Mr. 112. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Breis für Berlin: Bierte ährlich 3,30 Mart, monata lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Poft- Bettungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 16. Mai 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Die gesehlichen Bestimmungen über die Arbeitszeit und Arbeitsruhe in Deutschland, Oesterreich I. Arbeitszeit Erwachsener. 1. Die Marimal- Arbeitszeit männlicher Arbeiter( über 16 Jahre) beträgt täglich: 2. Die Marimal- Arbeitszeit weiblicher Arbeiter( über 16 Jahre) beträgt: II. Sonstige Bestimmungen über die Arbeitszeit weiblicher Arbeiter: 1. Nachtarbeit ist verboten. 2. Die Arbeitspaufen betragen a) im Allgemeinen b) für Arbeiterinnen, die ein Hauswesen zu besorgen haben 3. Die Beschäftigung von Wöchnerinnen ist nach der Niederkunft ausgeschlossen auf die Dauer von 4. Gänzlich verboten oder nur bedingt gestattet fann die Beschäftigung weiblicher Arbeiter werden. 5. Ausnahmen von den gesetzlichen Beschrän fungen fönnen eintreten: a) für Arbeiterinnen über 16 Jahre wegen ungewöhnlicher Arbeitshäufung b) wegen Naturereignissen oder Unglüdsfällen können Ausnahmen bewilligt werden c) Nachtarbeit tann gestattet werden d) für Spinnereien, Fabriken mit ununterbrochenem Feuerbetrieb 2c. Können Ausnahmen gestattet werden e) die Paufen tönnen anders geregelt werden III. Die Beschäftigung von Kindern und jugendlichen Arbeitern. 1. Jft ausgeschlossen bei Kindern bis zum Alter von 2. Jm Uebrigen ist sie beschränkt: 3. Zeit der Beschäftigung. 4. Dauer der Pausen: für Kinder Für jugendliche Arbeiter. 5. unzulässig ist die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter außerdem 6. untersagt werden kann, die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter und der Schweiz werden dargelegt durch folgende tabellarische Uebersicht: Neues deutsches Arbeiterschuh Desterreichisches Arbeiterschutz. Gesek. 11 Stunden; an den Vorabenden der Sonnund Festtage nicht über 10 Stunden. Von 8/2 Uhr Abends bis 51/2 Uhr früh; an Sonnabenden und Vorabenden vor Feiertagen nach 51/2 Uhr Nachmittags. Mindestens 1 Stunde Mittag. 11/2 Stunden( fie sind 1/2 Stunde vor der Mittagspause zu entlassen). 4 Wochen; während der folgenden 2 Wochen nur gegen ärztliches Zeugniß. Aus Gründen der Gesundheit oder Sittlichkeit vom Bundesrathe für gewisse Fabrikationszweige. Die untere Verwaltungsbehörde kann diesfalls 1. eine Beschäftigung von täglich 13 Stunden auf die Dauer von zwei Wochen, innerhalb Jahresfrist von 40 Tagen, gestatten, darüber hinaus kann die höhere Verwal tungsbehörde gehen, wenn die tägliche Dauer im Jahresdurchschnitt nicht überschritten wird. 2. Die Vornahme von Reinigungs-, Reparatur 2c. Arbeiten, Sonnabends nach 51/2 Uhr, sofern sie tein Hauswesen zu beforgen haben, jedoch nicht über 81/2 Uhr Abds. Auf die Dauer von vier Wochen durch die höheren Verwaltungsbehörden, auf längere Zeit durch den Reichskanzler, auf 14 Tage in dringenden Fällen durch die Orts- Polizeibehörde. Jedoch sollen die Spinnereien wegfallen. Auch Gesez. In Fabriken 11 Stunden. In Fabriken 11 Stunden. Von 8 Uhr Abends bis 5 Uhr früh für Frauen und jugendliche Arbeiter. Mindestens 11/2 Stunden. Mindestens 1/2 Stunden, 4 Wochen. In gefährlichen und gesundheitsschädlichen Betrieben. 3umUebergang aus dem früheren Rechtszustand, jest fast alle weggefallen. Unter keinen Umständen. Für Fabriken mit ununterbrochenem Betrieb soll die Arbeitszeit in diesen Fällen 65 Stunden, tönnen Ausnahmen gemacht werden. in Ziegeleien 70 Stunden nicht überschreiten, die Nachtarbeit in 24 Stunden nicht über 10 Stunden betragen und jede Schicht durch Pausen von zu fammen mindestens 1 Stunde unterbrochen sein. Durch die höhere Verwaltungsbehörde. 13 Jahren. Die Beschäftigung von Kindern unter 14 Jahren darf die Dauer von 6 Stunden täglich nicht überschreiten. Zwischen 5% Uhr früh und 82 Uhr Abends. 1/2 Stunde. Mittags 1 Stunde, Vor- und Nachmittags 1/2 Stunde. An Sonn- und Festtagen und während des Katechumenen- und Konfirmandenunterrichts. Aus Gründen der Gesundheit und Sittlichkeit vom Bundesrath für gewisse Fabrikationszweige. In Fabriken bis zum vollendeten 14., in Handwerksbetrieben bis zum vollendeten 12. Jahre. Bis zum vollendeten 14. Jahre 8, von da an 11 Stunden, kann bei jugendlichen Personen bis zum vollendeten 16. Jahre noch weiter beschränkt werden. Zwischen 5 Uhr Morgens und 8 Uhr Abends. Mindestens 14 Stunden. Mindestens 11/2 Stunden. Bis zum vollendeten 14. und eventuell 16. Jahre, falls die Arbeit der Gesund heit nachtheilig, der körperlichen Ent wickelung hindernd, den Schulbefuch gefährdend ist. Schweizerisches Fabritgeset. 11 Stunden; an Vorabenden von Sonn und Feiertagen 10 Stunden, zwischen 6( in) den Sommermonaten 5) Uhr Morgens und 8 Uhr Abends. Wie bei den Männern. Nachtarbeit für alle Arbeiter mit Ausnahme der kontinuirlichen Betriebe, für Frauen auch in diesen verboten. Mindestens 1 Stunde. So wie in Deutschland. Mindestens 8 Wochen, und zwar müffen, 6 Wochen nach der Niederkunft verfloffen sein. Ist verboten bei der Reinigung im Gange bed findlicher Motoren, Transmiffionen und gefahrs brohender Maschinen. Kann ausnahmsweise gestattet werden. Können nicht gemacht werden. Nicht. 14 Jahren Für jugendliche Hilfsarbeiter zwischen 14 und 16 Jahren darf die Arbeitszeit inkl. Schul- und Religions- Unterricht 11 Stunden nicht überschreiten. Bei nach weislich gesundheitsschädlichen oder sonst ge. fährlichen Gewerben kann die Arbeitszeit noch weiter reduzirt werden. Zwischen 6( in den Sommermonaten 5) Uhr Morgens und 8 Uhr Abends. Mindestens 1 Stunde. Mindestens 1 Stunde. Während des Schul- und Konfirmanden. unterrichts für jugendliche Arbeiter bis zum 18. Jahre zur Nachtzeit. Durch Vorschrift des Bundesrathes, wenn es das Interesse der Kinder erheischt. 7. Ausnahmen von den gefeßlichen Bestim mungen können eintreten a) wenn Naturereignisse oder Unglücksfälle bies nöthig machen b) in Spinnereien und Fabriken mit ununterbrochenem Bundesrathsbeschluß Feuerbetrieb durch IV. Die Sonntagsruhe dauert 1. Für einen Sonn- und Feiertag 2. Für zwei auf einander folgende Sonn- und Fefttage. 3. Weihnachten, Ostern, Pfingsten. 4. Die Sonntagsruhe beginnt: noldb Zur Erklärung derfelben biene Folgendes: Neues deutsches ArbeiterschuhGesez. Wie oben zu Nr. II, 5 b. Wie oben unter Nr. II, 5d. Mindestens 24 Stunden, 36 Stunden. 48 Stunden, 12 Uhr Nachts; bei Tag und Nachtschicht frühestens Abends 6 Uhr, spätestens früh 6 Uhr; bei zwei Feiertagen dauert sie bis 6 Uhr Abends des zweiten Tages. 5 Stunden; an den ersten Feiertagen der drei hohen Feste ruht die Arbeit ganz. Die fett gedruckten Stellen bezeichnen die weitestgehenden Bestimmungen. Ein Blick auf das fett Gedruckte zeigt schon, wie viel wir noch zu thun haben, um in Sachen des Arbeiter schutzes mit Desterreich und der Schweiz uns messen zu können, während wir fast nur in der Frage der Feiertagsruhe diese Desterreichisches ArbeiterschuhGesez. Die gesegliche Arbeitsdauer darf für Kinder und jugendliche Personen nie über schritten werden. Schweizerisches Fabritgefeh.) Wenn die Unerläßlichkeit der Mitwirkung junger Leute dargethan wird und wenn es im Intereffe tüchtiger Berufserlernung derselben liegt, aber dann muß die Nachtarbeit unter 11 Stunden festgesetzt werden und andere Erleichterungen garantirt fein. 24 Stunden. Für Festtage keine Bestimmungen außer der, daß den Arbeitern Zeit zur Anwohnung des Gottesdienstes garantirt werden muß. 6 Uhr Morgens. 24 Stunden. 8 Zage tönnen von den Rantonsregierungen als obligatorische Feiertage, für welche die BeStimmungen der Sonntagsruhe zu gelten haben, bestimmt werden. Im Fabrikgesetz teine Bestimmung. fontsolnigoj odporoloo einhaltung der Kündigungsfristen und ähnlichen Geschenken, die arbeitenden Volfes Deutschlands gegen dieses Gefeh Mann für boten werden, schon der eine Umstand, daß Desterreich und die den deutschen Arbeitern durch das neue Arbeiterschuß- Gesez ge- Mann gestimmt haben. Wir haben dieser anschaulichen Tabelle teine weiteren Worte Schweiz einen Normalarbeitstag einführten und trotz aller hinzuzufügen, sie enthält Stoff für die Kritik und die Agitation Verleumdungen der Offiziösen, der der Regierung und des in Hülle und Fülle. Wir hoffen, daß unsere Leser hiervon entUnternehmerthums auch durchführten, zeigt, daß wir in Sachen sprechenden Gebrauch machen. des Arbeiterschutzes noch lange nicht auch nur mäßigen Ansprüchen Genügendes geleistet haben. Das österreichische Parla ment, welches das Arbeiterschutz- Gefeß genehmigte, ist ein Klassen-*) Das eidgenössische Fabrikgesetz schützt nur die Arbeiter in parlament ersten Ranges, nur Großbourgeois haben in demselben Fabriken, in welchen Begriff aber in der Schweiz zum Theil ſelbſt Sig und Stimme, und trotzdem hat es den Deutschen Reichstag Betriebe mit 2 Arbeitern eingereiht werden. Ueber die beschämt. Jedermann, der nicht sich selbst zu belügen sucht, wird anderen Arbeiter bestimmen das eidgenössische Obligationenrecht Wir wollen ganz absehen von den Strafen bei Nicht- les für selbstverständlich halten müssen, daß die Abgeordneten des lund kantonale Gesetze. Staaten überholt haben. Bon wenig fachkundiger Seite wurde behauptet, daß die deutschen Arbeiter jezt das weitgehendste Arbeiterschutz- Gesetz befizen. Eine flüchtige Durchficht unserer tabellarischen Darstellung beweist, wie wenig stichhaltig diese Behauptung ist. Die Emser Depeschte. Der Vorwärts" ist nicht die geeignete Stätte zum Austrage diefer Angelegenheit, die sehr viel Raum in Anspruch nehmen Die nationalliberalen Münchener Neuesten Nach- wird, und nur in einer größeren Revue oder in einer besonderen richten" haben die Unvorsichtigkeit, das heitle Thema der ge= Schrift genügend behandelt werden kann. fälschten Emser Depesche zu berühren, und einige offenbar sehr schlecht unterrichtete Blätter, wie z. B. die hiesige Börsen- Zeitung" und der Reichsbote" find so unvorsichtig, den Artikel der Münchener Neuesten Nachrichten" abzudrucken. Wer diese sogenannte Widerlegung genau und aufmerksam liest, mertt fofort, daß die Wahrheit verdreht wird, und durch TaschenSpieler- Runststückchen estamotirt werden soll. " Da die M. Neuesten" in bekannter Pöbelhaftigkeit auf den Chefredakteur unseres Blattes schimpfen und ihm die Urheberschaft der Anklage, daß die Emser Depesche gefälscht ist, zu schieben wollen, so sei hier erwähnt, daß der erste und genialſte Führer der katholischen Partei im Deutschen Reichstag, Herr von Mallinckrodt, schon kurz nach dem Krieg im Reichstag die gleiche Anklage erhob. Der Punkt, um den sich Alles dreht, ist: Und ein englischer Geschichtsschreiber, Hat der König von Preußen am 13. Juli 1870 in C. A. Fyffe sagt im dritten Band seiner vortrefflichen, Ems den französischen Gesandten Benedetti wegen ungehörigen auf Grund authentischer Dokumente ruhenden Geschichte Benehmens brüst abgewiesen, und zwar in einer Form, welche des modernen Europa"( A History of Modern Europe) der französischen Regierung keine Wahl ließ, als den Krieg zu er- über die angebliche Emser Depesche"( the alleged telegram from Ems*): tlären? Das ist die Frage, denn daß die sog.„ Emser Depesche" vom 13. Juli die Sache so darstellt, das hat noch Niemand geleugnet. licht wurde( in der sog.„ Emser Depesche"), war aber so gefaßt, daß die Preußen glauben mußten, ihr König, und die Franzosen, ihr Gesandter sei beschimpft worden." Und das Athenaeum sowohl, wie Mr. Fyffe sprechen es una verhüllt aus, daß die Emser Depesche den Krieg nothwendig machte, und daß dies ihr 3 wed war. Wahrlich, hier liegt eine schwere Schuld vor, und eine schwere Schuld ist zu fühnen. Politische Uebersicht. Berlin, 15. Mai. Durch den Tod des Oberpräsidenten von Schlieck Wenige Stunden nachdem in Ems die letzte Botschaft mann, des getreuesten Ausführers Puttkamer'scher Grundzwischen König Wilhelm und Benedetti gewechselt worden war, säge ist das Reichstagsmandat für Tilfit- Niederung wurde in Berlin amtlich ein Telegramm veröffentlicht, welches erledigt. Die Münchener Neuesten Nachrichten" haben nun die in so furzen Worten, daß der Eindruck einer persönlichen Insulte Im Februar 1890 erlangte der Verstorbene als Ran Stirn zu behaupten, der Inhalt der Depesche entspreche der nahegelegt wurde, mittheilte: Der König habe sich geweigert, bidat der deutschkonservativen Partei 10 644 Stimmen, den französischen Gesandten zu empfangen und ihm durch seinen während auf den freisinnigen Kandidaten von Reibnitz Wahrheit. Das ist falsch. Sowohl Benedetti, als Fürst Radziwill, Adjutanten sagen lassen, daß er ihm nichts mehr zu sagen habe. 8962, auf den nationalliberalen 612 Stimmen entfielen und der Flügeladjutant des Königs, stellen fest, daß die Verhandlungen des Dieses Telegramm wurde den preußischen Gesandten an den meisten 158 fich zersplitterten. 18. Juli durchaus freundschaftlicher Art waren. europäischen Höfen und den preußischen Gesandten und GeschäftsUnd das ist charakteristisch für die" Moral" dieses sauberen führern in allen deutschen Hauptstädten zugeschickt. Sofort wurde Blattes, diem. Neuesten Nachrichten" theilen in ihrer so- auch die Nachricht verbreitet, ohne daß Seitens der preußischen in der Nachwahl zu erobern. genannten Widerlegung selber mit, daß, laut dem Bericht Regierung widersprochen ward, Benedetti habe sich dem König Radziwill's, Benedetti na ch dem, angeblich den brüsten Ab- auf der Promenade in Ems aufgedrängt und der König habe bruch aller Verhandlungen bedeutenden Erklärungen des Königs ihm in Gegenwart einer zahlreichen Gesellschaft den Rücken feinerseits sich beruhigt erklärte"; und daß noch am folgenden gedreht." Tag, als die„ Emser Depesche" bereits in die Welt gegangen war, der König von Preußen den französischen Gesandten noch freundlich begrüßte. Und wer die von den„ M. Neuesten Nachrichten" selbst zum Abbruck gebrachten Depeschen( bie Radziwill'sche und die„ Emser") mit einander vergleicht, findet, daß der König blos erklärt hatte, er habe in dieser Sache ( der spanischen Kandidatur) nichts weiter mitzutheilen worauf Benedetti erklärte, er werde sich dabei beruhigen," und daß in der Emser Depesche" gesagt wird, der König von Preußen habe es abgelehnt, den französischen Gesandten zu empfangen was die denkbar schwerste Beleidigung war. Und das soll keine Fälschung sein? Feuilleton. Nachdruck verboten.] ( 61 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol von Robert Sa, weichel. Diese lettere Nachricht, an der kein Wort wahr war, wurde allgemein geglaubt und schürte die Kriegswuth; und in Ems ist sogar zur Erinnerung an diese Szene, die nie stattgefun den hat, ein Denkstein gesetzt worden! " Die Freifinnigen machen sich Hoffnung, den Wahlkreis Durch Selbstmord starben in der preußischen Armee, im XII.( fgl. sächsischen) und XIII.( fgl. württembergischen) Armeekorps in den Jahren 1884 bis 1888 laut dem amtlichen Sanitätsbericht nicht weniger als 949 Mann. Die höchsten Zahlen hatte das V. und III. Armeekorps, die geringste das VII. Armeekorps. 44,6 pt. der Selbstmorde erfolgten durch Erschießen. Ferienkoloniale Freuden! Ueber die letzte Unterredung des Königs mit Benedetti heißt es im Athenaeum wohlgemerkt eines der geachtetsten und Wie nothwendig der Arbeiterschutz für die Augestellten wissenschaftlichsten Blätter der Welt im Anschluß an das der Eisenbahnen ist, haben wir oft genug betont. Es ist beFyffe'sche Buch: zeichnend, daß die Zahl der an Störungen des VerdauungsDie Unterredung war durchaus fried- kanals leidenden Bahnbediensteten eine so hohe ist. Die Unlich und höflich, und auf beiden Seiten regelmäßigkeit der Mahlzeiten und die ungeeignete Beschaffenherrschte das Bestreben, den Streit zu beheit der Speisen rufen Ernährungsstörungen hervor. Erst wenn endigen. Der Bericht, welcher veröffent- hier Abhilfe geschafft, d. h. der Arbeitstag vernünftig geregelt ist, wird es besser werden. Daß es besonders das Fahrpersonal ist, und unter diesem in erster Reihe wieder das *) S. Athenaeum, vom 25. Januar 1890, S. 112 f. Alle die Madlen und jungen Frauen, gleichviel ob sie einem, höchstens zwei Paaren ausgeführt. Ambros und hübsch oder häßlich waren, beschämten sie. Wenn sie sich Afra tanzten allein und um sie hatte sich ein dichter lustig drehten und sprangen, wer saß allein an der Kreis von Zuschauern gebildet, der seinen Beifall wiederWand? Dem Ambros Falkner seine Frau! Es war zum holt laut zu erkennen gab. Es war ein ausgelassen luftiger Tanz. toll werden. Stafi war tief betrübt. Lisei suchte sie zu trösten: sie Lisei sah sich bei Jergs Worten erschrocken um, wäre nicht ungeschickt und sollte nur mehr Vertrauen zu denn er hatte laut genug gesprochen, um auch von Stasi fich haben, dann würde es ein zweites Mal schon besser gehört zu werden, wenn sie, wie Lifei befürchtete, hinter ihm Lisei ließ die Aeußerung unbeachtet. Afra aber machte gehen. Stafi wollte aber keinen zweiten Versuch wagen, stand. Stafi aber war, wie viele andere auf die an den Lisei ließ die Aeußerung unbeachtet. Afra aber machte weder mit Jerg, der sich dazu erbot, noch mit sonst einem Wänden befindlichen Bänke gestiegen, um über die Köpfe die Bemerkung, als sie darauf mit Ambros tanzte:" Der von den jungen Burschen, die sie um ihres Mannes willen der davor Stehenden wegsehen zu können. Sie hatte nichts Jerg thut gerade so, als ob er es auf Deine Schwester ab- auffordern famen. Es wäre für sie fein Vergnügen ge- gehört; sie war ganz Auge und ein Lächeln spielte unt ihre gesehen hätte." wesen, mit einem Anderen als mit ihrem Wanne sich gewölbten Lippen. Das Lächeln erstarb jedoch allmältg und Er müsse immer seinen Spaß haben, meinte Ambros. herumzudrehen. Seinetwegen wünschte sie, daß sie sich auf ihr liebliches Gesicht wurde immer ernster und trüber, je Afra entgegnete darauf:" Du kennst ihn nicht, Ihr kennt die Kunst so trefflich verstände, wie Afra. Ambros und feuriger das Paar in dem Staube und Tabaksdampfe fich ihn Alle nicht." Afra waren unstreitig das geschickteste und auch das drehte und sprang, sich suchte und floh, Afra zulegt, wie Stafi fonnte nicht tanzen. Sie wäre deshalb auch gern hübscheste Paar auf der Diele, und Stafi hörte sie von unfähig eines längeren Widerstandes, von Ambros sich zu Hause geblieben; allein Ambros hatte darauf bestanden, den Zuschauern loben, wann sie mit einander tanzten, was haschen ließ, beide, ohne von der Stelle zu weichen, sich im wildem Wirbel umherdrehten und er sie zum Schluß hoch daß sie mitkäme. Es war weniger eine Bitte als ein Befehl oft geschah. in die Höhe hob, indem er plöglich, wie in den Boden gewurzelt, stehen blieb. Sobald Lisei sich überzeugt hatte, daß Stafi die Be merkung Jergs nicht vernommen hatte, verwies sie ihm dies selbe ernstlich. Er sollte bedenken, daß Beide verheirathet wären und Afra überdies seine Mutter. gewesen, und Stafi hatte über seinen herrischen Ton in Die schöne Müllerin aber tanzte nicht nur gut, sondern Der Stille geweint und gehorcht. War er seit dem feind- auch mit Leidenschaft. Sie war mit der Zeit in eine Auf seligen Zusammenstoß mit dem Vater vor dem Stern regung gerathen, die sie kaum noch zu beherrschen vermochte nicht mehr der Kloster- Broft, so wollte er den Leuten und aus ihren großen tief dunklen Augen flammte die heiße zeigen, daß er immer noch der Ambros Falkner war, und Gluth ihres Herzens zu Ambros empor. Er legte sich über durch seinen persönlichen Werth jenen aufwog. Er war der das, was ihre Blicke verriethen, keine Rechenschaft ab, aber Ambros Falkner und die Stasi war die Frau des Ambros das Feuer derselben trieb auch ihm das Blut schneller und" Die Frau von meinem Vater, ja, das ist sie leider, Falkner, das sollten die Leute gegen den Klosterbauer öffent- heißer durch die Adern, und ungestümer, wilder schwang er und er ist blind", sprach er. Aber, meiner Treu, Du hast lich anerkennen und darum war er zur Fastnacht gekommen. das junge, schöne Weib in seinen Armen und stampfte den Recht, ich sollte nicht alles heraus sagen, was ich denke. Als der Oberförster den Tanz eröffnete, forderte Ambros Boden und jauchzte, so daß das Blockhaus erzitterte. Ich kann nichts dafür, daß mir das Herz auf der Zunge seine Frau auf. Ihre Entschuldigung, daß sie nicht tanzen " Ja, die Beiden passen gut zusammen," sagte Jerg zu fizt. Wenn es anders wäre, wär' ich nicht der lustige fönnte, wollte er nicht gelten lassen und auch Lisei Lisei und mit spöttisch zwinkernden Augen fügte er hinzu: Ferg. Ehrlich währt am längsten. Wenn ich erst verheiredete ihr zu. Aber die Sache ging nicht gut Alte Liebe rostet nicht". Er sagte es, während er mit rathet bin, tanz' ich blos noch mit meiner Frau oder gar aus. Ein wie vorzüglicher Tänzer auch Ambros war, die Liſei der Forlane zuschaute, die Ambros und Afra eben aus nicht mehr." arme Stasi kam wiederholt aus dem Takte. Er brachte sie führten. Die Forlane, welche heute vergessen ist, war ein„ Ja, denkst Du denn ans Freien?" fragte Lisei etwas auf ihren Blag zurück und der Aerger in ihm machte sich alter, venetianischer Bauerntanz, den die von der Nordküste verwundert. in den Worten Luft:" Du kannst auch gar nichts!" der Adria zu den Ernte- Arbeiten heraufkommenden Mäd Wenn Einer sich die Hörner abgelaufen hat, denkt er Das wollte seine Frau sein und konnte nicht einmal chen und Frauen in dem Busterthale und dessen Neben- schon daran," versetzte er mit einem Lauernden Blick. einen elenden Schleifer tanzen, grollte es in ihm fort. thälern bekannt gemacht haben mochten. Sie wurde von Auf Geld brauch' ich nicht zu sehen, aber brav müßte fie enter the Bugbeförderungs-, m zweiter Reihe das Zugbegleitungszu Schaden kommt, versteht sich Nach amtlichen Mittheilungen Personal, das auf diese Weise aus der Art des Betriebes. famen auf je 100 Bediensteten der bayerischen Staatseisenbahn Erkrankungen der Verdauungswerkzeuge Zugförderungs- Berfonal Bugbegleitungs- Personal Bahnbewachungs- Personal 1878/82 1883/87 B 26,9 25,5 24,2 23,38 18,2 12,8 10,8 10,7 • G 18,1 16,9 Bureau- und Stationsdienst Personal • . Personal für den niederen 18,7 16,1 Stationsdienst Weichenwärter Es betrugen die Krankheitstage pro Mann( im Zeitraum 1882-1886) beim Zugförderungs- Perfonale 14,8 beim Zugbegleitungs- Personale 18,2, beim Bahnbewachungs- Personale 9,2, beim Stationspersonal einschließlich der Weichenwärter 10,0 und beim Bureaupersonale 6,6 Tage. Nach bahnärztlichen Angaben ist das Zugspersonal 74 pet. ber üblichen Effenszeit von Hause abwesend. Der größte Theil des Personals ist auf die von Hause mitgenommenen falten Speisen oder auf die Bahnhofsrestaurationen angewiesen. Die Güterzüge verbringen ganze Tage in fleinen Stationen, wo nichts zu haben ist, die schnellfahrenden Züge laffen weder den Kondukteuren, noch den Wagenwärtern die nöthige Zeit zum Essen. Hat auch eventuell der Lokomotivführer Zeit, sich zu stärken, der Heizer hat soviel an der Maschine zu thun, daß er sie nicht selten bis zur nächsten Fahrt nicht, oder nur zu kurzer Raft verläßt. Hierzu fritt der wesentliche Rostenpunkt. Den Heizer", fagt Bahnarzt Dr. Beet, trifft während der Fahrt die schwerste Arbeit; er hat am wenigsten Zeit zum Essen und am wenigsten Einnahmen, um sich solches zu verschaffen. Bei den Kondukteuren und Bremsern sind diese Verhältnisse besser, aber doch auch noch befferungsbedürftig; daß hier nachgeholfen werde, liegt ebenso sehr im Interesse der Arbeitenden, wie in dem der Bahnverwaltungen, welche sich ein gesundes Personal möglichst lange dienstfähig zu erhalten trachten". Wie man hört, foll die bayerische Generaldirektion den Versuch vorbereiten, auf einer bestimmten Strecke für die regelmäßige Beköftigung des Fahrpersonals zu forgen. Bei der bekannten bureaukratischen Starrheit ist es fraglich, ob, was zu wünschen, etwas Brauchbares dabei herausspringt. Der Kern der Sache aber wird nicht dadurch berührt; derselbe ist die Regelung der Arbeitszeit. Wegen einer Beleidigung, welche in den aus Anlaß des großen Bergarbeiterstreifs geführten Rämpfen gefallen war, war der Zentrumsabgeordnete Stößel zu einer dreimonatlichen Gefängnißstrafe verurtheilt worden. Dieselbe ist ihm nunmehr im Gnadenwege erlassen worden. Wie sich die Zeiten ändern! Zur Zeit des Kulturtampfes mußten Zentrumsmänner, Erzbischöfe, Bischöfe, Pfarrer und Journalisten dutendweise ins Gefängniß wandern und von Nachlaß der Strafen war faft nie die Rebe, heute stützt sich die Regierung auf die ultramontane Bartei und fällt einer ihrer Leute in die Netze des Strafgesetzbuches, so wird er begnadigt. Dies mag für den Einzelnen ganz angenehm sein, der Popularität der Partei nüßt es aber sicherlich nicht. siladis W swell bie öffentliche Ruhe und das moralische unb materielle| Wohl der Arbeiter erstrecken. Die Encyclica verbreitet sich sodann über die Frage der Feiertage, der Ausstände, der Löhne, Arbeitsdauer, Frauen- und Kinderarbeit, Kranken- und Unfallversicherung und bespricht schließlich die Hilfsgenossenschaften und Syndikate. Lettere müsse der Staat, wofern sie zeitgemäß feien, begünstigen. Die Encyclica schließt mit dem Lobe deffen, was bereits in diesem Sinne geschehen sei und fordert alle Betheiligten auf, ihre Pflicht zu erfüllen. lichen Befehl wurden die Raffeehäuser um 121 Uhr ge schlossen. Indessen nahmen die Unruhen keinen allzu ernsten Charakter an. Ein todter Mann ist Herr Parnell- das merkte er dieser Tage, als er in London unter den dort wohnenden Irländern sein Heil versuchte, nachdem er von den Irländern in Jrland die kräftigften und fühlbarsten Mißtrauensvoten erhalten hatte. Auch die Londoner Jrländer wollten nichts von ihm wissen, und ihre Unzufriedenheit mit dem ungekrönten" Ex- König von Feland war so groß, daß derselbe sich unter den Schutz der englischen Polizei flüchten mußte. Kurz, Herr Parnell ist todt, aber vorläufig Die Berufung auf das Evangelium entbehrt nicht des komischen Anstriches, da in der Encyclica das Kollektiv eigenthum zurückgewiesen wird. Wenn der Bapst einmal Zeit findet, das Neue Testament zu studiren, wird er an vielen Stellen, so insbesonders in der Apostelgeschichte, die For- die Homerule auch. derung des Kollektiveigenthums finden und auch entdecken, daß dies vielfach in den urchristlichen Gemeinden zur Durch führung gekommen ist. Das was der Papst über die Mit wirkung des Staates im Interesse der arbeitenden Klasse von der Regelung des Privateigenthums, der öffentlichen Ruhe zc. sagt, könnte jeder Bourgeois auch sagen. Was sonst in der Encyclica mitgetheilt wird, ist weder neu noch bemerkenswerth. Mögen naive Gemüther die Aeußerung als eine Offenbarung bewundern, so sehen wir in derselben nichts Anderes als einen Beweis für die InteressenSolidarität des Katholizismus mit der Bourgeoisie. Ueber die Frage der belgischen Verfassungsrevision fand wieder eine Debatte statt, welche aber wenig Klärung herbeiführte. Eine Depesche meldet hierüber: In der heutigen Sigung der Deputirtenkammer sprach Janson dem Bestreben der Regierung und der Zentralfektion, die Verfassungsrevisionsfrage nach allen Seiten hin zu beLeuchten, ingleichen den Maßnahmen der Regierung zur Aufrechterhaltung der Ordnung die vollste Anerkennung aus. Gleichzeitig beschwor derselbe aber die Regierung und das Parlament, eine Erklärung dahin abzugeben, daß die Kammer gewillt sei, die Frage der Verfassungsrevision demnächst zu berathen, damit dem Ausstande, welcher durch ein Mißverständniß hervorgerufen worden sei, ein Ende gemacht werde. Der Justizminister Lejeune erwiderte, die Haltung der Regierung in der Frage der Verfassungsrevision sei stets eine korrekte gewesen; jede weitere Erklärung könne daher nur neue Mißverständnisse hervorrufen. Eine weitere Folge wurde dem Zwischenfall nicht gegeben. In der Zentralfektion der Rammer beantragte heut der Berichterstatter, wahlberechtigt sollen sein: in Ortschaften unter 5000 Einwohner jeder Inhaber einer Wohnung mit einem Ratasterertrag von wenigstens 30 Fr., in Städten von 5000 bis 20 000 Einwohnern mit einem solchen von 42 Fr., in Städten über 20 000 Einwohner mit einem Ertrag von 60 Fr. Der Berichterstatter erklärte, damit solle dem vorwiegenden Einfluß der Großstädte vorgebeugt werden. Die Entwickelung des Vorschlages nahm die ganze Sigung ein. Die Sektion hielt ihre Ansicht noch zurück. Nächste Sigung am Mittwoch. In Brüffel scheint es, nach den Meldungen der Depeschenbureaus, zu unbedeutenden Unruhen gekommen Der Heilige Rock in Trier, der 1844 zum letzten zu sein. Wie weit den Meldungen der Bureaus, die, wie Male der gläubigen Christenwelt ausgestellt ward und das stets, auch diesmal die Arbeiter ins Unrecht zu setzen suchen, mals zur beutschkatholischen Bewegung den Glauben zu schenken ist, kann vor Einlauf direkter MitAnstoß gab, soll dieses Jahr wieder ausgestellt werden. theilungen nicht festgestellt werden. Wir haben in Brüssel Befagter Rock ist„ ungenäht" und soll von Christus selbst Informationen eingezogen und müssen bis dahin die Telegetragen worden sein nebst etlichen Dutzend anderer gramme ohne weit.ce Kritik wiedergeben. Dieselben lauten: Röcke, die sich noch anderswo wunderbar erhalten haben. Natürlich thun sämmtliche Heilige Röcke auch Wunder. Daß man jetzt wieder eine solche Wunderkur für nothwendig hält, scheint darauf hinzudeuten, daß der Thurm des Zentrums" sich doch nicht so stark fühlt, wie die Zentrumsleute und Zentrumsblätter mit verdächtigem Eifer bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit zu betheuern für gut halten. Ueber die schon angekündigten Aeußerungen des Papstes über die soziale Frage meldet eine Depesche von Wolff's Bureau: Die demnächst erscheinende päpstliche Encyclica über die Soziale Frage wird nach Zurückweisung des Grundsages des Kollektiv- Eigenthums betonen, daß die Lehren der katholischen Kirche das erste und vornehmste Element jeder Lösung der sozialen Frage bilden. Sie erinnert an die Grundsäge des Evangeliums über die Brüderlichkeit zwischen den Arbeitgebern und den Arbeitern. Die Kirche werde jederzeit bazu beitragen, daß diese Grundsätze Anwendung fänden und mit allen materiellen und moralischen, von Christus gepredigten Mitteln helfend eingreifen. Die Mitwirkung des Staates für die arbeitenden Klassen müsse sich auf die Regelung des Privateigenthums, Ueber die Judenverfolgungen auf den Griechenland gehörigen jonischen Inseln liegt heute eine Fülle von Des peschen vor. Wir begnügen uns, eine hier abzudrucken: Ein gestern Abend in Triest eingelaufenes Telegramm aus Korfu bestätigt, daß bei dem gestrigen Massacre daselbst ein Böbelhaufen eine Abtheilung Soldaten entwaffnet, zwei von Juden bewohnte Häuser gestürmt, acht Personen, meistens Frauen und Kinder, getödtet und die Häuser in Brand gesteckt hat. Unter dem Volke massenhaft vertheilte aufreizende Bilder tragen deutschen Text. Die Wunde des Großfürften Thronfolger ist nach sämmtlichen einlaufenden Berichten eine ungefährliche. Vor 12 Monaten dürften keine brieflichen Meldungen über das Aufsehen erregende Ereigniß aus Japan eintreffen und bis dahin wird man wohl über die Ursachen des Attentats im Unklaren bleiben. Der Legislatur von Nebrasta liegt ein Achtstundengefeh vor, das folgenden Inhalt hat. Sektion 1. Acht Stunden sollen die gesetzliche tägliche Arbeitszeit bilden für alle Klaffen von Handwerkern, Dienenden und Tagelöhnern im Staate Nebraska, ausgenommen mur Farmarbeiter und Dienstboten. Sektion 2. Jeder Beamte und jeder Agent des Staates Nebraska oder irgend einer Ortsbehörde in diesem Staate, welcher dieses Gesetz offen verlegt oder in anderer Weise seine Bestimmungen zu umgehen versucht, soll des Vergehens im Amte schuldig erklärt und fufpendirt oder entlassen werden durch den Gouverneur oder sonst durch den Vorsteher des betr. Departements. Sektion 3. Jeder Unternehmer und jede Korporation, welche ihre Angestellten über die in diesem Gesetz vorgeschriebene Zeit hinaus arbeiten läßt, soll den betr. Arbeitern doppelten Stundenlohn zahlen. Sektion 4. Wer immer vom Staate Nebraska Kontraktarbeit übernimmt oder sonst eine Privatperson oder Korporation, die es versäumt, sich dem obigen Gefeße anzupassen oder sonst die Bestimmung desselben umgeht, durch Grzwingung längerer Arbeitszeit für gewöhnlichen Tagelohn, der soll nach geschehener Ueberführung eines Vergehens schuldig befunden und mit einer Geldstrafe nicht unter 500 Dollar und nicht über 1000 Dollar belegt werden. Das Gesetz würde, wenn angenommen, das wirksamste sein von allen Achtstunden Gefeßen, die wir fennen. Die Farmer haben sich und ihre Dienstboten wohlweislich mit dem Gesetz verschont. Nebraska hat eine Farmer- Majorität in der Legislatur.Literarisches. Der Bürgermeister von Brüssel, Bu13, richtete an das Romitee des Brüsseler Bundes der Arbeiterpartei ein Schreiben, in welchem er bekannt giebt, daß er bis auf Weiteres die Abhaltung von Meetings auf öffentlicher Straße nicht gestatten Die Berliner Volks- Tribüne"( Abonnementspreis für werde. Die Polizei habe Befehl erhalten, jede Ansammlung, Berlin monatlich 50 Pf. pränumerando[ frei ins Haus]. GinDie Unordnung hervorrufen und den freien Verkehr hindern zelne Nummer 15 Pf. Redaktion und Expedition SO.( 26), tönnte, zu zerstreuen. Elisabeth- Ufer 55.) bringt in ihrer Nr. 20 vom Sonnabend, den 16. Mat: Aus der Woche. Aus Belgien. Das Gemegel in Fourmies. Ein Verbrecher. Zur Frage der Landagitation. Am Spätabend des gestrigen Tages zogen mehrere Arbeiter haufen, die Marseillaise singend, durch die Straßen der Stadt und zertrümmerten an einigen Stellen die Fensterscheiben. Die Polizei zerstreute die Tumultuanten mit Säbelhieben und nahm mehrere Berhaftungen vor. Gestern Abend sammelten sich in der Nähe der Börse zahlreiche Arbeitermengen an, um eine Rundgebung zu veranstalten. Die Polizei schritt wiederholt ein und suchte die Arbeiter zu zerstreuen. Dieselben rotteten sich aber immer wieder zusammen. Bis jetzt find gegen 10 Verhaftungen vorgenommen. In mehreren Zotalen der Stadt wurden Meetings zu Gunsten der Verfassungsrevision und zur Weiterführung des Ausstandes von den Sozialisten abgehalten. Auch gestern Abend war die Stadt wieder der Schauplab Die Polizei schritt gegen zahlreiche Ruheftörer von Erzessen. ein, welche Schaufenster, u. A. von drei Juwelierläden einschlugen und Petarden vor die Polizei warfen. Auf polizei sagte sie:" Mir hat der Tanz auch nicht gefallen, er ist gar Afra strich ihren schwarzen, faltenreichen Rock glatt. Als sie die Augen wieder hob, begegnete sie denen ihres Stiefsohnes, die stechend auf sie gerichtet waren. Ein Bliz zorniger Verachtung traf ihn. sein und gescheidt, so von Grund aus gescheidt, weißt Du, und nicht zu jung, so daß sie mich in allen Stücken ver- so wüft." stehen kann. Eine, die blos so am Aeußerlichen hängt, die ist nicht für mich. Sie muß mir ins Herz sehen tönnen. Ich weiß, daß ich zu weich und gut müthig bin, da muß sie mit ihrem Verstand für mich eintreten und mir die Hand auf den Mund legen, wann mir das Herz über die Lippen springen will." Stücklein!" Gedicht. Novelle. Warum geht Rußland auf Eroberungen aus? III. Kornzölle in Deutschland nach der GeVerschichte und Statistit. I.- Produktion und Technit. fchiedenes. Vom Reichstag. " Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diet' Berlag) ist soeben das 38. Heft des 9. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Die Arbeiterbewegung in den Vereinigten Staaten, 1850-1860. Von F. A. Sorge. Das Problem der Kraftvertheilung unter Berücksichtigung der Von Dr. H. Lux. Versuche, das Kleingewerbe zu heben. . Freiwald.- Notizen. Feuilleton: Bu neuen Zielen, ( Schluß.) Von der schweizerischen Landwirthschaft. Von Novelle von Robert Schweich el.( Fortsetzung.) " war Nach altem Brauch hätte die Puppe, welche den Fasching vorstellte, in ein fließendes Wasser geworfen werben müssen. Ein solches war jedoch nicht in der Nähe, denn die Quellen des Vigilbaches lagen wohl eine Stunde thalwärts und der Brunnen bei den Sennhütten bildete eine feste Eismaffe. Die Strohpuppe sollte daher verDer Oberförster und Andere kamen mit ihren Gläsern brannt werden. Eine Stelle, wo die mächtigen Wetterheran, um mit Ambros anzustoßen und ihm und der tannen einen fast kreisrunden Platz bildeten, Dorthin begab sich unter Nichts lag Lifei ferner, als die Ahnung, daß er auf sie Müllerin zu sagen, wie gut sie die Forlane getänzt hätten. Dazu ausersehen worden. selbst zielte. Ihre unbefangene Antwort, daß es dergleichen fra warf Lifei einen triumphirenden Blick zu und scherzte den Klängen der Geige und Klarinette der lustige Gitsche wohl genug gäbe, verhallte in dem Beifallsgetöse, und lachte mit den Männern. Auch der alte Arigaya fand Trauerzug mit den qualmenden Fackeln, während über den das den letzten Tatten der Forlane folgte. Jerg aber hatte sich ein, er freute sich, daß seine Frau so heiter war und Backen und Köpfen der Freidigen Felsen der Vollmond wieder das Herz auf der Zunge, und mit dem Glase in der äußerte, daß er selbst in seinen jungen Jahren für einen stand, den nur dann und wann leichtes Gewölt verschleierte. Manch schlechter Wiz ward über die Strohnatur des Hand rief er Ambros zu, als dieser mit Afra aus dem Ge- der besten Forlanetänzer gegolten hätte. wühl der Zuschauer, in dem sie wiederholt angesprochen In diesem Augenblick ließ die Musit eine Fanfare er Faschingprinzen geriffen. wurden, zu ihren Plätzen zurückkehrten: tönen und lenkte dadurch die allgemeine Aufmerksamkeit Aber wie soll er denn heißen?" rief unter anderen " Jetzt thu' mir Bescheid! Wetter, das war ein schmuck dürftig menschlicher Gestalt hereintrugen. Sie war mit einmal getauft." Viele Namen wurden vorgeschlagen, fanden " Jeht thu' mir Bescheid! Wetter, das war ein schmuck auf zwei Burschen, die eine große Strohpuppe von noth eine Stimme. Wir begraben ihn und er ist noch nicht Ambros trank aus dem gebotenen Glase einen Schluck. pielen bunten Bändern aufgeputzt und stellte den Fasching aber nur theilweise Zustimmung. Da rief eine Stimme: " Gesundheit!" sagte er und bestellte bei Wutschleitner eine vor, der zum Schluſſe nach alter Sitte begraben werden Bonaparte!" Es war Ambros, der den Namen gerufen sollte. Allgemeiner Jubel begrüßte den Prinzen Karneval. hatte, und: Bonaparte! Bonaparte soll brennen!" erhob Halbe Wein. Und jetzt stoßen wir Alle miteinander an", rief Jerg, Man ordnete sich paarweise, um ihn zum Opfertode zu sich der allgemeine Schrei und mit ihm ward die Puppe begleiten und die Musit stellte sich an die in das Feuer der Kienfackeln, die man inzwischen auf einen indem er die Gläser auf dem Tisch füllte. Was wir lieben!" Er stieß sein Glas geflissentlich an das Lisei's. sein Knecht brennende Rienfackeln. Ein übermüthiger Bursche quietten einen Tusch; Jubeln, Jauchzer und Hurrahrufen, Spize. Vor der Hausthüre vertheilten Mutschleitner und Haufen geworfen, gestürzt. Die Instrumente fragten und Staft, welche mit gesenkten Lidern bisher bagesessen, schaute sprang die Leiter hinauf, die am Dache lehnte und holte" Bonaparte! Bonaparte!" zerrissen die stille Nacht; hochbeklommen zu Ambros auf. In demselben Augenblick unter erneutem Jubel die Fahne vom Firſt und trug sie auf loberte die Flamme. Bugleich faßten sich Alle streckte ihr Afra ihr Glas entgegen und stieß mit einem so den Händen und sprangen um den Scheitertiefen, glühenden Blicke an. daß Stafi unwillkürlich mit der dem Zuge voran. In der Stube blieben nur Stafi und an Linken nach ihrem Herzen griff. Ambros tam mit seinem Lifei zurück. Ambros hatte Afra mit sich fortgezogen. Jerg haufen herum. Es war ein phantastisches Schauspiel, war von Lisei bedeutet worden, sich eine andere Partnerin die Menschen in der Doppelbeleuchtung des Feuers und Glase lässig nach. zu suchen. Sie wollte die vernachlässigte Staft bewegen, des Mondlichts zwischen den bärtigen Schirmtannen „ Aber Deiner Frau hat die Forlane nicht gefallen," sich mit ihr dem Zuge anzuschließen, um nicht aufzufallen; im Kreise umberspringen zu sehen. Die riesigen Bäume, sagte" Jerg zu ihm, nachdem er getrunken hatte. Der Ge- ich allein Stafi weigerte sich. die der Mond mit silbernem Duft umgab, schienen an den schmack ist halt verschieden." " Ich kann nicht, ich kann nicht! Mir ist so angst," Spitzen der Aefte zu brennen und die Gesichter der Menschen " Was versteht sie davon?" entgegnete Ambros mit flüsterte sie erregt, und sobald Beide allein waren, schlang glühten bald dunkelroth auf, bald flog ein Schatten über tinem Achselzucken und setzte sich neben Afra, deren Bruft sie ihre Arme um Lisei's Hals und brach in Thränen aus. fie, oder sie schauten gespenstig bleich. Dazu strichen und noch von dem Tanze heftig wogte. Ich hätte nimmer geglaubt, daß Deine Frau so zimper- bliefen Geige und Klarinette unermüdlich, und erfüllten das Lifei übernahm die Bertheidigung Staft's, die roth ge- lich ist," sagte unterdessen Afra zu Ambros, und dieser ver- Schreien, Jubeln und Lachen weithin den Bannwald. worden war. Mit einem ernsten Blick auf ihren Bruder setzte rauh: Red' nicht von ihr." ( Fortsetzung folgt.) " " Theater. Sonnabend, den 15. Mai. Oberon. Neue Walhalla. Hafenhaide. Sommer- Theater 1., 2., u. 3. Feiertag: Moabiter Geselligaftshaus Th. Keller's Hofjäger Bergstr Alt Moabit 80-81. Pferdebahnverbindung n. allen Richtung. Grosses und Hasenhaide Bergmannstr.- Ecke Am 1. und 2. Pfingstfeiertage, Morgens 5 Uhr: Ing hauptethane. Der neue Serr. Früh- Konzert- Früh- Borstellg. Spezialitäten- Sortedung. Grosses Früh- Doppel- Concret, Schauspielhaus. Leffing- Theater. Derby. Berliner Theater. Goldfische. Deutsches Theater. Die Kinder der Exzellenz. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Nanon. Wallner- Theater. Miß Helyett. Residenz- Theater. Dr. Jojo. Bellealliance- Theater. Der Giftmischer. Thomas- Theater. Schuhe. Drei Paar Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Oftend- Theater. Geschlossen. Banfmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. den Nachmittagen: Gr. Festvorstellg. Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Besonders erwähnenswerth: die Zulutomime Meyer in Afrita", und Mons. Rönige" Ardel u. West, mit ihrer PanJos. Loisset mit seinen dress. Störchen, Gänsen, Pudel 2c. im Storch- Birkus. Entree 30 Pf., Parquet 50 Pf., SperrAuftreten der besten 732L Künstler der Jetztzeit. täglich von einer anderen Kapelle und einem renommirten Gelangverein. Am 1., 2. und 3. Feiertage, Nachmittags 4 Uhr: Am 2. u. 3. Feiertag: Miß Carola. Lilli u. May Gläser. Alfred Laura Zimmermann. Clara Suchheister, Silbon. Carlo u. Paulo. Gebr. Janos. Detrois- Truppe. Dla u. Jlbo. W. Fröbel. Am 1. u. 2. Feiertag: Gr. Früh- Konzert fiz 75 Pf., Loge 1 Mark. u. Vorstellung. Am 2. Feiertag: Frühtanz, 1. u. 2. Feiertag: Anfang des Früh- Anfang Morgens 5 Uhr. Entree 20 Pf. Konzert 4 Uhr, ber Theater- Vorstellung Kinder frei. Kaffeeküche ist geöffnet. 5 Uhr früh. 3. Feiertag: Anfang des Nachmittags Gr. Konzert, Fest- Borstell. Früh- Konzerts 8 Uhr, der Theater- u. Ball. Anfang 4 Uhr. Helm. Peters. Vorstellung 81/2 Uhr. An den Nach Für Vereine, Gesellschaften 2c. em Konzerts 4 Uhr, der Vorstellg. 5 Uhr. pfehle mein Lokal zu Landpartieen und mittagen: Gr. Fest- Vorstellg. Anfang d. Concordia. Große Spezialitäten- Rigdorf und Rathhaus- Fichtestraße. Ausflügen. Haltestelle d. Pferdebahn Schloßplat- pfehle Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Borstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenBorstellung. Bratweilige Berliner Hippodrom. Bierhallen Kurfürstendamm u. JoachimsthalerKommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert ausgeführt von der Kapelle des MusikDirektor H. Sanftleben unter Mitwirkung des Opernfängers u. Konzertmalers Signor Travieki aus Rom. Empfehle zugleich meinen Frühstücksund reichhaltigen Mittagstisch, sowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Bergnügungen und Verfammlungen. 659 L F. Sodtke. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Passage- Panopticum. Unter den Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Indier mit 4 Armen, 4 Beinen. Eartdame. Vitreo iht Coacs, Glas, alte Stiefel etc. etc. Spezialitäten- Theater v. 6-10 Uhr. Geöffnet von Morgens 10 Uhr. Strassen- Ecke. Größter Vergnügungspark der Residenz. Heute: Große Extra- Vorstellung. Senfationeller Erfolg des aufregendsten Schankücks der Jehtzeit: Die römische Wettfahrt ausgef, von den wildesten Pferden. Römisches Stehend- Reiten. Wettrennen, Steeple- Chase. Urkomisches Vonny- Rennen. Ein Unifum der Dressur: Lockhart's 6 Riesen- Elephanten. Ferner Auftreten des gr. Personals. Im grossartigen Parke vor und nach der Vorstellung: Grosses Militär- Konzert. Konzert- Anfang 4 Uhr. Anfang der Vorstellung 7 Uhr. Part- Entree 30 Pf., inkl. Hippodrom 50 Pf. Reservirte Pläge 1 u. 2 M. Logen 3, 4 u. 5 M. Vorverkauf im Invalidendant. An den 3 Pfingstfeiertagen 2 Vorstellungen. Am 1. und 2. Feiertage: Früh- Vorstellungen und Konzert. WrangelSaison- Theater, Strasse 9 Sonntag: Das tägliche Brot. Borher: Joujou. Montag u. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. An den Feiertagen um 7 Uhr: Früh- Vorstellung: Joujou. Wer hat dich, du schöner Wald, Aufgebaut so hoch da droben? Empfehle mein direkt an der Castan's Panopticum. Hasenhaide Jetzt: Friedrichstr. 165. gelegenes 2otal: J Lappländer Carlsgarten früher Waldschänke" " inmitten der reinsten, frischen Waldluft. Am 1. u. 2. Pfingstfeiertage: aus den nordischen Schneegebirgen. Gr. Früh- u. Nachm.- Konzert Ohne Extra- Entree! E Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Rheinländischer Tunnel, gen. Die fidele Nagelkifte" Berlin N., Elsasserstrasse 73, gegenüber der Bergstraße. Ausschant von vorz. Lagerbier à Seidel 10 Pfg. bei guter musikalischer Unterhaltung u. aufmerksamer Bedienung. Urgemüthliche Kneiperei. H. Schulte( mit'n k). Bestellungen auf Musik für jedes Vorkommniß werden im Lokal entgegengenommen. 565L Maitrant, 31. 75 Pf. Med. Ungarwein, s.1,50, 2,—. Roth- u. Portwein, s. 1,50. Franz Beyer, 553L Prinzessinnenstraße Nr. 15. Filiale: Elisabeth- Ufer 47. Zehlendorf. Aigner's Höhe( 6. Thiemia.) Alsenstrasse 16, [ 639L 5 Minuten von der Alten Fischerhütte und Badeanstalt Krumme Lante. Angenehmer Aufenthalt. 2 Regelbahnen. Speisen bei freiem Entree. Allerlei Voltsbeluftigungen, 3 Regel Paul Schroeder, Wirthshaus Wannsee Große Militär- Concerte. Ball. B Jedesmal eine andere Kapelle. Marionetten- Theater. Volksbeluftigungen. Entree früh 15 Pf., Nachmittags 15 Pf., im Vorverkauf je 10 Pf. Die Kaffeeküche ist von 4 Uhr Morgens ab geöffnet. A. Froelich. Mittwoch, den 20. Mai: Erstes großes Kinderfest. Restaurant Parade- Garten, am Tempelhofer Selde, hinter der Bockbrauerei. [ 788 664L Am 1. und 2. Feiertag: Grosses Früh- Concert. Anfang 5 Uhr. Entree 15 Pf. Die Kaffeeküche ist von 4 Uhr an geöffnet. M. Uhle. 7212 in Beelitzhof bei Wannsee. Wirthshaus zur Nosen- See- Terrasse ( Uzues Lokal.) Chausseestr. 69-70. Britz. Chausseestr. 69-70. Mein direkt an der Nordbahn, in 6 Minuten von der Pferdebahn- Haltestelle Knesebeckstraße, 12 Minuten von unmittelbarer Nähe des großen Waldes der Ringbahn- Station Rixdorf. belegenes Am 1. und 2. Pfingt- Feiertag: 176 M Restaurant zum Fichtenhain, mit neuerbautem Saal, Bühne, Billardempfehle ich den verehrt. Vereinen und Gesellschaften zu Ausflügen. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Haltestelle Stolpe an der Nordbahn. Hochachtungsvoll M. Issing, Gastwirth. Grosses Garten- Concert, Herrn A. Schwarz. zimmer, Pianino, Regelbahn und dergl., ausgeführt von der 20 Mann starken Hauskapelle unter Leitung ihres Dirigenten Am 2. Feiertag: Grosses Früh- Concert. Anfang 5 Uhr. Schönster und größter Garten von Briz, herrlich am See gelegen, angenehmer Aufenthalt. Beluftigungen aller Art. Vier neue Regelbahnen. Gute Küche, ff. böhmisches Bier. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 3 Uhr an geöffnet. Anfang des Concerts Nachmittags 4 Uhr. Entree 15 Pf. Saale: Grosser Ball. Um gütigen Zuspruch bitten hochachtungsvoll 840 b Gebrüder Wasser. Köpnicker Wannsee. Café Alsen. Uebertrifft an Blüthenpracht Werder. Jeder eile, sich davon zu überzeugen. Boltsbelustigungen aller Art, 2 Säle, 2Kegelbahnen, Gondeln u. Kähne. Ausspannung für 100 Pferde steht zur Verfügung. Vereinen besonders zu empfehlen. An der Verbindungsbahn. Im Treptow. Landstrasse. Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Am 1. u. 2. Pfingstfeiertag Grosses Militär- Früh- Konzert. von 4 Uhr ab: #. Lagerbier 0,4 liter 15 Pf. Kaffeeküche. W. Jacob. Treptow. Restaurant zum Karpfenteich. Am 1. und 2. Feiertag, früh und Nachmittag: FreiConcert. Tanz. Am 3. Feiertag, Nachm.: Frei- Concert. Tanz. Das Lokal liegt dicht am Regelbahnen. Kaffeeküche. Zu recht zahlr. Besuch ladet ergeb. ein F. Henze. Wasser und ist von Wald umgrenzt. Hochachtungsvoll Rob. Jul. Bloch. Seeschlösschen Reinickendorf. ( Pferdebahn viertelstündlich von der Weidendammer Brücke.) NB. Größere una fleinere Sommer Zwei grosse Gärten mit schöner Aussicht auf den See. wohnungen zu vermiethen. 685L Zwei verd. Kegelbahnen, Hallen, verbesserte Kaffeeküche, Hut☐ Sonntags geschlossen. Wirklich feine Tisch- Butter à Pfund 100 Pfg. Allerfeinste Badbutter& pfd. 90 Pig. Große Limburger, zirka 2 Pfd. schwer und ganz reif, Stück 80 Pfg. oll. fe à Pfd. 60 Pfg. verkauft die Butter- Handlung von 726b 842b HOF Volksbelustigungen aller Art. An den Pfingstfeiertagen Morgens und Nachmittags: Gr. Garten- Konzert n. Ball. Vereinen empfehle mein Lokal ganz besonders. Es ladet ergebenst ein H. Böttcher Mariendorf. Genossen! Zu den Feiertagen ersuchen wir Euch bei Ausflügen nach Bernhard Müller, Tempelhof- Mariendorf nur das Gartenlokal von O. Schensch, 1. Neue Roßstr. 1. Fabrik bahnen, Schaufeln, Karouffels, Würfel von P. Diederich buden, Raffee- Küche. Nachmittags 7 Uhr: Große GratisBerloosung von Schtnken, Speck, Würsten und Eiern. Jede Dame, welche Kaffee tocht, er hält ein Loos an der Kaffeetüche gratis. Um recht regen Besuch bittet 805b R. Seyer. ( Gegründet 1874). 1. Gesch.: Oranienstr. No. 9, " 626L 2. Mariannenstr. 43 Ecke Staligerstr. Größte Ausw. in Filz. u. Seidenhüten mit Arbeiter- Kontrollmarken. Bitte genau auf Hausnummer 8. achten. A. GF Friedrichshagen. Rohtabat A Goldschmidt, E Empfehlen den Geuoffen mein[ 638L Cigarren- Geschäft. M. Wartmann, Friedrichstraße 122. Evora- Brän! E 30 Flaschen 3 Mark. Gebinde von 17 Liter an à Liter 30 Pf. 7112] Berliner Lagerhof 3 und Forsterftraße 45. Geschäftshaus S. Heine. Chauffeestraße 14 Die schönsten[ 588L Kinder- Kleider für Mädchen jeden Alters, fowie Morgenröde, Unterröde, Trikot taillenu. Blousen auch im Einzelverkauf sehr billig! Massbestellungen u. Reparaturen werden prompt erledigt! Spandauerbrücke 6, am hiesigen Plage bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[ 746 Feldstrake, zu berücksichtigen, da demselben wegen der Maifeier( Kindertanz) die Tanzkonzession entzogen ist.[ 362/13] Der Vertrauensmann. Allen Freunden und Genossen empfehle meine Destillation mit großem Billard- und Vereinszimmer. Die bedeutendsten Arbeiterorgane liegen Reichenbergerstraße 54, aus. 730 Gegründet 1873. Max Schayer, de der Laufizerſtraße, früher Invalidenstraße. !!! Billig und gut!!! fauft man in der Herren- u. Knaben- Garderoben- Fabrik v. Adolf Gerechter, Direkte Bezugs quelle. Fabrik und Lager: Spandauer- Strasse Nr. 36 u. 37, erfte Etage. Ecke am Potsdamerstraße Nr. 57-59, Bülower. Filialen: Reinidendorferstraße Nr. 68, wedding. Oranienstraße Nr. 2a, Manteuffelstraße. Reelle an der Direkte Bezugsquelle zu Fabrikpreisen. Gut sortirtes Eager in allen Artikeln. Große Auswahl in Stoffen zu Bestellungen nach Maass. Bedienung. Am Lager find ca. 4000 Sommer- Paletots v. 10-20 m., f. 30. Kein Zwischenhandel. " " " " 8000 Jacket- Anzüge v. 11-15.30. " " " " 1000 Einsegu.- Anzüge v. 12-18 ff.22. " " " 19 5000 Stoff- u.Kammg.Hos. v.3-7, ff.12. " " " " 6500 Knaben- Anzüge v. 3 M. an.[ 308L Uhrmacher, Beuthstr. 3, Paul Groitzsch, neben der Exped. d. Blattes, Martin Klein, empfiehlt Taschen- Uhren, Regulateure, Wand- Uhren, Wecker, 43 L 25 Neue Hochstr. 25 Uhrmacher, empfiehlt sein Lager aller Arten Uhrketten aller Art bei solidester Bedienung zu billigen Preisen.- WerkBatt für Reparaturen. Zur rothen Cravatte. 416L [ 738 L Wand- und Taschen- Uhren. Billigste Bezugsquelle für Sonnen- u. Regenschirme, Handschuhe, Reparaturen zu soliden Preisen. Nur 1 Mark. Klagen, Eingaben, Reklamationen, Rath im Zivil- und Strafprozeß. Einziehung von Forderungen. Pollak, jetzt Raupacyfir. 7, 1. Auch Sonntags. Meinen werthen Freunden und Nachbarschaft zur gefl. Beachtung! Anfertigung von Damen- und Invaliden- Straße Nr. 147, Ecke der Bergrafe. Cravatten, sämmtliche Herrenwäsche, Hosenträger etc. Gegr Aeltestes Herren- und Gegr. 1867 Knaben- Garderobe- Geschäft des Westens 1867 von S. Grabowski, 524L einzig und allein Dennewikstraße 21, Ede Bülow straße. Großes Lager eleganter Anzüge, wie auch Paletots. Arbeits- und echt Hamburger Lederanzuge. 21 Getränke. Allen Genoſſen bei Ausflügen Chauffeestraße 14 Bindermäntein jeden Genres schnell Bestellungen nach Maaß und Reparaturen werden prompt und billig ausgeführt. nach dem Grunewald bestens empfohlen. Kinderwagen. Andreaspr.23,§.p. Größtes Lager Berlins Geschäftshaus S. Seine. und billig, auch fertige Mäntel und Modernijirung alter Sachen. ResterGeschäft G. Schiemaun, GriebenowStraße 18 part. 760 b Gear. 1867 Große Auswahl von gut erhaltenen getragenen Garderoben. Berantwortlicher Redakteur: N. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthftraße 2. Gegr. 1867 Sierin zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 112. Parlamentarisches. M Sonnabend, den 16. Mai 1891. 8. Jahrg. Von Der fortschrittliche Verein" Waldeck, dessen Klagerufen den für das Verhalten dritter Personen außerhalb seines Lokals. wir in unserer Mittwochsnummer Gehör schenkten, hat sich wie- Finden Verstöße gegen Polizeivorschriften statt, so hat die BeDer Bundesrath ertheilte in der am 14. d. Mts. unter der aufgerafft und just an diesem Tage eine„ imposante" Ver- strafung in Gemäßheit dieser Vorschriften zu erfolgen. Aber dem Vorsitz des Vizepräsidenten des Staatsministeriums, Staats- sammlung abgehalten. Daß die" imposante" Bersammlung ein- die Festsetzung der Polizeistunde ist kein Strafmittel, das gegen den fekretärs des Innern Dr. von Bötticher abgehaltenen fchließlich der anwesenden Gäste von ca. 25 Personen besucht Wirth nach dem Ermessen der Verwaltungsbehörde angemeldet werPlenarsihung dem Gefeßentwurf wegen Abänderung des Gesetzes, war, müssen wir um so höher anerkennen, da die„ Elitetruppe" den darf; es kann diese Festsetzung nur nach dem unter den thatbetreffend die Besteuerung des Buckers, und den Entwürfen von der freisinnigen Partei am Mittwoch- Abends, stets ihren poli- sächlich obwaltenden Umständen vorhandenen Bedürfnisse Geſetzen wegen Feststellung eines Nachtrags zum Reichshaushalts- tischen Geiſt in Rummelsburg und Halensee aufzufrischen pflegt. für den Betrieb der Schankwirthschaft getroffen werden. Etat für 1891/92 und wegen Aufnahme einer Anleihe für Zwecke mit den 25 heurigen Waldeckjüngern eine Als Entschädigung unternahm Herr Dr. med. Georg Müller diesem Gesichtspunkte aus erscheint es uns zweifelhaft, ob ohne der Verwaltungen des Reichsheeres 2c. in den vom Reichstage ihnen Rummelsburg- Halensee und die lieblichen Klänge einer schränkung zulässig war, Rheinreise". Um den Nachweis des verminderten Bedürfnisses die Betriebseinbeschlossenen Fassungen die Zustimmung. Der vom Reichskanzler vorgelegte Entwurf einer Bekanntmachung, betreffend den Nach- soeben beginnenden Polka aus dem Sinn zu schlagen, war der Aber wollte man Vorkommnisse, wie die in der Verfügung weis der Befähigung als Seeschiffer und Seesteuermann auf genannte Herr so geschmackvoll, seine Erlebnisse auf einer Rhein- vom 8. d. M. angegebenen, für geeignet halten, die behördliche deutschen Kauffahrteischiffen( Einführung der Untersuchung auf reise zu schildern und von dort aus einen Abstecher in die hei- Betriebseinschränkung zu rechtfertigen, so würde doch mindestens Farbenblindheit), und die vorgeschlagene Abänderung des Etats ligen Gefilde der Politik zu machen. Daß er Bonn nicht paffiren nöthig sein, daß diese Vorkommnisse durch die Einschränkung der Salzsteuer- Verwaltungskosten für Anhalt und Schwarzburg- durfte, ohne der Korpsstudenten in rührender Weise zu gedenken, sicher beseitigt werden, denn die polizeiliche Einschränkung soll, der Salzsteuer- Verwaltungskosten für Anhalt und Schwarzburg- daß er den Rhein hinauffahrend in eine Stimmung geräth, welche wir wiederholen das, kein Strafmittel fein. Rudolstadt wurden genehmigt. Nach dem Antrage des ReichsRudolstadt wurden genehmigt. Nach dem Antrage des Reichswehmüthige Erinnerungen an die Zuckerſteuer, an die Brannttanglers wurde den Mitgliedern deutscher Seglervereine die Fühwein- Liebesgabe und last not least an den" Eisernen" in ihm Theil genommen? Sind die betrunkenen Personen immer erst Haben denn nur die Kinder blos nach 11 Uhr am Tanz rung von Segel- Luftfahrzeugen von weniger als 200 Kubikmetern Brutto- Raumgehalt innerhalb der räumlichen Grenzen der Küsten- wachruft, barf uns bei diesem weichherzigen freisinnigen" Ge- nach elf Uhr aus dem Lokal gekommen? Bietet die neu festgesetzte fahrt ohne Befähigungszeugniß gestattet. Die allgemeine Rech- walddenkmal angelangt, müth nicht Wunder nehmen. Daß er aber am Nieder- Polizeistunde Gewähr gegen die Wiederkehr der behaupteten Vornung für den Reichshaushalt für das Etatsjahr 1887/88 und der aus mit den 25 Mann der Richter'schen Leibgarde einen Angriff von dieser erhabenen" Stätte fommnisse, deren Richtigkeit der Wirth übrigens bestreitet. Entwurf eines Gefeßes wegen Feststellung eines Nachtrages zum auf die Sozialdemokratie unternahm, hat uns bei der an- Gründe für feine Verfügung hat, die zu ahnen dem Scharfsinn Möglich ist ja, daß der Herr Amtsvorsteher noch andere Landeshaushalts Etat von Elsaß Lothringen für 1891/92, wie erkannten Tapferkeit dieser kleinen aber muthigen" Schaar mit unserer Leser überlassen bleiben mag; vielleicht tömmt die Bederselbe sich nach den Beschlüssen des Landes Ausschusses ge- Furcht und Entsetzen erfüllt. Von der Höhe des Niederwald- hörde mit diesen Gründen heraus bei der weiteren Verfolgung staltet hat, wurden den zuständigen Ausschüssen zur Vorberathung Denkmals herab schleuderte der durch die Frrlehren" erleuchtete dieser Angelegenheit im Instanzenzuge. übergeben. Endlich wurde über das Gesuch eines Seefahrers freisinnige" Medizinmann seine Donnerteile gegen Mary und um Zulassung zur Schifferprüfung für kleine Fahrt Beschluß Lassalle, und forderte die 25 fortschrittlichen" Jünglinge zur Zank und Hader wüthen seit einiger Zeit in den Reihen gefaßt. energischen Bekämpfung der+++ Sozialdemokratie auf. Es wäre unserer Gläubigen von Zion. Schon verschiedene Radau VerDarmstadt, 14. Mai. Der schon oft besprochene Artikel 84 zu viel verlangt, wenn wir die Richteriaden hier wiederholten. ſammlungen im wahrsten Sinne des Wortes haben die sonst doch der hessischen Verfassung, der die Unverletzlichkeit der Abgeord- Unseren Humor forderte der gute Mann jedoch geradezu heraus, so frommen Herren abgehalten. Es befehden sich die sogenannten neten gewährleistet, war gestern wieder Gegenstand der Verhand- wenn er das Anwachsen der Sozialdemokratie der geringen Bil- Positiven", die Orthodoxen, die in Stöckerei und Muckerei lungen in der 2. Kammer. Die Sache betrifft die im„ Vorwärts" dung, welche die Anhänger dieser Partei besäßen, zuschrieb, was Machenden mit den„ Liberalen", d. h. den Kirchlich- ,, Liberalen." bereits berichtete verschiedene Auslegung des betreffenden Artikels von den 25 stumpfsinnigen„ Geistern" natürlich mit Beifall auf Der Hauptkampf wüthet in der Zionskirch- Gemeinde, und hier Seitens des Staatsanwaltes einer- und des Landgerichtes andrer- genommen wurde.- Geradezu unerreicht aber war Herr Dr. ist auch der Haupt- Radau, in Bethätigung des Grundsatzes: feits. Die Kammer wie auch die Regierung erklärten sich für die Müller, als er sich an die Widerlegung der Mary'schen Werth- Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst." Der Anführer der Auffassung des Landgerichtes, die dahin geht, daß während der theorie heranmachte. Aus seinen Darlegungen ging jedoch her- ultra- radikalen Gottesstreiter war der Hilfsprediger Roch von der Sessionsperiode fein Abgeordneter ohne die Genehmigung der vor, daß er gleich seinem grrroßen Vorbild Eugen, der sich dessen Elisabethkirche. Gegen diesen Streiter im Herrn hat nun der Kammer verfolgt oder in Arrest genommen werden kann. ja sogar rühmt, Mary noch nicht gelesen hat. Wir geben daher Gemeindekirchenrath der Zionskirche zu Berlin eine Resolution Mainz, 14. Mai. Der Vorsitzende der Streitkommission Der Vorsitzende der Streitkommission dem Herrn Doktor der Medizin den guten Rath, den Üriel Acosta angenommen, welche der Kreisfynode, die im nächsten Monat der Tischler wurde gestern vom Schöffengericht wegen Beleidigung dem Arzt de Sylva, als letzterer fein Wert verdammte, gab: zusammentritt, vorgelegt werden soll. Dieselbe ist recht charak " Lest es, und wiederholt nicht gläubig, was Gure Kranken teristisch für den Frieden in der Zionsgemeinde und lautet: eines Revierkommissars zu 8 Tagen Gefängniß verurtheilt. Die In Erwägung, daß der Hilfsprediger Koch von der Polizei hatte fürzlich einen Tischlergehilfen unter der Beschuldi- St. Georg über die Marr'sche Werththeorie dann ähnlich dem des Elisabethkirche durch Schrift und Wort Unfrieden in der ZionsBeschuldi- uch davon berichten." Vielleicht lautet das Urtheil des Ritters gung, Kollegen mit den unter§ 153 der G.. verpönten Mitteln de Sylva: Der Autor ist kein an der Arbeit gehindert zu haben, verhaftet, ihn aber alsbald Mitglied des fortschritt- gemeinde hervorruft und die Gemeindeorgane und deren Einrichtungen schmäht und verdächtigt, ersucht der Gemeindewieder freigegeben. Der Vorsitzende der Streiffommission, dem fircheurath von Zion die verehrliche Synode, dieselbe wolle die Freilassung unbekannt geblieben war, fragte auf dem Komgemäß§ 53 Nr. 3 der Kirchengemeinde- und Synodalverordnung missariat nach den Wegen, die Enthaftung seines Kollegen zu bebeschließen, durch ihren Vorstand die Mittel brüderlicher Erwirken; bei dieser Gelegenheit soll er dem Kommissar vorgeworfen mahnung und Warnung gegen den p. Koch in Anwendung zu haben, ein falsches Protokoll aufgenommen zu haben, worin das bringen, damit genannter Geistlicher ablaffe von seinem unGericht die Beleidigung erblickt. berufenen und unchristlichen Treiben in der Zionsgemeinde." Korrespondenzen und Parteinachrichten. " Gazeta Robotnicza. Die soeben erschienene Nr. 20 hat folgenden Inhalt: Festtags- Reminiszenzen. Die Rubrik Wie geht es unseren Arbeitern?" enthält eine Korrespondenz aus Baborze und mehrere Notizen über die Lage der Arbeiter. Ferner enthält die Nummer eine Korrespondenz aus Lemberg, eine Politische Uebersicht und Arbeiterbewegung. Im Feuilleton ist Franto's Auf der Suche nach der Noth" abgedruckt. lichen" Vereins Waldeck. " Die sogenannten Beamtenmusiker, welche den Berufsmusikern eine bedeutende Konkurrenz machen, indem sie denselben durch Musikmachen das Brot vor der Nase wegschnappen, scheinen sich in gewissen Fällen nunmehr auf das Verläugnen ihres Beamtenstandes zu verlegen, indem sie sich zu den Berufsmusikern zählen. In einem Inserat unseres Blattes vom 2. d. M., welches Aber wie kann man nur sprechen von: Unfrieden hervor die Maifeier- Ankündigung der Weißgerber enthielt, die am Sonn- rufen"," schmähen", und„ verdächtigen" und" unberufenes und tag( 3. Mai) in Knebel's Salon, Badstraße, abgehalten werden unchristliches Treiben" gegenüber einem Prediger der Brudersollte, stand zu lesen:" Großes Konzert, ausgeführt von Berufs- und Nächstenliebe, einem Jünger des Hofpredigers aller musifern unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Rehfeld." Herr Deutschen? Rehfeld soll nun, wie uns von glaubwürdiger Seite mitgetheilt Ein schönes Bild bekommt man aber von den Zuständen wird, Aufsichtsbeamter in der Kgl. Bildergallerie sein und feine innerhalb der Kirchengemeinden angesichts dieser Blüthenlese von ganze Berufs- Musikerkapelle nur aus theils noch im Dienst be- Anschuldigungen, welche einem Menschen öffentlich ins Gesicht findlichen und theils pensionirten Beamten bestehen. geworfen werden, welcher in Duldsamkeit, Demuth und Liebe Wenn diese Behauptungen richtig sind, und wir haben machen" soll und berufen ist, gläubigen Seelen im Lande der nach den bestimmten, uns gemachten Versicherungen keinen Grund, Gottesfurcht und frommen Sitte als leuchtendes Beispiel vorandaran zu zweifeln so läge hier allerdings eine grobe Täuschung zugehen. vor, welche die nachdrücklichste Verurtheilung verdient. Die Kunst, zwischen den Zeilen zu lesen, will geübt sein und Mancher lernt sie nie; auch führt sie vielfach zu falschen Schlüssen. Wir wollen es deshalb unseren Lesern anheimgeben, ihren Scharfsinn heute einmal an dem Inhalt zweier amtlicher Schriftstücke zu erproben, die wir wortgetreu hier folgen lassen. Das erste Schriftstück lautet: Bescheinigung. Vor dem Schöffengericht in Reichenbach in Schlesien wurde Genosse May Baginsti am 13. d. M. wegen Beleidigung eines Pfaffen, begangen durch einen Artikel im Prole tarier aus dem Gulengebirge" zu fech 3 Monaten Gefängniß verurtheilt und zugleich die Inhaftnahme ausgesprochen. Das hohe Strafmaß ist um so merkwürdiger oder auch nicht, je Dem Herrn Louis Tannenberg zu Tempelhof, Raiserin nachdem man eben die Rechtsprechung durch unsere Schöffengerichte werthschätzt als Baginski in dem Artikel nur abfurde Augustaftr. 38 wohnhaft, wird hiermit amtlich bescheinigt, daß Angriffe, welche der betreffende Pfaffe gegen die Sozialdemokratie derfelbe das Stattfinden einer öffentlichen Versammlung am losgelassen hatte, abwehrte. Natürlich sind sofort Schritte gethan, 3. d. M. von Nachmittags 3 Uhr ab in dem Lokale des Herrn um unseren Genossen gegen Raution wieder auf freien Fuß zu Oswald Schensch zu Mariendorf, Feldstraße, bei dem Unterbekommen und außerdem ist ein Rechtsanwalt mit der Weiterzeichneten vorschriftsmäßig angemeldet hat. verfolgung der Angelegenheit betraut. Daß das Landgericht das Tages- Ordnung: I. Begrüßungsrede des Vorsitzenden Urtheil der Schöffen bestätigen wird, scheint einfach ausgeschlossen. des Arbeiter- Bildungs- Vereines für Mariendorf und Umgegend. Gegen Baginsti schweben außerdem noch sechs Klagen, alles II. Festrede des Herrn Pirch aus Charlottenburg. II. GemüthLappalien, aber bei der Wuth, in die die herrschenden Kreise liches Beisammensein. Mariendorf, den 2. Mai 1891. Schlesiens durch die Furcht vor dem rothen Gespenste versetzt sind, fann man sich doch noch auf allerhand Ueberraschungen gefaßt machen. Lokales. Der Amts- Vorsteher. Dent. Das zweite Schriftstück lautet: Mariendorf, den 8. Mai 1891. Nachdem Sie bereits unterm 27. April 1890 wegen Ueberschreitung der Ihnen für das öffentliche Tanzvergnügen vorgeschriebenen Endzeit diesseits in 15. 1891 die für die theilte Zeit überschritten und an 3. Mai cr., den gefeßlichen Vorschriften zuwider, an der öffentlichen Tanzluftbarkeit in Ihrem Saale auch schulpflichtige Kinder geduldet. Uns jedenfalls, als hartgefottenen Ungläubigen, macht der feineswegs uninteressante Streit im tirchlichen Lager unfäglichen Spaß. Die schmucklofen Gräber, auf den hiesigen Friedhöfen, welche wir neulich zum Gegenstande der Besprechung gemacht hatten, geben dem Herrn Hermann Tichelmann, Reichenbergerstraße 116, vorn 5 Treppen, Veranlassung, in einer längeren Zuschrift an unsere Redaktion und mit den bekannten Gründen für die Feuerbestattung oder Leichenverbrennung einzutreten. Der Genannte theilt uns mit, daß nach dem abschläglichen Bescheide, welchen der Kultusminister auf das Gesuch um Zulassung der Leichenverbrennung in Preußen ertheilt hat, die Mitglieder der freien Gemeinde zu Massenpetitionen Unterschriften zu sammeln beabsichtigen, um das nach Meinung der Bevölkerung vorhandene Bedürfniß für die Leichenverbrennung festzustellen. Unterschriften zu diesen Petitionen können in der vorbezeichneten Wohnung des Herrn Tichelmann für den erwähnten Zweck abgegeben werden. Aus der Aera der sozialen Reform. Verschiedene Blätter melden: In dem Hause Mathieustraße 18 im Keller wohnt seit dem 1. April d. J. der 42 Jahre alte Tischler Julius Weber mit seiner aus der Ehefrau und drei Knaben im Alter von 5, 3 und 1 Jahr bestehenden Familie. Weber mußte eine nahezu 4 Jahre hindurch innegehabte Stelle Krankheits halber aufgeben und eine andere Wohnung miethen. Mit ihm zogen Das Sozialistengeset wirkt weiter! Vor einiger Zeit Strafe genommen worden sind, haben Sie bereits wieder am in die neue Wohnung Sorgen über Sorgen ein. Denn die Erwonach derfelbe die Zurückgabe einiger auf Grund des Sozia listengesetzes verboten gewesenen Drudschriften verweigerte, obwohl der rechtliche Eigenthümer dieselben schon vor dem Infrafttreten des Gesetzes, und nur je in einem einzelnen Exemplar beseffen hatte. Gegen diesen Bescheid erhob der Eigenthümer der beschlagnahmten Bücher Beschwerde beim Minister des Innern. Hierauf erhielt er vor einigen Tagen folgenden Bescheid: Ferner sind, wie amtlich festgestellt, wiederholt aus Ihrem Lokale des Abends betrunkene Personen herausgekommen, welche die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit durch ihre Ausschreitungen gefährdeten, sodaß die Sicherheitsbeamten einschreiten Auf die an den Herrn Minister des Innern gerichtete, an mußten; im Lokale felbft sind die Beamten verhöhnt worden. mich zur Verfügung gelangte Beschwerde vom 21. v. M. gereicht Diese Vorkommnisse in Ihrem Lokale sowie mit den aus Ihnen zum Bescheide, daß kein Anlaß vorliegt, den abschlägigen Ihrem Lokal betrunken kommenden Gästen auf der Straße haben Bescheid des hiesigen föniglichen Polizeidirektors vom 30. De sich namentlich in neuester Zeit am 29. April, am 3., 5. und zember v. J. abzuändern, da die im Jahre 1887, auf Grund des 7. Mai cr. wiederholt. Gesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie, vom 21. Ottober 1878 erfolgte Beschlagnahme mehrerer, für Ihnen zugesandter verbotener Druckschriften, durch den AbTauf der Giltigkeitsdauer Gesetzes nicht wirksam geworden ist, sondern noch jetzt ebenso wie das seiner Zeit ausgesprochene Verbot zu Recht besteht. dieses unbis Ende Nach den geschilderten Vorkommnissen sehe ich mich genöthigt, Ihr Lokal vom Tage der Zustellung dieser Verfügung ab a) die Polizeistunde für die Sommermonate September auf 11 Uhr, für die Wintermonate, das ist vom 1. Oktober bis Ende März dagegen auf 10 Uhr Abends sestzusetzen und b) Erlaubniß zur Veranstaltung öffentlicher Tanzlustbarkeiten bis auf Weiteres nicht zu ertheilen. Der Amts- Vorsteher. Dent. nährung der Ihrigen lag der schwächlichen Frau allein ob, welche indessen auch kein weiteres Einkommen besaß, als den Verdienst, welchen sie aus Aufwartestellen bezog. Diese mißliche Lage blieb auf das Gemüth des franken Ehemannes nicht ohne Einfluß, und er äußerte wiederholt, daß er es nicht ertragen könne, fich von seiner Frau ernähren lassen zu müssen. Am Dienstag gegen worden war, ging Weber, welcher schon den Tag über 8 Uhr Abends, nachdem das kärgliche Abendbrot eingenommen dumpf vor sich hingebrütet hatte, ruhelos in dem Zimmer auf und ab. Plößlich trat er mit rollenden Augen vor seine Battin mit der Behauptung, sein ältester Sohn habe ein Stüd Brot zuviel gegessen. Als die Frau ihn darüber zu beruhigen suchte, sprang er plötzlich auf sie zu, warf sie zu Boden und verfuchte sie mit den Händen zu erwürgen. Zufälliger Weise sah dies eine im Hause wohnende Plätterin, riß den Rasenden von seinem Opfer los, rettete die nahezu Bewußtlose und hinderte durch ihr bestimmtes Auftreten den Wütherich, sich auch an den Kindern zu vergreifen. Bald darauf entfernte sich Weber aus seiner Wohnung und scheint, wohl in der Voraussetzung, daß er an seiner Frau zum Mörder geworden sei, sich das Leben ge= nommen zu haben. Die Kriminalpolizei sucht bislang vergebens nach seinem Verbleib. Es ist anzunehmen, daß die That von Die in diesem Bescheide ausgesprochene Rechtsansicht ist von findet sich in einer trostlosen Lage, so daß schleunige Hilfe noth Weber in geistiger Umnachtung geschehen ist. Die Familie beber weitgehendsten praktischen Bedeutung. Es können danach noch heute alle diejenigen Druckschriften, die dem Sozialistengesetz ver thut. Wir glauben, daß dieses Vorkommniß unsere ganzen fallen sind, einfach polizeilich fortgenommen werden, auf Grund Für denjenigen, der zwischen den Zeilen liest, könnte sich Verhältnisse besser illustrirt, als es dicke Bände thun könnten. des früheren Verbots, obwohl das Gesetz, auf dem dies Verbot leicht die Vermuthung ergeben, daß die beiden Verfügungen in beruht, nicht mehr vorhanden ist. Möglich, daß diese Rechts- irgend einem ursächlichen Zusammenhange stehen; allein für eine Gestern Vormittag bemerkten die Insassen mehrerer Boote auslegung juristisch unanfechtbar ist; aber das können wir doch Redaktion wie die unsrige ist eine derartige Schlußfolgerung aus auf der Spree hinter Rummelsburg in der Nähe des Users eine wohl ohne Widerspruch behaupten: dem gesunden Rechtsgefühl naheliegenden Gründen ausgeschlossen. Wir beschränken uns des- nackte männliche Leiche. Mittels Ruder wurde dieselbe dicht ans unseres Bolkes kann sie unmöglich entsprechen, und diese Berlegung halb darauf, die zweite Verfügung einiger Kritit zu unterziehen land geschoben und durch am Ufer anwesende Leute aufs bes Rechtsbewußtseins ist ein bleibender Schaden des früheren und da müssen wir denn allerdings sagen, daß wir dieselbe aus Trockene gebracht. Die Leiche, welche anscheinend noch nicht Ausnahmegefezes. Es wäre besser, jede Erinnerung an dies den darin angegebenen Gründen nicht für gerechtfertigt halten lange im Wasser gelegen hatte, war nur mit einer Badehose befleidet. Durch den in der Nähe wohnenden städtischen Förster Gesetz sobald als möglich zu verlöschen und sie nicht zu erneuern können. durch Ablehnung solcher wirklich berechtigter Gesuche. Zunächst kann ein Wirth nicht verantwortlich gemacht wer- wurde der Ertrunkene als der 17jährige Sohn der in der RüdersDie Anlage der Beschwerdeschrift geht hierneben zurück. Der Regierungspräsident. Name unleserlich.) An den Schankwirth Herrn Oswald Schensch hierselbst, Feldstraße 14. oorferstraße 64 wohnenden Tischler Gerlach'schen Eheleu te refognoscirt, welcher seit dem Himmelfahrtstage vermißt wird. Die sogleich benachrichtigte Mutter eilte sofort zur Leiche ihres Rindes. Achtung, Schuhmacher! Ausflug nach Johannisthal am zweiten Pfingstfeiertage. Treffpunkt früh 7 Uhr bei der Stadtbahn- Brücke am Schlesischen Bahnhof. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet. Treffpunkt für Nachzügler im Restaurant Senftleben, Johannisthal. Zu der geftrigen Lokalliste ist für Rummelsburg das Lokal von Fr. Spörer, Hauptstr. 15 nachzutragen. Wir machen im Anschluß hieran wiederholt darauf aufmerksam, daß alle auf Lokalfragen bezüglichen Mittheilungen an die Mitglieder der Lokalkommission zu richten find. Berichtigung. In der Lokalliste für Berlin und Umgegend ist irrthümlicher Weise für Hohen- Schönhausen kein Lokal angeführt. Infolge unserer Informationen tragen wir nach, daß Der Inhaber R. Schiele, Restaurant„ Schloß Hohen- Schönhaufen" zu Hohen- Schönhausen seinen Saal zu allen Versammfungen unentgeltlich den Arbeitern zur Verfügung stellt. Werner, Lock, Babel. | Brüffel, 15. Mai. Die Arbeiter der großen Gasanstalt, I sozialen Zuständen und könne nur mit diesen beseitigt werden, welche die ganze Stadt mit Gas versieht, haben die Arbeit nieder- Der Vortrag wurde mit Beifall aufgenommen. An der Dis gelegt. Eine Abtheilung Grenadiere hält die Anstalt besetzt. Am fussion betheiligten sich einige Redner im Sinne des Referenten heutigen Abend wird die Stadt noch mit Gas erleuchtet werden und ergänzten theilweise dessen Ausführungen. Da zu Verschie tönnen. denem Niemand mehr das Wort verlangte, schloß der Bevoll mächtigte mit einer ernſten Mahnung zur regen Agitation für den Verein die Versammlung. Brüffel, 15. Mai. Die Ausstandsbewegung hat unter den hiesigen Arbeitern zugenommen. Heute sind 3000 Arbeiter aus ständig. Eine Feuersbrunst hat in der vergangenen Nacht das größte Mühlenwert Brüssels zerstört. der Ausstand sämmtlicher Weber an. Es herrscht indeß vollParis, 15. Mai. Nach Meldungen aus Fourmies dauert ständige Ruhe. Aus Como wird gemeldet, daß dort die Lage unverändert ist. Der Tag ist ruhig verlaufen. Die Fabrikanten haben die Tarifvorschläge der Arbeiter abgelehnt. Die Polizei hat die öffentlichen Aufrufe und alle Ansammlungen verboten. Soziale Uebersicht. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. S. 29 Hamburg). Filiale Berlin 6. Am Sonnabend, den 16. Mai, Abends 9 Uhr, Weinmeisterstr. 6 bet klikke: Bersammlung. Tagesordnung: 1. Kaffenklaffen( Verwaltungsstelle 4). Sonnabend, den 16. Mat, Abends 9 Uhr, bericht. 2. Verschiedenes. Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins sämmtlicher BerufsFlottwellstr. 5 bet Bartelt: Bersammlung. Tagesordnung: Verschiedenes, Aufnahme neuer Mitglieder. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 17. Mai, Abends 7 Uhr, GrenadierStraße 33 bei Seefeldt: Bortrag des Herrn Dr. Böllel„ Unsere Pfingsten". Nachmittags baselbst im Garten großes Familien- Kaffeekochen. Nachdem: Gefellige Unterhaltung. Gäste, Damen und Herren, willkommen. fammlung. Tischler- Verein. Heute, Abends 9 uhr, Adalbertstr. 21 bei Roll, BerAchtung! Steindrucker, Schleifer, Präger! Die„ Graph. Presse" wird heute, Sonnabend, Abends von 7 bis 9 Uhr, im Arbeitsnachweis Rosenftraße 30 ausgegeben. Auch werden Beiträge zur Zentralisation angenommen. Die Bevollmächtigten: Friederoald, Steindrucker; Seidel, Präger. Lese- und Diskutirklubs. Sonnabend." Lefe und Diskutirklub " Feuerbach" im Lokale des Herrn Schröder, Reichenbergerstr. 24. Achtung, Vergolder! Laut Beschluß der Versammlung eine" Abends 9 Uhr, im Sofale des Herrn Bechlin, Hornftr. 11. wird der Streit hiermit für beendet erklärt. Gleichzeitig ersuchen haben Zutritt. der Vergolder, Vergolderinnen und Berufsgenossen vom 12. d. M. Lese- und Diskutirtlub des Arbeiterbildungs- Vereins in Weißensee, Restaur. Duſedann( Vereinshaus), Charlottenburgerstraße 150 im tleinen Saal. Gäste wir die Kollegen, von den noch in Umlauf befindlichen Liſten tub. Paris Deutscher sozialdemokratischer Lefe= Ecke Rue Montmartre und Rue Etienne Marcel. Jeden Sonn6 Mann zu unterstützen sind. Ferner ersuchen wir die verehrten suhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein, Freund noch freundlichst Gebrauch machen zu wollen, da noch immer abend öffentliche Versammlungen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend. Abends Gewerkschaften, die noch in Besitz von Sammellisten sind, die schaft", then refer- Bea Gesangverein Sanges Echo," felben umgehend an uns einzusenden, behus Abrechnung. Mit Staigerstraße 142 bei Greiſer. Gesangverein yrania", LandsbergerGruß: Die Kommission. 31 Grüne Eiche", Rigdorf, nesebeck- und Hermannstr.- Ecke bei Beiler. Gesangverein Glückzu" bei Bergmann, Bringen Allee 10. Gesangverein Treuer Bund" bei Ullrich, Arndt- und Friesen verein" Phonir", Steinmegstr. 76, bet Lemm. Aufnahme neuer Mitgliederstraßen- Ecke. Mufitverein Borwärts", Ab. 8%-10% Uhr, Annenſtr. 14, part. Zitherklub Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Männer- GefangBerein Deutsche Eiche", Sigung 9 Uhr im Restaurant Techow, Waterloo- Ufer 14. Waldrose", Abends 9 Uhr bei Kleemann, Laufigerstr. 41.- Bitherflubar= monie", 9 Uhr Uebungsstunde, Kaiser Franz- Grenadierplay 7.- Tambour Aufnahme neuer Mitglieder. der es, wie wir in der Mittwochnummer berichteten, zu einer In der Metallwaarenfabrik von Goverts u. Ko., in Arbeitseinstellung der Drücker gekommen war, ist nunmehr eine die Letztere sich mit der Hälfte der ursprünglich angekündigten Einigung zwischen den Arbeitern und der Firma erzielt worden, da Lohnreduktion begnügte. Polizeibericht. Am 13. d. M. Abends sprang ein unbekannter, etwa 40 Jahre alter Mann gegenüber der Sachse'schen Bade- Anstalt von einem Dampfer in die Spree und ertrant. Am 14. d. M. Morgens wurde ein Dienstmädchen in der Wohnung seiner Herrschaft in der Bellevuestraße erhängt vor gefunden. In einem Hotel wurde Vormittags ein am Abend vorher zugereister Arbeitshaus- Aufseher mit einer Schußwunde in den Schläfen, welche er sich mittelst Revolvers beigebracht hatte, todt aufgefunden. Nachmittags fiel ein zweijähriges Mädchen in der elterlichen Wohnung, Stettinerstr. 10, mit dem Kopfe in ein mit Lauge angefülltes Gefäß und wurde von dem Vater, welcher furze Zeit darauf hinzufam, bereits todt vorgefunden. In der Haidestraße, nahe der Invalidenstraße, wurde zu derselben Beit ein fünfjähriger Knabe von einem Arbeitswagen überfahren und erlitt einen Bruch beider Oberschenkel, so daß er nach der Charitee gebracht werden mußte. Von der Eisenbahnbrücke sprang Nachmittags ein Mädchen, anscheinend in einem Anfalle Versammlung der Möbelpolirer vom 26. März hat jeder Kollege, Achtung, Möbelpolirer! Laut Beschluß der öffentlichen von Geistesstörung, in die Spree, wurde jedoch noch lebend aus der am 1. Mai gearbeitet hat, 1 M. für die Generalfommission dem Wasser gezogen und nach der Charitee gebracht. Auf dem Deutschlands in Hamburg abzuliefern, wofür jeder zahlende Spielplaz am Friedrichshain wurde zu derselben Zeit ein elf- Sollege eine Marte erhält. Die Genossen resp. Kollegen werden jähriger Knabe von einem anderen Knaben beim Spiel von einem ersucht, am Sonnabend, 16. Mai, in den Zahlstellen ihren VerSandhügel herabgestoßen, so daß er durch den Fall außer einer pflichtungen nachzukommen. Die Zahlstellen sind geöffnet von Gehirnerschütterung anscheinend innere Verlegungen erlitt. 4-6 Uhr Nachmittags und sind unsere Beitragssammler um Gegen Abend gerieth ein siebenjähriger Knabe vor dem Hause diese Zeit anwesend. Ferner machen wir bekannt, daß alle ZuPallisadenstraße 50 unter die Räder eines Geschäftswagens und schriften, die Fachkommission betreffend, an den neu gewählten erlitt einen Bruch des Schlüsselbeines. vor dem Grundstück Görlizer Ufer 38-48, wurde Abends die sind. J. A.: Die Fachkommission. Im Landwehr- Kanal, Vorsitzenden, Gustav Urban, Koppenstr. 25, vorn III, zu richten Leiche eines unbekannten, etwa 45 Jahre alten Mannes angeschwemmt. Am 14. d. M. fanden fünf kleine Brände statt. Gerichts- Beitung. an ferner Berliner Turngenossenschaft. 5. Männer- Abtheilung Abends von furni Abends 8-10 Uhr. Der Turnfaat befindet sich Königstädtisches Gym8-10 uhr, Turnlofal Mariannenplay 1a.- 8. Männer Abtheilung. Abends 9-11 Uhr. Lübeck'scher turnverein. Die 1. Lehrlingsabtheilung nasium, Elisabethstraße 57-58. straße 9 bei Bettin. Humoristischer Statflub Ramsch", gegründet 1. Dftober 1890. Abends 9 Uhr, Sigung in Willy Schmidt's Restaurant, Wrangelfir. 141. Genoffen find freundlichst Klub Adonis" bei Seib, Koppenstr. 75. Gäfte willkommen. eingeladen. Statflub ,, Ramsch", Fürstenbergerstr. 10. Theater- Gesellschaft Schneeglödden" im „ Privatrafer, Gight Lotal BeteranenTheater- Verein Giaconda" Abends Brüderstr. 26. 9 Uhr, Sigung. Verein Bustige Brüder", Abends 9 Uhr, Siebzeit, Wrangelfir. 30. Gäste willtom. Bergnügungs- Berein Bustige 13", Abends 9% Uhr, bei Bergnügungsverein Gorgen brecher", Mendelssohnſtr. 4, Sigung mit Damen. Gäste willkommen. Roller'scher Stenographen Verein Süd- West Berlin", Abends 8% Uhr, im Reſtaurant Bürger- Garten", Lindenstr. 105, Unterricht und Uebung. Rauchtlub„ Goldene Quaste", 9 Uhr, Lothringerstr. 67 bei Brückner. Rauchflub, Dornröschen", Abends 9 Uhr, bei Restaurateur Pietsch), " " " Bennigsdorferstraße 24. Rauchtlub Rothe Nelte", Weinstr. 22, bei Steuer. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Sonn abend: Bergnügungsverein Zuftige 18" 10 Uhr bei Siebzeit, Wrangelufer 13. straße 30. Theaterklub Selmerding" 9% Uhr bei Hanf, Tempelhofer ufer 14. Tambourverein, Deutsche Eiche" 9 Uhr bei Techow, Waterloo" Depeschen. ( Depeschen des Burean Herold.) Aufruf der vereinigten Schuhfabrikation zu Offenbach a. M. an alle Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Anfangs dieses Jahres gingen die hiesigen Schuhmacher mit der Absicht um, eine Genossenschafts- Schuhmacherei zu gründen, welches auch in der Weise gelang, daß eine größere Anzahl hiesiger wie auswärtiger Arbeiter der Genossenschaft beitrat, so daß bereits am 5. April d. J. die gerichtliche Eintragung in das Freie Vereinigung der Albumarbeiter und-Arbeiterinnen Berlins. Gelegentlich des Streits der Arbeiter bei der Firma Genossenschaftsregister erfolgen konnte und die Genossenschaft nun Montag den 25. Mat, Abends präzise 8 Uhr, bei feßner, Annenſtr. 16, BerWallmann u. Ro., Blumenstr. 74, welcher zum Zweck der unter der Firma:" Vereinigte Schuhfabrikation zu Offenbach a, M. in der öffentlichen Bersammlung der in Buchbindereien und verwandten Beeins- Bersammlung. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zu dem am 11. Mai cr. Wiedereinstellung gemaßregelter Kollegen inszenirt war, sollte sich Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht" florirt. trieben beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen gefaßten Resolution. 2. Aus der Dreher W. Lansky eine Beleidigung eines Mitarbeiters mit Durch die Hilfe unserer Genossen haben wir unser Unter- gabe der Billets zum Sommernachtsfeit am 13. Juni cr. 3. Berschiedenes, Namen Franz Seifert, welcher sich an dem Streit nicht nehmen soweit in die Höhe gebracht, daß wir bis jetzt einen 4. Fragefasten. Wegen der wichtigen Frage wird gebeten, recht zahlreich zu betheiligen wollte, haben zu Schulden kommen lassen. Lansky fehr guten Kundenkreis besißen, der zudem durch neue Be- Serschleb, Adalbertstr. 4., zu haben. erfcheinen. Bersammlungs- Einladungen sind voni Sonntag den 17. cr. bet wurde deshalb zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt. Gegen dieses stellungen tagtäglich noch vermehrt wird; doch fehlt es uns 8% uhr, Restaurant Spietermann, D., Martusfir. 6, Gäste willkommen. Sozialdemokratischer Leseklub effing". Jeden Sonnabend, Abends Urtheil legte 2. Berufung ein und stand die Sache gestern zur zur rationellen und nußbringenden Ausbeutung noch Hauptverhandlung vor der 5. Strafkammer des Landgerichts I. finanziellen Mitteln, da wir gezwungen find, meistens Baar- Ein- Riedorf und Umgegend. Am Dienstag( 3. Feiertag), den 10. Mai, Achtung Sau- und Fabrik-, fowie gewerblicher Hilfsarbeiter von 2. giebt in der Beweisaufnahme zu:„ Streitbrecher" zu Seifert täufe zu machen, weil uns die hiesigen Fabrikanten jeden Kreditglieder- Bersammlung des Bereins der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter gefagt zu haben, bestreitet aber alle anderen ihm zur Last ge- abschneiden und abzuschneiden suchen, wie wir bei Einkäufen von Sandjeriftr. 7. Anfang Vormittags 11 Uhr. Wichtige Tagesordnung. Gäſte Don Rigdorf und Umgegend im Solale von Waldemar Weiß, Prinz legten beleidigenden Aeußerungen. Zwei Zeugen befunden unter Rohmaterial leider schon öfter die Wahrnehmung machen mußten haben Zutritt. Stollegen, erscheint recht zahlreich in der Bersammlung und Gid, daß sie die betreffenden Worte nicht gehört haben. Der und woraus klar und deutlich hervorgeht, daß dieselben nicht ge- tretet ein in die Organisation, und helft uns arbeiten an der Befreiung der Staatsanwalt hatte beantragt, diese beiden Beugen nicht zu ver- sonnen sind unser Unternehmen in irgend einer Weise zu fördern. Arbeit aus den Fesseln des Kapitals. eidigen. Dieser Antrag wurde indeß abgelehnt. Der Beleidigte, Wir stellen daher an jeden zielbewußten Arbeiter die Bitte als Zeuge erschienen, bleibt bei seinen Behauptungen. Nach kurzer unsere Unternehmen dadurch zu unterstüßen, daß er als Genosse Berathung wird das Urtheil, welches auf Verwerfung der Be- beitritt, und bemerken ausdrücklich, daß die Bedingungen rufung lautete, verkündet. Hierbei wird hervorgehoben, daß auf so günstig gestellt sind, daß auch jeder ohne sich große finanzielle die vom Vertheidiger beantragte Geldstrafe nicht erkannt werden Opfer auferlegen zu müssen beitreten kann. Die zur könne, da die Beleidigung keine gewöhnliche sei, vielmehr eine Ausgabe gelangenden Antheilscheine betragen 50 M., wovon inschränkung der Willensfreiheit als Zweckt gehabt habe, mithin fofort 50 Pf. Beitrittsgeld 50 Pf. Beitrittsgeld zu entrichten find; also eine besonders strenge Strafe" am Plage fei. müssen innerhalb 2 Monate 10 M. einbezahlt sein, die übrigen 40 M. in den darauffolgenden 12 Monaten. Demnach auf den Lütticher Gruben vollzählig anfahren. In Charleroi und Lüttich, 15. Mai. Am nächsten Dienstag werden die Arbeiter Die umfangreiche Anklage, welche gegen den früheren sind also 14 Monate bis zur vollständigen Einzahlung des im Mittelbecken bessert sich die Lage auf sämmtlichen Zechen Zeitungsverleger Hermann Joost erhoben ist, sollte gestern vor Antheilscheines festgesetzt. Schon das Solidaritätsgefühl jedes stetig; nur im Borinage herrscht noch immer eine gewisse der ersten Straftammer des Landgerichts I verhandelt werden und Einzelnen sollte hinreichen, alles aufzubieten, um der unerfätt Gährung. Der Ausstand wird in der nächsten Woche voraus deren ganze Sigung ausfüllen. Joost ist des Betrugs in vier lichen Profitwuth des Ausbeuterthums einen wirksamen Damm sichtlich ganz erloschen sein. Fällen, der schweren Urkundenfälschung in einem und der Ver- entgegenzusehen und ihm zu zeigen, daß auch durch das geleitung zum Weineide in zwei Fällen beschuldigt, nachdem er beschlossene einmüthige Vorgehen der Arbeiter etwas Großes ge- der Vooruit", hat unter seinen Lefern ein Referendum über die reits zweimal wegen Betrugs und einmal wegen Hehlerei vor- leistet werden kann. In diesem Falle kann es nur dadurch gebestraft worden ist. Die jetzigen Betrugsfälle sind durch falsche schehen, daß, wie bereits erwähnt, alle zielbewußten Arbeiter der Vorspiegelungen begangen, die Joost solchen Personen gegenüber Genossenschaft beitreten und ferner Waaren nur von solchen Gemachte, welche er für sein legtes Unternehmen, die Herausgabe schäften kaufen, die unser Fabrikat beziehen, welchen unten am eines Armenblattes" zu interessiren wußte und und die er Boden mit dem Gencssenschaftsstempel gezeichnet ist. Anfragen 2c. um erhebliche Summen, in einem Falle um 5000 M., find an die Vereinigte Schuhfabrikation Offenbach a. M., E. G. geschädigt hat. Die Verleitung zum Meineide soll gegen in. b. H." zu richten, welche von hier aus prompt beantwortet Untergebene begangen sein, um dieselben in einer früheren Betrugs- werden. anflage gegen fich zu einer falschen Aussage zu bewegen. Der Angeklagte wollte in feinem Buntte schuldig sein. Bei Feststellung der Zeugen zeigte es sich, daß einer der Hauptzeugen nicht erschienen war und mußte die Verhandlung deshalb vertagt werden. Der Angeklagte wies darauf hin, daß er seit über zehn Monaten in Untersuchungshaft size und bat, auf freien Fuß gefeht zu werden. Der Vorsitzende erwiderte ihm, daß daran gar nicht zu denken sei, denn zweifellos würde der Angeklagte seine Freiheit dazu benutzen, die Sache zu verdunkeln, wie es schon aus einem Kaffiber hervorgehe, den er vom Gefängnisse aus geschrieben habe, der aber aufgefangen worden sei. Die Haftentlassung wurde des halb verweigert. Arbeiterbewegung. Offenbach a. M., den 11. Mai 1891, Der Vorstand. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck ersucht. Versammlungen. 0 Der Militärschneider Verein hielt am Freitag, den 8. d. M., eine Mitgliederversammlung ab. Genoffe Apelt sprach unter lebhaftem Beifall über das Koalitionsrecht. In der Dis tussion sprachen sich die Kollegen Schulze und Schulz im Sinne des Referenten aus. Unter Verschiedenes machte der Vorsitzende alle Anwesenden aufmerksam, an dem Frühlingsfest, welches am dritten Pfingstfeiertage in Habels Brauerei, Bergmannstr. 5-7, stattfindet, recht zahlreich Theil zu nehmen. Hierauf schloß er die Versammlung. Brüffel, 15. Mai. Das größte sozialistische Blatt Belgiens, Frage des Ausstandes veranstaltet. Etwa 70 pet. der abgegebenen Stimmen sprachen sich gegen den Ausstand aus. Unter den Brüsseler Arbeitern herrscht diefelbe Stimmung. Ruhe. Durch die Ausstandsbewegung ist die sozialistische Partei Briffel, 15. Mai. In der Stadt herrscht jetzt vollständige bedeutend geschwächt worden. Ein allgemeiner Ausstand ist vor läufig unmöglich geworden. Brüssel, 15. Mai. Bürgermeister Buls hat dem sozialistischen Ausschuß mittheilen lassen, daß in Rücksicht auf die am letzten Versammlungen untersagt seien. Das Gerücht von einem ge Mittwoch und Donnerstag vorgefallenen Erzesse alle öffentlichen planten Ausstand der Gasarbeiter ist unbegründet. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Lemberg, 15. Mai. In dem Marktflecken Zlotypotok wurden heute 48 Wohnhäuser und viele Wirthschaftsgebäude durch eine Feuersbrunst zerstört. wieder beigelegt. Brüffel, 15. Mai. Der Streit in den Gaswerken scheint unterzeichnetes Manifest an die Bergwerts- Arbeiter erklärt es für Paris, 15. Mai. Ein von dreizehn sozialistischen Deputirten die Pflicht aller französischen Bergleute, sich streng auf die Be schaffung von Kohlen lediglich für die französische Industrie zu beschränken, um die belgischen Arbeiter in ihrem Kampfe gegen den Kapitalismus zu unterſtüßen. Mainz, 14. Mai. In einer gestern Abend stattgehabten Tischlerversammlung wurde der Beschluß gefaßt, in Anbetracht Algier, 14. Mai. Aus Tlemcen wird von heute gemeldet, der Weigerung der Prinzipale, sich auf irgend eine Unterhandlung schäftigten Arbeiterinnen Berlins hielt am Montag, den 11. Mai, Anstrengungen, diefelben zu verscheuchen, hätten sich als ohn Die Freie Vereinigung der im Vergoldergewerbe be- unterbrochen über die Gegend ziehen und sich niederlassen; alle daß von früh an ungewöhnlich große Heuschreckenschwärme un zur Beilegung des Streits einzulassen, den Generalftreit zu pro- eine Versammlung ab. An Stelle der Frau Ihrer sprach Genosse mächtig erwiesen. Eine in Marocco angelangte Rarawane bes flamiren. Heute Abend und morgen Abend finden Werkstätten- Wach über" Die Entwickelung des Kapitals". Versammlungen statt, um den Kollegen Gelegenheit zu geben, zu nach dem einstündigen Vortrage großen Beifall. Von einer Dis- während eines Zeitraums von 32 Tagen inmitten der Schwärme dem Redner erntete richtet gleichfalls von Heuschreckenschwärmen; die Karawane foll soll die Zentral- Streiffommissiou um ihre Zustimmung zu dem fussion wurde Abstand genommen und Frau Leonhardt wurde ihre Reise haben fortsetzen müssen. Die betreffenden Länderstriche beabsichtigten Schritt angegangen werden. schlossen, das diesjährige Stiftungsfest im Monat August statt4 Briefkaffen der Expedition. Für den Maifonds gingen ferner folgende Beiträge bet Wien, 14. Mai. Der Stand des Buchdruckerstreiks ist un- finden zu lassen, der Borstand wurde beauftragt, die nöthigen verändert. In Brünn, Graz u. a. Provinzstädten wurden Ge- Schritte dazu zu thun. Nachdem sich noch über die Aenderung des hilfenversammlungen abgehalten, auf denen beschlossen wurde, Vorstandes, welche in der letzten Versammlung stattgefunden die von Wiener Buchdruckerfirmen einlangenden Aufträge nicht hatte, eine kleine Debatte entspoinen, wurde die Versammlung geauszuführen, sowie für die Ausständigen in Wien Geldsamm- schlossen. welche die Wiener„ Mode" drucken sollten, weigerten sich, wes: Westen und Halleschen- Thor Bezirk in Habel's Brauerei eine Yungen einzuleiten. Die Setzer des Leipziger Etablissements, Der Fachverein der Tischler hielt am 13. d. M. für den uns ein: halb das Blatt nicht erscheint. Versammlung ab. In derselben sprach Herr Rohrlad über: Lüttich, 15. Mai. Der Streit ist in der hiesigen Umgebung Die Klasse der Geächteten." Derselbe erläuterte eingehend, wie Auch in den Kohlenwerken der anderen Bezirke macht sich eine ein großer Theil der Menschheit dem Verbrechen in die Arme als beendigt zu betrachten, heute streifen nur noch 300 Arbeiter. infolge unserer widersinnigen Gesellschaftszustände fortwährend wesentliche Besserung bemerkbar, so daß man hofft, der Streit getrieben wird, und dann von derselben Gesellschaft, die für die werde Dienstag beendet sein. Unter dem Thor einer Werkstatt Zustände, welche naturgemäß Verbrechen erzeugen müſſen, verin Wasmes explodirte in der vergangenen Nacht eine Dynamit- antwortlich ist, ausgestoßen und geächtet wird. Ebenso sei es Patrone; der verursachte Schaden ist jedoch nur unerheblich. mit der Prostitution; auch diese wurzele in unseren mißlichen, ftraße 16 1,50. 9. in Winson 1,-. J. Schröder 2,75. Summa Lese- und Diskutirklub Fester Wille" 3 M. M., Oppelner 8,25 M. Bereits quittirt 772,75 M. Summa 781 2. Deutschlands( Hamburg) gingen ferner ein: Für die Generalfommission der Gewerkschaften Gyps 3 M. Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Auf nachstehende Berlin SW., Beuthstraße 3. Nene Erscheinungen auf dem Gebiete der sozialistischen Literatur gestatten wir uns die Parteigenossen aufmerksam zu machen und halten wir uns zur Lieferung derselben bestens empfohlen: Geschichte der Kommune von 1871 00 Von Lissagaray. Bweite, vom Verfasser durchgesehene Auflage. 466 Seiten. 8. Preis eleg. brosch. 2,50 Mt., eleg. geb. 3 Mr. Das Werk bildet den zehnten Band der Internationalen Bibliothek und wird in der vorliegenden neuen Form sich des ungetheilten Beifalls erfreuen. Zwanzig Jahre find seit jenen denkwürdigen Pariser Tagen verflossen, die Erinnerung an fie ift lebendig geblieben bei allen Denen, die jene Zeit mit durchlebt haben. Der inzwischen herangewachsenen Generation sei das Buch dringend zur Anschaffung empfohlen; es ist für sie von Bedeutung, zu erfahren, wie diese große Bewegung entstanden ist, welche Elemente sie gebildet, welche Leidenschaften bei ihr mit gespielt, welche Rolle die doktrinären Republikaner und die Bourgeois gespielt, mit wie viel oder wie wenig Fähigkeit die Aufständischen die öffentliche Gewalt gehandhabt, welchen Muth fie im Rampf und welche Grausamkeit die Sieger gezeigt haben. Möge das Buch, das bei seinem ersten Erscheinen, 1878, der Gegenstand der Besprechungen fo vieler Vertreter des deutschen Sozialismus war, der neuen Generation zeigen, für welch große Sache Paris sich erhoben und bis zum Tod gelitten hat. Der Kanfmann und die Sozialdemokratie. Von Albert Auerbach. 3 Bogen gr. 8. Preis brosdirt 50 Pfennig. Inhalts- Uebersicht: 1. Die Lage des selbständigen Kleinkaufmanns. 2. Die Lage der kaufmännischen Arbeiter: a) Gehilfen, b) Gehilfinnen, c) Lehrlinge. 3. Die Forderungen an die Gesetzgebung im Interesse der taufmännischen Angestellten. 4. Der Kaufmannsstand und die Parteien. Die mit großer Sachkenntniß geschriebene Broschüre füllt eine oft bemerkte Lücke der sozialistischen Literatur aus und dürfte geeignet sein, in faufmännischen Kreisen für den Sozialismus Propaganda zu machen. Wir empfehlen deshalb den Parteigenossen, sich die Verbreitung der Broschüre angelegen sein zu laffen. An Sachen Brentano contra Marx wegen angeblicher Geschichtsfälschung. Geschichtserzählung und Dokumente. Von Friedrich Engels. 4½ Bog. gr. 8. Preis eleg. brosch. 1 Mk. Brentano versucht es seit zwei Dezennien, anonym und nichtanonym, das Ansehen von Mary dadurch zu schädigen, daß er ihn eines falschen Zitats beschuldigt. Engels weist an der Hand der Dokumente das Grundlose der Brentano'schen Berdächtigungen nach und giebt im Uebrigen ein in furzen Zügen entworfenes Bild der englischen Zustände im Anfang der sechsziger Jahre, das, an und für sich Lehrreich, eine wichtige Stüße für die so sehr angefochtene Auffassung von Mary wird, wie sie in der Inauguraladreffe der Internat. Arbeiter- Assoziation von 1864 zur Geltung fommt, Hochflut. Sozialistische Zeitgedichte. 6. Auflage. 80. Preis 20 Pf. Raketen und Leuchttugeln. Trußnachtigall. Geschleudert in der Nacht des Sozialistengesetzes von S. Kokosky. Preis broschirt 20 Pf. Von Karl Henckell. Breis elegant broschirt 1,50 M., elegant gebunden 2 M. Die vorstehenden poetischen Erscheinungen unserer Literatur werden bei den Parteigenossen die beifälligfte Aufnahme finden. Sie spiegeln, was besonders bei Hochflut“ und„ Raketen" der Fall ist, getreu unsere Beit wieder, und namentlich letzteres dürfte wegen seines satyrischen Inhalts ansprechen. Das in Karl Hendell's Tragnachtigall" enthaltene Maifestspiel Glühende Gipfel" wird bei der nächstjährigen Maifeier ersprießliche Dienste leisten. " Wiederverkäufern gewähren wir Rabatt. Allen Lesern dieses Blattes zur Nachricht, daß mein Cigarren- Geschäft an den Feiertagen früh 4 Uhr geöffnet ist. Billets zum Frühkonzert sind zu haben. W. Lindemann, Heimstraße 24. 7299 Billigste Bezugsquelle für Wiederverkäufer. Sämmtliche Sozialdemokratischen Schriften, gebunden und in Liefe rungen. Großes Lager von Parteibildern. Im Laden Einzelverkauf. Th. Mayhofer Nachfl., Berlin N., Weinbergsweg 15b, dicht am Rosenthaler Thor. Kinder- Garderobe 846b jeglicher Art, vom Einfachsten bis Hocheleganten, für den Säugling und bis zum 17. Jahre, in überraschend großer Auswahl zu sehr soliden Preisen, empfiehlt Moritz Meyerstein, Rosenthaler- Straße 45. ( Neben der Rothen Apotheke.) Im Tuchgeschäft Oranien- Str.126. I. Herren- und KnabenAnzüge, Paletots, fowie Damenkleider etc. Auf Wunsch auch gegen Theilzahlungen. 728L Achtung! Kein Laden. Nur eigene Fabrikation, 25 Bigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Zabate. Rippentabat 2 Pfd. 60 Pfg.| 5. E. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. 687 L 34135 34135 Siegfr. Grossmann Rosenthalerstr. 34/35. Homelegante Kammgarn- Salon- Anzüge 30-36. Eleg. Promenaden- Anzüge 20-24 M. Eleg. fr. Kammgarn- Hosen 7, 8, 9. Einziges, größtes Tapeten Gefchaft Reſidenz. der Saarbrüder Tapetenfabrik von 12 Pfg. an bis zu den hochfeinsten. Wachstuche, Ledertuche zc. sehr billig 49-50 Chaussee- Strasse 49-50. ( Ecke der Wöhlertstr.) Hut- Fabrik von August Fuchs, Manteuffelstraße 85/86, der Detail- Verkauf zu Engros- Preisen. 34135[ 668L] 34/35 Cohn's Hosenfabrik! Pallisadenstr. 7. Größte Ausw. im Detailverkauf Berlins! Aus Restern gearbeitete einzelne Hosen in allen Größen. Knaben- Hosen v. 1 M., Männerhosen 3um Pfingstfeste. Genossen und Genosinnen empfehle ich meinen in voller Blüthe stehenden Garten mit 2 Kegelbahnen. Für musikal. Unterhaltung ist gesorgt. 6982 Otto Thierbach, Schwedterstr. 44. Achtung! Auf das von mir übernommene Restaurant Zum Fürsten Wolfgang", jett Schölzel's See schlößchen", mache ich meine Freunde und Bekannte zu den Feiertagen aufmerksam mit seinen prachtvollen Anlagen, Kahnfahrt, 5 Regelbahnen, TanzVerein zur Regelung der gewerbl. Verhältnisse d. Töpfer Berlins u. Umgeg. AmSonntag, b.10.Mai verstarb plöt lich unser Vereinsmitglied, Kollege Rudolph Exner. Die Beerdigung findet am ersten Pfingstfeiertag, Nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des ElisabethKirchhofes in der Prinzen Allee statt. Um rege Betheiligung ersucht 317/9 Der Vorstand. faal, Kaffeeküche, Billard und allerhand Fachverein sämmtlicher in der Volksbeluftigungen. Daselbst sind auch Sommerwohnungen zu vermiethen. 855 b W. Schölzel, Restaurateur. Musikinstrumenten- Industrie Allen Freunden u. Genoſſen empfehle beschäftigten Arbeiter zu Berlin 850b mein Weiß- und Bairisch- Bierlokal nebst Garten u. Regelbahn( à St. 60 Pf.) Bruno Reiche, Landsberger Chauffee Nr. 1. Nürnberg's Salon u. Garten Schönhauser Allee 28. 7379 1. Pfingstfeiertag: Grosses Früh- Konzert. Alle 8 Feiertage: Große Spezialitäten Aufführungen. Alle Freunde u. Genossen find hiermit eingeladen. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Klavierarbeiter August Albrecht, am 13. Mai d. J. an der Proletarierfrankheit gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, Vornaittag 11 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas- Kirch bojes aus statt. Um rege Betheiligung ersucht[ 875/1] Der Vorstand. Die Beerdigung des verstorbenen Töpfermeisters 843b August Neidewitz, findet n 1. Feiertag, Vormittags 10 Uhr, von der Leichenhalle des Restaurant Grossjean Sophien Kirchhofes, Gesundbrunnen, Nieder- Schönhausen, Lindenstr. 25. Mein Lokal mit schönem, schattigen Garten, Kegelbahn u. grossem Saal ſei hiermit bestens empfohlen. Die Kaffeefüche steht den geehrten Damen von 2-7 Uhr zur Verfügung. Vorwärts" u. ,, Volksblatt" liegen aus. Wilh. Grossjean, Gastwirth. Ede Freienwalderstraße aus, statt. Die Hinterbliebenen. Bitte Diejenigen, welche meinen Sohn Ernst Knoll, im Alter von 18 Jahren, gewahr werden, zur Polizei zu führen. Derselbe hat die Schule nicht besucht und kommt aus Furcht vor Strafe nicht zu Hause. Bekleidet ist derselbe mit einem neuen grauen Jacket, englischReinhold Krösche's ledernen Sofen; hat blonde Haare Gesellschaftshaus. Fichte- Strasse 29. E und volles Gesicht. 7442 Knoll, Havelbergerstr. 40. eiertag: Großer Ball. Vereinszimmer, große und kleines, Reſtaurant nebst schönem schattigen Restauration, Abendtisch, 3. verkauf. Gleichzeitig empfehle mein TagesGarten, verdeckte Kegelbahn u. Billards. ist zu vergeben 634L SW., Simeonstr. 23 b. Flick. großer Mittag- und Am 1. u. 2. Feiertag früh und Nach- A. Fiegert, Reichenbergerstr. 3. mittags: Großes Raffeekochen. 854b Empfehle meine Destillation. Verfügung. 356L Gablenz Restaurant Vereins- und Billardzimmer ſteht zur Rixdorf, Bergstr. 65. Am 1. u. 2. Pfingst- Feiertage von 3 Uhr ab: Großes Hammel- Ausschieben. Nachdem: Spezialitäten- Vorstellung und musikalische Unter haltung. Entree frei. in 824b Heinrich Sak, Martgrafenstraße 102. Allen Westfalen u. Freunden d. rothen Erde empfehle täglich frisch eintreffend: Pökelfleisch u. Rippchen à Pfd. 45 Pf. Seute frisch eingetroffen: Oldenburger Rindfleisch, ohne Knochen, a Pfd. 55 Pf., fowie sämmtl. Wurst- u. Fleischwaaren zum billigsten Preise 211L Alte Taverne stralau. Westfäl. Fleischw.- Fabrik u. Niederlage. 43 Linden Strasse 48, vis- à- vis der Zimmerstraße. An allen drei Feiertagen, früh u. Nachmittags: Konzert bei freiem Entree. Jm Saale Ball. Kaffeeküche geöffnet. Empfehle Freunden u. Genossen mein Saal für Vereine und Versamm- Cigarren- und Zeitungs- Geschäft. lungen gratis. 839b Fr. Schulz, Schlesischestr. 85, 7312 Ecke Cuvrystraße. Filz- und Seidenhut- Fabrik von Carl Pimpel, LandsbergerStrasse 103, Filz- u. Seidenhüte empfiehlt bestens fein reichhaltiges Lager eigener Fabrit Paul Drenske, 172. Oranienstr. 172. Wegen Aufgabe meines Geschäfts allerneuster Façons. 853b Sämmtliche Hüte mit ArbeiterKontrollmarke. Empfehle den Genoffen mein Cigarren- Geschäft. H. Schröder, Bernau, verkaufe ich Fils nnd Seidenhüte zu 848b herabgesetzten Preisen. 640 L Hüte mit Arbeiter- Kontrollmarken. Zum Fest Rind- u. Schweineempfehle allen Genossen meine Schlächterei Hochmeisterstrasse 19. Rindfleisch.... von 50 Pf. an. Kalbfleisch von 50 Pf. an. Schweinefleisch.. von 50 B. an. Hammelfleisch von 50 Pf. an. Schlackwurst 1 M., Salami 1 M. Schulz. 823 Adolf Eger 15. Kottbuser Damm 15. Empfehle mein Lager in Brüderstr. 142. W. Winkler, Berlin N., Reinickendorferstr. 2 g, gegenüber der Dantes- Kirche.[ 251 Lager aller Arten Uhren, Uhrketten. Rester- Handlung Ausnahmsweise billige Knaben- und Burschen- Anzüge. 7899 Karle, Waldemar- Straße 66. Zigarren- und Tabakgeschäft J. Janz, Jannowik- Brücke Nr. 1. Empfehle allen Freunden und Genossen meinen Ein- und Verkauf von alten u. neuen Stiefeln 852b] J. Roltsch, Marigrafenftr. 70. des königl. preuß Rechts- Bureau Amtsrichter a. D., Puz-, Weiß- u. Wollwaaren, unbemittelten unentgeltlich. 789 b Alte Jakobstr. 102, 11. Gewissenhafter Rath, Hilfe in allen Angelegenheiten. Wäsche, Arbeiterhemden. Auch Feiertags. Große Auswahl in garnirten und Empfehle meinen Freunden nnd Bea ungarnirten Hüten für Damen u. Kinder. fannten meine Bigarren- u. Tabalfabrik. Billigste aber feste Preise! 814b 851 b H. Wibbing, Spreeftr. 10. Jede Uhr Cylinder- u. Filzhüte mit ArbeiterRontrollm. 490 L Staligerstr. 39, a. d. Wienerstraße, v. 1,50 m. u. Knaben- Anzüge v. 2 M. an. zu repariren und zu reinigen foftet bet verkauft der Hutmacher Köpnickerempfiehlt feine Fily- u. Seidenhüte Burschen- u. Einsegnungs- Anzüge, eleg. uns unter Garantie des Gutgehens uurstrasse 73. Für 15 Mark ſtehen gebrauchte, mit Arbeiter- controllmarken zu billigen figend, ſpottbillig! Die 13. Hofe gratis. 1 M. 50 Pf.( außer Bruch), kleine sehr gut nähende Preisen. 305L Bei mir getaufte Rester werden umsonst Reparaturen billiger. Lager aller Arten Geübte Packmacherin verl. F. Wienert, Nähmaschinen mit allem Zubehör zugeschnitten. 210L neuer und gebrauchter Uhren. Verkauf Rosenthalerstr. 32. 40P Karlstrasse 19a, Lager v. Schuhen u. Stiefeln, 42L zu erstaunlich billigen Preisen. Nähmaschinenfabrik, zum Verkauf. Neue Köpenick. E verfertigt von den ausgesperrten E. Rothert& Stolz, Uhrmacher. Geübte Kistenmacher verl. F. Wienert, Empfehle den verehrten Genossen meine Maſchinen ebenfalls ſehr billig. 630L Schuhmachern Erfurts. Cigarren- und Tabake, eigener andreasstr. 62, Chaufferstr. 78, 734L Fabrik. 3. Geschäft: Chauffeeftr. 34. Ein Schanklokal mit voller Konzeffton Chr. Geyer, Oranienſtr. 202. ift Umstände halber fofort billig zu vf. Anzüge, Hosen, Paletots, Uhren, D.Su erfr. Wiesenstr. 34 im Restaurant.( 3wisch. Heinrichspl. u. Manteuffelstr.) Cigarren- Fabritant, Grün- Straße 34. Mäntel( alt u. neu) bill. Staliberstr. 25 G. Hoffmann, p. Roſenthalerſtr. 32. 41 P Tüchtige Fein- Mechaniker finden dauernde, gutbezahlte Stellung bei 24 L] Rob. Bosch, Stuttgart, Preise streng fest. Be Preise streng fest. Amerikanische Verkaufs- Hallen( 1) Spandauer Brücke Nr. 1a, Skalikerstraße Nr. 39 und Wienerstraße Nr. 69. Billigste Bezugsquelle der Welt für gute und elegante Herren- und Knaben- Garderobe. Die Vortrefflichkeit der Fabrikate, die Schönheit der Moden, das Niedrigste der Preise und die Großartigkeit der Werthe verlangt unbedingte Aufmerksamkeit. Man beachte folgende Preise: Sose und Weste, sonst geradezu sensationell Herren- Anzüge, Jaquet, Soft zu entfen 25 t., Mt. 10,00 Jaquet, Hose und Weste, sonst 35 M., Herren- Anzüge, fehr dauerhaft gearbeitet Herren- Anzüge, Jaquet, Soſe und Weste, ſonſt 50 Ginzelne Herren- Hosen guter Qualität, nur ganz besonders vortheilhaft schöne gestreifte Muster schöner Schnitt, Mt., " Ginzelne Kammgarn- Hosen, Sunderte von Muſtern Preise streng fest. " " " 15,00 22, 22,50 5,00 9,00 Zur gefl. Beachtung. | sonst 25 dauerhaft streng moderner Schnitt. große Auswahl, von. B Sommer- Paletots suter Qualiter, aft gearbeitet. Sommer- Baletots vorzüglicher Qualität, ſonſt 45 Mr. Knaben- Sommer- Anzüge, geschmackvolle Muſter Herren- Sommer- Jaquets, besonders vortheilhaft moderne Deffins, nur Bunte Herren- Westen, schöne Muſter, von. sehr empfehlenswerth Die wirklichen Amerikanischen Verkaufs- Hallen befinden sich nur Spandaner Brücke 1a, kaliker# traße 39 und Wienerstraße 69, und beruhen alle ähnlich klingenden Ankündigungen auf Täuschung des Publikums. 7272 Mt. 10,00 20,00 2,25 6,25 an. " " . " 3,00 3,60 " 0,60 an, Preise streng fest. Sonnabend, den 16. ds. Mts., bleiben die Verkaufs- Hallen bis 12 Uhr Nachts geöffnet. Möbel-, Spiegel-. Polsterwaaren- Magazin SO. 5. Reichenbergerstraße 5. SO. Regenmäntel, DOENachdruck verboten. 90 Marke deutscher Control Gesetzlich Ausgegeben geschütz Ven Hutmacher der Arbeiter Control Commission Bin Berlin Jeen Balze Markenfabrik Hamburg Solidarität! Arbeiter! Nur Hüte, welche nebenftehende Marte unter bem Schweißleber tra gen, bieten Garantie, daß ben Berfertigern gerechtes Bohn wurbel Rauft une Hilfemis biefer Martel In folgenden Geschäften sind Hüte mit Kontrollmarken zu haben: H. Aerisens, Prinzenstr. 28. W. Beneke, Potsdam, Jägerstr. 36. Rud. Beisse, Chausseestr. 70. A. Becker, Reinickendorferstr. 14a, 0. Böttcher, Lichtenbergerftr. 1. A. Bracklow, Schönhauser Allee 29. Alb. Binn, Landsbergersir. 43. W. Böhm, Blücherstr. 11. H. Diederich, Oranienftr. 9. Mariannenstr. 43. 59 G. Dunsing, Dresdenerstr. 6. A. Ernst, Barnimstr. 17. P. Praude, Müllerstr. 183. A. Puchs, Manteuffelstr. 35/36, Staligerstr. 39. 99 Th. Gerlach, Dinienstr. 39. Gust. Gross, Frankfurter Allee 167. G. Gottmann, Frankfurterstr. 130, R. Haase, Rastanien- Allee 36. L. Hammer, Röpnickerstr. 171. C. Music, Potsdamerstr. 87. 99 Moabit, Birkenstr. 9. A. Nauen, Wrangelstr. 99. C. Polvoigt, Bülowstr 18.( Eingang C. Pimpel, Landsbergerstr. 103. Frobenstr. 12.). C. Rättig, Fehrbellinerstr. 88. Renz& Böhme, Oranienstr. 6. Potsdamerstr. 104, W. Rother, Mostizstr. 20. E. Sarsch, Stralauerstr. 13-14, C. Sarsch, Fehrbellinerstr. 56. C. Schmidt, Röpenick, Kiegerstr. 41. W. Sy, Brunnenstr. 139. A. Schlegel, Brunnenstr. 33. C. Schulz, Bionskirchplay 6. F. Sporreuter, Poftstr. 16. Rud. Wegener, Stromstr. 59. A. Wittenbecher, Moabit, Lübeckerstr. 4. W. Wille, Rö penid, Grünauerstr. 2. Fr. Haupt, Große Frankfurterftr. 145. W. Hildebrandt, Schönhauser Allee 4. F. Henke, Dennewigstr. 1. M. Hensel, 28adzeckstr. 9. A. Kehr, Röpnickerstr. 126. W. Kliem, Bernauerstr. 108. G. Köpke, Bringenstr. 60. Botsdamerstr. 126a, J. Kock, Raftanien- Allee 80. W. Zapel, Staligerstr. 131( neben Frister u. Roßmann). Stresemann, Neue Königstr. 11, C. Adler, Röpenick, Grünstr. 38, C. Böttcher, Friedrichshagen. 0. Mühlberg, Biesenthalerstr. 18, P. Kunz, Brinzen- Allee 87. T. Koschel, Sophie- Charlottenstr. 27. E. Rieck, Badstr. 64. Ph. Krull, Rheinsbergerstr. 50, 0. Liskow, Oranienftr. 47a. A. Lissmann, Gerichtstr. 2. Arnold Lange, Brunnenstr. 136/187. H. Meissner, Neue Hochstr. 42. G. Mewes, Andreasstr. 53. Ernst Nauen, Oppelnerstr. 45. W. Röhrich, Frankfurter Allee 118a. 0. Jörs, Pantstr. 5a. F. Julow, Bankow, Breitestr. 24 G. Knake, Andreasstr. 24. P. Pohle, Schwerinstr. 12. Emil Bergmann, Markgrafenstr. 100. Carl Stark, Neue Königstr. 73, Ch. Otto, Chausseestr. 22. Carl Wolter, Münzstr. 8. von Aug. Herold, 470 L enorm billig, in nenesten Façons und gediegenen Stoffen offerirt S. Cohn, Brunnenstraße 3. Riesen- Bazar für Damen- Mäntel u. Kostüme 7 Mark elegante wollene 554L Stoff- Hosen Mode 1891. Wegen Aufgabe der fertigen Garderobe verkaufen wir die noch am Lager: 2000 eleg.Sommer- Balet. von 7, 12, 15, 18 bis 20 Mart. 5000 el. Jaquet- Anzüge von 10,75, 15,50, 20 bis 25 Mk. 8000 vorz. Rock- Anzüge von 15, 18, 20, 25 bis 30 Mark. 3000 Knaben- Anzüge von 2,50, 3,75, 5 bis 8 Mart, verschiedene schöne Muster. eleg. Einsegnungs- Anz. von 12, 15 bis 20 Mart. von 500 Knaben- Hosen 1-4m. Gebr. Neustadt, Jerusalemer strasse 41. Ecke Krausenstr. am Dönhoffplatz. Hüte Freireligiöse Gemeinde. Te Vier Festvorträge 60K 834 b am Sonntag, 17. Mai, Vormittags 10 Uhr, Rosenthalerstaße 38: Herr Dr. Völkel- Magdeburg und Bülowstraße 37/40( Königshof): Herr Dr. Bruno Wille. Am Montag, 18. Mai, Vorm. 10 Uhr, Rosenthalerstr. 38: Herr Th. Prengel- Rönigsberg i. Pr. und Chaufferftraße 58( Norddeutsche Brauerei): Herr Dr. Völkel- Magdeburg. Achtung, Maler! Am ersten Pfingstfeiertage, von Nachmittags 5 Uhr ab: 7402. Gemüthliches Beisammensein und Tanz bei Gründel, Dresdenerstr. 116. Der Vorstand. J. A.: T. Gräz. Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen der Freien Gemeinde für Rixdorf n.Umg. 151/8 am Sonntag, den 17. Mai, Nachm. 42 Uhr, in Treptow, Restaurant Henze( Karpfenteich), Röpnicker Weg. Tagesordnung: 1. Festvortrag des Herrn Dr. Bruno Wille, 2. Diskussion. 3. Fragestellung. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Neustädter Volksgarten, Proskauerstraße. mit Kontcoll- Marte. Dienstag, den 19. Mai, Nachm. 4 Uhr, Grösste Auswahl in Sonnen- und ( 3. Pfingstfeiertag): Regenschirmen Deffentl. Tischlerversammlung. L. Spiegel, Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau. 621 L] Rosenthalerstr. 45. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Möbel Spiegel und Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Den. Parteigenossen und Mitschülern empfehlen uns bei Bedarf von[ 522L A. Schulze& Böhme, Röpenickerstr. 73. G. Schaudt, Neu- Weißensee, Serren-, Knaben- u. ArbeiterC. Wanke, Rirdorf, Bergstr. 9. H. J. Stoboy, Oranienstr. 170. Langhansstr. 71. Um den vorkommenden Unregelmäßigkeiten einen Damm Garderobe, Fertige Betten, Koffer etc. entgegensehen zu können, bitten wir die Genossen dringend, nur Preuss& Co. an der Bülowſtr. Culmstr. 2, den von uns veröffentlichten Geschäften Beachtung zu schenken. Anßerdem ist es unbedingt nothwendig, daß die Marke fest eingeklebt ist und darf die Marke nicht erst beim Kaufe eingeklebt weten, was fets als Betrug zu betrachten ist. Alle Unregelmäßigkeiten bitten wir an uns zu berichten. Die Arbeiter- Kontroll- Kommission. J. A.: C. Kempe, Georgenkirch Play 8, NO. 172/3 M G. Superczynski, künstliche Zähne, Invalidenstr. 105, II.| Empfehle allen Freunden und Genossen zu den Feiertagen mein gut affortirtes Lager in wirklich preiswerthen Cigarren, Cigarretten sowie Rauch- und Schnupftabaken einer gefälligen Beachtung. 833b M. Blanke( H. Kluge Nachfl.), Annenstraße 28. Zur Deckung der Unkosten findet 832b Tellersammlung statt. Um zahlr. Besuch, besonders auch der Frauen, bittet Der Einberufer. Nachher: Gemüthl. Tanz- Kränzchen, verbunden m. Gesangs- 2c. Vorträgen. Verlag d. ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt, Berlin SW., Benthstraße 3. Soeben erschien und ist durch uns zu beziehen: Glühlichter Nr. 39. Humoristisch- satyrisches Arbeiterbl. Preis 10 Pf. Wiederverkäufern Rabatt. Der Vorstand. Zuzug ist fernzuhalten Matz& Co., Muskauerstr. 34. von der Pianofabrik von 186/33 VERETH 25 onais P. MAURER Die Kommission. Marken z. quittiren von 580L Partei- 590 Beiträgen empfiehlt allen Genossen die Quittungsmarken und Kautschuk- Stempelfabrik Don Conrad Müller, Shkendik- Leipzig. Preisliste gratis und franko. Maſſenausverkauf garnirter Damen- u.Kinderhüte, 1101 Herren-, Damenund Kinderwäsche. Freitag's Mfl., Invalidenstr. 132. Hut- Fabrik E. Bergmann Markgrafenjirage100, zwischen Beffel- u. Lindenstr. fchen Thore bestehendes Herren- nud Mein feit 20 Jahren vor dem HalleKnabengarderoben Geschäft, sowie 592L Arbeiterfachen bringe hiermit in empfeh. Hüte mit Kontrolmarken. lende Erinnerung. 749b S. Flieg, Bergmannstr. 104. Zweirad, 56er, engl., w. neu, vert. bill. Ebel, Alt- Moabit 13, III r.[ 841b Solide Preife, gute Fabrikate. Dr. Hoesch, homöopath. Arat Artillerieftr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. JULIUS LINDENBAUM, Lager eleganter fertiger Herren- u. KnabenGarderobe. Frankfurferstr. 139, zweites Haus an der Frucht- Straße. 21 362 I Spezialität: Anfertigung nach Maass uniel Garantie des Gutsitzens. Berantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Beding in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 112. Sonnabend, den 16. Mai 1891. 8. Jahrg. Scheidt, Borisch, Sumpf und Treuherz gewählt. Gleichzeitig einverstanden erklärt und sich verpflichtet, mit allen gefeßlich ere Angabe der näheren Umstände beim Zentral- Arbeits der Tellersammlung wurde wiederum dem Vertrauensmann überDer Fachverein sämmtlicher in der MusikinstrumentenVersammlungen. Am 11. Mai hielt der Verein der Eisen- und Metall- is, maritraße Nr. 7-8, su machen jinb, von wo geben.ja wurde bekannt gegeben, daß ev. Anſprüche auf Rechtsschuß unter laubten Mitteln für eine Nenderung einzutreten. Der Ueberschuß Deigmüller. dreher Berlins und Umgegend seine ordentliche General- Das Weitere veranlaßt werden wird und auch Auskunft erversammlung ab. Zum 1. Punkt der Tagesordnung gab der theilt wird. Vorsitzende Kollege Machatky den Rechenschaftsbericht des VorDa unter den obwaltenden Verhältnissen eine Zentralisirung Industrie beschäftigten Arbeiter versammelte sich am Montag, Standes. Zum 2. Punkt erstattete der Kassirer Kollege Mittmann der Bibliotheken noch nicht zuläfig erscheint, wurde ein gong den 11. d. M., in Deigmüller's Lokal, Alte Jakobstr. 48a. Geden Kassenbericht Oktober- März, sowie über Einnahme und Aus- mission von 11 Mann zur Einrichtung und Verwaltung der nosse peus referirte über„ Die Sozialdemokratie und die Regabe im April. Es betrug demnach die Gesammteinnahme von Vereinsbibliotheken erwählt; dieselbe wird die aus den auf Schmidt. Er richtete an alle Kollegen die Mahnung, die Er ligion". An der Diskussion betheiligte sich der Kollege Robert der Gründung des Vereins bis zur tagenden Generalversammlung gelösten Branchenvereinen dem Verband zufließenden Bücher- ziehung der Kinder nicht so leicht zu nehmen, sondern alle Kraft 1670,55 M., die Ausgaben 847,26 M., wonach ein Vereinschäße zu ordnen und so zu vertheilen haben, daß die Kollegen anzuwenden, um die Kinder mit der Religion nicht zu belästigen, vermögen von 823,29 m. verbleibt; außerdem ergab das Weih- der einzelnen Stadtviertel Gelegenheit haben, in ihrer Nähe eine sondern die Wissenschaft ihnen zugänglich zu machen. Es sprachen nachtsvergnügen einen Ueberschuß von 5,40 M., die Matinee der Bibliotheken benutzen zu können. In die Kommission wurden dann noch die Kollegen Riediger und Niendorf. Der Referent einen solchen von 263,30 M., wovon 200 M. ihrer Bestimmung gewählt: Hohbein, Wiesner, Dolz, Heinrich, Hentschke, Ungefugt, fchließt sich den Ausführungen des Kollegen Rob. Schmidt an. gemäß bereits abgeschickt worden sind. Die Revisoren erklären Zemlin, Bolz, Dräger, R. Wegner und Agricola. Eine vom Der Vorsitzende theilt den Antrag des Vorstandes mit, eine aus Bücher, Belege und Bestände geprüft zu haben und stellen ein provisorischen Vorstand verfaßte und von Koll. Gerisch verlesene 6 Mitgliedern bestehende Vergnügungskommission zu wählen. Die vorhandenes Defizit der Versammlung anheim; dieses wird nach Geschäftsordnung wurde hierauf ohne Debatte en bloc an Bersammlung afzeptirt den Antrag und wählt die Kollegen eingehender Grörterung Seitens des Raffirers, sowie des Ge genommen. Bei Verschiedenem" ertheilte die Versammlung Niendorf, Heinrich, Herm. Seeliger, Friz Mehls, Knabe und sammtvorstandes. von der Versammlung anerkannt und dem auf das Gesuch des Kollegen Gerisch ihre Zustimmung dazu, daß Martin auf 1 Jahr in die Vergnügungskommiffion. Raffirer Decharge ertheilt. Sum 8. Puntt:„ Auflösung des Ver- fich derfelbe, falls er behindert sein sollte, den Arbeitsnachweis eins" fand eine lebhafte Debatte statt, an der sich viele Kollegen persönlich zu führen, in geeigneter Weise vertreten lasse. Kollege Maskenball sofort abzurechnen, da die Abrechnung von dem VerDie Kollegen werden dringend ersucht, die Billets vom betheiligten. Hierzu erwidert der Vorsitzende, daß es dringend Trittelvig weist darauf hin, daß die Kommission zur Auf- gnügen diese Woche erfolgt. geboten erscheine, dem Vorgehen anderer Vereine zu folgen bringung der Delegirtenkosten für den Frankfurter Metallarbeiterund den Verein aufzulösen. und fich Mann für Kongres Bons à 10 Pf. ausgiebt und ersucht um zahlreichen Die nächste Versammlung ist Sonnabend, den 23. Mai, bel Mann dem Verband sämmtlicher in der Metallindustrie Ankauf derselben. Bons sind zu haben bei den Kollegen: beschäftigten. Arbeiter anzufchließen. Dieser Vorschlag gelangte B. Stabernact, Wrangelstr. 85, Bigarrengeschäft; W. Neumann, mit erdrückender Majorität zur Annahme. In die aus Reinickendorferstr. 14, III, und G. Trittelvis, Rottbuserstr. 4, Barnim, eine öffentliche Voltsversammlung im Saale des Herrn Liebenthal. Am 10. Mai tagte in Liebenthal, Kreis Nieder5 Mitgliedern gewählte Liquidations Rommission wurden die v. III. Thiele, in welcher der Reichstags- Abgeordnete des Kreises Herr Kollegen Fettfenheuer, Adler, Hoppe, Pietsch und Bradel gewählt. Ueber die vorhandenen Baarbestände wurde beschlossen, daß Im Verein Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Stadthagen sprach. Die Versammlung war troß Aufgebot aller 200 M. dem Verbande der in der Metallindustrie Berlins und Arbeiterinnen zur ersten Hilfe bei Unglücksfällen sprach am gegnerischer Mittel, wie Warnung von der Kanzel und VerUmgegend beschäftigten Arbeiter überwiesen werden, 500 M. dem 11. Mai in einer Wanderversammlung der praktische Arzt Herr weigerung der ortsüblichen Bekanntmachung, sehr zahlreich be Parteivorstande zur Verwendung für die Bergarbeiter, 30 M. Dr. Bernstein über Schwindsucht und über die in lezter Zeit gesucht. Da diese Versammlung die erste war, die einzuberufen nach wurden einem bedürftigen Kollegen überwiesen. Der vorhandene machten Erfahrungen der Professor Koch'schen Methode. Nach vieler Mühe den Genossen in der entlegenften Gegend des Bestand der Unterstützungsmarken von 21 M. 50 Pf. wurde dem einem Referat des Herrn Rautenberg über Zweck und Ziele des Kreises gelungen war, so waren auch viele Neugierige dahin geBertrauensmann der Metallarbeiter Deutschlands überwiesen, Lehrturfus traten mehrere Gäste dem Verein als Mitglieder bei. eilt; auch die Polizei hatte eine ziemliche Macht aufgeboten ebenso der Ueberschuß des Weihnachtsvergnügens und der noch Am Sonntag, 7. Juni, findet Nachmittags 5 Uhr ein gemüth- Amtsvorsteher und 4 Gendarmen, außerdem 2 Ortsvorsteher von der Matinee vorhandene Betrag an die Generalfommission liches Beisammensein in Feuersteins Salon, Alte Jakobstr. 75, waren anwesend.) Zum Vortrag hatte Herr Stadthagen das Thema gewählt: Biele und Zwecke der Sozialdemokratie." Er der Gewerkschaften Deutschlands. Unter Verschiedenem über statt, wozu Gäste, Damen und Herren willkommen sind. bringt Kollege Grahlmann der Versammlung ein Lebewohl eines Am Dienstag, den 5. Mai, hielt die Filiale 1. des nach Amerita abreisenden Kollegen. Nach Erledigung der Tages deutschen Schneiderverbandes eine Mitgliederversammlung und Gottlieb Stegemann. In der Diskussion sprachen die Genoffen Rudolf Billmann Hierauf wurde folgende Resoordnung schließt, der Borjizende mit einem begeistert auf ab, in welcher Kollege Täterow einen Vortrag über Betriebs lution angenommen: genommenen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie die werkstätten hielt und denselben zur Zufriedenheit aller Anwesen den Ausführungen des Referenten Abg. Stadthagen einDie Versammelten erklären sich mit Versammlung. den erledigte. An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen verstanden und erklären, mit allen Sträften für das Ziel der Rogge und Baumeister, welcher die Verhältnisse der Schweiz in Sozialdemokratie eintreten zu wollen." Da trotz wiederholter eingehender Weise schilderte. Unter Verschiedenem machte Kollege Aufforderung, Gegner möchten sich zu Worte melden, feiner vorRogge den Vorschlag, in der nächsten öffentlichen Bersammlung trat, so fiel aus der Versammlung das Wort: Feigheit. Hier die hiesigen Preßverhältnisse und das Verhalten der Volks- auf trat der fgl. Forst- Schullehrer Grothe aus Groß- Schönebeck Beitung" auf die Tagesordnung zu setzen. Darauf schloß der vor und wollte den Vorwurf pon sich weisen, indem er sich als Borsitzende die Versammlung. Gegner der Sozialdemokratie bekannte. Seine Angriffe wurden vom Referenten zurückgewiesen. Zum Schluß wurde angeregt, für das„ Voltsblatt für Nieder- Barnim" zu agitiren. Die Verjammlung wurde mit einem dreifachen Hoch auf die inter" Der Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Unigegend hielt seine erste ordenttigten Arbeiter Berlins und Umgegend hielt seine erste ordent liche Generalversammlung am Dienstag, den 12. Mai, im Böhmischen Brauhause ab. Nachdem der Vorsitzende, Kollege Rörsten, das Verzögern dieser Versammlung seit der Konstituirung des Verbandes zutreffend gerechtfertigt hatte, wurde zur Vor standswahl geschritten. Nach kurzer Geschäftsordnungs- Debatte Am Sonntag, den 10. Mai, fand bei Knebel, Gesund wurde beschlossen, die Wahl des ersten und zweiten Vorsitzenden, brunnen, Badftr. 58, Abends 7 Uhr, eine trotz der starten Hize sowie des Arbeitsvermittlers und Rendanten in einem Wahlgang äußerst zahlreich besuchte Versammlung für Frauen und Männer vorzunehmen. Der Poften eines Arbeitsvermittlers soll mit dem statt. Der Saal war noch von der Maifeier her mit rothen nationale Sozialdemokratie geschlossen.no des Rendanten vereinigt werden, da zu diesen Posten ein Kollege Fahnen und Emblemen reich geschmückt und auf der Bühne besoldet werden muß. Zum ersten Vorsitzenden wurde prangte ein mächtiges Banner mit der Inschrift: Proletarier Kollege F. Günther gewählt, zum zweiten Vorsitzenden aller Länder, vereinigt Euch!" Das Referat hatte Genosse Peus Kollege E. Jost, zum Rendanten und Arbeitsvermittler übernommen über das Thema: Rede und Preßfreiheit", und Kollege A. Gerisch. Zu Kassirern wurden für den Osten Kollege entledigte sich seiner Aufgabe in eingehendster Weise unter dem Schuster, Andreasfir. 69; für den Süden Kollege Herbst, Ritter großen Beifall der Zuhörer. In der sich anschließenden Disstraße 116; für den Westen Kollege Schiefel, Gozlowskyftraße 8; fuffion trat ein Herr Peters den Ausführungen des Referenten für den Norden Kollege Thomae, Brunnenstr. 33, gewählt. Als zum Theil entgegen, wurde aber auf die Irrthümer seiner Aus Schriftführer wurden gewählt: Trittelvig, Groß, Pägel und führungen hingewiesen. Zur einstimmigen Annahme gelangte eine Stabernac; als Revisoren: Körsten, Rechner und Werbig. Als Resolution, wonach sich die Versammlung mit den Ausführungen Rechtsschußkommission wurden fünf Kollegen und zwar: Buckisch, des Referenten in Bezug der einseitigen Preß- und Redefreiheit Baarverkauf au ftreng festen aber sehr bill. Preisen. Geschäfts- Häuser Knaben Anzüge für 11 Mt. is 1,60 m. Baer Sohn BERLIN. N. Chauffecitraße 24a. 0. Gr. Frankfurterstraße 16. SO. Brüdenstraße 8, am Bahnhof Jannowihbrücke. MF Dem Grundsatze, 654L Herren- und Knaben- Bekleidungen von nur besten Qualitäten zu sehr billigen Preisen zu verkaufen, verdanken wir das schnelle Emporblühen und Gedeihen unserer Geschäftshäuser. Sommer- Anzug, Sommer- Paletot, Fertige Beinkleider schwergarnige Waare, überall 21 M., für 12 m. 75 Pf. haltbar und start, Kammgarn u. Imitation überall 20 M., für 12 M. Sommer- Anzug, Sommer- Paletot, vorzügl. z. strapazieren, überall 32 M., für 20 M. satinirte Strichwaare überall 32 M., für 20 M. 50 f. für 9 M. bis 2 M. 75 Pf. Maaß- Anzüge, Gewähr guten Sigens, für 60 M. bis 35. Festtags- Anzug, Sommer- Baletot, Maaj- Paletots, feines Rammgarn, allerfeinste Waare, Gewähr guten Sigens, überall 40 M. für 28 M. 50 Pf. Gehrod- Anzug, schwarzes Kammgarn, überall 65 M., für 39 M. bau überall 55 M., für 34 M. für 48 M. bis 35 M. Staub- Mantel, Maaß- Beinkleider, nur gute Waaren, für 8 M. 50 Pf. bis 4 M. 75 Pf. Gewähr guten Sigens, für 18 M. bis 12 M. 50 f. Herren- u. KnabenBekleidung shoff Jdou " 1 Jeder Kunde hört die reine Wahrheit über unsere nur reellen Waaren. Catalogue Eigene Werkstätten eps At niedo Briefkasten der Redaktion. H. Sch. in Neuß. 1. Es tommt nicht darauf an, wer die Bersammlung formell einberufen, sondern wer den Saal gemiethet hat. Hat der Fachverein oder ein Dritter ausdrücklich im Namen des Vereins gemiethet, so kann der Fachzerein, vertreten durch den Vorstand, Klage erheben. 2. In Vereinsversammlungen können auch Nichtmitglieder zum Worte verstattet verden. 3. Nein. 8180 90191 P Hamburg- Amerikanische acketfahrt- Actien- Gesellschaft. Expressund Postdampfschiffahrt. Hamburg- New- York vermittelst der schönsten und grössten deutschen Post- Dampfschiffe Oceanfahrt 6 bis 7 Tage. Ausserdem Beförderung mit directen deutschen Post- Dampfschiffen rew von Hamburg nach hus lead Baltimore Brasilien Canada OstAfrika Westindien Mexico Havana La Plata Nähere Auskunft ertheilt: Wilh. Mahler, Berlin N., Invalidenstrasse 121 und August Langer, Berlin, Platz vor dem Neuen Thor 3. 299L ell Hut- Fabriksonatg 265L für 7 M. 60 Pf. bis 2. OSCAR LISKOW 47a. Oranienstr. 47a. Ecke Lucauerstraße. Hüte mit Arbeiter Kontrollmarken. E. M. Wilschke, Katzbach- Strasse No. 1. Junker- Strasse No. I. Cigarren und Tabake. Alle Sorten Cigarretten. Haupt- Agentur für Feuer und Lebensversicherung. Bahlstellen vom Wahlverein, der Arbeiter- Bildungs- Schule und der Freien Volfsbühne. 838b Damen- und Kinderhüte garnirt und ungarnirt, empfiehlt in größter Auswahl zu billigsten Preisen Invalidenstr. 159. Brunnenstr. 141-42. Gustav Sabor Achtung! Arbeiter des Ditens! Beim Einkauf von Hüten mit Kontrollmarke bitte ich genau auf meine Firma zu achten. Franz Haupt, Hutmacher, Gr. Frankfurterstr. 145. Große Auswahl. Billige Preise. Stets neue Façons. 846 L Schirme. Mützen. HA Spazierstöcke. E SommerJaquets Invalidenstr. 159. Brunnenstr.141-42. sons and toaizt Nur allein Brunnenstr. 1, I. Etage. Ecke Weinbergsweg, I. Etage. am Rosenthaler Thor. Ausverkauf! Neue Amerikanische Verkaufs Hallen A WILH.HAUER Nur allein Brunnenstr. I. Etage. Ecke Weinbergsweg, I. Etage. am Rosenthaler Thor. Herren- und Knabengarderoben. Größte und billigste Bezugsquelle der Residenz. Wegen Ueberfüllung des Waaren- Lagers nachstehende Waaren 331 Prozent billiger Elegante Jünglings- Anzüge Hochfeine Herren- Anzüge in Rock- und Jaquet- Façon, aus sehr guten Stoffen, in Rock- u. Jaquet- Façon, in farrirten u. gestreiften gestreiften u. farrirten Dessins, mit u. ohne Seidenband, von 15, 18, 20,#. 22, 25 u. 30 M. Rammgarnen, seidenartig, das Allerneueste, von 33, 35, 36, 40, f. 45 M. Hochfeine Knaben- Anzüge Hocheleg. Frühjahrs- u. Sommer- Paletots von guten, geawirnten Stoffen von 3, 4, 5,#. 6, 7, 8 und 9 m. Hochfeine Schul- Anzüge für Knaben 2,75, 3,50, 4. 5. 3,50, Elegante Herren- Anzüge in den neuesten Façons, von 15, 18, 20, f. 25, 28 u. 30 M. in Cheviot, Satin u. Diagonal auf Zanella u. Seide gearbeitet, 15, 18, 20, f. 25, 30 u. 35 m. Stoffhosen von wirklich gutem Buckskin und Kammgarnen in gefireiften und verfchiedenen anderen Muſtern von 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 und 12 M. Feine mollige Schlafröcke von 9 Mark an. Außerdem befinden sich am Lager einzelne Jaquets, Westen, Röcke etc. Seiden- und PiquéWesten in großer Auswahl von 3/2, 41/2, f. 5/2, 6/2 Mart. Lüster-, Leinen- Jaquets, Turntuch- Anzüge, Wasch- Anzüge für Knaben von 2,00 Mark an, Waschhosen von 1,50 Mark. Neu! Käufern von Außerhalb werden Fahrkarten vergütet. Neu! 1 Brunnenstr. 1.( Ede Weinbergsweg) am Rosenthaler Thor. Man bittet genau auf eue Amerikanische Verkaufshallen zu achten. Uhrenfabrik 1877. Gear: Georg Wagner Export Oranienstraße 63, Engros 1 Treppe, nahe Morigplak. E Herren- und KnabenGarderoben von R. Götze& Co. 168 Oranienstr. 168. Spezialität: Mittel- und feines Genre. Preisverzeichniß fertiger Gegenstände. A. Anzüge. Mark Jacket- Anzug von melirtem gezwirnten Buckskin 15, Jacket- Anzug von melirtem und carrirtem Buckskin, schöne Muster. 17,50 Jacket- Anzug von melirtem Forster Cheviot, schöne helle Farben • 20, Jacket- Anzug von dunklem Velour, carrirt oder gestreift. 22,50 Jacket- Anzug von gezwirntem Cheviot, schöne helle und melirte Muster. • 25, Jacket- Anzug von feinem carrirten und melirten Cheviot 28, B • Jacket- Anzug von Cheviot, eleganter Promenaden- Anzug Jacket- Anzug von feinem gezwirnten Stoff, sehr haltbar. Jacket- Anzug von Velour, sehr haltbar, mit seidener Borde, in ganz neuen Mustern • 30,- M 38, 6 38,- M. 36,-M B 39,- M. 42,-. 42,-. 40,- M. ˚ Jacket- oder Rock- Anzug von Velour, mit seidener Borde, schöne dunkle Muster, träftige Waare. Jacket- Anzug von Gottbuser Cheviot, in echt englischen Mustern, sehr dauerhafter und eleganter Promenaden- Anzug... Jacket- Anzug von gezwirntem Cottbuser Cheviot, sonst wie 220 Jacket- Anzug von hellcarrirtem Velour, nur ganz neue Mufter Jacket- Anzug von dunklem Velour, mit seidener Borde, prima Jacket- oder Rock- Anzug von imitirtem Rammgarn, haltbar unt elegant, feidene Borde 30,-. Jacket- oder Rock- Anzug von gemustertem Rammgarn, eleg. Anzug 36 Jacket- od. Rock- Anzug v. einfarb. Kammgarn, feiner Salon- Anzug 36, M. Jacket- oder Rock- Anzug von gemustertem Aachener Kammgaru, eleganter Promenaden- Anzug, Neuheit 42,- 9. Jacket- Anzug von gemust. Aachener Kammgarn, Neuheit, sehr fein 45,- M. Jacket- oder Rock- Anzug von ff. Aachener Kammgarn, hochfeiner Salon- und Promenaden- Anzug B B M. Jacket- oder Rock- Anzug von blau Diagonal Desgl. desgl. Desgl. B. Hosen. Hose von gezwirntem Buckskin in melirten Mustern . 48,- und 54,- DR. 25,- M. . 30, 902 . 36, M. 42, Hofe von gezwirntem Forster Buckskin, schöne Melangen 4,50 und hose von Gladbacher Zwirnbuckskin, schöne gestreifte Muster in haltbaren Stoffen Hose von Gladbacher Rammgarn, schöne Streifen Hose von Forster Zwirn- Cheviot, elegante haltbare Stoffe hose von Velour in träftiger gestreifter Waare, hell oder dunkel Hofe von Velour in sehr fräftiger Waare, gestreift oder gemustert Hose von schwarzem Satin Hose von · • . Hose von Kammgarn mit Seide, hochfeine neue Mufter Hose von Velour, prima Hofe von Cottbuser Zwirn, Neuheit, sehr elegant und fest Hose von Gottbuser Cheviot, Hofe von Aachener Kammgarn, sehr elegant" Hofe von prima Rammgarn, hochfein Arbeitshofen in engl. Leder, Zwirn, Cord, Caffinet C. Paletots. Paletot von dunkel melirtem Cheviot 3,50 M. 5- M. ལ 9 f: ni 5,- M. 6,- M. 7,50 M., 6,- M. 7,50 M. 9,- M. 10,50 M. 10,50 M. 12,- M. 11, " " 11, DR • 12, M 15,- bis 20- M 2c.. • 2,-bis 6,50 M. 12,- M. 16,50 M. 19- M. • 24,- M. 33,-. 33, M. • 36,-. 1 . 25,- D.. 1 • 27,-0. g 11 F [ 471 L) 9 i 11 Valetot von Cheviot in blau, braun, olive( praktisch für den täglichen Gebrauch) Paletot von schwerem Cheviot, alle Farben Paletot von Sommer Estimo, in allen Farben, mit seinem carrirtem Futter Paletot von blau Diagonal- Cheviot, sehr fein und modern. Paletot von Diagonal- Rammgarn in braun, blau, mode, hochelegant Paletot von prima melirt Kammgarn, in allen Modefarben Valetot von glattem Stoff mit feinem Futter, in allen Farben Paletot von Sommer- Estimo, sehr elegant. Schuwaloffs in melirten Stoffen von 20 Mark an. Havelocks in feinen Lodenstoffen, auch wasserdicht von 15 Mark an. M. W. Walter D. Westen. Zenghofstr. 3. Zeughofstr. 3. Weiße Westen von 2,50 M. an.- Heidene Welten in allen Qualitäten Gegr. 1818. von 8-10 Mart, Fernsprechamt 9 Nr. 9886. E. Knaben- Anzüge. Billiger wie in jed. Laden. Butter bedeutend billiger In Knaben- Anzügen halten wir stets eine sehr große Auswahl der neueſter Einzelverkauf und Versandt von Uhren u. Goldwaaren zu Original- Fabrikpreisen. Spezialität: Remontoir- Uhren nur guter Qualität von 9 Mt. an. Regulateure, Stand- und Weckeruhren zu auffallend billigen Preisen. Anerkannt größte Leistungsfähigkeit. fälische Fleiſchwaaren. Garantie bis zu 5 Jahren. Preisgekrönt auf vielen Ausstellungen. Massiv goldene Ketten nach Gewicht bei billigster Façonberechnung( von 30 M. an). Massiv goldene Trauringe in garantirt reinem Dukatengolo ohne jeglichen Busah 1 Dukaten 11 M., 1/2 Dutaten 16 M., 2 Dukaten 21 M. Mashu goldene Trauringe 8 Rarat von 4 M., 14 Karat von 6 M. an. Sämmtliche Neuheiten in Juwelen, Gold-, Silber-, Corallen-, Granat- und 509L Doublé- Schmucksachen. E NF Illustrirte Preislisten gratis und franko. Heimstraße Schuhmacherei Don Heimstraße 18. Wilh. Herbach. 18. Schuhwaarenlager] Anfertigung eigener Fabrik von Schuhwerk nach Maaß, für und aus den renommirtesten Fabriken Fußleidende der Form des Fußes des In- und Auslandes. und den Moden entsprechend. Reparaturwerkstatt im Hause. Grundsäge: Solide Waare. Mäßige, aber feste Preise. am Wilhelmshöhe Wannsee im Grunewald, herrlich am See und Wald gelegen, dem geehrten Publikum, Fabriken, Vereinen ff Tisch- Butter Eier à Mol. 100-110 Bf. 50-65 Pf. Thüringer, Braunschweiger und West518L Cervelatwurst von 1,- an das Pfd. Rester- Handlung. Stoffe und Façons vorräthig und empfehlen dieselben schon von 4 Mart an, Tricot- Anzüge in blau, braun, grau oder mode 3-8 Mart. Burschen- Anzüge sowie Confirmanden- Anzüge sind stets in reichhaltigster Auswahl vorräthig. F. Diverse. Außerdem empfehlen wir noch Schlafröcke in Velour, Double 2c. von 10 M. an. Billige Rester zu Knaben Anzügen Joppen in Düffel od. Loden von 9 M.- Einzelne Jackets, Sommer- Jackets etc. von 1 M. an, sowie zu großen An- Gehröcke und Fracks in Tuch oder Croisé von 20 M. an. zügen von 6 M. an bis zum feinsten 1 Radfahrer- und Sport- Anzüge zu billigsten Preisen. Rammgarn, sowie Rester zu Regen- und Sommermänteln, Sammt, Seide, Plüsch, Während des 1. und 2. Pfingstfeiertages bleibt unser Atlas( alle Besaß Artikel), Trifot zu Geschäft von 2 Uhr ab geschlossen. Taillen, alle Farben; auf Wunsch Alles zugeschnitten, auch angefertigt, empf. Karle, Waldemarstr. 66, part. Jede Uhr zu repariren 0 unter Garantie foftet bei mir ( außer Bruch) 1,50 Mk. Kleine Reparaturen entsprechend billiger. Uhren, Gold- u. Silberwaaren C. Wunsch, Manntr. 38, n. d. Dranienplay. M.Panknin Berlin SO. 91, Adalbertstr. 91 Ede Oranienstr. Putz- und Modewaaren. Trauerhüte in großer Auswahl. und Schulen bei Landpartien bestens empfohlen. 3 große Tanzfäle, 75 Schuh- n. Stiefel- Lager igen. Fabr. Spannung für 150 Pferde. 175M empfiehlt A. Manthey, Linienstraße 245, nahe der Neuen Königstr.[ 387b Zentral- Halle im Stadtbahnbogen unter Bahnhof Börse ( am Zwirngraben). Verkauf von Lebensmitteln aller Art. Billigste Bezugsquelle von frischem Fleisch und Wurst etc. Alle Waaren, die bis 5 Uhr nicht verkauft, werden von da ab zu den denkbar billigsten Preisen verauktionirt. Halles Centrales Börse. [ 520 L Schuh- Fabrik und Lager von Otto Fäse, Chausseestraße 83, gegenüber der Liesenstraße, Für f. gepflegte Biere und Weine, sowie gute Speisen, Kaffee- Küche, bringt sich den Genossen in empfehlende Erinnerung. Regelbahnen 2c. 2c. sorgt bestens A. Meyer, Gastwirth. Streng reelle Waare." Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Keine Bazar- Waare. 7251