Nr. 185 40. Jahrgang Ausgabe A nr. 92 Bezugspreis: Für den Monat April 5800 SL boraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland. Danzig, Saar- und Memelgebiet sowie Desterreich und Sugemburg 7800 M., für das übrige Ausland 9800 M. Postbezugspreis reibleiben d. Boftbestellungen nehmen an Belgien. Dänemart, England, Estland, Finnland. Frank zeich. Solland. Lettland, Luxemburg, Desterreich, Schweden. Schweiz Tschechoslowakei und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntags beilage Boll und Reit". der Unter haltungsbeilage..Seimwelt" und ber Beilage, Siedlung und Aleingarten erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal Telegramm- Adreffe: Sozialdemokrat Berlin Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 180 Mark Anzeigenpreis: Die einfpaltige Ronparetezeile Loftet 1200 M. Reklamezeile 6000 m. Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 375 M.( zulässig zwet fett. gedruckte Worte), jedes weitere Wort 200 M. Stellengefuche das erste Bort 200 M., jedes weitere Wort 150 M. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Beile 300 M. Anzeigen für die nächste Rummer müssen bis 4% Uhr nachmittags im Bauptgeschäft. Berlin SW.68, Linden. ftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet Don 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutfchlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Dönhoff 292–295 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Sonnabend, den 21. April 1923 Curzons dringender Rat. Deutschland soll ein Angebot machen. Ich kann nicht umhin, zu glauben, daß, wenn Deutschland irgendein Unerbieten seiner Bereitschaft und seiner Absicht zu zahlen Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Posticheckkonto: Berlin 375 36 Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depofitenkaffe Lindenstraße 3 Deutsches Arbeiterelend. Erhebungen der Arbeiter- Internationale. Unter dem Titel„ Die Lage der Arbeiter. schaft in Deutschland" veröffentlicht der Internatio. nale Gewerkschaftsbund die Ergebnisse der Unterfuchung, die von einer Kommission der Amsterdamer Internationale und der beiden sozialdemokratischen Internationalen über diese Frage angestellt wurde. Die Schrift, entstanden aus Anlaß des Rathenau- Mordes, ist die eindringlichste Schilderung des Elends der deutschen Arbeiterschaft nach dem Kriege; aber nicht nur dieser, denn auch die Lage der Kleinrentner findet ihre volle Würdigung, ebenso wie die gewaltige Umschichtung in der Produktion und Güterverteilung, die Stärkung des Sachbefizes und die Enteignung der Armen erschöpfend dargestellt wird. London, 20. April.( WTB) Oberhaus. Bormeldung. auf die moralische Kraft des deutschen Volkes, wenn es nottut, Bei Besprechung der Lage im Ruhrgebiet fagte Außenminister Cord im Widerstand gegen unerträgliche Zumutungen zu verharren. Curzon nach einer längeren Rechtfertigung der Hallung Englards und bei einer Prüfung der Haltung Deutschlands und Frank- London, 20. April.( WTB.) Im Oberhause fand heute nach reichs: mittag eine Aussprache über die Reparationsfrage statt. Auf der Tribüne wohnte der deutsche Botschafter Stahmer und der französische Botschafter Graf St. Aulaire der Debatte bei. Lord Bud master eröffnete die Ansprache. Hierauf ergriff Staatsfefretär Lord Curzon das Wort und stizzierte die Ereignisse, die zu der machte und feines Wunsches, die Summen durch eigens mit dieser augenblicklichen Lage geführt hätten und nannte den auf der Pariser Aufgabe betraute Autoritäten festfehen zu lassen, und wenn Januarfonferenz von Bonar Law unterbreiteten britischen Bor diejes Anerbieten gleichzeitig genaue Bürgschaften für Fort- Blan". Niemand fönne leugnen, daß diefer Plan mit Bezug auf [ chlag einen forgfältig und endgültig ausgedachten Die Untersuchung bedient sich, um auf knappem Raum fehung der Zahlungen enthielte, ein Fortschritt erzielt werden die Kriegsschuld Frankreichs und Italiens mehr als endgültig sei. umfassende Ergebnisse darzustellen, in großem Maße der tabelkönnte, Frankreich hat mehr als einmal zu verstehen gegeben, Es sei ein Borschlag, der so e de Imütig sei, daß er zweifle, ob er larischen und bildhaften Darstellung. Es ist an dieser Stelle daß es willens ist, einen solchen Vorschlag entgegenzunehmen. von irgendeiner anderen Macht als Großbritannien gemacht werden nicht möglich, auch nur einigermaßen die Fülle des Erganz gleich, ob er Frankreich allein gemacht wird, in welchem Falle fönne oder gemacht worden wäre. Was Deutschland und die beut fahrungsmaterials wiederzugeben, das hier auf noch nicht es ihn sofort seinen Berbündeten mitteilen würde, oder ob er Frant- fchen Reparationen betreffe, fo fei das Ziel der britischen Regierung, 200 Druckseiten zusammengestellt ist und das mehr als jede reich und seinen Verbündeten zusammen gemacht wird. Es liegt im die höchste Summe zu bekommen, die die deutschen Finanzen ertragen amtliche Denkschrift die Lüge von dem deutschen Wohlstand allgemeinen 3ntereffe, daß ein solcher Borschlag gemacht tönnten. Und fie habe damals erklärt, daß sie bereit sei, legten widerlegt. Denn es ist keine amtliche Publikation, die irgendwird. Früher oder später muß es dazu kommen, und meiner Mei- Endes praktische Santtionen zu ergreifen, wenn der welchem politischen Zweck dienen soll, sondern eine sa chli che auswärtige finanzielle Rat, dessen Schaffung sie vorschlug, berichte, Untersuchung, die auf die Quellen zurückgeht und gerade desdaß Deutschland unaufrichtig sei. Die anderen Vorschläge, die von nung nach je eher, desto besser. Das ist der Kern des Rates, den ich andauernd der deutschen Regierung gegeben habe. und ich sehe feinen Grund, an ihrer Weisheit zu zweifeln. Curzon schloß, sobald ein Schritt unternommen würde, würde Englands Hilfe sich für beide Parteien zeigen, und er sei nicht chre heffturg, daß auf dieser Linie noch eine Lösung gefunden werden könne. Er sehe die Tür noch nicht als gefchloffen an. Die Unftrengungen lasteten schwer auf den Hilfsquellen der beiden Parteien, und wenn fie andauerten, müßten fie die Beziehungen der beiten großen Bölker gefährden, die Seite an Seite in Europa gestellt feien, und zwischen denen irgendeine Art von Konkordat hergestellt werden müßte, wenn es irgend etwas wie Frieden oder Regelung in der Zukunft geben solle. Ich glaube, sagte Curzon, ich habe auf beiden Seiten Symptome, wenn auch nicht für ein Zusammenkommen, so doch wenigftens für eine Bereitschaft, die Bedingungen einer zufünftigen Regelung in Erwägung zu ziehen und sogar zu besprechen, wahrgenommen. Wir werden weiterhin unser Bestes tun, um die Entwicklung diefer Symptome zu ermutigen. Ich bin voller Hoffnung, daß die Zeit kommen wird, wo unser Einfluß und unsere Autorität, die ganz intakt bleiben, mit Nutzen in der Richtung eingeseht werden können, daß sie die beiden Hauptparteien zusammenbringen zu einer Besprechung und zur Entwicklung eines Planes, der nicht auf eine gegenwärtige Lösung abzielt, aber auf die Behandlung eines Problems, das ein Weltproblem und ein Friedensproblem ift. der franzöfifchen, belgischen und italienischen Regierung unterbreitet halb, weil sie die Wahrheit sucht, oft genug objektive Darlegunwurden, jeien von der britischen Regierung aus bereits mitgeteilten gen bürgerlicher Blätter zur Bestätigung der eigenen AufGründen nicht günstig angesehen worden. Als der Premierminister fassung anführen kann. zum Ausdrud brachte, er sei nicht in der Lage, die Borschläge anzu- Erst die neuerliche Erschütterung des Devisenmarktes hat nehmen, habe er diese Mitteilung mit einer Ertlärung begleitet, ja gezeigt, welche verheerenden Folgen jede Erhöhung des die Lord Curzon dem Hause wieder vorlesen zu dürfen bat, aus Dollarturfes auf die Kauffraft der Bevölkerung ausübt. Aber Gründen, die das Haus später verstehen werde. Lord Curzon las feit dem Jahre 1918 ist die Mart mit kurzen Unterbrechungen dann die Grärung vor, die mit dem Ausdruck des freundschaft unaufhaltsam gesunken. Der Erfolg ist, daß der Reallichen Gefühls Englands für Frankreich schließt. Lord Curzon lohn der Arbeiterschaft meit hinter dem sämtlicher anderen fagte, diese Erflärung habe getreu die allgemeinen Gefühle des Länder zurückblieb, daß die Arbeiterschaft viel mehr Zeit aufbritischen Bolitik gewesen. Der Staatssekretär des Aeußern schil wenden mußte, um auch nur die notwendigsten Lebensmittel britischen Boltes dargestellt und sei seither die Grundlage der berbe, wie die britische Regierung ihren Einfluß in jedem Stadium zur Aufrechterhaltung ihrer Arbeitsfähigkeit zu kaufen, benutzt habe, um friedliche Bereinbarungen herbeizuführen, sowohl und daß infolg dessen nicht nur für Lurusbedürfnisse nichts mit Bezug auf die Verbindungswege, als auch auf die öffentliche übrig blieb, sondern auch in dem Verbrauch von NahrungsOrdnung in den Gebieten, wo das französische Heer eingesezt war. mitteln schlechtere Ware an die Stelle der guten treten Die Anwesenheit der britischen Truppen bort, mußte. Fortgesetzt schwankten die Preise: werde, fei nicht nur geduldet, sondern jei sogar für beide Bar berechenbar geworden, da die Preise von Stunde zu Stunde die zu seiner großen Ueberraschung von Lord Budmaster kritisiert" Nicht nur die Nominal, auch die Reallöhne sind heute un= teien volltommen annehmbar. Es gebe möglicherweise eine ertreme Partei in Frankreich, die es gerne gesehen haben und von Geschäft zu Geschäft mechseln. Die Arbeiterfrau, die würde, wenn die britischen Streitkräfte vollkommen zurüdgezogen morgens einfauft, muß einige Stunden später für ein und dieselbe worben wären, um entweder eine drastischere Durchfüh- Ware einen weit höheren Preis bezahlen. rung oder eine raschere Erfüllung der franzöfifchen Wünsche herbeizuführen, aber dies fei nicht die Ansicht der französischen oder belifchen Regierung. Im Gegenteil, die Aftion Englands fei von ihnen habe die deutsche Regierung die fortgesette Anvefenheit der britiübereinstimmend unterstüßt und gebilligt worden. Desgleichen fchen Truppen begrüht, und im ganzen habe fe auch die Vorftellungen, die die britische Regierung ihr mit Bezug auf den Handel fomie auf andere Fragen gemacht habe, gehört. Das einzig Feststehende gegenüber der schwindelnden Aufwärts. bewegung der Preise ist, daß die Löhne immer weiter, immer hoffnungsloser zurückbleiben." Trotzdem ist es der Arbeiterschaft gelungen, inmitten der sozialen Berelendung, auf den wichtigsten Gebieten sich gegen die Sürme der Reaktion zu halten. Allen Angriffen zum Troz fonnte vor allem der Alchistundentag verteidigt werden. Der Kampf hat auf diesem Gebiete erit in der letzten Zeit wieder verschärft eingesetzt, nachdem die Schwerindustrie vorgestoßen war. Hierzu bemerkt der Bericht: Was den Handel betreffe, fo feien bezünlich Deutschlands als Ganzes die Ziffern der briti chen Ein- und Ausfuhr seit dem französischen Vormarsch ins Ruhrgebiet beträchtlich höher als in dem Die Rede des britischen Außenministers wird nicht ver- betreffenden Zeitraum des legten Jahres. Erst heute habe er erfehlen, in Deutschland und wahrscheinlich auch in Frankreich fahren, daß eine der fleineren Urfachen der Schwierigkeiten, denen " Beim ersten Blid wird es als Widerspruch erscheinen, daß einen starten Eindruck zu machen. Allerdings viidet ihr stern man sich gegenüber fah, wahrscheinlich unverzüglich von der deutschen gerade in einem Augenblic drohender Arbeitslosigkeit der Kampf der die Mitteilung, daß die englische Regierung deregierung beseitigt werden mürde. Die britischen Truppen befänden Unternehmer gegen den Achtstundentag zu dieser lebhaften Entdeutschen geraten habe, mit einem Borich im befegten Gebiet in Terfolg von Verpflichtungen, bie fachung gekommen ist, aber durch die Verlängerung der Arbeitszeit schlag heranzutreten- feine Ueberraschung mehr, England durch den Vertrag auferlegt feien, und um feine Bedin will sich das Unternehmertum das leberstehen der bevorstehenden obwohl die deutsche Regierung auf die Frage, ob ein solcher often des britischen Heeres würden aus den Einfünften des profit durch höheren Arbeitszeitprofit wett gungen durchzuführen und feineswegs für selbstfüchtige Rwede. Die Krise erleichtern und den möglichen Ausfall an Umfah. Rat tatsächlich erteilt worden jei, bisher die Antwort verwei- Reperetionspejeres beftritten, was mehr als genüge, um fie zu machen, damit die wirtschaftskrise von sich auf die gert hatte. Diese Frage ist am 18. April von Genossen Breit deden. Lord Curzon gab der Hoffnung Ausdruck, daß der Bor Arbeiterschaft abwälzend." scheid im Reichstag gestellt, aber von Herrn v. Rosenberg nicht schian, die zurückziehung der britischen Truppen zu ermänen, beantwortet worden. nicht weiter aufrechterhalten werde. Denn diese Maß. Dabei ist es eine Tatsache und es fann an Hand von Der britische Außenminister hat zugleich zu verstehen ge- nahme würde im gegenwärtigen Augenblid feinerlei Unterstügung Erhebungen der Frankfurter Beitung" und anderer Aeuße geben, daß seine Regierung nach Eröffnung der Verhandlun- feitens der britischen Regierung erhalten und würde unter den rungen industrieller Organe festgestellt werden, daß vielfach gen bereit fein werde, zwischen den beiden Parteien eine ver- Alliierten Englands Best ürzung hervorrufen. die Arbeitsleistung pro Kopf und Stunde schon im ersten mittelnde Rolle zu spielen. Er wird sich dessen bewußt sein, Lord Curzon fagt in seiner Rede weiter: Unsere Politt ift Quartal 1922 größer war als vor dem Kriege. Aber der daß er damit für die Regierung, in deren Namen er spricht, grundfäßlich auf der Entente befiert als tem einen festen und Anteil der unproduttiven Arbeiten der Bolkswirteine hohe moralische Berpflichtung auf fich genom- beständigen aftor in einer Welt des Wechsels. In Uebereinstim- fchaft ist wesentlich größer geworden, und so ergibt sich zwinmen hat. England fann, wenn es mill, seinen Einfluß in der mung damit haben wir eine Haftung wach famer und freund- gend der Schluß: Beise geltend machen, das tatsächlich eine für die mirtihatlich schaftlicher Neutralität beobachtet unt werden sie auch" Auf der einen Seite trotz schlechteren Standes der technischen den enden Kreie Frankreichs befriedigende und für Deutsch weiterhin beobachten. Wir haben Deutschland nie. Anlagen, trok furchtbaren Niederganges der Lebensha tung, trek land erträgliche Lösung zustande kommt. mals die geringste Ermutigung gegeben, seinen Einführung des Achtstundentages zunehmende ArbeitsDas deutsche Volt hat bei allen Verhandlungen seit dem Verbindlichkeiten auszuweichen. und werden das leistung; auf der anderen Seite bei erheblicher Vermehrung der Waffen tilstand fo schwere Enttäuschungen erlebt, daß man bei auch nicht tun. Was die Erwerbstätigen, bei zunehmender Arbeitsleistung permin. ihm ein leberman von Bertrauen nicht mehr erwarten darf. derte Produktion." Aber eine ganz nichterns realpolitische Erwägung ergibt, daß auch England im Intereffe feiner eigenen Wirtschaft an einer endlichen Befriedung Europas auf das lebhaftete intereffiert ift. Auch die vermehrte Macht der englischen Arbeiter partei ist ein nicht zu unterschäßender Faktor der internationalen Bolitik geworden. betrifft, fo find wir willens, zu einer paffenden Zeit in der Zukunft Frage der Sicherheiten plane oder Borschläge zu erörtern. Dies fann aber nicht durchgeführt werden auf koffen einer Jerftüdelung Deud lands cter dadurch, daß man eine neue Wunde im Herzen Europas aufreißt. Hier steht deutlich die Sad gaffe vor Augen, in der sich die Wirtschaft befindet. Nicht die unzureichende Arbeitsleistung, sondern die unzureichende fapitalistische Wirtschaftsform ist es, die heute auf Schritt und Tritt die nach Entfaltung drängenden Broduttivträfte hemmt. Die Folgerungen ergeben sich von selbst. Wir glauben Wenn Garantien gegeben werten sollen, so sollen es vorzugsweise Solange wie die Mark fiel, hat die Arbeitslosigkeit erwarten zu dürfen, daß in der nächsten Reit von der Garantien sein, die ihrer Natur nach gegenseitig find. Was die Re. abgenommen, Die Arbeiterschaft hatte keinen Vorteil davon. deutschen Regierung entscheidende Schritte parationen anbetrifft, fo haben wir unsere eigenen Ansprüche Ihre Berarmung schritt dauernd fort. Der Nahrungsunternommen werden. Man wird sich dann dessen bewußt sein nicht aufgegeten und werden sie auch nicht aufgeben. In der mitteltonfum, ein untrüg'icher Grabmesser für die Höhe müssen, daß wir uns nicht auf fremde Hilfe verlaffen dürfen, Frage der Echulden des Auslandes an uns haben wir schon ein ter Löhne, betrug 1921 nur 55 Proz der Menge von sondern nur auf das Geschick der deutschen Unterhändler und Anerbieten gemacht, das in feiner Großmut faft verschwenderisch war. 1913. Der monatliche Fleischverbrauch der Arbeiterfamilien tje heute geringer als der wöchentliche Fleischverbrauch vor dem Verelendung der deutschen Arbeiterschaft zu allen Arbeits- Die Räumung der Stadt erfolgte am Freitag morgen gegen Strieg. Sogar der Brotkonsum ist auf 76 Proz. der Vor- follegen in der Welt hinaustragen soll, Zeugnis ab von einem 4 Uhr durch die Mülheimer Polizei, die durch kriminalbeamte der friegszeit gesunken. Schon 1920 blieben über die Lebens- Heldentum der Entsagung für eine große Idee ein 3eug- umliegenden Städie verstärkt war. Auf beiden Seiten gab es mittel hinaus, wie an einem praktischen Beispiel dargelegt nis, das nicht ungehört verhallen wird. wird, ganze 8 Proz. des Lohnes für die gesamten fonstigen Ausgaben einer vierköpfigen Familie. ,, Kein Wunder bei diesen 8 Proz., daß in England, in Schweden, damit die Preise nicht fallen." machen. Ruhe im Ruhrgebiet. " Zofe und Verwundete Essen, 20. April.( Eig. Drahtbericht.) Ueberall treten die Gewerkschaften zusammen, um neue Lohnforderungen zu stellen. In der Papierindustrie sind 50 Broz. gefordert worden. Die von " Altpreußen nicht für Bayern. in den Vereinigten Staaten Millionen von Arbeitern feiern Nach den bei Redaktionsschluß vorliegenden amtlichen Verhandlungen sind aber gescheitert. Im Baugewerbe stehen die müssen, weil ihre Industrien keinen Absah mehr finden. Kein Wunder bei so vielen Kindern, die ohne Hemd Meldungen ist offenbar im Ruhrgebiet die Ruhe wieder Berhandlungen vor ihrem Abschluß. Die Metallarbeiter haben herumiaufen- daß in dieser Welt, die für den Profit, nicht für den daß in dieser Welt, die für den Profit, nicht für den hergestellt. Die bedauerlichen Vorfälle in Mülheim, von Forderungen nicht eingereicht, sondern nur um Verhandlungen nach Bedarf schafft, am 7. Dezember 1920 Sultan Fuat von Aegypten auf leher der Wetterwinkel des ganzen Gebiets, geben der gesucht und die Höhe der Forderungen als freibleibend erklärt. DasBedarf schafft, am 7. Dezember 1920 Sultan Fuat von Aegypten auf reaktionären Presse Veranlassung, von„ Roter Armee" felbe gilt für das Transportgewerbe. Für die chemische Induſtrie Befehl der internationalen Baumwollkönige den Anbau von und kommunistischer Gefahr zu faseln. Noch lassen sich nicht sind Verhandlungen nicht zugesagt, obwohl Forderungen eingereicht Baumwolle für 1921 um zwei Drittel beschränten mußte, Baumwolle für 1921 um zwei Drittel beschränken mußte, alle Einzelheiten der Vorgänge genau überblicken. Aber es wurden. Im Klempnergewerbe merden 500 M. Stundenlohn ist doch interessant, daß das kommunistische Hauptorgan im erhöhung gefordert. Auch hier ist wiederum die Kommunistise Kein Bunder ist es auch, daß unter diesen Umständen die Ruhrgebiet, das ,, Ruhr- Echo" jezt in so eindeutiger Weise Partei zur Stelle und läßt durch ihre Mitglieder in den einzelnen Bautätigkeit zurückging, daß soziale Schäden der von den anarchistisch- KPDistischen Erzessen abrückt und ganz Organisationen Entschließungen einbringen, welche die Gewerkschlimmsten Art an allen Leilen des Volkskörpers auftauchten, richtig auf die Gefahr der Ausnuzung dieser zweifel- schaften in den Lohnverhandlungen vorwärts treiben sollen. daß Hunger, Elend, Krankheit zunahmen, die Geburtenziffer haften Elemente durch die französische Besagung Im Interesse des Abwehrkampfes sollte von den Regierungsstellen fiel. Gegenüber der Verelendung der Sozialrentner und der hinweist. Hoffentlich zeigt die fommunistische Presse und die alles getan werden, um die Lohnverhandlungen zum Abschluß zu Arbeiterschaft versagt selbst die öffentliche Hilfe. Die Auf- tommunistische Parteileitung den nötigen Mut, in den bringen. Ueberall ziehen die Preise an. Die Gewerfgaben der Gemeinden wachsen. Das ist für das Privat- eigenen Reihen, in denen vor lauter widersprechenden schaften können sich dem Ansturm ihrer Mitglieder kaum erwehren. fapital ein Grund mehr, sich auch diese Lage zu Nuze zu Parolen alles durcheinander geht, Ordnung zu schaffen. Die organisierte Arbeiterschaft hat jedenfalls durch Die Sozialisierungs- und Kommunalisierungsvorstöße, die nach die geschlossene Ablehnung der Generalftreif der Revolution von 1918 unter dem Drucke der mächtig gewachsenen parolen deutlich genug gezeigt, daß sie kein Bedürfnis Die„ Kreuzzeitung" flagt über Unehrlichkeit. Die Kreuzzeitung", die jüngst wir sprachen schon dafozialistischen Fraktionen in den Gemeindeparlamenten überall ein- nach einer Neuauflage der Märzaktion jeligen festen, find nicht nur zurückgeschlagen: das Privattapital ist Angedenkens hat. Vielleicht ist es auch diese Einsicht, die die ihre Leser über Sinn und Inhalt der Rede Breitscheids feinerseits weit über seine Stellung von 1918 hinaus bis zu Pofi- veränderte Haltung des fommunistischen Ruhr- Echos" her- mit so treuherziger Wahrheitsliebe unterrichtete, ist über den tionen vorgedrungen, die es feit Jahrzehnten beigeführt hat. Bom Wolffschen Telegraphenbureau liegen Borwärts" moralisch entrüstet. Er hat nämlich... aber geben verloren hatte. In vielen Fällen find infolge der katastro- folgende Meldungen vor: wir ihr selbst das Wort: phalen Finanznot der Gemeinden, die durch systematische Kreditsperre Effen, 20. April.( WEB.) Die in allen Bevölkerungs-„ Die Kreuz- 3eitung" plädiert für Rebellen." seitens der Banken noch verschärft wird, bereits Verkehrsunter- schichten herrschende Erbitterung darüber, daß durch den Willen der Unter dieser Ueberschrift berichtet der„ Borwärts“ über den in nehmen, Gas- und Elektrizitätsmerte, Häfen, Speicher, Schlachthöfe, französischen Besakung die Stadt Mülheim zwei Tage lang dem unserer gefirigen Abendausgabe abgedruckten Münchener Brief". Gutsbetriebe, Ländereien und Forsten in der einen oder anderen Terror anarchistischer Banden ausgeliefert gewesen ist, ist so start, Sein Bericht ist aber eine Fälschung. Denn das Blatt ſtellt es Form vom Gemeindeeigentum in privatfapitalistische Aus- daß selbst das kommunistische Organ in Essen, das„ Ruhrecho, so dar, als handele es sich um einen Leitartikel der„ Kreuz- Zeitung" beutung übergegangen, das noch am Tage zuvor die Aktion der sogenannten Arbeitslosen und es gebraucht auch diese Bezeichnung. Der Leitartikel gibt die Aber diese Veräußerung, die den Banterott der Gemeinden für rüdhalilos unterstühle, heute abend sich veranlaßt sieht, zu schreiben: eigene Meinung des Blattes wieder, was ein Brief seinem den Augenblick abwendet, verschlimmert auf die Dauer nur deren Uebereinstimmende Erscheinungen über Arbeitslosenbedrohungen des Besen nach natürlich nicht tut. In ihm spricht der VerLage: aller produktive Besiz wird ihnen genommen; allein die Ein- Ruhrgebiets lassen eindeutig darauf schließen, daß dunkle Kräfte faffer. Dieser hatte aber auch nicht von sich aus behauptet, richtungen, die nur mit Ausgaben verbunden sind, die Schulen, die tätig sind, das Elend für ihre Zwede zu mißbrauchen. Besonders daß die angeklagten Schriftleiter nicht vor dem Leipziger GerichtsFürsorgestellen, die Kranken- und Armenhäuser, bleiben unter fra tritt es in Effen zutage. Unter die Arbeitslosen hatten sich hof zu erscheinen brauchten, sondern hatte das nur als die Aufihrer Verwaltung." französische Agenten gemischt. Auch die Sympathieerflärun- fassung der vaterländischen Verbände berichtet und Ein ausführliches Kapitel ist der Geldentwertung gen, die den versammelten Effener Arbeitslosen von derselben die Erwägungen angeführt, von denen fie dabei ausgingen. Die und ihren Folgen gewidmet. Der deutschen Ar französischen Kommandantur überreicht wurden, die verantwortlich Bolemit des„ Borwärts" ist also auch in diesem Falle wieder beiterschaft sind die Tatsachen, die hier zitiert werden, größten ist für die Niederschießung der Krupparbeiter, die Verteilung von reichlich unehrlich. teils bekannt. In ihrer Zusammenstellung aber zeigen fie Flugblättern, die start nach französischer Propaganda fiingen, An- Die Kreuzzeitung" verleugnet damit ihren Münchener erneut, wie die ganze Last der Geldaufblähung und der träge, Werbungen für Eintritt in französische Dienste find Beweise Mitarbeiter und in dessen Namen wiederum die vaterländischen Balutaverschlechterung von den breiten Massen ge- einer planmäßigen Aktion für die Arbeitslosen. Es ist klar, daß Verbände. Sie hat also den Brief wahrscheinlich nur abgetragen wurde, wie sich der Besiz beizeiten in die Sachwerte die Zahl der Lumpenproletarier in einer so großen Stadt druckt, um zu zeigen, was für schlechte Menschen es in Bayern und in die Goldmart flüchtete, mie selbst die Steuern in der wie Essen nicht tein ist. Viele von ihnen befinden sich unter den gibt. Das war ohne weiteres nicht zu bemerken, und darum überwiegenden Zahl auf die wirtschaftlich Schwächsten abge- Arbeitslosen und sie sind die Träger der franzöfifchen Propaganda. fönnen wir nicht zugeben, daß wir unehrlich gewesen sind. wälzt wurden. Aber nicht genug mit der Teuerung, auch Die franzöfifchen Imperialisten fönnen sich hier eine Streit- Aber wir geben zu, daß die Kreuzzeitung" sehr vorErwerbslosigkeit oder Beschäftigungsmanbrechergarde gegen die Arbeiter schaffen. Sie laffen es fich fichtig ist. gel dezimierte die Kauffraft der Arbeiterschaft weiter, selbst Geld fosten." Der Arbeitslosenrat verweist ebenfalls in einem Aufzu der Zeit, als der Dollar noch stieg. Inzwischen hat sich die ruf auf diese Gefahr und fordert alle Arbeitslosen auf, solche TenLage erneut verschärft, die Arbeitslosigkeit weiter um sich ge- denzen mit allen Mitteln im Heime zu erfliden. griffen. Die ruinöfen Folgen, die der Bericht voraussagt, wenn bei diesem Grad der Berelendung die deutsche Arbeiterschaft noch von Arbeitslosigkeit betroffen würde, find inzwischen eingetreten. Das Kapital wehrt sich gegen den Abbau der Gewinne und hat von seiner Macht noch nichts eingebüßt, wird sogar darin von einer bürgerlichen Regie rung noch bestärkt. Wäre nicht die Erkenntnis von der Blicht zur Abwehr der imperialistischen Uebergriffe an der Ruhr so tief in der Arbeiterschaft verwurzelt, so wären heute schon soziale Kämpfe in größtem Ausmaß unvermeidlich. Die deutsche Arbeiterschaft war es, die die Laft der Reparationen trug. Das Buch, das der Internationale Gemertschaftsbund herausgibt, ist ein Zeugnis vor aller Welt, mit welchen Opfern der deutsche Arbeiter seinen Friedens willen bezahlte. So legt diese Schrift, die Kunde von der Ende. Bon Wilhelm Lichtenberg. Die letzte Seite.- Und dann noch eine halbe... Und dann die lchten Worte und dann der Schluß! Schweyer ermahnt die Reichsregierung! München, 20. April.( WTB.) In der Sitzung des FinanzausMünster, 20. April.( WTB.) Sieben Uhr abends. In Mül schusses famen bei der Weiterberatung des Etats des Innenministebeim a. d. Ruhr ist es heute, abgesehen von einigen Zwischenfällen, riums die legten politischen Vorkommnisse wieder zur Sprache Miruhig geblieben. Es erfolgten neue Festnahmen von Aufständischen. nister Schmeyer erflärte zu den Klagen verschiedener Bei den gefirigen Zusammenflöken hatte die Polizei drei Berlehle Redner, daß die Regierung gegenüber den Nationalsozialisten zu verzeichnen. In Barmen sind die Demonstrationen ohne Zwischen- eine zu wenig entschiedene Stellung einnehme, er unierfall verlaufen. streiche, daß er alle Erscheinungen verurteile, die geeignet seien, in der gegenwärtigen Zeit außen- und innenpolitische. Schwierigkeiten hervorzurufen. Es müsse alles geschehen, um die Bevölkerung des besetzten Gebietes in ihrem schweren Kampfe zu unterstützen. Mit aller Schärfe unterstreiche er, daß die Auffassungen in den vaterländischen Verbänden bei der großen Menge der Mitglieder im großen und ganzen gleichmäßig seien und es sich mehr um die Führerfrage handele(?). Es müsse alles vermieden werden, was die Front im Westen erschüttern fönne. Das gelte Effen, 20. April.( Eig. Drahtbericht.) In Mülheim ist die Ruhe wiederhergestellt. Die Straßenbahnen fahren wieder, in allen Betrieben wird gearbeitet. Der Beschluß der Funktionäre der Firma Thoffen, in den Generalstreit zu treten, wurde von der Arbeiterfchaft abgelehnt, An den Unruhen haben sich eine große Anzahl auswärtiger Kommunisten beteiligt. Es steht einwandfrei fest, daß die Belegschaft der kommunistischen Zeche Diergardt aus Duisburg fast vollständig in Mülheim( Ruhr) war. für diesen Kurfürstendamm; für diese Meßter- Woche; für dieses nationale Bürgertum, das mit einem heiteren Bein und einem nassen Aug' Miterleber des schrecklichen Proletariertodes ist. Alle, die Augen haben, zu sehen, und Ohren, zu hören, erkennen in solch einem zufälligen Zusammentreffen von Shimmy und Tod den Sinn dieser Zeit, die sich beinahe zu einer„ Großen" ausgewachsen hat.... Der rote Joseph. auf einem Stuhl übereinandergeschichtet? Borläufig tommen fie noch aus dem Buchladen, fosten soundsoviel Grundpreis plus Buchhandelsinder, riechen nach Pappe und Druckerschwärze. Hier aber stand Finis und es gibt fein Verweilen. Noch einmal lesen und noch einmal? Nein dann lieber ins Grab mit ihnen, auf das Regal! Schicksale sind an ihren Tag gefettet. An diesem ergreifen fie, an diesem machen sie an sich glauben. Das unmittelbare Erlebnis läßt ihre Trazit empfinden, formt sie in Weiten aus und gibt ihnen Hintergründe. Darüber hinaus gibt es feine Schicksale von Bes deutung. Es gibt überhaupt keine Schicksale nur tragisch oder Die Steuerquiffung als Cofferielos. In unseren Tagen einer gleichgültig Genommenes. Die Einmaligkeit des Erlebnisses läßt nie zuvor erlebten Steuerplage ist wohl eine Erinnerung an die so sich nicht wiederholen. Dieselben Schidjale an anderen Dbjeften ganz anders geartete fteuerliche Praxis der französischen Revolution mühlen uns immer wieder auf. Wenn wir leben wollen, müssen wir angebracht, die sich in Sachen der Steuereinziehung von einem Zartdas Gottesgeschenk des großen Vergessens haben. Sonst wäre das gefühl leiten ließ, das dem modernen Staat vollständig abhanden getommen ist. Ein im zehnten Jahr der Republik in einer der Beben ein Zugrundegehen. Januarnummern des Journal de Paris" erschienener Artikel erbringt dafür einen interessanten Beweis.„ Der Steuerzahler", fo heißt es hier, der für eine Flasche Wein 5 Centimes indirekte Steuer erlegen muß, braucht sich nicht zu beklagen; denn ihm bleibt wenigstens die Flasche und die Erinnerung an den Genuß, den er beim Trinken des Weines gehabt hat, und der allein ausreicht, ihn über die bezahlte Steuer hinwegzutrösten. Aber weshalb kann man nicht auch der direkten Steuer einen Anreiz geben, der geeignet ist, der Staat von der Gesamteinnahme, die er etwa aus der Grunddie bittere Steerpille zu verfüßen? Warum fann beispielsweise fteuer bezieht, nicht ein paar Millionen beiseite legen, um damit eine große Lotterie zu begründen? Jeder Steuerzahler würde dann statt der nüchternen und häßlichen Quittung bei der Entrichtung der Steuer Lotterielose erhalten, deren Anzahl nach der Höhe der bezahlten Steuersumme bemessen werden fönnte. Die angenehme Aussicht, einen großen Gewinn einzuheimsen, würde dem Steuerzahler sicher einen Ansporn zur pünktlichen Zahlung bieten, schon aus dem Grunde, weil er ja ein begreifliches Interesse daran hat, fich einen Anteil an der Ziehung zu sichern, dessen er bei der Nichteinhaltung des Zahlungstermins verlustig gehen würde." Ich lese ein Buch langfam. So, wie wenn ich die höchft angenehme Gesellschaft von Menschen nur etwa eine Stunde am Tag genieße, um ihrer nicht zu schnell überdrüssig zu werden. Immer nur ein paar Seiten, etwa so weit, als ich noch ein rein persönliches Interesse an den Figuren des Dichters, ihren höchst vielfältigen Situationen aufzubringen vermag. Aber dafür springen sie mir auch nicht wie etwas Fertiges, Erdachtes ins Bewußtsein, sie werden mir geboren, treten zaghaft ins Leben, ohne daß ich von vornherein ein bestimmtes Verhältnis zu ihnen hätte, schmiegen sich erst lang fam an mich, geben mir von ihrer Atmosphäre und ich gewinne fie lieb, ich glaube an sie, ich zweifle an ihnen ich verabscheue fie... Nein Ende" heißt ein Ende machen, einreihen, ins Grab Sie waren meine Welt durch vierzehn Tage nicht minder versenken. Dennoch- Bücher werden die Toten doch nicht mehr. vertraut, als all das Ueberflüssige, das sich zwischen den Mahlzeiten Auch nicht Leichname. Denn irgendwo wirten sie weiter, mahnen an des Tages begibt. Bierzehn Tage lang öffnete sich zu bestimmten sich und treten von Zeit zu Zeit behutsam durch die Türe unseres Etunben eine Türe( ich flappte fein Buch auf) und herein traten Bewußtseins. Oder besser, wahrhaftig durch die Zimmertüre. Aber fie, die ich liebte, nicht begriff oder verabscheute. Sie waren Körper, fie vermeilen nicht mehr, sie machen uns nicht mehr erzittern, Gestalten, mit vertrauten Zügen o, ich hätte sie schildern fönnen Nach flüchtigem Gruß wendet man sich von ihnen ab. bis in kleinste Einzelheiten, auch dort, wo sich der Dichter nur auf die greife nach dem Band, dem obersten auf dem vollgeladenen Stuhl. Phantasie des Lesers verlassen hatte. Ich war mit ihnen, meit über Ohne Haft, ohne Begierde. Wahrhaftig er gemahnt an Bappdie Schicksale der vorgezeichneten Begebenheiten hinaus, und hätte leinen und an den Schweiß der Rotationsmaschine. Ich will ihn gar aus ihrer Kenntnis noch tausendmal ihre Schicksale zeichnen fönnen, nicht!- Und muß doch nach ihm greifen... Es berührt mich nicht, aber immer nur andere Auswirkungen ihrer vorgezeichneten Mög- daß auch er in vierzehn Tagen ins Grab soll. lichkeiten, niemals freie Gebilde aus anders gerichteter Anschauung. Ich habe Ehrfurcht vor den Notwendigkeiten der Menschen und will sie gar nicht so, wie ich mir's denfe. Und Menschen waren sie, meil fie doch mit mir lebten, weil wir Gemeinsames hatten und einander immer wieder durch eine gewisse Beit- fast um dieselbe Stunde begegneten. Ruhr- Totenfeier mit Shimmyklang. Ich Hart an das UT- Kino am Kurfürstendamm grenzt der große Tanzpalast, in dem die Einheitsfront des Bürgertums dreimal in der Woche ihre patriotische Betrübnis an der Garderobe ablegt, um Hier aber steht„ Ende“, und das bedeutet Tod... Die Figuren unbeschwert ven traurigen Ruhrgedanken das geflügelte Shimmy- eine interessante Brüfung, von der Leslie G. Mainland erzählt. Es Fledermaus- Taubheit". Für die Feinheit des Gehörs gibt es treten aus dem Leben, sie vollenden sich und nichts ist mehr nach bein zu schwingen. ihnen. Nur die Sehnsucht, das Verlangen, weiter mit ihnen sein zu Nur eine dünne Ward trennt den Balaft vom Vorführungsraum ist dies die fog. Fledermaus- Probe. Es gibt viele Menschen, die den tes Kinotheaters, sie und wenn in diesem die Kapelle nicht spielt merkwürdigen, schwachen Schrei der Fledermaus nicht hören können. haftig um uns, zwei Tage noch leben wir mit ihnen. Aber dann des Rinos die gedämpften flotten Shimmytlänge. In diesen Tagen geschieht es nun, daß die Meßter- Woche, die tommt der letzte Weg ans Grab, sie werden versenkt. In meiner noch aus der traurigsten Angelegenheit ein patriotisches Geschäft Stube steht so ein Massengrab. Mein Bücherregal. Bon vierzehn zu machen versteht, urb deren nationales Empfinden sich auf alle zu vierzehn Tagen findet so ein Begräbnis statt, ich verfente nicht Ereignisse in Deutschland erstrect, angefangen vom Tod eines neuteinen, nein, viele Menschen ins Grab, und ich weiß, daß es für die schen Proletariers bis tief hinunter zu einer Barade Hindenburgs Gehörs, aber ein Beweis dafür, daß gewisse gang feine Baute nicht meisten faum mehr eine Auferstehung geben dürfte. Denn es warten daß die Meßter- Woche also das Begräbnis der Ruhropfer im UT. schon viele, viele auf meine Bekanntschaft, auf meine Liebe, mein Kino abrollen läßt. Und weil bei diesem Bilde die Tinomusif nicht spielt und es Bertrauen, meinen Zorn, und man soll sein Leben nicht an Lote hängen. Der Abschied ist darum nicht weniger schmerzlich. Denn gerate einer jener drei Tage in der Woche ist, an deren ber na tionalismus mit dem Amüsement einen Burg will fagen: Tanz was find mir in diesem Augenblick alle die anderen, die ich noch gar palastfrieden schließt hört man als Begleitmusik zu dem Benicht fenne, von denen ich nicht weiß, ob sich unsere Welten inein- gräbnis der Ruhropfer Kling, flang- den Shimmy Don ander finden werden, was sind sie mir, die unaufgeschnittenen Bände, nebenan; gedämpft, aber deutlich genug, um symbolisch zu fein: tönnen. Das aber ist Tod. 3wei Tage noch sind die Toten leib.( in der Pause und während der Meßter Woche), hören die Besucher ihnen dann plöglich auffällt, daß es lange Zeit her ist, daß sie zuletzt ever den Ruf der Fledermaus hörten. Sie haben dann diese Feinheit des Gehörs eingebüßt, denn im höheren Alter verliert das Ohr feine Schärfe, und es tritt dann ein, was man Fledermaus- Taubheit" nennt. Diese Taubheit“ ist die schwächste Form der Abnahme des mehr aufgenommen werden. Fast alle Kinder fönnen den Ruf der Fledermaus hören, aber allmählich tritt dann dieses Nachlassen der Fähigkeit ein. Die Grenzen der Aufnahmefähigkeit, die das mensch liche Ohr besigt, schwanken zwischen Tönen, die 30 Schwingungen in der Setunde und folchen, die 30 000 Schwingungen in der Setunde haben. Viele Tiere fönnen noch Töne unterscheiden, bie fchon weit jenfeits der Grenze der menschlichen Aufnahmefähigkeit liegen. Da gibt es z. B. den schweigenden" Hunderuf, mit dem ein nicht nur für die vaterländischen Kreise, sondern auch für die R e i ch s r e g i e r u n g, dag Parlament, die Presse und auch den Staatsgerichtshof. Er bitte dringend, daß der Staats- gerichtshof von dem Recht, auch in Süddeutschland selb st zu tagen, Gebrauch machen möchte. Solange das Gesetz ober bestehe, müßte es durchgeführt werden und werde es auch durchgeführt. Die Deutscbsozialen vorm Staatsgerichtshof. Kunzes Wochenblatt freigegeben. Leipzig, 29. April.(WTB.) Im weiteren Verlaufe der heutigen Sitzung des Staatsgerichtshofes wurde über die Beschwerden der Deutsch sozialen Partei über Versammlungsverbote und Auflösungsvcrfügungen verschiedener Landeszentralbehörden ver- handelt. Die vom Oberpräsidenten von Niederschlesien und vom Polizeipräsidium Berlin erlosienen Verbote von Versammlungen und des deutschsozialen Wochenblattes wurden aufgehoben und die Kosten der preußischen tSaatskass« auferlegt. Hinsichtlich der von den Regierungen von Sachsen und Braunschweig er- lossenen Verbote der Partei wurde zwar das Vorliegen von Anhalts- punkten für eine Berechtigung des Verbotes anerkannt, ein völliger Beweis aber als nicht erbracht angesehen. Es wird ein neuer Termin anberaumt werden, um den Regierungsoertretern Gelegenheit zu geben, weiteres von ihnen angebotene Beweismaterial bei- zubringen. Reichswehr unü Republik. Generalv.Jeeckt Seite an Seite mit Prinz Eitel Friedrich Das Mißtrauen, das in allen Kreisen der republikanischen Bevölkerung ohne Unterschied der Parteirichtungen gegen die Leitung der Reichswehr besteht, erhält immer wieder neue Nahrung. Die Reichswehr betelligt sich in Bayern an Paraden, die L u d e n d o r f f vor nationalsozialistischen Sturmtrupps abhält. Das Reichswehrministerium kündigt „Untersuchungen" darüber an und bei den Untersuchun- gen pflegt es zu bleiben. Vielleicht untersucht das Reichswehr- Ministerium auch einmal folgenden Borfall: In Stettin fand am letzten Sonntag die Enthüllung von Ge- denktafeln für die im Weltkrieg Gefallenen der ehemaligen 4. Di- cisian statt. Diese Denkmalsenthüllung wurde zu national- monarchistischer Propaganda mißbraucht. Der Stettiner Polizeipräsident hatte in Erfahrung gebracht, daß die Veranstalter der Gedenkfeier in Verbindung mit dieser Straßenumzüge mit Musik planten. Da solche Umzüge der polizeilichen Genehmigung be- dürfen, ließ der Polizeipräsident dem Standortkommandanten, Oberst- leutnant Scheffel, unter Begründung mitteilen, daß er diesen Straßcnumzügen die Genehmigung versage. Trotz des Verbots zogen Angehörige der Reichswehr und Militärvereinler in geschlossenen Formationen unter Vorantritt einer Militärkapelle nach der Grenadierkaserne. Auf dem Kasernenhof nahmen die Um- züglcr Aufstellung. Der Chef der Heeresleitung, General v. S e e ck t, l er Teilnehmer der Veranstaltungen war, schritt unter den Klängen des P r ä s e n t i e r m a r s ch e s die Front ab, und zwar in Begleitung des Prinzen Eitel Friedrich und besten Gattin, sowie des Generalfeldmarfchalls v. Mackensen und anderen Gene- raten. Der General v. Seeckt nahm dann noch mit seiner Begleitung eine Parade ab. Diese militärische Schaustellung wiederholte sich noch einmal vor dem Generalfeldmarschall v. Mackensen, der die Parade auch in„großer" Begleitung abnahm. Das Reichswehrministerium kann doch darüber kaum im Zweifel sein, daß das demonftrntive Hervortreten des Generals v. S e e ck t bei solchen„privaten,, Veranstaltungen, deren notionaliftisch-monarchistischer Charakter sich auch durch die Maske einer angeblich pietätvollen Ehrung der Gefallenen nicht verbergen läßt, von allen Anhängern der Republik als eine schwere Provokation empfunden werden muß. Solange die verantwortlichen Stellen der Reichswehr es nicht verstehen, solchen Veranstaltungen einen wirklich neutralen Charakter zu geben, solange sie dulden, daß die erklärten Geg- solcher Vierfüßler sich einem IM Meter entfernten Kameraden be- merkbar macht, während der Mensch, der mit dem Hunde geht, nicht das Geringste hören kann. Der andere Hund hört aber diesen Ton, der etwa 40 090 Schwingungen hat. Die Großstadklnst als verwisterungsfakkor. Zu interessanten Endergebnissen haben jahrelanae Beobachtungen über die Auswir- tagen der Großstadtluft an Gebäuden. Denkmäl.rn, Telegraphen- drahten usw. geführt. So hat der Dombaumeister von Köln, Hertel, bei Bonsteinen und Zink, d'e erneuert werden imißten, auß rordent- l'che Verw'.iterungserschcinungen, die lediglich auf den Einfluß der Großstadtluft zurückzuführen find, feftgest-llt. Insbesondere ist der starke Gehalt der Luft der großen Städte an Schwefelsäure, deren zerstörende Wirkung einwandfrei an den verschiedensten Materialicn festgestellt worden ist, der Houptsoktor bei derartigen Zersetzungen. Bei Verwendung von gleichartigem Material wurde in kleinen Städten sowie waldreichen Gegenden eine weit längere Widerstands- daner dieses Materials beobachtet als in den Großstädten. Während beim Kölner Dom Zinkteile nach einigen zwanzig Iahren als völlig unbrauchbar ersetzt w'rden mußten, konnte bei einer Kleinstadt- kirche ebenfalls bei einer Zeitdauer von zwanzig Iahren gleicher Zink wieder als völlig einwandfrei beim Umbau m'tvcrarbeitet werden. Auch bei Fernsprechdrähten macht sich die schädlich« Einwirkung der Großstadtluft außerordentlich g.'ltend, wobei in den tohlenrc chen Gegenden, de'-en Luft durch die Hochöfen besonders leidet, die Ver- Witterung noch schneller sortschreilet. Das Essener Krupp-Denkmal wird durch solche Einflüsse in absehbarer Zeit zerstört sein. Sozial'sierung der russischen Literatur. Eine in den.Lswestija" veröfsentlichte Verordnung des ruffischen Volkskommissariats für Aufklärung, behält dem Staate die Herausgabe von Werken einer Anzahl der hervorragendsten russischen Schriftsteller vor, und zwar werden zum Staatsmonopol erklärt u. a. dk Werke von: Leonid Andrejew, ANokow, Vakunin. Velinski, Dostojewski, Gogol. Sarschin. Griboiedow. Gontscharow, Herben, Korolenki, Krylow, Lermentow, Lawrow, Leskow, Michailowski, Nebrassow, Ogarem. Ostrowski, Puschkin, Pissarew. Ssaltykow. Skukowski. Lew Tolstoi, Alexei Tolstoi, Turgenjew, Tschernischawski, Tschechow, Gleb Uspenski. Ueber das Recht der Herauegabe dieser Werke versügt ollein das Volkskommissariat für Aufklärung oder der Staatsverlag, an den sich Interessemen zu wenden haben. Di« Erben der nationali» sierten Autoren werden vom Staate nach den bestehenden Gesetzen entschädigt. Kmistchmuld. Im Tradbischen Kabinett I.«. Neumann. Kur- süAlendamm 232, werden Dcmälde des SwESnder« Adrian Lubber« und von Ewald Natals cezeigt— Die Aalerie Ferdinand Miller, BotS- damer Str. J3to, erifsnet Tonnobend eine AuSuellang von Ch. Crodel, I na. Aukerdem wird eine Sammlung von Plastilen de» Berliner Bild- bauerZ Richard Scheibe gezeigt. Hat die Pflanze eine Seele T Diese« Tb-ma b-bandelt Dr. Otto vrnbeck in einem Einzeivortra, der Humboidt-Hochjchule mit Lichtbildern Sonnabend. 8 Udr. in der Aulo Keorgenilr. 30 3l. Pier Jahre englische» Theater in Köln. In Köln bat die eng- Irsche Nbeiu-Annee-Tbeaieigesellichait, die vier Jahre hindurch in dem Deutschen Tbeater in Köin gastiert bat, ihre Zelle ab'ebrochcn. Es waren außer Sbale'ipcare vor allem Bernard Shaw, Oskar Wilde und Aalsworby Träger des Rcdertoires, Da« Theater hat auch bei der denischen Bevslte- rung viel tlntlaug gesunden. ner der Republik daraus monarchistische Paraden machen, so lange wird das Reichswehrministerium und der Reichswehrminister Dr. G e ß l e r sich nicht wundern dürfen, wenn immer wieder nicht nur von der Sozialdemokratie, son- dern auch von anderen ehrlichen bürgerlichen Repnbli- kanern immer wieder die Forderung nach einer g r ü n d- l i ch e n Säuberung der leitenden Stellen der Reichswehr von unzuverlässigen Elementen gestellt wird. Die Genossen K u h n t und Horn haben im Reichstag die Stettiner Vorgänge zum Gegenstand einer Anfrage gemacht. Wir sind gespannt, mit welcher Begründung der Reichswehrminister seinen Schützling v. Seeckt verteidigen wird. Die Papierwanö. Bürgerliche Stimme« für Berhandlunge«. Die außenpolitische Debatte im Reichstatz, die infolge der unverständlichen Zurückhaltung des Außenministers v. Rosen- berg ohne entsprechenden Ausklang geblieben ist, scheint doch in den Reihen der Regierungsparteien einen gewissen Umschwung herbeigeführt zu haben. So erklärt der Berliner Korrespondent der„Kölnischen Zeitung" in einem bemerkenswerten Artikel, es fei eine rein tattische Frage, ob die Regierung nun ein festumrissenes Angebot machen könne. Er schreibt dar- über wörtlich: „Wir haben schon ausgeführt, und der Abg. Dr. S t r e s e- m a n n hat es bestätigt, daß in der Rede des Ministers des Aeuhern für diejenigen, die eine Verständigung über die Entschädigung«: wollen, ein Angebot enthalten ist. Es v e r l a n g e n aber weite Kreise des deutschen Volkes, die in der Sozialdemokratie ihre politische Vertretung sehen, insbesondere auch der Alt« Bergarbeiterverband, der Im Abwehrkampf um die Ruhr in der vordersten Kampflinie steht, daß neben dem allgemeinen An- gebot des Herrn v. Rosenberg auch eine amtliche Note der deutschen Regierung mit Entschädigungsvorschlägen an den Verband hinausgeht. Der Abg. Dr. B r e i t s ch e i d hat in einer sehr maßvollen, den nationalen Belangen gerecht werdenden Rede diese Forderung klipp und klar aufgestellt. Die Regierung wird nicht umhin können, trotz mancher Bedenken materieller und psychologischer Art zu dieser Forderung nach objektiver und vor- urteilsloser Prüfung Stellung zu nehmen.- Wir wollen unsererseits offen gestehen, daß die Frage des Angebots nach der Reichstags� ausspräche, vor allem nach den Reden der beiden sozialdemokra- tischen Führer ein ganz anderes Gesicht bekommen hat." Gegenüber Dr. H e l f f e r i ch bemerkt die„Kölnische Zei- tung", daß er in seiner Reichstagsrede nur Gründe vorgebracht habe, die„mehr aus dem Reich der Gefühle, als aus realpoli- tischen Erwägungen" entsprungen zu sein scheinen. Ein be- siegtes und verarmtes Volk könne sich aber den Luxus der Rücksichtnahme auf Gefühle nicht leisten. Das volksparteiliche Blatt schließt sich also nun aus realpolitisclzen Erwägungen ent- schieden der Forderung nach einem amtlichen Angebot an. Dieser Meinungswandel ist erfreulick. In diesem Zusammen- hang sei auf eine Aeußerung hingewiesen, die ein hervorragen- der bürgerlicher Politiker nach der Rede Stresemanns einem Mitarbeiter der regierungsoffiziösen„Präger Presse" ge- macht hat: „Zwischen Paris und Berlin steht heute nur ein« Papier. wand. Eine der beiden Regierungen braucht sie bloß durch- z u st o ß e n, und wir sind dann bei den Verhandlungen. Dielleicht wird es geschehen. Alles wartet darauf. Aber welcher Mut und welche Verantwortungswilligkeit gehören dazu, die Verhandlungen zu führen. Gesetzt den Fall, ich sollte sie übernehmen: Ich täte es nur, wenn ich die Macht hätte, sie im Notfalle abbrechen zu können. Niemals, wenn ich unter allen Umständen abschließen müßte." Er dachte einen Augenblick nach und fubr fort:„Solange der Widerstand der Ruhrbcvölkerung auf einer Höhe ist wie jetzt, hätte man die Macht." Der bürgerliche Politiker, der das gesagt hat, scheint ein kluger Mann zu sein. Wenn er seinen Gedanken zu Ende denkt, wird er sich aber auch sagen müssen, daß die Papier- wand rechtzeitig durchstoßen werden muß. Worte der Vernunft. Paris, 20. April.(WTB.)„Oeuvre" schreibt angesichts des neuen Marksturzes: Nur eine einzige Politik kann Deutschland und die Reparationen retten. Diese Politik ist bekannt, es ist die Politik de? internationalen Abmachungen und der intcrnatio. n a l e n A n l e> h« n. Die deutschen Demokraten und die deutschen Sozialisten müßten sie möglich machen, wir aber müssen sie be- stimmen und vorbereitem Juristische Beweisgründe sind nicht mehr an der Zeit. Man muß sagen und wissen, was man will, damit man, wenn der Augenblick gekommen ist, ohne einen Tag zu verlieren, handeln kann. Die„E r e N o u o e l l e" Hot ähnliche Gedanken, Deutscht and solle aufgegeben werden, loyal seine Verpflichtungen anzuerkennen und ehrliche Vorschläge zu machen. Frankreich müsse endlich eine kontinentale Politik be- ginnen. Es erscheine dem Lande töricht, wegen der Prestige- frage ein Volk von 70 Million«, dem Ruin und Elend auszu- liefern. Gleich töricht erscheint dem Blatt, daß es Frankreichs Rolle sein solle, untätig abzuwarten, daß diese Absurdität, wie es sich ausdrückt, in Erscheinung treten. ver„Temps" öementiert üas„Journal". Paris, 20. April.(EE.) Der offiziöse„Temps" schreibt: Bei der gestrigen Besprechung auf dem Quai d'Orsay, wobei die Reparation-- frage erörtert wurde, war weder von einem französisch-belgischen Reparationsplan die Rede, der die Gesamtforderung dieser beiden Länder auf 36 Milliarden Goldmark festgesetzt hätte, noch von Abmachungen zwischen den französischen und deutschen Industriellen. Man vermag sich nicht recht zu erklären, wie G« r ü ch t e von einem frvnzösisäz-belgischen Plan auftauchen tonnten. Bis jetzt haben jeden- falls noch keinerleiReparationsoerhandlungen zwi- schen Barthoü und Dclacroix stattgesunden. Die Summ« von 36 Milliarden Goldmart ist nur von dem deutschen sozialdemokra- tischen Abgeordneten Dr. B r e i t s ch« i d im Reichstage genannt worden. Bei der gestrigen Besprechung auf dem Quai d'Orsay wurde festgestellt, daß all« Reparationspläne die bisherigen Erklärungen Poincares, besonders aber die französischen Vorschläge, wie sie in dem nach der Pariser Konferenz ausgegebenen G e l b b u ch enthal» ten sind, zur Grundlage haben sollten.— Hiermit dementiert der„Temps" die heute morgen vom„Journal" gemachten Angaben. Lel den Woldecker kreis- und Gemeinderoahlen behaupteten im Vergleich zur früheren Landtagswahl sowohl die Sozialdemo- k r a t i e wie die bürgerlichen Parteien ziemlich genau Ihren Besitzstand. Es wurden abgegeben für die Sozialdemokratie 8034 Stimmen gegen 5097 bei den Landtogswahlen. Für die Bürger. lichen 13 264 gegen 12 Si>0. Dos klein« sozialdemokratische Minus er- klärt sich aus der Tatsache, daß die Sozialdemokratie n i ch t i n a l l« n Gemeinden Arbeitervertreter aufftellen konnte. die Seschwerüen öer Saarbevölkerung. Aeusterungen eines sozialdemokratischen Vertreters. Der„Sozialdemokratische Parlamentsdienst" meldet aus Genf unter dem 19. April: In den kommenden Tagen wird sich der Dölkerbundrot erneut mit politischen und wirtschaftlichen Fragen, die das Saargebiet betreffen, beschäftigen. Zu diesem Zweck sind Ver- treter des Saarparlaments, unter ihnen auch ein bekannter Parteigenosse, nach Genf gereist. Einer dieser Vertreter machte unserem Mitarbeiter folgende interessante Mitteilungen: Das gewaltigste Hindernis zur Erringung unserer vertraglichen Recht« setzt un? Frankreich entgegen, das nach den Geständnissen einflußreicher französischer Politiker seine Aspirationen auf die Einverleibung des Saargebieis in allen möglichen Formen weiter pflegt. Das Saargebiet ist so- lange das Objekt der internationalen Politik, solang« auch Deutsch- land dies ist. Diese Auffassung findet ihre Bestätigung nicht zum mindesten in der Art der Zusammensetzung des zehngliedrigen Bölkerbundrates, die es erklärlich macht, daß unser Ersuchen um einen offiziellen Empfang beim Rate nur unter großen Schwierig- leiten genehmigt wurde. Die Lebensfrage für das Saargebiet ist heute dm große Bergarbeiterfirelk, der nunmehr schon zehn Wochen andauert, ohnd daß die Regienmgs- kommission des Saargebietes ihrer Pflicht zur Vermittlung nachgekommen wäre. Die Schilderung der Untätigkeit aller In- stanzen der gesamten Wirtschaftslage, der Ursachen und Wirkungen des Streiks und der Möglichkeiten der Berständigung hat im Völker- bundrat außerordentliches Interesse erregt, so daß eine eingehende Besprechung dieser Dinge im Rate zweifellos zu er- warten ist. Ein weiterer Punkt der Tagesordnung ist die Frage der N a ch- folgerschaft Hottors, des bisherigen„saarländischen" Mit- gliedes der Regierungskommisston. Hier hat der Rat ein lebendiges Beispiel erleben müssen, wie berechtigt die gegen das Verrätertum Hektars gerichteten Warnungen und Angriffe waren. Unsere Be- mühungen haben das Ziel, dem Völkerbundrate künftig derartige Beweisführung zu ersparen und ihm die Notwendigkeit klarzulegen, in die Regierungskommission nur ein solches„saarländisches Mit- glied" zu ernennen, das von dem Vertrauen der Bevölkerung getragen ist. Hier gibt es entweder den Weg des Vorschlages durch Befragen der ganzen Bevölkerung oder des Landesrates. wofür sich Nansen und Lord Robert C e c i l in der letzten Der- sammlung des Völkerbundes schon aussprachen. Nur so hätten wir die Gewähr, daß die Interessen der Bevölkerung auch wirklich in der Regierung wahrgenommen werden. Die serner zur Behandlung stehende Erweiterung der lokalen Gendarmerie begegnet interessierten Einwendungen. Würde der Vorschlag der Regierungskommission— die Gendarmerie nur um 200 Mann zu erweitern— Anklang finden, so wäre nicht ob- zusehen, welche Zeit die Auffüllung bis auf 4000 Mona beanspruchen würde, die die Regierung— im Gegnsatz zu uns— für nötig hält. Der Abbau der französischen Truppen würde praktisch auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben. Daß die Regierungstommission sich überhaupt gezwungen steht, endlich ein„Programm über den Aufbau der lokalen Gendarmerie" vorzulegen, ist ein Verdienst B r a n t i n g s, der mit seiner in Paris geäußerten Auffassung längst nicht mehr allein steht. Auch er wird erstaunt sein, zu ver- nehmen, daß inzwischen das französische Militär im Saargebiet aus die doppelte Stärke gebracht wurde. In dieser besonderen Frage haben wir ein« neue Denkschrift nach Genf gerichtet, die hoffentlich vom Rate behandelt werden wird. Nicht wenig erstaunt ist man hier in Gens auch über die Not- Verordnung, die in der unglaublichsten Weise die ohnehin k ä r g- lichen Freiheiten der Bevölkerung vernichtet. Die Denk- schrift des Landesrates über diese Nowerordnung ist auf ihrer langen Reise über die Regierungskommission bei den Ratsmitgliedern noch nicht eingetroffen. Daher stand sie nicht auf der Tagesordnung des Rates. Wir glauben aber, daß es uns gelingen wird, ihre Be- Handlung zu erwirken. Der Völkerbundrat wird sich diesmal mit einer Reihe weiterer Saarfragen beschäftigen. Dabei ist erfreulich, festzustellen, daß das Verständnis für unsere Nöte und Wünsche in seinem Kreise zunimmt. Im„Vorwärts" vom 3. April(Gewerkschaftlicher Teil) war zu der Nachricht, daß das Internationale Ar- b e i t s a m t ein Eingreifen in den Streik abgelehnt hatte, be- merkt worden, daß dieses Amt ebenso wie der Völkerbund eben unter vorwiegend französischem Einfluß stehe. Vom Bureau des Internationalen Arbeitsamts werden uns nun in einem längeren Schreiben die Gründe auseinandergesetzt, die ein solches Eingreifen verhindert hätten. Ebenso wird darin der von uns behauptete vorherrschend französische Einfluß bestrlt- ten und als Spitze gegen den Direktor des Amts, Albert Thomas, aufgefaßt. Wir können nur versichern, daß uns eine solche Andeutung ganz fern lag, zumal wir bei anderen Gelegenheiten die unparteiische und ausgleichende Tätigkeit Thomas' mit Genugtuung feststellen tonnten. • Gens, 20. April.(WTB.) Die Regierung des Freistaates I r- land hat durch ihren Vertreter in Genf, McWhite, dem Völker- bcmdssetretariot ein Gesuch un» Aufnahme in den Völkerbund überreichen lassen. Dos Gesuch soll in der nächsten Tagung des Völkerbundes im September d. I. zur Behandlung gelangen. Die popolan kapitulieren. Vertrauen auf der ganze« Linie für Mussolini. Rom, 20. April.(EP.) Eine offiziöse Mitteilung betont, daß die katholisch« Kammergruppe in ihrer heutigen Sitzung, um die fascistisch« Regierung zu befreien, nicht nur das von der Regierung bereits entfaltete Werk billigen, sondern auch deren Tätigkeit zustimmen müßte, welche die Regierung Mussolini auf allen Gebieten und für die Wahlreform beabsichtigt. Ans diese Weis« werde ein« zweitägige Kompromihversammlung ver, mied«: und die Lage geklärt. Rom, 20. April.(EP.) Der fascistische Oberkommissar in den Abruzzen hat die Auflösung einer fascistischen Sektion ang«. ordnet, well diese ernst« Gewaltakte ausgeführt hatte. Auf Befehl Mussosinis müssen die schuldigea Führer und Mitglieder b t• straft werben._ Der Prozeß gegen den Patriarchen Tlchou und zwei ander« Bischöfe, denen die Todesstrafe droht, ist nunmebr auf den 24. April vor dem Moelauer Obersten Gericht festgesetzt worden. Berichtigung. DaS Wiederaufbauministerium macht u»S darauf aufmerksam, daß dort kein Regierungsral Sie blich bekannt ist, so daß der ehrenwerte Versosier de? gestern von uns zitierten Lokalanzeiger-Artikels nichr im Wiederausbanministerium zn suchen ist. N Gewerkschaftsbewegung Nachkriegswirtschaft. leber die Gewinnmacherei und ihre Verschleierung, wie sie in der Vorkriegszeit von den Aktiengesellschaften betrieben wurde und wird, vielfach nicht allein auf Kosten der Löhne und des Abfazes, sondern auch auf Kosten der technischen Entwicklung überhaupt, veröffentlicht der„ Schuhmacher" einen interessanten Aufsaß, dem wir folgende Ausführungen entnehmen: 23ir steben im Zeichen der Veröffentlichung von Bilanzen und Geschäftsberichten der industriellen Attiengesellschaften für das Jabr 1922 Da in den Abichlüssen Gold- und Papiermart tonten durcheinandergeworfen werden, und da außer dem in der Nachkriegszeit die Kapitalien start verwässert twurden, haben diese Aufstellungen für die Beurteilung der Rentabilität und der jeweiligen finanziellen Lage der betreffenden Unternehmungen heute wesentlich geringeren Wert als früher. Dennoch bieten die Geschäftsabschlüsse der Aktienunternehmungen lehrreiches Material wie je taum zuvor, so daß es sich verlohnt, fie genau anzusehen. Die Beurteilung der Rentabilität der Unternehmungen aus. schließlich nach der zur Auszahlung gelangenden Dividende ist schon seit Jahr und Tag nicht mehr stichhaltig gewesen. Im Jahre 1922 sind die verschiedenen Wege und Methoden, die Gewinne zu versteden, nun aber noch um ein wesentliches vermehrt worden. PP Selbstversicherung", DU Internationale Solidaritätskundgebung. Der französische Metallarbeiterverband sandte an die Metallarbeiter Deutschlands folgende Entschließung: Das Erefutivkomitee des französischen Metallarbeiterverbandes legt unter dem schmerzlichen Eindruck der tragischen Vorfälle in Essen Wert darauf, den Familien der Opfer und allen Mitgliedern des Deutschen Metallarbeiterverbandes seine aufrichtige Teilnahme und tiefe Sympathie auszusprechen. Es legt Wert darauf, die deutschen Kameraden wissen zu lassen, daß der Verband seit dem Waffenstillstand nicht aufgehört hat, gegen die Gewaltpolitik zu protestieren, die schließlich zur Besetzung deutschen Gebietes geführt hat. Das Exekutivkomitee protestiert gegen diese Bergewaltigung des Rechts und der nationalen Unabhängigkeit eines Volkes, die unvermuß. POSTABONNENTEN Der Vorwärts ist jetzt monatlich zu bestellen und zu bezahlen. Wer auch im nächsten Monat Wert auj eine regelmäßige Zustellung des Vorwärts legt und eine Unterbrechung der Zustellung vermeiden möchte, muß die Erneuerung des Postbezuges so fort bei seinem zuständigen Postamt vornehmen Vorwärts- Verlag G.m.b.H. Es erklärt sich mit den deutschen Arbeitern solidarisch, die gegen das militärische Joch kämpfen und mit vollem Recht die Freiheit ihrer Arbeit verteidigen. Das Exekutivkomitee wünscht namentlich dem deutschen Proletariat gegenüber mit allem Nachdruck zu betonen, daß diese Gefühle stets vorhanden waren und von allen in der" Confédération Générale du Travail"( dem franzöfifchen Gewerkschaftsbund) organifierten Arbeitern Frankreichs auch stets geteilt wurden. Der Verband erklärt nachdrücklich, daß er das deutsche Proletariat niemals mitverantwortlich gemacht hat für die Haltung der Kapitalisten der an der Reparationsfrage beteiligten Länder. Er stellt neuerdings fest, daß einzig die von der international organisierten, dem Amsterdamer Gewerkschaftsbund angeschlossenen Arbeiterschaft verteidigte Lösung imftande ist, die Ruinen, die der Krieg hinterlassen hat, wiederaufbauen und eine Wiederversöhnung der Völker vorzubereiten. Die Bädermeister gegen den Tarif. Schon seit über einem Jahr wird im Bädergewerbe über einen neuen Manteltarif verhandelt, da die Bäckermeister den be wurden während der Zeit von Mai 1922 bis Februar 1923 unter stehenden Tarif wesentlich verschlechtern wollen. Die Berhandlungen brochen. Beide Teile waren sich dahin einig geworden, bis zum Abschluß eines neuen Tarifes den alten in Geltung zu lassen. Seit Februar wurde nun mehrfach verhandelt. Eine Einigung fonnte nicht erzielt werden, weshalb die Arbeitnehmer den Schlichtungsausschuß anriefen, der am 10. April einen Schiedsspruch fällte. Diesem Schiedsspruch, der zwar die Wünsche der Gesellen nicht erfüllte, aber auch den von den Bädermeistern verlangten völligen ,, Abbau" nicht brachte, stimmten die Arbeitnehmer zu, die BäckerSchiedsspruch abzulebnen. Damit haben sie bekundet, daß fie Gegner meister aber beschlossen in einer Versammlung am Donnerstag den des Tarifvertrages sind und daß die reaktionären Kreise, die von vornherein gegen den Tarif waren, wieder an der Spige der Bäckerinnungen stehen. Als Grund der Ablehnung wurde angeführt, daß die bisherigen Ferien zu hoch, der§ 616 BGB. untragbar und seine Ründigungsdauer von sieben Tagen nicht anerkannt werden fönne. Man geht gewiß nicht fehl, wenn man einen weiteren Grund der Ablehnung darin sieht, daß auch die Hausdiener, wie überhaupt alles in der Bäderei beschäftigte Personal, unter den Tarif fallen soll. Denn eine Forderung der Herren war, daß nur für ordnungsmäßig gelernte Bäder und Konditoren" der Tarif abgeschloffen werden sollte. Es wird nun Sache des Demobilmachungstommis. fars fein, den Tarif bzw. den Schiedsspruch für verbindlich zu er flären, menn nicht die Brotversorgung in Berlin gestört werden soll, da die Bädergesellen, wie überhaupt die in den Bäckereien Beschäftigten, sich nicht länger gefallen laffen werden, daß fie ohne Tarif bleiben und die Ferien nicht erhalten sollen, für die die Bäder. meister bereits das Geld in der Tasche haben, da es im Brotpreis einfaltuliert ist und von der Berliner Bevölkerung bezahlt wurde. Schiedsspruch für das Friseurgewerbe. In dem Lohnstreit der Arbeitnehmer des Friseurgewerbes fällte der von ihnen angerufene Schlichtungsausschuß am 18. April einen ab 19. April um 2500 M. Die Stunden- und Aushilfslöhne werden Schiedsspruch. Danach erhöhen sich die bisherigen Wochenlöhne vom gleichen Tage an um 15 Brog. erhöht. Die Wochenlöhne betragen mithin für Herrensrifeure 25000 m., für Damen friteure 25600 m. Der Aushilfslohn für einen Sonnabend und Sonntag beträgt 7000 m., die Stundenlöbne für Herrenfriseure bei Aushilfe 650 M., für amenfriseure 700 M. Etwaige bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen dürfen nicht ver ichlechtert werden. Urlaubsbedingungen wie bieber. Ebenso find die Löhne der Haararbeiter und-arbeiterinnen entsprechend erhöht Arbeitnehmerverband für das Frifeur- und Haargewerbe, Zweigverein Berlin( Gewerkschafte haus, Bimmer 59) Unternehmerwillkür. worden. Folgendes Schreiben verdient niedriger gehängt zu werden: Berthold Weißenberg. Märkische Wirt- und Stridwaren- Judustrie, Berlin W 8, den 31. März 1923. Herrn Richard 2. Ich fündige Ihnen die in meinem Hause innehabende Stellung als Hausdiener per 15. April 23. Bin event. gern bereit. Sie bei mir weiter zu beschäftigen, ohne daß ich mich den tarifmäßigen Bedingungen unterwerfe. Schon in den letzten Jahren wurden die Gewinne zum guten Teile anderweitig untergebracht, anstatt in Dividenden„ ausgeichütter zu werden. Der eine Weg war der der Auffüllung der Referbefonds. Auf diese Weise stiegen die Aftien im Furs und das bedeutete für den Eigentümer ebenfalls Gewinn. meidlich zu derartigen beflagenswerten blutigen Konflikten führen Ein anderer Weg zur Unterbringung des Gewinns ist der der Berwässerung der Aftien. Es wird eine Kapitalserhöhung vorgenommen, wobei die Eigentümer von alten Attien neue Attien anstatt zum Marktpreis, der vielleicht im Sturfe auf 800 steht, zum Nominalpreis von 100 M. oder gar gratis erhalten. Anftatt in Dividenden wird der Geschäftsgewinn dem Unternehmer auf diese Weise zugänglich gemacht. Bekannt ist ja auch das Verfahren, daß zuerst eine Stapitalserhöhung zur Durchführung gelangt und daß die Dividende aus dem vorher erzielten Geichäftsgewinnt auf das neue erhöhte Rapital berechnet wird. Die Höhe der Dividende erscheint dann bielleicht recht niedrig; die Auszahlung erfolgt aber auch schon auf das Kapital, wel es noch gar nicht im Betriebe gearbeitet hat. Betannt ist ja auch die Methode der Abschreibungen. Diese Methode, den Wert der Fabrikationsanlagen bis auf eine Mart abzuschreiben, bat aber nun neuerdings verlagt, weil man aur die zu Geldmart in der Borkriegszeit gekauften und in Rechnung gestellten Probuftionemittel gar nicht fobiel abschreiben konnte, was heute manche Ergänzungen und Neueinrichtungen foſten würden. So entstand denn als Aushilfsmittel in der Not der neue Begriff, Werterhaltungs- oder Erneuerungs. Ein korrigierter Stabilisierungs- Schiedsspruch. fonds", dem wir neuerdings in jeder Bilanz begegnen. Wie Am 1. April teilten wir den Schiedsspruch für die sveit aber die in diesen Fonds zurückgestellten Summen wirklich Flaschenindustrie mit, der im Reichsarbeitsministerium am notwendig sind, und wie weit sie eine Gewinnverfchleies 26. März gefällt wurde und dahinging, daß nach Lage der wirtrung in sich schließen, ist eine Frage, die in jedem einzelnen Fall schaftlichen Verhältnisse eine Lohnerhöhung nicht notwendig sei. aufgeworfen werden muß. Was sich außerdem unter den Be Dieser im ersten Stabilisierungseifer gefällte Spruch führte zu griffen Bauridstellung", feinem Ausweg. Auf dem Wert der Stralauer Glashütte erzielte Spezialr Siedlungskonto". In der Flaschenmacher, der im Akkordlohn vor dem Feuer terimstonto". Benfionen", Steuerrüdlage arbeitet, einen durchschnittlichen Wochenverdienst von etwas über Delfredere" usw. berbirgt, 59 000 Mart. Auf demselben Wert bekommt der nach dem Tarif wird zum allergrößten Teile als Geschäftsgewinn zu buchen der chemischen Industrie entlohnte volljährige Hilfsarbeiter fein.. im Zeitlohn 67 200 M., wenn verheiratet mit einem Kind 72 960, M. Das Charakteristikum aller Bilanzen für das Jabr 1922 war Die Organisationsleitung, protestierte energisch gegen eine solche das Streben nach Substanzerbaltung", welches zur An- falomonische Schiedsspruchmethode, zumal Gefahr bestand, daß die Tage derartiger Rüditellungen geführt hat, die aber nebenbei in Arbeiter auf einem Teile der Werte nach dieser glatten Ablehnung Wirklichkeit der Verstedung der Geminne dienen. ihrer Forderungen zur Selbsthilfe schreiten würden. Herr Allerdings gibt es noch harmlofe Leute, die glauben, daß sich Ministerialdirettor Sigler, der übrigens an dem Schiedsspruche nicht beteiligt war, versprach, mit dem Arbeitgeberverband Fühlung Das sind dann diejenigen, denen man durch Umrechnung zu nehmen, um noch einmal eine Verhandlung zwischen den Bar der Papiergelddividende in Goldmark nachweist, daß die Effekten- teien herbeizuführen. Die Arbeitnehmer hatten inzwischen bereits bejizer heute viel weniger verdienen als vor dem Kriege. selber die Initiative zu neuen Verhandlungen ergriffen, zu denen Daß aber die sogenannte„ Substanzberbefierung" auf den ans tie Arbeitgeber sich auch bereit erklärten. Durch den Schiedsspruch geführten Wegen den Hauptanteil des Gewinnes in fich hatten die Unternehmer natürlich erst recht Oberwasser. Sie suchten birat, sieht ein jeder, dem die Dinge nicht ein Buch mit sieben die Sache so zu„ regeln", daß sie von den hohen" HilfsarbeiterSiegeln find. Besonders in dem legten Jahre ist man dazu über mollten. Darauf ließen sich die Arbeitervertreter natürlich nicht ein. löhnen etwas wegnehmen und es den Flaschenmachern zulegen gegangen, den Aftionären unmittelbar neben der Dividende weitere Gewinne, oft fogar aut Kosten des Betriebes, auzuichanzen. Das Die Hilfsarbeiterlöhne find nicht zu hoch, die der Flaschenmacher dageichieht, wie icon angeführt, in der Regel so, das bei Kapital eine Lohnerhöhung den Einwand, fie behindere den Abfah noch mehr. ist durch Verordnung des Reiche arbeitsministers mit wirtung vom gegen waren zu niedrig Die Unternehmer erhoben auch hier gegen Die Bersicherungspflichtgrenze in der Angestelltenversicherung erbösungen die alten Aktionäre ein Vorrecht auf den Bezug der Dabei unterlassen es die Unternehmer wohlweislich anzugeben, wie 1. März 1923 von 4,2 Millionen Mart auf 7,2 Millionen jungen Attien bekommen. Da die jungen Aftien regelmäßig zu viel der Lohnanteil an den hohen Preisen beträgt. einem weientlich niedrigeren Kurs, als die alten Aftien stehen, ausMart erhöht worden. Eine Aenderung der bisberinen Beigeaeben werden, fo entsteht aus der Differenz zwischen den beiden Lohnerhöhung mit Ermächtigung ab 1. März und mit Ver- lichen Verdienst von 60000 m. bis 600000 M. Bei Schließlich wurde vereinbart, daß eine 15 prozentige tra silaffen ist nicht erfolgt. Es sind mithin bei einem monate Kurien ein erheblicher Gewinn. Dieser Gewinn ist für den Beiber pflichtung ab 1. April gelten foll, menn die Manteftarifverhandlungen träge in Slaffe 13 mit monatlich 4840 M. zu ablen. Wer die alter Aftien auch dann realisierbar, wenn er die jungen Aftien zum Ziel geführt haben. Eine Befagungszulage wurde abgelehnt. Bersicherungspfl citarenze überidbreitet, iche det erst mit dem ersten nit taufen fann oder will. Er verfauit dann sein Bezugsrecht. wodurch ihm obne jede Mühe Geld in die Taiche fließt. Unternehmern günstig, jedoch derart ungerechtfertigt war, daß fie grenze aus der Verfiberungsi flicht aus. Die bisherige Einschrän Das Ergebnis zeigt jedenfalls, daß der Schiedsspruch zwar den Tage des vierten Monats nach Ueberschreiten der VerficherungsEine Zeitlang ging man dazu über, die jungen Aktien den alten selber einer gehörigen Korrektur desselben zustimmten. uftionären gratis zu geben Neuerdings sind es mehr die fung, daß diefe Bestimmung nur gilt, wenn der Angestellte feinen Banken, die Großaltionäre und die Verwaltungen der AftienaefellArbeitgeber oder feine Stellung nicht wechselte, ist weggefallen. schaften selbit, die die Bezugsrechte für sich in Anspruch nehmen. Auch der Stabilisierungs- Schiedsspruch für die Woll- und HaarDeshalb scheint man dazu überzugeben, da auch das Bezugsrecht- hut- Induſtrie, worüber wir gleichfalls am 1. April berichteten, hat nebengeschäft icon zu befannt aeworden ist, Genußscheine nachträglich eine Korrektur erfahren. Die Arbeitgeber verzichteten auszugeben. Die Genusscheine find fest verzinslich, mitunter er auf ihren Antrag den Schiedsspruch des Reichsarbeitsministeriums balten fie aber auch eine Art Divirende. Die Genußicheine werden für verbindlich zu erklären und machten einige Zugeſtändnisse, die den alten Aktionären au billigem Preis angeboten. Sie verbürgen ben den Hutarbeitern zwar als mageres Kompromiß bezeichnet die versteckte Extradividende, die sonst im Bezugsrecht sich auswirkt werden. immerhin aber über den Schiedsspruch hinausgehen, der Man sieht daraus: das Kapital ist um Auswege nicht verlegen. jede Loherhöhung ablehnte. Die Dividende ist nur eine geringfügige Rente der Aktionäre; das Hauptgeschäft ist das Bezugrecht bet Stapitalserhöhungen. die Rente des Induſtriekapitals de den gezahlten Dividenden aus drückt. Lohnverhandlungen in der Berliner Metallindustrie. Nächste Woche am Dienstag finden zwischen dem Verhand Soweit fich in der Schuhindustrie Vergleiche anstellen lassen, stellt der„ Schuhmacher" fest, daß 34 Gesellschaften, über die Berliner Metallindustrieller und dem Deutichen Metallarbeiterberband bzw. Metallfartell die Lohnverhandlungen statt. Der Zwed Angaben von 1921 und 1922 vorliegen, ihr Grundkapital von diefer Verhandlungen ist die Anpassung der Löhne an die Tenes 274 200 000 M. auf 957 300 000. erhöht, also innerhalb eines rung. Der von der Regierung angekündigte Abbau der Preise ist Jabres fast vervierfacht haben. Daraus allein aber gebt hervor. bisher nicht oder nur in unzureichendem Maße eingetreten, welch aufgelegter Schwindel es ist, die Dividenden in Goldmark fo daß die Löbne noch weiter ganz erheblich hinter den Preisen zuridgeblieben find. Sie müssen diesen alio angepakt werden. umzurechnen. Ein grauer Kopf macht 10 Jahre älter! Gr. Haare erhalt.die frühere Farbe wied.durch A color". Alle Farb er ält Fl M 4000 und 5750 In Drogerien, sonst b Otto Reichel, Berlin SO. 43, Eise hahnst* 4 Gröffnung in Der Aleinen Frankfurter Str 18-19. Billiger ( Engrosvertau! Don Rigaretten u w. Sabat- Compagnie Rentrale: 8offener Straße 32 Monopol- Trinkbranntweine Leere Monopol- Flaschen wenn unbeschädigt und nicht verunreinigt, werden jetzt zu 300 M. von den Verkaufsstellen zurückgenommen Groß- Vertrieb für Bezirk Berlin und Brandenburg: Monopolbranntwein- Vertriebsgesellschaft m. b. H. Amt Moabit 2292 Berlin NW. 23 Brücken- Allee 10 Ich verlange von Ihnen ausdrücklich wortgetreu Bestätigung durch den Verband, daß Herr L. bei mir mit diesen Bedingungen weiter seine Tätigkeit ausführen darf, sonst gilt dieses Echreiben, was ich außerdem mündlich ausgesprochen habe, als Kündigung. Hochachtungsvoll gez. Berthold Weißenberg." Da der Deutsche Verkehrsbund dieses dummdreiste Anfinnen selbstverständlich zurüdwies, wurde der betreffende Arbeiter, der verheiratet ist, entlassen und an seiner Stelle ein Jugendlicher von 16 Jahren eingestellt. So prägt sich das soziale Empfinden der Unternehmer aus; mit brutaler Rücksichtslosigkeit werden Familienbäter in der jetzigen ichweren Zeit aufs Straßenpflaiter geworfen, nur weil der Profit Einheitsfront im vaterländischen Interesse? borübergehend ein wenig schwächer ist. Gehört das auch zur Die Beschäftigung der Jugendlichen in Steirtohlenbergwerfen. Eine Verordnung über die Beschäftigung jugendlicher Mibenter auf Steinkohlenbergwerten in Breußen, Bayern und Eadsen ist dem Reichstag zugegangen. Sie fieht eine Verlängerung der Gültig feit der Bekanntmachung betreffend die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter vom 1. April 1921 vor. Berantwortlich für den rebatt. Teil: Bictor Schiff, Berlin: für Anzeigen: Th. Glode. Berlin. Berlag Borwärts Berlag 6. m. b. S.. Berlin. Drud: Rorwärts Buchdruckerei u. Berlaasanstalt Raul Ginger u. Co. Berlin. Lindenstr. 3 Sterzu 1 Bellage Erstklassige Herrenbekleidung Anzüge, Paletots, Schlüpfer, prima Stoffe fertig und nach Maß Billige Preise MAX FLUSS, Rosenthaler Straße 58 Kleingärtner Siedler u. Pächter erhalten in allen vorkommenden Rechtstragen zuverlässige Auskunft durch den Kommentar von DR. ED. DAVID Die Siedlungsgesetzgebung einschließlich Heimstättenge etz, Kleingarten- und Pachtschutzordnung Preis- Grun zah eb. M. 1.brosch M 0,60 Buchhandlg. Vorwärts Berlin SW 68, Lindenstr. 2 Wohnungstausch Großin u u nach Berlin sowie von Berlin nach auswärts ' am schne 1st n durch eine Anzeige im Berliner Wohnungsanzeiger as einzige Sp zialzeitu ür möblierte Zimmer, Wonnungen u Tauschwohnungen Unter der Rubrik Möbi erte Zimmer zu vermieten werden Meldungen von Vermie ern kostenlos veröffentlicht Verbund mit dr- Berliner Wohnungsanzei er" ist der Anzeiger für Grundstücks- und Geschäftsverkäute Bei allen Zenu sä dier und kiosken zu aben Verlag und Hauptanzei enannahme Zeitungszentrale( ZZ.) Aktiengesellschaft erusal mer.tr 5/5 Fernsp ecner. Dönh it 8 10-1312 Garderobe ür Herren und Damen auf bequeme Teilzahlung Billige Preise BEISER, Lothringer Straße 67 Nr. 185 40. Jahrgang Beilage des Vorwärts Märkische Obstbaumblüte. Werder. Guben. stellen zu dem vorgeschriebenen Preis ablaffen würden. Aber eine Zwischen Ostern und Pfingsten opfert Berlin der Kleinen Havel- folche Ueberwindung der Gewinnsucht würden wohl die meisten von ihnen für närrisch halten. ftadt Werder. Es wäre eigentlich richtiger, das Neftchen zu feiern, menn es seine faftigen Gaben bringt. Aber das ist eine geschäftliche Angelegenheit, mit Preisen( fonen und solchen) verknüpft. Dagegen ift die Augenspeise wenigstens solange umsonst, als sie nicht mit erquidlicher Gurgelspeise vertnüpft ist eine meniger erquidliche Angelegenheit, die auf einem anderen Blatt steht. Man hat also zu berichten, daß die Obstblüten um Werder herum sich allgemach in den fühlen Berliner Frühling träumen. Hinter Baumgartenbrüd schwingt das Weiß, noch ein bißchen Grün übertönt, hügelan, rechts und links vom Wege, den man dir zu gehen erlaubt, vermagst du dich in jenes Entzüden zu versetzen, das dich hoffnungsfroh zum Potsdamer Bahnhof trieb. Es ist dir somit wieder vergönnt, auf den Höhen von Werder stundenlang unter Blüten zu wandeln und das Banorama der Havel und der freundlichent leinen, wafferumspülten Stadt im Schoße deiner Erinnerungen fröhlich zu erneuern. Es hat sich nichts verändert, keine Naturkatastrophen sind über diese Fluren gewandelt, brüben liegt noch immer Geltow und man er flärt dir noch immer, welcher Weg nach Brandenburg führt. Man rechnet ja nicht, daß du ihn gehst und sang- und flanglos aus den Blüten scheidest, denn wenn du es täteft, wäre man dir böse, aus Gründen, die du dir selber erklären magst. Ob wir vom Bahnhof Werder oder von Potsdam oder Wildpart über Caputh und Geftom nach Werder wandern, immer bietet fich das gleiche Bild des fast unübersehbaren Blütenmeeres. Bes steigen wir einen der Aussichtspunkte auf den Bergen bei Werder, 10 3. B. den auf der Bismarchöhe, dann schweift der Blick weithin über den weißen Blütenschnee, der einmal Segen werden soll. Lacht dazu noch die Sonne vom blauen Himmel herab und überflutet mit goldigen Strahlen die Blütenbäume und das ganze Land und die glitzernden Havelseen, dann lernen wir verstehen, wie die Japaner dazu kommen fonnten, die Zeit der Obstbaumblüte festlich zu begehen. In all dieser Naturschönheit kann es aber gewöhnlich eine Anzahl Wesen der Berliner Gattung Mensch nicht unterlassen, Verstand und Geist unter den Alkohol des Werderschen Fruchtweins zu sehen. Man tut gut daran, diesen„ Naturgenießern" aus dem Mege zu gehen. Die Inselstadt Werder felbft bietet mit ihren stillen winfligen Gäßchen und Straßen Gelegenheit zu beschaulichen Spaziergängen. Besonders schön ist der Blick von der Fährstelle über die weite Wasserfläche der Havel. Eine Pferdebahn, ein wirkliche Pferdebahn führt vom Bahnhof zur Stadt, ein Straßenbild, das den Berlinern von heute gänzlich unbekannt ist. Eden bei Oranienburg. Eine andere größere Obstbaumpflanzung liegt im Norden der Reichshauptstadt; es ist die Obstbaumfolonie Eden bei Oranienburg. Wir müssen dieses freundliche, ebenfalls an der Havel gelegene Städtchen durchwandern, um dorthin zu gelangen. Eden ist eine Siedlung gleichgesinnter Menschen, die dem Fleischgenug entfagt haben und Feinde von Alkohol und Tabak sind. Die schmuden Häuschen liegen inmitten der Obstpflanzungen; der Blütenflor fäßt Paum etwas von ihnen sehen. Die Siedler von Eden bilden eine Wirtschaftsgenossenschaft. Der Obstverkauf geschieht in der genossen fchaftlichen Verkaufsstelle. Das überschüssige Obst wird eingefocht oder zu Saft und Mus verarbeitet. Auch diese Erzeugnisse werden genossenschaftlich vertrieben. Da hier nur Edelobst gezogen wird, und da das Obst liebevoll und fachgemäß behandelt wird, so haben die Edener Siedler einen Kreis von Liebhabern und Freunden guten Obftes gewonnen. Von dem Edener Geist mag folgende fleine Geschichte Zeugnis geben: Während der Erdbeerzeit in einem der vergangenen Jahre wollte einer der Herren Schieberiche den gesamten Borrat an Erdbeeren auftaufen und dafür den doppelten Preis be zahlen, der verlangt wurde. Die guten Edener ließen sich aber hierauf nicht ein, sondern verkauften dem Herrn überhaupt feine Erdbeeren, da sie mit jemand, der so eigenfüchtig ist, nichts zu tun haben wollten. Mit verständnislosem Gesicht verließ Herr Schieberich die Siedlung. Wie schön wäre es, wenn unsere Landwirte ebenso handeln und ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse den Ablieferungs( Rachdrud verboten. Der Malit- Berlag, Berlin.) 91] Drei Soldaten. Bon John dos Pafios. Aus dem amerikanischen Manuftript überfest von Julian Gumperz Wie wird das Sonntagswetter? Sonnabend, 21. April 1923 führt ein steil absteigender Fußmeg zur Achenbachstraße und über die Achenbachbrüde zur Stadt zurüd. Zur Zeit der Obstbaumblüte zeigt sich wieder einmal so recht, wie abhängig der Mensch von dem Naturgeschehen ist. Anhaltende Regengüsse oder Nachtfröfte gefährden die Blüte, und die Hoffmungen eines ganzen Jahres fönnen dadurch vernichtet werden. Hoffen wir, daß der Wettergott in diesem Jahr der Obstbaumblüte gnädig gesonnen sei und das rechte Wetter walten laffe. So werden wir Freude an dem schönen Anblick des Blütenzaubers erleben und daneben die Aussicht auf ein obstreiches Jahr, was vielleicht wich tiger ist. Die Macht des Dollars. Bild, das immer dann in Erscheinung tritt, wenn der Dollar seinen In der Zentralmarkthalle bietet sich dem Käufer wieder das Stand ,, verbessert". Sprungartig sind die Preise für eine An zahl von Lebensmitteln in die Höhe geschnellt. Etwas weiter von Berlin entfernt fiegt eine andere Obsttammer", Guben, von Berlin mit der Schlesischen Bahn über Frankfurt a. b. D. zu erreichen. In der Vorfriegszeit fuhren mäh ren der Baumblüte des Sonntags Sonderzüge von Berlin nach Guben. Die Stadt, die schon in Ürfunden von 1207 erwähnt wird, liegt am Zusammenfluß der von hier ab schiffbaren Laufiger in den Bergen der Umgebung Wein angebaut. Etwa seit 1850 ist Neiße und der Lubst. Schon viele Jahrhunderte hindurch wird hierzu ein sich immer mehr ausdehnender Anbau von Obst und Gemüse gekommen, der den Weinbau fast ganz verdrängt hat. Bom Bahnhof wandern wir zur Großen Neißebrüde und weiter durch die Klosterstraße zum Marktpat. Von hier führt die Lange und Rönigstraße zur Ktroffener Brüde und hinter dieser rechts die die Händler in der Zentralmartthalle für ratsam, eine demgemäße Als am Mittwoch der Dollar auf 25 000 stand, hielten es auch Renschgasse wenden wir uns zur Ullrichs- höhe, die Schnecke Preis, anpassung vorzunehmen. Und diese Preisanpassung Kroffener Straße hinauf. Durch die Rohrgrubengasse und Obere genannt, 74 Meter über der Neiße. Von hier haben wir eine schöne ist wieder einmal glänzend gelungen. Wenn man es so gut Rundficht über die Stadt und ihre Umgebung bis nach Fürstenberg, versteht, die Preise dem Steigen des Dollars anzu Krossen und Sommerfeld. Eine ebenfalls schöne Aussicht, besonders paffen, fo ist es doch eigentlich verwunderlich, daß es mit dem zur Zeit der Baumblüte, bietet sich vom Engelmannsberg. Sinfen der Preise bedenklich hapert, wenn das amerikanische Bunhier steht eine große Linde mit eigenartiger Krone, von der man dergeldstück, gemessen an der Papiermark, an Wert verliert. Gewiß glaubt, daß sie verkehrt eingepflanzt worden sei. Einer der schönsten wird es Leute geben, die diese Frage beantworten, aber es fragt Aussichtspunkte der Gubener Berge ist Kaminskys Berg. Von hier fich nur, wie! Am Donnerstag mußte man für ein Pfund Schmalz 4400 m. und noch mehr bezahlen. Das ist eine Steigerung gegen den Vortagspreis von etwa 800 bis 1000 m. Troßdem der Dollar heute um einige Tausende gesunken ist, wird fich tein Händler finden, der seine gesteigerten Warenpreise num ebenso rasch fenkt. Bielmehr ist die Tatsache zu verzeichnen, daß der Schmalzpreis abermals eine Erhöhung erfahren hat. Gestern abend wurden 4500 bis 4900 m. für 500 Gramm diefes edlen Spefulationsfettes verlangt. Machte der Käufer dazu eine ärgerliche Miene, so wurde er gefragt, ob er nicht Cocosfett zum Preise Don ,, nur" 3600 M. nehmen möchte. Und so ist es nicht verwunder. lich, daß die Hausfrauen bei ihren Rundgängen in der Markthalle feine freudigen Gefichter machen. Passen Sie auf", meint eine Frau zur anderen ,,, jekt halten die Preise wieder längere Zeit an, auch wenn der Dollar fintt." Man kann dieser Frau nur zuftims men, um so mehr, als man in den letzten Monaten genug Erfahrungen auf diesem Gebiete sammeln fonnte. Bei der Natur= butter und der Margarine sind die Preiserhöhungen nicht so start wie beim Schmalz. Immerhin hat auch hier der Dollar gewirft. Auf dem Fleischmarkt liegen die Berhältnisse ähnlich. Daß es hier noch nicht zu schlimmeren Auswüchsen gekommen ist, ist lediglich der Arbeit der Buchergerichte zu verdanken. Pflicht dieser notwendig gewordenen Behörde ist es, da fest zuzupacken, wo der Wucher seinen Einzug halten will. Es geht nicht an, daß eine fleine Bevölkerungsschicht sich auf Kosten ihrer ausgemergelten Volksgenoffen die Taschen noch mehr füllt. Den Käufern aber sei gerichte mögen nach dem Grundfah handeln: Augen auf und zugepackt! geraten, 2 r. g ft täufe zu unterlassen, und die Wuchers Preistreiberei mit Streichhölzern. N. NW NO W SW.. SO wwwwwww 150 Sturm Regen und Veränderlich Schön Wind Gewitter T 3030 2020 1010 0- 0 10- 10 " Kurz vor Schluß der vergangenen Woche drang ein kleines, aber starkes Tiefdruckgebiet von der nördlichen nach der südlichen Ostsee und dann langsam weiter südostwärts vor. Bei licher Temperaturzunahme mehr oder weniger ergibige, vielfach zeinem Vorübergange fanden in ganz Deutschland nach beträchtmengen gingen zwischen Elbe- und Oder bernieder. Von Sonnvon Gewittern begleitete Regenfälle statt. Die größten Regenabend mittag bis Sonntag morgen ergab sich zum Beispiel in Berlin eine Niederschlagshöhe von 39 mm, gerade so viel, wie Eine Schachtel enthält getvöhnlich etwa 60 Streichhölzer. Bon durchschnittlich im ganzen Monat April zu fallen pflegt. Dabei biefen ist aber oft noch eine erhebliche Anzahl untauglich. Bei dem Я это trat wieder überall eine empfindliche Abkühlung ein. Am Mitt- Preis von 80 M. fostet biernach jedes Streichhölzen woch und Donnerstag klärte sich unter dem Einfluß eines auf rund 1,50 W., wenn die Schachtel gefüllt ist. Das ist aber oft dem europäischen Nordmeer gelegenen Hochs das Wetter in nicht der Fall. Für die Betrüger lohnt es sich heute, jeder Schachtel Norddeutschland mehr und mehr auf und kamen daselbst weitverbreitete Nachtfröste vor. ein neues, sehr kräftiges atlantisches Tiefdruckgebiet aufgetreten, machen. Jetzt ist auf dem Biscaischen Meer einige Hölzer zu entnehmen und so aus 10 Schachteln 11 au Man muß teshalb beim Einkauf darauf achten, volle das mit mäßiger Geschwindigkeit nordostwärts vorzudringen Schachteln zu erhalten. Aber mit dem horrenden Preis von 80 M. scheint. Am Sonnabend dürfte sich daher der Wind bei uns nach find viele Verkäufer noch nicht zufrieden. An einer Stelle wurtea Süden drehen und zunächst im Verein mit der Sonnenstrahlung dem Stäufer 90 m. abverlangt. Und als dieser erklärte, anderswo eine stärkere Erwärmung herbeiführen, nachmittag nicht mehr als 80 m. bezahlt au haben, wurde ihm der gute Rat aber die Bewölkung alimählich zunehmen und baid darant Regen, vielleicht auch ein Gewitter eintreten. gegeben, dorthin zu gehen. In einem zweiten Geschäft wurden Für Sonntag haben wir dann wieder etwas kühle: es. ihm 100 und in einem dritten, das etwas nobler ausgestattet war, zeitweise heiteres, jedoch sehr veränderliches Wetter fogar 110 M. abgefordert. So wird die Ausbeutung schon beim mit wiederholten Regentällen zu erwarten. Verkauf von Streichhölzern betrieben! ,, Wo sind deine Nerven?" sagte er immer wieder zu sich selbst. Er ging plöglich weiter, voll des festen Entschlusses, Der fich nicht wieder umzuwenden. Er versuchte, sich mit Projeften zu beschäftigen. ,, Wollen schauen. Was soll ich tun? Zuerst in mein Zimmer gehen und sehen, was Henslowe und Walters Sie gingen weiter, schnellen Schrittes, ohne zu sprechen, machen. Dann zu Geneviève. Dann arbeiten, arbeiten, alles eine lange Zeit. Ihre Schritte flangen auf der harien Straße. in der Arbeit vergessen, bis die Armee nach Amerita zurückDer Himmelsdom über ihnen leuchtete geheimnisvoll. Und transportiert ist und feine Uniform mehr auf den Straßen aus den Gräben kam das schrillende Quaten der Frösche. Bum zu sehen ist. Und was die Zukunft angeht..." Was ging erstenmal seit Monaten fühlte Andrews fröhliche Abenteurer- ihn die Zukunft an? luft wie Seifenblasen in sich aufsteigen. Der Rhythmus der Als er um die Ecke in die bekannte Straße einbog, mo drei Reiter, der die Präludie zur Königin von Saba" werden sein Zimmer war, fam ihm ein Gedanke: wenn er nun dort follte, sprudelte ihm durch den Kopf. Ja, Eddy, das istinitirpolizei vorfände? wundervoll Wir, ganz allein, gegen das Universum," sagte er prahlend. arie nur," erwiderte Eddy. Gschob den Gedanken ärgerlich beiseite und ging schnell weiter, holte einen Soldaten ein, der in derselben Richtung schlenderte, mit den Händen in den Taschen und den Augen am Boden. Andrews blieb plötzlich stehen. als er an dem Soldaten vorbeiging und wandte sich um. Der Mann schaute auf. Es war Chrisfield. Andrews streckte ihm die Hand entgegen. Chrisfield ergriff fie eifrig und schüttelte sie heftig. Jesus Christus, ich dachte, du seift ein Franzose, Andy Sie haben dich wohl entlassen, was? Bin froh, dich zu sehen." ,, Schön, daß ich wie ein Franzose aussehe... Hast du schon lange Urlaub, Chris?" Als Andrews an dem Militärpolizisten im Bahnhof Saint Lazare vorbeiging, waren seine Hände falt vor Angst. Der Militärpolizist schaute ihn nicht an. Er hielt einige Schritte Dom Bahnhof entfernt auf dem überfüllten Bahnsteig an und blickte in den Spiegel eines Ladenfensters. Unrafiert, mit einer schertigen Mühe schief auf dem Kopfe und manchester hosen, sah er aus wie ein junger Arbeiter, der seit einem Monat arbeitslos war. Kleider machen Leute," fagte er zu sich selbst. Er lächelte, als er daran dachte, wie chockiert Walters fein würde, wenn er so anrüden werde, und er be gann schnellen Schrittes weiterzugehen durch Baris, mo alles gefchätig an die Morgenarbeit ging. wo aus jedem Cafe der heiße Dunst von Raffee fam und frisches Brot in den Schaufenitern der Bäckereien dampfte. Er hatte noch drei Franken in der Tasche. In einer Seitenstraße og ihn der Geruch von Vor einigen Wochen. Erzähle dir noch davon, Andy. röftendem Kaffee in eine fleine Bar. Einige Männer nrahlten Wollte dich jetzt besuchen. Habe feinen Benny Geld mehr." da herum. Einer von ihnen wandte ein rotes Geficht mit ,, Morgen werde ich wahrscheinlich Geld in die Finger einem Schnurrhart, der wie ein fchwarzer Strid ausfah, triegen. Ich bin auch ausgerüdt." Andrews zu und sagte: Ma, bu, wirst du den 1. Mai feiern?" ,, Was soll das heißen?" Ich stehe schon im Streit," antwortete Anbrems lachend. Der Mann bemerkte seinen Akzent, schante ihn einen Augenblic scharf und beobachtend an und wandte sich zu den anderen zurüd, fenfte aber seine Stimme. Andrews trant feinen Raffee hinunter und verließ die Bar mit pochendem Herzen. Er mußte des öfteren zurückschauen, um festzustellen, ob man ihm nicht folge. An einer Ede blieb er mit geballter Faust stehen und lehnte sich einen Augenblid gegen eine Hauswand. 3wei Knöpfe waren vorn an Chrisfields Uniform abgcrissen. Echmug war auf seinem Gesicht, und feine Camaschen waren schlammbedeckt. Er sah Andrews ernst in die Augen und schüttelte den Kopf. Nein. Habe mich gedrückt, Andy," sagte er leise. Bann?" ch bin auch nicht en laffen worden. Ich bin mit der Geschichte fertig Ich bin desertiert." Was? Das ist aber fomisch, daß wir beide das getan haben. Andy. Aber warum haft du das getan?" Dauert zu lange, das jetzt hier zu erzählen. Romm mit hinauf auf mein Zimmer." ,, Sind vielleicht Leute da. Warst du schon mal bei dem „ Nein." Chinf?" " Ich wohne da. Auch noch andere, die ausgerückt sind. Chint hat' ne Kneipe." Wo?" ,, Am Petit Jardin." ,, Wo ist das?" ,, Hinter dem Garten, wo die Tiere sind." 44 Ich werde dich dort morgen früh aufsuchen, und ich werde' was Geld mitbringen." ,, Ich erwarte dich, Andy, um neun. Es ist eine Bar. Ohne mich tommst du nicht rein. Die Jungens haben vor Leuten in Zivil Angst." Ich denke, es ist vollkommen sicher, jetzt zu mir raufzu kommen." ,, Nein, ich mache, daß ich hier fortkomme." ,, Aber, Chris, warum bist du desertiert?" ,,, ich weiß nicht... Einer hat mir deine Adresse gegeben." ,, Hat der nichts über mich gefagt?" ,, Nein, nichts." ,, Seltsam. Nun, Chris, ich werde morgen früh da sein, wenn ich das Lokal finden fann. zählt Andn Mensch, du mußt tommen." 44 Ich komme bestimmt," sagte Andrews mit einem Lächeln. Sie schüttelten sich erregt die Hände. ,, Sag, Andy," sprach Chrissie'd stockend und hielt immer noch Andrews Hand,... bin desertiert, weil' n Sergeant... Das reitet furchtbar auf mir die letzten Tage herum. Sergeant weiß davon. Ein Habe dir doch von Anderson erIch weiß, du haft mit niemand darüber gesprochen, Chrisfield liek Andrews Hand fallen und sah ihm unermartet von der Seite ins Gesicht. Dann fuhr er durch die 3ähne fort: " Und ich schwöre bei Gott, habe teiner anderen lebenden Seele davon erzählt... und' n Sergeant in der Kompagnie weiß es fo Um Gottes willen, Chris, rege dich nicht so auf." Bin ganz ruhig. Sage dir nur: einer meiß davon." Chrisfields Stimme schwoll plötzlich schrill an. ,, Schau, Chris, wir fönnen nicht auf der Straße weiter fprechen. Das ist nicht sicher" Aber vielleicht kannst du mir morgen raten, was zu tun. Denk nach, Andy. Bielleicht fällt dir bis morgen ein, was wir tun tönnen. Auf Wiedersehen." ( Fortsetzung folgt.) Bestattung der Opfer des Flugunglückes. der Frau Zwaan und ihrer Schwester entgegengenommen und Straf Milchpreis diesmal unverändert. Das Ernährungsamt ber Derfolgung megen Mädchenhandels gegen den Angeklagten einge Stadt Berlin teilt mit: Auch für die am Montag, den 28. April h. J. leitet. Bei der Bernehmung habe Zwaan ihm gestanden: Alles beginnende Woche beträgt der Preis für Vollmilch wie bisber ist richtig, ich bin schuldig. Für mich ist alles erledigt 960 m. je Biter, für nach Berlin eingeführte Magermilch in dieser Welt. Ich muß mir das Leben nehmen." Tatsächlich 520 M. je Liter. habe 3waan dann auch in der Zelle einen Selbstmordver, ( uch gemacht, indem er das Bettlaken zerriß und sich daran aufhängen wollte. Nach Bernehmung einiger weiterer Zeugen wurde die Verhandlung auf Montag vertagt. Ein sonderbarer Kauz. Er sammelte.... Die gemeinsame Trauerfeier im Stadthaus. Im Lichthof des Stadthauses versammelte sich gestern in der Mittagstunde eine große Trauergemeinde, um in einer vom Magisirat veranstalteten Feier das Andenken der drei bei dem Flugzeug. alfturz ums Leben gekommenen Männer zu ehren. Den weiten Raum, dessen ernst stimmendes architektonisches Bild den passenden Rahmen für diese Trauerfeier abgab, füllten Mitglieder des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung, des Bezirksamts und der Bezirksversammlung Prenzlauer Berg, Beamte, Angestellte, Arbeiter des Verkehrswesens der Stadt ,, Mitglieder des Malerverbandes und anderer Gewerkschaften, Bertreter der Sozialdemokratische i Partei. Auch Bertreter von Staats- und Reichsbehörden waren Psychische Berirrungen enthüllte eine Verhandlung vor dem crfchienen. Auf einem Podium, das von dem dunklen Grün der Schwurgericht des Landgerichts III gegen den Obersekretär Martin Balmen und des Lorbeers eingerahmt, von dem milden Licht der K., der sich wegen Amtsunterschlagung und Urkundenfälschung Kerzen umstrahlt war, standen die mit Kränzen bedeckten Särge zu verantworten hatte. K. war, wie wir bereits mitteilten, bei einem des Stadtverordneten Genossen Böger, des Verwaltungsdirektors Berliner Amtsgericht Chef der Vormundschaftsabtei Bogd, der Betriebsoberinspektors Don Meszynski. Das Iung und hatte in den Jahren 1914 bis 1921 große Summen Philharmonische Orstester leitete mit Beethoven die Feier ein. Nach Gesang eines Männerchors nahm Oberbürger unterschlagen. Die Berunireuungen hatte er in raffiniertester meister Böß das Wort und gab der Trauer Ausdruck, Weise ausgeführt, indem er sich Gerichtsfosten auszahlen ließ, die er die der jähe Lod dieser aus ihrem regen Schaffen her- dann als bezahlt" eintrug, für die er aber das Geld in seine ausgeriffenen Männer, eines rührigen Stadtverordnetete: Stadtverordneteten und eigene Tasche steckte. Nach Aussage eines Zeugen war jede zehnte zweier pflichttreuer Beamten, über die Stadt gebracht hat. Für Eir.tragung gefälscht. Die Effener Krupp- Sänger in Berlin. Bei bent beutigen Festalt im Staatlichen Schauspielhaus wird außer dem Berliner Lehrer- Gesangverein Frau Kammersängerin Arndt Ober und zwar ebenfalls zum Besten des Deutschen Bollsopfers als Solistin mitwirken. Das große Konzert der Essener in der Philharmonie findet am Sonnabend bereits um 4 1hr nachmittags statt. Am Sonntag vormittags 11 Uhr findet unter Mitwirkung der Krupp Sänger vor dem Reichstagsgebäude auf dem Königsplat eine öffentliche Kundgebung zugunsten des Deutschen Boltsopfers statt. Schachspieler. Der Berliner Arbeiter Schachtub eröffnet am 20. April zwei neue Abteilungen: Berlin, 8offener Str. 1 bei Gebert; Tempelhof Marienbort, Drbensmeisterftraße, Ede Moltfestraße bei Reimer abends 8 Uhr. Gäste willkommen. Das Schachheim im Gewertschaftshaus, Engelufer 25, ist jeden Sonntag von 10 Uhr morgens bis 11 Uhr abends geöffnet. Der Eintritt ist jeder. mann gestattet. Abteilung Be ft en spielt jeden Montag in Schöne berg, Albertstr. 11, Ede Ebersfirage. Der internationale Polizeifongreß wird am Montug, ben 23. d. 2., in New Port' eröffnet werden. Der Bolizeifongres soll eine bessere Zusammenarbeit der Polizeiorganisationen ber Welt beraten. Auch Deutschland wird auf diesem Kongres berWelt beraten. Auch Deutschland wird auf diesem Kongreß ver treten ſein. Groß- Berliner Parteinachrichten. Doppelmord auf einem Elbfahn. In der Kajütte eines Elb tahnes, der in Iswerber festgelegt hatte, wurden zwei Schiffer, der eine aus Aten und der andere aus Königstein, Die Stadtverordnetenversammlung sprach ihr Vorsteher Caspari, Nach außenhin lebte der Angeklagte sehr zurückgezogen und be- ermordet aufgefunden. Nach Lage der Gase muß ein er der auf Bögers rege Mitarbeit in der Stadtverwaltung näher ein- scheiden. Er ging dürftig gekleidet, so daß man bei der Entdeckung bitterter Stampf zwischen den Mördern und den Ermordeten ging und auch die gewinnende Persönlichkeit unseres Genoffen zu der Tat wie vor einem Rätsel stand, wo er die großen Summen stattgefunden haben. Die beiden Opfer wurden durch Bistolen würdigen wußte. Als Vertreter des Bezirks Prenzlauer Berg gelassen haben tönnte. Die Untersuchung ergab aber, daß. füise durch den Kopf getötet. Die polizeilichen Ermitt widmete Bürgermeister Genosse John dem verstorbenen Mite in dem Bann einer Art Gedantenunzucht gestanden hatte. Man lungen hatten bisher keinen Erfolg. arbeiter einen herzlichen Nachruf. Er schilderte das wirken unseres fand bei ihm große Stöße unzuchtiger Bilder, Genossen Böher, der als Bezirksverordneter in der ersten Werdezeit hauptsächlich von nadten Frauen, für die er viel Geld ausgegeben des Bezirks die Bezirksversammlung umsichtig leitete und später als hatte. Mit diesen Bildern pflegte er sich einzuschließen und dann Stadtrat des Bezirks sich um dessen Entwicklung verdient machte. die ärgsten Exzesse zu verüben. Daneben hatte er sich in geradezu Er zeichnete das Bild des felbstlosen Menschen von lauterem unfinniger Weile Sammlungen angelegt, Wörterbücher in allen Charakter, der die Anerkennung auch des Gegners errang. Gesang möglichen erotischen Sprachen, die er gar nicht fannte und mit denen des Männerchors und der vom Philharmonischen Orchester ausge er sich auch nie zu beschäftigen beabsichtigte. Zur Sprache kam in der führte Trauermarsch Richard Wagners schloffen die start an die Berhandlung auch, daß R. die Gepflogenheit hatte, seinen Kollegen Herzen greifende Feier, Lei der auch die Familien der Berstorbenen heimlich von deren Frühstück den Belag herunterzunehmen und zugegen waren. Dann wurden die Leichen hinausgetragen und aufzu essen. Alle Diensteingänge zertnitterte er zunächst und 2. Kreis Ziergarten. Sonnabend, den 21. April, 8 Uhr, bei Trümper, Flenszur Bestattung nach den verschiedenen Friedhöfen gebracht. warf sie in den Papierforb, um sie nachher wieder herauszuholen burger Str. 3, Gigung der Beitungstommiffionsmitglieder. Böhers Bestattung. und zu bearbeiten. Weiter hatte er in 20 diden Bänten Heute, Sonnabend, den 21. April: In langem Zuge wurde die Leiche unseres Genossen Böker Beitungsausschnitte, die Bluttaten, Lodes- und Unglücksfälle betrafen, 32. Abt. 7 Uhr außerordentliche Funktionärtonferens bet Balentin, Krautſtr. 36. von den Berufskollegen und Parteimitgliedern zum Krema gesammelt. Dafür hatte er besondere Register angelegt, von denen 44. Abt. Die Bezirksführer werden gebeten, die Maizeitungen umgehend beim Genoffen Schmolinsky, Raunynnste. 41, abzuholen. torium in der Gerichtstraße geleitet. Dem Leichenwagen wurden einige lauteten:„ Ausgestochene Augen"," Getäuschte Frauen“,„ Un- 112. Abt. Rahnsdorf. 8 Uhr Mitgliederversammlung im Restaurant Rebiski, Grausamfeit". rote Banner der Partei und die dem Verstorbenen gewidmeten menschliche Sanitätsrat Die Sachverständigen Fürstenwalder Straße. Kränze vorangetragen; eine Mufiftapelle spielte Trauermärsche und Dr. Kopp- Weißenfee und Dr. Blume von der Irrenanstalt Arbeiterlieder. Als der Zug in der Gerichtstraße eintraf, empfing Dalldorf hegten begründete Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit ihn eine dichtgedrängte Menge, die stumm den Toten grüßte. Die des Angeklagten, währent Medizinalrat Stör mer und GefängnisHalle des Krematoriums vermochte von der hier zusammenkommen- arzt Dr. Knospe der Meinung waren, daß bei der langen Dauer den Trauergemeinde, der sich auch Stadtverordnetenvorsteher der Verfehlungen es äußerst unwahrscheinlich sei, daß der Angeklagte Caspari angeschloffen hatte, nur einen fleinen Teil aufzunehmen. Die ganze Zeit über im Zustande der Besinnungslosigkeit gewesen Nach Gesang des VSPD.- Männerchors Prenzlauer Berg sprach im lei. Rechtsanwalt Dr. Themal trat für Freisprechung Auftrage der Sozialdemokratischen Partei der Stadtverordnete Ge- eines Mandanten ein. Der Angeklagte habe im Banne erotischer Roffe Kreuziger. Die Sozialdemokratische Partei verliert in 3wangsvorstellungen gehandelt, um sich die Mittel zur Böher, der ihr schon früh beitrat, einen ihrer rührigsten Kämpfer. Befriedigung seiner frankhaften Gelüfte zu beschaffen. Er war ein Mann nicht der großen Worte, sonder der ernsten schworenen verneinten die Schuldfrage und der AnArbeit. Einfachheit und Geradheit zeichneten ihn aus und er geflagte wurde freigesprochen. worben ihm Achtung und Liebe bei jedem, der ihn näher kenne = Die Affäre Wolpe Morgen, Sonntag, den 22. April: Jungfozialisten. Gruppe Friedrichshain: Fahrt nach Berber. Treffpunkt frith 5 Uhr am Schlesischen Bahnhof. Gruppe Brig: Um 7 Uhr veranstaltet der Genoffe Prof. Leo Kestenberg einen Boltsliederabend im Festraum der 1. Gemeindeschule, Chausseestr. 135-137. Eintrittstarten an der Abendtaffe. 40. st. Unfere Genoffin Wilhelmine Schmidt, Wartenburgstr. 16, nollendet heute the 79. Lebensjahr. Die Abteilung hat an ihr, troz ihres hohen Alters, noch heute eine eifrige Genoffin. 3hr zu Ehren veranstalten die Genofsinnen der Abteilung am Montag, ben 23. b. W., 7 Uhr, im Bakenhofer Ansprache der Genoffin Burm, außerdem Rezitationen, Lieder zur Laute usw. Die Ge Ausschant, Belle- Alliance- Str. 47, einen heiteren Abend, verbunden mit einer Gäste willkommen, Arbeitersport. Fußball am Sonntag. Tofen), Stern- Marienfelde 2- Belten 2( Wilmersdorf). Nomawes hat Banfon 08 au Gaft. Erftere hat etwas nachgelasen, fo bag Ternite. Ein inniges Band verknüpfte ihn mit seiner Familie, die Wohlfahrtsministerium gegen den Oberpräsidenten. nach all seiner Arbeit im Dienste des Gesamtwohls feine liebste Zuflucht war. Genosse Kreuziger schloß mit herzlichen Worten des Der Fall des Bankdirektors Wolpe, der vom Wilmers. Trostes für die tiefgebeugte Gattin. Für den Hauptvorstand des dorfer Wohnungsamt bekanntlich zur Räumung seiner vom Spiele am 22. April. 4.30 Uhr. 1. Mannschaften. Malerverbandes und für die Filiale Berlin trachten die Genossen Wohnungsamt seinerzeit genehmigten Wohnung in der Westfälischen Momawes Baniom 08( Jiriced, M. G. C.), R. B. C.- Adler 08( Beiland, Streine und Schiemann dem Verstorbenen lezte Scheide Straße gezwungen werden soll, ist noch nicht abgeschlossen. Das antwis), Potsdam- Borwärts- Hennigsdorf( Kühn, Froh- Frei), Bittoriagrüße. Sie schilderten Böher als Gewerkschaftsführer, der Achtung Nachrichtenamt des Magistrats, offenbar informiert durch das Wil Boruffia Andres, Stalis), fern- marienfelbe Seiten,( Mehlis, Bifforia), gur Tang 8. B. C.), Stern- Marienfelbe- Belten auch beim Gegner gefunden hat. Das tam auch darin zum Aus- mersdorfer Wohnungsamt, teilte gestern in einer Berlautbarung die übrigen Bereine find die Nordmannschaften noch nicht zugegangen, man druck, daß die Arbeitgeber des Malergewerbes fich durch Abord- mit, daß der Oberpräsident sich auf den Standpunkt des Wohnungs. wende fich an die Leitung des Nordbezirks. nungen an der Trauerfeier im Rathaus beteiligten und einer ihrer amis gestellt und ausgesprochen hat, daß von seiten des Bank 2. Mannschaften. 2.45 Uhr. Bertreter im Krematorium dem Verstorbenen einen ehrenden Nach- direktors eine Wohnungsverschiebung vorliege und daß seine gegen Nowames 3- Pankow 08 3( 1 Uhr; Günther, Potsdam), Nowawes 2ruf widmete. Stadtverordneter Genosse Reimann, der als Ber- die Geschäftsführung des Bezirksamts Berlin- Wilmersdorf ge- Bantom 08 2( Renner, Teltow), 3. B. C. 2- abler 08 2( Fichte. Gib), ant treter der Stadtverordnetenfraktion und Der Gewerkschaftskommission sprach, beklagte den Verlust, den die feien. Nun wird durch eine Korrespondenz mitgeteilt, daß an dieser ugleich des Ausschusses führten Beschwerden als ungerechtfertigt zurückgewiesen worden wig 2- Cistal 2( Aulisch, Bittoria), Boffen 2- Briefelang 2( Spieliciter aus. Fraktion und die Gewerkschaften durch den Tod dieses fenntnis- amtlichen Auslaffung, wie aus dem Wortlaut der Verfügung des reichen und tatkräftigen, jede Aufgabe mit tiefem Ernst anfassenden Cberpräsidenten hervorgeht, unrichtig ist, daß Bankdirektor W. es Bankow 08 möglich wäre, fich eines Sieges zu erfreuen. 3. B. C. empfängs Mitkämpfers erleiden. Mit Gesang des Männerchors endete die Feier. Die roten Banner neigten sich und der Sarg glitt in fchwere Borwürfe gegen das Wohnungsamt erhoben habe. Weiter Abler 08, und werden lettere sich ben Sieg nicht nehmen laffen; immerhin th Die Tiefe. hin werde in dem Schreiben des Oberpräsidenten mit feinem Wort 8. B. C. eine zähe Mannschaft. Potsdam und Borwärts- Senigsdorf, zwei gleichgute Ripalen, werden sich harten Sport bieten. Bittoria und Borussia ist, davon gesprochen, daß Herr Wolpe eine Wohnungsschietung" vor- wenn beide Parteien ihre volle Tecnit zutage bringen, ein interessantes Spiel. genommen habe. Die Angelegenheit ist jedoch nimmehr in ein Der Sieg neigt etwas zu ben Tempelhofern. Lantwit hat in Elstal zwar einen neues Stadium getreten, da das Wohlfahrsministerium, nicht zu verachtenden Gegner, doch dürften sie auf eigenem Blage flegen. Roffen und Briefelang ist ein offener Rampf, ber eventuell unentschieden enden könnie. das gestern die Aften im Fall Wolpe eingesehen hat, fich nicht Stern- Marienfelbe, fich in legter Beit erholend, tritt gegen Belten an, und auf den Standpunft des Wilmersdorfer Woh.dürfte, wenn nicht alles trilgt, gewinnen; immerhin ist Belten eine ftabile nungsamts und des Oberpräsidenten gestellt, sondern nichts nach, und tann man auch hier intereffenten Sport erwarten. Mannschaft von reicher Ausdauer. Die 2. Mannschaften stehen den ersten verfügt hat, daß die Räumung folange auszufezen Rüftig- Borwärts gegen Freie Turnerschaft Lichtenberg- Friebrichsfelbe, b ist, bis das Mieteinigungsamt über eine Wiederaufnahme des Ber- teilung 2, 1. Gonntag, den 22. April, nachmittags 4½ Uhr, Freundschaftsspiel fahrens entschieden hat. Inzwischen hat Bürgermeister Dr. Augustin auf dem Fortuna- Sportplas in Neukölln, Raiser- Friedrich- Straße, am Herzvom Bezirksamt Wilmersdorf ein Schreiben an den Bankdirektor bergplag. Beide Mannschaften in stärkster Aufstellung. gesandt, in dem er ihn auffordert, fich binnen 24 Stunden zu er= flären, ob er innerhalb einer Woche seine Wohnung selbst räumen will, oder ob das Wohnungsamt zur Zwangsräumung schreiten soll. Es wäre zu wünschen, wenn die so unerfreuliche Affäre jezt endlich einmal ohne Rücksicht auf besonders daran interessierte Wohnungsämter einwandfrei geflärt wird. Der internationale Mädchenhandel. Aussagen des Kriminalfommiffars Kopp. In dem weiteren Verlaufe des Mädchenhandelsprozeffes er stattete Kriminalfemmissar Dr. Kopp fein Gutachten über das Besen des Mädchenhandels. Er hat 10 Jahre lang dieses Dezernat bearbeitet und Tausende von Ermittlungen gemacht, ist aber zu dem Ergebnis gekommen, daß es einen Mädchenhandel in dem Sinne, daß anständige Mädchen durch Täuschung oder Gewalt in öffentliche Häufer verschleppt werden, nicht gibt. Es ist nicht ein einziger Fall nachweisbar gewesen. " Das gotische Dach. Sum 1. Male in diesem Jahr hat der A.- 3. u. Sp.-B. BundesmeisterAm Sonntag, ben 22. april, mittags 1 Uhr, fiuben fich alle Kartellvereine aur Spalterbildung beim Straßenlauf Rund um den Friedrichshain“ der Bürgerliche Sportler fdeinen die Abficht zu haben, den Lauf der Arbeiter. Sportabteilung Fichte Ost" am Dentmal auf dem Landsberger Blag ein. fportler au stören. Die Betriebsräte und Bertrauensleute in den Betrieben Die Allgemeinheit ist jahrzehntelang von Privatvereinigungen werden aufgefordert, festzustellen, wer von ihrer Belegschaft als organisierter in ungeheuerlicher Weise getäuscht worden. Diese VerArbeiter bürgerlichen Sportvereinen angehört. Diefen Kollegen ist in den Betriebsversammlungen das unsolidarische Verhalten der Arbeiterfchaft gegen einigungen verfügen über große Geldmittel und erfreuen sich itber vor Augen zu führen. hoher Protettion, fo baß sie das Bestreben haben, etwas Arbeiter Turn- und Sportbunb, 1. Areis. Alle Turnerspielleute Berlins zu tun. Auf den Kongreffen dieser Bereinigungen wurde immerfort Man hat vor dem Kriege mancherlei Phantastisches über ge- am Denkmal auf dem Landsberger Blag ein. Marfch mit den Kindern zum und der näheren Umgebung finden sich am Sonntag mittag, pünktlich 1 Uhr, non geretteten Mädchen" geredet; das sei aber alles Schwingoffene Häuser" gehört, die nach einem Edisonfchen Verfahren in Straßenlauf. Nach dem Maris Uebungsstunde. Geübt wird och Senbeds d'el gewesen. Die Leute hätten mit Ach und Krach vielleicht ein- Amerika hergestellt wurden. Jezt sind wir bei uns dant der burg und Sturmlied der freien Turner". Rotenausgabe ebenfalls bort. mal eine Prostituierte, die auf dem Wege von einem Bordell zum Häuser- und Wohnungsnot auch bald so weit. Der Schweizer Reiner fehle. Führer, Stab mitbringen! anderen war, gegen deren Willen aufgegriffen. Aber das Publikum Architekt Zollinger hat ein System erdacht, das von der deutschen schaften im Geräteturnen ausgeschrieben. Seine 19 Kreise sind eingeteilt in hat diese Dinge seit Jahrzehnten geglaubt. In den 8000 Fällen, Bollbaugesellschaft einem geladenen Kreis vorgeführt wurde, und Verbände, die durch Bezirks, Kreis- und Berbandswettkämpfe le lire pier die in dem Dezernat bearbeitet wurden, ist nicht ein Fall der ge- zwar der ganze Bauvorgang im Film und darauf ein fertiges beten er folder abanos bei trample on meidjem ble paig entfenden. Ein solcher Berbanbswetttampf, an die 1., 12., waltsamen Verschleppung in ein Bordell vorgekommen. Auf dem Dach". Der höchst einfach herzustellende massive Unterbau wird 15. und 16. Kreife beteiligt sind, findet am Sonntag, den 22. April, nachmittags Gebiet der Zuhälterei offenbart fich die Unglaubwürdigkeit der von einem Dach gekrönt, deffen verblüffend neuartige und dabei 3 Uhr, in der Turnhalle der Kirschner- Oberrealschule, Berlin, Turmftr. 75, ftatt. Dirnen in ungeheuerlichster Weise. Keine Gewalt der Welt kann einfache Konstruktion alle bisher bekannten Dachkonstruktionen über reisausschnh: Donnerstag, den 26. April, 6 Uhr, Sigung in der Geschäfts Resultatverkündigung in den Arminius- Hallen, Bremer Straße. Technischer eine Dirne veranlassen, gegen ihren Zuhälter, menn von dritter den Haufen zu werfen scheint. Das massive Bauwert schaltet ftelle Fichte", Röpenider Str. 108. Die Besteksturnwarte für das MännerSeite Anzeige erstattet wird, eine Aussage zu machen. Anders ist Ziegelmauerwerk aus, indem es überall greifbares Material unter turnen find ebenfalls eingeladen. es, wenn die Liebe zu Ende ist. Dann fann fie nicht schwarz genug Bermeidung jeder Zwischenfabrikation verwendet. Kies, Schlacke aben jeben Dienstag von 8-10 Uhr bei Walcher, Bozhagener Str. 114. Ge Die Spielleute bes Arbeiter- Turn- und Sportvereins Fichte, Berlin, aussagen. Nach den langjährigen Erfahrungen des Sachverständigen oder Asche mit einer mageren Beimischung von Zement wird in noffen, welche Trommeln oder Flöte blasen fönnen, wetben aufgefordert, als bei der Sittenpolizei ist ein 3wang zur Unzucht nicht eine leicht zusammenstedbare und ebenso einfach auseinander nehm Mitglied einzutreten. Gäſte ſtets willkommen. denkbar. Holland ist das einzige Land, außer Deutschland, wo bare Holzform geschüttet, die für weitere Bauten verwendet werden 1. Abt.: Botsdam, 8 Uhr Razbachstr. 5; nachmittags Ritoistoe, Start Uhr Arbeiter- Rabfahrer- Bund Solibarität". Touren file Sonntag, den 22. April. die Bekämpfung des Mädchenhandels sehr ernst genommen wird. fann. Das Haus bildet so ein ganzes Gefüge. Die Masse wird Dennewißples. 2. Abt.: Ertner- Königswusterhausen, 6 Uhr; nachmittags Wenn es irgendwo einem Mädchen leicht ist, sich aus den Klauen locker, d. h. nicht gestampft, in die Form gebracht, wodurch ein Grünau, Start 1 Uhr Dieffenbachstr. 36. 3. Abt.: Wandligsee, 6 Uhr; nachihres Zuhälters zu entwinden, dann in Holland. Das Mädchen Produkt von großer Boröfität erreicht wird, das mittags Schönwalbe- Boßdarf Start 12 the easier Blag. 4. Abt.: Gamen grund, 7 Uhr; Bernau, 1 Ühr; Start Weberwiese. 5. Abt.: Röntgenthal braucht sich nur an den nächsten Schuhmann zu wenden, und sofort neben dem Vorzug großer Glandsicherheit und Festigkeit außer( marg), Start 1 Uhr Landsberger Plag. 6. Abt.: Mühlenbecker See, Starts ift eine Missionsdame bei der Hand, die ihr Aufnahme gewährt. ordentlich feuerficher, schalldicht, trocken und wärme- 8 und 1 Uhr Kopenhagener Str. 26. 7. Abt.: Stafette Groß- SchönebedBerf.: Hier in Berlin ist doch aber in der letzten Zeit eine große haltend und obendrein überall nagelbar und pugbar sein soll. Brenzlau Start Gammelbe: Start the Rolonieſtr. 146. 8. Abt.: Ziebenwalde, 6 Uhr früh Arminiusplag; 12 Uhr Baßdorf, Start Baldstr. 8 aur Anzahl von Mädchen aus anständigen Familien verschwunden? Dieser massive Unterbau wird mit dem sogenannten 3ollbau Berbefahrt des 21. Bezirks. 9. Abt.: Schönwalde- Baßdorf, Start, 12 Uhr Sachverständiger Dr. Kopp: Das find alles Enten. Wir bach gekrönt, das sich zusammenfeßt aus einem Einheitselement, Gulftr. 114. 11. Abt.: Nauen, Start 7 Uhr Utrechter Str. 9. Ditsgruppe werden auch noch weiter von der Festnahme von Mädchenhändlern der Lamelle, die maschinenmäßig nach Schablone hergestellt Reuton: eue athle- Rönigsmusterhausen, Start 13 Uhr Bergbergplas: und der Verschleppung von Mädchen hören, aber diese Legenden wird und auch Borratswir schaft ermöglicht. Das Aufstellen des Beißenfee: Baßdorf, 12 Uhr Charlottenburger Str. 28; Gammelstarf 1½ Uhr Jugendabteilung: Dubrow, 8 Uhr Serzbergplag. Ortsgruppe find nicht aus der Welt zu schaffen. Wenn ein Mädchen auf un- Dachstuhles ist ebenso wie das Schütten des affivbaues sehr ein- Schönwalbe. Ortsgruppe Charlottenburg: Hennigsdorf, Start 1 Uhr Galvant erklärliche Weise verschwindet, dann ist es eher das Opfer fach und fann von ungelernten Arbeitern nach erfolgter Anleitung Langstredenfahrer nach Rheinsberg, Start 5 Uhr Müller, Ede eines Luftmordes geworden. Am weniasten eignet sich ein ohne Echwierigkeit ausgeführt werden. Die genannte Firma be Touristenverein Die Naturfeunde". Alle Naturfreunde, insbesondere der öffentliches Haus dazu, ein unbescholtenes Mädchen gegen seinen vorzugt nun bei Wohnhäusern eine sich aus dem Schnitt der Holz Sprechcor, die es ermöglichen Lönnen, werden bringend ersucht, an ber heutigen Willen dauernd festzuhalten. Borf: Weshalb tun denn lamellen ergebende eigenartige start an das Gotische er Grünbungsfeier ber Ortsgruppe Forft teilzunehmen. Wofahrt 2 und 6 Uhr -Der Bildungsausschuß. Görlizer Bahnhof. die Behörden nichts, um diese Dinge flar zu innernde Dachform, und bringt damit eine neue Note in Freie Turnerschaft Grch- Berlin. Mittwoch 7 Uhr Zutaratssigung, Rieber stellen? Dr. Ropp: Ich habe schon vor mehreren Jahren ge- das Landschaftsbild. Da sich übrigens die leicht auszuführende wallstraße 12. Mittwoch 6 Uhr Stafettentraining zum Kreisstraßenlauf in fordert, daß man sich auf den Schuß Minderjähriger beschränken Konstruktion auch für Feldscheunen eignet, so dürfte mit ihr endlich straße 6 Aufammenturnen der geübteren Jugendturner des Bereins. Aufstellung Schöneberg, Dominicus- Sportplan. Donnerstag 8 Uhr Turnhalle Straginann. folle, aber im Minifterium hat man teine Zeit, sich mit solchen das Ende der schauderhaften flachdächerigen, das Landschaftsbild pon Bereinstiegen, Bekanntgabe der Blichtübungen zum Bereins- Gerätewett fleinen Dingen zu beschäftigen. schändenden Feldscheunen herbeigekommen sein. Das legte Wort turnen. Donnerstag 7 Uhr Rieberwallite. 12 Rinderturnwarte Sigung. Hierauf wurde in der Beweisaufnahme fortgefahren und u. a. werden natürlich die Bewohner der Häuser zu sprechen haben. Freie Turnerschaft Reutölln- Brig. Gonntag, ben 22. April, Uhr, Treff. punit aller Männerntitglieder Raiser- Friedrich, Ede Schönstedtstraße. Plaz auch die Schwester sowie die Eltern der Frau Zwaan vernommen. einweihung fällt besonderer Umstände halber wahrscheinlich aus. Alle Blit Ein alter Berliner Journalist, Schriftsteller Paul Sungenglieber müssen antreten. Die letzteren erklärten, daß fie nie ihre Einwilligung zu der Heirat gegeben hätten, menn fie gewußt hätten, wie die Dinge dorf, ift, 70 Jahre alt, an Lungenentzündung gestorben. Er Turn- und Sportverein Fichte. Sonntag, den 22. April, 9 hr vor Polizeibetriebsassistent Kleiner, Leiter der war Gründer und Ehrenvorsitzender des Vereins Berliner Jour- ihre Abreise für einen geitfein bei Rod eingereicht haben, müssen sofort mirklich lagen. Zentralftelle zur Bekämpfung des Mädchenhandels, hat die Anzeige nalisten und in Pressekreisen eine wohlbekannte Persönlichkeit. 500 m. in der Geschäftsstelle zahlen, font teinen Schein, ftraße 13. Geeftraße. 1 mittags, Arbeitsdienst, Turnolas Treptow. He erfcheinen. Mitglieber, bie Die Wirtschaftsdebatte des Reichstags. Robert Schmidt über die Stützungsaktion. I frei aus. Und das in einer Zeit, mo das größte Barbaren volt der Weltgeschichte(!) deutsche Erte und deutsche Chre schändet. Minister Severing, umgeben von dem Mißtrauen meitester Kreise, wirft die Brandfackel der Zwietracht in das deutsche Ball( Gelächter bei den Sozialdemokraten.) Ich würde ihm zurufen, quosque tandem Catilina!, aber ich tue es deshalb nicht, weil ich ergen jeder Appell an das vaterländische Geüberzeugt bin, taß an diesem parteipolitisch gepanzerten fühl abprallt. Abg. Hauschild( Soz.): Der Reichstag fekte am geftrigen Freitag die Beratung fönnen fich immer noch nicht damit abfinden, daß wir nicht unter des Etats des Wirtschaftsministeriums fort. Abg. Dr. Rieger( D. Vp.): Wenn die starken Schultern alle wertbeständigen Anleihen der Provinzen und der Städte haben einen normalen, sondern unter höchst anormalen Verhältnissen leben. Die Bei dieser Stelle der Rede erhebt sich ein ungeheurer Lärm auf Lasten tragen sollen, so kann es leicht bald dahin kommen, daß es ungeheuren Markt gefunden. Man muß dem Sparfapital Gelegen der Linken. Abg. Heilmann( Soz.) ruft: Wo bleibt der Ordfeine starken Schultern in Deutschland mehr gibt, daß alles Bermögen verschwindet. Vermögenskonfiskatien treiben schon die heit zu wertbeständigen Anlagen geben, um es der Spekulation zu Lisch des Hauses herum. Das Verlangen nach einem Ordnungsruf nungsruf! Dicht gedrängt stehen die Abgeordneten um den Franzosen an der Ruhr. Bir sollten zu den Grundsägen der Stein. entziehen. Ein freier Markt ist jetzt nicht möglich. Die Devisen wird wiederholt. Bizepräsident Dr. Borsch vermag nicht Ruhe zu Hardenbergschen Politik zurückkehren. Alle wirtschaftlichen Kräfte verordnung wird von den Banken vielfach sehr geschickt um- fchaffen. Schließlich verläßt Abg. Schlange die Tribüne. Von müssen zusammengefaßt werden zu gemeinsamem Birken. Es mar gangen, indem sie jedem Privatmann ein Konto in fremden Werten der Rechten fommen Bravo- Rufe, von den Sozialdemokraten und parteipolitische Einseitigkeit, daß Herr Her es dem Mangel an geben. Aus dem eben befanntgewordenen Abschluß der Berliner Kommunisten stürmische Pfui- Rufe. Als Besucher der Mitteltribüne gutem Willen zuschrieb, wenn die Devisenanleihe nur ein so geringes Handelsgesellschaft ergibt sich z. B., daß bei ihr Resultat ergeben hat. Man muß di schwierige politische Situation bem deutschnationalen Redner durch lautes Händellatschen Beifall bedenken, in der sie aufgelegt wurde. Außerdem sind viele Kreise gollen, erhebt sich neuer Lärm. Die Sozialdemokraten ververstimmt worden durch das neue Lastenausgleichsgefeß, worin mung der Tribüne. langen vergeblich vom Bizepräsidenten Dr. Borsch die Räu früher übernommene Verpflichtungen beseitigt wurden. Benn die Devisenfpefulation einen Stoß erhält, fo find meine Freunde damit ganz einverstanden, zumal es sich auch um ausländische Spekulanten handelt. Man soll sich aber hüten, durch Intervention einen Dollar kurs zu schaffen, den man nicht halten kann. Dann muß, ſo un gera ich das fage, der Goldschah der Reichsbant angegriffen merden. Ein allgemeines Senten des Preisniveaus ist durch die Stützungs, aftion natürlich nicht erfolgt, das fann nur nach und nach geschehen. Es scheint, als ob draußen in der Etappe en gewissen Etellen das Ausfuhrgeschäft mit Belgien und Frant reich weiter betrieben wird. Das sollte mit allen Mitteln verhindert werden. Der Export muß mit allen Mitteln gefördert werden. Die Aufhebung der Außenhandelskontrolle muß noch zu rüdgestellt werden, obwohl sie in letzter Zeit schon vielfach um. gangen ist. Die Anmeldepflicht für die Devisen halten Sachver. ftändige für unangebracht, weil die Urehrlichen fie umgehen und die Anzeige sich immer nur auf einen Stichtag beziehen fann. Die Entschließung des Ausschusses auf Einfegung eines Prüfers für die Breise der Baustoffe möchten wir ablehnen, damit endlich cinmal mit der Preisprüfung ein Ende gemacht wird. Den Versicherungsgesellschaften muß die Möglichkeit gegeben werden, sich eine Reserve in Devisen anzulegen, weil sonst gegeben werden, sich eine Reserve in Devisen anzulegen, weil sonst diefes ganze Geschäft in das Ausland abwandern wird. Wir per frauen auf eine vaterländische Wirtschaftspolitie durch den jetzigen Minister, nicht im Interesse der Partei, sondern des Baterlandes, und wünschen ihm Erfolg.( Beifall rechts.) Abg. Keinath( Dem.) sieht überhaupt keine Schuld der Wirt schaftstreife Deutschlands an den heutigen Zuständen, Solange wir um 11 Milliarden Goldmart mehr Einfuhr hätten als Ausfuhr, fei an eine Befundung nicht zu denken. Abg. R. Schmidt- Berlin( S08.): Offen und ehrlich muß hier zur Sprache gebracht werden, was eine Gefahr für unser ganzes Wirtschaftsleben bildet. Die Steuer. und Finanzpolitik hängt eng mit der Wirtschaft zufammen. Darum ift in meiner Ministerzeit immer an einem Kontakt der Steuerpolitik mit der Wirtschaftspolitik festgehalten worden. Gewisse reise gehen fyftematisch darauf aus, den Dollar auf einen Stand von mindestens 30 000 zu bringen. 50 Milliarden in fremden Werten angelegt sind, während die Papiermarteinlagen bloß 27,64 Mil liarden betrugen. Der Reichsbant tann der Borwurf nicht erspart bleiben, daß sie nicht einen scharfen Eingriff durch die Kredit beschränkung namentlich auch in bezug auf die Beleihung von DeDisen vorgenommen hat. Die jetzige Aktion kann nur dann Erfolg haben, wenn mit sehr scharfen Maßnahmen eingegriffen wird. Dafür, daß Industrie und Handel mit ihren Preisen weit über den Dollarftand hinausgegangen find, gibt es keine andere Erklärung als die gerügt hat. Ich hoffe, daß das noch erfolgen wird, sobald dem Ich stelle zunächst fest, daß der Präsident die unerhörte Beleidi Präsidenten das offizielle Stenogramm vorliegt. Der Abg. Schlange gung, die der Abg. Schlange dem Minister entgegenschleuderte, nicht hat die Berfonalpolitit des Ministers Severing auf das fchärffte angegriffen. In der Zeit vor dem November 1918 murde der ganze Beamtenapparat von der alten fonferrüdsichtslose Ausbeutung der Konjunktur durch die Profitwut. pativen Partei beherrscht. Heute liegen die Dinge anders. Die großen Industriekonzerne bestimmen einfach die Preise, die sie gestellt worden sind; die von ihm angeführten wenigen Fälle hat Herr Schlange hat nicht beweisen können, daß unfähige Beamte anhaben wellen und richten sich nicht im geringsten nach Marktverhält der Minister schon im Hauptausschuß widerlegt. In der alten Zeit niffen und Inderziffern. Die Stahlpreise z. B. sind weit über wurde fein Landrat, fein Regierungspräsident, faum ein Oberdie Entwertung der Mart hinausgegangen. Und da behauptet man, präsident ernannt, der nicht fonservativ gewesen wäre. Besonders daß man fonfurrenzfähig gegenüber dem Auslande bleiben will! Die Landratsstellen waren im alten Staate in der Mehrzahl in den Anfang des Jahres sind die Roheisenpreise in Deutschland niedriger Händen junger politischer Streber als furze Durchgangsgewefen als in England. Wo sind die Riesengewinne ge- ftationen zu höheren Berwaltungsposten. Herr Schlange follte das blieben, die man mit den reuen Preisen gemacht hat? Heute, wo Nähere darüber in Bismards Gedanken und Erinnedie deutschen Preise höher stehen, schreit man sofort, man müsse rungen nachlesen. Subventionen haben, un fonkurrenzfähig bleiben zu können. Die Bertrauensverhältnis zur gesamten Bevölkerung gebracht Die Schuhpolizet als Ganzes muß immer mehr in ein deutsche verarbeitende Industrie ist es, die nicht fonkurrenzfähig ist. werden, darüber hinaus muß die Republif in ihr eine zuverläffige wenn diese Preise bestehen bleiben. Aber gerade diese Industrie ist Schutzwehr befizen. Das Verhältnis zwischen den Polizeioffizieren viel zu abhängig von den mächtigen Wirtschaftsgruppen, um oppo- und den Polizeimannschaften darf sich nicht auf Kadavergehorsam, nieren zu fönnen. Im Berhältnis zu den Preisen ist die Ausfuhr sondern muß sich auf Achtung und gegenseitiges Bertrauen aufabgabe viel zu gering. Gerade die großen Wirtschaftsgruppen haben bauen. Nur dann haben wir eine Polizei, die eines freien Bolles feinen Anspruch auf die Beseitigung der Ausfuhrabgabe. Es ist würdig ist. Dem Verhalten der Schupo im Ruhrgebiet gebührt alle durchaus falsch, daß di: Lühne höher gestiegen sind als die Preise. Anerkennung. Ganz planine werden die Preise in die Höhe getrieben, so daß 3. B. mehr und mehr ein bloßes Geschäft geworden ist, rufen mir nicht Angesichts der heutigen Zustände in unserem Theaterwesen, das auf der Leipziger Messe eine ungeheure Ungleichheit in den Preisen nach der Polizei, wollen wir nicht die Zenfur scharf machen, sondern für die gleichen Artikel bestand. enn gegen diese Preis mir appellieren an das Publikum. Wenn die Pressefreiheit zur treiberei nicht mit aller Energie eingeschritten Pressefrechheit wird, dann, aber auch nur dann ist eine Berechtigung wird. ift an eine Gentung der Lebenshaltung zu Zeitungsverboten gegeben. Diese sind stets ein zweischneidiges überhaupt nicht zu denken.( Lebh. Beifall bei den S03.) Schwert. Das Verbot und die Auflösung der Deutschpöllischen Sonnabend: Bersammlungsschutzgesetz. Die Wirtschaftsdebatte wird am Montag fortgesetzt. Heute, Freiheitspartei waren berechtigt. Der Minister hat hier in der Rolle des Arztes gehandelt, der einen total vergifteten Rörper nicht da. durch zu heilen versucht, daß er ihm Glied für Glied amputiert, sondern dadurch, daß er den vergifteten Rörper radikal mit Begengift durchtränkt. Für die große Maffe der Bevölkerung Deutschlands gibt es fein Zurüd mehr, nicht zur Monarchie, nicht zum alten Militärftaat. Der Gefchäftsordnungsausschuß des Reichstags be. fchäftigte sich am Freitag mit den Maßnahmen der Berliner Polizei Es wäre verhängnisvoll, wenn die Regierung diefem Drängen nach D. Graefe behauptete, daß durch die Schließung einzelner Räume gegen bie Deutschvölkische Freiheitspartei. Der Abg. geben würde. Die Folgen wären neue Preissteigerungen des Reichsbureaus seiner Partei die Tätigkeit der drei deutschAuf dem Gebiet der Befämpfung des Buchers wird jegt größere und neue Lohnforderungen. Mit der Fortsetzung der völkischen Abgeordneten auf das schwerste beeinträchtigt worden set. Energie entfaltet, ich verweise auf die fliegenden Marktgerichte. Stüzungsaktion sind wir durchaus einverstanden. Bei den be- Abg. Brodauf( Dem.) berichtete über den bekannten Tatbestand, Immerhin fassen alle solche Notbehelfe das Uebel nicht an der ſtehenden Verhältnissen wächst die Front des Proletariats ständig. der zu der Schließung der Bureauräume führte und erflärte, daß Wurzel. Was wir brauchen, hat gestern Dr. Herz im Reichstage Zu den Lohnarbeitern freten die Rentenbezieher, die Angehörigen der es nicht Aufgabe des Geschäftsordnungsausschusses sei, die Rechts dargelegt. Der neue fatastrophale Marksturz ist bloß aus fapitalistifrein Berufe und andere. Vor dem Krieg gab es 18,5 Millionen frage zu beantworten, ob Preußen berechtigt war, auf preußischen Profitinteresse entstanden. Eine allgemeine Explosion fann Lohnarbeiter und 1,5 Millionen Angestellte. Jeht kann man die schem Gebiet eine Reichsstelle der Deutschvölkischen Freiheits- nur vermieden werden durch die von uns verlangte attive Zahl derer, die sozial nivelliert sind, auf 27,7 Millionen annehmen. Berliner Polizeipräsidenten die persönliche Freiheit und die Auslandspolitik. Dann werden wir zur Ruhe und zum partei zu schließen. Die Frage aber, ob durch die Maßnahmen des Währungs-, Finanz, Wirtschafts-, Sozial- und Der Gegensatz zwischen Arm und Reich hat sich zu- Möglichkeit zur Ausübung des Abgeordnetenberufes eingeschränkt Frieden kommen nach außen und nach innen.( Lebhafter Beifall sehends verschärft. Dabei sehen wir, wie eine fleine Schicht groß werden sei, müsse verneint werden. Abg. Dr. Kahl( D. Bp.) bei den Sozialdemokraten.) fapitalistischer Unternehmer, die auch großen politischen Einfluß hat, unterstüßte den deutschvölkischen Antrag auf Aufhebung der Be ganz nach ihrem Gefallen die Preise diftieren. Wir kommen aus schlagnahme Genosse Dittmann wies an hand des Gesetzes zum der Zerrüttung der Mark nicht heraus, wenn wir nicht der Speku- Schutze der Republik die Berechtigung des Borgehens der preußilation energisch zu Leibe gehen. Aus volkswirtschaftlichen nicht fchen Regierung nach. Graf eft arp forderte ein Einschreiten des aus politischen Gründen- hat meine Partei schon lange Maßnahmen Reichstages gegen das Vorgehen der Polizei, während Abg. Bell gegen die Spekulation gefordert. Hätte man damals unsere Bor-( Bentrum) betonte, daß die Polizei nicht nur berechtigt, sondern auch schläge beachtet, dann wäre dem deutschen Volke unendlich viel schließen. Der Antrag der Deutschvölkischen wurde gegen die Stim Derpflichtet gewesen sei, die Räume der verbotenen Partei zu Elend erspart geblieben.( Sehr wahr! bei den Soz.) Wegen der men der Deutschnationalen und der Deutschen Bolts. Denisenverordnung hatten sich die Banten und die Börsen verschworen partei abgelehnt. Der Geschäftsordnungsausschuß des Reichs. und gejagt: 1 uf keinen Fall darf dieser Kerl tages hat somit die Maßnahmen der Berliner Polizei als berechtigt ( Schmidt) Wirtschaftsminister bleiben." Die Herren anerkannt. Krach im Landtag. Bräsident Leinert eröffnet die Sigung nach 12% Uhr. Bunächst werben die noch ausstehenden Abstimmungen über die zum Haus halt des Ministeriums für Bolts wohlfahrt vorliegenden Ent. fchließungsanträge vorgenommen. Die Anträge des Hauptausschusses gelangen fast durchweg mit großer Mehrheit zur Annahme. Zur Annahme gelangt der Ausschußantrag, bas Staatsminifterium zu ersuchen, daß durch eine schärfere Aufsicht, insbesondere durch Heranziehung von Bauarbeitern zu Bautontrolleuren, jo schwere Unglüdsfälle, wie sie fich fürzlich bei dem Mosse- Bau ereignet haben, möglichst vermieden werden. Angenommen wird ferner ein Antrag der Demokraten betr. Förderung der Wanderungen Jugendlicher und Errichtung möglichst vieler Jugendherbergen in staatlichen Gebäuden. Severing, dieser sozialdemokratische Minister, will die Arbeiter schaft in Suhl provozieren, damit ein großes Blutbad gerichtet werden kann. Sie werden sich nicht provozieren lassen! tarischer hundertschaften. Nur die Bildung proletarischer Mülheim beweist aufs neue die Notwendigkeit prole Hundertschaften kann Deutschland vor den Imperialisten und Fascisten retten.( Lachen rechts.) Bizepräsident Dr. Porjch erflärt: Er halle nach Einsicht in das Stenogramm die Kritik des Abg. Schlange für zu weitgehend und bedauere lebhaft, daß sie ausgesprochen worden sei, und besonders, daß sie unter den gegenwärtigen Zeitumständen getan worden sei. Er müsse aber nach der Redefreiheit, die jedem Abgeordneten zustehe, ihm das Recht zur Kritik zuerkennen. mendigkeit einer Einheitsfront gesprechen. Ich hätte Abg. Coenari( 3.): Der Abg. Schlange hat soviel von der Not gewünscht, daß er diese seine Mahnung zunächst selbst einmal befolgt hätte. Zwischen seinen Handlungen und seinen Ausführungen besteht ein großer Mißflang. Die Einheitsfront iſt dadurch aufs äußerste gestört worden.( Lebh. Zustimmung fints und in der Mitte.) Die Rede des Abg. Schlange hat dem franzöfifchen Propagandatienff einen ausgezeichneten Dienst erwiesen.( Widerspruch rechts, stürmische Zustimmung links und in der Mitte.) Er wird sich diese Gelegenheit nicht entgehen laffen. Der deutschen Sache ist hier vielleicht ein nie wieder gutzumachender Fehler zuMinisters Ausstellungen zu machen. Man darf aber jetzt nicht den gefügt morden Auch wir haben an der Personalpolitik des Kampf gegen das neue Beamtentum führen, da in dem Abwehrtampf neues und altes Beamtentum gleichmäßig seine volle Pflicht Die Große Anfrage der Deutschnationalen begründet getan hat. Die Fühlung zwischen Preußen und Reich müsse so geschichtlichen Stunde, die über Leben und Sterben unseres Boltes an Einheitlichkeit. Etwa 17 Refforts sind mit den Dingen am Rhein Abg. Schlange( Dnat. Vp.): Wir stehen heute in einer welt- fein, wie es in dem gemeinsamen Abwehrfampf nötig ift, es fehlt entscheidet. In diefer Stunde brauchen wir die Busammenfassung befeht!( hört, hört!) aller derjenigen Kräfte, die gewillt sind, zusammen mit der Reichs- In der Frage der Reparationen müssen wir bis zum Aeußersten Tegierung für das Leben des deutschen Bolkes den Abwehrkampf gehen; zu führen. Kann der Minister angefichts der Notwendigkeit dieser Ein( Sehr wahr! im Sentrum und finks.) Wir verlangen in der Bes die Besitzenden müssen äußerste Opfer bringen. Ueber einen Antrag der Sozialbemotraten auf Bor bem Schlagwort:„ Der Feind steht rechts!" Abg. v. Rardorff links; der Minister muß mit Energie dafür sorgen, daß wir nicht heitsfront es verantworten, ben Stampf noch heute zu führen unter ämpfung des Radikalismus Barität nach rechts und legung eines Ausführungsgesetzes zur Kleingartenordnung, hat im Ausschuß mit unserer Zustimmung erflärt, für die Be monach möglichst alle Familien auf dem Lande 1 bis 2 Morgen jebung der Stellen müßte maßgebend sein Fähigkeit und Charakter. in den Bürgerkrieg hineinkommen. Land für ihren Haushalt follen bewirtschaften fönnen, wird in der Personalpolitit des Ministers des Innern fehen wir aber, namentlich abgestimmt; das Ergebnis ist die Ablehnung mit daß aus politischen Gründen viele bewährte Beamte ent 170 gegen 121 Stimmen. Angenommen wird dagegen der 3en fernt und ersetzt werden durch Leute, die weder Fähigkeit noch Chatumsantrag auf Vorlegung eines Ausführungsgefeges rafter besigen. Es ist doch wirklich weit gefommen, wenn ein zum§ 8 der Kleingarten- und Kleinpachtland. Deutscher nicht einmal mehr völkische Gedanten äußern darf. Man gewinnt immer mehr den Eindruck, daß die Personal= politit im Ministerium des Innern nicht nach fachlichen Gesichtspunkten behandelt, sondern nach parteipolitischen Gesichtspunkten verhandelt wird.( Debh. Zustimmung rechts.) ordnung. nationalen über das Verbot der Deutschoölkischen Freiheitspartei 9 Um 26 Uhr wird darauf die Weiterberatung auf Sonnabend 11 Uhr pertagt. Jugendveranstaltungen. Heute, Sonnabend, den 21. April: Mittelschule, Donauftr. 120. Anfang 7 Uhr. Alle Genossen müssen erscheinen. Werbebezirk Neukölln: Werbebezirksmitgliederversammlung in der Aula der Morgen, Sonntag, den 22. April: Sempelhof: Jugendfeier im Jugendheim Germaniaftr. 6( Rinderhort), Anfang 8 Uhr; bestehend aus Gefang, Rezitationen, Mufit, Ansprache u. a. m. erbebezirk Reutöln: Alle Genoffen, die sich an der Maifeier der Partei be teiligen, treffen sich am Sonntag um 23 Uhr Bahnhof Kaiser- Friedrich- Straße. Fricbenau: Wanderung nach Werder- Colpinsee. Treffpuntt 6 Uhr RingLandsberger Biertel: Führung durch Alt- Berlin. Treffpunt 8 Uhr bahnhof Friebenau- Wilmersdorf. Karlshorst: Wanderung. Treffpunkt 7 Uhr Landsberger Allee( Normaluhr). Der Ortsausschuß für Jugendpflege im Bezirk Prenzlauer Berg veranstaltet Das Haus tritt ein in die zweite Beratung des Haushaltes des Minifteriums des Innern. Mit der Beratung verbunden wird die fommunistische Interpellation über das Verbot der Roten Fahne", die Selbst diese Republik, deren Normalzustand der Angst Belegung von Suhl mit Schubpolizei, die Zeitungsverbote in ustand vor ihren eigenen Bürgern geworden ist, Hannover. brauchte nicht gerettet zu werden vor unverantwortlichen Despe Ferner wird verbunden die Interpellation der Deutsch.rabos, die nicht einmal vor den Staatsgerichtshof, fontern in eine Raltwafferheilanstalt gehören. Wir und die deutsch- Bahnhof. Döllischen Kreise find weder gewissenlos noch toticht genug, in diesem Augenblick der höchsten Spannung für die Nation fowie über das Verbot des Saalschutes bei Bersammlungen. einen Streit zu entfachen über die Staatsform. Weil man sich von in der folgenden Woche eine Jugendpflege- Woche. Eröffnung am Sonntag Abg. Scholem( Komm.) begründet die Anfrage über das Ber- tiefem Staat nicht ausreichend geschüßt, weil man sich nachmittag 4 Uhr im Enzeum, Greifswalder Str. 25. Eintritt 100 m. bot der Roten Fahne". In dem Moment, so führt er aus, da die schuhlos dem politischen Rowdytum ausgeliefert deutsche Regierung sich anschickt, sich mit dem franzöfifchen Kapita- fieht( lärmende Zustimmungsrufe b. d. Sozialdemokraten). Ich Vorträge, Vereine und Versammlungen. lismus zu verbünden, fam das Verbot: Man wollte die von der weiß ja, wie verhaßt Ihnen( zu den Sozialdemokraten) die Bölkischen Roten Fahne" aufgebedten Schweinereien nicht mehr haben. Die find.( Abg. Heilmann( Soz.): Ebenso wie Ihnen auf Ihrem Partei " Rote Fahne" hat zuerst die dunklen Pläne der fascistischen tag!). Die pölfische Bewegung entspringt dem gefunden Sinn des Mörder ans Tageslicht gebracht. Die Fascisten aber sehen ihr deutschen Boltes, das sich am 18. November für politisch reif erklärt ganzes Bertrauen auf die Cuno- Regierung. Da man die Ver- hat. Wir protestieren auf das entschiedenste gegen das unerhörte ständigung noch nicht so weit fertig hatte, wurde das Verbot wieder Berbot der Deutschvölkischen Freiheitspartel und verlangen feine aufgehoben. Wenn die wirklichen Verhandlungen beginnen, wird Beseitigung. Wenn der Minister auch nur einen Funken von Demoman neue alberne Verbotsgründe austüfteln. Herr Severing hat fratie und Gerechtigkeitsgefühl in sich hätte, dann dürfte er nicht so als reaktionärer Polizeiminister nach Suhl Schupo gelegt, weil die mit zweierlei Maß messen. Er geht aber nur gegen rechts vor und Mehrheit der Arbeiter dort dem Kommunismus anhängt. Herr die kommunistischen Kinder des Herrn Severing gehen vollkommen Berlin, Achtung, Kriegsopfer! Am 23. April, abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshaus, fämtlicher Funktionäre ist unbedingt erforderlich. Tagesordnung: Bericht vom Engelufer, allgemeine Funktionärfonferenz- des Internationalen Bundes der Kriegsopfer, Gau Berlin- Brandenburg. Erscheinen Bundestag. Neuwahl der Bundesleitung. Gauangelegenheiten. Berlin- Nieberschönhausen, Bismardfir. 11( Mula) Montag, den 28. d. M., abends 7 Uhr, in Bifentlicher Bersammlung Bastor Genosse France. torben auf ben 5 Partettlegelbahnen in den Bharusfälen, Müllerstr. 142, eine Freier Regler- Bund, E. B. Bom 22.- 29. April veranstaltet ber Bezirk erbe- Reglerwoche. Der Ueberschuß und die Preise werden zum Bau einer eigenen Regelsport widmen wollen, finb beralih eingeladen. Regel und Sporthalle verwandt. Sportfegler, befonders Genossen, die sich dem Bollskirche und bie religiösen Sozialisten". Zu diesem Thema spricht in Wirtschaft Abbau der Holzpreise? Auf die einzelnen Industrien Tommen babei folgende Beträge fpetufativen Charakter des Holzfaufes unflare unb unburdyfichtige Bersorgungs- und Marktverhältnisse preistreibend wirken tönnen in Goldrubeln: und müssen, liegt auf der Hand. Infolgedessen ist die dringendste Forderung, die im Interesse Das Holz steht in Deutschland seit Jahr und Tag außerordent. der Gesamtwirtschaft zu erheben ist, daß der Holzmarkt durch. Ach hoch im Preise. Während des ganzen verflossenen Jahres lichtig gemacht wird, daß wir eine Brei sftatistik für das fbanden die Rundholzpreife weit über dem Rohstoffinder. Rundholz erhalten, bei der neben den Preisen auch die Umsätze, dem Inder der Inlandwaren und auch dem Gesamiinder des die zu den Preisen geführt haben, angegeben werden und daß diese Statistischen Reichsamtes, und in den letten Monaten des Jahres Preisstatistik durch eine Probuftionsstatistit ergänzt wird. erreichte das Holz gar das mehrfache der Inderziffern. Im De. Diese darf natürlich nicht nach einigen Jahren als eine schägungszember betrugen die Rundholzpreise in den preußischen Staatsforsten werte Bereicherung der forstwirtschaftlichen Literatur herauskommen, rund bas 5000fache des Friedens, während der Rohstoffinder 2000 fondern fo zeitig erscheinen müßte, daß fie für die Interessenten eine und der Gesamtindeg 1475 und der Inder der Inlandwaren gar wichtige Informationsquelle wird. Schließlich brauchte man damur 1283 war. Mit Recht schreien daher alle Holzverarbeiter über neben noch eine einheitlich aufgezogene Statistit der Bretter. biefe Preisgestaltung, ohne freilich bisher auch nur das Allergeringfte Preise für ein paar bedeutende Märkte. erreicht zu haben. Tegtilindustrie Borgeschossen 3 389 095 Restschuld 3419 185 Brennstoffindustrie Nahrungsmittelindustrie 19 825 424 3 220 185 Getilgt 48 492 52 087 41 692 19 076 302 Bergbau Metallindustrie Elektroindustrie Silikatindustrie Lederindustrie Papierindustrie Chemische Industrie Uebrige Industrien. 2834 086 17 180 311 1772 830 632 15 774 3 240 685 2886 519 17 196 709 1772 880 548 823 537 822 807 500 307 500 328 849 328 849 1 147 541 1 147 541 5 011 695 5 011 695 Freigabe der Ausfuhr von Seefischen. Nachdem, bie Jslands. fänge der deutschen Hochseefischerei wieder mit reichlicheren Er trägen eingesetzt haben, ist nach einer amtlichen Mitteilung, wie in den vorangegangenen Jahren, die Ausfuhr von Seeftimen Klipps und Stodfifche sowie zubereitete Fiiche ohne Ausfuhrbewilli freigegeben worden. Es lönnen von jest ab Salzwasserfische, Klipp- und Stocfifche sowie zubereitete Fische ohne Ausfuhrbewilli gung ausgeführt werden. Alle mit deutschen Kohlen bebunterten Fischdampfer sind verpflichtet, ihre Fänge nach deutschen häfen zu bringen. Ferner hat die deutsche Hochseefischerei fich verpflichtet, in enger Fühlungnahme mit dem Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft auch aus den mit ausländischen Koblen gemachten Fängen in erster Linie den Bedarf an Konsumfischen im Inlande zu befriedigen. " Die Beschaffung dieses Materials dürfte nicht allzu fchwierig Der Preisrüdgang, den die Intervention der Reichsbant auf sein, da Forstverwaltungen und Waldbesitzerverbände es für ihre bem Devisenmarkte zur Folge hatte, hat auch die Holzpreise etwas eigenen Zwede bereits fammeln. Es handelt sich also nicht darum, gesenkt, ohne daß jedoch den Wünschen der Industrie schon Genüge einen großen Apparat neu aufzuziehen, sondern es gilt nur, die getan ift. Bei der Wichtigkeit des Holzes für den Bergbau( Gruben- Arbeiten, die bereits gemacht werden, einheitlich zu organi Holz), die Presse( Papierholz), das Bauwesen und die große holz- fieren und der Gesamtheit muhbar zu machen, statt einzelnen nerarbeitende Industrie, sowie schließlich die Reparationsleistungen, Interessentengruppen. Zur Vervollständigung des Bildes wäre es die ja eines Tages wieder auf der Bildfläche erscheinen werden, ist dann wohl noch weiter nötig, daß die Geschäftsgebarung des HolzDiese Ueberteuerung nicht Preistreiberei bei einem beliebigen Roh. handels und der Sägewerte auf Grund des Auskunftpflichtgefeßes ftoff, gegen die fich die Beteiligten zur Wehr sehen müssen, sondern durch die Treuhänder des Reichswirtschaftsministeriums etwas eine Angelegenheit der gesamten Boffswirtschaft. näher nachgeprüft wird. Da das Ernährungsministerium, das Erzlieferungsverträge der Ruhrhütten mit Kanada. Wie die Run ist es das Charakteristikum des Holzmarktes, daß auf ihm alles merkwürdigerweise für Angelegenheiten der Holzgewinnung, Holz- Deutsche Bergwertszeitung berichtet, haben bereits zu Anfang des undurchsichtig ist. Wir haben teine Probuftionsstatistit; bie einfuhr und des Holzhandels federführend ist, diese Angelegenheit Monats Januar Verhandlungen zwischen den rheinisch- westfälischen einen flagen über künstliche Zurüdhaltung beim Holzschlag, die bisher sehr start unter dem Gesichtspunkt der Holzproduzenten be- Süttenwerfen und der kanabischen Wabana Erzgesellschaft wegen anderen reden von gesteigertem Holzschlag. Wir haben feine zu- handelt hat, ist von ihm irgendwelche Initiative in dieser Richtung Abschluffes eines neuen Eralieferungsvertrages stattSammenfassende Preisstatistit, und wir fennen auch den Bedarf nur nicht zu erwarten. Es wäre daher Aufgabe des Reichswirt gefunden. Es ist ein Vertrag auf Lieferung größerer Mengen teilweise. Infolgedeffen stellt alles Material, das in die Breffe fchaftsministeriums, im Interesse der allgemeinen Wirt- abana- Erze für die diesjährige Verschiffungsperiode zustande gefommen. Db dieser Abschluß zur Ausführung gelangen kann, tommt, nur Bruchstücke dar, und der Druck der öffentlichen Meinung schaftspolitik hier einzugreifen und mit Hilfe seines Treuhandapparats steht einstweilen mit Rücksicht auf das Vorgehen der Franzosen fehlt aus Mangel flarer, fich dem allgemeinen Bewußtsein ein- und des Statistischen Reichsamtes für eine Durchfichtigmachung des noch dahin. prägender Gesamttatsachen. Die Beschäftigung mit dem Holzmarti Marttes Sorge zu tragen. auft im allgemeinen auf ein Geschrei über den staatlichen Holzwucher hinaus, das ergebnislos bleiben muß, weil die Finanzen faft aller deutschen Länder fo start auf die Erträgniffe zugeschnitten find, daß niemand, der hier Berantwortung zu tragen hat, geneigt ist, die Breife abzubauen, und das um so weniger, als die Gefahr besteht, daß der Vorteil den 3 wischen händlern zugute fommt und nicht zu einer größeren Beschäftigung ber Industrie führt. Benn nun auch gesagt wird, daß die deutsche Holzbede nicht aus. Devisenkurse. Unferer geftrigen amtlichen Sturstafel ist noc nachzutragen: 1 finnnische Mart 698.25 Geld, 701,75 Brief; 1 ja Die Berschuldung ber russischen Industrie. panischer en 12 269,25 Geld, 12 318,75 Brief; 1 franzöflicher Frant 1680,78 Gelb, 1689,22 Brief; 1 brasilianischer Milreis 2668,31 Geld, Neber die im Jahre 1922 von der Staatsbant an die ruiftice 2687,69 Brief; 1 Schweizer Frant 4588,50 Geld. 4611,50 Brief; Staatsindustrie geleisteten Borschüsse, ihre Tilgung und die zum 1 spanische Befeta 8885,28 Gelb, 8904,74 Brief; 100 öfterr. Kronen 1. Januar bestehende Westschuld der Industrie werden jest amtliche 35,78 Geld, 85,95 Brief; 1 tschechische Krone 758,10 Geld, 761,90 Biffern veröffentlicht, welche zeigen, daß diefe Form der Krebite Brief; 1 ungarische Strone 4,98 Geld, 5,02 Brief; 1 bulgarische wesentlich einer staatlichen Unterſtügung der Staatsindustrie gleichewa 191,52 Gelb, 192,48 Brief; 1 jugoslawischer Dinar 255,85 Geld, 256,64 Brief. Die Gesamtfumme der vom Voltalommiffariat für Finanzen etwa 54 Bfennig. durch die Staatsbank an die Industrie im Jahre 1922 geleisteten Borschüsse betrug bis zum 1. Januar 1923 54 999 244 Goldtommt. reicht, daß wir aus dem Ausland einführen müssen und infolgebessen das teuerste Holz, das wir noch brauchen, das gesamte Preisniveau des Holzes bestimmt, so steht doch auf der anderen Seite fest, daß der Holzeinkauf, da Holz ein Rohstoff mit längerer Ber. arbeitungsdauer ist und die Einbeckung in bestimmten Jahreszeiten wurden von der Industrie 567089 Gold rubel; der Gesamtzu erfolgen pflegt, in startem Maße eine Balutafpetulation betrag der Restschuld zum 1. Januar 1923 beträgt 54 853 775 darstellt. Daß bei diesem burch die Verhältnisse erzwungenen Goldrubel. Quieta mit 4. Bonnen Kaffee BTS Nur in den bekannten Paketen niemals lose, gibt es überall 214 Quieta= mit feinem Bohnenkaffee. Die Firma Feele Breffe, Berlagsbuchhandlung und Deuderei, Ge1 polnische Mart fosteste im freien Verkehr rubel; die zinjen beliefen fich auf 421 620 Goldrubel; getilgt Unreines Bluf Theater, Lichtspiele usw. Opernhaus Gastsp. d. KammerVolksbühne 72 Uhr: 000 säng. Tauber. 7% U Weh' dem, der lugt Bohème Schauspielhaus Lessing- Th. Zum ersten Male: Heute u. morgen 7 7 Uhr: Königin Christine SCALA Deutscher Metallarbeiter- Verband 3 Uhr. Internat. Varieté Sonnt. 30z halb. Preis.d voll.Prop. John Gabriel Berkmann Montag 14 Uhr Der Blaue Vogel Theater i. d. KöniggrätzerStr. Bürger Schippel Goltzstraße 9 Nollendorf 1613 Alabendlich und 6592 bis 6595. Funktionärsikung und dessen Folge- Erscheinungen wie HaniJucken. Furankel, Gesich spicikel werden beseitigt d. Anwendung einer Frühjahrskur mit Dr. Hoffbaners ges gesdi. Arsen- Licithin- Pilien. Leicht bekömmlich! Blutbildend! Ausführliche Literatur gratis. Elefanten- Apotheke, Berlin SW. Leipzi er sir. 14( Dönhoffplatz) Zentrum 7192 Barba Leihhaus Friedrichstraße 2( Sallesches Berfer und deutsche Teppiche lauft Tor) verkauft elegante Serrenanzüge, höchftzahlend Reichle, Reutöün, Raiser Copercoats, Schlüpfer, Gummimäntel, Friedrich- Straße 5. Tel. Neukölln 9123. Verwaltungsstelle Berlin N 54, Linienstraße 83/85. Sofen, Sportpelae, Gehpelze, Rasen- Bianos, Flügel tauft zu höchften Geschäftszeit vorm. 9Uhr bis nachm.4 Uhr. faden, Gealmäntel, Kreuzfüchfe, Grau- Tagespreisen Bianomagazin. Telephon: Amt Norden 833 bis 836 fühle, Blaufüchse, Wölfe zu enorm billi roffaplatz 2, Rollendorf 5397. gen Breisen. Keine Lombardware. Schallplatten, Stüd bis 1000,-, Rilo Somefpunmäntel Wagen- und Karosseriearbeiter unter$ 5000 2000 Blattentausch, zahlt Befeloh 18 000, 45 Cover Friedrichstraße 9. Modellmäntel 35 000, Seute, Sonnabend, 21. April, nach- coatmäntel, Säde tauft Solzkamm, Reukölln, mittags 2 Uhr, im Verbandshaufe 58 500,-, Modelltoftüme 65 000,-, reinwollene Rammgar fleider 25 000der Holzarbeiter, Rungestraße 30: Raiser- Friedrich- Straße 42. Riefenauswahl, Berkstatt. Altmann. Felleinlanf. Suche dringend Schaf Sofenthaler Straße 44( Safefchermarkt). wolle, Roßhaare, Ridel bis 5000.-, Safer fämtlicher Betriebsräte und Belzhaus Warschauerstraße 7. Ge- 4000.- Mark. Boldenbergerstraße 2, Vertrauensleute aller Berufe legenheitstäufe. Riefenauswahl. Spoft awei Minuten vom Bahnhof Beißensee Alegander 1857. in den Wagen und Karofferie. preife. fabriken. Silberwolf, felten schön, prachtvoller NON- Zinnschmelze lauft Lötzinn, Ge Tagesordnung: 1. Bericht von der Graufudis, Kreuzfuchs, außerdem ele- fchirrainn Weichblei und fämtliche MeBerhandlung Deut. Künstler- Th. bor dem Demobil- ganter Sealmantel, Sportpels billig ver- talle. Andreasstraße 49. SU.: Kreislers Deut. Künstler- Th Goldmann, AlexandrinenU. Allabendlich 7 machungskommiffar. 2. Distusfion. Läuflich. ftraße 44 II, Ede Rommandantenstr. Raufe alle Arten Gäde, Badleinwand, Eckfenster Der Fürst von Gem. Programm: Sonntag, den 22. April vormittags Rähgarn. 8iller. Swinemünderstraße 7. Beihhaus Rofenthalertor, Linien- Sumboldt 489. zusammengest aus 912 Uhr, in Boeters Festfälen ftraße 203-204, Ede Rosenthalerstraße, Komödienhaus d. 1. Nummern d. 1. Weberstraße 17: verkauft Anzüge 45 000.-, Sommer- Silberschmelze Christionat, Räpenider 2. u. 3. Programms Bahngebisse, Platinabfälle, 51 000.- Rreusfüchfe 17 000.-, Alasta. tauft aller Kollegen der Schmiedebranche füdle, Wölfe. Alle Waren Sälfte herab. Schmuckfachen, Glühftrumpfafche. Qued filber, fämtliche Metalle. Große Volksoper Die deutsche Süd- aus der Metallindustrie, aus den gefekt. Reine Lombardware. Berliner Th. im Theat. d.Westens mark( Bilder aus d. Karosserie, Brauerei.Fuhrwerts- Teilzahlung. Garderoben für Herren: Bahngebiffe, Bahn bis 5000.- 1 Blatin 6: Tristan u. Isolde schönen A pengebie- und Innungsbetrieben. Anzüge, Schlüpfer, Baletots, Hofen, bruch, Goldfachen, Silberfachen! StanSg. 21, U. b. kl Pr. len Steiermarks und Tagesordnung: 1 Branchenangelegen- Burfchenanzüge, Einfegnungsangülge. niolpapier! Quecksilber! Glühftrumpf Raub d. Sabinerinn. Kärntens). KI Saal heiten 2, Bericht vom Ruhrgebiet. Für Damen: Roftime, Mäntel, Rleider, afche bis 20 000.- 1 8inn! Binngeschirr! Intimes Theater 8 U: Staatengründg. Referent: Rollege Handke. 3. Ber Gummimäntel. Serabgefeste Preise. tauft Edelmetall- Eintaufsbureau, Weber fchiedenes. Günftige Bedingungen. Grebler, Weinstraße 31( auf Sausnummer achten!). Ohne Mitgliedsbuch fein Zutritt. bergsweg 4, Rosenthaler Blak. Fahrradankauf, höchftzahlend. Git Es ist Pflicht aller Kollegen, zu erscheinen. Anzüge 45 000.-, Gummimäntel fchinerstraße 78. 146 20 Die Ortsverwaltung. 60 000.-, Kreuzfülchfe 16 000.- PelzNeuware. waren, Hosen spottbillig. Allgemeine Ortskrankenkaffe eihhaus, Reinidendorferstraße Varieté- Spielplan! für Adlershof u. Umgegend( Nettelbedplay). 7.30: Madame Pappenheim U. Deutsch Opernhaus Pompadour D. Fledermaus 7.30 U.: Mädi Uhi: URANIA Theater 8 Uhr: RESIDENZ- TH. Heute 7 U. z. 1. Male 8 Unr: Kleptomanie im Tierreich. Teil: Die Entlassung Zahnzieh. m Musik Die Biene. E Stück Geschichte Lustspielhaus VOR Emil Ludwig. 8 U.: Bobby, sag' Trianon- Th. die Wahrhelt 8 Uhr: feufchaft mit beschränkter Haftung Wiederverkäufer!! Professor Bernhardi mit dem Sige in Erfurt ist durch BeIchluß der Gesellschafter- Bersammlung vom 5. April 1923 aufgelöst. Clquidatoren Reemtsma- Zigaret ten fowie andere find Buchdrucker und Geschäftsführer& Marten weit unter Uhr Kleines Theater Schröder, Erfurt, Adalbertstraße 19. Tagespreis und Geſchäfts ührer H. Bimberg, Erfurt, Koenigsberger, Das stärkere Band Leopoldstraße 11. Forderungen find an diefe einzureichen. 185/11 Kochstraße 33. Zu Ehren des sechzigsten Geburtstages GERHART HAUPTMANNS erschien in vornehmer Ausstattung und mit einem noch unveröffentlichten Tiefdruckbild des Diehlers: KONRAD HENISCH Gerhart Hauptmann und dns Wolf deutsche Das aus unmittelbaren Erlebnissen quellende Buch bringt viel Neues, bisher Unbekanntes über den Menschen und Dichier. Es offenbart in ihrer Kraft und Schönheit Hauptmanns unvergängliche Werke und seigt den bahnbrechenden Genius in seinem Einfluß auf den mächtigen Umgestaltungswillen des Volkes Preis- Grundzahl geb. M. 3.50 BUCH HANDLUNG VORWÄRTS BERLIN SW 68, LINDENSTR. 2 Metropol- Theater der Frauen 7: Die Schönste Vorverkauf ununterbrochen. Neues Operett.- Th D. neue Gilbert Katja, die Tänzerin Teelle, Sandrock, Raiser- Titz mit Margit Suchy, Nordheim, Beckersachs Paulsen, Beckmann, Walhalla- Th. Gross, Mamelok 7.45 Uhr: Die Liebe St. 3: Die kleine Sünderin geht um m. Harald Paulsen, Dora, Lautner, Zernitz Josefine Dora Neues Th. am Zoo Theater des Osters Letzte Aufführungen 7: ( Rose- Theater) Dorine u. der Zufall Kaiserplatz 3 1. Neues Velkstheater 73 Uhr: Central- Theater Tägl. 8 Uhr Försterchristel Komische Oper T Große Revue Europa spricht davon! üb.2 0 Mitwirk Mister Jackson mit engl. Girls Else Balzer Bruno Kastner Arnold Riek Kutzner, Flink u. a Darstelle U. Rater Lampe Renaissance- Th. 8 Uhr: Kampf der Geschlechter Gastsp. Em. Reicher Schiller- Th. Charl. 8 U. Kapitän Brosemanns Opfer Thalia- Theater 71 Uhr: Ein Jahr ohne Liebe WINT PORTEN Rauchen gestattet! Branchenversammlung Schlüpfer 65 000.-, Gummimäntel ftraße 20a( gegenüber Manteuffelstraße), Bekanntmachung Bu einer am Montag, den 30. April. Relchshallen- Th nachm 5 he, im Restaurant früher Allabendi.72 Uhr. Bafchin in Adlershof, Gedanstr. 3/4, Sonntag sachm. 30.itattfindenden halbe Preise Stettin. Ordentlichen Ausschuß- Sigung Sänger labe ich hiermit die Bertreter der ArbeitDonhoft- geber und der Arbeitnehmer ein. Tagesordnung: Brett'l Annahme der Rechnung des Borfahres Anf.71 U. 2. Sonstige Kaffenangelegenheiten. Adlershof, den 19. April 1923. Der Raffenvorstand Mar Anappe, Borsigender Theater a. Kottb, Tor Abends 72 Uhr und Sonntag nadim. 3 Uhr: EliteSänger Verkäufe 11/12 B 1428 Feldstecher, feldgraue 08, Brismen 105 gläfer, fauft Saller, Eichendorffitraße ficbzehn( Stettiner Bahnhof). Briefmarken- Sammlungen, Einzel marten. Reftbestände, gesammelte Tagespoft, tauft höchftzahlend Bohr, Beffelitraße 20. Garten:: Laube:: Balkon Drahtgeflechte billigft. Anoth, Grüner eg 11. Möbel Boschzündkerzen, alte und neue, fauft zu Höchstpreifen Seidler, Gartenplag 5. Werkzeuge u.Maschinen Zündkerzen, Glühbirnen kauft Rösler, Teilzahlung. Schlafzimmer, Speise, Serrenzimmer, farbige Rüchen, Einzelmöbel, Riefenauswahl, bei fleinster An- Friedrichsgracht 5-6. und Abzahlung, bis 25 Prozent Rabatt, tostenlose Lagerung, verkauft Möbel. Kugellager, Magnete, Bergafer, Rünb Cohn, Große Frankfurter Straße 58 fergen tauft höchftzahlend Bilz, Rei ( 5 Minuten vom Aleganderplag), Bad- nickendorferstraße 93. Sof parterre. ftraße 47-48( 5 Minuten vom Bahnhof Rugellager tauft höchftzahlend ElbinGesundbrunnen). gerstraße 9( Ringbahnhof Landsberger Gelegenheit. Kleiderschrank 25 800.-, allee). Bertiko 21 400.- Umbaue, Büfett Trumeaus, 89 500.Schreibtisch Teppiche, herrliche Perfermuster, Di77 500.-, Baschtoiletten 18 000.-, Flurwandeden. Brüden billige Gelegenheit. garderoben, Speifezimmer, große Aus Neukölln, Raifer- friebrich wah! in Unterricht U a. SSCSSOTS Fl.Herwochen Reichte, Einzelstücken, Plüschlofa Seinrich Maurers Brivat- Buschneideftraße 5 III. 181/ 17* 39 500.- Rüde 41 300.-, Chaiselongue fchule, Alexanderplat, Eingang Rönigs Monatsanzüge, Sommerpaletots au 44 800.-, Bettstellen verkauft Gottlieb, graben. Fernfprecher Rönigftadt 339. nitraße 25/26, früher Muladftraße. nen. ftaunend billigen Preisen. Nab, Gor- Rügenerstraße 13, Bahnhof GefundbrunBersand auch nach außerhalb. Ausbau der Kinderfürsorge Th. a. Nollendortpl. durch die Gemeinde 73 Uhr: Die schon.Rivalin von Stg. 3: Königin der Straße Dr. Selma Schöfer Wallner- Theater Uhr: Der kühne Schwimmer Auweck Eine notwendige Schrift für Bebras, Stores, Bettbeden, Tisch und vergütung. Kredit- Rath. Künstler- Gardinen, Ra- Lieferung frei Saus. Bei Kauf Fahrt. Verschiedenes Chaiselonguedecken, große Auswahl, Möbel- Lechner, Brunnenstraße 7. offe- Spezialist für Wohnungsnotrecht( RäuSchlafzimmer, Speifezimmer, mung, Beschlagnahme, Zwangsvertrag), aparte Muster, bequeme Teilzahlung. riert Elfäffer Straße 44, 1, Oranienburger Tor. Serrenzimmer, Rlubgarnituren, Rüchen Gerichtstraße 31( Nettelbedplag). Sprech Rinderwagen, Klappsportwagen, Rin- usm. Große Auswahl. Besuch lohnend. Stunden 4-6. berdrahtbetistellen, Rinderstühle, neue Auf Bunfch Rahlungserleichterung. 132 000 Ratfuchende! Bereinigung ber und gebrauchte, perkauft Schwarzmann, Metallbetten 30 000.- Chaifelongues Rechtsfreunde: nur Friedrichstraße 127. Rottbuserdamm 93. 40 000.- Batentmatraten, Bolfierauf. Anerkannte Brozekabteilung. 9-7. Gelegenheitstäufe: Bettwäsche fertige Tagen, Rinderbrahtbett. Meide. Auguft. hörden und Aus- Betten fpottbillig. Sandtücher, Damen- ftraße 82s, Quergebäude schüsse, Lehrer wäsche. Riefenauswahl. Teppiche, Gar. Batentmatragen 48 000.-, Casino- Theater and Erzieher, wie binen, Brüden, Diwanbeden. Bettbeden, matragen, Chaiselongues, Metallbetten. Aufleg tur noch bis inkl.27.April. 8 U. überhaupt für alle. Sifchbeden. Breissicherung durch An- Balter, Stargarderstraße achtzehn. zahlung. Auszahlungsfrist 1 Monat die sich in der Lam blauen Kakadu Wohlfahrtspflege ohne Breiserhöhung. Reine Sombard. dmirals- Varieté betätigen. Preis- Grundzahl Mk. 0,15 Buchhandlung Vorwärts 800 April- Programm Berlin SW, Lindenstr.3 wie immer- erstklassig Rennen zu Karlshorst Marken and andere ware. plag 58a. Wäschehof, Leihhaus, Mori Speifeaimmern. Ginaelmöbeln. neu und Bekleidung Benig getragene Sadettanzüge, Sommerpaletots. Staunend billige Breife. Kleiderhalle Grüner Weg 2. Möbelhaus Rehfelb. Babftraße 84. in Schlafzimmern, Gelegenheitsfäufe e und Rüche 16 Teile gebraucht. Stube Spottbillig. Romplette Rüchen don 95 000.- 9tur folange Borrat. Musikinstrumente Bianos preiswert. Klaviermacher Versuch macht nag! Leihhaus Brun- Lint. Brunnenstraße 85. nenstraße 5 Firma ten! Täglic Zigaretten e Berkauf maßmäßig hergestellter Kaufgesuche Anzüge. Baletots, Schlüpfer, Cutawans, Sonnabend, den 21. April, bei Ad. Nagel Sofen. Riefen- Auswahl. Riefen- Auswahl. Belzwaren: nachm. 3 Uhr. Hermannplag 6 Arbeitsmarkt Stellenangebote Blusenarbeiterinnen außer dem Hause nur mit Borlage Cinden Altmann& Tauber fee 35 „ Vorwärts'- Austrägerinnen werden sofort eingestellt Behpelze, Sportpelje tonfurtenlos bil Felleinkauf, höchftzahlend, Dizdfen. Berlin, Wilhelmshavener Str. 48. Morig 5888 lig! Reine Lombardware. Braße 82, Saben, gegenüber Sentralhalle. Tempelhof, Raiser- Wilhelm- St. 18