Abendausgabe Nr. 230 40. Jahrgang Ausgabe B Nr. 114 Bezugsbedingungen und Anzeigenpreise find in ber Morgenausgabe angegeben Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-295 Zel- breffe: Sozialbemotrat Berlin Vorwärts Berliner Dolksblatt Preis 100 Mark Freitag 18. Mai 1923 Berlag und Anzeigenabteilung Geschäftszeit 9-5 Uhr Berleger: Borwärts- Berlag GmbH. Berlin SW. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 2506-250% Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutfchlands Das Ergebnis der Ruhrbesetzung. Französische Kritik am Kabinett Cuno. Die Wahlen in Bulgarien. Bon Janto Satajoff( Sofia). Die Wahlergebnisse, die man aus Sofia in alle WeltParis, 17. Mai.( WIB.) In den Bereinigten Rammeraus- wege bringe ober ihren Steuerzahlern aufzuzwingen verstehe. Sur richtungen offiziell auspofaunt hat, werden ein falsches schüssen für Finanzen und auswärtige Angelegenheiten gab gestern Garantiefrage bemerkt der Temps, die in deutschen Nach Bild über die Größe und Bedeutung der politischen Parteien Ministerpräsident Poincaré Erklärungen zu der Kreditvorlage richten angekündigten gefeggeberischen Maßnahmen in Bulgarien geben, wenn man sich nur an die veröffentlichten für die Besetzung des Ruhrgebiets ab, über die Havas auf grund feien vielleicht wünschenswert oder sogar notwendig, aber es sei nicht Zahlen der Mandate flammert. Richtig: von insgesamt 246 der ersten Angaben der aus der Sitzung fommenden Abgeordneten zu begreifen, was damit die Berbündeten zu tun hätten. Sache der Mandaten erhielten die Regierung 215, die Kommunisten 16, wie folgt berichtet: Berbündeten fei es, die Pfänder, die sie in der Hand haben, zu beder Blod der bürgerlichen Opposition 13 und die Sozialdemo Poincaré habe besonders hervorgehoben, daß von jetzt ab die halten und zu verwalten, Sache der deutschen Regierung, die be fraten 2. Diese Ergebnisse spiegeln aber nicht im mindesten Besetzungskosten durch die aus den besetzten Gebieten erzielten rechtigterweise den Wunsch habe, ihre Pfänder flüssig zu machen und die Kräfteverhältnisse im Innern des Landes und sind nur eine Einnahmen gede dt würden. Die täglich nach Frankreich und Bet so die Clemente des deutschen Kapitals wieder an sich zu bringen, sei schamlose Mache schlimmster und forruptester Art, wie man fie gien expedierten Rots- und Rohlenmengen feien seit Beginn der es, Gesetze, Verordnungen, Reformen, Ersparnisse und alles bas zu nur in den verrufensten Bauernwahlen in Frankreich während Besetzung in ständiger Steigung begriffen und er machen, was notwendig fei, um so schnell wie möglich zu zahlen. Die des dritten Kaiserreichs finden kann. reichten zurzeit die Tonnenzahl, die Deutschland vor der Besetzung Pfänder, die Frankreich und Belgien in gemeinsamem Interesse Vor den Kriegen hatte es die Bauernpartei von 18 auf geliefert habe. Die Eisenbahnregie bede ihre Untoften, und ihre fämtlicher Berbündeten mit Beschlag belegt hatten, müßten ihren 30 Mandate gebracht. Nach dem großen Artege erzielte die Einnahmen feien namentlich seit einigen Wochen im Steigen be- normalen Ertrag liefern und würden nur nach Maßgabe der beut Bauernpartei bei den Wahlen im Jahre 1919( ben freiesten griffen. Der Forstbetrieb erziele ebenfalls nennenswerte Einnahmen. fchen Zahlungen wieder herausgegeben werden. Die neuen deutschen Wahlen, die man in Bulgarien je jah) 85 von insgesamt 236 Der Eisenbahn- und Wassertransport sei jezt ausreichend organisiert, Borschläge könnten also nur dann in Betracht gezogen werden, wenn mandaten. Die Bauern saßen damals in der Regierung, aber um die Bewältigung der Kofs- und Rohlenfrachten zu gewährleisten. sie die sofortige Einstellung des passiven Widerstandes vorfähen und die ganze Staatsmaschinerie war noch nicht in ihren Händen. Die noch verfügbaren Brennstofflager seien so groß, daß es noch augeständen, daß das Ruhrgebiet nur im Verhältnis der Zahlungen Als fie die ganze Regierung übernahmen und sich im Regiemehrerer Monate bedürfe, um sie zu erschöpfen, wenn man in dem geräumt werde. rungsfattel zurechtgefunden hatten, haben sie nach der NiederDerzeitigen Umfange weiter abfahre. Die Arbeit in den Bergwerfen schmetterung des großen Eisenbahnerstreits im Februar 1920 werde aber fortgesetzt und sichere die täglichen Kofs- und Kohlen. neue Wahlen angeordnet, in welchen sie von insgesamt 229 labungen. Alles in allem, habe Poincaré geschlossen, sei bie Be- Paris, 18. Mai.( Eca.) Die Berliner Rorrespondenten der Mandaten 110 erhielten. In diesen 110 Mandaten waren insehung des Ruhrgebiets schon jetzt in die Berio de französischen Presse beschäftigen sich eingehend mit der durch den begriffen die türkischen Vertreter und die der an Mazedonien der Stabilisierung getreten. Die Ausgaben würden reichlich Plan der neuen deutschen Vorschläge geschaffenen inneren Lage angrenzenden Länder, insgesamt 8 bis 10 Mandate, die übaufgewogen durch die erzielten Leistungen, selbst wenn man den in Deutschland. Allgemein fommt das Gefühl zum Ausdrud, licherweise mit der jeweiligen Regierung zusammenzugehen der Reparationsfommission zufallenden Anteil berücksichtige. Ja, ein neues Rabinett würde eher in der Lage sein, befriedigende pflegen. Troß der großen Wahlverfolgungen, besonders der es sei bereits vorgesehen, daß die Besehunug mehr einbringen werde, Borschläge zu machen als das Kabinett Cuno. Der Berliner Kor- Sozialisten, erhielt die Bauernpartei nicht die Mehrheit. Erst als man ganz im Anfange glaubte. Die Organisation vervollkommne respondent des Petit Parifien" meint, das Rabinett Cuno bleibe als fie mit Hilfe der Reaktionäre 13 Mandate der Gegner fich von Tag zu Tag. Frankreich könne also im Ruhrgebiet bleiben, nur am Ruder, weil niemand es wage, es zu stürzen. Die Sotaffierte, erhielt sie eine problematische Mehrheit von 4 Stimfolange es ihm beliebe. Weit entfernt geschädigt zu werden, fönne zialisten hätten große Angst vor der Aufforderung, den Zu- men in der neuen Gobranje. es fünftig durch fie nur gewinnen. Die Regierung fei feft ent- fammenbruch des passiven Widerstandes zu lequidieren. Innerhalb Dant der Unzulänglichkeit der bürgerlichen Opposition und fchloffen, die Pfänder, die sie beschlagnahmt habe, nicht aus der Hand des Kabinetts wiffe man überhaupt nicht mehr, welchem Heiligen der folierungstaftit der Kommunisten fonnte die Bauernzu geben, folange Deutschland feine Verpflichtungen nicht erfüllt man zu opfern habe. Herr von Rosenberg habe am Montag partei die Regierungsmacht während drei voller Jahre behabe. feine Demission angeboten, bie Cuno nicht angenommen hat.( Diese halten. Soweit die Darstellung Poincarés, in der vor allem die Melbung ist bereits vorgestern von uns dementiert worden. Ret. 3war rühmt fie fia), Großartiges in dieser Zeit geleistet, Bemerkung von Interesse ist, daß gegenwärtig die Bedes" Borm.".) Die einstimmige Ansicht der diplomatischen alliierten zu haben. Die Eisberge um Bulgarien herum seien von ihr fagungstosten durch die Einnahmen gedeckt würden. Kreise fei, das Kabinett Cuno- Rosenberg- Becker tönne unmöglich in Frühlingsheden umgewandelt, die Reparationen auf ein Vor einigen Tagen erklärte auch der Präsident der Finanz- zu einer befriedigenden Lösung der Krise tommen, Fünftel vermindert, eine mirtliche Boltsregierung errichtet, die fommission der Kammer, Herr Dariac, im Figaro", daß da es mit der Politik des Widerstantes zu eng verwachsen sei. Der Kriegsschuldigen gestraft, die Schieber verfolgt, die alten bür die Ruhroperation feine Ueberschüsse abwerfe. Das Ergebnis Korrespondent des Echo de Paris beschäftigt sich dann besonders gerlichen Parteien zerschmettert, die Sozialisten und die Komist also selbst nach offiziellen französischen Darstellungen recht mit der Stellungnahme des Ministers Hermes, von dem er be munisten lahmgelegt, den Zwergbauern Land gegeben, den mager, insbesondere menn man bedenkt, daß Frankreich vor hauptet, er mache sich keine Illusionen über den Wert seiner Kol- mittleren Bauern hohe Preise geschaffen worden usw. der Ruhrbefehung monatlich gewaltige Kohlenmengen un legen im Rabinett. Herr Hermes scheine die Mitglieder des Kabinetts entgeltlich aus dem Ruhrgebiet erhielt. Cuno in dem Blinde Kuh- Spiel des Roten medfels nicht stören zu wollen, das fie feit einigen Monaten spielen. Die französischen Forderungen. " Aber in Wirklichkeit ist Bulgarien verpflichtet, mehr als 1000 Millionen Lewa alljährlich an Reparationen zu zahlen, außer den bisher ausbezahlten 5 Milliarden Lewa, und der Hazz und die Verfolgungen der bulgarischen Elemente um uns Paris, 18. mai.( WEB.) auf eine Anfrage des sozialistischen England und das neue Angebot. herum find so grausam und fürchterlich, wie je zuvor in türkiAbgeordneten Vincent 2uriol hat Poincaré feine früheren Condon, 18. Mai.( WIB.) Der diplomatische Berichterstatter fcher Beit. Im Innern haben wir eine schamlose CliquenErklärungen betreffend die Aufrechterhaltung der franzöfifchen For. des Daily Telegraph" schreibt, die britische Regierung würde allen herrschaft, die an die schlimmste italienische Mafia und Faschia derungen auf Grund des Londoner Zahlungsplanes bestätigt. Rach diplomatischen Erörterungen mit Berlin über die heranreicht. Niemals ist die politische Verfolgung in so häßliche feiner Auffaffung tomme die Herabfehung der deutschen Schuld nur Frage des nächsten deutschen Angebots, die den Schein von Brä- förperliche und materielle Mißhandlungen und Ausraubungen mit Hilfe einer Kompensation der interalliierten Schulden in Be- liminarverhandlungen erwecken tönnten, abgeneigt sein. Die entartet, wie unter dem Regime der Bauernpartei. Grobe, untracht. Der Abgeordnete Paul Reynauld fragte Poincaré, ob geringste Entgleifung bei der bevorstehenden Note tönnte ver- wiffende und forrupte Spigel spionieren, denunzieren und bedie Besetzung des Ruhrgebietes mit der Sicherheitsfrage im Zu- hängsnivoll sein. Es sei jedoch klar, daß Deutschlands Reparations rauben die Staatsarbeiter, Angestellten und Beamten. fammenhang ftehe. Hierauf antwortete der Ministerpräsident ver- höchstangebot von dem Höchstmaße der deutschen industriellen BroDie Korruption ging bis in die Reihen der Deputierten, neinend und fügte hinzu, daß das linte Rheinufer als Garantie buftion abhänge, und daß die anormalen Fattoren, die wesentlich stieg hoch zu den Ministern, und man gab uns das Bild der franzöfifchen Sicherheit genüge. bazu beitragen, daß die Probuftion gehemmt wird, durch irgend gegenseitiger Befchuldigungen der Minister selbst. Es gibt feine arbeitsame oder produzierende Schicht is Echo der Reichstagsdebatte. eine Vereinbarung beseitigt bzw. vermindert werden müßten. Bielleicht werde eine solche Formel schon zu Beginn der BerhandParis, 18. Mai.( WIB.) Der„ Temps" schreibt zu den im An- Bielleicht werde eine solche Formel schon zu Beginn der Berhand. Stadt und Land, die nicht mit Grimm und Haß gegen die schluß an die geftrigen Reichstagsverhandlungen verbreiteten Nach. lungen gefunden, vielleicht fei es auch ratsam, ihre Prüfung zu Bauernregierung erfüllt war. Die Wirtschaft des Landes ging Nachungen ihre zu richten über die zu erwartenden neuen deutschen Bor. perschieben, bis das größere Problem der Reparationen erörtert hinunter, die Industrie, der Handel stodten. Die Ungewißheit legte alle Unternehmungen lahm. Das Bolt verarmte und schläge, daß Deutschland die Absicht habe, so rasch neue Borschläge worden sei, und eine Lösung bevorstehe. verhungerte. Nur die neu erworbenen Parteigänger in den zu machen, beweise, daß die vorangegangenen nicht sein letztes Wort Städten, die zugleich die schmußigsten Organe der Korruption geweſen feien. Das fei eine weitere Rechtfertigung für die Ablehnung Entspannung im englisch- russischen Konflikt. Bissen und jeder politischen Kultur lebenden jungen Bauernparteiler im Lande, über das sich eine dünne Schicht der alten forrupten Bauernagitatoren verbreitet. Das waren und find die einzigen Stüßen der vermeintlichen wirklichen Volksregierung" geblieben. Ja, wenn man mill, follen dazu auch die gut bezahlten Gendarmerie- und Freiwilligenforps gezählt werden, mit dem jungen König an der Spize, der ganz und gar mit der Bauernregierung eins ist. feitens Frankreichs und Belgiens. Was das Kabinett Cuno anfange, fo sei sein Berbleiben in der Regierung eine Warnung für die Glaubiger Deutschlands." Temps" refümiert im Voraus die französische Stellungnahme zu den neuen Borschlägen Deutschlands wie folgt: Frankreich gedente, auf alle Fälle den Betrag hereinzubekommen, ben es zur London, 18. Mai.( BTB.) Laut Morning Bost" hat Rraffin bei der geftrigen Unterredung mit 2ard Curzon ein Entgegenkommen bewiesen, tas ausreichend gewesen sei, um eine Fortiehung der Berhandlungen zu geftatten. Beide Parteien er worteten jedoch noch die Antwort Mostaus auf den Bericht Kraffins über seine Unterredung mit Lord Curzon. Der Times" zufolge hängt alles von dem Ergebnis des Meinungsaustausches zwischen Kraffin und Moskau ab. Es bestehe eine gewiffe Unsicherheit mit Bezug auf die Frage, ob und wieweit Kraffin ermächtigt sei, ein Abfommen abzuschließen. Er habe felbft erflärt, daß er bevollmächtigt fei, über gewiffe Fragen aber erst nach Moskau berichten müsse. Neue Dollarhausse. Wiederherstellung seiner materiellen Schäden verausgabt habe, bzw. noch verausgaben müsse und der zurzeit feinem Anteil an den Obligationen A und B gleichtomme. Außerbem behalte fich Frankreich vor, den Rest seiner Forderung in dem Maße zu beanspruchen, in dem es England und den Bereinigten Staaten seine Schulden zurückzuzahlen habe. Wenn Italien und Belgien die gleiche Haltung einnähmen, handele es sich nur noch barum, was England als Reparationsanteil und zur Dedung der Noten 49 200, Schaganweisungen 51000. interalliierten Schulden verlangen werde. Möge sich also die deutsche An der Börse ist unmittelbar vor der Pfingstpause noch eine Regierung mit England arrangieren. Was die Zahlungsüberraschende Bendung eingetreten. Die Spekulation, die in den modalitäten anlange, erklärt das Blatt, wenn Deutschland zur letzten Tagen eine gewiffe Zurüdhaltung zeigte und bestrebt war, Belt mit Hilfe von auswärtigen Anleihen teine großen Kapitalien ihre Engagements. glattzustellen, schritt heute auf allen Martt flüffig machen tönne, brauche es mit feinen Zahlungen nur auf gebieten zu großen Käufen. Diese neue Hauffe steht in andere Beise zu beginnen, dadurch z. B., daß es progressiv die den engstem Zusammenhang mit der allgemeinen politischen Lage. Da Nationen mit verwüsteten Gebieten obliegenden jährlichen Ausgaben bie Spefulation unter den gegenwärtigen Berhältnissen in Devisen für den Zinsendienst ihrer Wiederaufbauanleihe übernehme. Was dirett fich taum noch engagieren fann, warf fie fich heute auf die Englanb anlange, bas feine verwüsteten Gebiete habe, handele es sich Dollarschaganweisungen, die in der ersten Börsenstunde darinn, welche Jahreszahlungen es verlangen werde. Das nächste bereits per fofort mit 51 000, per ultimo Juni mit 58 000 bis deutsche Angebot burfe alfo pon feinerlei Bedingung auf 59 000 gehandelt wurden, während Dollarnoten sich auf schiebenden oder aufhebenden Caratters abhängig gemacht werden; 49 200 ftellten. Nächst den Schaganweisungen werden alle Baluta es müffe tlar und deuffi baltimmte Zahlungen, fei es in Rapital, sei es als Binfen, vorschlagen, nach den Rombinationen, die die deutsche Regierung mit Hilfe ihrer Banfiers zu Senectun bilben, un ble weit von jebem politiſchen Man fann sagen: drei Biertel der ländlichen Bevölkerung und neun Zehntel der städtischen wären himmelfroh, wenn irgendjemand sie von der verhaßten Bauernregierung befreien fönnte. Und da die bürgerlichen Parteien feinen erfolgreichen Widerstand leiften fonnten, die Kommunisten aber eine isolierte, mehr und mehr verblassende Aktion führten, so tam es, daß in letzter Zeit die Sozialdemokraten, als die berufensten Vertreter der allgemeinen Voltsentrüstung emporstiegen und alle Hoffnungen der gequälten Gemüter auf sich konzentriert haben. Die Bauernpartei sah den Abgrund, auf den sie innerlich zusteuerte und empfand die Gefahr, die sich im emporsteigenden politischen Einfluß der Sozialdemokraten für sie vorbereitete. Nach der Rüdtehr Stambolijfti's aus Lausanne unternahm er einerseits die Reinigung der Regierung von den abtrünnigen Ministern und andererseits die Vorbereitung zu den neuer ahlen. Weber die im vorigen Jahre abgegebenen einhalb Mil lionen Stimmen im Referendum, noch die Erfolge" der Wahund Rolonialmerte und inländischen Effekten mit Balutaintereffen len für die Departementsräte fonnten die Bauernführer bein großen Beträgen umgefeßt. Diese neue Marffluchthauffe tritt ruhigen über den wahren Charakter der Stimmung im Bolte. im weiteren Verlauf der Börje auch auf die reinen Inlandswerte Diele fonnte auch nicht geändert werden nach der dreimonatiüber. gen Bereifung Bulgariens durch den Minister des Inner Daskaloffs. Man wollte ein noch wirksameres Mittel aus- finden, um ein mißfälliges Wahlergebnis auszuschalten. Man griff nach der Aenderung des Wahl. ge setz es. Der Proporz mußte beseitigt werden. Aber das Majoritätssystem birgt eine Gefahr der Realisierung aller oppositionellen Elemente in sich. Dann wäre der Krach der Regierung sicher. Man entschied sich für die Zerschlagung der großen departementalen Wahlkreise, die 20 bis 2S Depu- tierte wählten, für die kleineren Wahlkreise, die höchstens 2 bis � 3 Deputierte wählten. Man rechnete mit dem isolierten Vor- gehen der Sozialdemokraten, der Kommunisten, der National- liberalen und des bürgerlichen Blocks. Im Verhältnis zu jeder dieser Gruppen konnte die Regierung die Mehrheit in kleineren Wahlkreisen mit allen ihr bekannten Gewaltmitteln bekommen. Und da fügte man dem neuen Wahlgesetz noch die Bestimmung an, daß die Partei, die über den Durchschnitt hinaufgeht und die größere Zahl Stimmen erhält, alle Mandate im Wahl kreise bekommt. Das Spie! der Regierung wurde nun leicht. Die Wahl kreisgeometrie gab ihr diei Möglichkeit, die Anwendung der Gewalt, die Sicherheit der Erlangung einer größeren Zahl der Stimmen, als jede andere Gruppe in jedem Wahl- kreis. Man ließ keine gegnerischen Agitatoren in den Dörfern erscheinen. Die Ortspolizei ließ den kecken Gegner verhaften und an einem sicheren Ort verbergen. Die Kontrolle der Stimmabgabe wurde weggeschafft, die Wahllokal« wurden von betrunkenen und bewaffneten Regierungsagenten vollgepfropft und der Terror innerhalb und außerhalb der Wahllokale ließ feine Wirkung voll erzielen. So siegte die„richtige Volksregierung" der Bauernpartei mit Hilfe der„relativen Mehrheit", die alle Minderheiten unter den Tisch fallen ließ. Die Kommunisten scharen um sich den unwiisiendsten, großmäuligsten und parasitischsten Teil der städtischen und ländlichen Armut. Der bürgerliche Block kann weder politisch noch wirtschaftlich ein Führer der bulgarischen Bauern, Ge- werbetreibeirden und dienstlichen Bevölkerung werden. Die wirtschaftliche Rückständigkeit des Landes und die nachkrieg liche Verarmung des Volkes läßt den Sozialdemokraten noch keinen freien Raum für eine gesunde, konstruktive, sozialistische Politik. So sind wir verurteilt, ohne Demokratie, ohne auf- bauenden Kapitalismus, ohne sozialistische Vorbereitung ein Opfer der Demagogie der Bauernpartei zu sein, die sich zu einer städtischen Bourgeoisie entwickelt, und der Dema- gogi« der städtischen Armut, die nur ächzen, fluchen, plündern kann und will, ohne daß sie einen positiven Schritt in der Richtung der Demokratie und der industriellen Entwicklung zu machen weiß. Harte, mühevolle, lange von neuem beginnende Arbeit auf allen Gebieten erwartet unser Sozialismus in diesem orientalisch zerrütteten Lande. Diese Einsicht ergreift alle unsere Kämpfer— und das ist das einzig Erfreuliche in diesen trüben Zeiten._ Der Sieg der Saarbergleute. Nach einem beispiellosen Kampfe, der volle vierzehn Wochen von der Arbeiterschaft in ungebrochener Geschlossenheit gegen einen mit allen Machtmitteln des militärischen Eroberers ausgerüsteten Gegner geführt worden ist, konnte der Streik der Saarbergleute ebenso geschloffen und unge- brachen siegreich beendet werden. Die Regierungskommission und die ihr unterstellte französische Grubenverwaltung haben alle Mittel des Terrors, der Korruption, der militärischen Gewalt, der Gesetzesverletzung Und der Aushungerung an- gewandt. Sie haben wohl unter den kommunistischen Berg- arbeitervertretern zwei Verräter gefunden. Diese Demaskierung der besonders„revolutionären" Arbeiterführer war aber auch so ziemlich alles, was die ftanzösischen Machthaber erreichten. Und zu diesem„Erfolg" der Grubenver, waltung können sich die Saarbergleute nur beglückwünschen. Wenn jetzt die„Rote Fahne" von einer„Niederlage" im Saararbeiterstreik stöhnt, so ist das durchaus begreiflich: der Streik der Saarbergleute ist eine schwere moralische Niederlage der Kommunisten. Sie haben in Lothringen einen Streik angezettelt und nach kurzer Dauer schmählich verloren. Die Organisation wurde zer- trümmert, alle Vertrauensleute gemaßregell, die Arbeit be- oingungslos wieder aufgenommen. Die de Wendel trium- phieren. Ganz anders im Saargebiet, wo die Arbeiterschaft unter viel ungünstigeren Derhältnissen den Kampf zu führen hatte. Alle Machtmittel der Rcgierungskommission, die im Saarland haust wie in einer eroberten Kolonie, zerschellten an der Disziplin und Geschlossenheit der Organisation. Diese erwies sich stärker als Bajonette und Korruption. Die ersten Verhandlungen wurden am 22. April zwischen der Bezirksleitung der Grube Frankenholz und den Bergarbeiterorganisationen geführt. Offenbar glaubte die Grubenoerwalwng mit den Zugeständnissen, die dort ge- macht wurden, die geschlossene Front der Bergarbeiter zu sprengen. Denn nach diesen Zugeständnissen auf Grube Frankenholz kamen die schlimmsten Terrorakte. Das Koali- tionsrecht wurde so gut wie beseitigt, man oerbot das Streikposten st ehen, den Arbeitern wurden ihre Wohnungen gekündigt und noch schärfere Maß- nahmen wurden in Aussicht gestellt. Das gewalttätige Vorgehen der Regierungskommission, das selbst im Dölkerbundrat die schärfste Kritik erfuhr, hat schließlich im englischen Unterhaus sowohl durch den Ne- gierungsvertreter wie durch die Opposition eine denkwürdige Verurteilung erfahren. Es ist zu hoffen, daß mit dem Korrup» tionsregime, das im flagranten Widerspruch zum Friedens- vertrag steht und eine friedliche Bevölkerung einer imperial!- stischen Willkürherrschaft ausliefert» aufgeräumt wird. Dazu hat der Widerstand der Bergarbeiter nicht zum wenigsten bei- getragen. Nach den getroffenen Abmachungen betragen die Durch- schnrttslöhne der Hauer 21 Fr.(10 Fr. Gedingelohn, 6 Fr. feste Zulage, 5 Fr. SOprozentige�Zulage). Die Mindestlöhne betragen 18,45 Fr. pro Schicht. ostemichischen Natlanalrots, darunter Settz, Dr. Renn«? ijrÄ L ud o Hartmonn erschienen. Ms Vertreter der deutschen Bur- schenschast schließlich Freiherr v. Gagern, der Sohn des Präsi- denten der ersten deutschen Nationaloersanmüung in Frankfurt. Krawall in Dortmund. Zusammenstoß mit der Schutzpolizei— 7 Schwerverletzte. Dortmund, 13. Mai.(WTB.) Im Anschluß an ein« Ver- sammlung streikender Bergleute der Zechen Kaiser- stuP I und 2 bildete sich ein stärkerer Demonstrationszug, an dessen Spitze sich mehrere kommunistische Hundert- s ch a f t« n, mit Knüppeln und Hacken bewaffnet, setzten. Der Zug bewegte sich zur Zeche Minister Stein, um die dort Arbeitenden zur Arbeitseinstellung zu bewegen. Die Zeche war von Polizeibeamten des dortigen Be- zirks befetzt. Di« Beamten wurden mit Stöcken und Steinwürfsn von den Demonstranten angegriffen, auch fielen mehrere Schüsse aus der Menge Ohne Hinzukommen einer Verstärkung wären die Beamten überwältigt worden. Im Augenblick des Em. treffen? der Verstärkung, die ebenfalls mit einem Steinhagel empfangen wurde, waren die Tore zur Zeche gewaltsam geöffnet worden. Die Yolizeibeamten machten jetzt von der Waffe Gebrauch. Hierbei wurde ein Zivilist lebensgesähr- lich verletzt. Die Polizei war gezwungen, gegen die Demon- stranten vorzugchen und den Platz zu säubern. Bon den Polizei- beamten wurden durch Steinwürfe und Messerstiche sechs schwer und drei leichter verletzt. vor dem tzamdurger Kongreß. Sitzung des Organisationskomitees. Hamburg, 18. Mai.(Eig. Drahtbericht.) Das Organisation«- komitee für den Internationalen Sozialistenkongreß in Hamburg trat heute früh 10 Uhr im Hamburger Cewerkschastshaus unter dem Vorsitz des Gen. Henderson zusammen. Anwesend sind die Die übrigen Schichtlöbne unter! Genossen Tom Show(England). Friedrich Adler(Wien), Stauning Tage betragen von 16,50 Fr. bis 20 Fr., die Schichtlöhne über j(Kopenhagen), Bande rvelde(Brüssel), Abramowitsch(Rußland), Tage von 15,50 Fr. bis 18,75 Fr. Die Berantwortungszulage beträgt bis 10 Prozent, die Handwerkerzulage bis 12 Prozent. Die bisherige Frauen- und Kinderzulage von 1 Fr. pro Schicht bleibt bestehen. Wegen der Teilnahme amStreik oder wegen Ausübung von Funktionen, welche die Organisationen den Belegschaftsmitgliedern gegeben haben, finden keine Maßregelungen statt. Wenn auch nicht die ursprünglichen Lohnforderungen in voller Höhe durchgesetzt wurden, so bedeutet doch dieses Ergeb- j nis einen wesentlichen materiellen Erfolg, dar-! über hinaus aber einen großen materiellen Sieg der Saarbergleute über die gewalttätige französische Erubenver- waltung._ Die Seier in ßrankfurt a. N. jsnmkfurl a. 18. Mai.(WTB.) Zur heutigen Feier sind hier eingetroffen: für die Reichsregierung: Reichspräsident E b e r t, Reichsminister Dr. Brauns, Reichsminister Oeser, Ministerial- direktor Dr. Meißner und Ministerialdirektor Dr. Brecht: als Vertreter für die preußische Regierung: Ministerpräsident Braun, Staatsminister Dr. W« n d o r f, Staatsminister Hirt- iefer und Staatsminffter Severing; von den Regierungen der Länder Staat« präsidcnt Dr. H i e b« r- Württemberg, Ulrich- Hessen, Remmele» Baden, Ministerpräsident Zeigner- Sachsen: überdies Vertreter der Regierungen der anderen Länder mit Ausnahme von Bayern. Als Dertreter des Reichstags Reichstagspräsident L ö b s, die Vizepräsidenten Dr. R i e ß e r und Dr. Bell, sowie Dertreter aller Fraktionen des Reichstags mit Ausnahm« der Kommunisten und der Deuffchnationalen: für den preußischen Landtag Landtagspräsident Leinert und Abgeordnet« oller Fraktionen des Landtages mit Ausnahme der Kommunisten und der Deutsch- nationalen, ferner Dertreter und Abgeordnete sämtlicher deutschen Parlamente und der Dorsitzende des Reichswirffchaftsrats Lei- p a r t. Aus Oesterreich sind zehn Delegierte oller Parteien des Brack«(Frankreich). Wels und Erispien(Deutschland). Das Organisationskomite« befaßt« sich zunächst mit den durch die Presse bekanntgewordenen Plänen der Kommuni st i- schen Partei aus Aulliß des Internationalen Kongresses. Es wurde bezüglich der kommunistischen Pläne folgende Entschließung gefaßt: „Das Organisationskomitee des Hamburger Kongresses hat aus der Veröffenllichung des Rundschreibens der KPD. im„Hamburger Echo" erfahren, daß die Kommunisten ihre alte Tätigkeit, olle Ein- richtungen, die der Einigung der Arbeiterklasse dienen sollen, zu stören, auch hier fortsetzen wollen. Die Methode, die sie in diesem Falle einschlagen wollen, und die darauf abzielt, auch parteilos« Arbeiter zu Deputationen an dem Kongreß aufzubieten, vermag an dem Zweck der Agitation nichts zu ändern. Das Organisations- komitee begrüßt es selbstverständlich, wenn die Arbeiterschaft in den Betrieben zu den Arbeiten des Kongresses Stellung nimmt und ist überzeugt, daß die überwältigend« Mehrheit der Arbeiter das Werk der Einigung mit Freuden begrüßen und die kommunistischen Störungsversuche ablehn en wird. Die Stellungnahme der Hamburger Arbeiter wird überdies in der geplanten Kundgebung zum Ausdruck kommen. Es wäre daher ungerecht und zwecklos, weil der Kongreß zufällig in Hamburg tagt, von einzelnen Betrieben Deputationen zuzulassen, die den Kongreß nur in der Beratung de? wichtigsten Fragen der Politik der Arbeiterklasse stören würden. Aus diesen Gründen beschließt das Organisationskomite-, daß De- putationen sowohl aus Betrieben als auch von lokalen oder Landesorganisationen nicht empfangen werden können." Im übrigen befaßte sich das Organisationskomite- mit der Frage, welche Parteien zum Kongreß zugelassen werden sollen, und mit Vorschlägen an den Kongreß über 4 einzusetzende Kommissionen und deren Vorsitzende._ Scheidemcmn» Reichstagsrede über das Verbot der Deutsch- völkischen Freiheitspartei sst im Verlag für Sozialwissonschaft unter dem Titel„Die rechtsradikalen Verschwörer" als Broschüre erschienen. Kastanien. Bon Erich Grisar. Eine Stunde lang muß ich jeden Tag durch graue Straßen schreiten, um aus der Stadt, in der ich wohne, in die Lorstadt hinaus an meinen Arbeitsplatz in die Fabrik zu kommen. Eine Stund« lang bin ich ausgeschlossen vom tätigen Leben und trage nur einen Gedanken: Vorwärts, vorwärts, daß du nicht zu spät kommst. Und daneben taucht dann und wann ein« Frage auf: Ob wohl die Kastanien, die draußen vor der Fabrik stehen, schon Blätter angesetzt haben?, und später im Frühling, ob sie ihr« Gerzen schon aufgesteckt haben, und noch später, ob die Blätter wohl schon welken und ob sie schon fallen, und so weiter, bis es dann wieder Frühling wird. Und dann kommen sie, ganz am End« des langen Weges: 2— 4— 6 Kastanien. Eine schöner als die andere und mit leuchtenden Kerzen. Dann stehe ich acht Stunden am Arbeitstisch oder am Amboß und schaffe. Und hinter mir steht dabei ein alter, grießgrömiger Meister, der längst vergessen hat, wie wild so ein zwanzigjähriges Iünglinzshsrz gegen die Rippen pocht und wie wirr es in solchem Hirn aussieht. Namentlich jetzt im Frühling. Die Mädchen sind darin anders. Weicher— geduldiger. Aber auch in ihnen gärt es manchmal, und auch sie blicken mehr als einmal in den acht Stunden sehnsüchtig hinaus nach den Kastanien vor dem großen Tore, das sich hinter uns schloß. Ein hoher Schuppen verdeckt sie fast vollständig nach der Fabrik zu, und nur von meinem Fensterplatz aus kann man ein Zipfelchen von chnen sehen. So kommt denn iunner niel Besuch zu mir. Buben und Mädchen. Mit gleichgültigen Dingen kommen sie oft. Fragen nach der Zeit oder nach irgend etwas. Und dann gehen sie wiekker. Aber jedesmal, wenn sie gehen, leuchten chr« Augen heller als zuvor, und eine Sehnsucht glüht in ihnen: Freiheit. Einen Tag in der Woche sind wir frei. Das ist der Sonntag. In Wald und Wiesen, an Bächen und Seen, unter Blumen und Tieren vergesfen wir, daß wir sechs Tag; in Rauch und Ruß und Staub und Lärm stehen mußten, um diesen«inen Tag frei zu sein. Und wir sind doch gar nicht frei, denn hinter dem Sonntag steht allemal der Montag, und hinter dem grünen Walde lauen stets die schwarze Fabrik. Und wartet auf uns. Ein Tag Freisein ist eben kein« Freiheit: das Ist nur ein« Pause, die wir brauchen, um sechs Tage schaffen zu können, ebenso wie die Kastanienbäume vor den Toren der Fabrik nicht der grüne Wald sind, nach dem wir uns sehnen. Und doch haben wir viel Freude an ihnen, und jeden Tag gilt ihnen acht Stunden lang unsere Sehnsucht. Sie sehen zu dürfen in ihrer ganzen Große und mit all den tausend Kerzen, macht uns die Arbeit eines langen Tages leicht, wie uns der Sonntag die Qual einer langen Woche ertragen läßt. Tief drinnen im Herzen aber wissen wir, daß es nicht die kleinen Grünzipfel sind, denen unsere Sehnsucht gilt, sondern daß unser Herz krank ist nach der wohltuenden Ruh« grüner Wälder und goldener Freiheit in sonnigen Bergen. Goekhe im Ballett. Es gibt Gedichte der Welt- und Ewigkeiis« literatur, die, ein Heiligtum für sich, von keinem Sprecher in ihrer Inbrunst, in ibrer symbolischen Gestaltung, in ihrem künstlerischen Wert ganz erfüllt werden. Gesänge dieser geistigen und ethischen Durchtränkung sind Goethes„Braut von Corinth",„Paria",„Der Gott und die Bajadere". Und wenn auch Zelter und Loewe die Klänge zu Hilfe nahmen, um Stimmungen dieser Goetheoerse im Gefühl zu verdichten, so bleibt das geschriebene Wort in jeder Silbe ehern und stark wie göttliches Wort, so bleibt doch Goethes Gedicht allein Siegerin. Profaner Versuch, den In- halt dieser lyrischen Menschheitsballade wiederzugeben, der Worte Bedeutung zu analysieren. Profanerer Wunsch, diesen Gehalt einer Musik anzuvertrauen, szenenweis die Entwicklung auscinanderzu- reißen und zu glauben, durch musikantischen Rhythmus die innere rhythmische Spannung imd Bewegung dieser göttlichen Verse etwa erlebnisstärker zu machen. Daran mußte jede Begabung scheitern, selbst eine viel stärkere als Leonid Kreutzer.„Es freut sich die Gottheit der reuigen Sünder"— bis zu dieser Apotheose der Buße mußt« in einem einzigen klingenden, aus Rausch und Askese, aus Hemmung und Hingabe, aus weltlichem und götilichem ge- mischten Musikaufftiog. das Wert' anwachsen, es mußte über den kleinen weltlichen Einfall des Balletts hinaus Musik als Idee, als Geist wirken. Auch dann noch war das Werk gegen Goethe ausgs- spielt, nicht für ihn und seine Stimme eingesetzt. Was soll in diesem sprachlich ausschwingenden Hymnus das Ballett als eigentlicher Träger der Handlung? Zwei Seelen stehen sich gegenüber: die eine ist die eines reinen Gottes, der Mensch wird, die andere die eines sündigen Menschen, der reuig erhoben wird zur Gottheit.— Richard W sichert schält; in der Ausführung des C h a r. lottenburger Opernhauses das Aeußere in Aufzügen, Gebeten, hingelogerten Szenen, brünstigen Bitten und werbenden Tänzen heraus, nicht ohne Theatergeschick und Spannung. Kreutzer ersrndet eine ganze Reih- eingängiger, meist mit exotischen Tönen durchsetzten Melodien, einen schwärmerischen Liebesgesang,«inen prophetischm Marsch, ein paar indische Tänze und Soloszenen für die Bajadere und ihr Volk. Das alles klänge, leicht hingcspielt, in dem Orchester recht gut, wenn nicht ein Tempo der Müdigkeit das Interesse an den leitmotwisch breitgetretenen Melodien erschütterte. Auch kleine tänzerische Keckheiten ver- scheuchen nicht den Eindruck der Monotonie, de? Endlosigkeit der Auslieferung an bescheidenen Effekten und der Armut an künstle- rischer Gestallung. Wie anders hat das Strauß in der Josephs. legende gekonnt! So wurde es in Charlottenburg, bei Gott, Goethe und der Kreutzersar.aie, nur ein Achtungserfolg, an den die neue Direktion viel, allzuviel Mühe verwandt hat.— Die Aus- stallung war sarbig, der Weihe und Andacht des Stoffes angepaßt. Lina Gerzer sorgte nicht nur für Eigenheit und Klarheit der Gruppentänze, sondern schuf als Bajadere auch eine im Charakter. tanz aufgehende menschliche Atmosphäre, die für die schöne Frau in allen Phasen ihres Schicksals die Aufmerksamkeit freudig fesselte. K.§. Aerztliche Erfahrungen� bei der ZNounl-Everesi-Expedillon. In einer Sitzung der„Royal Society of Medicin« erstattete Dr. Long- taff über die Erfahrungen, die vom Standpunkt des Arztes bei der Besteigung des Mount Eoerest gemacht wurden, Bericht. Da in den erreichten Höhenlagen, so führte er nach einer Mitteilung der „Deutschen Medizinischen Wochenschrift" aus, der Schnee verdampft und über 25 000 Fuß Höhe kein Eis mehr gesunden wurde, war die größte Sttzwierigteit die Beschaffung von Wasser. Di« Mitglieder der Expedition wurden in zwei Gruppen geteitt, von denen die eine Sauer st off benutzte, die andere nicht. In den Höhen von 16 000, 19 600, 21 000 und 2S 000 Fuß wurden vier Lager errichtet, und vom letzten Lager aus wurde«ine Höh« von 27 000 Fuß erreicht. Dabei stiegen die Kletterer ohne Sauerstoff zunächst 500. später 400 Fuß in der Stunde, während die mit Sauer- stoff ausgerüsteten Kletterer bis zu 27 000 Fuß 666 Fuß in der Stunde erreichten. Die Leute ohne Sauerstoff litten an schweren, die- mit Sauerstoff an oberflächlichen leichten Erfrierungen. Kurz vor dem Ziel verhinderten Mangel an Sauerstoff und Wasser sowie das anhaltend schlechte Wetter und die Frostschäden die Erreichung des Gipfels. Ein ahauagsooller Engel. In der„Berliner Bolkszeitung" er- scheint gegenwärtig ein Roman„Der Weckruf", der im Renolutians- jähr 1848 spielt. Der Schluß in der Nr. 112 vom vorigen Mittwoch lautet da folgendermaßen: „Die Friedhofsruhe ist da. spottete der Buchhändler,„der dick- Monarch kann wieder ruhig schlafen..." Dr. Wagner seufzte: „Der Sieg der Reaktion ist vollständig. Was jetzt kommt, er- Mt mich mit Grauen. Wir gehen fürwahr hetrlichen Zeiten ent- gegen'" Doch der temperamentvolle Herr Anselm Krause protestierte lebhaft: (Fortsetzung folgt.) Hat der temperamentvolle Krause die Fortsetzung der vormörz« lichen Reaktion oder d.« der herlichen Zeiten prophetischen Gemütes vorausgesagt? Oder vielleicht beides? Mar««hagall bat eine Folge von 20 Radierungen.Mein Leven' gelchaffen. die weben im Verlag v»ii Paul Eassirer. Berlin, erschienen sind. Dw Blait« üeller: die dem Künlller nahestehenden Menschen und welent» liche Emdi ucke aus seinem Leben dar. -Die ZluSstellnng ruisifcher V-ichkunft in der Bibliothek des Kunst. ä/ sslf?."il*",7 9 st' durch neu« Zugänge erweitert worden und dlS Ende dieses Monat» wochcntögUch von 9-9 Uhr geöffnet. Galerie Dr.©olbichmldt« Xr. WaUersteiu, SchöneSergii: User SSa. zeigt ron Mitte Mai bis Mitte Juni neue Mcmälde von «. K-rschbaum-r und Martin Bloch. Si-ue«rapbll von Bel». C z o b e l und Kar l Ja lob Hirsch, sowie Aquarelle und Zeichnungen von Friedrich Rathanson. Dks Resißon im Krupp-Prozeß verworfen.] Düsseldorf. 18. Mai.(JBDB.) Die gegen das Werdencr llrkeil von KruppvonBohleuundhalbach sowie de» Kruppscheu Direktoren eingelegte Revision wurde heute vor dem Revisionsgericht in Düsseldorf v e r w o r f en. Dagegen ist die vom Zetrlebsraksmit- glied Müller elugelegke Revision zugelassen worden, uud es wird daher über diesen Aull des Werdeuer Prozesses erneut vor dem Düsseldorfer Kriegsgericht verhandelt werde»._ Der Verhomülllugstenmu im Prozeß gegen Slugnfl Merge», d-n friibsrsn broimichweigiichsn Ministerpräsidenlen, und Frau Minna Faßhauer ist auf den 4. Juni vor der Srrafkammer in Vraun'chweig festgesetzt worden. Des Morgens m öer Zrühe... Der erste Pfingstfeiertag ist der erste Tag der Frühkonzerte. Dos ist seit langem eine feststehende Berliner Einrichtung, die jeder. der etwas auf sich hält, um Gottes willen nicht versäumen darf. Ilm schönsten und erbaulichsten aber war es immer in den„Zelten". In den sechs oder sieben nebeneinanderlegenden Gastwirtschaften tuteten zu gleicher Zeit die Kapellen, aber jede natürlich ein anderes Etück. Ob, wie es nicht selten vorkam, der einzelne Musiker in den verschiedenen Kapellen für sich ollein spielte und sich den Teufel um den Takt kümmerte, ob einer ti» statt moll spielte, alle diese Kleinigkeiten konnten den Genuß der Frühkonzerte keinen Abbruch tun. Das Publikum amüsierte sich auf das beste. Schauernd wandten die Bäume des Tiergartens sich ab von dieser Sinfonie aus falschen Tönen, Tassenklappern und EläserkNrren. Aber„die Masse Mensch" saß und fand es himmlisch in der„freien Natur". Ueberhaupt dieses Publikum der Frühkonzerte! Der größte Teil davon war schon feit dem Abend vorher unterwegs, hatte die Nacht durchkneipt und erlabte und erlustigte sich nun noch am Früh- konzert, das mit seinem Radau so recht zu seiner Stimmung paßte. Sie sahen zwar ein wenig zerknüllt und zerknautscht aus, die Nacht- schwärmcr, aber daran kehrte sich keiner, dos gehörte nun mal mit zu Pfingsten, dem lieblichen Fest. Eigenartig genug schauten im Gegensatz zu diesen vom Tag vorher Uebriggebliebenen die neu ge- bügelten und steif gestärkten Konzertgöste aus, die mit dem ganzen Ernst und der ganzen Würde des braven Bürgers Natur und viele Tassen zweifelhasten Kaffees genießen. So faß man, wenn die Sonne warm und hell schien, was zu Pfingsten immerhin schon mal rorgekommen ist. Stunde um Stunde. Dann wandelte man lang- sam durch den Tiergarten noch chause, und wenn man besonderes Glück hatte, ließ man sich, o welch- Wonne, in einer der Seiten- alleen Stand von der» Pferden um die Nase wirbeln._ Inzwischen haben sich die Zeiten ein wenig geändert. ER macht in Holland Pfingstpromenade und die Radaumustk in aller Herrgottsfrühe findet heute wenig Liebhaber mehr. »Raffke auf öer ftoklagedaak*. Mozaks Methode in der Kritik des Staatsanwalts. Nach Eröffnung der heutigen Sitzung durch Landgerichts- tirettar Marschner wurde nach kurzen Feststellungen die Beweis- aufnähme geschlossen und nahm dann Sraatsanwaltfchastsrat Dr. Herrmcmn zu feiner Anklagerede das Wort. Der Staotzcmroaltschastsrat führt etwa folgendes aus: Wenn man die dreiwöchig- Verhandlung auf volkstümliche Weise charakterisieren wollte, könnte man sagen:„Hier sitzt Raffte auf der Anklagebank." Es handelt sich hier um mehr. als um das Schicksal eines Angeklagten es geht um«in System, bei dem nicht die letzte Schuld auf Wojak fällt. Aus der einen Seite sehen wir den skrupellosen Verdiener, den Geldmacher bis zum äußersten, der keine Hemmungen auf feinem Wege kennt und über Leichen geht. Er kaust die Menschen und Dinge und alle Mittel sind ihm recht. Dann hat Wojak noch einen besonderen Trick, der zwar häßlich ist, aber geschickt. Er lockt die Angestellten aus ihren guten Stellungen weg, verspricht ihnen alles mögliche und gibt ihnen dann einfach einen Fußtritt. Ein Prinzip hatte 'Wojak bis zur Vollendung durchgeführt. Er schmierte an den Riescnkörpern, mit denen er zu tun hatte, jedes Gelenk und Finger- glieo, damit alles reibungslos lief. Die Gerechtigkeit verlangt es ober, auch festzustellen, daß Wojak aus der anderen Seite würdige Pcrtragsgegner hatte. Die Verhandlung hat gezeigt, daß eine ganze Reihe von Zeugen, Direktoren, Abtei- lungslciter und Schätzer gewisser Stellen Leute sind, die sämtlich keine reine Weste haben. Man hat gesehen, wie leicht es den Schiebern gemacht wurde, die Ware, nach der da» Publikum lechzte, zu bekommen. Es ist hierfür nur ein kleiner Ausschnitt der ganzen Verfehlungen zur Sprache gekommen. Wenn die untersten Schichten, die kleinen Portiers und Wiegemeister sahen, wie es oben gemacht wurde, dann war es kein Wunder, wenn auch sie mitmachten. Das Fazit war, daß das Dolksvermögen zwischen diesen Mühlsteinen zerrieben wurde. Noch heute, nachdem ihm durch das Strafverfahren bereits 4Sl) Millionen Mark abgenommen sind, besitzt er Milliardenwerte! Woher sind diese Milliardenwerte entstanden? Das Verfahren hat gezeigt, daß es durch eine Methode geschehen ist, die letzten Endes mit Schuld daran trägt, daß das deutsche Volksvermögen fo schlecht dasteht. Der Staatsanwalt geht dann auf die einzelnen Fälle ein und beantragte schließlich gegen Wojak wegen einfachen Betruges in sechs Fällen, fortgesetzten Betruges in Zwe, Fällen, Urkundenvernichtung in zwei Fällen. Anstiftung dazu in einem Fall. Unterschlagung und Diebstahl sowie fortgesetztem UN. lauteren Wettbewerbes eine Gesamtstrafe von vier Iahren drei Monaten Gefängnis, unter Anrechnung von einem Jahr drei Monaten Untersuchungshast und 5 kl M i l l l. onen Mark Geldstrafe, Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrecht« auf fünf Jahre. Weiter beantragte der Staatsanwalt Abtrennung de- Verfahrens im Falle Foerfch. Bei Schaniro und Tie! beantrcgte er Freisprechung, gegen die übrigen� Ange« klagten Strafen zwischen zwei Monaten und einem Jahr Gefängnis. Das Krlegeröenkma! ouf öem Kinderspielplatz. Erbauliches vom Bezirksamt Tiergarten. Bei dem reaktionären Bezirksamt Tiergarten ist es immer mehr Mode geworden, die Bezirksversammlung auszuschalten und eigenmächtig zu handeln. In der gestrigen Sitzung nahmen unsere Genossen einmal Gelegenheit, gründlich mit dem Vorgehen dieser Hcrrfchasren abzurechnen. Der Offizierverein des ehemaligen Garde» Kürafsierregiments hatte vor Jahresfrist den Antrag gs- stellt, ihm einen Platz im Kleistpark zur Aufstellung eines Kricger- denkmals zu Ehren seiner gefallenen Kameraden zur Verfügung zu stellen. Das Bezirksamt hat dem Antrag zugestimmt und eifrig mit den Vorarbeiten begonnen. So wichtig erschien die Aufstellung des Denkmals, daß das Bezirksamt sich nicht scheute, euren Platz dafür zu opfern, dessen Schutz die vornehmste Aufgab« einer für die Interessen der Bevölkerung arbeitenden Behörde sein sollte. nämlich den einzigen in diesem Stadtteil« befindlichen Kinderspielpl atz. Nachdem olle Vorarbeiten in Angriff ge- nommen und bereits der Sandkasten von dem Spiel- platz entfernt worden ist. stellte gestern das Bezirksamt das Ansinnen an die Versammlung, jetzt nachträglich zu allem Ja und Amen zu sagen. Gen. E l a j u s trat der Vorlag« wirkungsvoll entgegen. Er wies darauf hin, daß man die"Gefallenen nicht besser ehren kann, al» indem man für die Hinterbliebenen sorgt. Wenn man aber durch dieÄ Momi-z ment den Großstadtkindern die an sich so spärliche Gelegenheit, sich im Freien zu tummeln, beschneidet, so ist das nichts anderes als Raub an der Gesundheit der Jugend! Bürgermeister Doflein konnte die gegen das Bezirksamt er- hobenen Vorwürfe nicht entkräften. Sämtliche bürgerlichen Par- teien trösteten sich damit, daß doch das Denkmal schön sei—> u as ja niemand bestritten hatte—, und gingen auf die von Clajus vorgebrachten Gründe gar nicht ein! Luch über ein von 600 Bürgern unterschriebenes Protestschreiben ging man glatt hinweg. Bei der namentlichen Abstimmung stimmten mit uns nur die Kommunisten gegen di» Aufstellung des Denkmals auf dem Spielplatz. Ferner hatte die SPD. einen Antrag eingebracht, das feiner- zeit im Kleistpark beschädigte Diana-Standbild statt auf dem Sportplatz, wo es auch nicht sicher ist, in den Anlagen des Krankenhauses Moabit aufzustellen. Bürgermeister Doflein erklärte, daß di« Versammlung wieder vor einer voll- endeten Tatsache steht— der Sockel sei bereits im Sport- platz aufgestellt. Schließlich wurde die Zustimmung der Verfamm- lung zu der ebenfalls vom Bezirksamt beschlossenen Verlegung der Aemter verlangt. Gen. P a e r s ch protestierte gegen diese neuerliche Eigenmächtigkeit und wies darauf hin, daß vor allem die Verlegung des MEA. II nach der Lützowstraße ein« erhebliche Belästigung der Moabiter Bevölkerung bedeute. Jetzt wurden sogar di« bürgerlichen Parteien mobil und verbaten sich das ständige Uebergehen der Dezirksversammlung. Ein von sämtlichen Parteien unterzeichneter Antrag verlangte, daß das Bezirksamt feine Um- zussarbeiten einstellt, bis ein Ausschuß di« Angelegenheit ge- prüft hat.__ Der Nestor der Hoteldiebe. Der 64 Jahre alte frühere Bergmann Moritz Schlitzer, der seit Jahrzehnten nur vom Hoteldiebstahl lebt, wurde nack einem Diebstahl ergriffen und der Polizei übergeben. Schon im Jahre 1800 machte er einmal von sich reden, als er auf einem Transport seinem Aufseher entsprang. In der letzten Zeit suchte er Berlin wieder heim. Mit einem großen Koffer stieg in einem Hotel, einem Hospiz oder einer Herberge ab, trug sich unter irgendeinem Namen in die Fremdenliste ein nnd stahl entweder noch am selben Tage oder in der nächsten Nacht, was er in den Zimmern anderer Gäste oder im WirtschaftSbetriebe fand. Er packte die Beute in feinen großen Koffer, um dann schleunigst wieder abzureisen; wenn er sonst nichts fand, nahm er wenigsten? das Bettzeug aus seinem eigenen Zimmer mit. Er wurde jetzt verhaftet, nachdem ein Gast die ihm gestohlenen Sachen in dem Koffer SchnitzlerS fand. Die Kriminal- volizei erkannte in ihm einen alten„Holelipezialisten", der bei seinem Alter wohl der N e st o r der H o t e l d i e b e ist, wieber. Ramasan-Bairaw. Das den Fastenmonat beendende Fest wird immer von den Mohammedanern mit großer Freude begrüßt. So feierte auch die Berliner mohammedanische Kolonie den Ramasan- Bairam in der kleinen Holzmosch«« in Wünsdorf. Der Pols- damer Ringbahnhof bot daher am Donnerstagmorgen ein unge- wohntes Bild.„Wer zählt die Bölker, nennt di« Rainen", konnte man ausrufen, denn nicht nur Türken, Aegypten, Araber, Perser, Afghanen, Inder, Tataren, Turkestaner, Russen, auch Gelbe und Neger sowie Deutsche und Amerikaner, di« Anhänger des Islams sind, waren vertreten. Bon der Moschee, die sich als viel zu klein erwies, wehten die alt« türkische, di« bucharische und die iranisch« Fahne. Das Gebet verrichtete der türkische Imam, während der tatarisch« Mullah für den Bau einer neuen Moschee warb. Man sagt, die hiesige mohammedanische Kolonie sei so reich, daß sie sich das erlauben könne. Neben den afghanischen Schülern in ihren hohen Mützen fielen die in den letzten Monaten noch Berlin gekommenen bucharischen Schüler in ihren bunten Seiden- mäntcln auf. Die türkischen und ägyptischen Studenten veranstol- teten aus dem Platz vor der Moschee ein Fußballwettspiel. Di« Einladungen zum Fest erließen der Türkisch« Klub und der Verein zur Unterstützung russisch-mohammedanifcher Studenten, während der Geldgeber die buchorisch« Handelsvertretung war. »Volk uud Zeil", unsere illustrierte Wochenschrist, liegt der heutigen Postauflage bei. Für eine Politik der Verständigung. Die Liga für Men- schenrecht« harte gestern in den Kammersälen zu einer Der- sammlung eingeladen, die stark besucht war. Den Vorsitz führt« Helinuth von Gerlach, der die Veranstaltung durch eine kurze Ansprache«inleitete. Zum Thema„Militarismus, Kapital und Ruhrwirtschaft" sprachen Gewertschafts'ekretär Möller und der Generalsekretär der deutschen Friedensgesellschaft, Seger. Die Redner forderten die Reaierung zur Einleitung einer neuen Politik der Verständigung auf, da der passive Wider- stand nicht mehr lange fortgesetzt werden könne, zumal es dem systematischen Lorgehen der Franzosen allmählich doch gelungen sei,«inen wenn auch nur notdürftigen Verkehr einzurichten und «inen gewissen Teil der Kohlen- und Koksbestände abzutranspor- tieren. Eine in diesem Sinne abgefaßte Entschließung wurde der Versammlung zur Annahme empfohlen. Eine Niederlage Lreiieustcälers. Der schwedisch« Boxer Harry Persson hat gestern abend den deutschen Meister Breitensträter nach zwölf Runden noch Puntten geschlagen. Wetter für morgen. Berlin und Umgegend. Vielfach heiter, aber noch ziemlich kühl und veränderlich, mit geringen Regensälle» und mäßigen westlichen bis nordwesiltchen Winden._ Groß-Serliner Partemachrichten. 4.®4t Unser Genosse MSnch ist verstoeden. Die Einäscherung findet heute nach- nilttag,!>/. Uhr, im Krematorium Serichtk-r-ße fielt. 48. rvt. Scnosse Wilhelm Meuer, Mathieustr. 19. ist v erstorben. Beerdigung Sonnabend, den 10. Mai, nachm. 4 Uhr, von der Halle des alten Iakobiiirchhof-S, Berliner str 2/6 an». Devisenkurse. 1 holländischer Gulden... 1 argentinische Papier-Peso 1 belgischer Frank...... 1 norwegisch« Krone... 1 dänische Krone....... 1 schwedische Krone..... 1 finnische Mark....... 1 japanischer gen...... 1 italienische Lire...... 1 Pfund Sterling...... 1 Dollar........... 1 französischer Frank.... 1 brasilianischer Milrei«.. 1 Schweizer Frank...... 1 spanische Peseta..... 100 österr. Kronen(abgest.), 1 tschechische Krone..... 1 ungarisch« Krone..... 1 bulgarisch« Lewa..... 1 jugoslawischer Dinar... 18. Mai Näusrr-! Berläoser sMeid-) stur« (Brief.) stur» 10052.85 17556.— 2817,95 7080. 9077.25 18067.25 2334.02 221487.50 48877.50 8272.70 8825.38 7401.45 19147.75 17644.- 2833.07 8020. 9122.75 18133.76 2395.98 225562 50 49122.50 8289.21 8869.62 7438.55 «änser «Seid-) sture 17. Mai Berkäufrr (Brief.) stur» 18154.50 16698.15 2873.30 7501.20 8628.37 1234406 1296.75 22603.13 2259.83 2)4711.87 46533.37 3122.17 4783.- 8428.87 7117.16 66.33 1396.50 8.77 379.05; 489.77; 18245.50 16731.85 3683.70 7538.80 8671.63 12405.94 1803.25 22806.88 2270.67 215788.13 46766.63 8187.83 4812.— 8471.18 7152.84 66.67 1403.50 8.83 380.9o 492.93 Gewerkschaftsbewegung Lohnkampf üer Holzarbeiter. Kopf an Kopf gedrängt füllten die Vertrauensleute und Be> triebsräte oller dem Reichsmanteltarifvertrag des Deutschen Holz- arbeiterverbandes unterstehenden Betriebe am Donnerstag den großen Saal des Kliemfchen Etablissements in der Hasenheid«, um den Bericht über die letzten Lohnverhandlungen mit den Arbeit- gebern entgegenzunehmen. Redner war Döse. Die Derhand, lungen wurden am 11 d. Mts. geführt. Nach langwierigen Aus» einandersetzungen machten die Arbeitgeber schließlich folgendes Angebot: Die Tariflöhne werden auf drei Wochen festgelegt und sollen eine Erhöhung um 15 Proz. erfahren. Die Verhandlungskommission hatte 30 Proz. gefordert. Sie erklärte, dieses Gebot ablehnen zu müssen well es zu minimal sei und andererseits für eine viel zu lang« Periode gelten solle. Aus eine so lange Zeit di« Löhne fest, zulegen, sei angesichts der ungeheuerlichen Teuerungswelle nicht angängig. Damit waren die Verhandlungen beendet. Di« nach dem Bericht einfetzende Aussprache zeugte von einer großen Er- bitterung der Holzarbeiter über das niedrige Angebot, das geradezu provokatorisch wirke. Mehrere Redner bezeichneten die Zulage als einen Bettelpfennig, der entschieden abzulehnen sei. Nach einem Schlußwort von Böse wurde folgende Ent- schließung gegen ein« erhebliche Minderheit, die für einen sofortigen Kampf war, angenommen:„Die Betriebsräte und Vertrauensleute nehmen mit Entrüstung Kenntnis von dem unzulänglichen Zuge. ständiris der Arbeitgeber. Dos Verlangen, auf drei Wochen mit einer Lohnerhöhung von 15 Proz. abzuschließen, ist unannehmbar. Die in den letzten Tagen erneut eingetretene Verteuerung der dringlichsten Lebensbedürfnisse zwingt zu kurzen Abschlüssen. Des. halb rvird die Verwaltung verpflichtet, sofort in weitere Derhand» lungen mit den Arbeitgebern einzutreten, um andere Forderungen durchzusctzM. Die Ortsoerwattung wird bevollmächtigt, even» tuell durch Kampfmaßnahmen zeitentsprechenden Forderungen Geltung zu verschaffen." Don der Dersammlungsleitung wurde hierauf dazu aufgefor- dert, für die laufend« Arbeitswoche die Zulage von 15 Proz. in den Betrieben zu verlangen._ Zur Lohuregelung in der Metallindustrie. Zur Versammlung der Funktionäre des Deutschen Metallarbeiter. verbände», Verwaltungsstelle Verlin, fei noch folgender Bericht nachgetragen: Bevollmächtigter U r i ch führte über den Derhandlungsgang aus, daß, nachdem bei der letzten Lohnverhandlung die Unternehmer er- klärt hatten, eine Fordmmg von 100 Proz. Zulage bedeute keine Berhandlungsbasis, das Reichsarbeitsministerium zur Schlichtung an- gerufen werden mußt«. Auch hier nahmen die Unternehmersertretsr ihre alte Stellungnahme ein. Erst nach harten Debatten, die volle acht Stunden in Anspruch nahmen, konnte das-Schiedsgericht ein- stimmig einen Spruch fällen(den wir bereits im heutigen Mar- genblatt mitgeteilt haben. Die Red.). In der Diskussion wurde für und wieder die Annahme des Spruches gesprochen. Von feiten einiger Mitglieder der Verhandlungskommission wurde dagegen de- tont, daß man alles getan habe, um ein« bessere Lohnerhöhung zu erzielen. Unsere Ausgabe müsse es mehr denn je sein, alle Arbeiter und Indifferenten zu organisieren, damit wir kampfkräftiger werden. Ist erst einmal die Ruhrbesetzung vorbei, dann wird der Kampf zwischen Kapitalismus und Arbeiterklasse um so schärfer entbrennen. Und da gilt es, gewappnet dazustehen. In seinem Schlußwort teilte Urich noch mit, daß das Metallkartell sowie die Verhandlungskommission infolge der kurzen Zeit nicht imstande waren, ihre Stellungnahme zum Schiedsspruch festzulegen. Er per- sönlich empfehle die Annahme. Daraus nahm dann die Funktionär- Versammlung den Spruch gegen wenige Stimmen an. Mailöhne der Fleischer. Auf Grund der Verhandlungen vom 15. Mai 1923 gelten ab 1. Mai folgende Löhne: Viehagenturen: Kolonnenführer pro Woche 103 680 M., Treiber 101 088 M., Aushilfen pro Tag 26 282 M. Groß- schlächtereien: Gesellen über 20 Jahre pro Woche 85 925 M., Gesellen unter 20 Jahren 65 707 M., Kutscher 75 816 M.. Aushilfen ganzen Tag 18 533 M., Aushilfen halben Tag 10 109 M. W u r st- f a b r i k e n: Gesellen mtt Verantwortung pro Stunde 1709 M., Gesellen ohne Verantwortu� 1655 M., Maschinisten und Heizer (Hochdruckkessel) 1709 M., Maschinisten und Heizer(Niederdruck- kessel 1685 M., Handwerker oller Art 1685 M, Chauffeure 1709 M. Kutscher 1661 M., Ungelernte, Arbeiter, Hofarbeiter, Stalleute. Fahrstuhlführer 1658 M., Wächter und Portiers 1627 M.. Frauen 1296 M., Mitfahrer von 18 bis 20 Jahren pro Woche 42 532 M., Jugendliche unter 18 Jahren, männliche und weibliche 38362 M., Aushilfen in jeder Grupps 10 Proz. Zuschlag. Höuteoerwer. t u n g e n: Arbeiter pro Woche 83 651 M.. Aushilfen pro Tag 16 848 M. Darmbranche: Erstklassige Arbeiter pro Woche 80 365 M., Qualifiziert« Arbeiter 76 241 M, Ungelernt« Arbeiter mit einjähriger Tätigkeit 70792 M., Ungelernte Arbeiter über 20 Jahre 43 805 M., Jugendliche von 16 bis 18 Jahren 41 779 M., Jugendliche über 15 Jahre 81236 M.. Jugendliche bis 15 Jahr« 19 586 M., Aushilfen pro Tag 16 801 M. Mairegelung für die Bankbeamten. Im Reichsarbeitsministerium fanden am gestrigen Donnerstag nachmittag Verhandlungen zwischen dem Reichsverband der Deut. schen Bankleitungen und den Angestelltenorganisationen statt. Nach längeren Verhandlungen einigte man sich dahin, daß die Bezüge der Bantangestellten um 30 Proz. gegenüber den vorläufig für den Monat Mai gezahlten Gehältern erhöht werden. Di« Haus» haltungszuloge wurde auf 16 000 M, die Kinderzulage auf 26000 Mark erhöht.____ Einigung in der chirurgischen Brauche. In der Versammlung aller in der Chirurgiemechanik beschäf- tigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Donnerstag in den Sophien. sölen wurde vom Branchenleiter E a l l i e-s über die letzten Lohn. Verhandlungen, di« am gleichen Tage stattgefunden haben, berichtet. Die Verhandlungen gestalteten sich sehr schwierig, weil die Vertreter der Arbeitgeber sich beharrlich weigerten� auf die Forderung einer Erhöhung der Löhne um 50 Proz. einzugehen. Letzten Endes boten sie 25 Proz. an. Auf den Hinweis von den Vertretern der Arbeiterschaft, daß den Arbeitern in den Importländern viel höhere Löhne als hier gezahlt werden, erwiderten die Arbeitgeber, durch die hohen Einfuhrzölle dieser Staaten werde die Exportmöglichkeit gehindert. Hinsichtlich der Auswirkung dieser Zulage bemerkte der Redner, daß sich mit ihr der Lohn für die qualifizierten Arbeiter ruf rund 2034 M. stellen würde. Das Angebot solle für die zweite Maihälfte gelten. Leider sei es so niedrig bemessen, daß es als befriedigt nicht angesehen werden könne. Die Verhandlungskom- Mission habe den Arbeitgebern erklärt, daß sie nicht in der Lage sei, den Kollegen das Angebot zu? Annahm« zu empfehlen. Die Diskussion ergab eine starke Unzufriedenheit mit dem An. gebot. Bon einigen Rednern wurde die stritte Ablehnunng, von anderen die Anrufung des Schlichtungsausschusses gefordert. Schließlich wurde bei der Abstimmung dos Angebot gegen eine starke Minderheit angenommen. Buchdruckerstrelk in Arankfnrt a. Pt. Die BuchdruckergehUfen sind gestern m Frankfurt a. M. wegen Lohnstreitigkeiten m den Streik getreten, worauf sie von den Arbeitgebern für ausgesperrt erklärt wurden. Von den Tageszeitungen tonn heute nur die soziickdemotratische erscheinen._ Derentworili» Hit den redakt. Teil: Biet« Schiff, Berlin: lllr Zlnzeigen: Th. Sl-cke. Berlin. Verlas BotmäriJ.Bttla» S. m. b. S.. Berlin. BeuEi La rwärt»- Bucht) rurierei u. Berlaas-ufi-lt Paul Eina« u.«a» Cetlut. Stndenfir.» Aeußerst vorteilhafte Firma u. Hausnummer bitte genau beachten Pfingst- Angebote Bettwäsche Bei Einkauf Fahrtvergütung! in Donegal, Tuck und Cover 45000 Mäntel coat M. 275000 Kosttime and 115000 bis 295000 Gabardine in bis Kleider in Cheviot, Trikot und 39000 275000 Gabardine. Kleider in Frotté und Volle, M in Frotté und Volle, glatt 29509 bis 250000 and gemustert..... M. Blusen in Hemd, Babi- und Jebot form. M bis 9750 95000 95000 Jumpers etiket und band 25000 gehäkelt M. Große Auswahl in Strickjacken. Seidentrikot- Kleidern und Kostüm- Röcken in allen Prefslagen Damen- Confektion Elegant Hermann Perl Charlottenburg, Wilmersdorferstr.46 Hosen- Zentrale. Nur München- Gladbacher Fabrikate Beste Qualitäten. Reiche Auswahl in Streifenhofeu, Manchester-, Breeches-, engl. Ceder-, Zuch- und Arbeitshofen in allen Sängen und Betten. 0 27 Blumenftr. 87 Blauer Caben. 2 Min. von der Jannowizbrüde Acht. Sie genau auf Hausnumm. Fahrgeldvergütunn. Eine Sensation! Der Dollar steigt WeigtolaHaarlärbe- Haus Neuestes Verfahren der Haarfärbekunst und Haarentfärbung sowie Sauerstoffbleichung, ohne das Haar porös zu machen, mittels meines Haarerhangs.- Apparates. Jedes verfärbte oder verFirma u. Hausnummer bitte genau beachten Trotzdem wir heute zu bedeutend höheren Preisen nachkaufen müssen, verkaufen wir noch, soweit der Vorrat reicht, alte Bestände zu den bekann: billigen Preisen; es ist daher Ihr eigenes Interesse, Ihren Bedarf an Wäsche umgehend bei uns zu decken Bevor Sie Bettwäsche kaufen, besichtig. Sie unsere Angebote Deckbettbezüge 15 750 22 500, 19000 Kopfkissen dazu passend Bettlaken 19500 17 500, 12900 9600 Inlette Handtücher 1950, 1750 1580 In jeder Ausführung 32 500 an Ueberschlaglaken in reicher Auswahl v. nur beste federdichte Qualitäten. Riesenauswahl in gestickter Bettwäsche, Damast, Dimity und bunten Bezügen Bademäntel, Frottierlaken, Frottierhandtücher in vielen Qualitäten u. Mustern preisw. am Lager Groß- Berlin.Wäsche- Industrie Volgistrate Frankfurter Allee 287 Voigtstraße Kein Postversand. an der Spezialbaus größten Stils m. eigener Fabrikat. Riesenauswahl. Fachmänn., zuvorkomm. Bedien. Mengenabgabe vorbehalten. Anzahlung gern gestattet! Fahrverbind.: Bahnh. Frankf. Allee. Linien 68, 69, 70, 76, 176 Hochbahn Bahnhof Warschaner Brücke( Lichtenberg. Anschlußbaba). Geschäftszeit von 9-7 Uhr. Firma u. Hausnummer bi te genau beachten Gebrüder Fuhrmann Handelsgerichtlich eingetragene Firma kaufen Gold-, Silber-, Platin- Bruch Zahngebisse BERLIN W30 Nollendorfstr. 39 Firma u. Hausnummer bitte genau beachten Gold-, Silber, Platin- Brud Brillanten bielcate Haar erhält wieder Zahngebisse zahlt unüberbietbare Preise sein natürl. Aussehen. Separates Sprechzimmer. W. Nettelbeckstr. 14..67 Grosse Frankfurter Strasse 67. Fahrtvergütung! Eine Sensation! 尽 meine Preise bleiben unverändert billig! RIESEN- AUSWAHL! Herren- Anzüge. 275000, 195000, 135000, 85000 Jünglings- Anzüge.... 145000, 95000, 58000 Sommer- Schlüpfer... 145000, 95000, 68000 Gummi- Mäntel...... 185000, 135000, 85000 45000, 28000, 18000, 12500 Hosen.. Kauferleichterung durch Anzahlung Hugo Simon Spezialhaus für erstklassige Herrenkleidung CHARLOTTENBURG Wilmersdorfer Straße 133 133 Weitester Weg lohnend, da Fahrtvergütung! an der Bismarckstraße. Bei Einkauf Fahrtvergütung! Preiswertes Pfingstangebot! Engl. Lederhosen 26 000.Arbeitshosen 18000. Breeches, Stoff und Manchester Gestreifte Hosen Hosen! 24000, Wanderer-, Fußball-, Turner-, Tennis- u.Sporthosen. Knaben- Waschund Stoffanzüge, einz. Knabenhosen, Bauchhosen für starke Herren. München- Gladb. Hosen- Zentrale Beußelstraße 39- Blauer Laden( am Ringbhf. Beubelstr. Fahrgeldvergütg. Zentrale für Anzüge sus haltbaren Stoffen, in hellen unb buntien Farben,%. tefiltert auf 1 Ruopf 98 000, 88 000, 78 000, 68 000 eus prime Stoffen, ens Wolferge ge arbeitet, bollwertiger Erfes für Sat..... 245 000, 196 000, 145 000 Jünglings- n.Sportanzüge mit Breedes, Jadett. n. Sport form. 185 000, 135 000, 38 000, 78 000 58000 108000 48000 Mäntel moberne erftklassige Berarbeitung in Gabardin, Cobertcoat und anderen Stoffen 235 000, 185 000, 145 010, 115 000 Gummi- Mantel aus guten Stoffen mit befter Gummierung ge 68000 lebt, für Damen und erren, 88000 195 000, 158 000, 138 000, 110 000 Hosen aus Budslin unb gestreiften Ramm garnstoff. befferer Dnal. bis zu den besten Masstoffen 78000, 58 000, 28 000, 28000 14000 Gardinen/ Wäsche/ Pelze Damen- Mäntel Kleczewski Boxhagener Str. 47, 1. Efage| Wilmersdorfer Str.127, 1. Elage am Bahnhof Stralan Bummelsburg, Reste- Haus C. Pelz Kottbuser Str. 5 Anzugstoffe Kostumstoffe Mantelstoffe Kleiderstoffe Seidenstoffe Mantel, Kostume Röcke 2% Rabatt! Strickjacken Volkskleidung Klubjacken Hosen Sportwesten, Jumper Gummimäntel Größte Auswahl richtige Qualität Sport- Anzüge Wirklich niedrige Preise Manchester u.Loden Bleyle's Kinderkleidung( nur in Pankow) Hemden, Socken Fabrik- Niederlage Unterhosen Berufskleidung Bruno Richter, hür. Wollwaren KopenhagenerStr.671( a.Bhf.Schöh.Allee) Berl.- Pankow, Mendelstr. 36 1. Pkw. 3723 Bettwäsche Kein Bluff! Trog der gewaltigen Steigerung find wir noch in der Lage, fehr billig zu liefern. Bettbezug 14500-29 000, Saten 8500-14000 Bettgarnitur( 1 Dec. bett, 2 Stiffen) 31 000-3: 000, fertige Inletts 28 000-38000, Handtuch 1850 bis 2900, Damafte, Sembentuche, if tücher, Ueberlaten, Blumeans, Parade tiffen, staunend billig. Bitte fiberzeugen Sie fich vor Eintauf bei uns! Kübl& Kupferberg, Bettwäschefabrik Jnvalidenftr. 6, Ede Bergstraße ( Nähe Stettiner Bahnhof) Bitte genau auf Hausnummer achten! Injerat ft Gutschein über 500 Mart bei Eintauf von 10 000 Mart an. Alte Gebisse auch zerGute Ware! Billigste Preise! Gerh. Kohnen Ede Holteiftraße. am Bahnhof Charlottenburg, Ede Schillerstraße. Well unter halbem Tagespreis Zähne Mark 4000 und 5500 Schriftl. Garantie. Zähne ohne Gaumen. Kulante Zahlungserleichterung. Keine Luxuspreise. Goldkronen v. 50 000 M. an. Ersatzkronen 10 000 M. Zahnziehen m. Betäubung b. Bestell. v. Gebissen gratis Hatvani, Danziger Str. 1 Ecke Schönhauser Allee, Hochbahnstation Bei Bestellung Vorzeiger 10 Proz. Rabatt. Bis letzt über 15000 Gebisse z voll.Zufriedenheit geliefert DamenMäntel Kostüme Röcke vom einfachsten b. zum eleganteften. Arbeitsitube Fr.E.Karthäuser, Neukölln, Jägerftr. 60 GARDINEN Stores, Riuftlerg., Mabrasgard., Bett Damen- und Herren- Stoffe aller Art in großer Auswahl Gabardine, Kammgarne, Covert. coats, Tuche, moderne Streifen, Volle, Musseline usw. Kleider- u. Futter- Seiden schwarz und farbig. Paul Karle O. 34, Warschauer Straße 79. Sperial. Behandl. nur für Ischias is Hüften, Gesäßa. Bein i. 15 T. beseit. Invalidenstr. 106. 9-11, 4-6. Jacoby. deden, Divandeden. Unsere nur erstklassiges, allgemein eingeführten and Billige Breife, nachweislich tausendfach freiwillig glänzend begutachter! aus Metall fri meine Reflame. Erwachsene u. Witte.Charlottenbg. Stablmatratzen, Palster, Decken, Federbetfan lief, wir frachttrai Hermannstr. 76/77. Wilmersdorfer Str. dir, an Private za günstigst. Preisen u. Bading. Katal. 30A frei, 664, 13r., fein Saben Eisenmöbelfabrik Suhl( Thüringen) gute Qualitäten find Bettstellen Kinder Neukölln Gold Silber Platin Brillanten -Bruch kauft reell zu höchsten Tageskursen C. Käferle Uhrmacher- Juwelier Frankfurter Allee 278 brochene Alt- Metallpro Zahn 5000, 6000 bis 120 000 Mark Gold-. Dublee-, Silberbruch kauft zum Tageskurs Zahn- Ankaufsstelle B. Zymelski, Weißenburger Str. 32 Ankauf u höchft. Breifen Legitimation erforderlich. Curow, Neukölln Hosen! zum Pfingstfest billig! Buckskin- Hosen von 21000 an Gestreifte Hosen von 24000 an Jonasstr. 68 an der Bergstr. 2 Min. vom Bahnh. Neukölln Tel.: Neut. 4497 Gardinen Ersatz für Maß von 34 000 an Sonderangebote. Stoff- Breeches von 19000 an Bauchhosen in großer Auswahl MünchenGladbach. Hosen- Zentrale NW., Calvinstraße 34 Ecke Alt- Meabit, nahe Kriminalgericht Fahrgeldvergütung Inhaber: Gelegenh.- Käufe in Resten Stores, Bettdecken Madras- und Künstlergardinen. Spezial- Gardinenwerkstati Heukölln, Bergstr.67 am Ringbahnhof. Restehandin. Haarpuder Goltzsir.2d.Grane Herren- u.Damenstoffe, Seiden, Samt, sämtliche Futterartikel bedeutend unter Preis Der gute Kapitän Kautabak ist in den meisten Zigarren geschäften erhältlich. C. Röcker, Berl., Lichtenberger Straße 22. Kst. 3861. Willst du preiswert Hosen kaufen, mußt zu Hosen- Anders laufen. A. Anders, Beusselstr. 25 und trotzdem 10 Proz. Rabatt bei HOSEN! Billiges Pfingstangebot jedem Einkauf.- Hosen jeder Art und in allen Größen kaufen Sie am besten und billigsten in der MünchenGladb. Hosen- Zentrale, Berlin, Rügener Str. 25( blauer Laden', nahe Bhf. Gesundbr. Kein Versand außerhalb. Linien 5, 8, 35, 36, 37, 40, 41, 42, 99, III, 27, 140. Hosen Pfingst- Angebot besonders billig. Große AUSWAHL in Englisch Lederhosen Arbeitshosen Streifhosen Feldgraue Hosen Eleg. Umschlaghosen Stoff- Breeches Manchester- Breeches Maßersatz- Hosen Gutschein ber M. 1000 u. Fahrgelderstattung beim Einkauf von M. 20000 an. Vertrieb von Hosen Schoneberg, Goltzstraße 7. Achten Sie genau auf Straße( Seitzstraße) and Hausnummer( 7) Deutsche Teppiche, Brücken, Vorlagen, Läuferstoffe, u. Gardinen- u. Teppichhaus ,, Rila" Richard Lange Tisch- Diwandedken bedeulend unter Tagespreis./ KilnsilerGarnituren, Haibstores, Befidcdien, Gardinen( Meterware), Wilmersdorf, Uhlandstraße 105( an der Berliner Straße) Spannstoffe, Etamine und Madras in großer Auswahl. Anfertigung von Garnituren usw. in eigener Konfektion Geöffnet von 9-7 Uhr