, der begierig in sich alle Schätze der Kultur aufnahm, war persönlich bedürfnislos, einfach bis zur Askese. Der Mann, der so viele überragte, war bescheiden und anspruchslos, von einer tiefen inneren Heiterkeit erfüllt, die ihn auch in der Zeit bitter- ster Enttäuschung nicht verließ, ebensowenig wie die Ueber- zeugung von dem endlichen Sieg der Ideen, denen er sein Leben gegeben hatte. Das war der Mann, so mußte er sein, um der Sache des Sozialismus und der Freiheit den großen, entscheiden- den Dienst leisten zu können, den er ihr in H a l l e erwiesen hat. In unserer Zeit mit ihren überstürzenden Ereignissen ist Das Waffenlager im Schloßpark. Essen und KPD. Eine Erkläruag. feine Muße zu historischer Betrachtung. Aber in Halle wurde die große Schlacht zwischen dem Bolschemismus und dem europäischen Sozialismus gefchlagen, dort ist die Niederlage Am Sonntag früh wurde im Schloßpart des Rittergutes des Bolschewismus in der europäischen Arbeiterbewegung ent- teffen bei riefad unter einer alten Grotte ein geheimes Die Redaktion der Roten Fahne" läßt durch eine Korschieden worden. Und am wichtigsten Posten stand Martow, Waffenlager entdeckt. Stathenower Parteigenossen waren auf respondenz folgende Erklärung verbreiten: bleich und frant, und sprach heifer über, die Politit des Bol- die Spur dieses Waffenlagers gekommen und batten das Weitere „ Das kommunistische Mitglied des Angestelltenrates von Kruppschewismas. Und diese heisere, fast unhörbare Stimme über- veranlaßt. Der fofort aus Rathenow berangeholte Oberlandjäger Essen, Genosse August Kühnel, der im Auftrage der Krupptönte das Pathos Ginomjews, übertönte die Fanfaren der meister Janion beschlagnahmte die Waffen, die nach Rathenow in Arbeiter an der nach Berlin entsandten Delegation teilnimmt, erKommunistischen Internationale, die ganze ungeheure Propa- fcheren Gewahrfam gebracht wurden. Es handelt sich um 39 Inflärt uns zu dem im Auszug in der Presse erschienenen bei den ganda der russischen Regierung. In dieser Stimme zitterte fanteriegewehre, Modell 98, die, bis auf zwei beschädigte zuständigen Reichsstellen abgefaßten Protokoll, daß es lediglich die Empörung über den Terror, der die Freiheit niedergewor- Stiele, gebrauchsfähig sind. Der Besiger des Gutes, ein Herr ben Totbestand über die Borgänge am 31. März entfen hatte, aus ihr tönten die Todesschreie unschuldiger Opfer, von Bredow, bat als Offizier den Bug nach dem Baltitum hält. Menn festgestellt wird, daß die Firma Krupp und die deutflagten die Hilferufe der Gefangenen, das Stöhnen der Hun- mitgemacht. Ueber die Herkunft der Gewehre befragt, gab er an, schen Kapitalisten an der Gewalttat der Franzosen am Karsamstag gernden. Das war nicht der verleumdete„ Gegenrevolutionär", baß er fie vor etwa zwei Monaten von der Reichswehr erhalten, unmittelbar feine Schuld trifft, so ist damit teine politische Beurtei den die Bolschewifi der europäischen Arbeiterschaft zu benun- was indessen sehr unwahrscheinlich flingt. Hoffentlich wird der lung des Ruhrkampfes gegeben. Keine der Feststellungen der komzieren fuchten. Das war der Sozialdemokrat, der für die Fall durch die Untersuchung aufgeflätt. russische Regierung, die ihn verfolgt und vertrieben hatte, die revolutionäre Solidarität des fämpfenden Proletariats forderte in ihrem Kampfe gegen die Angriffe von außen, gegen den westeuropäischen Imperialismus. Aber er war auch der Der Regensburger Mord. Angeller" Regensburg, 8. April.( BTB.) Laut„ Regensburger Anzeiger" große idealistische Sozialist, der die Bolschewisten anklagte gibt der Oberbürgermeister befannt, daß der Werkstätten wegen Berrats des Sozialismus, des Gelbstbestimmungsrechts achilfe Fris Wagenpfeil unter dem dringenden Verdacht, ben und der Autonomie des organisierten Proletariats, wegen Bahnarbeiter Stoe di getötet zu haben, auf Anordnung der Schändung der Humanität. Das Ethos der Freiheit ertönte Staatsanwaltschaft festgenommen wurde. Einwandfrei festgeftelt in seinen Worten, ein sittlicher Abgrund tat sich auf und per- fei, daß ein Angehöriger der Landespolizei oder der bezich. sperrte für immer dem russischen Bolschewismus den Weg nach tete Hauptwachtmeister nicht in Frage kommen. Europa. Ein Totkranker hatte gefämpft, aber ein unermüdlicher. Kirchenforderungen an den Staat. Weiter wirfte Martow. Zur russischen Arbeiterbewegung Der Hauptausschuß des Preußischen Landtages segte sprach das von ihm mitgegründete Blatt; in der Internatio- am Sonnabend die Etatberatung beim Titel„ geistliche Verwaltung“ nale half er zu neuer Sammlung und zum Zusammenschluß. fort. Am ersten Tage hatte der Genosse König Swinemünde bei König- Ewinemünde Und wie er gegen den bolfchemistischen Utopismus und Terro der allgemeinen Aussprache auf die Notwendigkeit hingewiesen, den rismus fich manbte, so mit nicht geringerer Schärfe gegen die Gemeinschaftsgebanten zum herrschenden, besonders auch Verkümmerung des hohen Ideals des Sozialismus durch einen in der Erziehung zu machen. Die Deutscnationalen antworteNichts- als- Reformismus und Opportunismus. In der schwerten mit nationalistischen Siebensarten, die übrigen bürgerlichen sten Zeit der Erschütterungen und Berirrungen hat Martom, Parteien schwiegen sich aus. gleich groß in der Sicherheit margistischer Erkenntnis und in der Festigkeit des Charakters, dem Sozialismus die Treue gewahrt. Tot ist Martow, dem Siechtum verfallen Benin. Aber die Idee unferes großen Toten hat gestegt und lebt. Nicht vergebens, sondern reich und fruchtbar ist dieses nur allzu kurze Leben gewefen, und erschüttert uns feine tiefe Tragit, so erhebt uns der Stolz, daß wir einen Martom den Unferen nennen durften. 4 Die Einäscherung des Genossen Martow findet heute nachmittag 4 Uhr im Wilmersdorfer Krematorium statt. Am Sarge des Berstorbenen werden u. a. das Wort ergreifen: Für die Sozial. Demokratische Arbeiterpartei Rußlands die Genossen bra mowitsch und Dan, für die Wiener Internationale, deren Exekutivmitglied Martow war, Genosse Arthur Crifpien, für bie deutsche Sozialdemokratie und die Zweite Internationale Genosse Otto Wels. Krestinski beim Reichspräsidenten. Gestern, Montag, hat der Sowjetbotfchafier Rrestinsti in feiner Eigenschaft als Bertreter Sowjet.Weißrußlands und ber Iranstautasischen Sowjetföderation bem Reichspräsidenten Ebert seine Beglaubigungsschreiben überreicht. Hierbei erklärte Krestinski, daß durch die Ausdehnung des Rapallo. vertrages auf alle Republifen der Sowjetföderation die letzten Hindernisse für eine wirtschaftliche Annäherung zwischen Deutsch land und Rußland befeitigt feien; er äußerte die Zuversicht, daß er bet feiner Wirksamteit in dieser Richtung volle Unterstügung in Deutschland finden werde. Lenin. Das am 7. April ausgegebene Strankheitsbulletin verzeichnet eine Lemperatur von 36,6; Puls 96; Atmung 24. Der Lungen fatarrh fei faft gänzlich behoben. Zukunftsaufgaben der Technik. Bon Billy Möbus. Der moderne Mensch fann nicht mehr universell fein, wie es noch zu Goethes Zeiten einigen erleuchteten Geistern möglich war. Es gibt heute niemand, der von sich behaupten türfte, daß er mit der ganzen Wissenschaft des Jahrhunderts" ausgerüstet sei. Inhalt und limfang jedes Spezialgebietes haben unerhörte Ausmaße er reicht. Nur der Spezialist, der Fachmann" fann fein Gebiet restlos übersehen. Und doch sollten wir uns gerade dieses Latbestandes wegen vor allzu großer Enge hüten. Es ist durchaus nicht als oberflächlich zu bezeichnen, wenn wir uns bemühen, die Ergebriffe anderer Wissenschaften kennen zu lernen. Man tarf sich stets des erfolgreichen Schaffens anderer freuen. Gerade das Spezialisten tum bedingt eine hochentwickelte Gemeinschaftsarbeit, an deren Erfolg wir legter. Endes alle interessiert sind. Ueber das meitgespannte Gebiet der Technit orientiert ein in Franchs Technischem Berlag, Died u. Co. in Stuttgart erschienenes Jahrbuch der Technit", bas eine Zusammenstellung der in gleichen Verlage monatlich erscheinenben Lehr.it für alle" ift. Anichaulich geschrieben, mit ausgezeichneten Bildern versehen, scheint tas Wert geeignet, in knapper und doch hinreichender Weise über die michtigsten technischen Arbeiten zu unterrichten. munistischen Betriebsratsfraktion von Krupp- Essen wird durch das Brotokoll bestritten. Der vom offiziellen WEB. veröffentlichte Aus. zug des Protokolls läßt nahezu alle Stellen weg, die die nationalistischen Propofateure belasten fönnten. In dieser Form fommt der verbreitete Auszug einer Irreführung gleich. Sich zu dieser Erklärung zu äußern, ist zunächst Sache der amtlichen Stellen. Wenn sie aber sagt, daß der veröffentlichte Text lediglich den Tatbestand der Vorgänge am 31. März enthält", so ist das schließlich doch das, worauf es antommt. Daß im Ruhrgebiet nationalistische Propaganda getrieben wird, ist kein Geheimnis, aber schlechte Flugblätter, die von irgendwem verbreitet werden, sind noch fein Grund, friedliche Arbeiter zu erschießen. Da darüber Einverständnis bestehen dürfte, ist der Zweck der Erklärung nicht ohne weiteres erklär lich, es sei denn, er bestände darin, in einer notgedrungenen Einheitsfront" mit den übrigen Betriebsratsmitgliedern um jeden Preis Distanz zu markieren. 77 Massenausweisungen. Köln, 8. April. Die Gesamtzahl der bis Freitag, den 6. April, in das unbefehte Gebiet ausgewiesenen Eisenbahnbeamten und-arbeiter im Eisenbahndireffionsbezirk Köln beträgt 64, aus ihren Dienstwohnungen wurden 364 Eisenbahnerfamilien vertrieben. Von 158 Berhafteten wurden 25 vor ein Kriegsgericht gestellt und zu insgesamt 74 Monaten und 12 Tagen Gefängnis, sowie zwei Millionen Mart Geldstrafe verurteilt. Dr. Zechlin ausgewiesen. Die Berfassung erflärt: Eine Staafstirche besteht nicht mehr. Das hat aber den finanziellen 3uwen bungen des Staates an die Kirche feineswegs eine Ende gemacht. 3m Gegenteil, sie haben heute einen beängstigenden Umfang erreicht. Der ordentliche Etat weist in diesem Jahre für diesen Titel allein 553 millionen Mehrausgaben aus. An Vorschüssen find an die Kirche im letzten Jahre geleistet worden 18 miliar. ben, d. h. auf ein Konto Nimmerwiedersehen! Genosse Klein. Genosse Dr. 3echlin wurde am Sonnabend aus dem Gespehn geißelte das nationalistische Verhalten der Kirche und die fängnis in Düsseldorf entlassen und aus dem belegten Gebiet aus instematische Unterwühlung der Grundlagen der Republit durch gewiesen. Er befindet sich bereits wieder in Berlin. Es bestätigt bie Mehrzahl der Kirchenorgane. Er forderte schnellste Erledigung fich, daß seine Berhaftung nur zu dem 3wed erfolgt war, die Na ch. der Borarbeiten zur finanziellen Trennung von Kirche und Staat. richtenvermittlung an die ausländische Presse von Er erklärte, daß die Kirchenverfaffung mit ihrer Rechtlos deutscher Seite möglichst zu unterbinden. Ebendeshalb machung des Kirchenvolfes und der Gefahr der lehrgefeßlichen Bin erfolgte auch die Ausweisung. bung auch für den Religionsunterricht in der Schule de m Land, tage zur Beratung vorgelegt werben müsse. Die bürgerlichen Parteien hatten nur Klagen über die schlechte Finanzlage der Kirche und forderten in größtem Umfange noch mehr Mittel für sie vom Staate. Der Minister erklärte, zur Verhinderung parteipolitischer Auswüchse im firchlichen Leben hätte er feine Möglichkeit, wenn auch leberschreitungen bis zu einem gewissen Grade bedauerlich seien". Die uferlosen Forderungen des Zentrums, der Deutschnationalen und der Volkspartei für die Kirche hatten sogar die Regierungsvertreter zur Abwehr auf den Plan gerufen. Und der angeblich so unbestreitbare Rechtsanspruch der Kirche an den Staat wurde merfbar erschüttert. So ist es auch zu verstehen, daß das Zentrum selbst gegen den fozialdemokratischen Antrag stimmte, der verlangt, das Reich folle endlich die Grundfäße aufstellen, um die endgültige Loslösung der Kirde vom Staate durchführen zu können. Das Verfahren gegen Tilleffen. Die für den 10. April an gefehte Berhandlung gegen Tillefien ist auf unbe stimmte Zeit verschoben worden, da noch weitere Erhebungen notwendig find. Jm ganzen 18 Zechen besetzt. Bochum, 9. April.( WIB.) Gestern nachmittag find die 3echen Matthias Stinnes 3 und 15 bejegt worden. Die Stadt Glabbed ist dadurch ohne Gas. Gestern vormittag wurde der Bahnhof Steele- West besetzt, ebenjo die Zeche Deimelsberg. Ferner wurden noch folgende Jedjen befeht: Katharina, Joachim und Elisabeth. Nach franzöfifchen Angaben sind im ganzen 18 3ecen beset worden. Frankfurt a. M., 9. April.( WTB.) Sechs hessische Pfarrer wurden vom Wiesbadener Militärgericht zu je 25 000 Mart Getdstrafe verurteilt, weil sie die von der hessischen Kirchenbehörde vor. geschriebene Kirchentollette für die Ruhrhilfe vorgenommen hatten. Aus dem Ruhrgebiet, 9. April.( Eigener Drahtbericht.) Ueber Caftrop ist von der franzöfifchen Basazurg wegen Einstellung. der Gaszufuhr infolge Streits der verschärfte Belage rungszustand verhängt worden. In Emmerich haben die Franzosen auf der AdelgumbenKirche eine Funkenstation eingerichtet. In Solingen ist am der Darstellung( onthetischen Kaufchuts aus 2ltohol, der Auf-| man den guten Musiker. Aber warum steht als Titel tas Fremd. ichließung von Stroh als Futtermittel u. a. m. Heute ist es davon wort:" Smei Brunettes"? Wer unter unseren Hörern soll denn still geworden, und die chemische Industrie hat sich auf ihre alten miffen, daß die Wissenschaft damit eine vollstümliche alte franzö Brotuktionszweige wieder eingestellt. Aber auch hier gibt es eine fifche Liebeslieder ernster Art bezeichnet? Weniger gut schnitt der Reihe von Zukunftsproblemen, so die Herstellung fünft- Männerdor Vorwärts Südost unter Bothe ab: ein Iren Düngers aus Harnstoff. für die u. a. bas Oppauer Hegarscher Chor mit feinen fortwährenden Halbtonfortschreitungen Bert nach der Explosionsfatastrophe eingerichtet worden ist. An und schweren Intervallen geht über die Leistungsfähigkeit des BerStelle des fünstlichen Kautschuts, von dem wir während des Krieges eins, der recht unrein fang: auch läßt die Tonbiltung der ersten unterrichtet wurden, wäre die Herstellung eines weißen Hart Tenöre viel zu wünschen, Als Soliftin lich Paula Weingummis und die Erzeugung von durchsichtrgem Gummi baum, mie so oft, dem Arbeitergefang ihre Hilfe. Schade, daß sie von einschneidender Bedeutung für unsere Gummiindustrie. In diesmal neben drei tiefen Schubert- Liedern noch dret oberflächliche Deutschland werden starte Anstrengungen zur Erzeugung von Lieder von Grieg gewählt hatte. Der große Saal war voll, Aluminium gemacht, ba die Verwendungsmöglichkeit dieses das Bublifum mit Recht beifallsfreudig. Dr. A. G. Metalls ins ungeahnte gestiegen ist. Gelänge es, deutschen Lon wirtschaftlich auf reine Tonerde zu verarbeiten, so würden damit der Dolf Beonhardt und Julius Bab teilen mit, daß sie ihr Der Bühnenverein und seine Dramaturgen. Die Herren NuDeutschen Wirtschaft große Bortelle erwachsen. Eine Firma bei Amt im bramaturgischen Beirat des Deutschen Berlin beschäftigt sich u. a. mit Bersuchen, fünstliche Dia Bühnenvereins niedergelegt haben. Abgesehen von manten herzustellen. Die chemische Industrie bemüht sich u. a. der geringen Aufmerksamkeit, die die Mitglieder des Bühnenvereins Benzin aus schweren Delen zu gewinnen, fo gelang es, aus dem von ihm nach bindenden Abmachungen mit dem Verband deutdem Naphthalin das Tettr alin zu gewinnen, das für den Betrieb fcher Bühnenschriftsteller geschaffenen Institut entgegenbrachten, be Don Explosionsmotoren gut geeignet ift Drei Sterne leuchter, am ftimmte sie dazu der Umstand, daß dem Ausschuß, wie schon mehrHimmel der Chemie auf, von denen wir die Löfung lebenswichtiger mals, so wieder in den legten Wochen jede Bureauhilfe vorent Brobleme erhoffen müssen, die Biochemie, die Colloid halten wurde, ohne die feine Tätigkeit nicht möglich ist. Dazu mals, fo wieber in den letzten Wochen jede Bureauhilfe verentchemie und der Atombau. Sie müssen die junge wissenschaft. tommt, daß der deutsche Bühnenverein erst jest nach mehrfacher Technische Zukunftsmufit tönt aus dem Lande der unbegrenzten liche Generation erfüller. und dem Wirtschaftsleben der Zukunft neue Erinnerung fich bemüßigt fühlte, das Anfangs 1920 festgesetzte GeMöglichkeiten, aus Amerika. Dort sind Werte geplant, bie alle bis Hoffnung einflößen." herigen Ingenieurbauten an Kühnheit weit übertreffen sollen. lim Das Technische Jahrbuch behandelt außer diesen Zukunfts- fünfhundertsten Teil gefundenen Gelbwert auf das Sechsfache zu halt der Ausschußmitglieder bei einem gegen damals auf den den Berkehr, der durch den Hubfon getrennten Zwanzigmillionenftädte aufgaben viele vermirflichte Leistungen auf allen Gebieten der erhöhen. Die daraus resultierenden Monatsbezüge belaufen fich New York und New Versen flüssiger zu gestalten, sind gleich drei Technit, und fein Stubium erfüllt uns mit einer Ahnung von der auf weit weniger als ein Drittel der Tagesgage eines zur Mindest Brojekte entworfen worden. Zunächst der Plan einer von Nem Dort Größe menschlichen Schaffens. nach allen Richtungen ausstrahlenden Untergrunt. gage engagierten Schauspielers. bahn, tie in 120 Meter Tiefe unter dem Hudson hindurchführen Die Wissenschaft vom Tuch. Das Raiser Wilhelm. foll. Schnellaufzüge sollen an den Endstationen die Beförderung Arbeiterfängerbund- Konzert in der Philharmonie. Aus Anlaß Institut für Faferstoffchemie in Dahlem hat sich die von 200 Perionen in der Minute von der Ober- zur Unterwelt er des foeber: abgehaltenen zweiten Fortbildungsfurfus für Chor. Aufgabe gestellt, die Faserstoffe einer bisher verabsäumten, fyfte= möglichen. Die Untergrundbahnwagen felbft sollen mit einer stünd dirigenten, an dem u. a, paritätisch der Arbeiterfängerbund matisch wiffenfhaftlichen Erforschung zu unterwerfen, um damit lichen Geschwindigkeit von 100 Kilometer fahren. Umfangreiche und der bürgerliche Sängerbund beteiligt waren, veranstaltete der auch für die Text, Bellstoff- und Leberindustrie praktische Wirkungen Borbereitungen find für die Erbauung emer Unterwasser Bentralvorstand bes USB. ein außerordentlich wohlgelungenes zu gewinnen. Der Leiter des Instituts, Prof. R. D. Herzog, hat in straße für den allgemeinen Berkehr, die ebenfalls unter dem Hudson Storgert, zu dem sich außer dem Siammpublikum folder Konzerte einen Vortrag einige wichtige Ergebnisse der Untersuchungen mithindurchführen soll, gemacht worden. Diese Straße wird alle bisher auch zahlreiche Bersönlichkeiten der Musikmeit eingefunden hatten. geteilt, die in den Naturwissenschaften wiedergegeben werden. Go ausgeführten ähnlichen Bauten in ihren Ausmaßen weit übertreffen. Glücklicherweile hatte man das Programm diesmal nur nach fünft wurde die Verarbeitung der Wolle geprüft und festgestellt, Die gründlichen Amerikaner haben für die dazu erforderlichen Ber- lerischen Gesichtspunkten zusammengestellt; die Männerhöre boten daß das Wolthaar fast bei jedem fabrikationsgang immer von fuchsarbeiten bisher 80 000 Dollar ausgegeben. Es galt, eine ge- fchöne Segariche Chöre und Othegravenfche meisterhafte Bearbeitun neuem mißhanbelt wird. Das Zerreißen der Haare ift erst das bette sundheitstechnisch einwandfreie und mit ten geringsten Betriebs. Hen pon Boltsliedern, ferner noch die gut flingende neuromantische Glied in der Kette der Schädigunger; schon vorher wird die Dehnfoften verbundene Lösung dafür zu finden, aus der Unterwasserstraße Rhapsodie Helbenheimfahrt von Rohrbach und das ganz unbe barkeit der Wollhaare wesentlich beeinträchtigt. Um nun tiese Ver die verbrauchte und verdorbene Luft abzuziehen und sie mit frischer deutende Dorf" von Bartofch. Den Bogel fcheß wieder die hältnisse zu erkennen, wurde die Einwirfung des Fettgehaltes und Luft zu versorgen. Zu diefem Zwede wurde u. a. ein Verfuchs Typographia ab, deren Riefenchor in einer faft virtuosen, der Feuchtigkeit auf die Dehnbarkeit geprüft. Das Wolffett spielt im tunnel von 90 Meter Länge und mit dem halben Querschnitt des flanglich vollendeten Form unter einbaum sang. Der ge Haar eine doppelte Rolle: es bildet eire äußere Deckschicht und im auszuführenden Tunnels gebaut und hierin bie nötigen Berluche mischte Chor Groß- Berlin tann an Kultur des Klanges Inn rn einen organischen Baustein des Haares. Die Entfernung und Messungen vorgenommen. Die Bersuche wurden schließlich in und fünstlerischem Bortrag damit noch nicht tonfurrieren; aber wie der Deckschicht hat ger ngen Einfluß auf die Dehnbarkeit; dageger. einem 40 Meter unter der Erde liegenden Stollen eines Bergwertes der neue Dirigent or enftein mit diesem jungen Chor auf ten beeinflußt der Fettgehalt der inneren Haarfubftanz Einfluß und zum Abschluß gebracht. Schließlich ist noch eine weitgeipannte ausbrud hinarbeitet, ist sehr bemerkenswert. Hier liegen Ent. Festigkeit der Wolle. Eine Wolle, die weniger als ½ Broz. Fett Brüdeüber den Hudson geplant. Es ift fein Wunder, wenn widlungsmöglichkeiten, wenn er außerdem vor allem zu finn enthält, ift fo geschädigt, daß sie auch durch nachträgliches Fetten felbft bie an technische Riefenbauten gewöhnten Amerikaner diesen gemäßerer Atmung erzieht, der mangelhaften Tertaussprache auf die ursprünglichen Eigenschaften richt mehr zurückgewinnt. Es muß Plänen das lebhafteste Interesse entgegenbringen, hilft und ble flachtlingenden Tenorstimmen veredelt. Die Auswahl daher beim Walchen der Wolle tiese Tatsache mehr als bisher ber aus dem internationalen Bolksliederbeftanbe entnommenen berüdsichtigt werden. Für die Verarbeitung der Bolle ift auch Stüde ift uneingeschränkt zu loben an solchem Brogramm erkennt bie Biegungselaftizität des Mollhaares von großer Bedeutung. Man Ueber die antwidlung ber demifchen Leit wurbe während des Krieges sehr optimistis propbeseit. Wir erfuhren von # geben. Neue Orientfonferenz in Causanne. Die neuen Berhandlungen zwischen den Alliierten und der Angora- Regierung find soweit ge bichen, dah dem Beginn einer erneuten Friebensfonferenz nichts mehr im Bege zu stehen scheint. In einer Note schlägt Ismet Pafcha die Einberufung einer Friedenskonferenz nach Lausanne für den 23. April vor. Sonntag die Zeche Mont Cenis", die Zedhe" Bonifazius" In der Nacht zum Sonntag ist in Memel bas Denkmal il- I wählt worden, ber damals als Llond- George- Anhänger fandidierte, und der Schachtbügel der Seche Elisabeth" von den Franzosen helms I. und das Standbild der Boruffia umgestürzt worden. Der diesmal aber auch von den Asquith- Liberalen unterstützt wurde. besetzt worden. Deutsche Generalfonful in Memel hat gegen die Zerstörung dieser Einen Arbeiterkandiboten hatte es bisher dort überhaupt nicht ge Uus dem Ruhrgebiet, 9. April,( Eigener Drahtbericht.) Bon Denkmäler bei den litauischen Bertretern Berwahrung eingelegt und den am Sonntag befehten Bahnhöfen ft ann wieder geräumt. Dabei betont, daß durch derartige Zerstörungen die Gefühle der In Norblinde befindet sich nur eine Bache. Bom Güterbahnhof Reichsdeutschen, insbesondere der Beamtenschaft, die sich dem Herne ist nur das nörtliche Stellwert besetzt. Die Personenzüge Memelland zur Verfügung gestellt hat, aufs schwerste verlegt wer Don Often nach Besten verfehren heute über Langenbreez, Bojum. den. Die litauischen Bertreter haben zugefagt, daß die Täter er Nord, Präsident Riemfa, Herne- Güterbahnhof und Banne. Heute mittelt und bestraft werden sollen. morgen ist der Bahnhof Mathias Stinnes an der Strede Glabbed. Carnap besetzt worden. Am Sonntagmorgen ist in. Dortmund- Endtanal bei Henrichenburg von unbekannter Seite ein Kahn gesprengt worden. Dadurch ist der Rohlenverkehr auf tem kanal stillgelegt. In der Nacht vom 7. zum 8. April find in Rothenbed bei Elberfeld von einem unbekannten Täter auf einen französischen Boften einige Pistolenschüsse abgegeben worden, ohne tiefen jedoch zu treffen. Der Oberbürgermeister Jarres in Duisburg ist am Sonntag aus französischer Haft in Aachen entlassen und ausgewiefen worden. In Dortmund wurde am 8. April das Eisenwert Stollwert, in tem Zeltbahnen hergestellt werden, von 150 GolDaten besetzt. Bochum, 9. April.( BIB.) Die Franzosen haben den Seitungen des besetzten Gebietes eine längere Berichtigung zu den Effener Borgängen vom Karjamstag zugehen lassen und unter Androhung schwerer Strafe ihre Veröffentlichung perlangt. Dementsprechend müssen die Zeitungen die französischen An. gaben veröffentlichen, vertreten jedoch in einer Gegenüberstellung die deutschen Feststellungen. Erfolgreich protestiert. Gelsenkirchen, 9. April.( Mtb.) In den letzten Tagen hatten fich einzelne Soldaten ber in or ft Emier liegenden bel gifchen Truppe Unregelmäßigkeiten gegenüber der Einwohner fchaft zuschulden kommen lassen. Hiergegen hat der Amtmann von Horst Emicher in einem Schreiben an den Kommandeur pro testiert. Für die Bufunft fönne er für etwaige Zwischenfälle teine Garantie mehr übernehmen. Gestern mittag bat der belgische Kommandeur geantwortet und zugegeben, daß er auch von diesen Zwischenfällen Kenntnis erhalten habe und sagte eine icharfe Untersuchung und Bestrafung der Schuldigen zu. Sprengung des Rhein- Herne- Kanals. Buer, 9. April( WTB.) An der Stelle, an der der RheinHerne- Kanal bei Henrichenburg über die Emscher führt, wurde am Sonntagmorgen gegen 5 Uhr von unbekannter Seite die kanalbrüde gefprengt. Die Wassermassen des Kanals ftürzten mit wildem Tofen in die Emscher. Mehrere Holzbrüden, die dem gewaltigen Wafferdrud nicht standhalten fonnten, wurden hinweggefchwemmt. Der Herner Hafen und weite Streden des Kanals waren in wenigen Stunden faft völlig wassertos. Zahlreiche beladene Kohlen tähne find umgetippt. Ruhrmethoden im Memelland. Bon den Teilnehmern der Memeler Boltsverfammuung in Spißhut, die von litauischem Militär beschoffen wurden, find weiter ein Arbeiter und eine Frau gestorben. An dem Angriff beteiligte sich auch Kavallerie, bie mit der Nagaifa auf die Bassanten in den Straßen einschlug. Zur Führung von Berhandlungen sind der litauische Oberbevollmächtigte Smetonas und Der Minister Betrullas in Memel eingetroffen. Die Gasund Wasserversorgung ist immer noch unterbunden, sämtliche Läden find geschlossen, die Zeitungen erscheinen nicht. In Henbefrug wurden ebenfalls führende Personen des Heimatbundes sowie der Borsitzende des Landarbeiterverbandes verhaftet; der Schriftleiter der„ Memelländischen Rundschau" in hendetrug, Rhode, ist ausgewiesen worden. Der Vorsitzende des Deutsch- Litauischen Heimatbundes, Or. fomski, und der Geschäftsführer des Bundes sind über die Grenze abgeschoben worden. Verhandlungen. Memel, 9. April.( Eigener Drahbericht.) Der Oberbefehlshaber hatte die Memeler Kaufmannschaft aufgefordert, zu Berhandlungen über die Beilegung des Konfliktes zu erscheinen. Diese Auf forderung wurde unter dem Hinweis abgelehnt, daß nur eine Bertretung aller Schichten der Bevölkerung zu Berhandlungen berechtigt sei. Dem entsprach der Vertreter der litauischen Regierung, ohne daß jedoch die Verhandlungen zu einem befriedigen. befehlshaber auf die mit Berufung auf den verschärften Belageden Ergebnis führten. Das einzige Ergebnis war, daß der Ober. rungszustand geforderte Deffnung der Geschäfte am Montag morgen verzichtete. Auch in Heydetrug verliefen die Berhandlungen ergebnislos. Neue Beratungen über die Beilegung des Konflifts follen in Gegenwart des litauischen Finanzminsters stattfinden. Die Streiflage ist unverändert. Die Litauer haben starte Truppenmaffen in das Memelland gelegt, die äußerst rigoros gegen die Bevölkerung vorgehen. Bei den Verhandlungen hat der steffvertretende litauische Oberfommiffar denjenigen Forderungen, die zu seiner Zuständigkeit ge hören, Entgegenkommen gezeigt. Insbesondere ist er bereit, deutsche Eingaben und Schriftstücke in Zukunft deutsch zu beantworten, sobald ihm genügend deutschsprechendes Bersonal zur Verfügung steht. Danach soll ein Mitglied der Gewertschaften in die Aufenthaltsbewilligungsfommiffion eintreten. Nachdem die Arbeiter. führer mit den Bertrauensmännern wegen verschiedener wichtiger Bunfte, wie ber Freilaffung der Gefangenen, Fühlung genommen hatten, wurden um 6 Uhr abends die Verhandlungen wieder aufgenommen. Polenterror in Oft- Oberschlesien. Mit neuen Gewalttaten feiern die polnischen Nationalisten den Jahrestag jener oberschlesischen Boltsabstimmung, deren Ergebnis ein vernunft und vertragswidriger Spruch des sogenannten Bölfer. bundes in ihr Gegenteil verkehrt hat. bundes in ihr Gegenteil verkehrt hat. Wellington Koo chinesischer Außenminister. Das frühere chinesische Mitglied des Böllerbundes, ellington Roo ist zum chinesischen Minister des Auswärtigen ernannt worden. Marty. Im westlichen Kanton Berpignan ist der Verurteilte der Schwarzmeerflotte, Marty, dessen Wahl vom Generalrat für ungültig erklärt worben war, wiederum gewählt worden. Ein Gegentandidat stand ihm nicht gegenüber. Wirtschaft Frankreichs Handels- und Zahlungsbilanz feit der Ruhrbesehung. Die französische Zollverwaltung hat fürzlich die Zahlen des französischen Außenhandels für Januar und Februar 1923 veröffent licht. Danach betrug der Wert der Einfuhr in 1000 Frant im Januar/ Februar: Nahrungsmittel. Industrielle Rohstoffe Fertigfabrikate 1922 780 366 2009 474 553 095 Busammen 8292 935 9 1928 1009 110 2 819 559 658 689 4 487 398 Der Wert der Ausfuhr betrug im Januar und Februar: Nahrungsmittel Industrielle Nohstoffe Fertigfabrikate Bostpatete. • 1922 290 221 750 408 1895 048 207 188 Bufammen 8 142 955 Die Menge der Einfuhr betrug im bruar in Tonnen: Die Menge der Ausfuhr Nahrungsmittel. Industrielle Rohstoffe Fertigfabrifate 1922 612 782 6 684 089 288 869 Busammen 7485 740 betrug im 1922 135 032 2 640 845 292 903 4 147 Nahrungsmittel Industrielle Rohstoffe Fertigfabrikate Bostpakete.. In Rönigshütte wurde am Donnerstag abend eine Berfammlung des deutschen fatholischen Jugendbundes burd) 18 bewaffnete Polen gesprengt. Dies war in der letzten bruar in Tonnen: Zeit der vierte Fall der Sprengung von deutschen Bersammlun gen.- In Tarnowih wurden vor einigen Tagen nachts Deutsche Straßen und Firmenschilder, ähnlich wie vor zwei Wochen in Königshütte, abgeriffen oder mit Teer besudelt. Eine Reihe von Schaufenstern deutscher Geschäftsleute wurden eingeschlagen. Die Polizei ist gegen die Banditen nicht eingeschritten. Der Gdjaden geht in die Millionen. In Kattowig brangen am Sonntag, als auf dem Dianasportplag ein Fußballtreffen ausgetragen werden follte, 150 Störenfriede auf den Sportvlag ein, riffen die Bänke aus dem Boden und warfen den den Blak umgrenzenden Zaun um. Sufchauer, die Biderstand leisteten, wurden verprügelt, Dorten in Paris abgeblitzt? London, 9. April.( EP.)" Daily Telegraph" schreibt, der Bor flag zur Schaffung einer rheinischen Republit werbe in englischen Politischen Streifen abgelehnt. Man erflärt, baß dies ein Eingriff in die inneren Angelegenheiten Deutschlands wäre. Busammen 3072 927 1928 429 049 1 184 639 2180 327 250 741 4 024 756 Januar und Fe 1928 850 884 6 887 949 256 689 7 996 026 Januar und Fe 1923 186 242 3 748 168 446 821 4911 4 386 142 Während die französische Handelsbilanz im Januar noch mit 450 millionen und im Monatsdurchschnitt 1922 mit 270 Millionen Frank zurüdgegangen, und zwar ausschlielich durch die starke 3u. paffio war, ist die Baſſivität im Februar auf nur 15 Millionen nahme der Ausfuhr. Das Ansteigen der Ausfuhr ist eine dirette Folge des Fallens des französischen Frankfurses, auf die vor kurzem schon die Journée Industrielle" über die Zunahme der Exportgeschäfte gegen Paris. 9. April.( EP.) Dorten, der Führer der rheinischen fremde Währung hingewiesen hat. Diese Entwicklung des franzöfifchen Separatiften, ist in einem hiesigen Hotel unter einem Decnamen Außenhandels ist um jo bemerkenswerter, als sich die Einfuhr, abgestiegen. Er hat in den letzten Tagen eine Reihe von Unter deren Wert nach der Deklaration der Importeure berechnet wird, redungen am Quai d'Orsan gehabt. Dem New Dort im Februar 1923 dem Gewichte nach nur um 6 bis 7 Broz. Herald" zufolge hätte er aber mit diesen Unterredungen bis jeßt gegenüber 1922 erhöht hat, während die Erhöhung der Werte wenig Erfolg gehabt. Man habe dort zu verstehen gegeben, 36 Broz. beträgt. Würden für die Auslandsmerte, denen immer daß die Schaffung einer rheinischen Republik vor drei Jahren von noch die heute viel zu niedrigen Echägungsmerte von 1921 zu Interesse gewesen wäre, daß es aber nicht flug wäre, gegenwärtig grunde liegen, bie jetzigen Warenwerte angefeßt, so würde fich eine starte Attivität der Handelsbilanz ergeben. Schlägt man ein neues Elsaß- Lothringen zu schaffen. dem Wert der Ausfuhr als Ausgleich für die Preissteigerung hier. nach nur 25 Broz. zu, fo tommt man für den Februar zu einer Aktivität von mindestens 500 millionen Frant. Bei weiterer Daue: des Ruhrunternehmens wird die franzöfifche Boltswirtschaft in fortschreitendem Maße eine gleich günftige" Eniwidlung der Ausfuhr feststellen können, um dann allerdings die für Deutsch land schon alte Erfahrung zu machen, daß eine Scheinblüte der Exporttätigkeit vorliegt. Erhöhte Aufwendungen für aus ländische Rohstoffe, Berteuerung des Lebens im eigenen Lande und weitere Verschlechterung der Baluta oder fostspielige Stügungs attionen müffen in diesem Falle wie bei allen Ländern in gleicher age fo auch bei Frankreich auf der Debetseite der volkswirtschafts Meinung noch nicht zur Einsicht solcher Zusammenhänge gelangt. lichen Bilanz erscheinen. Borläufig ist die franzöfifche öffentliche Gie fcheint den Ausgleich der Handelsbilanz freubig zu begrüßen und mit als Grund für die neuliche geringfügige Besserung des Frankfurfes anzusehen. Die Revue des valeurs étrangères per rä: allerdings die eigentliche Ursache der Balutabefferung, nämlich eine von den Barifer Großbanten im Auftrage der franzöfifchen Regierung in Amsterdam vorgenommene Stügungsinter vention. Einheitsfront gegen Deutschland? muß auch die Geschwindigkeit berücksichtigen, mit der zusammen. gebrüdte Wolle wieder ihre frühere Lage annimmt; bas ist ein Bor gang, den man in der Phnjit als Hysteresis" bezeichnet. Für die Fabrikation ist dasjenige Wollhaar am geeignetsten, das die geringste Hysteresis aufweist. Ein Gewebe aus solchem Haar wird etwaige London, 9. April.( WTB.) Der politische Berichterstatter der Falten binnen furzem verschwinden lassen; ein Anzug aus solchem Tuch wird sich am schnellsten aushängen. Je öfter, heftiger und-pening Standard" schreibt: die Ansicht verstärke fich, daß rafcher hintereinander die Wolle belastet wird, desto mehr verliert ein Verfuch unternommen werden wird, um eine gemeinsame fie ihre ursprünglichen elastischen Eigenschaften und besto schlechter Front gegenüber Deutschland unter den vier Mächten wiederher wird tas daraus gearbeitete Tuch. Seinen Sih" behält der Anzug zustellen. Wie verlautet, werde Bonar Law, nachdem jetzt das dann, wenn das Zuch die richtige Sápmiegfamfeit beligt; diefe läßt Parlament wieder zusammengetreten fei, nicht mehr lange eine sich mit Hilfe neugeschaffener Apparate genau feststellen. Auch noch wichtige Erklärung über die Versuche zur Förderung einer geeine Reihe anderer Eigenschaften werden im Tuchhandel geschäßt, meinsamen Bolitik bezüglich der deutschen Reparationen per so Weichheit und Glanz. Diese Eigenschaften wurden wissenschaftlich zögern. Nur wenige Personen in den bestunterrichteten Streifen geprüft, und ebenso wurde untersucht, welchen Einfluß die Eigen schaften der Wolle, ter Garne, die Fabenstellung im Gewebe, die Rettspannung, die alte, furz die einzelnen Fabritationsgänge auf die Eigenschaften des Endproduktes haben. Durch diese Unter suchungen läßt sich die praktische Herstellung des Tuches außerordent lich verbessern, und gemeinsame Arbeit mit dem Fabrikanten hat cuch bereits zur Anerennung biefer wissenschaftlichen Gesichtspunkte durch die Braftifer geführt. Londons feien der Ansicht, daß der Besuch Loucheurs privater Natur gewesen sei. Man glaube, daß die Zusammenkunft mit den Belgiern, die Poincaré diese Woche nach Baris berufen habe, den Die Einfuhr pon Steinfohle begegnet in Frank doppelten Zweck verfolge, den Bericht Loucheurs zu erörtern und reich im Hinblick auf den Einbruch in das Ruhrgebiet einem be einen Rollettivschritt bei Großbritannien und Italien zu machen. Es fonderen Interesse. Dem Temps" zufolge betrug die Einfuhr im werde allgemein angenommen, daß dieser Schritt erfolge, um Januar und Februar 1923 4 379 000 Tonnen, in der gleichen Zeit unter den vier Alliierten eine endgültige Reihe von Bor- des Vorjahres, alfo 1922 327 000 Tonnen weniger. Im Januar fchlägen und Forderungen zu vereinbaren, die der deutschen Re. 1923 ift die Einfuhr um 225 000 Tonnen höher gewesen als im gierung vorgelegt werden sollen, sobald der Augenblic tafür als Januar 1922, so daß sich für Februar 1923 eine inbezein. Es sei die Nebe von einer Wieder- fuhr gegenüber 1922 von 650 000 Tonnen ergibt. Während aber geeignet gehalten merde. herstellung der Einheit der alliterten Front, Die der Wert der 4 606 000 Tonnen von 1922 mit 390 Millionen angegeben ist, wird für die 4 579 000 Tonnen von 1923 ein Wert von französische Regierung habe bereits die Lage eingehend erörtert, um 441 Millionen verzeichnet. Das Wichtigste bei dieser Position ist tarzustellen, wie sie ihre Politit mit der britischen Bolitif in Ueber- morüber allerdings der„ Temps" hinweggeht, daß die Koble einstimmung bringen könne. Es sei jedoch nicht flar, ob eine so im Jahre 1922 eine ratislieferung von Deutschland an fortige 3usammenkunft Großbritanniens, Frant den französischen Staat darstellte, für die die französischen Ber reichs, Belgiens und Italiens stattfinden tönne, obwohl braucher einen unter weitmarktwert liegenden Preis ter Boden dafür allmählich vorbereitet werde. an die französische Staatstaffe zu zahlen hatten. Seit dem 11. Januar 1923 müssen die Kohlen dagegen zu start gestiegenen Breise: an das Ausland bar bezahlt werden und stellen also eine starte Belastung der französischen Handels- und Zahlungsbilanz dar. B. W. B. Gesundheitsfürsorgeschule. Die Arbeitsgemeinschaft fozial hygienischer Reichsfachverbände hat gemeinsam mit dem Kaiferine Auguste- Bittoria- Haus in Berlin eine neue Gesundheitsfürsorge fchule eröffnet. Wie in utter und Rind" ausgeführt wirb, foll in dieser Anstalt bei der Ausbildung von Fürsorgerinnen die Gefundheitspflege und fürsorge in den Mittelpunkt gestellt werden. Das Ziel ist, Persönlichkeiten heranzubilden, die imftande sind, da, wo es erforderlich ist besonders auf dem Lande, alle 3weige der Fürsorge zu bearbeiten. Im Unterricht wird das Schwergewicht auf die praktische Arbeit gelegt. Sodann will die neue Schule fürzere Aus- und Fortbildungsfurfe für Pflegerinnen, Für forgerinnen, Gemeindefchwestern und sonstige Wohlfahrtsbeamtinnen und-beamte veranstalten, um diese Personen in der GesundheitsParis, 9. April.( WTB.) New York Herald" behauptet, es pflege und ihren einzelnen Fachgebieten weiter auszubilden. werde in Paris für wahrscheinlich gehalten, daß der englische Goldgeld- Erjat, unt zwar den nobeln Seiten entsprechend in Botschafter in Baris bei den franzöfifch- belgischen Besprechun Gestalt eines 10000.mart Studes, gibt die Brovina Westgen Ende dieser Woche zugegen sein werde. Auf alle Fälle falen als Notgeld heraus. Die umfangreiche Münze fie ift werde allgemein zugegeben, daß die englische Regierung fünftig Die Goldanleihe des Reiches, über bie endgültige Mitteilungen erheblich größer als unfere früheren Fünf- Mart- Stücke zeigt auf über alle Einzelheiten ter französisch- belgischen Bolitt auf dem noch immer nicht vorliegen, bat nach neuerlichen Meldungen nicht der einen Geite ein Medaillon- Porträt des Ministers v. Stein laufenden gehalten werden solle. mebr als 12,6 Millionen Dollar oder rund 53 Millionen Goldmark ( 1757-1831). auf ber anderen bas springende westfälische Wappen. eingebracht, wozu dann die Banten noch 47 Millionen Goldmark Das Material ist vergoldetes Meffing. Damit ist also ber erste Schritt zur Wiedereinführung der Goldwährung getan! Englands Gegenrüftungen. Einer Londoner Blättermetbung auaufdießen baben, um den von ihnen garantierten Ertrag von aufolge werden im Auftrage des Luftfahrtministeriums wölf 100 Millionen Goldmart aufzufüßen. Kampf gegen die Betäubungsmittel. Die ameritanife neue Typen von Flugzeugen gebaut, die pom fleinsten Er. Ausländische Bufferzufuhren. Nachdem Butter im Kleinhandel Regierung beabsichtigt, den anderen Ländern den Abschluß eines fundertyp bis zum Luftbreadnought gehen. Gin Rüst en er bereits mehr als 9000 m. toitet, hat nach dem Marktbericht der Abkommens über den Kampf gegen die Betäubungsmittel vorzu- teibigungsflugzeug wird, mit einem Motor von 100 BS. Gebr. Gaufe diese Ware nunmehr den Beltmarktpreis erreicht und fchlagen. In diesem Zusammenhang wird mitgeteilt, bah gegen versehen, eine Geschwindigkeit von nahezu brei englischen Meilen es wird Auslandsbutter aus Dänemark und Holland ein wärtig in den Bereinigten Staaten 1330 600 Berfonen fich dem in der Minute entwidein und fünf Personen an Bord führen geführt. Bei diesem Preis wird die Butter allerdings für die Opium und Rolaingenuß hingeben. Auch unter den fönnen. Arbeiterschaft weiter Lugusartikel bleiben. Schulkindern feien diefe Lafter verbreitet und in den Gefäng niffen treiben die Gefangenenwärter einen starten Handel mit Be murbe der liberale Kandidat Thomas, der von beiden Gruppen amtliche Rotierungen nachzutragen: 1 finnische Mar! 570,07 Geld, Eine englische Nachhwahl. Bei ber Erfahwahl von Anglesey Devisenkurse. Unserer gestrigen Kurstafel find noch folgende täubungsmitteln. ber Liberaten unterstüht wurde, mit 11 116 Stimmen gewählt. Der 572,08 Brief: 100 Biterr. Stronen 29,53 Gelb, 20,69 Brief; rbeiterkandidat erhielt 6368 und der Konservative 3385 Stimmen. Bei der Hauptwahl im November war bort ein unabhängiger Kon I fervativer mit schwacher Mehrheit gegen den jezigen Sieger geroß Die Bibliothek bed Kunstgewerbe- tufeums. Bring- bredt Straße 7 a, veranstaltet in ihrem Lesesaal eine Ausstellung neuer russischer Bugtunk 3 1 ungarische Krone 4,72 Gelb, 4,76 Brief; 1 bulgarische Lewa 158,85 Geld, 159,65 Brief; 1 polnische Marf loftete im freien Berkehr etwa 49 Pf. Gewerkschaftsbewegung Lohnfabel und Lohnwirklichkeit. Zum Generalstreik in Memel. Branchenberjammlung findet am Mittwoch, naomittags1 Artikel. Der erste betrifft das Bereinsredyt. Die Statuten und bas 4 Uhr, im Verbandshaus, Linienſtr. 83/85, in Parterres Protokoll der fonstituierenden Versammlung müssen der Präfektur saal, statt. des in Frage kommenden Departements unterbreitet werden. Artifel 2 verpflichtet alle Bereine, ihre Kassabücher, Berwaltungsdoku mente usw. bei Eröffnung und beim Abschluß bei der Präfettur Als Ausrede für den angeblich in großem Maße noch nicht mög- Heber die Veranlassung zu diesem Streit erfahren wir: visieren zu lassen. lichen Abbau der Preise wird von industrieller Seite prompt und Am Dienstag und Mittwoch vergangener Woche fanden in Artikel 3 bestimmt, daß alle Gewerkschaften die Namen, Adressen, unfehlbar auf die angeblich ruinöfe Höhe der Löhne verwiesen. Mit Memel fleinere Demonstrationen von Rotstandsarbeitern statt, die den Beruf, Tag des Beitritts, des Austritts oder des Umzugs der dieser Lohnfabel befaßt sich ein sehr interessanter Artikel in dem wirtschaftliche Beihilfen verlangten und gegen die Berteuerung Mitglieder in ein Buch einzutragen haben. Ferner müssen die der Lebenshaltung im Memelgebiet nach dem Anschluß an Namen der mit den Verwaltungsarbeiten betrauten Personen der ausgezeichneten redigierten wirtschaftlichen Teil der Neuen Zürcher Litauen protestierten. An den Demonstrationen nahmen auch Präfeftur mitgeteit werden. Artikel 6 betrifft die mit der EinkasZeitung", des größten freifinnigen und wirklich nicht im Berdacht ommmunisten teil. Die Unzufriedenheit mit den gegen fierung der Beiträge betrauten Personen. Da jederzeit die Möglichdes Sozialismus stehenden Schweizer Blattes. Die„ Neue Zürcher wärtigen Verhältnissen verstärkten diese Demonstrationen. In einer feit besteht, daß sie von Beamten der Regierung kontrolliert werden, Zeitung" stellt fest, daß Mitte Februar d. I. die Stundenlöhne Versammlung im Gewerkschaftshause am Mittwoch abend, zu der müssen fie die nötigen Ausweispapiere immer bei sich tragen. Ardeutscher gelernter Industriearbeiter einschließlich auch Vertreter der Angestellten- und Beamtenorganisationen ge- titel 7 legt fest, daß der Präsident jeder Vereinigung dem Bräfetten der sozialen Zulagen, Affordausgleich usw. mit höchstens 1200 mt. laden waren, übernahm das Gewerkschaftsfartell die Leitung. In jeden Monat die bereinigte Mitgliederliste zu unterbreiten hat, ferner zu veranschlagen find. Das entsprach bei dem damaligen Dollar- iachlicher, ruhiger Aussprache wurden die Verhältnisse besprochen die Belege über die monatlichen Ausgaben und Einnahmen, den turfe der Summe von etwa 6 amerikanischen Cents oder 30 bis und Forderungen gestellt, die von einer am Schluß der Ver- Kassabestand sowie den Namen des Kassierers. Artikel 8 bestimmt, daß Bereine, die zur Unterstügung ihrer 32 Schweizer Rappen. Zu gleicher Zeit aber betrug der Stunden- iammlung gewählten siebenföpfigen Kommiffion dem Vertreter des lohn des amerikanischen gelernten Arbeiters etwa das Acht fa che, Oberkommissars, Budrys, am nächsten Vormittag überreicht wurden. Mitglieder, zu Wohltätigkeitszweden, für Erziehungseinrichtungen Achtfache, nämlich zirka 50 Cents, und derjenige des Schweizer Arbeiters bass wurden gefordert: Rückgängigmachung des Ausweisungsbefehls oder ähnliche Inftitutionen Beiträge fammeln oder Gelder zur Bergegen Finkenberg, Aufhebung des Ausnahmezustandes, fügung stellen, zudem alle sechs Monate Gesamtaufstellungen über Fünffache, nämlich 1,50 Frant. Sogar Anfang März, wo die Wiederherstellung der Versammlungs- und Preffefrei ihre Einfommen und Ausgaben zu machen haben. Diese müssen Löhne ihren höchsten Stand in Deutschland erreicht hatten, wurde heit, Berbilligung der Lebensmittel und Herabfegung den Mitgliedern zur Einsicht aufgelegt werden, und eine Kopie derder deutsche Stundenlohn auf höchstens 1500 M. geschäzt, d. h. valu- der Bisa- und Baßgebühren, beutiche Amtsiprache und felben muß nicht später als fünf Tage nach ihrer Bekanntgabe den tarisch umgerechnet auf 17 des amerikanischen und auf% des schwei- Freilassung der politischen Gefangenen. Die Kom- Provinzbehörden eingesandt werden. Artikel 9 gibt dem Präfekten zerischen Lohnniveaus. Diese jämmerlich niedrigen Löhne erklären misfion erstattete Donnerstag mittag im Gewerkschaftshause über das Recht, die Bereinslokae, die Führung der Geschäfte und die Buchhaltung jederzeit zu kontrollieren. Endlich legt Artikel 10 feft, es, so fährt die Neue Zürcher Zeuma fost, an der Lohn heute das Ergebnis ihrer Vorstellungen Bericht. Die Aussprache, die sich an diesen Bericht anschloß stellte den daß die bereits bestehenden Vereine usw. vor dem 1. April die entbei den meisten Produkten kaum 5 bis 10 roz. ausmacht, und daß, wenn man sich das vor Augen halte, die Ausrede der Höhe überwiegend negativen Erfolg der Vorstellungen fest. Es wurde sprechenden Anordnungen zu treffen haben Falls den erwähnten der Löhne als Hemmnis für den Preisabbau einfach lächerleute in den Betrieben mitteilen und durch eine Abstimmung beschlossen, das Resultat der Verhandlungen durch die Betriebs- Actiteln nicht nachgefommen wird, tritt strafrechtliche Verfolgung ein. Sobald der Spanische Gewerkschaftsbund von diesen monlich fei. darüber entscheiden zu lassen, ob das Resultat zufriedenstellend sei struösen Maßnahmen in Kenntnis gelegt worden war, traf er Maßoder nicht. nahmen, um die öffentliche Meinung Spaniens über diesen AnDie Antwort Budrys wurde für ungenügend befunden und griff auf die primitivsten Freiheiten in Kenntnis zu sehen und das spanische Proletariat angesichts dieses Gewaltaktes zu mobilisieren. daraufhin am Freitag mittag 12 Uhr der Generalftreit erklärt. Gleichzeitig foll versucht werden, in Zusammenarbeit mit den spanischen Sozialisten im Parlament den entsprechenden Kampf einzuJahresversammlung der Maler. leiten. Die Erefutive des spanischen Gewerkschaftsbundes kam zu dem um eine Audienz beim Ministerrat ein, um auch auf diese Weise dem Protest der spanischen Arbeiter Ausdruck zu geben. Die Baterländischen lassen durch TU. die Mitteilung ver Im übrigen ist hierzu zu bemerken, daß die Neue Zürcher Zeitung" die Löhne der amerikanischen Arbeiter sicherlich zu niedrig eingeschätzt hat. So ist fürzlich in der elektrischen Industrie in Pittsburg ein Lohnabkommen abgeschlossen worden, das folgende Löhne vorsieht: Der Stundenlohn des gelernten Mannes beträgt 1,12% Dollar. Der Meister mit mehr als 6 Leuten unter In der Generalversammlung des Verbandes der Maler usw. fich erhält 1,25 Dollar die Stunde. Die Lehrlinge erhalten im( Ortsverwaltung Berlin) am Sonntag im Gewerkschaftsbaus wurde zweiten Jahr 55, im dritten Jahr 65, im vierten Jahr 75 Cents die der Geschäftsbericht von Bözer erstattet, der in seinen unfangStunde. reichen Ausführungen auf die für die Organisation wichtigsten Vor- Die Erklärung der Spitzenverbände, die wir am Sonntag ver Im Anschluß an diesen Vertrag seien noch die in verschiedenen gänge jm abgelaufenen Jahre näher einging. Für den Beruf öffentlichten, trug auch die Unterschrift des Deutschen Gewert Metallberufen vorherrschenden Stundenlöhne und Arbeitsstunden waren auch im vergangenen Jahre die Folgen des Krieges noch fchaftsbundes( der driftlichen Verbände), die in der Wiederhier wiedergegeben. Diese Zahlen find der„ Monthly Labor nicht überwunden. Die Hoffnung auf eine regere Tätigkeit babe gabe versehentlich ausgefallen ist. Review", dem Monatsblatt des Amerikanischen Arbeitsamtes, ent- fich nicht erfüllt. Bis in den Hochsommer hinein fei die Arbeitsnommen. Die Angaben umfassen alle größeren Städte des Landes. gelegenheit zufriedenstellend gewesen, später habe aber die Erwerbs breiten, daß bei den Berliner Betriebsrätewahlen in den letzten Um die Zahlengeschichte nicht zu lang werden zu lassen, sind bet lofigteit start augenommen. Ein großer Teil der Mitglieder habe den Tagen die freien Gewerkschaften in Betrieben mit besonders radikalen ganzen Winter über verfürst arbeiten müssen. Am 21 Juni mußten den Lohnfäßen die( der Zahl nach sehr geringen) Ausnahmen mit die Maler in den Streit treten, an dem 437 Betriebe mit 2738 Ar- Betriebsbelegschaften Verluste an die den Nationalverband Deutscher Berufsverbände" bildenden Vaterländischen Arbeitnehmer- Berufs. geringerem Stundenlohn weggelassen. Es beträgt der vertraglich beitern beteiligt waren. Erst nach dem Streit sei eine effe verbände erlitten hätten. Obgleich es mit diefen Wahlerfolgen der festgelegte Stundenlohn bei den rung der Berliner Verhältnisse eingetreten. Der Stundenlohn, der wöchentliche Arbeitszeit zu Jahresanfang 11,50 m. betrug, stellte sich am Jahresschluß auf Baterländischen nicht weit her ist, so ist doch Tatsache, daß der Ueberradikalismus mit seiner strupelloien Bekämpfung der Gewert 340 m. Durch die Einführung des Delegiertensystems sei es fchaften in eine Stärkung der Gelben umschlägt. Das sollte den möglich, die Verwaltungsarbeiten von den allgemeinen Aufklärungs- Bortradifalen zu denken geben, soweit fie noch fachlicher Heber und Agitationsverfamnilungen zu trennen. Tie Haustaffie. legung fähig sind. rung mußte wieder eingeführt werden, weil sich ein erheblicher Rüdgang der Mitgliederzahl infolge ihrer Abschaffung eingestellt hatte. Nachdem der Redner die Verhältnisse in den einzelnen dem Malerberuf angehörenden Bronchen besonders ges schildert hatte, sprach er am Schluß die Hoffnung aus, daß sich das neue Jahr günstiger gestalten möge als das bergangene. Aufzugtonstrukteuren. 0,90-1,10 Dollar Helfern 0.60-0,77 Maichinisten 44 Stunden 44 44-48 0,87-1,12 Eleftrifern. 0,85-1,10 44 Rohrlegern 0,90-1,50 44 Klempnern. 0,75-1,12 Dampfrohrlegern 0,90-1,50 44 Helfern 0,56-0.87 1,00-1,12 44 Hierauf wurde vom Kaifierer Blum über die Kaffenlage bes " Achtung! Buchhandlungsgehilfen! Der Tarifvertrag im Buchhandel ist bis Ende April allgemeinverbindlich erklärt. Jeder Angestellte im Buchhandel hat Anspruch auf Tarifgehalt. Nähere Auskunft erteilt der Zentralverband der Angestellten, Dits gruppe Groß- Berlin, Belle- Alliance- Str. 7/10. Drohender Tegfilarbeiterftreit in Lille. Die Gewerkschaft der Eifenfonftrufteuren. Diefe Lohnfäße galten am 15. November 1922. Seitdem find fie in verschiedenen Städten geändert worden, aber, soweit bis jetzt bekannt, nicht nach unten hin. Diese Metallberufe gehören alle 7792006,29 M. aufgeführt, so daß sich ein Bestand von 2446 888,90 Ausstand zu treten, wenn die geforderte Erhöhung des Stunden dem Baugewerbe an. Da das Baugewerbe eine der erften Industrien ist, wo sich die Wiederbelebung zeigt, spricht die Wahrschein lichkeit dafür, daß die obigen Lohnfäße steigen. In den anderen Berufen der Metallindustrie ist der Stundenlohn durchschnittlich etwas niedriger 0,90 bis 1 Dollar dürfte das Mittel fein und die Arbeitswoche um etwa zwei Stunden länger, sofern man die Gesamtheit betrachtet. In zahlreichen Orten nähern sich Löhne und Arbeitszeit den hier oben angeführten Werten. Nimmt man danach den Stundenlohn eines amerikanischen gelernten Arbeiters mit einem Dollar an, den eines deutschen Arbeiters mit 1500 m., was sehr optimistisch ist, dann beträgt der Lohn eines deutschen Arbeiters nur ein Bierzehntel des amerikanischen Arbeifers. Streit der Bauanschläger. richtet. In der Einnahme find 10 238 395,28 und in der Ausgabe Webereiarbeiter von Lille bat am Sonntag beschlossen, in den lohnes von 15 Centimes nicht gewährt wird. Die Ausgaben für Streits betrugen insgesamt 3015988,70 m., für Arbeitslosenunterstüßung wurden 151 467,50 und für Kranken- Riefenaussperrung im englischen Baugewerbe. Der Arbeitgeber. unterstützung 100 107,50 m. ausgegeben. bund des englischen Baugewerbes hat beschlossen, die allgemeine Aussperrung vom nächsten Sonnabend ab zu verhängen. Es werden 500 000 Arbeiter davon betroffen. Die Arbeitgeber hoffen aber, daß die Arbeiter bis dahin die Forderungen der Unternehmer auf Erhöhung der Arbeitszeit während des Sommers auf 47 Stunden wöchentlich und Lohnherabseßung annehmen werden. Die Hoffnung beruht auf eine Illusion. Der englische Bau arbeiterverband hat beschlossen, gegen die Verlängerung der Arbeitszeit bis zum äußersten zu fämpfen. Die Unterstüßung des englischen Bewerkschaftsbundes ist ihm bereits zugesichert. Die Distuifion zog sich außerordentlich in die Länge, weil die Kommunisten von der Redefreiheit den ausgiebigsten Gebrauch machten. Eine Resolution von ihrer Seite, die gegen den Borstand ein Mißtrauensvotum enthielt, wurde bei namentlicher Ab stimmung der Delegierten mit großer Mehrheit abgelehnt, nachdem Schiemann, log, Bözer und andere Nedner die Anwürfe der Kommunisten gründlich zurückgewiefen batten Für die Vorstandswahl lag eine Liste der Amsterdamer Richtung und eine der Stommunisten vor. Die Kommunisten verlangten unter großem Lärm Urabstimmung. Ein Teil von Die Schiffsheizer der Dampfer Windsor Castle und Almanrora ihnen umringte den Vorstandstisch und forderte drohend, ihrem Antrage zu folgen. Beitweise schien es jo, als ob es zu Tatlich- traten in Southampton in einen Proteststreif gegen Lohnherab. Am Sonntag, den 8. April, nahmen die Berliner Bauanschläger feiten fommen werde. Die Abstimmung ergab eine starke Mehrheit fehung. Für Almanrora fanden sich Streitbrecher, mit denen in einer Branchenversammlung Stellung zu der jetzt eingetretenen gegen den tommunistischen Antrag. Das Ergebnis der Dampfer nach Südafrika in See ging. Der nach Südamerika bes Situation. Nachdem die Arbeitgeber den am 31. März gefällten steigerte die Erregung der Kommunisten und der Lärm nahm so stimmte Windsor Castle liegt noch fest. Schiedsspruch, welcher für alle vier Schlossergruppen, die dem zu, daß der Vorfigende Schiemann erst nach vieler Mühe die Deutschen Metallarbeiter- Berband angeschloffen sind, gleichmäßige zur Weiterführung der Versammlung erforderliche Rube schaffen Die nächsten Aufgaben der Gewerkschaften Lohnerhöhungen von zirka 8 Proz. auf die Märslöhne vorfieht, für fonnte. Mit überwiegender Mehrheit wurden dann alle bisherigen liegen unzweifelhaft in der Sicherung und dem Ausbau der von der Arbeiter drei Gruppen angenommen hatten, für die vierte Gruppe, Bau- Vorstandsmitglieder: Böger, Schiemann, Siemer, Kloß, und Angestelltenfchaft errungenen Rechte. Die Abwehrftellung, in der sich die Arbeitnehmerschaft heute befindet, erfordert dabei Aufbietung aller verfügbaren anfaläger, aber ablehnten, gab es nur noch bas legte saifer, Suple, auch die Revisoren Ehrhardt und Schwabe Kräfte. In folder Lage, wird es jedes Gewerkschaftsmitglied als ſelbſtver Mittel des Streifs, um einer derartigen Provokation der Arbeit. wiedergewählt. geber entgegenzutreten. Die Entrüstung in der Versammlung war allgemein, als Fuchs von der am Sonnabend stattAchtung, Brauer! gefundenen Berhandlung berichtete, daß die Nachzahlung auf Brauereien in Münster i. eft f. suchen durch Inferate in die Löhne vom 16. März an von den Arbeitgebern in bezug auf der Fachpresse ledige Brauer. Vor Arbeitsannahme wird gewarnt. die Bauanschläger abgelehnt wird, bei den anderen drei Gruppen Die Brauereiarbeiter in Münster haben soeben einen Streit beaber bewilligt wurde. Dieses Verhalten der Arbeitgeber mußte endet. Die gesuchten lebigen Brauer sollen den Interessen der wie eine Provokation wirfen. Der Streitbeschluß als Antwort auf Unternehmer dienen. Die Arbeiterpresse wird um Abdrud dieser diefes Vorgehen der Arbeitgeber wurde einstimmig gefaßt das Warnung ersucht. hingebend, daß bei den Arbeitgebern, welche fich verpflichten, na ch dem Schiedsspruch vom 31. März zu bezahlen, Beilegung des fteiermärkischen Bergarbeiterstreiks. weiter gearbeitet wird, bei den Arbeitgebern, welche sich Grundfäßlich ist es gelungen, den Generalstreit der Bergarbeiter weigern, nach dem Schiedsspruch zu zahlen, vom Montag, den in Steiermart, der sich zu einem Generalstreit in der gesamten 8. April, früh an die Bauanschläger in den Streit treten. Industrie zu erweitern drohte, beizulegen. Ueber die Einigungs formel und den Arbeitsbeginn wurde am Sonntag in Betriebs. versammlungen entschieden. Das Abstimmungsergebnis ist noch nicht bekannt. Sämtliche Bauhandwerker werden ersucht, auf den Bauten jharfe Rontrolle auszuüben. Wo Anichlägerarbeiten ausgeführt werden, muß die Arbeitsberechtigungsfarte des Deutfchen Metallarbeiterberbandes vorgewiesen werden Diese lautet auf den Namen des einzelnen Kollegen und der ausführenden Firma und muß von der Ortsverwaltung gestempelt sein. Die Kollegen erhalten diese Karte gegen Vorweisung des Mit gliedsbuches in der Linienstr. 88 85, Zimmer 13. Die nächste Die Reaktion in Spanien. Das spanische Amtsblatt( La Gaceta") veröffentlicht den Text eines föniglichen Defrets, das am 1. April in Kraft treten und die Gewerkschaften sozusagen lahmlegen soll. Das Dekret umfaßt elf ftändlich erwarten, daß die Gewerkschaftsführer hinreichend geschult find, um ihren schwierigen Aufgaben gewachsen zu fein. Die Erfahrung hat gelehrt, daß zwar die Schulung der Führer eine unumgängliche Borauslegung jeder erfolgreichen Gewerkschaftsarbeit darstellt, daß fie aber als Ergänzung eine Schulung der Gewerkschaftsmitglieder erfordert. Allein unter dieser Boraus fegung fönnen die Gewerkschaften ihre Aufgaben erfüllen. Bflege der Arbeiterbildung gehört daher zu den dringendsten gewerkschaft. lichen Aufgaben. Die Kurſe der Freigewerkschaftlichen Betriebsräteschule geben jedem Arbeiter und Angestellten die Möglichkeit, fich Renntnisse auf den Ge bieten des Arbeitsrechts, der Betriebs- und Privatwirtschaft und der Bolts wirtschaft anzueignen. Alle freigemertschaftlich organisierten Rolleginnen und Kollegen fordern wir zur Mitarbeit in unseren Rurfen auf. Sörertarten zum Preise von 500 M.( für Kurzarbeiter 250 M., für Arbeitslose unentgeltlich) sowie Unterrichtsverzeichniffe find in den Ortsverwaltungen der Gewerkschaften und in der Freigewerkschaftlichen Betriebsrätezentvale( Engelufer 24-25, 2. Sof, Rolleginnen und Kollegen! Tretet ein für die Bildungsarbeit! Bei Euch felbst fangt an! Freigewerkschaftliche Betriebsräteschule. 1 Tr.) erhältlich. AfA- Mitglieder in Runft und Bauschlossereien und Geldschrankfabriken. Mittwoch nachmittag pünktlich 5 Uhr in der Schulaula Böttgerstraße wichtige Bersammlung. Erscheinen bringend notwendig. Ausweis: Mitgliedsbus eines AfA- Berbandes. Berantwortlich für den redatt. Teil: Bictor Schiff, Berlin: für Anzeigen: h. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. S.. Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanftalt Baul Ginger u. Co.. Berlin, Lindenfit. S Hierzu 1 Beilage. Zwei gute Bekannte MERCEDES A IVO PUHONN BC DIE BATSCHARI KRONE Nr. ISS» Jahrgang Vienstog. IS. �pril IY2Z Die Not in Serlin. Eine Darstellung vom Oberbürgermeister Böst. Zur Beleuchtung des Mangels und Elends, die in Berlin herrschen und von Tag zu Tag härter die Bevölkerung drücken, hat der Berliner Oberbürgermeister Böß eine sehr beachtenswerte Leine Schrift verfaßt.(Böß, Die Not in Berlin, Tatsachen und Zahlen. Berlin 1923, Zentralverlag. 32 Seiten. Preis 9,39 M. mal Schlüsselzahl, die jetzt 2599 beträgt.) Der Zweck des Heftchens ist, über den bestehenden Notstand aufzuklären und die Gewissen wach- zurlltteln. Böß will auch die irrige Meinung obersläch- licher ausländischer Beobachter, die aus dem äußeren Glanz mancher Verkaufsläden und Gaststätten auf Ueberfluß und Wohlleben der Gesamtheit schließen zu dürfen glauben, durch Schilderung der wirklichen Berhältnisf« berichtigen. Aus seiner Kenntnis der Verwaltung bringt er eine reichhaltige Zusammenstellung von Tatsachen und Zahlen, für deren Wieder- gäbe er eine ungewöhnliche Knappheit des Ausdrucks gewählt hat. Sein Schriftchen gleicht einer Sammlung hingeworfener Notizen, die oft sogar auf Formung voller Sätze verzichten. Aber gerade wegen der gänzstchen Schmucklosigkeit seiner Darstellung wirkt mit um so stärkerer Wucht, was er über die Wirtschaftslage und die Ernährungsschwierigkeiten, über den schlechten Gesundheitszustand, über das furchtbare Kinderelend und über die nicht minder er- schüttelnde allgemeine Not mitteilt. Ein paar Proben mögen den Stil und die Bedeutung dieser Schrift zeigen. » In dem Abschnitt über die Wirtschaftslage spricht Böß auch von dem Rückgang der Milcherzeugung und sagt:„Vor dem Kriege eine Kuh normalerweise lährlich 2299 bis 2459 Liter Milch, gegen- wärtiger Ertrag nur auf 1599 Liter geschätzt— auch geringerer Fettgehalt der Milch.— Deutschlands Einfuhrüberschuß an Frisch- milch zurückgegangen, und zwar von 29 999 Tonnen<1913) auf 4999 Tonnen(1922), an Nahm von 44 359 Tonnen(1913) aui nur 123 Tonnen l1922)! Für Berlin Zufuhr und Bedarf an Milch vor dem Kriege etwa 1.2 Millionen Liter täglich — anfangs Dezember 1922 nur etwa 385 999 Liter, anfangs Februar 1923 gar nur 399 999 Liter täglich zur Ver- iügung, davon noch mehr als 59 999 Liter täglich wegen hohen Preises unverkauft und verbuttert und in Hotels nnd Gasthäusern von Ausländern verbraucht.— Demgegenüber anerkannt normaler Gesamtbedarf für Kinder, Schwangere, stillende Mütter, Krank« und alte Leute in Berlin rund 699 999 Liter täglich, ohne sonstigen Haus- Halts- und gewerblilben Verbrauch.� Der Abschnitt über den Gesundheitszustand entwirft erschreckende Bilder des El e n ds. Man lese folgende Prob«:„Be- sonders auffällig ist die Zunahm« des Hungerödems— Hunger, keine anerkannte Krankheitsform, tritt auch meist in Verbindung mit anderen Erscheinungen auf, daher keine verläßliche Kenntnis der Häufigkeit der Hungertodesfälle, solche ineist durch andere Todesursachen verdeckt— trotzdem Sterbefälle infolge von Hunger und Entbehrungen aus allen Tellen des Reiches ärztlich bekundet— in Berlin in den drei letzten Monaten des Jahres 1922 acht Hunger-Todes fälle nachgewiesen— vier Männer und vier Frauen, zum Teil alleinstehende Almosencmpfänger, aber auch verheiratete. mit dem anderen Ehegatten zusammenlebende Personen— dem Alter naib sieben über 59 Jahre— durchweg seit längerer Zeit er- werbsrnstShig.* Ausführlich geht Böß auf das kinderelend ein. Aus den schul- ärztlichen Untersuchungen teilt er mit:„Im Bezirk Pankow machte nach derartigen Untersuchungen im Oktober 1921 der törver- liche Zustand der Schulkinder bei 23 Prozent der untersuchten Fälle Einleitung von Hilfsmaßnahmen dringend notwendig— im Bezirk Schöneberg im Jahre 1922 von 1428 Schulanfängern 135, also fast 19 Prozent wegen schlechten Gesundheitszustandes vom Schulbesuch zurückgestellt(1913: 2,1 Prozent), davon 82 wegen Körperschwäche infolge Unterernährung— Konstitution der Schulanfänger dieses Bezirks als„schlecht" bezeichnet 1913 bei 13,9 Prozent der Untersuchten, 1922 bei 27,2 Prozent: mit„guter" Kon- stitution 1913: 45,1 Prozent, 1922: 15,8 Prozent— Untersuchungen der Lcrnansänger im Bezirk Neukölln ergaben ausgesprochene Fälle von Tuberkulose 1914 bei 9,5 Prozent der Kinder, 1929 bei IL Prozent, 1921 bei 2,5 Prozent und 1922 bei 3,2 Prozent." • Böß gibt an, was zur A b h i l f e getan wird. Am eingehendsten berichtet er darüber in dem Abschnitt, der die allgemeine Not be- handelt. Er schildert die Fürsorge für Kriegsbeschädigte und Krieger- Hinterbliebene, für Sozialrentner und Kleinrentner, für Obdachlose usw. Aber er kommt zu dem Ergebnis, daß die Mittel der Geineinde nicht im entfernte st en ausreichen, nur der schlimmsten Not zu steuern. Mit Recht sagt er, daß seine Schil- derung der Zustände in Berlin ein Beitrag zur Beurteilung der Verhältnisse in Deutschland überhaupt ist. Die Zusammen- stellunz wurde im wesentlichen vor dem Beginn der Ruhrbesetzung abgeschlossen, sodaß die durch den Einbruch in das Ruhrgebiet herbeigeführte weitere Verelendung fast noch gar nicht berücksichttgt ist. Oberbürgermeister Böß schließt mit dem Ausdruck schwerster Sorge, die bei dem Gedanken an die Zukunft ihn erfüllt. Die Schulzahnpflege. Ein untaugliches Objekt für Ersparniffe. Genosse Dr. Alexander Drucker ersucht uns um Beröffent- lichung der folgenden Zeilen: Di« Berliner Stadtverwaltung ist in ihrer wirt- schaftlichen Notlag« auf den Gedanken gekommen, die Zahnpflege durch die Berliner Schulzahnkliniken gegen einen Jahres- beitrug der Eltern durchführen zu lassen. Hierzu muß folgendes gesagt werden: Bis zur Uebernahme durch die Stadt hatten die Berliner Schulzahnkliniken eine recht sorgenschwer« Ver- gangenheit. Ein Privatverein hatte unter persönlicher Hin- gab« seiner führenden Mitglieder die Mittel für Gründung und Er- Haltung derselben herbeigeschafft und sich durch die Propagierung dieses sozialen Gedankens große Verdienst« erworben. Da die wirt- schastlich« Basis dieses Unternehmens, gegründet auf Wohltätigkeit und städtischen Beihilfen, sehr schlecht war, führte man das Abonnementssystem ein. Hierunter versteht man die Zah- lung eines Jahresbeitrages der Eltern für die zahnärztliche Ver- sorgung ihrer Kinder. Der wirtschaftlich« Ertrag aus diesem System war ein äußerst geringer, da ein großer Teil aus Unkenntnis, Gleichgültigkett oder Armut das Geld für ein Abonnement nicht zahlte. Die Mass« der Kinder sucht« deshalb die Kliniken nur auf, wenn sie von Schmerzen getrieben wurden. So kam es. daß nur «in paar Prozent der Berliner Schulkinder den zu erstrebenden Erfolg von dieser Einrichtung hatten In den Schulzahnkliniken herrschte ein ausgesprochen„wilder" Betrieb. Als die Stadt die Schulzahnkliniken in eigene Verwaltung übernahm, machte sie Anstrengungen, um die systematische Schulzahnpflege durchzuführen. Unter„systemattscher Schulzahnpflege" versteht man die Untersuchung der Zähne aller Schulkinder nach Eintritt in die Schul« und die Behandlung der Zahnkranten bis zur Sanierung. Daran schließen sich durch die Schuljahr« Untersuchungen und Be- Handlungen in regelmäßigen Zwischenräumen. Das Ziel der.syst«. matischen Schulzahnpflege" geht dahin, die Kinder beim Austritt au» der Schule mit gesundem Gebiß in ihren Beruf zu entlassen und sie serner während der Schulzeit so an die Zahnpflege zu ge- wähnen, daß sie ihre Zähne auch später nicht vernachlässigen. Aus all diesen Gründm. ist es kaum denkbar, daß die Stadtverwaltung bei der Absicht verharren wird, das Abonne- mentssystem wieder einzuführen. Leiden würden dar- unter gerade die Kinder der Aermsten. Die Umlauffrist für Notgeld. Der Reichsfinanzminister hat, wie berichtet, das umlaufende deutsche Notgeld zum 5. Apr'l aufgerufen und die Einlösung des Notgeldes durch die Ausgabestellen binnen vier Wochen, also zum 3. Mai d. I., angeordnet. Ausgenommen von dieser Bestim- mung sind das Rheinland, Westfalen, Hessen- Nassau, die bayerische Pfalz, Hessen und Baden, in denen das Notgeld auch weiterhin mit unbestimmter Frist umlaufen darf. Für die Stadt Berlin ist der Endtermin auf den 5. Mai, für den Kreis Osthavelland auf den 5. Juli festgesetzt worden. Zwei Morüe aufgeklärt. Der Schust über die Schulter— Das Komplott in der Wolföschlucht. Nachdem der Kriminalpolizei die AufLärung des Leichenfundes am Mühlendamm gelungen ist, wird jetzt gemeldet, daß auch der Mord an der Portierftau E r m i f ch, die in dem Hause Müller- straße 153/153» ermordet wurde, als sie in Gemeinschaft mit ihrem Manne Einbrecher überraschte, die in die Lagerräume einer Leder- Handlung eingebrochen waren, ebenso aufgeklärt ist wie der Mord an dem Wächter Heinrich M e w e s, der in der Neuen Friedrichstr. 1 ebenfalls überraschten Einbrechern zum Opfer gefallen war. Bei den Nachforschungen zur AufLärung dieser Kapitaloer- brechen war der Kriminalpolizei ein Pärchen in der Mulackstraße, das sich häufig zankte und schlug, aufgefallen. Es handelte sich um den dreißigjährigen Franz K a l i n o w s k i aus der Bremer Str. 47 und eine 26 Jahre alte Aufwärterin Charlotte A n g r e ß, seine Ee- liebte. Sie gaben nach längerem Leugnen zu, daß sie bei dem Ver- brechen in der Müllerstraße beteiligt waren. Nun gelang es auch, die anderen Mittäter, einen 22 Jahre alten Arbeiter Herbert T h a l k e, der bei seiner Mutter in der Hussitenstr. 42 wohnte, und einen 37jährigen aus Arnheim in Holland gebürtigen Kaufmann Heinrich P l e i m e s, der sich unangemeldet in der Diedenhofener Straße aufhielt, zu ermitteln und festzunehmen und alle vier zu einem Geständnis zu bringen. Thalke wußte in dem Hause Müller- straße 153» Bescheid und kannte dort das Lederlager von Hermann Springer, auf das die Verbrecher es abgesehen hatten. Er gewann Kalinowski und Pleimes dazu, mit ihm in das Lager einzubrechen, und die Angreß übernahm die Rolle der„Schmicrefteherin". Wäh- rend sie noch beim Zusammenpacken des Leders waren, kamen Ermisch und seine Frau nach dem Keller, um Badewäsche im Heizraum zum Trocknen aufzuhängen. Als einer der Verbrecher, Pleimes, in dem Kesselraum das elektrische Licht aufblitzen sah, gab er seinen Spieß- gesellen ein Zeichen, so daß sie augenblicklich von ihrer„Arbeit" ab- ließen. Pleimes wurde von Frau Ermisch gefaßt und festgehalten. Er ging mit Ermisch und seiner Frau aus dem Keller. Es gelang ihm jedoch, seine Pistole aus der Tasche zu ziehen. Ueber die linke Schulter hinweg gab er einen Schutz ab, der Frau Ermisch durch den Hals in die Lunge traf. Die Frau brach t o t zusammen. Die Ver- brecher blieben seitdem in ständiger Verbindung und haben ohne Zweifel noch eine ganze Reihe von anderen Ein- brächen aus dem Kerbholz. Mitteilungen nach dieser Richtung nehmen die Kriminalkommissare Galzow und Bünger im Zimmer 88 des Polizeipräsidiums entgegen. Die Verbrecher in der Neuen Friedrichstraße wollten das Lager der Gemeinnützigen Beamtenversorgung ausplündern. Sie waren gerade im Begriff, für 49 Millionen Leinenwaren und Stoffe weg- zuschaffen, als ihnen M e w e s auf seinem Konttollgange im Keller begegnete. Die Verbrecher warfen den alten Mann zu Boden. fesselten ihm die Hände auf dem Rücken und knebelten ihn, so daß er an Erstickung st a r b. Die von den Kommissaren G e n n a t und L i p i k geleiteten Ermittlungen haben jetzt das Verbrechen der vollen AufLärung nahe gebracht. Der Plan des Einbruchs wurde in dem dem Tatort nahegelegenen Lokal Zur Wolfsschlucht im l Stadtbahnbogen 72 an der Dircksenstraße ausgeheckt. Ein von der � Firma wegen Veruntreuungen enttassener Hausdiener Karl H i n tz � lernte in der Wolfsschlucht zwei andere Stammgäste„Emll" und ! ,Lurt" kennen und erläuterte mit ihnen in der Woche vor der Tat sehr eingehend den Einbruchsplan. Emil ist jetzt festgestellt als ein mehrfach vorbestrafter 38 Jahre alter Händler Emil Albrecht, der vorübergehend in dem Hause Sebastianstraße 3 ein Produkten- geschäst betrieben hat. Kurt ist ein 46 Jahre alter früherer Geld- schrankeinbrecher Kurt von der Heyden. Albrecht konnte fest- genommen werden, als er eben plante, nach Hamburg abzureisen. Ferner wurden der früher bei der bestohlenen Firma ebenfalls tätig gewesene Hausdiener Willi Schuck, der dort ebenfalls Warendieb» stöhle oerübte, der Wirt der Wolfsschlucht Georg Schäker und dessen Kellner Karl D i e s i n g verhaftet. wieder ein wordanschlag. Am Montag nachmittag gegen 11� Uhr erschienen in dem Tri- kotagengeschäft von Liebers in der Christburger Strsße 37 zwei junge Leute, angeblich um Hemden zu taufen. Die allein anwesende Frau Liebers erklärte, keinen Lorrat an Heniden zu haben. Darauf verlangten die beiden Männer andere Gegenstände zu taufen. Frau Liebers, durch das Verhalten der beiden jungen Leute g e- ä n g st i g t, slüchttte in einen Nebenraum. Als die beiden Burschen ihr nacheilten und ihr eine P i st o l e aus die B r u st setzten, rief sie um Hilfe. Darauf eilte ihr Mann, der in einem anderen Zimmer (Rachdruck verboten. Der Matlk-Derlag, Berlin.) Drei Soldaken. 8ij Von John dos Passos. Aus dem omerikanischc» Manuskript übersetzt von Julian Sumper». „Ich glaube, ich habe heute mo-rgen vergessen, mir das Haar zu kämmen. Sie sehen, wie erregt ich war, mit Ihnen nach Chartres zu fahren, so allein. Ja, meine Mutter lehrte miä), Klavier zu spielen, als wir noch klein waren. Sie und ich lebten in einem alten Hause, das ihrer Familie in Virginia gehörte. Wie das von alledem, was Sie bisher erlebt haben, verschieden sein mag! In Europa wäre es unmöglich, so iso- liert zu sein, wie wir in Virginia waren. Mutter war sehr unglücklich. Ihr Leben war entsetzlich zugrunde gerichtet war- den... Jenes unbefreite, hilflose Elend, das nur eine Frau erleiden kann... Sie erzählte mir immer Geschichten, und ich setzte sie dann in Musik. Sie pflegte stundenlang wundervolle Kopien meiner Melodien zu machen. Meine Mutter ist der einzige Mensch, der je in meinem Leben eine wirkliche Bedeu- tung hatte... Aber ich entbehre das technische Training sehr." ,„Glauben Sie, daß das so wichtig ist?" fragte G�neviöoe und beugte sich zu ihm hinüber. „Vielleicht: ich weiß nicht. Aber ich glaube, es kommt immer früher oder später, wenn man nur intensiv genug fühlt. Aber es ist so entsetzlich, zu fühlen, daß alles, was man sagen will, einem entgleitet. Eine Idee kommt einem in den Kopf, und man fühlt sie wachsen und wachsen und kann sie nicht fassen. Es ist wie an einer Straßenecke stehen und eine ungeheure Prozession herankommen sehen, ohne in der Lage zu sein, sich ihr anzuschließen. Oder wie eine Flasche Bier zu öfkncn, daß der Schaum herausspritzt, ohne ein Glas zu haben, um es hineinzugießen." Gäneoidve brach in Lachen aus: „Aber Sie können doch aus der Flasche trinken," sagte sie mit leuchtenden Augen. „Ich versuche es ja," erwiderte Andrews. „Hier sind wir. Da ist die Kathedrale! Nein, man sieht sie noch nicht!" rief Gänevi�vc aus. Sie standen auf. Als sie den Bahnhof verließen, sagte Andrews:„Aber nach alledem: das Einzige, was wichtig ist, ist die Freiheit. Wenn ich erst aus der Armee heraus sein werde.. „Ja, Sie haben recht. Wenigstens, was Sie betrifft. Der Künstler sollte frei sein. Von jedem Hindernis." „Ich sehe keinen Unterschied zwischen einem Künstler und irgendeinem anderen Arbeiter," sagte Andrews ausgebracht. „Schauen Sie!" Von dem.Platz, wo sie standen, über den grünen Kronen eines kleinen Parkes, konnten sie die Kathedrale sehen, mit dem ernsten Turm und dem heiteren Turm, und dem großen Fenster dazwischen. Sie standen Schulter an Schulter und schauten sich an, ohne zu sprechen. Nachmittags gingen sie den Hügel hinunter zum Fluß, der zwischen Häusern und Mühlen, aus denen das Geräusch mahlender Räder kam, hindurchfloß. Ueber ihnen und über den Gärten mit in voller Blüte stehenden Birnbäumen stieß die Kathedrale in den bleichen Himmel. Auf einer engen und sehr alten Brücke blieben sie stehen und schauten in das Wasser, das blau und grün und grau schimmerte vom Himmel und von den ftischen Blättern der Weidenbäume, die am Ufer standen. Sie sannen, waren von der Schönheit des Tages und von der ungeheuren Herrlichkeit der Kathedrale erfüllt. Müde von alledem, was sie gesehen und gesagt hatten, sprachen sie von der Zukunft mit ruhigen Stimmen. „Alles kommt darauf an, zu arbeiten." sagte Andrews. „Man muß Sklave fem, um irgend etwas vollenden zu können. Es kommt nur darauf an, sich seinen Herrn zu er- wählen, glauben Sie nicht auch?" „Ja. Ich glaube, daß alle die, die das Leben der Men- schen irgendwie mitgeformt haben, in irgendeinem Sinne Sklaven waren." sagte Gönevidve langsam.„Jeder muß sehr viel vom Leben aufgeben, um irgend etwas tief leben zu können. Aber es lohnt sich." Sie sah Andrews voll in die Augen. „Ich glaube auch, es lohnt sich. Aber Sie müssen mir helfen. Ich bin wie ein Mensch, der aus einem dunklen Keller ins Licht koinmt. Bin fast zu verwirrt von der Helligkeit. Aber ich bin doch wenigstens aus dem Keller heraus." „Sehen Sie, da sprang ein Fisch!" schrie Gänevidve. „Ob wir nicht ein Boot mieten könnten? Glauben Sie nicht auch, es wäre schön, hier in einem Boot hinauszufahren?" Eine Stimme übertönte Göneviöves Antwort:„Zeigen Sie Ähren Paß her!" Andrews wandte sich um. Em Soldat mit einem runden» braunen Gesicht und roten Backen stand neben ihm auf der Brücke. Andrews starrt« ihn an. Eine kleine Narbe oberhalb seines linken Auges stand weiß auf feiner braunen Haut. „Zeigen Sie Ihren Paß her!" sagte der Mann wieder. Er hatte eine hohe, quietschige Stimme. Andrews fühlte fein Blut in den Ohren pochen. „Sind Sie Militärgendarm?" „Ja." „Ich gehöre der Sorbonne-Abteilung an." „Was ist denn das für'n Dings?" fragte der Militär» gendarm lachend. „Was sagt er?" fragte Gänevfeve und versuchte zu lächeln. „Nichts. Ich muß mit dem Offizier sprechen und ihm er- klären," sagte Andrews atemlos.„Gehen Sie zu Ihrer Tante. Ich komme hin. sobald ich die Sache in Ordnung gebracht habe." „Nein, ich komme mit Ihnen. „Bitte, gehen Sie zurück. Es kann ernst fein. Ich komme so schnell, wie ich kann," sagte Andrews bestimmt. Sie ging den Hügel hinauf mit schnellen, bestimmten Schritten, ohne sich umzusehen. „Kein Glück gehabt, Iüngelchen," sagte der Militärpolizist. „Das Weib sah anständig aus. Hätte sie gern'ne halbe Stunde für mich allein gehabt." „Ich gehöre der Sorbonne-Schulabteilung an, in Paris, und ich bin hier ohne einen Paß. Was kann ich da tun?" „Die werden dir schon was beibringen, mein Lieber." schrie der Militärpolizist schrill.„Du bist doch nicht etwa ein Mitglied des Generalstabes in Verkleidung, he? Schnlabtei- lung! Bill Huggis, der wird lachen, wenn er das hört. Guter Witz, Bürschchen... Aber komm nur mit." fügte er ver- traulich hinzu.„Wenn du keinen Widerstand leistest, werde ich dir keine Handschellen anlegen." „Woher weiß ich, daß Sie überhaupt Militärpolizist find?" „Wirst schon bald genug wissen." Sie gingen eine enge Straße hinunter, zwischen grauen Stuckwänden, die mit Moos bewachsen waren. Auf einem Stuhl hinter dem Fenster eines kleinen Wein» ladens faß ein Mann mit einem roten Militärvolizeiabzeichen, rauichend. Er stand auf, als er sie kommen sah und öffnete die Tür, die eine Hand lauernd auf die Pistolentasche gestützt. (Fortsetzung solgt.) schlafen hatte, herbei. Gofort gaben die Berbrecher einen Schuß auf ihn ab und verletzten ihn. Dann flüchteten sie über den Hof, doch fonnte einer von ihnen ergriffen werden, während der andere entfam. Der Festgenommene ist der 20 Jahre alte Fürsorgezögling Erwin Rüdert, der in der Herberge zur Heimat in der Auguststraße zu nächtigen pflegte. Der Mittäter ist der 19 Jahre alte Willn Weitrachtigti. Der Verlegte, der Wirter Paul Liebers, hat einen Steckschuß in die Brust erhalten. GU & Arbeiter- Sport A Fußballtraining. machen fie fich frei und ziehen nach vorn. Die jetzt angebrachten Schüsse gehen feht. Mit reichlichem Pech werden gut vorgetragene Liebers wurde zur nächsten Rettungsstelle gebracht und dort nach anderen Sportspielen dadurch, daß der Kampf um den Sieg MSC. ein Durchspiel, noch rechtzeitig fann halblinks schießen und Das Fußballspiel unterscheidet sich in seiner Grundtendenz von Kombinationen zunichte. In der 17. Minute macht die Mitte von Entfernung der Kugel verbunden Kapitalisten unter sich. Eine Außenhandelsstelle teine Behörde. H und in der 18. Minute tann, da sich die Alemannia- Berteidigung im Angriff nur auf den Mittelstürmer legt, der Mittelläufer MSC. durch langen Schuß unter allgemeinem Jubel der Zuschauer aus. gleichen. Jetzt geht Alemannia erst recht aus sich heraus. Sie bringen durch schönes Baßspiel das MSC.- Tor wiederholt in Ge fahr, und schwer muß MSC. gegen Wind und Sand kämpfen. Nur zuweilen fommen sie nach vorn, wobei fogar noch zwei Eden erzielt werden, wiederum ergebnislos. Das aber ist alles. Man sieht sogar Luftlosigkeit bei dem Rechtsaußen von MSC. Troßdem aber hält MSC. das Spiel. Der Lintsaußen Alemannia fommt jetzt wiederholt, und zwar durch deutliche Abseitsstellung, nach vorn. Bei einer solchen Gelegenheit ist es ihm vergönnt, aus vorbenannter Stellung zu flanten und den Ball zur Mitte einzugeben, worauf dieje 4 Minuten vor Schluß zum 3. und flegbringenden Tor für Alemannia einsenden. Trogdem versucht MEC. die wenigen Mi nuten bis zum Schluß auszugleichen, doch bald darauf ertönt der Pfiff des Schiedsrichters, der beide Parteien vom fairen Kampfe trennt. im Bordergrund des ganzen Interesses steht. Jeder Berein trachtet durch Schrägschuß faust der Ball am Torwächter vorbei in die rechte danach, eine erstklassige Elf" zusammenzustellen; im bürgerlichen Ede. Das Spiel gewinnt durch diesen Erfolg an Intereffe. Be Sport merden fogar erstklassige Kräfte zu diesem Zwede„ getauft", reits 2 Minuten ist für MSC. eine Ede erzielt, die Alemannia indem ihnen einträgliche Stellungen verschafft, Gelozuwendungen geschickt abwehrt. Kurz darauf geht ein scharfer Schuß daneben, und Wir haiten am Sonnabend morgen über einen Prozeß berichtet, und Kleidung überwiesen werden. Das planmäßige Trai auch eine zweite Ede bringt nichts ein. Das Spiel wird dann der durch den Konkurrenzfampf der beiden großen Bapierfirmenning findet aber wenig Gegenliebe bei den Fußballsportlern, und wieder offener und verteilt. Der Mittel und linte Läufer MSC. hieraus erklärt sich der so oft betlagte Tiefstand des Fußballsports. arbeiten zwar aufopfernd, doch der Alemannia- Sturm ist heute geBoehler in Dresden und Hartmann u. Co. in Berlin entstanden war Dr. Schwarz berichtet über den Wiener Fußballsport:„ Der Wiener radezu glänzend. In der 38. Minute erlaubt sich der linte Läufer und in dem die Arbeit der Außenhandelsstelle für Zeitungspapier Athletifsportklub hatte die beste Kluborganisation mit einem vorzüg. MSC. eine graziöse Kifte, die für MSC. gefährlich wird, doch im eingehend behandelt wurde. Unter anderem hatte sich der Kauf- fichen Spielermaterial, so daß seine Extraklasse die in der Höchstblüte letzten Moment rettet der Verteidiger. Von der 40. bis 45. Minute mann Walter Road megen Bestechung und Beseitigung von Alten stehenden Ungarn, Prager, alle erreichbaren Reichsmannschaften drückt MSC. statt, was durch 6 Edbälle zum Ausdruck gebracht zu verantworten. Nach mehrtägiger Verhandlung fällte das Gericht glatt schlagen fonnte. Selbst die englischen und schottischen Bro- wird, die sämtlich nichts einbringen. Nach Halbzeit wird der Ball folgendes Urteil: feffionafflubs( Berufsspieler), die in früheren Jahren unsere Wiener von MSC. durch gute Kombination nad porn getragen. Der " Die Angeklagten werden auf Kosten der Staatstaffe freige. Auswahlmannschaften mit zweiziffrigen Goalziffern abgefertigt Mittelstürmer segt auch zum Schuß an, fann sich aber der Bebrän sprochen, ba eine tatsächliche Feststellung von strafbaren Hand hatten, fanden trotz ihrer technisch und taktisch haushohen lleberlegen gung von mehreren Alemannia- Leuten nicht erwehren. In der lungen nicht getroffen werden kann. Die Art, wie der Angeklagte heit in der Ambition der WAC.- Leute doch einen gewissen ernsten 12. und 14. Minute erzielen beide Parteien je einen Edball. Ale. Road die Akten benugt hat, habe sich nicht aufklären lassen. Das Widerstand, der sie immerhin zur Entfaltung ihres überraschenden mannia drückt nun mit Wind start, und um ein Haar wäre Nr. 3 Gericht halte seine Angaben für unwahrscheinlich, es beständen aber Könnens zwang." Im weiteren Verlauf versuchten die Wiener dann erzielt worden, wenn erstens der Pfosten und zweitens der Torverschiedene Möglichkeiten. Das Gericht ist der Ueberzeugung, daß aber, die auf geringeres Training begründete Minderleistung burch wart nicht geholfen hätten. MSC. ftrengt fich nun nochmals an, eine amtliche Aufbewahrungsweise der Aften in der Außenhandels- cin verzweifeltes Draufgängertum, durch scharfes, ja gefährliches Anftelle nicht in Frage komme, da diese Behörde feinen amtlichen Cha- gehen von Mann und Ball auszugleichen. Dieses Streben, mit allen rakter trage und weder ihr Leiter noch ihre Angestellten Beamte Wittein den Sieg zu erringen, ist ein Krebsschaden, der auch dem feien. Die Beweisaufnahme, so heißt es in der Begründung, hat Arbeiterfußballsport viel zu schaffen gemacht. Es ist das Mittel zur über die Art der Geschäftsführung der Außenhandelsstelle für Abhilfe schon vorgeschlagen worden, die vielen Serienspiele durch Beitungsdrudpapier ein Bild ergeben, das den Angeklagten Road Uebungsspiele zu ersetzen und lediglich soviel Wettspiele anzusehen, zu der Ueberzeugung bringen konnte, er habe es nicht mit einer als zur Austragung der Kreis-, Verbands und Bundesmeisterschaft amtlichen Stelle zu tun. Weiter war Road der Ueberzeugung, unbedingt erforderlich sind. Durch eine derartige Neuorganisation daß sein Schwager Woehler auf der einen Seite und die Firma würde zweifellos der Arbeiterfußballsport die Grundlage zu einem Hartmann auf der anderen Seite ungleichmäßig behandelt worden idealen Boltssport fchaffen und sich den Grundsägen der Arbeiter feien. Daraus konnte Road schließen, daß die Außenhandelsstelle sportverbände auf volkstümlicher Basis wesentlich annähern. Als feinen amtlichen Charakter befigt, denn eine Behörde würde eine so Hauptursache erscheint uns aber, daß die Kampfidee des Spiels er ungleichmäßige Behandlung von Antragstellern gänzt wird durch eine fyftematise Erziehung zur Kamerad nicht vorgenommen haben. Der Angeklagte Noad hat auch die Er fchaftlichkeit und durch planmäßige Ausbildung im sportlichen Sinne. fahrung gemacht, daß die Angestellten sich über den Borgänger des An Stelle des Draufgängertums muß die Kunstfertigteit Geheimrats Pfundtner in einer Weise äußerten, wie es von dem treten, d. h. allen Spielern muß zur Pflicht gemacht werden, nach Leiter einer amtlichen Stelle nicht angenommen werden tonnte. einem bestimmten System zu trainieren, und dann erst, vielleicht nach Namentlich, daß er bestimmte Zuwendungen angenommen habe. Ablegung einer Prüfung, dürften sie an den Wettspielen teilnehmen. Inwieweit diese Dinge zutreffen, hat das Gericht nicht zu unter- Dadurch würde dem rohen Spiel zu einem großen Teil der Boden fuchen. Es hat nur zu prüfen, ob der Angefiagte Road dieses Emp- entzogen werden. finden haben konnte. Mit der Freisprechung Noads ergibt sich auch Zur Förderung eines planmäßigen Trainings hat Dr. Schwarz die der übrigen Angeklagten. Abgesehen davon, daß§ 133( Beiseite- Bien einen großen Plan ausgearbeitet, der als vorzügliche Grund schaffung von Atten) nicht gegeben war, ist bei Woehler auch positiv lage dienen fann, bis der Arbeiter- Turn- und Sportbund durch einen festgestellt worden, daß er nichts unternommen hat, was als An- eigenen Entwurf eine Reform des Fußballsports in die Bege leitet. ftiftung zu betrachten wäre. Auch hinsichtlich der Bestechung In dem Buch Bie trainiere ich Fußball?", ein Lehrbuch für Spieler tonnte feinerlei Feststellung getroffen werden. und Trainer( Restroy- Berlag, Wien) wird ein besonderer TrainingsMit diesem Urteil hat ein außerordentlich interraum in Größe von 40 bis 50 Meter Länge und 20 bis 25 Meter effanter Brozeß sein Ende gefunden, der nur dadurch für die Breite verlangt, der gegen Zuschauer abgesperrt sein soll, um die Angeklagten so glimpflich verlaufen ist, daß sie nach der Meinung Trainierenben bei ihren llebungen nicht zu behindern. Als Uebungs. des Gerichts mit Recht annehmen konnten, die Außenhandels gerätschaften find vorgesehen ein Fuß- und ein Kopfpendel, die an stelle sei feine Behörde. Es ist zu bedauern, daß durch einem Gerüst( Galgen) anzubringen sind; ferner eine fenfrechte diese Behandlung der Angelegenheit eine wirkliche Klarstellung der Wand im rechten Wintel, 3 Meter hoch, vom Winkel an gemessen in Borgänge in der Außenhandelsstelle für Beitungspapier nicht herbei- 15 Meter Länge nach beiden Seiten; weiter 2 schränge Wände in geführt wurde. Praktisch tragen nämlich die Außenhandelsstellen 3 Meter Höhe und 7 bis 8 Meter Länge, in 75 Grad vom Boden auf als Selbstverwaltungsförper behördlichen Charakter und find Or steigend; sodann Bodenfiguren( Bendelfigur, gerades Land, großes gane der Gemeinwirtschaft. Um so mehr hat die Deffent. Dval, großes Biered, der Achter, der Doppelachter, fleines Oval, lichkeit ein Interesse daran, daß diese Stellen ihre Tätigkeit ein Moander und fleines Biered). Im Anschluß daran wird ein großwandfrei ausüben und daß Borwürfe wie die der Beste chung zügiger Uebungsplan an den einzelnen Gerätschaften entwickelt, nach und des Aftenbiebstahls reftios aufgeheilt werden. Soweit dem der Trainer planmäßig die Ausbildung der Sportler vornehmen aus den Berhandlungen hervorging, fonnte freilich eine Bestechung tann. nicht angenommen werven. Immerhin ist die enge Berquidung Die Einrichtung eines derartigen Trainingsplates ist bei den Don Staatsintereffen und Privatintereffen auch jetzigen Verhältnissen freilich so kostspielig, daß die einzelnen Bereine hier mehrfach deutlich zutage getreten; denn es ist eine solche Ver- por einer unmöglichen Aufgabe stehen. Dagegen würde es der Gequidung, wenn man einen Geheimrat aus dem Reichsdienst aus- famtorganisation bzw. der Märkischen Spielervereinigung wohl mög fauft, um dann seine Erfahrungen in den Dienst der Intereffen- lich sein, für das Groß- Berliner Gebiet eine solche ideale Stätte der politit zu stellen. Dieser Fall hat sich freilich schon öfter ereignet. Leibesübungen zu schaffen. Auch der Fußballsport ist ein Teil Wenn aber hier den Leitern eines Selbstverwaltungskörpers von den unserer modernen Körperfultur, wenn an Stelle des Kraftspiels die Brivaten alle Sicherungen gegeben werden, damit sie auch im Falle Kunst und Schönheit in Technit und Tattif tritt. der Auflösung ihrer Dienststelle vor Vermögensnachteilen bewahrt bleiben, so ist das rein menschlich verständlich, macht es jedoch erklär lich, daß dann umgehungen der Außenhandelskontrolle mit ganz lächerlich niedrigen Strafen von 2000 bis 10 000 m., in einem Falle sogar von 100 M., geahndet werden. Strafen, die für Industrielle mit Millionenum'ägen gar feine Strafen find. Hier verwischen fich für den Nichtjuristen die Begriffe des Erlaubten und Nichterlaubten. Moralisch bleibt der Einfluß dieser Zuwendungen" auf die Leiter dieser Stelle sicherlich wirksam, auch wenn es sich nicht um Bestechung" handelt. Und gerade darum hatte jeder, dem es um eine Aufklärung in den ein wichtiges Organ der Geweinwirt schaft belastenden Vorwürfen zu tun ist, ein schärferes zupacken der Behörden gewünscht. " Das unfehlbare" Mittel. Wir sollen vor allem im Sport das Mittel sehen, die Schönheit des menschlichen Körpers und seine Gesundheit und Kraft zur höchsten Blüte zu bringen. Hinter diesem Streben muß der Kampfgedanke an die zweite Stelle rüden lediglich das Mittel, das Können der Sportler und die erzielten Fortschritte in sachgemäßer Weise zu prüfen. Der Kuß der Bajadere. Liebe und Morphium. Einwandfrei war das Spiel infolge des sehr starken Windes nicht zu nennen. Die Protestkommissionsmitglieder, als leitende Persönlichkeiten dieses Spiels, mußten burch die bereits vorange. gangenen Jugendspiele unbedingt erkennen, daß der Plaz, infolge des durch den Wind aufwirbelnden Sandes, welcher teilweise bie Sportler vor Augen der Zuschauer in dichte Staubwolfen verhüllte, für ein berartiges Spiel spielunfähig erscheinen mußte. Hähner als Schiedsrichter war feiner Aufgabe nicht gewachsen und löste Unzufriedenheit unter den Zuschauern aus. MSC. spielte unter Form, Alemannia dagegen war von Stralau nicht wiederzukennen. Bei Beibehaltung ihrer Form dürften sie als Berliner Vertreter bei den weiteren Vorrundenspielen ein Wörtchen mitzureden haben. Edenverhältnis 11: 3 für MSC. Schlußspiel um die MSB.- Hockey- Meisterschaft. Am 15. April, nadm. 3-5 Uhr. findet auf dem Sportniak le en ber Schönhauser Allee zwischen den Vereinen Roland" und Schönhols" bas Schlußfpiel um die Bundes- Hockey- Meisterschaft statt. Beide Vereine verfügen über gute Kräfte. Echönhola" mit feiner fortgeschrittenen Technik dürfte hierbei wohl die meisten Chancen haben und bie Meisterschaft für sich buchen fönnen. Sedoch ist„ Soland" fein zu verachtender Gegner. Borher von 2-8 Uhr fpielen zwei Damenhodenmannschaften, Fidyte III" gegen holand". Ab 12 Uhr besteht für die MGS..Sodey" Spielverbot Zu dem am 14. April stattfindenden Kreistag der MEB. hat jeder Berein resp. Abteilung einen Delegierten zu entfenden.( Tagungslokal wird in der Tages. preffe noch bekanntgegeben.) Mannschaften, die gewillt find, an der Sommer ferie( Mittwochs und Freitags) teilzunehmen, melden sofort an die Geschäftsftelle: 1. Wieviel Mannschaften, 2. Gewilnfchte Spieltage, 3. Zwei Schieds richter, 4. Adresse des Vorfizenden. W. B. Ein Wohltätigkeitsschwimmfest sum Besten der Jugendpflege beranstalten der Schwimmberein„ Borwärts" Berlin 1897 und biereien Schwimmer Norden" Berlin 1898 am Sonnabend, den 14. April im Stadtbab Bebbing Der Reinertrag der Veranstaltung fließt in ben Jugend ( Gerichtstraße). fonds des Bezirksamts Webbing. Einlaß 8 Uhr. Beginn 8% Ubr. Arbeiter Turner- Bund, 2. Bezirt, Gruppe Groß- Berlin. Am Donnerstag, den 19. April, 8 Uhr abends, Zusammenturnen der Frauen und Jungmädchen abteilungen der Gruppe in Bankow, Turnhalle des Lyzeums, Görschstraße, Uebungsstoff: Bezirksturnfeft. Seber Berein muß vertreten fein. Sportliche Bereinigung Stoland". Resultate der Socken- Gesellschaftsspiele vom 7. April: Fichte 12 1- Roland 1 2: 3, 8. April: Roland 1- Fichte 11 7: 0. S.-C. Bader 20". Donnerstag, den 12. April, Fortsegung der außer ordentlichen Gigung bei Fr. Lange, Rotoder Str. 28, Anfang 8 Uhr. Turnverein Fichte". Die 16, Lehrlings- Abtlg., 16. Männer- bilg. und Ruder.Abilg. hält am 12. April, 8 Uhr, Gormannstr. 4, ihr öffentliches Turnen ab. ..Athletit- Sport- Club e. B." Leichtathletik, Soden. Rudern. Männer, Frauen, Jugend- Abilg. Dienstag, den 10. April, Arbeitsdienst auf dem Fichteplah, Beginn 5 Uhr, Donnerstag, den 12. April, Training auf der reptomer Spielwiese, Beginn 6 Uhr. Umkleidelotal: Ritfchtes Bittoriagarten, am Treptower Part 25/26. Bertreter der Hockey- Abtig.: Walter Breeß, Baum schulenweg, Baumschulenstraße 84/85. Geschäftsstelle: Alfred Behrends, Berlin .. 87, Binzendorfstraße 7. Freie Zurnerschaft Wilmersdorf. Sportplah Wilrttembergische Straße, Ede Rähringer Straße( Nähe Fehrbelliner Blah). Abteilungen für Turnen, Fußball, Hoden( Training Mittwochs), Leichtathletik( Training Dienstags, Donnerstags G. Teller, Bilmersdorf, Württembergische und Sonntags). Anfragen an Straße 54( Sportplas). Arbeiter Turn- und Sportbund, 1. Az., 6. Bes. Jugend- Wafferball Belle I Renkölln wird vom 10. April auf den 27. April, Stadtbad Friedrichshain, verlegt. An Eltern und Lehrer Die Berliner Arbeiter- Fußballmeisterschaft. Alemannia gegen MSC. 3: 2( 2: 1). Pünktlich 3,30 Uhr stellten sich die Meisterschaftsanwärter den Schiedsrichtern. Allemannia mit Anstoß, fommt gleich nach vorn, trotzdem sie gegen Wind spielt, und schon in der 4. Minute läßt der Torwart von MSC. einen unbedingt haltbaren Ball paffieren. MSC. ist etwas überrascht und hat sich faum vom ersten Schred erholt, als in der 8. Minute für den Torwart unhaltbar Nr. 2 ein Den Drang der Frauenwelt nach Verschönerungsmitteln hatte gefandt wird. Die Schuld hieran trägt zum größten Teil das einein Hamburger Kaufmann zu einer großen Schwindelei ausgenußt, feitige Verteidigersystem von MSC. In Alemannia ist Schwung indem er ein angeblich unfehlbares Mittel zur Stär- hereingefommen. In der 10. Minute erzielen fie einte Ede, die aber tung der Büfte anpries. Brunthafte Reflame und tüchtige abgewehrt wird. MSC. hat zahlreich zu verleidigen. Endlich Reisende sorgten für den Absatz der Mixturen, die von Frauen, deren Sehnsuchtstraum nach einer junonischen Gestalt unerfüllt ge= blieben, rasend gekauft wurden. Das Mittel bestand aus einem Büstenwasser", einer Salbe und einem stärkenden" Pulver. Obwohl die Käuferinnen mit großem Cifer das Wasser und das richten der Bentralarbeitsausschuß der Sozialdemokratifchen Elternbeiräte Berlins und die Arbeitsgemeinschaft SozialPulver schluckten, auch die Salbe entsprechend anwandten, blieb die Wie eine unheimliche Bision muteten die Borgänge an, die in demokratischer Lehrer und Lehrerinnen Berlins die Mahnung, an erhoffte Wirkung gänzlich aus. Nun hatten sich aber die Behörden einer Verhandlung vor dem Schöffengericht Berlin- Mitte zur Sprache ihrem Teil dazu beizutragen, daß die Herrschaft der Kirche über mit diesen Wunderkuren" beschäftigt. Da die chemische Untersuchung famen. Der Angeklagte, der 25jährige Kaufmann Karl Kiegner, die Schule gebrochen wird. Die Waffe in diesem Kampf ist für der Tinkturen das überraschende Resultat gezeitigt hatte, daß das der das Gymnasium bis Oberfefunda besucht hatte, ist in medizini die Eltern: Abmeldung der Kinder vom Reli Büstenmittel aus rofig gefärbtem Wasser mit Parfümzuschuß bestand, die Salbe aus garantiert reinem 21 us lands. fcher Hinsicht ein außerordentlich interessanter Fall. Er ist nämlich gionsunterricht, für die Lehrer: Niederlegung Ses Religionsunterrichts. Ein neues Schuljahr beginnt. chmalz und einem Zusag von Rosenöl, während das„ Ber- das Opfer eines Russes geworden. ftärfungspulver" eine undefinierbare Zusammenfeßung aufwies, zu Bor mehreren Jahren machte er auf einem Maskenball die Be Befreit noch heute, sagt der Aufruf, Eure Kinder vom Religions90 Proz. aber aus Mehl bestand. Der Hersteller des unfehl- tanntschaft eines auffallend schönen, egotisch aus unterricht der Schule! Eine schriftliche Mitteilung an den Schule baren Mittels" fonnte nicht zur Rechenschaft gezogen werden, da er ehenden jungen Mädchens, das dort im Kostüm einer leiter mit den Unterschriften des Vaters und der Mutter genügt. durch die Amnestie als früherer Kriegsbeschädigter straflos ausging. in disgen Bajadere erschienen war. Beim Abschieb unter Arbeitereltern! Lehrer! Zut Eure Pflicht! Dagegen wurden gegen die Reisenden zahlreiche Strafverfahren ein- bem Schutz der Mastenfreiheit drückte er auf ihre feingeformten, geleitet. Einer von ihnen, der Kaufmann R., hatte sich vor dem geschminkten Lippen einen Ruß und dabei fiel ihm, wie er fich Billige Salzheringe. Durch das Ernährungsamt der Stadt Schöffengericht wegen Betruges zu verantworten. Rechtsanwalt ausbrückte, ber halb starre, halb traurige und dabei grausame Dr. Schwindt machte für den Angeklagten geltend, daß er nach Blic" auf, mit dem die schöne Unbekannte ihn betrachtete. Seitdem Berlin kommen von heute ab b's Sonnabend, den 14. d. M., Salzeinem Gutachten Ham ger Irrenärzte strafrechtlich war es um die Ruhe des jungen Mannes geschehen, und wie es sich beringe zum Verkauf. Es handelt sich um große norwegische Slee. nicht zur Berantwortung gezogen werden tönne. Das Gericht tam darauf herausstellte, auch um feine Gefundheit. Eine Woche später Heringe( Jahrgang 1923), die sich ebenso zum Roheffen wie zum auf Grund dieses Gutachtens zu einer Freisprechung. fam bei ihm als Folge diefes Ruffes eine furchtbare Einlegen eignen. Der Abgabeprefs beträgt 220 m. je Stüd. Rrantheit zum Ausbruch, und mehrere Hellfuren, die er an- Die Verkaufsstellen sind an den Anschlagsäulen bekanntgemacht. Mehr als wandte, hatten feinen Erfolg. Ebenjo vergeblich war fein Bemühen, Einschlagpapier oder Gefäße find mitzubringen. die geheimnisvolle Unbekannte zu entdeden, da die Adresse, die sie 10 Heringe dürfen an einen Käufer nicht verabfolgt werden. 120 Mitglieder des Bochumer Gesangvereins Ginigkeit er ihm gegeben hatte, falsch war. Kiehner wurde Morphinist und Ein neuer Boltspart entsteht im Bezirk Beißeniee auf schienen am Montag Nachmittag im Berliner Rathaus und wurden trieb fich tagelang in halbwachem Zustand auf den Straßen umher. dem Gelände am Faulen See. Noh in diesem Sommer wird in Abwesenheit des beurlaubten Oberbürgermeisters Bög von Im Januar wurde er von einer Streife der Schupo ergriffen, als Bürgermeister Gen. Ritter, dem Stadtverordneten- Worsteher er sich in einem Bortal eines Geschäftshauses zu schaffen machte. boraussichtlich der modern ausgestattete Sportplay den Schulen Dr. Caspari und dem Stadtrat Wege im Stadtverordneten. Er wurde nun unter dem Berdacht des versuchten Ein- und Vereinen zur Benutzung übergeben werden können, und auch Sigungsfaal empfangen. Nach den Begrüßungsaufpiachen brachten bruchsdiebstahls festgenommen. Auf der Polizeiwache ver- die übrigen Tummelflächen werden der Bevölkerung des nordöit die Bochumer zwei Lieder zu Gehör und besichtigten schließlich das suchte sich der Angeklagte mit einer starten Dosis Morien Stadtgebietes bald einen erfreulichen Zuwachs an Ep el flächen bieten. Die Gesamtkosten der bis jetzt ausgeführten ArRathaus, das sie mit einem Hoch auf Berlin verließen. phium, das er immer im Strumpf bei sich trug, zu vergiften. Vor Gericht gab Rießner an, daß er sich auf nichts mehr besinnen beiten sind durch die vom Oberbürgermeister Böß eingelenteten tönne. Der offenbare förperliche Zusammenbruch des jungen Sammlungen für die Stiftung Part, Spiel und Sport" aufMannes erweckte sichtlich das Mitgefühl der Richter. Rechtsanwalt gebracht werden. Dr. Harry Pintus erklärte, baß fie angesichts diefes jammer. Startes Schneefreiben im Ruhrgebiet. Nach einer Melbung aus vollen Bildes jedes Plaidoyer erübrige und beantragte, den Ange. flagten auf seinen Geisteszustand zu untersuchen. Das Effen berrichte am 9. April bei einer Temperatur von Rullgrad Gericht gab diesem Ersuchen statt. starles Schneetreiben. Die Bochumer Sänger im Rathaus. Einäfcherung des Bürgermeifters a. D. Dr. Reide. Bei der Trauerfeier anläßlich der Emäscherung des Bürgermeisters Dr. Reide im Wilmersdorfer Strematorium am Donnerstag um 11 Uhr werden die städtischen Behörden durch den Oberbürger meister und den Stadtverordnetenvorsteher sowie durch Abordnungen des Magistrats und der Stadtverordneten vertreten sein. Die Statuten der Internationale. Der auf der Bregenzer Konferenz vom Zehnerkomitee der Zweiten und der Wiener Internationale einstimmig angenom. mene Entwurf der Statuten der Sozialistischen Arbeiterinternationale, der dem Hamburger Gründungsfongreß der SAJ. vorgelegt wird, hat folgenden Wortlaut: A. Die Sozialistische Arbeiterinfernationale. 1. In der Sozialistischen Arbeiterinternationale( SAI.) vereinigen fich fozialistische Arbeiterparteien, tie in der Ersetzung der fapital stischen Produktionsweise durch die sozialistische das Ziel und im Klassenkampf das Mittel der Emanzipation der Arbeiterklasse erfennen. 2. Die SAS, hat die Aufgabe, die Tätigkeit der angeschlossenen Parteien zu vereinheitlichen und in gemeinsamen Aktionen zusammenzufassen. Die in der SAI. vereinigten Parteien verpflichten fich, feiner außerhalb dieser bestehenden internationalen Bereinigung anzu gehören. 3. Die sozialistische Internationale ist nur insoweit lebentige Fragen für alle ihre Teile bindend sind. Ein jeber Beschluß Birklichkeit, als ihre Beschlüsse in allen internationalen Der internationalen Organisation bedeutet daher eine felbft gewollte Einschränkung der Autonomie der Parteien der einzelnen Länder. 4. Die SAI. ist nicht nur ein Instrument für die Aufgaben im Frieden, sondern ebenso ein unentbehrliches Instrument während jetes Krieges. Bei Konflikten zwischen Nationen wird die SAJ. von den ange schlossenen Parteien für sich als höchste Instanz anerkannt. 5. Organe zur Erfüllung dieser Aufgaben sind: 1. Der Internationale Ronareß; 2. Die Eretutive; 3. Das Bureau; 4. Die Geschäftstommiffion; 5. Das Gefre tariat. B. Der Internationale Kongreß. 21. Dem Gefretariat obliegt: a) die Borbereitung der Sigungen der Erefutive und des Bureaus sowie ter internationalen Kongresse; Filmschau. Das Hand ohne Lachen", ein Film von 2 Heilbronn und Gerhard Lamprecht, den ein fenfationslüfternes Brimierenpublitum im Tauenzienpalaft natürlich mit füblem Schwelgen aufnahm, zeigt die Ziele, fünf Menschen drängen sich die wuchtigen, scelisch durchleuchteten Begeben zu denen der fultivierte Film vordringen fann. Auf die Erlebnisse von heiten zusammen. Eine beklemmend düstere Atmosphäre, in der alles Frohe b) die Herstellung der Verbindung zwischen den angeschlosse- erftidt, laftet über dem Haus, in dem sich das Schicial eines tierisch- brutalent nen Parteien, die gegenseitige Information derselben, insbesondere junterlichen Schloßherrn durch seine gequälten Kreaturen, die feine nächsten auch durch die Herausgabe eines un riodisch erscheinenden Berwandten find, erfüllt. Die lebten Akte bringen die berühmte Geschichte Bulletins der SAJ. in drei Sprachen, das vor allem die von der verfolgten Unschuld und dem Bekenntnis aus dem Sterbebett. Berichte über die Sihungen der Exekutive und der Bureaus publi- doch wie start durchströmt von heiheiter Spannung. Aber wie wird das gebracht! Mit welcher vornehmen Zurückhaltung und giert sowie auch über prinzipiell wichtige Berschlüsse und Aktionen Meistertvert der Regie, alles, ieder Borgang, jeder seelische Refler ist Der Film ist ein der angeschlossenen Parteien zu berichten hat; hewegungsmäßig angebracht, bildhaft durchgeführt. Dem Regiffeur Lamprecht stehen eine Unmenge origineller Einfälle zu Gebote. Es ist, um nur einen zu nennen, sehr hübsch, wenn er, in Fortseyung eines fichtbar gewordenen Gedankens, den Apparat mit den Augen der Dar stellerin wandern und den Eindrud von den Ausmaßen eines fleinen Bimmerthens etmeden läßt. Alles Triumpf einer fünstlerisch unbetrrbaren, faft zu fein malenden Regiebegabung. Außer Henry! Galen, der hart und überzeugend wirkt, bieten die Darsteller nichts bemerkenswert Gigenes. Sie sind mittlere Erfüller eines großen Regiewillens. c) die Erstattung periodischer Kaffenberichte an die Erefutive; d) tie Herausgabe der Protokolle der internationalen Rongreffe; e) die Schaffung eines Archivs der internationalen Ar. beiterbewegung. F. Finanzielles. 22. Zur Beftreitung der Unkosten, die aus den Arbeiten der S23. erwachsen, wird von den angeschlossenen Parteien ein Jahresbeitrag geleistet, deffen Höhe nach der Mitgliederzahl berechnet wird. Dieser Beitrag foll nach Möglichkeit den besonderen Grundlage von 1 Schweizer Centime im Wert der BorVerhältnissen des Geldwertes angepakt werden. Er wird auf die friegszeit per Mitglied geftellt, multipliziert mit dem Vielfachen, um das die Löhne seit der Borkriegszeit gestiegen find, 3. B.: Wenn die Löhne in der Schweiz sich gegenüber der Bor: friegszeit verdoppelt haben, wird der Schweizer Beitrag pro Mitglied 2 Centimes betragen. Wenn in Desterreich die Löhne gegenüber der Vorfriegszeit um das Sechstausendfache gestiegen sind, so werten pro Mitglied 6000 Centimes gezahlt, und zwar in Kronen, entsprechend dem Wechselturs der Borkriegszeit( also 57 Kronen). Das erscheint uns in der außerordentlichen Situation, in der wir uns befinden, als der bestmöglichste Weg der Regelung. 23. Außer den regulären Jahresbeiträgen tragen die angeschlossenen Barteien zu den Kosten des Kongresses bei, indem sie für jeben Delegierten, den sie entfenden, einen Beitrag zahlen, bessen Höhe die Eretutive bei der Einberufung des Kongresses festsetzt. G. Beziehungen zur Gewerkschafts- und Genossenschaftsinternationale. 6. Der Rongreß wird von der Erefutive, wenn die politischen Ereignisse es erfordern, mindestens aber alle drei Jahre, ein berufen. Der nächste Kongreß findet spätestens im Jahre 1925 statt. Die Erefutive hat Zeit und Ort des Kongresses, wenn nicht zwingende Gründe es hindern, mindestens vier Monate vor dem Statt- 24. Die S23. sieht in der Einheit der Gemertschaftsbewegung, finden des Kongresses bekanntzugeben. Die Erefutive ift ver- die durch den Internationalen Gewerkschaftsbund pflichtet, in fürzester Zeit einen internationalen Rongreß einzu-( Amsterdam) repräsentiert wird, ein unumgängliches Erforderberufen, menn mindestens 10 angeschlossene Barteien dies verlangen. nis der erfolgreichen Führung des Klassenkampfes 7. Am Kongreß fönnen nur Parteien teilnehmen, die der SAI. angefchloffen find. Ueber die Zugehörigkeit zur SAJ. ent fcheidet die Eretutive vorbehaltlich der Zustimmung des Kongreffes, 8. Quf je 3000 Mitglieder einer angeschlossenen Partei entfällt ein Delegierter. Das Maximum ber Delegierten einer Partei ist 50. ausgerüdt, um den dritten und letzten Teil des großen Abenteurerfilms Große Sensation im U... Surfürstendamm! Berlin Wist Die Frau mit den Millionen" zu leben. Dieser Film hat die Hauptdarstellerin, Ellen Richter, die fehr gut ausficht, und, ohne Sensationsromantit ausgestopfte Handlung, die auch nur anzudeuten zu vordringliche Starmanieren zu zeigen, hübsch spielt, durch halb Europa geführt. Mit ihr reifte die ganze unsagbar alberne, mit lebloser langweilig ist. Der dritte Teil zeigt schöne Aufnahmen von den Dardanellen, von Stonstantinopel, von Paris. Der dide Suizar ichwitt, eine läppiiche Stomit, die ihm die Situationen diftieren. Niedliche Titelchen huch nein! beucheln Humor. Na, und Ellen Richter fiebt gut aus. Das ist aber auch wirklich alles. Der Film hat sicher sehr viel Geld getoftet. und Berlin ist begeistert. [ p- s. Groß- Berliner Parteinachrichten. mittag 4 Uhr im Krematorium Wilmersdorf, Fehrbelliner Plat Die Einäscherung des Genossen Martow findet heute nachstatt. Heute, Dienstag, den 10. April. 7. Kreis Charlottenburg. Die Eintrittsfarten zur Maifeier sind in der Funktionärverfammlung am Dienstag, den 10. b. M., in Empfang au nehmen. Jungjozialisten, heute 26 Uhr pünktlich in der Juristischen Sprechstunde, Lindenstr. 3: Arbeitsausschußibung. Mitgliederversammlungen und Zahlabende in Groß- Berlin am Mittwoch, den 11. April: t. 7% Uhr, Mitgliederversammlung Schulaule Auguftftr. 68. Thema: Ruhrkampf und Rechtsputsch." Referent: Reichstagsabg. Konrad Ludwig. Freie Aussprache. Abt.( Stadtbezirke 129-144). 7% br Bablabende: Lokal Schulz, Stallfchreiberstr. 29. Referent: Genosse Baul Cent; Lofal Gensch, Dresdener Straße 107/108. Referent: Genosse Bandau; Lokal Emil Krüger, Engela ufer 23. Referent: Rudolf Kahl. Die SAI. fieht in der Einheit der Genossenschaftsbewegung, die durch den Internationalen Genoffenschafts- 1. bund( London) repräsentiert wird, einen außerordentlich wertvollen wirtschaftlichen Rückhalt der Arbeiterklasse bei der Führung 3. des Alaffentampfes. Die SAI. wird daher mit dem Internationalen Gewerkschafts9. Bon tem Erefutinfomitee wird jeber am Ronareß vertretenen bund( Amsterdam) und dem Internationalen Genossenschaftsbund 4. Abt. 7½ Uhr bei Schuls, Elifabethstr. 30. Bortrag des Genoffen it Bartei eine gewisse Stimmenzahl für die Abstimmungen im( London) in ständiger Fühlung bleiben und ist bereit, fall. Kühne. Plenum zuerkannt. Für die Bemessung dieser Stimmenzahl wird meije gemeinsam mit diesen internationalen Organisationen 5. Abt. 7½ Uhr Abteilungszablabend im Bürgerheim, Alte Schönbaufer die Mitgliederzahl der Partei sowie die Gesamtstärke Busammenkünfte und Gesamtkongresse der Arbeiterklasse zur Be. des organisierten Proletariats in dem Lande( Gewerkschaften, Beratung der allen diesen Organisationen gemeinsamen Probleme ab. 6. nossenschaften, Parteipresse, Wählerzahl usw.) zugrunde gelegt. Das zuhalten. Maximum für eine Partei ist 30 Stimmen. Die Abstimmungen nach Kongreßstimmen anstatt nach Röpfen wird vorgenommen, wenn mindestens 30 Kongreßmitglieder, tie wenigftens fünf verschiedene Länder vertreten, dies verlangen. C. Die Erefutive. Straße 23/24. Xbema: litobolismus und Bolfsernährung." Referent: Genosse Stulg. Die Bezirksführer laden ein. Abt. 6½ Uhr Sigung des erweiterten Abteilungsvorstandes bet Dobroblaw, Svinemünder Str. 11. 7% Uhr Bablabende in folgenden gofalen: Be airte 486 und 503 Maß, Schwedter Straße 34; 487 Echitkowsky, Fehrbelliner Straße 22; 491 Gransch, Brunnenstraße 4; 492, 493, 404 und 495 Albrecht, Veteranenstr. 6; 496 bis 498 eurbrod, Bionsfirchplatz: 499, 500, 505 Dobroblato, Swinemünder Str. 11: 501 und 502 Deblis. Rheinsberger Straße; 504 Gelling, Swinemünder Str. 14;; 506 bis 508 Dit, Rheinsberger Straße. Die SAJ. ruft alle Arbeiter zur Einigkeit der sozialistischen Bewegung in den einzelnen Ländern und in der Internationale auf. Sie ist entschlossen, auf der Grundlage der von ihr gefaßten Be- 7. Abt. 7½ Uhr Zahlabende: Stube, Streliger Str. 56: Doll, Bergstr. 72; schlüsse und Refolutionen mit allem Nachdruck für die Verwirkli Dahms, Schlegelfir. 9; Beirau, Bfluaftr. 1; Diefe, Bohenstr. 19. 10. Die Mitglieder der Crefutive merden von den angeschlosse- chung dieser Einigung zu arbeiten. Sie fordert die Sozialisten aller 9. Abt. 7 ube zisfuffions- und Bablabend in ben bekannten Lokalen. 8. Abt. 7 Uhr Bablabend in den belannten Lotalen. nen Barte en gewählt. Die Zahl der Exekutivmitglieder wird ent- Länder auf, ihre Bemühungen zu unterstützen, indem sie sich in 10. bt. 7 Uhr Gemeindeschule Alt- Moabit 28. Referent: Genoffe Altmaler. sprechend der Bertretung auf den internationalen Rongreffen be- tatkräftigfter Weise um die Herstellung einer proletarisen 11. t. 7 Ubr bei Berger, Levetomste 21. Thema: Die wirtschaftliche stimmt. In Ländern, in denen mehrere Nationen leben, erfolgt die Einheitsfront gegen den Rapitalismus und Imperialismus Lage." Referent: Genoffe Otto Bista. Berechnung für jede Nation. Ueber die Zuteilung von Nations- fowohl in ihrem eigenen Lande als auch im Schoße der internatiosplittern zu anderer Ländern entscheitet die Erefutive. nalen proletarischen Klassenorganisation bemühen. 11. Auf Länder( Nationen), die das Anrecht auf mehr als 20 Rongreßstimmen haben, entfallen brei Mitglieter des Erefutipfomitees. Auf Länder( Nationen). die das Anrecht auf 10 bis 20 Rongreßstimmen haben, entfällt ein Mitglied des Erefutivfomitees. Geschäftsordnungfür den HamburgerKongreß 12. Befinden sich in einem Lande( Mation) mehrere ange. Ichlossene Parteien, so wird die Zahl der Erefutiomandate auf Das Zehnerfomitee hat in Bregenz folgenden Entwurf einer Grund der Gesamthumme ihrer Kongreßftimmen bestimmt und tie Geschäftsordnung für den Hamburger GründungsMandate auf die Barteien nach dem Proportionalverfahren ent tongreß der S23. angenommen, der noch der Bestätigung durch sprechend ihrer Kongreßstimmen aufgeteilt. In Ländern( Nationen), den Hamburger Rongreß selbst bedarf: die nur ein Mandat zur Verfügung haben, fällt dies der stärksten Partei zu. 13. Auf Berfangen von mindestens einem Fünftel der ErePutinmitglieber wird im Erefutinfomitee nicht nach Köpfen, sondern nach Kongreftimmen, die den Parteien entsprechend ihrer Stärfe zufommen(§ 9), abgestimmt. 14. Die Parteien haben das Recht, im Falle ber Berhinderung eines Erefutiomitgliedes einen Erfaßmann zur Sigung zu ent senden. 15. Beim Eintritt eines Erefutiomitaliedes in ein Minifterium erfifat automatisch seine Mitgliedschaft in der Erefutive. Nach dem Austritt aus der Regierung ist die Mieterwahl in die Erekutive fofort wieder möglich. D. Das Bureau. 16. Die Erefutive wählt aus ihrer Mitte ein acht gliede. riges Bureau, das in bringenden Fällen rasch einberufen werden fann und zur Vorberatung der der Erefutive abliegenden Agenden zusammentritt. Im Bureau sollen möglichst viele Länder vertreten sein, jedoch ist darauf Rücksicht zu nehmen, daß feine Mitolieder in möglichst furzer Beit zu Sigungen zusammenkommen fönnen. Das Bureau hat der Erefutive Bericht zu erstatten und ist ihr verantwortlich. 17. Die Geschäftsfommiffion($ 19) hat das Recht, in Fällen, wo Probleme eines Landes, beffen Partien im Bureau nicht vertreten find, beraten merden, Erekutivmitalieder dieser Parteien zur Teilnahme mit beratender Stimme einzulaben. E. Die Geschäftskommission und das Sekretariat. 18. Die Erefutive bestimmt ten Ort, wo das Gefretariat der SAJ. feinen Sik hat, und wählt einen oder mehrere Setretäre fowie den Raffierer. 12. Abt. 7½ Uhr Zablabende: Schule Rostocker Str. 32 und Schmidt, Wiclefftr. 17. Wichtige Tagesordnungen. 14. Abt. 7 Uhr Zahlabend in folgenden Lotalen: Engel, Eminemünder Straße 65; Fließ, Swinemünder Str. 77: Bogen, Braunstr. 17; Janisch, Buttbuser Str. 48; Gillwald, Puttbuser 24; Start, Buttbuser Str. 14; Schulz, Lorkingftr. 20. 15. Abt. 7 Uhr zahlabend bei Obiglo, Stralsunder Str. 11; Lietschmann, Aderftr. 122. 7% Uhr Grubvenzablabenbe: Strüger, Suffitenstr. 34; Carus, Boltaftr. 37, und Regenberg, Gartenstr. 74. 17. Abt. 7 1hr Bablabende in folgenden Lokalen: Dofe, Nordhafen 6: Müller, Trift, Ede Tegeler Straße; Nitschke, Triftstr. 6: Sell, Sparrstraße 20; Suchland, Sprengels, Ede Samoastraße; Gerth, Tegeler Str. 50. 18. Abt. 7½ Uhr Bablabende: Sachse, Lindower Str. 26; Schmidt, Kolberger Str. 26; Müller, Uferstr. 12; Hochbeim, Pantstr. 82; Bierbaum, Bastianste. 2. 19. Abt. Bablabend in den bekannten Lokalen. 20. bt, 7% Ube Bablabend in den bekannten Lokalen. 22. 61. 21. Abt. 1. Jede sozialistische Arbeiterpartei, die gewillt ist, auf Grund der Zulassungsbedingungen an dem Hamburger Rongreß 1923 teilzunehmen, hat bei ber Anmeldung dem Organisationsfomitee ihre mitgliederzahl im Durchschnitt des Jahres 1922, eventuell auch andere für ihre Stärke wesentliche Momente( Bahl der 23. Bertreter im Parlament usw.) bekanntzugeben. 2. Auf je 3000 Mitglieder einer Partei entfällt ein Delegierter. Das Marimum der Delegierten einer Bartei ist 50. 7 Uhr Bablabend in den bekannten Bokalen. 7½ Ube Bablabende: Abraham, Norbufer 10; Nabaab, Brüsseler Straße 43: Gentel, Utrechter Str. 10. t. 7% Uhr Bablabende: Lewandolati, Seeltr. 104; Schulk. See Straße 108; Grunewald, Kameruner Str. 19; Taube, Müllerstr. 62a. 25. Abt. 7% Uhr Bablabende: Gott, nieprodeftr. 8; Cramer, Cothenius straße 3; Lemble, Elbinger Str. 49, und Bülow, Pasteut, Ede Es marchstraße. 26. Abt. Mittwoch, 11. April, abends 7 Uhr, im Musikalischen Fuchs", Joftyftr. 7, Abteilungsversammlung. 27. Abt. Gruppenzablabenbe in den bekannten Lokalen. 28, 2bt. 7% 1hr Abteilungsversammlung im fleinen Saal bon Büttner, Schwebter Str. 23. Thema: ,, Die bevorstehende Wirtschaftsfrife in Deutschland. Referent: Genosse Dr. Witte. 3. Zu den Kosten des Kongresses wird von den Parteien für jeden Delegierten, den sie entfenden, folgender Beitrag gezahlt: Amerifa: 5 Dollar; Belgien: 60 Frant; Dänemark: 25 Kronen; Deutschland: 15000 m. Deutschöfterreich: 100 000 Kronen; England: 1 Bfund; Frankreich: 60 Frank; Holland: 12 Gulden; 29. Abt. 7 Uhr Sablabenbe: Bezirke 908, 910 bis 914 bei Schneider, Brenz Italien: 60 Lire; Jugoslawien: 300 Dinar; Norwegen: 25 Kronen; Rumänien: 500 Lei; Schweiz: 25 Frant; Schweden: 20 Kronen; Spanien: 35 Pesetas; Tschechoslowakei: 120 5. R.; Ungarn: 4000 kronen. lauer Allee 43; 909, 914 bis 924 Klug, Danziger Str. 71; 968 bis 970 Rochhaus, Schliemannstr. 39; 955 bis 958 Heuer, Schliemannftr. 27; 965 bis 967 Glimbel, Dunderstr. 33; 950a bis 964 Schule Dunderstr. 65/66, Erdgeschoß. Bimmer des Stnabenborts. " 30. Abt. 7 Uhr Schulaula Bappelallee 40/41. Thema: Der Margismus in der Praxis." Referent: Genoffe Düwell, M. d. R. 31. Abt. Sablabende in ben bekannten Lokalen. Für Länder, bie hier nicht angeführt sind, beträgt der Beitrag 25 Schweizer Frant. In Fällen, wo die Geldentwertung bes be 32. Abt. 7 Uhr zahlabenbe: Gruppe 1( Aluge) Stadtbezirke 149, 150, 162, treffenden Bandes eine Ermäßigung bedingt, wird das Organisationstomitee des Kongresses die Summe festsetzen. 163 bei Valentin, Arantstr. 36; Gruppe 2( Meifter) Stadtbes. 151 bei Milkuhn, Markusstr. 36; Gruppe 3( Xeuert) Stadibez. 164, 165, 166 bis 169 Schule Langeftr. 31: Gruppe 4( Gall) Stadtbez. 170 bis 172 Am Oftbahnhof 17( Sos. Arbeitsgemeinschaft); Gruppe 5( Wartmann) Stadtbes. 173 bis 175 Schule Fruchtstr. 38 born bart. Die Bezirks führer laben ein. Someit die effettiven Kosten des Kongresses durch diese Beiträge nicht gebedt sind, werden sie von dem Eretutiofomitee der weiten Internationale und der JASP. entsprechend der Zahl der Mitglieder der ihnen angeschloffenen Bartelen proportional getragen. 34. Abt. 7½ lbr Bablabende: Bezirke 332, 333, 338 Cabiner Str. 10; 324 4. Außer den Delegierten, die ihr entsprechend§ 2 zustehen, tann jede Bartei Gast delegierte entfenden, die das Recht haben, den Veranstaltungen des Kongreffes als Zuhörer beizu wohnen. Die Zahl der Gaftdelegierten darf die Zahl ber Delegierten der betreffenden Bartei nicht übersteigen. 5. Die Redezeit für Referenten beträgt im Magimum 40 Minuten. Für Diskussionsrebner 15 Minuten. 35. bis 327 Rüdersdorfer Str. 64; 316 bis 319 und 387 Gubener Str. 53, Bimmer 2: 334 bis 336 Borbagener Str. 17; 320 und 321 Gubener Straße 19. Abt. 7½ Uhr Zablabende: Beairke 354, 356, 361 und 371 bet Rotbroff, Rigaer Str. 95; 355, 362, 363, 364 und 370 bei Iopper, Rigaer Straße 85; 357, 367 unb 308 bei Bombe, Boigtstr. 25; 358 und 360 bei Borkowski, Schreinerfir. 32; 359 und 372 bei Sellriegel, Rigaer Str. 54; 365 bei Waldzus, Dolziger Str. 9; 366 und 369 bei Spiber, Mirbach ftraße 21; 373 bei Drellfe, Schreinerstr. 18. 36. Abt. 7 Uhr Bablabende bei Busch, Lilfiter Str. 27. Thema: Die politische Lage." Referent: Genoffe Beffier; bei Böfenberg, Betersburger Straße 73; Riemann, Zorndorfer Str. 9: Wettschuß, Petersburger Straße 5, und Pflanz, Frankfurter Allee 239. Zahlabend in ben bekannten Lokalen; Besirle 155, 156 unb 184 bet Falf, Fürstenwalber Str. 1. 19. In dem Lande, in dem das Gefretariat feinen Sig hat, 6. Bon dem Organisationsfomitee wird jeder am Rongreß ver= wird von der Erefutive eine Gefchäftsfommi'fion eingefeht, bem der tretenen Bartei eine gewisse Stimmenzahl für die Abstimmun odr die Sekretäre und der Roffierer ter SAJ.. bie Erefutiomit- gen im Plenum zuerfannt. Für die Bemessung dieser Stimmenzahl 38, Abt. glieder dieses Landes und drei von der Erefutive gewählte mit wird die Mitgliederzahl der Partei, sowie die Gesamtolieder, die in dem Lande ihren Wohnsiz haben, angehören. Die stärke des organisierten Proletariats in dem Lande( Gewerkschaften, 39. Abt. 7% Uhr Jugendheim, Lindenftr. 3, Bortrag über: Weltpolitische mtalieder tiefer Geschäftsfommission fönnen an den Sigungen der Genossenschaften, Parteipresse, Wählerzahl usw.) zugrundegelegt. Zusammenhänge." Referent: Genosse Dr. Korach. Erefutive und des Bureaus, sofern fie nicht ohnehin diesen Körper. Das Marim um für eine Partei ist 30 Stimmen. 40. Abt. 7½ Uhr im Schultheiß- Bazenhofer Ausschank, Belle- Allianceschaften angehören, mit beratender me beiwohnen. Straße 47. Abteilungsversammlung. Thema: Margismus in der Gegens 7. Die Abstimmung erfolgt durch Heben der Karten. Je wart." Referent: Genoffe Rebatteur Seger. 20. Die Geschäftsfommiffion he Aufgabe, die Tätigkeit des doch wird nach Kongreßstimmen abgestimmt, wenn mindestens 47. 6t. 7 br Bablabend in den bekannten Lokalen, Sekretariats zu überwachen, die Hilfskräfte des Setrebariats 30 Rongreßmitglieder, die wenigstens 5 verschiedene Länder ver. 42. Abt. 7% Uhr Bablabenb in ben bekannten Lokalen. anzustellen, in dringenden Fällen Borbesprechungen der politischen treten, dies schriftlich verlangen. Das Statut der Internationale filbernen Sochzeit feiern die Genoffen Grip und Mathilde Wischnewsti, Lage vorzunehmen und die Einberufung von Sigungen der Ere- und die Hauptrefolutionen find nur angenommen, wenn 43. Abt. 7½ lbr bei Rabe, Fichtefte. 29. Thema:„ Ernährung und Boltsfut ve und des Bureaus vorzunehmen. fie zwei Drittel der Rongreßftimmen auf sich vereinigen, Vorträge. Vereine und Verfammlungen. Bereinigung ber Freunde für Religion und Böfkerfeieben. Dienstag, ben 10. April, 7 Uhr, Generalversammlung in ber Charlottenburger Gemeindeschule, Beftalossifte. 89/90( Ede Raiser- friebrich- Straße). Wichtige Tagesordnung. Erscheinen aller Mitglieder unbedingt erforderlich. Proletarisches Kulturkartell Webbing. Stabtrat, Genoffe Schneider( Neu Tolln) wird am Donnerstag, den 12. April, abends 7 Uhr, im großen Gaal bes Jugendheims Schönfediftraße, V. Stod( am Brunnenplag), einen Bortrag über das Reisjugendwohlfahrtsgefe's halten, Arbeitslofe Genoffen mit Ausweis erhalten freien Eintritt. Berein ber Freidentez für Feuerbestattung, 19. Bezirt. Mitgliederversamm. Tung am 13. April, abends 7% Uhr, im Restaurant Bum Rurfürften", Pankow, Berliner Str. 102. Tagesordnung: Bericht von der Generalversammlung. Briefkasten der Redaktion. B. 2. 77. Sobbema( nicht Sobimar) ein_holländischer Maler( geb. 1638, geft. 1709) hat bas Bild gemalt( ping); Boydell hat es gestochen( egeudit) und Deröffentlicht ist es im Jahre 1769 von Earbou. Behniner Str. 6. Das Geft ber gefundbeit." Steferent: Genoffe Dr. Mofes, M. b. N. 44. Abt. 7% the Mitgliederversammlung im Reichenberger Sof, Reichen berger Straße 147. Thema: Materialistische Gefichtsauffaffung." Referent: Genoffe Emil Rauch. 45. st. Pünktlich 7 Uhr Bahlabende: Minnig. Laufizer Str. 44, Referent: Grün; Reinte. Grünauer Str. 17, Referent: Krüger; Sebeftreit, Steichen berger Str. 123. Referent: Siewert; Liebig, Wiener Str. 57; Referent: Döple: Studenberg, Glogauer Str. 17, Referent: Marsle. Thema: ,, Saalfchuß und Aufbau der Abteilung innerhalb der Gesamtorganisation." 46. Abt. 61 Uhr Mitgliederversammlung Schulaula Görliger Str. 51: Jahres. bericht. Neuwahl ber Abteilungsleitung. 47. st. 7 Ubr Bahl- und Distuffionsabende in den bekannten Lokalen. 48. 61. 7 Uhr bei Gliefing, Waffertorfir. 68, Mitgliederberfammlung. Thema: Bolitische und tattische Fragen." Referent: Frans Künstler, 2. b. St. " Tempelhof. 7 Uhr, Bahlabend in ben bekannten Lokalen. Lichtenrabe. 8 Uhr, Mitgliederversammlung, Schule Roonftraße. 89. Abt. 7% Uhr, Bahlabende: 1. bis 5. Bez. bei Stahl, Gander. straße 11. Referent: Gen. Kinre: Bom Wesen des Rommunismus." 6., 11. und 12. Bez. bei Brandt, Pflügerstr. 19. Bortrag des Gen. Täubert. 9., 10., 18. und 19. Bez. bei Thiel, Weserstr. 6. 7. und 8. Bez. bei Krüger, Lenauftr. 16.- 90. bt. 7 Uhr, Aula der Knabenmittelschule, Donau straße 120, Abteilungsversammlung. Sagesordnung: Die wirtschaftlichen Berhältnisse nach der franzöfifchen Revolution im Vergleich zu unseren jeßigen Berhältnissen." Ref.: Gen. Dr. Hering. Die Zahlabende fallen 91. Abt. aus, Beiträge werden in der Bersammlung entgegengenommen. 7 Uhr, Abteilungsversammlung im fleinen Saal des Karlsgarten. 94. Abt. 7% Uhr, Zahlabende: 51. und 52. Bez. im Lokal von March, Schillerpromenade 39. 64. Bez. bei Taubel, Weiseftr. 23. 65. und 66. Bez. bei Wilhelm, Herfurthplag 6. 64. Bez. bei Schuhmacher, Steinmesstr. 56. 68. und 77. Bez. bei Taubel, Weisestr. 23. 76. und 78. Bez. bei Wall, Allerstr. 7. 95. Abt. 7 Uhr, Lokal Gohlte, Hermannstr. 199. Abteilungs98. Abt. versammlung. Vortrag des Genossen Lüdemann, M. d. 2. 8 Uhr, Abteilungssigung im Zeichensaal der 5. Schule, Mariendorfer Weg. Referat: Kommunale Arbeiten der Gegenwart." 101. Abt. Treptow. 7% Uhr, Mitgliederversammlung, 8eichen faal der Schule Wildenbruchstraße. Thema: Wohnungsbau und Wohnungsbauabgabe." Ref.: Gen. Stadtrat Böger. Charlottenburg. 51. Abt. 7 Uhr, Zahlabenbe: 1. Gruppe bei Ghellbach, 85. Abt. Rönigin- Elisabeth- Str. 6, Ref.: Gen. Gabriel. 2. Gruppe bei Scheithauer, 88. Abt. Sophie- Charlotteftr. 24, Ref.: Gen. Bern. Meyer. 3. Gruppe bei Fiebig Neukölln. ( früher Heinze), Nehringstr. 27, Ref.: Gen. Little. 8u den Zahlabenden muß eingeladen werden. Kein Trintzwang. 52. Abt. 7 Uhr, Mitgliederversammlung, Lotal Büttner, Raiserin- Augufta- Allee 81. Referat des Gen. 53. Abt. 7% Uhr, Horftig über: ,, Schulfragen und freie Schulgemeinde." Bahlabende: 1. Bez. bei Schweitert, Erasmusftr. 2. 2. Bez. bei Lug, Hutten54. bt. 7% Uhr, Zahlftraße 26. 3. Bez. bei Hamer, Gidingenstr. 55. abende: 6. und 7. Gruppe im Jugendheim, Nofinenstr. 4, Vortrag. 5. Gruppe am Donnerstag, den 12. April, Lokal Bühnemann, Helmholgstr. 39, Bortrag. 55. Abt. 7% Uhr, bei Reimer, Wilmersdorfer Str. 21, Abteilungsverfammlung. Thema: Die Internationale Arbeiterbewegung." Ref.: Gen. Wildung. 56. Abt. 7% Uhr, Schulaula, Pestalozzistr. 40, Thema: Außenpolitik." Ref.: Robert Breuer. 57. Abt. 7 Uhr, Bahlabende: 1. Gruppe bei Arndt, Kantstr. 51, Vortrag des Gen. Briniger: Sozialdemokratie und Die Die Funktionäre erscheinen eine Stunde früher. Beamtenschaft." Beamten einladen. 2. Gruppe bei Thunad, Wielandstr. 4. 58. Abt. 7% Uhr bei Straube, Augsburger- Ede Ansbacher Straße, Abteilungsversammlung. Abrechnung, Bortrag: ,, Die wirtschaftspolitische Lage Rußlands." Ref.: Gen. Olberg. 2. Stellungnahme zur Maifeier. 62. Abt. Siemensstadt. 8 Uhr, Mitgliederversammlung bei Marsandt, Nonnendammallee 89. Thema: Die politische Lage." Ref.: Gen. Bahlte, M. d. 2. 67. Abt. Grunewald. 7 Uhr, Lotal Lindened, Hubertusbaderstr. 8, Mitgliederversammlung. Thema: Fascismus in Italien und Deutschland." Ref.: Gen. Reventlow. 68. Abt. Salensee. 7½ Uhr, Mitgliederversammlung bei Sandmann, Best. fälische Str. 42. Bortrag des Gen. Lewin- Dorsch über: Karl Marg als Persönlichkeit." 2. Neuwahl des Borstandes. Wilmersdorf. 69. Abt. 7½ Uhr, Mitgliederversammlung bei Umfang, Gieseler: 70. Abt. 7 Uhr, bei Pieper, Holsteinische Str. 60, Mitgliederversammlung. Thema: Das Ruhrgebiet und seine wirtschaftliche Bedeutung." Ref.: Aufhäuser, M. d. R. 71 und 72. Abt. 7 Uhr, im Zeichensaal der 4. Gemeindeschule, Koblenzer Str. 22/24, Mitgliederversammlung. Thema: ,, Sozialdemokratie und APD." Ref.: Gen. Otto Meier, M. d. L. Ede Wegenerstraße. Neuwahl des Vorstandes. Schöneberg. 77. Abt. 8 Uhr, Bahlabende: 1. Bezirk im Klassenzimmer der Schule Frankenstr. 10. 2. Bez. bei Jürgens, Barbaroffaftr. 5a, Thema: Berliner Kommunalpolitit." Ref.: Rasper. 3. Bez. bei Witttowsti, MartinLuther- Str. 78. Thema: Die politische Lage." Ref.: Gen. Joachim. 4. Bez. bei Will, Martin- Luther- Str. 69. Gen. Schüler: Wirtschaftspolitische Fragen." 78. Abt. 8 Uhr, Jahresversammlung, Schulaula Feurigstr. 57. Tagesordnung: Geschäfts- und Rassenbericht, Bericht der Revisoren, Berichte von allen Ausschüssen. 80. Abt. 7 Uhr, im Gesangszimmer des Helm holg- Gymnasiums, Rubensstraße, Abteilungsversammlung. Vortrag des Gen. Reuter über: ,, Gozialdemokratie und Kommunistische Partei." 81. Abt. Friedenau. 7 Uhr, Zahlabende: 1. Bea, bei Alabe, Handjernstr. 60. 2. und 3. Bez. bei Unbricht, Sandjernftr. 86. 4. und 5. Bezirk bei Schulz, Wiesbadener Ecke Laubacher Straße. 6. Bez. bei Gundlach, Odenwaldstr. 10. Referenten: Ramrowsti, Buchholz, Blant und Billberg. Aussprache über politische Tagesfragen. 82. Abt. Steglig. Zur Bekanntgabe auf den Bahlabenden: Die öffentliche Versammlung am 25. April findet im Albrechtshof statt. 7½ Uhr, Bahl abende in den bekannten Lokalen. Donnerstag, den 13. April, 7% Uhr, Sigung des engeren Borstandes bei Aluge, Schildhornstr. 5. Wichtige Tagesordnung. 83. Abt. Lichterfelbe. Die Mitgliederversammlung am 2. Mittwoch b. M. fällt aus und wird auf den 4. Mittwoch verlegt. 84. Abt. Bantwig. 8 Uhr, Mitgliederversammlung im Zeichen faal der 2. Ge. meindeschule, Gendligstr. 2. Thema: Die politische Lage." Ref.: Gen. Mendelsohn. 103. Abt. Oberschöneweibe. 7% Uhr, Zeichenfaal bes Realgymnasiums, Zeppelinftvaße, Generalversammlung. 127. Abt. Sohenschönhausen. 7 Uhr, Mitgliederversammlung bei Schilk. Freienwalder Straße. Erscheinen Pflicht. 131. Abt. Rieberschönhausen. 7 Uhr, Zahlabend im Kleinen Saal, Inhaber Schönherr, Lindenstraße. Vortrag. 133. Abt. Buchholz. 7 Uhr, Zahlabend bei Rähne, Berliner Str. 39. 134. Abt. Buch. 7½ Uhr, Sahlabend bei Bodung, Ref.: Gen. Amberg. 139. Abt. Tegel. 7 Uhr, Mitgliederversammlung im Reichensaal der Mädchenschule, Trestowstraße. Jahresbericht und Verschiedenes. 140. Abt. Borfigwalde. 7% Uhr, Zahlabend und Mitgliederversammlung bet Woitschach, Ernststr. 1. Thema: Die politische Lage." Ref. Gen. Kurt Riegmann. 141. Abt. Rosenthal. 7% Uhr, bei Frieß, Lindenallee, Mitgliederversammlung. Thema: Politische Tagesfragen." Ref.: Gen. Krille. Waidmannsluft. 7% Uhr, 8ahlabend Schule Kurhausste. Thema: 143. Abt. Politische Tagesfragen." Ref.: Gen. Redakteur Bienau. TagesJungsozialisten. Generalversammlung im Rathaus, Rönigstr. 109. ordnung: 1. Geschäftsbericht, Ref.: R. Wegner; 2. Abänderung des Statuts, Ref.: D. Lamm; 3. Neuwahlen; 4. Berschiedenes. Beginn pnktlich 7 Uhr. Ohne Mitgliedstarte kein Eintritt. Jugendveranstaltungen. " Heute, Dienstag, den 10. April. Adlershof. Vortrag: Jugendheim Bismardfstr. 12. Schönheiten der Charlottenburg. Jugendheim Rosinenftr. 4. Distusfionsabend: ,, Die politische Lage." Neukölln I. Jugendheim Kaiser- Friedrich- Straße. Neukölln III. Jugendheim: Diskussionsabend: Unsere Organisation." Rogatstr. 53. Generalversammlung. Norden. Jugendheim GemeindeSchule Putbuser Str. 3/5. Vortrag: Das neue Jugendwohlfahrtsgefez." Vortrag: Petersburger Viertel. Jugendheim Gemeindeschule Edertstraße. Unsere Erde im Weltenaum." Schöneberg I. Jugendheim Rubens, Ede Hauptstraße. Generalversammlung. 104. Abt. Niederschöneweide. 7½ Uhr, Jahresgeneralversammlung im Zeichen. Mart." faal der Knabenschule Rudower Straße. Berichte und Wahlen. 106. Abt. Johannisthal. 7% Uhr, bei Schreiner, Friedrichstr, 6. Thema: ,, Margismus in der Gegenwart." Ref.: Gen. Dr. Schönherr. 107. Abt. Alt- Glienide, Falkenberg. 7½ Uhr, Generalversammlung bei Mener. Bericht vom Bezirkstag und Neuwahl des Vorstandes. 108. Abt. Copenid. 7% Uhr, Generalversammlung, Körnerschule, Lindenftraße. Bortrag des Gen. Stadtrat Hermann über: ,, Beamtenschaft und Gozialdemokratie." 2. Geschäfts. und Raffenbericht und Neuwahl des Borstandes. 109. Abt. Friedrichshagen. 7 Uhr, bei Scholz, Friebrichstr. 81, Mitglieder. versammlung. Thema: Die städtischen Werte." Ref.: Stadtrat Schining. 112. Abt. Schmötwiz. 8 Uhr, bei Baronfti, Berliner Str. 19, Zahlabend. Lichtenberg. 114. Abt. 7% Uhr, Bahlabende: 1 Gruppe bei Milling, Nieder. barnimftr. 3. Ref.: Gen. Wigte. 2. Gruppe bei Hekel, wühlisch str. 30, Ref.: Gen. Michlenz. 3. Gruppe bei Schwarzer, Gabriel- Mag- Str. 17, Ref.: Gen. Stein. 4. Gruppe bei Börner, Wühlischstr. 39, Thema: Die weltliche Schule." Ref.: Gen. Rochwig. 115. Abt. 7 Uhr, Bahlabende: 1. Gruppe bei Ariche, Jungstr. 10, Ref.: Gen. Elias. 2. Gruppe bei Pitoret, Jung ftraße 29, Ref.: Arthur Richter, M. d. 2. 3. Gruppe bei Radtke, Müggel Ede Scharnweberstraße, Ref.: Gen. Fiedler. 4. Gruppe bei Seipte, Scharn weber. Ede Kronprinzenstraße, Vortrag über: Mieterfragen.".. 116. Abt. 7% Uhr, im Gesangsfaal der Rnabenmittelschule, Marktstr. 11/13, Bortrag des Gen. Hermann Müller über: Arbeitslosenversicherungsgeseg." 117. Abt. 7% Uhr, gemeinsamer 8ahlabend in der einen Turnhalle ber Schule Lüdftr. 60. Vortrag des Gen. Nickisch- München über: Der Fafcis. mus in Deutschland." 2. Stellungnahme zur Maifeier. 118. Abt. 7 Uhr, Bahlabend in den bekannten Lokalen Hirsch, Bürgerheimstr., Tempel, Gudrunstr., Margarethenstr. 9 und bei Zeglat, Wilhelmstraße. 119. Abt. 7 Uhr, gemeinsamer zahlabend im Cäcilien- Enzeum, Rathausstr., Vortrag des Gen. Dr. Sturm. 125. Abt. Beißensee. 7% Uhr, Bezirksversammlungen: 1. Abt. Lothringen. ftraße 32. 2. Abt. bei Gallas, Lehderstr. 122. 3. Abt. bei Pohlmann, Langhansstr. 102. 4. Abt. bei Stärke, Charlottenburger Str. 4. 5. Abt. bei Pfigner ,,, Grüner Baum". Geschäftliche Mitteilungen. In ber zweiten Aprilwoche wird in Berlin W., Hohenstaufenftr. 26, eine neue Zweigniederlassung der Firma G. Wohlmuth u. Co., Aktiengesellschaft, Die Firma ftellt elektro- galvanische Furtwangen( Schwarzwald) errichtet. Apparate her, welche fich nach fachmännischen Gutachten zur Selbstbehandlung von verschiedenen Krankheiten eignen. Wir verweisen auf die heutige Anzeige im Inseratenteil. Wetter bis Mittwoch mittag. Etwas wärmer. überwiegend bewölft mit geringen Regenjällen bei lebhaften südöstlichen Winden. Bergmanns Zahnpafia Rosodonf die Sparsamkeit selbst Seit 70 Jahren bewährt Theater, Lichtspiele usw. 6pernhaus 71% Uhr: Bajazzi Volksbühne 7 Uhr: Cavalleria rusticana Mein Leopold Schauspielhaus Lessing- Th. 72 Uhr: Heute u. morgen 7 Wilhelm Tell Königin Christine Theater i. d. 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Unser Rollege, ber Former Emil Zaien ist am 2. April gestorben. Ehre threm Andenken! 146/5 Die Ortsverwaltung. ,, Baldrament" NervenMarken- und andere Leiben, Schlaflofigleit billig! Zigaretten Eisen& Diamant bei Ad. Nagel Letzter Vortrag Eisen& Diamant Heitere Dichtungen: Aus dem Kaiserstr. 4 7 Uhr: Ein Jahr Rauchen gestattet! Lande der Liebe.] Andreasstr. 18 ohne Liebe Th. a. Nollendorfpl. 734 Uhr: Die schön.Rivalin Stg. 31: Königin der Straße Wallner- Theater 8 Uhr: Der kühne Schwimmer RESIDENZ- TH. Täglich 8 Uhr: Alb. Bassermann in: Der Raub der Sabinerinnen Trianon- Th: 8 Uhr: Fugeniose Zur Verlobung rauringe J Duk.- Gold 900 gest. v. 25000 M. an einfache Trauringe, gest., von 6000 M. an. Fast alle Preislagen am Lager. Namen u. Etui umsonst. Umarbeitungen und Anfertigungen von Trauringen bei Goldzugabe in 24 Stunden. Garantiescheln für gesetzl. Goldgehalt! Professor Bernhardi Trauringfabrik Albert Thal& Co.. 8Uhr Kleines Theater! C 19, Seydelstraße 5( Spittelmarkt). 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