Nr.243 40.Jahegang Ausgabe A nr. 120 Bezugspreis: Für den Monat Mai 5800 2. Boraus zahlbar. Unter Kreuzband ir Deutschland, Danzig, Saar und Demelgebiet fowie Defterreich und Euremburg 7800 m., für das übrige Ausland 9800 M. Poftbezugspreis freibleiben d. Boftbestellungen achmen an Belgien, Dänemart, England, Estland, Finnland, Frant Beich, Holland, Lettland, Luxemburg Defterreich, Schweden, Schweiz Tschechoslowatei und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und 8eit", der Unter Haltungsbeilage, Seimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten erscheint wochentäglich ameimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Abreffe: Sozialdemokrat Berlin Sonntagsansgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 250 Mark Ayzeigenpreis: Die einfpaltige Nonpareillezeile Foftet 1500 M. Reklamezeile 7500 2. ,, Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 500 M.( zulässig zwei fettgebruckte Worte), jedes weitere Wort 250 M. Stellengesuche das erste Wort 250 M., jebes weitere Wort 200 M. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Zeile 350 M. Anzeigen für die nächste Nummer milffen bis 4½ Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW.68, Linden. Straße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Dönhoff 292–295 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Sonntag, den 27. Mai 1923 Einigung in Lauſanne. Causanne, 26. Mai.( WTB.) In der heutigen Sigung der Konferenz über den türkisch- griechischen konflitt, die drei Stunden dauerte, an der die ersten Bevollmächtigten aller beteiligten Staaten teilnahmen, wurde eine Verständigung zwischen den Griechen und Türken erzielt. Der Bruch ist vermieden worden. Caujanne, 26. Mai.( WTB.) Die Einigung, die heute zwischen den Griechen und Türken erzielt wurde, vollzog sich auf folgender Grundlage: 1. Griechenland erkennt grundsäglich seine Berpflichtungen zu Reparationszahlungen an. 2. Die Türkei verzichtet praktisch auf diese Reparations. zahlungen. 3. Es soll eine Grenzberichtigung im Gebiete von Raragatsch vorgenommen werden, derart, daß der Ort Karagatsch an die Türkei fällt. 4. Griechen und Türfen erstatten einander die seit dem Waffenstillstand von Mudros, d. h. nach Abschluß des Weltkrieges, be schlagnahmten Schiffe zurück. Dabei ist zu bemerken, daß die Türken sehr wenig Schiffe zurückzugeben, aber eine beträchtliche Anzahl zu erhalten haben. In der Sizung führte General Pellé den Borsig. Er gab einen Ueberblick über die Entwicklung der griechisch- türkischen Reparationsfrage und teilte hierauf im Namen der Aliierten die Bermittlungsvorschläge mit, die fich im wesentlichen mit den ange. nommenen Beschlüssen decken. Hierauf ergriffen Horace Rum bold, montagna und die anderen Delegierten das Wort. Ein Schreiben an Denvignes. Für die Wiederzulassung der Schutzpolizei. Düsseldorf, 26. Mai.( WTB.) Der Stellvertreter des Regierungspräsidenten, Oberregierungsrat Dr. Lutterbed, hat an General Den vignes ein Schreiben gerichtet, in dem es u. a. heißt: Als Ismet Bascha und Veniselos legten ausführlich den Standpunft ihrer Regierung dar. Der Vertreter Jugoslawiens madyte Bedenten gegen eine Grenzberichtigung zugunsten der Türkei geltend, erklärte aber, daß er dadurch nicht den Abschluß des Friedens hindern oder verzögern wolle. Die heute erreichte Lösung stellt eine Kombination zwischen den finanziellen und ferritorialen Projekten dar, die in den letzten Tagen in Umlauf gefeßt worden waren. Sie wurden im Namen aller Alliierten von General Pellé vorgeschlagen, Ismet Pafcha, der offenbar neue Instruktionen aus Angora erhalten hatte, zeigte fich, wie von alliierter Seite festgestellt wird, fehr entgegentommend. Bei Besprechung des Bunttes 2 erklärte er jedoch, daß die Türfen auf die griechischen Reparations zahlungen nur mit Rücksicht auf die schlechten griechischen Finanzen verzichten, aber nunmehr auch wissen möchten, ob die Alliierten in ihren Verhandlungen mit der Türkei eine ähnliche Rüdichtnahme gelten laffen würden. Bon alliierter Seite wurde diese Frage be jaht. Die Einzelheiten des Abkommens, vor allem die neuen Grenzen, werden in fürzester Frift durch die Sachverständigen aus gearbeitet werden. Das Finanzkomitee, zu dem die Reparationsfrage gehört, soll bereits Montag zu einer ersten Sigung über das Abkommen zufammentreten. Auf türkischer Seite hofft man, daß im Laufe der kommenden Woche auch in anderen noch strittigen Fragen eine Verhandlungsgrundlage gefchaffen werden kann. Ich bitte Sie, dieses Schreiben in vollem Wortlaut zur Kenntnis des Herrn Generals Degoutte gefangen zu lassen und ihm mit zuteilen, daß ich eine fchnelle Entscheidung für dringend notwendig halte. Zur Entgegennahme einer Antwort werde ich einen Vertreter am 26. d. M. um 11 Uhr vormittags zu Ihrer Dienststelle entsenden. Ministerkrise in Polen. Düffeldorf, 26. Mai( BTB.) Der stellvertretende RegierungsSeit dem Augenblid der zwangsweisen Entfernung der Schutzpolizei aus den Städten des Industriegebiets ift dort eine wachsende präffbent, Oberregierungsrat Butterbed, hat gegen die Boll Sunahme der öffentlichen Unsicherheit festzustellen. stredung des Todesurbeils an dem Kaufmann Schlageter bei dem Die staatsfeindlichen Elemente der Kommunisten und Syndikaliften General Devignes Protest eingelegt. rugten die Lage zu ihrem Borteil aus und fonnten unbehindert die sogenannten Hundertschaften bilden. erstes Zeichen einer sehr viel weitergehenden Gefahr sah man dann die Ereignisse in Mülheim- Ruhr. Dort war es möglich, daß Warichau, 26. Mai.( WIB.) Das Mißtrauens. unter den Augen der Besatzung aufrührerische Elemente sich be waffneten, das Rathaus belagerten und beschoffen und in anderen votum für das kabinett Sitoriti wurde in der heutigen Stadtteilen gemeine Verbrechen an Eigentum, Leib und Leben Sejmfihung mit 279 Stimmen gegen 117 Stimmen beschlossen. friedlicher Bürger vollführten. Nur der tatträftigen ZusammenNach dieser Abstimmung fann es nicht zweifelhaft sein, daß faffung der ordnungsliebenden Bürgerschaft ist es damals wider Erwarten gelungen, das Rathaus zu entfeßen und mit Hilfe der auch das Rabinett Giforsti ein Opfer der schwankenden Barteiver geringen verbleibenden Polizei die Ordnung wiederherzustellen. hältnisse in Bolen sein wird. Sitorsfi ftüßte sich auf die LinksDie Entwicklung der Dinge am 23. und 24. Mai in Gelsen- parteien und auf einen Teil der Mittelparteien. Aber schon seit firchen zeigt aber, daß der Kommunismus es nicht bei der in einiger Zeit fonnte er fich nur noch auf die Sozialisten, die NatioMülheim eingetretenen Benburg belassen will. In Gelsenkirchen nale Arbeiterpartei und die bürgerlich radikale Wyzwolenie- Gruppe haben sich die proletarischen Hundertschaften mit Gewalt der ftügen. In einigen nationalistischen Reden, die sich scharf gegen Stadt bemagtigt, die öffentlichen Gebäude befeht, das Polizeipräsidium demoliert, geplündert und in Brand gestedt. Die die deutschen Minderheiten richteten, versuchte er vor legten Refie der fommunalen Bolizei find außer Gefecht gefeßt und furzem noch einmal eine Mehrheit an sich zu feffeln. Aber diese vertrieben. In Nachbarorten zeigen fich Unruhen, die eine Aus- Reden erregten lediglich Empörung in Deutschland, ohne die poldehnung des in Gelsenkirchen bestehenden Zustandes auf weitere nischen Nationalisten zu befriedigen. Ohne Zweifel werden die Teile des Industriebezirks befürchten laffen. Erfolge, mie die in Chauvinisten um Korfanty nunmehr versuchen, die ReGelsenkirchen, müssen die staatsfeindlichen Elemente ermutigen, neue gierungsbildung maßgebend zu beeinflussen. Ob das gefingen wird, Versuche werden unternommen werden, und so droht der Ordnung, muß allerdings bei der Unberechenbarkeit und Programmlosigkeit bem unentbehrlichen Untergrund von Kultur und Produktion, eine der polnischen bürgerlichen Parteien abgewartet werden. Erschütterung, von der man voraussehen muß, daß fie fich zu einem Dauerzustand auswächst. Es ist ein gefährliches Spiel, Der Handel um deutsche Milliarden. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Postscheckkonto: Berlin 375 36 Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depofitenkaffe Lindenstraße 3 Hamburg. Die Sozialdemokraten Berlins werden heute vormiting Gelegenheit nehmen, Mitglieder der verschiedensten Delegationen zum Hamburger Kongreß in ihrer Mitte zu bes grüßen. Schon die Bereitwilligkeit, mit der die ausländifchen Genoffen, als sie von den Beauftragten unserer Berliner Parteiorganisation darum ersucht wurden, dieser Einladung Folge geleistet haben, macht es unseren Berliner Mitgliedern zur Pflicht, diesen Rundgebungen beizuwohnen. Aber auch ein anderer Grund gebietet ein möglichst volizähliges scheinen: Das großartige Beispiel, das unsere Hamburger Parteiorganisation den vielen Hunderten von ausländischen Parteivertretern in der vergangenen Woche geboten hat, müßte auch für die Sozialisten in der Hauptstadt der Deutschen Republit ein Anlaß sein, zu beweisen, daß das rote Berlin fein leeres Wort ist. Allerdings haben es die Hamburger Sozialdemokraten heute leichter, den leuchtenden Beweis ihrer Stärke und Disziplin zu liefern, als z. B. wir Berliner. Denn sie haben in all den schwierigen Jahren der Kriegs- und Nachkriegszeit ihre Organisation fast vollständig in taft gehalten, sie brauchten sie nicht, gewißigt durch die üblen Erfahrungen des Bruder tampfes, wieder aufzubauen: weil sie einig geblieben waren, blieben sie start. Insofern war Hamburg besonders dazu berufen, die Wiege der Sozialistischen Arbeiter- Internationale zu sein. Dieser Kongreß hatte viel weniger die Aufgabe, die großen politischen Probleme der Gegenwart und der Zukunft einer bis ins letzte gehenden Diskussion zu unterziehen und Bes schlüsse über sie zu faffen, als vor allem die eine Tat zu voll ziehen, ohne die alle Diskussionen und Beschlüsse zur Sterilität verdammt find: die Einigung international wieder her zustellen, die neun Jahre lang weder faktisch noch formal bestanden hatte. Freilich war seit etwa 1% Jahren, besonders seit der Fünfländerkonferenz in Frankfurt a. M. und vor allem seit dem Nürnberger Parteitag die Trennung zwischen London und Wien fast ausschließlich formaler Natur. Aber solange diese Formalität der internationalen sozialistischen Einigung nicht vollzogen war, lasteten auf allen Anstrengungen der Arbeiterschaft gegen die Reaktion die materiellen und moralischen Hemmungen der Zwiespalt. Nur wenige wissen, wieviel Schwierigkeiten technischer Art erst überwunden werden mußten, ehe die erwähnte Fünfländerkonferenz zusammen. treten fonnte. Darüber hinaus aber verloren alle internatio nalen Beschlüsse, gleichwohl ob sie von" London" oder von Wien" gefaßt wurden, an moralischem Gewicht gegenüber den bürgerlichen Regierungen, die sich mit einem Achselzucken darüber hinwegsegen fonnten:" Solange die Sozialisten nicht einmal unter sich einig sind, brauchen wir uns nicht um ihre Forderungen zu fümmern." Und doch: das einzige Mal, als unter Ueberwindung der eigenen technisch- diplomatischen Fesseln Parteien beider internationalen Organisationen zusammengekommen waren, war ihre gemeinsame Arbeit von wirklichem praktischem Nußen. Die Gedanken, die in den Frankfurter Refolutionen vom Februar 1922 niedergelegt sind, haben ihren Weg gemacht. Daran ver mag die Tatsache der Ruhrbesetzung nichts zu ändern, daß Millionen von Menschen in England, in Deutschland, in Belgien, aber auch und nicht zuletzt in Frankreich die damals vorgeschlagenen Lösungen als die einzig möglichen erkannt haben. So tief find die Spuren dieser praktischen Arbeit des inter nationalen Sozialismus gewesen, daß die Grundgedanken der Frankfurter Beschlüsse hüben und drüben über alle Verwir rungen und Leidenschaften hinweg, die die Ruhrbesehung entfacht hat, fich nicht nur erhalten, sondern sogar Fortschritte in nichtsozialistischen Kreisen gemacht haben: Mobilisierung der deutschen Schuld durch internationale Anleihen, ihre Beschrän fung durch Streichung der Pensionslasten, interalliierte Schuls dentilgung, Einschränkung und Einstellung der unproduktiven Ausgaben der militärischen Besehung, Wiederaufbau der zerstörten Gebiete durch deutsches Kapital und deutsche Arbeitstraft, das alles find Gedanken, auf die zuerst der internatio nale Sozialismus hingewiesen hat und die von der bürs gerlichen Welt, zum Teil auch von den bürgerlichen Regierungen immer mehr anerkannt und übernommen werden, Man glaubt zu obwohl leider nur viel zu zögernd und viel zu spät. Jahre 1871/72 in Frankreich feine Zwischenfälle vorgefommen. wissen, daß die belgischen Eachverständigen die Ansicht vertreten, So hat der Hamburger Kongreß, als er über die formale Aus diesem Anlaß muß ich daran erinnern, daß damals bei dem daß man aus einem Eisenbahnmonopol und aus Mono- Aufgabe der Wiederherstellung der Einigkeit hinaus an die Rommunistenaufstand das deutsche Oberkommando den französischen Behörden jedes Entgegenkommen zum Zwecke der Polen für Alkohol, 3uder und Tabat Jahresbeträge von Lösung praktischer Gegenwartsprobleme heranging, einen guten Niederwerfung des Aufstandes in verständnisvollster Weise gezeigt über 2 Milliarden Goldmark ziehen könne. Die französische Regie: Teil seiner Arbeit bereits vorgeschrieben gefunden. Er hat sich hat. Das gleiche muß ich hier fordern, wenn zwischen- rung wird nunmehr die Dokumente prüfen. Die Beratungen mit nicht bei der Behandlung des ersten Punktes seiner Tagesord fälle gefährlicher Art in Zukunft nicht mehr möglich sein sollen. Theunis und Jaspar, denen auch Barthou und Delacroig beiwohnen nung auf eine deflamatorische Verdammung der imperialistisollen, würden dadurch wesentlich erleichtert werden. Ich ersuche deshalb Paris, 26. Mai( WTB.) Wie„ Betit Barifien" mitteilt, hat die menn Frankreich etwa glauben follte, im gegebenen Augenblid mit Beichtigkeit die normalen Zustände wiederherstellen zu fönnen. belgische Regierung durch den Botschafter in Paris eine Das Spiel, das hier gespielt wird, hat seine Gefahren für Frank Anzahl Dokumente überreichen lassen, in denen die Ergebnisse der reich selbst. Ich weise auf die schwere Verantwortung hin, die das Studien niedergelegt sind, die die belgischen Delegierten bei der Refranzösische Oberfommando in der Dulbung anarchischer 3ustände auf sich läd. Wenn es selbst nichts dagegen unter- parationstommiffion Delacroig und Bemelmans über das Repara nimmt, so ist es feine Pflicht, doch wenigstens den beutschen Betionsproblem verfaßt haben. Die Studien follen vor den hörden in der Erfüllung ihrer Pflicht freie Hand zu lassen. Der allgemeinen Erörterungen eine Anzahl Borfragen regeln und beHerr Ministerpräsident Boincaré hat in den letzten Tagen dem fo- ziehen fich besonders auf die wirklichen Einnahmequellen Deutsch sialistischen Abgeordneten Auriol erflärt, daß 3mischenfälle bei lands auf die geforderten Garantien und auf die ftaatlichen einer Befehung feineswegs unvermeidlich feien, z. B. seien im Monopole, die errichtet werden könnten. um grundfähliche Billigung jeder Enffendung von Schuhpolizei Die litauischen Wolfsvertretungswahlen ergaben: Blod der aus den Städten Düsseldorf, Duisburg und Hamborn nach gefähr defen Stellen des Industriebezirks. Ich muß den Herrn General Chriftlichen Demotraten 38, 2 oldssozialisten 15, Sozial Degoutte darum erfuchen, es meinem freien und pflichtgemäßen demokraten 9, Nationale Minderheiten 14, Basdanga 2. Bon Ermessen zu überlassen, wo der Einsatz im Einzelfall am zwed den 14 Sigen der nationalen Minderheiten entfallen 5 auf Bolen. mäßigiten crfolat. Ich bin bereit, ihm jeweils die beabsichtigten Die Kommunisten haben fast überall zugunsten der Sozialdemokraten Maßnahmen mitzuteilen, damit irgendwelche Zwischenfälle zwischen Stimmen verloren. In der Hauptstadt Romno haben die natio. der Schutzpolizei und französischen Truppenteilen, die etwa über naten Minderheiten mehr Stimmen auf sich vereinigt als alle den Grund der Entfendung im unklaren sind, vermieden werden. anderen Parteien zusammen. schen Friedensverträge beschränkt. Der Sozialismus ist heute eine Macht, wenn auch nicht überall in gleichem Maße, und er tann sich daher nicht, wie die Borkriegs- Internationale und wie heute die Kommunisten, mit einer ebenso fräftigen mie leichten Kritik begnügen. Seiner eigenen materiellen Stärte, leichten Kritik begnügen. Seiner eigenen materiellen Stärte, feinem eigenen moralischen Ansehen und nicht zuletzt seinen Millionen von Anhängern schuldet er eine größere intellektuelle Kraftanstrengung. Er muß selbst Wege weisen, Lösungen vorschlagen. Und de größte Schwierigkeit, die dabei zu über winden ist, liegt darin, daß man stets Idealismus und Real- Politik m Einklang bringen muß: die Lösungen, die der So- zialismus vorschlägt, müssen praktisch sein, ohne gleich- zeitig unseren Grundanschauungen zu widersprechen. Nur in- dem der Sozialismus seinen Befähigungsnachweis erbringt, wird er in der ganzen Welt jene neuen Scharen ge- Winnen, die ihm zur Eroberung und, was nicht minder wichtig ist, zur Vehaltung der politischen Macht noch fehlen und die er nicht entbehren kann. Das ist es, unter anderen Dingen, was uns von dem- Zenigen Teil der internationalen Arbeiterschaft trennt, der sich in der M o s k a u er Internationale gruppiert. Die Kommu- nisten, die jedes Kompromiß mit der bestehenden Gesellfchafts- Ordnung— ausgenommen in Sowjet-Rußland— als ein kleinbürgerliches Verbrechen verurteilen, werden die Anstren- gungen der SAJ. mit allen Mitteln einer ebenso brutalen wie denkfaulen Demagogie herunterreißen. Und sie werden weiter versuchen, durch Hohn, Schimpf und Verleumdung den Z w i e- s p a l t in die Reihen der Arbeiterklasse weiter zu säen, national und international. Diese Grundtendenz der systematischen Spaltung, das ist der unüberbrückbare Abgrund, der uns von den Volschswiki trennt. Die gebieterische Not- wendigkeit der Einigung, sie kam ja am deutlichsten zum Vorschein, als der Kongreß zum zweiten Punkt, zu dem Problem dcrinternationalenReaktion, Stellung nahm. Es zeigte sich, daß überall, wo die Arbeiterbewegung durch den kommunistischen Spaltungsbazillus angesteckt wurde— am allermeisten gerade dort, wo der bolschewistesche Irrwahn vor- übergehende Erfolgs erzielt hatte— der Sozialismus geschwächt, die Reaktion gestärkt wurde: Ungarn, Italien, Frankreich, Bayern. Dort aber, wo die Moskauer Lehren keinen Boden gefunden haben, gerade dort schreitet der Sozialismus unaufhaltsam fort: im kleineren Rahmen gilt das, wie erwähnt, für Hamburg selbst, im größten für E n g l a n d. Es war daher fast eine Selbstverständlichkeit, daß L o n- don, der Sitz der mächtigen Britischen Arbeiterpartei und ihrer aktiven Vorhut, der Unabhängigen Arbeiterpartei, auch zum Sitz der neuen SAI. einstimmig bestimmt wurde. Allein in dieser Wahl liegt die Gewähr dafür, daß praktischer Sinn gepaart mit kühnem sozialistischen Elan die Hauptmerkmale der neuen internationalen Organisation sein werden, die auf deutschem sozialistischen Boden, im Hamburger Gewerkschastshaus, der Wirkungsstätte August Bebels, von den Delegierten der Sozialisten aller Länder geschaffen und gefeiert wurde. Rl'ttertelegramm----10 Jahre Zuchthaus. Zur Verteidigung des Uechenbachurteils. Nach einer Pause der Verlegenheit hat sich nun doch e i n icchtsstehender Journalist gefunden, der den schüchternen Ver- such unternimmt, das Fechenbach-Urteil bis zu einem gewiffen Grade zu rechtfertigen. Es ist Herr Paul B a e ck e r von der „Deutschen Tageszeitung". Zwar gibt auch er vielsagend zu, es lasse sich darüber streiten, ob man für Fechenbach auf mildernde Umstände plädieren könne(die das Volks» gericht ihm bekanntlich verweigert hat), aber dennoch meint er: �Für jedes unbefangene Denken ist nach unserer Ueberzeugung eine schädliche Oirkung der Veröffentlichung(des Nitkertelegramms. Red. d. V.) für Deutschland ganz außer Frage. Denn dadurch, daß die französische Presse dieses Dokument veröffentlichte, mußte selbst- verständlich gerade in einem Zeitpunkt, wo die Entente auf der Lüge von der deutschen Kriegsschuld das Schänddiktat von Versailles aufbaute, die Kurie in ihren Augen auf das schwerste bloßgestellt werden; bedeutete doch die Stellung- nähme des Papstes einen Schlag ins Gesicht für die Behauptung der Entente, Oesterreichs Vorgehen gegen Serbien sei unberechtigt gewesen. Wurden aber die deutschfreundlichen Be- mühungen eines neutralen Faktors von dem mora- lischen Gewicht des Vatikans in jener kritischen Zeit lahmgelegt, so mußte daraus unter allen Umständen ein Schade für Deutschland befürchtet werden. Fechenbach mußte also, als er den Wortlaut Jrühlmgshpmne. Eisige Winde, du wilder Sturm, Hört, ich verkünde, ich Erdenwurm.' Ende der Not! Allen Schrecken ewigen Tod! Nie wieder Kriege, nie wieder Siege, Ewige Liebe, ewigen Frieden! Tragt es durch Lüste, Länder und Meere, Braust es durch Grüfte toter Heere: Friede soll sein! Sonne, willst du Verbündete sein? Segne die Erde, segne die Zeit, Heiliger Friede, blühe aus Leid! Völkerfrühling, senke dich nieder! Jubelt, ihr Lieder: Brüder, Brüder, Schmiedet die Zeit. Schmiedet den Haß und schmiedet das Leid! Liebe brech' aus dem Elend hervor. Heiliger Morgen, steige empor! Fritz Muchs, Metallarbester. Die fremden Sürger. Die fremden Bürger kommen nach Deutschland, Kohlendunst ferner Bahnhöfe umwittert ihre Koffer, die mit bunten Zetteln, Zeugnisse für wohlbestandene Zollexamina, beklebten. Die fremden Bürger nennt man kurz: die Fremden— und die sind etwas anderes als die Ausländer. Die Ausländer stammen gewöhnlich aus dem Osten, haben ein« staatsgefährliche Gesinnung und wenig Geld und führen diesen Namen nur bis zur nächsten Dollarhausse, jenen geheimen Gesetzen gemäß, nach denen die Valutaverhältnisse mit den Einbürgerungsgepflogenheiten übereinstimmen. Ein Ausländer soll sich innerhalb 24 Stunden bei der Polizei melden—, die Fremden werden kollektiv vom Hotelportier ge- meldet. Der Ausländer ist dem Staat eine Last— den Fremden ist es fast der Staat. Die Ausländer sind aus eigener Not im Lande, die Fremden sind wegen der Not des Landes da. Diese sind Sieger, und jene die Besiegten. Man sieht bereits, wo das hinausläuft: die Fremden sind Bürger, die Ausländer nur Proleten. Die Fremden lagern in den großen Lederfauteulls der Hotel- l>allen, besichtigen ihre Fingernägel oder benagen sie—, jeder nach seiner Veranlagung. Die BilliKeit deuffchen Manikürgeräts ver- führt sie gelegentlich zum Gebrauch von Nagelfeilen, bei Tisch oder im Cafe. Die Hygiene Ist überhaupt eine Angelegenheit der ZZaluia. Von Kellnern umwedelt, von Direktoren lächelnd begrüßt, von roten Listboys umsäumt, horchen sie auf die Fünf-Uhr-Tee-Musik. Me lieben ein fröhlich Lied, die Fremden, und bestellen beipt des Telegramms eigenmächtig an den Mittelsmann Frankreichs weitergab, auf jeden Fall mit einer solchen Schädigung des eigenen Vaterlandes rechnen. Da er sich über- dies für feine Veruntreuung wichtigsten amtlichen Materials be» zahlen ließ, so ist die Auffassung, von der das Münchener Volks- gericht bei seiner Verurteilung ausging, an sich vollauf begründet. Herr Baecker wird noch erleben, daß seine ganze Berech- nung zusammenbricht. Zunächst sei er gestagt: Hat etwa er selbst mit der schädlichen Wirkung der Veröffentlichung, als sie erfolgte, grechnst? Hat er überhaupt von ihr Notiz ge- nommen? Wenn die Veröffentlichung eine so ungeheure Sache war, die Deutschland so furchtbaren Schaden zufügte, wie kam es, daß sich damals, als sie erfolgte, kein Mensch in Deutschland um sie kümmerte? Weiter: Wie erklärt sich Herr Baecker die Tatsache, daß noch im Jabre 1920 selbst der Münchener Staatsanwalt in der Handlung Fechenbachs keinen Landesverrat erblickte, son- dern nur eine Urkundenbeseitigung, die er mit 14 Tage Ge- fängnis für ausreichend gesühnt hielt? Schließlich: Wer hat Herrn Baecker vorgelogen, daß sich Fechenbach für die Uebermittlung amtlichen Materials an den Schweizer Journalisten Payot bezahlen ließ? Das Gegen- teil ist richtig. Von Herrn Baecker ist zu erwarten, daß er die unrichtigen Angaben, mit denen er einen unschuldig Verurtellten vor der Oeffentlichkett belastet hat, richtig stellen wird. Er hat— zum Unterschied von seinem vorsichtigeren Kollegen— den Mut gehabt, über das Fechenbach-Urteil zu sprechen, er muß nun auch den Mut aufbringen, die ganze Wahrhest zu sagen, die in diesem Fall zu erkennen für den. der will, wirksich nicht schwer ist._ die Crstbießung in düjselöorf. Der Berkner Kaufmann Schlageter ist am Sonnabend- morgen in Düsseldorf von französischen Soldaten auf Grund eines kriegsgerichtlichen Urteils erschossen worden. Der Erschossene war politisch ein Widerpart unserer Partei und die Möglichkeit ist ge- geben, daß sein Tun im Ruhrgebiet gerade auch vom deutschen Standpunkt aus verurteilenswert und verderblich war. Aber die- jenigcn, die über ihn zu Gericht saßen und die anderen, die ihren Spruch vollstreckten, hatten dazu kein anderes Recht als das der Gewast. Mit wirklicher Justiz, deren Zweck es ist, die Allge- meinheit vor asozialen Taten zu schützen, hat ihr Porgehen nicht das Geringste zu tun. Es dient lediglich dem Zweck, durch Einschüch- terung und blutige Rache die Sicherheit der widerrechllich in deut- sches Gebiet eingedrungenen Truppen zu gewährleisten. Die frem- den Richter im Krisgskleid haben weniger Recht, über einen Deut- schen auf deutschem Boden zu Gericht zu sitzen als er über sie. In dem Augenblick, in dem sich die militärische Gewalt im Ruhrrevier zum Herrn über Leben und Tod der Einwohner auswirft, wirkt das heuchlerische Pathos, mit dem Herr Pomcare die imperia- listischen Tendenzen seiner Polstik bestreitet, doppell widerlich. Er will nicht annektieren? Richtig, er will das besetzte Gebiet nicht Frankreich einverleiben, seine Bewohner nicht zu gleichberechtigten Bürgern der sranzösischen Republik machen, er will vielmehr für alle absehbare Zeit dos besetzte Gebiet mit seinen Menschen, ohne die es ja eine wertlose Wüste wäre, als Pfand behandeln,«in rechtloses Volt mit Bajonetten zur Arbest treiben und seine Offizier« über es zu Gericht sitzen lassen. Und die bürgerliche Demokratie Frankreichs schweigt zu dieser Wiedereinführung der Sklaverei und überläßt den Mut des Protestes gegen sie neidlos den Sozialisten. Der traurige Anlaß zwingt aber auch zu einem ernsten Wort nach der anderen Seite. Wenn Schlageter wirkstch getan hat, wessen er beschuldigt wurde, dann hat er der Sache des Ruhrvolkes nicht genützt, sondern nur geschadet, dann ist ov von seinen Austrag- gebern nutzlos hingeopfert worden. Die rechtsradikalen Organi- sationcn mögen es sich gesagt sein lassen, daß sie nicht das Recht haben, � Ruhrgebiet auf eigene Faust Krieg zu führen. Diejenigen, die für ihre Disziplinlosigkeit ihr Leben riskieren, sind allerdings weniger zu verurteilen als die Helden der Etappe, die davon leben, daß andere Courage haben. Ihnen auf die Finger zu sehen Kapellenober akustisch« Leibleckerbissen:«in Vorspeisepotpourri; eine Lehär-Cremetorte; eine Robert-Stolz-Konfitüve aus Wien, der Stadt der SocheropereUen. Di« Fremden lieben die Franen und fördern durch eine günstig entwickelte Freigebigkeit die Luxusproduktion des Landes und ein- heimische Ehemänner-Selbstmorde. Eigentlich, es fällt mir gerade ein. heißen sie„Fremde" nach dem Aroma der Fremdheit, das sie ausströmen. Als ich Knabe war, roch ich denstlben Duft an den Oktaedern au» rotem und grünem Pergament, in denen die Teeblätter aus China schlummern; oder an ausgestopften Kolibris; und an den fremden Schmetter- [in gen im Kasten, an den Abendkleidern aus buntem Veloursamt. Die fremden Bürger aber tragen Covercoats aus englischen Stoffen. Sie kommen überhaupt nicht so sehr au« fernen Ländern wie aus Warenhäusern. Deshalb machen sie immer den Eindruck frisch getünchter Billen im Frühlingsglanz. Im Gasthaus begrüßen sie einander mit kräftigem Weidmanns- hell imd wählen den günstigsten Stand. Geübten Aug's erspähen sie der Zküche bestes Wild und zielen nach ihm mit dem Speisen- träger. Lassen sie ein Besteck fallen, so stürzt ein Piccolo drauf, die Gabel mit seinem Leibchen deckend. Wenn alles flüstert, lärmen sie; wenn alles kniet, stehen sie; wenn alle spekulieren, warten sie; wenn all« schlafen, wachen sie; wenn die Mark füllt, steigen sie. Chauffeure, an die sie herantreten, surren mtt angekurbeltem Diensteifer. Zigarrcnhändler, die ihnen Tabak zeigen, greifen mit Händler- polypenarmen gleichzeitig in alle Fächer ihrer Wände. Der Portier an der Drehtür schaufelt sie mit der emsigen Trinkgeldrechten Ins Innere. Der Photograph, bei dem sie sich porträtieren lassen, wird zu der vergrößerten Aufnahme feiner eigenen Freundlichkeit. Wenn sie aber heimkommen, die Fremden, werden sie Obst- Händler, Schweinezüchter, Gummiabsatz-Erzeugsr, Reifende in Irrigatoren. •.* Alle diese Menschen leben in Deutschland auch. Daher ist«ine weitere Beschreibimg überflüssig. Der rot« Joseph. • Ein Meisler des Humor». Es gibt Humoristen auf der Bühne, die gewissermaßen den Humor einer ganzen Zeitepoche verkörpern. Richard Alexander, der soeben nach kurzer Krankheit in München, 70 Jahre alt, verstorben ist. gehört« zu ihnen. Sein Humor. liebenswürdig, dezent, voll«? Nuancen, nie ohne Grazie, war der Humor einer Zeit, die noch den Frieden auf Erden sah, und die schon für gepfeffert dielt, was uns heute harmlos anmutet. Die meisten großen Humoristen aus dieser Zeit sind Richard Alexander im Tode längst vorausgegangen. Georg Engels, der seit Iahren Ver- storbene, gehörte ebenso zu dieser Epoche wir die selige Anna Schramm. Nur Richard Alexander war übrig geblieben, und der Siebzigjährige besaß sogar die Spannkrost. im vergangenen Herbst noch einmal die Bretter zu betreten und seinen., Schlafwagenkon. trolleur" wieder auferstehen zu lassen. Erstaunlich, wie frisch, wie lebendig dieser große Künstler, der groß auch in der Erkenntnis der Grenzen seines Könnens war, in einem Schwank wirkte, auf dem und zu verhüten, daß sinnlos Menschenblut vergossen wird, sollte« die Behörden als eine ihrer wichtigsten Aufgaben betrachten. die Beratungen in üer Reichskanzlei. Die Besprechungen des Reichskanzlers mit den Parteiführern sind am Sonnabend nicht zum Abschluß gelangt und werden am Montag bzw. Dienstag fortgesetzt. Gegenstand der Beratung war hauptsächlich die Frage, ob die in dem letzten deutschen Angebot vor- geschlagene Summe erhöht werden soll und auf welche Art und Weise man den Ansprüchen des Auslandes auf nähere Gar an- t i e n gerecht werden kann. Auch das Schreiben des Präsidiums des Reichsverbandes der deuffchen Industrie, dessen wesentlicher Inhalt sich mit der Stellungnahme dieses Verbandes zur Reparationsfrage vor einigen Monaten deckt, wurde besprochen. In diesem Angebot erklärt sich der Reichsverband bereit, unter der Voraussetzung, daß bestimmte Wünsche erfüllt werden, für einen gewissen Teil der Summe, die die Gesamt wirffchaft garantieren soll, die Garantie zu übernehmen. Innerhalb der Arbeitsgemeinschaft werden über die Reparationsfrage zurzest ebenfalls Besprechungen geführt. Der Verfassungskampf in Saper«. Landesregierung«ud Staatspräsident. München, 26. Mai.(Eig. Drahtbericht.) Der bayerische Landtag hat bekanntlich Ende März die Regierung beauftragt, einen Gesetz- entwurf auszufertigen zwecks Aufstellung eine» S t a a ts p r ä s i- denten in Bayern. Dieser Entwurf ist fertiggestellt und beschäftigte bereits das Gesamtmini st erium. Heber den Inhalt des Eni- wurfs wird vorläufig noch strenges Stillschweigen beobachtet. Da er aber bereits im Lause der nächsten Woche dem Landtag zugehen wird, erfährt man ja bald, welche staatsrechtlichen Befugnisse und Vollmachten diesem Platzhalter eines künftigen Mon. archen zugedacht sind. Nach den jetzigen Parteiverhöltniffen im Landtage steht außer Zweifel, daß dieser Gefetzentwurf die ver- fassungsmäßig notwendige Zweidrittelmajorität nicht finden wird. Infolgedessen wird dem Landtage ebenfalls schon in nächster Zeit auch ein Gesetzentwurf über allgemeineDolksobstimmung (Referendum) zugehen, von dem man annimmt, daß seiner Durch- bringung im Landtag keine besonderen Schwierigkeiten bereitet werden. Auf dem Wege des Referendums hofft man dann das schon lange mit besonderer Zähigkeit festgehaltene Problem eines selbst- herrlichen bayerischen Staatspräsidenten zu lösen. Sefotzungschronik. Dortmund. 26. Mai.(Eigener Drahtbericht.) Der Antrans- port neuer, zum größten Teil aus Frankreich kommender Truppen dauert an. Es liisgen jedoch keinerlei Meldungen dar- über vor, daß die bisherigen Truppen in nennenswertem Umfange zurücktransportiert worden sind. Die Belegung des Industriegebiets ist zirrzeit überaus stark. Im Regierungsbezirk Arnsberg dürften zurzeit SStltlü Mann liegen gegenüber SS 000 Mann Mitte März. In Essen haben die Franzofen am Samstag unter starkem milstärifchen Aufgebot d« Wohnung des Bergwerksdirrttors Spindler ausgeräumt. Esseu, 26. Mai.(MTB.) Heute früh gegen 8 Uhr erschienen Franzosen mit dr« Tanks vor der hiesigen Reichsbank und besetzten sie. Gegen 10 Uhr rückten die Tanks wieder ab, es wurde aber eine Wache zurückgelassen, die das Reichsbankgebäude noch besetzt hast. Nähere» war noch nicht zu erfahren. Düsseldorf. 25. Mai.(WTB.) Di«.Düsseldorfer Rachrichten' melden: Am 14. Mai verurteilte das stanzösssche Kriegsgericht zwei französische Soldaten zu 20 Iahren Zwangs- arbeit und Ausstoßung aus dem Heere, weil sie mit Gewalt Dieb- stähle an deuffchen Personen, Hausfriedensbruch und Sachbefchödi- gungen in Wohnungen von Deuffchen ausgeübt und eine deutsch« Frau vergewaltigt hatten. Dos Revisionsgericht hat das Urteil aufgehoben und an das Kriegsgericht zu Castrop wegen eines Formfehlers zurückverwiesen. dicker Staub längst vergangener Tag« lag. Alle dies« Pariser Schwanke der Bisson, Mars, Hennequin, Feydeau, Capus und wie sie sonst hießen, galten vor einem Vierteljahrhundert als Inbegriff schlüpfrigster Boulevarddramatik. Wie harmlos waren sie, ver- glichen mit dem, was sich heute auf unseren Amüsierbiihnen breit- macht! Freilich besaß Richard Alexander die vornehm« Zurück- Haltung, die man heute bei den Lieblingen der Echwankbühnc im allgemeinen oermißt. Unnachahmlich war sein Ausdruck überraschter Verlegenheit, die Besorgnis des bösen Gewissens, fein Aechzen, Stöh- nen, seine harmlose Feigheit, sein« verhaltene Freud« an der ver- botenen Frucht, die ihn, den Vorschriften der Autoren getreu, in tausend Röte brachte. Seine Flucht vor der eigenen Frau, vor der Schwiegermutter, sein Wandel des Gesichtsausdrucks zur Vor. täuschung ahnungsloser Harmlosigkeit, die Beweglichkeit der Glied- maßen, die Sicherheit des Tonwechsels, sein« vielsagenden Kopfbewc- gungen. Aber das alles machte noch nicht die ganze Eigenart dieses Darstellers aus. Erst die nie versagende Liebenswürdigkeit kenn- zeichnete den Humoristen Richard Alexander, mochte er nun im«le- ganten Gehrock und mit dem grauen Zylinder des Pariser Lebe- manne?, mochte er, in immer wieder belachten Schwanknöten, in Strümpfen und Unterhosen auf der Bühne stehen. Im Grunde ge- nommen glichen sichja alle diese Pariser Schwanke wie ein Ei dem anderen; Richard Alexander war es. der jedem durch feine Viel- grstaltigkeit ein« neue Rote gab. Wie so mancher Schauspieler hatte mich er nicht von Ansang an erkannt, welche Gaben in ihm schlmmnerten. In seiner Jugend Maienblüte hielt er sich für«inen tragischen Liebhaber und jugcnd- lichen Helden und in der Roll« des Don Carlos cnffesselle er auf emer Potsdamer Bühne Stürme unbeabsichtigter Heilerkeit. Die ihm angeborene Komik hat ihm übrigens auch außerhalb der Bühne manchen unangenehmen Streich gespielt. So nahm er einst an.einer Beerdigung teil, und als er an das offene Grab trat und die üblichen drei Hcmiwoll Erde auf den Sarg warf, brach ein Teil der Trauer- Versammlung in Gelächter aus. Alexanders Handbewegungcn wirk- ten unwiderstehlich. Dostojewskis Enkel am Verhungern, lleber Dostojewskis Fa- milie scheint ein Unglücksstern zu walten. Seine Schwiegertochter und sein Enketsohn leiden in Sowjetrußland Hungerqualen und siechen langsam dem Tode entgegen. Seine Witwe fft. wie seiner- zeit gemeldet, vor etwa drei Iahren bereits den Entbehrungen und dem Kummer erlegen, und kurz darauf folgte ihr ins Grab ihr ein- ziger Sohn Fedor, der eine Witwe und zwei Kinder, Fedja und Andreas, hinterließ. Fedja starb im vergangenen Jahre an einer Gehirnentzündung, der der durch Unterernährung erschöpfte Körper keinen Widerstand zu leisten vermochte. Andrea», der jünger« Bru- der, ist heute der einzige überlebende Nachkomme Dostojewskis und lebt mit seiner Mutter in Sinferopol in der Krim. Ein Brief, den kürzlich ein in Genf lebender Bekannter der F-rmiK- erhiev, gibt erschütternden Bericht über das jammervolle Elend, in dem sich Mutter unh Sohn befinden. Seit dem vergangenen Winter liegt der kleine Andreas an einem Brustübel krank, und die wenigen Tage, an denen er das Bett verlassen kann, ist er der Möglichkeit beraubt, sich im Freien zu ergchen, well er weder Schuhs noch Kleider hat. Er besitzt nur zwei Hemden, von denen das ein« nur noch aus Fetzen bejtcht, und er erduldet Huuger und Entbehrungen Wer Teuerungsfrawalle in Dresden? Lelegraphen- Union verbreitet folgende Meldung aus Die Dresden: noch unverändert." Beruhigung oder neue Konflikte? Die Lage im Ruhrgebiet. ,, Die Meldungen über den Aufruhr im Ruhrgebiet haben auch hier die fommunistischgesinnten Kreise(?) der Erwerbss lofen und deren Anhang auf den Plan gerufen. Große De monstrationen sind bereits im Gange. Die Markthallen, Le- Wenn auch bei den Unruhen im Ruhrgebiet der Höhe- Bochum, 26. Mai.( WTB.) Auf verschiedenen Zechenanlagen bensmittel und Bedarfsmittelgeschäfte werden blockiert, ihre Schlie punkt zweifellos überschritten ist, so läßt sich doch nach allen haben heute früh Abstimmungen über die Weiterbeteiligung Bung erzwungen und gemachte Einkäufe den Käufern abgenommen(?), ohne daß die Polizei bisher an irgendeiner vorliegenden Nachrichten nicht verkennen, daß das ganze am Streit stattgefunden, mit dem Ergebnis, daß weit über abgenommen(?), ohne daß die Polizei bisher an irgendeiner Stelle eingriff. Die Geschäfte, teilweise auch die Restaurants, haben Ruhrgebiet sich immer noch in einer merfbaren Unruhe brei Biertel der Belegschaften arbeitswillig geschlossen. Trupps jugendlicher Demonstranten durchziehen überall befindet, und daß auf dem weitverzweigten, dicht besiedelten maren. Der von den Hundertschaften ausgeübte Terror nimmt zu, plündernd die Straßen. Gegen 4 Uhr nachmittags ist die Lage Industriegebiet bald hier, bald dort mit dem Aufflammen da die Kommunisten Verstärkungen, die im Laufe der Nacht von neuer Unruhen gerechnet werden tann. Die Gefahr auswärts eingetroffen sind, erhalten haben. Die Meldungen, daß Eine Bestätigung der Meldung von anderer Seite liegt nicht bleibt folange bestehen, solange nicht durch energisches 3u auf einigen Zechen Streifpoften mit aufgepflanztem Seitengewehr vor. Es muß bezweifelt werden, ob sie in dieser Form den Tatsachen greifen ihre Ursachen beseitigt und gegen ihre Widerstehen, werden bestätigt. entspricht. fehr so weit als irgend möglich Borsorge getroffen ist. Die Ein zweites, bedeutend später eingegangenes TU- Telegramm reaktionäre Presse, die sich im übrigen mit der Untergrabung mittelunruhen auf dem Weberplay, dem Koppstadtplah und dem Effen, 26. Mai.( TB.) Auch hier kam es heute zu Lebensbesagt: Der Staatsautorität gar nicht genug tun fann, fennt natürlich Gänsemartt. Das Pfund Fleisch mußte zu 3000 m. verkauft werden. Dresden, 26. Mai. Die Erregung in den Straßen hält noch nur die eine Seite des Problems. Sie schreit Beter und( Schrecklich!) in den späten Abendstunden an. Die Geschäfte hielten durchweg Mordio darüber, daß die Gewerkschaften recht und schlecht geschlossen, ausgenommen die Düsseldorf, 26. Mai.( WIE.) Wie mitgeteilt wird, hat General Rauchwaren und unter den Ausnahmeverhältnissen, die nun einmal Haushaltsgeschäfte. Die berittene Polizei durch im besegten Gebiet bestehen, zu Ausnahmemaßregeln envignes die vom Stellvertreter des Regierungspräsidenten, ftreift in großen Gruppen die Straßen der Stadt. Besonders vor gegriffen haben, um wenigstens einigermaßen den Uebergang der Schußpolizei zur Unterdrüdung der Unruhen im franOberregierungsrat Butterbed, beantragte Verwendung den Hotels kam es zu größeren Ansammlungen der Demonstranten. zu geordneten Zuständen wieder zu ermöglichen. Sie würden Auch hier waren es wieder jugendliche Aufrührer im Alter von es am liebsten sehen, wenn man mit großem Kriegsvolk in fisch besetzten Gebiet nicht gestattet. Ein Eingehen auf das 16 bis 20 Jahren, die versuchten, die Volksmenge aufzuputschen. In Begleitung der„ Kriegsberichterstatter" der Berliner Rechts- Schreiben des Oberregierungsrats Lutterbed wurde in Aussicht gegroßen Rotten ziehen die Demonstranten unter dem Gesange der presse einen Siegeszug in das aufrührerische Ge- ftellt. Internationale durch die Straßen. Zu größeren Zwischenfällen oder biet" inszenieren und so viel Kommunisten als möglich aufDie streikenden Zechen. ju Zusammenstößen mit der Polizei ist es jedoch nicht gefommen baumeln oder erschießen würde. Das ist die staatsmännische Diese zweite Meldung widerspricht in wichtigen Bunften der Weisheit, die von ihnen als das A und D ihrer ganzen politicandkreise Bochum stehen die Zechen„ Gustav Adolf"," Amalia" ersten. Während der erste Bericht das Eingreifen der Polizei verschen Kunst angepriesen wird. Daß die Staatsautorität un- und Bollmond" im Strelt. In Dortmund und im Cand. mißt, spricht der zweite von einem großen Bolizeiaufgebot, während bedingt wiederhergestellt werden muß, daß die öffentlichen Preis Dortmund herrscht Ruhe. Im Bezirk Dortmundzunächst Plünderungen gemeldet wurden, heißt es später, daß es zu Organe instandgefeßt werden müssen, allein und aus Hörde ist die Arbeit auf den Zechen„ Bittoria“,„ Gneisenau", ein Musterbeispiel der Art vor uns, wie Tendenzmeldungen recht zu erhalten, ist selbstverständlich, und die Demagogen haufen", zum Teil auch auf den Zechen Preußen II", Tremonia", " größeren Zwischenfällen" nicht gekommen ist. Wir haben also hier eigener Kraft die Ordnung gegen jedermann auförde ist die Arbeit auf den Zechen„ Bittoria“,„ Gneisenau", Minister Achenbach"," Adolf von Hansemann",„ Kurl" und" Westder Rechtspresse wissen, daß der preußische Innenminister, auf" Gottesjegen"," Glüdauffegen wieder aufgenommen worden. Boll den sie es abgesehen haben, alles tun wird, um dieses Ziel zu gestreift wird heute noch auf den Zechen„ Kaiserstuhl I und II"; * Peitscht die Juden heraus!" erreichen. Die preußische Regierung muß aber dabei mit der Tatsache der Besetzung rechnen. Eben deswgen muß-Freier Vogel"," Hardenberg"," Admiral",„ Bergmann“,„ Glüdauf", Eine deutsch- völkische Leuchte vor Gericht. " Giesberts",„ Wiendahlsbant",.Schürbank Charlottenburg". In Leipzig, 26. Mai.( Eca.) Bor dem Staatsgerichtshof hatte sich Kommunisten geförderte Anarchie so schnell und vor allen eirchen sind heute mehrere Zechen in den Streit getreten. Don jeder Schritt begrüßt werden, der die von den Franzosen und der Gegend Eidel- wanne und im Landkreis Gelsender frühere Hauptgeschäftsführer des deutschvöltischen Schuh- und Trugbundes in Bergedorf bei Hamburg, Dingen auch so ruhig wie möglich beseitigt. An einem BlutAlfred Roth, zu verantworten. Zu dem Prozeß waren achtzehn bab unter Deutschen im befeßten Gebiet hätten nur die einigen Zechen, u. a. von Mont Cenis" vorliegende Abftimmungsergebuiffe über Streit oder nichtstreit haben eine Mehrheit für Zeugen geladen. Als Verteidiger amtierte R.- 2. Dr. Grüß Mün- Franzosen Interesse. Nichtstreit ergeben. Jn Herne liegen heute die meisten Werte still. chen, der gleich bei Beginn der Berhandlung die Zuständigkeit des Der„ Tag" veröffentlicht auf derselben Seite, auf der er Die Zeche" Shamrod I und II" ist am Samstagmorgen troz Staatsgerichtshofes anzweifelte und beantragte, den Brozeß an das unter der Ueberschrift Auf der schiefen Ebene ganz über passiven widerstandes der Belegschaft von Kommunisten gestürmt zuständige Schöffengericht Stettin zu überweisen. Reichsanwalt füffinerweise uns auf die verfassungswidrigen Ziele der Kom- worden. In Wanne herrschte am Samstag Ruhe. In Witten Dr. Feisenberger widerlegte die Angriffe des Berteidigers auf munisten aufmerksam macht, die tägliche Statistik der Lebens- liegen feit Freitag die meisten Betriebe, 3. T. unter dem Terror von die Berfassungsmäßigkeit des Staatsgerichtshofes und nach kurzer Beratung wurde die Zuständigkeit verkündet. Auch die Ablehnung mittelpreise. Da liegt die Wurzel des Uebels, und es Aufrührern, fill. 3m Landkreis Hattingen find am Freitag der beiden Beisiger Hermann Müller- Bochum und des Res scheint nach den Mitteilungen, die die„ Bossische Zeitung bzw. Samstag jämtliche Zechen nördlich der Ruhr, und zwar„ Dahlentstehen. " # S Bochum, 26. Mai.( Eig. Drahtbericht.) In Berne im 99 hausen- Tiefbau", Verlorener Sohn, Friedlicher Nachbar", Holland" und Gibraltar" durch fremde, 3. T. aus Bodhum geferenten im preußischen Handelsministerium Hartmann wurde über Verhandlungen in der Reichstanzlei veröffentlicht, als ob vom Gerichtshof zurüdgewiesen. Dem Angeklagten wurde zur Laft die Regierung begriffen hat, daß der Ruhrbevölkerung, den gelegt, am 8. Mai 1922 in einer Bersammlung in Stettin den Arbeitern wie den Beamten und Angestellten zunächst wirt" Hajenwinkel“,„ karl Friedrich und im Herbeder Bezirk die Jechen Minister Rathenau burch Ausbrüde wie Sowjetjuden", fchaftlich geholfen werden muß, wenn die Ausbrei tommene Elemente ftillgelegt worden. In Effen ist es ruhig: alle Miniſter der unwahrheiten" usw. beschimpft und bie Maffen tungsmöglichkeit der Ausschreitungen wirksam eingedämmt Betriebe arbeiten. In Mülheim ist es bisher zu direkten Unzu Gewalttätigkeiten aufgereizt zu haben. Der Angeflagte bestritt werden soll. die ihm zur Last gelegten Ausdrüde. Der Hauptentlastungszeuge Die„ Rote Fahne" greift uns aufs heftigste an, weil wir ruhen nicht gekommen, die Lage ist jedoch sehr bedrohlich. Auch in Buer haben Unruhen und Arbeitsniederlegungen bisher nicht statt Direktor Georg von Eisenhart- Rothe ist zur Berhandlung nicht er bes Gerichts wurde ohne diesen Beugen weiter verhandelt. Der Stadtverordnetenversammlung finngemäßigt haben. Das Anjammlungen auf einigen Straßen. Gegen etwaige Ruheſtörun schienen, da er die Zeugenladung nicht erhalten hat. Auf Beschluß Aeußerungen des Kommunisten Sch went in der Berliner gefunden. Es kam bisher lediglich gegen Schluß der Geschäfte. au Zeuge Synditus Felig Haimann Stettin gab den Inhalt der Abstreiten durch die„ Rote Fahne" kann an der Tatsache nicht gen ist die Bildung eines Selbstschutzes in Aussicht genommen. Die von dem Angeklagten Roth in Stettin gehaltenen Rede wieder, die das geringste ändern, daß Schwenk deutlich von den Nachrichten über Unruhen in Buer find falsch. In Oberhausen mit den Worten gefchloffen habe: Beitscht die Juden aus Plünderungen und Unruhen abrüdte, was übrigens auch wird nicht gestreift, in Gelsenkirchen herrscht ebenfalls Ruhe. Deutschland hinaus." Diefe Aeußerung wurde von dem andere Zeitungen bemerkt haben und aus dem stenographi- Hier beginnt jedoch die Lebensmittellage, insbesondere die Ungerlagten Roth beftritten. Er habe sich nur gegen die Ruhe schen Protokoll zweifellos wird nachgeprüft werden können. Versorgung der Bevölkerung mit Fleisch, äußerst bedrohlich zu störungen von jüdischer Seite im Barlament gewandt und habe Es mag sein, daß diefes Abrüden fo ehrlich ist, wie die werden. In Annen find am Freitag Kommunisten in das gefagt, solche Juden folle man mit der Beitsche aus dem Parlament apferfeit", mit der der Berliner Bezirksverband der Kruppiche Stahlwert eingedrungen und haben seine Stillegung erABD., ähnlich wie neulich auch die Rote Fahne" behaupteten: zwungen. Ein gleicher Verfuch auf die Annener Schlaghütte fchelDer Fall Höllein. Die„, Liberté" glaubt zu wissen, baß bie ge- die Kommunisten hätten keine Hundertschaften. Wir wissen terte an dem Widerstand der Belegschaft. Am Samstagvormittag richtliche Berfolgung gegen den deutschen Reichstagsabgefehr genau, wie wir die fommunistische Taktik einzu ist die Arbeit auf dem Kruppichen Stahlwert wieder aufgenommen ordneten Höllein wahrscheinlich aufgegeben werde. Der Abge- fchäzen haben, wir haben aber gar keine Veranlassung, nicht worden. Im Landkreis Hamm streiten feit Samstag die Zechen ordnete werde wahrscheinlich in den nächsten Tagen ausge auf die unzweifelhaften Tatsachen hinzuweisen, daß bei den de Wendet"," Radbod" und" Sachsen". Auf den übrigen Zechen Kommunisten die verschiedensten Strömungen durcheinandergehen, daß die rechte Hand nicht weiß, was die des Hammer Bezirks wird noch gearbeitet. Die Ruhe ist bisher nicht gestört worden. Der behandelnde Arzt hat erklärt, daß er nur in frischer Luft und bei Linte tut, und daß in ihrem Zentralorgan: die Beurteilung In Hörde ist es am Samstag zu einem Zwischenfall zwischen guter Ernährung am Leben erhalten werden kann. Aber ein Ei der Situation und die Parolen noch häufiger wechseln als das der franzöfifchen Befagung und den Kommunisten gekommen. Befoftet heute in Rußland 1000 000 Rubel, ein Pfund Butter Better in dem wenig schönen Maimonat des Jahres 1923. reits am Freitag ereignete sich hier ein Zusammenstoß Streitender 6 000 000, ein viertel Liter Milch 5 000 000, Gummen, die die arme Benn die Bewegung im Rheinland zur Ruhe gekommen ist, mit der Polizei. Die Polizei, die von der Schuhwaffe Gebrauch Mutter durch Stundengeben und die schwere Lohnarbeit, mit der fle wird noch 3eit genug sein, über das Verhalten der Kommu- machte, hatte einen Verwundeten. Gegen 8% Uhr vormittags wurde sich vom Tag und Nacht meint sie," heißt es in dem Brief, aber mit Tränen nisten eingehend zu sprechen. Jetzt kommt es darauf an, je de das von den Aufrührern umftellte Rathaus von Franzosen befeht, treiben. Die Berhandlung dauert noch fort. wiesen werden. etwas zum Essen und ein paar abgelegte Kleidungsstücke." " des Gebietes auszunuzen. Das halten wir für flüger und für Sehnsucht bennt, als Del in flammendes Feuer zu unser Land nüßlicher, als die Politit, die feine andere gießen. Verschärfung im Streik. 99 dant hat angeordnet, ihm von jedem Anrüden fommuniffischer zurüdgedrängt. Gegen 11% Uhr abends ist der Polizei der Ordnungsdienst wieder übergeben worden. Der französische KommanHundertschaften Nachricht zu geben. Bei den Zwischenfällen in Bochum haben die Aufrührer Ein Indiaer- Pompeji. In der Nähe von St. Louis, wo der Mississippi und der Missouri zusammenfließen, tennt man schon feit 200 Jahren die sogenannten Cahofia- Schanzen. Es find Erd Schüttungen bis zu 300 Metern Länge und 200 Metern Breite, etma 30 Meter hoch. Der Profeffor Moreheadevon der Universität von Illinois ist der Ansicht, daß man hier die Ruinen der größten Dortmund, 26. mai.( Eig. Drahtbericht.) Die Streillage einen Toten und zwei Verletzte, die Feuerwehr zwei Verwundete geStadt vor sich hat, die im nördlichen Amerika vor der Einwanderung hat im Laufe des heutigen Tages eine erneute Berschärfung habt. Der Streit in der Remscheider Metallindustrie hat sich weiter der Weißen bestanden hat. Man fennt diese Schanzen oder Hügel erfahren. Für das Dortmunder Streifgebiet hat fidh laut Mittel- ausgedehnt. Die Gesamtzahl der Streitenden in Remscheid beträgt in einer Ausdehnung von acht Quadratkilometern, aber vielleicht lung der Bergischen Volksstimme"-Remscheid eine 3entral- rund 5000. In Lennep fireiten 4 metallindustrielle Betriebe mit zureichte die Ansiedlung noch weiter. Vermutlich waren die Erdfchüttungen nur die Unterbauten, auf denen sich dann die Tempel, reitleitung gebildet, der 9 Mitglieder des Metallarbeiterver- fammen etwa 400 Arbelfern. Schlösser, Häuser usw. erhoben. Da die moderne Rultur und be bandes, je ein Mitglied des Berkehrsbundes, der Syndikalisten und Der Ruhrkrawall im englischen Lichte. fonders die Nähe einer großen Industriestadt das ungefährdete Be- der Hirsch- Dunderschen Gewerkschaften sowie 5 Unionisten angeLondon, 26. Mai.( BTB.) Die liberale ,, Bestminster Gazette" stehen der Ruinen febr fraglid erfcheinen läßt, ist man bemüht, das hören. 3m Regierungsbezirk Münster ist es zu Unruhen bisher Ganze Gebiet unter Schuß zu stellen, nach Art der National- Barts, nicht gekommen. In Redlinghausen sind seit heute die Zechen schreibt in einem Leitartikel, daß Belgien anfange, daran zu die in Amerika in ziemlicher Bahl bestehen. Ueber die Art der Stadt könig Ludwig I und II im Streit. Im Landkreis Dortmund zweifeln, ob es flug war, das Ruhrunternehmen zu unterund den Namen des Voltes, das da einftmals eine große Stadt ist es auf der Zeche Mont Cenis zu einem heftigen Feuergefecht tüken. Es habe nichts Wesentliches für seine Mühe erhalten. Die gebaut hat, gibt es feine Nachricht oder Ueberlieferung, und es ist cuch fraglich, ob man bei den Ausgrabungen etwas barüber erfahren zwischen Aufrührern und der von ihnen eingeschloffenen Polizei ge- belgischen Staatsmänner seien besorgt über eine Loderung der wird. Der Name„ Cahokia", mit dem man die Schanzen, Bälle lommen. Dabei wurde eine Frau getötet, 3 Aufrührer schwer und Bande, die die Alliierten zusammenhielten. Dies sei die Bedeutung, oder Höhen gemeinhin bezeichnet, rührt von einem fleinen Indianer 8 leicht verlegt. Die Polizei, die aus Castrop und Raugel Berstär der bevorstehenden Konferenz über die Reparationen zwischen Frankstamme, der in der Gegend haufte, als die ersten Weißen hintamen. fungen erhalten hatte, fäuberte die Schachtanlagen von den Auf- reich und Belgien. Wie gefährlich die Lage sowohl für Mit dem Kulturvolt, das die Stadt erbaute und längst undergegangen rührern. Auf der Zeche Westhausen wurden Ansammlungen durch Frankreich als auch für Deutschland geworden sei, gehe aus der war, hatten die Cahokia nichts zu tun. die Polizei zerstreut. Ausbreitung des fommunistischen Aufstandes im RuhrJu Bochum hat sich die Cage erneut zugespigt. Die gebiet hervor. Wie es heiße, marschierten bewaffnete Banden gegen Feuerwehr ist in die Defensive gedrängt worden. In der Stadt bie Stadt Effen. Gelsenkirchen sei vollständig in Händen fanden heute nachmittag flarte Schießereien statt. Nähere Nach der Kommunisten. Die deutschen Behörden seien, da ihre richten waren wegen telephonischer Störung nicht zu erhalten. Im Bolizei aus diesem Gebiet entfernt wurde, nicht in der Lage, solchen Landkreis Bochum find fämtliche Zechen in und bei Werne von Unruhen entgegenzutreten. Sie hätten um Erlaubnis ersucht, Poden Kommunisten filigelegt worden. Notstandsarbeiten werden lizeikräfte nach dem Unruhegebiet zu senden, aber die frannicht verrichtet. Eine Reihe 3echen ist in Gefahr zu erzösische Antwort werde sicherlich ablehnend sein. Aber dann faufen. 3m Amtsbezirk Langendreer haben kommunistische Ele- fönnten die Franzosen nicht neutral bleiben, wie sie es mente heute die Belegschaft der Zeche Heinrich- Gustav von ihrer jet täten. Entweder müßten sie die Verantwortung für die OrdArbeitsstelle vertrieben und die Einstellung der Notstandsarbeiten nung im Gebiet, das sie besetzt haben, übernehmen, oder fie müßten erzwungen. In Witten versuchten heute die durch aus Bochum und diese Verantwortung anderen übertragen. BoinUmgegend verstärkten Kommunisten eine Reihe von Werfen, u. a. die caré fönne nicht zu gleicher Zeit zurücktreten wollen, weil die KomEisenbahnbetriebswerkstätte, zu besehen. Die zum Teil mit Gruben- munisten in Frankreich nicht mit Strenge bestraft werden, und ihnen holz bewaffneten Demonstranten wurden von der Polizei jurüd- gestatten, im Ruhrgebiet zu tun, was ihnen gefalle. Es gebe frangetrieben. zösische Publizisten, die jede Bewegung begrüßen, die Deutschland zu ruinieren drohe, da fie der Ansicht feien, daß die deutsche Regierung in panischer Furcht alle Bedingungen annehmen werde. Dies sei nicht nur eine turzsichtige, sondern eine wahnfinnige Politit. Friedrich Kayfler und Helene Febbmer beenden beute den 27. in Zolfiois lnb bas Licht scheinet in der Finsternis ibre zätigteit an ber Bolksbühne. 2eo Restenberg hält heute ebend 7%, Uhr im Jugend. heim, Lindenstr. 3, einen Bortrag über das Boltslied mit mufita lischer Begleitung. Auch Erwachsene sind als Gäste willkommen. Niddy Impekoven bringt an ihrem einmaligen Zanzabend, ber Dienstag 71, Uhr im Deutschen Theater stattfindet, u. a. zum ersten Male Lange zu Schumanns, Carneval" und Ende vom Lied" und zu Suiten von J.S. Bach. Bilma Möndeberg, von einer Kopfgrippe genesen, wird ihren Nilte Abend am 28., abends 8 Uhr, im Lyzeums- Klub, Lukomplat 8, nachholen. Im Schiller- Theater Charlottenburg eröffnet am 31. Dr. Sieg fried Grzub seine Sommerspielzeit mit der Operette. Süße Susi". Die Galerie Ferdinand Möller, Potsdamer Str. 134c, eröffne Anfang Juni eine umfangreiche Aquarellausstellung des Altmeisters Christian Rohlfs. Ueber den Zusammenstoß in Hörde ist nachzutragen, daß die Eine Röntgengedächtnisfeier wird von der Deutschen Gefell- Aufrührer versuchten, das Phönigwerk stillzulegen. Dieser Bersuch schaft für technische Phhiit gemeinsam mit der Deutschen Physikalischen foftete ihnen einen Toten und zwei Verlehte. Von der Polizei ift Gesellschaft und der Berliner Röntgen- Bereinigung am Sonntag mittags ein Beamter verletzt worden. Neue Unruhen werden erwartet. 12 Uhr, in der neuen Aula dnr Universität, veranstaltet. Gewerkschaftsbewegung Der Holzarbeiterverband im Jahre 1922. Troß der weit über den Durchschnitt der Rohstofffteigerungen hinausgehenden Steigerung der Holzpreife war die Holzindustrie das ganze Jahr hindurch start beschäftigt, ba fie ihre Erzeugnisse ausführen fonnte. Die Arbeitslosigkeit unter ben Mitgliedern des Verbandes war deshalb nur gering. Sie fant von 1,0 Broz. Ende Januar bis auf 0,4 Proz. Ende Mai und stieg von Ende August an bis auf 1,9 Proz. am Jahresschlusse. Der Berband hatte 136109 Reuaufnahmen zu verzeichnen, morunter 25 908 weibliche und 26 517 jugentliche Mitglieder. Die Mitgliederzahl Achtung Zimmerer! und die Aufstellung von Tarifen bleibt der Abteilung Land der diesem Mißstande durch den in Nr. 238 des„ Borwärts" aus KBD- Zentrale überlassen. Diese werden dann von Konferenzen, Donaueschingen veröffentlichten Vorschlag ohne weiteres aban denen sich hauptsächlich Unorganisierte und Gelbe beteiligen, dem geholfen werden fönnte. Die Schlußfolgerung daraus zu ziehen, Borstand des Deutschen Landarbeiterverbandes eingefandt, der dann dürfte nicht allzu schwer sein, vorausgesetzt, daß man fich endlich eindie Arbeitgeber zu zwingen hat, diese Forderungen anzuerkennen. mal aufrafft, ein Stück vom aften und unzeitgemäßen BureaukratisGelingt dies dem Vorstand nicht, dann werden zur Stärkung der mus über Bord zu werfen. Organisation die Kommunisten weidlich auf die Schlappschwänze von Führern schimpfen. Den Kommunisten wollen wir verraten, daß wir schon mit einer Großfirma einen Abschluß zur Lieferung Nachdem unsere Zahlstellenversammlung am 14. Mai dem Lohnvon Heftmappen getroffen haben, damit alle einlaufenden Reso: abfommen von 1900 m. ihre Zustimmung versagt hatte, beschäftigte lutionen usw. fein säuberlich geordnet werden. Außerdem erwägt der Vorstand eine besonders sinnige Ausschmückung des Ver- sich auf unseren Antrag hin am 24. Mai das Bezirkslohnamt mit fammlungsraumes der Generalversammlung. Diese soll darin be- dieser Angelegenheit. Nach etwa fünfftündiger Berhandlung fällte stehen, daß aus unserem Helden album ehemaliger das Bezirkslohnamt den im Borwärts" gestern morgen veröffentRommunistengrößen, die furze Zeit auf dem Boden des lichten Schiedsspruch. Die Verhandlungsfommiffion gab zu diesem rrrevolutionären Klaffentampfes standen, aber bald wieder gelb Spruch für diese kurze Zeit ihre 3u3ftimmung, desgleichen Schlichmurden, einige Typen ausgesucht und in Del gemalt werden. Gemalt tungstommiffion und Vorstand in der Sizung am Freitag. wird auf knallrotem Grund mit breiter gelber Umrahmung. Das Der Borstand. Boltstommiffariat für Kunst in Moskau ist bereit, den Auftrag auszuführen. Ueber diesen Puntt konnte im Vorstand leider noch feine Einigung erzielt werden, da der Haupttassierer Einspruch erhob mit der Begründung, daß diese Gesellschaft dem Verbande in fachlicher und persönlicher Beziehung schon genug Geld gekostet habe. betrug Ende 1921: 388 463, im Jahresdurchschritt 1922: 423 462 und am Jahresschluffe 434843. Abgesehen von den verstorbenen und zu anderen Verbänden übergetretenen Mitgliedern ist hier noch mit einem gewissen Mitgliederverlust zu rechnen. Gibt es doch immer noch Mitglieder in den Gewerkschaften, die zeitweilig den Berband nicht nötig zu haben glauben und den Beitrag sparen wollen. Der Mitgliederstard gliederte fich Ende 1922 in 354 036 männliche, 50 195 weibliche und 30 612 jugendliche Mitglieder. Die Zunahme beträgt 46 330 Mitglieder. Die Zahl der weiblichen Mitglieder stieg von 3,9 Proz. im Jahre 1913 auf 11,6 Proz. im Berichtsjahre, die der jugendlichen Mitglieder von 0,6 auf 7,0 Proz. Die Zunahme Die Betriebsräte der zum Landesfinanzamt Groß- Berlin geder Jugendlichen ist weit stärker noch als die der weiblichen 23. Mai mit den zum 30. Juni und 30. September geplanten hörenden Dienststellen beschäftigten sich in einer Bersammlung vom Mitglieder und wird auf die Einrichtung eines Jugendsekretariats massenentlassungen von Angestellten eik, vom beim Berbandsvorstande zurüdgeführt. Zentralverband der Angestellten berichtete ausführlich über die zu Die Verbandstaffe hatte 664,4 Millionen( Papier-) Mark an Einnahmen und 315,9 millionen Mart ar: Ausgaben zu verzeichnen. Unter den Ausgaben steht zwar die Streitunterstügung mit 71 Millio nen Mart an erster Stelle, doch brauchte der Berband im vergange nen Jahre für Lohnfämpfe verhältnismäßig nur geringe Aufwendungen zu machen, da diese Rämpfe meist nur von furzer Dauer warer. Trotzdem eine Steigerung der Zahl der Verbandsangestellten erfolgt ist, haben sich die persönlichen Verwaltungstoften gegen das Jahr 1921 noch verringert. Bon je 100 Mart Einnahmen der Hauptfasse betrugen die persönlichen Berwaltungsfoften im Jahre 1921 2,90 Mart, im Jahre 1922. aber nur 2,81 Mart. Die fachlichen Verwaltungstoften aber find von 0,82 auf 0,95 Mart geftiegen, waren aber dennoch niedriger als in der Borfriegszeit. In den Jahren 1911 bis 1913 beanspruchten die Ber. maltungstoften 7,24 Proz. der Verbardseinnahmen, im Jahre 1921 8,84 und im Jahre 1922 8,64 Proz. Das Berbandsorgan, die„ Holzarbeiter- Zeitung", umn= Teuerungsaktion der Reichslohn- und-Gehaltsempfänger. Entlassungen beim Landesfinanzamt. Postabonnenten welche die Erneuerung des Abonnements für den nächsten Monat noch nicht vorgenommen haben, müssen sofort das Versäumte nachholen, wenn keine Unterbrechung in der Zustellung der Zeitung erfolgen soll Vorwärts- Verlag G. m. b. H. Kommunistische Moral. Aus dem Ruhrgebiet wird uns unter Bezugnahme auf die dort eingeführte Lohnficherung", wonach die unmittelbar im besetzten Gebiet durch Eingriffe der Besaßungsbehörden zur Arbeitseinstellung gezwungenen Arbeiter den vollen Tariflohn, die mittelbar durch Rohlen- und Rohstoffmangel verkürzt arbeitenden oder erwerbslos gewordenen Arbeiter zwei Drittel des Tariflohnes erhalten, folgenDes geschrieben: In Remscheid hat die kommunistische Verwaltung des Metallarbeiterverbandes an das Arbeitsamt den Antrag auf" Lohnsicherung für zwei angeblich wegen nicht genügender Beschäftigungsmöglichkeit gefündigte Angestellte, Adolf Benscheid und Otto Weber, eingereicht. Bom Gemertschaftssekretär Jannad, einem der lautesten Rufer im Streit gegen die reformistische Gewertschaftsbureaufratie", wird dieser Antrag befürwortet. Nun beachte man die Einstellung der Rommuniften zum Abwehrkampf an der Ruhr, insbesondere zu dem hierbei zu erwartenden Abschluß und zur Bildung eines Abwehrfonds, den man als einen Rorruptionsfonds" bezeichnete. Eine Politik mit doppeltem Boden, je nachdem man seine Einstellung ber Agitation für die KPD. für dienlich hält. Damit nicht genug. Das bezeichnendste ist, daß die im Antrag genannten Geschäftsführer Benscheid und Weber garnicht mehr im Deutschen Metallarbeiterverband tätig sein fönnen, weil fie von deffen Borstand wegen Schädigung des Verbandes ausgeflossen wurden. Außerdem hat wie dem Schreiber diefer Zeilen bekannt wurde eine Funktionär. tonferenz der Metallarbeiter des, besetzten Gebietes von der Inanspruchnahme der Lohnficherung zum Swede der Aufrechterhaltung der Gewerkschaftstätigkeit entschieben abgeraten, da damit leicht korruption verbunden sein kann. Wenn die Kommunisten in Remscheid glauben, fich über alles das hinwegfetzen zu können, so muß wohl Holland in Not" und es mit der Opferwilligkeit ihrer Anhänger nicht gerade glänzend bestellt sein. Achtung, Maler, Ladierer, Anstreicher! Heute von 9 bis 1 Uhr fin bet die Urwahl zum Verbandstag statt. Pflicht aller Kollegen der Rich tung Amsterdam ist es, fich restlos an der Wahl zu beteiligen. Die RBD. hat befchloffen, weiße Stimmzettel abzugeben. Reigt durch eure Teilnahme, daß solche Demonstration nuglos ift. AFA- Mitglieder der Gesundheitsindustrie. Monbag 7% Uhr im Sängerfaal der Sophienfäbe, Sophienftt. 17-18, wichtige Bersammlung. Mitgliedsbudh legitimiert. erforderte eine Ausgabe von 27 954 292 Mart, die Beilagen Frauenblatt, Jugendblatt und Betriebsrat eine solche von 3 599 748 Mart Die Ausgaben für Agitation betrugen 9 351 788 Mart. An den Lohnbewegungen, für die aus lokalen Mitteln noch 25 714 059 Mart ergreffenden Maßnahmen. Nach eingehender Diskussion, in der aufgewandt wurden, waren 406 865 Personen beteiligt, an den An- die Betriebsräte der einzelnen Aemter hauptsächlich auf die großen griffftreits 113 332, den Abwehrstreits 2256, ausgesperrt waren Arbeitsrückstände bei den einzelnen Aemtern 55 098, insgesamt 577 551 Personen. Wenn trotz der hinwiefen, wurde folgende Entschließung einstimmig angenommen: fangreichen Lohnbewegungen feine absolute Befferung Die örtlichen Betriebsräte der zum Landesfinanzamt Großder Lage der Holzarbeiter erzielt werden konnte, so ist dies nicht die Berlin gehörenden Dienststellen( Finanzämter, Zollämter usw.) Schuld der Organisation. Aber es ist ein Erfolg der Organi- nehmen mit Entrüstung von den zum 30. Juni und 30. September fation, daß die Holzarbeiter unter der gegenwärtigen Wirtschafts- 1923 geplanten Maffenentlassungen der Angestellten Kenntnis. Tage ihre Position behaupten und verhältnismäßig etwas verbessern Die Betriebsräte stellen übereinstimmend feft, daß der Stand Zonnten. der vorliegenden Arbeiten feine Entlaffung der jahrelang in der Finanzverwaltung tätigen Angestellten rechtfertigt. Die Durchführung der Veranlagung der Vermögens, Einfommen, Umfag, Stempel- und Verbrauchssteuern sowie der Zwangsbet Boefer, Beberstr. 12, Branchenversammlung. Stellungnahme zum LohnDeutscher Holzarbeiterverband. Ristenmacher! Montag nachmittag 4½ Uhr anleihe wird durch die Entlassung der Angestellten außerordent- abtommen und zu den neuen Lohnforderungen. Die Branchenleitung. lich gefährdet... Afa- Mitglieder in Wagen- und Karosseriefabriken. Dienstag 7 Uhr im Die zur Finanzverwaltung übergetretenen Bost und Bochzeitsfaal der Sophienfale, Sophienstr. 17-18, wichtige Bersammlung. Mit Eisenbahnbeamten find zum großen Teil nicht geeignet, Deutscher Baugewerksbund. Betonbaubranche. Dienstag 6½ Uhr Mitglieder. die eingearbeiteten Angestellten zu ersehen, zumal nicht die besten versammlung Gewertschaftshaus, Gaal 5. Beamten von diesen Verwaltungen abgegeben worden sind. Da findet. Mittwoch abend 5 Uhr in Graumanns Festfälen, Naunynstraße. 27, statt. Betriebsräte! Die Gruppenvollversammlung der Gruppe 2( Bauindustrie) her ist das Verbleiben der Angestellten im Intereffe 1. Jahresbericht der Gruppenleitung. 2. Neuwahl der Gruppenleitung. 8. Grup. des Reichs unbedingt erforderlich. penangelegenheiten. Es ist Pflicht sämtlicher Betriebsräte, in ihrer Gruppenvollversammlung zu erscheinen. Als Legitimation dient die Betriebsrätelarte und das Verbandsbuch. Freigewertschaftliche Betriebsrätezentrale. Angestelltentarif der Berliner Metallindustrie. Geltungsdauer vom 1. April 1923 bis zum 31. Dezember 1924. Bollständige Druderemplare aum Breise von 250 M. find erhältlich in der Geschäftsstelle des Ortstartells des Af- Bundes, Reinidendorfer Str. 118, fowie in den örtlichen Geschäftsstellen des 8entral. verbandes der Angestellten, des Bundes der technischen Angestellten und Beamten und des Deutfchen Wertmeisterverbandes. Die Spißenorganisationen des Personals der Reichs. und Staatsbetriebe haben, veranlaßt durch die Teuerungswelle, am Sonnabend, den Beschluß gefaßt, sich an die Reichsregierung zu menden mit dem Ersuchen, baldigit Berhandlungen anzusetzen über eine neue Regelung der Bezüge der Beamten, Angestellten und Arbeiter. Zur Generalversammlung des Landarbeiterverbandes. Vom Vorstand des Deutschen Landarbeiterverbandes wird uns geschrieben: Die Betriebsräte erwarten vom Reichsfinanzministerium und vom Landesfinanzamt Groß- Berlin, daß die Kündigungen der 250 Angestellten zum 30. Juni zurückgenommen werden und Ent laffungen von Angestellten überhaupt nicht erfolgen. Sie rechnen dabei auf die Unterstützung des Reichstages und der zuständigen Organisation der Behördenangestellten". Eine öffentliche Protestversammlung aller Angestellten der Finanzverwaltung wird sich am Donnerstag mit dieser Angelegenheit beschäftigen. Immer noch: Ans dem Reiche des Herrn Geßler. Die dritte Generalversammlung des Deutschen LandarbeiterDerbandes ist zum September 1923 einberufen, vorbehaltlich einer durch die Zeitverhältnisse bedingten Verschiebung. Wie zu erwarten war, ist damit die Abteilung Land der KPD. wieder munter geworden. In Breffenotizen wird behauptet, daß der Borstand des Deutschen Landarbeiterverbandes zur Einberufung der General versammlung erst gedrängt werden mußte. Aus Mitgliedertreifen ist uns ein Drängen nicht befannt geworden. Wenn die Rommunisten fich einbilden, daß ihr wühlen in der Bresse uns ge drängt habe, dann mögen fie in diesem Glauben selig werden. Es wird ferner bemängelt, daß der Vorstand des Deutschen Bandarbeiterverbandes das Wahlverfahren anordne". Diese Behauptung ist völlig widerfinnig. Die Wahlen erfolgen nach den statutarischen Bestimmungen, die auf der GeneralversammTung 1920 einstimmig beschlossen wurden. Diese Bestimmungen find für den Verbandsvorstand bindende Richtlinien. barungen über Gehalts- und Lohnerhöhungen seinen Behörden so An dem Wahlsystem für die fommende Generalversammlung wird deshalb nichts geändert, auch wenn die Kommunisten Dutzende von Refolutionen aus ihrer Meinungsfabrit einsenden lassen. In diesem Statut ist auch bestimmt, daß die Generalversammlung alle brei Jahre stattfinden soll. Die Einsender der Notiz in Nr. 221 des„ Borwärts" entgegnen auf die Erwiderung des Reichswehrminifteriums in Nr. 231: Nachweis zu erbringen, daß es alles getan hat, um die VereinDas Reichswehrministerium hat den Verfuch unternommen, den rasch wie möglich zur Kenntnis zu geben. Es wird sogar behauptet, daß das Heeresverordnungsblatt möglich ft noch an dem felben Tage an feine Standortskommandos weitergegeben wird, an dem auch das Reichsbesoldungsblatt" erscheint. Wie diese Be Die Kommunisten fordern die Mitglieder des Deutschen Land. hauptung in der Praxis aussieht, dafür nur ein Beispiel aus neuefter arbeiterverbandes auf, in Anträgen den Austritt des Deut. Beit: schen Landarbeiterverbandes aus der Arbeits. Das Reichs befoldungsblatt, welches die Bezüge der gemeinschaft und die Wahl ber Angestellten durch Reichs- und Staatsarbeiter enthält, erschien für die Betriebs. Die Mitglieder zu verlangen. Es bleibt den Mitgliedern überarbeiter am 17. Mai und das für die VerwaltungsLe foient Anträgen der Organiſation gedient werden foll ober laffen, Anträge zu stellen. Die Mitglieder aber müssen sich fragen, arbeiter am 18. Mai, dagegen das Heer esperord aber unbefümmert darum den Zweden der Kommunisten. Entsprechend den handlungen der Kommunist en in einigen Verbandsgebieten müßten diese logischerweise Anträge in folgendem Sinne ftellen: Die Abfassung von Resolutionen, Barolen gliebsbud legitimiert.. Berantwortl. Für den rebatt. Teil: Ernst Reuter, Bin.- Schöneberg; für Anzeigen: Th. Glode, Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag G.m.b.5., Berlin. Drud: Borwärts. Buchdruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin, Lindenstraße 3. Hierzu 2 Bellagen. DUNLOP CORD Im Gebrauch die billigste Bereifung Die Weltmarke bürgt für Qualität! Togal- Tabletten nungsblatt" erst am 25. Mai, so daß also die dem Reichswehr- Bei Nerven- und Kopfschmerzen berorrag. bewährt. Zogal ministerium unterstellten Arbeiter bestenfalls am 1. Juni in den Genuß der Löhne vom 1. Mai gelangen. Daß dieser Zustand bei der stillt die Schmerzen, scheidet die Harnsäure aus und geht daher gegenwärtigen Beit für die Arbeiter geradezu untragbar ist, sollte direkt zur Wurzel bes llebels. Aerztlich empfohlen. In allen Apoauch dem Reichswehrministerium endlich einmal flar werden, zumal theken. Beft. 64,3% Acid. acet, salic., 0406% Chinin, 12,6% Lithium ad 100 Amylum. Grünfeld Badekleidung+ Strandneuheiten Trikot- Badeanzüge Schwarz oder marineblau mit weißem Besatz. Für Damen und Herren. 90 Lg.75 95 100 cm 5225 5500 5775 6050 6325 6600 80 85 Bade- Mänte! Schr guter, farbig ge- 156000 streifter Kräuselstoff. Geishaform M. Bade- Laken Farbig gestreifter Kräuselstoff. Größe 140x200 cm M. Bade- Kappen Rot Transparentgummi. Schwarz gummiert Satin. 62000 M. 5000 M. 8500 * Ausstellung Landeshuter Leinen und Gebildweberei 28. Mai- 9. Juni Besichtigung ohne Kaufzwang Morgenröcke In verschiedenen neuartigen Waschstoffen; kleidsame Formen..... M. 58000 Luftbad- Damenhemden aus farbig gemusterten Stoffen M. 56009 FUGrünfeld Berlin Größtes Sonderhous für Leinen u. 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Die Internationale fordert die Arbeitermassen aller Län- I des Siegers rechtfertigen. Der Kongreß wendet sich gegen jede listischen Friebensverträge und die Aufgaben der der auf, den verderblichen Spaltungen ein Ende zu Maßregel, die in offener oder versteckter Form auf eine Annettion Arbeitertlasse" folgende Refolutionen angenommen: machen und all ihre Kräfte zum einheitlichen und ge- deutschen Gebietes oder auf eine Zerstörung der deutschen Einheit schlossenen Kampf gegen den Imperialismus zu vereinigen. hinauslaufen würde. Er protestiert gegen den Rückfall in die BarErftes Erfordernis dieses Kampfes ift es, daß die Arbeiter- barei, der den Gläubigerstaaten erlauben fönnte, an Stelle mateparteien aller Länder jede Unterstützung eines imperialiffifchen Krie- rieller Garantien des Staates und des deutschen Kapitals, als ges ablehnen und daß ihre parlamentarischen Vertreter die Zuffim- lebendiges Pfand einige Millionen Arbeiter zu ergreifen. mung zu den imperialistischen Zweden dienenden Militär- und Der Kongreß versichert die Arbeiter, die sich zu gleicher Zeit Kriegskrediten verweigern. dem Druck eines fremden Militarismus und der Aufreizung ihres Resolution zur Reparationsfrage. eigenen Nationalismus zu widersehen verstehen, seiner brüder= handeis auf die Hälfte reduziert, das Maffenelend aufs höchste ges wiedergutmachung bestätigt und den einstimmigen Proteft ftand als einen Beweis für die Unentbehrlichkeit der Arbeit, als Indem der Kongreß den Anspruch der zerstörten Gebiete auf lichen Solidarität. Er begrüßt ihren passiven WiderDie Friedensverträge haben die wirtschaftlichen Not gegen die militärische Besetzung des Ruhrge. Beichen der Macht der organisierten Arbeiterklasse und gerade da durch als ein Vorzeichen der fünftigen Siege des Proletariats. wendigkeiten vergewaltigt und dadurch die Krise verlängert bietes erneuert, erklärt er: Der Wiederaufbau der zerstörten Gebiete bleibt Refolutionen zur Ostpolitik, und verschärft, den Wiederaufbau der zerstörten Wirtschaft gehemmt. Sie haben über die besiegten Länder Unsicherheit und eine der wesentlichsten Bedingungen für die materielle und mora- Der Kongreß bestätigt die Beschlüsse der Zweiten Internationale Die ständige Bedrohung durch neue Gewalttaten verhängt, sie haben lische Befriedung Europas, und es ist unbestritten, daß die Lasten und der Wiener Arbeitsgemeinschaft über die georgische damit ihren Kredit zerstört, die Ordnung ihrer Staatsfinanzen und dieses Wiederaufbaues von Deutschland getragen werden Frage und fordert die Räumung Georgiens durch die Sowjet. ihres Geldwesens aufs äußerste erschwert. Massenverelen müssen, da der Wiederaufbau für Deutschland eine moralische truppen und die Wiederherstellung der Souveränität des georgischen dung, in den besiegten Ländern durch unaufhaltsam fortschreitende Pflicht darstellt, die im übrigen von den deutschen gewerkschaft- Voltes. Entwertung des Geldes, in den Siegerländern und in den neutralen lichen und sozialistischen Organisationen in Amsterdamı( April 1921) Der Rongreß protestiert gegen die blutige Gewaltherrschaft, der Ländern durch die 3errüttung des Weltmarktes, durch und in Frankfurt( Februar 1922) freiwillig verkündet worden ist. Armenien durch die Türkei und durch Rußland unterworfen den Verlust der Absatzmärkte, durch Arbeitslosigkeit und Lohndrud, Diese Organisationen haben sich verpflichtet, mit aller Energie und worden ist, und fordert für das armenische Boll das Recht der Selbstbestimmung. gewalttätiger Uebermut im Lager der Sieger und haßerfüllte Rache- mit allen Mitteln daran mitzuarbeiten. gedanten im Lager der Besiegten, friedensfeindlicher Nationalismus Aber die tatsächliche Durchführung der Reparationen ist in Der Kongreß lenkt die Aufmerksamkeit der Arbeitermassen darbei dem einen wie dem andern, das sind die Ergebnisse der imperia- erster Linie begrenzt durch die wirtschaftlichen Möglich auf, daß nicht nur im Westen, sondern auch im Osten das Selbst. listisch- militaristischen Phase des Kapitalismus. feiten. Die Frankfurter Konferenz hatte bereits festgestellt, daß be stimmungsrecht der Völker mit Füßen getreten wird. in dieser Beziehung alle Annahmen der Verfasser des Berfailler Im Raum der von Rußland losgetrennten Bölker von der Ddie Entwicklung der Exportkraft see bis zum Schwarzen Meer. auf der Balkanhalbinsel und in Bertrages, insbesondere was Deutschlands und die Stabilität seiner Währung anbetrifft, durch Mitteleuropa find manche der neuen Staatsgrenzen nicht nach dem die Ereignisse über den Haufen geworfen waren. Der Zustand hat Selbstbestimmungsrecht der Völker gezogen, sondern durch die Gefich feitdem von Tag zu Tag verschärft, um schließlich in der gegen- walt diftiert worden. Der Kongres verpflichtet die sozialistischen wärtigen wahrhaft tatastrophalen Situation zu enden. Arbeiterparteien, für das Selbstbestimmungsrecht aller dieser Möller Anderseits fann das Wert der Reparationen praktisch nur einzutreten. Die Erefutive der sozialistischen Arbeiterinternationale durchgeführt werden, wenn ein vollständiges und aufrichtiges hat durch besondere Konferenzen der beteiligten sozialistischen BarUebereinkommen zwischen Deutschland und seinen feien eine einheitliche Politik der Arbeitertlaffe läubigern erfolgt und wenn zugleich der Verzicht auf zu friedlicher, demokratischer Lösung dieser nationalen Streitfragen die Methoden der Gewalt und Gebietsbesegungen die vorzubereiten. allen Nationen ermöglicht und der Welt die Gewißheit einer langen Wiederherstellung normaler und vertrauensvoller Beziehungen unter Periode der Ruhe und des Friedens bringt. Maßloser Protektionismus, der die einzelnen Volkswirtschaften gegen die Wirkungen des Zusammenbruchs zu schüßen wähnt, balfanisiert auch wirtschaftlich das politisch zerrissene Europa und vergrößert dadurch die Katastrophe. Die militaristischen Rüstungen nehmen die ungeheuerlichsten Ausdehnungen an. Die stehenden Heere find größer denn je. Der Wettbewerb der großen Kolonialmächte um die Kohlen, Del- und Erzschäße der Welt ist zu einem ständigen Kampf geworden, dem die Cristenz ganzer Wölfer geopfert wird und der immer neue Kriegsgefahren hervorruft. Die Befreiungsfämpfe der ermachenden, unterdrückten Völker werden vom Imperialismus 3" seinen Herrschafts- und Ausbeutungszwecken mißbraucht. So droht der Imperialismus der herrschenden Kapitalisten. flaffen, wenn die Kraft des internationalen Proletariats nicht ausreicht, ihnen in den Arm zu fallen, die Menschheit in neue Kriege zu stürzen, geführt mit den Waffen einer Zerstörungstechnik, die sich täglich furchtbarer vervollkommnen, fönnen sie nicht anders enden als mit dem Ende aller menschlichen Zivi lisation. Echließlich muß die deutsche Reparationsverpflichtung beschränkt werden auf die wirklichen materiellen Schäden unter Streichung der Zahlungen für Militärpenfionen. Einigungskongreß der sozialistischen Jugendinternationale. ( 3 weiter Tag.) Hamburg, den 25. Mai 1923. Den Bericht der Mandatsprüfungsammiffion erteilt der gierte, die 26 Berbände vertreten. Die Zulaffung der Wanderscharen" und der Ledebour- Gruppe wird abgelehnt und beiden empfohlen, sich mit der sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands zu vereinigen. Den Bertretern dieser Organisationen werden Gaftfarten ausgestellt. Bezüglich der beiden spzialistischen Jugend organisationen Frankreichs soll der Exekutive das Material über-geben werden, damit sie die Frage der Zusammenarbeit klären fann. Die Kommunisten, die zu agitatorischen Zweden wieder einmal einen Einigungsrummel inszeniert haben, verlangten die Anhörung einer Delegation. Dieses Anerbieten wurde einmütig abgewiesen. Pflicht der Internationale ist es darum, auf dem Wege über die am unmittelbarsten interessierten Parteien mit Nachdruck auf die alliierten Regierungen, und ganz besonders auf Diese Ergebnisse der imperialistischen Politik zeichnen der Ardie französische und belgische Regierung einzuwirken, da- Sekretär Genoffe Dilenhauer. Danach find anwesend 53 Delebeitertlaffe ihre Aufgaben vor. Befreit von dem mit endlich die auf Vernunft, Verständigung, internationaler ZusamDrude des Barismus, gestärkt durch die Errungenschaften der Re- menarbeit beruhenden Lösungen über die nebelhaften Illusionen polutionen von 1918, die die mitteleuropäischen Kaisermächte ge- hierin, als fönnten Zwang und Gewalt deren unmögliche Erfüllnis stürzt und dem Proletariat Mitteleuropas die Waffen der republi- erzwingen. Ebenso muß ein energischer Drud auf die fauischen Demokratie gegeben haben, gekräftigt durch die mächtige deutsche Rapitalistentlaffe und die deutsche Re Entwicklung der Arbeiterorganisationen, vor allem durch den mächti- gierung ausgeübt werden, da jene durch ihren egoistischen gen Aufstieg der britischen Arbeiterpartei, stellt das Proletariat der Widerstand, diese infolge ihrer Schwäche bis jetzt in hohem Maße imperialistischen Politit feine Bolitit' des Friedens, der zur Verhinderung der finanziellen und währungspolitischen BiederWolferfreiheit und des Sozialismus, der allein end. herstellung Deutschlands beigetragen haben, von der letzten Endes jede Reparationspolitik wie auch eine beffere Existenzmöglichkeit und gültig den Weltfrieden sichern fann, entgegen. Eine der wichtigsten Aufgaben der Arbeiterklasse aller Länder eine angemessenere Entlohnung der Arbeiterklasse Deutschlands abhängt. ist es, die auswärtige Politit ihrer Regierungen zu Die positiven Lösungen des Problems müssen überwachen, jeder Maßregel, die die Gegensäge zwischen den Völkern zu verschärfen und den Frieden zu gefährden droht, mit getragen sein von dem Geist der Frankfurter Beschlüsse, die der aller Kraft entgegenzutreten, gegen die Bergewaltigung fremder Rongreß fich in allen Teilen zu eigen macht und die ohne Aende Bölfer ihr uneingeschränktes Selbstbestimmungs. rung ihrer Grundsätze leicht den Notwendigkeiten und Möglichkeiten recht zu verfechten und bei allen internationalen Konflikten ihre der Stunde angepaßt werden können. friedliche Lösung, ihre Austragung vor unparteiischen 1. Die endgültige Festsehung der von Deutschland Schiedsgerichten zu fordern. Dieser Kampf, den das internationale Proletariat gegen alle imperialistische Politik zu führen hat, wird noch geschuldeten Summe auf einen Betrag, der in feinem Gegendie größte Wirkung haben, wenn sich die Arbeiterklasse eines jeden wartswert den wirklichen Betrag der materiellen Reparationen darstellt. Landes vor allem gegen die imperialistische Bour 2. Die Feststellung eines 3 ahlungsplanes, der mit Hilfe geoisie des eigenen Landes mit allen ihr parlamenfarisch und außerparlamentarisch zu Gebote stehenden Mitteln des internationaler Kreditoperationen fobald wie möglich Deutschland proletarischen Klassentampfes wendet und wenn dieser Kampf inter- on feiner Schuld befreit und alsbald den Gläubigermächten die national immer mehr vereinheitlicht wird. Deshalb fordert der Kongreß: Der wirtschaftliche Kampf der Arbeiterjugend. Man schritt danach zur Erledigung des 1. Bunftes der Tagesordnung, zu dem Genosse Kimmi- Wien ein Referat über den wirtschaftlichen Kampf der Arbeiterjugend"" hielt: Die heutigen Lehrverhältnisse sind Ausbeutungsver hältnisse. Obwohl fast Aberall der Achtstundentag gesetzlich geregelt ist, müssen die Jugendlichen noch sehr oft 10 bis 12 Stunden täglich arbeiten. Auch um den freien Sonntag steht es noch sehr schlecht. Noch trauriger steht es um den Erholungsurlaub, den die Jugendlichen nur in seltensten Fällen erhalten. In Defterreich hat man heute diesen Urlaub für die Jugendlichen gesetzlich festgelegt. Das muß auch für die Länder gefordert werden, in denen ein solches Gesetz noch nicht besteht. In neuerer Zeit nehmen zur Reparation notwendigen Summen zur Verfügung stellt. sich die Gewerkschaften der Jugendlichen besonders an und 3. Den Abschluß von Uebereinkommen zwischen den alliierten versuchen in ihren Kollektiv- und Tarifverträgen die Entschädigung Die Arbeiterklasse muß die Wurzeln der gefährlichsten internationalen Ronflifte auszurotten trachten, indem sie die Verge Regierungen, die es ermöglichen, für die eigentlichen Reparationen für die Lehrlinge festzusetzen. Der größte Teil der JugendschuhDas forderungen der 1. Jugendinternationale von 1907 ist heute noch waltigung der nationalen und religiösen Min- die Gesamtsumme der erwähnten Zahlungen zu verwenden. Derheiten bekämpft und ihre Befriedigung durch Inftitu- feht seitens der alliierten Mächte und der Vereinigten Staaten von unerfüllt. Deshalb wurden im Gegenwartsprogramm in Salzburg 1922 noch einmal die Mindestforderungen aufgestellt. Trotz aller tionen demokratischer Selbstverwaltung fordert, indem sie sich der Amerita voraus: Expansion der Kolonialreiche, der Ausbeutung der Kolonialvöller, Militärpenfionen betreffen; a) Berzicht auf ihre Forderungen an Deutschland, soweit sie Anfeindungen besonders von links stehen wir auch heute noch zu ihnen, weil es uns darauf anfommt, zunächst einmal das der gewaltsamen Zerstörung ihrer Wirtschaftsformen widersetzt und b) allgemeine Annullierung ihrer gegenseitigen Forderungen Erreichbare durchzusehen. Das ist aber nur möglich in Scbjiregierung der Kolonialvölker oder, wo deren Boaussetzungen und Schulden. engster Zusammenarbeit mit den politischen Parteien und Gewerknoch fehlen, planmäßige und beschleunigte Vorbereitung der SelbstDie jüngsten Vorschläge der deutschen Regierung und die Ant- fchaften. In einem internationalen Jugendschutzprogramm werden regierung verlangt, indem sie den Proteftionismus befämpft und für die Herstellung des freien Güteraustausches und für die Frei- worten Frankreichs und Belgiens einerseits, Englands und Italiens wir später noch unsere Forderungen zu präzisieren haben. anderseits, müssen Anlaß zur Eröffnung von Verhand= Nach einer Diskussion, in deren Verlauf der Georgier zügigfeit eintritt. Einen dauernden Frieden fann die Arbeiterklasse nur ungen bieten, die zu einem Uebereinkommen führen. Der Kon. Gunyats ein erschütterndes Bild über die Vorhältnisse der sichern, wenn sie die allgemeine Atrüstung zu Land, greß brandmarkt vor der Arbeiterklasse von vornherein jede Regie- georgischen Arbeiter in Sowjetrußland entwirft, wird eine RomWaffer und Luft erzwingt. Die einseitige Entwaffnung der berung, deren Halsstarrigkeit die Einleitung von Berhandlungen ver. mission zur Redaktion der vorgelegten Leitfäße eingesetzt. fiegten Bölfer bestärkt die Gefahren imperialistischer Gewaltherrfchaft, die allgemeine Abrüstung hebt diese Gefahren auf. Die Arbeiterklasse muß in jedem Lande einen ständigen Druck auf die Re gierung üben, um sie zu zwingen, den andern Ländern die allgemeine Abrüftung vorzuschlagen. Die Arbeiterklasse muß alle militaristischen Bünd. niffe betämpfen, die jeden lokalen Konflikt zu einem allgeeiteln würde. Während aber die ganze Welt eine Lösung des Reparationsproblems sehnsüchtig erwartet, hat diese Frage im Herzen des industriellen Europas eine Krise von außerordentlichem Ernst hervorgerufen, die auf dem wirtschaftlichen Leben der ganzen Welt lastet und den Frieden in feinen Grundfesten bedroht. Der Kongreß wendet sich einmütig mit der nachdrücklichsten die militärische Besezung Besetzung des meinen Zusammenstoß erweitern; alle Geheimverträge ab. Energie gegen Ruhrgebietes. lehnen, die Gut und Blut der Völker für ihnen unbekannte Es ist unwahr, daß die Ruhrbesetzung die Reparationen Der Bölferbund droht entweder vollständig der Bedeu- fichern fönnte. Sie schwächt im Gegenteil von Tag zu Tag mehr tungslosigkeit zu verfallen oder zu einem Instrument der Reaktion die Zahlungsfähigkeit Deutschlands. Die notwendigen Reparationen und des Imperialismus zu entarten; es ist die Pflicht der Arbeiter- und Kreditoperationen fönnen nur durchgeführt werden durch Arbeit flaffe, diese verhängnisvolle Entwicklung zu bekämpfen und die und Vertrauen, das heißt, in Eintracht und Frieden. Es ist unwahr, daß die Ruhrbesetzung die Sicherheit Macht in jedem Lande zu benußen, um durchzusehen, daß der Frankreichs und Belgiens gewährleisten könnte. Im Gegenteil beBölkerbund durch Aufnahme aller Nationen in den Bund, durch lebt sie, wie jede militärische Besehung, den Geist des Haffes und Demokratisierung feiner Organisation und durch ausschlaggebende beschwört die Gefahr neuer Konflikte herauf. Kontrolle der Arbeiterflaffe jedes Landes über die Tätigkeit der 3wede aufs Spiel jetzen. zu revidieren, Die kulturellen Aufgaben der Arbeiterjugend behandelt darauf der Vorsitzende der Arbeiterjugendinternationale Voogd- Holland. Die Sozialisierung fönne erst durchgeführt werden, wenn die Arbeiterschaft nicht nur auf Zerstörung veralteter sozialer Zustände, sondern auf positiven Aufbau einer neuen Gesellschaft eingestellt sei. Die Arbeiterjugendbewegung wolle neben ihren wirtschaftlichen Zielen auch eine Höherführung der Menschen zu besseren und edleren Lebensformen erreichen. Der berechtigte Drang nach Erholung und Freude würde leider von gewinnsüchtigen Erholungsfabrikanten ausgenutzt. Deshalb müsse man verfuchen, der Jugend, die soziale Arbeit für die Zukunft leisten soll, eine Heimstätte zu bereiten für ein neues soziales Jugendleben. Befämpfung des Alkohols und Nikotins, der Schundliteratur, Wandern, Spielen, Bolfstänze, Kunst und Literatur, schöne Jugendheime, frohe Jugendfeste, das alles sind Mittel, so schließt Redner, die wir uns feit langem zu eigen gemacht haben. Sie werden uns dem Ziele näher führen. Die Jugend muß sich selbst erziehen unter Leitung bewährter Führer, aber nicht durch Vormünder" erzogen werden. Eine bewußte Stärkung des Gemeinschaftsgefühls im Sinne des Sozialismus muß oberste Richtlinie bei allen unferen Branstaltungen sein. Delegierten dieses Landes im Bunde fo umgestaltet werde, daß er Sie verlängert den Gegensatz zwischen den Nationen, deren Zuzu einem wirksamen Instrument wird, den Frieden und das Recht ſammenarbeit die wesentlichste Bedingung für die Wiederherstellung der Bölker zu schüßen und die bestehenden internationalen Berträge Europas ist. Allein durch die Tatsache, daß sie das Nationalgefühl verlegt und beunruhigt, stärkt sie in Deutschland wie anderwärts Der Kongreß tritt darauf in die Mittagspause ein. Indem die neu entstandene sozialistische Arbeiterinternationale die Parteien, die planmäßig das Nationalgefühl zugunsten der Die Nachmittagsfihung brachte zunächst die Aussprache über die Kräfte der Arbeiterparteien aller Länder von neuem zusammen- militaristischen und monarchistischen Reaktion mißtrauchen. Sie das Kulturreferat. faßt, stellt sie sich den Kampf gegen den zum Krieg trei- bringt die deutsche Republit in Gefahr, deren Sturz unweigerlich benden Kapitalismus als ure höchste Aufgabe. Eie stellt Europa in neue Erschütterungen und in neue Kriege verwickeln Die politische Erziehung der Jugend. fich auf den Boden der Resolution des Haager Weltfrieden. Im weiteren Verlauf der Tagung spricht Gen. Heinz- Wien fongresses( 1922) über„ Die Aufgabe der Arbeiterklasse" und Der Kongreß erklärt, daß die Besehung des Ruhrgebiets das über die politische Erziehung der arbeitenden erfennt die Notwendigkeit an zur vollständigen Klärung des Ber- höchste Recht der Völker verletzt, das Recht, im Frieden zu leben Jugend. Ueberall macht das Bürgertum den Versuch, die haitens der proletarischen Barteien während eines Krieges zu ge- und zu arbeiten, geschützt vor jeder fremden Vergewaltigung. Kein profetarische Jugend für sich einzufangen und in ihrem Sinne zu langen. Das Studium dieser Fragen wird Pflicht der Internatio- Bertrag kann diesen unbegrenzten Mißbrauch der Gewalt zugunsten beeinflussen. Dagegen gilt es Front zu machen. Das ist heute würde. Soden SHOPP Rubern. Männer-, noch wichtiger als vor der Revolution. Heute, wo wir die deutsche| Einfluß der herrschenden Klasse."( Kommunistisches Manifest.)| fchaft); Briefelang- Siemensstadt( 2. Mannschaft) in Briefelang; Abler 12Republik und die mitteleuropäischen Republiken gegen die Angriffe Schon haben sich im armen, fleinen Desterreich 100 000 Eltern mit Helvetia( 2. Mannschaft) Christianiastraße; B. C. Moabit- Staaten( 2. Mannschaft) in Moabit, Beuffelgrund. Anfang der 1. Mannschaften 5 Uhr. Untere der Reaktion zu verteidigen haben, ist die politische Erziehungs- 200 000 Kindern zusammengeschlossen, das Sichfinden mit den sozia- Mannschaften dementsprechend früher. Bezirks- Sportkartell bes 3. Berwaltungsbezirls Wedding. Montag abend arbeit von allergrößter Bedeutung. Denn erst dann, wenn sie liftischen Lehrerschaft ist geglückt, die Erziehung der Erzieher politisch geschult ist, ist die Arbeiterjugend allen Anfech- und durch sie der Kinder zur Solidarität machte schnelle 7% Uhr im Lesezimmer des Jugendheims, Schönstedtstr. 1. Wichtige Gigung. Freie Turnerschaft Neukölln Brig. Die Kinderturnausschußsigung findet am tungen und Einflüsterungen gegenüber gefeit und in der Lage, für Fortschritte. Redner bittet, in allen Ländern der internationalen Mittwoch, den 30. Mai, abends 7 Uhr, auf dem Vereinsturnplag ftatt. Arbeiter- Sportkartell Reutöln- Brig. Montag, den 28. Mai, abends 7 Uhr, unsere Ideale zu kämpfen. Die politische Erziehungsarbeit ist in Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Erziehungsorganisationen beizu bein, Mareschitt. 14, Rartellfigung. Festschriften zum R. A. G. E. werden erster Linie Bildungsarbeit. Sie fann geschehen in Vor- treten( Wien XIII, Schloß Schönbrunn, M. Winter.) dort ausgegeben. trägen, Kursen usw. In ihnen werden in erster Linie die Gesellschaftswissenschaften, besonders aber die sozialistischen Gedanken| und Theorien erörtert werden müssen. Die täglichen Kämpfe, die die Arbeiterschaft zu führen hat, müssen als Ausgangspunkt für diese Arbeit genommen werden. Die Erkenntnis der Grenzen, die der proletarischen Politik durch die jeweiligen Verhältnisse gesezt sind, wird durch solche Anteilnahme wesentlich gesteigert. Sie lernt dadurch auch mit der Kraft des Gegners rechnen. Auf den innigen Zusammenhang zwischen Jugend, Partei und Gewerkschaften hinzuweisen, ist eine unserer vornehmsten Aufgaben. Die organifatorische Selbständigkeit und Selbstverwaltung der Jugend ist dringend notwendig. Besonders pflegen müssen wir auch den Gedanken der Erziehung zur Internationalität. Dem Referat folgte eine ausgezeichnete Diskussion. Der Kampf gegen den Krieg. Athletil- Sport- Club, e. B. Leichtathletik Zum Schluß und gleichzeitig als Höhepunkt des Abends hielt Genosse Ayles, Bristol, Parlamentsvertreter der Independent Frauen, Jugend- Abteilung. Dienstag, den 29. Mai, und Donnerstag, den 31. Mai, Training auf dem Fichteplat, Baumschulenweg, Eichbusch- Allee. FreiLabour Party und Quäfer, eine Ansprache voll lodernder Begeiste- tag, den 1. Juni, Gigung bei Linfener, Mühlenstr. 58, Ede Brommy- Brücke, rung über die Erziehung zur freien, durch fein Dogma( auch fein Beginn 8 Uhr. Bertreter der Hoden- Abteilung: Walter Breez, Baumschulen ethisches Dogma!) gebundenen, durch feine Völfergrenzen zerriffenen weg, Baumschulenstr. 84-85. Geschäftsstelle: Alfred Behrends, Berlin NW. 87, Menschlichkeit. Er geißelte die diesem Geiste abholde imperialistische Bingendorfftr. 7. haltung der bourgeoisen Deffentlichkeit in England, pries die wundervolle Aufgabe und hohe Würde des wahren Erzieherberufs und zeigte, wie durch solche Erziehung eine ganz neue Atmosphäre für das Leben der Menschen und Böller geschaffen werden müsse. In hinreißenden Worten propagierte er den Lehrer- und Kinderaustausch von Volt zu Volt. Die französischen, nordischen und holländischen Genossen, die sich angemeldet hatten, waren durch die tief in die Nacht dauernden Rommissionsarbeiten des Kongresses leider an der Teilnahme an dieser Kundgebung verhindert. Doch auch so wird von diesem Abend, den feiner, der ihn miterlebte, so bald vergessen tann, ein mächtiger Impuls ausgehen zur Stärkung des Sozialismus in der Menschenbildung und des Erziehungsgedankens im Sozialismus. C. 2. H. Filmschau. Der nächste Punkt der Tagesordnung behandelt das Kriegsproblem. Gen. Paul- Tschechoslowakei: Trotz der furchtbaren Opfer des Weltfrieges werben heute von seiten der kapitalistischen Regierungen der ganzen Welt neue Milliarden für den Militarismus ausgegeben. In fast allen Ländern verschlingen die Aufwendungen für Heer und Marine ein Bielfaches der Borkriegssummen. Der Kampf gegen Krieg und Militarismus ist deshalb eine der vornehmsten Aufgaben der Arbeiterklasse und ihrer Jugend. Das Wirtshaus im Spessart. Diesen 6 aftigen Märchenfilm, der Schon auf dem ersten internationalen sozialistischen Jugendkongreß bom steinernen Herzen handelt( nach Motiven von Wilhelm Hauf) brachte in Stuttgart im Jahre 1907 bildete der antimilitaristische Kampf die Ihambra als Uraufführung heraus. An einen Märchenfilm geht eine Aufgabe, die mit aller Entschiedenheit verfolgt wurde. Und man mit ganz bestimmten Erwartungen, weil man weiß, daß im Film so erst fürzlich wurde auf dem Weltfriedenstongreß im biele Möglichkeiten schlummern, die Phantafie zu realisieren. Das Manuskript Haag die Arbeiterschaft zu nachhaltigem Kampf gegen den Krieg hat mehrere Handlungen in einandergeschachtelt, und erzählt wird reichlich. verpflichtet. Der Kongreß wies der Jugendbewegung durch Die Orbis- Film A.-G., die Adolf Benfer die Regie übertrug, batte mit Er gab sich nicht nur Mühe, bei ihm war auch genügend folgende Stelle in der Resolution zum Referate über Erziehungs- diesem Glüd. fragen den Kampf gegen den Krieg ganz besonders zu:„ Der Kon- Können vorhanden, um aus dem Bollen zu schöpfen. Er nemt starte Ge greß ruft alle Arbeiter auf, in ihrer Familie einen pazifistischen faltungsmöglichkeiten sein eigen und so tritt, trotz der beträchtlichen Zahl bon inimer neuen Bildern, leine Ermüdung ein. Man wird gerne zum Geist lebendig werden zu lassen und neben der Staatserziehung Genießer und folgt willig, mögen die handelnden Personen nun auf ihre Kinder nach ihren Idealen und unter der Kontrolle ihrer einem Floß fahren, sich vor einem Hasen erschrecken, durch eine SchneeOrganisationen zu erziehen, und die Arbeiterjugendbewegung als landschaft stapfen, im gleißenden Mondlicht wandeln oder durch ein altes wichtigen Fattor des Friedens zu unterstützen". Die Aufgabe der Städtchen gehen. Regie und Photographie verstanden es vorzüglich, neuen Jugendinternationale wird es sein müssen, dieses Ziel im Lichtreflere zu verwerten, und so holle man viel Phantastisches heraus. vollen Maße zu erfüllen. Wir müssen unsern Kampf richten gegen auch erinnerten im Halbbunkel manche Gefichter, so namentlich das Antlik Vom Holländer- Michel( Hans Staufen) brachte man feine Silhouetten, nationalistische Verhehung, gegen militaristischen Geist, gegen die des Räuberhauptmanns( Carl Büstenhagen) an Holzschnitte. Die Schau Berhehung in der Schule und die Jugend erfüllen mit den Ge- spieler waren allesamt gut in der Maste, vorzüglich Elisabeth. Kyrty und danken der internationalen Solidarität aller arbeitenden Menschen. Darry Holm. Die Bauten zeugten von erlesenem Geschmad, und man Wir wissen, daß es nicht möglich ist, alle Konflikte der Völker war fogar bemüht, die Schrift in gefälliger Form zu bringen. Der ganze friedlich zu lösen und daß auf die Anwendung von Gewalt evtl. Film ist eigentlich nur die Jufirierung des Wortes:„ Glud ist, mit wenig nicht verzichtet werden kann. Es ist deshalb notwendig, die Ar- zufrieden zu sein, nichts aber ist so schrecklich wie ein faltes Herz." Und beiterjugend zu förperlich gefunden und tüchtigen einen solchen Film ausgerechnet in unserer Zeit der Raffucht herauszu bringen, ist ein Wagnis, aber ein Wagnis, das gelang. Menschen heranzubilden. e. b. Gerhard Lamprecht teilt uns mit, daß die hier gerügte titschige Titeländerung seines Films Schwere Tage" in Und dennoch tam bas Glüd" trok seines Brotestes von der Herstellungsfirma vorgenommen worden ist und daß die in der Schauburg gezeigte Uraufführungskopie soWohl im Schnitt wie in den Titeln nicht der von ihm endgültig fertigBestellten Musterkopie entspricht. Arbeitersport. 3. Sichtenberger Frühjahrssportfest. Am Sonntag, den 27. Mai( heute), findet im Stadion Lichtenberg bas Frühjahrssportfest der Freien Turnerschaft Lichtenberg- Friedrichsfelde statt. Wie alljährlich ist die Veranstaltung auch in diesem Jahre das erste größere 8usammentreffen aller Arbeiter- Leichtathleten auf dem grünen Rasen. Die bis. her eingelaufenen Meldungen( über 300 Einzeimeldungen und rund 100 Mannfchaften) nachen die Veranstaltung zu einer der größten diefer Art im Arbeiter. Turn- und Sportbund. Das Lichtenberger Fest muß eine machtvolle Rundgebung für die Arbeiter- Sportbewegung werden. Die Borkämpfe beginnen um 1 Uhr, die Hauptkämpfe um 3 Uhr. Die neue Lehrer- Internationale. Rundgebung während des Hamburger Kongreffes. Donnerstag, den 24. Mai, fand im Gewerkschaftshause in Hamburg noch ein Treffen der sozialdemokratischen Lehrer und Lehrerinnen statt. Genosse Adams( Hamburg) eröffnete die von vielen Gästen besuchte Versammlung mit dem Hinweis auf die Notwendigfeit einer überindividuellen, sozialistischen Erziehung, deren Aufgaben international begriffen werden müßten. Die unbefriedigende, erstorbene Lehrerinternationale der Borkriegszeit, die noch den Rest eines Bureaus in Brüssel habe, versagte vollständig. Eine neue Lehrerinternationale im Anschluß an Amsterdam foll und wird entstehen, hoffentlich unter Erfassung der großen LandesJehrerorganisationen, vor allem des Deutschen Lehrervereins. Genosse F. Köhne, Schriftleiter der Hamburger„ Lehrerzeitung", hielt ein packendes Referat über die Erziehung im Achtung, Reichs- Arbeiter- Sport- Sag( Raft) am 3. Juni in Berlin. In dem Geiste der Gemeinschaft. Ausgehend von der weitgehenden vorgesehenen Programm hat eine Aenderung eintreten müssen, weil das Ministerium des Innern eine Außerkraftsegung des Bannmeileverbotes abgelehnt Demokratisierung und Selbstverwaltung der Hamburger Schulen hat und dadurch die geplante Schlußfeier auf dem Königsplay unmöglich gedurch Eltern und Lehrer entwickelte er in prinzipiellen Zügen mit worden ist. Der bürgerlichen Beranstaltung am 27. Mai geht es ebenso. Bir starter persönlicher Note den neuen Geist der inneren Umgestaltung niskirche am 800 ab. Die Beranstaltungen auf den einzelnen Blägen find so halten deshalb unsere Schlußfeier abends 6 Uhr an der Kaifer- Wilhelm- Gedächt der Erziehung in den Hamburger Gemeinschaftsschulen. Genosse rechtzeitig abzubrechen, daß die Züge pünktlich am 800 eintreffen. Die Büge Glödel( Wien) legte die Grundsäge dar, nach denen er als Schul- haben sich mit Fahnen, Enblemen und Schildern mit entsprechenden Aufschriften minister im vorigen österreichischen Kabinett und seitdem als städti- zu verfehen und den Anordnungen der vom Kartellausschuß für jeden Plak bestimmten Leiter ftritte zu fügen. Es sind dies folgende Sportgenossen: Sum scher Schulchef in Wien die Schule reformiert hat: Weltlichkeit, Ein- boldthain: Otto Saul; Friedrichshain: Reinhold Seigt; Treptow: Rudolf Oberheitsschule, Bölferversöhnung, Arbeitsschule, Elternbeteiligung. Nicht Tänder; Schöneberg: Ernst Zeiler. Jede Organisation hat 10 zuverlässige Ordner nur Spigenleistungen in einzelnen revolutionierenden Verfuchs- au stellen, die sich rechtzeitig an einem noch bekanntzugebenden Plaz einzufinden haben. Die Bezirkskartelle, welche die Festschrift noch nicht aus dem Sporthaus schulen, sondern Reform auf breitester Grundlage: Systematische Fichte abgeholt haben, müssen dies umgehend tun und für restlosen Abfaß der Umwandlung des höheren Schulwesens, der ehemaligen Radetten- felben im Laufe der Woche Gorge tragen. anstalten zu Internaten für Hochbegabte aus allen Volksschichten, Zum Beften der politisch Inhaftierten veranstaltet die M. G. B., Bezirk Norden, ant 27. Mai( heute) folgende Fußballspiele: Borussia- Pantow umfassende Personalerneuerung in der Schulbureaukratie, völlige( 8. Mannschaft) Gemeindesportplay Reinickendorf; Vorwärts- Rathenow- Tege Neugestaltung der Lehreraus- und fortbildung. Bei alledem bodt ler Ballspielklub Rathenow; Union- Pantom- Bittoria- Eberswalbe( 2. Manndie Wiener Lehrerschaft noch vielfach! Sie wird aber ergriffen fchaft) Gemeindeplag Pichelswerder Straße; Adler 08- Nordista( 3. Mannwerden von der Größe und unvergleichlichkeit der sozialistischen 2. Mannschaft) in Eberswalde; Teutonia 09- Borwärts- Hennigsdorf( 3. Mannschaft) Bankow, Andreas- Hofer- Blah; Eisenspalterei- Eberswalde- Fußballring Idee. Genosse Kaniz( Berein Wiener Kinderfreunde) betont die schaft) Chriftianiastraße; Charlottenburg- Hansa( 2. Mannschaft) in Charlot Notwendigkeit der sozialistischen Erziehung des proletarischen Kindes tenburg, Keplerstraße; Belten- A. T. B. Pantom( 2. Mannschaft) in Belten; durch selbständige Erziehungsorganisationen. Die Kommunisten Minerva- Borfigwalde- Wader 20( 2. Mannschaft) in Borsigwalde, Conrad. ftraße; Spandau 08- Bernau( 2. Mannschaft) in Spandau; Hermania- Weißen erfinden nicht die Einwirkung der Gesellschaft auf die Erziehung, see- Arminia( 2. Mannschaft) in Weißensee, Rennbhn; Elstal-.. B. Weizensie verändern nur ihren Charakter, fie entreißen die Erziehung dem fee( 1. Mannschaft) in Elstal; Elstal( 2. Mannschaft)-Wader 20( 3. MannKauf ohne Sorge- bei Korge Kauf ohne Sorge Sport. Rennen zu Grunewald am Sonnabend, den 26. mai. 1. Rennen. 1. Fontalyca( Schuller), 2. Fabiola( Kränzlein), 3. Mas donna( Nash). Toto: 21: 10, Blaz: 11, 11: 10. Ferner lief: Phyllis. 2. Rennen. 1. Alarid( Kränzlein), 2. Magelone( Bismark), 3. Drian ( Edler). Toto: 25: 10, Plat: 13, 12: 10. Ferner liefen: Chalzit, Lebensgefährte. 3. Rennen. 1. Spreewald( Rutulies), 2. Merich( Dyhr), 3. Drius ( Edler). Toto: 50: 10, Plak: 21, 41: 10. Ferner liefen: Lallo, Herzog, Erich. 4. Rennen. 1. Rautendelein( b. Herder), 2. Hagelschlag( b. Hoffmann), 3. Perbi( v. Borte). Toto: 34: 10, Play: 22, 26: 10. Ferner liefen: Royal Blue, Cipri, Duhr Spike. 5. Rennen. 1. Bidinger( Gorsler), 2. Sulamith( Stys), 3. Willana ( Kränzlein). Toto: 25:10, Blag: 17, 30: 10. Ferner lief: Fairneß. 6. Rennen. 1. Kern( Meja), 2. Binna( Schuller). Toto: 18: 10, play: 15, 16: 10. Turjball( gef.), Rametta( gef.). 7. Rennen. 1. Zauntönig( v. Keller), 2. Falter( Hr. Walter), 3. Landsknecht( v. Horder). Toto: 20: 10, Blak: 12, 15, 13: 10. Ferner liefen: Fehlerlos, Chrysolith, Helmtraute, Tristan. Dampfer LEVIATHAN 59 956 Br.- Reg.- Tonnen Der modernste, grösste und luxuriöseste Ozeandampfer Die höchsten Leistungen von Wissenschaft, Kapitalkraft und Erfindungsgeist finden in diesem Wunderschiff ihre Verkörperung. Unvergleichliche Bequemlichkeiten in allen Klassen Erste Reise nach New York am 17. Jull 1923 dann 7. August, 28. August usw., alle drei Wochen von Southampton- Cherbourg. Alles Nähere durch die untenstehenden Adressen Regelmässige Verbindung von Bremen über Southampton, Cherbourg nach New York durch die prachtvollen amerikanischen Regierungsdampfer NACHSTE ABFAHRTEN: George Washington 6. Juni 11. Juli President Roosevelt. 13. Juni 25. Juli America 16. Juni 18. Juli President Fillmore 21. Juni 26. Juli President Harding. 27. Juni 1. August 4. Juli 8 August President Arthur Abfahrt von Southampton und Cherbourg I Tag später Prosp. u. 64 seit. illustr., Führer d. d. Verein. Staaten" Nr. 83 kostenfrei Vorteilhafte Golegenheit für Güterbeförderung UNITED STATES LINES bei Korge Berlin W 8, Unter den Linden 1 NW 40, Invalidenstraße 93 Berlin W 9, Budapester Str. 5 W 8, Unter den Linden 22 General- Vertretung: Norddeutscher Lloyd, Bremen leber unser großes Lager und billigen Preise staunt ganz Berlin! Sommer- Waschanzüge Jackettfasson, 2 teilig gestr. M. 62 000 Sportbreeches aus graugrünem TriKhaki- Waschanzüge Sporttasson M. Sport- Anzug Wollstoff, 8 tellig, mit flotter Breeches, ner sol. Vorrat M. 75 000 195 000 Manchester- Sportanzüge 260 000 gefüttert, solange Vorrat M Lodenanzüge billig M. 48000 kotstoff, gute Qualität, enorm Cordhosen gute kräftige Ware von M. 116000 an Dirndlkleider mit flotter Breeches. Lodenmäntel M. 210 000 Boz. u. Schlüpferform.. 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Der dabei be findliche Kavalier, der sich als Marquis de Voleur vorstellt ist zuerst sehr indigniert, da er nicht nur selbst Hühneraugen an den Füßen, sondern auch ein mitfühlendes Herz im Busen trägt, und überhaupt Besonders als Piedecubiste die Aufforderung ablehnt, ein Spielchen mitzumachen, weil sein Kassenbestand sehr zusammengeschrumpit ist, stößt er gereizte Worte aus, Piedecubiste bittet ihn, sich zu beruhigen, und die Bitte hat Erfolg, als er ihm verrät, daß das millionenfach bewährte und ärztlich empfohlene Kukirol ihn binnen wenigen Tagen von seinen Hühneraugen schmerzlos und sicher erlösen wird. Das Kukirol- Fußbad aber ist besonders vor langen Eisenbahnfahrten zu empfehlen, es hält die Füße immer warm un trocken, verhütet aber zugleich das lästige Brennen, sowie Fußschweiß und Wundlaufen. Außerdem stärkt es Nerve und Sehnen. Für Menschen, welche viel gehen und steher ist es eine wahre Wohltat. 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Mai, nachmittags 5 Uhr, im Verbandshaus ( Arbeitslosenfaal), Linienstraße 83.85 Vollversammlung Karl Otto meinen herzlichsten Dank aus. 67/ 7a Gertrud Otto, geb. Gommer, Roloniestraße 129. Oeffentliche Bekanntmachung betreffend Einkommensteuer vom Arbeitslohn. aller in den Wagen: u. Karoffer ic- Mit Wirfung vom 1. Juni 1923 fabriken Beschäftigten. treten nach jeder Lohnzahlung für den Tagesordnung: 1. Bericht über nach dem 31. Mai 1923 gezahlten und unsere Lohnverhandlungen. 2. Dis fällig gewordenen Arbeitslohn folgende Borschriften in Kraft: tuffion. Der einzubehaltende Steuerbetrag von Morgen, Montag, den 28. mai, nach- 10 v. H. des Arbeitslohnes( Geld und + Geschlechtskranke Ausbau der Behandlung von Syphilis, Hautaus schlägen, Wunden. Harnröhrenleiden, starte Ausflüsse, auch wo alles verfagte, wurden Taufende burch Phorofanos das neue deutsche Reichs Batent, furzfristig geheilt. Biele Danksagungen und Dankschreiben. Gewissenhafte ärzt!. Leitung. Bhorofanos Heilanstalten, = Botsdamerstr.109, naheStegligerStr. Brunnenstr. 191, nahe Rosenthaler PL Getrennt für Herren und Damen. Sprechzeit täglich 10-7, Gonnt. 9-12 mittags 5 Uhr, im Gewerkschafts- Natural- oder Gachbezüge) ermäßigt fich200000 haus, Engelufer 24/25 Im Falle der Branchenversammlung Zahlung des ber Metallbrücker und Polierer Arbeitslohnes Groß- Berlins. fitr volle 1. Für den Morgen, Montag, den 28. Mai, abends Arbeitnehmer ? Uhr, im Berbandshaus( Gigungs- felbft und für faal), Linienstraße 88.85 feine Ehefrau um e Monate ualpog Tage Bertrauensmänner- Konferenz 1200 289 48 2. Für jedes der Bau, u. Geldschrankschloffer. minderjährige Die Rommiffionsmitglieder treffen fich eine halbe Stunde früher. Morgen, Montag, den 28.mai, abends Rind oder mite tellofen Ange hörigen um 3 Sur Abgel 3 Uhr, im Berbandshaus( Sigungs- tung der Berfaal), Linienftr. 83,85 Versammlung Mark bar für Kinderfürsorge durch die Gemeinde von Dr. Selma SchöferAuweck Eine notwendige Schrift für Behörden und Ausschüsse, Lehrer und Erzieher, wie überhaupt für alle, die sich in der Wohlfahrtspflege betätigen. Preis- Grundzahl Mk. 0,15 Aufklär. anregend. finder Buchhandlung Vorwäris oder für je 2 Gratisbroschüre d angefangene F.Erdmann& Co., Bin. KöniggrätzerStr.71 Berlin SW, Lindenstr.3 oder volle Garbaty, HalStunden 12 980 8000 1920 320 80 100 bungstoſt. um 10000 2400 400 Auf Antrag ist eine Erhöhung des zuzulaffen Werbungstostenpauschiges der Uhrmacher und Furnituriften. wenn der Steuerpflichtige nachweift, daß Tagesordnung: Wie ftellen sich die die ihm zustehenden Abzüge im Sinne des Uhrmacher Groß- Berlins zum Reichs-$ 13 Abfaz 1 Str. 1-7 St.G. den Betrag tarif? Referent: Rellege Rahmann. Don monatlich 100 000. um mindestens Mitgliedsbücher sind mitzubringen. 10.000 2. monatlich übersteigen. Ueber Diefen Antrag entscheidet das Finanzamt. Landesfinanzamt Groß- Berlin Abteilung für Befiz- u. Verkehrssteuern Achtung Kronenbetriebe tang Dienstag, ben 29. Mai, nachmittags 4, he, im legandriner, Alexandrinenstraße 37 a Versammlung aller Kolleginnen und Kollegen, die in den Betrieben des Ver: baudes der Fabrikanten funft: gewerblicher Beleuchtungskörper beschäftigt find. Tagesordnung: 1. Bericht von den Tarifverhandlungen. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes Das Erscheinen aller Rollegen ist Pflicht. Ohre Mitgliedsbuch tein Butrit. Achtung! Silberschmiede Achtung! Dienstag, den 29.Mai, nadm. 4½ Uhr, im Dresdener Garten, Dresdener Gtr. 45 Branchenversammlung aller in der Silberwarenindustrie und : tollegen. Tagesordnung: 1. Bericht über unfere Berhandlungen. 2. Distuffion. Achtung! Drahtarbeiter Achtung! Dienstag, ben 29. mai, ebends 7 uhr, Brillanten Platin, Gold- und Silber- Gegenschätzen wir kostenlos u. zahlen den höchsten Kurs. GOLD HODAM Fachmänn. reelles, christliches Unternehmen Har Linkstr. 46 Eckhaus Potsd.Str. am Potsdam. Platz Damen Marken- Zigaretten: paus, Konstantin, Rarmiten, Avramikos, Manoli, Murati gibt ab unter TabakwarenSages Arno Geßner, Großbanbig prets: sparen 1000 M. Berftstraße 21. Telephon: Moabit 2114 Bon unten auf Ein neues Buch der Freiheit Gesammelt und gestaltet von Franz Diederich Aus dieser umfassenden Sammlung sozialer Dichtungen wintt dem ProletariatFreude am Leben u.Kraft zum Aufschwung. Ein dichterisches Anbachtsbuch für den Soataliften, das auch jeder Vortragende bei Beran ftaltungen benußen sollte. Schön in Salbleinen geb. Preis- Grundzahl M. 3.Buchhandlung Borwärts Berlin SW.68, Lindenstr.2 Geld Möbel als Fahrgeld vom 1.6. 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Berschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch fein Zutritt. Mittwoch, den 30. mai, nachmittags 5 Uhr, m den Andreas- Fettsälen, Andreasstraße 21 Brauchenversammlung der Schraubendreher und drehe rinnen. Automateneinrichter, fowie aller in den Schraubenbetrieben Beschäftigten. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zu der vom Landesarbeitsamt ge planten Umstellung Arbeitsloser anderer Berufe Automateneinrichter. 2. Verbandsangelegen heiten. 3. Berschiedenes. als Mitgliedsbuch legitimiert. Das Erscheinen aller ift Pflicht. 149.1 Kauf Die Ortsverwaltung. PIANOS Miete Römhildt, Leipziger Straße 119. 95 000 Echte wasserdichte Damenund Speziailtät: Extra- Welten u. Längen für grosse u. starke Figuren Winter- Konfektion 25-50% herabgesetzt. Plüsch- Biberettmäntel, Katzenjacken Ulster, Affenhautmäntel am Alexanderplatz, M. Mosczytz, Landsberger Str. 59 1 Treppo, Berlin C. Sonnabends u Sonntans geschlossen. Zahngebisse auch zerbrochene, erreichen Werte bis 1 Million. Kaufe auch einzelne Zähne bis 100 000 Mark. 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Als Jag me, der ehemalige Berliner Polizeipräsident„von Gattes Gnaden', den Ausspruch tat,„Die Straße gehört dem Der- kehr!', hatte er einen Mitbesitzer der Straße vergessen, der sich au» Unmündigkeitsgründen zu Protesterklärungen nicht auf- schwingen konnte, und sich sein Besitzrecht auf die Straße auch nicht von dem gestrengen Herrn auf dem Alexanderplatz rauben ließ, nämlich das moderne Großstadtkind. Ihm gehört die Straße mit! Und niemals war die Besitzergreifung des Berliner Kindes so stark zu konstatieren wie heute, wo die Zeit der Der- cl'.ndung, der Zwang zum Verdienst und die Sucht nach Geld das Kind streiwillig oder unfreiwillig auf die Straße treiben. Nicht nur die körperliche, auch die geistige Veranlagung des Kindes hat unter dem Kriege und der Nachkriegszeit gelitten; auch für das Kind haben sich die Zeiten in mehr oder weniger ersteulicher Weise geändert; auch die Moral des Kindes hat Schaden genommen und ein größter Teil seiner ursprünglichen Naivität und Primitivität ist einem grausamen Wissen und Daseinkampf, Ungerechtigkeit und einem grauenhaften Trieb oder Zwang, verdienen zu müssen, ge- wichen. Warum und wie, ist schon oft genug erörtert worden. Der Krieg raubt« viele Väter; die Mütter mußten statt erziehen um des Daseins willen arbeiten; dos Schieber- und Schleichhändlertum der Nachkriegszeit verführt« die Tafchengeldlosen und chungrigen; die demonstrativen Beispiele der Schlemmer wirkten auf die kindliche Phantasie und Auffassung, und das Resultat sind die Kinder auf den Straßen Berlins. Don ihnen soll in drei Artitelfolgen die Rede sein, wie sie lebe» und was sie tags und oft auch nachts auf der Straße treiben. Es soll nur Erlebtes und Beobachtetes oder von Kindern selbst Erzählte» geschildert werden. Tajchengelü unü Taschengelüersatz. Di« Zeiten, in denen sich das Kind für ein kleines Taschengeld große Schätze kaufen konnte, sind verschwunden. Damit auch Lakritz, Süßholz, Veilchenpastillen, Johannisbrot, Automatenschoko- lade und Kuchenkrümel! Keiner bietet mehr für ein paar Pfennige Eiswaffel oder Windbeutel an; keiner ruft mehr für einen Sechser Bananen und Apfelsinen aus; keiner läßt Kinder mehr für einen Groschen in den» Zirkus, den Kintopp oder ins Panoptikum! Und wer für fünf Pfennige beim Bäcker gar eine Tüte haben wollte, könnte sein blaues Wunder erleben. Für das Geld, wofür dos Kind heute einen Negerkuß bekommt, hätten wir als Kinder— die Haare ströflfccn sich zu Berge— fünftausend erhalten! Wie sieht es mit dem Taschengeld der Sinder au»? Häufig erhalten sie kein? und sie hätten nichts, wenn ihre Spürfindigkeit und ihr naiver Verstand ihnen keinen eigenen Verdienst einbrächten. Da sammeln sie zu Hause das Altpapier. Sartoffelschalen. Snochen, Abfälle, Alt- eisen, Alafchm; sie besorgen für Hausbewohner kleine Botengänge, helfen mit einholen, bringen Briefe zur Post, paffen auf Räder und Wagen auf und verdienen sich fo ihren Taschengeldersatz. Diele — meist Kinder des Mittelstandes, gut gestellter Arbeiter. Beamten und Angestellten— erhalten in der Wach« SOV M. Kinder kleinerer Ardeiter, Beamten und Angestellten und auch Kinder, die mehrere Geschwister haben, müssen mit derselben Summ« und manchmal auch weniger den ganzen Monat auskommen. Im Durchschnitt mag also das Durchschnittegroßstadttind monatlich 1000 Hl. von hause aus erhalten. Daß dies« Summe, von der oft Stahlfedern, Bleististe und ähnliches bestritten werden müssen, selbst für kindliche Bedürfnisie nicht genügt, wird jedem einleuchten, wenn er bedenkt, was er selbst alz Kind zur Bersügung hatte. Früher konnte das Kind sparen; es ist heute ebenso wie der Erwachsene nicht dumm gmug dazu und weiß genau, daß das Geld sich entwertet und richtet sich danach. Es legt also umgehend sein Taschengeld an, an Ge- nüssen— mögen f>« nun Bonbons, Waffelbruch, Murmeln. Eis, Maikäfer, Kino, Zirkus heißen— oder in Werten wie Stahlfedern, Briefmarken, Notgeld, Papier, Heften, Spielzeug, Büchern, kurz ollem, was zur Spekulation unter Kindern und in der Schule ge- eignet ist. Steigt der Artikel, dann wird er abzesetzl. Das Verdienst wird in befleren„Waren' angelegt. Spiel und Unfug. Dieser Kampf des Kindes um sein Dasein hat auch aus sein« Spiellust«ingewirkt. Di« Retgen und hormlosen Spiel« verschwin- den immer mehr, die Jungens machen„Geschäfte' und die Mädels müssen im Haushalt helfen. Aber trotzdem sieht man erfreulicherweise immer noch reichlich sie spielen. Die Iungens hauptsächlich Fußball, Völker, und Schlagball, Schinkenkloppen; sie„rollen" auch mit Vorlieb«— Fußgängern, Passanten und Radlern in den Weg; die Mädchen spielen Versteck und andere Mädchenspiele. Mehr aber noch treibt man Unfug! Ist die Schule zu Ende, dann geht es erst auf Umwegen nach Hause. Meist wird ja erst später zu Mittag gegessen, haben die Kinder also Zeit. Einzelne sonderbare Ge- nießer haben noch bessere Ideen. Sie erfinden besondere Methoden, sich billig und anhaltend zu amüsieren. Da sind z. B. die Untergrund- und Stadtbahn-Fahrer. Sie lösen sich ein Billett der billigsten Fahrklasi« und Preisstufe und fahren nun los, vom Potsdmncr Platz zum Nordring, von dort zum Kaiserdamm, wieder zurück, hin und her, stundenlang und unterhalten sich kösllich — für 200 M.! Sie werden auf der Untergrunddahn ebensowenig erwischt wie auf der Stadtbahn, wo sie stundenlang auf ein Villett kreuz und quer durch Berlin gondeln. In der dritten Klosse wird ja doch nicht kontrolliert und sie sind schlau genug, nicht in die zweite zu gehen. Und werden sie mal erwisilst, Gott— da haben sie sich eben verirrt, dann wird etwas geheult und— der broos Beamte bringt sie behutsam persönlich auf den richtigen Zug. Es gibt kaum glänzender« Diplomaten und Schauspieler als gerade Kinder. Ein Beispiel: der„Geschmacks-Frager"! Er wartet vor Konfitüren., Obst- und Delikalessenläden. Kommt z. B. eine Dame mit Schokolade oder Apfelsinen heraus, dann versteht er es, sich langsam an sie heran und sie durch große, fragende Biicke aufmerk- sam zu machen. Ihre Neugier beantwortet er schüchtern:„Ach, was ist das, was Sie da hoben?" Sogt st« es ihm, so stagt er unschuldig weiter:„Ach! Wie schmeckt das denn? Kann man das essen? Schmeckt das gut?" Fragt sie»un, ob er denn noch nie eine Apfelsine oder Schokolade gegessen habe, dann Hot sie schon verloren. Natürlich! Noch nie! Und unter Garantie hat der „arme Junge" oder das„arme Mädel" nach ein paar Minuten die halbe Tafel Schokolade, eine Apfelsine oder was es sonst sein mag. So treiben sie es stundenlang ganze Straßen, ganze Viertel durch. Mit derselben Verschlagenheit verstehen es andere, sich kostenlos andere Genüsse zu verschaffen. Sie stehen vor den Theatern und bdteln sich ebenso dort hinein; sie stehen vor dem Zirkus und dem Vergnügungspark und machen kokett„Bitte, bitte":„Ach, nehmen Sie mich doch mit! Seh'n Sie! Zeder Erwachsene hat doch ein Kind frei! Kostet Sie ja nichts!" Und meist haben sie Erfolg und werden mitgenommen. Zu Hause wundert man sich indessen, wo die Rang« bleibt. Kindliches Gaunertum. Diese Rangen sind harmlos und naiv, oft erfrischend gesund. Schlimmer sieht es mit den Burschen aus— auch Mädchen gibt es darunter—, die durch Erzählungen, Verführungen, böse Bei- spiele und Vergnügungssucht auf die abschüssige Bahn geraten sind. Es ist erschreckend, wie viele kleine Verbrecher es gibt, erschreckend, mit welcher Gedankenlosigkeit Kinder heut« Eigentumsdelikt« be- gkhen, nur um zu Geld zu kommen. Ein grauenhafter Beweis fiir die gefährliche Ansteckungskraft der Schieberpraktiken und Eigen- tumsanfich'en von heute und ein für die zukünftige Generation be- drohliches Krankheitesymptom, dem rücksichtslos begegnet«erden muß. Sie stehlen, diese kleinen Gauner: in der Schule Federn, Bleistifte, Hefte, Bücher. Stullen, ja ganze Ranzen, die Mädchen Handarbeiten, Haarschleifen, Taschentücher, Schmuck; auf der Straße im Laufen. Obst und ausgelegte Waren; in koufilarenlodeu Schoko. lade und Konfekt, während sie die Inhaberin mit Abwiegen eines Achtels Bonbons beschäftigen; zu hause herumliegende» Geld(ver- brecherjsche Nachlässigkeit der Eltern), Schmuck und Wertgegen. stände. Sein stark sind darunter die Kinder der Reichen vertreten. Kinder erzählten mir, daß sich auch Kinder zusammentun, um Korridorläufer, Mesfingklinken von den Türen, Fahrradklingeln ab- zuschrauben, um es nachher bei einem Händler für ein paar Mark zu oerschleudern., » Ein« Begegnung kommt mir in Erinnerung. Es war an einem späten Abend in der Nähe des märkischen Museums. Ich wanderte die Spree entlang, als ich plötzlich einige Schritte vor mir einen vielleicht zehnjährigen Jungen am Geländer lehnen sah. Von ihm unbemerkt, näherte ich mich ihm: der Klein« weinte; ob und zu ruckten wie im Krampf seine Schultern; seine kleinen Hände um- klammerten fest das Geländer, über das er sich weit über das Wasser lehnt«; au? dem blaffen, mageren Gesichtchen starrten groß und angstvoll die Augen auf das glatte, schmutzig-schwarz« Wasser. Ein Gedanke durchschoß mich— Kindersclbstmord! Ich trat auf ihn zu; da bemerkte er mich, fah mich an, beugte seinen Kcpf und — floh plötzlich wasseraufwärts davon. Ich war„dem" Großstadt- kinde begegnet.... Der anüere Weg. Es gab«ine Zeit, in der mußte ich Tag für Tag auf dem Bahn- Hof Großgörschenstraße aussteigen und nach der Belle-Alliancc- Straße gehen. Erst führte der Weg durch die Mansteinstraße und dann die Uorckstraße entlang unter den vielen Ueberführungen der Potsdamer, Anhalter und Zoffencr Bahn hindurch, immer im Dämmer, in Feuchtigkeit und ödester Langeweile, weil es gar nichts zu sehen gab. Dos war kaum noch auszuhalten, und ging doch Wochen und Monate so. Eines Tages aber war ich eiven Zug zu stüh gefahren und hatte zehn Minuten Zeit. Was tun? Ob man mal einen anderen Weg ausprobierte, als den man alle Tage trottete? Jenseits der Bahn in der Großgörschenstraße war es sofort licht und hell, denn der Friedhof der Matthäigemeinde gibt Raum und Licht. Ein paar Schritte weiter führen zur Hochkirchstroße, die sanft ansteigt und aus irgendwelchen Baufluchtgründcn in der Mitte einen intereffanten Knick macht. Bon diesem Knick zu der parallel zur Anhalter Bahn gehenden Dautzener Straße stellt der Bautzener Platz die Verbindung her, und dieser Platz ist seiner ganzen Anlag« noch so gemüllich und heimisch, daß man sich gleich auf«ine seiner Bänke setzen und verweilen möchte. Dem Magistrat sei empfohlen, das hübsche Plätzchen wieder ein wenig ouf»wj«hen zu lassen. In der Bautzener Straße wieder hat man den öden Bretterzaun durch schmal« hübsche Anlagenstreifen mit Ruhebänken sehr verschönt. Und dann kommt die Uebcrraschung dieses Weges, die jedesmal immer wieder neu und belebend wirkt: die hölzerne Monumenten- brücke über die vielen vielen Gleise der Anhalter Bahn. Hier oben auf der Brücke enthüllt sich dem Gehenden, der einige Minuten ver- weilt, der Zauber des modernen Verkehrswesens, den auch der Der- liner Baluschek so unübertrefflich in seine Eisenbahnbilder gebannt hat. Und wer sich einen besonderen Genuß verschaffen will, der gehe abends über die Brücke, wenn die vielen tausend grünen, roten und weißen Stgnallichter funkeln. Eine ganz neue Romantik offenbart sich einem. Und wenn unten ein D-Zug mit einer prächtigen mo- dernen Schnellzuglokomotiv« und den eleganten, perlengleich anein- ondergereihten Wagen hindurchrauscht, dann geht ein Stückchen Sehnsucht mit ihm in die Fern«. Aber es kommt noch schöner. Hat man nämlich M* Brücke passiert, so schimmert einem im Zug der Monumentcnstraße eine grüne Anhöhe entgegen. Des ist natürlich der Kreuzberg. Wenn man dann gar kein« Zeit hat, dann geht man wohl mit einem kleinen Seufzer und mit vetwngenden Blicken unten um ihn herum. Wenn es aber irgend geht, klettert man ihn empor, wandelt zwischen Felsgsstein, sieht schaudernd in einen Abgrund (1500 Zentimeter lief) und kommt endlich auf geschlängesten Pfaden — worum soll man denn nicht auch mal krumme Pfade gehen?— wieder ans Tageslicht der Kreuzberg- und der Belle-Alliancc- Straße. Gewiß, zehn Minuten, fünfzehn ten Umweg. Aber ein neuer, ein anderer Weg,!«r andere Eindrücke vermittelt, die wiederum die Seele vor frühzettigec Verkalkung bewahren. Demi wie hier auf dem Wege zwischen Großgörschcnstraße uiÖS�&eüc- Alliance-Platz ist es in ganz Berlin. Man muß nur erst den Willen haben, auch mal einen anderen Weg zu gehen, dann wird man ihn schon finden. Modernisierung der Feuerwehr. Die verbesserten neuen Typen der Fahrzeuge der Berliner Feuerwehr wurden am Freitogabend nach dem Brande des Conttnenwl-Hotels auf dem Uebungsplatz der Berliner Haupt- wache dem Jngenieurkorps der Feuerwehr vorgeführt und von diesem genau in Augenschein genommen. Vorher hatte Oberbrand- direktor Gempp in der Turnhalle der Wache im Kreise der erfchie- nenen Ingenieure Mitteilungen über di« Zahl der neuen Fahrzeuge, Motorspritzen, Schlauchwagen, Rettungs- und Arbeitswogen und Leitern gemacht. Seinen Ausführungen war zu entnehmen, daß die alten Typen verbessert und leistungsfähiger, d. h. auf- nahmefähigcr und teilweis« nach den gemachten Erfahrungen in dcr Konstruktion vervollkommnet worden sind. Die neuen mechanischen Magirus-Leitern gestatten nunmehr der Feuerwehr, schnell 2! Eine Angstsafari. Von Arthur Heye. Aergerlich saß ich am Abend auf der Veranda des Unter- kunftshauses. Durch das Ausbleiben der Leute hatte ich heute wieder für einen Tag Essen und Schlafen sieben Rupien (9,60 M.) zu bezahlen. Das war zu viel bei den zweihundert Mark monatlich, die mir der noble Verlag zahlte, fiir den ich die Reife um die Welt machte. Da sah ich ein paar feurige Pünktchen den dunklen Berg herabtanzen— vielleicht waren sie es! Ich ging ihnen ent- gegen, und noch einer halben Stunde sah ich im Scheine der brennenden Aeste, die sie als Fackeln trugen, die Gewehrläufe der beiden Askari glänzen. „Jambo Vana!" grüßten sie, nahmen die Gewehre bei Fuß und meldeten, daß sie in Mtaita hatten auf die Rückkehr feiner Bewohner warten müffen, die alle miteinander einer Bande Maffai nachgesetzt waren, um drei gestohlene Ochsen zurückzuholen. Ich gab dankend ein Trinkgeld: sie nahmen die sieben Mann mit zum Distriktskommissar, der ihre Namen aufschrieb und sie mir dann persönlich zum Unterkunstshaus brachte. In meinem Beisein hielt er ihnen eine Rede über tadelloses Wohlvsrhalten und pünktliches Abliefern dieses„Bona mkuba" (großen Herrn) am Kilimandjaro. „Ihr möget wählen, Wataita! Gute Safari und sehr großes Backschisch(Trinkgeld) am Kilimandjaro, oder schlechte Safari und sehr viel Kiboko(Nilpferdpeitsche) in Voi!" schloß e? und zog die Peitsche wohlgefällig durch die Hand. „Wir wählen Backschisch in Mofchi, Bona mkuba!" riefen sie eifrig. „Gut, dann schläft der Kiboko in Voi. Kwa heri!"(Lebt wohl!) 'Er teilte mir nvch mit, daß dcr Mann 25 Cent Lohn und 10 Cent Verpflegung(ein Cent ist anderthalb Pfennig) den Tag bekäme und schüttelte mir kräftig die Hand zum Abschied. „Gute Safari, Mister Heye! Keine unnötige Angst, aber auch keine Borsicht außer acht laffen!" „Hab's immer so gehalten. Fare well, Sir!" Ich Mtftz MlN Weg MBB aui dje hintere Persyda. wo sie gegen den Wind geschützt waren, sagte ihnen in meinem gebrochenen Kisuaheli ein paar freundliche Worte und gab dem Vormann meine Uhr, daß er um zwei Uhr weckte. Schnell packte ich meine paar Sachen in Kiste und Rucksack, nahm ein Bad, und dann war es mir, als wäre ich kaum eingeschlafen, als schon der Vormann pochte und rief. Der Nachtwind blies stark und kalt von den Bergen her- unter, als wir im Gänsemarsch in die tiefe Dunkelheit hinaus- schritten. Die Träger balancierten alles auf den Köpfen, auch der, der meinen Rucksack trug, schlüpfte bald stöhnend aus den Riemen, machte sich in der Finsternis an einem Busch zu schaf- fen und kam dann mit einigen frisch geflochtenen Bastseilen nachgerannt. Mit denen band er sich den Rucksack auf den Kopf; da oben schienen ihm die dreißig Pfund nichts zu machen. Der Vormann befragte mich nach allem Möglichen, Haupt- 'sächlich, warum ich mein Gewehr in das Feldbett gepackt hätte. Das ich überhaupt keins hatte, kam ihm gar nicht in den Sinn. Ich verstand ihn leidlich, konnte aber noch zu wenig von der Sprache, um viel zu antworten. Da gab er das Reden auf, und kaum ein Laut noch begleitete unseren nächtlichen Marsch. Dann und wann erklang einmal der Ruf eines Nacht- vogels, das ferne Geheul und Gekläff von Hyänen und Schakalen, oder derWarnruf des Vorausmarschierenden;„Schimo!" —„Mave!"—„Miba!"(Loch, Stein, Dorn) zum Zeichen für die Träger, die nackten Füße in acht zu nehmen. Schweigend ging es voran; in den Wäldern auf den Bergen fang der Nachtwind, und in den tiefeingerissenen Schluchten brütete tiefe Dunkelheit.* Das erste blasse Grau des Tages glomm über den Höhen auf, ein eisig kalter Hauch machte unsere vom Steigen erhitzten Körper erschauern, dann rollte der purpurne Sonncmball aus tiefoiolettcn Wolkenbänken hervor, und mit einem Schlage lag die weite, wellige, von Büschen und lichten Hainen bestandene Landschaft überflutet von Strömen rotgoldenen Lichtes und Wellen wohliger Wärme. Nun besah ich mir erst einmal meine Reisegenossen. Es waren alles kräftige, sehnige Gestalten mit wilden, aber nicht unangenehmen Gesichtern. Nur der Vormann hatte eine kurze Hose und eine Art Trikothemd an, die andern trugen Suaheli- Hemden oder auch nur einen Lendenschur, z. Ihre Decken hatten j* fflit Turbane chs dieLa� voz de» schlungen. Aber allen baumelten Perlen, Münzen und Ketten aus den aufgeschlitzten Ohrläppchen bis fast auf die Schultern herab, am Gürtel hingen große, schwertähnliche Vuschmcsser, Schmtpftabaksdofen und eine silberglänzende Wurst, die aus den gelochten und auf Riemen gezogenen Nickelcents von Britifch-Ostafrika bestand. Eine aus einem hohlen Kürbis ge- fertigte Wasserflasche und eine Felllasche mit einem Mundvorrate von Maiskolben und grünen Bananen vervollständigte die Ausrüstung. Immer noch ging es sanft bergan, vor uns türmten sich dunstig blaue Berge, überragt von einem schroffen, hohen Felstegel, dessen sonnenbeschienene Wände aus weiter Ferne herüberleuchteten. Weit, weit hinter uns schon dehnte sich die Steppenebene von Voi mit dem glitzernden Schienenstrange der Ugandabahn. Ich winkte dem eisernen Wege, an dem ich so vieles Ferne und Schöne gesehen hatte, ein letztes Lebewohl zu, und weiter ging es auf der rotstaubigen Straße. Die Träger begannen zu singen, der Rucksackmann ver- fügte über eine Löwenstimme und machte den Vorsänger. Sie sangen in dcr Wataitasprachc; ich verstand nur, daß es sich meistens um meine eigene Person handelte. Diese Nowr- kinder sind alle gute Stegreifdichter. Manchmal blieb der Vormann an einer Wildspur stehen. die den Weg kreuzte. „Simba?"(Löwe) fragte ich interessiert.„Nein, Büffel. Löwen sind später, da drüben, viele, viele! Hast du ein gutes Gewehr, Bana?"» „Ich brauche keines, ich bin selbst ein Löwe!" antwortete ich prompt. Ich nahm den Mund so voll, um ihnen den Mut zu erhalten. Der zweifelhafte Witz löste ein schallendes Ge- lächter aus, und im Nu war ein neues Lied fertig, das einen Europäer besang, der ein Löwe war. Noch eine Stunde marschierten wir; mir knurrte der Magen wie ein Kater. Da wurden Büsche und Gras höher und frischgrüner, in einem tiefen Tale zog sich eine lange Reihe hoher Bäume hin — dort war ein Fluß, an dem winkte das Frühstück. „Dort unten essen wir!" sagte ich. „Ja, Herr!" antwortete meine Rotte freudig und ein» stimpiig und rannte mit Siebenmeilenschritten zu Tal. l � Morchtzung folgt.) Sente 10 br: Internationale Kundgebung Böhow- Brauerei Schlauchleitungen bis 8u einer Höhe von 30 Metern in Wirksamkeit treten zu lassen. Zwei von biesen neuen Leitern erhielten ihre Taufe bei dem Brande des Continental- hotels. Eine Leiter foftet rund 150 Millionen und eine Motorsprize mit Ausrüstung gegen 300 Millionen Mart. Für dieses Jahr hat der Magistrat die Mittel für mehrere solcher Leitern, die wegen der Boltenfrager" bzw. Aufftodungen von mehrstödigen Gebäuden unentbehrlich geworden find, bewilligt. Ne u föll erhält eine neue leistungsfähige Motoriprise und mehrere andere Außenbezirke Beitern und andere Fahrzeuge. Die Ausrüstung hat hierdurch erfreulich große Fortschritte gemacht. Die nicht„ Streitbrecher" heißen wollen. Ein noch immer verpönfes Worf. während die Verteidigung die Rechtsanwälte Justizrat Dr. Viktor Fränkl, Dr. S. Weinberg und Dr. Herzfeld führen. Der falsche Benz. " 迪 ,, Neue Welt" Galus. Krankenhausversicherung für den Mittelstand. Nach Die Kosten für eine Krankenhausbehandlung find für den nicht persicherten Mittelstand gar nicht oder nur mit großen Opfern zu Wieder einmal ein„ Riffer hoher und höchster Orden". erschwingen. Nach längeren Borarbeiten ist deshalb mit Hilfe sozial Bor einiger Zeit berichteten wir ausführlicher über den Trid benkender Mitbürger gestern in Gegenwart von Sozialhygienikern, eines Schwindlers, der sich Benz nannte und behauptete, ein Mit Bertretern der Reichs, Staats- und Kommunalbehörden, Ange glied der bekannten füddeutschen Groß industri hörigen verschiedener Berufsverbände und von Versicherungsfachellerfamilie Benz zu sein. Er war nämlich zu einem männern tie gemeinnügige Krantenhauskosten hiesigen Zahnarzt mit dem Ersuchen gekommen, er möge ihm ,,, weil Versicherungs- A.- G. Salus" gegründet worden, er sich in Gelbverlegenheit befinde, einstweilen die Gold- einleitenden Worten des Generaldirektors Heinrich Fraenkel von der plomben aus dem Mund nehmen". Der Arzt mochte Hafag" entwarf Genosse Prof. Dr. Chajes in einem längeren das nicht tun und in dem darauf folgenden Gespräch verstand es Referat ein Bild von den Zwecken der Gesellschaft. Danach soll der angebliche Benz den Zahnarzt derart vertrauensfeelig zu machen, gegen eine mäßige jährliche Prämie den Versicherten daß der Arzt dem Patienten" sein Haus und seine Hilfe anbot, bie Möglichkeit gegeben werden, falls auf ärztliche Anordnung eine Das Schöffengericht Berlin- Mitte hatte gestern Borgänge was der auch wirklich annahm. In der Nacht raubte der Gauner Krankenhausbehandlung notwendig ist, das fofort bewerkstelligen zu zu untersuchen, die sich in Berlin im Januar 1923 bei einem Streit den menschenfreundlichen Arzt aus und stahl ihm Schmucksachen tönnen, ohne von drückenden Sorgen belastet zu werden. Auf in der Möbelfabrit von 2öbel( Frankfurter Allee 76) abge- Erkennungsdienst entlarvten den angeblichen Benz als einen 25 ben Bersicherten gegen eine jährliche Prämie von 4 bis in Wert von 20 Millionen Mart. Die Kriminalpolizei und der Grund langer Vorarbeiten glauben die Gründer der„ Salus" nun, spielt hatten. Dreizehn der Streifenden, die Holzarbeiter MaJahre alten gewerbsmäßigen Hochstapler, Schedfälscher und Be- 5 Goldmart einen Ersatz der Krankenhauskosten für die Dauer runde, 3eibler, Köhler, Wertheim, Altopiti, von 13 Wochen im Jahre bis zur Höhe einer Goldmart gewähren Stürzenbecher, Krenz, Andres, Neubeder, Altzu fönnen. Bon besonderem Bert ist für die Allgemeinheit die Lat mann, Gensich, Reichenbach, 3erbst, wurden beschuldigt, fache, tak sämtliche Ueberschüsse den gemeinnüßigen Zwecken der gegen mehrere nichtstreifende Arbeiter des Betriebes( Beẞ, Gesellschaft zugute fommen. Eine befondere Genugtuung mar es 3edlis, Wolff, 2ublow, Hanfel, Sperber) sich der ben bisherigen Mitarbeitern, daß die Wichtigkeit des Zwedes der Beleidigung, der Bedrohung, der Mißhandlung und der versuchten neuen Gesellschaft bei den Behörden, Sozialhygienifern, StaatsNötigung schuldig gemacht zu haben. männern und vor allem bei den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden unumwunden anerkannt und weitestgehend unterstützt wurde. Nach einer lebhaften Debatte, an der sich u. a. Genoffe Stadtmedizinalrat Dr. Rabnow und der Präsident des Reichsgesundheitsamts Dr. Bumm beteiligten, wurde zur Gründung der Gesellschaft geschritten mit einem Aktienkapital Don vorläufig 20 Millionen Mart, das aber bald auf 60 Millionen Mart erhöht werden soll. Den einzelnen Angeklagten wurde zur Last gelegt, daß sie die Nichtstreifenden am Zutritt zur Fabrik gehindert, fie Streifbrecher" und Bump" geschimpft, ihnen Schläge angedroht und zum Teil fich auch schon zu Handgreiflichkeiten hätten hinreißen lassen. Die Angetlagten erklärten, den nichtstreitenden Arbeitern nur Borhaltungen darüber gemacht zu haben, daß sie ihren Kollegen in ben Rücken fielen und sich zu Streifbrechern hergäben. Einer der Angeklagten hob hervor, der Streit sei mit 93 Stimmen gegen 5 befchloffen worden, daher habe er als Arbeiter sich für berechtigt gehalten, die Nichtstreifenden als Streitbrecher" zu bezeich nen, was er auch jederzeit wieder tun würde. Gegen Betz, der damals zum Wertführer aufrüdte, wurde von mehreren Angeklagten vorgebracht, daß gerade er vorher in Bersammlungen " Verein Sozialistische Arbeiterjugend Gr.- Berlin Am Montag, den 28. Mai, abends 7 Uhr, in der Aula der Schule Weinmeisterstraße 16/17 Internationale Kundgebung Es werden sprechen Genoffen aus Holland, Schweden, Desterreich u. a. Jugendgenossen, erscheint in Massen! Das Mitgliedsbuch dient als Ausweis. Die Wiener Sänger beim Reichspräsidenten. Der Reichspräfident empfing gestern nachmittag den Deutschen Boltsgefangverein Wien und Umgebung zum Tee. Es waren ferner erschienen Reichsminister Dr. Heinze, der öfterreichische Gesandte Dr. Ried!, Bertreter des Reichstags und der Sängerfahrt besonders verdient gemacht haben. Behörden und eine Anzahl anderer Herren, die sich um diese Der Reichs= ben wilden Mann gemacht und zu der Kollegenschaft gegen trüger namens Adolf Kill aus Reutlingen und fand eine Spur, die Arbeitgeber geäußert habe: Schlagt doch die Hunde tot!" In die nag Stuttgart führte. Dort wurde der Schwindler jegt er. der Zeugenvernehmung bestritt Bez das, und er wehrte sich auch mittelt und festgenommen. Kill beförderte sich, nachdem er als ein präsident hieß in einer Ansprache den Berein herzlich willgegen die weitere Borhaltung, daß er noch vierzehn Tage vor dem facher Soldat aus dem Weltkriege zurückgefehrt war, selbst zum Beisen besonders pflege und dankbarer und warmer Aufnahme in tommen, der das deutsche Volkslied mit seinen alten und neuen Streit zu Kollegen gesagt habe: Schlimm genug, wenn Ihr Euch Offizier der Fliegertruppe und schmüdie fich mit dem Pour Deutschland gewiß fein fönne. Er wies darauf hin, daß das das gefallen laßt!" Der Arbeiter Paul Wolff, der gleichfalls Streifle mérite und anderen hohen Orden. So fam er in Deutschland gewiß fein könne. Er wies darauf hin, daß das brecher" genannt worden war, mußte zugeben, daß er an den beiden der Revolutionszeit in ein hiesiges Bazarett und wurde als Ritter deutsche und das österreichische Bolk durch Geschichte und Kultur ersten Streiftagen noch mitgestreift hatte. Einige von der Verteidi- der höchsten Orden mit besonderer Hochachtung behandelt. Nach aufs engste verbunden seien, auch in der jetzigen schweren Zeif, gung geladene Zeugen hatten von Behinderungen und Bedrohungen feiner Entlassung lebte er wieder auf großem Fuße von Schwindes und daß dieser Besuch das Gefühl der Gemeinsamkeit in allem, oder Tätlichkeiten nichts bemerkt. Der Staatsanwalt mußte leien aller Art und Einbrüchen. Go oft er große Beute gemacht was den deutschen Herzen hellia, lieb und wert sei, stärke und die Anklage gegen sechs Angeklagte fallen lassen. Die übrigen fah hatte, zog er fich in eine Provinzstadt zurück und spielte ben großen fräftige. Auch der Sprecher des Vereins, Rechtsanwalt Dr. Berner als überführt an, und er beantragte gegen Marunde 50 000 M., Mann. Ob er sich die Papiere auf den Namen Karl Benz selbst hard, betonte in feiner Erwiderungsrede, daß beide Bölker fich gegen Alkowski, Stürzenbecher, Zerbst je 40 000 m., gegen Altmann, gefälscht oder von einem anderen erworben hat, steht noch nicht fest. als zusammengehörig in Freud und Leid tetrachteten, und er gab Andres, Beidler je 30000 M. Geldstrafe. Der Berteidiger, R.-A. Bur Zeit des Schwindels bei dem Zahnarzt wohnte Riff in ber mit warmen Worten der sicheren Erwartung Ausdruck, daß nach Dr. Siegfr. Weinberg, forderte Freisprechung für alle Ange. Aachener Straße zu Wilmersdorf mit einem Manne zufammen, den Jahren der Knechtschaft der Tag der Freiheit kommen werde. flagten. Die wertvollsten Elemente der Arbeiterklasse feien es eben der sich Schönborn nannte, in Wirklichkeit aber Otto Schmidt hieß, Der Berein trug alsdann einige Boltslieder vor. Ein Instrumentalnicht, die bei einem Streit ihren Kollegen in den Rücken fallen. und jezt gleichfalls von der Polizei gesucht wird. quartett und Golovorträge boten weitere schöne Gaben der tiefSolche Leute fönne man nur Streifbrecher" nennen, einen anderen empfundenen österreichischen Bolkskunst. Ausdruck habe man nicht für sie. Falls das Gericht doch zu einer Berurteilung kommen sollte, seien die Geldstrafen piel geringer zu bemeffen. Das Gericht vermochte nicht, sich von der Anschauung frei zu machen, daß Streitbrecher" eine ftrafbare Beleidigung sei. Es fah mit dem Staatsanwalt gegen fieben Angeklagte auch die anderen ihnen zur Laft gelegten Straftaten als erwiesen an, fetzte aber niedrigere Strafen fest und verurteilte Marunde au 30 000 m., Altomfti, Stürzenbecher, Berbst zu je 20 000 M., Alt mann, Andres, Zeibler zu je 10 000 m. Die übrigen Angeflagten wurden freigesprochen. " Das Waffenlager im Flaschenkeller. 3m Im vorigen Monat wurde auf eine anonyme Anzeige hin in dem Keller des Flaschenhändlers Kurzmann in der Friedenstraße eine polizeiliche Haussuchung vorgenommen, bei der mehrere mit Gewehren, Handgranaten und Munition gefüllte Säde und Kiften gefunden wurden. Die Anflage gegen Kurzmann lautete auf unberechtigten Befig eines Waffen lagers und demgemäß auf Bergehen gegen§ 7 Abs. 6 des Gejeges zum Schutze der Republik. Der Angeklagte Kurzmann gab in Der Berhandlung vor dem Schöffengericht Berlin Mitte an, daß die Batete und Säde zwei Wochen vor der Haussuchung von einem unbekannten Manne, der fich als tommunistischer Genoffe vorgestellt hätte, bei ihm untergestellt worden seien. Der als Zeuge vernom mene Bolizeibeamte bekundete, daß Kurzmann wiederholt auf der Straße vor seinem Reller fommunistische Ansprachen an das Straßenpublikum gehalten habe. Der Antlagevertreter beantragte drei Monate Gefängnis. Rechtsanwalt Dr. S. Weinberg wies darauf hin, daß man die Angehörigen rechtsgerichteter Drganisationen, bei denen viel umfangreichere Waffenlager gefunden feien, wesentlich milder behandle. So sei Herz v. Willich in Caputh, bei dem vor einigen Wochen Dugende von Maschinengewehren entdeckt worden feien, zum Unterschied von dem Angeklagten Kurzmann nicht in Untersuchungshaft genommen worden. Für den Fall, daß bas Gericht nicht zur Freisprechung fommen follte, beantragte der Berteidiger die Bewilligung der bedingten Begnadi gung. Das Gericht erkannte auf drei Monate Gefängnis unter Anrechnung von 5 Wochen auf die erlittene Untersuchungshaft, für ben Rest der Strafe wurde Strajausjegung bewilligt. Kurzmann wurde sofort aus der Haft entlassen. 4500 Prozent Wohnungsbanabgabe. Das Stadtbauamt der Stadt Berlin teilt mit: Der Ober: präsident hat durch Erlaß vom 16. Mai 1923 die von den städtischen Körperschaften beschlossene Erhöhung des Son der zuschlages der Stadt Berlin zur Wohnungsbauabgabe auf fünfzehnhundert Prozent ab 1. April geneh migt. Die Wohnungsbauabgabe beträgt alfo feit dem genannten Tage für Berlin insgesamt viertausendfünfhundert Prozent. In anderen Städten gelangen teilmeife weit höhere Bufschläge zur Erhebung. So beträgt. B. die Mohnungsbauabgabe in Gelsenkirchen insgesamt 16 500 Broz., in Köln 12 000 Bros., in Düsseldorf 7500 Broz. Altona hat eine Erhöhung Broz. in Aussicht genommen. der Wohnungsbauabgabe auf 11 500 Broz, Karlsruhe auf 15 785 Die Affäre des Stadtsekretärs Leder. Zehn- Millionen- Stiftung des Reidsminifteriums des Innern. Anläßlich der Berliner Turn- und Sportwoche hat das Reichsministerium des Innern, Staatsfekretär Schulz, dem Oberbürger meister zehn Millionen zur Verfügung gestellt. Sigung. Defto fleißiger wird der Haushaltausschuß arbeiten. Die Stadtverordnetenversammlung hat in dieser Woche teine Schwarz- weiß- rot im Allten Studentenbad". In einigen An. fragen an die Redaktion äußern Genossen ihr Erstaunen darüber, baß gestern auf der auch viel vom Arbeiterpublikum benügten alten Berliner Schwimmanstalt Altes Studentenbad", Ratiborstr. 14 b, eine große fchwarz- weiß- rote Fahne luftig flatterte. Diese Anfrage fönnen wir den Mißbegierigen sehr schnell beantworten, weil der Besizer der Anstalt, Herr R. Desterreich, die Freundlichkeit hatte, fie felbft uns zu beantworten. Er teilt uns nämlich unter dem Zu den durch die Bresse gegangenen neuesten Mitteilungen Hinweis, daß es für die Lefer gewiß von Interesse fei, mit, daß über den Stadtiefretär Leber vom Wohnungsamt feine Anstalt gestern das Fest ihres 75jährigen Bestehens feierte. Wilmersdorf, der unter dem Verdacht der Wohnungsschie. Daß fie, im ichwarz- rot- goldenen Jahr 1848 be bungen verhaftet worden ist und dessen Berhalten in der Bah- gründet, dieses Feft mit schwarz- weiß- rot feiert, nungsangelegenheit des Bantdirettors Wolpe teilte er uns allerdings nicht mit, was wir hiermit natürlich gerne banach mit noch größerem Mißtrauen als zuvor betrachtet wird, nachholen, zu Nutz und Frommen ihrer Arbeiterkundschaft. äußert sich das Bezirksamt Wilmersdorf. Nicht die Familie des in Wolpes Wohnung eingewiesenen Kaufmanns Schnabel, Tariferhöhung bei der Hochbahngesellschaft. Die Hochbahnsondern sein Haussland einschließlich Personal bestehe aus sieben gesellschaft wird am Mittwoch, den 30. Mai, ihre Fahrpreise erhöhen, Personen. Schnabel sei nicht auf Betreiben Leders in diese Woh- 250 m., 2. Klaffe 350 W.; für die ganze Strede 350 bzw. 450 M. und awar in folgender Welſe: Bis zum 5. Bahnhof 3. Alaſſe nung eingewiesen worden, Leder habe hiermit nichts zu tun gehabt. Blods zu 10 Starten tosten: Bis zum 5. Bahnbof 3. Selaffe 2200 M., Geit 1919 babe Schnabel in der Liste der Wohnungsuchenden ge- Blocks zu 10 Starten fosten: Bis zum 5. Bahnhof 3. Klasse 2200 M., standen, infolge seiner Beschwerden fei er auf die Dringlichkeits: 2. Klaffe 8100 M.; für die ganze Strede 3100 bat. 4000 r. lifte gekommen und er habe schließlich mit Rücksicht auf sein langes Wochenfarten zu 12 Fahrten für die ganze Strede kosten: Barten und feine Familie die fragliche Wohnung erhalten. Er fei 8. Klasse 3500 M., 2. Klaffe 4500 m. preußischer Staatsangehöriger, Allerdings habe er inzwischen, wie 200 000 m. für ein 3wanzigmartstid. Der Anlauf von Gold das Wohnungsamt erst durch die Presse erfahren hat, dur für das Reich durch die Reichsbant und Bost erfolgt vom 28. b. M. Inferate die ihm zugewiesene Wohnung gegen ab bis auf weiteres zum Preise von 200 000 m. für ein gwanzigeine andere zu tauschen versucht und Geldabfin martitüd, 100 000 m. für ein Zehnmartftüd. Für ausländische dung verlangt. Das Wohnungsamt sei hiergegen sofort mit Goldmünzen werden entsprechende Preise gezahlt. aller Schärfe eingefchritten. Schnabel habe wegen der großen von Reichssilbermünzen durch die Reichsbant und Boft erfolgt bis Schwierigkeiten, die er beim Bezug ber Wohnung hatte, und wegen auf weiteres zum 4000fachen Betrage des Nennwertes. der Anfeindungen, benen er ausgelegt war, eine andere Wohnung eintauschen wollen. Das Bezirksamt sagt: Sein Berfuch, hierfür. Tödlicher Elfenbahnunfall. Gestern vormittag wurde auf Bahnnoch eine Abfindung zu erlangen, beruht auf der dem Wohnungs- hof Hermannstraße der Labemeister Beste, wohnhaft Neuamt bekannten und siets von ihm betämpften Praris der Woh föln, Warthestr. 1. vom Ringzuge überfahren und getötet. Es nungsinhaber, aus jedem Tausch Kapital zu schlagen. Es ist den wird Selbstmord vermutet. Eheleuten Schnabel mit aller Deutlichkeit eröffnet worden, daß gegen einen berartigen Bersuch das Bohmungsamt mit allen Mitteln einschreiten und gegebenenfalls die Wohnung von neuem beschlagnahmen werde." Wir finden, daß auch der Wohnungsuchende Schnabel eine recht interessante Persönlichkeit ist. Die Zirkus- Busch- Krawalle vor dem Schwurgericht. Der große Landfriedensbruchprozeß wegen der kommunistischen Ausschreitungen vor dem Zirkus Busch im Oktober vorigen Jahres anläßlich der Kundgebung des Bundes für Freiheit und Ordnung wird nunmehr am 29. und 30. Juni vor dem Schwurgericht des Landgerichts I zur Berhandlung gelangen. Die Anflage richtet sich gegen den Stadtverordneten Dr. Rosenberg, den Redakteur der Genosse Bfarrer Bleier spricht am Dienstag, den 29. Mai, abends Roten Fahne" Steinide, den Kaffierer der Kommunistischen Partei 7 Uhr, in der Kaiser- Friedrich- Schule, Charlottenburg. Senejebeditr. 24( am Jegelta und 13 Arbeiter, sämtliche Mitglieder der Kommunistischen Stadtbahnhof Savignyplak), über: Die faschistische Gefahr.- Sozialisten, Partei. Die Antlage vertritt Staatsanwaltschaftsrat Dr. Grau, Republikaner erscheint zahlreich. Persil Ohne Chlor! Wäscht, bleicht und desinfiziert. bleibt in alter bewährter Güte! Genosse Profeffor Leo Keffenberg hält Sonntagabend 1/8 Uhr im Arbeiterjugendbeim, Lindenstr. 8, einen Wortrag:„ Das Bollslied" mit musikalischen Erläuterungen. Auch erwachsene Parteigenossen find als Gäste willkommen. 1000 Mark das Liter Milch. Die Milchpreise für das Gebiet der Stadtgemeinde Berlin werben mit Wirkung vom Montag, den 28. Mai 1923, wie folgt festgefekt: für Vollmilch 1000. je Liter, für nach Berlin einge führte Magermilch 540 M. je Liter. Die A- Milchfarten werden wie bisher mit Liter, die B- Milch farten fowie die Starten für werdende Mütter ( C- Karten) wie bisher mit je, Liter Vollmilch bellefert. Persil geeignet für alle Arten von Wäsche. Niemals losel Nur in Originalpackung! Alleinige Hersteller: HENKEL& CIE., DUSSELDORF, auch der altbewährten MENKO"( Henkel's Wasch- und Bleich- Soda). Wirtschaft Reichsbank und Devisenpolitik. Abt. Treptow. Unfere Genoffin Alins, Gräßftr. 64, ift verstorben. Die Einäscherung findet Montag 5% Uhr im Krematorium Baumschulenweg statt. Frauenveranstaltungen am Montag, den 28. Mai: Kreis. Ziergarten. 8 Uhr bei Lausch, Bredowftr. 34, Reuter- Abend. Ref. Gen. Sinrichfen. Die Funktionärinnen erscheinen eine Stunde vorher. reis. Wedding. 7½ Uhr Schulaula Pantstr. 17. Thema:„ Das Gesez zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten und unsere Fürsorge für die gefähr dete weibliche Jugend". Ref. Gen. Kraus- Jessel. Abt. 7% Uhr bei Dobrohlaw, Swinemünder Str. 11. Thema:„ Kommunals b. br bei Dahms, Schlegelstr. 9. Thema: Die Frau und der Sozialismus". Ref. Genoffin Todenhagen. Fragen". Ref. Gen. Bitte. Abt. 7½ Uhr Baugewertschule Kurfürstenstr. 141, Vortrag der Genoffin Wurm, M. d. R.: Bericht von der internationalen Frauenkonferens". Klaffenkampf". Ref. Genoffin Ryneck, M. d. N. " 27. Abt. Siehe 20. Abteilung. 25. abt. 7½ Uhr Oberrealschule Pasteurstr. 44-46. Thema: Waffen in Die 27. und 30. Abt. beteiligen sich hieran. Die Finanzierung des Getreidegeschäfts im nächsten Ernfejahre.| 101. Im nächsten Erntejahre wird infolge Einführung der freien Wirtschaft, obwohl die geplante Getreidereserve so wie bisher das Umlagegetreide von der Reichsgetreidestelle bezahlt werden soll, vor- 2. aussichtlich ein weit größerer Leil des deutschen Getreides als bisher durch die Kräfte des freien Wirtschaftslebens auf- 3. Uebermorgen, am Dienstag, tritt der Parlamentarische getauft und bewegt werden müssen. Ueber die Möglichkeiten der Ausschuß zur Untersuchung der gegen die Mark gerichteten Trei rebitbeschaffung für diesen Zweck haben unter dem Vorfiz 6. bereien zusammen, die wesentlich dazu beigetragen haben, daß die des Reichsministers Dr. Luther im Reichsministerium für Ernährung 7. Stügungsaktion der Mark zu Fall gekommen ist. Der Dollar no- und Landwirtschaft unter Beteiligung der Reichsbank eingehende Ertierte die ganze letzte Woche hindurch über dem Stand von 50 000, örterungen zunächst mit Bertretern der landwirtschaftlichen Genoffen- 8. den er Ende Januar erreicht hatte. Der Steichsbank sind durch die De schaften und dann mit Vertretern des Hantels stattgefunden. vifenverordnung, die an sich unzulänglich ist, immerhin weitgehende wird, mit Bestimmtheit angenommen werden, daß die privaten Wirt Auf Grund dieser Erörterungen fann, wie amtlich gemeldet Rechte gegeben worden, deren richtige Handhabung immerhin der schaftskräfte imstande sein werden, die ihnen gestellte Aufgabe zu 28. bt. 7% Uhr bei Büttner, Schwedter Str. 25. Thema:„ Politisches und Devisenspekulation einiges Kopfzerbrechen hätte machen können. lösen. Hierbei wird den Genossenschaften ihre Zentralbant, die 29. Abt. 7% Uhr Schulaula Danziger Straße 23, Vortrag des Gen. Miethke. Kulturelles aus meinem Leben auf den Gunda- Inseln". Was ist statt dessen geschehen? Was haben die verantwortlichen Preußentasse, besonders zugute tommen. Im Getreidehandel Hüter der deutschen Währung getan, um mit den ihnen von Bolt sind zur Erleichterung der Aufgabe etwa ein Dußend sogenannter 30. t. Siehe 29. Abteilung. und Staat verliehenen Waffen die entsetzliche Teuerung zu be- Getreidekreditkanten innerhalb Deutschlands tells schon 33. Abt. 7½ Uhr im Konferenzzimmer der Schule Sohenlohestraße. Themas Schul- und Erziehungsfragen". Ref. Gen. Bahlfe, M. d. L. fämpfen, die nicht nur die soziale Lage der breiten Massen be- begründet, teils in Gründung begriffen. Die Reichsregierung 34. bt. 7 Uhr bei Rofin, Gubener Str. 19. Thema: 8wei Frauengestalten". Ref. Dr. Schütte. droht, sondern darüber hinaus das Verbleiben des Ruhrge. hat diese Bewegung, die durch Gründung der Berliner Getreidebietes bei Deutschland ernstlich gefährdet? Denn man mag die und deshalb zweds Herstellung der erforderlichen Verbindung zwei kreditbank begann, von Anfang an für sehr bedeutungsvoll gehalten Unruhen an der Ruhr beurteilen wie man will: der Schaden, den Beauftragte in den Aufsichtsrat der Berliner Bank kommunistische Wirrföpfe angerichtet haben, hätte nie diesen Um entsandt. Nachdem die Entwicklung jegt in bestimmte Bahnen einfang annehmen können, hätte nicht die allgemeine Berelendung in- gelenkt ist, wird tie Reichsregierung fünftig den erforderlichen Einfolge der Teuerung jene Erbitterung in weitesten Boltstreifen ge- blid dadurch bekommen, daß sämtliche Getreidekreditbanken, wie ihre schaffen, die der beste Nährboden für derartige Attionen" von Vertreter erklärt haben, bereit sind, jederzeit ihr Geschäftsgebaren Tollköpfen ist. vor dem Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft offenzulegen und außerdem sicherzustellen, daß das Ministerium bei allen für die Getreidebanken gemeinsamen Angelegenheiten seinen Einfluß geltend machen kann. Bei diesem Sachverhalt und nachdem feststeht, daß die Berliner Getreidekreditbank nicht eine Spisenorganisation wird, sondern eine unter mehreren Getreidekreditbanken bleibt, sind die oben erwähnten Beauftragten aus dem Aufsichtsrat wieder aus Reichsbaut und Devisenverordnung. Groß- Berliner Parteinachrichten. In seiner Rede vom 23. April hat der Reichsbankpräsident v. Havenstein zum ersten Male, aber dann mit aller Eindeutigkeit erklärt, daß führende Kreise der Wirtschaft über ihren Bedarf hinaus Devisen gehamstert und so zum Sturz der Mart beigetragen gefchieben. haben. Durch die öffentliche Erörterung der Käufe, die seinerzeit Stinnes gemacht hat, ist ein fleiner Teil jener Kreise namentlich bekannt geworden. Man kann nicht fehlgehen in der Annahme, daß der Reichsbankpräsident nicht diesen Fall allein im Auge gehabt hat. Er wußte also, mit welchen Leuten er es zu tun hatte. Anstatt nun die Untersuchung sofort einzuleiten, tat man eine Zeitlang gar nichts. Schließlich wurde von der Devisenbeschaffungsftelle ein Fragebogen an Banten, sonstige Firmen und Devisenfäufer versandt und um Auskunft ersucht, zu welchem Zwed diese in den kritischen Tagen Devisenankäufe vorgenommen haben. Selbstverständlich waren die Antworten unbestimmt und zurück haltend, und jetzt forrespondiert man daran herum, ob die in Frage fommenden Firmen sich nicht vielleicht doch dazu herbellassen werden, Näheres über ihre Devisenhamsterei mitzuteilen! Anstatt sofort in den bekannten Einzelfällen vorzugehen, hat man sich auf eine bureaukratische Umfrage beschränkt, über die die Schieber Unruhe martieren, im Stillen fich aber die Hucke voll lachen! Man hat ja 3eit, die Spuren zu verwischen. Und die Reichsbant hat wieder einmal Währungspolitit" gemacht. In Wirklichkeit bedeutet ein derartiges Borgehen nichts anderes als die Untergrabung der Staatsautorität gegenüber denjenigen Kreisen, die sie im Intereffe des Bolksganzen auf das schärffte zu spüren bekommen müßten. Denn wenn man erst Ber= ordnungen monatelang bekämpft, um sie dann doch zu erfassen, nach ihrem Erlaß aber derart plump vorgeht, daß die Devisen hamsterer sie nicht zu spüren bekommen wenn man so verfährt, braucht man sich wirklich nicht zu wundern, sollte der Dollar in der kommenden Woche auf 100 000 steigen! Energie, aber für fich persönlich. In der Währungspolitik hat die Reichsbank das Maß an Beitblick und an Energie vermissen lassen, das man von den Hütern der Währung" verlangen mußte. Nicht so, wenn es um persön liche Interessen des Reichsbankdirektoriums geht. Hier ist man weitschauend und energisch zugleich. Folgender Fall, den wir selbst für unglaublich halten würden, wäre er uns nicht absolut zuverlässig mitgeteilt, belegt das. 36. Abt. T½ Uhr bei Busch, Tilfiter Str. 27. Thema:„ Die italienische Ar 35. Abt. 7 Uhr bei Drellfe, Schreinerstr. 18. Thema: Ausbau der neuzeitlicher Wohlfahrtspflege durch die Gemeinden". Ref. Neftor Schiller. beiterbewegung". Ref. Gen. Reventlow, Genoffin Scheibenhuber. 37. Abt. 7½ Uhr bei Jerasch, Ebertystr. 10. Thema:„ Jugendwohlfahrt". Ref. 38. Abt. 7 Uhr bei Mogwik, Barnimftr. 18, Beseabend. 39. Abt. 7% Uhr Juristische Sprechstunde, Lindenstr. 3. Thema: Familie und Sozialdemokratie". Ref. Frau Grete Weinberg- Megner. 40. Abt. 7 Uhr im Bagenhofer- Ausschant, Belle- Alliance- Straße 47. Thema: 42. 43. 44. Die sittliche Gefährdung der Jugend". Ref. Gen. Dr. Löwenstein. bt. 7½ Uhr bei Söhlte, Bergmannstr. 69. Thema: Die Ueberwindung der Ernährungsschwierigteiten". Ref. Gen. Wilhelmine Kähler, M. d. 2. Ref. Gen. Briniger. t. 7½ he bei Wolf, Gräfeftr. 26. Thema:„ Die verfuntene Glode". und 45. Abt. 7% Uhr bei Lafer, Baufiger Str. 25, Bortrag der Genoffin Gertrud Hanna, M. d. 2.:,,Die Frauenfrage in ernster Beit". Gäste will. tommen. Ref. Gen. Dr. Moses, M. d. R. 47. Abt. 7% Uhr bei Pflug, Mustauer Str. 1. Thema:„ Frauenkrankheiten". 48 t. 7 Uhr im Jugendheim Lindenste. 3. Thema: Die Frau in Ber gangenheit und Gegenwart". Ref. Gen. Lewin- Dorsch. 108. bt. Röpenid. Große öffentliche Boltsversammlung Dienstag, ben 23. mai. 7% Uhr, in der Aula der Körner- Schule, Lindenstraße. Thema: Faschis. mus, Rommunismus oder Gozialismus". Nef. Genoje Künstler, W. D. R. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde Groß- Berlin. Dienstag, den 29. Mai, 7 Uhr, im Berliner Rathaus, Zimmer 109, findet ein Bortrag über ,, Die Ausbildung der Selfer für die Aufgaben der Kinderfreunde" statt. Ref. Dr. Kanig( Leiter der Wiener Schule der Kinderfreunde). Erscheinen aller Selfer und Helferinnen wünschenswert. Die Mitglieder der Stadtverord. netenfraktion nehmen an diesem Abend teil. 6. Sigung des Kreisbildungsausschusses. tionssihung. Kreis. Renzberg. Montag, den 28. Mai, 7½ Uhr, bei Steim, Urbanstr. 29, 12. Arcis. Steglis, Listerfelbe, Zantwis. Montag, den 28. Mai, 8 Uhr, Frat. 13. Streis Tempelhof, Mariendorf. Montag, den 28. Mai, 7% Uhr, Foaktionsfigung im Rathaus Marienborf, Zimmer 26. Dienstag, den 29. Mai, abends 7 Uhr, bei Lange, Tempelhof, Ringbahnstr. 4, Sigung des Kreis. norstandes. Bollzähliges Erscheinen ist unbedingt notwendig. Kreis. Neukölln. Montag, den 28. Mai, 7 Uhr, Fraktionsligung im Rathaus, Gaal 1. Bürgerdeputierte tönnen teilnehmen. 14. 15. reis. Montag, den 28. Mai, 7½ Uhr, im Zeichensaal der Knabenschule Niederschöneweide, Rudower Straße. Sufammentunft des Kreisbildungs ausfchufes mit dem Jugendwerbeausschuß. laten), Kreisvorstandssigung. 18. Reis, Weißenfee. Montag, den 28. Mat, 7% Uhr, bei Otto Gallas( Prä 19. Kreis. Montag, ben 25. Wai, 7½ Uhr, im Jugendheim Breite Straße 82 Bortrag des Genossen Redakteur Franz Klühs: Die Aufgaben des Bor wärts". Alle Kreisdelegierten und Funktionäre müssen erscheinen. 77., 78., 79, und 80. Abt. Schöneberg. 7% Uhr bei Will, Martin- Luther- Straße Rr. 69, Vortrag des Genoffen Dr. Roeder: Frauenkrankheiten und ihre foziale Bedeutung". 84. 89. 93. 94. bt. Santmih. 7% Uhr Gemeindeschule 1, Schulstraße. Ref. Gen. Beffier: Unsere Wirtschaftslage". Abt. Neuföln. 7 Uhr bei Stahl, Ganderstr. 11. Thema: ,, Kulturbestrebungen der Partei". Ref. Gen. Dr. Rarsen. Die 90. Abteilung ist hierzu eingeladen. Abt. Steutöln. 7 Uhr im Zimmer 10 der Schule Herzbergstraße. Thema: st. Neukölln. 7% Uhr bei Taubel, Beisestr. 23. Thema:„, Unsere Wirts Religion und Sozialismus". Ref. Pfarrer Bleier. fchaftslage". Stef. Gen. Säubert. 95, abt. Mentann. 7½ Uhr Total Grieger, Sessingstr. 9. Thema: Schul., Bil. 39. bt. Bris. 7 Uhr Schule Sannemanstraße. Thema: ,, Kulturbestrebungen dungs- und Berufswesen". Ref. Gen. Dr. Deiters. 101. bt. Treptow. 7 ihr Schule 4, Wildenbruchstraße, Bortrag über: ,, Das unferer Bartei". Ref. Gen. Richard Weimann. Reichsjugendwohlfahrtsgefes". 103. Abt. Oberschöneweibe. 7% Uhr bei 3mberg, Wilhelminenhofstr. 34. Bor lesung aus: ,, Bruno Willes Werken". 139. Abt. Tegel. 7% Uhr im Jugendehim der Schule Bahnhofstraße. Themas Das Segualleben des Kindes". Ref. Genoffin Schäfer. Uebermorgen, Dienstag, den 29. Mai: ausschüsse der Abteilung. 40. st. 7 Uhr bei Keufner, Sagelberger Straße 20a, Sigung aller Mieter44. bt. 7 Uhr bei Wagner, Rottbufer Str. 19, Zusammenkunft aller Mieter räte und Intereffenten. Besprechung der neuen Mietgefege. 53. 14. Kreis. Reutölu. Freie Schulgemeinde. Dienstag, den 29. Mai, abends 7½ Uhr, Bersammlung in der Aula des Kaifer- Friedrich- Realgymnasiums, 81. Bortrag des Staatssetretärs Gen. Heinrich Schulz: Sozialpädagogit in der Reichsverfassung". Parteigenoffen und Freunde der freien Schule will. fommen. 17. Kreis. Lichtenberg. Dienstag, den 29. Mai, 7 Uhr, Aula den mittelschule Marttstraße, Kreismitgliederversammlung. Gen. Redakteur Neuter spricht über Die Aufgaben des Bormärts " 18, Kreis. Dienstag, den 29. Wai, 7% Uhr, im Rathaus, 8immer 21, Frattions. vorstandssigung. 5. Kreis. Friedrichshain. Am Mittwoch, den 30. Mai, abends 7 Uhr, Sigung des engeren Kreisvorstandes mit dem Borstand der Arbeiterwohlfahrt und Kinderschußkommiffion fomie den Obleuten der Rommunal. Rommiffion aus den Abteilungen bei Rosin, Gubener Str. 19. Bitte pünktlich erscheinen! Heute, Sonntag, den 27. mai: plag. 5. Abt. Treffpunkt zur Rundgebung in der Bögow- Brauerei 94 Uhr am Bülow. 11. Abt. Die Bezirkskassierer der Bezirke 679 und 710 werden hiermit erfucht, endlich die Apriltassierung abzurechnen und die unverkauften Marten zu rüdzugeben. Sämtliche Bezirtsführer müffen umgehend während der Abwefenheit des Genossen Herrmann bei dem Genossen Emil Mackebrand, Emdener Straße 52, abrechnen und ebenda die Marken file Juni abholen. 45. bt. Treffpunkt zur Rundgebung 9 Uhr Görliger Bahnhof, Rettungswage. Treffpunkt der Teilnehmer an der Mieterdemonstration 8½ Uhr Görliger Bahnhof. bt. Charlottenburg. 7% Uhr bei Lug, Sutten-, Ede Ufnaustraße. Bera Abt. Friedenau. 8 Uhr Mitgliederversammlung im Gesellschaftszimmer des Rathauses am Lauterplay. Thema: Die politische Lage und der Hamburger Rongres". Ref, Abg. Levi. Jammlung der Mietervertreter. Ref. Stadtrat Hermann. 13. t. Die vorgesehene Abteilungsversammlung am Mittwoch, den 30. Mai, fällt aus. Jungsozialisten. Gruppe Südost. 8 Uhr Vortrag über Bergarbeiterleben". Ref. Gen. Oppenheimer. Arbeiterjugend und Parteimitglieder find eben. falls millkommen. Frauenveranstaltungen am Dienstag, den 29. Mai: 51. Abt. Charlottenburg. 7½ Uhr bei Schellbach, Königin Elifabeth- Straße d Ref. Gen, Ragenstein. Thema: Frauenarbeit in der Gemeinde". Gäste willkommen. 97. Abt. Neukölln. 7% Uhr bei Rusli, Leinefte. 1. Thema: Die Not der Beit und die Frauen", Ref. Gen. Klara Bohm- Schuch, M. d. R. 6. Kinderveranstaltungen: Kreis. Südost. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde. Alle Rinder, die sich an den Spielen im Treptower Bart beteiligen, versammeln sich jeden Mon tag und Donnerstag nachmittags 2 Uhr im Görliger Bahnhof, Sanitätswache. Als die Mark Ende vorigen und Anfang dieses Monats erneut ins Rutschen fam, fanden innerhalb des Reichsbankdirektoriums Besprechungen statt, was nun geschehen sollte, wenn der unter dem Jungfozialisten Neukölln. Beteiligung an der Internationalen Rundgebung in den vom Bund Deutscher Mietervereine aufgestellten Forderungen und ersucht Ansturm der Spekulation zusammenschrumpfende Goldbestand der Reichsbant völlig aufgebraucht wäre. Bei den leitenden Röpfen bestand darin Uebereinstimmung, daß bann die Tätigkeit der Reichs bant erledigt sei und man rechnete mit diefer Möglichkeit innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre. Obwohl andere Länder wie Bolen und die Tschechoslowakei ohne Goldbestand Bährungspolitit betreiben die Tschechoslowakei tat das fogar mit gutem Erfolg!- haben die Männer von vorgestern, die heute die Zentralnotenbant des Deutschen Reichs leiten, feine andere Borstellung von ihren Aufgaben als die Nachtwächter, die ihre Tresors bewachen! Benn aber liquidiert werden soll, so ist die große Frage die, was aus den Pensionen wird. In einer Zeit, wo das ganze Bolt mit infolge der Haltung des Reichsbantpräsidiums einer grenzenlosen Berelendung ausgelegt wird, erwägt die Reichsbant leitung, auf welche Weise den Direktoren Bolbpension en fichergestellt werden follen. Es wird darauf verwiesen, daß die Reichsbant nach neuestem Recht auch in der Frage der Pensionen vom Reiche unabhängig fei.... Man rechnet also weit vorausschauend und sorgfältig vorbe reitend auf den Fall der Auflösung der Reichsbant und sucht fich persönlich zu sichern. Wenn die Reichsbant in der Währungspolitit auch nur entfernt soviel Boraussicht aufgebracht hätte, stände es trog aller außenpolitischen Einflüsse heute um die deutsche Mark beffer. So hungern ja nur die Millionen, die feinen Anspruch und fein Recht auf Goldpensionen haben. Der parlamentarische Untersuchungsausschuß sollte bei feinen Arbeiten auch die Frage prüfen, ob es richtig ist, Desperado. politikern in der großen Not des Boltes das Wohl und Webe feiner Währung anzuvertrauen. der Neuen Belt. Das Spielen mit der Arbeiterjugend in Treptow findet am Mittwoch abend gegenüber dem Denkmal auf der Spielwiese statt. Morgen, Montag, den 28. mai: Parteigenoffen! Der Bezirksverband der BSPD. Groß- Berlin fteht hinter alle mitgieber, soweit sie heute durch die Internationale Kundgebung der Bartei nicht verhindert find, an der Demonstration der Mieter im Lustgarten teilzunehmen. Bezirksvorstand BSPD. Groß- Berlin. Jugendveranstaltungen. 10. Abt. 7% Uhr Funktionärversammlung bei Trümper, Flensburger Straße 3. Die Bezirksführer müssen zur Mitgliederversammlung am Mittwoch einladen. 27. Abt. 7 Uhr im Kinderhort der Schule Sonnenburger Str. 20, Sigung der Bezirksführer, Betriebsvertrauensleute und Elternbeiräte. 36. Abt. 16 Uhr Bersammlung der Beamten und Angestellten im Lokal Beh über Das Boltslied" mit musikalischen Darbietungen statt. Ref. Bes Reftenberg. rend, Liebigftr. 24. Gäste willkommen. Tagesordnung wird in der Ver. fammlung bekanntgegeben. 45. 83. und Die Abt. 7 Uhr Funktionärversammlung bei Bartsch, Wiener Str. 38. bt. Lichterfelbe. Die diesmonatige Funktionärtonferens fällt aus. Bezirksführer werden dringend gebeten, jedes Mitglied ihres Bezirks aur Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 30, Mai, 7% Uhr, Oberrealschule Ringfte. 2-8, einzuladen. Lebensmittelpreise der Woche. Zufuhr: Fleisch ausreichend. Fische ziemlich ausreichend, Obst Gemüse ausreichend. Geschäft mäßig. im Werbebezirk Kreuzberg. Heute abend findet im Jugendheim ein Bortrag Die Parteigenoffen find eingeladen. Briz. Treffpunkt zur Besichtigung des Instituts file Segualmissenschaft 9 Uhr Spielplay Hannemannstraße. Werbebezirk Reukölln. Treffpunkt zur Besichtigung des 3nftituts für SegualwissenPrenzlauer Berg. Der Chor singt auf der Rund fchaft 9 Uhr Hermannplaz. gebung um 7 Uhr in der Aula der Schule Weinmeisterfte. 16-17. Alle Mitglieber müffen erscheinen. Die Sigung der Abteilungsvorsitzenden findet am Montag um 6 Uhr im Jugendheim Oderberger Straße statt. Alle Genossen müssen wegen der Rundgebung pünktlich um 6 Uhr erscheinen. Achtung. Genoffen! Die Beranstaltungen fallen am Montag wegen der In ternationalen Rundgebung aus. Alle Genossen müssen erscheinen. Raften im lokalen Teil beachten. Dez Bezirksvorstand. Vorträge, Vereine und Versammlungen. Sozialdemokratischer Männerchor Friebrichshain". Die Sangesbrilder tref fen fich am Montag um 7 Uhr, am Dienstag um 7% Uhr vor den Brachtfälen des Oftens, Frankfurter Allee. Die Karten vom Frühtonzert müffen bis Diens tag abgerechnet fein, fonft gelten diefelben als verlauft. Internationaler Band ber Kriegsopfer, Rurfus der Sinterbliebenen MittIn der Woche vom 20. bis 26. Mai galten in der Zentralmarkthalle folgende Kleinhandelspreise: Rindfleisch 6000-6500 M, ohne Knochen 6500-7800 M. Schweinefleisch 5500-7500 M. Kalbfleisch 4500-7000 M. Hammelfleisch 5000 bis 6000 M. Speck 7000-11600 M. Hohner 7500-8000 M. Gänse 8000-8500 M. Enten 7500-8000 M. Schellfisch 2500-3500 M. Kabeljau mom, ben 80. Mat, abends 7 Uhr, bei Schula, elisabethstr. 38. Forteßung 1800-2000 M. Seelachs 1500-2000 M. Dorsch 1500-2500 M. Flandern des Referats durch den Genossen Stedt. Schollen 3000-5000 M. 2500-4000 M. Rotzungen 5000 M. Aale in Lebende Aale 11 000 M. Plötzen in Eis 4500-5500 M. Better bis Montag mittag. Etwas fübler, überwiegend bewält is 8000 M. Hechte lebend 10 000-14000 M. Hochte in Eis 6800-18000 M. Karpfen mit Regenfällen; später langsam aufflarenb bei mägigen nörbliegen Einber, in Eis 1000 M. Bleie lebend 10 000-12000 M. Bleie in Eis 5000 bis 5500 M. Naturbutter 11 000 M. Margarine 6400-9000 M. Schweinesohmalz 8800 M. Erbsen 1400-1600 M. Weiße Bohnen 1200-1400 M. Linsen 1500-1800 M. Weizenmehl 900-1600 M. Graupen 1200-1300 M. Haferflocken 1200-1600 M. Kartoffelmehl 900 M. Nudeln 1000-1600 M. Reis 1400-1800 M. Spinat 700-1000 M. Kohlrühen 200-250 M. Mohrrüben 200-250 M. Spargel 3000-3800 M. Zitronen 220-250 M. d. Stück. Bet Kopfschmerz itrovanille Frankfurt/ MS. Bratliek bevorzug Migräne. Zahnschmerz Rheuma REA Rasch wirkend Erhältl. in Apotheke An die Leser des ,, Vorwärts"! Wir wollen die Wirksamkeit der verschiedenen Zeitungen für unsere Reklame einwandfrei feststellen. Zu diesem Zwecke gewähren wir den Lesern des ,, Vorwärts" am 28., 29. und 30. Mai einen Rabatt von 5% auf unsere an sich schon sehr niedrigen Preise. 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