MbenSausgabe txaassssasBBKmmmmBmammmm Nr. 254 ♦ 40. Jahrgang Ausgabe B Hr. 126 Skzugibedingimgen tmb Avz»!zmprelst sind in der Morgrnansgabe angegeben Rcdattion: Zw. SS, Linden strakie 2 Jerafprecher: VSnhoff 202— 293 SeL-SIöreffe: Sejialdcmottaf Berlin Vevliner VolKsblstt preis 15S Mark Sonnabend 2. �uni �923 Verlag und Anzeigenabteilung! Geschäftszeit S-d Uhr Verleger: Vorwärts- Verlag GmbH. Berlin STB. 68, Cinftenffrafee 3 Fernsprecher: vönhoss 2S06-2507 Zcntralorgan der Vereinigten Sozia Idemokrati f eben Partei Deutfchlands Dollar bis SOOOOo Die Markkatastrophe nimmt ihren Fortgang. Im heutigen offiziellen Devisenverkehr erreicht der Dollar während der ersten Börsenstunde bereits eine Höhe von 8V 250. Es herrscht an der Börse allgemein die Auffassung vor, daß die Reichsbank, selbst wenn sie wollte, nicht mehr in der Lage wäre, den Niederbruch der deutschen Währung aufzu- halten. Es herrscht ausgesprochene Panikstimmung. Bei Börscnschluß stellte sich der Dollar amtlich auf über 78 000. Am Effektenmarkte geht dementsprelliend der große Umrechnungsprozeß, der die Formen einer Katastrophen- Hausse zeigt, weiter. Heute bestand besonders große Nach- frage für Schiffahrts- und Petroleumwerte, Montanpapiere, ur die Aktien des Sprengstoffkonzerns und für die ganz uner- wartet wieder in den Bordergrund getretenen Schutzgebiets- anleihen. Die Teuerungskataftrophe. von der Unhalibarkeii der Zustände, die sich aus dem Mark- ; u 1 3 überall ergeben haben, legt ein Telegramm des Ober- Bürgermeisters von Bottrop, einer westfälischen Mittelstadt, Kenntnis ab. Zn diesem Telegramm an die sozialdemokratische �.eichsiazsfraktton wird mitgeteilt, daß Handels- und Ge- ver betreibende sowie die Vertreter der vetriebsräte ringend ersuchen, bei der Reichsregierung aus die llnhaltbarkeit der zustände aufmerksam zu machen, die sich seht wirtschaftlich ergeben �abe«. Die Versorgung sei auss höchste gefährdet, die Erregung der Verbraucher außerordentlich groß. Eine vierfache vrok- Preiserhöhung steht in Aussicht, das Pfund Rindfleisch würde im Einkauf 10 000 M. kosten. * 5n Regensburg beginnt heute eins auf mehrere Tage be- rechnete Konferenz zwischen Vertretern der deutschen Landwirt- schaft, der M ü h l en t n d u st r i e und der Bäckergroß- Organisationen. Bei den Besprechungen handelt es sich in erster Linie darum, eine K r e d i t a k t i o n für die Mühlen und Bäcker zu schaffen, da die letzteren der Ansicht sind, daß der lieber- gang in die freie Getreidewirtschaft mit erheblichen Kreditschwierigteiten für die beiden Gewerbe verbunden sein werde. An den DcrhandlUngen nehmen auch Mitglieder des Kuratoriums der Reichsgetreidestell«, des vorläufigen Reichswirtschafts- rates sowie eine Anzahl von Abgeordneten teil. * Bei der Beratung des Ernährungsetots hat der Reichstag auf Antrag der Sozialdemokratie beschlossen,„die Reichsregierung zu er- suchen, der Preiserhöhung für Zucker die Zustimmung zu versagen oder, falls sie schon gegeben sein sollte, in neue VerHand- hingen einzutreten, um die Zustimmung zurückzuziehen". Die Mehr- heit des Reichstages, unter der sich auch der größte Teil der Zentrumsstaktion befand, ging bei der Zustimmung zu diesem An- trage von der Anschauung aus, daß der Zuckerpreis mit Rücksicht auf die Ernährung nicht ins Unabsehbare hinein gesteigrt werden dürfe. Trotz dieses Beschlusses des Reichstages ist in- zwischen in der Sitzung des Beirats der Zuckerwirtschaftsstelle eine erhebliche Steigerung der Zuckerpreise beschlosien worden. Der Preis, der bisher über 81 000 Mk. betragen hat, wurde auf 100 000 Mt. erhöht, obwohl selbst einig« Vertreter von Länder- rrgierungen(Sachsen und Thüringen) der Erhöhung widersprochen und auch dagegen stimmten. Durch diesen Beschluß hat das Reichs- crnährungsministerium sich ohne weiteres über den Beschluß des Reichstages hinweggesetzt. Degen dieser Handlungsweise wird man das Ernährungsministerium zur Rechenschaft ziehm müssen. „Die Industrie erträgt es nicht/ Zeitgemäste Erinnerungen. Es hat wohl nie eins Industrie gegeben, die nach dem Ur- teil chrer bedeutendsten Vertreter so schwach und so wenig trag- fähig war, wie die deutsche. Die Organisation der Großindustrie hieß früher:„Zentraloerband deutscher Industrieller". Es war dieselbe Bereinigung, die jetzt„Reichsverband der deutschen Industrie" heißt. Wenn früher ein Sozialgesetz oder ein wirt- schaftspolitisches Gesetz erlassen werden sollte, dann trat der Zentraloerband zusammen und gab sein Gutachten ab. Die Debatten und Beschlüsse wurden für die Mitglieder in Heften publiziert, unter dem Titel:„Verhandlungen, Mitteilung und Berichl des Zentralverbandes deutscher Industrieller". Rund 150 solcher Hefte sind erschienen, und darunter ist wohl keines, in dem nicht die Behauptung aufgestellt wird, daß ganze Jndu- striezweige oder gar die ganze deutsche Industrie zugrunde gerichtet werden, wenn diese oder jene Vorlage Gesetz wird. Nur zu oft haben die Minister sich einschüchtern lassen und sind den Weisungen der Großindustriellen gefolgt. Gab es Minister, die sich nicht einschüchtern ließen, wie z. B. Freiherr v. B e r l e p s ch, dann suchten sie ihn zu beseitigen, was ihnen hei Berlepsch auch gelang. Aus den Hunderten Fällen, was die Industrie nach dem Urteil dieser Sachverständigen nicht er- tragen konnte, mögen hier einig« Proben angeführt werden. Di« Industrie konnte es nicht ertragen, wenn s ch u l p f l i ch- tige Kinder Vicht beschäftigt werden durften: große Jndu- strien gingen sicher zugrunde, wenn fürjugendlicheAr- beiter derZehnstundcntag und für Frauen der Elfftundentag eingeführt wurde. Undurchführbar »ar die Innehaltung von Pausen für jugendliche und weiblich? Arbeiter. Ganz unerträglich waren die im§ 1Z4a der EeWerbsordnung geforderte««-Ausschüsse, denn mit Einführung dieser Bestimmung höre der Fabrikant auf, Herr im eigenen Hause zu sein. Auch§ 616 des BGB. gehörte zu den unerträglichen Gesetzesbestimmungen. Wollte man die Karenzzeit in der Unfalloersicherung von 13 auf �.Wochen herabsetzen, dann war das eine unerträgliche Be lastung der Industrie. Sollten die Berufsgenossenschaften einige Rücklagen zur Bildung eines Reservefonds machen, da be haupteten die Herren im Zentralverband, daß hierdurch der Industrie das nötige Betriebskapital entzogen werde. Obwohl der Zentralverband gewaltigen Einfluß auf die Regierung hatte, so konnte er doch nicht jeden Fortschritt in der Sozialpolitik hindern. Keine Industrie hat durch die Soziall Politik Schaden gelitten. Und doch waren die Herren im Zentralverband nicht mit der Regierung zufrieden. Das geht deutlich aus folgender Episode hervor, die sich in der Dele- giertenversammlung am 30. Januar 1909 abspielte. Das Stenogramm in Heft 114 berichtet darüber: Geheimer Kommcrzienrat Vogel, Chemnitz:„Meine Herren, es gibt kern« Industrie in der Welt, die in den letzten 20 oder 30 Iahren opferfreudiger und opferwilliger gewesen ist als die deutsche (Sehr wahr!), es gibt keine Regierung, die weniger entgegenkommend gegen Industrie und Handel ist als die deutsche(lebhafte Zustimmung, starker Beifall). Und es gibt kein Parlament, das mit solcher Rück sichtslosigkeit gegen alles das, was Handel und Industrie betrifft, vorgeht, wie das Parlament des Deutschen Reiches.(Lebhaft« Zu stimmung.) Wenn nun diese Leute aufgefordert werden, anzugeben, wieviel die Industrie von den Reparationslasten übernehmen kann, dann kann man nach den Erfahrungen leicht abschätzen, daß sie die Leistungsfähigkeit so niedrig einschätzen, wie sie es früher bei Schaffung von Sozialgesetzen auch getan haben. Greift man aber entschlossen zu, dann zeigt sich, daß sie die an geblich unerträglichen Leistungen tragen können und dabei sehr gut bestehen. Der ßaschismus in Frankreich. Stürmische Jnterpellationsdevatte in der Kammer. Paris, 2. Juni.(WTB.) Die gestern von den Ccrmelots du Roi verübten Anschläge gegen die Abgeordneten Violette Sangnicr und Moutet haben zu einer Interpellationsdebatte in der heutigen Kammersitzung geführt. Außer dem Führer der Radikalen Herriot interpellierten die Abgeordneten Brousse, Deyries und Compere Morel. Vor Beginn der Sitzung wäre es, wenn nicht der Ab- geordnet« Moutet es verhindert hätte, zu tätlichen Zu- sammenstößen zwischen dem royalistisäzen Abgeordneten Daudet und einigen radikalen und sozialistischen Abgeordneten gekommen. Die Sitzung selbst nahm einen stürmischen zum Teil außerordentlich lärmenden Verlauf. Nachdem der Minister des Innern Maunoury sich bereit erklärt hatte, die Interpellation sofort zu beantworten, erklärte der Abgeordnete Herriot, man befinde sich einer Gruppe von Leuten' gegenüber, die in Frank- reich faschistische Methoden einführen wollten. Dem Mi- nisterium müsse er nicht nur im Namen seiner eigenen Partei, sondern auch im Namen vieler Republikaner zurufen: Mr haben genug davon! Wir sind Männer der Freiheit und habin Beweise von Geduld gegeben. Eine Delegation von wirklichen Republikanern hat jüngst den Ministerpräsidenten gewarnt. Trotzdem ist nachher ein neuer Anschlag gegen Caillaux verübt worden. Es gibt in dieser Der- sammlung noch Männer, die sich des Todes von Iaures erinnern. Wir sind Anhänger der Gesetzlichkeit, verlangen aber, daß die Regierung ihre Verantwortung in dieser Angelegenheit übernimmt. Die Regierung muß sich für oder gegen die Feinde der Republik aussprechen. Wir werden uns nicht mit einer banalen Tages« ordnung zufriedengeben. Nach dem der Abgeordnete Deyries sein« Interpellation begründet hatte, erklärte der Minister des Innern Maunoury, feine Antwort fei kurz und kategorisch. Er miß» billige die gestrigen Anschläge. Di« Regierung sei entschlossen, sie in unerbittlichster Weise zu bestrafen und die Republik mit allen gesetzlichen Mitteln zu verteidigen. Bis jetzt habe man G e d u l d gezeigt, fetzt aber habe man die Ueberzeugung. daß die gestrigen Anschläge vorbereitet gewesen seien und daß man sich einer Organisation gegenüber befinde, die über ganz Frankreich verbreitet sei. Di« Regierung kenne die Pläne und die Urheber. Dies veranlaßte den Royalisten Daudet, dos Vorgehen seiner Anhänger zu verteidigen. Seine Rede gab Anlaß zu hef» tigen Kundgebungen der Linken. Der Abgeordnete Marc S a n g n i« r erklärte, wenn die Regierung wolle, könne sie in acht Tagen und selbst noch weniger die Eamelots du Roi für immer unschädlich machen, indem sie ihnen mitteile, daß, wenn sie Delikte begehen, sie behandelt würden wie alle anderen Staatsbürger. An der Debatte beteiligte sich euch Tardi eu. Er nehme, sagte er. die Erklärung der Regierung über die weit- verzweigte aufrührerisch« Organisation, deren Entdeckung sie mit- teile zur Kenntnis. Seit drei Wochen würden die hohen Beamten der Polizei in der„Action Franeoise" jeden Morgen als Mörder bezeichnet, und die Regierung habe noch kein Mitttel gefunden, Anklage gegen den Verleumder zu erheben oder die Polizei- beamten öffentlich reinzuwaschen. Die Resolution Brousie. in der die Regierung aufgesordert wird, die Freiheit der Bürger und die republikanischen Tin- richtunqen zu verteidigen, sowie all« Gewalttaten, von welcher Seite sie auch kämen, niederzuschlagen, wurde mit 370 gegen 101 Stimmen angenommen. Paris. 2. Juni.(Cca.) Das„Journal" glaubt zu wissen, daß der Minister des Innern feine Erklärungen auf Grund eines S ch r i f t st ü ck e s gegeben habe, dos gestern bei einer H aus- such un g bei einem anläßlich des Ueberfalles auf die französischen Abgeordneten verhafteten Eamelot beschlagnahmt wurde. Dieses Dokument sei außerordentlich bedeutsam. Nur ein paar Tatsachen. Die tiefen Ursachen der jüngsten Bewegung im Ruhrgebiet waren zweifellos wirtschaftlicher Natur. Maßlose Preissteigerungen gleich zu Beginn der neuen Markkatastrophe, unverantwortliche Engherzigkeit derArbeitgeber am Anfang Lohnverhandlungen, unverständliches Zögern der Reichsbehör- den vor einem Eingreifen und einem Druck auf die Jndu- striellen, das ist es, was die Arbeiterschaft in eine an Verzweif- lung grenzende Stimmung versetzte. Und es ist bezeichnend, daß die Bewegung sehr rasch abslaute, sobald diese Wirtschaft- lichen Ursachen durch eine neue Lohnregelung einigermaßen be- hoben waren. Diese Feststellung verringert jedoch in keiner Weise die Schuld der Kommunisten, die alles getan haben, um die Bewegung in ein politisches Fahrwasser zu leiten, indem sie die Erregung der Massen mit den Mitteln der plum- Pesten Demagogie schürten und einen bewaffneten Aus- stand zu inszenieren versuchten. Daß die Bewegung verhält- mäßig rasch und ohne größeres Blutvergießen mit einem wirt- schaftlichen Abkommen abgeschlossen werden konnte, ist l e d i g- l i ch das Verdienst der Gewerkschaften. Wie war es aber möglich, daß in dem von den Franzosen besetzten Ruhrgebiet, wo die Wafsenkontrolle gegenüber der Zivilbevölkerung rücksichtslos durchgeführt wird und wo das politische Leben allen möglichen Einschränkungen und Schika- nen ausgesetzt ist, eine derartig aufstandähnliche b e w a f f- n e t e Bewegung ins Leben gerufen und an Ausdehnung ge- Winnen konnte? Die passive Duldung dieses Unternehmens durch die Franzosen ist keine genügende Erklärung: eine aktive Unterstützung ist, besonders was den Besitz von Waffen an- belangt, zu einem solchen Unternehmen notwendig gewesen. Das war bereits bei den Mülheimer Unruhen Mitte April der Fall und hat sich mir in noch größerem Maße diesmal wiederholt. Eine solche Unterstützung durch die Franzosen ist psycho- logisch und politisch durchaus erklärlich, ja beinahe selbstver- ständlich: denn ein Gelingen oder auch nur eine örtliche und zeitliche Ausdehnung dieser Aktion hätte zweifellos zum Chaos und zum Zusammenbruch des deutschen Widerstands gegen die Ruhrinvasion geführt. Die kommunistische„Opposition", die Richtung Maslow- Fischer, die im Ruhrgebiet sehr stark vertreten ist, war der An- ficht, daß man— wie einst Lenin mit Ludendorff— aus die Angebote des französischen Militarismus eingehen sollte, um die Weltreoolution vorwärtszutreiben. Die Zentrale und die Parteimehrheit glaubten jedoch, daß bei diesem gewagten Spiele letzten Endes das Proletariat der„Lackierte" fein würde und sie versuchten, diese Absichten zu durchkreuzen. Aber es zeigte sich bei der ersten Gelegenheit, daß sie die KPD.-An- Hängerschaft im Ruhrgebiet nicht in der Hand haben und daß die Maslow-Fischer-Leute im Bunde mit den llnionisten und Syndikalisten dort weit stärker sind als die„Bonzen" der Zen- trale. Run hatte uns die„Rote Fahne" aufgefordert, auch nur zehn Einzelfälle zu nennen, aus denen die kommunistisch- französische Zusammenarbeit bei den jüngsten Aktionen im Ruhrgebiet hervorgehen würde. Sie soll befriedigt werden. Es seien hier zunächst nur einige amtlich überprüfte Fälle herausgegriffen: Bereits am ersten Tage der Mülheimer Unruhen sind verschiedentlich französische Soldaten mit bewaffneten deutschen Kom- munisten zusammen gesehen worden. Auf der Schloßbrücke hat«in französischer Posten Seite an Seite mit schwerbewaffneten(Karabiner- und Infanteriegewehr Modell 08) Ausrühern gestanden. Kom- munistffche Rädelsführer konnten unbehindert in der fran- zösischen Kaserne bewaffnet aus- und eingehen und erwiesen französischen Offizieren und Soldaten militärisch« Ehren- bezeugungen. Austührerische Elemente dursten Waffen tragen, wogegen deutsche Kriminalbeamte, die am Rathaus Posten standen, von französischen Offizieren bis auf die Strümpfe nach Waffen unter- sucht wurden. Ein verhafteter Aufrührer hat zu Protokoll ausgesagt, daß die Franzosen nicht nur die Bildung von Banden geduldet haben, sondern den Kommunisten auch mehrer« Gewehre und Karabiner ausgehändigt hätten. Dos Interesse der Franzosen, in Mülheim den Aufrührern zum Stege zu verhelfen, zeigte sich klar am zweiten Austuhrtage, wo die Franzosen während der Unruhen aus einem Flugzeuge in Mengen Flugblätter über Mülheim herabwarfen, um die Ar- beiterschaft gegen die Reichsregierung aufzuhetzen. Eine Reihe von Personen, die den deutschen Behörden als Führer der anarcho-syndikolistischen Jugendbewegung bekannt und sich bereits früher in hervorragender Weife an Unruhen beteiligt hatten, wie z. B. Panz, Zehnter, Hadiski, wurden bei ihrer Vernehmung durch deutsche Behörden, die auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft erfolgt«, von französischen Soldatm und be- waffnetm Kommunisten dem Machtbereiche der Behörden e n t- zogen. Deutsch« Beamte wurden von bewaffneten Kommunisten»er- haftet und in die französische' Kaserne gebracht,«o sie ohne jede Veranlassung mißhandelt worden sind. Bezüglich der Unruhen und Verwüstungen im Polizeiprästdium in Gelsenkirchen am 28. und 24. Mai ist amtlich ermittelt worden, doß, als es am 28. am Alten Markt zu einem Z u- ammenstoß zwischm dem Selbstschutz, der Freiwilligen Feuer- wehr und den Feuerwehren der Zechen„Konsolidation" und„Rhein- Elbe" einerseits und den bewtissueten Kommunisten andererseits kam. die französischen Posten ocfn Telegrophenamt am Vahnhof der ihre Gewehre auf den Selbstschutz und die Mit glieder der Feuerwehr angelegt und wiederholt geschossen haben. Angehörige des Selbstschutzes haben schwere Schußwunden erhalten, die, wie einwandfrei festgestellt worden ist, nur durch französische Geschosse verursacht sein können Also auch im Fall« Gelsenkirchen ist zu konstatieren, 1. daß die Kommunisten über Schußwaffen verfiigen und diese in der Oestentlichkeit tragen, ohne von den Franzosen des wegen behelligt zu werden, 2. daß die Franzosen mit den Aufrührern in Verbindung stehen und letztere durch ihr Eingreifen aktiv unterstützen. Selbstverständlich wird die„Rote Fahne" auch dazu er- klären, es fei„erstunken und erlogen". Man ist ja hier weit vom Schuß entfernt, und was Taufende von Augenzeugen an Ort und Stelle selbst erlebt haben, läßt sich hier dem kommu- nistifchen Leserpublikum gegenüber, das noch ganz andere „Dementis" schlucken muß, gefahrlos bestreiten. Darüber hinaus aber geben wir aus einer ausführlichen Zufchrfft eines Vertrauensmannes der sozialdemokratischen Arbeiterschaft Westfalens, der Bezirkssekretär der VSPD. in Münster, Genosse Heinz Pohlmeyer, folgende charakteristischen Stellen wieder, die nur einen Teil seiner Angaben über das französisch-kommunistische Zusammenwirken darstellen: Die Ziele der KPD. waren politischer Natur. Als sie sah, daß sie die öffentliche Gewalt nicht an sich reißen konnte, legte sie keinen Wert mehr darauf, die berechtigten Wirtschaft- lichen Forderungen der Massen weiter zu verfolgen. Das blieb den Zentralgewerkschaften, die vorher in der schamlosesten Weise besudelt und beschimpft worden waren, überlassen. In zahl- reichen Fällen sind, als die„Aktion" der Hundertschaften fehlge- schlagen war. kommunistischeDetrieb-ratsmitglieder und Führer der KPD. zu den Vertretern der freien Gewerkschaften gegangen und haben sie ersucht, die Dinge in ein ordnungs- mäßiges Fahrwasser zu bringen. In anderen Fällen haben auch Kommunisten die ch i l f e der Polizei gefordert, jener selben Polizei, die vorher dem übelsten Denunziantentum durch Komunisten den Franzosen gegenüber ausgesetzt war, weil die .Hüter der Ordnung der KPD. bei ihren Plänen im Wege waren. Unser Pochumer Parteiblatt Hot darüber bereits vor dem Streit umfangreiches Material veröffentlicht. Während der Kämpfe in Dortmund brachte da» dortig« Kam- munistenblatt an einem Tage ein« Ueberschrift auf der Titelfeit« „Schupo gegen Streitende". Offensichtlich wollt« man da- mit die Franzosen gegen die Polizei ausbringen, die man al« „Schupo" bezeichnete, weil die Besatzung dies« ausgewiesen hat. In einer anderen Nummer spricht das Blatt davon, daß Reichs- wehr in« Industriegebiet geworfen werden solle, und daß sie i n stamm bereit liege. Die Folge dieser Mitteilungen war eine Verschärfung der Kontrolle durch die Franzosen und die Verhaftung etner ganzen Anzahl junger Leute, die mit Reichswehr und Schupo nicht» zu tun hatten, den Franzosen jedoch verdächtig erschienen. In Dortmund sind harmlose Bürger durch Mitglieder der kam- nmnistischen huudertschaslen den Franzosen al» Schupobeamte an- gegeben worden, naächem man sie in brutalster Weise miß h an- d e l t hatte. Di« Franzosen mußten sie freilassen, weil sich heraus- stellte, daß die Angaben falsch waren. In ähnlicher Weise gingen die Denunzianten der KPD. bekanntlich gegen die Bochumer Feuerwehr vor. Wiederholt find serner führende Kommunisten beim französischen Oberkommando gewesen, um dort stifte gegen die Polizei anzufordern oder ihre Zurückziehung und Eni- waffnung zu verlangen. Als Dortmunder Polizei nach störde gerufen wurde, wurde sie ebenfalls bei der störder Besatzung denunziert und als Schupo bezeichnet. Schlagend« Beweis« für die Franzosensreun�schast der KPD. in den Streiktagen sowie dafür, daß die Kommunisten die Lage im Ruhrgebiet zu einem großangelegten Putsch ausnutzen wollten, haben nunmehr die Führer der störder KPD. geliefert. Einer von ihnen, Viktor Siech, erklärte am 29. Mai in einer Metallarbeiterrxrsamm- lung, daß der kommunistisch« Redner Schleiber-Veriin im Reinoldu» Hof in Dortmund die Mitteilung gemacht habe: Franzosen verhandelt. Der französische General stellte an die stPD. das Ansinnen, die Räterepublik auszurufen." Der Kommunist Sraulidat sagte in derselben Lersamm� lung:„Der kommunistischen Partei ist dieses Ving drei Woche« zu früh gekommen." Siech wurde dreimal gefragt, ob das, was er o-�ebe, richtig sei. Jedesmanl erwidert« er:„Za, das stimmt!" Bemerkenswert ist endlich ein« Stelle der von Cachin in der Kammersitzung vom 29. Mai verlesenen Erklärung der kommunistischen Fraktion, in der es ausdrücklich heißt, daß die „Kommunisten in Gelsenkirchen den französischen Truppen Ovationen darbringen" und die französischen Militärbehör den davor gewarnt werden, gegen diese revolutionäre Dewe- gung einzugreifen. Sollte diese Aufzählung her„Roten Fahne" nicht genügen, so mag sie dies ihren Lesern sagen. U n s« r e n Lesern wird st« genügen. Achtung, Genossinnen! Mchtung! Montag, den 4. Juni, nachmittags 6 Uhr(punktlich), im Jugendheim, Lindcnstr. 3» 2. Hof, 3 Tr. Funktionärinnen-Konferenz Bericht über den ,, Internat. Frauenkongreß in Hamburg1'. Gcnosfi» Todenhagen. Um?'/, Uhr: WohlfahrtSkoufereuz: „va« KrPppelfllrsorgegesetz" Direktor Würz (Qökar-Helcnc-Heim). hierzu Gäste Willkomm««!* Kommunisten gegen Demagogen. Auch das gibt es, wie folgender Bericht der„Roten Fahne" aus einer Arbeitslofenversammlung beweist: Zn einem Korreferat griff Leo Fichtmann in demagogi- scher Weise die kommunistischen Erwerbslosenräte an und be- schuldigte sie des Opportunismus. Offen trat bei diesem Phrasenschwall die Absicht zutage, die Persammelten zu pro- vozieren. Zahlreiche Zwischenrufe gaben zu verstehen, daß man Fichtmanns Störungsoersuche durchschaue. Nachdem noch einige Redner zur Diskussion gesprochen und Fichtmann abermals seine un sachlichen Tiraden vom Stapel gelassen hatte, kam Ge- nosse Christ zum Schlußwort, in dem er scharf die dema- gogische standlungsweise Fichimanns brandmarkte, des- gleichen die Arbeitslosen aufforderte, sich künftig vor solchen fragwürdigen Gestalten zu schützen. Es besteht also Einverständnis darüber, daß es Demagogen und fragwürdig« Gestalten gibt, die mit ihrem Phrasenschwall die Arbeiter zu den schlimmsten Torheiten verleiten. Die Streitfrage ist nur, w o sie anfangen.____ � Wie ste lügen. Wer hat Schlaget« denunziert? Die„München-Avgsburger Abendzeitung" de» Kapp-Putsch- Pfarrers Traub hat behauptet und ihre völkisch-nationolen-oolks- parteilichen Schwestern haben«» ihr nachgekeift, daß der erschossen« Schlaget« von einem Friedrichshagener Sozialisten den Franzosen denunziert worden sei. Diese Behauptung ist«in« glatte L ü ge. Die zwei Leute, die Schlaget« denunziert haben, sind? oerhaftet— ab« sie stehen der politischen Richtung Schlaget«» oiel näher als irgendeiner sozialistischen! Sesatzungschronik. Duisburg, 2. huni.(WTB.) Die„Duisburger Volks» st i m m e das Organ der Sozialdemokratischen Partei, ist von der Besatzungsbehörde verboten worden. Das Polizeipräsi- _________________ di u m ist gestern durch französische Alpenjäger besetzt worden. wir haben mit den! Für den Verkehr der Zivilbevölkerung ist der Kriminalpolizei, di« noch im drillen Stockwerk ihr« Diensträume hat, ein Eingang fre?« gelassen worden. Dem Vernehmen nach wird die Ortskommandan« tur in dem Gebäude untergebracht. Duisburg. 2. Luni.(WTB.) Eine neue Kontribution von 100 Willionen Mark oder 1870 Dollar nach dem Tageskurs» sofort zahlbar, ist der Stadt Duisburg durch den kommandierenden Generalleutnant Heaurain auferlegt worden. Als Grund wird Sabotage an Eisenbahn- und Telegraphenlinien angegeben, und zwar an der Dickelsbachbrücke, auf der Eisenbahn« knie Oberhausen— Wedau, am Fuße eines Telegrophenpostens am Bahnhof Wedau und an einem Kontrollposten in Meiderich. Der Stelloertreter de» Oberbürgermeister» wird persönlich für die Zahlung haftbar gemacht. Paris, 2. Luni.(WTB.) Wie das„Fournal" aus Mainz meldet, ist der chafen von Mannheim für sieben Tag« geschlossen worden, angeblich wegen in der Pfalz begangenen Sabotageakte. «tu. 2. Suni.(»IB.) Di« vst-rselder«tadtver« w a l t u n g erhielt am Dienstag ein Schreiben der Besatzungsbehörde zur Uebermittlung an den Direktor Kalthoff von der„Guts st oft- nungs Hütte". Sn dem Schreiben wird nach der„Kölnischen Zeitung" die Forderung auf 1V0 Millionen Mark, die der Stadt Osterfeld als Straf« für di« in der Nacht vom 12. Mai in ihrem Stadtgebiet erfolgt«»rückenfprengung auferlegt worden ist. wioderhost, und die Festnahme des Direktors Kalthof und des Beigeordnete« Lüdeborg als Geiseln miiyeteilt. Das Ergebnis ües Höchster Raubzuges. Paris.?. Juni.(WTB.) wie das.Echo de Paris" mitteilt. sind im ganzen befehlen Gebiet von de«»efahungsbehördeu für zweihundert Million«« Frank chemische Produkte weggenommen morden. Der Feldzug gegen die rheinische« Stahlwerke. Köln. 2- Juni.(WTB.) Die am 20. Mai wieder aufgehobene Besetzung der Rheinischen Stahlwerke erfolgte, wie die ..Kölnisch« Volkszeitung" berichtet, um die von den Franzosen aus» erlegte, aber von den Werten verwaltete Kohlensteuer«inzutreiben. Eine Lngenieurkommission Hot während der vier Wochen der Be» stzung sämtliche Bestände de» Werke» an Blechen. Schlüsseln. Blöcken. Platin, Band- und Walzeisen, Kohlen und Schrott abgefahren, die nach dem augenblicklichen Stand« sicherlich Milliardenwerte darstellen. Daneben ist da, Wert seit der Besetzung dermaßen verwüstet worden, daß sich doe tatsächlich entstandene Schaden noch beträchtlich vergrößert. Auf dem Werde, das seit der Besetzung kein Deutscher betreten durste, find Maschinen zerstört. Bänke und Pult- evbrochen, Akten und Bücher zerrisien und umhergeworso, worden.. Ein belgisch« Stabsoffizier gebrauchte in einem Gespräch mit der vorgehend genannten Behörde auf dem Rheinischen Stahlwerk di» Worte:„Diebstahl und Raub." Eine Saarnote poincarss an Englanü. pari». 2. Sunt.(TU.) Don den MargenblSttern wird mitge, teilt, daß das Pariser Kabinett gestern durch Bermitttung de» sran« zösischen Gesandten in London dem Foreign Office ein« länger« Er» klärung über seine Auffassung der Saarangelegenheit übermitteln ließ. Poincare vertritt den Standpunkt, daß die englische Regie- rung„juristisch unberechtigt" sei, eine international« Untersuchung». tommission über die Saarangelegenheit einzusetzen. Di« englische Regierung soll«in« versöhnlich« Antwort gegeben und er» Närt haben, daß sie sich aus«rund der am 10. Mai im Unterhaus stattgefunden en Debatte zu ihrem Schritte verpflichtet fühlte. Jeftessen in Moskau. Moskau. 2. Juni.(»IB.) Zu Ehrtn de» zu» Besuch bo» deutschen Botschafter» in Moskau anwesenden deutschen Gesandten iir Riga, Reichsminister a. D. Köster, fand gestern beim Bokkskom-- missar de« Auswärtigen Tschitscherin«in Men statt, an dem außer den leitenden Persönlichkeiten de» russischen Außenkommisiar�ots und des Kommisiariot» für Außenhandel votschaster Gras Brock» dorff-Rantzau mit sämtlichen Mitgliedern der Botschaft teil. nahm. Die Heiligsien Güter. Bon Iltis. Der Dollar steht 7S 000. Das ist ein« nüchterne Zahl, aber hinter ihr»erbirgt sich eine grausame Tragödie, in der Hunger, Elend, Krankheit und Tod dos Grundmotiv bilden und unsere Volks- gen offen di« tragenden Rollen spielen. Unser Geschlecht ist zum Dulden verurteilst aber noch nicht zum Schweigen,»ir wollen nicht länger stumpf sein in unserer Not, fondern aussprechen, was ist. Unsere»orte werden manchem hart und pietätlos klingen, ober härter sind die Tatsachen. Sie sind brutal. Unsere Alten verhungern und unsere Zungen verkommen. „Es galt, uns immer wieder zu erinnern, daß dieser Kampf den höchsten und heiligsten Güter unseres Volkes gilt... Steht auf der einen Seite der Verlust und da» Leid, so stehen aus der andern Seit« var unserm Geist die heiligsten Güter, für die di« Opfer gebracht sind, die erhabenen ewigen Dinge, die es wert sind, daß wir für sie dos Herrlichste dahinzugeben niemals müde werden." Diese Worte haben im Ansang des Krieges ernste Männer ausgesprochen, Führer der Nation. In iedem Krieg werden ähnliche erhabene»orte ertönen. Nach Abschluß de» Ringens wird es endlich Zeit, zu untersuchen, wo» da» für heilige Güter sind, für di« Unzählig« gemordet hoben und gestorben oder zu Krüppeln geworden sind. Verloren haben wir durch den Verlust des Krieges die heiligsten Güter nicht. Auch heute hören mir noch dies« schmetternd« Fanfare. Wenn es nach Wulle, Hitler und Ludendorss ginge, führten wir heut« einen neuen Krieg. Di« heiligsten Gitter zu osrteidigen. Um die heiligsten Güter zu schützen, hat man die allgemeine Wehrpflicht eingeführt. Da, heißt: Man»erpflichtet« Hundert- tausende, für Jahre ihren Beruf aufzugeben, dafür entgeistete Auto- moten zu werden und sich im Handhaben von Instrumenten zu üben. zu keinem andern Zweck hergestellt, als Mitmenschen zu verstümmeln oder zu töten. Salt«s. wo, im Lauf der Jahrzehnt« mehrmals eintrat, die allgemein« Wehrpflicht auszudehnen, s» wurde dem Staat das Recht von den Gesetzgebern zugebilligt, ohne daß sie Be- dingungen daran knüpften. Ohne Bedingungen erhielt er dos Recht, Ethik und Moral zeitweilig außer Kurs«» fetzen. Denn es handelte sich um die heiligsten Güter der Nation. Während des Krieges wurde dem Staat die Macht zugestanden, immer mehr Menschen au, ihrem Kreis herauszureißen und sie dem schaurigen Militär- Mechanismus auf Gedeih im d Verderb zu überantworten. Ohne Bedingungen. Die heiligsten Güter standen auf dem Spiel Wie sagte der Universitätsprofessor Ulrich v. Wilamowitz- Moellendorfs im August 13147„Herr Gott, wir bitten nicht für unsere Lieben draußen im Feld«, wenn? nötig ist, so sei- ihr Leben dahi n." Wenn vom Katheder aus Menschenleben»er- schenkt«erden, dann müffen di« heiligsten Güter etwas sehr Hohe, sein. Zu ihrer Verteidigung hat der Staat zahllos« Leben in Anspruch genommen. E» war selbstverständliche Pflicht, ste ihm freiwillig zu geben. Wie stand es aber mtt den Geldmitteln, die der Krieg ver- schiang? Dein Geld, Deine Aktien. Deine Pfandbrief« hast Du ver- teidigt mit allen Fasern Deines Seins. Hier handelte es sich also um etwa» noch Höheres. Während de» ganzen Krieges hat der Staat nicht gewagt. Deine Jndustriepapiere einzuziehen: den Sohn, den Gatten, den Vater hast Du Dir wegnehmen laffen. Du hast sie dahin- gegeben, ohne zu murren. Das Geld hat der Staat nur bekommen gegen lockend« Versprechungen. Heute leidet unser Volk unsäglich. Ob da, Necht auf unserer Seite ist, darüber können wir heute nicht streiten: Die andern hoben die Macht. Deshalb handelt es sich heute zuerst darum, Unter. drückung, Not und Tod von unserm gequälten Volk abzuwenden, e, vor dem Versinken in mittelalterliche Unkultur zu schützen. Wir klammern uns an jede Hoffnung, ehe e, zu spät ist. Bielleicht können wir dos drohende Verhängnis mit Zahlungen bannen. Dos ist»ine Möglichkeit zur Rettung. Der Staat hat kein Geld und wendet sich in seiner Besorgnis an die, denen er es bewahrt hat. Die es be- sitzen, der Reichsverband der deutschen Industrie, antworten mit Bedingungen. Heut« ist kein« Gelegen. heit, Menschenleben freigebig anzubieten. Geld gibt es nicht so leichten Kaufe». Da müffen Voraussetzungen erfüll! sein, Bedingungen. Bedingungen... Jetzt wird allmählich klar, was es ist um die heilig st en Güter.„Für die Repara- tionen hasten ausschließlich»ermögen und Einnahmequellen des Reiches und der Lander. Eine Haftuna des Privateigentums hat gemäß den Völkerrechtsgrundsätzen nicht stattgefunden." Mit Wenn und Aber, mit Mühe und Not persteht sich der Reichsoerband zu einigen lahmen Zugeständnissen. Mit schulmeisterlichen Vorschriften. mtt Verklausulierungen und Barbeholten stellt er«ine Summ« in Aussicht.„Davon geben«ir 40 Pro,., vorausgesetzt, daß die an- dern 00 Proz. geben. Und was kriegen«ir dafür?" Aufhebung aller Demobilmachungsoorschriften verlangen die Besitzer der Werte. Diese Wert« zu verteidigen, haben Unzählige ihrer Gesundheit nicht geachtet. Jetzt braucht man die Kriegsbeschädigten nicht mehr, man will der Last ledig sein, sie bei sich arbeiten und leben zu lassen. Die heiligsten Güter sind nicht Frieden, nicht Recht, nicht Frei, heit, die heiligsten Güter sind da» Portemonnaie. Wann lodern die Flammen d« Empörung über die» schmach- voll« Stück Geschichte?_____ Da» Bürgertum im Singspiel. Der Untergang einer Gesell- schoftsklass«, einer spezifisch nationalen»der kulturellen Swicht. macht sich zuerst dadurch bemerkbar, daß dies« Klaffe bzw. Schickst Gegenstand der Operette wird. Ehe der madjarische Magnat seine absolutistisch« Großmächtig lest abgeben mußte, wurde«r Held der Wiener bzw. der ungarischen Operette. Bevor der wildromantische Zigeuner Objekt der Volkszählungen und Katastrierunaen wurde, nutzten ihn die Textdichter weidlich aus. Nun ist die Zett der Bür- gerdämmerung und zugleich Bürgerauferstehung im Singspiel. Nie. mal, wurde so sehr mit der sentimentalen Kitschpoesi« de» Studen- tentums, der Pseudo-Nhelnrvmontik spekuliert wie gelegentlich im Film und aus der Amüsterbühne. Auch di«„Frühlingsfee". «in Singspiel von S pa n n ut h- v o d en ste dt, mit Gesangs- texten von Hans Pflanzer und Musik von Viktor E o r z i l i u». zum«rstenmal gestern auf der Sommerbühn« des Deutschen Theaters aufgeführt, hat seinen Erfolg der oberslächiich ver. arbeiteten bourgeoisen Rwin- und Lorelei- und Kouleurstudenten- romontit zu verdanken. Der Anblick eines bebänderten und lieber. singenden„Burschen" muß unzweifelhaft wirken— wie vor zehn Jahren der Zigeuner wirkt«, vor fünf der«benfall, schon verschwun. den« österreichische Qeutnant. Es wurde„ilott gespielt"— da» üblich« Spiel der Sommerzeit, da» kein Lob beansprucht, sondern «ine Kennzeichnung. Hans.B rau s« w« t t er. der in der Rolle eines Singspielprimaners nicht sehr heimisch werden könnt« und in diesem Rahmen bedauernswert«scheinen muhte, macht« mir der Soubrettenbegabung Erika von Thelmann da» üblrchc, in Singspielen obligat« Liebespaar der Mitte. Margaret« Kupic» spielte die ewig keifbereit«, tlöfiend« Kettenehefoou. Die musiko» lische Leitung hatte der begabt» und auch bei ernsteren musikalischen vnläffen erfolgreiche Max Roth.— tli. Armer Brunner! Da» Schösfengerickst in Frankfurt o. M. oerhandelte dieser Tage gegen einen Redakteur der„Frankfurter- Zeitung", den unser alter Geschäftsfreund Prof. Brunner wegen Be- leidigung verklagt hatte. Er fühlte sich gekränkt durch den Hinweis auf di« Tatsache, daß Vrunner« Schrmenjammlung„Deutsche Taten" aus die vom Frankfurter Polizeipräsidium»eröffentlichte List« der Schmutz- und Schundliteratur gesetzt worden war. Die„Frankfurter Zeitung" hatte davon die Frage geknüpn: „Was müssen da- für Taten sein, die aus einer solchen Liste erwähnt sind?" Diese Bemerkung war Brunnern besonder» auf die Seele ge- ia>ien und er ließ durch seinen Rechtsanwalt erklären, daß der Aui� jatz ihn in der ösfentlichen Meinung zum Heuchler machen und in der Achtung seiner Zeirge nassen herabsetzen müsse. Da» Gericht kam indessen zu einem freisprechenden Urteil, und Brunner muß die Kosten tragen. Unser Beileid! Krüppel und Verbrechen. Der bekannt« Lortämpser der- Krüppelfürsorge. Hans Würtz, hat ein« Stattstit über all« Krüppel aufgestellt, die sich in preußischen Staat»gefängniffen befinden, und teilt auf Grund dieser Untersuchungen interessant« Einzelheiten über den Zusammenhang von verstumm« luagen und verbrechen In der „Zeitschrist für Krüppelstirsorge" mit S» ergab sich für den De. zember 1321, daß sich in 33 Anstalten SS2 Krupp-l al» Sttofsesa«- gene befanden, d. h. 8.78 tägliche Durchschniltsbelsgungszahl. Bon diesen 258 Krüppeln waren 188 Krirqsbeschädig!« und 153 Friedens- krüppel, d. h. 0.25 pro lausend von allen Srraf.�eianqenen, deren Zahl sich in den Anstalten auf 04 000 belief. C» wurden nun in einem Fragebogen freiwillig« Lebensbeschreibungen der kriminellen Krüppel erbeten,«u, den Angaben, die ausnahmslos gemacht wurden, geht hervor, daß Willensschwäche, Willensstörung, momentan« Unzurechnungssähigkett und Arbeit». Unfähigkeit als Selbstentlastungsgründe angegeb-n wurden. Be- sonders der vrbeitsmangel von 1313/1320 ist daran schuld, daß viele Krüppel zu Verbrechern wurden. E-'st stach Würtz' Ansicht notwendig, daß alle noch irgendwie arbeitsfähigen Krüppel beschäftigt werden. Erstaufführungen de«-»«che- Kr-g«»vlks-per� ftuw« cka-i-r. wkntw. 8 e I l» b ü h n e: Di« Zerrisien«». TS-nter u d. ft 9 m m 9 Ii da Ute nitre he.-„ieuraggen". ta* Srnm» Dorck« und seiner Offiziere. 'lederner Bpernatend-: Dienst, Witt»., Donnerst, Freit, T-nnad.. Seirnt:„Alt»erlt» i» der Siedermeterz et t". Streikbewegung in Kiel. fllet, 2. Sunt.(CTijener Drahtberich�) Di« Arbeiter sämtlicher Betriebe haben heute morgen die Betriebe verlassen, um gegen die Teuerung für gerechten Lohnausgleich zu demonstrieren. Mossenzüge von Demonstranten bewegen sich zum Rathaus. Di« Gewerkschaften haben in die Bewegung vermittelnd eingegriffen. Zdie EtreikweNe im Weste». LSln, Z. 5imt.(MTB.) Der Ausstand m den städtischen Gas- und Lichtwerken in Düsseldorf geht nach der .kölnischen Zeitung" weil«. Alle Lorschläge der Verwaltung und der Gewertschaflen sind von den Kommunisten und Syndikalisten abgelehnt worden. In der gestrigen Bersammlung der Ausständigen wurde mit 2L7 gegen 1Z2 Stimmen die Weiterführung de» Streits beschloffen. Düsseldorf bleibt also weit« ohne Gas und«in sehr großer Teil der Stadt auch ohne Licht. Hamm. 2. Juni.(WTB.) Obwohl d« Streit auf d« Zech« R a d b o d, die die Städte Hamm und Münster mit Gas versorgt, gestern etwas abgeflaut war, beschloß gestern nachmittag die Beleg- schaftsversammlung, den Streik fortzusetzen. Auf der Zeche de Wendel wurde ein gleicher Beschluß gefaßt. Tagung ües Stäötetages. In Heidelberg hielt der Borstand des Deutschen Städtetage« eine 'Sitzung ab, in d« u. a. folgende dringende Angelegenheiten be- sprechen wurden: Der Vorstand hält es für dringend«rfortwrlich, auf dem zersplitterten Gebiet der durch den Krieg hervorgerufenen Wohlfahrt?- Pflege in d« Kleinrentner- und Sozialrentner- für sorge sowie Kriegsbeschädigten- und Krieger- hin t erbli« den« n für sorg« zu einheitlich«« Gestaltung zu gelangen. D« jetzige Zustand bedeutet mit seine«, verschiedenen Vor- schristen auf den einzelnen Gebieten eine außerordentliche Kam- plizimheir der Verwaltung. Vor allem ist eine Abänderung d« umständlichen Abrechnung aus da» dringendste zu fordern. Der Borstand begrüßt c», daß d« Reichsarbeitsminister daran geht, die zu ein« gründlichen Reform notwendigen Lorarbeiten in dre Woge zu leiten. Zu den Plänen der Reichsregierung, beim Uebergang in die frei« Brotwirtschast den Klein-' und Sozialrentnern, den Kriegsbeschädigten und ähnlichen Kategorien verbilligte» Brot zu gewähren, verlangt der Städtetag, daß den Städten voller Ersatz für die ihnen entstehenden Mebroufwendungen gewährt und zugleich da» Ab. rechnvng»o«fahren in einfachst« Form gestaltet wird. lieber den Stand des immer noch beim Reichstag« un«l«digt schwebenden Fl�onzausgl-ichsgesetze» wird berichtet. S» muß verlangl«erden, daß das Gesetz endlich vorwärts gebracht wird und selbstverständlich in ein« Form, dt« den Semeinden wirtlich Einnahmen»«schafft. Zu« Beamten vertr«tun gsgesetz nach den Beschlüssen de» Reichstogsausschuffe» wird Stellung genommen, ebenso zum Besoldungssperrgesetz. Ll» ein bedauerliches Zeichen ungenügend« Berücksichtigung d« kommunalen Verwaltung ist e» anzusehen, daß da» Reichsarbeirs- Ministerium die Mittel für d»e gemeinnützigen An» stalten nicht auf dem gegebenen Wege üb« die Kommunal»«- «altungen zur Verteilung bringt, sondern fast die Hälfte unmittelbar den tontessionrllen Wohiiabrts Organisationen zuleitet. Em solche» Verfahren ist unwirtschaftlich und gefährdet einheitliche Politik. Die für den herbst in Auhicht genommen« hauptau-schußsitzung soll ausfallen mit Rücksicht auf die großen Ausgaben, die mit der Abhaltung einer solchen großen Veranstaltung verbunden sind. Der Städtetag geht damit den Einzelstädt«, auf dem Weg« der Sparsam. keit mit gutem Beispiel voran._ prager Parlamentsbetrieb. Prag. 1. Juni. lEig. vrohtbericht.) Da» Abgeordnetenhaus wird von der Koalition all« tschechischen Partlnen, mit Au»- nahm« der Kommunisten, beherrscht. Ein sünsaliedriger Ausschuß, nach d« tschechischen Warenbezeichnung„Pjetta genannt, übt diese Herrschaft aus. Es hat sich nun d«»rauch herausgebildet, daß alle Regierungsvorlagen usw., bevor sie vor da» Parlament kommen, in besonderen Fachausschüssen der Koalitionsparteien beraten werden. Nunmehr soll aus Wunsch des Mmist«präsidenten Schwehla diese, System aufgegeben»«den. weil dies« Fachausschüsse d« Mehrheit die parlamentarische Tätigkeit nicht beschleunigen, wa» ihr Hauptzweck sein sollt«, sondern sie verlangsamen. Ihr« Funk- tion soll also der Regierung wieder zurückgegeben werden. Witos will sparen. Warschau. 1. Juni.(Eca.) Ministerpräsident Wito» hat heule im Sejm sein Programm entwickelt. Bei der Besprechmtg der Außenpolitik hob« besonder» die Solidarität mit den»«kündeten Mächten hervor. Zu den Beziehungen mit Rußland übergehend, unterstrich«r die Rotwendigtest der baldigen Erledigung der Vorschriften de» Riga«»«trage». Zur Frage der Innenpolitik teilte« mit, daß die neu« Regierung sehr sparsam wirtschaften werde. Sie werde«inen Spo es o m keit»ko m m is sar ein- tetzen, d« mit den größten Vollmachten ausgestattet werden toll. Zur Agrarreform sollen alljährlich 400 000 Morgen Land parzelliert werden. Der polnische Delegiert« im Völkerbund, Profestor Aschkonasy, hat sein« Demission«ingereicht, die»om Außenminist« angenommen wurde Di« Geichätte de, Deleginften »laden vorlöuftg dem Gesandten in Bern übertragen. D« devtschvölkisch« Dr. Maurenbrech«. der in seinem Örgmi, der„Deutschen Zeitung", in letzt« Zeit nicht ganz so wild austritt, hielt am Freitag vor ein« deutschvölkischen Versammlung in hon� nooer»ine Rede, in der er ein« völkische Erhebung gegen den Unterdrücker aus Tod und Leben al» die einzige Rettung Deutschland» bezeichnete. Wie er sich diese Erhebung denkt, hat« nach dem vorliegenden Bericht leider nicht verraten. E» wird rvahr- lcheinlich auch für imm« sein Geheimnis bleiben, da es keinen Menschen in Deutschland gibt, d« einen Kriegsplan gegen Frank- reich vorlegen könnt«._ Eisenbahnunglück auf dem Lehrter Sahnhof. Ein Stellwerk unter einer Lokomotive begraben.— Zwei Tote, vier Schwerverletzte. Et» Dorsall, der in der Geschichte der Etsenbahnunfälle zu den Seltenheiten gehört, hat sich heut« morgen um 7 Ahr auf dem Lehrt« Bohnbof abgespielt. Ein Spandau« Vorortzug suhr in- folge falsch« BZeichenstellung In da» große vor dem Loh ahoi auf- gestillte Stellwert, riß dos Gebäude um. begrub es unt« sich und v«eik«te auch sechs pflichttreuen Beamten«in schaurige» Grab. Zwei d« Wack«en find tot, nämlich d« chilssrangisrcmsseh« Georg wolny aus d« Andreassiraße ZS, und ein zweit« Älann, dessen Persönlichkeit noch nicht festgestellt w«d«n konnte. da die Leiche»och vnl« de« Trümmer« liegt. Verletzt find: 1. EiseobahnsekretSr Wilhelm Wefipfahl ans d« Lehrt« Straße t>, t. vberweichen wärker Johann Liepe au» d« Tilfiter Str. Z7, Z. Oberweichenwärl« Otto Teich mann. 4. hilfsweichcnwSrt« Willi Llepold au» d« Türkenstr. 20. Da» Unglück soll«ach de« bisherige« Feststellungen infolge falsch« weichenstrllung enistanden sein, v« Leerzug hat nicht nur den Prelldock. sond«n auch das dahint« Neaend« Stellwerk vollständig demollert. Der Verkehr ist noch uutnbunden. Die Vorort- züg««mrden üb« vahnhos putlitzsiraße geleitet, die Retsende« de» 5«nv«tehr» müssen in Spandau umsteigen. Die Störungen w«- den mehr«« Stunden anhalten. Ueber da» Unglück erfahren wir folgende Einzelheiten: tjeute morgen kurz vor 7 Uhr war der»cm Spandau kommend« Per- sonenzua in den Lehrter Bahnhos eingefahven und sollte, nachdem die Paffagier« die Wagen verlassen hotten, aus dem Dahnhos herausgebracht und auf einem Umstellgeleis neu rangiert werden. Glücklicherweise befand sich niemand in den Wagen, da sonst eine schwere Katastrophe unausbleiblich gewesen wäre. Der Aug wurde nicht, wie sonst üblich, durch ein« Rangiermaschin« au, dem Bahnhof herausgezogen, sondern « wurde durch seine eigene Lokomotive, die am Kopf de, Lahn- Hofe» stand und deren Führer lediglich auf die Signal« de» Rangierer» angewiesen war, herausgedrückt. Durch ein Der- sehen auf dem Stellwert selbst wurde der Zug jedoch nicht auf da» Abstellgeleis vor dem Lahnhos geleitet, sondern er kam aus einen toten Strang, auf dem sonst die Ablösungslokomo- tiven für die Vorortzüge waren, bis sie vor die zur Abfahrt wieder bereiistehenben Züge angekoppelt w«den. Entweder hat der Rangierer, der sich an der Spitz« des Zuges befand, erst zu spät den von dem Stellwerk verursachten Irrtum bemerkt, oder es ist ihm sonst nicht möglich gewesen, noch rechtzeitig durch Pfeifen- und Winksignale den Lokomotivsührer zum sofortigen Bremsen zu veranlassen. Mit voller Wucht fuhr der aus 41 Achse« bestehende Vorortzug in das große Stcllwnk LWE. hinein. Unket ungeheurem Stachen brach das massive Gebäude zusammen und die einstürzenden Mauern begruben den Hilfsrangier« Georg Wollnv unt« sich. D« Lokomotivführer hatte, als der Anprall sich bemerkbar mochte, Gegendampf und volle Bremswirkung gegeben, ja daß d« Zug fast auf d« Stelle stand. Dadurch wurde eine Der- fchlimmerung des Unfalles glücklicherweise noch vermieden. Auf dem Stellwerk waren zur Zeit des Unfalls d« Fahrdienflleit« Eisenbahn- sekretär West, der Oberweichensteller Lippe, der �ilfsweichensteller Liepholz und der Weichensteller Deichmann beschäftigt. Wunder» barerweise sind sie nicht in die Tiefe gerissen war- den, sondern kamen mit nicht allzu schw««« Verletzungen davon. Auf die Meldung von dem ebenso eigenartigen wie seltenen Betriebsunfall begaben sich Kommrssione» der Reichs- bahndirektion Berlin und des Reichsvarkehrs- Ministerium» an Ort und Stelle, um ein» Untersuchung üb« die Schuldftag« einzuleiten. Die vi« auf dem Stellwerk verunglückten Beamten, die sämtlich Nervenerschütterungen davon getragen haben, tonnten zurzeit noch keine genauen Aussagen üb« den Hergang de» Unglücks machen. E» scheint jedoch stch« zu sein, daß infolge einer falschen Weichenstellung der Vorortzug auf da» tote Geleis und somit in das Stellw«! hineingefahren ist. Dos Stellwerk, ein etwa 12 Meter hoher Bau. war aus Stein«baut und ruhte auf vier festen Grund- mauern. Bon diesem Stellwerk aus wurde der gesamte Vorort- und Fernverkehr geregelt. Durch da» Unglück sind die von der Jen» trol« noch den einzelnen Weichen führenden Leitungen zum größten Teil zerstört und die Schaliei'» ichtnngcn für den Augenblick un- brauchbar gemacht worden. Mehr«« Hilfszüge au» den Eisenbahn- w«kstätt«n sind im Laufe des vormittags auf dem Lehrter Bahnhof eingetroffen, um«in Hilfsw«! zu bauen. Vorläufig wird die Ab- fahrt d« Fernzüge durch besondere Meldungen an die Lokomotiv- führ« g«egelt. Man hofft, noch heute vormittag den Vorortverkehr wieder aufnehmen zu können. 1 holländiiiber Gulden... sl argentinische Papier-Peso 1 belgischer Frank...... 1 norwegische Krone.... 1 danische Krane,...... ■1 schwedisch« Krone..... 1 finnische Mar!....... 1 sovanischer Pen...... 1 italienische Lire...... 1 Pfund Sterling...... .2 kOollat 1 französisch« Frank---- 1 brasilianischer MilreiS.. 1 Schweizer Frank...... 1 spanische Peseta-.-.. 100 osterr. Kronen savgest.). 1 tschechische Krone..... 1 ungarische Krone..... bulgarische Lewa..... 1 jugoslawisch« Dinar... 80628.—» 37881.50 4884- 18241.501 14468.60 20847.50 2184.60 80777.— 27468.50 4388.- 18808.50 14588.60 80952.50 2195.60 38508.60.; 88896.— ■MMO S61005.— 78054.- 0087- 8029.60 14114.50 11970.- 111.72 2354- 14.71 3884.60 862905.— 78448.- 6118.- 8070.80 14185.50 12080.- 112.28 2869.— 14.79 29127.— 25885.— 4154.60 12369- 18765 50 19800 2089.50 86408,- 8491.— 848688.— 74588.— 4582.50 7681.— 13568.— 11896.- 106,78 2254— 18.71 827.50 877.50 29278.- 25985.- 4176.59 12481.- 13884.60 19900.— 2100,50 86692.— 8509.— 346363.— 74737.- 4837.50 7669.— 15631.— 11464.— 167.27 2266.— 18.79 882.50 882.60 der neueste Schulstreik. die Elternschaft erwartet bindende Erklärungen. Zu der Erklärung der Schuldeputation, die wir in d« heutigen Morgenausgabe veröffentlichten, schreibt uns der Aktionsausschuß d« Elt«nbeirät« der 808. und 807. Gemeindeschule in der Naugard« Straße: Di« Erklärung der Schuldeputation»ersucht da» Bild zu ver- schieben. Bereits fett zwei Jahren versucht der Elternbeirat, den Kvnfliksstvsf au» d« Welt zu schaffen, jedoch ohne jeden Erfolg. Ein Schreiben an den Stadtrat Lenecke und and«« Schreiben an die Schuldernianon wurden üb« Haupt nicht beantwortet. In mündlich« Derhandlung wurde versprochen, daß die Knaben zum 1. April die neu« Schul« beziehen könnten. Da» B«sprechen wurde nicht gehalten, dafür wurden ab« höh«« Schul« in die neue Schule verlegt. Trotz d« sprichwörtlichen Geldknappheit de» Magistrats wurden für eine Handvoll höh«« Schul« während de, Wint«s besondere Lesen eingebaut und jetzt wieder obg«iffen. Dem Elternbeirat wurde ferner bekannt, daß e i neuer Kontrakt auf drei Lahre von d« Schuldeputation mit dem Besitzer der Mietskaserne in der Naugarder Straß« abgeschlossen wurde. Im Interesse der Gesundheit der Kind«, wegen ihr« außerordentlichen Getährdung bei etwaigem Feuerausbruch. wegen d« Unaezieferploge in dieser Schul« und der skandalösen Toilette- und Schul>>«hältniss« läßt sich die Eltern» lchast unt« keinen Umständen mehr auf leer« Versprechungen ein. Der Schulstreik wurde geschlossen begonnen und wird fo lang« geschlossen durchgeführt«erden, bi» bindend« Erklärungen der Schuldeputation vorliegen, wann die neu« Schule von den Gemeindeschülern bezogen w«den kann. Ab« auch im Interesse der Behebung d« Wohnungsnot ist eine Förderung des Schulhausneubous« zu ver- langen, denn durch Freiwerden d« alten Schul« können 3 9 w o h- nungfuchende Familien untergebracht werden. Auß«- ordentlich»««und«lich ist««. daß Bau- und Desundheilspolize: sich mit den skandalösen Zuständen in dies« Schul« überhaupt noch nicht besaßt haben. Luch w«den bereits irreführende Nachrichten in d« bürger- i ich en Press» verbreitet. Die voltsparteilich«„Zeit" berichtet, daß die Erbitterung d« Elternschaft sich gegen da» zuständig« Bezirks- amt richtet, weil dos Bezirkeamt den Schulneubau so wenig förd«e. Dies« und ähnlich« Nachrichten sind unwahr. Die Elternschaft er- kennt nn Gegenteil an, daß da» Bezirksamt Prenzlou« Berg ständig auf den Weiterbau d« Schule gedrängt Hot. Ter X-Haken de? HanswirteS. Ein Treptow« Hausbesitz«, der durch sein« merkwürdigen Maßnahmen gegen die Mieter viel von sich reden macht und selbst in Hausbesitz«treisen nicht«nst genommen wird, hat in seine Mietsverträg« folgenden handschriftlichen Passus aufgenommen: ..Miet« verpfstchtet sich, zu« Anbringen d« �.ezenuende an den Wänden den Haken von d« B«walt«in zu kaufen." Da scheint d« Haken nicht an der Wand. sond«n im Gehirn zu sitzen. Die B«walt«in war— die Schwiegermutter de» Hauswirte«. Der Erfinder dieser sinnigen Idee ist derseib« Herr, der. wie wir kürzlich b«ichlet«n. gegen die Urheb« de» Mietnotrechte»— den Staat». gerichtshof mobil machen will.__ Sine neue Touristenbahn. Alle» Berliner Flämingwanderern ist soeben groß Heil wid«- fahren: Die Eisenbahnstreck« Wiesenburg— Dessau, kurz vor dem Krieg begannen und dann liegengeblieben, ist soeben er- öffnet worden. Don dem«nizückenoen und bish« nur den Wanderern bekanntgewordenen Idyll Wietenbura an der Wetzlar« Bahn hint« Belzig führt die neue Streck« zw'ichen d« Brandts- Heid« und d« Wiesenburg« Forst hindurch und«schließt beide Wald- gebiet«. In dem letzteren wird die bereit» im Dessauischen gelegene romantisch« Ruine der„verfallenen Kirche" von d« Balm nahzu gestreift, die weiterhin nicht nur Stadt Dessau selbst, sondern auch W ö r l i tz, berühmt durch Schloß und Park, Schloß Oranienbaum und dos Städtchen Coswig den Berlinern näherbringt D« Berliner Wanderer-, Touristen» und Ferienoerkehr wird jedoch von der neuen Streck« nur dann Vorteil haben, wenn die Vahnv«ivaltungen Sonntagssahrkarten und ähnliche, der weniger bemittelten Bevölkerung dienende Erleichterungen einführt. To« kstotc Kreuz im besetzte« Gebiet. Da» Deutsche Rote Kreuz hielt für Berlin gestern eine öffentliche Mitgliederversommlung ab. In ihr wurde auch über die im besetzten Gebiet notwendig gewordene Arbeit berichtet. Delegiert« au» dem Rhein- und Ruhrgebiet schilderten die Bemühungen des Roten Kreuze«, den Gefangenen ihr Los zu erleichtrn. Pro- feffar Witte- Köln, der Delegierte für Rhern.and, sagt«, die sehr bösen Zustände der ersten Zeit seien jetzt überwunden. Dos Rote Kreuz habe Entgegenkommen bei den Befotzungsbehörden gefunden, und man Hab««reicht, daß die Lage der Gefangenen erträglich ist. Freilich s« noch viele» zu bessern: ober von unermüdlich« Arbeit seien weit«« Erfolge zu hoffen. Der Reim« streifte auch da» L e r- halten der Bevölkerung unbesetzter Gebiete zu den Lorgängen im Rhein- und Ruhrland. Er klagt«, man bringe diesen Dingen nicht da» richtig« Verständnis entgegen. In Berlin habe« in einem Lokal gehört, wie unter Gläser- klang patriotisch« Lieder gesungen wurden. Diese Kund- gedungen, meint«, gehören nicht in, Wirtshaus. W e st r i ck- Essen, Delegiert« für das Ruhrgebiet, hob h«vor, daß der französische General Degoutt«(ich gegenüber den Gefanaenen-Hilfsausschüffen entgegenkommend zeigt, während die belgische Besatzungsbehörde durch Schroffheit auffallt. Dr. von Hymmen- Mainz berichtete über die Arbeit in der Pfalz, wo viel« Gefangene untergebracht sind. 4500 Mark das markenfreie Srot! Bäckereien find ausverkauft. Wie die Berliner DE.-Korrefpondenz noch einer Information de» Zweckverbande» der Bäckermeister Groß- Berlin, mitteilt, ha: „die neue Erhöhung der Mehlpreise, die jetzt fast aus eine halbe Million Mark hinausgeschnellt sind, ferner die Erhöhung der Kohlen- preis« und letzten Ende» auch die OOprozentig« Lohnerhöhung im Bäckereigewerbe«in« Erhöhung der Preis« für markenfreies G«> back notwendig gemacht. Es kosten vom kommenden Montag ab «in markenfrei«» Brot 4500 M. lbish« 3000 M). die markenfreie Schrippe 200 M.(bisher 130 M.): in ähnlichem Ausmaße sind auch die Kuchen, und Mehlpreise gestiegen." Dies« bereit» vor einiger Zeit angekündigte Erhöhung hat am heutigen Sonnabend zu einem ungeheuren Ansturm auf die Ber- liner Bäckereien geführt. Dt« Bäckenneistcr hatten bereit» am Frestag chre Mitglieder in den Germaniasälen zusammenberufen. und man hatte dort beschlossen, zum Sonnabend und Sonn- tag«inen möglichst großen Vorrat an Brot her- zustellen, um den Verdacht zu vermeiden, daß angesichts der bevor- stehenden Preirerhöhung«in« Zurückhaltung von War« beabsichtigt sei. Trotz all« Vorbereitungen war der Ansturm de» Publikums heut« morgen berest» so groh, daß in den Aormittegssiunden«in« nicht unerheblich« Anzahl von Betrieben vollkommen ausverkauft waren. An einigen Stellen ist es deswegen zu kleineren Reibereien gekommen, die jedoch ohne«nsiere Zwischenfälle beigelegt werden konnten. Also auch die Lohnerhöhung soll wieder einmal schuld daran sei«, dnß die Brotpreis« erhöht weichen mußten. Im Bäckerei- g«w«b« gibt es im allgemeinen keine Ladenhüter, aber diesen Laben- Hüter lieben die Bäckermeister offenbar so sehr, daß sie ihn immer wieder servieren. Amt„RikvlaK". Am 10. Juni wird auf dem Grundstück Berlin-Sieglitz. Bergstraße 1,«ine neu« Fernsprechvermittlungestelle mit der Bezeichnung «Nikolo»" in Betrieb genommen«erden. Diese vermittelt sämtliche von den Teilnehmern de» Selbstanschlußamte« Z« Hiendorf aus- gehenden Gesprächs«rbindungen nach den Fernsprechvermittlung»- stellen Groß-Berlin». Es meldet sich also vom genannten Tone ab nicht mehr da» Amt Zehlendorf, sondern sofort dos Amt Nikolo», das die gewünschten V«bindungen ausführt. In umgekehrter Richtung, also im verkehr von Groß-Berlin nach Zehlendorf, tritt vorläufig keine Aenderuna«in: dies« Verbindungen werden in bi»h«iger Weis« hergestellt. Den Betrieb der neuen B«mitllungs- stell« beaufsichtigt das Postamt Berlin�teglitz, Bergstroß« 1. Ein teuere, 5chSs«siündchen hatte ein Amerikaner, der seit einiger Zeit in Berlin«eilt und eine junge„Dame" kennengelernt hatte. Dies« verschwand ihm, während er schlief, mit Geld und Sachen im Gesamtwert« von 18 Millionen Mark, einem goldenen Kettenarmband, ein« goldenen Damenuhr, einem silbernen Bleistift- halt« und einer Briestasche, die 5 Dollarnoten, 8 Iravellerschecks über je 10 Dollar auf die American Erpreßkompany imd Wechsel üb« 118,5 Dollar aus den Darmer Bankverein, ausgestellt vom Olb Colon« Klub, enthielt. Mitteilungen zur Aufklärung an Kriminal- kommiflar Dr. Riemann._ Do« Wolchenseekraftwerk vor der U ebergab«. D« Volkswirt- schoftllch« Ausschuß des Reichstage» besichtigt« am Freitog gemeinsam mit dem.Hausholisouslchuß de« bayerischen Landtage, unter Füh- rung de» Minist«« de, Innern Dr. Schwey«, da» Walchenseewerk. Er Überzeugte sich, daß in Urfeld, wo d« Einkauf des Walchensees in den Stollen erfolgt, nahezu alle Arbeiten beendet find._ Wetter für morgen: S«il»«is« Hefter, am Tage etwa««ärmer, ab««och überwiegend de- wölkt bei mätzigen nordwestlichen Winden Kein« erheblichen Wied erschlüge. Groß-Serliner Parteinachrichten. 14. Äm», ReulSllii:«erlchtiauns! Sl« NMeiltixj.rrfift Helen da»«eterlol heute lSonnebint) nachmittaa ein 5—7 Uhr vom Part«s«tr»teriat Reukölln, Recker» fna|« ob.(nicht Nndcnstraße 3.) 39. Abt.: Sie heutigl Safauimcnluntf d« Zvetrrrät« Mt-u». Gewerkschaftsbewegung Sparmaßnahmen Gefahrmaßnahmen. Aus Fachkreisen wird uns gesárieben: d Konflikt im Steinfeggewerbe. Delegierten, Frafitonsaufbau; Mahl der Gauleitung; Verbandstag| fehung zur Gefundung unferer Wirtschaft. Die Rofe Fahne" aber und Berschiedenes. Zu dieser Konferenz hatten auch die Frattions- tam den Unternehmern zu Hilfe und wandte sich gegen den führer und KPD.- Betriebsräte aus Dresden zu erscheinen. Die Preis abbau. Finanzierung geschieht durch Fraktionen, nur in Ausnahmefällen Nun erzählt sie die blödsinnige Räubergeschichte, wir hätten verdurch die Gewerkschaftsabteilung. langt, die Arbeiter sollten auf Lohnerhöhungen verzichten". Dieses Das zweite Rundschreiben hat die Gewerkschaftsabteilung Blatt ist so tief gesunken, daß es seinen Lesern wohl allerlei Lügen Auf Beschluß des Sparausschusses des Reichstages sollen wie- RBD.- Ditfachsen betr. Fabritarbeiterfraftion" unterm 30. April über die faschistischen Gewerkschaftsführer" erzählt, ihnen aber die cerum eine Anzahl Eisenbahnarbeiter zur Entlassung tommen.- 1923 an die Fraktionsvorstände des Fabritarbeiterverbandes in den Antwort der Gewerkschaften auf das Angebot der Industrie vormit mill der Sparausschuß seine beabsichtigten Schritte begründen? Verbandszahlstellen im Gau Sachsen gerichtet. Darin wird die vor enthält. Es soll zugegeben werden, daß der Personalbestand bei der erwähnte Gautonferenz der tommunistischen Fabrikfarbeiter von der Eisent ahm gegen das Jahr 1913 erheblich vergrößert wurde, einmal Gewertschaftsabteilung Berlin zum 10. Mai nach durch die elende Kriegspolitit, durch die auch der Eisenbahnbetrieb Dresden, Restaurant Johanneshof, einberufen mit der angegebenen Die Lohnverhandlungen im Steinfeggewerbe, welche am Donners mit seinen fämtlichen Anlagen total heruntergewirtschaftet wurde, Tagesordnung und Stürmer Berlin als Referent. Es wird an andererseits durch die Verminderung der Arbeitszeit, die bis No das Pflichtgefühl jedes fommunistischen Fabritarbeiters appelliert, tag geführt wurden, zeitigten fein den Teuerungsverhältnissen entSprechendes Ergebnis. Das Angebot der Arbeitgeber wurde von der vember 1918 zum Teil 350 ja 400 Stunden im Monat überschritten die Konferenz zu beschicken. hatte. Nach dem dritten Rundschreiben, datiert Leipzig, den Berhandlungskommission des Verbandes der Steinfeger abgeAber nicht in erster Linie kommt es für einen Fachmann, der 11. Mai 1923, hat die Konferenz in Dresden beschloffen, die einzelnen lehnt. Zur Entscheidung ist nach§ 16 des Bezirkslohntarifs das feinen Betrieb nach jachlichen Gesichtspunkten leitet, darauf an, wie Ortsgruppen des Bezirks West- und Ostfachsen und Erzgebirge- Bogt. Einigungsamt des Berliner Gewerbegerichts zuständig. Die Lohnhoch die Anzahl feiner Beschäftigten ist, sondern welche Ausland zusammenzufaffen, um ein einheitliches Borgehen bei allen fommiffion hat die weiteren Schritte zur Regelung der Lohnfrage gaben er für diese in Rechnung stellen muß. Kämpfen( gegen den Fabritarbeiterverband! D. Red.) zu gewähr- der in Frage kommenden Instanz übertragen. Die Verhandlungen leiften". finden in den ersten Tagen der tommenden Woche statt. Gauleitung eingefekt worden, die aus drei Genoffen aus „ Es ist daher genau wie im Berband selbst eine Dresden, einem aus Leipzig und einem aus dem Erzgebirge Bogtland zusammengesetzt ift." Gauleiter ift Kurt Limpert, LeipzigLindenau, Leutscher Str. 29, pt. Und wie sieht dieses Erempel aus? Während im Jahre 1913 die persönlichen Ausgaben trotz der bedeutend niedrigeren Zahl des Personals etwa 50,7 Bro3. der Gesamtausgaben betrugen, ist im Jahre 1922 der Brozentjag trotz der Bermehrung des Personals nach 1918 auf 29,7 Broz. der Gesamtausgaben zurückgegangen. Benn nun trotzdem der Eisenbahnetat bis zum Herbst 1922 noch nicht balanzierte, so liegen die Gründe hierfür auf einem ganz anderen Gebiete. Die Tarifpolitik der Eisenbahn wie sie bis zur Mitte des vorigen Jahres betrieben wurde, stand im Gegensa meinen fowie einer Erhöhung der Frachten im besonderen fezte zu den tatsächlichen Verhältnissen. Einer Tariferhöhung im allge die deutsche Industrie den schärfsten Widerstand entgegen, obgleich Die Vorbereitungen waren gut getroffen. Was die Dresdener Ronferenz zu beschließen hatte, war schon vorher festgelegt, da es sonst nicht möglich war, daß der neue Gauleiter bereits am nächsten Tage das Rundschreiben samt einem Frage. Berbandes, der Angestellten und bogen verschicken fonnte. Die Fragen betreffen die gegenwärtige und vorjährige Zusammensetzung der Ortsverwaltungen des der Kartelldele= gierten nach SPD., USPD., KPD. und Barteilos, bie fommu nistische Fraktionsstärke, Adreſſe der Frattionsführer, " Und wenn Die Pariser Seher haben am Donnerstag beschlossen, eine Lohnerhöhung von drei Francs täglich zu verlangen. Gemäßigte und fommunistische Gewerkschaften gehen hierbei zusammen. Die Antwort der Drudereibefizer und Zeitungsverleger wird für Montag erwartet.( 3 Fr. find gegenwärtig rund 14 000 Papiermark.) Wirtschaft Banten und Devisenpolitit. Zu den bisher veröffentlichten BankAbweise benötigte, ungeheuerlich erhöhten. Hier wäre es einmal Auf der Mitglieder zum Hauptvorstand, zur Ruhrspende und dem Burg ichluß. Dieses Unternehmen verteilt ebenso wie die Mitteldeutsche gabe des Sparausschusses des Reichstages gewesen, auf Maß- frieden, zur Schreibweise des„ Broletarier", über Ludwigshöhe des Aftienfapitals. Die in Milliarden und Billionen aufge also in anderthalbfacher nahmen zu finnen, um Ersparnisse zu machen. Aber von derartigen Schritten hat man noch nichts gehört. hafen, zur Industrieorganisation und sonstige Dinge. Nun fommen bei der Beurteilung der Frage, wie und wo gefpart Auf diese Weise wird nicht nur im Fabrifarbeiterverband, blähten Abschlußziffern felbft find von geringerem Interesse, da sie werden muß, nicht nur die bargelegten Tatsachen in Betracht, son- sondern in allen größeren Verbänden von den Moskauer Agenten als Papiermartwerte in vielen Punkten nur der Geldentdie Einheitsfront" in den Gewerkschaften betrieben. wertung gefolgt sind und nur dort auf den Vermögensstand Rüddern die Betriebssicherheit des gesamten Eisen. Es ist jedoch bahnbetriebes. Auf Grund der Sparmaßnahmen gibt das dann eine Organisation fich gezwungen sieht, gegen den einen oder schlüsse erlauben, wo Sachwerte in Frage tommen. Reichsverkehrsminifterium den einzelnen Reichsbahndirektionen anderen Helfershelfer der Berliner KPD.- Filiale von Mostau, die auffallend, daß die Bilanzen jede Auskunft über den eigenen eine bestimmte Anzahl Tagewerke für die Bahnmeistereien, die den sich unter ihren Angestellten befinden, mit dem Abschluß vorzu- Devisenbesig der Banten vermissen lassen. Daß der gesamten Oberbau im betriebssicheren Zustande zu erhalten haben. gehen, vergießt die kommunistische Presse Krofodilstränen und macht nicht gering war und es noch weniger heute ist, geht schon daraus Die RBD. verfügt eine geringere Anzahl Tagewerke den einzelnen in gutgeheuchelter Entrüftung gegen die Führer der Organisation als hervor, daß die Großbanten bei der Zeichnung der Dollarschazanweisungen eine Mindestgarantie für die Aufnahme von 100 millioAemtern. Diese wiederum eine noch geringere Anzahl den ein- Berbandszerstörer", als Saboteure der Einheitsfront. zelnen Dienſtſtellen( Bm.). Rein schematisch werden diefe Taget Das fommunistische Treiben gegen die deutschen Gewerkschaften nen Goldmart eingegangen find. Diese Devisenbestände find aber aus merle zahlenmäßig verteilt, unbekümmert darum, ob die Betriebs. t geradezu verbrecherisch, zumal gegenwärtig, wo die Gewerkschaften den Geschäftsabschlüssen in feiner Weise ersichtlich. Dagegen haben ficherheit aufrechterhalten werden fann. Es ist darum bezeichnend, alles daransehen müssen, um sich der Anschläge des Unternehmer- bis jest zwei Unternehmungen, nämlich die Berliner Handelswenn selbst Vertreter der RBD. Hannover die Berantwortung für tums auf ihre ganzen Errungenschaften erfolgreich zu erwehren. Nie gesellschaft und die Commerz und Brivatbant A.-G., die Betriebssicherheit ablehnen und das RM, auf bie Bemar die Einheitsfront notwendiger, nie die fommunistische bie Ronten ihrer Runden in frember Währung angegeben. Die Berliner Handelsgesellschaft hat, wie erinnerlich, 28,6 Millionen fahren aufmerksam machen müssen. Freilich ohne Erfolg. Bie Einheitsfront" fchädlicher als jeßt., Goldmart an Devisentursen in ihrer Bilanz nachgewiesen. Als das aber die Betriebssicherheit im Reichsbahndirektionsbezirt Hannover zum Beweise für den Devisenbesig der Privatindustrie im Reichstag aussieht, dafür nur ein Beispiel. fritisiert wurde, fanden sich Leute, die behaupteten, daß die Berliner den zwischen der Organisationsleitung des Berbandes der Lebens- Devisentonten bei anderen Banten nicht so groß seien. Der Bericht Bei der am 31. März ftattgefundenen Lohnverhandlung wur- Handelsgesellschaft einen Ausnahmefall darstelle und daß die mittel- und Getränkearbeiter, der Lohntommission der Arbeitnehmer ber Commerz- und Brivatbank widerlegt diese Behauptung. Werden und dem Arbeitgeberverband der Getränkeindustrien und ver- boch in ihm nicht weniger als 55,17 millionen Goldmart wandter Gewerbe von Groß- Berlin nachstehende Löhne vereinbart: auf Ronten anderer in frember Währung nachgewiesen. Bei Monopolverwaltung für Branntwein beschäftigten Arbeitnehmern nur ein ganz winziger Teil der deutschen Exportgewinne überhaupt Den am 31. Mai 1923 in den Groß- Berliner Abteilungen der der Würdigung diefer Bahlen muß man sich vergegenwärtigen, daß wird folgende Wirtschaftsbeihilfe gewährt: männliche Arbeitnehmer in die Konten von Banten wandert, die in Deutschland anfäffig find. 42 000 m., Arbeiterinnen 33 600 m. Ge Nene Löhne der Reichsmonopolbranntwein- Arbeiter. heblich. Auf Bahnhof Minden ist das Bersonengleis Süd der Strede Bielefeld- Hannover derartig schlecht, daß es ein Wunder ist, wenn dort bis heute noch kein Unglüd eingetreten ist. Auf einer Strede von 100 Metern der Ausfahrt nach Hamm find eine Anzahl Eisen schwellen durchgefahren, die Laschen lose, so daß man die Schienen mit der Hand bewegen tann. Hier muß mit aller Entschiedenheit Remedur gefordert werden. Berschiedene andere Gleise des Bahnhofs Minden befinden sich in einem 3u ftande, welcher jeder Beschreibung spottet. Entgleisungen find an der Tagesordnung. Im Gleis 12 wurden vor Pfingsten ReparaMan läßt sie vielmehr lieber im Ausland stehen, wo sie vor dem Bom 1. Juni bis 14. Juni 1923 merden folgende Wochenlöhne Zugriff des Steuergesetzgebers sicherer erscheinen. Die Tatsache aber, turen nur notdürftig ausgeführt unter Anwendung minderwertigen Altmaterials. Die Folge davon war, daß das Gleis bei der Be- gezahlt: Gelernte 140 300 M., Rutscher 140 100 m., Ungelernte daß solche Konten im Inland vorhanden sind, läßt sich jetzt eben nicht nugung aus seiner Lage gerüdt wurde, ein Wagen quer fief, fo 140 000 m., Arbeiterinnen 112 000 Mt. Bei diesem Abschluß be- mehr verschweigen, und schon die ausgewiesenen Beträge sind im daß dem diensttuenden Rangiermeister ein Bein abgequetscht wurde. hielten es fich die Bertreter der Arbeitnehmer vor, bei weiterem Berhältnis zu dem Devisenbedarf des Reiches jedenfalls nicht unernur dem Umstande, daß das in unmittelbarer Nähe stehende Etafet Steigen der Breise für die täglichen Bedarfsartifel mit Nachzu schwach war, ist es zu verdanken, daß der Rangiermeister nicht forderungen an den Arbeitgebernerband herantreten zu können. Eine dritte Salianleihe Preußens. Wie der preußische Finanz auf der Stelle totgebrüdt wurde. Das sind nur einige Tatsachen, fins beschäftigten Arbeitnehmer, deren Lohnabkommen bis zum miniſter im Hauptausschuß des Breußischen Landtages mitteilte, ift Derartige Zustände sind geradezu standalös und es ist jetzt ein- 3. Juni geht, erhalten zurzeit einen Lohn von 83 000 m. für männ die Ausgabe einer dritten Ralianleihe des preußischen Staates bes mal an der Zeit, diefe Tatsachen der Deffentlichkeit vor Augen zu liche Arbeitnehmer und 62 250 M. für weibliche Arbeitnehmer. Anführen, aber auch dem Kabinett Cuno und dem Sparausschuß des fragen und Anträge der Organisation an einzelne Arbeitgeber wurReichstages einmal zu zeigen, welche Konsequenzen fich aus einer verband verwiesen. Bir fragen nun hiermit öffentlich an: Was ben von diesen abschlägig beantwortet und an den Arbeitgeber. vom grünen Tisch aus angeordneten Maßnahme für die gesamte gedenkt der Arbeitgeberverband in dieser Sache zu tun und ist er nahmen das Vertrauen der gesamten deutschen Eisenbahner und bereit, für die Zukunft schriftliche Eingaben wenigstens mit einer fomit des gesamten schaffenden deutschen Boltes zu der jegigen Re. schriftlichen Antwort zu beantworten?" gierung zu haben? Glaubt der Sparausschuß durch diesen Schritt wirklich zu sparen? Glaubt derselbe durch sein Borgehen auch nur einen Teil tüchtiger, fachtundiger Eisenbahner als Stamm zu behalten? Das Gegenteil wird eintreten zum Schaden des gesamten deutschen Boltes. die beliebig vermehrt werden könnten. Wenn schon geipart werden soll, dann erwarten die Eisenbahner in erster Linie, daß nicht diese Frage vom grünen Lisch aus behandelt wird, sondern innerhalb der verschiedenen Wirtschaftsge. biete den wirklichen Verhältnissen des Betriebes Rechnung getragen, mit Männern der Praxis solche Probleme erwogen umb, wenn erforderlich, auch neue Sträfte eingestellt werden zur Aufrechterhaltung der Sicherheit des Betriebes. Der Sparausschuß des Reichstages muß seinen Beschluß sofort zurüdziehen, damit die vorhandenen eingearbeiteten Arbeitskräfte der Reichsbahn erhalten bleiben und somit ernste Romplitationen vermieden werden. Wie die Einheitsfront" gemacht wird. notleidenden Industrie nicht gesprochen werden. Nach unserer lleberzeugung tann in der Litörbranche von einer Berband der Bebensmittel- und Getränfearbeiter Deutschlands, Drtsverein Berlin. Kommunistische Aufklärung. absichtigt. Theater der Woche. Bom 29. Mai bis 5. Juni. Bolfsbühne: 3., 7. Die Iuftigen Beiber von Windsor. 4. und 11. Beh' bem, bet ligt. 5. unb 9. Das Bintermärchen. 6., 8. und 10. Der Zerrissene. -P Opernhaus: 3. Tannhäuser. 4. Madame Butterfin. 5. Bajazzi. Gianni Schicht. 6. Der Schaggräber. 1. Mona Lisa. 8. Der Mastenball. 9. Elettra. 10. Aiba. 11. Don Giovanni.- Schauspielhaus: 3. und 6. Der arme Better. 4., T., 11. Beer Gynt. 5., 10. Wilhelm Tel. 8. Journalisten. 9. Rätchen v. Heil bronn. Deutsches Theater: Frühlingsfee. Rammerspiele: Der Foun. Theater in ber Röniggräger Straße: 3., 5., 6., 8., 9., 10. und 11. Die wunder lichen Geschichten des Rapelmeisters Rreißler, 2. Teil. 4. und 7. Die wunderlichen Geschichten des Rapelmeisters Kreisler, 1. Teil. Leffing- Theater: Liebesftreit. Deutsches Opernhaus: 3. Lohengrin. 4. Cavalleria rufticana. Der Gott und die Bajadere. 5. Der Freischüß. 6. Tosca. 7. Tannhäuser. Die zwar frankhaften, aber durchaus bewußten Lügner, die als 8. und 10. Sataniel. 9. Aibe. 11. Der Zigeunerbaron. Schiller Theater: Großes Schauspielhaus: Die Bachantin. Renes Bolts- Theater: angebliche Kommunisten in der Roten Fahne" und anderwärts mit Süße Sufi. ihrem hysterischen Geschrei längst aufgehört haben, von bentfähigen altii. Die Stible: tad liftlerheater: Cit Tribüne: Die Sole. Deutsches 3., 4. Der Leuten ernst genommen zu werden, spekulieren ganz besonders auf die Fürst von Bappenheim. Ab 5. Die Tugendprinzeffin Berliner Theater: Einfachheit des Geiftes ihrer gedächtnisschwachen und vorübergehen- Zentral- Theater: Die dumme Liebe. Trianon Theater: Balzer. Resibenz- Theater: Die Entlaffung. Theater in der Kommandantenstraße: den Zuhörerschaft. Eine Bolemit mit diesen Leuten zu führen, fommt 6 6. Sauroggen", bas Drame Bords und feiner Offisiere. Friedrich ungefähr darauf hinaus, mit Farbenblinden über die Schönheit des wilhelmstädtisches Theater: Die blonde Ratte. Komische Oper: Der Gautier Sonnenuntergangs zu sprechen. Wenn wir von Zeit zu Zeit aus fönig. Luftpielhaus: Die blaue Hawaii. Metropol- Theater: Die Schönste Reues Operetten- Theater: Ratje, die Sängerin. der Frauen. Thalia dem zusammengeholten Rehrichthaufen der Berliner Bramda mit Theater: Die rote Rage. Theater am Rollendorfplag: Die schöne Rivalin. der Feuerzange einige Broden der Deffentlichkeit vorhalten, dann ge- Große Bollsoper im Theater des eftens: 3. und 8. Die verlaufte Braut. schieht dies einzig, um unseren Lesern zu zeigen, wie die Leute von 4, 6. Sulius Cafar. 5. und ie. Die Fledermaus. 1. Die Barenbraut. 9. RigoTetto. 11. Die lustigen Weiber on Binbjor. Aleines Theater: Das ftärfere der„ Einheitsfront" beschaffen find. Band. Wallner Theater: Des Rönigs Nachbarin. Walhalla Theater: Die Liebe geht um. Theater bes Oftens: Der Trompeter von Gädingen. Theater am Kurfürstendamm: Die Dame Schwantoperette. Intimes Theater: Diplomat im Renaissance- Theater: Rampf der Geschlechter. Reues Theater am 300. Der Beibkutscher bes Fridericus Reg. Rachmittagssor# ellungen: Schauspielhaus: Lumpazi- Bagabundus. Deutsches Opernhaus: 9. Cavalleria rusticana. Flautafolo. 10. Die Renes Bolls Theater: 3. und 10. Emilia luftigen Weiber von Windfor Galotti. Berliner Theater: Martha. In der heutigen Nummer erzählt das Blatt die blödsinnige Lüge, der Borwärts" und sein„ Gelichter" habe sich für den Stabilisie rungsschwindel der Cuno- Regierung eingesezt und den Arbeitern eingerebet, sie sollten auf Lohnerhöhungen verzichten. Rafino Theater: Heiraten mußte. mit dem Monstel. Dienft. Der blaue Bnjama. -Der Proletarier", das Organ des Fabrifarbeiterverbandes, brudt in seiner Nr. 22 brei fommunistische Rundscheiben ab. Das erste dieser Rundschreiben, das der Bezirt Erzgebirge Bogtland der KPD., Abteilung Gewerkschaften, in Chemniß, gez. 5. Kühn, an die RBD.- Fabritarbeiter im Erzgebirge und Bogtland gerichtet ist, bildet die Einladung zu einer Gaufonferenz im Es genügt, diefen Blödsinn hier wiederzugeben. Wir haben Gau 7 des Fabritarbeiterverbandes in Dresden. Die Einberufung vom ersten Augenblick an die Bersuche der Regierung, die Markdieser tommunistischen Gaukonferenz wird damit motiviert, daß der stabilisierung auf Kosten der Arbeiter durchzuführen, aufs entFabritarbeiterverband am 8. und 16. April Gaufonferenzen in schiedenste bekämpft. Wir haben besonders scharf den Versuch der Berantwortlich für Bolitik: Bieter Smilf, Berlin; Birtschaft: Artur Saternus, München und Hannover( im Rahmen der Verbandssagungen!) abge. Reichsregierung bei Lohnverhandlungen für eine Stabilisierung" Friedrichshagen; Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner, Berlin; Feuilleton: halten hat. Auf der Tagesordnung der kommunistischen Konferenz der Löhne einzugreifen, zurüdgewiesen. Bir haben nicht allein.$. Döscher, Berlin- Wilmersdorf: Betales und Sonstiges: Billy Mobus, ftand ein Bericht über den Stand der oppositionellen Bewegung weitere 2ohnerhöhungen, sondern gleichzeitig einen Ab. Berlin- Pantow; Anzeigen: Th. Glode, Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag Drude Borwärts- Budbruderei und Berlagsanstalt Paul ( innerhalb des Fabritarbeiterverbandes) im Reiche; Bericht der bau der Preise verlangt. Das war und ist eine BorausSinger u. Co., Berlin, Lindenstr. 3. Bis zur Jahreswende hält die GARDINEN Kern- Ledersohle der Firma„ Notende". Fachmännische, sauberste, haltbarste und billigste Besohlung aller Fußbekleidung. Herrenbesohlung 12000 M. Damenbesohlung 9000 M. Kinderbesohl. von 5000 M. an Samflche Schuhbedarfsartikel in greßer Auswahl. Schuhartikel- Vertrieb und Lederhandlung Notende" Neukölln, Hermannstr. 211 Ecke Ziethenstraße. BÜCHER GESUCHT Wir sind ständige Abnehmer von antiquarischer, besonders sozialistischer Literatur. VERLAG DER NEUEN GESELLSCHAFT W. 15, Sächsische Str. 7 Pfalzburg 5140 Stores, Künstlerg., Madrasgarb., Bett beden, Divandeden. Billige Preife, WYK auf F HR Mildestes und freundlichstes Kinderwagen Korbmöbel Bäderschnellzüge. 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