Nr. 231 40. Jahrgang Ausgabe A nr. 114 Bezugspreis: Für den Monat Mai 5800 m. oraus zahlbar. Unter Kreuzband Mir Deutschland, Danzig, Eaar. und Memelgebiet sowie Desterreich und Zugemburg 7800 M., für das übrige Ausland 9800 20. Boftbezugspreis #reibleiben d. Postbesteйungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Estland, Finnland, Frank. reich, Holland, Lettland, Luxemburg. Defterreich, Echweden, Schweiz. Tschechoslowakei und Ungarn. Der Borwärts" mit der Sonntags. beilage Bolt und Zeit", der Unter. Jaltungsbeilage..Seimwelt" und der Beilage, Siedlung und Kleingarten erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin* Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 200 Mark Anzeigenpreis: Die einfpaltige Nonpareillezetle toftet 1200 M. Reklamezeile 6000 W. ,, Kleine Anzeigen" bas fettgedruckte Wort 875 M.( zulässig zwet fett. gedruckte Worte), jedes weitere Wort 200 M. Stellengesuche das erste Wort 200 M., jedes weitere Wort 150. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Beile 300 9. Anzeigen für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags int Hauptgeschäft, Berlin SW.68, Linden.. ftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Dönhoff 292–295 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Rhein- Barriere. Ein Beitrag zur Sicherheitsfrage. Sonnabend, den 19. Mai 1923 eine Material- oder Zeitfrage, oder man fann die Feuerüber legenheit nicht erringen dann fann man weder über Sturzäcker noch über Wasserläufe Boden gewinnen. Die Entscheidung über den Besitz eines Grenzlandes wird niemals mehr von Flußufer zu Flußufer erfochten, sondern durch den Einsatz von Artilleriemassen und die Aufrechterhaltung ihrer schießtechnischen Auswirkung durch die Beherrschung des Luftraumes über den kämpfenden Armeen. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Posticheckkonto: Berlin 375 36 Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depofitentasse Lindenstraße 8 läßlich ihrer Trennung einen Bertrag, in dem eine derartige 3one zwischen den beiden Ländern vereinbart wurde. 3weifellos ist die Schaffung einer solchen entmilitarifierten zone eine wichtige deutsche, französische, ja europäische Angelegenheit! In der Mehrzahl der Fälle aller Kriegseröffnungen find die Gewehre an den Grenzen durch die Haßatmosphäre und die elektrische Hochspannung zwischen den Völkern von selbst losgegangen. Welche Kriegserklärung hätte sich nicht auf die Grenzverlegung durch den anderen Kriegspartner berufen? Bon Hermann Schüzinger. Der Internationale Sozialistentongreß in Hamburg wirft seine Schatten voraus auf die am Rhein und an der Ruhr im sähen Ringen ineinander verstrickten beiden Bölfer. In ohnmächtiger But verbietet der französische Kommandant das Die Legende von der Rhein- Barriere wollen Zentralorgan der Vereinigten deutschen Sozialdemokratie in wir also mit aller Entschiedenheit in die Rumpelkammer der Nun sind wir leider nicht frei in unseren Entschließungen, Den besezten Gebieten, weil er ganz recht erkannt hat, daß der Rabinettskriege zurüdverweisen. Etwas anderes ist es mit passive Widerstand, die furchtbare Baffe des Proletariats, nicht der Schaffung einer entmilitarisierten 3one" der Vertrag von Versailles bindet uns wie lange? Das von oben diftiert werden kann, sondern nur lebendig wird im zwischen Deutschland und Frankreich. Bedauerlicherweise weiß niemand. Solange die materielle Ueberlegenheit Frankcigenen Abwehrwillen der zur politischen Macht gereiften stellte sich hier General v. Daimling auf den Standpunkt des reichs über Deutschland besteht. Wollen wir abwarten, bis Arbeiterschaft. Militärs und Praktikers der alten Schule, der glaubt, solche die Zeit wieder reift zum Aufeinanderschlagen? Ohne den Wenn wir demnächst angesichts französischer Bajonette schwerste Eingriffe in die Hoheit des Deutschen Reiches" Faktor der internationalen Arbeiterbewegung wäre dieser Zeitpunkt mit mathematischer Sicherheit zu berechnen. Wir und Kanonen uns in Hamburg mit unseren Arbeitsbrüdern zurückweisen zu müssen. werden der Gefahr zu begegnen wissen. der neu sich festigenden Internationale zusammensetzen, um Die deutsche Arbeiterschaft ist von solchen Boreingenom- Eine 3ielse yung aber tut uns not. Ueber Bölkerüber die Entgiftung der Haßatmosphäre über Europa zu beraten, müssen wir uns neben dem wirtschaft- menheiten des Prestiges vollkommen frei. Für uns ist lediglich rechtslehrer, Pazifisten und Imperialisten hinweg muß sich die lichen Problem der Reparationen und dem politischen der entscheidend: Bedeutet die Schaffung einer entmilitarisierten deutsche und französische Arbeiterschaft die Hand reichen zur Friedensverträge auch über das militärische Problem der Bone eine Beeinträchtigung der Lebensinteressen des deut- Schließung der an ihren Grenzen schwärenden Bunden durch Schaffung einer entmilitarisierten 3one " Sicherungen" gegen neue Kriege flar werden. Die Forde schen Volkes? Wir sagen: Nein! Wir haben ja bereits einen interessanten Präzedenzfall. beiderseits der deutsch- französischen Grenze. rung der Entente nach Entmilitarisierung" der deutschen Schutzpolizei und nach der Schaffung eines neutralisierten Am 26. Oktober 1905 schlossen Schweden und Norwegen an- Die Zeit wird auch dafür reifen. Bufferstaates am Rhein wird hier im Mittelpunkt des Interesses stehen. " Im alten Staat tonnte die Sozialdemokratie es sich leisten, in der zielbewußten Negation des den Staat über wuchernden Militärsystems den Kernpunkt ihrer Wehrpolitik zu betrachten. Die Zeiten haben sich aber geändert. In allen Fragen der inneren und äußeren Politik blickt Europa jetzt auf die deutsche Arbeiterschaft als den Repräsentanten des neuen Deutschland. Die Frankfurter Gedenkfeier. Widerstand der deutschen Fürften, Frankfurt a. M., 18. Mai.( Eigener Drahtbericht.) Ifreudig und mit voller Ueberzeugung aufgenommen. Die Zeit Frankfurt stand heute im Zeichen des Gedächtnisses der ist nicht berufen, Feste zu feiern, aber gerade feierlichen Eröffnung des ersten deutschen Parlaments vor die gegenwärtigen schweren Anschläge und Anstürme unserer Wenn wir uns also mehr mit dem Polizei- und Wehr- 75 Jahren. Der Römer und die Zufahrtsstraßen waren schon Gegner gegen unfere nationale Freiheit und den Bestand des Reiches machtproblem beschäftigen, als diesem oder jenem Genossen in den Vormittagsstunden von einer großen Menschenmenge jenseits der Landesgrenzen lieb ist, so wollen wir doch vor belagert. Besonders die Schuljugend war vertreten, die heute müssen uns besonderen Anlaß geben, des Zusammentretens der allem betonen: In der Umbildung des Volkskörpers vom zur Feier des Tages schulfrei hatte. Der Römer, die Nikolai- ersten deutschen Nationalversammlung uns zu erinnern in dankSprengpulver zwischen den Nationen zum mitſchaffenden und firche, das Rathaus waren mit schwarzrotgoldnen Fahnen barem Gedenken jener Tage, in denen das deutsche Bolt sich dazu mitordnenden Faktor der Bölkergemeinschaft liegt das Pro- übersät. Vormittags um 11 Uhr fand im historischen Kaiser aufraffte, sein Geschid und sein Leben in die eigene Hand zu blem des Bölkerfriedens und damit ein Hauptkampfziel der faal des Rathauses eine akademische Feier statt. Die Menge nehmen. In den Freiheitskriegen hatte das deutsche Bolt in freisozialistischen Idee eingeschlossen. cuf dem Römerberg begrüßte den Reichspräsidenwilliger und bewußter Hingabe an den Gedanken einer deutschen Das französische, das englische, das italienische, das ten Ebert bei seiner Ankunft mit begeisterten Zurufen. Nation sich die äußere Freiheit errungen; sein Streben, nun auch russische Proletariat wird ganz andere Wege gehen müssen Neben zahlreichen Vertretern der Landesregierungen mit aus der Vielstaaterei zum nationalen Staat auf freiheitlicher Grundwie das deutsche, um die Gesamtheit ihres Bolles in eine Ausnahme von Bayern, deffen Regierung auf die lage, zum Reich zu kommen, scheiterte an dem wehrpolitische Form zu gießen, welche die Bildung einer Einladung mit un höflicher Ablehnung geantwortet hat, wischenstaatlichen Erefutive zwangsläufig zur Folge hat. fah man Delegierte des Reichstags und der Landtage. BesonDaß dies unser gemeinsames letztes Ziel ist, darüber find wir ders freudig begrüßt wurden die Führer der deutsch- dem nationalen Gedanken ein Opfer an Souveränitätsrechten zu uns alle im flaren. Genosse Jouhaur hat bei uns in österreichischen Abordnung, Präsident Seiz und Pro- bringen. Treulich bewahrte trotz allem das deutsche Bolk seit der Deutschland volles Verständnis gefunden, wie er im Septem- feffor Ludo Hartmann. Freiheitskriegen im Zeichen des schwarzrotgoldenen Banners das ber vorigen Jahres in Genf das Proletariat davor warnte, Die Vormittagsfeier wurde eingeleitet durch einen fünft- Ideal der Einigung des deutschen Staates und der inneren Freiheit. fich allzusehr einem Pazifismus des Gefühls hinzugeben und lerischen Vortrag des Hindemithschen Quartetts. Oberbürger- In der großen Boltsbewegung, die 1848 wie andere Nationen auch Darüber zu vergessen, daß die zwischenstaatliche Streit meister Voigt erinnerte in seiner Ansprache daran, daß von die deutsche erfaßte, sollte an dieser Stätte das politische Streben der schlichtung nur möglich sei auf dem Fundament einer realen dieser Stelle aus vor 75 Jahren die Abgeordneten der ersten Besten und Bedeutendsten der Nation, sollte Macht, einer starken Völkeregekutive. deutschen Nationalversammlung hinübergingen zur PaulsDas wehrpolitische Ideal unserer sozialistischen Führer firche, mitten durch eine jubelnde Menge. Der Redner fährt hat sich also unter dem Erlebnis des Weltkrieges verschoben. fort: Sie haben das Wert nicht vollendet, das sich diese treuen des einigen und freien Deutschland Berwirklichung finden. Zum Bebelund Jaurès träumten noch vom Boltsheer", der und flugen Männer vorgenommen hatten. Aber sie haben in erstenmal ging aus allgemeinen Wahlen des ganzen deutschen Miliz heute wiffen wir alle, daß die proletarische Wehr- die Herzen der Deutschen gepflanzt: nationale Einheit, Boltes eine Vertretung Deutschlands hervor, tie Nationalversammpolitik der Zukunft nur ein Ziel haben kann: die Staats- innerliche und äußerliche Freiheit und reine Mensch- lung, ein Parlament von hohem geistigen Schwung, von edeltem polizei und deren Ausbildung zum Instrument und Glied lichkeit. Bieles ist erfüllt, was damals noch Traum war, Wollen und stärkstem Nationalbewußtsein. Dieser ersten Nationalder Völkerpolizei. Darum hängen wir deutschen So- in der Weimarer Verfassung, in bewußter Anlehnung an versammlung gelang es, die Grundrechte des deutschen Volkes zialdemokraten so sehr an unserer republikanisierten Schuß die Gedanken der Frankfurter Paulskirche im Jahre 1848. und die Verfaffung des einigen Deutschen Reiches zu schaffen; aber es polizei. Ohne 1848 hätten wir keine Weimarer Verfassung, ohne 1848 gelang ihr nicht, das Reich fest aufzurichten. Dazu fehlten ihr die auch fein einiges Deutsches Reich." Unter lebhaftem Beifall realen Machtmittel; am Geiste der Kleinftaaterei scheiterte ihr nationaler Bille. begrüßte der Oberbürgermeister den Reichspräsidenten, die Vertreter der Regierungen und die Deutschösterreichs. " der Volksstaat Der Schrecken des Krieges zittert aber in den vom Krieg am schwersten getroffenen Nationen, vor allem in Frankreich, nach. Wir haben volles Verständnis für die Nachwirkungen Der Zug, der unter Glockengeläut dahinschritt, wurde er- Sa wurde die Arbeit der Paulskirche nicht verwirklicht; sie ist aber des vierjährigen deutschen Säbelregiments in Nordfrankreich und können es nachfühlen, daß die Bevölkerung jener Gebiete öffnet von einem Bannerträger mit einer schwarrotgoldenen ein Denkstein geworden, der weit und sichtbar hineinragt in die nach Sicherungen" ruft. Selbst der ehemalige fom- Fahne. Dann folgten Reichspräsident Ebert und Oberbürger- meitere Entwicklung des staatlichen Lebens der Nation, in die schwere mandierende General des Straßburger Armeekorps, der fürz- meister Boigt, der Präsident des Reichstages, die Reichs- und Beit der Gründung des Reiches wie in die schweren Zeiten unserer lich verstorbene General v. Daimling, versuchte in der Staatsminister, die Vertreter des deutschösterreichischen Natio- neuesten Geschichte. Denn, als wiederum, 70 Jahre später, im Winter Frankfurter Zeitung" der Gemütsverfaffung jener geplagten nafrats, Vertreter der Landesregierungen, der Parlamente 1818-19 das deutsche Bolt gezwungen war, sein Geschick selbst in Grenzbevölkerung gerecht zu werden. Daiming war feiner und andere Körperschaften und Behörden. Die Kirche war in die Hand zu nehmen, sein Staatswesen in den Nöten der Zeit neuEine schwarzrot- aufzubauen, führte uns die Arbeit von Weimar zur Frankfurter der Knock- out"-Generale im Sinne Fochs, der in der der gleichen Weise geschmückt wie 1848. " Revue de France" die dauernde Okkupation des Rheins und goldene Draperie war unterhalb der Decke angebracht. Der Baulstirche zurück, zu den Leitgedanken, die einst an diefer Stätte feiner Brüdentöpfe fordert; nein, man fann feiner strategischen Altar war entfernt und an seiner Stelle ragte die Redner- geboren sind. So schlingt sich über gute und böse Tage hinüber das Argumentation über den Wert oder Unwert einer„ Strom- tribüne, hinter der ein doppelföpfiger Reichsadler angebracht Band, das uns Deutsche von heute mit denen der ersten National versammlung verbindet. barriere" zwischen Deutschland und Frankreich nur voll und war. Nach dem Vortrag einer Bachschen Orgetphantasie fang ganz beipflichten. Der Strom als" Hindernis" oder als der Chor die Hymne Schmecket und ſehet!" Dann begrüßte " Flügelanlehnung" spielte eine große Rolle in der friderizia- Oberbürgermeister Boigt in kurzen Worten den Reichspräsinischen und napoleonischen Strategie zu einer Zeit also, in denten. Darauf hielt der die Infanteriegewehre nur wenige hundert, die Kanonen faum tausend Meter weit trugen. Reichspräsident Ebert folgende Ansprache: Meine Damen und Herren! Ihnen, Herr Oberbürgermeister Baterland! Einheit, Freiheit und Diese dret Worte, jebes gleich betont und gleich wichtig, waren der Leitstern, unter denen die Baulskirche wirkte. Sie sind auch Kern und Stern des Daseinskampfes, den wir heute an Rhein, Ruhr und Saar zu führen gezwungen sind. Dort stehen wir in entschlossener Abwehr Heutzutage, nach den gigantischen Trommelfeuerfanonaden an der Aisne und Somme, nach den Schießresultaten und der Statt Frankfurt, die in ihrer reichen Geschichte vor um das einige Reich, um unsere Freiheit zu erhalten, dort kämpfen der deutschen und der amerikanischen Fernfeuerbatterien im 75 Jahren jene großen und hoffnungsfrohen Tage der Paulskirche zu alle Volksgenossen mit schärffter Hingabe für den Staat des deutscher legten Kriegsjahr, noch von strategischen Strombarrieren" verzeichnen hat, danke ich dafür, daß sie trotz der zehrenden Sorge Boltes. Diesen Geist der Einigkeit, der Freiheit und des Rechtes, im alten Sinne sprechen zu wollen, hieße die Erfahrungen der dieser Tage zu der heutigen Feier uns hier versammelt haben zu der uns auch in dieser tiefsten Not erhebt, wollen wir bewahren; Kriegstechnik und Waffenlehre zugunsten politischer Postulate einer stillen Stunde der Erinnerung an die Vorfämpfer deutscher er soll und muß uns einer besseren Zukunft entgegenführen. In im schlimmsten Sinne vergewaltigen. Das Kapitel des Strom- Einheit und deutscher Freiheit. Ganz besonders danke ich Ihnen, dieser Zuversicht grüße ich im Namen des in seinen Stämmen einigen überganges" wird zudem von Laienseite aus meist überschätzt; Herr Oberbürgermeister, auch für die Worte der Zuversicht. die Reiches, geftüßt auf die Weimarer Verfassung, namens der entweder man beherrscht schießtechnisch das Vor- und Hinter- Sie aus dem geschichtlichen Werden unseres Vaterlandes geschöpft deutschen Republik, diefe der Erinnerung des ersten deutschen gelände eines Flusses dann ist der Uebergang lediglich haben. Wir haben diese als Gruß ihrer alten berühmten Stadt Barlaments geweihte Bersammlung! Im weiteren Verlauf der Feier ergriff u. ct.? Reichsmimster des Innern Dr. Oefer das Wort. Er dankt« im Namen des Reichspräsidenten und der Reichsregierung für die Begrüßungsworte und gab dann einen ge- schichtlichen Ueberblick über die Verknüpfungen der Beziehungen Frankfurts zu der Geschichte des Deutschen Reiches. Dann betonte er, daß das, was heute hier erlebt werde, ein Stück der besten Ge- schichte Deutschlands sei. Als das Jahr 15�8 vorbei war und 1849 kam, wer hätte damals geglaubt, daß die Gedanken des Parlaments in dieser Lebendigkeit noch einmal Wirklichkeit werden würden in Deutschland, wie«s gegenwärtig der Fall ist. Als Republi- k a n e r hätten wir keine Neigung, irgendetwas Großes, Edles und Schönes, das in frülseren Zeiten in Deutschland hervorgetreten sei, nicht als unseren geistigen Besitzstand anzuerkennen. Ein Volk ohne Geschichte sei«in entwurzeltes Volk. Wir wollen nicht abreißen lassen den Faden der Geschichte, wir wollen auch den Willen, den das deutsche Volk in schwerster Zeit betonte, weiter entwickeln. In der Gegenwart wollen wir daran denken, was der deutsche Genius geschaffen hat, und wenn dieser Tag in«in« ernste schlichte Feier «usklingen soll, so ist dies auch der Wunsch der Reichsregierung. Wir suchen in diesen Tagen eine ernste und tiefe Einkehr in das Wesen Deutschlands, wir wollen uns in dem Gedanken an die Geschichte Deutschlands stählen und Härten für die Taten und die Zeiten, die vor uns liegen, und wir wollen aus der deutschen Geschichte lernen, wie sich die Geschicke Deutschlands vollziehen, wir wollen nicht aufhören zu hoffen auf die Zeit, die nach uns kommen wird im Vertrauen auf den deutschen Genius, der die schlimmsten Zeiten stets überstanden hat und der Deutschland wieder zur Blüte führen wird. In diesem Gedanken wollen wir deutsch sein und deutsch bleiben.(Lebhafter langanhaltender Beifall.) Mit stürmischem Beifall begrüßt, trat darauf der Präsiden» der d-eukschösterreichischen Nationalversammlung Seih an das Rednerpult und betonte, immer wieder stürmisch begrüßt, daß die Deutschösterreicher unter allen Umständen diese Feier besucht hätten, wül es ein Herzensbedürfnis für sie ge- wesen wäre, die schöne Erinnerung von 48 aufzufrischen und der Tage zu gedenken, wo die Volksgenossen des Deutschen Reichs und Oesterreichs sich eins fühlten. Aber, fuhr der Redner fort, wir haben besonderen Wert darauf gelegt, jetzt zu Euch zu kommen, jetzt in der Zeit der Bedrohung Deutschlands durch die brutale Gewalt im Westen.(Stürmischer Beifall.) Jetzt, wo diese Bedrohung Eures Westens zum Symbol der Unterdrückung des deutschen Volkes geworden ist, und um Euch zu sagen, daß wir Euch lieben und immer wieder lieben, komme was wolle.(Stürmischer Beifall.) Das Frankfurter Parlament hat, obwohl es auseinandergegangen ist, doch immer fortgelebt im deutschen Volk, und so können wir sagen, daß die Idee der Einheit des Volkes im Innern vcr- wirklicht ist. Noch aber steht vielleicht in weiter Ferne die Einheit der deutschen Völker zu erhoffen. Durch die Friedensverträge soll dieses verhindert werden und Deutschland in die verschiedensten Staaten aufgeteilt oder zerstückelt werden. Das häßlichste Wort in diesen Ver- trägen, das abscheulichste Wort ist das von der Unab. hängigkeit Lest erreich s. Der Vertrag von Versailles hat Deutschland vorgeschrieben, daß es die Unabhängigkeit Oesterreichs zu wahren habe; das ist ein arges Stück. Aber es ist ein kleines Stück zu der Ungeheuerlichkeit von St. G e r m a i n, die uns zwingt, unsere Unabhängigkeit gegen Deutschland zu wahren. Wir mußten uns fügen wie Ihr Euch. Wir mußten auf das verzichten, was wir so nahe vor uns sahen. Die Revolution von ISIS sollte als reife Frucht die Einheit aller Deutschen Mitteleuropas in einem Staat bringen. Es ist nicht fo gekommen. Wir mögen Ihnen vielleicht zu weich erscheinen, und unsere Literatur, unsere Kunst und unser geselliges Leben mag diese Annahme bekräftigt haben. Aber in einem sind wir fest, in einem sind wir hart und in einem liegt auch in uns ein starker und entschlossener Wille, in dem Gedanken, daß wir einst an Deutschland kommen müs. s e n und daß sich das große Sehnen des deutschen Volkes nach Ein- heit erfüllen muß.(Lebhafter Beifall.) Professor Alfred Deber-Heidelberg sagte: Unzweifelhaft, die Versammlung von 1848 Hai das Glück gehabt, über den Ausbau Deutschlands beraten zu können, ohne von Machtfaktoren außen- und innerpolitischer Art g e st ö r t zu werden. Das furchtbare Verhängnis, das über der staatlichen Bildung Deutsch- lands schwebt, daß wir Deutschen bei dem Ausbau unserer inneren Gestaltung zu allen Zeiten gleichzeitig vor die Aufgabe gestellt wor- den sind, euch unseren äußeren politischen Staatskörper überhaupt erst zu schaffen, der anderen glücklicheren Nationen von Natur schon vorweg geschenkt ist, war, als die Versammlung in der Paulskirche zusammentrat, abgedämpft Dieses Parlament hat die Logik des Wirklichen so gut wie begriffen, daß es über alle Empfindungen gegen die wahrhastig nicht demokratisch und revolutionär gesinnte preußische Führung hinweggohend'im Interesse der deutschen Einheit die preußische Hegemonie zum ersten Male durch Voltsbeschluß als Grundpfeiler der deutschen Einheit ausgerichtet hat. Nichts ist heute problematischer, als das, was den Männern der Paulskirche so sehr am Herzen lag, Wesen und Wirtlichkeit des geisti» gen Fundaments von Europa selber. Europa hat auch im Augenblick nichts mehr zu tun mit dem Begriff« der innerlich ver- bundenen Völkerfamilie, um das schöne Wort des greifen Ernst Mo.'itz Arndt zu verwenden. In Europa sind die Prinzipien der dcmo- kratischen Staatsregie.nmg bis in die Grundfesten erschüttert. In jedem Teil Asiens, Amerikas und Australiens gelten heute die Wenschenrechke und die auf ihnen aufgebauten Teile des Völkerrechts wahr als in deren ursprünglichem Lande in Europa. Wir erleben Ver- urteilungen zum Tode, zu Zwangsarbeit, zu Gefängnis und zu allen anderen Strafen durch Gerichte, welche einen Rechtstitel gegen- über den Personen, um die es sich handelt, nicht besitzen, sondern rechtlich angesehen reine Gewaltausschüsse sind, die dies« rin®e JU dder sonstigen Zwecken vornehmen. Wir er- leben Kolben st äße und Peitschenhiebe, mit denen ein eiiropäijches Volt ein anderes wie eine nichtgesügige Sklaven Herde regiert, und wozu es sich außerdem noch unter dem europäischen Kuliurniveau stehender und von ihm abhängige? Kräfte bedient. In Europa gibt es Ausweisungen, Ein- sp errungen, Wegnahme von Privateigentum, Ignorierung aller selbstverständlichen persönlichen Freiheitsrechte in brutalster rvorm, vollzogen mitten im Frieden und im Herzen Europas. Alles ursprünglich Europäische ist in Europa selbst zerrüttet. ... h"be nur zu sagen, daß nicht nur wir, sondern Europa selbst zugrunde gehen wird, wenn es sich nicht auf seine Lebens- Prinzipien besinnt. Wir Deutscken fühlen uns frei von allen Jllu- fionen Aber ich glaube, daß äußer« Macht und Positionen zer- m u r b t und aufgebraucht werden können. Das, was wir heute an der Ruhr erleben, ist bereits in Wahrhelt dies: Verteidigung des Nationalen im Menschlichen, des Menschlichen»n Nationalen. Die Deutschen, die dort nicht befreit sind, ihre Menschenwürde aufzugeben und lieber von Haus und Hof gehen, sich zu Zwangsarbeir und Gefängnis oerurteilen lassen, als ihre nationalen Urrechte aufzugeben, sind Kämpfer, die mit ihren Opfern Europa den Spiegel vorhalten. in dem es seine eigene Verzerrung sehen kann. Wir werden den l �'>Q6 �cr i?rs großer Männer, deren Namen durch das letzte Jahrhundert leuchtet, dann vermögen wir nicht zu fasten, wie heute noch Landsleute, die auch gute Deutsche sind, Angst und Abneigung vor Demokratie und Bolksrechten, vor den Heiligtümern der Paulskirch- empfinden, die gegen Volk und Bürger und für Herren- und Herrscherrechteeinzu- treten sich anschicken. Steht nicht die pokikische Gleichberechtigung aller Stammesgenosien an der Schwelle der staatlichen Entwicklung der Germanen?, Die Weimarer Bersassung ist am kreuesten die Ueberlieserung der ältesten germanischen Gemeindeverfasiungcn. und deshalb rufen wir in dieser feierlichen Stunde unser Volt auf zur Wahrung seiner inneren Freiheit, zur Verteidigung seiner poli- tischen Rechte im demokratischen Staat. .Unter lebhaftem Beifall rief der Präsident dann auch zur Wah- rung dieser Rechte nach außen, zum Schutz« der Einheit des beut- scheu Voltes gegenüber fremder Gewalt und fremden Einflüsterungen auf. Im Namen des Selbstbestimmungsrechtes erhob er feierlichen Protest gegen die Verletzung deutschen Boden-, gegen die Nerge- waltigung deutscher Landsleute und gegen das Attentat auf die Selbständigkeit und Freiheit unseres ganzen Doltsstammes. Brausender Beifall erscholl, als der Präsident auf Grunds dieses Selbstbestimmungsrechtes auch den Anschluß Deuts ch ö st e r- r e i ch s an die gemeinsame deutsche Bevölkerung forderte. Auch in den schwersten Tagen nicht werde Deutschland auf diesen Gedanken der Einheit verzichten. Zum Schlusie begrüßte der Präsident, daß sich heute in die Träger des Staates ein« neue Kraft eingereiht habe, die A r b e i t e r, das Proletariat, und gab der Zuversicht Ausdruck, daß aus Kriegen voll roten Blutes und dunkler, schwarzer Vergangenheit, das goldige Licht der Zukunft von den Farben strahlen möge, die vor 7S Iahren die besten Männer unseres Volkes geschmückt hätten. Die Rede Löbes wurde mit großem Jubel aufgenommen. Die Menschenmenge vor dem Römer sang begeistert das Deutschlandlied und stimmte ein in den Ruf: Es lebe die deutsche Republik! Dann ging die Menschenmenge ordnungs- gemäß auseinander. Am Abend war ein F a ck e tzu«durch die Straßen der Stadt, der sich am Opernhaus auslöste. Reichs- Präsident Ebert hielt vom Balkon des Opernhauses nochmals eins Ansprache an die Menge. TherfiteS. • Buten hatten in der Nacht vorher die Fassaden der PaUlskirch« an dem Eingang links und rechts mit großen Hakenkreuzen bemalt, und zwar mit einer schwer auslöschbaren Farbe, so daß diese beiden Schandmale mit Girlanden überhangen werden mußten. Die geplante Gesamtbeteiligung der Hochschüler an dem FackA- zug wurde durch Radaudrohmigen gewisser Element« verhindert. Das Unsichtbare. Don Hans Gothmann. Die nächtliche Stadt mit einsamen Straßenzügen, schnirr geraden, verschwimmenden Lichtreihen, den dunklen Häuserfronten, erloschenen Fenstern, hat etwas Beängstigendes. Ich steh« und horche. Das Leben nicht sehen und es doch fühlen, erleben, ahnen, wissen... das ist das Bedrückende. Solche Qual muß ein Blinder zeitlebens leiden.' Ich schließe die Augen... man könnte diese Ruh? einschlürfen ... endlos... sich auf einen Stern träumen oder an das ärmste Bett... Nichts lenkt ab, nichts stört, nichts hemmt, aufzusteigen über drs scheußliche Gewirr der übrreinandergestapelten Menschen- wohnungan in den reinen Atem der Rächt oder lautlos unterzu- sinken in dieser lautlosen Oual des Lebens, diesem Bewußtsein aller müde gestreckten Leiber, verkrampften Hände, stillgewordenen Klagen, verstummter Schmerzenslaute.... Diese Nacht der Stadt hat nichts Erlösendes, Befriedigendes. Sie schnürt die Brust ein. Diese Stille hat keine Ruhe. Pause nur zwischen den Hetzjagden des Alltags. Wie ich noch stehe, klappern fern Pferdehufe auf. Ein Wogen rollt laut. Sein trübes Licht schwankt über den Fahrsteig. Ich gehe weiter. Der Wagen kommt näher. Das Klappern der Hufe- zerstör: brutal dies� Stille. Es echot von den stsilen Häusern: Laut der Qual. Bon Wand zu Wand dröhnt es. Es muß Träumende aus dem Schlafe reißen. Da fällt aus einem Hause ein Lichtschein. Hinter Gardinen ein mattes Licht aus dem dritten Stock. Ich sehe hinauf. Immer- fort. Dieser Glanz ist schön. Es ist der warme Schein der Stille, die nach Leben schreit. Die Flamme der Sehnsucht, die über allen Untergängen jauchzt. Der Wagen hat mich eingeholt. Er hält vor dem Haus. Ich sehe, wie eine Frau aussteigt, hinter ihr ein Mann. Schweigsam. Er entlohnt den Kutscher. Eilig streben sie auf das Haus zu. Meine Seele wird weit. Als wollt« sie diese schlafende Stadt umarmen. Diese Stadt? Die Welt... die Erde... Dort oben wird ein Kind geboren. Ich stehe weltvergessen an der verschlossenen Haustür. Wie ein ernster Hüter. Nichts rührt sich Unsichtbar meinem armen Auge wird ein neues Leben. Ich fühle mich so winzig, klein, ohn. mächtig, als wäre ich selbst eben erst erstanden. In meinen Augen steigt es auf.... Schmerz... Freude? Ueber ein fremdes Leben?! Ein Leben, das ich nie sah, nie sehen werde? Wundervolle Nacht der Erfüllung! Mein Schritt tapst auf dem Pflaster hart. Brüderliche Welt! Wie nah sind wir Menschen oft einander! Und scheu und wissen es nicht..,, � Die glücklichen Scharfenberger. Es war Sonntag. Eltern führten uns zu den Jünglingen auf Scharfenberg, der größten unter den Inseln im Tegeler See. Durch sprießenden Wald schlenderte der Weg zu fröhlich bewegtem Wasser. Weiße Segel, von blauer Luft gebläht, schaukelten aus flimmerndem Spiegel. Drüben der Wald, von Sonnenglast über- fponnen, reichte mit frommer Gebärde seine hellgrünen Wipfel himmelan. Jünglinge spielten am Jnselstrand im frischen Wind, der Brust und Wangen fächelte. Unser„Hol ruber!" schnellte ihrer zwei in den Kahn. Ruder knarrten und warfen im Schwung junger Arm« glitzernden Sprühregen. Sanft wiegend glitt das Boot, raunend Geplätscher um Kiel und Wanten: lief, knirschend im Sand, auf den Strand, und fröhliche Knaben mit blanken Zähnen und sonnigen Augen sprangen, uns aufs Trockene zu helfen. Sie führten uns lauschigen Pfad über blühenden Waldboden, eng zwischen Sträuchern und wölbenden Bäumen zum Hause. Im Hause ist's lustig bunt. Der Zeichenlehrer hat fein Talent matten lassen und einen futuristischen Fries von Wand zu Wand geschlungen. Oben«in Kämmerchen ist ganz blau, unten im Keller em Freskogemälde— frei nach Vinci— lodert in gdb und dort in den Stuben ein hübscher Scherenschnitt von Schulerhand. Sie wohnen zu mehreren in den Stuben. Teilweise sind die Betten übereinander gestellt. Spartanische Einfachheit ist Grundsatz; aber selbst gewählter. Die Lebeneordnung beruht auf Selbstzucht. Lind wie sein Ramei Blume— ist der Sinn de» Gründers und Leiters. Lehrer und Schüler oerbindet Freund- schoft. Ihr Umgang ist völlig zwanglos und vertraulich. Unter- richt ist gemeinsames Denken. Nicht allein der Schüler ist Empfan- gcnder. Wenn schon der Lehrer naturgemäß die Führung behält, hat er sie doch kraft tieferen Wissens, größerer Erfahrung, schärferer Klugheit und nicht nur kraft seines Amtes. Natürliche, nicht auf. gepfropfte Autorität: entkeimend Achtung, Liebe und Verehrung. Zensuren gibt es nicht: Schülerarbeiten werden in gemeinsamer Aussprache von Schülern und Lehrern beurteilt. Die moralische Wirkung hiervon übersteigt weit die der Lehrerzensur. Vor solcher Autorität erstirbt Kritik nicht. Themen wie:„Was gefällt uns nicht an unseren Lehrern, und was gefällt diesen nicht an uns?" werden rückhaltlos gemeinsam erörtert. Um auch die leichte Tischunter. Haltung zu kultivieren, liest einer— mal Lehrer, mal Schüler— bei Beginn des- Mittagsmahles eine Stelle aus einem Buch oder Zeitungsartikel vor, über die man sich dann unterhält. Der Musik- lehrer bemüht sich, den Sinn für Musik zu wecken und zu ent- wickeln, indem er die Jünglinge praktisch in die Orchestermusik ein- führt. Ein interessanter musitpädagogischer Versuch: Der Schüler bekommt irgendein Orchesterinstrmnent, etwa Geige, Baß. Klari- nette, in die ungeübte Hand und wird sofort ohne vorausgehenden Elementarunterricht an die Orchesierstimme eines klassischen Musikwerkes gesetzt An Hand dieser Sttmme lernt er die für ihre Aus- führuna erforderlichen Noten und Griffe sofort im Zusammenspiel prakttsch anwenden. Wir hörten einen Satz aus einer Haydnschen Sinfonie. Ziel dieser musikalischen Unterhaltung ist, musikalischen Sinn zu wecken. Ernste wissenschaftliche Arbeiten sahen wir von dem begabten Sohne eines bekannten Hygieniters: so eine reizvolle Abhandlung mit Planzeichnungen über den Baumbestand der Insel und eine interessante Untersuchung über die Entwicklung mikrosko- pischer Lebewesen. Auch das„Hausbuch" bekamen wir zu sehen, ein gemeinsames Tagebuch, die Cchrontt. Wir lasen manches drin, was wert ist. von vielen gelesen zu werden. Da war ein Blatt--, der es geschrieben hat. stand neben uns; wir blickten in sein glückssrohes junges Gesicht. Er strahlte im selben souveränen Lachen, das in jeder Zeil« dieses Blattes war.„Ihr habt gut lachen, ihr Scharfen- bcrger!" hat Berlins Oberbürgermeister Bäh bei einem Besuch drunter geschrieben. Ihr habt in der Tat gut lachen, ihr Scharfen- bergerl Ihr lebt dort draußen in und mit einer herrlichen land- schemlichen Natur, ihr hobt eure weiten Wiesen, worauf sich die Arbeitspferde zur Ruhezeit tummeln, ihr habt eure Obstallee, hobt eure eigene fruchtbar« Landwirtschost, ihr habt euren weiten, weiten Himmel, euer« See--! Wir aber fahren in überfüllten Bahnen zurück in die Heimwüste, in die grauen Straßen, aus grauem Asphalt. zwischen grauen, eintönigen, endlosen Metkasernenftonien zu den Menschen, denen Mappen unter die Arme, Zeitungsdlätter vor die Nasen wachsen. Ihr habt gut lachen, ihr Schorfenberger! _ Victor N o ack. Schicksale«ine« altdeutschen Vogels. Auf der Euphratinsel, nahe bei der Fähre von Bumbody, hat man vor einiger Zeit einen Vogel angetrosfen, der bisher nur in Nordafrika heimisch war und sich vermutlich auch nur aus der Nahrungssuche so weit von seinem Lande entfernt hatte. Ein Exemplar dieses Vogels— es ist der afrikanische Schoosidis(Geronttcus)— lebte seinerzeit auch im Berliner Zoologischen Garten, bewundert und angestaunt als ein interessanter Vertreter der afrikanischen Vogelwelt. Und nun kommt da? Seltsame: der Schopfibi«, der setzt am Euphrat streicht, ist nämlich alles eher als ein«rfritanischer Vogel. Er ist in Wirt- lichteit ein alter deutscher Vogel, und zwar der Woldrabe, von unseren Vorfahren W a l d r a p p genannt, der in unseren deutschen Wäldern bis ins 17. Jahrhundert hinein hauste. Dann verschwand er und niemand wußte, wohin er gekommen war. Es war im Jahre 1832, als ein junge? deutscher Zoologe als erster den afritamschen Schopfibis entdeck:«, der selbstverständlich als afrikanischer Vogel galt, bis im Jahr« 1897 ein anderer Forscher nachwies, daß der �-chopfibie einfach der alte deutsch« Waldrab« sei. Der Vergleich alter und sehr getreuer Abbildungen des Waldraben mit dem lebenden Schopfibis hatte diese Feststellung ermöglichst. Das Fleisch der jungen Waldraben war in der deutschen Küche sehr ge- schätzt, und obwohl die Vögel in den einsamsten Wäldern, in schroffen tj eisen, alten Türmen wie überhaupt nur an den unzu- länglichsten Stellen msteten, wurden sie doch unablässig verfolgt, bis sie schließlich so dezimiert wurden daß die wenigen noch übrig- bleibenden Bogel vermutlich die Rückkehr nach Deuischland nicht mehr wagten. Gelebt hat de? Waldrabe hauptsächlich im süddeut» sehen Gebirge, in den Aloen, im Donaugebirge Bayerns wie auch bis weit nach Oesterreich hinein. Er war ein auszesprochzner Felsenvogel und ist auch in Afrika nicht wie der wirkliche Ibis zum Sumpfvogel geworden. Vertrieben wurde da, alte deutsch« Tier da« schon in den Zeiten der Germanen in unseren Waldern lebte, nur durch die Unvernunft des Menschen, der es vernickstet« und ausrottete. Und so kam es denn, daß der Waldrapp jetzt über die Inseln des Euphra: streicht und von einem Deutschen als afrikanischer Vogel entdeckt werden konnte. Der Anschlag auf den Weltkongreß. Die fommunistischen Störungsabsichten gegen den Internatio nalen Kongreß in Hamburg, zu denen das Organisationskomitee die Der Reichspräsident als„ Landesverräter". zur Seche Scharnhorst", wo sie die Einstellung der Arbeit er. zwangen. Auf der Rückkehr marschierten die Trupps erneut der die Zeche Kaiserstuhl, wo es zu einem blutigen Zusammenstoß tam. Nachdem wurde versucht, die Arbeitswilligen von den Zechen ,, Dorftfeld" und" remonia" gewaltsam zur Niederlegung " Die bayerische Justiz stellt ,, Erhebungen" an! Münden, 18. Mai.( Eigener Drahtbericht.) Bor dem schon im Freitag- Abendblatt berichtete Stellungnahme befchloffen Schöffengericht in München hatte sich heute vormittag ber Arbeit zu zwingen. Der Bersuch fonnte durch die Polizei auf hat, werden durch folgenden weiteren Drahtbericht näher beleuchtet. ein Dr. Gansfer zu verantworten, der seinerzeit bei dem Be- der Zeche Dorftfeid" nur mit der blanten Waffe verhindert werden, Die Kommunisten haben zum Kongreß der Internationale fuch des Reichspräsidenten Ebert in München diesen als wobei die Polizei fünf Verletzte, darunter einen Schwerverletzten, mancherlei Borbereitungen zu Störungen getroffen; 3. B. hat die Bandesverräter bezeichnet hatte. In der Berhandlung hatte. In der am Donnerstag nachmittag stattgehabten, von 5000 kommunistische Presse mitgeteilt, daß sich eine internationale fom- blieb der Angefiagte bei seiner Behauptung und bot den Beweis Personen besuchten Bersammlung der Streifenden in Freden munistische Kommiffion am Montag zum Rongreß begeben wird, an. Er will an Hand von Broschüren von Scheidemann und Barth baum" wurde beschlossen, auf Kaiserstuhl" weiter zu streifen und um ihn zu einer Erklärung aufzufordern. Auch die Massen und durch Vernehmung dieser beiden sowie Ebert und Dittmann auf den übrigen Zechen die Arbeitseinstellung zu erzwingen. Im fundgebung der sozialistischen Arbeiterschaft am Pfingstmontag, nachweisen, daß diese Männer schuld an dem Munitions Anschluß an die Berjammlung zog ein Teil der Versammlungs. bei der 30 ausländische Genossen sprechen werden, soll gestört streit im Januar 1918 hatten. Das Gericht hat diese Beschweren Zusammenstoß mit der Polizei fam, die dabei acht BerBeteilnehmer zur Zeche Minister Stein", wo es zu einem werden. Die Hamburger Arbeiterschaft wird dafür sorgen, daß der weisführung zugelassen und Beweiserhebung angeordnet. legte hatte; ein Kommunist wurde getötet. Am Freitag morgen Kongreß sich in Ruhe und ungestört seinen Arbeiten für die Interessen des Weltproletariats widmen tann. Das Organisationskomitee beschäftigte sich auch am Freitagnachmittag in geschlossener Sigung mit Borbesprechungen organifatorischer Art, wie der Zulassung einzelner Barteien und rein tech nischer Fragen. Das Komitee wird am Sonnabendnachmittag noch mals tagen und dann der Wiener Arbeitsgemeinschaft Platz machen, die auch am Pfingstfonntag nog Borverhandlungen hat. Eine Borkonferenz in Berliu. " „ Organisation Lenz!" fanden in Dortmund erneut Umzüge der Streifenden unter den Gefängen Blut muß fließen" statt. Der Streit wird auf den Zechen Kaiserstuhl I und II", Scharnhorst", Minister Stein" sowie auf der ,, Dortmunder Union", wo die Kommunisten am Freitag morgen die Hochöfen und andere Bertanlagen besetzt haben, nachdem sie vorher vor das Berwaltungs. gebäude gezogen waren, um von der Direktion eine einmalige Teuerungszulage von 150 000 m. zu fordern, fortgefeßt. Auf ben Bechen, Gneisenau" und" url", legtere im unbelegten Gebiet, wird die Arbeitsniederlegung erwartet. Ruhrchronik. München, 18. Mai.( Eig. Drahtbericht.) Die Unterstüßung, die einzelne te i dhswehroffiziere dem bewaffneten Aufzuge Hitlers am 1. Mai geliehen haben, führte bekanntlich zur for mellen Entfernung einiger diefer Herren aus dem dienst lichen Kommando. Daß aber damit noch keineswegs Ordnung und Disziplin innerhalb der bayerischen Reichswehr hergestellt sind, be. weist eine Veröffentlichung der Münchener Bost", die von weiteren Unter dem Borsiz des tschechischen Genoffen Abg. Nemec Umtrieben in Offizierstreifen zu berichten weiß. Es handelt sich in fand am 18. b. M. in Berlin eine Konferenz der zum Internatio- der Hauptsache um den ehemaligen Oberst v. Benz, der aus dem nalen Sozialistischen Kongreß nach Hamburg entfandten Bertreter früheren Münchener Zeitfreiwilligentorps( in der Hauptfache Korps. Düffeldorf, 18. Mai.( Eigener Drahtbericht.) In Düsseldorf ist der tschechischen Sozialdemokratie in der Tschechoslowakei und studenten) eine eigene„ Organisation Lenz" gegründet hat, durch einen Anschlag bekanntgegeben worden, daß ab 17. Mai binnen Deutschösterreich, der polnischen Sozialdemokratie in Polen und die zusammen mit fünf weiteren Organisationen die sogenannte Brüdentopfes Düsseldorf ihren Dienst wieder aufnehmen müssen. 48 Stunden die Eisenbahnbeamten und arbeiter des der Tschechoslowakei, sowie der Sozialdemokratischen Parteien von Arbeitsgemeinschaft ber vaterländischen Kampf- Nichtbefolgung dieses Befehls haben sofortige Entlassung und AusEstland, Georgien, Lettland, Litauen und der verbände" bildet. Dieser Herr v. Lenz genießt bei seinem staats- weisung mitsamt der Familie zur Folge. Im Duisburger Bezirk ist Utraine statt. Zweck der Konferenz mar bie engere gefährlichen Treiben offenbar die birette Unterstützung des durch Befehl der 77. franzöfifchen Infanteriedivision vom 14. bis Fühlungnahme der sozialistischen Parteien Mittel- und Osteuropas Generals v. Lossow, des Führers des Reichswehrtreifes 7; 22. mai von 8 Uhr abends bis 6 Uhr morgens jeglicher Berkehr und die Lösung der die gemeinsamen Interessen berührenden Fragen, denn er hält sich fortgesetzt im Amtsbereich des hiesigen Reichswehr auf dem Kanal und den Kanalbrüden verboten. damit diese Interessen in der sozialistischen Arbeiterinternationale fommandos auf, wo ihm ein Bureauraum und Arbeitsmaterial, Im Stadthaus in Dortmund beschlagnahmten die Franzosen am gemeinsam vertreten und hierdurch die Arbeiten des Hamburger wie es heißt, unentgeltlich, zur Verfügung gestellt sind. Da Freitag 15% Millionen Mark. Ueber Lünen ist der verschärfte BeKongreffes erleichtert werden. lagerungszustand verhängt worden. In Datteln haben die Fran Die Debatten ergaben die Uebereinstimmung der be- überbies bis heute noch keine Aufklärung über die Behauptung ge- 3ojen wegen Verkaufsverweigerung ein Storbwarengeschäft und eine teiligten Parteien in allen prinzipiellen Fragen. Es wurde Organisation Lenz" für den„ Roten Dienstag" aufgeboten Bolizeipräsidiums für Bureauzwede sowie zwei Schulen zur Untergeben worden ist, daß General Lossow am 30. April abends die Bäckerei geschlossen. In Oberhausen wurden zwei Etagen des beschloffen, einen gegenseitigen Informationsdienst zu or= ganisieren, damit die an der Konferenz teilnehmenden Parteien auch habe, so ist die Aufforderung unseres Parteiblattes, das Reichswehr- bringung neuer Truppen beschlagnahmt. Die seit dem 25. April von weiterhin in Berbindung bleiben; dieser Informationsdienst soll ministerium möge endlich für objektive Aufklärung sorgen, nur zu den Franzosen besetzte Beche Rheinbaben" ist seit dem 14. Mai nach Abtransport jämtlicher Brennstoffe wieder geräumt. mit dem zu gründenden Internationalen Sozialisti. wohl berechtigt. Mannheim, 18. Mai.( Eigener Drahtbericht.) Heute früh fchen Informationsbureau in Berbindung gebracht am 1. Mai in Ingolstadt, wo der militärische Rampfverband beamter in Zivil, der in der Nähe der französischen Wache an Im Zusammenhang damit stehen vielleicht auch die Borgänge 8% 1hr follte durch zwei französische Offiziere ein Bolizei. Bund Unterland" feinen Siz hat. Die Arbeitsruhe im Wert der Friedrichsbrüde poftiert war, verhaftet werden. Der Beamte stättenbetrieb der dortigen Eisenbahn wurde mit Maschinen- floh über die Friedrichsbrüde, wurde jedoch von den Offizieren und gewehren gestört, die in der Hauptwerfstätte und im Bahnhof selbst den Bachmannschaften eingeholt und zum Wachlotal gebracht. Hier aufgestellt waren. Die Bedienung hatten Leute vom Bund Unter- gelang es dem Beamten erneut, zu fliehen. Er übersprang das Ge land" übernommen, bie außerdem teilweise mit Infanteriegewehren länder und flüchtete auf der rechten Neckaroorlandseite gegen die ausgerüstet waren. Wenn schließlich der Forderung der Arbeiter auf neue Nedarbrüde zu. Jegt gaben etwa 12 Soldaten ein wahres Entfernung der Maschinengewehre Rechnung getragen wurde, so ist Schnellfeuer auf den Fliehenden ab, der sich auf eines der am Neckar dennoch bis heute noch keine Aufklärung gegeben, woher die dort jedenfalls Schwer verwundete tam nicht mehr zum liegenden Schiffe flüchtete und von da aus ins Wasser sprang. Der verwendeten Gewehre und Maschinengewehre stammten. Auch in Borschein. Später holten die Franzosen den Toten aus dem diesem Fall hätte der Reichswehrminister und vielleicht auch Neckar und brachten ihn in ihr Quartier. Seine Herausgabe wurde der Reichsverkehrsminister alle Beranlassung, nach dem Rechten zu verweigert. sehen. werden. Ernste Lage in England. Ramsay Macdonald geht nicht nach Hamburg. Condon, 18. mai.( WIB.) Reuter meldet: mit Rücksicht auf die Ungewißheit der Lage infolge der englisch- ruffischen Meinungsverschiedenheiten und auf die Möglichkeit, daß vor Wiederzusammentritt des Unterhauses eine ernste wendung einfriff, hat Ramsay Macdonald seine Absicht, zum Internationalen Sozialistentongreß nach Hamburg zu fahren, aufgegeben. Die Unabhängige Arbeiterpartei hat heute eine Erklärung veröffentlicht, in der ihre ernste Sorge wegen der Haltung der Regierung gegenüber Rußland ausgesprochen und die sofortige Aufnahme des Borschlages der Sowjetregierung betreffend Abhaltung einer Konferenz über alle fchwebenden Fragen gefordert wird. Ferner wird der Regierung gedroht, daß die organisierte Arbeiterschaft im Falle eines Bruches energisch Widerstand leisten werde. Um die Nachfolge Brauns. Dr. Tafel lehnt ab Bahnsprengung. München Gladbach, 18. Mai.( Mtb.) Auf der Strede unweit München Glabbach- Krefeld, Prof. Kahl unschlüssig. ber Station München, 18. Mai.( Eigener Drahtbericht.) Zur Besetzung des Bombe gelegt wurde, explodierte in der vorigen Nacht ein Spreng Forsthaus, an derselben Stelle, wo bereits dieser Tage eine Reichstagsmandats des verstorbenen deutschnationalen Abgeordneten törper. Die Gleise wurden auf 20 Meter aufgerissen und ein Don Braun ließ heute der Herr Dr. Tafel, der nach der Lifte gerabe heranfahrender 3ug zur Entgleisung gebracht. Im Anspruch auf einen Sitz im Reichstag hat, durch die Münchener Zusammenhang mit diesem Vorfall ist über den Kreis Kempen Vertrauensvotum für die belgische Regierung neuesten Nachrichten" erklären, daß er aus der deutschnationalen von 8 Uhr abends bis 5 Uhr morgens eine Berkehrssperre verhängt Bartei ausgetreten fei und seitdem teiner Partei mehr an= Stimmenthaltung der Sozialisten. gehöre. Eine Uebernahme des Mandats sei ihm schon aus diesem Brüssel, 18. mai.( WIB.) Die Kammer hat im Anschluß Grunde unmöglich, noch mehr aber deswegen, weil er von der an eine Interpellation über die Mobilisierung der Eisen- Schäblichkeit des Parlamentarismus überzeugt ſei bahner mit 103 gegen 4 Stimmen bei 57 Stimmenthal. und diese Ueberzeugung nicht mit der Uebernahme eines Abgeord fungen sozialistischer Abgeordneter eine Tagesordnung angenom- netenmandats in Cintlang bringen fönnte. Die verlautet, hat men, in der der Regierung das Bertrauen ausgesprochen wird. fich Geheimrat Ka hI Berlin feine Entscheidung über die Niederlegung seines Berliner Mandats und Annahme des oberbayerisch schwäbischen noch vorbehalten. Landwirtschaft und Getreidepreise. worden. Die Kohlen der Reichsbahn. Zu der Frage der Rohlenbeschaffung der Reichsbahn wird amtlich mitgeteilt: Die Reichsbahn war bereits im Sommer 1922 infolge der durch die Reparationsverpflichtungen bedingten Berminderungen der Rohlenzufuhr aus deutschen Zechen gezwungen, englische Kohle zu beschaffen, um die allernotwendigsten Bor räte an Betriebskohle sicherzustellen. Die damals abgeschlossenen Verträge sind aber alle noch im Laufe des Jahres 1922 ausgeführt worden. Eine erneute Notwendigeit, sich mit englischer Kohle einzubecken, ergab sich für die Reichsbahn, als nach dem Einbruch der Franzosen und Belgier in das Ruhrrevier die ausreichende Berfor gung der Reichsbahn mit festländischer Kohle aufs neue äußerst gefährbet war. Nur durch Beschaffung englischer Kohle hat die Gewähr dafür übernommen werden können, baß der bisher nicht ins Stoden gekommene Betrieb der Reichsbahn und damit der beutschen Wirtschaft auch weiterhin nicht ins Stoden kommen wird, folange Deutschand genötigt ist, den Abwehrkampf zu führen. Ameritas Negerpresse. In den Bereinigten Staaten erscheinen heute rund 500 verschiedene Zeitungen und Beitschriften, die von Negern geschrieben werden und für schwarze Leser bestimmt sind. Die 134 000 Neger Philadelphias allein fönnen unter 15 Zeitschrif. ten wählen, von denen acht Wochenschriften find. In Indianopolis Die Agrarier svollen selbst kontrollieren. erscheinen 5 Negerzeitungen, in Chitago 15. Alle wetteiferten mit Die in dem neuen Getreidewirtschaftsgeseh vorgesehene einander, burch allerlei Locmittel ihren Absatz zu vergrößern. So Brotgetreidereserve soll bekanntlich dazu dienen, um den verheißen die Louisville News" ihren Lesern Geldprämien in Mundbedarf eines Teiles der minderbemittelten Bevölkerung Höhe von 3000 Dollar. Die„ New Dort News" und die Chitago Entreprise" veranstalten Schönheitswettbewerbe, und der in Teras ou decken und darüber hinaus auch im Notfalle durch Ber crscheinende„ Progressive Citizen" verheißt seinen Lesern als Lod fäufe die Preise am freien Markt zu beeinflussen, preise Hüte, nach Maß angefertigte Schuhe und wohlgefüllte Börsen. wenn diese zu fehr steigen. Um das zu ermöglichen, ist natür Um sich einen Begriff von dem ebenso überschwänglichen wie ver lich erforderlich, daß die Verwaltung der Reserve nicht durch worrenen Stil zu machen, in dem manche negerblätter geschrieben die Landwirtschaft selbst erfolgt, sondern durch eine neu find, sei hier als Beispiel das Getet eines schwarzen Geistlichen trale Stelle. Die Agrarier aber haben durch ihren Reichsmiedergegeben. Es lautet in der Uebersetzung: D Herr, leihe ausschuß der deutschen Landwirtschaft gegen eine derartige heute deinem Diener das Auge des Adlers und die Klugheit der Handhabung Protest eingelegt und u. a. gefordert: Das Berfahren gegen den Journalisten Walter Oehme, Eule, bringe feine Seele in Berbindung mit dem evangelischen Telephon inmitten des Firmaments; erleuchte feine Stirn mit dem Wirtschaftsjahres aufzulösen. Es ist Borsorge zu treffen, daß die noch im Laufe der nächsten Woche abgeschlossen werden. Nachdem Die Reichsgetreibestelle ist spätestens mit Abschluß des laufenden ber bekanntlich wegen Hochverrats angetlagt ist, wird voraussichtlich himmlischen Licht, vergifte feinen Geist mit der Liebe zum nächsten, organisierte Landwirtschaft die Möglichkeit hat, fidh bauernb fehr umfangreiche Ermittelungen angestellt worden sinb, hat der mit überstreiche seine Einbildungskraft mit einem Binselstrich Terpentin über ben Stand der Getreibereferpen, über der Durchführung der Boruntersuchung beauftragte Reichsanwalt effenz. falbe seine Lippen mit dem Del der Beutelraite, versiegele beren zwemäßige Berwendung zur Beseitigung ört Neumann folgende brei Anklagepunkte aufrechterhalten, wegen deren feine Bunge mit dem Hammer beiner macht, elektrifiere fein Belicher und zeitlicher Rotstände und über die von der Reichsregierung Dehme ich zu verantworten haben wirb: 1. Beitergabe von Nach hirn mit dem Licht des Morts, halte feine Arme in beständiger geplante influßnahme auf bie reisgeftaltung richten über eine menterei von Reidswehrfeldaten in Bewegung, falbe feinen Rörper mit dem Mineralöt deines Heils für das inländische Getreide su unterrichten. Hierbei mus der Festung Lögen, 2. Mitteilungen über angebliche Infiimmig. und gib ihm endlich Feuer. Amen!" der Landwirtschaft ein ihrer Bedeutung und Berantwortung entsteiten im Seid) stabinett über die Behandlung der Ruh predjenber Einfluß gesichert werden. Das Verfahren gegen Gehme. Das Hygiene- Komitee des Böllerbundes, das von dem Direttor des dänischen Staatlichen Serum- Instituts Prof. Mabfen geleitet Würde man die Landwirtschaft nach ihren Wünschen maß frage und 3. Mitteilungen über eine Sigung im Reichswehra wird, hat, wie die Deutsche Medizinische Wochenschrift" berichtet, gebend an der Kontrolle ihrer Abfahpreise beteiligen, so hätte minifterium über die Frage der Selbstschusverbände, auch deutschen Forschern für wissenschaftliche Untersuchungen Beträge man in der Tat den Bod zum Biergärtner gemacht. die zuerst in der Roten Fahne" und dann in deutschen und gleich. zur Verfügung gestellt, und zwar den Professoren Morgenroth, Neu- Bekanntlich ist die freie Getreidewirtschaft von ihnen nur ge- zeitig in Zeitungen des Auslandes erschienen. Dagegen ist die Anfeld, von Baffermann( Berlin), Rolle( Frankfurt c. M.) und H. Sachs fordert worden, um die Auswucherung des Boltes ohne jede flage gegen Değme fallen gelaffen worden, daß er amtliches Material ( Heidelberg). Die Professoren Nocht und Mühlens( Hamburg) Hemmung betreiben zu können. Die tatsächliche Entwicklung des Reichswirtschaftsrates Bertretern fremder Mächte, besonders der nehmen mit den Mitteln des Komitees an einem Malariaturs in der Getreidepreise, die wir an anderer Stelle wiedergeben, französischen Botschaft in Berlin, zugeleitet habe. Es ist möglich, Italien teil. Demt Deutschen Hygienemuseum in Dresden, über deffen schlechte Finanzlage berichtet wurde, ist von dem Romitee Material Beigt bereits die fatastrophalen Folgen der Ankün- daß der Prozeß gegen Dehme in drei bis vier Wochen zur Berhand. im Betrage von 500 Pfund Sterling, gegenwärtig also rund 100 miligung der freien Brotgetreidewirtschaft. Unter allen Um lung tommen wird, falls nicht neue Anschuldigungen gegen ihn lionen Mart gewährt worden. Diese Unterstützung deutscher medi- ständen ist zu fordern, daß wenigstens die Brotgetreibereferve erhoben werden. In dem Prozeß selbst werden nur sehr wenig zinischer Arbeiten und Wohlfahrtseinrichtungen sind nach der Mei- und ihre Berwendung am freien Markt dem Einfluß der Zeugen vernommen werden, dagegen sollen eine ganze Anzahl nung des ärztlichen Fachblattes vor allem bem hochverdienten Vor- Agrarier entzogen wird und nicht in den Händen derer, die Sachverständiger, und zwar führende Persönlichkeiten der fizenden des Komitees zu danten, nur an hohen Preisen interessiert sind, zu einer neuen Baffe deutschen Bresse, gehört werden. gegen die Berbraucher wird. Operettengastspiel im Reffing- Theater. Unter der Direktion Michard Treu fommt am 1. Sunt die Operette Riebesstreit von Richard Wilde, Musik von Vörös Mista, zur Uraufführung. Die Dortmunder Krawalle. Kommunistischer Kampf mit Knüppeln. " Kein Putschift? Der frühere General Hellfrig, der im 3u fammenhang mit den Hamburger Butschabsichten genannt und das her auch vom Genoffen Schöpflin im Reichstag erwähnt wurde, Ukrainischer Künstlerchor. Um 24. gibt der Ulrainische Künstlerchor richtet an den Berliner Lofal- Anzeiger" ein Schreiben, in dem er unter Leitung von Prof. Eugen Suruld im Beethoveniaal, Stöthener Str. 1, ein Konzert. Der Chor, ber feinerzeit feine unit zum in den Berhandlungen beim Reichstommiffar Mehlich für den Dortmund, 18. Mai.( Eigener Drahtbericht.) Die amt 16. tai mitteilt, daß er fein Butschift und fein putschifter Führer" sei. -Das wäre ja eine sehr erfreuliche Erflärung. Aber daß Herr Besten des Oberschleierhilfswerks eingelegt hat, ſtellt sich diesmal in den 17. Mai vereinbarte Arbeitswieder aufnahme auf der Zeche Raiser. Hellfriz ein überzeugter Anhänger der republikanischen Staatsform Dienst des Deutscher softsopters. Starien bei A. Wertheim, stuhl ist infolge des überragenden Einflusses der fommuniftifd) fe, fann man aus dieser negativen Behauptung auch nicht entBote u. Bod und an der Abendkasse. Der norwegische erfcher Amundsen verließ am 28. April Stozebue geneigten Teile der Belegschaft nicht befolgt worden. Arbeitswillige nehmen. und begab sich nach Wainwrigth, von wo er mitte Juni na bem auf dem Schacht I sind durch fommunistische Hundert. Ein gemeinsames Landesamt für Hessen- Najjau, Hessen und Nordpol fliegen wird. Es wird das Gerücht verbreitet, daß der ich aften mit Knüppeln von ihren Arbeitsstellen vertrieben Walded ist auf Grund des Reichsarbeitsnachweisgesetzes mit dem Flieger Dindahl, der ihn begleiten sollte, gestorben fel worden. Später zogen Zeile ber tommunistischen Hundertschaften Siz in Frankfurt a. M. gegründet warden, Gewerkschaftsbewegung Der Streik in den Konditoreien. zu haben. Zentralverband der Fleischer. bewegung fichern, sondern die gewerkschaftlichen HundertMailöhne im Gastwirtsgewerbe. tausendschaften sichern den Bestand der Republik. Die Ortsverwaltung Zwischen dem Zentralverband der Hotel-, Restaurant- und Cafés hatte dagegen folgende Entschließung eingebracht, die gegen einige angestellten und dem Arbeitgeberverband im Gastwirtegewerbe find 20 Stimmen angenommen wurde: ab 11. Mai neue Löhne vereinbart. Die Lohnerhöhungen bc„ Die Generalversammlung des DMV., Ortsverwaltung Berlin, wegen sich zwischen 30 bis 40 Broz. Der Epigenlohn der männ erblickt in dem Anwachsen der faschistischen Formationen ein Er- lichen Arbeitnehmer beträgt 83 500 M., der der weiblichen beträgt Der Zentralverband der Bäcker und Konditoren berichtet: Der Kampf im Konditoreigewerbe geht mit unverminderter starken der Reaktion und eine schwere Gefahr für die Arbeiterschaft. 47 500 m. Neue Tarifverträge sind im Bureau Elsasser Str. 86/8 Schärfe weiter. Die Innung versucht weiterhin die Deffentlich- Die Erfahrungen der Arbeiterbewegung in Ungarn und Italien befeit sowie das streifende Personal i rrezuführen. Sie verkündet weisen die Notwendigkeit, rechtzeitig vorbeugende Maßregeln zu erjezt durch ein Flugblatt, daß die Innung bereit sei, einen greifen. Die Generalversammlung fordert daher von den Mitgliedern des Tarifvertrag abzuschließen. Wenn dies richtig wäre, Der Verband zählte Ende 1922 in 216 Zahlstellen und einzelnen würde der Streif allerdings überflüssig sein. Die Innung vergisi DMV., gegen den in letzter Zeit wieder stärker auftretenden Natio= Orten 21 402 Mitglieder, wovon 2034 weibliche. Im letzten Jahre nur hinzuzufügen, daß sie nicht einen Tarif abschließen will wie nalismus entschieden Front zu machen. er bisher bestand, sondern einen solchen, wie sie ihn gern haben Damit diese Forderung praktisch verwirklicht werden kann, ist es wurden zwar 8303 neue Mitglieder gewonnen, doch zwanz geit möchte. Daß dabei ein großer Teil des Personals vom Tarif- zwingende Voraussetzung, daß die deutsche Arbeiterbewegung und weilig große Arbeitslosigkeit viele Mitglieder zum Bevertrag ausgeschlossen wird, ist ihr besonderer Wunsch, an dem sie vornehmlich die freien Gewerkschaftsorganisationen vor der Spaltung rufswechsel und damit auch zum Uebertritt in andere Verhartnädig festhält. Die Konditoreibefizer nennen auch neue bewahrt bleiben. Der Bruderkampf in den Organisationen führt un- bände. An Verbandsbeiträgen wurden rund 18 Millionen Mark An Unterstügungen wurden 311 408 M., für Lohns Lohnfäße, die sie zahlen wollen. Sie verschweigen auch hier, fehlbar zur gleichen Macht- und Einflußlosigkeit, wie sie bei der geleistet. daß sie nicht daran denken, diese jetzt schon zu gewähren, vielmeh: Arbeiterbewegung in Ungarn, Italien und Frankreich in Erscheinung bewegungen 3 536 268 M. und für das Verbandsorgan 1 493 100 m. verausgabt. Der leberschuß der Jabreseinnahmen betrug in erst vom 22. Mai ab. Sie verschweigen ferner, daß fie feit Januar feine Lohnerhöhung mehr gegeben haben. Die Die planmäßige Abwehr fonterrevolutionärer Bestrebungen setzt der Hauptkasse 4 425 315 M., in den Ortskaffen einschließlich des Konditoreibejizer werden deshalb nervös, wenn das Publikum durch voraus, daß die organisierte Arbeiterschaft sich über ihre Klassenlage Kassenbestandes vom Vorjahre 1027 995 M., das Gesamtvermögen Die Streitposten über die tatsächlichen Zustände in den Konditoreien und Klaffenzugehörigkeit flar wird. Dieses wird erreicht durch Stär- 6 366 714 M. Jn 1816 Fällen und 201 Drten wurden Lohnbewegungen ges aufgeklärt wird. Sie rufen nach der Polizei und in einzelnen fung der proletarischen Organisationen; gleichzeitig dadurch, daß die Revieren scheint das Ueberfallkommando jederzeit zu ihrer Ver- Mitglieder sich verpflichtet fühlen, ihre organisatorischen Handlungen führt, darunter in 21 Fällen und 15 Orten mit Arbeitseinfügung zu stehen. nur nach den in den Statuten niedergelegten Bestimmungen ein- itellungen. Alle Bewegungen verliefen erfolgreich. Erretot wurden für 327 Beichäftigte 6829 Stunden Arbeitszeitver Die Streitposten vor den Konditoreien Frohberg, zustellen...." fürzung die Woche, dabei für 115 Beschäftigte fogar je 35 Stunden, Mauerstraße, Klein, Landsberger Allee 2, und Ramin, WilsBeweis genug, wie wenig sich die Arbeitgeber nach dem Achtnader Straße 61, wurden mit Revolvern bedroht. stundentag richten wollen; für 168 036 Beschäftigte wurden Die Reihen der Streifenden verstärken sich von Tag zu Tag, Am 16. Mai tagte in den Germaniafälen eine gut besuchte Mit 162 973 680 M. Rohnerhöhung in der Woche erreicht. Dem Tarifwährend die Reihen der Arbeitgeber wanken. Auch im Laufe des gliederversammlung des Bundes der technischen Angestellten und verhältnis zeigten sich die Großbetriebe zugäng gestrigen Tages ist eine Anzahl Neubewilligungen eingegangen. Beamten zum Zwed einer gründlichen Aussprache über die licher als die Kleinbetriebe. Aber auch mit einem Teil ber brennendsten Tagesfragen. Die Innung hatte gestern eine Versammlung einberufen, die nur sehr schmach besucht war. Der Obermeister Loch au ersuchte die erfalenenen, noch ein paar Tage auszuhalten. Die Streifenden würden dann zu Kreuze friechen und die Tarifbedingungen der Innungen ohne weiteres anerkennen. Als Herr Schmidt, Kaiserallee 14, gegen diejenigen Konditoreiinhaber loszog, welche die Forderungen bewilligt haben, verließ ein Teil der Geschäftsinhaber die Bersammlung. Die obermeisterliche Scharfmacherei hat den Streit heraufbeschworen, ihre Fortsetzung aber bringt ihn nicht zum Ende. Darum aber sollte es sich jetzt drehen. Um die Neuregelung der Grundgehälter. Die am Freitag fortgeführten Verhandlungen zwischen der Reichsregierung und den Beamtenorganisationen über die Neuregelung der Grundgehälter haben zu feinem Ergebnis geführt. Die Gewerkschaften wurden von der Regierung auf gefordert, einen neuen Vorschlag auszuarbeiten. Für den Fall, daß auch dieser zu feiner Ginigung führen sollte, wird die Regierung die Neuregelung auf gesetzlichem Wege, d. h. durch; Einbringung einer Vorlage im Reichstag und Reichsrat, vornehmen faffen. Um 9 Uhr abends werden die Gewerkschaften zu dieser Frage eine Erklärung abgeben. Im Anschluß daran beginnen Beratungen über Fragen der Besoldungstechnik. * Wie wir nachträglich erfahren, wurden die Verhandlungen gestern abend wieder aufgenommen und bis in die späten Abendstunden fortgesetzt. Mithin ist zu erwarten, daß es doch noch zu einer Berständigung kommt. tritt. Butab- Mitgliederversammlung. Kollege Schweiger vom Bundesvorstand erstattete ein groß- Fleischerinnungen wurden Tarifverträge abgeichloffen. Für die zügig angelegtes Referat über Währungsverfall, Arbeitslohn und Großbetriebe bestehen zumeist Bezirkstarife. Infolge der straffen Arbeitszeit. Unter Hinweis auf das Scheitern der Stüßungsaktion Organisation der in diesen Betrieben Beschäftigten war es möglich, der Reichsregierung für die Papiermark durch den vereinigten An- auch die sozialen Bedingungen wie Ferien, Weiterzahlung des sturm ihrer Gegner führte der Referent aus, daß diese Vorgänge, die ohnes in Krankheitsfällen u. dgl. verhältnismäßig günstig durch ein wesentliches Glied und eine wesentliche Waffe im Abwehrkampf Tarifvereinbarung zu regeln. an der Ruhr bildeten, kennzeichnend für die„ Opferwilligkeit" der Kapitalisten Ein neuzeitlicher Arbeitgeber. Die Firma Hermann Schlüter u. Co. fendet uns fel. gende Berichtigung": fei. Die Ursachen für die Sabotage der Kapitalisten find in ihrer Abneigung gegen jedwede Verluste, die sich aus der Senkung des In der Abendausgabe des„ Vorwärts" vom 7. Mai d. Is. Dollarkurses für sie hätten ergeben können, zu suchen. Die guten Gewinnchancen, auf die man nicht verzichten wollte, spielen hier befindet sich ein Artikel mit der Ueberschrift:„ Ein neuzeitlicher eine ausschlaggebende Rolle. Für die Arbeitnehmerschaft ergibt sich Arbeitgeber", der sich mit unserer Firma Hermann Schlüter u. Co., aus diesen Vorgängen die Tatsache, daß der verhängnisvolle Kreis- Röpenid, befaßt. Es ist nicht richtig, daß unsere Firma teine lauf, den wir in den letzten Jahren durchlebt haben, von neuem organisierten Gesellen eingestellt hat, vielmehr ist richtig, daß die seinen Anjang nimmt, d. h. daß im Gefolge des Währungsverfalls Firma zwei organisierte Gesellen eingestellt hatte, daß diese beiden die Preise in einem beängstigenden Tempo in die Höhe schnellen. Gesellen aber sofort entlassen werden. mußten, und zwar der eine, weil er vollkommen perseucht, geschlechtstrant und hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, die Lohnpolitik darauf einzu arbeitsunfähig war und dem Krankenhause überwiesen werden stellen. Die Unternehmer lehnen generelle Lohnerhöhungen mit der mußte, den andern, weil er förperlich e felerregend un= Begründung ab, daß diese die Stügungsaktion gefähr- fauber war." Der Zentralverband der Fleischer teilt uns dazu mit, Jaz den könnten. Der Zusammenbruch ist ohne diese GefährVielleicht waren die dung erfolgt, und von einem Abbau der Breise hat niemand etwas feines seiner Mitglieder in Frage kommt. gespürt. Dieselben Kreise, welche die Stühungsaktion zum Scheitern beiden fauberen Gesellen in einem Verein der Meisterföhne„ organifiert". Wie uns übrigens, die Firma Hermann Schlüter u. Co. in gebracht haben, versuchen sich hinter eine Lohnpolitit einem anderen Schreiben selbst mitteilt, haben die beiden Gesellen nachgewiefen, daß sie selbst Meistersöhne waren". Weiter heißt es in dem Schreiben:„ Schon nach zwei Tagen stellte es sic heraus, daß diese zwei jungen Leute zwei Drohnen in einem Bienenvölfchen waren. Eie brachten mit ihren gewerkschaftlichen Ansichten Unruhe in unser Bölfchen arbeitsfreudiger junger Leute." Wir stellen also fest: Nach ihrer eigenen Angabe hat die Firma angenommen mit dem Hinweis: Hermann Schlüter Arbeiter " Meisterföhne und Nichtverbändler bevorzugt." Unter den einge stellten Meistersöhnen befanden sich zwei junge Leute, die Unruhe in unser Bölfchen arbeitsfreudiger junger Beute" brachten. Erst dann machte man die Entdeckung, daß diese räudigen Schafe Bielleicht wäre der Firma diese Erfahrung erspart geblieben, wenn fie statt Nichtverbändler und Meisterföhne, Gehilfen eingestellt hätte, die dem Zentralverband der Fleischer angehören. nach vaterländischen Gesichtspunkten zu versteden. Beachtenswert ist der Einfluß, den die jetzige Situation auf die sozialpolitische Gesetzgebung, insbesondere auf die Arbeitszeitregelung ausübt. Dieser Einfluß wird gestärkt durch eine Reihe von Sozialwissenschaftlern, die Verlängerung der Arbeitszeit und einen Abbau unserer Sozialgesetze erstreben. Diese Erscheinung tritt sowohl in den Siegerstaaten wie in den besiegten Ländern zutage. Ueberall wachsen die Kräfte, die darauf ausgehen, die nach dem Kriege errungenen Vorteile der Arbeitnehmer wieder zu beseitigen. Die berechtigten Wünsche auf Gemährung von Goldlöhnen beantworten die Arbeitgeber mit der Forderung Zur Verbandstagswahl der Berliner Sattler. Die Stichwahl zum Verbandstag der Sattler endete mit einem weiteren Erfolg für die Richtung Amsterdam, indem beide Kandidaten gegen die kommunistischen Kandidaten gewählt wurden. Demzufolge gehören sämtliche sechs Berliner Delegierte zur Richtung Amsterdam. Es sind dies die Kollegen Blume, Often, Ehrhoff, Lillig, Leud und Opiß. Bemerkenswert ist bei dieser Wahl, daß in der voraufge: Wiederherstellung der früheren Arbeits- und Betriebsverfassung. gangenen Generalversammlung bei der Aufstellung der Kandidaten All diese Vorgänge verpflichten uns die Listenivahl von den Kommunisten abgelehnt wurde, sodaß fämtliche Namen nunmehr auf dem Stimmzettel durcheinander standen und auf den Flugzetteln der Kommunisten ibre Kandidaten nicht als Kommunisten, sondern als Vertreter der freigewerkschaftlichen Opposition angepriesen wurden. Wenn die Mitglieder auf dem Posten sind, dann verfangen solche Manöver nicht. Generalversammlung der Metallarbeiter. Es fällt schwer, über die am Mittwoch in den Sophiensälen stattgefundene Generalversammlung der Metallarbeiter feine Satire zu fchreiben. Es wird die allerhöchste Zeit, daß sich die Mitglieder darauf befinnen, wozu ihre Organisationseinrichtungen geschaffen sind. Die Mitgliedschaft muß sich darüber flar werden, ob sie ihre Einrichtungen zum Tummeiplag von Parteiegoisten und Phraseuren herabsinken laffen will. Man denke: um 6½ Uhr abends wird die Versammlung eröffnet, um 10% Uhr erfolgt die Vertagung, und in der Zwischenzeit ist von der Tagesordnung nur ein Antrag erledigt worden! für einen Kampf zu rüffen, der sowohl auf dem politischen, als auch dem gewerkschaftlichen Gebiete zu führen ist. ,, Aus dem Reiche des Herrn Geßler". Wegen Tarifbruchs ist der Betrieb des Fleischermeisters 3. 3iegler, Frankfurter Allee 78, für organifierte Gesellen ge Die Tariffommission. fperrt. Mit der Aufforderung, die Organisation fampffräftig zu erhalten und weiter leistungsfähig zu machen, schloß der Referent seine sehr beifällig aufgenommenen Ausführungen, Die hieran alt= Cohnregelung für Hausangestellte in Geschäfts- und Industrieschließende rege Aussprache ergab im wesentlichen Uebereinstimmung häusern. Durch Schiedsspruch des Schlichtungsausschusses Großmit den Ausführungen des Referenten und zeigte, wie wichtig die Berlin wurden am 15. Mai die Löhne der Hausangestellten in den Erörterungen all dieser Fragen für jeden einzelnen Arbeitnehmer Geschäfts und Industriehäusern für den Monat Mai einer Neusind. regelung unterzogen. Für die erste Hälfte des Monats Mai wurden durchschnittlich 10 Proz., für die zweite Hälfte 25 Broz. Lohnerhöhung gewährt. Tarifabzüge sind im Bureau des Deuts Zu dieser Notiz in der letzten Sonniagsnummer des Borwärts" schen Portierverbandes( Sektion VII des Deutschen Verkehrsbun erhielten wir aus dem Reichswehrministerium folgende Entgegnung: des), Berlin W., Bayreuther Str. 31, sowie Engelufer 24/25, Für den Bereich des Reichsweh ministeriums liegen die Ber- Zimmer 26, gegen Mitgliedsausweis zu haben. hältnisse insofern anders als bei den übrigen Reichsressorts, als faft Die Hamburger Hafenarbeiter erreichten eine Korrektur des zu jeder Aenderung der Besoldungs- usw. Gebührnisse sofort ZusatzBor Eintritt in die Tagesordnung widmete Il rich dem er bestimmungen über den Abzug für die den Soldaten in natura Schiedspruches vom 11. Mai, der eine Zulage von 2400 m. vorjah, mordeten Vertreter der Sowjetregierung in Rußland, Worowski, gewährte Berpflegung und Unterkunft getroffen werden müssen. durch den Spruch des Sonderschlichtungsausschusses auf 4400 M., ab und dem verstorbenen Gen. Waldeck- Manasse einen ehrenden NachDas Reichswehrminifterium besorgt sich jedesmal nach Abschluß 11. Mai. Ueber Aenderungen für die Zeit ab 1. Juni soll am ruf. Dann folgte eine längere Geschäftsordnungsdebatte, die lediglich der Bereinbarungen über Gehalts- und Lohnerhöhungen vom Reichs 25. Mai verhandelt werden. Ben Zwed verfolgte, eine bereits in der letzten Generalversammlung finanzministerium einen Bürstenabzug des betreffenden Reichs- Die Inderziffer der englischen Lebenshaltung belief sich am erfolgte Wahl der Ortsverwaltung zu korrigieren, weil die Jünger besoldungsblattes" und gibt möglichst noch an demselben Tage den 1. Mai auf 170 gegenüber 174 am 1. April. Somit hat sich die Moskaus aus einer eventuellen Urabstimmung ein für fie günstigeres Wortlaut der Vereinbarung mit den erforderlichen Zusatzbestimmun- Lebenshaltung in England um weitere 4 Punkte dem BorkriegszuErgebnis erhoffen. Assistenz erhielten die Moskowiter durch die gen an die Standortskommandos durch besondere Verfügungsblätter, ftande genähert. Leute um„ Ledebour"( wie lange noch?) unter Führung von weg- Sie in der eigenen Druckerei zum Selbstkostenpreis hergestellt werden, tec.) als Bortführer kämpfte, um seine unter Beifügung der für die Dienſtſtellen erforderlichen Abbrude 6 Dementiaftshaus, at 2, ordentliche Mitgliederverfanumlung. GtBaugewerksbund, Mittwoch Fähigkeit und Unfehlbarkeit" zu beweisen, die er in der Berjamm- bekannt. Durch diese Maßnahme ist in der Regel ein ebenso schnelles scheinen aller Mitglieder ist Pflicht. Mitgliedsbuch ist am Saaleingang vorDie Fachgruppenleitung. lung am 30. April schon genügend produzierte, in der er mit noch Bekanntwerden der Besoldungs- ufm. Regelungen bei den unter- auzeigen. einem anderen Kollegen beim Auszählen der Stimmen nach seinen stellten Dienststellen als beim Bezuge des Reichsbesoldungsblattes" eigenen Angaben nicht bis 200(?) zählen konnte, sich also um gewährleistet. Die Prüfstelle für Gasschutz in Hannover erhält dem Verantwortlich für den redakt. Teil: Bietor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Th. Glode, Berlin. Verlag Vorwärts- Berlag 6. m. b. S., Berlin. Drud: 100 Stimmen verzählt haben wollte, was sein Partner aber nicht nach zugleich mit den anderen Dienststellen durch das Standorts- Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin, Lindenstr. 3 Hierzu 1 Bellage. bestätigen konnte, eben weil er richtig gezählt hatte. Darob große tommando Hannover Kenntnis von den eingetretenen Aenderungen. Heiterkeit in der Versammlung. Ein Antrag Nawrockis, der sich mit Der Bezug des Reichsbesoldungsblattes" würde überdies bei dem zurzeit anhängigen Ausschlußverfahren beschäftigte, fonnte nicht dem gegenwärtigen Bezugspreis rund 60 Millionen Mark Untoften ist. Ein weiterer Antrag Namrocki, der zur Schaffung eines pro- wäre auch erforderlich, wenn das„ Reichsbesoldungsblatt" etwa nur letarischen Selbstschutes" aufforderte, wurde abgelehnt. Nicht wegen der beim Reichsheere beschäftigten Arbeiter gehalten würde, proletarische Hundertschaften, sagte Ziska, fönnen die Arbeiter- da soche bei fast allen Dienststellen des Heeres tätig sind." mann. zur Berhandlung fommen, weil dies nach dem Statut nicht zulässig für den Bereich des Heeres verursachen. Ungefähr derfelbe Aufwand Unreines Blunden, Frankel, desiduispiakel werden EMIL ZOLA Gesammelte Romane Geheftet und gebunden find in allen Parteibuchhandlungen, auch einzein, erhältlich MÜNCHEN KURT WOLFF VERLAG KOMMUNISTEN PRIESTER AUFSTAND 1850 DAS GLÜCK DER FAMILIE ROUGON Der Roman einer Rotte politischer Schieber, die auf dem Blut und den Opfern des mißglückien Aufstandes ihr Gfüd aufbauen. UND ZOLIBAT DIE SÜNDE DES ABBE MOURET Die Tragödie des Priesters, der durch die Bestimmungen der Kirche gefesselt ist, der Kampf zweier junger in Liebe verbun dener Menschen um ihr Glüc dessen Folge- Erscheinungen beseitigt d. Anwendung einer Frühjahrskur mit Dr. Hoffbauers ges. gesch. Arsen- Licithin- Pillen. Leicht bekömmlich!/ Blutbildend!/ Ausführliche Literatur gratis Elefanten- Apotheke, Berlin W, Leipziger Str. 74( Dönhoffplatz) Zentrum 7192 DAS DER VERROTTETE POLITISCHE PARIS SCHIEBER NANA Das Leben der Dirne, in deren Eastern der ganze bürgerliche Abschaum von Paris verfinft, mit deren Seuche ganz Paris vergiftet wird. EXZELLENZ EUGEN ROUGON Das Lied von der politischen Rorruption Frankreichs zur Beit des Kaiserreichs, der Roman von der Gewiffenlosigkeit des Politifers. BOURGEOIS UND DIE SERIE DER REVOLUTIONAR ROUGON- MACQUART DER BAUCH VON PARIS Der Roman von der Empörung der Genügsamen und Gatten gegen den Jbeenmenschen und Revolutionär, ber Roman vom fatten Paris. Bolas Hauptwert, zeigt in der Geschichte der einzelnen Glieber einer Familie die Ursachen und den Fortschritt der inneren 3errüttung Franfreichs unter der Herrschaft des zweiten Kaiferreichs bis zum Zusammen bruch 1870. Ein jeder Band behandelt das Schicfal eines einzelnen Familienmitgliedes und läßt in ihm einen Teil der Kräfte lebendig werden, die feinerzeit in Frankreich, bis 1918 in unserer Bourgeoifle zusammen wirften, um das Bolt zur Revolution, zur Republik reifen zu laffen. Nr. 231 40. Jahrgang Beilage des Vorwärts Sonntägliche Wanderziele. Mohrin- Königsberg- Schwedt. Sonnabend, 19. Mai 1923 entfernt, an der Weggabelung halbrechts. Nach einer weiteren halben Stunde fommen wir an die Straße von Lehniz nach Summt. Wir folgen ihr nach rechts. Bald sehen wir zur Linken die Senfe des ehemaligen Teufelssees. Jetzt ist der See verschwunden, er hat sich in eine Sumpfniederung verwandelt. Der Sage nach soll straße von Nowawes zum Bahnhof gleichen Namens. Nowawes hier einst die alte Försterei Wensickendorf gestanden haben, die ist eine Siedlung böhmischer Weberfamilien, die 1751 gegründet während eines fürchterlichen Unwetters in die Tiefe fant; an ihrer wurde. Noch heute wohnen hier viele Weber. Wir gehen unter Stelle bildete sich der Teufelsfee. Der Teufel fuhr zuweilen in der Bahn hindurch und kommen nach rechts über die Nuthe, die einem Kahn über das Wasser, um zu erspähen, ob nicht die Seele die Grenze des Kreises Teltow bildet, zur Alten Königstraße. Links des ertrunkenen Försters aus der Tiefe heraufsteige. Wir überab bringt uns die Kirchhofstraße zur Saarmunder Straße, der wir schreiten bald die Briese, dieses muntere Waldfließ, das sich bei nach links folgen. Bald haben wir den Wald erreicht. Durch Birkenwerder in die Havel ergießt. Etwa 500 Meter jenseits der etwas hügliches Gelände kommen wir nach Rehbrüde. Hier Brüde wenden wir uns auf dem von Birkenwerder kommenden menden wir uns rechts at nach Bergholz. Das Gelände wird Wege nach links. Er führt über die Lietenwalder Chaussee nach jetzt äußerst hüglig. Bon Norden her tritt ein Bergzug, eine eis- 3 ühlsdorf. Eine mächtige afte Linde steht hier im Garten zeitliche Endmoräne, bis an das Nuthetal heran. Ueber die des nach ihr benannten Gasthauses. Vom Südende, des Dorfes 75 Meter hohen Leisberge und am 79 Meter hohen Galgenberg wandern wir durch Wald und an Wiesenniederungen vorüber nach vorüber kommen wir nach Neu- Langenwisch, an einem Basdorf, durch das die alte Postraße von Berlin nach BrenzSeitental des Nuthetals gelegen. Das Nuthetal ist reich an Spuren lau führt. Am Nordende des Dorfes führt ein Weg in nordöstlicher vom vorgeschichtlichen Menschen; von der Steinzeit bis zur Wen- Richtung von der Chaussee ab über die Groß- Schönebecker Eisendenzeit, also durch gut drei Jahrtausende, lassen sie sich verfolgen. bahn nach dem Liepnißfee. Wir folgen ihm und kommen nach etwa Der Weg führt südlich durch die Niederung nach 21t- Langen 4 Stunde an eine Wegteilung. Hier wenden wir uns rechts, zuwisch. Wir wandern nun westlich und find bald am Bahnhof nächst über freies Feld; bald haben wir wieder den Wald erreicht. Michendorf. Von hier fahren wir mit dem Vorortzug von Der anfangs reine Riefernwald wird zu einem prächtigen MischBeelitz nach Berlin zurüd.( Weglänge ohne Besichtigung des mald. Just in der jezigen Jahreszeit, wo die jungen Buchenblätter Babelsberger Parts etwa 18 Kilometer.) ihre schützende Knospenhülle gesprengt haben und sich in maienfrischem Grün zu dem gewaltigen Waldesdom wöllen, gewährt es einen ganz besonderen Genuß, hier zu wandern. Wir befinden uns im Gebiet der Bernauer Stadtforst, die sich filometerweit pon Bernau bis zum Liepnißsee erstreckt. In der Nähe des Guts Schmetzdorf, das Eigentum der Stadt Berlin ist, erreichen wir den Waldrand. Wir kommen auf die Wandlizer Chaussee und erreichen nach kurzer Wanderung die alte Hussitenstadt Bernau. Ein Rundgang durch das Städtchen mit seinen zahlreichen alten Baulichkeiten beschließt unsere Wanderung.( Weglänge etma 28 Kilometer.) Borgsdorf Zühlsdorf- Bernau. In das Land jenseits der Oder, in die Neumark, führt uns Mese Wanderfahrt. Bom Briezener Bahnhof( am Schlesischen Bahrhof) fahren wir über Wriezen nach Butterfelde- Mohrin; wir fönnen auch vom Stettiner Bahnhof über Eberswalde- Briezen ( umsteigen) hi rher gelangen. Die Stadt Mohrin liegt eine halbe Stunde vom Bahnhof entfernt am Mohriner See. Der Sage nach foll ein großer Krebs auf dem Grunde des Sees, an eine Rette gefejelt, hauſen. Aus dem See fließt die Schiibbe zur Oder. Die ültest: Urkunde, in der Mohrin erwähnt wird, stammt von 1306. Die alte Stadtmauer ist fast völlig erhalten, wodurch das Einheitliche des Stadtbildes sehr gut gewahrt bleibt. Auf dem Südufer des Sees liegt der Schloßwall, ein von Wasser und Wiesen nicderungen umgebener wendischer Burgwall, der die Ruine eines mittelalterlichen Schlosses trägt. Von Mohrin wandern wir über ölzig nach Kleinmantel. Das Gelände ist äußerst hügl g; wir sind, hier im Gebiet der großen baltischen Endmoräne Der Eiszeit. Am Südufer des Mantelsees, bei Kleinmantel Fest ebenfalls ein wendischer Burgwall. Zunächst auf dem Ostufer es Mantelsees, später rechts ab, wandern wir nach Norden mit schönen Ausblicken auf den See und das an Hügeln und Senken reiche Gelände. Wir kommen nach Königsberg( 18 Kilometer ron Mohrin), der Hauptstadt des gleichnamigen neumärkischen Mit den Vorortzügen der Nordbahn fahren wir vom Stettiner reises. Sie ist aus einer mendischen Siedlung hervorgegangen, von her bereits 1244 berichtet wird. Königsberg besitzt schöne mittel- Bahnhof nach Borgsdorf. Sogleich vom Bahnhof nach Osten terliche Bauten, so das Rathaus, das Augustinerkloster, das in den schönen Kiefernhochwald, das ehemalige Hofjagdrevier. Der Schwedter und das Bernickower Tor. Die Stadtmauer ist nur noch eg führt über das Bogenluch. Etwa ½ Stunde vom Bahnhof teilweise erhalten. Bon Königsberg wandern wir über Rehdorf zum Hanseberger Jagdschloß und weiter nach Ra duhn. Der Weg führt durch schönen Wald, der mitunter von reinen Buchentänden gebildet wird. Bei Raduhn haben wir die Oder erreicht. Urmittelbar am Strom steigen die Uferränder steil empor zu be= früchtlichen Höhen. Hoch oben liegt der Raduhner Burgwall, ein norgeschichtliches Denkmal aus der Wendenzeit. Prächtig ist der usblick von hier oben. Man überschaut das Odertal von Schwedt is Stolpe und Oderberg. Am Fuß zieht sich ein schöner Uferpfad rach Nieder- Saathen hin. Die Uferwanderung bringt uns meiter nach Hohenfränig. Zwischen diesen beiden Orten err: dt fich das Tal der Liebe, ein landschaftlich sehr reizvolles biet, fchön bewaldet und von Schluchten zerrissen. Von Hohenän führt die Chaussee auf hohem Damme und über mehrere rüden quer durch das Odertal nach Sch medt, dem Hauptort für ie dermärkische Tabakverarbeitung. Die Tabaftrockenspeicher sind within bemerkbar. Der Tabakbau wurde durch die um 1687 hier cfiedelten französischen Refugiés eingeführt. Schwedt besitzt ein hes Schloß mit schönem Schloßpart, der sich an der Oder hirzieht. Comohl die Stadt bereits aus Urfunden von 1138 befannt ist, weist doch recht wenig ältere Bauten auf. Die Zeit von 1689-1788, i der Schwedt eine fleine Residenz war, hat der Stadt ihren Gmvel aufgedrückt. Von Schwedt fahren wir über Angermünde rach Berlin zurüd.( Weglänge Königsberg- Schwedt etwa 25 Kilometer.) Neubabelsberg- Rehbrücke- Michendorf. NW Wie wird das Pfingstwetter? N. NO SWS SO GU Sturm Regen und Veränderlich Schon Wind Gewitter 30- 30. 2020 10 10 00 10 10 Gedanken von Waldeck Manaffc. Einen Einblick in die freidenkerischen und sozialethischen Anschauungen des verstorbenen Genossen Walded Manasse gewährt ein kleines Heft, das er vor einem Jahrzehnt unter dem Titel ,, Lebensfragen"( Berlin, Berlag von Otto Roth) veröffentlichte. Es bringt in fnappefter Form furze Betrachtungen, die er zu Gedankenreihen zusammengefaßt hat: Bom Glauben zum Denken"," Bom Staatenstreit zum Bölkerfrieden"," Bon Unkultur zur Menschlichkeit"," Bon Liebe zu Liebe" ,,, Bom Werden und Sterben". Wir geben hier ein paar Proben aus seinen Gedanken über den Tod. ,, Mancher Mensch tut uns weh, so lange er lebt; aber mancher Mensch tut uns zum ersten Male weh, wenn er stirbt." ,, Den Einen werden gewaltige Denkmäler der Lüge errichtet, die trotz ihrer Gesprächigkeit nur ein Entschuldigungszeichen sind für die Inhaltlosigkeit eines liebeleeren und tatenarmen Lebens. Und über den Anderen künden ungezeichnete Rafenflächen ohne Kreuz und Stein von ihrer Geisteskultur und ihrer liebreichen Arbeit." ,, Als ich zu dem frommen Himmelsabonnenten W. nach langer fruchtloser Debatte sagte: Benn es einen Gott gibt, wie Sie sich ihn vorstellen, so werde ich nach meinem Tode zu ihm sprechen: Lieber Goit des Herrn W., ich habe nicht an Dich geglaubt, aber ich habe gehandelt, als ob Du dagewesen wärest, und er wird mich auch in seinen Himmel einlassen," da antwortete mein verehrter Gegner: Bang gewiß nicht, und wenn er Sie aus Versehen hineinlassen. sollte, dann werde ich es ihm sagen." Sein regelmäßiger Kirchenbesuch und seine korrekten Gebetsübungen galten ihm als sicheres Entreebillett für das Jenseits. Gott dürfte dem übereifrigen Denunzianten fagen:„ Wie schütze ich mich vor meinen Freunden? Ich bin Herrn W. nicht böse, möge er Gott sonst ebensowenig schuldig geblieben sein, wie seinen Mitmenschen." In den ersten Tagen dieser Woche drangen rasch hintereinander Die Potsdamer Borortzüge bringen uns vom Potsdamer zwei große Tiefdruckgebiete nach der Nordsee vor. wo sie etwas Hauptbahnhof, vom Wannseebahnhof oder von der Stadtbahn nach länger verweilten und dann mit mäßiger Geschwindigkeit nordostReubabelsberg. Bir wandern zunächt links der Bahn, wärts weiter zogen. Nach kurzer Aufheiterung des Wetters und geringer Erwärmung traten daher zunächst in Westdeutschland, tommen aber bald durch ein Wäldchen zur Kaiserstraße( rechts). An Besonders an der Nordseeküste, wieder stärkere, stellenweise von Ihrem Ende liegt links auf der Höhe die Sternwarte, die sich Gewittern begleitete Regenfälle, ein, die sich in der folgenden s 1913 auf dem Enteplaz in Berlin befand. Die ganze Anlage Zeit öfter wiederholten und allmählich weiter nach Osten fort mit den Kuppelbauten und den Wohnhäusern für die Beamten pflanzten. Dabei schwankten die Winde zwischen Süd und West nimmt einen ansehnlichen Raum ein. Das hier befindliche Spiegel- und gingen die Temperaturen in den meisten Gegenden von einem teleffop ist das größte in Europa. Bald ist der Haupteingang zum Tage zum anderen wieder tiefer herab. Fast allein nordöstlich Bark von Babelsberg erreicht. Das Schloß Babelsberg der Oder überschritten sie bei überwiegend heiterem Himmel in rurde 1834-1849 erbaut nach dem Vorbild des Schlosses in Bind- den letzten Tagen noch vielfach 15° Celsius. Nach Entfernung des zweiten Tiefs hat sich ein auf dem Atlantischen Ozean gelegenes for. Vor dem Schloß der Gerhardbrunnen mit einem Standbild Hochdruckgebiet über einen großen Teil von West- und Mitteldes ersten Kölner Dombaumeisters Gerhard von Rile. Im Park europa ausgebreitet, gleichzeitig ist aber auf der Nordsee ein refindet sich die alte Berliner Gerichtslaube mit dem neues Teiltief entstanden, das das Hoch am raschen weiteren Vor,, Wie nahe oder wie entfernt auch meine letzte Arbeitsstunde Raak, unter dem der Branger war; sie entstammt dem Ende des dringen aach Osten verhindern dürfte. Wir haben daher für fein mag, so ist es der sehnlichste Wunsch an mein Glück, daß sie auch Sonnabend und Sonntag zwar vielfach heiteres, aber 13. Jahrhunderts und wurde 1872 hier wieder aufgebaut, als sie noch ziemlich kühles, veränderliches Wetter and be- zufammenfallen möge mit meiner letzten Lebensstunde." mit dem alten Berliner Rathaus abgebrochen wurde. sonders am Sonnabend öfter leichte Regenfälle und ,, Im Leben blieb soviel Leeres, Unerfülltes, Unabgeschlossenes schiedenen Stellen des Parks schöne Ausblicke, besonders nach Bots- frische westliche bis nordwestliche Winde zu erzurüd; darum begleiten die Menschen ihre Lieben mit ihren dam, so vom Flatomturm und von der Siegessäule. Vom Haupt- warten. Erst für den zweiten Pfingstfeiertag ist Wir ingang wandern wir zwischen der Sternmarte und dem Bark gen mehr Aussicht auf beständiges, ruhigeres und auch Wünschen zur Vollendung in einer wolfenloseren Sonne. Güd. Bald halten wir uns halblinks und kommen durch die Priester. etwas wärmeres Wetter vorhanden. wollen doch lieber die Summe der Leistungen und nicht die 9] Heimweh. Bon verEine Geschichte der Sehnsucht von John W. Nylander. Und unsere Gedanken wanderten immer wieder in die Heimat zurüd. Am Weihnachtsmorgen, wo der Gottesdienst schon um sechs Uhr anfing, mußte man sich noch im Stoc Dunkeln auf den Weg machen, wenn die Bahn schlecht war. Aber die Kirche mit all den Hunderten von brennenden Kerzen war ja prächtig, und dazu die Orgelmufit. Dann gab's die ganzen Festtage hindurch auf all den größeren Höfen Tanz und immer Tanz. Zum Jahrmarkt inußte man natürlich auch nach Helsingfors und Ekenäs. Da standen unendliche Reihen von Buden mit allen Herrlichkeiten Der Welt. Uhren, Messingkessel und Tassen. Und für all die bekannten Mädchen mußten Marktfringel gekauft werden. ,, Eine Eisenbahn soll die Küste entlang von Helsingfors nach Karis gebaut werden," sagte ich. Dann wird sicher Inga, das doch eine so große Gemeinde ist, auch Station. Da tommt man dort leicht vorwärts." rechnen konnte, Post zu bekommen. Kurz gesagt, ob man daran denken konnte, hier seßhaft zu werden. Eine gewisse kleine Frau daheim hätte vielleicht nichts dagegen einzuwenden. Sie hatte ja schon oft genug von ihrer Reiselust gesprochen. Ein Haus wie dieses konnte ich mit Stones Hilfe leicht bauen. Glasscheiben in den Fenstern brauchte man nicht einmal, nur einige Holzlatten und etwas dünnen Stoff. Die Küche konnte draußen an der einen Hauswand hergestellt werden, ein kleines Dach auf ein paar Pfeilern genügte. Das Wasser leitete man in einer Rinne vom Bache her; immer frisches Wasser zu haben war wichtig. Sorgen um Essen und Trinken brauchte man fich wohl nie zu machen. An dem nächsten Afte des himmelhohen Brotfruchtbaumes, der vor der Veranda des kleinen, aber hübschen und wohnlich eingerichteten Hauses stand, konnte ich schon zwanzig große, prächtige Früchte zählen. Jede von ihnen gäbe schon eine ganze Mahlzeit ab für uns beide. Um viele Kleider brauchte man sich auch nicht zu fümmern. Und wo auf der Welt konnte es schöner sein! Nie hatte ich einen solchen Blumenreichtum gesehen wie hier. Das wäre so recht etwas für sie, die Blumen überaus liebte. Ging man dort zusammen spazieren, so mußte man nach jedem armseligen Bilänzchen suchen. Und immer mußte man entzückt sein, sonst war man verständnislos. Hier fände sie genug. Das ganze Haus war gebettet in Blumen, Büsche und Ranten voll der schönsten Blüten. Selbst der Rasen war vielfach mit Blumen überfät, so daß er einem bunten Teppich glich. Bielleicht wäre es nicht so übel, menn man noch ein anderes Paar mit hier draußen hätte. Oskar Forsbäd und Dlga zum Beispiel, die ja halb und halb nerlobt waren, würden ficher gern mitfommen. Da fonnten die beiden Frauen sich Gesellschaft leisten, während mir zum Fischen draußen waren. Ich dachte jetzt besonders an Perlenfischerei. Wer weiß, wie viel man damit verdienen fonnte! Vielleicht mehr als hier iemand ahnte. Sam und Elias hatten mir eines Tages ihre Schäke gezeigt, sie hatten ihre Konfervenbüchsen halb voll. Ich fönnte fo viele haben, wie ich möchte, sagten sie, aber sie wollten einmal hinausfahren und versuchen noch größere zu Sch hatte geglaubt, daß nun die Reihe zu fragen an mir holen. So würde sie also jedenfalls die beiden versprochenen sei, aber jetzt wagte ich ihn nicht zu stören. So vieles hätte Berlen hekommen. Aber wer meiß. ob man nicht hier wenige ich aern über die Verhältnisse hier erfahren. Ob man fich ohne Faden tief Reichtümer fände. Bielleicht könnte man sich zum meiteres auf solch einer Insel oder vielmehr auf dieser Insel Taucher ausbilden. Oskar tauchte übrigens schon jetzt vor niederlassen konnte. Ob es überall Ralmen und Brotfrucht- züglich. Und einer mußte ja auch im Boote bleiben. häume gab. Oh es lange dauerte, bis hier ein Obstbaum Vielleicht und jekt fam mir plötzlich ein großer Getrug. Ob die Regenzeit lang war. Wie oft man darauf danke-, vielleicht ließe sich hier eine ganze fleine finnländische ,, Dent nur, Maria, eine Station in Inga!" sagte er und vergaß, daß sie niemals eine Eisenbahn gesehen hatte. Die meisten alten Bekannten sind wohl nicht mehr da. Aber ergreifend müßte es doch sein, all die Pläge wiederzusehen. Am liebsten möchte man einmal auf dem dortigen Friedhof begraben werden. An Mutters Grabe muchs ein BogelbeerFoum. Sie starb im Winter, ehe ich das letztemal im Früh jahr ausfuhr. Der ist gewiß im Herbst voller Beeren." Wieder saß Stone in Gedanken versunken. Seine Augen manderten weit über die Insel hinaus, über die Brandung am Riff, die im Mondschein glänzte, vorüber an unserem Schoner, der da draußen zu schlafen schien, sie wanderten weit, weit fort von Nanawaj. Auch die Blicke feiner Frau schweiften über das Meer hinaus. Vielleicht versuchte sie seinen Gedanken zu folgen. Welche Borstellungen mochte sie wohl von diefem fernen Sande haben? Bielleicht ahnte sie, wie sehr es ihn nach dort zog? | Rolonie zustande bringen! Ein richtiges fleines Dorf mit einer Schule für die Kinder, mit Kirche, Krankenhaus und allem, was dazu gehört. Vielleicht würde es mit der Zeit eine kleine Stadt unter Palmen, in Blumen eingebettet und für ewige Zeiten frei von all dem Russischen, das sich daheim immer wieder eindrängte. Einen passenden Namen zu finden wäre wohl nicht so schwer. Uebrigens netter wäre es doch wohl mit nicht gar so vielen. 3wei, drei Familien fönnten genug sein. Ja- im Grunde wäre es doch wohl am schönsten nur zu zweien. Stones waren ja auch noch da. Wenn so viele Menschen an einem Orte zusammen sind, da gibt es leicht Neid und Klatsch und dumme Streiche, mie der Schiffer es nannte. Nein, zwei waren immer das beste und sicherste. Man sehe doch nur die beiden hier an. Schon daß wir soviel von seiner fernen Heimat gesprochen haben, und vielleicht ein leiser Verdacht, daß er den Plan hat dahin zu reisen, machen sie ängstlich. Und es sind ja doch nur Bhantasien von ihm. Elias, der mit dem Kopf auf einer zusammengerollten Matte auf dem Verandaboden eingeschlafen war, lachte plötzlich laut im Schlaf und medie mich aus meinem Grübeln. ,, Es wird spät," sagte ich. Ich muß an Bord zurück." ,, Schon?" erwiderte Stone. Einen Augenblick. so begleite ich Sie. Ich will nur Elias hereintragen." Er nahm Elias wie ein kleines Kind behutsam auf seine Arme und trug ihn in das Haus. In demselben Augenblick fühlte ich. wie eine Hand um mein Handgelenk griff. Sie wollen ihn doch nicht überreden, dahin zu fahren. Das alles fommt mir so seltsam vor." ,, Nein, im Gegenteil," sagte ich und dachte an meine Bläne. Wie sollte er von hier fortgehen. von hier" ich brach ab, da Stone fam und reichte ihr die Hand zum Abschied. " Eine halbe Stunde später war ich an Bord. Der Schlaf wollte diesen Abend nicht kommen. Es mar mir flar, dak meine Begegnung mit Stone oder eigentlich mit Stenlund von Inga, von der größten Bedeutung für meine gonze Sufunft sein würde. Mie wunderbar mir Menschen doch non gütigen Mächten geführt werden! Bor wenigen Stunden wußte ich noch nichts non alledem. Ich hatte mein Leben naefähr wie die arderen hingelebt, planlos, alles gehen lassend, wie es ging. Und nun lag die Zukunft flar wie ein deutlich markiertes Fahrwasser vor mir. ( Fortsetzung folgt.). vergeblichen Hoffnungen als Siegeszeichen an den Gräbern p aufpflanzen. Ihre Wirksamkeit zu erhöhen, ihr Liebeswerk zu vertiefen und ihre Liebsten zu umtreuen, das ist über Schmerz und Trauer." Die Juni- Miete. Kein Einspruch des Oberpräsidenten. Der Oberpräsident hat gegen die vom Magistrat in seiner Sigung am 16. d. M. befchloffenen Festsetzung der Junimiete in wendungen nicht erhoben. Die in der fraglichen Veröffentlichung genannten Säße treten also mit dem 1. Juni des Jahres in Kraft. Was den Sah für den Zinsendienst betrifft, fo ist es für Juni bei den bisherigen 25 vom Hundert der Grundmiete verblieben. Nach den neuen Festsetzungen haben die Mieter in einfachen Häusern an festen Zuschlägen außer der Grundmiete zu zahlen: „ Für eine Politik der Berständigung." Zu der unter dieser Spigmarte im gestrigen Abendblatt veröffentlichten Notiz über die Bersammlung des Deutschen Friedenskartells schreibt uns Genosse Bon meinem Mitredner und mir ist nicht gesagt worden, Unter dem Verdacht des Gattenmordversuchs. Der offene Gashahn. Unter dem Verdachte des Gattenmordversuches Seger: Tränen, das ist wahrhaft unsterblich. Solche Treue ist die würdigste wurde die 27 Jahre alte Chefrau Frieda des Arbeiters Albert wie es in Ihrem Bericht heißt, daß der passive Widerstand nicht Kraft aus der Steinmegstr. 55 verhaftet. Frau Kraft, die feit mehr lange fortgesetzt werden fönne," sondern wir haben lediglich 6 Jahren verheiratet ist behauptet, daß ihr Mann arbeitssch eu auf Grund eingehender Beobachtungen im Ruhrgebiet betont, daß fei, oft mit ihr Streit gesucht und sie wiederholt schwermißhander passive Widerstand nicht beliebig lange fortgesetzt werden delt habe. In der Berzweiflung habe sie beschlossen, sich das fönne, sondern daß ihm zeitlich gewisse Grenzen gezogen feien. Dies Leben zu nehmen. 2m 8. d. M. sei ihr Mann wieder erst zur Richtigstellung, um keine falsche Meinung über den Sinn der um 6 Uhr morgens nach Hause gekommen und habe wieder Streit Referate aufkommen zu lassen, deren sachlicher Inhalt in einigen angefangen. Jetzt habe sie, um ihren Entschluß auszuführen, den Zeilen felbfiverständlich nicht wiedergegeben werden kann. Gashahn aufgedreht und sich ins Bett gelegt, um den Tod Frühverkehr nach den Bahnhöfen. Die Berliner Straßenbahn zu erwarten. Mittags fei jie jedoch aufgewacht. Bon dem einge- teilt mit: Bur Herstellung früherer Berbindungen nach dem Anatmeten Gas fájmer benommen, jei sie aufgestanden und nach der halter und Stettiner Bahnhof an Werktagen treten vom Wohnung ihrer Eltern in der Kirchbachstr. 7 gelaufen, ohne den 19. Mai d. I. ab die folgenden Fahrplanerweiterungen ein: Linie 93 Hahn zu schließen. An ihren Mann habe sie gar nicht mehr gedacht. ab Charlottenburg 6.03, 6.18, 6.33, 6.43. Linie 95 ab Steglig 6.10, Ihr Bruder begab sich nun nach der Wohnung Krafts. Dieser war 6.25, 6.40, 6.55. Linie 51 ab Wartburgplay bis Stettiner Bahnhof bereits aufgestanden und hatte die Fenster geöffnet. Er verlangte, 6.04. Linie 151 ab Wartburgplag bis Stettiner Bahnhof 6.19. Linie 56 ab Stegliz, Lichterfelder daß seine Frau zu ihm tommen und ihm Effen tochen solle. Das Linie 57 ab Roseneck 6.42. tat fie denn auch. Dann ging sie wieder weg zu ihren Eltern und Chaussee bis Stettiner Bahnhof 5.44, 5.59, 6.14, 6.29. blieb bei ihnen. Jezt hat Kraft die Anzeige erstattet, daß seine Frau schon wiederholt versucht habe, ihn zu ermorden. Die Frau 25 vom Hundert für Zinsendienst, 1400 vom Hundert für Verwaltungskosten einschließlich der Kosten für Hausreinigung u. dgl., 4000 vom Hundert für laufende Instandsehungsarbeiten. Die Bekanntmachung wird in der unter dem 20. d. m. erscheinenden Ausgabe des Gemeindeblattes der Stadt Berlin veröffentlicht werden, die im Zimmer 89 b fäuflich erhältlich ist. * erklärt demgegenüber, ihr Mann habe von der Hauptleitung eine Leitung abgezweigt, um Gas zu verbrauchen, das nicht durch den Meffer ging. Von diesem Rohr sei wiederholt der Schlauch herabgefallen, und das Zimmer habe sich so ohne ihr Butun mit Gas gefüllt. Die Beschuldigte wurde dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Waffer tut's freilich doch. Der Unwille der Berliner Mieterschaft, der zu dem Beschluß geführt hat, am Sonntag, den 27. Mai, eine öffentliche Demonstration unter freiem Himmel zu veranstalten, richtet sich gegen die zu hohe Festsetzung der Grundmiete und ferner Das Buchergericht des Landgerichts III hatte sich mit einem Dagegen, daß fortwährend neue Mietzinserhöhungen be befonders marianten Fall der Rohlenzurüdhal. willigt werden, ohne daß von den Behörden Sicherungen für tung zum Zwede der Preistreiberei zu beschäftigen. eine sachgemäße Berwendung der Gelder geschaffen werden. Troß Der Kohlenhändler Otto, ein früherer Ingenieur bei der der fortwährend gesteigerten Verwaltungskosten werden die Por- Baupolizei, betreibt in Bantow eines der größten Kohlengeschäfte tiers vielfad) ganz erbärmlich entlohnt, und die Reparaturen des Orts. Als eines Tages zwei Frauen auf dem Kohlenplatz merden trog der starten Steigerung des Instandsetzungszuschlages in erschienen, um auf Karten Rohlen zu laufen, wurde ihnen von der weitaus größeren Zahl der Fälle nicht ausgeführt. Deshalb einem Angestellten erklärt, daß feine Rohlen da seien. Da haben die Mietervertreter alle Mietzinserhöhungen abgelehnt, solange nicht eine Aenderung in dieser Beziehung erfolgt ist. Am 25. und 26. Mai finden, wie wir hören, im Wohlfahrtsministerium Berhandlungen über eine Abänderung der preußischen Ausführungsperordnung statt, mit dem Ziele, die sachgemäße Verwendung der Gelder zu sichern. Die organisierte Mieterschaft wird, um ihren Forderungen mehr Nachdruck zu verleihen, am 27. Mai in ganz Breußen öffentlich demonstrieren. worden Der wiedererwachende klante. Wieder Millionen vereinnahmt. " " Unse nsere werten Leser und Freunde werden gebeten, in allen Gaststätten, Kaffeehäusern, Zeitungsverkaufsstellen usw., sowohl in GroßBerlin als auch im übrigen Reich und im Ausland ausdrücklich den ,, VORWÄRTS" zu verlangen. Die kommenden Feiertage bieten Gelegenheit, überall für die Parteipresse zu werben und das Auslegen des Zentralorgans der VSPD. in allen Verkehrsstätten zu veranlassen. Sollte der ,, Vorwärts" an Kiosken, Bahnhofsbuchhandlungen oder anderen Verkaufsstellen nicht erhältlich sein, so wären wir für entsprechende Mitteilung dankbar ,, VORWÄRTS"-VERLAG Berlin, Lindenstr. 3:: Fernspr. Dönhoff 2506/2507 Nepp im Forsthaus. Die Mitglieder von Jugendbünden, Wander- und Turnvereinen usw. werden hiermit gewarnt, im Forsthaus Rüdersdorf- Forst, Hegemeister Talmann, einzukehren. Frau Hegemeister Talmann hat Mitgliedern eines Jugendvereins für eine belegte Stulle( Brot mit Butter und Bratwurst) am 6. Mai 1923 den Preis von 10 000 mt. ab berlangt und ist von dieser Forderung erst abgegangen, als ihr mit gerichtlicher Anzeige gedroht wurde. Das Akademische Wohnungsamt der Universität weist darauf hin, daß immer noch eine große Anzahl von Studenten ganz notdürftig untergebracht ist. Es bittet daher dringend, ihm geeig Meldungen mit nete preiswerte 3immer anzubieten. näheren Angaben erbeten an das Akademische Wohnungsamt, UniSprechzeit von 9-1 Uhr. Fernsprecher versität, Zimmer 26. Zentrum 10 980. Das Stadtbad Wedding( Gerichtstraße 65/69) ift täglich von 12 bis 7 Uhr geöffnet. Am Dienstag, den 22. Mai, bleibt die Babe anstalt geschloffen. Familienbadetage sind Dienstag, Mittwoch und Donnerstag jeder Woche. Das gesamte Bezirkssekretariat, Lindenstraße 3, ist heute, Sonnabend und Dienstag( 3. Feiertag) ab 1 Uhr geschlossen. „ New Leader". Die Adressen aller jener, die sich auf unsere Mitteilung bezüglich Zusendung des New Leader" gemeldet, sind nach England abgesandt worden. Einen Einfluß auf die Buteilung der zur Verfügung stehenden Exemplare besigt die Redaktion des„ Vorwärts" nicht. 66 Tote bei einem Theaterbrand. Bei einer Kindervorstellung in einem Theater in Cleveland ( Carolina) brach auf der Bühne infolge Umfallens einer Lampe ein Brand aus. Das ganze Gebäude stand bald in Flammen. Hunderte von Männern, Frauen und Kindern suchten sich über die enge hölzerne Treppe ins Freie zu retten. Schließlich brach das Gebäude zusammen. Die Zahl der Toten beträgt 66. Außerdem gab es viele Verwundete. Groß- Berliner Parteinachrichten. 5. Kreis Friedrichshain. Anläßlich ber Einäscherung des Genossen Walded Manaffe treffen sich die Genoffen des Kreises am Sonntag vormittag 10% Uhr am Eingang des Krematoriums in der Gerichtstraße. Die Fral tion und der Kreisvorstand 4 Stunde früher. 9. Kreis Wilmersdorf. Pfingstfonntag, morgens 6 Uhr, Frühkonzert im Biftoriagarten, Wilhelmsaue, unter Mitwirkung des Gemischten Chors Salensee- Grunewald. Raffeeküche. Bei schlechtem Wetter im Gaal. Heute, Sonnabend, den 19. mai: 4. Abt. 7 Uhr bei Schwarz, Blankenfelder Str. 10, Funktionärsigung mit den Vorstandsmitgliedern. Erscheinen Pflicht. Rrematorium Gerichtstraße statt. 21. Abt. Die Einäscherung des Genoffen Carl Otto findet abends 8 Uhr im Jungjozialisten. Gruppe Südost: Pfingstfahrt nach Tangermünde. Treffpunkt Sonnabend nachmittag 4 Uhr Lehrter Bahnhof( Normaluhr). Badezeug mitbringen. Morgen, Sonntag, den 20. Mai: vormittags 9% Uhr mit dem Banner auf dem Landsberger Plaz. Mag Klante, der vor einigen Monaten von den Moabiter Gerichten zu einer längeren Freiheitsstrafe, verurteilt worden ist, da einige Tausend Personen in dem von ihm begründeten Bettfonzern" ihr Geld verloren hatten, und der seine Gefängnisstrafe nicht antreten fonnte, weil er Atteste beibrachte, in denen seine Haftunfähigkeit bescheinigt wurde, hat in den letzten Wochen seine alte Tätigkeit und zwar mit großem Erfolg wieder aufgenommen. Auf den Rennplägen, die Klante besuchte, sprach man in„ eingeweihten Kreisen" schon seit geraumer Zeit davon, daß„ KlanteMar" ein neues Wettgeschäft aufmachen werde, das einen Riefenerfolg verspreche. Seine näheren Freunde verbreiteten dann auch das Gerücht, Klante habe sein System" dem Staatsanwalt absichtlich nicht verraten und werde jezt bei den Buchmachern ganz große Betten machen. So fand sich bald eine Gruppe unentwegter Klantianer zufammen, die bereitwillig Geld in das neue Unternehmen steckten. Klante siedelte sich zunächst in der Tilsiter Straße an. Bielleicht in Erinnerung an seinen alten Beruf, mietete er dort den Frauen aber vorher ein Rutscher des Otto gesagt hatte, daß in einen Friseurladen und ließ ihn in unwahrscheinlich furzer Zeit einer Remise reichliche Kohlenvorräte lagerten und der Vorfall spielte sich bureaumäßig ausbauen. Dann engagierte er einen Stab von zurückgehalten werden, weil am 3. Auguft Buchhaltern, die am 31. Juli ab eine erhebliche Preissteigerung eintreten werde, Klante ist durch Erfahrungen flug ge= wirklich etwas von der Sache verstanden, denn die be- jo gingen die beiden Frauen zur Polizei.. Auf eindringliches Verschlagnahmten Bücher find mit der größten Sorgfalt geführt. Ferner langen der Frauen wurde schließlich auch ein Beamter auf den ſtellte er einen Stab von Sachverständigen an, Leute, die den grünen Rohlenplag gefchickt, der sich die Remise aufschließen ließ und fest- 38. bt. Die Genoffen treffen sich zur Einäscherung des Genoffen Manaffe Rasen genau kennen, und schließlich einige Geschäftsführer. In einer stellte, daß tatsächlich große Kohlenmengen vorhanden Buchdruckerei wurden ganze Stöße von Berträgen gebrudt, in denen waren. Munmehr wurde die Rohlenstelle benachrichtigt, die fofort einen Revisor entfandte, durch den der Verkauf der ge= steht, daß der Unterzeichnete Mag Klante einen bestimmten Geldfamten Vorräte angeordnet wurde. Die Beweisaufnahme betrag übergeben hat, mit der ausdrücklichen Erklärung, daß er auf ergab sehr interessante Momente. Ein früherer Arbeiter des Ange= feste Berzinsung dieses Geldes nicht rechne, daß aber Klante gehalten flagten behauptete, daß die Kohlen mit einem Schlauch fei, die Bettgewinne, die er erzielen werde, zu 70 Proz. feinem mit affer besprigt wurden, damit sie mehr Gewicht Partner auszuzahlen. Aus den Geschäftsbüchern geht hervor, daß hätten. Rechtsanwalt Bahn wandte gegen den Zeugen ein, daß einzelne bis zu einer Million in das neue Unternehmen einer wegen einer Borbestrafung wegen Meineides nicht eidesfähig sei, geschoffen haben. In den beiden lezten Wochen sind allein über mas diefer auch zugeben mußte. Der Angeklagte behauptete, daß 10 millionen Mart in Klantes Raffen geflossen. Die die Stohlen in der Remise seine eigenen Borräte und die eines ihm Gutgläubigen waren diesmal aber doch so vorsichtig, Klante wenig befreundeten Revisors gewesen wären. Der Antrag des Staatsftens bei seinen Betten zu kontrollieren. Am Freitagnachmittag um anwalts lautete auf drei Monate Gefängnis und einer 2 Uhr sollte die offizielle Eröffnung des Wettbureaus stattfinden. million Mart Geldstrafe. Das Urteil des Gerichts lautete 10 Minuten später erschienen auf Beranlassung des Staatsanwalt auf einen Monat Gefängnis und eine Million Mart Geldstrafe. fchaftsrates Dr. Horn, der die erste Anklage gegen Klante vertreten Das Gericht nahm zurückhaltung in der Absicht der Preissteigerung hat, vier Beamte, die sämtliche Bücher beschlagnahmten, den Laden bei der am 3. Auguft eintretenden Preiserhöhung an. schlossen und Klante zu seiner Bernehmung brachten. Klante, gegen den auf Grund des§ 5 des Buchmachergefeßes vom 8. April 1922 eingeschritten worden ist, will nunmehr durch seine Anwälte Dr. Alsberg und Dr. Feld gegen die Schließung feines Unternehmens Beschwerde erheben. Prozeß Wojak. Urteil erst nach Pfingsten. Der StaatsUnschuldig verhaftet. Ein arges Mißgeschick brachte zwei junge Männer un schuldig in schweren Berdacht. Der Schlosser Baul Boß aus der Körnerstraße hatte am 16. April abends Besuch von seinem Freunde, den Schlosser Hans Gronau. Alls er ihn spät in der Nacht hinausließ, ein Stück Weges begleitete und mit ihm ar der Ede der Flottwell- und Stegliger Straße an der Anschlagsäule stand, überraschten Polizeibeamte Ein. Deutsche Jugendherbergen. Jugendveranstaltungen. Achtung! Teilnehmer zum Jugendtag, die mit dem Sonderzug fahren, müssen spätestens um 46 Uhr am Anhalter Bahnhof( Mödern Straße) sein. Die Teilnehmer, bie um 9 Uhr fahren, müssen spätestens um 29 Uhr ebenda sein. Der Bezirksvorstand. Vorträge, Vereine und Versammlungen. Die Arbeitsgemeinschaft Groß- Berlin der Reichsvereinigung ehemaliger Rriegsgefangener, e. B., gibt bekannt, daß infolge der Ueberfiedlung des bisherigen Borfizenden Großmann nach Danzig die Zeitung der Arbeits. gemeinschaft Groß- Berlin in die Sünde des Rameraden Erwin Barsanti übergeht. Die Geschäftsstelle befindet sich von jegt an bei Herrn Erwin Barfanti, Neukölln, Herzbergstr. 29. Alle die Arbeitsgemeinschaft Groß- Berlin angehenden Fragen wolle man an diese Adresse richten. Die Adresse des bisherigen Borsigenden ist ab 1. Juni: Kurt Großmann, Schidlig b. Danzig, Rarthäuser ftraße 111, bei Frau Emmy Maled. An diese Adresse wolle man alle die vom Rameraden Großmann privat bearbeiteten Angelegenheiten, wie z. B. Kriegsopfer Internationale usw., richten. Männerchor Solidarität", Chormeister Thilo, veranstaltet am 2. Pfingstfeiertag, früh 6 Uhr, im Treptower Bittoriagarten, ein Frühtonzert. Freunde und Genossen sind eingeladen. Briefkasten der Redaktion. und am Dienstag, den 22. d. Mts. aus. treffend. Bartcigenoffe 1907. Rann nur Ren in dem Prozeß Bojat nahm nach dem Staatsanwalt als erster brecher in der Bigarrenhandlung von Bölte in der Flottwell- Die Juristische Sprechstunde fällt am Sonnabend, den 19. Serteidiger Wojaks Rechtsanwalt Dr. Kurt Rosenfeld das Wort, ftraße 16 und nahmen zwei von ihnen fest, während der dritte von der sich eingehend mit den Korruptionserscheinungen, Die Beamten glaubten, daß die beiden Männer Röpenid 107, 1. Nein. Es bleibt nur bie Anrufung des Mieteinigungs die schon während der Kriegszeit mit der Verschleuderung ihnen entfam, von Heeresgut eingefeht hätten, beschäftigte. Bebauerlich sei es, daß an der Säule ihre Hand mit im Spiel hätten, und verhafteten auch amtes orig. Ob dieses aber einen besonderen Zuschlag( 10 RMG.) fejlfegen deren Wassermessers sehr erhebliche Rosten, bie unter Umständen auf die die eigentlichen Berantwortlichen nicht auf der An- sie. Alle vier wurden nach dem Untersuchungsgefang wird, if fehr fraglich. Sm übrigen verursacht die Aufstellung eines beson 2. Rein. 3. Läßt sich nicht berechnen. flagebant fäßen. Die Deffentlichkeit habe sich mit dieser Bernis gebracht. Die weiteren Ermittelungen ergaben, daß Boß und Mieter umgelegt werden können. Beide wurden jetzt auf 4. Ja. Ro. 1. Die Geburtsurkunde, Tauf oder Ronfirmationsschein. 2. Die Gronau ganz unschuldig waren. schleuderung von Heeresgut oft genug beschäftigt. Anläßlich der fofern Ihre Frau der Kirche angehört. 6. R. 14. Darüber find noch keine Besprechung des Kahn- Bertrages, des Falles Bindmüller und ähn- freien Fuß gefeßt und das Verfahren gegen sie natürlich eingestellt. Ertlärung muß dem Gericht gegenüber persönlich abgegeben werden. 3. 3a, Bestimmungen erlaffen worden. Es empfiehlt sich aber, sich mit einem Paß, licher Vorfälle sei von rechts bis lints festgestellt worden, daß ein der vom Bolizeirevier bzw. Polizeiamt ausgestellt wird, zu versehen. Even Rorruptionsherd ohne gleichen bestehe und daß der Staat diesen tuell müssen Sie sich an den Oberbelegierten der Rheinlandtommission in Korruptionserscheinungen gegerüber machtlos set. $.$. 28. 1. Zur Verfügungstellung einer anderen WohDie Stadt Berlin, überzeugt von der hohen Wichtigkeit der Roblenz wenden. anmalt habe vollkommen recht, Don einem System der Schaffung von Jugendherbergen für Großstadtfinder, hat eine nung sind Sie nicht verpflichtet. 2. Die Ansicht des Sauswirtes ist unzu 2h. Bwg. 1. Ja. 2. Maßgebend ist die Rehrlohntage vom Rorruption zu sprechen. In der Beweisaufnahme hätten Jugendherbergswoche veranstaltet. Optimisten glauben, daß in der Juli 1922. 9. R. 42. 1. Rein, im ordentlichen gefeglichen Güterstande. Zeugen von den Luderbetrieben in Spandau gesprochen, die Provinz Brandenburg vielleicht 50 Millionen für die Zwecke der 2. Der überlebende Ehegatte erhält die Sälfte; außerdem gebühren ihm die Direktion als unfähig bezeichnet. Es sei auch festgestellt, daß dort Jugendherbergen zusammenkommen. Im Bürgersaal des Berliner Saushaltungsgegenstände und die Hochzeitsgeschente als Boraus. ein förmliches Faustrecht herrschte, daß jeder nahm, was er betam, Rathauses sprach Richard Schirrmann aus Altena in West- föln 51/52 1. 3. 2. Stein. 3. Unferes Erachtens Berwaltungstoften. an Sand der Belege nachgeprüft werben. daß die Belege von Ratten und Mäusen zerfressen waren. Ange- falen, ber 1909 die erste Anregung zu den Jugendherbergen gab, wahrscheinlich sind die Betriebskosten für April mit berüdsichtigt. Der Vor sichts dieser Zustände beim Reichsverwertungsamt und der Reichs- über diese. Er schilderte, wie Deutschland, einst ein Ackerbauland, schuß ist nicht mehr zu zahlen.-F. S. 16. Es ift awedlos, fich fchon jetzt mit treuhandgesellschaft müsse man sich vergegenwärtigen, daß es sich rasend schnell zum Industriestaat wurde, wie aus dem bodenständi bem Wohnungsamt in Verbindung zu sehen. Die Wohnung wird Ihnen wahr scheinlich belassen werden. Glas 47. Bauliche Beränderungen dürfen Sie um Organisationen handelt, die vom Reich geschaffen worden sind, gen ein bodenloses Bolt wurde. Dem Großstadtelend aber fiel die nicht vornehmen. Den Betrag müssen Sie zahlen, fofern eine bahingehende D., Ebersstraße. 1. und 3. Cin um darüber zu wachen, daß sparsam und torreft gehandelt werde. deutsche Seele zum Opfer. Hinzu kam das Arbeitselend; die Ma Berpfichtung im Mietvertrage enthalten ist. Tarifvertrag besteht unseres Bissens nicht. Maßgebend ist daher die vereinDer Staatsanwalt hat übersehen, in welchem hohen Maße diese schine gelangte zur Herrschaft und der Mensch wurde zur Stück barte Bergütung. 2. Ja, fofern ein Mietvertrag vorliegt. 4. und 6. Rein. 5. Es muß Alage auf Räumung erhoben werden. Diese aber hat nur dann Zustände für den Angeklagten sprechen. Der Staatsanwalt sagt arbeit verurteilt. Das Schaffen ging ins Raffen hinein. 3rar, ohne Wojat sei diese Korruption nicht möglich. Ist aber Wohnungsnot schuf die Mietstafernen, diese Menschenmord Aussicht auf Erfolg, wenn es sich um eine Dienstwohnung handelt. 7. Ja. 8. Die Belege find jedem einzelnen Mieter vorzulegen. ojat fchuld daran? Niemand wird fagen tönnen, daß maschinen. Der Germane fagte:„ Städte find Gräber." Melbung bei Ihrem Bezirisvorsteher; alles Rähere bort. Bojat diese Zustände geschaffen hat. Zum Schluß verweist der Die Mietskaserne mordet den Kinderfegen, die Kinder haben kein urbild der ere von Sarlem", die Franz Sals in feinem berühmten Ge Berteidiger darauf, daß Wojak den Schaden wieder gutgemacht habe, Rinderland mehr. Als Lehrer forderte der Redner sodann auf, vor mälde( Raiser- Friedrich- Museum) verewigt hat, führte den Namen ,, anne denn Wojak habe dem Reich 450 millionen zurüder allen Dingen von der verkalkien Art der Erziehschule zu lassen. Nachstattet und in diesem Vergleich habe der Reichsfistus sich mit der dem er dann begeistert von dem Wandern sprach, das erfreulicherBahlung für befriedigt erklärt. Es sprachen dann noch die Rechts- meise auch die Loslösung von der Großstadt als der Welt der fertigen anwälte Dr. Fagg, Dr. Beyer, Weigert, Koppen, Dr. Schmoller, Dinge bringt, machte er eine scharfe Unterscheidung zwischen dem Dr. Samter und Kramp für die übrigen Angefiagten. Heute wird nicht auffallenwollenden Wandervogel" und dem Wanderflegel". noch als dritter Berteidiger Wojats Rechtsanwalt Dr. Halpert das Die Jugend verschönte den Abend durch Lieder und Tänze und Das Urteil dürfte erst nach den Feier zeigte, daß fie rüftig am Werte ist, um für Freude und Erholung Bort erhalten. neue Grundlagen zu schaffen. tagen gefällt werden, " Die Babbe". F. 3. 20. Am besten 6. S. 27. Das Geschäftliche Mitteilungen. Die Lefer werden auf die heutige Anzeige der Firma Kurt Wolff, Berlag, München, die Emil Bolas, des größten franzöfifchen Epilers, Werte zum erstenmal in einer deutschen Gesamtausgabe herausbringt, und fo feine unerbittlich wahrheitsgetreue Schilderung des Lebens der Arbeiter und Bürger im 19. Jahr hundert allen Rreifen zugänglich macht. Die Bücher find in allen Bartelbuch handlungen zu haben. Reichskonferenz der Arbeiterjugend. Weizen Roggen 69,0 Mais Weizenmehl Roggenmehl 64,0 78,5 195,0 201,5 44,5 41,25 40,0 125,0 119,0 30,5 29,5 33,0 102,5 95,0 40,0 38,5 41,5 117,5 105,0 43,5 40,5 40,0 125,0 112,5 7. 4. 51,5 43,2 45,0 137,5 124,0 50,7 43,7 41,7 142,0 126,0 62,2 52,5 54,5 165,0 150,0 57,5 46,7 49,5 160,0 145,0 62,5 53,2 56,0 175,0 147,5 78,0 255,0 find. Ohne Diskussion wurden zwei Anträge angenommen, die sich mit der Zusammenarbeit mit den gewerkschaftlichen Ju- 81. 1. In Görlitz fand die erste Reichskonferenz des Ver- gendfeftionen befassen. Nach einer furzen Erklärung des 28. 2. bandes der Sozialistischen Arbeiterjugend nach der Vereini- Genossen Timm vom ADGB. über die Auffassung der gewerf. 8. 3. gung statt. Die Verhandlungen wurden in der Stadthalle ab- schaftlichen Jugendfektionen zu dieser Frage stimmte die Konferenz 19. 3. gehalten, die die Görliger Stadtverwaltung für diese Veranstaltung einer Entschließung zu, die den Hauptvorstand mit der Weiterfüh- 29. 3. zur Verfügung gestellt hatte. Am Bahnhof grüßten die Farben der rung der Berhandlungen in dieser Angelegenheit betraut. Auf AnRepublik die ankommenden Delegierten, und an der Stadthalle trag, Thüringen wurden Partei und Gewerkschaften ersucht, sich im 14. 4. rehte die große rote Fahne der Görliger Parteiorganisation, die Interesse der Boltsgesundheit gegen den Alkohol- und 19. 4. Nikotingenuß zu wenden. Zum Schluß erfolgte die ein 21. 4. während des Parteitages im Jahre 1921 von den Deutschnationalen timmige Bahl des Hauptvorstandes, der aus den Genoffen Bartels, 30. 4. beschädigt wurde. 86,0 76,7 200,0 Die ausgedehnten Beratungen nahmen mit einer Bezirks. Juchacz, Dr. Lohmann, Schulz, Weftphal, Rüdiger, Abraham 18. 5.: Die Mehlpreise sind wesentlich höher als bei dem gleichen leiteraussprache ihren Anfang. Hier wurden in erster Linie Berlin, Hilde Ollenhauer- Magdeburg, Hofmann- Dortmund, SpiegelFragen der praktischen Arbeit in eingehender Aussprache geklärt. Stuttgart, Schröter- Leipzig, Hübler- Leipzig und Fuchs- Gera besteht. Als Abschluß der Gesamtveranstaltung veranstalteten die Gör- Dollarstand Ende Januar, die Brotgetreidepreise 85-40 Proz. über Am Morgen sprach Genosse Rüdiger Berlin über die Tätigkeit figer Genossen einen gemeinsamen Ausflug auf die Landskrone, dem damaligen Stand. Die rapide Anpassung der inländischen an unferer Bertreter in den staatlichen Ortsausschüssen für Jugend- wo in den Nachmittagsstunden fröhliches Spiel alle Teilnehmer die ausländischen Getreidepreise führt zu einer gewaltigen Bepflege, ihm folgte Genosse Albrecht- Berlin mit einem Bortrag üter die Stellung unseres Verbandes zum Verband für deutsche nochmals vereinigte. Am Abend ging es im impofanten Fackelzug reicherung der Landwirtschaft. Die Verelendung, der die Jugendherbergen. Es kam zu einer eingehenden Diskussion über zur Stadt zurüd. Auf dem Elisabethplay schloß Genosse Schröter breiten Verbraucherschichten dadurch ausgesetzt sind, die Aufgaben der Arbeiterjugendvereine, die ihnen aus dem Reichs- Die Gesamtveranstaltung mit einem nochmaligen Dank an die Gör wird erst im neuen Erntejahr in voller Schärfe zur Geltung liger Genossen und mit einem Frei Heil für die zukünftige Arbeit jugendwohlfahrtsgesetz erwachsen. Die eigentliche Konferenz war außerordentlich stark befchickt. Es maren 132 stimmberechtigte Delegierte anwesend. Nach dem Eröffnungslied begrüßte der Borsigende Genosse e ftphal die Konferenz mit dem Hinweis darauf, daß sie die erste ordentliche Ronferenz des Berbandes nach der Einigung sei und daß sie daher die besondere Aufgabe habe, die einheitliche Organisation auch mit dem einheitlichen Willen und einheitlichen Geist, die für die gemeinsame Arbeit notwendig sind, zu erfüllen. Die Not unseres Landes muß gerade in der sozialistischen Jugend den Willen stärken, den Schwierigkeiten Trotz zu bieten und zum Ausdruck zu bringen, daß in dieser ärgsten Notzeit ein junges sozialistisches Geschlecht heranwächst, das an eine sozialistische Bus tunft glaubt. des Verbandes. Wirtschaft Die Getreideteuerung am Weltmarkt. Infolge der Dollarsteigerung sind die Getreidepreise im Inland, die sich im Hinblick auf die bevorstehende freie Getreidewirt fchaft mit großer Geschwindigkeit den Weltmarktpreisen anpassen, rasch und gewaltig in die Höhe gegangen. Valutaentwertung und Berteuerung der Weltmarktpreise führen in gleichem Maße zu einer enormen Bereicherung der Landwirtschaft. Den jüngsten Angaben des Internationalen Landwirtschaftlichen Juftituts in Rom zufolge betrugen die Indexziffern der Weizen preise( in Gold) am 18. April 1928 auf den wichtigsten GetreideDer Eröffnung folgten Begrüßungsansprachen durch die Ge. nofsen Bartels für den Parteivorstand und Buchwitz für die Reichstagsfraktion und den Bezirksverband Görlig. Genosse Philipp Wien überbrachte die Grüße der österreichichen Ge- märtten( 1913= 100): nossen, schilderte die Schwierigkeiten der Arbeit in Desterreich und gab schließlich der Hoffnung Ausdrud, daß die Konferenz der deutfchen Organisation ein guter Auftakt für die internationale Eini. gungsfonferenz in Hamburg sein möge. Chikago. Winnipeg( Kanada).. Karachi( Indien). Buenos Aires Berlin • 138,8 Antwerpen. • . 140,2 Paris 135,9 London 141 Mailand • 122 Rotterdam. fommen. Neue Steigerung der Großhandelspreise. Im Anschluß an die Steigerung der Devisenkurse hat sich das Niveau der Großhandelspreise nach den Berechnungen des Statistischen Reichsamts von dem 6188fachen des Friedensstandes am 5. Mai auf das 7049 fache oder um 13,9 Proz. am 15. Mai erhöht. Bon den Hauptgruppen stiegen gleichzeitig die Lebensmittel von dem 4802fachen auf das 5758fache oder um 19,9 Proz., die Industrieftoffe von dem 8779fachen auf das 9463fache oder um 7,6 Proz., ferner die Inlandswaren von dem 5364fachen auf das 6098fache oder um 13,7 Proz., und die Einfuhrwaren von dem 10 309fachen auf das 11806fache oder um 14,5 Broz. Ein zweite Kaliwertanleihe des Freistaates Preußen. Mit Rücksicht darauf, daß sich bei der ersten Ausgabe der ersten Kalianleihe eine fiarte Ueberzeichnung ergeben hat, hat fich die preußische Finanzverwaltung entschlossen, eine weitere Ausgabe von gleichfalls 50 000 Tonnen Rali( 40 Broz. Kalidüngefalze) zur Zeich119 nung aufzulegen. Der Preis stellt sich, da die vom Kalisyndikat feſt110 gesezte 15 Broz. Sommervergütung( Rabatt für den Bezug von 121,9 Rali) auf die nach dem 15. Mai eintreffenden Aufträge mit dem 103 16. Mai d. J. fortgefallen ist, entsprechend dem gegenwärtigen nach 130,6 unten abgerundeten Preis für Rali( 40 Proz. Kalidüngesalz) auf 27 000. für 100 Kilogramm. Auch von der Roggenwert* anleihe, die gleichfalls überzeichnet worden ist, legt Preußen eine neue Ausgabe zur Zeichnung auf. Der Höchstpreis, der für einen Zentner Roggen zu zahlen ist, wurde auf 67 000 m. erhöht. Genosse est phat berichtete über die Organisation und die Presse sowie über die Tätigkeit des Verbandsvorstandes in den Ausschüssen. Der Verband zählte am Schluß des Jahres 1600 OrtsDie steigenden Getreidepreise sind teils auf die verminde gruppen mit zirka 105 000 Mitgliedern. Die im vorigen Jahre in rung der Weltprobuftion, teils auf den erhöhten verschiedenen Bezirken mit gutem Erfolg begonnene systematische Verbrauch der landwirtschaftlichen Bevölkerung zurückzuführen. Funktionärschulung soll in diesem Jahre dadurch gesteigert Die Weltweigenproduktion betrug im Durchschnitt der Jabre 1909 werden, daß in dem Heim des Bezirksverbandes Mittelelbe" eine bis 1913 102.4 Millionen Tonnen, 1922 dagegen nur 90,7 Millionen, Stinnes in Rußlaud. Wie die ruffische Elonom. Shifn" be Funktionärschule des Verbandsvorstandes eingerichtet wird. Zur alio um 11% weniger. Die Roggenproduktion fiel von 44,8 mil richtet, hat Stinnes der Petersburger staatlichen Handelsstelle Förderung des Ferienwanderns hat der Verbandsvorstand sich um lionen auf 83,7 Millionen Tonnen, d. b. um 24%. Noch wichtiger Petrotorg" ein Angebot auf Abschluß eines Lieferungsdie Schaffung eines Reichsferienheims bemüht. Es ist jetzt gelun ist aber die Betrachtung der Verschiebungen der Gebertrages für Steinkohle für die Gesamtsumme von gen, in Thüringen ein altes Gutsschloß für diese Zwecke auf längere trei deproduktion bei den verschiedenen Ländern. 1 Million Goldrubel mit Kreditgewährung gemacht. Die Darm Beit zu mieten. Zur Ausstattung dieses Hauses soll eine Sonder städter Bank hat sich, dem Blatte zufolge, bereit erklärt, dem Weizenproduktion in Millionen Tonnen. fammlung im Verband veranstaltet werden. Der Verbandsvorstand und Reichsausschuß schlagen die Einziehung eines Extrabeitrags 1909/18( Durchschnitt) 1922 mehr weniger Betrotorg" ein Darlehen auf die nach Rußland verfrachtete Rohle in Höhe von 60 Broz. zu gewähren. von 100 m. pro Mitglied vor. • • 22,2 5,4 18,7 4 9,6 2,5' 27,7 5,9 19% 74% 10,9 109% 23,3 25% 5,9 45% 10 20% " 19 Devisenkurse. Unserer gestrigen Rurstafel sind noch folgende Rurse nachzutragen: 1 finnische Mart 1360,59 Gelb, 1367,41 Brief; 1 japanischer Den 23 940 Geld, 24 060 Brief; 1 brafianischer Milreis 4987,50 Geld, 5012,50 Brief; 100 österr. Kronen( abgeft.) 69,07 Geld, 69,43 Brief; 1 tschechische Krone 1461,33 Geld, 1468,67 Brief: 1 ungarische Krone 9,07 Gelb, 9,18 Brief; 1 bulgarische Lewa 399 Geld, 401 Brief; 1 jugoslaw. Dinar 508,72 Geld, 511,20 Brief. 100 Bolenmark tofteten im freien Verkehr ca. 95 Pf. Arbeitersport. Fußball zu Pfingsten. дол 170 Europa( ohne Rußland).. 85,3 Die Preffe des Verbandes hat im Berichtsjahr unter großen Rußland finanziellen Schwierigkeiten zu leiben gehabt, die sowohl bei der Stanada Arbeiter Jugend" als auch beim„ Führer" zu weitgehenden räum Bereinigte Staaten lichen Einschränkungen zwangen. Ab 1. April d. 3. ist die Ar. Argentinien beiter Jugend" in den eigenen Berlag des Berbandes übergegan. Indien 2,9 16% gen, so daß jetzt alle Teile der Verbandsarbeit im Verbandsvorstand Australien vereinigt find. Nach weiteren Mitteilungen über die Mitarbeit im Die Produktion in den überieeischen Ländern er Jugendherbergswert, das noch mehr als bisher unterſtügt höhte fi alio febr beträchtlich, ganz besonders in Kanada, wo werden muß wurde vor allem die Forderung an die Behörden ein großer Exportüberschuß vorhanden ist. In den Vereinigten aufgestellt, allerorts für Jugendheime zu sorgen, da die Raum- Staaten und Judien aber, wo sich die Produktion ebenfalls erhöht schwierigkeiten jede geordnete Jugendarbeit außerordentlich er- hat, stehen teine Ueberschüsse für Exportzwecke zur Verfügung, da schweren. Ueber die Situation in der Internationale berichtete der Verbrauch der Bevölkerung seit dem Kriege wesentlich größer Genosse Ollenhauer. Er erläuterte die Arbeiten des internatio- geworden ist. Der Ausfall der europäischen Getreideerzeugung fonnte also durch die Produktion der überseeischen Gebiete nicht nalen Einigungskomitees und besprach kurz die Grundsäße, nach wettgemacht werden. Aber selbst wenn das der Fall gewesen wäre, denen die kommente einige Sozialistische Jugendinternationale getönnen die europäischen Staaten das überfeeische Getreide nur in auswärtigen Bereinen Freundschaftsspiele auszutragen. Die Pfingstfeieriage werden bekanntlich dazu benußt, um mit Auch in leitet werden soll. Er gab der Auffassung Ausdruck, daß es selbst bescheidenem Maße laufen. Die Produktionsfoften find zu hoch, Der nerständlich Pflicht des deutschen Verbandes sei, in der kommenden Mariendorfer Sportflub fährt mit seiner 1. Mannschaft Internationale unter Einsatz aller Kräfte mitzuarbeiten. Zum Ab- dazu kommen noch die Transportfosten und für die Länder mit diesem Jahre ist die Beteiligung hieran eine recht große. entwerteter Baluta( Deutschland, Desterreich, Frankreich usw.) die schluß der Berichte sproch Genoffe Albrecht Berlin über die 3ei nach Thüringen und wird am 1. Feiertag in Bad Köstrih und finanzielle Lage des Berbandes, über den Stand der Einkaufszen- Valutaschwierigkeiten. Außerdem aber müssen diese Getreidemengen am 2. Feiertage in 3 ei spielen. Beide Gegner liegen in ben mit Industrieartikeln bezahlt werden. Die überseeischen trale und des Berlags. Aus seinen Ausführungen ging hervor, daß Gebiete halten jedoch, auf die Förderung der eigenen Industrie fährt nach Gera Pforten, die vor 1½ Jahren bei M. S.-C. dortigen Bezirken an führender Stelle. Bittoria- Tempelhof trop der großen Verschlechterung unserer wirtschaftlichen Lage im letzten Bierteljahr der Bestand der Berbadseinrichtungen noch bedacht, europäische Industrieprodukte von ihren Gebieten möglichst fern. und Riders meilten und dort achtbares Rönnen zeigten. Bittoria Aus diesen Gründen ist die Frage der Steigerung der verfügt über eine sehr gute Mannschaft und sollte sich Pforten noch sichergestellt ist. Beiter sprach Genosse Konrad Hahnewald Dresden über europäischen Getreidebroduktion ausschlaggebend für verbessert haben, so dürfte sich ein spannendes Spiel zeigen. Waderdie sozialistische Erziehungsarbeit. Er führte aus, die Versorgung der europäischen Bevölkerung. Einstweilen ist auf 2 ant mit geht ins Braunkohlengebiet, und zwar nach Senftendaß es nicht genüge, die arbeitende Jugend intellektuell zu schulen, der ganzen Linie ein Produktionerüdgang zu verzeichnen. Infolge berg. Gegen diesen erzwang M. S.-C. vor furzem einen 3: 0- Sieg. sondern daß es darauf ankomme, in der Arbeiterjugendbewegung des Raub baus während des Krieges, dann aber als Folge des Immerhin wird Senftenberg verstärkt antreten und Wacker wird mit erhöhten Eigenverbrauchs der Landwirte können die Agrarländer alles aufbieten müssen, um mit einem Siege nach Hause zu kommen. den sozialistischen Menschen heranzubilden, der heißem Herzen dem sozialistischen Ideal dient. Es kann nicht dar. Europas die westeuropäischen Industriestaaten nicht ausreichend now a wes empfängt hier in Berlin die Fr. T. von Weißauf ankommen, nur Bortfozialisten heranwachsen zu laffen, versorgen. Die Stadtbevölkerung der westeuropäischen Länder, die wasser. Sie haben schon des öfteren gegeneinander gespielt, und die in bedeutungsvollen Augenbliden ohne fritisches Nachdenken vor dem Striege 4 der Getreideüberschüsse der übrigen Welt ein- ob diesmal Nowawes Sieger fein wird, muß sehr dahingestellt oberflächlichen Rebensarten nachlaufen, sondern es ist wichtig, jeden führte, verzehrt beute ungefähr vier Millionen Tonnen 20 Prog. werden. G.-C. Sparta 1911 empfängt am 1. Feiertag auf Jungarbeiter zum eigenen Denten anzuregen. Notwendig ist auch weniger an Weizen, als vor dem Kriege. Bezeichnend für diese den Städtischen Spielplähen Lichtenberg, Wagnerstraße, die Fr. T. Lage ist Rumänien; früher ein bedeutendes Getreideerport- Burg b. Magdeburg. Zu Ostern weilte Sparta drüben und eine Stärkung des Solidaritätsgefühls und des Opferwillens. Genosse Schröter schilderte die heutige Stellung der artei land, das, obwohl es in diesem Jahre eine Refordernte hatte, in errang einen fnappen 1: 0- Sieg. Ob Sparta ihren Sieg hier wiedera tenden Jugend im wirtschaftlichen Leben. Er mies darauf hin, folge seines erhöhten Eigenbedarfs teine Ueberschüsse für den Er- holen kann, erscheint fraglich. Man muß schon in der Fr. L. Burg daß bis heute ein einheitliches Jugendschuhgesez fehlt, daß im port zur Verfügung stellen konnte. Die Agrarreform in Jugo- etne gute Mannschaft vermuten, da sie mit nicht weniger als drei Gegenteil Bestrebungen im Gange find, der arbeitenden Jugend flawien führte ebenfalls zur vorläufigen Verminderung der aus Männer und einer Jugendmannschaft hier zu Bafte meilen. Die den Achtstundenfag zu nehmen und die 60stündige Arbeits- fuhrbereiten Getreidemengen. Die Aufteilung der Latifundien Fußballabteilung Fichte Südost empfängt auf dem Fichte- Blaz woche einzuführen. Besonders traurig seien die Zustände auf dem bringt erfahrungsgemäß in der ersten Periode einen Produktions- in Treptom die Freie Turnerschaft Bennedenbed mit zwei Mann schaften. Erst fürzlich mußte Fichte eine 4: 2- Niederlage hinnehmen. Gebiete des Lehrlingswesens, wo jede einheitliche Regelung des rüdgang mit fic. Den Angelpunkt für die europäische Getreideversorgung bildete Sie werden aber jegt mit verbesserter Mannschaft versuchen, diese Verhältnisses des Lehrlings zum Wirtschaftsleben fehlt. Er forderte die Aufrüttelung der Jugend, damit sie fich für ihre Forderungen jedoch vor dem Kriege Rußland, das mächtigste Ervortland der Scharte auszuwegen. Unterstügt wird dieses Spiel durch ein Nacheinfegt, Aufklärung der erwachsenen Arbeiterschaft, Bufammen- Welt für Getreide, mit einer Weizenerzeugung von 22 Min. Tonnen, mittagskonzert der Fichte- Rapelle, ab 2 Uhr nachmittags( 1. Feierdie größte aus tag). Der Arbeiter- Sportverein Adlershof hat zu den Feierarbeit mit den Gewerkschaften. Die Durchsetzung der Forderungen wovon es 4%, Mill. Tonnen ausführen konnte, bedingt auch Teilnahme am politischen Leben, und daher sei auch irgendeinem Lande ausgeführte Menae. Die Herstellungs- und tagen den Arbeiter- Sportflub Steinbach Hallenberg aus die nach pädagogischen Grundsägen bestimmte Beteiligung der prole. Transportlosten dieses Getreides in Rußland find geringer als Thüringen zu Baft und trägt mit feinen brei Männer- Mannschaften tarischen Jugend und Anteilnahme an politischen Ereignissen not die in den überseeischen Gebieten; was aber noch wichtiger ist. Freundschaftsspiele aus. Die Spiele finden auf dem Blag an der wendig. Diefes Moment müsse stärker als bisher betont werden. das russische Getreide fonnte gegen Industrieartikel der west Röpenider Chauffee statt und beginnen die ersten Mannschaften Dabei darf freilich die proletarische Einstellung des Berbandes nie europäischen Staaten ausgetauscht werden. Heute hat Rußland um 4,30 Uhr, die unteren Mannschaften spielen vorher. Bormittags außer acht gelassen werden. weber Getreideüberschüsse zur Ausfuhr noch einen aufnahmefähigen findet auf demselben Blah ein Jugendspiel statt. Um 2. Feiertag Die große Mehrheit der Konferenz war darin einig, daß eine Markt für die weiteuropäischen Industrieprodukte. Solange hier meilt der Berein für Rasensport Merseburg mit zwei Männerenge Berknüpfung der sozialistischen Jugend mit dem geistigen und nicht Wandel gefchaffen wird, muß die Aushungerung der mannschaften bei Oberspree zu Gaste. Da beide Bereine über gute tulturellen Leben der Nation die Boraussetzung für eine lebens- ftädtischen Bevölkerung Westeuropas weiter bestehen. Dies ist aber Mannschaften verfügen, wird sehenswerter Sport geboten werden. fähige Internationale ist. Im Anschluß an die Aussprache wurde zum großen Teil auch eine politische Frage: Rußland braucht aus. Die Spiele finden auf dem Frisch- Frei- Blah in Niederschöneweide ein Antrag angenommen, der die Abhaltung von Bollshoch- ländisches Kapital und Kredit zum Ankauf landwirtschaftlicher Ma- an der Gasanstalt statt. Anfang 3 und 5 Uhr.- Freie Turnerschulkursen durch den Verbandsvorstand fordert. Außerdem schinen und zur Wiederherstellung seines Transportwefens, damit ich aft Wilmersdorf weilt Pfingsten in Frankfurt am follen nach einem anderen Antrag Ferienschulen für die Funf. es wieder zum Getreibeegbortland werden kann. Das europäische main und spielt dort gegen Sportverein Waldorf und Fr. tionäre eingerichtet werden. Ein Antrag, der für alle im Erwerbs. Broletariat hat alfo das größte Interesse an der möglichst baldigen Turnersch. Traim heim, eine fombinierte Mannschaft fährt leben stehenden Jugendlichen von 14 bis 18 Jahren eine gefeß Biebereinführung Rußlands in die weltwirt nach Oranienburg. Am Pfingstmontag, nachmittags 4 ühr, treffen lich festgelegte Ferienzeit von mindestens 14 Tagen fchaft. sich Brandenburg 02 und Fr. Turnersch. Magdeburg fordert, wurde einstimmig angenommen, ebenso eine Entschließung, Bennedenbed auf dem Teutonia- Sportplay Christianiastraße, am die sich gegen den Versuch wendet, durch das kommende Arbeitszeitgefeh den Achtstundentag für die arbeitende Jugend aufzuheben. Seit mit der Beseitigung der Getreideumlage die letzten zweiten Pfingstfeiertag auf dem Sportplatz Lichtenberg, Kriemhildstraße, Lichtenberg I gegen München- Ost. Genossen, unterDieser Aussprache folgte die Beratung einer Reihe von An- Semmungen der Preisbildung am deutschen Getreidemarkt weg- ftüßt durch zahlreichen Besuch die Berliner Spiele. Denkt daran, trägen, die die Aufhebung der Altersgrenze von 18 Jahren für die gefallen find, stehen die deutschen Getreidepreise im Beichen eines baß alle Bereine große finanzielle Opfer bringen müssen, um der Mitgliedschaft in den Ortsvereinen des Verbandes fordert. Die fatastrophalen Anstieges, dessen Wirkungen auf die all- artige Spiele zu unterhalten. lebhafte Aussprache fond dadurch ihren Abschluß, daß die Anträge gemeine Lebenshaltung um so verheerender sein müssen, als ja auf Aufhebung der Altersgrenze gegen eine fleine Minderheit ab- nach dem Wegfall der Umlage Arbeiter, Angestellte und Be- Sportvereinigung Briefelang( Kreis Ofthavelland) fucht für den 2. Pfingst feiertag Gegner für 1. und 2. Männermannschaften auf eigenem plage. Baldgelehnt wurden, während eine Entschließung des Hauptvorstandes, amte so gut wie durchweg das aus freiem Getreide hergestellte möglichste Angebote an Julius Difchewski, Brieſelang, Post Reufintentrus, nach der Vereinbarungen mit den Jungjozialisten der Vereinigten Brot werden taufen müssen. Seit dem legten Höchststand der Ge- Kreis Osthavelland. Sozialdemokratie über eine engere Zusammenarbeit in den Orts, treidepreise am 31. Januar, wo der Dollar amtlich genau 49 000 Bezirks- und Reichslettungen getroffen werden sollen, mit großer notierte, bis zum 18. Mai, wo derfelbe Sturs erreicht wurde, entMehrheit angenommen. Es lagen ferner Anträge vor, die forderten, daß dem Reichsausschuß und dem Hauptvorstand auf den widelten sich die Preise für Brotgetreide, Mais und Mehl an der Reichskonferenzen fein Stimmrecht gewährt wurde. Die Anträge Berliner Börse folgendermaßen( die Preise sind in 1000 Mart an wurden gleichfalls abgelehnt, so daß in Zukunft Hauptvorstand und gegeben und gelten bei Getreide für je 50, bei Mehl für je Reichsausschuß auf den Reichskonferenzen wieder jtimmberechtigt 100 kilogramm): # Die deutschen Getreidepreise. Spielberichte! Es wird nochmals darauf hingewiefen, daß Spielberichte ( Klose) zu richten sind. Nur ein rechtzeitiges Aufgeben gibt für unverzüglich nach dem Spiel bis abends 10 the telephonic or Garcinile lit Beröffentlichungen. Freie Schwimmer Neukölln, E. B. Entgegen anderslautender Bekannt machung finden die offiziellen Uebungstage des Vereins im eigenen Sommerbad am Briger Osthafen Montags, Mittwochs und Freitags statt, jedoch kann auch an den anderen Tagen das Bad von unseren Mitgliedern besucht werden. 2. BTS TrinkeQuieta! Das Geheimnis berühmter Kaffeeküchen. 212. Theater, Lichtspiele usw. 6pernhaus 612 Uhr: Volksbühne 712 Uhr: Urania Theater 8 Uhr: In Figares Hochzeit Das Wintermärchen in nordisch. Ländern Schauspielhaus Lessing- Th. Uhr Kleines Theater Heute bis Mont. 7: Das stärkere Band 72 Uhr: Theater i. d. Nathan der Weise Wie es euch gefällt felle, Sandrock, Kaiser- Titz Königgrätz. Str. Dent. Künstler- Th. Trianon- Th. 8 U.: Kreislers Allabendlich 7/ U.: Eckfenster Der Fürst von Pappenheim Berliner Th. BU Residenz- Theater 7.30 U.: Mädi Deutsch Opernhaus 8 Uhr: Walzer Komödie v. Rutkay Dic 2 Gilbert- Schlager Täglich 7% Uhr Neues Operetten- Komische Oper Theater Der Katja, Gauklerkönig von Oesterreicher u. Jacobsen von Presber, Steln und Zerlett Musik.von JEAN GILBERT mit Margit Suchy, Hertha Nordheim, Carl Beckersachs Theo Lucas, Karl Neisser, Emil Mamelok mit Charl. Boerner, Mizzi Metelka, Erika Nymgau, Franz Gross, Harald Paulsen, Art. Kistenmacher Vorverk. an den Theaterkassen ab 10 U., A. Wertheim, Invalidendank, Hotelportiers, Billettbüros. Metropol- Theater Casino- Theater Die 73/4 8 U. Die Schlager- Posse 8 U, Schönste der Frauen von Walter Bromme. Leux, Kochhann, Sikla, Westermeier, Matzner, Grahl, Herrnfeld. Vorverkauf auch für Pfingstfeiertage ununterbrochen LUNA- PARK 00 Voller Betrieb! Heute und Feiertage: Heiraten mußte! Central- Theater Tägl. 8 Uhr: Pottasch u. Perlmutter Groß- Berlin( i) fr. Kliem Mädchen ohne Ehre vorher 52:, Raifke' Th. v. Regen gesch. Buchhdl. Vorwärts Berlin SW, Lindenstr.2 Admirals Varieté Ortstrantentaffe der Buchbinder das fabelhafte und verwandter Gewerbe. Einladung zu der am 29. Mai 1923, 800 Mai- Programm abends 5% Uhr, im Gefangsfaal des KöllNeue Welt A. Scholz Hasenheide 108/114 Erster u. zweiter Pfingstfeiertag Frühkonzert und Vorstellung erstk. Varieté- Programm Kaffeeküche Marionetten Volksbelustigungen usw. Einlaß truh 4 Uhr nachm. 2 99 Anfang 5 Uhr 4 99 99 Das nischen Gymnasiums, Inselstr. 2-5, ſtattfindenden 12/14 Ordentlichen Ausschußsihung. Tagesordnung: 1. Protokollverlesung 2. Abnahme der Jahresrechnung für 1922. 3 Gagungsänderung der§§ 2, 5, 10, 12, 18, 19, 20, 25, 28, 30, 31, 47, 50, 51, 53, 61 und 91. 4. Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand K. Gottesmann Bors. Fr. Keese, Schriftf. Ortstrantentaffe der Steindruder und Lithographen zu Berlin Am Sonnabend, den 26. mai 1923, nachmittags 5½ Uhr, ordentliche Ausschuß- Sizung bei Henning, Alegandrinenffraße 44. Tagesordnung: 1. Rechnungsabschluß und Bericht über das Geschäftsjahr 1922. 2. Bericht der Revisionstommiffion. 3. Sagungsänderungen. 4. Tarif der Angestellten und Aenderung der Dienstordnung. 5. Verschiedenes. Anfragen, zu deren Beantwortung Einfichtnahme in Bücher oder Atten erforderGesundheitsbuch der Frau ich bitten wir, uns schriftlich einzu Bon Prof. A. Grotjahn Mii Abbildungen Grundzahi 2,50 M. geb. Pracht- Feuerwerk Sonntage eines Buchhandlung Vorwärte * 1. und 2. Feiertag: 7-10 Uhr Früh- Konzert. Residenz- Theater Theater des Ostens Rennen zu Sommerspielzeit! Die Entlassung 7U.: Rigoletto Walhalla- Th. Friedrich- Wilh. Th. 7.45 Uhr: Die Liebe Tägl. 8 Uhr: Die blonde Ratte geht um Dora, Lautner, Zernitz ( Rose- Theater) 734 Uhr: Eine tolle Sache Zoolog.Garten Am 1. u. 2.PfingstGroße Volksoper Berliner Pratereiertag ab 62 Uhr im Theat. d.Westens Kastanien- Alice 7-9. Doppel- Früh8 U.: D. Fledermaus An beiden Flingsttagan 22 U. Eröffnungs- Progr. Der Herr Senator 1. u.2 Pingstfeiertag Intimes Theater Gr. Frühkonzert 8: Diplomat i.Dienst u. 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Verkäufe Bekleidung in Nach furzem aber schwerem Leiden starb am 17 Mai meine liebe, treue Lebensgefährtin 30.18b Pauline Zubeil geb. Dehmichen, im 72. Lebensjahre. 50 Jahre haben wir den Weg gemeinsam zurückgelegt in guten und trüben Tagen. Sie war uns allen eine herzensgute Mutter, Großmutter und Tante. Fritz Zubeil, M. d. R. und Familie. Die Einäscherung findet am Diens tag, den 22. Mai, abends 7 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße statt. Deutscher Metallarbeiterverband Verwaltungsstelle Berlin Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Monteur Paul Becker am 12 Mai gestorben ist. Die Einäscherung findet heute, Sonnabend, den 19. Mai, vormittags 8 Uhr, im Krematorium Baumschulenweg, Kiefholzstraße, statt. Unser Kollege, der Schleifer Alfred Keil ift am 9. Mai gestorben. Die Einäscherung findet Dienstag, den 22. Mai, nachmittags 42 Uhr, Krematorium Baumschulenweg, Riefholzstraße, statt. im Unser Kollege, der Anschläger Paul Behnemann starb am 17. Mat. Die Einäscherung findet Mittwoch, den 23. Mai, nachmittags 5 Uhr, im Krematorium Wilmersdorf, Berliner Straße, statt. Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung erwartet 148/20 Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin N 54, Linienstraße 83/85. Geschäftszeitvorm. 9Uhr bis nachm.4 Uhr. Telephon: Amt Norben 833 bis 836 und 6592 bis 6595. Heute, Sonnabend, den 19. Mai, werden die Bureaus um 12 Uhr gefchloffen. Der Pfingstfeiertage wegen bleiben die Bureauräume bis Mittwoch, den 23. Mai, ge fchloffen. Die nächste Sigung der engeren Ortsverwaltung findet infolge der fingitfeiertage am Mittwoch, den 23. Mai, nachm. 5 1hr, statt. 149 1 Die Ortsverwaltung. Sänger DonhoftBrett'l Ant.70 Primus Potsdamer Str. 19 Ecke Margaretenstr. Der Schatz der Gesine Jakobsen 6 Akte mit Paul Werner, Reinh Schünzel, Frieda Richard, Marija Leyko. Beginn 7 und 9, Sonnt. 5,7 u 9U Theater am Kottbus. Tor Täglich 7'/ 2 Uh: EliteSänger U a. Unser Rhein! WINDOORTEN Varieté- Spielplan! 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