Nr. 269 40.Jahrgang Ausgabe A nr. 133 Bezugspreis: Für den Monat Juni 7600 92. voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet sowie Oesterreich und Luxemburg 9600 M., für das übrige Ausland 11 600 M. Postbezugspreis freibleiben d. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, England, Estland, Finnland, Frant reich, Holland, Lettland, Luxemburg, Desterreich, Schweden, Schweiz, Tschechoslowakei und Ungarn. Der ,, Borwärts" mit der Sonntags. beilage ,, Bolt und geit", der Unterhaltungsbeilage ,, Heimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Morgenausgabe Vorwärts Berliner Dolksblatt 300 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezetle toftet 2500 Mt. Deflamezeile 19500. ,, Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 800 M.( zulässig zwei fettgebrudte Borte), jedes weitere Wort 400 M. Stellengesuche das erste Wort 400 M., jedes weitere Wort 230 D. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Zeile 600 M. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 4% Uhr nachmittags im Sauptgeschäft, Berlin G.68, Linden. ftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Donhoff 292-295 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Dienstag, den 12. Juni 1923 Baldwin und Poincaré. Der diplomatische Kampf um die interalliierte Konferenz. Condon, 11. Juni.( WIB.) Reuter zufolge verlautet, daß sondern auch und vor allem eine unheilvolle Wendung zum fein endgültiger Borschlag von britischer Seite für eine interallilerte Schlechteren verhütet, die sich zweifellos ergeben müßte, wenn Konferenz erfolgt fei, aber daß es unter den gegenwärtigen England sich der Forderung Poincarés nach Einstellung des Umständen nicht vollkommen überraschend sein würde, wenn ein deutschen Widerstandes anschließen würde. solcher Vorschlag bald erfolgte. Gut unterrichtete offizielle Kreise äußerten sich mit teinem Wort über den Fortschritt der englischfranzösischen Erörterungen, es verlaute jedoch von einer gewöhnlich finden müffe. Die Dortmunder Vorfälle. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Postscheckkonto: Berlin 375 36- Banffonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depofitenkasse Lindenstraße 3 Löhne und Preise in Oesterreich. mittel: men, berechnet danach für bestimmte vorausgesetzte MindestPhilipp Knab, von dem diese Zusammenstellungen stambedürfnisse einer Person den monatlichen Aufwand für Nahrungsmittel mit 319 048 Kronen( 33,26), für Kleidung 106 108( 10,03), Wohnung 389 232( 41,24), fulturelle Bedürf nisse 84 000( 7,80), zusammen also von 898 388 Kronen gegenüber 82,33 Kronen im Frieden. Was nun die Löhne betrifft, so ist zum Verständnis GP. Wien, 9. Juni. Später als in Desterreich ist in Deutschland der Zusammenbruch der Währung erfolgt, und wie in Desterreich folgen nun auch in Deutschland die Löhne den Preisen erſt in großem Abstande. Es wird daher wohl die deutschen Arbeiter interessieren zu erfahren, wie Preise und Löhne in Desterreich find. Die Ziffern, die ich mitteile, beziehen sich, wo nichts Vertagung der Baldwin- Rede. anderes bemerkt ist, auf Wien. Die Preise sind dem London, 11. Juni.( WTB.) Unterhaus. Auf die Frage des" Desterreichischen Boltswirt" entnommen, der jeden Monat die gut unterrichteten Seite, daß Poincaré dafür eintrete, daß die liberalen Parlamentsmitgliedes£ ambert, ob der Premierminister Kosten der Lebenshaltung berechnet, und sind am 29. Mai erAlliierten einschließlich Großbritannien unverzüglich eine Note an mitteilen fönne, was die Regierung jest tun werde, um für Groß- mittelt. Zum Vergleich sind nach derselben Quelle in Klamdie deutsche Regierung richten, worin gefordert werde, daß der britannien einen gerechten Anteil an den deutschen, Reparations- mern die Preise vom ersten Halbjahr 1914 angegeben. Die paffive widerstand im Ruhrgebiet aufhöre. Der franzöfifche zahlungen und den Zahlungen der alliierten Schulden zu sichern, Angaben über die Löhne sind teiner gedruckten Quelle entPremierminister sehe diefen Schrift, wie verlaute, als eine not- erwiderte Baldwin, er sei nicht in der Lage, mehr zu sagen, nommen; da die vom Bundesamt für Statiſtik herausgegebe wendige Vorbedingung für die Aufnahme jeder allierten als daß diefe Frage die Aufmerksamkeit der Regierung in Anspruch das letzte Heft erst die Angaben über den Stand der Löhne nen„ Statistischen Nachrichten" nur monatlich erscheinen und Erörterung in der Reparationsfrage an. Die britische Ansicht scheine nehme. andererseits zu fein, daß eine volle alliierte Erörterung über die Reparationsfrage vor jeder derartigen Affion, wie fie von ob er in der Lage fei, Erklärung mit Bezug auf die Lage im Ruhr wo mir bereitwilligst die eben verarbeiteten Daten von Ende Ein anderes Parlamentsmitglied fragte den Premierminister, pen Ende April enthält, habe ich direkte Erfundigungen bei der Wiener Kammer für Arbeiter und Angestellte eingezogen, dem französischen Ministerpräsidenten vorgeschlagen werde, statt- gebiet abzugeben. Baldwin fagte:„ Ich kann im Augenblick Mai und Anfang Juni mitgeteilt wurden. feine Erklärung abgeben." Wedgwood Benn( Arbeiterpartei) Ich laffe nun, und zwar im wesentlichen ohne Bemerkung, fragte, ob Baldwin eine Erklärung vor der Debatte abgeben werde, Troz seiner äußerst vorsichtigen Formulierung gibt das die, wie er höre, morgen im Oberhause stattfinden werde. Bald- die festgestellten Daten folgen. Zunächst über die LebensReuter- Kommuniqué ein sehr flares Bild der gegenwärtigen win erwiderte:„ Ich weiß nichts davon, daß sie morgen stattEs tostete 1 Laib Brot 6800 Kronen( im Frieden 0,46), diplomatischen Lage: finden wird." 1 Rilogramm 6600( 0,36), je 1 Kilogramm Kartoffeln 700 Poincaré versucht, die englische Regierung für ( 0,10), Erbsen 11 300( 0,40), Bohnen 5000( 0,35), frisches die Forderung der Einstellung des passiven iderstandes an Kraut 3000( 0,24), Reis 7800( 0,60), Rindfleisch 27 800( 2,00), der Ruhr zu gewinnen und macht merkwürdigerweise von Kein nationalistisches Attentat. Schweinefleisch 42 000( 2,10), Butter 62 000( 2,40), Schmalz Dieser Zustimmung die Beteiligung Frankreichs an einer inter- Paris, 11. Juni.( WTB.) Die Abendpresse bringt teine 3u- 30 000( 1,60), Margarine 28 000( 1,20), 1 frisches Ei 1300 alliierten Reparationskonferenz abhängig. Die Note, die er fammenhängende Darstellung über den Verlauf des aus Dortmund( 0,10), 1 Kilogramm weißer Kristallzuder 14 400( 0,80), gestern durch den Botschafter St. Aulaire in London über- gemeldeten Todes der beiden franzöfifchen Feldwebel. Seit ihrer 1 fertiger Anzug mittlerer Güte 660 000( im Frieden 60), reichen ließ, enthält und begründet diese Forderung. erfien Mitteilung, in der deutsche Zivilisten der Tat beschuldigt 1 Paar Schuhe in billiger Ausführung 137 500( 14), 1 Hemb Baldwin dagegen will vor allem die interalliierte werden, hat die Agentur Havas feit 24 Stunden feine weitere Nach- in mittelguter Ausführung 70 000( 8,00), 1 Kilogramm Kohle Konferenz herbeiführen, und zwar aus zweierlei Gründen: richt veröffentlicht. Nur der" Temps" bringt eine Meldung, die 1030( 0,04), 1 Kilogramm Brennholz 610( 0,01), 1 Rubikmeter einmal, weil die Zustimmung Englands zu dieser französischen offenbar von französischer Regierungsstelle stammt. Gas 2100 Kronen( 0,17). Forderung eine nachträgliche direkte Billigung des Ruhrunter- Die Faffung dieser Nachricht läßt es geboten erscheinen, alle Schildenehmens, also einen Bruch mit der bisherigen Haltung Eng- rungen, die bisher von französischer Seite veröffentlicht wurden, mit lands zum Ruhrkonflikt, ja eine neue biplomatische Kapi der größten Vorsicht aufzunehmen. tulation Englands vor Frankreich bedeuten würde; Die Nachricht des„ Temps" lautet: Wir haben gestern gemeldet, andererseits aber auch, weil er nicht einmal weiß, ob ein solcher daß Sonnabend abend 10% Uhr zwei franzöfifche Feldwebel vom Umfall überhaupt zu einem Ergebnis führen würde, denn 149. Infanterieregiment in einer Straße Dortmunds von drei damit wäre der englisch- französische Gegenjaz in der Repa- deutschen Zivilisten durch Revolverschüffe getötet worden rationsfrage, der auf der Pariser Konferenz Anfang find. Nach vorläufig noch summarischen Berichten aus Dortmund Januar zum Bruch zwischen Poincaré und Bonar Lam führte, foll diefer Doppelmord nicht auf nationalistische Agi- der folgenden Daten zu bemerken, daß, wie bei den Beamten noch lange nicht überbrückt. Im Gegenteil, die Wahrschein- tation zurückzuführen fein( den gleichen Vorbehalt machten bereits wenigstens vorläufig noch, wenn auch der Generallichkeit spricht dafür, daß Poincaré einen solchen Sieg in der einige Morgenblätter), vielmehr sollen die beiden franzöfifchen Unter- tommissär dagegen wettert, das Indexsystem Frage des passiven Widerstandes erst recht ausnüßen würde. offiziere bei einem Streit, der aus einer Auseinandersehung gesetzlich festgelegt ist, die Kollektivverträge Sowohl militärisch an der Ruhr gegen Deutschland wie zwischen noch nicht ermittelten 3iviliften und den Er- der Arbeiter und der meisten Privatangestellten ein fompliauch diplomatisch in London, Brüssel und Rom gegen mordeten entstanden ist, getötet worden sein. ziertes System von Grundlöhnen oder Mindestlöhnen, von Englandum fich noch unnachgiebiger als bisher in der ReDortmund, 11. Juni.( WTB.) Infolge des verschärften Be- starren und gleitenden Zulagen vorsehen. Im allgemeinen parationsfrage zu erweisen. Sowohl das politische Interesse Großbritanniens, wie auch lagerungszustandes tam es im Laufe des gestrigen Abends zu fann gesagt werden, daß bei der Bauindustrie und bei die einfachste Logit sprechen für die Auffassung Baldwins: 3wischenfällen. Die Räumung der Straßen um 9 Uhr der Lebensmittelindustrie die normalen, tatsächlichen Löhne denn was hat Englands Zustimmung zu Poincarés Kapitu- wurde teilweise unter Mißhandlung der noch auf den Straßen angegeben sind, bei den Schneidern gewissermaßen Minlationsforderung mit der Frage des Zustandekommens einer befindlichen Bassanten durchgeführt, wobei die Frangosen reichlich destlöhne, ebenso Mindestlohne bei den Tischlern und interalliierten Reparationskonferenz zu tun? Das scheint Ohrfeigen und Fußtritte austeilten. Einer der Zivilisten erhielt im graphischen Arbeitern, wo aber daneben noch einstweilen auch Belgiens Standpunkt zu sein, das Laufe des Abends bei der Räumung der Straßen den tödlichen Qualifitationszulagen üblich sind. Bei den Me= wieder einmal zu vermitteln sucht, indem es in London Schuß. Drei weitere wurden in der Nacht erschoffen und zwei talla rbeitern dagegen sind es Dur ch schnittslöhne, hat beantragen lassen, daß jeder einzelne Alliierte zunächst schwer verletzt. welche darauf ihren Berlegungen erlagen. Durch wobei selbstverständlich Abweichungen nach oben oder unten feinen Standpunkt zur deutschen Note und zur Reparations- Augenzeugen wurde festgestellt, daß die Franzosen aus nächster Nähe wegen des Affords die Regel sind; die im Kollektivvertrag anfrage präzifiere: also zwar noch feine regelrechte inter- ohne vorherigen Wortwechsel die Personen erschossen haben. Drei geführten Mindestlöhne befagen gar nichts für das wirkliche alliierte Reparationstonferenz, aber zumindest ein Austausch der Leichen mußten von den Deutschen zu der Stelle geschleppt Einkommen. Für die Angestellten sind die statistischen und Vergleich interaliiierter Schriftstücke über die Re- werden, wo die beiden französischen Offiziere erschossen wurden. Die Daten meist noch nicht verarbeitet, so daß nur die der Straßenbahner und der faufmännischen An= parationsfrage. Belgien hat in dieser Richtung bereits einen eichen wurden in die Blutlachen der Offiziere ge- gestellten angeführt werden können. ersten positiven Schritt getan, indem es gestern durch seinen legt. Bei der Besetzung des Stadthauses heute morgen beslag gestellten angeführt werden können. Gesandten in London eine Denkschrift zum Reparations- nahmten die Franzosen 41 Millionen Mark. Die Truppen industrie: Dreher 407 000 kronen, Mechanifer und problem überreichen ließ. Schloffer 381 000, Spengler und Schmiede 394 000, Werkzeugmacher 429 000, qualifizierte Hilfsarbeiter 297 000, Hilfsarbeiterinnen 252 000 kronen. Ferner betrugen die Löhne( in tausend Kronen) in der Damenkonfektion für Vollgehilfen 279 bis 323, in der Herrenkonfettion für Ein französischer Poften in Recklinghausen erschoffen. Kundenschneiderei für Herrenschneider in den besten felbständige Arbeiter 223, für sonstige Arbeiter 168, in der Münster, 11. Juni.( Eig. Drahtbericht.) Jn Redling Firmen 385, für Damenschneider bis 385, in der Gummihaufen ist in der Nacht zum 11. Juni zwischen dem Bahnhof und industrie für Profeffionisten 344, für Hilfsarbeiter 227. Der sehr vorsichtige Optimismus, der aus dem einen Sah Bahnhofhotel ein französischer posten erschossen wor- graphische Industrie: Buchdrucker 328, Hilfsarbeiter des Reuter- Kommuniqués über die Möglichkeit der Einberu den. Infolgedessen ist über die Stadt der Belagerungszustand mit 228, Buchbindereien: Spezialarbeiter 306; 5013fung einer interalliierten Konferenz spricht, dürfte auf diese erheblichen Straßensperren von 9 Uhr abends bis 5 Uhr morgens industrie( im Mai erfolgte feine Erhöhung): Tischler, Unterstützung des englischen Standpunkts durch Italien und ohne jede Einschränkung für irgendeine Berufsklaffe verhängt wor- Klavierarbeiter, Tapezierer und Korbflechter, Bildhauer haben Belgien zurückzuführen sein. Mit dieser offiziösen Wendung den. Leute, die in der angegebenen Zeit auf der Straße angetroffen im wesentlichen dieselben Löhne, und zwar die hochqualifizierverfucht Baldwin offenbar auch einen stärkeren Druck auf werdn, werden ohne weiteres erschossen. Am Tage dürfen nicht ten Arbeiter der höchsten Stufen 334 bis 354, männliche HilfsPoincaré auszuüben. Er wird hierin übrigens von der ge- mehr als vier Personen zusammenstehen. Aus Anlaß des arbeiter 238; Bäder in Handbetrieben 365 bis 369; famten. englischen Preise sehr wirksam unterstüßt, die Attentats ist heute der Kriminalfommiffar Tyt wer und der Polizei- Brauereien: Vorarbeiter 525, Profeffionisten 502, qualiFrankreichs Unnachgiebigkeit heftig fritisiert. Aber selbst an infpettor Did von den Franzosen verhaftet und in das Gym- fizierte Hilfsarbeiter 448, Hilfsarbeiter 371 bis 410, Frauen genommen, der neue Bremierminister setzte sich in dieser najium abtransportiert worden. Frage gegen Poincaré durch, man würde damit nur am An( Eine cffizielle Bestätigung der Meldung steht zur Stunde noch fang einer langen Kette von Schwierigkeiten stehen, die noch aus. Anm. d. Red.) im Stadttreis find beträchtlich vermehrt worden. bahnhof Dortmund war während des ganzen heutigen Tages von französischem Militär umstellt. Die Truppen find jedoch gegen Abend wieder abgerückt. Bon Italiens Stellungnahme in diefem diploma- Elberfeld, 11. Juni.( Eig. Drahtbericht.) Der Haupttischen Streit verlautet bisher nichts Bestimmtes, doch läßt sich wohl annehmen, daß es zumindest den belgischn Vermittlungsvorschlag unterstüßen wird, denn einmal steht es seit Beginn des Ruhrkonflikts fast auf dem gleichen Standpunkt wie England und andererseits hat es sich nicht wie Belgien auf die Forderung der Einstellung des passiven Widerstandes festgelegt. zu überwinden blieben. Mit dem Zustandekommen einer interalliierten Konferenz Höllein ist aus Frankreich ausgewiesen worden und wieder in wäre indessen nicht nur ein erster, wichtiger Fortschritt erzielt, Berlin eingetroffen. 218; Bauindustrie: Maurer 419, Hilfsarbeiter 343, Hilfsarbeiterinnen 232; Spedition: Chauffeure 334, Kutscher 331, Magazinarbeiter 321; Straßenbahner: Schaffner und Fahrer 330. Die faufmännischen Angestellten haben zwei Kollektiv. perträge. Beim Gremium der Kaufmannschaft( die protokol= lierten Kaufleule) sind Sie Mindestgehälter, die vierzehn- m a l im Jahr ausgezahlt werden, im ersten Halbjahr 491 000 Kronen, dann 494 000, nach fünf Iahren 883 000 Kronen, bei der Vereinigung der Kaufmannschaft die Mindestgehälter, die fünfzehnmal im Jahr ausbezahlt werden, nach dem ersten Halbjahr 625 000, nach dem sechsten Jahr 1 251 000 Kronen. Da die neueste Statistik, namentlich für die Angestellten, von der Arbeiterkammer noch nicht fertiggestellt sein kann, seien die vorstehenden Angaben noch aus den„Statistischen Nach- richten" ergänzt, obwohl deren Statistik nur den Stand von Ende April gibt. Da die Bezüge der Angestellten meist sich enge an das Indexsystem anschließen und der Index im letzten Monat 5 Prvz. betrug, ist der Unterschied zwischen April und Mai recht wesentlich. Bankangestellte: in Großbanken hatten Beamte im ersten Halbjahr 516 785, im 15. Dienstjabr 1 920 069 Kronen Monatsgehalt, im 25. Dienstjahr 2 321 646, Beamtinnen im 10. Dienstjahr 1 557 543, bei Privatbanken Beamte im 7. Dienstjahr 1 493 330, Gehilfen im ersten Halbjahr 265 499, im 7. Dienstjahr 1194 744 Kronen: Bauangestellte: administrative Hilfskräste(über 22 Jahre alt) 988 398 Kronen, administrative männliche Angestellte Mindestlohn 1 076 511, Buchhatter 1 538 530, Bautechniker 1 423 293, Architekten 1 681 809, Bauleiter 1 914 734, Baumeister und Ingenieure 2 298 600 Kronen; Elektroindustrie: Buchhalter 2 201 915 Kronen, Kassierer 1 626 251, Korrespondenten 1 446 356, Kalkulanten, Expedienten 1 532 705, Stenotypistin- neu 856 300, Telephonistinnen 877 888, Saldokonstitinnen 1 021 804, Buchhaltungsbeamte 1 302 440, Schichtenschreiber Werkstättenbeamte 1 144 132, technische Betriebsleiter 2 367 418, Chefingenieure 2 633 663, Obermeister 2 216 306, Werkmeister 1 993 237, Magazinleiter 1 347 440, Bersuchstechniker und Laboranten 1 856 516, Detailkonstrukteure 863 496, Zeichner 976 803, Vizemeister 1 813 342 Kronen; Metallindustrie: Prokuristen 2 626 467, Oberbuchhalter 2 619 271, Buchhalter 1 575 880, Kassierer 1 604 663, Maschinenschreiberinnen 755 559, Jngenieurarbeit Leistende 2 590 483, Obermeister 2 403 397, Werkmeister 1 992 163, Zeichner 1 590 272, Magazinletter 1 273 657 Kronen. Aus den„Statisttschen Nachrichten" seien nun auch noch die S t u n d e n l 5 h n e der wichtigsten Arbeiterkategorien von Ende April, und zwar für Facharbeiter, qualifizierte Hilfs- aroeiter, nichtqualifizierte Hilfsarbeiter und weibliche Hilfs- arbeiter mitgeteilt, alles dies für Wien: Facharbeiter Qualifizier., nicht�ali�.� �weibach. Baugewerbe.... 84l0 7880 6810 4620 Holzindustrie.... 6327 6089 4832 3637-3927 Steingewerbe... 6426-7344 6737-7114 4673-6278 4302-6390 Papierindustrie... 6876 4866 4291 2793 Ziegelindustrie... 4184-4793 2982 2932 1992 Bau- lind Möbeltischler 6866-7381 4961 4642 3620-4312 Metallindustrie: Kleinbetriebe?ohn 6600-6600 6670-6020 6200-6700 2618-3120 Akkord 7340-7600 6860-7210 6200-6600 3390-3870 Großbetriebe Lohn 6600-7000 6670-6060 6600-6700 2618-3300 Akkord 8010-8330 7740-8130 6300-6700 3960-4140 Tbem. Großindustrie, Extraktion!», Gas», allg.Präparate-.Teer», Sodawasserindustrie. 6922-6600 6431-6742 6229-6478 3160-3664 Dem reichsdeutschen Leser muß es überlasten bleiben, welche Schlüsse er aus diesen Zahlen ziehen will. Dollars für Gesierreich. New Zock, 11. Juni. Die Firma Morgan teilt, mit, daß die von ihr angebotenen 26 Millionen Dollar gprozentige österreichische Obligationen zum Kurse von 90 Proz. in einer Viertelstunde ge- zeichnet waren. Der Staatsrat wird am 19. Juni wieder zu Vollsitzungen zu» faminentreten. Zur Beratung steht neben verschiedenen kleineren Vorlagen der Entwurf einer Verfügung zur Aenderung der Prüfungsordnung. Nachtjchichtwechsel im Hafen. Bon P. Haupt. Gegen die riefigen Schwimmkästen der Landungebrücken, die nur wenig und widerwillig dem Wogen des Wassers folgen wie die wuchtigen Rücken rissiger Elefanten, klatschen die Wellen der Elbe nimmer müde, innner unruhig, lieber den Wassern, hier, dort, schwankende Lichter: schlafende, liegende Schiffe, die träumen von heißen Tropen oder trotzigen Felsküsten, von Häfen mit Booten, die braune uni> schwarze Menschen rudern; Schiffe, die erschauernd träumen von nassem, grauen Nebel, durch den drohend das Gebrüll der Nebelhörner ertönt, oder o»n rasendem, sturmgepeitschtem Wogengang, draußen im weiten Meer. Ein rotes und«in grünes Licht schlingen einen weiten Bogen über die dunkle Wasserfläche. Sie nähern sich. Unter ihnen wächst niedrig und platt«in Schlepperrumpf aus der Finsternis, wie ein« Traube drängt es sich um feinen Schornstein: Menschen, Arbeit.?, die um 19 Uhr Feierabend machend« Schicht von den Kohlenhedern und Krunen. Auf dem Ponton wartet die ablösende Nachtschicht. vsiettos Aussteigen, kurze Grüß«, die Nachtschicht hinein in den Schlepper, als er anlegt. Ein kurzer, rauher Pfiff, dann peitscht die Schraube das Wasser, schiebt sich der Dampfer weg vom Landung»- platz. Hinaus geht es in den Außenhafen, wo an nimmermüden Hebern müde Menschen der Ablösung harren. Die Wellen klatschen gegen den Bug, werfen sich Ihm entgegen, als wollten sie die Fahrt wehren. Bergebens, in hundert Spritzern zerstäubend, bespucken sie ohmnächtig die auf dem Borderteil des Dampfers Stehenden. Kling, ein Zeichen zur Maschine. herunter, um deren Lukendach, sich wärmend am heißen Odem, sich alles drängt. Pfahlbündel, eisengekettet, ragen auf, eine trüb« elektrische Birne faßt in ihren Lichtkreis ein halb Dutzend Arbeiter und Bureaumädel, die von irgendwelchen Ueberstunden kommen, einen Pontonteil wie drüben mit dicken schwarzen Krampen. Kurzer 2luf- enthalt, einsteigen, weiter. Weg von den Lichtern der ruhenden Schiffe geht der Weg, hinein in breites Master und Dunkel, das sich im Unendlichen zu vermischen scheint. Heimtückisch tastet einen Augenblick weißes Licht den Dampfer ab, ein schmales, hechtgleiches Gefährt flitzt vorbei— eine Polizeibartaste. Dann ist der Schlepper wieder allein. Allein mit feinem Pulsschlag der Maschine, mit dem Häuflein Menschen, die ihre Alltagsgeschichten erzählen, trotzige Witze reißen, Brotbeutel und Koffeeflasche nicht au» der Hand lassen. Funkenflug ans de» Schornstein webt einen flatternden Baldachin über sie: Himmelbett der Arbeit. Wellen spielen Schaukel mit dem plumpen Dampfer, aber unentwegt drückt die Schraube ihn seinen Weg. Der dorthin geht, wo wie ein Saurier, ein ausgestorben Un- geheuer der Urwelt, der Schwimmheber sich aus dem Wasser reckt, zwei Birnen wie Glotzaugen in dem hoch oben im Gestänge Großüeutsch unö zum Losschlagen bereit. Klärungen im Münchener Hochverratsprozest. Die gestrige Verhandlung im Münchener Hochverrats- prozeß, in deren Verlauf der Name Rupprechts von Wittels- dach eine gewichtige, noch zu klärende Rolle spielte, brachte die Vernehmung des ehemaligen Führers des Münchener Hochschulringes und Führers der Mafchinengewehrkompagnie des Blücherbundes, Pankow. Dieser Zeuge sagte aus, daß der Blücherbund großdeutsche Tendenzen verfolge und daß die Münchener Arbeitsgemeinschaft nationaler Verbände den Nücktrittder Regierung Cuno als das Zeichen zur Erhebung betrachtet würde. Damit ist eindeu- tig festgestellt, daß der Blücherbund, der sich bewußt durch die Angeklagten Fuchs und Genossen mit f r a n z ö s i- s ch e m G e l d e speisen ließ, in sehr enger Geistesverwandt- fchaft zu der deutschvölkischen Freiheitspartei steht. Er ist großdeutsch und zum Losschlagen bereit wie die deutschvölkische Partei, nur daß die Deutschvölkischen, von dem preußischen Innenminister gestellt, das zweite ableugnen im Gegensatz zu ihren Gesinnungsgenossen von der Münchener Arbeitsgemeinschaft nationaler Verbände, die offen aus- sprechen dürfen, daß sie zum gewaltsamen Umsturz bereitstehen, ohne daß sich die bayerische Regie- rung rührt. Für die bayerische Regierung ist die Aussage des Zeugen Pankow die denkbar schwerste Velasttingsprobe. Sie steht in den engsten Beziehungen zu der Arbestsgemeinschaft und muß von ihren Plänen unterrichtet sein. Wird sie aus den Zlussagen des Zeugen Pankow die notwendigen Konsequenzen ziehen, und wenn nicht, wird die R e i ch s r e g i e r u n g die bayerische Landesregierung auf ihre Pflichten aufmerksam machen? -i- München, 11. Juni. lEigener Drahtbericht.) Don den Zeugen- aussagen des heutigen Tages sind nur einige Bemerkungen des früheren Vorsitzenden des Münchener Hochschulrings, Pantow, erwähnenswert, der bis zur Bcrhoftung des Fuchs und Genosten(28. Februar) Führer der Maschinen. gewehrkompagnie im Blücherbund gewesen istl Er schildert die großdeutschen Tendenzen des Bundes, ferner die verschisvenen Parolen der Bundesleitung für ein« bevorstehende Aktion und bestätigt wiederholt, daß«in Rücktritt der Re- gi e r u n g Cuno sür die Angehörigen des Bundes Blücher und die ihm verwandten Organisationen zum Los.chlagen genügt hätte. Ob Cuno frsiwillig oder auf rein parlamentarischem Weg« zurück- getreten wäre, hätte dabei keine Rolle gespielt. Der bloß« Abgang Cunos als Reichskanzler wäre, wie der Zeuge auf wiederholtes Be- fragen angibt, für diese Leute gleichbedeutend gewesen mit dem Ausbruch des Bolschewismus. Im übrigen war de? ganze Tag ausgefüllt mtt Vorstößen des Verteidigers Grafen Pestalozza gegen die vier Belastungszeugen. Durch eine endlose Reihe von Fragen, die vom Gerichtshof als teilweise nicht zur Sache gehörig abgelehnt wurden, komplizierte er die Aussagen des Zeugen Friedmann in außerordentlicher Weife. Schließlich kam es dann auch zwischen ihm und dem Vorsitzenden zu einem heftigen Zusammenstoß. Dem Vorsitzenden riß die Geduld mit folgendem Ausspruch:„Ich finde es als eine ungewöhn- liche Art, wenn man einen Zeugen so beschmutzt, wie es geschehen ist." Das gab nun dem Verteidiger Veranlassung, in leidenschast» licher Weise gegen den Gerchtshof zu protestieren und festzustellen, daß dos Gericht feine Kompetenzen weit über. schritten habe. Damit wurde die Montagssitzung geschloffen. Knilling, der Ehrenpräsident. München, 11. Juni.(Eig. Drahtbericht.) Es hört sich wie ein schlechter Scherz an, wenn man in der„Bayerischen Staatszeitung" liest,, daß die sogenannten Vaterlündrschen Kampfver- bände dem Ministerpräsidenten Knilling das Ehrenprä» sidium angeboten haben. Wenn die Meldung der Wahrheit ent- spricht, so muß man aus diesem Wunsch der bayerischen Aktivisten schließen, daß die Gegnerschaft der von Knilling geführten bayeri» schen Regierung gegen die Nationalsozialisten und die bayerischen hängenden Maschinistenhäuschen. Einen Bogen kreist der Schlepper um das Kohlenschiff, das massig, wartend seiner Entleerung an den Heber sich drängt. Ping, ping, Maschinenzeichen, rückwärts wüh- lend, bremst die Schraub«, der Schiffsjunge springt aus, wirst die Tauschsinge um die Krampen, widerwillig folgt der Dampfer der Fessel, legt sich an den Ponton des Heber». Die abgelöste Schicht springt hinein, die neu kommende auf den Heber. „Alles in Schuß?" „Iao—" Los dos Tau, die Schraub« beginnt zu arbeiten, das Steuer» rüder drückt den Dampfer zum Wenden: heimwärts. Dem Bug entgegen blinken wieder Hofen» und Echiffslaternen, das rote und das grüne Auge des Schleppers winken dem Landimgsponton zu: Wir kommen. Lang dünkt die Fahrt, trotzdem die Maschine zu arbeiten scheint wie ein Renner im Endspurt. Dichter und dichter weben Funkmflug und Rauch den Baldachin, bis schließlich die Landungsbrücken links aus dem Dunkel tauchen. Vis schließlich die Schraube, wieder rückwärts drehend, bremst, da» Steuerruder den Schlepper an den Ponton drückt. Der Schiffs» jung« springt mit dem Tau heraus, legt den Dampfer fest, in eisigem Gewimmel drängen die Abgelösten dem Land« zu. Do die Lcmdungebrllcke zum festen Land hinüberführt, eine Gruppe grüner Polizei, Zollbeamte dazwischen, wie absichtslos. Wo aber ein Ruck- sack, ein Brotbeutel ihnen merkwürdig prall vorkommt, tasten und untersuchen sie. Unterdrücktes Fluchen, kurze Fragen, ebensolche Antworten. Die nicht Aufgehaltenen schreiten rüstig aus, zur Straßenbahn, zur Hochbahn. Hinein in die Stadt, deren Hafenviertel lebt im grellen oder schwülroten Licht der Hafenkneipen, in den Musitflittern, die aus den geöffneten Türen lockend über die Straß« schwirren, im Gesang und Gelächter ausspannender Seeleute, im ruhigen, bedachtsamen Partouillenschritt nachsichtiger Schutzleute. Lotteriegeschichlen. Die Misere unserer Geldentwertung kommt auch in den Lotterieplänen der deutschen Klassenlotterien zum Ausdruck. Einstmals waren 500 000 Mark der Hauptgewinn; aber um solcher„Kleinigkeiten" wegen würden in Deutschland heute nur wenige ein Lo» kaufen, und daher werden sowohl dl« Einsätze wie die Gewinn« von Lotterie zu Lotterie erhöht. In der Preußischen Lotterie kann man das nächstemal schon 100 Millionen Papiermark einheimsen, was zwar ein ganzer Mund voll, an wirklichem Wert aber trotz der vielen Nullen nur wenig ist. Da ein« Million Papier- mark, am Kurf« der vollwertigen Währungen gemessen, gegenwärtig gerade 50 Goldmark sind, so gewinnt der Glückliche, der in 6 Mo- naten den Haupttreffer von 100 Millionen Mark macht, in Wahrheit nur 5000 Goldmark, wobei immer noch vorausgesetzt werden müßte, daß die Papiermark bis dahin ihren gegenwärtigen„Wert" beibehält. Und da sich beim glücklichen Gewinner des Haupttreffers alsbald als Gratuiant wohl auch der Steuerfiskus einstellen dürfte, um ihm einen beträchtlichen Teil des Gewinns in Gestalt von Vermögens- Stoßtrupps, die doch das treibende Clement in diesen Kampfver» bänden sind, von diesen in keiner Weise ernst genommen wird. Auf Grund eines solchen Ehrenpräsidiums bestände wohl kaum ein Zweifel mehr darüber, daß Hitler und die bayerische Rc- gierung in Zukunft miteinander gemeinsam? Sache machen. Infolge der Vorgänge am 1. Mai ist bekanntlich der damalig« Vorsitzende der„Vereinigten Baterländischen Verbände" Münchens, der aktioistische Herr Z e l l e r, von seinem Posten zurückgetreten gder besser verdrängt worden. An seine Stelle wurde nun der frühere Stadthauptmann Küber zum Vorsitzenden gewählt. Er hat fol- gendcs Programm aufgestellt: Rückkehr zuKahr, Schaffung des Staatspräsidenten, Kampf gegen die Repu- blikschutzgesetze, den Staatsgerichtshof und gegen die Weimarer Verfassung, Wiederherstellung der Wehrhaftigkeit unter Erfassung der Jugend. Die Drotverbilligung. Alles drückt sich vom Zahlen. Im Dolkswirffchaftlichen Ausschuß des Reichstages wurde am Montag die Debatte über die Aufbringung der Mittel zur Brot- Versorgung für die Sozial» und Kleinrentner, Erwerbslosen usw. fortgesetzt. In den bürgersichen Parteien sind die kapitalistischen Elemente mit ungeheurem Eifer am Werk, die Abgabe, die zur Brotverbilligung erforderlich ist, auf das denkbar m e d r i g st e Maß herabzudrücken. Selbst bürgerliche Redner sehen sich deshalb zu der Feststellung gezwungen, daß die Landwirtschaft zwar die Aufbringung der Getreideumlage mit dem Versprechen erkauft habe, nur die Bedürftigen zu schützen, daß sie ober schon jetzt nur das«ine Ziel kennt, sich dieser bereits gesetzlich festgelegten Verpflichtung zu entziehen.— Die sozialdemokratischen RÄmer forderten, daß die Erwerbslosen, wie dies dem früheren Beschluß des Reichstages enffpricht, unter allen Um. ständen mit in den Kreis der D.-rbilligungsberechtigten einbezogen werden. Sie waren auch die einzigen, die den Antrag der Regierung auf Erhöhung der Abgaben um das Zehnfache unterstützten, während die bürgerlichen Parteien diesen Betrag für viel zu hoch bezeichneten. Vom Abg. Schlack(Ztr.) wurde die V e r o i« r- fachung beantragt, doch soll, falls diese Summe nicht ausreicht, die Nacherhebung des Fehlbetrages mit Zustimmung des Reichsrates und Reichstages möglich sein. Die Rechte gar wollte den drei- fachen Betrag zugestehen und wandte sich außerordentlich heftig gegen die von Schlack" beantragte Sicherungsklausel. Am schlimmsten benahmen sich die Demokraten. Der Abg. K e i n a t h beantragte Aufbringung der Mittel in vier Raten, wobei der erste Termin der 1. Ottober fein soll. Nach langwierigen Erörterungen, bei denen es zu teinerl n Uebereinstimmung der verschiedenen Anschauungen kam, wurde die Sitzung oertagt. Das«rbsolute Durcheinander bei den bür» gerlichen Parteien und die starten Bemühungen, der Auf» bringung der Mittel nach Möglichkeit zu entgehen, wird leider unter. stützt durch das Finanzministerium. Es nimmt überhaupt keine Stellung, obwohl ihm doch die Verantwortung dafür zukommt, daß der Gesamtbetrag der Berbilligungszuschüste aufgebracht wird. So besteht auch jetzt wieder die große Gefahr, daß eine ähnliche Komödie bei bx Erhöhung der Zwangsanleihe für diesen be» sonderen Zweck aufgeführt wird, wie feinerzeit bei der Schaffung der Zwangsanleihe, nur mft dem Unterschied, daß diesmal nicht das Reich, sondern die Rentner der betrogene Teil sind. Die Gldenburger Wahlen. Oldenburg, 11. Zunl.(WIB.) Ergebnis der Landkagswahlen. Es erhielten: Tantzen(Vemokral) 9 Sitze(1020; 7 Sitze). Dannemann(Deutsche Volkspartei) 9(13). vorchfeld(Deutsch- nationale Volkspartei) 3(1), Ries er(Zentrum) 9(11). Hug (vereluigte Soztaldemokraeische Partei) 11<10) und Anabhängige Sozialdemokraten 0(S) Sitze, Kommunisten 2 oder 3(0). Die Deutsch-Völkische Frelheitspsrtei hat gegen den Nebergaug de? durch den Tod de» Abg. v. Araun erledigten Reichstags- Mandats an den Volksparteiler Prof. Kabl Protest erhoben und beansprucht da» Mandat für sich- Die Angelegenheit wird das Wahlprüfungsgericht beschäftigen. steuer, Zuwachssteuer, Zwangsanleihe usw. wieder abzunehmen, so bleibt ihm von dem.Riesengewinn", bei Lichte besehen, nicht viel übrig. Trotzdem wird das Lotteriesviel auch jetzt nicht aufhören; hat es doch für viele einen princkelnden Reiz. Auch die mancherlei seltsamen Erlebnisse von Lotteriespielern veranlassen viele, die es gar nicht nötig haben, immer wieder bei Fortuna ihr Heil zu versuchen. Der Zufall spielt fteilich beim Lotteriespielen gelegentlich eine seit- sam« Rolle. So befand sich, e» war noch in Friedenszeiten, einmal ein Journalist aus Chrlstiania in den Tagen der Ziehung der Preußischen Klassenlotterie gerade in Frankfurt a.M., wo er im Hotel zwei Herren kennenlernte, deren einer bedauerte, fünf Mark für ein Zehntello»„hinausgeworfen zu haben". Sein Freund erbot sich, es ihm abzukaufen. Am nächsten Tage kam die Nummer, mit einem Gewinn von 10 000 Mark heraus. So geschah es auch vor mehreren Jahren, daß der Hauptgewinn einer belgischen Lotterie— 150 000 Francs— nicht abgeholt wurde. Trotz aller Ausschreibungen meldete sich der Besitze? des Loses lange Zeit nicht. Endlich wurde dos Rössel gelöst. Wenige Tax« vor der Ziehung ivor ein belgischer Erudenarsteiter einem Unglück zum Opfer gefallen; nach Brauch und Sitte wurde er in seinen Sonntagskleidern bestattet. Erst noch längerer Zeit erinnerte sich fein« Familie, daß er«in Los der Aus- stellungslotterie erstanden hatte, und daß dieses Los sich wahr- scheinlich in der Tasche des Anzuges befinde, in dem«r zur letzten Ruhe getragen worden war. Die Familie erdat und erlangte auch die Erlaubnis der Behörde, den Sarg noch einmal zu öffnen, und in der Tat fand man in der Westentasche des Toten das kostbare Papier, da» die Nummer de» Hauptgewinns aufwies. Der Pflanzen-Zauberer. Die Stadt Santa Rosa im Staate Kalifornien ist dabei, ihrem berühmtesten Mitbürger, Luther Bur- dank, dem„Pslan�n-Zauberer", wie er in Amerika und über dessen Grenzen hinaus genannt wird, zu Ehren einen Park zu errichten, der die Bezeichnung Zauberwald mit gutem Rechte verdient. In diesem Part sollen tunlichst sämtlich« Schöpfungen dieses Züchters vereinigt werden, als da sind: der dornenlose Kaktus, die Pflaume ohne Kerbe, der schwarze Walnußbaum, der schon in zehn Jahren schlogreif ist anstatt in hundert, und ferner olle Reu- schöpfungen, die von Burbank, dem trotz seiner 75 Jahre noch sehr Rüstigen, zu erwarten sind. Vor 50 Jahren hat Burbank, damals «in tranker Medizinstudent, sich in Santa Rosa niedergelassen und eine Baumschule gegründet. Im dritten Jahre feines Unternehmens wurde ihm der erste groß« Erfolg zuteil. Ein ungeduldiger Obst- züchter oerlangte 20 000 Stück jung« Pflaumenbäum«, die innerhalb von zehn Monaten zum Verpflanzen zur Verfügung stehen sollten. Als alle alteingesessenen Baumschulenbesttzeer die Lieferung als unmöglich ablehnten, übernahm sie Burbank. Da die Jahreszeit bereits zu weit vorgeschritten war. konnten nur noch Mandelkern« ausgelegt werden. Burbank legte 20 000 Kern« in feuchten Sand und deckte sie mit Tüchern zu. um Feuchtigkeit und gleichmäßige Temperatur zu bewahren. Sobald sie aufgegangen waren, wurden den jungen Pflanzen Triebe von Pflaumenbäumen aufotuliert und in wenig mehr als einem Jahre konnten 19 025 von ihnen zur Ver- Pflanzung fertig abgeliefert werden. 1876 gelangte die Burbank- Kartoffel oder„Patala" zur Einführung, die nach einer Aufstellung des landwirsschoftlichen Departements tu Washington«wen jähr- Ein Justiz/ tanöal. Cs ksi schlimm, daß in Deutschland immer wieder von Äustizskandalen geredet werden muß. Hier ist ein neuer oder eigentlich schon alter. Es handelt sich um das Disziplinarverfahren gegen Eisen- bahner, die im Februar 1922, vor 17 Monaten, gestreikt haben und gegen die immer noch das Disziplinarverfahren„schwebt�. Es sind darunter Eisenbahner, die im Ruhrgebiet die ganze Last der französischen Zwangsbesetzung auszuhalten haben, aber dabei gewärtig sein müssen, auf disziplinarischem Wege entlassen zu werden. Es ist ein himmelschreiender Skandal, daß diese Disziplinarverfahren noch nicht niedergeschlagen sind. Und nun das Verfahren bei den Disziplinarkammern! Es zeigte sich, daß die Praxis sich so auswirkte, daß die doppest und dreifach gesiebten monarchistischen Disziplinarrichter die sozialdemokratischen Beamten„abkehlten", nicht weil man ihnen irgendwelche Vergehen nachwies, sondern weil sie glaubten, das Streikrecht zu haben. Führend war hierin die Potsdamer Disziplinartammer unter dem Vorsitz des durch und durch deutschnationalen Landgerichtspräsidenten W i m m e r, für den zur Verurteilung jedes Angeschuldigten die Bejahung seiner Suggestivfrage genügte, daß er glaubte, das Streikrecht zu haben.„Vorwärts",„Freiheit" und„Freier Beamter" haben seinerzeit an der Hand einzelner Fälle diese Praxis des Herrn Wimmer eingehend nachgewiesen. Nach dem Nathenau-Mord löste man diese staatsgefähr- lichen Kammern auf und versuchte, sie mit republikanisch an- gehauchten Personen neu zu besetzen. Ein Beweis für die monarchistische Mentalität unserer auf die Republik vereidigten höheren Beamten war und ist es, daß es bis heute nicht gelungen ist.dieKammern neuzu bilden. Auch hier tut sich die Potsdamer Richterschaft wieder hervor. So- lange Wimmer dort Landgerichtspräsident ist, findet sich kein Richter, der bereit ist, der neuen Kammer anzugehören. Der Schlüssel für dieses Verhalten liegt nicht zuletzt darin, daß Herr Wimmer die Personalakten der Potsdamer Richter führt und kein Richter es daher wagt, einer neuen Kammer, die ohne ihn gebildet werden muß, anzugehören. Deshalb können seit der Auflösung der Kammern keine Termine zur Erledigung der schwebenden Sachen angesetzt werden. Deshalb auch beziehen die mit der Einleitung des Disziplinarverfahrens«beehrten" Beamten seit nunmehr 17 Monaten keinerlei Gehalt, da die Verwaltung zu alledem vollkommen gesetzwidrig sich weigert, denselben die Hälfte ihres Diensteinkommsns zu zahlen. Wie lange soll dieser Skandal noch andauern? Der Borsitzende des Disziplinarhofs in Leipzig, Reichs- gerichtspräsident Simons, begründet fast jedes Berufungs- urteil mit der Feststellung, daß die Republik eigentlich wich- tigeres zu tun hätte, als sich mit diesen ganz aussichtslosen Sachen zu beschäftigen. In diesem Sinne spricht er sich ja auch in seinem bekannten Briefe vom 13. Februar d. I. an Herrn Gröner aus. Dieser selbst hat mehrfach, im Kabinett wie im Reichstage, versprochen, die schwebenden Sachen mit der groß- ten Milde und Schnelligkeit erledigen zu lassen. Er tut das, da er weiß, daß infolge der Richtbildung der Kammern diese Versahren in der ersten Instanz nicht erledigt werden können. In Berlin und Potsdam schweben Fälle, die in den inzwischen verflossenen 17 Monaten noch nicht einmal verhan- d e l t w u r d e n. Es ist nachgerade Zeit, diesem offenbaren Iustizskandal, der eine Sabotierung des republikanischen Ge- dankens in der Beamtenschaft bezweckt, endlich einmal ein Ende zu machen._ Arbeit ües Markuntersuchungsausschusses. Der Untersuchungsausschuß des Reichstage, zur Prüfung der Vorgänge beim Zusammenbruch der Stützungsaktion für die Mark hielt ani Montag eine interne Sitzung ab. In der das weitere Vor- gehen beraten wurde. Der Ausschuß beschloß, in einer internen Sitzung am Mittwoch zur Frage der Handelsbilanz Vertreter des Statistischen Reichsamtes und zur Frage der Devisen« lichen Mehrertrag für die amerikanische Landwirtschaft in Höh« von 17 Millionen Dollar ergibt. Allerding- blieben die Experimente Burbanks nicht ohne ihre bisweilen komischen Rückschläge. So l)att« er einmal«ine Walnutzart mit einer papierdünnen Schal« gezüchtet, die leicht zwischen den Fingern zerbrochen werden konnte: aber die Vögel bekamen bald heraus, datz ihnen die gut« ,,rucht zugänglich war, und fratzen den neu gezüchteten Baum teer, so datz dieser zurückgezüchtet werden mutzte. Ein Zubiläum der deutschen VibNographie. Di« Halbjahrkver- zeichnisse der Reuerscheinungen aus dem deutschen Büchermarkt, die bis 1916 von dem Hinrichlchen Verlag und seitdem vom Buch- häitdler-Börsenverein in Leipzig herausgegeben werden, sind dre Grundlage der deutschen Bibliographie. Im Börsenblatt für den deutschen Buchhandel erinnert Ludwig Schoenrock daran, datz 125 Jahre vergangen sind, seit 1798 der erste Hinrichsche Katalog erschien. Bis zum Jahr« 1819 erfolgte die Titelaufnahm« auch ohne wirkliche Eintzmdung der Neuigkeiten, seitdem aber wurde die Vor- lag« eines Exemplars unbedingt gefordert und damit erst die deutsche Bibliographie auf ein« sicher« Grundlage gestellt. Im Jahr« I8IX1 verzeichnet« die in dem Jahre neu erschienenen Bückier mit Lö94 Titeln, während es 1922 35 829 Titel waren. Die Zunahm« der Büchererzeugung wird durch folgende Ziffern beleuchtet: 1319: 2855, 1829: 3639, 1839: 7281, 1849: 9191, 1879: 19 958, 1889: 14 941, 1899: 18 875, 1999: 24 792, 1610: 31 281, 1920; 82 3£4. Der neueste chalbjahrskatalog, der die zweite Hälfte von 1922 umfaßt, verzeichnet 17 527 Titel, davon 16 593 Bücher und 1924 Zeitschristen. So schreitet die Registrierung der deutschen Büchererschetnungen rüstig fort und stellt in den bis jetzt vollendeten 259 Bänden eine Leistung dar, die für da» deutsche Schrifttum und Geistesleben von hohem Wert ist. Ein armenisches Zentralmufeum. Die so schwer heimgesuchte Bevölkerung Armeniens kann sich jetzt, wo sie«in ruhiges politisches Leben führt, der Pfleg« der großen Pergangenheit zuwenden. Ein Zeichen dafür wird u. a. die Errichtung eines staatlichen armenischen Zentralmuseums in E r i w a n fein. Wie nach einem Bericht des deutschen Generalkonsuls in Tiflis in der„Kunstchronik" mitgeteilt wird, soll das bereits vorhandene Museum zu einem Sammel- und Mittelpunkt der armenischen Kunst und Kultur ausgebaut werden. In verschiedenen Gebieten des Landes werden jetzt Ausgrabungen und Forschungen vorgenommen, die das Museum um«ine neue Ab- teilung bereichern sollen. Nicht nur die aus Armenien selbst stammenden Schätz« werden hier vereinigt, sondern es gelangt hier- her auch das ganze Material aus dem Gebiete der durch den Sowjet- bund zusommennesck'losienen Ländern, das auf die Vergangenheit des armenischen Volkes Bezug hat. So stnd ln letzter Zeit 140 Kisten au» Moskau zur Aufstellung«ingetroffen. Die Sammln»«»er Abgüsse na» Werken antiker Kunst in der ItniverMl. Eingang Dorotbernstroiie. ist zurzeit jeden Donnerr4ag, nachm. 4 bis 7 Uhr sstait wie bisher vormittags), allgemein zugänglich. In»er«rohen VolkSof-.rr gasilert Kammersängerin Tharle» Cahier am Freitag als»?lzucena-. Das internationale Kammermufiksest in Salzburg findet nun doch, und zwar vom 2. bis 1 August, statt. beschaffung für die Eisenbahn Vertreter des Reichsverkehrs- Ministeriums zu hören. Am Montag, den 18. Juni, soll eine ösient- liche Sitzung stattfinden. Geheimrat G l e i m i u s, der Leiter der Devisenprüfungsstelle und der Börsenkommissar Lippert sollen über die Vorgänge vor und am 18. April vernommen werden. Am folgenden Tage soll die Vernehmung erfolgen zu demselben Gegen. stand von Direktor Wassermann(Deutsche Bank), Melchior (Hamburg) sowie der Herren Bernhard(„Voss. Ztg."), P i n n e r („Berliner Tageblatt") und O e s e r(„Frankfurter Ztg."). Es herrscht Uebereinstimmung im Ausschuß, datz die Bernehmung aller Zeugen unter Eid erfolgen soll._ Sabotageakte„verbrecherischer Leichtsinn�. Eine Warnung bayerischer Behörden. Die bayerische Kreisr cgi e rung für die Pfalz in Speyer veröffentlicht folgende Warnung: „Die Regierung der Pfalz sieht sich veranlaßt, aufs neu« von Anschlägen auf die Eisenbahnanlagen dringend zu warnen. Wenn die Täter derartiger Handlungen vom vaterlän- bischen Gesichtspunkte aus zu handeln vermeinen, so zeugt dies von einer unbegreiflichen Kurzsichtigkeit und entschuldigt nicht den ver- brecherischen Leichtsinn. Mit jenen Handlungen wird gar nichts erreicht, was dem Vaterland irgendwie nützen könnte. Also Besonnenheit und Ueberlegung!" Diese Warnung steht im scharfen Gegensatz zu der Schreib- weise nicht nur der deutschvölkischen und deutschnationalen Presse, die derartige Akte als Heldentaten feiert. Sie beweist, daß sich in der Praxis eine derartige Ideologie nicht auf- rechterhalten läßt. Für diejenigen, die auch den Fall Schlageter für ihre Hetze gegen den preußischen Innenminister mißbraucht haben, ist die bayerische Warnung eine glatte Abfuhr. Lohnregelung im Sergbau. Bei den Lohnoerhandlungen im Bergbau, die gestern lm Reichs- arbeiksministerium stattfanden, hat ein Schiedsgericht unter Vorsitz des Oberbürgermeisters 2 a r r e s- Duisburg für die westlichen Sohleureviere einen Schiedsspruch dahin gefällt, datz die Löhne ein- schlietzlich der sozialen Zulagen, die darin einbegriffen sind, je Schicht ab 15. 3uni um durchschnittlich 15000 Mark erhöht werden. Für das oberschlesische und für das nlederschlesische Steinkohlenrevier kam ans der Grundlage dieses Schiedsspruchs eins Einigung der Parteien dahin zustande, datz die Löhne in Oberschlesien in voller höhe des Satzes für das Ruhrrevier, die für das niederschlesische Revier mit einer durchschnittlichen Erhöhung von 13 5 00 ZN a r k je Schicht vereinbart wurden. Für die übrigen Reviere waren Schlichtungs- Verhandlungen am Abend noch im Gange. der obersihlesische Streik.. Breslau, 11. Juni.(Eigener Drahtbericht.) Die gewerk» s ch a f t t i ch e n Vertretungen des oberschlesischen Industriegebiets haben aus Anlaß der kommunistischen und unionistischen Agitation an die Arbeiterschaft einen Aufruf gerichtet, in dem sie ihr« Mit- glieder auffordern, im eigenen und im Interesse ihrer notleidenden Familien bei der Arbeit zu verbleiben. Nach dem Ver- lauf des Montagnachmittags zu schließen, dürfte dieser Aufruf seine Wirkung nicht verfehlen. Die arbeitswilligen Elemente haben zum Teil versucht, sich mit Gewalt Einsatz in die Betriebe zu verschaffen. Auf die kommunistischen und unionistischen Agitatoren hat dieses Verhalten gewirkt. In amt- lichen Kreisen glaubt man, daß der Streik bereits abflaut. Der Umsturz in Sulgarien. Köln, 11. Juni.(WTB.) Wie der„KAmscheu Zeitung" au» Belgrad gemeldet wird, ist die bulgarische Grenze gegen Südslawien seit gestern früh gesperrt. Auf der bulgarischen Grenzstation Dragoman werden olle Reisenden von revolutionären Ofsizi.'ren aufs strengste revidiert. Seit dem Umsturz ist gestern früh der erste Etsenbahnzug aus der Grenzstation Zaribrod angekommen. Wie nachträglich bekannt wird, sind während des Umsturzes am Sonn- abend 89 Gendarmen und fünf Polizeibeamte getötet worden. Das neue bulgarische Kabinett. Der neue bulgarische Ministerpräsident, Professor Alexander Zan ko w, ist eine der populärsten Persönlichkeiten in Bulgarien. Nach der Absoloierung des Gymnasium» in Linz besuchte er die Universität in Sofia. Ale Stipendiant der Universität in Sofia kam er nach Deutschland und war in Breslau, Berlin und München Schüler der hervorragendsten deutschen Staatslehrrr. Nach feiner Rückkehr übernahm er den Lehrstuhl für Nationalökonomie an der Universität Sofia und wurde in Jahre 1929 zum Rettor her Universi- tät gewählt. Als Leiter der Fürsorgedirektion hat er während des Krieges die Volksernährung organisiert. Um der Tyrannei der jetzt gestürzten Regierung Stamboliiski entzegenzuwirken, hat er eine parteilose politisch« Gruppe unter dem Namen„Naroden Sgowor" um sich gesammelt. Im Organ dieser Gruppe„Slowo" übt« er scharfe Kritik an der Diktatur Stamboliiskis. Im neuen Kabinett übernimmt Professor Zan low die Porte- feuilles des Außen- und Kriegsministeriums. Andere Mitglieder des Kabinetts stnd: Finanzministcr: Peter Todoresf(Radikal): Berkehreminister: Dimo K a s a s o w(Sozialdemokrat): Minister de» Innern: Russeff(parteilos) Wohlfahrtsmintsterium: Ienko Sie» jentscheff(Demokrat) Handelsminister: Zwsatko Bobo- s ch e w s k i(Lolkspartei): Iustizmimstcr: Bojan Smiloff(Na- tionalliberal): Ackerbauminister: Profestor Jancki M o l o f f(So- zialdemokrot).___ Die üeutsch-polnisiben öeziehungen. Der neue polnische Außenminister S e y d a Hot dieser Tage über das Verhältnis Polens zu Rußland und Deutschland im Senats- ausschutz eine Red« gehalten, die in der polnischen Preste lebhaft kommentiert wird. Das Zentralorgan der Sozialistischen Partei Polens,„R o b o t n i k", schreibt darüber: „In der Rede Seydas spiegelt sich der Gedankengang eines Rustophilen wider, der weder Rußlands Zusammenbruch auf dem Schlachtfelde noch sein« innere Revolution als Faktoren betrachtet, die zur Errichtung des selbständigen Polens beigetragen haben. Herr Seyda schweigt einfach darüber und glaubt nur in dem Niederbruch Deutschlands den„Grundstein unserer Verein!- gung und Unabhängigkeiten" zu sehen. Und dann verkündet Seyda in Uebereinstimmung mit der nationaldemokratischen Doktrin die Notwendigkeit eines feindlichen Verhältnisses zwischen Deutschland und Polen. Er spricht es nicht direkt aus, aber dies ist der Inhalt seiner Beweisführungen. Während er gegenüber den„östlichen Nachbarn" mit aller Energie und mit Recht„die klaren und ent- schieden friedlichen Absichten" der polnischen Regierung unter- streicht, tut er das nicht hinsichtlich unseres deutschen Nach- barn. Deshalb ist das auch keine echte und konsequente Friedenspolitik. Diese erheischt, daß sowohl gegenüber Deutschland wie Rußland unsere berechtigten Interessen verteidigt werden, daß aber alles Unterlasten wird, was zur Derfeindung bei- trägt. Es gilt, einer Verständigung zuzustreben, nicht aber einer systematischen Verhetzung. Herr Seyda aber sprick� versöh- nend nur zu dem Osten, während er gegen unseren westlichen Nachbarn ein ganz anderes Maß anwendet. Wie sich Herr Seyda die weiteren polnisch-deutschen Beziehungen vorstellt, sagt er nicht. Das sind aber Dinge, die zu erwägen man alle Ursache hat, und wäre es auch nur aus Rücksicht auf unsere wirtschaftlichen Be- Ziehungen Dieses klare, unzweideutige Bekenntnis des führenden Organs der Sozialistischen Partei Polens zu einer Politik konsequenter Per- ständigung mit Deutschland wird sicherlich auf die polnische Oesfent- lichkeit ihren Eindruck nicht verfehlen. pilsuüskis Rücktritt. Warschau, 11. Juni.(OE.) Der Staatspräsident hat die Demission Pilsudskis vom Posten des Stabschefs der polnischen Armee angenommen und zu seinem Nachfolger den General Stanislaw 5) all er ernannt. Der neue Stabschef, der mit dem„politischen" General und gegenwärtigen Sejmabgeordneten Josef Haller nicht zu verwechseln ist, hat denselben Posten bereits in den Iahren 1919/29 bekleidet und im polnisch-rustischen Kriege von 1920 einen höheren Kommandoposten erfolgreich versehen. Seine Ernennung traf ihn in Frankreich, wo er zu Studienzwecken weilte. Note Tstbitscherins an Sie Schweiz. Bern, 11. Juni.(TU.) Tschitfcherin hat in der Angelegenheit der Ermordung Worowskis«ine neue Not« an den Schweizer Bundesrat gerichtet, in dem er den Standpunkt der Schweiz zurück- weist und sie nochmals moralisch für den Mord verantwortlich macht. Er beharre auf den in seiner Not« verlangten Entschädigungen und mache darauf aufmerksam, daß die Haltung der Schweizer Behörden schwere Folgen nach sich ziehen könne. Der Bundesrat hat heute beschlossen, auf diese Note wegen ihres beleidigenden Inhalts nicht zu antworten. Soziale Neuorönung im Sergbau Die Unternehmer künden Kohlenpreiserhöhungen an! Auf der Tagesordnung der gestrigen Reichstagssitzung stand zunächst die zweite Beratung des Reichsknappschasts- g e s e tz« s. Arbeitsminister Dr. Braun«: Der Entwurf soll eine tragfähige Grundlage schaffen für ein« einheitliche sozialpolitische Versicherung aller ArbeiMehmer im Bergbau. Die Sonderstellung des Berg- baues entspricht seiner wirtschaftichen Bedeutung. Die gefahrvolle Arbeit des Bergmanns ist eine Hauptstütze unserer Vokswirtschaft, und daher ist der Anspruch des Bergmanns auf ausreichende Für» sorg« berechtigt. Im Endergebnis kommt diese Versicherung trotz der sozialen Belastung für den Bergarbeiter doch wieder der ge-, samten Volkswirtschaft und dem Bergbau zugute. Die neue Fastung des Entwurfs beruht auf einer Verständigung der Parteien im Volkswirtschaftlichen Ausschuß des Reichstags. Mit den Aende« rungen durch den Ausschuß ist die Reichsregierung im allgemeinen einverstanden. Die Reichsrcgierung steut sich mit dem deutschen Volke, daß der von mir persönlich seit Jahrzehnten befürwortete Wunsch der Bergleute, ein Reichsknappschastsgesetz zu erhalten, nunmehr endlich seine Erfüllung erhalten soll.(Beifall.) Abg. Zanschek(Soz.): Die Bergarbeiter haben ihre Versicherung aus eigenen Kräften geschaffen. Wir haben in den-einzelnen Land» tagen wiederholt oersucht, Verbcsterungcn zu schaffen, aber durch die Entwicklung verloren die Arbeiter sogar wohlerworbene Rechte, sie verloren die Anwartschaft beim Ortswechsel. Zurzeit herrscht im Knappschaftswesen groß« Zersplitterung, worunter die Kranken- Versicherung sehr zu leiden hatte. In den Ausschußbeschlüssen vermissen wir eine obligatorische Vorschrift darüber, daß in jedem Bezirk eine besondere Krankenkasse bestehen muß. Di« Vorschriften über die Pensionskasse sind er- heblich verbessert worden, die Aufnahm« ist erleichtert. Wer zur Grubenarbeit zugelassen ist, hat nunmehr unter allen Umständen ein Recht,„in die Pensionskasse aufgenommen zu werden. Der Ausschußbeschluß, wonach der Pensionsanspruch nach 26jShriger Tätigkeit im Bergbau bedingungslos erworben ist, entspricht einer alten Forderung der Bergarbeiter. Die harte Arbeit unter Tage rechtfertigt diesen Anspruch. Die Einschränkung, daß das fünf- zigste Lebensjahr zurückgelegt jein muß, ist g e g e n u n- s e r e n Willen angenommen worden. Bei der Wahl der Knapp- fchaftsältesten muß das System der Verhältniswahl streng durchgeführt werden. Das Knappschaftsgesetz ist nur ein Teil des Reichsbergqesetzcs, dessen Erledigung nicht länger verschoben werden darf. Wir haben ein Reich, eine Republik, aber eine Menge verschiedener Berggesetze. Möge die Republik durch ein einheitliches Berggesetz bald eine Kräftigung erfahren.(Beifall bei den Sozial- demokraten.) Abg. Imbusch(Z.): Ich unterstütze den Wunsch des Vorredners nach Schaffung eines einheitlichen Bergrechts. Hsr vorliegende Entwurf liefert endlich das erforderliche Rahmengesetz, das aber auch Richtlinien für die Einzelheiten, namentlich für die Leistungen der Versicherung, enthält. Den Knappschafisvcreinsn muß die Möglichkeit gegeben werden, das angesammelte Geld wert- beständig anzulegen, damit nicht wieder wie bisher Der- lusts eintreten können. Die A e r z t e f r a g e hat im Entwurf leider nicht mitgelöst werden können, sie bleibt besonderer' Regelung vor- behalten, die allerdings dringend erforderlich ist. Abg. Winnefeld(D. Vp.): Es ist zu begrüßen, daß alle im Bergbau beschäftigten Arbeitnehmer in die Versicherung ein- bezogen sind. Das Schmerzenskind der Vorlage war im Ausschuß der§ 29, der über das Eintreten der Altersinvalidität mit 50 Jahren entscheidet, wenn keine andere gleichwertige Lohnarbeit mehr verrichtet wird. Die Regierung hat uns im Ausschuß über die Auslegung der gleichwertigen Lohnarbeit be» ruhigend« Erklärungen abgegeben. Der Ausschuß war darin einig, daß die Inoalidenpension und die Teuerungszulagen zusammen bei sünfundzwanzigjähriger Dienstzeit mindestens 49 Prozent des Durchschnittslohnes betragen müssen. Eine Erhöhung auf 59 Prozent wäre wüns6)enswert gewesen, aber die 49 Prozent bedeuten immerhin einen großen Fortschritt. Auch in bezug auf das Umlageverfahren kann man den Ausschuß- beschlüssen zustimmen. Dieses Gesetz wird nicht ohne Einfluß auf die kohlen- preise bleiben, aber die Allgemeinheit mutz zur Sicherung der Vergarbeiler beitragen. Meine Freunde erklären, daß sie trotz mancher Bedenken für dieses Gesetz stimmen werden. Wir wollen die Bergarbeiter in ihrem Abwehr kämpf an der Ruhr unterstützen.(Beifall rechts.) Abg. Ziegler(DcmF: Wir billigen die Bedingungen, unter denen allein besondere Krankenkasten errichtet werden können. Die Einführung der Selbstverwaltung ist ein wesentlicher Fort- schritt. Auch in den anderen Zweigen der Sozialversicherung sollte die Selbstoerwaltung noch weiter ausgebaut werden. Die Der- hältniswahl der Knappschastsältesten wird mancherlei Schwierig- ketten bringen, aber man wird ihrer gewiß Herr werden. Die Wählbarkeit der Invaliden ist ein Fortschritt, ebenso die Vertretbarkeit durch Sachverständige, auch, wenn dies« nicht mehr im Bergbau tätig sind. Ohne die Mitwirkung der Orqanisakionen der Arbeilnehmerschast ist heute die Erhalkung des Staates un. möglich. Dann müssen diese Organisationen auch in der Versiehe- rung eine entscheidende Mitwirkung haben.(Beifall bei den Dem.) Nachdem Abg. Schwarzer(B. Vp.) dem Gesetz zugestimmt hat wird die weitere Beratung auf Dienstag 2 Uhr vertagt Schluß 6 Uhr. Gewerkschaftsbewegung Immer schimpfen. Stellungnahme ermöglicht die Aufrechterhaltung der Zusammenarbeit mit den skandinavischen Gewerkschaften. In bezug auf das Berhältnis zur Sozialdemokratischen und Kommunistischen Partei murde ein Beschluß gefaßt, der die formelle Neutralität herstellt, die lokalen Verwaltungsstellen aber berechtigt, sich einer der beiden politischen Parteien anzuschließen unter Wahrung der Freiheit des einzelnen Mitgliedes. In der Organisationsfrage sprach der Entwurf wurde aber wegen seiner Unzulänglichkeit an die Kom kongreß sich für die Industrieverbandsform aus. Der vorliegende mission zurückverwiesen, was tatsächlich eine Verschiebung der Frage bis zum nächsten Kongreß bedeutet. Zum Borsitzenden wurde der wegen Hochperräterei in Haft Seit Monaten wird in der Gewerkschaftspreffe die Frage einer wertbeständigen Lohnregelung diskutiert. Auch der„ Borwärts" hat Lich Grund genug für die„ Rote Fahne", darüber herzuziehen. Diese in mehreren Artikeln diese Frage behandelt. Das ist selbstverständLeute benehmen sich in Wirtschaftsfragen wie das Kalb im Porzellanladen. Sie haben die russische Wirtschaft in Grund und Boden ruiniert, und da sie selbst unfähig sind, sie wieder aufzubauen, rufen fie die Rapitalisten zu Hilfe. Sie fordern Kontrollausschüsse", die,| gehaltene Genosse Matti Väisänen wiedergewählt. wo sie in Funktion traten, wie in einzelnen Orten des Ruhrgebiets, nur erreicht haben, daß die zahlungsfähigen Leute sich zu herabgesezten Preisen eindeden konnten, die anderen aber das Nachsehen hatten, um so mehr, als die Händler natürlich es ablehnten, neue Ware zu bestellen, die sie mit Berlust verkaufen hätten müssen. Nun veröffentlicht die" Rote Fahne" vom Sonntag auf der ersten Seite unter großer Aufmachung zehn Forderungen der Solinger Betriebsräte". Da steht als erster Bunft:" Anpassung der Löhne und Gehälter an die Leuerung, Festsetzung der Lohn- und Gehaltseinkommen nach einem von den Gewerkschaften festgestellten Teuerungsinder". Was also zwei Tage vorher Schwindel und Boltsbetrug war, weil es vom„ Borwärts" und von den„ reformistischen Gewertschaftsführern" empfohlen wurde, ist plöglich eine " Forderung des Proletariats". Der Unterschied besteht freilich darin, daß die den reformistischen Gewerkschaftsführern und dem„ Borwärts" nachhinkenden fommunistischen Betriebsräte sogenannte Inderlöhne fordern, die selbst von den christlichen Gewerkschaf ten abgelehnt werden. Pr Seelentestreit in der Großschiffahrt. Der Deutsche Verkehrsbund schreibt uns: Die„ Rote Fahne" behauptet in ihrer Nr. 131, daß der von den Kommunisten eingefädelte wilde Streit ein Streit der Seeleute fei. Die Rote Fahne" erzählt, daß von 32 600 organisierten See leuten 25 600 im fommunistischen Schiffahrtsbund organisiert seien. In der deutschen Handelsschiffahrt sind gegenwärtig 40 000 Seeleute tätig. Hierzu gehören Kapitäne, nautische und technische Schiffs: offiziere, Verwaltungs-, Bedienungs-, Deck- und Verpflegungspersonal. Als Tarifverbände kommen acht in Frage. Hierzu gehört der tommunistische Schiffahrtsbund nicht. Bon diesen acht Verbänden sind 31 000 Seeleute organisiert. Da von den restlichen 9000 ein großer Teil unorganisiert sind, fann man sich vorstellen, daß die von der Roten Fahne" angegebenen tommunistisch organisierten Seeleute Rebelgebilde find. Von den 31 000 find im Deutschen Verkehrsbund 13 200 organisiert. Der Streif ist seitens der Kommunisten inszeniert, in einer Art, die an sich schon zu denken gibt. Es find seitens des fommunistischen Schifffahrtsbundes öffentliche Versammlungen abgehalten worden, zu denen alles mögliche, aber nur wenige Seeleute, Zutritt fanden. Der Schiffahrtsbund weiß eben sehr genau, wenn er Mitglieder versammlungen einberuft, daß er feine Zuhörer hat. Deshalb das Einberufen öffentlicher Versammlungen. Was die Behauptung betrifft, daß in einigen Hafenorten auch Mitgliederversammlungen des Deutschen Berkehrsbundes den Streit beschlossen haben, liegen die Dinge so, daß die von der Roten Fahne" angegebenen Hafenorte über das am 4. Juni abgeschlossene Maiabtommen abzustimmen hatten. Dieses sah eine Erhöhung aller gelblichen Bezüge um 75 Broz. vor. Nur über dieses Ab. fommen wurde abgestimmt. Da aber die übrigen See hafenorte für das Abkommen sich entschieden, hat die Ab stimmung über das Abkommen seitens der erwähnten Hafenorte feinen Einfluß. Somit wurde der Streit durch die Gesamtabstimmung abgelehnt. -Wirtschaft Die Erdroffelung des Zeitungsgewerbes. " Unter der Ueterschrift Pa pierpanam a" beschäftigt fich Genosse Parvus in der„ Glode" mit den Berhältnissen der Prozeß fürzlich start angefeindeten Außenhandelsstelle für das Bapierindustrie, wie sie sich unter der Tätigkeit der in einem Papierfach herausgebildet haben. Die Papierfabriten tonnten enorme Dividenden verteilen, haben nach dem Ausland unter denjenigen Breifen exportiert, wie sie sie im Inland von ihren Abnehmern gefordert und erhalten haben. Dabei gerät die deutsche Presse infolge der enormen Bapierpreise in immer stärkere AbhängigDie kanadischen Gewerkschaften. feit vom Privatkapital, dessen Tendenzzeitungen sich einer hohen Nach einem soeben veröffentlichten Bericht zählten Ende des Blüte erfreuen. Die Drudpreise waren schon im April gegen Jahres 1922 sämtliche Gewerkschaften Kanadas 276 521 Mitglieder. die Borkriegspreise um das 5500fache erhöht. Die Papierpreise Das Stärkeverhältnis der einzelnen Gewerschaftsrichtungen ist wie waren sogar auf das 10000 fa che gestiegen, während die Löhne folgt: 92 Internationale Gewerkschaftsverbände mit 206 150 oder nur um das 2000 fa che in die Höhe gegangen waren. wertschafen mit 22 973, 25 Unabhängige Gewerkschaften mit 9063 eine ebensoiche Qualitätsfucht. 74 Broz. aller Gewerkschaftsmitglieder, 18 Nichtinternationale GeHand in Hand mit dieser wahnwizigen Preiserhöhung geht und 106 Nationale und Katholische Gewerkschaften mit 38 335 Mit- nachlässigt, dafür nur noch hochwertige Ware produziert und Die Mittelware wird der= gliedern." International" bedeutet hier, daß diese Organisationen forciert. Wenig Arbeit und viel Profit! Der Erfolg: Arbeitsmit den Gewerkschaften der Vereinigten Staaten zusammengeschlossen losigkeit. Während der Durchschnitt der Arbeitslosenzahl in Reiche 17 Proz. Leträgt, beläuft er sich im graphischen Gewerbe Die Lohnbewegung der Sägewerksarbeiter für Groß- Berlin ist auf 30 Proz.( einschließlich der aus dem Beruf Abgewanderten). durch die Urabstimmung in den Betrieben dadurch erledigt, daß nachstehende Tabelle zeigt die Preisentwicklung besonders deutlich: mit großer Mehrheit das Ergebnis der letzten Verhandlung mit dem Arbeitgeberverband Brandenburgischer Sägewerte am Freitag, den 8. Juni 1923, abgesaloisen wurde. Lohnablommen sind im Bureau des Deutschen Holzarbeiterverbandes. Rungestr. 30, und im Bureau des Deutschen Berkehrsbundes, Engelufer 24/25, gegen Borzeigung des Mitgliedsbuches zu haben. find. Der amerikanische Bäcker- und Konditorenverband beschloß den Beitritt an die Internationale Union der Lebensmittelarbeiter. Durch den Anschluß ist der Internationale ein bedeutender Machtzuwachs entstanden. Der Verband zählt 35 000 Mitglieder und steht, wie die Boden des gesetzlichen Verbots der Nacht- und Sonntagsarbeit in übrigen Berufsorganisationen der Bäder und Konditoren auf dem den Bäckereien und Konditoreien. Sozialgesetzgebung in der Tschechoslowatel. Ende April hat die Kommiffion, welche vom Minister für soziale Fürsorge mit der Ausarbeitung eines Entwurfs über die Erweiterung der Sozialversicherung beauftragt wurde, ihre Arbeit beendet. Durch das neue Gesetz wird die Invalidenversicherung geregelt und die Altersversicherung sowie die Witwen- und Waisenversicherung eingeführt. Die Arbeitslosenversicherung wird in das Gesetz nicht aufgenommen und auch die Pensionsversicherung für die Angestellten bleibt außerhalb des Rahmens der neuen Sozialversicherung, wodurch die geplante Bereinheitlichung der Versicherung nur lückenhaft durchgeführt werden wird. Für die Sozialversicherung ist eine Verwaltung durch ftaatliche Organe vorgesehen, während die Gewerkschaften die Autonomie der Berficherungsanstalten fordern. Achtung, BSPD.- Sochbahner! Am Mittwoch, den 13. Juni, abends 7 Uhr, im Unterrichtsraum Gleisdreied, Bersammlung aller BSPD.. Hochbahner( Arbeiter und Angestellte). Wichtige Tagesordnung. Er. fcheinen aller Genossen ist Pflicht. Verband ber Buchbinder unb Papierverarbeiter. Mittwoch, den 13. Juni, nachmittags 5 Uhr, in Gaal 3 des Gewerkschaftshauses, Engelufer 24, Gigung der Bertrauensleute der reinen Buchbindereien und Buchbrudereien. Tages. ordnung: Bericht von den stattgefundenen Lohnverhandlungen. Papier Reichs Dollar indezziffer Kurs Löhne im Buch- Druckpreise drudgewerbe( ohne Bapier ( laut Tarif) laut Tarif preise 1914 1 1 1 1 1 1922 April 34 65 21 31 60 Mai 38 70 26 40 75 Juni 41 80 31 51 80 Juli 54 130 38 71 140 Auguft 78 200 45 115 210 September 133 350 70 185 400 221 700 122 278 800 November Dezember 1923 Januar 1 120 446 150'0 227 488 1600 685 1.900 378 928 2000 5 000 567 1 392 5.000 B Februar März. 2 643 2654 12 000 5 000 1 254 2072 4265 5470 13 000 10 000 Oftober auf den Stand vom Juli 1914, dergestalt, daß Preise, Löhne und Die Zahlen sind der leichteren Uebersicht halber zurüdgeführt Kurse am 1. Juli 1914 gleich 1 zu setzen find. Die einzelnen Ziffern geben also den Koeffizienten im Vergleich zum Borkriegsft and wieder. In dem gleichen Maße, in dem der Profit steigt, steigt die Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und Berufsabwanderung. Unter dem der Qualitätsarbeit werden Laufende aufs Deckmantel Pflaster geworfen, durch Berelendung von Millionen Arbeit nehmern soll diesen die Kraft zur Berteidigung der sozialen Gesetzgebung, des Achtstundentages u. a. m. genommen werden. Es gäfe dabei ein einfaches Mittel gegen die Arbeitslosigkeit: Die Unternehmungen, die Arbeiterentiaffungen vorgenommen haben, dürfen feine Dividenden ausschütten, ihre Direktoren und Leiter feine Tantiemen beziehen, Agiogewinne find dem Reservefonds zuzuführen, die Ausgabe von Aftien unter Börsenturs ist verboten. Nicht die Lohnentwidlung hat die Rot und das Elend in Tausenden von deutschen Familien hervorgerufen, sondern die unersättliche Profitgier." Bentralverband der Angestellten, Deutscher Werkmeisterverband und Bund bez technischen Angestellten und Beamten. Chemische Industrie: Mitglieder Fast 13 Billionen Mark schwebende Reichsschulden ergibt die verfammlung Donnerstag, 14, Juni, abends 8 Uhr, Bentral- Feftfäle, Alte monatliche llebersicht über die Finanzgebarung des Deutschen Reiches Jakobftr. 30-32 von Ende Mai d. J. 10,27 Billionen sind davon gegen diskontierte Schazanweisungen aufgenommen. Unter den weiteren Posten bes finden sich 2056 Milliarden an Sicherheitsleistungen zur Reichs. Verbandstag der Kürschner. Der fommunistische Schiffahrtsbund hat diese Aktion unternommen, um nicht vollständig von den Seeleuten unbeachtet gelassen zu werden. Der Streit wird geführt um Einführung des Goldlohnes und Beseitigung der Seemannsordnung. Das letzte sollte doch eigentlich von den Kommunisten als erledigt zu betrachten sein, nachdem sie diese mit recht viel TamIn der letzten Woche tagte in Leipzig der 6. Verbandstag der getreibeberiorgung. Die Gesamtiumme der schwebenden tam auf dem Homburger Rathausmarkt im Februar 1919 feierlichst Kürschner, dessen Hauptberatungsgegenstand die Verschmelzung mit Schulden der Reiches beziffert sich auf 12 901 Milliarden Mart. verbrannt haben. Die Kommunisten haben die Arbeit, ein besseres schäftsbericht waren im Jahre 1922 12 445 Mitglieder vorhanden. Metallarbeiterverband vorliegenden Berichten über 23352 Betriebe dem Deutschen Bekleidungsarbeiterverband war. Nach dem Ge- Die Lage in der Metallindustrie erfuhr nach den dem Deutschen Gesetz zu erringen, dem Deutschen Verkehrsbunde und den übrigen In der Zeit von 1921 bis 1922 hat der Verband einen Zuwachs von mit 1987 940 Arbeitern in der Woche vom 20. bis 26. Mai eine Tarifverbänden überlassen. Diese haben einen Entwurf ausgearbeitet und der Regierung unterbreitet. Jedoch zu solcher praktischen Arbeit 3621 Mitgliedern zu verzeichnen. Im Jahre 1922 Letrugen die leichte Besserung. Soweit Berichte vorliegen, ist die Besserung auf und der Regierung unterbreitet. Jedoch zu solcher praktischen Arbeit Einnahmen 13 952 696 M., denen eine Ausgabe von 6 031 851 m. die Belebung des Auslandsgeschäfte zurückzuführen. ist der Schiffahrtsbund nicht zu haben. Weiter soll mitgeteilt werden, daß der Streit in der Hoch gegenüberstand. Der Kaffe verblieb ein Ueberschuß von 7 920 840 Der Jnlandsmarkt liegt nach wie vor still. In der Statistik des seefischerei seitens des Verkehrsbundes, des Zentralverbandes Mart. Das Verbandsvermögen betrug am 2. Juni d. J. 43 783 468 Befäftigungsgrades zeigt sich das folgendermaßen: Gegen der Maschinisten und Heizer und des Bundes deutscher Nautiker Mart. Wesentliche Ausstellungen an der Politik des Verbandsvor die Vorwoche stieg die Sahl der Bollarbeiter von 75,8 auf geführt wird. Diese Sorte Reeder gedenkt einen Lohn abbau standes wurden im Laufe der Debatte nicht gemacht. Der Ver: 77,7 v. 5. Die Zahl der Kurzarbeiter fant von 19 v.§. auf 18,7 b.., non 20 bzw. 10 Proz. vorzunehmen. Auch hier haben sich die bandstag erklärte sich in einer gegen drei Stimmen angenommenen die Arbeitslosen find dagegen von 5,2 auf 5,6 v. H. angewachsen. Rommunisten um nichts gefümmert. Der von den Kom: Entschließung mit der Tätigkeit des Verbandsvorstandes einver: Dee Bezirk Berlin zeigte eine geringe Abnahme der Bollarbeiter munisten inszenierte Streit wird, wie überall, auch hier bald ver- sich gegen die Schreibweise des Verbandsorgans richtete und die Ein von linksradikaler Seite eingetrachter Antrag, der flogen sein. Devisenturse. Unserer gestrigen Kurstafel ist noch nachzus Einfegung einer Redaktionskommission forderte, die die Artikel vor tragen: 1 finnische Mart 2254,- Geld, 2266,- Brief; 100 öfterihrer Drudlegung prüfen soll, wurde gegen drei Stimmen abgelehnt. reichische Stronen( abgeſt.) 116,20 Geld, 116,80 Brief; 1 ungarisce Finnischer Gewerkschaftskongreß. Am dritten Tage beschäftigte sich der Verbandstag mit der Ber- Krone 11,72 Gelb, 11,78 Brief; 1 bulgarische Lewa 897,50 Geld, ( JGB) Ende Mai fand in Helsingfors der 6. ordentliche Kon schmelzungsfrage. Von den 27 Rednern, die zu diesem Thema 902,50 Brief; 1 jugoslawischer Dinar 897,50 Gelb, 902,50 Brief; greß des finnischen Gewerkschaftsbundes statt. Von den 77 an- sprachen, wandte sich nur einer gegen die Verschmelzung. Ein eine polnische Mart fostete im freien Berkehr 1,10 M. wesenden Delegierten waren 20 Sozialdemokraten, 10 Parteilose und stimmig angenommen wurde eine Entschließung, die sich prinzipiell der Rest Kommunisten. Die Gewerkschaften Dänemarts, Schwedens, für die Bildung von Industrieverbänden ausspricht und die Ber Norwegens und der Tschechoslowakei waren gleichfalls vertreten. Schmelzung des Verbandes der Kürschner mit dem BetteiAus dem abgelegten Bericht ging hervor, daß es den Gewerkschaften dungsarbeiterverband zum Beschluß erhebt. Die Mitgeglückt ist, die Löhne auf das Niveau des Preisinder zu bringen. glieder sollen durch Urabstimmung entscheiden, ob sie sich Die Mitgliederzahl betrug im 1. Vierteljahr 1923 49 051. Die zur diesen Beschluß ihres Bertandstages zu eigen machen. Die Ent Beratung stehenden Hauptfragen waren: die internationalen Be- scheidung ist mit einfacher Mehrheit zu fällen. Die Verschmelzung zichungen, die Stellung zu den politischen Parteien und die Organi- fell mit dem 1. Januar 1924 erfolgen. Die Etatutenberatung ergab fationsform. Zur Frage der internationalen Beziehungen wurde die Annahme der vom Hauptvorstand eingebrachten Borlage. Die beschlossen, auch fernerhin die Unabhängigkeit zu bewahren, jezigen Borstandsmitglieder bleiben bis zur Verschmelzung mit Berlag Borwärts.Berlag G. m. b. H., Berlin. Drud: Borwärts- Buchbruderei sich also weder Amsterdam noch Moskau anzuschließen. Diese dem Bekleidungsarbeiterverband in Funktion. Ein Griff, und er sitzt, der Ruhnke Fingertneifer, felt und richtig. ohne zu drüden, oder zu rutschen. Che Sie Ihren alten Kneifer umständlich mit beiden Händen zum einigermaßen festen Siz gebracht haben, können Sie bet Benügung des Ruhnke Fingerineisers schon längst das Neueste gelesen haben. Ist es oft nicht zum Berzweifeln, wenn Ihr Kneifer trog aller Mühe dennoch immer wieder zu rutschen beginnt oder bei der geringsten Bewegung abfällt, mindestens aber hin und her wackelt. Selten nur wird fold) alte Form genau vor den Augenmitten Wetter bis Mittwoch mittag. Kühler, anfangs noch unbeständig mit wiederholten, im Nordosten ergiebigen Regenschauern, bei frischen nordwestlichen Winden. Später vielfach heiter. Berantwortlich für Bolitik: Bictor Schiff, Berlin; Birtschaft: Artur Gaternus, Friedrichshagen; Gewertschaftsbewegung: 3. Steiner, Berlin; Feuilleton: . S. Doscher, Berlin- Wilmersdorf; Lofales und Sonstiges: Billy Mabus, Berlin- Pankom; Anzeigen: Th. Glode, Berlin. und Berlagsanstalt Paul Ginger u. Co., Berlin SW. 68, Lindenstraße 3. Dieran 1 Bellage. fizen, dadurch aber wirft fie störend und beeinträchtigt Ihr Sehen, so das selbst die besten und passendsten Gläser wie schlechte und unrichtige wirfen. Wie angenehm ist es für Sie, wenn Sie einen modernen randlofen Ruhnke Fingertneifer bequem mit einer Hand richtig auffeßen, wie fleidjam, wie unauffällig und dabei wie wohltuend für Ihre Augen ist das. Der Ruhnke- Fingerfneifer ist ein guter Diener Ihrer Augen, und wir garantieren Ihnen Zufriedenheit mit ihm. Der heutige billige Preis für den Ruhnke- Fingerkneifer ohne Gläser: aus beftem Nickel Mart 2100,-, aus Gold- Doublé Mark 5000,-, Rathenower Bi- Gläser pro Paar nue M. 4800,-, Punttorik- Menisfen nur m. 9600, Prismen- Feldstecher ,, Televist" C Spiffelmarkt Ede Wallstr. Alexander- Platz nahe Aichinger Königftr. 55 gegenüber Rathaus SW Belle- Alliance- Str.4 nahe Jandorf Für die Reise und den Sport: eigenes, erst 6x taff. 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Bekämpfung des Aufkäuferwefens— Nahezu 1000 Aburteilungen durch Marktgerichte. Die Bekämpfung des Wuchers ist eine der wichigsten und gleich- zeitig schwierigsten Aufgaben des Staates. Am g. Juni hat der preiiivsche Mm'.stcrpläkidcnt, Stn. Braun, im Landtag über diese Ausgabe g- sprachen. Im Anschluß hieran gibt nun der Präüdent des Landespolizeiamtes eine Uebersicht über die Tätigkeit seiner Be- Horde im Kampfe gegen den volksfeindlichen Wucher. Die preisschüServeroeöttung. Die Polizeiverwaltungen sind angewiesen, mit allem Nachdruck den Unredlichkeiten beim Erzeuger, sowie beim Groß- und Klein- handel nachzugehen, auf Preisaushang und Preisschilder, auf geringes Gewicht, auf Steuerzuwiderhandlungen zu achten und über- bau'pt alle unlauteren Machenschaften zu unterbinden. Ohne Rück- -i6)t aus bereits eingeleitete Strasoersahren ist man seitdem vielfach dazu übergegangen, auf Grund der Bekanntmachung zur Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel vom 23. September 191S die Handels erlauonis zu entziehen, sofern sich die Unzuverlässigkeit der Händler erweist. Unterm 8. Februar ist von Preußen eine neue Rreisschildoerordnung ertasten worden, die die rechtlich unhaltbaren Justände, die bisher dadurch bestanden haben, daß Regierungspräsi- deuten, Gemeindeverwaltungen und Preisprüfungsstellen solche Per- ordzwngen von sich aus erlassen hatten, beseitigten. Auf die Durch- tührung der Preisschildverordnung sind die Polizeiverwaltungen in Verfügungen und persönlichen Anweisungen hingewiesen worden. Uebenvachung öer Viehmärkte. In einer Reihe von Städten mit Großviehmärkkea sind unter Hinzuziehung von Händlern und Verbrauchern polizeiliche Ueber- machungsommissionen eingerichtet, die vor Beginn des Marktes auf Grund der vorliegenden Unterlagen Preise für Dieh im Klein- und Großhandel festsetzen. Durch diese Maßnahmen ist zum mindesten verhindert worden, daß ein noch höheres hinaufschnellen der Vieh- xreife erfolgte. Gegen den Wucher mit Gbst und Gemüse ist unter dem 12. Mai ein Erlaß des Präsidenten des Landespolizei- arnts herausgegangen, nach dem die Polizeibehörden angewiesen werden, in den Erzeugergebieten in Verbindung mit den Preis- prüfungsstellen möglichst auf das Zustandekommen von Richtpreisen in ongmesseaer höhe hinzuwirken. Räch dem neuen Rlarkslurz im Mai sind unter dem 23. Mai die Polizeibehörden erneut unter Dar- legung der Sachlage und Hinweis auf die furchtbare Rol der Per- braucher angewiesen worden, in der Wucherbekämpfung nicht zu erlahmen, sondern sich ihr im Gegenteil ga�z intensiv zu widmen. Auf die Warenzurückhalloug und das Wareuhamstern und auf die Marktpreise in den Erzeugergebieten wurde die besondere Ausmerk- samkeit der Exekutivstellen gelenkt. Ein Krebsschaden und wcsent- lillje Ursache der Preistreiberei ist die große Zahl der Händler und Auskäuser. Auf Grund der Reichsverordnung vom 9. Dezember IM haben jetzt nacheinander alle Oberpräsidenten in Preußen die Ankaufserlaubnis für Butler und käse vorgeschrieben. Die nach- gesuchte Erlaubnis ist Tausenden versagt worden, und auf Grund einer neuen Reichsverordnung vom 10. Februar 1923 über den .Händel mit Lebens- und Futtermitteln ist weiteren Tausenden Händlern, die bisher auf Grund des Wandergewerbescheines oder der Legitimationskorten nach der Reichsgewerbeordnung handelnden und auch anderen im Besitz der Handelserlaubnis befindlichen Groß- Händlern aus volkswirtschaftlichen Gründen die erteilte Handels- erloutmis wieder enlzogen worden. Das Landespolizeiamt, das aller- dings mir über eine ganz beschränkte Anzahl von Exekutivbeamten verfügt, schickt diese Beamten in die ffrzeugergebiete und dorthin, wo das Aufkäufernnwessn besonders beobachtet wird. Die Beamten geben den örtlichen Behörden Anweisungen und greifen auch selbst ein. wo es erforderlich ist. Zurzeit sind Beamte des Landespolizei- n.nls tätig in Schleswig-Holstein, in der Provinz Brandenburg und werden demnächst tätig sein im Westen, um den gemeldeten großen Eierschiebungen auf die Spur zu kommen und sie zu unterbinden. Die Maektgerichte. Um eine möglichst schnelle Justiz gegen Wucher und Schieber, die auch durch die Wuchcrgerichte nicht immer gewährleistet ist, zu rnnöolichen, sind in Preußen Marktgerichte eingerichtet. Diese sind besetzt mit einem Richter, der amlsrichlerliche Slrasbefehle erlassen kann, ein-in Staatsanwalt und einem Gerichlssckzreiber. Mit diesem Maritgericht arbeiten Polizeislreisen zusammen, die aus besonders geeigneten Beamten bestehen. Den Marktgerichten werden die Be- schuldigten von den Polizeibeamten vorgeführt. Sie wenden auf Grund eines Antrages des Staatsanwalts sofort abgeurteilt. Legt der Verurteilte Berufung ein, so geht die Berufung an das Wucher- gevichk, in komplizierten Fällen, wo besonders Erhebungen noch erforderlich sind, übergibt der Marktrichtsr die Sache, ohne zu einem Enurteil zu kommen, an das Wuchergericht. Die Marktgerichte werden tätig auf den Wochenmärkten, in den Markthallen und deren Umgebung und auf den Viehhöfen. Die Martgerichte bestehen in Berlin, Magdeburg, Breslau, htnnooer. Sie sind in der Einrich- tung begriffen in Elberfeld-Barmen, Hamm, Münster, Frankfurt am Main, Kassel, Hanau, Husum, Kiel, Erfurt, Essen. Die Einrich- tung in weiteren Städten ist in Aussicht genommen. Die Zahl der polizeilichen Ermittelungen in den ersten 3 Monaten, die der Staatsanwaltschaft zur Erhebung der Anklage weitergegeben worden sind, betrug nach den im Landespolizeiamt vorliegenden Mitteilun- gen etwa 43 000. Aburteilungen sind nahezu an 1000 erfolgt und es ist auf viele Millionen Mark Geldstrafe erkannt worden. Auf die Mitwirkung der Verbraucher insbesondere auch der Gewerkschaften ist ständig großer Wert gelegt worden. * Letzten Endes kann natürlich durch den Schutzmann der Wucher nicht radikal, d. h. bis auf die Wurzel ausgerottet werden. Neben der amtlicherseits geforderten Mitwirkung der Verbraucher an der Bekämpfung des Wuchers kann nur die von den Genossenschaften und Gemeinden organisierte wirtschaftliche Selbsthilf« wirkliche Ab- Hilfe schaffen._ Die Sorgenlos�. .Warten Sie nicht! handeln Si«l Die Herren im Pro- oinzialfchulkollegium haben keine Sorgen, aber w i r haben Sorgen"— so rief kürzlich der Stadtkämmerer von Berlin in einer Aufflackerung lang verhaltenen Grolls durch den Saal. Und er lenkte damit für«inen Augenblick wieder einmal die Aufmerksam- keit der Oeffentlichkeit, die sich sonst mit wichtigeren Dingen zu be- schästigen hat, auf dies« vorsintflutlichste Behörde in der deutschen Republik, die so wenig Sorgen hat, daß sie ihr« Zeit damit oerbringt, sich welche zu machen. Es ist ein seltsames Gemisch von Aktenbündeln und Engherzig- keit, Perückcnstaub und Arterienverkalkung, das zwischen Ministerium und Schule, zwischen Ministerium und Stadt eingeschaltet ist, um etwaig« fortschrittliche Absichten leider auf das bureaukratisch zu- lässige Maß zurückzuschneiden. Ein glücklicher Gedanke, diese über- flüssigste Behörde der deutschen Republik nun aus dem Zentrum des Verkehrs hinaus in den fernsten Winkel Lichterfeldes zu verlegen. Ein glücklicher Gedanke und ein Symbol zugleich. Villa Sorgenftei am Rande der Großstadtnotl Da drinnnen in der Stadt jagt die Entwicklung— hier stehen die Uhren still. Da drinnen schreit die Not— hier unterbricht kein Laut die Stille, hier hört man nichts als das Kratzen der Federn und das Rascheln der Mäuse im Akten- schrank. Die Stadt möchte vorwärts, plant Reformen, ersinnt Fort- schritte, beschließt Ersparnisse— hier hütet man das.historisch Ge- wordene", hier läßt man den Eesetzesstaub vergangener Jahr- hunderte paragraphenweis durch die Finger rinnen. Schulleiter und Lehrer möchten Menschen sein, Erzieher, Freunde und Führer der Jugend— hier macht man sie zu Schulbureaukraten, lehrt sie Berichte schreiben, Bericht« und wieder Berichte, Statistiken und wieder Statistiken. Und die Direktoren kommen zur Stadt und verlangen chilfskräfte für all die nutzlose Schreiberei— die Stadt hat kein Geld und muß sie ihnen verweigern. Aber sie kann ihnen den Weg der Selbsthilfe zeigen:„Schaltet eure Behörde Sorgenfrei aus, schreibt keine Berichte mehr, die auch von den Sorgenlosen keiner liest, gebt Stichworte, zwei Zeilen statt zwei Seiten!" Die Stadt hat ihr Schulgeld erhöht— vor zwei, vor drei Monaten— die Schulverwaltung wartet und wartet— die Finanzverwaltung, die Schul« braucht das Geld— dos Provinzialschulkollegium hat Zeit, hat keine Sorgen, weiß nichts von Marksturz und Geldent- wertung und städtischer Finanznot. Und wieder rettet nur die Selbsthilfe:„Schert euch zum Teufel um die Behörde Sorgenfrei, zieht das Schulgeld ein, die Genehmigung wird schon einmal kommen!" Und wenn sie dann kommt, in zwei Monaten oder drei, und das Geld inzwischen nicht nur schon eingezogen, fondern auch aus- gegeben ist— dann hat das Provinzialschulkollegium wieder einmal einen Beweis für die Notwendigkeit seines Daseins gebracht! Es ist ja amtlich dazu da, hinter Zeit und Entwickelung einher- zuhinken! Deutsche Republik! Eisen ist teuer— und Besen sind teuer— aber eiserne Besen können unter Umständen sehr billig sein. Nimm den größten, den du hast, und fege sie endlich aus, die überflüffigsts Behörde der Welt, die Sorgenlosen in dieser Zeit von Sorgen und Notl Altpapier steht hoch im Preise und Menschen werden ge- braucht, die produktive Arbeit leisten! Flughafen öerlin. Reue lnternakionale Lustfahrtprojekte. Der provisorische Flughafen auf dem Tempelhofer Feld wird voraussichtlich Ende nächsten Monats in Betrieb genommen werden können. In diesen Tagen beginnen die notwendigen Bauten für die Unterkunstsräume, Bureaus und die Maschinenschuppen, die in voraussichtlich sehr kurzer Zeit fertiggestellt sein dürften. Dagegen werden die P l a n i e r u n g s a r b e i t e n für die Start- und Landebahn sich umfangreicher und zeitraubender gestalten, denn hier soll etwas Endgültiges geschaffen werden? nach den bisherigen Plänen soll dieser Teil der technischen Anlage dauernd bleiben und infolgedessen werden die notwendigen Erdarbeiten in sehr oründ- licher Weise ausgeführt. Man rechnet nun damit, daß das Provi- sorium der jetzigen Einrichtung auch das nächste Jahr noch über- dauern wird. Bis zum Oktober wird der Flugdienst in ausgedehntem Maße aufrechterhalten, während des Winters aber ist"immerhin damit zu rechnen, daß eine stark« Einschränkung des Betriebes, menigstens für die rein deutschen Linien eintritt. Sobald man daran denken kann, den Flughafen aus dem Tempelhofer Feld zu ver- größern— dies« Tatsache kann erst eintreten, sobald die schwebenden Projette der ständigen Ausstellung auf dem Temnsl» hofer Feld erledigt sind—, werden auch das Reichspost- und das Reichsverkehrsministerium, die an der Ausdehnung des Luftver- kehrs ein großes Interesse haben, mitentscheiden, in welcher Weis« die Anlage ihr« endgültige Gestaltung finden soll. Die e n d- gültige Anlage des Flugbafens hängt letzten Endes aber auch von den internationalen Bereift barungen über den Luftverkehr zwischen Deutschland und den anderen europäischen Staaten ab. Gegenwärtig sind Verbindungen angeknüpft worden, um eine Fluglinie Paris— Warschau— Bukarest ins Leben zu rufen, die über Berlin führen soll, und dieser Plan wird auch erst dann ver- wirklicht werden können, wenn die Verbandlungen zwischen Deutsch- land und der Entente über die Regelung des Luftverkehrs über deutsches Territorium abgeschlossen und andere Fragen rechtlicher und verkehrstechnischer Natur, die damit im Zusamemnhonz stehen, gektärt find. Der Flughafen Berlin dürft« auch noch eine hervor- ragende Rolle spielen, wenn in absehbarer Zeit die großen schwebenden Projekt« eines internationalen Ver- kehrs mit Luftschiffen ihre Erledigung gefunden haben. Bekanntlich besteht nicht nur die Absicht, von Spanien aus den Ueberfeedienst nach Südamerika mit Zeppelinen auszuführen, sondern es wird gegenwärtig auch die Möglichkeit erörtert, von chamburg aus eine Luftverbindung über den Nordpol hmwea nach Pokahama einzurichten. Der Flughafen Berlin würde dann Zubringerlinien sowohl nach chamburg als auch nach Spanien einrichten. Deutschnatisnaler Eifer. a Sie wollen eine Schlaget??- Skraße haben. Wie long ist's her, daß der deutfchnatianale Redner cherr Granaß uns im Rathaus ein Privatiffimum über der Zeiten Schlechtigkeit im allgemeinen und die Verschwendungssucht des roten Magistrats im besonderen hielt, weil besagter so sehr miß- achteter Magistrat die umstürzlerische Absicht hat, endlich mal die Straßennamen zu oereinheitlichen und solche inferioren Leute wie Erzberger und Rathenau dabei geehrt werden sollten, chaar- klein wurde uns auseinandergesetzt, was das alles kostet, wenn man den Namen einer Straße ändert. Di-„D A Z." berechnete in einein flammenden Artikel eines profcssoralen Sachverständigen die Kosten auf über«in« Milliarde(vor ein paar Monaten!). Di« Deutsch- nationalen in Dahlem denken scheinbar anders. Sie haben be- schlössen, beim Bezirk Zehlcndorf zu beantragen, eine Straße nach dem erschossenen Schlageter zu benennen. Es wäre doch besser, wenn man in Zukunft mit seiner Entrüstung vorsichtiger wäre. 0j Als die Wasser fielen. Von Otto Rung. Die Droschkenkutscher vom Halteplatz vor dem Hause um- standen sie im Kreise, und die Pferde sahen von den Futter- sacken aul, als Svendborg kam: wahrscheinlich dachten sie, daß sie jetzt fahren sollten, wie sie es gewohnt waren, wenn der .Kommandeur in Gala herauskam. Olsen spuckte mit über- legener Miene auf das Trottoir und rauchte eine Zigarre aus der feinsten Kiste des Kommandeurs. Die Kinder blieben in einigem Abstand stehen. Sie faßten sich an den Händen, sie hatten zu zittern begonnen. Gude dachte später, daß sie ein Gefühl gehabt haben müßten, als ob die Welt, zu der sie aufsahen, einstürzte, als ob die bösen Mächte von der Rückseite des Hauses, deren Beute sie bis jetzt täglich gewesen waren, sich nun in Aufruhr und Hohn gegen alles, was heilig und ewig war, erhoben hätten. Unbewußt hatten sie geahnt, daß die Gesetze, die Herrscher und Gewürm trennten, jetzt zu Boden getreten wurden, und daß der Pöbel die Epauletten seines Herrn raubte. Es waren gleichsam An- zeichen gewaltiger, im Anmarsch befindlicher Revolten! Wenn der Vater zur Neujahrskur beim König sollte, hatten sie ihn ganz benommen mit den breiten Epauletten, den roten Rabatten auf dem Nock und dem goldbetreßten Hut, wie einen großen Seehelden vor dem Spiegel stehen, sich drelzen und den schwarzen Vollbart mit einer kleinen Bürffte frisieren sehen, und die verstanden, wie wunderbar es für ihn sein mußte, sich selbst iin Spiegel zu erblicken. Aus der Hintertasche hatten sie ftftt Beben große flache Bonbons in Silberpapier und mit der Damiebrogsrofette von der königlichen Tafel gestohlen, die er vergessen hatte herauszunehmen, um sie nachts, wenn er hungrig wurde, zu essen. Aber jetzt saß der Dreispitz schief auf Svendborgs Haar. das kurz geschnitten war. weil sie direkt aus dem Kranken- hause, wo sie wegen Slusschlags gelegen hatte, in die Stellung gekommen war, und alle Orden des Kommandeurs waren mit Stecknadeln rings auf ihren Busen gesteckt. Denn Svendborg hatte mit den Droschkenkutschern um bayerisches Bier aus der Speisekammer gewettet, daß sie es wagen würde, an der Schtidwachs unter der Amalienborger Kolonnade vorbeizu- gehen und zu sehen, ob er das Gewehr präsentieren würde, iven» sie käme.«=__ �... �..... Die Kinder spähten scheu die Straße hinab, doch sie war ganz leer. Selbst die Billetthändler vor dem Theater waren nach Hause gegangen, weil sie ausverkauft hatten. Olsen hatte schon eine Flasche Bier von Svendborg bekommen und schlug den Pfropfen mit der flachen Hand hinein: die Droschken- kutscher riefen Svendborg aufmunternd zu, blieben aber dabei, daß sie nicht zu gehen wagte! Doch Svendborg ging. Der Degen baumelte ihr zwischen den Knien, sie nahm ihn auf wie den Zipfel eines Rockes und versuchte, säbelbeinig zu gehen. Die Kinder sanken einander beinahe in die Arme. Was würde geschehen, o, etwas mußte doch geschehen! Und sie dachten, was würde nur, wenn jetzt der Kaiser von Rußland käme! Er war zu Besuch da und wohnte auf Amalienborg, und häufig ging er hier groß und majestättsch mit seinem großen Bart spazieren, mit zwei Zivil- l detektivs vor sich, um auf Bomben zu paffen, und einmal hatte ! er die Kinder angehalten und gefragt, wie sie hießen, und 1 gesagt, daß er ihren Papa kenne! Gesetzt er käme, dann wäre es vorbei mit Svendborg, und Vaters Uniform würde ihr fortgenommen und wieder in die Blechkiste unter dem Bett gelegt, wo Svendborg und Olsen sie gestohlen hatten! Aber der Kaiser von Rußland zeigte sich nicht, er war vielleicht an Bord des Kaiserschiffes und ging heute nicht spazieren. Und als Svendborg die Kolonnods passixric, machte der Gardist mit der Bärenfellmütze Front und präsentierte das Gewehr vor Svendborg, indem er mit starren Augen nach rechts, geradeaus und schließlich nach links sah, bis Svendborg zehn Schritte an ihm vorüber war, gerade als ob ein richttger Kommandeur vorbeiginge. Damit begnügte Svendborg sich aber nicht, sie ging gner über den Amalienborgplatz, wo der ganze Hof sie von den Fenstern aus sehen konnte. Und alle die andern Gardisten standen still und präsentierten das Gewehr. Doch mehr ge- schal? nicht. Alles blieb stehen wie zuvor. Svendborg ging an der Statue, die hoch oben auf ihrem Pferde faß, vorbei und denselben Weg zurück. Es geschah gar nichts.— Das Ganze war so wunderlich! Und als Svendborg zurückkam, sah sie müde aus und ging hinauf, um sich umzu- kleiden. Sie sagte gar nichts. Auch die Droschkenkutscher sagten nichts weiter, sie gingen mit Olfen in den Theatcrkeller, um Vier zu trinken. Der Mops Charley war von dem Ober- pubenmädchen auf die Straße gelassen worden, um auszu- lüften: er schnüffelte ein bißchen an Svendborgs Goldstreifen, bellte aber nicht einmal. Die Kinder hatten sich angesehen, und Edith zuckte die Schultern mit tiefer Verachtung.„Das war auch gerade was Rechtes!" sagte sie nur und lief in den Stall hinüber, wo sie ein aus einem Besenstiel und zwei Wäscheleinen bestehendes Trapez befaß. Dort hängte sie sich in die Kniekehlen und fchgukelte.— Holger grübelte einige Tage über das Geschehene nach: die Gardisten machten also keinen Unterschied zwischen Soend- borg und einem wirklichen Kommandeur der Marine, wenn sie nur die Uniform anhatte. Alles, woran er glaubte, war erschüttert, nichts bedeutete mehr etwas, selbst nicht der Pre- diger in Bethesda, wenn er beim Kindergottesdienst im Spitzenhemd und roten Samtornat mit einem Eoldkreuz vor dem Altare stand! Seine Gedanken wurden von diesen Zweifeln verwirrt. Um ihn zu lösen, versuchte er zwei Tage später Svendborg in Uniform und den Gardisten, der Honneur machte, mit Buntstiften zu zeichnen. Doch im ganzen Hause fand sich kein Papier außer Zeitungen an einem Haken und den kleinen marmorierten Karten, die die Mutter zu Ein- ladungen gebrauchte. Und an Büchern, aus denen er eine Borderseite herausreißen konnte— wie er es längst bei seinen Schulbüchern getan hatte—, fand sich nicht ein einziges in der ganzen Wohnung außer dem roten Adelsjahrbuch, das Mutter jeden Tag brauchte. Doch auf dem Tisch des Vaters entdeckte er eine Rolle alter Landkarten. Leichtsinnig zog er die kleinste aus der Rolle und begann zu zeichnen. Als der Kommandeur kurz darauf in Gala von einer Beerdigung kam und sich wie immer, um irgendeine Unordnung zu entdecken, leise ins Speisezimmer schlich, fand er feinen Sohn mit seinen Blei- stiften über dem Eßtisch liegen und sprang wie der Blitz zu: erstens, weil der Bursche eine von den geheimen Seeminen- karten der Marine verdorben hatte, zweitens, weil er Kari- katuren von seinem Vater mit Damenfiaur und Hüften macbte. und endlich, weil er den Rengel lehren wollte, etwas Nütz- sicheres zu tun, als nur zu feinem Vergnügen Bilder zu zeich- neu!— Er halte ja seine Bilderbücher!— und obendrein mit Buntstiften und den Eßtisch zu verschrammen! Editb batte kür-lick) die Reitpeitsche des Hauses?.er- brachen, so daß die Mutter die des Bereiters leihen mn.ßte, wenn sie ausritt, und der Vater knöpfte daher die Galgweste auf und wchrn den Hosenriemen ab, �(Fortsetzung folgt.) Für Rhein, Ruhr und Saar. Eine Kundgebung in Berlin. GL. Arbeiter- Sport& Sport- Werbeveranstaltungen. 2. Bartfowiad- Rüftrin 1,07.- Damenbrustschwimmen( 4 Bahnlängen): 1. Rafehorn- Lichtenberg 2,27, Rudow- Charlottenburg 2,29%. Wafferball: FrankfurtAus dem Hauptausschuß für Jugendpflege. Im vollbesetzten Marmorsaal des Zoologischen Gartens fand gestern eine eindrudsvolle Kundgebung statt, die Beugnis ablegte von dem starken Gefühl der Zusammengehörigkeit zwischen den besetzten Rhein-, Ruhr. und Saargebieten mit dem übrigen Deutschland. Die Veranstaltung der Spielplatz- Werbewoche der Stadt Berlin Rüftrin 2: 0; Reutöln, komb.- Müggelsee 4: 1. Präsident Kaufmann vom Reichswohnungsamt hob in sowie die von den Bezirfsjugendämtern Groß- Berlins arrangierten Förderung des Schwimmens. feiner begrüßenden Ansprache diese Zusammengehörigkeit hervor. Werbeveranstaltungen haben aufs neue die Frage aufgerollt: Dürfen Amtlich wird mitgeteilt: In Deutschland sind nach statistischen Reichsminister Dr. Luther, Oberbürgermeister von Essen, Arbeitersporiler an diesen Veranstaltungen teilnehmen, wenn auch Lingaben nur 2 bis 3 Broz. der Bevölkerung schwimmkundig. Im schilderte, wie im Ruhrgebiet, als dessen Vertreter er sprach, die bürgerlichen Verbände daran beteiligt find? Die bisherige Ber- Lingaben nur 2 bis 3 Proz. der Bevölkerung schwimmkundig. Im mit dem Einmarsch der Franzosen ein brutaler Terroris neinung dieser Frage ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, daß Jahre 1921 haben etwa 8000 Personen den Tod durch Ertrinken mus begann. Der spontan aus der Bevölkerung hervorgegangene vor dem Kriege der ganze Staatsapparat einschließlich der Rom gefunden. Ungeachtet des schweren Leids, daß diese Unglücksfälle passive Widerstand ist nicht ein Mittel des Krieges, wie die Fran- munen auf die Bekämpfung der jozialistischen Organisationen ein- über die betroffenen Familien gebracht hat, ist dadurch auch ein 3ofen behaupten, sondern ein Mittel des Friedens, den wir erreichen gestellt war. Die Arbeitersportverbände, insbesondere ihre Jugend empfindlicher Berluft an Boltstraft und volkswirtschaftlichen Werten wollen. Das bekennen wir: Saar, Rhein und Ruhr sind erziehung, wurden mit allen staatlichen Machtmitteln unterdrückt, entstanden. Der Minister für Bolts wohlfahrt hält es deutsch und bleiben deutsch.( Lethafter Beifall.) selbstverständlich erhielten sie auch teine amtlichen Unterstützungs. daher für dringend erforderlich, den Schwimmunterricht nach Für die altbesetzten Gebiete des Rheinlandes sprach Reichs- gelder, feine Spielpläge und feine Turnhallen für Jugendliche. Nach Möglichkeit zu fördern und hat daher in einem neuen Erlaß die tagsabgeordneter Genoffe Sollmann- Köln. Er betonte, daß er dem Kriege ist dieser Ausnahmezustand aufgehoben, der Arbei. Regierungspräsidenten ersucht, sich insbesondere unter der schuientals Sozialdemokrat frei fei von nationalsozialistischem Ueberschwang tersport ist auf allen Gebieten gleichberechtigt. laffenen Jugend aller Bevölkerungsschichten die Förderung des und von Haß gegen andere Völker. Die Rheinlande wären längst Die Leitung kommunaler und staatlicher Aemter liegt vielfach teil. Schwimmens einschließlich des Rettungsschwim verloren und längst französisch, wenn bei uns die Parteileidenschaft weise oder ganz in sozialistischen Händen. Infolge dieser vollkom- mens nach Möglichkeit angelegen fein zu lassen. Besondere Aufsich so austobte wie im übrigen Deutschland.( Stürmische Zuftim- men veränderten Situation stellt die Zentralfommission für Ar. merksamkeit soll der Errichtung von Schwimmhallen mung.) Bei uns gibt es nur zwei Fronten, die Front des fran- beitersport und Körperpflege in der„ DAS3." erneut die Frage der und Badeanstalten zugewendet werden, die vor allem Jugendzösischen Militarismus und die Front der deutschen Teilnahme an amtlichen Beranstaltungen zur Diskussion. In dem lichen und Bereinen für Leibesübungen zugänglich gemacht werden follen. Dabei fommt vor allem die Anlage von SommerschwimmRepublit.( Lebhafter Beifall.) Bor hundert Jahren ging die Artikel heißt es: Freiheit mit der französischen Trifolore, jetzt aber fönnen die Fran-" Die 3. hat gleich nach der Revolution Richtlinien herausge- bädern an offenen Flüssen und Seen in Frage, da derartige An zofen uns nichts an Freiheiten bringen, war nichts längst verwirt geben, in denen eine Teilnahme an solchen Beranstaltungen unter ftalten unter Buhiffenahme fommunaler und privater Mittel mit licht wäre, wenn man uns Ruhe und Zeit ließe. Nie hat es einen lagt ist. Demnach fönnte über die Angelegenheit Klarheit herr- verhältnismäßig geringem Kostenaufwand einzurichten sind. Für größeren Schwindel gegeben als die Sicherungsforderungen Frank- fchen, wenn sich seit dem Jahre 1919 nicht manches geändert den Bau solcher Schwimmftätten können, sofern sie der Jugendpflege Sicherungen wären nötig, aber für das wehrlose hätte. Es fommt 3. B. vor, daß die Bertreter unserer Verbände zugute fommen, Beihilfen aus dem Jugendpflegefonds gewährt Deutschland gegen Frankreich, das in Baffen starrt in einem Amt für Leibesübung das Hauptverdienst um die werden. Frankreich hat jetzt die Rheinlande fest an Deutschland Schaffung einer vorbildlichen Sportanlage der Stadt haben, Nun geschmiedet.( Stürmische Zustimmung. Schlimmer ist die Be- ist diese Sportanlage fertiggestellt und soll eingeweiht werden. In Zukunft beträgt die Gebühr eines 3eltscheins für brüdung im Ruhrgebiet, dessen Bevölferung eine bewunderungs. Sellstverständlich können dabei die bürgerlichen Verbände nicht um würdige Treue gegen Deutschland zeigt. Ich hasse weder Frankreich gangen werden. Deren Teilnahme aber veranlaßt unsere Genossen, dem Hauptausschuß angeschlossene Vereine nicht 1000 m., sondern Die Wanderausfunftsstelle ist bis auf ( lebhafte Unterbrechungen, die sich wiederholen)- ich hasse weber nicht teilzunehmen. Die Folge ist, daß die Deffentlichkeit in nur 500 m. Frankreich noch ein anderes Volf, weil ich weiß, daß alles Elend den Glauben versetzt wird, das ganze Verdienst an der Schaffung weiteres im Sommer jeden Freitag von 2-5 Uhr geöffnet und bes dieser Jahre aus dem Bölkerhaß entsprungen ist. der neuen Anlage fomme den bürgerlichen Berbänden zu, nur diese findet sich in den Räumen der Geschäftsstelle,. 62, Bayreuther ( Lebhafter Beifall.) Genosse Sollmann schloß mit dem Ausdrud seien richtige Sportvereine, da ja bei der Veranstaltung von Ar Straße 13, 2 Tr. Bordrucke für Fahrpreisermäßigung. Anfragen beitersportvereinen nichts zu sehen war... Es ist an Herbergen und Gasthäuser sowie Wanderberichte tönnen auch der Hoffnung, daß Deutschland, deutsche Wirtschaft und deutsche nicht nur föricht, ben bürgerlichen Berbänden allein den Werbeerfolg wochentäglich zwischen 8 unb 3 1hr abgeholt werden. Kultur fich behaupten werden.( Stürmischer Beifall.) Aus dem besetzten Saargebiet berichtete Rebatteur DII. folcher Veranstaltungen zu überlassen, es ist auch dem Boltsinteresse Staatliche Unfall- und Haftpflichtversicherung. Nach den neuent mer, der aus Saarbrüden ausgewiesen ist, über Befundungen un- nicht nur erlaubt sein, fie muß jogar gefordert werden. Dabei ist 9-21 Jahren sowie die Jugendleiter versichert. In die Unfallver. schädlich. Unter amtlichen Aufpizien muß eine folche Teilnahme Bestimmungen sind alle Mitglieder der angeschlossenen Bereine von erschütterlichen Festhaltens an Deutschland.( Lebhafter Beifall.) Der Berliner Bürgermeister Genosse Ritter sprach offen aus, nur eins ftreng einzuhalten: Unsere Vereine dürfen nicht in Ge- ficherung fönnen auch Schüler und Schülerinnen vom 4. Schuljahre daß leider viele Berliner den Borgängen in den befehten Gebieten meinschaft mit den Lürgerlichen Bereinen auftreten, fie müssen und die Lehrer der Schulen, die sich dem Hauptausschuß unmittel noch nicht das nötige Verständnis entgegenbringen, wie wenn die für sich besondere Zeiten beanspruchen, während denen die bürger- bar anschließen, einbezogen werden. Die Prämie beträgt pro JuBefehung nicht auch für das übrige Deutschland die lichen Bereine nicht auftreten, noch weniger dürfen sie gemeinsame gendlichen im Jahre 1923 36. Die Versicherungsleistun Derhängnisvollsten Wirkungen hätte. Für den Wettkämpfe austragen. gen find folgende: Todesfall: Jugendliche 150 000 m., Er Diese Darlegungen sind eingehender Beachtung wert. Magistrat und die Bevölkerung der Reichshauptstadt gab Genoff Pönnen uns der Tatsache nicht verschließen, daß bei der Berliner Mart, Erwachsene 1800 000 M.; Tagegeld bei vorübergehen. Wir wachsene 300 000 m.; Invaliditätsfall: Jugendliche 1500 00 Ritter das Bersprechen ab, daß alles geschehen werde, den Kampf Spielplagagitation der bürgerliche Sport eine ganze Woche lang den Unfallfolgen: Jugendliche 500 m., Erwachsene 1000 M.: 5 aft in den besesten Westmarten zu unterstützen.( Lebh. unter Anwendung großer Reflame auf allen Spielplägen Groß pflicht bei Bersonenschäden unbegrenzt, bet Sach. und Tierschä In einem Schlußwort rief Reichstagspräsident Genosse Löbe Berlins die Oeffentlichkeit für seine Bestrebungen intereffierte, wäh ben bis zu 100 000 m. in jedem einzelnen Falle, rend vom Arbeitersport weder auf den Spielplähen noch bei der den Männern und Frauen des besetzten Gebiets zu: Bleibt uns treu, auch wir werden euch treu bleiben! Bleibt feft, wir stehen liftische Stadträte und Jugenopfleger waren infolge des Boykotts amtlichen Propaganda etwas zu fehen oder zu spüren war. GoziaSchweizer Arbeiter- Turn- und Sportfest. zu euch! Wir laffen, schloß er, uns nicht rauben das gute der Arbeitersportler direkt auf die Zusammenarbeit mit dem bürger. 3üri statt. Meldung von aktiven Teilnehmern bis 15. Juni an Das Schweizer Bundesfest findet vom 4. bis 6. August in deutsche Rech t!( Stürmischer Beifall.) Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen; lichen Sport angewiesen. Der Reichsarbeitersporttag hat diesen den Arbeiter Turn. und Sportbund in Leipzig. Das umfangreiche " Die von den landsmannschaftlichen Spißenverbänden: Reichs Nachteil nur in einigen Bezirken, so im Tiergarten und Reiniden Sportprogramm sieht Turnen, Leichtathletik, Schwerathletik, Schwim verband der Rheinländer, Bund Saarverein, Landsmannschaft Eupen- dorf wieder gutgemacht, während im übrigen durch den zweistün men, Wasserfahren, Fußball und Boren vor. Die Kosten der TeilMalmedy und Westfalenbund Groß- Berlin einberufene Rheinland- digen Demonstrationszug die Sportveranstaltungen der Bezirke nahme am Fest werden für deutsche Teilnehmer etwa 350 000. Rundgebung der Berliner Bevölkerung gelobt den Volksgenossen am auseinandergerissen wurden. Und übrigens: was in einer Woche betragen. Rhein, Ruhr und Saar dankerfüllt 3 ujeden, auch den größten versäumt ist, fann an einem Lage schwerlich nachgeholt werden. Opfern bereite Treue Sie bekennt sich laut und freudig zu Der Arbeitersport ist bereits zahlenmäßig und technisch so gut ent tiefster unlöslicher Berbundenheit der bedrohten Westmarken mit dem widelt, daß er alle Sportpläge Groß Berlins mit Reich und feinen Ländern und schwört dem Rhein aufs neue: sportlichen Borführungen hätte belegen fönnen. Wir glauben, daß fogar vielfach der bürgerliche Sport durch den Arbeitersport Wir müssen thm, er uns gehören!" besondere durch Massenwirkung in den Schatten gestellt werden fönnte. Deshalb follten überall die Worte des Vorsitzenden der Zentralfommission eingehend geprüft und beachtet werden: Beifall.) Prozeß Köhn. B ins Ausschreibung Fichte- West. Am 8. Juli finben leichtathletische Wettkämpfe der Sportabteilung Fichte West auf dem Sportplatz Hippodrom( Tiergarten) statt. Die Kämpfe find offen für den ganzen Bund. A. Männer: 100, 400, 1500, 5000 Meter, Sochsprung, Mannschaftsspeerwerfen( 3 Mann), Rugelfloßen, Distuswerfen, 3000- Meter- Gehen, 4X100 Meter, Olympische Staffel, 20X½ Runde( Runde 450 Meter). B. Jugend: a) 16-18 Jahre, b) 14-16 Jahre. 100, 800 Meter, Weitsprung, Kugelstoßen( 5 Kilogramm), Speerwerfen, 3X200 Meter, Schweben100 meter. Borlämpfe 9 Uhr vormittags, Endtämpfe 3 Uhr nachmittags. Staffel. C. Sportlerinnen: 100 Meter, Sochsprung, Rugelstoßen, Bor Beginn der Endtämpfe Stillauf fämtlicher Teilnehmer. Startgelb file Männer 300 W., für Sportlerinnen und Jugendliche 200 M. Staffeln: Männer 750 M., Sportlerinnen und Jugendliche 500 M. Meldungen find namentlich mit Geburtsangabe einzureichen. Das gleiche gilt für Staffelwerden gebeten, Meldungen rechtzeitig anzugeben und die gewünschten läufer. Melbefchluß: 30. Juni 1923. Die auswärtigen Teilnehmer tiere anzugeben. Die Bettkämpfe finden nach der Wettkampfordnung des USB„ Wer nicht will, daß die Republik immer mehr dem Bürgertum ausgeliefert werde, der muß den Mut haten, republikanische Gefinnung auch dort zu zeigen, wo die indifferente Oeffentlichkeit fich öffentliche Meinung bildet. Sollte es passieren, daß bei den, dann würde es nicht wenig Aufsehen machen, wenn unfere einer solchen Veranstaltung nationalistische Töne angeschlagen mer Vereine unter dem Gesang der Internationale vom Play marschieren würden, worüber man auch die veranstaltende Behörde nicht hat zwei Kampfrichter zu melden. Da die Wettkämpfe zur Bropaganda für statt. Die Laufbahn ist eine Afchenbahn von 450 Meter Länge. Jeder Verein im Zweifel laffen sollte." die Arbeitersportbewegung dienen sollen, werden alle sporttreibenden Vereine Schwimmfest in Küstein. Ein„ Idealist" in geschäftlichen Dingen. Der Angeklagte Röhn nahm im weiteren Verlaufe des Prozesses wiederholt auf den Klanteschen Prospeft Bezug. Daher beantragt Rechtsanwalt Bahn die Herbeiziehung der Klanteschen Strafaften, sonst müßte, weil der Prospekt nicht vorhanden sei, Klante als Zeuge geladen werden, ein Antrag, auf den er verzichten möchte, da das Erscheinen Klantes im Gerichtssaal zu allzu heftigen Szenen führen könnte. Der Angeklagte Röhn gibt zu, daß er mit 30 000 m. Ber- Und übrigens: Ob manchen Arbeiter in bürgerlichen Verbänden des ATV. um zahlreiche Beteiligung ersucht. mögen feinen Wetttonzern begründet habe. Nachdem nicht ein Gefühl der Scham beschleicht, wenn die Arbeitersportier Jin- Jitsu Kurfus. Am Montag, den 25. Juni, beginnt in der Turnhalle der Prospekt ausgefandt worden war, fluteten die Millionen auftreten und er Hand in Hand mit den Deutschoolthen den der Sportlichen Vereinigung Nordoft", Chriftburger Str. 7, ein neuer Jiuherein. Im Juli gründete Köhn den Schuhverband der neutralen Sport" demonstriert? 3ft hier nicht ein Weg gewiesen, Jitsu- kursus regelmäßig Montags 8 bis 10 Uhr abends. Auch Richtmit ett und Sporttonzerne mit der Absicht, die Dividende die ganze Agitation auf die direkte Attion" einzufteilen? giteber fönnen an diesem Kursus teilnehmen. Da nur eine beschränkte Teilnehmerzahl zugelassen werden fann, ist vorherige Anmeldung Dienstag oder auf 50 Broz. herabzusetzen. Der Vorfigende ftellte feft, daß die Diefer agitatorische Gesichtspunkt zwingt geradezu zu der Forde Freitag, abends 7 bis 10 Uhr, in der Turnhalle erforderlich. Einzahlungen im ganzen bis August 65 Millionen be- rung: Nehmt teil, und dann zeigt und sagt den versammieiten Berliner Schwimm- Berein ,, Welle"( Mitgl. d. A.-T. u. Sp.-B.) File die trugen. Davon gingen an Provisionen 6,5 Millionen ab. Ausgezahlt Massen, warum wir Arbeitersportler sind! Abteilung Berlin finden die Uebungsstunden während der Sommerbadezeit mie folgt statt: file männliche Schwimmer Mittwochs und Sonnabends ab wurden 34 Millionen, so daß ein erheblicher Fehlbetrag 6 Uhr in der Pfuelschen Badeanstalt, Röpenider Str. 11-13( Schupotaserne). bestand. Köhn sagt dazu, daß die Zahlen nicht stimmten. Hierauf Einlaß nur gegen Dauerfarte, die beim Genossen Bohn oder F. Dohrmann zu wird Köhn veranlaßt, sich über sein Wettsystem, das sogebestellen sind. Preis für Mitglieder über 14 Jahre 3200 M., für Kinder 1700 M. Für weibliche Mitglieder und männliche Richtfchwimmer Dienstags ab 6 Uhr nannte Handicap- Wettsystem, zu äußern. Die Erklärung, die Köhn davon gibt, ist noch unklarer als die Erklärung, die Klante feinerzeit gestaltete fich am Sonntag das von der Freien Schwimmer Montag, Mittwoch und Freitag von 6 Uhr ab im Seebad Rummelsburg, Haupt. Zu einer wirksamen Propaganda für den Arbeiterschwimmsport im Stadtbad Friedrichshain. Gegen Borzeigung des Mitgliedsausweises Preisermäßigung. Für die Abteilung Lichtenberg, sind die Uebungsstunden jeden dem Gericht über sein Staffelungssystem vortrug. Auf Fragen von schaft" Rüstrin veranstaltete Schwimmfest. Der Verein wurde stecke 6. Abteilungsversammlungen: Abt. Lichtenberg Donnerstag, 14. Juni, Rechtsanwalt Bahn gibt Köhn an, daß er Beziehungen zu vor einem Jahre von den„ Charlottenburgern" gegründet und 8 Uhr, Sonntagstr. 32; Abt. Berlin Dienstag, 19. Juni, 28 Uhr, Mühlenstr. 58. Jodeis und Trainern gehabt habe, die wichtigste Berbindung feierte somit sein erstes Stiftungsfest. Die am Wettbewerb zahlreich Athletik- Sport- Club, e. B. Leichtathletik, Hocken, Rubern. Männer, sei aber ein Herr Niemann von der Versicherungsgesellschaft ge- teilnehmenden Gäste aus Neukölln, Charlottenburg, Lichtenberg, Sonntag, den 17. Juni, Treining auf dem Fichte- Platz, Baumschulenweg, Frauen, Jugendabteilung. Dienstag, den 12., Donnerstag, den 14. und wesen, der dauernd tätig war und bei den Leitern des Unionklubs Strausberg, Köpenid, Friedrichshagen, Welle- Berlin und Frank Eichbufchaffee. Bertreter der Sodenabteilung: Balter Breeg, Baumschulenweg, ein- und ausging. Der wußte genau Bescheid und alles traf zu. furt a. d. D. wurden bereits am Sonnabend begrüßt. Nachdem am Baumschulenſtr. 84-85. Geschäftsstelle: Alfred Behrends, Berlin NW. 87, Rechtsanwalt Bahn: Es ist doch bekannt, daß häufig Pferde nicht Sonntag Schwimmgenosse Bud vom Bundesvorstand die Festrede Binzendorfstr. 7. gewinnen sollen, um in anderen Rennen große Gewinne zu bringen. gehalten hatte, versammelten sich am Start etwa 200 Teilnehmer. Angefl.: Auch darüber war er immer gut informiert. Borf.: Aeußern In verschiedenen Konkurrenzen fonnte man guten Stil sehen. BeSie sich doch über Ihre Privatwetten. Angefl.: Auch, das waren ja achtenswert war u. a. das Schwimmen eines Beinamputierten, der nur Taschengeldwetten. Bors.: Nun, diese Taschengelder den Beweis dafür erbrachte, daß auch Kriegsbeschädigte noch in müssen aber in die Millionen gegangen sein. Nach vorgenom. der Lage sind, an einem sportlichen Wettkampf teilzunehmen. Im menen Aufstellungen haben Sie anderthalb Millionen gewonnen. Wafferballspiel zeigten einige Teilnehmer gute Rombination. Angell.: Das sind alles irrige Berechnungen. Ich habe nie etwas aus Ergebnisse: Damenlagenftafette( 3X2 Bahnlängen): 1. Neutölln I der Geschäftskasse genommen. Bors.: Wovon lebten Sie denn? 3,08; 2. Neukölln II 3,27% Männerbeuftftafette( 4X2 Bahnlängen): 1. Reu. Angefl.: Bom Ueberschuß am Gewinn. Ich rechnete doch damit, daß( 4X2 Bahnlängen): 1. Reutölin 3,43%, 2. Belle 3,47. föln I 3.40; 2. Neptun- Lichtenberg 3,54. Bruststafette für männliche Jugend Männerlagenftafette nicht bloß 100 Broz. für die Einzahler, sondern am Schluß der Renn 4X2 Bahnlängen): 1. Neukölln 3,23, 2. Belle 3,29. Frauenrüdenschwimmen faison für mich noch 50 Proz. übrig bleiben. Rechtsanwalt Bahn: Brufiftafette für weibliche Jugend( 8X2 Bahnlängen): 1. Neukölln I 8,15, 2. Ren ( 2 Bahnlängen): 1. Rohrdorf- Neukölln 1,04%, 2. Rasehorn- Lichtenberg 1,07%. Die Einzahler mußten sich doch flar sein, daß Köhn auch feinen fönn II 3,21. Lange Strede( 500 Meter): a) Männer: 1. Dahle- Neukölln Lebensunterhalt bestreiten mußte. Einen breiten Raum nimmt in 10,45%, 2. Sarein- Charlottenburg 11,44%; b) Jugend: 1. Mummert- Welle Jugendiagenftafette( 4X2 Bahnder Berhandlung alsdann die Erörterung darüber ein, wieweit Könn 11,35, 2. trüger- Charlottenburg 11,36%. Tängen): 1. Neukölln 3,38, 2. Charlottenburg 4,03. Springen: 1. Schön sich berechtigt halten konnte, die Einlagen nicht in Wetten, sondern Strausberg 47 Buntte, Frl. Trommer- Charlottenburg 45 Buntte. Streden auch in anderen Werten anzulegen. Was Köhn behauptet. Er hat tauchen: 1. Mautsch- Rüstrin 20 Meter, 2. Dobrofchelsfi- Oberfchöneweide 19 Meter. zunächst einen Rennstall mit 14 Pferden von einem ge Männerfciteschwimmen( 2 Bahnlängen): 1. Krüger- Charlottenburg 0,59, wissen Federmann gefauft. Su gleicher Zeit faufte er für 400 000 Mart Schmucsachen, die allerdings während des Konturfes infolge der günstigen Konjunktur eine bedeutende Wert steigerung erfuhren. Später erwarb er eine luguriös ein gerichtete Billa am Stadtpark in Schöneberg mit eingebauten Möbeln. Als der Vorsitzende ihm das vorhält, ruft Köhn: Also Sie wollen auf übermäßigen Aufwand hinaus. Bei mir heißt es aber: Die Altersgrenze der Geschworenen. mehrere Häuser und feine Schlafstelle. Godann faufte In der jetzt begonnenen Potsdamer Schwurgerich speriode fam Röhn ein Gut Neuhof zu Gestütszmecken und legte fich auch eine bei der Auslofung der Geschworenen ein wohl zum ersten Male Braut" zu, da er von seiner Frau getrennt lebte. Der Borfizende gefteltes Befreiungsgefuch aur Sprache. Unter den Geschworenen hält dem Angeklagten vor, daß er doch Schuldner feiner Einzahler befand sich der wegen Altersgrenze pensionierte Gegewesen sei, und daß er sich trotzdem allen Komfort, wie Autos, heime Oberregierungsrat Mar b. Nostiz aus Potsdam. Das Leipziger Schöffengericht verurteilte den Gastwirt Imroth Billa und Rennstall geleistet habe. Köhn hielt, heftig geftitulierend, Bon Nostis stellte ein Befreiungsgesuch mit der Begründung, daß er in Leipzig wegen heblerei zu 420 000 m. Geldstrafe, eine längere Rede gegen diese Auffassung und sagte u. a., daß für das 65. Jahr erreicht habe. Ein schriftliches Gesuch hatte er an weil er geduldet hat, daß der 19jährige Kürschner B., der ihn das Ideal immer die Hauptfache gewesen wäre. Bors: In ge- den Oberstaatsanwalt gesandt. Der Vorfigende, Landgerichtsrat seinem Vater 60 tschechische Kronen, 35 holländische schäftlichen Dingen hört das Ideal auf. Angefl.: Für mich als Kaufmann, wies darauf hin, daß es nicht in seiner Sand läge, Gulben und 550 000 m. gestohlen hatte, biefes Geld Christ nicht. Ich stehe auch in geschäftlichen Dingen auf idealem darüber zu entscheiden, denn das Ablehnungsrecht in diesem Falle innerhalb 14 Tagen in der Bar des Angeflagten Boden. Ich habe den Bestretern immer gesagt, sie sollten nicht so habe nur der Staatsanwalt oder der Verteidiger. Während der verjubelte. Der Angeklagte behaupet, nichts von dem Dieb -abends 7% Uhr, in der Schulaula Neichenberger, Ede Forster Straße, Bortrag: Touristen Berein Naturfrennbe", Abt. Güdost. Donnerstag, den 14. Juni, Pfarrer Franke:„ Gibt es eine von der Religion unabhängige Moral?" Gäfte willkommen. Freie Turnerschaft Groß- Berlin. Dienstag 7 Uhr Sigung des Engeren Sonnabend: Teilnahme am Alters. Ausschulfes bei Fellmann, Gräßstr. 7. riegenturnen Groß- Berlin auf dem Fichte- Play, Treptow. Arbeiter- Turn- und Sportbund, 1. Kreis, 5. Bezirk. Das Rinder. fportfest des Bezirks, findet am 1. Juli auf dem Eiche Sportplan in Röpenid ftatt. Dazu ist auf je 6 Rinder 1 Rampfrichter zu stellen. Die Gigung der Rampfrichter ist mittags 12 Uhr im Stadttheater, Wilhelmsplag. Die Ab. teilungen verfammeln sich um 12% Uhr auf dem Wilhelmsplah zum Feſtauge. Bunft 2 Uhr Beginn des Turnens. Die Wettkampfübungen find im Mit berg. Röpenic, Borgmannstr. 18, einzusenden. teilungsblatt Nr. 9 enthalten. Meldungen sind bis zum 24. Juni an W. Rechen. m. 6. C. Rullig- Borwärts 1913, Reutölln, 1. M., gegen Freine Turnerschaft Roffen, 1. M., 3: 1, Salbzeit 2: 1. Die beiden Vereine standen sich am Sonntag, den 10. Suni, im Freundschaftsspiel gegenüber. Nach flottem und sähem Rampfe fonnte Rüftig- Bormärts den Plak als iGeger verlassen. Borher ftanden sich die beiden zweiten Mannschaften gegenüber. Sier fonnte Rüftig- Borwärts mit 6: 1 ebenfalls als Gieger den Play verlassen. Besuch etwa 300 Personen. viel Geld annehmen. Hier steht der Angeklagte Bielas auf| Staatsanwalt den Geschworenen annahm, wurde er von der Ver. und bezeichnet diese Behauptung als unwahr. be teidigung abgelehnt. 2.9 Republikanischer Jugendbund Schwarz- Rot- Gold. Dienstag, den 12. Juni, abends 7, Uhr im Roten Haus am Rollendorfplatz Vortragsabend mit dem Thema: Demokratie als Weltanschauung in Politit, Stultur und Wirtschaft, Referent Heinz Brodet. Gäste willlommen. Der„ duldsame" Gastwirt. Die preußischen Finanzen. Mitgliederversammlungen und Zahlabende am Mittwoch, den 13. Juni: 1. t. 7% Uhr Schule Auguftstr. 68, Mitgliederversammlung. Thema: ,, Beribeständige Löhne und andere Forderungen der deutschen Arbeiter". Ref. Gen. Adolf Hoffmann, Mt. d. R. 3. 5. Der Preußische Landtag führte am Montag die Beratung des eine Preisgestaltung auf dem freien Markt, tatsächlich ist fie monopoHaushalts des Staatsministeriums zu Ende. Genosse liftisch. Ich möchte ferner hinweisen auf die großen Schwierigkeiten Dr. Badt setzte sich für die Regelung der einheitlichen in der Frage der Progression. Es ist sehr leicht gesagt, man jolle Stimmabgabe der preußischen Provinzialvertreter im Reichs- die Progression sozusagen ad infinitum fortführen, aber die Fortrat ein. Die Abstimmung über die Entschließungsanträge wird bis führung des Progressionsprinzips führt zu einem inneren Wider- 7. Donnerstag zurückgestellt. Der Haushalt wird in zweiter Lesung spruch, insofern eine Rückwirtung stattfindet auf die Einkommensunverändert angenommen. Der Gesezentwurf zur Umstellung bilbung. Man wird also daran denken müssen, zu neuen Formen der staatlichen Bergwerfe und das Ausführungsgesetz zum der Deckung zu schreiten. Reichsjugendwohlfahrtsgeseh gehen nach der ersten Beratung an die entsprechenden Ausschüsse. Nach Annahme des Haushalts der Münzverwaltung, der Abrechnungstammer und der Lotterieverwaltung geht das Haus an die Beratung des Haushalts der allgemeinen Finanzverwaltung. b. 7½ Uhr Sahlabende: Lofal Schulz, Stallschreiberstr. 29. Ref. Gen. Rudolf Rahl. Lokal Gensch, Dresdener Str. 107-108. Ref. Gen. Gronwald. Lokal Krüger, Engelufer 23. Ref. Gen. Gent. t. 7% Uhr Mitgliederversammlung im Reichstafino( früher Bubi- Säle), Neue Königstr. 26. Vortrag des Gen. Pfarrer Bleier über Sozialistischer Pazifismus". Die Genossen anderer Abteilungen find willkommen. Abt. 7½ Uhr Bahlabende: 1. Kube, Streliger Str. 55; 2. Nöll, Bergstr. 71; 3. Dahms, Schlegelstr. 9; 4. Bayrau, Pflugstr. 1; 5. Sieke, Boyenstr. 19. Wiemers, Bülowstr. 58. 8. Abt. Unterabt. A. 7½ Uhr Zahlabend bei Rickert, Steinmeg str. 36 und 9. Abt. 7% Uhr Diskussions- und Bahlabend bei Sufenbach, Perleberger Str. 64 und bei Hämmerer, Bandel-, Ecke Birkenstraße. ftraße 17. bt. 7½ Uhr zahlabende in folgenden Lokalen: Engel, Swinemündee Straße 65: Fließ, Swinemünder Str. 77; Bogen, Graunstr. 17; Janisch, Putbuser Str. 48; Gillwald, Butbufer Str. 24; Start, Putbuser Str. 14. mann, Aderftr. 122. Deer Herr Finanzminister hat sich allerdings bei mehreren Ge= legenheiten scharf zu dem Grundsatz bekannt, daß er ausschließlich 10. bt. 7% Uhr Distuſſions- und Zahlabend für sämtliche Bezirke Gemeindeschule Alt- Moabit 23. Referat über Die Parteiverhältnisse in Rußland". Finanzminister fei. Er hat es abgelehnt, sich bei seiner Finanz- 11. abt. 7 Uhr bei Berger, Levegomite. 21, Mitgliederversammlung. Thema: politit von wirtschaftspolitischen Erwägungen beeinflussen zu lassen. Die politische Lage". Ref. Gen. Dr. Löwenstein, M. b. St. Dieser Standpunkt ist unter den heutigen Verhältnissen nicht haltbar. 12. Abt. 7½ Uhr Bahlabend Schule Rostocker Str. 32 und bei Schmidt, Wiclef. Genosse Dr. Waenfig gibt in fachkundigen Ausführungen vor Ich möchte auch darauf hinweisen, daß von führenden Persönlich- 14. dem schwach befeßten, aber aufmerksamen Hause ein anschauliches feiten im Reiche mehrfach gefordert wurde, daß das ReichsfinanzBild von den Schwierigkeiten und Besserungsmöglichkeiten in der ministerium und das Reichswirtschaftsministerium vereinigt werden, Finanzlage Preußens. Es ist keine Freude, betonte Genosse weil nur auf dieser Grundlage eine Gesundung im Reiche möglich 15. Dr. Waentig, zur allgemeinen Finanzlage zu sprechen. Sie ist in fei. Wie immer möchte ich den dringenden Wunsch betonen, daß 16. zweierlei Richtung ungünstig: einmal, weil das Budget ein außer gerade der Herr Finanzminister fich bei seiner Finanzpolitik start von ordentlich großes Defizit aufweist, dann aber vielleicht noch volkswirtschaftlichen Erwägungen mit beeinflussen 17. Abt. Uhr Schulaula Tegeler Str. 20. Thema:„ Die politische Lage". lasse, und ich möchte meine Freude darüber zum Ausdruck bringen, daß der Herr Finanzminister die Methode der Beschaffung finan- 18. bt. 7 zieller Mittel im Wege der schwebenden Schuld, wenn auch 20. bt. 7½ Uhr gemeinsamer Behlabend bei Wende, Koloniestr. 147. vielleicht unter dem sanften Druck des Herrn Reichsbankpräsidenten, 21. Abt. 7 Uhr Bahlabend in ben bekannten Lokalen. Die Bezirksführer nun aufgegeben hat und zur Methode der Auflegung von Anleihen Wir haben schon im Hauptausschuß gefordert, der preußische Etaat folle, wie das die Gemeinden und andere Länder getan haben, die Erwerbseinfünfte ausbauen. bt. 7 Uhr Bahlabende bei Obiglo, Stralsunder Str. 11 und Nietscht. 7% Uhr Bahlabende: Carus, V taste. 37; Krilger, Huffitenstr. 34; Regenburg, Gartenstr. 75. Tagesordnung: ,, Bericht über den Hamburger Rongreß" Ref. Gen. Krille. Uhr zahlabend in den bekannten Lokalen. 19. Abt. 7 Uhr Bahlabend in den bekannten Lokalen. müssen einladen. Der Zahlabend Echule Ruheplatstraße wird verlegt nach dem Schrader- Haus, Malplaquetstraße. 22. Abt. 7% Uhr zahlabend in folgenden Lokalen: Abraham, Nordufer 10; Rabzan, Brüffeler Str. 43 und Senkel, Utrechter Str: 10. 23. t. 7½ Uhr zahlabende: Lewandowski, Geeftr. 104; Schulz, Seeftr. 108; abt. 7 Uhr Bahlabende bei Gott, Kniprodestr. 8; Cramer, Cotheniusstr. 3; Grunewald, Kameruner Str. 19 und Taubel, Müllerstr. 62a. 26. 27. Lemble, Elbinger Str. 49 und Pasteurstr. 7. Ferner rechnen die Bezirksführer bis 20. Juni beim Gen. Güde ab. Musikalischen Fuchs", Jostybt. 7% Uhr Mitgliederversammlung im ftraße 7. Thema: Die politische Lage". Ref. Gen. Dr. Weinberg, Staatsrat. bt. 7 Uhr Gruppenzahlabende: Gruppe 1( Schilling), Gruppe 2 ( Lipinski), Gruppe 3( Genz) bei Mehlberg, Gaudystr. 6; Gruppe 4( Stoldt) bei Lehmann, Rorsörer Str. 1; Gruppe 5( Brand) bet Senf, Korsörer Str. 12. 28. 6t. 7% Uhr bei Büttner, Schwedter Str. 25, gemeinsamer Zahlabend. 1. Parteiangelegenheiten. 2. Vortrag des Gen. Schwarz- Mannheim, M. b. R.: Die politische Lage". 20. 96t. 7% Uhr 8ahlabende in folgenden Lotalen: Bezirke 908, 910-914 bet Schneider, Prenzlauer Allee 43; Bezirke 909, 915-924 bei Klug, Danziger Straße 71; Bezirke 968-970 bei Rochaus, Schliemannstr. 39; Bezirke 965 bis 967 bei Glümpel, Dunderstr. 83; Bezirke 955-958 bei Heuer, Schliemannstr. 27; Bezirke 959a- 064 Schule Dunderstr. 65-66, Erdgeschoß ( Knabenhort). mehr deshalb, weil die fünftige Entwicklung auf absehbare Zeit vollkommen unübersehbar ist. Der Finanzminister und mohl viele Mitglieder des Hauses haben früher die an sich ungünstige Lage mit einem gewissen Optimismus betrachtet. Man hat sich mit der Borstellung getröstet, daß sich wohl in absehbarer Zeit die Dinge non selbst einrenten werden. Heute dürfte der Optimismus in einen Belfimismus umgefchlagen sein. Es besteht die nicht geringe Gefahr, übergegangen ist. Daß theoretisch eine Goldanleihe das Jdeal wäre, daß diefe pessimistische Einstellung nun auch zu einer Art der Finanz- wird niemand bestreiten, aber wir haben nur die Möglichkeit, entpolitik führt, die sozusagen die Flinte ins Korn wirft. Demgegenüber weder eine Papiermarfanleihe oder eine Sachwertanleihe auszu- 25. müffen mir mit Energie gerade von dem Herrn Finanzminister eine geben. In der Zeit vollkommener Unsicherheit und der Gefahr einer attine Finanzpolitit fordern. Allerdings das ist zuzugeben, Berschlechterung der Kauffraft der Mart scheint eine Sachwertes ist leichter gefagt als getan. Der Attivität des Finanzministers anleihe die einzig richtige Form zu sein. Wir haben gehört, daß find vor allem durch den Versailler Bertrag, aber auch durch die sowohl die Rogaenanleihe wie auch die Kalianleihe so Reichsgesehgebung bis zu einem gewissen Grade die Hände gebunden. günstige Erträgnisse gebracht haben, daß der Finanzminister eine Es läßt sich nicht leugnen, daß die heutige Regelung erhebliche britte Ralianleihe auflegen will. Schwächen aufweist, vor allem in der Unzulänglichkeit der Abgrenzung zwischen den Einnahmen des Reiches und der Länder. Die Frage der Abgrenzung der Finanzhoheit der Länder und Gemeinden ist mohl formell gelöst, nicht aber praktisch. Wenn nun aus den Kreisen der Parteien dieses Hauses der Borschlag gemacht und wenn ich recht verstanden habe, hat sich der Herr Finanzminister im wesentlichen auf den Boden dieses Borschlages gestellt die bestehenden Uebel dadurch zu beseitigen, daß man die Einkommensteuer, die heute eine Reichssteuer ist, an die Länder zurückverweift, so würden meine politischen Freunde sich mit dieser Regelung nicht einverstanden erklären tönnen( Sehr wahr!), und das aus finanzpolitifden wie aus verfassungsvolitischen GrünAus finanzpolitischen Gründen deshalb, weil die allgemeine Einkommensteuer doch den Estein des Reichssteuer in stems darstellt. Nicht weniger als 284 Milliarden wurden allein im April dem Reich aus der Reichseinkommensteuer zuge führt. Die Beseitigung der Einkommensteuer als Reichssteuer würde also einen finanzpolitischen Schritt von umgeheurer Tragmeite bedeuten. Wenn man darauf vermeist, daß heute schon das Reich einen erheblichen Teil des Ertrags der Reichseinfommensteuer an die Länder überweist, so ist das doch ein Zustand, von dem mir.hoffen, daß er ein vorläufiger ift. Und nun die verfassungspolitische Seite. Die Rücküberweisung der Einkommensteuer an die Länder würde, wenn auch nicht offen, so doch im geheimen eine murde den. Revision der ganzen Reichsfinanzverwaltung 30. 33. st. 7 Uhr Schulaula Bappelallee 40-41. Thema: Forderungen der Sozialdemokratie". Ref. Gen. Nauch. Abt. 7 Uhr Rahlabend in folgenden Lokalen: Zacharias, Stralauer Afee 20; Wegner, Stralauer Alec 30. Am Donnerstag jenseits der Bahn bei Jured, Kopernikusstraße. Die Bezirksführer laden ein. 34. Abt. 7 Uhr Mitgliederversammlung Comenius- Säle, Memeler Str. 67. 36. Thema: Die politische Bage". Ref. Gen. Robert Dißmann, M. d. R. Abt. 7½ Uhr Bezirkszahlabende: Bezirke 354-356, 361-364, 370 und 371 bei Töpper, Rigaer Str. 85; Rezirfe 357, 367 und 368 bei Bombe, Boigt. Straße 25; Bezirke 858 und 309 bei Borkowski, Schreinerstr. 32; Bezirke 359 und 372 bei Selfriegel, Rigaer Str. 54; Bezirk 365 wird noch besonders eingeladen; Bezirke 366 und 369 bei Spiger, Mirbachstr. 21; Bezirk 373 bei Drelse, Schreinerstr. 18. Abt. 7% Uhr Rahlabende: Busch, Tilsiter Str. 27; Biebermann, Horndorfer Straße 9; Bösenberg, Petersburger Str. 73; Wittschuß, Petersburger Straße 5; Pflanz, Frankfurter Allce 239. 38. Abt. 7 Uhr Rahlabende: Stadtbezirle 155 und 156 bei Falt, Fürstenwalder Str. 1; Stadtbez. 161 bei Bauer, Große Frankfurter Str. 1; Stadt bezirke 184-188 und 195 bei Mogwig, Barnimftr. 13; Stadtbez. 1895 Wilhelm- Stolze, Ede Straßmannstraße; Stadtbez. 189 bei Thinius, Wilhelm- Stolze- Str. 34. 39. Abt. 7 Uhr Jugendheim Lindenstr. 3, Mitgliederversammlung. Vortrag des Gen. Künstler: Die Stellung unserer Reichstagsfraktion zur Regierung Cuno". bt. 7 Uhr gemeinschaftlicher Bahlabend bei Reufner, Sagelberger Straße 20a. Thema: Die politische Lage und die Sozialdemokratie". Ref. Gen. Edardt. Damit würden nur alte preußische Traditionen wieder aufgenommen. Es wird immer ein Ruhmestitel des preußischen Staates bleiben, daß er sich auch in der liberalen Aera von der Berita at lichung der Eisenbahnen nicht hat abdrängen lassen. Es würde sich darum handeln, diese Tendenz wieder aufzunehmen. Zum Glück befinden sich im Bermögensbefiz des preußischen Staates wichtige Sachgiter, die landwirtschaftlichen Do mänen, die Forsten und die Bergwerke. Die Frage ist nur, ob die heutige Art der Bewirtschaftung dieser Bermögensobjekte 35. die zweckmäßige ist. Man wird zugeben müssen, daß nicht dieselbe Methode auf die verschiedenen Objekte in gleichem Maße angewendet werden kann. Mir hätten gewünscht, daß der von uns im Hauptausschuß eingebrachte Antrag, der das Staatsministerium aufforderte, dem Landtag bald geeignete Vorschläge zu unterbreiten, um die gesamten ftaatlichen Unternehmungen und Befihungen unter Aufrechterhaltung ihres ftaatlichen Charafters in felbständige, unter eigener Berantwortung wirtschaftende Verwaltungsförper in der Rechtsform freier Gesellschaften zusammenzufassen, auch von den anderen Barteien gewürdigt worden wäre. Man hat uns unterstellt, wir hätten gefordert, alles fozusagen über einen Ramm zu scheren. Davon fann gar feine Rede sein. Wir forderten 40. nur die Erfehung der bureaukratischen Form der Verwaltung durch bedeuten. Wiederum würde der Schwerpunft in die Länder ver- modernen wirtschaftlichen Geist. Ueber die Form 41. legt und unter Umständen würde das Reich wieder in die Lage selbst, in der in dem einen oder anderen Falle die Neugestaltung fommen, sich von den Ländern Einnahmen verfich vollzieht, werden wir natürlich mit uns reden laffen. Jedenfalls fchaffen zu müssen. möchten wir eines betonen: der preußische Staat soll sich nicht damit begnügen, feine Sachgüter zu verwalten und deren Rohstoffe zu pertaufen, sondern er soll auch dafür sorgen, daß diese Rohstoffe in ( Sehr richtig! links.) Wir wünschen ja, und setzen uns immer als seinen Händen oder in von ihm beherrschten wirtschaftlichen VerZiel, daß über furz oder lang die Länder im Reich ganz waltungstörpern ausgenugt werden. Ich verweise darauf, daß aufgehen sollen.( Sehr richtig! links.) Wir haben im Haupt- mit Rücksicht auf die moderne Chemie z. B. fich sehr erfreuliche ausschuß vorgeschlagen, daß man vielleicht daran denten tönnte, Berspektiven für denjenigen ergeben, der gleichzeitig über Kohle, 46. einen Teil der Einkommensteuer an die Länder zu überweisen, und Holz und Salz verfügt. Wir würden münschen, daß der Herr zwar die Besteuerung der sogenannten fundierten Einkommen. Man Finanzminister dieser Frage einer weiteren wirtschaft. fönnte baran denten, die allgemeine Einfommensteuer dem Reich lichen Ausbeutung der Rohstoffe im Interesse der GeBorzubehalten, aber die Sonderbesteuerung des Einkommens aus famtheit feine Aufmerksamkeit zumendet. Mehr als es bisher ge= Besitz und Vermögen an die Länder zu übertragen. Anfäße dazu schehen ist, muß der Staat Einfluß gewinnen auf groß- 48. Abt. 7% Uhr Mitgliederversammlung bei Gliefing, Wassertorstr. 68. Vorfind ja bereits vorhanden. Nach dem augenblicklichen Landessteuer- fapitalistische Unternehmungen, er muß versuchen, nesek haben die Länder nur die Ertragssteuern. Aber praktisch hat sich an ihrem Attientapital zu beteiligen und sich die Gesetzgebung der Länder vielfach den Boden der Ertrags dadurch, wie es in einigen anderen Staaten schon geschehen ist, fteuern verlassen und fich ganz bewußt auf den Boden der reiche Einnahmen verfchaffen. Auf dem Gebiete der Elettri Bermögens- und Befifteuern gestellt. Sachsen und zitätswirtschaft ist, fopiel ich unterrichtet bin, bereits der Anfang andere Länder haben diesen Weg beschritten. Ich könnte nur gemacht. Bon allen diesen Gefichtspunkten aus rufen wir deshalb empfehlen, diesen tatsächlichen Rustand zu einem rechtmäßigen zu dem Herrn Finanzminister zu: Wirtschaft, oratio, wirt. fchaft!( Brano! bei den Sozialdemokraten.) machen und den Ländern die Möglichkeit zu geben, Auf Kosten des Reiches darf die Stärkung der Finanzen der Länder nicht vor sich gehen. auf dem Boden der Vermögensbefitbesteuerung ihre Finanzen zu stärken. Solange die Abgrenzung nicht erfolgt ist, muß man mit den augenblicklichen Steuern austommen. Wir möchten deshalb an den Herrn Finanzminister die Bitte richten, die Reform der Grundsteuer im Auge zu behalten und mit der Einbringung des Ge werbesteuergesehentwurfes nicht zu zögern. Allerdings erhebt sich die Frage, ob bei der gegenwärtigen Lage mit finanziellen mitteln allein auf dem Wege der Besteuerung man zum Ziele fomemn tann. Man spricht heute von einer Krise des Steuerffaates. Man bezweifelt, ob es möglich ist, mit den Methoden der Besteue rung zum Ziele zu fommen, ebenso vom Standpunkt der Steuer. veranlagung aus, wie vom Gesichtspunkt der Steuer. erhebung. Vor allem spielt hier dann noch das Problem der Steuerüberwälzung eine große Rolle. Wie sich tatsächlich die Belaftung in den verschiedenen Gruppen der Bevölkerung unter dem Einfluß der bestehenden Breisgestaltung auswirtt, das ist eine Frage, die fein Mensch beantworten fann. Niemand weiß zu sagen, mer endgültig und in welchem make die Steuer trägt. Nur eins steht feft, daß bei dem heutigen System eine Ueberlastung des Einkommens der Lohn- und Gehaltsempfänger ftattfindet und daß diese Tatsache im Zusammenhang steht mit ber Eigentümlichkeit der Preisgestaltung; bloß der Form nach haben wir ftahl gewußt zu haben, da der junge Mann sich ihm gegenüber als Rauchwarenhändler ausgegeben habe und er annehmen mußte, dieser hätte das Geld bei seinen Geschäften verdient. Da aber der junge Mann der Frau und Tochter des Imroth fostspielige Geschenke gemacht und in den ganzen 14 Tagen aus der Bar überhaupt nicht herausgetommen ist und des öfteren dort auf dem Sofa übernachtet hat, nahm das Gericht für erwiesen an, daß es sich bei dem Angeklagten um Hehlerei gehandelt habe. Nach dem Genossen Dr. Maentig erklärte der Abg. Rhiel- Fulda ( 3.), eine reinliche Scheidung awischen den Einnahmen von Ländern und Gemeinden einerseits und denen des Reiches andererseits sei unbedingt notwendig. Er fönne sich in dieser Beziehung Herrn Dr. Waentig nicht anschließen. Inzwischen ist ein Antrag unserer Genossen eingegangen, der auch von anderen Parteien unterzeichnet ist und der die Staatsregierung auffordert, alle Möglichkeiten zu prüfen, die sich darbieten, um die Staatsbetriebe unter Aufrechterhal= tung ihres öffentlichen Charakters von fonftigen Staatsverwaltung zu trennen, unter wirtschaftlich selbständige Berwaltungstörper 3u stellen und mehr nach wirtschaftlichen Gefichts. Puntten verwalten zu laffen. der Nachdem dann noch der Abg. Dr. Negenborn( Dnatl.) sich mit den Darlegungen des Zentrumsredners einverstanden erklärt hatte, vertagte sich das Haus zur Fortfehung der Beratung der all. gemeinen Finanzverwaltung auf Dienstag, 12 Uhr. * bt. 7½ Uhr Gruppenversammlungen: Schmidt, Teltower Str. 15; Gimon, Belle- Alliance- Str. 31; Lokal Fidicin, Ecke Ropischstraße; Schuster, Willt. bald Aleris- Str. 17; Luke, Berginannste. 93; Kyschki, Nofitaste. 12; Mende, Gneisenauftr. 6; Kramer, fürbringer Str. 36. 42. Abt. 7% Uhr Bahlabend in ben bekannten Lokalen. " 45. Abt. 7% Uhr Bahlabende: Minnig, Laufiger Str. 45; Hebestreit, Reichen. berger Str. 125; Liebig, Wiener Str. 57: Studenberg, Glogauer Str. 17. Tagesordnung: Partei und Lohnpolitit". Die Mitglieder des Abteilungsvorstandes gehen in ihre Gruppen. Die Gruppenführer holen fich Material vom Abteilungsleiter. Anträge und Listen schnell an die Abteilungsleitung weitergeben. 47. bt. 7% Uhr Sablabenbe: Stadtbezirk 106 bei Gläser, Faldensteinstr. 49; Stadtbezirke 107 a und b bei Beister, Cuvryftr. 11; Stadtbezirbe 108a, b und 109 bei Valentin, Görliger Str. 72. st. 7% Uhr Diskussions- und Rahlabende für die Bezirke 82, 83 und 97 bei Lier, Naunynftr. 9; Bezirke 98, 99 und 100 bei Sicdentopf, Mustauer Straße 35; Bezirke 101-105 bei Pflug, Mustauer Str. 1. Die Bezirks. fithrer holen beim Raffierer neue Marken. trag: Kommunalfragen". Ref. Gen. Schweikardt. Ref. Charlottenburg. 51. Abt. 7½ Uhr zahlabende: 1. Gruppe bei Schellbach), Königin Elisabeth- Str. 6. Bortrag über ,, Genossenschaftswesen". Gen. Bildung. 2. Gruppe bei Scheithauer, Sophie- Charlotte- Str. 24. Thema: Die politische Lage". Ref. Gen. H. Mener. 3. Gruppe bei Fiebig, Nehringftr. 27, Shema: ,, Wohnungs- und Siedlungsfragen". Ref. Gen. Albrecht. Die Bezirksfilhrer laben hierzu ein. 52. Abt. 7% Uhr bei Büttner, Raiserin Augufta- Allee 81. Thema: Der Internationale Rongreß in Samburg". Ref. Gen. Crispien, M. D. 9. 53. Abt. 7% Uhr Bahlabend der Bezirke in den bekannten Lokalen. 55. bt. 8., 9. un 10. Gruppe: 7 Uhr zahlabend bei Reimer, Wilmersdorfer Straße 21. Tagesordnung: Die städtischen Werke und Güter". Ref. Gen. Reuter, 56. st. 7 Uhr Mitgliederversammlung Schulaula Pestalozziftvaße 40. Thema: Was führt die Arbeiterschaft und die Beamten zufammen?" Ref. Gen. Briniger. 57. Abt. 7% Uhr Bahlabende: 1. Gruppe bei Arndt, Kantfte. 51. Thema: Die politische Lage". Ref. Gen. Elfriede Ryned, M. d. R. Funktionärsizung 6% Uhr pünktlich. 2. Gruppe bet Thunad, Wielandstr. 4. Thema: Sozialdemokratie und Strafredyt". Ref. Dr. S. Rosenfeld. 58. t. 7% Uhr bei Straube, Augsburger, Ede Ansbacher Straße, Mitgliederversammlung. Thema: Die Internationale". Ref. A. Stein. 67. Abt. Grunewald. 7½ Uhr Lindened. Hubertusbaber Str. 8. 1. Vortrag. 2. Wahl des Abteilungsvorstandes. 3. Berichte und Verschiedenes. Wilmersdorf. eo. Abt. 7% Uhr Mitgliederversammlung bei Umlang, Giefeler, Ede Wegenerstraße. Borstandsmitglieder und Straßenführer piintil. 6½ hr. 70. Abt. 7% Uhr bei Pieper, Solsteinische Str. 60, MitgliederversammJung. Thema: Der Internationale Rongreß in Hamburg". Ref. Gen. Dr. Lohmann. 71. unb 72. bt. 7% Uhr gemeinsame Mitgliederver fammlung Gemeindeschule Reblenzer Str. 22-24. Thema:„ Der Kampf der Arbeiterschaft". Ref. Gen. Dr. Herring. Schöneberg. 78. Abt. 7% Uhr gemeinsamer zahlabend Schulaula Feurigstraße 57. 80. Abt. 7% Uhr im Gesangsaal des Helmholt- Gymnasiums, Rubensstraße, Mitgliederversammlung. Thema: Die politische und wirtfchaftliche Lage". Ref. Gen. Dr. Paul Levi, M. d. R. 81. Abt. Friedenau. 8 Uhr Bezirksabende: 1. Bez. bei Klabe, Sandjern ftraße 60-61; 2. u, 3. Bez. bei Ulbricht, Sandjernftr. 86; 4. u. 5. Bez. bet Schulz, Wiesbadener, Ede Laubacher Straße. Thema: Politik und Wirt fchaft". 6. Bez. bei Gundlach, Odenwaldstr. 10. Thema: Gozialismus". Ref. Gen. Buchholz. Der Direktor des Stenographischen Bureaus im Breußischen Landtag, Johannes Rindermann, ist am 10. Juni feinem wenige Tage vorher verstorbenen Amtsvorgänger Krause in den Tod gefolgt. Er hat dem Bureau feit 1878 angehört und auch 84. eine Reihe von Jahren den stenographischen Dienst in der Berliner Stadtverordnetenrersammlung geleitet. Seine stenographischen 85. Fähigkeiten als Brattifer wie als Theoretifer waren hervorragend. Groß- Berliner Parteinachrichten. 108. Abt. Röpenid. Mittwoch, den 13. Juni, 7% Uhr, in der Rörner. Schule, Lindenstraße, öffentliche Versammlung. Vortrag des Ge. noffen Dr. Adolf Braun, M. d. R.:,,Deutschland und Frankreich in Bergangenheit und Gegenwart". 11. Kreis Schöneberg- Friebenau. Dienstag, den 12. d. M., 7½ Uhr, Kreis. funktionärverfammlung bei Will, Martin- Luther- Str. 69. Bortrag des Genoffen Altmaier über Die politische Lage". fchöneweide, Neue Schule.. Ein bemerkenswerter Rhön- Segelflug. Aus Gersfeld wird gemeldet, daß der Bilot Stamer bei böigstem Winde am 15. Kreis. Dienstag, den 12. Juni, 8 Uhr, Kreisvorstandssigung in NiederWeftabhange der Wassertuppe zum Probeflug auf einem Welten. feglerflugzeuge ftartete. Er überhöhte die Waffertuppe um 200 Meter und umtreifte fechsmal den Start. Er überflog Gersfeld in 300 Meter Höhe und landete nach einer Fahrt von 40 Minuten| 137. Abt. Reinidendorf- Weft. 7% Uhr Funktionärsigung im Boltshaus, Scharn. Dauer, wobei das Segelflugzeug eine Geschwindigkeit von Sungsozialisten. Gruppe Sichtenberg: 7½ Uhr im Jugendheim, Bartaue, Bor. 100 Rilometer erreichte, trag des Gen. Dahlhof über Goldlöhne". meberstr. 114. Heute, Dienstag, den 12. Juni: Abt. Lankwig. 8 Uhr Mitgliederversammlung Gemeindeschule 1, Gendlik. Straße( Reidjenfaal) Thema: Die politische Lage". Ref. Gen. NietischMünchen. Abt. Tempelhof. Pünktlich 8 Uhr Zahlabende: 1. Bezirk bei Hansen, Boruffia, Ede Neue Straße; 2. und 5. Bez. im Logenheim, FriedrichWilhelm, Ecke Werderstraße; 3. und 4. Bezirk neues Lotal: Linde, Werder, Ede Karlstraße; 6. Bezirk bei Lange, Ringbahnstraße; 7. Bezirk bei Wanalid, Oberland, Ede Eschersheimer Straße. Neuwahl der Kreisleifung. 86. Abt. Mariendorf. 7 Uhr gemeinsamer Bahlabend Schulaula Friedenstraße. Thema: Das Angebot der Industrie und die wirtschaftlichen Forberungen der Arbeiterschaft". Ref. Gen. Bista. mann. 87. Abt. Marienfelbe. 8 Uhr bei Schuster, Kirchftr. 68, 8ahlabend. Neukölln. 89. Abt. 7% Uhr Zahlabende: Bezirke 1-5, 7 und 8 bei Stahl, Ganderftr 11. Thema:„ Der internationale Weltkongreß". Ref. Gen. WeiBezirke 6-12, 18 und 19 Schule Kaiser- Friedrich- Str. 4. Thema: Die politische Lage". Ref. Gen. Goldmann- Franken, M. d. R. 90. Abt. 7 Uhr Mädchenschule Donaustr. 120. Thema: Die politische Lage". Ref. Gen. Altmaier. Dort werden Beiträge entgegengenommen. 92. Abt. 7½ Uhr Bahlabende: Bezirke 14/29 bei Klein, Wildenbruchstr. 15. Ref. Gen. Fuß. Bezirke 27/28, 32/33 Schule Elbestraße. Ref. Gen. Harnisch. Bezirke 31, 44, 45, 55 bei Röderik, Innstr. 8. Bezirke 46, 59, 72 und 73 bet Schneider, Rosenftr. 7. Ref. Gen. Franke. 94. Abt. 7% Uhr Zahlabende: Bezirke 51/52 Lokal March, Schillerpromenade 39; Bezirke 64, 68, 77 Lokal Taubel, Weisefte. 23; Bezirke 65/69 bei Wilhelm, Herrfurthplak 6: Bezirk 67 bei Schuhmacher, Steinmehstr. 56; Bezirke 76/78 bet Mall, Allerstr. 8. 95. 96t. 71 Uhr Kindl- Brauerei, Hermannstraße ( Kleiner Gaal). Vortrag des Gen. Bruchhardt- Chemnik, M. b. R.:,,Die wirtschaftliche Lage Deutschlands". 96. Abt. 7% Uhr Mitgliederver fammlung Schule Thomasstr. 20. Thema: Ref. Die politische Lage". Gen. Franken, M. b. 2. 98. Abt. Abteilungsversammlung fällt aus, baflir Sonnabend, den 16. Juni, Familienabend im Restaurant Berthold, Aranoldstr. 1 101. Abt. Treptow. 7½ hr Mitgliederversammlung im Zeichen faal der Schule Wildenbruchstr. 1. Thema: Der internationale Rongreß in Hamburg". Ref. Gen. Todenhagen. Von 7-7% Uhr Raffierung der Beiträge. 102. Abt. Baumschulenweg. 7% Uhr bei Haß, Baumschulenstr. 72. Mitglieder. Dersammlung. Thema:„ Wohnungsbauabgabe und die neuen Mietver ordnungen". Ref. Gen. Felgentreu. 103. Abt. Oberschöneweibe. 7 Uhr im Vereinshaus Sur Bost" Mitgliederversammlung. Thema: Die Aufgaben der Partei". Ref. Gen. Otto Fiedler. Alle Genossen, die Mietervertreter find, treffen sich dort bereits um 7 Uhr. 105. Abt. Adlershof. 7½ Uhr bei Schaltinat, Sedanstr. 3, Mitgliederversamm. lung. Thema: Bericht vom Hamburger Rongreß". Ref. Gen. Sienau. 106. Abt. Johannisthal. Uhr Zahlabend bei Schreiner, Friedrichur. 6. 107. Abt. Alt- Glienice- Faltenberg. 8 Uhr Mitgliederversammlung im Loba! Mener, Straße am Faltenberg. Thema: Der Internationale Rongreß in Hamburg". Ref. Gen. Robert Breuer. ftraße 81. 109. Abt. 7½ Uhr Mitgliederversammlung und Sahlabend bei Scholz, Friedrich111. Abt. Bohnsdorf. 8 Uhr Zahlabende für den obezen Teil bei Otto Bierbach, Bahnhofstraße; für den unteren Teil( Faltenberg) bei Otto Lill, Schulzendorfer Straße. Borträge. 113. Abt. Schmödwig. 8 Uhr zahlabend bei Baronski, Berliner Str. 19. Lichtenberg. 114. abt. 72 Uhr Zahlabende: 1. Gruppe bei Milling, Niederbarnimer Str. 3; 2. Gruppe bei Högel, Bühlischstr. 30; 3. Gruppe bei Schwarzer, Gabriel- Mag- Str. 17, Ref. Gen. Midlenz; 4. Gruppe bei Börner, Bühlischstr. 39. 115. bt. 7 Uhr zahlabende: 1. Gruppe bei Kriehn, Jungstr. 10; 2. Gruppe bei Pistoret, Jungstr. 27; 3. Gruppe bei Radtke, Müggel-, Ecke Scharnweberstraße, Bortrag des Gen. A. Richter, M. d. L.: Die Hamburger Tagung"; 4. Gruppe bei eGibte, Kronprinzen-, Ede Scharnweberstraße. 116. bt. 7 Uhr Mitgliederversammlung im Gesangsaal der Knabenmittelschule, Marktstr. 12-13. Bortrag des Gen. Hermann Müller über Die Internationle und die deutsche Sozialdemofratie". 117. Abt. 7 Uhr im Reichensaal der Gemeindeschule Lücftr. 63. Thema: Justiz und Berwaltung in der Republit". Ref. Gen. Landrichter Ruben. 118. bt. 7-8 Uhr gemeinschaftlicher Sahlabend bei Tempel, Gudrunftr. 7. Anschießend daselbst Abteilungsversammlung. Thema: ,, Die 143. 6. Baibmannsluft 7 hr Sabtabend. Schule Kuchausstt. Bortrag des Gen. Otto Korus. politische Lage und die Forderungen der Partei und Gewerkschaften". Ref. Gen. Reimann. 119. Abt. 7% Uhr im Cäcilien- Lyzeum, Rathaus-, Ede Möllendorffstraße, Thema: Die politische Lage". Ref. Gen. Royle, M.d. R. 122. Abt. Diesdorf. Uhr bei Povath, Marzahner Str. 31. Thema:" Das Angebot der Industrie". Ref. Gen. Ludwig, M. d. N. 123. Abt. Kauisdorf. 8 Uhr im Zeichensaal der Schule Adolfstraße. Thema: 5. Kreis Friedrichshain. 32-33. Abt. Die Fragebogen zum Jahresbericht Die internationale Ginigung". Ref. Gen. Miethke. 125." Abt. Weißensee. 7% Uhr Mitgliederversammlung im Lokal Otto Gallas, Lehderfir. 122. Tagesordnung: Die Aufgaben des Vorwärts"". Ref. Gen. Dr. Korach. Bankow. 128. Abt. 7½ Uhr im Zeichenfaal der Gemeindeschule Kaiser- FriedrichStraße. Thema: Geistige Strömungen der Gegenwart". Ref. Frau Dr. Begscheider- Ziegler, M. d. L. 129. und 130. Abt. 7½ Uhr gemeinfame Mitgliederversammlung im Jugendheim, Breite Straße. Bortrag des Gen. Schiller über Berfassungsfragen". 131. Abt. Niederschönhausen. Bahlabend bei Schönherr, Lindenstr. 10. Funktionäre laden ein. 133. Abt. Buchholz. 8 Uhr bei Rähne, Berliner Str. 38. Thema: ,, Die Auf134. Abt. Buch. 8 Uhr Sahlabend bei Bodung( Bur Tanne). Vortrag über 135." Abt. Karow. 7½ Uhr Bahlabend bei Alig, Pankgrafenstr. 3. ,, Kulturaufgaben der Sozialdemokratie". Ref. Stadtrat Schneider. Thema: Wohlfahrt und Kinderschuh". 136 Abt. Reinidendorf- Oft. 72 Uhr Bezirksabende: 1., 2., 3. Bez. im Lotal Roffath, Provinzstr. 61; 4. Bez. beim Gen. Melzheimer, Provinzftr. 103; 5. und 6. Bez. im Lokal Kaufmann, Gee-, Ede Aegirſtraße; 7., 8. und 9. Bez. im Jugendheim Geebad, Residensstr. 49; 14., 15. und 16. Bez. im Bürgergarten, Hauptstr. 51. 138. Abt. Sermsdorf. 7% Uhr im Lnzeum, Humboldtstraße. Thema:„ Bank und Börsenwesen". Ref. Gen. Bernh. Mener. 139. Abt. Tegel. 7% Uhr im Beichenscal der Mädchenschule, Trestomstraße. Thema: Die politische und wirtschaftliche Lage im Ruhrgebiet". Ref. Gen. Teuber- Bochum, M. d. R. 140. Abt. Borsigwalde. 7% Uhr im Lokal Woitshad, Ernststr. 1, Mitgliederversammlung. Thema: Die politische Bage". Ref. Gen. Kurt Seinig. 141. bt. Rosenthal. 7½ Uhr Bahlabend und Mitgliederversammlung bei Frieß, Lindenallee 30. Bierteljahrsbericht. Mieter- und Ronfum fragen. gaben der Sozialdemokratie". Ref. Gen. Litke. Theater, Lichtspiele usw. LUNA PARK Deutscher Metallarbeiter- Verband 6pernhaus 7½ Uhr: Volksbühne 712 Uhr: S000020: of Gianni Schiechi Der Zerrissene Josefslegende Schauspielhaus Lessing- Th. 712 Uhr: Sommerspielzeit! Allabendl. 7 Uhr: Die Journalisten Liebesstreik Königgrätz. Str. Gr. Schauspielhaus Theater i. d.. Ber wunderl. Ge8 Uhr: schichten II. Teil Die Bacchantin Kreisl. Eckfenster Berliner Th. Deutsches Th. 72 Uhr: 7.30 U: Mädi Die Frühlingsfee Ab 3 Uhr voller Betrieb dmirals- Varieté Berlins Verwaltungsstelle Berlin N 54, Linienstraße 83/85. Geschäftszeit vorm. 9Uhr bis nachm.4Uhr. Telephon: Amt Norden 833 bis 836 und 6592 bis 6595. Heute, Dienstag, den 12. Juni, abends 7Uhr, imberbandshaus, Linienftr.83/ 85 800 bestes Programm Versammlung Rennen zu Strausberg Dienstag, 12. Juni nachm. 3 Uhr Berliner Der gute Bockbranerei KapitänBelle- AllianceEcke Fidicinstraße. Jeden Dienstag, Freitag, Sonntag aller in der Fachgruppe der Wickeleien und Motorenfabriken Beschäftigten. Am 7. Juni verstarb nach schwerem Lerden unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Bräutigam, der Maler Erich Märtens im 25. Lebensjahre. Jm Namen d. frauernd.Hinterbliebenen Max Märtens, Berlin N, Abolfftr. 19. Einäscherung: Mittwoch nachmittag 41, Uhr im Krematorium Gerichtstraße. Danksagung 3063b Frauenveranstaltungen: Frauenagitation müssen bis fpätestens Mittwoch, den 13. d. M., der Genoffin Bengels geliefert werden, ebenso die über Wohlfahrt der Genoffin Boblig. Die Frauenabende Montag, den 25. d. M., fallen aus. Dafür findet am Dienstag, den 26. Juni, ein Kreisfrauenabend statt. Tagesordnung: Die internationale Frauenkonferenz in Ham. burg". Ref. Genoffin Wurm, M. d. R. Jugendveranstaltungen. Heufe, Dienstag, den 12. Juni, abends 71 Uhr: Lichten Köpenie: Jugendheim Grünauer Str. 5. Diskussionsabend. rabe: Jugendheim Schule Roonstraße. Bortrag: Segualleben des Monschen". Reukölln III: Jugendheim Nogatstr. 53. Mitgliederversammlung. Nordost II: Jugendheim Christburger Str. 14. Vortrag: ,, Die weitliche Schule. Nordring: Jugendheim Schule Scherenbergstr. 7. Disfusions. abend: Unsere Arbeit". Bankow: Jugendheim Breite Str. 32( Eingang Finanzamt). Lefeabend. Prenzlauer Vorstadt: Jugendheim Oberberger Str. 57( Badeanstalt, Warteraum). Diskussionsabend. Reinidendorf- Off: Jugendheim im Geebad, Residensstr. 49. Diskussionsabend. Gerhard WulSchöneberg I: Jugendheim Rubens- E. Hauptstraße. tussionsabend. ,, Arbeitersport. Schöneberg II: Jugendheim Comeniusshule, Frankenstr. 10. Disfuffionsabend. Der Jugendschutz der Welt". Gübwesten: Jugendheim Lindenstr. 3, II. Hof III. Borfrag: ,, Ginn der Sonnenwendfeier". Zegel: Jugendheim Bahnhofstr. 15. Vortrag. Szeptow: Jugendheim Elfenste. 3. Diskussionsabend. Wie fördern wir unsere Gruppenarbeit". Westen: Jugendheim Kurfürstenstr. 141, Erfrischungsraum. Vortrag: Württemberg. Band und Leute". Wilmersdorf: Jugendheim Hildegardstr. 4. Diskussionsabend. ,, AJ., SAJ., KA". Tenweber". • DisLeihhaus Friedrichstraße 2( Hallesches Quedfiber, Zahngebiffe, Photoplatten, Horn, Grüner Tor) verkauft elegante Herrenanzuge, Militärtreffen tauft Covercoats, Schlüpfer, Gummimäntel, Weg 24. Königstadt 6367. 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