Abendausgabe Nr. 260 40. Jahrgang Ausgabe B Nr. 129 Bezugsbedingungen und Anzeigenpreise find in ber Morgenausgabe angegeben Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-295 Zel- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Vorwärts Berliner Volksblatt Preis 150 Mark Mittwoch 6. Juni 1923 Verlag und Anzeigenabteilung Geschäftszeit 9-5 Uhr Berleger: Borwärts- Verlag Gmbs. Berlin S. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 2506-250% Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutfchlands Wer die Besetzung Wiens verlangte. Nicht Renner aber Czernin! Vorbeugen! Niemand wagt es mehr im Ernste zu leugnen, daß die Borgänge im Ruhrgebiet, die zahllosen Unruhen, wilden Streits, tumultartigen Erregungen, über die fast täglich aus bitterster Notund Berzweiflung sind. Die wahnallen Städten des Reiches Meldungen einlaufen, Folgen finnige Steigerung aller Lebensmittelpreise, hinter denen die Löhne so erschreckend zurückbleiben, hat auch denen den Mund verstopft, die bisher von morgens früh bis abends spät nach dem Polizeiknüppel riefen, die nicht müde werden konnten, die Schuld an diesen traurigen Vorgängen der angeblichen „ Schwäche" des sozialdemokratischen Innenministers Seve= ring zuzuschieben. Zu offenkundig sprechen die Tatsachen, zu unbestreitbar ist der Druck von Not und Elend, als daß realtionäre Demagogen mit ihren Redensarten noch Anklang finWir haben vom ersten Tage an, als die Inraft der Wien, 6. Juni.( WTB.) Im Nationalrat teilte der Sozialdemo-| Berhältnisses zur tschechoslowakischen Regierung felbft die Erlangung frat Dr. Bauer die ihm heute telephonisch zugegangene Antwort eines einfachen Bisums auf die allergrößten Schwierigkeiten stieß. des tschechoslowakischen Gesandten Tusar auf eine Reihe ihm vor- Von irgendeinem Versuch, unter tschechoslowakischem Schutz ins gelegter Fragen betreffend die Affäre Renner- Czernin mit: Ge- Ausland zu flüchten, tönne also in diesem Falle nicht die fandter Tufar, der im Jahre 1919 die tschechoslowakische Regierung Rede sein. in Wien vertrat, erklärte, daß Czernin zweimal auf der tschechoSlowakischen Gesandtschaft in Wien vorsprach und ihn um die Er Frankreichs Standpunkt verändert? möglichung seiner Ausreise ersuchte, da er in Wien Furcht um London, 6. Juni.( WTB.) Der Pariser Berichterstatter der sein Leben habe. Czernin ersuchte darauf, ihn von der Notwendigkeit der Besetzung Wiens durch Entente truppen Westminster Gazette" teilt mit, Frankreich sei anscheinend bereit, wendigkeit der Besetzung Wiens durch Ententetruppen zu überzeugen, indem er sich darüber beklagte, daß die österreichische den Charakter der Ruhrbefehung einschneidend zu verRegierung gegen die Kommunisten schwach set, und daß Dr. Bauer ändern, vorausgesetzt, daß Großbritannien und 3talien den fönnten. in geheimer Berbindung mit den Bolsche wisten stehe.( Seiter. ihren Platz an feiner Seite einnahmen und zusehen, daß die deutschen feit bei den Sozialdemokraten.) Lusar erklärte weiter, daß bei den Anstrengungen, zu zahlen, aufrichtig seien. Die Stimmung in Frank- Massen immer mehr zutage trat, gefordert, daß das Uebel Zusammenfünften der militärischen Bertreter der Ententemächte in reich fei so start wie je dafür, daß, wenn sich Großbritannien nur der nicht mit polizeilichen Maßnahmen furiert wird, Bien, wo über die Frage der Besetzung Wiens wegen angeblich von Ueberwachung der deutschen Bemühungen anschließe, teine sondern daß man ihm an die Wurzel geht. Erträgliche den roten Republiken Ungarn und Bayern drohenden Gefahren Notwendigkeit zu Anwendung von Gewalt bestehen würde. Löhne und Arbeit, das müssen die Massen fordern, Paris, 6. Juni.( WTB.) Ein Auslandsmitarbeiter des Echo wenn nicht eine in ihrem Ausmaß und ihren Wirkungen un von Persönlichkeiten, besonders vom früheren Hochadel, bei den de Paris, der sich in London aufhält, um sich über die englische Auf- absehbare Katastrophe unser Wirtschaftsleben heimsuchen soll. Ententevertretern vorgesprochen und um die militärische Besetzung faffung der Reparationsfrage zu unterrichten, erklärt, die von Bald- Es scheint, als ob die Regierung langsam zu begreifen scheint, 23iens gebeten haben. Unter diesen Persönlichkeiten ist auch der win angeordneten Sachverständigenberatungen über die Reparations daß die Löhne schleunigst und in ganz anderem Tempo frühere Minister Czernin genannt worden. Auf die Frage, ob problem feien beendet. Das Ergebnis fei gestern im Kabinettsrat als bisher den Breisen folgen müssen, wenngleich es eines ihm etwas davon bekannt sei, daß sich Czernin auch an den Präst- festgestellt worden. Der Berichterstatter glaubt, daß Baldwin mög- stetigen und energischen Druckes der gesamten Arbeiterorganisationen auf die Regierung wie auf die Industriellen bedürfen denten Masaryk gewandt habe, antwortete Tusar: I a. Czernin licherweise selbst eine wird, bis den Forderungen der Volksmassen Genüge geleistet hat mir bei seinem Besuch einen eigenhändig geschriebenen Brief an den Präsidenten Masaryk übergeben.( hört, hört! b. d. So3.) wird. Anknüpfend an die wörtliche Verlesung der Antwort Tusars stellte Dr. Bauer fest, daß Dr. Renner gestern im Hause diefelben Beschuldingungen vorgebracht habe, Czernin aber die Kühnheit hatte, sie als Lüge und Verleumdung zu bezeichnen. Die Beschuldigungen feien jetzt durch die Aussage des Gesandten Tufar vollkommen beftätigt. verhandelt wurde, auch darüber berichtet wurde, daß eine Reihe flärt: Erklärungen Tufars. allgemeine Kontroverse über die Reparationsfrage eröffnen werde. Er warnt das französische Bolt vor Illusionen und Aber mit der Hinaufsehung der Löhne ist den Hundertschreibt, zunächst müsse man sich völlig darüber klar sein, daß die Regierung Baldwin eine Regierung von Dauer sei und daß man tausenden nicht geholfen, die zunehmend von der Arbeitsmit ihr alle die Entente Cordiale berührenden Fragen zu regeln möglich feitausgeschlossen sind, die auf die fümmerhaben werde. Das französische Bolt müsse sich vor der Annahme lichen Unterstützungen der Erwerbslosenfürsorge angewiesen hüten, daß eine Aenderung der englischen Politif ein- sind. Ueberall, in allen Orten, in denen es zu Unruhen getreten fönne oder daß Baldwin den Franzosen Ronzessionen fommen ist, waren Arbeitslose an diesen Demonmachen werde. Das Schazamt habe in den letzten Wochen die Auf- ftrationen beteiligt, denn thre Not ist eben unerträglich gabe gehabt, den Plan Bonar Laws in einigen Punkten abzuändern. und die Unterstüßungen des Staates und der Gemeinden Es scheine sicher zu sein, daß diese Abänderungen fämtlich in der fönnen nicht ausreichen, um diesen bedauernswerten Massen Richtung einer Abänderung der französischen Auffaffung lägen. Man zu helfen. Milliarden und aber Milliardenverluste sind die merde in dem englischen Plan Dispositionen bezüglich der Idee von Folge. Allein die Tumultschäden in Gelsenkirchen gehen in der Notwendigkeit eines Moratoriums wiederfinden, die den viele Milliarden. Um so unverständlicher ist die SchwerfälligFranzosen ganz und gar nich sympathisch seien. Man hege Mi B- feit, ja offenbare Abneigung, mit der die staatlichen trauen gegen die Pfänder und sei der Ansicht, daß es not- und Reichsbehörden an die Bewilligung von Mitteln aus der mendig fei, die durch die Besetzung des Ruhrgebiets verringerte produttiven Erwerbslosenfürsorge herangehen. Die Art und Weise, wie z. B. die einzelnen Ministerien die Verhandlungen Leistungsfähigkeit der Deutschen von neuem abzuschätzen. mit der Stadt Berlin über die Gewährung von größeren Was eine Annäherung Englands an Frankreich veranlassen Summen für die Ausführung dringender Bauauffönnte, wäre die Aussicht auf eine allgemeine endgültige Regelung der Reparationsfrage. gaben, die seit Jahren nicht durchgeführt werden können, handhaben, hat in Berlin bereits den Protest aller Parteien herausgefordert. Es scheint immer noch Regierungsstellen zu geben, die nicht begreifen, daß Vorbeugen, Arbeitsbeschaffen wich= tiger ist als hinterher die Schäden zu bezahlen, die durch bureaukratische Schwerfälligkeit, durch mangelndes soziales und wirtschaftliches Verständnis unvermeidlich geworden sind. Die Regierung hat immer wieder so wichtige Maßnahmen wie 3. B. ihre Stügungsaktion als Kriegsmaßnahme während der Ruhrbesetzung bezeichnet. Nun wohl, warum ergreift man dann nicht auch die anderen Kriegsmaßnahmen, ohne Antwort: Ich war bei zwei oder drei Zusammenfünften der die es unmöglich sein wird, die„ Ruhe und. Ordnung" aufrechtmilitärischen Repräsentanten der Ententemächte in Wien anwesend, Beuthen, 6. Junt.( WTB.) Die Ausstandsbewegung zuerhalten. Es gibt in Deutschland feine größere Stadt, die in denen über die Frage verhandelt wurde, ob man von der Pariser Konferenz die militärische Besetzung Wiens wegen angeblicher Ge- im oberschlesischen Industriebezirk hat sich weiter ausgedehnt. nicht sofort in der Lage ist, der Regierung in Staat und Reich fahr von den Räterepubliken in Ungarn und Bayern verlangen follte. Die neue Fiedlerglücksgrube ist in den Streit getreten. Auf allen wertvolle Projekte namhaft zu machen, deren Ausbau nicht Ich habe jede Beteiligung der Tschechoslowatei an im Streit befindlichen Werken werden die Notstandsarbeiten nur im Interesse der beteiligten Arbeiter, der betreffenden verrichtet. Heute nachmittag findet eine Versammlung der Strei- Kommune, sondern unserer gesamten industriellen Ent einer folchen Attion abgelehnt. Frage: Ist bei solchen Beratungen auch von Czernin die Rede fenden statt. Der Ausstand greift auch auf Hindenburg und Gleiwik wid lung überhaupt liegt. Seit Monaten verhan über. Dort finden ebenfalls heute nachmittag Belegschaftsverfamm- delt Berlin mit den Reichs- und Staatsregierungen über gewesen? Tusar: Es ist referiert worden, daß eine ganze Reihe von lungen statt, um zum Streit Stellung zu nehmen. Die Berufs- den Ausbau ihres Untergrundbahnneges. Nur äußerste KurzBersönlichkeiten, besonders vom früheren Hochodel, bei den organisationen der Bergarbeiter, Metallarbeiter und TransportEntentevertretern vorgesprochen und um die militärische Inter- arbeiter bleiben weiterhin bemüht, eine Ausdehnung der Streit. fichtigkeit kann verkennen, daß es sich bei diesen Projekten, für die die Gemeinde bereits seit Jahren im Verhältnis zu ihrer vention gebeten haben. Unter diesen ist auch der frühere Minister bewegung zu verhindern. vom Reich beschränkten Leistungsfähigkeit die äußersten Czernin genannt worden.( Auf eine weitere Frage): Czernin Opfer gebracht hat, um Unternehmungen handelt, die der ge= hat mir bei seinem Besuche einen eigenhändig geschriebenen Brief famten wirtschaftlichen Entwicklung nicht nur an den Präsidenten Masarŋt übergeben. Berlins, sondern der deutschen Industrie überhaupt zugute tommen. Immer wieder muß man auf Grund der früheren Erfahrungen mit der Bewilligungen von Notstandsaktionen die Befürchtung aussprechen, daß durch monatelanges Berhandeln die beste 3eit vertrödelt und nachher nicht die Arbeiten in Angriff genommen werden, die für die Weiterentwidlung unserer Boltswirtschaft im Vordergrund stehen Reichstag wie Landtag werden als eine der ersten Aufgaben ihrer neuen Tagung die Aufstellung eines großzügigen Planes für die Verwendung der für produktive 3wecke bestimmten Gelder durchsetzen müssen und dabei hoffentlich auch die Interessen der von Unruhegefahren besonders bedrohten Industriebezirke genügend berücksichtigen. Unserem Brager Berichterstatter hat bei feiner dortigen Anmesenheit in Beantwortung einiger Fragen Gesandter Lufar er Czernin war auf der tschechischen Gesandtschaft in Wien zwei Czernin war auf der tschechischen Gesandtschaft in Wien zwei mal. Ich fann mich besonders erinnern an das Gespräch, das ich mit ihm am Tage des blutigen Zusammenstoßes bei der Botivkirche geführt hatte. Czernin hatte von mir die Ermöglichung der Ausreise verlangt, weil er um sein Leben in Wien gefürchtet hat. Ich fonnte feinem Ersuchen nicht entsprechen. Dabei hat er getrachtet, mir die Notwendigkeit der Ottupation Wiens durch die Ententetruppen zu beweisen. Er hat sich beklagt, daß die österreichische Regierung gegenüber den Kommunisten schwach und Dr. Bauer ein geheimer Berbündeter der Bolschewiki sei. Frage: Haben Sie den Eindrud gehabt, daß Czernin an eine Die eglische Reglerung stände auf dem Standpunkt, daß eine provi. Aftion im Einvernehmen mit der österreichischen Regieforische Regelung feine Regelung sei und den Kredit Deutschlands nicht wiederherstellen würde. Sie würde es Deutschland nicht errung gedacht hatte? Antwort: Nein. Im Gegenteil. Ich habe die Empfindung möglichen, eine nennenswerte Anleihe aufzunehmen, und würde ihm gehabt, daß es sich bei der Offupation um eine Aktion handeln sollte, wieder gestatten, so wenig wie möglich zu bezahlen. Eine end. die ohne die österreichische Regierung oder über ihre Köpfe gültige Regelung würde unmittelbar bewirken, daß die gehinweg gemacht werden sollte. Frage: Was ist Ihnen über eine angebliche Verhandlung der famte Welt mit einer neuen Welle des Vertrauens und Optimismus militärischen Bertreter der Ententeftaaten in Wien wegen der mifi- erfüllt und die Wiederaufnahme der Geschäfte begünstigt würde. tärischen Oftupation bekannt? Der oberschlesische Ausstand. Czernin windet sich. Der Dollar steigt wieder. Die Hoffnungen, die man in Finanzfreifen auf eine günstige Aufnahme der neuen deutschen Note setzte, werden start be Wien, 6. Juni.( WTB.) Meldung des Wiener Tel. Corr. einträchtigt durch die Meldung von einer englisch- französisch Bureaus. Abgeordneter Czernin veröffentlicht in verschiedenen belgischen Verständigung über Festsetzung der deutschen ReparationsBlättern gegenüber den seine Person betreffenden Ausführungen schuld auf ungefähr 50 Milliarden Goldmart. Das verklausulierte Dr. Bauers in der gestrigen Gigung des Nationalrates eine Er- Garantieangebot der Landwirtschaft, die Erörterungen über eine anPlärung, wonach er den Gesandten Tufar niemals um eine Ent- geblich zu erwartende scharfe Opposition der Sozial sendung von Ententetruppen gebeten habe. Seine ganze politische demokratie und nicht zuletzt die aus den verschiedenen Teilen Bergangenheit als Minister des Aeußern und sein Verhalten zu Deutschlands eingehenden Meldungen über neue Streitbewe. der tschechoslowakischen Regierung fönnten teinen 3weifel gungen und Teuerungsunruhen laffen die innerpolitische darüber lassen, daß er, wenn er etwas derartiges hätte versuchen Lage in einem wenig günstigen Lichte erscheinen. Die Verhandlungen toollen, fich nicht an den Vertreter der Tschechoslowakei gewendet vor dem Untersuchungsausschuß des Reichstages haben überdies hätte. Er habe zwar niemals und niemandem gegenüber ein Hehl feinen ermutigenden Eindruck gemacht, da sie die finanzielle Lage daraus gemacht, daß ihm eine Landbefehung durch fremde Truppen Deutschlands in sehr ungünstigem Lichte erscheinen lassen. An der Damit wollen wir feineswegs den Gemeinden irgendeine als ein geringeres Uebel( aha!) erscheine als eine bolfche Börse wollte man heute außerdem noch wissen, daß gewisse Rewistische Anarchie. Daß er dieses Thema mit Tusar besprochen gierungsstellen durch Vermittlung privater Banffirmen Devisen- Verantwortung abnehmen. Auch ihre Finanzpolitik leidet viel habe, fönne er sich nicht erinnern(!), aber um eine Inter- fäufe im freien Marktverkehr vornehmen lassen, um ihren Verpflich zu sehr unter falsch verstandener Sparsamfeit vention habe er ihn bestimmt nicht ersucht. Wenn er bei einer ihm tungen aus Antäufen ausländischer Kohle und Getreide abzudecken. und entbehrt im entscheidenden Moment allzuoft der gerade unbekannten Generalfonferenz genannt worden sei, so konnte dies Dementsprechend zeigen die Devisenkurse wieder start steigende heute unbedingt notwendigen wirtschaftlichen Großrichtigerweise nur in dem Zusammenhang erfolgen, daß er selbst Tendenz. Der Dollar wurde in der ersten Börsenstunde mit zügigkeit. Viel zu spät und viel zu zögernd gehen die Geeine fremde Besetzung für ein geringeres Unglüd halte als den Bolsche 73 000 bis 74 000 gehandelt. An der Effektenbörse nahm die Bruch- meinden für ihre werbenden Betriebe, die fast überall des an die Ausgabe wismus. Bei dem Präsidenten Masaryk habe er sich um nichts spekulation Berläufe in größerem Umfange vor. Eine stürmische Ausbaues dringend bedürfe n Ge anderes beworben, als um die Erlaubnis zu einer furzen Reife in Hausse entwickelte sich in allen Petroleumaktien und in den meisten wertbeständiger Anleihen, die in den die Tschechoslowakei, und zwar nur zu dem Zwecke, um feine Mutter chemischen und Braunkohlenwerten. Der Kassamarft lag aber meindebetrieben durchaus eine wirtschaftliche Basis finViel Städte mie zu zögernd haben mieber zu sehen und seine Privatangelegenheiten zu ordnen. Er schwächer, da aus der Provinz noch verhältnismäßig große Berkaufs- den könnten. Berlin ihre Finanz- und Wirtschaftspolitik gegenüber habe sich deshalb an Mafaryt direkt gewendet, da angesichts des ordres eingegangen waren. den großen Bauprojekten, die doch einmal durchgeführt| Bon Paris bis Prag hallt der Ruf der Entente- Natio-| Tagungsabschnittes verabschiedet werden kann. Bermutlich wird werden müssen, eingestellt. Wenn auf Städtetagen und nalisten gegen die in Hamburg gegründete Internationale, fie fich die jetzige Tagung des Reichstages bis in den Juli hinein erin den Stadtverordnetenversammlungen der großen Städte der fei lediglich ein Werkzeug der deutschen Politik und die ftreden. Appell an Reich und Staat ergeht, so darf nicht verschwiegen Sozialisten der Ententeländer hätten als Werkzeuge der deutwerden, daß das Bürgertum heute zu den Lasten der Gemeinden fast überhaupt nichts mehr beiträgt und daß die Umstellung auf neue Wirtschafts- und Währungsverhältnisse viel zu langsam und schwerfällig vorgenommen wird. Sparsamteit in allen Ehren, es gibt 3eiten, wo sie zur ge fährlichen Verschwendung werden kann. fchen Sozialdemokratie ihr eigenes Land elend verraten. So Erhöhung von Verbrauchssteuern. hatte der Temps" vom 29. Mai in einem äußerst perfiden Angriff auf die französische Delegation erklärt, daß der HamDas Reichsfinanzministerium hat neuerdings eine Reihe von burger Kongreß eine glatte Bestätigung aller Anstrengungen Gefehentwürfen ausgearbeitet, deren Zweck ift, die Wirkungen der der deutschen Reichsregierung darstelle, Deutschland seinen Ber- einzelnen Steuergefeße dem gefundenen Geldwert anzupflichtungen zu entziehen". Weiter wurde in dem Artikel be- paffen. So liegt dem Reichstag feit einiger Zeit ein dahingehender hauptet, daß die neue Internationale genau wie die Bor- Entwurf zum Biersteuergeseh vor. Die Beratung dieses Entwurfs friegsinternationale unter dem vorherrschenden Einfluß der im Steuerausschuß ist aber auf Antrag der Sozialdemokratie solange deutschen Sozialdemokratie" stehe und daß sie gleich bei ihrer zurückgestellt worden, bis auch die entsprechenden Entwürfe für die ersten Lebensregung als eine Kriegsmaschine erscheine, anderen indiretten Steuern eingebracht sind, damit die Beschlußdie den Zweck verfolge, das organisierte Proletariat aller faffung sich einheitlich auf das gesamte Gebiet der indirekten Steuern Länder in einen Feldzug auf lange Sicht für die Revision des beziehen kann. Nunmehr sind auch die Arbeiten wegen der anderen Versailler Vertrages zugunsten Deutschlands hineinzuziehen". Berbrauchssteuern im Reichsfinanzministerium abgeschlossen. Es Für den Leser bleibt nun die Frage offen, ob der Ham- werden folgende Entwürfe dem Reichsrat vorgelegt: burger Kongreß etwa ein„ allseitiger Landesverrat" war oder ob die Nationalisten aller Länder gleich blödsinnig sind. Die Markstüßungsaktion. Auch hier werden bis Hat das Reich dank seiner bürgerlichen Mehrheit und bürgerlichen Regierung auf dem Gebiete der Währungspolitik und der Lebensmittelversorgung die Schleusen der freien Wirtschaft hemmungslos geöffnet und die letzten Fesseln der 3wangswirtschaft beim Getreide beseitigt, so dürfen die Städte nicht einfach die Hände in den Schoß legen. Die großen Gemeinden sind nicht nur Berwaltungsorgane, sondern auch Wirtschaftskörper, die, wenn sie wollen, ihre wirtschaftliche Macht sehr wohl ausnutzen können. Es wird Zeit, 1. Die 3uder steuer. Da in der geltenden Novelle zum daß endlich wieder an die guten Traditionen der KommunalBudersteuergefeß vom 8. April 1922 der Zuder auf der Preisbasis politit vor dem Kriege angeknüpft wird, daß die Gemeinden Don 2000 m. für den Doppelzentner mit einem Satz von 2,5 Bro. lernen, eine attive Lebensmittelpolitik zu entbelastet wurde, der Marktpreis feit einiger Zeit aber bereits 200 000 Mart überschritten hat, so betrug die Steuerbelastung in der letzten falten. Gerade heute fönnen die Ernährungsämter der Städte, wenn taufmännischer und wirtschaftDie dritte öffentliche Sigung des parlamentarischen Ausschusses Beit nur ein Bierzigstel bis ein Sechzigstel der geltenden Marktzur Untersuchung der Ursachen des Zusammenbruches der Mart- bzw. Kleinhandelspreise. Die Vorlage will nun den Doppelzentner licher Geist, verbunden mit fozialem Verständnis, in sie stützungsaktion brachte heute vormittag die Fortsetzung der Erörte Stärfezuder mit 12 000 m., andern Zucker mit 30 000 m. belegen. einzieht, trog aller Not unendlich vieles tun, um wenigstens rung fiber die gestern angeschnittene Frage der Schaffung von den Aermsten der Armen einigermaßen zu helfen. Sie können Goldkrediten und Goldkonten bei der Reichsband. Ein Erstens sollen die Befreiungen von der Salzabgabe fortfallen Kredite, die die Reichsbank anderen zu Devisenanfäufen Antrag des Genossen Robert Schmidt, die Umjäge, die an zweitens foll die Steueraufsicht vereinfacht und drittens die Steuer zur Verfügung stellt, sehr wohl zu Lebensmitteleinkäufen, zu den Börsen in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln und Essen in der erhöht werden. Die Salzsteuer wird noch immer nach dem seit dem Berbilligungsaktionen, zur Einrichtung städtischer Verkaufs- 3eit von Anfang d. J. bis zum 31. Mai in Devisen gemacht wurden, 1. Januar 1868 geltenden Satz von 12 Bf. für ein Kilogramm erſtellen ausnuten. Gegen den Bucher hilft doch letzten Endes zusammenzustellen, wurde vorläufig zurückgestellt, bis Aus: hoben. Machte das bei einem Friedenspreis von 20 Pf. für ein nicht der Schuhmann, sondern nur die wirtschaftliche funft vom Reichsfinanzministerium darüber vorliegt, ob der Devisen- Kilogramm 60 Proz. aus, so ist das bei einem jetzt etwa geltenden Selbsthilfe, die neben den Genossenschaften die Ge- umfaßstempel für die Frage und für die gewünschte Zeit nachge Preis von 120 m. nur noch i vom Taufend. Nach dem Entwurf meinden als Bertreter der öffentlichen Interessen unbedingt wiesen werden kann. Die Bertreter der Reichsbank ver- sollen nunmehr 10 M. von einem Kilogramm erhoben werden. treten auch heute ihren Standpunkt, daß die Schaffung von 3. Die Mineralwassersteuer. in die Hand nehmen müssen. Nicht Klagen und Jammern, nur Goldkrediten und Goldfonten bei der Reichsbant aus iegt niedrige Steuerbeträge erhoben, beispielsweise für eine Flasche Handeln wird und kann helfen. Und daß gehandelt wird, fachlichen und technischen Gründen unmöglich sei, Gelterwasser oder Limonade 3,57 bzw. 7,5 Bf. Es soll nunmehr fofort, entschieden, nicht in diesem Monat, sondern in diesen wobei sie von den bürgerlichen Mitgliedern des Ausschusses erhoben werden: für Mineralwasser 10 M., für Limonade und anTagen, davon fann, wie jeder weiß, unter Umstän- in ihrer Auffaffung bestäret werden. Hingegen stimmen die Ber- dere künstlich bereitete Getränke 20 m., für fonzentrierte Kunsttreter der Reichsbant dem Genossen Robert Schmidt darin bet, limonade 200 M., für Grundstoffe zur Herstellung fonzentrierter deß wir mehr und mehr wertbeständige Anleihen schaffen Kunstlimonade 4000 M. für das Liter. Gleichzeitig soll der Reichsmüssen, um dadurch den Devisenmarkt zu entlasten, weil dann die finanzminister ermächtigt werden, mit 3uftimmung des Reichsrats Möglichkeit besteht, sich gegen die Martentwertung zu sichern, nicht die Steuer zu erhöhen oder zu ermäßigen. durch Eindeckung in Devisen, sondern in wertbeständigen Anleihen. etwa 0,09 oder 0,07 Broz. belastet, soll nach dem Entwurf auf 4. Die 3 und warensteuer, die zurzeit die Zündhölzer mit Dies ist, wie Genosse Schmidt betont, vor allem deshalb wichtig, weil wir damit im geschäftlichen Berkehr in unserer deutschen Wäh: 20 Pro.3. erhöht werden. ung bleiben. Er bemängelt es, daß sich die Reichsbank bisher diefen Markt der wertbeständigen Anleihen nicht recht zunuze gemacht hat. Der Reichsbantpräsident av en st ein erkennt den Weg der wertbeständigen Anleihen zur Entlastung des Devisenmarktes in Es ist also traurige Wahrheit geworden: die deutsche einer Zeit, in der die Mare weiter fällt, als durchaus berech Sozialdemokratie hat sich über den Weg der Stigt an, aber er versichert nochmals, daß für die Einführung vorbehaltlos dem Befehl der Entente Sozia pon Goldfonten die Devisenbestände nie unb liften unterworfen, den gleichen Entente- ,, Sozialisten", die nimmer ausreichen würden( 1) Allerdings wird von den Für die Sozialdemokratie ist die Frage ber Erhöhung der inverschiedensten Seiten unterstrichen, daß wertbeständige Anleihen sich während des Krieges größtenteils geweigert hatten, die inter nur von solchen Stellen ausgegeben werden dürfen, die auch fat bireften Steuern eine politische. Sie kann nicht getrennt werden nationalen Sozialistenkongreffe zu besuchen, und die noch nichts, sächlich wertbeständige Einnahmen haben, wenn nicht früher oder von der allgemeinen Forderung, das ganze Steuersystem den neuen buchstäblich auch noch nichts getan haben, um selbst einem Boincaré später Erschütterungen eintreten sollen. Geldverhältnissen anzupassen. Die veranlagte Einkommen. wenigstens in den Arm zu fallen, die im Gegenteil nur durch schöne, Im wesentlichen brachyte die heutige Vormittagssigung also nur und Vermögenssteuer ergibt Steuerbeträge, die an dem aber heuchlerische Phrasen die deutsche Arbeiterschaft zu internatio- rein theoretische Auseinandersehungen, ohne in Tage, an dem sie gezahlt werden, nur noch einen Bruchteil von naler Duselei verführt haben. Vielleicht werden wir es noch erleben, der Kernfrage, die den Ausschuß beschäftigt, die Erforschung der dem ausmachen, was bei fofortiger Anwendung des Gesetzes am daß wir eine Reichsregierung bekommen, deren Mitglieder Gründe für den Stüzungszusammenbruch, irgendwelche Fortschritte Steuerstichtage zu zahlen gewesen wäre. Bevor diese Uebelstände als deutsche Sozialisten über die SAJ. dem Befehl der Entente zu erzielen. nicht beseitigt sind, fann einer Erhöhung der Verbrauchssteuern " Sozialisten" gehorchen müssen und auch im Gegensatz gerade zu nicht zugestimmt werden, die den Massenkonsum belasten. den Entente- ,, Sozialisten" gehorchen werden. den alles abhängen. Allseitiger Landesverrat. Hamburg und die Nationalisten. Die deutschnationale Deutsche Zeitung" veröffentlicht einen Artikel von Dr. Erich Schmidt- Eichwalde über den Hamburger Internationalen Sozialistentongreß, der in folgende Betrachtungen ausflingt: Der Schuldige. " 5. Die Spielfartensteuer. Die Vorlage will ungefähr den Stand vom 10. September 1919, dem Datum des bisher geltenden Gesezes, wiederherstellen. Wenn damals 2 M. für ein Kartenipiel erhoben wurden, was einer Belastung von etwa 100 Proz entsprach, so soll nunmehr bei einem Herstellungspreis von 875 m. 500 M. Steuer erhoben werden. Eine veränderliche Wertsteuer einzuführen, wird aus steuertechnischen Gründen im Entwurf für nicht durchführbar gehalten. Besoldungsreform. Der Arbeitsplan des Reichstags. Deutsche Reichsregierung und deutsche Wirtschaft sollen also das Der Aeltestenrat des Reichstags bestimmte heute vormittag den deutsche Volk aussaugen, um die Gerechtigkeit der Reparationen" Geschäftsplan des Plenums für die nächsten Tage. Am Donnerstag zu sichern, die deutsche Arbeiterschaft aber soll mit Gewalt jedes und Freitag fommt die sozialdemokratische Interpellation Der Reichsrat beschäftigte sich am 5. Juni mit der neuen Be nationale Erwachen in Deutschland erdrücken, bas... ist der Wille über die Teuerung und die Martentwertung zur Besprechung. soldungsordnung. Oberpräsident Gen. Hörsing fritisterte die der Entente- ,, Sozialisten". Dem Befehl dieser Feinde der Am Sonnabend stehen die Ergänzungsgesetze zum Reichs- Regierungsvorlage sehr scharf, schilderte die Not der unteren Beamten deutschen Befreiung haben sich unsere Sozialisten über die verforgungsgesetz und zum Wehrmachtversorgungs- und verlangte, daß nicht nur die Grundgehälter der oberen SAJ. bedingungslos unterworfen. Ist das nun gefeß zur zweiten Beratung. Am Montag und Dienstag folgt Beamten erhöht würden, wie das die Regierungsvorlage vorsieht, Landesverat oder nicht?! Wo bleibt dagegen das Ein- die zweite Beratung des Knappschaftsgefeßes, und daran sondern auch die Grundgehälter der unteren Beamten. Er be greifen der Reichsregierung und des Staatsgefchließt sich in den folgenden Tagen die zweite Beratung des Geantragte, es solle für jede Gehaltsgruppe auf das 30fache des richtshofes zum Schuhe der deutschen Republik. Odber weigert fetzes zur Befämpfung der Geschlechtstrantheiten. Grundgehaltes noch ein Einheitsfag von 120 000 Mart gelegt werden. sich am Ende der Staatsgerichtshof, die Betonung auf das Wort Die Strafgerichtsreform, die heute zur ersten Leung Thüringen bedauerte, daß sein Antrag, der über den des Oberdeutschen" zu legen?! Die Ereignisse erheischen eine Antwort! tommt, soll so gefördert werden, daß sie noch im Laufe des jeßigen präsidenten Hörsing hinausgeht, im Ausschuß nicht angenommen einfällt, soll den Rechtsanwalt Hankelmann geben und ist Adalbert,| schritte, die der Schiffsbau im Laufe der Jahrhunderte gemacht hat. immer Adalbert, wie wir ihn schon hundertmal gesehen haben. Und Man sieht hier u. a, auch ein Rettungsboot, das an die 100 Personen doch kann ich ihm nicht gram sein. Wie immer, verstrict er sich fassen kann, und das durch elektrische Kraft gesteuert wird. Hieran Bon Hans Gathmann. mit feinem unbedachtn Leichtsinn in die verwickeltsten Situationen, schließen sich die Abteilungen für Automobile, Flugzeugwesen, LandGin Zirfusheld, mit Muskelwülsten und Herkulesbrust, der allgerät in die tödlichste Berlegenheit und führt die Rolle durch, wirtschaft und Kunst und die Abteilung für gymnaftische Spiele, in Ein Zirfusheld, mit Muskelwülsten und Herkulesbruft, der all abenblich in der Manege Proben seiner erstaunlichen Körperfraft one mit der Wimper zu zucken. Das Bublifum schüttet sich aus denen die Schweden ja vorzügliche Leistungen aufzuweisen haben. vor Lachen, Adalbert bleibt unerschütterlich ernst wie der Bastor ablegte, wollte, um die Massen in den Zirkus zu loden, öffentlich am Grab. Adalbert ist der Chaplin der Operettenbühne. Er bringt Sommerprogramm. Der Geift der Biedermeierzeit wird beschworen Bilder und Szenen aus Alt- Berlin bietet die Urania als cuf der Straße feine Kunst zeigen. An einem Sonntag, mittags es fertig, daß der Zuschauer seine Umwelt vergißt. Die Tragödie 12 Uhr, ließ er vor dem Zeltbau einen Wagen mit vier mutigen des Alltags ist ausgelöscht, und auf der Bühne ersteht ein Leben voll in Wort, Bild, Lied und Darstellung. Mit Fleiß und Geschick find Pferden bespannen, er felbft stieg, in theatralischer Aufmachung, Lurus, Lebensluft und Sorglofigkeit. Illusion ist der Ursinn des die Sammlungen benutzt und die Bilder( größtenteils) farbig durch auf den Bock und forderte die neugierig Umherstehenden auf, zu Theaters: es voltigiert mit Zeit und Raum. Hier ist das Mittel: die Deutsche Lichtbildgesellschaft hergestellt worden. Eine Zeit wird einer fostenlosen Spazierfahrt einzufteigen. Männer, Frauen, Rin. Sprühende Romit, alles besiegende Laune, wirbliger Uebermut. Das fo lebendig gemacht, die sicherlich viel behäbiger, gemütlicher, aber der schwangen fich auf den leichten Wagen. Der Held nahm fo- Kurt Bois, die raffige Lea Seibel und die anmutige Hella Maß sozialen Elends tannte. Der Berliner Wiz ist zwar damals Ensemble stimmte famos in den Grundton: der graziös gelendige auch viel philiftröser, enger war und die auch bereits ihr gerüttelt dann die Zügel zwischen die Zähne und wollte also den Wagen Kürty. Man hatte feine fünstlerische Offenbarung erwartet, nicht erst geboren worden, aber er hat in den komischen Bildern und bis zur belebtesten Straße der Stadt lenken. Die vier mutigen fondern belustigende Anregung. In diesem Sinn war der Abend Szenen von Glaßbrenner, Eichborn, Scholz, Döhring fein klaſſiſches Pferde zogen an und fielen in einen scharfen Trab. Mit vorge- ein Erfolg. Dgr. Gepräge erhalten. Zwischen der Vorführung der Alt- Berline strecktem Kopf hielt der Kraftmensch die Leine. Bilder und Typen wurden Couplets und Lieder gesungen, die uns Die Jubiläumsausstellung in Gofenburg. Zuerst ging die Fahrt ganz gut. Taufende folgten bem felt- Göteborg, nach Stocholm die größte und volfreichste Stadt Edenſteher und die Sandbuben erschienen in Berson und ergöhten Gotenburg oder beffer gefielen als die Schlager von heute, der Schufterjunge, der samen Gespann. Ueberall erregte es Aufsehen und der Lenter all- Schwedens, hat zur Feier ihres dreihundertjährigen Bestehens eine durch ihren Mutterwig. Ein Einafter von Glaßbrenner beschloß gemeinste Bewunderung. Die Gesellschaft im Wagen war heiter große Ausstellung veranstaltet, deren historischer Teil einen inter- den Abend. Das Milieu dieses Heiratsantrages in der Niederwall und guter Dinge. Die Pferde verschärften noch das Tempo, bis effanten Ueberblick über das Werden und Wachsen der Stadt gestraße" war mit fauberster Atturatesse herausgearbeitet, und auch an einer scharfen Kurve der Wagen plötzlich umschlug und seinen währt. Ihren Aufschwung verdankt die durch einen fast immer die Darstellung gelang recht gut. Der Abend war auf Heiterfeit Inhalt aufs harte Pflaster schleuderte. Einige zerbrochene Glied- eisfreien Hafen begünstigte Stadt der Kontinentaliperre, die Goten gestellt; daß die alte gute Zeit auch ihre sozialen Schattenfeiten hatte, maßen und zerschundene Gesichter weten allgemeinſte Entrüftung. burg zu einem richtigen Stapelplatz englischer Waren machte. Der konnte man nur zwischen den Zeilen lesen. Die unteren Klassen hier mündende Göta- Elf und die günstige geographische Lage waren eben damals nur Gegenstand der Beluftigung für die andern. Bewunderung wurde Groll, Beifall Wutgeschrei. Der Held fchrie, zwischen Ost- und Nordsee bedingten geradezu eine strategische und die Pferde seien schuld. Andere meinten, die Kurve. Andere, das wirtschaftliche Ausnahmestellung. Deshalb war auch schon im schlechte Pflaster. 13. Jahrhundert am Fluß 20 Kilometer von der Mündung entferntein Hafen und eine befestigte Siedlung entstanden, die den Namen Lödöse führte. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts wurde ein neues Handelszentrum angelegt, das Neu- Lödöse genannt wurde und die Mutterstadt bald völlig in den Hintergrund brängte. Aber schon 100 Jahre später erwies fich auch dieses Neu- Lödöse als zu eng, so daß Karl IX. gegenüber der Festung Elfborg eine neue Stadt gründete, die aber wenige Jahre später beim Einfall der Norweger dem Boden gleichgemacht wurde. Im Jahre 1623 murte dann das heutige Göteborg an der Stelle der zerstörten Stadt von König Gustav Adolf neu erbaut und von zahlreichen Schotten, Der Chaplin der Operettenbühne. Auch das Künstler- Holländern und Deutschen besiedelt. Das neue Gotenburg wurde theater hat nun seine Sommerspielzeit und feire Sommer- nun zu einem internationalen Handelsplatz. operette. Gehört die" Tugendprinzessin" ebenfalls zu den Die Gotenburger Jubiläumsausstellung Legt im Mittelpunkt Der Rückgang der Fleischnahrung in Deutschland. Der Meisch Sdymarren, wie sie jetzt üblich sind, den Geschmack unseres Theater der Stadt und bildet mit ihren weitgedehnten Parkanlagen, Ge- verbrauch des deutschen Volkes ist nach der„ Klinischen Wochenschrift von publikums zu verwüsten? Sie hat gewiß feinen fünstlerischen bäuden, Türmen und Säulengängen einen überaus anziehenden 52 kg der Borfriegszeit auf 26 kg im Jahre 1922 zurüdgegangen. Am Dauerwert, aber das will sie auch gar nicht. Der Komponist Kurt Anblid, der dem Beschauer ein getreues Bild von den Fortschritten nicht nur tegen feines Eiweißgehaltes, sondern auch wegen bes Gebaltes stärksten wurde von diesem Rüdgang das Schweinefleisch betroffen, das 3orlig ist fein Strauß aus Wien. Die Musik flingt ein bißchen in Schweden vor Augen stellt. Bemerkenswert sind vor allem die an Feit als Hauptnabrungsmittel in Betracht fommt. Stellt man die dünn, sie hat aber Schmiß, einschmeichelnde, nicht aufdringliche Me- dem Kunstwert gewidmeten Abteilungen, ein Gebiet, auf dem Schlachtziffern vom Februar 1923 denen von 1913 gegenüber. fo ergibt fich lodien, prickelnde Rhythmik und, wenn's paßt, auch eine eigene Schiveden besonders Originelles und Feines geschaffen hat. Ein eine Abnahme für Rinder um 13%, für Kälber um 32%, für Schafe um Schwüle. Der Librettist Otontowsti hat einen ideenreichen Text Muster vorbildlicher Art ist auch die dem Schiffswesen gewidmete 47,6% für Schweine um 68% verfaßt, in dem die Logit zwar nicht immer zu ihrem Recht tommt, Abteilung der Ausstellung. Sie umfaßt alles, was mit der Schiffaber er ist lustig. Otontowski hat seine Einfälle um Mag A dalfahrt in Verbindung steht, Werften, Leuchttürme, Lotswesen, Retbert herumgruppiert. Adalbert tann nicht fingen und singt, fann tungsgeräte, Fischfang, Hafenarbeiten, Ozeanographie u. a. m. Eine nicht tanzen und tanzt, hat eine Rolle und spielt, was ihm gerade Sehenswürdigkeit bildet hier der historische Ueberblick über die FortBis in den allgemeinen Wirrwarr einer der Mitfahrer, übel zugerichtet, rief:„ Wir sind ja selbst schuld, wir hätten ja nicht einsteigen brauchen. " Da empörten sich über ihn seine eigenen Leidensgefährten und schlugen ihn halb tot. Der Held aber fuhr stolz zum Zirkus zurüd. Die Borstellung am Abend war ausverkauft. Neue Reichsbanknoten zu 500 000 Mart. Infolge der neuen Entwertung der Mark erweisen sich die zurzeit im Umlauf befindfichen Noten von 50 000 und 100 000 m. für hohe Barzahlungen als unzureichend. Deshalb hat die Reichsbant neue Noten im Nennbetrage von 500 000 M. in Auftrag gegeben. Die neuen Noten werden im Gegensatz zu vielen bisher im Buchdrud hergestellten und wie die 20 000- Mart- Noten daher leichter verfälschbare Geldscheine von der Reichsdruckerei im Kupfertiefdruckver. fahren hergestellt werden, das die Nachahmung bedeutend erschwert. Die Noten werden voraussichtlich Mitte oder Ende Juni zur Ausgabe gelangen, da die Techmit des Kupferdrucs eine sehr forgfältige und deshalb etwas langsamere Herstellung als das Buchdruckverfahren erfordert. Ein neues Byron- Bildnis. Ein Bildnis Byrons, das von der be rühmten Malerin Bigée- Lebrun herrührt, ist in der Sammlung des Serzogs von Bremio- Real in Paris entbedt worden. Das Gemälde ift wahrscheinlich in Paris entstanden, wo Byron 1816 weilte. Die ersten Kirschen. treten, die die Versagung der Erlaubnis rechtfertigen würden. Die wurde; es würde daher für den Antrag Hörfing stimmen, dasselbe] Berwaltungsgerichte werden die Weigerung des Berkaufs wohl faum erfiärten Braunschweig und Anhalt. Hessen beantragte, die alte Spannung der Grundgehälter beizubehalten und die In den Schaufenstern, deren Studium gerade jekt besonders als genügend für die Konzessionsentziehung ansehen. Denkbar ist Spannung in den Ortstlaffen zu verringern. Sachsen und lehrreich und lustig ist die den einzelnen Waren angehefteten allerdings, daß in besonders gearteten Fällen, z. B. wo im Orte oder Württemberg stellten den Antrag, die Spannung in den Orts. Breisschilder werden immer breiter und länger, weil sonst die viel- Ortsteile nur eine Gastwirtschaft besteht, die dauernde Abgabever weigerung als Unzuverlässigkeit angesehen werden könnte, da die flassen zu verringern. Die Anträge Hörfings, Hessens und Sachfens stelligen Zahlen auf dem Papier feinen Play finden sieht man Konzessionierung des Lotals stattfand, um einem öffentlichen Befanden nicht die genügende Unterstügung. Der Antrag Württem- jetzt die ersten Kirschen. Kleine, unscheinbare, noch halb grüne dürfnis zu genügen, in der selbstverständlichen Erwartung, daß der berg auf Berringerung der Spannung in den Ortsklassen wurde Früchte, die sauer und saftlos sind. Um so saftiger sind die Preise. Birt dieses Bedürfnis auch zu befriedigen gewillt sei. Entzieht er mit 34 gegen 29 Stimmen angenommen. 1240 Mart das Viertelpfund. Daneben liegen Garten sich dieser Pflicht, so kann wohl angenommen werden, daß er sich Nach der vom Reichsrat angenommenen 9. Ergänzung des Be- erdbeeren 2500 Mart das Biertelpfund! Und wer hierdurch unzuverlässig macht, sofern durch die Weigerung ein gesoldungsgesetzes wurden die Grundgehälter der Beamten derart weiß, wenn diese Zeilen im Drud erscheinen, die hier angegebenen wisser Notstand hervorgerufen wird und das Verhalten des Wirtes neu geregelt, daß die Teuerungszuschläge, bis jetzt Preise nicht schon wieder überholt sind. Dann ist höchstwahrscheinlich auf reiner Willkür beruht Anders liegt der Fall bei dem 1700 Pro3., eingebaut werden. Die Grundgehälter werden der Dollar weiter gestiegen, und natürlich müssen die Preise für Fleischermeister, der sich weigert, Fleisch an eine bestimmte Person zu verkaufen. Gemäß§ 5 der Bekanntmachung über die Berson zu verkaufen. Gemäß§ 5 der Bekanntmachung über die höher bemessen, und schließlich wird die Spannung zwischen den Frühobst mitklettern. Wie lange noch, und die Kirschen aus Werder Einrichtung von Preisprüfungsstellen und die Versorgungsregelung einzelnen Gruppen auseinandergezogen. Bei Einbeziehung der fommen auf den Markt. Und wenn die Herrschaften aus Werder, vom 25. September 1915 fönnen die Preisprüfungsstellen für GegenTeuerungszuschläge wurde eine Multiplitation mit 18 die es immer verstanden haben, hohe Preise zu verlangen und zu stände des notwendigen Lebensbedarfs im Kleinhandel Preisverzeich bzw. mit 30 vorgenommen. Die Frauen zulage wurde auf erhalten, Glück haben, ist der Dollar abermals gestiegen, und die niffe vorschreiben. Die angefündigten Preise dürfen nicht überschritten und die Abgabe der im Kleinverkauf üblichen Mengen an 32 000 Mt. erhöht. Die Zulage für Verheiratete wird auch Preise für Kirschen können weiter klettern. Das Landespolizeiamt hatte sich beizeiten mit aller Berbraucher zu dem angekündgten Preise darf nicht verweigert werauf finderlose Witmer ausgedehnt. Sie soll außerdem auch schuldlos Geschiedenen gewährt werden. Energie gegen den Wucher mit Obst und Gemüse gewahrt. Die den. Zuwiderhandlungen werben gemäß§ 19 a. a. D. regelmäßig Folge diefer notwendigen Aktion war wunderlich genug. Erzeuger mit Geldstrafe bis 150 000 m., eventuell mit Haft bis zu vier Wochen und Händler hielten in der Landwirtschaftskammer der Proving Brandenburg eine Sigung ab, schimpften gewaltig auf das LandesParis, 6. Juni.( Eca.) Bei der gestrigen Bernehmung des polizeiamt und erklärten feierlich, fie feien feine Bucherer. Man Sekretärs der Camelots du Roi, Real del Sarté, hatte sich auch tann aus folchem Benehmen nur folgern, daß sie sich getroffen der Direktor der Action française, Maurras, eingefunden und fühlten und schrien: Wir wuchern nicht! Ja, wenn man damals wollte die Verantwortung für die Real del Sarté zur Laft gelegten aufmerksam aufhorchte auf die Reden der Erzeuger und Händler, Bergehen auf sich nehmen. Der Untersuchungsrichter weigerte befam man den Eindruck, daß die Konsumenten, weil die Preise viel sich jedoch, mit Maurras zu verhandeln, da feine Klage gegen ihn zu niedrig sind, sich auf Kosten der Erzeuger und Händler satt und vorliege. Die gleiche Stellung nahm der Generalstaatsanwalt ein. voll effen, während jene am Grabe ihrer Habe stehen. Arme Kerle! Maurras erschien im Justizpalast mit einer Leibwa che von Wie dem auch fei, die Kirschen fosten jetzt 1240 m. das Viertelpfund. Camelots du Roi. In den Gängen des Justizpalastes trafen sie mit Und sie werden zu dem Preis leider gekauft! Was wollen Sie," dem kürzlich von den Camelots überfallenen früheren Staatssekretär hörte man einen biederen Bürger behaupten, das find etwa und Abgeordneten Violette zusammen, der als Rechtsanwalt im 7 Pfennige!" Und er ging hin und kaufte sich ein Pfund Kirschen Justizpalast zu tun hatte. Die Camelots beschimpften Violette auf für 28 Pfennige! Solange es immer noch so liebe Leute gibt, das niederträchtigste. Biolette wurde von seinen Freunden, die ihn die die wahren Herenmeister der höheren Rechenkunst sind, werden auch alle Erzeuger auf das Landespolizeiamt pfeifen und die Preise vor weiteren Anrempelungen bewahren wollten, fortgezogen. verlangen können, die ihnen gerade passen! Die Royalisten fahren fort. Pardenberg". Was am Kurfürstendamm möglich ist. Die Bedeutung der Abstimmung über den öffentlichen Anschlag der Rede Herriots liegt besonders darin, daß in dieser Rede auch gegen die Regierung Poincaré die schärfsten Vorwürfe wegen ihrer bisherigen Passivität gegenüber den Treibereien der Royalisten enthalten waren. Sie enthielt fer polizei. Er hat in furzer Zeit hiesige Firmen schon viele Millionen ner die Erklärung, daß Herriot und seine radikalen Freunde ner die Erklärung, das Herriot und seine radikalen Freunde infolgedessen dem Kabinett ihr Vertrauen nicht würden ausinfolgedeffen dem Kabinett ihr Vertrauen nicht würden aus sprechen fönnen. Für Poincaré und seine Ministerkollegen ist diese Abstimmung eine sehr peinliche BI a mage, die faum durch die Tatsache wettgemacht wird, daß nachträglich auch der Anschlag der Rede des Innenministers Maumoury beschlossen Jaurès- Feier in Toulouse. wurde. Ein neuer Waren- Großschwindel beschäftigt wieder die Kriminalgekostet. Der Sitz war Kurfürstendamm 75. Hier mietete ein Mann, der fich Bardenberg nannte, für kurze Zeit ein Zimmer und fete eine angebliche Frau Dr. Rieser als seine Privatfefretärin hinein. Das Ganze war die Mar Rosenthalsche Guts verwaltung, Direktion Rostock in Mecklenburg, Zweigstelle Berlin- Halensee, Kurfürstendamm 75. bestraft. Nene stark erhöhte Posttarife. Im Reichspostministerium trat gestern der Verkehrsbeirat zufammen, um sich mit der notwendig werdenden Erhöhung der ẞostgebühren zu beschäftigen. Auf Verlangen des Reichsfinanzminifteriums wurde eine neue Vorlage eingebracht, die sehr wesentlich über die zum 1. Juli geplante Erhöhung der Postgebühren hinausgeht. Die neuen Eäge bedeuten eine Erhöhung der Gebühren für Briefe und Karten um das Bier- und Fünffa che, für Telegramme um das Dreifache und für Ferngespräche um das Siebenfache. Die Paketgebühren sollen verdoppelt werden. Es stellt sich also nach den neuen Säßen eine Postkarte im Ortsver= fehr auf 100, im Fernverkehr auf 200 M.; Briefe im Ortsverkehr bis zu 20 Gramm 200( jegt 40), bis 100 Gramm 300 m., bis Gramm 400, bis 500 Gramm 500 M.; Briefe im 250 Fernverkehr bis 20 Gramm 400 m., bis 100 Gramm 500, bis 250 Gramm 600, bis 500 Gramm 700 M.; Drudsachen bis 25 Gramm 100, bis 50 Gramm 200, bis 1000 Gramm 300 usw. bis 700 M.; 2 Kilogramm- Pädchen fosten 800 M.; Pafete bis 3 Kilogramm in der 1. 3one 900, in der 2. und 3. 3one 1800 m. Die Wortgebühr für Telegramme im Fernverkehr beträgt 250 M., die Grundgebühr 500 m., im Ortsverkehr die Hälfte dieser Säße. Herbert Heiland, der unermüdliche Mitkämpfer der Jugendorganisation, ist ihr durch den Tod entrissen worden. Die Soziafistische Arbeiterjugend wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Die Einäscherung findet am Donnerstag, den 7. Juni, mittags 12 Uhr im Krematorium Baumschulenweg statt.- Wir ersuchen alle Jugendgenoffen, sich rege zu beteiligen. Ueber die geftrigen Bersammlungen in Schöneberg, Wilmersdorf und Stegliß, in denen die Genossen. Dr. Kurt Rosenfeld, AltFrau Dr. Rieser besuchte nun große Geschäfte und Barenhäufer maier und Genoffin Mathilde Wurm sprachen, gehen uns nachträgund faufte alles, was eine Gutsverwaltung wohl gebrauchen kann. lich Berichte zu, die wir leider aus Raummangel nicht mehr verSie schloß jedesmal über Millionen ab mit der Bestimmung, daß öffentlichen fönnen. Ueberall waren die Versammlungen glänzend Paris, 5. Juni.( WTB.) Unter dem Vorsitz des ehemaligen eine schriftliche Bestätigung von der Mar Rosenthalschen Gutsver- besucht. Die Ausführungen der Referenten wurden mit gespannter Ministers Painlevé und des belgischen sozialistischen Abgeord- waltung alsbald eingehen werde. Diese kam dann auch gleich mit Aufmerksamkeit entgegengenommen. Die beantragte Resolution neten Bandervelde fand, wie Havas meldet, in Toulouse der nächsten Post auf einem schönen Bogen mit Vordruck der fand einmütige Annahme. eine Gedächtnisfeier Jaurès statt. Der Abgeordnete Moutet Direktion Rostod. Selbst gemiegte Geschäftsleute ließen sich täuschen Zwei gefährliche Schwindler, die in Saarbrücken als Aerzte hat bei dieser Gelegenheit im Namen von Anatole France und sicher machen. Niemand dachte an einen Schwindel. Die Ge- Dr. Hela Méry und Dr. Mener und als ungarische Flüchtlinge aufeine Rede verlesen, in der sich dieser wie folgt äußert: Brüder, es schäftsleute gaben den Boten die Ware mit und waren fie los ohne traten, werden jetzt von der Kriminalpolizei in Berlin gesucht. Die ist eine Sache, die uns alle einen fann, euch Linksrepublikaner und einen Pfennig dafür zu haben. Die Gutsverwaltung ließ nichts angeblichen Aerzte fanden als Flüchtlinge bei einem Herrn in uns Sozialisten, es ist die der Wiederherstellung des mehr von sich hören. Als sich die betrogenen Firmen endlich er- Saarbrüden 14 Tage lang Unterkunft. Sie behandelten auch den Friedens. Wie machtvoll würde Jaurès, wenn er noch unter fundigten, erfuhren sie nur noch, daß die Gutsverwaltung vom Gastgeber sowohl wie dessen Frau. Eines Abends erklärten sie, daß Kurfürstendamm verschwunden war. Das verschwundene Pärchen fie für die Diagnose einer Blutprobe bedürften, entnahmen sie dem hat in 14 Tagen für viele Millionen Waren ergaunert und vermutlich Oberarm des Herrn, machten ihm dann eine Einspritzung in den gleich wieder verkauft. Pardenberg hat aber auch noch Heirats Arm und verabreichten ihm auch noch ein Bulver. Auch die Frau Seine Brieffchaften schwindel in ausgedehntem Maße betrieben. zeugen von vielen Stelldicheins mit heiratsluftigen Damen am Kur- erhielt eine Einfprigung in den Oberam. Als der Mann, der bald schwunden und hatten 40-50 000 m. bares Geld, einen fürstendamm. Diefe machten fich nach seiner Anweisung dadurch einschlief, am andern Morgen erwachte, waren seine Gäste ver tenntlich, daß sie in dem vereinbarten Café feinen Brief vor sich auf den Tisch legten. Bardenberg aber trug fein Erkennungszeichen. goldenen Ring mit großem Brillanten im Werte So hatte er Gelegenheit, die Bewerberin zu mustern, ohne daß sie es von 2 Millionen und andere Schmucksachen mitgenommen. Die wußte, und fie fizen zu lassen, wenn sie ihm nicht gefiel. Es tam grau lag in einem anderen Zimmer auf dem Sofa und war im Zustande der Betäubung mißbraucht worden. Es auch vor, daß in einem Café am Kurfürstendamm an verschiede ist festgestellt, daß die Schwindler einen Teil der Sachen in Berlin nen Tischen mehrere Damen zu gleicher Beit mit verkauft haben, einem Briefe por fich auf den Freier harrten. Bardenberg musterte alle nacheinander und mählte die aus, die er für die geeignetste" Braut" hielt. Kriminalkommissar Brebed, der Paris, 6. Juni.( WTB.) Der kommunistische Reichstagsabgeben Schwindel aufdeckte, fahndet jetzt auf das Bärchen und nimmt ordnete öflein hat gestern vor. einem franzöfifchen Gericht eine weitere Mitteilungen im Zimmer 107 des Polizeipräfidiums entKlage gegen den Minister des Innern einreichen lassen, den er gegen. für seine weitere Haft verantwortlich macht. Höllein wird tatsächlich nur zur Repressalie für angeblich ungefeßliche Festhaltung von Franzosen in Deutschland weiter in Haft behalten. uns weilte, feine Stimme für den Frieden donnern lassen, nicht für jenen Frieden, unter dem im Gaargebiet und im Ruhrgebiet die Feindseligkeiten fortgefeßt werden, sondern für den wahren Frieden, der eine wahre Annäherung zwischen allen Nationen und in erster Linie zwischen Frankreich und Deutschland herbeiführen müßte. Ein Friede ist möglich. Republikaner, Sozialisten, beweisen wir, daß wir der Lehre von Jaurès treu bleiben. Einigen wir uns in Frankreich, um die Reaktion niederzu ichí agen, einigen wir uns in Europa, um den Frieden wieder herzustellen. Höllein erhebt Klage. Fortgang des Schulstreiks. Einen Zusammenstoß zwischen einem Hilfsförster und einem Bilderer gab es auf dem Gelände von Hobrechtsfelde. Der Förster fah dort in früher Morgenstunde einen jagomäßig ausgerüsteten Mann, der augenscheinlich mit der Büchse auf einem Birschgang war. Da der Fremde auf Anruf in Deckung und Anschlag ging, nahm der Förster ebenfalls Deckung, tam ihm zuvor und schoß ihm eine Kugel durch die rechte hand in die Hüfte, Der Schulstreit in der 306. und 307. Gemeindeschule geht in so daß er liegen blieb. Jeht holte der Förster eiligst Hilfe und benachrichtigte die Schutzpolizei und die Landjägerei. Der Verwundete aller Schärfe meiter. Rein Kind besucht seit Freitag voriger Woche wurde zunächst nach dem Krankenhaus in Buch und dann, nachdem Der vor vielen Wochen in Paris verhaftete Reichstagsabgeord die Schule. Es ist Vorsorge getroffen, daß die Kinder anderweitig er hier verbunden worden war, nach der Charité gebracht. nete Höllein hätte schlimmstenfalls wegen Paßvergehens zu unterrichtet werden. Verhandlungen mit dem Oberschulrat Nydahl wurde festgestellt als ein Hieronymus Ludwig aus der Franzstraße. einer Geldstrafe verurteilt werden dürfen, genau so wie der etwa berliefen ergebnislos, da der Oberschulrat teine Mitteilungen darüber wurde festgestellt als ein Hieronymus Ludwig aus der Franzstraße. geben fonnte, wann Mittel für den Weiterbau der Schule in der Frau Marie Rebe, Köpenid, Luisenstr. 11, ersucht uns mitzuzur gleichen Zeit in Deutschland festgenommene franzöfifche Jour Mandelstraße zur Verfügung gestellt werden. Die Schuldeputation teilen, daß sie mit der in der Notiz„ Kommunistische Heldentaten" nalist Labourel. Es war an sich schon eine Niederträchtigkeit der hat auf Antrag der Dezernenten einstimmig den beschleunigten( Nr. 251 des Vorwärts") genannten Frau gleichen Namens nicht französischen Regierung, daß sie eine Antlage wegen Komplottes Weiterbau vom Magiftrat bzw. dem Kämmerer gefordert. Der identisch ist. gegen ihn erhob. Infolge der Entscheidung des Senats ist aber Magistrat faßte einen Beschluß dahingehend, den Weiterbau aus diese Anklage zusammengebrochen, so daß die elementarsten Gründe Mitteln der produktiven Erwerbslosenfürsorge zu bestreiten. Die der Menschlichkeit für Hölleins Rüdbeförderung nach Deutschland Berhandlungen in dieser Angelegenheit sind noch nicht abgeschlossen. sprachen. Dennoch hält ihn die Regierung ohne rechtliche Grund. Die Empörung der Elternschaft richtet sich nunmehr gegen den Malage weiter gefangen, wie die„ Times" behaupten als Austausch giftrat bzw. gegen den Kämmerer, in dessen Händen es liegt, für die objekt für zwei in Deutschland festgenommene französische Flieger, Beendigung des Schulstreits zu wirken. Eine erneute Elternverfammlung faßte einstimmig den Beschluß, feinesfalls die Kinder in die bei Nürnberg notlanden mußten. die Schule zu schicken, bevor nicht vom Magistrat die Erklärung vor. liegt, daß Mittel zum Weiterbau bereitgestellt sind und eine Mit teilung, wann die neue Schule in Benutzung genommen werden kann. Mietschöffen. Ist schon in Kriegszeit die Methode der Geifeln ein Rückfall in die Barbarci, so ist fie in der Friedenszeit erst recht abscheulich, gleichviel von wem sie angewendet wird. Die Tatsache, daß die ruffifche Sowjet- Regierung das Geiselsystem planmäßig und meist erfolgreich angewendet hat, ist jedoch keine Entschuldigung für Mietschöffen sieht das neue Gesetz über den Mieterschutz vor. Boincaré, denn Höllein ist nicht russischer, sondern deutscher Staats. In Breußen ist beabsichtigt, deren Wahl auf Grund von Vorschlags. angehöriger und es ist uns fein Fall bekannt, wo die Reichsregie- liften der beteiligten Vereine durch den Ausschuß vornehmen zu rung nach Kriegsende zu diesem System gegriffen hat. Wenn die Freilassung Hölleins tatsächlich nur noch von der Haftentlaffung der beiden französischen Flieger abhängt, dann sollte das Reich in Gottes Namen lettere schleunigst nach Hause schicken, gegen die wahrscheinlich ebensowenig Spionageverdacht" vorliegt wie einst gegen Labourel. Inzwischen sind übrigens zwei weitere französische Flieger im unbesetzten Deutschland gelandet und verhaftet worden, und zwar am Sonntag bei Unna in Westfalen. Sie steckten nach der Landung ihr Flugzeug in Brand. Ganz wie im Kriege! Reichsbund der Kriegsbefchädigten usw., Bezirk 6, Süden. Mitt woch, den 6. Juni, abends 8 Uhr, Bezirksversammlung in Gliefings Ballhaus, Waffertorstr. 68. Wichtige Mitteilungen über den Stand der Novelle zum NVG. Groß- Berliner Parteinachrichten. 6. Kreis Kreuzberg. Donnerstag, den 7. Juni, 7 Uhr: Sufammenkunst aller Beamtenobleute ber Abteilungen bei Wolf, Gräfeftr. 26. Jede Abteilung muß vertreten fein. Die noch fehlenden Listen sind mitzubringen. 37. Abteilung. 7, Uhr bei Serasch, Ebertyftr. 10: Wichtige Funktionär konferenz. 51. Abt. Charlottenburg 6 Uhr bet Passenheim, Rieschenallee 12a: Engere Sigung des Abteilungsvorstandes. 128.- 130. Abt., Pantow. Die für heute abend anberaumte Borstandssitung findet umständehalber erft morgen, Donnerstag, eine halbe Stunde vor Beginn der Funktionärversammlung statt. 6. Juni 5. Juni Käufer Verkäufer Käufer Berkäufer ( Geld-)( Brief-)( Geld-)( Brief-) Kurs Sturs Kurs Kurs 30124.50 30275.50 24389. 24461. 26817.- 21945.- 22055. 4314. 4336.- 3466. 3484. 12461.50 12531.50 10349. 10401. Ilassen, wie er im Gerichtsverfassungsgesetz vorgesehen ist. Wo es örtliche Hausbefizer- und Mieterbereine nicht gibt oder die Vorschläge nicht ausreichen, so wird die Urliste für die Geschworenen. benugt. Die Amtsgerichte fordern jetzt die Vereine auf, die Listen aufzustellen und bis zum 1. Auguft einzureichen. Es dürfen teine 1 holländischer Gulben Bersonen aufgenommen werden, die gleichzeitig Vermieter und 1 argentinische Papier- Peso 26683.Mieter oder mit dem Bollzuge der Maßnahmen gegen den Wohnungs- i belgischer Frant 1 norwegische Krone mangel betraut find. Verweigerung des Warenverkaufs. Es häufen sich die Fälle, daß Gastwirte sich weigern, an Gäste, bie fie wegen Uebersdyreitung der Polizeistunde angezeigt haben, Bier zu verabfolgen. Auch Fleischermeister weigern fich oft, an Personen Fleisch zu verkaufen, die sie wegen Wuchers zur Anzeige gebracht haben. 1 dänische Krone. 1 schwedische Krone 1 finnische Mart. i japanischer Den i italienische gire i Pfund Sterling 1 Dollar. 1 französischer Frank . Der frühere Direktor des Avanti", Serrati wieder frei. Serrati, ist auf Anordnung des Untersuchungsrichters aus der Haft entlassen worden. Faschisten und Kommunisten. Bei einem Zusammenstoß in Triest zwischen Faschisten und Kommunisten wurde ein Faschist Es entsteht nun die Frage, ob gegen diese Gewerbetreibenden 1 brasilianischer Milreis getötet. Um ihn zu rächen, haben die Faschisten den Boreingeschritten werden kann. Dazu wird in der nächsterscheinenden 1 Schweizer Frank. Nummer der bekannten Fachzeitschrift Die Polizei" Stellung ge- 1 spanische Beseta figenden eines kommunistischen Klubs hingerichtet. nommen. Der Gastwirt macht sich nicht strafbar! Die Vera b= 100 österr. Kronen( abgeft.) Der bayerische kommunistische Abg. Eisenberger soll nach einem folgung von Getränken ist eine Privatangelegen- 1 tschechische Krone Beschluß der bürgerlichen Landtagsmehrheit verhaftet werden. Eisenheit des Wirtes; sie ist Kaufvertrag zwischen den Kontrahenten. 1 ungarische Strone berger hat sich bisher seiner Berhaftung durch die Flucht entzogen. Ob der Wirt ihn abschließen will, ist in fein Belieben gestellt. Die 1 bulgarische Lewa Ronzession fann nur zurückgenommen werden, wenn Tatsachen ein- 11 jugoslawischer Dinar Er wird wegen Landesverrat“ verfolgt. 13865.- 18995.- 11396. 11454.20349.- 20451.- 16558.50 16641.50 8491.- 3509.355110.- 356890.76807.77193.4837.50 4862.50 7481.- 7519.18484.11228.13416.11172. 1779,50 1788.50 31421.- 31579.2892,50 2907.50 284287-285718.62343.- 62657.4019,50 4040.50 93.89 6483,50 6516.50 11406.- 11464.9725,50 9774,50 92,91 1925.1935.11.87 11.93 698.702.809.50 814,50 Nene Löhne in der Leberwaren- Jaduftrie. Gewerkschaftsbewegungen Reichswehr statt Telephonistinnen. In der sehr start besuchten Bersammlung der Lederwarenindustrie in den Bentral- Festsälen berichtete Blume über das Ergebnis der letzten Lohnverhandlungen. Dem Bericht ist zu entnehmen, daß alle tatsächlich gezahlten Löhne für die Zeit vom Wirtschaft „ Der Konsumverein fönnte zu billig felu". In der Leipziger Str. 5/7 befindet sich die Telephonzentrale 1. bis 8. Juni um 60 Broz. und die folgende Woche um 70 Broz. er Reichsbehörden, der 30 Zivilbehörden angeschlossen sind. Seit generell erhöht werden. Der Mindestlohn eines Facharbeiters einer Reihe von Jahren, die Ausfuhr Erlaubnis für ihre Prowei Jahren nun wird vom Reichswehrministerium, das dort auch beträgt demnach 3200 m.( 3400 M.), eines Silfsarbeiters 2912 M. mit einer gewissen Anzahl von Anschlüssen verbunden ist, jedoch auch( 3094 M.), Stepperinnen 2176 M.( 2312 M.). Die Lehrlinge beseine eigenen Angestellten dort hat, ein hartnäckiger Kampf geführt, tommen pro Woche im 1. Rebrjahr 14 400 2.( 15 300 m.), im 2. Jahr um diese Telephonzentrale in eigene Verwaltung zu bekommen. 17 600 m.( 18 700 M.), im 5. Halbjahr 22 400 M.( 23 800 M.) und Die befragten Zivilbehörden haben seinerzeit den Uebergang der 6. Halbjahr 24 000 m.( 25 500 2.). Telephonzentrale zum Reichswehrministerium abgelehnt. Nichts. In der Diskussion sprachen fast sämmtliche Redner für Abdestoweniger gingen die Bemühungen weiter und man scheint nun lehnung, da die Teuerung viel größer sei, als die eingetretene das Reichsfinanzministerium überzeugt zu haben, daß es aus Er- Lobnerhöhung. Nach mehrmaliger Abstimmung wurde dann das sparungsrücksichten vorzuziehen sei, wenn diese Telephonzentrale Resultat gegen eine starke Minderheit angenommen. Don Angehörigen der Reichswehr besetzt wird. Die Folge wäre, daß die dort beschäftigten Angestellten entweder auf die Straße gesezt oder anderweitig untergebracht werden müßten. Ob die Reichswehr billiger arbeitet, fann man füglich bezweifeln. Man muß aber überrascht sein, daß nunmehr unter Umgebung der interessierten Zivilbehörden die Telephonzentrale an die Reichswehr ausgeliefert werden soll. Wie uns von der zuständigen gewerkschaftlichen Organisation mitgeteilt wird, würde eine derartige Ueberleitung, die fachlich durchaus unbegründet ist, eine schwere wirtschaftliche Härte gegenüber den Angestellten der Telephonzer.trale bedeuten. Diese Maßnahme berührt um so merkwürdiger, als fie gegen den ausdrücklichen Willen und sozusagen hinter dem Rüden der interessierten Zivilbehörden beabsichtigt ist. Zum Verbandstag der Sattler. Am 7. Juni und den folgenden Tagen hält der Verband der Sattler, Tapezierer und Portefeuiller in Offenbach a. M. seinen ersten ordentlichen Verbandstag nach der Verschmelzung mit dem Tapeziererverband, die im Jahre 1920 stattfand, ab. Nach den üblichen Berichten der Funktionäre steht auf der Tagesordnung: Stellungnahme zu einem Industrieverband, mit Referat und Rorreferat, Statutenänderungen und Anträge und ein Vortrag über die neuere Gefeßgebung auf dem Gebiete des Arbeitsrechts. In der Vorlage für die Verhandlungen des Verbandstages find zu den verschiedenen Tagesordnungspunkten 111 verschiedene Anträge enthalten. Die Mitgliederbewegung gestaltete fich wie folgt: Am 1. Januar 1920 hatte der Sattlerverband 25 652, der Tapeziererverband 12 893 Mitglieder, nach der Verschmelzung zusammen 38 545. Am 1. Januar 1922 fonnten 40 548 und am 1. Januar 1923 43 008 Mitglieder gemustert werden. Die Kurssteigerungen des Dollars zwangen die sämtlichen Funt. tionäre des Verbandes, ihre ganze Kraft und Aufmerksamkeit unaus. gefeßt auf die Erringung der notwendigsten Eristenzmittel für die Verbandsmitglieder zu konzentrieren. Trotzdem es gelang, die Löhne nominell hochzubringen, war es doch nicht möglich, sie auch nur annähernd der allgemeinen Preiserhöhung anzupaffen. An Streiks und Lohnbewegungen hatte der Verband 1920 197 Fälle, die sich auf 627 Betriebe mit 3451 Mitgliedern erstreckten. Der Berlust an Arbeitstagen betrug 55 093, die Kosten der Streifs 353 253 M. 1921 waren 207 Streitfälle in 847 Betrieben mit 3664 Mitgliedern und 555 836 M. Kosten zu buchen. Die Streitwelle ſteigerte fich 1922 auf 239 Streitfälle, 1657 Betriebe und zog 10 785 Mitglieder in Mitleidenschaft, die Rosten betrugen 386 380 m. 588 m. Die Finanzen des Verbandes mußten infolge der ständig fort sdyreitenden Geldentwertung durch entsprechende Erhöhung der Beiträge in Ordnung gehalten werden. Am 31. Dezember 1920 perfügte der Verband über ein Gesamtvermögen von 2 358 537,43 m. Am 31. Dezember 1921 betrug es 4 857 311,89 m. und am 31. De zember 1922 41 274 521 M. Im Jahre 1920 betrug die Einnahme pro Kopf 88,71 M., 1921 123,07 m. und 1922 1227,20 m. Die Ausgabe pro Ropf betrug 1920 69,59 m., 1921 71,90 m. und 1922 Die Verschmetzung der Verbände der Sattler und Portefeuiller mit dem Tapeziererverband hat im allgemeinen zu einer guten Ent wicklung und entsprechender Zusammenarbett geführt. Der Verbands tag in Offenbach hat in dieser Zeit der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit eine recht schwierige Aufgabe vor sich. Er soll entscheiden, ob es zweckmäßig ist, so furz nach der Verschmelzung mit den Tapezierern bereits wieder an eine neue Koalition mit den Leder. arbeitern und evtl. auch mit den Schuhmachern zu denken, oder ob es zweckmäßiger ist, diefe Bereinigung zu vertagen, bis wieder übersichtlichere Zustände in der deutschen Wirtschaft eingetreten sind. Die Frage ist um so mehr schwierig, da dem Verbandstag Anträge Löhne für Handangestellte in Wohnhäusern. Für die Wohnhausportiers und Hausreinigerinnen wurde am 24. Mai vom Schlichtungsausschuß Groß- Berlin ein Schiedsspruch gefällt. Portiers im Hauptberuf erhalten nach dem Schiedsspruch einen monatlichen Grundlohn von 130 000 m, für Portiers im Nebenberuf beträgt der Grundlohn 35 000 m. pro Monat. a ursreinigerinnen erhalten 10 000 bis 25 000 Mt. monatlich. Schiedssprüche find im Bureau des Deutschen Portierverbandes ( Sektion VII des Deutschen Berkehrsbundes), Berlin B., Bayreuther Straße 31, sowie Engelufer 24/25, Zimmer 26, gegen Mitgliedsausweis zu haben. • $ Arbeiter Kollegen Genossen! Saltet den Zuzug ins besetzte Gebiet fern! Bietet Euch nichi den Besatzungsbehörden und den von ihnen etwa abhängigen Betrieben an! Fallt den kämpfenden Arbeitsbrüdern nicht in den Rücken! Organisiert die Hausangestellten! An bie organifterten Männer und Frauen richten wir das dringende Ersuchen, endlich die Zeit zu erkennen und alle Mädchen, Frauen und Männer, die in der Hauswirtschaft tätig sind, dem Zentralverband der Hausangestellten Deutschlands, Gruppe des Ber fehrsbundes, Berlin W., Bayreuther Str. 31, Tel. Kurfürft 9832, als Mitglieder zuzuführen. Männer und Frauen, denkt daran, daß eure Töchter Frauen von Arbeitern werden, deshalb müssen sie selbst den Weg durch die Organisation gehen, um die Kämpfe der Arbeiterschaft zu verstehen. Also helft, denn die jetzige Zeit erfordert mehr als bisher organtfierte Hausangestellte. Alle Haus- und Kindermädchen, Röchinnen, Wirtschafterinnen, Aufwarte- und Stundenfrauen, Diener und Reinemachefrauen müssen dem Verbande angehören. 8entralverband der Hausangestellten, Gruppe des Berfehrsbundes. Die Betriebsräte machen nicht mit. Die Gemüsetonfervenfabritanten bemühen sich seit dufte, zunächst allerdings nur für Spargellonserven, zu erwirten. Der geringe Absatz an Gemüsekonferven fönnte fraglos größer fein, wenn die Preisentwidiung nicht so rapide nach oben gegangen wäre. In den Verhandlungen mit dem Reichsernährungsministerium, das über die Ausfuhrgenehmigung zu befinden hat, wurde von Verbraucherseite auch verlangt, daß die Konsumber eine eine andere Würdigung erfahren, als ihnen bisher zuteil wurde. Die Einkaufszentrale der Konfumvereine, die Großeinfaufsgesellschaft deutscher Konsumvereine m. b. H., Ham burg, foll, so will es der Schußverband der Konfervenfabrikanten, nicht als Grossist gelten, obwohl es unbestritten auch von den Konservenfabrikanten un bestritten!!- im ganzen deutschen Baterlande feinen Grossisten gibt, der auch nur annähernd soviel Gemüsetonserven abnimmt wie die„ GEG.". COUR Die Fabrikanten erwiderten darauf, daß durch die Organisation ber GEG." sowohl Spefen als auch umfassteuer gespart würde und daß dadurch die Konsumvereine in die Lage tamen, die Konserven um zirka 200 bis 400 M. per Dose billiger zu verkaufen, als es auf dem Umwege über die Grossisten die Kleinhändler tun tönnten. Damit den Kleinhändlern also die Konkurrenz der Konsumvereine vom Halfe gehalten wird, soll der„ GEG.", wir wiederholen es, als dem größten Abnehmer, ein höherer Preis abgefordert werden, als dem lleinsten Provinzialgrossisten mit vielleicht einem Ronfervenumfah von noch nicht einmal ½ Proz. desjenigen Umfazes der„ GEG." in dem gleichen Artikel. Die Fabrikanten sagen also, bevor wir den in den Konsumvereinen organisierten, meistens den minderbemittelten Schichten der Bevölkerung angehörenden Ber brauchern den Bortell gönnen, ein Nahrungsmittel um 200 bis 400 m. pro Dose billiger erstehen zu fönnen, stecken wir, die armen" Fabrikanten, die Differenz in die Tasche. Für die Fabrikanten bedeutet diefe Differenz, entsprechend dem ungefähren Bedarf der„ GEG." an Gemüsekonserven, einen Ertragewinn von girta 750 m illionen Mart, den sie auf Kosten der ärmeren Bevölkerung in ihre Tasche steden wollen. Es sind wahrlich nette Volksgenossen, diese Sorte von Fabrikanten. Einer Ausfuhr von Spargel wäre übrigens angesichts der schlechten Ernteaussichten für Spargel bringend abzuraten. Der polnische Zloty. Bolen hatte nach feiner Reubegründung im Jahre 1918 eine dreifache Währung: Deutsche Mart in den ehemals preußischen Gebieten, österreichische Kronen in Galizien und im Teschener Schlesien, polnische Mart, von den deutschen Ottupationsbehörden eingeführt, im ehemals russischen Gebiet. Die deutsche Mark und die österreichische Krone wurden beseitigt, so daß die polnische Mart übrig blieb. Diese löste ihren Kurs bald von dem der deutschen Mart los, fiel schließlich im Spätsommer 1921 auf ein Sechzigstel der deutschen Mart. Erst durch die großen Marfstürze der leẞten Monate tam sie wieder auf und über das Niveau der deutschen Mart. Von Anfang an war es jedoch die Absicht der polnischen ReZu dem wilden Streif in Oberschlesien berichtet BIB., daß gierung, auch die polnische Mart, die an die Offupationszeit er. gestern in Gleiwitz eine Sitzung der Betriebsräte Oberinnerte, wieder zu beseitigen, und schon im Frühjahr 1919 beschloßz ichtefiens stattfand, die von der wilden Streifleitung einberufen der polnische Sejm ein Gefes, wonach die polnische Währungseinworden war. In dieser Sigung sollte Bericht erstattet werden über heit der 31oty sein sollte. Zloty bedeutet Gulden und war die die Stimmung in den Belegschaften der vom Streit betroffenen Geldeinheit im alten Bolen. Noch zur Russenzeit rechnete das Bolk Gruben und Betriebe. Die Betriebsräte dieser Anlagen erflärten bisweilen danach und setzte ihn gleich 20 Ropeten. Ueber den übereinstimmend, daß fie fich an dem Streit ohne Einwilligung Wert des Zloty war aber in dem betreffenden Gesetz nichts gesagt. der Gewerkschaften nicht beteiligen tönnten, well dieser Streit zu politischen Zweden ausgebeutet werde. Des Erst im Herbst 1922, als Bolen eine Goldanleihe auflegte, wurde weiteren wurde von den Betriebsräten die Grärung abgegeben, durch ein neues Gesetz bestimmt, daß 3100 Zloty) ein Kilogramm daß die Streifleitung sich aus den verschiebensten Elementen zu Gold enthalten sollten, d. h., der Zloty wurde dem Goldfranken fammensetze, daß aber ein Mitglied aus den Reihen der christlichen gleichgefeßt. Da aber Aloty nicht geprägt wurden und verschiedene Gewerkschaften, das bem Streiffomitee nur gezwungenerweise bei weitere Gefehe die Berechnung des Zloty verschieden bestimmten, getreten war, aus diesem gestern abend bereits wieder ausge- entstand bald ein heillofer Wirrwarr. Außer der Goldparitāt treten fei. des Bloty gab es eine gefeßliche Feststellung des Zloty nach dem Durchschnittsturs des letzten Monats, gemessen an Dollar und Defterreichische Beamtenforderungen. Die öffentlichen Beamten, Schweizer Franken, eine andere, gemessen am Durchschnittskurs der rung herangetreten sind, haben gestern abend eine Bollversammlung gleichen Währungen für die letzten zehn Tage, und schließlich wurde im Rathause abgehalten, an die sich eine Demonstration in der Ring- beim letzten Budgetgesetz noch ein theoretischer Floty" eingeführt, Lohnregelung in der chemischen Judustrie. straße anschloß. Die Regierung ist zwar geneigt, einige Bugeständ- wobei die an verschiedenen Inderziffern errechnete Rauftraft des Am Montag tagben die Funktionäre der chemischen Industrie nie zu machen, will aber dafür das gesamte Indergefeß auf Gegenwerts eines Zloty tn der Borfriegszeit zugrunde gelegt heben, ähnlich, wie auch der Böllerbundkommissar Dr. 3 immer wurde. im überfüllten großen Enal des Gewerkschaftshauses, um zu dem mann in feinem vierien Bericht an den Völkerbund fordert. Eine Lohnangebot der Unternehmer für die Zeit vom 30. Mai bis derartige Maßnahme würde jedoch bei der Beamtenschaft auf heftiNun hat das polnische Finanzministerium, um diesem Mirr 12. Juni Stellung zu nehmen. Den Bericht erstattete der Branchen- gen Widerstand stoßen. Gegenwärtig finden interne Berhandlungen warr ein Ende zu machen, in flingster Zeit ein Gesetz entworfen, leiter Bentin. Auf die Forderung einer Berdoppelung der Löhme mit der Regierung und den Parteien über ble Dedungsmöglichkeiten bas bie mirtliche Ausprägung von Goldmünzen hatten die Unternehmer ursprünglich mit einem Angebot von der Erhöhung der Beamtengehälter statt. 40 Proz. Lohnerhöhung geantwortet. Nach langwierigen Verhand lungen wurde folgendes Zugeständnis erreicht: vorliegen, die die Tapezierer an den Holzarbeiter, die Wagen- und die bekanntlich fürzlich wegen Erhöhung ihrer Bezüge an die Regie: Autofattler an den Metallarbeiterverband abgeben wollen. Für die Woche vom 30. Mai bis 5. Juni 60 Broz. und für die Zeit vom 6. bis 12. Juni 70 Broz, Zulage. Erhöhung der Familien zulage auf 200 mt. pro Stunde sowie Berdoppelung der Zu Tage nach§ 7 des Reichstarifs. nach der gesetzlichen Sloty- Währung vorfieht. Der Umrechnungsfurs diefer Goldmünzen in polnische Mart soll vom Finanzministe. Deutscher Wertmeisterverband, Bezirksverein 22, 6ßwarenindustrie: rium periodisch festgesetzt werden. Natürlich wird auch damit die Das polnische WirtDonnerstag, 7% Uhr. außerordentliche Versammlung in den Gophien- Sälen, polnische Währung nicht stabilisiert werden. Thema: Beschlußfaffung über die Tarifangelegenheit und weitere Entwicklung unserer Gruppe. Bezirksverein Charlottenburg L, Freitag abend 8 Uhr, Bersamm fchaftsleben böte an und für sich die Basis eines gefunden Geldlung. Bortrag des Kollegen Stöhr über unsere Wirtschaftslage und über den Acht- wesens, zumal wenn sich die deutsch- polnischen WirtschaftsbeziehunIn ausgedehnter, fachlicher Diskussion wurde von der Mehrzahl Treffpuntt um 2 Uhr auf dem Sophie- Charlotte Plaz Stundentaq. Sonntag nachmittag Ausflug mit Mann und Maus nach Pichelswerder. gen weiter entwickeln tönnten. Aber diese Entwicklung wird von der Retner die Ablehnung des Angebots gefordert. Einige Redner, Deutscher Solzarbeiterverband. Branche der Vergolder und Bilderrahmen bestimmten polnischen Kreisen durch die Sabotierung der darunter Bentin und Reimann, traten für die Annahme ein. Beimacher. Seute nachmittag 5 Uhr, Versammlung in der Königsbant", Große Frant allgemeinen deutsch polnischen Beziehungen Bericht fiber unsere Lohnverhandlungen. Lehrlings. der Abstimmung über die vorliegenden Anträge wurde das Angebot furter Straße 117. mit Stimmenmehrheit angenommen. Hiernach betragen die perfammlung für sämtliche Tischlereibezirke des Oftens am Montag, den 11, immer wieder gehemmt, und der polnische Staatshaushalt ist auf Löhne in der chemischen Industrie in der Zeit vom 30. Mai bis nachmittags 42 Uhr, bei Mechler, Borhagener Straße 114. Die Betriebsfunktionäre absehbare Zeit durch den polnischen Rüstungswahnsinn hoffnungs. 5. Juni 3120 Mt. und in der Zeit vom 6. bis 12. Juni 3315 M die Erledigung wichtiger Fragen handelt Tischler. Donnerstag abend 17 Uhr, los mit einem Riesendefizit belastet. Die Berechnung der Löhne der Frauen und Jugendlichen erfolgt Bersammlung der Bertrauensmänner und Betriebsräte aller dem Reichsmantelvertrag unterstehenden Betriebe in Altems Feftiälen, Hasenheide. Die Verwaltungsnach dem bisherigen prozentualen Berhältnis, ebenso die der ein- mitglieder treffen fich im Nebensaal pinitlich um 6 Uhr. Tagesordnung: Das Berantwortlich für Politit: Bictor Schiff, Berlin; Wirtschaft: Artur Saternus, Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner, Berlin; Feuilleton: zelnen Fachgruppen. Zu diesen Löhnen treten die oben angegebenen Ergebnis der Lohnverhandlungen mit den Bereinigten Berbänden der Berliner Friedrichshagen; Lobales und Sonstiges: Billy Möbus, Berbesserungen. Tarifverträge sind im Bureau des Verbandes der Holzindustrie. Da die Berhandlungen am Dienstag vormittag stattgefunden haben, R. H. Döscher, Berlin- Wilmersdorf; Berlin- Pankow; Anzeigen: Th. Glocke, Berlin. Fabritarbeiter, Engelufer 24-25, gegen Vorzeigung des Funktionär- werben ble Bertrauensmänner in ben heutigen Bertrauensmännerversammlungen au diesem Ergebnis schon Stellung nehmen. Die endgültige Entscheidung trifft die Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Druck: Borwärts- Buchdruckerei Die Ortsverwaltung. ausweises in Empfang zu nehmen, Funktionärversammlung am Donnerstag. und Berlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin 62. 68, Lindenstraße 3. werden ersucht, die Lehrlinge auf diese Bersammlung hinzuweisen, da es sich um Allg. Ortstrantenkaffe Neutöln.+ Geschlechtskranke+ Wanzen Bekanntmachung. Auf Grund des§6 des Gefeges zur Erhaltung leistungsfähiger Krantentaffen vom 27. März 23( Reichsgef.- Blatt 1 Nr. 25/23) werden die Beiträge und Barleistungen mit Wirkung vom Montag, den 4. Juni 1923, ab nach Ralendertagen berechnet. Neukölln, den 4. Juni 1923. Der Kaffenvorstand. Teßmer, Vorsigender. Alte Gebisse auch zerbrochene pro Zahn 9000 bis 150 000 Mark. Gold-. Dublee-, Silberbruch kauft zum Tageskurs Zahn- Ankaufsstelle B.Zymelski, Weißenburger Str. 32 . Behandlung von Syphilis, Hautausschlägen, Wunden. Harnröhrenleiden, starte Ausflüsse, auch wo alles versagte, wurden Tausende durch Phorofanos das neue deutsche Reichs. Patent, furzfristig geheilt. Biele Dantjagungen und Dankschreiben. Gewissenhafte ärztl Leitung. Phorofanos Heilanstalten, PotsdamerStr. 109, naheStegligerStr. Brunnenstr. 191, nahe Rosenthaler Bl. Getrennt für Herren und Dame Sprechzeit täglich) 10-7, Gonnt. 9-12" Legitimation erforderlich. S+ T+ O+ F+ F+ E Garbaty, Hal Marken- Zigaretten: paus, Ronftantin, Karmitry, Avramikos, Manoli, Murati gibt ab unter TabatwarenTages Arno Geßner, Großhandig preis: Werftstraße 21. Telephon: Moabit 2114|| Trotz steigenden Dollars immer noch billige Preise in Herren- u. Damenstoffen Stoffhaus Beussel 1. Gesch.: Beusselstr. 27 Tel.: 8263 2. Gesch. Beusselstr. 16( E.Turmstr.) Motten, Läuse samt Brut kann jed. Laie in 3 Std. durch apparateloses Linksol selbst radikal beseitigen. Erhältl. in all. Drogerien. Generalvertrieb Koberstein Nachf. Berlin NO., Heinersdorfer Str. 22. Bis zur Jahreswende hält die Kern- Ledersohle der Firma„ Notende". Fachmännische, sauberste, haltbarste und billigste Beschlung aller Fußbekleidung. Herrenbesohlung 12000 M. Damenbesohlung 9000 M. Hinderbesohl. von 5000 M. an Sämtliche Schuhbedarfsartikel in großer Auswahl. Schuhartikel- Vertrieb und Lederhandlung„ Notende" Neukölln, Hermannstr. 211 Ecke Zie henstraße. gestiegen im Preise sind alle Lebensmittel u. BeUngeheuer f darisartikel. Kleine Anzeigen billig!! im Vorwärts sind immer noch Kleingärtner Siedler u. Pächter erhalten in allen vorkommenden Rechtsfragen zuverlässige Auskunft durch den Kommentar von DR. ED. DAVID Die Siedlungsgesetzgebung einschließlich Heimstättengesetz, Kleingarten- und Pachtschutzordnung Preis- Grun zahl M. 1.geb. brosch.. M 0,60 Buchhandig. Vorwärts Berlin SW 68, Lindenstr. 2 Damen- und Herren- Stoffelstrickjacken aller Art in großer Auswahl Klubjacken Gabardine, Kammgarne, Covert coats, Tuche, moderne Streifen, Größte Auswahl Volle, Musseline usw. Sportwesten, Jumper richtige Qualität Wirklich niedrige Preise Kleider- u. Futter- Seiden Bleyle's Kinderkleidung( nur in Pankow) schwarz und farbig. Paul Karle Bruno Richter, Fabrik- Niederlage thür. Wollwaren KopenhagenerStr. 671( a.Bhf.Schöh.Allee) O. 34, Warschauer Straße 79. Berl.- Pankow, Mendelstr. 36 I. Pkw. 3723 Arbeitsnachweisdicfciz mit Nebenbeftimmungen erläutert von Dr. jur. et phil. BERGER Oberreglerungsrat im Reichsarbeitsminifterium and W. DONAU Regierungsrat Im Reichsamt für Arbeit vermittlung Ein unentbehrliches Hilfsmittel für Behörden, Arbeitnehmer und Arbeitgeber zur praktischen Einführung u. Anwendung des felt 1.Okt, d. J. In Kraft getretenen Gefetzes. Preis- Grundzaki M. 3.25 BUCHHANDLUNG VORWÄRTS, BERLIN SW, LINDENSTR. 2