Abendausgabe Nr. 272 � 40. Jahrgang Ausgabe L Nr. 156 Stgngeiebingnngm und Anzkigenpreise sind in der Morgenausgabe angegeben ItedafHon: SS. 68, CinOenfltasje 3 Aerosprecher: VSuhoss 292— 295 leL-Höcefsc; Sojialbemotiol Berlin IßV Devlinev w- Volksblstt preis 150 Mark Mittwoch 13. �imi 1923 Serlag und Anzeigenadteilung: SeichSstszett»-S Uhr Verleger: vorrsSrts-Verlag Gmby. Berlin Sw. 68, Cindenftrabe 3 Fernsprecher: VLnhofs 2596-2502 ZcntraXorgxn der Vereinigten Bozialdemokrati fchen Partei Deutfchlands Ruhröebatte in Brüssel. Brüssel, 13. Juni.(EP.) Im Perlaufe der Diskussion der Kammer über das Budget der äußeren Angelegenheiten hielt Abg. Vandervelde(Soz.) über die Ruhrfrage eine Rede, in der er erklärte, daß die inter- alliierte Aussprache auch dann fortgesetzt werden könnte, wenn Deutschland den passiven Widerstand nicht aufgeben wolle. Es sei der Ruhrbevölkerung ebenso schwierig, den passiven Widerstand aufzugeben, w-ie es der belgischen Bevölkerung während des Krieges schwer gefallen sei, den Widerstand gegen die deutsche ' jjiing aufzugeben. Dieser Vergleich wurde von der Rechten mit Protest aufgenommen. Nach dem Eca-Bericht hätte Danderoelde ausgeführt: Belgien müsie seinen beiden großen Freunden die Treue halten, nämlich Frankreich und Großbritannien. Er, Vondervelde, sei davon über- zeugt, daß die französisch-belgische Uebereinstimmung durch ein« Allianz mit Großbritannien vervollständigt werden müsse. Zur Reparat ionsfrag« meint« Vondervelde, es sei nötig, daß die von Deutschland zu zahlende Summe ein für allemal festgesetzt werde. Die Sozialdemokratische Partei sei bereits vor Unterzeichnung des Versailler Vertrages dieser Ansicht gewesen. Man habe aber, nachdem man von 300 Milliarden gesprochen habe, nach und nach die deutsche Schuld bis auf 50 Milliarden herab beiten. In belgischen und französischen Blättern dagegen scheint es so, als ob der passive Widerstand gleichbedeutend sei mit Brückensprengungen und Angriffen auf die Besatzungs- truppen. Vielleicht ist aber Herr Iaspar absichtlich bei der allen, vieldeutigen Formel stehen geblieben, weil er das weitere zu- künftigen Erörterungen überlassen will. gesetzt, und die öffentliche Meinung stoße sich immer mehr an diesem Vorgehen. Es fei setzt vor allen Dingen wichtig, aus der gegenwärtigen Lage herauszukommen. Gewiß sei die e r st e von der deutschen Regierung gesandte Note unannehmbar. Jedoch sei e» bedauerlich, daß Frankreich und Belgien nicht mit England g e- m e i n s a m eine Antwort ausgearbeiret hätten. Im übrigen würde (vielleicht„wolle"'. Red.) man so lange an der Ruhr bleiben, bis Deutschland alles bezahlt habe. Die Ruhrbesetzung habe aber den Sturz der Mark beschleunigt und die deutschen Kleinbürger ruiniert. Man müsse sich hüten, denn Europa sei verantwort- lich dafür und eine Zersetzung Deutschlands würde die Welt vernichten. Bandervelde fügte hinzu, daß seine Partei geneigt sei, alle Unter- Handlungen zu erleichtern, die den Zweck Härten, einen genauen Re- parai'onsplan auszuarbeiten, der die Unterstützung aller Alliierten Habe. Außenminister Zaspar bezeichnet« Bandcrveldcs Rede erregt als deplaciert und führr« weiter aus, daß die Regierung die Notwendigkeit an-rtenne, die Solidarität unter den europä fch-n Völkern wieder herz'.'stellen. Es sei aber keine Solidarität möglich, wenn der Schuldner seinen Der- pflichtungen nicht nachkomme. Vondervelde Hobe versucht, den Glauben aufkommen zu lasten, als ob zwei Deutschland bestünden, ein reaktionäres und ein demokrat fches Deutschland Er seinerseits glaub« den sozialistischen Ausführungen nicht, ebenso wenig den Erklärungen Cunos. Es gäbe nicht zwei Deutschland. Er kenne nur das Deutschland, das im Jahre 1014 Belgien besetzt und im Jahre 1919 den Versailler Vertrag unterzeichnet habe, das aber gleichwohl seit dem Waffe nstillstand Verfehlungen über Ver- sehlungen gegen den Vertrag gehäuft l>abe. Belgien habe zahlreiche Beispiele der Mäßigung, der Versöhnung und der Geduld gegeben. Nie aber habe man von deutscher Seite auf Belgiens gute Absichten geantwortet. Im Ruhrgebiet arbeiten die Belgier mit den Fran- zosen zusammen und würden dort bleiben. Belgien habe gegen das deutsche Proletariat keinerlei Groll. Es wolle aber, daß dieses Proletariat aus die Großindustriellen einen Druck ausübe; das Vermögen dieser Industriellen nehme gegenwärtig immer mehr zu, und zwar aus Kosten der Reparation und des deutschen Volkes. Belgien müsse es ablehnen, mit Deutschland zu unterhandeln, solange der passive Widerstand nicht aufgegeben sei. Belgien be- dauert, daß England sich seit Januar von Frankreich und Belgien abgewendet habe. Dieser llmstond aber habe die belg sche Regierung nicht veranlaßt, ihre Politik zu ändern. Sie hoffe, daß der Bruch mit Englaad nur von beschränkter Dauer sein werde. Das bedeute, daß Belgien jede Gelegenheit ergreife, um sich seinen engl schen Freunden zu nähern. Die deutschen Borschläge seien ebenso unannehm- bar wie die ersten, obwohl sie mehr Garantien enthielten.� Die belgische Regierung finde die vorgeschla-ienc Zahl ungenügend. Belg en wünsche ein« Kollektivnote der Alliierten auf die deutschen Vorschläge, es werde alle möglichen Anstrengungen machen, um die alliierte Einheitsfront wiederherzustellen. Zu diesem Zwecke habe es in Paris. London und Rom den belgischen Repa- rationsplan mitgeteilt. Belg en halte sich an die im Januar festgelegte Reparationspolitik. Es werde sie nicht aufgeben, weil dies« Politik für sein« Existenz unentbehrlich erscheine. * Es ist natürlich ganz unmöglich, daß Genosse Bander» velde gesagt haben könnte, man würde an der Ruhr bleiben, bis Deutschland alles bezahlt hat. Eine solche Aeutzerung steht mit seinen uns bekannten Anschauungen im Widerspruch. Herrn Iaspar ist zuzubillioen, daß er mit ganz außer- ordentlich schwierigen Verhältnissen zu rechnen hat. Das kleine Belgien ist von dem großen Frankreich, ob es wollte oder nicht, in das Ruhrabenteuer mit hineingerisien worden. Es bemüht sich letzt, wieder die Brücken zu England zu schlagen, ohne zu Frankreich in Gegensatz zu geraten. Der belgische Außenminister bemüht sich daher, sich auf einem Boden zu bewegen, der den beiden Großmächten gemeinsam ist. Dabei ist er zu der unglücklichen Formel gekommen, mit der er gewissermaßen die Bundesgenossenschaft des d e u t- schen Proletariats mit den Auslandsregierungen gegen die deutschen Großindustriellen verlangt. Es braucht nicht näher ausgeführt zu werden, daß dies eine ganz un- sinnige Zumutung ist, wie Herr Iaspar selber weiß, denn gar zu ernst wird er diese seine eigene Redefloskel nicht nehmen. Wenn aber Herr Iaspar die Aufgabe des passiven Widerstandes verlangt, so hätte er wohl die Pflicht. etwas genauer zu erklären, was er darunter versteht. Wir ver- stehen darunter die Weigerung der Bevölkerung, sich einem militaristischen Terror zu fügen und unter Bajonetten zu ar- Noch kein britischer Kabinettsbeschluß. Die falsche Havasmeldung. Pari», 13. Ztrnl.bgieri->en Raben schützen soll." „Wir hörten— fährt Frau Kuskowa fort— voll Staunen die Rede dieses Anarchisten, der io leidenschaftlich die bestimmten'�ab- men einer Staatlichkeit verteidigte. Wir kamen noch einige Male mit ihm zusammen und ste« wiederholte er denselben Gedanken..." die Hinterlegung einer Kaution von«inerMillion Polen» mark, und zwar nur in polnischer Währung, nicht etwa im deutschen Gegenwert. Dies« Forderung hat bei den Betroffenen große Entrüstung hervorgerufen. Man muß aber gerechterweif« anerkennen, daß diese Kautionen zuerst von den deutschen Konsulaten in Polen sür die Einreiseerlaubnis nach Deutschland gefordert worden sind— zwar nicht ausnahmslos, aber in sehr vielen Fällen. Dies« Kaution soll den Zweck haben, die pünktliche Beobachtung der in dem Sichtver- merk enthaltenen Aufcnthaltsfrist zu erzwingen, und es ist auch wieder- Holl schon, selbst bei geringen Fristüberschreitungen, neben der verfallenen Polizeistrafe der Verlust der Kaution ausgesprochen worden. Polen hat, wie man uns versichert, sich vergebens bemüht, Deutschland zur Aufhebung dieses Systems zu bewegen und hat schließlich zu der erwähnten Repressalie gegriffen. Hoffentlich führen die Dresdener deufich-polnischen Verhand- lungen auch auf diesem Gebiet zu einer Milderung dieses Krieges, der auf dem Rücken der zu Reisen Gezwungenen ausgefochten wird. Mit der Tschechoslowakei ist man ja, allerdinqs erst nach ihren� Vergeltungsausweisungen, zu einer Regelung gekommen. vie Not der Kinüerfürsorge. Nach zuverlässigen Statistiken sind seit Kriegsend« 18 Prozent der Krippen und 40 Proz. der Kinderheim« in Deutschland g e- schlössen worden: fast überall aus Mangel an finanziellen Hilfs- Mitteln. Einzelne Städte zeigen ein noch traurigeres Bild. So mußten in Verlin 75 Proz. der Krippen, 35 Proz. der Kinder. horte, 30 Proz. der Horte und 38 Proz. der Säuglings- und Kinder- heim« geschlossen werden. Dazu kommt, daß eine immer größere Anzahl von Pflegeeltern die Annahm« von Pflegekindern auf- g e b e n. weil die Kosten des Unterhalts vom Pflegegeld nicht mehr bestritten werden können. Di« noch bestehenden Heim« befinden sich in großer Not. Fast nirgends tonnten die Pflegesätz« mit den Unterhaltungs- tosten der Anstalten in Uebereinstimmung gebracht werden, weil die Eltern- und Armenverbänd«, die für das Kind auszukommen hatten, selber in Notloge sind. Di« Kosten für Ernährung und Kleidung von Kindern sind im Verhältnis zum Einkommen ungeheuer ge- stiegen. Allein die Milch für drei Kinder beanfpruchk 20 bis 30 Proz. des Einkommens eines Arbeiters oder unteren Beamten. Eine Garniwr Wäsche für einen Säugling verschlingt bis zu 10 Proz. der genannten Einkommen. Die Kosten für ein« Anstalt mit 333 Pfleglingen in Verl in betrugen bereits im Februar d. I. etwa 300 000 M. täglich. 7 b i s 0 Millionen Mark monatlich. Der heutige Monatsetar dieser Anstatt beziffert sich ungefähr aus das Doppelte des gesamten Iahresetats von 1922! Bei vielen Anstalten geht das Defizil bereits hoch in die Millionen. Infolgedessen sehen sie sich zum größten Teil gezwungen, die Verpflegung zu verschlechtern, die Wäsche seltener zu wechseln und, da Anschaffungen nicht möglich sind, ein Bett mit je zwei Kindern zu belegen. Neben den Krippen und Heimen sind auch ein« große Zahl von Iugendwohl- fahrtsvereinen aus finanzieller Not aufgelöst worden. Wenn auch hilfsbereite Krefie in den verschiedensten Ländern in höchst dankenswerter Weife sich der Not der deutschen Kinder an- nahmen und noch annehmen, so ist doch ein Ende des deulsch.n Kmderelends nicht abzusehen, bevor nicht an die Stelle der jetzigen allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit, an die Stelle des„Krieges gegen die K i n d« r" endlich ein wahrer Frrcden gefteten ist._ Die Anil-Veuffchen Gefetze. die während des Krieges in den Vereinigten Staaten erlassen wurden, sind nunmehr vom ameri- kanischen Obersten Gerichtshof sür ungültig erklärt worden. Kein Staat hat mehr dos Recht, den Unterricht in deuficher Sprache zu oerbieten. Di« Staaten Rebrasks, Iowa und Ohio haben diele Entscheidung herbeigeführt, indem sie die Anfrage stellten, ob es verfassungsmäßiges Recht fei, Kindern deutschen Unterricht zu er- teilen. 3eden Sonntag wird Marty gewählt, am 10. Juni erhielt der Verurteilte der Schwarzmeerflotle ein Kantonalratmandat in Bordeaux._ Franz vothe. einer der besten Dirigenten des Deutschen Arbeiter- Sängerbundes, ist am 7. Juni, 50 Jahre alt, gestorben. Ehemals volksfchullehrer, bildete er sich zunächst auto- didaktisch musikalisch weiter. Dann studiert« er bei Hugo Kaun und Ferdinand Hummel. Seit länger als zwanzig Iahren diente er dem Deutschen Arbeiter-Sängerbunde als Chormeister und musikalischer Beirat. Er ließ sich die Pflege des Tendenzchores besonders ange- legen sein und brachte, wie wohl keiner sonst, Uthmannfche Chöre zu mächtiger Wirkung. Zuletzt leitete er den Friedrich-Hegar- Chor. Er wirkte auch selbst als Komponist, schrieb die im Verlage des Deufichen Arbeiter-Sängerbundes erschienen«„Chorführer- Schule und war reger Mitarbeiter der„Deutschen Arbeiter- Sängerzeitung". Trotz seiner erfolgreichen Tätigkeit im Dienste proletarischer Kunst ftistete er ein materiell kümmerliches Dasein. Er starb arm im Krankenhau« Moabit: aber in der Geschichte der deutschen Arbeiter-Söngerbewegung bleibt sein Name rühmlich er- hatten. Die Einäscherung erfolgt morgen(Donnerstag) abends 7 Uhr in der Gsrichtfftaße. vn. Ein Unfug. Seit einiger Zeit hat sich bei einigen Berfiner Kabaretts der Gebrauch eingebürgert, zugleich mit den Presse- einlodungen„Bons" zu versenden, die zur„Entnahme von Speisen und Getränken" bis zu einem bestimmten Be- trage berechtigen. Die Pressevertreter besuchen nicht zu ihrem Vergnüg'n oder zur Eicholung diese Veranstaltungen, fondern in ihrer berm- lichen Eigenschaft als Berichterstatter und Kritiker. Sie dürfen ver- langen, daß man ste nicht zwingt, dort Speisen oder Geftänke zu ge- nießen, und sie müssen dos Trinkgeld, das ihnen die Unternehmer der Veranstaltungen aufdrängen wollen, als ein« unwürdige Zumutung zurückweisen. „Hooliqaa". Die gestrige„BZ." gibt unter dem Titel„F i s cb e als Elektrizitätsstreikbrecher" einen ausführlichen, sebr fachkundig aussehenden Bericht über einen in der Nähe von Ala'ka vorkommenden Fisch, den„Hooligan" Dieser Fisch soll ftüber von den Eingeborenen als Beleuchtungsmittel benutzt worden sein, indem man ihn aufrecht, Kopf unten. Schwanz oben, an einem Leuchter befestigte und anzündete. Seit Einführung der elektrischen Beleuchtung sei aber difie Fischbeleuchtung immer mehr ab»«- kommen, und man bediene sich ibrer beute nur noch bei Sfteiks. „Sobald irgendwo ein Streik der Elettrizitätsarbeiter einsetzt, senden die Fischhändler dieser Küste sofort ganze Wagenladungm von Hooligans nach den Städten, wo man daraus sofort Kerzen her- stellt. Dieser Beleuchtungsersatz trägt stets zur raschen Beendigung des Streiks bei." Die Gelehrten der„BZ." sind die Opfer eines Scherzbolds ge- worden.„Hooligan" ist in Amerika die allgemeine Bezeichnung für—„Strei kb recher".— Es mag schon stimmen, daß dieser „Bcleuchtungserfatz" manchmal zur raschen Beendigung von Sfteiks beiftägt: nur bandelt es sich dann nicht um leuchtende Fische, son- dern um dunkle Ehrenmänner. Tie Galerie Sutz tl Co., Unter den Linden SI. eröffnet ibre Iun� Juli.TommerauSilellttng am IS. vormittag« 10 Ubr. Die TluSÜcllon, wird entbalten: Sonderkollektionen von Jreimutb. Groß. Haller. Honigbcrgcr, Kolbe. Luckner, Peibst-in. Bare«ee. Chagall, Münch, van Gogh und«ine Serie Franzosen de» IS. Jahrhundert». der oberschleftsche Streit flaut ab. Vre» lau. 1Z. Zum.(Eig. Drahibericht.) Die Nachrichten bürgerlicher Blätter, wonach die Gewerkschaftsführer in Oberfchlcfien vor der Wut der Massen geflohen feien, sind un- wahr. Die wilde Bezirksstreikleitung, die im Gewertschaftshans in hindenburg sitzt, h teilen, daß zwischen ihm und einem Teil de; Lehrerkollegiums fick ein bedauerlicher Gegensatz herausgebildet hatte, der im Interesse der Schule schleunigste Abhilf« forderte. Jetzt kann der Elternbeirat uns melden, daß endlich der Friede wiederherqe stell! ist, und auch das Lehrerkollegium legt Wert darauf, im„Vorwärts" die Schlichtung des Stteites bekanntgeben zu sehen. Das Schreiben des Elternbeirats lautet: „Nachdem durch den Artikel in Nr. 32 des„Vorwärts" übci Mißstände in der 236. Gemeindeschule unser Ziel, mit d«r Lehrer- schaft wieder zu gemeinsamer Arbeit zu kommen, erreicht wurde, wünscht dos Lehrerkollegium, diese Erklärung, der der Eltern- beirat zugestimmt hat, im„Vorwärts" zu veröfsentlichen: „Nach einer in gemeinsamer Sitzung und nach aufklärender Arbeit erfolgten Aussprache zwischen dem Lehrerkollegium und Elternbeirat der 235. Gemeindeschule sind die zwischen beiden Körperschaften schwebenden Differenzen zur beiderseitigen Zufrieden- heit beigelegt. Bezüglich der Zuständiakeit des Elternbeirats bei Beschwerden seitens der Elternschaft stehen Rektor sowohl wie Lehrerkollegium aus dem Boden der behördlichen Bestimmungen. Dadurch ist der Artikel des„Vorwärts" Nr. 32 erledigt." Wir erflillen gern den Wunsch, dies« Erklärung zu veröffent- lichen. Di« Zuschrift, die in einer Schlußbemerkung dem„Vor- wärts" Dank sagt, macht den Eindruck, daß bei beide Parteien über die Wiederherstellung des Friedens erfreut sind. Auch wir sind es. Böswillige Feuerwehralarmierungeu. In der 1:tzt«n Nacht wurde die Berliner Feuerwehr rhn« Ursach nach der Turmstraße 32 gerufen. Alles Suchen nach dem Täter war vergeblich. Vorher war die Wehr nach der Hamburger Dtt. 7 in Spandau arlamiert worden. Di« ständigen Arlamierungen der Wehr sind ein grober Unfug, der eine arg: Belästigung der Wehr darstellt, die oft stundenlang nachts durch Alarm in Atem gehalten wird. Di« Feuerwehr wird dadurch ihrer eigentlichen Tätigkeit entzogen und es cntstehm der Allgemeinheit bedeutende Kosten. Pflicht eines jeden Bürgers ist es daher, auf dies« böswilligen Unfuqstifter ein besonderes Augenmerk zu ricbten. Wer eiitm Täter zur Anzeige bringt, erhält eine angemesiene Belohnung. Das Skadtbad Friedrichshain an der Schillingsbrücke ist jcch täglich von 8 Uhr vorm'ttaqs bis 8 Uhr abends geöffnet, Kassen- schluß 714 Uhr. Die Jungsozialistische Bereinigung(Groß-Dsrlin) schreibt uns „Anläßlich verschiedener Aeußerungen in der Tages- und Zeit- schriftenpress« steht sich die Iungsozialistische Vereinigung veranlaßt, zu erklären, daß Arthur Zickler weder ihre Mitgliedschaft be- sitzt noch besessen hat und daß die von ihm in den letzten Monaten ln der Oeffentlichkeit eingenommen« Haltung in keiner Weis« mit der ihrer Mitglieder übereinstimmt, sonde'n von diesen völli« abgelehnt wird." Die Dänische kindechilfc. Das unter Leitung unseres Genosse. F. P. Nielsen stehend« dänisch« Hilfskomitee hat als erstes Ergebnis seiner Tätigkeit je«inen Waggon Lebertran und Be- kleidungsgegen stände nach' Deutschland gesandt. Die Liebesgaben sind dem Freistaat Sachsen zugeschickt und gelangen m Dresden, Leipzig und Chemnitz an bedürftige und kranke Kinder zur Verteilung.— Die dänische Regierung hat Mittel bereitgestellt, die gestatten, 150 taubstummen deutschen Kindern während dieses Sommers unentgeltlichen Aufenthalt dänischen Anstalten zu gewähren. Wetter für morgen. Berlin und Ilmgegrnd. Kübl und veränderlich, überwiegend bewöltt, mit wiederholten Regensällen und Irischen weltlichen Winden. Groß-Serliner parteinachrichten. Heute, Mltwoch. den 1Z. 3uni: 13. Abt. zalitaTicnb in den bekannten Lokalen...__ 43. Abt. Zabtabcnd in tolgmden Lokalen: B-Ztr!>23. l3ö und 13« Schul- Dl-ff-n- bachllr. dl. Aeiir! 137 und>38 S-buie Aräfeltr. 83 82. Abt. Steglitz, gahtabend an den bekannten Stellen Die Dezirt-ttlhrer werden ersuch», die Mitteilunoeblälter vom Den«lote. SchUdbornslr. 5, ab,»baten. 8. Abt., Lankwi«,. Die M.tgltederversammtung findet nicht in der Gemeinde- chule II, sondern im Gesangstaat de» Realgymnasiums Kautbachstr. tiatt. Morgen, Donnerskag. den 14. Juni: 121. Abt.,«arlsborst. Pünktlich 7 llbr, Mitgliederverlammlung IM Fllrstenbad. Th-ma: Bericht nom Zuternnlionaien Ztongretz. Rrlerent. Genosse R Breuer. Zuugiozialisten. Grince Reulölln. 7> z Ubr. im Jugendheim Rogatstr. 53, Di,- tusltonsaocnd. Das Wirtschuftsparlament. » 49. Abt. Schwerhorigengrnppe. Die Bersammlung ist auf heul über 8 Tage ver- schoben. Gewerkschaftsbewegung uns: Wie kommunisten Streiks machen. Bedarf es noch eines Beweises, zu welchem Zwede die Union| habe, alle fozialen Errungenschaften der Arbeitnehmerschaft zu bes der Hand- und Ropfarbeiter und die KPD. jetzt dieses Streits beseitigen. Die Beamtenschaft hat allen Anlaß, auf dem Posten zu durften? Diese Leute bilden sich wirklich ein, eine Befreiung des sein, um Schulter an Schulter mit der organisierten Arbeiter- und Ruhrgebiets von dem französischen Militär und die Beseitigung des Angestelltenschaft die Anschläge der Großindustrie abzuwehren. Die Bersailler Friedensvertrages" herbeiführen zu können. Leiden diese RDR. vertrete in Gegensah zum Deutschen Beamtenbund rücksichtsAus dem Verband der Bergarbeiter Deutschlands schreibt man Beute nicht an Größenwahn? Nunmehr haben sie durch diesen los den Standpunkt des wirtschaftlichen Sozialismus. Streit die Arbeiterschaft des Nuhrreviers um einige hunderttausend Nach einer sich in zustimmendem Sinne bewegenden Aussprache In einem von der Kommunistischen Partei Deutschlands, Be- art Lohnausfall pro Kopf gebracht. Wir fragen" Was hat die wurde nachstehende Resolution einstimmig angenommen: zirf Ruhrgebiet, im Ruhr- Echo"( Essen) hergestellten Flugblatt, D., was hat die Union der Hand- und Kopfarbeiter getan, um Die RDR. lenkt mit allem Nacherud die Aufmerksamkeit der welches augenblicklich verbreitet wird, wird die Haltung der Kom- diesen Lohnausfall wettzumachen?" Die RBD. und die Union or gesamten Beamtenschaft auf die Gefahren, welche durch den Markmunistischen Bartei und der Union der Hand und Ropfarbeiter verüppeln und allerlei Torbwertzeugen bewaffnet waren und fennbaren Absichten eines ferantenlosen Rapitalismus allen ben ganifierten Hundertschaften, welche mit Schlagringen, sturz und durch die in dem Garantieangebot der Industrieller. erteidigt. Dabei wird, wie üblich, die Wahrheit start vergewaltigt. Nach der Darstellung des Flugblattes soll der zweite Schieds- hegte biefe gegen die übrigen Arbeiter auf. Hunderte Bevölkerungsschichten drohen, die von Lohn und Gehalt ihr Leben spruch im Bergbau, welcher am 15. Mai gefällt wurde, die Siede von Funktionären der Gemertschaften aller Richfristen müssen Angesichts der mit furchtbarer Schnelligteit forthige geschaffen haben, welche zum Ausbruch des Streits führte. Estungen find von jenen Burschen verprügelt und gefchreitenden Berelendung weitester Boltsschichten, angesichts des wird dabei behauptet, daß eine Belegschaftsversammlung der Zeche chlagen worden. Die Gewerkschaften aller Richtungen müssen schwersten Abwehrtampfes gegen den franzöfifchen Imperialismus Raiserstuhl am 17. Mai zu dem Schiedsspruch und den vergeblichen und werden es auch in Zukunft ablehnen, sich von jenen Leuten wagen es die Führer der Großindustrie, dem nach Hilfe rufenden Lohnverhandlungen Stellung genommen habe. Tatsache ist, daß die Marschroute vorschreiben zu laffen. eine Belegschaftsversammlung der Zeche Raiserstuhl am 15. mai, mittags tagte, welche den Streit für den nächsten Tag beschloß. Bor uns liegt der am 15. mai früh auf der Zeche Kaiserstuhl prangende Anschlag ber tommunistischen Hezer, in welchem die Belegschaft auf- Die Bemühungen des Borstandes vom ADGB. um eire' An. gefordert wird, nicht eher anzufahren, bis eine Bersammlung paffung der Unterstützungsläge für die Erwerbslosen an die Teue, Stellung zu der Lage genommen habe und vor allen Dingen noch rung haben den Erfolg gehabt, daß Reichsrat und Regierung, wir vor Pfingsten ein größerer Abschlag gegeben werden müsse. In wir bereits mitgeteilt haben, beschlossen haben, die Unterſtüßungsnahme mit dem ADGB. und dem AfA- Bunde durch eine umder dann folgenden Bersammlung der Belegschaft der Zeche Raifer. fäße erneut zu erhöhen. Rückwirkend vom 4. Juni soll der täg stuhl ist weidlich von den fommunistischen Drahtziehern gehegt liche Unterfügungsfag betragen: worden ohne Rüdsicht darauf, daß an demselben Lage in der Lohnfrage Berhandlungen in Berlin waren und ohne das Ergebnis derselben zu fennen. Schiedsspruch für den Ruhrbergbau wurde an diesem Tage erst des Abends gegen 10 Uhr gefällt, fonnte also in jener Ber fammlung noch gar nicht bekannt sein. Das Flugblatt behauptet das Gegenteil, belügt und täuscht also wider besseres Wissen die Bergarbeiter des Ruhrreviers. Der Zur Steuer der Wahrheit wollen wir die KPD. und vor allen Dingen die Ruhrbezirksleitung der Kommunistischen Partei daran erinnern, daß in der Borwoche vor Pfingsten eine Landesausschußfonferenz der Betriebsräte in Braunschweig tagte. Zu dieser waren geladen die Landesausschüsse der Betriebsräte, auch vom Ruhrrevier. Es ist dort versucht worden, die Betriebsräte des Ruhrreviers zu gewinnen für einen Generalstreit. Eine Reihe der dort anwesenden Delegierten, welche noch im Arbeitsverhältnis standen, haben sich gegen einen solchen Bahnsinn ausgesprochen. Trotz alledem wurde dieser dort fommandiert. Ein oder zwei Tage vor dem Rummel auf der Zeche Kaiserstuhl und vor Anheiten des Anschlages, in welchem zur Belegschaftsversammlung aufgefordert wurde, hat eine fommunistisch- unionistische Konferenz in Dortmund getagt, in welcher ebenfalls der Generalftreit propagiert wurde. Kaiserstuhl wurde dabei als Anfangspunkt bezeichnet, von wo die Bewegung in Szene gesetzt werden soll. Tatsache ist, daß selbst fommunistisch organisierte Arbeiter gegen diefen Wahnsinn sich mit scharfen Worten gewandt haben, und auch die Belegschaften Dom Streit abgehalten haben. Es ist weiter Tatsache, daß in einer Reihe von Fällen solche Belegschaften nicht in den Streit eingetreten sind. Bir tönnten eine Reihe solcher Fälle aufzählen, wo versucht worden ist, die tommunistischen Hundertschaften zufammenzuberufen, um auch diese Betriebe stillgulegen. Diese Pommunistischen Hundertschaften haben versagt infolge der ver nünftigen Haltung der fommunistischen Delegierten, welche fich gegen den Streit wandten. Damit steht also feft, daß die Kommunistische Partei und auch die Union ben Stampf( chon feit 23 och en organifiert hatten, daß diefer Streit nicht wirtschaft lichen Zielen dienen sollte, sondern daß die wirtschaftliche Frage, vor allen Dingen die Lohnfrage, nur der oripann war für die politischen Ziele jener Bartei. Das geht so deutlich aus einem Schreiben hervor, welches der Bezirksfekretär der Union der Handund Ropfarbeiter, A. Jabash, an die Bezirksleitung des Berg arbeiterverbandes in Oberflefien richtete und folgendermaßen Beschäftsstelle der Union der Hand- und Ropfarbeiter ( Räteorganisation) lautet: Wirtschaftsbezirk Oberschlesien. Gleimig, den 23. mai 1923. Berter Rollege! Bezugnehmend der Reorganisation unserer Organisation in den Industriegruppen hat die Reichsgruppe Bergbau Union der Hand- und Kopfarbeiter nachstehende Forderungen aufgestellt, für welche wir die Arbeiterschaft mobilisieren müssen, um uns gegenüber den Angriffen des Kapitals zu verteidigen. Als allgemeine Forderungen des Gesamtproletariats, für welche unsere Industriegruppe Bergbau laut Beschluß einer Ronferenz gewillt ist, sich einzusetzen, stellen wir folgendes auf: 1. Bildung der Arbeiterregierung an Stelle der gegenwärtigen fapitalistischen. 2. Organisierung von Arbeiter- Hundertschaften und voll ständige Bewaffnung aller Arbeiter zur Abwehr gegen die Faschistenbande. 3. Befreiung des Ruhrgebiets wie der anderen deutschen Gebiete von fremdem Militär und Beseitigung des Versailler Friedensvertrages. 4. Rampf gegen Lebensmittelwucher und Einführung der Arbeiterfontrolle für alle Bedarfsartikel. Wanzen Motten, Läuse samt Brut kann jed. Laie in 3 Std. durch apparateloses Linksol selbst radikal beseitigen. Erhältl. in all. Drogerien. Die neuen Erwerbslosensähe. manner über 21 Jahre mit eigenem Haushalt ohne eigenen Haushalt unter 21 Jahren. eibliche über 21 Jahre mit eigenem Haushalt. Bersonen ohne eigenen Haushalt.. unter 21 Jahren Zuschus für Ehegatten... Buschuß für Kinder und son ftige unterhaltungsberech tigte Angehörige Ortstlaffe A B 5000 4650 4300 3950 4400 4100 3800 3500 3050 2850 2650 2450 D/ E 4400 4100 3800 3500 8650 3400 3150 2900 2750 2550 2350 2150 1850 1750 1650 1550 1450 1350 1250 1150 Die wöchentliche Unterfügung beträgt demnach: Ortstlaffe Männer über 21 Jahre m. eigenem Haushalt ohne eigenen Haushalt unter 21 Jahren weibliche Berfonen über 21 Jahre mit eigenem Haushalt. ohne eigenen Haushalt unter 21 Jahren Die möchentliche Unterftügung beträgt demnach für ein Ghepaar. Ehepaar mit 1 Rind P 2 Kindern B .. A B C DE 80000 27900 25800 23700 26400 24600 22800 21000 18300 17100 15900 14700 26400 24600 22600 21000 21900 20400 18900 17400 16500 15300 14100 12900 41100 38400 85700 38000 49800 46500 48200 89900 58500 54600 50700 46800 67200 62700 58200 53700 Staate Bedingungen zu stellen, die die Herrschaft dieser wenigen über den Staat und seine letzten Breduftiofräfte fomie tie Ab. wälzung aller Reparationslaften auf die Schul tern der Lohn- und Gehaltsempfänger bedeuten. Die unerhörten Forderungen der Großfapitalisten gehen u. a. auf die tatsächliche Beseitigung des Achtstundentages und die Entlassung von zehntausenden von Staats- und Kommunalbeamten hinaus. Die RDK. erwartet, daß der Vorstand des ADB. in enger Fühlung fassende Attion diese Anschläge auf die nackte Existenz auch des Gros der Beamtenschaft zunichte macht. Der Verwaltungsrat des Internationalen Arbeitsamtes trat am Dienstag unter dem Vorsiz des Delegierten der französischen Regierung Arthur Fontaine zusammen. Er legte den Bericht des Direttors über die allgemeine Tätigkeit des Bureaus in den letzten drei Monaten vor. Der Rat genehmigte den Kommissionsbericht über das Budget für 1924. Jn letzterem find bedeutende Ein. schränkungen vorgesehen. Es wurde dabei dem Beispiel gefolgt, was bei der Aufstellung ihrer Budgets von verschiedenen Staaten gegeben wurde. Der englische Delegierte gab eine Erklärung ab, daß seine Regierung auch fernerhin dem Inter nationalen Arbeitsamt ihre Dolle Unterstützung zu teil werden laffen molle. Ferner betonte der Delegierte, daß feine Regierung die in Londoner Blättern gegen das Arbeitsamt gerichteten Angriffe nicht billige. Wirtschaft Die Genossenschaften während der Lebensmittelunruhen im Ruhrgebiet. Bon genossenschaftlicher Seite wird der Ronsum genossenschaftlichen Rundschau" eine eingehende Darstellung der jüngsten Lebensmittelunruhen im Ruhrgebiet gegeben, in der auch zunächst die Teuerung als Ursache der erregten Stimmung ange fehen wird, die aber doch in objektiver Weise darlegt, wie letzten Endes nur die Bevölkerung selbst den Schaden von Aufruhr und Plünderungen verbrecherischer Elemente zu tragen hat. Deere Geschäfte und höhere Breise für neue Waren ist bas Ergebnis. Bezeichnend für das Walten der Unvernunft bei folchen Erzeffen ist die Tatsache, daß man selbst die eigenen 23 arenverteilungsstellen der organisierten Verbraucher uff. bis zu den Söstbeträgen. gezwungen hat, Lebensmittel weit unter den Selbstgeftehungstoften Diese Sätze firden auch Anwendung bei der Berechnung der hinauszuwerfen. So gehe nicht nur der den Geschäftsleuten entursarbeiterunterstügung. Diefe beträgt die Diffeftandene und von der Allgemeinheit wieder gutzumachende Schaden renz zwischen dem Anberthalbfachen der obigen Säße und in die Milliarden, fondern auch die Konsumgenoffen. ter halfte bes Arbeitsverdienstes der Kurzarbeiter. Beispiel: fchaften, also die Berbraucher felbst, hätten mehrere hundert Gin verheirateter Arbeiter mit einem Rind, ber 30 Stunden die Millionen Mart dabei eingebüßt. Das Resultat der Bewegung fet Woche zu 8600 art bie Stunde arbeitet, erhält einen Lohn von einfach diefes: Mehrere Dugend Tote, Hunderte von Berwundeten, Mart bie moje macht. Die Hälfte davon beträgt 51 050 Mart. Der ftets fnappen Lebensmittelvorräte, die durch neue Einkäufe 108 000 Mart, mas abzüglich der Steuer rund 102 100 große Schäden an Hab und Gut, Berschleuderung und Ausverkauf Das Anderthalbfache der Unterstützung in Berlin, b. h. der Drts- ergänzt und eine neue, dem höheren Dollarturs entsprechende Teueflafle A, beträgt 74 700 Mart bie Woche. Die Differenz am fchen rungswelle herbeiführen werden. Die Beibtragenden diefer neuen 51 050 und 74 700 ist 23 650. Somit hat der Kurzarbeiter Anspruch Teuerungswelle mürben diejenigen sein, die bei dem großen Ausauf eine wöchentliche Unterstützung von 23 650 Mart. verkauf das Nachsehen hatten, und das sei der größte Teil der Diese Erhöhung der Unterstügungsfäge muß aber auch begleitet Bevölkerung, ganz besonders aber die Armen und Wermsten, merden vor einer großzügigen Organisierung von produttiven die Invaliden, Rleinrentner und Bitmen. Den Nugen davon hätte Motstandsarbeiten. Biel michtiger und auch viel nüglicher die Großindustrie gehabt, der für einige Tage die Sorge um ihre als die Auszahlung von Unterstügungen ist die Arbeits- Arbeiterschaft und ihre Entlohnung genommen wurde, und die beschaffung. Die Mittel dazu müßten durch eine schnelle An- fremden Gewalthaber, die ihre fühnften Träume reifen sahen. paffung der Steuern der Sachwertbefizer an die Geldentwertung aufgebracht werden. 3600 X 30 Kommunalbeamte gegen das Angebot der Jndustrie. Paffivität der amerikanischen Handelsbilanz. Zum erstenmal feit April 1914 ist im März laufenden Jahres die Bilanz des ameri tanischen Außenhandels in Waren paffio gewesen. Die Einfuhr in diesem Monat hatte einen Wert von rund 402 gegen 303,4 millionen Zu einer öffentlichen Bersammlung im Lehrervereinshaus am Dollar im Februar 1923 nd 256,2 Millionen Dollar im Märt 1922, Montag hatte der Ortsausschuß der Reichsgewerkschaft Deutscher die Ausfuhr einen solchen von nur 341,2 Millionen Dollar. Die Rommunalbeamten( RDR.) die Berliner Kommunalbeamtenschaft Einfuhr im März dieses Jahres war die seit neun Jahren größte aufgerufen, in der Händeler vom Bundesvorstand des ADB. und der Einfuhrüberfuß mit 60,83 Millionen Dollar der in einem zweistündigen jeffelnden Referat an der Hand eines reich bis dahin überhaupt größte im amerikanischen Außenhandel; er ist haltigen Materials das Reparationsangebot der Industrie einer ver- so erheblich, daß er die Bilanz des amerikanischen Außenhandels nichtenden Kritif unterwarf. Dieses Angebot bezwede nichts im ganzen ersten Quartal 1923 paffio macht. Die Einfuhr bezieht anderes, als Reich, Staat und Kommune unter die Dittatur der sich in erster Linie auf Rohstoffe für den Bedarf der amerkanischen Großindustrie zu bringen. Empörend sei die Art, wie das Angebot Industrie, wie Wolle, Häute und bestimmte Baumwollsorten. gemacht worden sei. Diese fei nicht die Art des ehrbaren Kauf- Berantwortlich für Politit: Bictor Schiff, Berlin; Wirtschaft: Artur Saternus, manns, von der man fo viel rebe, sondern die eines Erpressers, der Friedrichshagen; Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner, Berlin; Feuilleton: die Not der Regierung dazu benutze, rüdsichtslos feine fapita-.$. Döscher, Berlin- Wilmersdorf; Lokales und Sonstiges: Billy Möbus, liftischen Profitinteressen durchzusehen. Das Großfapital ist der Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchbruterei größte Feind des Berufsbeamtentums, da es das größte Intereffe und Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin S. 68, Zindenfiraße 3. Gold-, Silber-, Platin- Bruch Brillanten Generalvertrieb Roberstein Nacht. Zahngebisse zahlt unüberbietbare Prelse Berlin MO.. Heinersdorfer Str. 22. BÜCHER GESUCHT Wir sind ständige Abnehmer von antiquarischer, besonders sozialistischer Literatur. VERLAG DER NEUEN GESELLSCHAFT W. 15, Sächsische Str. 7- Pfalzburg 5140 R. 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