Nr.193 40.Jahrgang Ausgabe A nr. 96 Bezugspreis: File den Monat April 5800 92. Doraus zahlbar. Unter Rreuzband für Deutschland, Danzig, Gaar und Memelgebiet sowie Defterreich und Luxemburg 7800 M., für das übrige Ausland 9800 M. Boftbezugspreis reibleiben d. Poftbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Eftland, Finnland, Frant reich, Holland, Lettland, Luxemburg, Defterreich, Schweden, Schwei Tichechoslowatei und Ungarn. Der ,, Borwärts" mit ber Gonntags. beilage ,, Bolt und Reit". ber Unter haltungsbeilage..Heimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Rleingarten erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Abreffe: Sozialbemotrat Berlin Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 180 Mark Anzeigenprete: Die einspaltige Nonpareillezcile Eoftet 1200. Reklamezeile 6000 Wt. Kleine Anzeigen" das fettgebrudte Wort 375 M.( zulässig zwei fettgebrudte Worte), jebes weitere Wort 200 M. Stellengesuche das erste Wort 200 M., jedes weitere Wort 150 M. 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Rasche Regelung des Wiederaufbaues der zerstörten Gebiete. französische Regierung gegen eine 3iffer, die der deutschen 2. Eine Friedensgarantie in Form eines Battes, dessen Leistungsfähigkeit angepaßt sei, sofort einen Entrüstungsfeld- Durchführung der Kontrolle des Völkerbundes zu unterstellen wäre, zug organisieren und Verhandlungen ablehnen würde. Dem ber ein Angriffsverbot enthalte und ferner eine Ent miti. ist entgegenzuhalten, daß, soweit man sieht, diese französische tarisierung einer breiten Zone auf beiden Seiten der Grenze Taftit einem Vorschlag gegenüber, der überhaupt feine Zahl vorfehe. nennt, noch leichter angewandt werden kann. Ein abschließendes Urteil wird freilich erst möglich sein, wenn der Borschlag vorliegt. Bis dahin bleibt es das Geheimnis der Regierung, wie ein Vorschlag ohne Ziffer gestaltet werden fann, um zug fräftiger zu sein als einer mit zahlenmäßigem Angebot. Bon Wilhelm Sollmann- Köln, Neulich hat Genosse David im Reichstage für die Sozialdemokratie erklärt: Mit einem Frankreich, das mur Am gestrigen Mittwoch trat der Reichsausschuß der Handlungen habe hinreißen lassen, die die internationale Lage diplos iedergutmachung will, fönnen wir uns verständideutschen Industria im Reichstag zur Beratung der Repa- matisch, finanziell und wirtschaftlich komplizierten und die die Er- gen; mit einem Frankreich, das uns die Rheinlande zu rationsfrage zusammen. Die Sigung war durch die am Diens- füllung der berechtigten Reparation sansprüche Frant- nehmen trachtet, nie." Breitscheids jüngste Rede atmete tag erfolgte Besprechung des Reichskanzlers mit der Industrie reichs hinauszögen. Der Generalrat stellt fest, daß die denselben Geift. Man fann die feit Wochen lebhaft erörterte veranlaßt. Sie galt insbesondere der Garantiefrage, erste Folge der Ruhrbesetzung in Meinungsverschiedenheiten mit und auch von Curzon aufgeworfene Sicherungsfrage in der anscheinend auch die Reichsregierung für ihr neues Ange- Frankreichs Alliierten, in einer ungeheuren Erhöhung der militä- eine ähnliche Wendung fleiden:„ Mit einem Frankreich, das bot an die Reparationstommiffion besondere Bedeutung bei rischen Ausgaben und einer Ausdehnung der militärischen Dienst- einen neuen deutsch- französischen Krieg verhindern will, werlegt. Sobald die Vorberatungen des Kabinetts über die Aus- zeit, ganz zu schweigen von der Verteuerung der Lebenshaltung den wir uns gern einigen, mit einem Frankreich aber, das arbeitung eines Angebots beendet und die Wirtschaftskreise sowie von einem Knappwerten der Brennstoffe, sich jetzt bereits die Sicherung" nur als eine Rulisse für seine Absichten auf fich über die Form der von ihnen zu leistenden Garantien zeigten. Der Generalrat richtet die Aufforderung an die Regierung, die strategische Grenze am Rheine aufrichten will, niemals!" schlüssig sind, wird der Reichskanzler eine Besprechung mit den Es ist in der Welt, auch in Deutschland, viel zu wenig Parteiführern haben. vernünffigen Borschlägen Gehör zu geben, bekannt, daß der Friedensvertrag bedeutende und zwar einwenn direkte oder durch Vermittlung der Alliierten Frankreich feitig zugunsten Frankreichs a m Rhein veranlaßte Vorschläge eingehen, sie zu prüfen. Diese Vorschläge durchgeführte Sicherungen enthält. Die Deutsche müßten sich auf drei Ziele erstrecken: Republik ist nicht nur durch die Begrenzung der Reichswehr auf 100 000 Mann und die, militärisch betrachtet, ganz unzulängliche Bewaffnung und Ausrüstung der Truppe zu kriegerischen Unternehmungen untauglich gemacht, sondern hat auch ihre westlichen Gebiete für jeden deutschen Aufmarsch unbrauchbar, für jeden fremden Einfall schuklos machen müssen. Die deutsche Entmilitarisierung des linten Rheinufers und einer Zone von 50 Kilometern auf der rechten RheinDer erste Teil der Entschließung bis zu der Stelle, wo die Re- feite ist vollkommen. Unsere Festungswerte sind gesprengt. gierung aufgefordert wird, sich zu Verhandlungen bereit. Ein Kranz von Ruinen aus Betonblöcken legt sich um die zuhalten, wurde mit 15 gegen 14 Stimmen, der Reft mit 26 einstigen Hochburgen des deutschen Militarismus. Jegliches gegen 3 Stimmen angenommen. Militär deutsches natürlich ist aus diesem Gebiete verschwunden. Reinerlei Rüftungen deutsche selbstverParis, 25. April.( WTB.) Der Generalrat von Gre- ständlich sind dort möglich. Nichts von militärischen Einnoble, der über den Antrag verhandelte, die Haltung der Regie- richtungen deutschen wohlgemerkt ist mehr vorhanrung in der Ruhrfrage zu billigen, fonnte erst nach langer Aus- den. Jede Vorbereitung einer Mobilmachung- einer de u tsprache eine Einigung auf die einfache Tagesordnung erzielen. Es fchen meinen wir ist ausgeschloffen. Auf den Gedanken, wird erklärt, die Abstimmung schließe das Bertrauen für die Re- daß zur Entmilitarisierung auch die Zurückziehung gierung in sich. Die Resolution wurde aber nur mit 17 gegen der fremden Truppen doch wohl notwendig wäre, 16 Stimmen bei sieben Stimmenthaltungen an- tommen leider nur Deutsche, internationale Sozialiste, da genommen. Indes sei schon jetzt gesagt: das Aussehen eines Borschlags, mag er von dieser oder jener Seite tommen, tann niemals ein Grund fein, den Eintritt in Verhandlungen abzulehnen. Je größer die Differenzen sind, desto notwendiger ist eben der Versuch, fie auf dem Wege der Berständigung wegzuräumen. Die deutsche Sozialdemokratie muß es sich vorbehalten, das tattische Vor: gehen der deutschen Regierung fritisch zu würdigen. Aber auf alle Fälle würde eine Regierung, die überhaupt keine Verhandlungsbereitschaft zeigte, härter zu verurteilen fein als eine andere, deren Vorschläge mit mehr oder weniger Recht als ungeschickt oder unvollständig bezeichnet werden könnten. Die deutsche Regierung fann jetzt vor dem eigenen Bolt und vor der ganzen Welt die Verantwortung für alles Weitere Herrn Poincaré zuschieben. Möge fie es tun! 3. Revision der Friedensverträge. Festhalten am passiven Widerstand! und dort auf dem Erdball, etliche Wahrheitsfreunde und Gerechtigkeitsschwärmer. Der Stand der Sicherungspartie ist einstweilen so: Deutschland 100 000 Mann Söldner gegen Ein Aufruf der Bergarbeiterverbände. drei Biertel Millionen französisches stehendes Heer; DeutschDortmund, 25. April.( WTB.) Die vier Bergarbeiter riesigen Arsenalen zu bewaffnende Franzosen; Deutschland land ohne Reserven gegen mehrere Millionen täglich aus verbände erlassen einen Aufruf, in dem es heißt: In großem ohne Rüstungsindustrie gegen noch immer mit Hochdruck arUmfange werden von den Franzosen und Belgiern Zechen befeht, beitende zahlreiche französische Waffenfabriken; Deutschland um ben gelagerten Rots abzutransportieren. Kom- ohne nennenswerte Kriegsflotte gegen die französische zweitmunisten, Unionisten und Syndikalisten versuchen, ihre General- stärkste Flottenmacht der Welt; Deutschland ohne Luftflotte Was die englische Regierung erwartet. streifparole zu verwirklichen, indem sie in Belegschafts- gegen die unerreichten französischen Rüstungen zur Luft; Condon, 25. April.( WIB.) Das Parlamentsmitglied Lam- persammlungen und in ihrer Breffe verlangen, daß, wenn auf einer Deutschlands Grenze unbewehrt, Frankreichs Grenze mit mobert( Arbeiterpartei) fragte im Unterhaus den Premierminifter, ob Seche die Koks- und Kohlenhalden abgesperrt find, die Belegschaften bernsten Festungswerten gepanzert; Deutschlands Westgebiete irgendein verantwortliches Angebot, annehmbare Kriegs- in den Streit treten müßten, da unter Bajonetten nicht gearbeitet von fremden Militärmächten besetzt und sein Land von Konreparationen zahlen zu wollen, von der deutschen Regierung gemacht werden dürfe. Die Absicht dieser Parteien ist eine andere. Ste trollfommissionen übersät, Frankreich frei und Herr über sich; worden sei und wenn ja, welche Summe angeboten worden sei wollen den paffiven Abwehrtampf zu einem attinen Deutschland isoliert gegen ein Frankreich, das mit anderen und welches die Summe sei, die die britische Regierung als machen. Die Vorgänge in Mülheim und Essen beweifen es. Der gewaltigen Militärmächten im Bunde steht. innerhalb der Leistungsfähigkeit Deutschlands liegend ansehe. Abwehrkampf war bisher nur beshalb so erfolgreich, weil er mit Ein Bertreter der Regierung erwiterte, ber Premierminister sei einsehen. Unter Bajonetten soll und wird nicht gearbeitet werden. ja sorgenvollen Mienen. Wenn es flug ist, gibt der Schwächere Ruhe und Besonnenheit geführt wurde. Er ist verloren die Staatsmänner der Welt erörtern den Fall mit ernsthaften, Immerhin: Frankreich fühlt sich von uns bedroht, und fich feines Angebotes bewußt, das nicht bereits veröffentlicht worden fet, und sehe feinen 3wed in der Erwägung, ob Angebote, die im die übrigen Bechenanlagen von Militär fret find, fann von einem banten bereit jein, die Sicherungsfrage mit nun die Kohlen und Kokslager abgesperrt, aber nach. Wir müssen ehrlich ohne alle Hinterge März und April 1921 gemacht wurden, zu der Zeit, als fie gemacht arbeiten unter Bajonetten teine Rede sein. Ausschlaggebend bei Frankreich und seinen Berbündeten zu er wurden, angemessen waren. Sie feien zwei Jahre alt und Bedingungen unterworfen gewesen, z. B. Oberschlesien, bie jest nicht erfüllt jeber Maßnahme muß sein, nupt oder schadet sie dem Gegner werden fönnten. Der deutsche Plan vom Dezember 1922 und ble der ber eigenen Sache? Ein Generalstreit oder gewalttätiges Bor Antwort darauf, daß er als befriedigend angesehen werden fönne, sehen mußt aber nur dem französischen Imperialismus und Milita. fei veröffentlicht worden.(?) Was den dritten Teil der Frage betreffe, zurüd, folgt nach wie vor den Weisungen der Bergarbeiterorganirismus. Weist das Anfinnen der Kommunisten und Syndikalisten so sei die Summe, die im Januar als innerhalb der deutschen fationen! Zahlungsfähigkeit liegend angesehen wurde, 2500 millionen Pfund gewefen. Ob darauf folgende Ereignisse diefe Summe per mindert hätten, fei eine Frage, die der Premierminister gründlich durch Sachverständige würde geprüft fehen wollen, bevor er zu irgendeinem Schlusse fäme. Benn Die Vorfälle von Katernberg. Katernberg, 25. April.( Eca.) Heute morgen versuchten Arbeitslose, die aus Stoppenberg und Effen stammten, erneut in Raternberg einzubringen. Die Bürgerschaft trat den Eindringlingen entschloffen entgegen. Es gelang ihr, die rebellifchen Elemente zurüd zu brängen. Bieber fam es zu einer tollen Schießerei. Hierbei wurde ein Arbeitsloser von seinen eigenen Leuten erfchoffen. Brtern. Curzon hat nach dem Bericht seiner Rede in der Times", eindeutiger als in den beutschen Zeitungsberichten nur zur Sicherung Frankreichs, gesprochen. Man zu lesen war, Don Blänen zur Sicherung Frankreichs, und wird verstehen müssen, daß die rheinische Bevölkerung, die nun seit 4 Jahren beinahe und seit über 3 Monaten vollständig recht und schußlos einer fremden Militärherrschaft preisgegeben ist, unter voller Würdigung der Sicherungsanprüche Frankreichs auch Sicherheiten für ihre Zukunft verlangt. Die Rheinländer müssen freudig begrüßen, wenn Die Rede Lord Curzons im Oberhause am 20. April liegt nun, 3wischen Frankreich und Deutschland ein gegenseitiger Sichewie WIB. meldet, im englischen Text vor. Danach ist eine bis. rungsvertrag nach dem Vorbilde von Schweden und Norher dunkel erscheinende Stelle richtig wie folgt zu übersehen: wegen aus dem Jahre 1905 geschlossen würde: entmilitari,, Die Erfahrung des legten Krieges habe gezeigt, daß ein Neu sierte breite Grenzzone auf dem Gebiete beider Länder, Effen, 25. April.( Eca.) Heute morgen erschien eine Ab- Verbot von Garnisonen, Festungswerten, Waffenlagern und traler feineswegs ein Statist( lay- figure") sei. Ein Neutraler ordnung der Arbeitslosen, die die Tumulte in Ratern- Waffenfabriken, Uebungs- und Flugplägen, Manövern, Stützsei in jedem Augenblick in der Lage, ein Handelnder zu werberg hervorgerufen haben, bei der Stadtverwaltung und forderte punkten, jeglichen Vorbereitungen zu einer Mobilmachung, den und zwar ein sehr nüglicher." die Freilassung der verhafteten Aufrührer. Die Abordnung wurde Benugung der Eisenbahnen zu militärischen Transporten. abgewiesen. Diese unserthalben, wenn es möglich ist, noch zu verschärfenden und zu sichernden Berbote auf beiden Seiten der Stimmen aus der Provinz gegen Poincaré. Gen. Dr. Köfter, der neue deutsche Gesandte in Riga, hat von Grenze. Als Ergänzung vielleicht in beiden Ländern eine lettischen Deutichen und Sozialdemokraten die Verfassungsbestimmung, die einen Krieg zwischen Frankreich Paris, 25. April.( WTB.) Der Generalrat des DeparMitteilung e.halten, daß sie eine Lettlandhilfe für die Kinder und Deutschland von einer Boltsabstimmung abhängig macht. tements Haute- Bienne hat eine gegen die Ruhr- bes Rubrgebiets organisieren. Sie wollen möglichst vielen Die Ueberwachung und schiedsrichterliche Auslegung eines politik der Regierung gerichtete Resolution angenommen. unterernährten deutschen Kindern der beießten Gebiete die Mög- solchen Gegenseitigkeitsvertrages würde bei einigem guten Bor der Abstimmung entfernte fich der anwesende Präfeft. libfeit eines fräftigenden See und Landaufenthaltes Willen feine Schwierigkeiten machen. Die Entschließung geht davon aus, daß das sichere wirtschaft. während mehrerer Sommerwochen in Lettland ermöglichen. liche Gedeihen Frankreichs nur durch eine auf den endgültigen Unser Mißtrauen beginnt aber sofort, wenn einseitige Bonar Law gefundet. Bonar Law soll von seiner Kehlkopf Sicherungen zum Schuhe Frankreichs ausgedacht werden Frieden und die vollkommene brüstung gerichtete frankheit vollständig geheilt sein; er werde in den nächsten Tagen sollen. Der Plan eines Rheinstaates ist nach den VersichePolitik zu erzielen fei. Sie bedauert, daß die Regierung fich zu im Parlament das Wort ergreifen. rungen englischer Politiker verschiedenster Richtungen in Einsicht in Frankreich. Großbritannien als eine Etappe des französischen Annexionsspieles durchschaut worden. Aber man neigt jenseits des Kanals sehr zu einer internationalen Gendarmerie auf dem linken Rheinufer und einer Kontrolle der Wieder nichts! Der nicht funktionierende Bürgerblock. 19 44 Der Dolchstoß der Schwerindustrie. Unsere Mitteilungen über den Kampf der Schwerindustrie gegen die Mart haben die bürgerliche Presse veranlaßt, von Eisenbahnen. Diese harmlos erscheinende Lösung birgt bemüht, die zweite Lesung ihres drafonischen Gesetzent- visenmarkt zu fordern. Das„ Berliner Tageblatt" teilt bei Die bürgerlichen Parteien haben sich gestern abermals der Reichsregierung Aufklärung über die Vorgänge am Defür die Rheinlande große Gefahren. Sehen wir ganz ab von den Eingriffen in deutsche Staatshoheit, in welche Lage wür- wurfs gegen die Störung von Versamm dieser Gelegenheit mit, daß ihm von ernst zu nehmender Seite den sich dann die Rheinländer, ihre Verwaltung und ihre Dr- lungen zu Ende zu bringen. Das ist ihnen auch gestern versichert worden ist, in den kritischen Tagen seien geschlossene ganisationen befinden? Die Ausübung der Staatsgewalt, die nicht gelungen. Sie haben die Verhandlungen drei Stunden Finanzgruppen für die Hebung des Dollarkurses tätig genach der Urkunde von Weimar vom deutschen Volle ausgehen lang aufgehalten, aber damit nichts anderes erzielt als eine wesen. Wir selbst haben vor wenigen Tagen mitgeteilt, daß soll, wäre ihnen dann tatsächlich genommen. Sie ständen dauernd Reihe aufgeregter Szenen; der Gesezwerdung des Entwurfs der Stinnes- Konzern als Devisenkäufer in unter dem Drucke einer fremden bewaffneten Macht, auf deren sind sie nicht um einen Schritt nähergekommen. Nach den großem Umfange aufgetreten ist. Ergänzend sei dem heute Zusammensetzung, Kommando, auf deren Tätigkeit sie ver- orgängen vom Sonnabend und vom Dienstag hätten ihre hinzugefügt, daß speziell die Herrn Stinnes nahestehende Bermutlich nicht den geringsten, sicher aber feinen nennenswerten Führer voraussehen müssen, daß von ihrem Drängen fein liner Großbant, die Berliner Handelsgesell= Einfluß hätten. Wer schüßt uns vor unberechtigten Ein- anderes Ergebnis zu erwarten war als eine Schädigung des fchaft", als Großfäufer" für Devisen auftrat. Außerordentgriffen, Machtüberschreitungen, Ausschreitungen dieser Gen- Barlamentarismus, sofern es ihnen nicht gelang, ihren An- lich zutreffend weist das„ Berliner Tageblatt" darauf hin, daß darmerie? Jede von Unverantwortlichen angezettelte oder hang in beschlußfähiger Zahl im Reichstag zu versammeln. die vielgeschmähte Devisennotverordnung die Möglichkeit gibt, von Bestochenen provozierte Zusammenrottung mit gewalti- Durch ihr ganz unverständliches Verhalten werden sie die Or- die wichtigsten Devisenkäufer namhaft zu machen und dagem Ende man denke an Mülheim a. d. Ruhr, an wirt- ganisatoren einer bürgerlichen Niederlage. bei auch zu ermitteln, ob die Devisenkäufe notwendig gewesen schaftliche und politische Kämpfe- würde zu Unterdrückungs- Selbst die Zeit", das volksparteiliche Organ, muß zu find. Es fährt fort:„ Diese Untersuchung muß fofort vorgemaßnahmen benutzt werden, auf die keine deutsche Verwal- geben, daß der Vorwurf des" Vorwärts", die bürgerlichen nommen werden, und ihre Resultate müssen schonungstung, fein deutsches Barlament einzuwirken hätte. Je de Parteien hätten sich ihrer Aufgabe nicht gewachsen gezeigt, los offengelegt werden. Erweist es sich als richtig, daß von fremde Besagung unter einem Namen wie nicht grundlos fei. Um so erstaunter muß man sein, daß sich irgendwelchen Seiten ein Dolchstoß gegen die Abwehrfront an immer bedeutet das Ende der demokratisch en die bürgerlichen Parteien darauf versteiften, am Mittwoch der Ruhr geführt worden ist, so müssen diejenigen Kreise bloßstaatsbürgerlichen Freiheiten. Und die Eisen- einen neuen Beweis ihres Bersagens zu liefern. gestellt werden, die ihn geführt haben zur Verhinderung bahnfonttolle? Der erste aus rein wirtschaftlichen Gründen Dabei gerieten sie immer mehr unter die Führung der Deutsch von Verdunkelungen und zur Abschreckung für die Zukunft. ausbrechende Streif würde von den französischen Machthabern nationalen, die ihre Taktif auf die glorreiche Idee dufbauten, Der Forderung nach einer Untersuchung können wir uns als von der preußischen Regierung angezettelt bezeichnet wer- die Sozialdemokraten würden, um nicht die Diäten eines nur anschließen, ja, wir halten sie zu einer Entgiftung der den, als ein Anfd lag gegen die Kontrolle, als ein Verfuch, Tages zu verlieren, bei namentlichen Abstimmungen im Saal politischen Atmosphäre für unbedingt notwendig. Viel versich aus militaristischen Gründen von ihr zu befreien. Ver- bleiben und damit die Beschlußfähigkeit des Hauses aufrechtsprechen kann man sich allerdings von der Untersuchung nicht, schärfung der Bestimmungen wäre die Folge. Vielleicht bliebe erhalten. So wurde der Kampf, unter Berkennung des nachdem die Reichsregierung bisher noch nicht soviel eigene uns Rheinfändern dann die Beschwerde an den Völkerbund, Gegners, auf ein Niveau der Erbärmlichkeit herabgezogen. Initiative aufgebracht hat, um aus den ihr seit mehr als in dem möglicherweise inzwischen sogar Deutschland in Gna- Als dann die Sozialdemokraten, wie selbstverständlich, bei acht Tagen bekannten Tatsachen die notwendigen den aufgenommen wäre. Wir haben das Beispiel im Saar- ihrer Tattit beharrten und durch Verlassen des Konsequenzen zu ziehen. Man schreckt offenbar vor dem Eingebiet. Die durch den Friedensvertrag völlig entrechtete Be- Saales die Beschlußunfähigkeit herbeiführten, gab es wieder fluß der Schwerindustrie zurück. Deshalb läßt sich schon jetzt völkerung hat bisher im Völkerbundrate noch nicht mit lange Gesichter. sagen: Ob Untersuchung oder nicht, fest steht, daß die Schwer einer einzigen Beschwerde durchdringen Es wäre dringend zu wünschen, daß die bürgerlichen Bar- industrie, ihr eigenes Interesse dem der Gesamtheit voran6 önnen, auch legthin nicht, als Branting den Saarsfandal teien die widerwillig angenommene Ueberlegungspause bis stellend, die Markstügung unterhöhlt hat. Um das festzuhalten, zum 3. Mai benüßten, um über die sachlichen Gründe der genügen vollkommen die Mitteilungen, die der ReichsbantpräsiOhne Zweifel gibt es in Frankreich eine Menge redlicher Sozialdemokraten gründlich nachzudenken. Diese haben gestern dent vor dem Reichsbank- Ausschuß gemacht hat. Wie auch der Verständigungsfreunde, die es mit wirklichen Sicherungen so bei einem ihrer eigenen Abänderungsanträge Ruhrkampf ausgehen mag- wir hoffen, daß er trotz der ernst nehmen wie wir. Ihnen und vor allem auch den Briten die Beschlußunfäigkeit herbeigeführt, da sie erkannten, daß die Schwerindustrie besser ausgehen wird, als sie es verdient-, müssen wir flar machen, daß ein gewaltiger Unterschied ift Mehrheit nicht in der Laune war, diesen Antrag sa chlich das deutsche Bolt wird diejenigen nicht vergessen, die durch zwischen ihren Bemühungen und den Versuchen der franzö- zu würdigen. Den bürgerlichen Parteien ist damit die Möglich eine neue Dollarhausse seine soziale Berelendung in der höchsten ischen Imperialisten, unter dem Schuhe einer ihnen feit gegeben, den Gesetzentwurf, der in seiner gegenwärtigen Not Deutschlands noch zu beschleunigen suchten! Dazu gehört gefügigen Polizeigemalt ihre Loslösungs- Ferm geradezu unsinnig ist und zu den schlimmsten Fehl- Herr Stinnes! propaganda zu betreiben und das Deutschtum urteilen Anlaß geben muß, noch einmal in aller Ruhe nachzurückzudrängen. Man mehre den Anfängen! Wie unver- zuprüfen. dächtig ist die angeblich nur auf die Sicherheit der Besatzungsruppen berechnete Tätigkeit der Rheinlandkommission in dem Anhang des Friedensvertrages umschrieben. Aber schon vor dem Ruhreinbruch hatte sie einen Hagel von Befehlen auf uns niedergehen lassen, hatte mehr und mehr in Verwaltung und Rechtsprechung eingegriffen. Heute aber übt sie eine unum schränkte Dittatur aus, und die dankenswerte Nichtbeteiligung des britischen Vertreters an den Beschlüssen hat uns vor ihren Folgen nicht schüßen fönnen. ins hellste Licht rückte. Es sind nur solche Sicherungen zu erstreben, die endlich am Rhein wieder Ruhe eintehren laffen und ein freundschaft liches Verhältnis zwischen den Rheinländern und Frankreich zurückkehren lassen, wie wir es, die so viel auch an der franzöfischen Kultur bewundern und lieben, herbeisehnen. Die Geschichte lehrt auf jedem Blatte, daß ein Bolt auf die Dauer weder äußere noch innere Knechtung erträgt. Immer wieder haben die Völker ihr Leztes und Höchftes, Krieg und Revolution gewagt, der Freiheit willen. Man fann ein wirtschaftlich und kulturell hochentwickeltes Land wie das am Rhein nicht dauernd der vollen Selbstbestimmung berauben. Geben die britischen Staatsmänner, bei denen auch auf diesem Gebiete die größte Berantwortung liegen wird, der französischen Regierung mehr nach, als uns demokratischen Rheinländern erfräglich ist, fann unmöglich einfehren, was wir ehrlich erstreben: Ruhe und Versöhnung. Ein deutsches Dichterschicksal. " Nach drei Stunden fruchtlosen Streits räumten die Bürgerlichen das Feld. Die Sigung wurde wegen Beschlußunfähigkeit gefchloffen und eine neue anberaumt. Nun hätten die Bürgerlichen in Verfolg ihrer bisherigen Tattit wieder verlangen und durchsehen müssen, daß ihr Entwurf an die erste Stelle der neuen Tagesordnung gesezt würde. Sie verzichteten aber darauf, weil sie die Nutzlosigkeit ihres Bestrebens endlich- marum nicht schon früher?- einsahen, und nun konnten der Nachtragsetat und die Erhöhung der Krantenunterstügung der Kurzarbeiter glatt erledigt werden. Die deutschnationalen Immerfestedruff- Bolitifer zeigten freilich nicht übel Luft, aus Merger über den mißlungenen Streich auch die Erledigung dieser dringenden Entwürfe zu vereiteln. Deutschvölkische Helden. Flesch als Scheckfälscher und Dieb. Der Student Frizz Werner Flesch, gegen den vor einigen Tagen wegen Betrugsversuches verhandelt wurde, wird sich demnächst auch wegen schwerer Urfundenfälschung und wegen Scheckbetruges zu verantworten haben. Fiesch wird beschuldigt, zwei größere Scheds der Braunschweigischen Landesbank in Harzburg gefälscht, bei der Bant vorgelegt und den Betrag für seine Zwecke einfassiert zu haben. Ferner soll er seinem früheren Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Erwin Feld die Sprecherlaubnis für den Mitangeflagten im Rathenau- Prozeß, Niedrig, entwendet und auf dem Formular die Namen mehrerer weiterer Angeklagten mittels Fälschung hinzugefügt haben. Mit dieser Urfunde versehen, begab Flesch sich vor und während des Prozesses Die Gründe aber für die Erregungen der letzten Tage täglich als Rechtsanwalt Feld ins Leipziger Untersuchungsgefängnis liegen vielleicht doch noch etwas tiefer als in der mangelnden und hat dort mit den Angeklagten dauernd fonferiert. Ein mertDisziplin der bürgerlichen Abgeordneten. Sie liegen auch in würdiges Licht wirft auf die Person des Flesch noch die weitere dem Mißbehagen eines Teils von ihnen über die sich im Reichs-| Beschuldigung, daß er seinem früheren Berteidiger, tag immer flarer herausbildende Parteifonstellation, in Rechtsanwalt Dr. Ahrens, bei einem Besuch in dessen Bureau eine ihrer Unlust, in einem Bürgerblock unter der Führung so be- wertvolle Attentasche entwendet habe. währter Reichsverderber wie Helfferich und Hergt gegen die Vertreter der sozialdemokratischen Arbeiterschaft zu marDer litauische Memeloberkommiffar Smetona tritt zurüd. fchieren. Dieses Mißbehagen, diese Unluft sind berechtigt, denn Er galt als Berständigungswilliger. Das hatte die litauischen was sich hier in immer schärferen Umrissen entwickelt, dient Chauvinisten im Memelgebiet auch veranlaßt, ein Mißtrauensvotum nicht zum Wohldes Reichs. gegen ihn anzunehmen. einigten Erzählungen zufammen mit seinem ersten Jünger und An-| Dachtammer mitten im lauten Berlin. Noch immer hält er sich fern hänger Johannes Schlaf verfaßt hatte. In diesen Erzählungen, die von den Kliquen. Noch immer ist er der mermüdlich Schaffende später durch andere vermehrt unter dem Titel Neue Gleise" und der resolute Streiter, der fein Bedenken trägt, auch dem veröffentlicht wurden, hatte Holz der deutschen Poesie eine neue Mächtigen und Einflußreichen das Florett in den Leit zu rennen, Form und eine neue Technit geschaffen. Ihre Grundlage bildeten wenn er die Intereffen der Kunst bedroht glaubt. Ein Idealist im eine erafte Beobachtung der Wirklichkeit und eine rücksichtslose höchsten und reinsten Sinne! Wiedergabe des Beobachteten. Alles, was den äußeren und inneren Sinnen erfaßbar war, wurde zur Erzielung einer Wirkung zufam mengeballt, die in ihrer Wucht und Eindringlichkeit kaum noch literarisch" genannt werden durfte, sondern den Eindrücken des Lebens selber nahe fam. Zahllose, bisher ungenützte Quellen dichte. rischen Schaffens waren dadurch erschlossen und im deutschen Dichterwalde sproßten nun allenthalben urwüchsige Stämme auf, die ihre Nahrung in dem Boden fanden, den Arno Holz entdeckt und bereitet hatte. Gerhart Hauptmann, Mar Halbe, Otto Erich Hartleben und viele andere ernteten die Früchte. Ins " Traumu Wird der große Dichter, der heute sein sechzigstes Lebensjahr vollendet, es noch erleben, daß ihm die allgemeine Anerkennung zuteil wird, auf die er Anspruch hat und die ihm die Nachwelt sicher zollen wird? Es wäre dringend zu wünschen. Im Interesse von Arno Holz und im Interesse des deutschen Bolkes, das sonst einen neuen Fall Heinrich von Kleist in das Buch seiner Schande eintragen mußte. John Schitowsti. Zum 60. Geburtstage von Arno Holz. In den Zeiten des tiefsten Verfalls der deutschen Poesie, in der Mitte der achtziger Jahre, erschien in einem Züricher Verlag eine Bebichtsammlung, die die wenigen, die sich damals für Lyrif intereffierten, erstaunt aufhorchen machte. Die Töne, die hier angeschlagen wurden, flangen ganz anders als man es von der Gold schnittpoesie jener Tage, der Spielmanns- und Buzzenscheibeninrik der Baumbach und Julius Wolff gewohnt war. Das war nicht die fanfte Limonade, an der sich die höheren Töchter beiderlei Geschlechts zu ergößen pflegten, das war ein starker Männertrunt, und der ihn gebraut hatte, war fein engbrüftiger Mondscheinsäusler, sondern ein ganzer Kerl, der mit beiden Beinen im Leben des All tags stand. Buch der Zeit" hieß die Gedichtsammlung und Um Arno Holz aber ward es wieder stille. Nur hie und da der Name des Boeten war Arno Holz. Die Form der Dichtun gen war nicht neu, die Mittel, mit denen Geibel, Herwegh, Freilig- hörte das große Bublifum feinen Namen, wenn für den schwere rath, Heine gewirkt hatten, wurden auch hier zur Anwendung ge. Not leidenden Dichter, der eine Zeitlang seinen Lebensunterhalt bracht. Allerdings mit einer reifen Meisterschaft und einem durch Herstellung von Kinderspielzeug fristete, eine wohltätige virtuosen Raffinement, das nichts Anfängerhaftes und nichts Epi- Sammlung veranstaltet wurde. Oder als das Drama gonenhaftes an sich hatte. Ganz neu und von einer überraschenden, über die deutschen Bühnen ging, auch ein Spielzeug für unerhörten Kühnheit aber war der geistige und stoffliche Gehalt der erwachsene Kinder, das der Dichter mit seinem Jugendfreunde Oskar Berse, in denen zum erstenmal die Poesie des modernen Großstadt Jerschte verfaßt hatte und dessen Ertrag ihn für eine Weile der Alllebens und die Tragit des Proletarierdaseins gestaltet erschien. tagsjorgen enthob. Oder als die Daphnis Lieder" er dern im grellen Schein der Wirklichkeit und mit unerbittlichem, oft Bitanterien" wegen, selbst von ostelbischen Agrariern hochgeschätzt kann dadurch noch scheußlicher gestaltet werden, daß man aus ihrem Nicht in verfärendem Lichte, nicht mit versöhnlicher Tendenz, fon- schienen, die nicht ihres fünstlerischen Wertes, wohl aber ihrer brutalem Wahrheitsmut zu Kunstwerten gestaltet, in denen das Herzblut eines Dichters tochte und aus denen der Atem eines Da brach sich eine neue Richtung in der deutschen Literatur Empörers und Rebellen den Leser glutheiß anwehte. Die literarische Bahn. Der Naturalismus wurde vom Expreffionismus Wirkung des Buches der Zeit" war gewaltig. Jeder junge deutsche abgelöst. Es gab wieder viel Lärm und Bewegung und die Geister Lyriker, der etwas auf sich hielt, sattelte flugs seinen Pegasus um erhitzten sich für und wider das revolutionäre Neue. Und als der und statt der Ritte ins alte romantische Land wurden jetzt Entdecker. erste Sturm sich gelegt hatte, stellte sich heraus, daß das Wesentfahrten in die Arbeiterviertel, Hinterhöfe und Fabriken Berlins lichste von dem, was die Neuerer anstrebten, schon vorher in Werfen unternommen. Der materielle Erfolg für den Dichter Arno Holz von Arno Holz erreicht und geleistet worden war. Daß sein lyrischez aber bestand in einem Honorar von sage und schreibe 25 Mart, die Weltbild Phantasus" und sein gewaltiges Drama Ignodas epochemachende Werf ihm einbrachte. rabimus" das fünstlerische Prinzip des Expressionismus bereits in bewußter und konfequenter Weise zur praktischen Anwendung gebracht hatten. Die Entdeckung des Rhythmus als des formalen Grundprinzips aller Dichtung war das Wert von Arno Holz gewesen, bevor die erpressionistischen Wortführer das Echlagwort proflamiert hatten. Als dieser Tatbestand vor einigen Jahren festgestellt wurde, erhob Holz energischen Proteft. Aber es hilft ihm nichts: Die Jüngsten von heute nehmen ihn für sich in Anspruch P Dann ward es still um ihn und das deutsche Volk der Dichter und Denker vergaß seinen Namen. wurden. " 12 " " H bedeuten würde. Die Entschmüdung des Reichstagsgebäudes. Ueber die Ent fernung der früheren Hoheitszeichen innerhalb und außerhalb des Reichstagsgebäudes hat sich der Ausschmückungsausschuß ein Gutachten von Kunstsachverständigen erteilen lassen. Die Gutachter Bildhauer Hugo Lederer, Stadtbaurat Ludwig Hoffmann, Reichskunstwart Redslob und Oberregierungsbaurat Groß tommen zu dem Ergebnis, daß tie Hoheitszeichen ( Kronen, Wappen, Zepter usw.) als Schmuckteile so eng mit der architektonischen Ornamentik des Gebäudes verbunden sind, daß ihre oslösung eine schwere Schädigung der künstlerischen Gesamtwirtung Das ist zweifellos richtig. Auch die geschmackloseste Ornamentit verfrüppelten Organismus einzelne Glieder herausbricht. Wie wäre es aber, wenn man mit dem ganzen überladenen Deforationsprunt refolut aufräumte, der den an sich nicht allzu schlimmen Ballothhaften Schmuckstücke" sind dem Gebäude, namentlich im Innern, bau zu einer architektonischen Karikatur verzerrt? Diese pompzum Teil ganz unorganisch auf und angeklebt, fie betonen, und heben decken, fälschen und zerstören sie. Das Gutachten der vier Sachpernicht die rein architektonische Wirkung der Räume, sondern sie ver aber man sollte einmal den Versuch machen, ftändigen in Ehren dekorativen Umgestaltung des Reichshauses ausneben dieser theoretischen Kritit praktische Entwürfe zur arbeiten zu lassen. An Architekten, Plastitern und Malern, die einer solchen Aufgabe gewachsen wären, fehlt es uns nicht. Da erhob sich, etwa ein halbes Jahrzehnt später, ein gewaltiger Sturm in der deutschen Literatenwelt und diesmal nahm auch das Publikum teil an der Bewegung und Erregung. Freie Bühne" Der Berliner Volfschor, der den Berliner Arbeitern seit vielen und„ Gerhart Hauptmann" lautete das Rampfgeschrei und Jahren die herrlichsten Schöpfungen der großen Tondichter in musterauf dem Panier, um das die Streiter sich scharten, stand das Wort haften Aufführungen vermittelt, brachte Dienstag abend in der Naturalismus". Die erste Entscheidungsschlacht ward ge- und feine letzten Dichtungen bezeugen die Tatsache, daß er, freiwillig alten Garnisonkirche Verdis Requiem" zu Gehör. Das 1874 schlagen, als an einem Sonntagmittag des Herbstes 1889 die oder unfreiwillig, der Führer zweier aufeinander folgenden Jugend- zum erstenmal aufgeführte Wert, das der üblichen Kirchenmusik sehr " Freie Bühne" im Berliner Lessingtheater Hauptmanns dra- generationen ist. wenig ähnelt, gibt der Glut seines Empfindens ergreifenden Aus= matisches Erstlingswert Bor Sonnenaufgang" auf die Bretter Der literarische Expreffionismus fämpft heute noch selber um drud. Die Solisten Herta Stolzenberg, Emma Bilmar- Hansen, brachte. Ganz Deutschland nahm an dem Ereignis teil. Die Buch die Anerkennung seiner Eristenzberechtigung. Aber auch ihm wird Baul Bauer und Professor Albert Fischer, das verstärkte Blüthner ausgabe des Dramas aber, das damals in aller Händen war, enthielt einst der Sieg zufallen, und es drängt sich die Frage auf: Werden orchester und der Chor unter Dr. Ernst 3 anders Leitung beauf der ersten Seite die Widmung:„ Dem Verfasser des Papa dann wieder die Nachfolger die Früchte ernten, die Holz gefät hat? mühten sich mit Liebe und reifem Können um die gelungene WiederHamlet, in freudiger Anerkennung der durch sein Buch emp- Bird sein Echidiel wieder dasselbe sein wie das, das dem Begrün- gabe der in der flangvolien lateinischen Sprache gesungenen Tolen= fangenen entscheidenden Anregung." Und bald erfuhr die Deffent der des Naturalismus vor einem Menschenalter zuteil ward? Ein messe, die Verdi dem Andenten des italienischen Dichters Manzoni lichkeit, daß der pseudonyme Autor des Papa Hamlet" fein deutsches Dichterschicksal von erschütternder Tragit! Noch immer widmete. Namentlich der achtstimmige Sanctus zeigte den Doppelanderer war als Arno Holz, der die drei in dem Buche ver- haust Holz in der schon von der Legende umwobenen einsamen chor auf der Höhe seines Könnens. br. forgt dafür, daß dieser Tag eine gewaltige Rüftet zum 1. Mai! Rundgebung der geſamten arbeitenden Bevölkerung wird! Handgranate gefolgt ist. bände der genannten Art sind verboten worden. Die Regierung daraufhin, daß schon nach seinem Tatbericht Eichhorn ihm mit der wird dafür sorgen, daß die Berordnung unnachsichtig gegen jeden angewandt wird, der gegen die getroffenen Bestimmungen verstößt. Deutsch- russischer Schiffstausch. Hitler als Rechtsbolschewist. Bernünftige Worte wo bleiben die Taten? München, 25. April.( WTB.) Die Bayerische Volks. parteiforrefpondenz schreibt zu dem Ergebnis der Landtagsaussprache über die nationalsozialistische Partei u. a.: Je mehr sich der revolutionäre Charafter der National- Mostau, 25. April.( DE.) Berhandlungen über die Aussozialisten herausstellt, je öfter sie mit dem Gedanken spielen, führung des Rapallo- Bertrages zwischen Botschafter Graf BrodBayern in das Unglüd eines nationalsozialistischen dorff- Rangau und Litwinow führten zu einem Bertrag Butsches zu stürzen und je mehr sich der Nationalsozialismus als über das Schicksal der während und nach dem Kriege in deutsche Rechtsbolschewismus enthüllt, desto flarer wird einem Hände oder umgekehrt übergegangenen Schiffe. einem Hände oder umgekehrt übergegangenen Schiffe. Es wurde vereinsolchen Gebaren gegenüber die Stellungnahme für eine Partei, die bart, daß die während des Krieges befchlagnahmten Schiffe in der in der Ausführung solcher Pläne das schwerste Verbrechen am baye- Hand des heutigen Eigentümers bleiben. Die Schiffe dagegen, rischen Volke und dem gesamten deutschen Vaterlande sieht. Leider die nach dem Brest- Citowster Frieden ihren Besitzer ist man sich in einem Teil der vaterländischen Berbände wechselten, sollen ausgetauscht werden, und zwar so, daß beide über diese Gefahr noch nicht im flaren. Man ist dort bisher von Länder den gleichen Schiffsraum austauschen. den äußeren Erfolgen Hitlers geblendet und überschätzt die innere Das englische Gericht hat entschieden, daß 9 seit dem Kriege in die Kraft der nationalsozialistischen Bewegung. Die falsche Beurteilung, englische Flotte eingestellte ruffische Schiffe der Ruffifchen Freiwilligen die die nationalsozialistische Bewegung in einzelnen dieser vater- Flotte zurückzuerstatten feien. Die Höhe der von der briti ländischen Verbände findet, kann eine verantwortliche Reichen Regierung zu zahlenden Entschädigungssumme für die gierung und verantwortliche Regierungspartei Benutzung der Fahrzeuge wird durch ein neues Gericht festgesetzt bei aller Sympathie für die vaterländische Bewegung nicht abhalten, werden. einen flaren Strich gegen die staatsgefährlichen Bestrebungen der Nationalsozialisten zu ziehen. So erfreulich es ist, daß man auch in den bürgerlichen Barteien Bayerns den revolutionären und staatsgefährlichen Charakter der Hitlerschen Bewegung einzusehen be ginnt, so wenig fann es befriedigen, wenn sich diese Einsicht auf Borte beschränkt. Oder soll man den Trennungsstrich der„ Derantwortlichen Regierung" und der verantwortlichen Regierungspartei" vielleicht darin erblicken, daß man den Herren Reaktionären Son derzüge zur Verfügung stellt, daß man ihnen gestattet, vor den Toren der Stadt Felddienstübungen" abzuhalten und innerhalb der Stadt Paraden abzunehmen, während man einen sozialdemo= Pratischen Abgeordneten, wie im Fall Blumtritt, der blinden Dame Justitia in die Arme treibt, weil er innerhalb der Grenzpfähle Bayerns zu sagen wagt, was man sich außerhalb Bayerns auf allen Straßen erzählt? Gegen terroristische Umtriebe. Maßnahmen in Württemberg. " Der Staat bin Jch. Rom, 25. April.( EE.) Der Große Fascistenrat nahm einstimmig einen Beschluß an, worin Mussolini bestätigt wird, daß er mit seiner Erklärung, die auf die Mitarbeit der Bolts partei perzichtet, den Auffassungen der gesamten Fascisten der Nation nicht auf parlamentarische Kompromisse einlaffen solle. partei entſpreche, nämlich daß der Fascismus sich zum Wiederaufbau Die fascistische Politik der Wiederherstellung der religiösen und moralischen Werte( z. B. Rhizimuseinzwingung den Nichtfascisten. Red.) sei völlig unabhängig von der Zustimmung oder Ablehnung der Parteien, die behaupten, das Monopol über die katholischen Gewissen des Landes zu haben. Prozeß Kuttner- Davidsohn. ( Fortsetzung aus der Abendausgabe.) In der fortgesetzten Beweisaufnahme befundet die Zeugin Frau Juergelus, daß der start betrunkene Eichhorn morgens 7 Uhr von ihr, die noch im Bette lag, unter schweren Drohungen den Hausfchlüffel verlangte; er hatte außer seinem Karabiner und mehreren Handgranaten auch zwei Weinflaschen bei sich. Zeuge Köppen, Hausbewohner vom Schiffbauerdamm 35, hat Eichhorn bei der Durchsuchung des Dachs bis auf den Boden begleitet. Schüsse fielen ob von Eichhorn abgegeben, weiß der Zeuge nicht. Eichhorn war angetrunken und hatte 1-2 Weinflaschen bei sich. Die Erschießung Eichhorns hat der Zeuge nicht granaten bei der Leiche hat der Zeuge nicht gesehen, Zustimmungsmit angesehen, sondern nur vorher einen Streit gehört. Handrufe nach der Erschießung nicht gehört. Der Zeuge meint, 14 Soldaten hätten mit Eichhorn auch anders fertig werden können Eichhorn aber zuleßt Waffen gehabt hat, weiß er nicht. Er stand etwa 6 Meter entfernt, als die zwei Schüsse fielen. об Zeugin Frau Röppen befundet, daß Eichhorn vollständig waffenlos gewesen sei, als Kuttner auf ihn schoß. Nach dem ersten Schuß habe Eichhorn gerufen:„ Dir fenn id, du bist een Spartafift. Privatfläger Kuttner weist darauf hin, daß die Zeuginnen, die im Gegensatz zu vielen anderen Zeugen vollständige Waffenlosigkeit des Eichhorn befunden, vom Fenster aus zusahen. Auf eine Frage des Verteidigers Liebknecht räumt die Zeugin als möglich ein, daß ein anderer als Eichhorn gerufen habe:„ Dir fenn id, du bist een Spartafift." Auf eine Frage von Justizrat Berthauer befundet sie, von ihrem Parterrefenster aus gesehen zu haben, wie Eichhorn sprach, als jene Worte ertönten. Zeuge Schallnat, Hausbewohner von Schiffbauerdamm 36, hat das Schießen Eichhorns gegen die Fenster des Seitenflügels und feine Entwaffnung mit angesehen. Als die Handgranate geflogen tam, suchte der Zeuge Deckung und hörte zwei Schüsse. Eichhorn war ganz außer sich und auch von mir nicht zu belehren. Er etwas in der Hand hatte, kann der Zeuge nicht befunden. Er hat wehrte fich energisch gegen die Entwaffnung. Ob Eichhorn zulcht Kuttner gesagt, daß er selbst ebenso gehandelt hätte, denn Disziplin müsse sein. regung des schwer betrunkenen Eichhorn, als Kuttner fam, und Beuge Schulz, damals bei der Patrouille. schildert die Erdessen Bedrohung mit der Handgranate unter den Worten:„ Nun fönnt ihr fommen!", worauf Kuttner ihm zuredete, er aber rief: " Du bist erkannt, du bist ein Spartatift!" Als Kuttner schoß, hielt Eichhorn die Handgranate abzugsfertig in der Hand und ging auf Kuttner los. Der erste Schuß traf in einen Arm, der zweite in die Brust. Verschiedene Soldaten hatten die Gewehre angelegt. Eichhorn follte wegen seiner Betrunkenheit mit uns zurüd, weigerte sich aber. Zeuge Lutas, ebenfalls seinerzeit im Regiment Reichstag", hat aus Berichten über den Vorfall gehört. Die Absicht Kuttners, die Kompagnieführung niederzulegen, wurde von den Ka. meraden vereitelt.( Die Gegenseite hatte behauptet, Kuttner hätte sich im Reichstag nicht mehr sehen lassen dürfen.) Der Zeuge bleibt trotz aller Anstrengungen Nübells bei seiner Aussage. Der von Davidsohn geladene Zeuge Georg Büttner war bei der 3. Kompagnie. Er tam noch vor Kuttner in das Haus und Stuttgart, 25. April.( WTB.) Im Staatsanzeiger für Württemberg" wird eine auf Grund des Artikels 48 der Verfassung des Deutschen Reiches erlassene Berordnung des Staatsministeriums betreffend die außerordentlichen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung bekanntgegeben. Zur Begründung dieser Maßnahmen wird mitgeteilt: Der Erlaß der Verordnung ist darauf zurückzuführen, daß in neuerer Zeit auch in Württemberg die Bestrebungen immer mehr zugenommen haben, die darauf ausgehen, einerseits unter Mißbrauch, andererseits unter Bedrohung der in Württemberg aufrechterhaltenen Vereins und Bersammlungsfreiheit mit Maßnahmen terroristischer Art vorzugehen. Ein solches Borgehen stört und ge Die 72 Jahre alte Frau Baranche bestätigt, daß nach dem fährdet die öffentliche Sicherheit und Ordnung aufs schwerste. Die Fenster ihrer Wohnung geschossen wurde; ob Eichhorn der Schüze Staatsregierung, die nicht dulden kann, daß unverantwortliche war, weiß fie nicht. Beugin Fräulein Ridert wohnte ebenfalls Kräfte in ihren Amtsbereich eingreifen, sah sich daher veranlaßt, den Schiffbauerdamm 35. Sie hatte Eichhorn gegen 8 Uhr morgens eingelassen durch die verschlossene Haustüre; er wollte auf den Dach üblen Auswüchsen mit besonderen Strafbestimmungen entgegenzu boden. Später hat sie Ruttner mit seiner Patrouille geöffnet. K. hat treten. Wer fünftig bewaffnet Bersammlungen besucht, wer nicht von ihr den Hausschlüssel verlangt, mit dem sie wieder schließen verbotene Bersammlungen durch Gewalt oder Drohungen verhindert wollte. Als sie sich weigerte, habe Ruttner ihr dreimal getroht, sie oder sprengt, wer insbesondere in unbefugter Weise Sturmtrupps zu erschießen. Die Zeugin sah, wie Eichhorn Gewehr und und dergleichen angehört, an ihnen teilnimmt oder zu ihrer Bildung handgranaten abgenommen wurden. Eine Granate hat Eichauffordert, hat in allen Fällen Gefängnisstrafen nicht horn selbst in den Garten geworfen; ob er noch weitere hatte, verunter einer Woche, neben denen noch auf hohe Geld mag die Zeugin nicht zu sagen. Nach Kuttners Schüffen hätten die strafe erfannt werden fann, zu gewärtigen. Die bestehenden Ber- Soldaten Bravo gerufen. Nach Auffassung der Zeugin hätte Rutt ner den Eichhorn nicht niederschießen brauchen. Leute des Hauses hätten deshalb Mörder gerufen. Bon dem Kuttner in den Mund gelegten Wort:„ Ich kenne Dich, Du bist ein Spartafift!", hat die 3eugin nichts gehört. Ein anderer Hausbemohner, der Zeuge Briefemeister, befundet gleichfalls, daß Eichhorn angetrunken war und schildert dann die Erschießung, die er aus einiger Entfernung und nicht genau mit angesehen hat. Eichhorn hatte zuvor zweimal auf das Quergebäude im Hof geschossen, die nachfommende Batrouille hatte das Gewehr Eichhorns untersucht und auf die Feststellung, daß daraus geschossen hat gesehen, wie worden war, ihm das Gewehr abgenommen. Es gelang aber Eichhorn, sich des Gewehrs wieder zu bemächtigen, ebenso auch einer der ihm abgenommenen Handgranaten und fchließlich flog eine Handgranate aus der Gruppe in den Borgarten, allerdings ohne zu erplodieren. Im selben Augenblid fielen zwei Schüsse und Eichhorn fant zufammen. = wenn die Handgranate schon entsichert war. ganze Patrouille wäre erledigt gewesen, Die Tanzwuf eine Zeitfeuche. Führende Irrenärzte der Vereinigten Staaten zeigen sich mehr und mehr besorgt über die fortschreitende Ausbreitung der in der Maste des Sports auftretenden Beuge istenmacher gehörte der Kuttnerschen Kompagnie Langirankheit, die wie eine wahre Seuche das Land heimsucht. an und schildert die Entwaffnung des Eichhorn. Nachher fei er Dr. Artur P. Boyes, der Leiter des psychiatrischen Dienstes im Ge- wieder in den Besitz einer Handgranate gekommen und hielt fie fo, fundheitsamt zu Washington, vergleicht die graffierende Tanzwut als ob er abziehen wollte. In diesem Augenblid habe Kuttner geradezu mit dem sogenannten Tarantismus oder dem St. Beitstanz, geschossen. Die jener epidemischen Volksfrankheit des Mittelalters, die im 14. Jahrhundert, zumal in Europa, wütete und die von religiösem Wahnsinn Ergriffenen zum unaufhörlichen Tanzen zwang, bis ihnen Schaum aus dem Munde quoll und sie unter Zuckungen wie tot zu Boden stürzten. Man weiß längst, daß der Biß der Tarantelſpinne, den man für die Tanzwut verantwortlich machte, damit nicht das geringste zu tun hat, daß vielmehr solche älteren Angaben auf Aberglauben und lebertreibungen zurückzuführen sind. Die Tanzfeuche, wie sie zurzeit wieder in Amerita auftritt, beruht in Wahrheit auf einer psychischen Ansteckung, die unter bestimmten Umständen den Tanzwahnsinn auslösen kann. habe eine Handgranate in der Hand gehabt, deren Transporttapfel Zeuge Mittag, jegt in Effen a. d. Ruhr, bekundet, Eichhorn bereits gelöst war. Er habe die Situation für so gefährlich gehalten, daß er und auch einige Kameraden schießen wollten. Ruttner nicht geschossen hätte, hätte ein anderer der Patrouille geWenn schossen. Mittag fannte Eichhorn aus dem Reichstag als gemalt tätig und dem Trunte ergeben. Mittag hat nach den Schüssen die Handgranate aufgehoben und mit in den Reichstag genommen. Sie war entsichert. Vor den Schüssen habe Eichhorn in Stellung gestanden, wie man beim Abziehen steht. Eine zweite gesicherte Handgranate lag ebenfalls am Boden. Eichhorn eine entsicherte Handgranate schwang, die er ihm entriß, sicherte und einsteckte. Eichhorn hatte noch eine weite Handgranate; es schien, daß er sie werfen wollte, als eben die zwei Schüsse fielen. Wären sie nicht gefallen, so hätte er die Handgranate wohl sicher geworfen. Eichhorn mar so betrunken, daß man gar nicht auf ihn einwirten konnte. Damit sind die Tat zeugen erschöpft. Der Borsitzende regt einen Bergleich an, da, soweit möglich, Klarstellung erfolgt sei. Davidsohn nahe, daß doch von Mord oder Totschlag nicht Der Vorsitzende legt gesprochen werden könne. bung" des Ergebnisses der vorigen Verhandlung anerkennt, erklärt Da Rechtsanwalt Liebknecht nur eine gewisse Verschie die Klagepartei weitere Vergleichsversuche als zwecklos. Es folgen die sogenannten„ Eindrucks zeugen". Zeuge Braune gen. Neve bekundet, daß die Meinung einmütig war, Ruttner habe in geKunstmaler, jetzt Kaufmann rechter Notwehr gehandelt und das Leben der Patrouille gerettet. Auf Kuttners Berlangen hat der Zeuge alle Leute für das Gericht vernommen, denn Kuttner wollte vermeiden, daß ihm nachgesagt werde, er hätte etwas begangen, ohne eine Untersuchung einleiten zu lassen. Auf eine Frage Kuttners erklärt der Zeuge noch, deutschnational organisiert zu sein; damals hätten aber alle deutschen Männer sich vereinigen müssen, um die Ordnung wiederherzustellen. Zeuge Lur war Zugführer im Regiment Reichstag und sagt im Sinne des Vorredners aus; von gegenteiligen Stimmen weiß er nichts. Zeuge Krause, damals stellvertretender Regiments fomman Kuttner im Interesse der Kameraden und in seinem deur des Regiments Reichstag", hat den Eindruck gehabt, daß eigenen gehandelt habe. Kuttner sei zum Schießen berechtigt geDer 3euge gibt außerdem Auskunft über die schwierigen Verhält wesen, daher habe man ihm die Führung der Kompagnie belaffen. nie im Regiment. ministerium ernannter Führer des„ Regiments Reichstag", bekundet, Zeuge General a. D. Grautoff, vom damaligen Kriegsdaß Kuttner ihn um eine Untersuchung des Falles gebeten Singsögel als Leckerbissen. Man weiß, daß alljährlich unhabe. Persönlich habe er den Eindrud gehabt, daß Kuttner aus zählige Singvögel auf ihrem Fluge nach Norden oder Süden Dem Zeugen Rieß, aus dem Hause Schiffbauerdamm 36, habe Ruttner in der Erregung vielleicht zu weit gegangen sei, fönne er dem Empfinden heraus handelte, daß er angegriffen sei. Ob ber Gie: italienischer Bogelsteller zum Opfer fallen. Diese Roheit ist in Italien uralt; schon zur römischen Kaiser nach feiner Angabe Rutiner gefagt, wenn der Mann nicht pariere, nicht bestimmt fagen. Der Bericht, der auf Grund der Ermittlungen zeit galten Singvögel als Leckerbiffen, und die Schlemmer bevor erschieße er ihn. Davor habe ihn der Zeuge gewarnt, da Eichhorn des Gerichtsoffiziers eingereicht wurde, besagte, daß Kuttner in zugten besonders die besten Sänger. Horaz erzählt, daß die Söhne Familienvater sei. Eichhorn habe sich dann wieder 2 Handgranaten Notwehr gehandelt habe. Dem Zeugen hätten in jenen Tagen eines Arrius teue: getaufte Nachtigallen Derspeist hätten, und ein perschafft, mit benen er herum fuchtelte; auch einen Karabiner viele Leute widersprechende Schilderungen des Borfalles gegeben. Freund des Cicero, der Sajauspieler Aesopus, ließ gar einmal eine habe er nochmals einem Kameraden entriffen. Eine Handgranate Als Mensch habe er den Eindruck, daß Kuttner in begreiflicher perSchüffel auftragen, deren Inhalt auf 100 000 Sestertien( etwa und den Karabiner habe Eichhorn in der Hand gehabt, als Ruttner fönlicher und in der allgemeinen Erregung reichlich weit gegangen 15 900 Goldmart) geschätzt wurde; sie war nämlich mit gebratenen schoß. Eine Handgranate habe er vorher weggeworfen, weil er den war. Zwischen dem Zeugen und den beiden Parteien entſpinnt Bögeln gefüllt, welche sich durch Gesang oder durch Sprechen aus. Starabiner haben wollte. Eichhorn war sehr aufgeregt und ange- fich eine lebhafte Auseinanderseßung über die Frage der Gefährgezeichnet hatten, und wovon jeder 6000 Seftertien( etwa 954 Gold- trunken. Der Portier hatte daher den Reichstag angerufen, man bung durch eine Handgranate. Der Zeuge erklärt, vor dem Schöffenmark) gekostet hatte. Heliogabalus, einer der infamsten Halunken, möge Eichhorn abholen, nachdem er im Hause auf ein Fenster ge- gericht habe er nur ausgesagt, daß in der alten Armee ein Komdie Roms Thron bestiegen haben, glaubte seine Gästen nichts schossen hatte. Zeuge Lange, der zur Patrouille gehörte, fand Eichhorn, zur Raison bringen fönnen als dadurch, daß er ihn erschoß, als pagnieführer, der einen betrunkenen Soldaten nicht anders hätte Wohlschmeckenderes vorseßen zu können, als die Röpfe wertvoller Bapageien. Für gut abgerichtete Böget wurden bei den Römern der den Kameraden 2 Handgranaten entriß; an einer bemühte er Rompagnieführer wohl erledigt gewesen wäre, auch bei gerichtüberhaupt enorme Preise bezahlt, was bei dem Lurus des faifer- fich, die Sicherungstapfel zu lösen. Deshalb entsicherte der Zeuge licher Freisprechung. lichen Rom leicht erklärlich ist. Plinius erzählt, daß eine weiße fein Gewehr und erklärte, er hätte geschossen, wenn Kuttner nicht Nachtigall, welche der Kaiferin Agrippina geschenkt war, 6000 geschossen hätte. Er habe sich Seftertien gekostet habe. Im allgemeinen richtete sich aber bei der in Notwehr Schätzung der Bögel das Interesse der Römer auf den Wohlge- gefühlt; er hätte den Eindruck gehabt, als ob Eichhorn ihm die erschmad, auf die Seltenheit oder auch das Auffällige in der Ab- hobene Handgranate auf den Schädel schlagen wollte; auch sei er richtung. der Meinung gewesen, daß er abziehen wollte. Da seien die zwei Schüffe gefallen. Der Zeuge war nicht der Meinung, daß der Erfchoffene ein Spartafist fei Zur Klärung, wer Eichhorn eigentlich fei, wollte man ihn mit nach dem Reichstag nehmen. Zeuge Jatoby führte die Todesliste des Regiments Reichstag", in die er Eichhorn als gefallen eintrug. Eichhorn sei ein beliebter und tüchtiger Soldat gewesen, man sei allgemein( das fagt nur dieser Zeuge! Red.) empört gewesen, daß er ums Leben gekommen wäre. Zeuge Rechtsanwalt Schwerfenz, damals stellvertretender Gerichtsoffizier, hat im Ermittlungsverfahren objektiv und unvoreingenommen die Zeugen vernommen und dabei den Eindruck gewonnen, daß eine strafbare Handlung nicht vorlag. Der Zeuge hat Notwehr angenommen; trotzdem wurden die Akten, wie immer in solchen Fällen, an die Staatsanwaltschaft übersandt. Prof. Sachs, damals Arzt im Reichstag, fann über die Ber wundungen Eichhorns nichts aussagen. Damit wird die Beweisführung geschlossen. Als Vorstand der Berliner Sezeffion für das Ausstellungsjahr 1923/24 wurden gewählt: Lobis Corinth, Eugen Spiro, G. v. Finetti, Ernst Dopler, G. W. Rößner, Martin Müller, Ernst Berd. Die Jury setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Lovis Corinth, v. Finetti, Nach einer Mittagspause wird die Beweisaufnahme fortgesetzt. Fritsch, Müller, E. Cppler, Nößner, Spiro, Scheurich, Scholz, Steinhardt, bekundet, daß Eichhorn dem Zivilisten, der ihn in total waffenBeugin Fräulein Hemm aus dem Hause Schiffbauerdamm 36 Waste, Bend. Die Euphorion Kunstausstellung, Charlottenburg, Fasanenftr. 85, lofem, betrunkenem Zustande erschoß, zwischen dem 1. und 2. Schuß veranstaltet im Mat eine Solleftiv- Ausstellung von Gemälden. Aquarellen, zugerufen habe:" Dir fenn id, du bist een Spartatifte!" Eichhorn Handzeichnungen und idustrierten Büchern von Geora Alerander habe vorher eine Handgranate in den Borgarten geworfen. Mathey, dem fünstlerischen Leiter der Abteilung für Buch- und Steine Zeuge Schmiedede, damals bei der Patrouille, ist schnell Ueber die Frage, ob Kuttner aus dem Reichsbund für Kriegsbes drud an der Staatlichen Akademie in Leipzig. hinter einen Baum gesprungen, als Eichhorn mit der Handgranate schädigte hinausgeflogen sei, lehnt das Gericht die ZeugenvernehKuttner nachlief und sie dabei entsicherte. Dann fielen die zwei mung ab, da Davidsohn das nicht mehr aufrechterhalte. Schüffe. Die anderen Soldaten hätten sich auch verfrochen. Pri- Dann wird um 6,30 Uhr die Verhandlung auf heute Donnerstag pattläger Ruttner weift gegenüber Dastblohns Berteidigern 10,30 Uhr perlagt Ueber die Frage des Rechts auf die Leibesfrucht spricht für die Gesellschaften für Geschlechtskunde und Sexualreform heute abend 7%, Uhr, im Institut Georgenstr. 36, Rechtsanwalt Bahn Eintritt 200 Gewerkschaftsbewegung Dollarpreise und Papiermarklöhne. Spanban, Anabenmittelschule, Seinrichsplay: Arbeit und Arbetter im Großbetrieb( 7 Uhr). Röpenid, Gemeindeschule, Wilhelmstraße: Kapitalismus und Sozialis. mus( 7 Uhr). Hörertarten zum Preise von 500 M.( für Kurzarbeiter zu 250 M., ufer 24-25, 2. Sof I, erhältlich. Außerdem können die Kollegen die Kurse für Arbeitslose unentgeltlich) find im Bureau der Betriebsräteschule, Engel direkt aufsuchen und den Hörerbeitrag dort an den Vertrauensmann zahlen. Nicht nur Betriebsräte, sondern alle freigewerkschaftlich organisierten Arbeiter und Angestellten können die Kurse besuchen. Freigewerkschaftliche Betriebsräteschule. veröffentlicht, in der fie, ohne auch mur irgenbreie bie in unsern Presseberichten mitgeteilten Tatsachen in Abrede zu stellen, verzweifelte Anstrengungen macht, ihren Taten einen proletarischen Charakter zu geben. In einem an die Vorstände des Deutschen Verfehrsbundes, des Maschinisten- und Heizerverbandes und des ZenAls die Regierung den Spekulanten, die frenetisch auf den Zu- tralen Bundes der Transportarbeiter Hollands gerichteten Brief sammenbruch Deutschlands im Ruhrgebiet spekulierten, in die Arme stellt sie als eine Art Verhandlungsgrundlage eine Anzahl Punkte fiel, erklärten die Unternehmer, und die Regierung tat es ihnen auf, an denen das einzig Positive die Erklärung ist, daß die Mitnach, daß von weiteren Lohnerhöhungen teine Rede sein tönne. glieder der Föderation nicht die Freiheit haben, um die Stellen Der Dollar war auf 20 000 gefunken", sollte auf diesem Stand des streifenden Rheinschiffahrtspersonals zu übernehmen oder unter ,, stabilisiert" werden, folglich dürften keine Lohnerhöhungen mehr französischem Geleit zu fahren". Der Schluß des Briefes lautet Festfälen, Neue Friedrichstr. 35, wichtige Versammlung. AfA- Funktionärkarte wie folgt: vorgenommen werden. Die Unternehmer blieben also auf ihren Sachwerten, Uebergewinnen, Devisen und Dollarpreisen figen und forderten von den Arbeitern, daß sie sich mit ihren Papiermarflöhnen begnügten. Das war die sogenannte Markstabilisierung. Heute muß man davon ja schon in der Vergangenheit sprechen. Der Dollar hat sich inzwischen auf 30 000,, ftabilisiert" und man braucht kein Prophet zu sein, um vorauszusehen, daß er sich bei der Wirtschaftspolitit der Regierung noch weiter in die Höhe ,, ftabilisieren wird. Die Papiermarklöhne der Arbeiter und Angestellten werden sich noch mehr entwerten, die aus der wachsenden Distanz zwischen Papiermark und Dollar entstehenden Uebergewinne der Unternehmer werden noch mehr steigen. Nichtsdestoweniger er flären diese die Lage noch für zu unübersichtlich", um Lohnerhöhungen, die ja längst feine mehr sind, zuzugestehen. Soweit Ausgleichszahlungen zugestanden werden, beschränten sie sich auf 5 oder 10 Proz. Diese systematische Reduzierung der Löhne, diefer mit Hilfe der Dollarpreise vorgenommene Lohnabbau hat uns bereits in eine Wirtschaftskrise hineingeführt, die ohne Beispiel ist. Die Spefulationspolitik der Unternehmer muß unweigerlich zu einem Bufammenbruche der Wirtschaft führen, wenn ihr jetzt nicht endlich eine mal Einhalt geboten wird. Der 1. Mai in den Reichsbetrieben. Die Reichsregierung hat hinsichtlich des Dienstes der Beamten, Angestellten und Arbeiter der Reichsbehörden und Reichsbetriebe qm i. Mai folgende Regelung getroffen: In den Ländern, in denen der 1. Mai als gefeßlicher Feiertag landesrechtlich anerkannt ist, ist auch in den Reichsbehörden und be trieben auf die Landesgefeßgebung Rücksicht zu nehmen. In den Ländern, in denen der 1. Mai nicht als gefeßlicher Feiertag gilt, haben Beamte, Angestellte und Arbeiter, welche zweds Teilnahme an einer Feier am 1. Mai dem Dienst oder der Arbeit fern bleiben wollen, rechtzeitig bei ihrem Dienstvorgesetzten um Befreiung vom Dienst nachzusuchen. Solchen Anträgen ist grundsäglich überall soweit zu entsprechen, als dadurch die notwendige Fortführung des Dienstbetriebes nicht in Frage gestellt wird. Bei der Entscheidung über derartige Gesuche soll nicht engherzig verfahren werden. Die hiernach beantragte und bewilligte Freizeit ist bei Beamten und Angestellten auf den Erholungsurlaub anzurechnen. Das gleiche tann auf Wunsch bei Arbeitern geschehen. Wird von Arbeitern nicht ausdrücklich um Anrechnung auf den Erholungsurlaub nachgesucht, so wird für die Dauer der Arbeitsversäumnis Lohn nicht gewährt. Von der Anrechnung auf den Erholungsurlaub oder der Lohnfürzung tann abgesehen werden, wenn die Nachholung der ver fäumten Arbeitsstunden anderweit sichergestellt ist. In Betrieben, in denen Dienstbefreiung zur Befriedigung religiöser Bedürfisse an staatlich nicht anerkannten Feiertagen ohne Anrechnung auf den Er holungsurlaub und ohne Lohntürzung gewährt wird, gilt das gleiche auch für Dienstbefreiungen am 1. Mai. Die örtlichen Sonderzuschläge der Beamten. Die in der Zeit vom 19. bis 24. April im Reichsfinanzministerium abgehaltenen Berhandlungen über die örtlichen Sonderzuschläge der Beamten führten zu einer Regelung für das alt- und neubesetzte Gebiet, die Grenzbezirke und insgesamt 14 Großstädte mit zahlreichen Vororten. Die weitergehenden Wünsche der Beamten und Gewerkschaften, die in den verschiedenen Bezirken vorhandenen Härten durch Berücksichtigung einer größeren Zahl von Orten auszugleichen, wurden von der Regierung abgelehnt. In vielen Orten gehen auch nach der neuesten Regelung die Beamten leer aus. Daß dadurch die Stimmung in der Beamtenschaft verbessert wird, fann die Regierung faum annehmen. Die von ihr bei den Berhandlungen gemachten Zugeständnisse unterliegen noch der Beschluß faffung des Reichstags, die aber erst Anfang Mai zu erwarten ist. Die Zuschläge selbst sollen rüdwirfend ab 1. März gewährt werden. Der für das besetzte Gebiet höchste Prozentjazz beträgt 624; auf Hamburg entfallen 260, auf Berlin 182 Prozent. Für die Vororte, soweit sie nicht mit den Großstädten gleichgestellt wurden, sind ent sprechende Abstufungen vorgenommen. Für das besetzte Gebiet foll außer der Erhöhung der Sonderzuschläge noch eine Erhöhung der Bejagungszulage in Betracht kommen. Eine kommunistische Streitbrecherorganisation. ( IHB.) Die kommunistische Föderation der Transportarbeiter ( Rotterdam) hat auf die Kritit an ihren Streitbrecherdiensten zu= gunsten des französisch- belgischen Militarismus und zum Schaden des kämpfenden deutschen Proletariats eine ausführliche Erklärung Die sozialdemokratische Zeitung" De Voorwaarts"( Rotterdam) schreibt darüber am 17. April folgendes: " AfA- Funktionäre Metall! Freitag abend pünktlich 7 Uhr in Haverlands und Mitgliedsbuch des Butab, DBB., 36A. legitimieren. " Aus der Partei. Maifestnummer der„ Gleichheit". Unser Borstand schlägt dem Borstand des Deutschen Verkehrsbundes, des Maschinisten- und Heizerverbandes und des Zentralen Bundes der Transportarbeiter vor, eine gemeinsame Bersammlung der Vorstände abzuhalten, um den Streif des Rheinschiffahrtspersonals zu besprechen und zu lebereinstimmung in dieser Frage zu gelangen." Die Gleichbett", die Zeitschrift der sozialdemokratischen Frauen Während durch diesen Brief die Föderation der Transport- und Mädchen, hat ihre Mainummer in erweitertem Umfang als arbeiter in den Anschein erweckt, als ob auch sie gegen den fran- Doppelnummer herausgegeben und sie dem Internationalen Kongrei zösisch- belgischen Militarismus Front machen will, wirbt ein Vor- gewidmet, der Ende Mai in Hamburg zusammentritt. Eine Reihe ftandsmitglied dieser„ revolutionären" Organisation gleichzeitig von führenden Sozialistinnen des Auslandes geben in dem leiensStreifbrecher für die Rheinschiffahrt an. werten Heft Schilderungen über die Lage der Frauenbewegung in ihren Ländern. Dr. Marion Phillips berichtet über das Berhältnis der Frauen innerhalb der Arbeiterpartei Großbritanniens, Seit einigen Wochen versucht man auch in Rotterdam Streit- ouise Saumoneau über die Bestrebungen, das Frauenbrecher anzuwerben, um im Dienst des franzsiösch- belgischen Mili wahlrecht in Frankreich einzuführen, Agnes Robman in tarismus zu fahren. Der Werber Mol wird bei dieser Tätigkeit Zürich schreibt über das Frauenstimm- und Wahlrecht in der unterstützt durch das Vorstandsmitglied der Föderation der Trans- Soweiz, Klara Kalnin über Frauenrechte in Lettland, Eva portarbeiterd Groeneveld. Allerlei verdächtige Elemente wer- Broido über die Lage der Arbeiterin in Rußland, Genoisin ben herangelotft, die jetzt arbeitslos find... und sich bereit erklärt Hanna Neige widmet einen Auffaz besonders der Hamburger hatten, in Deutschland zu fahren.... Der Versuch scheiterte aber sozialistischen Frauenbewegung, Klara Bohm Schuch schreibt an der Forderung der Arbeiter, die Streitbrecherdienste zu leisten über den Völkerfrieden, während Marie Juchacz über die Arbeit bereit waren, einen Arbeitskontraft zu erhalten. Groenevald schien der Frauen in der deutschen Partei einen Ueberblick gibt. Genicht bereit, dazu seine Zustimmung zu geben." noffin Luife Kautsky ruft interessante Mai- Erinnerungen wach, während Toni Sender über die gewerkschaftliche und politische Internationale, Gertrud Hanna über die Internationale Organifation der weiblichen Arbeitsfräfte, Luise Schröder über den Maientag der Arbeiterinnen, Eli Radie Warmuth über unsere Jugend, Toni fülfüber National- internationale Erziehung, Anna Remig über Noch immer Krieg, Mathilde Wurm über die Mai- Internationale und Lore Agnes über die Frauen in der Internationale schreiben. Badende Gedichte und Justrationen umrabmen den außergewöhnlich interessanten Inhalt diefer Sonderausgabe, die den Freundinnen unserer Frauenzeitschrift ficher hoch willkommen sein wird. Wenn die Tatsachen sich so verhalten, wie der„ Boorwaarts" sie wiedergibt, und wenn diese Arbeiterorganisation, die in einem öffentlichen Brief behauptet, gegen den französisch- belgischen Militarismus fämpfen zu wollen, gleichzeitig zugunsten eben dieses Militarismus durch ihre Vorstandsmitglieder Streitbrecher anwerben läßt, so würde gegenüber einer derartigen verräterischen Handlungsweise feine Kritik scharf genug sein. Zum Streit im Beamten- Wirtschaftsverein. Bom Deutschen Verkehrsbund wird uns geschrieben: Am Dienstag abend fanden erneute Verhandlungen mit der Geschäftsleitung und den Organisationsvertretern statt. In der Erfenntnis, daß Lebensmittel nicht dem Verderben ausgesetzt werden dürfen, erklärte sich die Streifleitung im Einverständnis mit der Organisationsleitung damit einverstanden, daß das am Montag gebadene Brot durch Streifende nach den Berkaufsstellen des BWB. gefahren wird. Die Verhandlungen dauerten bis spät in die Nacht hinein, führten aber leider zu keinem Resultat. Wenn auch die Geschäftsleitung in einigen Punkten dem Wunsche der Streifenden nachtam, so bedeuteten doch die weiteren Zugeständnisse der Ges schäftsleitung für einen nicht geringen, Teil der Belegschaft gegen. über dem bisher bestandenen Lohnverhältnis eine ziemlich beträchtliche Verschlechterung des Lohneinfommens. Die Geschäftsfeitung einer Organisation, beren Mitglieder zum übergroßen Teil in Reich, Staat und Gemeinde um Befferstellung ihrer wirtschaft lichen Lage einen hartnädigen Kampf führen, wollte der bei ihr in Arbeit stehenden gewerblichen Arbeiterschaft nicht zumuten, sich eine Berschlechterung ihrer Lohnverhältnisse gefallen zu laffen und zwar zu einer Zeit, wo von Tag zu Tag eine Steigerung der Preise der wichtigsten Lebensmittel zu verzeichnen ist. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Geschäftsleitung durch Inferate in der bürgerlichen Breffe versucht, Arbeitswillige heranzuziehen. Die Streifenden werden sich durch derartige Maßnahmen in ihrem gerechten Kampf nicht irremachen laffen. Wir sehen soviel Reinlichkeits- und Solidaritätsgefühl bei der Arbeiterschaft voraus, bergeben wird. Der Verein sozialistischer Aerzte Deutschlands veranstaltet unter Teilnahme feiner auswärtigen Mitglieder und Gäste am 26. und 27. Mai d. J. im Reichstage eine Tagung mit dem Berhandlungsthema Aerzte und Krantentassen". Referenten find die Genoffen: Dr. Epstein, München; Brof. Grotjahn, M. d. R., Berlin; Dr. Kautsky. Wien; Dr. Knad, Hamburg; Dr. Weyl, M. 6 2., Berlin; Frau Dr. Wygodzinski, Berlin. Anfragen find zu richten an den Schriftführer des Vereins, Genossen Dr. Korach, Berlin- Wilmersdorf, Nassauische Straße 3. zahlreichen, im allgemeinen geringen Regenfällen und frischen südwestlichen Wetter bis Freitag mittag. Mild und überwiegend trübe mit Binden. Später zeitweise aufflaiend und etwas fübler. Berantwortlich für ben rebaft. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: h. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag 6. m. b.$.. Berlin. Drud: Borwärts- Ruchdruderci u. Berlaasanstalt Baul Ginger u. Co.. Berlin. Sindenstr. 8 Hierzu eine Beilage und Unterhaltungsbeilage Heimwelt". NEUE GALERIE München ladet ein zur Berlin daß sie sich zu einem Berrat an ihren kämpfenden Brüdern nicht ERÖFFNUNGS- AUSSTELLUNG Bergolder und Bilderrahmenmacher! Die beiderseitigen Vertragsparteien, Arbeitgebers und Arbeitnehmer verbände, baben den Leipziger Str. 124, Hp./Eing. Wilhelmstr. 80a am 17. April 1928 gefällten Schiedsspruch, der eine Erhöhung Löhne und Affordsätze um 10 Broz. vorfieht, angenommen. Die neuen Lohnabkommen werden sofort in Drud gegeben und sind ab Sonnabend in unserem Bureau erhältlich. Deutscher Holzarbeiterverband, Verwaltungsstelle Berlin. Betriebsräteschule. Freitag beginnen folgende Rurfe, an denen noch neue Höver beilnehmen tönnen: 8entrum, Gophien- Enzeum, Weinmeisterstr. 16-17: Einführung in das Befen des modernen Staates( 8 Uhr); Die Stellung der Frau in der modernen Gesellschaft( 6 Uhr); Buchhaltung und Bilans( 8 Uhr); Rentabilität und Probuttivität in der privatṭapitalistischen Unternehmung( 8 Uhr). Südosten, Leibniz- Gymnasium, Mariannenplag: Arbeitsrecht und Bür gerliches Gefeßbuch( ½7 Uhr, Zimmer 17); Geographische Grundlagen der Wirt. fchaftspolitik( 6 Uhr, Simmer 18); Wesen und Formen der kapitalistischen Wirtschaft( 8 Uhr, 8immer 18). 自 Ankauf Spez. große Objekte und ganze Nachlässe Juweien. Brillanten, A.Grünberg. Perien und Potsdamer Str. 53, Smaragde am Hochbahnhof Bülowstr Sie huften nun schon wochenlang und haben immer noch nicht das richtige Mittel dagegen gefunden. Bir zaten Ihnen, aus 50 Gramm echtem Fagofot- Extrakt durch Auftochen mit Pid. 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Kinder unter 6 Jahren haben feinen Zutritt. Schulpflichtige Kinder müssen von Erwachsenen begleitet fein. Für einzelne Schulklassen in Begleitung des Lehrers ist der Gintritt frei. Das Botanische Museum( Eingang Dahlem: Königin Luife- Str. 6-8) ist zum freien Eintritt geöffnet vom 1. April bis 30. September: Jeden Sonntag von 11 bis 2 Uhr, jeden Mittwoch Don 10 bis 3 Uhr. Bom 1. Oftober bis 31 März: Jeden ersten Sonntag im Monat von 11 bis 2 Uhr, jeden Mittwoch von 10 bis 3 Uhr. Das Zeughaus( Plaz am Zeughaus) ist täglich, außer Sonnabends, von 9 bis 3 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt für Deutsche und Deutschösterreicher 20 Mt., Schüler zahlen, wenn sie in Begleitung des Lehrers find, 50 Bf., Vereine 1 Mr. Im übrigen beträgt der Eintrittspreis 100 Mt. Montags und Donnerstags ist der Eintritt frei. Die ständige Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt( Charlottenburg, Fraunhoferstr. 11-12) ift geöffnet an Wochentagen außer Montags von 10 bis 1 Uhr, Sonntags von 1 bis 5 Uhr. Der Eintritt ist frei. Donnerstag, 26. April 1923 Das Urteil im Mädchenhändlerprozeß. Zwaan zu 18 Monaten Zuchthaus verurteilt. Das Urteil im Prozeß gegen den des Mädchenhandels angeflagten Holländer Zwann wurde gestern abend gefällt. Es lautet: Der Ungetlagte Wilhelm 3 waan wird wegen Verbrechens gegen§ 48 Abs. 1 des Gesetzes über die Auswanderung vom 7. Juli 1897( 2ädchenhandel) sowie wegen gefährlicher Körperverlegung in einem Fall und einfacher Körperverlehung in einem zweiten Fall zu einer Gesamtstrafe von einem Jahr jedhs Monaten 3uthaus und Jur Tragung der kosten des Berfahrens verurteilt. Fünf Monate werden ihm auf die Untersuchungshaft angerechnet. Außerdem werden dem Angeklagten die bürgerlichen Ehrenrechte auf fünf Jahre aberkannt und die Zulässigkeit der Stellung unter Polizeiaufsicht verfügt. * Es ist für die deutsche Justiz ohne Belang, daß der moralisch Altes und Neues Museum( am Lustgarten) find geöffnet Diens- defette und mehrfach vorbestrafte Holländer Zwaan in seinem Ertra Das Landwirtschaftliche Museum( Invalidenstr. 42) ift geöffnet tag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Sonnabend und Sonntag von benefiz nach Urteilsverkündung den deutschen Gerichten Gerechtigteit an den Wochentagen von 10 bis 3 Uhr, an den Sonn- und Feier- 9 bis 3 Uhr. Unentgeltlich ist der Eintritt am Dienstag, Freitag absprach. Nachsichtsvoller als er ist vielleicht selten ein Deutscher tagen von 11 bis 3 Uhr. Geschlossen ist das Museum Mittwochs, und Sonntag. Der Eintrittspreis an den übrigen Tagen beträgt von einem deutschen Gerichte behandelt, eingehender und liberaler die ersten Feiertage der größeren Feste. Der Eintrittspreis beträgt für Ausländer 100 r. und für Reichsdeutsche und Deutsch nie eine Beweisführung gestattet worden. Für die Unzulänglichkeit wochentags 10 Mt., Sonn- und Festtags ist der Eintritt frei. Ebenso österreicher, die sich als solche ausweisen fönnen, 10 Mr. eines Gefezes, das den Tatbestand des Mädchenhandels vorausfest, wird Schulen auf Antrag freier Eintritt gewährt. Leffing- Museum( Brüderstr. 13), sowie die Bibliothek find tag. lich mit Ausnahme der geseklichen Feiertage von 11 bis 1 Uhr geöffnet. Für Vereine und Schulklassen gegen vorherige Anmeldung Das Märkische Museum( Am Köllnischen Part) ist täglich außer Sonnabends für die Besichtigung von 10 bis 3 Uhr geöffnet. Der Das Museum für Meeresfunde( Georgenftr. 35-36) ist geöffnet unentgeltlich: Montaa, Mittwoch und Sonnabend von 10 bis 3 Uhr. Geschlossen ist das Museum am Donnerstag, Freitag und Sonntag. Am Dienstag ist das Museum nur für Schultlassen in Begleitung von Lehrkräften von 10 bis 3 Uhr geöffnet. auch bei anderer Zeit. Der Eintritt ist frei. Eintritt ist frei. Das Museum für Naturkunde( Invalidenstr. 43), ist geöffnet Montags und Donnerstags von 10 bis 2 Uhr, Das Eintrittsgeld beträgt 5 Mt., für Ausländer 15 Mt. und für Schulen unter Führung ihres Lehrers 2 Mr. Mittwochs und Sonnabends ist das Museum von 10 bis 2 Uhr und Sonntags von 12 bis 4 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Am Dienstag und Freitag ist das Museum nefchloffen. Hier angeschlossen sind die Abteilungen für Geologie, Mineralogie und Zoologie. Die Instrumentensammlung der Staatlichen Hochschule für Musik( Fasanenstr. 1) ist geöffnet Dienstags, Donnerstags, Sonnabends und Sonntags von 11 bis 1 Uhr. Das Eintrittsgeld be= trägt an Wochentagen 5 Mt. und für Ausländer 25 Mt. Sonntags mird fein Eintrittsgeld erhoben. Außerhalb der Besuchszeiten Eintritt 10 mt., für Ausländer 50 Mt. Die Nationalgalerie( am Luftgarten) ist geöffnet Dienstegs, Mittwochs und Sonnabends von 10 bis 3 Uhr. Das Eintrittsgeld beträat für Inländer 5 Mt. und für Ausländer 100 mt. Frei ist der Eintritt an den Tagen Donnerstag und Freitag von 10 bis 6 Uhr, somie Sonntags von 10 bis 3 Uhr. Das ehemalige Kronprinzen- Palais ift geöffnet Donnerstags, Freitags und Sonnabends von 10 bis 3 Uhr. Eintrittsgeld wie bei der Nationalgalerie. Frei ist der Eintritt an den Tagen Dienstag und Mittwoch von 10 bis 6 Uhr, sowie Sonntags von 10 bis 3 Uhr. Das Verkehrs- und Baumuseum( Invalidenftr. 50-51) ist geöffnet Dienstags, Mittwochs, Donnerstags und Freitags von 10 bis 3 Uhr. Sonnobends von 2 bis 6 Uhr und Sonntags von 11 bis 3 Uhr. Das Eintrittsgeld beträgt an allen Besuchstagen 10 Mr. Ausländer zehien 50 mt. Geführte, rechtzeitig schriftlich angemeldete Gruppen von Schülern und Studierenden zahlen für eine Person 50 Bf. Das Pofimuseum( Leipziger Str. 15) ist täglich außer Mittwoch und Sonnabend von 10 bis 3 Uhr geöffnet. Eintrittsgeld wird nicht erhoben. Die Sammlung der Anfifenabgüffe( Dorotheenſtr. 82, 1. Ein gang des Westflügels, 2. Stock) ist geöffnet Montags und Donners tags von 10% bis 1½ Uhr und Sonntags von 10 bis 1 Uhr. Der Eintritt ist an allen Tagen frei. Die Sammlung für deutsche Volkskunde( Klosterstr. 36) ist täg lich außer Dienstag von 9 bis 2 Uhr geöffnet. Das Eintrittsgelb beträgt für Deutsche und Desterreicher 20 Mt., für Ausländer 100 f. Sonntag, Montag und Donnerstag ist der Eintritt frei. Bei Führung von Schulen und Vereinen wird an den Zahltagen 50 Pf. und 1 Mt. für jeden Teilnehmer erhoben. ( Rachbruc verboten. Der Malit- Verlag, Berlin.) 95] Drei Soldaten. Bon John dos Pafos. Aus dem amerikanischen Manuskript überfekt von Julian Gumperz. Ich hoffe es. Gott, ich wünschte, sie machten hier genau dasselbe wie in Rußland. Dann werden wir frei sein. Nach den Bereinigten Staaten fönnen wir ja doch nicht zurück. Aber dann gäb's hier menigstens teine Militärpolizei mehr, die hinter uns her ist wie hinter Berbrechern. Will mich' ne Weile aufsehen und sprechen." A1 ficherte hysterisch einen Augenblic. Willst du' nen Schlud Wein?" fragte Andrews. Sicher. Wird mir vielleicht gut tun. Dante." Er trant gierig aus der Flasche. " Gag'' mal, ist dein Gesicht schlimm zerschnitten, AI?" Nein. Nur die Haut ab. Wird wie ein Beefsteak ausfehen, dent' ich... Bist du schon' mal in Straßburg gewesen?" Nein." 11 Mann, das ist' ne Stadt, und die Mädchen in dem Kostüm... " Sag', du kommst aus Frisco, nicht?" „ Sicher." " Rennst du vielleicht einen Mann- ich lernte ihn im lebungslager fennen, auch aus Frisco- der Fuselli heißt?" " Jesus, Mann, das ist ja mein bester Freund... Weißt du, wo er jetzt ist? 4 Ich sah ihn vor zwei Monaten, in Paris." Berflucht noch' mal." Al's Stimme sprang in einem aufgeregten Stattato auf und ab. So, du haft Dan im lebungslager fennengelernt. Sein legter Brief's fast ein Jahr her gerabe Korporal geworden. War' n verdammt fluger Junge, und auch ehrgeizig Hast du ihn wirklich gut gekannt?" „ Ja. Ich erinnere mich sogar, daß er mir von einem erzählte, der Al hieß. Er erzählte mir immer, wie ihr zusammen nach dem Hafen' rausgegangen seid und die großen Schiffe mit ihren Lichtern nachts durch das Goldene Tor hereinkommen fahet. Und er erzählte mir auch, daß er immer davon gesprochen habe, mit einem solchen Schiff einmal nach Europa zu fahren." österreicher 10 mt. Das Kaser- Friedrich- Museum( Monbijoustr. 3) ist geöffnet wie er nach dem Gutachten des Dr. Ropp nicht eriſtiert, fönne Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Sonnabend und Sonntag schließlich auch die Richter nichts. Das fittliche und das Rechtsabend und Sonntag. Der Eintrittspreis an den übrigen Tagen Deshalb wird legten Endes der§ 48 hergehalten haben müffen: er Don 9 bis 3 Uhr. Unentgeltlich ist der Eintritt am Mittwoch, Sonn- bewußtsein der Richter sträubten sich aber gegen einen Freispruch. beträgt für Ausländer 100 Me. und für Reichsdeutsche und Deutsch sieht das Veranlaffen einer Frau durch arglistiges Verschweigen zur österreicher 10 Mr. Auswanderung zum 3wede der Unzucht vor. Da mußte alles, öffnet Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonnabend wiegendes schweigen. Die revisionssichere Begründung diefes Das Museum für Völferkunde( Königgräger Str. 120) ist ge- was gegen diese Annahme sprach und das war sehr Schwervon 9 bis 3 Uhr. Unentgeltlich ist der Eintritt am Montag, Urteils aber wird dem Richter fein Leichtes sein. So wird die Donnerstag und Sonntag. Der Eintrittspreis an den übrigen Deffentlichkeit sich mit der Angelegenheit in der zweiten Instanz Tagen beträgt für Ausländer 100 mt., für Reichsdeutsche und noch zu beschäftigen haben. Deutschösterreicher 10 Mr. Fräulein E. mußte, weshalb sie wie in Holland so auch in Die prähistorische Abteilung im alten Kunstgewerbemuseum Berlin ihren Ehemann nur wegen Körpermißhandlung anzeigte. Es ift geöffnet Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Sonnabend, geschah aus demselben Grunde, aus dem heraus sie vor dem Gericht Sonntag von 9 bis 3 Uhr. Unentgeltlich ist der Eintritt Dienstag, Die Naive spielte und nur Schritt für Schritt mit ihrer reichen Freitag und Sonntag. Der Eintrittspreis an den übrigen Tagen feruellen Erfahrung herausrüdte; es war die Furcht vor der Deffentbeträgt für Ausländer 100 m., für Reichsdeutsche und Deutsch lichkeit. So war es auch kein Zufall, daß der Borsigende und der Bertiediger Dr. Fren sich jeder je einmal versprachen, indem sie die teilungen untergebracht. Die technisch- industrielle Abteilung befindet stand eben in schreiendem Mißverhältnis zu ihrer Jugend. Hier ist Das Naturhistorische Schulmuseum( Neukölln) ist in zwei Ab- Nebentlägerin als Angeflagte bezeichneten. Ihre Vergangenheit sich im Körnerpart und ist geöffnet Dienstag von 8 bis 5 Uhr. der Bunft, über den die Deffentlichkeit sich auseinandersetzen muß. Boddinftr. 54-56 und ist geöffnet Freitags von 7 bis 9 Uhr. Das ferueller Berwahrlofung. Ein Bater, dessen Erziehungsmethoden Die naturhistorische Abteilung hat ihre Räume im Schulhause Den Augen des unerfahrenen Zuschauers offenbart sich ein Bild Eintrittsgeld beträgt 3 Mt. schlagend durch seine eigenen Worte gekennzeichnet sind: ich mach's fliegt raus. Eine Mutter, die verängstigt und vom Manie, der mit meinen Töchtern so, wie mit meinen Gesellen: wer nicht pariert, Trinter ist, mißhandelt, den Ehemann mit ihren Töchtern verläßt; tragen der letzteren unterscheide sich in nichts vom Betragen eines die verheiratete Schwefter der Nebenklägerin, die da meint, das Bea Berliner Mädels überhaupt werden; eine zweite Schwester, auch Kontoristin, die in der ihre Kompetenz soll nicht bestritten harmlosen Weise erklärt, daß das Ausfneifen von alten Herren, von denen man sich im Alten Ballhaus aushalten ließ, im entscheidenden Augenblic eine Selbstverständlichkeit ist gefniffen worden ist, mag dahingestellt bleiben; endlich die ob immer ausNebenklägerin, die sich ihr Geschlechtsvergnügen heute bei dem einen holt, morgen bei dem anderen. burgstr. 14) ist geöffnet Dienstag und Freitag von 12 bis 1 Uhr. Das Museum für Blindenunterricht( Berlin- Stegliz, Rothen Wo fann man verlorene Sachen finden? Mündliche Auskunft über Fundiachen, die im Bereich der Polizeiämter Berlin Mitte, Tiergarten, Wedding, Brenzlauer Berg Charlottenburg, Wilmers dorf, Schöneberg, Neukölln und Lichtenberg gefunden werden, er teilt die Hauptfundstelle, 8immer 101 im Bolizei präsidium Berlin, leganderplay, bon 7 1hr vor mittags bis 3 Uhr nachmittags. Gegenstände, die im Bereich der alten Berliner Vororte verloren find, gelangen bei den Bolizeiämtern Spandau, Zehlendorf, Steglig, Tempelhof, Treptow, Köpenid, Weißenfee, Bankow und Reinickendorf zur Ablieferung. Lebensmittelpreise des Tages. ziemlich ausreichend, Geschäft flott. Obst und Gemüse reichlich, Zufuhr: Fleisch ausreichend, Geschäft schleppend. Fische Geschäft flott. Wie kam nun der Balutamann in diese fittsam, ehrbare, fleinbürgerliche Familie hinein, deren Tochter mit Entrüstung die dehauptung zurüdweist, daß ihr Bater, der Stellmacher ist, Arbeiter wäre. Das Rätsel der Lösung gab die Mutter einer anderen Zeugin, nach der von ihr bei einem anderen Holländer glänzend bestandenen Othello liegen ließ, als er feine Aufmerksamkeit dem Fräulein E., die Freundin des Fräulein E., die der fahlköpfige holländische Prüfung, die Aufmertfamfeit geschenkt hatte. Die Mutter flagte Am Mittwoch galten in der Zentralmarkthalle folgende gegen die Tochter: Du trittst dein Glück mit Füßen! Um dieses Kleinhandelspreise: Balutaglüdes willen fonnte man sich so manches gefallen laffen. Rindfleisch 3000-4000 M., ohne Knochen 3900-5000 M. Schweine- Gins aber nicht: die Balutalosigkeit. Wären an Stelle aller im Toben fleisch 4000-5500 M. Kalbfleisch 3200-4500 M. Hammelfleisch 8200 geridhnittener Kleider noch andere mehr getauft worden, so wäre bis 4600 M. Rückenfett 4600-5300 M. Schellfisch 900-1400 M. bie Sache wohl nicht zum Klappen gekommen Kabeljau 1000-1400 M. Flundern 650-1300 M. Dorsch 550-750 M. handlungen hätten das wirklich nicht zuwege gebracht: War man Die paar MißIn Eis: Schiele 2100-2700 M. Hechte 1500-2700 M. Barsche 1700 bas boch von Mutter und Bater her nicht anders gewöhnt. Das 2000 M. Lebende Schleie 4000-4400 M. Aale 5800-6500 M. Natur4400-4800 M. Eier 330-360 M. das Stück. Roggenmehl 650-750 M die Familie butter 8400-9800 M. Margarine 3000-4200 M. Schweineschmalz man so in der breiten Deffentlichkeit bloßgestellt werben tönnte, hat Weizengrieß 1000-1200 M. Welakohl 250-350 M. Wirsingkohl 350 bis 3waan hat seine Frau geliebt, ganz so wie tausend andere Zuganz so wie im Falle Franz mohl nicht gedacht. 400 M. Rotkohl 850-450 M. Kohlrüben 90-125 M. Blumenkohl hälter. Ob sie ihn geliebt hat? Bielleicht! Er, der starke Mann, 1000-2500 M. der Kopf. Kartoffeln 800-400 M. zehn Pfund. iber an Ueberwertigfeltsideen leidet, schwer hysterisch ist, dem aber Darum mußte ich in Straßburg an ihn denken!" rief Al por Aufregung zitternd. Weil es da so pittorest war Dan, der ist sicher schon Offizier heute." M Mein", antwortete Andrews. Aber bleib doch ruhig. Paß auf deine Hand auf." " Berdammte Hand. Wird schon heilen, wenn ich nur nicht daran dente." " Der Chint erzählt, daß man auf der Avenue Magenta Barrikaden errichtet. # 7 Es geht los, Junge." " Ach was!" rief Slippery von seinem Fensterplaß aus, wo er und Chrisfield über die Würfel gebeugt standen.„ Ein Tant und einige Schwarze, dann laufen deine gottverfluchten Sozialisten fo schnell, daß sie vor Dijon überhaupt nicht zum Halten fommen... Ihr Kerls solltet doch mehr Berstand haben." Slippery tam zum Bett hinüber und schüttelte die Würfel in der Hand. " Da braucht man mehr als eine Handvoll von den Boches bezahlter Sozialisten, um die Armee niederzufriegen. Meint ihr nicht, daß, wenn man sie niederkriegen könnte, die Leute das schon längst getan haben würden?" ,, Sel' mal' n Augenblick still. Ich dachte, ich hätte was gehört", fagte Chrisfield plöglich und ging an das Fenster. Sie hielten den Altem an. Das Bett freischte, als All sich un ruhig hin und her bewegte. Nein, es war nichts. Ich dachte, ich hätte Leute singen gehört. Die Internationale!" rief Chrisfield leise und mürrisch. Durch die Stille des Bimmers hörten sie Schritte auf der Treppe. n's ist schon gut, es ist nur Smiddy", sagte Slippern und warf die Würfel wieder aus. Die Tür öffnete fich langsam und herein trat ein großer Mann mit abschüssigen Schultern, langem Gesicht und langen Bähnen. Wer ist der Franzmann?" fragte er erschreckt, mit einer Sand am Türknauf. Ist schon qut, Smidon. It fein Franzose. Is'n alter Kamerad von Chris. Hat die Uniform ausgezogen." " Go", sagte Smiddy und schüttelte Andrews die Hand. " Siehst ja wie ein leibhaftiger Franzmann aus." ' s ist gut so", erwiderte Andrews. 11 " Der Teufel ist los", brach Smiddy plötzlich atemlos aus. I " Ihr fennt doch Gus Evans und den fleinen Schwarzhaarigen, der immer mit ihm ist? Die haben sie gefaßt. Habe es selbst gesehen, am Place de la Bastille, und einer erzählte mir da unter der Brücke, wo ich die letzte Nacht geschlafen habe, daß ihm einer gesagt habe, man werde ganz Paris nach Deserteuren durchsuchen, auch wenn man jedes einzelne Haus Zimmer für Zimmer burchgehen müsse." Wenn die hierher tommen, wird ihnen was passieren, worauf sie nicht gefaßt find", murmelte Chrisfield. Ich gehe nach Nizza,' s wird mir hier zu heiß", sagte Slippery. Ich habe Reisepapiere in der Tasche." Wie bist du daran gekommen?" " Leicht wie Kuchen", sagte Slippern und steckte sich eine Bigarette an. Habe in einer Bar einen Leutnant getroffen. Wir haben zusammen gesoffen und waren dann bei zwei Weibern, die ich fenne. Morgens bin ich in aller Frühe aufs gestanden, und jetzt habe ich 5000 Frant und' nen Urlaubschein und eine filberne Bigarettenschachtel, und Leutnant J. B. Franklin läuft herum und erzählt, er sei von einer Pariser Hure ausgeraubt worden, oder vielleicht zieht er vor, nichts von der Geschichte zu erzählen. Das ist mein Syſtem." Aber Gott verdammt noch' mal, ich verstehe nicht, wie du dich mit einem herumtreiben fannst und mit ihm trinken und thn dann ausrauben!" rief 21 vom Bett aus. Meinst du vielleicht, wenn der gewußt hätte, daß ich nur' n Gemeiner bin, der hätte mich nicht sofort der Militärpolizei ausgeliefert, was?" I " Nein, nein," sagte Al, die sind genau wie wir, erschrect bis dorthinaus, daß sie Dummheiten machen, aber die geben niemanden an, wenn sie nicht müssen." " Das ist' ne gottverdammte Lüge!" schrie Chrisfield.„ Die reiten auf dir herum, meil sie' s gern tun.' n Gemeiner, der ist für sie weniger als' n Hund. Ich würde jeden von ihnen über ' n Haufen schießen, wie' n Nigger." Andrews beobachtete Chrisfields Gesicht. Es wurde plötzlich ganz rot. Chrisfields Augen sahen angstvoll zu Andrews hinüber. „ Es gibt alle möglichen Sorten von Offizieren, wie es alle möglichen Sorten von uns gibt", beharrte AI. „ Aber hört doch' mal endlich auf, ihr verdammten Dummtöpfe, ihr!" schrie Smiddy." Was zum Teufel sollen wir denn tun? Es ist hier nicht mehr sicher." ( Fortsetzung folgt.) nicht, wie im Falle feiner Landsmännin, Frau Röber, ein pfychiatischer Sachverständiger zur Seite stand, weint bei den Ausein- Veranstaltungen am 1. Mai. mänblich( driftlig andersehungen mit seiner Frau wie ein Kind. Schwerer als seine Frau trug er feinen Prozeß. Wie wenig sympathisch er sein mag, daß er gequält und zerrissen war, muß erwähnt werden. Nachmittags und abends. ginn nachmittags 5 Uhr. Die Literatur über den Mädchenhandel wird durch einen Fall Mitte: Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 10/11. Be bereichert zu sein scheinen. Das Gericht wird dazu beigetragen haben, ob mit Recht, soll dahingestellt bleiben. Daß es nicht Mädchenhandel war in dem Sinne, wie es der Gesetzgeber sich dachte, unterliegt feinem Zweifel. Die moralische Persönlichkeit des A geflagten erscheint aber deshalb nicht in einem besseren Lichte und auch die Nebenklägerin wird nicht sittsamer. Die Mai- Miete. Sportmüge. Berfonen, die über den Verbleib Angaben machen stelle Neukölln für Kriegsbeschädigte, Rathaus, 1 Tr., Zimmer 189, zu melden. nachmittags 3 1hr, im Giller Theater, Charlottenburg," Die Bezirksbildungsausschuß Groß- Berlin. Sonntag, den 18. Mat, Journalisten", Lustspiel in fünf Atten von Gustav Freytag. Karten zum Breise von 800 M. pro Stüd zu haben bei den Bildungsausschußmitgliedern der Abteilungen. Tiergarten: Lokal Karlshof, Plögensee. Beginn nachmittags Wedding: Patzenhofer- Ausschant, Chauffeestr. 64. Beginn ben 27. april, abends 8 Uhr. in der Schule, Ruheplasstraße( am Nazareth3 Uhr. Die Proletarische Freidenkerschule Wedding wird am Freitag, nachmittags 4 Uhr. Prenzlauer Berg, Friedrichshain: Saalbau Friedrichshain. Dageforde. Die Freidenkerhochschule Neukölln wird Freitag, firchplat) eröffnet. Thema: Weltanschauungsfragen. Reiter: Gen. Lehrer Nachmittags 3 Uhr Gartenfest.( Bei ungünstigem Wetter den 27. April, abends 7, Uhr, in der Schule Rütlistraße eröffnet. Leiter: fällt das Gartenfest aus.) 7% Uhr abends im Konzert- Friedag: Braftische Erziehungsfragen. saal Künstlerische Maifeier. Arbeiter Samariter- Kolonne Berlin E. V. Sonnabend, 28. April, straße. Beginn 6 Uhr. Pünktliches Erscheinen notwendig! Kein Vorschuß.- Monatliche Abrechnung über die Umlage. Der Magistrat beriet gestern über die neuen Anträge der Ber- Kreuzberg: Bockbrauerei, Fidicinstr. 2/3. Beginn nachmittags Generalversammlung in Haberlands Festsälen, Neue Friedrich4 Uhr. mieter- und Mieterorganisationen bezüglich der Regelung der gefeß- Charlottenburg: Westend- Kasino, Spandauer Berg, Ede lichen Miete ab 1. Mai d. J. Die bisherigen Bestimmungen wurden infofern materiell abgeändert, als der Magistrat von der Er- Spandau: Ausschant Brauerei Pichelsdorf, Gesellschaftshaus Kastanienallee. Beginn 4 Uhr. hebung eines Borschusses wieder abgegangen iſt. Er hat zur Errechnung der Grundmiete weitere Abzüge von der Wilmersdorf: Vergnügungspark Schramm, Hildegardstr. 8/11, und Pichelsdorfer Garten. Beginn 3 Uhr. Friedensmiete, als sie bisher festgesetzt waren, darin vorgenommen, und zwar 2 Proz. für Müll- und Schladenabfuhr, Wannsee: Reichsadler, Königstr. 26. Beginn 7 Uhr. Beginn 7 Uhr. 2 Proz für den Hausreiniger, 1 Broz für Treppen- Schöneberg- Friedenau: Hohenzollernschule, Belziger Str. 48/52. und Flurbeleuchtung und 5 Proz. für den Heizer und Fahrstuhl führer, einschließlich der Kosten des Fahr stuhlbetriebes. Die Abschaffung des Vorschusses machte es nötig, nunmehr wieder die monatliche Abrechnung über die Umlagebeträge einzuführen. Die gestern vom Magistrat beschlossenen Einzelsäge sind:. Beginn 6% Uhr. Friedenau( 81. Abt.): Bürgersaal des Friedenauer Rathauses. Geselliges Beisammensein, Konzert, Rezitationen, Tanz. Beginn 6 Uhr. Billetts à 300 m. bei den Funktionären. Steglitz: Parfrestaurant Südende. Beginn nachmittags 4 Uhr. Tempelhof: Realgymnasium, Raiserin- Augusta- Str. Beginn Berwaltungstoffen einschl. der Kosten für Hausreinigungsmaterial in einfachen Häufern 600 Pro3.; in Häufern mit Mariendorf: Realgymnasium, Kaiserstr. Beginn 7½ Uhr. 7% Uhr. Warmwasserversorgung oder Sammelheizung oder Fahrstuhl, wenn eine dieser Einrichtungen in Betrieb ist, Neukölln: Gesamträume der Neuen Welt", Hasenheide. Be700 Proz; in Häusern mit Sammelheizung und Warmwasserversorgung und Fahrstuhl, 3 11 ginn nachmittags 3½ Uhr. Groß- Berliner Parteinachrichten. Bezirksvorstand. Die nächste Sigung des Bezirksvorstandes findet Sonnabend, den 28. April, abends 6 Uhr, im Jugerdheim, Lindenstr. 3, statt. FE}}}}}}}}}}££££££££££ 12. Schöneberg- Friedenau. Freitag, den 27. April, öffentliche Beamtenversammlung 7% Uhr in der Aula der Chamisso- Schule, Barbarossaplay. Tagesordnung: 1. ,, Beamtenschaft und Staat". Ref. Ministerialrat a. D. Falkenberg. 2. ,, Ruhraktion und Wirtschaft". Ref. Legations. rat Dr. Bechlin. Rreis. Steglis, Lichterfelbe, Lankwig. Donnerstag, den 26. April, 8 Uhr, Sigung der Bildungs- und Agitationsausschüsse sämtlicher Abteilungen bei Stowasser, Südende, Stephanstr. 1. 2. Kreis. Ziergarten. Freitag, den 27. April, abends 7% Uhr, Kreisfunktionär versammlung in den Arminius- Hallen, Bremer Str. 73. Tagesordnung: ,, Berlin Cinheitsgemeinde". Ref. Bürgermeister Rohl. Der innere Kreis vorstand dafelbst eine Stunde früher. mindestens Treptow- Baumschulenweg: Paradiesgarten, Treptow. Be- 6. Kreis. Kreuzberg. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde. Freitag, den ginn nachmittags 3 Uhr. zwei dieser Einrichtungen in Betrieb sind, 800 Proz.; in Gefchäfts- und Industriehäusern für nicht gewerblich benugte Räume 800 Proz. und für gewerblich benuzte Räume 900 Pro3. Diese Säße sind gegenüber den vom Ausschuß für Wohnungs. mesen beschloffenen Sätzen herabgefeht. Das geschah, weil für die Kosten des Hausreinigers, Heizers, Fahrstuhlführers usw. weitere Abzüge von der Friedensmiete vorgenommen worden find. Das hat nach Ansicht des Magistrats zur Folge, daß die durch den Portier ufm. entstehenden Rosten nunmehr gemäß§ 12 des Reichsmieten gefeges getrennt von der gefeßlichen Miete zu berechnen und in tatfächlicher Höhe von den Mietern zu entrichten sind. Der Zuschlag für laufende Instandsetzungsarbeiten ist auf 2000 Proz. der für große Instandsegungsarbeiten auf 1000 Proz. festgelegt. Die für den Monat April vorzunehmende Umlage hat so zu erfolgen, daß der Vermieter die Belege über die für den Monat April d. I. umzulegenden Beträge spätestens am 5. Mai d. I. vorzulegen hat, mogegen er berechtigt ist, die am 8. Mai von dem Mieter zu zahlenden Beträge einzufordern. Hierzu ist ein von den Mietern bereits gezahlter Borschuß zu verred nen und ein etwaiger Ueberschuß dem Mieter zurückzuzahlen. präsidenten. -O 27. April, 5 Uhr, bei Krüger, Grimmstr. 1. Alle, die fich für unsere Kindergruppen interessieren, find eingeladen. Freitag, den 27. April, 8 Uhr Sigung der Abteilungsobleute der kommunalen Rommission bei Wolf, Gräfeftr. 26. Beginn 14. Kreis. Neukölln. Freitag, den 27. April, 7 Uhr, Sigung des erweiterten Adlershof, Oberschöneweide und Niederfchöneweide: Lokal Kyffhäuser, Niederschöneweide, Berliner Str. Johannisthal: Lokal Schreiner, Friedrichstr. Beginn nachnachmittags 5 Uhr. mittags 4 Uhr. Kreisvorstandes an der bekannten Stelle. Cöpenid: Aula der Körner- Schule, Lindenstr. Beginn abends 26. t. 8 Uhr furge wichtige Gigung aller Partei- und Gewerkschaftsführer im 7½ Uhr. Heute, Donnerstag, den 26. April: Musikalischen Fuchs", Jostyste. 7. Jungfozialisten. Gruppe Süben: 7½ Uhr im Jugenheim, Bärwaldstr. 64. Thema: Materialistische Geschichtsauffassung". Ref. Gen. Kurt Bloch. Gruppe Friedrichshain: bei Seifert, Cadiner Str. 3, Bericht des Genossen Spengler über Hofgeismar. Gruppe Treptow: 7% Uhr im Jugendheim, Elsenstraße 3, Vortragsbend: Christentum und Sozialismus". Ref. Genoffe Roehr. Gruppe Baumschalenweg beteiligt sich an der Veranstaltung der Gruppe Treptow. Gruppe Neukölln: 7% Uhr im Jugendheim Nogatstr. 53. Thema: Parlamentarismus in Deutschland". Ref. Gen. Hans Turß. Frauenveranstaltungen am Donnerstag, den 26. April: 117. Abt. Lichtenberg. T½ Uhr Mittelschule Marktstraße. Thema:„ Religion " Grünau: Schulaula, Copenider Str. Beginn 7% Uhr abends. Mahlsdorf: Lotal Anders, Bahnhofstr. Beginn 7% Uhr. Lichtenberg: Aula Partaue, Möllendorfstr. Beginn 7 llhr. Restaurant Kurpart, Cöpenicker Allee. Beginn 6% Uhr. Karlshorst: Fürstenbad. Beginn 7% Uhr. Weißensee: Turnhalle, Pistoriusstr. 16. Beginn 7 Uhr. Pankow: Lokal Linder, Breite Str. 34. Beginn nachmittags 4 Uhr. Niederschönhausen: Restaurant Schönherr, Lindenstr. 11. Beginn abends 6 Uhr. Reinidendorf- Oft: Bürgergarten, Hauptstr. 51. Beginn nach 1. t. 7 Uhr Restaurant Spiegel, Aderfte. 1, wichtige Funktionärkonferens. Morgen, Freitag, den 27. April: mittags 4 Uhr. und Sozialismus". Ref. Genoffin Sedwig Badenheim. 121. Abt. Karlshorst. 7½ Uhr bei Belau, Brinz- Adalbert, Ede Rödelstraße, Vortrag der Genossin Herz. Die Stadt und Bezirksverordneten nehmen ebenfalls davan teil. Straße 4. Der Beschluß des Magistrats bedarf noch der Zustimmung des Ober Reinidendorf- West: Hartmanns Brauerei, Scharnweberstraße. 20. bt. 7 1hr Sigung der fommunalen Rommission bei Fritsch, Drontheimer Wir kommen auf die Einzelheiten in den nuen Sägen noch Hermdorf- Frohnau und Waidmannsluft: Lokal Bellevue am einmal zurüď. ,, Compania Comercial y Bancaria". Zu den in Nr. 182 gemachten Ausführungen über die Häufer: verwaltungsgesellschaft Compania Comercial y Bancaria" ersucht uns der Rechtsbeistand der genannten Firma, Herr Dr. Simon, um Aufnahme folgender Berichtigung: Beginn nachmittags 4 Uhr. Bahnhof Hermsdorf. Beginn nachmittags 5 Uhr. Tegel, Tegelort und Borsigwalde: Mittags 1 Uhr gemeinsamer Wittenau: Lokal Eberhardt, Lübarser Str. Beginn 4 Uhr. Abmarsch vom See nach Schulzendorf. Rosenthal: Lokal Schneider, Hauptstr. 3. Beginn 5% Uhr. Vormittagskundgebungen. Das Haus Sprengelstraße 23 wurde von der Compania Comercial y Bancaria Häuserverwaltung G. m. b. S. in Vertretung Wittenau: Bormittags 10 Uhr am Rathaus Wittenau. des ausländischen Hauseigentümers verwaltet. Selbstverständlich Bohnsdorf, Falkenberg, Grünau: Vormittags 10% Uhr auf tann die verwaltende Firma zur Erhaltung des Hauses Geldbeträge nur foweit verwenden, als sie aus dem Ertrage des Hauses zur Berfügung stehen oder von dem Eigentümer bezahlt werden. Die Gesellschaft kann daher nicht dafür verantwortlich gemacht werden, dem Dorfplat in Bohnsdorf. Nachmittags 2 Uhr gemeinsamer Abmarsch zum Waldfest nach Falkenhorst ( Eichbusch). Tegel, Borsigwalde, Tegelort: Vormittags 9 Uhr im Strandschloß. 23. Abt. 7 Uhr Sigung der kommunalen Kommission bei Grunewald, Rame. Tuner Straße 19. 3. bt. Genoffin Anna Geride ist verstorben. Die Eindscherung findet mit. tags 12% Uhr im Krematorium Baumschulenweg ftatt. 74. Abt. Zehlendorf. Borstandsfizung 8 Uhr bei Mickley. Jugendveranstaltungen. Ortsausschus für Jugendpflege im Bezirk Prenzlauer Berg. Am 5. Tag der Jugendpflegewoche findet heute abend um 6 Uhr die Besichtigung des Gartenbaues auf dem Gelände Greifswalder Str. 92-100 statt. Um 8 Uhr finden im Bezirksversammlungssigungsfaal, Danziger Str. 64, Borträge über Einzelfragen der Jugendbewegung ſtatt. 1„ Ghellung der Jugend zur Familie und Schule". Ref. Frau Oberschulrätin Gen. Dr. Wegscheider- 3tegler. 2. ,, Stellung der Jugend im Beruf, Jugendschuh und Jugendrecht". Ref. Herr Dr. Liebenberg, Direttor des Städtischen Berufsamtes. 3. Aussprache. Der Eintritt be trägt 100 m. Am Sonnabend, den 28. April, abends 7 Uhr, findet im großen Scale der Brauerei Friedrichshain die Abschlußfeier der Jugendpflegewoche im Organisationen bestritten. Bezirt Brenzlauer Berg statt. Das ter Cintrittstarten für Jugendliche 200 Bezirks Brenzlauer Berg und im Jugendsekretariat, Lindenstr. 3, 2. Hof, 2 St., Wannsee: Bormittags 10 Uhr im Reichsadler, Königstr. 26. Siemensfladt: Vormittags 10% Uhr im Heidekrug, Nonnen- miederschöneweibe. damm- Allee 89. Gegen die Bedrohung der Schule. Mart und für Erwachsene 500 Mart. Die Rarten sind in den Abteilungen des 11, Niederschöneweide. Jugendheim Berliner Str. 31, Bortrag: Jugend und Alkoholfrage". Reukölln I. Das Heim bleibt heute abend gefchloffen. Die Abteilung beteiligt sich gefchloffen an der Jugendveranstaltung der 91. Abteilung im Rarlsgarten. Sübweften. Jugendheim Lindenstr. 3, Bortrag: Militaris mus und Antimilitarismus". Webbing. Jugendheim Gemeindeschule Ruheplagstraße, Bortrag: Sozialistische Arbeiterjugend und freigewerkschaftliche haben. wenn nicht genügend Mittel für eilige Reparaturarbeiten vorhanden waren. Tatsächlich hat die Compania Comercial y Bancaria Häuserverwaltung. m. b. H., weil der Hauseigentümer nicht die nötigen Gelder zur Verfügung stellte, bereits am 1. Januar 1923 die Berwaltung des Hauses zum 1. April 1923 gekündigt. Der Vertreter nicht Direktor der Firma Dr. Burstin hat lediglich aus Entgegenkommen, weil er den Hauseigentümer persönlich fennt, dei Mietervertreter zugejagt, sich bei dem Hauseigentümer dafür zu verwenden, daß dieser mehr Geld zur Verfügung stellte. TatJugend". Kürzlich hielt in der Aula der Oberrealschule, Niederwallstraße, fächlich unwahr ist es, daß der Direttor der Gesellschaft flüchtig ge- die Arbeitsgemeinschaft freigeistiger Verbände Das Bezirksamt Kreuzberg veranstaltet morgen, Freitag, den 27. April, worden ist. Die Gesellschaft hat als G. m. b. 5. feinen Direktor, Groß- Berlins, welcher der Bund der Freidenfer für Feuer- abends 7 Uhr, im großen Gaale der Neuen Welt, Hasenheide, einen Kunstsondern einen Geschäftsführer. Dieser ist nach wie vor in bestattung, die Gemeinschaft proletarischer Freidenfer, der Monisten- abend. Zur Aufführung gelangt:„ Berdi: Requiem", unter Mitwirkung erster Berlin und leitet die Geschäfte der Gesellschaft. Der Vertreter der bund, der Bund der Atheisten, angeschlossen sind, eine Versammlung inter. Eintrittskarten zum Preise von 800 M. sind im Jugendsekretariat Gesellschaft, Dr. Burstin, hat von jeher seinen Wohnfik in Wien. ab, auf der Oberlehrer Karsen und Lehrer Hübner auf die Achtung, Abteilungsvorfigende! Die Treffpunkte sowie die Ordner für den Seine Aufgabe besteht in der Aufrechterhaltung der Berbindung Gefahr hinwiesen, die durch das neue Schulfompromiß Mai- Jugendtag find bis Freitag, den 27. April, im Jugendsekretariat anzuzwischen der Wiener Filiale und der Berliner Zentrale des Unter- und die darin festgelegte christliche Betonung der Schule geben. Die Werbezettel und die Zeitungen zum Verkauf sind bis Freitag abnehmens. Er hat sich in Berlin stets nur vorübergehend aufge- dem freien Schulgedanken droht. Es wurde einstimmig folgende halten. Seine jezige Reise nach Bien war längere Zeit vorher Vorträge, Vereine und Versammlungen. festgesetzt. Unwahr ist die Behauptung, daß bei der Gesellschaft Entwicklung der Schule Interessierten auf die große Gefahr aufBücher beschlagnahmt find. Es hat lediglich vor einiger Zeit, wie bei den meisten größeren Grundstücksgesellschaften, eine Steuer revision im Auftrage des Finanzamts stattgefunden. Hierbei find alle gewünschten Belege freiwillig zur Verfügung gestellt worden, nicht ein einziges Belegstück ist beschlagnahmt worden." Wir behalten uns vor, bei passender Gelegenheit auf die Angelegenheit zurückzukommen. Resolution angenommen:„ Die Bersammlung macht bie für die freie merksam, welche der weltlichen Schule und den verfassungsmäßig gewährleisteten Freiheiten durch den bevorstehenden Reichsschulgesehentwurf droht. Die Versammlung fordert einstimmig, mit allen parlamentarischen Mitteln die unheilvolle Beseitigung dieser verfaffungsmäßigen Freiheiten zu verhindern. Wir protestieren entfchieden gegen die Konfessionalisierung der Lehrerbildung und gegen alle Bersuche, den wissenschaftlichen Charakter des Profanunterrichts in irgendeinem Sinne durch weltanschauliche Bildungen zu beeinflussen". Sie wollen auch ein Rathaus haben! Was Bezirksamt 8ehlendorf bat sich mit der Errichtung eines Rathauses beschäftigt und einen Beschluß gefaßt, der Ein früherer Hauptmann als Versorgungsschwindler. Der felbst in Zehlendorf allgemeines Erstaunen und in weiten Streisen ion lange von der Staatsanwaltschaft und von verschiedenen von Groß- Berlin nicht geringe lleberraschung hervorrufen wird. Versorgungsgerichten stedbrieflich gesuchte Hauptmann a. D. Eduard Dem Bezirksamt Zehlendorf scheint nicht bekannt zu sein, daß b. Müller wurde gestern in der Regelungsabteilung der Provinz der Magistrat Berlin zahlreiche Neubauten wegen Mangel Brandenburg verhaftet. v. M. wurde wegen durch Erschwinde an Mitteln hat einstellen müffen. Zu einer Zeit, in der lung erhaltener Borschüsse bei verschiedenen Versorgungsämtern man überall an den Abbau denft und froh ist, wenn die Mittel fowie Bech prellerei gesucht. für die allernotwendigsten Aufgaben aufgebracht werden können, trägt man sich in Zehlendorf mit dem Gedanken, einen Monumental bau zu errichten. Von der großen Not unierer Zeit hat man anscheinend in Zehlendorf nur eine beschränkte Vorstellung. Sie haben eben auch ihre Sorgen, die Zehlendorfer. Der letzte Weg. Wichtig für Ruhrflüchtlinge. Das Deutsche Note Kreuz macht darauf aufmerffam, daß alle nichtbeamteten Rhein und Ruhrflüchtlinge, die nicht im Besitz eines Ausweisungsbefehls, Geleitieins einer amtlichen Uebernahmestelle oder eines sonstigen Aus weises sind, der die Flüchtlingseigenschaft einwandfrei nachweist, sich zunächst im Polizeipräsidium am Alexanderplatz. Bimmer 342( nach 2 Uhr Zimmer 264 F) au melden haben. Von dort werden sie nach Prüfung der Verionalien und Feststellung der In letzter Zeit mehren sich die Fälle, bei denen in Unkenntnis Flüchtlingseicenschaft der Zentralfürsorgestelle für Flüchtlinge Großver gesetzlichen Bestimmungen die Angehörigen bei einem Todesfall Berlin", Berlin- Temvelhof. General- Pave- Straße, Baradenlazarett, Schwierigkeiten mit der Feuerbestattung haben. zugeleitet. Es empfiehlt fit, diefen Weg unter allen Umständen Eine amtliche Genehmigung zur Feuerbestattung kann nur dann innezuhalten, um Unterstützungen Richtberechtigter auszuschließen. erteilt werden, wenn eine entsprechende teftamentarische Millensertlärung des Verstorbenen vorgelegt wird. Ein Kriegsblinder vermist! Bezirksamt Renkölln teilt mit: nch eine fezfmillige Verfügung genügt ie fir, wenn Mittwoch, den 18." pril cr., nachmittags amischen 8 und 4 Uhr, vere en Bemrungen des bürgerlichen Rechts enifht. Schließ- ließ der Kriegsblinde Ernst Wilde ohne Begleitung feine Boh ich fonn die Genehmigung zur Jeuerbestattung noch erteilt werden, nung: Neukölln, Roienſtr. 24. Ueber seinen erbleib ist nichts becenn eine bei Lebzeiten abgegebene mündliche fannt, so daß anzunehmen ist, daß W. einen Unfall erlitten bat Ertlärung des Verstorbenen vorliegt. Eine foldye Er- oder einem Berbrechen zum Opfer gefallen ist. W. ist etwa flärung muß jedoch amtlich beglaubigt sein. Hierzu find 1,70 Meter groß. bat volles Gesicht, fleinen furzaei nittenen alle zur Führung eines öffentlichen Siegels berechtigten Personen Schnurrbart und trägt eine grünlich gefärbte Brille. Belleidet war sowie auch die zuständigen Polizeireviere befugt. er mit einem grauen Anzug, grauem Regenmantel und blauer zuholen. Berband Bollsgesundheit. Heute Vortrag fite die Jugendgruppe ,, Heinrich Seine". Ref. S. Fiebrandt. Jeder Vortvag findet in der Schule Niederwallftraße 12, abends 28 Uhr, flatt. Jugendliche willkommen. Bolksversammlung Bharusfäle, Müllerstr. 142, fleiner Gaal, abends 7½ Uhr. Gemeinschaft proletarischer Freidenker. Gruppe Webbing. Deffentliche Thema: Religion, Ricche und Schule". im einen Gaal des Lehrervereinshauses am Alexanderplat. Deutscher Radio- Club. Nächste Sigung Freitag, den 27. April, abends 8 Uhr, Verein der Freibenter für Feuerbestattung. 19. Bezirk. Freitag, den 27. April, abends 7½ Uhr, öffentliche Versammlung mit Filmvorführung, im Restaurant 8um Kurfürsten", Pantor, Berliner Str. 102. 20. Bezirk. Reinidendorf. Donnerstag, den 26. April, abends 7 Uhr, in ReinickendorfWest, Humboldt-, Cde Berliner Straße, öffentliche Bersammlung. Berein heimattrener Westpreußen. Sonntag, den 29. April, im Klubhaus Ohmstraße 3 Wohltätigkeitsfest zum Besten der Ruhrhilfe. Theateraufführung und Tanz. Anfang 5 Uhr. Sport. Rennen zu Mariendorf am Mittwoch, den 25. April. 1. Rennen. 1. Pedra( Mills), 2. Billtite( Ginovagki), 3. M. P.( Ringius). Toto: 32: 10, Plag: 16, 26, 32:10. Ferner liefen: True For, Fred Wiltes ir., Morfner, Argentaria, Hoffnung I, Arion J., Lenz L. 3. Ordidee. Toto.: 15:10, Blag: 13, 17:10. Ferner liefen: Dr. Lew jr., 2. Rennen. 1. Margot I( Schleusner), 2. Ballonkönigin( Triphan), Baby Bebaurift, Good Boy. 3. Rennen. † 1. Dünkirchen( Brandt), † 1. Berthold( Berl), 3. Goowind tiefen: Adler, Amorette, Direktor, Hartenfels, Waffander. ( Haase). Toto: Dünkirchen 25: 10, Berthold 22:10, plat: 17, 15: 10. Ferner 4. Rennen. 1. Sarry W.( Czerson), 2. Baron 800( Mills), 3. Makas ( Sartseil). Toto: 44: 10, Plat: 14, 13:10. Ferner liefen: Baron Arworthy, Amazonia, Bella Dawson. ter( Bartnid). Toto: 271: 10, Plag: 58, 35, 62:10. Ferner liefen: Cypresse II, 5. Rennen. 1. Aetolei B.( Anöpnadel), 2. Weddigen( Rogowski), 3. Fal lärchen M., Midas I, Heidemann, Excellens, Dinaburg, Lenz L, Neitl, Paul B, Immo I. 6. Rennen. 1. Jung Bergfried( Schleusner), 2. Zufall( Freundt), 3. Mar. schall Hindenburg( Mills). Toto: 34:10. Plag: 18, 19:10. Ferner liesen: Dody, Gudrun II, Balmetto Watte. 7. Rennen. 1. Bärbel( Großmann), 2. Agi( Schleusner), 3. Handfest ( Rider). Toto: 30: 10, Blak: 14, 14: 10. Ferner Tiefen: Aurel, Gybin, Mäset. 8. Rennen. 1. Martha III( Guste), 2. Ludmill I( Freundt), 3. Zeitgeist ( Lautenberg). Toto: 141: 10, Plag: 31, 36, 16:10. Fernet liefen: Balfisch, Quelle W., Durchbruch, Lorbeere. Briefkasten der Redaktion. R. M., Neud. Visum für deutsche Staatsangehörige 65 920 m. Das Versammlungssprengungsgesetz vertagt. Der Bürgerblock bleibt beschlußunfähig. Auf der Tagesordnung der gestrigen Reichstagsfißung[ gebiet der Erklärung des Abg. Dittmann zugestimmt haben| Darauf verlassen die meisten Sozialdemokraten und Kommuniste. stand tie Fortsetzung der zweiten Beratung des Antrages Stresemann( großer Lärm rechts); es heißt darin auch nicht, daß der Gesezent- den Saal. Auf der rechten Seite erhebt sich darüber großer Lärm, u. Gen.( unterzeichnet von der Deutschen Volkspartei, dem Zentrum, wurf ein Ausnahmegesez ist, sondern daß er als Ausnahme- aus dem der Ruf heraustönt: Schmeißt raus die Keris! den Demokraten und der Bayerischen Volkspartei) über Abänderung gesez wirten muß. Weiter stelle ich gegenüber dem Abg. Dr. Abg. Dittmann( Soz.): Nachdem Sie die Zurückverweisung des Strafgesetzbuches derart, daß die Sprengung von Ver Bell fest, daß keine Partei im Hause ist, die den Kampf gegen den abgelehnt haben, können Sie von uns nicht verlangen, daß wir sammlungen bestraft wird. Vor Eintritt in die Tagesordnung Terror von rechts und links so scharf führt, wie wir.( Lachen und Ihnen irgendwie die Abstimmung erleichtern helfen. Ich be= bemerkt zur Geschäftsordnung stürmischer Widerspruch rechts und in der Mitte.) Aus der Aeuße- zweifle die Beschlußfähigkeit des Hauses. rung des Abg. Koch haben Sie entnommen, daß er doch bereit zu Nach weiterer Geschäftsordnungsdebatte will der Präsident zur sein scheint, nach einer Möglichkeit zu suchen, die eine Abebnung Abstimmung herbeiführt. Wir haben Ihnen schon gestern Gelegenheit dazu geben schreiten, über den namentliche Abstimmung vom Abg. den Bertagungsantrag Roch = mollen. Schultz- Bromberg beantragt ist. Abg. Diffmann( Soz.): Im Auftrage meiner Fraktion habe ich zur Geschäftsordnung folgendes zu erklären: In dem Augenblick, wo die deutsche Arbeiterschaft neben den übrigen Schichten des Landes in dem schweren Abmehrkampf gegen den militärischen Einbruch an der Ruhr steht, schickt sich die Mehrheit des Hauses an, ein Geseß gegen fie anzunehmen( Lebhafter Widerspruch und große lange Zeit andauernde Unruhe bei den bürgerlichen Parteien)... ich wiederhole, ein Gesez gegen sie anzunehmen( erneute große Unruhe bei den bürgerlichen Parteien, Pfui- Rufe rechts), das als Aus nahmegese wirten muß. Das Gesez, welches nach Absicht der Antragsteller ursprünglich bestimmt war, rohe Gewaltafte zur Sprengung der Bersammlungen zu verhindern, hat in dem Ausschuß eine Gestaltung erfahren, welche auch andere Zwischenfälle in Bersammlungen, die als ein Versuch zur Sprengung ausgelegt werden können, mit schweren Strafen bedroht. Unsere Redner haben unwiderlegt, zum Teil unwidersprochen, festgestellt, daß in Bayern Organisationen geduldet werden, die den Versammlungsterror planmäßig organisieren, ohne daß die bis herigen Strafgeseke dagegen angewendet werden. In ten Versammlungen dieser Rechtsradikalen können selbst Aufforderungen zum Totschlagen der Juden, der Reichsminister, der Novemberlinge erfolgen, ohne daß die bayerische Regierung und Justiz den Willen oder tie Kraft haben, dagegen mit den bestehenden Gesetzen einzuschreiten( Widerspruch rechts), die aber in allen anderen Fällen gegen die Arbeiterschaft mit aller Schärfe zur Anwendung kommen.( Große Unruhe und Widerspruch rechts.) Daraus entsteht in einem großen Lande Deutschlands für die Arbeiterschaft eine unerträgliche Rechts ungleichheit. Sie würde durch den geplanter: Gesezentwurf noch weiter verschärft Da die Darlegungen unserer Redner in der Aussprache nicht entfräftet werden konnten( Widerspruch rechts), stellen wir aufs neue den Antrag, den Gesezentwurf an den Ausschuß zurückzuverweisen. werden. Gleichzeitig beantragen wir namentliche Abstimmung über diesen unferen Antrag. Abg. Dr. Schulk- Bromberg( Dnat.): Wenn der Vorredner behauptet, daß dieser Gesetzentwurf sich gegen die Arbeiterschaft richte und sie ganz besonders bedroht( tobender Lärm der Linken), so stelle ich fest, daß die Kommissionsfaffung nur mit Strafe bedroht, wer mit Gewalt oder durch Drohungen mit einem Berbrechen Versammlungen sprengt oder zu sprengen versucht. Dah sich dies gegen die deutschen Arbeiter( Lärm links) richte, und daß ein Redner der Sozialdemokratischen Partei, die sich immer als Vertreter der deutschen Arbeiter hinstellt, eine solche Beleidigung ausspricht( braufender Lärm der Linken, taktmäßige Zwischenrufe, in denen die nächsten Worte des Redners verloren gehen) mir schließen uns dem Antrage auf namentliche Abstimmung an. Abg. Dr. Bell( 3.): Nicht nur als Mitglied meiner Fraktion, fondern auch als Angehöriger des Ruhrgebiets lege ich mit aller Schärfe Verwahrung gegen die Worte des Abg. Ditt mann ein.( Lärm links.) Das Ruhrgebiet wird durch diesen Geschentwurf in feiner Weise beeinträchtigt.( Lärmender Widerspruch der Linken.) Wohl aber sind diese Ausführungen im Reichstag geeignet, den Abwehrkampf zu stören. . Ich lege aufs fchärfste Verwahrung dagegen ein, daß man uns unterstellt, überhaupt ein Gesetz gegen die Arbeiterschaft zu machen. ( Lärm links.) Wir wollen ein Gesetz zum Schutz all derer, die für Ordnung sind.( Lärm links.) Es handelt sich um einen Ent. scheidungskampf der Ordnung gegen den Terror. Abg. Leutheußer( D. Vp.): Auch namens meiner Fraktion proteftiere ich mit aller Entschiedenheit gegen die Beleidigung, die von dem Abg. Dittmann der Reichstags mehrheit zuge. fügt ist, und gegen die Beleidigung, die in seinen Worten gegen die deutsche Arbeiterschaft liegt.( Lärm links.) Abg. Koch- Weser( Dem.) wird mit Aha- Rufen von der Linken empfangen: Ich protestiere gegen die unerhörte Beleidt. gung meiner Fraktion. Meine Fraktion bedauert lebhaft, daß diese Vorlage jetzt zu einem innerpolitischen Zerwürfnis gemacht wird. Auf unserer Seite ist kein Anlaß dazu gegeben. ( Lachen links.) Im Gegenteil, ist fonstatiere in formeller Beziehung, daß noch gestern im Aeltestenausschuß der Abg. Müller für die sozialdemokratische Fraktion erklärt hat, daß diese der Verabschiedung des Gesetzes irgendwelche obstruktionsmäßigen Mittel nicht entgegen setzen wird( hört, hört! bei der Mehrheit.), sondern daß sie das Gefeß lediglich fachlich bekämpfen würde. Ich behaupte, daß ein solcher Widerstand, wie er jetzt von der Sozialdemokratischen Partei geübt wird, nicht früher angekündigt und versucht worden ist, in der Kommission das Gesetz abzuändern.( Aha! links.) Jetzt ist es für uns ausgeschlossen, uns dem einseitigen Drud einer Minderheit des Reichstags zu fügen. Abg. Müller- Franken( Soz.): Wir haben nicht die Pflicht, Ihnen zu helfen, Ihren Gefeßentwurf durchzubringen. Sie selbst hätten dafür sorgen müssen, daß Ihre Abgeordneten zur Stelle waren. Wir werden bei unserer Haltung beharren. Abg. Leicht( Bayer. Vp.): Ich bedauere, daß namens der gefamten sozialdemokratischen Fraktion der Abg. Dittmann feine Erflärung abgegeben hat. Deren Form ist nicht geeignet, einem Ausgleich oder einem Entgegenkommen seitens der anderen Parteien den Weg zu ebnen.( Burufe.) Abg. Kahl( D Bp.): Durch die Ausführungen des Abg. Ditt. mann hat sich die Situation ganz ungewöhnlich verschärft, was eine in fachliche Berbindung bringt nu den Arbeitern an der Ruhr, so ist Aussprache ungemein erschwert. Wenn er diese ganze Angelegenheit das eine derartige unglückliche und unrichtige Auffaffung, daß ich es gegenüber den von uns abgegebenen Versicherungen geradezu unter meiner Würde halte, darauf zu antworten.( Große Unruhe links.) Ich würde nicht das Wort erbeten haben, wenn nicht der Abg. Müller auf eine Besprechung von gestern Bezug genommen hätte. Gewiß, ich bestätige ihm öffentlich, daß er mit dem Kollegen Radbruch zu mir gekommen über Abg. Koch- Weser zieht seinen Antrag zurück.( Große Heiterfeit.) und bezweifelt ebenfalls die Beschlußfähigkeit des Hauses. Abg. Müller- Franken( S03.) nimmt den Antrag wieder auf Zu der namentlichen Abstimmung, die nunmehr vor sich geht, strömen die Mitglieder der Sozialdentofraten und der Kommunisten unter großem Hallo der bürgerlichen Mehrheit wieder in den Saal und beteiligen sich an der Kartenabgabe. Ein Teil der Mitglieder der linken Seite gibt seine Karten auf dem Präsidium an die Schriftführer ab, wobei es zu Zusammenftößen zwischen Mitgliedern der Rechten und der Linken kommt. Präsident Cöbe bemerkt, daß offenbar in einem Sektor des find, daß aber die aus diesem Anlaß gegen den Schriftführer Philipp Saales die Stimmtarten nicht eingesammelt worden ( Dnatt.) erhobenen Beschuldigungen total unberechtigt sind( Widerspruch bei den Soz.) Wenn feine Erklärung nicht ausreiche, könne ja die Sache später näher untersucht werden.( 3uruf bei den Komm.: Herrn Philipp müssen wir uns näher anschauen! Abg. Ho ch( Soz.), der dem Schriftführer Abg. Philipp das Wort„ Feigling" zugerufen hat, erhält einen Ordnungsruf.) Die Bertagung ist mit 201 gegen 139 Stimmen abgeNach den Ausführungen des Abg. Dr. Herzfeld( Komm.) spricht Reichsminister des Innern Dr. Deser: perteilt werden. Demokratie widerspricht.( Lebhafter Widerspruch und eintreten, daß& icht und Smatter in sleicher meife ift, um den Versuch zu machen, eine Verständigung über den Inhalt lehnt worden. Das Haus fährt in der fachlichen Beratung fort. des Gesehentwurfes herbeizuführen. Es handelte sich dabei um amei Punkte, um die Bestrafung von Handlungen, die im Zusammenhang mit einer Bersammlung begangen werden und um die Wenn es einen Weg gäbe, eine Annäherung der Par= Strafbarkeit des Versuchs. Ich habe gesagt, daß man selbstver- teien herbeizuführen, so würde die Reichsregierung ihrerseits ständlich, da es juristische Fragen sind, darüber ver- einen derartigen Weg mit Freude beschreiten. Wir müssen, wenn handeln fönne, habe aber dam gefragt, was die Herren für wir die Demokratie realisieren wollen, miteinander verhandeln und Folgerungen daraus zögen, wenn wir etwa in dieser Beziehung uns gegenseitig zu überzeugen suchen, und dazu brauchen wir die nachgeben und ein Rompromiß schließen würden. Die Ant Bersammlungsfreiheit. Politische Demokratie ohne Verwort war: an unserer schließlichen Ablehnung des Gesetzes würde fammlungsfreiheit ist ein Unding. Die Reichsregierung ist der Ansich nichts ändern".( Hört, hört! rechts und Unruhe.) Ja, wozu sicht, wenn in der jetzigen Zeit die Verhältnisse schon schwer tragbienen dann nochmalige Verhandlungen? Diese verlieren dann bar sind, wie wird es sein, wenn eine Reichstagswahl bevorganz ihren Sinn.( 3wischenruf des Abg. Ledebour.) Herr Lede- steht, sei es im normalen Verlauf der Dinge, sei es, daß aus irgendbour, Sie verbreiten durch ihre Zwischenrufe eine Atmosphäre welchen Erwägungen heraus eine Erneuerung des Reichstags fich von Militarismus, Absolutismus und Diktatur als nötig erweisen wird? Wenn die Freiheit der Bersammlungen geum sich, die mit meinen republikanischen Grundsätzen nicht verstört ist, dann sind auch freie Wahlen nicht möglich, dann einbar ist.( Große Heiterfeit.) ist die Demokratie aufgehoben, und an ihrer Stelle ist etwas anderes Abg. Andre( 3.): Während Sie( nach links) auch von der Ar- getreten. Eine Reihe von Regierungen erflärte mir, daß sie mit den beiterbevölkerung an der Ruhr nur einen geringen Teil vertreten, jetzt vorhandenen Machtmitteln einen Schutz der Versammlungen find wir berechtigt, im Namen der Arbeiterschaft zu sprechen. Sie nicht durchführen können.( hört, hört!) Ich bin der Meinung, daß tönnen auch heute das Haus vielleicht beschlußunfähig machen, aber es immer das Normale ist, nicht auf dem Berordnungs- und Ausdarüber sollten Sie sich keinem Zweifel hingeben, daß die breiten nahmewege, sondern auf dem Wege der Gesezgebung zu einer Massen des Volkes draußen für eine solche Tätigkeit fein Verständ- Ordnung zu kommen, und was an der Reichsregierung liegt, so nis haben und daß Ihr Verfahren den Grundsägen der wird sie mit allen ihr zu Gebote stehenden Machtmitteln dafür lärmende zurufe links.) Bei den nächsten Wahlen werden Sie das ( Unruhe und Widerspruch der erkennen.( Beifall rechts und in der Mitte.) Reichstag uns diese Machtmittel versagen sollte, so müßte die Reichsregierung in Erwägungen eintreten, ob andere Wege zum Schutze der Versammlungen einzuschlagen seien. Ich bitte auch die Herren von links, die Erklärung entgegenzunehmen, daß ich, solange ich an dieser Stelle stehe, mich mit allem Nachdruck dafür verwenden werde, daß Abg. Müller- Franken( Soz.): Wenn der Vorredner meinte, daß wir wegen unserer Haltung die nächsten Wahlen zu fürchten hätten, dann glaube ich das nicht, solange nicht etwa Rühe das Wahlrecht haben.( Unruhe rechts und im Zentr.). Ich verwahre mich gegen die Behauptung, daß wir in dieser Frage eine verschiedene Haltung nach rechts und nach links beobachteten. Herr Kahl hat die Vorgänge von gestern ganz richtig dargestellt. Wenn er aber fragte, was es für einen 3 wed gehabt hätte, die Frage einer Milderung zu diskutieren, wenn die Sozialdemokratische Partei doch gegen den Entwurf stimmen wollte, so erwidere ich, daß wir über unsere Haltung gegen den Entwurf pon pornherein nicht den geringsten Zweifel gelassen haben. Wir wollten aber die Schärfen herausbringen. Abg. Behrens( Dnatl.) ergeht sich in heftigen und beleidigenden Angriffen gegen die Sozialdemokratie. Inntil vorhanden ist.( Unruhe links.) Ich möchte die Hoffnung aussprechen, gleiches Recht für alle baß, so wie ein Gewitter, besonders, wenn es einige Donnerschlägemu aibt, tie Atmosphäre reinigt, auch wir nunmehr zu einer ruhigen Auffassung der Situation fommen. Ich darf im Namen der Regierung darauf hinweisen, daß noch eien wichtiger Punkt auf der Tagesordnung steht, der Nachtragsetat, der unbedingt erledigt werden muß, den das Reichsfinanzministerium braucht. Ich möchte taher wie vielleicht versuchen, zwischen der zweiten und dritten Lesung bitten, daß Sie diesen Gegenstand seinem Ende entgegenführen, und einen Weg zu finden. Ich möchte aber auch bitten, einen Punkt zu erledigen, ohne den sie unmöglich heute auseinandergehen können. Die Erörterung. Nach kurzen Ausführungen des Abg. Remmele( Komm.) schließt Es folgt zunächst die namentliche Abstimmung über einen Antrag Dr. Radbruch( Soz.) u. Gen., wonach die von dem Ausschuß beschlossenen Verschärfungen gestrichen werden follen, wonach u. a. auch der Verfuch zu Versammlungsstörungen strafbar sein soll. Die namentliche Abstimmung ergibt die In namentlicher Abstimmung wird hierauf mit 200 gegen 144 Stimmen( drei Stimmen waren ungültig) der Antrag Dittmann auf Zurüdverweisung an den Ausschuß abgelehnt. Abg. Diffmann( zur Geschäftsordnung): Das Haus zählt 269 bürgerliche Abgeordnete, 230 gehören zur Beschlußfähigkeit. Wir halten es für dringend notwendig, daß die Bürgerlichen für ihren Antrag die beschlußfähige Mehrheit stellen. Wir halten diesen Gefeßentwurf für außer ordentlich schädlich vom Standpunkte der Arbeiterschaft und glauben uns verpflichtet, alles zu tun, was in unseren Kräften steht, um zu Es sind nur 201 Karten( 195 nein, 2 ja, 4 Stimmenthaltungen abBeschlußunfähigkeit des Hauses. verhindern, daß er Gesetz wird.( Großer Lärm rechts und in der gegeben worden. Mitte, vielfache Rufe: Terror!) Es tann nicht unsere Aufgabe sein, denjenigen Parteien, die selbst nicht eine Mehrheit mit der Tagesordnung: 12. Nachtragsetat, und beruft für 5 Uhr Der Präsident sett um 4,25 Uhr eine neue Sigung auf 5 1hr an, zu st an de bringen fönnen, unsere Unterstützung zu leihen, in- den Weltestenrat. dem wir die Beschlußfähigkeit herbeiführen helfen. Bringen Sie Ihre Mehrheit zustande, so werden wir Sie respektieren. Ich beantrage, den Gegenstand von der Tagesordnung abzujegen. etat in der Fassung der Ausschußbeschlüsse angenommen. In der folgenden kurzen Plenarsizung wurde der NachtragsDanach werden u. a. im außerordentlichen Etat noch bewilligt 6 Milliarden Mark Darlehen an die Länder zur Fertigstellung angefangener Wohnbauten und außerdem zur allgemeinen Förderung des Woynungsbaues 100 Milliarden. Beides foll aus den Erträgnissen der Wohnungsbauabgabe genommen werden. Der Finanzminister wird ermächtigt, zur Bestreitung einmaliger außerordentlicher Ausgaben rund 4% Billionen Marf im Wege der Anleihe füffig Bedürfnisse, die durch den Ruhreinbruch hervorgerufen sind. nötigenfalls Garantien übernehmen. Aus sozialdemokratischem Antrag wurde beschlossen, daß Reichsgarantien nicht übernommen werden dürfen, soweit nicht alle fonftigen Befiz- und Garantieunterlagen der Garantiefuchenden bereits voll ausgenutzt worden sind und soweit sie sich mittelbar oder unmittelbar auf Schuh vor Preissenfungen beziehen. Einem Reichstagsausschuß von 7 Köpfen ist Rechenschaft zu geben.- Ohne Erörterung wurde ein von allen Parteien unterftüßter Antrag Dittmann zugunsten der Krankenver sicherung der Erwerbslosen angenommen. Nächste Sigung: Donerstag, den 3. Mai. Abg. Schulh- Bromberg( Dat.) beantragt namentliche Abftimstimmung über diesen Antrag. Ueber die Frage, ob eine namentliche Abstimmung in diesem Der Abg. Koch hat bedauert, daß es in der gegenwärtigen Falle nach der Geschäftsordnung zulässig ist, entsteht eine längere Situation zu solchen Auseinandersehungen kommt, und hat erklärt, Aussprache, in welcher der Präsident sich dahin vernehmen läßt, daß es nun nicht mehr möglich sei, den Versuch einer Abebnung zu daß er der Auffassung zuneigt, daß hier die namentliche Abzu machen. Außerdem darf er zur Befriedigung unabweisbarer machen. Auch wir haben an der Sache nicht gerade Bergnügen. ftimmung zulässig ist. In gleichem Sinne äußern fich die Der Abg. Dr. Kahl hat sich in dieser Richtung Mühe gegeben. Was Abg. Schultz- Bromberg( Dnatt.), Dr. Bell( 3entr.) und Rießer unsere Haltung betrifft, so habe ich gestern bereits im Aeltesten-( Dt. Bp.). ausschuß erklärt, daß ich meiner Fraktion über die dort von mir abgegebene Erklärung Bericht erstattet habe; die Frattion hat sich aber auf den Standpunkt gestellt, daß das, was jetzt aus der Rommission herausgekommen ist, so gestaltet sei, daß sie sich dieser meiner Erklärung nicht anschließen zu können glaubte. Sie können das bedauern, aber mit der Tatsache müssen Sie sich schließlich abfinden. Entgegen der Behauptung des Abg. Bell fann ich feststellen, daß sämtliche Abgeordnete aus dem RuhrHERMANN Tie Rotwurst nach Thüringer Art, Pfund Landleberw. Prd. 3500- Möhren. Abg. Dittmann( S03.) ift gegenteiliger Meinung; um aber fein Präjudiz zu schaffen, zieht er den Antrag zurück und bringt dafür den Antrag auf Schluß der fachlichen Debatte ein. Abg. Koch- Wefer( Dem.) nimmt den ursprünglichen Antrag Dittmann wieder auf. Präsident: Jetzt ist die Frage, welchem der beiden Anträge der Borrang gebührt.( Heiterkeit.) Der Schlußantrag wird genügend unterstützt. BILLIGE Lebensmittel Pfund 70...Pfund 100.Sowelt Vorrat 3300.Zwiebeln ..... Pfand 50.Leipziger Strasse Möhren Sülzwurst Pfand 3600.. Sellerie Spinat 4900.Blumenkohl Kopf von 950. Jagdwurst. Pand 4900.Mettwurst mach Braunschw. ArtPid. Pfand 250.Fleisch Alexanderplatz Pfund 2400, fri ch Kalbskamm frisch.......... Pfund Kalbskeulen frisch Pfund 2800.Hammelvorderfleisch und 4000.Schabefleisch frisch..... Pfund 4000.Prima Ochsenkamm 3200.Prima Ochsen- Fehirippe u, Brust front gefroren...... Pfund 3400, gefr. Räucherheringe Sowelt Vorrat Stück 490.- Schellfisch Pfand 300.Pfd. Sprotten Pfand 900.- Grüne Heringe PM 500.Makrelbücklg.P. 950.Pra Sprottbücklg. 1300.Aale geräuchert, Pfund 7800.Seelachs kopflos, im ganzen.. Pfund Kabliau kopflos, im 750.ganzen, Pfund 300.Kaninchen 1300.Pfand Wirtschaft Ruhrbefehung und Weltkohlenversorgung. Geft Januar Hat Itaften fich wegen seines Bebarfs nach den Ber Sfinnes in Rumänien. Die ngo- Stinnes. m. 5. 5. einigten Staaten gewandt, besonders wegen Gas- und Kofstohle. hat nahezu die Hälfte der Aftien der rumänischen Aluminium Deutschlands Kohlenkäufe bei England, besonders für era werte und Industrie A.-G. erworben und damit 3wede seiner Industrie, sind seit 1922 start im Steigen begriffen; großen Einfluß auf die rumänische Baugitförderung erreicht.( Baurit fie beliefen fich 1913 auf 8 952 328, 1921 auf 817 877 und 1922 auf ist der Rohstoff zur Aluminiumerzeugung). Der Rest der Aktien, Das Handelsdepartement der Vereinigten Staaten in Wa- 8 345 606 Tonnen. Ein erheblicher Teil der deutschen Kohlenein- die auf ungarische Kronen lauten, befindet sich in rumänischen shington hat auf Grund von Berichten seiner Attachés und sonstiger fuhr von England nimmt den Weg über die Niederlande, wohin Händen. Auch diese neue Kapitaltransattion Stinnes zeigt, wozu Bertretungen im Ausland einen Ueberblick über den Stand der 1922 6 067 789 Tonnen englischer Rohle exportiert wurden gegen dieser industrielle Machthaber Devisen„ braucht". Rohlenversorgung veranstaltet, dem wir nach dem F. P. S. 1787 678 Tonnen im Jahre 1921. Nachfragen wegen Lieferung folgendes entnehmen: Die englischen Bergwerts befizer amerikanischer Kohle nach Deutschland sind in den Vereinigten dieses Jahres um 1,4 Mill. Tonnen größer, als im gleichen Monat Deutschlands Kohleneinfuhr aus England war im Monat März und der englische Kohlenhandel scheinen außerstande, die infolge der Staaten bereits eingetroffen und es ist auch schon eine Lieferung des Vorjahres. Insgesamt hat England feinen Kohlenerport gegen Lage im Ruhrgebiet gesteigerte Nachfrage nach Kohle und Rots zu über 200 000 Tonnen innerhalb von vier Monaten abgeschlossen den gleichen Monat um 2 Mill. Tonnen Koblen erhöht. Der Rest decken, da nicht nur die englische Kohlenförderung ihr derzeitiges worden. Marimum erreicht hat, sondern auch die Verladungseinrich- Infolge der gesteigerten Nachfrage aus den europäischen Län- aufgenommen, die infolge der Ruhrbefeßung ebenfalls an Koblen von 0,6 Mill. Tonnen Kohlen wurde von Frankreich und Belgien tungen bis zur Höchstgrenze in Anspruch genommen sind. Die dern hat England anderweitig und besonders nach Südmangel englische Kohlenausfuhr im Januar 1923 belief fich auf 5 611 670 amerita feinen Rohlenerport start eingeschräntt: fo mangel leiden, weil die Reparationsfohlenlieferungen in Wegfal gekommen sind. Tonnen gegen 6 070 318 Tonnen im Januar 1913, 5 794 770 Tonnen ging die Ausfuhr nach Argentinien von 308 078 Tonnen im Des im Januar 1914 und 4 020 935 Tonnen im Januar 1922. Die För zember 1922 auf 207 786 Tonnen im Januar 1923 zurüd. In der berung in Großbritannien beläuft sich zurzeit auf zwischen 5 567 000 3eit vom 20. Februar bis zum 12. März sind in New York und 5 644 000 Tonnen gegen 5 520 000 Tonnen die Woche im 52 Dampfer für den transatlantischen Rohenhandel gechartert Jahre 1915, bem Jahr der stärksten Förderung. Der englische worden. Rohlenerport im Jahre 1922 belief fich auf 64 198 384 Tonnen gegen 75 400 118 Zonnen im Rekordjahr 1913. Bon belgischer Seite besteht eine starke Nachfrage nach Rots und Kohle für Verkofungszwecke. Die belgischen Rofsöfen liefern zurzeit nur 70 Broz. ihrer normalen Förderung wegen Mangels an brauchbarer Rohle. Aus dem Ruhrgebiet trifft so gut wie nichts ein und englische Kohle für Verkofungszwede ist nicht in genügenden Mengen erhältlich, obgleich die englische Kohlenaus fuhr nach. Belgien von 618 066 Tonnen im Jahre 1921 schon im legten Jahre auf nicht weniger als 3 489 419 Tonnen angestiegen ist. Seit dem 19. Januar ist nur sehr wenig Kohle von Deutsch land nach Frankreich gelangt mit der Folge, daß eine erheblich gesteigerte Nachfrage nach englischer Rohle einfegte, die jedoch nicht in den gewünschten Mengen zur Verfügung steht. Dies nötigte die französischen Räufer, einschließlich der Regierung, in den er einigten Staaten Nachfrage nach Kohle wie nach Kots anzustellen. Frankreich ist besonders hinsichtlich der Koksversorgung schlecht gestellt, was einen starten Rückgang der metallurgischen Förderung zur Folge hatte; infolge des Kofsmangels mußte eine große Anzahl von Hochöfen ausgeblasen werden. Die englische Kohlenausfuhr nach Frankreich war im Jahre 1922 größer als 1913 und doppelt so groß als 1921; die entsprechenden Zahlen find: 1913: 12 775 900 Tonnen; 1921: 6 395 651 und 1922: 15 479 417 Tonnen. Italiens Bedarf ist im letzten Jahre durch Einfuhr von englischer Kohle und durch deutsche Lieferungen gedeckt worden. wwwx Besies Seifenpulver Dixin erleichtert Mabes Ohne Chier S Ein grundlegendes Gefeh über die ruffischen Trusts. Bekanntlich hat die russische Regierung bereits vor anderthalb Jahren damit begonnen, die nationalisierten Industriebetriebe wieder beweglicher zu gestalten und ihnen die Anwendung privatwirtschaftlicher Grundfähe zu ermöglichen. Nunmehr ist durch Defret vom 10. April, wie das Thyssen will entkommunalisieren. Die Notlage des Reiches und Wirtschaftsinftitut für Rußland und die Oststaaten mitteilt, der der Gemeinden wurde dazu ausgenutzt, um eine unerhörte Propa. Dieses Defret ist besonders deshalb von äußerster Wichtigkeit, weil Charakter der russischen Trusts gefeglich festgelegt morben, ganda für die Entstaatlichung und gegen die kommunalen Betriebe zu entfalten. Der Zwed der Machenschaften war durchsichtig. Das es ganz scharf und klar das Verhältnis der russischen Trufts zum Rapital benutte feine mit der Geldentwertung steigende Macht, um Staate bestimmt. Als staatliche Trusts gelten diejenigen staat. auf eine billige Beise die in den Händen der Gemeinschaft befindlichen Industrieunternehmungen, denen der Staat Selbständig. lichen Produktionsmittel an fich zu bringen. Bereinzelt ist ihnen ihr als Handelsunternehmen zu arbeiten und aus ihren Operationen feit in ihrer Operationstätigteit gewährt und die Vorhaben gelungen. Neuerdings scheint der schwerindustrielle August Gewinne zu erzielen haben." Sie werden registriert und Thyssen es auf die Gasversorgung der mittelrheinischen Städte abgesehen zu haben, mo er Kotereien errichten will, um dann das erhalten mit der Registrierung das Recht einer juristischen Berson. in ihnen erzeugte Gas den Gemeinden anzubieten. Auch das Gas. Sie erhalten bei der Begründung vom Staate das sogenannte wert der Stadt Köln wurde von ihm fürzlich besichtigt. Da die bige Grund- und Umfagtapital. Der Staat haftet nicht für die Statutentapital", d. h. das für die Begründung notwenBrivatindustrie immer wieder für sich in Anspruch nimmt, daß sie Schulden, zieht jedoch den ganzen Gewinn der Trusts, mit Aus billiger arbeite als die gemeinwirtschaftlichen Betriebe, lohnt es sich, daran zu erinnern, daß die Stadt Hagen in Westfalen im Jahre nahme von 20 Broz., die in den Refervefonds fallen und für Lan1912 den Nachweis gebracht hat, daß es das Gas um etwa 5 bis beiter und Angestellte verwandt werden sollen, für sich ein. Die tiemen an die Verwaltungsmitglieder und Gratifitationen an Ar6 Proz. billiger herzustellen und abzugeben vermag, als die dortigen beiter und Angestellte verwandt werden sollen, für sich ein. Die Rofereien es liefern fonnten! Hier hat also der Privatbetrieb Gas Beteiligung des Brivattapitals ist nur möglich, wenn der als Abfall produtt teurer hergestellt als die Gemeinde das Trust in eine gemischte Aftiengesellschaft umgewandelt wird. Gas in der Hauptproduktion erzeugte! Ein Plan Thyssens, damals Devisenfurje. Unserer gestrigen Kurstafel ist noch nachzutragen: sich die Gaspersorgung von Mannheim zu sichern, ist an dem Wider. 1 finnnische Mart 825,93 Geld, 880,17 Brief; 1 italienische Zira ftand der Stadtverwaltung gescheitert. Die Erfahrung in 1466,82 Gelb, 1423,68 Brief; 100 österr. Stronen abgeft. 41,59 Geid, Hagen hat gezeigt, daß es notwendig ist, die Kommunalisie. 41,81 Brief; 1 ungarische trone 5.48 Gelb, 5,52 Brief; 1 bulgarung nicht nur grundsäglich aufrechtzuerhalten, sondern auch zu rifche Rewa 218.45 Geld, 219,55 Brief; 1 jugoslawischer Dinar erweitern. 304.23 Gelb, 805,77 Brief. Dixin Henkel ht ist sparsomrar Dixin gianig u. .bequem 250. 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