Menöausgabe Nr. 174 ♦ 40. Jahrgang Ausgabe B Nr.$7 Aczugsbedingungen und Anzeigenpreissind in der Morgenausgabe angegeben Redaktion: STD. SS. Linden strahe 3 Fernsprecher: Dönhoff 292— 295 Tel.-Adreffe: Sozioldernokrat Berlin frV Gevlinev VolKsblAtt preis 100 Mark Sonnabend 14. fipril 1423 Leriag und AnzeigenadleUung Sefchäftszeil 9-5 Uhr Verleger: Vorwörts-Verlag GmbH. Berlin Sw. öS, Lindenslrahe 5 Zernsprecher: Dönhoff 2S0S-2S0? �entralorgan äer Vereinigten 8o2ialäemoKratiscKen Partei veutfcklancis Echo öer pariser Konferenz. Paris, 14. April.(Cca.) Die Mitteilungen, die die französische Morgenpresse über die gestrige Sitzung der französisch-belgischen Konferenz veröffentlicht, sind außerordentlich spärlich. Die Blätter begnügen sich in der Hauptsache damit, das amtliche Communique sowie einen längeren Havaskommcntar ihrerseits auszulegen und zu ergänzen. Allein der„Petit Parisien" macht eine Ausnahme. Millet schreibt in diesem Blatt, P o i n c a r e schiene Theunis gegen» über trotz der persönlichen Eindrück«, die Loucheur aus London mit- gebracht habe, dargelegt zu haben, daß man von keiner großen Annäherung aus beiden Seiten des Kanals sprechen könne und daß es augenblicklich nicht opportun sei, neue Verhandlungen mit England anzuknüpfen. Insbesondere gehe dies aus der letzten Unterhaltung mit dem englischen Geschäftsträger und der Unterhaltung des Grafen St. Aulaire mit Bonar Law hervor. Gleichzeitig, schreibt das Blatt weiter, waren die beiden Ministerpräsidenten in ihrem Entschluß einig, sich auf die Fort- setzung der französisch-belgischen Anstrengungen, im Ruhrgebiet zu beschränken, bis Deutschland sich durch neu« Vorschläge dazu entschlossen habe, seinen Widerstand aufzugeben. Infolgedessen habe sich die Konferenz im eigentlichen Sinne des Wortes aus- schließlich mit den V o r k e h r u ng e n befaßt, die getroffen werden müßten, um die im Ruhrgebiet eingeleitete Aktion wirksamer zu ge- stalten. Perttnax seinerseits zieht aus den gestrigen Verhandlungen den Schluß, daß man noch nicht in die Phase der Verhandlungen eingetreten sei, sondern sich noch in einem Stadium der Aktion befinde. Für ihn ist d e r e r st e S a tz des veröffentlichten Communiques die Hauptsache. Dies«? Satz, in dem Deutsch- land aufgefordert wird, Borschläg« zu machen, ist seiner Meinung noch so abgefaßt worden, daß er diskret an dos Communiqut von Brüssel erinnert. Dort fei gesagt, daß Frankreich und Belgien die Frag« der Sicherheiten nicht mit der Besetzung der Ruhr zu ver- knüpfen wünsche, aber dos heißt nicht, so schreibt Pertinax weiter. daß wir als di« 5)erren des linken Rheinufers das Problem nicht anschneiden sollen. Neue Zwangsmaßnahmen? Paris, 14. April.(Eca.) Ueber die neu ins Auge gefaßten Anangsmaßnahmen und neuen Pressionsmittel ist die Presse außer- ordentlich einmütig. So schreibt St. Brie« im„Journal" von neuen „Sanktionen", über die die strengste Verschwiegenheit gewahrt wer- den soll. Der„Eclair" teilt mit, daß die Zahl der militärischen Besatzungstruppen erhöht werden soll. In der„R«publique Fron- caise" teilt eine Persönlichkeit aus der Umgebung Poincares mit, die neuen Zwangsmaßnahmen würden gleichzeitig militärischer, poli- tischer und wirtschaftlicher Natur sein. Dem„Petit Journal" zufolge ist Mchlosfen worden, daß den alliierten Behörden im Ruhrgebiet der Auftrag gegeben wird, di« regelmäßige Zahlung der Kohlen st euer unter Androhung von Sanktionen, die mit äußerster Streng« durchgeführt werden sollen, zum Schutz« der Reparationskasse zu verlangen. Neue Maßnahmen sollen getroffen werden, um die Verladung von Kohlen und Koks nach Frankreich intensiver zu gestalten. Andererseits wird die Zahl der Halden, von denen der Industriekoks abtransportiert werden soll, auf Vorschlag des Herrn Guilleaume, der der Sitzung beiwohnte, von 13 auf 20 erhöht. Schließlich hat die Konferenz dem„Petit Journal" zusolg« ein« große Reihe neuer Maßnahmen beschlossen, die trotz des Widerstandes des Reiches das Funktionieren der Eisenbahnregie im besetzten Gebiet sicherstellen soll. Von den sensationellen Gerüchten über Sanktionen zur See und einer teil- weisen Besetzung des Hamburger Hafens, von der ein- zelne englische Korrespondenten gestern im Anschluß an di« Konfe- rcnz meldeten, spricht kein französisches Blatt, ebenso wenig ver- lautet etwas von der Möglichkeit eines Ultimatums an Deutsch- land. Es bleibt also ziemlich unklar, ob über die genannten technischen Maßnahmen bereits«in Programm sertiggestellt ist. Optimismus in Englanü. London, 14. April.(WTB.) In einem Leitartikel schreibt „Times", wenn auch, wie aus Paris gemeldet werde, die Vor- zeichen der französisch-belgischen Konferenz nicht ganz günstig seien, so werd« die allmähliche pjbchologische Veränderung eine wich- tige Tatsache. In Deutschland werde der passive Widerstand auf- rechterhalten, aber gleichzeitig legten deutsche Sztaatsmänner kluger- weise eine g rö her e Bereitschaft für Verhandlungen an den Tag. Reichskanzler Dr. C u n o und Außenminister Dr. von Rosenberg hätten di« Bereitschaft der deutschen Regierung zum Ausdruck gebracht, den Ausspruch einer unparteiischen inter- nattonaen Kommission von Sachverständigen über die Fähigkeit Deutschlands, Reparattonen zu zahlen, anzunehmen. Mehr als dies in seiner letzten Rede scheine Cuno zum Ausdruck gebracht zu haben, daß di« deutsche Regierung nicht auf ihrer früheren Weigerung, Verhandlungen zu beginnen, bevor das Ruhrgebiet geräumt sei, bestehen würde. Auf der anderen Seite seien Anzeichen vorhanden, daß die Ansichten in Paris großzügiger würden. poincare und Loucheur. Paris. 14. April.(WTB.) Harras berichtet, daß zu Beginn der gestrigen belgisch-französischen Beratungen Poincare den belgi- schen Ministern Aufklärungen über die Reise Loucheur» nach London gegeben habe. Dies« Aufklärungen hätten den ersten Eindruck der Ueberraschung, der in Brüssel angesichts des Meinungsaustausches zwischen Loucheur und Bonar Law hervorgerufen worden sei, voll- kommen verscheucht. Im übrigen habe Loucheur gestern abend bei dem von Poincare gegebenen Essen selbst ein« Besprechung mit den belgischen Ministern gehabt und werde heute sich nochmals mit ihnen bei dem vom belgischen Botschafter gegebenen Frühstück be- sprechen. Nach dem Frühstück würden die belgischen Minister von Millerand empfangen werden. Die heutigen Beratungen be- ginnen um 10 Uhr vormittags._ Frankreich nicht �feinölich". Note nach Berlin. Wie wir erfahren, hat die französische Regierung der Reichsregierung eine Note überreichen lassen, in der einige Stelben der Rede, die der Reichskanzler anläßlich der Trauerfeier fürdieEssenerOpfer gehalten hat, beanstan- det werden. Ueber die Beantwortung der Rote ist im Kabinett ein Beschluß bis zum Augenblick noch nicht gefaßt. Die Rot« beschwert sich besonders darüber, daß der Konz- ler von„feindlichen" Truppen gesprochen habe und weist darauf hin, daß die französische Regierung diesen Ausdruck Deutschland gegenüber nicht gebrauche. Tatsächlich steht seiner Berechtigung im völkerrechtlichen Sinne die Tatsache gegen- über, daß die diplomatischen Beziehungen nicht abgebrochen sind. Andererseits wird man von einem deutschen Reichs- kanzler nicht erwarten können, daß er Truppen, die in beut- sches Gebiet eindringen und unbewaffnete Arbeiter erschießen, etwa als„freundlich" betrachtet. Labourel erneut verhastet. Slbing. 14. April.(WTV.) George Labourel, der Redakteur des Pariser„Zattansigeani", ist Freitag nachmittag nach Schluß der Gerichtsverhandlung unter dem Perdacht der Spionage von neuem verhaftet worden. öörsenruhetag. Am Wochenschluß wirkte die Erwartung der angetündig- ten Rede P o i nc a r e s und der vermutlich im Anschluß hieran erfolgenden Gegenäußerung von deutscher Seite lähmend auf die Unternehmungslust am Devisen- und Effekten- markte. Das Geschäft in ausländischen Zahlungsmitteln lag fast gänzlich sttll, die Kurse blieben unverändert. Flugzeugunglück auf dem Tempelhofer Jeld. Die von der Stadt Berlin heute vormittag veranstalteten Propagandaslüge, die vom Tempelhofer Feld ihi«n Ausgang nahmen, nmrden von einem schweren Unglücksfall betroffen. Ein Flugzeug, eine alle Kriegsmaschine, die für den Personenverkehr umgebaut war. stürzte unter Führung des Flugzeugsührers R o a ck kurz vor der Landung auf dem Tempelhofer Felde ab. Sämtliche Insassen erlitten so schwere Verlehungen, daß an ihrem Auf- kommen gezweifelt werden muß. jedoch scheint der Führer noch die leichtesten Verletzungen davongetragen zu haben. Leider befindet sich unter den verletzten auch der unseren Parkeigenossen bekannte Vorsitzende des Malerverbandes. Ge- nosse B ö he r, der in seiner Eigenschaft als Stadtrat des Bezirks Prenzlauer Berg an den Flügen teilgenommen hatte. Ferner befand sich in der Unglücksmaschin« I> ZS der kürz- (ich von der Stadt angestellte Skraßenbahninfpektor M y s ch i n s t i. ferner der Straßenbahninspektor Vogt. Ein Augenzeupe de« Vorfalle» berichtet uns, daß, als die olte AEG.-Maschins auf dem Flugplatz erschien,«in Flugzeugführer der dort wartenden Iunckermoschinen in den erstaunten Ruf aus- brach:„Ausgerechnet Roack muß die Kiste fliegen". Derselbe Flug- zeugführer äußerte seine Entrüstung darüber, daß dies« alten Kriegs- ug« zugelassen leitflug sich auf Maschinen in diesem Jahre noch für worden sind. Als das Flugzeug in ziemlich steilem das Tempelhofer Feld senkte, erregte es durch die Art sein«r Manö ver allgemein«? Aussehen. Plötzlich erkannte man, wie der Führer entgegen allen Regeln«ine Kurve„scho b", und wie das Flug- zeug m der Nähe der Schießstände in der Hasenheide in einer Höhe von 30 Metern abstürzte. Das ganze war das Werk von Sekunden. Während noch ein« Anzahl Iuncker-Flugzeuge über dem Felde kreuz- ten, strömten große Zuschauermengen zur Unglücksstelle, die in mustergültiger Weise von der Schupo abgesperrt wurde. Es muß aufs schärfste gerügt werden, daß bei dieser Deran- staltung keinerlei Vorsorg« für Unglücksfälle gettossen war, so daß den Schwervcrletzten nicht Hilfe in dem Maße zuteil werden konnte, wie es notwendig gewesen wäre. Es zeugt das für die Sicherheit, di« man der Fahrt in Flugzeugen heute zumutet. Um so mehr muß im Interesse des Flugverkehrs selber gefordert werden, daß nur Maschinen verwandt werden, die den modernsten Anforderungen entsprechen und daß dies« von Führern geflogen werden, denen das reisende Publikum jedes Vertrauen entgegenbringen kann. Wie uns bei Schluß der Redaktton aus dem Urbon-Kranken- haus gemeldet wird, sind Sirahenbahninsprktor Myfzinski und Voigt tot, Genosse Bötzer hat einen Schädelbruch sowie einen offenen Unterschenkelbruch erlitten, sein Zustand gilt als bcsorgnis- erregend. Vorschläge! Warum nicht! Die Dinge drehen sich seltsam im Kreise. In Versailles mußten die deutschen Friedensdelegierten geduldig warten, bis man ihnen mitteilen würde, was das besiegte Deutschland zu zahlen hätte. Sie erfuhren es nicht. Da die alliierten und assoziierten Regierungen nicht imstande waren, sich in finan- ziellen Fragen zu einigen, wurde Deutschland gezwungen, einen Blankowechsel auszustellen. Die Geschichte kennt keinen ähnlichen Vorgang! Man denke: im November 1918 war der Krieg tatsächlich zu Ende, im Januar 192» wurde der Friedensvertrag ratifiziert, aber noch immer wußte man nicht, was Deutschland bezahlen sollte. Ebenso blieben die Schulden, die die Verbündeten unter sich aufgenommen hatten, unge- regelt, die ganze Welt blieb in einem Zustand vollkommener finanzieller Verwirrung. Im Mai 1921 erfolgte dann das Londoner Finanzdiktat. Es verurteilte Deutschland zur Zahlung von 132 Milliarden Goldmark. Deutschland nahm anweil die gesamte Entente die Annahme durch An- drohung eines neuen wirtschaftlichen Bernichtungsfeldzugs erzwang. Kein Mensch hierzulande glaubte, daß Deutsch- land jemals imstande sein würde, diese Summe zu bezahlen, und wir wissen jetzt, daß auch im Ausland kein Mensch, wenigstens kein Staatsmann, kein Volkswirtschaftler, es ge- glaubt hat. Alle Franzosen, Belgier, Engländer bezeichneten bei Unterhaltungen über das Reparationsproblem die 132 Milliarden als eine„theoretische Summe". Was sollte diese theoretische Summe? Sie sollte erstens einmal den Völ- kern Sand in die Augen streuen, denen man gesagt hatte, daß Deutschland alles bezahlen würde, und sie sollte zum weitaus größten Teil— 82 Milliarden— eine Grundlage bieten, aus der eine interalliierte Schuldenregelung mög- lich gemacht werden sollte. Blieben 5v Milliarden, deren Zahlung man tatsächlich von Deutschland erwartete oder doch zu erwarten vorgab. Es gab also eine„theoretische Summe" von 132 Mil- liarden und eine„praktische" von 59 Milliarden. Die„theo- retische Summe" war allgemein anerkannter Unsinn, aber auch die„praktische Summe" erwies sich, zumal man sie überstürzt einzutreiben versuchte, als unpraktisch, weil zu hoch. Einer wirklichen Lösimg des Finanzproblems war man um keinen Schritt näher gekommen. Und da war es das große B e r- dien st Rathenaus, daß er gegen diesen Zahlenwahn- sinn, unter geschickter Anpassung an die gegebenen Verhält- nisse, eine Offensive der wirtschaftlichen Vernunft unternahm. In seiner Tätigkeit, mag man auch im einzelnen an ihr Kritik üben, leuchtete ein großer politischer Gedanke auf: Deutsch- land begann an der Lösung eines Problems, von dem die Weltentwicklung abhing, geistig mitzuarbeiten und sich dadurch die Achtum, der Welt zu gewinnen. Es hörte auf, nur das Objekt der Siegespolitik zu sein, es begann allmählich wieder Subjekt zu werden durch geistige Kraft. Rathenau wurde ermordet, ein paar Monate später stürzte W i r t h, es folgte die Regierung Cuniv-Rosenberg. Kurz nach ihrem Antritt erfolgte der Einmarsch ins Richr- gebiet. Es hätte keinen Zweck jetzt zu überlegen, ob eine ge- schicktere Politik den Einmarsch nicht vielleicht doch hätte ver- hindern können. Zweifellos steht fest, daß Konfusion und Ver- schulden— was in der Polittk meist das Gleiche bedeutet— auf der cmderen Seite des angreifenden waren. Die Franzosen rannten ins Ruhrgebiet aus den verschiedeniften und teilweise sonderbarsten Gründen: nicht zuletzt auch aus Wut über die englische Politik, von der sie sich emanzipieren wollten. Belgien fiel auf Frankreichs Seite wegen Englands Stellung zu den belgischen Prioritäten. Rubrkrieg und Weltkrieg stam- men von derselben Mutter: der Kopflosigkeit. V Der Regierung Cuno-Rosenberg muß immer das eine zugute gehalten werden, daß sie den guten Willen zeigte, die Dinge praktisch vorwärts zu bringen. Ihr Reparations- plan fürdiePariferKonferenz mag Fehler gehabt haben, die die Verhandlungsgegner hinderten, ihn so wie er mar, anzunehmen, aber Verhandlungen sind eben dazu da, um Vorschläge, die zu ihnen mitgebracht werden, zu verbessern. Poincar6 wollte von Cunos Reparationsplan nichts hören, warf Bonar Law den seinen ins Gesicht und marschierte an die Ruhr. Die Weltgeschichte wird über dieses Heldenstück ur- teilen. Drei Monate und drei Tage sind seitdem vergangen. An der Ruhr ist nichts erreicht, Frankreich hat dort nicht ge- monnen, sondern verloren: materiell viel, moralisch noch mehr. Auf der anderen Seite hat der Widerstand der Arbeiter, An- gestellten und Beamten an der Ruhr gegen die militärische Willkür der Welt Achtung eingeflößt. Man beginnt in Deutschland ein Volk zu erkennen, das um seine Freiheit und um sein Stück Brot kämpft. Und man lehnt sich überall — auch in Frankreich und Belgien— nach einem Ende. Nun haben die französische und die belgische Regierung in Paris eine neue Beratung abgehalten und als deren Ergebnis mitgeteilt, die Ruhraktion werde solange fort- gesetzt werden, bis Deutschland sich entschließt, unmittelbare Vorschläge für die Bezahlung der Reparationen zu machen. Aus früheren Ver- öffentlichungen wissen wir. daß die französische und die bel- gische Regierung ihren ursprünglichen Standpunkt, solche Vor- schlage müßten ausschließlich an ihre Adresse gerichtet sein, aufgegeben haben und damit einverstanden sind, daß Deutsch- land mit. seinen Vorschlägen an alle Alliierten geht. Von einer Ausschaltung Englands ist nicht mehr die Rede, im Gegenteil hat die Reise Loucheurs die Gefahr gezeigt, daß sich Frankreich und England abermals untereinander einigen fönnten ohne Mitwirkung Deutschlands und zu dessen schwerem Sonderbar, höchst sonderbar, als welch treue Hüter der der gestern nachmittag stattgefunden hat, unterstützten die Führer Nachteil. Reichseinheit sich die Herren Deutschnationalen plöglich ent- der Verbände die Weigerung der beklagten Redauteure, vor dem Was folgt daraus? Der Zeitpunkt ist gekommen, an dem hüllen, die doch im Fall Bayern die föderalistischen füddeutschen Senat des Staatsgerichtshofes zu erscheinen. Sie fordie deutsche Regierung erklären und durch die Tat beweisen Belange der Länder" nicht heiß genug verteidigen berten, daß die bayerische Regierung bei der Reichsregierung muß, daß sie jederzeit und sofort bereit ist, an der Lösung fönnen! Soll man im einzelnen an den Fingern herzählen, einen Schritt zur Beseitigung der Gesetze zum Schutz der Republik des Weltfinanzproblems attiv mitzuwirken! Sie muß be- wie oft sich Bayern gerade gegen die Reichs- unternehme und verlangten für den Fall einer Erfolglosigkeit bie weisen, daß Deutschland weder geistige Anstrengungen, noch justiz gewandt hat, soll man darauf hinweisen, daß das Ablehnung der behördlichen Mitwirkung beim Vollzuge der Schutzmaterielle Opfer scheut, um einen Zustand herbeizuführen, der deutschnationale Bayern auch heute noch das Land ist, das geseze. Ministerpräsident Dr. Knilling hat die Abordnung über für alle erträglich ist. Eine solche diplomatische Initiative in dem Reichsgericht eine geordnete Arbeit unmöglich macht und tie früheren Bedenken, die einer solchen Forderung gerade in diesem Augenblick würde die beste Aussicht bieten, den fünftigen der Reichsregierung dauernd die peinlichste Verlegen der gegenwärtigen Situation und im Hinblick auf die außenpolitiſche Zustand auch für Deutschland erträglich zu gestalten. heit bereitet? Allerdings hier handelt es sich um den Schuh Lage entgegenstehen, nicht im Zweifel gelaffen. Ein Minister. Verhandlungen, die in der nächsten Zeit zustande fämen, von Parteien, die nach dem ausdrücklichen Urteil der obersten rat, der heute morgen einberufen war, hat diesen Standpunkt würden gewiß an diejenigen, die sie führen, hohe Anforde- Rechtsinstanz den gewalttätigen Rampf gegen die des Ministerpräsidenten durchaus gebilligt. Die Bayerische Regierung rungen stellen, aber wenn ihnen genügt wird, dann find auch bestehende Staatsordnung auf ihre Fahne ge- hat den vaterländischen Verbänden gegenüber ausdrücklich erklärt, die Aussichten gar nicht ungünstig. Durch die Erstattung praf schrieben haben, und es scheint der Kreuzzeitung" alles daran daß fie nach der Rechts- und Sachlage teine andere Möglichkeit hat, tischer und vernünftiger Vorschläge fönnte das Ansehen zu liegen, diese Herren auch in Preußen vor Verfolgung zu als die Haft- bzw. Vorführungsbefehle, falls diese bei der hiesigen Deutschlands nur gesteigert werden, und auch eine Regelung schützen. Polizei eintreffen, vollzieehn zu lassen. Der politischen Fragen, die mit den wirtschaftlichen unlöslich verbunden sind, wäre dadurch erleichtert. Die Antwort Dr. Zeigners. Es sezt nicht weiter in Erstaunen, auch die„ Deutse Allgemeine Zeitung" in diesem Wohltätigkeitskonzert Jezt, gerade jezt an den Verhandlungstisch zu gehen, das zugunsten der deutschvölkischen Verschwörer zu finden. Leider ist ein Gedanke, der Mutige reizen, Furchtsame freilich auch fällt sie dabei ein menig aus der Rolle. Sie muß nämlich zu Dresden, 14. April.( Eigener Drahtbericht.) In der Aus. erschrecken fann. Aber wohin führt eine Bolitik, die es angestehen, daß nach der Reichsverfassung dern überläßt, mutig zu sein? Herr Cuno hat seine Rede auf juristisch alles in der Ordnung ist, schlägt also sprache über die Regierungserflärung ergriff Ministerpräsident Dr. die Essener Opfer mit den schönen Worten Fichtes geschlossen: zunächst einmal ihre Mitmusikanten tot, um dann ein Solo 3eigner das Wort zur Antwort auf die Kritik der bürgerlichen Und handeln sollst du so, als hinge anzustimmen, das nur Gelächter auslösen kann. Sie schlägt Parteien. Er erklärte, daß er die Frage, ob Deutschland in noch Bon dir und deinem Tun allein allen Ernstes vor, die Reichshauptstadt der preußischen Vor- größerem Maße als bisher Leistungen an die Entente machen mundschaft" zu entziehen. tönne, gar nicht gestellt hate. Seine Frage ging vielmehr dahin, Das Schicksal ab der deutschen Dinge Und die Verantwortung wär' dein. Bielleicht ist es fein Zufall, wenn die„ Deutsche ob die Leistungen, die Deutschland nun einmal machen müsse, in Tageszeitung" die ganze Angelegenheit mit Still erster Linie vom Besitz getragen werden sollen ode: in erster Herr Cuno hat um so mehr Grund, im Sinne dieser schweigen übergeht. Das ist in der Tat die flügste Haltung, von den besiglosen Schichten. Wie eine solche innerpolitische Worte zu handeln, da ja wirklich das Schicksal der deutschen die man auf deutschnationaler Seite einnehmen kann. Wie Frage der Lastenverteilung mit der außerpolitischen Frage nach Dinge ganz wesentlich von seinem Tun abhängt und er wirt. liegen denn die Dinge? Hat die Deutschvölkische Freiheits- dem Umfang der Lasten verwechselt werden kann, begreife ich nicht. lich die Berantwortung zu tragen hat. Unter seiner partei als solche tatsächlich Ziele verfolgt, die die Sicherheit Wollen Sie( nach rechts) aber tatsächlich behaupten, daß die deutRegierung sind die Franzosen einmarschiert. Wir haben ihm der bestehenden Staatsordnung bedrohen, dann war es die schen befizenden Schichten in der Frage der internen Verteilung daraus keinen Vorwurf gemacht. Aber wir würden gerne, und Pflicht jeder Landesregierung, gegen die Deutschvölkische der Reparationslasten ihre Pflicht getan haben, so kann ich mit in gerne bald sehen, wie und unter welchen Umständen sie wieder Freiheitspartei vorzugehen und nicht zu dulden, daß man mit erster Linie auf die entgegenstehenden Auslassungen der bürger. abmarschieren. Dann erst wird eine Urteil über die staats- ihren Entscheidungen Fangball spielt; dann mußte also auch lichen Abgg. Erkelenz, Stegerwald und andere berufen. Stegerwald männischen Fähigkeiten der gegenwärtigen Regierung ge- die preußische Polizeigewalt eingreifen, wenn trotz des hat sich in seiner Zeitschrift„ Der Deutsche" mit viel größerer stattet sein! Heulende Wölfe. Verbotes das Organisationszentrum der verbotenen Partei ihr Unwesen weiter trieb. Erst wenn sich diese Annahme als falsch herausstellen sollte, wäre es an der Zeit, sich mit der Angelegenheit öffentlich zu beschäftigen. Das Urteil darüber steht aber weder den einzelnen Ländern noch dem Reich, sondern lediglich den Rechtsinstanzen zu. Eine peinliche Anfrage. Hitlers Geldgeber. " Am Mittwoch sind die Abwehrausschüsse aus dem besetzten Schärfe als ich gegen den Egoismus der befizenden Klassen gewandt und erklärt, Ihre Millionenspende sei keine nationale Tat, sondern ein Berrat an der Nation. Wenn Ihnen das nicht genügt, dann darf ich Eie vielleicht auf die unge. Das Vorgehen gegen die Deutschvölkischen. heuren Opfer" hinweisen, die die deutschen Kapitalisten bei der Wie die„ Deutsche Zeitung" mitteilt, sind die deutschvöltilegten Dollar anleihe des Reichs gebracht haben, und daß schen Abgeordneten v. Graefe, Bulle und Henning gestern in die gleichen Ausführungen dem Sinne nach, wie ich sie hier am der Reichskanzlei vorstellig geworden, um gegen das EinschreiDienstag vor dem Landtage gemacht habe, ebenfalls von den Ab. ten des Berliner Polizeipräsidiums gegen das Buerau der aufgeordneten Gothein und Dr. Stresemann gemacht worden sind. gelösten Deutschvölkischen Freiheitspartei zu protestieren. Die Ist denn nun der Unterschied so erheblich, wenn etwas was Antwort der Reichstanzlei auf diesen Protest geht aus richtig ist, wenn bürgerliche Abgeordnete es erflärn, fofort falsch dem Bericht nicht hervor. Sie läßt nämlich an Klarheit nichts wird, wenn ein sozialistischer Minister es erklärt. Die Rühr Das„ Berliner Tageblatt" richtet an den Bölfischen arbeiter haben flipp und flar dasselbe gefordert, zu wünschen übrig, indem sich die Deutschvölkischen an das preußische Innenministerium als ihre zuständige Beobachter" die Frage, woher die ausländische Finan: was ich von der Reichsregierung gefordert habe. Instanz verweist. Die Reichskanzlei will damit öffentlich stammt und wie es fommt, daß sich die augenblickliche Politik Gebiet und Baden, die sich aus Beamten, Unternehmern und zierung der Nationalsozialischen Partei zeigen, daß für sie die Rechtslage außer Zweifel ist. Das paßt der deutschvölkischen Bresse und ihrem Anhang dieser Partei so vollkommen mit den französischen Absichten Arbeitern zusammensetzten, beim Reichstanzler gewesen und haben natürlich nicht. Sie verfällt auf die seltsamsten juristischen und Zielen deckt. Soll das vielleicht heißen, daß Herr Hitler genau dasselbe gefordert. Auch die Reichsregierung hat sich ents Spitfindigkeiten, um das Vorgehen des Polizeipräsidenten als und feine Leute mit französischem Gelde beschloffen, mit attiveren und positiveren Vorschlägen hinsichtlich der unrechtmäßig hinzustellen. So erklärt die Deutsche 3ei- stochen worden sind? tung", die Rechtsauffassung des Polizeipräsidiums führe dazu, daß kein bayerisches Mitglied der deutschvölkischen Freiheitspartei mehr seinen Fuß auf preußisches Territorium sezen fönne, ohne sich der Gefahr einer Verhaftung auszusetzen. Mit Berlaub, diese Frage ist seit der Auflösung der Großdeutschen Arbeiterpartei längst geklärt. Damals wurde entschieden, daß sich die Mitglieder einer aufgelösten Partei solange ungehindert auf deutschem Boden bewegen dürfen, als sie sich nicht im Sinne dieser Partei betätigen. Die Kreuzzeitung" verfucht die Angelegenheit auf ein anderes Gebiet hinüberzuziehen. Sie schreibt: " Der partikularistische, territoriale Gewalt= standpunkt feiert hier Orgien und richtet sich bedentenlos gegen die Reichseinheit, also auch gegen die Verfassung, die das Reich gerade den Ländern gegenüber an erfter, ausschlaggebender Stelle gesetzt hat." " Faust" im Staatstheater. tierenden Willkür nicht los. # Bayern und das Reichsgericht. Lösung der Ruhrfrage an die Deffentlichkeit zu treten und an die Entente heranzutreten. Auch die Deutsche Volkspartei hat das gleiche verlangt. Noch einmal„ Die rote Schmach". München, 14. April.( WTB.) Anläßlich der Weigerung des Schriftstellers Dietrich Edart und des Redakteurs Beger vom Miesbacher Anzeige:" warnt die Korrespondenz der Byeri Zu dem in unserer Mittwochnummer veröffentlichten Artikel fchen Volkspartei, den Konflikt auf die Spize zu treiben. wird uns ergänzend mitgeteilt, daß Reichspostminister Stingl Der Süddeutsche Senat des Staatsgerichtshofs fei an diese Flugblätter auch in Sachsen zu verbreiten befohlen hat. DarBayern anerkannt und müsse respektiert werden. Auch die Münaufhin haben die zuständigen Beamtenvertreter gegen hener Neuesten Nachrichten" warnen die verantwort die durch die Flugblätter erfolgte Beleidigung der Sozialdemo lichen Kreise der nationalen Bereine vor Unüberlegtheiten. fratie energisch protestiert. In einer Protestversammlung München, 14, April.( Eca.) Die Haftbefehle gegen die Re der sämtlichen Gewerkschaften Dresdens wurde mitgeteilt, daß auch batteure Edart und Weger, tie übrigens bei der Münchener Polizei die sächsische Regierung bereits bei der Reichsregierung bis jetzt nicht eingetroffen sind, bildeten den Anlaß zur Entsendung gegen die Verteilung dieses Flugblattes protestiert habe. Es ist einer Abordnung der vaterländischen Berbände Bayerns. also zu erwarten, daß dieses Flugblatt, das das Gegenteil der bezum Miisterpräsidenten Knilling. Bei dem Empfang absichtigten Wirkung auslöst, zurückgezogen wird. dt. Proben ihres außerordentlich starken Rönnens abgelegt hat, vermochte| andere 35jährige, wurde so schwer frant, daß sie ins Krankenhaus der völlig anderen, der kindlich rührenden Goetheschen Mädchengestalt übergeführt werden mußte. Auch die armen Babys hatten schwer Der Plan, mit dem sich Direktor Jeßner schon lange getragen, nichts abzugewinnen. Figur und Miene fügten sich nicht dem unbe- unter der Gewiffenlosigkeit ihrer Mütter gelitten. Das eine, das nur fam jetzt zur Ausführung. In einer neuen, von ihm geleiteten Re- wußten Zauber, auf den hier alles ankommt. Vor eine Aufgabe 4 Monate alt war, war so erschöpft, daß man an seinem Weiterleben zweifelt. Das Schauspiel der armen, feuchenden Frauen, die ihre gieführung gingen die Szenen des Goetheschen Faust über die Bretter gestellt, die in ihrer Eigenart nicht lag, nicht liegen konnte, löfte die Kinderwagen nur mit großer Mühe vor sich her stießen, erregte die des Hauses. Seine Phantasie, die nach neuen Formen späht, ist Darstellerin in dem Gefühl keine Rejonnanzen aus. Karl Ebert allgemeine Entrüstung der zahlreich versammelten Zuschauerschaft, eigenartig und hat es da und dort zu eindringlicher Bildhaftigkeit sprach die großen Monologe der ersten Szenen mit warmer treffen die die Programme faufte. Zwei der Mütter stillten ihre Kinder gebracht. Aber hier im Fauft wirfte das Neue im wesentlichen bloß der Empfindung, indeffen das Intereffe iteß später in den Liebes. unterwegs, und es war jämmerlich anzusehen, wie sie dieses wichtige als anderes. Es zwang sich nicht als ein organisch aus der Ber- fenen nach. Eugen Klöpfer war ein Mephisto von breitem Geschäft stehend in aller hast und ohne Sorgfalt vollzogen:„ Die senkung in den Wesenstern der Dichtung selbst Entstandenes der An- finnlichen Behagen und überlegen faltem Hohn. Frau Marthe Weiber fließen ihre Wagen Meile auf Meile mit unordentlichen schauung auf. Der Unbefangene fam vom Gefühle einer experimen- durch Mar Schred, der unternehmungsluftige Schüler durch die Kinderwagen fnarrten und quietschten, die Kinder schrien wurde durch Rosa Bertens, der nüchtern selbstgefällige Wagner Kleidern und hochgeröteten Gefichtern", berichtet ein Augenzeuge. Autoomnibusse und einzelne Kraftwagen fuhren an ihnen vorbei: Stimmungsvoll wirkte der mattrote an Morgendämmerungen Publikum schien großenteils befremdet. Der Beifall am Schluffe Gewinnerin hatte einen blauen Rock und Jacke an. Nach Abschluß Lothar Müthel individualisierend repräsentatiert verförpert. Das jämmerlich. Die Frauen trugen ihre gewöhnliche Kleidung; nur die antlingende Hintergrund des Vorspiels", gegen den dann in mächtiger Silhouette, gleich einem Nachtfalter mit ungeheuren dunklen hielt sich in ziemlich engen Grenzen. des Rennens erhielten die Frauen jede ein Bad und eine Mahlzeit. Aber dann fümmerte sich der Unternehmer nicht mehr um sie." Flügeln, Mephisto sich vom Boden erhebt. Aber daß die Gestalten der Erzengel sich nicht dem Auge bieten, daß sie hinter der Kulisse die oberen Luftschichten erhebt, unterliegen die geistigen Fähigkeiten bestimmt darauf gerechnet, daß nach dem Tode des japanischen Der Höhenrausch der Flieger. Während das Flugzeug sich in Harakiri ist unmodern. Sensationshungrige Amerikaner hatten reden, war dem Eindruck nicht günstig. Mag die Berkörperung der der Flieger allerlei Störungen, als deren Ursache hauptsächlich der Brinzen Kita Schirakawa, der kürzlich bei einem Automobilunfall Lichtgestalten auf der Bühne ihre Bedenken haben, dadurch, daß sie Mangel an Sauerstoff anzusehen ist. Die ersten Zeichen solcher in der Nähe von Baris ums Leben gekommen ist, einer aus der unsichtbar bleiben, büßen fast unvermeidlich auch ihre wundervollen Störung treten bei einer Höhe von etwa fünf Kilometern ein. Der Umgebung des Verstorbenen das landesübliche Harakiri durch Auffeierlichen Worte an Deutlichkeit und Kraft ein. Statt Faustens Holländer Wulfften Paltte hat darüber an sich Untersuchungen angeschligen des Bauches an sich vollziehen werde. Sie sind indessen altvertrautes Studierzimmer erscheint inmitten eines dunklen Raumes stellt. Er prüfte seine Aufmerksamkeit, indem er sich die Aufgabe bisher nicht auf die Kosten ihrer Erwartung gefommen; die in Paris etwas wie eine Kanzel mit Säulen in dem Unterbau und einer stellt, während des Steigens in einem gedruckten Terte gleichartige befindlichen Japaner erklären auch, daß sich diese Erwartung auf kleinen Jeßner- Treppe. Doch was an malerischem Eindruck so etwa Zeichen anzustreichen, etwa alle m oder alle d oder dergleichen. Die falsche Boraussetzungen gründe und deshalb unerfüllt bleiben dürfte. gewonnen werden mag, wird aufgewogen durch das nun unumgäng Arbeit geht allmählich langsamer, die Aufmerksamkeit läßt nach, die Denn die Tradition des Harakiri ist, wie sie versichern, längst überliche Arangement: Alles mögliche, Totenschädel, Becher und Gift der Flieger selbst schreibt, so werden Buchstaben, Silben, ganze menn man zum Beweis des Gegenteils auf den Präzedenzfall des Fehler häufen sich, so sehr man auch dagegen ankämpfen mag. Wenn wunden, und es spricht nur für die Untenntnis der Verhältnisse, phiole fein fäuberlich nun auf den Bultdeckel der Kanzel zu plazieren. Wörter ausgelassen, die Schrift wird frumm und schief. Die Kälte Generals Nogi verweist, der wie erinnerlich nach dem Tode des Das Bild, das dem Dichter vorschwebt, erhielt durch diese Alenderung ist nicht die Ursache, wie sich durch Kontrollversuche feststellen ließ. Raisers Mutsuhito mit seiner Gattin Selbstmord durch Harakiri. einen Einschlag des Gefünftelten und Gesuchten. Sehr frisch und Gleichzeitig besteht ein Gefühl erhöhten Wohlbefindens und eine beging. Diese Selbstaufopferung erklärte sich aus den besonderen munter, vor dem Aufgehen des Vorhanges schon angekündigt durch übertriebene Vorstellung vom eigenen Rönnen, die Selbstkritik Berhältnissen, die es mit sich brachten, daß der japanische General jubelnden Gesang, war das Treiben der jungen Mädchen und schwindet bedenklich. Es sind das dieselben Anzeichen, wie sie sich während der ganzen Regierungszeit des Kaisers die volle BerantBurschen in der Osterlandschaft; doch an Stelle des Ausblicks in das auch bei einem leichten Alkoholrausch einstellen. Schließlich tritt wortung für die Handlungen des Kaisers getragen hatte, eine Berweite Flußtal des Städtchens gab es, in seltsamem Kontrast zu jener eine eigentümliche Gleichgültigkeit gegenüber dem Urteil der Welt farbigen Fülle, nur reizlos dunkle Rasenhügel auf der Bühne. Das ein. Baltie verfiel in seinen Aufzeichnungen in einen burschifosen antwortung, die er nach dem Tode des Herrschers nicht mehr tragen fonnte und wollte. Bon diesen Vorbedingungen tann aber in dem Gärtchen der Frau Marthe hatte sich in einen veritablen Wald ver- licht werden sollte. Beim Ablesen der Instrumente gab es Irrtümer; lustigen Ton, obwohl er wußte, daß diese Schrift nachher veröffent Falle des Prinzen Kita nicht die Rede sein. wandeln lassen müssen, der zu den Liebesszenen gar nicht paßte. man sah die Dinge, berichtet er, ohne noch imftande zu sein, sie Auch das Milieu des fleinen Städtchens, das doch so eng durch Wesen richtig zu begreifen. Erstaufführungen der Woche. Dienst. Schloßpark- Theater Steg und Schicksal Gretchens verwoben ist, gelangte so wenig wie die lit: Am Teetisch". Mittw. Deutsches Theater: Morig von Sachsen". Das Wettrennen mit den Kinderwagen. Eine verwerfliche Toll- Freit. Gr. Schauspielhaus: König Lear". Faustsche Studierstube zur Erscheinung. Man sah nicht Häuschen heit, wie sie wohl nur in dem Lande des Spleens, in England," 3. G. Borfmann". Sonnt. Boltsoper: Rigoletto". Sonnab. Schauspielhaus: und Straßen, nur ein rätselhaftes dunkles Seitengemäuer, einen möglich ist, ist das Mutter- Kinderwagen- Wettrennen", das dieser Brunnen, der sich als solcher faum erkennen ließ, und ein riesiges Tage in London veranstaltet wurde. Ein findiger Unternehmer hatte nach Südamerika". Mont. Urania Borträge. Sonnt. Kapitän Herbert:„ Eine Reife Marienmonument, von archäologisch primitivem Stile mit sieben Preise von 6 Pfund Sterling und 4 Pfund Sterling für diejenige zwischen Schwarzwald und Alm". Dicust. Sonnab. Mit Sang und Klang großen Messern in dem Oberkörper. Der Dom, in dem der böse Geist Mutter ausgefeßt, die als erste mit ihrem Säugling im Kinderwagen 3. Marts: Die deutsche Südmart". die Scele Gretchens ängstigt, und der Rerter in der Schlußszene auf einem Marsch von London nach Brighton am Ziel antommen Breit. Prof. Goerke: Mit Flugzeug und kamera zu den wurden mit so fargen Strichen angedeutet, daß, wer die Dichtung brande des heißen Tages die kleinen Wesen in den Kinderwagen die Es hatten sich fünf Mütter gefunden, die in dem Sonnen- Seebädern. nicht schon fannte, die Situation sich kaum entziffern konnte. 52 englischen Meilen vorwärts fließen. Das Ergebnis des wahn finnigen Wettbewerbes war traurig. Die Gewinnerin, eine vierzigjährige Frau, brach bei der Ankunft völlig erschöpft zusammen; eine Leider fehlte dem Schauspielhaus ein Gretchen. Gerda Müller, die als Elifabeth in Schillers Maria Stuart und sonst würde. " Mittw. Donnerst. Die Generalversammlung der Freien Sezeffion" hat beschlossen die Wahl des Vorstandes auf den Herbst dieses Jahres zu verschieben. Die nächste Ausstellung der Bereinigung soll mit einem besonderen Programm im Frühjahr 1924 stattfinden. Berliner Feuerzauber. Szenerie: Beftlicher Stadtteil. Zeit der Begebenheit: Mächtfiche Stunde. In den kühlen, dunklen Frühlingshimmel schlagen hochaufleckende Flammen. Ein Dachstuhl brennt. Die späte Stunde verhindert nicht beträchtliche Ansammlungen. Ansammlungen. Ueber pneumatische Leitern ficttern Feuerwehrmänner. Schupo bringt stramme Disziplin in lie geballte Neugier. Hunderte nerfolgen das Spiel der Vernichtung. Mit einem Mal schiebt sich ein fleiner Trupp Aufgeregter an den Brandherd heran. Sie haben es, scheint's, ungemein eilig. Sollte es darum sein, daß ihnen auch teine Phase des Schauftücs entgeht? Weil sie aber außerhalb der pol zeilich gezogenen Ordnungsgrenze stehen, ziehen sie besondere Beachtung auf sich. Man hört darauf hin, was sie reden, merkt, daß ein Mann auf die ganze fleine Ertragesellschaft emredet, daß er heftig gestikuliert und immer wieder nach dem Dach weist. Unt mit einem Mal ist man im Bilde. Nicht billige Gafferfreude tobt sich hier aus, der Besuch der Brandstätte dient sozusagen einem höheren 3wed. Diese Zuschauer sind Spekulanten, und der Mann, der auf sie einredet, ist ihr Agent. Er ist Spezialist in Dachstuhlbränden. Wie er turch seine Unteragenten benachrichtigt Don einem Dachfeuer erfährt, ruft er telephonisch seine Kundschaft an und bestellt sie an die Brandstelle. Und nun wird erwogen und geprüft: die Wohnungsnot ist groß. Brennt der Dachstuhl nieder, so muß ihn der Hauswirt aufbauen, wenn auch vom Versicherungsgeld. Es wird dem Hauswirt sicherlich willkommen sein, nimmt ihm jemand Kosten und Lasten des Wiederaufbaues ab. Dafür erlaubt er dann, daß in das neue Dach auf Kosten des neuen Mieters eine Dach wohnung eingebaut wird, und das ist's, worauf die Wohnungsuchenden warten, worauf der provisionssüchtige Agent lauert. Benn die Flammen niedergehen und die verkohlten Sparren gespenstisch ragen, bauen die Konjunkturwahrnehmer Luftschlösser, dort, wo jetzt der Feuerwehrmann Schutt über den glühenden Dachrand schaufelt, liegt das Schlafzimmer und dort, wo die hübsche Aussicht sich über glasende Ballen auftut, wird das Eßzimmer fein! Die Schrillpfeifen schwirren, die Feuerwehr rüdt ab. Die Wohnungsanwärter besuchen dann morgen mit ihrem Bor schlag den Hauswirt. Und übermorgen laufen sie auf das Wohnungsamt, zur Baupolizei und zum Architekten. Der Agent freut fich auf die Provision für den Nachweis des Dachstuhlbrandes. Der Berliner Feuerzauber wird zum Wohnungszauber, und eine neue Wohnung blüht, höchft zeitgemäß, aus den Ruinen. Der Mordprozeß Nagler. Aussagen der Kriminalfommiffare über die Pläne des Geschwisterpaares. Am heutigen Sonnabend wurde die Zeugenvernehmung fort gesetzt. Auf eine Frage von R.-A. Alsberg gibt der Angeklagte Ernst Nägler an, daß er den geraubten Ring Wölffners in Leipzig unter seinem Namen versetzt habe. Der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Regen, bemerkt hierzu, daß dieser Umstand den Tätern zum Verhängnis geworden sei. = des Lehrerfollegiums und bat, von einem neuen Streit abzusehen. Eine päpstliche Spende für fungenfranke Kinder. Der Papst Ferner wurde im Laufe der Aussprache bekannt, daß die Schul- hat einer persönlichen Bitte des Reichsarbeitsministers Folge deputation in einer Sigung eine achtgliedrige Kommission eingefegt gebend aus ihm zur Verfügung stehenden Mitteln den Betrag habe, deren Aufgabe ist, die Auflösung der Klassen sowie die Ber- von 200 000 2ire für die Fortführung des Hilfswerkes der fegung des Lehrpersonals nachzuprüfen. Am Echlusse der Versamm Unterbringung Inngenfranfer deutscher Kinder in lung nahm die Elternschaft eine Entschließung an, die schleunige Davos bestimmt. Abhilfe in Sachen der 149. Schule fordert. Von einem neuen Streit wird bis auf weiteres Abstand genommen. " Der heilige Versuch. Der frühere Leiter der Quäfermission, die sich durch ihre Kinderipeisungen in Deutschland so hoch verdient gemacht hat, Alfred G. Scattergood in Philadelphia, hat dem Reichspräsidenten ein Kunstwert Der heilige Ver such überreichen lassen, das in Wort und Bild( in der Wiederirten des Quaters Penn bei der Gründung des Staates gabe der resten des Regierungsgebäudes in Harrisburg) da s Pennsylvania und die Durchdringung der Welt mit dem Gedanken der Nächstenliebe darstellt. Das Werf wird in den nächsten Wochen in der Staatsbibliothef ausgestellt sein. Wetter für morgen. Der Platz auf der Anklagebank. Rüdsichtnahme auf das Empfinden der Angeklagten. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat der Justiz minister soeben folgende allgemeine Berfügung herausgegeben:„ Bei den Gerichten besteht vielfach die Ucbung, von den Angeklagten grundsäglich zu verlangen, daß sie auf der umfriedigten Anlagebank Plaz nehmen, Ausnahmen aber hiervon beim Vorgeeignet, ohne zwingenden Grund berechtigte Empfindunliegen besonderer Umstände zuzulassen. Ein solches Verfahren ist gen der auf freiem Fuße befindlichen Angeklagten zu verlegen, da die Verweisung auf die umfriedigte Anklagebant leicht als Be- bei mäßigen, zwischen Südost und Südwest schwankenden Binden, etwas Berlin und Umgegend. Mild und beiter, jedoch überwiegend bewölkt schränkung der persönlichen Freiheit aufgefaßt wird. Auf der anderen Regen und Gewitterneigung. Seite ist das Gericht, wenn dem Wunsche einzelner Angeklagter, außerhalb der Anklagebant Play nehmen zu dürfen, entsprochen wird, der Mißdeutung ausgesetzt, daß es die Angeklagten aus unsachlichen Gründen verschieden behandele. Es empfiehlt sich deshalb, die Angeklagten nur dann in die umfriedigte Anklagebant zu verweisen, wenn sie sich in haft befinden oder wenn es die Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit der Ver= handlung erfordert, im übrigen aber ihnen einen Play vor dem Richtertisch oder an einer anderen geeigneten Stelle im Verhandlungsraum anzuweisen. Durch dieses Verfahren, das in einem großen Teil des Staates seit langem geübt wird, wird den bedaß dadurch die Interessen der Rechtspflege beeinträchtigt würden." rechtigten Empfindungen der Angeklagten Rechnung getragen, ohne Hundefänger- Frühling. fänger wieder eine verstärkte Tätigkeit. Sie spekulieren auf den Mit dem jungen Frühlingsgrün entwickeln auch die HundeSonntagnachmittagspaziergang der lieben Röter und finden sich mit Borliebe bei großen bekannten Sommerlokalen ein. Durch diese hohle Gaffe müffen sie ja ahnungslos fommen. Eine solche Hundefalle ist beispielsweise Alt- Treptow bei der Abtei. Wehe dem Hundebefizer, der hier seinen vierbeinigen Liebling ohne Maultorb umher laufen läßt. Er ist seine 300 M. Einlösungsgebühr im Umjehen los. Es hat aber wenig Sinn, in solcher Weise, wie es schon vor Jahresfrift übel bemerft wurde, das Sonntagspublifum zu verärgern. Groß- Berliner Parteinachrichten. 4. Abt. Lankwiz. Sonnabend, den 14. abends 8 Uhr im Paradiesgarten, Mühlen ftraße 21, Frühlingsfest verbunden mit der Abschiedsfeier für unseren Genossen Rettor Ried. Gewerkschaftsbewegung Die Gemeindearbeiter zu den Tarifverhandlungen. Eine vom Lohnfartell für die Gemeindebetriebe Groß- Berlins zum Donnerstag abend nach dem Gewerkschaftshaus einberufene Funktionärversammlung nahm Stellung zu den Tarifverhandlungen mung wurde auf den Beginn des neuen Unterrichtsabschnitts der der Reichs- und Gemeindearbeite: Bor Eintritt in die Tagesord Betriebsräteschule aufmertfam. Leider werde die Schule noch nicht ihrem vollen Werte nach gewürdigt. Der Betriebs. räten sei dringend zu empfehlen, an dem Unterricht teilzunehmen. Auch anderen Kollegen, die ihr Wissen er= weitern wollen, sei die Teilnahme gestattet. Hierauf schildert Scharlau die Verhandlungen der Gewerkschaften mit den Regierungsvertretern über die Neuregelung der Löhne und Gehälter. Die Regierungsvertrete: nahmen den Standa punft ein, von einer direkten Lohnerhöhung abzusehen, um die Die Erstattung von Eisenbahnfahrgeldern. Martstabilisierung und den Preisabbau zu fördern. Bei der Ausa Die Reichsbahn erstattet für nachweislich nicht benußte Fahr wertschaften tarifliche Löhne und Einstellung der Vorschußwirtschaft. sprache mit dem Finanzministe: forderten die Vertreter der Ges farten den gezahlten Betrag, jedoch nur unter Abzug von 10 Proz. Der Redner teilte schließlich mit, daß die Regierung bei den letzten für die aus dem Erstattungsantrag entstehenden Verwaltungskosten, Berhandlungen das Angebot gemacht hate, die verabfolgten Bor denn die Reichsbahn ist rechtlich nicht verpflichtet, schüsse als erledigt anzusehen. für Reisen, die ein Fahrgast aus persönlichen Gründen auf und 11. Mai noch je einen Wochenlohn zu zahlen, so daß sich das Sie sei bereit, am 18. April schiebt oder unterläßt, das Fahrgeld zu erstatten. Diese durch eine Lchnerhöhung von insgesamt 33 Broz. ergeben werde. Entschädigungen werden nur aus Billigkeitsgründen Die Neuregelung der Löhne soll im Juni erfolgen. Bon den Gedurchgeführt. Bisher waren als Mindestbetrag für Verwaltungslosten werkschaften sei dieses Angebot aber abgelehnt worden. Wir fonnSodann wurde Kriminalkommissar Binger vernommen. Er zahlt, so daß Fahrgelder bis zu 10 m. nicht erstattet wurden. Seit zustimmen, weil die Borschußwirtschaft der Regierung für die 5 M. festgesetzt, und ebenso wurden nur Beträge über 5 M. ausges ten, so erklärte der Redner, diefem Angebot aus dem Grunde nicht befundet, daß nach seinem Ermittlungsergebnis der Plan von dem 1. April find diese Beträge einheitlich festgesetzt und zwar ent- Privatindustrie teine Klarheit schafft, vielmehr dazu angetan ist, Ernst Nägler ausgegangen sei. Nägler verkehrte Nachmittags iprechend der Postgebühr für einen gewöhnlichen Fernbrief. Bon alle Lohnverhandlungen in der Industrie lahmzulegen. Schon bei am Stammtisch im Café des Westens und hatte dort bei Wölffner den Reichsbahndirektionen und Eisenbahnverkehrsämtern, die schrift der Verhandlung am 12. März sei auf die Unhaltbarkeit der Lohnden Ring gesehen. Da er in Geldverlegenheit war, besprach er liche Erstattungsanträge durch Postanweisung erledigen, werden vorschüsse aufmerksam gemacht worden. Die Regierung habe aber die Sache mit seiner Schwester und seinem Better Bod. Kriminal- also zur Zeit Fahrgelder unter 100 m. nicht mehr er nicht darauf gehört, otgleich die Erfahrung bestätigte, daß dadurch tommissar Gennat schloß sich den Bekundungen des Borzeugen it attet. Bei den Fahrkartenausgaben, die mündlichen Anträgen zahlreiche Fehlsprüche und Kämpfe in der Privatindustrie ents im wesentlichen an und ergänzte die Ausführungen noch dahin, daß im Fernverkehr durch sofortige Auszahlung entsprechen, wird diefer standen sind. zunächst mehrere Pläne erwogen worden seien. Anfänglich Mindeſtfaz nur zur Hälfte berechnet, so daß bei Rückzahlungen wollte man Wölffner nach dem Grunewald locken und dort berauben. mindestens 50 Mart abgezogen werden. Der zweite Plan bestand darin, daß Gertrud Nägler nach dem Vorbild des Diebstahls in Braunlage sich in das Geschäftslokal Wölff: ners einschleichen follte. Nägler hatte seine beiden Komplizèn auf das Opfer aufmerksam gemacht, indem er mit Wölffner zusammen Universitäts- als-, Naien- und Ohrenklinit aus dem Café des Westens fortging und an ihnen auf der Straße vorüberkam. Beide Bläne sind nicht zur Ausführung gefommen. Bei allen drei Plänen aber handelte es sich niemals darum, den Ring durch ein Schwindelmanöver in die Hand zu bekommen. Das marfanteste Merkmal bei allen Plänen war die Anwendung DON Gewalt durch den Gebrauch Don Aether. Bors.:„ Das wird jetzt von Ernst Nägler bestritten. Ich habe ihm schon vorgehalten, daß sich niemand ohne Sträuben Aether vor den Mund halten lassen wird. Haben Sie das auch besprochen?" Beuge:„ Das hielten wir für so selbstverständlich, daß wir gar nicht darauf eingegangen sind." Bors.: Wer war nun nach dem Gesamteindruck der geistige Urheber des Planes?" Kriminalfommissar Gennat:„ Damals hatte Gertrud Nägler ihrem Bruder die Hauptschuld zugeschoben. Der Plan ist unter den Geschwistern gereift und Bock ist zur Ausführung herangezogen worden, weil Ernst nicht aktiv an der Tat teilnehmen konnte, da Wölffner ihn kannte." Die nächste Zeugin ist ein Fräulein Wegner, die mit dem Angeklagten ein Berhältnis hatte und deren Absagebrief den Angeflagten nach seiner Angabe unmittelbar vor der Tat in große Berwirrung und Erregung verfeht haben soll. Nach Aussage der Beugin hat das Verhältnis jedoch schon mehrere Wochen vor der Tat ein Ende gefunden. 0 Kurse für Sprachfrante und Schwerhörige. In der Erften Berlin, Luisenstr. 11, Eingang 3, beginnen für Stimms und Sprachfranke, Ertaubte und start Schwerhörige neue Uebungen und Lehrkurse. Meldungen bei Professor Dr. Blatau wochentags außer Mittwochs und Sonnabends von 12-1 Uhr. Gefrierfleisch. Die Berliner Konsumgenossenschaft teilt uns mit, daß sie in ihren beiden Fleischverkaufsstellen hoch wertiges Gefrierfleisch zu vorteilhaften Preisen führt. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde. 17. Kreis. 2ichten berg: Heute, nachmittags 5 116r, in der Freiheit" Bibliothek, Weichselstraße 28, Sigung der Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde. Thema: Regelung der Sommer- Freispiele sowie des Frühlingsfestes. $ Die deutsch österreichische Anschlußfrage. Abg. Seile spricht heute, 7 1hr abends, im Reichstage im Rahmen des Desterreichisch- Deutschen Boltsbundes über die Anschlußfrage Deutschösterreichs. Eingang Portal 5. Als zweiter Referent sprach Polenste über die Lohnverhandlungen mit dem Magistrat. Dieser habe sich in der Berhandlung am 12. April bereiterklärt, das Verhandlungsergebnis im Reich anzuerkennen. Die im März als Bor schuß gezahlten zwei Wochenlöhne follen als abgegolten gelten. Wir haben erklärt, daß für die städtische Arbeiterschaft nur eine Rege. ung nach Stundenlöhnen in Frage kommen könne. Die Magistratsvertreter blieben dabei, fich stritte an die Regelung im Reiche halten zu müssen. Unserem Antrag, daß bei Schichts arbeiten am Sonntag und Ueberstundenarbeit die Prozente nach den Zulagen verrechnet werden sollen, hat der Magistrat zuge stimmt. Der Redner fam dann auf die Zahlungsschwierigkeiten zu sprechen, die sich schon im März bei der Straßenbahn ergeben haben. Der Rest ihrer Löhne sei den Arbeitern jetzt erst bezahlt worden. Bom Magiftraf wurde erflärt, daß die Schwierigkeiten behoben werden, indem aus den Beständen und Eingängen eine bessere Verteilung der Mittel erfolgt. Die Auszahlungen sollen fortab am gleichen Tage und in gleicher Höbe an alle städtischen Arbeiter erfolgen. Nach einer längeren Aussprache teilte Polenske mit, daß Millionenbankraub in Köln. 15 Millionen Mark wurden, wie am 1. Mai vollständige Arbeitsruhe aus Söln gemeldet wird, gestern abend bei einem Bantraub ge- herrschen soll. Weitere Bekantmachungen werden erfolgen. stohlen. Gegen 8 Uhr abends wurde bei dem Bankgeschäft Die Versammlung stimmte folgender Entschließung zu, die Polenske zur Amahme empfahl: Sternfeld.n. Tiefenthal die telephonische Anfrage gestellt, ob noch ausländisches Geld umgewechselt werden könnte, was be- meindebetriebe hat zu dem Ergebnis der Verhandlungen der Die Funktionärversammlung des Lohnkartells für die Ges jaht wurde. Kurz darauf erschienen auch zwei Männer, denen Neue Preise für Sonntagsrückfahrkarten. durch eine Nebentür Einlaß gewährt wurde. Nachdem sich die Spitzenorganisationen mit den Staatsbehörden und des Lehn beiden Leute mit dem Inhaber der Bant etwa eine halbe Stunde fartells mit den Gemeindebehörden Berlins Stellung genommen. Durch die Erhöhung der Vorortfahrpreise ist auch eine Aende. lang unterhalten hatten, hielten sie plößlich dem Geschäftsinhaber Regelung führten, lehnt die Funktionärversammlung eine solche Auch unter Berücksichtigung aller Umstände, die zu einer solchen rung der Preise für Sonntagsrückfahrkarten bedingt. Die neuen eine Browningpistole vor die Brust und zwangen ihn, den Lohnpolitik ab. Breise betragen von heute, Sonnabend, ab: für die Züge vom Geldschrank zu öffnen. Den Tätern fielen ungefähr 15 Millionen organisationen, daß sie bei den Berhandlungen über LohnSie erwartet vielmehr von den Spiken. Görliger Bahnhof nach Groß- Besten 3. Klasse 880, 4. Klasse Mark in deutschem und ausländischem Geld in die Hände. Die und Gehaltsaufbesserung nur einer Regelung die Zustimmung er. 760 M.; nach Teupiß Groß- Röris 1160, 960 m.; Halte 1360, beiden Männer werden etwa 30 bis 35 Jahre alt geschätzt und teilen, die eine Erhöhung der Stundentöhne bzw. Gehälter vorsieht, 1120 m.; Brand 1680, 1280 M.; Lübben 2120, 1600 m.; Lübbenau waren von schlanker Figur. Einer von ihnen sprach englisch, der und ihre gesamten Kräfte in dieser Hinsicht einsetzen. 2480, 1840 M.; zum Scharmüßelfee nach Storfow 1320, 1080 m.; andere scheint ein dem Bankfach angehörender Rheinländer zu sein. Die Funktionärversammlung beauftragt die Spizenorganisa. Hubertushöhe 1440, 1160 m.; Scharmützelsee 1560, 1240 m.; Bees- Ausschluß Deutschlands von den Olympischen Spielen. Das in- tionen, bei den bevorstehenden Berhandlungen über die Regelung fom 2200, 1680 M. Bom Schlesischen Bahnhof in die ternationale Komitee für die Olympischen Spiele trat gestern in Rom der Ortszuschläge einen Ausgleich der Löhne und Gehälter für Märtische Echweiz nach Rehfelde 880, 760 M.; Dahmsdorf Münche- zusammen und prüfte die Frage der Zulassung feindlicher Staaten Berlin anzustreben." berg 1240, 1040 M.; Budow 1840, 1640 M.; nach Berneuchen an der nächsten Olympiade in Paris. Der amerikanische Vertreter Die folgende Entschließung fand ebenfalls die Zustimmung der 960, 640 M.; Tiefensee 1160, 800 m.; Leuenberg 1320, 880 m. General Shoril erklärte, die Stellung der amerikanischen Abordnung Bersammlung: Bom Stettiner Bahnhof nach Biesenthal 860, 740 m.; fei leicht. Wenn die Franzosen, die Amerikas Freunde im Frieden,„ Die Arbeiter der Werkstatt der Wasserwerke Berlins beauf Melchoro 940, 780 m.; Eberswalde 1260, 1000 m.; Chorinchen im Krieg und jetzt seien, mit Ja stimmten, so würden auch die tragen das Lohnkartell, bei den Spizenorganisationen dahin zu 1580, 1200 M.; Chorin 1660, 1280 M.; Freienwalde 1860, 1400 M.; Amerikaner mit Ja stimmen. Andernfalls würden auch die Ameris wirken, daß den Arbeitern des Reichs, der Länder und der Gerach Fichtengrund 880, 760 M.; Naffenbeide 880, 800 m.; Löwen- faner mit Nein stimmen. Die Teilnahme Deutschlands wurde darauf meinden aus Anlaß der Erhöhung der Wohnungsbauab= berg 1160, 1000 m.; Granjee 1560, 1240 Mt.; Fürstenberg 2240, e in stimmig abgelehnt und zwar deshalb, weil die Mann- gabe und der Beiträge zu den sozialen Bersicherungen, rüdwir1720 m. Nach Werbellinfee 1820, 1380 M.; Niederfinom 1580, schaften der verschiedenen Nationen alphabetischer fend ab 1. Januar d. J., ein entsprechender Bauschalbetrag zur 1200 M.; Falkenberg 1660, 1280 m. Reihenfolge in das Stadion einzuziehen pflegen und weil in Abgeltung der Beträge gezahlt wird." diesem Falle die Deutschen( Allemands) an erster Stelle marschieren würden. Dies wolle Frankreich aber nicht zulassen. Der Teilnahme Desterreichs wurde zugestimmt. Die Frage der Zulassung von Frauenorganisationen und der russischen Sportorganisation wird in der nächsten Sizung erörtert werden. Verbandstag der angestellten Dentisten. Am 1. April fand der erste Verbandstag des Verbandes der angestellten Dentisten und Helferinnen, Siz Berlin, im Saale der Alten Geheimratskneipe in Berlin statt. Die einzelnen Landesverbände und Ortsgruppen hatten faßungsgemäß Delegierte entsandt. Die Versammlung, die von 10 Uhr vormittags bis 8 1hr abends dauerte, hatte eine reichhaltige Tagesordnung zu verabschieden. bezirke nahm die Beratung über die Aenderung der Sazungen und Neben dem Geschäftsbericht und den Berichten der einzelnen Landesüber die Ausgestaltung des Verbandsorganes größeren Raum ein. Der im Herbst vorigen Jahres erfolgte Anschluß der freigewerkDie Verlegung der 149. Gemeindeschule. Im gestrigen Abendblatt veröffentlichten wir ein Schreiben des Elternbeirats der 149. Gemeindeschule. Er flagte darüber, daß die früheren Unterrichtsräume( Bergmannstraße 28/29), wo gegenwärtig sich die Bureaus der Erwerbslofenfürsorge Also, weil das Wort Deutschland ins Französische üebersetzt befinden, der Schule nicht zurückgegeben werden. Die Elternschaft. am Anfang des Alphabets steht, dürfen die Deutschen an der deren Kinder nun mit zwei anderen Schulen in der Bergmann Olympiade in Paris nicht teilnehmen. Besser kann sich der franStraße 60/65 untergebracht sind, nahm gestern in einer Bersammlung döfifche Chauvinismus nicht blosstellen. dazu Stellung. Einleitend schilderte der Dtmann des Elternbeirats Ein internationales Schachturnier in Liverpool. Zum ersten noch einmal die bekannten Ursachen der gegenwärtigen Verhältnisse. Male seit Kriegsende find die direkten Beziehungen zwischen deut Der Boltsbildungsminister hatte die Zusage gegeben, daß die Be- fchen und englischen Sajachmeistern in England wieder aufgenommen hörden aufgefordert werden sollen, die Bureaus aus dem Schulhause worden. Es fand ein Meisterturnier anfäßlich eines Schachton- schaftlichen Zahnärzteorganisation gab Beranlassung, den Namen des Daraufhin wurde der im Februar begonnene greffes in Liverpool statt, an dem außer den acht besten eng- Berbandes zu ändern, bzw. zu ergänzen. Nach einstimmigem BeStreit, der zur Wiedererlangung der alten Räume führen sollte, lischen Spielern auch der deutsche Meister J. Miefes und der schluß heißt der Verband in Zukunft Verband der anabgebrochen, doch ist die Busage bis heute nicht erfüllt worden. lingar Maroc 3 y teilnahmen. Miefes fiegte schließlich mit 8 Buntae ftellten 3ahnärzte, Dentisten und helferinnen, Der Referent tadelte, daß statt deffen die Schulbehörde 4 Klaffen ten( 7 gewonnen, 2 remis) fnapp vor Maroczy( 6 gewonnen, Siß Berlin". der 149. Schule auflöst und vier Lehrkräfte verfeht. Das 3 remis). Die Engländer Dates und Sir G. 2. Thomas teilten dürfe sich die Elternschaft nicht gefallen lassen. Die zuständigen sich den dritten Preis. Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß der Behörden motivieren die Klassenauflösung damit, daß ein Mangel jezige Premierminister Bonar Law ein hervorragender Schachan Schülern herrsche. In der Diskussion sprach u. a. ein Mitglied spieler ist. zu entfernen. Schließlich wurde eine Erhöhung der Verbandsbeiträge beschlossen und der Vorstand in Zukunft ermächtigt, mit einer gewählten Beitragsfommission von Monat zu Monat die Beiträge festzusetzen. Der bisherige Borstand wurde wiedergewählt. rinnen. zaße: Geng und Fanny Elsier. In Ewigkeit Amen. Der Gelige. Bentral- heater: Försterchrifte!. Theater in ber Kommandanten Der Schluß der Tagung flang aus in dem Bekenntnis, auch im| Jungfrau. 26 20. Rönig Sear. Neues Bolts- Theater: 15., 16., 18., 19., 22. laufenden Jahre alle Kräfte anzuspannen, um mit Hilfe des Afa- und 23. Emilia Galotti. 17. und 21. Kater Lampe. 20. Die Laune des Verliebten. Der Steffe als Onfel. Große Bollsoper im Theater des Bestens: Bundes und der einzelnen Afa- Ortskartelle im Reiche die Organi- 15., 16. und 19. Die verkaufte Braut. 17. Die Zarenbraut. 18. und 21. Tristan jation zu stärken und das gelbe Organisationsgebilde zu überwinden. und folde. 20. und 23. Lohengrin. 22. Rigoletto. Renaissance- Theater: Rampf der Geschlechter. Die Tribüne: Die Sose. Am 20., 10% Uhr nachts: Galome. Deutsches Künstler- Theater: Der Fürst von Pappenheim. Romödienhaus: Madame Pompadour. Berliner Theater: Mädi. TrianonTheater: Profeffor Bernhardt. Residenz- Theater: Der Raub der Sabine Intimes Theater: Kleptomanie. Bahnziehen mit Mujit. Die Rage im Gad. Familien feft. Tiergartenzauber. Komische Oper: Europa spricht davon! Luftspiel Metropol- Theater: Die Schönste der bans: Bobby, fag' bie Wahrheit. Frauen. Reues Operetten- Theater: Raija, die Tänzerin. Thalia- Theater: Ein Jahr ohne Liebe. Theater am Rollendorfplay: Die schöne Rivalin. Neues Theater am so: Dorine und der Zufall. Kleines Theater: Das stärkere Band. Wallner Theater: Der fühne Schwimmer. Walhalla- Theater: Die Liebe geht um. Theater des Ostens( Rose- Theater): Kaiserplay 3, 1 Tr. Rafino- Theater: Zum blauen Ratabu.- Theater am Kurfürstendamm:. U. R. Schloßpart Theater Steglig, Reines Haus: 15. und 16. Eine glüdliche Ehe. Ab 17. Am Teetisch. Gegen Zuzug nach Bitterfeld, insbesondere von ungelern ten Arbeitern, wendet sich der Drtsausschuß des ADGB. in Bitterfeld, da dort die Betriebe voll besetzt sind. Die Arbeiter fönnen nur noch in verfürzter Arbeitszeit beschäftigt werden. Gelernte Arbeiter, die etwa die Absicht haben, in Bitterfeld Arbeit zu nehmen, müssen sich auf dem zuständigen Arbeitsnachweis zuvor erfundigen, ob Stellen frei sind, um sich nicht unnüte Ausgaben zu machen. Der Ortsausschuß wünscht Abdruck dieser Notiz in der Arbeiterpreffe. Solche Mahnungen müßten längst überflüffig sein. Denn fein Bernünftiger Arbeiter wird heute mehr auf blauen Dunst hin irgendwohin fahren, um Arbeit zu suchen. Einige Mart Portoausgaben sind immer noch leichter zu verschmerzen als Reise- und Zehrgelder. Ein organisierter Arbeiter, der an irgendeinem Orte Arbeit nehmen will, an dem er sonst feinerlei persönliche Beziehungen hat, wird sich Stets an seine Organisation wenden. Aus der niederländischen Gewerkschaftsbewegung. Das Gesamtvermögen der beim Niederländischen Gewerkschaftsbund angeschlossenen Organisationen betrug Ende 1922 meh: als 4% Millionen Gulden. Im gleichen Jahre gaben diese Organiſationen für Streifs und bei Aussperrungen nahezu 1½ Millionen Gulden aus. Andererseits erhielten die von Streifs oder AusSperrungen betroffenen Berbände etwa 200 000 Gulden aus der Streittasse des Niederländischen Gewerkschaftsbundes. Dieser Fonds umfaßte Ende des Jahres 1922 einen Betrag von über ½ Million Gulden. Im Jahre 1921 zahlten die dem Niederländischen Gewertschaftsbund angeschlossenen Berbände mehr als 7 millionen Gulden an Arbeitslose aus sowie etwa ½ million Gulden an Krantenunterſtügung. In den Jahren 1920 und 1921 haben die beim Niederländischen Gewerkschaftsbund angeschlossenen Organisationen bei Streifs, Arbeitslofigfeit und als Krantenunterstügung insgesamt etwa 20 Millionen Gulben ausbezahlt Diese Ziffern zeugen von einer starten finanziellen Wide: standskraft der holländischen Gewerkschaften. In dem Konflift im englischen Baugewerbe ist nunmehr doch ein Abtommen erzielt worden. Die Lohnfrage wird durch Schiedsspruch geregelt werden. In der Frage der ArbeitsHühneraugen beseitigt sicher das Radikalmittel 1 Nachmittagsvorstellungen. Boltsbühne: 15. Cine brechnung. Deutsches Theater: 15. Alt- Heidel Herr Vielgeschren. 22. Der Verschwender. berg. 22. Frühlings Erwachen. Rammerspiele: 15. Die deutschen Kleinstädter. 22. Die Büchse der Pandora. Leffing- Theater: Man kann nie wissen, Theater in der Königgräger Straße: 15. und 22. Die wunderlichen Geschichten des Rapellmeisters Kreisler. Deutsches Opernhaus: 21. Die lustigen Beiber von Windsor. Schiller Theater: 15. und 22. Die fünf Frankfurter. Großes Schauspielhaus: 15. und 22. Der Widerspenstigen Zähmung. Renes Bolts. Theater: 15. Rater Lampe. 22. Die Laune des Berliebten. Der Neffe als Ontel. Deutsches Künstler- Theater: Liebelei. Romödienhaus: 15. und 22. Prinzessin Olala. Berliner Theater: 15. und 22. Die Entführung aus dem Gerail. Intimes Theater: 15. Adam und Eva. Die G'schamige. Der Herr mit der grünen Arawatte. Luftspielhaus: 15. und 22. Das große Minus. Neues Operetten- Theater: 15. Die kleine Günderin. Theater am Rollendorfplay: 15. und 22. Die Königin der Straße. 18., 19. und 21. Die Entführung aus dem Gerail. Wallner- Theater: 15. Annaliese. Theater bes Oftens ( Rose- Theater): 15. Rübezahl. Berantwortlich für ben rebatt. Teil: Victor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Th. Glode, Berlin. Verlag Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchbruderei u. Berlagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin, Lindenstr. Fahrtvergütung! Lebewohl Sehr billig! Hornhaut and Fußsohle verschwindet durch Lebewohl- Ballen- Scheiben. In Drog. u. Apoth. Man verl. ausdrückl. ,, Lebewohl', Fugeniose Zar Verlobung rauringe Duk.- Gold 900 gest. v. 25000 M. an einfache Trauringe, gest., von 6000 M. an. Fast alle Preislagen am Lager. Namen u. Etui umsonst. Umarbeitungen und Anfertigungen von Trauringen bei Goldzugabe in 24 Stunden. Garantieschein für gesetzl. Goldgehalt! Trauringfabrik Albert Thal& Co., C 19, Seydelstraße 5( Spittelmarkt) ſtunden wird eine Abstimmung unter den Arbeitern erfolgen. Eini Gold BÜCHER GESUCHT weilen wird die Arbeit unter den bisherigen Bedingungen fortgesetzt. In Paris freifen die Schneider seit einigen Tagen. Die Arbeitgeber haben nunmehr die Streifenden aufgefordert, am Montag die Silber Platin Mrbeit wieber aufzunehmen, andernfalls die am Streit unbeteiligten Brillanten Arbeiterinnen ausgesperrt würden. Theater der Woche. Bom 15. bis 23. April. Bollekhne: 16., 18., 21, und 22. Weh' dem, der Tilgt. 16. und 25. Cine Abrechnung. Herr Bielgeschren. 17. Das Wintermärchen. 19. Der Berschwender. 29. Mein Leopold. Opernhaus: 15. Walklire. 16. Mastenball. 17. Die Inftigen Berber von Windsor. 18. Bauberflöte. 10. Mona Lisa. 20. Othells. 21, Boheme. 22, Meistersinger. 28. Barbier von Bagdad. Schauspielhaus: 15., 17., 20. and 22. Saust. 16. und 28. Peer Gynt. 18. Wilhelm Tell. 19. Rüthen von Heilbronn. 21. John Gabriel Bordmann. Denties Theater: 15., 17., 19. und 21. Die Swillingsschwestern. 16. und 20. Bhadra. 18. Moris von Sachfen. 2. Alt- Heidelberg. 8. Benthefilea. Rammerspiele: Das Krokodil. Leffing- Theater: 15., 17., 18., 21. und 2. Rönigin Chriftine. 16., 19., 20. und 28. Bürger Schippel. Theater in der Königgräger Straße: Kreislers Cdfenster. Deutsches Opernhaus: 15. Lohengrin. 16. Tin Mastenball. 17. Tiefland. 18. Die Entführung aus dem Gerail. 19. Tannhäuser. 20. Der Troubadour. 21. Die Fledermaus. 22. Die Meisterfinger von Nürn berg. 23. Der Zigeunerbaron. Schiller- Theater: 15. und 19. Die Großstadtluft. 16., 18. unb 23. Rrieg im Frieden. 17. und 21. Kapitän Brosemanns Opfer. 20. Rofe Bernd. Großes Schauspielhaus: 15. bis 19. Die törichte kauft reell zu höchsten Tageskursen C. Käferle Uhrmacher- Juwelier Frankfurter Allee 278 Alt- MetallAnkauf zu höht. Preisen Curow, Heukölln Jonasstr. 68 an der Bergftr. 2 Min. vom Wir sind ständige Abnehmer von antiquarischer, besonders sozialistischer Literatur. VERLAG DER NEUEN GESELLSCHAFT Damen- und Herren- Stoffe W. 15, Sächsische Str. 7 Pfalzburg 5140 eller Art in großer Auswahl. Gabardine, Kammgarne, Covert coats, Tuche, moderne Streifen, Voile, Musseline usw. Kleider- u. Futter- Seiden schwarz und farbig. Paul Karle O. 34, Warschauer Straße 79. Alte Gebisse auch zerbrochene pro Zahn 3500, 4000 bis 80 000 Mark Gold-, Dublee-, Silberbruch kauft zum Tageskurs Zahn- Ankaufsstelle Tel.: Reut. 4497 B. Zymelski, Weißenburger Str. 32 Bei Einkauf Fahrtvergütung! Alles übertreffend! Greifen Sie zu! Ohne Rücksicht auf große Verluste! Ohne Rücksicht des heute weit höheren Herstellungspreises! Herren- Anzüge 165000, 129000, 95000, 75000, 45000 Jünglings- Anzüge.. 75000, 58000, 36000, 23000 Sommer- Schlüpfer. 145000, 95000, 78000, 52000 Gummi- Mäntel.... 120000, 75000, 58000, 45000 Hosen 28000, 22000, 15000, 8500 Rechtzeitiges Erscheinen verhindert den Andrang in den Abendstunden! Kauferleichterung durch Anzahlung Hugo Simon Spezialhaus für erstklassige Herrenkleidung CHARLOTTENBURG Wilmersdorfer Straße 133 an der Bismarckstraße. 133 Weitester Weg lohnend, da Fahrtvergütung! Der Höhepunkt billigster Angebote pettbrett Farben Kleiderstoffe Schotten Kleiderstoffe schwarz- weiß kariert, dop ..Meter 4900 Popeline doppeltbreit, in vielen Meter 12 500 9800 *... Meler 6 800 4900 Zephyr hellgrundig, für Oberhemden .... 5300 4200 ..Meter 7800 doppeltbreit.. Meter. Volvoile doppeltbreit, weiß und neue Modefarben Jackenfutter weifarbig, glatt und gemustert Satinette in vielen Farben Meter 10 500 .Meter 3400 Halbseidene Serge for Jackenfaller.... Eolienne in vielen neuen Farben Rohseide modefarben, 60 cm brett.. ..Meter 4900 Meter 24 500 19500 .Meter 13 500 Außergewöhnlich billige Herren- Anzugstoffe Poften III Mir. 24 500 Poften II Mir. 16 500 Poften I Mir. 9800 Damen- Konfektion weit Stoffen 49 000 • Alpaka- Mäntel schwarz and marineblau.... 34 000 25 000 Imprägn. Regenmantel overcoatfarben lang and 38 000 Fesche Damen- Mäntel aus helleren und dunkleren 39000 Elegante Foulétuch- Mäntel modefarben... 59000 Zephyr- Blusen glatt und gestreift... Voile- Jumper mit Motiven Reinwollene Cheviot- Rocke. Frotté- Röcke weiß und gestreift.. 19 500 14 500 Voile- Kleider weiß und gemustert.. 19500 Vollvoile- Kleider moderne Formen, hellfarbig und 29500 Frotté- Kleider glattfarbig und gestreift..... 46 500 37 000 32 500 Trikotagen Strümpfe Herren- Einsatzhemden hübsche Streifen 8500 7000 Einsatzhemden mit Kragen and Manschetten Damen- Schlüpfer in vielen Farben 14.500 3.800 8750 8.500 12500 und Beinkleid. Herren- Garnituren farbig, Jacke 24 500 17 500 Damen- Strümpfe nahllos, verstärkte 2450 4200 .... 575 450 2300 Besonders preiswertes Angebot in Kinderkleidchen u. Mänteln indemann& Ferse und Spitze. Damen- Strümpfe Florgewebe mit Doppelsohle Füsslinge Baumwolle Frühjahrshandschuhe für Herren And Damen, farbig Kurzwaren Maschinengarn sfach.. 1000 Meter 2150 Maschinengarn 3 fach... 200 Meter 495 Leinenzwirn 20 Meter.. Twist Knäuel Jabots reich garniert. 89 195 750 Matrosen- Kragen Garnitur..... 1650 275 AKTIENGESELLSCHAFT Wäschestickerei..... Meter 395 Berlin- Schöneberg- Hauptstraße 149- Landsberger Allee 29 Bei Einkauf Fahrtvergütung!