Nr. 39. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei tu's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. OesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Poft Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions: Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile oder deren Naum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20% fg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen= tagen bis 7 1hr Abends, an Sonna und Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 15. Februar 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Der Lütticher Prozeß und redigirt, und wie wir vor einigen Tagen an den Tele- war es, da durch die Häufung der Wahlſtimmen auf den Besit So fam es, daß das deutsche Volt den Lütticher Prozeß nicht mit dem Interesse verfolgte, das er verdiente, und sich der Hochwichtigkeit und Tragweite desselben nicht voll be wußt geworden ist. Wir wollen es versuchen, diesen Prozeß, der für das Treiben der internationalen Reaktion ungefähr ebenso typisch ist, wie seinerzeit der Elberfelder Prozeß für die Bismarc- Puttkamer'sche Polizeiwirthschaft, in das richtige Licht zu stellen, und ihm als einem politischen Ereigniß ersten Ranges gerecht zu werden. " - grammen über die entscheidende Sigung mit dem Geständniß( das Pluralstimmrecht") dem demokratischen Kleinbürger= hat in der Preffe bei weitem nicht die Aufmerksamkeit und des Spizelgehilfen Müller zeigten, zum theil positiv thum ein großer Einfluß auf das Wahlergebniß eingeräumt Beachtung gefunden, welche er in so hohem Grade verdient. gefälscht. war, eine nothwendige Voraussetzung, daß das BürgerZum theil liegt das an dem Ereignißreichthum der Gegen thum dem Sozialismus nicht positiv feindlich gesinnt wart, die uns in Frankreich den Zusammenbruch des war. Die planvolle und energische Wahlagitation der Cafimir Perier'schen Regiments, d. h. der Diktatur des Sozialisten erfüllte die Reaktionäre mit Schrecken und Großkapitalismus, in Italien die moralische Vernichtung was fie am meisten erschreckte, das war die„ majestätische der Diktatur des Scheinkonstitutionalismus, vertreten durch Ruhe", vor der das rothe Gespenst" nicht bestehen konnte. den Banca Romana- Mann Crispi, gebracht hat, und gleich Urplößlich im April dumpfe Gerüchte von einem großen zeitig in Deutschland und Rußland die letzten Dynamitdiebstahl" in Chevron bei Lüttich, dann plötzlich Phasen des persönlichen Monarchenthums sich vor unseren Dynamitfunde hier eine Dynamitpatrone oder Dynamits Augen vollziehen läßt- Ereignisse, so bedeutungsvoll, so bombe entdeckt- dort eine. Hier Bomben mit brennender folgenschwer und so revolutionär in ihrem innersten Wesen Lunte, dort ohne Lunte. In Lüttich, dem offenbaren und in ihren Wirkungen, daß sie mit den Er Der Prozeß spielt in Belgien, d. h. in einem der Sammelpunkt der geheimnißvollen Dynamiteriche, an einem eignissen der französischen Revolutions Epopöe am jenigen Länder, mit denen die politische Polizei" so- Abend sechs Bomben, die alle sechs mit brennender Lunte Schluß des vorigen Jahrhunders den Vergleich wohl genannt, weil sie auf, politische" Verbrechen und Verbrecher entdeckt wurden. Am 1. Mai eine Bombe im Theater und aushalten, ja an Ausdehnung und Tiefe der Wirkungen Jagd macht und diesen Jagdsport vermittest politischer" in einem Kaffeehaus den folgenden Tag eine im Juftizihnen sicherlich noch vorangehen. Spione( Spigel und Lockspitel) betreibt fich von den palast allesammt vor der Explosion entdeckt. Die öffent Zu diesen natürlichen Gründen kommen für Deutsch dreißiger Jahren unseres Jahrhunderts an also nun liche Meinung beunruhigte sich wenig. Die Manipulationen land noch fünftliche hinzu. Die Vertreter des schranken- etwa zwei Menschenalter hindurch- am eifrigsten be- glichen so merkwürdig den Praktiken des entlarvten lofen Rapitalismus haben dem„ Racker von Staat", der ein schäftigt, und wo die politische Polizei aller Länder, deren Regierungs- Anarchisten Pourbaix, Pourbaix, und der 1. Mai paar Jahrchen lang sich in dem Donquixotischen Wahn er- Regierungen vor politischen Verbrechen und Verbrechern entsprach so auffällig der Schablone des Polizeiging, sein eigener Herr zu sein, den Standpunkt klar ge- Angst haben, ständige Absteigequartiere und Nester befizen Anarchismus der Ravachol und Genossen, daß das macht und ihn gezivungen, als gehorsamer Diener sein Der Grund für diese besondere Zuneigung liegt darin, daß Publikum allgemein an eine Polizeimache glaubte. bestes zu thun, um ihnen, seinen Herren und Meistern, die Belgien, neben der Schweiz und England, das einzige Land Da tam am 3. Mai endlich eine wirkliche, ernsthafte bösen Arbeiter gefnebelt zu Füßen zu legen, damit sie in Europa ist, das, freilich in beschränktem Maße, politischen Explosion in der Wohnung eines Dr. Renson, der verdie Herren und Meister auf den Papierstückchen der Flüchtlingen aller Nationen ein Asyl gewährt. Zwar ist muthlich mit einem namensverwandten Richter verwechselt taiserlichen Februar- Erlaffe von anno 1890 den Tanz um worden war. Dr. Renson und ein Freund wurden schwer vers das goldene Kalb hübsch ungestört fortsetzen können. Die lett- jedoch auch nur durch einen Zufall, weil sie an die Knebelung soll durch das sogenannte Umsturzgesetz vor -au fich ziemlich ungefährliche Höllenmaschine, deren genommen werden, und an diesem Strick wird seit Monaten Lunte sie in der Dunkelheit für ein glühendes Kayenauge eifrig gedreht. Der Stoff zu dem Strick besteht aber zu neun In Lüttich, der Stadt, in welcher der Prozeß ver- hielten, ganz nahe herangetreten waren. Zehnteln aus den anarchistischen" Fäden, die in den letzten handelt wurde und welche auch den Hauptschauplat Die öffentliche Meinung fing nun an, sich etwas 10 Jahren und mehr gesponnen worden sind. Und der Lütticher der in ihm verhandelten Vorgänge bildete, ist zu beunruhigen, jedoch nicht auf lange, denn bald wurde Prozeß ist den biederen Seilern des Umsturzgesetzes arg in feit Ende der dreißiger Jahre eine kommunistische bekannt, daß sämmtliche„ Attentate" auf eine geheimnißvolle die Quere gekommen, denn er hatte die anarchistischen Arbeiterkolonie, ähnlich wie in Verviers, Brüssel und in Persönlichkeit, einen Baron Ungern- Sternberg", Fäden zu prüfen, und er hat gefunden, daß sie allesammt zahlreichen Städten der Schweiz u. s. w.; und die deutschen einen steinreichen" Ruffen, der über sehr erhebliche Geld: unecht sind und gesponnen von nahen Verwandten Mitglieder dieser Kolonie hatten ihre Herberge" in der mittel verfügte, zurückzuführen waren. Und das Ge= der Herren Seiler, die jetzt im Schweiße ihres Angesichts Wirthschaft des Ehepaars Schlebach. heimniß des geheimnißvollen Fremden, dessen Spuren in den Strick für die deutsche Arbeiterklasse zu drehen bemüht Paris, London, der Schweiz, kurz überall verfolgt wurden, find. Niemals fam etwas zu ungelegenerer Zeit, als der Die belgische Arbeiterbewegung, die vor neun Jahren, war bald enthüllt der Ueberall und Nirgends, der russische Lütticher Prozeß unseren Umfturzgefeßlern. Niemals gab bei dem großen Bergarbeiterstreif, durch die Dynamit" Bombenbaron" hatte nach vielen sensationellen Abenteuern, es eine grausamere Spielverderberei. Und da blieb den Explosionen des überführten Lockspiels Pourbaix, des die sämmtlich damit endeten, daß die Polizei ihn nicht fing Seileru des Umsturzgesetzes und ihren guten Freunden, die Vertrauensmannes der ultramontanen Regierung, arg( auch wenn sie ihn.noch so anscheinend fest in der Hand hatte), meist sehr lange Arme verschiedene auch sehr lange Finger gestört worden war, stand im Frühjahr des vorigen Jahres in Rußland eine Zuflucht gefunden. Und da ging hab en, nichts anderes übrig: sie mußten der gefährlichen 1894 an der Schwelle einer entscheidenden Aktion. auch den Blödesten ein Licht auf. Man hatte nun Boden Wahrheit ein Mäntelchen umhängen und sie möglichst Das allgemeine Stimmrecht, wenn auch nur verstümmelt unter den Füßen. Es wurde ermittelt, daß der Männ aus dem Gesichtskreise des Publikums bringen, und abgeschwächt, war erkämpft worden und jetzt galt es, eigentlich Jagolkowsky heißt, ein Polizei- Agent im das der Seilerarbeit zuschaut. Die Berichte über die neue, soeben erkämpfte Waffe zum erstenmal zu gebrauchen Solde der russischen Regierung ist, von der russischen Ges die Lütticher Prozeßverhandlungen wurden beschnitten und zu erproben. Für den Sieg des sozialistischen Proletariats sandtschaft in Paris große Geldsummen bezog und mit der Feuilleton. Skizzen aus dem das belgische Asylrecht nachgerade ebenso siebartig durchlöchert worden, wie das schweizerische, allein immerhin reichen die beaux restes die übrig gebliebenen Fezzennoch hin, die politische Polizei magnetisch anzuziehen. Und nun der Thatbestand. " " stahls, kann man sich kurz und treffend dahin ausdrücken, hafte Bivirs" vor den Häusern der beiderseitigen Parteidie Regierungspartei stiehlt, die Oppositionspartei möchte führer, vor der Thür des Präsidenten von seiten der gerne stehlen. Sehr wenige Personen, so selten wie weiße weißen, vor der des Herrn Bautista Gill von der rothen [ Nachdruck verboten.] Raben, giebt es, die aus Ehrlichkeit opponiren. So hatte Partei. Es ist aus dem Erzählten leicht erklärlich, daß 13 sich denn auch hier in Asuncion eine Oppositionspartei ge- die letztere auf Barrero Grande und den abgedankten Präs bildet, die unter den Auspicien des englischen Anleihens fidenten als ihren geistigen Führer hinsah; obwohl diesen südamerikanischen Hinterlande. überraschend schnell gewachsen war. Sie hatte, entsprechend ganz andere und unzweifelhaft ehrlichere Gedanken beseelten, Ein Blatt südamerikanischer Geschichte. der raschen Abnahme des europäischen Goldes täglich an wenn er an eine Opposition dachte. Als praktischen Führer Umfang zugenommen und bestand vornehmlich aus allen hatte man sich seit den Abenteuern des Deputirten Gill denen, die bei der Vertheilung des Goldes aus einem oder gewöhnt, diesen anzusehen, und so brachte man, da er Die Verwendung der englischen Anleihe war eine so dem anderen Grunde nur Zuschauer, nicht Theilnehmer ge- noch immer in Barrero Grande weilte, in Erstandalmäßige gewesen, daß sich in Asuncion bald genug wesen waren. Das äußere Abzeichen dieser Unzufriedenen mangelung seiner eigenen Person wenigstens seiner BeStimmen fanden, die sie öffentlich nicht gut hießen. Man war ein möglichst grellrothes Taschentuch, das um den Hals hausung die Huldigungen dar, die man ihm zugedacht hatte sie regelrecht in so viele Antheile zerlegt, als einfluß getragen wurde, und nur die vornehmeren Theilnehmer be hatte. Bum wenigsten erfreute sich deren eine Person dorten, reiche Personen an dem Regierungsgeschäft betheiligt waren, gnügten sich mit irgend einem anderen bescheideneren das war die junge Frau des Herrn Gill, die schöne und und man hatte seine Antheile meist höchst eigenhändig Emblem derselben Farbe, einer rothen Kravatte fokette Concepcion geborene Bedoya. nach Hause getragen oder in Bequemlichkeit tragen oder einer rothen Blume. Die agitatorische Bethätigung Lassen. Daß der strebsame Apotheker an den Markte verlegte man in ein neu gegründetes Blatt, das sich der einen Löwenantheil von dieser Beute davontrug, ist Stern der Unabhängigkeit" nannte und das in seinen selbstverständlich. So hatte das englische Gold in beinahe Kraftausdrücken in amerikanischer Weise eine wahre Mustertürzerer Zeit seine Abnehmer gefunden, als es gebraucht tarte schwerster Beleidigungen aufwies. Wir finden sie eines Nachmittags im eleganten Anzug im Schaufelstuhl sitzend, sich hin- und herwiegen und ihre niedlichen, in eleganten Schühchen steckenden Füßchen ausstreckend. Ab und zu nahm sie einen kleinen Zug aus einer brasilianischen Zigarette, die sie in der linken Hand habe, um den Weg von England über das Meer zu Die Anhänger der Regierungspartei, da sie selbstvers zwischen den Fingern hielt, während die rechte einen machen. Einige großmüthige Kabinetschefs ließen sogar ihren ständlich als Unterscheidungszeichen eine andere Farbe Seidenfächer in Bewegung sehte. Sie war nicht untergeordneten Sekretären und Schreibern je nach ihrer wählen mußten, erklärten die weiße Farbe für ihre Lieb übel, die kleine Concepcion. Ziemlich weiß, nur mit Rangfufe einige Goldstücke in die Hände gleiten, um ihnen lingsfarbe, und danach konnte man bald in Asuncion und einem ganz leichten bräunlichen Anflug und einem auf diese Weise recht kräftig zu beweisen, daß die neue Re- in ganz Paraguay die Anhänger und die Gegner der Re- kleinen bunkeln Mal auf der linken Backe, was sie sehr gierung an alle denke und für alle forge. Nach füd- ameri- gierung nach dem äußern Anblick erkennen und fichten. Im pikant machte, konnte sie wohl auch ein verwöhnter Bekanischen Begriffen hatte also eine wahre Musterregierung von gewöhnlichen Verkehr machten im allgemeinen die politischen wunderer des weiblichen Geschlechts schön finden. Sie war der Herrschaft Besitz ergiffen. Trotzdem bildete sich im Hand- Meinungsverschiedenheiten nicht viel aus; ja es in einem munteren Gespräch mit einem vor ihr sigenden umdrehen eine ziemlich energische Opposition gegen sie. Unter dem tam sogar nicht selten vor, daß der eine oder der andere Herrn begriffen, der Paraguayer war, obwohl er durchaus Namen Opposition hat man sich allerdings in diesen Ländern gegen Zahlung von wenig Realen sein farbiges Tuch und europäisch aussah; ja in etwas sogar an einen Nordeuropäer etwas ganz anderes zu denken, als in Europa. Es giebt damit seine politische Gesinnung gründlich wechselte. Hatte erinnerte. Es war ein schöner Mann in den dreißiger dort eben immer nur zwei Parteien; die eine die Re- aber einmal der Alkohol bis zu einem gewissen Grade die Jahren, der eben eine Spur von Beliebtheit zu zeigen begann. gierungspartei, die andere die, die ihr Opposition macht, Herzen und Köpfe erwärmt, so sah jeder in der feindlichen Das war der berühmte General Bernardino Caballero, dessen für einen Staatsmann gewiß die allergünstigste Konstellation. Farbe eine direkte Herausforderung, und besonders an Echwager der im Anfange erwähnte Oberst Meza war, der Die Oppositionsgelüfte werden nun aber bei beinahe allen Sonntagen forderte die Politik mitunter recht zahlreiche mit einer Schwester des Generals sich verheirathet hatte. nur dann geweckt, wenn sie sehen, daß von dem Tische der Opfer. Denn einem bezechten Gancho kommt es auf einen Dieser General erfreute sich im Lande einer außerordentVerwaltung für sie nichts abfällt; und da die Verwaltung Messerflich mehr oder weniger nicht im geringsten an. lichen Beliebtheit und Popularität seiner Heldenthaten aus tortlants it entisch ist mit dem Namen des offiziellen Dieb Harmlosere Beweise der Partei- Angehörigkeit bildeten leb- dem Kriege wegen, von denen die überlebenden Soldaten Sozialdemokratischer Antrag zur Aenderung der Alters- und Invaliditätsversicherung. Unsere Parteis genoffen im Reichstage haben zum Etat für das Reichsamt des Innern beantragt: Der Reichstag wolle beschließen: französischen und belgischen Polizei auf dem besten Fuße stand. I ausgesprochenen Absicht, die sozialistische Bewegung zu stören Landtags- Nachwahl. Bei der heutigen Zandtags- Ersatzwahl Der Prozeß ward eingeleitet und nahm seinen Gang, ein und die kapitalistische Reaktion zu stärken, beginnt die Aera im 10. Wahlbezirke erhielt Hofbefizer Engelbrecht( freitons.) 183, paar Tölpel, die sich mit dem falschen Baron eingelassen der anarchistischen Verbrechen"; und in Frankreich und Hofbesizer Reichstags- Abgeordneter Thomsen( frf.) 33 Stimmen. hatten, wurden verhaftet, und auch das Ehepaar Schlebach, das sind wir jede Minute bereit im einzelnen nach Engelbrecht ist somit gewählt. das die Kommunisten-( Anarchisten-) Herberge hielt, und zuweisen ist nicht ein einzig es, anarchistisches Verdessen Rolle nicht völlig aufgeklärt ist. Zu den Tölpeln brechen" vorgekommen, das wir nicht direkt oder indirekt auf gehörten auch ein paar Bourgeoissöhnchen, denen die die Andrieur'sche Polizeischule zurück verfolgen könnten. Freiheitsphrasen in den Kopf gestiegen waren, und die Die ,, anarchistischen Verbrechen", die 1886 in Amerita die fonsequent radikal" sein wollten. Unter den dreizehn An- Achtstundenbewegung durchkreuzten, sind, wie Powderly, der geklagten, die am 14. Januar vor dem Schwurgericht er- Großmeister des Ordens der Arbeitsritter seinerzeit nach schienen, ist nicht einer, der durch hervorstechende Eigen- wies, von bezahlten Werkzeugen der Kapitalisten verübt schaften Interesse erregte. In Abwesenheit des Haupts worden und die Chicagoer Arbeiterführer, schuldigen, der, von der russischen Regierung geschüßt, in die am Galgen ihr Leben zu lassen oder auf Jahre Rußland und auf Reisen seine Polizeirenten verzehrt, ins Zuchthaus zu wandern hatten, waren 1111= ist Müller der einzige Angeklagte, der eine gewisse Initiative schuldig, wie sieben Jahre nach verübtem Justiz verräth. Und dieser hat gestanden, das Werkzeug und mord der Gouverneur von Illinois, Altgelt, nachder Gehilfe des russischen Spizels gewesen zu sein. gewiesen und durch Amnestirung der überlebenden Opfer bekräftigt hat. " der englischen Polizei, zu welcher der Russenliebhaber Gladstone Auf die Anklagebant mit den Männern, welche -die einzige Liebe und Liebhaberei, der er in seinen Proteus- die Ihring- Mahlow, Haupt, Krüger, Ravachol, Jagolfowsty wandlungen treu geblieben ist den Weg gebahnt hat; sie steht wie reißende Bestien auf die bürgerliche Gesellschaft losin dem denkbar fameradschaftlichsten Verhältniß zu der ließen und hezten, um das geängstigte Bolt mit Abscheu deutschen Polizei, die ihr bereitwilligst Hand- und Spann vor der Freiheit zu erfüllen und den despotischen Machtdienste leistet und sie in Deutschland selbst frei habern in die Arme zu treiben! spioniren läßt( wie wir wiederholt nachzuweisen in der Lage waren); sie hat Filialen in Italien; und sogar in den Vereinigten Staaten von Nordamerika haben sich russische PolizeiAuf die Anklagebant! die verbündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstage noch in dieser Session den Entwurf eines Gesezes zugehen zu lassen, in dieser Session den Entwurf eines Gesetzes zugehen zu lassen, wodurch a) der§ 157 des Gesetzes, betreffend die Invaliditäts- und Altersversicherung dahin abgeändert wird, daß jeder Versicherte, welcher das 70. Lebensjahr vollendet hat, einen Rechtsanspruch auf Altersrenten erhält und V b) die§§ 9 Absah 3 und 156 des genannten Gesetzes dahin abgeändert werden, daß diejenigen Versicherten, welde infolge ihres geistigen oder förperlichen Zustandes nicht mehr im stande sind, sich in ihrem Beruf die Hälfte ihres bisherigen, nach dem Durchschnitt der legten drei Jahre zu berechnen= den Jahres Arbeitsverdienstes 3 น er= werben, Invalidenrente erhalten." Die„ Berliner Politischen Nachrichten" entrüsten sich über diesen agitatorischen" Antrag und behaupten, daß gerade die sozialdemokratischen Abgeordneten es gewesen find, welche sich mit Hand und Fuß gegen die Annahme des Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesetzes gewehrt haben. So kann nur Herr Schweinburg lügen. Bekanntlich hat die Sozialdemokratie sich mit dem Prinzip der Altersund Invaliditätsversicherung einverstanden erklärt, sie mußte aber wegen der ungenügenden Einzelbestimmungen gegen das Gesetz stimmen. Wenn nun unsere Partei an der Verbesserung dieses Gesetzes arbeitet, so handelt sie vollkommen tonsequent. 1 Der Prozeß, welcher das eifrige Streben der Behörden, über den Urheber der Dynamitattentate und dessen Patrone Wir können hier nicht alle anarchistischen Verbrechen" möglichst wenig zu erfahren, aufdeckte, nahm nach fast vier- der letzten 10 Jahre aufzählen und Revue passiren wöchentlicher Dauer ein überraschendes Ende. Trotz des lassen. Wir stellen blos fest, daß in jedem Falle sich der Müller'schen Geständnisses wurde die Mehrzahl der An- Jagolfowsky nachweisen läßt. Und die Jagolfowsky's, geklagten schuldig befunden und zwar alle mit flämischen Ihring Mahlow's und Konsorten sind auch schuld darau, oder deutschen Namen, wohingegen die angeklagten Wallonen daß Menschen wie Kämmerer, Stellmacher, Caserio, Henri ( französische Belgier) sämmtlich freigesprochen wurden ein ihrer brutalen Gewaltthätigkeit oder hysterischen Verrückt Phänomen, das zweifellos nicht auf politischen Motiven heit das politische Mäntelchen des" Anarchismus" umberuht. hängen. Genug und das ist der Punkt, auf welchen es an- Kurz der Anarchismus ist ein Nebel, harmtommt durch den Lütticher Prozeß ist der Beweis ge- lofer Nebel, dem die internationale, im Dienst des interliefert worden, daß die Dynamitverbrechen, deren Zweck es nationalen Kapitals arbeitende Polizei den Kern der war, die belgische Arbeiterbewegung vor den Wahlen( die anarchistischen Verbrechen" gegeben hat. für den Oktober v. J. anberaumt waren) in Mißkredit zu Wir erheben daher vor Europa und der Welt gegen bringen und der internationalen Reaktion Material" für die internationale politische Polizei die Anklage, daß sie, Umsturzgesetze" zu liefern, von der Polizei, in im Interesse des Kapitalismus, dem sie dient und der nur diesem Fall von einem Sendling der russischen Polizei noch durch den Schrecken sich an der Herrschaft behaupten in Szene gesetzt worden sind. tann, alle diejenigen Handlungen und Die Disziplinargewalt des Reichstags- PräDie russische Polizei ist aber unter den politischen" Streiche, die unter dem Namen anarchistische Versidenten. Die Verstärkung der Disziplinargewalt des Polizeien die Polizei par excellence; sie hat, seit der brechen" bekannt sind, ausnahmslos entweder dirett Reichstags- Präsidenten ist in der Geschäftsordnungs- Kom Wauwau der russisch- französischen Allianz die französische oder indirekt durch ihre Agenten angestiftet und mission bekanntlich abgelehnt worden, so daß seitens des Bourgeoisrepublit hypnotifirt hält, die französische Polizei perübt, oder durch ihre Praktiken moralisch ver- Berichterstatters der Kommission ein derartiger Vorschlag vollständig in der Tasche; sie hat ausgezeichnete Beziehungen zu schuldet hat. dem Plenum nicht gemacht werden kann. Es haben sich nun aber Abgeordnete- Ronservative, Zentrumsleute und Nationalliberale gefunden, die direkt im Reichstag den Antrag stellen, dem Präsidenten die gewünschte Verstärkung seiner Disziplinargewalt zu bewilligen. Der Antrag: Ausschließung eines Mitgliedes 803 Reichstages im Falle gröblicher Verlegung der Ordnung für eine Sigungsdauer ist nämlich jetzt von den Abgg. Roeren( Bentr.), Graf von Holstein( Kons.), Gamp( Ap.) und Dr. Pieschel( nl.) im Reichstage eingebracht worden. Der Antrag ist von gegen Nihilisten und Anarchisten" mit souveräner Macht122 Mitgliedern dieser Parteien unterstützt.-- Man darf vollkommenheit vorgehen, als wären sie daheim in Väterchens nun gespannt sein, ob das Plenum des Reichstages sich Landen. Kurz, die russische Polizei ist echt international; Der Reichstag beschäftigte sich heute während der in seiner Majorität ebenso zu der Frage verhalten wird, und hauptsächlich i hr ist es zu danken, daß die Polizei ganzen Sigungsdauer mit dem Schiffsunfalle der Elbe". wie die Kommission, oder ob sich der Reichstag alleys heute das internationalste aller Staats- Bebel besprach in einer längeren Rede die Nothwendig demüthigstens selbst eine Ruthe binden will. institute ist, noch internationaler als die Rir che, die sich feit der Reichskontrolle für den Schiffsbau und das geHerr v. Manteuffel hat mit seiner Entrüstung über in verschiedene alleinseligmachende Konfessionen zerspaltet, sammte Schifffahrtswesen. Die Vertreter der Regierung während die Polizei nur eine Konfession hat: die der und der Interessenten und auch die anderen Redner suchten den abhanden gekommenen Brief eine Frage angeschnitten, alleinfeligmachenden Dreinigkeit: Geldsack, Priesterrock und vergebens die Wichtigkeit der Bebel'schen Anregung abzu- die das Hervorsuchen zahlreicher Reminiscenzen aus der schwächen. Nur der Abg. Hahn ergänzte Bebel's Aus- preußischen Geschichte zur Folge hat, die Herrn v. Manteuffel als Junker, tönigstreuen Mann und Führer der Konservativen führungen im Sinne des Redners. Zur Nachwahl in Lennep- Mettmann- Remscheid wird gleich unangenehm sein müssen. Wie peinlich muß es ihm Weiler typisch ist für alle Anarchisten geschrieben, daß es bei derselben an Kandidaten nicht fehlen wird. sein, wenn an die Hehlerei" des großen Friedrich" ers Prozesse der neueren Zeit. Und weil er, infolge Dem Genossen Meist werden ein gemeinsamer Kandidat der innert wird, und sogar die Frage bejahend beantwortet des Zusammentreffens günstiger Umstände, einen Einblick Deutsch- Konservativen und des Bundes der Landwirthe, dann wird, daß er zum Diebstahl von Aftenstücken angestiftet hat. in die geheime Werkstätte des Schreckgespenstes eröffnet, ein antisemitischer und freisinniger Kandidat gegenübertreten. Und was mag Herr v. Manteuffel zu den folgenden Aus. grabungen der Bossischen Zeitung" gesagt haben: das unter dem Namen Anarchismus“ in der alten und Fortsetzung folgt. Ein hochgestellter Diplomat es war offenbar Herr neuen Welt umgeht. Was von den Lütticher Anarchisten" Jm Abgeordnetenhaus wurde hente der Etat der von Bismard Schönhausen habe Geheimrath Wagener in den gilt, das gilt von allen Anarchisten", die Justizverwaltung zu Ende geführt. Irgendwie fünfziger Jahren gesagt:„ Unfereiner ist heute in einer sehr feit etwa einem Jahrzehnt Jahrzehnt von der europäischen bemerkenswerth war die Debatte heute nicht. Höchstens, pretären Lage. Des Morgens erhalten wir eine Depesche aus und amerikanischen Polizei uns als Reaktions- daß sich der freikonservative Abg. Gamp darüber be- dem Auswärtigen Amt, am Nachmittag vom Generaladjutanten Material präsentirt werden. Geistig beschränkte Menschen, schwerte, daß die Strafgefangenen, die als Landarbeiter im und des Abends noch von Sr. Majestät selbst, und zwar Des die an blutrünftigen Kraftphrasen Geschmack haben; eine Dienste von Großgrundbesizern arbeiten, nur 10 Stunden peschen, die faft niemals unter einander übereinstimmen und handvoll Phantasten und dazwischen ein berechnendes In- lang thätig sein dürfen, im Gegensatz zu freien" häufig sich sogar widersprechen." dividuum, das die blinden Puppen nach seiner Pfeife Arbeitern, die nach Belieben ausgebeutet werden können. Daher tanzen läßt. Und diese Pfeife ist die Polizeipfeife. Als ob es nicht bekannt wäre, daß das Gefängnißleben Mit dem französischen Polizeipräfekt Andrieux, auch in vielen anderen Punkten gegenüber dem Leben als der seiner eigenen Erzählung nach jahrelang jährlich freier Arbeiter" Vorzüge hat! Nächste Sigung ist Freitag 30000 Frants an Spigel und Spigelschüler bezahlte, in der Vormittag. Etat des Ministeriums des Innern. kolonien eingeniſtet, die im Schatten des„ Sternenbanners Politische Säbel. Und warum wir den Lütticher Prozeß hier unter die Lupe der Kritik nehmen? " " wahre Wunderdinge zu erzählen wußten. Thatsächlich konnte man sich nicht erinnern, daß während des ganzen Krieges der Tyrann Lopez ein einzig mal mit ihm unzufrieden gewesen wäre; er, der faft immer nach verlorenen Schlachten die Anführer der Soldaten niederschießen ließ, weil er ihnen die Schuld der Niederlagen zuzuschreiben beliebte. Politische Lebersicht. Berlin, 14. Februar. " hervor, dem man es anhören konnte, daß sie weitere Liebesbetheuerungen erwartete." „ Sie sind köstlich, General... Sie hätten etwas früher kommen müssen, als Sie kommen; inzwischen hat mich schon Bantista heimgeführt und Sie sind auf dem besten Wege, als ein alter Junggeselle zu sterben... " Herr Wagener findet relativ berechtigt", daß man im Auswärtigen neben den eigenen Amite über den Inhalt der her: gehenden Depeschen näher unterrichtet zu werden wünschte. gehenden Depeschen näher unterrichtet zu werden wünschte. und man hatte leider wie man damals annahm, durch Bermittelung der Polizei- auch Persönlichkeiten gefunden, die sich auf eine nicht näher zu bes Tag mehr denn einer sehr harmlosen Jdylle von Freunds schaft und Liebe näherten. Aber von einem ganz anderen Gesichtspunkte begannen die Asuncener Politiker diese Besuche zu betrachten, die sich natürlich in einem so kleinen Ort, wie es die paraguayische Hauptstadt ist, nicht verheimlichen ließen. Sie erschienen ihnen von einer unDer tapfere General, der in so vielen Schlachten dem gewöhnlichen politischen Bedeutung im Hinblick auf die wüthendsten Feinde getrost hatte, wußte sofort, daß dieser kriegerische Persönlichkeit des Besuchers und wurden sogar Feind schwach war und daß diese Art von Vertheidigung in den Kreisen der Regierung mit einigem Mißtrauen und nur eine Scheinvertheidigung sein konnte, und ging darum steigender Aufmerksamkeit beachtet. Es war ja auch nichts im Sturm auf der ganzen Linie vor. natürlicher, als daß eine so bedeutende militärische PersönIm Gegentheil mußte Herr Caballero wohl immer fiegreich gefochten haben, denn er war vom gemeinen Soldaten bis zum General vorgerückt und war in der Gunst des Tyrannen geblieben bis zu der Schlußkatastrophe. Es gab zwar einige Leute, die behaupten wollten, daß er diesen Bantista Gill verdient ein solches Glück gar nicht... lichkeit die Frau eines notorischen Parteileiters der Opposition feinen guten Ruf und seinen Titel weniger seinem Schwert wenn ich an seiner Stelle wäre.. und überhaupt kann ich aus einem anderen Grunde besuchen sollte, als aus dem, zu verdanken gehabt, als der Thatsache, daß er ein auf meine Hagestolzsünden ja immer noch bereuen und Buße mit der Opposition im Geheimen Fühlung zu suchen. Und fallend schöner Mann war und sich deshalb der Protektion thun der allmächtigen Maitresse des Lopez, der berüchtigten Madame Nun und was würden Sie thun, wenn Sie an Lynch, dauernd zu erfreuen gewußt, welche Dame schönen Bantistas Stelle wären?" und ihr ergebenen Männern stets sehr geneigt gewesen war. Bum allerwenigsten würde ich Sie nicht allein laffen. Sei dem wie da wolle; soviel steht fest, daß der General Ich finde das grausam für eine junge Frau, so lange Beit Caballero sich der Gunft der Bevölkerung ungemein erfreute allein zu fein.." beide Theile, sowohl die schöne Frau, wie der tapfere General, unterhielten sich so gut miteinander, daß sie nicht im Traume daran dachten, die Deffentlichkeit über den Zweck ihres Zusammenseins aufzuklären. Auf diese ganz und gar nicht beabsichtigte Weise wuchs das Ansehen der rothen Partei ungemein. Denn die Partei und daß man in ihm einen außergewöhnlich intelligenten Und deshalb kommen Sie also um mich zu trösten.." der Rivarola und Godoy und die sich indirekt dazu zählten, Soldaten und einen Strategen ohne Gleichen erblickte. Der Wir wollen den Fortgang dieses interessanten Gesprächs verfügten in der That über keine recht geeignete Person, General that nun eigentlich absolut nichts, um diesen Ruf nicht verfolgen; fönnen aber so viel verrathen, daß der die im Falle eines größeren blutigen Ereignisses, zu bewahrheiten. Er lebte im Gegentheil als bequemer General mit dem Ergebniß seiner Strategie durchaus nicht wie es in den südamerikanischen Republiken doch einfacher Privatmann und hielt sich bis dahin von allen unzufrieden war, und daß er von dem Tage ein beinahe immer bei allen Parteifragen ausschlaggebend ist, zum politischen Bewegungen beider Parteien vollständig fern. täglicher und, wir müssen hinzufügen, gerne gesehener Gast eigentlichen militärischen Leiter tauglich erschienen wäre. Er hatte sich weder der Regierung noch der Opposition an- in dem Hause von Frau Concepcion wurde. Es tonnte Da war wohl ein alter General Serrano, der vor kurzer geschlossen und schien seine triegerische Befähigung auf nicht fehlen, daß sie ein und das andere Mal bei ihren Beit auch nach Barrero Grande gegangen war, da war der einem ganz andern Felde zu bethätigen. Er lebte gut und Zusammenkünften außer andern Dingen auch die Tages General Escobar, der auch zu den Unzufriedenen gehörte; machte allen schönen Damen den Hof oder ließ sich von politik berührten und auf die Rolle, die der Gemahl der aber diese beiden hatten weder Ruf noch Namen, die bes ihnen den Hof machen, je nachdem es die Gelegenheit mit schönen Dame dabei spielte, zu sprechen tamen, wobei der General geisternd auf die Soldaten hätten einwirken können, und brachte. sich nicht nehmen ließ, sein eigenes politisches Programm zu Godoy und Molas und die übrigen waren ebensowenig im Dieser selbe General saß also in aller Seelenruhe vor entwickeln, das darin bestand, der Freund einer schönen ſtande, eine umfangreichere militärische Organisation in's Frau Concepcion, bewunderte ihren kleinen Fuß, ihre kleine Frau zu sein. Am allerwenigsten würde es ihm bei den Wert zu bringen, obwohl sie sonst zu jedem Handstreiche Hand, ihr braunes Mal und endete damit, daß er ihr am schmuzigen Tabackbauern in Barrero Grande gefallen. Ja in kleinerem Maßstabe recht gut brauchbar waren. Man Ende eine formelle und heilige Liebeserklärung machte und ihr in einer luftigen Stunde erklärte er Herrn Gill und seine nahm schließlich allgemein an, daß die Besuche des schwor, daß es für ihn auf der ganzen Welt keine reizendere Freunde insgesammt für eine große Heerde von abgeschmackten Generals Caballero nur den einzigen Zweck hätten, sich mit Frau gäbe, als die, die vor ihm säße. Der General schien eine Dummköpfen. Infolge dessen sind wir nicht nur ganz genau den Unzufriedenen zu verständigen, und eines schönen Tages große Erfahrung in dieser Art Kriegsführung zu befizen; denn davon unterrichtet, daß die Besuche des Generals im Hause einen militärischen Aufstand zu bewerkstelligen. die Erklärung wurde jedenfalls nicht ungnädig aufgenommen eines der Größen der Opposition durchaus jeden politischen und rief sogar bei der schönen Frau ein lautes Gelächter Charakters entbehrten, sondern, daß sie sich von Tag zu ( Fortsetzung folgt.) " seichnende eise in den Befih der fraglichen Die Deutsche Postzeitung" und der hinter ihr zusammenschließen und zur Erhöhung ihrer Anstrengungen treiben, Schriftstücke au sehen wußten..." Das ist sehr stehende Verband Deutscher Bost- und Telegraphen- Affiftenten bie auf das Wohl des ganzen Menschengeschlechtes gerichtet seien. milde ausgedrückt im Vergleich mit der heutigen Entrüftung der sind von Herrn v. Stephan und seinen Adjunkten, sowie Der Vertheidiger bestritt auf grund der Aussagen der Angeklagten, Konservativen. Denn die Schriftstücke wurden geben freiwilligen Regierungsvertretern oft genug sozialdemo- denen man bei ihrer offenkundigen Furchtlosigkeit und Uebersto blen mit Vorwissen des Ministerpräsidenten zeugungstreue Glauben schenken müsse, daß sie jemals Verbrechen v. Manteuffel. Techen stahl bei dem General: fratischer Tendenzen geziehen worden. Diese vorgeblichen verherrlicht haben, wie denn die Polizeibeamten ihre frühere Ausadjutanten v. Gerlach und dem Rabinetsrath Tendenzen hat Herr v. Stephan auch im Reichstage stets sage, in Bersammlungen den Ruf Hoch Caserio!" vernommen Niebuhr, was er fand, nahm auch Abschriften ausgespielt, wenn es galt, die vielen gegen die Mitglieder des Ver- zu haben, zurücknehmen mußten. Nach dreistündiger Berathung von den sorgfältig geführten Tagebüchern bandes ergriffenen Maßnahmen zu vertheidigen. Wie farblos verkündete der Gerichtshof wegen Mangels an Beweisen" ein Gerlach's und trug alles Material Manteuffel aber die genannte Vereinigung ist und wie ängstlich besonders die freisprechendes Urtheil. zu. Herr Stieber bezeugt, daß der Ministerpräsident durch Deutsche Postztg." es vermeidet, der Postverwaltung und deren Techen Kenntniß von der Art des Erwerbes dieser Schrift Organen auch nur das unscheinbarste in den Weg zu legen stücke erhalten habe; im Zweifel konnte Herr v. Manteuffel oder in ihren Spalten irgend etwas zu veröffentlichen, was ohnehin nicht sein. Unter den entwendeten Briefen der Mißdeutungen ausgesetzt werden könnte, das ist dem, der Herren Niebuhr und v. Gerlach befanden sich auch mehrere, ben Inhalt des Blattes verfolgt, ohne weiteres tlar. Bur Die Schmähungen gegen den Berliner Polizeipräsidenten Hindeldey enthielten. Diese benutzte Manteuffel, um sich einen Evidenz geht dies auch hervor aus dem folgenden Schreiben, Bundesgenossen gegen die Kamarilla zu schaffen; er veranlaßte das die Deutsche Postzeitung" der Verlags- Buchhandlung Techen, die Briefe Hinckelden zu bringen, ohne ihn merken zu Hans Baake, Berlin, aus Anlaß der Einsendung eines laffen, daß er von dem Ministerpräsidenten abgefchickt sei; er Inserats zugehen ließ: sollte scheinbar aus eigenem Antrieb seine Dienste anbieten, um an einträglichen Geschäften verwandt zu werden. Dies gelang ihm auch, und er erstattete stets über seine geschäftlichen Berhandlungen mit Hinckeldey an den Ministerpräsidenten Bericht." Das Interesse der Stumm und Krupp an der Erhaltung der bestehenden Wirthschafts ordnung wird vollkommen begreiflich, wenn man den Umfang ihrer Unternehmungen berücksichtigt. Hierüber wird das folgende mitgetheilt: auf " Berlin C., Münzstr. 2 III, 9. Februar 1895. Herrn Hans Baate, Verlags- Buchhandlung, Berlin S., City- Passage. Auf die gefällige Zuschrift vom 7. d. M. beehren wir uns Ihnen Berlage erscheinende Broschüre„ Herr v. Stephan und seine Leute" ergebenst mitzutheilen, daß wir es ablehnen müssen, die in Ihrem von 5. Vieth, im Anzeigentheil unseres Blattes anzukündigen. Hochachtungsvoll Deutsche Postzeitung", Organ des Verbandes Deutscher Post- und Telegraphen- Assistenten. Fun f. " Studenten- Unruhen sind in Italien an der Tagesordnung. Die Universitäten von Rom und Palermo( Sizilien) wurden geschloffen. Bisher fonnten die ruffischen Zeitungen wenigstens über VorDie russische Preßunfreiheit wird immer unerträglicher. gänge im Auslande ihre Meinung ziemlich frei ausdrücken, nun scheint auch diesem Rest von Preßfreiheit die Zensur einen Riegel vorschieben zu wollen. Wie nämlich aus Warschau gemeldet wird, hat die dortige Zensurbehörde allen polnischen Blättern die Weisung zukommen lassen, bei Besprechung von deutschen Vera hältnissen fortan die größtmögliche Zurückhaltung zu üben. Parteinachrichten. * Achtung! Parteigenossen aus dem Wahlkreise Stralfund Rügen- Franzburg. Unsere Bewegung in dem Wahlkreise Stralsund Rügen- Franzburg ist eine verhältnismäßig schwache. Die Landbevölkerung ist in einer zu abhängigen Lage. Die ganze AgiAuf dem Eisenwert des bekannten„ Königs" Stumm sind Wir müssen gestehen, daß wir der Deutschen Post- tation ruht auf den Schultern einiger weniger Genossen in Stralin Thätigkeit: 489 Dampftessel, 82 Dampfhämmer von zeitung" etwas mehr Rückgrat zugetraut hätten. Als Fach- fund, der einzigen größeren Stadt in dem Kreise. Aber auch deren 100 bis 50 000 Rilogramm, 21 Walzftreden, 450 Dampf blatt muß es neben der Vertretung der Interessen ihrer Bewegung ist infolge der zu geringen Geldmittel eine äußerst maschinen von 2 bis 1000 Pferbekräften, 1692 verschiedene Leser unter anderem auch ihre Aufgabe sein, literarische Er- beschränkte. Wollen wir unsere Anhängerschaft in dem Kreise Werkzeugmaschinen. Der Verkehr wird vermittelt vermehren, so gilt es von hier aus helfend einzugreifen. 4396 Rilometer Normal- Eisenbahn Wir können Normal- Eisenbahn mit 14 Lokomotiven scheinungen auf dem Postgebiete auf ihren inhaltlichen vermehren, so gilt es von hier aus helfend einzugreifen. das infolge unserer vielfachen Beziehungen und 542 Wagen; desgleichen 2946 Kilometer schmalspurigen Werth zu prüfen und zu besprechen. Thut sie das nicht, und Verbindungen, die wir nach dort unterhalten, wir müssen Gisenbahnen mit 14 lokomotiven und 594 Wagen. Weiter unterläßt sie derartige Besprechungen, entweder weil der das, weil die politische Konstellation eine Reichstags- Auflösung find vorhanden 80 Kilometer Telegraphenleitungen mit Verfasser den Postgewaltigen zu sehr schmeichelt oder sie zu als nicht unwahrscheinlich erscheinen läßt. Ich ersuche alle Ge 37 Telegraphenstationen, 140 Kilometer Fernsprechleitungen start tabelt, lehnt sie sogar die Veröffentlichung unschuldiger noffen aus dem genannten Wahlkreise, sich zu einer Vorbesprechung ( Telephon) mit 156 Sprechstellen und 55 Morse'sche Schreib- Inserate ohne Angabe von Gründen ab( vielleicht mit behufs Gründung eines Agitationsvereins für Stralsund- Rügenapparate. An jedem Tage werden verbraucht: 38 220 Bentner Rücksicht auf den politischen Standpunkt des Verfassers??) Franzburg am Sonntag, den 17. d. M., vormittags 10 Uhr, im Kohlen und Rotes, 18 834 bis 26 898 Rubikmeter Wasser und so verkennt sie ihre Aufgabe und es geht aus solchem be- Restaurant Weber, jetzt Bolze, Landsbergerstr. 41, einzufinden. 23 350 Rubikmeter Leuchtgas. Das Werk besitzt ein chemisches bächtigen, zahmen Auftreten alles andere, nur nicht die D. Bieth, Rammlerstr. 26. Laboratorium, eine photographische Anstalt, eine Buchdruckerei mit vier Dampf- Schnellpressen und sieben Handpressen sowie eine Lust an Opposition gegen die Postverwaltung hervor. An die Parteigenossen in Charlottenburg! Am SonnBuchbinderei. Ginen gleichen Riesenumfang hat das Werk des Deshalb: Lieb' Vaterland, magst ruhig sein! tag, den 17. Februar, vormittags von 7-9 Uhr, findet vom Kanonenkönigs Krupp in Essen. Im Gebäude für Gußstahl Restaurant Krause, Bismarckstr. 74, die Flugblattverbreitung im 26 Stichwahlen zum württembergischen Landtage zweiten Wahlbezirk statt. Es ist Pflicht eines jeden Parteibefinden sich 107 unterirdische Tiegel und Defen für Kokesfeuer, 20 unterirdische und 1 oberirdischer Ofen für Regenerator: finden heute und morgen statt. Ueber die Ergebnisse der- genossen, sich daran zu betheiligen, damit unser Parteigenosse, feuerung. In jedem Ofen stehen 12, in dem oberirdischen 90 oder selben finden unsere Leser Mittheilungen unter den Depeschen der Buchdrucker Otto Görfe, am Montag als Sieger aus 91 Tiegel, im ganzen 1730 Ziegel, in denen auf einmal am Schlusse des Hauptblattes. der Wahlurne hervorgehe. Ferner machen wir noch darauf auf80 000 Kilogramm Stahl geschmolzen werden. Das Wert hat merksam, daß am Sonntag, nachmittags 2 Uhr, bei Triesetau, bis jetzt 24 000 Geschüße und Kanonen geliefert. Krupp besitzt gemeldet: Der Untersuchungsrichter Meyer hat Befehl erhalten, Bersammlung stattfindet. Zum französischen Südbahn- Skandal. Aus Paris wird Sophie Charlottenstr. 94, eine öffentliche Kommunalwählerin Deutschland 550 Erzsteingruben, in Bilbao( Spanien) 4 Hütten- eine Untersuchung darüber einzuleiten, unter welchen Bedingungen Die Stichwahl selbst findet am werke, in Neuwied 11 Hochöfen, außerdem 4 Transportdampfer. Die Südbahn- Gesellschaft seit 1885 die Emission ihrer verschiedenen 10 Uhr bis abends 8 Uhr statt. den 18. Februar, in der Zeit von morgens In Essen selbst arbeiten 11 500 Arbeiter, in den Berg- und Wer nun will, daß Obligationen bewirkte.die Arbeiterinteressen im Stadthause Hüttenwerken 8400, welche zusammen 50 000( die letzte Bählung Stadthause nachdrücklichst ergab 60 000) Familienmitglieder zu ernähren haben. 20 000 Pertreten werden, und wem es ernst ist, seine Rechte als Staatssonen wohnen in Häusern, welche Krupp gehören, und 1700 bürger zur Geltung zu bringen, der gebe seine Stimme dem wohnen in einer Raferne! Arbeiterkandidaten Otto Görte, und nicht dem Mischmasch= Kandidaten der bürgerlichen Parteien! Wem es möglich ist, ampünktlich 8 Uhr geschlossen wird. Die Genossen, welche sich Tage zu wählen, möge dies nicht unterlassen, ba ber Wahlatt am Tage der Wahl zur Verfügung stellen, mögen sich früh 9 Uhr Abtheilungsführer. Schulz. beim Genossen Krause, Bismarckstr. 74, einfinden. Die belgischen Sozialisten und die GemeindeWahlreform. Aus Brüssel wird telegraphirt: Die Sozialisten tündigen an, daß im Parlament die Refämpft werde, und daß das allgemeine Stimmrecht gefordert gierungsvorlage, betreffend die Gemeinde- Wahlreform, heftig bewerden soll. Montag, ver Der Die Maffe muß es machen diesem altbewährten faufmännischen Grundsatz folgen die sächsischen Nationalliberalen und haben beschlossen, den Er- Reichskanzler zu feinem 80. Geburtstage mit einigen Dußend Ehrenbürger- mente. Ueber die gestrige Unterhaussigung des englischen Bar Die Noth der Landwirthschaft im englischen Parla rechts- Briefen in den April zu schicken. Sämmtliche laments liegt folgender Drahtbericht vor: Der Schazkanzler Lord sächsischen Städte mit über 10 000 Einwohnern sollen am Harcourt erklärt, die Regierung fei im allgemeinen unterrichtet Die Agitation gegen die Ümsturzvorlage und die übrigen felben Tage dem ominösen 1. April je einen von den in Deutschland und den Vereinigten Staaten von reaktionären Gesetzesvorlagen wird im ganzen Reiche von seiten Brief" schicken. Vielleicht bindet man sämmtliche Amerita stattfindenden Untersuchungen über die Noth der Land- unsrer Genossen fortgesetzt. Es haben in der letzten Zeit Ver" Briefe" in ein Album, das mit dem Bilde des wirthschaft. Die Regierung wisse auch, daß dem amerikanischen sammlungen stattgefunden in Beelig, wo Genosse Ewaldwedelnden Ex- Reichshundes geziert sein könnte. Der Ex- Senate eine Bill vorliegt, wonach das Börsenspiel in landwirth- Brandenburg referirte; eine von 500 Personen besuchte VoltsKanzler, der die papiernen Ehrungen nicht sehr liebt schaftlichen Erzeugnissen verboten werden soll, sie habe aber feine versammlung in Weigelsdorf bei Langenbielau protestirte außer wenns Bankpapiere sind Mittheilungen darüber empfangen und auch feine Unter- gegen die geplanten Gesetze; in Ibing( Westpreußen) sprach - hat sich über die Ehren- handlungen darüber mit anderen Staaten angeknüpft. Redner Gen. Schulze- Königsberg; in Basbet. Hannover sprach Gen. bürgerbriefe, die ihm zu theil geworden sind, schon recht glaubt, daß die Zeit noch nicht gekommen sei, wo dieses Börsen- Sonn- Hamburg; in Gitendorf Genoffe Thiel- Harburg; in respektwidrig ausgedrückt und soll einige schon als Fidibusse spiel mittels eines internationalen Abkommens unterdrückt Bremerhaven Dietrich- Bremen; in Hannover Genesse benutzt haben. Wir wollen nun sehen, ob der von seinen werden könne. Berg. Der Genosse König- Witten behandelte das Thema Blümchen Anbetern geplante EhrenbürgerrechtsBrief Ramsch der alten Raketenkiste mehr„ imponiren" noch ein gerichtliches Nachspiel haben. Noch ehe der noffe Geyer über die Tabaksteuervorlage. Der Banca Romana- Skandal in Italien wird jetzt in Dortmund. In einer von ca. 500 Personen besuchten Versammlung in Döbeln in Sachsen referirte Sewird. Gegen die letztere Monat Februar zu Ende geht, sollen sechs römische Steuervorlage fand weiter eine äußerst gut besuchte VersammHerr v. Köller dementirt luftig darauf los. Er Polizeibeamte unter der Anklage vor Gericht er- lung statt in Gilenburg, wo Genosse Junge- Bremen läßt in seiner Berl. Corr." schreiben: scheinen, am 19. Januar, ferner in den Nächten vom 19. sprach; ferner hatten sich in Bünde i. W. gegen 4000 Personen Die Freifinnige Zeitung" sagt bei Gelegenheit der Be- zum 20. und vom 20. zum 21. Januar 1893 in der Woh- in einer Versammlung eingefunden, um gegen die Tabaksteuer zu sprechung der Frage der Gegenzeichnung von kaiserlichen Erlassen nung des Bankdirektors Tanlongo und in den Geschäfts- protestiren. und der ministeriellen Verantwortlichkeit: der neue Reichskanzler räumen der Banca Romana amitliche Siegel verlegt und habe sich geweigert, ähnlich wie Graf Caprivi in dem Falle des aus den geschlossenen Schriftenbündeln einzelne auf den Die Magdeburger Saalverweigerer. In ihrer Sigung Hauptmanns von Nahmer, für die Ernennung des Grafen zu Eulenburg zum kaiserlichen Statthalter in Elsaß- Lothringen die Bankprozeß bezügliche Schrift stücke entfernt zu haben. am Dienstag haben die Saalbefizer in Magdeburg einstimmig beschlossen, den Sozialdemokraten die Säle Unterschrift zu geben. Diese Erzählung ist unrichtig. Dem Fürsten Auch der Anstister der vor Gericht gezogenen Beamten, nicht zu öffnen. Heute( Freitag) wird die Lokalkommission Hohenlohe ist niemals ein Detret, betreffend die Ernennung des Herr Giolitti, der zu jener Zeit Ministerpräsident und in einer Parteiversammlung mündlich Bericht erstatten. Dieser Grafen zu Eulenburg zum Statthalter, zur Gegenzeichnung vor- Minister des Innern war und dem die beiseite geschafften Versammlung wird es auch vorbehalten bleiben, Beschlüsse in gelegt worden. Ebenso ist die weiter in diesem Artikel enthaltene Schriftstücke zugetragen wurden, hat vom Untersuchungs- dieser Sache zu fassen. D Behauptung, der Hausminister habe Vertretern der Presse von der richter in Rom einen Vorladungsbefehl erhalten. Man Insinuation. ** 100 e3 vollzogenen Ernennung des Grafen zu Gulenburg zum Statthalter wird nun gespannt sein können, ob Herr Giolitti dieser Bei den Stadtverordncten- Wahlen in Schöningen im Reichsland Kunde gegeben, eine thatsächlich völlig unbegründete Borladung folgen, oder ob er vorläufig noch seinen Winter( Braunschweig) wurde nach heißem Stampfe der erste SozialJedermann wird sich die Frage aufdrängen, warum vergnügungen in Charlottenburg bei Berlin, wo er sich bei demokrat ins Rathhaus gewählt, während bei den Stichwahlen diese bisher von Organen aller Parteien verbreitete Meldung seinem Schwiegersohn aufhält, nachgehen wird. Allzu schroff in Seefen zwei Sozialdemokraten mit großer Majorität genicht früher dementirt wurde, und warum das gegen die dürfte die italienische Regierung wohl nicht gegen ihn vorwählt wurden. In Braunschweig selbst, bei den lehten Wahlen den vereinigten Ordnungs angebliche Ernennung Eulenburg's zum Statthalter der gehen. Denn man erzählt sich in solchen Kreisen, die es helden bekanntlich mit aller Kraftanstrengung gelang, Reichslande gerichtete Dementi fich lediglich gegen eine wiffen können, Herrn Giolitti seien bei seiner Plünderung die sozialistischen Kandidaten zu besiegen, konnte dieser Formalität und nicht gegen die Thatsache selbst der Akten in der Banca Romana nicht nur die Herrn Sieg auch nur durch die Einführung der Selbsteinschätzung herbciCrispi belastenden Schriftstücke in die Hände gefallen, geführt werden. Es mußte durch diese eine anderweite Einsondern auch allerhand Dokumente, die sich auf den italienischen Kronprinzen beziehen. rchtet. " Die Veröffentlichung des Groeben'schen Briefes in der Leipziger Volts Beitung" wird, wie die Kons. Korr." berichtet, noch die Gerichte beschäftigen. Es sollen danach die Schritte zur strafrechtlichen Verfolgung bereits eingeleitet sein. Landwirthschaftskammern. Der hannoversche ProvinzialTandtag hat heute mit großer Majorität die Errichtung einer Landwirthschaftskammer abgelehnt. Die rheinischen Agrarier machen unter Führung des Gegen die Tabaksteuer- Vorlage soll die sächsische Regierung nach dem„ Oschaher Tageblatt" im Bundesrath gestimmt haben. Leider bietet das„ Oschaker Tageblatt" teine Gewähr für die Richtigkeit der Nachricht, die anzuzweifeln wir viel Anlaß haben. Es richtung der Wählerlisten erfolgen, wodurch alle Bürger mit einem Einkommen bis zu 6200 Mark in die 3. Wahlklasse gelangten, während diese bisher mit 4900 m. abschloß. Dadurch mußte naturgemäß der numerische Einfluß der sozialdemokratischen Wähler in der 3. Klasse sich sehr wesentlich vermindern. " * " " Neber die Freisprechung von 30 Sozialisten am 11. d. M. in Rom, über die wir schon furz berichteten, liegt jetzt eine aus führlichere Mittheilung in der Bossischen Zeitung" vor. find danach die 30 Angeschuldigten deshalb freigesprochen Eine öffentliche Wahlkreiskonferenz des 7. schleswigworden, weil gegen sie nichts anderes erwiesen werden konnte holsteinischen Wahlkreises tagte am Sonntag, den 10. Februar als die sozialistische Ueberzeugung und das offene Bekenntniß in Nortorf. Die Zusammenstellung der Zahl der Abonnenten dazu. Der Staatsanwalt hatte sich darauf berufen, daß auf die gelesensten sozialistischen Preßerzeugnisse ergab folgendes die sozialistische Partei sich selber eine umftürzlerische nenne, interessante Resultat: Es werden im Kreise verbreitet: Schlesw. bekannten Freiherrn von Loe nun auch Propaganda für den ausgehe, daß sie den Klaffenhaß nähre und Verbrechen verherrliche. in 48; Wahrer Jacob" in 2426 und Postillon" in 157 Grem bekannten Freiherrn von Zoe nun auch Propaganda für den daß sie auf den Umfturz der bestehenden gesetzlichen Ordnungen Holsteinische Volts- Beitung" in 5142 Exemplaren; Nordwacht" Antrag Kanig und den Bimetallismus. Er suchte nachzuweisen, daß die sozialistischen Vereinigungen plaren. Beschlossen wurde, zwei Flugblätter ausarbeiten und unter das vorjährige Umsturzgesetz fallen, das unmöglich allein über den ganzen Kreis verbreiten zu lassen. gegen die Anarchisten der That gerichtet sein könne, sondern auch Die Auflösung des Verbandes fächsischer Berg- und Die Vorbereitungen des Umsturzes treffen solle, und er beantragte mehrmonatige Gefängnißstrafe gegen die Angefchuldigten. Der Süttenarbeiter durch das Amtsgericht 3 wickau haben wir Vertheidiger, Abgeordneter Profeffor Ferri, bestritt in einer bereits gestern furz mitgetheilt. Gleichzeitig damit ist die vom schwungvollen und höchst wirksamen Rede, in der er die Verbande gegründete Beerdigungs.Unterstüßungs= Die Freigebigkeit des Herrn Krupp. Unlängst wurde sozialistische Idee verherrlichte, alle Behauptungen der Anklage. tasse der Auflösung verfallen. Der Verband umfaßte 3. 3. mitgetheilt, daß, wenn der Reichstag die neuen Kriegsschiffe be- Der Sozialismus sei umstürzlerisch, aber er denke nicht zirka 9200 Mitglieder und mit den Mitgliedern der Beerdigungswillige, Herr Krupp das Material zum Selbstkostenpreis liefern an blutigen und gewaltsamen Umsturz, sondern an sondern an eine Unterstüßungstaffe 17 500 Mitglieder. Gestützt ist die Auflösung wolle. Die tonservative, Hallische Zeitung" bemerkt dazu, daß für Umwälzung, wie fie oft in der Geschichte dagewesen sei, und auf den§ 78" des sächsischen Genossenschaftsgesetzes, welcher dieses An erbieten nicht blos rein patriotische ohne die veraltete, verrottete, unheilvolle Zustände nicht lautet: unheilvolle Zustände nicht lautet: Die Entziehung des Rechtes der Persönlichkeit kann Gründe maßgebend seien. Krupp wolle die Be durch bessere, gerechtere, wohlthätigere ersetzt werden können. Durch das Gericht dann erfolgen, wenn 1. eine juristische Person schäftigung auf seinen Werken gegenwärtig Der Klassenkampf erstrebe die Verbesserung der unerträg- ihre Wirksamkeit auf gesetzwidrige Zwecke oder, ohne die in§ 72 möglichst in vollem Umfange aufrechterhalten, lichen Lage gewiffer Klassen. Nur die ungerechte Verfolgung Abf. 2 erforderte Genehmigung auf öffentliche Angelegenheiten Es sei eitel richtet." müsse aber in Ermangelung von Aufträgen bei möge hie und da natürlichen Haß erweckt haben. der gegenwärtigen Geschäftslage den Betrieb und verhängnißvoll, durch Umfiurzgefeße die Gedanken in Retten In der Begründung der amtsrichterlichen Maßnahme wird einschränken. schlagen zu wollen; der Druck werde die Sozialisten nur fester in erster Linie behauptet, daß der§ 4 des Statuts( Vereins " " " zweck), Erweiterungen" erfahren habe, die der Genehmigung des I wobei man den Redakteur Petersdorf verhaftet und alles hatte den Kläger und Ralisch darauf aufmerksam gemacht, daß Ministers entbehrten. Die Erweiterung der Vereinszwecke hat mit Beschlag belegt habe: sämmtliche Geschäftsbücher, Ror- ihr Unternehmen für Golßen zu großartig sei., Beide haten des Amtsgericht darin gefunden, daß das Verbandsorgan respondenzen, Privatbriefe 2c. Der Artikel warf im Anschluß an mir nun erklärt, daß der Verklagte sich verpflichtet habe, ihr , Glückauf",' welches von der Verbandskasse ressortirt und das diese thatsächlichen Mittheilungen die Fragen auf, ob man noch Unternehmen durch Mittel von der fonservativen Partei zu mit ministerieller Genehmigung unentgeltlich den Mitgliedern im tonftitutionellen Staate oder im barbarischen Rußland lebe und unterstützen. Als ich später einmal dienstlich in Krossen war, erdes Verbandes zugestellt werden darf, sich auch an das allgemeine ob man vielleicht ad oculos demonstriren wollte, daß Gewalt vor flärte mir der Verklagte, Ackermann und Kalisch hätten von ihm Publikum gewendet und Abonnements eröffnet habe. Es heißt Recht gehe.- Der zweite Artikel, welcher aus der Wiener Zukunft" Geld haben wollen, er könne es aber auch nicht aus dem Aermel nun bezüglich der Zeitung: Die Zeitung hat sich in übernommen war, enthält die Vertheidigungsrede eines zum schütteln. Auf grund der Aeußerungen des Verklagten in Verben Dienst der Sozialdemokratie gestellt und Tode verurtheilten Mannes, der den Richtern seinen Lebenslauf bindung mit den Mittheilungen des A. u. K. habe ich den Einvertritt alle von dieser verfolgten Zwecke. Das erzählt und klar legt, aus welchen Gründen der Mord druck gewonnen, daß thatsächlich eine Verpflichtung des Herrn ergiebt die ganze Haltung des Blattes." berechtigt sei. Für diese beiden Artikel wurden der v. M. zur Unterstützung des fraglichen Unternehmens bestehe." Es wird dann auf eine Reihe von Artikeln genannter Zeitung Arbeiter und Böttcher Georg Wersönke, der die betr. Das Rammergericht erkannte erkannte hierauf gestern nach aus den Jahren 1893 und 1894 hingewiesen, welche diese Zwecke Nummer als Redakteur gezeichnet und der Expedient des längerer Verhandlung dahin: Die Entscheidung des Landdarthun sollen. Unter den gerügten Artikeln befinden sich auch Sozialist". Echriftgießer Adolf Löhr, verantwortlich gemacht.- gerichts Rottbus wird insoweit bestätigt, bezw. aufgehoben, als solche, wie Lohnzahlung an Minderjährige", Die Bergwerke Den Vorsiz führte Landgerichts- Rath Keller, die Anklage ver- dem Bertlagten folgender Eid auferlegt wird: für die Bergleute" u. f. w. In alledem fand das Amtsgericht trat Staatsanwalt Kanzow, die Vertheidigung führten die Ich schwöre, es ist nicht wahr, daß ich mich dem Kläger gegendie Ausdehnung der Wirksamkeit auf öffentliche Angelegenheiten, Rechtsanwälte Dr. Bieber und Freudenthal. Wersönte über vor oder nach der Begründung des„ Niederlaufiger Boten" für deren Behandlung es an der erforderlichen Genehmi- hat nach der Verhaftung Petersdorf's die Redaktion übernommen, verpflichtet habe, die Kosten der nothwendigen Anschaffungen gung gefehlt habe. Bezüglich der Haltung des Blattes fonnte sie aber nur vier Tage führen, weil er dann selbst ver- und den etwaigen Ausfall des Zeitungsunternehmens, insübt das Amtsgericht noch weitere Kritit in fol- haftet wurde. Nach der Ansicht der Kriminalpolizei war Wersönke besondere die Kosten der Einrichtung und Anschaffungen gender Weise aus: Einmal pflegt sie( die Genossenschaft) nur ein Strohmann, der eigentliche Redakteur und die Seele des des ersten Vierteljahres zu decken." Wird der Eid geleistet, so in ihrer Zeitung über Vorkommnisse zwischen Arbeitern und ganzen Betriebes im„ Sozialist" aber Löhr. Kriminalkommissarius wird die Klage abgewiesen, andernfalls nach dem Klageantrage Arbeitgebern sowie über Unfälle in einer Art und Weise zu be- Bösel begründete diese polizeiliche Auffassung durch erkannt. begründete diese polizeiliche Auffassung durch erkannt. In den kurz publizirten Gründen hob der Senat richten, die die Arbeiter gegen die Arbeitgeber aufhehen und Beobachtungen", die darauf hinauslaufen, daß nach( 12. C.-S.) hervor, daß er nicht verkenne, daß manche Momente dadurch den öffentlichen Frieden untergraben muß. Es ist in der Flucht Wilhelm Werner's der Angeklagte Löhr der eigentliche zu gunsten der Berufung sprechen, so namentlich die Aussagen folge dessen schon zur Anrufung des Strafrichters und Hausherr im Sozialist" geworden sei. Der Bücherrevisor der Zeugen Thümecke und Daur. Andererseits sei aber auch zu theils zur Verurtheilung des Angeklagten, theils dazu gekommen, öpfer hat aus den vorgefundenen Büchern und Schriftstücken erwägen, daß das Interesse, welches der Verklagte an der Eache daß vergleichsweise Privatgenugtbuung geleistet worden ist." auch die Ueberzeugung gewonnen, daß Löhr eine ganz hervor hatte, Aeußerungen desselben hervorrief, welche von Kläger und Ferner findet das Amtsgericht auch den§ 24 des Vereins- ragende Stellung einnahm. Mehrere ehemalige Redaktions- auch von den Zeugen leicht mißverstanden werden konnten. Deegesetzes verletzt, insofern die Zahlstellen zu Zweigvereinen aus mitglieder des Sozialist" bezeugten, daß Löhr nur die Stellung halb sei auf obigen Eid erkannt. gestaltet worden seien. Die Zahlstellen hätten nicht blos zur eines Expedienten inne gehabt habe. Der Staatsanwalt beBezahlung der Beiträge und zur Besprechung geselliger Ver- antragte gegen 2öhr, den er für den Hauptschuldigen" hielt, gnügungen, sondern auch zur Besprechung über Genossenschafts- 1 Jahr 3 Monate, gegen Werfönte 9 Monate Gefängniß. angelegenheiten gedient. Außerdem rügt das Gericht noch ver- Die Vertheidiger beantragten dagegen die Freisprechung. Der schiedene andere Umstände, welche die Auflösung rechtfertigen Gerichtshof erkannte auf 9 bezw. 4 Monate Gefängniß unter follen. Gegen die Maßnahme des Amtsgerichts wird selbstver- Anrechnung von je 6 Wochen Untersuchungshaft. ständlich Rekurs eingelegt werden. Der Vorfall beweist jedenfalls zur Evidenz, daß der Kampf der sächsischen Behörden gegen politische und gewerkschaftliche Organisationen der Arbeiter ein systematischer ist. " " 1 • Dem Vorstandsbericht des sozialdemokratischen Agitationsvereins für Franten und die Oberpfalz ist zu entnehmen, daß von der Leitung des Vereins im Jahre 1894 alles unternommen wurde, um den sozialistischen Grundfäßen eine immer größere Verbreitung in Bayern zu verschaffen. Ueber 10 000 Broschüren wurden im ganzen nördlichen Bayern verbreitet, dazu eine große Anzahl von Nummern der „ Fränkischen Tagespost" und sonstiger Partei- Organe. Der Löwenantheil an der Agitationsarbeit entfällt naturgemäß auf die Nürnberger Parteigenossen. Nach dem Kaffenbericht betrugen die Einnahmen 1206 M., die Ausgaben 1204 M. * * Todtenliste der Partei. In Warthau i. Schl. wurde am 7. d. M. der Genoffe Steinmetz ausch zur letzten Ruhestätte gebracht. Er war so recht ein Opfer des Kapitalismus. Bor zwei Jahren war es, da stürzte er aus bedeutender Höhe von einem Bau und frankte nun an den durch den Unfall erlittenen schweren Verlegungen, bis ihn der Tod von seinen Qualen er löfte. Genosse Franz Lausch hat stets nach seinen Kräften im Intereffe der Partei gewirkt, die Genossen und Kollegen, die ihm einen prächtigen Kranz mit rother Schleife widmeten, werden ihin auch sonst ein dauerndes Andenken bewahren. ** Polizeiliches, Gerichtliches zc. " noch " " Der Auheimelndes aus Ungarn. Der Redakteur von„ Magyar Allam" in Budapest, Szemmet, ist auf grund eines Artikels über die Sanktion der Kirchenvorlagen, betitelt„ Consummatum est" wegen Majestätsbeleidigung zu 8 Monaten Gefängniß ver urtheilt worden. Im Pariser Erpreffungsprozeß begann am Donnerstag das Zeugenverhör. Als erster Zeuge wurde Jidor Bloch ver nommen. Derfelbe schwächte seine vor dem Untersuchungsrichter abgegebenen Erklärungen ab; seine Aussage ist sehr zurückhaltend. Dersammlungen. In Johannisthal tagte am 9. Februar eine leider nur mäßig besuchte Versammlung, in der Genosse Rohrlad über das Thema: Die gegenwärtige politische Lage" referirte. Nach einer kurzen Diskussion an der sich die Genossen Schmitt und Galasch betheiligten, erledigte man einige örtliche Angelegenheiten. Depeschen. Wie man koufervative Blätter gründet. Vor dem Rammergericht gelangte gestern, wie die National Zeitung" meldet, eine Klage des Buchdruckereibesizers Otto Ackermann zu Lübben gegen den Landrath des Kreises Luck au, Der Wahlkampf in Sachfen wird in diesem Jahre ein v. Manteuffel zur Verhandlung. Der Kläger, welcher im besonders heißer werden; im Herbst finden die Ergänzungs- Jahre 1891 eine Buchdruckerei zu Golßen besaß, führt aus, wahlen statt und schon rüsten sich die Parteien. Unser daß der Verklagte, der bekannte Führer der konser Dresdener Bruderorgan erläßt einen Aufruf, in welchem es pativ- agrarischen Partei im Reichstag, die Genoffen zu energischem Vorgehen auffordert. In demselben den let haften Wunsch hegte, daß in seinem Kreise eine befindet sich folgende bemerkenswerthe Stelle: Heiß wird der Beitung seiner Parteirichtung ins Leben gerufen werden Wahlkampf werden, sagen wir. Denn der Wahltag soll ein möchte, welche wöchentlich sechsmal erscheinen und nicht mehr Rachetag werden! Die arbeitende Bevölkerung will an diesem als 1 W. pro Vierteljahr fosten solle. Er sei zu diesem Behuse Reinickendorf. Im hiesigen Arbeiter- Bildungsverein hielt Tage, an dem einmal seine Stimme von Einfluß ist, sich rächen durch Vermittelung eines Lehrers Kalisch mit dem Kläger in Ber für alle die Miffethaten, welche staatserhaltende" Abgeordnete bindung getreten, habe denselben wiederholt zum Besuch nach am 10. Februar Genosse Pinn einen interessanten Vortrag über des Landtages in der vorigen Session an ihm verbrochen haben, seinem Gute Krossen geladen und auch im Reichstagsgebäude zu das Thema:" Aus alter und neuer Zeit" Bei Besprechung der sich rächen für alle die Gewaltthätigkeit und Gemeinheit, mit der Berlin mehrfach mit ihm und Kalisch konferirt. Das Resultat Vereinsangelegenheiten giebt Genosse Knauf bekannt, daß der die Reaktion gerade hier in Dresden in den letzten Zeiten ge- dieser Verhandlungen sei die Verpflichtung des Verklagten ge- Diskutirabend am 1. Februar nach Eintritt der Polizeis wüthet hat. Ja, Arbeiter Dresdens, an jenem bevoritehenden wesen, die Anschaffungskosten und den etwaigen Ausfall des Unters stunde aufgelöst wurde, weil der Beamte die Zusammenkunft Landtags- Wahltage habt Ihr Gelegenheit, Guern Bedrückern und nehmens zu decken. Nachdem sich solchergestalt der Verklagte als eine öffentliche Versammlung ansah. Die Versammlung beBeschimpfern die rechte Antwort zu geben. Fegt sie hinaus aus sowohl durch persönliche Haftung engagirt und außerdem Zu- schloß in dieser Angelegenbeit Beschwerde zu führen. Ferner dem Landesparlament, diese Konservativen und Kammer: schüsse aus dem Welfenfonds und konservativen Fonds in weist der Redner darauf hin, daß in dem Versammlungsbericht fortschrittler. Wählt wahre Vertreter Gurer wirthschaftlichen und Aussicht gestellt hätte, sei das neue Zeitungsunternehmen zu Be- der Hilfsarbeiter sich ein Fehler eingeschlichen habe, es stehen politischen Interessen! Trefft schon jetzt Gure Vorbereitungen zu ginn des Jahres 1892 unter dem Namen, Niederlaufiger der Arbeiterschaft nicht alle Lokale zur Verfügung, wie es dieser Wahl!" Bote" ins Leben getreten, habe aber nach einjährigem Bestehen irrthümlich hieß, sondern nur das Lokal vom Gluer, Amandadas Zeitliche gesegnet, wobei dem Kläger ein Verlust von zirka straße 1. 20 000 M. und vollständiger Ruin seiner Berhältnisse entstanden sei. Charlottenburg. Die Zöpfer und Berufsgenossen hielten Der Verklagte habe, als sich die Zahlungsverlegenheiten des am 12. Februar im Lotal Bismarkshöhe" eine gut besuchte VerKlägers namentlich bezüglich der neu angeschafften etwa 12 000 fammlung ab. Nach einem beifällig entgegengenommenen VorMart fostenden Maschinen auf das Drückendste gehäuft hätten, trage des Genoffen Adolf Hoffmann wurden gewerkschaftweder.us eigenen Mitteln, noch aus den erwähnten Fonds Hilfe liche Angelegenheiten erörtert. Ein Antrag: Diejenigen Untergebracht und sich nur darauf beschränkt, den Kläger bei einem Bantier nehmer, welche den am Sonnabend fälligen Lohn gänzlich oder in Luckau und anderen wohlhabenden Personen zum Distontiren theilweise ihren Arbeitern vorenthalten, im Vorwärts" öffentlich von dessen Wechseln zu empfehlen. Lestere seien dann dadurch bekannt zu geben, fand einstimmige Annahme. Weiter wurde auf bezahlt worden, daß die Frau des Klägers ein ihr persönlich den Ausstand der Stettiner Kollegen hingewiesen und zur that gehöriges Grundstück verkauft und ihr ganzes persönlich gehöriges fräftigen Unterstützung ermahnt. Buzte erstattete alsdann Vermögen geopfert habe. Als das Unternehmen schon dem Ruin Bericht über die Thätigkeit des Gewerkschaftskartells; sein Vernahe gewesen, und er( Kläger) sich des Zeugnisses des Lehrers halten in der Herbergsfrage" fand die Zustimmung der VerStalisch zum Beweise des Versprechens des Verklagten habe versammlung. Nach Aufforderung zum Anschluß an die Organi sichern wollen, habe ihn Kalisch, der Agent des Herrn v. M., fation und Erledigung einiger unwichtigen Streitfragen erfolgte wegen Verleitung zum Meineide denunzirt, doch der Schluß der Versammlung. sei auf den Antrag der Staatsanwaltschaft selbst Frei. fprechung erfolgt. In diesem Strafprozesse sei unglaubwürdigkeit" des Beugen Kalisch und Vergeßlichkeit" des Herrn v. Manteuffel festgestellt worden. Lezterer habe sodann im ganzen nur 1000 M. in 2 Katen an den Kläger gezählt. ( Privattelegramm des ,, Vorwärts".) Berklagte gab dem gegenüber an, daß nicht er den lebhaften Stuttgart, 14. Februar, 11 Uhr 3 Minuten. Bei der Wunsch gehabt habe, daß im Luckauer Kreise eine Zeitung fonservativer Barteirichtung ins Leben gerufen werde, heutigen Stichwahl zum Laudtag wurde der Genosse sondern daß vielmehr der Lehrer Kalisch, früher in Golßen, Glaser in Cannstadt gewählt. In Eßlingen, Stutt Wegen Beamtenbeleidigung wurde gegen den jetzt in Schieltow bei Guben, an ihn mit der Bitte heranGenossen Jahn Berlin Anklage erhoben, weil er in Bresla u getreten sei, eine von ihm und dem Kläger zu gründende Zeitung gart- Amt und Aalen unterlagen unsere Kans gelegentlich eines Vortrages geäußert hatte, daß der über zu unterstützen. Er habe nur in Aussicht gestellt, daß er seinen Ein- didaten. Für Stuttgart findet die Stich wah! wachende Beamte in Liegnig verschiedenen seiner Aeußerungen fluß im Kreise geltend machen wolle, um der Zeitung Abonnenten am 15. Februar statt. Der erste Sozialdemokrat ist zu verschaffen, und daß er versuchen wolle, den Betenten aus irgend damit in den württembergischen Landtag ge= Beifall gezollt habe. Bestraft mit 50 Mart wurde, wie die„ Ger. 3tg." welchen Fonds Mittel zu verschaffen. Niemals aber habe er sich ( aus Polizeitreisen) mitzutheilen weiß, der Vorstand der Holz- dahin geäußert, daß er die Zeitung aus eigenen Mitteln unterstügen wählt; hoffentlich folgt heute der zweite nach. Wolff's Telegraphen- Bureau. arbeiter- Gewerkschaft auf grund des Vereinsgefeges, weil er es wolle. Er habe auch dem Kläger auf seine Forderung nicht 1000 m. gezahlt, sondern nur einen Bantier in Luckau veranlaßt, dem unterlaffen bat, der Polizeibehörde den Wechsel seines Sigungs- läger zweimal je 500 m. auf Wechsel zu geben. Kläger und Münden und Hedemünden wird von dem Königlichen BetriebsRaffel, 14. Februar. Ueber den Eisenbahnunfall zwischen Lofals anzuzeigen. Das Umsturzgesetz ist vollständig über der Lieferant der Maschinen, Thümecke, hätten ihn im Reichsamt Hannover Kassel bekannt gegeben: An dem Schnellflüssig das zu beweisen schicken sich jetzt alle Behörden an. tage aufgesucht, um von ihm zu erfahren, wie weit seine Ber- auge 54 Berlin Frankfurt a. M. über Nordhausen- Kassel ist Im Monat Dezember v. J. wurden dem Genossen Grimpe- pflichtung reiche. Hierbei habe er( der Verklagte) erklärt, daß er heute Nacht ein Radreifen an dem im hinteren Theile des laufenden Schlafwagen furz vor Hannoversch Elberfeld eine Anzahl ihm zugesandter Schriften franzöfifchen, geglaubt habe, das Geld aus dem Welfenfonds zu erhalten, Buges polnischen und russischen Inhalts fonfiszirt. Am 11. d. M. fand und da dieser nicht mehr vorhanden sei, müsse er versuchen, dem Münden gesprungen. Nach Unterbringung der Reisenden in auf die Beschwerde Grimpe's hin Verhandlung Ackermann auf andere Weise Geld zu verschaffen. Er habe sodann dem vorderen Theile des Zuges setzte dieser sich wieder in Bedem Landgericht statt. Das Gericht entschied dahin, auch dem Ackermann mit Erfolg Rothschläge in bezug auf Dis- wegung und stieß mit einer inzwischen von Münden entgegendie 25 Broschüren in russischer Sprache nicht frei zu geben. fontirung von Wechseln zu niedrigem Binsfuß ertheilt. Beklagter gesandten Hilfsmaschine zusammen. Dabei sind die drei Bes Aus der Uebersehung ging hervor, daß in der beregten Schrift nehme den ihm in der Klage zugeschobenen Eid an, erkläre den- amten auf der Hilfsmaschine start verletzt, von den Reisenden ausschließlich geschichtlich russisch polnische Angelegenheiten erfelben aber für unerheblich. Die 3. Ziviltammer des Landgerichts und dem Personal des Schnellzuges ist niemand beschädigt russisch- polnische Die Reisenden mußten in einem neuen Hilfszug örtert werden und zum Schluß in scharfer Weise gegen die zu Rottbus erkannte hierauf am 29. Mai v. J. auf folgenden worden. Es ist nicht wahr, daß ich mich dem umsteigen und erlitten 4 Stunden Verspätung. Der Betrieb der Unterdrückungswuth des Baren und seiner Kreaturen Stellung Eid für den Verklagten: genommen wurde. Grimpe vom Vorsitzenden befragt, ob er den Kläger gegenüber vor Begründung des Niederlaufizer Boten" Strecke Hedemünden- Münden war bis heute Nachmittag gesperrt. Absender der Broschüren oder die Kreise, für welche die verpflichtet habe, die Kosten der nothwendigen Anschaffungen Der Verkehr wurde über Göttingen geleitet. Bangkok, 14. Februar.( Meldung des Reuter'schen Bureaus.) Broschüren bestimmt seien, angeben wolle, bemerkte, daß er vor- und den etwaigen Ausfall des Zeitungsunternehmens zu decken." läufig teine Veranlassung dazu habe, im übrigen gehe aus dem Im Schwörungsfalle wird die Klage abgewiesen, andernfalls Am linken Ufer des Mekong sind ernste Unruhen in Verbindung Inhalt der ganzen Broschüre hervor, daß dieselbe nicht für aber nach dem Klageantrage erkannt. Kläger legte hierauf Be- mit den französisch- siamesischen Grenzschwierigkeiten ausgebrochen. deutsche Bevölkerungstreife bestimmt sei und deutsche Angelegen. rufung bei dem Kammergericht ein, welches nochmalige eingehende In der Nähe von Kham- muon fam es zu einem Zusammenstoße Von den vernommenen Beugen zwischen Eingeborenen und einer französischen Truppenabtheilung; heiten nicht berühre, mithin auch die Bestimmungen des deutschen Beweisaufnahme anordnete. Strafgesetzbuches darauf keine Anwendung finden fönnten; zudem stellte Lebrer kalisch die Angaben des Herrn von Manteuffel babei wurde, wie verlautet, ein französischer Offizier schwer vers sei das ganze Beschlagnahmeverfahren entgegen den gesetzlichen Be- als durchaus richtig hin. Fabrikant Thümede dagegen, der wundet. ( Deveschen- Bureau Herold.) stimmungen in Szene gesetzt worden und beantrage er deshalb die Maschinen für das Blatt geliefert hatte, derer Ansicht. Er habe etwa 12 000 m. von Ackermann Magdeburg, 14. Februar. Infolge eines zwischen den hiedie Freigabe der Broschüre. Die Berufung des Genossen Horn, Redakteur des Fach- zu fordern gehabt, und à conto 7000 M. in Dreimonatsaccepten figen Sozialdemokraten und den Saalbesizern ausgebrochenen genossen", der wegen Fabrikantenbeleidigung von dem bekannten genommen. Ackermann habe am Verfalltage nicht zahlen können, Streites haben die letzteren beschlossen, den Sozialdemokraten Amtsrichter Becker zu 5 Monaten Gefängniß verurtheilt ihm aber dann im März 1892 mitgetheilt, daß Herr v. Man ihre Lokale für Versammlungen nicht mehr zu überlassen. Effen a. R., 14. Februar. Auf der Zeche" Holland" bei worden war, wurde vom Dresdener Landgericht verworfen. teuffel ihn, den Zeugen, zu sprechen wünsche. Ich begab mich sodann mit Ackermann in das Reichstagsgebäude, wo Wattenscheid wurde einem Arbeiter infolge einer unglücklichen mir der Verklagte, nachdem ich ihm erklärt, daß A. die Druckerei- Bewegung durch den Fahrstuhl der Kopf abgerissen. Der Rumpf einrichtungen nicht bezahlen tönne, sagte, daß er Rath schaffen stürzte in die Tiefe; der Kopf des Unglücklichen blieb auf dem werde, daß er Ackermann nicht fallen lassen werde und wenn er Fahrstuhl liegen. Was ohne Umsturzgefek möglich ist. Wieder standen sich das Geld von Bleichröder borgen folle". Er habe geglaubt, Brüssel, 14. Februar. Die Polizei verhaftete gestern zwei geftern zwei Vertreter des Sozialisi" vor der 9. Straffammer das Geld aus dem Welfenfonds zu erhalten, inzwischen sei aber Anarchisten. Die Anarchisten brachten beständig Hochrufe auf die hiesigen Landgerichts I, diesmal wegen Beleidigung des über diesen schon disponirt worden. Herr v. M. habe dann die Anarchie aus. Staatsanwalts Dr. Benedig und wegen Anreizung zu Diskontirung der Wechsel vermittelt, welche schließlich auch im Gewaltthätigkeiten. Unter Anklage gestellt waren aus der Nr. 51 Oktober von Ackermann eingelöst wurden." Wenn ich auch eine des„ Sozialist" die Artikel Gin unerhörter Gewalt ausdrückliche Aeußerung des Verklagten, daß er zur Deckung der aft" und Gerechtigkeit". In dem ersten Artikel wurde fraglichen Unkosten verpflichtet sei, nicht mit Bestimmtheit bekunden den Lesern davon Mittheilung gemacht, daß der Kriminal- Koms fann, so gewann ich doch aus den Verhandlungen mit ihm miffarius Bösel mit mehreren Kriminalbeamten im Auftrage des den Eindruck, daß eine derartige Verpflichtung bestehe, denn sonst Staatsanwalts Dr. Benedig in der Druckerei und den Redaktions- wäre sein Interesse am Einlösen der Wechsel nicht erklärlich ge- und in der Kommission gleiche sind, erscheint die Annahme der und Expeditionsräumen eine Haussuchung abgehalten habe, wesen." Zeuge Daur, früher Bürgermeister in Golßen, Vorlage und damit die Annektion des Kongostaates als gesichert. = Gerichts- Beitung. # 7 17 " Dor " " war an • Brüssel, 14. Februar. Die gestern von der Kammer eingefeßte Kommission zur Berathung der Kongovorlage ist in der Majorität der Vorlage günstig gestimmt. Behn Mitglieder der Rechten sind dafür; sechs Sozialisten und Liberale stimmen da= gegen und die übrigen fünf Mitglieder werden sich der Stimmen abgabe enthalten. Da die Stimmenverhältnisse in der Kammer Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin.£ rud und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. pierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 39. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 37. Sigung vom 14. Februar 1895, 1 Uhr. Am Bundesrathstische: v. Bötticher. Die zweite Berathung des Etats des Reichsamts des Innern wird fortgesezt beim: Ausgabekapitel Behörde für die Untersuchung von See- Unfällen". eine " " " " Freitag, den 15. Februar 1895. " " 12. Jahrg. a u 3. reichen und die Rettungsgürtel unter Umständen eher Schweißes des Reichstages und des Bundesraths werth ist. schaden als nützen. Daß der Kapitän den ihm angebotenen( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Rettungsgürtel zurückgewiesen, begreife ich vollkommen, Staatssekretär v. Bötticher: Der Vorredner hat mit denn den Gürtel zu benutzen hätte nur bedeutet, in jener dunklen der ihm eigenen Lebhaftigkeit und Wärme für ein gutes und talten Winternacht auf das elendeste zu grunde zu gehen. Ziel gesprochen. Ihm hat gewiß kein anderer Gedanke vor Herr v. Bötticher hat uns allerdings schon darauf vorbereitet, geschwebt, als der, dazu beizutragen, daß die Gefahren des daß die Seeuferstaaten ein derartiges Gesetz, welches den See- Schiffsverkehrs auf hoher See möglichst herabgemindert werden. handelsstädten Opfer auferlegte, nicht wollen; aber das kann uns Wir stehen ganz auf demselben Standpunkt. Wenn aber Herr gleichgiltig sein. Preußen dürfte doch nicht auf seiten dieser Bebel, geftüßt auf eine Broschüre es so darstellte, als ob unsere Interessentlique zu suchen sein; denn es kommt troh seiner aus- Handelsmarine fanm mehr als den anderen Handelsmarinen Abg. Frese( frs. Vg.) dankt dem Reichskanzler im eigenen gedehnten Küstenstrecken für die Hochsee- Schiffahrt taum in be- ebenbürtig erscheint, so tann ich das nicht hinnehmen. Namen und im Namen des„ Norddeutschen Lloyd" für die fracht. In der Seeschifffahrt tritt wie in allen Betrieben Unsere Handelsmarine steht mindestens auf der Höhe der warme Anerkennung, die er den Difizieren und Mannschaften der die Erscheinung auf, daß der Großbetrieb den Klein übrigen Marinen und verdient dafür Anerkennung.( Bravo! links.) untergegangenen Elbe" gezollt hat; er geht nochmals auf den betrieb aufsaugt, daß die Segelschiffe den Die Wislicenus'sche Schrift ist mir sehr wohl bekannt; sie legt Kollisionsfall näher ein, um nachzuweisen, daß die Schuld Dampfern weichen müssen. Relativ hat sich die thatsächlich den Finger in eine klaffende Wunde. Er schildert die für den Verlust so vieler Menschenleben nicht dem deutschen Mannschaft dabei sehr start vermindert, da die Zustände in unserer Handelsmarine als reformbedürftig und will Schiffe, sondern allein dem englischen Kohlenschiffe, Crathie" zur Tragfähigkeit der Dampfer sich in viel größerem eine fräftige, faft militärische Ueberwachung unseres Schiffbaues. Last fällt. Daß bei ernsten Kollisionen die Echotten wenig Verhältniß als die Zahl der Bemannung vermehrt hat. Von diesem Gesichtspunkte aus hat die Broschüre ihren Werth. helfen, sei Thatsache und auch im Reichstage bei früheren Ge- Deutschland hatte 1873 4372 Segelschiffe mit einer Ladefähigkeit Wir sind ja auch noch lange nicht am Ende unserer Maßregeln, legenheiten schon erörtert worden. Die als praktisch anerkannte von 900 000 Registertons; 1893 dagegen nur noch 2742 Segel: wenn ich mich wie neulich auch heute dagegen ausspreche, Verbesserung im Schiffsbau habe auch der Lloyd allmälig bei schiffe mit 25 000 Registertons. Die Zahl der Dampfer betrug eine Reichskontrolle über Schiffsbau und Aus. seinen Schiffen eingeführt. Hätte die" Elbe" einen Doppelboden 1873 142, 1893 aber 986, sie hat sich also mehr als verfünffacht. rüstung einzurichten, so bleibe ich eben dabei, daß ein gehabt, wie Herr v. Manteuffel verlangte, so wäre das Schiff Die Besagung der Segelschiffe hat sich von 34 000 Mann auf anderer Weg einfacher und billiger zum Ziele führt. Was nützt noch viel ficherer untergegangen. Der Norddeutsche Lloyd habe 17 000 Mann vermindert, die Besatzung der Dampfer aber ist von die Reichsbehörde und Reichskontrolle, wenn sie nicht die Organe bisher ganz ohne alle Echwierigkeit das Klassifitations 4000 auf 24 000 gewachsen. Wo ist die Behörde, die darauf zu zu beständiger Ueberwachung zur Verfügung hat? Der Uma Paient vom Bureau des Britischen Lloyd erhoben. Würde sehen hat, daß die Schiffe mit gehöriger Bemannung hinaus fang des Verkehrs in unseren großen Häfen Reichskontrolle für den Schiffsbau eingeführt, so gehen und daß sie in seetüchtigem Zustande hinausgehen? Wir läßt schon augenscheinlich diese Schwierigteib fiele die Verantwortung für die Folgen einer Rollision haben das nicht. So gut wie wir Fabritinspettoren baben, ermessen. Die Vorschriften allein thun es doch nicht; die oder eines sonstigen Schiffsunfalles der Reichsbehörde zu. verlangen wir eine analoge Behörde für die See Sicherheit darüber, daß sie ausgeführt sind, bietet erst Gewähr Die Bemerkungen des Abg. Hahn über schlechte Bezahlung und schifffahrt. Ein Fachmann wie der Kapitänlieutenant für ihre Wirksamkeit. Der einzurichtende Apparat würde aber Ueberbürdung der Lloydoffiziere bewiesen nur, daß Herr Hahn Wislicenus schildert in feiner Broschüre Schutz für unsere Eee nicht blos in Deutschland, sondern auch in England seine von den thatsächlichen Verhältnissen eines so großen Unter- leute!" die unglaublichen Zustände, die in dieser Beziehung auf Wirksamkeit äußern müssen; wie sollten sonst Reparaturen nehmens, wie der Lloyd ist, keine genaue Kenntniß hat. Sowohl unseren Schiffen herrschen; Herr Jebsen hat neulich gegen die oder auch der Bau von Schiffen in England und der Erwerb die Ruhepausen als die Gehälter und Löhne entsprächen allen Reichskontrolle protestirt, aber fein Wort der Widerlegung der von in England gebauten Schiffen überwacht werden? Nun hat gerechten Anforderungen, und die Offizier wie die Maschinisten- Behauptungen dieses Buches gesagt. Hätte der Staatssekretär aber der Germanische Lloyd diese Organe; er fann jedes Schiff ftellen würden von der seemännischen Bevölkerung eifrig um die Broschüre von Wislicenus so genau gelesen wie ich, die Ants auf die Bauvorschriften und Sicherheitsmaßregeln prüfen. Sollte worben. Die Elbe" hat 146 Mann Besayung gehabt, eine wort des Reichskanzlers auf die Interpellation wäre etwas nicht vorläufig dieser Weg den Vorzug verdienen? Nicht auf Zahl, die doch für die ordnungsmäßige Erfüllung des Dienstes anders ausgefallen. Sollte man es für möglich halten, daß den Bau der Schiffe ist die Kontrolle zu beschränken, die Ausauf dem Schiffe während der Ueberfahrt gewiß mehr als aus Schiffe hinausjahren, ohne einen Rompaß zu haben, ohne rüstung mit Booten, die Frage der genügenden Bemannung, alles reichend sei. die nöthigen Instrumente zu haben, oder aber, daß dieses muß ebenfalls erwogen werden. Es ist sogar in letzterer Abg. Bebel( Soz.): Ich habe den dringenden Wunsch, daß sie mit falsch gehenden Instrumenten ausgerüstet sind?! Beziehung zu internationalen Besprechungen ges fich der Reichstag mit den hier in betracht kommenden Fragen Von 1881 bis 1891 find 1657 deutsche Seeschiffe tommen und England arbeitet arbeitet gegenwärtig einen ernster beschäftigt, als es bisher der Fall war. Noch einmal total verloren gegangen und damit zugleich 3000 Gesezentwurf über die Bemannung auf den Unfall der Elbe" zurückzukommen, würde ich feine Ber- Menschenleben. Und die weiteren Ausführungen des Ver- Der Unglücksfall der Elbe" ist vorwiegend darauf zurückzuführen, anlassung haben, wenn mir nicht vor 11/2 Stunden ein Telegramm faffers machen es wahrscheinlich, daß die Rheder vielfach alte, daß die„ Crathie" nicht genügend bemannt war. Die Ausfühaus Bremerhaven zugegangen wäre, dessen Inhalt den Unfall feeuntüchtige Schiffe hinausschickten, von denen sie wußten, rungen bezüglich der Schotten und der Bootsmanöver werden doch etwas anders erscheinen läßt, als er bisher bekannt geworden; daß sie untergehen mußten, um dann die hohe Versicherung 3- durch die Protokolle über die Aussagen der geretteten Mannden Namen meines Gewährsmannes bin ich bereit dem Staats- summe einzustecken.( Redner zitirt für diese Behauptung eine schaften der Elbe" nicht gestützt( hört! links); es sekretär zu nennen. Die Dinge beim Norddeutschen Lloyd find große Zahl einzelner Fälle aus der erwähnten Schrift.) Ent- ist in dieser Beziehung den Offizieren und Mannschaften nicht so zweifelsohne, daß man fagen tönnte, es sei alles gethan weder bleibt das Echiff verschollen oder es wird die Mannschaft fein Vorwurf zu machen. Jedes Schiff mit einem und geschehen, um einen solchen Unfall zu vermeiden. ganz oder theilweise gerettet; im letzteren Falle stellt man den Bootsraum zu versehen, der im Nothfall die ganze MannDie Elbe" foll 10 Rettungsboote gehabt haben, mindestens geretteten Rapitän vor das Seegericht und ihm wird das Patent schaft und die Passagiere aufnehmen könnte, ist etwas kaum durch jet och 8. Nun ist berichtet worden, der Umstand, daß nur ein entzogen, weil das Schiff untüchtig war. In beiden Fällen bekommt führbares. Die Böte sind sehr nützlich, wenn der Seeunfall in Boot gebraucht werden konnte, habe seinen Grund darin gehabt, der Schiff sherr das schöne Stück Geld von der Versicherungsgesell- der Nähe des Landes stattfindet; fragwürdiger ist dieser Werth daß der Unfall ganz unerwartet und ungewöhnlich rasch ein schaft. Die ,, Leda" scheiterte an der deutschen Küste, und es wurde fest auf hoher See, viele hundert Meilen vom Lande. Ueber den getreten sei; daß von den 2-3 herabgelaffenen Booten nur eins gestellt, daß der Unfall dadurch herbeigeführt wurde, daß das Manöverdienst kann ich mich nicht äußern, weil ich darüber habe gerettet werden können infolge der stürmischen See. Die Schiff feeuntüchtig war, um nach Odessa zu fahren. Auch hier nichts weiß. In einem früheren Bericht des Lloyd" wird auch erste Bedingung ist doch, daß, wenn im Falle eines solchen Un- handelte es sich darum, die Versicherungsprämie ein- in dieser Beziehung befriedigendes ausgeführt. Was den falles die Mannschaft ihre Schuldigkeit voll und ganz thun zustreichen. Am brutalften tritt diese Thatsache hervor in dem Rheder Schiff betrifft, so bin ich sicher, daß hier und im Lande soll, fie für den Rettungsdienst eingeübt ist bekannten Verhalten des Schifferheders Schiff in Elsfleth. eine solche inhumane und brutale Aeußerung verurtheilt wird; und daß die Rettungsvorrichtungen in in einem Zustande Derselbe schrieb 1892 an einen seiner Kapitäne:" Hugo" und aber dieser Vorgang läßt feinen Schluß darauf zu, daß unserer fich befinden, der eine Brauchbarkeit verbürgt. Ganz Rebetta" habe ich verloren und ich freue mich, die Assekuranz- Handelsflotte im ganzen irgend etwas Nachtheiliges oder ihren mit Recht macht mein Gewährsmann darauf aufmerk gelder eingeheimst zu haben; leider ist dabei die Ruf Schädigendes angehängt werden kann.( Beifall.) jam, daß die Aussagen der Ueberlebenden um deswillen Mannschaft gerettet worden. Schiff hat nun die Sache Abg. Jebsen( natl.) bestreitet, daß die Ueberversiches nicht zuverlässig sind, weil diese Leute, da sie sich in größter so dargestellt, als habe als habe er geschrieben:„ Hugo" und rung der Schiffe in der Abficht gemeiner Spekulation Lebensgefahr befanden, ihre Urtheilsfähigkeit verloren haben; es Rebeca" habe ich leider beide verloren und ich freue mich, die heute noch möglich sei; solche Fälle mögen in alten Zeiten vorwäre wünschenswerth, wenn die Regierung, wenn es sich darum Affefuranzgelder eingeheimst zu haben. Ist bei der Katastrophe gekommen sein. Die Kapitäne würden eine Aufsicht von handelt, Mißstände im Geewesen zu beseitigen, auch diejenigen die Mannschaft gerettet worden? Ich halte es für wunderbar, Seichswegen ebenso ablehnen wie die Rheder. Herrn Wislicenus Kreise hörte, welche praktisch thätig sind. Mein Gewährsmann daß er so hat schreiben können. Er mußte für die gerettete tönnte leicht für seine Angriffe auf die Rheder in gleicher Münze telegraphirt mir: Lloyd übt feine Bootsmanöver" Mannschaft die Bergungs- und Unterhaltungskosten zahlen, und heimgezahlt werden. Am Sonnabend habe nur die Interpellation während der Abg. Frese das Gegentheil soeben behauptet hat; das war dem frommen Christen sehr schmerzlich.( Zurufe.) Daß von v. Stumm und nicht diefe Broschüre zur Verhandlung ge und weiter:„ Seeleute, die 18-20 Jahre im Dienst sind, haben keine die Schiffsrheder in ihrer übergroßen Zahl sogenannte Christen gestanden. Wolle man denn überall in der ganzen Welt von solche Manöver mitgemacht."( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) sein werden, unterliegt feinem Zweifel. Schiff hat für Reichswegen Leute anstellen, welche die deutschen Schiffe beauf Da ist es freilich nicht zu verwundern, daß es nicht möglich war, das in der Südsee verlorene Echiff 65 000 Mart Ent- fichtigen? Redner hat Schiffe, die seit 1879 in China gewesen sind; die Boote mit der nöthigen Geschwindigkeit und Eraktheit herunter schädigung erhalten, während es nur 25 000 Mart wolle man da dieser Echiffe wegen auch ständig Reichsbeamten zu lassen! Und zur Charakteristik folgt weiter der Sat:" Nach werth war. Alle diese Thatsachen beweisen, daß wir stationiren? Es liege alles an der Respektabilität des Rheders dem Unglück auf der Elbe" finden hier in Bremerhaven viele andere Vorkehrungen und Einrichtungen treffen müssen, um das und der Erfahrung des Kapitäns. Wenn man auch solche Schottschließproben statt, die früher sehr selten Leben unserer Seeleute möglichst zu sichern. 1890 gingen von ftrengen Vorschriften loslasse, der Effett würde fein größerer vortamen." 42 546 versicherten Seeleuten 395 zu grunde, 1892 von 153 023 sein, als wenn man die Klassifizirung und Aufsicht dem Germanischen Sonnabend erst habe man auf der Sachsen" ein bis zwei 759, d. h. von 100 Seeleuten ist mehr als einer zu grunde ge- Lloyd und der See- Berufsgenossenschaft übertrage. Die Schiffs Stunden gebraucht, um das Hauptschott zu schließen, Ja, was gangen, woraus zu ersehen ist, daß das Gewerbe der fee- instrumente laffe man heute von der Seewarte prüfen; in alten foll im Sturm auf hoher See geschehen, wenn schon im Hafen fahrenden Bevölkerung zu den gefährlichsten Reiten sei das auch nicht geschehen. Die großen Rheder lassen ihre bei ruhiger See zwei Stunden zum Schließen nöthig find? gehört, die wir haben. Man hat sich mit der Statistit zu Schiffe in Deutschland bauen, nicht aber bezögen sie minderwerthiges Taue und Winden feien mit Delfarbe beschmiert, also schwer zu trösten gesucht, die beweisen soll, daß unsere Unfallgiffer gegen- Material aus England, wie Herr Wislicenus glauben zu machen bewegen. Die größte Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß dieser über Frankreich und England am niedrigsten stehe. Das ist er versuche. Redner würde der letzte sein, der aus Scheu vor Zustand auch auf der" Elbe" bestand. Der Gewährsmann freulich, gewiß. Es ist aber, was England betrifft, zu berück- petuniären Ausgaben die Sicherheit der Schiffe Schaden leiden macht ferner darauf aufmerksam, daß die Scheide wände fichtigen, daß die englische und irische Küste außerordentlich ge- ließe. Gerade die Nationalliberalen hätten jetzt den Antrag einder Schotten vielleicht verrostet gewesen sein fährlich ist und hier die meisten Unfälle vorkommen. Daß in gebracht, die Fischereiflotte unter die Beruf 3. könnten. Ich hoffe, daß die Reichsbehörden hieraus Veranlassung der That vielfach die gemeinsten, niedrigsten und egoistischsten genossenschaft zu stellen. Dieser Antrag werde ge= nehmen werden, einmal nachzusehen, ob in der That der Motive vorliegen, selbst seeuntüchtige Schiffe auf See hinaus- ftellt, obwohl er der Rhederei sehr hohe Kosten auferlege und Dienst auf den Seeschiffen in einer Weise gehand- zuschicken, hat außer dem Prof. Niebuhr auch Chamberlain zu- dennoch begrüße er ihn mit Freuden. habt wird, daß genügend für Sicherheit der Passa- gegeben. Von England stammt auch der Ausdruck der Abg. Lieber( 3): Die Ausführungen des Staatssekretärs bes gire und Schiffsmannschaften Sorge getragen ist. Ich schwimmenden Särge", swimming coffing. Es wurde im züglich der beiden von Herrn Bebel vorgebrachten Beschwerdepunkte bin der Ueberzeugung, daß bei den großen Passagierdampfern englischen Parlament darauf hingewiesen, daß die Rheder, um nehmen wohl jeden Verdacht hinweg, als ob beim Norddeutschen im allgemeinen wohl hinsichtlich der Bauart, Konstruktionsweise die Kosten der Ausbesserung zu erfparen, fees Lloyd wirklich Mißstände zu fonstatiren sind. Der Lloyd hat und der Vorsichtsmaßregeln das denkbar möglichst beste gethan untüchtige Schiffe in See gehen lassen, daß sie sich schon 38 Jahre dem Vaterland seine Dienste geleistet und bis zur wird, denn in dem Augenblick, wo sich herausstellen würde, daß selber gegen Verluste versichern, aber ihre See- Elbe" fein einziges Schiff auf offener See verloren. Der Lloyd die Schiffe in einer der angedeuteten Richtungen den Ansprüchen Leute ertrinken lassen und dann Familien an hat seine Schiffe noch immer über die Vorschriften der Klassifikationsnicht genügen, würde der ganze Verkehr der Konkurenz zufallen, den Bettelstab bringen. Wie die Bossische Btg." gesellschaften hinaus gesichert, und es ist daher nicht angebracht, und der Gesellschaft ein starker Ausfall und Schaden entstehen. Angesichts solcher Thatsachen in ihrem heutigen Leitartikel nach von Misständen zu sprechen, am wenigsten aber, unserer Aber giebt es denn nicht auch so viele fleine Fracht der Methode der alten Manchesterleute vor 30 Jahren davor deutschen Handelsflotte hier im Reichstage vor aller Welt ein dampfer, die nicht in demselben Maße zweckmäßig mit Bettungs- warnen fann vor einer Einmischung der Reichsbehörden und Mißtrauensvotum auszusprechen. Es ist im Gegentheil ein geräthschaften u. s. w. ausgestattet sind! davor, die so großartige Entwickelung des deutschen Seehandels neues für den Lloyd, daß er Maßnahmen aufs neue eingeschärft Herr Lieber ist zwar bezüglich der Amerikaner anderer unter Polizeiaufsicht zu stellen, ist geradezu unglaublich. hat, unglaublich. hat, deren Unterlassung nur ganz entfernt oder auch Meinung, hat aber zu einer solchen Verallgemeinerung fein Aehnliche Befürchtungen für eine Schädigung der Industrie gar nicht im Zusammenhang mit der Ratastrophe gestanden Recht; die große Schnelligkeit ist eine Errungenschaft der Neu- und deren Konkurrenz- Unfähigkeit auf dem Weltmarkt haben. Das auch die Reichskontrolle teine absolute Gewähr zeit, und sie vereinigt sich bei den Amerikanern mit den vorhaben wir auch bei den Versicherungsgesehen gehört. Hier aber gegen Schiffstatastrophen giebt, weiß doch Herr Bebel so gut züglichsten Einrichtungen für Bequemlichkeit und gute Be- handelt es sich um einen Betrieb, der bisher leider noch fast gar wie wir anderen auch; ich brauche ihn an die Augusta", an herbergung. Wie steht es aber mit der großen Masse der Fracht- nicht berücksichtigt worden ist. Warum sollen wir denn nicht den Großen Kurfürst", an die" Brandenburg" und" Baden" dampfer und Segler, mit der unendlichen Menge der fleinen eine Aufsichtsbehörde einführen? Was ist nicht alles dem Reichs: gar nicht erst zu erinnern. Werden die von der Unfall- BerufsSchiffe, wo Tag für Tag Unfälle pafsiren und Menschenleben amt des Innern unterstellt, Herr v. Bötticher mußte ein viel genossenschaft erlassenen Unfallverhütungs- Vorschriften aus. verioren gehen? Gerade auf diese möchte ich Ihre Aufmerksam- größeres Genie sein als er ist( Heiterkeit) um das alles zu machen. geführt, dann tönnen einfach eine ganze Menge der von teit richten. Wenn ein Unglück vorkommt, wie das der„ Elbe". Man spricht von den Hamburger und Bremer Sachverständigen. Wislicenus zusammengescharrten Unfälle gar nicht mehr vordann ist die ganze Welt entsetzt, und mit Recht. Aber daß Jahr Diese Sachverständigen sind aber an der Sache interessirt kommen. für Jahr, ja fast Tag für Tag auf dem Meer so viele und sie haben feine Ursache neue Einrichtungen zu empfehlen. Abg. Görk( Lübeck, frs. Vg.) ist im Prinzip der staattleine Schiffe verunglüden, wo immer nur die Die Sachverständigen müssen zugleich uninter- lichen Kontrolle nicht abgeneigt. Selbst wenn der Rhederei Kosten Mannschaft und teine Passagiere ums Leben esfirt, objettiv und unbeeinflußt sein. Gine auferlegt würden, so würde doch der Vorzug der größeren Sichertommen, danach wird leider nicht gefragt. In eigene Reichskontrollbehörde wird aus eigener heit diese aufwiegen und die fremden Nationen bald zur Nachdieser Beziehung sind wir ausnahmsweise ganz und gar mit dem Kraft ihren Einfluß im Reichsamt des Innern geltend machen folge zwingen. Es dürfe aber doch nicht übersehen werden, daß einverstanden, was Herr v. Stumm zur Begründung seiner und Gesegesvorschläge machen, die dann an den Bundesrath und der deutsche Schiffsverkehr auf hoher See den Vergleich mit Interpellation vorgebracht hat. Auch wir verlangen Reichsden Reichstag gelangen können und sie würde darauf hinwirken den übrigen seefahrenden Nationen aushält; der Prozenttontrolle; Einführung Don Unfall- Vor- tönnen, daß die entsprechenden Einrichtungen, die wir in Deutsch- satz der Verluste der deutschen Schiffe stellt sich viel richtungen und bessere Ausrüstung mit Retland haben, in anderen Staaten eingeführt werden und daß inter- günstiger als der der anderen, was der Abg. Bebel durchaus tungsapparaten, sowie Regelung des See nationale Bereinbarungen zwischen den Seemächten getroffen werden, nicht genügend würdige. Der Unfall der Elbe" sollte gerade straßenrechts. Uebrigens ist ein Baffagierdampfer bei einer diese Behörde würde zwar nicht alle Unfälle verhüten können, dazu veranlassen, von der deutschen Seeschifffahrt das Ödium solchen Rollision meistens, namentlich wenn er mit voller Ladung aber dem skandalösen Zustande ein Ende machen, daß gewiffenlose wegzunehmen, als ob die Deutschen die Seeschifffahrt überhaupt fährt, garnicht im ftande, die ganze Mannschaft oder alle Passa Menschen seeuntüchtige Schiffe hinausschicken, blos um einen nicht verständen, was jetzt in feden englischen Blatte zwischen giere zu retten, weil dazu schon die Boote garnicht aus. Profit zu machen. Hier liegt eine Aufgabe vor, welche des den Zeilen zu lesen sei. In dieser Bestehung werde leider die " " " " 1 " " 60 Stunden 9 zur Auf eine Anfrage des Stadtv. Schwalbe erklärt Stadts baurath BI and enstein, daß die Brausebäder in der Stephanstraße jederzeit besichtigt werden könnten; der Rektor werde gern den Zutritt gestatten. Stadtvv. Schwalbe und Bergmann find mit diesem Hinweis nicht zufrieden; sie wünschen eine generelle Befugniß der Stadtverordneten zur Besichtigung solcher Anlagen. In dieser Hinsicht solle der Magistrat das nöthige veranlassen. von # M im Rede des Abg. Bebel, wenn auch umbeabsichtigt, eine entgegen- 1 Material die außerordentliche Dehnbarkeit dieses Paragraphen in| Einrichtung von Brausebädern in der Schule die Beschlußgesetzte Wirkung ausüben. Die staatliche Kontrolle werde aber allen seinen Theilen; er bestritt, daß die Religionsgesellschaften, fassung der Versammlung bis zur Vorlegung des speziellen Bau durch die Verwaltung des Germanischen Lloyd in Ver- deren Dogmen und Einrichtungen u. s. w. eines fo strengen projekts und des Kostenanschlages vorbehalten wissen will. bindung mit den Unfallverhütungs Vorschriften der See- Schutzes bedürfen, der letztere stelle sich vielmehr als ein Hemm Berufsgenossenschaft vollständig entbehrlich gemacht. Diese schuh des geistigen Kampfes und sachlicher Kritik dar, indem er Verbindung leiste auch jede Garantie für eine wirklich selbst bloße dialektische Ungeschicklichkeit auf's härteste treffe! objektive Klassifikation und für eine wirkliche Durchführung der Der Antrag auf Ueberweisung zur Berücksichtigung wurde gegen erlassenen Vorschriften. Eine Behörde, die den ganzen Schiffsbau die sozialdemokratischen Stimmen abgelehnt und beschlossen, die eines Landes beaufsichtigen fönnte, gebe es nicht und werde es Petitionen der sog. Umsturskommission zur Erledigung zu übernicht geben. Auch auf der Kriegsmarine würden heute Ein- weisen! richtungen getroffen, die sich morgen als verfehlt oder unzweckmäßig erweisen und durch andere ersetzt werden; mit dem Bolltarif- Kommission. In der Sigung am Donnerstag, Stadtv. E3 mann ist erstaunt, daß die Anlage von EinzelHinweis auf fie ist also nichts gewonnen. Die Tüchtigkeit den 14. d. M., beschäftigte sich die Kommission zunächst mit einem Brausebädern sich nicht bewährt haben soll und daß man jetzt der deutschen Rhederei sei die einzig wirksame Garantie. Antrage Wurm- Herbert, Baumwollfamen- Del und Maisöl, amt zu einem gemeinsamen Brauseraume übergehen wolle. Umsomehr Abg. Hahn( Agrarier, wild, antifem.) verwahrt sich gegen lich denaturirt, pro Doppelzentner mit 2 M. zu verzollen. Es müsse doch Gelegenheit gegeben werden, die Anlagen zu prüfen die Bemerkungen des Abg. Frese, der seine Angaben bezüglich bandelt sich hierbei namentlich um Maisöl. Bei Berathung des und das Ergebnis der praktischen Erfahrungen abzuwarten, che der Lohn- und Dienstverhältnisse der Offiziere Bolltarifs war Maisöl noch unbekaunt. Dasselbe wird in man über weitere Brausebad- Anlagen beschließt. und Mannschaften des Lloyd in Zweifel gezogen habe. Deutschland zur Fabrikation billiger Seifen verwandt und muß Die Vorlage und der Antrag Schwalbe werden angenommen. Redner bezieht sich auf Buschriften aus den interessirten Kreisen, gegenwärtig nach dem Zollsage für Speiseöle( 10 M. pro DoppelHierauf beginnt die Berathung des Stadthaushaltswo unter anderm angeführt wird, daß ein Offizier 48 bis gentner) verzollt werden. Die Kommission lehnte den Antrag ab, Etats für 1895/96. Dienst gewesen sei, und die nachdem sich die Regierungsvertreter dagegen ausgesprochen Kämmerer Maaß: Der Etat erscheint zum ersten Male Statuirung einer bestimmten Minimalruhzeit gefordert hatten. Die Erhöhung des Bolles auf amerikanisch, en Honig, im Gewande des neuen Kommunal- Einkommensteuergesetzes. Gr wird. Aus den Kreisen der Seesteuerleute in Bremerhaven feien welche in der ersten Lesung von der Kommission mit 8 ist sparsam aufgestellt und bleibt im Rahmen der Proportion ihm zufchriften von Sachverständigen zugegangen, die über die gegen 8 Stimmen abgelehnt worden war, wurde diesmal von 3: 2, er nimmt als Maximum 150 pCt. Gemeindegrundsteuer ganz allgemeine Ueberlastung feinen Zweifel ließen. Den Schiffs mit 14 gegen 5 Stimmen nach dem Vorschlage der und 100 pCt. Gemeinde- Einkommensteuer an, so daß die Einoffizieren des Lloyd" und der anderen großen Schifffahrts Regierung angenommen. Eine lange Debatte fand wiederum bei mischung der beiden Minister wie sie zahlreiche andere gesellschaften müsse er hier vor dem ganzen Reiche zu Hilfe dem Vorschlage auf Erhöhung des Zolls auf Baumwollfamen- Städte sich gefallen lassen müssen, glücklich vermieden iſt. kommen. Redner empfiehlt dann der Reichsregierung ein strengeres Del statt, wobei auch die sozialpolitischen Gesichtspunkte mit vor Selbstredend ändern sich jetzt nach den StaatseinkommenEinschreiten gegen das Unwesen der Heuerba ase und Augen geführt wurden. Schließlich wurde entsprechend der steuer Soll neben dem Kommunal= EinkommensteuerSchlafbaase, fowie die Herbeiführung eines wirksameren Regierungsvorlage beschlossen, für raffinirtes Del den Zoll auf fab auch die Säße der Realsteuern. Das genauere wird Schutzes für die deutsche Hochseefischerei gegen die angebliche 10 Mart festzusehen. Dagegen beschloß die Kommission mit 12 darüber erst nach dem 15. März, dem Abschluß der staatlichen Konkurrenz und giebt zum Schluß seiner Freude darüber Aus- gegen 8 Stimmen weiter, Roböl nur mit 4 M: zu verzollen. Man Einschätzung, bekannt. Das Veranlagungs- Soll für Grund- und druck, daß der Präsident die Abhaltung eines Konzerts zum Besten erwartet, daß sich in Deutschland eine neue Industrie zur Gebäudesteuer beläuft sich nach amtlicher Mittheilung auf der Hinterbliebenen der Elbe- Passagiere und Mannschaften in Reinigung des Rohöls entwickeln werde. Gegenwärtig wird nur 10 440 000 m., während der Etat nur 10 000 000 m. einsetzt. dem Raum des Reichstages gestattet hat. raffinirtes Baumwollfamen- Del bezogen. Die sozialdemokratischen, Hiernach würde auf 148 pCt. Grundsteuer und 981/3 pCt. Gin Abg. Bebel( Soz.) bestreitet, daß er den Begriff„ Schotten" in- demokratischen und freisinnigen Kommissionsmitglieder stimmten fommensteuer zu rechnen sein; es dürften aber noch ca. 100 000 W. forrekt erläutert habe, wie ihm der Staatssekretär untergelegt. Er gegen jede Zollerhöhung. In der nächsten Sigung kommt der Nachforderungen kommen, sodaß wir neben 149 pбt. habe auch den Fall Schiff nicht mit der deutschen Rhederei identi- Antrag v. Stumm: Einführung eines Quebrachoholz- Grundsteuer gerade 99 p& t. Einkommensteuer haben fiziren und am allerwenigsten letztere diskreditiren wollen. Des- zolles zur Verhandlung. werden.( Heiterfeit.) Die Bauplatz Steuer hat uns gleichen wendet sich Redner gegen den Abg. Görh; er werde Magistrat große Schmerzen gemacht. Wir haben trot nicht schweigen, wenn Uebelstände zur Sprache In der Budgetkommission des Reichstags überbrachte der Verdoppelung des Satzes von 1/2 auf 1 pt. mur gebracht werden müßten, lediglich aus Rück. heute Oberstlieutenant Gaede im Auftrag des Kriegsministers 1 Million eingesetzt. Diese Steuer iſt eine absolute terra inficht auf Konkurrenzinteressen. Habe nicht von Bronsart, in Anknüpfung an die in der vorigen Sitzung cognita; es hat noch nie einen dunkleren, unsichereren Faktor im englischen Parlamente Plimsoll dieselben Uebelberathene Position über die fistalischen Arbeiter im Etat gegeben. In den Etat lassen sich nur Summen einstände in noch viel energiſcherer Weise zur Sprache wohnungen in Spandau, den Mitgliedern eine Einladung, am stellen, deren Eingang wahrscheinlich ist. Als Anhaltspunkt gebracht? Schädigung der englischen Rhederei durch diese Verhandlung die werkstätten zu besichtigen. Darauf wurde Gleichwohl sei in England niemals von der nächsten Montag Vormittag diese Wohnungen und die Arbeiter haben wir 1400 ha Bauland ermittelt. Aber welche Theile davon Darauf wurde in die Be- liegen an Fluchtlinien nach dem Gesez von 1875? Unsere Rede gewesen. Herr Wislicenus spreche gerade von den Herren rathung der einmaligen Ausgaben Des sächsischen ursprüngliche Berechnung basirte auf dem Werth diefer Jebsen und Wörmann als Rhedern, denen man nichts vorwerfen militäretats eingetreten. Terrains; die Steuer soll aber blos vom Mehr Für die neu git er fönne; von dem Vorwurf der Gehässigkeit sei also doch Wislicenus richtenden zwei erhoben werden. Die Summe von 1 600 000 frei, ber seine Broschüre doch bloß aus anerkennungswerthen gefordert als Beihilfen zur Einrichtung von vier Geschäfts: ganz hinfällig gewordenen Berechnung entsprungen. Der Jrrzwei Bezirks- Stommandos find 1850 Mark werth Mark auf 1/2 pCt. Bauplatzsteuer ist also einer jetzt sachlichen Beweggründen geschrieben habe. Die angeführten zimmern. Die Position wurde gestrichen. Abgelehnt Zahlen über die Schiffsunfälle und Verluste ständen fest, sie wurde ferner die erste Baurate für das Kriegsarchiv in Dresden hum wird auch von Ihnen als verzeihlich angesehen werden. wurden ja aus amtlichen Materialien entnommen, davon könne in Höhe von 50 000 m.( Gesammtkosten 150 000 m.). Bewilligt Die Materialien, die wir zur Veranschlagung nöthig haben, niemand etwas abhandeln. Keiner der Vertreter der deutschen wurden die erste Baurate für eine Garnisontirche in fönnen wir erst später vom Finanzministerium bekommen. Ein Seestädte werde in Abrede stellen, daß Herr Niebuhr, der Direktor Dresden in Höhe von 800 000 m.( Gesammtanschlag 1 000 000 weiter unsicherer Kantonist ist die mit 2 Millionen angeſetzte der Seewarte in Hamburg, als Autorität anzusehen ist, und Mart), die erste Baurate für eine Wasserversorgungsanlage bei Umsatzsteuer. Wenn im Abgeordnetenhause behauptet wurde, derselbe habe die Ansführungen von Wislicenus einfach unter einer Infanterietaserne in Leipzig in Höhe von 10 000 M. Berlin thäte für die Kommunikationen zur Berliner Ausstellung schrieben. Die Undurchführbarkeit der Einrichtung einer Reichs-( Gesammtkosten 12 000 Mart), r Vergrößerung 1896 nichts, so des ist das falsch; in diesem Etat Kontrollbehörde ist nicht nachgewiesen. Daß sie alle See- Unfälle Artillerie- Schießplates bei Zeithain die erste Rate von allein stehen fast 3 Millionen an städtischen Aufwendungen, aus der Welt schaffen würde, hat kein Mensch behauptet. Ich 1 500 000 Mart.( Gesammtkosten 5 780 000 Mart). Die die lediglich durch die Ausstellung verursacht werden. verlange für die See nur die kontrolle, die erste Rate im Etat war Vom Ministerium hören wir, daß der neuen Steuerordnung Be auf 2 000 000 Mark angesetzt. wir auf dem Lande gegenüber der Industrie Zur Erweiterung des Barackenlagers auf dem Schießplage denfen nicht entgegenstehen. haben. Die Revision ist auch im Maschinenbau u. f. w. vorbei Königsbrick werden die geforderten 100 000 M. bewilligt, Stadtv. Gerstenberg empfindet ein gewisses Gefühl von handen; wie kann man also davon reden, daß diese Seebehörde ebenso die erste Rate zum Neubau eines Dienstgebäudes für das Beklommenheit darüber, daß schon jetzt 100 pet. Einkommensteuer den Schiffsbau in Feffeln schlagen würde? Die Seebehörde ist Bezirkskommando in Dresden im Betrage von 80 000 M. in Aussicht genommen sind. Das lege die Gefahr nahe, daß der überhaupt viel wichtiger für die älteren als für die neuen( Gesammtkosten 270 000 M.). Bewilligt werden ferner: zum Rubikon der 100 pct. früher als man wünsche, überschritten Schiffe. Wir wollen eben verhüten, daß unbrauchbare Ausbau von Schießständen 150 000 m., die erste Baurate für werden müsse. Erfreulich sei die Ausgabe von 140 000 M. für Schiffe Menschenleben gefährden. Staatssekretär v. Bötticher bemerkt dem Abg. Hahn gegen Borna, ein Garnisonlazareth in Grimma mit 90 000 m. und in die sogenannten rothen Gasleitungen, die den Anfang eines in derselben Höhe. Die Gesammtkosten be- größeren Entgegenkommens gegen die Abnehmer von gewerblichem über, daß die Regierung bezüglich der Regelung tragen je 150 000 m. Abgesetzt wird dagegen mit Gas bedeuten. Im übrigen liege eine Ursache der ungünstigen der Frage des Heuerbaas Unwesens gefehliche Zustimmung des Oberstlieutenants Graf Bißthum Bilanz in dem Rückgang der Erträgnisse der städtischen Maßnahmen in Aussicht genommen habe. Ob dstädt die Forderung von 196 000 Mart für ein Werke im allgemeinen. Aus den Steuereinnahmen set der sichere Herr Bebel die deutsche Rhederei gegenüber dem Auslande dis- neues Schulgebäude für das Kadettenkorps in Dresden. Die Posten der Miethssteuer verschwunden, und mit den beiden neuen Trebitirt habe oder nicht, laffe er dahingestellt. So viel aber übrigen Forderungen des sächsischen Ordinariums wurden durch- Steuern erfolge allerdings ein Sprung ins Dunkle. Aber diesen stehe fest, daß Herr Bebel eine sehr abfällige Kritik über unsere weg bewilligt. Im ganzen sind vom sächsischen Etat 790 850 M. Sprung fönne man auch verschieden weit machen. Es stehe doch gestrichen worden. Die Kommission wendet sich darauf zur Be- fest, daß der Mehrwerth die Hauptsache bei der Bauplah- Steuer, rathung der einmaligen Ausgaben des württembergischen der ursprüngliche Werth des Ackerlandes nebensächlich ist. Mehr militäretats. Zur Vergrößerung der Garnisonbäckerei als 1 Million ließe sich also ohne weiteres in den Gtat einsetzen. Bedenklich aber müsse die in Ludwigsburg werden 60 000 Mart bewilligt, ebenso heutige geschäftliche Lage Neubauten für zwei Gyerzierhäuser in Ulm, in Höhe von die Beranschlagung der Umsatzsteuer erscheinen lassen. 75 000 begro. 29 000 m. Bewilligt wurden auch die geforderten Die Ausgabefteigerung durch die Dienst Alterszulagen 14 288 M. zur Gewährung von Zulagen an die Unteroffiziere ze. betrage allein bei den Gemeindeschulen über eine Million. Der bei den Besagungstruppen in Elsaß Lothringen. Eine Tiefbau- Etat erscheine mit 18 Millionen, da müsse sich auch etwas längere Debatte fnüpft sich an die Forderung von 9 000 000. abfeßen lassen. Der Vorwurf gegen die Stadt, fie thue nichts zur Erwerbung eines Truppenübungsplatzes für das württem- für die Ausstellung 1896, sei vom Abg. v. Riepenhausen ausbergische Armeekorps. Die beiden Referenten Abgg. Gröber gegangen und müsse ganz energisch zurückgewiesen werden. Wolle ( 3.) und v. Massow( dk.) bemängeln den hohen Preis und die Eisenbahn- Verwaltung Zuschüsse sie habe übrigens feine regen an, ein billigeres Terrain zu erwerben. Der württembergische gefordert so könnte auch die Pferdebahn- Berwaltung, auch Striegsminister Schott von Schottenstein hebt hervor, daß die Dampfschiff- Gesellschaft solche Ansprüche erheben. weder die vorhandenen Garnison Eperzierpläge, noch Stadtv. Kalisch: Am Gtat wird sich außer beim Tiefbau die Schießstandsanlagen der Anforderungen genügen, welche infolge faum etwas abseßen lassen. Das Wachsen der Kämmereischuld der weitergehenden Gefechtsausbildung der Truppen zu stellen ist gleich wohl bedenklich; desgleichen die Ueberschreitung der sind. Ein Artillerie- Schießplatz für das Armeekorps sei über: Anleihe von 1892 um 6 Millionen. Nach dem Etat ergiebt sich, haupt nicht vorhanden. Soll nicht die Ausbildung der Truppen daß die Hausbesitzer auch nicht einen Pfennig mehr als in der Durchführung des Gefechts erheblich beeinträchtigt, oder bisher zu bezahlen haben werden; ihr Geschret war also Um so schlimmer ist die Belastung der das öffentliche Interesse schwer geschädigt werden, so sei die Er- ganz nußlos. mit 150 ftatt 100 pt.; ich hoffe, werbung eines geeigneten Uebungsgeländes unumgänglich noth- Gewerbetreibenden wendig. Ein weiteres zuwarten würde teine günstigere Ge daß der Magistrat die versprochene Reformvorlage baldigit Ganz auffallend hoch ist das fürchten, daß die Ansprüche der Grundbesitzer von Jahr zu Jahr Steigen staltung der Preisverhältnisse erhoffen laffen, eher fei zu be- fertigstellen wird. des Armenetats, wiederum 11 111 wurde die Fortsetzung der Berathung auf morgen vertagt. sich steigern würden. Wegen des Beginns der Plenarsizung 350 000 art. Unsere Armenverwaltung ist völlig veraltet, ber Uebergang zum Münsterberg'schen System dringend zu wünschen. Auch sollte die Armendirektion mehr mit der Stiftungsdeputation zusammenarbeiten. In der Krankenhaus Verwaltung ist besonders Die Bunahme Der Irren Zahl der bemerkenswerth. Das Tiefbaukapitel enthält Straßenbauten, die wohl auf das nächste Jahr verschoben Stadtverordneten Versammlung. werden könnten. Das Soll an Polizeikosten ist Herrn v. Eynern Deffentliche Sigung vom Donnerstag, den im Abgeordnetenhause noch immer nicht hoch genug, obwohl wir 14. februar 1895, na ch m. 5 Uhr. schon fast 4 Millionen ohne die Feuerwehr zahlen. Bei dieser In die Waisenverwaltung wird an stelle des Stadtv. Lüben, Gelegenheit muß ich Beschwerde über die rigorosen Straßen Ju der Petition8- Kommission des Reichstages referirte der dort ausscheidet, der Stadtv. Mosch gewählt. absperrungen erheben, die selbst bei Substriptions- Bällen u. a. Genosse Foerster( Neuß) über eine Petition des Berliner Die Kommission zur Hebung der sittlichen und sanitären Ber- ftatifinden; hier hätte der Magistrat doch Gelegenheit zu die Uebergabe der Arbeiter Vereins betreffend Ausdehnung der Gewerbe- hältnisse der Stadtbezirke 200-205 petitionirt um Festsetzung von energischen Schritten, wie überhaupt gerichte auf die Angestellten des Handels- Baufluchtlinien für die bereits beschlossene Verlängerung Polizei an die Stadt schneller erfolgen sollte. Bisher haben gewerbes und der Landwirthschaft und beantragte der Kaiser Wilhelmstraße. Der Petitionsausschuß hat wir nur die Jagdpolizei erhalten( Heiterkeit). Was soll werden, Ueberweisung an den Reichskanzler. Der hinzugezogene Re- beschlossen, die Petition dem Magistrat zur Berücksichtigung wenn die Einnahme aus der lex Huene fortfällt? Die Steuergierungs- Kommissar erklärte, die Regierung hielte die Ber zu überweisen. Der Magistrat steht zwar nach wie vor auf dem fraft der Bewohner kann nicht stärker angespannt werden hältniffe jener Arbeiter- Gruppen für ungeeignet, um sie den Standpunkte, daß baldmöglichst das Projekt der Verlängerung( Burufe). Die Herren Sozialdemokraten find große Freunde Steuern, denn fie zahlen zahlen sie nicht( Heiterkeit). Gewerbegerichten au unterstellen, insbesondere würden die bis zur Lothringerstraße zur Ausführung gelange, hält es aber aus der Interessen der taufmännischen Angestellten durch die Handels- petuniären Erwägungen nicht für thunlich, die Ausführung vor Bur Deckung des Ausfalls schlage ich eine Theaters gerichte genügend geschützt. Von Bogtherr wurde letteres 1897 in Angriff zu nehmen. Außerdem schwebten Berhandlungen billetsteuer vor, die von den Billets über 1,50 m. jährlich leicht unter Darlegung der thatsächlichen Berhältnisse bestritten und be- wegen Wegräumung des ganzen Scheunenviertels, nach deren 31/ 2-4 Millionen einbringen fönnte. Die Armen- und Schulschloß die Kommission die Petition dem Reichstanzler Abschluß der Versammlung die Borlage zugehen werde. Der verwaltung beanspruchen in diesem Etat 55 pet. aller Steuerzur Erwägung zu überweisen! Referent Stadtv. Hammerstein weist besonders auf die in einnahmen, das ist, wenn man an die stetigen Angriffe der Ueber die Petitionen des Bundesvorstandes freier religiöfer ber fraglichen Gegend herrschenden„ erbaulichen" Zustände der Sozialdemokraten denkt, ein Resultat, auf das wir alle Ursache Gemeinden und des deutschen Freidenker- Bundes um Ab- Koblantstraße, Weidingerstraße u. s. w. hin, die in amtlichen haben mit Befriedigung hinzuweisen. fchaffung bezw. Abänderung des Gottes- Altenstücken als unerträglich bezeichnet sind, und empfiehlt, auch Stadtv. Singer: Für die Beobachtung der Sparsamkeitslasterungs- Paragraphen(§ 166) hatte Bogtherr im Verkehrsinteresse den Ausschußantrag anzunehmen, zumal rücksichten bei der Etatsberathung sind wir ebenfalls. Doch be zu referiren und die Buziehung eines Regierungstommiffars ver- schon zweimal Beschlüsse der Versammlung in betreff beschleunigten trübt mich die Aussicht, 100 pet. Einkommensteuer zu zahlen, nicht allzusehr. Ich halte das für kein Unglück und werde langt, behufs Nachweises die Unentbehrlichkeit dieses Para- Ausbaues der Kaiser Wilhelmstraße gefaßt seien. graphen! Der Kommissar erklärte, es habe die Regierung in Die Versammlung nimmt den Ausschußantrag ohne De- mich von einer nüglichen Ausgabe nicht dadurch abhalten laffen, daß event. 1/2 pt. mehr erhoben werden muß. einer anderen Materie( Umstursvorlage) bereits erkennen laffen, batte an. Nachruf für die felig entschlafene Miethsdaß sie nicht willens fei, ben§ 166 aufzugeben, legteren Die Versammlung hat für die vorgelegte Stizze zum Neubau Auf den Nachruf für halte fie vielmehr fü noch nicht nicht= ausreichend, wie einer Gemeinde Doppelschule auf dem städtischen steuer lasse ich mich nicht näher ein; wir haben das aus der Motivirag des§ 130 der Umftursvorlage Grundstück in der Christ burgerstraße einen Ausschuß ein- Berschwinden dieses Steuermonftrums nicht zu bedauern. Ohne hervorgehe! Der Stejerent zeigte unter Hinweis auf reichhaltiges gesetzt, der die Stizze au genehmigen empfiehlt, aber bezüglich der auf den Etat im einzelnen jetzt einzugehen, bemerke ich nur # Rhederei geübt und an ihr sehr wenig Gutes gelassen habe. Das Kapitel wird bewilligt. Beim Kapitel: Statistisches Umt tritt nach unverständlichen Bemerkungen des Abg. Schröder Abg. Werner( deutsche Reformpartei) für die diätarischen Beamten des statistischen Amts ein und befürwortet eine Erhöhung des Maximalgehalts desselben, wozu keine erheblichen Mehrausgaben nothwendig sein würden. Besonders müßte ihnen bei definitiver Anstellung die diätarische Dienstzeit angerechnet werden. Ein Regierungsvertreter erklärt, daß für die Beamten schon vieles geschehen sei. Die diätarische Dienstzeit fönne natürlich nur dann angerechnet werden, wenn die betreffenden Personen ihre Absicht erklärt haben, dauernd beim statistischen Umte zu arbeiten. Das Kapitel wird genehmigt. Schluß nach 5 Uhr. Nächste Sigung Freitag 1 Uhr. ( Antrag wegen Einberufung einer Münzkonferenz: Bericht der Geschäftsordnungs- Kommission über die Verstärkung der Disziplinarbefugnisse des Präsidenten und Etat des Reichsamts des Innern.) Parlamentarisuhtes. Die Wahlprüfungs- Kommission beschloß in ihren lehten tag zu empfehlen die Wahlen der Abgeordneten Graf Garmer Sigungen am Mittwoch Abend und Donnerstag früh, dem Reichs( I. Reg.- Bez. Breslau), Frank( IX. Baden), Bolt( V. Reg.- Bez. Trier) für giltig zu erklären; die Wahl von Kleist- Retow ( IV.Reg. Bez. Röslin) zu beanstanden und Beweis darüber zu erheben, ob ein vom Kreissekretär des Landraths- Amtes in Belgrad an sämmtliche Gemeindevorstände versandtes Rundfchreiben, in welchem aufgefordert wird, gegenüber der freifinnigen Agitation, auf dem Posten" zu sein, amtlichen Charakter hatte. # 1 # Kommunales. 0011 = M Damit schließt die Diskussion. Der Etat geht an den Etatsausschuß, desgl. der Etat der Markthallen- Verwaltung. " " " er So tieftraurig die ganze Angelegenheit ist, wir können der Bannervereinigung", die uns, freiwillig natürlich, diese " Berichtigung" schickt, unser tiefes Mitgefühl nicht versagen. Ueber den manchen Beuten schnurrig vorkommenden und an fich ja wirklich recht beachtenswerthen Widerspruch, daß trob entgegenstehender Weisungen ohne Erlaubniß für den Herrn Direktor in der Werkstatt gesammelt wird, wollen wir heute fein Wort mehr verlieren. Diese Erscheinung ist bereits am Sonntag von uns ins rechte Licht gerückt worden. Herrn Kalisch, daß sein Ausfall gegen uns, der auch einen oder die Mittel dazu besorgt hat, wegen Arbeits- immer Sitte gewesen, nicht aber durch ein werth= Se terkeitserfolg davon trug, nicht sehr angebracht war; er war scheu, Landftreicherei oder Vagabondirens Haft bis zu 6 Wochen volles Geschent, zum Ausdruck bringen. aber um so merkwürdiger, als es ja gerade unter seiner und oder Arbeitshaus bis zu 6 Monaten in Aussicht gestellt. Biel- Unrichtig ist die Angabe in ihrem Artikel, daß einige be feiner Freunde Mithilfe gelungen ist, die Einkommen von 600 leicht könnte übrigens ein findiger Staatsanwalt, wenn erst die sonders diensteifrige Seelen eine mit Gifer betriebene Geldbis 900 M. wieder zu besteuern, und Herr Kalisch jedenfalls Umsturzvorlage Gesetz ist, in jener naiven Aufforderung fammlung, welche böses Blut erregt haben soll, ausführen. alle diese Leute zu den Sozialdemokraten zählt. In bezug auf etwas recht Strafbares, Anreizung zum Diebstahl ent- In einer sehr zahlreich besuchten Versammlung der Arbeiter diefe Dinge hätte er also doch nicht so schnell mit der Rede bei decken.( Heiterfeit.) Wie können Sie es über sich ge- der Hauptwerkstatt wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, der Hand sein sollen. Mit der Zurückweifung der Angriffe im winnen, folche Androhungen zu erlaffen, die man heutzutage dem Herrn Eisenbahndirettor Garbe ein fleines Andenken zu Landtage gegen Berlin bin ich einverstanden, wenn ich auch einer wirklich kaum noch für möglich halten sollte? Hier muß ein überreichen. Zum Zweck des Ankaufs dieses Andenkens wurde folchen Karrikatur einer Boltsvertretung gegenüber nicht so viel gesetzt werden, damit ein Weg gefunden werde, der dem sozialen eine besondere Kommission gewählt, welche die freiwilligen BeiPathos angewendet hätte...( Vorsteher Dr. 2 angerhans Buge unserer Zeit besser entspricht. Bringen Sie uns nicht in träge entgegenzunehmen hat. Diese Kommission sieht in ihrer bittet von Staatseinrichtungen nicht in diesen Ausdrücken zu die Lage, mit den Gegnern Berlins in der Verurtheilung sozialer Wahl eine Ehre und befundet ein freudiges Gntgegen sprechen. Zwischenruf von den Sozialdemokraten: Noch haben Handlungen übereinstimmen zu müssen, die die Stadt Berlin nicht tommen ihrer Kollegen und nicht, wie in ihrem Artikel wir die Umsturzvorlage nicht!) Wenn dort geklagt wurde, daß begehen darf um den Preis ihrer Ehre!( Beifall bei den gesagt wird, daß sie böses Blut erregt habe. Berlin nichts zu den Ausgaben der Eisenbahnverwaltung für Sozialdemokraten.) Die Arbeiter der königlichen Hauptwerkstatt Berlin werden die Ausstellung zuschieße, so reicht diese Klage doch an den Stadtv. Spinola: Und das nennt Herr Singer eine sich durch den betreffenden Artikel nicht a bhalten lassen, Girfel des Möglichen. Nachdem Preußen durch Monopolisirung Gtatsrede?( Sehr gut!) Seine Ausführungen firogten von Ueber ihrem verehrten Vorgesezten bei seinem Abgange ein Zeichen der dis Eisenbahnwesens alle Einnahmen daraus für sich in An- treibungen. Das rothe Plakat war ein Akt der Humanität. Herr Liebe und Hochachtung zu widmen. Wie anzunehmen ist, spruch genommen hat, ist es seine verdammte Pflicht und Singer verwechselt Freizügigkeit und Unterstüßungswohnsiz. Herrn daß wir bei Ueberreichung des Andenkens f. 3. von der Redak Schuldigkeit, dafür zu sorgen, daß die nothwendig werdenden Singer oder vielmehr den sozialdemokratischen Agitatoren tion durch gehässige und unwahre Aussagen irgend eines Verkehrsmittel von ihm geschaffen werden, und von Zuschüssen past natürlich das Fernhalten dieser Arbeitslosenkolonnen entlaffenen früheren Arbeiters unserer Werkstatt in unserm bister Gemeinden für Einrichtungen, die der Eisenbahn- Fistus nicht. Arbeitslosenaufzüge und Krawalle sind in diesem herigen guten Einvernehmen belästigt werden, so erklären wir, aus Anlaß eines lokalen Ereignisses trifft und wovon Winter fortgefallen, das ist eine gute Wirkung dieser daß wir auf Ansuchen der Direktion gern bereit sind, einen den er nachher den Nugen zieht, fann gar nicht die Rede platate. Der Etatsentwurf befriedigt uns durchaus, wir Thatsachen entsprechenden Bericht s. 3. der Redaktion zur freien fein. Es ist meiner Meinung nach eher schon zuviel für diese hoffen indeß, daß es gelingen wird, einige Prozente Verfügung zu stellen." Ausstellung von der Stadt Berlin bewilligt worden, und ich Ginkommensteuer herabzuhandeln. Auch meinen wir, die Bau- So die Zuschrift, die wir als charakteristisches Zeichen des fürchte, der hintende Bote wird nachkommen und man wird noch platsteuer werde sich etwas ergiebiger als angenommen erweisen. bevormundenden Geistes, der die freien" Arbeiter in einer manchmal Gelegenheit haben, darüber nachzudenken, weshalb Das Steigen des Armenetats liegt doch auch an dem Anwachsen töniglichen Eisenbahnwerkstatt beherrscht, und, fügen wir hinzu, Ferlin gerade in diesem Falle solche Freigebigkeit entwickelt hat. Der Bevölkerung. Im Bau- Etat wird eine geringere Bemessung unter heutigen Umständen beherrschen muß, hier vollständig Ich bitte auch, den Erlaß einer Gewerbesteuer- Ordnung thun- der Ausgaben wohl nicht unmöglich sein. wiedergeben. Es versteht sich, daß wir diesen Versuch einer lichst zu beschleunigen. Wenn irgend wer sich nach der Neu- Stadtv. Hentig sieht die Lage des Etats nicht entfernt so Rechtfertigung vollauf begreifen, und auch die Arbeiter, die nach ordnung der Gemeindesteuern beschwert fühlen kann, so sind es die rosig an, wie der Vorredner. Er hält dem Kämmerer alter Sitte ihren verehrten Vorgesetzten durch ein Zeichen der Gewerbetreibenden mit ihren 150 pCt. Steuern. Hätten wir entgegen, daß von Anfang an lediglich lediglich vom Mehr Liebe und Hochachtung" ehren wollen, unter den gegebenen Verdiese Steuerordnung schon, schon, so würde es, namentlich werth bei der Bauplatzsteuer die Rede gewesen sei. hältnissen bis zu einem hohen Grade entschuldigen. Aber je bei gerechter Wertheilung und entsprechender Heranziehung der Die Gewerbesteuer Ordnung müsse müsse darauf sehen, daß milder man die Arbeiter zu beurtheilen hat, die von dem Loose jcht durch den Wegfall der Miethsteuer entlasteten großen die Groß Gewerbebetriebe in Berlin bleiben, ebenso betroffen sind, in einem Staatsbetriebe zu arbeiten, um so Etablissements, möglich geworden sein, höhere Einnahmen zu er wie die Großkapitalisten hier festgehalten werden sollten. schwerer ist das System zu verurtheilen, das derartige Erzielen, die wir für den Etat sehr gut brauchen können, ohne die Für den Schritt des Magistrats, die fremden mittellosen scheinungen zeitigt. Es treten unfertwegen sämmtliche 800 Arwichtigste Kategorie, die Kleingewerbetreibenden, in einer Zeit so Arbeiter Dor Zuzug zu warnen, müsse man ihm beiter der Eisenbahn- Hauptwerkstatt freiwillig zu einer Vergroßer wirthschaftlicher Depression stärker als bisher zu dankbar sein; er( Redner) habe schon voriges Jahr sammlung zusammen, nachdem sie von ihren Borgesetzten die belasten. Spätestens beim nächsten Etat muß die in diesem Sinne eine Anregung gegeben. Er warnt dann betrübende Thatsache von dem Abgange des Herrn Direktors erAbhilfe da sein. Mit der Wiederheranziehung der vor dem Brückenbaufieber in Berlin; zahlreiche Tiefbauten fönnten fahren haben. Freiwillig wird eine Sammlung angeregt, zweiten Steuerstufe hat der Magistrat allerdings eine recht wohl noch verschoben werden. Die Realgymnasien sollte man freiwillig wirb mit Stimmeneinheit(!) die Resolution der Versammlung berücksichtigt. Ich hätte ge- aufheben oder besser schüßen, so wie bisher gehe es nicht mehr. Eine Sammlung beschlossen und freiwillig und obendrein wünscht, daß dies auch einem anderen Beschlusse gegenüber der Zentralmeldestelle für Wohnungsangebote zu Bureauzwecken fehle freudigen Herzens geben sämmtliche Arbeiter ihre Fall gewesen wäre. Ich meine die Frage der Krankenhaus noch immer. Dann würden auch die ungeheuren Miethen für zehn, zwanzig, auch dreißig Pfennige, damit die Summe tosten und des Wahlrechts. Zu wiederholten Malen hat die Bureaus erheblich niedriger werden. Zum Schluß fritisirt Redner von 100 bis 150 M. für das Andenken, das beileibe Versammlung diese Frage im Sinne der Humanität und Ge die Verschwendung, die bei den Müllverbrennungsversuchen ge- fein werth volles Geschenk bedeutet, zusammenkommt. Es rechtigkeit entschieden; jetzt theilt uns der Magistrat mit, trieben verde. geht wie am Schnürchen mit all dieser Freiwilligkeit, daß er zu seinem Bedauern nicht in der Lage ist, Stadtv. Sa ch 3 JI protestirt gegen die Ausführungen fein Mißton regt sich, feine einzige Stimme wird in der Verunferem Ersuchen Folge zu leisten: die Gewährung Singer's in bezug auf die Ausstellung 1896, für die Berlin fammlung laut, die etwas gegen den verehrten Direktor vorzuDer Krankenhaus Verpflegung an einen Hilfsbedürftigen angeblich zu viel ausgebe. Die Formulare, welche die Obdach bringen hätte. Gs herrscht eine geradezu militärische Einhellig charakterisire sich im Sinne des Gesetzes von 1871 als Armen- losen im Asyl unterschreiben müssen, sollte man ändern; die keit, die nur den einen unangenehmen Beigeschmack hat, daß die interſtügung, welche das Wahlrecht entziehe. Nun tennen wir Blafate des Magistrats bezüglich des Zuzugs von außerhalb Arbeiter, die von jedem Mißton, den sie in die einmüthigen ja wohl diese gesetzliche Bestimmung auch einigermaßen; mit der aber hätte doch auch selbst Kollege Singer billigen müssen; sie Versammlungen laut werden lassen, befürchten, daß Folgerung aber, daß der Magistrat nun auch strikte danach zu haben mit der Freizügigkeit gar nichts zu thun.( Widerspruch ihnen und ihrer Familie das tägliche Brot koste, sich handeln genöthigt sei, steht er im Widerspruch hoffentlich der Sozialdemokraten.) Dagegen tritt er voll und ganz den Aus- aber einige Tage später an den Vorwärts" wenden, mit der ganzen Versammlung. Seine Gutherzigkeit führungen Singer's wegen der Wahlrechtsfrage bei. Der Magistrat damit das Arbeiterblatt ein Echo ihrer wirtlichen ist nicht besonders rühmlich, wenn er sie darauf be- habe zehn Jahre lang mit der Versammlung einer anderen als Stimmung gebe. schränkt, seit Jahren die definitive Ausschließung erst er- der jeßigen Praxis den Vorzug gegeben; warum jetzt nicht mehr? folgen zu lassen, wenn die betreffenden eine Zahlungs- Ohne Noth sollte man solche Beschüsse nicht ignoriren, wenigstens aufforderung, die auf den event. Verlust des Wahlrechts hinweist, sollte der Magistrat dann die Entscheidung des Oberverwaltungsnach vier Wochen nicht vollständig honorirt haben. Zunächst ist gerichts herbeiführen. für ihn ein gefeßlicher Zwang zur Ausführung dieser Vorschrift nicht vorhanden. Es handelt sich hierbei gar nicht um eine Armenunterstützung, sondern um einen zwischen Magistrat und Im Anschluß an eine Anfrage des Stadtv. Kalisch wegen Wählern abgeschlossenen Vertrag auf Lieferung der Krankenhauspflege Einrichtung des elektrischen Betriebes auf der Pferdebahnlinie gegen ratenweise Abzahlung; dadurch geht ihr der Charakter der Kupfergraben- Charlottenburg wird nach längerer Debatte der Unterstützung aus öffentlichen Mitteln verloren. Wer zwingt denn Antrag Kalisch angenommen, den Magistrat um die schleunige überhaupt den Magiftrat, diese Leute zu streichen? Daß seine Einbringung einer Vorlage zu ersuchen, wonach der elektrische Moderne Arbeiterfürsorge in Staatsbetrieben. Praxis von den betreffenden auch wirklich als umanität em- Betrieb auf dieser Strecke zur Einrichtung kommen soll. er hält man sich gesund und glücklich?" Diese Froge pfunden wird, kann sich der Magistrat doch nicht einreden. Wer wird in einer Broschüre behandelt, die gegenwärtig unter den Die Kosten nicht sofort bezahlen kann, fann es auch nach 4 Wochen Arbeitern der Militärwerkstätten in Spandau vertheilt und auch nicht, denn in den meisten Fällen handelt es sich um Leute, den Arbeitsordnungen beigefügt wird. Als Verfasser des Werks für die Krankheit und Erwerbslosigkeit gleich bedeutend nennen sich zwei Wiesbadener Herren, Stadtrath F. Kalbe und ist. Diese Praxis aber schädigt weiter auch direkt die GeStadtarzt G. Schellenberg. In dieser Schrift, die den Königfundheitsverhältnisse der Stadt. Wir alle wollen die lichen" Arbeitern als neueste Offenbarung vorgelegt wird, sind Benutzung der städtischen Krankenhäuser fördern, um auch das nun theils eine Reihe Gemeinpläge enthalten, wie die, daß durch den gesundheitlichen Zustand der Bevölkerung zu heben; Schutz der Deutschen in Deutschland! Dem Genossen Reinlichkeit gesundheitsfördernd ist, theils aber enthält das in gewissen Fällen erzwingt ja die Polizei die Behandlung in Hoffmann, der vor einigen Monaten in so sonderbarer Weise Büchlein Behauptungen von so bedenklicher Art, daß Krantenhäusern. Wenn Sie aber den Bürgern die Be- bedingungsweise aus seinem Wohnort bei Berlin ausgewiesen man taum einen modernen Arzt für den Verfasser halten sollte. nuhung der Krankenhäuser sozusagen durch diese Strafe ward, ist auf seine Beschwerde nachstehender Bescheid zugegangen: Was soll man zum Beispiel dazu sagen, wenn zu einer Zeit, wo der Wahlrechtsentziehung verefeln, hindern Sie ben Ministerium des Innern. Berlin, den 21. Januar 1895. die Speicher überladen sind, wo kein Unternehmer weiß, wohin mit Besuch derselben( Unruhe), und daraus refultirt dann Auf die an den Herrn Oberpräsidenten der Provinz Branden- feinen vielen Waaren, dem Arbeiter auf folgende Art Genüg eine Schädigung der allgemeinen gesundheitlichen Verburg gerichtete, von diesem mir überreichte Beschwerde vom famfeit beigebracht wird: bältnisse Berlins. Hoffentlich bleibt die Bersammlung bei ihrem 18. November v. J. erwidere ich Ihnen nach Prüfung der Sach, Ein paar reine, weiße Vorhänge an den Fenstern, einige Standpunkt und tritt der Magistrat von seiner Starrheit zurück lage, daß ich mich nicht veranlaßt sebe, die Verfügung des Blumen auf dem Fensterbrett und ein hübsches Bildchen( des und entzieht das Wahlrecht erst, wenn Unfähigkeit zu zahlen oder Herrn Polizeipräsidenten vom 5. November v. J., gegen welche Landesfürften?) an der Wand genügen, um dem Mann sein Böswilligkeit konstatirt ist. Von einem Arbeiter, der wochenlang Ihre Beschwerde gerichtet ist, von Aufsichtswegen aufzuheben. Heim nach des Tages Arbeit behaglich und gemüthlich zu machen, im Krankenhause gelegen hat, tann man nicht verlangen, daß er eine Rechnung von 50-60 M. sofort bezahlt. Ferner habe ich mich sich als eine landespolizeiliche Verfügung im Sinne des§ 130 Ich bemerke dabei, daß die Verfügung vom 5. Novbr. v. J. und ihn vom Wirthshaus fernzuhalten." Die Broschüre schwelgt aber förmlich in Zufriedenheitsregeln gegen eine Auffassung zu wenden, die zu meinem großen Be- des Landesverwaltungs Gesetzes vom 30. Juli 1883 nicht dar- von derart thörichter Tendenz. Mit wahrem Feuereifer legen dauern jetzt beim Magistrat zum Durchbruch zu kommen scheint stellt, da sie nur eine Mittheilung enthält, und für einen be- fich die Verfasser für Pferdefleisch, entrahmte Milch und in bezug auf den 3uzug fremder Arbeiter. Als ich vor stimmten Fall den Erlaß einer landespolizeilichen Verfügung in Käsequart ins Zeug und vor allem ist ihnen am Genuß von einigen Wochen die rothen Plakate des Magistrats an den Säulen Aussicht stellt. Die in dem erwähnten§ 130 vorgesehene Be- Wasser und frischer Luft gelegen. Letzteres ließe sich nan gewiß fah, fragte ich mich: Wäre es wohl vor 10 Jahren noch möglich gewesen, schwerde an den Oberpräsidenten und die eventuelle Klage beim hören, wenn der frischen Luft kräftige Beefsteats beigefügt daß der Magistrat öffentlich vor dem Zuzug nach Berlin warnte? Oberverwaltungsgericht gegen den Bescheid des Oberpräsidenten wären, und wenn die Unternehmer, in deren Betriebe fich ( Burufe.) Sie scheinen dem Magiftrat zuzustimmen. Aber Sie können daher erst in Frage kommen, wenn der Herr Polizei- Väter und Mütter die größte Zeit des Tages abschinden sind es doch, die sonst das freie Spiel der Kräfte walten präsident die Ausschließung von dem Aufenthalte in Berlin Ihnen müssen, für beides in genügendem Maße sorgten. Was soll man laffen, Gie vertreten doch das wirthschaftliche Gesetz von gegenüber verfügen sollte. aber zu einer an die Arbeiter der Militärwertstätten Angebot und Nachfrage; dieser Ihrer Ueberzeugung wider- Die in der Verfügung vom 5. November v. J. gebrauchte, vertheilten Broschüre sagen, in der sich bei Besprechang der sprechen Sie doch, wenn Sie die Stadt sperren.( Unterbrechungen. von Ihnen bemängelte Redewendung:„ daß Sie hier einen Zuberkulose folgender Saz findet: Wie mancher Arbeiter könnte Lachen.) Je mehr Arbeiter kommen, desto tiefer fallen doch die reellen Broterwerb gefunden haben", giebt mir zu einer Berich diese entfeßliche Krankheit, an der jährlich Millionen Menschen Löhne.( Dufe: Wollen wir ja gar nicht!) Jch fage das aus tigung des Herrn Polizeipräsidenten feine Veranlassung. langfam dahin fiechen, von sich fernhalten, wenn er für ausIhrer wirthschaftlichen Anschauung heraus.( Heiterkeit.) Wie Der Minister des Innern. giebige Lüftung und Reinigung seiner Wohnung sorgen würde!" weit ist es aber von da noch bis zur Beschränkung der FreiWir gestatten uns zu bemerken, daß wir die Vertheilung zügigkeit?( Unruhe.) Dann fönnen Sie auch sehr bald zu der einer Schrift mit solchen wohlweisen Rathschlägen ein wenig guten alten Zeit des Einzugsgeldes zurückkehren. Was Sie vor den Verlagsbuchhändler deplacirt finden in einem Betriebe, der so zahlreiche Opfer wie 30 oder 40 Jahren erfämpft haben, wollen Sie jetzt wieder auf Herrn Adolf Hoffmann wenig andere fordert. Die Herren Verfasser haben vielleicht die geben, weil Sie nicht mehr nöthig haben, diejenige Anzahl Güte, sich einmal eine Zeit lang unter diejenigen Arbeiter zu von ausbeutungsfähigen Arbeitern zur Ausbeutung nach mischen, die in der Spandauer Pulverfabrik mit der Ver= Berlin zu ziehen, die Sie damals brauchten. Ich erkenne II. 15 472. arbeitung der Säure betraut find. Vielleicht würde ihnen dann durchaus an, was unsere humanitären Einrichtungen Sehr dunkel ist der Rede Sinn. Jebenfalls macht der die Zähne aus den Kiefern fallen und deren Bart und Kopfhaar flar, daß den Unglücklichen, welchen oft nach kurzer Thätigkeit leisten; aber es heißt doch maßlos übertreiben, wenn behauptet wird, die Leute laffen draußen ihre brauben ihre Arbeit ministerielle Bescheid die Sache nicht flarer. Und Hoffmann in allen Regenbogenfarben schillert, auch mit noch so viel liegen und fämen hierher, hierher, um in Wärmehallen und weiß noch immer nicht, ob er ausgewiesen ist oder nicht. Lüftung und Reinigung der Wohnung nicht geholfen ist. Ja dem Asyl sich aufzuhalten. Bergnügungsorte sind das doch Geschenke an höhere Beamte. Am Sonntag veröffent vielleicht sehen die Verfasser sogar ein, daß selbst in der Fabrik wahrhaftig nicht. Das Groß der Zuziehenden hat die Absicht, lichten wir eine Verfügung des Finanzministers, in der der alle Vorsichtsmaßregeln wenig nüßen, wenn sie nicht genügend hier Erwerb zu suchen und sich zu ernähren. Draußen im Lande Wunsch ausgesprochen wurde, daß die Darbringung werthvoller angewendet werden. Es besteht 8. B. in Spandau die fehlt's im Winter an Arbeitsgelegenheit und der Selbsterhaltungs- Geschenke bei Dienftjubiläen und ähnlichen Anlässen unterbleiben Bestimmung, daß kein Arbeiter länger als drei Monate in dem trieb bringt die Leute in die großen Städte, in die Brenn- möge. Anknüpfend an diese Mittheilung berichteten wir über den gefährlichen Betriebe beschäftigt werden soll, und doch bleibt er punkte des Verkehrs, wo sie mehr Arbeit zu finden hoffen. Und Unwillen, den eine Sammelei zu gunsten des Herrn Eisenbahn- in gar vielen Fällen über diese Zeit dort arbeiten. Die Sache felbft wenn aus dieser Art der Benutzung dieser An- Direktors Garbe unter den Arbeitern im Reiche des Herrn Thielen liegt nämlich so, daß der Arbeiter nach Ablauf der drei Monate stalten der Stadt jährlich ein paar hunderttausend hervorgerufen hat. die an ihn gestellte Frage, ob er noch länger bleiben wolle, des Mart Unkosten erwachsen würden, wäre es ein Die von uns gebrachten Mittheilungen erhalten ihre Be höheren Verdienstes wegen bejaht, obgleich er weiß, daß noblesse oblige für Berlin, anders als Krähwinkel aufzutreten. ftätigung in einer recht interessanten Zuschrift, die uns, mit dem fein Körper hier schnell und sicher ruinirt wird. Man freut sich, die Frequenz des Asyls hinuntergedrückt zu haben. Stempel Bannervereinigung der Königlichen Eisenbahn- Haupt- Die Arbeiter sind der Ansicht, daß die Herren, die ihnen unter Zu dem Zwecke aber hat man recht rigorose Maßregeln ergriffen, werkstatt" versehen, gestern zuging. In diesem, teine weitere folchen Umständen so zuvorkommend mit guten Rathschlägen zur um die Leute, die ein paar Mal das Asyl aufsuchten, zurück- Namensunterschrift tragenden Manuskripte schreiben uns die Sand geben, vorerst selber einmal probiren sollten, wie weit fie zuschrecken. Damit aber erfüllt man nicht die Aufgaben, Arbeiter, der Banner- und der Wittwen- und Waisenausschuß bei anstrengender, gesundheitsgefährlicher und verhältnißmäßig die diese Institute haben. Dank der famosen Gesetzgebung auf der töniglichen Hauptwerkstatt der Märkischen Eisenbahn": schlecht bezahlter Arbeit mit Pferdefleisch, Quarck und reichlich diesem Gebiete wird heute noch gefeßlich jeder Arbeits- Wir beabsichtigen keineswegs, dem Herrn Eisenbahndirektor Wasser kommen werden. lofe als Arbeitsscheuer betrachtet. Bon dieser bureau- Garbe ein werthvolles Geschenk zu überantworten, da wir Für noch vernünftiger halten die Arbeiter es allerdings, tratifchen taltherzigen Auffassung der menschlichen Verpflichtungen wiffen, daß er ein solches nicht annehmen wird. Wir wollen wenn man ihnen ein Einkommen zusicherte, das zum anständigen geht auch das Formular aus, welches jedem Besucher des Asyls einem Herrn, der es verstanden hat, in den achtzehn Lebensunterhalt ausreichen würde und fich am ersten Tage übergeben wird und die Gastfreundschaft Berlins Jahren seines Wirkens unsere Liebe und Hochachtung zu geweiter um fie fümmerte. So wenig, wie den höheren zum drastischen Ausdruck bringt. Es werden da dem, der sich winnen, bei seinem Scheiden die Ergebenheit und Dant- Beamten, Unternehmern und anderen Menschenfreunden an einer nicht in 5 Tagen ein anderes Unterkommen, Beschäftigung barkeit durch irgend ein kleines Andenken, wie es bisher Einmischung in ihre häuslichen Angelegenheiten gelegen ist, ebenso Echluß der öffentlichen Sigung 9 Uhr. Die geheime Sigung tann wegen eingetretener Beschlußunfähigkeit nicht mehr ab gehalten werden. " An Wohlgeboren 群 Lokales. # J. A.: Haase. hier, Krautstr. 38 a. Wie dann nicht waltet. hhr verbitten sich die Arbeiter alle und jede Bevormundung in eirem Privatleben. Sie haben gerade genug an dem Rommando, das während der Arbeitszeit über sie schaltet und Wie sehr unserer Stadtverwaltung das Wohl der Berliner Arbeiter am Herzen liegt, geht aus folgendem hervor: Die Stadt beschäftigt bekanntlich zur Winterzeit ausbilfsweise bei der Straßenreinigung einige hundert Arbeiter. Diese Leute Zusammenschluß der Unternehmer. Der Verein aller In Triest und Fiume wüthete am Donnerstag ein furchts bekommen pro Tag 2 M. an Lohn, macht pro Woche 12 M., Tabatinteressenten für Berlin und Umgegend" hat dadurch einen barer Orkan. Die Dampfer verkehrten mit großer Verspätung. wovon noch Invalidengeld abgeht. Um nun die Arbeiter nicht ansehnlichen Zuwachs erhalten, daß der bisher neben demselben Eine neue deutsche Dampferlinie nach New York. bei der Krankenkasse anmelden zu brauchen, werden sie immer bestandene Verein der Bigarren- und Tabakfabrikanten in Berlin Die Hamburgische Börsenhalle" bestätigt die Meldung frans nur 5 Tage beschäftigt. Am fünften Tag erhalten die Arbeiter und Umgegend" in seiner vor einigen Tagen stattgehabten Ge- zösischer Blätter, daß die Hamburg- Amerika- Linie der Hamburgihre Karte mit dem Bemerken zurück, daß sie entlassen seien. neralversammlung einstimmig beschlossen hat, sich mit ersterem Amerikanischen Backetfahrt Aktiengesellschaft ihren SchnelldampferKommen sie am nächsten Tage wieder, so werden sie, wenn Be- in der Weise zu verschmelzen, daß ihm die sämmtlichen Mit dienst auf Frankreich ausdehnt. Als Anlegehafen ist Cherbourg darf vorhanden, wieder von neuem eingestellt. Hier muß man glieder des Fabrikantenvereins beitreten. Maßgebend hierbei bestimmt. Die Dauer der Reise zwischen Cherbourg und Newsich fragen: hat die Stadtverwaltung das Recht, das Kranken- war namentlich die Rücksicht auf den beginnenden Kampf gegen Wort beträgt 61/2 Tage. Die französische Westbahn richtet laut faffengeset so zu umgehen? Ist es schon schlimm genug, die die Tabatfabritatssteuer- Vorlage. Möchten die Arbeiter sich die Uebereinkunft mit der Hamburg- Amerika- Linie Extrazüge mit Arbeiter mit 2 M. abzuspeisen, so findet man wirklich feinen Ginigkeit der Unternehmer zum Muster nehmen. Es giebt keine eleganten Salonwagen mit Anschluß an die Schnelldampfer passenden Ausdruck, um die letztere Handlungsweise zu kenn- Kampforganisation der Unterdrückten, in der nicht noch bedeutendes ein. Die Reisedauer zwischen Cherbourg und Paris beträgt zeichnen. nachzuholen wäre. sind Vereinigungen von Hausbesitzern in den Vororten, die richtete in der Provinz Murcia beträchtlichen Schaden an; mehrere gemeinsam Leute anstellen, welche die den Hauswirthen obliegen- Menschen kamen dabei ums Leben. den Pflichten der Reinigung der Bürgersteige von Schnee und Aus Temesvar, Ungarn, wird berichtet: Infolge des Eis ausführen. Um den Hauswirthen möglichst billige Arbeits- raschen Schmelzens des Schnees ist das Wasser des Begakräfte zu offeriren, wird bezeichnenderweise darauf hingewiesen, Kanals plößlich gestiegen. Die Dämme bei Girod wurden durchdaß im Bureau des Vereins für entlassene Strafgefangene Leute brochen. Zur Verhütung weiteren Unglücks sind Schußmaßnahmen ergriffen. hierfür zur Verfügung stehen! gezogen. 6 Stunden. = Berlin wird verfittlicht. Wenigstens äußerlich. Die Ueber den ausgewiesenen Spion Theophil Lawczynski Eisenbahn Unfälle. In der Nacht zum Donnerstag ents Polizei führt nämlich zur Zeit eine Art Bernichtungstrieg gegen wird noch geschrieben: Seit etwa einem Jahre war die hiesige gleiste, wie aus Kassel gemeldet wird, in dem von Sangerhausen die hiesigen Balllokale. Vor längerer Zeit wurde, wie gemeldet Polizei in der Lage, auf grund der gegen 2. gesammelten Beweise kommenden Schnellzug 54, welcher um 2 Uhr 43 Minuten hier wird, der Besitzer eines solchen Etablissements wegen Ungehörig festzustellen, daß derselbe ein im Dienst einer auswärtigen Macht fällig ist, der Schlafwagen. Nachdem derselbe wieder in Ordnung feiten polizeilich zur Verantwortung Er wies stehender sehr gut bezahlter Epion war, der sich fort gebracht war, wurde weitergefahren. Zwischen Hedemünden und nun auf das. Leben und Treiben in ähnlichen Ver- gefeßt, jedoch erfolglos, bemühte, sich an Angehörige der deutschen Münden fand sodann ein Zusammenstoß mit einer aus Münden gnügungslokalen hin, und diese Denunziation hatte zur Folge, Armee heranzudrängen. Daß die Ausweisung des L. bis zu gekommenen, bestellten Hilfsmaschine statt. Das Personal der daß sämmtliche Balllokale um 2 Uhr nachts schließen müssen. einer bestimmten Zeit nicht erfolgte, hatte seine guten Gründe beiden Maschinen wurde zum theil sehr schwer verletzt; die PassaDa nun um diese Zeit mehrere Polizeibeamte in solchen Sälen und es steht fest, daß 2. seit der Zeit seiner hiesigen Anwesenheit giere tamen mit dem Schrecken davon. Nach einer Meldung der Kölnischen Zeitung" aus Trier erscheinen, so fühlen sich die Gäste nicht mehr dort behaglich, von Geheimagenten auf das Schärffte beobachtet wurde. 2. war meiden derartige Säle oder verlassen sie vor Schluß. Der Be- vor seiner Laufbahn als Spion ein notorischer Schwindler und ist der Schnellzug Koblenz Trier heute Mittag vor Trier entfizzer des maison rouge hat bereits den Konkurs angemeldet. Abenteurer, der sich mit Vorliebe als österreichischer Offizier, als gleist. Reisende wurden nicht verlegt, der Sachschaden ist beDas Drpheum, die Sportsäle und der Krystallpalast haben auch Herr v. Pupacz bezeichnete. Seine Photographie und der nicht deutend. schon ihre Pforten geschlossen und es dürfte unter solchen Um- uninteressante Lebenslauf des Spions ist jetzt sämmtlichen deutschen ständen nicht lange mehr währen, so hat Berlin feine Balllokale Behörden zugestellt worden. mehr aufzuweisen. Wo sollen da die Lebemänner aus den Reihen der aus: wärtigen Edelsten und Besten nun hingehen, wenn sie fich Berlin ansehen wollen? Man kann ihnen doch nicht zumuthen, daß sie sich in einem Symphoniekonzert oder bei den Webern" im Deutschen Theater langweilen sollen! Einiger Schliff würde dieser Sorte Publikum vielleicht in anständigen Arbeiter Iotalen beigebracht werden können, wenn die hochlöbliche Polizei denselben annähernd das gleiche Recht einräumte, das sie den Stätten der Unfitte bisher gewährt hat: wenn sie nicht mehr von Arbeiterwirthen forderte, daß diese punkt elf Uhr die Bude schließen! ,, Billige Arbeitskräfte. Wer billige Arbeitskräfte braucht, fann solche in der Gegend des Odenwaldes und des Spessart erhalten. Dort fehlt es der Bevölkerung, namentlich der aus der Schule entlassenen weiblichen Jugend im Alter von 14 bis 20 Jahren vollständig an Verdienst. Fabrikanten, welche daselbst arbeiten lassen wollen, sind wir gern bereit, mit näherer Auskunft zu dienen.' = Der Kapitalismus als Familienzerstörer hat in Ropenhagen in grauenhafter Weise ein Opfer gefordert. In Hellerup, teber einen Selbstmord aus eigenthümlichen Beweg- einer der entferntern Vorstädte Kopenhagens, verbrannte vor gründen wird berichtet: Der 20jährige Bostgehilfe Georg einigen Tagen ein kleines sechsjähriges Mädchen vollständig bei Leongad, der bei seinem Vater, dem Ober- Telegraphenassistenten dem Versuche, sein fleineres Schwesterchen zu retten. Die Eltern 2. in der Landsberger Allee 156 wohnte, wurde am Dienstag der Kinder, Fabritarbeiter, hatten sich zur Arbeit begeben Vormittag um 11 Uhr in seiner Schlafftube todt aufgefunden. und vorher die Wiege, in der das Kleinste lag, dicht an den stark Er hatte sich einen Schuß in das Herz beigebracht. Der junge erhitzten Ofen gerückt. Die Wiege gerieth in Brand und das Mann benutzte seine Mußestunden zu schriftstellerischen Arbeiten, ältere kind warf sich über die Wiege, um sein Schwesterchen zu fonnte aber damit seinen Vater nicht zufriedenstellen, Seine retten. Dabei fingen die Kleider des Kindes Feuer. Sein GeLieblingsbeschäftigung wurde ihm kürzlich untersagt. Wie Georg schrei blieb ungehört, und dem strengen Befehl der Mutter ge Leongact in einem hinterlassenen Briefe mittheilt, hat er sich horchend, gut für das Schwesterchen zu sorgen, scheint das Kind das Verbot so zu Herzen genommen, daß er seinem Leben ein die Rettungsversuche fortgesetzt zu haben, bis es nicht mehr im Ende machte. stande war, sich selbst zu retten. Eine zufällig vorüber kommende Frau bemerkte den Brand, drang in die Stube ein und fand in der brennenden Wiege das kleinste Kind noch unversehrt, daneben auf dem Boden den völlig verkohlten Leichnam der Schwester. Ein Finanzier. Aus New- York wird vom Donnerstag berichtet: William Lippert, dessen Auslieferung. auf Verlangen der Regierung des Kaplandes bewilligt wurde, ist heute in Begleitung zweier Londoner Polizisten nach England abgereist. Lippert ist bekanntlich beschuldigt, Wechsel auf die„ Union Bant" im Betrage von 120 000 Pfund Sterling gefälscht zu haben. Arbeiterrifiko. Ein Opfer seines Berufes ist der 25 Jahre alte Arbeiter Hermann Schreiber aus Rummelsburg geworden. Er war in der dortigen Anilinfabrik beschäftigt und hatte sich bei der Arbeit eine Vergiftung zugezogen. Sein Zustand war so ernster Art, daß der Krante nach dem St. Hedwigs- Krankenhause gebracht werden mußte. Hier ist er am Mittwoch Morgen um 10 Uhr an Anilinvergiftung gestorben. Das steht, der letzte Sat sogar in gesperrten Lettern, im Polizeibericht. Am 13. d. M. morgens wurde auf dem Konfettionär". Es ist drastisch, wie weit, bas vornehmste Blatt Flur eines Hauses in der Markgrafenstraße die Leiche eines neuDer Textilindustrie" den nach billigem Menschenfleisch lechzenden geborenen Kindes aufgefunden. Vormittags wurde ein Mann Fabrikanten entgegenkommt. Sind die Löhne noch nicht weit in seiner Wohnung in der Wasserthorstraße erhängt aufgefunden. genug heruntergedrückt, daß es nöthig erscheint, Kupplerdienste Auf dem Michaelfirchplatz wurde ein Arbeiter betrunken und zu leisten, um die Profitrate einer der rentabelsten mit erheblichen, anscheinend von einem Falle herrührenden VerIndustrien noch zu steigern? Vielleicht bringt es der Kon- letzungen am Kopfe und am Handgelenk angetroffen und nach fektionär" fertig, noch den Getränkten zu spielen, und zu versichern, der Unfallstation gebracht. In der Jerusalemerstraße gerieth daß dieser Hinweis auf die beschäftigungslose Jugend von 14 bis eine Frau unter die Räder eines übermäßig schnell fahrenden 20 Jahren eingegeben sei von der überfließenden Menschenfreund- Schlächterwagens und wurde am Kopfe und an den Beinen belichkeit und von der ehrlichen Abficht, den Arbeitslosen damit deutend verletzt. Im Laufe des Tages fanden zwei fleine eine Hilfe zu erweisen. Aber nein, das gelingt nicht! Billig ist Brände statt. Trumpf! Wer billige Arbeitskräfte braucht, steht groß und Witterungsübersicht vom 14. Februar 1895. breit zu lesen, wer dazu beitragen will, daß die Lebenshaltung einer verhältnißmäßig tiefstehenden Arbeiterschaft noch mehr sinkt, tver das Elend vergrößern will, der mag sich bei der Vermittelungsstelle für Menschenmaterial bei der Redaktion des Stationen. Ronfettionär" Rath holen. Wahrhaftig, fie treiben's toll! " - Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung NNO 767 770 NNO 767 NW 768 Still 764 NW 765 NW 764 SW 776 NO 759 772 769 60 N Windstärke | POLAWN| W( Stala 1-12) Wetter Schnee bedeckt ampaig ( nach Celfius S850.= 4° R.) Schnee 11 woltig 10 Schnee 9 Schnee bedeckt 9 6 8 4 wolfenlos bedeckt bedeckt wolfenlos-14 -22 6 1 Wetter Prognose für Freitag, 15. Februar 1895. Borwiegend trübes Frontwetter mit mäßigen nordöstlichen Winden und Schneefällen. Derliner Wetterbureau. Kunst und Wissenschaft. Im Luftballon nach dem Nordpol. In der MittwochsSigung der Akademie der Wissenschaften zu Stockholm er: stattete der schwedische Aeronaut André näheren Bericht über den von ihm eingereichten Vorschlag, mittels eines Luftballons eine Nordpolreise vorzunehmen. Mit Rücksicht auf die günstigen Verhältnisse, welche die Polargegend für eine Luftreise darbietet, und mit Rücksicht auf die heutige hochentwickelte Ballontechnit würde der Ballon von Spitzbergen aus die Reise über den Nordpol in etwa 30 Tagen unternehmen können. Die Kosten werden auf etwa 130 000 kronen geschätzt. Eine furchtbare Auklage gegen die zum Segen für die Menschheit auf dem letzten Loch pfeifende heutige Gesellschafts. ordnung ist in einer harmlosen Depesche enthalten, die sich die Magdeburger Zeitung" aus Halle fommen läßt. Sie lautet: " In der Nähe des Nachbardorfes Reußen sind eine ort3. fremde Frau und zwei Kinder, die in einem Stroh Diemen nächtigten, erfroren." " Man begreift, daß eine Gesellschaftsordnung, in der ein der artiges Vorkommniß möglich, durch nichts anderes mehr als durch Um sturzparagraphen zu stützen ist. Die Cholera in Konstantinopel. Vom 5. bis 12. Februar wurden in Konstantinopel 61 Erkrankungen und 29 Todesfälle an asiatischer Cholera festgestellt. Die Mehrzahl der Fälle ist in den Vorstädten vorgenommen. In Dedeagatsch haben sich 5 Todesfälle als durch den Genuß verdorbener Fische verursacht erwiesen. Ankunst und Abgang der Posten erfolgen ungestört. Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine 8a) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. F. H. in G. Wir haben Ihr schäzbares Material einem unferer Abgeordneten zur Benutzung bei den Etatsberathungen übergeben. mir". Emil Sch.... g. Nur geringes Büchtigungsrecht ist ge ſtattet. Stempel, K. E. 48, W. m. 12. Kommen Sie in unsere Sprechstunde. Mamių. Die Erben sind noch ein halbes Jahr lang von dem Ablauf desjenigen Quartals, in welchem der K. 2. 103. Tod erfolgt ist, an den Vertrag gebunden. Machen Sie beim Polizeipräsidium davon Anzeige. Neus Ruppin. Beschweren Sie sich beim Polizeipräsidium. Muß heißen: u J. W. H. 1000. Etealis 50. Dagegen läßt sich zunächst gar nichts thun. Steglių Th. Sch. 4. Zu 1: Nein. Zu 2: Fragen, wie man si h von Zahlung von Alimenten befreien kann, beantworten wir prinzipiell nicht. Zu 3: Handelt es sich um das eigene Kind Sch. O. 111. desjenigen, der die Mutter heirathen will? Schicken Sie uns bitte zunächst das Erkenntniß ein.- P. 2. 100. 2äßt sich ohne genaue Kenntniß des Sachverhalts nicht beant. P.§. 121. Wenn Sie ein Verschulden trifft, ja. St. 32. Nach Ihrer Eachdarstellung ist der Kontrakt ungiltig. G. G. 159. In der Mark erbt der Ehegatte nur, wenn er sein ganzes eigenes Vermögen einwirft. Er erhält dann die 47, A. 2. Kommen Sie in Hälfte der Gesammtmasse. M. W. Reklamiren Sie, wenn Sie zu unsere Sprechstunde. C. N. in K. Wir haben Ihre Frage hoch besteuert sind. bereits beantwortet und Sie zunächst um Mittheilung, was in R. D. B. N. Nein. den Statuten darüber steht, ersucht. Hayuan. Ja, sofern die sonstigen Voraussetzungen vorliegen.-101. Mit:„ Du".- Obdachlos. Eine derartige Bestimmung existirt nicht. -A. F. 160. Legen Sie Ihr Duittungsbuch und den Vertrag A. T. 29. Diese Feststellung der Rente im Termin vor. gilt so lange, ale in Ihrem Befinden keine wesentliche Aenderung eintritt.- Chl. 97. Von hier aus kann in der Sache nichts geschehen. Sie müssen versuchen, für den betreffenden das Armens worten. -Die günstige Wirkung der Fleischschau für Berlin erörtert der Augenarzt Prof. Julius Hirschberg in dem soeben erschienenen Fünfundzwanzigjährigen Bericht" über seine Augen Swinemünde. heilemstalt an der Häufigkeit der Augenfinne in Berlin vor und Hamburg nach der Einführung der Fleischschau. Die Grenze der beiden Berlin Zeitabschnitte bildet das Jahr 1883/84. Berlin hatte früher, so Wiesbaden. berichtet Hirschberg, neben Sachsen und Thüringen die größte München. Zahl der Fälle von Augenfinne. Albrecht v. Gräfe beobachtete Wien von 1853 bis 1866 unter 80 000 Augenleidenden den Blasen- Haparanda wurm im und am Auge etwa 90 mal, ungefähr ein Verhältniß von Petersburg 1 zu 1000. Hirschberg bekam in etwa sechzehn Jahren, von 1869 Cork. bis 1885, bei der Musterung von 60 000 Augenkranken den Aberdin. Blasenwurm im Auge etwa 70 mal zu Gesicht, also gleichfalls Paris ungefähr im Verhältnisse von 1 au 1000. Die Verhältnißzahl fann demnach für Berlin, so schließt Hirschberg aus der Uebereinstimmung seiner Beobachtung mit der älteren Gräfe'schen, von 1858 bis 1885, also für ein Menschenalter, als annähernd richtig angesehen werden. Eine Zeit lang schien die Häufigkeit der Augenfinnen in Berlin sogar noch zuzunehmen. In den ersten fünf Monaten des Jahres 1876 fab Hirschberg unter 2100 neuten Augenkranken fünfmal den Blasenwurm im Augengrunde, also im Berhältnisse von 1 zu 420. Alle fünf Fälle waren aus Berlin oder der nächsten Umgebung. 1877 tamen vier Fälle auf 3200, d. i. im Verhältnisse von 1 zu 800. In den ersten vier Monaten des Jahres 1879 fab Hirschberg vier Fälle auf 1800, d. i. im Verhältnisse von 1 zu 450. Ganz anders gestalteten sich die ein schlägigen Zahlen, sobald die Fleischschau wirksam wurde. Ihre Wirkung fommt naturgemäß nicht sogleich mit der Einführung, sondern erst nach einigen Jahren zur Erscheinung. Im Jahre 1883 hatte Hirschberg unter 7600 neuen Augentranten noch drei Fälle von Augenfinne, im Jahre 1884 ebenso viele, 1885 sogar noch fünf. Hingegen war in den vier Jahren 1886, 1887, 1888, 1889 unter den 30 000 Augenkranken der Hirschberg'schen Heil. anstalt nur ein einziger Fall von Augenfinne; in den folgenden fünf Jahren sah man dort unter 43 000 Augenkranken nur zwei Zum Nutergang der„ Elbe" wird aus London berichtet: Fälle, die beide von auswärts waren; in neun Jahren, ſeit Das Handelsamt hat eine Untersuchung über die von dem Wirksamkeit der Fleischschau, sind unter 73 000 Augentranten Dampfer„ Grathie" erlittene Havarie angeordnet. Die Unter mithin nur drei Fälle von Augenfinne( darunter zwei von aus- suchung wird demnächst in London stattfinden. wärts) vorgekommen; zuvor dagegen wurden bei 60 000 Augen- Die in Margate eingebrachte Leiche ist vermuthlich diejenige recht und die Beiordnung eines Rechtsanwalts zu erwirken. franken 70 Fälle von Augenfinne gefunden. Hirschberg schließt der Frau Hauptmann Klipfel. Bei der Zeiche wurde eine auf 2 Wettende 100. Ja.- Löw.- Bräu 101 H. Nein. feine Ausführungen mit dem Hinweise darauf, daß die Aenderung diesen Namen ausgenellte Fahrkarte erster Klasse Bremen- New Bartels. Warten Sie, ob Berufung eingelegt wird. Im Bremen- New- Bartels. X. y. Both. im Vorkommen der Augenfinne in Berlin ein Beweis dafür ist, yort, sowie eine beträchtliche Geldsumme vorgefunden. übrigen thun Sie, wie Ihnen angegeben ist. daß durch zweckmäßige Maßregeln eine wichtige Krankheit faſt Der Prozeß des Norddeutschen Lloyd" gegen die Eigen: Die Fragen find nicht verständlich. P. R. 35, E. P. 000, vollständig verhütet werden fann. thümer des Dampfers" Grathie" wegen des Zusammenstoßes mit Köpenick 30, M. 100, C. Sch. Kommen Sie in unsere C. S. 55. Nein. Stolp. Wenden Sie Der gestrige Schneefall zwang die Neue Berliner Pferde- dem Dampfer„ Elbe" wird vor dem Gerichtshofe in Rotter: Sprechstunde. 159 A. F. An sich steht bahn- Gesellschaft bereits am Mittag, den Betrieb ganz wesentlich dam zur Verhandlung kommen. Der Lloyd wird durch den sich an das Polizeipräsidium. 21. K. 99. Wenn nichts einzuschränken, weil die Pferde zu sehr angestrengt wurden und seitens des Staates gestellten Advokaten van Raalte- Rotterdam Ihrem Weggang nichts im Wege. es hier in Berlin keine Güterdas Salzstreuen nur eine minimale Wirkung hatte. Auf den ver- vertreten werden; als Wertheidiger der Eigenthümer der„ Crathie" vereinbart ist, giebt gemeinschaft. H. 9. Die Forderung ist nicht bevorzugt. schiedenen Linien erhielten die Wagen mit graden oder ungraden wird der Advokat Reepmafer fungiren. F. 2. 107. Mehr als 21 Jahre. H. R. 200. Kommen Nummern je nachdem die Ordre, am Endpunkt der Fahrt Das Eis in der Ostsee. Der Schiffsverkehr Warnemünde. Schöne, Arndtstr. 9. Nur auszusetzen. Daß vor den Depots wie immer hunderte von Arbeits- Gjedser ist wegen Eishindernisse bis auf weiteres, voraussichtlich Sie in unsere Sprechstunde. losen mit großer Ausdauer auf Beschäftigung als Schneefeger mindestens eine Woche, vollständig eingestellt. Die im letzten wenn noch die Eltern leben, läßt sich das Testament anfechten. harrten, ist bereits eine alltägliche Erscheinung, indessen macht Reichs- Anzeiger" veröffentlichte, täglich einmalige Postdampfer: L., Düsseldorf. Zu adressiren ist nur:" Oberstaatsanwalts die Noth auch auf diesem Gebiete erfinderisch. Heute standen Berbindung ist unmöglich, da der Eisdampfer Rügen" im Eise schaft Kammergericht." Für Ziviltlagen ist die Staatsanwaltschaft 1033. Wenden Sie sich an die Polizei oder bereits vor jedem öffentlichen Gebäude mit ausgedehnter Front stecken blieb und nach schwerer zwanzigstündiger Arbeit mit der nicht zuständig. Schaaren von Arbeitslosen vor Kasernen, Krankenhäusern, umfangreichen Post und den Passagieren wieder in den Hafen reichen Sie eine Denunziation bei der Staatsanwaltschaft ein. Von der Lootsen: Behrendt. Wiederholen Sie den Sachverhalt.- A. B. Sie auf Arbeit wartend. Sie mußten nur allzu von Warnemünde zurückkehren mußte. Palais u. dergl. 4. A. K. Kommt lange warten, denn der Schneefall nahm kein Ende und eher kommandantur in Warnemünde aus ist überhaupt kein offenes müffen der Ladung Folge leisten. die näheren Umstände des Einzelfalles an. brauchen die Trottoirs vom Schnee ja nicht befreit zu werden. Wasser in der Ostsee sichtbar; das Eis ist an mehreren Stellen auf 11. Einer derartigen Entscheidung erinnern wir uns nicht. Bon Nothstand und Elend ist bei alledem natürlich keine Rede. 3 bis 4 Meter start. Briefkaffen der Expedition. B Vermischkes. 91 Schneefege Genossenschaften werden in bürgerlichen Ueberschwemmungen in Spanien. Infolge Anwachsens Blättern als die neuesten Erscheinungen auf dem Gebiete des des Guadalquivir sind in Sevilla, Caftro del Rio und Ecija Genossenschaftswesens bezeichnet. Die Schneefege- Genossenschaften Ueberschweminungen eingetreten. Das Hochwasser des Segura 1 E. S. 88. Kartongröße: 60 X 45. Jedes Bild 1 Mt. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. it 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 39. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 20. Sigung vom 14. Februar, 11 Uhr. Am Ministertische: Schönstedt und Kommissarien. Die Berathung des Etats der Justizverwaltung wird fortgesetzt. Bei den Ausgaben für die Unterbeamten des Ministeriums beschwert sich Abg. Nadbyl( 3.) darüber, daß die Gerichtsdiener gezwungen feien, am Sonntag die Postfachen abzuholen und Akten aus der Wohnung der Richter ins Gerichtsgebäude und umgekehrt bringen Minister Schönstedt billigt das letztere nicht; die Postfachen müssen. sollen Sonntags nur einmal abgeholt werden. Beim Titel„ Oberstaatsanwälte" führt Abg. Brandenburg( 3.) Beschwerde darüber, daß die Staatsanwaltschaft im, Oberlandesgerichts- Bezirk Celle es abgelehnt hat, wegen einer Aeußerung, Katholizismus ist Gößen: Dienst", Anflage zu erheben. Die Staatsanwaltschaft habe an genommen, daß für den Begriff der Beschimpfung eine Rohheit des Ausdrucks erforderlich sei, die hier nicht vorliege. Er wolle den Fall nur als Belag dafür anführen, daß das Anklagemonopol der Staatsanwaltschaft einer Remedur bedürfe. Abg. Gamp( ft.) bittet darum, daß die auf dem Lande beschäftigten Gefangenen ebensolange wie die freien Arbeiter beschäftigt werden können; jetzt seien die Verträge dahin geordnet, daß die Gefangenen uur 10 Stunden beschäftigt werden dürfen. Ländliche Arbeiter sollten nur im Winter und nicht gerade in der Erntezeit zur Verbüßung von Strajen eingezogen werden. Bei den Ausgaben für die Bureaubeamten regt Abg. Bei den Ausgaben für die Bureaubeamten regt Abg. Lotichins( utt.) die Besserstellung der Attuare an und empfiehlt ihre etatsmäßige Anstellung. Es entsteht dann eine längere Debatte über den Mangel an polnischen Dolmetschern in den polnischen Landestheilen. Die einmaligen Ausgaben werden nach Vorbringung reicher Einzelwünsche aus dem Hause bewilligt. Schluß 4 Uhr. Nächste Sigung Freitag 11 ( Etat des Ministerium des Innern.) Gerichts- Beifung. Gewerbegericht. Freitag, den 15. Februar 1895. 12. Jahrg. sächlich in einer Weise benommen habe, die sein ferneres Ver-| blieben, da dem Yorke die Mittel zur Fortsetzung desselben bleiben in der Fabrik unmöglich erscheinen ließ. Es wies die fehlten. Yorke wurde bereits im März 1898 flüchtig, Schwab ist Klage ab, indem es durch den Mund des Vorsitzenden, Assessor um feine ganze Forderung geschädigt. Die Anflage schob Fürst, ausdrücklich aussprach, es entschuldige den Kläger nicht, dem Angeklagten die Echuld an dieser Schädigung zu, indem daß sich die Mädchen auch unanständig benahmen; er hätte dem sie behauptete, daß derselbe von der Sachlage genau Perſonal mit gutem Beispiel vorangehen müssen. unterrichtet sein mußte, zumal ihm ein Kaufmann Cohn Der Schlächter 2. beanspruchte vom Echlächtermeister Schulz eine zeichnet habe. Auch ein unbefugtes Verlassen der Arbeit. bei einer Unterredung den Yorke als Schwindler gekennDer Angeklagte behauptete, daß er in beiden achttägige Lohnentschädigung wegen unberechtigter Entlassung. Fällen seine Pflichten durchaus erfüllt habe und die Anklage Dagegen wandte der Angeklagte ein, der Kläger sei am Sylvester nur auf Machenschaften seiner Feinde beruhe. Was speziell den gefordert, damit er ausgehen fönne; trotz des hierauf erfolgten Auskunft ertheilt, will vielmehr zur Vorsicht und zur vorläufigen abend um 1/29 Uhr zu ihm gekommen und habe die Schlüssel" Beugen Schwab betrifft, so habe er demselben keine günstige Verbotes fei der Kläger doch gegangen und am andern Morgen Unterlaffung des Geschäfts bis zur Wiederaufnahme des Baues gegen 1/26 Uhr erst wiedergekommen. Der Kläger stellte seiner gerathen haben. Auf grund der umfangreichen Beweisseits die Behauptung auf, erst um 1/210 Uhr die Schlüssel erbeten aufnahme beantragte Staatsanwalt Kanzow ein Jahr Gezu haben und um diese Zeit mit seinem Arbeitspenfum fertig fängniß und zwei Jahre Ehrverlust. Rechtsanwalt Dr. Gottgeweſen zu sein. Die Kammer VI wies 2. mit seiner belf bestritt dagegen, daß sich der Angeklagte gegen das Gefeß 3 M. für die am Eylvester thatsächlich geleistete Arbeit zu. Der Gerichtshof erkannte auf Freisprechung. Lohnentschädigungsklage ab und sprach ihm nur vergangen und bemängelte die volle Glaubwürdigkeit des Schwab. Assessor Leo begründete das Urtheil wie folgt. Im Verhalten des Klägers liege, Räubergeschichten. Eine jener vielerörterten Beraubungen und zwar so klar und deutlich wie habe demselben das Ausgehen verboten und 2. sei trotzdem Suckel, dem auf der Fahrt ein vollgefüllter Beutel Hotelwäsche selten(?), ein unbefugtes Verlassen der Arbeit. Ter Meister Köpenicker Wäscherwagen in der berüchtigten Köpenicker Haide hat eine eigenthümliche Aufklärung erfahren. Der Wäscher gegangen. Troß der späten Stunde sei Kläger am Sylvester abhanden gekommen sein sollte, ist des Diebstahls dieser Wäsche verpflichtet gewesen, da zu bleiben, und zwar wegen der anormalen Verhältnisse des Tages. An solchen Tagen vor einem Feiertage, überführt und zu acht Tagen Gefängniß verurtheilt worden. welchen der Arbeiter ganz für sich habe, lasse sich das zu leistende Arbeits quantum besonders in Schlächterbetrieben nicht nach dem anderer Tage bemessen. müssen, ob dessen Anwesenheit noch nöthig gewesen sei, und Der Meister L's hätte am besten wissen Dieses Urtheil besagt nichts mehr und nichts weniger, als daß lekterer hätte darum feinem Befehle gehorchen müssen. der Arbeiter Tag und Nacht durchzuarbeiten verpflichtet ist, wenn es im Interesse des Arbeitgebers liegt. Weil er eine Wurstsprige nicht zum Schlosser zahlmeister Drochhein entlassen. Die deshalb beantragte Lohntragen wollte, wurde der Schlächter H. vom SchlächterUhr. felbe stützte seine Entscheidung darauf, daß sich nach dem entschädigung wurde H. vom Gewerbegericht zugesprochen. Das Vortrage der Parteien der Kläger wohl beharrlich geweigert habe, allein die 60 bis 70 Pfund wiegende Sprize fortzutragen, nicht aber, sie eventuell per Wagen oder mit Hilfe eines anderen Mannes zum Reparateur zu schaffen. Der Beklagte wurde ferner veri.rtheilt, dem Kläger den rückständigen Lohn für drei 21, Tag geben, weil der Kläger einen halben Tag ohne eigene Tage zu zahlen. Beklagter wollte nämlich nur den Lohn für Schuld verhindert war, zu arbeiten. Das Gericht hielt aber an der bisherigen Auffassung fest, daß der Arbeitstag ein Ganzes sei und demgemäß als Tag bezahlt werden müsse. Weil er unanständige Redensarten gegen über den ihm unterstellten Arbeiterinnen ge braucht und einigen derselben angeblich unanständige Anträge gestellt hatte, hielt sich die Firma Schwertfeger u. Gie. zur so fortigen Entlassung des Werkführers Ech!. berechtigt. Sch. flagte nun beim Gewerbegericht auf Bahlung einer Entschädigung. Die beklagte Firma, welche eine Luruspapierfabrik besitzt, suchte die Berechtigung zur Entlassung des Klägers durch das Zeugniß dreier Arbeiterinnen nachzuweisen. Alle drei bestätigten unter Anführung von Beispielen, daß Ech. in ironischem Tone fogen. zweideutige Reden zu ihnen führte, die das Geschlechtsleben berührten. Zwei von ihnen sagten ferner aus, der Kläger hätte fie gefragt, ob er sie nicht besuchen könne und wann sie zu treffen wären. Der Kläger behauptete, die angeblichen unittlichen Anträge seien thatsächlich feine Anträge gewesen, denn er hätte nur im Echerz davon gesprochen, die Mädchen mal besuchen zu wollen u. s. w. Auch die unanständigen Reden" seien nur scherzweise gefallen, und die Mädchen hätten diefelben durchaus nicht übel genommen, sondern seien darauf eingegangen. Was die Anträge noch angehe, so hätte ihn die eine Beugin( die ihn am meisten belastete) gewissermaßen zu weiterem animirt; 3. B. hätte sie ihm ihre Adresse aufgeschrieben. Die fragliche Zengin fonnte das letztere nicht bestreiten, meinte aber, sie hätte damit nur auf die Aeußerungen Sch.'s einen " Trumps" sehen wollen. Hinsichtlich einer anderen Beugin führte Kläger Thatsachen aus ihrem Privatleben an, welche sie angeb lich in der Fabrik erzählt hat, und die seiner Meinung nach seine ihr zum besten gegebenen Späße" ent chuldigen müßten. Die Zeugin bestritt die Angabe des Klägers nicht. Das Ge richt( Rammer VIII) war der Ansicht, daß sich der Kläger nach dem Ergebniß der Beweiserhebung that Literarisches. Wegen Preßvergehens. Gefängnißstudien von Karl Böttcher. Berlin 1895. Bibl. Bureau. " Soziale Ueberlicht. Arbeiterentlassungen und kein Ende. Den Meldungen Siegburg demnächst große Arbeiterentlaffungen bevor. Man bürgerlicher Blätter zufolge stehen in der alten Gefchoßfabrit in spricht von 1100. Auch in der neuen Geschoßfabrit sollen achthundert Arbeiter entlassen werden. drei Arbeiter den großen Verdampfa, parat reinigen. Bei dieser Arbeiterrifiko. In der Zuckerfabrik in Döbeln wollten Arbeiter an die Wand geschleudert und sofort getödtet wurde, Gelegenheit explodirte die brennende Gaslampe, so daß der eine während der zweite Arbeiter schwere, der dritte leichte Berlegungen erlitt. " Einen allgemeinen Nothstand giebt es in dem„ wohl. habenden" Bremen zwar nicht, wenigstens wird er von der besitzenden Kl sse geleugnet, die Wohlhabenheit scheint aber auch Bürger- Being" entnehmen, sieht sich das Komitce zur Speisung keinenfalls eine allgemeine" zu sein, denn, wie wir der Bremer armer Schulkinder veranlaßt, einer Danksagung für entpfangene 640,60 m. folgendes beizufügen: Diese 640,60 M. fetten uns zuzüglich der Beiträge der Kinder in den Stand, bis Ende Januar Der Direktor der Norddeutschen Handelsgesellschaft, an 48 Kinder 2450 Portionen Mittagessen auszutheilen, welche Dstar Schuster, stand gestern vor der 8. Straffammer biesigen fast ausnahmslos solchen Kindern zu gute famen, welche nach Landgerichts I unter der Beschuldigung: als Bevollmächtigter eine gefochte Speise zu Hause würden gefunden der Schulzeit weder ein warmes Unterkommen noch über Vermögensstücke seines Auftraggebers absichtlich zum Nach- haben". theile deffelben verfügt und gegen einen anderen einen Betrug Und troßdem. Nothstand giebt es nicht. Die herrverübt zu haben. Die Untreue follte in folgendem bestehen: Im schende Klasse darf keinen allgemeinen Nothstand sehen, denn Jahre 1892 händigte der damalige Direktor der Deutschen Spar- mit Anerkennung desselben würde sie selbst den Beweis für die und Depositenbank, Polzin, dem Angeschuldigten einen Wechsel Unhaltbarkeit der heutigen Gesellschaftsordnung liefern! von 20 000 Mark ein. Er hat den Wechsel bei der Sächsischen Gegen die Mikstände auf dem Gebiete des SchlafHypothekenbank in Dresden diskontirt und den Direktor stellenwesens ist eine Verordnung der Polizeidirektion zu Hildes Bolzin ersucht, die Norddeutsche Handelsgesellschaft mit dem heim vom 25. Juli 1893 gerichtet, deren wichtigste Bestimmungen Betrage von 20 000 M. zu belasten. Die Anklage behauptete, folgende sind: Die Schlafräume müssen für jeden Erwachsenen daß der Angeschuldigte in dieser Form das Geschäft entgegen 3 Quadratmeter Bodenfläche und 10 Kubikmeter Luftraum, sodem ausgesprochenen Willen des Auftraggebers erledigt habe, da wie für jedes Kind bis zu 6 Jahren 1 Quadratmeter BodenPolzin verlangt habe, die Valuta ihm sofort auszuzahlen. fläche und 3,33 Kubikmeter Luftraum haben. Die Schlafräume Der zweite Anklagepui ft hatte folgende Grundlage: Im dürfen nicht mit Aborten in Verbindung stehen. Sie müssen zum März 1898 faufte der flüchtig gewordene Bauunternehmer Yorfe Deffnen geeignete Außenfenster haben. Der Zugang zu Zimmern, von dem Juwelier Abraham Schwab Juwelen im Betrage von in denen Personen des einen Geschlechts schlafen, darf nicht durch 2512 M. gegen Bession der ihm gegen die Norddeutsche Handels- Schlafzimmer des anderen Geschlechts stattfinden. Jeder Schlafs gefellsd aft mit beschränkter Haftung zustehenden Baugeld raum muß gedielt und verschließbar sein. Kostgänger verschiedenen forderungen für einen Neubau in der Straße Xlla. Echwab Geschlechts dürfen nur dann in demselben Zimmer schlafen, will sich nun vor Abschluß des Verkaufs bei dem Angeklagten wenn sie zu einander im Verhältniß von Ehegatten oder Eltern nach dem Stande des Baues und der Auszahlung der Daten und Kindern stehen. Für jeden Schlafgast muß eine besondere erfundigt und nach jeder Richtung hin gute Auskunft erhalten Lagerstätte vorhanden sein, außer wenn es sich um Ehegatten, haben. Die zedirten Raten gelangten jedoch nicht zur Auszab- Kinder unter 12 Jahren und zu ein und derselben Familie ges lung, denn der Bau war schon im Tezen ber 1892 liegen gehörende Personen gleichen Geschlechts handelt. Bettstellen dürfen tongreß in Parma. Zur Lage der Porzellan- und Glasarbeiter in Böhmen. Der Sozialismus eines Kirchengläubigen.- Vermischtes. Wie man uns behandelt. Parteinachrichten. Aus dem Reichstage. Volkswirthschaftliche Bedeutung des rheinisch= westfälischen Kohlensyndilats. Die Kinderarbeit in der deutschen Großindustrie. Gewerkschaftliches. Todtenliste. Quittung. Praktische Rechtskunde. Erstes Heft: Vertretung im Konkursverfahren. Herausgegeben von Schimmelpfennig. Verlag von PuttkammerMühlbrecht in Berlin. 48 Geiten. Preis 1 M. Naturheilmethode bei Frauenkrankheiten. Ben Dr. Karl Reiß. Berlin, Verlag Steintz. 64 Seiten. Preis 1 M. Kunst und Wissenschaft. Ans Paris wird über einen großen Erfolg berichtet, den die am Mittwoch im Renaissance- Theater stattgefundene Première von Sudermann's" Heimath" gehabt hat. herab sogar verabscheute Rolle, die die Presse bei uns in Deutschland spielt spielen muß wegen der feigen Charakterlosigkeit, Liebedienerei und Pindterei unserer bürgerlichen Preßkosacken, tie für das allgemeine Ehrenzeichen ihre Ideale vers Selbst dem bewährtesten Wertheidiger von Staat und Gefell- faufen; hohulachend triumphiren, wenn ein umstürzlerischer schaft, der eifrig daran mitarbeitet, die Feinde unserer herrlichen Journalist und Redakteur seine Frevel bei Rumsutsch, Gesellschaftsordnung das gemeine Recht in seiner schärfsten Form blauem Heinrich und dem Reichs- Anzeiger" abbüßen muß; die fosten zu lassen, läuft eine leise Gänsehaut über den Rücken, noch immer ihre Hand dazu boten, Echlingen dem freien Worte wenn er sich selbst einmal in den heimlichen Fußangeln dieser zu legen; die würdelos sogar Abgeordnete wegen ihrer Meinungs" Ordnung" gefangen hat. Wird ein solcher Herr aber äußerung im Parlament dem Richter und dem Nachrichter zu gar dazu verdonnert, einmal selbst ein paar Wochen aus dem überliefern bereit sind. Und die Dehme und die Gödsche sputen gemeinsamen Gefängnißlefsel zn diniren und seine Frei- heute nicht bloß in den Räumen der Kreuz- Zeitung", fie machen stunde" im Bärentrab abzutloppen", so besinnt er sich sich ebenso aufdringlich breit im Berliner Tageblatt" und plöglich auf seine freie Manneswürde und erklärt es anderen lil eralen" Reptilien. Würdelos ist unsere Presse, für einen hohnvollen Widerspruch gegen unser auf- warum sollte denn der Strafvollzug für unsere Preßsünder anders getlärtes und fortgeschrittenes Jahrhundert, daß der Preßfünder ausfallen? wegen eines vielleicht nur formellen" Bergehens seinen Fehltritt Wenn die geistigen Torturen, die zahllose sozialdemokratische Die Empfindungen geben uns bekanntlich kein treues Bild unter Verbrechern büßen müsse, daß ihm teine andere Behandlung Redakteure in deutschen Gefängnissen erduldet haben; wenn die der Außenwelt, sondern hängen außer von den thatsächlichen zu theil werde, als den Einbrechern, gewerbsmäßigen Hals- Fesielung eines Preßsünders mit Ketten und Fußeisen während Vorgängen noch von der Art und dem Zustand der Nerven ab, abschneidern und professionellen Zuhältern. feiner Untersuchungshaft, weil er sich ein Stück Wurst hatte zu welche gereizt werden. Die Vorgänge, welche unseren Licht- und Einem solchen Anlaß verdanken die genannten Gefängniß- fecken lassen; wenn die Art und Weise, wie der Sozialist" Farbenempfindungen zu grunde liegen, sind seit langer Zeit sehr studien ihre Entstehung. Launig erzählt uns der Verfasser, wie erdrosselt wurde, an den Redakteuren der allermeisten unserer forgfältig studirt worden und ziemlich gut bekannt. Dagegen wußte er seine drei Wochen wegen Breßvergebens in Plößensee ver- bürgerlichen Blätter vorüberrauschen konnten, ohne daß sich ein man so gut wie gar nichts über die nähere Art und Weise, bracht hat; er lächelt, wenn er die kleinen Erlebnisse seiner Straf- Sturm des Protestes in allen Blättern erhob, wie sollten dann wie diese Vorgänge auf die Nerven in unserem Auge wirken. zeit an uns vorüberziehen läßt... aber wir merken es doch, wie die Preßsünder Anspruch darauf erheben können, anders denn Im Jahre 1877 entdeckte Boll in der lebenden Netzhaut eine sein Humor nur forcirt ist, eine gewaltsam verhaltene Empörung als Lataien behandelt zu werden? Substanz, welche vom Licht gebleicht wird und sich im Dunkeln bringt überall durch, daß man ihn eines einzigen freien Wortes wegen Als die Gefängnißjudien Böttcher's in ihrer anschaulichen wieder erzeugt, und man boffte damals, durch die Entdeckung seelisch mißhandeln durfte und wir erkennen aus kleinen, scharf Lebendigkeit uns die Erinnerung an unsere eigenen Ge- der Lösung der erwähnten Frage näher zu kommen. Doch konnte pointirten Einzelzügen, wie sehr die lächerlich kurze Strafe den fängnißjahre zurückriefen, haben wir uns einen Augen man feine Beziehung dieser Substanz, des sog.„ Sehpurpurs", Verfasser bereits im Junerften gepackt und geschüttelt hat. Wir blick des Gefühls der Echadenfreude nicht entschlagen und seines Berseßungsprodukts zu den Farbensystemen normaler verstehen die Stimmung, die ihn und so wie ihn alle politischen können, daß auch einmal ein anderer und nicht gerade oder farbenblinder Menschen erkennen. Berbrecher" innerhalb der Gefängnißmauern in eine gewisse ein Umstürzler" Gelegenheit gefunden hat, die Errungen- Vor kurzem hat nun Professor Arthur König in Berlin die Solidarität mit den letzten Verbrechern hineindrängte, in spontaner schaften unseres humanen Jahrhunderts an seinem eigenen Leibe Untersuchung des Sehpurpurs wieder aufgenommen und in den Reaktion gegen die physischen und geistigen Torturen des ein durchzufosten; wir ließen sogar einen Augenblick optimistisch Sizungsberichten der Berliner Akademie eine Arbeit veröffenttönigen und entnervenden Gefängnißlebens. der Hoffnung die Zügel schießen, daß solche Erfahrungen viel licht, in welcher er zu sehr interessanten Resultaten gekommen Deutsche Redakteure, Journalisten, Schriftsteller follten nicht leicht zu einer Reform des Strafvollzuges für politische Ver- ist. Alle Farben empfindungen feßen sich, wie schon lange beversäumen, bei gewissenhafter Bo... eitung auf ihren Beruf, auch brecher mitwirken könnten... aber noch rechtzeitig erinnerten taunt, aus drei Giundempfindungen zusammen, als welche einen fleinen Kursus im Umgehen mit Besen, Scheuereimern wir uns der Zuchthausparagraphen in der Umsturzvorlage, er Roth, Gün und Blau angegeben werden; das Fehlen und Aufwischlappen durchzumachen." Dieses Motto auf dem innerten wir uns der Reden Stumm's, Spiz', Seidenspinner's, einer oder zweier dieser Grundempfindungen veranlaßt die Titelblatt der Gefängnißstudien ist die bitterste Satire auf jene um sofort zu unserer alten Anschauung zurückzukehren, daß man Erscheinungen der sogenannten Farbenblindheit. Nach den Worte:„ Die Gazetten follen nicht geniert werden", auf unsere Breß von jenen feine Achtung vor der Ueberzeugungstreue der Gegner König'schen Untersuchungen wird nur die Grundempfindung Blau freiheit überhaupt, auf unser famoses Deutsche Reich, wo eine erwarten darf. Auch dieses kleine Schriftchen ist umsonst ge- durch die Zersegung des Sebpurpurs veranlaßt. Besonders liebliche Mischung von Feudalismus, tapitalistischer Klassen- schrieben jenen gegenüber, die darin wetteifern, geschmeidig den intereffant ist dieses Resultat deswegen, weil eine bestimmte Stelle brutalität und Kasernengeist den beschränkten Unterthanenverstand Nacken vor der Herrschaft des Kapitals zu beugen. der Netzhaut keinen Sehpurpur enthält, und demgemäß auf ihr als das schönste Kleinod des modernen Staatsbürgers preist. nien.als die Grundempfindung Blau entstehen kann; daher Nicht daß wir Scheuern und Aufwischen, selbst nicht Eingelaufene Druckschriften. das Lesen müßten alle Menschen mit normalen Augen mit einer bestimmten Der Sozialdemokrat, Sentral- Wochenblatt der fozialdemokratischen Partei des Reichsanzeigers" für entwürdigend an Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthfiraße 2). Zu beziehen Stelle der Netzhaut die Farben ebenso sehen, wie die klasse von sich hielten entwürdigend wird es nur, wenn es das durch alle Zeitungsspediteure. Das Abonnement beträgt durch die Post Farbenblinden, welchen die Grundempfindung Blau gänzlich fehlt. charakteristische Zeichen der Gleichstellung des Preßsünders, des oder in Berlin durch die Zeitungsspediteure pro Quartal 1,20 M. Kreuz- Es bleibt abzuwarten, ob diese und andere Schlüsse, welche Prof. politischen Verbrechers" mit dem gemeinen Verbrecher ist. Das Die Nr. 7 vom 14. Februar hat folgenden Jubalt: Wochenschau. König aus seinen Beobachtungen zieht, in der Folge auch von Motto zeichnet deshalb markant die untergeordnete, von oben Ein Kontrast. Die Konfituirung der Agrarkommission.- Zer Sozialtjen: I anderen werden bestätigt werden. " band 1,80 m. 1x. 0 nicht übereinander gestellt werden. Gegen diese Verordnung|( Vestry Hall") des Distrifts St. George, Hannover Square als Inhaber eines niederen Kirchenamtes auch wirthschaftlich des läßt sich vom moralischen, sittlichen Standpunkt aus gewiß nichts( West- London) so stark war, daß die schweren Thore eingedrückt Pfarrers Untergebener sei. Das liberale Bürgerthum, früher ber einwenden, höchstens daß sie nicht weitgehend genug ist. Gründ- wurden, und die Polizei Verstärkungen requiriren mußte, um der Hort aller fortschrittlichen Schulmänner, hat dort, wo es in den liche Remedur des Echlafstellen- Unwesens aber fann nur herbei über 800 Verzweifelten Herr zu werden, die Beschäftigung ver- Kommunen herrscht, praktisch nachgewiesen, daß sein Streben geführt werden durch die Verbesserung der wirthschaftlichen Lage langten. Noch aufregender endete Tags zuvor eine ebenfalls nach Bildung für die unteren Volksschichten nur ein Streben Der Bevölkerung überhaupt. So wie es liegt, werden vielfach spontane Arbeitslosen Demonstration im Vorort Fusham, wo nach intelligenten Arbeitern für die von ihm vertretene Industrie Versuche gemacht werden, die lästige Verordnung zu umgehen, beim Andrang der sich zum Schneeschaufeln bei der Vestry war. Selbst die Richter'sche Partei habe auf ihrem legten nicht aus Böswilligkeit, sondern weil die miserablen Lohn Meldenden ein Mann buchstäblich todtgedrückt wurde. Das Parteitage eine der ehemaligen grundlegenden Forderungen, die verhältnisse unsere Arbeiterfamilien zwingen, ihr elendes Loch mit Glend ist da, und damit die Pflicht der Gesetzgeber und Behörden, Volksschule betreffend, fallen gelaffen. Die herrschende Klasse Aftermiethern zu theilen. teen Die Abhilfe zu schaffen. Aber was bisher dazu geschehen, ist wirklich braucht eben um ihrer selbst willen eine Arbeiterschule, eine nicht viel besser, als Verlaß auf den Schnee. Wie der Schnee Unterthanenschule, eine Schule für autünftige schmilzt, schmilzt die Weisheit und die Thatkraft der bürgerlichen Dienende, eine Besitlosen Schule. Nicht zuviel Wissen, Gesellschaft diesem Problem gegenüber, das mit ihr geboren in sondern gerade nur immer soviel für die Armen, wie es jeweilig und mit dem sie einst beseitigt werden wird. M Gewerkschaftliches. Gegen die Arbeiterkammern wettert die Rhein. Westf 3tg.", angeblich weil sie die Macht der Sozialdemokratie ver: Stärken würden. Als ob die Hintermänner des Blattes nicht gegen jede Vermehrung der Rechte der Arbeiter wären. Der Schluß des Artikels, den unser Dortmunder Partei- Organ zur Erheiterung seiner Leser abdruckt, möge zu dem gleichen Zweck auch hier Platz finden. Er lautet:„ Giebt es denn ArbeitgeberDer Ausstand der Buchdrucker in Kirchhain ist be Kammern? Will denn ein Mensch zu solchen Institutionen endet, da die freigewordenen Pläge leider wieder durch andere rathen? Gewiß nicht! Die Organisation der Berufsarten in sich Kräfte besetzt sind und auf einen Erfolg demnach nicht mehr zu ist wünschenswerth und nothwendig. Wir befürworten darum rechnen war. Von den Ausstehenden hat keiner die Arbeit wieder die Bildung von Handwerker, Landwirthschafts-, Kleinhändler, Großhandels, Industrie- u. f. w. Kammern. Im Rahmen diefer aufgenommen. Daß es in der gegenwärtigen für das Buchdruck gewerbe günstigen Zeit möglich war, eine genügende Anzahl Organisationen des gesammten Berufs ist der Platz auch für Streitbrecher zu so unverhältnißmäßig niedrigen Löhnen zu er die entsprechenden Arbeiterorganisationen. Die Bildung von halten, läßt erkennen, wie groß die Arbeitslosigkeit fein mag; es Arbeiterkammern wäre geradezu ein verhängnißvoller Fehler, ist aber auch ein Zeichen dafür, daß die Solidarität unter den denn dadurch würde die ebenso bedauerliche wie bedenkliche Arbeitern noch viel zu wünschen übrig läßt. Die Streitbrecher Gleichmacherei der Arbeiter verewigt und die politische sind selbstverständlich sämmtlich unorganisirt. Führerschaft der Arbeiter durch Kneipwirthe, freisinnige " 3 im Interesse der Reichen liegt. Die Sozialdemokratie verlange dagegen in der allgemeinen Volksschule eine Institution, in der jedem unterschiedslos die gleiche Bildungsgrundlage und weitere Bildungsmöglichkeit gegeben sei, die Möglichfeit vor allem, feine speziellen Anlagen zur Entwickelung zu bringen. Im Laufe des Vortrags ging der Redner auch auf die Nußbarmachung der Schule für den Kampf gegen den Umsturz ein. Durch die Schule, meinte er, ließe sich kein Fortschritt hindern. Ein anderes Buch wie in der Schule liege zu Hause vor dem Kinde offen da: das verbitterte Gesicht des Baters, das vergrämte der Mutter. Was sie in der strengen Schule des Lebens erfahren, bestimme das Denken und Wollen der Menschen. Deshalb überschätze auch der Satz: Wer die Schule, hat die Bukunft", weit die Bedeutung der Schule. Unter große m Beifall schloß Redner sein Referat mit einer begeisternden herbeizuführen. und sozialdemokratische Rentiers und anderes Krethi und Plethi" Mit der Auflösung" der Einzelmitglieder des Metall- Ermunterung dazu, die durch die Umstursvorlage ausgesprochenen für alle Zeiten gewährleistet. Aber auch den Innungen wie den arbeiter- Verbandes beschäftigte sich eine öffentliche Metallarbeiter- Absichten der herrschenden Klassen zu schanden zu machen. ons Handwerker- Bestrebungen überhaupt wäre damit der Todesstoß Versammlung in Leipzig. Nach eingehender Diskussion, in Buchdrucker- Versammlung. In einer zahlreich besuchten versetzt. Ein wahrer Handwerkerfreund wird sich also unter der auch ein Ausspruch des Herrn Polizeiraths mit zitirt wurde, keinen Umständen mit der Zentrums Interpellation einverstanden nach dem„ die anderen Vereine auch noch daran kommen würden" Versammlung beschäftigte sich am 13. Februar der Verein der Berliner Buchdrucker und Schriftgießer erklären können. Wäre doch das Institut der Arbeiterkammern fand folgende Resolution einstimmig Annahme:„ Die heutige, im mit der vom Parteitage in Frankfurt a. M. beschlossenen Ginmit Innungen ja auch mit dem Befähigungsnachweise unvereinbar. Saale der Voltshallen tagende, öffentliche Metallarbeiter- Ver- führung des gewissen Geldes an stelle der Affordarbeit in den So wenig fompakte Arbeitgeberkammern bestehen können und ſammlung erklärt sich mit den Ausführungen der verschiedenen Druckereien der Arbeiterblätter. Die Tragweite dieses Beschlusses dürfen, so wenig fann man ernsthaft an die Schöpfung von Redner vollkommen einverstanden. Die Versammlung erklärt die hatte den Vorstand veranlaßt, eine Stellungnahme der Mitglieder Arbeiterkammern gehen. Wir stehen den Organisations: Bugebörigkeit hiesiger Kollegen zum Deutschen Metallarbeiterbestrebungen der Arbeiter feineswegs ablehnend gegenüber, allein Berband( Sitz Stuttgart) als lofen persönlichen Anschluß an Döblin sprach seine Freude aus, daß den Mitgliedern fie müssen in dem oben erwähnten Rahmen erfolgen und viel diesen, in welchem keineswegs das Bestehen eines Lokalverbandes mehr die sozialdemokratische Agitation zu schwächen als sie zu oder Zweigvereines im Sinne des sächsischen Vereins- und Ver- rührende Angelegenheit zu äußern; er habe seinerzeit mit einigem endlich Gelegenheit gegeben werde, sich über diese sie nahe bestärken geeignet sein." sammlungsgesetzes vom 22. November 1850 zu erblicken ist. Sie Erstaunen gelesen, daß ein für den betreffenden Beruf so Kein Nothstand. Der Aufsichtsrath der Leipziger Woll- ist daher der Ansicht, daß die Auflösung zu Unrecht erfolgt und tief einschneidender Beschluß vom Parteitag gefaßt sei und fämmerei beschloß die Bertheilung von 22 pet. Dividende nach übrigen erwartet die Versammlung, daß der Vorstand in Stuttgart dafür erwärmt Beschwerde bei der vorgesetzten Behörde zu führen ist. Im daß die dort vertretenen Kollegen sich ohne weiteres den üblichen Abschreibungen und einer solchen von 300 000 M. Mittel und Wege angiebt, um die in der Gewerbeordnung des für die geeignete Instanz zur Regelung der tief in die hätten. Er halte den Parteitag nicht für Rückstellung. Deutschen Reiches(§ 152) garantirte Roalitionsfreiheit zu sichern." Technit und das geschäftliche Leben eingreifenden beruflichen Die Verstaatlichung der hessischen Ludwigsbahn durch den preußischen Staat steht in baldiger Aussicht. Die Stadt Ueber den Streit der Tramway Angestellten in Fragen, und wie die politische Partei ein Uebergreifen der GeMainz, wo jetzt die Verwaltung der Bahn stationirt ist, er. Brooklyn schreibt unser New- Yorker Korrespondent werkschaften in ihr Gebiet( er erinnere an die dunklen Pläne" leidet durch die Verstaatlichung einen nicht geringen Schaden. unterm 29. Januar: Wie die Vorgänge in Brooklyn gezeigt der Generalfommission) zurückweise, so müßten auch die GewerkDenn sie erhält von der Ludwigsbahn als Aktiengesellschaft etwa haben, macht die Ausbeuterklasse Amerika's immer weniger Umschaften erwarten, daß ihr Feld respektirt werde. Was die 88 000 M. Steuern, während der Staat solche nicht mehr zahlt. Stände in der Anwendung gewaltsamer Mittel bei Bekämpfung Einführung des gewissen Geldes betreffe, so liege in unserem Außerdem ist nicht ausgeschlossen, daß die Direktion verlegt wird, der von ihnen Ausgebeuteten. Trotzdem die beiden obersten Berufe die Sache ganz eigenartig; die Erfahrung habe gelehrt, wodurch eine große Anzahl steuerkräftiger Beamte der Stadt Polizeibeamten der Stadt aufs bestimmteste erklärt hatten, daß daß in den meisten Fällen eine Werschlechterung der Lage der entzogen würden. die Haltung der Streifer eine„ musterhafte" sei und die Polizei: betr. Kollegen die Folge war, ein Herabgehen des Verdienstes mannschaft genüge, den„ Mob" im Zaun zu halten, beorderte und Verlust der mit der Berechnungsform verbundenen Freiheiten Eine öffentliche Protestversammlung der Vertreter doch der Bürgermeister die Miliz heraus; der erste derartige sind die Begleiterscheinungen, und da die Kräfte nicht alle gleich sächsischer Konsumvereine fand am vergangenen Sonntage in Limbach bei Chemnitz statt. Nach eingehender Diskussion über Fall in der Geschichte der Vereinigten Staaten, da bisher diese fein tönnen, tritt bei den Schwächeren ein bebrückendes Anordnung den betreffenden Gouverneuren überlassen worden Gefühl ein, während der Leistungsfähigere eine Schädigung die Vorlage im Reichstage gegen das Konsumvereinswesen, fand ist. Und als nach dem Erscheinen der" Pie Faces"( Suchen empfindet. Die ruhigere Arbeit und entsprechende Mehreinstellung nachstehende Resolution einstimmige Annahme: Die heute im gesichter, wie die Buben die meistens noch im jugendlichen Alter Arbeitsloser, die vielleicht bei dem Modus des gewissen Geldes Saale des Hotel Johannesbad in Limbach tagende Versammlung stehenden Milizer verspotteten) auf dem Schauplatz der Radau vermuthet werden könnte, trifft auch nicht zu, da das Zeitungs von Bertretern der sächsischen Konsumvereine protestirt gegen die natürlicherweise erst recht los ging, forderte jener vom Gouverneur wesen ein gewisses Haften und Jagen bedingt. Reduer erklärt, von der Reichsregierung geplante Abänderung des Gesetzes be auch noch die Beorderung der Stadt New- Yorker Miliz, welchem feineswegs Gegner des gewissen Geldes au ſein; folle treffend die Erwerbs und Wirthschaftsgenossenschaften vom Verlangen der einfimalige Vize- Präsident, ein Repräsentant der eine derartige Nenderung Des Lohnsystems eintreten, 1. Mai 1889. Nach diesem Gesezentwurf sollen Personen, Geldsads Interessen erster Güte, ohne weiteres nachtam. fo müßten aber auch die Voraussetzungen dazu vordie für einen Konsumverein den Waarenverkauf bewirken, Jener Bürgermeister freilich( ein durch die„ Reform- Bewegung" handen sein; für Einführungen, die einen Rückschritt bedeuten wenn sie Waaren an Nichtmitglieder abgeben, mit Geldstrafe bis des des vergangenen Jahres auf den Posten gelangter insofern, als sie die Lage der betreffenden Kollegen verschlechtern, zu einhundertfünfzig Mark bestraft werden. Die gleiche Strafe Republikaner") war an den Bahnen in zweierlei Hinsicht be- fönne sich die Organisation unmöglich erwärmen, hinzu trete noch, foll das Mitglied treffen, welches einem dritten seine Legitis heiligt, nämlich sowohl als Attien befizer( er hat 1200 der pro- daß das Beispiel seitens anderer Geschäfte, weniger aus mation überläßt, sowie den dritten, welcher von dieser Legitimation tablen" Papierchen") wie auch als Lieferant gewisser Leder- prinzipiellen Gründen, Nachahmung finden könne. Die Er Den Bahn- fahrungen, die mit der Abschaffung des Waarenabgabe der Konsumvereine an Nichtmitglieder gar nicht leitern war es," gleich ihren Stollegen beim Bullmanstreit, ledig in Hamburg und Leipzig gemacht sind, ermuthigen keineswegs existirt oder nur in sehr seltenen Ausnahmefällen vorkommt. Die lich darum zu thun, die Streifer zu verhindern, die engagirten dazu; nach Mittheilungen aus beiden Orten herrscht wenig BeVersammlung erklärt ferner, daß die Weitergabe von Waaren Ecabs" vom Antritt der Arbeit abzuhalten; da fie friedigung über die Errungenschaft. Leider begegneten die Buchder Konsumvereinsmitglieder an andere Personen eine sehr jetzt ihren Zweck erreicht haben und über genügend der drucker noch häufig einer gewissen Mißgunst in Arbeiterfreifen, feltene ist und kaum über die Aftermiether der Mitglieder felben verfügen, um wenigstens einen Theil des des Be- die durch einen gewissen Neid diktirt werde. So entblöde hinausgeht. In der Begründung, welche dem Entwurfe bei triebs in in Gang halten อิน tönnen( der" Charter" sich der Textilarbeiter" nicht, den Vorwurf zu erheben, durch gegeben ist, wird nicht versucht, den Beweis für die Thatsachen zu schreibt den Gesellschaften freilich die Einhaltung des vollen die großen Ansprüche der Buchdrucker seien Arbeiterblätter zu erbringen, welche durch den Gesezentwurf beseitigt werden sollen. So Betriebs vor), ist ein Theil der Miliz, die N.-Y. Brigade, zurück- grunde gegangen. Ein Rückgang unserer minimalen Errungenlange aber der Beweis nicht erbracht ist, daß auch Nichtmitglieder gezogen worden, obwohl sich im übrigen nicht das geringste in schaften scheint diesen Genossen" erwünscht zu sein. Dieser beRonfumvereinswaaren in größeren Mengen beziehen, hat der der Situation geändert hat. Auf Betreiben einer Anzahl Ge- Dauerlichen Kurzsichtigteit gegenüber müsse der Verband das ErGesetzgeber gar keine Veranlassung, sich mit der Aenderung des schäftsleute, welche nach Einführung der elektrischen Bahnen in rungene festhalten und den in betracht kommenden Geschäften Genoffenschaftsgesetzes zu befaffen. Nach den Auffassungen der den betreffenden Straßen Läden etablirt hatten, wurde gegen gegenüber die nöthige Aufklärung geben. Behörden, sowie den Entscheidungen der Gerichte bis zu den die Bahngesellschaften ein sogen.„ Mandamus"-Verfahren ein- Philipp Schmitt schloß sich dem Vorredner an. Die höchsten zuständigen Instanzen findet die Gewerbe- Ordnung An- geleitet, wodurch dieselben gezwungen werden sollten, ihren meisten der anwesenden Kollegen hätten wohl schon in Zeitungen. wendung auf die Konsumvereine. Sind diese aber der Gewerbe- Verpflichtungen nachzu kommen, anders ihnen der Charter entzogen gestanden und würden gleich ihm der Meinung sein, daß von Ordnung unterstellt, dann ist es nicht zulässig, daß diese Vereine werden solle. Aber obwohl der betr. Nichter in der Begründung der Akkordarbeit im Buchdrudgewerbe als bei der etwaigen Waarenabgabe an Nichtmitglieder bestraft seiner Entscheidung in der schärfsten, verdammendsten Weise gegen von einem Mordsystem nicht gut die Rede sein werden fönnen. Nach dem Urtheil der interessirten die Bahnleiter vorging, lautete jene in der Praxis doch zu deren könne. Ein Vortheil sei vom gewiffen Gelde nur dann zu erGegner( siehe Kolonialwaaren- Zeitung" Nr. 10 vom 5. Februar Gunsten; denn er erließ nicht einen, den von ihm selbst vorgebrachten warten, wenn daffelbe allgemein eingeführt werde. In ähnlichem 1895) ist dieser Gefeßentwurf nicht geeignet, die Konkurrenz, Argumenten entsprechenden peremptorischen", sondern einen Sinne sprachen aber und Streder, welch' letterer feiner welche die Konsumvereine den Kaufleuten machen, einzuschränken. alternativen" Einhaltsbefehl, welcher jenen die Pflicht auf Verwunderung darüber Ausdruck gab, daß der in Rede Der Gefeßentwurf ist ein Mißgriff, welcher wirthschaftlich gar erlegt, Gründe anzugeben, weshalb ihnen der Charter nicht stehende Antrag gerade aus der Reihe der auf feinen Erjolg haben wird, dafür aber die Behörden sowohl wie entzogen werden sollte, zugleich ihnen eine Frist von zwanzig dem Parteitage als Delegirte anwesenden Buchdrucker den Verwaltungsorganen viel unnöthige aber schwere Arbeit Tagen hierzu gebend! Die" Miliz- Jüngelchen" baben zwei Toote hervorgegangen sei, wie dies ja auch Auer im Ror bringt. Eine genaue Kontrolle über die Waarenabgabe der und eine Anzahl Verwundete auf dem„ Gewissen"( wenn von respondent" dargethan und hierbei sein Erstaunen über die Konsumvereine ist bei deren Ausdehnung unmöglich. Vergehen solch einem Ding bei ihnen die Rede sein kann) und zwar waren Annahme eines derart weitgehenden Antrages, namentlich hinim Sinne des Gefeßentwurfs können nur durch Denunziationen bie ersteren gänzlich unbetheiligte Personen, nämlich ein junger fichtlich der Buchdrucker, geäußert habe. Er sei dafür, daß wie oder durch Ueberredung zu Gesezesübertretungen zur Kenntniß Mann, der eben aus einer Wirthschaft getreten war, und ein hier in Berlin, so auch in allen Orten, wo Parteiblätter gedruckt der Behörden gelangen. Hierdurch aber wird der gesellschaftliche Dachdecker, der auf dem Dache eines Hauses erschossen ward, werden, sich die Ortsvorstände der Buchdrucker mit den Genoffen Friede gestört, die Gegenfäße geschärft, ohne daß der Kaumanns auf dem er Reparaturen machte; der betreffende Schießbold batte bezw. den Gefchäftsinhabern in Verbindung setzen und auf grund stand einen Vortheil hat. Die Versammlung, welche von nämlich gemeint", derfelbe wolle Steine hinunterwerfen. Ob- der angeführten Bedenken die Ausführung des betreffenden 118 Konsumvereinen, darunter die größten Sachsens, durch wohl die Streifer bisher festgestanden haben und feine Ueber- Parteitags- Beschluffes als schädlich für die Organisation der 800 Vertreter bezw. Mitglieder besucht ist, ersucht deshalb einen läufer zu verzeichnen waren, auch eine große Anzahl der„ Scabs" Buchdrucker barthun mögen. Büttner berichtigt die hohen Reichstag, diesen Gesezentwurf im Interesse der All( die man zum theil sogar mit Gewalt hatte zurückhalten wollen) Strecker'schen Ausführungen dahin, daß keineswegs von gemeinheit abzulehnen. den Gesellschaften wieder ausgerückt find, ist doch anzunehmen, Buchdruckern der Antrag ausgegangen sei, vielmehr hätten von daß sich der Streit verkrümeln" wird. Die Gesellschaften haben den anwesenden Kollegen nur Greiner Aschersleben und ja Beit, die Sache abzuwarten, und bei dem Vorhandensein der Sonnenburg Friedrichshagen den Antrag mitunterzeichnet. großen fapitalistischen Reserve- Armee" Arbeitsloser werden sich Jm Prinzip fei er aber für gewiffes Geld und habe demzufolge geauch in den nächsten Wochen zahlreich Hände" anbieten. meinsam mit den übrigen Kollegen und Genoffen für den Antrag stimmen zu müssen geglaubt. Derlammlungen. " $ " Berechnens Umfang der Unfallversicherung. Zum Zweck der Durch führung der Unfallversicherung bestehen zur Zeit 112 Berufsgenossenschaften mit 5 190 117 Betrieben und 17 458 888 verficherten Personen, und zwar 64 gewerbliche mit 420 874 Betrieben und 5 168 973 versicherten Personen, und 48 land- und forstwirthschaftliche mit 4 769 243 Betrieben mit 12 289 415 vers Rieger schilderte die Verhältnisse in Hamburg und fam sicherten Personen, ferner 385 Ausführungsbehörden mit 660 462 auf grund feiner persönlichen Erfahrungen dahin, der Verversicherten Personen, und zwar 183 Reichs- und Staats- Ausfammlung zu empfehlen, fich gegen den Beschluß zu erklären, führungsbehörden für Reiche und Staatsbetriebe- darunter In einer Volksversammlung für den zweiten Berliner weil nichts Ersprießliches sowohl in Parteidruckereien wie in 50 für die land- und forstwirthschaftliche Verwaltung mit Wahlkreis, die am 11. Februar im Saale der Bockbrauerei bürgerlichen Geschäften daraus erwachsen werde. Labjuhn 622 824 versicherten Personen und 252 Provinzial- und Kom- stattfand, referirte Genoffe Dr. David über das Thema:" Schule legt die Verhältnisse im Vorwärts" tlar, wie fie jezt vorhanden munal- Ausführungsbehörden mit 660 462 versicherten Personen. und Erziehung im Lichte des Sozialismus." Er stellte Schule sind und wie sie sich voraussichtlich nach den Auslaffungen der Dazu kommen die bei den 13 Versicherungsanstalten der Bau- und Erziehung, wie sie heute sind, gegenüber dem Jdeal der Geschäftsleitung gestalten werden. Die Ausführung des Be gewerts- Berufsgenossenschaften und der Tiefbau Berufsgenossen: Sozialdemokratie, der allgemeinen obligatorischen Volts- und schlusses würde neben einer petuniären Ginbuße auch den Verlust schaften versicherten, nicht schon anderweitig versicherten Personen, Einheitsschule und der Erziehung, wie sie sich die Sozialdemo- der persönlichen Freiheiten, die man wohl in betracht ziehen fodaß am Schlusse des Jahres 1894 über 18 Millionen Personen tratie mit der Erfüllung dieses Jdeals verbunden denkt, Unter müfie, für die Kollegen im Vorwärts" im Gefolge haben, gegen Unfall versichert waren. anderem führte er aus, bei der heutigen Abhängigkeit könne die Allen diesen Verschlechterungen der Lage des Personals gegenüber, Behördliche Arbeitslosen- Unterstützung. Das Departement Wortes sein, noch werden. Echule unmöglich ein Bildungsinstitut im wahrsten Sinne des tönne man auch nicht einen einzigen Vortheil erblicken, der für Auf dem Lande habe den weit die Allgemeinheit in betracht komme. Die Mehreinstellung, welche des Innern im Kanton Basel macht bekannt, daß die vers heiratheten Bürger und Einwohner, welche feit mehr als als Schulpatron. Nicht aus purer Böswilligkeit, fondern aus durch den Fortfall des sogenannten Blauen", wie auch durch heiratheten Bürger und Einwohner, welche feit mehr als gehendsten schädigenden Einfluß der Adel, der Großgrundbesizer man erwarten sollte, würde wohl illusorisch gemacht werden zwei Jahren im Kantone wohnen und infolge der Winter feinem fozialen Fühlen und Denten heraus, beeinflußt durch seine die Verlängerung der Arbeitszeit, welch' lettere jezt bei 5 stündiger zeit ohne Arbeit sich befinden, und Unterstüßung wünschen, Juteressen, mache derselbe seinen Einfluß dahin geltend, daß den Gebzeit täglich 7 Stunden( egt!. einer halbstündigen Vesperpause), eingeladen werden, sich auf dem öffentlichen Arbeitsnachweis Kindern möglichst wenig unnüßer Kram" beigebracht werde, daß in Bukunft 8 Stunden betragen würde. Auch berge die EinBureau einschreiben zu laffen. Gs möge noch beigefügt sein, ihr Wissensorang teine Förderung erfahre. Züchtige Landarbeiter führung des gewissen Geldes die Gefahr in sich, daß sich die daß den Empfängern von Arbeitslosen- Unterſtügungen nicht, wie zu bekommen, denen die heimathliche Scholle über alles gehe, Unternehmer derjenigen Arbeiter entledigen würden, welche mit in Teutschland, ihre politischen Rechte entzogen werden. darauf fomme es den Herren an. Auch von der Geistlichkeit sei den stärkeren nicht Stange halten könnten. Nunmehr erhielt der " " 1 Von der Arbeitslosigkeit, die in London herrscht, erhält die Schule heute zum guten Theil abhängig, die wieder ihre An- als Gast anwesende Kollege Höger aus Wien( Obmann der man ein deutliches Bild durch die Mittheilung, daß am 1. b. M. schauungen zur Geltung zu bringen suche. Auf dem Lande österreichischen Gehilfenschaft) das Wort und schilderte in treffder Andrang der Arbeitsuchenden vor dem Gemeindehaus sei diese Abhängigkeit besonders groß, da dort der Lehrer lichen Worten die allgemeinen Verhältnisse hüben und drüben. 99 V Auch er sei im grunde für Einführung des Beitlohnes, wenn| Meinung, daß man mit den Zeitungssegern feine Ausnahme Dieser Gefangverein Freya II( gem. Chor), Rigdorf, Sermannfiraße 140, für jeden derart festgelegt werden könne, daß machen dürfe. Jeder solle sich satt essen tönnen und dürfe man nicht bei Daniel Böttcher. Apollo, Grünstr. 21 bei Gommer. Gefang man eine menschenwürdige, anständige Gristenz dabei dulden, daß die einen nichts, die anderen aber bis zu 60 m.fverdienten. Frankfurter fir. 74 bet Breuer, Derein Moabit, Savelbergerfir. 31, Freie Siebertafel, Große haben könne. Jedoch möge man sich die Sache sehr reiflich Nordwacht, Müllerstr. 7, bei Reichert. Ein weiterer eifriger Verfechter des gewissen Geldes ist Kollege rete Gänger, Echmargendorf, Warnemünderstr. b. Friedrich. Arbeiter: überlegen, und auf keinen Fall würde er für gewisses Geld ein- Rosenthal, dessen Ausführungen aber bei der inzwischen Gefango. Gängertreis( Weißensee), Rölfeſtr. 188 bei Plag. 2oreley, treten, wenn auch nur einer der Vortheile, die man im Afford eingetretenen Unruhe nur für einen fleineren Theil der Verdenburger Kommunitation 16 bei Glaser. Bieber'icher MännerGrünthalerstr. 4 bet Hämmerling.-Suftige Sänger, Potsdam, Bran gehabt habe, in Wegfall kommen sollte; vielmehr müßten selbst- sammlung verständlich waren. Höppner stellt die Be- chor, Rosenthalerfir. 57 bei Wernau. Geselligteit, Hennigsdorf, verständlich unter Beibehaltung aller Benefizien die höchften merkungen Schulze's richtig in bezug auf die Beibehaltung der Böhmert's Gathaus. Drante, Drante, Weißenfee, Königs Chauffee 19.Löhne gezahlt werden. Ferner sei er der Meinung, daß man sich bisherigen Verhältnisse im Vorwärts", worauf weitere persönliche Sorgenfrei, Admiralfir. 18c, Märtischer Hof. Johanni, Rüdersdorferstr. 45, Gesellschaftshaus Oftenb. Sängerverein nicht zu viel von jungen, gelegentlich mal in die Partei Bemerkungen und Richtigstellungen erfolgen, worunter jedoch nur Dragonerstr. Nr. 32 Gangesfreund, hineingeschneiten Akademikern hineinreden lassen dürfe, die, die des anwesenden Faktors des Bading'schen Geschäfts, Roll. Rosen, Orchesteriterverein Stralauer Siebertafel, Rummelsburg, Haupt= bei Ramlomsty. Gesangverein Wacht auf 1, Mörtherstraße Nr. 19 bet Schmidt. I, Gefang und wenn es sich um Besprechung ihrer Gehälter handele, stets auf von Bedeutung ist. Derselbe verwahrt sich entschieden dagegen, traße 83 die hohen Löhne der Buchdrucker anspielten und sich in Neuße eine Aeußerung, wie Schulze sie ihm in den Mund lege, jemals,& inigtett, Rirdorf, Prinz Sandjernfiraße Nr. bet Bowinkel( Gefang). Gefangverein Treu und rungen, wie: Wie kommen denn die Buchdrucker dazu, derartige auch nicht einmal in einem persönlichen Gespräche gethan zu Mertens.- Gefangverein der Metallarbeiter( D), Blumenfir. 46. 58 bei Reben. Gefangverein Frohsinn Rummelsburg, Göthestraße, Ecke Kantstraße, bet Ausnahmestellungen für sich in Anspruch zu nehmen!" gefielen. haben. Er besige gar nicht die Machtbefugnisse, über derartige Das seien doch Dinge, welche unnöthigerweise die übrige Arbeiter- einschneidende Fragen allein entscheiden zu fönnen. Ein in tracht 3, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bei Dibal. Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarckstr. 74 bei Krause.- Gin= Rosenthaler schaft gegen die Buchdrucker aufbringen müßten. Mit einem zwischen eingelaufener Antrag, die Aussprache in dieser An- or stabt, Bernauerstr. 47. nochmaligen Appell, sich die Angelegenheit von allen Seiten gelegenheit mit Rücksicht auf die vorgeschrittene Tageszeit in alle Buschriften find zu fenden an B. Gent, Adalbertstr. 95. Freitag: Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. redt genau zu betrachten, bevor man eine Entscheidung treffe, nächster Versammlung fortzusehen, wurde mit 113 gegen Stat tlub Kairo, Abends 8 Uhr bei Flict, Simeonftr. 23. schloß Redner unter allseitigem Bravo seine Ausführungen. 105 Stimmen angenommen. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Quartettverein Giefede gab nunmehr eine Darstellung darüber, wie das Wedding, Abends 8% Uhr, bei Schäfer, Seue Hoftraße 49. PrivatAffordsystem mit dem gewissen Gelde abwechselte und umgekehrt. Theaterverein Grescenbo, Abends 9 Uhr, bet Schulz, Punbuserstr. 85. Bergnügungsverein husnelda, Freitag, Abends 8 Uhr, bet Zubeil, In den Gründerjahren sei der Verdienst im Akkord derart rapide Lindenstraße 106. Musikverein Hoffnung( D ft) Freitags Abends von in die Höhe geschnellt, daß die Prinzipale nicht mehr mitmachen 9-11 Uhr. Uebungsfiunde Große Frankfurterfir. 183 bei Gold. Tambour wollten und den Segern einen Lohn von 14 Thalern offerirten. verein Frei- weg, Freitag, Uebungsstunde bei W. Naddaß, Elsafferstr. 11. Tiefen immerhin schönen Verdienst habe man akzeptirt, habe sich hiessen, Bionstirchplag 1, außerordentliche Sigung. effen, Blonsriraplag 1," tella Freitagabend 9 uhr tin Restaurant furnt Greitag und mengenommen i dha ftit erste Männerabtheilung Dienstag Abend 8-10% Uhr in des desselben aber nicht lange zu erfreuen gehabt, denn die Prinzipale 8-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerfraße 179a und Südostschule, die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der TurnArbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 7-8% Uhr: Lettüre Beffing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. Turnverein Gesundbrunnen drückten die Preise nach und nach bis zu 30 M. herunter. Hier waldemarfir. 14: Deutsch( Literatur.) Bei allen Unterrichtsfächern werden balle bes Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10.- Kraft und Artisten habe dann wieder das Affordsystem eingesetzt. In seinen weiteren neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Bett aufgenommen. flub Berolina jeben Dienstag und Freitag Nebungsstunde bet Grüßner, Ausführungen wendet sich Redner ebenfalls gegen den Parteitags- Beschluß, als zur Zeit noch nicht durchführbar. Alle Aenderungen im Vereins- better- Turnerbundes) turnt Dienstags und Freitags Abends von 8-10% uhr Arensee talender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Freitag. Aderfir. 67.- Zurnverein Fichte( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes kann sich die Einführung des gewissen Geldes nur unter gleich- Uebungshunde Abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Collegia, Deutschlands.) Die zweite Männer- Abtheilung turnt jeden Dienstag und zeitiger Verkürzung der Arbeitszeit, zwecks Unterbringung der Arbeits- allee 28, bei Relle.- Arbeiter- Gesangverein Nord, Kastanien- Allee 11, bet offnung übt jeden Freitag Abend von 9-11 Uhr bet Schuhmacher, Manteuffelstr. 9 bei Nowack. Kaiser'scher Männerchor, Schönhauser Freitag Abends von 8-10 Uhr in der St aligerftr. 5/56. Straft.Turnverein lofen, denken. Nach einigen unwesentlichen Zwischenbemerkungen Augustin. Summer' scher Gesangverein, Langestraße 65 bet Tempel.- Pücklerstr. 49. Bitberflub Waldrose, Abends 9 Uhr, Manteuffeltrat alsdann Franz Schulz für die Durchführung des Be- Arbeiter: Gesangverein Spandau in Spandau, Neunmeisterstr. 5, bei Radtke. firaße 86, Parterre: Restaurant. Verein Grüne Zanne, Abends 9 Uhr, schlusses ein. Die" Borwärts"-Seger fönnten von ihrem Ver- Ganges brüder Moabit, Berlebergerstr. 28 bei F. Serrmerschmidt. - Buchbinder: Männerchor, Holzmarktstr. 3, bei Deter. Vereinte bei Staiser, Martusstraße 8. dienste sehr gut noch 3 M. wöchentlich abstoßen, um dadurch Gefangver. Maiglödden I, Sindowerstr. 26 b. Sachs.- Gemüthlichteit, Stattlub Schnitt, Abends 9 Uhr, bet Trittelwig, Falfensteinftr. 7. Tanzlehrer- Werein Solidarität, Arminhallen, Kommandantenstr. 20. einigen Arbeitslosen Unterkunft zu schaffen. Auch habe ihm der Neue Friedrichstr. 44, b. Röllig. De utfche Liebertafel, Blumenftr. 38, b. Sese- und Diskutirklube. Freitag. Karl Marr, Abends 8 Uhr, Geschäftsleiter mitgetheilt, daß das Geschäft sowohl den„ Blauen" Wiedemann. Typographia, Gesango. Berl. Buchdrucker u. Schriftgießer, bei Gruber, Mariendorferstr. 5. Westen, bei S. Werner, Bülowfir. 59. Arminhallen, Kommandantenstr. 20. wie die übrigen bisherigen Verhältnisse beizubehalten gedenke. Gesangv. Lorbeerzweig, Swine- English Conversational Club Shakespeare. Meeting every münderftr. 35 bei Hübner. Gesangverein Rheingold, Büschingstr. 7, Friday at 9 p. m. at Beherns Restaurant, Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Lübbecke sprach sich gleichfalls in wärmster Weise für die Einführung bei gatob. Sänger chor der Maler, Annenfir. 9 bei Albert Broß.- Guests are welcome. des gewissen Geldes aus, hält das gleichzeitige Zeitlohn und Gefangverein Me Iodia, Rigdorf, Bergfir. 142 bei Schimkäſe.- gris: Naunynftraße 86 bei Frig Bubeil. Atfordsystem für das allerschädlichste und ist im übrigen der Gefa ngverein in Brandenburg a. H., Mengerts Boltsgarten, Bergstraße. Brandenburger Männere Für den Juhalt der Juferate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 15. Februar. Opernhaus. Symphonie. Schauspielhaus. Zum wohlthätigen Zweck. Denisches Theater. Der Mann im Schatten. Berliner Theater. Uriel Acosta. Lessing- Theater. Der Fall Cle menceau. Neues Theater. Geschlossen. Residenz- Theater. Fernand's Chefontraft. B 15. Februar, abends 8% Uhr, im Leipziger Garten, Leipzigerfir. 182, Ber: Der Bonentarif", Verein für Gifenbahnreform. Freitag, den fammlung zur Berathung von Petitionen an den Reichstag und das preußische Abgeordnetenhaus, die Vereinfachung und Berbilligung der Perfonentarife betreffend. ad. Neumann, Paservallerstraße 3. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsitzender Waldemarstr. 42. Turnverein Germania( Mitglied des deutschen ArAdolph Ernst- Theater Auftreten der ersten Pirouetteu. Courbette- Tänzerin Englands vom Prince of Wales- Theater in London. Ein fideles Corps. Große Gesangsposse mit Tanz. Nach dem englischen Original ,, A Gaiety Girl" von Jones Sidney, frei bearbeitet von Eduard Jacobson und Jean Kren. Vorher: Gehndeball. Schwank in 1 Aft von Ed. Jacobson und Jean Kren. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Central- Theater Theater Unter den Linden. Der Alte Jakobstraße Nr. 30. Probefuß. Heute bleibt das Theater Schiller- Theater. Kabale und Liebe. wegen Generalprobe zu Unsere Bellealliance Theater. Verliebte Rentiers" geschlossen. Mädchen. Morgen Sonnabend: Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Novität! Zum 1. Male: Der Obersteiger. Novität! Adolph Ernst- Theater. Gin fideles Unsere Rentiers. Korps. Central- Theater. Geschlossen. National Theater. Die lebende Brücke. Alexanderplat- Theater. Mutters Große Posse mit Gesang und Tanz in 4 Atten von Wilhelm Mannstädt und Julius Freund. Musik von Julius Einödshofer.. Reichskallentheater. Spezialitäten Kaufmann's Vorstellung. American- Theater. Spezialitätens Borstellung. Apollo Theater. L Borstellung. Spezialitäten Baufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Variété, Enormer Erfolg des nenen Februar- Programm. Feen- Palast Burgstr. 22, neben der Börse. RiesenFebruar- Programm. Ein Liebes- Drama, oder: Der Brand auf der Taubenburg. Das unruhige Haus um Mitternacht. Max und Moritz Bubenstreiche. Die Wunder- Elephanten. James Capelli. Miss Tanisan. Wilhelm Fröbel. Mary Myra Maa. Parodie- Theater Oranien- Straße 52( am Morißpl.). Madame Sans- Gêne. Borher: Allen Bekannten zur Nachricht, daß unser Kollege 2659b Ernst Kislat am 12. d. m. verstorben ist. Die Bes Die erdigung findet am Sonntag, den 17. d. M., morgens 11 Uhr, von der Grand Café Unfallverhütung. Beichenhalle des Neuen Sophienkirche Zum Schluß: hofs( Gesundbrunnen) aus statt. glams Die Kollegen der Bechstein'schen Hof- Pianofabrik. Heimath. Castan's Panoptikum. Kranken- Unterstüßungs- Verein 請 Noch nie dagewesen! der Labakarbeiter ( fr. Medizinalverein) Die Riefen des dunkeln Erdtheils: Sonnabend, 23. Febr., abbs. 9 Uhr Die Dinka, 40 Männer, Frauen u. Kinder. Das scheckige Mädchen Marietta. Weihnachts- Ausstellung Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Anita& Jul. Schaffeur. Täglich Vorstellung im wissenschaftTruppe Largards etc. Anfang: Wochentags 7 Uhr. Sonntag: Konzert 6 Uhr, Vorstellung 7 Uhr. Nur noch kurze Zeit. lichen Theater. Näheres die Anschlagzettel, Ben Unter den Linden 21. Jeden Sonntag Nachmittag Orientalische Al- Familienvorstilg. zu halb. Preisen. bei Feindt, Weinstraße 11, General- Versammlung. Tages Ordnung: Rechnungslegung per IV. Quartal 1894. Neuwahl des Vorstandes und Ausschusses. Verschie benes. Der Vorftand. 241/1 C. Butry. Tischler- Verein. Sonnabend, 16. Febr., abds. 9hr Melchiorstr. 15 _ Versammlung. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Schöpflin über: Gott Mammon und sein Paradies". Vereins- Angelegenheiten. 249/18 Der Vorstand. Stuckateure des Nordens. Unser Lokal zur geselligen Sonntags. Morgensprache befindet sich bei Leue, eingeladen. Zauber und Bey's Granfeerfir. 4. Kollegen werden hierzu Wunder. Schiller- Theater. Naucke Circus Renz Täglich Anfang 8 Uhr. ( Wallner- Theater.) das Stadtgespräch Berlins, Wallner- Theaterstrasse. Freitag, 15. Februar, abends 8 Uhr: Kabale und Liebe. Sonnabend, 16. Februar, abbs, 8 Uhr: Rabale und Liebe. Sonntag, 17. februar, nachm. 3 Uhr: Die Burgruine. Frauenkampf. Abends 8 Uhr: Der zerbrochene Brug. Frauenkampf. Dichter- Abende. Im Bürgersaale des Rathhauses, abds. 71/2 Uhr: Heinrich Heine- Abend. Montag, 18. Februar, abends 8 Uhr: Bum 1. Male: Der Schwabenveich. Luftspiel in 4 Atten von Franz von Schönthan. macht noch ausverkaufte Häuser. Naucke muss man sehen! Naucke's Schatten ist schwerer als Sarah Bernhard. Naucke's Ballhaus- Anna ist der Höhepunkt des Ulks. Sonntag, den 17. Februar 1895, Mittags 12 Uhr: National- Theater. Gr. Wohlthätigkeits- Matinée Große Frankfurterstraße 132. Sensationelle Novität! Gastspiel der amerikanischen Gesellschaft William Calder ( Direktion H. Verstraete u. G. M. Polini). Die lebende Brücke. für die Hinterbliebenen der verunglückten Schiffsmannschaften des untergegangenen Schnelldampfers ,, Elbe! Passage- Panopticum. Neu! I. Neu! Carlstrasse. peilmethode, Sozialiſt, Freitag, 15. Februar, abends 7, Uhr: pprob. Arzt, Anhänger der NaturGroße Komifer- Vorstellung. Witz! Laune! sucht Wirkungskreis. Humor! Briefe unter J. N. 6113 an Rudolf 2894b Auftreten sämmtlicher Clowns und Mosse, Berlin SW. des August" Mr. Lavater Lee in ihren wirkungsvollsten Entrees. Außerdem: Auftreten sämmtlicher KünstlerSpezialitäten, Tamen u. Herren, Vor- Bahnerjah, auch Theilzahl., wöchentl. 1 Mark, Guckel, Laufiger Play 2, führen u. Reiten der bestdress. Freiheits-, Spring u. Schulpferde. Zum Schluß Elsafferstr. 12. der Vorstellung: Tjo Ni En. ( Beim Jahreswechfel in Beling.) Genfationelle Tänze, unt. and.: Original! Les grelots vivants, jeu des barbichons etc. Original! Neue Musik- Einlagen. Morgen Sonnabend, den 16. Februar, abends 71/2 Uhr: Gr. Extra- Vorstellung zum Benefiz für den beliebten Clown und ,, August" Mr. Lavater Lee. Achtung! 0 Milchkübel, Siebe, 2655b Die Kollegen des Nordens. Für Parteigenoffen. Krankheitshalber will ich mein Schants geschäft sobald als möglich verkaufen. 16880 W. Schmidt, Adalbertstr. 16. 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Erstes Auftreten der Original Millons, gen.„ Die lebenden jenigen Besucher der Vorstellung über Friedrichstr. 103, zu haben. II. Das Lied von der Glocke in 15 lebenden Bildern 8 mit transparentem Säulen Hintergrund. vom Kgl. Opernhaus in Berlin. Sonntag: 2 Borstellungen. Nachm. Fr. Renz, Rommissionsrath. Verkauf von gekochtem 2686b Brikets für Wiederverkäufer zu billigsten Engrospreifen Kohlenplan 2657b Rind- u. Schweinefleisch Schulzendorferstr. 20/22. à 30-40 Pf. per Pfd. Rückenfett à 45 Pf. per Bfb. Verwaltung der Kochanstalt Central- Viehhof. Eleg. Maskengarderobe D. 1,50 2. an. Elzel- Beck, Neanderstraße 34, 1 Tr. angestellter Kinderwagen beschafft Fabrik, Brivatleuten zu Engrospreisen. Näheres Linienavahe 16, 1 Tr. Carl Tutzauer Admiralstr. 38. Säle für Vereine. Kegelbahn noch einige Tage frei. Fusilierstr. 18 bill. Wohnungen 1 und 3 Tr. 2646b Sozialdemokr. Partei- Versammlung zeigen- Fabreit. des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises int ,, Keller's Fest- Sälen", Koppenstraße Nr. 29, am Freitag, den 15. Februar, abends 8 Uhr. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags= Abgeordneten W. Liebknecht über: Die Presse und ihre Bedeutung". 2. Spedition des Vorwärts" durch die Genossen. " 268/15 Die Vertrauenslente des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises. H. GUTTMANN Stempel- u. Fabrit. Brunnenst GRAVEUR Butter! Butter! Feinste Tafelbutter Pfd. nur 100 Fr. Molkereibutter Meiereibutter Fetter Schweizerkäse Feine Sardellen 80 60 60 8880 Arbeiter- Bildungsschule A. Plewka, rite Butter Sonntag, den 17. Februar, im ,, Elysium", Landsberger Allee Nr. 40: Versammlung. Beginn des Vortrages 6 Uhr, Ende ca. 9 Uhr. Beisammensein mit Tanz. stellen zu haben. Hierauf: Geselliges Eintrittstarten sind noch in den Zahlempfiehlt Größte handlung Berlins 16 Weberstr. 16. 56/16 Im Circus. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Bezirks- Versammlungen. Westen und Südwesten. Sonntag, den 17. Februar, vormittags 10/2 Uhr, im Lokale von Zubeil, findenstraße 106. Tagesordnung: Vortrag über: Die Umwälzung in der Produktion und in den Eigenthumsverhältnissen. Referent: Th. Glocke, Norden. Montag, den 18. Februar, abends 8½½ Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstraße Nr. 23. Tagesordnung: Vortrag über Freimaurerthum. Referent: Genosse Sassenbach. Disfuffion. Ergänzungswahl der Kontroll- Kommission. Friedrichsberg. Montag, den 18. Februar, abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Schröder, Kant- und Thürrschmidtstraßen- Ecke. Tagesordnung: Vortrag des Kollegen Schöpflin über: Gott Mammon und sein Paradies. Diskussion. Verbandsangelegenheiten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Vertrauensmänner- Versammlung für den Norden am Montag, den 18. Februar, bei Kelle, Schönhauser Allee Nr. 28. Tagesordnung: Besprechung von Werkstattangelegenheiten. Hierzu find die Kollegen der Werkstätten von Brunzlow, Königstr. 15; Fink, SchwedterStraße 8 und Schubert, Rastanien- Allee 10, eingeladen, Um zahlreichen Besuch bittet Die Ortsverwaltung. Heute Abend Situng der Ortsverwaltung bei Schöning, 202/10 Stallschreiberstraße 29. Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter. Achtung! Montag, den 18. Februar, abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung in Keller's Festsälen, Koppenstraße 29. Zagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Paul Jahn: ,, Die Gewerkschaftsbewegung und die Umsturzvorlage". 2. Die Situation des Streits bei Görs u. Kallmann. 3. Verschiedenes. 204/ 4* Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen aller in der MusikInstrumenten- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen wird ersucht. Sendungen und Mittheilungen sind zu richten an A Kleinlein, NaunynStraße 78, Restaurant Böker. Die Lohnkommission. Fachverein der Stellmacher. Versammlung am Sonntag, den 17. d. M., vorm. 92 Uhr, bei Brüss, Lothringerstr. 41. Zages Ordnung: B 1. Vortrag des Genossen Millarg über: Die technische Revolution in der Arbeit. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches und Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 215/4 Der Vorstand. 3). Allgem. Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiterle 際 Mitglieder- Versammlung am Sonnabend, 16. Februar, ab. 8½ Uhr, bei Liewald, 12 Manteuffelstr. 46. Zages Ordnung: 1. Rassenbericht. 2. Bortrag des Herrn Dr. Sachs über: Die ver 2654b schiedenen Heilmethoden. 8. Verschiedenes. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, in dieser Versammlung zu er scheinen; auch die Damen der Mitglieder werden eingeladen. Die Ortsverwaltung. Verein der Schäftebranche. pe Halb ampe on on Halb ampe In T RohTabaken and Utensilien für Cigarren Fabrikanten !! billigster Einkauf!! W. Hermann Müller Berlin Alexanderstr. 22. la Streng reelle Bedienung. Creditgewährung nach Uebereinkunft!! Ein Jeder mache den Versuch. 9. Gauverein Berliner Bildhauer. An stelle des Ausstattungsstückes ,, Durch alle Welten" gelangt am Sonntag, den 24. Februar cr., in der ,, Urania" ,, Tesla's Licht der Zukunft zum Vortrag. Die Mitglieder werden gebeten, bis Sonnabend, den 16. Februar abends, sich mit Billets zu versehen. Nach diesem Termin werden diefelben auch an Angehörige verkauft. Billets sind beim Kollegen Meyer, Streligerstraße 28, sowie Sonnabend und Dienstag abends von 8 Uhr an im Vereinslokal, Annenstraße 16, zu haben. 72/8 Achtung! Zimmerer. Verein der Zimmerer Berlins u. Umgegend. Sonntag, 17. Februar, vorm. 10 1hr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: = 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Vortrag über das Unfallversicherungs Gesetz. 3. Verschiedenes. 283/15 Zutritt hat jeder Zimmerer. Die Mitglieder werden ersucht, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. Tempelhof. Mariendorf. Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins für M. u. U. am 17. Februar, nachm. 31/2 Uhr, bei Teutschbein in Marienfelde. Tagesordnung: 1. Vorlesung. 2. Diskussion. 3. Anträge. Der Vorstand. એ 4. Fragetasten. Gäste willkommen. [ 60/2] Marienfelde. Reichert's Fest- Säle, Müllerstrasse 7. Sonnabend, den 16. Februar 1895: Gr. Wiener Maskenball verbunden mit humoristischen Aufzügen. Arrangirt vom Gesangverein Nordwacht Mitglied des 129| 18 Arb.- Sängerb.) Die Musik wird von Zivil- Bernfomusikern ausgeführt. Um 12 Uhr: Demaskirung. E Während der Kaffeepause: Gesangs- und Konzertvorträge. Anfang 8 Uhr. Ende?? Billets à 50 Pf. sind in allen mit Plakaten belegten Lokalen zu haben. Das Komitee. Künstl. Zähne 2 M. Vollst. schmerzl. Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Reparat sofort. Theilzahlung. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 8-7 Uhr. [ 26116 Bürgerliches Brauhaus Luckenwalde 102 empfiehlt den geehrten Herren Wirthen: hochfeines Bockbier, feinstes Lager- und Versandbier. Niederlage: G. Spieckermann, Kraut- Straße 48. 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