Nr. 37. Grscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Prg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. OesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Infertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pig., für Vereins: und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der Untergang der„ Elbe". " Von sachverständiger Seite schreibt man uns über die Verhandlungen des Reichstages über die Sicherung des Geeverkehrs" vom 9. d. M. das folgende: " Mittwoch, den 13. Februar 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " : A Politische Leberlicht. Berlin, 12. Februar. Aus dem Reichstag. Die bürgerlichen Parteien scheinen vorläufig keine Neigung zu sozialpolitischen Debatten mehr zu haben. Die Erfolge, welche ihre Wortführer bei der Interpellation Hiße und früheren Gelegenheiten eingeheimst haben, sind also nicht danach ausgefallen, daß sie mehr Verlangen nach solchen Lorbeeren haben. So kam es, daß heute bei der Diskussion über die nicht verunglückt wäre, wenn sie 27 statt 7 Schotten besessen| reichen Klippen umgeben, und die kleinen Rüftenfahrzeuge stellen hätte. Ihm mochte die Einrichtung der Kriegsschiffe zu den Verlusten ein unverhältnißmäßig großes Kontingent. vorschweben. Ein Handelsschiff von der Größe der Das Ergebniß der Verhandlungen des Reichstages geht Elbe" aber wäre bei einer solchen Theilung einfach unbrauchbar. lediglich dahin, daß wir uns in Deutschland erst wenig mit Von der geringen Sachbeherrschung des Herrn von Stumm zeugt nautischen Dingen bekannt gemacht haben. Mit Recht bemerkt auch seine Annahme, daß für die Personendampfer nur zwei Wislicenus hierüber: Es wäre zu wünschen, daß wenigfiens Die Verhandlungen standen fachlich nicht auf der Höhe. Da Echotten vorgeschrieben seien, zu denen sich bei sehr großen Schiffen ein Theil der gebildeten Deutschen sich allmälig ebenso viele über den eigentlichen Anlaß des Busammenfioßes der Elbe" zur eine dritte geselle. Echon der Fracht Schraubendampfer hat Kenntnisse von dem Betriebe der Seeschifffahrt erwürben, wie sie Zeit noch nichts feststeht, so hätten die Herren v. Stumm und mindestens vier Schotten, je eine vorn, hinten und auf beiden die Engländer, Standinavier, Holländer und Italiener schon v. Manteuffel mit der Einbringung ihrer Interpellation füglich Enden des Maschinenraums. Die Schotten dürfen einen gewissen lange besitzen. Dann bekäme auch unsere Volksvertretung mehr bis zum Abschluß der demnächst abzuhaltenden seeamt- gegenseitigen Abstand nicht überschreiten, z. B. nach der Vor- Verständniß für die Schifffahrt, was wiederum dem ganzen lichen Untersuchung warten können und sich durch die schrift der internationalen Klassifikations- Gesellschaft Bureau Deutschland zu gute kommen würde." Ausbeutung der Angelegenheit durch die englischen Zeitungen Beritas nicht 90 Fuß englisch 27,45 Meter. Hierbei sprechen nicht beirren zu lassen brauchen, zumal die maßgebende nautische bauliche Rücksichten mit, denn die Zwischenwände dienen Presse Englands durchaus ruhig urtheilt; die Beitschrift Fair- auch zur Verstärkung des Schiffverbandes. Dazu kommt play" sagt in ihrer legten Nummer, daß neun von zehn derartigen eine Theilung der Quer Kohlenbunker, 11111 das Fällen verlaufen würden wie dieser. Ueberschießen ihres Inhalts zu verhindern, und überdies Bielleicht hätten die Auslaffungen des Reichskanzlers etwas bringt man fast stets nahe dem Vordersten, dem sogenannten anders gelautet, wenn ihm das vom Abgeordneten Singer an- Kollisionsschott, vorsichtshalber eine zweite Wand an. Das sieht geführte Schriftchen von Wislicenus Schuß für unsere See- doch wesentlich anders aus, als Herr v. Stumm annimmt. Teute" befannt gewesen wäre. Während der Reichskanzler Die Schotten können ihren Zweck nicht voll erfüllen, wenn die Vorschriften der Seeberufs- Genossenschaft völlig ausreichend die darin befindlichen Thüren unmöthigerweise geöffnet werden, und zweckmäßig" findet, werden sie von dem Fachmanne wie es so häufig aus bloßer Bequemlichkeit geschieht, indem man Wislicenus, Mitglied der deutschen Seewarte, für ganz unzulänglich sich scheut, den Zugang von einer Abtheilung zur anderen von erklärt, weil ihre ungenaue Fassung eine willkürliche Auslegung Deck aus zu nehmen. Auf der Elbe" soll die von der einzulaffe. Was soll man z. B. mit Bestimmungen wie dieser an aenoßenen Abtheilung zum Maschinenraum führende Thüre aus Fabritinspektion, bei welcher Gelegenheit sich sonst die fangen, daß die Schiffe gehörig eingerichtet und ausgerüstet, Gründen des Echiffsdienstes offen gestanden haben. Vorläufig Herren Sozialpolitifer in der Regel ein Stelldichein gehörig bemannt und verproviantirt sein müssen und daß sie ist nicht recht flar, inwiefern die beiden Räume in geben, die Kosten der Debatte fast nur von unseren nicht überladen sein dürfen wenn das nähere nicht fest so cnger Beziehung zu einander stehen mußten. Die Rednern getragen wurden. Herr v. Stummt und Möller gesetzt wird? Im besondern auch bezeichnet Wislicenus die zum Maschinenraum gehörenden Kessel- und Kohlen-( Dortmund), die Hauptwortführer der Unternehmer- InterAufsicht der Genossenschaft über die nautischen Instrumente für räume liegen nicht hinter, sondern vor der Maschine. effen, waren gar nicht im Hause. ungenügend und bedauert, daß die Genossenschaft nichts thue, Da der erste Maschinist noch etwa 10 Minuten nach dem ZuDie Herren Hize um die Rheder zur Inanspruchnahme der bezüglichen Kontroll- fammenstoße unten thätig gewesen sein will, so scheint es, als( Bentrum) und Pachnicke( Deutschfreisinnig) beschränkten sich einrichtungen der Seewarte zu veranlassen. ob man versucht habe, die Verbindungsthür zu schließen, ohne es auf furze Bemerkungen über die Mängel der GewerbeDie warme Kundgebung des Reichstages für die Mannschaft zu vermögen, etwa weil die Thür von der Hige verbogen, oder Inspektion und erst unser Genosse Fischer( Berlin) be der Elbe" konnte nur sympathisch berühren. Wahrscheinlich mit Schnut befruftet oder sonstwie ungangtar war. Gegenüber handelte dann dieses Kapitel in ebenso eingehender wie haben die Leute bis zum legten Athemzug ihre Pflicht zu erfüllen der Behauptung des Staatssekretärs v. Bötticher, die Gibe" sei fachlicher Weise. gesucht, und wenn hier und da Unregelmäßigkeiten unterlaufen mit zwei gefüllten Abtheilungen noch schwimmfähig gewesen, Der Versuch des Abgeordneten Röjicke, die Angriffe, sein sollten, so dürften sie mit der Verwirrung der Lage zu ent: wäre zu fragen, in welcher Weise dies festgestellt worden ist. schuldigen sein. Eine andere Frage ist es, ob die Rhederei ebenso Bei neueren und stärkeren Schiffen als der Elbe" hat sich beobachtet hat, zurück zu weisen und bei der Gelegenheit welche er wegen seiner Haltung beim Boykottfriedensschluß uneingeschränktes Lob verdiene. Der Ausspruch des Abgeordneten im Ernstfalle die Widerstandsfähigkeit der Echotten als ungenügend die Geschichte des Berliner Bierkriegs vom vorigen Jahre Lieber: Es handelt sich um eine Aktiengesellschaft, der es nicht erwiesen. Die Prüfung auf die Dichtigkeit der Schotten, die in blos auf die Dividende ankommt, sondern sie erfüllt einfachem Absprißen mit der Dampfpumpe besteht, giebt über porzutragen, scheiterte an dem Widerspruch des Herrn Präeine hohe Kulturmission", ist ebenso unlogisch als werth- die Festigkeit feine Auskunft. Zu berücksichtigen ist auch, daß die fidenten, welcher den Zusammenhang zwischen dem Gehalt Der Norddeutsche Lloyd ist doch zunächst eine spezifisch Elbe" seit 14 Jahren im Dienst war. Durch die harte Maschine des Staatssekretärs des Reichslandes des Junern und den bremische Einrichtung, durch Verschmelzung von drei bremischen( 5600 Pferdekräfte) wurde das Echiffsgefüge erheblich erschüttert. Bierstreit nicht zu finden vermochte. Unser Genosse Singer Gesellschaften entstanden und dazu bestimmt, dem bremischen Ein- Bei den stärksten Dampfern geht das sogar so weit, daß am verzichtete folgedessen auf's Wort, wozu er sich gemeldet und Ausfuhrhandel als Stütze zu dienen. Wie wenig man der Hintertheil schon nach wenigen Jahren neue Nieten eingezogen hatte, um die etwa nothwendig werdenden Schattenstriche Leitung des Unternehmens die„ Kulturmission" zu gute zu halten werden müssen. Die angebliche Ermittelung der Sectüchtigkeit dem Röjicke'schen Lichtbilde beizufügen. braucht, zeigt die Thatsache, daß, als der Generaldirektor Loh- von seiten des Reichskommissars hat bautechnisch keinen Werth, mann im Jahre 1891 plöglich verschieden war, man ihm nicht da der Kommissar fast nur mit den hygienischen Verhältnissen Der Abgeordnete Wurm ergänzte die Ausführungen einen, sondern drei Nachfolger gegeben hat, unter ihnen den und mit der Zahl, nicht der Qualität der seiner Auf- Fischer's, indem er besonders die Mängel in der Haus. Juristen der Gesellschaft. Von einem kollegialen Direktorium ficht unterstehenden Gegenstände zu schaffen hat. Gegenüber und Textilindustrie behandelte. glaubte man sich einer Wiederkehr des unter Lohmann Vor- dem Abgeordneten Möller, welcher aus der geringern Zahl der Hierauf sagte Herr Dr. v. Frege auch noch etwas und gekommenen weniger versehen zu brauchen. Der Alleinherrscher deutschen Schiffsverluste eine besonders gute Bauart der deutschen dann wurde die Diskussion geschlossen und die Sizung Lohmann soll bei den jährlichen Kohlenlieferungen, einem Gegen- Schiffe herleiten möchte, wäre zu fragen, ob er auch im ftande vertagt. stande von 12-14 Millionen Mark, seinen Sohn, welcher ist, die Glemente der in Frage kommenden Unfallstatistik zu englische Firmen vertrat, ganz einseitig bedacht haben. übersehen? Zunächst müßte man u. a. wissen, welche der beiden Im Abgeordnetenhause wurde heute die Berathung Sachlich hatten die Interpellanten sich schlecht genug vor- in Vergleich gestellten Marinen, die englische oder die deutsche, des Eisenbahn- Etats zu Ende geführt. Zu längerer Debatte bereitet. Herr v. Stumm meinte gutmüthig, daß die Elbe vielleicht die größere Gefahr läuft. Die britischen Inseln sind von zahl- gab das Verlangen Veranlassung, daß die aus den UeberSchultern, legte ihm den großen Käfig mit den Papageien auf. Ta die barfüßigen Soldaten beim Gehen fein auf den Kopf und stieß ihn halb mit Gewalt aus der Geräusch machten, hörte man sie erst, als sie die Kolben Thür auffezten. Io3. " Feuilleton. ( Nachdruck verboten.] Skizzen aus dem südamerikanischen Hinterlande. Ein Blatt 11 südamerikanischer Geschichte. " Sei mir herzlich willkommen, Freund; mein Haus steht zu Deiner Verfügung." Unterdessen war der Peon, dem Godoy ein Trinkgeld verabreicht hatte, verschwunden. Dieser sah ihm nach, bis er um die nächste Ecke gegangen war; dann zog er mit Blitzesschnelle eine Scheere aus der Tasche, und ehe Rivarola sich dessen versehen, hatte er ihm seinen langen Schnurrbart abgeschnitten. " " " Was ist das, zum Henker „ Sollte es Euch so unbekannt sein, Bantista," sagte Godoy, und wenn es Euch ist, so werdet Ihr es bald wissen." 3u spät.." rief er entsetzt aus, als man einen festen Tritt auf dem Vorplatz des Hauses hörte und jemand gleichzeitig laut in die Hände klatschte. Doch glücklicherweise war es feine Polizei, sondern Herr Bantista Gill, der seelenvergnügt in das Haus hineinkam und mit Rivarola Es traten sechs Soldaten mit Gewehren und aufund Godoy fast zusammensties. gepflanzten Bajonetten ins Zimmer, befehligt von einem " Seht an, unser Expräsident bestellt sich gegen den Kapitän, der einen Zettel in der Hand trug. Es herrschte Abend Frauen mit Bögeln nach Hause," lachte Herr Gill. im Zimmer schon ein solches Halbdunkel, daß man, da Rivarola zog sich mit der einen Hand das Zuch fester außerdem vom Garten aus die Bäume die Fenster be zusammen und schritt wortlos an ihm vorüber... Er schatten, die darin befindlichen Personen besonders von einem war draußen. eben von außen Eintretenden nicht sofort erkannt werden Eine verdammt magere Schöne," rief ihr Gill nach, konnten. Der Kapitän trat deshalb auf Godoy zu und der ihr noch einen Schlag mit der flachen Hand auf die fagte: hr seid mein Gefangener, Cirilo Rivarola, auf Schulter versezt hatte, man spürt alle Knochen an ihr, Befehl des Kriminalgerichtes." Und als Goboy ihm keine das ist nicht mein Geschmack ah, Ihr seid es, Antwort gab, fuhr er fort: Was soll das bedeuten.. was heißt das Nicanor... und Cirilo Macht teine Schwierigkeiten, hier ist meine Ordre, " Tas soll bedeuten, daß man Dich in einer Viertel- Erwarte ich hier, wie Ihr seht," sagte Godoy langsam, und ich habe Befehl, Euch in keiner Weise zu schonen, wenn stunde verhaften wird Halt, noch die Bartstoppel der sich gefangen sah, weil er jetzt für seinen Freund Zeit Ihr irgend welchen Widerstand leisten solltet." türzen... und dann schnell, ehe es zu spät wird." gewinnen mußte. Damit öffnete er seinen Koffer und zog einen voll- Also Ihr seid der Echwerenöther," rief Gill aus vollem ständigen Frauenanzug und ein langes, weißes Tuch, wie Halse lachend aus, der in fremden Häusern mit mageren es bie paraguayischen Weiber gebrauchen, um Ropf und Schönheiten Zusammenkünfte hat.. das will ich bei der Bruft damit zu verhüllen. ersten Gelegenheit Eurer Alten hintragen.. die ist gewaltig " Schnell, che es zu spät ist... bedenke Dich nicht... eifersüchtig." in der Recoleta stehen die Unsrigen... Um Himmels- Godoy lachte halbgezwungen und horchte dabei ins willen beeile Dich... Zaudere feinen Augenblick... man Weite. will Dir einen Prozeß machen, daß Du gegen den Staat ,, Sie fommen," sagte er dann vor sich hin.. hört fonspirirtest, und man besezt eben alle Wege nach außen, Ihr nichts, Bantista.. aus Furcht, daß Du ihnen entkommen könntest." " " hier." " Ich bin nicht Rivarola, und der ist überhaupt nicht " Zum Teufel, das ist nicht wahr, das Haus ist seit einer Stunde bewacht und man hat gesehen, wie Rivarola hineingegangen ist kurz vorher.. Wer seid Ihr denn eigentlich, dreht Euren Kopf ein wenig zu dem Fenster... ach, Herr Nicanor Godoy... Und der andere... der Herr Abgeordnete Gill... Sie rühren sich nicht von der Stelle, meine Herren... durchsucht die Zimmer, Bursche, und den Garten... Rivarolo muß irgendwo verborgen Auch dieser wurde aufmerksam. fein...." ,, Was ist das Macht Euch durchaus keine Mühe, Kapitän," meinte ,, Ohne Sorge, auch ich habe mich gesichert, wenn man Im felben Augenblick stießen eine Anzahl Gewehrkolben Godoy trocken, ich gebe Euch mein Wort, daß Rivarola mich hier treffen sollte." Damit hatte er ihm den Anzug auf das Pflaster des Vorplates, und im Garten tauchten zur Zeit an einem Ort ist, wo Ihr ihn nicht mehr einholen übergestreift, warf ihm das weiße Tuch über Kopf und dicht hinter dem vergitterten Fenster einige Bajonnettspizen werdet Und Du.." Wie preußische Wahlen gemacht werden, das wiffen wir aus unzähligen Beispielen. Und daß es gerade jetzt bei der Ersakwahl im Kreise Olekko- Lyk ganz besonders preußisch zugeht, das wußten wir auch. Judeß der Mensch fann niemals genug wissen, und so bringen wir denn nach stehend einen Brief zum Abdruck, den gestern nach den Mittheilungen des Herrn v. Manteuffel über den groben Vertrauensbruch, durch welchen der Brief in die Deffentlichkeit fam- zu veröffentlichen wir Bedenken trugen, den wir aber jezt, nachdem die„ Kreuz- Zeitung" selbst ihn abgedruckt hat, ohne Bedenken abdrucken können. Der Brief, der von irgend jemand im Reichstag gefunden und der Leipziger Volkszeitung" in Abschrift zugeschickt wurde, war an Herrn von Manteuffel gerichtet und lautet wie folgt: Münchener Journalistenklub erhebt im Jnteresse der deutschen schüssen des Vermögensstener- Geseges angesammelten Fonds aufgehoben werden können. Man setze einfach Zuchthaus Rein Zentrumsmann, der sich überhaupt über die Biele der zu einem nicht über 100 Millionen Mark hinausgehenden auf das Duell! Wer im Zuchthaus gesessen und dadurch Partei klar ist, wird wünschen, daß man die Verbrechen verBetrage zur Verstärkung des Betriebsfonds der Eisenbahn- die bürgerlichen Ehrenrechte verloren hat, fann fein Staats- herrlichen und daß man Ehebruch, Aufruhr und Gotteslästerung Verwaltung und zur Tilgung von Staatsschulden benutzt amtweder ein bürgerliches noch ein militärisches- mehr ungestört auf den Straßen predigen dürfe. Es hat sich für das werden sollen. Die besonders von nationalliberalen Rednern bekleiden, und kein unabhängiger Wille vermag diese Wirkung für das Gesetz eine Fassung gefunden werde, die mit der Frechheit Zentrum bei der Umsturzvorlage immer nur darum gehandelt, daß vorgeführten Bedenken wurden von dem Finanz- und dem der Strafe von ihm zu nehmen es sei denn, man ver- des Wortes nicht auch die Freiheit des Wortes vernichtet und jede Eisenbahn- Minister zurückgewiesen. Auch im übrigen wurde wandle den Staat in eine Versorgungsanstalt für Zucht- Opposition unmöglich macht. Die Abstimmung hat nur vors die Berathung des Eisenbahn- Etats heute zu Ende geführt. häusler. läufige Geltung, wie das Zentrum und mehrere Parteien erklärt Auf der Tagesordnung der Mittwoch- Sigung steht der Etat haben. Einzelne Bestimmungen, wie der§ 113, Widerstand gegen Gegen die Umsturzvorlage hat der Münchener Bollstreckungsbeamte und das Duell, sind in der Kommiffion start der Justizverwaltung. Journalisten klub eine Resolution gefaßt, welche dem Reichstage vorgelegt werden wird. Die Resolution lautet:„ Der angefochten worden und dürften bei den Verhandlungen im Reichstag kaum aufrecht erhalten bleiben." Tagesschriftsteller energischen Protest gegen die im§ 111a der Recht so! Diese Sprache wird die katholischen Arbeiter sogenannten Umsturzvorlage geplante Knebelung des freien Wortes lehren, sich vor den Wölfen in Schafspelzen zu hüten und in Rede und Schrift. Er erkennt in den Bestimmungen dieses mit ihren Kameraden lediglich in der Sozialdemokratie die Paragraphen die Preisgabe der Presse auf Guade und Ungnade Vertretung ihrer Interessen zu finden. an polizeiliche Willkür und erblickt darin eine schwere Beeinträchtigung der persönlichen Freiheit, sowie der freien Ent- Der kaiserliche Erlaß über die Soldatenmiß wickelung des deutschen Volksthums. Der Münchener Journa- handlungen, den wir vor einigen Tagen veröffentlichten, liftenklub richtet daher die dringende Bitte an den hohen Reichs- foll bereits früher in Sammelwerken abgedruckt sein. Das nein, es ist tag, den§ 111a der Vorlage bedingungslos ablehnen zu wollen." ist vollständig gleichgiltig doch Sonnabend abends gleichfalls über die Umfturzvorlage berathen. daun noch schlimmer. Also der Erlaß war be= Es wurde eine Kommission eingefekt zur Redaktion einer dies- fannt ebenso ebenso wie die sonstigen auf Soldatenbezüglichen Resolution gegen die Vorlage und ihre schädlichen mißhandlungen bezüglichen Schriftstücke hochgestellter Wirkungen auf das Schriftthum und die Presse. Personen durch den Vorwärts" bekannt geworden sind und trotzdem wird in den Kasernen lustig weiter geschunden. Erft waren gestern wir ja wieder gezwungen, über eine Soldatenmißleider aus Kottbus zu berichten. Wie handlung beschämend, daß alle Versicherungen der Kriegsminister und der höchsten Offiziere, alle Erlasse der höchstgestellten Personen die traurigen Soldatenschindereien nicht einzudämmen vermögen. Und wie bezeichnend für den Militarismus! Die Arbeiterentlassungen bei Einführung der Tabak Fabritatsteuern werden werden in der daß die " el decidio Wrenstein, B. Bebruar 1995. 5. Tiefensee i. Ostpr. männer- Bersammlung der Konservativen nominirt. Der Kaffer und die It age. Die Berl. Kon Der Raiser und die Umsturzvorlage. Die Berl. Korr." des Herrn v. Köller schreibt: " Die durch die Zeitungen verbreitete Mittheilung, daß der Kaiser die Protokolle über die Berathungen der sogenannten Umsturzkommission sowie ein Gutachten über die von der Kommission beschlossenen Erweiterungen des Regierungsentwurfs sich habe vorlegen lassen, beruht auf Erfindung." Die Aussichten des Umsturzgesetzes sind bei der schwankenden Haltung der Zentrumspartei unsicher, ebenso unsicher, wie lange sich die Kommissionsberathungen und " Mein verehrter hoher Chef! Folgende weitere Entwickelung des Wahltableaus Lyck- OletkoJohannisburg: Ploetz und ich haben 17. Januar in Lyd die Kandidatur Landrath Groeben mit 140 gegen 10 durchgesetzt. Am 19. Januar verzichtete Stolberg zu gunsten Kullack's, Groeben, trozdem er am 17. angenommen hatte, dito. Kullack nimmt an und tritt bald darauf zurück. Stolberg beruft eine Versammlung in Lyck ein, bestehend aus sich, dem Regierungspräsidenten und den drei Landräthen. Diese- sonderbare Versammlung nominirt abermals Graf Stolberg, dieser akzeptirt erneut und wird nächsten Tages( 29. Januar) durch eine ad hoc einberufene Vertrauens werden: Auswärtigen Blättern wird darüber von parla- Deutschen Tabakzeitung" auf 33 000-35 000 Köpfe be Sie können sich vorstellen, welche Mißstimmung herrscht über mentarischer Seite geschrieben: dieses Vorgehen. Ich habe historische Darlegung des Falles Unseres Erachtens werden die Kommissions- Verhandlungen des Konsums an Tabatfabrikaten 12,3 pt. betragen ( ohne Kritit zu üben) an Ploeg gefandt druckfertig zur event. noch" überaus langwierig werden. Auch die spätere zweite Lesung würde. Das ist dasselbe Verhältniß, in welchem die neue Veröffentlichung, habe aber ausdrücklich gebeten, vorher Köller der Kommission wird schwerlich eine Entscheidung bringen. Die Steuer den Tabak höher belastet. Daraus würde sich eine vertrauliche Mittheilung von allem zu machen. Ich will nicht, Entscheidung wird erst im Plenum getroffen werden. Hier wird Entlassung von 17.000 Arbeitern ergeben. Da aber die daß Köller Unannehmlichkeiten bereitet werden. Da sämmtliche alles davon abhängen, wie weit die Zentrumsmitglieder ge- Mehrbelastung des Tabaks auf dem Wege vom Fa Männer des Wahlkreises, die irgend in betracht kommen, definitiv schlossen stimmen. Fast ebenso viel wird auch von der größeren brikanten bis zum Konsumenten um mindestens 50 pet. abgelehnt haben, mußte ich einen anderen Ostpreußen suchen. Alle oder geringeren Präsenz des Plenums abhängen. Das sind alles sich erhöhte, dieser Erhöhung entsprechend auch der haben mir Korb gegeben.- Borte- Tolfsdorf( Kreis Raftenburg) Dinge, über welche man eist kurz vor Ostern oder erst nach Konsum abnehmen werde, so würde sich die zu erwartende nimmt an, troy Aussichtslosigkeit. Er ist den wenigen treu Ostern flar sehen wird." Zahl der Arbeiterentlassungen auf 25 500 stellen. Außerdem gebliebenen Führern des Bundes als Kandidat genannt, wird Von einer drohenden Diktatur der Staate- jei die Zahl von 138 114 Arbeitern der Tabakindustrie in von ihnen akzeptirt. Männer, die außerhalb Ostpreußens wohnen, den Anlagen der Regierungsvorlage zu niedrig berechnet. werden unter feiner Bedingung afzeptirt. Es handelt sich nur um die Stimmen, die wenn der Bund feinen Kandidaten aufDie Zahl der Tabakarbeiter müsse man auf 160 000 schäßen, stellt rettungslos Seydel- Chelchen zufallen. Daher ist teine Danach würde die Zahl der Entlassenen auf 30 000 sich Freude für die Kandidatur. steigern. Dabei ist aber vorausgesetzt, daß der Konsumrückgang für alle Fabrikate gleichmäßig sei; tritt bei den Bigarren ein stärkerer Rückgang als beim Rauchtabat ein, so schnellt die Zahl der zu entlassenden Arbeiter sofort auf 33-35 000 empor. Borde nimmt diese wenig aussichtslose Sache auf sich. Nun wird Riepenhausen wiederholt vorgeschlagen. Dieser ist einfach unmöglich, da er nicht Ostpreuße ist. anwaltschaft angesichts der Umsturzvorlage, redet die Ronservative Monatsschrift". Sie schreibt:" Wir gehen dann einer Diktatur des Staatsanwalts entgegen, und diese wird die unerträglichste von allen Ditta turen sein, weil sie nicht offen die Gewalt als Gewalt giebt, sondern die Willkür mit einem Scheine, wenn nicht des Rechts, so Ob Ploeß noch meine Bitte erfahren wird, zweifelhaft; er doch der Juristerei umkleidet." Deshalb scheint sich für Riepenhausen zu erwärmen. Es ist dringend nöthig, daß Stolberg's unerhörtes, uns alle ftimmen aber wohl gerade die im Reichstage fizenden Parteitief schädigendes Vorgehen dem Minister bekannt werde. Ich genossen der„ Konservativen Monatsschrift" für die Umsturzhielt es für Pflicht, Sie zu orientiren. Die Ereignisse werden die Ankunft dieses Briefes überholen. Bitte, unterstützen Sie Sier heißt es, die äußerste Blamage vermeiden, bitte helfen Sie, Soweit Sie tönnen. Sie fennen Exzellenz von Köller ja näher. Auf Wiedersehen am 18. d. M. Ihr aufrichtig und treu ergebener Groeben. vorlage. Ein Auch Arbeiterblatt für die Umsturzvorlage. Der Augsburger Arbeiter", das Organ der süddeutschen fatholischen Arbeitervereine, schreibt über die Umsturzvorlage folgendermaßen: " Keine Korporationsrechte für die Berufsvereine. Die Berl. Korr." schreibt: Das„ Leipziger Tageblatt" vom 9. d. M. enthält die Nachricht, der Handelsminister Freiherr von Berlepsch sei mit dem Vorschlage, den Berufsvereinen Rorporations= rechte zu gewähren, durchgedrungen und eine bezügliche Gesetzes vorlage werde in der Staatsminister Sigung von Sonnabend erörtert werden. Diese Nachricht ist unrichtig; eine Gesetzes vorlage mit dem bezeichneten Inhalt ist im Staatsministerium weder im Prinzip genehmigt, noch überhaupt verhandelt worden. Dieses Dementi verdient vollkommenen Glauben. Unsere Regierung denkt jetzt bloß an die Entrechtung der Arbeiterklasse; da ist also kein Plaz für die Stärkung des Koalitions rechtes der Arbeiter. Der§ 111 a verfolgt die Absicht, die Vergiftung des öffentlichen Volksbewußtseins zu verhindern. Wir finden es gerecht Ein Vorschlag an die Umsturzkommiffion. Während und halten es für nothwendig, daß die öffentlichen Lobredner die Umsturzkommission mit anerkennenswerther Konsequenz breitung von Ansichten gehindert werde, die das Volk entsittlichen. verwerflicher Thaten in Strafe genommen und daß die Verdem barbarischen Mordkultus des sogenannten Zwei Die Bresse, die Kunst, die geistige Entwickelung der Nation in tampfes zu Beibe geht, werden all ihre Bemühungen in Gefahr", schreien die Gegner der Umsturzvorlage. Kunst durch einen unabhängigen Willen zu nichte gemacht, der und Literatur, die der Gotteslästerung, dem Ehebruch und jeden des duellistischen Mordes oder Mordversuches Schul- der Aufreizung ชิน Gewaltthätigkeiten dienen, werden für das Volk aus der Deffentlichkeit Zur Krankenversicherung. In der ersten Beilage zur digen der gefeßlichen Strafe entzieht. Da die Umsturz- ohne Schaden tommission diesen unabhängigen Willen nicht hindern kann, verschwinden, und wenn die geistige Entwickelung der Nation letzten Nummer des Reichs- und Staats- Anzeigers" wird eine andere Bahnen einschlägt, als sie heute verfolgt, so wird es nur Bekanntmachung des preußischen Ministers für Landwirthschaft 2c., sich in seiner Machtsphäre frei zu bethätigen, so muß sie, der Nation zum besten gereichen. Das Zentrum ist umgefallen, betreffend die Unfall- und Krankenversicherung der in land- und um in bezug auf das Duell ihr Biel zu erreichen, fingt der ganze Chorus der zentrumsfeindlichen Blätter. Das forstwirthschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen, und zwar sich auf ein diesem unabhängigen Willen nicht Zentrum ist der Regierungsvorlage nie grundsäßlich entgegenüber Veränderungen in bezug auf Namen und Wohnorte der zugängliches Gebiet begeben und die Strafe für den getreten, es hat lediglich die unbestimmte dehnbare Vorsitzenden, Beisiger und deren Stellvertreter bei den Schiedsduellistischen Mord so einrichten, daß die Wirkungen nicht& assung der vorgeschlagenen Strasbestimmungen beanstandet. gerichten, veröffentlicht. Und woher wißt Ihr das...?" . " Weil ich ihm selber zur Flucht verholfen habe..." " Da schlage das Wetter drein wie könnt Ihr mir einen so schlechten Streich spielen, Herr... Ich verhafte Euch und auch Euch Bantista... . auf einem kräftigen Pferde so rasch um die Ecke, daß er die gefährlichste Ecke. Als er die hinter sich hatte, konnte .. und ich war nahe den fluchenden Kapitän bei einem Haar über den Haufen ich ihn seinem Schicksal überlassen geritten hätte. Dieser strauchelte bei Seite und schrie daran einzugreifen; denn die Wache an der Polizei rief wüthend: ihn an, um ihm einen Papagei abzukaufen. Er war aber Verdammter Gaucho, weißt Du nicht, daß das kaltblütig genug, schlug einen los, steckte sein Geld ein und Ich bin Deputirter, Kapitän, Ihr dürft mich nicht Galoppiren in den Straßen verboten ist." ging davon, ohne daß einer etwas davon geahnt hätte, daß verhaften..." Entschuldigt, Kapitän", sagte der Reiter, indem er unter dem Weiberrock ein eben sehr gesuchter Mann steckte." Unterdessen wechselten beide den Sig; Godoy stieg in " Scheere mich den Henker drum, ob Ihr Deputirter mit seinem Pferde auf die Mitte der Straße prallte und es seid oder nicht. Hier erklärt mir der eine von Euch, furz vor Godoy parirte, der sich in demselben Augenblicke den Sattel und Molas rückte nach hinten und so tamen fie daß er Rivarola zur Flucht verholfen habe, so wird auch grade emporgerichtet hatte. Bugleich beugte sich der Reiter nach einer halben Stunde, einen großen Bogen beschreibend, der andere nicht unschuldig dabei sein bindet ihnen zu diesem hinunter, pacte ihn mit einem geschickten Griff auf eine kleine Gruppe von Reitern zu, die auf sie zu die Hände auf den Rücken, Jungens", rief er erbost, sonst um die Hüften, hob ihn rasch wie ein Gedanke vor sich warten schienen. entkommen sie auch noch.." auf das Pferd und jagte, diesem die Sporen gebend,, Gott sei Dank Freund," rief Godoy Rivarola zu, den Ein paar braune Soldaten warfen sich auf die beiden im rasenden Galopp durch die verdugten Coldaten, er im Dunkel erkannt hatte, das Stüd wäre glücklich geund schnürten ihnen troß allen Protestes von seiten Gills ehe einer ihnen nur im entferntesten die lungen." in der befohlenen Weise die Arme über einander. " Aber Schwerenoth noch einmal, Kapitän, nehmt Vernunft an.. schickt einen Eurer Leute nach der Apotheke von Francisco Guanes.. bin vor einer knappen Viertelstunde von dort her gekommen, um Rivarola zu einem Abendessen einzuladen und habe hier nur Godoy an getroffen.." Rümmert mich nichts; werdet heute Abend wohl wo anders essen. Vorwärts, Jungens!.. Die Soldaten durchstöberten alle Winkel des Hauses und des Gartens, suchten auch die Umgebung ab, ohne eine Spur des Verschwundenen zu entdecken. " Situation begriffen hatte. Feuer..." brüllte der Kapitän außer sich vor Wuth; aber bevor noch die Soldaten die Kolben ihrer Flinten an die Backen gerissen hatten, verhallte schon der Galopp des Pferdes in der Weite und sie mußten sich damit begnügen, eine Salve aufs gerathewohl abzugeben, die augenscheinlich feinem Schaden that, am allerwenigsten denen sie zu gedacht war. Man hatte zur Vorsorge zwei Reservepferde mit gebracht, die beide bestiegen. " Da ist die ganze Bölferschaft aus Barrero, rief Godoy heiter, als er im Settel saß, gute Jungen alle in Bausch und Bogen, und jeder führt ein langes Buschmesser bei sich.. aber nun vorwärts. Wenn wir scharf zutraben, so können wir morgen Abend in Barrero Grande sein und von dort soll man uns nicht so leicht holen.." ( Fortseßung folgt.) dort gefangen gesetzt worden wäre; denn sein Der dritte Band des„ Kapitals"." ( Schluß.) So geschah es denn, daß der Rapitän statt des er warteten Expräsidenten den Deputirten Bautista Gill ins Gefängniß ablieferte, und bei einem einem Haar selber Dann hilft das nichts," sagte der Kapitän giftig, Vorgesehter empfing ihn ziemlich ungnädig. Ausgesandte werde ich eine schöne Bescheerung bekommen, daß ich den Patrouillen tamen spät in der Nacht zurück mit der be- Bei dem kaufmännischen Kapital ist es flar, daß es teinen Vogel entwischen ließ bringt die beiden ins Ges trübenden Nachricht, daß von den beiden Flüchtigen keine Mehrwerth schafft, denn dieser kann nur in der Produktion entfängniß..." Spur aufzufinden wäre. stehen. Der Kaufmann beschäftigt wohl zuweilen Arbeiter, aber Wiittlerweile war die Sonne gesunken und die Straße Der Reiter, der durch seinen tecken Handstreich Godon wir können uns sehr wohl Fälle denten, und thatsächlich kommen ziemlich dunkel geworden. Voran ging in der Mitte der aus den Händen der Soldaten befreit hatte, war fein sie vor, daß durch bloßen Kauf und Verkauf ohne jede Speditions, Vertheilungsarbeit 2c. Profit eingeheimst wird. Straße eine Hälfte der Bedeckung, dann kamen die beiden anderer als José Dolores Molas aus Barrero Grande, Wie geht das zu? Man könnte annehmen, daß der Kaufmann Gefesselten, dahinter der Rest der Soldaten mit dem Ka- der Adreffat des Briefes, den Godoy auf so eigenthümliche einen Ausschlag auf den Produktionspreis macht, zu welchem er pitän, der seinem Unwillen durch fortgesettes lautes Fluchen Weise an sein Ziel befördert hatte. die Waare von dem Fabrikanten erhält, und thatsächlich Ausdruck gab. kommt das in einzelnen Fällen vor; aber im allgemeinen erklärt es sich viel einfacher, wenn man annimmt, daß der produzirende Rapitalist, um schneller zu seinem Gelde zu kommen, dem Kaufmann einen Theil: feines Profits überläßt. Dies wird um fo flarer, wenn wir bedenken, daß oft der produzirende Kapitalift *) Die beiden vorhergehenden Artikel fiehe in den Nummern " Ich glaube er ist schon bei den Unsrigen. Ich habe vom 25. und 27. Januar. Wegen beständigen Raummangels ihn gepaßt nahe an der Polizei. Das war für ihn tann der Schlußartikel erst heute abgedruckt werden. Ich danke Dir Freund, es war gerade Zeit," sagte Die Straßen Asuncions sind zum theil noch heute, Godoy, dem Molas noch während des raschen Heitens mit damals waren sie alle von halsbrecherischer Beschaffenheit. einem Messer die Hände löfte. Beim Umbiegen um eine Ecke stolperte Godoy, ob mit oder Wenig Dant nöthig, habe nichts als meine Pflicht ohne Absicht fonnte man nicht sagen, der Länge nach in gethan." ein tiefes Sandloch, und während er sich seiner gebundenen Hände wegen langsam und mit Mühe erhob, galoppirte plöglich ein großer atheletischer Mann in fliegendem Bancho auf " Und Rivarola Ueber den Diebstahl und Mißbrauch von Privat- 1 den Betheiligten so gern gezahlt werden, wie diese, und die Wallonen dagegen freigesprochen find. Ob das reiner Zufall briefen hat die Partei des Herrn v. Manteuffel am Theile des Bolles, die nicht nach Fürstengunst lechzen, ent- ift? Wir glauben es nicht. Echon als es bekannt wurde, daß wenigsten ein recht, sich zu entrüften. Denn die„ tleine, aber laften würden. Müller, Broich und andere Deutsche in die Sache verwickelt mächtige Partei" hat in diesem Punkte hervorragendes geleistet. Wenn die Kreuz- Zeitung" in den Räumen ihres Gnadenerweisungen zc. in Frankreich vor der Revo Bevölkerung den wallonischen Angeklagten sehr gut, den deutschen Uebrigens sollen derartige Steuern für Adelsbriefe, waren, hat die bürgerliche Preffe die wallonische Bevölkerung gegen die Fremden aufgehetzt. Und wirklich war die Lütticher Gedächtnisses Umschau hält, so erinnert sie sich vielleicht, Iution sehr in Mode gewesen sein. daß zur Zeit, wo ihre und des Herrn v. Hammerstein's Angeklagten nicht gut gesinnt. Arnold, Leblanc und die anderen Partei am mächtigsten warum die Mitte der 50er uns aus der Schweiz geschrieben wird, außer von der sozial was gewiß bei den Deutschen nicht der Fall gewesen wäre. Die Anarchisten Ausweisungen haben nun doch, wie Freigesprochenen wurden vom Bublifum sympathisch empfangen, Jahre sogar die Korrespondenz des da demokratischen auch von der bürgerlichen Presse zum theil recht Wenn man bedenkt, daß nur Müller und Broich gestanden, maligen Thronerben, des Prinzen des Prinzen von scharfe Kritik erfahren, die den schweigsamen Bundesanwalt zum die anderen verurtheilten Angeklagten aber entschieden ge= Preußen und späteren Königs und Kaisers Reden brachte. In einer offiziösen" Erklärung im Berner leugnet haben und durch stichhaltige Beweise kaum überführt Wilhelm I., seitens der kleinen, aber mächtigen Partei Bund" vertheidigt er die Ausweisungen, indem er bestreitet, daß worden sind, so scheint allerdings die chauvinistische Ge der„ Edelſten" und Alleredelſten eine ähnliche Be bie Ausgewiesenen blos wegen ihrer Gesinnung von der Maß finnung der Bevölkerung einen starken Einfluß auf die Gehandlung erfuhr, wie dieser Tage seitens irgend regel betroffen wurden und daß vom Auslande Denunziationen schworenen ausgeübt zu haben, und die Richter scheinen bei ihrer eines Unbekannten der Brief des Herrn v. Groeben. Und oder Reklamationen erfolgt seien.„ Die Betreffenden sind nicht Verurtheilung der Deutschen der im Publikum vorhandenen auch den berühmten Depeschendiebstahl in( und aus) Anarchisten sind der berühmteste Anarchist tönnte bei uns Beweiserhebung gerechtfertigt war." ausgewiesen worden," heißt es dann weiter, weil sie bloße Stimmung mehr entgegengekommen zu sein, als es durch die dem Potsdamer Schlosse sollte die Kreuz- Beitung" ruhig leben, sondern weil sie sich, einer wie der andere, bestimmte nicht vergessen haben. Handlungen( welche? Red. d.„ Vorw.") zu schulden kommen ließen. Die Bimetallisten an der Arbeit. Im deutschen Es waren dies zudem Handlungen, wegen welcher wir auch EinReichstage fand ein bimetallistischer Antrag, die Re- heimische zur Rechenschaft ziehen mußten und welche wir uns gierungen zu ersuchen, baldthunlichst Einladungen zu einer sehr verbitten würden, falls sie von fremdem Boden aus gegen Münzkonferenz behufs internationaler Regelung der wurde im Interesse der Schweiz als nothwendig erachtet. die Schweiz unternommen werden sollten... Die Ausweisung zur Hand genommen. Währungsfrage ergehen zu lassen, 150 Unterschriften aus Uebrigens waren die Leute, die sich in Lugano wohl zu dreißig und Personen, welche Anhänger der Ausdehnung des WahlEin Birkular ist erschienen, gerichtet an alle Vereinigungen den beiden konservativen, der nationalliberalen und der berumtrieben, ohne ernstere Beschäftigung, als die, von Winkel rechts sind und an die niederländischen Arbeiter im allgemeinen". Zentrumspartei. did zu Winkel zu ziehen, durch eine frühere Ausweisung gewarnt In diesem Zirkular fordert der Parteivorstand das Die Antisemiten unter sich. Der antisemitische aber, worauf sie sich füßen, fennt das Volk noch immer nicht. zeitlich aus dem Wege zu räumen, ein„ Allgemeines demokratiDer antisemitische worden." Das sind immer nur Behauptungen, das Material ganze demokratische Niederland" auf, um jede Streitfrage Abgeordnete Liebermann v. Sonnenberg soll den Abgeordneten Dr. Böckel zum Duell gefordert haben. Trogdem ist wohl anzunehmen, daß man in der Zukunft auch Gine diesem Zwecke dienende Versammlung wird auf Sonntag, Ist es so dürftig, daß es die Deffentlichkeit nicht verträgt? iches und Arbeiterkomitee für die Wahlrecht- Agitation zu gründen". Das Ehrengericht soll bereits zusammengetreten sein. gegenüber Ausländern nicht mehr allen demokratischen Republi den 10. März, nach Amsterdam einberufen. Offenbar wollen sich die beiden Judenfresser, da sie sich kanismus verleugnet, nachdem gegen die jetzige Praxis von allen anders nicht verständigen können, die richtige Auffassung Seiten die Kritik sich erhoben hat. darüber, ob beim Juden die Religion oder die Rasse das zu bekämpfende Uebel ist, mit Säbeln einhauen. Der Parteivorstand der holländischen sozialdemo fratischen Arbeiterpartei hat, in Erwägung daß sein Versuch die zur Stiftung einer Volkspartei am 27. Januar abgehaltene Versammlung zur Bildung eines allgemeinen Komitees für die Wahlrechtsbewegung zu bewegen, gescheitert ist, selbst diese Sache wird der" Frankfurter Zeitung" telegraphirt: Die wegen MitFreisprechung von Sozialisten in Italien. Aus Rom gliedschaft bei der italienischen Arbeiterpartei, Aufreizung zum lassenbaß u. f. w. angeklagten 30 Sozialdemokraten find nach vierzehntägiger Verhandlung sämmtlich freigesprochen worden. Gewiß ist diese That unserer jungen Partei gewissermaßen gewagt, aber wer wagt, der gewinnt, und sollte dieser Versuch, In und mit der französischen Mohrenwasch- Rom den bis jetzt keine der bestehenden demokratischen Organisationen mission geht es doch nicht ganz so wie es beabsichtigt war. Hat aus Furcht vor unseren Revolutionären" wagte, gelingen, man auch die Sozialisten planmäßig ausgeschlossen, und sogar so hat unsere Partei mit einem Schritt einen schönen Play in Was kostet ein Adelsbrief? Der preußische Steuer Millerand, dessen Antrag zur Niedersehung der Kommission der politischen Bewegung erobert. Dermehrungs- Minister, Herr Miquel, hat u. a. auch ein führte, aus derselben fern gehalten, so ist in Frankreich der neues Stempelsteuer- Gesetz ausgearbeitet, nach demokratische Geist doch zu weit verbreitet, als daß die öffentdem Verträge über alle möglichen bürgerlichen Rechts- liche Meinung und das öffentliche Rechtsgefühl euf die Dauer handlungen gestempelt werden müssen. So foftet z. B. die vergewaltigt werden könnte. Es macht sich schon ein träftiger Annahme an Kindesstatt 2-10 M., Auktionen ein Drittel Rückschlag bemerklich gegen den reaktionär- kapitalistischen Geist, vom Hundert des Erlöses, die Eheschließungsverträge 5 M., unterliegt keinem Zweifel, daß die Versuche, den Eisenbahnder die Zusammensetzung der Kommission diftirte. Und es das Eintreten der Großjährigkeit 10 M., allerlei polizei- Standal zu ersticken, ebenso gründlich scheitern werden, wie telegraphirt: liche Rongeffionen bis zu 100 M., die Namensänderung weiland die Versuche zur Erstickung des Panamastandals. 30 M. Ebenso müssen Stempelsteuern entrichtet werden für Leichenpässe, Verlängerung der Polizeistunde, Schiedssprüche, Lebensversicherungspolizen 2c. 2c. Ganz besonders interessant ist aber der Tarif für Standeserhöhungen und und Gnadenerweise durch den König von Preußen. Es ist zu zahlen für die Verleihung der Herzogs. würde 5000 M., Fürstenwürde 3000, Grafen würde 1800, Freiherrnwürde 1200, des dels 600 M. Wenn Seitenverwandte mit aufgenommen werden, wird für jeden Seitenverwandten die Tage besonders erhoben. Auch wenn die Standeserhöhung aus Anlaß einer Adoption oder Legitimation stattfindet, sowie für Anerken nung und Bestätigung einer von einem auswärtigen Fürsten verliehenen Standeserhöhung eines Inländers wird derfelbe Stempel erhoben. Wappenver= Zur norwegischen Ministerkrisis wird aus Chriftiania Das Organ der Linken, Intelligens Sedlerne", erfährt, der König habe den Führern der Linken durch den Präsidenten des Storthing, Sievert Nielsen, mittheilen lassen, daß die Partei der Linken die Kabinetsbildung unternehmen solle unter der hauptsächlichen Bedingung, daß die Konsulatsangelegenheit dem gemeinsamen schwedisch- norwegischen Staatsrathe vorgelegt werde, nachdem die norwegische Regierung mit Schweden über die Trennung des jeßigen gemeinsamen Ronfulatswesens verhandelt habe. Vom Panamistenvertheidiger Waldeck- Rousseau. Herr Waldeck- Rousseau hat, wie man uns aus Paris schreibt, am jüngsten Sonntag bei einem Bankett in Lyon in Bolksversammlungen wagen sich solche Herren nicht eine Rede gehalten, die zu erwähnen um so überflüssiger wäre, als sie nichts als ein Abflatsch so oft wiedergefäuter Leitartikel panamistischer Blätter ist, wenn diefelben Organe diese Rede nicht gar so über den grünen Klee lobten und Herr Waldeck- Rousseau sich dabei nicht gar so sehr in der Rolle des kommenden Mannes" gefallen Serbisches. Der Kölnischen Zeitung" wird aus Belgrad hätte, als den das Panamiſtenthum ihn schon vor Wochen be- gemeldet: Der Koalition ber Liberalen und Kleriund der Erwartung seiner Protektoren. Er verlangte, eine Regierung, darunter auch diejenige des früheren Führers der Fortschrittler zeichnet hat. Natürlich entsprach die Rede auch ganz dem Geiste kalen sind jetzt sämmtliche kleinere Parteigruppen beigetreten, die regiert", was in dem Munde des Kandidaten für die künftige und ehemaligen Ministers unter König Milan, Pirotschanah, Ministerpräsidentschaft nichts anderes heißt, als eine Regierung, die im welcher auch der Anwalt der Königin Natalie in dem Ghe Interesse des Ausbeuterthums gegen das Proletariat regiert, und scheidungsprozeß war. Das Losungswort aller ist die Wieder. die keine andere Politit als die des Widerstandes gegen den herstellung der Verfassung und die Entfernung mehrungen und Wappenveränderungen Sozialismus und dessen Verfechter kennt. Und damit man sich König Milan's. Die vereinigten Gruppen haben be baben 1/8 der oben mitgetheilten Säße zu entrichten. Für alle diejenigen hin, die die Republik bewahren wollen"- die sich an die Spitze der Koalition stellen. baben 1/8 der oben mitgetheilten Säße zu entrichten. Für ia nicht täusche, stellte er es als eine Lebensfrage für schlossen, den ehemaligen Regenten Ristitsch zu bitten, er möge die Erhebung eines Inbegriffs von Gütern zu einer Standesherrschaft, einem Herzogthum oder Fürstenthum find 6000 M., Republik der Eiffel und sonstiger Millionendiebe, deren Ver,, Die armenischen Greuel" haben sich richtig, wie wir es für die Verleihung des Patents für einen Kammer- und einer Partei oder vielmehr einer Sekte den Weg zu versperren, vorausfagten, zu einer armenischen Frage" ausgewachsen; und theidigung er im Panamap.ozeß geführt, sich zusammenzuthun junker find 400 M., für einen Rammerherrn die nicht einmal ihre Abfichten verhehlt und an der Niederreißung die armenische Frage" ist jetzt auf dem besten Wege, zur 1200 M., sofern letterer vorher Kammerjunker war 800 m., ber Republik nicht blos durch geräuschvolle Deklamationen und orientalischen Frage" sich auszuwachsen Das heißt und für die Verleihung von Titeln an Privat lärmende Manifestationen arbeitet, sondern auf einer viel gefähr zu einem abermaligen Vorstoß Rußlands gegen die personen 300 M. zu entrichten. Herr Miquel ist unbedingt ein sehr geschickter Mann die Eiffel, nicht die Felix Martin, nicht die Canivet und wie all nächste Hinderniß ist. Die Russen haben an den Grenzen der licheren und schädlicheren Weise, indem sie sie diskreditirt." Ja, nicht Türkei, die der Welteroberungspolitik des Barenreiches das und wird es mit jedem Tage mehr. Während bei den die großen mit dem Orden der Ehrenlegion ausgezeichneten asiatischen Türkei so große Truppenmaffen angehäuft, daß der früher von ihm erfundenen Steuern diejenigen, die zahlen Banamafchwindler, Südbahugauner und Revolverjournalisten Sultan eine theilweise Mobilmachung der türkischen sollten, jedesmal sauere Gesichter machten, hat er hier heißen, sind es, die die Republik in Miskredit bringen, sondern Armee angeordnet hat. eine Steuer ausgetüftelt, die alle, denen überhaupt an solchen alle die Männer, die in aufopferungsvollem Handeln und Wirken Nachdem der Zar jede Reform im Innern abgelehnt hat, Standeserhöhungen und Gnadenbeweisen liegt, mit Freuden aus der Republik der Panamisten und Südisten wie die Süd- wird er fast mit Naturnothwendigkeit in die Bahn auswärtiger bezahlen werden. Und wie billig hat es Herr Miquel bahngauner genannt werden eine Republik der Arbeit machen Abenteuer getrieben. Der Despotismus ist der Erb übrigens gemacht! Für einen wirklichen, echten Abel3- wollen und darum allen Schurken und deren Hintermännern den feind des Friedens. brief zahlt man 600 M., für die Verleihung des Titels Ministerpräsident und sollte er auch einmal zu dieser Stelle ge Krieg erklären. Nun, noch ist Herr Waldeck- Rousseau nicht als Rommissionsrath, Hoflieferant und bergleichen 300, und Graf zu werden kostet Lumpige wie sie es mit Dupuy und Perier geworden sind.-langen, dann werden die Sozialisten mit ihm ebenso fertig werden, 600 Thaler. Wir würden Herrn Miquel dankbar sein, wenn er noch mehr ähnliche Steuern dieser Art einführen wollte, die von direkt an die Konsumenten vertauft; dann stellt sich das Kauf mannsfapital einfach dar als ein Theil des produktiven Kapitals. Go tommen wir zu dem Schluß, daß Kaufmannskapital zwar nicht direkt Mehrwerth schafft, aber ein Mittel ist, durch andere Leute ausgebeuteten Mehrwerth sich anzueignen. Was nun die kaufmännischen Arbeiter anbetrifft, so sagt Mary folgendes über sie: " Vom Lütticher Anarchistenprozeß. Unser belgischer Ror respondent schreibt uns:" Es ist gewiß allgemein aufgefallen, daß alle fraglichen Deutschen verurtheilt, alle fraglichen " F folgende Meldung aus Yokohama vor: Vom chinesich japanischen Kriegsschauplage liegt die Von dem Kommandanten der japanischen Flotte ist folgende vom 9. Februar datirte Depesche eingelaufen: Heute früh 8 Uhr eröffneten die in unferem Besis befindlichen Forts das Feuer auf die feindlichen Schiffe; gleichzeitig befchoffen unsere Schiffe die Forts auf der Insel Liu- kung- tau. Die chinesischen " aus dem Mehrwerth des industriellen Kapitals gezahlt werden stücks überläßt dasselbe dem Unternehmer unter der Bedingung, fann. Aeußerst geistreich ist Margens Auffassung des Binses ibm den Extraprofit, welchen er dabei macht, als Pacht zu als Gebrauchswerth des Kapitals. Wenn dieser Mann( der zahlen. So wird das Eigenthum an einem Stück Erdoberfläche leitende) dem Gigner der 100 Lstr. am Jahresschluß vielleicht zum Mittel, einen Theil des Mehrwerths einzuheimfen. 5 str. zahlt, d. h. einen Theil des produzirten Profits, so zahlt Die Erscheinung wird komplizirt durch den Umstand, daß er bamit den Gebrauchswerth der 100 str., den Gebrauchs. Rapitale, welche auf demselben Boden nacheinander ans werth ihrer Kapitalfunktion, der Funktion 20 str. Profit zu gewendet werden, nicht im gleichen Maßstabe produktiv Der tommerzielle Arbeiter produzirt nicht direkt Mehrwerth. produziren." find, woraus sich eine ganze Anzahl Kombinationen ergeben, auf Aber der Preis seiner Arbeit ist durch den Werth seiner Ar Die Frage des Binses wird ungemein tomplizirt durch die welche wir hier natürlich nicht eingehen können. Es sei nur beitskraft, also deren Produktionskosten, bestimmt, während die verwickelten Erscheinungen des Banktredits, welche Marx einer noch das ungemein intereffante historische Rapitel erwähnt, in Ausübung dieser Arbeitskraft, als eine Anspannung, Kraft- gründlichen Analyse unterwirft. welchem Mary die Genesis der kapitalistischen Grundrente" äußerung und Abnutzung wie bei jedem anderen Lohnarbeiter Betrachtet man nun die Vertheilung des Mehrwerths, welcher schildert. Wie sie sich erst darstellt in Arbeitsrente, wobei der feineswegs durch den Werth der Arbeitskraft begrenzt ist. Sein von der gesammten Arbeiterklasse produzirt wird, so vertheilt unmittelbare Produzent einen Theil der Woche für den GrundLohn steht daher in feinem nothwendigen Verhältniß zu der sich derselbe als Zins und Profit auf das ganze von der herrn arbeitete, indem er deffen Feld bestellte, wogegen Masse des Profits, die er dem Kapitalisten realisiren hilft. Was Kapitalistentlasse in Handel und Industrie angewandte Gesammt ihm ein Acker zur Nußnießung angewiesen wurde. er dem Rapitalisten kostet und was er ihm einbringt, find ver- fapital. Hier also eignete fich der Grundherr schiedene Größen. Er bringt ihm ein, nicht indem er direkt traft feines Hoheits Der Kaufmann, der Fabrikant, der Wucherer sind aber nicht rechtes direkt Mehrarbeit des frohnpflichtigen Bauern an. Mehrwerth schafft, aber indem er die Kosten der Realifirung des die einzigen, die ernten, wo sie nicht gefäet haben, es giebt noch Allmälig entstand die Produktenrente, bei welcher der Bauer das Mehrwerths vermindern hilft, soweit er, zum theil unbezahlte, die Klasse der Grundeigenthümer, welche ihr Einkommen aus ganze Feld behielt, mit eigenem oder gutsherrlichem Ackervieh Arbeit verrichtet. Der eigentliche fommerzielle Arbeiter gehört zu der der Grundrente beziehen. und Geräthen bearbeitete und dagegen einen Theil des Bodenbesser bezahlten Klasse von Lohnarbeitern, zu denen, deren Arbeit Die Grundrenten- Theorie Ricardo's lautet in ihrer allgemeinsten ertrages abliefern mußte. Die entwickelteste Form ist die Geldgeschickte Arbeit ist, über der Durchschnittsarbeit stebend. Indeß Form: Der Boden ist von verschiedener Fruchtbarkeit, die Preise rente: der Boden wird vom Eigenthümer an einen Unternehmer hat der Lohn die Tendenz zu fallen selbst im Verhältniß zur der Produkte werden nach den Produktionskosten auf dem verpachtet, wobei die Pacht sich so berechnet, daß dem Pächter Durchschnittsarbeit im Fortschritt der kapitalistischen Produktions- schlechtesten, unergiebigften Boden berechnet, welcher noch zur der Durchschnittsprofit bleibt. weise. Theils durch Theilung der Arbeit innerhalb des Deckung des Gesammtbedarfs herbeigezogen werden muß, die Hiermit wären wir am Schlusse unferers furzen Referats, Komptoirs; daher nur einseitige Entwickelung der Arbeitsfähig. Besizer der besseren, ergiebigeren Böden erhalten so- Einige Worte noch über die Form der Darstellung. teit zu produziren ist, und die Kosten dieser Produktion mit einen Extraprofit, die Rente. Marg behält Wenn wir diesen dritten Band mit dem ersten vergleichen, den Kapitalisten zum theil nichts Toften, sondern das Geschick im Grunde diese Auffassung bei, doch vertieft er fie, so besteht leider ein nur zu großer Unterschied. Die oft packende des Arbeiters sich durch die Funktion selbst entwickelt, indem er die Grundrente nur als eine spezifische Form der Mehr Darstellung ist verloren gegangen, und nur selten tritt sie herve: um so rascher, je einseitiger es mit der Theilung der Arbeit werthsaneignung betrachtet. Der Werth wird bestimmt nach in den Kapiteln, die vollständig ausgearbeitet waren. Man sieht wird. Zweitens, weil die Vorbildung, Handels- und Sprach- der gesellschaftlich nothwendigen Arbeitsmenge, die in einer nur zu deutlich, wahr, daß es Bruchstücke sind. Doch war dies nicht zu fenntnisse u. s. w. mit dem Fortschritt der Wissenschaft und Waare enthalten ist. Wenn nun Jemand in die Lage kommt, vermeiden, wenn, wie Engels sagt, das Buch auch als ausVolksbildung immer rascher, leichter, allgemeiner, wohlfeiler günstige Bedingungen zu monopolifiren, so tann er weniger als schließliches Werk des Verfassers, nicht des Herausgebers" da reproduzirt werden, je mehr die fapitalinische Produktionsweise die durchschnittliche Arbeitsmenge aufwenden, und so entstehen sollte. Da vielfach nur Fragmente vorhanden sind, mußte die Lehrmethoden u. f. w. aufs Praktische richtet. Die Versteht ein Ertraprofit. Mary erläutert das an allgemeinerung einem der Zusammenhang theilweise verloren gehen, was der Leser des Boltsunterrichts erlaubt diese Sorte vorzüglichen Beispiel: Nehmen wir an, in einem Lande schmerzlich empfindet; und andererseits mußten sich Wiederholungen aus Klaſſen ชิน refrutiren, die früher davon aus werde die große Masse der Fabriken mit Dampftraft einstellen. gefchloffen, an schlechtere Lebensweise Lebensweise gewöhnt waren. betrieben. Wenn nun einer der Fabrikanten die Möglichkeit er- Aber selbst in dieser Form verhält sich das Buch zu Dazu vermehrt sie den Zudrang und damit die Kon- langt, seine Fabrit durch einen Wasserfall zu betreiben, was vielen nationalökonomischen Hand= und NachschlageMit einigen Ausnahmen entwerthet sich daher billiger ist, so macht er einen Extraprofit den anderen gegen büchern", wie im Fortgang der kapitalistischen Produktion die Arbeitskraft über. Nun fragt es sich, woraus ist dieser entstanden? Doch figuren des Trödlerladens. Ein mächtiger, durchdringender, alles eine klassische Marmorbüfte zu den Gips diefer Leute; ihr Lohn fintt, während ihre Arbeitsfähigkeit zu nicht einfach daraus, daß der Auserwählte eine Naturtraft an umfassender Geist, steht Marr unerreicht da. nimmt. Der Kapitalist vermehrt die Zahl dieser Arbeit, wenn wendet, denn Dampfkraft ist ebensowohl Naturkraft wie die des mehr Werth und Profit zu realisiren ist. Die Zunahme dieser Arbeit Wasserfalls. Der Extraprofit entspringt aus der Anwendung ist stets Wirkung, nie Ursache der Vermehrung des Mehrwerths." einer Naturkraft, aber einer solchen, die nicht allen Rapitaliften Was nun das Leibkapital anbetrifft, für welches Bins ge- augänglich ist, aus einem Monopol. zahlt wird, so ist hier klar, daß dieser nur aus dem Profit, also furrenz. Daffelbe gilt nun im Ackerbau. Der Besizer eines Grund hoffentlich ein Sporn fein für seine Schüler, freudig weiter Daß Mary nicht alles ins Detail ausarbeiten konnte, wird aubauen im Sinne des Meisters zu Nuz und Frommen des tämpfenden Proletariats, das aus dem ,, Kapital" von Karl Mary seine schneidigsten Waffen holt. J. B. M. Schiffe zogen sich anfangs gegen die Stadt zurück, kamen| Dringlichkeit vorliege. Die Erbitterung der Breslauer Ge- dem Schöffengericht in Ehrenfriedersdorf wegen Bergehens wider ater später wieder gegen das offene Meer heraus. Zwei von noffen gegen diesen Bescheid fand ihren energischen Ausdruck in die Verordnung vom 14. Juli 1849 und wurden freigesprochen. dem Fort Lu- tschiau- tsoi geschleuderte Geschosse brachten einer einstimmig angenommenen Resolution, in der u. a. Gegen dieses freisprechende Urtheil hat der Staatsanwalt Beden Kreuzer Tsching- yün zum Sinten. Von dem am Weſteingang auch darauf hingewiesen wurde, daß der Bescheid der Re- rufung eingelegt. des Hafens gelegenen Fort aus beschießen wir mit Mörfern die gierung, nach dem für hungernde, frierende und auf der Land-- Die Freisprechung eines sozialdemokratischen Insel Huang. In der letzten Nacht vernichteten wir, ohne straße umherirrende Arbeitslose nicht gesammelt werden dürfe, Redakteurs ist ein Ereigniß, das unbedingt veröffentlicht zu Widerstand zu finden, bis zu 400 Meter Entfernung von der um so mehr zu verurtheilen sei, als gerade jezt für den Millionär werden verdient. Dem Genossen John, Redakteur unseres Küste die über die Dsteinfahrt des Hafens vertheilten schwimmen und Staatspensionär Bismarck Kollekte über Kollekte gestattet Kasseler Partei Organs, ist dieser Tage das unverdiente den Hindernisse und werden heute Nacht mit diesem Zerstörungs- werde. Eine Anzahl Genossen, welche bei diesen Mittheilungen hätten wir bald geschrieben, nein, unerhörte Glück passirt. wert fortfahren. Seit der Flucht der chinesischen Torpedoboote Pfui" gerufen hatten, wurden vom überwachenden Beamten Er war wegen Beleidigung des städtischen Schlachthaus.Direktors feuern die chinesischen Schiffe nach Monduntergang fortwährend notirt. angeklagt worden. aus Schnellfeuerfanonen, fie mögen von japanischen Torpedobooten angegriffen sein oder nicht. " " 1 " Koufiszirt wurde am Montag Morgen die Beilage In Peking scheint man alltäglich die Entschlüsse zu wechseln. zu Nr. 11 des Proletarier 3" in Langenbielau. Die Gestern hieß es, daß die chinesischen Unterhändler mit aus- durch viele Zeitungen gegangene Notiz: Die einzig wirksame reichenden Vollmachten versehen seien, heute wird aber aus Umsturzvorlage" ist inkriminirt. Welcher Paragraph verletzt sein Shanghai gemeldet: Nach einem aus Peking eingetroffenen und soll, wurde nicht mitgetheilt. hier veröffentlichten Telegramm hat das Tjungli- Namen( Minifterium für die auswärtigen Angelegenheiten), nachdem es die auswärtigen Gesandten um Rath gefragt hat, die gegenwärtig in Japan weilenden Spezialgesandten auf telegra phischem Wege zurückberufen. Parteinachrichten. " Die Veröffentlichung des in der Politischen Uebersicht der heutigen Nummer abgedruckten Schreibens des fonservativen Abgeordneten von Groeben Arenstein in der Leipziger Bolts- Zeitung" hat gestern bekanntlich im Reichstag zu einer Debatte geführt. Die Redaktion der Leipziger VoltsBeitung" schreibt nun über die Affäre folgendes: In eigener Sache. Unsere Veröffentlichung des Groeben- Briefes ist Gegenstand der Erörterung im Reichstage geworden. Der Führer der Konservativen, Herr v. Manteuffel, hat sich erlaubt, uns Beweg gründe zu unterstellen, die wir entschieden zurückweisen. Nicht etwa, um uns vor den Konservativen zu rechtfertigen, sondern zur Feststellung des Thatbestandes erklären wir, daß wir ein Schriftstück veröffentlicht haben, das uns in Abschrift zuging, ohne daß wir von der Art seiner Erlangung Ahnung hatten. Soziale Lleberlicht. " Zur Ausdehnung der Unfallversicherung auf das Handels gewerbe. Der Teutsche Verband kaufmännischer Vereine", der 81 faufmännische Vereine mit 101 098 Mitgliedern ( darunter 20 133 Prinzipale, 78 117 Gehilfen, 1730 Lehrlinge und Dem Jahresbericht des Sozialdemokratischen Vereins 1118 außerordentliche Mitglieder oder Nichtkaufleute) umfaßt, in Wilhelmsburg entnehmen wir folgendes: Die Mit- hat, wie das" Sozialpolitische Zentralblatt" mittheilt, sich mit gliederzahl ist im vergangenen Jahre um etwas zurückgegangen der Frage der Ausdehnung der reichsgefeßlich zu regelnden und beträgt jetzt 590. Mitgliederversammlungen haben 11 statt- Unfallversicherung auf das Handelsgewerbe befaßt, allerdings gefunden. 5 Mitglieder sind im Laufe des Jahres gestorben. nur durch schriftliche Befragung seiner Untervereine mittels eines Die Jahresabrechnung ergab eine Einnahme von 2508,30 M.; sehr kurzen Fragebogens. Der Verband hat auf grund der die Ausgabe betrug 1949,70 m., der Ueberschuß also 558,60 m. Vereinsantworten ein Majoritäts- und Minoritäts- Gutachten Beschlossen wurde, dem Vertrauensmann 300 M. zu überweisen. an das Reichsamt des Innern gerichtet. Der geplanten fozialBezüglich der Gratifikation, die dem Vorstand im vorigen Jahre politischen Maßnahme stimmten 18 Vereine mit zusammen bewilligt worden, wurde beschlossen, auch in diesem Jahre dem- 26 691 Mitgliedern zu, während dieselbe von 29 Vereinen mit felben 120 M. zu bewilligen. Angenommen wurde der Antrag zusammen 62 024 Mitgliedern abgelehnt wurde. Dies negative Brüdgam, dem ersten und zweiten Vorsigenden, sowie dem Resultat läßt sich wohl nur aus der unverhältnißmäßig großen Saffirer je 20 M. zu bewilligen, dem Schriftführer 35 M. und Zahl von Prinzipal- Mitgliedern erklären, die jedenfalls das dem Beisitzer 15 M. moralische Uebergewicht in den Vereinen haben und zu ihrem Vortheil ausnüßen. # Parteifinanzen. Die Einnahmen des Dessauer Parteifassirers betrugen vom 15. November 1893 bis 28. November 1894: 1833 mt. Dieser Einnahme steht eine Ausgabe von 1804,48 Mt. gegenüber. Verfolgungsstatistik. Für das Jahr 1894 brachte die Leipziger Volkszeitung" eine Zusammen.stellung der polizeilichen Maßnahmen gegen die Arbeiterbewegung in Sachsen und faßte das Resumee wie folgt zusammen: Der Umstand, daß Herr v. Manteuffel es mit dem Inhalt des Groeben'schen Briefes für übereinstimmend erklärte, was nach dem ganzen Zusammenhang für uns zweifellos war, begründet nachträglich noch die Richtigkeit unseres Verhaltens. Denn es handelte sich um ein Aktenstück nicht privaten Charakters, sondern von politischer Bedeutung, dessen Veröffentlichung im Interesse der öffentlichen Aufklärung über die politischen Umtriebe und Hilfsmittel gewiffer Kreise geboten war. Gines Verhaltens, das Abgeordneten unserer Partei gegenüber selbst von Behörden und selbst in bezug auf wirfliche Privatbriefe geübt Drangfalirereien nicht mit eingerechnet wurden insgesammt drei worden ist. Unser Chefredakteur hat bereits gestern Gelegenheit gehabt, zu den Angriffen des Herrn v. Manteuffel Stellung zu nehmen. Daß ihn auch nicht der leiseste Vorwurf eines gesellschaftlichen Berstoßes treffen kann, wie Herr v. Manteuffel andeutete, brauchen wir nicht erst zu konstatiren. Was Anstand und gute Sitte anbelangt, haben die sozialdemokratischen Abgeordneten den Vergleich mit den Vertretern feiner anderen Partei au den Vergleich mit den Vertretern keiner anderen Partei zu scheuen. Wir erklären ausdrücklich, daß wir voll auf dem Boden der von unserem Genoffen Bebel namens der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion zu dieser Sache abgegebenen Erklärung stehen. Leipzig. 12. Februar 1895. " Es wird in den Daten hier und da eine Verschiebung eingetreten sein, infolge der mangelhaften Nachricht aus den einzelnen Orten. Ebensowenig können die angeführten Thatsachen und Strafen als vollständig angesehen werden, weil die Nachweise ziemlich spärlich find, allein einen Schluß auf die allgemeine Behandlung der Arbeiterbewegung in Sachsen auf grund des gemeinen Rechtes läßt die Tabelle doch zu und mag den Herrschenden als Mene Tekel dienen. Die kleinen Schifanierereien und Vereine( zwei politische und ein Turnverein) verboten, sechzig Vereine,( vierzehn politische, zwanzig Gewerkschaften, siebenundzwanzig Gesang- und neun Turnvereine) aufgelöst, e inund3wanzig Versammlungen verboten und achtundzwanzig aufgelöst, achtzehn Ausweisungen, siebzehn Haussuchungen vorgenommen wurde insgesammt auf 16 Jahre 5 Monate 12 Tage und dreinndvierzig Festveranstaltungen verboten. Gefängniß, 1 Jahr 17 Tage Saft und 22 697,95 m. Geldstrafe. In den ersten zehn Jahren des Sozialistengesetzes wurden in Sachsen 11 Gewerkschaften, 5 Unterstützungs62 Personen ausgewiesen und auf 249 Jahre 6 Monate 12 Tage vereine, 38 politische und 21 Gesangvereine aufgelöst, sowie Gefängniß erkannt. Vergleicht man die Zahlen miteinander, so wird man unbedingt zum Schluß kommen, wie herrlich man in Sachsen mit dem gemeinen Recht wirthschaftet. Und da fordert man noch, daß Ausnahmebestimmungen im gemeinen Recht aufgenommen werden sollen? Erkannt Arbeitervereine in Defterreich. Die Stat. Monate. schrift" publizirt folgende Uebersicht über die Arbeitervereine Desterreichs nach dem Stande vom 31. Dezember 1893, die aus den einschlägigen Vereinsgruppen jene Vereine anführt, welche das Wort Arbeiter" im Vereinsnamen aufweisen, oder aus dem Vereinstitel annähernd erkennen lassen, daß die Mitglieder des Vereins aus Arbeitern bestehen. Die Vereinsfilialen sind in die Tabelle nicht aufgenommen: Arbeiter Bildungsvereine Arbeiter- Kafinovereine • 572 136 • Erwerbe und Wirthschafts- Genossenschaften der Arbeiter: a) Arbeiter Ronsumvereine b) Arbeiter- Spar- und Vorschußvereine c) Sonstige Arbeiter- Genossenschaften Arbeiter- Fachvereine und Gewerfvereine Algemeine Arbeiter- Gewerbevereine Arbeiter- Kranken- und Leichenvereine Arbeiter- Lefevereine.. Arbeiter- Versorgungsvereine Politische Arbeitervereine. Wohlthätigkeitsvereine der Arbeiter 136 8 . 30 . • 453 42 726 46 18 24 51 2242 . Summa Die meisten Arbeitervereine zählen Böhmen( 979) und Niederösterreich( 398). Versammlungen. " Eine öffentliche Versammlung von Hilfsarbeitern und Die Redaktion der Leipziger Boltszeitung". Arbeiterinnen fand am Sonntag, den 10. Februar, nachmittags, in Adlershof statt und war sehr zahlreich besucht. Genosse Sum Stand der Wahlagitation im Kreise EschwegeJahn referirte über die Zustände in der Wolff'schen Rattun fabrit in Nieder Schönweide, die in mancher Beziehung als Schmalkalden Wihenhausen wird uns von dort geschrieben: wahrhaft russisch" bezeichnet werden können. Die Fabrit, welche Alle Parteien sind hier in fieberhafter Thätigkeit, um den Kreis gegen 200 Arbeiter und für sich zu gewinnen. Von seiten der Sozialdemokraten sind mittleren und kleinen Städten erfämpit sich die Sozialdemo- 20 Frauen. Wer etwa 30 Jahre dort gearbeitet hat, kann Nicht nur in den großen Industriezentren, auch in den ſeit 1843 besteht, beschäftigt speziell die Genoffen Mattutat- Berlin, Paul- Hannover und der Kandidat Gen Huhn thätig, sei es durch Verbreiten von Flug- fratie mehr und mehr Boden. In Triberg im Schwarzwalde sich rühmen, täglich 2-2,25 M. zu verdienen. Die Reinigung blättern oder Abhalten von Versammlungen. Auch die Genossen des hielten die Genossen im vorigen Jahre 19 Vereinsversammlungen der Räume, in welchen auch die Arbeiter ihr färgliches Mittag Kreises selbst, entwickeln einen lobenswerthen Eifer. Zahlreiche ab. Der Verein beschickte mehrere Wahlkreis- Konferenzen, den effen auf unzureichenden Bänken ohne Tisch einzunehmen geVersammlungen find schon abgehalten und darin die Prinzipien badischen Parteitag und die Landeskonferenz in Offenburg; zwungen sind, ist seit Jahresfrist nicht erfolgt. Die zahlreichen von der Auffassung und der Sozialdemokratie entwickelt; wo wir selbst feine Berfamm- ferner wurde ein Beitrag geleistet zur Entfendung eines Dele: Unglücksfälle geben Beugniß der Maschinen und schlechten Beleuch Iungen abhalten tönnen, weil uns die Gäle vorenthalten werden, girten zum Frankfurter Parteitag. Vorträge wurden in Vereins- Beschaffenheit Sonntagsarbeit ist neben dreimal wöchentlichen benutzen wir die von gegnerischer Seite arrangirten Ver- versammlungen zwei gehalten; öffentliche Voltsversammlungen tung. Ueberschichten bis ชน 36 Stunden gang und gäbe, sammlungen, um in der kurzen beschränkten Zeit, die uns bleibt, wurden zwei einberufen; Feſtlichkeiten hielt der Veren als ob überhaupt gar keine Gewerbe- Ordnung existirt. Fabriken. drei ab. Der soviel wie möglich zu agitiren. Der Same, den wir ausftreuen, fällt auf ziemlich fruchtbaren Boden, und so hegen wir die größte Hoffnung auf einen besseren Erfolg als bei der vorigen Wahl 1893, um so mehr, als die Chancen für uns bedeutend günstiger sind als damals. beendet ist, hält der Verein alle Monate Inspektion und Polizeibehörde scheinen von diesen Zuständen die Saison beendet ist, einen Diskussionsabend ab, in dem über politische und nicht die geringste Kenntniß zu befißen. Die Diskussion, an welcher wissenschaftliche Fragen diskutirt wird. Die Bibliothek besteht sich mehrere Arbeiter betheiligten, war eine sehr rege, indem nicht jetzt aus 29 Büchern und Broschüren. Die Mitgliederzahl betrug nur alle Angaben über die Fabrikverhältnisse bestätigt, sondern am Schlusse des Jahres 44, was eine Zunahme von 11 Mit auch zum Anschluß an die Organisation der Hilfsarbeiter und gliedern bedeutet. Die Einnahmen betrugen 168,33 Mt., die Arbeiterinnen aufgefordert wurde. Durch eine einstimmig anAusgaben 104,85 Mt. genommene Resolution werden zugleich die Frauen aufgefordert, feine Kattunstoffe aus der Wolff'schen Fabrik zu taufen. * Die Ortschaften der Kreise Eschwege und Wigenhausen sind zu einem großen Theil von Bauhandwerkern bewohnt, die im Frühjahr nach den großen Städten ausziehen, um dort zu arbeiten. Dieselben fehren zum Spätherbst nach Hause zurück und bleiben den Winter über daheim; deren Stimmen sind wir vor Die Sozialdemokraten marschiren überall an der Spitze, In einer Versammlung der Bau- und gewerb. wiegend sicher; dieselben haben uns 1893 gefehlt, daher fam es, wo es gilt, die Rechte des Volkes zu vertheidigen. Kaum waren lichen Hilfsarbeiter für Schöneberg und Umdaß unsere Stimmenzahl zurückgegangen war. Selbst viele der unsere belgischen Parteigenossen ins Parlament eingetreten, als gegend sprach am 20. Januar Genosse Rob. Schmidt jenigen, die bei der vorigen Wahl für den Antisemiten geſtimmt sie auch sofort in energischer Weise ihre Pflicht als Volts über die Umsturzvorlage. Nach einer kurzen Diskussion wird haben, schütteln heut bedenklich die Köpfe, nicht nur über die Thätig vertreter thaten. Wir berichteten von den Enthüllungen, zum dritten Punkt der Tagesordnung übergegangen: Wahl eines feit ihres früheren Abgeordneten, sondern auch über den jetzigen welche Genoffe Anseele über die schamlosen Uebervoriheilungen Vertreters in die Gewerkschaftskommission. Die Versammlung feit ihres früheren Abgeordneten, sondern auch über den jetzigen der Genter Webereibesiger ihren Arbeitern gegenüber machte. beauftragt den Genossen Gröbke mit der Vertretung. Kandidaten der Antisemiten, den Pastor Jekraut. Da verspürt man nichts über Aufklärung der heutigen Verhältnisse, nichts als eine Wirkung dieser Rede ist ein Gesetzentwurf zu be Der Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer von christlicher Menschenliebe, sondern nur zelotischen Ver- trachten, der jetzt der belgischen Kammer zugegangen ist. nichtungseifer gegen Andersdenkende. Ob dieser sonderbare Der Gesetzentwurf bestimmt, daß jedenfalls und ohne Rück. tagte am 7. Februar bei Wilte, Andreasstr. 26, und hörte mit Heilige Glück haben wird, bleibt abzuwarten, wir bezweifeln es. ficht auf etwa widersprechende Abkommen zwischen Arbeitgebern großer Aufmerksamkeit den Vortrag des Herrn Dr. Weil über Was die anderen Parteien betrifft, Antisemiten, National- und Arbeitern letzteren stets das Recht zusteht, ihre Arbeitsmenge das neue Diphtherie- Heilferum. Redner empfiehlt nicht etwa liberale und freisinnige Boltspartei, Volkspartei, so werfen deren zu messen, zu wägen oder auf irgend eine andere Weise festzu- bei irgend einer Erkrankung mit Gewalt auf einen Arzt einRedner, namentlich der Pastor Jskraut und der national- stellen. Wer sich dagegen verfehlt, erhält eine Gelt strafe bis zu zuwirken, diesen Heilferumsrummel anzuwenden, sondern den 2000 Frants. Ferner wird mit Gefängniß von acht Tagen bis Arzt feiner Ueberzeugung gemäß handeln zu lassen. Unter Ver liberale Generalsekretär Pazig Berlin, mit Berleumdungen einem Jahre und mit einer Geldbuße von 25 bis 1000 Frants fchiedenem wurden Uebelſtände auf dem Bau Barnimstraße zur und Unwahrheiten über die Sozialdemokratie umher, daß man über bestraft diejerige Partei, welche die andere bei Feststellung der Sprache gebracht. Sodann wurde den Bibliothekaren anheime derselben die Unverfrorenheit schütteln muß. In einer nationalliberalen Versammlung zu Arbeit getäuscht oder den Versuch gemacht hat, eine Täuschung gegeben, beim Ausleihen der Bücher stritte nach der Bibliothekordnung zu verfahren. Reichensachsen bei Eschwege fagte unter anderem ter Herr Patig, herbeizuführen. im Programm der Sozialdemokratie stände, daß die Religion und $ die Ehe abgeschafft werden sollten, und wollte damit deduziren, Todtenliste der Partei. Einen plöglichen Tod fand der daß wir für Weibergemeinschaft und gewaltsame Vernichtung der Gen. Schmitt in Epeyer. Schmitt wollte verreisen, erreichte Religion einträten. Woher der genannte Herr seine Weisheit jedoch nur den Bahnhof, wo ein Echlaganfall feinem Leben ein hat, ist uns unbekannt geblieben. Leider konnte der anwesende Biel fette. Der Todte war zweiter Borsigender des sozialdemoGenosse Hugo ihm nicht gebührend entgegentreten, weil von fratischen Vereins und bei den dortigen Genossen als ein braver unserer Seite eine Versammlung in Niederhone veranstaltet war Kämpfer hoch geachtet. und der Genosse dieserhalb die Versammlung verlassen mußte, um zeitig genug in Niederhone einzutreffen. Der anständigfte und vorsichtigste Gegner im Wahlkampf ist der Herr Professor Stengel aus Marburg. Ueber dessen Thätig feit läßt sich nicht viel sagen; er entwickelt sein politisches Programm, das wirthschaftliche berührt er gar nicht, und läßt uns in seiner Rede fast vollständig aus dem Spiel. Darob sind ja nun die antisemitische und nationalliberale Partei erbost und in den nationalliberalen Blättern kann man dann die Herzensergüsse dieser rückgratlosen Mannesseelen lesen. Daß man sich hauptsächlich mit uns beschäftigt beweist, daß für jene Herren die Trauben etwas sauer sind und daß namentlich wir nur in Frage tommen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Depeschen. Wolff's Telegraphen- Bureau. Dresden, 12. Februar. Finanzminister v. Thümmel ist heute Nachmittag gestorben. Wien, 12. Februar. Es verlautet bestimmt und glaub. würdig, daß der Sollizitator Eichinger nunmehr gestanden hat, den Mord an dem Advokaten Dr. Rothziegel in räuberischer Absicht vollführt zu haben. Kopenhagen, 12. Februar. Das Rattegat ist für kräftige Dampfer vom Norden aus bis Göteborg passirbar, weiter füd wärts ist die Fahrt nicht ohne Gefahr. - Der große Streit in der Güstrower Waggonfabrit führte am Mittwoch schon wieder einmal zu einer Gerichtsverhandlung. Angeklagt war der Redakteur Paetow von der Mecklenb. Volts Zeitung" wegen Beleidigung der Güstrower Polizeibehörde, die er verbrochen haben soll in drei Artikeln Mailand, 12. Februar. Bei den Munizipalwahlen wurden und mittels eines Flugblattes. Zugleich standen unter Auflage 58 gemäßigte Klerikale und 22 Demokraten gewählt. der Schlosser Grapentin als Verleger mehrerer Flugblätter und ( Deveschen- Bureau Herold.) der Schloffer F. Berg, ebenfalls als Verleger eines Flugblattes Magdeburg, 12. Februar. Bei zahlreichen hiesigen mit angeblich die Polizei beleidigendem Inhalt. Die Beleidigung Anarchisten wurden Haussuchungen abgehalten und eine wird erblickt in der Kritif, welche an den Maßnahmen der Anzahl Druckschriften beschlagnahmt. Polizei während des Streits in den genannten Preß- Antwerpen, 12. Februar. Infolge des starken Eisganges erzeugnissen geübt war. Der Amtsanwalt beantragte gegen befinden sich 8 Schiffe, darunter ein deutsches, in der Nähe des Eine große Volksversammlung, in welcher Genosse Paetow eine Gesammtstrafe von fünf fünf Monaten, gegen Hafens in gefährlicher Lage. Bruhns über den Kampf gegen den Sozialismus" sprach, Grapentin zwei Monate zivei Wochen, gegen Berg einen Monat. Paris, 12. Februar. In einer Versammlung der Gruben. fand am Sonntag in Breslau statt. Das hiesige Gewerk. Das Gericht erkannte dagegen auf 90 M. bezw. 18 Tage Gearbeiter Deputation des Loire- Departements haben die schafts- Kartell hatte sich an die Regierung mit dem Gesuch gefängniß gegen Paetow, auf 25 M. bezw. 5 Tage Gefängniß gegen Delegirten gegen den Ausschluß eines ihrer Kollegen aus der wandt, eine Kollekte für die Zentralherberge zu geftatten und Grapentin und auf 20 M. bezw. 4 Tage gegen Berg. Delegation protestirt und hervorgehoben, daß fie nicht mit ge= hatte dabei auf die gegenwärtige große Arbeitslosigkeit hin Republikanische Abzeichen. Drei Arbeiter, nügenden Rechten ausgestattet seien. Sie würden dafür Sorge gewiesen. Die Regierung hat jedoch das Gesuch abgelehnt welche gelegentlich des Arbeiterfestes auf dem Greifenstein bei tragen, daß mehr Maßregeln getroffen werden, um Explosionen mit der Motivirung", daß für eine derartige Sammlung teine Geyer rothe Müßen getragen hatten, standen dieser Tage vor zu verhüten. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 37. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 35. Sigung vom 12. Februar 1895, 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher, v. Posa dowsky. Mittwoch, den 13. Februar 1895. 12. Jahrg. V wie diese Berichte aus den Einzelstaaten zu einem Gesammt| Inspettors anrufen würde!( Hört! Hört! links.) Das sind Thatbande vereinigt worden sind. Man gewinnt den Eindruck, als fachen, die amtlich feststehen, und denen gegenüber man nicht wollte man alle Mißtöne unterdrücken und die Schilde von sozialdemokratischen Verhekungen sprechen fann. Die Sprechrungen der traurigen Lage der Arbeiter mildern oder ganz fern- stunden der Inspektoren werden zu wenig benutzt, weil der halten. Ueber die wirthschaftlichen Zustände der Arbeiter Arbeiter, der mit diesen Beamten in Verkehr tritt, bevölkerung heißt es:„ Wenngleich die Industrie in mehreren befürchten muß, gemaßregelt oder entlassen zu werden. Die Etatsberathung wird fortgefeht mit dem Etat des leiden hatte, wichtigen Zweigen unter der Ungunst der Zeitverhältnisse zu Die vorgesezten Behörden neigen sich in dieser Hinsicht so ist doch in verhältnißmäßig Reichsamts des Innern. geringem allzu sehr der Auffassung der Großindustriellen zu. Ich erinnere Umfange eine Rückwirkung hiervon auf die wirthschaftliche nur an den Gewerberath Jäger in Köln, der bestraft Bei Ausgabetitel" Gehalt des Staatssekretärs 50 000 M." Lage der Arbeiter bemerkbar bemerkt gewesen. Im allgemeinen wurde, weil er in einem sozialdemokratischen hat sich die Lebenshaltung der Arbeiter anf derselben Höhe wie Blatt 3eit und Drt seiner Sprechstunden be Abg. Sitze( 3.): Die Berichte der Fabrifinspektoren werden im Vorjahre erhalten und zum theil nicht unwesentliche Fort- tannt gemacht hatte. Die Kölnischen Industriellen beuns im allgemeinen nur durch einen Generalauszug zugänglich schritte gemacht. Entsprechend der nur vereinzelt bemerkbar ge- schwerten sich über ihn, er erhielt einen Rüffel und jetzt ist er gemacht. Ein Antrag, den wir vor mehreren Jahren im wordenen Verminderung der Arbeit, ist in der Lebenshaltung nach Lüneburg versetzt. preußischen Landtage einbrachten, auch die Originalberichte und Ernährungsweise der Arbeiter im allgemeinen teine Ber demokraten.) Da muß man ( Hört! Hört! bei den Sozial durch den Druck zu vervielfältigen, wurde von der Regierung änderung vorgekommen, jedenfalle keine Verschlechterung ein- die Inspektoren darüber lagen, daß ihnen es begreiflich finden, daß bekämpft. Das Studium derselben ist daher für weitere Kreise getreten." Hieraus muß jeder den Schluß ziehen, daß es mit der Lage der Verkehr mit den Arbeitern sehr erschwert. Zu Dank verpflichtet uns das Entgegenkommen der Arbeiter in Deutschland im Verhältniß zu den letzten wird. erschwert In industriereichen Gegenden, 100 eine Ar der preußischen Regierung, welche das Gewerbe- Aufsichtspersonal Jahren ziemlich befriedigend steht. Wer aber die Berichte etwas beiter- Bewegung und Prefse vorhanden ist, da werden ganz erheblich vermehrt hat. Wenn bemängelt wird, daß die kritischer liest, findet schon in ihnen das Gegentheil dieses all die Arbeiter auch nicht das Bedürfniß haben, sich bei dem Dampftesselrevision noch immer mit der Fabrik gemeinen Urtheils. Es ist da von dem Rückgange der Arbeiter Gewerbe Inspektorat Rath zu holen. Für industriearme inspektion verbunden ist, so schließe ich daraus, daß die Zahl zahl in einzelnen Aufsichtsbezirken die Rede, von Arbeiter Gegenden ist es aber sehr zu bedauern, daß die Inspektoren nicht der Gewerberäthe noch weiter vermehrt werden entlassungen und Beschränkung der Arbeitszeit in einzelnen mehr Gelegenheit haben, mit der Bevölkerung in Verkehr zu muß. Die Kesselrevision sollte man nicht ohne weiteres vom Industrien. Einzelne haben die Arbeitszeit bis zu 38 Prozent treten. In jenen Gegenden haben die Arbeiter gar nicht die Fabrikinspektoriat trennen; denn diese Funktion bringt in die gekürzt und die Arbeitslosigkeit nahin in Breslau gegen genügende Kenntniß von den ihnen zustehenden Rechten. Arbeit des Gewerberaths eine Abwechselung und trägt erheblich Ende des Berichtsjahres einen ziemlich großen Umfang zur Vermehrung des Schutzes und der Sicherheit der Arbeiter an; Auch über die Wohlfahrts Einrid, tungen urtheilen unter den entlassenen Arbeitern befand sich bei. Neben der vermehrten Anstellung von Gewerberäthen sollte Reihe von Familienvätern, eine die Inspektoren nicht gerade günstig, namentlich herrschen in den welche jede Arbeit zu jedem Ziegeleien die größten Mißstände. Die Wohnungen der man auch erfahrene Arbeiter in die Stelle von Assistenten rücken Lohn übernommen haben würden, falls sich solche gefunden Arbeiter sind mangelhaft, unsauber und ungesund. laffen. Auch gegen die Anstellung weiblich er hätte".( hört, hört! bei den Sozialdemokraten.) Aus dem Amts In Düsseldorf sind von 46 Ziegeleien nur in einigen wenigen Fabritiuspettoren hätte ich nichts, wenn sie auf bezirk Liegnitz wird gemeldet, daß wegen des Darniederliegens menschenwürdige Wohnungen. Die Lagerstätten sind meist 2- und Betriebe beschränkt bleiben, die ausschließlich weibliche Arbeiter der Glasindustrie 700 Einwohner den Ort verlassen hätten. In 3 schläfrig, schmutzig und voll Ungeziefer. Vereinzelt fominen beschäftigen. Nach rühmender Erwähnung der Wirtíamkeit des Sudenburg wurden 400 Arbeiter aus der Seidenfabrik entlassen. auch saubere und angemessen eingerichtete Räume vor, die den badischen Fabritinspektors Wörrishofer empfiehlt Redner Redner sitirt ähnliche Berichte aus Niederbayern, Mecklenburg- Beweis liefern, daß auch bei sehr schmußiger Arbeit Sauberkeit die Abhaltung von Konferenzen der sämmtlichen Gewerberäthe Schwerin, aus Chemnitz und anderen Orten. Diese möglich ist. Ebenso ungenügend wie die Wohnungen, ist der jedes Einzelstaates und die Zentral- Zusammenfassung des Fabrik- einzelnen Berichte stehen mit den allgemeinen Behauptungen Lebensunterhalt, da aber für die Hebung der Lebenshaltung inspektorats im Ministerium oder in einem General In im Widerspruch und die Unterdrückung der markantesten Stellen zur Zeit nichts Durchgreifendes erwartet werden kann, so muß spettor. Auch muß endlich die Uebertragung einer selbst erweckt den Berdacht der Echönfärberei und Tendenzmalerei. mit der Wohnungsfrage der Anfang gemacht werden. ständigen Kompetenz an diese Beamten erfolgen. Eine ganze Reihe ähnlicher Stellen, aus Altenburg, Potsdam 2c., Wir fordern daher: 1. die Entlastung der AufAbg. Pachnicke( frs. Vg.): Die Verbindung der Dampf die dies rosige Stimmungsbild der Einleitung in das Gegentheil fichtsräthe von der Dampftesselrevision, teffelrevision mit der Fabritinspektion hat der Vorredner doch verkehrt hätte, ist in derselben Weise unterdrückt worden. Die 2. daß bei der Wahl der Aufsichtsbeamten nicht zu rechtfertigen vermocht. Man hat mit dieser Verbindung optimistische Stellung des Staatssekretärs v. Bötticher zu unserer nicht vorwiegend oder gar ausschließlich Tech in Preußen etwas zusammengefügt, was nicht zusammengehört. Rothstandsinterpellation hätte allerdings durch jene Berichte eine niter genommmen werden, 3. daß die Fabrit Der Fabritinspektor hat ein sozialpolitisches Amt, die Kessel- eigenthümliche Beleuchtung erfahren. In einem Bericht aus inspettoren endlich einmal Grekutivgewalt revision ist eine rein technische Angelegenheit. Die Vermehrung Hessen heißt es z. B.:„ Tie Lebens- und Ernährungsweise der erhalten. Diese sind jetzt ausschließlich auf die Mitder Inspektoren in Preußen war ein Fortschritt, die Zuweisung der Arbeiterschaft ist im Durchschnitt eine der Anforderungen der wirtung der Ortspolizeibehörde angewiesen, und welcher Art Dampftesselrevifion an die Gewerberäthe ist ein Rückschritt Gesundheit und Wohlfahrt nicht entsprechende".( Hört! hört! diese ist, dafür geben die Berichte interessante Aufschlüsse. Ein weiteres schweres Bedenken gegen die Personalunion zwischen lints.) Die Preise der Lebensmittel sind aller Den Inspektoren müßte ein ganzer Stab Mitarbeiter an die Fabrikinspektor und Kesselrevisor liegt darin, daß dabei der dings etwas herabgegangen, während die Seite gestellt werden. Allerdings gehört eine Reihe von Er Resselrevisor immersiegen, der Fabritinspettor 2öhne im ganzen dieselben geblieben sind, fabrungen und Kenntnissen dazu, aber es wäre doch möglich, stets unterliegen wird. Die Arbeiter möchte ich aber die Zahl der Arbeitslosen nimmt zu 2c. Mit der zu einen Kursus einzurichten, in welchem auch die Arbeiter die nicht darauf beschränken, Assistenten zu werden; man sollte sich nehmenden Ueberproduktion geht die Unterfonsumtion der Ar- nöthige Schulung erhielten. Es ist recht fennzeichnend, daß jetzt doch endlich von dem Vorurtheil in Preußen los machen, daß beiter und ärmeren Klassen Hand in Hand. Diese Aus- auch die Abgg. Pachnicke und Hitze diese Forderung unterstüßen. zur Bekleidung eines höheren Beamtenpostens so und soviel führungen decken sich vollständig mit dem, was wir in's Feld Daß das möglich ist und daß das im Interesse der Arbeiter Gramina bestanden sein müssen. Ein gewöhnlicher Arführen, wenn wir die Behörden auffordern, die zur Bestätigung liegt und daß auch das Amt der Gewerbe Jnspektoren nicht beiter tann ein besserer Gewerberath sein, dieses Nothstandes unter den arbeitenden Klassen in ganz Deutsch- darunter leidet, das beweist ja England, wo schon 15 Arbeiter als ein Bureaukrat. Die Meinung des Chefs der Ver- land nothwendigen Maßregeln zu ergreifen. Vielleicht geben zu Inspektoren berufen sind. Was in England möglich ist, das waltung übee die Verbindung von Kesselrevision und Fabrik- aber gerade diese fehlenden Stellen eine Erklärung für den müßte doch auch in Deutschland möglich sein. Wir wünschen inspektion wird in den Kreisen der ihm untergegebenen Beamten zitirten Erlaß des Reichskanzlers, nur sachliche kritische Bemer- aber weiter noch, daß die Arbeiter, die zu diesen Funktionen vielfach nicht getheil:; es ließe sich eine Reihe von Aeußerungen fungen aufzunehmen. Lieber gar feine Zusammenstellung, als berufen werden, von der Arbeiterschaft und einer der Gewerberäthe anführen, in welchen direkt diese Vereinigung eine solche, 100 hinten das Gegenthei! von dem steht, geeigneten Organisation gewählt werden, und endlich fordern getadelt wird. Auch wird durch diese Vereinigung das Amt des was vorne enthalten ist, und die gravirenden Stellen wir, daß die Gewerbe Inspektion auch ausgedehnt Fabrikinspektors in seiner Würde und Bedeutung nicht erhöht mit der Scheere aus der Welt geschafft werden. wird auf die Hausindustrie und auf das Handsondern erniedrigt und der Fabrikinspektor seinem eigentlichen Man wird uns entgegenhalten: Das sind nur Einzelheiten, aber werk, denn hier liegen geradezu schauerliche Zustände vor. Aus Amt entfremdet. von der Hauptsache der Vermehrung des Aufsichtspersonals Prißwalt erzählt ein Bericht, daß dort 9-14jährige Kinder Staatssekretär v. Bötticher: Die Frage der Verbindung schweigt Ihr, Euch liegt nur daran, alles schlecht zu machen, täglich 9-10 Stunden beschäftigt werden. Ein anderer Bericht der Kesselrevision und des Fabrikinspektorats ist Angelegenheit was die Regierung thut. schildert, daß ein schwerkranker schwindsüchtiger Mann im Bett des Landesrechtes und der Einwirkung des Reichstages entzogen. Was hat uns denn die Vermehrung der Fabrik- figend getroffen wurde, der hustend und speiend Zigarren drehte. Ich werde aber meine Kollegen in Preußen und die übrigen Inspettoren genutzt? Auf die unersprießliche Verquickung Wenn behauptet wird, diese Ausführungen hätten nur den Bundesregierungen auf die sehr interessanten Ausführungen der von Fabrikinspektorat und Kesselrevision ist schon hingewiesen Zweck der Verhehung, so haben Sie es jc in der Hand, beiden Herren aufmerksam machen und sie ersuchen, deren worden. Alle Fabrikinspektoren ohne Ausnahme sind einig uns dieses Handwerk dadurch zu legen, daß Sie unsere Wünsche Wünsche in Erwägung zu ziehen. Leicht wird das nicht sein, da darüber, daß ihre eigentliche Aufsichtsthätigkeit darunter leidet berücksichtigen und den berechtigten Beschwerden der Arbeiter die beiden Herren in der Frage ganz diametral auseinander und Dreiviertel ihrer Thätigkeit durch die abhelfen.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) gehen. Ob die Fabrikinspektoren selbst Abneigung gegen die Resselrevision in Anspruch genommen wird. In Abg. Röficke( wild): Wollte man sich auf sozialdemokratischer Uebernahme der Revision hegen, weiß ich nicht; es ist ja Solingen sind allerdings 593 Fabrikrevisionen und 603 Refsel Seite etwas mehr der Objektivität befleißigen, so könnte eine möglich, daß die beiden Thätigteiten intompa revisionen vorgenommen, aber für die ersteren sind nur 76, für solche Rede nicht gehalten werden. Die Arbeiter sind danach tibel sind. Die Entscheidung wird den Einzelstaaten über die letzteren dagegen 258 Juspektionstage erforderlich gewesen. neben Teufeln von Arbeitgebern reine Götter. lassen bleiben müssen. ( Hört! Hört! lints.) Aehnlich sprechen sich auch die Inspektoren Go liegt die Sache Sache denn doch nicht. Ich ergreife Abg. Fischer( Soz.): Wir sind an die Prüfung der von in Potsdam, Frankfurt, Licgniß, Merseburg aus; der letztere das Wort, um mich gegen cas mehrfach aufgetretene dem Reichsamt des Junern herausgegebenen Berichte der Fabrik fonnte nicht einmal die Arbeitsordnungen prüfen, weil die Kessel- Verlangen einer Bestrafung des Boykotts ausinspektoren mit etwas gemischten Gefühlen herangetreten und die revisionen zu viel Zeit weggenommen haben. Nur ein Inspektor zusprechen. Der Vorschlag der Regierung von 1890 eben gehörte Rede des Staatssekretärs v. Bötticher ist auch nicht sprach sich dafür aus, daß beide Dinge nebeneinander hergehen betreffs des§ 153 der Gewerbe- Ordnung hätte den Boykott an dazu angethan, weitgehendere Erwartungen in bezug auf die Ab- töi nien, und dieser ist erst 22 Monate im Dienst. Alle unfere fich gar nicht getroffen, wie auch§ 153 überhaupt nicht vom stellung der auch aus den vorliegenden Berichten flar hervor: Befürchtungen sind durch die Berichte der Inspektoren bestätigt Boykott handelt. Aber auch in unser Strafrecht möchte ich eine gehenden Uebelſtände wachzurufen. Noch weniger ist dazu an worden. Auch die Aussicht ist fast bis zur Bedeutungs- folche Bestimmung nicht aufgenommen wissen, wie sie in der gethan die Stellung des preußischen Handelsministers zur weiteren losigkeit herabgedrückt. Bei der Kesselrevision wird Umsturzkommission beantragt werden soll. Das Brau Ausdehnung der Arbeiterschutz Gesetzgebung, die darauf bin die Betriebsleitung immer vorher benachrichtigt, und diese gewerbe ist das einzige Gewerbe, gegen welches im großen geprüft werden soll, ob sie nicht etwa geeignet sei, das Revisionen verursachen geradezu eine mechanische Uebermüdung. Stil Boykottirungen in Szene gesetzt werden können. Das Bier in die Arbeiterschaft getragene Gift noch zu verstärken. Abgesehen davon, daß zwei Drittel der Zeit der Jufpeftoren ist Maffenfonsumartikel, und gerade beim Bier ist eine ausWie mag es da erst mit der Auslegung und Handhabung durch die Kesselrevision in Anspruch genommen wird, wird sie gezeichnete, unaufhörliche Kontrolle des Konsumenten möglich. der bereits in fraft stehenden sozialpolitischen Gefeße bestellt auch noch durch andere Arbeiten verschiedener Art in Anspruch Ohne das würde von einer Wirkung des Boykotts gar sein! Dieser Geist der Furcht vor der Sozialdemo- genommen. In Kassel ist z. B. dem Gewerbe- Inspektor auch die nicht die Rede sein. Das hatte die Sozialdemokratie in tratie weht auch in der Anweisung des Reichsfanzlers vom Ueberwachung der Apparate für die Mineralwasser- Fabrikation dem Berliner Bierkrieg erkannt; denn fie hatte ein 16. Dezember 1893 an die Fabrikinspektoren bezüglich der Gr übertragen. Man sagt, die Zahlen beweisen schon eine ganzes Regiment Bierschnüffler angestellt.( Seiterfeit. Die stattung dieser Jahresberichte. Merkwürdigerweise ist diese An Steigerung der Kesselrevisionen. 1891 1891 war die Zahl der Bestrafung des Boykotts würde keinen praktischen weisung dem Jahresbericht nicht vorgedruckt, wir haben sie erst Revisionen der Fabrikinspektoren auf 35 800 gestiegen, Zweck haben; man würde damit blos den heimlichen auf dem Umwege durch die Presse kennen gelernt. Die Regierung 1893 fogar auf 63 130. Diese Zahlen geben aber gar Boytott fördern und letzterer würde uns im Branereitäuscht sich, wenn sie glaubt, daß der Standpunkt des Herrn feinen Beweis, denn wir müssen erst wissen, in welchem gewerbe noch viel unheimlicher werden, als der offene. In v. Berlepsch von den breiten Massen der Arbeiter getheilt oder Verhältniß die Zahl der Arbeiter und der Betriebe gestiegen ist. Dresden hat man ja gesehen, daß trop erfolgter gar gebilligt wird. Im Gegentheil, man ist der Meinung, daß Die Inspektoren für Posen und Hannover sagen ausdrücklich, Be strafung einiger Personen mit Freiheitsstrafen die die Regierung der Sozialdemokratie daß ihnen die Zahl der Inspektionen viel zu gering fei. Der Situation der betreffenden Brauerei nur die geistigen Waffen gestredt habe, daß sie Aachener Inspektor führt an, daß die größeren Etablissements noch schlechter geworden ist. Die Sozialdemokraten gegenüber den Gründen der Sozialdemokratie stichhaltige faum einmal im Jahre inspizirt werden könnten. brauchen auch gar nicht in ihrer Presse von einer bestimmten Gegengründe nicht anführen könne und deshalb die berechtigten Die Gewerbe- Inspektoren lagen darüber, daß sie nicht Brauerei zu sprechen, sondern sie empfehlen das Bier Forderungen der Sozialdemokratie auf dem Gebiete der Arbeiter überall die nöthige Höflichkeit und das nöthige der anderen Brauereien. In Dessau hieß e3: Trinkt schutz- Politik fünftighin blos mit brutaler Gewalt unterdrücken Entgegenkommen finden; sie werden sogar oft als Organe das Bier nicht von Männern, die die Rechte der wolle. Das ergiebt sich schon aus der oben erwähnten An- der Polizei und der Staatsanwaltschaft bezeichnet, und zwar Arbeiter mit Füßen treten!( Seiterkeit.) Das Gewerbe weisung. Da heißt es: Es sind nur Thatsachen mitzutheilen, werden diese Klagen nur gegen das Unternehmerthum muß sich auf die Selbsthilfe beschränken, die je die auf zuverlässigen Ermittelungen beruhen; etwaige fritische Taut. Der Inspektor für Berlin und Charlottenburg wurde länger, desto wirksamer werden wird, und die Sozialdemokratie Bemerkungen sollen einen lediglich fachlichen Charakter tragen." fogar öffentlich auf der Straße von einem Unternehmer beleidigt. wird einsehen lernen, daß ganz im Gegensatz zu ihren Hoffnungen ( Hört! Hört! bei den Sozialdemokraten.) Bisher haben die Be- Der Oppelner Inspektor muß gestehen, daß einzelnen Unter- auf dauernden Zwiespalt, die Unternehmerschaft dieses Gewerbes richte der Fabritinspektoren nicht daran gelitten, daß sie über- neb mern jedes Verständniß für die Arbeiter desto fefter zusammengetittet worden ist. Von einem Mitgliede mäßig reich waren an kritischen Bemerkungen. Ich fürchte, schutz Gesetzgebung abgehe. In Bremen glaubten Unternehmer dieses Hauses, das nicht mehr mit mir diskutiren will, ist mir daß die Anweisung der obersten Reichsbehörde die Fabrit fogar das Betreten der Fabrit von ihrer Zustimmung den In- meine Kapitulation vor Herrn Singer vorgeworfen worden. Ich Inspektoren veranlassen wird, kritische Bemerkungen über- spektoren gegenüber abhängig machen zu dürfen. In Potsdam werde den Beweis erbringen, daß davon keine Rede sein kann. Ich haupt zu unterdrücken. Woher will die Regierung ihre und Frankfurt a. D. haben die Fabrikanten sogar die Regierung gehe auf den Bierboykott deswegen noch näher ein, weil in der Informationen über die Verhältnisse der gegenwärtigen Fabrik angerufen, weil ein Polizeibeamter eine außerordentliche Revision fonservativen Presse direkt behauptet worden ist, daß Börsenvortheile gefeßgebung hernehmen? Von den Arbeitern selbst oder der vorgenommen hatte. Daß die Revision geschehen muß der Grund zum Friedensschluß gewesen wären, und namentlich Arbeiterpresse? Nach der Richtung sind meine Hoffnungen sehr ohne die Anwesenheit der Arbeitgeber ist bat dies in jüngster Zeit die" Post" gethan, die Preisgabe der mäßig. Ferner heißt es: Vorschläge wegen Alenderung oder selbstverständlich; denn darüber sind sich alle Gewerbe- bürgerlichen Interessen aus grobmateriellen Gründen" in dem Ergänzung der bestehenden Vorschriften sind nur in Fällen eines Aufsichtsräthe einig, daß die Wahrheit von den Ar- Friedensschlusse sieht. Aehnlich die„ Kreuz Zeitung" und die bringlichen praktischen Bedürfnisses und nur nach eingehender beitern erlangt werden könne,' venn die In Schlesische Zeitung". Wer mich kennt, wird solches nicht Prüfung zu machen." Danach sollte man glauben, die bisherigen spektion in der Abwesenheit der Fabrikanten stattfinde; glauben. Es kommt aber das ganze Gewerbe, meine sämmtBerichte der Fabrikinspektoren hätten gewimmelt von Vor- anderenfalls laufen sie ja Gefahr, vom Unternehmer gemaß- lichen Berufsgenossen in Frage. Redner rekapitulirt nunmehr schlägen über die Ausdehnung der bestehenden Bestim- regelt zu werden, wenn sie den Aufsichtsbeamten wahrheits- ausführlich den Verlauf des Bierboykotts, von dem Verlangen der mungen. Man sieht aber danach. vergebens Die gemäße Auskünfte ertheilen. Ein hervorragender rheinischer In- Böttcher um Freigabe des ersten Mai und der ersten Versammlung in ausdrückliche Abmahnung wird wirken wie eine falte Douche. dustrieller hat ja öffentlich die Drohung ausgesprochen, jeden Rixdorf an, die den Boykott über die Vereinsbrauerei zit verhängen Schließlich steht das in Uebereinstimmung mit der Art und Weise, Arbeiter zu entlassen, der die Vermittlung eines Gewerbe- teschloß. Er nennt das Vorgehen der Böttchergesellen ein geradezu = " " Darauf wird Vertagung beschlossen. Lokales. frivoles.( Präsident v. Levehow ersucht den Redner, sich mehr an Innern; desgleichen die Kapitel Allgemeine Fonds,"" Reichsdie Sache zu halten. Der einzelne Berliner Fall gehöre in solcher tommissariate", Bundesamt für das Heimathwesen",„ EntBreite gar nicht hierher.) Gerade die Verhandlungen über scheidende Disziplinarbehörden". den Arbeitsnachweis, der in dem Boykott eine große Rolle gespielt hat, liefern Material zu der neulich in der Schluß 54 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch, 1 Uhr. sozialpolitischen Debatte so gründlich erörterten Frage. Schwerinstag. Anträge Auer und Colbus, betreffend den Selbst die sozialdemokratische Partei hat diesen von den Diktaturparagraphen für Elsaß- Lothringen; Anträge P a chnice, Arbeitgebern begründeten Arbeitsnachweis beim Friedensschluß Ander, Auer, betr. die Voltsvertretung in den Bundes: als empfehlenswerth anerkannt, nachdem sie ihn noch turz staaten; Abstimmung über den Antrag Ander, betr. die ander vorher bekämpft hatte. Gerade der Ausgang dieses Bierfrieges weite Eintheilung der Wahlkreise; Antrag Hite, betr. die gestraße, Stralau: Karl Seiß, Dorfstraße 46a, 28eißensee: zeigt, daß man auch ohne gefeßliche Strafbestimmungen aus werblichen Verhältnisse der Arbeiterinnen.) kommen fann und daß von einer Kapitulation der bürgerlichen Klassen vor der Sozialdemokratie nicht gesprochen werden kann. Nicht die Furcht, sondern das Bewußtsein unserer Kraft hat uns zu unserem letzten Schritte veranlaßt. Abg. Singer( Soz.) bemerkt zur Geschäftsordnung, daß er für heute auf das Wort verzichte, da es ihm daran liege, Herrn Rösicke ausführlicher, als der Präsident zulasse, auf die Darfür eine gelegenere Zeit vor. betraut werden. der Die Adressen der Vertrauensmänner im Kreise Nieders Barnim lauten: Bernau: Adolf Gark, Friedrichs= hagen: Hermann Sonnenburg, Rastanienallee 116, Friedrich 3berg: Edmund Liepe, Blumthalstr. 20, Friedrichsfelde: Sermann Kette, Bahnhofstr. 1, Pantow: Karl Hoffmann, Kaiser Friedrichstr. 15, Rummelsburg: Wilhelm Fougbert, Türschmidstr. 3, Reinickendorf: Julius Malinowsky, Wilkers Paul Haack, Königschauffee 39a, Woltersdorf bei Erkner: Abgeordnetenhaus. Obmann. 18. Sigung vom 12. Februar, 11 Uhr. Am Ministertische: Miquel, Thielen und Kommissarien. bilder hat der Magistrat eine Dankadresse hergerichtet, Für die versprochenen fünf Duhend Fürsten- StandEisenbahn- Verwaltung. Auf der Tagesordnung steht die Spezialberathung des Etats welche jetzt im Gemeindeblatt veröffentlicht wird. Mit dem ganzen 121 Ernſt Neumann. Der Dbm q Go legung in betreff des Boykotts zu antworten. Er behält sich dies geordneten wolle beschließen: fich mit der Absicht der föniglichen Beurtheilung ihres Geistes Anrede und Unterschrift völlig ge Die Budgetkommission beantragt:„ Das Haus der Ab- Inhalt dieser Adresse wollen wir unsere Leser verschonen, da zur nügen. Diese lauten: Abg. Wurm( Soz.): Zum Fabrikinspektorat fönnen in Staatsregierung, den gemäß§ 49 Abs. 1 des Ergänzungs- Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster Kaiser und König, England auch Arbeiter herangezogen werden. Wir fordern nicht steuer- Gesezes vom 14. Juli 1893 aus Ueberschüssen der Ein Allergnädigster Kaiser, König und Herr.- Ew. Raiserlichen und Allergnädigster Kaiser, König und Herr. nur dies, sondern auch, daß Arbeiterinnen zugezogen werben tommensteuer angesammelten Fonds zu einem noch festzustellenden, Königlichen Majestät allerunterthänigste, treugehorsamste Magistrat müssen. Beide müssen von den Arbeitern gewählt werden, damit nicht über 100 Millionen Mart hinausgehenden Betrage mit und Stadtverordnete zu Berlin. gez. Belle. Langerhans. auch wirkliche Vertrauenspersonen der Arbeiter mit diesem Amte Rücksicht auf die Bedürfnisse der Staats- Eisenbahn- Verwaltung Vertrauen ist die nothwendigste Eigenschaft, zur Verstärkung des Betriebsfonds der Generalstaatskasse, im schaffen ist der freisinnige Männerftolz vor Fürstenthronen. welche ein Fabrikinspektor erwecken muß. Auch die Fabrit übrigen zur außerordentlichen Tilgung von Staatsschulden bezw. In der Müllverladung treten vom 1. Juni d. J. ab eine inspektøren klagen über mangelndes Bertrauen der- Fabrikanten zur Verrechnung auf bewilligte Anleihen zu verwenden, ein- Reihe wichtiger, schon lange nothwendig gewesener Bestimmungen und sie suchen sich ihr Vertrauen durch eine tonnivente Aufsicht verstanden zu erklären." in fraft. Von diesem Zeitpunkt ab dürfen Haus und Wirthzu erwerben, zum Schaden der Arbeiter. Der diesjährige Bericht Die Abgg. Bachem, Kranse Königsberg, v. Eynern, schafts- Abgänge, insbefondere Müll, Asche, Echlacken, Abraum, der Fabrikinspektoren geht weit offener mit der Sprache heraus, v. Huene bekämpfen den Antrag, der dann von den Miniſtern Schutt, Kehricht, Modder, Küchen- und Fleischabfälle, Knochen, als die früheren es thaten, und rügt in anerkennenswerther Weise Miquel und v. Thielen vertheidigt wird. Schließlich wird der Zumpen u. s. w. auf der Straße nur in völlig undurch= einzelne Uebelſtände. Das ist doppelt anerkennenswerth, weil Antrag gegen die Stimmen der Freisinnigen, der Mehrheit des lässigen, verschlossenen Behältern trans. diejenigen Fabritinspektoren, welche zu weit mit der Wahrheit Sentrums und einiger Nationalliberalen( v. Eynern, Beumer) portirt werden. Wagen, welche zur Abfuhr_der. fich hervorwagen, ristiren in Ungnade zu fallen und versetzt zu angenommen. artiger Stoffe dienen, müssen, wenn lettere nicht mit werden. Nach der Ansicht der Arbeitgeber ist die gesammte Bei den einmaligen Ausgaben hebt der Berichterstatter Abg. den Behältern selbst verladen werden, verladen werden, gleichfalls volls neuere Gesezgebung für das Siegener Land überflüssig und dabei Schmieding( natl.) hervor, daß die Budgetkommission die neuen kommen undurchlässig und mit dicht schließenden Deckeln, schädlich, da ja doch stets dort ein gutes Einvernehmen zwischen Grundsätze, nach denen Erneuerungs- und Erweiterungsbauten Schiebern, Klappen oder dergleichen versehen sein, auch während Arbeitern und Arbeitgebern geherrscht habe, so theilt der betreffende in den Etat übernommen sind und nicht mehr durch Anleihen des Transports beständig gefchloffen gehalten werden. Gewerbeinspektor mit. Wie weit wir noch zurück find, wenn gedeckt werden sollen, vollständig gebilligt habe, weil Erneuerungs- Sollen Haus- und Wirthschaftsabgänge auf der Straße in Abfuhrsolche Auffaffung noch in ganzen Bezirken die vorherrschende sein kann, fonds nicht bestehen. lo hace H wagen geschüttet werden, so ist durch entsprechende Einrichtung barüber braucht kein Wort verloren zu werden. Das so gesinnte ArBei der Ausgabe von 1 100 000. zu baulichen Anlagen der Wagen und der zum Transport bis zu denselben benutzten beitgeber den Fabrikinspektoren ihr Amt nicht erleichtern werden, ver- aus Anlaß der Berliner Gewerbe- Ausstellung 1896 bemerkt Behälter oder durch andere geeignete Vorkehrungen dafür zu steht sich am Rande. Sollen aber die Fabrikinspektoren eine segens Abg. v. Riepenhausen( t.), daß das Komitee nur 100 000 m. forgen, daß eine Verunreinigung der Straße, insbesondere auch reiche Thätigkeit entfalten, so muß die Kinderarbeit wirklich und zugebe, die Stadt Berlin nicht einen Pfennig.( Sört! rechts.) eine Entwickelung von Staub und üblen Gerüchen, vermieden dauernd durch ein Geses unterdrückt werden. Die jetzigen Zu- Wie würde man in der Provinz vorgehen, wenn sie nichts zu wird. Das Polizeipräsidium, das diese Verordnung in der letzten stände spotten jeder Beschreibung, und meine Anklagen füßen sich geben wolle! Alle Wünsche werden nur berücksichtigt, wenn die Nummer des öffentlichen Anzeigers bekannt giebt, behält sich vor, auf die Mittheilungen der Fabrikinspektoren. Die Fabrit Betheiligten Zuschüsse gewähren. Diese Rücksichtnahme auf im Einvernehmen mit dem Magistrate, Abfuhrsysteme, welche den inspektion muß auf die Hausindustrie ausgedehnt werden, in der Berlin muß Berstimmung im Lande erregen. Die Konservativen Anforderungen dieses Absages in ausreichendem Maße genügen, die Kinderarbeit und Kinderausbeutung viel mehr als in den die Berzinsung oder welche denselben nicht mehr entsprechen, öffentlich bekannt Fabriken in Blüthe steht. Das Arbeiterschutzgesetz hat die Kinder gesichert ist; aber das Verhalten Berlins muß mißbilligt zu geben. aus den Fabriken herausgedrängt, aber einfach in die Haus werden, zumal Bahnhof Treptow zu dem Terrain gehört, Einen besonders kunstsinnigen Minister haben wir in industrie hineingezogen, wo dem Manne vom Fabrikanten das eingemeindet werden soll. Redner fragt, ob die beabsichtigte die Maschine ins Haus gestellt wird, und die Kinder Einleitung der elektrischen Bahn in die Staatsbahn nicht die Herrn v. Hammerstein Bogten, wenn die folgende nach wie vor in der schauderhaftesten Weise ausgenutzt werden. Rentabilität der letzteren schädigt, und ob es wahr sei, daß die Anekdote, welche die Breslauer Zeitung" von dem Liebling der Kinder unter 14 Jahren arbeiteten. Nach dem neuen Gesez nöthige Terrain nicht hergiebt, sondern daß das Enteignungs- Minister, Künstler und Gelehrte eingeladen waren. In Plauen existiren große Stickereien, in welchen früher Stadt Berlin zum Umbau des Bahnhofs Rummelsburg das Agrarier berichtet, richtig ist. Vor kurzem fand bei der Kaiserin Friedrich ein Abendessen statt, zu welchem verschiedene mußten sie hinaus, man wußte sich aber dadurch zu helfen, daß verfahren eingeleitet werden muß. die Unternehmer die Fabritinfpettoren über plauderte lebhaft miteinander und der Landwirthschaftsdas Alter der Kinder belogen und die Kinder minister unterhielt sich besonders mit Anton v. Werner, selbst zum Lügen an hielten. Es handelt sich dem Manne, der die meisten patriotisch- historischen Gemälde des jüngsten Menschenalters verfertigt hat. Nachdem die Exzellenz feineswegs um vereinzelte Fälle. Vielfach haben Schulkinder außerhalb der Schulzeit den ganzen Tag als Der Antrag der Kommission wird gegen die Stimmen der lange mit Anton v. Werner geplaudert hatte, fragte sie ihn Hausindustrielle an der Maschine zu arbeiten, wobei sie den Ronservativen angenommen. Im übrigen werden die einmaligen Leben, welchen erbeiternden Eindruck diese Frage eines attiven liebenswürdig: Malen Sie auch?" Man kann sich denken, horrenden Lohn von 10-12 Pf. täglich, durchschnittlich 1 Pf. Ausgaben ohne Debatte genehmigt. für die Stunde verdienen. In manchen Industrien war die Bei dem Bericht über die Bau- Ausführungen anderweitige Unterbringung der Kinder nicht möglich, und wir im Jahre 1893/94 erklärte der haben das traurige Schauspiel erlebt, daß die Eltern die Kinder Minister Thielen, daß es seine Absicht sei, durch eine Bewieder der Fabrik anboten, weil der Lohn für Mann und Frau tanntmachung dem Publikum und allen Interessenten Kenntniß das Existenzminimum nicht erreichte. Daß auf diese Weise zu geben von der Neuorganisation, damit man weiß, an welche und nicht durch die verwerfliche Tendenz der Sozialdemokratie Stellen man sich fünftig wenden muß. die Familie zerstört und die nächsten Generationen zerrüttet und Die Berathung des Eisenbahn- Etats wird damit nach einigen Degenerirt werden, ist klar. Weiter macht sich immer mehr ein furzen Bemerkungen beendet. verhältnißmäßiges Zurückgehen der Zahl der Erwachsenen, und Schluß gegen 42 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 11 Uhr ein Anschwellen der Zahl der jugendlichen Arbeiter bemerkbar.( Etat der Justizverwaltung). In den Ziegeleien herrschen bezüglich der Kinderarbeit geradezu fche ußliche Zustände. Die Kinder werden 16 bis 17 Stunden täglich beschäftigt, und Zeit zum Essen wird ihnen nicht gewährt; während der Arbeit wird ihnen der Bissen in den Mund gesteckt. Diese Mißstände muß ein Fabrikinspektor tonftatiren. wollen der Ausgabe zustimmen, weil Minister Thielen: Die Ausgabe ist auf das knappfte bemessen, um die Bahnanlagen so zu gestalten, daß sie den Verkehr bewältigen können. Bezüglich Rummelsburg hat Berlin einen Zuschuß verweigert; weiteres ist nicht bekannt. Parlamentarisches. Der Gefeßentivurf über die Bestrafung des Sklaven raubs nud Sklavenhandels lautet: Man Ministers auf den Mann machen mußte, der das große Gemälde an der Siegessäule, das Bild des Berliner Kongresses, die Proflamation des Kaiserreichs für das Zeughaus, die Eröffnung des ersten Reichstages unter Kaiser Wilhelm II. und unzählige andere Gemälde ähnlichen Kalibers geschaffen hat. Der Minister, der diese Frage an Anton v. Werner stellte, aber war, wie gesagt, Was soll man von Herr v. Hammerstein 2orten. einem Landwirthschaftsminister des neuesten Kurses auch noch anderes erwarten, als Kenntniß der Agrarierwünsche? Der Verlag des Berliner Adreßbuches läßt zur Zeit die Beträge einziehen für alle Adressen, die mehr als eine Beile im Adreßbuche einnehmen. Die Mehrzeile muß mit einer Mart bezahlt werden. Im Adreßbuche für das Jahr 1894 waren wenigstens drei Zeilen kostenlos zur Verfügung gestellt. Wie die Boff. 3tg." hört, wird die Bezahlung der verlangten Zeilenentschädigung von manchen, die mit dieser Forderung beglückt werden, abgelehnt, und es dürfte mithin noch zu einer Reihe von Zivilprozessen kommen. Hervorzuheben ist, daß auf den Hauslisten, die zur Eintragung der Adressen verabreicht wurden, die neue Bestimmung bezüglich der Entschädigung für die Be nubung mehr als einer Zeile nicht derart angebracht war, daß fie sofort ins Auge fallen mußte. " Diese Thatsachen werden leider nur den wenigsten bekannt, schon weil das Buch so theuer ist; 8 Mart fann tein§ 1. Die Theilnahme an einem auf Sklavenraub gerichteten Arbeiter, noch nicht einmal ein Arbeiterverein für ein solches Buch Unternehmen wird mit Zuchthaus bestraft. Die Veranstalter und ausgeben. In Wirklichkeit sind die vorhandenen Misstände Anführer des Unternehmens trifft Zuchthaus nicht unter drei noch viel schlimmer, aber die Fabrikinspektoren bekommen sie Jahren. Ist durch einen zum Zweck des Sklavenraubes unter nicht zu sehen, dazu find fie viel zu wenig zahlreich und die Fabriken nommenen Streifzug der Tod einer der Personen, gegen welche und die Arbeiter sehen sie meist nur im Sonn- und Feiertagsstaat, der Streifzug gerichtet war, verursacht worden, so ist gegen die denn in der Regel meldet sich der Fabrikinspektor vorher an, bei Veranstalter und Anführer auf Todesstrafe, gegen die übrigen Auf die Frage nach dem Nothstand findet sich eine Ante der Reffelrevision ist er sogar dazu verpflichtet. Der Fabritherr Theilnehmer auf Zuchthaus nicht unter drei Jahren zu erkennen. wort in einem Artikel der„ Kreuz Zeitung", der sich mit den hat also vollauf Zeit, die Fabrit in den besten Zustand zu versetzen und treibt nachher mit dem revidirenden Beamten mit oder dienenden Beförderung von Sklaven vorfäßlich mitwirkt, wird befaßt. Auf dessen Bitte in den Beitungen waren etwa hundert ohne dessen Wien ein abgekartetes Gaufelspiel. mit Buchthaus bestraft. Sind mildernde Umstände vorhanden, Packete mit alten Kleidungsstüden eingegangen. Die Unglück Zum ersten Mal ist in dem neuesten Bericht über die Wirt so tritt Gefängnißstraße nicht unter drei Monaten ein. samteit weiblicher Aufsicht die Rede. Die Regierung§ 3. In den Fällen der§§ 1 und 2 dieses Gesetzes kann lichen, welche diese Sachen zugetheilt erhielten, werden wie folgt beschrieben: follte sich nach den günstigen Erfahrungen, die damit gemacht neben der Freiheitsstrafe auf Bulässigkeit von Polizei Aufsicht Da stehen die Menschen da mit fast bloßen Füßen, in zerfind, doch nicht länger fträuben, weibliche Fabrikinspektoren an- erkannt werden. Auch kann auf die Einziehung aller zur Beriffenen Stiefeln bei zehn Grad Kälte. Auf dem bloßen Leibe, zustellen. Die Inspettorenberichte sind eine Angehung des Verbrechens gebrauchten oder bestimmten Gegenstände auf dem zerriffenen Hemd tragen sie ein durchlöchertes Röcklein. flageschrift erkannt werden, ohne Unterschied, ob sie dem Verurtheilten ge- Dünne Sommerhosen bedecken die Beine. Prüfend geht der gegen Das Unternehmerthum. Schaffen Sie die Zuziehung von Arbeitern zur Fabrikinspektion, hören oder nicht. Ist die Verfolgung einer bestimmten Person Sekretär Gilweit durch die Reihen. Die Würdigkeit ist schwer zu dann werden die Zustände besser werden. Wenn es Ihnen aber nicht ausführbar, so kann auf die Einziehung selbständig erkannt untersuchen. Der Grad der Bedürftigkeit entscheidet. Da bekommt schon leid thut, diese Arbeiterschutz Gesetzgebung geschaffen zu der eine einen Ueberzieher, muß aber zur Vorsicht sein leichtes haben, dann werden die Mißstände verborgen bleiben und die Abhilfe unmöglich gemacht, bis der ganze morsche Bau des großtapitalistischen Betriebes völlig wurmsiichig geworden ist und zufammenbricht.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) M werden. § 4. Wer den vom Kaiser zur Verhütung des Sklavenraubes Jacket ausziehen und da laffen. Ist es noch brauchbar, so beund des Sklavenhandels erlassenen Verordnungen zuwiderhandelt, Commt es ein anderer, anderenfalls kommt es in die Lumpen. wird mit Geldstrafe bis zu sechstausend Mark oder mit Gefängniß Andere erhalten einen Rock, andere, die oft kaum noch ihre bestraft. Blöße decken können, Beinkleider, fast jeder ein paar Stiefel. Der Warteraum wird zum Umkleidezimmer. Die nackten Füße geigen fich mit Frostbeulen bedeckt. Hier und da wird einer gleich verbunden und mit heilender Salbe versehen. Abg. v. Frege( ot.): Nicht blos von jener Seite allein§ 5. Die Bestimmung im§ 4 Absatz 2 Nr. 1 des Strafwird der Wunsch gehegt, daß die noch vorhandenen Uebelftände Gesetzbuchs findet auch auf die in diesem Gesetze vorgesehenen an's Licht gezogen und abgestellt werden. Die ganze Bergangen- ftrafbaren Handlungen Anwendung. heit meiner Partei beweist, daß wir auf demselben Boden stehen. Dem Entwurf ist eine ausführliche Begründung beigegeben. Wir haben auch warnend darauf hingewiesen, daß die jugendlichen Arbeiter in die Hausindustrie gedrängt worden sind. Die Und so weiter. Einen außerordentlichen Rothstand, wie gesagt, giebt es In der Budgetkommiffion des Reichstages beim Extra- nicht; Bustände, wie die hier geschilderten, gehören zum eisernen schlechte Beschaffenheit der Werkstätten und sonstigen Fabrik- ordinarium des Militäretats am Dienstag Vormittag Bestande der durch Umsturzparagraphen vor jeder vorlauten anlagen hat namentlich bei uns in Sachsen die Behörden zu wurden die Titel 44 bis 84 erledigt. Bei vier Titeln, den Bas Kritik zu schüßenden bürgerlichen Weltordnung. energischem Einschreiten veranlaßt. Aber gegen eine gewiffe radenlagern in Wahn, Arys, Senne und Münster, wurden die Je patriotischer ein Banwerk, je niedriger der Seite des Wesens der arbeitenden Klasse ist nicht anzufämpfen; geforderten Beträge in geringerem Umfange bewilligt. Abgelehnt Arbeitslohn für seine Herstellung. Diese altbekannte Regel die Arbeiter drängen immer wieder in diejenigen Bezirke bin, wurden 8 Titel, unverändert bewilligt 28 Titel. Die abgelehnten bewährt sich auch bei den Tiefbauarbeiten an der Schloßfreiheit. wo die Industrie schon massirt ist, und diese Häufung der Industrie in einzelnen Bentralen beschwert die Abstellung der Positionen betrafen erste Raten für eine Trainkaserne in Rendsburg, Die übergroße Mehrzahl der Unternehmer zahlt ihren Erdeine Infanterietaferne in Blankenburg a. H., ein Garnison arbeitern wenigstens den bereits erbärmlich niedrigen Lohn von erwähnten Uebelſtände anßerordentlich. Dann ist bei den jugenddienstgebäude in Gelle, ein Bezirkskommando in Nienburg, eine dreißig Pfennigen für die Stunde. Die Ausschachtungsarbeiten für lichen Arbeitern auf die Wiederherstellung Trainfaserne in Darmstadt, eine Infanterietaserne in Worms, das Denkmal des Heldengreises werden aber nur mit dem der Achtung vor der Autorität energisch hin auwirten; wollen Sie( links) in dieser Beziehung mit uns eine Artillerietaserne in Thorn und einen Uebungsplatz für das Stundenlohn von 28 Pfennigen bezahlt. Db das aus Pietät gegen zufammenwirten, Sie werden uns bereit finden. Die Berichte Schleswig- Holsteinische Armeekorps in Lockstedt. Bei mehreren der den braven Mann geschieht, der dem Volte auch etwas, nämlich Der Fabritinspektoren haben es den sozialdemokratischen Vor- abgelehnten Artikel erachtete man die Forderung für das nächste die Religion erhalten wissen wollte? rednern nicht recht machen können; also dürfte es noch viel Statsjahr noch nicht als dringlich. Im ganzen erfolgten AbDie Berliner Unfallstationen sollen angeblich das non schwerer sein, es dem ganzen Reichstage recht zu machen. Wir ftriche bei dem Extra- Ordinarium im Betrage von 3 475 000 mt. plus ultra auf dem Gebiete der plöglichen Hilfe in Unfällen fein; tönnen im Reichstage nur die großen Direktiven angeben, das die Reklametrommel, welche in legter Zeit für diese Institution übrige muß der Landes, Bezirks, Kreis- und Ortspolizeibehörde überlassen bleiben. Die Ortspolizeibehörden verDie Justizkommiffion des Reichstage verhandelte über die gerührt wurde, grenzt fast and humoristische und hat beinahe Abänderungen, welche in der Justiznopelle getroffen der Justiznovelle getroffen einen amerikanischen Anflang. Höchfte und allerhöchste Per dienen das Mißtrauen nicht, welches ihnen werden sollen in bezug auf die Zuständigkeit bei der Geschäfts. fouen machten diesen Privatkliniken, denn etwas anderes sind von sozialdemokratischer Seite bezüglich der vertheilung. Die Verhandlung gelangte nicht zum Abschluß. Der sie nicht, ihre Visite und Herr Direktor Schlesinger sieht Handhabung der Arbeiterschuh. Gefeßgebung nationalliberale Abg. Günther wollte den Präsidenten des sich schon im Geiste mit einem ordensgeschmückten Knopfentgegengebracht wird. Daß nicht alle Fabrikanten Engel find, wiffen wir so gut wie Sie, namentlich bei der Ober- Landesgerichts, Abg. von Buchta den Präsidenten des Land- loch Seerschau über fein fleines Reich abhalten. Daß aber wuchtigen internationalen Ronkurrenz. gerichts ein Einspruchsrecht gegen die Beschlüsse des Präsidiums auch dort manches faul ist, beweift ein Vorgang, der sich am verflossenen Sonnabend in der Unfallstation III am Mariannenufer zutrug. Abends gegen 1/210 Uhr sollte ein Arbeiter, der durch Ueberfahren einen schweren Beinbruch erlitten hatte, in die Das Gehalt des Staatssekretärs wird bewilligt, desgleichen der Reft der Besoldung der Beamten des Reichsamts dea einräumen. Lezeichnete Station aufgenommen werden. Die Aufnahme wurde jedoch verweigert, weil angeblich weil angeblich Zum der Station nicht anwesend war. ein Arzt auf Glück befindet Witterungsübersicht vom 12. Februar 1895. fich das Krankenhaus Bethanien in der Nähe, wohin Der Schwerverletzte transportirt wurde. Die Unfall Stationen. stationen sollen ununterbrochen Tag und Nacht geöffnet und jederzeit soll dort ärztliche Hilfe zu finden sein. Daß dem nicht so ist, beweist der geschilderte Vorfall. Lehrreich ist er aber infofern, als er den Beweis nochmals erbringt, daß selbst auf so Swinemünde. verhältnißmäßig kleinem Gebiet die Privathilfe flets, wo sie nothwendig ist, versagt. Eine Flußbadeanstalt für Frauen und Männer soll auf der Oberspree oberhalb der Cuvryftraße errichtet werden." Die Geschäftsräume der Eisenbahn- Direktion Berlin befinden sich vom 20. Februar nicht mehr Königgrägerstr. 132, sondern in dem neuerbauten Verwaltungsgebäude Schöneberger Ufer 1-4. 790 Die Berliner Elektrizitätswerke wollen, um den Miethern von Wohn- und Geschäftsräumen die Einführung elektrischer Be leuchtung und Kraftübertragung zu erleichtern, von jest ab die elektrischen Einrichtungen im Innern der Häuser gewünschten Falls auch auf eigene Kosten herstellen und den Konsumenten gegen eine jährliche Beisteuer zur Verfügung stellen. Dies Entgegenkommen ist wohl in erster Reihe der angekündigten Verbilligung der Gaspreise zu danken. Hamburg Berlin Wiesbaden. München Wien Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke (-TBBDB 11432 Wetter Temperatur 50 G. 4° R.) ( nach Celsius 12 6 2 756 WSW 1 Dunst 757 1 Nebel -13 • B 756 NNO 3 bedeckt -10 • • 754 NO 3 woltig 750 23 5 Schnee 5 • 748 W 3 Schnee 758 Still heiter -26 758 660 Schnee -16 761 60 heiter 3 760 . 758 NW N halb bedeckt wolkenlos 3 -12 a • Haparanda Petersburg Cork. Aberdin. Paris $ Wetter Prognose für Mittwoch, 13. Februar 1895. Vielfach wolliges, zeitweise heiteres Wetter mit mäßigen nordöstlichen Winden, leichten Schneefällen und wenig veränderter Temperatur. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. oder Gewerbegericht. " " veranlaßt sehen, irgend eine Strafthat zu verüben, die ihnen Unterkunft im Gefängniß verschafft. Mit derartigen ,, rückfälligen Dieben" hatte sich die zweite Straftammer am Landgericht II heute in zwei verschiedenen Fällen zu beschäftigen. Der ausdiener Karl Endruhn aus Schöneberg vermochte feine Stellung zu bekommen. Der Hunger quälte ihn, da erinnerte er fich, daß er den Winter über im Gefängnisse wenigstens vor dem Verhungern geschüßt sein würde; er ging hin und stahl von der Ladenthür eines Kaufmanns einen Hafen, doch unterließ er es, fich und seine Beute so schnell in Sicherheit zu bringen, daß er nicht gefaßt worden wäre. Er hat fast drei Monate in Untersuchungshaft gesessen, gestern erhielt er sechs Monate Gefängniß, wovon ein Monat auf die erlittene Untersuchungshaft angerechnet wurde. Drastischer noch ist die unverehelichte Klara Böttcher aus Mittenwalde zu Werke gegangen. Sie hatte ebenfalls Hunger, daher Sehnfucht nach dem Gefängnisse; deshalb ftahl sie einer Arbeiterfrau eine Kapuze, fette dieselbe auf ihren Kopf und so ging sie zur Polizei und zeigte an, daß sie eben einen Diebstahl begangen habe, das Beweisstück trage sie auf dem Kopfe. Sie erhielt ein Jahr und drei Monate Buchthaus, wovon drei Monate auf die Untersuchungshaft angerechnet wurden. 06 unsere Richter, wenn sie über derartige Fälle aburtheilen, niemals ein gelinder Zweifel an der Herrlichkeit der besten der Welten überkommt? In der Disziplinarfache gegen den Pfarrer Lisco ist( der Die empfindliche Kälte, welche jetzt herrscht, hat in allen " Post" zufolge) nicht auf Amtsentsegung, sondern Dienstentlassung öffentlichen Gebäuden eine große Ueberfüllung veranlaßt. So erkannt. Zu dem angegebenen Grunde kann noch hinzugefügt findet z. B. nach dem Kriminalgericht täglich ein wahrer Massenwerden, daß er sich insofern des Ungehorsams schuldig gemacht andrang statt. Der große Schwurgerichtssaal, welcher eine er hat, als er unerläßliche Amtspflichten verlegt und sich geweigert Gin interessanter Prozeß gegen die Firma hat, der Forderung seiner vorgesetzten Dienstbehörde bezüglich hebliche Anzahl Zuhörer aufnimmt, tommt den Frierenden sehr Rosenthal u. Groß, angestrengt von 13 Schuhmachern, dieser Amtspflichten nachzukommen. Mit der Dienstentlassung ist zu statten; leider aber finden die meisten Schwurgerichtssachen beschäftigte die Kammer II. Die Kläger waren am 7. Januar nach§ 9 des Disziplinargesetzes von 1886 der Verlust der unter Ausschluß der effentlichkeit statt, und sobald der Saal unstreitig zu spät zur Arbeit gekommen, und hatten die Thür Rechte des geistlichen Standes verbunden, während Amtsenthebung geräumt wird, werden dann die kleineren Säle von den Obdach zur Werkstatt der beklagten amerikanischen Schuhwaarenfabrik"( nicht Entseßung) die gelindere Disziplinarstrafe wäre. suchenden überfluthet. Wiederholt haben die Vorsitzenden Ver- verschlossen gefunden; wegen des Zuspätekommens hatte anlaffung nehmen müssen, persönlich die Ueberfüllung zu unter fie Rosenthal ausgesperrt. Vormittags gegen 1/211 Uhr Von einem ganz besonders charakteristischen Majestätssagen, da durch dieselbe die Verhandlung gestört würde". suchten die Ausgesperrten Rosenthal auf, nachdem beleidigungsprozeß weiß die Bolts- Zeitung" aus Breslau zu Die falten Tage haben auch die Stadtvoigtei und die Ge- fie am Morgen die verschlossene Thür respektirt hatten und davon berichten. Im Jahre 1892 hatte der Technifer Wilhelm Eckert fängnisse bis zum Uebermaße gefüllt. In der Stadtvoigtei und gegangen waren, um nun mit dem Chef Rücksprache zu nehmen. Beschäftigung in Südamerika gefunden und einstweilen seine ihren Filialen waren gestern 1826 Personen internirt. Aus- Infolge der heftigen Geſtikulationen eines der Leute, der ge- Frau in Breslau zurückgelassen. Das Ehepaar torrespondirte wärtige sind in diesem Winter nur sehr wenige aufgegriffen wohnheitsgemäß beim Neden die Arme nicht still halten kann, eifrig, und die Frau unterrichtete den Gatten dabei auch über worden, die vom Magistrat erlassene Warnung scheint somit in glaubte sich der Herr bedroht" und zeigte allen politische Vorkommnisse in Deutschland. In den Rückäußerungen „ Eins der That den Zustrom Arbeitsloser gehemmt zu haben. Plögensee mit einem zwei drei raus!" die Thür. Eckert's auf diese allgemeineren Mittheilungen befanden sich und seine Filiale hatte gestern 2526 Gefangene, 526 über den Wohl übel mußten fie unverrichteter Sache ab- zweimal Bemerkungen über die Person des deutschen Kaisers. Etat. Auch das für 1000 Personen eingerichtete Untersuchungs- ziehen, wollten sie sich eines Hausfriedensbruches nicht schuldig Epäter erfuhr Eckert, daß seine Frau ihm in Breslau untreu gegefängniß ist start überfüllt, es hat für 1265 Gefangene Unter- machen. Die Kläger glaubten ihrerseits jest, sie seien über worden war, und er ließ sich von ihr scheiden. Die Frau aber hatte funft zu schaffen. Der Gegenwartsstaat will der sozialen Noth, haupt hinausgeworfen und nicht blos für den Vor- die zweiBriefe, welche die erwähnten Aeußerungen enthielten, gut aufin der die Ueberfüllung der Gefängnisse größtentheils ihren mittag ausgesperrt, mit welcher Strafe die Fabriford- gehoben, und als das Trennungsurtheil rechtskräftig geworden war, Ursprung hat, durch die Errichtung neuer Gefängnisse begegnen. nung von Rosenthal u. Groß das Verbrechen des Buspäte- übergab sie die beiden Briefe der Staatsanwaltschaft. Zu Weihtommens schlechtweg, ohne Unterschied des Grades bedroht. Sie nachten vorigen Jahres machte Eckert von Buenos Ayres eine Der Dieb des Geldfaffes, daß am Sonntag Morgen auf fanden sich deshalb auch des Nachmittags nicht zur Arbeit Geschäftsreise nach England und wurde bei dieser Gelegenheit dem Hauptpostamt in Spandau entwendet wurde, ist in dem ein und ebenfalls nicht am Vormittag des 8. Januar; von Breslauer Verwandten zu Besuch geladen. Er kam daraufPostsekretär Stättfe ermittelt worden. Dieser hatte in jener für fie unterhandelte jedoch inzwischen eine Kom hin nach Breslau. Durch die geschiedene Frau erfuhr die Nacht Dienst und hat sich zu der Veruntreuung durch die Aus mission mit Rosenthal. Das Resultat der Berhand- Polizei von der Anwesenheit Eckert's daselbst, und da die Staatsficht auf den großen Gewinn verleiten lassen. Er hatte das lungen war, daß die Ausgesperrten Nachmittage anwaltschaft in den erwähnten beiden brieflichen Aeußerungen Geldfaß nach seiner Feldstraße 39 belegenen Wohnung gebracht des 8. Januar bei der Beklagten weiter albeiteten, Eckert's Majestätsbeleidigungen festgestellt hatte, so wurde Eckert und im Keller unter Kohlen versteckt. Dort hat es die Polizei und sich diese verpflichtete, die Fabrikräume 5 Minuten vor verbaftet. Am 7. d. M. stand er vor der ersten Straftammer in am Montag Abend bei einer Haussuchung zu tage gefördert. Der dem festgesetzten Beginn der Arbeit zu öffnen, und bis zehn Breslau unter der Anklage der Majestätsbeleidigung in zwei spigbübische Sekretär ist sofort verhaftet worden und tann an- Minuten danach später tommenden Arbeitern den Eintritt zu Fällen. Die Verhandlung endete mit einer Verurtheilung gesichts des klaren Beweises die That nicht leugnen. Er hat das gestatten, sowie auch keinen der Verbrecher vom 7. Januar zu des Angeklagten zu einer Strafe von neun Monaten Faß unter seinem Kaisermantel um 212 Uhr mitgenommen. maßregeln. Die Forderung der Ausgesperrten, ihnen den ent- Gefängniß. Dabei hatte der Gerichtshof noch mancherlei Stättte ist ein älterer Beamter, auf den sich der Verdacht gleich gangenen Arbeitsverdienst eines Tages gu vergüten, mildernde Umstände zu gunsten des Angeklagten sprechen gerichtet hatte. lehnte aber Rosenthal ab, indem er denselben den lassen. Es war z. B., wie die Schles. 3tg." berichtet, beEisenbahnunfall. Infolge eines Mißverständnisses ist am Rath gab, ihr Heil doch einmal beim Gewerbegericht zu rücksichtigt worden, daß die Aeußerungen des Angeklagten nur Montag Mittag um 12 Uhr 22 Minuten eine Maschine mit versuchen. Das thaten sie denn auch. Im Termin ließen sich die für dessen Frau bestimmt gewesen waren und Eckert kaum habe einem Personenzuge auf dem Bahnhofe Charlottenburg zusammen- Kläger durch einen Kollegen vertreten, nur drei von ihnen waren annehmen fönnen, daß sie zur Kenntniß weiterer Kreise kommen gestoßen. Als der Vorortzug 1036 von Erfner einlief, bemerkte persönlich anwesend; die anderen arbeiteten im Betriebe von würden. Ferner sei berücksichtigt worden, daß, wie aus den ein Eisenbahnbeamter einen polnischen Arbeiter auf Rosenthal u. Groß, während ihre Klage gegen Rosenthal u. Briefen selbst hervorgehe, der Angeklagte damals alle Brücken dem Schienengeleife neben der Weiche. Um ihn zu Groß verhandelt wurde. Etwas, was nicht gerade alltäglich ist. zwischen sich und der Heimath abgebrochen glaubte, und deshalb warnen rief er die Worte: Achtung Bug tommt." Wie im legten Termin erst festgestellt wurde, verlangten die wohl auch in einem Tone geschrieben habe, dem ihm selbst alles, Der Pole hat den Zuruf mißverstanden, fich fofort Kläger nicht den vollen 7. Januar bezahlt, sondern den Nach- was er zurückgelassen hatte, als minderwerthig erscheinen ließ an die Weiche begeben und diese umgestellt. Die Folge war, mittag desselben und den Vormittag des 8. Januar, und ihn zu beleidigenden Aeußerungen über die Heimath und daß der Zug auf ein Geleise geführt wurde, auf dem eine fie verzichteten also auf eine Entschädigung für die den Monarchen fortriß. Endlich möge es wohl richtig sein, Reservemaschine nach dem Maschinenhause unterwegs war. Die fabritordnungsmäßige Aussperrung. Herr Rosenthal daß der Angeklagte sich infolge der gesammten Verhältnisse von lektere traf die Maschine des Zuges in die rechte Flanke und überreichte dem Vorsitzenden, Assessor v. Schulz, die Fabrik damals, des Abschiedes von Breslau, der neuen Verhältnisse warf sie nach links aus den Schienen, während sie selbst durch ordnung. Die Kläger waren nach den Ausführungen ihres Ver- drüben, der Unsicherheit seiner Existenz und vielleicht auch den Anprall nach rechts umgeworfen wurde. Beide Maschinen treters der Meinung, daß Rosenthal deshalb kein Recht gehabt infolge des von ihm angegebenen förperlichen Leidens in einer find erheblich beschädigt und außer Betrieb gesetzt worden. Ob hätte, sie an jenem Tage auszusperren, weil eine gewisse Bummelei gewissen Aufregung befunden hat. Deshalb seien für jeden Fall gleich der Anprall ein sehr heftiger war, sind Menschen in dem durch Schuld seiner Vertreter eingerissen gewesen sei, die manch fechs Monate Gefängniß angefeßt und daraus die Gesammtstrafe ziemlich spärlich besetzten Zuge nicht verletzt worden. Der Verkehr mal erst 10 Minuten nach 7 Uhr, ja noch später die Fabrik gebildet worden. war längere Zeit gesperrt und die Züge mußten das Geleise des räume den wartenden Arbeitern und Arbeiterinnen geöffnet Bahnfteigs A benußen. hätten. Das Gericht wies die Klagen a b. Professor Ernst Curtius ist ernstlich verunglückt. Als er hatte der Beklagte das Recht, den Klägern für Auf grund des§ 11 der Fabrikordnung einen am Sonntag Nachmittag um 4/2 Uhr in der Friedrich- Wilhelm- halben Tag das Betreten der Fabrikräume ver straße einen Besuch abstatten wollte, wurde er von einem wehren. Wenn sie nun nach 10 Uhr bei Rosenthal vor Schlitten umgeriffen. Der achtzigjährige Gelehrte erlitt einen sprachen und dann hinausgewiesen wurden, so ist folgendes zu Bruch des linken Schlüsselbeins, außerdem ist sein linkes Auge erwägen gewesen: Waren sie als entlassen zu betrachten, anscheinend infolge Aufschlagens auf einen Gegenstand stark ver- dann hatten sie darum feinen Anspruch auf eine schwollen. Der Zustand des Kranken, der naturgemäß bettlägerig Entschädigung, weil sie nach§ 12 der Arbeitsordnung ist und vom Dr. Körte behandelt wird, hat sich bis gestern nicht wesentlich gebeffert, so daß gerechtfertigte Besorgnisse be- nicht als entlassen zu betrachten, so war es ihre Pflicht und Soldaten zum Ungehorsam ist in Baußen ein Steinarbeiter gerechtfertigte Besorgnisse be- u jeder Zeit hätten entlassen werden können; waren sie aber Ohne Umsturzparagraphen. Wegen Aufforderung von stehen. Professor Curtius hatte schon einmal vor mehreren Jahren das Unglück, Unter den Linden von einer Droschte über- Schuldigkeit, nach Beendigung der Zischzeit die Arbeit aufzu- vom" dortigen Landgericht zu 4 Monaten Gefängniß verurtheilt nehmen, obgleich sie um 1012 Uhr hinausgewiesen wurden. fahren zu werden. worden. Ein Unteroffizier lehnte Schnaps, den er ihm in der Landgerichts- Direktor Brausewetter bat ebenso wie der Kneipe anbot, ab. Er beabsichtigte dann, den Soldaten Schnaps Direktor Schenk die Uebernahme der Präsidialgeschäfte am Kri- 8 geben und mag dabei eine unvorsichtige Aeußerung dahin minalgerichte zu Moabit abgelehnt. Vorläufig werden dieselben gehend gethan haben, daß sie sich nicht an die Befehle des Unter durch den Vorsitzenden der 1. Straffammer, Landgerichts- Direktor Offiziers tehren sollten. Ried, geleitet. au legen. . " Gründe: " " Man thut jetzt und vor allem erst nach Annahme des Umfturzmonstrums gut, selbst im allerintimsten Familienkreise Herz und Bunge zu zähmen und jeden majestätsverbrecherischen Gedanken strenge für sich zu behalten. Will man sich nicht auf Monate und Jahre hinaus um seine Freiheit bringen, so ist das höchste Mißtrauen auch in der Familie, die der Staat bekanntlich befonders holdſchüßend mit Umsturzparagraphen umgeben will, eine Gewissenspflicht. Es ist etwas besonders Herrliches um die Heiligkeit dieser Familie im Reiche der Gottesfurcht und rommen Sitte. " Künstlers Erdenwallen. Fortgezaubert hat sich selbst der 28 Jahre alte Taschenspieler Karl Schneider aus der Umgebung feiner jungen Frau, geborenen Elisabeth Geyen. Das aus OberSchlesien flammende Baar gab im Umherziehen von Ort zu Ort feine Bauberkunststücke zum besten, hatte Frankfurt a. D. berührt Aus dem Reiche Stephan's. Fürwahr, es war ein und war nach dem Städtchen Luckenwalde gekommen.- Am Montag Eine recht unklare Auffassung über die vorschriftsmäßige überaus drastischer Einblick in das Himmelreich der PostunterVormittag traf auf dem Anhalter Bahnhofe in Berlin eine dürftig und gesetzliche Arbeitszeit will der Fabrikant Ra e del haben. beamten, so schreibt unser Dresdener Bruderblatt, den eine und leicht gekleidete Frau ein, um in der Millionenstadt ihren Mann Es ist bei ihm Sitte, daß die Arbeiterinnen bis auf die legte maligen Landbriefträger Johann August Ehrig aus Oberrödern Geschworenengerichts- Verhandlung gewährte, die gegen den vorzu suchen. Sie hatte ermittelt, daß er in Jüterbock eine Fahrkarte Minute, wo die Feierabendglocke ertönt, gewissenhaft arbeiten geführt wurde. Daß die Lage der Landbriefträger eine äußerst gelöst hatte, ohne daß man ihr indeß die Richtung angeben müssen. Die Arbeit mag sich in einem Zustande befinden, wie fonnte, die der Bauberkünstler genommen hatte. Auf gutes Glück sie wolle, bis 5 Uhr 30 Minuten genau muß gearbeitet werden, aber möglich, an der Hand gerichtlicher Beweise einen so ent traurige ist, das ist schon hinlänglich bekannt. Selten ist es hin hatte sie die Strecke nach Berlin auf den Haltestellen ab- damit nichts vom Verdienste verloren gehen kann. Wie verhält feglichen Einblick in das elende Leben der deutschen Reichsgefragt, nirgends aber eine Spur des Gesuchten gefunden. Die es sich aber dann mit dem Aufräumen und dem Reinigen des beamten zu nehmen, als dies in dieser Verhandlung der verlassene Frau nahm nun an, daß sich ihr zauberischer Gatte Arbeitsraumes, sowie der Utensilien? Ganz einfach, nach gethaner Fall war. Wegen Verbrechens und Vergehens im Amte_und nach Berlin begeben habe, oder doch die Reichshauptstadt auf Arbeit beginnt dann erst die Hauptarbeit, welche für den ge- wegen Urkundenfälschung war der Landbriefträger angeklagt. werde und harrte seiner Ankunft auf dem Bahnhofe von wissenhaften Arbeitgeber Saedel gar keine Arbeit ist; fie Stunde zu Stunde vergebens. Wo die mittellose Frau schließlich bringt ihm wenigstens feinen Geldverlust; daß er sie aber sonst hrig ist Vater von 4 Kindern und seit 1893 fahrender" Landgeblieben ist, läßt sich nicht sagen. Sie hatte die Absicht, ihr bezahlen müßte, wenn er sich Reinemachefrauen dazu annehmen briefträger an der Postagentur Weißer Hirsch". A13 ferneres Schicksal heute( Dienstag) in die Hände der Polizei würde, das versteht er sehr gut auf Kosten seiner Arbeiterinnen solcher hatte er die Poftverbindungen und Bestellungen der Orte zu umgehen. Wiederholt wurde er schon durch Revisionen der Bühlau, Schönfeld, Weißig, Schullwitz, Eschdorf, Reizendorf und Ein größerer Einbruchsdiebstahl ist in der Nacht zum Polizei abgefaßt, daß des Sonnabends nach 5/2 Uhr feine Ar- Baschendorf zu besorgen. Dafür bezog er gulegt einen Jahresgehalt Dienstag von gewerbsmäßigen Einbrechern im Geschäftsladen beiterinnen die Fabrik, die den Schmutz der ganzen Woche ent- ihm hierzu die Postverwaltung ein unverzinsbares Darlehen 730 M. Sein Pferd mußte er sich selbst kaufen und hatte eines Uhrmachers in dem Hause Brunnenstraße 188 ausgeführt hielt, reinigen und die Tische scheuern mußten. Anstatt daß die ihm hierzu die Postverwaltung ein unverzinsbares Darlehen worden. Dabei find goldene Ringe, Armbänder, Ohrgehänge, schon nicht hoch besoldeten Wesen mal selbst ihrem Störper gewährt. Es wurde ihm aber dies in Raten von 10 M. von seinem Gehalte abgezogen. Für die Unterhaltung des Pferdes Uhrfetten und andere Kostbarkeiten im Gesammtwerth von eine Pflege zukommen lassen konnten, mußten sie nach 3000 M. erbeutet worden. wurden ihm monatlich 66 M. gewährt. Der Eröffnungsbeschluß gethaner Wochenarbeit noch gratis aufscheuern. Der Fabrikant Raedel mußte sich deshalb vor der 137. Ab- legt ihm jezt zur Last, daß er sich in 17 Fällen Unterschlagungen In einem Anfalle von Geistesstörung hat sich in ihrer theilung des Amtsgerichts I verantworten der ihm anvertrauten Gelder zu schulden fommen ließ. Er hatte Wohnung, Staligerstr. 66, die im 50. Lebensjahre stehende Ehe- daß er durch derartige Reinigungsarbeiten keinen Geldverdienst Unterschlagung zu vertuschen, machte er eine falsche Eintragung. es zunächst mit einem Betrage von 50 m. versucht. Um seine frau Hantschel am Montag erhängt. habe und somit seine Arbeiterinnen punkt 52 Uhr aufhören ließ. Bald mußte er aber den unterschlagenen Betrag wieder decken. Beugen gesucht! Die Straßenpassanten, welche am 50 M. Geldstrafe beantragte der Staatsanwalt wegen dieses Um dies zu ermöglichen, beging er eine andere Unter9. Januar, abends 6 Uhr, der Verhaftung eines Bettlers in der Gewerbevergehens, auch der Gerichtshof erkannte auf fchuldig. Fruchtstraße beigewohnt haben, werden gebeten, ihre Adressen Die Arbeiterinnen sind nicht eine Sekunde länger als bis immer ein neues Loch nach dem andern auf, um die alten schlagnng und eine falsche Eintragung. So machte er beim Tischler R. Wessel, Georgenkirchstr. 56, abzugeben. 5% Uhr zu beschäftigen; daß die Reinigung der Arbeitsräume wieder zu verstopfen, bis er 17 Unterschlagungen begangen hatte. Polizeibericht. Am 11. d. Mts. nachmittags wurde eine aur Beschäftigung gehöre, sei dem Angeklagten wahrscheinlich Außerdem soll er noch einen Brief, der ihm zur Uebermittelung nicht flar gewesen, weshalb nochmal auf eine Geldstrafe von nur Frau in ihrer Wohnung in der Staligerstraße erhängt vor: 15 M. event. 3 Tagen Haft erkannt wurde. gefunden. In der Königstraße wurde abends ein Mann durch einen Pferdebahnwagen überfahren und am Unterschenkel schwer Wie sehr unsere Gesellschaftsordnung es nöthig hat, verletzt. Im Laufe des Tages fanden 14 Brände statt. Bei sich durch Umsturzparagraphen vor jeder Kritik zu schüßen, das einem derselben, Ackerstr. 124, famen drei Kinder in Gefahr, die zeigen die namentlich im Winter immer wiederkehrenden Fälle, von Hausbewohnern gerettet wurden. in denen unglückliche Menschen zur Stillung ihres Hungers sich und erflärte, סט an einen anderen anvertraut war, geöffnet haben. Als Ehrig vom Vorsitzenden gefragt wird, ob er sich schuldig bekenne, ant wortete er wörtlich:" Daß ich den größten Theil der hier aufgeführten Thaten begangen habe, gestehe ich, ich bestreite aber ganz entschieden, daß ich deshalb ein Verbrecher bin. Ich bin verheirathet und habe 4 Kinder. In meiner Familie sah es immer sehr traurig " aus, zwei Kinder Tagen schwer frank danieder. Von meinem Vertrauensmann zur weiteren Veranlassung zu über-| zu legen. Die Gascogne" machte nun 9 Meilen in der geringen Gehalte mußte ich mir eine Menge Abzüge gefallen geben. Außerdem stimmte die Versammlung folgender Re- Stunde. Am 2. Februar brach die Kolbenstange zum zweiten lassen. Da wurden außer den 10 M. monatlich für das Pferde- solution zu: Die 2c. Versammlung beauftragt die Ver- Male und das Schiff mußte infolge dessen behufs Ausbesserung Darlehn noch Abzüge für den Töchterhort, Spar- und Vorschuß- treter der Organisation, in eine Berathung einzutreten, wie 41 Stunden still liegen. Während der folgenden Stürme wurde verein und lauter solche Einrichtungen gemacht, aus denen mir eine wirksamere Bekämpfung der im Gewerbe vorherrschenden die" Gascogne" 150 Meilen vom Kurse abgetrieben und furchtnicht der geringste Nuzen erwachsen ist. Der Zuschuß, welchen Mißitände angebahnt werden kann. Das Resultat ist der nächsten bar von den Wellen geworfen, so daß die Passagiere unruhig ich zur Unterhaltung des Pferdes erhielt, langte bei öffentlichen Versammlung vorzulegen." Damit schloß die vom wurden. Am 7. und 9. Fabruar erfolgten weitere Brüche der weitem nicht. Wohl sagte man mir, daß die Dresdner besten Geiste getragene Zusammenkunft. Kolbenstange. Am Montag trafen zwei Dampfer die„ Gascogne"; Pferdebahn für die Erhaltung eines Pierdes durchschnittlich auch nicht mehr brauchte; es ist dies aber doch hielt am 5. Februar ihre ordentliche Mitgliederversammlung ab, Die Freie Bereinigung der Graveure und Ziselenre lettere lehnte aber die angebotene Hilfe ab. Wie die Pariser Ausgabe des New- York Herald" berichtet, gar kein Vergleich. Die erste Unterschlagung beging ich, weil ich in der Genosse Körsten in einem beifällig aufgenommenen hat die Ankunft der„ Gascogne" in New- York besonders bei den Futter für mein Pferd brauchte. Es war dies nur ein Aft der Vortrage über die Gewerbegerichte sprach. In der Diskussion Angehörigen der dortigen franzöfifchen Stolonie außerordentliche Menschenliebe, der mich zu der Unterschlagung veranlaßte. Wenn werden mehrere Fragen vom Referenten zur Zufriedenheit der Freude hervorgerufen. Am Gebäude der„ Compagnie Tranz. ich alle die Unterschlagungen begangen habe, so habe ich recht Versammlung beantwortet. Zur Feststellung der vom Arbeits- atlantique" wurde die französische Flagge gehißt; sie wurde von gehandelt. Ich habe als Mensch die Verpflichtung, für die nachweis vermittelten Stellen werden die Kollegen verpflichtet, einer großen Menschenmenge mit dem Rufe Vive la Gascogne" Unterhaltung meiner Familie und des mir anvertrauten Viehes den Arbeitsvermittler durch eine Karte, die unentgeltlich verab: begrüßt. zu sorgen, und wenn mir die Reichspost nicht genug Gehalt giebt, so folgt wird, zu benachrichtigen, ob sie in Stellung getreten sind. Etivas zu viel bewiesen hat Herr Admiral Werner, muß ich mir eben auf andere Weife helfen." Es würde die Wirkung Der Arbeitsnachweis befindet sich beim Kollegen Wunderlich. der in einer Unterredung die Schuld des Zusammenstoßes der dieser trockenen Einwände sicherlich abschwächen, wollten wir Wallstr. 76, I, und haben sich im Januar 8 Gehilfen und Elbe" mit einem englischen Rohlenschiff ausschließlich der hieran noch eine Kritik knüpfen. Entſeßlicher kann das Glend 18 Prinzipale gemeldet. Nachdem noch zur regen Betheiligung Wannschaft des englischen Schiffs beimist. Sie habe offenbar der Beamten bei der mustergiltigen Reichspost wahrhaftig nicht des am 23. März stattfindenden Stiftungsfestes aufgefordert feinen richtigen Ausguck" gehalten und das deutsche Schiff nicht dargestellt werden. Die Geschworenen bejahten von den 19 worden, erfolgte der Schluß der Versammlung. gesehen. Der Herr Admiral vergißt, daß das nicht genügt, um Schuldfragen nur 5. Außerdem wurde die Frage nach dem den Zusammenstoß zu erklären. Denn das deutsche Schiff hätte Vorhandensein mildernder Umstände auch bejaht. Das Gericht bei richtigem Ausgud seinerseits das Falschsteuern des engerkannte auf 1 Jahr 3 Monate Gefängniß. Der Antrag des lischen Schiffes unbedingt früh genug bemerkt haben müssen, um noch Staatsanwalts, den Verurtheilten wegen Fluchtverdachtes sofort durch Signale und rechtzeitiges Ausweichen einen Zusammenstoß zu verhaften, wurde auf einen Gegenantrag des Vertheidigers, zu verhindern. Der Fehler kann also nicht auf einer Seite Herrn Rechtsanwalt Stöckel, abgelehnt. allein gelegen haben. Es fällt uns sicherlich nicht ein, auf Männer, die für eigenen oder anderer Irrthum das Leben zu lassen hatten, Steine zu werfen, aber es giebt nicht blos eine Gerechtigkeit gegen die Todten, sondern auch gegen die Lebenden. Und übrigens wird die amtliche Untersuchung ja die Wahrheit zu tage fördern. Ein Monstre Anarchistenprozeß bereitet sich in Halle vor. Nicht weniger als 21 Personen, theils gewesene, theils jetzige Mitglieder des hierorts bestehenden fommunistischen Klubs, sind unter der Beschuldigung gegen§ 129 St.-G.-B.( Theilnahme an einer Verbindung, zu deren Zwecken oder Beschäftigungen gehört, Maßregeln der Verwaltung oder die Vollziehung von Gesehen durch ungesetzliche Mittel zu verhindern oder zu entkräften) verstoßen zu haben, unter Anklage gestellt worden. Die Anflageschrift umfaßt 30 Seiten. Von den Angeklagten ist ein Theil schon nicht mehr in Halle anwesend. Versammlungen. = am Charlottenburg. In einer gut besuchten Versammlung der Maler und Anstreicher, die am 27. Januar tagte, sprach Fräulein Baader in einem recht betfällig aufgenommenen Vortrag über das Thema:" Die Wirkung der industriellen Frauen arbeit". Die Diskussion bewegte sich im Sinne des Referats und gelangte eine Resolution zur Annahme, in welcher den Anwesenden der Anschluß an die Organisation empfohlen wurde. Weißensee. Am 27. Januar tagte hier eine Versammlung der Bauarbeiter. Das Referat hatte Genosse Posfelt über nommen, der in eingehender Weise den Werth der Organisation darlegte. Nach einer kurzen Discussion erfolgte der Schluß der Versammlung, worauf die hiesige Bahlitelle des Verbandes der Bauarbeiter die anberaumte Versammlung abhielt. Nach dem Bericht der Ortsverwaltung wurde dem Kassirer Decharge er theilt, und sodann die Neuwahl der Ortsverwaltung vollzogen. Es wurde Kokot als erster Bevollmächtigter und Göldner als Kassirer gewählt. · " Im Kanal ist der Dampferverkehr äußerst erschwert. Der Ditender Dampfer Leopold ist am Montag erst mit mehrstündiger Verspätung in Dover eingetroffen. Geraubt wurde leber ein Attentat auf einen Geldbriefträger wird aus Leipzig vom Dienstag berichtet: Heute Vormittag gegen 10 Uhr wurde in einem Hause der Tresdenerstraße auf den Geldbriefträger Breitfeld von zwei Jndividuen ein Attentat aus geführt. Der Briefträger hatte in dem Hause einen Geldbrief zu Es entspann bestellen, der, wie vermuthet wird, fingirt war. sich zwischen den beiden und dem Briefträger ein harter Kampf, bei dem der Briefträger jedoch unverlegt blieb. nichts. Auf die beiden entkommenen unbekannten Thäter wird eifrig gefahndet; man vermuthet, daß der eine der Sohn der Logisnirthin ist, in deren Wohnung das Attentat vollführt wird in folgendem Telegramm aus Hamburg widerrufen: Die Meldung vom Tode des Ringkämpfers Karl Abs Die Zeitungsmeldung vom Tode des Ringkämpfers Abs ist unbegründet. Abs ist sehr schwer erfrankt. Der sächsische Finanzminister v. Thümmel wurde am Montag, wie aus Dresden berichtet wird, vom Schlage getroffen. Das heute ausgegebene Bulletin sagt, daß der Mininer die Nacht bewußtlos verbrachte; die Bewußtlosigkeit hält an und die Lähmung hat auch die linke Körperseite ergriffen. Das Eis in der Ostsee. Das Eisenbahn- Betriebsamt Warnemünde macht bekannt: Die Dampferfahrt nach Gjedser wird am 12. Februar in fahrplanmäßiger Tagesfahrt 1 Uhr 16 Min. Nachm. von Warnemünde durch den Eisbrecher ,, Rügen" Neu Weißensee. Am Sonnabend, den 2. Februar, tagte ausgeführt. Jede direkte Abfertigung zwischen Frederikshaven Tieftraurige Zustände waren es, die in der öffent lichen Filzfchubarbeiter Versammlung hier in Proy' Festsälen eine Volksversammlung mit der Tages- und Göteborg ist, wie das Eisenbahn- Betriebsamt Flensburg 4. Februar zur Sprache famen. Die ungeheure Arbeitslosigkeit ordnung: Die Umsturzvorlage. Das Referat hielt Genosse mittheilt, Eises halber aufgegeben. Eine Depesche aus in diefer Branche hat sich bis zur Unerträglichkeit gesteigert. 2 agner. Redner erntete für seinen Vortrag, der eine treffende Petersburg besagt: Aus Hangon wird gemeldet, daß die Die Aussicht, im Winter Beschäftigung zu finden, so wurde von Kritik der Vorlage enthielt, stürmischen Beifall. Es gelangte Schifffahrt durch Eis erschwert ist, die Schiffe versuchen die einem Redner ausgeführt, gleicht dem Zufall, das große Loos sodann folgende Resolution zur Annahme:" Die Versammlung freie See zu gewinnen. Bei Baltischport ist die Rhede und das zu gewinnen. Im allgemeinen stehen die Löhne so niedrig, daß erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten voll und ganz Fahrwasser frei, ein beladener Dampfer lief in See. Die Rhede fie während der Arbeitsperiode faum genügen zu einem elenden einverstanden und protestirt ganz energisch gegen die sogenannte von Reval ist nach wie vor mit Eis bedeckt; ein englischer Vegetiren, geschweige denn dazu, auch nur das geringste für die lange Umsturzvorlage, indem sie darin eine Knebelung des arbeitenden Dampfer versucht dasselbe unter Beihilfe von Arbeitern zu arbeitslose Winterszeit zu erübrigen. So fallen denn die Kollegen auf Voltes erblickt." Gegner meldeten fich nicht, trot mehrmaliger forciren. allerhand Mittel, sich vor dem direkten Verhungern zu retten. Aufforderung. Unter Punkt 3 der Tagesordnung kritisirte Genosse Das Warnemünder Postschiff ist nach einer Meldung aus Die einen verfertigen aus Sumpen und Abfällen eine Art Preiß das Verhalten der Lokalkommission von Weißensee. Die Kopenhagen am Montag Nachmittag planmäßig in Gjedfer Pantoffeln, die sie für wenige Pfennige an den Mann zu bringen Versammlung wählte an ſtelle des Genossen Wendt den Genossen eingetroffen. Die Ueberfahrt war sehr schwierig. Die Bahnen fuchen selbstredend bleibt ein derartiger Nothbehelf nicht ohne Jacobs in die Kommiffion. nach Kopenhagen verkehren planmäßig. Ueber den Storebelt Einfluß auf reguläre Fabrikwaare. Um ungefähr gleichen den Lillebelt findet die Verbindung durch DampfRigdorf. In der Zahlstelle des Verbandes der Möbel- und Schritt halten zu können mit diesen Angstprodukten", polirer hielt am 4. Februar Kollege Schulz einen interessanten Eisbrecher statt. reduzirt der Fabrikant die Löhne; doch damit nicht Vortrag. Nach einer kurzen Diskussion wird zur Besprechung Die regelmäßigen Post- Dampfschifffahrten auf den Linien genug, verlangt er andererseits noch dem Auge gefälligere, von Verbandsangelegenheiten übergegangen. Den Mitgliedern Kiel- Korför und Warnemünde- Gjedser sind eingetretener Eisgeschmackvollere Ausführung, ebenfalls auf Kosten der Arbeiter. wird bekannt gegeben, daß die legte Generalversammlung den hindernisse wegen eingestellt worden. Auf der Linie WarneSo die Ausführungen der Kollegen Lange und Willmer, Beschluß gefaßt hat, wöchentlich einen Extrabeitrag von 10 Big. münde- Gjedser wird eine täglich einmalige Verbindung durch den die damit endeten, daß diesem Zustande endlich ein Ende ge- zu erheben. Die Bibliothek ist des Montags von 9-11 Uhr vor Abfahrt aus Warnemünde 1 Uhr 16 Minuten nachmittags, nach Eisbrechdampfer Rügen" in folgender Weise aufrecht erhalten: macht werden muß. Opig bestätigt die Niedrigkeit der mittags geöffnet. Sie befindet sich Andreasstr. 26 bei Wilke. Löhne, die gewöhnlich zwischen 6, 7 und 10 M. variiren. Er Vom 1. April ab soll die Zahlstelle nach der Hermannstr. 138 Ankunft des Schnellzuges aus Berlin( in Warnemünde 1 Uhr selbst hatte während des ganzen Jahres 28 Wochen und verlegt werden. 1 Minute nachmittags) zum Anschluß an den Schnellzug nach zwei Tage Beschäftigung und bezog einen außerordentlichen Kopenhagen( aus Gjedfer 3 Uhr 42 Minuten nachmitttags); Wochenlohn von 22,50 M. Sein Jahresverdienst belief sich somit Der Arbeiterbildungsverein von Schöneberg hielt am Abfahrt aus Gjedfer bei Tagesanbruch anschließend an den auf 633,50 M., was einen Durchschnittslohn von 12 M. und 4. Februar seine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Vor Schnellzug aus Kopenhagen 7 Uhr 15 Minuten abends, zum Aneinigen Pfennigen ausmacht. Von der Firma Rösler in der Eintritt in die Tagesordnung ehrten die Anwesenden das An- schluß an den Zug nach Berlin, aus Warnemünde 10 Uhr 42 Mi. Aderstraße wird berichtet, daß sie für das Dugend Paar Leder: denken des verstorbenen Mitgliedes Kehr in der üblichen Weise. nuten vormittags. pantoffeln zu putzen und was dazu gehört, eine Arbeit, die acht, auch von einem Vortrag mußte Abstand genommen werden, da der neun Stunden beansprucht, 1,50 n. zahlen will, dafür weigerten sich Referent nicht erschienen war. Durch den Genossen Schubert selbst die Indifferenten zu arbeiten, es tam zur Arbeitsniederlegung. wurde eine Diskussion über den Ausbau der GewerkschaftsAehnliche Verhältnisse existiren bei Baader in der Ackerstraße, bewegung angeregt. Die Fortsetzung der Debatte mußte bis zur hier werden nicht Löhne gekürzt, sondern weibliche Kräfte stati nächsten Bersammlung vertagt werden. Zum Schluß vollzog der Männer eingestellt. Männer, die die Zwickarbeit an einem man die Wahl der Revisoren, mit welchem Amt die Mitglieder Dutzend Baar Pantoffeln bei größter Fertigteit in ca. 3 Stunden Sommer, Schubert und Jäckel betraut wurden. verrichten konnten, erhielten 70 Pf. pro Dyd. Heut zahlt man den Nixdorf. Hier fand am 6. Februar in den Viktoria- Sälen Mädchen 50 Pf. pro Dyd., doch haben diese 4 Stunden daran zu ar- eine öffentliche Bersammlung der Tabatarbeiter, Arbeiterinnen beiten. Allen Ausführungen der Redner durchtönte der Wunsch, durch und Interessenten statt, in der Reichstags- Abgeordneter Molten einen Generalstreit im kommenden Sommer endlich Wandel zu buhr die Tabat- Fabrikatsteuer einer eingehenden Kritik unterzog. schaffen. Zum Schlusse erklärte Willmer, daß für den Simon- Der Vortragende kam zu dem Schluß, daß die Vorlage in allen schen Streit so äußerst wenig Gelder einkommen, daß ver- Punkten unannehmbar sei, da ihre Verwirklichung die Vergangene Woche den Ausständigen nur 2,50 M. ausgezahlt werden nichtung tausender von selbständigen Existenzen, als auch Tonnte. Er fordert im Anschluß hieran zur Abrechnung mit die Brotlosmachung von vielen tausenden von Arbeitern den Listen auf, zu deren Empfangnahme er am Sonnabend und Arbeiterinnen zur Folge haben würde. Die Laſten für den von 8 bis 9 Uhr im Lokale von Buste, Grenadierstraße, an- Militarismus möge man denen aufhalsen, welche ein Interesse an dessen Bestehen und seiner Vergrößerung haben, vielleicht Recht gut besucht war die öffentliche Versamm würde dann sehr bald die Schwärmerei fürs Militär auch bei Tung der Buchbinder, welche am Montag in den Armin- ihnen nachlassen.( Lebhafter Beifall.) In der Diskussion nahm hallen tage. Bytomati, der Vertrauensmann dieser Branche, nur Genosse Hoppe das Wort. Eine Resolution, in der die erstattete seinen Rechenschaftsbericht. Die Organisation, so kon- Versammlung gegen eine weitere Erhöhung der Tabaksteuer ftatirte er, hat im letzten Jahre erheblichen Zuwachs erfahren. protestirte und dafür die Einführung einer progressiven EinGute Erfolge habe man besonders mit dem System der fommensteuer verlangte, fand einstimmige Annahme. Werkstattvertrauensleute erzielt. Es empfehle sich, dasselbe in jeder Weise auszubauen. Die Versammlung war Don dem Bericht befriedigt und wählte Bytomski wieder als Vertrauensmann und Scheffler als Stellvertreter. Als Vertrauensperson für die Arbeiterinnen fungirt Fräulein Die ,, Gaseogue" ist gerettet! Gine von der Nacht zum Wienecke, Nostizstraße 16. Zu einem Referat über die Dienstag aus New York batirte Depesche meldet: Die Misstände im Gewerbe nahm Sailer das Wort. Gascogne" ist wohlbehalten in Fire Island, in der Nähe von Unter dem Beifall der Versammelten geißelte der Redner die New York, eingetroffen; dieselbe signalifirt Steuerapparat in Gepflogenheiten diverser Fabrikanten, die in 1og. F alzerinnen- Unordnung". Das Schiff läuft wahrscheinlich erst morgen in schulen ein vortreffliches Mittel zur Erlangung spottbilliger den Hafen ein.- Die Ankunft verursachte freudigste Arbeitskräfte entdeckt haben. Den jungen, unerfahrenen Erregung. Midchen wird versichert, daß daß sie während einer vier- Auch eine Depesche aus Paris besagt, daß das bereits vers wöchentlichen Lehrzeit 3 Mart pro Woche Entschädigung loren geglaubte Auswandererschiff am Montag Nachmittag um ehalten, alsdann erfolge ihre dauernde Beschäftigung 5 Uhr 15 Minuten in Fire Island eingetroffen ist. zu einem Lohnjaz von 7-8 M. Dieses Versprechen wird jedoch Unmittelbar nach dem Einlaufen der Depesche, welche die arum fast nie eingelöst, weil die armen Wesen schon vor Beendi- Ankunft der Gascogne" in New- York meldete, ließ die" Comgung der Lehrzeit unter nichtigen Vorwänden entlassen werden pagnie Transatlantique" die Nachricht in ihren Bureaus an. um anderen willigen Ausbeutungsobjekten Platz zu machen! Bei schlagen. Ueber die Gründe der Verspätung der„ Gascogne" der Firma Feilchenfeld u. Ko., erwähnte der Referent, besteht eine fonnte indeffen teine sichere Auskunft gegeben werden. Man glaubt, solche Schule. Geübte Falzerinnen sollen dort mit 6 M. daß die Gascogne" durch Bruch der Welle und durch den Wochenlohn eingestellt sein. Die Arbeitsräume( in der Sturm, der sie außerhalb des Kurses der Packetdampfer trieb, Kommandantenstraße) wurden der wohlwollenden Beachtung fo lange aufgehalten wurde. An Bord ist alles wohlauf. Die der Sanitätspolizei dringend empfohlen. Die meisten Nachricht rief in Paris eine lebhafte freudige Bewegung hervor; Klagen richteten sich gegen einen Herrn Hamann, Beuth- hatten doch seit acht Tagen zahlreiche, um das Schicksal ihrer straße. Neben der Schule", die dort in schönster Blüthe steht, Verwandten oder Freunde besorgte Personen die Bureaus der haben die Arbeiterinnen noch eine grobe Behandlung zu Kompagnie immer von neuem bestürmt. Der Präsident Faure, ertragen. Die Löhne männlicher Arbeiter sind gleichfalls sehr der gerade einer Vorstellung im Théatre Français beiwohnte, niedrig; dabei ist es, wie durch mehrere Redner festgestellt wurde, war einer der Ersten, welcher die Nachricht erhielt. Weiter eingetroffene Meldungen über die Ueberfahrt des unmöglich, den fargen Lohn anders als in Ratenzahlungen zu erlangen. Von Probst, Dessauerstraße, einem der größten Be Schiffes besagen folgendes: triebe, wurde berichtet, daß Wochenlöhne für männliche Arbeiter Die„ Gascogne" ist ohne Unterstützung an der Barre von von 15-17 M. und Ueberstunden an der Tagesordnung sind. New York angekommen und hat um 11 Uhr 21 Minuten In höchft feuergefährlicher Weise arbeitet man, wie der Redner abends Anker geworfen. Eine der hauptsächlichsten Kolbenweiter bekannt gab, bei der Firma Bartels, Blumenstraße; dort stangen war 3 Tage nach dem Abgange des Schiffes gebrochen. hat man einfach, um den Mann besser ausnüßen zu können, die Die Gascogne" hatte tagelang mit Sturm zu kämpfen, gerieth Die Liste der vom jedoch niemals in ernstliche Gefabr. vorschriftsmäßige Noththür vernagelt. Am 29. Januar, als die Gascogne" Havre seit 3 Tagen Kommen Sie in unsere Sprechstunde. O. S. 5. Das könnte Referenten angeführten Mißstände wurde in der Debatte um weitere Fälle vermehrt. Die Anwesenden waren sich einig verlassen hatte, stand plöglich die Maschine still; die Passagiere nur durch den Vater geschehen. W. S. 10. Ja, aber die F. H. darin, daß gegen die schlimmen Auswüchse der kapitalistischen wurden benachrichtigt, daß ein Zylinderkolben gebrochen sei. Roften sind höher, wenn erst der Termin stattfindet. Ausbeutung zu gelegener Zeit ganz energisch vorgegangen Während die gesammte Maschinen- Mannschaft die Ausbefferung 100. Ratholisch.- O. 78. Amtsgericht.- F. K. 3. Die Frist werden müsse. Man beschloß, alle zur Kenntniß der begann, trieb die Gascogne" auf der See. Nach achtzehn ist verstrichen. Sie hätten innerhalb einer Woche Berufung einArbeiterinnen fommenden Mißstände dem stündiger Arbeit war es gelungen, ein Messingband um den Bruch legen müssen. wesend ist. Arbeiter und " Vermischtes. " D wurde. Ein edler Dulder ist der Sultan Abdul Hamid. Er hat fich fürzlich von Zöglingen der deutschen Bürgerschule in Konstantinopel den Sang an Aegir vortragen lassen und obendrein noch Lehrer und Schüler mit Näschereien beschenkt. Chemische Majestätsbeleidigung. Aus der Türkei theilt man der Köln. Stg." folgendes Zensurstücklein mit: Ein chemisches Buch wurde verboten, weil der gelehrte Zensor scharf. finnig genug war, herauszufinden, daß die Bezeichnung für Wasser H2O den Sinn habe: Hamid II. ist gleich Null. Unsere Gesezesausleger werden nach Annahme der Umsturzparagraphen nicht verfehlen, sich dieses Beispiel ad notam zu nehmen. Wie der ,, New- York Herald" meldet, hatte die in News Vort eingetroffene Umbria" gleich der Teutonia" eine sehr schlimme Fahrt. Die Umbria" nahm den Kapitän und die Mannschaft der Barke"" Jean Baptiste" aus Havre auf. Der Dampier Patria", welcher bei Sandyhook aufgefahren war, ist wieder flott gemacht worden und nach Hamburg abgegangen. " Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine 8a) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Töpfer. Bei Ihrem Eingesandt haben Sie und wir eine Anklage wegen Verrufserklärung zu gewärtigen. Wir haben des halb von der Veröffentlichung abgesehen. Karl E. In der„ Neuen Zeit". ein A. Sch. 132. Bebel's" Frau" ist zuerst 1879 erschienen. S. 27. Subjekt ist lateinisch und bedeutet das Untergelegte, das, von dem etwas ausgesagt wird( in der Grammatit); auch Mensch( im verächtlichen Sinne). 2. P. 99. Uns unbekannt. Adressen weiblicher Aerzte finden Sie im Adreßbuch. C. N. in R. Was steht darüber in den Statuten? Steglit 50. Dagegen läßt sich nichts thun.- W. S. S. 24. zu 1: Wenden Sie sich an das Polizeipräsidium. Zu 2: Die Eheschließungserklärung muß persönlich vor dem Standes. Cöpenick 30. beamten abgegeben werden. Bu 3: Nein. Bu 1: 1 Monat nach Zustellung des Urtheils. Zu 2: Die Frage ist nicht verständlich. Zu 3: Jit etwas über die Gebühren vereinbart? A. M. Ja. Klagesache, B. W., B. S., Golzstraße. Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 37. Arbeiter- Sanitätskommission. " Die Aera der Sozialreform" verspricht den wirthschaftlich schwachen Gliedern der Gesellschaft die besondere Fürsorge des Staates, und sie ist stolz auf ihre. Worte. Wer von den Worten auf Thaten schließen wollte, müßte folgern, daß die Organe diefer Gesellschaft wetteifern würden in dem Bestreben, den Schwächsten dieser Schwachen, den Arbeits- und ObdachIosen, in erster Reihe zu helfen, ihre elende Lage so erträglich zu machen als möglich. Was aber geschieht zur Linderung ihrer Noth? Die ArbeitsTofigkeit wird oft zur Arbeitsfaulheit gestempelt, der Obdachlose ins Arbeitshaus, ins Gefängniß geworfen, gegenüber der schreienden Noth foll die Gewalt zur Anwendung gebracht werden! Die Knebelung des Wortes und der Schrift wird gefordert, um den Schrei der Armuth zu ersticken. Verbieten will man, die Dinge zu zeichnen, wie sie sind. Statt der Stimme des Proletariats zu lauschen und seinen Forderungen zu folgen, will man die Ruhe des Friedhofs erzwingen, um in der eigenen Genußfreudigkeit nicht durch unliebsame Klagen der Entbehrenden und Entrechteten gestört zu werden. Ein kläglicheres Armuthszeugniß als die Bekämpfung des Umiturzes" durch Knebelgesetze, hat sich diese Sozialreform" in der That nicht ausstellen können. " Wird die Vorlage Gefeß, so muß Noth und Elend der Arbeiterklasse, Arbeits- und Obdachlosigkeit weiter zunehmen. In der heutigen Veröffentlichung wollen wir den Arbeitern ein Bild davon geben, was ihrer harrt, wie die Einrichtungen| beschaffen sind, welche die kapitalistische Gesellschaft für sie übrig hat, nachdem sie sie arbeits- und obdachlos gemacht hat. Mittwoch, den 13. Februar 1895. 12. Jahrg. Abends bis 8 Uhr zur Vertheilung, wonach sich dann jeder hin-( muß man über den Arm nehmen und geht dann über den Hof Legen kann. In merkwürdigem Widerspruch zu dem allereinfachsten sozials politischen Verständniß steht die Thatsache, daß im Winter bei minimaler Arbeitsgelegenheit durch die Einschränkung der polizeilichen Feststellungen die Leute schon um 51/2 Uhr auf die Straße gesetzt werden, im Sommer dagegen in der für die Arbeiter günstigen Jahreszeit bis 8 Uhr aufgehalten werden. Jeden Morgen, außer Sonntags, werden diejenigen Pers fonen, welche nach erfolgter Verwarnung öfter als fünf Nächte dort Unterkunft gesucht haben, bis gegen 9 Uhr eingesperrt gehalten, um alsdann mittels grünen Wagens nach dem Alexander play gebracht und der Polizei vorgeführt zu werden. die Treppe hinauf zu der für jeden bestimmten Station. Auf dem Korridor müssen mit Ausnahme eines Rodes, einer Weste, einer Hose und des Huts resp. Müze sämmtliche Sachen abgegeben werden, um alsdann in einem mit dem Namen des betreffen den versehenen Beutel aufbewahrt zu werden. Darauf kommt ein jeder in die Belle, in der er seine 2-3wöchent liche Untersuchungshaft zu verbringen hat. Er erhält da ein leinenes Hemd, ein Taschentuch, ein Halstuch, ein Paar baumwollene Strümpfe und ein Paar Lederpantoffeln. Die Wäsche wird jeden Donnerstag erneuert. Wer an einem andern Tage eingeliefert wird, muß die Wäsche an. ziehen, welche sein Vordermann bereits auf dem Leibe gehabt hat, und da gewöhnlich Montags, Mittwochs und Sonnabends Abgang stattfindet, so haben fast alle neuhinzugekommenen die Wäsche ihrer Vorgänger anzuziehen. Das Untersuchungsgefängniß auf dem Molten markt. In das Untersuchungsgefängniß auf dem Moltenmarkt werden zunächst alle diejenigen Personen eingeliefert, welche von uniformirten oder geheimen Polizeibeamten beim Betteln abgefaßt werden und, weil obdachlos, fluchtverdächtig erscheinen. Eine Belle ist 4,80 Meter lang, 3,10 Meter breit und 2,60 Meter Ferner find es diejenigen Personen, welche länger als fünf hoch und enthält Tag und Nacht im Sommer gewöhnlich 5, Nächte in dem Asyl für Obdachlose nächtigen wollten, obgleich im Winter bis zu 8 Personen. In jeder Belle befinden sich vier fie nach der ersten Nacht ein gedrucktes Formular zur Unter- eiferne Bettstellen zu je zweien übereinander. Die überschießenden schrift vorgelegt erhalten haben, dessen Inbalt eine glänzende Personen liegen des Nachts auf der Erde auf Strohsäcken, die Kennzeichnung polizeilich- bureaukratischer Einsicht in die beam Tage in den Betten aufbewahrt werden. Für jeden Instehenden Wirthschaftsverhältnisse ist und in furzem folgendes haftirten sind ein Strockfack, ein Stroh- Kopftissen und eine mit besagt: Leinen überzogene Wollendecke vorhanden. Sie werden hiermit aufgefordert, sich binnen 5 Tagen Arbeit, ein anderes Unterkommen cder die Mittel dazu zu verschaffen, widrigenfalls Sie nach§ 361, Abs. 8 wegen Arbeitsfcheu, Landstreicherei und Vegabondiren mit 6 Wochen Haft oder mit Ueberweisung an die Landes Polizeibehörde( Arbeits- Brot. Um 1/28 Uhr geht es auf den Hof zum 20 Minuten währenden haus), welche wenigstens 6 Monate beträgt, bestraft werden. Ganz nebenbei will uns bedünken, daß die Aufforderung an die Arbeits- und Obdachlosen, sich in einer gegebenen Frist die Mittel zu einem Unterkommen zu verschaffen, in deren Köpfen eine bedenkliche Begriffsverwirrung über die bestehenden Eigenthumsverhältnisse hervorrufen fann, was wir der besonderen Würdigung derjenigen empfehlen, die so aufdringlich in letter Beit in der Heiligkeit des Privateigenthums das Balladium des sozialen Friedens verkünden. Daß doch die Hüter unserer Gesellschaftsordnung so oft genöthigt sind, zur Vertheidigung des Bestehenden sich in derartige Widersprüche zu verwickeln! Schließlich werden auch diejenigen in das Untersuchungsgefängniß gesteckt, welche groben Unfug verübt haben sollen und welche feine Wohnung besißen. Diese Untersuchungshaft dauert oft 2-3 Wochen. Abends 61/ 2Uhr muß jeder schlafen gehen und desMorgens 51/ 2lhr aufstehen. Im Winter steht man eine Stunde später auf und geht eine Stunde früher schlafen. Eine Stunde nach dem Aufstehen giebt es Frühstück, bestehend aus 1/2 Liter Wassersuppe und einem Stück Rundgang, genannt Bärentanz". Sämmtliche Personen einer Station, die aus 12 Bellen besteht, marschiren zu je ziveien nebeneinander im Kreise herum, jedoch ohne sprechen zu dürfen. Der Aufseher steht in der Mitte, um die Durchführung des Eprechverbots genau tontrolliren zu können. Sonnabends und Sonntags ist keine Zeit, frische Luft zu schöpfen. Sonnabend wird die Zelle mitsammt ihrem Inhalt von den Insassen ges reinigt. Der Fußboden, Tische und Schemmel werden gescheuert, die Betten auseinandergenommen und abgewaschen, die Fenster gereinigt. Des Sonntags zwischen 9 und 10 Uhr geht es per Schub in die Kirche, woselbst gesungen und gebetet wird. Um 10 Uhr giedt es ein Stück Brot, 11 Uhr giebt es als Mittagsmahl einen Liter Suppe verschiedener Art; um 4 Uhr giebt es wieder ein Stück Brot und um 5 Uhr giebt es Abend brot, bestehend in 1/2 Liter Wassersuppe. Jede Person erhält einen blau emaillirten Eßndpf und einen Löffel aus Blei, die man sich nach dem Essen in einem während der Gßzeit in die Belle gestellten Wassereimer zu reinigen hat. Ein steinerner Wasserkrug und ein verrosteter Becher aus Weißblech ist zum Trinken vorhanden. Doch wird das Wasser im Krug felten erneuert, sondern fast immer nur vollgefüllt, wenn etwas davon getrunken ist. Einem 14 Tage inhaftirt gewesenen Untersuchungs gefangenen ist es daher nicht möglich gewesen, auch nur einmal davon zu trinken, da es trot großen Durstes nicht herunterzubringen war. Das Städtische Asyl für Obdachlose in der Fröbelstraße. Bon nachmittags 4 Uhr an wird den einlassuchenden Obdachlosen der Eintritt gestattet. Die auf dem Hof sich ansammelnden Menschen werden schubweise in einen Borraum eingelassen, in dem durch die im Asyl eigens ftationirte Polizeiwache ihr Nationale aufgenommen wird. Alsdann werden dieselben der für sie bestimmten Baracke zugeführt. Die vor 7 Uhr Erschienenen müssen baden, die später kommenden brauchen nur zu baden, wenn sie wollen. Alle Badenden kommen nach Baracke Nr. 1, von der aus eine Treppe zum Bodenraum führt. In der Baracke müssen sich alle entfleiden. Die Kleidungsstücke, außer Stiefeln und Kopfbedeckung, werden in einen Beutel gesteckt und in demselben inzwischen desinfizirt Von der mit Asphaltboden versehenen Baracke müssen die Obdachlofen alsdann nackt die Treppe zum Baderaum hinaufgehen, der Wie oben erwähnt, werden die in Polizeigewahrsam über gleichfalls asphaltirt ist, und in dem sich Wannen und Brausen, führten Leute erst nach dem Polizeipräsid.um am Alexanderplat mit Bretterwänden abgeschlagen befinden. Die Benutzung der in einen Raum von 14,20 Meter Länge und 5,60 Breite gebracht, Brausen ist umsonst, ein Wannenbad kostet 10 Pf. Nach einem welcher neben dem Pferdestall gelegen ist. In ihm befinden sich Aufenthalt von ca. 20 Minuten, müssen alle aus dem Verschlag gegen 14 Holzbänke von 4 Meter Länge und 20 Zentimeter heraus in einen breiten Gang treten, in welchem die Breite, die zum Sigen und Schlafen benutzt werden müssen. Oft nackten Obdachlosen mitunter 10-20 Minuten werden in diesen Raum gegen 100 Personen bis zu 30 Stunden aufihre Kleidungsstücke warten müssen. Sobald eingesperrt. Dieselben erhalten keine Nahrung, mit Ausnahme die mit Nummern versehenen Beutel mit den Kleidungsstücken derjenigen, welche sich morgens 7 Uhr daselbst befinden, zu aus dem Desinfektionsraum im Baderaum angelangt, werden welcher Zeit für jeden 12 Liter warmer Kaffee(?) und ein Stück dieselben einzeln aufgerufen und ein jeder kann nach Erhalten Brot zur Vertheilung gelangt. Nachmittags 3 Uhr findet mittels feines Beutels nach der Baracke zurückkehren, um sich dort anzu- des grünen Wagens die Beförderung nach dem Moltenmarkt statt. fleiden. Dieser grüne Wagen hat einen Flächenraum von etwa Jede Baracke hat eine Länge von 23, eine Breite von 51/2 und 5 Quadratmetern und nimmt bis zu 26 Personen in sich auf. eine Höhe von 4 Meter. In diesen Räumen stehen 70 Pritschen. Tie auf dem Moltenmarkt angekommenen Personen werden An jeder Wand entlang stehen 30, in der Mitte neben einander von dem Lazarethausseher besichtigt, im besonderen wird die Brust Das Polizei- Arrestgefängniß in der Perles 10 davon. Jede Barade hat 2 Gingänge; an jedem Eingang auf Kräße hin untersucht. bergeritr. 10. In dem Polizei- Arrestgefängniß befinden sich befindet sich eine Waschvorrichtung mit 3 Becken. Handtücher Alsdann kommt man in das Vorzimmer des Baderaums, zunächst diejenigen Personen, welche wegen Bettelei bestraft giebt es nicht. Klosets und Pissoirs befinden sich außerhalb der in dem man sich auszutleiden hat. Hierauf müssen sind, feine Wohnung haben und nicht in UntersuchungsBaracke. Die Pritschen bestehen aus zusammen genagelten immer 2 Personen zusammen in einer steinernen bait tommen. Ferner die aus dem städtischen Asyl für Obdach. Brettern, in einer Länge von 1,90 und einer Breite von Badewanne zu gleicher Beit baden und das loſe überwiesenen Personen, welche, nach Feststellung ihrer Vor0,70 Meter. Im Sommer schläft auf jeder Pritsche eine Person, Wasser wird erst dann erneuert, wenn sich 4 bis strafen, ohne Untersuchungshaft von dem Einzelrichter im Polizeiim Winter müssen auf 2 Pritschen 3 Personen schlafen, so daß 6 Personen in demselben gebadet haben. Kommt präsidium zu Haft verurtheilt sind. Tie Haft auf dieser Station auf jede Baracke 100 Infassen kommen. Ein jeder erhält zum man aus dem Wasser heraus, so erhält man ein dauert bis zu sechs Wochen. Auch diejenigen, die der LandesZudecken 1-2 Decken. Dieselben waren ursprünglich aus Handtuch, mit dem man jedoch nur Gesicht und polizeibehörde für das Arbeitshaus überwiesen werden, müssen grauem Drillich, fehen aber mehr schwarz als grau aus. Brust trocknen darf, der brige Körper muß zuvor die ihnen zudiftirte Haftstrafe in der Perlebergerstraße Von Ungeziefer sind außer Ratten und Mäuse auch Wanzen und von selbst trocknen. Während des Bades werden absitzen. Läuse vertreten. die Kleider desinfizirt und man muß oft im Vorraum 10 bis 15 Minuten nackt auf dieselben warten. Von den alsdann erhaltenen Kleidungsstücken darf man nur eine Hofe, einen Rock und die Stiefel ohne Strümpfe anziehen, die übrigen Sachen Des Morgens um 5 Uhr muß jeder aufgestanden sein, denn es giebt dann für jeden ca. 3/4 Liter Roggenschrotsuppe und ein Stück Brot aus grobem Mehl. Dieselbe Mahlzeit kommt des Bibel und Umsturzvorlage. " „ Es stehen furchtbar gefährliche Dinge in jenem Buch e"- gemeint ist die Bibel, und besonders das neue Testament, sagt Friedrich Paulsen, der berühmte Berliner Philosoph, in dem trefflichen Artikel über die Umsturzvorlage, den er in der Zukunft" veröffentlicht und aus dem wir in der Sonntagsnummer vom 10. Februar einen Auszug gebracht. Einige davon führt er auch an, so die Parabel vom armen Lazarus, so das Verhalten Jesus' gegenüber der Chebrecherin. Es verlohnt sich aber auch, den anderen gefährlichen Dingen" in diesem Buche nachzugehen. Bei dem gänzlichen Wiangel an wirklichem Material, über das die amtlichen Vertreter dieses Gesetzes, trotz aller Arbeit im Echweiße ihres Angefichts, noch immer zu klagen haben, thun wir sicher ein chriftliches Wert, wenn wir hier einige davon zusammen stellen. Wir zweifeln nicht daran, daß die Herren davon Gebrauch machen werden. Wir gruppiren sie nach den Kategorien der Umfturzvorlage in gefährliche Dinge" in bezug auf die Monarchie, die Ehe und Familie, das Eigenthum. Was meinen die Herren also zu den folgenden Angriffen" auf die Institution der Monarchie: Wehe dir Land, des König ein Kind ist." ( Prediger Salom. 10, 16.) Niemand verlasse sich auf Fürsten." ( Micha 7, 5.) " Es ist gut auf den Herrn vertrauen, und sich nicht verlassen auf Fürsten."( Psalm 118, 9.) " Verlasset Euch nicht auf Fürsten, sie sind Menschen, die können ja nicht helfen."( Psalm 146, 3.). oder aus dem neuen Testament: Biele, die da sind die Ersten, werden die Legten, und die Lehten werden die Ersten sein." ( Ev. Matth. 19, 30, und ähnlich so: Ev. Matth. 20, 16; Ev. Marci 10, 31; Ev. Lucae 13, 30.) " Was hoch ist unter den Menschen, das ist ein Greuel vor Gott."( Ev. Lucae 16, 81.) Die Könige der Erde treten zusammen, und die Fürsten verfammeln sich zu Hause wider den Herrn und wider seinen Christ."( Apoñelgesch. 4, 26.) " Was meinen sie zu den folgenden Angriffen" auf Ehe und Familie: " Welcher verheirathet, der thut wohl; welcher aber nicht verheirathet, der thut besser."( 1. Corinth. 7, 38.) " Ich bin gekommen, den Menschen zu erregen wider seinen Vater, und die Tochter wider ihre Mutter, und die Schnur wider, ihre Schwieger."( Ev. Matthäi 10, 35.) So jemand zu mir tommt, und hasset nicht seinen Bater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwester, auch dazu sein eigenes Leben, der kann nicht mein Jünger sein."( Ev. Lucae 14, 26.) Was meinen sie zu den folgenden, Angriffen" das Eigenthum: auf So jemand nicht will arbeiten, der soll auch nicht effen." " 1 " Ihr sollt Euch nicht Schätze sammeln auf Erden, da sie die Motten und der oft fressen."( Ev. Matthäi 6, 19.) " Niemand kann zween Herren dienen. Entweder er wird einen hassen und den anderen lieben, oder wird einem anhangen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon."( Ev. Matth. 6, 24, und fast genau so: Ev. Lucae 16, 13.) " Wer da bat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe; mer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, das er bat."( Ev. Matth. 13, 12 und ähnlich noch viermal: Matth. 25, 29. Ev. Lucae 8, 18 und 19, 26. Ev. Marci 4, 25.) In einer Ecke der Zelle befindet sich hinter einem Bretterschirm ein mit Deckel versehener Blecheimer zur Aufnahme der Exkremente. Da derselbe nur morgens gegen 7 Uhr und nachmittags 3 Uhr geleert wird, so entwickelt sich mitunter in der Belle ein unerträglicher Geruch. Die Zellen befinden sich im Hintergebäude auf der 1., 2. und 3. Treppe. Eine Zelle ist 4,70 m lang, 5,80 m breit und 3 m hoch. In diesen Zellen schlafen bis zu 10 Personen auf einem Strohfack, Strohtopfkissen und mit einer wollenen Decke theils in eisernen Freie Volksbühne. Von den Komödien Molière's, mit dem das klassische Lustspiel der Franzosen beginnt und endigt, haben sich zwei, Der Geizige" und" Tartüffe", auch in Deutschland bis heute behauptet.„ Der Geizige" ist jetzt in der deutschen Bearbeitung von Franz Dingelstedt vom Lessing= Theater" einstudirt und am Sonntag zum ersten Male gegeben worden. Gleichzeitig ist das Stück in den Spielplan der Freien Voltsbühne" aufgenommen und schon am Sonntag Nachmittag für die erste Abtheilung aufgeführt worden. Wenn gleich der sehr lebhafte Beifall, den es hier gefunden hat, in erster Linie der vollendeten Wiedergabe der Titelrolle durch Ferdinand Suste galt, so zweifle ich doch nicht, daß auch der Werth der Dichtung erkannt und gewürdigt worden ist. Die Wirkung dieses Charakter- Lustspiels ruht ganz in der einen Figur des Geizhalfcs Harpagon. Die Handlung und alle übrigen Figuren dienen nur dem Zweck, den Charakter Harpagon's zu voller und allseitiger Entfaltung zu bringen. Nur unter diesem Gesichtspunkte wird es möglich, sich über gewisse Gigenschaften des Stückes hinwegzusetzen, die uns heute als Mängel erscheinen: das ist neben dem beinahe gänzlichen Verzicht auf eine Kritik gesellschaftlicher Zustände eine gewisse Dürftigkeit der Erfindung und eine Führung der Intrigue, die geradezu naiv Der Geizige" unterscheidet sich hierin von den meisten Wohlan nun, ihr Reichen, weinet und heulet über euer anmuthet. Clend, das über euch kommen wird."( Ep. Jakobi 5er and 1.) Siehe, der Arbeiter 2ohn, die euer eingeerntet haben, und von euch abgebrochen ist, das schreiet."( Ep. Jakobi 5, 4.) " " Wer dem Arbeiter seinen Lohn nicht giebt, der ist ein Bluthund."( Jes. Sirach.) Es ist leichter, daß ein Kameel durch ein Nadelöhr gehe, denn daß ein Reicher ins Reich Gottes tomme."( 3 Mal wörtlich so: Evang. Marci 10, 25. Ev. Matthäi 19, 24. Ev. Lucae 18, 2.) Daß diese Gestalt im Grunde mehr tragisch als komisch ist, anderen, in der Freien Volksbühne" bisher aufgeführten Stücken. Diese Eigenschaften oder, wenn man will, Mängel erklären sich zum theil aus dem literarischen Charakter und den politischen Verhältnissen der Zeit und Umgebung, in welcher Molière feine Komödien schrieb. Ob sie bei der Aufführung gestört und den Erfolg abgeschwächt haben, wage ich nicht zu entscheiden. Ich dente aber, daß die Wahrheit der Charakterzeichnung, welche in der psychologisch interessanten Gestalt des Harpagon hervortritt, für jeden etwa empfundenen Mangel vollauf entschädigt hat. Und was sagen die Herren zu der Parabel vom tam in der Taistellung durch Ferdinand Suske sehr ungerechten Verwalter", der gelobt wird, weil deutlich zum Ausdruck, am, deutlichsten am Schluß des 4. Aftes, er auf Kosten seines Herren sich Freunde unter wo der alte Geizhale, nachdem ihm sein Schahz gestohlen worden den Armen gemacht hat, damit diese ihn ins Himmelreich ist, faffungslos zusammenbricht. Das wirkte nicht mehr lächerlich, einführen.( Ev. Lucae 16, 1 ff.)? Oder zu dem Verhalten sondern erweckte Mitleid. In diesem Sinne, der allein der Jesus' gegenüber den Wechslern im Tempel, denen er das richtige ist, führte Herr Suste seine Rolle von Anfang bis zu Geld verschüttete und die Tische um stieß"! Ende durch. Selbst in denjenigen Szenen, in welchem das Er( Ev. Johannis 2, 14 und 15 und Ev. Matthäi 21, 12 beiternde an dem Ge ahren des Geizhalfes mehr in den Vorders und 13.) 1. A. w. g. Vielleicht verwerthen sie auch den grund trat, war in aller Komik noch der tragische Grundzug zu erkennen. schönen Spruch:" Meinet ihr, daß ich gekommen Die Darsteller der Nebenfiguren litten unter dem Umstande, jei, Frieden zu bringen auf Erden? Ich daß diese weiter nichts als ben Hintergrund bilden, von dem sich sage: Nein, sondern 3wietracht."( Evang. Der Charakter Harpagon's abbebt. Sie traten daher ganz von Lucae 12, 51 und ähnlich Ev. Matthäi 10, 34.) felbst zurück. Ju ihrer Gesammtheit bildeten sie jedoch einen Bettstellen, theils auf der Erde. Aufgestanden wird des Morgens er einzustürzen droht und die im Bierkeller befindlichen Personen Ablieferung der eingegangenen Beträge. Beweist, daß die gegen 6/2 Uhr, schlafen gegangen des Abends gegen 7 Uhr. Beleuch gefährdet. Auf unsere Veröffentlichung hin, wurde die Reparatur Solidarität der Arbeiter kein leerer Wahn ist, sondern daß Ihr tung und Heizung giebt es in den Zellen nicht. Seit neuerer Zeit der Treppe von der Bau- Suspektion angeordnet, da sich aber ernstlich gewillt seid, für die Streifenden einzutreten. Im Aufgiebt es getrennte Arbeitszellen, früher wurde in den Schlaf- niemand darum kümmerte, ist bis heute noch nichts geschehen. trage der Lohnkommission der Musikinstrumenten- Arbeiter: A. zellen gearbeitet Begeffen wird auch in den Arbeitszellen, die Außerdem befindet sich in dem Keller ein damals dem Bau- Kleinlein, Naunynstr. 78. auch ein wenig geheizt werden. Des Morgens gegen 7 Uhr Inspektor nicht gezeigter Raum, an dessen Decke sich ein freigiebt es 1/2 Liter Waffersuppe und ein Stück Brot, zu Mittag gelegter Balken befindet, von dem aller Schmutz in das Bier legen wird hiermit über die Werkstatt von Hugo Noithner u. Co. Achtung, Drechsler! Wegen Maßregelung mehrerer Kolum 11 Uhr giebt es ungefähr 1 Liter Gemüsesuppe, des Abends fällt, welches dort abgezogen wird. gegen 6 Uhr wiederum 1/2 Liter Wassersuppe. Diejenigen, Noftis ftr. 44, of 4 Treppen lints. Die Wohnung ist so( Spielwaarenfabrik zu Schweidniß) die Sperre verhängt. welche weniger als eine Woche Haft haben, naß und unbewohnbar, daß der Miether gegen den Willen des Der Zuzug von Drechslern ist streng fernzuhalten. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruckt gebeten. betommen ben ganzen Tag nur ein Stüd Brot, Wirthes auszuziehen genöthigt war. diejenigen, welche mehr abzufigen haben, Swinemünderstr. 49a. Gemüseladen mit Wohnung; An die Barbier und Friseurgehilfen! Vor einem jedoch dreimal am Tage je ein Stüď. die Wände sind naß und mit Schimmel bedeckt, die Waaren, Jahr beschloß eine Versammlung unserer Berufsgenossen, die In jede Belle wird dreimal täglich ein Blechgefäß sowie Möbel und Kleidungsstücke sind sehr beschädigt. Die Forderungen an die Arbeitgeber bis zum Frühjahr dieses Jahres mit Deckel hine ingestellt, welches als Piffoir dient. Weiter- Kinder sind bereits erkrankt, und Mann und Frau flagen über zu vertagen. Die Agitationskommission ist während dieser Zeit gehenden Wünschen darf nur des Morgens gegen 8 Uhr und Reißen. unermüdlich thätig gewesen, um Aufklärung unter den Kollegen zu des Nachmittags gegen Uhr bei Gelegenheit des bewußten Eisenbahnstr. 19, linter Seitenflügel 1 Treppe. verbreiten und die nöthigen Vorarbeiten einzuleiten. Unsere Forde " Bärentanzes" auf dem Hof nachgegeben werden, der so lange Wohnung aus Stube und Küche. Wände und Fußböden total rungen betreffen die Verkürzung der Arbeitszeit, Anerkennung des ausgedehnt wird, bis alle anspruchsvollen Gemüther Gelegenheit durchnäßt, die Luft modrig und der Aufenthalt gesundheits- Arbeitsnachweises und der Kontrollmarke. Behufs näherer Begehabt haben, ihre Bedürfniffe zu befriedigen. Auch des schädlich. sprechung geeigneter Maßnahmen findet am Donnerstag, den Nachts dürfen die in die Belle gestellten 14. februar, abends 1012 Uhr, in den Arminhallen, KommanBlechbehälter uur als Pissoir benuht werden. dantenstraße 20, eine öffentliche Versammlung für die AnDas Entleeren diefer Gefäße geschieht abwechselnd durch die gehörigen unseres Berufes statt, wozu sämmtliche Meister- Organis Inhaftirten. fationen, welche am Ort bestehen, schriftlich eingeladen sind. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, zu dieser Versammlung zu er scheinen. Die Agitationskommission. J. A.: A. Meyer. Die Inhaftirten, welche nicht arbeiten wollen, werden isolirt; bezahlt wird die geleistete Arbeit aber keineswegs. Im Anschlusse hieran bringen wir die uns inzwischen ein gegangenen Beschwerden über sanitäre Mißstände in Fabriken und Wohnungen. Soziale Ueberlicht. Unter den Arbeitern ist noch vielfach die falsche Ansicht verbreitet, daß ein Erkrankter, bei dem der behandelnde Arzt schon nach einigen Wochen eventuell Invalidität konstatiren kann, erst nach Ablauf von 18 Krankenwochen, also nach Aufhören der Krankenunterstützung seine Invaliditätsansprüche geltend machen tann. Das ist ein Irrthnm; die Ansprüche können sofort geltend gemacht werden und wird die Rente neben dem Krankengeld ausgezahlt, sobald der Anspruch darauf anerkannt ist. Ein eklatanter Fall von Geschäftsschädigung durch den Staligerstraße 70a, rechter Seitenflügel, 4 Treppen. Wohnung besteht aus Küche und Stube. Es fehlt jede Ventilation zur Beseitigung des Küchenbunstes, daher dumpfige Luft und feuchte Wände. Außerdem hat das Dach des zur Wohnung ge- Militarismus wird aus Augsburg gemeldet. Der dortigen hörigen Bodenraumes ein Loch von etwa 1 Meter Länge und Gastwirthsinnung ist amtlich bestätigt worden, daß sämmtliche der Breite einer Hand. Die Treppen außerdem mangelhaft be- Wirthe, welche die Volkszeitung" und den Wahren Jakob" auslegen, Militärverbot erhalten. Wären die Wirthe einig, ständen sie diesen Maßregelungen geschlossen gegenüber, trotten sie den Befehlen der Militärverwaltung, es stände ganz anders mit den Gastwirthsstande. Ieuchtet. Acker str. 48, Seitenflügel rechts ein unsauber gehaltenes, offenes Kloset mit 2 Sigen für 36 Arbeiter. Vor dem Kloset eine schlecht verdeckte Dunggrube, Beleuchtung ist nicht vorhanden, weshalb das Kloset abends kaum zu erreichen ist. Neben dem Kloset Pferdeställe. Ueber dem Kloset und den Pferdeställen befinden sich zwei Arbeiter wohnungen. Verband der Seiler, Reepschläger und Häufer Deutschlands. Die längst erwartete Abrechnung vom Schlotheimer Streit kann vorläufig noch nicht fertig gestellt werden, da beim Hauptkassirer, Kollegen Schlüter, sämmtliche Bücher, Listen und Korrespondenzen, welche auf obigen Streit bezug haben, seitens der Polizei beschlagnahmt wurden. Die Befchlagnahme erfolgte auf Requisition der Rudolstädter Staatsanwaltschaft, welche lage erhoben hat, weil derfelbe auf unfere Veranlaffung die gegen unseren Schlotheimer Lokaltassirer, Kollegen Schöpfel, Anausgezahlten Streikgelder gegen Wechsel verabfolgte. Bemerken wollen wir noch, daß bei Schlüter nichts gefunden wurde, worauf eine Auflage aufgebaut werden könnte. Der Streik der Steinarbeiter bei der Firma Schönfeldt Die meisten Berlfabriken im Fichtelgebirge haben Streitbrecher von Elberfeld angelangt, jedenfalls ist anzus in Hamburg dauert fort. Es sind in der legten Zeit zwei ihren Betrieb eingestellt, wodurch viele Arbeiter in eine bedauerns- nehmen, daß noch mehr eintreffen werden. Also, Kollegen und werthe Lage gekommen find. In ihrer Noth wandten sie sich. Genossen allerorts, haltet den Zuzug fern, denn durch diesen Andreas str. 21, Hof rechts parterre, mehrere unfauber wie die. fr. Volkszeitung" mittheilt, nun bilfefuchend an die fönnen wir leicht in dem Kampfe unterliegen. Die AgitationsRegierung in Bayreuth, stellten die Sachlage dar und baten um tommiffion der Steinarbeiter.( Bezirk Hamburg.) Alle arbeitergehaltene Klosets. Aus der Wäschefabrik von Wohl n. Seimann, Abhilfe. Gine Regierungskommission begab sich nun an Drt Schilling str. 12/18, tommt die Klage, daß durch die schlechte und Stelle und wollte die Fabrikanten zur Aufnahme des freundlichen Blätter werden um Abbrud gebeten. Luft( Kohlenoxyd?) im Blättsaal mehrfach Arbeiterinnen unwohl Betriebes veranlassen. Letztere fonnten sich jedoch nicht dazu geworden sind. In dem Raum befinden sich Wasch, Stärt und verstehen, da die Nachfrage nach Perlen vermuthlich wegen Bringmaschinen. Die Plätteisen werden durch Ga 3 geheizt. des Krieges zwischen Japan und China, da dies die besten eine fehr geringe und die Lager schon Außerdem soll nur ein Kloset für etwa 40 Personen beiderlei Absatzgebiete find Geschlechts vorhanden sei; daneben, nur durch eine durchlöcherte überfüllt sind. Die Regierung versprach" eine Unterstützung. Wand getrennt, ein Pissoir. Der Einblick in die Fa. Die Einführung einer Biersteuer hat die Stadtverordneten brit, zur Prüfung des Sachverhalts, wurde Versammlung in Solingen beschlossen. Nach dieser ist in Zukunft der Hektoliter des am Ort gebrauten Bieres mit 50 Bf das von auswärts eingeführte mit 65 Pf. pro Hektoliter zu versteuern. unserem Kontrolleur verweigert. Putbuserstr. 46, vorn im Laden ein Gemüsegeschäft. Die Wände sind naß und mit Schimmel belegt. Die Waare wird daher bereits nach mehreren Tagen schlecht und zur menschlichen Nahrung unbrauchbar. Lehrlingszüchterei. Dieser Tage wurde in Schönebec, einem tleinen Städtchen im Voigtlande, ein Flugblatt verbreitet, das die unverantwortliche Lehrlingsausbeutung der dortigen Buchdruckereibefizer an den Pranger stellte. Es wurde feftgestellt, daß in einer Druckerei bei zwei Gehilfen anstatt ein ehrling. zwölf Lehrlinge beschäftigt werden. Ein anderes Geschäft beschäftigte bei fünf Gehilfen deren zwölf, anstatt zwei, wie es nach der Lehrlingsstala richtig gewesen wäre. In einem britten Betriebe waren ein Gehilfe und vier Lehrlinge, in einem weiteren fein Gehilfe, dafür aber zwei Lehrlinge beschäftigt. Es werden in Schönebeck demnach 26 Lehrlinge mehr ausgebildet", als nach vernunftgemäßem Verhältniß eigentlich gestattet sein sollten. 800 Arbeiter der Werkstätten der fönigl. portugiesischen Gifenbahn- Gesellschaft zu Lissabon haben die Arbeit eingestellt. Die Polizei- fo es heißt im offiziöfen Telegramm- hat Sicherheitsmaßregeln getroffen." Wozu wohl? Eine Genugthunng hat man endlich den Berginvaliden zu Kurfürstendamm 127. Geschäfts- und Wohnräume theil werden lassen. Wir theilten vor einigen Wochen mit, daß der Gastwirthschaft, bestehend in 3 Räumen. Der Fußboden ist der Knappschaftsvorstand der westfälischen Knappschaftstassen den vom Schwanim durchfreffen, die Wände sind schimmlig; in der por 1892 finvalidisirten Bergleuten die Rente verweigerte. Ein Küche ist die Decke defekt, der Stuck losgeweicht. Wenn darüber bis zur höchsten Instanz durchgeführter Fall wurde zu gunsten gefcheuert wird, läuft das Wasser durch die Decke. Dieder Invaliden entschieden. Troydem weigerten sich die im Vorfelben Mißstände zeigt die daneben liegende Portierwohnung. ftande ſizenden Werksvertreter bisher, die Rechte der anderen, Die Gehilfen mehrerer Zeitungsdruckereien in Bukarest Außerdem sind die Holzverkleidungen an den Thüren durchfault im gleichen Verhältnisse stehenden Invaliden, anzuerkennen. Jetzt und zum theil abgebrochen. endlich haben die Wertsvertreter nachgegeben und so werden haben die Arbeit eingestellt. Prinzen Allee 10, Ein allgemeiner Bäckerausstand in Bukarest wurde Hof rechts, parterre, nun alle bisher eingehaltenen Reichsinvalidenrenten ausgezahlt. nur durch die Nachgiebigkeit der Arbeitgeber verhindert. Wohnung, bestehend aus Stube und Küche; die Wände naß und Arbeiterentlaffungen werden nun auch aus Schlesien gemit Echimmel belegt, Fußboden vom Schwamm zerfressen und meldet. Dem„ Oberschl. Anzeiger" zufolge haben solche bereits Der Streik der Feilenhauer von der Firma Margirius durchlöchert. auf verschiedenen Gruben stattgefunden. Auf Radzionkan- Grube in Pest ist zu gunsten der Gehilfen siegreich beendigt. Rheinsberger str. 54. Ueber einem Bierverlagsteller bei Tarnowit sind über 100 und auf Deutschland- Grube bei Tas gauze Personal der Möbelschreinerei Haat und Hessebefindet sich ein Buttergeschäft, dessen Aufgang so defekt ist, daß Schwientochlowit 200 Arbeiter entlassen. Die Konsol. Maria. Ting in Amsterdam stellten die Arbeit ein. Grube bei Miechowiß, der Gräfin Schaffgotsch und den TieleHintergrund von vollendeter Wirkung. Den leichtlebigen Sohn Windler'schen Erben gehörig, muß wegen ungünstiger" Lage des des filzigen Alten gab Hermann Böttcher, die durchtriebene oberschlesischen Bintmarftes am 1. Juli den Betrieb einstellen, Die heutige Tochter Marie Isinger, die vom Alten begehrte Geliebte 600 Arbeiter werden hierdurch beschäftigungslos. des Sohnes Tilly Waldegg und den in der Verkleidung Ordnung" fordert ihre Opfer. Hoffentlich Tommen die obereines Dieners in Harpagon's Haus aufgenommenen Liebhaber schlesischen Bergarbeiter immer mehr zu der Einsicht, daß Obers der Tochter Arthur Wahrlin. Sehr belustigend wirkte die schlesien, das Eldorado der Kohlenbarone, für sie nur eine Heirathsvermittlerin Rosine, von Marie Wolff mit über- Stätte rücksichtslosester Ausbeutung und schmählichster Be Sprudelnder Laune dargestellt. handlung ist. " Derlammlungen. Der Kaiser hielt am Freitag im Saale der Kriegsakademie vor mehreren besonders dazu fommandirten Offizieren einen Vortrag. Die" Post" berichtet darüber folgendes: Der Kaiser, der Marineuniform trug, war bereits eine volle Stunde vor der angesezten Stunde in der Kriegsakademie erDem Molière'schen Lustspiel ging Giovanni Varga's Eine Arbeitslosen- Versammlung, welche dieser Tage in schienen, um die Aufstellung des Materials, daß er mit tragischer Einafter" Sizilianische Bauern ebre"( ,, Cavalleria Riel stattfand, war von mehr als 800 Personen besucht. Nach gebracht hatte, persönlich vorzunehmen. Er sprach etwa rusticana"), in deutscher Uebersehung von D. Gifen einem Referat des Gen. Klüß wurde eine Resolution, welche 21/2 Stunden vollständig frei und überraschte durch sein ganz schis, voraus. Einen vollen Erfolg schien dieses Stück, das die Inangriffnahme städtischer Arbeiten fordert, einstimmig gefaßt. bewunderungswürdiges Gedächtniß, daß er für alle, die Handelsder Dichter nur als„ Boltsszenen in einem Aft" bezeichnet, leider wie die Kriegsmarine angehenden Zahlen bewies. Auf einem nicht zu haben. Ein Mädchen, das von seinem Geliebten um Der gebildete Pöbel. Die gesammte Antwerpener Nebentisch waren viele Karten, graphische Darstellungen und einer anderen, einer verheiratheten Frau willen im Stich gelassen Preffe spricht sich mißbilligend aus über die skandalösen Auftritte Tabellen aufgelegt worden. Der Kaiser benutzte diese fortwird, überliefert den Treulofen der Rache des betrogenen Gheim Echwurgerichtssaale vor und nach der Verurtheilung der während, um die von ihm mitgetheilten Bahlen zu belegen, womannes, der den Nebenbuhler im Zweikampfe tödtet. Diese Frau Joniaux, Besonders sollen sich die Damen der höheren bei er sich jedoch niemals der Hilfe seiner Adjutanten bediente. Handlung wird auf einer schmalen Unterlage aufgebaut und Gesellschaft, die Gräfinnen, Baroninnen u. f. w. schmählich be. Diese hatten vielmehr unten im Saale Plaz genommen. rasch, ohne viele Umstände und Worte zu ihrem tragischen Toiletten nach der neuesten Mode, von den kostbaren Fächern und Krieg in Korea, worüber der Rebner ebenfalls außerordentlich tragen Ganz abgesehen von den schreiendsten Der Kaiser begann den Vortrag mit Bezugnahme auf den Ausgang geführt. Die Knappheit Der Ausführung ist allerdings etwas ungewöhnlich; aber fie paßt zu der Schmucksachen, die alle diese Damen angelegt hatten, betrugen gut unterrichtet war. Im Laufe des Vortrages berührte der raschen Entschloffenheit des leidenschaftlichen Südländers. fie sich wie im Theater, führten die leichtfertigsten Unters Raiser auch das fürzlich im Reichstage besprochene Thema Eine breitere Ausführung würde den Eindruck der haltungen, scherzten und wetteten um Goldstücke über die Wer des Schußes der Deutschen im Auslande, der bei der Lebenswahrheit abgeschwächt haben. Unter den Darstellern urtheilung oder Freisprechung. Noch hatte der Präsident den gegenwärtigen Stärke der Kriegsmarine gar nicht in trat Marie Reisenhofer hervor, welche die verrathene Dank an die Geschworenen nicht ausgesprochen, da wurden schon dem Maße wahrgenommen werden könnte, wie das im Santuzza darstellte. Den ungetreuen Liebhaber Turriddu hat die Wetten bezahlt, turz die Preffe spricht die Erwartung aus, Interesse des Reichs wünschenswerth erscheinen müßte. Bei der Dichter nicht gerade reich mit Zügen ausgestattet, die uns daß fortab teine Eintrittskarten für begünstigte Pläße der dieser Gelegenheit bezog sich der Kaiser verschiedentlich auf für ihn gewinnen. Auch der Darsteller, Hermann Böttcher, vorderen Reihen bei den schwurgerichtlichen Verhandlungen mehr Material, das er sich aus den Berichten der deutschen Konfuln vermochte nicht viel Theilnahme für ihn zu erwecken. Eher ge- zur Ausgabe kommen werden. Wir wundern uns nur, falls im Auslande zur Verfügung hätte stellen lassen. Der Kaiser wies lang das bem betrogenen Ehemann, den Frans Heid mit ste ehrlich gemeint ist, einigermaßen über die tiefe Entrüftung" nach, daß infolge der bedeutenden Vermehrung der deutschen Wärme spielte. Die gefallfüchtige, treulose Frau wurde von der Ordnungspreise. Denn ist es nicht die einzige Aufgabe des Handelsmarine die Stärke der Kriegsmarine in gar feinem VerTilly Waldegg sehr befriedigend dargestellt. In der felben gebildeten Mob, sich überall au amüsiren, im Gerichts. hältniß zu der unserer Kauffahrteischiffe stehe, und auch aus zu leinen Rolle der Mutter Turriddu's zeichnete sich Louise faal so gut als im Theater, bei patriotischem Klimbim? diesem Grunde eine Vermehrung fehr wünschenswerth erscheine. v. Pöllnig aus. Nach dem Vortrage blieb der Kaiser mit etwa 40 dazu befohlenen Herren, unter denen sich besonders viele Marine Offiziere be= fanden, bis gegen 11 Uhr im Rafino der Kriegsakademie bei Bier und Butterbrot zusammen. Kunst und Wissenschaft. " Br. Gewerkschaftliches. = Im Verein der Plätterinnen sprach am 5. Januar Dr. Wurm in einem interessanten Vortrage über: Die Pflege der Augen". Nach einer furzen Diskussion über das Thema ging die Versammlung zur Erledigung von Vereinsangelegenheiten über. Die Abrechnung von dem Vergnügen weist ein Defizit von 6,58 M. auf. Hierauf erfolgte die Wahl einer Revisorin, mit welchem Amte Frau Stock betraut wurde. Eine eingehende Besprechung riefen die Verhältnisse in einigen Wäschefabriken von ihm verübte Angftrede fagen läßt: Aufreizung aumu gelangen. Seitens der Fabrikanten find während dieser bas Stiftungsfest stattfindet. Beit alle möglichen Mittel in Anwendung gebracht worden, um Achtung! Den Mitgliedern des Frauen und Ein neues Pröbchen von der Berliner Theaterzensur. Mädchen Bildungsvereins hierdurch zur Nachricht, In dem Schwant von Carlot Reuling Der Mann im Schatten", daß die für Mittwoch, den 18. d. M. angesetzte Vereinsversamm der Dienstag seine Erstaufführung im Deutschen Theater erfuhr, lung für Monat Februar ausfällt, da das Lokal an dem vom stehen sich, wie berichtet wird, als Hauptträger der Handlung Vorstand angesetzten Tag nicht frei ist. Der Vorstand. Der Mann im Schatten", den Herr Jarno verkörpert, und der Au alle in der Musikinstrumenten Juduftrie beRentner und Festredner Mathias Merkel gegenüber, der Komiker des Stücks, von Herrn Hermann Müller dar- schäftigten Arbeiter! Kollegen! Der Streit in der Piano fabrit von Görs u. Kallmann hier, Arndstr. 34, dauert geftellt. Die Zenfur hat den Schwant durch einige Striche verkürzt, die gerade die drastische Gestalt des Merkel unverändert fort. Seit dem 3. Dezember 1894, also volle zehn treffen. Wenn der Autor ihn z. B. in der Rene über eine Wochen währt der Kampf, ohne daß es möglich war, zum Ziele hervor. Zum Schlusse wurde bekannt gegeben, daß am 27. April Klaffenhaß ist so ein dehnbarer Begriff, da hängt alles von Im hielt am deutschen Metallarbeiter Verband unsere Streifenden Brüber wankelmüthig zu 29. Januar Fräulein Baader einen interessanten Vortrag über der Auffassung des Staatsanwalts ab" so muß dieser machen. Obwohl schon etliche Streifende fahnenflüchtig geworden, das Thema: Die Thätigkeit der Frau in der Industrie. Saz auf der Bühne entfallen. Und auch der bangen Ahnung befinden sich noch ca. 50 Kollegen im Ausstand. Angeblich soll auf wird der" Bericht des Kassirers verlesen, der eine Einnahme Hier ,, wenn wir jetzt schon die neue Vorlage hätten wäre das erste Opfer", darf Merkel feinen Ausdruck geben. Ist Unternehmer nur diese Nachrichten, um die Arbeiterschaft zu Dem Verein gehören jezt 753 männliche und 9 weibliche Mitdie Fabrik bereits besetzt sein, jedoch verbreiten die Herren von 2383,10 M. und eine Ausgabe von 2083,89 m. ergiebt. denn die allgemeine Unzufriedenheit mit dem Bestehenden schon wirklich soweit vorgeschritten, daß selbst das Publikum des beeinflussen, von der ferneren Unterstützung der Streifenden glieder an. In die Herbergskommission delegirte die Versammlung Stellung wieder einzunehmen. Nun, Ihr in Arbeit stehenden das Mitglied I uge. Alsdann wird beschlossen, am 30. März Sollegen, forgt nach wie vor, daß der Zuzug fern gehalten wird in Reichert's Festfälen ein Vergnügen zu arrangiren. und tretet moralisch und materiell auch ferner für die Streifenden Der Frauen und Mädchen- Bildungsverein hatte am ein. Es sind immer noch größere Summen nothwendig, deshalb 30. Januar im Biktoriapark, Babstraße, eine Versammlung einmöge auch jeder sein Scherflein dazu beitragen. Soll der Sieg berufen. Den ersten Gegenstand der Tagesordnung bildete ein unser sein, so laßt Euren bewährten Opfermuth nicht erlabmen Referat der Frau Mes ch über das Thema:„ Die Stlaven unserer und sorgt für reichliche Abnahme von Listen, sowie pünktliche Beit". Die treffenden Schilderungen der Vortragenden über die theuren Deutschen Theaters schon umfturzfähig ist? ich Die Leitung des Residenz- Theaters geht vom 1. Sep: tember 1897 ab in die Hände des Herrn Theodor Brandt, früheren Mitgliedes des Lautenburg'schen Personals, über. Die Pofseunovität„ Unsere Rentiers" wird am Sonnabend zuerst im 3entral- beater aufgeführt. Es finden nur noch zwei Vorstellungen der Posse D, diese Berliner" statt. abzulassen, damit dieſe gezwungen werden, ihre alte Stellung der Frau fanden in der Versammlung allseitig 8u stimmung. In der Diskussion sprachen Frau Mesch und Frau Ludwig. Der deutsche Metallarbeiter- Verband( Filiale Moabit) hatte am 17. Januar eine Mitgliederversammlung einberufen. Nach Regelung einiger geschäftlicher Angelegenheiten wurde folgende Resolution angenommen: Die Versammlung beschließt, zur nächsten Generalversammlung des Verbandes folgende Anträge zu stellen: 1. Die Generalversammlung wolle beschließen, die Reise: unterstügung für das nächste erste Halbjahr auf 1/2 Pf. pro Kilometer zu fürzen, um nach Verlauf eines Jahres dieselbe ganz aufzuheben, und den wöchentlichen Beitrag auf 10 Pf. zu normiren. 2. Die Fachsektionen aufzuheben. 3. Bezüglich Klar stellung der Agitationskosten die Verwaltungsstellen zu beauftragen, die eigentlichen Agitationskosten von den Verwaltungskosten getrennt zu buchen. 4. Den übertretenden Einzelmitgliedern des Berliner Lokalverbandes das Aufnahmegeld zu erlaffen. 5. Der Metallarbeiter- Zeitung" eine Fachbeilage zu geben. waltungen allerorts werden ersucht, zu dieser Resolution Stellung 27 zu nehmen. Die Ver 15500 des Vorstandes vor. Gewählt wurden: Weber als erster, Söbel. Struct als zweiter, Kramer als dritter Bevollmächtigter; Charlottenburg, Pestalozzifir. 83 bet 2. Eaffe.- Dämmerligt, Zorndorfers als Revisoren die Kollegen Stumpe und Dürre. bei Troppens. munitation 16 bei Glafer, Heimathtlänge, Röpenick, Rosenstr. 101 Süd: Rottbufer Sarmonie, Forsterfir. aa bei 2iigner.- Glüh. Ticht( gem. Chor) Perlebergerfiraße 28 bei Bermerschmidt. Matengruß 2, firaße 17 bei Hoffmann.@ belweiß 2, Potsdam, Brandenburger= Som Männer- Gesangverein Gebulb, Gesundbrunnen, ButtShorinerfir. 55 bei Hobed. ma nnfuaße 17 bei Mohes, Gesangverein Freiheitst länge II, fraße 18 bet Liebfch. Männer- Gefangverein Palme, Belten in der Mart, bei 8emlin. Männer Gefangverein Georginia, Wienerweiße Rose, Reinickendorf, Residensstr. 101 bei Malchin. Myrthe, Alte Jatobftr. 68 bei Diefenbach. Männers Allee 185 bet Ramlow. Gefangverein iederlust, Admiralstraße 38 bei Tuyauer. Sanges= blüthen, Stralauer Play 10-11 bet Poppe.@leich beit, Schönhauser Ge= Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Bus Mittwoch: Humoristischer auch flub, Görligerstraße 42 bet Picht. Verein Rhetorit, Maunynftr. 86 bei Zubeil Abends 8% Uhr. Geselliger Tage). Theaterverein Proletariat, Naunynftr. 83 bei Köhn. Verein Alpenrose, Brizerstraße 22 bei Graf. Privattheater- Gesellschaft Berein offnung, Lebuferftraße Nr. 5 bei nemis( alle bierzebr Edafstopftlub Spar- Agnes, Krautstr. 36 bei Infinger. Geselliger ometa üterfi.& bet Müller,( allee 10 bei Bergemann. tags.) Bergnügungsverein Amor 2, Brinzen- Allee Gefelliger Berein Freundschaft, Bimmerfir, so bei Engel. Eiche, Fürbringerstr. 7 bet Grothe. RauchDer Arbeiterinnen Bildungsverein in Friedrichsberg hatte am 5. Februar eine Versammlung einberufen, in der Ge noffe Schmidt einen recht beifällig aufgenommenen Vortrag hielt. Eine Diskussion fand nicht statt und erledigte man sogleich einige Vereinsangelegenheiten. Der Bericht des Kassirers giebt Ausgabe von 29,35 W. an; mithin ist ein Bestand von 48,50 M. im letzten Vierteljahre eine Einnahme von 30,55 M. und eine vorhanden. schriften find zu richten an B. Gent, Adalbertstraße 95. Die freie Vereinigung der Bureanangestellten hielt am 5. d. M. bei Röllig ihre regelmäßige Mitgliederversammlung ab. felliger Verein Brüderlichkeit Georgenfirchstraße Nr. 65 bei Spät. Kollege Kempf referirte über:„ Die Presse und die Arbeiter". Ausgehend von einer Schilderung des Wirkens der torrupten bürger lichen Presse zeigte er, wie eine Arbeiterzeitung beschaffen fein muß. Je segensreicher deren Thätigkeit sein soll, um so weitere Verbreitung muß fie finden und liegt es im Interesse eines jeden, einer kurzen Diskussion und Erledigung interner Vereins- flub tot be abne, Cuvryfir. 48 bet Liebs.- Gefelliger Verein Deutsche dafür einzutreten, besonders gilt dies für unser Fachblatt. Nach angelegenheiten, wurde die gut besuchte Bersammlung geschlossen. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwo ch, den 14. Februar, abends 8% Uhr, 8ufammentunft der SchleswigSolsteiner in Reſtaurant des Landsmannes Saß, Markgrafenstr. 102. 8-10% Uhr; 9 orbicule, Müllerstr. 179 a, Nationalökonomie. Arbeiter Bildungsschule. Mittwoch, Abends 7-8% Uhr: Lektüre o- Schule, Waldemarfir. 14 Gefchichte( neueſte ſeit 1848). Bet allen unterrichtsfächern werden neue Zheitheilnehmer, Damen und Herren, der Zeit aufgenommen. Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bei Fri Biegte, Echwedterstraße 83. Gesundbrunnen, Abends 8% Uhr, bei Saferland, Bellermannfir. 87, Gleichheit, abends sk Uhr bei Stramm, parterre. Ritterstraße 123,- Seine, Rirdorf Abends 8% Uhr, Prinz- Handjeryfir, 60, Ginigtett, Abends 8 Uhr bei Zeige, Triftstr. 1,- Theater und defetlub Morgenroth, Abends 9 Uhr, im Restaur. Diete, Lothringer straße 67. Neumann, Pafewalterfir. 3. Alle Menderungen im Vereinstalender find zu Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borstzender Abolf richten an Fried, Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Mittwody. Uebungs ftunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. 2iebesfreiheit 1, bet karz. Andreasstr. 26, bet Wilte. Norddeutsche Schleife, Schönleinftr. 6 unverzagt 1, Manteuffelstraße 9 bei Nowack. Freya I, ( Gemischter Chor), Rosenthalerfir. 57 bei Wernau. 2orbeertrana 1, Lichtenbergerstraße 21 bei Seife. Silaritas, Hochstr. 32.- Deutsche Der Allg. Deutsche Tapezirer- Verein tagte am 4. Februar.& ice 1, Gr. Frankfurterfir. 133 bei Gold.- Go 1, Bantow, Wollant Das Referat hatte Rollege 2 ubert übernommen, der einen gut ftraße 118 bet Lehmann. Gefangverein Arion III, Rigdorf, Herrmannausgearbeiteten Vortrag über Arbeiterwohnungen" hielt. Unter und Gerrfurthstraßen- Ecke, bet Weiß.- Freundestreue( gemisch. Thor), Gr. Frankfurterfir. 133 bei Gold. Einigtett 1( Hutmacher), Neue Vereinsangelegenheiten macht der Vorsitzende bekannt, daß Ende Friedrichsir, 44 bei Möllig. Allegro, Wrangelstr. 141 bei W. Schmidt. Februar eine Versammlung stattfinden soll, in welcher Frau Freiheit 1, Bülowstraße 65 bet Richter, Steinnette, PaseGreifenberg über die Lage der weiblichen Hilfsarbeiter sprechen wig.- 2iebeslust, Fürstenwalde an der Spree, Schloßfelleret. walte rstraße 3 bei 2. Neumann.. Güb Of, galdensteinstr. 7 bei Trittelwird, und bittet derselbe, geeignetes Material zu übermitteln. Männerchor Nord: West( früher Klempner) Moabit, Gmdener- und Rollege Wels verspricht sich davon nichts, da nach seiner Siemensfiraßen Ecke 14. Kupferschmiede. Weinstraße 11 bei Feinb, Appolonia, Meinung es beinahe unmöglich ist, die in unserm Berufe bes the Mette 1, Schöneberg, Golsfir. 43 bei Klauke. Rosenthalerftr. 57 bei Wernau. Freiheitsgruß, Gremmenerftr. 1 bei schäftigten Frauen zu überzeugen. Die Kollegen Aubert, Mostopf Mathies. Schneeglödchen 1, Rirborf, bermann- und Karlsgarten und Friedmeier versprechen sich zwar auch nicht viel, ftehen aber ftraßen- Ede bet Silpert. Schneeglöden 3, Potsdam, Brandenburger einem Versuch nicht ablehnend gegenüber. Ein Antrag bes theil, bei gerche.- Unverbroffen, Lindowerstr. 26 betSache.- elbb lume, Kommunikation 16 bei Glaser. Matengruß 3, Friedrichshagen, Rund: Kollegen Aubert, 3 Hilfskassierer zu ernennen, wird nach ein übbenerftr. 30 bet Meyer.& elfenburg, Krautstr. 6 bet Rudolph.ütti, gehender Diskussion abgelehnt. Die nächste Versammlung findet Friedenau im Kurhaus, Ring- und Rheinstraßen- Ecke. Vorwärts" 7, am 18. Februar bei Wienecke, Alte Jakobstr. 83, statt. Rummelsburg, Göthe- und Kantstraße Ecke bei Greinert nung 3, Brandenburg a. S., Kontordia", Wilhelmsdorferstraße. reibett stränge 1, Stallschreiberstr. 29, Bum eichenen Stabe" bet Restaurant Rausch, Abends 8 1hr, unterricht und Fortbildung. Schöning. Arbeitergefangverein von Briz in Briz, Bürgerfir. 4 bei Dorn. Seeger scher Männerchor, Landsberger Allee 156 bet Die Zusammenkunft der Parquetbodenleger, einberufen vom deutschen Holzarbeiter- Verbande, welche am 3. Februar d. J. bei Schöning, Stauſchreiberstraße, stattfand, beschäftigte sich mit den Lohnverhältnissen der Firma Rofenfeld u. Ko., Berlin. Die Werkstatt- Kontrollkommission berichtet, daß bei genannter Firma im Zeitraum von 4 Monaten Preisreduktionen bis zu 17 pet. stattgefunden haben. Weiter wurde noch bemerkt, daß die genannte Firma noch nicht einmal die Nägel ihren Arbeitern liefert, sondern die Kollegen sich dieselben selbst taufen müssen. Die bei der Firma arbeitenden Kollegen wurden dringend ersucht, auf weitere Preisdrückereien nicht einzugehen, sondern, falls eine solche ihnen abermals zugemuthet wird, sofort die Werkstatt- Kontrolltommission au benachrichtigen. Die arbeitslosen Kollegen wurden angewiesen, den Arbeitsnachweis zu benutzen. Zum Schluß wurde der Antrag angenommen, das Thema„ Das Verwerfliche des Prozentnehmens bei den Parquetbodenlegern" in der nächsten Versammlung auf die Tagesordnung zu setzen. " Der Verein deutscher Schuhmacher( Filiale II) nahm in seiner letzten Versammlung am 4. Februar die Neuwahl Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 18. Februar. Opernhaus, Subskriptionsball. Schauspielhaus. Der Sturm. Deutsches Theater. Weh dem, der Lügt. Berliner Theater. Der Pfarrer von Kirchfeld. Leffing- Theater. Die wilde Jagd. Neues Theater. Liebe von Heut. Residenz- Theater. Fernand's Ehefontrakt. Der Theater Unter den Linden. Probefuß. Schiller- Theater. Der zerbrochene Krug. Frauenkampf. Bellealliance- Theater. Mädchen. Verliebte Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Der Obersteiger. Adolph Ernst- Theater. Gesindeball. Ein fideles Korps. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Sensationelle Novität! Central- Theater Alte Jakobstraße Nr. 30. Nur noch 2 Vorstellungen. Emil Thomas als Gast. Josefine Dora. Gastspiel der amerikanischen Gesellschaft Anna Bäckers. William Calder ( Direktion H. Verstraete u. G. M. Polini). Die lebende Brücke. ( The span of Life.) Großes Sensationsschauspiel mit Mufit in 4 Atten( 11 Bildern), neuen Dekorationen und Kostümen, nach dem Englischen von Sutton Vane, übersetzt von H. Schwab. Dirigent: Adolph Wiedecke. Elektr. Beleuchtungseffekte v. Bakowsky. Kaffenöffnung 61% Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Regie: Max Samst. Morgen: Dieselbe Borstellung. Sonntag, den 17. Februar, nachm. 3 Uhr: Spiritismus, Drama in drei Akten von Carl Wald. Arrangirt vom Berein ,, Psyche! Billets find im Vorverkauf bei Carl Sigismund, Mauerstraße 68 und Gustav Müller Nachfl., Friedrichstr. 103, zu haben. Bum 164. Male: O, diese Berliner! Große Posse mit Gefang und Tanz. Anfang 1/28 Uhr. Morgen: 8um letzten Male: 0, diese Berliner! Freitag bleibt das Theater wegen Generalprobe au ,, Unsere Rentiers" gefchloffen. Novität! Sonnabend, den 16. Februar 1895: Novität! Zum 1. Male: Unsere Rentiers. Große Posse mit Gesang und Tanz in 4 Atten von Wilhelm Mannstädt und Julius Freund. Mufit von Julius Einödshofer. Adolph Ernst- Theater Feen- Palast Auftreten der ersten PirouetteCentral- Theater. O! diese Berliner.| u. Courbette- Tänzerin Englands National Theater. Die lebende. Brücke. Reichshallentheater. SpezialitätenBorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Saufmann's Variété. Spezialitäten. Vorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Mittwody, 13. Februar, abends 8 Uhr: Der zerbrochene Krug. Frauenkampf. Donnerstag, 14. Februar, abds. 8 Uhr: Rabale und Liebe. Freitag, 15. Februar, abends 8 Uhr: Kabale und Liebe. Sonnabend, 16. Februar, abbs. 8 Uhr: Zum 1. Male: Der SchwabenAreich. Luftspiel in 4 Atten von Franz von Schönthan. Sonntag, 17. Februar, nachm. 3 Uhr: Die Burgruine. Frauenkampf. Abends 8 Uhr: Der zerbrochene Krug. Franenkampf. Castan's Panoptikum. Noch nie dagewesen! Die Bieſen des dunkeln Erdtheile: Die Dinka, 40 Männer, Frauen u. Kinder. Das scheckige Mädchen Marietta. Weihnachts- Ausstellung vom Prince of Wales- Theater in London. Bum 50. Male: Ein fideles Corps. Große Gesangspoffe mit Tanz. Nach dem englischen Original ,, A Gaiety Girl" von Jones Sidney, frei bearbeitet von Eduard Jacobson und Jean Kren. Borher: Gehindeball. Schwant in 1 Akt von Cd. Jacobson und Jean Kren. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Jeder Besucher der heute stattfindenden Vorstellung erhält ein Souvenir- Exemplar gratis. Parodie- Theater Oranien- Straße 52( am Morigpl.). Madame Sans- Gêne. Vorher: Grand Café Unfallverhütung. Zum Schluß: Heimath. Avis! Mittwoch, den 18. Februar: Nach Beendigung der Vorstellung auf vielseitiges Verlangen: 2. BühnenMaskenball Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Burgfr. 22, neben der Börse. RiesenFebruar- Programm. Ein Liebes- Drama, oder: Der Brand auf der Taubenburg. Das unruhige Haus am Mitternacht. Max und Morit Bubenstreiche. Die Wunder- Elephanten. James Capelli. Miss Tanisan. Wilhelm Fröbel. Mary Myra Maa. Anita& Jul. Schaffeur. Truppe Largards etc. Anfang: Wochentags 7 Uhr. Sonntag: Konzert 6 Uhr, Vorstellung 7 Uhr. B Ben Unter den Linden 21. Nachmittag en- Jeden Sonntag Orientalische Ali- Familie vorstil zu halb. Preisen. Zauber und Bey's Wunder. Täglich Anfang 8 Uhr. Freier off Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch. ArbeiterGefang Berein Hoffnung, Friedrichsberg. Uebungsfiunde Abends 9 Uhr, Restaurant O. Schulze, Friedrich Sarisiraße 34. Privat- Theater= gesellschaft ei mathiuft, 9 Uhr Sigung t. Vereinslot. b. Lange, Stromstr. 28 Privat- Theater- Gesellschaft bilharmonie, Sigung mit Damen, Abends 9 Uhr, Zeughofstraße 8 bei Behlendorf. Aufnahme neuer Mitglieder. Theaterverein unitum, jeden Mittwoch Abends e Uhr bei Ruppin, Blumenstraße Nr. 49: Sigung mit Damen. Berliner Turn= genoffenschaft. Die 3. Männer Abtheilung turnt jeden Mittwoch und Connabend Abend von 9-11 Uhr, Chorinerstr. 74.- Touristenverein Freiheit Mittwoch, Abends 8% Uhr, Bersammlung bei Wuttke, Blumenftr. 64. Geselliger Verein Unter uns, Sizung 8 Uhr bei Fischer, Beuffelsir, 68.- Mufifdilettanten- Verein Preciosa Abends 8% Uhr bet Geisler, Jenn- und Tegelerstraßen- Ecke, Uebungsstunde, Aufnahmen. Mufit- Dilettanten Verein Morbische Klänge. Jeden Mittwoch bet Reuter, Swinemünderstraße 45, Uebungsftunde von 8 bis 11 Uhr. Friedrichstraße, Uebungsstunde.- Geselliger Verein Anna Marie, Abends Schwimmverein Nord. Jeden Mittwoch Abend 7 Uhr Admiralgartenbad, 9 Uhr, im Restaurant Roll, Adalbertstraße 21, Sigung, Stattlub Die Suftige 3wölf, im Reftaurant Ruhl- Andree, Chorinerfir. 68. flub 50 jeden Mittwoch 8% Uhr Sigung bei Fechner, Wienerfir. 50. Krafte und artistentlub„,& i che". Mittwochs von 9-11 und Sonntags von 11 bis 1 Uhr, im Restaurant E. Wolter, Schwebterstr. 17. 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Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. ist. Die Beerdigung findet Mittwoch, nachmittags 41/2 Uhr, vom Trauerhause Berlinerstr. 6 in Cöpenick statt. 2630b Die trauernden Eltern. Danksagung. Verwandten, Freunden u. Bekannten EINIGKEIT GESETZL DEUTSCHE CHT STARK GESCH Arbeiter Berlins! Die Fabrikate der ausgesperrten Schuhmacher in Erfurt werden jezt, außer in den bekannten Verkaufsstellen, in den eigenen Niederla gen Bellealliancestr. 98/99 und Rosenthalerstr. 6364 in vorzüglichster Beschaffenheit zu den billigsten Preisen verkauft. Wir bitten uns durch reichliche 1537L* Einkäufe zu unterstützen. 13/ 26* für die Theilnahme an der Beerdigung Deutsche Schuhfabrik G. Markus& Co. unserer einzigen Tochter und für die Künstl. Zähne 2 M. Vollst. schmerzl. Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Reparat. reichen Blumenfpenden unsern herz sofort. Theilzahlung. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 8-7 Uhr. lichsten Dank. Unterstüßungsverein Deutscher Tabakarbeiter. ( Zahlstelle Berlin). Donnerstag, den 14. Febr., abds. 81/2 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 239/15 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1894. 2. Vorschläge für einen dritten Bevollmächtigten. 3. Welche Gefahr droht den Tabakarbeitern und welchen Schutz gewährt uns der Verein? Der Bevollmächtigte: L. Dechand. Achtung! Graveure, Biseleure. Achtung! 26356 H. Eitner nebst Frau. Danksagung. Allen Freunden, Bekannten und Kollegen, die meinem lieben Manne die legte Ehre bei seiner Beerdigung, erwiesen haben, sage ich meinen innigften Dank. Ich hoffe, daß meine werthe Kundschaft, welche mich bisher in meinem Bestreben unterstügt hat, auch fernerhin das Vertrauen schenken wird. 26376 Die, tieftrauernde Wittwe Auua Kirsch nebst Kindern. Donnerstag, den 14. februar, abends präzise 82 Uhr, im Lokale Beitungs- Spedition: Prinzenstr. 112. des Herrn Schneider, Annenstraße 16: SO. Blumen Geschäft Aug. Krause so. Wienerstr. 13, Oeffentliche Derlammlung. u. Kranzbinderei. Vereinskränze mit Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen G. Wagner: Die Gewerkschaften und die Umsturzvorlage. 2. Disfusion. 3. Stellungnahme zur GewerkschaftsRommission event. Wahl eines Delegirten. 4. Verschiedenes. 133/20 Widmung in bester Ausführung n billigsten Preisen. Es ist eines jeden Kollegen Pflicht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Orts- Krankenkasse der W. Woyewotka, Vertrauensmann. Drechsler etc. Allgem. Arbeiter- n. Arbeiterinnenverein Sonntag, den 17. Februar 1895, Berlins und Umgegend. Donnerstag, den 14. Februar, abends 81/2 Uhr, bei Wilke, Andreasstr. 20: Außerordentl. Generalversammlung. Zages Ordnung: 1. Besprechung des am 29. Januar in der Generalversammlung ver tagten Antrages des Kollegen Schumann( enderung des§ 9, Absay). 2. Wahl eines Vergnügungskomitees. 3. Annahme von Beiträgen. 4. Vereinssachen. Wir ersuchen alle Kollegen und Kolleginnen im Interesse des Vereins, in dieser Versammlung zu erscheinen. Alle arbeitslosen und kranken Mitglieder werden auf§ 5 Absatz 2 des Statuts aufmerksam gemacht. 69/18 Der Vorstand. Metallarbeiter! vormittags 10 Uhr, Alte Jakobtiahe Nr. 48a: Auss: rordentliche General- Versammlung der Vertreter laut Antrag von Vertretern. Tages- Ordnung: 1. Protest des vom Vorstande ab: geschlossenen Vertrages betr. der Aerzte. 2. Verschiedenes. Der Vorstand. 2631b Bekanntmachung. Orts- Krankenkasse Donnerstag, den 14. Febr., abends 81/2 Uhr, in den ,, Armin der Maschinenbau- Arbeiter Hallen", Kommandantenstr. 20: Allgem. Versammlung sämmtl. WerkstattVertrauensleute der Metallarbeiter. In anbetracht der wichtigen Tagesordnung muß jede Werknatt vertreten sein. Ohne Einladungskarte hein Zutritt! Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Näther, N., Anflamerstr. 44. Charlottenburg. 175/19 Frauen- und Mädchen- Bildungsverein. Donnerstag, den 14. 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